Neufassung;
erforderlich aufgrund eines technischen Versehens;
ersetzt die Bekanntmachung vom 18.12.2009

ThyssenKrupp AG

Duisburg und Essen

Konzernabschluss zum 30.09.2009

Konzern-Lagebericht

                                                                              

                                                                               Geschäftsfelder und Organisationsstruktur

 

Ein innovatives Leistungsangebot, eine effiziente Organisation und eine zukunftsweisende Unternehmensstrategie – das sind die Stärken von ThyssenKrupp im internationalen Wettbewerb. Als einer der größten Werkstoff- und Technologiekonzerne der Welt wollen wir so beweglich sein wie unsere Kunden. Unsere Impulse und Initiativen für technischen und wirtschaftlichen Fortschritt öffnen auch in Zeiten schwieriger Konjunktur neue Wege – für unsere Geschäftspartner wie auch für uns.

 

Leistungsprofil

Maßgeschneiderte Werkstoffe aller Art und ein umfassendes Angebot an anspruchsvollen Technologiegütern, begleitet von einer breiten Dienstleistungspalette, bestimmen die Leistungsfähigkeit von ThyssenKrupp für Kunden in aller Welt. Ob Karosseriestahl für die Autoproduktion, ein petrochemischer Industriekomplex oder beispielsweise ein Großwälzlager für Windkraftanlagen benötigt wird – unsere Mitarbeiter haben eine Menge zu bieten. Sie sind in über 80 Ländern der Erde tätig und sprechen die Sprache unserer Kunden. Deren Wünsche nach hochwertigen Produkten und Dienstleistungen zu erfüllen, ist die wichtigste Aufgabe in allen unseren Tätigkeitsbereichen.

 

Anpassung der Organisationsstruktur

Bis zum 30. September 2009 war das operative Geschäft des Konzerns in fünf Segmente gegliedert: Steel, Stainless, Technologies, Elevator und Services. Die Segmente wurden von eigenen Führungsgesellschaften geleitet und haben selbstständig über ihre markt- und kundenorientierten Aktivitäten entschieden. Die Segmente bestanden aus einzelnen, nach Produktfeldern oder Märkten gebildeten Business Units. In dieser Gliederung berichten wir auch im vorliegenden Geschäftsbericht über das abgelaufene Geschäftsjahr 2008/2009.

 

Bild

 

Angesichts der gravierenden Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise für den Konzern hat der Vorstand die Konzernstruktur kritisch geprüft und eine Anpassung beschlossen. Der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG stimmte dem Konzept der neuen Konzernorganisation am 04. September 2009 zu, so dass sie mit Beginn des neuen Geschäftsjahres am 01. Oktober 2009 umgesetzt werden konnte. Durch die Neuorganisation wird der Konzern nun operativ dezentraler und zugleich strategisch zentraler geführt und kann somit noch schneller auf neue Marktentwicklungen und Kundenwünsche reagieren.

 

Bild

 

Statt in den bisherigen Segmenten sind die Konzernaktivitäten jetzt in acht Business Areas gebündelt, wobei als inhaltliche, virtuelle Klammern zwei Divisions – Materials und Technologies – die strategische Ausrichtung beschreiben. Die ThyssenKrupp AG übernimmt als Corporate Headquarter die strategische Steuerungsfunktion, während die Business Areas und die zugehörigen Konzernunternehmen selbstständig am Markt operieren. Standardisierte konzernweite Dienstleistungen sind künftig Aufgabe der Business-Services-Gesellschaften, auf die alle Konzernunternehmen zurückgreifen können. Näheres zur neuen Organisation können Sie im Kapitel „Neue Konzernorganisation“ lesen.

 

Die ThyssenKrupp AG ist seit ihrer Gründung 1999 eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie hat einen Doppelsitz in Duisburg und Essen; die Verwaltung befindet sich zum größten Teil in Düsseldorf. 2010 wird das Corporate Headquarter in das neue ThyssenKrupp Quartier in Essen umziehen; der erste Teil dieses architektonisch anspruchsvollen Campus wird zur Jahresmitte 2010 fertiggestellt sein. In Berlin, Brüssel und Peking sowie an weiteren 29 Standorten in der Welt vertreten eigene Büros oder Repräsentanten unseren Konzern und unterstützen marktnah Kunden und Konzernunternehmen.

 

Die ThyssenKrupp AG besitzt weltweit direkt oder indirekt mehr als 850 Tochterunternehmen und Beteiligungen. Insgesamt bestehen international 2.500 Produktionsstätten, Büros und Servicestützpunkte, zwei Drittel außerhalb Deutschlands. Größter Standort ist Duisburg mit knapp 19.000 Mitarbeitern vor São Paulo,Brasilien, mit über 8.000 und Dover, USA, mit mehr als 7.000 Beschäftigten. Einzelheiten zu unserem Anteilsbesitz können Sie im Anhang lesen; zum Thema Mitarbeiter finden Sie nähere Informationen im Kapitel „Mitarbeiter“.

 

Führungsverantwortung im Konzern

Der Vorstand der ThyssenKrupp AG legt die Strategie für die Geschäftsentwicklung des Konzerns fest, verantwortet konzernweite Zentralfunktionen und steuert die Business Areas, – bis Ende September 2009 waren es die genannten fünf Segmente. Einen breiten Raum nimmt das Wertmanagement ein, mit dem die Entwicklung des Unternehmenswertes optimiert wird. Außerdem regelt die Vorstandsorganisation die Zuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder für bestimmte Weltregionen. Ihr persönliches Wissen um Produkte und Märkte, kunden- und länderspezifische Besonderheiten sowie das Fachwissen bezüglich zentraler Konzernfunktionen gewährleisten eine effiziente und professionelle Steuerung des Konzerns.

 

Zu den wichtigen Aufgaben des Vorstands zählt die Förderung hervorragender Nachwuchskräfte für Top-Führungspositionen. Die Leistungsträger erhalten schrittweise immer mehr Verantwortung und werden an anspruchsvollere Aufgaben herangeführt. Näheres zur Managemententwicklung bei ThyssenKrupp steht im Kapitel „Mitarbeiter“.

 

Vergütungsbericht

Der nachfolgende Vergütungsbericht beschreibt unter anderem das Vergütungssystem für den Vorstand auch über die Grundzüge hinaus.

 

Leistungsbezogene Vergütung für den Vorstand

Die transparente und verständliche Darstellung der Vorstandsvergütung ist für uns seit Jahren ein wesentliches Element guter Corporate Governance. Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus folgenden Vergütungs­bestand­teilen: dem Fixum, der Tantieme, dem Mid Term Incentiveplan (MTI) sowie den Nebenleistungen (Sachbezüge) und Pensionszusagen.

 

Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist gemäß dem am 05. August 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) sowie einer entsprechenden Regelung in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat das Plenum nach Vorbereitung durch den Personalausschuss zuständig. Der Deutsche Corporate Governance Kodex sieht bereits seit Juni 2008 vor, dass das Plenum nicht nur die Struktur des Vergütungssystems berät und überprüft, sondern das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente beschließt. Deshalb hatte der Aufsichtsrat schon in der Sitzung am 05. September 2008 auf Vorschlag seines Personalausschusses das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente beschlossen und zugleich festgelegt, es regelmäßig zu überprüfen

 

Dies ist zuletzt in der Sitzung am 04. September 2009 geschehen. Im Rahmen seiner Überprüfung hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass das Vergütungssystem schon heute den durch das VorstAG eingeführten Parametern weitgehend entspricht.

 

Um eine vollständige Übereinstimmung mit den neuen gesetzlichen Grundlagen sicherzustellen, hat der Aufsichtsrat weiter beschlossen, dass das Vergütungssystem in seinen Einzelheiten nochmals geprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Diese Überprüfung erfordert einen angemessenen Zeitaufwand. Hierzu sind sowohl intern als auch extern mit einer Vielzahl kompetenter Beteiligter Gespräche zu führen. Die Ergebnisse einer solchen gründlichen Überprüfung, die sowohl die Interessen der Aktionäre als auch des Unternehmens und seiner Vorstandsmitglieder zu berücksichtigen hat, konnten deshalb bei Abfassung des Vergütungsberichts noch nicht vorliegen. In der Hauptversammlung wird über den Stand berichtet werden.

 

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 26. November 2009 beschlossen, dass das Vergütungssystem für den Vorstand der Hauptversammlung am 21. Januar 2010 zur Billigung vorgelegt wird. Sollte das Vergütungssystem im Geschäftsjahr 2009/2010 angepasst werden, wird es der Hauptversammlung 2011 erneut zur Billigung vorgelegt werden.

 

Vergütungssystem für den Vorstand der ThyssenKrupp AG

Beim geltenden Vergütungssystem bilden Kriterien für die Angemessenheit der Vorstandsvergütung sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und die Vergütungsstruktur, die in der Gesellschaft gilt. Die erfolgsbezogenen Komponenten, bestehend aus Tantieme und MTI, enthalten Bestandteile mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Sie setzen damit langfristige Verhaltensanreize und richten die Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung aus.

 

Vorstandsverträge, die ab dem Beginn des Berichtsjahres abgeschlossen wurden, sehen für den Fall, dass die Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund vorzeitig endet, eine Ausgleichszahlung vor. Sie ist auf maximal zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen begrenzt (Abfindungs-Cap) und vergütet nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags. Eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("change of control“-Regelung) besteht nicht.

 

Zu den verschiedenen Vergütungsbestandteilen: Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum und Nebenleistungen sowie Pensionszusagen, während die erfolgsbezogenen Komponenten in Tantieme und MTI als Komponente mit langfristiger Anreizwirkung aufgeteilt sind. Bei Fixum, Tantieme und MTI erhält der Vorstandsvorsitzende einen Zuschlag von 65 %.

 

Das Fixum beträgt für ein ordentliches Vorstandsmitglied 585.000 € pro Jahr und wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich anteilig als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet seit Beginn des Berichtsjahres regelmäßig nach Ablauf von zwei Jahren statt. Die nächste Überprüfung erfolgt demnach zum 01. Oktober 2010.

 

Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen; diese bestehen im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert von Immobilien, deren Nebenkosten, Versicherungsprämien sowie der privaten Dienstwagennutzung. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu; die Höhe variiert je nach der persönlichen Situation.

 

Erstes Element der erfolgsbezogenen Vergütung ist die Tantieme. Entsprechend der vom Aufsichtsrat beschlossenen Tantiemerichtlinie ist ihre Höhe grundsätzlich von der Entwicklung der beiden Kennzahlen EBT (Ergebnis vor Steuern) und ROCE (Gesamtkapitalrentabilität) des Konzerns abhängig, die je zur Hälfte als Kriterien herangezogen werden. Damit besteht ein Gleichklang zwischen der Tantieme als Leistungsanreiz und den im Konzern verwendeten Steuerungskennzahlen. So beträgt die Tantieme z.B. bei einem EBT von 2 Mrd € und einem ROCE von 14,5 % 1 Mio €. Die individuelle Leistung kann bis zu 20 % berücksichtigt werden. Außerordentliche Ereignisse bleiben bei der Tantiemefestsetzung außer Ansatz. Die Tantieme wird zwei Wochen nach der Festlegung durch den Aufsichtsrat, in der Regel Mitte November, an die einzelnen Vorstandsmitglieder ausgezahlt.

 

Zusätzlich zur Tantieme beziehen die Vorstandsmitglieder Vergütungen aus dem MTI als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung. Hierfür werden für einen bestimmten Ausgangswert, der bei einem ordentlichen Vorstandsmitglied 150.000 € beträgt, fiktiv Aktien gewährt, sogenannte Wertrechte, die keine Aktienoptionen sind. Die Anzahl der an ein Vorstandsmitglied ausgegebenen Wertrechte ergibt sich aus dem durchschnittlichen Aktienkurs des 1. Quartals des Performancezeitraums. Diese Wertrechte werden mit ihrem nach internationalen Bilanzierungsvorgaben errechneten Wert zum Zeitpunkt der Gewährung als Teil der Vergütung angesetzt. Nähere Informationen zum MTI erfahren Sie im Anhang zum Konzernabschluss unter Nr. 22. Die Zahl der ausgegebenen Wertrechte aus dem MTI wird dann am Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums angepasst. Basis dafür ist ein Vergleich des durchschnittlichen ThyssenKrupp Value Added (TKVA) des dreijährigen Performance-Zeitraums – beginnend mit dem 01. Oktober des Geschäftsjahres, in dem die Wertrechte gewährt wurden – mit dem durchschnittlichen TKVA der vorangegangenen drei Geschäftsjahre. Dabei führt eine Veränderung des TKVA um 50 Mio € zu einer Veränderung der Wertrechte um 10 %. Mehr über den TKVA erfahren Sie im Kapitel „Unternehmenssteuerung – Ziele und Strategie“. Am Ende des Performance-Zeitraums erfolgt eine Vergütung der gewährten Wertrechte auf Basis des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie, der sich aus dem Kursverlauf in den ersten drei Monaten nach Ende des Performance-Zeitraums ergibt. Die Auszahlung aus dem MTI ist auf 1,5 Mio € für ein ordentliches Vorstandsmitglied begrenzt.

 

Pensionen werden an frühere Vorstandsmitglieder gezahlt, die entweder die Pensionsgrenze erreicht haben, dauerhaft arbeitsunfähig sind oder deren Anstellungsvertrag unter Anrechnung anderweitiger Einkünfte vorzeitig beendet oder nicht verlängert wurde. Eine Pension wird bei vorzeitiger Beendigung oder Nicht-Verlängerung des Anstellungsvertrags nach der jetzt verwendeten Neufassung nur gewährt, wenn sich das Vorstandsmitglied mindestens in der zweiten fünfjährigen Bestellperiode befindet und älter als 55 Jahre ist. Die Pension eines Vorstandsmitglieds bestimmt sich nach einem prozentualen Anteil am letzten Festgehalt, das das Mitglied vor Beendigung seines Anstellungsvertrags erhielt. Dieser prozentuale Anteil steigt mit der Bestelldauer als Vorstandsmitglied. Er beträgt grundsätzlich 30 % mit Beginn der ersten, 50 % mit Beginn der zweiten und 60 % mit Beginn der dritten fünfjährigen Bestellperiode; die Pension des Vorstandsvorsitzenden liegt bei 65 %. Laufende Renten werden jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst. Die Hinterbliebenenversorgung sieht eine Zahlung von 60 % des Ruhegeldes für die Witwe (früher 75 %) und von 20 % für jedes unterhaltsberechtigte Kind (in der Regel bis zum 18. Lebensjahr, max. bis zum 25. Lebensjahr, in besonders begründeten Ausnahmefällen bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres) vor; die Hinterbliebenenversorgung beträgt maximal 100 % des Ruhegeldes.

 

Im Geschäftsjahr 2008/2009 gewährte Gesamtvergütung

Einzelheiten der Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2008/2009 in individualisierter Form und die auf die einzelnen Mitglieder des Vorstands entfallenden Pensionen ergeben sich aus den nachfolgenden Tabellen. Die Vorjahreszahlen sind jeweils in Klammern angegeben:

 

VERGÜTUNG DES VORSTANDS 2008/2009 in Tsd €

 

Jahreseinkommen

Im Geschäftsjahr gewährte MTI-Rechte

Insgesamt

 

Fixum

Nebenleistungen

Tantieme

Anzahl (Stk.)

Wert zum Gewährungszeitpunkt 

 

Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz, Vorsitzender

966

120

-

15.645

207

1.293

 

(875)

(145)

(2.442)

(6.014)

(179)

(3.641)

Dr. Ulrich Middelmann, stellv. Vorsitzender

732

173

-

11.852

157

1.062

 

(663)

(194)

(1.850)

(4.556)

(136)

(2.843)

Dr. Olaf Berlien

585

95

-

9.482

125

805

 

(530)

(115)

(1.776)

(3.645)

(108)

(2.529)

Edwin Eichler

585

82

-

9.482

125

792

 

(530)

(94)

(1.776)

(3.645)

(108)

(2.508)

Jürgen H. Fechter

293

46

-

9.482

125

464

(bis 31.03.2009)

(530)

(119)

(1.184)

(3.645)

(108)

(1.941)

Dr. Alan Hippe

293

63

-

4.741

63

419

(seit 01.04.2009)

(-)

(-)

(-)

(-)

(-)

(-)

Dr.-Ing. Karl-Ulrich Köhler

293

41

-

9.482

125

459

(bis 31.03.2009)

(530)

(100)

(1.184)

(3.645)

(108)

(1.922)

Ralph Labonte

585

93

-

9.482

125

803

 

(530)

(101)

(1.480)

(3.645)

(108)

(2.219)

Dr.-Ing. Wolfram Mörsdorf

341

37

-

5.136

68

446

(bis 14.04.2009)

(530)

(113)

(1.480)

(3.645)

(108)

(2.231)

Insgesamt

4.673

750

(-)

84.784

1.120

6.543

 

(4.718)

(981)

(13.172)

(32.440)

(963)

(19.834)

 

 

Ertrag (-) aus aktienbasierter Vergütung im Geschäftsjahr

Pensionen

 

 

Jahresbezug bei Eintritt des Pensionsfalls

Zuführung zur Pensionsrückstellung im Geschäftsjahr

Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz, Vorsitzender

-641

628

602

 

(-580)

(569)

(592)

Dr. Ulrich Middelmann, stellv. Vorsitzender

-485

439

640

 

(-439)

(398)

(572)

Dr. Olaf Berlien

-388

293

289

 

(-352)

(265)

(323)

Edwin Eichler

-388

293

405

 

(-352)

(265)

(468)

Jürgen H. Fechter

-388

293

164

 

(-277)

(159)

(273)

Dr. Alan Hippe

-

176

113

 

(-)

(-)

(-)

Dr.-Ing. Karl-Ulrich Köhler

-388

293

251

 

(-302)

(159)

(353)

Ralph Labonte

-388

293

501

 

(-352)

(265)

(441)

Dr.-Ing. Wolfram Mörsdorf

-388

293

315

 

(-352)

(265)

(558)

Insgesamt

-3.454

3.001

3.280

 

(-3.006)

(2.345)

(3.580)

 

Im Hinblick auf das erheblich gesunkene Ergebnis des Geschäftsjahres 2008/2009 hat der Aufsichtsrat beschlossen, entsprechend der Tantiemerichtlinie keine Tantieme an die Mitglieder des Vorstands der ThyssenKrupp AG zu zahlen.

 

Insgesamt betrug die Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008/2009 6,5 Mio € (Vorjahr: 19,8 Mio €).

 

Im Berichtsjahr betrugen die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen für die aktiven Vorstandsmitglieder 3.280 Tsd € (Vorjahr: 3.580 Tsd €). Der Betrag für 2008/2009 setzt sich aus den sogenannten Dienstzeitaufwendungen (service cost) in Höhe von 879 Tsd € (Vorjahr: 1.502 Tsd €) und den Zinsaufwendungen (interest cost) in Höhe von 2.401 Tsd € (Vorjahr: 2.078 Tsd €) zusammen. Auf der Grundlage einer inzwischen nicht mehr geltenden Regelung werden zwei Vorstandsmitglieder wegen ihrer mehr als zehnjährigen Bestelldauer als Vorstandsmitglied für die Dauer von fünf Jahren nach der Pensionierung weiterhin einen PKW mit Fahrer und bestimmte Versicherungsleistungen erhalten. Für die künftigen Pensionsansprüche hat die Gesellschaft auf Basis von IFRS Pensionsrückstellungen gebildet.

 

Mit den Herren Fechter und Dr. Köhler wurden Vereinbarungen über die vorzeitige einvernehmliche Beendigung der Bestellung zum Mitglied des Vorstands und die Aufhebung des Anstellungsvertrags zum 31. März 2009 geschlossen. Die an beide Herren zu leistende Ausgleichszahlung entsprach dem in den Anstellungsverträgen enthaltenen Abfindungs-Cap von maximal zwei Jahresvergütungen. Beide Herren standen dem Konzern noch beratend für sechs Monate, d.h. bis zum 30. September 2009, gegen ein Beraterhonorar von jeweils 10.000 € pro Monat zur Verfügung. Entsprechend der für Vorstandsmitglieder üblichen Regelung wurde beiden Herren die Festsetzung der Pension auf 50 % des Festgehalts bei Eintritt des Pensionsfalls zugesagt.

 

Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden keinem Vorstandsmitglied zugesagt. Auch hat kein Mitglied des Vorstands im Berichtsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. Wie in den Vorjahren wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr weder Kredite noch Vorschüsse gewährt noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

 

2008/2009 wurde die 4. Tranche des MTI ausbezahlt. Maßgebend für die Wertentwicklung dieser Tranche war die Erhöhung des durchschnittlichen TKVA der dreijährigen Performance-Periode 2005/2006 - 2007/2008 gegenüber dem TKVA der drei Geschäftsjahre 2002/2003 - 2004/2005. In der genannten Performance-Periode stieg der durchschnittliche TKVA erheblich von 406 Mio € auf 1.845 Mio €; der Aktienkurs sank seit Ausgabe der Wertrechte von 17,26 € auf 15,82 € am Ende der dreijährigen Performance-Periode. Auf dieser Basis erhielten die Vorstandsmitglieder aus der 4. Tranche des MTI die nachfolgenden Zahlungen (die Zahlungen des Vorjahres sind in Klammern hinzugefügt): Herr Dr. Schulz 880 Tsd € (2.715 Tsd €), Herr Dr. Middelmann 667 Tsd € (2.057 Tsd €), die Herren Dr. Berlien, Eichler, Labonte und Dr. Mörsdorf jeweils 533 Tsd € (1.645 Tsd €), Herr Dr. Köhler 533 Tsd € (1.097 Tsd €) und Herr Fechter 533 Tsd € (823 Tsd €). Zudem wurden den Vorstandsmitgliedern Anfang Januar 2009 neue Wertrechte gemäß der 7. Tranche des MTI gewährt. Aus der 5. bis 7. Tranche des MTI verfügen die Vorstandsmitglieder darüber hinaus über insgesamt 161.875 gewährte, aber noch nicht auszahlungsreife Wertrechte.

 

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 24,4 Mio € (Vorjahr: 13,7 Mio €). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitglie­dern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen wurden nach IFRS 173,5 Mio € (Vorjahr: 142,3 Mio €) zurückgestellt.

 

Aktienbasierte Vergütung für weitere Führungskräfte

Neben dem Vorstand erhalten auch weitere ausgewählte Führungskräfte des Konzerns einen Teil ihrer Bezüge in Form einer aktienbasierten Vergütung. Dabei handelt es sich zum einen um den MTI und zum anderen um ein Programm zum rabattierten Bezug von ThyssenKrupp Aktien.

 

Beginnend mit der 2. Tranche des MTI, deren Ausgabe 2004 erfolgte, wurde der Kreis der Bezugsberechtigten auf die Vorstandsmitglieder der Segmentführungsgesellschaften und einige andere ausgewählte Führungskräfte zu modifizierten Bedingungen ausgedehnt. Aus dem MTI für diesen Personenkreis resultierte im Berichtsjahr auf Grund der rückläufigen TKVA-Entwicklung ein Ertrag aus der Auflösung der Rückstellung für noch nicht auszahlungsreife Wertrechte in Höhe von 15,6 Mio € (Vorjahr: Aufwand 0,2 Mio €).

 

Daneben existiert für ausgewählte Führungskräfte des Konzerns, die nicht durch den MTI begünstigt sind, das Programm „Rabattierter Aktienkauf für Führungskräfte“. Das im Geschäftsjahr 2005/2006 implementierte Modell ergänzt die am Unternehmenserfolg ausgerichtete variable Vergütung um ein konzernbezogenes Element, das die zentrale Steuerungsgröße TKVA in das Anreizsystem integriert. Dieser aktienkurs- und wertorientierte Vergütungsbestandteil soll die Konzentration auf die Konzernziele und die Identifikation der Führungskräfte mit dem Unternehmen stärken.

 

Die Begünstigten erhalten dabei nach Ablauf des Performance-Zeitraums das Angebot, ThyssenKrupp Aktien zu einem festgelegten Euro‑Betrag mit einem Rabatt zu erwerben, der vom Arbeitgeber getragen wird. Den verbleibenden Betrag leisten die Teilnehmer als Eigenanteil. Die Rabatthöhe ist vom (Konzern-)TKVA des Performance-Zeitraums abhängig und kann bis zu 80 % betragen. Diese Aktien sind mit einer Sperrfrist von drei Jahren belegt.

 

Die Umsetzung des für 2007/2008 beschlossenen Programms wurde in das Geschäftsjahr 2009/2010 verschoben. Im Berichtsjahr resultiert aus dem rabattierten Aktienkauf ein Aufwand von 3,0 Mio € (Vorjahr: 13,5 Mio €). Für das Geschäftsjahr 2008/2009 wurde das Modell nicht aufgelegt. Über künftige Neuauflagen entscheidet der Vorstand der ThyssenKrupp AG jährlich neu.

 

Angemessene Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung der ThyssenKrupp AG geregelt. Sie orientiert sich an der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Konzerns.

 

Neben der Erstattung ihrer Auslagen und einem Sitzungsgeld von 500 € erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vergütung, die sich aus drei Bestandteilen zusammensetzt: einem Festbetrag von 50.000 € und zwei erfolgsorientierten Bausteinen. Dies ist zum einen eine Tantieme von 300 € je 0,01 € Dividende, die über 0,10 € je Stückaktie hinaus für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Hinzu kommt eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von 2.000 € je 100 Mio € Ergebnis vor Steuern (EBT) im Konzernabschluss, das im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre ein EBT von 1 Mrd € übersteigt.

 

Die feste Vergütung, die Tantieme und die auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Komponente betragen für den Vorsitzenden jeweils das Dreifache und für seinen Stellvertreter das Doppelte der Beträge. Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex gesondert vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören, erhalten eine im Verhältnis geringere Vergütung. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Plenums oder einer Ausschuss-Sitzung nicht teil, reduziert sich die Vergütung für die Aufsichtsrats- bzw. Ausschusstätigkeit anteilig.

 

Auf Basis der vorgeschlagenen Dividende erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einschließlich des Sitzungsgeldes eine Vergütung von insgesamt 1,9 Mio € (im Vorjahr 3,6 Mio €). Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen im Berichtsjahr die in der nachfolgenden Tabelle aufgelisteten Beträge; die entsprechenden Vorjahresbeträge sind durch Klammerzusätze kenntlich gemacht:

 

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS 2008/2009 in €

 

Feste Vergütung

Tantieme

Langfristige Vergütungskomponente

Vergütung für Ausschusstätigkeit

Sitzungsgeld

Insgesamt

Dr. Gerhard Cromme,

150.000

18.000

21.879

63.293

10.500

263.672

Vorsitzender

(150.000)

(108.000)

(121.620)

(126.540)

(7.000)

(513.160)

Bertin Eichler,

100.000

12.000

14.586

58.350

9.500

194.436

stellv. Vorsitzender

(91.667)

(66.000)

(74.323)

(94.905)

(4.500)

(331.395)

Markus Bistram

47.945

5.753

7.193

14.597

4.500

79.988

(bis 15.09.2009)

(50.000)

(36.000)

(40.540)

(31.635)

(3.000)

(161.175)

Theo Frielinghaus

50.000

6.000

6.661

15.665

4.500

82.826

 

(50.000)

(36.000)

(23.525)

(27.381)

(3.000)

(139.906)

Heinrich Hentschel

15.753

1.890

5.629

-

1.000

24.272

(bis 23.01.2009)

(50.000)

(36.000)

(40.540)

(-)

(2.000)

(128.540)

Susanne Herberger

34.384

4.126

1.670

-

2.000

42.180

(seit 23.01.2009)

(-)

(-)

(-)

(-)

(-)

(-)

Prof. Jürgen Hubbert

50.000

6.000

7.293

-

3.000

66.293

 

(45.833)

(33.000)

(37.162)

(-)

(1.500)

(117.495)

Klaus Ix

15.753

1.890

5.629

1.833

1.500

26.605

(bis 23.01.2009)

(50.000)

(36.000)

(40.540)

(31.635)

(4.000)

(162.175)

Bernd Kalwa

34.384

4.126

1.670

6.908

3.000

50.088

(seit 23.01.2009)

(-)

(-)

(-)

(-)

(-)

(-)

Hüseyin Kavvesoglu

15.753

1.890

5.629

1.833

1.500

26.605

(bis 23.01.2009)

(45.833)

(33.000)

(37.162)

(28.999)

(3.000)

(147.994)

Dr. Martin Kohlhaussen

50.000

6.000

7.293

31.647

5.500

100.440

 

(50.000)

(36.000)

(40.540)

(63.270)

(4.000)

(193.810)

Dr. Heinz Kriwet

50.000

6.000

7.293

15.823

4.500

83.616

 

(50.000)

(36.000)

(40.540)

(31.635)

(3.000)

(161.175)

Prof. Dr. Ulrich Lehner

50.000

6.000

4.139

12.687

4.000

76.826

 

(32.184)

(23.172)

(8.714)

(-)

(500)

(64.570)

Dr.-Ing. Klaus T. Müller

15.753

1.890

5.629

-

1.000

24.272

(bis 23.01.2009)

(50.000)

(36.000)

(40.540)

(-)

(2.000)

(128.540)

Prof. Dr. Bernhard Pellens

50.000

6.000

7.293

15.823

5.000

84.116

 

(50.000)

(36.000)

(40.540)

(31.635)

(4.000)

(162.175)

Dr. Heinrich v. Pierer

6.301

756

5.170

385

-

12.612

(bis 15.11.2008)

(45.833)

(33.000)

(37.162)

(31.635)

(2.500)

(150.130)

Peter Remmler

34.384

4.126

1.670

-

2.000

42.180

 

(-)

(-)

(-)

(-)

(-)

(-)

Dr. Kersten v. Schenck

50.000

6.000

7.293

15.823

4.500

83.616

 

(50.000)

(36.000)

(40.540)

(31.635)

(3.000)

(161.175)

Peter Scherrer

44.444

5.333

6.483

-

2.000

58.260

 

(50.000)

(36.000)

(40.540)

(-)

(2.000)

(128.540)

Thomas Schlenz

50.000

6.000

7.293

47.469

8.500

119.262

 

(50.000)

(36.000)

(40.540)

(94.905)

(6.000)

(227.445)

Dr. Henning Schulte-Noelle

47.222

5.667

6.888

31.646

6.500

97.923

 

(50.000)

(36.000)

(40.540)

(63.270)

(4.000)

(193.810)

Wilhelm Segerath

50.000

6.000

7.293

15.866

5.000

84.159

 

(50.000)

(36.000)

(40.540)

(31.635)

(3.000)

(161.175)

Christian Streiff

44.444

5.333

6.483

-

2.000

58.260

 

(50.000)

(36.000)

(40.540)

(-)

(2.000)

(128.540)

Jürgen R. Thumann

43.699

5.244

2.123

-

3.000

54.066

(seit 16.11.2008)

(-)

(-)

(-)

(-)

(-)

(-)

Prof. Dr. Gang Wan

 -

 -

 -

-

 -

-

(bis 18.01.2008)

(13.775)

(9.918)

(28.482)

(-)

(500)

(52.675)

Klaus Wiercimok

34.384

4.126

1.670

-

2.000

42.180

(seit 23.01.2009)

(-)

(-)

(-)

(-)

(-)

(-)

Insgesamt

1.134.603

136.150

161.852

349.648

96.500

1.878.753

 

(1.125.125)

(810.090)

(895.170)

(720.715)

(64.500)

(3.615.600)

 

Mitgliedern des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp AG werden für Aufsichtsratsmandate bei Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr 2008/2009 ergänzend Vergütungen in Höhe von 124.206 € (im Vorjahr 223.458 €) gewährt. Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Beträge:

 

VERGÜTUNG AUS KONZERNINTERNEN AUFSICHTSRATSMANDATEN in €

 

2007/2008

2008/2009

Markus Bistram (bis 15.09.2009)

87.690

40.109

Theo Frielinghaus

37.718

23.559

Susanne Herberger (seit 23.01.2009)

-

16.003

Klaus Ix (bis 23.01.2009)

32.250

7.524

Bernd Kalwa (seit 23.01.2009)

-

12.315

Hüseyin Kavvesoglu (bis 23.01.2009)

35.050

6.586

Thomas Schlenz

30.750

17.000

Klaus Wiercimok (seit 23.01.2009)

-

1.110

Insgesamt

223.458

124.206

 

Darüber hinaus haben Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr mit der nachfolgenden Ausnahme wie auch im Vorjahr keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten. Die Rechtsanwaltssozietät Clifford Chance, deren Partner das Aufsichtsratsmitglied Herr Dr. v. Schenck bis zum 30. Juni 2009 war und für die er seit seinem Ausscheiden als Partner nun als Of Counsel tätig ist, hat für ihre Beratungsleistungen von ThyssenKrupp Unternehmen insgesamt 79.737 € (Vorjahr: 89.235 €) erhalten. Wie in den Vorjahren wurden Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr weder Kredite noch Vorschüsse gewährt noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

 

Frühere Aufsichtsratsmitglieder, die vor dem 01. Oktober 2008 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind, erhalten für die Zeit ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine anteilige Vergütung aus der langfristigen Vergütungskomponente von insgesamt 3.773 € (Vorjahr: 15.683 €). Die Aufteilung ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

 

LANGFRISTIGE VERGÜTUNGSKOMPONENTE in €

für vor dem 01. Oktober des jeweiligen Geschäftsjahres ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglieder

 

 

2007/2008

2008/2009

Wolfgang Boczek (bis 30.11.2005)

2.256

--

Gerold Vogel (bis 31.12.2006)

13.427

612

Prof. Dr. Gang Wan (bis 18.01.2008)

--

3.161

Insgesamt

15.683

3.773

 

 

Übernahmerechtliche Angaben

Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30. September 2009 dargestellt.

 

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der ThyssenKrupp AG beträgt unverändert 1.317.091.952,64 € und ist in 514.489.044 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme.

 

10 % der Stimmrechte überschreitende Kapitalbeteiligungen

Es besteht eine direkte Beteiligung am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreitet: Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen, hat die ThyssenKrupp AG informiert, dass sie zum 30. September 2009 rund 25,33 % der Stimmrechtsanteile an der ThyssenKrupp AG hält.

 

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen

Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der ThyssenKrupp AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit § 6 der Satzung. Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen; die §§ 179 ff. AktG sind anwendbar. Nach § 11 Abs. 9 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, die Fassung des § 5 der Satzung (Grundkapital und Aktien) entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen; falls das genehmigte Kapital bis zum 18. Januar 2012 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, kann er die Fassung des § 5 ebenfalls anpassen.

 

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe

Gemäß § 5 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Januar 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 500 Mio € durch Ausgabe von bis zu 195.312.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

 

Er kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats in folgenden Fällen ausschließen:

·        für Spitzenbeträge, die sich auf Grund des Bezugsverhältnisses ergeben;

·        um Inhabern von im Zeitpunkt der Ausübung des genehmigten Kapitals umlaufenden Wandel- und/oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht aus von der Gesellschaft oder ihren Konzernunternehmen bereits begebenen oder künftig zu begebenden Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung der Wandel- und/oder Optionsrechte bzw. nach Erfüllung einer Wandlungspflicht als Aktionären zustehen würde;

·        wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten;

·        bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen.

 

Auf die Kapitalgrenze von 10 % ist die Veräußerung eigener Aktien anzurechnen, sofern sie während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt. Aktien, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und/oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht ausgegeben werden bzw. auszugeben sind, sind ebenfalls auf die Kapitalgrenze von 10 % anzurechnen, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

 

Befugnisse des Vorstands zum Aktienrückkauf

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Januar 2009 wurde die Gesellschaft bis zum 22. Juli 2010 ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10 % ihres derzeitigen Grundkapitals in Höhe von 1.317.091.952,64 € zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots oder unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten (Put- oder Call-Optionen oder einer Kombination aus beiden). Der für den Erwerb der Aktien gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.

 

Bei einem Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Angebotsabgabe um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.

 

Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Angebotsabgabe erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Angebotsabgabe angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Angebotsabgabe kann weitere Bedingungen vorsehen. Wenn das Kaufangebot überzeichnet ist oder wenn im Fall einer Aufforderung zur Angebotsabgabe von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.

 

Bei Erwerb eigener Aktien mittels Eigenkapitalderivaten dürfen Optionen nur mit Aktien bedient werden, die unter Wahrung der Gleichbehandlungsgrundsätze erworben wurden. Die Laufzeit der Optionen muss spätestens am 22. Juli 2010 enden. Das Recht der Aktionäre, Optionsgeschäfte mit der Gesellschaft abzuschließen, ist in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen.

 

Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden; insbesondere kann er die Aktien einziehen, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre sowie gegen Sachleistung veräußern und zur Erfüllung von Umtauschrechten aus von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen begebenen Wandelschuldverschreibungen verwenden. In den drei letztgenannten Fällen ist das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieser Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.

 

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Januar 2009 wurde der Vorstand bis zum 22. Januar 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats folgende Maßnahmen zu ergreifen:

 

·        auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 2 Mrd € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Umtauschrechte auf bis zu 50 Mio eigene, auf den Inhaber lautende Stückaktien der ThyssenKrupp AG mit  einem anteiligen rechnerischen Betrag am Grundkapital von bis zu 128 Mio € zu gewähren (Wandelschuldverschreibungen);

·        das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Wandelschuldverschreibungen auszuschließen, und zwar (1) für Spitzenbeträge, die sich auf Grund des Bezugsverhältnisses ergeben, (2) sofern die Wandelschuldverschreibungen gegen Barzahlung ausgegeben werden und auch der Ausgabepreis für die Wandelschuldverschreibungen den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet oder (3) zur Gewährung eines Bezugsrechts an Inhaber von Wandlungsrechten aus begebenen Schuldverschreibungen in dem Umfang, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungsrechts zustehen würde. Der Wandlungspreis für eigene Aktien darf 80 % des Durchschnitts nicht unterschreiten, der sich errechnet aus den Schlusskursen im Xetra-Handelssystem an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung eines Angebots zur Zeichnung von Wandelschuldverschreibungen bzw. vor Abgabe der Annahmeerklärung durch die Gesellschaft nach einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Zeichnungsangeboten. Der Vorstand legt die Bedingungen für das Wandlungsrecht fest.

 

Wesentliche konditionierte Vereinbarungen der Gesellschaft

Die ThyssenKrupp AG ist Vertragspartei folgender Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen:

 

·      Die Gesellschaft hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine fest zugesagte Kreditlinie in Höhe von 2,5 Mrd € abgeschlossen. Dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt und alle ausstehenden Kreditziehungen können fällig gestellt werden, wenn die Gesellschaft eine Tochtergesellschaft einer anderen juristischen oder natürlichen Person wird und dies von einer Bankengruppe, die mehr als 50 % der Kreditlinie repräsentiert, verlangt wird. In Anspruch genommene Kreditbeträge müssten dann sofort getilgt werden; für neue Inanspruchnahmen stünde die Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung.

·      Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2008/2009 eine neue Anleihe im Volumen von 1 Mrd € begeben sowie eine Privatplatzierung über 100 Mio € durchgeführt. Sie ist des Weiteren Garantin der 2008/2009 begebenen weiteren neuen Anleihen ihrer Tochtergesellschaft ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. im Volumen von insgesamt 2 Mrd €. Ein Kontrollwechsel, das heißt Erwerb von mehr als 50 % des Grundkapitals bzw. mehr als 50 % der stimmberechtigten Aktien der ThyssenKrupp AG durch einen Dritten, kann unter bestimmten Voraussetzungen zur vorzeitigen Tilgung der Rückzahlungsbeträge einschließlich Zinsen führen.

·       Die Gesellschaft ist Partei einer Gesellschaftervereinbarung bezüglich der Atlas Elektronik GmbH (Joint Venture), die eine Call-Option zugunsten des Mitgesellschafters EADS Deutschland GmbH auf bestimmte Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten des Joint Ventures zum Marktpreis für den Fall vorsieht, dass ein Wettbewerber des Joint Ventures oder des Mitgesellschafters direkt oder indirekt ein „controlling interest“ an der Gesellschaft erwirbt. Wird die Call-Option ausgeübt, besteht ein Recht auf Übernahme aller Anteile des Mitgesellschafters am Joint Venture durch die ThyssenKrupp Technologies AG (heute firmierend als ThyssenKrupp Technologies Beteiligungen GmbH) zum Marktpreis plus 5 % Aufschlag. Wird die Call-Option nicht ausgeübt, hat der Mitgesellschafter seinerseits eine Put-Option auf die Anteile des Joint Ventures zu den genannten Kaufpreiskonditionen.

 

 

Neue Konzernorganisation

 

Schneller, schlanker und strategisch zentraler, aber operativ dezentraler – so präsentiert sich ThyssenKrupp in seiner neuen Organisationsstruktur. Die bisherigen fünf Segmente sind seit 01. Oktober 2009 durch acht Business Areas – zusammengefasst in zwei Divisions – ersetzt, in denen sich unsere Stärken und Kompetenzen als Werkstoff- und Technologiekonzern bündeln.

 

 

Um den Konzern für die wirtschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre  zu stärken, haben wir zum 01. Oktober 2009 eine neue Organisationsstruktur eingeführt. Eine kurze Zusammenfassung dazu enthält das Kapitel „Geschäftsfelder und Organisationsstruktur“. Im Folgenden wird die neue Konzernorganisation mit ihren Kernelementen, Zielen und Vorteilen ausführlich erläutert.

 

Acht Business Areas

Die Aktivitäten der bisher fünf Segmente Steel, Stainless, Technologies, Elevator und Services rund um Werkstoffe und Technologien sind nun in acht Business Areas gegliedert. Sie integrieren gleiche Geschäftsmodelle und regional zusammenhängende Geschäftsaktivitäten. Die Business Areas sind in zwei Divisions – Materials und Technologies – gebündelt, in denen sich die Kompetenzfelder von ThyssenKrupp widerspiegeln. Zu Materials gehören die Business Areas Steel Europe, Steel Americas, Stainless Global und Materials Services. Hier werden unsere Werkstoffkompetenzen und ‑dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette – Einkauf, Produktion, Vertrieb und Dienstleistungen – gebündelt. Die Division Technologies setzt sich zusammen aus den Business Areas Elevator Technology, Plant Technology, Components Technology und Marine Systems, die für unsere Technologiekompetenz stehen. Mehr über die Aktivitäten und die strategischen Stärken der einzelnen Business Areas erfahren Sie im Kapitel „Unternehmenssteuerung – Ziele und Strategie“.

 

Bild

 

Corporate Headquarter

Das neue Corporate Headquarter stärkt die Strategie- und Steuerungsaufgaben der Konzernleitung und gibt den Business Areas die Möglichkeit, sich so auf das operative Geschäft zu konzentrieren. 

 

Weitere Elemente der neuen Konzernstruktur

Außerdem bilden die folgenden Faktoren wesentliche Elemente der neuen Konzernstruktur:

 

·        Auch in der neuen Struktur bleibt ThyssenKrupp als wertorientiertes Konglomerat ein integrierter Werkstoff- und Technologiekonzern. Die diversifizierte Aufstellung ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, an dem wir festhalten.

·        Der Konzern wird in Zukunft operativ dezentraler und zugleich strategisch zentraler geführt. Durch die direkte Anbindung an die ThyssenKrupp AG werden die verantwortlichen Business Areas und Operating Units gestärkt. Sie rücken näher an die Zentrale, da die bisherigen Segmentführungsgesellschaften als Zwischenholdings entfallen. Mit weniger Einheiten und weniger Ebenen gewährleisten wir eine schnellere und bessere Zusammenarbeit im Konzern.

·        Die neue Organisation fördert eine stärkere Fokussierung der Geschäftstätigkeit sowie schlankere und effizientere Strukturen. Damit können wir marktnäher agieren und operative sowie strategische Maßnahmen unmittelbarer umsetzen.

·        Die Aufteilung des Segments Steel in die Business Areas Steel Europe und Steel Americas sichert dem Vorstand direkteren Zugriff auf die zentralen Großprojekte in Brasilien und Nordamerika.

·        Die Aufteilung des Segments Technologies in die Business Areas Plant Technology, Components Technology und Marine Systems ermöglicht eine direktere Steuerung dieser Einheiten.

·        Die Business Areas werden durch Bereichsvorstände geführt, die in enger Abstimmung mit dem Vorstand der ThyssenKrupp AG die operative Steuerung und kontinuierliche Geschäftsentwicklung verantworten. Diese enge Anbindung ermöglicht eine direktere Ausrichtung am Gesamtinteresse des Konzerns.

ThyssenKrupp Business Services und ThysenKrupp IT Services sind die Dienstleistungseinheiten, die vom 01. Oktober 2009 an für den Gesamtkonzern, d.h. Konzernunternehmen, Business Areas und das Corporate Headquarter, Leistungen aus einer Hand anbieten. Dazu zählen standardisierte Prozesse wie beispielsweise Teile des Rechnungswesens und der IT oder die Entgeltabrechnung.

 

Höhere Transparenz

Unsere Berichterstattung erfolgt künftig in der neuen Berichtsstruktur mit den acht Business Areas, was die Transparenz des Gesamtkonzerns nach außen deutlich erhöht. Denn wir werden die wirtschaftlichen Ergebnisse aller Business Areas künftig auch nach außen darstellen. Damit können Kapitalmarktteilnehmer und interessierte Dritte die Aktivitäten besser verstehen und angemessener beurteilen. Ein gutes Beispiel dafür sind unsere Aktivitäten im bisherigen Segment Technologies: Da jetzt die Business Areas einzeln ausgewiesen werden, können sich in Zukunft Analysten, Investoren und Öffentlichkeit über deren wirtschaftliche Ergebnisse jedes Quartal im Detail informieren.

 

Nachhaltig niedrigere Verwaltungskosten

Die neue Konzernstruktur senkt die Verwaltungskosten nachhaltig um bis zu 500 Mio € jährlich. Dies soll in einem Zwei-Jahres-Zeitraum erreicht werden. Das Einsparvolumen setzt sich zu etwa gleichen Teilen aus Sach- und Personalkosten zusammen. Beispielsweise werden die Sachkosten durch konzernweit optimierte IT-Kosten zurückgehen. Unsere operative Effizienz im Einkauf wird erheblich steigen.

 

Neues Corporate Design

Parallel zur Neuorganisation tritt der Konzern mit einem neuen Corporate Design auf. Zehn Jahre nach der Fusion von Thyssen und Krupp fügen sich Bild- und Wortmarke zu einer kompakten, prägnanten und attraktiven Form. Mitarbeiter und Unternehmen des Konzerns rücken unter einer neuen Konzernmarke enger zusammen, die Geschlossenheit und Stärke demonstriert. Bei Erarbeitung und Umsetzung des neuen Corporate Design haben wir besonders auf kostengünstiges Vorgehen geachtet.

 

Die neue Organisation erhöht die Effektivität und Effizienz des Konzerns und sorgt für mehr Dynamik und Flexibilität mit Blick auf Kunden und Märkte. Gemeinsam wollen wir das Optimum für ThyssenKrupp sowie für Aktionäre und Kapitalgeber, Geschäftspartner und Mitarbeiter erreichen.

 

 

Unternehmenssteuerung – Ziele und Strategie

 

Mit guter strategischer Perspektive und unternehmerischer Dynamik stellt sich ThyssenKrupp den Herausforderungen der Märkte und Kunden. Die Neuorganisation macht uns flexibler; unser wertorientiertes Management, die Erfolge der Kostensenkungsmaßnahmen und unser Wertsteigerungsprogramm verleihen uns zusätzliche Schlagkraft.

 

Leistungsprogramm und strategische Perspektiven

Als integrierter Werkstoff- und Technologiekonzern bietet ThyssenKrupp weltweit intelligente und innovative Produktlösungen für nachhaltigen Fortschritt. Acht Business Areas fassen seit Beginn des neuen Geschäftsjahres die Aktivitäten und das Know-how des Konzerns in den Divisions Materials und Technologies zusammen; sie haben die bisherigen Segmente abgelöst. Über die neue Konzernorganisation berichten wir ausführlich im Kapitel „Neue Konzernorganisation“.

 

Strategische Stärken der Business Areas

Die Division Materials konzentriert das weltweite Werkstoffangebot des Konzerns:

 

-          In der Business Area Steel Europe werden wir die Aktivitäten für hochwertige Qualitätsflachprodukte weiterentwickeln, die von intelligenten Werkstofflösungen bis zum fertigen Bauteil reichen. Zum Produktprogramm gehören beispielsweise maßgeschneiderte, kundenspezifische Produkte, die aus Stahlblechen mit unterschiedlicher Dicke, Qualität und Oberflächeneigenschaft hergestellt werden. Die permanente Weiterentwicklung neuer Stahlgüten und Produkte durch gemeinsame FuE-Aktivitäten sichert eine starke Position in diesem Premium-Markt.

 

-          DieBusiness Area Steel Americas erschließt den amerikanischen Markt für hochwertige Stahlprodukte. Sie umfasst die im Bau befindlichen Stahl- und Weiterverarbeitungswerke in Brasilien und den USA. Über den Baufortschritt berichten wir auf den nachfolgenden Seiten.

 

-          Als weltweit führender Edelstahlproduzent sieht die Business Area Stainless Global ihre Perspektiven bei Edelstahl-Rostfrei-Flachprodukten sowie Hochleistungswerkstoffen wie Nickellegierungen und Titan. Teil der Business Area ist auch das neue Edelstahlwerk in Alabama, das in enger Kooperation mit Steel Americas errichtet wird. Dem ausgedehnten Netzwerk von Produktions- und Vertriebsgesellschaften sowie Service-Centern verdankt Stainless Global die Kundennähe rund um den Globus.

 

-          Werkstoffdienstleistungen, vor allem in Europa und der Nafta-Region, bilden das Wachstumsgeschäft der Business Area Materials Services. Im integrierten Supply-Chain-Management sehen wir gute Chancen: Stahl- und Edelstahlprodukte, aber auch Titan und Aluminium sowie Kunststoffe werden termingerecht und für die Weiterverarbeitung vorbereitet an die Kunden ausgeliefert.

 

In der Division Technologies ist die Technologiekompetenz von ThyssenKrupp gebündelt:

 

-          Mit Aufzügen, Fahrtreppen und -steigen, Fluggastbrücken und Treppenliften sorgt die Business Area Elevator Technology weltweit für Mobilität. Hohe Qualität, Technologiekompetenz und Dienstleistungen wie Wartung und Modernisierung sichern die erreichte Marktstellung und neues Wachstum.

 

-          Die Business Area Plant Technology ist ein international führender Anbieter im Spezial- und Großanlagenbau. Das Produktportfolio reicht von Chemie- und Raffinerieanlagen über Anlagen für die Zementindustrie bis hin zu innovativen Lösungen zum Abbau und zur Gewinnung von Rohstoffen und Mineralien. Die Anlagen und Verfahren der Business Area eröffnen neue Möglichkeiten für Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

 

-          Als Spezialist für leistungsfähige und innovative Komponenten für die Automobil­industrie, den Bausektor und den Maschinenbau verfügt die Business Area Components Technologyüber eine breite und erfolgreiche Produktpalette.

 

-          Die Business Area Marine Systemsüberzeugt mit Know-how, hervorragenden Produkten und hoher Innovationskraft im Schiffbau – ob U-Boote mit Brennstoffzellentechnik oder anspruchsvolle Forschungsfahrzeuge.

 

Flexible Fortführung der Großprojekte

An der Umsetzung unserer strategischen Investitionen für Produktion bzw. Verarbeitung von Qualitätsflachstahl und Edelstahl in Brasilien und den USA halten wir unverändert fest. Doch wir reagieren flexibel auf die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die neuen Werke für Qualitätsflachstahl gehören zur Business Area Steel Americas, die Edelstahlproduktion in den USA zählt zu Stainless Global.

 

Brasilien: Vale erhöht Anteil

Den Hochlauf für das Hüttenwerk in Brasilien, das jährlich 5 Mio t Brammen aus Qualitätsstahl produzieren wird, haben wir den zurückgegangenen Nachfrageerwartungen angepasst. Die erste Produktionslinie mit einem Hochofen und einem Stahlwerkskonverter wird Mitte 2010 angefahren; bei der zweiten Linie mit dem zweiten Hochofen und dem zweiten Konverter ist der Hochlauf aus heutiger Sicht für 2011 vorgesehen. Nach wie vor bleibt unsere Planung flexibel, um auf mögliche Marktänderungen zügig reagieren zu können.

 

Der brasilianische Eisenerzproduzent Vale S.A. hat seinen Anteil an der ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico Ltda., unserer brasilianischen Tochtergesellschaft für das Hüttenwerk, von rund 10 % auf insgesamt knapp 27 % gesteigert; der Kaufpreis beträgt 965 Mio €. Dieser Schritt bestätigt den Wert unserer Investition und unser industrielles Konzept. Zugleich ist die Basis für eine langfristige strategische Partnerschaft zwischen Vale und ThyssenKrupp weiter gestärkt.

 

Die Bauarbeiten in Santa Cruz im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro sind in vollem Gange. Ende des Geschäftsjahres waren rund 21.000 Menschen auf der Baustelle tätig. Hafen, Rohstofflager und Sinteranlage sind weitgehend fertig. Kraftwerk und Hochöfen werden Anfang 2010 technisch fertiggestellt sein. Dies gilt auch für die Nebenanlagen, die beispielsweise Strom verteilen oder Wasser aufbereiten, sowie für sonstige Infrastruktureinrichtungen. Bei den Stahlbauarbeiten einiger Gewerke muss auf Grund mangelnder Qualität der Zulieferer nachgearbeitet werden. Hiervon sind insbesondere die Kokerei und das Stahlwerk betroffen.

 

Ende September 2009 arbeiteten rund 1.400 Mitarbeiter bei CSA in Brasilien. Die weitere Rekrutierung von Personal haben wir verlangsamt und an den verschobenen Inbetriebnahmetermin angepasst.

 

Markteintritt in den USA wird gestreckt

Auch der Bau des neuen gemeinsamen Stahl- und Weiterverarbeitungs­werks der Business Areas Steel Americas und Stainless Global nahe Mobile in Alabama/USA passt sich der geringeren Stahlnachfrage an. Wir führen den Bau der Produktionslinien von Qualitätsstahl planmäßig fort. Steel Americas wird im Werk Mobile über Warm- und Kaltwalz- sowie Veredelungsanlagen verfügen und Brammen aus der brasilianischen Produktion zu hochqualitativen Flachprodukten weiterverarbeiten. Die Warmwalzkapazität beträgt insgesamt über 5 Mio t jährlich.

 

Das Projekt liegt weitgehend im Plan, so dass wir mit der Produktion im 2. Quartal 2010 starten können. Bis zur Inbetriebnahme des brasilianischen Werkes werden die zu verarbeitenden Brammen aus Deutschland kommen. Wegen der reduzierten Stahlnachfrage auf dem Weltmarkt planen wir einen gestreckten Markteintritt, der den Hochlauf der Produktion über einen längeren Zeitraum vorsieht und sich flexibel auf die Nachfragesituation einstellen lässt. Ende des Berichtsjahres waren auf der Baustelle rund 4.500 Arbeiter beschäftigt.

 

Parallel zu den Bauarbeiten bereiten wir den Markteintritt und die Vertriebsplanung für die Hochlaufphase entsprechend den Kundenwünschen im Nafta-Raum vor. Dazu setzen unsere Vertriebsfachleute ihre Besuche bei Schlüsselkunden in den Zielgruppen Automobil- und Elektroindustrie sowie Stahl-Service-Center und Rohrindustrie intensiv fort. Angesichts unseres attraktiven Produktmix sowie technologischer und logistischer Vorteile gegenüber unseren Wettbewerbern gehen wir trotz der veränderten Situation im Weltstahlmarkt von einem erfolgreichen Markteintritt in die Nafta-Region aus.

 

Flexible Inbetriebnahme auch für Edelstahl

Ebenso wie bei Qualitätsstahl wollen wir auch das US-Werk für Edelstahl flexibel in Betrieb nehmen. Der Start soll ab Oktober 2010 zunächst nur mit einer reduzierten Kaltbandkapazität von rund 100.000 t pro Jahr erfolgen. Die Inbetriebnahme der übrigen Aggregate für Edelstahl-Produkte wird zeitlich gestreckt, wobei ein flexibles Hochfahren jederzeit möglich ist. Das gilt auch für die Inbetriebnahme des Stahlwerks, die für Anfang 2012 vorgesehen war und sich nun um bis zu 24 Monate verschieben kann. Dennoch wollen wir den Umfang des Gesamtprojekts beibehalten, da der Nafta-Markt nach einer wirtschaftlichen Erholung in den USA aussichtsreiche Wachstumschancen bietet.

 

Alleingangskonzept für Stainless

Die Business Area Stainless Global wird sich im Rahmen eines Alleingangskonzepts strategisch weiterentwickeln. Im Bereich nichtrostender Edelstahl wollen wir die Marktstellung auf dem europäischen Kernmarkt festigen und ausbauen. Die Position als global aufgestellter Rostfrei-Produzent soll durch den schrittweisen Aufbau des Werkes in den USA und das weitere Erschließen des Nafta-Marktes gestärkt werden. Im Bereich Nickellegierungen und Titan werden wir das Kompetenzfeld Hochleistungswerkstoffe ausbauen und eine noch kundenorientiertere Vertriebsstruktur aufbauen.

 

Um diese Ziele zu erreichen, arbeitet Stainless Global intensiv an Programmen und Maßnahmen, um sowohl Produktionsprozesse und Arbeitsabläufe als auch Investitionen weiter zu flexibilisieren. Dadurch kann die Business Area kurzfristig auf Nachfrageänderungen reagieren und die Auslastung entsprechend angleichen. Auch die Kostenstruktur soll flexibler gestaltet werden, um leichtere Anpassungen an unterschiedliche Marktsituationen zu ermöglichen und die Business Area wettbewerbsfähiger zu machen.

 

Neuer Kurs im Schiffbau

Die Business Area Marine Systems wird die Vertriebsaktivitäten im Neubau von Unter- und Überwasserschiffen künftig zusammenführen, um sich noch stärker auf Kundenwünsche und sich ändernde Marktverhältnisse einstellen zu können. Wir wollen damit auch die Abläufe effizienter gestalten. Um den Überkapazitäten zu begegnen, die durch die zurückgegangene Nachfrage als Folge der Finanzkrise entstanden sind, gehen Marine Systems und der Windkraftanlagen-Hersteller SIAG Schaaf Industrie am traditionsreichen Werftstandort Emden gemeinsam innovative Wege. Im Mittelpunkt steht die Fertigung von Komponenten für Offshore-Windkraftanlagen als Beitrag zum Strukturwandel in der Region.

 

Marine Systems hat im Oktober 2009 ein Memorandum-of-Understanding mit der Abu Dhabi MAR Group über eine strategische Partnerschaft abgeschlossen. Die beabsichtigte Kooperation soll die Vermarktungsperspektiven im Überwasser-Marineschiffbau von Blohm + Voss – das sind Fregatten und Korvetten – wesentlich verbessern und zugleich die schiffbauliche Beschäftigung in Deutschland sichern.

 

Bessere Kostenbasis erhöht Wettbewerbsfähigkeit

Auf allen Konzernebenen arbeiten wir daran, unsere Programme zur Kostensenkung und Restrukturierung effizient umzusetzen. Gemeinsam mit den Einsparungen aus der organisatorischen Neuordnung, den Erfolgen von ThyssenKrupp PLuS und dem Ergebnis der Restrukturierungen werden wir unsere Kostenbasis ab 2010/2011 nachhaltig um 1,5 Mrd € bis 2 Mrd € verbessern. Dies wird die Position unseres Konzerns im weltweiten Wettbewerb stärken.

 

Unternehmenssteuerung durch wertorientiertes Management

Zur Führung und Steuerung des Konzerns setzen wir ein wertorientiertes Managementsystem ein. Unser Ziel ist dabei, den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern – durch wertsteigerndes Wachstum und Konzentration auf Geschäftsfelder, die hinsichtlich ihrer Wettbewerbsposition und Leistungsfähigkeit die besten Entwicklungschancen bieten. Zu den wichtigen Elementen dieses Managementsystems zählen ein integriertes Controllingkonzept, wertorientierte Kennzahlen zur Steuerung sowie umfassende Maßnahmen mit den Hebeln wertsteigerndes Wachstum, Effizienzsteigerung und optimierte Kapitalbindung.

 

Integriertes Controllingkonzept gewährleistet konzernweite Transparenz

Mit unserem integrierten Controllingkonzept steuern und koordinieren wir die Aktivitäten aller Konzernbereiche. Es unterstützt die dezentrale operative Verantwortung, gewährleistet eine konzernweite Transparenz und zielt darauf ab, den Unternehmenswert durch die Überbrückung operativer und strategischer Lücken zwischen dem Ist-Zustand und einem wettbewerbsorientierten Zielanspruch zu steigern. Qualitativ hochwertige Berichterstattungssysteme für Ist- und Planungsrechnungen verknüpfen zeitnah strategische und operative Elemente; eine regelmäßige, maßnahmenorientierte Kommunikation ergänzt diese Berichte. Alle Managementprozesse orientieren sich an den Steuerungskennzahlen des wertorientierten Managements, die als Messgrößen für den wirtschaftlichen Erfolg auch Bestandteile der variablen Vergütungskomponenten für die verantwortlichen Führungskräfte sind.

 

ThyssenKrupp Value Added: Zentrale wertorientierte Konzernsteuerungsgröße

Die zentrale Steuerungskennzahl für unser wertorientiertes Management ist der ThyssenKrupp Value Added (TKVA), der den in einer Periode geschaffenen Wert auf allen Ebenen des Konzerns misst. Er errechnet sich aus der Differenz zwischen dem ROCE (Return on Capital Employed), also der erzielten Rendite auf das Capital Employed, und dem WACC (Weighted Average Cost of Capital) als dem für ThyssenKrupp relevanten Kapitalkostensatz, multipliziert mit dem Capital Employed. Das Capital Employed ist definiert als investiertes Anlagevermögen zuzüglich des Net Working Capital und entspricht damit dem im operativen Geschäft gebundenen Kapital.

 

Bild

 

Zusätzlich zu dieser wertorientierten Kennzahl TKVA dient der Free Cash-Flow als liquiditätsorientierte Kennzahl zur Steuerung des Konzerns, um gerade in Wachstumsphasen ein ausgewogenes Konzernportfolio mit einer Mischung aus Wert- und Liquiditätsgenerierern sicherzustellen.

 

Alternativ lässt sich der TKVA auch mit Hilfe absoluter Größen wie folgt berechnen: Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) abzüglich Kapitalkosten. Die Kapitalkosten repräsentieren die Renditeerwartungen für das Eigen- und das Fremdkapital. Sie entsprechen dem Produkt aus dem WACC und dem durchschnittlich gebundenen Capital Employed.

 

Der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz (WACC) ist der Mindestverzinsungsanspruch unserer Kapitalgeber. Er wird auf Vorsteuerbasis ermittelt und setzt sich aus dem gewichteten Eigen- und Fremdkapitalkostensatz sowie dem Zinssatz für Pensionsrückstellungen zusammen:

 

·        Der Eigenkapitalkostensatz unseres Konzerns orientiert sich am Ertrag aus einer risikolosen Alternativanlage zuzüglich einer Marktrisikoprämie, wobei das spezifische Risiko von ThyssenKrupp in Relation zum Gesamtmarkt berücksichtigt wird. Der auf dieser Basis berechnete Eigenkapitalkostensatz entspricht einem Kostensatz nach Steuern. Da die Kapitalkosten bei ThyssenKrupp auf Vorsteuerbasis ermittelt werden, wird eine Steuerkorrektur vorgenommen.

·        Der Fremdkapitalkostensatz (Kosten für Finanzschulden) ergibt sich aus der Verzinsung einer als risikolos definierten Alternativanlage zuzüglich eines unternehmensspezifischen Risikozuschlags.

·        Als Zinssatz für Pensionsrückstellungen wird der gewichtete Fünf-Jahres-Durchschnitt der Diskontierungssätze für rückstellungsfinanzierte Pensionspläne und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen zu Grunde gelegt.

 

Auf Basis dieser Einflussfaktoren lag der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz für den Konzern im Geschäftsjahr 2008/2009 bei 8,5 %. Für die Segmente wurden spezifische Kapitalkostensätze unterstellt, die die segmentspezifischen Risikostrukturen widerspiegelten. Die Kapitalkostensätze für die Segmente betrugen im Berichtsjahr:

 

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Für die seit 01. Oktober 2009 eingeführten Business Areas haben wir folgende Kapitalkostensätze festgelegt; der Kapitalkostensatz für den Konzern bleibt bei 8,5 %:

 

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Da sich das wirtschaftliche Umfeld ständig ändert, überprüfen wir den Kapitalkostensatz regelmäßig auf seine Aktualität, um ihn bei Bedarf anzupassen.

 

Hebel des Wertmanagements: Wachstum, Effizienz, Kapitalbindung

Eine Steigerung des TKVA ist über drei Hebel möglich: wertsteigerndes Wachstum, Erhöhung der operativen Effizienz und Optimierung der Kapitalbindung. Einen wesentlichen Beitrag zum wertsteigernden Wachstum und damit zur Steigerung des Unternehmenswertes leisten Investitionsprojekte, die Renditen oberhalb ihrer Kapitalkosten erwirtschaften. Bei der Erhöhung der operativen Effizienz ist das Wertsteigerungsprogramm ThyssenKrupp best ein wichtiger Baustein. Die Kapitalbindung als dritter Hebel zur Steigerung des TKVA lässt sich dadurch verbessern, dass wir uns aus Geschäftsfeldern zurückziehen, in denen sich z.B. die Kapitalkosten nicht erwirtschaften lassen. Ein anderer Weg sind gezielte Programme zur Mittelfreisetzung, z.B. zur Optimierung des Net Working Capital, also zur Reduzierung des im Unternehmen eingesetzten Capital Employed bei nahezu unverändertem EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen).

 

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Entwicklung des TKVA und seiner Komponenten in den letzten beiden Geschäftsjahren:

 

KOMPONENTEN DES THYSSENKRUPP VALUE ADDED (TKVA) 2007/2008

 

 

 

Capital

 

Kapital-

 

 

 

EBIT*

Employed

ROCE

Kosten

Spread

TKVA

 

(Mio €)

(Mio €)

(%)

(%)

(%-Punkte)

(Mio €)

Konzern

3.572

19.478

18,3

8,5

9,8

1.916

Davon:

 

 

 

 

 

 

Steel

1.700

7.697

22,1

9,0

13,1

1.007

Stainless

214

3.698

5,8

9,0

-3,2

-119

Technologies

678

2.693

27,6

9,0

18,6

502

Elevator

450

1.695

26,5

8,0

18,5

314

Services

834

3.834

21,7

8,5

13,2

508

 * Ergebnis vor Steuern sowie vor Zinserträgen und Zinsaufwendungen

 

 

KOMPONENTEN DES THYSSSENKRUPP VALUE ADDED (TKVA) 2008/2009

 

 

 

Capital

 

Kapital-

 

 

EBIT*

Employed

ROCE

Kosten

Spread

 

(Mio €)

(Mio €)

(%)

(%)

(%-Punkte)

Konzern

-1.663

20.662

-8,1

8,5

-16,6

Davon:

 

 

 

 

 

Steel

-250

9.763

-2,6

9,0

-11,6

Stainless

-864

3.240

-26,7

9,0

-35,7

Technologies

-836

2.623

-31,1

9,0

-40,1

Elevator

568

1.554

36,5

8,0

28,5

Services

-187

3.554

-5,3

8,5

-13,8

 * Ergebnis vor Steuern sowie vor Zinserträgen und Zinsaufwendungen

 

 

KOMPONENTEN DES THYSSSENKRUPP VALUE ADDED (TKVA) 2008/2009

 

 

 

Veränderung

 

TKVA

TKVA

 

(Mio €)

(Mio €)

Konzern

-3.419

-5.335

Davon:

 

 

Steel

-1.129

-2.136

Stainless

-1.156

-1.037

Technologies

-1.051

-1.553

Elevator

443

129

Services

-490

-998

 

 

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen des ThyssenKrupp Konzerns sank 2008/2009 um 5.235 Mio € auf −1.663 Mio €. Die hieraus resultierende negative Wirkung auf die Kapitalrendite wurde durch die gestiegene Mittelbindung etwas gedämpft. Das durchschnittlich gebundene Capital Employed stieg um 1.184 Mio € auf 20.662 Mio €. Dies lag vor allem an der konzernweit erhöhten Investitionstätigkeit mit Schwerpunkten bei den Großprojekten in Brasilien und den USA; mildernd wirkte der Abbau des Net Working Capital in den Segmenten Steel, Stainless und Services. Der ROCE ging demzufolge 2008/2009 auf -8,1 % zurück – nach 18,3 % im Vorjahr. Durch die für den Konzern relevanten Kapitalkosten von 8,5 % verminderte sich der TKVA um 5.335 Mio € auf −3.419 Mio €.

 

Im Segment Steel lag das Ergebnis vor Steuern und Zinsen 2008/2009 mit −250 Mio € um 1.950 Mio € deutlich unter dem Vorjahreswert. Bei einem gleichzeitig gestiegenen Capital Employed verminderte sich der ROCE vom Vorjahreswert von 22,1 % auf −2,6 %. Damit wurden die Kapitalkosten in Höhe von 9 % unterschritten; verbunden mit einem negativen Spread ging der TKVA auf −1.129 Mio € zurück, während er im Vorjahr noch 1.007 Mio € betrug.

 

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von Stainless sank im Berichtsjahr um 1.078 Mio € auf −864 Mio €. Bei einem um 458 Mio € verminderten Capital Employed von 3.240 Mio € wurde ein ROCE von −26,7 % nach 5,8 % im Vorjahr erreicht. Der sich bei Kapitalkosten von 9 % ergebende negative Spread führte zu einem gegenüber der Vorperiode um 1.037 Mio € auf −1.156 Mio € verschlechterten TKVA.

 

Bei Technologies sank das Ergebnis vor Steuern und Zinsen. Es lag bei −836 Mio € und damit um 1.514 Mio € niedriger als im Vorjahr. Bei leicht gesunkenem Capital Employed verminderte sich der ROCE von 27,6 % im Vorjahr auf −31,1 %. Bei einem negativen Spread lag der TKVA bei −1.051 Mio €.

 

Im Segment Elevator lag das Ergebnis vor Steuern und Zinsen mit 568 Mio € um 118 Mio € über dem betreffenden Vorjahreswert. Das Capital Employed erreichte 1.554 Mio €; im Vorjahr waren es 1.695 Mio €. Die Erhöhung des ROCE um 10 Prozentpunkte auf 36,5 % führte zu einem Anstieg des TKVA auf 443 Mio € nach 314 Mio € im Vorjahr.

 

Im Segment Services reduzierte sich das Ergebnis vor Steuern und Zinsen um 1.021 Mio € auf −187 Mio €. Das Capital Employed sank um 280 Mio € auf 3.554 Mio €. Hieraus resultierte ein Rückgang des ROCE auf −5,3 % nach 21,7 % im Vorjahr. Der TKVA lag mit −490 Mio € deutlich unter dem Vorjahreswert von 508 Mio €.

 

Portfoliomanagement nutzt Steuerungsgrößen

An das Ergebnis der Analyse der Steuerungsgrößen knüpft unmittelbar unser Portfoliomanagement an. Es handelt sich um strukturelle Maßnahmen mit vorwiegend strategischem Charakter. Die Konzernführung entscheidet, welche Geschäftsfelder ausgebaut werden sollen, um die angestrebten TKVA-Ziele zu realisieren, und aus welchen Aktivitäten wir uns rechtzeitig und wertschonend zurückziehen. Darüber hinaus erschließen wir neue Geschäftsfelder, indem wir effizient in zukunftsträchtige Märkte einsteigen. Alle diese Maßnahmen schaffen eine Grundvoraussetzung für Dividendenfähigkeit sowie für nachhaltiges, wertsteigerndes Wachstum in unseren Kerngeschäftsfeldern.

 

Trainingsveranstaltungen für Wertmanagement

Seit 2006 unterstützt eine umfassende Kommunikations- und Trainingsinitiative die nachhaltige Verankerung des Wertmanagements im Konzern. Insgesamt nahmen bislang über 4.300 Entscheidungsträger aus allen Bereichen des Konzerns an den Trainingsveranstaltungen teil. Der regionale Schwerpunkt lag in Europa; es fanden aber auch Veranstaltungen in China, den USA, Mexiko, Brasilien, Japan und Südkorea statt.

 

ThyssenKrupp Plus

Konzernprogramm übertraf Ergebnisziele

Während die organisatorische Neuordnung den Konzern langfristig wettbewerbsfähiger macht, erzielte unser Maßnahmenprogramm ThyssenKrupp PLuS schon kurzfristig beachtliche Erfolge. Zu Beginn des Berichtsjahres hatten wir das konzernweite Programm gestartet, um schnell und konsequent der Rezession der Weltwirtschaft entgegenzusteuern. Im Mittelpunkt standen sowohl die kurz- und mittelfristige Ergebnis- und Liquiditätsverbesserung sowie die Senkung der Kosten und des Finanzierungsbedarfs als auch die nachhaltige Erhöhung der Unternehmensleistung. Schon heute zeigt sich der Erfolg des Programms: Wir haben die für 2008/2009 gesetzten Ziele erreicht und sogar übertroffen.

 

Insgesamt haben unsere Maßnahmen die Kosten im abgelaufenen Geschäftsjahr um deutlich mehr als 1 Mrd € verringert – mehr als erwartet. Wir haben dazu die Produktions- und Verwaltungsausgaben gesenkt, Beschaffung und Vertrieb optimiert, externe Dienstleistungsaufwendungen reduziert und die Flexibilisierungschancen im Personalbereich konsequent genutzt. Etwa die Hälfte dieser Maßnahmen wirkt nachhaltig; sie reduzierten nicht nur im Geschäftsjahr 2008/2009 die Aufwendungen, sondern werden auch in den Folgejahren den Konzern rentabler machen.

 

Unsere Liquiditätssituation hat sich ebenfalls weiter verbessert, weil wir das für unser Geschäft notwendige Nettoumlaufvermögen – das Net Working Capital – bis zum 30. September 2009 um deutlich über 3 Mrd € verringern konnten. Neben einem beachtlichen Abbau der Vorräte haben wir hierzu insbesondere das Forderungsmanagement in allen Bereichen des Konzerns optimiert.

 

Darüber hinaus standen alle Investitionsprojekte des Konzerns auf dem Prüfstand. Sowohl unsere Großprojekte in Amerika als auch die sonstigen Investitionen in jedem Segment wurden auf mögliche Kürzungen oder Verschiebungen analysiert, so dass im Berichtsjahr unsere Investitionsausgaben um weit mehr als 1 Mrd € gegenüber den ursprünglichen Absichten gestrichen oder verschoben wurden. Durch diese Maßnahmen konnten wir sowohl den deutlich verschlechterten konjunkturellen Erwartungen als auch unseren langfristigen strategischen Zielen ausgewogen Rechnung tragen.

 

Angesichts des Erfolges wird das Programm im neuen Geschäftsjahr fortgeführt; wir werden sowohl die bereits initiierten nachhaltigen Maßnahmen weiterverfolgen als auch neue in Angriff nehmen.

 

ThyssenKrupp best

Ein höherer Unternehmenswert für die Aktionäre, bessere Leistungen für die Kunden und noch leistungsfähigere betriebliche Strukturen – dies waren Ziele der nahezu 1.300 Projekte von ThyssenKrupp best, die im abgelaufenen Geschäftsjahr neu gestartet wurden. Seit acht Jahren fördert das konzernweite Wertsteigerungsprogramm den kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Folgende Bausteine bilden die Grundlage für den Erfolg des Programms: Commitment des Managements, organisatorische Verankerung im Konzern, Einbindung der Mitarbeiter, einheitliches und übergreifendes Controlling, Bereitstellung methodischen Wissens und Know-how-Transfer. Jeder Mitarbeiter kann sich persönlich engagieren, an den Projekten beteiligen und sein neu gewonnenes Wissen an Kollegen weitergeben.

 

ThyssenKrupp best-Projekte weltweit

 

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Hohe internationale Beteiligung

Seit dem Start des Programms haben wir 8.608 Projekte erfolgreich initiiert. Hinzu kommen insgesamt 1.630 Projekte in Aktivitäten, die jetzt nicht mehr zum Konzern gehören. Insgesamt konnte damit im Berichtsjahr das 10.000ste Projekt gestartet und in die konzernweit verfügbare Datenbank best plaza zum Wissenstransfer eingestellt werden. Ein Team im Segment Steel hat es ins Leben gerufen. Dienstleistungen im Bereich Forschung und Entwicklung, die bisher extern zugekauft wurden, sollen künftig intern erbracht werden, um die Kosten zu senken.

 

Inzwischen bestehen ThyssenKrupp best-Projekte an mehr als 400 Standorten in 51 Ländern. Mit rund 70 % fanden die meisten Projekte in der EU statt. Spitzenreiter waren Deutschland, Frankreich und Spanien. Auf den amerikanischen Kontinent entfielen rund 20 % der Projekte, denn auch in den USA, Kanada, Mexiko, Brasilien und weiteren südamerikanischen Ländern haben ThyssenKrupp Mitarbeiter inzwischen erfolgreiche Projektteams gebildet. In China, Südkorea und anderen Ländern des Raums Asien/Pazifik haben wir ebenfalls neue Wertsteigerungsvorhaben gestartet (7 %). Besonders erfreulich war die Zunahme der international durchgeführten Projekte. 2008/2009 wurden mehr als 50 % aller Projekte von Konzernunternehmen außerhalb Deutschlands durchgeführt.

 

Ein wichtiger Erfolgsfaktor von ThyssenKrupp best ist der Wissenstransfer von einem Konzernunternehmen zum anderen. Die Teams greifen erfolgreiche Projektansätze segment- und bereichsübergreifend auf, überarbeiten sie und übertragen sie auf andere Konzernunternehmen. Dafür ist ein direkter Informationsaustausch zwischen den Konzernunternehmen notwendig. Neben der zentralen internetgestützten Programmplattform best plaza veranstalten wir deshalb zahlreiche Treffen der Projektteilnehmer. So haben wir 2008/2009 beispielsweise die Veranstaltungsreihe "Best Practice Fair" mit einer Veranstaltung zum Thema „Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)/Kaizen“ erfolgreich fortgesetzt.

 

Initiativen zur Bündelung der Schwerpunktthemen

Sowohl die 2007 gestartete Sales & Service-Initiative als auch die bereits 2005 begonnene Einkaufsinitiative tragen in erheblichem Umfang zum Erfolg von ThyssenKrupp best bei. Während sich die Sales & Service-Initiative auf Produkte, Kunden, Serviceleistungen sowie die internen Prozesse und Organisationsstrukturen konzentriert, stärkt die Einkaufsinitiative die Beschaffungsfunktion im gesamten Konzern nachhaltig.

 

Die 2008/2009 gestartete Net-Working-Capital-Initiative zeigt ebenfalls Erfolge. Konzernweit entstanden bereits mehr als 150 Projekte, die das für unser Geschäft notwendige Netto-Umlaufvermögen – Net Working Capital – beachtlich reduzierten. Auch im Geschäftsjahr 2009/2010 wollen wir die Kapitalbindung in Forderungen, Verbindlichkeiten und Vorräten weiter optimieren; außerdem wollen wir im Denken aller Mitarbeiter nachhaltig verankern, wie wichtig es ist, das betrieblich notwendige Umlaufvermögen möglichst niedrig zu halten. Neben der Wertsteigerung ist dies auch ein wesentlicher Beitrag, liquide Mittel freizusetzen.

 

ThyssenKrupp best Award 2009

Im Berichtsjahr ging der schon traditionelle ThyssenKrupp best Award an drei Projektteams aus den Segmenten Steel, Technologies und Services. Eine Jury hatte zuvor die Methodik und Umsetzung der Projekte, ihren Umfang, die Übertragbarkeit auf andere Konzernunternehmen sowie das Projektpotenzial bewertet. Den ersten Preis erhielt ein Unternehmen aus dem Segment Steel. Das Projektteam entwickelte ein Verfahren, das durch den Einsatz besonders gestalteter Kokillen in der Stranggießanlage Fehler an den Brammen vermeidet. Die neuen Kokillen steigern die Leistung der Gießanlage erheblich. Eine ganzheitlich optimierte Logistikkette war das Ziel des Programms „Fit for Flow“, mit dem Mitarbeiter des Segments Services den zweiten Platz belegt haben. Den dritten Platz errang ein Projektteam aus dem Segment Technologies. Das Team realisierte deutliche Kosteneinsparungen durch die systematische Analyse verlustbringender Teile und durch anschließende Verbesserungen.

 

 

Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern

 

Die globale Rezession hat die Geschäftsentwicklung von Thyssen­Krupp stark belastet. Auftragseingang und Umsatz gaben 2008/2009 erheblich nach. Nach einem Gewinn im Vorjahr verschlechterte sich das Konzernergebnis vor Steuern auf −2.364 Mio €. Einen beträchtlichen Einfluss hatte der Preisverfall bei Werkstoffen, der zu Wertberichtigungen im Vorratsvermögen von 317 Mio € führte. Zudem belasteten die Sondereffekte Restrukturierungsaufwand, Impairment-Abschreibungen und Projektkosten für die neuen Stahl- und Weiterverarbeitungswerke das Ergebnis mit 1.620 Mio €.

 

 

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft erlebte Ende 2008 und weit in das Jahr 2009 hinein die schwerste Rezession seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ausgehend von der internationalen Finanzkrise ist die Konjunktur in den Industrieländern nahezu synchron eingebrochen. Auch die bisher wachstumsstarken Schwellenländer mussten zum Teil erhebliche konjunkturelle Rückschläge hinnehmen. Für das 2. Halbjahr 2009 verstärken sich die Anzeichen für eine Bodenbildung. Nach gegenwärtiger Einschätzung ist das Welt-Bruttoinlands­produkt 2009 – nach einem Zuwachs von 3,2 % im Vorjahr – um 1,4 % geschrumpft und hat damit unsere Wachstumserwartungen, die wir vor einem Jahr noch hatten, merklich unterschritten.

 

Tiefer Konjunktureinbruch

Noch stärker als beim Welt-Bruttoinlandsprodukt war der Rückgang im internationalen Handel mit Waren und Dienstleistungen. Dies ist vor allem auf den tiefen Konjunktureinbruch in den USA seit Herbst 2008 zurückzuführen. Erst im 2. Quartal 2009 begann sich der Abschwung der US-Wirtschaft zu verlangsamen; im 3. Quartal konnte mit 0,9 % erstmals wieder ein kleines Wachstum erzielt werden. Auch nach einem Anziehen der Konjunktur im 2. Halbjahr blieb die Wirtschaftsleistung der USA 2009 erheblich unter dem Vorjahresniveau. In Japan haben 2009 neben einer schwachen Binnennachfrage vor allem die rückläufigen Exporte das Bruttoinlandsprodukt schrumpfen lassen.

 

Im Euroraum hat sich die wirtschaftliche Talfahrt im 1. Halbjahr 2009 zunächst fortgesetzt, dann aber im 2. Quartal deutlich verlangsamt. Bei rückläufigen Anlageinvestitionen haben der private Konsum und die Staatsausgaben einen noch stärkeren Absturz der Konjunktur gebremst. Dennoch dürfte 2009 das Bruttoinlandsprodukt insgesamt um 4 % gefallen sein. Die deutsche Wirtschaft erzielte nach zuvor starken Rückgängen im 2. Quartal 2009 wieder ein leichtes Wachstum gegenüber dem Vorquartal. Stützend waren der private und öffentliche Konsum sowie die Bauinvestitionen. Zudem war bei den Exporten und den Ausrüstungsinvestitionen das Abwärtstempo spürbar gebremst. Trotz der konjunkturellen Bodenbildung zur Jahresmitte hat die Wirtschaftsleistung 2009 insgesamt kräftig nachgegeben.

 

Die globale Rezession belastete auch das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Der Einbruch des Welthandels machte sich insbesondere in den kleineren asiatischen Schwellenländern bemerkbar. China hingegen verzeichnete 2009, wesentlich gestützt von staatlichen geld- und finanzpolitischen Maßnahmen, noch ein relativ kräftiges Wachstum. In Indien hat die Wachstumsdynamik nachgelassen. Die brasilianische Wirtschaft entwickelte sich im internationalen Vergleich noch recht robust. Russland litt unter geringeren Rohstoffexporten und -preisen und musste 2009 einen sehr starken Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung hinnehmen.

 

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Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der globale Konjunktureinbruch hat in unseren wichtigen Märkten tiefe Spuren hinterlassen. Viele Kunden haben ihre Investitionspläne auf den Prüfstand gestellt. Weltweit ist die Nachfrage nach Qualitäts- und Edelstahl eingebrochen. Der Automobil- und Maschinenbau musste die Produktion stark zurückfahren. Bestellungen für Schiffneubauten sind weitgehend entfallen. Auch an der Bauindustrie ging die globale Rezession nicht vorüber.

 

Rückläufige Nachfrage nach Qualitätsflachstahl

Vor dem Hintergrund der rezessiven Entwicklungen ist die Stahlnachfrage 2009 weltweit gefallen. Dies galt vor allem für die Industrieländer, die vielfach Einbrüche von mehr als 30 % hinnehmen mussten. Die ohnehin starken verbrauchsbedingten Rückgänge wurden durch den Lagerabbau noch verstärkt. Nachdem Stahlproduzenten schon im Schlussquartal 2008 die Produktion erheblich zurückgefahren hatten, war auch das Jahr 2009 bis in den Herbst hinein von massiven Kürzungen gekennzeichnet. Weltweit fiel die Produktion voraussichtlich um 9 % auf 1,2 Mrd t. Dabei verzeichneten die EU, der Nafta-Raum und Japan sogar Rückgänge von zum Teil mehr als 30 %, aber auch einige Schwellenländer waren überproportional betroffen. Entgegen diesem Trend konnten China und Indien ihre Erzeugung erneut ausweiten. Die Kapazitätsauslastung der Stahlindustrie in den meisten übrigen Regionen war in der ersten Jahreshälfte erheblich gesunken – mit der Folge, dass eine Reihe von Anlagen vorübergehend stillgelegt oder geschlossen werden musste.

 

Bei Rohstahl betrugen in den ersten Monaten 2009 die durchschnittlichen Auslastungsraten weltweit nur rund 60 %, in der EU und den USA waren es zeitweise sogar weniger als 50 %. Vom Spätsommer an zeichnete sich ein Ende dieser Talfahrt ab, da auf Grund lagerzyklisch anziehender Nachfrage viele Produzenten ihre Erzeugung wieder hochfuhren. Die deutsche Stahlindustrie musste 2009 einen Rückgang ihrer Produktion um 30 % auf rund 32 Mio t verkraften, nachdem sich auch hier die Auslastung im Laufe des Jahres von ihrem Tiefpunkt erholen konnte.

 

Der starke Rückgang der Stahlnachfrage ging mit einem massiven Verfall der internationalen Stahlspotpreise einher. In Europa und Nordamerika hatten sich diese seit ihrem historischen Höchststand zur Mitte des Jahres 2008 annähernd halbiert. Erst zur Jahresmitte 2009 kam es im Zuge einer wieder festeren Mengenkonjunktur zu einer Bodenbildung bei den Preisen. Dabei stützte die Tatsache, dass viele Produzenten auf den Nachfrageanstieg nur verzögert mit einer höheren Produktion reagieren konnten, den Preisauftrieb.

 

Eine gegenläufige Entwicklung kennzeichnete den chinesischen Stahlmarkt. Unter dem Einfluss staatlicher Konjunkturprogramme ist die inländische Stahlnachfrage 2009 spürbar gewachsen. Dies und die rezessionsbedingt niedrige Nachfrage auf den Weltmärkten ließen die chinesischen Stahlexporte signifikant zurückgehen, und China wurde wieder Netto-Importeur. Ab August zeigte der Markt allerdings deutliche Überhitzungserscheinungen, da das Nachfragewachstum spekulativ überhöht und von einem erheblichen Lageraufbau begleitet war. Es setzte eine Korrektur ein, die Nachfrage sank, die Preise gaben nach, und die chinesische Stahlindustrie nahm ihre zuvor stark eingeschränkten Exportaktivitäten wieder auf.

 

Auch der europäische Qualitätsflachstahlmarkt geriet vom 4. Quartal 2008 an in den Sog der globalen Rezession. Der Versand der europäischen Stahlproduzenten ging rezessions- und lagerzyklisch bedingt stark zurück. Die ausgeprägte Nachfrage- und Preisschwäche auf dem europäischen Markt hat auch die Importkonkurrenz aus Drittländern begrenzt. Die Lagerbestände beim Handel und bei den Endverbrauchern waren nach anfänglich sehr zögerlichen Anpassungen bis zur Mitte des Jahres 2009 soweit reduziert, dass sich die Auftragslage der Stahlindustrie danach besserte und die Preise erhöht werden konnten. Der tatsächliche Verbrauch blieb jedoch schwach.

 

Der Stahlmarkt in Nordamerika stand 2009 ebenfalls unter dem Eindruck eines kräftigen Lagerabbaus, der die konjunkturell ohnehin niedrige Stahlnachfrage zusätzlich bremste. Der heimische Absatz der amerikanischen Stahlindustrie und die Importe aus dem Ausland gaben stark nach. Der damit einhergehende Preisrückgang fiel noch höher aus als in Europa. In den Sommermonaten zog aber auch hier die Stahlnachfrage wieder an – getrieben vor allem durch notwendige Lagerergänzungen. Wie in Europa konnte das Angebot der wieder steigenden Nachfrage nur verzögert folgen, was die Erholung der Preise forcierte.

 

Bild

 

Weltweite Edelstahlnachfrage eingebrochen

Die weltweite Nachfrage nach rost-, säure- und hitzebeständigen (RSH) Edelstahlflachprodukten ist im Zuge der globalen Rezession und fallender Rohstoffpreise für Legierungsmetalle zu Beginn des Berichtsjahres stark eingebrochen. Die seit dem Frühjahr wieder anziehenden Rohstoffpreise, insbesondere für Nickel, wirkten sich im weiteren Jahresverlauf positiv auf die Nachfrage aus. Dennoch war auch 2009 die Nachfrage nach RSH-Produkten rückläufig; weltweit fiel sie um rund 14 %. Im westeuropäischen und nordamerikanischen Markt machten die Rückgänge annähernd 30 % aus.

 

In Deutschland und Europa lagen die Bestände beim lagerhaltenden Handel und den Service-Centern zu Jahresbeginn auf hohem Niveau, wurden seitdem aber sukzessive abgebaut. Gegen Ende des 1. Halbjahres 2009 haben viele Händler angesichts niedriger Bestände, insbesondere aber wegen wieder ansteigender Nickelpreise und der erwarteten Verteuerung der Legierungszuschläge, ihre Bestellungen erhöht. Die Importe nach Deutschland und in den übrigen europäischen Raum waren niedrig.

 

In Nordamerika hat sich der Lagerbestandsabbau beim Handel und den Service-Centern ebenfalls lange fortgesetzt, ehe zu Beginn des 2. Halbjahres die Ordertätigkeit wieder leicht zunahm, auch in Erwartung steigender Preise. Auf Grund des relativ niedrigen Preisniveaus gingen die Importe deutlich zurück.

 

In Asien waren die Lagerbestände weiterhin sehr hoch, wobei Nachdispositionen des Handels vor allem wegen des steigenden Nickelpreises zunahmen. In China hat sich die Nachfrage auch dank größerer staatlicher Infrastrukturprojekte verstärkt.

 

Die Edelstahlpreise in Europa und Nordamerika waren lange Zeit durch geringere Legierungszuschläge und niedrige Basispreise geprägt. In den letzten Monaten konnten die Basispreise jedoch – wenngleich auf niedrigem Niveau – angehoben werden. Als der Nickelpreis schließlich anzog, stieg der Legierungszuschlag. Auch in Asien waren die Edelstahlpreise zu Beginn des Berichtszeitraums stark rückläufig. Im weiteren Verlauf erholten sie sich jedoch und lagen zwischenzeitlich fast auf europäischem Niveau.

 

Im Bereich der Nickellegierungen war die Auftragsvergabe von Projektverschiebungen und kurzfristiger Bedarfsdeckung auf niedrigem Niveau geprägt. Angesichts der sinkenden Nachfrage brachen weltweit die Preise ein. Bei Titan sind die Auftragseingänge insbesondere wegen der Verzögerungen in der Produktion der neuen Flugzeuggenerationen stark zurückgegangen. Die Nachfrageschwäche wurde zudem durch weiterhin hohe Lagerbestände bei geringem Verbrauch verstärkt.

 

Automobilmarkt im Rückwärtsgang

Der Automobilmarkt ist 2009 nahezu weltweit stark eingebrochen. Die Produktion fiel nach vorläufigen Schätzungen um 15 % auf rund 59 Mio Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge. Auch in den zuvor wachstumsstarken Emerging Markets Mittel- und Osteuropas sowie in Asien wurden überwiegend weniger Fahrzeuge produziert. In Indien stagnierten die Stückzahlen. Ein kräftiges Produktionswachstum, auch dank steuerlicher Anreize, verzeichnete lediglich die chinesische Automobilindustrie. Mit fast 12 Mio Fahrzeugen – das ist ein Plus von 30 % – ist China 2009 zum weltweit größten Automobilproduzenten aufgestiegen.

 

Der nordamerikanische Automobilmarkt ging stark zurück. Insbesondere im 1. Halbjahr sind in den USA die Fahrzeugverkäufe angesichts der schwierigen Wirtschaftslage deutlich eingebrochen. Seit Juni 2009 haben sich die Verkaufsrückgänge allerdings reduziert; Grund dafür war die Verschrottungsprämie „Cash for clunkers“, die jedoch mittlerweile ausgelaufen ist. Insgesamt nahm die US-Produktion 2009 voraussichtlich um knapp ein Drittel auf unter 6 Mio Personenkraftwagen und Light Trucks ab. Weniger ausgeprägt war, auch durch Steuererleichterungen bedingt, der Abschwung der Automobilkonjunktur in Brasilien. Die Stückzahlen fielen dort nur leicht auf knapp 3 Mio Fahrzeuge.

 

In Westeuropa blieb die Fahrzeugproduktion mit voraussichtlich rund 12,8 Mio Einheiten um etwa 20 % unter dem Vorjahresniveau. Besonders ausgeprägt war der Rückgang in Großbritannien und Frankreich. In Deutschland hat die „Umweltprämie“ zu einem vorübergehend starken Anstieg der Neuzulassungen für Personenkraftwagen geführt. Da jedoch gleichzeitig die Exporte einbrachen, musste die Produktion dennoch um etwa 16 % eingeschränkt werden. Besonders schwierig blieb die Lage bei den Nutzfahrzeugen, deren Produktion sich mehr als halbierte. Insgesamt verringerte sich die deutsche Fahrzeugproduktion 2009 voraussichtlich um 18 % auf weniger als 5 Mio Personen- und Nutzfahrzeuge.

 

Den Werften fehlen Aufträge

Die Schifffahrtsmärkte sind durch die globale Rezession und die damit einhergehenden Einbrüche im Welthandel von wachsenden Überkapazitäten geprägt. Die Neubauaufträge sind 2009 fast völlig zum Erliegen gekommen. Zwar werden noch weltweit hohe Auftragsbestände ausgewiesen, die aber zum Teil auf Grund fehlender Finanzierungen nicht als gesichert angesehen werden können.

 

Die deutschen Seeschiffwerften akquirierten im 1. Halbjahr 2009 lediglich fünf Neubestellungen. Dem standen nicht weniger als 25 Stornierungen gegenüber, die die Auslastung erheblich verschlechterten. Der Auftragsbestand ist gegenüber dem Jahresende 2008 deutlich gefallen.

 

Einbruch im Maschinenbau

Der Maschinen- und Anlagenbau war besonders stark von der weltwirtschaftlichen Konjunkturschwäche betroffen, da viele Unternehmen im Zuge verschlechterter Produktionserwartungen ihre Projekte, die Kapazitäten zu erweitern oder zu modernisieren, entweder stornierten oder zeitlich verschoben. In den großen Industrieländern hat sich daher die Auftragslage deutlich verschlechtert. Die Produktion gab regional unterschiedlich zwischen 20 % und 40 % nach. Einzig in China gab es dank massiver Konjunkturpakete noch ein einstelliges Wachstum.

 

In Deutschland sind nach Jahren hoher Zuwächse die Bestellungen in bisher nicht gekanntem Ausmaß zurückgegangen. In den ersten neun Monaten 2009 gaben die Neuaufträge im Vergleich zum Vorjahr um 44 % nach. Die Kapazitätsauslastung ist drastisch auf unter 70 % gefallen. 2009 ist die Maschinenbauproduktion voraussichtlich um 25 % eingebrochen. Der deutsche Großanlagenbau akquirierte beispielsweise in der ersten Jahreshälfte 2009 erheblich weniger Bestellungen als im Vorjahr.

 

Baukonjunktur abgekühlt

Die Baukonjunktur schwächte sich in vielen Ländern trotz der Konjunkturprogramme ab. Lediglich China und Indien verzeichneten noch höhere Zuwachsraten. In den USA setzte sich der Abwärtstrend im Wohnimmobilienmarkt fort; erst gegen Jahresmitte zeichnete sich eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau ab. Auch im Nicht-Wohnungsbau war die Nachfrage rückläufig. Insgesamt hat die US-Bauproduktion 2009 voraussichtlich nochmals um 15 % nachgegeben. Auch in den meisten mittel- und osteuropäischen Ländern stagnierte oder schrumpfte die Bauwirtschaft.

 

Die deutsche Bauwirtschaft verbuchte im 1. Halbjahr 2009 einen schwächeren Auftragseingang als im Vergleichszeitraum des Vorjahres; davon war vor allem der Wirtschaftsbau betroffen. Die beschlossenen Konjunkturpakete entfalteten ihre Wirkung erst ab dem 2. Halbjahr. Die positiven Impulse aus dem öffentlichen Bau reichten jedoch nicht aus, um die Rückgänge in anderen Bereichen zu kompensieren. 2009 ist die Bauproduktion voraussichtlich um 3 % gesunken.

 

ThyssenKrupp – Geschäftsentwicklung rezessionsbedingt rückläufig

 

THYSSENKRUPP IN ZAHLEN

 

 

2007/2008

2008/2009

Auftragseingang

Mio €

55.205

35.970

Umsatz

Mio €

53.426

40.563

EBITDA

Mio €

4.976

192

Ergebnis vor Steuern (EBT)

Mio €

3.128

-2.364

Investitionen

Mio €

4.282

4.238

Mitarbeiter (30.09.)

 

199.374

187.495

 

 

Der globale Nachfrageeinbruch hat das Geschäft von ThyssenKrupp im Berichtsjahr erheblich belastet. Auftragseingang und Umsatz waren stark rückläufig. Nach einem Gewinn im Vorjahr musste der Konzern 2008/2009 einen hohen Verlust hinnehmen. Das negative Ergebnis war erheblich von Wertberichtigungen im Vorratsvermögen sowie von Sondereffekten – Restrukturierungsaufwendungen, Impairment-Abschreibungen und Projektkosten – beeinflusst. Unsere auf Dividendenkontinuität ausgerichtete Ausschüttungspolitik werden wir dennoch im vertretbaren Rahmen fortsetzen; Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung im Januar 2010 vorschlagen, je Aktie eine auf 0,30 € reduzierte Dividende auszuzahlen.

 

Auftragseingang und Umsatz rückläufig

Auftragseingang und Umsatz haben unsere Erwartungen, die wir zu Beginn des Geschäftsjahres hatten, nicht erfüllt. Durch den starken konjunkturellen Einbruch fiel der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 35 % auf 36,0 Mrd € zurück. Davon waren alle Segmente betroffen, am stärksten die von der Werkstoffnachfrage abhängigen Segmente Steel, Stainless und Services.

 

AUFTRAGSEINGANG NACH SEGMENTEN in Mio €

 

2007/2008

2008/2009

Steel

14.199

8.414

Stainless

7.460

4.147

Technologies

13.490

8.580

Elevator

5.535

5.038

Services

17.453

11.166

Corporate

124

127

Auftragseingang der Segmente

58.261

37.472

Aufträge zwischen den Segmenten

-3.056

-1.502

Auftragseingang Konzern

55.205

35.970

 

Der Konzernumsatz verminderte sich um 24 % auf 40,6 Mrd €. Mit Ausnahme von Elevator war der Umsatz in allen Segmenten merklich schwächer. Bei Steel belastete das geringere Versandvolumen, während die durchschnittlichen Stahlerlöse dank des hohen Anteils von Langfristverträgen stabilisierend wirkten. Sowohl Preis- als auch Nachfragerückgänge führten bei Stainless und Services zu einem nachlassenden Geschäftsvolumen. Bei Technologies konnten höhere Umsätze im Anlagenbau die Rückgänge im Automobilzuliefer- und Baumaschinengeschäft sowie im Schiffbau nicht ausgleichen. Elevator blieb auf Wachstumskurs und baute sein Geschäft in nahezu allen Regionen aus.

 

UMSATZ NACH SEGMENTEN in Mio €

 

2007/2008

2008/2009

Steel

14.358

9.945

Stainless

7.420

4.486

Technologies

12.412

10.640

Elevator

4.930

5.308

Services

17.336

11.896

Corporate

124

127

Umsatz der Segmente

56.580

42.402

Umsatz zwischen den Segmenten

-3.154

-1.839

Umsatz Konzern

53.426

40.563

 

Deutlicher Ergebnisrückgang

Das Konzernergebnis vor Steuern verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5.492 Mio € auf -2.364 Mio €; es hat sich im Verlauf des Berichtsjahres zunehmend verschlechtert. Dem Gewinn von 240 Mio € im 1. Quartal folgte im 2. Quartal ein Verlust von 455 Mio €, im 3. Quartal ein Verlust von 772 Mio € und im 4. Quartal ein Verlust von 1.377 Mio €. In den Ergebniszahlen für das Geschäftsjahr 2008/2009 sind Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von insgesamt 317 Mio € enthalten. Das Ergebnis wurde zudem belastet durch die Sondereffekte Restrukturierungsaufwendungen – insbesondere personalpolitische Anpassungsmaßnahmen – von 868 Mio €, Impairment-Abschreibungen in Höhe von 519 Mio € sowie die Projektkosten für die neuen Werke in Brasilien und den USA von 233 Mio €.

 

Der Grund für den Ergebnisrückgang im Segment Steel lag in erster Linie im Einbruch bei den Versandmengen; hinzu kamen erhebliche Restrukturierungsaufwendungen. Der hohe Verlust von Stainless wurde durch einen dramatischen Nachfrageverfall in Verbindung mit deutlich rückläufigen Basispreisen ausgelöst. Notwendige Restrukturierungsaufwendungen, Impairment-Abschreibungen sowie Bestandsabwertungen belasteten das Ergebnis zusätzlich. Wertberichtigungen auf Vorräte und massive Ergebniseinbußen im Roh- und Werkstoffgeschäft führten auch bei Services zu einem negativen Ergebnis; hinzu kamen Restrukturierungsaufwendungen. Bei Technologies konnten die Gewinne aus dem Anlagenbau die Einbußen im Automobilzuliefer- und Baumaschinengeschäft, insbesondere aber die erheblichen Verluste im zivilen Schiffbau, nicht ausgleichen. Die Werften mussten beträchtliche Restrukturierungsaufwendungen, Impairment-Abschreibungen sowie negative Sondereffekte aus Auftragsstornierungen von Containerschiffen und Yachten verkraften; hinzu kamen mögliche Nachhaftungsrisiken aus dem zivilen Schiffbau und höhere Projektkosten im Yachtenbereich. Erfolgreich blieb das Geschäft von Elevator: Das Segment erzielte ein Rekordergebnis.

 

ERGEBNIS NACH SEGMENTEN in Mio €

 

2007/2008

2008/2009

Steel

1.540

-486

Stainless

126

-946

Technologies

741

-868

Elevator

434

558

Services

750

-271

Corporate

-417

-344

Konsolidierung

-46

-7

Ergebnis vor Steuern (EBT)

3.128

-2.364

 

 

Komponenten der Ergebnisentwicklung im Konzern

Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2008/2009 um 12.863 Mio € oder 24 % unter dem Vorjahreswert. Die Umsatzkosten verringerten sich um 7.365 Mio € oder 17 % und damit unterproportional im Vergleich zur Umsatzentwicklung. Wesentliche Ursache hierfür waren die im 2008/2009 deutlich erhöhten Vorratsabwertungen, Wertminderungsaufwendungen bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie Restrukturierungsaufwendungen, die den insgesamt umsatzbedingten Rückgang der übrigen Umsatzkosten teilweise kompensierten. Insgesamt verminderte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz um 5.498 Mio €, verbunden mit einer Verringerung der Brutto-Umsatzmarge von 17 % auf 9 %.

 

Die Abnahme der Vertriebskosten um 125 Mio € resultierte insbesondere aus gesunkenen Aufwendungen für Verkaufsfrachten und Verkaufsversicherungen, die hauptsächlich die Segmente Steel, Stainless und Services als Folge der rückläufigen Geschäftsentwicklung betrafen. Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen unter Berücksichtigung der um 58 Mio € erhöhten Restrukturierungsaufwendungen um 102 Mio € unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 40 Mio € stand im Zusammenhang mit der Annullierung qualifizierter Währungssicherungen für geplante Rohstoffeinkäufe, da das Volumen der Rohstoffeinkäufe infolge der wirtschaftlichen Rezession unvorhersehbar stark zurückgegangen war. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 85 Mio € resultierte mit 45 Mio € aus verminderten Verlusten aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten. Die im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Desinvestitionstätigkeit führte zu einer Verschlechterung des Ergebnisses aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen um 78 Mio €. Die Verminderung des Ergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen um 129 Mio € resultierte vor allem aus der im Vergleich zum Vorjahr insgesamt rückläufigen Ergebnisentwicklung bei den betreffenden Beteiligungen. Die Verschlechterung des Zinsergebnisses um 257 Mio € war durch die  im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Netto-Finanzverschulden bedingt. Für die Verbesserung des sonstigen Finanzergebnisses um 118 Mio € war die im Vergleich zum Vorjahr um 114 Mio € erhöhte Aktivierung von Bauzeitzinsen, die überwiegend die Errichtung des Stahlwerks in Brasilien betraf, verantwortlich.

 

Der Ausweis eines Steuerertrags für das Berichtsjahr von 491 Mio € gegenüber einem Steueraufwand von 852 Mio € im Vorjahr ist voll auf die Verlustsituation zurückzuführen. Auf Grund der Verluste verminderten sich die laufenden Ertragsteuern gegenüber dem Vorjahr um 670 Mio € auf 228 Mio €. Insoweit es wahrscheinlich ist, dass Verluste künftig die Steuerzahlungen mindern werden, wurden aktive latente Steuern gebildet. Entsprechend erhöhte sich 2008/2009 der latente Steuerertrag auf 719 Mio € nach einem latenten Steuerertrag von 46 Mio € ein Jahr zuvor.Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 1.873 Mio €; im Vorjahr wurde ein Jahresüberschuss von 2.276 Mio € erzielt.

 

Unter Einbezug der Verluste, die auf Anteile anderer Gesellschafter entfallen, in Höhe von 16 Mio € verschlechterte sich das Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2008/2009 auf -4,01 €.

 

Ergebnis der ThyssenKrupp AG

Der im Berichtsjahr nach den Regeln des HGB ermittelte Jahresfehlbetrag der ThyssenKrupp AG betrug 882 Mio € nach einem im Vorjahr ausgewiesenen Jahresüberschuss von 1.175 Mio €.

 

Das Beteiligungsergebnis verringerte sich um 1.263 Mio € auf 599 Mio €. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen reduzierten sich signifikant um 673 Mio € auf 809 Mio €. Insbesondere verringerten sich die Erträge aus den Führungsgesellschaften Steel und Stainless um 252 Mio € auf 772 Mio €. Ergänzend wiesen die Führungsgesellschaften der Segmente Services (i. Vj. 252 Mio €) und Technologies (i. Vj. 186 Mio €) im Geschäftsjahr 2008/2009 im Gegensatz zum Vorjahr Verlustabschlüsse aus. Die Verlustübernahmen stiegen insbesondere auf Grund dieser Entwicklung um 639 Mio € gegenüber dem Vorjahr signifikant an. Die Verlustübernahmen der Führungsgesellschaften von Services und Technologies beliefen sich auf 67 Mio € bzw. 516 Mio €. Die Erträge aus Beteiligungen veränderten sich nur geringfügig gegenüber der Vorjahresperiode und waren positiv durch die Gewinnausschüttung der ThyssenKrupp USA Inc. von 246 Mio € beeinflusst.

 

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 468 Mio € resultierte im Wesentlichen mit 530 Mio € aus um niedrigeren Steuerumlagen der Konzernunternehmen auf Grund der Abführung von Organschaftsergebnissen und einer im Vorjahr erfassten Zuschreibung an einem verbundenen Unternehmen in Höhe von 135 Mio €. Ergebniserhöhend wirkte ein Erstattungsanspruch gegenüber einer Segmentführungsgesellschaft von 210 Mio €.

 

Die Reduzierung der Personalkosten innerhalb der allgemeinen Verwaltungskosten erklärt sich durch geringere Tantiemeaufwendungen und Sonderzahlungen. Gegenläufig wirkten sich Zuführungen für zukünftige Sozialplankosten und ausgezahlte Abfindungen aus. Die Verringerung der übrigen Verwaltungskosten um 62 Mio € wurde geprägt durch gesunkene Kosten für Werbesonderaufwand (-26 Mio €), eine Reduktion der Dienstleistungs- und Datenverarbeitungsausgaben (-18 Mio €) sowie geringere Spenden für kulturelle und wissenschaftliche Zwecke.

 

Im Zinsergebnis des Berichtsjahres in Höhe von 265 Mio € spiegeln sich die Auswirkungen durch Kapitalherabsetzungen bei Tochtergesellschaften wider, die zu einer Entlastung des Zinsergebnisses führten, sowie ein gesunkenes Zinsniveau auf den relevanten Geld- und Kapitalmärkten. Gegenläufig wirkten sich die Maßnahmen zur Liquiditätssicherung aus.

 

Nach Berücksichtigung der zuvor genannten Effekte ergab sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von -906 Mio € nach 1.364 Mio € im Vorjahr.

 

Der Rückgang des Steueraufwands gegenüber dem Vorjahr beruhte im Wesentlichen auf Steuererstattungen für Vorjahre.

 

Nach Erfassung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 882 Mio €. Unter Berücksichtigung einer Entnahme aus der Rücklage für eigene Aktien in Höhe von 532 Mio € und nach Entnahme von 438 Mio € aus den anderen Gewinn­rücklagen sowie Hinzurechnung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von 66 Mio € wird ein Bilanzgewinn in Höhe von 154 Mio € ausgewiesen.

 

Bilanzgewinn und Dividende

Die rechtliche Basis für die Ausschüttung einer Dividende bildet der nach HGB ermittelte Bilanzgewinn der ThyssenKrupp AG von 154 Mio €; im Vorjahr waren es 669 Mio €. Er setzt sich zusammen aus dem nach HGB ermittelten Jahresfehlbetrag der ThyssenKrupp AG in Höhe von 882 Mio € zuzüglich der Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 438 Mio € (i. Vj. Einstellung in Gewinnrücklagen 8 Mio €) und der Entnahme aus der Rücklage für eigene Aktien in Höhe von 532 Mio € sowie zuzüglich des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von 66 Mio €.

 

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende in von 0,30 € (i. Vj. 1,30 €) je Stückaktie – insgesamt 139 Mio € – und den Vortrag des darüber hinausgehenden Betrags von 15 Mio € auf neue Rechnung vor. Soweit sich die Anzahl der 463.473.492 dividendenberechtigten Aktien bis zum Tag der Hauptversammlung ändern sollte, wird der Gewinnverwendungsvorschlag entsprechend angepasst.

 

Bilanz der ThyssenKrupp AG (HGB)

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

 

 

 

Immaterielle Vermögenswerte

47

44

Sachanlagen

123

226

Finanzanlagen

16.037

23.146

Anlagevermögen

16.207

23.416

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

8.842

5.913

Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

321

90

Wertpapiere

1.073

0

Flüssige Mittel

1.202

2.876

Umlaufvermögen

11.438

8.879

Aktiva

27.645

32.295

 

 

 

Eigenkapital

6.715

5.231

Sonderposten mit Rücklageanteil

157

162

Rückstellungen

560

955

Anleihen

1.500

2.500

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

948

1.743

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

17.513

21.295

Übrige Verbindlichkeiten

252

409

Verbindlichkeiten

20.213

25.947

Passiva

27.645

32.295

 

Gewinn- und Verlustrechnung der ThyssenKrupp AG (HGB)

Mio €

2007/2008

2008/2009

 

 

 

Beteiligungsergebnis

1.862

599

Sonstige betriebliche Erträge

863

395

Übrige Aufwendungen und Erträge

-980

-1.635

Zinsergebnis

-381

-265

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

1.364

-906

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

-189

24

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

1.175

-882

Gewinnvortrag

34

66

Entnahme aus der Rücklage für eigene Aktien

0

532

Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen

0

438

Einstellung in die Rücklage für eigene Aktien

-532

0

Einstellung in andere Gewinnrücklagen

-8

0

Bilanzgewinn

669

154

 

Portfolio weiter optimiert

ThyssenKrupp hat das aktive Portfoliomanagement der vergangenen Jahre auch im Berichtsjahr konsequent fortgesetzt und mehrere Transaktionen durchgeführt.

 

Zu den wesentlichen Maßnahmen zählte 2008/2009 im Segment Steel die Aufstockung des Minderheitsanteils der brasilianischen Vale an der ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico von rund 10 % auf insgesamt knapp 27 %. Dieses zusätzliche Engagement wird die bestehende strategische Partnerschaft von ThyssenKrupp und Vale weiter stärken.

 

Technologies hat durch verschiedene kleinere Portfoliomaßnahmen seine Aktivitäten im Automotive-Bereich weiter optimiert. Außerdem wurde der noch ausstehende Minderheitsanteil von 25 % an der ThyssenKrupp Marine Systems AG erworben, die sich somit nun im alleinigen Eigentum von ThyssenKrupp befindet.

 

Um den Überkapazitäten im Werftenbereich zu begegnen, wollen ThyssenKrupp Marine Systems und SIAG Schaaf Industrie gemeinsam den Standort Emden der Blohm + Voss Nordseewerke zu einem zukunftsfähigen Hightech-Standort für die Offshore-Technologie ausbauen und so nachhaltig Arbeitsplätze sichern. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde unterzeichnet.

 

Im Oktober 2009 haben ThyssenKrupp Marine Systems und die Abu Dhabi MAR Group eine Absichtserklärung über eine enge strategische Partnerschaft im Überwasser-Marineschiffbau unterschrieben. Die beabsichtigte Kooperation soll die Vermarktungsperspektiven im Überwasser-Marineschiffbau von Blohm + Voss – das sind Fregatten und Korvetten – wesentlich verbessern und zugleich die schiffbauliche Beschäftigung in Deutschland sichern.

 

Elevator stärkte wiederum durch kleinere Akquisitionen seine weltweite Marktposition im Aufzugsgeschäft.

 

Das Segment Services hat sich aus strategischen Gründen vom Bereich Industrial Services getrennt. Anfang Oktober 2009 wurde der Verkauf der ThyssenKrupp Industrieservice GmbH an WISAG, einen der führenden deutschen Dienstleistungskonzerne, eingeleitet. Die Transaktion soll im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2009/2010 vollzogen werden. Außerdem begann der Verkaufsprozess für den nordamerikanischen Gerüstspezialisten Safway.

 

Seit der Fusion von Thyssen und Krupp sind bis zum Ende des Berichtsjahres Unternehmen mit einem Umsatz von 9,5 Mrd € veräußert und solche mit einem Umsatz von 8,8 Mrd € erworben worden.

 

Mitarbeiterzahl rückläufig

Die rückläufige Entwicklung in unseren Absatzmärkten und Konzernunternehmen hat sich auch in der Mitarbeiterzahl niedergeschlagen. Am 30. September 2009 beschäftigte ThyssenKrupp weltweit 187.495 Mitarbeiter, 11.879 oder 6 % weniger als zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Mit Ausnahme von Elevator, das seine Belegschaftsstärke nahezu halten konnte, gab es in den übrigen Segmenten zum Teil erhebliche Stellenkürzungen.

 

Besonders stark fiel der Rückgang außerhalb Deutschlands aus. Dort sank die Mitarbeiterzahl um 7 % auf 106.266. Betroffen waren vor allem die Gießereien in Brasilien, die Service-Bereiche der US-amerikanischen Aufzugsgesellschaften sowie das Automobilzuliefergeschäft in Frankreich. In Deutschland verringerte sich die Mitarbeiterzahl um 5 % auf 81.229, unter anderem im Industrieservice-Geschäft und bei den Werkstoffdienstleistungen.

 

Wie sich die Belegschaften auf die einzelnen Regionen in der Welt verteilen, können Sie im Mitarbeiterkapitel im Einzelnen nachlesen.

 

Auf Grund geringer Auslastung mussten 2008/2009 viele Konzernunternehmen Kurzarbeit einführen. In Deutschland waren durchschnittlich 12.500 Mitarbeiter betroffen. Hinzu kamen nochmals etwa 7.300 Mitarbeiter im Ausland. Den Schwerpunkt bildete das Segment Steel mit nahezu 8.000 Mitarbeitern, deren Arbeitszeit reduziert war. Zum Geschäftsjahresende konnte die Kurzarbeit im Konzern konjunkturell bedingt zurückgefahren werden.

 

Absatzmärkte und Marketing

Die EU-Länder waren 2008/2009 wieder der bedeutendste Absatzmarkt für ThyssenKrupp: 62 % unserer Produkte und Dienstleistungen gingen an Kunden in der Europäischen Union. Davon entfiel mehr als die Hälfte auf Deutschland. Der Umsatz mit Kunden in Amerika machte 20 % aus, während die Bedeutung des asiatisch/pazifischen Raums für unser Geschäft zwar zunahm, aber mit einem Anteil von 10 % immer noch gering blieb. Dank unserer stabilen Kundenstruktur bleiben diese Prozentsätze relativ fest, wenn auch die Kunden außerhalb Deutschlands in den letzten fünf Jahren immer wichtiger geworden sind. Wie die unten stehende Grafik zeigt, betrug ihr Anteil am Konzernumsatz 68 %.

 

UMSATZ NACH ABSATZGEBIETEN in Mio €

 

2004/2005

2005/2006

2006/2007

2007/2008

2008/2009

Deutschland

14.166

15.837

18.545

19.161

13.031

Übrige EU-Länder

12.106

13.293

16.198

16.677

12.142

Amerika

10.002

11.609

10.218

9.706

7.858

Asien/Pazifik

4.164

4.123

4.146

4.852

4.341

Übrige Länder

2.489

2.263

2.616

3.030

3.191

Insgesamt

42.927

47.125

51.723

53.426

40.563

 

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Auf vielen internationalen Märkten nehmen ThyssenKrupp Unternehmen mit ihren Produkten führende Positionen ein. Hervorragende technische Eigenschaften verbunden mit Wirtschaftlichkeit und zuverlässigem Service haben zahlreiche Kunden von unserer Leistungsstärke überzeugt. Hinzu kommt eine teilweise jahrelange enge Kunden/Lieferanten-Beziehung, in deren Verlauf unsere Techniker auch spezielle Problemlösungen für kundenspezifische Anwendungen entwickelten. Ein Beispiel ist die Automobilindustrie: Ihr wichtiges Ziel – ein geringeres Fahrzeuggewicht – unterstützen wir durch zahlreiche neuentwickelte Leichtbauwerkstoffe und -kompo­nenten.

 

Marketing-Mix mit Kundenorientierung

Auf Grund unserer Konzernausrichtung als Produzent und Dienstleister von Werkstoffen, Industriegütern und Serviceleistungen stellen Unternehmen einen Großteil unserer Kunden dar. Nur vereinzelte Produkte – etwa Treppenlifte oder Home-Elevator für Wohnhäuser – kaufen Privatkunden direkt von uns. Dadurch sind unsere Zielgruppen zwar in der Regel zahlenmäßig überschaubar, aber gerade deswegen kommunikativ sehr anspruchsvoll. Wir halten Kontakt zu ihnen durch mehrmals im Jahr erscheinende technische Magazine, die über Innovationserfolge im Konzern berichten und neue Trends vorstellen. Zusätzlich vermitteln produktbezogene Dokumentationen all die Daten, die notwendig sind, um über den Einsatz unserer Produkte qualifiziert entscheiden zu können. Wichtig ist auch ein überzeugendes und anspruchsvolles Produktdesign. Internationale Messebeteiligungen und Präsentationen gehören ebenso zur Palette unserer Absatzinstrumente wie eine länder- und kundenbezogene Produktgestaltung, effiziente Vertriebsanstrengungen und individuelle Kundenberatung. Immer wichtiger wird das Internet: Über unsere Website stellen wir Kunden und anderen Geschäftspartnern aktuell und ausführlich unsere Leistungsangebote vor, informieren Aktionäre und Anleger über neue Unternehmensentwicklungen und präsentieren Bewerbern die Karrierechancen in unserem Konzern.

 

Die am Markt tätigen Konzernunternehmen sind für ihre Marketing-Maßnahmen operativ verantwortlich, so dass wir schnell auf sich ändernde Markttrends reagieren können. Angesichts unserer breiten Produktpalette hat sich dies gegenüber einer zentralen Steuerung des Marketings bewährt.

 

Schwerpunkte der Konzernkommunikation

Die ThyssenKrupp AG als Konzernholding wendet sich in ihrer Kommunikationsarbeit in erster Linie an die breite Öffentlichkeit, um Themen anzusprechen, die gleichermaßen im Interesse des Konzerns und dem der Allgemeinheit liegen. Unsere Initiative „Zukunft Technik entdecken“, die beispielsweise in Fernsehspots, Anzeigen und Zeitungsveröffentlichungen das Technikverständnis in Deutschland förderte, wurde im Berichtsjahr mehrfach ausgezeichnet. Das kommunikative Konzept des IdeenParks wurde zudem mit dem renommierten EFFIE-Award ausgezeichnet, der insbesondere Effizienz und Wirksamkeit von Projekten in den Mittelpunkt der Bewertung stellt. Näheres zu Auszeichnungen und IdeenPark finden Sie im Kapitel „Verantwortung und Engagement “.

 

 

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2008/2009 investierte ThyssenKrupp insgesamt 4.238 Mio €, 44 Mio € weniger als im Vorjahr. Davon wurden 4.012 Mio € für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ausgegeben, auf den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen sowie auf andere finanzielle Vermögenswerte entfielen die übrigen 226 Mio €. Die Investitionen überschritten die Abschreibungen in Höhe von 1.380 Mio € um 2.858 Mio €.

 

INVESTITIONEN NACH SEGMENTEN in Mio €

 

2007/2008

2008/2009

Steel

2.596

2.593

Stainless

387

343

Technologies

763

814

Elevator

136

135

Services

369

210

Corporate

66

126

Konsolidierung

-35

17

Konzern

4.282

4.238

 

Die Investitionen dienten vor allem der Sicherung der Betriebsbereitschaft und unseren strategischen Wachstumsprojekten. Herausragende Einzelprojekte waren die im Bau befindlichen neuen Stahl- und Weiterverarbeitungswerke in Brasilien und den USA.

 

Durch die stringente Überprüfung aller Investitionsprojekte konnten wir den Anstieg der Netto-Finanzverschuldung im Verlauf des Geschäftsjahres spürbar begrenzen. Zum Geschäftsjahresende lagen die Netto-Finanzschulden mit 2.059 Mio € um 475 Mio € über dem Stand vom 30. September 2008.

 

Mehr erfahren Sie in den Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung im Kapitel „Finanz- und Vermögenslage“.

 

Beschaffung: Volumen stark gesunken

Der Materialaufwand ging – vor allem wegen des Geschäftsrückgangs – um 22 % auf 26,8 Mrd € zurück. Mit 66 % blieb der Anteil am Umsatz jedoch nahezu auf Vorjahreshöhe, da die Preise für Rohstoffe, aber auch für die übrigen Materialgruppen einschließlich Dienstleistungen erst im weiteren Verlauf des Berichtsjahres sanken oder sich parallel zu unseren eigenen Produktpreisen veränderten. Wichtige Einsparungen erzielten wir durch unseren weltweiten Einkauf, wobei die Wirtschaftskrise vielfach das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bei Rohstoffen, Waren und Dienstleistungen normalisiert hat. Lieferengpässe waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen, die Materialversorgung für unsere Werke war zu jeder Zeit sichergestellt.

 

MATERIALAUFWAND NACH SEGMENTEN in Mio €

 

2007/2008

2008/2009

Steel

8.514

6.632

Stainless

6.096

4.256

Technologies

7.626

6.705

Elevator

1.657

1.768

Services

13.645

9.265

Corporate

51

40

Materialaufwand der Segmente

37.589

28.666

Konsolidierung

-3.131

-1.819

Konzern

34.458

26.847

 

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Hohe Preissenkungen bei Eisenerz

Obwohl die Weltstahlproduktion im Zuge der Wirtschaftskrise zurückgegangen ist und der Erzbedarf entsprechend niedriger war, bleibt die weltweite Nachfrage nach Übersee-Eisenerz 2009 voraussichtlich auf Vorjahresniveau. Die chinesische Stahlindustrie hat nämlich ihre Erzimporte beachtlich gesteigert, während im Inland weniger gefördert wurde. Dennoch gelang es uns 2009, sinkende Jahrespreise zu erreichen – trotz der unverändert hohen Nachfrage aus China und der seit Anfang des Jahres steigenden Spotpreise. Je nach Erzsorte betrug der Rückgang zwischen 28 % und 48 %.

 

Die Eisenerzbezüge des Segments Steel lagen im Berichtsjahr mit 10,6 Mio t um rund 37 % unter dem Vorjahreswert. Mit 5,1 Mio t kam der größte Teil des Erzes aus Brasilien, gefolgt von Kanada mit 2,3 Mio t und Südafrika mit 1,3 Mio t. Geringere Mengen bezogen wir aus Australien, Mauretanien und Schweden.

 

Nach dem dramatischen Preisanstieg für Kokskohle im Jahr 2008 – wesentlich durch witterungsbedingte Produktionseinschränkungen verursacht – konnten wir den Preis für die Referenzsorte bei Lieferungen 2009/2010 um 57 % nach unten korrigieren. Entsprechend ermäßigte Preise haben wir auch für Einblaskohlen durchgesetzt.

 

Wegen der weltweit rückläufigen Nachfrage nach Hochofenkoks haben sich die Notierungen im Verlauf des Berichtsjahres beruhigt. Angesichts positiver Konjunkturmeldungen stiegen die internationalen Preise zwischenzeitlich leicht an; insgesamt blieben die Preise jedoch mit etwas über 400 US-Dollar je Tonne zum Ende des Geschäftsjahres beachtlich unter den Vorjahreswerten.

 

Die zurückgegangenen Seefrachten für Schüttgüter haben darüber hinaus die Einstandskosten für internationale Rohstoffe gesenkt.

 

Dramatische Entwicklungen bei Legierungsmetallen

Auf den Beschaffungsmärkten für Legierungen und Metalle sind die Preise wegen des weltweiten Nachfrageeinbruchs überwiegend erheblich gesunken. Die Preisabschläge betrugen bei Massenlegierungen bis zu 60 %. So verzeichnete Ferrosilizium – ein Legierungsmittel für die Herstellung von Stahl – auf dem Höhepunkt der Krise einen Preiseinbruch um mehr als 50 %. Gegen Ende des Geschäftsjahres zog der Preis zwar leicht an, blieb aber immer noch weit vom Vorjahresniveau entfernt.

 

Molybdän, das insbesondere für die Herstellung hochfester Stähle benötigt wird, verlor in nur sechs Wochen in den Monaten Oktober und November 2008 sogar 70 % seines Wertes, um dann bis zur Mitte 2009 gegenüber dem Tiefstwert doppelt so teuer zu werden. Zum Ende des Berichtsjahres gab es jedoch wieder eine leichte Korrektur nach unten.

 

Der Preis des an der London Metal Exchange (LME) notierten Metalls Zink – wichtig für den Korrosionsschutz von Stahloberflächen – schwankte im Berichtsjahr weitaus weniger als früher. Während die erste Hälfte des Geschäftsjahres von schwächerer Nachfrage und entsprechenden Notierungen gekennzeichnet war, legten im 2. Halbjahr die Preise wieder zu.

 

Für das Segment Stainless sind Nickel und Chrom als Legierungsmetalle besonders wichtig. Nickel notierte im Oktober 2008 an der LME im Monatsdurchschnitt vergleichsweise schwach mit 12.140 US-Dollar je Tonne. Die Durchschnittsnotierung fiel dann im Dezember 2008 und März 2009 auf weniger als 9.700 US-Dollar je Tonne. Ab April 2009 setzte – trotz hoher Lagerbestände an der LME – ein Aufwärtstrend ein. Der Preis erreichte im August 2009 mehr als 19.600 US-Dollar je Tonne, was auch auf chinesische Zukäufe zurückzuführen war. Zum Ende des Geschäftsjahres zeichnete sich eine Preiskorrektur ab.

 

Der Quartalspreis von Chrom hatte Mitte 2008 noch auf dem historischen Höchstwert von 2,05 US-Dollar je Pound notiert. Anfang 2009 brach er, bedingt durch schleppende Absatzmengen, um rund 60 % auf 0,79 US-Dollar ein. Es folgten weitere Preissenkungen auf 0,69 US-Dollar, die die Produktion im Hauptlieferland Südafrika fast völlig zum Stillstand brachten. Nachdem die europäischen Lagerbestände Ende Juni 2009 weitgehend abgebaut waren, stieg der Preis im Juli auf 0,89 US-Dollar.

 

Der Abschwung auf den Stahlmärkten hat auch die Schrottnachfrage in einem bisher unbekannten Ausmaß einbrechen lassen. Der Preis für die Basissorte – Sorte 2 – fiel bis auf 157 € je Tonne im Juni 2009. Das entspricht etwa einem Drittel des im Juni 2008 erreichten historischen Höchstwertes von 426 € je Tonne. Zum Ende des Geschäftsjahres stiegen die Schrottpreise wieder auf über 200 € je Tonne; Grund waren erste Zeichen einer sich erholenden Stahlkonjunktur. Die Preise für legierten Stahlschrott entwickelten sich parallel zu den Preisen der in ihm enthaltenen Legierungsmetalle.

 

Weitgehend fallende Rohstoffpreise im Verlauf des Geschäftsjahres haben bei den daraus hergestellten Produkten zu niedrigeren Produktpreisen geführt. Dies galt beispielsweise für Stahlbleche und Flachprodukte, aber auch für Rohre, Halbzeug und Stabstahl für Schmiedeteile. Je nach Warengruppe und Materialanteil sanken die Beschaffungspreise um 3 % bis 50 %. Infolge der stark zurückgegangenen Nachfrage nach Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Ersatzteilen, Dienstleistungen und Investitionsgütern haben sich diese Märkte im Vergleich zum Vorjahr merklich entspannt. Auch in den Warengruppen Konstruktion und Elektrik waren Überkapazitäten am Markt vorhanden. Die Anzahl der Neubauprojekte im Anlagenbau ging auf weniger als die Hälfte zurück, was die vorher sehr hohe Auslastung der Lieferanten reduzierte. Bei wesentlich kürzeren Lieferzeiten war die Versorgungssituation gut. Die globale Beschaffung, insbesondere in Südostasien und Osteuropa, wurde weiter vorangetrieben.

 

Professional Performance Management steigert die Effizienz im Einkauf

Der Einkauf hat sich auch im Berichtsjahr weiterentwickelt. Mit der ThyssenKrupp Ausschreibungsplattform wurden mehr als 8.500 Ausschreibungen erfolgreich im Markt platziert. Weltweit haben unsere Einkäufer darüber hinaus über 1.200 Bewertungen von Lieferanten mittels der von uns entwickelten Methode der strategischen Lieferantenbewertung durchgeführt. Darüber hinaus hat unsere Katalogplattform die Kosten für die einzelnen Bestellvorgänge reduziert; 6.800 Nutzer können die benötigten Artikel direkt bei ausgewählten Lieferanten abrufen.

 

Mehr als 1.000 Mitarbeiter sind inzwischen in den Methoden und elektronischen Tools des Einkaufs geschult. Mit über 1.500 durchgeführten Verbesserungsprojekten konnten wir insgesamt Einsparungen in dreistelliger Millionen-Euro-Höhe erzielen. Weitere Einzelheiten zu unserem Effizienzsteigerungsprogramm ThyssenKrupp best lesen Sie im Kapitel „Unternehmenssteuerung – Ziele und Strategie“.

 

2008/2009 haben wir ein konzernweites Einkaufsreporting- und -controlling-System aufgebaut. Mit dem Einkaufscontrolling können unsere Konzernunternehmen geschäftsspezifische Kennzahlen definieren und in einer Balanced Score Card zusammenfassen. Diese Card ist in fünf Pilotunternehmen in Deutschland und Brasilien entwickelt worden. Parallel dazu haben wir ein Einkaufsreporting geschaffen, das den Einkauf erleichtert und Bündelungspotenziale aufzeigt. Der Einkauf wird damit transparenter, und seine Effizienz lässt sich besser messen.

 

Transportkosten massiv gesunken

Die Nachfrage nach Transportraum ist im Schiffsverkehr weltweit auf allen Verkehrsmärkten eingebrochen, so dass die Preise vor allem auf den Spotmärkten signifikant zurückgegangen sind. Der Ölpreisverfall hat zudem die Bunkerzuschläge gesenkt. Aber auch im Bahn- und Straßengüterverkehr gingen die Transporte zurück. Allein in Deutschland verlor die Bahn rund 40 % des Transportvolumens, im Straßenbereich betrug der Rückgang 12 %. Hierdurch konnten wir in Verhandlungen mit den Lieferanten unsere Frachtkosten um bis zu 10 % senken. Zusätzliche Kostenvorteile ergaben sich durch fallende Dieselpreise und den Einsatz von Ausschreibungsplattformen sowie durch eine Optimierung der kompletten Beschaffungskette vom Lieferanten bis zum Endkunden.

 

Die aktuellen Luftfrachtpreise sind wegen der Überkapazitäten und der niedrigeren Ölpreise im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 25 % gesunken. Importe nach Europa sind aber nach wie vor teurer als Exporte, speziell in den asiatischen Raum.

 

Die Situation im Fahrzeugflotten-Management war von dem schwierigen konjunkturellen Umfeld geprägt. Verfallende Fahrzeugrestwerte ließen die Leasingraten steigen; außerdem belasteten zusätzliche Abgaben und Gebühren das Fuhrparkbudget. Nur dank des eigenen unabhängigen Carpool-Systems, der optimierten international einheitlichen Prozessstruktur und der weiteren Volumenbündelung gelang es, gegen den allgemeinen Trend Einsparungen von fast 2,0 Mio € zu erreichen. Insgesamt erzielte unser Fahrzeugflotten-Management in den letzten sechs Jahren Synergien von 18,7 Mio €.

 

Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich unsere Situation als Fuhrparkbetreiber deutlich verändert. Konnten wir zu Beginn des letzten Jahres noch über unsere Forderungen mit den Leasinggebern verhandeln, so sehen wir uns jetzt mit deren Forderungen konfrontiert. Besonders im 2. Halbjahr verschärfte sich die Lage auf dem Leasingmarkt: Steigende Zinsen und Refinanzierungsprobleme, verbunden mit erheblichen Restwertkorrekturen, machten den Leasinggesellschaften zu schaffen. Die Multi-Supplier-Strategie gab ThyssenKrupp dabei den Spielraum, einen sprunghaften Anstieg der Leasingraten zu vermeiden.

 

Im Kraftstoffbereich sanken die erfassten Gesamtkosten um 13 %, und dies trotz einer Erhöhung des Fahrzeugbestands um 257 Fahrzeuge auf jetzt 7.582 Fahrzeuge. Hautursachen waren sinkende Rohölpreise, leichte Konditionsverbesserungen bei den Mineralölgesellschaften, verbrauchsoptimierte Motoren und konsequenter Einsatz der Tankkarte.

 

Energie: Sichere Versorgung

Sinkende Preise und geringerer Verbrauch ließen die Energiekosten von ThyssenKrupp im Berichtsjahr zurückgehen. Trotzdem machten uns die steigenden Netzentgelte beim Strom und der eingeschränkte Wettbewerb auf dem Erdgasmarkt zu schaffen. Die Energieversorgung unserer Werke war weltweit sichergestellt.

 

Schwankende Erdöl- und Erdgaspreise

Im Berichtsjahr haben sich die Energiepreise so stark bewegt wie selten zuvor. Der Ölpreis für ein Barrel Rohöl der Brent-Qualität fiel von 69,19 US-Dollar am 01. Oktober 2008 auf 36,01 US-Dollar am 24. Dezember 2008, um sich anschließend bis Geschäftsjahresende am 30. September 2009 wieder auf 69,07 US-Dollar fast zu verdoppeln. Da die Preise für Erdgas in Deutschland in der Regel zeitverzögert an den Ölpreis gekoppelt sind, fielen auch unsere Aufwendungen für Erdgas. Außerdem ist es uns weitestgehend gelungen, Kosten aus Mindestabnahmeverpflichtungen zu vermeiden, indem wir die Erdgasverträge nachverhandelten; durch die konjunkturell bedingten Produktionskürzungen haben wir weniger Erdgas als geplant benötigt. Positiv ist die Bereinigung der Erdgasmarktgebiete in Deutschland von zwölf auf sechs, die künftig den Wettbewerb auf dem Erdgasmarkt verbessern wird. Trotzdem bleibt die Wettbewerbssituation auf dem deutschen Erdgasmarkt weiterhin unbefriedigend; industriellen Großverbrauchern fehlen immer noch Anbieter von kostengünstigen Bezugsalternativen.

 

Entwicklung der Strompreise

Der Strompreis in Deutschland hat sich seit Beginn des Berichtsjahres von rund 80 € je Megawattstunde bis zum Frühjahr 2009 fast halbiert. Bis zum Ende des Berichtsjahres hat der Preis wieder leicht zugelegt. Da der Strombedarf als Folge der Wirtschaftskrise unerwartet niedrig war, mussten teilweise bereits eingekaufte, aber letztlich nicht benötigte Strommengen wieder in den Markt zurückverkauft werden – mitunter auch unterhalb der Beschaffungskosten.

 

Während Strompreise und -bedarf sanken, stiegen die Netzentgelte für Hochspannungsleitungen um mehr als 30 %. Die Aufschläge für die Förderung der erneuerbaren Energien haben sich ebenfalls weiter erhöht und hohe zusätzliche Kosten verursacht. Auch die Stromsteuer und die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung verteuerten die Strombeschaffung. Leider ist es in Deutschland auch im Berichtsjahr nicht gelungen, günstige Industriestromtarife zu etablieren, wie es in einigen anderen EU-Staaten möglich ist. 

 

In Spanien konnten wir durch ein erfolgreiches Bieterverfahren für den Stromvertrag der nächsten zwei Jahre und durch Versorgerwechsel unsere Kosten gegenüber dem Altvertrag um 4 % senken. Dies gelang, obwohl die Abnahmestruktur wegen der allgemeinen Auftragslage schlechter war.

 

In Frankreich verlängerte die Regierung den Sondertarif für industrielle Stromkunden, die frühzeitig in den deregulierten, heute aber teureren freien Markt gewechselt sind. Auch unsere Konzernunternehmen profitieren somit bis Mitte 2010 weiter von diesem gegenüber dem Markt günstigeren Tarif.

 

Erlöse aus Emissionshandel

ThyssenKrupp hat im Kalenderjahr 2008 gemäß den gesetzlichen Vorschriften Emissionsberechtigungen über 21.320.961 t CO2 erhalten; die tatsächlichen Emissionen lagen jedoch nur bei 20.816.320 t. Angesichts der Produktionskürzungen in unseren Werken zur Stahlherstellung im Berichtsjahr dürften die zugeteilten CO2-Emissionsrechte damit für die zweite Handelsperiode des EU-Emissions­handels (2008 – 2012) ausreichen. Teilweise können wir auch Emissionsrechte veräußern oder sie vortragen und für die dritte Handelsperiode (2013 – 2020) verwenden, für die wir eine deutliche Unterdeckung erwarten.

 

Die Kosten für CO2-Emissionsrechte werden von den Stromerzeugern in den Strompreis vollständig einbezogen. Deshalb liegen die Stromkosten in Deutschland und Europa, auch bei konjunkturbedingt fallenden Preisen, wesentlich höher als in Ländern ohne Emissionshandel. Insgesamt werden alle Erlöse aus dem Emissions­handel durch die höheren Kosten aufgezehrt, die aus der vollständigen Überwälzung von CO2-Kosten in den Strompreis entstehen.

 

Emissionsminderungen beim neuen Hüttenwerk in Brasilien

In Brasilien haben wir beim Bau des neuen Hüttenwerks drei Projekte unter dem sogenannten „UN Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung“ fortgeführt. Es werden die Wärme in der Kokerei zurückgewonnen, das Konvertergas genutzt und in einem hocheffizienten Gas-und-Dampf-Kraftwerk Strom aus Hochofengas und der Kokereiwärme erzeugt. Mit seiner effizienten Gas- und Dampfturbinentechnik im Kraft-Wärme-Kopplungsprozess kombiniert das Kraftwerk die Prinzipien eines Gasturbinen- mit denen eines Dampfkraftwerks und erreicht damit einen sehr hohen Wirkungsgrad. Dieses Kraftwerk wird das erste seiner Art in ganz Amerika sein.

 

Die Projekte durchlaufen derzeit das vorgeschriebene Verfahren zur UN-Anerkennung. Auf Basis aktualisierter Prognosen werden sie voraussichtlich Emissionen im Volumen von 5,3 Mio t CO2 während der zehnjährigen Laufzeit vermeiden. Nach Anerkennung erhalten wir handelbare Emissionsgutschriften in Höhe dieser Minderung.

 

Zusammenfassende Bewertung des Vorstands zur wirtschaftlichen Entwicklung und Zielerfüllung

Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hat ThyssenKrupp schwer getroffen. Zum ersten Mal seit dem Zusammenschluss von Thyssen und Krupp schlossen wir das Geschäftsjahr mit einem Verlust ab. Neben dem Konjunktureinbruch belasteten uns Sondereffekte in Form von Restrukturierungsaufwendungen, Impairment-Abschreibungen und Projektkosten für die neuen Werke in Brasilien und den USA. Unser Auftragseingang und Umsatz sind erwartungsgemäß beträchtlich zurückgegangen.

 

Auf die ersten Krisensignale hatten wir frühzeitig reagiert und operative wie strukturelle Maßnahmen eingeleitet. Unser konzernweites Programm ThyssenKrupp PLuS hat Ergebnis und Liquidität verbessert sowie die Kosten und den Finanzbedarf gesenkt. Wir haben den Prozess der Portfolio-Optimierung fortgesetzt und in einzelnen Bereichen wie den Werften oder unseren Automotive-Aktivitäten Restrukturierungsfortschritte erzielt. Zugleich haben wir den Konzern neu organisiert, so dass wir im globalen Wettbewerb künftig noch schneller und flexibler agieren können.

 

Stabilisierung des Umsatzes geplant

In unseren derzeitigen Planungen für das neue Geschäftsjahr 2009/2010 gehen wir von einer Stabilisierung des Umsatzes aus, da die sich abzeichnende wirtschaftliche Erholung noch fragil ist. Das Ergebnis dürfte sich demgegenüber signifikant verbessern: Wir rechnen derzeit mit einem positiven Bereinigten EBT in niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Höhe. Hierzu werden vor allem die eingeleiteten Kostensenkungsprogramme beitragen. In unseren längerfristigen Planungen erwarten wir eine Verbesserung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes. Sobald der Konjunkturmotor wieder anspringt, gilt es, an die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre anzuknüpfen. Dafür haben wir eine solide Basis gelegt.

 

 

Geschäftsverlauf in den Segmenten

 

ThyssenKrupp ist ein integrierter Werkstoff- und Technologiekonzern. Wir sind rund um den Globus tätig und besetzen im internationalen Maßstab exzellente Technologie- und Marktpositionen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren unsere fünf Segmente – Steel, Stainless, Technologies, Elevator und Services – einem kräftigen konjunkturellen Gegenwind ausgesetzt. Die zügig eingeleiteten Anpassungsmaßnahmen konnten die Ergebnisrückgänge zwar nicht vermeiden, aber mildern. Nur Elevator erzielte neue Bestmarken.

 

Steel

 

STEEL IN ZAHLEN

 

 

2007/2008

2008/2009

Auftragseingang

Mio €

14.199

8.414

Umsatz

Mio €

14.358

9.945

     Corporate

Mio €

58

55

     Steelmaking

Mio €

1.531

1.056

     Industry

Mio €

6.976

4.684

     Auto

Mio €

5.106

3.684

     Processing

Mio €

2.906

2.332

     Konsolidierung

Mio €

-2.219

-1.866

Ergebnis vor Steuern (EBT)

Mio €

1.540

-486

Investitionen

Mio €

2.596

2.593

Mitarbeiter (30.09.)

 

41.311

39.156

 

Unser Steel-Bereich konzentriert sich auf hochwertigen Qualitätsflachstahl und ist damit im Kernmarkt der EU erfolgreich aufgestellt. Das Programm wurde in den vergangenen Jahren konsequent auf Produkte mit großer Verarbeitungstiefe entlang der Wertschöpfungskette ausgerichtet.

 

Drastischer Einbruch bei Bestellungen und Versand

Der drastische Nachfragerückgang bei Qualitätsflachstahl führte zu einem in diesem Ausmaß bisher nie dagewesenen Einbruch der Auftragseingangs- und Versandmengen im Segment Steel. Die leichte Belebung der Mengenkonjunktur zum Ende des Berichtsjahres konnte das Gesamtbild nur noch sehr begrenzt verbessern.

 

Der wertmäßige Auftragseingang erreichte 8,4 Mrd €, das waren 41 % weniger als im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 31 % auf 9,9 Mrd € ab. In beiden Fällen waren die Rückgänge im Wesentlichen mengenbedingt. Unsere Erlöse gaben im Verlauf des Berichtsjahres infolge sinkender Marktpreise nach, wenn auch weniger dramatisch als im Stahlspotmarkt. Dies war auf den hohen Anteil von Langfristkontrakten an unserem Gesamtgeschäft zurückzuführen. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres lagen die Nettoerlöse von Steel jedoch leicht über denen des Vorjahres.

 

Infolge des massiven Nachfrageeinbruchs waren Beschäftigungsanpassungen auf allen Produktionsstufen erforderlich. Diese erfolgten zunächst über Reparaturstillstände und Abbau von Arbeitszeitguthaben, ab Januar 2009 aber in zunehmendem Maß über Kurzarbeit – auch in den Verwaltungsbereichen. Im März 2009 ging der Hochofen 9 mit einer Tageskapazität von 4.500 t Roheisen außer Betrieb. Auch der Hochofen A bei der Beteiligungsgesellschaft Hüttenwerke Krupp Mannesmann wurde im Zusammenhang mit einer geplanten Neuzustellung vorübergehend stillgesetzt. Die drei weiteren Hochöfen fuhren bis einschließlich Juli im Minimalbetrieb. Danach verbesserte sich ihre Auslastung dank der wieder anziehenden Nachfrage. Im September wurde entschieden, den Hochofen 9 für ein Wiederanblasen vorzubereiten; der Ofen nahm am 01. November 2009 die Produktion wieder auf. Die nachgelagerten Verarbeitungslinien reagierten mit Blockstillständen und passten ihre Tagesleistungen an die jeweilige Marktlage an. In den letzten Wochen des Berichtsjahres erhöhte sich die Auslastung der meisten Aggregate, allerdings war eine auskömmliche Beschäftigung auf den Weiterverarbeitungsstufen noch nicht wieder erreicht.

 

Die Rohstahlerzeugung des Segments Steel einschließlich des Anteils unserer Beteiligungsgesellschaft Hüttenwerke Krupp Mannesmann war im Berichtsjahr mit 9,2 Mio t um 35 % niedriger als im Vorjahr. Die Walzstahlproduktion für Kunden, einschließlich Lohnwalzungen, nahm um 37 % auf 10,0 Mio t ab.

 

Das Segment wies 2008/2009 einen Verlust von 486 Mio € aus, nachdem es im Vorjahr einen Gewinn von 1.540 Mio € erwirtschaftet hatte. Ursächlich waren vor allem der Einbruch bei den Versandmengen sowie Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen zum 30. September 2009 in Höhe von 175 Mio €. Darüber hinaus haben die Projektkosten für die strategischen Vorhaben in Brasilien und den USA in Höhe von 214 Mio € sowie die Restrukturierungsaufwendungen und Impairment-Abschreibungen in Höhe von 237 Mio € bzw. 29 Mio € das Ergebnis belastet. Die Restrukturierungen betrafen im Wesentlichen das Anpassungsprogramm 20/10, das eine Belegschaftsreduzierung von bis zu 2.000 Mitarbeitern vorsieht, sowie die Umstrukturierung des Bereichs Metal Forming.

 

Die kurzfristig und segmentweit eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen haben zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung beigetragen, konnten jedoch die marktbedingten Rückgänge nicht ausgleichen. Die bei wesentlichen Rohstoffen, vor allem Eisenerz und Kokskohle, zuletzt durchgesetzten Preisermäßigungen milderten die schwierige Ergebnissituation nur leicht, da sie gegen Ende des Berichtsjahres nur in sehr begrenztem Umfang kostenwirksam wurden. Die durchschnittlichen Rohstoffkosten sind demgegenüber – im Vergleich zum Vorjahr – noch leicht gestiegen.

 

In den Gesellschaften des Segments waren am 30. September 2009 insgesamt 39.156 Mitarbeiter beschäftigt, 2.155 weniger als ein Jahr zuvor. Auf Grund des dramatischen Auftragseinbruchs waren erhebliche Anpassungsmaßnahmen erforderlich. Stillstände in der Produktion wurden zunächst mit dem Abbau von Arbeitszeitguthaben, Resturlaub oder Freischichten sowie dem Ausschöpfen der Arbeitszeitkonten kompensiert; außerdem wurde der Umfang bezahlter Mehrarbeit deutlich reduziert. Die anhaltende Auftragsschwäche hatte zudem – beginnend im Dezember 2008 – im gesamten Segment Steel zur Folge, dass wir Kurzarbeit einführen mussten. In der Spitze waren davon rund 14.700 Mitarbeiter im In- und Ausland betroffen. Zum Geschäftsjahresende konnte die Zahl der von der Kurzarbeit Betroffenen wegen der wieder verbesserten Auftragslage auf 4.200 Mitarbeiter reduziert werden.

 

Corporate

Die Business Unit Corporate umfasste im Berichtsjahr die Verwaltungsfunktionen und führte die Bauprojekte in Brasilien und den USA. Die Projektkosten für diese Vorhaben waren im Vorjahresvergleich leicht gestiegen.

 

Steelmaking

In der Business Unit Steelmaking waren die Metallurgie in Duisburg und sämtliche Logistikaktivitäten zusammengefasst. Der Umsatz nahm ab – vor allem infolge stark rückläufiger Mengen im Fremdgeschäft mit Roheisen, Brammen und Nebenprodukten sowie verminderter Logistikaktivitäten der Transportgesellschaften. Die Rohstahlerzeugung, einschließlich der Brammenbezüge der Hüttenwerke Krupp Mannesmann, fiel deutlich niedriger aus als im Vorjahr. Das Ergebnis der Business Unit war nahezu ausgeglichen.

 

Industry

Die Business Unit Industry konzentrierte sich, mit Ausnahme der Automobilbranche, auf das gesamte Spektrum der Stahl verarbeitenden Industrien. Der Umsatz mit diesen Kundengruppen nahm im Vorjahresvergleich um 33 % auf 4,7 Mrd € ab; beim Auftragseingang war der Rückgang noch stärker. Der dramatische Mengen- und Preisrückgang ließ das Ergebnis einbrechen und führte zu einem hohen Verlust.

 

Die über weite Strecken des Berichtsjahres konjunkturell und lagerzyklisch bedingt schlechte Beschäftigung in praktisch allen relevanten Abnehmerbranchen belastete massiv das Geschäft des Profit-Centers Industrie/Distribution/Services, auf das rund zwei Drittel des Umsatzes der Business Unit entfallen. Der Versand an externe Kunden ging signifikant zurück, unser Vertragskundengeschäft war dagegen weniger stark von Mengenverlusten betroffen. Im Schlussquartal 2008/2009 hat sich die Anfragetätigkeit in Teilbereichen des Marktes – von einem sehr niedrigen Niveau kommend – spürbar belebt, da viele Kunden ihre Bestände mittlerweile stark reduziert hatten. Dennoch brach das Ergebnis im gesamten Berichtszeitraum dramatisch ein.

 

Das Profit-Center Grobblech verzeichnete nach einer noch vergleichsweise günstigen Geschäftsentwicklung zu Jahresbeginn einen massiven Umsatz- und Gewinneinbruch in der zweiten Geschäftsjahreshälfte. Das Geschäft mit Schiffbaukunden ist praktisch zum Erliegen gekommen, aber auch die Nachfrage aus der Baumaschinen- und Nutzfahrzeugindustrie war stark rückläufig. Die Auftragsmengen brachen ein, und es kam zu einem erheblichen Preisverfall. Die Anlagenauslastung lag temporär bei weniger als 50 %. Erst gegen Jahresende zeichnete sich lagerzyklisch eine leichte Besserung ab.

 

Ein deutlich niedrigeres Geschäftsvolumen im Vergleich zum Vorjahr und ein negatives Ergebnis wies auch das Competence-Center Color/Construction aus. Die Nachfrage der Hausgeräte­industrie nach bandbeschichteten Produkten bewegte sich während des gesamten Geschäftsjahres auf extrem niedrigem Niveau; erhebliche Mengenrücknahmen wurden von stark nachgebenden Nettoerlösen begleitet.

 

Die Construction Group konnte sich der Krise in der Bauwirtschaft nicht entziehen, wenngleich einige Projektgeschäfte eine vergleichsweise gute Beschäftigung ermöglichten. Vor allem in Deutschland, wo etwa die Hälfte des Umsatzes erzielt wird, war der Rückgang noch relativ moderat. Die ausländischen Gesellschaften, vor allem in Osteuropa, mussten hingegen Produktionsanpassungen vornehmen.

 

Das europäische Stahl-Service-Geschäft war ebenfalls durch einen erheblichen Umsatzeinbruch gekennzeichnet, der durch sinkende Mengen und einen signifikanten Rückgang der Durchschnittserlöse bedingt war. Gegen diesen Negativtrend konnte die neue Gesellschaft in Polen den Umsatz konstant halten. Der gesamte Bereich schloss mit einem Verlust ab.

 

Auto

Die Business Unit Auto belieferte die global aufgestellten Automobilkunden mit Stahlerzeugnissen und Serviceleistungen. Der Umsatz verringerte sich vor dem Hintergrund der anhaltenden Automobilkrise um 28 % auf 3,7 Mrd €. Nachdem zum 01. Juli 2008 mit den meisten Kunden neue Verträge abgeschlossen worden waren, die den vorangegangenen erheblichen Rohstoffkostensteigerungen Rechnung trugen, wurden ab 01. Juli 2009 Preisanpassungen im Hinblick auf die erwarteten Rohstoffkostensenkungen vorgenommen. Primär bedingt durch den spürbar reduzierten Absatz war ein Ergebniseinbruch nicht zu vermeiden. Insgesamt konnten wir jedoch ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erzielen.

 

Auch bei Tailored Blanks war der Umsatz vor allem mengenbedingt rückläufig, wenn auch weniger stark als bei den übrigen Geschäften. Dazu trug auch bei, dass die im Vorjahr mehrheitlich übernommene nordamerikanische TWB-Gruppe erstmals mit den Zahlen eines vollen Jahres konsolidiert wurde. Tailored Blanks konnte das Berichtsjahr mit einem geringfügig positiven Ergebnis abschließen.

 

Bei unseren Stahl-Service-Aktivitäten in Nordamerika ging der Absatz an die Automobilindustrie um fast die Hälfte zurück. Nicht absehbare Produktionsstillstände bei wichtigen Kunden verschärften die ohnehin schwierige Situation.

 

Auch bei Metal Forming kam es in allen Einheiten, außer in China, zu Umsatzeinbußen. Eine weitere Verschlechterung des operativen Ergebnisses konnte trotz erheblicher Anpassungsmaßnahmen nicht verhindert werden. Hinzu kamen Aufwendungen durch das nochmals erweiterte Restrukturierungsprogramm. Daher wies der Bereich erneut einen deutlichen Verlust aus.

 

Processing

Die Business Unit Processing bündelte unsere Aktivitäten bei Weißblech, Mittelband und kornorientiertem Elektroband. In Summe ging der Umsatz im Wesentlichen mengenbedingt um 20 % auf 2,3 Mrd € zurück. Allerdings waren die Entwicklungen in den drei Geschäftsfeldern sehr unterschiedlich. Dies führte zwar zu spürbaren Ergebnisrückgängen, insgesamt erzielten wir jedoch einen guten Gewinn.

 

Der Bereich Weißblech behauptete sich vergleichsweise gut. Der Umsatz gab gegenüber dem Vorjahr nur leicht nach, der Gewinn war niedriger. Positive Erlöseffekte wurden durch Kostensteigerungen und Mengenrückgänge überlagert. Der Wettbewerb auf diesem Produktmarkt hat sich im Berichtszeitraum merklich verschärft, da Konkurrenten angesichts der im Vergleich zu den übrigen Stahlerzeugnissen attraktiveren Preise und stabileren Nachfrage den Verpackungsblechmarkt für sich wiederentdeckten. Dennoch konnten wir unsere Position in dem stark umkämpften europäischen Markt ausbauen.

 

Das Mittelbandgeschäft bei Hoesch Hohenlimburg mit Hauptkunden in der mittelständisch geprägten Automobilzulieferung und der Kaltwalzindustrie verzeichnete vor allem in den ersten Monaten des Geschäftsjahres signifikante Mengeneinbrüche, bevor es zu einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau kam. Im gesamten Geschäftsjahr halbierte sich der Umsatz nahezu gegenüber dem Vorjahr. Die Preise gaben erheblich nach. Nach einem positiven Ergebnis im Vorjahr wies der Bereich einen Verlust aus.

 

Auch bei kornorientiertem Elektroband brach die Nachfrage weltweit signifikant ein, was sich spürbar auf die Versandmengen und die Beschäftigung auswirkte. Obwohl wir das durchschnittliche Erlösniveau halten und den Anteil der höherwertigen Elektrobandgüten weiter steigern konnten, ging der Umsatz zurück. Es wurde ein Gewinn erwirtschaftet, der allerdings niedriger war als im Vorjahr.

 

Wesentliche Ereignisse

Anfang 2009 hat das Segment Steel seine Anstrengungen, die Kosten zu senken, durch das Programm 20/10 intensiviert. Das Programm, das die globale Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens über die Wirtschaftskrise hinaus sichern soll, besteht aus zehn Initiativen – alle mit dem Ziel, die Kosten zu senken. Zusätzlich wurden die Tochtergesellschaften eingebunden. Im Rahmen dieses Programms sollen bis zum Geschäftsjahr 2010/2011 nachhaltig mehr als 400 Mio € eingespart werden. Damit verbunden ist auch ein Personalabbau um bis zu 2.000 Mitarbeiter.

 

Metal Forming hat 2008/2009 das Umstrukturierungsprogramm weiter vorangetrieben. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich um 28 % auf rund 5.800. An den deutschen Standorten fanden Personalanpassungen auf der Basis eines Sozialplans statt. Zusätzlich ließen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung die Kosten beachtlich sinken.

 

Im Rahmen der Restrukturierung und um den Investitionsbedarf zu verringern, sind in Frankreich zwei Werke geschlossen worden; ein weiteres wurde veräußert. Im britischen Unternehmen Tallent wurden ebenfalls Personalanpassungen umgesetzt.

 

Der brasilianische Eisenerzproduzent Vale S.A. hat seinen Anteil an der ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico Ltda. von rund 10 % auf insgesamt knapp 27 % erhöht. Dies stärkt die Basis für eine langfristige strategische Partnerschaft zwischen Vale und ThyssenKrupp.

 

Investitionen

Die Investitionsausgaben des Segments Steel für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erreichten im Berichtsjahr 2.575 Mio € bei Abschreibungen von 612 Mio €.

 

Die Investitionsausgaben waren wie im Vorjahr maßgeblich von den beiden strategischen Großprojekten in Brasilien und den USA bestimmt. Auf die Errichtung des neuen Stahlwerks im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro entfielen Investitionsausgaben in Höhe von 1,5 Mrd €. Für den Bau des Weiterverarbeitungswerks bei Mobile in Alabama wurden im Berichtsjahr rund 0,6 Mrd € aufgewendet. Einzelheiten zu beiden Projekten enthält das Kapitel „Unternehmenssteuerung – Ziele und Strategie“.

 

Angesichts der wirtschaftlichen Lage haben wir zur Entlastung der Kapitalbindung sämtliche laufenden und geplanten Investitionsmaßnahmen kritisch analysiert und eine Reihe von Investitionsprojekten verschoben. Die im Geschäftsjahr neu begonnenen Investitionsprojekte dienten vorrangig dazu, die Betriebsbereitschaft aufrechtzuerhalten.

 

Nach Inbetriebnahme des neuen Hochofens 8 und der Neuzustellung von Hochofen 1 im Vorjahr wurden im Berichtsjahr die Nebenanlagen und die Peripherie in den Hochofenwerken von Steel in Duisburg modernisiert. In der Warmbandstufe sind die umfangreichen Investitionen weitestgehend abgeschlossen, die die Leistungsfähigkeit steigern und das Programm optimieren. So nahm das Warmbandwerk in Duisburg-Beeckerwerth drei neue Haspeln in Betrieb und erweiterte damit das Produktspektrum um hochwertige Rohrbandgüten. Mit dem Erneuern der Automatisierung an der Fertigstraße wurde begonnen. Die Walzstraße in unserem Bochumer Werk erhielt einen neuen Staucher und eine moderne Walztaktsteuerung. Am Standort Dortmund haben wir die Contiglühe umfassend modernisiert, um innovative Mehrphasenstähle wirtschaftlich erzeugen zu können. Außerdem werden die Investitionen zur Leistungssteigerung an vier Feuerbeschichtungsanlagen mit dem erfolgreichen Hochlauf abgeschlossen.

 

Auch die Bereiche Elektroband, Mittelband, Stahl-Service Europa und die Transportgesellschaften haben wesentlich investiert. Elektroband baute die Kapazität für höherwertige und zukunftsträchtige Güten an den Standorten Gelsenkirchen und Isbergues, Frankreich, weiter aus. Bei Mittelband wurden die Investitionen zur Steigerung der Produktionskapazitäten fortgesetzt. Stahl-Service Europa trieb die Errichtung des neuen Service-Centers in Krefeld, das der Konzentration der kleineren Produktionsstandorte in Nordrhein-Westfalen dient, planmäßig voran. Im Hafen Rotterdam ging ein neuer Seeschiffsentlader für die Rohstoffversorgung in Betrieb.

 

Stainless

 

STAINLESS IN ZAHLEN

 

 

2007/2008

2008/2009

Auftragseingang

Mio €

7.460

4.147

Umsatz

Mio €

7.420

4.486

  ThyssenKrupp Nirosta

Mio €

3.234

1.807

  ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni

Mio €

2.688

1.679

  ThyssenKrupp Mexinox

Mio €

591

322

  Shanghai Krupp Stainless

Mio €

284

122

  ThyssenKrupp Stainless International

Mio €

1.187

649

  ThyssenKrupp VDM

Mio €

1.177

743

  Zentralbereich/Konsolidierung

Mio €

-1.741

-836

Ergebnis vor Steuern (EBT)

Mio €

126

-946

Investitionen

Mio €

387

343

Mitarbeiter (30.09.)

 

12.212

11.755

 

Stainless steht für unsere Aktivitäten bei nichtrostenden Edelstahl-Flachprodukten und bei Hochleistungswerkstoffen, also Nickellegierungen und Titan. Die produzierten Werkstoffe erfüllen höchste Ansprüche an die geforderten Werkstoffeigenschaften sowie an Qualität und Präzision.

 

Nachfrage- und Ergebniseinbruch

Vor dem Hintergrund des globalen Nachfragerückgangs hat sich die Geschäftslage des Segments 2008/2009 erheblich verschlechtert. Der mengenmäßige Auftragseingang verminderte sich um 16 % auf 1,9 Mio t. Wegen der gesunkenen Erlöse fiel der wertmäßige Auftragseingang sogar um 44 % auf 4,1 Mrd €. Im Produktbereich Edelstahl Rostfrei sank das mengenmäßige Bestellvolumen bei Kaltband um 20 %, bei Warmband stieg es um 27 %. Bei Nickellegierungen gaben die Bestellmengen um 42 % nach, bei Titan um74 %.

 

Die Gesamtlieferungen von Stainless lagen 1,8 Mio t und damit 20 % unter dem Vorjahresniveau. Vor allem die Lieferungen von Rostfrei-Kaltband und Rostfrei-Warmband gingen zurück. Auch der Versand von Titan und Nickellegierungen nahm im Vergleich zum Vorjahr ab. Die geringeren Versandmengen sowie die niedrigeren Basispreise und Legierungszuschläge führten zu einem Umsatzrückgang um 40 % auf 4,5 Mrd €.

 

Das Segment erlitt einen drastischen Ergebniseinbruch um 1.072 Mio € auf −946 Mio €, wobei alle Business Units einen Verlust hinnehmen mussten. Ausschlaggebend war ein in diesem Ausmaß bisher nicht da gewesener Nachfrageeinbruch im Edelstahlmarkt. Dies führte zu einer extremen Unterauslastung der Produktionskapazitäten. Stainless reagierte darauf mit massiven Produktionsanpassungen und Bestandsreduzierungen. In diesem rezessiven Marktumfeld gaben die Basispreise deutlich nach, was die negative Ertragslage noch verschärfte. Zudem wurde das Ergebnis durch Impairment-Abschreibungen von 118 Mio € sowie Restrukturierungsaufwendungen von 60 Mio € belastet.

 

Stainless hat auf die verschlechterte Ertragslage umgehend reagiert. Neben dem konzernweiten Kostensenkungsprogramm ThyssenKrupp PLuS wurden weitere Maßnahmen eingeleitet. Dadurch konnte der Ergebniseinbruch abgemildert werden. Zur Verbesserung der Liquiditätssituation haben wir das laufende Investitionsprogramm einschließlich der Errichtung des US-amerikanischen Edelstahlwerks zeitlich verschoben. Um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern, die Ertragslage zu verbessern und die Kostenbasis zu flexibilisieren, setzte Stainless darüber hinaus ein Performancesteigerungsprogramm um.

 

Zum Ende des Berichtsjahres beschäftigte ThyssenKrupp Stainless 11.755 Mitarbeiter, 457 weniger als ein Jahr zuvor. Wegen der Unterauslastung der Werke musste in weiten Teilen des Segments nach Abbau von bestehenden Arbeitszeitguthaben Kurzarbeit eingeführt werden. Erst seit Juli 2009 wurde in den europäischen Werken wegen der sich langsam verbessernden Lage die Kurzarbeit wieder schrittweise zurückgenommen.

 

ThyssenKrupp Nirosta

Die Business Unit ThyssenKrupp Nirosta verzeichnete vor allem in der ersten Geschäftsjahreshälfte eine schwache Nachfrage aus dem Handelsbereich sowie im Endkundengeschäft. Auftragseingänge und Produktion haben sich erst gegen Ende des Berichtsjahres auf niedrigem Niveau leicht erholt. Insgesamt führten der rückläufige Versand und geringere Erlöse zu einem starken Umsatzrückgang auf 1,8 Mrd €.

 

ThyssenKrupp Nirosta erlitt einen drastischen Ergebniseinbruch. Ursächlich waren der starke Verfall der Basispreise bei austenitischen und ferritischen Kaltflachprodukten sowie die massive Unterauslastung der Werke. Die auf Grund der defizitären Ergebnislage notwendigen Restrukturierungsaufwendungen haben den Verlust zusätzlich erhöht. Die ergriffenen Maßnahmen zur Kosteneinsparung konnten den Ergebnisrückgang lediglich abmildern.

 

ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni

Auch bei ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni hat sich die stark rückläufige Nachfrage nach Edelstahlerzeugnissen negativ auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt. Die Produktion musste erheblich zurückgefahren werden, und die Preise gaben nach. Auch im Titangeschäft waren die Werkskapazitäten infolge der schwachen Nachfrage aus dem Luftfahrt- und Anlagenbau nicht voll ausgelastet. Volle Läger und geringer Verbrauch bei Händlern und Endverbrauchern haben die Absatzlage zusätzlich verschärft. Der Umsatz der Business Unit brach auf 1,7 Mrd € ein.

 

In diesem schwierigen Marktumfeld hat sich die Ergebnissituation von ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni erheblich verschlechtert. Dies beruhte insbesondere auf der schwächeren Entwicklung des italienischen Edelstahlmarktes. Die stabile Ergebnisentwicklung im Schmiedebereich sowie die eingeleiteten Kostensenkungsprogramme konnten auch hier die negative Ergebnisentwicklung nur leicht entschärfen.

 

ThyssenKrupp Mexinox

Die rückläufige Nachfrage auf dem US-amerikanischen und dem mexikanischen Markt führte bei ThyssenKrupp Mexinox zu einem erheblich geringeren Auftragseingang. Die Kapazitäten konnten nicht ausgelastet werden, und der Umsatz fiel auf 322 Mio €.

 

Massive Basispreis- und Versandrückgänge verursachten einen dramatischen Ergebnisrückgang, der durch die Kostensenkungsmaßnahmen nur abgeschwächt werden konnte.

 

Shanghai Krupp Stainless

In dem schwierigen chinesischen Markt, der von Überkapazitäten geprägt ist, musste Shanghai Krupp Stainless einen extremen Rückgang der Auftragseingänge hinnehmen. Der Umsatz lag mit 122 Mio € um mehr als die Hälfte unter dem Vorjahresniveau.

 

Die äußerst niedrigen Versandmengen in Verbindung mit einem schwachen Preisniveau sowie Impairment-Abschreibungen bedingten einen gravierenden Ergebniseinbruch. Die umgesetzten Kosteneinsparungsmaßnahmen konnten auch hier nur dämpfend die Ergebnislage beeinflussen.

 

ThyssenKrupp Stainless International

Die weltweit schwache Nachfrage sorgte bei dieser Business Unit ebenfalls für deutlich niedrigere Auftragseingänge. Der Umsatz fiel mengen- und preisbedingt auf 649 Mio €.

 

ThyssenKrupp Stainless International verzeichnete 2008/2009 einen höheren Verlust als im Vorjahr.

 

ThyssenKrupp VDM

Auftragsverschiebungen und Stornierungen aus der Luftfahrtindustrie, ein gravierender Markteinbruch im Automotive-Bereich sowie zunehmende Verzögerungen industrieller Großprojekte im Anlagengeschäft ließen die Nachfrage nach Nickellegierungen deutlich zurückgehen. Infolgedessen lag der Umsatz von ThyssenKrupp VDM mit 743 Mio € erheblich unter dem Vorjahreswert.

 

Die Business Unit konnte das Ergebnisniveau des Vorjahres nicht halten und schloss trotz eingeleiteter Kostensenkungsmaßnahmen mit einem Verlust ab.

 

Investitionen

Stainless investierte im Berichtsjahr 343 Mio € in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte bei Abschreibungen von 157 Mio €. Die Schwerpunkte der Investitionen lagen zum einen im Aufbau des voll integrierten Standorts ThyssenKrupp Stainless in den USA; zum anderen haben wir den italienischen Standort ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni konsequent zu einem integrierten Rostfrei-Werk weiterentwickelt.

 

Die Investitionen für das Edelstahlwerk in Alabama wurden angesichts der von der weltweiten Krise geprägten Marktentwicklung zeitlich gestreckt. Die überarbeitete Mittelfristplanung sieht vor, zunächst mit einer Kaltbandkapazität von rund 100.000 t jährlich im 4. Quartal 2010 zu starten. Die hierzu benötigten Anlagen sind zu einem erheblichen Teil bereits auf der Baustelle oder in Zulieferung. Der Montagebeginn der weiteren Produktionslinien befindet sich im Plan, kann aber flexibel um bis zu weitere 24 Monate verschoben werden. Die erforderlichen Hallenkomplexe werden in den nächsten Monaten endgültig fertiggestellt. Die Vormaterialbelieferung wird zunächst aus den europäischen Werken sichergestellt. Der Umfang des Gesamtprojekts bleibt unverändert, da wir nach wie vor von einem Bedarf für einen optimierten Edelstahl-Produktionsstandort auf dem nordamerikanischen Markt ausgehen. Diese Vorgehensweise ermöglicht einen raschen Markteinstieg mit Produkten aus der US-Fertigung sowie eine flexible Reaktion auf die Marktentwicklung. Einzelheiten zum Projekt enthält das Kapitel „Unternehmenssteuerung – Ziele und Strategie“.

 

ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni wird schrittweise zu einem der modernsten und effizientesten Produktionsstandorte der Welt ausgebaut. Das Investitionsprogramm beinhaltete im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen den Austausch der Dünnbrammengießanlage gegen eine konventionelle Stranggießanlage, um die Warmbandqualität und -kapazität zu steigern sowie die vorhandene Rohstahlkapazität besser nutzen zu können. Durch den Einbau von Walzgerüsten im Einlaufbereich der neuen Warmbandlinie haben wir die Kaltbandkapazität und den Produktmix erweitert. Diese Maßnahmen wurden im Berichtsjahr weitestgehend abgeschlossen. Das Investitionspaket umfasst darüber hinaus weitere Kapazitätsanpassungen im Glüh-/Beizbereich, den Bau eines weiteren Kaltwalzgerüsts sowie den Ausbau der Adjustage in Terni, durch den die Anarbeitungskapazität der Gesellschaft nochmals erhöht wird. Diese Maßnahmen werden zurzeit umgesetzt, allerdings zeitlich gestreckt. Darüber hinaus wurden die Modernisierung und Erweiterung der Entstaubungsanlage im Stahlwerk Terni sowie die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes fortgesetzt.

 

Ein Investitionsschwerpunkt von ThyssenKrupp Nirosta lag im inzwischen abgeschlossenen Bau einer Säureregenerationsanlage am Standort Krefeld. Durch die im Mai 2009 in Betrieb genommene Anlage werden die im Abwasser enthaltenen Nitrate weiter reduziert. Durch die Integration in den Produktionskreislauf sichert die Anlage Umweltschutz auf höchstem technischem Niveau bei gleichzeitig hoher Wirtschaftlichkeit. Darüber hinaus wurde die umfangreiche Sanierung der AOD-Anlage (Argon-Oxygen-Decarburization) planmäßig im April 2009 abgeschlossen. Die modernisierte Anlage verbessert den Produktionsprozess und reduziert die Emissionen im Stahlwerk Krefeld. Weitere Investitionen entfielen auf den Ausbau des Brandschutzkonzeptes sowie auf diverse Maßnahmen zur Erhaltung der Betriebsbereitschaft und Modernisierung einzelner Anlagen.

 

ThyssenKrupp Mexinox setzte diverse Einzelmaßnahmen zur Erhaltung der Anlagen um und schloss die Modernisierung am Sendzimirgerüst 1 ab. Da damit die Produktionskapazität erhöht wurde, musste auch die vorhandene Wasseraufbereitungsanlage ausgebaut werden. Zusätzlich wurde zur Verbesserung der Oberflächenqualität und Leistung die vorhandene Nassschleiflinie modernisiert.

 

Im Kaltwalzwerk von Shanghai Krupp Stainless wurden 2008/2009 im Wesentlichen Ersatzinvestitionen vorgenommen und die Umsetzung des Brandschutzkonzepts weiter verbessert.

 

ThyssenKrupp Stainless International hat das Distributions- und Service-Center-Netzwerk weiter ausgebaut. Das Service-Center im Großraum Istanbul wird der wachsenden Bedeutung des türkischen Marktes Rechnung tragen.

 

ThyssenKrupp VDM hat am Standort Unna die Erweiterung der Umschmelzkapazitäten größtenteils fertig gestellt. Damit ist das im Jahr 2006 begonnene Investitionsprogramm zur Stärkung und zum Ausbau des Geschäfts insbesondere in den Marktsegmenten Luftfahrt sowie Öl und Gas weitestgehend abgeschlossen.

 

Technologies

 

TECHNOLOGIES IN ZAHLEN

 

 

2007/2008

2008/2009

Auftragseingang

Mio €

13.490

8.580

Umsatz

Mio €

12.412

10.640

  Plant Technology

Mio €

3.217

3.715

  Marine Systems

Mio €

2.007

1.594

  Mechanical Components

Mio €

3.924

2.751

  Automotive Solutions

Mio €

3.247

2.553

  Transrapid

Mio €

41

35

  Zentralbereich/Konsolidierung

Mio €

-24

-8

Ergebnis vor Steuern (EBT)

Mio €

741

-868

Investitionen

Mio €

763

814

Mitarbeiter (30.09.)

 

54.043

49.056

 

Unsere Technologies-Unternehmen sind hochtechnologieorientierte Anlagenbauer und Komponentenhersteller, die auch maßgeschneiderte Dienstleistungen anbieten. Hohe Innovationskraft sowie anerkannte System- und Engineering-Kompetenz sind die Basis für deren weltweit führende Marktpositionen.

 

Rückläufiges Geschäftsvolumen

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise führte auch im Segment Technologies zu einem rückläufigen Geschäftsvolumen. Der Auftragseingang lag mit 8,6 Mrd € deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Dabei zeigten sich im Verlauf des Geschäftsjahres auch bei den Anlagenbaukunden Unsicherheiten und Verzögerungen, die u. a. aus Finanzierungsengpässen im Bankenbereich, dem Verfall der Rohstoffpreise und den generellen Unsicherheiten im Markt resultierten. Umso erfreulicher waren in diesem schwierigen Marktumfeld die Einbuchung eines Großauftrags über eine Hochdruckpolyethylen-Anlage bei Plant Technology und die Paraphierung eines U-Boot-Großauftrags über sechs Materialpakete für die türkische Marine bei Marine Systems. Im Automobilzuliefer- und Baumaschinengeschäft kam es gegen Ende des Geschäftsjahres nach den vorangegangenen dramatischen Abrufreduzierungen zu einer gewissen Bodenbildung; eine signifikante Nachfragebelebung war jedoch nicht festzustellen. Dennoch sichert der zum 30. September 2009 auf 13,8 Mrd € gesunkene Auftragsbestand nach wie vor mehr als einen Jahresumsatz ab. Im Zuge des rückläufigen Ordervolumens sank 2008/2009 auch der Umsatz. Trotz positiver US-Dollar-Kurseinflüsse ging er um 14 % auf 10,6 Mrd € zurück.

 

Das Ergebnis hat sich 2008/2009 deutlich verschlechtert. Nach dem im Vorjahr erzielten Rekordergebnis von 741 Mio € entstand nun ein Verlust von 868 Mio €. Während Plant Technology in einem schwieriger gewordenen Umfeld einen Gewinn leicht unter dem Vorjahresniveau erreichte, gerieten die übrigen Business Units tief in die Verlustzone. Neben den Umsatzrückgängen und Abschreibungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von 70 Mio € trugen hierzu maßgeblich negative Sondereffekte bei. Zu diesen zählten insbesondere umfangreiche Restrukturierungsaufwendungen von 431 Mio € sowie damit verbundene Impairment-Abschreibungen von 370 Mio €. Bei Marine Systems haben darüber hinaus negative Einflüsse aus Auftragsstornierungen, möglichen Nachhaftungsrisiken aus dem zivilen Schiffbau sowie höhere Projektkosten im Yachtbau das Ergebnis belastet.

 

Technologies beschäftigte am Ende des Berichtsjahres 49.056 Mitarbeiter, 4.987 weniger als ein Jahr zuvor. Die Belegschaftsanpassungen betrafen hauptsächlich die Business Units Mechanical Components und Automotive Solutions in den europäischen Auslandsgesellschaften, aber auch Marine Systems und Plant Technology verringerten die Belegschaft. Darüber hinaus wurden seit Beginn des Berichtsjahres über 2.400 Mitarbeiter von Fremdfirmen nicht mehr beschäftigt.

 

Plant Technology

Die Geschäftsentwicklung im Spezial- und Großanlagenbau von Plant Technology war im abgelaufenen Geschäftsjahr zunehmend durch eine schwächere Auftragsvergabe geprägt, hervorgerufen durch Verzögerungen bei Investitionsentscheidungen der Kunden. Von dieser Entwicklung waren alle Geschäftsfelder der Business Unit betroffen. Im Chemieanlagenbau konnte erfreulicherweise ein Großauftrag zur Errichtung einer Hochdruckpolyethylen-Anlage in Katar mit einer Produktionskapazität von 300.000 Jahrestonnen gewonnen werden; darüber hinaus erhielt Plant Technology drei Aufträge zum Bau von Aromatenanlagen in China.

 

Dank des hohen Auftragsbestands im Chemie- und Zementanlagenbau zu Geschäftsjahresbeginn lag der Umsatz von Plant Technology mit 3,7 Mrd € über dem Vorjahresniveau. Der Gewinn gab auf Grund höherer Projektkosten und geringerer Zinsergebnisse leicht nach.

 

Marine Systems

Mit den Großaufträgen über sechs Materialpakete zum Bau von U-Booten der Klasse 214 für Südkorea sowie über zwei Materialpakete der U-Boot-Klasse 212A für Italien konnte Marine Systems den Auftragseingang im Marineschiffbau auf dem Vorjahresniveau halten. Zudem wurde im Juli 2009 ein Abkommen über sechs Materialpakete zum Bau von U-Booten der Exportklasse 214 für die türkische Marine paraphiert; der Auftragseingang wird für das Geschäftsjahr 2009/2010 erwartet. Die Montage der mit Brennstoffzellentechnologie ausgerüsteten Boote soll auf einer türkischen Werft erfolgen. Gegenläufig wirkten am Ende des Geschäftsjahres Stornierungen griechischer Aufträge im Marineschiffbau. Der zivile Schiffbau musste weitere erhebliche Auftragsstornierungen im Containerschiffbau und im Yachtenbereich hinnehmen, die auf extrem gesunkene Frachtraten und Finanzierungsprobleme bei Kunden zurückzuführen waren. Das rückläufige Welthandelsvolumen in der Seeschifffahrt machte sich in einem schwächeren Reparatur- und Servicegeschäft bemerkbar.

 

Der Umsatz von Marine Systems lag mit 1,6 Mrd € deutlich unter dem Vorjahresniveau. Nach einem Gewinn im Vorjahr wies die Business Unit einen erheblichen Verlust aus. Bei Containerschiffen und Yachten waren Auftragsstornierungen zu verkraften. Angesichts der schlechten Auftragssituation – insbesondere im Containerschiffbau – wurden Überkapazitäten abgebaut, was zu erheblichen Restrukturierungsaufwendungen für Personalanpassungen führte. Negativ haben sich auch Impairment-Abschreibungen, Abwertungen bei Vorräten, mögliche Nachhaftungsrisiken aus dem zivilen Schiffbau sowie höhere Projektkosten im Yachtenbereich ausgewirkt.

 

Mechanical Components

Der starke Nachfrageeinbruch im Automobil- und Baumaschinengeschäft, aber auch im allgemeinen Maschinenbau führte zu einem beträchtlichen Auftragsrückgang für die Hightech-Komponenten der Business Unit Mechanical Components. Hiervon waren alle Bereiche betroffen, besonders stark jedoch die Fertigung von Baumaschinenkomponenten und geschmiedeten Kurbelwellen. Im Geschäft mit Großwälzlagern und Ringen wurde wieder ein gutes Umsatzniveau erzielt. Damit konnte die führende Position auf zukunftsträchtigen Märkten wie Windanlagenbau gehalten werden.

 

Der Umsatz von Mechanical Components fiel auf 2,8 Mrd €. Wegen der rückläufigen Beschäftigung wurden Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet, wie z.B. der Abbau von Leiharbeit und der Ausbau von Kurzarbeit, Einsparungen im Health-Care-Programm bei den nordamerikanischen Gießereien, aber auch Personalabbau an ausländischen Standorten. Trotz dieser Maßnahmen entstand im Berichtsjahr, nach einem hohen Gewinn im Vorjahr, ein deutlicher Verlust. Hierzu trugen neben den starken Umsatzrückgängen insbesondere beträchtliche Restrukturierungsaufwendungen sowie Impairment-Abschreibungen bei. Hinzu kam der fehlende Ertrag aus einer Unternehmensveräußerung im Vorjahr.

 

Automotive Solutions

Die Business Unit liefert innovative Systemlösungen für die Automobilindustrie in den Anwendungsfeldern Lenkungen, Dämpfer, Karosserierohbau, Karosserie- und Fahrwerksteile sowie Montagesysteme für Motoren, Getriebe und Achsen. Die rückläufige Nachfrage in der Automobilindustrie führte in allen Teilbereichen zu geringeren Auftragseingängen und Umsätzen.

 

Zur Kostenreduzierung und Anpassung an die schwächere Auslastung wurden vielfältige Maßnahmen ergriffen. Dennoch geriet Automotive Solutions nachfragebedingt und wegen hoher Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, Abwertungen lang- und kurzfristiger Vermögenswerte und Restrukturierungsaufwendungen tief in die Verlustzone.

 

Transrapid

Transrapid erzielte im Wesentlichen dank der Abrechnungen aus dem chinesischen Lizenzvertrag einen Umsatz von 35 Mio €. Das Ergebnis war durch Restrukturierungsaufwendungen und Impairment-Abschreibungen belastet.

 

Wesentliche Ereignisse

Das Segment hat auch 2008/2009 die Fokussierung auf das Kerngeschäft konsequent fortgesetzt.

 

Technologies hat von One Equity Partners (OEP) deren Anteil von 25 % an der ThyssenKrupp Marine Systems AG erworben und ist damit alleiniger Eigentümer der europäischen Werftengruppe. Ebenfalls im Bereich Marine Systems hat Atlas Elektronik – ein Joint Venture zwischen ThyssenKrupp Technologies (51 %) und EADS (49 %) – die Geschäfts­aktivitäten der Underwater Systems (UWS) der QinetiQ Group übernommen.

 

Der weltweite Schiffbaumarkt verfügt aktuell als Folge der globalen Rezession und der damit einhergehenden Einbrüche im Welthandel über erhebliche Überkapazitäten und befindet sich in einer Phase der Konsolidierung. Eine gravierende Änderung dieser Situation ist insbesondere im Handelsschiffbau auch mittelfristig nicht zu erwarten. Daher wollen ThyssenKrupp Marine Systems und SIAG Schaaf Industrie gemeinsam den Standort Emden der Blohm + Voss Nordseewerke zu einem zukunftsfähigen Hightech-Standort für Offshore-Technologie ausbauen und so nachhaltig Arbeitsplätze sichern. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde im Oktober 2009 unterzeichnet. SIAG, ein führender Hersteller von Komponenten für Windkraftanlagen, plant am Standort Emden die Produktion von Komponenten für Offshore-Anlagen. ThyssenKrupp Marine Systems bleibt dort weiterhin präsent und konzentriert sich auf anspruchsvolle Engineering- und Reparatur-Aktivitäten für den Marineschiffbau.

 

ThyssenKrupp Marine Systems und die Abu Dhabi MAR Group, eine Schiffbaugruppe mit Sitz in Abu Dhabi, haben im Oktober 2009 erklärt, eine enge strategische Partnerschaft eingehen zu wollen. Die beabsichtigte Zusammenarbeit soll die Vermarktungsperspektiven im Überwasser-Marineschiffbau von Blohm + Voss – das sind Fregatten und Korvetten – wesentlich verbessern und zugleich die schiffbauliche Beschäftigung in Deutschland sichern.

 

Mechanical Components baute seine weltweit starke Marktposition bei gebauten Nockenwellen weiter aus, und zwar durch die Übernahme der ausstehenden Geschäftsanteile von 55 % an der US-amerikanischen Systrand Presta Engineering Systems durch ThyssenKrupp Presta Danville.

 

Investitionen

Technologies investierte im Berichtsjahr für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 616 Mio € bei Abschreibungen von 361 Mio €. Die Investitionen dienten vor allem dazu, die Betriebsbereitschaft zu erhalten und bereits begonnene Vorhaben fortzuführen. Investiert wurde überwiegend in Deutschland, China, Nord- und Südamerika sowie in Indien.

 

Plant Technology baute die Low-Cost-Engineering-Strategie weiter aus und errichtete eine Pilotanlage zur Herstellung von Polylactid (PLA). PLA besteht aus nachwachsenden Rohstoffen, die biologisch abbaubar sind, und stellt somit eine Alternative zu PET-Kunststoffen in der Folien- und Verpackungsindustrie dar. Mit der Anlage sichern wir die Prozessfähigkeit für industrielle Großanlagen und treiben die Vermarktung der PLA-Technologie entscheidend voran. Weiterhin haben wir die Fertigungskapazitäten in China ausgebaut und in die Erschließung Chinas als attraktiver Beschaffungsmarkt investiert.

 

Marine Systems initiierte den Bau eines neuen Service-Centers in Hamburg, um die Reparatur von Schiffen vor Ort während des Liegevorgangs zu ermöglichen. Zukünftig sind der Handel mit Schiffsersatzteilen, der Motorenservice, der Industrieservice und die Hafenreparatur zentral gebündelt.

 

Wegen der weiterhin positiven Entwicklung im Bereich Windenergie führte Mechanical Components das im Vorjahr aufgelegte Sonderinvestitionsprogramm fort. Zur Absicherung der Wettbewerbsposition wurde die Großlagerfertigung in Deutschland angepasst.

 

Im Automobilzuliefergeschäft haben wir die Markteinführung einer neuen Generation elektrischer Lenkungen vorbereitet. Nach erfolgreicher Produktentwicklung konnten erste Fertigungskapazitäten installiert werden.

 

 

Elevator

 

ELEVATOR IN ZAHLEN

 

 

2007/2008

2008/2009

Auftragseingang

Mio €

5.535

5.038

Umsatz

Mio €

4.930

5.308

  Central/Eastern/Northern Europe

Mio €

1.482

1.521

  Southern Europe/Africa/Middle East

Mio €

827

819

  Americas

Mio €

1.892

2.122

  Asia/Pacific

Mio €

495

634

  Escalators/Passenger Boarding Bridges

Mio €

332

329

  Accessibility

Mio €

215

227

  Corporate/Konsolidierung

Mio €

-313

-344

Ergebnis vor Steuern (EBT)

Mio €

434

558

Investitionen

Mio €

136

135

Mitarbeiter (30.09.)

 

42.992

42.698

 

Kundengerechte Aufzüge, Fahrtreppen, Fahrsteige, Fluggastbrücken sowie Treppen- und Plattformlifte machten ThyssenKrupp Elevator auch 2008/2009 zu einem weltweit führenden Unternehmen für intelligente Personenbeförderung. Basis für unsere dauerhaft starke Weltmarktposition sind Innovationskraft, Servicequalität, Kundennähe und exzellent ausgebildete Mitarbeiter.

 

Erneut Rekordergebnis

Das Segment hat 2008/2009 die erfolgreiche Geschäftsentwicklung fortgesetzt. Der Auftragseingang konnte in Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise das hohe Niveau des Vorjahres nicht ganz erreichen und ging um 9 % auf 5,0 Mrd € zurück. Umsatz und Ergebnis wurden jedoch deutlich ausgeweitet und erzielten neue Bestmarken.

 

Der Umsatz nahm dank der hohen Auftragsbestände des Vorjahres bei den Neuanlagen sowie der starken Entwicklung des Service- und Modernisierungsgeschäfts um 8 % auf 5,3 Mrd € zu. Trotz Restrukturierungsaufwendungen von 32 Mio € stieg der Gewinn um 29 % auf das Rekordniveau von 558 Mio €. Dieser Erfolg wurde durch Volumensteigerungen und operative Verbesserungen, insbesondere bei den US-amerikanischen Aktivitäten, getrieben.

 

Das Segment beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres insgesamt 42.698 Mitarbeiter, 1 % weniger als im Vorjahr. Die Entwicklung variierte dabei in den einzelnen Business Units, je nach der Auftragslage und wirtschaftlicher Gesamtsituation in den jeweiligen Märkten. In Wachstumsregionen wie China und Mittlerer Osten wurden dank der erfolgreichen Expansionsstrategie neue Mitarbeiter eingestellt. In vielen weiteren Regionen blieb die Belegschaft stabil, während in den USA, Großbritannien und Spanien im Zuge der Wirtschaftskrise die Personalzahlen zurückgingen.

 

Central/Eastern/Northern Europe

Die Business Unit erreichte infolge des rückläufigen Neuanlagengeschäfts nicht den Auftragseingang des Vorjahres. Besonders spürbare Rückgänge verzeichneten die britischen und russischen Aktivitäten. Auch in Frankreich ließ sich das hohe Auftragseingangsniveau des Vorjahres nicht halten. Der Umsatz der Business Unit konnte jedoch dank des guten Auftragseingangs im Vorjahr leicht auf 1,5 Mrd € ausgebaut werden. Nennenswerte Zuwächse erzielten dabei insbesondere die Aktivitäten in Frankreich, Russland, Deutschland und den Niederlanden. In Großbritannien dagegen ging der Umsatz deutlich zurück.

 

Im Zuge des gestiegenen Umsatzes nahm auch der Gewinn der Business Unit leicht zu. Höhere Ergebnisse erwirtschafteten vor allem die deutschen und niederländischen Aktivitäten; das Ergebnis der britischen Aktivitäten war dagegen rückläufig.

 

Southern Europe/Africa/Middle East

Bei Southern Europe/Africa/Middle East ging der Auftragseingang leicht zurück. Der Umsatz erreichte jedoch mit 819 Mio € nahezu den Vorjahreswert. Dabei konnten die spanischen Aktivitäten den starken Rückgang im Neuanlagengeschäft durch ihr wachsendes Service- und Modernisierungsgeschäft nicht vollständig ausgleichen. Die meisten anderen Regionen weiteten ihren Auftragseingang und Umsatz aus – insbesondere die Golfstaaten, Ägypten und Portugal.

 

Der Gewinn der Business Unit erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht. Vor allem die spanischen Aktivitäten setzten durch ein starkes Service- und Modernisierungsgeschäft ihre gute Ergebnisentwicklung fort.

 

Americas

Trotz positiver Wechselkurseffekte konnte die Business Unit Americas das hohe Auftragseingangsniveau des Vorjahres nicht halten. Ursache hierfür war der starke Rückgang des Neuanlagenmarktes in Nordamerika. Der Umsatz profitierte hingegen von der erfreulichen Entwicklung des Auftragseingangs im Vorjahr und lag mit 2,1 Mrd € deutlich über dem Vorjahreswert. Hierzu trugen sowohl das Neuanlagen- als auch das Servicegeschäft insbesondere in Nordamerika bei. Auch in Südamerika, vor allem in Brasilien, entwickelte sich das Geschäft sehr erfreulich.

 

Der Gewinn der Business Unit lag erheblich über dem Vorjahreswert. Dies war wesentlich den weiteren Volumen- und Effizienzsteigerungen in Nordamerika und Brasilien sowie leicht positiven Effekten aus der Entwicklung des US-Dollar zu verdanken.

 

Asia/Pacific

In der Business Unit Asia/Pacific übertrafen die Auftragseingänge den Vorjahreswert. Der Umsatz stieg auf 634 Mio €. Diese Aufwärtsentwicklung wurde insbesondere von den chinesischen und koreanischen Aktivitäten getragen. In Australien führte ein signifikant rückläufiger Neuanlagenmarkt zu einer Abnahme des Auftragseingangs; der Umsatz profitierte hingegen noch vom hohen Auftragsbestand des Vorjahres.

 

Nach einem Verlust im Vorjahr erzielte die Business Unit im Berichtsjahr einen Gewinn. Dazu trugen vorwiegend die koreanischen Aktivitäten bei; dort brachten die durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen erste Erfolge. Auch die übrigen Regionen verbesserten oder hielten das Ergebnisniveau.

 

Escalators/Passenger Boarding Bridges

Bei Escalators/Passenger Boarding Bridges ging der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Der Umsatz lag mit 329 Mio € auf Vorjahreshöhe. Insbesondere das deutsche Fahrtreppenwerk zeigte Schwächen.

 

Trotz einer spürbaren Ergebnisverbesserung bei Fluggastbrücken musste die Business Unit wiederum einen Verlust hinnehmen. Ursache hierfür waren Restrukturierungen bei dem deutschen Fahrtreppenwerk, die auf Grund des deutlich geringeren Geschäftsvolumens nötig wurden. Operativ haben die Fahrtreppenaktivitäten hingegen insgesamt das Ergebnisniveau des Vorjahres verbessert. Das rückläufige Ergebnis der deutschen Aktivitäten wurde durch erhebliche Ergebnissteigerungen der spanischen und chinesischen Werke ausgeglichen.

 

Accessibility

Die Business Unit Accessibility blieb weiterhin auf Wachstumskurs und steigerte – getragen durch die europäischen Aktivitäten – sowohl Auftragseingang als auch Umsatz. Bei den US-Aktivitäten wirkte sich hingegen der merkliche Rückgang im Markt für Einfamilienhäuser weiterhin negativ auf das Geschäftsvolumen aus.

 

Infolge des schwachen US-Geschäfts ging der Gewinn der Business Unit im Vergleich zum Vorjahr zurück. Positiv wirkte das gesteigerte Ergebnis der Aktivitäten in Europa.

 

Wesentliche Ereignisse

Elevator hat 2008/2009 die internationale Präsenz im Vertriebs- und Dienstleistungsgeschäft weiter ausgebaut und dazu einige Gesellschaften erworben. So konnten wir zwei Servicegesellschaften in Italien übernehmen, um unsere starke Marktposition weiter zu festigen.

 

Investitionen

Die Investitionen des Segments für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im Berichtsjahr auf 116 Mio € bei Abschreibungen von 66 Mio €.

 

Der Schwerpunkt der Sachinvestitionen lag auf Ersatzinvestitionen. Darüber hinaus investierte Elevator im US-amerikanischen Werk in Middleton, Tennessee, in die Weiterentwicklung der Automatisierungstechnik. Im Rahmen von Finanzinvestitionen erwarb das Segment kleinere Wartungsunternehmen; den Schwerpunkt bildete die weitere Erschließung des italienischen Marktes.

 

 

Services

 

SERVICES IN ZAHLEN

 

 

2007/2008

2008/2009

Auftragseingang

Mio €

17.453

11.166

Umsatz

Mio €

17.336

11.896

  Materials Services International

Mio €

8.539

5.511

  Materials Services North America

Mio €

1.746

1.100

  Industrial Services

Mio €

1.671

1.544

  Special Products

Mio €

5.430

3.804

  Auslaufbereich/Konsolidierung

Mio €

-50

-63

Ergebnis vor Steuern (EBT)

Mio €

750

-271

Investitionen

Mio €

369

210

Mitarbeiter (30.09.)

 

46.486

43.235

 

Services steht mit etwa 800 Standorten in 50 Ländern für den weltweiten Handel mit Werk- und Rohstoffen sowie Dienstleistungen. Das Produktprogramm umfasst Stahl und Edelstahl, Rohre, NE-Metalle, Kunststoffe sowie Legierungsmetalle, Mineralien, Kohle und Koks. Das Dienstleistungsangebot reicht von der Anarbeitung über Lagerhaltung/Logistik und Supply-Chain-Management bis hin zu infrastrukturellen Lösungen in der Gleis- und Bautechnik sowie Anlagen- und Stahlwerksdienstleistungen.

 

Erhebliche Ergebniseinbußen im Roh- und Werkstoffgeschäft

Services erzielte 2008/2009 einen Umsatz von 11,9 Mrd €, 31 % weniger als im Vorjahr. Der Berichtszeitraum war gegenüber dem Rekordjahr 2007/2008 von einer stark rückläufigen Mengen- und Erlösentwicklung gekennzeichnet. Erst gegen Ende des Geschäftsjahres zeichnete sich eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau ab.

 

Die erheblichen Ergebniseinbußen im Roh- und Werkstoffgeschäft konnten durch die Gewinne der anderen Bereiche bei Weitem nicht ausgeglichen werden, so dass das Segment mit einem Verlust von 271 Mio € das bisher schwächste Ergebnis verzeichnete. Insgesamt mussten zum 30. September 2009 Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen von 40 Mio € vorgenommen werden. Über die zu Beginn des Geschäftsjahres eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen hinaus wurden weitere Anpassungsmaßnahmen initiiert; hieraus resultierten Restrukturierungsaufwendungen von 95 Mio €.

 

Das Segment beschäftigte am Geschäftsjahresende 43.235 Mitarbeiter, 3.251 weniger als ein Jahr zuvor. Beschäftigungsbedingt mussten vor allem bei automobilnahen Dienstleistungen in Deutschland sowie bei den Werkstoffdienstleistungen im Ausland Arbeitsplätze abgebaut werden. Andererseits sind insbesondere durch die gute Auftragslage bei den Dienstleistungen in Brasilien, Nordamerika und Ägypten neue Mitarbeiter zu Services gekommen.

 

Materials Services International

Die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen belasteten die Geschäftsaktivitäten der Business Unit in nahezu allen Produktbereichen. Dies galt gleichermaßen für Deutschland, West- und Osteuropa, Südamerika und Asien. So verzeichnete Materials Services International beim Absatz einen empfindlichen Rückgang. Der Umsatz sank auf 5,5 Mrd €. Bei vielen Kunden führte die wirtschaftliche Unsicherheit zu immer kürzeren Bestellzyklen und kleineren Losgrößen. Die äußerst schwache Nachfrage wurde im Laufe des Berichtsjahres zudem von einem massiven Preisverfall begleitet, der sich erst zum Jahresende auf niedrigem Niveau stabilisierte. Dies betraf Walzstahl, Edelstahl, aber auch NE-Metalle und Rohre. Schwach entwickelte sich auch das Kunststoffgeschäft, da die Bestellungen aus der Industrie und dem Bausektor spürbar zurückgingen.

 

Insbesondere durch den massiven Preisverfall hat die Business Unit 2008/2009 einen erheblichen Verlust im Lagergeschäft erlitten. Zudem waren massive Abwertungen der Vorräte zu verkraften.

 

Materials Services North America

Die Rezession in den USA und der damit verbundene Nachfrage- und Preisrückgang bei Qualitäts- und Edelstahl sowie NE-Metallen haben sich im Berichtszeitraum weiter verschärft. Entsprechend hoch fiel der Umsatzrückgang auf 1,1 Mrd € bei Materials Services North America aus.

 

Insgesamt verzeichneten alle Kundenmärkte einen verstärkten Wettbewerbs- und Margendruck. Die Ergebnissituation hat sich zusehends verschlechtert, und die Business Unit schloss das Geschäftsjahr mit einem Verlust ab.

 

Industrial Services

Industrial Services hat im Berichtsjahr mit einem Umsatz von 1,5 Mrd € das Vorjahresniveau nicht ganz erreichen können. Wenn auch mit zeitlicher Verzögerung hinterließ die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Spuren. Während sich die Gerüstdienstleistungen in Nordamerika sehr gut entwickelten, ging das Geschäft insbesondere mit der Automobilindustrie stark zurück. Verhalten zeigte sich im Verlauf des Geschäftsjahres das Dienstleistungsgeschäft mit der Energiewirtschaft und der Petrochemie.

 

Auf Grund der unverändert schwachen Dienstleistungsaktivitäten für den Automobilbau und der damit verbundenen Restrukturierungsmaßnahmen hat Industrial Services den Vorjahresgewinn nicht wieder erreicht, schloss aber noch erfreulich positiv ab.

 

Special Products

Auch in der traditionell sehr erfolgreichen Business Unit Special Products machten sich 2008/2009 die Auswirkungen der globalen Krise bemerkbar. Auf Grund der stark rückläufigen Nachfrage und fallender Rohstoffpreise verminderte sich der Umsatz auf 3,8 Mrd €. Erst in der zweiten Geschäftsjahreshälfte zogen die Preise für Legierungsmetalle auf niedrigem Niveau etwas an. Beim Koks wurden die Geschäfte wegen der hohen Exportzölle zu einem großen Teil nur innerhalb Chinas getätigt. Der Auftragseingang im Walzstahl- und Rohrbereich sowie im technischen Handel ging in den letzten Monaten des Berichtsjahres deutlich zurück; die Aktivitäten konnten sich aber im Vergleich zum exzellenten Vorjahr insgesamt gut behaupten. Trotz einer Abschwächung zum Jahresende zeigte sich die Bau- und Gleistechnik stabil. Die der Business Unit mit Beginn des Berichtsjahres zugeordneten Bereiche Stahlwerksdienstleistungen und technische Dienstleistungen entwickelten sich insbesondere in Brasilien erfreulich.

 

Die Business Unit verfehlte zwar den sehr guten Gewinn des Vorjahres, erwirtschaftete jedoch den größten Gewinnbeitrag im Segment.

 

Wesentliche Ereignisse

Anfang Oktober 2009 hat das Segment den Verkauf der ThyssenKrupp Industrieservice GmbH an WISAG, einen der führenden deutschen Dienstleistungskonzerne, eingeleitet. Außerdem begann der Verkaufsprozess für den nordamerikanischen Gerüstspezialisten Safway.

 

Investitionen

Die Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen 205 Mio € bei Abschreibungen von 157 Mio €.

 

Die Sachinvestitionen der Business Unit Materials Services International dienten vor allem dem Ausbau der Werkstoffdienstleistungen. An verschiedenen Standorten in Mittel- und Osteuropa sowie in Frankreich und Deutschland wurden die Lager- und Anarbeitungskapazitäten modernisiert und erweitert. Materials Services North America investierte in den weiteren Ausbau der Service-Center für Aluminium und Edelstahl. Bei Industrial Services waren mehrere kleine Investitionen zur Sicherung langfristiger Aufträge notwendig. Der Investitionsschwerpunkt von Special Products lag im Aufbau hüttenspezifischer Dienstleistungen für das im Bau befindliche Stahlwerk in Brasilien; das angebotene Dienstleistungspaket umfasst die klassischen hüttenspezifischen Dienstleistungen, die Brammenadjustage und den Brammentransport als Komplettlösung.

 

Bereich Corporate der ThyssenKrupp AG

Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich konzerninterner Dienstleistungen sowie inaktive Gesellschaften, die sich nicht einzelnen Segmenten zuordnen lassen. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral im Bereich Corporate geführt und verwertet werden. Der Umsatz erreichte 127 Mio € nach 124 Mio € im Vorjahr.

 

Das Ergebnis betrug −344 Mio €; gegenüber dem Vorjahr wardies eine Verbesserung um 73 Mio €. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus der Reduzierung der Verwaltungskosten sowie aus positiven Effekten bei der Marktbewertung zur Absicherung eingesetzter Zins-/Währungsderivate. Das Zinsergebnis verschlechterte sich im Wesentlichen auf Grund von Maßnahmen zur Liquiditätssicherung des Konzerns.

 

Finanz- und Vermögenslage

 

Die Sicherung einer soliden Finanz- und Vermögenslage stand im Berichtsjahr vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise im Fokus unserer Bemühungen.

 

Zentrale Finanzierung und Liquiditätssicherung

Ziel unserer Finanzierungspolitik ist es, jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, um die Zahlungsverpflichtungen des Konzerns erfüllen zu können.

 

Die Finanzierung des Konzerns erfolgt grundsätzlich zentral durch die ThyssenKrupp AG; sie stellt die Liquidität der Konzerngesellschaften im Wesentlichen über die Mittelbereitstellung im Rahmen des Konzernfinanzverkehrs sowie über die Vermittlung und Verbürgung von Krediten oder über Finanzierungshilfen in Form von Patronatserklärungen sicher. Die Liquiditätssicherung geschieht auf der Grundlage einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung mit einem Planungszeitraum von jeweils fünf Monaten. Alle konsolidierten Konzernunternehmen sind in diese Planung einbezogen.

 

Die operative Geschäftstätigkeit unserer Konzerngesellschaften und die daraus resultierenden Einzahlungen stellen die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns dar. Im Rahmen unserer Cash-Management-Systeme werden die Liquiditätsüberschüsse einzelner Gesellschaften genutzt, um den Finanzbedarf anderer im Konzern zu decken. Durch die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen Konzernunternehmen über konzern­interne Finanzkonten werden kostenpflichtige Bankumsätze reduziert. Der zentrale konzerninterne Finanzausgleich verringert das benötigte Fremdfinanzierungsvolumen mit positivem Einfluss auf unseren Zinsaufwand.

 

Das erforderliche Fremdfinanzierungsvolumen wird durch die Inanspruchnahmen fest zugesagter Kreditlinien gedeckt. Diese Inanspruchnahmen können in unterschiedlichen Währungen und mit unterschiedlichen Laufzeiten erfolgen. Darüber hinaus werden Geld- und Kapitalmarktinstrumente sowie selektiv außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie z.B. Forderungs­verkaufsprogramme oder Operating Leases genutzt. Informationen zu den frei verfügbaren Kreditlinien sind unter Anhang-Nr. 25 zum Konzernabschluss zu finden.

 

Durch die zentrale Finanzierung verbessert sich unsere Verhandlungsposition gegenüber Banken und anderen Marktteilnehmern. Dies erleichtert es uns, Kapital zu bestmöglichen Konditionen aufzunehmen oder anzulegen.

 

Emittenten-Ratings seit 2001

Emittenten-Ratings erleichtern den Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten. ThyssenKrupp verfügt seit 2001 über Emittenten-Ratings der Rating-Agenturen Moody’s und Standard & Poor’s (S&P) sowie seit 2003 von Fitch. Derzeit wird unsere Kreditwürdigkeit von den Rating-Agenturen wie folgt bewertet:

 

 

Langfrist-Rating

Kurzfrist-Rating

Ausblick

Standard & Poor’s

BBB-

A3

Watch negative

Moody’s

Baa3

Prime−3

negativ

Fitch

BBB-

F3

negativ

 

Hochstufungen der von den Rating-Agenturen vergebenen Ratings führen erfahrungsgemäß zu geringeren Refinanzierungskosten, während sich Herabstufungen negativ auswirken.

 

Analyse der Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente”.

 

Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit lag 2008/2009 mit 3.699 Mio € auf Vorjahresniveau. Der nahezu unveränderte Operating Cash-Flow war das Ergebnis von zwei gegenläufigen Entwicklungen: Das Jahresergebnis vor Abschreibungen und Zuschreibungen im Zusammenhang mit langfristigen Vermögenswerten, vor latenten Steuern und nicht zahlungswirksamen Equity-Ergebnissen verminderte sich um 4.155 Mio €. Gleichzeitig konnte jedoch die Mittelbindung bei den operativen Aktiva und Passiva einschließlich Pensionen und pensionsähnlicher Verpflichtungen in nahezu gleicher Höhe verbessert werden. Die Verbesserung der Mittelbindungssituation resultierte hauptsächlich aus erheblich gestiegenen Mittelfreisetzungen bei den Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von insgesamt 6.162 Mio €, denen eine gestiegene Mittelbindung bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.261 Mio € gegenüberstand.

 

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 139 Mio € auf 4.037 Mio €. Ursache hierfür waren insbesondere die um 165 Mio € auf 6 Mio € verminderten Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften.

 

Der Free Cash-Flow, d.h. die Summe von Operating Cash-Flow und Cash-Flow aus Investitionstätigkeit, wies wie im Vorjahr einen negativen Wert auf. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich für das Berichtsjahr eine Verschlechterung des Free Cash-Flow um 119 Mio € auf -338 Mio €.

 

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit belief sich 2008/2009 auf 2.983 Mio €, nach einem Mittelabfluss von 705 Mio € im Vorjahr. Die Gesamtveränderung von 3.688 Mio € resultierte aus folgenden Entwicklungen: Die Erhöhung der Aufnahme von Brutto-Finanzschulden um 2.468 Mio € und die Einzahlungen im Zusammenhang mit der Erhöhung des Anteils von Vale S.A. an der ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico Lta. in Höhe von 465 Mio € führten zu einem Mittelzufluss. Der überwiegende Teil der restlichen Veränderung ergab sich aus der nur im Vorjahr zu berücksichtigenden Auszahlung von 880 Mio € für den Erwerb eigener Anteile.

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Analyse der Bilanzstruktur

Insgesamt verminderte sich die Bilanzsumme gegenüber dem 30. September 2008 um 275 Mio € auf 41.367 Mio €.

 

Die langfristigen Vermögenswerte nahmen um insgesamt 2.135 Mio € zu. Der Anstieg ergab sich im Wesentlichen aus der Erhöhung der Sachanlagen (2.527 Mio €), insbesondere durch den Baufortschritt der beiden Großprojekte in Brasilien und den USA. Dem stand eine Abnahme der innerhalb der langfristigen sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte erfassten geleisteten Anzahlungen auf Sachanlagen (431 Mio €) gegenüber, die ebenfalls hauptsächlich die Großprojekte in Brasilien und den USA betraf. Insgesamt wurden im 2008/2009 immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 103 Mio € und Sachanlagen in Höhe von 173 Mio € in zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte umgegliedert.

 

Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich insgesamt um 2.410 Mio €. Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus deutlichen Abnahmen bei den Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen; gegenläufig wirkte ein Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

 

Die Vorräte nahmen um 2.759 Mio € auf 6.735 Mio € ab. Der Rückgang betraf vor allem die Segmente Steel (839 Mio €) und Stainless (768 Mio €) und resultierte insbesondere aus Produktionsanpassungen und Bestandsreduzierungen als Folge des drastischen Nachfrageeinbruchs auf den Stahl- und Edelstahlmärkten sowie aus preisbedingten Abwertungen. Der darüber hinaus eingetretene hohe Rückgang im Segment Services (1.029 Mio €) resultierte ebenfalls aus einem mengenmäßigen Abbau der Vorräte, verbunden mit deutlichen preisbedingten Abwertungen. Durch Umgliederungen in zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ergab sich eine Verminderung von 21 Mio €.

 

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen um 2.765 Mio € zurück. Die gesamte Verminderung resultierte insbesondere aus den Segmenten Steel (598 Mio €), Stainless (249 Mio €) sowie Services (960 Mio €) und stand im Zusammenhang mit der erheblich abgeschwächten Geschäftstätigkeit. Die Verminderung im Segment Technologies (532 Mio €) war vor allem auf das stark rückläufige Automobilzuliefer- und Baumaschinengeschäft sowie auf erhöhte Wertberichtigungen, die hauptsächlich aus Auftragsstornierungen im Handels- und Marineschiffbau resultierten, zurückzuführen. Umgliederungen in zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte führten zu einem Rückgang von 152 Mio €.

 

Der Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 2.624 Mio € auf 5.349 Mio € resultierte hauptsächlich aus der Begebung von Anleihen (2.986 Mio €) sowie mit 465 Mio € aus Einzahlungen im Zusammenhang mit der Erhöhung des Anteils von Vale an der ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico Ltda.; gegenläufig wirkten insbesondere der auf Grund der abgeschwächten Geschäftstätigkeit und der hohen Investitionsausgaben negative Free Cash-Flow (-338 Mio €) sowie Dividendenzahlungen (650 Mio €). Darüber hinaus ergab sich durch Umgliederungen in zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ein Rückgang von 26 Mio €.

 

Die innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte ausgewiesenen sonstigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um 372 Mio €. Die Erhöhung resultierte insbesondere aus einer Forderung auf Kapitaleinzahlungen gegenüber Vale im Zusammenhang mit der Erhöhung des Anteils an ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico. Der Rückgang der als kurzfristig ausgewiesenen sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte um 229 Mio € betraf im Wesentlichen gesunkene Vorauszahlungen.

 

Die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte erhöhten sich um 476 Mio €. Dieser Anstieg resultierte aus der Umgliederung von Vermögenswerten im Zusammenhang mit den 2008/2009 eingeleiteten Verkäufen des Bereichs ThyssenKrupp Industrieservice und des amerikanischen Gerüstdienstleisters Safway im Segment Services. 2008/2009 wurden insgesamt langfristige Vermögenswerte von 282 Mio € sowie kurzfristige Vermögenswerte von 209 Mio € umgegliedert.

 

Die Abnahme des Eigenkapitals um 1.793 Mio € auf 9.696 Mio € war mit 1.873 Mio € auf den im Berichtsjahr entstandenen Jahresfehlbetrag zurückzuführen. Hinzu kamen Gewinnausschüttungen im Geschäftsjahr 2008/2009 in Höhe von 650 Mio € sowie insgesamt direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen vor Steuern in Höhe von 1.119 Mio €. Die insgesamt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen betrafen mit 1.073 Mio € hauptsächlich versicherungsmathematische Verluste aus der Pensionsbewertung. Gegenläufig wirkten unrealisierte Gewinne aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von 222 Mio € vor Steuern sowie direkt im Eigenkapital erfasste Steuereffekte von 284 Mio €. Zusätzlich ergaben sich bei den Anteilen anderer Gesellschafter sonstige Veränderungen von 1.361 Mio €, die im Wesentlichen aus der Erhöhung des Anteils von Vale an ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico resultierten.

 

Die langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt um 4.106 Mio €. Die Erhöhung entfiel mit 4.092 Mio € auf den Anstieg der langfristigen Finanzschulden, der mit 2.986 Mio € die Begebung von Anleihen betraf. Der Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 975 Mio € resultierte hauptsächlich aus den 2008/2009 erfassten versicherungsmathematischen Verlusten. Die Zunahme der sonstigen langfristigen Rückstellungen um 151 Mio € betraf hauptsächlich Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen; gegenläufig wirkten Umgliederungen von 29 Mio € in Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten. Die Nettoposition der latenten Steuern erhöhte sich um 992 Mio €, wovon 821 Mio € auf den Rückgang der passiven latenten Steuern und 171 Mio € auf den Anstieg der aktiven latenten Steuern und entfallen. Die Erhöhung der Nettoposition ist hauptsächlich auf erhöhte aktive latente Steuern auf Verlustvorträge und auf gestiegene temporäre Differenzen bei der Pensions- und Vorratsbewertung zurückzuführen. Der Rückgang der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um 317 Mio € stand im Zusammenhang mit der Erhöhung des Anteils von Vale an der ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico.

 

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten nahmen um 2.588 Mio € ab. Verantwortlich für den Rückgang war insbesondere die deutliche Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1.562 Mio €; sie betraf im Wesentlichen die Segmente Steel (373 Mio €), Stainless (294 Mio €) sowie Services (714 Mio €) als Folge der stark rückläufigen Geschäftsentwicklung. Darüber hinaus verminderten sich die kurzfristigen Finanzschulden um 1.043 Mio €; hiervon entfielen 500 Mio € auf die Tilgung einer Anleihe sowie 139 Mio € auf Umgliederungen in Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten. Der Anstieg der kurzfristigen sonstigen Rückstellungen um 294 Mio € betraf mit 359 Mio € Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen; gegenläufig wirkte eine Umgliederung in Höhe von 35 Mio € in Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten. Die Abnahme der kurzfristigen sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten um 845 Mio € resultierte hauptsächlich aus einem Abbau von Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen im Segment Technologies sowie aus der Ausübung der Put-Option durch One Equity Partners (OEP) im Zusammenhang mit dem Erwerb des 25%igen Restanteils an der ThyssenKrupp Marine Systems AG. Die Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten erhöhten sich um 288 Mio €. Dieser Anstieg resultierte aus Umgliederungen von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den im Berichtsjahr eingeleiteten Verkäufen von Aktivitäten im Segment Services. 2008/2009 wurden insgesamt langfristige Verbindlichkeiten von 69 Mio € sowie kurzfristige Verbindlichkeiten von 219 Mio € umgegliedert.

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Nicht bilanziertes Vermögen und ausserbilanzielle Finanzierungsinstrumente

 

Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt der Konzern auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Im Wesentlichen handelt es sich um geleaste, gepachtete oder gemietete Güter (Operating Lease). Einzelheiten hierzu können Sie unter der Anhang-Nr. 29 nachlesen.

 

Als außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente nutzen wir vor allem Forderungsverkaufsprogramme. Nähere Angaben befinden sich unter der Anhang-Nr. 18.

 

Ein besonders wichtiger immaterieller Vermögenswert ist die Marke ThyssenKrupp. Sie wird von uns kontinuierlich weiterentwickelt und stärkt das Auftreten unserer Konzerngesellschaften auf ihren Märkten. Zum neuen Corporate Design und unseren Kommunikationsaktivitäten können Sie sich im Kapitel „Neue Konzernorganisation“ und im Kapitel „Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern“ informieren.

 

Unsere langjährigen und von Vertrauen geprägten Lieferanten- und Kundenbeziehungen stellen für uns einen hohen Wert dar. Sie ermöglichen gerade Zeiten in schwieriger Konjunktur einen stabileren Geschäftsverlauf und machen uns von sehr kurzfristigen Marktschwankungen unabhängig. Durch unsere ausgeprägte technische Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern können wir uns beispielsweise rechtzeitig in Entwicklungsprojekte einbringen, die zu neuen zukunftsweisenden Produkten unserer Kunden führen. Dies verschafft uns häufig einen Wettbewerbsvorsprung vor Newcomern auf unseren Märkten. Speziell in der Automobilindustrie prägen technische Kooperationen und gemeinsame Entwicklungsideen unsere Kundenbeziehungen. Umfangreiches Werkstoff-Know-how, das Wissen um innovative Verfahrenstechnik und ein zuverlässiges Supply-Chain-Management bilden hier bedeutende Wettbewerbsvorteile im Markt. Im Einzelnen sind wichtige Innovationsprojekte im Kapitel „Innovationen“ dargestellt.

 

Auch im Anlagenbau zahlt sich der gute Ruf der erfolgreichen ThyssenKrupp Projekte aus. Unsere bisher erstellten Referenzanlagen öffnen gerade im Mittleren und Fernen Osten die Türen, wenn es um geplante Industrie- und Infrastrukturprojekte geht.

 

Hinzu kommt das konsequente Engagement unserer Führungskräfte und Mitarbeiter, die oft schon seit Beginn ihres Berufslebens für unser Unternehmen arbeiten. Ihr persönlicher Einsatz, ihr Wissen um Märkte und betriebliche Abläufe und ihre ständige Bereitschaft, in innovativ zu denken, tragen zum Wert unseres Unternehmens bei.

 

 

Verantwortung und Engagement

 

Verantwortliches Handeln und gesellschaftliches Engagement haben bei ThyssenKrupp eine lange Tradition und sind feste Bestandteile der Unternehmenskultur. Unser Ziel ist es, im Interesse unserer Kunden und Anteilseigner nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich zu sein und gleichzeitig die Bedürfnisse von Mitarbeitern und Gesellschaft zu berücksichtigen.

 

ThyssenKrupp nimmt täglich und weltweit Verantwortung wahr – für Produkte, für Mitarbeiter, für das Kapital der Aktionäre, für die Gesellschaft und für unser soziales Umfeld. Wir bekennen uns zum Prinzip der Nachhaltigkeit und der Gerechtigkeit zwischen den Generationen.

 

Voraussetzung dafür, dass wir als global agierendes Unternehmen unserer Verantwortung heute und in Zukunft gerecht werden können, ist langfristiger wirtschaftlicher Erfolg. Gleichzeitig sind wir davon überzeugt, dass verantwortliches Handeln zum nachhaltigen Vertrauen in unser Unternehmen führt und somit zum langfristigen Unternehmenserfolg beiträgt. Deshalb ist unternehmerische Verantwortung nicht nur ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenskultur, sondern auch ein wichtiger Erfolgsfaktor zur Erreichung unserer langfristigen Ziele.

 

Soziale Standards in den Arbeitsbeziehungen

ThyssenKrupp handelt weltweit sozial verantwortlich gegenüber seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dabei bekennen wir uns zu einer Kultur, die auf der Wertschätzung aller basiert, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung oder Alter. Der Vorstand der ThyssenKrupp AG hat mit dem Konzernbetriebsrat und dem Europäischen Betriebsrat eine weltweit geltende Vereinbarung geschlossen, die auf den Grundsätzen der Internationalen Arbeitsorganisation beruht. Darin wird die Diskriminierung von Belegschaftsangehörigen strikt abgelehnt. Die in unserem „Code of Conduct“ kommunizierte Haltung ist mit ein Grund dafür, dass Toleranz und gegenseitiger Respekt die Zusammenarbeit der Belegschaftsangehörigen an unseren Standorten weltweit bestimmen.

 

Verantwortliches Verhalten innerhalb der Lieferkette

Auch im Verhältnis zu unseren Kunden und Lieferanten setzen wir uns für einheitliche Standards in den Bereichen Compliance und unternehmerische Verantwortung ein. Im Berichtsjahr hat ThyssenKrupp im Rahmen einer Arbeitsgruppe des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) maßgeblich zur Entwicklung einer Verhaltensrichtlinie beigetragen, die fundamentale Regeln und Grundsätze enthält zur Bekämpfung von Korruption und kartellrechtswidrigen Absprachen sowie zur Einhaltung der Menschenrechte, zum Umwelt- und Gesundheitsschutz und zu fairen Arbeitsbedingungen . Mit der Unterzeichnung verpflichten wir uns, die Standards einzuhalten, die auf den Grundsätzen des UN Global Compact sowie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN beruhen. Zugleich setzen wir uns dafür ein, dass auch unsere Lieferanten diesen „Code of Conduct“ des BME unterzeichnen.

 

Engagement als Mitglied der Gesellschaft

Unser Konzern versteht sich über das unternehmerische Wirken hinaus als „Corporate Citizen“, d.h. als engagiertes und verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft an unseren Standorten. Dazu fördern wir eine Vielzahl gemeinnütziger Projekte, Organisationen und Initiativen, sei es in Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport oder im sozialen, karitativen und humanitären Bereich.

 

Schlüsselqualifikationen für Kinder und Jugendliche

Lernen ist ein zentrales Bedürfnis des Menschen und Voraussetzung für individuelle und gesellschaftliche Entwicklung. Es ist unser Ziel, die Vermittlung von Technik und Naturwissenschaften vor allem bei Kindern und Jugendlichen zu fördern.

 

Seit seiner Gründung unterstützen wir daher das Kinder- und Jugendtechnologiezentrum in Dortmund (KITZ.do). Das KITZ.do führt Kinder und Jugendliche an Naturwissenschaften und Technik heran. Den Technikunterricht an Grundschulen will das Projekt „Brückenkiste“ fördern, das ThyssenKrupp in Zusammenarbeit mit der Stiftung Partner für Schule NRW und mit der Universität Münster angestoßen hat. Anfang 2009 wurden Technikkisten zum Thema „Brückenbau und Statik“ mit Baumaterial und begleitenden Lehrinhalten an hundert Grundschulen ausgeliefert. Parallel dazu wurden Lehrkräfte auf die Arbeit mit den Technikkisten an der Universität Münster vorbereitet.

 

Bereits seit mehreren Jahrzehnten unterstützt der Konzern den bundesweit größten und erfolgreichsten Nachwuchswettbewerb "Jugend forscht", der besondere Leistungen und Begabungen in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik fördert. Im Frühjahr 2009 haben zum wiederholten Male an unseren Standorten in Dortmund, Duisburg und im Saarland Wettbewerbe von „Jugend forscht“ stattgefunden, bei denen auch zahlreiche Auszubildende von ThyssenKrupp erfolgreich waren.

 

Netzwerke und Wissensaustausch

Öffentliche Diskussionen und politische Entscheidungen berühren ThyssenKrupp in vielfältiger Weise. Sich aktiv in den öffentlichen Meinungsbildungsprozess einzubringen, Stellung zu beziehen und die eigenen Positionen zu vertreten, ist für uns ein wichtiger Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Daher sind wir beispielsweise Mitglied bei „econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.“, einem Zusammenschluss von 26 global agierenden Unternehmen und Organisationen zu den Themen Corporate Responsibility und Nachhaltigkeit. Auf europäischer Ebene unterstützen wir die „European Alliance for Corporate Social Responsibility“, die mittlerweile über 230 Unternehmen und Organisationen aus ganz Europa vereint.

 

ThyssenKrupp ist zudem Gründungsmitglied der Wissensfabrik, die sich bundesweit durch ihre Mitgliedsfirmen in Bildungsprojekten sowie für Existenzgründer und Jungunternehmer engagiert. Als unabhängige Stimme der Technikwissenschaften wird auch „acatech“, die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, von uns unterstützt. Die Akademie pflegt einen intensiven Dialog über zukunftsweisende Technologien und deren Bedeutung für nachhaltiges Wachstum.

 

In den Regionen, mit denen der Konzern traditionell verbunden ist oder in denen er Standorte unterhält, fördern wir Initiativen und Projekte, die das Umfeld stärken. So engagieren wir uns seit vielen Jahren für den Initiativkreis Ruhr. Dieser Zusammenschluss von führenden Wirtschaftsunternehmen der Region trägt mit Zukunftsprojekten entscheidend dazu bei, den Industriestandort Ruhr weiterzuentwickeln.

 

Auszeichnungen für gesellschaftliches Engagement

Für das besondere gesellschaftliche Engagement ist ThyssenKrupp im Berichtsjahr zweimal ausgezeichnet worden. Der IdeenPark und damit die Initiative „Zukunft Technik entdecken“ wurde in der Kategorie „Große Unternehmen“ Sieger beim Wettbewerb der Initiative „Freiheit und Verantwortung“. Ferner erhielten wir vom Fachmagazin „politik&kommunikation“ den Politik-Award 2008 in der Kategorie „Corporate Social Responsibility“. Mit diesem Preis werden Unternehmen geehrt, die sich vorbildlich für die Gesellschaft engagieren und damit freiwillig soziale und ökologische Belange in ihr unternehmerisches Handeln integrieren. Mit dem Politik-Award 2008 wurden Thyssen­Krupp und der IdeenPark für das „stimmigste, wirkungsvollste und bestkommunizierte Konzept des Corporate Citizenship“ ausgezeichnet.

 

Engagement für Kunst, Kultur und Sport

Vielfältige Partnerschaften im Bereich Kunst und Kultur zählen für uns zu einer nachhaltigen Entwicklung. Der Konzern engagiert sich deshalb in zahlreichen Projekten und bietet sowohl finanzielle als auch ideelle Unterstützung an. Dies hilft, attraktive Angebote im Umfeld unserer großen Standorte zu realisieren.

 

ThyssenKrupp ist Mitglied beim Freundeskreis Deutsche Oper am Rhein und unterstützt sowohl die Duisburger Philharmoniker als auch die Philharmonie in Essen und das Düsseldorfer Schauspielhaus. Neben dem Museum Folkwang in Essen fördern wir auch das Lehmbruck Museum in Duisburg.

 

Im Sport reicht unser Engagement von der Unterstützung ausgewählter Wettbewerbe bis hin zur Förderung standortnaher Sportvereine. Seit vielen Jahren fördern wir die Internationale Ruder-Regatta und den jährlichen Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg. Beim 26. Rhein-Ruhr-Marathon, der im Juni 2009 stattfand, stellten die 304 teilnehmenden Mitarbeiter von ThyssenKrupp die größte Gruppe innerhalb des Teilnehmerfeldes von rund 5.700 Läufern. 

 

 

Nachhaltigkeit und Umweltschutz

 

Nachhaltiger Einsatz für Klima und Umwelt ist für uns eine wichtige unternehmerische Aufgabe. Wir stellen uns ihr mit vielen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen, die für reine Luft und sauberes Wasser sorgen sowie schonend mit der Erde umgehen. Allein im vergangenen Geschäftsjahr haben wir in unseren Werken mehr als 450 Mio € für den Umweltschutz ausgegeben. Jeder Euro war gut investiert.

 

Verantwortung für Klima und Ressourcen

Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung stehen für ThyssenKrupp ganz oben, wenn es um die Verantwortung für die Umwelt und deren Zukunft geht. Für den laufenden Betrieb unserer Umweltschutzeinrichtungen haben wir im Berichtsjahr 454 Mio € ausgegeben. Der Rückgang um 11 % gegenüber dem Vorjahr war auf die konjunkturell bedingt niedrigere Produktion in vielen Konzernunternehmen zurückzuführen. Alle Segmente haben viel erreicht, um den Energie- und Rohstoffeinsatz in ihren Werken und bei den Kunden zu senken. Angesichts der hohen Rohstoff- und Energiepreise förderten diese Maßnahmen zugleich die Wirtschaftlichkeit. Mit 74 Mio € lagen die Umweltinvestitionen 4 % höher als im Vorjahr.

 

LAUFENDE UMWELTSCHUTZAUFWENDUNGEN in Mio €

 

2004/2005

2005/2006

2006/2007

2007/2008

2008/2009

Luftreinhaltung

141

141

183

182

162

Gewässerschutz

165

168

204

201

195

Lärm- und Landschaftsschutz

15

16

24

16

13

Recycling und Verwertung von Reststoffen

81

87

109

112

84

Insgesamt

402

412

520

511

454

 

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Klimaschutz und CO2-Einsparungen

Für ThyssenKrupp heißt Klimaschutz vor allem, CO2 einzusparen. In der Stahlerzeugung entsteht dieses Gas beispielsweise, wenn im Hochofen der im Erz gebundene Sauerstoff frei wird und sich mit Kohlenstoff zu CO2 verbindet. Schon heute laufen unsere Produktionsprozesse am Rande des technisch-wissenschaftlichen CO2-Minimums; weitere Einsparungen sind mit den derzeit verfügbaren Technologien nicht möglich. Wir haben deshalb unsere Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen intensiviert, um neue Wege zu gehen. Unser Steel-Bereich arbeitet als Gründungsmitglied im europäischen ULCOS-Konsortium mit, das neue Stahlerzeugungsverfahren für die kommenden Jahrzehnte erforschen und entwickeln will. Aber auch in den anderen Konzernbereichen haben wir im konzernweiten Projekt ECI (Energy, Climate and Innovation) Einsparmöglichkeiten identifiziert und genutzt.

 

Ausgewählte Umweltschutzmaßnahmen

Unsere Anstrengungen für reinere Luft am Stahlstandort Duisburg zeigen gute Erfolge. Nachdem die Maßnahmen zur Feinstaubminderung aus dem Jahr 2005 weiter fortgeführt wurden und der neugebaute Hochofen 8 den stillgelegten Hochofen 4 ersetzte, ist die Luft im Norden der Stadt wesentlich sauberer geworden. Als weiteren aktiven Beitrag für bessere Luftqualität im Duisburger Norden werden wir im dortigen Hüttenwerk ein Sinterband mit einer neuen Gewebefilteranlage nachrüsten; im Berichtsjahr haben wir den Genehmigungsantrag dafür bei der zuständigen Behörde eingereicht. Die neue Anlage soll etwa 450 t Feinstaub jährlich aus der Luft herausfiltern.

 

Um die im Duisburger Hüttenwerk anfallenden Reststoffe langfristig entsorgen zu können, wollen wir unsere Deponie in Dinslaken-Wehofen um einen dritten Bauabschnitt erweitern. Das Projekt befindet sich derzeit in der Genehmigungsphase. Bei Bau und Betrieb werden wir höchste Umweltstandards einhalten. Nach Beendigung des Deponiebetriebs wird der Bereich rekultiviert und kann der Bevölkerung als Naherholungsgebiet dienen.

 

Auch die anderen Bereiche des Konzerns sparen durch vielfältige Maßnahmen nachhaltig Energie ein. Nach der Sanierung der Klimatechnik bei unserem Konzernunternehmen Polysius hat sich der Energiebedarf für Kühlen und Heizen halbiert. Hierzu trägt die bessere Wärmereflexion der Fassade bei. In ein Druckluftnetz von Marine Systems mit einer Länge von 15 km wurde ein bisher separat betriebener Kompressor integriert und ein stillgelegter Tank für eine höhere Speicherkapazität reaktiviert. Das Druckluftnetz ließ auch bei ThyssenKrupp Bilstein die Energiekosten sinken: Dank eines äußerst empfindlichen Suchgeräts lassen sich jetzt selbst unter Produktionsbedingungen eventuelle Leckagen finden und energieintensive Druckluftverluste vermeiden.

 

Um Metallbearbeitungsöle zurückzugewinnen, trennen zwei neue Zentrifugen bei ThyssenKrupp Presta Späne und Öle. Die Abwärme des Kupolofens bei ThyssenKrupp Waupaca wird nun für die Gebäudeheizung eingesetzt. Je nach der nutzbaren Abwärmemenge lassen sich bis zu 70 % des typischen Heizbedarfs im Winter und darüber hinaus der gesamte Warmwasserbedarf des Werks decken.

 

Im Krefelder Stainless-Werk haben wir eine Konverteranlage grundlegend umgebaut. Die zwei neuen AOD-Konverter mit Wechselgefäß und Nebeneinrichtungen sorgen für eine bessere Luftreinhaltung. AOD ist die Abkürzung für Argon Oxygen Decarburization (Argon-Sauerstoff-Entkohlung). Die Konvertergefäße sind jetzt eingehaust. Stäube und Gase, die beim Einfüllen oder Abstechen der Schmelze entstehen, werden so besser erfasst.

 

Bei ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni haben neue Produktionslinien mit fortschrittlicher Technologie und geringen Luft- und Wasseremissionen den Umweltschutz erhöht. Die neuen Staubkollektoren und Entstaubungssysteme arbeiten doppelt so effektiv wie die zuvor installierten. ThyssenKrupp Mexinox hat den Wasserverbrauch weiter reduziert, indem Abwasser wiederaufbereitet wird. Für erfolgreichen aktiven Umweltschutz erhielt Shanghai Krupp Stainless zwei renommierte Umweltschutz-Auszeichnungen: den Shanghai Advanced Health Business Unit Award sowie den Shanghai Municipal Water Saving Business Unit Award.

 

Produkte für Klima- und Umweltschutz

Zahlreiche neue Werkstoffe, Komponenten und Verfahren von ThyssenKrupp fördern Nachhaltigkeit und Klimaschutz, sparen Energie und schützen so die Umwelt. Für die neue Zentrale der Deutschen Börse in Eschborn liefern wir beispielsweise 15 besonders energiesparende Personenaufzüge. Die meisten Aufzüge sind mit regenerativen Antrieben ausgestattet: Energie, die beim Bremsen der Kabinen entsteht, wird in elektrische Energie umgewandelt und ins Stromnetz zurückgeführt. Dies verringert den Energieverbrauch gegenüber konventionellen Ausführungen um mehr als 30 % und reduziert somit auch den CO2-Ausstoß.

 

Für eine der größten Biogasanlagen der Welt, die bei Halle in Sachsen-Anhalt entsteht, haben wir sehr hochwertigen nichtrostenden Edelstahl geliefert. Aus ihm bestehen die 16 sogenannten Fermenter, in denen die biologischen Abläufe stattfinden.

 

Die Posco-Gruppe in Seoul, Südkorea, lässt sich von unserem Anlagenspezialisten Uhde innovative Technik für den Bau von neuen Koksofenbatterien liefern. Durch den Einsatz des PROven®-Systems können wir die sonst üblichen Emissionen an allen Ofenverschlüssen und beim Füllvorgang der Öfen vermeiden. Ein anderer Anlagenbauspezialist im Konzern, ThyssenKrupp Fördertechnik, wird vier vollmobile Brechanlagen in China errichten. Die China Power Investment Group, eines der fünf größten staatlichen Energieunternehmen des Landes, will mit den neuen Anlagen die Kohleförderung im Abbaugebiet Baiyinhua in der Inneren Mongolei modernisieren. Dank dieser innovativen Kohleabbau-Anlagen dürfte der jährliche CO2-Ausstoß um bis zu 100.000 t zurückgehen.

 

 

Innovationen

 

Ideen für Innovationen sind das Kapital unserer Ingenieure und Techniker, mit dem sie ThyssenKrupp fit für den Weltmarkt halten. Unsere Forscher haben zahlreiche Produkte und Prozesse neu entwickelt oder entscheidend verbessert: Damit machen sie den Konzern noch wettbewerbsfähiger und bieten unseren Kunden einen technischen und wirtschaftlichen Vorsprung auf deren Märkten.

 

Hohe Innovationsanstrengungen

Unsere Wettbewerbsfähigkeit und der langfristige Unternehmenserfolg hängen in hohem Maße vom Innovationsgrad unserer Produkte, Dienstleistungen und Herstellungsverfahren ab. Auch im wirtschaftlich schwierigen Geschäftsjahr 2008/2009 hat es erhebliche Anstrengungen und hohe finanzielle Aufwendungen für Innovationen gegeben.

 

Die gesamten Innovationsaufwendungen beliefen sich auf 735 Mio €. Für die freie Forschung und Entwicklung – einschließlich aktivierter Entwicklungsaufwendungen – haben wir 284 Mio € ausgegeben. Die Aufwendungen für kundenbezogene Entwicklungen betrugen 193 Mio €, die technische Qualitätssicherung umfasste 258 Mio €. Der Rückgang der Innovationsaufwendungen um 13 % gegenüber dem Vorjahr geht vor allem auf geringere kundenbezogene Entwicklungen zurück, die wegen der verschlechterten Auftragslage vorübergehend abgenommen haben. Weiterhin wurden die Aufwendungen für den Bezug externer Entwicklungsleistungen zeitlich gestreckt. Auch wenn Kostensenkungen notwendig sind, halten wir dennoch an unseren wichtigsten Forschungs- und Entwicklungsprojekten unverändert fest.

 

INNOVATIONSAUFWENDUNGEN in Mio €

 

2004/2005

2005/2006

2006/2007

2007/2008

2008/2009

Freie Forschung und Entwicklung

186

241

257

316

284

Kundenbezogene Entwicklungen *

266

230

294

224

193

Technische Qualitätssicherung

281

272

264

301

258

Insgesamt

733

743

815

841

735

 * einschließlich FuE-Fremdmittel

 

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Trends und Märkte als Innovationstreiber

Weltweite technologische Trends und Entwicklungen sowie anspruchsvolle Anforderungen der Märkte treiben unsere Innovationen wesentlich an. Dazu zählen Umwelt- und Klimaschutz sowie der verantwortliche Umgang mit begrenzten Ressourcen und Energie. Sowohl aus ökologischen als auch aus ökonomischen Gründen fordern unsere Kunden viel von den Forschern und Entwicklern.

 

Etwa 3.500 hervorragend qualifizierte Mitarbeiter, vorwiegend mit naturwissenschaftlicher, ingenieurwissenschaftlicher oder technischer Ausbildung, entwickeln die Innovationen unserer Produkte und Verfahren – kundenorientiert und stets mit Blick auf künftige globale Entwicklungen. Hierbei ergänzen sich die Kompetenzen der Mitarbeiter unserer verschiedenen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen auf vielfältige Weise. Synergien zwischen den unterschiedlichen Konzernbereichen im Bereich Forschung und Entwicklung werden gezielt und gewinnbringend genutzt. Eine weitere wesentliche Quelle für Innovationen sind die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden in Entwicklungspartnerschaften sowie unser breit angelegtes strategisches Netzwerk mit wissenschaftlichen Institutionen, Universitäten und Hochschulen.

 

Umweltschonende Produkte als Entwicklungsschwerpunkt

Auch im Berichtsjahr wurden bei ThyssenKrupp vielfältige Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchgeführt. Neben einem hohen Kundennutzen zieht sich aber vor allem ein Thema wie ein roter Faden durch die umfangreiche Projektlandschaft – der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen sowie die Vermeidung umweltschädlicher Emissionen. Dies gilt sowohl für Produkte und Dienstleistungen als auch für Prozesse und Verfahren.

 

35 Erfolge bei InCar

Im Rahmen des InCar-Projekts – der konzernweiten Forschungs- und Entwicklungsinitiative für Innovationen im Automobilbau – haben wir 35 neue Lösungen für Karosserie, Antriebsstrang und Fahrwerk entwickelt. Zu den Highlights gehört eine innovative Ventilsteuerung, die den Kraftstoffverbrauch beachtlich verringert. Außerdem lässt ein neuentwickeltes zweistufiges Dämpfersystem den Autofahrer je nach Wunsch zwischen komfort­betonten oder sportlich straffen Fahreigenschaften wechseln. Das InCar-System kostet rund 44 % weniger als herkömmliche kontinuierlich verstellbare Dämpfer.

 

Auch ein innovativer Vorderachsträger mit integriertem Lenkgetriebe gehört zu unseren InCar-Entwicklungen. Bislang sind Lenkgetriebe in einem separaten, mit dem Achsträger verschraubten Gehäuse untergebracht. Der neu entwickelte Träger dient einerseits zur Aufnahme des Lenkgetriebes und erfüllt gleichzeitig alle statischen Anforderungen. Dies spart 11 % Gewicht sowie 3 % Bauteil- und Fertigungskosten im Vergleich zu einem herkömmlichen Achsträger. Dieses Projekt wurde mit dem zweiten Platz in unserem diesjährigen Innovationswettbewerb ausgezeichnet.

 

Das Potenzial höherfester Stähle zeigt das im Rahmen des InCar-Projekts entwickelte Leichtbau-Chassis-Konzept LCK II. In diesem Konzept ist die Hinterachse aus Stahl bei gleicher Belastbarkeit nur 4 % schwerer als die Vergleichsbaugruppe aus Aluminium, jedoch um 50 % kostengünstiger. 11 % weniger Gewicht und verbesserte Crash-Performance bei gleich bleibenden Kosten bietet das Advanced-Door-Konzept: Hier setzen die InCar-Entwickler auf ein hochintegriertes Tür-Innenblech und eine dünne, leichte Außenhaut aus hochfestem Dualphasenstahl. In dem Innenblech sind nahezu alle Türverstärkungsteile vereinigt, so dass mehrere Einzelteile und Fügeoperationen entfallen.

 

Um dem Klimaschutz bei der Entwicklung neuer Automobile Rechnung zu tragen, ließen wir außerdem für jede neue InCar-Lösung die CO2-Emissionen analysieren. Die ganzheitliche Untersuchung umfasste nicht nur die Emissionen während der Nutzungsphase, sondern auch die Treibhausgase, die bei der Produktion entstehen. Wer als Autohersteller die aus ökologischer Sicht besten Innovationen aus dem InCar-Projekt kombiniert, kann die CO2-Emissionen pro gefahrenen Kilometer um mehr als 17 g senken. Über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs geht der Schadstoffausstoß damit um etwa 5.500 kg CO2 zurück. Die Untersuchung wurde von einem unabhängigen Institut durchgeführt; sie folgt der europäischen Norm ISO 14044 und ist durch den TÜV zertifiziert.

 

Leichter, kostengünstiger und funktionell verbessert – InCar bietet als konsequent kundenorientierte Initiative anspruchsvolle Ergebnisse, die zugleich umweltfreundlich sind. Aus diesem Baukastensystem können unsere Kunden Lösungen unmittelbar in ihre automobile Serienfertigung übernehmen.

 

Neue Werkstoffe und verbesserte Eigenschaften

Speziell für PKW-Elektromotoren haben wir einen neuen Elektrobandwerkstoff entwickelt. Er ist auf den begrenzten Bauraum sowie die hohen Drehzahlen und Temperaturen schnell drehender elektrischer Antriebe abgestimmt und ermöglicht höhere Leistungen. Damit ist er sowohl für Hybridantriebe, bei denen der Verbrennungsmotor zeitweise durch einen Elektroantrieb abgelöst wird, als auch für vollelektrische Antriebe geeignet. Der Werkstoffbedarf ist hoch: Je 10 Kilowatt Antriebsleistung benötigen diese Antriebe 2,8 kg bis 5,6 kg Elektroblech.

 

Das DOC® Dortmunder OberflächenCentrum, eines der weltweit leistungsfähigsten Entwicklungszentren für Stahl-Oberflächen, hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen BP eine neue Beschichtung entwickelt, die es den Kunden erleichtert, Stahlwerkstoffe in Umformwerkzeugen zu verarbeiten. Die im Bandbeschichtungsverfahren direkt auf das Coil aufgebrachte Oberfläche verringert die Reibung zwischen Werkzeug und Stahlwerkstoff beim Umformvorgang. Bislang notwendige Zusatzbehandlungen in den Presswerken können entfallen.

 

Höhere Qualität durch dynamische Fertigungssteuerung

Im Bereich Prozessinnovationen wollen wir die Anlagen und Fertigungsabläufe strategisch weiterentwickeln und dabei branchenweit neue Maßstäbe setzen. Unser Werkstoffkompetenzzentrum hat im vergangenen Geschäftsjahr das Pilotprojekt „Dynamische Fertigungssteuerung“ initiiert, das die Qualität unserer Werkstoffe weiter erhöhen soll. Dafür werden die verschiedenen Produktionsstufen bei der Stahlerzeugung so miteinander vernetzt, dass eventuelle Qualitätsschwankungen auf der jeweils nächsten Prozess-Stufe ausgeglichen werden können. Ein zentraler Rechner, der von den Fertigungsleitrechnern kontinuierlich Informationen erhält, steuert diesen Prozess.

 

Impulse für Leichtbau der Zukunft

Der verstärkte Einsatz von Hohlprofilen gilt als Schlüssel für den automobilen Leichtbau der Zukunft. Mit der T3-Technologie hat unser Stahlbereich ein Verfahren entwickelt, mit dem sich endkonturnahe Profile fertigen lassen. Weil diese Profile bereits weitestgehend die Form des späteren Bauteils haben, lassen sich mehrere heute noch notwendige Prozess-Schritte einsparen. Diese Technologie kann jetzt mit entsprechenden Umformwerkzeugen auch auf konventionellen Tiefziehpressen angewendet werden. Die so geformten hochgenauen Bauteile werden anschließend im Laserschweißverfahren geschlossen.

 

Unser Konzept der lasergeschweißten Tailored Products kommt auch im Bereich Grobblech zum Einsatz. Analog zu den im Automobilbau bereits erfolgreichen Tailored Blanks bestehen auch die neuen Platinen aus verschweißten Einzelblechen unterschiedlicher Sorte oder Dicke, die von vornherein auf die lokal unterschiedlichen Belastungen des späteren Bauteils zugeschnitten sind. Dadurch lassen sich sowohl das Gewicht der Bauteile als auch die Fertigungskosten verringern. Solche Grobblechplatinen werden beim Bau von Kränen und LKW sowie Erdbewegungs- und Bergbaumaschinen eingesetzt.

 

Neue Platinen aus Edelstahl und Dualphasenstahl

In einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt mehrerer Konzernbereiche ist es unseren Forschern und Entwicklern gelungen, Platinen aus Edelstahl und Dualphasenstahl mittels einer Laserschweißnaht belastungssicher zu verbinden. Die extrem schmale Schweißnaht hält sowohl dem späteren Umformen als auch den Belastungen z.B. im Crashfall stand. In einem weiteren Schritt arbeitet das Entwicklungsteam derzeit an Tailored Strips; hier handelt es sich um ein maßgeschneidertes Stahlband aus Stählen unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung für gewichts-, beanspruchungs- und kostenoptimierte Fahrzeugkomponenten.

 

Größter in Europa hergestellter Gussblock

Der Bau eines neuen Manipulators zusammen mit der neu errichteten VOD-Anlage bei ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni hat das Produktportfolio am Standort Terni auf besonders große und schwere Schmiedestücke ausgeweitet. Im November 2008 wurde nach langer Vorarbeit der größte jemals in Europa hergestellte Gussblock mit einem Gewicht von 500 t hergestellt. Die neue Technologie erhielt den dritten Preis beim ThyssenKrupp Innovationswettbewerb – eine Würdigung des besonderen Know-how der Schmiede, die vor allem Generatoren und Niederdruck-Wellen für den Energiesektor herstellt.

 

STAR Process® – neues hochproduktives Verfahren zur Propylenherstellung

Propylen dient hauptsächlich zur Herstellung von unterschiedlichen Kunststoffen, z.B. für Verpackungen, Automobilteile, technische Fasern und Konsumgüter. Traditionell fällt es als Koppelprodukt bei der Ethylen- und Kraftstofferzeugung an. Da die Nachfrage nach dem Gas aber stärker wächst als die nach Ethylen, muss Propylen gezielt hergestellt werden. Hierzu haben unsere Verfahrenstechniker den STAR Process® entwickelt, der im diesjährigen ThyssenKrupp Innovationswettbewerb den ersten Platz erreichte. Aus dem ausreichend und preiswert zur Verfügung stehenden Propan entsteht durch Wasserstoff-Abspaltung das gefragte Propylen. Die erste Anlage dieses Typs wird im Frühjahr 2010 an einen ägyptischen Kunden übergeben.

 

Brennstoffzelle für Überwasserschiffe

Hoch effiziente Brennstoffzellen können in Verbindung mit sauberen Energieträgern wie Gas, Wasserstoff oder aus Biomasse hergestellten Dieselkraftstoffen künftig Schiffe umweltfreundlich mit Energie versorgen. Nach den Erfolgen der Brennstoffzellentechnologie in der neuesten U-Boot-Generation werden jetzt im „Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ – unterstützt durch das Bundesverkehrsministerium – Brennstoffzellen verschiedener Leistungsklassen auf Überwasserschiffen erprobt. Unsere Schiffbauingenieure kümmern sich dabei um die Integration der Brennstoffzelle in die Schiffsarchitektur. Durch die Brennstoffzelle und geeignete Brennstoffe wie schwefelfreien Dieselkraftstoff lassen sich bestimmte Emissionen völlig vermeiden; der Ausstoß von Kohlendioxid geht um 25 % zurück.

 

Großwälzlager für hocheffiziente Windkraftanlagen

Der Trend bei Windkraftanlagen geht hin zu permanent schwenkenden Rotorblättern, um diese bei jeder Rotorumdrehung kontinuierlich auf die Windverhältnisse einzustellen und damit den Gesamtwirkungsgrad der Anlage zu optimieren. Wir entwickeln für diese innovativen Windenergieanlagen die entsprechenden Blattverstell-Lager, die den gestiegenen Anforderungen problemlos standhalten.

 

Nachhaltigkeit und Qualität im Aufzugsbau

Dank einer auf langfristigen Erfolg ausgelegten Innovationsstrategie hat sich Elevator eine starke Marktposition in Technologie und Qualität erarbeitet. Wir haben den Auftrag für den weltweit einhundertsten TWIN-Aufzug erhalten: Einsatzort ist ein neues Hotel in Frankfurt am Main. Technologische Präzision und Effizienz haben TWIN zu einer globalen Erfolgsgeschichte gemacht. Immer mehr Bauherren und Architekten entscheiden sich für die exklusiv von ThyssenKrupp Elevator angebotene Technik: Zwei Aufzugskabinen laufen übereinander und unabhängig voneinander in einem Schacht – das beansprucht deutlich weniger Platz und sorgt für einen großen Gewinn an Leistung und Komfort.

 

Maschinenraumloser Aufzug synergy weiterentwickelt

Neben dem erfolgreichen TWIN-System gibt es weitere technologische Highlights bei Elevator, die den Fahrkomfort der Passagiere deutlich erhöhen und die Planungen von Bauherren und Architekten vereinfachen. Dazu zählt der synergy-Aufzug. Für die zwei größten Bauprojekte Ägyptens – zwei Städtebauvorhaben in der Nähe von Kairo – liefern wir beispielsweise insgesamt 584 solcher Aufzüge, nachdem in einer ersten Bestellung bereits 364 dieser Hightech-Anlagen in Auftrag gegeben wurden. Für den europäischen Markt haben wir ein besonders leistungsfähiges Modell mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1,6 m pro Sekunde im Programm. Als Standard bei maschinenraumlosen Aufzügen galt bisher 1,0 m pro Sekunde.

 

Energieverbrauch von Aufzügen reduziert

Neben der Standardisierung von Komponenten stehen bei unseren Aufzügen vor allem neue Technologien und nachhaltige Konzepte für die Umwelt im Vordergrund. LED-Beleuchtung, Lichtabschaltung bei ruhendem Betrieb, intelligente Zielauswahlsteuerung, Sparmodus für Steuerungen – vieles lässt sich problemlos nachrüsten.

 

Unsere Entwicklungsingenieure unterstützen Bauherren in aller Welt, besonders „grüne“ Gebäude zu konzipieren. So erfüllen unsere Anlagen auf dem nordamerikanischen Markt zum Beispiel alle Kriterien für das anerkannte LEED-Zertifikat (Leadership in Energy and Environmental Design) des US Green Building Council für umweltgerechtes Bauen. Allein im Berichtsjahr lieferten wir 38 energiesparende Aufzüge für den Great American Tower in Cincinnati/Ohio sowie fünf Fahrtreppen und Aufzüge für den Wachovia First Street Office Tower in Charlotte/North Carolina. Beide Gebäude erhielten durch ihre umweltgerechten Produkte das begehrte LEED-Zertifikat.

 

Innovative Entwicklungen im Dienstleistungsportfolio

Bei unseren Dienstleistungen liegt der Innovationsschwerpunkt auf besseren Prozessen und neuentwickelten Leistungsangeboten für unsere Kunden.

 

Insbesondere in der Tiefbautechnik konnten wir neue Anwendungsfelder erschließen. Beim Bau von Windparks ist beispielsweise ein sicheres Fundament der Windkraftanlagen erforderlich. Die Belastungen sind enorm: So beträgt die Stahlmasse einer Rotoranlage im Offshore-Betrieb rund 1.000 t, wobei der Wind in einer Fläche von eineinhalb Fußballfeldern aufgefangen wird und die Drehgeschwindigkeit der Rotoren bis zu 320 km pro Stunde an den Rotorspitzen beträgt. Wir nutzen deshalb für die Tiefengründung einen speziellen Hochfrequenzvibrator; dieser gewährleistet sowohl bei Anlagen an Land als auch unter schwierigen Witterungsverhältnissen auf See hervorragende Ergebnisse für die sichere Verankerung der Türme.

 

Ein weiteres innovatives Dienstleistungsangebot ist die Modernisierung von konventionellen Kraftwerken. Wir steigern den Wirkungsgrad und reduzieren gleichzeitig den Schadstoffausstoß. Insbesondere gehen die CO2-Emissionen zurück. Dank des neuen modularen Retrofitting-Konzeptes, in dem sich unser vorhandenes Know-how bündelt, können wir jetzt die Anforderungen der Kunden maßgeschneidert und trotzdem mit einem standardisierten Konzept realisieren. Die Umbauzeiten verkürzen sich beachtlich, und die Investitionssumme sowie die Betriebskosten sind niedriger. Vor allem aber verbessern sich Energieeffizienz und Schadstoffemissionen. Dieses Projekt erhielt den diesjährigen Sonderinnovationspreis Umwelt unseres Konzerns.

 

Mitarbeiter

 

Für unsere Kunden, Lieferanten und übrigen Geschäftspartner verleihen sie dem Konzern ein Gesicht: Nahezu 190.000 Mitarbeiter entwickeln, produzieren und verhandeln tagtäglich im Namen von ThyssenKrupp, um Kunden in aller Welt innovative Produkte und attraktive Leistungen bieten zu können. Der Konjunkturabschwung machte zwar auch bei uns Kurzarbeit und Stellenabbau notwendig. Aber wir konnten die Belegschaftsstärke sozialverträglich anpassen und die Ausbildung von Jugendlichen weiterhin auf einem hohen Niveau halten.

 

MITARBEITER NACH SEGMENTEN

 

30.09.2005

30.09.2006

30.09.2007

30.09.2008

30.09.2009

Steel

39.828

38.840

39.559

41.311

39.156

Stainless

12.201

12.197

12.182

12.212

11.755

Technologies

56.448

54.757

54.762

54.043

49.056

Elevator

34.151

36.247

39.501

42.992

42.698

Services

35.067

40.163

43.012

46.486

43.235

Corporate

8.237

5.382

2.334

2.330

1.595

Konzern

185.932

187.586

191.350

199.374

187.495

 

 

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Belegschaftsentwicklung: Mitarbeiterzahl rückläufig

Vor dem Hintergrund der schlechten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist die Zahl der Mitarbeiter deutlich zurückgegangen. ThyssenKrupp beschäftigte am 30. September 2009 187.495 Mitarbeiter in aller Welt – 11.879 oder 6 % weniger als zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Mit Ausnahme von Elevator, wo die Belegschaftsstärke nahezu konstant blieb, gab es in den übrigen Segmenten zum Teil erhebliche Stellenkürzungen.

 

In Deutschland verringerte sich im Vergleich zum 30. September 2008 die Mitarbeiterzahl um 5 % auf 81.229. In den übrigen Ländern sank die Belegschaft um 7 % auf 106.266.

 

MITARBEITER NACH REGIONEN

 

30.09.2005

30.09.2006

30.09.2007

30.09.2008

30.09.2009

Deutschland

87.141

84.052

84.999

85.097

81.229

Übrige EU

40.009

39.688

41.522

42.503

38.252

Amerika

44.346

46.240

44.228

47.561

42.897

Asien/Pazifik

10.369

11.956

14.890

17.881

18.481

Übrige Länder

4.067

5.650

5.711

6.332

6.636

Weltweit

185.932

187.586

191.350

199.374

187.495

 

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Der Personalaufwand betrug 2008/2009 knapp 9,7 Mrd € und blieb damit in der Größenordnung des Vorjahres. Die unten stehende Grafik zeigt die Entwicklung der letzten fünf Jahre:

 

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Kurzarbeit: Wichtiges personalpolitisches Instrument in der Krise

Die Schärfe der Auftragseinbrüche, die mit Beginn des Berichtsjahres gleich mehrere Segmente des Konzerns trafen, erforderte von uns eine Anpassung an die neue Lage mit personalpolitischen Instrumenten. Guthaben auf Arbeitszeitkonten sowie Resturlaubsansprüche halfen, die Unterauslastung in den Werken abzufedern. Zudem schränkten die Konzernunternehmen den Einsatz von Fremdkräften ein. Doch dies reichte nur in den ersten Wochen.

 

Es ist Teil der Unternehmenskultur bei ThyssenKrupp, die in Krisenzeiten erforderlichen Anpassungsmaßnahmen mit hoher Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern vorzunehmen. Strukturell notwendiger Personalabbau wird sozialverträglich umgesetzt. Konjunkturelle Beschäftigungsprobleme sollen mit Hilfe aller zur Verfügung stehenden Flexibilisierungsinstrumente gelöst werden, um Kündigungen möglichst zu vermeiden. Viele Unternehmen des Konzerns haben daher im vergangenen Geschäftsjahr für ihre Beschäftigten Kurzarbeit eingeführt.

 

2008/2009 waren durchschnittlich ca. 20.000 ThyssenKrupp Mitarbeiter weltweit in Kurzarbeit, davon etwa 7.300 Mitarbeiter im Ausland. Den Schwerpunkt bildete das Segment Steel mit nahezu 8.000 Mitarbeitern – etwa 21 % aller im Segment Beschäftigten. Bei Stainless arbeiteten 1.500 Mitarbeiter kurz. Das entspricht einem Belegschaftsanteil von über 13 %. Bei Technologies konnten in den vergangenen Monaten etwa 8.400 Mitarbeiter nur mit reduzierter Arbeitszeit beschäftigt werden, das waren 17 % der Belegschaft. Im Segment Elevator waren erfreulicherweise lediglich 150 Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen, also weniger als 1 % der Belegschaft. Im Segment Services arbeiteten innerhalb dieses Geschäftsjahres rund 1.900 Beschäftigte kurz (4 % der Belegschaft).

 

Den Höchststand erreichte die Kurzarbeit im April 2009, als 38.000 Mitarbeiter nur mit reduzierter Arbeitszeit beschäftigt wurden. Danach konnten wir die Zahl zurückfahren. Insgesamt waren 2008/2009 weltweit rund 49.000 Mitarbeiter zeitweise von Kurzarbeit betroffen.

 

ThyssenKrupp war und ist bestrebt, die betroffenen Mitarbeiter in den Kurzarbeitszeiten – wo sinnvoll und möglich – weiter zu qualifizieren. Unsere Konzernunternehmen haben dafür trotz hoher administrativer Hürden ganz verschiedene Lösungen erarbeitet. Während in den Bildungszentren von ThyssenKrupp Steel allein in den Monaten April und Mai 2009 tausende Qualifizierungsschichten mit internem Personal stattfanden, arbeiteten kleine Unternehmen beispielsweise aus dem Segment Services verstärkt mit externen Anbietern zusammen. Zusätzlich nutzten betroffene Unternehmen intensiv unsere Konzernplattform für E-Learning, um ihre Mitarbeiter weiterzubilden.

 

Start ins Berufsleben für fast 1.400 Jugendliche

Jungen Menschen eine Chance zur Berufsausbildung zu geben, hat bei ThyssenKrupp traditionell einen hohen Stellenwert. Rund 170 hauptberufliche Ausbilder und zahlreiche Ausbildungsverantwortliche engagieren sich dafür, dass fast 1.400 Auszubildende erfolgreich ins Berufsleben starten können.

 

Seit Jahrzehnten bilden unsere Konzernunternehmen über den eigenen Bedarf hinaus aus, damit möglichst viele Jugendliche die Chance einer Berufsausbildung haben. Mit 6 % konnte die ohnehin hohe Ausbildungsquote, also das Verhältnis zwischen der Zahl der Auszubildenden und der Konzernbelegschaft in Deutschland, im abgeschlossenen Geschäftsjahr nochmals gesteigert werden. Qualitativ hochwertige und praxisnahe Ausbildungsinhalte verbessern die späteren Berufsaussichten der Jugendlichen.

 

Rund 80 % der Ausgebildeten erhielten nach bestandener Prüfung von einem ThyssenKrupp Unternehmen ein Arbeitsplatzangebot. Wer in der Metall- bzw. Stahlindustrie ausgebildet wird, profitiert gerade in Krisenzeiten von den tarifvertraglich verankerten ein- bzw. zweijährigen Übernahmegarantien im Ausbildungsbetrieb. Um diese Garantien einhalten zu können, bedarf es in den von Unterauslastung stark getroffenen Unternehmen einer Fülle kreativer Ideen. Hier setzt beispielsweise ein deutschlandweit einmaliges Pilotprojekt von ThyssenKrupp Nirosta an: 100 junge Nachwuchskräfte, für die wegen der dramatischen Auftragseinbrüche keine Arbeit mehr vorhanden ist, arbeiten ein Jahr lang kurz („Kurzarbeit Null“). Sie verbringen diese Zeit jedoch nicht zu Hause, sondern qualifizieren sich im Unternehmen weiter und werden so fit gemacht für zukünftige berufliche Herausforderungen.

 

Beteiligung am Ausbildungspakt

ThyssenKrupp beteiligte sich auch 2008/2009 am Nationalen Pakt für Ausbildung. Wir haben 50 zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen und über 40 Plätze zur Einstiegsqualifizierung angeboten. Mehr als 60 % der Jugendlichen, die bisher eine Einstiegsqualifizierung absolvierten, haben anschließend einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Dieser Erfolg ist vor allem der intensiven fachlichen und sozialpädagogischen Betreuung der Teilnehmer durch ThyssenKrupp Ausbilder zu verdanken.

 

Altersteilzeit und betriebliche Altersversorgung

Altersteilzeit als Blockmodell beliebt

Im Konzern befanden sich Ende September 2009 4.170 Mitarbeiter in Altersteilzeit, von denen fast alle das sogenannte Blockmodell – erste Hälfte Arbeitsphase, zweite Hälfte Freistellungsphase – nutzten. Die Altersteilzeit ist für die Mitarbeiter ebenso attraktiv wie für unser Unternehmen: Sie ermöglicht den Mitarbeitern, gleitend in den Ruhestand überzugehen, und erlaubt dem Konzern einen zügigen Wandel in der Alters- und Qualifikationsstruktur. Über die Anzahl in den einzelnen Segmenten unterrichtet die unten stehende Tabelle:

 

MITARBEITER IN ALTERSTEILZEIT NACH SEGMENTEN am 30. September 2009

 

Arbeitsphase

Freistellungsphase

gesamt

Steel

1.002

890

1.892

Stainless

226

150

376

Technologies

629

797

1.426

Elevator

106

71

177

Services

119

116

235

Corporate

31

33

64

Konzern

2.113

2.057

4.170

 

Moderne betriebliche Altersversorgung

Immer mehr werden sich die Mitarbeiter der Bedeutung der betrieblichen Altersversorgung bewusst. Dazu hat eine Vielzahl gesetzlicher Änderungen in den vergangenen Jahren beigetragen, sei es späteres Renteneintrittsalter, gestiegener Bedarf für private Vorsorge im Alter oder geringere Leistungen aus dem gesetzlichen Rentensystem. Die betriebliche Altersversorgung bei ThyssenKrupp ist ein maßgebliches Element der Vergütungspolitik. Bereits vor Jahren wurden deshalb die Instrumente neu ausgerichtet und aktuell gestaltet. Heute werden arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierte Altersversorgung miteinander kombiniert, wobei die Mitarbeitervorsorge vom Arbeitgeber noch zusätzlich honoriert wird. Die angebotene Auswahl zur mitarbeiterfinanzierten Altersvorsorge deckt das gesamte steuerlich geförderte Spektrum ab. Besonders beliebt sind die konzernspezifischen, auf Bruttoentgeltumwandlung basierenden Vorsorgeprodukte. ThyssenKrupp sichert die Altersversorgungsansprüche seiner Mitarbeiter und Rentner entsprechend den gesetzlichen Vorschriften und ergänzt dieses Sicherheitskonzept durch eine zusätzliche Absicherung der besonders schützenswerten arbeitnehmerfinanzierten Altersversorgung.

 

Hochschulen und akademischer Nachwuchs

In unserem Hochschulmarketing haben wir die Kontakte zu Studierenden intensiviert und die Informationsmöglichkeiten über die Karrierechancen im Konzern ausgeweitet.

 

Das neu gestaltete Karriereportal im Internet informiert attraktiv über Berufseinstieg, Veranstaltungen und Entwicklungsmöglichkeiten im Konzern. Durch Multimediatechnik unterstützt surfen Interessierte durch die Internetseiten, die mit konkreten Erfahrungsberichten, Videos und gezielten Informationen Tätigkeiten und Aufgaben im Konzern beschreiben. Der Erfolg dieser Neugestaltung wird international anerkannt; im aktuellen Ranking des Marktforschungsunternehmens Potentialpark hat unser Karriereportal Platz 4 erreicht.

 

Außerdem hat das neue Bewerbermanagementsystem den Bewerbungsprozess entscheidend verbessert. Durch neue Funktionen ermöglicht es dem Bewerber eine transparente, professionelle und schnelle Bewerbung. Alle ThyssenKrupp Gesellschaften in Deutschland nutzen erfolgreich dieses neue System.

 

Eine intensive Bindung zu hervorragenden Studierenden halten wir mit unseren Einstiegsprogrammen, wie dem Praktikantenbindungsprogramm NEXT GENERATION und dem Doktorandenprogramm YOUR INNOVATION. Bis zu 120 talentierte Ingenieure und Betriebswirte werden mit umfassenden Maßnahmen gefördert und auf einen Einstieg in unseren Konzern vorbereitet.

 

Auch bei unseren erfolgreichen Kooperationen mit technischen Hochschulen in Deutschland, z.B. Aachen, Berlin, Bochum, Dortmund, Dresden, Freiberg und Hamburg-Harburg, und auch in anderen Ländern halten wir engen Kontakt zu aussichtsreichen Studierenden und vermitteln das ganze Spektrum an Entwicklungsmöglichkeiten im Konzern. Im Rahmen des Hochschulkarrierezentrums femtec werden im einzigartigen Kooperationsverbund ambitionierte und talentierte Studentinnen der Ingenieur- und Naturwissenschaften gefördert. Als konkreter Ansprechpartner bereiten wir diese jungen Menschen nicht nur auf die berufliche Praxis und die zukünftigen Aufgaben vor, sondern wir wollen auch für die Chancen der Technik und der technischen Berufe begeistern und motivieren. In Exkursionen zeigen wir beispielsweise die ganze Bandbreite der herausfordernden Arbeitsgebiete und stellen erste Kontakte her.

 

Weltweites Engagement für den Arbeitsschutz

Für ThyssenKrupp sind Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter neben der Qualität der Erzeugnisse und dem wirtschaftlichen Erfolg ein gleichrangiges Unternehmensziel. Um den Arbeitsschutz stetig zu verbessern, bündeln wir alle Anstrengungen und Maßnahmen in der konzernweiten Initiative "Null Unfälle“. 2008/2009 lag einer der Schwerpunkte im internationalen Erfahrungsaustausch, beispielsweise mit Italien, Großbritannien, China und den USA.

 

Unser Engagement für den Arbeitsschutz hat auch im Berichtsjahr wieder die Unfallzahlen im Konzern zurückgehen lassen. Die Anzahl der Unfälle ist gegenüber dem Vorjahr weltweit um 22 % gesunken. Auch in Deutschland war der Trend positiv; hier betrug der Rückgang 20 %.

 

Die vielen erfolgreichen Aktivitäten des Arbeitsschutzes stehen jedoch im Schatten mehrerer tragischer Arbeitsunfälle, durch die im Berichtsjahr acht Mitarbeiter tödlich verletzt wurden. Vorstand und Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG und alle Mitarbeiter trauern um diese Kollegen. Unser besonderes Mitgefühl gilt den Angehörigen.

 

ThyssenKrupp PerspActive ausgebaut

Die Motivation und die Kompetenzen unserer Führungskräfte sind entscheidend dafür, wie gut sich ThyssenKrupp im globalen Wettbewerb positioniert und auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet ist. Deshalb haben wir unser Führungskräfteentwicklungskonzept Thyssen­Krupp PerspActive im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter erfolgreich umgesetzt und ausgeweitet.

 

Kern des Konzepts ist eine systematische, konzernweit nach einheitlichen Regeln durchgeführte Bewertung. Im Berichtsjahr wurde erstmals die gesamte Zielgruppe von ThyssenKrupp PerspActive – etwa 2.000 Führungskräfte – einheitlich nach Performance, Potenzial und Managementkompetenzen durch die jeweiligen Vorgesetzten bewertet. Dabei hat sich das neue Bewertungs- und Entwicklungssystem für Führungskräfte bewährt: Vorgesetzte können ein intranetbasiertes Führungskräfte-Informationssystem nutzen, das eine Online-Bewertung ermöglicht und darüber hinaus bei der Planung der nächsten Entwicklungsschritte unterstützt. Dies verstärkt Transparenz und Vergleichbarkeit, fördert den konzernweiten Austausch und dient als Basis einer strategischen Führungskräfteentwicklung.

 

Gezielte Entwicklung von Potenzialträgern

Eine nachhaltige Führungskräfteentwicklung muss sicherstellen, dass ThyssenKrupp auch in Zukunft über ein qualitativ hochwertiges und quantitativ ausreichendes Team auf allen Führungsebenen verfügt. Daher sind Identifikation und gezielte Entwicklung von Potenzialträgern für die zukünftige Besetzung von Schlüsselpositionen im Konzern wesentlich. Im Berichtsjahr hatten etwa 20 Top-Nachwuchskräfte in der neu geschaffenen „Landsberg-Runde“ Gelegenheit, mit drei Konzernvorständen zu diskutieren. Weiterhin fanden Treffen der Segmentvorstandsvorsitzenden mit ausgewählten Kandidaten aus anderen Konzernbereichen statt. Sie zielten insbesondere darauf ab, die bereichsübergreifende Kommunikation und das gegenseitige Kennenlernen zu stärken. Darüber hinaus wurden erstmals sogenannte „PerspActive Talents“ benannt, um durch den Aufbau einer „Talent-Pipeline“ die zielgerichtete und schnelle Entwicklung vielversprechender Talente zu fördern.

 

General Management und Leadership Training als Academy-Schwerpunkte

Als strategische Konzerninitiative hat die ThyssenKrupp Academy erfolgreich die Managementkompetenzen unserer Top-Führungskräfte gestärkt und Potenzialkräfte auf die Übernahme anspruchsvoller Aufgaben vorbereitet. Fast 800 Führungskräfte nahmen 2008/2009 an den Programmen teil, so dass die Academy seit ihrer Gründung 2006 insgesamt rund 3.200 Teilnehmer zählte. Den Schwerpunkt der 54 Programme des letzten Jahres bildeten die Themen General Management und Leadership Training; insgesamt wurden 2.700 Teilnehmertage gestaltet.

 

Unsere Führungskräfte schätzen die individualisierte Förderung im Rahmen der Academy. Alle Programmbewertungen zeigen, dass die Angebote im Hinblick auf Qualität, Durchführung und Relevanz der Inhalte den hohen Ansprüchen und den Herausforderungen der Führungskräfte entsprechen. Darüber hinaus dient die Academy dem Konzern als Umsetzungspartner von Konzernstrategien und daraus abgeleiteten Initiativen.

 

Als Antwort auf knappere Ressourcen hat die Academy ihr ursprünglich geplantes Programmangebot im Berichtsjahr zeitnah reduziert. Wir haben sowohl die Häufigkeit als auch die Länge einzelner Programme, aber auch Inhalte, Lernarchitekturen, Veranstaltungsorte und die Zahl der Mitarbeiter angepasst, um Kosten zu sparen.

 

Die Academy ist in kürzester Zeit zu einem wichtigen Ort des Lernens, des Wissensmanagements und der Netzwerkbildung im Konzern geworden. Dieser Weg soll fortgesetzt werden.

 

Zielgruppengerechte und erfolgsorientierte Vergütungssysteme

Um Mitarbeiter und Führungskräfte zu gewinnen und erfolgreich zu motivieren, ist eine attraktive Vergütung wichtig. Neben Festgehältern, die durch Tarif- oder individuellen Arbeitsvertrag geregelt werden, erhalten die verschiedenen Zielgruppen im Konzern zusätzliche erfolgsorientierte Vergütungsbestandteile. So gewähren viele Konzernunternehmen ihren Mitarbeitern bei gutem wirtschaftlichem Ergebnis unternehmensbezogene Sonderzahlungen. Im Bereich der Leitenden und der außertariflich bezahlten Angestellten enthält die Vergütung einen variablen Anteil, der von der individuellen Leistung und dem Unternehmenserfolg abhängt. Die ausländischen Belegschaften profitieren von attraktiv gestalteten Vergütungssystemen, die den jeweiligen landesspezifischen Regeln entsprechen.

 

Für die oberen Führungsebenen wurde der im Jahr 2003 eingeführte Mid Term Incentiveplan erneut aufgelegt, dessen Entwicklung sich am Kurs der ThyssenKrupp Aktie sowie am ThyssenKrupp Value Added über einen dreijährigen Performance-Zeitraum orientiert.

 

 

  Risikobericht

Unser umfassendes Risikomanagementsystem hat sich auch im wirtschaftlich schwierigen abgelaufenen Geschäftsjahr bewährt. Durch die transparente Aufbereitung der Einzelrisiken können wir unsere Risikosituation angemessen steuern. Alle Risiken sind aus heutiger Sicht begrenzt und überschaubar; der Bestand des Unternehmens ist auch künftig gesichert.

 

Effiziente Organisation des Risikomanagements

Risikopolitik als Teil der Unternehmensstrategie

Die Unternehmensstrategie ist Basis für die Risikopolitik bei ThyssenKrupp. Die Risikopolitik ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern.

 

Die Risikostrategie berücksichtigt die Risiken und die mit ihnen verbundenen Chancen. Wo der Konzern Kernkompetenzen besitzt, gehen wir bewusst überschaubare und beherrschbare Risiken ein, wenn gleichzeitig ein angemessener Ertrag zu erwarten ist. Risiken in anderen Bereichen verlagern wir dagegen bei Bedarf auf andere Risikoträger. Darüber hinaus werden Risiken möglichst vermieden. Insgesamt ist sichergestellt, dass der Konzern die eingegangenen Risiken vollständig abdecken kann.

 

ThyssenKrupp hat die Rahmenbedingungen für ein ordnungsgemäßes und zukunfts­gerich­tetes Risikomanagement in den Grundsätzen für das Risikomanagement und im Handbuch „Risikomanagement des Konzerns“ dokumentiert. Dort sind verbindliche Vorgaben und Spielregeln zur Risikoerfassung und -steuerung formuliert. So gelten gegenüber Lieferanten, Kunden und anderen Geschäftspartnern die Grundsätze der Fairness und Verantwortung. Spekulationsgeschäfte oder sonstige Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind grundsätzlich verboten. Ob diese Grundsätze eingehalten werden, prüfen wir durch regelmäßige Kontrollen. Zudem tragen zahlreiche und wiederholte Schulungen dazu bei, dass sich alle Mitarbeiter immer der Regeln bewusst sind.

 

Risikomanagementsystem im Konzern etabliert

Das vom Vorstand der ThyssenKrupp AG für den gesamten Konzern eingeführte Risikomanagementsystem hat sich als effizient bewährt. Jeder Konzernmitarbeiter ist angehalten, sich im Rahmen der ihm übertragenen Verantwortung risikobewusst zu verhalten. Unmittelbar verantwortlich für die Früherkennung und Steuerung von Risiken sind die jeweiligen operativen Vorgesetzten. Die nächsthöheren Führungsebenen stellen die Kontrolle der Risiken sicher.

 

In einem eingespielten Bottom-up-Prozess informieren die Konzernunternehmen in Risikoinventuren mit abgestuften Schwellenwerten über den aktuellen Status von bedeutenden Risiken. Dabei werden die Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet und klassifiziert. Zu jedem Risiko werden Maßnahmen zur Reduzierung aufgeführt; die Frühwarnindikatoren werden regelmäßig aktualisiert und mit den Verantwortlichen erörtert. Systematisch und transparent aufbereitet werden die Daten zu den materiellen Konzernrisiken dem Vorstand der ThyssenKrupp AG vorgelegt, der über aktuelle Risikoentwicklungen auch in den alle zwei Wochen stattfindenden Vorstandssitzungen berät. Ad-hoc-Risiken und eingetretene Schäden werden bei Eilbedürftigkeit unabhängig von den normalen Berichtswegen unmittelbar kommuniziert.

 

Durch Audits der Konzernrevision im In- und Ausland haben wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Einhaltung der Vorgaben des Risikomanagementsystems in den Konzernunternehmen geprüft. Die Erkenntnisse aus diesen Audits halfen, die Früherkennung und Steuerung der Risiken weiter zu verbessern. Außerdem entwickeln wir kontinuierlich die Instrumente und Methoden weiter, Risiken zu erfassen und zu steuern. Damit können wir die Konzernrisiken besser standardisiert und strukturiert verwalten, die manuellen Tätigkeiten im Risikomanagementprozess verringern und die Qualität der Informationsinhalte erhöhen. Die Entscheidung, das zentrale Risikomanagement im Rahmen der Neuorganisation im Corporate Center Controlling der ThyssenKrupp AG anzusiedeln, wird die Verzahnung mit den Planungs- und Reportingprozessen weiter fördern.

 

Chancen und Risiken im Ausgleich

Allen von uns eingegangenen Risiken stehen angemessene Chancen gegenüber, die wir systematisch identifizieren, bewerten, steuern und kontrollieren. Einzelheiten können Sie in unserem Kapital „Nachtags-, Chancen- und Prognosebericht“ nachlesen. Zur Deckung der Risiken aus strategischen Entscheidungen treffen wir im erforderlichen Maße Risikovorsorge.

 

Risikotransfer durch zentralen Dienstleister

ThyssenKrupp Risk and Insurance Services als zentraler Dienstleister übernahm 2008/2009 wie in den Jahren zuvor den Risikotransfer auf Versicherer und schloss die notwendigen Konzernversicherungsverträge ab. In Schadensanalysen wird das Risikopotenzial regelmäßig bewertet und entsprechend der Versicherungsschutz gestaltet. Insbesondere bei einigen Produktionsanlagen für Stahl und Edelstahl bestehen bei den Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen Selbstbehalte in beachtlicher Höhe, so dass ein Schadensfall die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich beeinträchtigen könnte. Das Risiko des Ausfalls eines Versicherers wird dadurch erheblich eingeschränkt, dass wir Risiken auf viele Versicherer verteilen und grundsätzlich nur solche Versicherer auswählen, die ein Rating von mindestens A- vorweisen können.

 

Um die Risikoprävention weiterzuentwicklen und zu optimieren, bestehen für alle Konzernunternehmen verbindliche Standards. An diesen Prozessen sind Experten aus allen Teilen des Konzerns unter Leitung von ThyssenKrupp Risk and Insurance Services beteiligt. Interne und externe Audits prüfen regelmäßig, ob diese Standards eingehalten werden.

 

Zentrale Risikofelder

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den zentralen Aufgaben der ThyssenKrupp AG als Konzernführungsgesellschaft zählt es, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren, zu lenken und die finanzielle Unabhängigkeit von ThyssenKrupp sicherzustellen. Dazu optimieren wir die Konzernfinanzierung und begrenzen die finanzwirtschaftlichen Risiken. Fortlaufende Überprüfungen und intensive Kontrollen minimieren die Risiken auf den einzelnen finanzwirtschaftlichen Risikofeldern.

 

Kreditrisiko (Ausfallrisiko): Wir schließen Finanzinstrumente im Finanzierungsbereich grundsätzlich nur mit solchen Kontrahenten ab, die über eine sehr gute Bonität verfügen bzw. einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. Dabei werden zur weiteren Risikominimierung Geschäfte nur im Rahmen vorgegebener Kontrahentenlimite getätigt. Außenstände und Ausfallrisiken werden von den Konzernunternehmen fortlaufend überwacht; teilweise sind sie zusätzlich über Warenkreditversicherungen abgesichert. Besonders intensiv beobachten wir die Bonität von Großkunden.

 

Liquiditätsrisiko: Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherstellen zu können, halten wir auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vor. Das Cash-Pooling sowie externe Finanzierungen konzentrieren sich vorwiegend auf die ThyssenKrupp AG sowie spezielle Finanzierungsgesellschaften. Im Rahmen des Cash-Pooling werden die Mittel bedarfsgerecht intern an Konzerngesellschaften weitergeleitet.

 

Marktrisiko: Eine Reihe von Maßnahmen begrenzt die Schwankungen der Zeitwerte oder künftiger Zahlungsströme aus originären oder derivativen Finanzinstrumenten wegen Marktänderungen, oder sie schaltet diese ganz aus. Hierzu gehören im Wesentlichen außerhalb der Börse gehandelte Devisentermingeschäfte, Zins-/Währungsderivate und Warenterminge­schäfte mit Banken und Handelspartnern. Die Warenpreise werden darüber hinaus auch durch börsengehandelte Futures abgesichert. Außerdem überwachen wir umfassend den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, wobei die Kontrollen auf Basis von Richtlinien im Rahmen des regelmäßigen Reporting erfolgen.

Währungsrisiko: Um die Risiken aus der Vielzahl unserer Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen – vor allem in US-Dollar – zu begrenzen, haben wir konzerneinheitliche Richtlinien für das Devisen­management entwickelt. Grundsätzlich müssen alle Gesellschaften des Konzerns Fremd­währungspositionen im Zeitpunkt ihrer Entstehung sichern; Unternehmen mit Sitz im Euroraum sichern grundsätzlich über unsere zentrale Clearing-Stelle. Translationsrisiken – also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen – werden grundsätzlich nicht abgesichert.

 

Zinsrisiko: Wir haben 2008/2009 wie in den Vorjahren Liquidität an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen – überwiegend im Euro- und US-Dollar-Raum – und mit unterschiedlichen Laufzeiten beschafft. Teilweise sind die hieraus resultierenden Finanz­schulden sowie unsere Geldanlagen dem Risiko ausgesetzt, dass sich die Zinsen ändern. Für die Steuerung erstellen wir deshalb regelmäßig Zinsanalysen, deren Ergebnisse in unser Risikomanagement­system einfließen.

 

Warenpreisrisiko: Je nach Marktsituation können die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energie erheblich schwanken. Dieses Preisrisiko minimieren wir zum einen durch langfristige Lieferverträge – beispielsweise für Erz, Kohle und Koks. Zum anderen setzen einige Konzernunternehmen derivative Finanzinstrumente – im Wesentlichen Warentermingeschäfte – ein, um Risiken aus schwankenden Rohstoffpreisen, insbesondere für Nickel und Kupfer, abzusichern. Für den Abschluss solcher Finanzinstrumente gelten strenge Richtlinien.

 

Details über diese Risikofelder stehen im Anhang zum Konzernabschluss unter Nr. 30.

 

Risiken aus Käufen, Verkäufen und Restrukturierungen

Bei Restrukturierungsmaßnahmen sowie dem Verkauf oder Erwerb von Grundstücken, Unternehmen oder sonstigen Geschäftsaktivitäten können Risiken entstehen. Für wahrscheinliche Risiken in diesem Zusammenhang haben wir entsprechende bilanzielle Vorsorge getroffen.

 

Auftrags- und Absatzrisiken

Die Abwicklung von Großaufträgen ist mit Risiken verbunden. Technische Probleme sowie Qualitätsprobleme mit Unterlieferanten können zu höheren Kosten als geplant führen sowie Terminüberschreitungen verursachen. Auch hier verbessern wir kontinuierlich unsere Steuerungsinstrumente, um diese Risiken zu begrenzen. Durch sorgfältige Auswahl der Kunden, einen ständigen Kontakt und zeitnahe Zahlungen nach Baufortschritt minimieren wir das Risiko, dass es zu Zahlungsausfällen kommt.

 

Als weltweit tätiger Konzern ist ThyssenKrupp in besonderem Maße von der internationalen Konjunkturentwicklung abhängig. Diesen Marktrisiken begegnen wir mit einem Bündel von Maßnahmen. Intensiv und kontinuierlich beobachten wir die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Länder und Handelsströme, um die Absatzrisiken möglichst gering zu halten. Bei Bedarf kürzen wir beispielsweise unsere Produktionen und passen die Kapazitäten an. Unsere internationale Präsenz macht uns weitgehend unabhängig von regionalen Krisen. Dank der stark differenzierten Produkt- und Kundenstruktur sind unsere Absatzrisiken auf Teilmärkte begrenzt.

 

ThyssenKrupp ist von der beträchtlichen weltweiten Abschwächung der Automobilindustrie, die zu unseren Hauptkunden gehört, betroffen. Die verschlechterte Bonität einzelner Großabnehmer birgt Forderungsausfallrisiken, denen wir mit einem effektiven Debitorenmanagement begegnen. Die Absatzrisiken sind im Einzelnen im folgenden Abschnitt „Spezifische Risiken unserer Aktivitäten“ beschrieben.

 

Beschaffungsrisiken

Steigenden Preisen auf der Beschaffungsseite begegnet ThyssenKrupp, indem die höheren Kosten möglichst in den Produktpreisen weitergegeben werden. Unser Einkauf sucht darüber hinaus weltweit ständig alternative und kostengünstige Lieferanten. Eine strukturierte Beschaffung auf dem Strommarkt sowie langfristige Erdgasverträge reduzieren die Risiken auf den Energiemärkten.

 

Um die Risiken von Lieferausfällen zu begrenzen, wählen wir unsere Lieferanten sorgfältig aus. Eine geografische Streuung der Aufträge macht uns unabhängiger von regionalen Lieferengpässen und hilft, bei lokalen Lieferschwierigkeiten auf Beschaffungsalternativen auszuweichen. Einzelheiten zu unserem Beschaffungsmanagement finden Sie im Kapitel „Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern“.

 

Rechtliche Risiken aus Klagen und Ansprüchen Dritter

In den Bereichen Kartellrecht und Umweltrecht können sich rechtliche Risiken aus Klagen ergeben. Ebenso sind Schadensersatzklagen aus Produkthaftung denkbar, die wir aber durch qualitativ hochwertige Produkte minimieren.

 

Darüber hinaus haben Vertragspartner aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen Ansprüche gegen ThyssenKrupp erhoben. Wo wahrscheinlich ist, dass einzelne Ansprüche zu Zahlungsverpflichtungen führen werden, wurden dafür Rückstellungen gebildet.

 

Unser striktes Compliance-Programm reduziert auf allen Konzernebenen das Risiko, dass gegen Kartell- und Korruptionsrecht sowie gegen die darauf beruhenden internen Richtlinien verstoßen wird. Wir überprüfen und entwickeln dazu regelmäßig das interne Regelwerk und die eigene Compliance-Organisation weiter. In umfassenden Schulungen und Online-Kursen werden unsere Mitarbeiter über die Compliance-Anforderungen, Verstoßrisiken und möglichen Sanktionen unterrichtet. Mehr als 2.500 Thyssen Krupp Mitarbeiter weltweit nahmen 2008/2009 an Präsenzschulungen teil. Die Weiterbildungslehrgänge zum Thema Compliance haben wir durch ein konzernweites interaktives E-Learning-Programm ergänzt, das in einer Vielzahl von Sprachen angeboten wird. Allein im Berichtsjahrabsolvierten weltweit 22.000 Mitarbeiter Online-Schulungen zum Kartellrecht und 28.000 Mitarbeiter zum Thema Anti-Korruption. ThyssenKrupp duldet keine Verstöße gegen geltendes Recht und Richtlinien.

 

Über schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadensersatzansprüche informieren wir unter Anhang-Nr. 29.

 

Regulatorische Risiken

Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen können Risiken für unser Geschäft zur Konsequenz haben, unsere Kosten erhöhen und unsere Absatzmöglichkeiten einschränken. Auch geänderte Wettbewerbsbestimmungen auf Teilmärkten können uns Nachteile bringen. Durch intensive Information stellen wir sicher, dass wir rechtzeitig auf solche Änderungen reagieren können. In engen Arbeitskontakten mit den relevanten Institutionen versuchen wir außerdem darauf hinzuwirken, dass Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen nicht den Wettbewerb verzerren.

 

Für die Härtefallregelung nach dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien bestehen geänderte Kriterien an die Definition eines selbstständigen Unternehmensteils, die zu Mehrbelastungen bei den Stromkosten führen können.

 

Umweltschutzrisiken

Durch unsere Produktionsprozesse sind wir verfahrensbedingt Risiken ausgesetzt, Luft und Wasser zu verunreinigen. Intensive und kontinuierliche Umweltschutzmaßnahmen und umweltschonende Investitionen in unseren Produktionsbetrieben tragen dazu bei, die Umwelt möglichst wenig zu belasten und die Ressourcen nachhaltig zu schonen. Darüber hinaus vermindert die hohe Anzahl von Konzernunternehmen mit zertifizierten Umweltmanagementsystemen die Gefahr von Umweltschäden. Weitere Einzelheiten zum Umweltschutz bei ThyssenKrupp sind im Kapitel „Nachhaltigkeit und Umweltschutz“ nachzulesen.

 

Für einige Grundstücke in unserem Portfolio bestehen aus früheren Geschäftsaktivitäten Altlasten- und Bergschädenrisiken. Diesen Risiken begegnen wir durch vorbeugende Maßnahmen und planmäßige Sanierungsarbeiten, für die wir auch im Berichtsjahr Rückstellungen im bilanziell erforderlichen Ausmaß gebildet haben.

 

Emissionsrechtsrisiken aus EU-Vorhaben

Die Pläne der Europäischen Kommission zur zunehmenden Versteigerung der Emissionsrechte für CO2 in Auktionen ab 2013 bedeuten Risiken für unsere Produktionskosten. Der politische Diskussionsprozess darüber wird von uns intensiv beobachtet. Als energieintensiver Industrie- und Dienstleistungskonzern könnten wir im internationalen Wettbewerb die zusätzlichen Kosten aus einer zunehmenden Auktionierung wahrscheinlich nicht oder nicht in vollem Umfang an unsere Kunden weitergeben. Damit sind Risiken für die Ertragslage verbunden.

 

Die noch festzulegenden Benchmarks des Zuteilungssystems und eine Deckelung der freien Zertifikate dürften zu deutlichen Minderzuteilungen in der nächsten Emissionshandelsperiode (2013 – 2020) führen.

 

Wir verfolgen eng die politischen Entwicklungen zur Einführung eines US-Emissionshandelssystems, um rechtzeitig strategische Konzepte umzusetzen und mit unserem Know-how und unserer Erfahrung auch in den USA erfolgreich bestehen zu können.

 

Risiken der Informationssicherheit

Wir überprüfen ständig unsere Informationstechnologien und gehen der Frage nach, ob sich mit ihnen IT-gestützte Geschäftsprozesse sicher abwickeln lassen. Falls nötig, werden die Systeme aktualisiert und weiterentwickelt, denn Informationssicherheit (IS) ist kein Zustand, sondern ein permanenter Prozess, in dem Risiken und darauf basierende Schutzmaßnahmen bewertet werden. Die IT-gestützte Integration unserer Geschäftsprozesse setzt entscheidend voraus, dass die mit ihr verbundenen Risiken für unsere Konzernunternehmen, aber auch für unsere Kunden, Lieferanten und andere Geschäftspartner minimiert sind. Alle Konzernunternehmen sind deshalb durch interne Richtlinien verpflichtet, einen möglichst hohen Umsetzungsgrad zur Informationssicherheit zu gewährleisten. Im Berichtsjahr haben wir umfangreiche Maßnahmen getroffen, die zur systematischen Weiterentwicklung des Informationssicherheits-Managements gemäß ISO/IEC27001 beitragen. Darüber hinaus sind in ausgewählten Konzernunternehmen die Geschäftsprozesse und Rechenzentren sicherheitszertifiziert.

 

Schon im Herbst 2008 hatten wir als Vorsorgemaßnahme angesichts der zunehmenden Risiken ein IS Competence Center gegründet, um unsere IT-Zentren und Computernetze noch sicherer zu machen und gegen Angriffe sowie Störungen von außen effektiver zu schützen. Hinzu kommt die Arbeit unseres Teams „IT Compliance“ im Corporate Headquarter: Es berät Unternehmen des Konzerns und unterstützt sie in allen Fragen der Informationssicherheit. Darüber hinaus können sich alle Mitarbeiter weltweit durch Selbstlernmodule im Intranet über den sicheren Umgang mit Geschäftsinformationen informieren. Außerdem veranstalten wir Trainings für Mitarbeiter und Führungskräfte, um sie für die Gewährleistung der Informationssicherheit zu sensibilisieren. Parallel dazu ist außerdem das ThyssenKrupp Information Security Forum seit 2004 erfolgreich etabliert.

 

Gemeinsam mit dem Datenschutzbeauftragten des Konzerns stellen unsere IS-Experten sicher, dass in der Informationsverarbeitung personenbezogene Daten nur gemäß den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes verarbeitet werden. Alle diese Maßnahmen werden es weiterhin ermöglichen, die Geschäftsinformationen des Konzerns sowie die Privatsphäre unserer Geschäftspartner und Mitarbeiter durch präventive Maßnahmen zu schützen und angemessen auf mögliche neue Risiken zu reagieren.

 

Risiken aus Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen

Das zur Deckung von Pensionsverbindlichkeiten bestimmte Fondsvermögen ist Kapitalmarktrisiken ausgesetzt. Um diese möglichst gering zu halten, werden die einzelnen Anlageformen auf Basis von Asset-Liability-Studien unabhängiger Experten ausgewählt und gewichtet. Die Kapitalanlagen sind so auszurichten, dass sich die zugehörigen Pensionsverpflichtungen im Hinblick auf die gegenwärtigen und zukünftigen Erträge der Anlagen dauerhaft erfüllen lassen. Bei Pensionsverpflichtungen liegen Risiken in der höheren Lebenserwartung von Versorgungsberechtigten sowie in Verpflichtungen, die Rentenhöhen regelmäßig anzupassen. Darüber hinaus können sich die Kosten für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen in den USA und Kanada erhöhen. Außerdem können in einigen Ländern künftig die Zahlungen an Pensionsfonds auf Grund verschärfter gesetzlicher Anforderungen beachtlich steigen. In Einzelfällen kann bei vorzeitiger Auflösung eines Pensionsplans eine zusätzliche Zuführung erforderlich werden. Einzelheiten hierzu finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss unter Nr. 23.

 

Personalrisiken

Ein zentraler Erfolgsfaktor für ThyssenKrupp sind engagierte und kompetente Mitarbeiter und Führungskräfte. Risiken, solche Leistungsträger für offene Stellen in unserem Konzern nicht zu finden oder kompetente Stelleninhaber zu verlieren, begegnen wir mit einem Bündel von personalpolitischen Maßnahmen. Wir positionieren uns als attraktiver Arbeitgeber und fördern eine langfristige Bindung der Mitarbeiter an den Konzern. Die  konsequente Managemententwicklung mit Karriereperspektiven und attraktiven Anreizsystemen für Führungskräfte führen wir fort. Wir intensivieren die zielgruppenorientierte Beratung unserer Mitarbeiter und stärken die Identifikation der Nachwuchskräfte mit dem Unternehmen auf allen Ebenen.

 

Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten halten wir an unserem hochqualifizierten Ausbildungssystem fest. Durch frühzeitige Kontakte informieren wir interessierte Jugendliche über die Berufschancen bei ThyssenKrupp und stellen so den notwendigen Nachwuchs für unsere Belegschaften sicher. Auch die intensive Zusammenarbeit mit Schwerpunktuniversitäten zur frühzeitigen Kontaktaufnahme mit qualifizierten Studenten führen wir konsequent fort. Näheres zu diesen Themen können Sie im Kapitel „Mitarbeiter“ lesen.

 

Risiken der künftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Die Weltwirtschaft wird sich nur allmählich stabilisieren. Nach einem Rückgang des Welt-Bruttoinlandsprodukts um 1,4 % im Jahr 2009 rechnen wir für 2010 lediglich mit einem leichten Wachstum von 2,7 %. Dieser Prognose liegt eine Reihe von Annahmen zu Grunde; unterstellt wird beispielsweise eine weitgehende geopolitische Stabilität. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass sich die von der internationalen Finanzkrise ausgehenden Risiken nicht verschärfen, sondern allmählich zurückbilden werden.

 

Es bestehen allerdings weiterhin konjunkturelle Abwärtsrisiken. Sollte die Finanzkrise 2010 nicht weitgehend überwunden werden, könnte es zu negativen Rückpralleffekten kommen. Da der geld- und fiskalpolitische Spielraum enger geworden ist, bleibt weniger Raum für weitere staatliche Konjunkturprogramme. Die unterstellte leichte gesamtwirtschaftliche Belebung wäre auch gefährdet, wenn wichtige Länder zu früh ihre fiskalpolitische Konsolidierung einleiten würden. Auch Steuererhöhungen oder zu schnelle Zinserhöhungsschritte der Notenbanken und stärker als erwartet steigende Arbeitslosenzahlen könnten die Wachstumschancen nachhaltig belasten.

 

Wir erwarten für 2010 einen weitgehend stabilen Wechselkurs des Euro und nur mäßig anziehende Energie- und Rohstoffpreise. Die defizitäre Entwicklung der US-Zahlungsbilanz birgt jedoch das Risiko einer zunehmenden US-Dollar-Schwäche bzw. Euro-Aufwertung, die gerade die Exportchancen der deutschen Wirtschaft beeinträchtigen könnte. Eine Abwertung des US‑Dollar könnte auf den Energie- und Rohstoffmärkten zu einem verstärkten Preisauftrieb führen.

 

Spezifische Risiken unserer Aktivitäten

Qualitätsflachstahl im Sog der Konjunkturkrise

Für unsere europäischen Qualitätsflachstahl-Aktivitäten, die seit 01. Oktober 2009 die Business Area Steel Europe ausmachen, zählen zu den Risiken der künftigen Entwicklung insbesondere Marktrisiken auf der Absatz- und Beschaffungsseite sowie Risiken aus dem Emissionshandel. Im Falle einer weiterhin schlechten gesamtwirtschaftlichen Lage steigt das bereits vorhandene Risiko von Kundeninsolvenzen. Dem Risiko einer weiter anhaltenden Wirtschaftskrise begegnen wir durch Kostenoptimierung in allen Bereichen, rechtzeitige Produktionsanpassungen und Konzentration auf anspruchsvolle Marktsegmente mit geringerer Zyklizität. Das steigende Risiko von Kundeninsolvenzen wird durch die Festlegung interner Limite für jeden einzelnen Kunden begrenzt.

 

Wegen des Risikos steigender Rohstoff- und Energiepreise suchen wir ständig alternative Beschaffungsquellen und geben Preiserhöhungen möglichst an die Kunden weiter. Unsere Qualitätsrisiken sind minimiert, da die Wertschöpfungsketten stetig optimiert werden.

 

Um Großrisiken versichern zu können und die Kosten bei Schadensfällen zu verringern, ist es besonders wichtig, vorbeugend Schäden zu verhüten. Ein sachversicherungsbezogenes wirtschaftliches und technisches Risikocontrolling ist deshalb als fester Bestandteil in den Risikomanagement-Prozess integriert. Für den Fall, dass der Betrieb einmal unterbrochen werden sollte, bestehen Business Continuity Plans mit konkreten Maßnahmen für die Schadenbeseitigung.

 

Die Mengen- und Preisrisiken für Emissionsberechtigungen aus dem Emissionshandel der zweiten Handelsperiode, die sich von 2008 bis 2012 erstreckt, sind durch eine konzernweit gültige Emissionshandelsstrategie minimiert.

 

Intensives Projektcontrolling bei Großprojekten in Amerika

Bei unseren Qualitätsstahl-Großprojekten in Amerika – seit Beginn des neuen Geschäftsjahres in der Business Area Steel Americas zusammengefasst – kann es zu weiteren Abwicklungsproblemen wie teilweisen Zeitverzögerungen und Budgetüberschreitungen kommen. Ein intensives Projektcontrolling, verstärktes Projektmanagement sowie wöchentliche Projektbesprechungen und -berichte versetzen uns in die Lage, alle relevanten Risiken bei der Realisierung dieser Projekte zeitnah zu erfassen und zu kommunizieren. Durch ein effizientes Claims Management stellen wir darüber hinaus sicher, dass alle Ansprüche unserer Vertragspartner angemessen abgewickelt und gesteuert werden. Darüber hinaus befindet sich ThyssenKrupp im Zusammenhang mit dem Bau des Stahlwerks und der Kokerei in Brasilien in gerichtlichen, schiedsgerichtlichen und außergerichtlichen Auseinandersetzungen, die zu Schadenersatzleistungen führen können.

 

Risiken beim Anlauf der künftigen Produktion werden durch verlängerte Hochlaufzeiten sowie sorgfältige Auswahl und Schulung der neuen Mitarbeiter minimiert. Ein frühzeitiger Auf- und Ausbau des Kundenstamms reduziert die möglichen Absatzrisiken; außerdem passen wir den Hochlauf der beiden Großprojekte der wirtschaftlichen Entwicklung an. Mehr darüber können Sie im Kapitel „Unternehmensssteuerung – Ziele und Strategie“ nachlesen. Das Beschaffungsrisiko für Eisenerz verringern wir durch langfristige Verträge und die enge Beziehung zu dem brasilianischen Eisenerz-Bergwerksunternehmen Vale, das an unserem brasilianischen Hüttenwerk beteiligt ist.

 

Umfangreiche Maßnahmen gegen Marktrisiken bei Stainless

Für unsere Stainless-Aktivitäten, die künftig in der Business Area Stainless Global gebündelt sind, ergeben sich neben den branchenüblichen Risiken auf Grund der zyklischen Stahlkonjunkturverläufe vornehmlich Risiken aus der Entwicklung der Märkte durch bestehende und weiter wachsende Überkapazitäten bei den Rostfrei-Produzenten in Asien.

 

Diesen Marktrisiken begegnen wir mit zahlreichen Maßnahmen. Wir verlängern die Wertschöpfungskette in Richtung des margenträchtigen Endkundengeschäfts, intensivieren die Kundenbeziehungen, bauen das kundennahe Serviceangebot aus und verbessern Qualität sowie Lieferleistungen. Hinzu kommen neuentwickelte Anwendungen für rostfreie Stähle und Nickellegierungen, innovative Produkte aus diesen Werkstoffen sowie moderne und kostensparende Prozesstechnologien.

 

Wegen der Risiken aus der gegenwärtigen Konjunkturkrise wurde in den Stainless-Werken ein weitreichendes Maßnahmenprogramm angestoßen und zum Teil bereits umgesetzt, das deutliche Produktionsanpassungen, geringere Verwaltungskosten sowie weitere Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen in allen Bereichen umfasst.

 

Auch beim Bau des Edelstahlwerks bei Mobile in Alabama/USA sind weitere Zeitverzögerungen und Budgetüberschreitungen denkbar. Ebenso wie bei dem benachbarten Bau des Weiterverarbeitungswerks von Steel Americas sorgen deshalb auch hier ein intensives Projektcontrolling sowie Projektbesprechungen und -berichte für detaillierte Risikobewertungen; alle Risiken werden erfasst und kommuniziert.

 

Zur Absicherung gegen Nickelpreisrisiken haben wir ein gestuftes Bandbreitenmodell eingeführt, das ein dauerhaftes Sicherungskonzept darstellt. Dabei werden Teile  der ungesicherten Bestände, die auf Grund der Schwankungen des Nickelpreises an der London Metal Exchange einem Warenpreisänderungsrisiko unterliegen, durch Warentermingeschäfte (Nickel Futures) abgesichert. Die maximale Sicherungsmenge beträgt 80 % des monatlich ermittelten Nickelrisikobestands.

 

Maßnahmenpaket gegen Preisrisiken bei Werkstoffdienstleistungen

Den Schwerpunkt unseres Handels- und Dienstleistungsgeschäfts bilden Werkstoffdienstleistungen für Kunden in aller Welt, wobei diese Aktivitäten heute in der neuen Business Area Materials Services zusammengefasst sind. Den sich hieraus ergebenden Risiken begegnen wir wirkungsvoll mit einem umfassenden Maßnahmenpaket. Dazu gehört vor allem ein systematisch weiterentwickeltes Net-Working-Capital-Management, insbesondere um die Bestände zu optimieren. Zudem werden umfangreiche Kostensenkungsprogramme sowie entsprechende Kapazitätsanpassungen durchgeführt. Die Risiken aus der Restabwicklung von Projekten sind durch ein laufendes Projektcontrolling eingegrenzt.

 

Die weltweite Präsenz, eine breite Kundenbasis und der hohe Diversifikationsgrad unserer Aktivitäten wirken konjunkturellen Risiken entgegen. Die sich hieraus ergebende Risikostreuung gilt auch für Forderungsausfallrisiken, die darüber hinaus durch Absicherungsinstrumente begrenzt sind.

 

Regionale Risiken bei Elevator weitgehend ausgeglichen

Die Risikostruktur unserer Aufzugsaktivitäten – seit Beginn des angelaufenen Geschäftsjahres Business Area Elevator Technology – wird im Wesentlichen von zwei Faktoren bestimmt: den unterschiedlichen Geschäftsaktivitäten sowie den verschiedenen Regionen, in denen wir tätig sind.

 

In Bezug auf die Geschäftsaktivitäten ist das Service- und Modernisierungsgeschäft vergleichsweise wenig abhängig von konjunkturellen Entwicklungen. Um dem Verlust von Wartungseinheiten frühzeitig entgegenzuwirken, nutzen wir entsprechende Marketingstrategien, um Kunden langfristig zu binden. Zudem gleichen kontinuierliche Effizienzsteigerungsmaßnahmen häufig steigende Beschaffungskosten wie z.B. steigende Benzinpreise aus, sofern diese nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können.

 

Anders stellt sich die Situation im Neuanlagengeschäft dar, das eng mit dem Bausektor verzahnt ist und daher stärker Konjunkturschwankungen unterliegt. Risiken aus der Abwicklung von Großprojekten begegnen wir mit gezielten Projektsteuerungsmaßnahmen. Zudem werden steigende Materialpreise durch Effizienzsteigerungen in der Produktion und einen optimierten Einkauf größtenteils kompensiert.

 

In Bezug auf die regionale Verteilung der Geschäftsaktivitäten wird ein weitgehender interner Risikoausgleich erreicht, da Elevator in sehr unterschiedlichen Märkten präsent ist, die sich üblicherweise in verschiedenen Phasen de Konjunkturzyklus befinden. Die Wechselkursrisiken, die sich aus der regionalen Verteilung der Geschäftsaktivitäten ergeben, werden durch zeitnahe Abrechnung von Kosten und Umsätzen abgeschwächt.

 

Bedingt durch die Wirtschaftskrise bestehen aber erhöhte Risiken im Hinblick auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden sowie deren Finanzierungsmöglichkeiten. Daraus könnten erhöhte Forderungsausfälle und die Verschiebung oder Stornierung von Projekten resultieren. Außerdem steigt die Wettbewerbsintensität auf allen bedeutenden Märkten, was zu einem weiteren Preisdruck führt. Wir begegnen diesen Tendenzen durch professionelles Projektmanagement und umfassende Bonitätsprüfungen der Kunden. Außerdem können gute Kundenbindung, hohe Servicequalität und wirksame Effizienzprogramme den zunehmenden Preisdruck mildern.

 

Anlagenbau: Finanzierungsengpässe der Kunden als Risiko

Für unsere im Anlagenbau tätigen Unternehmen, die seit 01. Oktober 2009 in der Business Area Plant Technology zusammengefasst sind, liegen die allgemeinen Risiken in der weiteren konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft und den unsicheren Absatzerwartungen in allen relevanten Abnehmerbranchen. Kundenseitige Finanzierungsengpässe und sinkende Rohstoffpreise können zu Projektverschiebungen oder -stornierungen führen. Neben diesen Risiken sind weiterhin auch Risiken aus der politischen Entwicklung zu beachten, beispielsweise im Mittleren und Nahen Osten. Die darüber hinaus bestehenden speziellen Risiken für die Abwicklung von langfristigen Großaufträgen und technisch komplexen Aufträgen werden durch ein intensives Projektcontrolling sowie einen verstärkten Einsatz von Projektsteuerungsmaßnahmen eingegrenzt.

 

Marktrisiken im Komponentengeschäft

Für die seit Beginn des neuen Geschäftsjahres in der Business Area Components Technology zusammengefassten Aktivitäten liegen Marktrisiken vor allem in einer fortgesetzten Rezession der Automobilbranche. Bei Automotive-Komponenten müssen wir weiterhin mit teilweise drastisch reduzierten Abrufen durch die Automobilfirmen rechnen. Wir begegnen den Risiken durch entsprechende Produktionskürzungen und reduzierte Vertriebs- und Verwaltungskosten. Die Marktrisiken werden durch unsere Produktionskapazitäten in China verringert, da wir hier entgegen dem weltweiten Trend von Absatzsteigerungen profitieren.

 

Risiken bei den Werften

Auf Grund der weltweiten Wirtschaftskrise und rückläufiger Neuaufträge besteht für unsere Werften ein Auslastungsrisiko. Extrem gesunkene Frachtraten sowie Finanzierungsprobleme der Kunden führen zu Verschiebungen bzw. Stornierungen von Schiffsneubauten, insbesondere von Containerschiffen und Yachten. Durch konkrete Optimierungsmaßnahmen, auch hinsichtlich der Prozessabläufe, wirken wir den daraus resultierenden Risiken entgegen. Unsere Werftaktivitäten sind seit 01. Oktober 2009 in der Business Area Marine Systems gebündelt.

 

Ein weiteres Risiko resultiert aus der Entscheidung der EU-Kommission im Beihilfeverfahren Hellenic Shipyards (HSY). Die Kommission hat Zusagen des griechischen Staates an HSY vor und während der Privatisierung im Zeitraum 1997 – 2002 untersucht. Auf dieser Basis hat sie entschieden, dass aus dem untersuchten Katalog von staatlichen Zusagen einige nicht den beihilferechtlichen Anforderungen des EU-Rechts entsprechen. ThyssenKrupp hat Rückgriffsansprüche für den Fall, dass sich aus der nationalen Umsetzung der Entscheidung finanzielle Schäden ergeben. Trotzdem lassen sich bei ungünstiger Entwicklung finanzielle Belastungen nicht ausschließen. Darüber hinaus haben HSY und Howaldtswerke – Deutsche Werft GmbH (HDW) die beiden U-Boot-Programme mit dem griechischen Staat über den Neubau von vier U-Booten der Klasse U-214 und die Modernisierung von drei U-Booten der Klasse U-209 gekündigt. Entsprechende Schiedsklagen gegen den griechischen Staat sollen zeitnah eingereicht werden, um die sich aus der Kündigung ergebenden Ansprüche gegen den griechischen Staat durchzusetzen.

 

Corporate: Risikokontrolle durch Projektcontrolling und -compliance

Aus dem Bau des ThyssenKrupp Quartiers in Essen bestehen Risiken von Baukostensteigerungen und Terminverschiebungen. Wir beobachten und analysieren das Bauvorhaben systematisch und kontinuierlich im Rahmen des Projektcontrolling und der Projektcompliance; aus heutiger Sicht werden die Gebäude zu den geplanten Terminen fertiggestellt sein. Darüber hinaus bestehen Risiken, dass der Boden von ehemals industriell genutzten Grundstücken Umweltbelastungen aufweisen kann.

 

Keine bestandsgefährdenden Risiken

Für ThyssenKrupp liegen insgesamt keine bestandsgefährdenden Risiken vor. Eine effiziente und maßgeschneiderte Steuerung aller Risikokategorien trägt dazu bei, die Risiken im Konzern insgesamt zu begrenzen. Die Gesamtrisikosituation bleibt damit weiterhin überschaubar.

 

 

 Nachtrags-, Chancen- und Prognosebericht

 

Nachdem die Weltwirtschaft den Tiefpunkt der Rezession durchschritten zu haben scheint, dürfte das neue Geschäftsjahr 2009/2010 im Zeichen einer allenfalls langsamen konjunkturellen Erholung stehen. Entsprechend werden die Auftragseingänge und Umsätze von ThyssenKrupp nur moderat wachsen. Mit der neuen Organisationsstruktur hat sich der Konzern schlanker und effizienter aufgestellt. Dies wird sich zusammen mit den eingeleiteten Optimierungsprogrammen positiv auf die Ergebnislage auswirken.

 

 

Besondere Ereignisse nach Bilanzstichtag

Die zwischen Bilanzstichtag (30. September 2009) und Aufstellungsdatum (09. November 2009) eingetretenen besonderen Ereignisse sind unter Anhang-Nr. 34 im Konzernabschluss dargestellt.

 

Konjunkturausblick

Nachhaltiger Aufschwung der Weltwirtschaft noch nicht in Sicht

Die gesamtwirtschaftliche Lage hat sich nach der tiefen Rezession im 2. Halbjahr 2009 stabilisiert. Für 2010 rechnen wir mit einem nur leichten Wachstum des Welt-Bruttoinlandsprodukts von 2,7 % nach einem Rückgang von 1,4 % im Jahr zuvor. Ein nachhaltiger Aufschwung der Weltwirtschaft ist damit noch nicht in Sicht; es bestehen weiterhin konjunkturelle Rückschlagrisiken.

 

In den USA ist 2010 noch nicht mit einer durchgreifenden Erholung der Konjunktur zu rechnen. Der finanzielle Spielraum für den privaten Konsum als bedeutendste Komponente der amerikanischen Wirtschaft bleibt auf Grund der schlechten Arbeitsmarktsituation und der gesunkenen Vermögenswerte begrenzt. Zudem werden die Investitionen der Unternehmen auf niedrigem Niveau verharren. Auch in Japan ist im weiteren Jahresverlauf nicht mit einer durchgreifenden Besserung zu rechnen.

 

Bild

 

Günstiger sind die Wachstumsperspektiven vieler Schwellenländer. China wird auch 2010 die schwächere globale Nachfrage durch staatliche Konjunkturpakete und eine expansive Geldpolitik kompensieren. Für Indien wird eine leichte Wachstumsbeschleunigung erwartet. Brasilien und Russland werden durch eine Erholung auf den Rohstoffmärkten 2010 voraussichtlich wieder ein Wachstum erwirtschaften.

 

Im Euroraum wird sich die gesamtwirtschaftliche Lage 2010 auf niedrigem Niveau stabilisieren. Auch in Deutschland ist nicht mit einem nachhaltigen Wachstum zu rechnen. Vielmehr besteht das Risiko, dass nach einer Belebung im 2. Halbjahr 2009 im kommenden Jahr – nach Auslaufen der Konjunkturprogramme – nochmals eine zeitweise Schwächephase eintritt. Insbesondere die steigende Arbeitslosigkeit spricht gegen einen selbsttragenden Aufschwung.

 

Perspektiven in bedeutenden Absatzmärkten

Die gedämpften gesamtwirtschaftlichen Perspektiven lassen noch keine durchgreifende Erholung in unseren bedeutenden Absatzmärkten erwarten. Wir gehen von den folgenden Entwicklungen aus:

 

Auf dem Weltstahlmarkt bleiben vor dem Hintergrund der nur leicht verbesserten gesamtwirtschaftlichen Lage die Perspektiven gedämpft. In Europa, dem Nafta-Raum und Japan wird im kommenden Jahr die Nachfrage im Wesentlichen aus lagerzyklischen Gründen höher ausfallen als 2009. Dabei werden die in den Vorjahren erreichten Produktions- und Nachfrageniveaus noch nicht wieder erreicht. Von einer nennenswerten Steigerung des realen Verbrauchs können wir aus heutiger Sicht nicht ausgehen. China wird eine wesentliche Determinante des globalen Stahlmarktes bleiben. Die 2009 in China entstandenen Lagerüberhänge könnten das dortige Nachfragewachstum im nächsten Jahr aber spürbar dämpfen. In den übrigen Schwellenländern dürfte der Stahlverbrauch wieder leicht wachsen. Nach der Herbstprognose des Weltstahlverbandes wird die globale Walzstahlmarktversorgung 2010 um 9 % zunehmen; dies entspricht einer Rohstahlproduktion von rund 1,3 Mrd t. Die Kosten der Stahlerzeugung werden zwar im Vergleich zu 2008 durch niedrigere Rohstoffpreise günstig beeinflusst, andererseits gehen von unterausgelasteten Produktionskapazitäten negative Effekte aus.

 

Bei den Edelstahl-Rostfrei-Flachprodukten haben gegen Ende des Berichtsjahres steigende Rohstoffpreise und niedrige Lagerbestände eine Marktbelebung begünstigt. Die Talsohle der Nachfrageschwäche scheint durchschritten zu sein. Eine nachhaltige Erholung der realen Nachfrage bei den Endverbrauchern könnte ab 2010 eintreten. Für 2010 wird daher wieder mit einer Belebung der weltweiten Nachfrage um annähernd 10 % auf 13,5 Mio t gerechnet; der tiefe Einbruch des Jahres 2009 wird damit allerdings noch nicht ausgeglichen. Auch bei den Hochleistungswerkstoffen Nickellegierungen und Titan erwarten wir im nächsten Jahr einen wieder höheren Bedarf.

 

Der internationale Fahrzeugmarkt wird sich, ausgehend von dem tiefen Niveau des Jahres 2009, nur leicht erholen. Wir erwarten für 2010 einen Produktionszuwachs von knapp 6 % auf weltweit 62,6 Mio Fahrzeuge. Das Produktionsplus konzentriert sich auf jene Länder, die 2009 die stärksten Rückgänge verzeichneten, vor allem Japan und die USA. Die Autobauer in China dürften, wenn die steuerlichen Anreize wie bisher geplant auslaufen, die Stückzahlen nicht mehr im gleichen Tempo wir noch 2009 hochfahren. In Deutschland werden voraussichtlich weniger Fahrzeuge produziert. Die Umweltprämie hat 2009 zu vorgezogenen Käufen geführt, die 2010 einen Einbruch der inländischen Nachfrage nach sich ziehen werden. Das Minus im Inland kann nicht vollständig durch steigende Exporte ausgeglichen werden, so dass die deutsche Fahrzeugproduktion voraussichtlich um etwa 1 % auf 4,9 Mio Einheiten zurückgehen wird.

 

Die Krise im Weltschiffbau wird sich 2010 fortsetzen. Die Überkapazitäten in der Welthandelsflotte drücken die Frachtraten; weitere Stornierungen von Neubaubestellungen sind wahrscheinlich. Die Produktion der deutschen Werften dürfte 2010 nach dem bisherigen dramatischen Einbruch der Bestellungen deutlich unter dem Niveau von 2009 bleiben.

 

Die weltweit gedämpften Produktionserwartungen und die damit verbundene Zurückhaltung bei den Investitionen belasten weiterhin den internationalen Maschinenbau. Nach dem enormen Rückgang 2009 in vielen Ländern ist 2010 nur mit einer sehr moderaten Erholung zu rechnen. Für die Maschinenbauproduktion in den USA und in Deutschland werden lediglich Zuwächse von 3 % bzw. 2 % erwartet. Einzig China wird voraussichtlich eine zweistellige Wachstumsrate aufweisen.

 

Die Baukonjunktur dürfte sich 2010 in den meisten Industrieländern nicht erholen. In Westeuropa und Nordamerika ist überwiegend mit weiteren Rückgängen der Bauproduktion zu rechnen. Trotz der staatlichen Konjunkturpakete, die weitestgehend den öffentlichen Bau stützen, wird auch die deutsche Bauwirtschaft kaum über eine Stagnation hinauskommen. Moderate Zuwächse könnten sich dagegen in einigen mittel- und osteuropäischen Ländern einstellen, während in China und Indien die Baukonjunktur kräftiger anziehen wird.

 

Chancenbericht: Wachstum nach der Krise

Ein qualitativ hochwertiges Produktprogramm, erhebliche Rationalisierungen in allen Konzernunternehmen und schnellere Entscheidungswege werden ThyssenKrupp weltweite Wachstumschancen eröffnen, sobald die Konjunktur wieder anzieht. Neue und modernisierte Produktionsanlagen sowie leistungsbereite und motivierte Mitarbeiter können die Produktivität unserer Werke weiter nach vorne bringen. Mit unseren zahlreichen Niederlassungen, Servicebüros und Fertigungsbetrieben sind wir weltweit nahe an unseren Kunden und Märkten. Dies eröffnet unseren Business Areas gute Aussichten, Top-Positionen auch auf Märkten zu halten oder zu erreichen, die im Wettbewerb hart umkämpft sind.

 

Chancenmanagement ausgebaut

Auf allen Ebenen des Konzerns bewerten und nutzen wir die Chancen, die sich uns für unser Geschäft bieten. Das Chancenmanagementsystem folgt der Konzernarchitektur: Die am Markt tätigen Konzernunternehmen beobachten die Trends und Entwicklungen in ihren Produkt­feldern und identifizieren operative Chancen. Übersteigt der wahrscheinliche Erfolg die mit der Umsetzung verbundenen Kosten, realisieren wir das Vorhaben, sofern es in die übergeordnete Strategie der jeweiligen Business Area und des Konzerns passt. Zu den Aufgaben der Business Areas gehört auch, strategische Chancen auf den Märkten wahrzunehmen, in denen sie tätig sind. Auf Konzernebene setzt das Corporate Headquarter hierfür den strategischen Rahmen, sichert die Finanzierung und Liquidität und erbringt wesentliche Dienstleistungen für die operativen Unternehmens­einheiten. Das Headquarter koordiniert und verantwortet ebenfalls chancenorientierte Projekte, die mehrere Business Areas oder den ganzen Konzern betreffen.

 

Projektverantwortliche mit Marktverantwortung, Geschäftsführungen, Bereichsvorstände und der Vorstand der ThyssenKrupp AG steuern gemeinsam unser Chancenmanagementsystem, das gezielt aussichtsreiche Marktänderungen und Techniktrends aufspürt und erschließt. Über unsere Unternehmensstrategie mit Schwerpunkten und Entwicklungslinien informieren wir Sie eingehend im Kapitel „Unternehmenssteuerung – Ziele und Strategie“. Die Risiken für den Konzern im Rahmen seiner wirtschaftlichern Tätigkeit sind detailliert im Kapitel „Risikobericht“ dargestellt.

 

Neuorganisation bringt strategische Chancen

Auch die zum 01. Oktober 2009 umgesetzte Neuorganisation des Konzerns öffnet uns neue geschäftliche Chancen. Kurze Entscheidungswege erlauben rasches Reagieren auf Kundenwünsche und Marktentwicklungen. Durch schlanke Strukturen sind die einzelnen Aktivitäten besser am Markt aufgestellt. Die Rationalisierungs- und Wertsteigerungsmaßnahmen erhöhen darüber hinaus die Leistungsfähigkeit des Konzerns und aller Teilbereiche. Außerdem ermöglichen die beiden Divisions Materials und Technologies als virtuelle Klammern für jeweils vier Business Areas mit verwandten Geschäften vielfältige Synergien, die von gemeinsamer Marktbearbeitung bis zu optimierter Logistik reichen können.

 

Chancen der Business Areas

Auf ihren Märkten verfügen unsere Business Areas über beachtliche operative Chancen.

 

Steel Europe: Wir rechnen uns gute Chancen auf dem westeuropäischen Markt für Qualitätsflachstahl aus. Unsere hochmodernen Produktionsanlagen und Produkte in Premium-Qualität bieten Wettbewerbsvorteile, die wir bei einem Anziehen der Konjunktur in lukrative Aufträge mit guten Ergebnisbeiträgen ummünzen können. Hochwertige Karosseriebleche, maßgeschneiderte Platinen und höherfeste Stahlqualitäten helfen allen Konstrukteuren, die mit dem Werkstoff Stahl arbeiten, ihre Ideen umweltfreundlich und kostenbewusst umzusetzen. Durch den Ausbau unserer Kompetenz als Systempartner der Kunden sowie die Optimierung unserer Kostenposition stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit über das derzeitige Konjunkturtief hinaus.

 

Steel Americas: Mit ihren neuen Werken in Brasilien und den USA kann die Business Area schon in relativ kurzer Zeit zur Qualitätsspitze der Stahlwerke auf dem amerikanischen Doppelkontinent gehören. Der in Bau befindliche Stahlwerkskomplex in Brasilien soll Mitte 2010 und das neue Weiterverarbeitungswerk in den USA im Frühjahr 2010 in Betrieb gehen. Steel Americas wird sich auf die Produktion, Weiterverarbeitung und Vermarktung von hochwertigen Qualitätsstählen konzentrieren. Angesichts erfolgreicher Gespräche mit künftigen strategischen Kunden sehen wir gute Chancen im Premium-Segment der Flachstahlmärkte im Nafta-Raum. Auch die Aufstockung des Kapitalanteils unseres brasilianischen Partners Vale am brasilianischen Hüttenwerk wird uns helfen, neue Absatzwege in Lateinamerika zu erschließen.

 

Stainless Global: Dank der konsequenten Internationalisierung der Stainless-Geschäfte könnte die Business Area überdurchschnittlich von einem weltweiten Konjunkturaufschwung profitieren. Neue Produktentwicklungen werden darüber hinaus dazu beitragen, die Einsatzfelder für rostfreien Edelstahl in Kombination mit anderen Werkstoffen zu erweitern. Ähnliches gilt für die Hochleistungswerkstoffe der Business Area: Ihre Nickelwerkstoffe und Titanlegierungen werden immer wichtiger für Bauteile und Komponenten, die extrem korrosionsbeständig und belastbar sein müssen.

 

Materials Services: Die Business Area ist mit 500 Niederlassungen in 40 Ländern auf den weltweiten Handel von Werk- und Rohstoffen sowie technische Dienstleistungen spezialisiert. Neben Walz- und Edelstahl, Rohren, NE-Metallen und Kunststoffen bieten wir Dienstleistungen an, die von Anarbeitung und Logistik über Lager- und Bestandsmanagement bis hin zum Supply-Chain-Management reichen. Basis für schnelle Verfügbarkeit bei gleichzeitig geringen Gesamtbeständen ist ein ausgefeiltes Lager-, Logistik- und Informationslogistiksystem mit Zentral- und Niederlassungslagern. Die Chancen für den weiteren Geschäftsausbau liegen auch im hohen Projektmanagement-Know-how, den weltweiten Verbindungen sowie dem speziellen Marktwissen. Technische und infrastrukturelle Services werden in den Bereichen Gleis- und Bautechnik sowie Anlagen- und Stahlwerksdienstleistungen angeboten.

 

Elevator Technology: Innovationskraft, Servicequalität und Kundennähe machen die Business Area Elevator Technology weltweit zu einer der ersten Adressen für Personenbeförderungsanlagen. Mehr als 800 Standorte in über 60 Ländern sorgen für ein dichtes Service- und Vertriebsnetz. Mit unserer breiten Produktpalette – sowohl für Standardanlagen, als auch für individuelle Kundenlösungen bis hin zu Service- und Modernisierungspaketen – können neue Marktpotenziale erschlossen werden. Die Intensivierung von Vertriebsaktivitäten in Wachstumsmärkten – beispielsweise in China, Indien und der Golfregion – bietet weitere Chancen.

 

Plant Technology: Das Programm der Business Area Plant Technology umfasst die gesamte Bandbreite des Spezial- und Großanlagenbaus. Die besondere Leistungsfähigkeit liegt darin, komplette Prozessketten zu beherrschen und ein großes Erfahrungspotenzial innerhalb prozessverwandter Gebiete anzubieten. Wir sehen deshalb gute strategische Chancen, im internationalen Markt noch weiter zu wachsen und unser Technologieportfolio durch beständige Innovationen weiter zu stärken. Weitere Chancen erwachsen aus den Zusatzleistungen in unserem Programm: Standortauswahl, Finanzierung, Verhandlung mit Behörden, technisches Management, Wartung, Sicherheitsanalysen und -technik, Training des Betriebspersonals sowie Projektmanagement. Gerade in den Schwellenländern öffnen uns diese Dienstleistungen häufig die Tür zu neuen Kunden.

 

Components Technology: Hochwertige Komponenten herzustellen ist das Geschäft unserer Business Area Components Technology. Mit ihren Produkten halten die Konzernunternehmen, die diese Business Area bilden, weltweit führende Marktpositionen. Zusätzliche Chancen für unsere Automobilkomponenten sehen wir beispielsweise durch das wachsende Umweltbewusstsein der Autofahrer, die immer mehr auf einen niedrigen CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeuge achten. Dies kann den Absatz unserer gewichtsoptimierten Komponenten beschleunigen. Die zunehmende umweltfreundliche Nutzung der Windkraft fördert außerdem den Absatz unserer Großwälzlager, die in den Windkraftanlagen eingesetzt werden.

 

Marine Systems: Die Chancen unserer Werften liegen zum einen in neuen Marineaufträgen für Überwasserschiffe und U-Boote. Zum anderen bietet Abu Dhabi MAR als möglicher strategischer Investor für den Hamburger Standort neue Chancen auf den Märkten im Mittleren Osten und in Nordafrika. Vor allem der Bau von Megayachten könnte davon profitieren. Die Kombination deutscher Schiffbautechnologie und der Marktkenntnis eines arabischen Partners könnte hier wichtige Impulse bringen. Für den Werftenstandort Emden sehen wir Chancen in der Windkraft. Gemeinsam mit SIAG Schaaf Industrie, einem führenden Hersteller von Komponenten für Windkraftanlagen, wollen wir bisheriges Werftgelände zu einem zukunftsfähigen Hightech-Standort im Bereich der Offshore-Technologie ausbauen und so nachhaltig Arbeitsplätze sichern. Wenn in der Nordsee große Offshore-Windkraftanlagenfelder entstehen, können die Komponenten dazu künftig aus Emden kommen.

 

Leistungswirtschaftliche Chancen in der Wertschöpfungskette

Über die ganze Wertschöpfungskette – Einkauf, Produktion, Vertrieb und Marketing – sehen wir aussichtsreiche Möglichkeiten, das Geschäft zu fördern. Gleichartige Aufträge zu bündeln, günstige Rahmenverträge abzuschließen und noch konsequenter die Vorteile der elektronischen Beschaffungsmethoden zu nutzen – all dies kann unsere Rentabilität weiter erhöhen.

 

Auch in der Produktion können wir noch Rationalisierungs- und Qualitätsreserven ausschöpfen. Neue Fertigungsverfahren für innovative Stahlqualitäten, neuartige Dienstleistungen und die optimierte Herstellung von Komponenten beinhalten wichtige leistungswirtschaftliche Chancen. Wenn sich unsere dynamische Fertigungssteuerung für die verschiedenen Produktionsstufen bei der Stahlerzeugung im betrieblichen Alltag durchsetzt, können wir die hohe Qualität unserer Stahlprodukte künftig mit geringerem Aufwand sicherstellen. Im Marketing wollen wir weiterhin durch internationale Präsenz möglichst nahe an unseren Kunden sein, um ihre technischen und wirtschaftlichen Anforderungen schnell und umfassend erfüllen zu können. Unser weltweites Niederlassungsnetz wird dafür ständig optimiert.

 

Viele Chancen sehen wir in neuentwickelten Produkten wie Werkstoffen, Komponenten und ganzen Anlagen sowie Dienstleistungen. Im InCar-Projekt – einer konzernweiten Forschungsinitiative für Innovationen im Automobilbau – haben unsere Ingenieure und Techniker beispielsweise 35 neue Lösungen für Karosserie, Antriebsstrang und Fahrwerk entwickelt. Die Business Area Elevator Technology hat mit dem maschinenraumlosen Aufzug synergy ein Erfolgsprodukt, das weltweit gefragt ist. Sie verfügt ebenfalls über Produkte mit besonders energieeffizienten regenerativen Antrieben; diese verwandeln die Energie, die beim Abbremsen der Kabine entsteht, wieder in elektrischen Strom: Der Energieverbrauch sinkt um über 30 %.

 

Chancen für Unternehmen und Nachwuchskräfte

Trotz der rückläufigen Geschäfte haben wir 2008/2009 wieder hochqualifizierte Schulabgänger und Hochschulabsolventen eingestellt und ihnen einen Karrierestart in unserem Konzern ermöglicht. Wir benötigen junge Nachwuchskräfte für unsere Fach- und Führungspositionen, um den aktuellen wissenschaftlichen Wissensstand aus den Universitäten in den Konzern einzubringen und eine junge, frische Sicht auf unsere Produkte und Strukturen zu gewinnen. Angesichts eines drohenden Ingenieurmangels wollen wir möglichst frühzeitig ausreichend viele Ingenieure wichtiger Fachrichtungen für unser Unternehmen gewinnen.

 

Wertsteigerungspotenzial durch Konzerninitiativen

Nach den bisherigen Erfolgen der Konzerninitiativen ThyssenKrupp PLuS und ThyssenKrupp best sehen wir auch in den kommenden beiden Geschäftsjahren hinreichende Chancen für weitere nachhaltige Kostensenkungen und Wertsteigerungen. In allen Bereichen des Unternehmens haben die Initiativen bisher Erfolge verzeichnet. Darauf bauen wir auf und werden auch künftig weitere Verbesserungsmaßnahmen umsetzen.

 

Erwartete Ertragslage

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2009/2010 sehen wir die sich aktuell abzeichnende wirtschaftliche Erholung als noch fragil an.

 

Umsatz und Ergebnis: Für das Geschäftsjahr 2009/2010 gehen wir von einer Stabilisierung des Umsatzes aus. Für die Ergebnisentwicklung erwarten wir eine signifikante Verbesserung hin zu einem wieder positiven Ergebnis, zu der die eingeleiteten Kostensenkungsprogramme erheblich beitragen werden. Das Bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (um Sondereinflüsse bereinigtes EBIT) wird voraussichtlich im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen. Das Bereinigte Ergebnis vor Steuern (um Sondereinflüsse bereinigtes EBT) erwarten wir in niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Höhe. Dabei wird das Bereinigte EBT durch Projektkosten und Anlaufverluste in der Business Area Steel Americas im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erheblich belastet werden. Diese Ergebnisbelastungen werden wir nicht mehr als Sondereinflüsse klassifizieren, da der Projektcharakter durch die Inbetriebnahme der Stahl- und Weiterverarbeitungswerke nicht mehr vorliegen wird.

 

Zu bereinigende Sondereinflüsse sind Veräußerungsergebnisse, Restrukturierungsaufwendungen, Wertminderungsaufwendungen, weitere nicht operative Aufwendungen sowie weitere nicht operative Erträge. Bei den Sondereinflüssen handelt es sich um einmalig bzw. selten auftretende positive oder negative Effekte, die in ihrer Art und Höhe ungewöhnlich sowie von wesentlicher Bedeutung sind und damit das Ergebnis der Geschäftstätigkeit überlagern.

 

Die Erwartungen für die einzelnen Business Areas sind wie folgt:

·         Steel Europe – Verbesserung der Mengen und der Kapazitätsauslastung bei unter Vorjahresniveau liegenden Durchschnittserlösen

·         Steel Americas – Negativer EBT-Beitrag im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich auf Grund der Projektkosten und Anlaufverluste für die Stahl- und Weiterverarbeitungswerke in Brasilien und den USA

·         Stainless Global – Stabilisierung der Mengen bei verbesserten Basispreisen

·         Materials Services – Stabilisierung der Mengen und Erlöse

·         Elevator Technology – Weiterhin hohe Ergebnisbeiträge dank des guten Auftragsbestands sowie des stabilen Modernisierungs- und Wartungsgeschäfts

·         Plant Technology – Gut vorhersehbare Erlös- und Ergebnisentwicklung im Projektgeschäft auf Grund des Auftragsbestands, der eine gute Ergebnisqualität ausweist

·         Components Technology – Unverändert schwieriges Umfeld in der Automobil- und Baumaschinenzulieferung bei positivem Ergebnisbeitrag des Bereichs Großwälzlager für den Windenergiesektor

·         Marine Systems– Verbesserte Ergebnisqualität durch die eingeleitete Konsolidierung der Werftenstandorte

 

Für 2010/2011 erwarten wir eine Verbesserung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes sowie weitere positive Effekte aus unseren Kostensenkungsprogrammen. Dies wird sich auf Umsatz und Ergebnis entsprechend auswirken.

 

Dividende: Im Rahmen der von uns verfolgten Dividendenkontinuität werden wir weiterhin eine angemessene Dividende ausschütten.

 

Forschung und Entwicklung: Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten spielen Innovationen bei ThyssenKrupp eine zentrale Rolle. Für das Geschäftsjahr 2009/2010 planen wir, den Aufwand für unsere Innovationsaktivitäten leicht zu erhöhen. Hieran werden insbesondere die Aufwendungen für freie FuE-Projekte einen großen Anteil haben. Auch für das Folgejahr gehen wir wiederum von einer moderaten Steigerung der Aufwendungen aus. Insgesamt ist es unser Ziel, das Verhältnis unserer FuE-Aufwendungen zum Umsatz auf dem gegenwärtigen Niveau zu stabilisieren.

 

Im Mittelpunkt unserer Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen stehen im Werkstoffbereich neue oder verbesserte Qualitäten, die Wirtschaftlichkeit mit höherer Festigkeit, verbesserten Verarbeitungseigenschaften sowie verbesserter Oberflächenqualität verbinden. Im Anlagenbau werden unsere Ingenieure und Techniker noch effizientere und Ressourcen schonende Verfahrenslösungen suchen. In weiteren Projekten werden wir Leichtbaukomponenten entwickeln, die es den Autokonstrukteuren ermöglichen, im Fahrzeugbau weiter Gewicht zu sparen.

 

Beschaffung: Der Materialaufwand wird sich 2009/2010 weitgehend parallel zum Umsatz entwickeln. Sein Anteil am Umsatz dürfte rund 60 % ausmachen. Wir gehen davon aus, dass es dank langfristiger Lieferantenbeziehungen und unseres international operierenden Einkaufs zu keinen Versorgungsengpässen kommen wird. Dies gilt für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ebenso wie für Anlagen, Komponenten oder Dienstleistungen.

 

Auch in der Zukunft werden wir den Einkauf weiterentwickeln. Hierzu trägt unsere konzernweite Einkaufsinitiative bei, die wir in den nächsten Jahren fortführen werden. Außerdem wollen wir unser System für Einkaufsreporting und -controlling weltweit weiter ausbauen, um Einkaufsprozesse transparenter und damit besser steuerbar zu machen.

 

Energie : Die Energieversorgung unserer Werke ist weltweit sichergestellt. Wir rechnen mit keinen Versorgungsengpässen. Bei einem Anziehen der Konjunktur sind allerdings steigende Preise für alle Energieträger zu erwarten. Unsere bereits beschafften Strommengen sichern aber den erwarteten Strombedarf in Deutschland in den Geschäftsjahren 2009/2010 und 2010/2011 zu einem hohen Grad ab, so dass für einen solchen Fall vorgesorgt ist. Für die danach folgenden Jahre haben wir teilweise auch schon Strom zu günstigen Preisen gekauft.

 

Aus dem EU-Emissionshandel in der dritten Handelsperiode, die sich von 2013 bis 2020 erstreckt, könnten uns möglicherweise höhere Kosten für Emissionsberechtigungen erwachsen. Gleiches gilt für den Fall, dass die USA ebenfalls einen Emissionshandel einführen.

 

Umweltschutz: Für laufende Umweltschutzmaßnahmen gehen wir 2009/2010 von Aufwendungen in Höhe von mehr als 470 Mio € aus; dies liegt leicht über der Vorjahreshöhe. Der Großteil davon wird wieder für die Wasser- und Luftreinhaltung ausgegeben. Die Recyclingkosten für anfallende Produktionsrückstände bleiben gering, da alle Business Areas intensiv Reststoffe verwerten, um die natürlichen Ressourcen zu schonen. Wichtiges Investitionsprojekt für den Umweltschutz ist der Bau einer neuen Gewebefilteranlage im Duisburger Hüttenwerk: Die Anlage wird die Luftqualität im Norden der Stadt erheblich verbessern.

 

Erwartete Finanz- und Liquiditätslage

Trotz der Auswirkungen der Finanzkrise und der daraus resultierenden erschwerten Rahmenbedingungen stehen Finanzierung und Liquidität des Konzerns auch im Geschäftsjahr 2009/2010 auf einer gesicherten Basis. Bei privaten wie institutionellen Anlegern zählt ThyssenKrupp zu den solide finanzierten Adressen. Auf Grund von Großprojekten wie dem neuen Stahlwerk in Brasilien, dem neuen Produktions- und Vertriebsstandort in den USA sowie der Kapazitätsoptimierung am Standort Duisburg liegt das derzeitige Investitionsniveau über dem Durchschnitt der Vorjahre.

Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in €

Anhang-Nr.

2007/2008

2008/2009

Umsatzerlöse

(04),(32)

53.426

40.563

Umsatzkosten*

(12),(13)

-44.270

-36.905

Bruttoergebnis vom Umsatz*

 

9.156

3.658

Vertriebskosten*

 

-3.017

-2.892

Allgemeine Verwaltungskosten*

 

-2.573

-2.471

Sonstige betriebliche Erträge

(05)

342

382

Sonstige betriebliche Aufwendungen*

(06), (12)

-603

-518

Ergebnis aus dem Verkauf von konsolidierten Gesellschaften

 

73

-5

Betriebliches Ergebnis

 

3.378

-1.846

Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen

 

100

-29

Zinserträge

 

281

263

Zinsaufwendungen

 

-725

-964

Sonstiges Finanzergebnis

 

94

212

Finanzergebnis

(08)

-250

-518

Ergebnis vor Steuern

 

3.128

-2.364

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

(09)

-852

491

Jahresüberschuss/(-fehlbetrag)

 

2.276

-1.873

Davon:

 

 

 

  Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG

 

2.195

-1.857

  Anteile anderer Gesellschafter

 

81

-16

Jahresüberschuss/(-fehlbetrag)

 

2.276

-1.873

Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf

(10)

 

 

  Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)

 

4,59

-4,01

* Der Vorjahresbetrag wurde angepasst.

 

 

 

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzern-Anhang.

Konzern-Bilanz

 

Aktiva Mio €      
  Anhang-Nr. 30.09.2008 30.09.2009
Immaterielle Vermögenswerte (12) 4.683 4.642
Sachanlagen (07),(13) 11.266 13.793
Als Finazinvestition gehaltene Immobilien (14) 357 341
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen (15) 515 480
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (19) 118 94
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (20) 902 455
Aktive latente Steuern (09) 467 638
Langfristige Vermögenswerte 18.308 20.443
Vorräte (17) 9.494 6.735
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (18) 7.885 5.120
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (19) 881 1.253
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (20) 1.953 1.724
Laufende Ertragsteueransprüche 381 252
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.725 5.349
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte (03) 15 491
Kurzfristige Vermögenswerte 23.334 20.924
Summe Vermögenswerte   41.642 41.367
Passiva Mio €      
    30.09.2008 30.09.2009
Gezeichnetes Kapital 1.317 1.317
Kapitalrücklage 4.684 4.684
Gewinnrücklagen 6.519 4.025
Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -92 -678
   davon entfallen auf  Disposal Groups (30.09.2008:   0;                                                                               30.09.2009: -12)
Eigene Anteile -1.421 -1.421
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 11.007 7.927
Anteile anderer Gesellschafter 482 1.769
Eigenkapital (21) 11.489 9.696
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (23) 6.550 7.525
Sonstige Rückstellungen (24) 641 792
Passive latente Steuern (09) 1.128 307
Finanzschulden (25) 3.068 7.160
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (27) 321 4
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (28) 20 46
Langfristige Verbindlichkeiten 11.728 15.834
Sonstige Rückstellungen (24) 1.746 2.040
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 555 794
Finanzschulden (25) 1.348 305
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (26) 5.731 4.169
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (27) 1.544 1.585
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (28) 7.501 6.656
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten (03) 0 288
Kurzfristige Verbindlichkeiten 18.425 15.837
Verbindlichkeiten 30.153 31.671
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten   41.642 41.367
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzern-Anhang. 

Konzern-Kapitalflussrechnung

Mio € 2007/2008 2008/2009
Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) 2.276 -1.873
Anpassungen des Jahresüberschusses/(-fehlbetrages) für die Überleitung zum Operating Cash-Flow:
    Latente Steueraufwendungen/(-erträge) -46 -719
    Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 1.424 1.857
    Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte -20 -3
    Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam  -95 43
    Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte -109 -30
    Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen:
     - Vorräte -613 2.680
     - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -331 2.538
     - Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -146 -21
     - Sonstige Rückstellungen 159 578
     - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 757 -1.504
     - Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 423 153
Operating Cash-Flow 3.679 3.699
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und in finanzielle Vermögenswerte -51 -43
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften -213 -183
Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus dem Erwerb von konsolidierten Gesellschaften 55 2
Investitionen in Sachanlagen (einschl. geleisteter Anzahlungen) und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -3.774 -3.821
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschl. geleisteter Anzahlungen) -244 -191
Desinvestitionen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und finanziellen Vermögenswerten 85 59
Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften 171 6
Abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus dem Verkauf von konsolidierten Gesellschaften -68 -5
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 118 121
Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten 23 18
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -3.898 -4.037
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen 0 2.986
Tilgung von Anleihen 0 -500
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.041 3.245
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -649 -2.529
Zunahme Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen  366 39
Zunahme/(Abnahme) Akzeptverbindlichkeiten 3 -16
Abnahme Verbindlichkeiten aus nicht ausgebuchten Forderungen -7 -3
Abnahme/(Zunahme) kurzfristige Wertpapiere 83 -48
Einzahlungen in das Eigenkapital durch andere Gesellschafter 0 465
Auszahlungen für den Erwerb eigener Anteile -880 0
Dividendenzahlung der ThyssenKrupp AG  -635 -603
Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter -55 -47
Sonstige Finanzierungsvorgänge 28 -6
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -705 2.983
Zahlungswirksame (Abnahme)/Zunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -924 2.645
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -9 5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn des Geschäftsjahres 3.658 2.725
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Geschäftsjahres 2.725 5.375
(davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Disposal Groups) (0) (26)
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cash-Flow enthalten sind:
Zinseinzahlungen 143 149
Zinsauszahlungen -269 -342
Erhaltene Dividenden 50 18
(Auszahlungen)/Einzahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag -660 164
Siehe Anhang-Nr. 35 im Konzern-Anhang. 

Konzern-Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen

Mio € 2007/2008 2008/2009
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
  Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) -80 -46
  Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0
  Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt -80 -46
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
  Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) -15 7
  Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0
  Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt -15 7
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 394 -1.073
Gewinne/(Verluste) aus "asset ceiling" -3 3
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus derivativen Finanzinstrumenten
  Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 13 231
  Realisierte (Gewinne)/Verluste -21 -9
  Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt -8 222
Steuereffekt -133 284
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (nach Steuern) 155 -603
Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) 2.276 -1.873
Insgesamt erfasste Erträge und Aufwendungen 2.431 -2.476
Davon:
  Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG  2.344 -2.449
  Anteile anderer Gesellschafter 87 -27
Aufgelaufene versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen zum Periodenende 506 -530
Die Darstellung enthält Erträge und Aufwendungen von -6 (i. Vj. 19) Mio €, die den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen zuzurechnen sind. 
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzern-Anhang. 

Konzern-Anhang

 

Unternehmensinformation

Die ThyssenKrupp Aktiengesellschaft („ThyssenKrupp AG“ oder „Gesellschaft“) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der vorliegende Konzernabschluss der ThyssenKrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften („Konzern“) zum 30. September 2009 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 09. November 2009 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Anwendung von § 315a HGB („Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards“) im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind.

(01) Grundsätze der Rechnungslegung

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, auf Basis historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Der Konzernabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, da dies die Währung ist, in der die Mehrzahl der Transaktionen des Konzerns durchgeführt wird. Alle Beträge werden, soweit nicht anders dargestellt, in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben.

Konsolidierung

In den Konzernabschluss sind die ThyssenKrupp AG sowie alle wesentlichen Unternehmen, die die ThyssenKrupp AG mittelbar oder unmittelbar beherrscht, einbezogen. Beherrschung besteht dann, wenn die ThyssenKrupp AG über mehr als die Hälfte der Stimmrechte einer Gesellschaft verfügt oder auf andere Weise die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Bei der Bestimmung eines Beherrschungsverhältnisses werden auch potenzielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, berücksichtigt. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen. Bei einem Unternehmenserwerb werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag bewertet. Anteile anderer Gesellschafter werden entsprechend ihrer Anteile an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Im Konzernabschluss werden 226 (i. Vj. 233) inländische und 518 (i. Vj. 518) ausländische mittelbar oder unmittelbar beherrschte Unternehmen konsolidiert. Im Berichtsjahr 2008/2009 wurden 32 Unternehmen erstmals konsolidiert. Gleichzeitig verringerte sich die Anzahl der konsolidierten Unternehmen um 39, wobei 29 Abgänge aus konzerninternen Verschmelzungen resultieren.

33 (i. Vj. 51) Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist, werden nicht konsolidiert; ihr Umsatz beträgt 0,03 % des Konzernumsatzes, ihr Ergebnis -0,08 % des Konzernergebnisses (vor Steuern) und ihr Eigenkapital -0,01 % des Konzerneigenkapitals. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert oder, sofern sich dieser für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente nicht hinreichend verlässlich ermitteln lässt, zu Anschaffungskosten bewertet und innerhalb der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen.

Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern durch Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung, ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn der Konzern einen Stimmrechtsanteil von 20 % oder mehr hält (assoziierte Unternehmen). Soweit ein Konzernunternehmen mit einem assoziierten Unternehmen Transaktionen durchführt, werden daraus resultierende nicht realisierte Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.

Gemeinschaftlich geführte Unternehmen (Joint Ventures) werden nach der Equity-Methode bilanziert. Soweit der Konzern Transaktionen mit einem gemeinschaftlich geführten Unternehmen durchführt, werden daraus resultierende nicht realisierte Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem gemeinschaftlich geführten Unternehmen eliminiert.

16 (i. Vj. 17) assoziierte Unternehmen und 20 (i. Vj. 21) Joint Ventures werden im Konzern nach der Equity-Methode bewertet. Darüber hinaus werden 24 (i. Vj. 27) assoziierte Unternehmen wegen der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zum beizulegenden Zeitwert oder, sofern sich dieser für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente nicht hinreichend verlässlich ermitteln lässt, zu Anschaffungskosten bewertet und innerhalb der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen; das anteilige Ergebnis dieser assoziierten Unternehmen von untergeordneter Bedeutung beträgt -0,24 % des Konzernergebnisses (vor Steuern) und ihr anteiliges Eigenkapital 0,13 % des Konzerneigenkapitals.

Die vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns ist unter Anhang-Nr. 38 aufgeführt.

Ein aus einem Unternehmenserwerb resultierender Firmenwert repräsentiert den Betrag, um den die Anschaffungskosten den Konzernanteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des Tochterunternehmens, assoziierten oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbsstichtag übersteigen. Der Firmenwert wird als Vermögenswert bilanziert und jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen, sofern nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Hinweise bestehen oder Ereignisse eintreten, die eine Wertminderung vermuten lassen.

Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens entstehen, sind in den fortgeführten Beteiligungsbuchwerten der assoziierten bzw. gemeinschaftlich geführten Unternehmen enthalten. Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines Tochterunternehmens resultieren, werden gesondert in der Bilanz ausgewiesen.

Im Falle der Veräußerung eines Tochterunternehmens, eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens wird der zurechenbare Anteil des Firmenwertes bei der Ermittlung des Veräußerungsergebnisses berücksichtigt.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung und die Berichtswährung der ThyssenKrupp AG und der relevanten europäischen Tochtergesellschaften ist der Euro (€). Transaktionen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Transaktion mit dem zu diesem Zeitpunkt gültigen Wechselkurs erfasst. Nominal in Fremdwährung gebundene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden jeweils mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden auf Basis ihrer funktionalen Währung, welche in der Regel der Landeswährung entspricht, in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt nach der Stichtagskursmethode, nach welcher die Bilanzen von der funktionalen Währung in die Berichtswährung mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet werden. Nettogewinne oder -verluste, die aus der Währungsumrechnung resultieren, werden zusammengefasst und innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Solche Umrechnungsdifferenzen werden in der Periode, in der das betreffende Tochterunternehmen veräußert wird, ergebniswirksam erfasst.

Bei Gesellschaften, die ihre Absatz- und Beschaffungsgeschäfte sowie ihre Finanzierung im Wesentlichen nicht in der Landeswährung abwickeln, ist die funktionale Währung die Währung des primären Wirtschaftsumfeldes der Gesellschaft. Die Umrechnung der in Landeswährung aufgestellten Abschlüsse in die funktionale Währung erfolgt in diesen Fällen nach der Zeitbezugsmethode. Danach werden alle nicht monetären Vermögenswerte (z.B. Sachanlagen) einschließlich der hierauf entfallenden Abschreibungen und das Eigenkapital mit den Durchschnittskursen des jeweiligen Zugangsjahres in die funktionale Währung umgerechnet. Alle übrigen Bilanzpositionen werden mit Stichtagskursen und alle übrigen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet. Entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst. Anschließend werden die Abschlüsse in der funktionalen Währung nach der Stichtagskursmethode in die Berichtswährung umgerechnet.

Die Wechselkurse der für den ThyssenKrupp Konzern wesentlichen Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Währungen

Stichtagskurs

Jahresdurchschnittskurs

 

30.09.2008

30.09.2009

2007/2008

2008/2009

 

Basis 1 €

Basis 1 €

US-Dollar

1,43

1,47

1,50

1,35

Kanadischer Dollar

1,50

1,57

1,52

1,59

Pfund Sterling

0,80

0,91

0,76

0,87

Brasil. Real

2,76

2,61

2,57

2,88

 

 

Umsatzrealisierung

Umsätze aus Warenverkäufen werden ausgewiesen, sobald die wesentlichen Chancen und Risiken des Eigentums auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen. Im Übrigen werden Umsätze unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte ausgewiesen.

Umsätze und Aufwendungen aus Fertigungsaufträgen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen werden. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Auftragskosten. Ist für die Abwicklung eines Fertigungsauftrags ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich, umfassen die Auftragskosten auch direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten. Aufträge, bei denen der Konzern Generalunternehmer- oder Engineeringleistungen erbringt, werden ebenfalls wie Fertigungsaufträge behandelt. Nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanzierte Fertigungsaufträge werden entsprechend den zum Stichtag aufgelaufenen Auftragskosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Fertigstellungsgrad ergebenden anteiligen Gewinns bewertet. In der Bilanz werden diese Umsatzerlöse abzüglich erhaltener Anzahlungen in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Auftragsänderungen, Nachforderungen oder Leistungsprämien werden berücksichtigt, sofern sie wahrscheinlich zu Erlösen führen, deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann.

Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich schätzbar ist, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand ausgewiesen.

Ist absehbar, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen, wird der erwartete Verlust unmittelbar als Aufwand ausgewiesen.

Umsatzerlöse aus Verträgen, die mehrere Vertragselemente (z.B. Warenverkäufe in Kombination mit Dienstleistungen) beinhalten, werden erfasst, wenn das jeweilige Vertragselement geliefert oder erbracht worden ist. Die Umsatzrealisierung erfolgt auf Basis objektiv nachvollziehbarer, relativer beizulegender Zeitwerte der einzelnen Vertragselemente.

Zinserträge werden unter Berücksichtigung des ausstehenden Kapitalbetrags und des geltenden Zinssatzes zeitanteilig vereinnahmt. Dividendenerträge aus Kapitalanlagen werden erfasst, wenn der Anspruch auf Zahlung rechtlich entstanden ist.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuwendungen werden als Reduzierung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte erfasst und führen zu einer entsprechenden Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen in Folgeperioden. Zuwendungen, die nicht auf Investitionen bezogen sind, werden als sonstige betriebliche Erträge in den Zeiträumen erfasst, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendung kompensiert werden sollen.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Aufwendungen für Forschung werden sofort ergebniswirksam erfasst.

Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Dabei umfassen die Herstellungskosten neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Ist für die Herstellung eines Vermögenswertes ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen, werden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten bis zur Erlangung des gebrauchsfertigen Zustandes als Teil der Herstellungskosten aktiviert. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Solange ein Entwicklungsprojekt nicht abgeschlossen ist, erfolgt eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit der aufgelaufenen aktivierten Beträge, soweit nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Hinweise dafür bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte.

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) ergibt sich aus der Division des auf die Aktionäre der ThyssenKrupp AG entfallenden Anteils am Periodenergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien. Während einer Periode neu ausgegebene oder zurückgekaufte Aktien werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt. In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer planmäßig über einen Zeitraum von in der Regel 3 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Technologie aus dem Erwerb der Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH (HDW) wird über 40 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den zukünftigen Erwartungen angepasst. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden überwiegend in den Umsatzkosten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und jährlich auf Werthaltigkeit überprüft sowie zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Wertminderungsaufwendungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Sachanlagen

Abnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Aktivierte Herstellungskosten für selbst erstellte Sachanlagen umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Ist für die Herstellung eines Vermögenswertes ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen, werden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten bis zur Erlangung des gebrauchsfertigen Zustandes als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswertes aktiviert. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden sofort als Aufwand erfasst. Kosten für den Ersatz von Komponenten oder für Generalüberholungen von Sachanlagen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließt und die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Sofern abnutzbare Sachanlagen aus wesentlichen identifizierbaren Komponenten mit jeweils unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden diese Komponenten gesondert ausgewiesen und über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Stilllegung werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten und die entsprechenden kumulierten Abschreibungen der Anlagen aus der Bilanz ausgebucht; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Für die Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Gebäude inklusive als Finanzinvestition gehaltene Immobilien         10 bis 50 Jahre

Grundstückseinrichtungen, Einbauten in Gebäude                            15 bis 25 Jahre

Technische Anlagen und Maschinen                                                 8 bis 25 Jahre

Betriebs- und Geschäftsausstattung                                                  3 bis 10 Jahre

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden und nicht für die eigene Produktion, für die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen, für Verwaltungszwecke oder für den Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Immobilien sind unter Anhang-Nr. 14 dargestellt.

Wertminderungen

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert; der höhere Wert ist maßgeblich. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cash-Flows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.

Aus Unternehmenserwerben resultierende Firmenwerte werden den identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating Units) zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer Cash Generating Unit, die einen Firmenwert enthält, wird regelmäßig jährlich zum 01. Oktober auf Werthaltigkeit überprüft und zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf die Ausführungen unter Anhang-Nr. 12.

Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswertes.

Im Falle von Wertberichtigungen im Zusammenhang mit Cash Generating Units, die einen Firmenwert enthalten, werden zunächst bestehende Firmenwerte reduziert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Firmenwertes, wird die Differenz in der Regel proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der Cash Generating Units verteilt.

Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der Cash Generating Unit, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe des erzielbaren Betrags. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam. Wertaufholungen von vorgenommenen Wertberichtigungen auf Firmenwerte sind nicht zulässig.

Leasing

Leasingtransaktionen sind entweder als Finance Lease oder als Operating Lease zu klassifizieren. Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt, werden als Finance Lease behandelt. Dementsprechend aktiviert der Konzern das Leasingobjekt zum niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingraten und schreibt den Leasinggegenstand in der Folge über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit ab. Zugleich wird eine entsprechende Verbindlichkeit angesetzt, die in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben wird. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden als Operating Lease behandelt. In diesem Fall werden die Leasingzahlungen linear als Aufwand erfasst.

Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft bilanziert. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Gegenstand in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Ertrag erfasst.

Vorräte

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten. In der Regel werden Vorräte nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch auf Basis einer üblichen Kapazitätsauslastung zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald ThyssenKrupp Vertragspartei des Finanzinstrumentes wird. Wenn Handelstag und Erfüllungstag auseinander fallen, ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung bzw. den bilanziellen Abgang der Erfüllungstag maßgeblich. Als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden grundsätzlich unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes

Für Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert grundsätzlich dem Betrag, den der Konzern erhalten bzw. zahlen würde, wenn er die Finanzinstrumente am Bilanzstichtag tauschen bzw. begleichen wollte. Sofern Marktpreise an Märkten für Finanzinstrumente quotiert werden, werden diese verwendet. Dies betrifft insbesondere Finanzinstrumente, die als zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte eingestuft sind. Ansonsten werden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen – Zinssätze, Devisenkurse, Warenpreise – unter Verwendung der Mittelkurse berechnet. Dabei werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wie z.B. des Optionspreismodells für Devisen- und Zinsoptionen oder der Discounted Cash-Flow-Methode für Zinsswaps. Bei einigen Derivaten basiert der beizulegende Zeitwert auf externen Bewertungen unserer Finanzpartner.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte beinhalten insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, derivative finanzielle Vermögenswerte sowie gehaltene Eigenkapitalinstrumente und Gläubigerpapiere. Der erstmalige Ansatz von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dabei werden bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in Folgeperioden nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte.  

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen

Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen ausgewiesen.

Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen dem Ausfallrisiko hinreichend Rechnung. Objektive Ausfälle führen zu einer Ausbuchung der betreffenden Forderung. Forderungen, die für sich gesehen unbedeutsam sind, sowie Forderungen mit einem ähnlichen Ausfallrisiko werden in Gruppen zusammengefasst und gemeinsam auf einen Wertberichtigungsbedarf anhand von Erfahrungswerten untersucht. Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Ob ein Ausfallrisiko über ein Wertberichtigungskonto oder direkt mittels Ausbuchung der Forderung erfasst wird, hängt davon ab, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls geschätzt wird und wie verlässlich das Ausfallrisiko beurteilt werden kann.

Un- oder unterverzinsliche Forderungen mit einer erwarteten Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Der Diskontierungsbetrag wird ratierlich bis zur Fälligkeit der Forderung im Zinsertrag vereinnahmt.

Der Konzern verkauft ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Wechsel auf revolvierender oder auf einmaliger Basis an nicht konsolidierungspflichtige Zweckgesellschaften (Special Purpose Entities) und andere Finanzinstitute. Auf diese Weise verkaufte Finanzaktiva werden zum Zeitpunkt des Verkaufs aus der Konzernbilanz ausgebucht, soweit im Wesentlichen alle Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen werden und die Durchleitung der mit diesen Finanzaktiva verbundenen Cash-Flows sichergestellt ist. Wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken weder übertragen noch behalten werden, werden die Finanzaktiva zum Zeitpunkt des Verkaufs nur dann aus der Konzernbilanz ausgebucht, wenn sichergestellt ist, dass die aus den Finanzaktiva resultierenden Cash-Flows an den Erwerber durchgeleitet werden und der Erwerber die Kontrolle über die Finanzaktiva erhalten hat. Soweit im Wesentlichen alle Chancen und Risiken beim Konzern verbleiben, werden die Finanzaktiva als Sicherung einer passivierten Verbindlichkeit weiterhin in der Bilanz ausgewiesen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie finanzielle Vermögenswerte, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur geringen Wertschwankungen unterliegen; sie sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte

Derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind, sind zwingend dieser Kategorie zuzuordnen, sofern der beizulegende Zeitwert zum Stichtag positiv ist. Ein Gewinn oder Verlust aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes wird ergebniswirksam erfasst.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind jene nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die nicht in eine der vorstehend beschriebenen Kategorien (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) eingeordnet sind. Diese Kategorie enthält im Wesentlichen Eigenkapitalinstrumente und Gläubigerpapiere, welche grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Ein Gewinn oder Verlust aus der Bewertung eines zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswertes wird direkt im Eigenkapital erfasst, mit Ausnahme von Wertberichtigungen und Effekten aus der Währungsumrechnung. Bei Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die bis dahin direkt im Eigenkapital berücksichtigten kumulierten Gewinne oder Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung der laufenden Periode erfasst. Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich ermitteln, werden diese zu Anschaffungskosten bewertet.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Der Konzern macht von dem Wahlrecht, finanzielle Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz in diese Kategorie einzustufen, keinen Gebrauch.

Wertminderung finanzieller Vermögenswerte

Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, daraufhin untersucht, ob objektive Hinweise darauf schließen lassen, dass eine Wertminderung vorliegt. Objektive Hinweise können z.B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, der Wegfall eines aktiven Marktes sowie signifikante Änderungen des technologischen, marktbezogenen, wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeldes sein. Bei Eigenkapitalinstrumenten ist eine signifikante oder länger anhaltende Abnahme des beizulegenden Zeitwertes ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung.

Die Höhe der Wertberichtigung auf einen finanziellen Vermögenswert, der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert wird, ergibt sich als Differenz zwischen dem Buchwert und dem Barwert der erwarteten künftigen Cash-Flows, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes. Der Wertminderungsaufwand wird erfolgswirksam erfasst.

Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in Folgeperioden auf Grund von Ereignissen, die objektiv nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertberichtigung eingetreten sind, wird die Wertminderung in entsprechendem Umfang erfolgswirksam zurückgenommen. 

Wurde der Rückgang des beizulegenden Zeitwertes eines zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswertes bisher direkt im Eigenkapital erfasst, werden diese ermittelten Wertminderungen aus dem Eigenkapital ergebniswirksam ausgebucht, sobald ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung besteht. Die Höhe der Wertminderung entspricht der Differenz zwischen den Anschaffungskosten (abzüglich etwaiger Tilgungen und Amortisationen) und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich etwaiger, bereits früher ergebniswirksam erfasster Wertberichtigungen des finanziellen Vermögenswertes. Ergebniswirksam erfasste Wertberichtigungen für Eigenkapitalinstrumente, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind, werden nicht erfolgswirksam, sondern nur über das Eigenkapital rückgängig gemacht. Wertaufholungen bei Fremdkapitalinstrumenten, die objektiv nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertberichtigung eingetreten sind, werden erfolgswirksam erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen eine Verpflichtung, die in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert zu begleichen ist. Hierunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, derivative finanzielle Verbindlichkeiten sowie die Bestandteile der Finanzschulden, im Wesentlichen Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen. Der erstmalige Ansatz von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dabei werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in Folgeperioden nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden die Finanzierungskosten einschließlich Agio, welches im Rahmen von Tilgungen oder Rückzahlungen zu erstatten ist, periodisch abgegrenzt und erhöhen den Buchwert der Verbindlichkeit, soweit sie nicht bereits in der Periode des Anfalls bezahlt wurden.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Der Konzern macht von dem Wahlrecht, finanzielle Verbindlichkeiten beim erstmaligen Ansatz in diese Kategorie einzustufen, keinen Gebrauch.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten

Derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind, sind zwingend als „zu Handelszwecken gehalten“ einzustufen und damit erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu erfassen. Sind die beizulegenden Zeitwerte negativ, erfolgt ein Ausweis als „zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten“.

Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern setzt grundsätzlich derivative Finanzinstrumente ein, um Risiken aus Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisänderungen entgegenzuwirken, die im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit sowie im Rahmen von Investitions- und Finanztransaktionen entstehen können. Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zur Absicherung bestehender oder geplanter Grundgeschäfte eingesetzt. Solche derivative Finanzinstrumente und so genannte eingebettete derivative Finanzinstrumente, die integraler Bestandteil von bestimmten Verträgen sind und gesondert ausgewiesen werden müssen, werden sowohl bei erstmaliger Bilanzierung als auch in Folgeperioden ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Gewinne oder Verluste aus Zeitwertschwankungen werden sofort ergebniswirksam erfasst.

Wenn derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken aus zukünftigen Zahlungsströmen und zur Sicherung von Bilanzposten eingesetzt werden, ermöglicht IAS 39 bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge Accounting. Hierdurch kann die Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung reduziert werden. Es wird nach der Art des abgesicherten Grundgeschäftes zwischen einem Fair-Value-Hedge, einem Cash-Flow-Hedge und einem Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation unterschieden.

Bei einem Fair-Value-Hedge, der der Absicherung von bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder nicht bilanzierten festen vertraglichen Verpflichtungen dient, wird das Sicherungsinstrument zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und diesbezügliche Zeitwertänderungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der abgesicherten Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder festen vertraglichen Verpflichtungen, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, werden ebenso ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines perfekten Hedge gleichen sich die ergebniswirksam erfassten Zeitwertschwankungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts nahezu aus. Wird der Vermögenswert oder die Verbindlichkeit nach den allgemeinen Bilanzierungsvorschriften zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, ist der Buchwert um die kumulierten Änderungen des beizulegenden Zeitwertes, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, anzupassen. Wird jedoch das Grundgeschäft (z.B. zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere) zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, ohne nach den allgemeinen Bilanzierungsvorschriften die Gewinn- und Verlustrechnung zu berühren, werden die Zeitwertänderungen, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, entgegen den allgemeinen Vorschriften ergebniswirksam erfasst.

Bei einem Cash-Flow-Hedge werden künftige Zahlungsstromschwankungen aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, aus erwarteten mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktionen oder aus Währungsrisiken einer festen vertraglichen Verpflichtung abgesichert. Der effektive Teil der Zeitwertschwankungen wird ergebnisneutral sofort innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Umgliederung aus dem Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Periode, in der das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Sofern die Absicherung später in dem Ansatz eines nicht finanziellen Vermögenswertes (z.B. Sachanlagen oder Vorräte) resultiert, verändern zu dessen Zugangszeitpunkt die bislang im Eigenkapital erfassten Zeitwertschwankungen den Wertansatz des nicht finanziellen Vermögenswertes. Der aus der Bestimmung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs aus Grund- und Sicherungsgeschäft verbleibende ineffektive Teil des Derivates sowie Anpassungen auf Grund von Zinseffekten werden sofort in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Bei Währungsrisiken wird für die Beurteilung der Effektivität die Wertänderung auf Grund von Kassakursänderungen als gesichertes Risiko einbezogen und die Zinskomponente außen vorgelassen.

Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft, verkauft, beendet oder ausgeübt wird oder der Sicherungszusammenhang nicht mehr besteht, aber trotzdem erwartet wird, dass das geplante Grundgeschäft eintritt, verbleiben sämtliche bis dahin aus diesem Sicherungsgeschäft aufgelaufenen, nicht realisierten Gewinne oder Verluste innerhalb des Eigenkapitals und werden gemäß obiger Ausführungen ergebniswirksam, wenn das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Falls der Eintritt des ursprünglich abgesicherten Grundgeschäfts nicht mehr erwartet wird, werden die bis dahin innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesenen kumulierten, nicht realisierten Gewinne oder Verluste sofort in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Um Risiken aus Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisänderungen abzusichern, wendet der Konzern überwiegend Cash-Flow-Hedges an. Zusätzlich führt das Unternehmen auch Sicherungsmaßnahmen gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements durch, welche ökonomisch zur Sicherung bestehender Risiken beitragen, jedoch nicht die strengen Anforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllen. Für Währungsderivate, die zur Absicherung von Währungsrisiken aus monetären Bilanzpositionen abgeschlossen wurden, wendet der Konzern kein Hedge Accounting an. Die ergebniswirksam erfassten Effekte aus der Umrechnung der Bilanzpositionen stehen so den ebenfalls ergebniswirksam zu erfassenden Zeitwertschwankungen der Derivate gegenüber.

Die Sicherung einer Nettoinvestition in eine ausländische Einheit durch einen Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation wird derzeit im Konzern nicht angewendet.

Weitere Ausführungen zu den derivativen Finanzinstrumenten enthält Anhang-Nr. 30.

Latente Steuern

Latente Steuern werden nach der Bilanz-Ansatz-Methode auf zeitlich befristete Differenzen zwischen Wertansätzen in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge und für anrechenbare Steuern angesetzt. Auf diese Weise ermittelte Differenzen werden grundsätzlich immer berücksichtigt, wenn sie zu passiven latenten Steuern führen. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden. Aktive und passive latente Steuern werden auch auf temporäre Differenzen, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, angesetzt, mit der Ausnahme von temporären Differenzen auf Firmenwerte, sofern diese steuerlich unberücksichtigt bleiben.

Zur Berechnung latenter Steuern werden die Steuersätze zukünftiger Jahre herangezogen, soweit sie bereits gesetzlich festgeschrieben sind bzw. der Gesetzgebungsprozess im Wesentlichen abgeschlossen ist. Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Soweit Sachverhalte, die eine Veränderung der latenten Steuern nach sich ziehen, direkt gegen das Eigenkapital gebucht werden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge

In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern (z.B. Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, aufgelaufene versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen einschließlich Effekte aus „asset ceiling“ sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Zeitbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten und von derivativen Finanzinstrumenten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für leistungsorientierte Pensionspläne zu bildende Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen sind zum Bilanzstichtag nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) bewertet. Quartalsweise erfolgt eine Neubewertung der Rückstellungen für Pensionen und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens.

Alle bis zum Stichtag des Übergangs auf die Bilanzierung nach den Vorschriften der IFRS, dem 01. Oktober 2004, aufgelaufenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurden sofort innerhalb des Eigenkapitals erfasst. Alle nach dem 01. Oktober 2004 anfallenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie Gewinne und Verluste aus „asset ceiling“ werden ebenfalls sofort innerhalb des Eigenkapitals erfasst und in der Konzern-Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen (statement of recognised income and expense) dargestellt.

Soweit ein zur Refinanzierung von Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen aufgebautes Fondsvermögen die Verpflichtungen übersteigt, ist die Aktivierung des Überhangs begrenzt. Determinanten für die Begrenzung sind noch unberücksichtigter Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen sowie der Barwert von künftigen Rückerstattungen aus dem Plan oder von Minderungen zukünftiger Beitragszahlungen.

Der Dienstzeitaufwand für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird als Aufwand innerhalb des betrieblichen Ergebnisses ausgewiesen. Der im Netto-Pensionsaufwand enthaltene Zinsaufwand und der erwartete Kapitalertrag des Fondsvermögens werden im Finanzergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit Planverbesserungen zugesagt werden, wird noch unberücksichtigter Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Im Falle einer unmittelbaren Unverfallbarkeit der Anwartschaften erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Erfassung.

Verpflichtungen des Konzerns aus beitragsorientierten Versorgungsplänen werden ergebniswirksam innerhalb des betrieblichen Ergebnisses erfasst.

Der Konzern verfügt auch über Pensionspläne, die gemeinschaftlich mit nicht verbundenen Unternehmen unterhalten werden (multi-employer plans). Dabei handelt es sich im Grundsatz sowohl um leistungs- als auch um beitragsorientierte Versorgungspläne. Soweit im Zusammenhang mit gemeinschaftlich unterhaltenen leistungsorientierten Versorgungsplänen die erforderlichen Informationen zur Verfügung stehen, werden diese Pläne wie jeder andere leistungsorientierte Plan bilanziert, andernfalls wie beitragsorientierte Pläne.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung hat und diese Verpflichtung wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen wird, deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungshöhe entspricht der bestmöglichen Schätzung des Erfüllungsbetrags der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag, wobei erwartete Erstattungen Dritter nicht saldiert, sondern als separater Vermögenswert angesetzt werden, sofern die Realisation so gut wie sicher ist. Ist der Zinseffekt wesentlich, wird die Rückstellung mit dem risikoadäquaten Marktzins abgezinst.

Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der betreffenden Waren oder der Erbringung der entsprechenden Dienstleistungen gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller zukünftig möglichen, mit ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichteten Gewährleistungsfälle.

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist.

Rückstellungen für drohende Verluste aus ungünstigen Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten.

Aktienbasierte Vergütung

Der Konzern verfügt über Incentivepläne, in deren Rahmen ausgewählten Führungskräften Wertrechte gewährt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Rechte wird zum Zeitpunkt der Gewährung (grant date) berechnet und als Aufwand linear über den Erdienungszeitraum (vesting period) verteilt sowie eine entsprechende Rückstellung ausgewiesen. Die Rückstellung wird zu jedem Bilanzstichtag und zum Zeitpunkt der Auszahlung neu bewertet. Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes der Rückstellung werden innerhalb des betrieblichen Ergebnisses berücksichtigt.

Darüber hinaus gewährt der Konzern im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms ausgewählten Führungskräften das Recht, Aktien mit einem Rabatt zu erwerben. Der Aufwand dieser aktienbasierten Vergütung wird auf Basis der Schätzung des Rabatts in Bezug auf die Aktien linear über den Zeitraum von der Bekanntmachung des Angebots bis zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem der Begünstigte das Mitarbeiteraktienprogramm annimmt. Wir verweisen hierzu auch auf die Ausführungen unter Anhang-Nr. 22.

Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung des ThyssenKrupp Konzerns ist gemäß dem sogenannten „Management Approach“ an der internen Organisations- und Berichtsstruktur ausgerichtet. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zu Grunde liegenden Daten werden aus dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss abgeleitet.

Beabsichtigte Veräußerungen (disposal groups) und nicht fortgeführte Aktivitäten (discontinued operations)

Der Konzern weist langfristige Vermögenswerte als Disposal Group aus, wenn diese in einer Gruppe zusammen mit anderen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in einer Transaktion verkauft werden sollen und diese insgesamt die in IFRS 5 „Non-current Assets held for Sale and Discontinued Operations“ definierten Kriterien erfüllen. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group werden in der Bilanz gesondert in den Zeilen „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ bzw. „Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ ausgewiesen. Die Aufwendungen und Umsätze einer Disposal Group sind bis zur Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten enthalten, es sei denn, die Disposal Group qualifiziert sich für die Berichterstattung als eine „Nicht fortgeführte Aktivität“ (discontinued operation). Der Konzern weist die Ergebnisse einer Disposal Group, die die Voraussetzungen für eine sogenannte Komponente des Konzerns (component of the group) erfüllt, als nicht fortgeführte Aktivitäten aus, wenn diese einen wesentlichen Geschäftszweig repräsentiert oder sämtliche Aktivitäten einer geografischen Region beinhaltet. Ergebnisse aus nicht fortgeführten Aktivitäten werden in der Periode berücksichtigt, in der sie anfallen, und gesondert in der Gewinn- und Verlustrechnung als „Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern)“ ausgewiesen. Alle Gewinn- und Verlustrechnungen der Vorperioden werden entsprechend angepasst, indem die Ergebnisse der Komponente des Konzerns in den nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen werden.

Bei erstmaliger Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten werden langfristige Vermögenswerte zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, eine planmäßige Abschreibung wird nicht mehr vorgenommen. Eine Veräußerungsgruppe wird zunächst nach den für sie einschlägigen IFRS-Standards bewertet und danach wird der sich daraus ergebende Buchwert der Gruppe dem Nettozeitwert gegenübergestellt, um den niedrigeren anzusetzenden Wert zu bestimmen. Wertminderungen auf Grund der erstmaligen Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten werden ebenso wie spätere Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Abschlussgliederung

Einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Vorperiodenausweis wurde an den Ausweis der Berichtsperiode angepasst.

In der Regel klassifiziert der Konzern Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Konzernunternehmen, deren normaler Geschäftszyklus mehr als zwölf Monate umfasst, weisen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als kurzfristig aus, wenn diese innerhalb des normalen Geschäftszyklus realisiert oder ausgeglichen werden.

Schätzungen

Zur Erstellung des Konzernabschlusses muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die Schätzungen und die zu Grunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Anpassungen bezüglich der für die Rechnungslegung relevanten Schätzungen werden in der Periode der Änderung berücksichtigt, sofern die Änderung nur diese Periode betrifft. Eine Änderung wird in der Periode der Änderung und in späteren Perioden berücksichtigt, sofern die Änderung sowohl die Berichtsperiode als auch spätere Perioden betrifft.

Schätzungen und Ermessensausübungen des Vorstands in der Anwendung der IFRS, die einen wesentlichen Effekt auf den Konzernabschluss haben, werden unter Anhang-Nr. 33 dargestellt.

Neu herausgegebene, nicht vorzeitig angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2008/2009 hat das IASB die nachfolgend dargestellten für ThyssenKrupp relevanten Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung noch die Übernahme in EU-Recht („Endorsement“) erfordert:

Im März 2009 hat das IASB eine Änderung zu IFRS 7 „Financial Instruments: Disclosures” mit dem Titel „Improving Disclosures about Financial Instruments” veröffentlicht. Die Änderungen sehen erweiterte Anhangangaben zur Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert und zu den Liquiditätsrisiken vor. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Im ersten Jahr der Anwendung sind keine Vergleichsangaben erforderlich. Die erstmalige Anwendung bei ThyssenKrupp wird zu erweiterten Anhangangaben führen.

Im April 2009 hat das IASB im Rahmen des Annual Improvements Process-Projekts den zweiten Sammelstandard „Improvements to IFRSs“ veröffentlicht. Hierdurch werden an bestehenden zehn Standards und zwei Interpretationen insgesamt fünfzehn kleinere Änderungen vorgenommen. Soweit im Einzelfall nichts anderes geregelt, sind die Änderungen anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2010 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.

Im Juni 2009 hat das IASB Änderungen zu IFRS 2 „Share-based Payment – Group Cash-settled Share-based Payment Transactions“ veröffentlicht, mit denen die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich innerhalb des Konzerns im Einzelabschluss einer Tochtergesellschaft klargestellt wird. Darüber hinaus werden mit der Änderung auch Regelungen in IFRS 2 aufgenommen, die bislang in IFRIC 8 „Scope of IFRS 2“ und in IFRIC 11 „IFRS 2 – Group and Treasury Share Transactions“ enthalten waren. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2010 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassung, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen wird, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.

(02) Erwerbe und Veräußerungen

Geschäftsjahr 2008/2009

Im Geschäftsjahr 2008/2009 tätigte der Konzern Akquisitionen, die jede für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:

 

2008/2009

Mio €

Buchwerte zum Erwerbszeitpunkt

Anpassungen

Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt

Firmenwert

0

20

20

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

0

9

9

Sachanlagen

21

0

21

Aktive latente Steuern

1

0

1

Vorräte

4

0

4

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

9

0

9

Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

1

0

1

Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte

1

0

1

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

2

0

2

Insgesamt erworbene Vermögenswerte

39

29

68

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

1

0

1

Passive latente Steuern

0

2

2

Sonstige kurzfristige Rückstellungen

1

0

1

Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten

1

0

1

Kurzfristige Finanzschulden

24

0

24

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

4

0

4

Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

1

0

1

Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

7

0

7

Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten

39

2

41

Erworbenes Reinvermögen

0

27

27

Anteile anderer Gesellschafter

 

 

0

Kaufpreise (einschl. Anschaffungsnebenkosten)

 

 

27

davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-äquivalente beglichen

 

 

18

 

Darüber hinaus erfolgten im Rahmen der Portfoliobereinigung im Geschäftsjahr 2008/2009 Verkäufe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Veräußerungszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:

 

2008/2009

Mio €

 

Sachanlagen

13

Vorräte

6

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

3

Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte

1

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

5

Insgesamt abgegebene Vermögenswerte

28

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

1

Sonstige kurzfristige Rückstellungen

6

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

7

Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

2

Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten

16

Abgehendes Reinvermögen

12

Anteile anderer Gesellschafter

3

Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen

-5

Verkaufspreise

4

davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen

4

 

Geschäftsjahr 2007/2008

Am 11. Januar 2008 hat ThyssenKrupp im Segment Services den Erwerb aller Anteile an der britischen Apollo Metals Ltd. abgeschlossen. Die Apollo-Gruppe bietet mit zehn Standorten in acht Ländern hochwertige Produkte wie Aluminium, Edelstahl und NE-Metalle in Verbindung mit wertschöpfungsstarken An- und Verarbeitungsleistungen hauptsächlich für die Luft- und Raumfahrtindustrie und deren Lieferketten an. Durch den Erwerb entsteht aus den weitgehend in Europa und Fernost operierenden Unternehmen der Apollo-Gruppe und den schwerpunktmäßig in den USA angesiedelten Aktivitäten von ThyssenKrupp Services ein weltweit agierender Bereich mit 30 Standorten in 13 Ländern.

Der durch Zahlungsmittel geleistete Gesamtkaufpreis inklusive der Anschaffungsnebenkosten betrug 96 Mio €. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte betreffen nahezu ausschließlich Kundenverträge einschließlich zugehöriger Kundenbeziehungen. Die endgültige Kaufpreisaufteilung führte zu einem Firmenwert von 45 Mio €, der nicht separierbare Werte wie Know-How der Belegschaft, neue Kundenbeziehungen und Synergieeffekte aus der Integration von Apollo beinhaltet.

Der Erwerb der Apollo-Gruppe wirkte sich endgültig wie folgt auf den Konzernabschluss aus:

Mio €

Buchwerte zum Erwerbszeitpunkt

Anpassungen

Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt

Firmenwert

0

45

45

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

0

7

7

Sachanlagen

3

0

3

Aktive latente Steuern

0

1

1

Vorräte

52

0

52

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

33

0

33

Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte

11

0

11

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

10

0

10

Insgesamt erworbene Vermögenswerte

109

53

162

Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten

1

0

1

Kurzfristige Finanzschulden

18

0

18

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

24

0

24

Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

1

0

1

Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

21

0

21

Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten

65

0

65

Erworbenes Reinvermögen

44

53

97

Anteile anderer Gesellschafter

1

0

1

Kaufpreis (einschl. Anschaffungsnebenkosten)

 

 

96

davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen

 

 

96

 

Seit Zugehörigkeit zum Konzern hat die Apollo-Gruppe in 2007/2008 Umsätze von 140 Mio € und ein Ergebnis vor Steuern von 11 Mio € generiert, die in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung 2007/2008 enthalten sind.

Wäre der Erwerb stattdessen in 2007/2008 bereits zum 01. Oktober 2007 erfolgt, so hätte die Apollo-Gruppe mit Umsätzen von 187 Mio € und einem Ergebnis vor Steuern von 19 Mio € zum Konzernerfolg beigetragen.

Darüber hinaus tätigte der Konzern im Geschäftsjahr 2007/2008 weitere Akquisitionen, die jede für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:

 

2007/2008

Mio €

Buchwerte zum Erwerbszeitpunkt

Anpassungen

Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt

Firmenwert

0

87

87

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

6

42

48

Sachanlagen

42

10

52

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

0

-29

-29

Aktive latente Steuern

2

1

3

Vorräte

66

0

66

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

75

0

75

Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

6

0

6

Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte

8

0

8

Laufende Ertragsteueransprüche

1

0

1

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

46

0

46

Insgesamt erworbene Vermögenswerte

252

111

363

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

1

0

1

Sonstige langfristige Rückstellungen

1

0

1

Passive latente Steuern

2

9

11

Langfristige Finanzschulden

19

3

22

Sonstige kurzfristige Rückstellungen

9

0

9

Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten

2

0

2

Kurzfristige Finanzschulden

32

0

32

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

49

0

49

Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

16

0

16

Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

27

1

28

Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten

158

13

171

Erworbenes Reinvermögen

94

98

192

Anteile anderer Gesellschafter

20

3

23

Kaufpreise (einschl. Anschaffungsnebenkosten)

 

 

169

davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen

 

 

167

 

Darüber hinaus erfolgten im Rahmen der Portfoliobereinigung im Geschäftsjahr 2007/2008 Verkäufe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Veräußerungszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:

 

2007/2008

Mio €

 

Firmenwert

35

Sachanlagen

80

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

4

Aktive latente Steuern

3

Vorräte

54

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

48

Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

4

Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte

21

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

68

Insgesamt abgegebene Vermögenswerte

317

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

35

Sonstige langfristige Rückstellungen

7

Passive latente Steuern

2

Sonstige kurzfristige Rückstellungen

23

Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten

2

Kurzfristige Finanzschulden

42

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

30

Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

6

Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

72

Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten

219

Abgehendes Reinvermögen

98

Anteile anderer Gesellschafter

0

Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen

58

Verkaufspreise

156

davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen

158

 

(03) Disposal Groups

Im Rahmen des Programms zur Portfoliooptimierung hat der Konzern in 2008/2009 den Verkauf einiger Bereiche eingeleitet. Diese Transaktionen erfüllen nicht die Voraussetzungen von IFRS 5 für den Ausweis einer nicht fortgeführten Aktivität. Damit sind die Aufwendungen und Erträge bis zum Zeitpunkt der Veräußerung weiterhin im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten auszuweisen. Sofern ein Verkauf zum 30. September 2009 noch nicht abgeschlossen war, wurden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group in der Bilanz zum 30. September 2009 separat in den Zeilen „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ bzw. „Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ ausgewiesen.

So wurde Anfang Oktober 2009 im Segment Services der Verkauf des Bereichs ThyssenKrupp Industrieservice eingeleitet. Zum Dienstleistungsspektrum der deutschen Facility Management Dienstleister gehören Instandhaltung, Supply Chain Services, Standortservice und technische Reinigung für die Industrie sowie Industriemontage. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group zum 30. September 2009 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Mio €

30.09.2009

Immaterielle Vermögenswerte

25

Sachanlagen

23

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

1

Aktive latente Steuern

2

Vorräte

7

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

55

Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

1

Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte

2

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

20

Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

136

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

12

Sonstige langfristige Rückstellungen

1

Passive latente Steuern

2

Sonstige kurzfristige Rückstellungen

7

Kurzfristige Finanzschulden

34

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

8

Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

26

Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten

90

 

Ebenfalls im Segment Services wurde im Oktober 2009 der Verkauf des amerikanischen Gerüstdienstleisters Safway eingeleitet. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group zum 30. September 2009 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Mio €

30.09.2009

Immaterielle Vermögenswerte

78

Sachanlagen

150

Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

2

Aktive latente Steuern

1

Vorräte

14

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

97

Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

4

Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte

3

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

6

Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

355

Sonstige langfristige Rückstellungen

28

Passive latente Steuern

26

Sonstige kurzfristige Rückstellungen

28

Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten

2

Kurzfristige Finanzschulden

105

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

8

Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

1

Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten

198

 

Die nachfolgenden Anhangangaben sind einschließlich der vorgenannten „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte“ bzw. „Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ dargestellt.

 

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(04) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten Dienstleistungsumsätze in Höhe von 9.130 (i. Vj. 11.145) Mio € sowie Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 7.276 (i. Vj. 6.721) Mio €.

(05) Sonstige betriebliche Erträge

Mio €

2007/2008

2008/2009

Gewinne aus Abgang immaterieller Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltener Immobilien

61

37

Währungsumrechnungsdifferenzen

8

1

Versicherungsentschädigungen

41

22

Übrige

232

322

Insgesamt

342

382

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten der 744 (i. Vj. 751) konsolidierten Unternehmen.

(06) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Mio €

2007/2008

2008/2009

Verluste aus Abgang immaterieller Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltener Immobilien

58

28

Rückstellungszuführungen

55

99

Nicht kundenauftragsbezogene Forschung und Entwicklung

224

200

Sonstige Steuern

34

54

Übrige

232

137

Insgesamt

603

518

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten der 744 (i. Vj. 751) konsolidierten Unternehmen.

(07) Zuwendungen der öffentlichen Hand

Insbesondere im Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Stahlwerks in den USA gewährte Investitionszuwendungen der öffentlichen Hand führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer Reduzierung von Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von 124 (i. Vj. 98) Mio €. Darüber hinaus wurden Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Erstattung von Aufwendungen des Konzerns in Höhe von 15 (i. Vj. 13) Mio € erfasst.

Die Gewährung der dargestellten Zuwendungen der öffentlichen Hand ist mit bestimmten Auflagen verbunden, von deren Erfüllung derzeit ausgegangen wird.

(08) Finanzergebnis

Mio €

2007/2008

2008/2009

Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen

100

-29

Zinserträge aus Finanzguthaben

143

150

Erwarteter Kapitalertrag aus Planvermögen

138

113

Zinserträge

281

263

Zinsaufwendungen aus Finanzschulden

-266

-454

Zinsaufwand aus Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen

-459

-510

Zinsaufwendungen

-725

-964

Erträge aus Beteiligungen

9

8

Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte

0

-30

Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten

-7

0

Aufzinsung der sonstigen Rückstellungen

-3

-8

Übriges Finanzergebnis

95

242

Sonstiges Finanzergebnis

94

212

Finanzergebnis

-250

-518

 

Im Finanzergebnis sind neben den Zinserträgen aus Finanzguthaben weitere Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, in Höhe von 44 (i. Vj. 56) Mio € bzw. neben den Zinsaufwendungen aus Finanzschulden weitere Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, in Höhe von 92 (i. Vj. 42) Mio € enthalten.

In der Periode wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 235 (i. Vj. 122) Mio € aktiviert; hierdurch verbesserte sich das übrige Finanzergebnis entsprechend. Soweit einer bestimmten Investition eine Finanzierung konkret zugerechnet werden kann, werden die tatsächlichen Fremdfinanzierungskosten aktiviert. Sofern kein direkter Bezug hergeleitet werden kann, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns der laufenden Periode berücksichtigt.

(09) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf:

Mio €

2007/2008

2008/2009

Laufender Steueraufwand für den Berichtszeitraum

958

244

Latenter Steuerertrag für den Berichtszeitraum

-43

-696

Laufender Steuerertrag für Vorjahre

-60

-16

Latenter Steuerertrag für Vorjahre

-3

-23

Insgesamt

852

-491

Hiervon:

 

 

Laufender Steueraufwand Deutschland

510

25

Laufender Steueraufwand Ausland

388

203

Latenter Steueraufwand/(-ertrag) Deutschland

10

-495

Latenter Steuerertrag Ausland

-56

-224

Das im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 anzuwendende deutsche Körperschaftsteuerrecht sieht einen gesetzlichen Steuersatz von 15 % (i. Vj. 15 %) zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 % vor. Die durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung der Gesellschaften des ThyssenKrupp Konzerns beträgt 15,1 % (i. Vj. 15,1 %). Daher werden latente Steuern inländischer Gesellschaften zum 30. September 2009 wie im Vorjahr mit einem Gesamtsteuersatz (einschließlich Solidaritätszuschlag) von 30,9 % bewertet. Die für ausländische Gesellschaften zu Grunde gelegten jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersätze liegen zwischen 5,7 % und 40,4 % (i. Vj. 5,7 % und 40,4 %). Steuersatzänderungen im Ausland führten im Geschäftsjahr 2008/2009 zu einem latenten Steuerertrag in Höhe von 5 (i. Vj. 16) Mio €. Für inländische Konzerngesellschaften wurde die ausschüttungsabhängige Nachversteuerung bislang unbelasteter Einkommensteile mit dem Jahressteuergesetz 2008 durch eine pauschale Abschlagszahlung ersetzt. Dies führte im Geschäftsjahr 2007/2008 zu einem einmaligen laufenden Steueraufwand in Höhe von 6 Mio €.

Die im Eigenkapital berücksichtigten Steuern verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Bereiche:

Mio €

2007/2008

2008/2009

Steueraufwand/(-ertrag) laut GuV-Ausweis

852

-491

Steueraufwand/(-ertrag) auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

133

-284

Steuereffekt aus der Abschreibung eigener Anteile

-156

0

Insgesamt

829

-775

Im Inland bestehen im Konzern zum 30. September 2009 Verlustvorträge in Höhe von 1.026 (i. Vj. 427) Mio € für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag, Verlustvorträge in Höhe von 608 (i. Vj. 63) Mio € für Gewerbesteuer sowie Zinsvorträge in Höhe von 297 (i. Vj. 0) Mio €. Darüber hinaus bestehen ausländische steuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 1.119 (i. Vj. 730) Mio €, unter anderem 280 (i. Vj. 288) Mio € in Kanada, 239 (i. Vj. 66) Mio € in Italien und 152 (i. Vj. 74) Mio € in der Volksrepublik China, sowie ausländische Zinsvorträge in Höhe von 13 (i. Vj. 0) Mio €. Die Veränderung steuerlicher Verlustvorträge, Zinsvorträge und Steuergutschriften führte im Geschäftsjahr 2008/2009 zu einem latenten Steuerertrag von 244 Mio € (i. Vj. 32 Mio € latenter Steueraufwand).

Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile wahrscheinlich ist. Zur Bestimmung entsprechender Wertberichtigungen werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Die dabei vorzunehmende Einschätzung kann sich durch zukünftige Entwicklungen verändern. Zum 30. September 2009 werden für im Konzern bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 956 (i. Vj. 818) Mio € keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Von diesen steuerlichen Verlustvorträgen ist ein Teilbetrag von 391 (i. Vj. 381) Mio € nach der bestehenden Rechtslage zeitlich und der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähig, während Verlustvorträge in Höhe von 565 (i. Vj. 437) Mio € innerhalb der nächsten 20 Jahre verfallen werden, soweit sie nicht genutzt werden. Die nicht angesetzten aktiven latenten Steuern für steuerliche Verlustvorträge belaufen sich zum 30. September 2009 auf 239 (i. Vj. 218) Mio €. Darüber hinaus werden zum 30. September 2009 für die Zinsvorträge in Höhe von 310 (i. Vj. 0) Mio € sowie für abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 624 (i. Vj. 452) Mio € keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Im Geschäftsjahr 2008/2009 hat sich der Steueraufwand des Konzerns durch die Nutzung nicht angesetzter aktiver latenter Steuern für steuerliche Verlustvorträge und abzugsfähige temporäre Differenzen um 6 (i. Vj. 36) Mio € verringert. Für einbehaltene Gewinne bei ausländischen Tochterunternehmen sind keine passiven latenten Steuern angesetzt worden, weil diese Gewinne in absehbarer Zukunft nicht ausgeschüttet werden sollen.

Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Positionen:

 

Aktive latente Steuern

Passive latente Steuern

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

30.09.2008

30.09.2009

Immaterielle Vermögenswerte

126

195

356

347

Sachanlagen

86

120

818

852

Finanzielle Vermögenswerte

76

153

39

7

Vorräte

1.705

1.984

386

191

Übrige Aktiva

333

384

497

368

Pensionsrückstellungen

553

864

123

76

Sonstige Rückstellungen

222

332

63

130

Übrige Passiva

448

276

1.867

2.181

Steuerliche Verlustvorträge

290

555

-

-

Zinsvorträge

-

84

-

-

Bruttobetrag

3.839

4.947

4.149

4.152

Wertberichtigungen

-351

-489

-

-

Saldierungen

-3.021

-3.817

-3.021

-3.817

Bilanzansatz

467

641

1.128

335

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sie künftigen Belastungen oder Minderungen desselben Steuerpflichtigen gegenüber derselben Steuerbehörde zuzuordnen sind. Auf Konsolidierungssachverhalte entfallen zum 30. September 2009 aktive latente Steuern in Höhe von 75 (i. Vj. 50) Mio €.

Der ausgewiesene Steuerertrag des Geschäftsjahres 2008/2009 in Höhe von 491 Mio € ist um 240 Mio € niedriger als der erwartete Steuerertrag in Höhe von 731 Mio €, der sich bei Anwendung des inländischen Gesamtsteuersatzes von 30,9 % auf das Ergebnis vor Steuern ergäbe. Im Geschäftsjahr 2007/2008 war der ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von 852 Mio € um 114 Mio € niedriger als der bei einem inländischen Gesamtsteuersatz von 30,9 % erwartete Steueraufwand in Höhe von 966 Mio €. Die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand/(-ertrag) ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle:

Mio €

2007/2008

in %

2008/2009

in %

Erwarteter Steueraufwand/(-ertrag)

966

30,9

-731

30,9

Abweichung zu ausländischen Steuersätzen

-3

-0,1

9

-0,4

Änderung von Steuersätzen oder -gesetzen

-10

-0,4

-5

0,2

Besteuerung von Veräußerungsergebnissen

-38

-1,2

-6

0,3

Einkommenskorrekturen

47

1,5

72

-3,0

Veränderung der Wertberichtigungen auf latente Steuern

-13

-0,4

191

-8,1

Periodenfremder Steuerertrag

-63

-2,0

-39

1,7

Sonstiges

-34

-1,1

18

-0,8

Ausgewiesener Steueraufwand/(-ertrag)

852

27,2

-491

20,8

 

(10) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) berechnet sich wie folgt:

 

2007/2008

2008/2009

 

Gesamtbetrag in Mio €

Ergebnis je Aktie in €

Gesamtbetrag in Mio €

Ergebnis je Aktie in €

Zähler:

 

 

 

 

Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)

2.195

4,59

-1.857

-4,01

Nenner:

 

 

 

 

Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück):

477.750.223

 

463.473.492

 

 

Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der ThyssenKrupp AG zurechenbaren Jahresüberschusses/(-fehlbetrages) durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Neu ausgegebene oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich in Umlauf befinden, berücksichtigt.

Der gewichtete Aktiendurchschnitt reduzierte sich in 2008/2009 durch den Erwerb eigener Aktien im Februar/März 2008 sowie im Juli/August 2008.

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

(11) Zusätzliche Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Folgender Personalaufwand ist in den Aufwandspositionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

Mio €

2007/2008

2008/2009

Löhne und Gehälter

7.450

6.948

Soziale Abgaben

1.304

1.229

Netto-Pensionsaufwendungen - Leistungszusage*

130

116

Netto-Pensionsaufwendungen - Beitragszusage

140

140

Netto-Aufwendungen/(Erträge) der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre*

9

-43

Abfindungen, vorzeitiges Ausscheiden u.Ä.**

198

835

Aufwendungen für Unterstützung

406

429

Insgesamt

9.637

9.654

* Ohne erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens und Zinsaufwand aus Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen, die in den Zinserträgen bzw. –aufwendungen ausgewiesen werden

** Der Vorjahresbetrag wurde angepasst

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt:

 

2007/2008

2008/2009

Steel

40.480

39.885

Stainless

12.102

12.018

Technologies

54.260

51.127

Elevator

41.226

43.186

Services

45.436

44.636

Corporate

2.322

1.767

Insgesamt

195.826

192.619

Hiervon entfallen auf:

 

 

Arbeiter

121.517

116.384

Angestellte

69.930

71.700

Auszubildende

4.379

4.535

 

Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Für die in den Geschäftsjahren 2007/2008 und 2008/2009 erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie der Gesellschaften des weltweiten KPMG-Verbundes sind folgende Honorare (einschließlich Auslagen) als Aufwand erfasst worden:

 

2007/2008

2008/2009

Mio €

Gesamt

davon Deutschland

Gesamt

davon Deutschland

Prüfungshonorare

23

12

18

9

Prüfungsnahe Honorare

1

1

4

3

Steuerberatungshonorare

1

0

1

0

Übrige Honorare

1

1

1

1

Insgesamt

26

14

24

13

Die Prüfungshonorare beinhalten vor allem die Honorare für die Konzernabschlussprüfung, die prüferische Durchsicht der Zwischenabschlüsse sowie die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen der ThyssenKrupp AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Die prüfungsnahen Honorare umfassen im Wesentlichen die Honorare für Due-Diligence-Leistungen im Zusammenhang mit Akquisitionen und Desinvestitionen. In den Honoraren für Steuerberatung sind insbesondere Honorare für Steuerberatungsleistungen bei laufenden und geplanten Transaktionen, für die Erstellung von Steuererklärungen, für steuerliche Due-Diligence-Leistungen, für Steuerberatung im Zusammenhang mit Projekten und konzerninternen Reorganisationen sowie die steuerliche Beratung von in das Ausland entsandten Mitarbeitern enthalten. Die übrigen Honorare umfassen überwiegend die Honorare für projektbezogene Beratungsleistungen.

Darüber hinaus entstanden für die Prüfung von in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften Aufwendungen in Höhe von 14 (i. Vj. 11) Mio €, die neben den Prüfungshonoraren an den Konzernabschlussprüfer an andere Prüfungsgesellschaften gezahlt worden sind.

 

 

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

(12) Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte des Konzerns entwickelten sich wie folgt:

Mio €

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

Entwicklungskosten, eigenentwickelte Software und Website

Firmenwerte

Insgesamt

Bruttowerte

 

 

 

 

Stand 30.09.2007

1.188

319

4.658

6.165

Währungsunterschiede

-3

5

-72

-70

Veränderung Konsolidierungskreis

36

-3

69

102

Zugänge

57

103

49

209

Umbuchungen

19

-2

0

17

Abgänge

-14

-41

-2

-57

Stand 30.09.2008

1.283

381

4.702

6.366

Währungsunterschiede

-9

4

-40

-45

Veränderung Konsolidierungskreis

7

0

71

78

Zugänge

85

90

2

177

Umbuchungen

29

14

0

43

Abgänge

-35

-1

-8

-44

Stand 30.09.2009

1.360

488

4.727

6.575

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen

 

 

 

 

Stand 30.09.2007

584

156

863

1.603

Währungsunterschiede

-2

2

-13

-13

Veränderung Konsolidierungskreis

1

-4

-4

-7

Abschreibungen

90

33

0

123

Wertminderungsaufwendungen

5

8

0

13

Wertaufholungen

0

0

-

0

Umbuchungen

0

1

0

1

Abgänge

-14

-21

-2

-37

Stand 30.09.2008

664

175

844

1.683

Währungsunterschiede

-4

1

-17

-20

Veränderung Konsolidierungskreis

0

0

-2

-2

Abschreibungen

103

37

0

140

Wertminderungsaufwendungen

12

40

0

52

Wertaufholungen

0

0

-

0

Umbuchungen

-3

4

0

1

Abgänge

-21

-3

0

-24

Stand 30.09.2009

751

254

825

1.830

Nettowerte

 

 

 

 

Stand 30.09.2007

604

163

3.795

4.562

Stand 30.09.2008

619

206

3.858

4.683

Stand 30.09.2009

609

234

3.902

4.745

 

Der Stand zum 30.09.2009 enthält Bruttowerte von 145 (i. Vj. 0) Mio € sowie kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen von 42 (i. Vj. 0) Mio € und damit Nettowerte von 103 (i. Vj. 0) Mio €, die auf Disposal Groups entfallen.

 

Wertminderungen auf Firmenwerte

Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwerte werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

In 2007/2008 sowie in 2008/2009 ergab sich weder aus der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte noch aus anderen Umständen ein Wertberichtigungsbedarf, da der erzielbare Betrag der Cash Generating Units jeweils über dem Buchwert lag.

Wertminderungen auf übrige immaterielle Vermögenswerte

Die Wertminderungsaufwendungen auf die übrigen immateriellen Vermögenswerte sind in den Umsatzkosten enthalten.

In 2007/2008 war der im Segment Stainless in der Business Unit ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni mit 4 Mio € aktivierte immaterielle Vermögenswert für vorteilhaften Energiebezug auf Grund fehlender Werthaltigkeit voll wertzuberichtigen. Darüber hinaus waren im Segment Technologies in der Business Unit Automotive Solutions Wertminderungen von 6 Mio € auf aktivierte Entwicklungskosten auf Grund verschlechterter Marktbedingungen erforderlich. Die für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevanten erzielbaren Beträge entsprechen jeweils den Nutzungswerten, zu deren Berechnung ein Diskontierungssatz von 10,6 % angesetzt wurde.

In 2008/2009 wurden im Segment Steel in der Business Unit Auto aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 9 Mio € für Projekte zur Verbesserung der Beschaffenheit und der Oberflächenstruktur von Stahl voll wertberichtigt, da diese die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 nicht mehr erfüllten. Daneben waren im Segment Stainless in der Business Unit ThyssenKrupp Nirosta aktivierte Entwicklungskosten für eine Bandgießanlage in Höhe von 16 Mio € auf Grund fehlender Verwertbarkeit am Markt voll wertzuberichtigen. Im Segment Technologies wurden in der Business Unit Automotive Solutions aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 12 Mio € voll wertberichtigt, da diese die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 nicht mehr erfüllten.

Firmenwerte

Die Firmenwerte (ohne Firmenwerte für nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen) sind den Cash Generating Units (CGUs) der Segmente zugeordnet. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer CGU erfolgt durch Ermittlung des Nutzungswerts mit Hilfe der Discounted-Cash-Flow-Methode. Dabei werden die geplanten Nach-Steuer-Cash-Flows aus der bottom-up erstellten und vom Management der ThyssenKrupp AG genehmigten Vierjahresplanung (Steel: Fünfjahresplanung) verwendet. Das letzte Planjahr wird grundsätzlich auch für die Cash-Flows jenseits der Planungsperiode angesetzt. Eine Wachstumsrate zur Extrapolation des letzten Planjahres wird nicht berücksichtigt. Der zur Diskontierung verwendete Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz in Höhe von 4,0 % sowie auf Risikozuschlägen für Eigen- und Fremdkapital von 5,0 bzw. 2,5 %-Punkten. Darüber hinaus werden jeweils individuell für jede CGU ein aus der jeweiligen Peer-Group abgeleiteter Beta-Faktor, ein Steuersatz sowie die Kapitalstruktur berücksichtigt. Zur Diskontierung der Cash-Flows wurden für die Segmente folgende segmentspezifische Bandbreiten von Nach-Steuer-Diskontierungszinssätzen zu Grunde gelegt:

 

Bandbreiten der Diskontierungszinssätze (nach Steuern)

in %

2007/2008

2008/2009

Steel

7,4 - 9,5

8,1 - 8,6

Stainless

7,8 - 9,6

7,7 - 9,2

Technologies

5,8 - 10,0

6,8 - 10,8

Elevator

6,7 - 7,4

8,2 - 8,3

Services

7,2 - 8,9

7,7 - 8,8

Corporate

8,0

7,8

 

Auf die zum 30. September 2009 durchgeführten Tests zur Überprüfung der Werthaltigkeit einzelner Firmenwerte auf Grund des Eintritts bestimmter Ereignisse wurden aktuelle Beta-Faktoren angewendet. Gegenüber dem 01. Oktober 2008 wurden ein veränderter risikofreier Zinssatz in Höhe von 4,25 % und ein Fremdkapital-Spread in Höhe von 2,4 % angesetzt. Dies führte zu Diskontierungszinssätzen nach Steuern von 8,5 % bis 8,9 % für die CGUs des Segments Stainless und 7,2 % für die CGU Marine Systems. Daraus ergab sich kein Wertberichtigungsbedarf.

Die Ermittlung des Nutzungswerts für die CGUs erfolgt generell auf Basis der erwarteten Preisinflation des Landes, in dem die jeweilige CGU ansässig ist, sowie auf Basis der geschätzten Umsatzwachstumsraten. Zu ihrer Ermittlung werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete Marktperformance herangezogen. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stimmen dabei grundsätzlich mit externen Informationsquellen überein.

Im ThyssenKrupp Konzern wurden 41 CGUs identifiziert. Davon weisen 35 CGUs einen Firmenwert aus. Der Gesamtfirmenwert beträgt zum 01. Oktober 2008 3.858 Mio €. 53 % dieses Firmenwertes entfallen auf die CGUs Metallurgie, Marine Systems und Americas, die in der folgenden Tabelle dargestellt werden:

Wesentliche Firmenwerte

CGU (Segment)

Buchwert des der CGU zugeordneten Firmenwertes in Mio €

Anteil am Gesamt-firmenwert in %

Beschreibung der Grundannahmen für die Unternehmensplanung

Darlegung der Vorgehensweise zur Wertbestimmung der Grundannahmen

Metallurgie (Steel)

246

6%

- Absatzpreise

- Beschaffungspreise

- Konjunkturzyklen

Konzerninterne Einschätzungen der betreffenden Verkaufs- und Einkaufsabteilungen sowie Berücksichtigung der durch die ThyssenKrupp AG (Economic Affairs and Market Research) vorgegebenen volkswirtschaftlichen Rahmendaten

Marine Systems

(Technologies)

1.047

27%

- Wachstumsraten der Märkte  

Marineschiffbau: Berücksichtigung der langfristigen Haushaltsplanungen der potenziellen Kunden und gegebenenfalls konkrete Verhandlungen mit den Kunden, verschärfte Konkurrenzsituation bei zugleich sinkenden Budgets der Kundenländer

Yachten: Durch Finanzkrise zwischenzeitlich reduzierte, jedoch wieder auflebende Nachfrage nach anspruchsvollen Groß- und Megayachten, Untermauerung durch externe Marktstudien

Americas (Elevator)

758

20%

- Beschaffungspreise

- Konjunkturzyklen

Berücksichtigung der von der ThyssenKrupp AG vorgegebenen volkswirtschaftlichen Rahmendaten sowie externer lokaler Marktstudien

Es gab bei keiner CGU ein Firmenwert-Impairment, da der erzielbare Betrag in allen Fällen über dem Buchwert der CGU lag. Der erzielbare Betrag der CGU Presta Steering liegt weniger als 10 % über dem Buchwert der CGU:

Kritische Firmenwerte

CGU (Segment)

Buchwert der CGU in Mio €

Erzielbarer Betrag der CGU in Mio €

Beschreibung der Grundannahmen für die Unternehmensplanung

Darlegung der Vorgehensweise zur Wertbestimmung der Grundannahmen

Presta Steering (Technologies)

408

423

- Wachstumsraten der Märkte

Berücksichtigung der aktuellen Absatzbasis sowie externe Informationsquellen und Kundeninformationen

Die Erhöhung des Abzinsungssatzes um 10 % würde bei der CGU Presta Steering zu einem Firmenwert-Impairment in Höhe von 53 Mio € führen. Das Management von ThyssenKrupp geht jedoch für diese CGU davon aus, dass eine für möglich gehaltene Änderung einer wesentlichen Annahme, die Basis für die Ermittlung des erzielbaren Betrages war, nicht dazu führt, dass der Buchwert der CGU den erzielbaren Betrag übersteigen würde.

Die Nettowerte der Firmenwerte (ohne Firmenwerte für nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen) veränderten sich wie folgt:

Mio €

Steel

Stainless

 

Technologies

Elevator

Stand 30.09.2007

324

334

1.573

1.187

Währungsunterschiede

-1

-1

-2

-47

Veränderung Konsolidierungskreis

3

0

-21

19

Zugänge

0

0

11

38

Stand am 30.09.2008

326

333

1.561

1.197

Währungsunterschiede

0

-2

4

-20

Veränderung Konsolidierungskreis

-1

0

4

19

Zugänge

0

0

0

1

Abgänge

0

0

-7

-1

Stand am 30.09.2009

325

331

1.562

1.196

 

Mio €

Services

Corporate

 

Insgesamt*

Stand 30.09.2007

362

15

3.795

Währungsunterschiede

-8

0

-59

Veränderung Konsolidierungskreis

72

0

73

Zugänge

0

0

49

Stand am 30.09.2008

426

15

3.858

Währungsunterschiede

-5

0

-23

Veränderung Konsolidierungskreis

51

0

73

Zugänge

1

0

2

Abgänge

0

0

-8

Stand am 30.09.2009

473

15

3.902

* ohne Firmenwerte für nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

(13) Sachanlagen

Die Sachanlagen des Konzerns entwickelten sich wie folgt:

Mio €

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken

Technische Anlagen und Maschinen

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

Bruttowerte

 

 

 

Stand 30.09.2007

5.126

14.719

2.352

Währungsunterschiede

-2

-32

-13

Veränderung Konsolidierungskreis

-7

-89

-10

Zugänge

129

739

282

Umbuchungen

114

507

-6

Abgänge

-72

-268

-167

Stand 30.09.2008

5.288

15.576

2.438

Währungsunterschiede

-31

-65

-17

Veränderung Konsolidierungskreis

2

-12

5

Zugänge

130

660

222

Umbuchungen

113

442

32

Abgänge

-42

-223

-122

Stand 30.09.2009

5.460

16.378

2.558

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen

 

 

 

Stand 30.09.2007

2.560

10.556

1.573

Währungsunterschiede

-1

-28

-7

Veränderung Konsolidierungskreis

-15

-69

-11

Abschreibungen

157

838

235

Wertminderungsaufwendungen

3

19

1

Wertaufholungen

-1

-15

0

Umbuchungen

11

5

-5

Abgänge

-48

-233

-140

Stand 30.09.2008

2.666

11.073

1.646

Währungsunterschiede

-9

-51

-10

Veränderung Konsolidierungskreis

-2

-11

1

Abschreibungen

140

854

222

Wertminderungsaufwendungen

141

243

6

Wertaufholungen

-1

-1

0

Umbuchungen

-2

-4

6

Abgänge

-21

-201

-102

Stand 30.09.2009

2.912

11.902

1.769

Nettowerte

 

 

 

Stand 30.09.2007

2.566

4.163

779

Stand 30.09.2008

2.622

4.503

792

Stand 30.09.2009

2.548

4.476

789

 

Mio €

Geleaste Sachanlagen (Finance Lease)

Verleaste Sachanlagen (Operating Lease)

Anlagen im Bau

Insgesamt

Bruttowerte

 

 

 

 

Stand 30.09.2007

287

43

899

23.426

Währungsunterschiede

-1

-3

9

-42

Veränderung Konsolidierungskreis

6

-11

-13

-124

Zugänge

41

0

2.766

3.957

Umbuchungen

-4

-6

-432

173

Abgänge

-89

-7

0

-603

Stand 30.09.2008

240

16

3.229

26.787

Währungsunterschiede

-1

0

-100

-214

Veränderung Konsolidierungskreis

0

0

4

-1

Zugänge

11

0

3.017

4.040

Umbuchungen

-3

0

-82

502

Abgänge

-19

0

-11

-417

Stand 30.09.2009

228

16

6.057

30.697

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen

 

 

 

 

Stand 30.09.2007

139

7

1

14.836

Währungsunterschiede

-1

0

0

-37

Veränderung Konsolidierungskreis

2

-3

0

-96

Abschreibungen

25

1

0

1.256

Wertminderungsaufwendungen

2

0

0

25

Wertaufholungen

0

0

0

-16

Umbuchungen

-4

0

0

7

Abgänge

-32

-1

0

-454

Stand 30.09.2008

131

4

1

15.521

Währungsunterschiede

-1

0

0

-71

Veränderung Konsolidierungskreis

0

0

4

-8

Abschreibungen

21

1

0

1.238

Wertminderungsaufwendungen

0

0

2

392

Wertaufholungen

0

0

0

-2

Umbuchungen

-3

0

0

-3

Abgänge

-11

-1

0

-336

Stand 30.09.2009

137

4

7

16.731

Nettowerte

 

 

 

 

Stand 30.09.2007

148

36

898

8.590

Stand 30.09.2008

109

12

3.228

11.266

Stand 30.09.2009

91

12

6.050

13.966

Der Stand zum 30.09.2009 enthält Bruttowerte von 324 (i. Vj. 0) Mio € sowie kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen von 151 (i. Vj. 0) Mio € und damit Nettowerte von 173 (i. Vj. 0) Mio €, die auf Disposal Groups entfallen.

Wertminderungsaufwendungen auf Sachanlagen werden in den Umsatzkosten ausgewiesen.

In 2007/2008 wurden im Segment Steel in der Business Unit Metal Forming Wertminderungen von 6 Mio € vorgenommen. Davon betreffen 1 Mio € Grundstücke und Bauten und 2 Mio € geleaste Sachanlagen, die auf Grund der beabsichtigten Schließung eines Standorts komplett abgeschrieben wurden. Weitere 3 Mio € entfallen auf technische Anlagen und Maschinen, die auf Grund der Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation wertberichtigt werden mussten. Die für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevanten erzielbaren Beträge entsprechen jeweils den Nutzungswerten, zu deren Berechnung ein Diskontierungssatz von 15,7 % angesetzt wurde. Daneben wurden im Segment Technologies in den Business Units Mechanical Components, Automotive Solutions und Transrapid auf Grund der Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation Wertminderungen von 15 Mio € vorgenommen, die mit 2 Mio € auf Grundstücke und Bauten und mit 13 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen entfallen. Die für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevanten erzielbaren Beträge entsprechen jeweils den Nutzungswerten, zu deren Berechnung ein Diskontierungssatz von 12,7 % angesetzt wurde.

Darüber hinaus erfolgte in 2007/2008 im Segment Stainless in der Business Unit ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni eine Zuschreibung von 14 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen, da für einen Anlagenteil im Vergleich zum 30. September 2007 von einem höheren erzielbaren Veräußerungspreis ausgegangen wird. Die Bestimmung der Höhe der Wertaufholung erfolgte auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten.

In 2008/2009 stehen die vorgenommenen Wertberichtigungen überwiegend in Zusammenhang mit den durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen. So erfolgten im Segment Steel in den Business Units Industry und Auto Wertberichtigungen in Höhe von 13 Mio €, die mit 4 Mio € auf Grundstücke und Bauten und mit 9 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen entfallen. Die für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevanten erzielbaren Beträge entsprechen jeweils den Nutzungswerten, zu deren Berechnung ein Diskontierungssatz von 13,1 % bzw. 14,7 % angesetzt wurde. Im Segment Stainless wurden Wertberichtigungen von 91 Mio € vorgenommen, die mit 14 Mio € auf Grundstücke und Bauten, 76 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen und 1 Mio € auf andere Anlagen entfallen; sie betreffen im Wesentlichen die Business Units ThyssenKrupp Nirosta und Shanghai Krupp Stainless. Die für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevanten erzielbaren Beträge entsprechen jeweils den Nutzungswerten, zu deren Berechnung ein Diskontierungssatz von 11,7 % bzw. 9,2 % angesetzt wurde. Im Segment Technologies erfolgten Wertberichtigungen von 286 Mio €, die mit 122 Mio € Grundstücke und Bauten, mit 157 Mio € technische Anlagen und Maschinen und mit 7 Mio € andere Anlagen betreffen; die Wertberichtigungen wurden im Wesentlichen in den Business Units Marine Systems (148 Mio €) und Mechanical Components (114 Mio €) vorgenommen. In der Business Unit Marine Systems wurden auf Grund der schlechten Auftragssituation Überkapazitäten abgebaut, was zu erheblichen Wert-berichtigungen führte. In der Business Unit Mechanical Components führte der starke Nachfrageeinbruch im Automobil- und Baumaschinengeschäft, aber auch im allgemeinen Maschinenbau zu einem beträchtlichen Auftragsrückgang, von dem alle Bereiche betroffen waren, besonders stark jedoch die Fertigung von Baumaschinenkomponenten und geschmiedeten Kurbelwellen. Die für die Bestimmung des jeweiligen Wertminderungsaufwands relevanten erzielbaren Beträge entsprechen jeweils den Nutzungswerten, zu deren Berechnung ein Diskontierungssatz in einer Spanne zwischen 10,1 % und 17,4 % angesetzt wurde.

Die Sachanlagen enthalten auch geleaste Bauten, technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, bei denen dem Konzern als Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen ist, da er alle wesentlichen Chancen und Risiken aus der Nutzung des Leasinggegenstandes trägt.

 

Bruttowerte

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen

Nettowerte

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

30.09.2008

30.09.2009

30.09.2008

30.09.2009

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

97

94

43

44

54

50

Technische Anlagen und Maschinen

95

85

59

59

36

26

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

48

49

29

34

19

15

Geleaste Sachanlagen

240

228

131

137

109

91

Sachanlagen dienen zur Besicherung von Finanzschulden in Höhe von 129 (i. Vj. 174) Mio €.

(14) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien des Konzerns entwickelten sich wie folgt:

Mio €

2007/2008

2008/2009

Bruttowerte

 

 

Stand 30.09.2007 bzw. Stand 30.09.2008

569

506

Währungsunterschiede

0

0

Veränderung Konsolidierungskreis

0

0

Zugänge

1

1

Umbuchungen

-8

10

Abgänge

-56

-24

Stand 30.09.2008 bzw. Stand 30.09.2009

506

493

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen

 

 

Stand 30.09.2007 bzw. Stand 30.09.2008

180

149

Währungsunterschiede

0

0

Veränderung Konsolidierungskreis

0

0

Abschreibungen

3

2

Wertminderungsaufwendungen

1

2

Wertaufholungen

-1

0

Umbuchungen

-8

5

Abgänge

-26

-6

Stand 30.09.2008 bzw. Stand 30.09.2009

149

152

Nettowerte

 

 

Stand 30.09.2007

389

 

Stand 30.09.2008 bzw. Stand 30.09.2009

357

341

Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien des Konzerns wird unter Anwendung verschiedener international anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt. Hierzu zählen das Ertragswertverfahren, das Discounted Cash-Flow-Verfahren, das Sachwertverfahren und der Vergleich mit aktuellen Marktwerten vergleichbarer Immobilien. Die beizulegenden Zeitwerte der in Deutschland gelegenen, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden primär anhand von intern erstellten Gutachten nach dem Ertragswertverfahren auf Grundlage der in Deutschland geltenden „Verordnung über Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken – WertV“ bewertet. Außerhalb von Deutschland gelegene, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden von externen Gutachtern bewertet.

Zum 30. September 2009 beträgt der beizulegende Zeitwert der von ThyssenKrupp als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 436 (i. Vj. 455) Mio €, wovon 13 (i. Vj. 16) Mio € durch externe Gutachter ermittelt wurden.

In den in den Bruttowerten ausgewiesenen Zugängen sind nachträgliche Anschaffungskosten von 0 (i. Vj. 0,3) Mio € enthalten.

Aus der Vermietung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien resultieren Mieterträge von 20 (i. Vj. 26) Mio € sowie direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen von 10 (i. Vj. 15) Mio €. Weitere 6 (i. Vj. 6) Mio € direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen betreffen als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, mit denen keine Mieterträge erzielt werden.

(15) Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Anteile an assoziierten Unternehmen

Zum 30. September 2009 beläuft sich der Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen auf 59 (i. Vj. 76) Mio €. Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Anteilen an assoziierten Unternehmen beträgt -15 (i. Vj. 28) Mio €.

Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen enthält die nachfolgende Tabelle, wobei sich die Angaben jeweils auf 100 % und nicht auf den Konzernanteil an den assoziierten Unternehmen beziehen:

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

Vermögenswerte

774

717

Verbindlichkeiten

496

521

 

 

 

Mio €

2007/2008

2008/2009

Umsatzerlöse

781

629

Jahresüberschuss/(-fehlbetrag)

57

-34

In 2008/2009 wurden anteilige Verluste von nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen in Höhe von 2 (i. Vj. 0) T€ nicht erfasst; kumuliert betragen die nicht erfassten Verluste 27 (i. Vj. 314) T€.

Joint Ventures

Die nachfolgende Tabelle enthält zusammenfassende Finanzinformationen zu den Joint Ventures des Konzerns, wobei sich die Angaben jeweils auf den Konzernanteil an den Joint Ventures beziehen:  

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

Kurzfristige Vermögenswerte

633

641

Langfristige Vermögenswerte

399

418

Kurzfristige Verbindlichkeiten

385

404

Langfristige Verbindlichkeiten

308

327

 

 

 

Mio €

2007/2008

2008/2009

Umsatzerlöse

1.575

1.730

Jahresüberschuss

45

20

Die assoziierten Unternehmen und die Joint Ventures sind in der Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns enthalten, die unter Anhang-Nr. 38 dargestellt wird.

(16) Vermietete Gegenstände (Operating Lease)

Der Konzern vermietet als Leasinggeber unter Operating Lease im Wesentlichen gewerblich genutzte Immobilien.

Die zukünftigen Mindestmieterträge aus unkündbaren Operating-Lease-Verträgen betragen zum Stichtag:

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

Bis zu einem Jahr

24

24

Zwischen einem Jahr und fünf Jahren

36

37

Länger als fünf Jahre

35

30

Insgesamt

95

91

Die Angabe zu den zukünftigen Mieterträgen beinhaltet keine variablen Mietanteile (Contingent Rentals). Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine variablen Mieterträge aus solchen Contingent-Rentals-Verträgen vereinnahmt.

(17) Vorräte

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

Rohstoffe

2.145

1.362

Hilfs- und Betriebsstoffe

490

468

Unfertige Erzeugnisse und Leistungen

2.159

1.958

Fertige Erzeugnisse und Waren

4.700

2.968

Insgesamt

9.494

6.756

Vorräte in Höhe von 2.099 (i. Vj. 781) Mio € sind zum Nettoveräußerungswert bewertet. Von den Vorräten haben 5 (i. Vj. 41) Mio € eine Lagerdauer von mehr als einem Jahr. Vorräte in Höhe von 36.905 (i. Vj. 44.270) Mio € sind als Aufwand der Berichtsperiode erfasst worden. Wertminderungen von Vorräten von 317 (i. Vj. 76) Mio € erhöhten die Umsatzkosten.

(18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

6.853

4.593

Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden

1.032

679

Insgesamt

7.885

5.272

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 723 (i. Vj. 873) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum 30. September 2009 bestehen Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen von insgesamt 513 (i. Vj. 284) Mio €.

Die Überfälligkeit der zum Bilanzstichtag nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

Mio €

Buchwert

davon:

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig

30.09.2008

7.885

6.590

30.09.2009

5.272

4.399

 

davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert, aber überfällig

davon:

Überfällig bis 30 Tage

Überfällig 31 bis 60 Tage

Überfällig 61 bis 90 Tage

Überfällig 91 bis 180 Tage

Überfällig 181 bis 360 Tage

Überfällig mehr als 360 Tage

 

 

zum Abschlussstichtag wertgemindert

610

207

95

85

78

135

85

333

113

79

90

80

45

133

Die aus der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen resultierenden Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

Angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Auftragsgewinne (abzüglich ausgewiesener Verluste)

2.836

3.318

abzüglich erhaltener Anzahlungen

-1.804

-2.639

Insgesamt

1.032

679

Für erhaltene Anzahlungen wurden Vermögenswerte in Höhe von 99 (i. Vj. 48) Mio € sicherungsübereignet. In der Berichtsperiode wurden Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 7.276 (i. Vj. 6.721) Mio € erfasst.

Der Konzern verkauft regelmäßig im Wesentlichen kreditversicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von Asset Backed Securitisation- und anderen Programmen sowie in Einmaltransaktionen.

Zum 30. September 2008 wurden 3 Mio € verkaufte Forderungen nicht aus der Bilanz ausgebucht, da im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen beim Konzern verblieben sind. Die korrespondierende Verbindlichkeit ist in den Finanzschulden enthalten (siehe auch Anhang-Nr. 25). Der Erlös aus diesen Verkäufen betrug 3 Mio €. Zum 30. September 2009 wurden derartige Forderungsverkäufe nicht getätigt.

Per 30. September 2009 wurden Forderungen mit einem Nominalwert von 836 (i. Vj. 972) Mio € verkauft, die zu einer Ausbuchung aus der Bilanz führten; hieraus erzielte der Konzern einen Verkaufserlös von 816 (i. Vj. 938) Mio €. Im Rahmen dieser Verkäufe behält der Konzern in einigen Fällen Rechte und unwesentliche Pflichten zurück; hierzu zählen vor allem die Erbringung von Abwicklungsdienstleistungen sowie das Stellen von begrenzten Forderungsausfall- und Forderungsverwässerungsreserven. Die bilanzierten Vermögenswerte sowie die gegebenen Garantien, die als Forderungsausfallreserve dienen, betrugen 73 (i. Vj. 72) Mio € zum 30. September 2009. Der Umfang des anhaltenden Engagements des Konzerns, das im Wesentlichen aus Forderungsverwässerungsreserven besteht, betrug 19 (i. Vj. 26) Mio € zum 30. September 2009.

(19) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

 

kurzfristig

langfristig

kurzfristig

langfristig

Kredite und Forderungen

248

44

729

30

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

107

74

170

66

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

448

-

245

-

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung

78

-

114

-

Insgesamt

881

118

1.258

96

Sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 124 (i. Vj. 156) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum 30. September 2009 bestehen Wertberichtigungen von insgesamt 60 (i. Vj. 75) Mio € für kurzfristige und 51 (i. Vj. 25) Mio € für langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte.

Die Überfälligkeit der zum Bilanzstichtag nicht wertgeminderten sonstigen finanziellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

Mio €

Buchwert

davon:

 

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig

30.09.2008

999

931

30.09.2009

1.354

1.277

 

davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert, aber überfällig

davon:

Überfällig bis 30 Tage

Überfällig 31 bis 60 Tage

Überfällig 61 bis 90 Tage

Überfällig 91 bis 180 Tage

Überfällig 181 bis 360 Tage

Überfällig mehr als 360 Tage

zum Abschlussstichtag wertgemindert

0

0

0

0

0

0

68

2

1

0

1

1

1

71

 

(20) Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

 

kurzfristig

langfristig

kurzfristig

langfristig

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte

-

40

-

24

Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen

-

862

-

431

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte

802

 

771

 

Sonstige geleistete Anzahlungen und Vorauszahlungen

312

 

204

 

Erstattungsansprüche aus Gesundheitsfürsorgeleistungen (Reimbursement Rights)

83

 

76

 

Übrige

756

 

678

 

Insgesamt

1.953

902

1.729

455

Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 43 (i. Vj. 47) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum 30. September 2009 bestehen Wertberichtigungen von insgesamt 19 (i. Vj. 34) Mio €.

(21) Eigenkapital

Das Eigenkapital und die Anzahl der sich im Umlauf befindenden Aktien veränderten sich wie folgt:

Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigenkapitalanteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG

 

 

Aktienanzahl im Umlauf

Gezeichnetes Kapital

Kapitalrücklage

Gewinnrücklagen

Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

Eigene Anteile

Stand am 30.09.2007

488.764.592

1.317

4.684

4.963

-241

-697

Jahresüberschuss

 

 

 

2.195

 

 

Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

 

 

 

 

280

 

Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

 

 

 

 

-131

 

Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter

 

 

 

 

 

 

Dividendenzahlung

 

 

 

-635

 

 

Erwerb eigener Anteile

-25.291.100

 

 

 

 

-880

Steuereffekt aus der Abschreibung eigener Anteile

 

 

 

 

 

156

Aktienbasierte Vergütung

 

 

 

1

 

 

Sonstige Veränderungen

 

 

 

-5

 

 

Stand am 30.09.2008

463.473.492

1.317

4.684

6.519

-92

-1.421

Jahresfehlbetrag

 

 

 

-1.857

 

 

Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

 

 

 

 

-869

 

Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

 

 

 

 

277

 

Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter

 

 

 

 

 

 

Dividendenzahlung

 

 

 

-603

 

 

Aktienbasierte Vergütung

 

 

 

2

 

 

Sonstige Veränderungen

 

 

 

-36

6

 

Stand am 30.09.2009

463.473.492

1.317

4.684

4.025

-678

-1.421

 

Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl

 

 

 

 

Eigenkapitalanteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG

Anteile anderer Gesellschafter

Gesamtes Eigenkapital

Stand am 30.09.2007

10.026

421

10.447

Jahresüberschuss

2.195

81

2.276

Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

280

8

288

Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

-131

-2

-133

Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter

0

-55

-55

Dividendenzahlung

-635

0

-635

Erwerb eigener Anteile

-880

0

-880

Steuereffekt aus der Abschreibung eigener Anteile

156

0

156

Aktienbasierte Vergütung

1

0

1

Sonstige Veränderungen

-5

29

24

Stand am 30.09.2008

11.007

482

11.489

Jahresfehlbetrag

-1.857

-16

-1.873

Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

-869

-18

-887

Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

277

7

284

Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter

0

-47

-47

Dividendenzahlung

-603

0

-603

Aktienbasierte Vergütung

2

0

2

Sonstige Veränderungen

-30

1.361

1.331

Stand am 30.09.2009

7.927

1.769

9.696

 

Vom Stand der kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen entfallen zum 30.09.2007 - 1 Mio €, zum 30.09.2008 2 Mio € und zum 30.09.2009 2 Mio € auf assoziierte Unternehmen. Von den Veränderungen der kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen resultieren 0 (i. Vj. 3) Mio € aus assoziierten Unternehmen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Unterschiedsbetrags aus der Währungsumrechnung, der Bestandteil der kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ist:

Mio €

Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung

Stand am 30.09.2007

-202

Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste)

-83

Realisierte (Gewinne)/Verluste

0

Stand am 30.09.2008

-285

Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste)

-48

Realisierte (Gewinne)/Verluste

0

Stand am 30.09.2009

-333

Gezeichnetes Kapital

Zum 30. September 2009 ist das Gezeichnete Kapital unverändert gegenüber dem Vorjahr eingeteilt in 514.489.044 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Aktien sind alle ausgegeben; zum Bilanzstichtag befanden sich wie im Vorjahr 463.473.492 Aktien im Umlauf. Rechnerisch entfällt auf jede Aktie ein Anteil am Gezeichneten Kapital in Höhe von 2,56 €.

Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Effekte aus der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses von Thyssen und Krupp sowie Agien aus Kapitalerhöhungen bei Tochtergesellschaften mit Minderheiten.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Konzernergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet worden sind. Darüber hinaus beinhaltet diese Position die Verrechnung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste beim Abgang von Pensionsrückstellungen sowie die Eigenkapitaleffekte aus aktienbasierter Vergütung.

Eigene Anteile

Im Rahmen der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Januar 2008 hat der Vorstand der ThyssenKrupp AG am 31. Januar 2008 beschlossen, eigene Anteile bis zu rund 3 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Im Zeitraum vom 01. Februar 2008 bis zum 07. März 2008 hat die ThyssenKrupp AG 14.791.100 Aktien oder rund 2,9 % des Grundkapitals zu einem Durchschnittskurs von 35,34 € zurückgekauft. Dies entspricht einem Gesamtbetrag von 523 Mio €. Darüber hinaus hat der Vorstand auf Basis der Hauptversammlungsermächtigung am 14. Juli 2008 beschlossen, weitere eigene Anteile bis zu rund 2,0 % des Grundkapitals zu erwerben. Im Zeitraum vom 15. Juli 2008 bis zum 13. August 2008 hat die ThyssenKrupp AG 10.500.000 Aktien oder rund 2,0 % des Grundkapitals zu einem Durchschnittskurs von 33,98 € zurückgekauft. Dies entspricht einem Gesamtbetrag von 357 Mio €.

Nach den beiden Erwerben in 2007/2008 und dem bereits in 2005/2006 durchgeführten Erwerb eigener Anteile hält die ThyssenKrupp AG zum 30. September 2009 insgesamt 51.015.552 eigene Anteile oder rund 9,9 % des Grundkapitals.

Anteile anderer Gesellschafter

Im Geschäftsjahr 2008/2009 führte die Beteiligung des Minderheitsgesellschafters Vale S.A. an der ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlantico Ltda. zu einer Erhöhung der Anteile anderer Gesellschafter um 1,4 Mrd €.

Angaben zum Kapitalmanagement

Zum 30. September 2009 lag die Eigenkapitalquote bei 23,4 % (i. Vj. 27,6 %). Zu den wichtigsten finanzwirtschaftlichen Zielen des ThyssenKrupp Konzerns zählen die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Große Bedeutung in diesem Zusammenhang hat die Schaffung von ausreichenden Liquiditätsreserven. Die Zielerreichung erfolgt durch den Einsatz diverser Maßnahmen zur Reduzierung der Kapitalkosten und Optimierung der Kapitalstruktur sowie durch ein effektives Risikomanagement.

Die Beurteilung der finanzwirtschaftlichen Risiken des ThyssenKrupp Konzerns ergibt sich aus den Einstufungen der Ratingagenturen:

Langfrist-Rating   Kurzfrist-Rating    Ausblick
Standard & Poor’s BBB-  A-3                                watch negativ
Moody’s  Baa3   Prime-3 negativ
Fitch  BBB- F3 negativ

 

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ThyssenKrupp im Wesentlichen auf Grund des Ergebniseinbruchs als Folge der weltweiten Rezession von allen Ratingagenturen herabgestuft. ThyssenKrupp verfügt über ein Investment-Grade-Rating bei allen Ratingagenturen. Für die Finanzierung des ThyssenKrupp Konzerns führt ein Investment-Grade-Rating in den Kategorien des „BBB“-Bereichs zum Optimum der Kapitalkosten. Es stellt grundsätzlich den Zugang zu einer breiten Investorenbasis sicher. Das Kapitalmanagement basiert bei ThyssenKrupp auf den durch die Ratingagenturen publizierten Verschuldungskennziffern, die periodenbezogen Relationen aus Cash-Flow und Verschuldung ermitteln. Satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen unterliegt ThyssenKrupp nicht.

Ermächtigungen

Gemäß § 5 Abs. 5 der Satzung der ThyssenKrupp AG ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Januar 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 500 Mio € durch die Ausgabe von bis zu 195.312.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 23. Januar 2009 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 2 Mrd € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Umtauschrechte auf insgesamt bis zu 50 Mio eigene, auf den Inhaber lautende Stückaktien der ThyssenKrupp AG mit einem anteiligen rechnerischen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von bis zu 128 Mio € zu gewähren (Wandelschuldverschreibungen). Die Ermächtigung gilt bis zum 22. Januar 2014. Darüber hinaus ist die ThyssenKrupp AG durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom

23. Januar 2009 bis zum 22. Juli 2010 ermächtigt, für bestimmte vordefinierte Zwecke eigene Anteile bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben.

Dividendenvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem nach den Grundsätzen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) ermittelten Bilanzgewinn der ThyssenKrupp AG für das Geschäftsjahr 2008/2009 eine Dividende von 0,30 € je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten. Hieraus würde sich eine Dividendenausschüttung von insgesamt 139 Mio € ergeben.

(22) Aktienbasierte Vergütung

Management Incentivepläne

In 2003 implementierte ThyssenKrupp einen performance-orientierten Mid Term Incentiveplan, in dessen Rahmen Wertrechte an die Begünstigten ausgegeben werden. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder des Vorstands der ThyssenKrupp AG. Beginnend mit der zweiten Tranche, deren Ausgabe in 2004 erfolgte, wurde der Teilnehmerkreis auf die Vorstandsmitglieder der Segmentführungsgesellschaften und einige andere ausgewählte Führungskräfte ausgedehnt. Zum 30. September 2009 sind in der 5. Tranche 293.992 Wertrechte, in der 6. Tranche 229.562 Wertrechte und in der 7. Tranche 435.544 Wertrechte ausgegeben.

Die Anzahl der ausgegebenen Wertrechte wird am Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums auf Basis eines Vergleichs des durchschnittlichen ThyssenKrupp Value Added (TKVA) des dreijährigen Performance-Zeitraums - beginnend mit dem 01. Oktober des Geschäftsjahres, in dem die Wertrechte gewährt wurden - mit dem durchschnittlichen TKVA der vorangegangenen drei Geschäftsjahre angepasst. Am Ende des Performance-Zeitraums erfolgt eine Vergütung der gewährten Wertrechte auf Basis des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie, der sich aus dem Kursverlauf in den ersten drei Monaten nach Ende des Performance-Zeitraums ergibt.

Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der Wertrechte, die die Grundlage für die Ermittlung der zeitanteiligen Rückstellung zum Bilanzstichtag sind, werden Forward-Preise der ThyssenKrupp Aktie unter Berücksichtigung teilweiser Deckelungen ab der 3. Tranche berechnet. Die Forward-Ermittlung erfolgt für im Voraus definierte Perioden (Mittelungsperioden) unter Berücksichtigung des Aktienkurses der ThyssenKrupp Aktie und der Euro-Zinsstrukturkurve zum Stichtag sowie der angenommenen Dividendenzahlungen der ThyssenKrupp AG bis zur Fälligkeit der Wertrechte. Folgende Parameter sind in die Berechnung eingegangen:

2007/2008

4. Tranche

5. Tranche

6. Tranche

Fälligkeit

31.12.2008

31.12.2009

31.12.2010

Mittelungsperiode

01.10. - 31.12.2008

01.10. - 31.12.2009

01.10. - 31.12.2010

ThyssenKrupp Aktienkurs zum Stichtag

21,03 €

21,03 €

21,03 €

Angenommene Dividendenzahlung(en) pro Aktie bis zur Fälligkeit

-

1,30 € zum 26.01.09

1,30 € zum 26.01.09

1,30 € zum 25.01.10

Durchschnittliche Dividendenrendite

-

5,80%

6,15%

Durchschnittlicher Zins (Mittelungs-periode)

4,44%

4,95%

4,67%

Beizulegender Wert per 30.09.2008

 

 

 

 - ungedeckelt

20,87 €

19,65 €

18,43 €

 - gedeckelt

20,87 €

19,65 €

18,43 €

 

2008/2009

5. Tranche

6. Tranche

7. Tranche

Fälligkeit

31.12.2009

31.12.2010

31.12.2011

Mittelungsperiode

01.10. - 31.12.2009

01.10. - 31.12.2010

01.10. - 31.12.2011

ThyssenKrupp Aktienkurs zum Stichtag

23,53 €

23,53 €

23,53 €

Angenommene Dividendenzahlung(en) pro Aktie bis zur Fälligkeit

-

0,30 € zum 22.01.10

0,30 € zum 22.01.10

0,30 € zum 24.01.11

Durchschnittliche Dividendenrendite

-

1,16%

1,21%

Durchschnittlicher Zins (Mittelungs-periode)

0,53%

1,29%

1,78%

Beizulegender Wert per 30.09.2009

 

 

 

 - ungedeckelt

23,50 €

23,16 €

22,85 €

 - gedeckelt

23,50 €

23,16 €

22,85 €

Im 2. Quartal 2008/2009 ist die 4. Tranche des Mid Term Incentiveplans mit einer Zahlung von 15,82 € je Wertrecht bzw. einer Gesamtzahlung von 23,5 Mio € abgerechnet worden, nachdem im 2. Quartal 2007/2008 die 3. Tranche des Mid Term Incentiveplans mit einer Zahlung von 41,15 € je Wertrecht bzw. einer Gesamtzahlung von 54,1 Mio € abgerechnet worden ist. Insgesamt enthält das Ergebnis 2008/2009 auf Grund der rückläufigen Entwicklung des TKVA Erträge aus der Auflösung der Rückstellungen für den Mid Term Incentiveplan in Höhe von 19,4 (i. Vj. Erträge von 3,5) Mio €. Zum 30. September 2009 beträgt die aus dem Mid Term Incentiveplan resultierende Verpflichtung 0 (i. Vj. 43) Mio €.

Im Februar 2006 implementierte der Konzern darüber hinaus ein Aktienprogramm für ausgewählte Führungskräfte, die nicht durch den Mid Term Incentiveplan begünstigt sind. Im Rahmen dieses Programms sind die Begünstigten berechtigt, ThyssenKrupp Aktien bis zu einem festgelegten Betrag mit Rabatt zu erwerben. Im 2. Quartal 2007/2008 wurde das Programm zum rabattierten Aktienkauf für das Geschäftsjahr 2006/2007 mit dem Erwerb von 229.664 Aktien mit Rabatt abgeschlossen. Hieraus resultierten in 2007/2008 Aufwendungen von 4,1 Mio €, nachdem in 2006/2007 bereits Aufwendungen von 8,1 Mio € hierfür erfasst wurden. Gleichzeitig wurde im März 2008 für das Geschäftsjahr 2007/2008 erneut ein Programm beschlossen, das wiederum ausgewählten Führungskräften des Konzerns die Möglichkeit gibt, ThyssenKrupp Aktien bis zu einem festgelegten Betrag mit Rabatt zu erwerben. Die Umsetzung des neuen Programms wurde auf das Geschäftsjahr 2009/2010 verschoben. Aus diesem Programm resultieren in 2008/2009 Aufwendungen von 3,0 Mio €, nachdem bereits in 2007/2008 Aufwendungen von 9,4 Mio € hierfür erfasst wurden; 1,6 (i. Vj. 5,1) Mio € wurden direkt im Eigenkapital erfasst, der Restbetrag von 1,4 (i. Vj. 4,3) Mio € ist als Verpflichtung ausgewiesen. Insgesamt resultieren aus dem Programm zum rabattierten Aktienkauf in 2008/2009 Aufwendungen von 3,0 (i. Vj. 13,5) Mio €.

Belegschaftsaktienprogramm

Im 3. Quartal 2007/2008 hat der Konzern im Wesentlichen der inländischen und der französischen Belegschaft den Erwerb von ThyssenKrupp Belegschaftsaktien im Gegenwert von bis zu 270 € mit einem 50%igen Rabatt angeboten. Hieraus resultierte ein Aufwand von 6,3 Mio € in 2007/2008. In 2008/2009 wurden diese Programme nicht angeboten.

(23) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

Rückstellungen für Pensionen

5.227

6.068

Rückstellungen für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen

1.029

1.076

Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen

294

393

Insgesamt

6.550

7.537

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 6.928 (i. Vj. 5.970) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Pensionspläne

ThyssenKrupp gewährt betriebliche Altersversorgung in Form von leistungs- oder beitragsorientierten Plänen an die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland, in den USA, Kanada und Großbritannien. In einigen anderen Ländern erhalten berechtigte Arbeitnehmer Leistungen nach den jeweiligen landesspezifischen Gegebenheiten.

In Deutschland bestehen die Leistungen in der Regel in Rentenzahlungen, die einen Inflationsausgleich beinhalten. Ein Teil der leitenden Angestellten erhält Rentenleistungen, die von der Dienstzeit und vom Vergütungsniveau in einem Referenzzeitraum von in der Regel drei Jahren vor der Pen­sionierung abhängen. Im Übrigen erhalten die Arbeitnehmer in der Regel Zusagen auf feste Rentenbeträge pro Dienstjahr. Darüber hinaus bietet ThyssenKrupp in Deutschland die Möglichkeit, durch Gehaltsumwandlung zusätzliche Versorgungsbezüge zu erwerben (Deferred-Compensation-Vereinbarungen). Die Umwandlungsbeträge sind verzinslich mit 6,00 % und führen bei Eintritt des Versorgungsfalls zu einem festgelegten Leistungsanspruch.

In den USA und Kanada erhalten auf Stundenbasis bezahlte Arbeitnehmer Rentenzusagen auf Basis von Festbeträgen pro Dienstjahr. Arbeitnehmer mit festen Bezügen erhalten Leistungen in der Regel in Abhängigkeit von ihrer Dienstzeit und den während ihrer Dienstzeit erzielten Bezügen. In Großbritannien erhalten Arbeitnehmer Rentenleistungen in Abhängigkeit von ihren Dienstjahren und dem Endgehalt bei Pensionierung.

Anwartschaftsbarwert und Finanzierungsstatus

Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen sowie des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

 

Deutschland

Übrige Länder

Deutschland

Übrige Länder

Veränderung des Anwartschaftsbarwerts:

 

 

 

 

Anwartschaftsbarwert am Anfang des Geschäftsjahres

5.773

2.158

5.013

1.925

Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche

79

29

60

25

Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche

292

115

324

120

Beiträge der Arbeitnehmer

0

8

0

9

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

5

3

22

0

Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste

-691

-113

706

232

Veränderung Konsolidierungskreis

-26

-7

0

0

Plankürzungen und Planabgeltungen

0

-36

0

-43

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

0

0

8

8

Kursdifferenzen

0

-87

0

-90

Rentenzahlungen

-421

-144

-421

-157

Sonstiges

2

-1

0

13

Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres

5.013

1.925

5.712

2.042

Veränderung des Planvermögens:

 

 

 

 

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Anfang des Geschäftsjahres

167

1.910

180

1.544

Erwartete Erträge aus dem Planvermögen

12

126

11

102

Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste)

-26

-313

-2

-21

Veränderung Konsolidierungskreis

-1

-2

0

0

Beiträge der Arbeitgeber

37

79

0

115

Beiträge der Arbeitnehmer

0

8

0

9

Planabgeltungen

0

-47

0

-34

Kursdifferenzen

0

-89

0

-73

Rentenzahlungen

-9

-128

-10

-142

Sonstiges

0

0

0

13

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Ende des Geschäftsjahres

180

1.544

179

1.513

Zum Bilanzstichtag beziehen sich 5.523 (i. Vj. 4.907) Mio € des Anwartschaftsbarwerts auf Pläne, die nicht über einen Fonds finanziert werden und 2.231 (i. Vj. 2.031) Mio € des Anwartschaftsbarwerts auf Pläne, die ganz oder teilweise aus einem Fonds finanziert werden.

Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betragen 90 (i. Vj. -201) Mio € und berechnen sich als Summe der erwarteten Erträge aus dem Planvermögen und den versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten.

Die nachfolgende Tabelle zeigt den Finanzierungsstatus, der sich aus der Differenz zwischen Anwartschaftsbarwert und Planvermögen errechnet, einschließlich der Überleitung zu den bilanzierten Beträgen:

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

 

Deutschland

Übrige Länder

Deutschland

Übrige Länder

Finanzierungsstatus am Ende des Geschäftsjahres

-4.833

-381

-5.533

-529

Auf Grund des "asset ceiling" nicht als Vermögenswert angesetzter Betrag

0

-3

0

-1

Bilanzierter Betrag

-4.833

-384

-5.533

-530

Der bilanzierte Betrag verteilt sich auf folgende Bilanzpositionen:

 

 

 

 

Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

0

10

0

5

Pensionsrückstellungen

-4.833

-394

-5.533

-535

Bilanzierter Betrag

-4.833

-384

-5.533

-530

 

Netto-Pensionsaufwendungen

Die Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €

2007/2008

2008/2009

 

Deutschland

Übrige Länder

Deutschland

Übrige Länder

Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche

79

29

60

25

Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche

292

115

324

120

Erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens

-12

-126

-11

-102

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

5

3

22

0

Aufwand/(Ertrag) aus Plankürzungen und Planabgeltungen

0

14

0

-7

Aufwand aus Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

0

0

8

8

Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen

364

35

403

44

Die Komponenten der Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen „Zinsaufwand“ und „Erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens“ sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in der Zeile „Zinsaufwendungen“ bzw. „Zinserträge“ enthalten.

Bewertungsannahmen (-prämissen)

Die Ansätze für die Diskontierungssätze und die Gehaltssteigerungsraten, die der Berechnung des Verpflichtungsumfangs zu Grunde liegen, wurden nach einheitlichen Grundsätzen abgeleitet und pro Land in Abhängigkeit von den jeweiligen ökonomischen Gegebenheiten festgesetzt. Zur Ableitung der Diskontierungssätze wird dabei grundsätzlich auf Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen in den jeweiligen Ländern zurückgegriffen, deren Laufzeiten mit den Fristigkeiten der nach Beendigung der Arbeitsverhältnisse zu erfüllenden Verpflichtungen übereinstimmen. Die Annahmen über den erwarteten Kapitalertrag auf das Planvermögen beruhen auf detaillierten Analysen, die von externen Finanzexperten und Versicherungsmathematikern durchgeführt werden. Diese Analysen berücksichtigen sowohl die historischen Ist-Renditen langfristiger Anlagen als auch die für das Ziel-Portfolio künftig erwarteten langfristigen Renditen.

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen (= gewichteter Durchschnitt) zu Grunde gelegt:

in %

30.09.2008

30.09.2009

 

Deutschland

Übrige Länder

Deutschland

Übrige Länder

Durchschnittliche Bewertungsfaktoren:

 

 

 

 

Diskontierungssatz

6,75

6,44

5,25

5,24

Erwarteter Kapitalertrag auf das Planvermögen

6,00

7,10

6,00

7,00

Langfristige Gehaltssteigerungsraten

2,50

2,43

2,50

1,91

 

Planvermögen

Die Mehrzahl der fondsfinanzierten Pensionspläne des Konzerns befindet sich in den USA, in Kanada, in Großbritannien und zu einem geringeren Umfang in Deutschland sowie einigen anderen europäischen Ländern. Das Planvermögen ist in diversifizierte Portfolios investiert, welche jeweils verschiedene Anlageklassen umfassen. Hiermit soll eine unter Risiko- und Rendite-Aspekten optimale Aufteilung der Anlageklassen erreicht werden. Die Anlageklassen der Fonds umfassen nationale und internationale Aktien, festverzinsliche Wertpapiere staatlicher und nicht-staatlicher Emittenten sowie Immobilienvermögen. Das Planvermögen der Pensionspläne enthält keine Gläubigerpapiere oder Aktien sowie kein Immobilienvermögen von ThyssenKrupp.

Bei der Anlage des Planvermögens bedient sich der Konzern professioneller Investmentmanager. Diese agieren auf Basis spezifischer Investitionsrichtlinien, die vom Investitionsausschuss des jeweiligen Plans erlassen worden sind. Die Investitionsausschüsse setzen sich aus leitenden Mitarbeitern des Finanzbereichs und anderen qualifizierten Führungskräften zusammen. Sie tagen regelmäßig, um das Ziel-Portfolio zu genehmigen sowie die Risiken und die Performance wesentlicher Pensionsfonds zu überprüfen; darüber hinaus bewilligen sie die Auswahl bzw. die Vertragsverlängerung externer Fondsmanager.

Die Struktur des Konzern-Zielportfolios basiert auf Asset-Liability-Studien, die für die wesentlichen Pensionsfonds des Konzerns regelmäßig durchgeführt werden.

Die Struktur des Ist-Portfolios und des Ziel-Portfolios des Planvermögens der Pensionspläne stellt sich wie folgt dar:

 

Ist-Portfoliostruktur des Planvermögens

Ziel-Portfoliostruktur

 

30.09.2008

30.09.2009

30.09.2010

Aktien

44%

39%

40-55%

Festverzinsliche Wertpapiere

48%

54%

45-60%

Immobilien/Sonstiges

8%

7%

0-10%

Insgesamt

100%

100%

 

 

Dotierung der Pensionspläne

Grundsätzlich dotiert der Konzern die Pensionsfonds in Höhe des Betrags, der erforderlich ist, um die gesetzlichen Minimalzuführungserfordernisse des jeweiligen Landes, in dem der Fonds ansässig ist, zu erfüllen. In den USA und in Kanada richtet sich die Minimaldotierung einiger Fonds nach gewerkschaftlichen Regelungen. Darüber hinaus leistet der Konzern von Zeit zu Zeit nach eigenem Ermessen zusätzliche Zuführungen. Für das Geschäftsjahr 2009/2010 erwartet ThyssenKrupp Bar-Dotierungen zu den fondsfinanzierten Pensionsplänen in Höhe von 103 Mio €.

Pensionszahlungen

Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurden Pensionszahlungen für Pläne in Deutschland von 421 (i. Vj. 421) Mio € und für Pläne in den übrigen Ländern von 157 (i. Vj. 144) Mio € geleistet. In den kommenden 10 Geschäftsjahren werden aus den Pensionsplänen folgende Zahlungen erwartet:

Mio €

Deutschland

Übrige Länder

(für die Geschäftsjahre)

 

 

2009/2010

437

128

2010/2011

433

122

2011/2012

434

123

2012/2013

430

126

2013/2014

426

130

2014/2015-2018/2019

2.064

654

Insgesamt

4.224

1.283

Folgende Beträge wurden für die laufende Berichtsperiode und die vorangegangenen Berichtsperioden für die leistungsorientierten Pläne angesetzt:

Mio €

30.09.2005

30.09.2006

30.09.2007

30.09.2008

30.09.2009

Anwartschaftsbarwert

9.209

8.655

7.931

6.938

7.754

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

1.937

2.067

2.077

1.724

1.692

Überschuss bzw. Fehlbetrag der Pläne

-7.272

-6.588

-5.854

-5.214

-6.062

Erfahrungsbedingte Anpassungen der Schulden der Pläne

-43

-52

-89

-47

25

Erfahrungsbedingte Anpassungen der Vermögenswerte der Pläne

112

13

44

-345

-23

 

Beitragsorientierte Pläne (Defined-Contribution-Pläne)

Darüber hinaus gewährt der Konzern im In- und Ausland Beitragszusagen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung über Pensionskassen und vergleichbare Versorgungseinrichtungen. Der Konzern erbringt für diese Pläne Beitragsleistungen in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes vom Einkommen der Mitarbeiter oder in Abhängigkeit von der Höhe der Beitragsleistungen der Mitarbeiter. Der Gesamtaufwand aus als beitragsorientierte Pläne bilanzierten Pensionszusagen betrug im Geschäftsjahr 140 (i. Vj. 140) Mio €. Davon entfielen 84 (i. Vj. 86) Mio € auf gemeinschaftlich mit nicht verbundenen Unternehmen unterhaltene Pensionspläne (Multi-Employer Plans). Zusätzlich wurden Beiträge an staatliche Rentenversicherungsträger von 345 (i. Vj. 363) Mio € gezahlt.

Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen

In den USA und Kanada gewährt der Konzern Gesundheitsfürsorgeleistungen und Lebensversicherungsleistungen an Pensionäre, die bestimmte Mindestanforderungen hinsichtlich ihres Lebens- und Dienstalters erfüllen. Die Verpflichtungen entfallen überwiegend auf den Auslaufbereich von ThyssenKrupp Budd.

Im Dezember 2003 hat die US-Regierung das Gesetz „Medicare Prescription Drug, Improvement and Modernization Act“ in Kraft gesetzt. Durch das Gesetz erhalten Unternehmen, die Gesundheitsfürsorgeleistungen an Pensionäre gewähren, deren Leistungsumfang mindestens der gesetzlichen Regelung entspricht, einen staatlichen Zuschuss. Der Konzern bilanziert diese staatlichen Zuschüsse in Übereinstimmung mit IAS 19 als sogenannte Reimbursement Rights.

Die Entwicklung der Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen und der Erstattungsansprüche (Reimbursement Rights) stellt sich wie folgt dar:

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

 

USA/Kanada

USA/Kanada

Veränderung des Anwartschaftsbarwerts:

 

 

Anwartschaftsbarwert am Anfang des Geschäftsjahres

893

1.013

Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Ansprüche

10

8

Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen

52

66

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

8

-53

Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste

103

109

Plankürzungen und Planabgeltungen

0

-24

Kursdifferenzen

-10

-33

Zahlungen für Versorgungsverpflichtungen

-43

-46

Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres

1.013

1.040

Veränderung der Erstattungsansprüche (Reimbursement Rights) im Zusammenhang mit Gesundheitsfürsorgezuschussverpflichtungen:

 

 

Beizulegender Zeitwert der Erstattungsansprüche am Anfang des Geschäftsjahres

67

83

Erwartete Erträge aus Erstattungsansprüchen

4

-4

Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste)

14

1

Beiträge der Arbeitgeber

3

3

Kursdifferenzen

0

-1

Gezahlte Leistungen

-6

-6

Sonstige

1

0

Beizulegender Zeitwert der Erstattungsansprüche am Ende des Geschäftsjahres

83

76

Die nachfolgende Tabelle zeigt den Finanzierungsstatus einschließlich der Überleitung zum Bilanzausweis:

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

 

USA/Kanada

USA/Kanada

Finanzierungsstatus am Ende des Geschäftsjahres

-1.013

-1.040

Noch unberücksichtigter nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

-16

-36

Bilanzierter Betrag (= Rückstellungen für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen)

-1.029

-1.076

 

Bewertungsannahmen (-prämissen)

Bei der Berechnung der Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen wurden folgende Annahmen zu Grunde gelegt (= gewichteter Durchschnitt):

in %

30.09.2008

30.09.2009

 

USA/Kanada

USA/Kanada

Durchschnittliche Bewertungsfaktoren:

 

 

Diskontierungssatz

6,97

5,50

Steigerungsrate für Gesundheitsfürsorge im nächsten Jahr

9,73

9,80

Letzte Steigerungsrate für Gesundheitsfürsorge (erwartet in 2032) 

5,00

5,00

 

Netto-Aufwendungen für Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen

Die Netto-Aufwendungen der Zuschussverpflichtungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €

2007/2008

2008/2009

 

USA/Kanada

USA/Kanada

Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche

10

8

Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen

52

66

Erwarteter Ertrag aus Erstattungsansprüchen

-4

4

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

3

-31

Aufwand/(Ertrag) aus Plankürzungen und Planabgeltungen

0

-24

Netto-Aufwendungen der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre

61

23

Die Komponente „Zinsaufwand“ der Netto-Aufwendungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in der Zeile „Zinsaufwendungen“ enthalten.

Nachfolgend sind die Auswirkungen dargestellt, die aus einer Erhöhung bzw. Verminderung der angenommenen Steigerungsrate für die Gesundheitsfürsorgeleistungen um 1 %-Punkt resultieren:

Mio €

1 % -Punkt

 

Erhöhung

Verminderung

Effekt auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen

9

-7

Effekt auf den Anwartschaftsbarwert

124

-104

Folgende Beträge wurden für die laufende Berichtsperiode und die vorangegangenen Berichtsperioden für die Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen angesetzt:

Mio €

30.09.2005

30.09.2006

30.09.2007

30.09.2008

30.09.2009

Anwartschaftsbarwert

1.290

1.122

893

1.013

1.040

Beizulegender Zeitwert des Erstattungsanspruchs

79

90

67

83

76

Überschuss bzw. Fehlbetrag der Pläne

-1.290

-1.122

-893

-1.013

-1.040

Erfahrungsbedingte Anpassungen der Schulden der Pläne

-19

-33

13

-41

-1

Erfahrungsbedingte Anpassungen des Erstattungsanspruchs

1

31

0

0

1

 

Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen

Bei einigen deutschen Gesellschaften bestehen Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen. Hierbei erbringt der Arbeitnehmer Vorleistungen durch Mehrarbeit, die nach dem Ausscheiden durch ratierliche Zahlungen entgolten werden. Für die Verpflichtungen wurden Rückstellungen nach IAS 19 „Employee Benefits“ in Höhe von 283 (i. Vj. 242) Mio € angesetzt.

(24) Sonstige Rückstellungen

Mio €

Gewährleistungs- u. Produkthaftungsverpflichtungen

Sonstige absatz- u. beschaffungsmarktbezogene Risiken

Verpflichtungen im Personalbereich

Restrukturierungen

Stand 30.09.2008

385

336

617

183

Währungsunterschiede

-6

0

-4

-1

Veränderung Konsolidierungskreis

11

-30

-1

-2

Zuführungen

160

220

560

672

Aufzinsung

0

4

0

0

Inanspruchnahmen

-48

-93

-330

-120

Auflösungen

-69

-127

-282

-13

Stand 30.09.2009

433

310

560

719

 

Mio €

Entfernungsverpflichtungen

Umweltschutzverpflichtungen

Prozessrisiken

Sonstiges (sonstige Verpflichtungen)

Insgesamt

Stand 30.09.2008

233

38

186

409

2.387

Währungsunterschiede

0

0

2

0

-9

Veränderung Konsolidierungskreis

11

0

10

-44

-45

Zuführungen

8

6

34

385

2.045

Aufzinsung

2

0

0

2

8

Inanspruchnahmen

-11

-4

-29

-61

-696

Auflösungen

-8

-6

-21

-268

-794

Stand 30.09.2009

235

34

182

423

2.896

Vom Gesamtbetrag der sonstigen Rückstellungen zum 30. September 2009 sind 2.075 (i. Vj. 1.746) Mio € kurzfristig und 821 (i. Vj. 641) Mio € langfristig. Sonstige Rückstellungen in Höhe von 746 (i. Vj. 548) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Rückstellung für Gewährleistungs- und Produkthaftungsverpflichtungen umfasst sowohl die Haftung des Konzerns für die einwandfreie Funktionalität der verkauften Produkte (Gewährleistung) als auch die Verpflichtung, dem Käufer durch den Gebrauch der Produkte entstandene Schäden zu ersetzen (Produkthaftung).

Die Rückstellung für sonstige absatz- und beschaffungsmarktbezogene Risiken besteht im Wesentlichen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Mit den Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich werden vor allem Jubiläumszuwendungen und Verpflichtungen aus den Management Incentiveplänen erfasst, während Sozialplan- und ähnliche Aufwendungen in der Rückstellung für Restrukturierungen innerhalb der Personalstrukturmaßnahmen berücksichtigt sind. Pensionsähnliche Verpflichtungen wie Altersteilzeit- und Vorruhestandsregelungen, die zum Teil auch im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen entstanden sind, sind Bestandteil der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Die Restrukturierungsrückstellung umfasst neben den rückstellungsfähigen Personalstrukturmaßnahmen auch Rückstellungen für Sachstrukturmaßnahmen, die im Rahmen der Aufgabe von betrieblichen Bereichen für Kosten gebildet werden, die aus Maßnahmen resultieren, die keinen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren. In allen Segmenten werden Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt. Von den Rückstellungen zum 30. September 2009 entfallen 282 Mio € auf das Segment Steel, 280 Mio € auf das Segment Technologies sowie 80 Mio € auf das Segment Services. Die entsprechenden Aufwendungen werden ab 2008/2009 den Funktionsbereichen zugeordnet; der Vorjahresausweis wurde angepasst.

Die Rückstellung für Entfernungsverpflichtungen besteht im Wesentlichen aus Verpflichtungen zur Sicherung entstandener Bergschäden und für Rekultivierungsmaßnahmen. Die Abwicklung von Bergschäden und Rekultivierungsverpflichtungen erstreckt sich typischerweise über lange Zeiträume von teilweise mehr als 30 Jahren. Die technischen Rahmenbedingungen sind als sehr komplex einzuschätzen. Entsprechend bestehen Unsicherheiten über den zeitlichen Anfall und die konkrete Höhe der Aufwendungen.

Die Rückstellungen für Umweltschutzverpflichtungen betreffen vor allem die Beseitigung von Altlasten sowie Sanierungs- und Gewässerschutzmaßnahmen.

(25) Finanzschulden

Buchwerte

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

Anleihen

1.497

4.483

Schuldscheindarlehen

479

479

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

968

2.003

Verbindlichkeiten aus Finance Lease

98

70

Sonstige Darlehen

26

125

Langfristige Finanzschulden

3.068

7.160

Anleihen

500

0

Schuldscheindarlehen

50

0

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

711

381

Verbindlichkeiten aus nicht ausgebuchten Forderungen

3

0

Akzeptverbindlichkeiten

31

19

Verbindlichkeiten aus Finance Lease

27

34

Sonstige Darlehen

26

10

Kurzfristige Finanzschulden

1.348

444

Finanzschulden

4.416

7.604

 

Die kurzfristigen Finanzschulden beinhalten Finanzschulden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, während die langfristigen Finanzschulden eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.

Finanzschulden in Höhe von 129 (i. Vj. 174) Mio € sind durch Grundpfandrechte besichert.

Per 30. September 2009 sind von den Finanzschulden insgesamt Disagien in Höhe von 30 (i. Vj. 4) Mio € abgesetzt und Agien in Höhe von 12 (i. Vj. 0) Mio € aufgeschlagen. Die Verrechnung der Disagien und Agien ist im Finanzergebnis enthalten.

 

Anleihen, Schuldscheindarlehen

Buchwert in Mio € 30.09.2008

Buchwert in Mio € 30.09.2009

Nominalwert in Mio € 30.09.2009

Zinssatz in %

Beizulegender Zeitwert in Mio € 30.09.2009

Fälligkeit

Anleihe ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. (500 Mio €) 2002/2009

500

-

-

7,000

-

19.03.2009

Anleihe ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. (1.000 Mio €) 2009/2013

-

1.009

1.000

6,750

1.062

25.02.2013

Anleihe ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. (1.000 Mio €) 2009/2016

-

988

1.000

8,500

1.099

25.02.2016

Anleihe ThyssenKrupp AG (750 Mio €) 2004/2011

748

749

750

5,000

776

29.03.2011

Anleihe ThyssenKrupp AG (1.000 Mio €) 2009/2014

-

988

1.000

8,000

1.095

18.06.2014

Anleihe ThyssenKrupp AG (750 Mio €) 2005/2015

749

749

750

4,375

735

18.03.2015

Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (50 Mio €) 2004/2009

50

-

-

4,500

-

19.01.2009

Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (100 Mio €) 2008/2013

100

100

100

5,150

103

15.04.2013

Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (150 Mio €) 2008/2013

149

149

150

5,300

155

25.04.2013

Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (150 Mio €) 2008/2014

150

150

150

5,375

152

21.05.2014

Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (80 Mio €) 2008/2016

80

80

80

5,710

77

15.09.2016

Insgesamt

2.526

4.962

4.980

 

5.254

 

ThyssenKrupp hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Anleihen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 3 Mrd € emittiert. Im Februar 2009 hat die ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. eine „Dual Tranche“-Anleihe im Volumen von insgesamt 1,5 Mrd € begeben. Die Anleihe wurde in zwei Tranchen mit einer 4-jährigen (500 Mio €) und einer 7-jährigen Tranche (1.000 Mio €) emittiert. Im April 2009 wurde die 4-jährige Tranche um 500 Mio € aufgestockt. Im Juni 2009 hat die ThyssenKrupp AG eine weitere Anleihe im Volumen von 1 Mrd € begeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 5 Jahren.

Die ThyssenKrupp AG hat für alle Anleihen der ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. jeweils eine unbedingte und unwiderrufliche Garantie für die Zahlungsverpflichtungen gemäß den Anleihebedingungen übernommen.

Per 30. September 2009 stellt sich die Finanzierungsstruktur der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Sonstigen Darlehen wie folgt dar:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Sonstige Darlehen

Buchwert  in Mio € 30.09.2008

Buchwert in Mio € 30.09.2009

davon in €        

Gewogener Durchschnittszinssatz in % per 30.09.2009

Bilaterale Kreditvereinbarungen (variabel verzinslich)

-

510

305

1,16

Sonstige variabel verzinsliche Kredite

1.221

1.099

83

1,77

Festverzinsliche Kredite

510

910

890

5,52

Insgesamt

1.731

2.519

1.278

4,24

 

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Sonstige Darlehen

davon in USD

Gewogener Durchschnittszinssatz in % per 30.09.2009

davon in weiteren Währungen

Beizulegender Zeitwert in Mio € 30.09.2009

Bilaterale Kreditvereinbarungen (variabel verzinslich)

205

0,78

-

510

Sonstige variabel verzinsliche Kredite

93

2,45

923

1.099

Festverzinsliche Kredite

6

-

14

952

Insgesamt

304

1,28

937

2.561

 

Aus einer syndizierten Kreditfazilität (Multi-Currency-Facility-Agreement) stehen ThyssenKrupp variabel verzinsliche Mittel in Höhe von 2,5 Mrd € zur Verfügung. Die Fazilität wurde im Juli 2005 abgeschlossen und hat eine Laufzeit bis zum 01. Juli 2014. Die Kreditfazilität war am Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen.

Des Weiteren hat die ThyssenKrupp AG mit ihren Finanzpartnern bilaterale Vereinbarungen in Höhe von 2,3 Mrd € getroffen, denen zufolge sie, aber auch teilweise die ThyssenKrupp Finance USA, Inc. oder die ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. Kredite in Euro oder wahlweise in US-Dollar oder Britischem Pfund revolvierend in Anspruch nehmen kann (Roll-Over-Finanzierungen). Von diesen bilateralen Kreditlinien haben 50 % eine Restlaufzeit von über 5 Jahren und 50 % eine Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren. Am Bilanzstichtag waren hiervon 0,5 Mrd € als Barkredite in Anspruch genommen.

Insgesamt verfügt der Konzern über ungenutzte und fest zugesagte Kreditlinien in Höhe von 4,2 Mrd €.

Darüber hinaus verfügt der Konzern über weitere Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen eines Commercial Paper Programms mit einem maximalen Emissionsvolumen von 1,5 Mrd €, das zum 30. September 2009 nicht in Anspruch genommen war.

Für Finance-Lease-Verträge betragen die zukünftigen Mindestzahlungen zum Stichtag:

 

 

30.09.2008

 

Mio €

Künftige Mindestleasingzahlungen

Zinsen

Barwert (Verbindlichkeiten aus Finance Lease)

Bis zu einem Jahr

35

8

27

Zwischen einem Jahr und fünf Jahren

92

16

76

Länger als fünf Jahre

29

7

22

 

156

31

125

 

 

 

30.09.2009

 

Mio €

Künftige Mindestleasingzahlungen

Zinsen

Barwert (Verbindlichkeiten aus Finance Lease)

Bis zu einem Jahr

40

6

34

Zwischen einem Jahr und fünf Jahren

64

11

53

Länger als fünf Jahre

22

5

17

 

126

22

104

 

Die Fälligkeiten der Finanzschulden verteilen sich wie folgt auf die nächsten 5 Jahre und die Zeit danach:

Mio €

 

 

(für die Geschäftsjahre)

Gesamte Finanzschulden

Davon: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

2009/2010

444

381

2010/2011

963

80

2011/2012

377

359

2012/2013

1.738

472

2013/2014

1.567

413

nach 2013/2014

2.515

679

Insgesamt

7.604

2.384

 

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 41 (i. Vj. 40) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

(27) Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

 

kurzfristig

langfristig

kurzfristig

langfristig

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

999

321

1.390

4

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

369

-

138

-

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung

176

-

58

-

Insgesamt

1.544

321

1.586

4

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 8 (i. Vj. 328) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

(28) Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

 

kurzfristig

langfristig

kurzfristig

langfristig

Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden

3.445

-

2.883

-

Erhaltene Anzahlungen

1.084

-

957

-

Absatz- und beschaffungsmarktbezogene Verbindlichkeiten

642

-

725

-

Verbindlichkeiten aus Put-Optionen

180

19

22

0

Verbindlichkeiten gegenüber der Belegschaft

965

-

738

-

Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit

122

-

100

-

Rechnungsabgrenzungsposten

187

-

117

-

Verbindlichkeiten aus Steuern (ohne Ertragsteuern)

370

-

349

-

Übrige

506

1

791

46

Insgesamt

7.501

20

6.682

46

Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 506 (i. Vj. 883) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die aus der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen resultierenden Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

Angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Auftragsgewinne (abzüglich ausgewiesener Verluste)

5.382

5.881

abzüglich erhaltener Anzahlungen

-8.827

-8.764

Insgesamt

-3.445

-2.883

 

(29) Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Eventualverbindlichkeiten

Die ThyssenKrupp AG, deren Segmentführungsgesellschaften sowie in Einzelfällen auch deren Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Auftraggebern oder Kreditgebern ausgestellt bzw. ausstellen lassen. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

 

Maximales Haftungsvolumen

Rückstellung

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

30.09.2008

30.09.2009

Anzahlungsgarantien

145

231

1

1

Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien

67

80

1

0

Kreditaufträge

42

39

0

0

Restwertgarantien

45

45

1

1

Sonstige Haftungserklärungen

79

48

1

2

Insgesamt

378

443

4

4

In den Bürgschaften und Garantien sind wie im Vorjahr keine Eventualverbindlichkeiten für assoziierte Unternehmen enthalten. Die Eventualverbindlichkeiten für Joint Ventures betragen 248 (i. Vj. 189) Mio €.

Die Laufzeiten variieren je nach Art der Garantie von 3 Monaten bis zu 10 Jahren (z.B. bei Miet- und Pachtgarantien).

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z.B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.

Alle durch die ThyssenKrupp AG oder die Segmentführungsgesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zu Grunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird grundsätzlich versucht, die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe zu vereinbaren.

ThyssenKrupp haftet aus Beteiligungen an Gesellschaften bürgerlichen Rechts, Personengesellschaften und Arbeitsgemeinschaften gesamtschuldnerisch.

Ehemalige Aktionäre von Thyssen und von Krupp haben die gerichtliche Überprüfung der Umtauschverhältnisse aus der Verschmelzung der Thyssen AG und der Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp zur ThyssenKrupp AG nach § 305 UmwG beantragt. Die Verfahren sind vor dem Landgericht Düsseldorf anhängig. Stellt das Gericht im Spruchverfahren eine Unangemessen­heit des Umtauschverhältnisses fest, erfolgt ein Ausgleich durch eine verzinsliche bare Zuzahlung. Die Zuzahlung ist an alle betroffenen Aktionäre zu leisten, auch wenn sie nicht Antragsteller des Spruchverfahrens sind. Die Gesellschaft erwartet jedoch, dass die Spruch­verfahren nicht zu baren Zuzahlungen führen werden, da die Umtauschverhältnisse sorgfältig ermittelt, zwischen voneinander unabhängigen Vertragspartnern vereinbart und von dem gerichtlich bestellten Verschmelzungsprüfer geprüft und bestätigt worden sind.

Aus der Eingliederung der Thyssen Industrie AG in die ThyssenKrupp AG ist ein Spruchverfahren zur gerichtlichen Überprüfung der Angemessenheit der Abfindung an die außenstehenden Aktionäre der Thyssen Industrie AG anhängig. Sollte das Gericht in einer rechtskräftigen Entscheidung zu dem Ergebnis kommen, dass die angebotene Abfindung unangemessen war, wird die durch weitere Barzahlung erhöhte Abfindung allen außenstehenden Aktionären gewährt.

ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche, schiedsgerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zur Rückerstattung von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadensersatz führen können. Aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Kunden, Konsortialpartnern und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen oder sind verjährt. Eine Reihe von Verfahren sind noch anhängig.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, die als Operating Lease zu qualifizieren sind, least der Konzern Sachanlagen. Hieraus resultieren im Saldo Aufwendungen von 274 (i. Vj. 272) Mio €, die sich folgendermaßen zusammensetzen:

Mio €

2007/2008

2008/2009

Mindestmietzahlungen (minimum rentals)

272

276

Variable Mietzahlungen (contingent rentals)

0

0

abzgl. Erträge aus Untermietverträgen (sublease)

0

-2

Insgesamt

272

274

Die künftigen (nicht abgezinsten) Mindestmietzahlungen aus solchen unkündbaren Verträgen, die zum Stichtag eine anfängliche oder verbleibende Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, betragen:

Mio €

30.09.2008

30.09.2009

Bis zu einem Jahr

258

236

Zwischen einem Jahr und fünf Jahren

565

552

Länger als fünf Jahre

453

382

Insgesamt

1.276

1.170

Im Gesamtbetrag der künftigen Mindestmietzahlungen sind die künftigen Mindestmiet­einnahmen aus unkündbaren Untermietverträgen in Höhe von 5 (2007/2008: 4) Mio € nicht berücksichtigt.

Das Bestellobligo für Investitionsvorhaben beläuft sich zum 30. September 2009 auf 3.028 (i. Vj. 5.090) Mio € und betrifft im Wesentlichen das Segment Steel.

Gegenüber Kapitalgesellschaften und Genossenschaften bestehen Einzahlungsverpflichtungen und Nachschusspflichten von zusammen 3 (i. Vj. 3) Mio €. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2.957 (i. Vj. 3.539) Mio €. Diese betreffen im Wesentli­chen die Abnahmeverpflichtungen aus langfristigen Koks-, Kohle- und Kalklieferverträgen und Verpflichtungen aus Schiffscharterverträgen im Segment Steel sowie die Abnahme-verpflichtungen aus Strom- und Gaslieferverträgen im Konzern. Darüber hinaus bestehen im Segment Steel langfristige Lieferverträge für Eisenerz und Eisenerz-Pellets, aus denen Abnahmeverpflichtungen für einen Zeitraum von bis zu 14 Jahren resultieren. Auf Grund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz wurden für die Bewertung der gesamten Abnahmeverpflichtungen die zum Berichtszeitpunkt gültigen Erzpreise zugrunde gelegt; hieraus ergeben sich Abnahmeverpflichtungen von 11.485 Mio €.

Im Rahmen der Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen existieren zurzeit bei einigen Produktionsanlagen der Segmente Steel und Stainless Selbstbehalte in beachtlicher Höhe. Der Eintritt eines oder mehrerer Schadensfälle kann zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns führen.

Mit Entscheidung vom 02. Juli 2008 hat die EU-Kommission verschiedene, der Hellenic Shipyards S.A. (HSY) gewährte Investitionszuschüsse und Zusagen als staatliche, mit dem Gemeinsamen Markt nicht vereinbare Beihilfen eingestuft. Die Beihilfen wurden in den Jahren 1997 bis 2002 teilweise im Zusammenhang mit der Privatisierung der ehemals staatlichen Werft gewährt. Eine Freistellungsklausel im Kaufvertrag über den Erwerb der HSY zugunsten der erwerbenden Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH im Jahre 2002 für eventuelle Rückforderungen von Beihilfen betrachtet die Kommission ebenfalls als beihilfewidrig. Die EU-Kommission hat die Republik Griechenland aufgefordert, die Beihilfen von der HSY zurückzufordern; nach Auffassung der Kommission handelt es sich um einen Betrag von ca. 236 Mio € (zuzüglich Zinsen). Gegen die Entscheidung der Kommission wurde Klage vor dem Europäischen Gericht erster Instanz (Luxemburg) erhoben. Eine Klage gegen die Verkäuferin der HSY auf Freistellung von eventuellen Rückforderungen des griechischen Staates ist bei dem zuständigen Gericht in Athen bereits eingereicht. Die Rückforderungspflicht des griechischen Staates betrifft allein das zivile Geschäft, nicht das militärische Geschäft der HSY. Einigungsgespräche im abgelaufenen Geschäftsjahr mit allen Beteiligten sind noch nicht zum Abschluss gekommen. Sollte der Vorgang insgesamt eine ungünstige Entwicklung nehmen, kann zurzeit nicht ausgeschlossen werden, dass sich daraus ein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss von ThyssenKrupp ergibt.

(30) Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt. Dabei werden auch die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finance Lease sowie die Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, obwohl sie keiner Bewertungskategorie des IAS 39 angehören.

 

 

 

Bewertung nach IAS 39

Mio €

Buchwert lt. Bilanz 30.09.2008

(Fortgeführte) Anschaffungskosten

Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam

Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Finance Lease)

7.870

7.870

 

 

 

Kredite und Forderungen

 

7.870

 

 

Forderungen aus Finance Lease

15

 

 

 

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

999

349

454

196

 

Kredite und Forderungen

 

292

 

 

 

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

 

57

 

124

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)

 

 

448

 

 

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting)

 

 

6

72

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

2.725

2.725

 

 

 

Kredite und Forderungen

 

2.725

 

 

Summe finanzielle Vermögenswerte

11.609

 

 

 

davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:

 

 

 

 

 

Kredite und Forderungen

10.887

10.887

 

 

 

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

181

57

 

124

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)

448

 

448

 

Finanzschulden (ohne Finance Lease)

4.291

4.291

 

 

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

4.291

 

 

Verbindlichkeiten aus Finance Lease

125

 

 

 

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

5.731

5.731

 

 

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

5.731

 

 

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

1.865

1.320

370

175

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

1.320

 

 

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)

 

 

369

 

 

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting)

 

 

1

175

Summe finanzielle Verbindlichkeiten

12.012

 

 

 

davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:

 

 

 

 

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

11.342

11.342

 

 

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)

369

 

369

 

 

 

 

Bewertung nach IAS 17

 

Mio €

Fortgeführte Anschaffungskosten

Beizulegender Zeitwert 30.09.2008

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Finance Lease)

 

7.870

 

Kredite und Forderungen

 

7.870

Forderungen aus Finance Lease

15

15

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

 

999

 

Kredite und Forderungen

 

292

 

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

 

181

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)

 

448

 

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting)

 

78

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

2.725

 

Kredite und Forderungen

 

2.725

Summe finanzielle Vermögenswerte

 

 

davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:

 

 

 

Kredite und Forderungen

 

10.887

 

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

 

181

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)

 

448

Finanzschulden (ohne Finance Lease)

 

4.209

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

4.209

Verbindlichkeiten aus Finance Lease

125

125

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

5.731

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

5.731

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

 

1.865

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

1.320

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)

 

369

 

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting)

 

176

Summe finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:

 

 

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

11.260

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)

 

369

 

 

 

 

Bewertung nach IAS 39

Mio €

Buchwert lt. Bilanz 30.09.2009

(Fortgeführte) Anschaffungskosten

Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam

Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Finance Lease)

5.260

5.260

 

 

 

Kredite und Forderungen

 

5.260

 

 

Forderungen aus Finance Lease

12

 

 

 

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

1.354

810

245

299

 

Kredite und Forderungen

 

759

 

 

 

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

 

51

 

185

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)

 

 

245

 

 

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting)

 

 

0

114

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

5.375

5.375

 

 

 

Kredite und Forderungen

 

5.375

 

 

Summe finanzielle Vermögenswerte

12.001

 

 

 

davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:

 

 

 

 

 

Kredite und Forderungen

11.394

11.394

 

 

 

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

236

51

 

185

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)

245

 

245

 

Finanzschulden (ohne Finance Lease)

7.500

7.500

 

 

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

7.500

 

 

Verbindlichkeiten aus Finance Lease

104

 

 

 

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

4.185

4.185

 

 

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

4.185

 

 

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

1.590

1.394

138

58

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

1.394

 

 

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)

 

 

138

 

 

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting)

 

 

0

58

Summe finanzielle Verbindlichkeiten

13.379

 

 

 

davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:

 

 

 

 

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

13.079

13.079

 

 

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)

138

 

138

 

 

 

 

Bewertung nach IAS 17

 

Mio €

Fortgeführte Anschaffungskosten

Beizulegender Zeitwert 30.09.2009

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Finance Lease)

 

5.260

 

Kredite und Forderungen

 

5.260

Forderungen aus Finance Lease

12

12

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

 

1.354

 

Kredite und Forderungen

 

759

 

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

 

236

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)

 

245

 

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting)

 

114

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

5.375

 

Kredite und Forderungen

 

5.375

Summe finanzielle Vermögenswerte

 

 

davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:

 

 

 

Kredite und Forderungen

 

11.394

 

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

 

236

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)

 

245

Finanzschulden (ohne Finance Lease)

 

7.834

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

7.834

Verbindlichkeiten aus Finance Lease

104

104

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

4.185

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

4.185

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

 

1.590

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

1.394

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)

 

138

 

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting)

 

58

Summe finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:

 

 

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

13.413

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)

 

138

 

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Ausleihungen ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cash-Flows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Eigenkapitalinstrumente und Gläubigerpapiere. Sie werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert soweit vorhanden auf Börsenkursen zum Bilanzstichtag. Liegen keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vor und kann der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden, erfolgt eine Bewertung zu Anschaffungskosten.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren, wie z.B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zu Grunde liegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zu Grunde liegenden Basiszinsen, beeinflusst.

Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cash-Flows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zu Grunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen, in denen die Cash-Flows stattfinden, einbezogen.

Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Bilanzstichtag vorgenommen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cash-Flows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten.

Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dar. Hierin sind keine Ergebniseffekte aus Finance Lease und aus Derivaten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, da diese keiner Bewertungskategorie des IAS 39 angehören.

Mio €

2007/2008

2008/2009

Kredite und Forderungen

136

-145

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

140

112

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)

107

151

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

-291

-120

Das Nettoergebnis aus der Kategorie „Kredite und Forderungen“ resultiert im Wesentlichen aus Zinserträgen aus finanziellen Forderungen, Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Kursgewinnen und Kursverlusten aus Fremdwährungsforderungen.

In der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ sind im Wesentlichen die laufenden Erträge aus Eigenkapitalinstrumenten und Gläubigerpapieren sowie Ergebnisse aus dem Abgang dieser Papiere enthalten.

Die Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Währungs-, Zins- und Warenderivaten, die nicht die Anforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllen, sind in der Kategorie „Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung“ enthalten.

Die Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten“ umfasst die Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten sowie Kursgewinne und Kursverluste aus Fremdwährungsverbindlichkeiten.

Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern setzt verschiedene derivative Finanzinstrumente ein, darunter Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte, Zinsswaps, Zins-/Währungsswaps und Warentermingeschäfte. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt grundsätzlich zur Absicherung bestehender oder geplanter Grundgeschäfte und dient der Reduzierung von Fremdwährungs-, Zins- und Warenpreisrisiken.

Die nachfolgende Tabelle stellt die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente dar:

Mio €

Nominalwert 30.09.2008

Beizulegender Zeitwert 30.09.2008

Nominalwert 30.09.2009

Beizulegender Zeitwert 30.09.2009

Aktiva

 

 

 

 

Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

4.041

150

4.024

163

Währungsderivate im Cash-Flow-Hedge

1.466

55

292

32

Eingebettete Derivate

189

8

377

19

Zinsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung*

71

21

36

8

Zinsderivate im Cash-Flow-Hedge*

0

0

750

29

Warenderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

1.113

269

669

55

Warenderivate im Cash-Flow-Hedge

116

17

129

53

Warenderivate im Fair-Value-Hedge

44

6

41

0

Insgesamt

7.040

526

6.318

359

Passiva

 

 

 

 

Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

3.534

179

2.349

91

Währungsderivate im Cash-Flow-Hedge

2.415

137

1.562

56

Eingebettete Derivate

855

52

201

8

Zinsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung*

750

21

0

0

Zinsderivate im Cash-Flow-Hedge*

148

4

1

0

Warenderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

670

117

310

39

Warenderivate im Cash-Flow-Hedge

143

34

23

2

Warenderivate im Fair-Value-Hedge

10

1

41

0

Insgesamt

8.525

545

4.487

196

* inkl. Zins-/Währungsderivate

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung

Bilanzielle Sicherungsbeziehungen gem. IAS 39 (Hedge Accounting) bestehen vor allem zur Absicherung von Währungsrisiken aus festen vertraglichen Verpflichtungen in Fremdwährung sowie zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, zur Absicherung von Warenpreisrisiken aus Absatz- und Beschaffungsgeschäften und zur Absicherung von Zinsrisiken aus langfristigen Finanzierungen.

Cash-Flow-Hedges

Cash-Flow-Hedges bestehen vor allem zur Absicherung künftiger Zahlungsströme gegenüber Fremdwährungs- und Warenpreisrisiken aus zukünftigen Umsätzen und Beschaffungs­geschäften sowie Zinsrisiken aus langfristigen Finanzierungen. Diese Derivate werden zu beizulegenden Zeitwerten bilanziert, welche in einen effektiven und in einen ineffektiven Teil zerlegt werden. Der effektive Teil der Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte dieser Derivate wird bis zum Realisationszeitpunkt des gesicherten Grundgeschäftes in den kumulier­ten direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen erfasst. Der ineffektive Teil hingegen wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. Bei Reali­sierung der zukünftigen Transaktionen (Grundgeschäfte) werden die im Eigenkapital kumulierten Effekte erfolgswirksam aufgelöst. Zum 30. September 2009 waren Sicherungs­instrumente in Höhe von 114 (i. Vj. 72) Mio € mit positiven beizulegenden Zeitwerten und in Höhe von 58 (i. Vj. 175) Mio € mit negativen beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Für das Geschäftsjahr 2008/2009 ist in den kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen ein unrealisiertes Ergebnis in Höhe von 33 (i. Vj. -189) Mio € (vor Steuern) berücksichtigt. Die maximale Zeitdauer, für die Cash-Flows aus zukünftigen Transaktionen gesichert werden, beträgt 60 Monate.

Im Berichtsjahr wurden in Folge der unterjährigen Realisation von Grundgeschäften 9 (i. Vj. 21) Mio € aus den kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert; davon entfallen 9 (i. Vj. 21) Mio € auf die Umsatzerlöse und 0 (i. Vj. 0) Mio € auf das sonstige Finanzergebnis. Zusätzlich wurden 40 Mio € anschaffungskostenmindernd (i. Vj. 191 Mio € anschaffungskostenerhöhend) aus den kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen in die Vorräte umgegliedert, da die gesicherten Rohstoffe bilanziert wurden, aber noch keine ergebniswirksame Realisation des Grundgeschäftes stattgefunden hatte. Hieraus resultierte eine Minderung der Aufwendungen in Höhe von 48 Mio € in 2008/2009; im folgenden Geschäftsjahr werden Aufwendungen in Höhe von 8 Mio € erfasst. Darüber hinaus wurden 147 (i. Vj. 0) Mio € aus den kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen in die Anschaffungskosten der Sachanlagen umgegliedert. Hiervon werden Aufwendungen in Höhe von 2 Mio € in 2010/2011, 7 Mio € in 2011/2012, 7 Mio € in 2012/2013 und 131 Mio € in den folgenden Geschäftsjahren ergebniswirksam.

Zum 30. September 2009 resultiert aus ineffektiven Bestandteilen der als Cash-Flow-Hedges klassifizierten derivativen Finanzinstrumente ein Nettoergebnis in Höhe von 41 (i. Vj. -3) Mio €.

Der Abbruch von Cash-Flow-Hedges führte im laufenden Geschäftsjahr durch Umgliederung aus den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen in die Gewinn- und Verlustrechnung zu einem Ergebnis von 84 (i. Vj. 1) Mio €. Diese ursprünglich ergebnisneutral behandelten Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte von Derivaten wurden zu dem Zeitpunkt ergebniswirksam realisiert, als die Durchführung der abgesicherten zukünftigen Transaktionen in Form währungsgesicherter Umsatzerlöse und Rohstoffbezüge nicht länger als wahrscheinlich angesehen wurde. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der durch die Wirtschaftskrise bedingte Rückgang von Rohstoffeinkäufen.

Die im folgenden Geschäftsjahr erwarteten Aufwendungen aus den zum Stichtag in den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen enthaltenen Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte von Derivaten betragen 19  Mio €. Im Geschäftsjahr 2010/2011 werden Erträge in Höhe von 17 Mio €, im Geschäftsjahr 2011/2012 von 8 Mio € und in den nachfolgenden Geschäftsjahren von 27 Mio € erwartet.

Fair-Value-Hedges

Fair-Value-Hedges bestehen vor allem zur Absicherung der beizulegenden Zeitwerte von festen vertraglichen Verpflichtungen und von Vorratsbeständen gegenüber Preisrisiken. Diese Warenderivate werden ebenso wie die ihnen zugeordneten Grundgeschäfte zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Zum 30. September 2009 waren Sicherungsinstrumente in Höhe von 191 T€ (i. Vj. 6 Mio €) mit positiven beizulegenden Zeitwerten und in Höhe von 317 T€ (i. Vj. 1 Mio €) mit negativen beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Die Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte werden unmittelbar in Abhängigkeit von der Art der zu Grunde liegenden Geschäfte ergebniswirksam in den Umsatzerlösen oder Umsatzkosten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr ergab sich ein Nettoergebnis aus der Bewertung der Sicherungsinstrumente im Fair-Value-Hedge in Höhe von -1 (i. Vj. -3) Mio €, während im gleichen Zeitraum ein Nettoergebnis bei den zugehörigen Grundgeschäften von 1 (i. Vj. 3) Mio € realisiert wurde.

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

Werden die Voraussetzungen für die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge Accounting gem. IAS 39 nicht erfüllt, erfolgt ein Ausweis der derivativen Finanzinstrumente als Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung. Die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sind in der Tabelle zu den Nettoergebnissen aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dargestellt. In dieser Position enthalten sind auch die eingebetteten Derivate. Sie bestehen im ThyssenKrupp Konzern grundsätzlich in der Ausprägung, dass gewöhnliche Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu Lieferanten und Kunden im Ausland nicht in der funktionalen Währung (Landeswährung) eines der beiden Vertragspartner geschlossen wurden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Vorstand der ThyssenKrupp AG hat ein Risikomanagementsystem implementiert, welches vom Aufsichtsrat überwacht wird. In den Grundsätzen für das Risikomanagement sind die Rahmenbedingungen zur Erfüllung der Anforderungen an ein ordnungsmäßiges und zukunftsgerichtetes Risikomanagement im ThyssenKrupp Konzern formuliert. Die Grundsätze verfolgen das Ziel, alle Mitarbeiter im Konzern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Risiken zu veranlassen sowie einen nachhaltigen Prozess zur Förderung des Risikobewusstseins zu begleiten. Im Handbuch Risikomanagement und in weiteren Konzernrichtlinien sind die Prozesse des Risikomanagements, einzuhaltende Limitierungen sowie der Einsatz von Finanzinstrumenten konkret geregelt. Das Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet, die Risiken zeitnah konzernweit zu identifizieren, zu analysieren, zu steuern, zu überwachen und zu kommunizieren. Insbesondere durch eine mindestens zweimal jährlich durchgeführte Risikoinventur in allen Konzernunternehmen wird die Risikolandschaft im ThyssenKrupp Konzern aktualisiert. Über die Ergebnisse des Risikoinventurprozesses werden sowohl der Vorstand der ThyssenKrupp AG als auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates informiert. Das Risikomanagement-Reporting ist ein kontinuierlicher Prozess, welcher in das regelmäßige Konzernreporting eingebettet ist. Sowohl die Konzernrichtlinien als auch die Informationssysteme werden regelmäßig überprüft und an aktuelle Entwicklungen angepasst. Zudem überprüft der Bereich Internal Auditing regelmäßig, ob die Konzernunternehmen die Vorgaben des Risikomanagementsystems einhalten.

ThyssenKrupp ist als weltweit agierender Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken (Währungsrisiken, Zinsrisiken und Warenpreisrisiken) ausgesetzt. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, die aus den operativen Geschäften sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Risiken durch den Einsatz ausgewählter derivativer und nicht-derivativer Sicherungsinstrumente zu begrenzen.

Kreditrisiko (Ausfallrisiko)

Der Konzern ist bei Finanzinstrumenten einem Ausfallrisiko ausgesetzt, das aus der möglichen Nichterfüllung einer Vertragspartei resultiert und daher maximal in Höhe des positiven beizulegenden Zeitwerts des betreffenden Finanzinstruments besteht. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise gewinnt das Ausfallrisiko zusätzlich an Bedeutung; wir steuern es deshalb mit besonderer Vorsicht. Zur Minimierung der Ausfallrisiken werden im ThyssenKrupp Konzern grundsätzlich Finanzinstrumente im Finanzierungsbereich nur mit solchen Kontrahenten abgeschlossen, die über eine sehr gute Bonität verfügen bzw. einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. Dabei werden zur weiteren Risikominimierung Geschäfte nur im Rahmen vorgegebener Kontrahentenlimite getätigt. Im operativen Bereich werden die Außenstände und Ausfallrisiken von den Konzerngesellschaften fortlaufend überwacht und teilweise über Warenkreditversicherungen abgesichert. Die Risiken aus Warenlieferungen an Großkunden unterliegen einer besonderen Bonitätsüberwachung. Zusätzlich werden für die Absicherung von Forderungen gegenüber Großkunden Akkreditive und Ausfallbürgschaften eingesetzt. Die Forderungen gegenüber diesen Vertragspartnern sind jedoch nicht so hoch, als dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden. Ausfallrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko für den Konzern besteht darin, dass auf Grund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln, bestehenden oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen werden kann. Das Management des Liquiditätsrisikos, somit die Ressourcenallokation und die Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit des Konzerns, zählen zu den zentralen Aufgaben der ThyssenKrupp AG. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise steht das Liquiditätsrisiko verstärkt im Fokus. Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherstellen zu können, werden auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vorgehalten. Trotz des schwierigen Marktumfeldes als Folge der Finanzkrise steht die Finanzierung auch im nächsten Jahr auf einer gesicherten Basis. So konnten insbesondere durch die Emission von Anleihen im Volumen von insgesamt 3 Mrd € in 2008/2009 das Fälligkeitenprofil verbessert und die Liquiditätssituation weiter gestärkt werden.

Das Cash-Pooling sowie externe Finanzierungen sind im Wesentlichen auf die ThyssenKrupp AG sowie spezielle Finanzierungsgesellschaften konzentriert. Die Mittel werden bedarfsgerecht intern den Konzerngesellschaften zur Verfügung gestellt.

Die folgende Tabelle zeigt die künftigen undiskontierten vertraglich vereinbarten Zahlungsmittelabflüsse (positive Werte) bzw. Zahlungsmittelzuflüsse (negative Werte) aus finanziellen Verbindlichkeiten:

 

Mio €

Buchwerte 30.09.2008

Cash-Flows 2008/2009

Cash-Flows 2009/2010

Cash-Flows 2010/2011 bis 2012/2013

Cash-Flows nach 2012/2013

Anleihen

1.997

605

70

886

816

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

1.679

796

146

666

559

Verbindlichkeiten aus Finance Lease

125

35

38

54

29

Übrige Finanzschulden

615

145

29

336

264

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

5.731

5.690

31

9

1

Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

369

308

32

22

-15

Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung

176

156

16

0

0

Übrige finanzielle Verbindlichkeiten

1.320

994

4

322

0

 

Mio €

Buchwerte 30.09.2009

Cash-Flows 2009/2010

Cash-Flows 2010/2011

Cash-Flows 2011/2012 bis 2013/2014

Cash-Flows nach 2013/2014

Anleihen

4.483

303

1.053

2.728

1.953

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

2.384

484

220

1.557

817

Verbindlichkeiten aus Finance Lease

104

40

25

39

22

Übrige Finanzschulden

633

56

138

478

99

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

4.185

4.144

15

24

2

Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

138

129

7

1

1

Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung

58

53

5

0

0

Übrige finanzielle Verbindlichkeiten

1.394

1.391

2

1

0

Den Zahlungsmittelflüssen aus derivativen Finanzinstrumenten stehen Zahlungsmittelflüsse aus den gesicherten Grundgeschäften gegenüber, welche in der Fälligkeitsanalyse nicht berücksichtigt wurden. Bei Berücksichtigung auch der Zahlungsmittelflüsse aus den gesicherten Grundgeschäften würden die in der Übersicht gezeigten Zahlungsmittelflüsse entsprechend geringer ausfallen.

Marktrisiken

Als Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass die beizulegenden Zeitwerte oder künftigen Zahlungsströme eines originären oder derivativen Finanzinstrumentes auf Grund von Änderungen der Risikofaktoren schwanken. Zu den für ThyssenKrupp relevanten Marktrisiken zählen das Währungsrisiko, das Zinsrisiko sowie das Warenpreisrisiko, insbesondere das Rohstoffpreisrisiko. Aus diesen Risiken können Ergebnis-, Eigenkapital- und Cash-Flow-Schwankungen resultieren. Ziel des Risikomanagements ist es, die entstehenden Risiken durch geeignete Maßnahmen, insbesondere den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, zu eliminieren bzw. zu begrenzen. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt strengen Kontrollen, die auf Basis von Richtlinien im Rahmen des regelmäßigen Reportings erfolgen. Es werden im Wesentlichen außerhalb der Börse (d.h. OTC) gehandelte Devisentermingeschäfte sowie Zins-/Währungsderivate und Warentermingeschäfte mit Banken und Handelspartnern abgeschlossen. Zur Warenpreisabsicherung werden darüber hinaus auch börsengehandelte Futures eingesetzt.

Die nachstehend beschriebene Analyse sowie die mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen ermittelten Beträge stellen hypothetische, zukunftsorientierte Angaben dar, die sich auf Grund unvorhersehbarer Entwicklungen an den Finanzmärkten von den tatsächlichen Ereignissen unterscheiden können. Zudem sind hier nicht die Risiken berücksichtigt, die nicht finanzieller Natur oder nicht quantifizierbar sind, wie z.B. Geschäftsrisiken.

Währungsrisiken

Die Internationalität unserer Geschäftstätigkeit bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen – vor allem in US-Dollar – mit sich. Die Absicherung der hieraus resultierenden Wechselkursrisiken ist wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagements.

Konzerneinheitliche Richtlinien bilden die Vorgabe für das Devisen­management des ThyssenKrupp Konzerns. Grundsätzlich besteht für alle Konzerngesellschaften Sicherungspflicht von Fremdwährungspositionen im Zeitpunkt ihrer Entstehung. Die im Gebiet der Europäischen Währungsunion ansässigen verbundenen Unternehmen sind grundsätzlich verpflichtet, alle offenen Positionen aus Waren- und Leistungsgeschäften in den wesentlichen Transaktionswährungen einer zentralen Clearing-Stelle anzudienen. Die angedienten Positionen werden laufzeitkongruent, in Abhängigkeit vom Sicherungszweck der Derivate und der damit verbundenen Art der bilanziellen Behandlung, entweder im Rahmen eines Portfolio-Hedge-Ansatzes abgesichert oder in direkter Zuordnung an Banken durchgeleitet. Die Absicherung von Finanztransaktionen sowie von Geschäften unserer Tochterunternehmen außerhalb der Europäischen Währungsunion erfolgt in enger Abstimmung mit der Konzernleitung. Die Einhaltung der zentralen Vorgaben wird regelmäßig durch den Zentralbereich Internal Auditing überprüft.

Zielsetzung bei der Währungsabsicherung ist das Festschreiben von Preisen auf Basis von Sicherungskursen zum Schutz vor zukünftigen ungünstigen Währungsschwankungen. Bei der Sicherung von geplanten produktionsabhängigen Erz-, Kohle- und Koksbezügen erfolgt darüber hinaus eine systematische Ausnutzung von günstigen Euro/US-Dollar-Entwicklungen.

Die Sicherungszeiträume richten sich grundsätzlich nach der Laufzeit des Grundgeschäftes. Die Laufzeit der abgeschlossenen Devisenderivate beträgt in der Regel bis zu 12 Monate und kann in einzelnen Ausnahmefällen auch deutlich darüber hinausgehen. Die Sicherungszeiträume geplanter Erz-, Kohle- und Koksbezüge sind auf Basis des theoretisch fairen Wechselkurses (Kaufkraftparität) und der Schwankungsbreite des US-Dollars gegenüber dem Euro unter Zugrundelegung historischer Daten festgelegt worden. Bei Erreichen definierter Sicherungskurse werden entsprechend einem festgelegten Raster die Sicherungen geplanter Bezüge für bestimmte Zeiträume ausgelöst.

Als relevante Risikovariablen für die Sensitivitätsanalyse im Sinne von IFRS 7 findet ausschließlich der US-Dollar Berücksichtigung, da der weitaus größte Teil der Zahlungsströme in Fremdwährung in US-Dollar abgewickelt wird. Da die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich zur Absicherung von Grundgeschäften eingesetzt werden, gleichen sich die gegenläufigen Effekte der Grund- und Sicherungsgeschäfte über die Totalperiode nahezu aus. Das hier dargestellte Fremdwährungsrisiko resultiert somit aus Sicherungsbeziehungen mit bisher noch bilanzunwirksamen Grundgeschäften, d.h. Sicherungen von festen vertraglichen Verpflichtungen sowie von Planumsätzen. Analysiert man das US-Dollar-Währungsrisiko, ergibt sich zum 30. September 2009 folgendes Bild:

Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar am 30. September 2009 um 10 % stärker gewesen wäre, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der relevanten Währungsderivate um 42 Mio € (i. Vj. 229 Mio €) niedriger und das Ergebnis aus der Stichtagsbewertung um 85 Mio € (i. Vj. 32 Mio €) höher gewesen. Wäre der Euro gegenüber dem US-Dollar am 30. September 2009 um 10 % schwächer gewesen, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der relevanten Währungsderivate um 51 Mio € (i. Vj. 280 Mio €) höher und das Ergebnis aus der Stichtagsbewertung um 100 Mio € (i. Vj. 41 Mio €) geringer gewesen. 

Zinsrisiko

Auf Grund der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten findet die Liquiditäts­beschaffung des ThyssenKrupp Konzerns an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen – überwiegend im Euro- und US-Dollar-Raum – und mit unterschiedlichen Laufzeiten statt. Die hieraus resultierenden Finanzschulden sowie unsere Geldanlagen sind zu Teilen einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Aufgabe unseres zentralen Zinsmanagements ist es, dieses Zinsänderungsrisiko zu steuern und zu optimieren. Hierzu werden im Rahmen des Zinsmanagements regelmäßig Zinsanalysen erstellt. Zur Absicherung des Zinsrisikos werden fallweise derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese Instrumente werden mit dem Ziel abgeschlossen, die Zinsvolatilitäten und Finanzierungskosten der zu Grunde liegenden Grundgeschäfte zu minimieren.

Große Teile der Zinsderivate sind in Form eines Cash-Flow-Hedges direkt und unmittelbar bestimmten Finanzierungen zugeordnet. In diesen Fällen liegen Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung vor. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Zinsaufwand aus den diesen Derivaten zu Grunde liegenden Grundgeschäften und den zugeordneten Zinsderivaten stellt in Summe den fixierten Festzinssatz der Sicherungsbeziehung dar.

Ein weiterer Teil der Zinsderivate ist nicht eindeutig einer Finanzierung zugeordnet, sondern sichert über einen Macro-Hedge-Ansatz ein Portfolio von Einzelkrediten.

Zins-/Währungsswaps wurden im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Finanzierung der US-Dollar-Aktivitäten abgeschlossen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden diese Derivate als Cash-Flow-Hedge klassifiziert.

Bei Zinsinstrumenten ergeben sich Cash-Flow-Risiken, Opportunitätseffekte sowie bilanz- und ergebniswirksame Zinsrisiken. Refinanzierungen sowie variable Finanzinstrumente unterliegen einem Cash-Flow-Risiko, welches die Unsicherheit bezüglich zukünftiger Zinszahlungen zum Ausdruck bringt. Die Messung des Cash-Flow-Risikos erfolgt mit einer Cash-Flow-Sensitivität. Opportunitätseffekte ergeben sich bei originären Finanzinstrumenten, da diese im Gegensatz zu Zinsderivaten nicht zum beizulegenden Zeitwert, sondern zu fortgeführten Anschaffungs­kosten bilanziert werden. Dieser Unterschiedsbetrag, der sogenannte Opportunitätseffekt, schlägt sich weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung nieder. Bilanzwirksame Zinsrisiken, die sich im Eigenkapital auswirken, ergeben sich aus der Bewertung von als Micro-Hedge abgeschlossenen Zinsderivaten. Ergebniswirksame Zinsrisiken resultieren aus den übrigen Zinsderivaten. Opportunitätseffekte sowie bilanz- und ergebniswirksame Zinsrisiken werden mit einer Sensitivitätsberechnung der beizulegenden Zeitwerte und deren Veränderung ermittelt.

Die Zinsanalyse unterstellt zum 30. September 2009 eine Parallelverschiebung der Zinskurven für alle Währungen um +100 / -20 Basispunkte. Im Vorjahr betrug die Parallelverschiebung +100 / -100 Basispunkte. Auf Grund des aktuell niedrigen Zinsniveaus wurde die Verschiebung zur Vermeidung negativer Zinsen von -100 Basispunkten auf -20 Basispunkte reduziert. Es ergeben sich die in der folgenden Tabelle dargestellten Chancen (positive Werte) und Risiken (negative Werte):

 

Veränderung aller Zinskurven zum 30.09.2009 um

Mio €

+ 100 Basispunkte

- 20 Basispunkte

Cash-Flow-Risiko

46

-9

Opportunitätseffekte

256

-53

Bilanzwirksame Zinsrisiken aus Zinsderivaten

-1

0

Ergebniswirksame Zinsrisiken aus Zinsderivaten

0

0

Im Vorjahr ergab die Analyse die in der folgenden Tabelle dargestellten Chancen (positive Werte) und Risiken (negative Werte):

 

Veränderung aller Zinskurven zum 30.09.2008 um

Mio €

+ 100 Basispunkte

- 100 Basispunkte

Cash-Flow-Risiko

21

-21

Opportunitätseffekte

100

-106

Bilanzwirksame Zinsrisiken aus Zinsderivaten

1

-1

Ergebniswirksame Zinsrisiken aus Zinsderivaten

2

-2

 

Wenn alle Zinskurven am 30. September 2009 um 100 Basispunkte höher gewesen wären, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der relevanten Zinsderivate um 1 Mio € niedriger (i. Vj. 1 Mio € höher) und das Ergebnis aus der Stichtagsbewertung um 46 (i. Vj 23) Mio € höher gewesen. Wären die Zinskurven am 30. September 2009 um 20 Basispunkte niedriger gewesen, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der relevanten Zinsderivate unverändert (i. Vj. bei einer Verschiebung um -100 Basispunkte 1 Mio € geringer) und das Ergebnis aus der Stichtagsbewertung um 9 (i. Vj. bei einer Verschiebung um -100 Basispunkte 23) Mio € niedriger gewesen. 

Warenpreisrisiken

Der Konzern benötigt verschiedene NE-Metalle, insbesondere Nickel, sowie Rohstoffe wie z.B. Erze, Kohle, Koks und Energie für die verschiedenen Produktionsprozesse. Die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energie können je nach Marktsituation erheblich schwanken. Nicht immer können die schwankenden Rohstoffpreise an die Kunden weitergegeben werden.

Daher besteht ein Warenpreisrisiko, das Einfluss auf die Ergebnis-, Eigenkapital- sowie Cash-Flow-Situation haben kann. Zur Sicherung der Warenpreisrisiken wurden insbesondere für Erz, Kohle und Koks langfristige Lieferverträge mit verschiedenen Lieferanten abgeschlossen. Zusätzlich setzten einige Gesellschaften des Konzerns derivative Finanzinstrumente, insbesondere für Nickel und Kupfer, ein, um die Risiken aus Rohstoffpreisvolatilitäten zu minimieren. Die Sicherung erfolgt grundsätzlich dezentral, wobei der Abschluss von Finanzderivaten in diesen Bereichen strengen Richtlinien unterliegt, deren Einhaltung durch Internal Auditing überprüft wird. Es werden ausschließlich marktgängige Instrumente verwendet. Dies sind im Wesentlichen Warentermingeschäfte. Die Warentermingeschäfte sind mit ihren beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Die Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte werden überwiegend ergebniswirksam im betrieblichen Ergebnis erfasst. Einige Warenderivate sind in Form eines Cash-Flow-Hedges direkt und unmittelbar einer bestimmten festen Verpflichtung zugeordnet. Zusätzlich werden in einigen Fällen die beizulegenden Zeitwerte von bestimmten festen Verpflichtungen und Vorratsbeständen in Form von Fair-Value-Hedges abgesichert.

Die aus den steigenden Energiepreisen resultierenden Risiken werden durch eine strukturierte Beschaffung auf dem Strommarkt sowie durch den Abschluss bzw. die Weiterführung langfristiger Erdgasverträge begrenzt. Diese Verträge fallen unter die sogenannte „own use exemption“ und werden daher nicht als derivative Finanzinstrumente bilanziert.

In die nach IFRS 7 für Finanzinstrumente geforderte Szenarioanalyse fließen nur hypothetische Veränderungen der Marktpreise für derivative Finanzinstrumente ein. Die gegenläufigen Effekte aus den Grundgeschäften sind nicht berücksichtigt und würden den Effekt deutlich verringern.

Auf Basis einer angenommenen Überversorgung in den jeweiligen Metallen haben wir Marktpreise auf einem Niveau in Nähe der Produktionskosten der wesentlichen Produzenten zu Grunde gelegt; dies entspricht in Abhängigkeit von den betrachteten Rohstoffen einem hypothetischen Preisrückgang von maximal 71 % (i. Vj. 73 %). Hintergrund ist, dass es bei wesentlich niedrigeren Marktpreisen über längere Zeiträume in der Regel zu Kürzungen der Metallproduktion bis hin zur Schließung kommen kann. Die pro Metall eingestellten Terminaufschläge (Contango) zeigen – wie bei Überversorgung üblich – hohe Werte. Der geschätzte hypothetische Effekt aus der Stichtagsbewertung auf die Gewinn- und Verlustrechnung beträgt 117 (i. Vj. 275) Mio € und auf das Eigenkapital -37 (i. Vj. -64) Mio €. Für das Szenario einer Hochpreisphase bei starker Verknappung werden Marktpreise zu historischen Höchstkursen verwendet. Die in der Regel mit einem unterversorgten Markt einhergehenden eingepflegten Terminabschläge (Backwardation) reflektieren ebenfalls historische Höchstwerte. Es werden in Abhängigkeit von den jeweiligen Rohstoffen maximale Preisanstiege von bis zu 214 % (i. Vj. 252 %) angenommen. Der geschätzte hypothetische Effekt aus der Stichtagsbewertung auf die Gewinn- und Verlustrechnung beträgt -336 (i. Vj. -295) Mio € und auf das Eigenkapital 149 (i. Vj. 116) Mio €.  

(31) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (related parties)

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ist gemäß Mitteilung nach § 21 WpHG vom 21. Dezember 2006 mit 25,10 % an der ThyssenKrupp AG beteiligt; gemäß freiwilliger Mitteilung der Stiftung vom 06. Oktober 2009 besteht per 30. September 2009 eine Beteiligung von rund 25,33 %. Über die in der Satzung (§ 21) festgelegten Leistungen und Gegenleistungen hinaus bestanden mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Transaktionen keine wesentlichen Liefer- und Leistungsbeziehungen. Aus der in 2006/2007 erfolgten Beauftragung einer Konzerngesellschaft zur Modernisierung von Aufzügen im Wert von 2 Mio € durch eine zur Stiftung gehörende Einrichtung realisierte eine Konzerngesellschaft in 2007/2008 einen Umsatz in Höhe von 1,4 Mio € und in 2008/2009 einen Umsatz in Höhe von 0,2 Mio €.

Im Geschäftsjahr 2008/2009 hatte der Konzern Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Joint Ventures. Transaktionen mit diesen nahe stehenden Unternehmen resultieren aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch; der Umfang der Geschäftsbeziehungen ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

 

Umsatz

Bezogene Leistungen

Forderungen

Verbindlichkeiten

Mio €

2008/2009

2008/2009

30.09.2009

30.09.2009

Nicht konsolidierte Tochterunternehmen

1

0

2

1

Assoziierte Unternehmen

88

8

50

15

Joint Ventures

180

1.049

53

295

Im Geschäftsjahr 2007/2008 hatte der Konzern in geringem Umfang Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Mit Joint Ventures von wesentlicher Bedeutung wurde in 2007/2008 ein Umsatz von 257 Mio € realisiert, aus dem zum 30. September 2008 Forderungen von 160 Mio € resultierten. Gleichzeitig wurden in 2007/2008 von den wesentlichen Joint Ventures Leistungen in Höhe von 1.524 Mio € bezogen, die zum 30. September 2008 zu Verbindlichkeiten von 290 Mio € führten. Mit assoziierten Unternehmen von wesentlicher Bedeutung wurde in 2007/2008 ein Umsatz von 40 Mio € realisiert, aus dem zum 30. September 2008 Forderungen von 18 Mio € resultierten. Gleichzeitig wurden in 2007/2008 von den wesentlichen assoziierten Unternehmen Leistungen in Höhe von 38 Mio € bezogen, aus denen zum 30. September 2008 keine Verbindlichkeiten bestanden. Die Transaktionen resultierten aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die ESG Legierungen GmbH ist auf Grund der Tatsache, dass ein naher Familienangehöriger eines Vorstandsmitglieds der ThyssenKrupp AG als Geschäftsführer tätig ist, als nahe stehendes Unternehmen des Konzerns einzustufen. Der Konzern hat in 2008/2009 mit der ESG Legierungen GmbH einen Umsatz in Höhe von 0,3 (i. Vj. 1,7) Mio € aus dem Verkauf von Feinzink realisiert. Im gleichen Zeitraum wurden vom Konzern Zinklegierungen in Höhe von 0,1 (i. Vj. 0,2) Mio € bezogen. Die Transaktionen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Zum 30. September 2009 hatte der Konzern aus der Geschäftsbeziehung eine Verbindlichkeit von 48 T€ (i. Vj. Forderung: 0,1 Mio €).

Die Heitkamp & Thumann Group mit Sitz in Düsseldorf sowie die Heitkamp Baugruppe mit Sitz in Herne sind auf Grund der Tatsache, dass ein Mitglied des Aufsichtsrats maßgeblichen Einfluss auf die Gruppen hat, als nahe stehende Unternehmen des Konzerns einzustufen. Im Zeitraum vom 16. November 2008 bis zum 30. September 2009 hat der Konzern mit der Heitkamp & Thumann Group einen Umsatz in Höhe von 14,4 Mio € aus dem Verkauf von Stahl- und Edelstahlwerkstoffen sowie aus der Erbringung von Industriedienstleistungen realisiert. Im gleichen Zeitraum wurden vom Konzern von der Heitkamp & Thumann Group Werkzeuge in Höhe von 0,5 Mio € und von der Heitkamp Baugruppe Leistungen in Höhe von 1,9 Mio € bezogen. Die Transaktionen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Zum 30. September 2009 hatte der Konzern aus der Geschäftsbeziehung mit der Heitkamp & Thumann Group Forderungen von 1,2 Mio € und Verbindlichkeiten von 3 T€ sowie aus der Geschäftsbeziehung mit der Heitkamp Baugruppe Forderungen von 2 T€ und Verbindlichkeiten von 0,7 Mio €.

Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats

Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in den Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats.

Die aktiven Mitglieder des Vorstands wurden wie folgt vergütet:

Tausend

2007/2008

2008/2009

Kurzfristig fällige Leistungen (ohne aktienbasierte Vergütung)

18.871

5.423

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

1.502

879

Aktienbasierte Vergütungen 

963

1.120

Als Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird der aus den Pensionsrückstellungen für die aktiven Vorstandsmitglieder resultierende Dienstzeitaufwand (service cost) ausgewiesen. Die Angabe der aktienbasierten Vergütung bezieht sich auf den beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung.

Darüber hinaus erhielt der Vorstand im Geschäftsjahr 2008/2009 Zahlungen aus aktienbasierter Vergütung von 4.745 (i. Vj. 13.272) Tausend €.

Zum 30. September 2009 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden; ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.

Die aktiven Mitglieder des Aufsichtsrats wurden wie folgt vergütet:

Tausend

2007/2008

2008/2009

Kurzfristig fällige Leistungen

2.721

1.717

Langfristige Vergütungskomponente

895

162

Darüber hinaus wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp AG für Aufsichtsratsmandate bei Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr 2008/2009 Vergütungen von 124 (i. Vj. 223) Tausend € gewährt.

Zum 30. September 2009 sind Aufsichtsratsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden; ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen.

Zur Individualisierung sowie zu weiteren Details zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder vgl. die Ausführungen im Vergütungsbericht des Lageberichts.

Vergütung ehemaliger Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 24,4 (i. Vj. 13,7) Mio €; darin enthalten sind Leistungen nach IAS 24.16 (d) in Höhe von 9,9 (i. Vj. 0) Mio €. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen wurden nach IFRS 173,5 (i. Vj. 142,3) Mio € zurückgestellt.

Frühere Aufsichtsratsmitglieder, die vor dem 01. Oktober 2008 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind, erhalten für die Zeit ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine anteilige Vergütung aus der langfristigen Vergütungskomponente von 4 (i. Vj. 16) Tausend €.

(32) Segmentberichterstattung

Die nachfolgend beschriebenen Segmente entsprechen der internen Organisations- und Berichtsstruktur des ThyssenKrupp Konzerns. Die Segmentabgrenzung berücksichtigt die unterschiedlichen Produkte und Dienstleistungen des Konzerns.

Steel

Das Segment Steel konzentriert sich auf Erzeugung und Vertrieb von hochwertigem Qualitätsflachstahl. Das Programm ist konsequent auf Produkte mit großer Verarbeitungstiefe entlang der Wertschöpfungskette ausgerichtet. Intelligente Werkstofflösungen, produktspezifische Anarbeitung, Dienstleistungen und umfassender Service prägen das Leistungsprofil.

Stainless

Das Segment bündelt alle Herstellungs- und Vertriebsfunktionen für die Werkstoffe Edelstahl Rostfrei-Flach, Nickellegierungen und Titan. Durch hohe Lieferperformance, Flexibilität und tief greifenden Service unterstützt Stainless die Kunden bei der Herstellung hochqualitativer Endprodukte.

Technologies

Im Segment Technologies sind hochtechnologie-orientierte Anlagenbauer und Komponentenhersteller zusammengefasst. Hierzu zählen Plant Technology, Marine Systems, Mechanical Components, Automotive Solutions und Transrapid. Plant Technology bietet das Projektmanagement für die Planung und den Bau von Spezial- und Großanlagen für die Chemie und Petrochemie, die Zementindustrie, für Förder- und Kokereitechnik an. Das Leistungsspektrum von Marine Systems umfasst Neubau, Reparatur, Umbau und Service insbesondere von Marineschiffen, d.h. von konventionellen U-Booten und Überwasserschiffen. Auch im zivilen Schiffbau ist Marine Systems bei Megayachten und Containerschiffen aktiv. Unter dem Dach von Mechanical Components  vereinigen sich Hersteller von Komponenten für den Maschinenbau und die Automobilindustrie. Gefertigt werden u.a. Großwälzlager, gebaute Nockenwellen, Kurbelwellen, Gussteile und Laufwerke für Baumaschinen. Innerhalb von Automotive Solutions werden Lösungen für die Automobilindustrie gebündelt. Die Produkt- und Leistungspalette reicht von Lenk- und Dämpfungssystemen, über die komplette Prozesskette der Karosserietechnik, Systemlösungen im Fahrwerksbereich bis hin zur Aggregatmontage für die Automobilindustrie. Transrapid betreibt die Planung, das Projektmanagement und den Bau von Magnetschnellbahnsystemen.

Elevator

Das Segment betreibt den Neubau, die Modernisierung sowie den Service von Aufzügen, Fahrtreppen, Fahrsteigen, Treppen- und Plattformliften sowie Fluggastbrücken. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Produktpalette von Anlagen für den Volumenmarkt bis zu kundenindividuellen Lösungen nach Maß.

Services

Das Segment ist Dienstleister für Werkstoffe, Rohstoffe und Industrieprozesse. Dabei werden neben der Distribution und dem Produktver­kauf von Walz- und Edelstahl, Rohren, NE-Metallen und Kunststoffen auch Dienstleistungen angeboten, die von der Anarbeitung und Logistik über Lager- und Bestandsmanagement bis hin zum Supply-Chain-Management reichen. Die Prozessdienstleistungen umfassen neben komplexen Instandhaltungsaktivitäten auch produktionsbegleitende Dienstleistungen. Hinzu kommen die weltweite Versorgung mit metallurgischen Rohstoffen sowie innovative technische Systemlösungen.

Corporate

Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der konzerninternen Dienstleistungen sowie die inaktiven Gesellschaften, die einzelnen Segmenten nicht zugeordnet werden können. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral im Bereich Corporate geführt und verwertet werden. Darüber hinaus wurde der Auslaufbereich von ThyssenKrupp Budd zugeordnet.

Das Ergebnis vor Steuern von Corporate setzt sich folgendermaßen zusammen:

Mio €

2007/2008

2008/2009

Verwaltungskosten Konzernleitung

-192

-109

Altersversorgung

-20

-23

FuE-Förderung

-6

-12

Zinsergebnis Nettofinanzschulden

-2

-52

Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen

-159

-206

Übriges Finanzergebnis

-22

46

Risk and Insurance Services

21

18

Sondervorgänge

-47

-7

Ergebnis Corporate Headquarters

-427

-345

Ergebnis Corporate Real Estate

10

1

Ergebnis Corporate vor Steuern

-417

-344

 

Konsolidierung

Die Konsolidierung umfasst im Wesentlichen die Eliminierung von Zwischengewinnen im Vorratsvermögen. Ferner erfolgt hier die Eliminierung des Beteiligungsergebnisses für die Gesellschaften, an denen die Segmente Steel und Services gemeinsam beteiligt sind. Diese Gesellschaften werden im Segment Steel, das die wirtschaftliche Führung hat, voll konsolidiert. Im Segment Services erfolgt eine Bilanzierung der Beteiligung nach der Equity-Methode. Bei Services sind Beteiligungsergebnisse aus konzerninternen Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 0 (i. Vj. 19) Mio € enthalten.

Die Rechnungslegungsgrundsätze für die Segmente sind bis auf die vorstehend dargestellten Aufwandsübernahmen die gleichen, wie sie für den Konzern in den Grundsätzen der Rechnungslegung beschrieben sind. Das Maß für die Ertragskraft der einzelnen Segmente des Konzerns ist das „Ergebnis vor Steuern“, wie es in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt wird.

Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen.

Segmentinformationen: 30.09.2008

Mio €

Steel

Stainless

Technologies

Elevator

Services

Geschäftsjahr 2007/2008

 

 

 

 

 

Außenumsätze

12.826

6.592

12.347

4.926

16.632

konzerninterne Umsätze

1.532

828

65

4

704

Umsatzerlöse gesamt

14.358

7.420

12.412

4.930

17.336

Ergebnis aus der Equity-Bewertung

54

2

19

0

44

Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bilanziert sind

259

15

156

2

75

Zinserträge

152

35

359

51

315

Zinsaufwendungen

-311

-123

-297

-66

-398

Ergebnis vor Steuern

1.540

126

741

434

750

Segmentvermögen

15.124

6.270

14.575

4.833

9.122

Abschreibungen

639

157

347

57

154

Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

8

6

21

2

0

Wertminderungsaufwendungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte

0

0

3

0

0

Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

1

14

1

0

0

Wertaufholungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte

0

0

3

0

0

Segmentverbindlichkeiten

11.573

4.356

11.756

3.376

6.634

Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Veränderung sonstiger Rückstellungen

-380

-24

-147

-118

-72

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

2.576

387

710

100

208

 

Mio €

Corporate

Konsolidierung

Konzern

Geschäftsjahr 2007/2008

 

 

 

Außenumsätze

103

0

53.426

konzerninterne Umsätze

21

-3.154

0

Umsatzerlöse gesamt

124

-3.154

53.426

Ergebnis aus der Equity-Bewertung

1

-20

100

Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bilanziert sind

8

0

515

Zinserträge

793

-1.424

281

Zinsaufwendungen

-954

1.424

-725

Ergebnis vor Steuern

-417

-46

3.128

Segmentvermögen

18.560

-26.842

41.642

Abschreibungen

28

0

1.382

Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

2

0

39

Wertminderungsaufwendungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte

0

0

3

Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

1

0

17

Wertaufholungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte

0

0

3

Segmentverbindlichkeiten

19.594

-27.136

30.153

Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Veränderung sonstiger Rückstellungen

1

-53

-793

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

66

-29

4.018

 

Segmentinformationen: 30.09.2009

Mio €

Steel

Stainless

Technologies

Elevator

Services

Geschäftsjahr 2008/2009

 

 

 

 

 

Außenumsätze

9.046

4.087

10.576

5.304

11.452

konzerninterne Umsätze

899

399

64

4

444

Umsatzerlöse gesamt

9.945

4.486

10.640

5.308

11.896

Ergebnis aus der Equity-Bewertung

-24

0

7

1

-12

Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bilanziert sind

249

14

150

1

61

Zinserträge

134

25

224

40

120

Zinsaufwendungen

-370

-106

-256

-50

-204

Ergebnis vor Steuern

-486

-946

-868

558

-271

Segmentvermögen

20.199

5.255

15.352

4.999

6.959

Abschreibungen

612

157

361

66

157

Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

26

107

307

3

0

Wertminderungsaufwendungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte

0

0

30

0

1

Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

0

0

1

0

0

Segmentverbindlichkeiten

15.820

4.574

13.362

3.396

4.952

Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Veränderung sonstiger Rückstellungen

-283

-77

-544

-124

-222

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

2.593

343

814

135

210

 

Mio €

Corporate

Konsolidierung

Konzern

Geschäftsjahr 2008/2009

 

 

 

Außenumsätze

98

0

40.563

konzerninterne Umsätze

29

-1.839

0

Umsatzerlöse gesamt

127

-1.839

40.563

Ergebnis aus der Equity-Bewertung

0

-1

-29

Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bilanziert sind

6

0

481

Zinserträge

680

-960

263

Zinsaufwendungen

-938

960

-964

Ergebnis vor Steuern

-344

-7

-2.364

Segmentvermögen

25.136

-36.533

41.367

Abschreibungen

27

0

1.380

Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

3

0

446

Wertminderungsaufwendungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte

0

0

31

Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

1

0

2

Segmentverbindlichkeiten

26.937

-37.370

31.671

Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Veränderung sonstiger Rückstellungen

-8

-1

-1.259

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

126

17

4.238

Bei der Darstellung der Informationen nach Regionen erfolgt die Länderzuordnung der Umsätze nach dem Sitz des Kunden, während die Zuordnung des Segmentvermögens und der Investitionen nach dem jeweiligen Standort vorgenommen wird. Die Bestimmung der Investitionen erfolgt nach der für die Kapitalflussrechnung geltenden Abgrenzung.

Das geografische Segment „Übrige EU” umfasst mit Ausnahme von Deutschland alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zum aktuellen Berichtszeitpunkt. Die europäischen Länder, die derzeit nicht Mitglied der Europäischen Union sind, sind Teil des Segments „Übrige Länder“. Das Segment „Amerika“ beinhaltet die Staaten der Nafta und von Südamerika. Das Segment „Asien/Pazifik“ umfasst Asien und Australien.

Es gab keine Beziehungen zu einzelnen Kunden, deren Umsatzanteil gemessen am Konzernumsatz wesentlich ist.

Segmentinformationen nach Regionen:

Mio €

Deutschland

Übrige EU*

Amerika

Asien/Pazifik

Übrige Länder

Konzern

Außenumsätze (Sitz des Kunden)

 

 

 

 

 

 

2007/2008

19.161

16.677

9.706

4.852

3.030

53.426

2008/2009

13.031

12.142

7.858

4.341

3.191

40.563

Langfristige Vermögenswerte (= immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte) (Standort der Vermögenswerte)

 

 

 

 

 

 

30.09.2008

8.129

2.515

5.437

795

332

17.208

30.09.2009

7.943

2.377

7.972

822

393

19.507

* Mitgliedstaaten nach Erweiterung zum 01. Januar 2007

 

(33) Schätzungen und Ermessensausübungen im Rahmen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert die Vornahme von Schätzungen sowie das Treffen von Annahmen durch das Management, wodurch die Höhe der berichteten Beträge und die diesbezüglichen Anhangangaben beeinflusst werden. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln.

Bilanzierung von Erwerben

Als Folge von Akquisitionen werden Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag angesetzt. Eine der wesentlichsten Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswerts und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts entweder auf das unabhängige Gutachten eines externen Bewertungsgutachters zurückgegriffen oder der beizulegende Zeitwert intern unter Verwendung einer angemessenen Bewertungstechnik ermittelt, deren Basis üblicherweise die Prognose der insgesamt erwarteten künftigen Cash-Flows ist. Diese Bewertungen sind eng verbunden mit den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte getroffen hat sowie der unterstellten Veränderungen des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes.

Firmenwert

Wie in den Grundsätzen der Rechnungslegung unter Anhang-Nr. 01 dargestellt, überprüft der Konzern jährlich und sofern irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswertes beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cash-Flows (vgl. Anhang-Nr. 12). Obwohl das Management davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen könnte.

Werthaltigkeit der Vermögenswerte

Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert einer Sachanlage, einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie oder eines immateriellen Vermögenswertes wertgemindert sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes geschätzt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten künftigen Cash-Flows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Die Schätzung der diskontierten künftigen Cash-Flows beinhaltet wesentliche Annahmen wie insbesondere solche bezüglich der künftigen Verkaufspreise und Verkaufsvolumina, der Kosten und der Diskontierungszinssätze. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Industriezweige, in denen der Konzern tätig ist, sowie die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cash-Flows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren, falls sich die vom Management identifizierten Trends umkehren oder sich die Annahmen und Schätzungen als falsch erweisen sollten.

Umsatzrealisierung aus Fertigungsaufträgen

Bestimmte Konzerngesellschaften, insbesondere in den Segmenten Technologies und Elevator, tätigen einen Teil ihrer Geschäfte als Fertigungsaufträge, die nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert werden, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad auszuweisen sind. Diese Methode erfordert eine exakte Schätzung des Ausmaßes des Auftragsfortschritts. In Abhängigkeit von der Methode zur Bestimmung des Fertigstellungsgrades umfassen die wesentlichen Schätzungen die gesamten Auftragskosten, die bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, die gesamten Auftragserlöse, die Auftragsrisiken und andere Beurteilungen. Das Management der operativen Einheiten überprüft kontinuierlich alle Schätzungen, die im Rahmen der Fertigungsaufträge erforderlich sind, und passt diese gegebenenfalls an.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Da der Konzern in zahlreichen Ländern operativ tätig ist und Einkünfte erzielt, unterliegt er in einer Vielzahl von Steuerhoheiten den unterschiedlichsten Steuergesetzen. Um die weltweiten Steuerverbindlichkeiten des Konzerns zu bestimmen, sind daher wesentliche Beurteilungen erforderlich. Obwohl das Management davon ausgeht, eine vernünftige Einschätzung steuerlicher Unwägbarkeiten getroffen zu haben, kann nicht zugesichert werden, dass sich der tatsächliche Ausgang solcher steuerlicher Unwägbarkeiten mit der ursprünglichen Einschätzung deckt. Etwaige Unterschiede könnten in der jeweiligen Periode, in der die Angelegenheit endgültig entschieden wird, Auswirkungen auf die Steuerverbindlichkeiten und die latenten Steuern haben.

Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management u.a. die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und die durch zur Verfügung stehende Steuerstrategien erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken. Für weitere Informationen zu potenziellen Steuervorteilen, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt worden sind, vgl. die Ausführungen unter Anhang-Nr. 09.

Leistungen an Arbeitnehmer

Die Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Diese Faktoren umfassen u.a. versicherungsmathematische Annahmen wie Diskontierungszinssatz, erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens, erwartete Gehaltssteigerungen, Sterblichkeitsraten und Steigerungsraten für Gesundheitsfürsorgekosten. Diese versicherungsmathematischen Annahmen können auf Grund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen (vgl. Anhang-Nr. 23 bezüglich weiterer Informationen für Leistungen an Arbeitnehmer).

Rechtliche Risiken

Wie unter Anhang-Nr. 29 dargestellt, sind ThyssenKrupp Unternehmen in einigen Fällen Parteien in Rechtsstreitigkeiten. Der Ausgang dieser Fälle könnte einen wesentlichen Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Informationen zu diesen Fällen und bildet Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden interne und externe Rechtsanwälte eingesetzt. Im Rahmen der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt das Management die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage oder die formale Geltendmachung eines Anspruchs gegen ThyssenKrupp Unternehmen oder die Angabe eines Rechtsstreits im Anhang bedeuten nicht automatisch, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko angemessen ist.

(34) Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Konzernunternehmen HDW und HSY aus der Business Unit Marine Systems sehen sich seit dem Jahr 2006 einem zunehmenden Zahlungsverzug durch das Verteidigungsministerium der Republik Griechenland als Auftraggeber für ein Neubau- und ein Modernisierungsprogramm über insgesamt 7 U-Boote ausgesetzt. Die rückständigen Zahlungen beliefen sich auf einen Nominalbetrag von zuletzt 534 Mio €. Vor diesem Hintergrund war die Fortsetzung des Auftragsverhältnisses nicht mehr verantwortbar. Die zugrunde liegenden Bauverträge wurden mit sofortiger Wirkung am 21. September 2009 aus wichtigem Grund gekündigt. Im Hinblick auf diese Situation sind die Finanzierungszusagen der ThyssenKrupp AG an die HSY zum 25. September 2009 gekündigt worden. Eine Interims-Finanzierungszusage der Obergesellschaft ThyssenKrupp Marine Systems AG ist zum 31. Oktober 2009 ausgelaufen. Dadurch hat sich die Finanzlage der HSY soweit verschärft, dass die Aufrechterhaltung der Going-Concern-Prämisse für dieses Konzernunternehmen nicht mehr möglich war. In laufenden Verhandlungen wird derzeit versucht, durch einen Eigentümerwechsel eine Lösung zu erreichen, die den Interessen der Beteiligten gerecht wird; dies schließt insbesondere auch das Interesse von ThyssenKrupp an einer Begleichung der ausstehenden Forderungen ein.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

(35) Zusätzliche Informationen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“.

Nicht zahlungswirksame Investitionstätigkeiten

Im Geschäftsjahr 2008/2009 ergab sich aus dem Erwerb und der Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 51 (i. Vj. 167) Mio €.

Der zahlungsunwirksame Zugang von Vermögenswerten aus Finance Lease im Geschäftsjahr 2008/2009 beträgt 11 (i. Vj. 42) Mio €.

Nicht zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten

Im Geschäftsjahr 2008/2009 erfolgte durch den Erwerb und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Brutto-Finanzschulden in Höhe von 24 (i. Vj. 72) Mio €.

Sonstige Angaben

(36) Erklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Am 01. Oktober 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Die ThyssenKrupp AG entspricht sämtlichen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009.

Die Entsprechenserklärung der börsennotierten Tochtergesellschaft Eisen- und Hüttenwerke AG ist am 01. Oktober 2009 abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.

(37) Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 und § 264b HGB

Nachfolgende inländische Tochterunternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft bzw. Personengesellschaft im Sinne des § 264a HGB haben in Teilen von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 und § 264b HGB Gebrauch gemacht.

A

AGOZAL Oberflächenveredelung GmbH

Neuwied

 

Aloverzee Handelsgesellschaft mbH

Düsseldorf

 

AWG Industrieanlagen und Wassertechnik GmbH Berlin

Berlin

B

Becker & Co. GmbH

Neuwied

 

BERCO Deutschland GmbH

Ennepetal

 

BIS Blohm + Voss Inspection Service GmbH

Hamburg

 

Bleuel & Röhling GmbH

Burghaun

 

Blohm + Voss Repair GmbH

Hamburg

 

Blohm + Voss Shipyards & Services GmbH

Hamburg

 

Blohm + Voss Shipyards GmbH

Hamburg

C

Christian Hein GmbH

Langenhagen

D

Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmittelwartung Pura mbH

Düsseldorf

 

Dortmunder Eisenhandel Hansa GmbH

Dortmund

 

Dr. Mertens Edelstahlhandel GmbH

Offenbach

 

DWR - Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH

Andernach

E

EBOR Edelstahl GmbH

Sachsenheim

 

EH Güterverkehr GmbH

Duisburg

 

Eisen und Metall GmbH

Stuttgart

 

Eisenbahn und Häfen GmbH

Duisburg

 

Eisenmetall Handelsgesellschaft mbH

Gelsenkirchen

 

ELEG Europäische Lift + Escalator GmbH

Düsseldorf

 

Erich Weit GmbH

München

F

Freiburger Stahlhandel GmbH

Freiburg i.Br.

G

Gesellschaft für Meß- und Regeltechnik mit beschränkter Haftung

Essen

 

GMT Aufzug-Service GmbH

Ettlingen

 

GWH Aufzüge GmbH

Himmelstadt

H

Haisch Aufzüge GmbH

Gingen/Fils

 

Hanseatische Aufzugsbau GmbH

Rostock

 

HDW-Gaarden GmbH

Kiel

 

Health Care Solutions GmbH

Düsseldorf

 

Herzog Coilex GmbH

Stuttgart

 

HF Vermögensverwaltungsgesellschaft im Ruhrtal GmbH

Hagen

 

Hoesch Hohenlimburg GmbH

Hagen

 

Hövelmann & Co. Eisengroßhandlung GmbH

Gelsenkirchen

 

Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH

Kiel

I

IKL Ingenieurkontor Lübeck GmbH

Kiel

 

Immover Gesellschaft für Grundstücksverwaltung mbH

Essen

 

Innovative Meerestechnik GmbH

Emden

J

Jacob Bek GmbH

Ulm

K

KBS Kokereibetriebsgesellschaft Schwelgern GmbH

Duisburg

 

Kraemer & Freund GmbH & Co. KG

Hagen

 

Krupp Industrietechnik GmbH

Essen

 

Kunststoff-Service-Partner GmbH

Düsseldorf

L

Leichsenring HUS Aufzüge GmbH

Hamburg

 

LiftEquip GmbH Elevator Components

Neuhausen a.d.F.

 

Liftservice und Montage GmbH

Saarbrücken

M

Max Cochius GmbH

Berlin

 

Metall Service Partner GmbH

Gelsenkirchen

 

MgF Magnesium Flachprodukte GmbH

Freiberg

 

MONTAN GmbH Assekuranz-Makler

Düsseldorf

N

Nothelfer Planung GmbH

Wadern-Lockweiler

O

Otto Wolff Handelsgesellschaft mbH

Düsseldorf

 

Otto Wolff U.S. Sales GmbH

Andernach

P

Peiniger International GmbH

Gelsenkirchen

 

Polysius AG

Beckum

R

Rasselstein GmbH

Andernach

 

Rasselstein Verwaltungs GmbH

Neuwied

 

Reisebüro Dr. Tigges GmbH

Essen

 

Rothe Erde Beteiligungs GmbH

Essen

 

Rothe Erde GmbH

Dortmund

S

SBS Brenn- und Schneidbetrieb Rinteln GmbH

Rinteln

 

smbChromstahl GmbH

Hannover-Langenhagen

 

Stahlhauser Liegenschaften Verwaltungsgesellschaft mbH

Essen

 

SVG Steinwerder Verwaltungsgesellschaft mbH

Hamburg

T

Tepper Aufzüge GmbH

Münster

 

Thyssen Altwert Umweltservice GmbH

Düsseldorf

 

Thyssen Duro Metall GmbH

Kornwestheim

 

Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Industrie

Essen

 

Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Stahl

Essen

 

Thyssen Rheinstahl Technik GmbH

Düsseldorf

 

Thyssen Schulte Werkstoffhandel GmbH

Düsseldorf

 

Thyssen Stahl GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Academy GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Accessibility Holding GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp AdMin GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Aufzüge Deutschland GmbH

Stuttgart

 

ThyssenKrupp Aufzüge die Erste GmbH

Stuttgart

 

ThyssenKrupp Aufzüge GmbH

Neuhausen a.d.F.

 

ThyssenKrupp Aufzugswerke GmbH

Neuhausen a.d.F.

 

ThyssenKrupp Automotive Systems GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp Automotive Systems Leipzig GmbH

Leipzig

 

ThyssenKrupp Bauservice GmbH

Hückelhoven

 

ThyssenKrupp Bausysteme GmbH

Kreuztal

 

ThyssenKrupp Bilstein Suspension GmbH

Ennepetal

 

ThyssenKrupp Bilstein Tuning GmbH

Ennepetal

 

ThyssenKrupp Coferal GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp DAVEX GmbH

Duisburg

 

ThyssenKrupp DeliCate GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Dienstleistungen GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Drauz Nothelfer GmbH

Heilbronn

 

ThyssenKrupp EGM GmbH

Langenhagen

 

ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH

Gelsenkirchen

 

ThyssenKrupp Electrical Steel Verwaltungsgesellschaft mbH

Gelsenkirchen

 

ThyssenKrupp Elevator (CENE) GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp Elevator (ES/PBB) GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp Elevator AG

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Elevator die Vierte GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp EnCoke GmbH

Dortmund

 

ThyssenKrupp Energievertriebs GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp Erste Beteiligungsgesellschaft mbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp ExperSite GmbH

Kassel

 

ThyssenKrupp Facilities Services GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Fahrtreppen GmbH

Hamburg

 

ThyssenKrupp Fahrzeugtechnik GmbH

Emden

 

ThyssenKrupp Federn GmbH

Hagen

 

ThyssenKrupp Fördertechnik GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp Gerlach GmbH

Homburg/Saar

 

ThyssenKrupp GfT Bautechnik GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp GfT Gleistechnik GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp GfT Tiefbautechnik GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp Grundbesitz Verwaltungs GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp Grundbesitz-Vermietungs GmbH & Co. KG

Essen

 

ThyssenKrupp Grundstücksgesellschaft Dinslaken mbH

Essen

 

ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Krupp Hoesch Stahl

Essen

 

ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Stahl

Essen

 

ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Concordiahütte GmbH

Oberhausen

 

ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Krefeld GmbH

Oberhausen

 

ThyssenKrupp Industrial Services Holding GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Industrieservice GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Information Services GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Krause GmbH

Bremen

 

ThyssenKrupp KST GmbH

Chemnitz

 

ThyssenKrupp Langschienen GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp Lasertechnik GmbH

Ravensburg

 

ThyssenKrupp Management Consulting GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Mannex GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Marine Systems AG

Hamburg

 

ThyssenKrupp Marine Systems Beteiligungen GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp Maßblech GmbH

Duisburg

 

ThyssenKrupp Materials Logistics & Services GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Materials Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Metallcenter GmbH

Wörth a. Rhein

 

ThyssenKrupp Metallurgie GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp MinEnergy GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp Nirosta AG

Krefeld

 

ThyssenKrupp Nirosta Präzisionsband GmbH

Krefeld

 

ThyssenKrupp Nutzeisen GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp OneOcean GmbH

Hamburg

 

ThyssenKrupp Presta Chemnitz GmbH

Chemnitz

 

ThyssenKrupp Presta Ilsenburg GmbH

Ilsenburg

 

ThyssenKrupp Presta München/Esslingen GmbH

München

 

ThyssenKrupp Presta SteerTec GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Presta SteerTec Mülheim GmbH

Mülheim

 

ThyssenKrupp Presta SteerTec Schönebeck GmbH

Schönebeck

 

ThyssenKrupp Printmedia GmbH

Duisburg

 

ThyssenKrupp Real Estate GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp Risk and Insurance Services GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp Röhm Kunststoffe GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Sägenstahlcenter GmbH

Duisburg

 

ThyssenKrupp Schulte GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Services AG

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Sicherheitsdienstleistungen GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Special Products GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp Stahl Immobilien GmbH

Duisburg

 

ThyssenKrupp Stahlkontor GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Stahl-Service-Center GmbH

Leverkusen

 

ThyssenKrupp Stainless International GmbH

Krefeld

 

ThyssenKrupp Steel AG

Duisburg

 

ThyssenKrupp Steel Beteiligungen GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Steel Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH

Duisburg

 

ThyssenKrupp System Engineering  GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp Systems & Services GmbH

Düsseldorf

 

ThyssenKrupp Tailored Blanks GmbH

Duisburg

 

ThyssenKrupp Tailored Blanks Nord GmbH

Duisburg

 

ThyssenKrupp Technologies AG

Essen

 

ThyssenKrupp Technologies CoE GmbH

Essen

 

ThyssenKrupp TKW Verwaltungs GmbH

Bochum

 

ThyssenKrupp Transrapid GmbH

Kassel

 

ThyssenKrupp Treppenlifte GmbH

Neuss

 

ThyssenKrupp Umformtechnik GmbH

Ludwigsfelde

 

ThyssenKrupp VDM GmbH

Werdohl

 

ThyssenKrupp Verkehr GmbH

Duisburg

 

TKMS Blohm + Voss Nordseewerke GmbH

Emden und Hamburg

U

Uhde GmbH

Dortmund

 

Uhde High Pressure Technologies GmbH

Hagen

 

Uhde Inventa-Fischer GmbH

Berlin

 

Uhde Services and Consulting GmbH

Dortmund

 

Uhde Services GmbH

Haltern am See

V

Vermögensverwaltungsgesellschaft EZM mbH

Grünwald

 

Vermögensverwaltungsgesellschaft KWT mbH

Grünwald

 

Vermögensverwaltungsgesellschaft S + S mbH

Grünwald

 

Vermögensverwaltungsgesellschaft TIS mbH

Grünwald

 

(38) Aufstellung des Anteilsbesitzes

Voll konsolidierte Tochterunternehmen (Stand 30.09.2009)
Lfd. Nr. Name und Sitz Währung Gesellschaftskapital in 1.000 € bzw. Fremdwährung   Anteil am Kapital %  
  Steel          
1 ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg   438.771    99,53  
  Corporate TKS          
2 Eisen- und Hüttenwerke AG, Andernach   45.056    87,98  
3 ThyssenKrupp Printmedia GmbH, Duisburg   26    100,00  
4 ThyssenKrupp Stahl Immobilien GmbH, Duisburg   50    100,00  
             
5 ThyssenKrupp Steel Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg   25    100,00  
6 AirSteel Comercial Gases Industriais Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 100    0,00 1)
7 ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 14.624.403    74,06  
8 ThyssenKrupp Slab International B.V., Brielle, Niederlande   80    100,00  
9 ThyssenKrupp Steel and Stainless USA, LLC, Wilmington, DE , USA USD 1.000    100,00  
10 ThyssenKrupp Steel USA, LLC, Wilmington, DE 1908, USA USD 1.000    100,00  
11 White Martins Steel Gases Industriais Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 100    0,00 1)
  Steelmaking          
12 EH Güterverkehr GmbH, Duisburg   1.534    100,00  
13 Eisenbahn und Häfen GmbH, Duisburg   2.046    100,00  
14 KBS Kokereibetriebsgesellschaft Schwelgern GmbH, Duisburg   25    100,00  
15 Pruna Betreiber GmbH, Grünwald   150    0,00 1)
16 ThyssenKrupp Verkehr GmbH, Duisburg   260    100,00  
17 B.V. Stuwadoors-Maatschappij Kruwal, Rotterdam, Niederlande   45    75,00  
             
18 Ertsoverslagbedrijf Europoort C.V., Rotterdam, Niederlande   4.583    75,00  
             
19 ThyssenKrupp Veerhaven B.V., Rotterdam, Niederlande   5.000    100,00  
  Industry          
20 AGOZAL Oberflächenveredelung GmbH, Neuwied   1.540    100,00  
21 Herzog Coilex GmbH, Stuttgart   4.100    74,90  
22 ThyssenKrupp Bausysteme GmbH, Kreuztal   7.670    100,00  
23 ThyssenKrupp Sägenstahlcenter GmbH, Duisburg   1.023    100,00  
24 ThyssenKrupp Stahl-Service-Center GmbH, Leverkusen   9.287    99,55  
             
25 EURISOL S.A., Steenvoorde, Frankreich   151    75,00  
26 Hoesch Bausysteme Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich   1.454    100,00  
27 Isocab France S.A.S., Dunkerque, Frankreich   610    100,00  
28 Isocab N.V., Harelbeke-Bavikhove, Belgien   10.750    100,00  
             
29 Isocab Vietnam JV Company, Ho Chi Minh , Vietnam USD 2.280    53,68  
30 ThyssenKrupp Aceros y Servicios S.A., Santiago, Chile CLP 4.988.440  2) 100,00  
31 ThyssenKrupp Bouwsystemen B. V., Veenendaal, Niederlande   1.357    100,00  
32 ThyssenKrupp Building Systems Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 5    100,00  
33 ThyssenKrupp Byggesystem A/S, Støvring, Dänemark DKK 500    100,00  
34 ThyssenKrupp Comercial Colombia S.A., Bogota, Kolumbien COP 272.610  2) 100,00  
35 ThyssenKrupp Electrical Steel India Private Ltd., Mumbai/Nashik, Indien INR 3.149.349    100,00  
             
36 ThyssenKrupp Electrical Steel Italia S.r.l., Mailand, Italien   2.000    100,00  
37 ThyssenKrupp Épitöelemek Kft, Budapest, Ungarn HUF 2.520.000    100,00  
38 ThyssenKrupp gradjevinski elementi d.o.o., Lepoglava, Kroatien HRK 20    100,00  
39 ThyssenKrupp Service Acier S.A.S., Fosses, Frankreich   14.000    100,00  
40 ThyssenKrupp Sisteme pentru Constructii S.R.L., Bukarest, Rumänien RON 55    100,00  
41 ThyssenKrupp Stål Danmark A/S, Kopenhagen, Dänemark DKK 800    100,00  
42 ThyssenKrupp Stal Serwis Polska Sp. z o.o., Dabrowa Górnicza, Polen PLN 28.000    100,00  
43 ThyssenKrupp stavební systémy s.r.o., Nymburk, Tschechische Republik CZK 1.000  2) 100,00  
             
44 ThyssenKrupp Steel (Asia Pacific) Pte Ltd, Singapur, Singapur SGD 500    100,00  
45 ThyssenKrupp Steel Belgium N.V., Harelbeke-Bavikhove, Belgien   16.312    100,00  
             
46 ThyssenKrupp Systembau Austria Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich   51    100,00  
  Auto          
47 DOC Dortmunder Oberflächencentrum GmbH, Dortmund   5.880    75,10  
48 MgF Magnesium Flachprodukte GmbH, Freiberg   500    100,00  
49 ThyssenKrupp DAVEX GmbH, Duisburg   26    100,00  
50 ThyssenKrupp Lasertechnik GmbH, Ravensburg   25    100,00  
51 ThyssenKrupp Tailored Blanks GmbH, Duisburg   4.116    100,00  
52 ThyssenKrupp Tailored Blanks Nord GmbH, Duisburg   8.692    100,00  
53 LAGERMEX S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 74.774    100,00  
             
54 Sidcomex S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 50  2) 100,00  
             
55 ThyssenKrupp Galmed, S.A., Sagunto, Spanien   48.150    100,00  
             
56 ThyssenKrupp Steel Japan Ltd., Tokio, Japan JPY 10.000    100,00  
57 ThyssenKrupp Steel North America, Inc., Dover/Delaware, USA USD 54.501    100,00  
58 ThyssenKrupp Tailored Blanks Celik Sanayi VE Ticaret Ltd., Nilüfer/ Bursa, Türkei TRY 2.803    100,00  
             
59 ThyssenKrupp Tailored Blanks Czech Republik, s.r.o., Ostrava, Tschechische Republik CSK 42.000    100,00  
             
60 ThyssenKrupp Tailored Blanks S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 50    100,00  
             
61 ThyssenKrupp Tailored Blanks S.r.l., Turin, Italien   2.000    100,00  
62 ThyssenKrupp Tailored Blanks Sverige AB, Olofström, Schweden   1.940    100,00  
63 ThyssenKrupp Tailored Blanks (Wuhan) Ltd., Wuhan, VR China USD 21.000  2) 100,00  
             
64 TKAS (Changchun) Tailored Blanks Ltd., Changchun, VR China USD 10.000    55,00  
65 TWB Company, LLC, Detroit, USA USD 1.500    55,00  
66 TWB de Mexico, S.A. de C.V., Saltillo, Coahuila, Mexico MXN 50    100,00  
             
67 TWB Industries, S.A. de C.V., Saltillo, Coahuila, Mexico MXN 50    100,00  
             
68 TWB of Indiana, Inc., North Vernon/ Indiana , USA USD 1    100,00  
69 TWB of Ohio, Inc., Columbus/Ohio, USA USD 0    100,00  
  Metal Forming          
70 ThyssenKrupp Umformtechnik GmbH, Ludwigsfelde   15.000    100,00  
             
71 Krupp Camford Pressings Ltd., Llanelli, Großbritannien GBP 24.594    100,00  
72 ThyssenKrupp Automotive Chassis Products UK PLC, Durham, Großbritannien GBP 10.208    100,00  
73 ThyssenKrupp Body Stampings Ltd., Cannock, Großbritannien GBP 132    100,00  
74 ThyssenKrupp Metal Forming (Wuhan) Ltd., Wuhan, VR China   20.000  2) 100,00  
75 ThyssenKrupp Otomotiv Parçalari Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, GEBZE Kocaeli, Türkei TRY 5  2) 100,00  
             
76 ThyssenKrupp Prisma S.A.S., Messempré, Frankreich   5.400    100,00  
77 ThyssenKrupp Sofedit España, S.A., Valladolid, Spanien   361    100,00  
78 ThyssenKrupp Sofedit Polska Sp.zo.o., Wroclaw, Polen PLN 3.676    100,00  
79 ThyssenKrupp Sofedit S.A.S., Versailles, Frankreich   8.761    100,00  
80 ThyssenKrupp Sofedit Sud Ouest S.A.S., Arudy, Frankreich   37    100,00  
81 ThyssenKrupp Tallent Ltd., County Durham, Großbritannien GBP 1.000    100,00  
  Processing          
82 Becker & Co. GmbH, Neuwied   768    100,00  
83 DWR - Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH, Andernach   25    100,00  
84 Hoesch Hohenlimburg GmbH, Hagen   15.340    99,50  
85 Otto Wolff U.S. Sales GmbH, Andernach   26    100,00  
86 Rasselstein GmbH, Andernach   40.960    99,50  
87 Rasselstein Verwaltungs GmbH, Neuwied   93.500    100,00  
             
88 ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH, Gelsenkirchen   14.000    99,54  
             
89 ThyssenKrupp Electrical Steel Verwaltungsgesellschaft mbH, Gelsenkirchen   30.000    100,00  
             
90 ThyssenKrupp Electrical Steel France S.A.S., Paris, Frankreich   51    100,00  
91 ThyssenKrupp Electrical Steel UGO S.A.S, Isbergues, Frankreich   5.235    100,00  
  Stainless          
  ThyssenKrupp Stainless Zentralbereich          
92 ThyssenKrupp Nirosta GmbH, Krefeld   110.000    99,61  
  ThyssenKrupp Nirosta          
93 EBOR Edelstahl GmbH, Sachsenheim   511    100,00  
94 smbChromstahl GmbH, Hannover-Langenhagen   277    100,00  
95 ThyssenKrupp Nirosta Präzisionsband GmbH, Krefeld   1.000    100,00  
96 ThyssenKrupp Nirosta North America, Inc., Wilmington, DE 19808, USA USD 2.000    100,00  
  ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni          
97 ThyssenKrupp Titanium GmbH, Essen   1.534    100,00  
98 Aspasiel S.r.l., Rom, Italien   260    100,00  
99 Società delle Fucine S.r.l., Terni, Italien   7.988    100,00  
100 Terninox S.p.A., Terni, Italien   20.800    100,00  
101 ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni S.p.A., Terni, Italien   159.682    100,00  
102 ThyssenKrupp AST USA, Inc., Albany, New York 12207 - 2543, USA USD 30    100,00  
103 ThyssenKrupp Titanium S.p.A., Terni, Italien   5.000    100,00  
104 Tubificio di Terni S.p.A., Terni, Italien   5.944    97,00  
  ThyssenKrupp Mexinox          
105 Mexinox Trading S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico MXN 129.258  2) 100,00  
             
106 Mexinox USA Inc., Brownsville/Texas, USA USD 2.000    100,00  
107 ThyssenKrupp Mexinox CreateIT, S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico MXN 50  2) 100,00  
             
108 ThyssenKrupp Mexinox S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico MXN 4.621.499  2) 100,00  
             
  ThyssenKrupp Stainless USA          
109 ThyssenKrupp Stainless USA, LLC, Wilmington, DE 19808, USA USD 1.000    100,00  
  Shanghai Krupp Stainless          
110 Shanghai Krupp Stainless Co., Ltd., Pudong New Area/Shanghai, VR China CNY 2.618.815  2) 60,00  
  ThyssenKrupp Stainless International          
111 ThyssenKrupp Stainless International GmbH, Krefeld   26    100,00  
112 ThyssenKrupp Eurinox Paslanmaz Çelik Servis Merkezi A.S., Istanbul, Türkei   1.049    100,00  
113 ThyssenKrupp SILCO-INOX Szervizközpont Kft, Batonyterenye, Ungarn HUF 765.980    100,00  
114 ThyssenKrupp Stainless Benelux B.V., Rotterdam, Niederlande   18.151    100,00  
115 ThyssenKrupp Stainless DVP,  S.A., Barcelona, Spanien   5.344    100,00  
116 ThyssenKrupp Stainless France S.A., Paris, Frankreich   4.864    100,00  
117 ThyssenKrupp Stainless International (Guangzhou) Ltd., Guangzhou, VR China USD 9.500    100,00  
118 ThyssenKrupp Stainless International (HK) Ltd., Hongkong, VR China HKD 5  2) 100,00  
119 ThyssenKrupp Stainless Polska Sp.z o o., Dabrowa Goricza, Polen PLN 33.499    100,00  
120 ThyssenKrupp Stainless UK Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 100    100,00  
  ThyssenKrupp VDM          
121 ThyssenKrupp VDM GmbH, Werdohl   31.620    98,04  
122 ThyssenKrupp VDM Australia Pty. Ltd., Mulgrave, Victoria, Australien AUD 2.000    100,00  
123 ThyssenKrupp VDM Austria Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich   50    100,00  
124 ThyssenKrupp VDM Benelux B.V., Dordrecht, Niederlande   51    100,00  
125 ThyssenKrupp VDM Canada Ltd., Markham, Kanada CAD 300    100,00  
126 ThyssenKrupp VDM (GZ) Trading Co., Ltd., Guangzhou, VR China   470    100,00  
127 ThyssenKrupp VDM Hongkong Ltd., Hongkong, VR China HKD 10  2) 99,98  
128 ThyssenKrupp VDM Italia S.r.l., Sesto San Giovanni, Italien   10    100,00  
129 ThyssenKrupp VDM Japan K.K., Tokio, Japan JPY 30.000    100,00  
130 ThyssenKrupp VDM Korea Co. Ltd., Seoul, Korea, Republik  KRW 100.000    100,00  
131 ThyssenKrupp VDM Mexico S.A. de C.V., Naucalpan de Juarez, Mexico MXN 550    100,00  
132 ThyssenKrupp VDM S.A.S., Rueil-Malmaison, Frankreich   120    100,00  
133 ThyssenKrupp VDM (Schweiz) AG, Basel, Schweiz CHF 100    100,00  
134 ThyssenKrupp VDM UK Ltd., Claygate-Esher, Großbritannien GBP 60    100,00  
135 ThyssenKrupp VDM USA, Inc., Reno/Nevada, USA USD 600    100,00  
  Technologies          
  Zentralbereich          
136 Brüninghaus Schmiede GmbH, Ludwigsfelde   511    100,00  
137 Buckau-Walther GmbH, Sankt Ingbert   9.216    100,00  
138 Rothe Erde Beteiligungs GmbH, Essen   256    100,00  
139 ThyssenKrupp EnCoke GmbH, Dortmund   26.587    100,00  
             
140 ThyssenKrupp IT Services GmbH, Essen   25    100,00  
141 ThyssenKrupp Marine Systems Beteiligungen GmbH, Essen   1.857    100,00  
             
142 ThyssenKrupp Technologies AG, Essen   130.000    100,00  
143 Uhde Services and Consulting GmbH, Dortmund   26    100,00  
144 QDF Components Ltd., Derby, Großbritannien GBP 19.680    100,00  
145 ThyssenKrupp Automotive Systems UK Ltd., Coventry, Großbritannien GBP 200    100,00  
146 ThyssenKrupp Automotive (UK) Ltd., Newton Aycliffe, Großbritannien GBP 13.519    100,00  
147 ThyssenKrupp Technologies Japan Co., Ltd., Tokio, Japan JPY 10.000    100,00  
  Plant Technology          
148 AWG Industrieanlagen und Wassertechnik GmbH Berlin, Berlin DEM 50    100,00  
149 Bleuel & Röhling GmbH, Burghaun DEM 290    51,03  
150 Gesellschaft für Meß- und Regeltechnik mit beschränkter Haftung, Essen DEM 50    100,00  
151 GKI-OFU Industrieofenbau GmbH, Dortmund   26    100,00  
152 Nothelfer Planung GmbH, Wadern-Lockweiler   51    100,00  
153 Polysius AG, Beckum DEM 21.000    100,00  
             
154 ThyssenKrupp Drauz Nothelfer GmbH, Heilbronn   11.500    100,00  
             
155 ThyssenKrupp EGM GmbH, Langenhagen DEM 250    100,00  
             
156 ThyssenKrupp Fördertechnik GmbH, Essen   22.344    100,00  
             
157 ThyssenKrupp Krause GmbH, Bremen   5.113    100,00  
             
158 ThyssenKrupp KST GmbH, Chemnitz   26    100,00  
159 ThyssenKrupp System Engineering  GmbH, Essen   50    100,00  
160 ThyssenKrupp Transrapid GmbH, Kassel   767    100,00  
161 Uhde GmbH, Dortmund DEM 97.000    100,00  
             
162 Uhde High Pressure Technologies GmbH, Hagen   1.023    100,00  
163 Uhde Inventa-Fischer GmbH, Berlin   3.210    100,00  
164 Uhde Services GmbH, Haltern am See   588    100,00  
165 A-C Equipment Services Corp., Milwaukee, WI, USA USD 4.500    100,00  
166 Krupp Canada Inc., Calgary/Alberta, Kanada CAD 5.000    100,00  
167 Maerz Ofenbau AG, Zürich, Schweiz CHF 1.000    100,00  
168 Mining Plants & Systems Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien BGN 5    100,00  
169 OOO Polysius, Moskau, Russland RUB 17.000    100,00  
170 OOO Uhde, Dzerzhinsk, Russland RUB 3.058  2) 100,00  
171 OSC Process Engineering Ltd., Stockport, Großbritannien GBP 350    90,00  
172 Polysius Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 100    100,00  
173 Polysius Australia Pty. Ltd., Perth, Australien AUD 50    100,00  
174 Polysius Corp., Atlanta/Georgia, USA USD 0    100,00  
175 Polysius de Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien ARS 120    100,00  
176 Polysius de Mexico S.A. de C.V., Mexico-City, Mexico MXN 12.000    100,00  
177 Polysius del Peru S.A., Arequipa, Peru PEN 28.678    100,00  
             
178 Polysius do Brasil Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 62.179    100,00  
179 Polysius Engineering Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia MYR 500    100,00  
180 Polysius Ltd., Ascot/Berkshire, Großbritannien GBP 300    100,00  
181 Polysius Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen PLN 50    100,00  
182 Polysius S.A., Madrid, Spanien   601    100,00  
183 Polysius S.A.S., Aix en Provence, Frankreich   2.400    100,00  
184 Polysius (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China   12.082    100,00  
185 PWH Materials Handling Systems Inc., Calgary/Alberta, Kanada CAD 20    100,00  
186 ThyssenKrupp BulkTec (China) Ltd., Beijing, VR China   5.000  2) 100,00  
187 ThyssenKrupp Engineering (Australia) Pty. Ltd., Stirling, Australien AUD 170    100,00  
188 ThyssenKrupp Engineering (Proprietary) Ltd., Gabarone, Botsuana BWP 3    100,00  
             
189 ThyssenKrupp Engineering (Proprietary) Ltd., Sunninghill, Republik Südafrika ZAR 101    100,00  
             
             
190 ThyssenKrupp Industries India Pvt. Ltd., Pimpri, Indien INR 97.865    54,73  
191 ThyssenKrupp Ingenieria Chile Ltda., Santiago de Chile, Chile USD 15    100,00  
192 ThyssenKrupp KH Mineral S.A.S., Sarreguemines, Frankreich   1.000    100,00  
193 ThyssenKrupp Krause Ltd., Redhill/Surrey, Großbritannien GBP 580    100,00  
194 ThyssenKrupp Materials Handling Pty. Ltd., Stirling WA, Australien AUD 25    100,00  
195 ThyssenKrupp Production Systems Ltda., Diadema-São Paulo, Brasilien BRL 110.959    100,00  
             
196 ThyssenKrupp Robins Inc., Denver/Colorado, USA USD 0    100,00  
197 ThyssenKrupp Servicios S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico MXN 50    100,00  
             
198 ThyssenKrupp System Engineering, Inc., Auburn Hills/Michigan, USA USD 150    100,00  
199 ThyssenKrupp System Engineering Ltd., Coventry, Großbritannien GBP 130    100,00  
200 ThyssenKrupp System Engineering O.O.O.,  Kaluga, Russische Förderation, Russland RUB 4.500    100,00  
201 ThyssenKrupp System Engineering S.A., Barcelona, Spanien   60    100,00  
202 ThyssenKrupp System Engineering, S.A. de C.V., Santiago de Querétaro, Mexico MXN 4.929  2) 100,00  
203 ThyssenKrupp System Engineering S.A.S., Ensisheim, Frankreich   458    100,00  
204 ThyssenKrupp System Engineering (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai , VR China   500  2) 100,00  
205 ThyssenKrupp System Engineering Sp. z o.o., Gdansk, Polen PLN 23.646    100,00  
206 TOV Polysius Ukraine, Kiew, Ukraine   300    100,00  
207 Uhde Arabia Ltd., Al-Khobar, Saudi Arabien SAR 2.000    60,00  
208 Uhde Asia Pacific Pty. Ltd., West Melbourne, Victoria, Australien AUD 857    100,00  
209 Uhde Corporation of America, Bridgeville/Pennsylvania, USA USD 0    100,00  
210 Uhde Edeleanu S.E. Asia Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 1.000    100,00  
211 Uhde Engineering Consulting (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China   364  2) 100,00  
212 Uhde Engineering de México, S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico MXN 8.919    100,00  
             
213 Uhde Engineering Egypt Company (S.A.E.), Kairo, Ägypten EGP 250    100,00  
214 Uhde Fertilizer Technology B.V., Amsterdam, Niederlande   18    100,00  
215 Uhde India Private Ltd., Mumbai, Indien INR 29.440    80,43  
216 Uhde Inventa-Fischer AG, Domat / Ems, Schweiz CHF 100    100,00  
217 Uhde Mexico S.A. de C.V., Mexico City, Mexico MXN 45.219    100,00  
             
             
218 Uhde Services Slovakia s.r.o., Lazaretská, Slowakische Republik SKK 200    100,00  
             
219 Uhde Shedden (Australia) Pty. Ltd., South Melbourne/Victoria, Australien AUD 5.757    100,00  
220 Uhde Shedden (Thailand) Ltd., Bangkok, Thailand THB 31.000    48,38  
  Marine Systems          
221 BIS Blohm + Voss Inspection Service GmbH, Hamburg   26    100,00  
222 Blohm + Voss Industries GmbH, Hamburg   10.226    100,00  
223 Blohm + Voss Repair GmbH, Hamburg   2.560    100,00  
224 Blohm + Voss Shipyards & Services GmbH, Hamburg   25    100,00  
225 Blohm + Voss Shipyards GmbH, Hamburg   8.950    100,00  
226 HDW-Gaarden GmbH, Kiel   1.000    100,00  
227 Hörn-Beteiligungs-GmbH, Kiel   25    100,00  
228 Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH, Kiel   30.000    100,00  
229 IKL Ingenieurkontor Lübeck GmbH, Kiel   26    100,00  
230 Innovative Meerestechnik GmbH, Emden   1.023    100,00  
231 Schiffahrtskontor "MARITIM" GmbH, Kiel   26    100,00  
232 SVG Steinwerder Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg   30    100,00  
233 ThyssenKrupp Fahrzeugtechnik GmbH, Emden   1.050    100,00  
234 ThyssenKrupp Marine Systems AG, Hamburg   34.087    100,00  
235 ThyssenKrupp OneOcean GmbH, Hamburg   100    100,00  
236 TKMS Blohm + Voss Nordseewerke GmbH, Emden und Hamburg   12.790    100,00  
237 Blohm & Voss Industries (China) Ltd., Hongkong, VR China HKD 300    100,00  
238 Blohm + Voss Industries (Shanghai) Ltd., Shanghai, VR China USD 140    100,00  
239 Blohm + Voss (Korea) Ltd., Pusan, Korea, Republik  KRW 75.000    75,00  
240 Blohm+Voss El Djazair S.a.r.l., Algier, Algerien DZD 10.000    100,00  
241 Blohm+Voss Oil Tools, LLC, Wilmington, DE 19808, USA USD 5.000    100,00  
242 Greek Naval Shipyards Holdings S.A., Skaramanga, Griechenland   62.265    100,00  
243 Hellenic Shipyards S.A., Skaramanga, Griechenland   121.105    100,00  
244 Kockums AB, Malmö, Schweden SEK 50.000    100,00  
245 ThyssenKrupp Marin Sistem Gemi Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei TRY 200  2) 60,00  
246 ThyssenKrupp Marine Systems Canada Inc., Ottawa, Ontario , Kanada CAD 100    100,00  
247 ThyssenKrupp Marine Systems International Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 26.418    100,00  
  Components Technology          
248 BERCO Deutschland GmbH, Ennepetal DEM 4.668    100,00  
249 BMB Steering Innovation GmbH, Schönebeck   512    50,00  
250 HF Vermögensverwaltungsgesellschaft im Ruhrtal GmbH, Hagen   2.098    99,95  
251 Kraemer & Freund GmbH & Co. KG, Hagen   511    100,00  
252 PSL Wälzlager GmbH, Dietzenbach   26    100,00  
253 Rothe Erde GmbH, Dortmund   12.790    100,00  
             
254 ThyssenKrupp Automotive Systems GmbH, Essen   2.557    100,00  
255 ThyssenKrupp Automotive Systems Leipzig GmbH, Leipzig   100    100,00  
256 ThyssenKrupp Bilstein Suspension GmbH, Ennepetal   5.982    99,50  
             
257 ThyssenKrupp Bilstein Tuning GmbH, Ennepetal   100    100,00  
258 ThyssenKrupp Federn GmbH, Hagen   15.595    100,00  
             
259 ThyssenKrupp Gerlach GmbH, Homburg/Saar   34.257    100,00  
260 ThyssenKrupp Presta Chemnitz GmbH, Chemnitz   25    100,00  
261 ThyssenKrupp Presta Ilsenburg GmbH, Ilsenburg   307    100,00  
             
262 ThyssenKrupp Presta München/Esslingen GmbH, München   50    100,00  
263 ThyssenKrupp Presta SteerTec GmbH, Düsseldorf DEM 10.000    100,00  
             
264 ThyssenKrupp Presta SteerTec Mülheim GmbH, Mülheim   26    100,00  
265 ThyssenKrupp Presta SteerTec Schönebeck GmbH, Schönebeck   26    100,00  
266 Berco Bulgaria EOOD, Apriltsi 5641, Bulgarien BGN 780    100,00  
267 Berco of America Inc., Waukesha/Wisconsin, USA USD 50    100,00  
268 Berco (Shanghai) Undercarriage Technology Co., Ltd., Shanghai, VR China   4.000    100,00  
269 Berco (Shanghai) Undercarriage Trading Co.,Ltd., Shanghai, VR China   2.000    100,00  
270 Berco S.p.A., Copparo, Italien   38.700    100,00  
             
271 Berco (UK) Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 120    100,00  
272 Berco Undercarriages (India) Private Ltd., Andrah Pradesh, Indien INR 265.500    100,00  
             
273 BercoSul Ltda., Diadema-São Paulo, Brasilien BRL 14.062    100,00  
274 BMB Inc., Fort Mill, Lancaster County, USA USD 6.500    100,00  
275 Definox (Beijing) Stainless Steel Equipment Ltd., Beijing , VR China CNY 1.341  2) 100,00  
276 Defontaine Ibérica S.A., Viana, Spanien   721    100,00  
277 Defontaine Italia S.r.l., Sesto San Giovanni, Italien   99    100,00  
278 Defontaine of America, Inc., New Berlin/Wisconsin, USA USD 50    100,00  
279 Defontaine (Qingdao) Machinery Co., Ltd., Jiaonan City, Shandong Province, VR China   33.500    100,00  
280 Defontaine S.A., Saint Herblain, Frankreich   4.603    100,00  
             
281 Defontaine Tunisie S.A., Ben Arous, Tunesien TND 1.500    50,97  
282 Defontaine (U.K.) Ltd., Malmesbury, Großbritannien GBP 200    100,00  
283 KS Automotive Suspensions Asia Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 15.054  2) 100,00  
284 Nippon Roballo Company Ltd., Minato-ku/Tokio, Japan JPY 740.000    100,00  
285 Olympic Tracks, Inc., Puyallup/Washington, USA USD 50    100,00  
286 OOO PSL, Moskau, Russland RUB 100  2) 100,00  
             
287 PSL a.s., Povazská Bystrica, Slowakische Republik SKK 234.000    100,00  
288 PSL of America Inc., Twinsburg/Ohio, USA USD 1    100,00  
289 REX (Xuzhou) Slewing Bearing Co., Ltd., Xuzhou, VR China USD 39.500  2) 60,00  
290 Roballo Engineering Company Ltd., Peterlee, Großbritannien GBP 1.000    100,00  
291 Robrasa Rolamentos Especiais Rothe Erde Ltda., Diadema, Brasilien BRL 10.119    100,00  
292 Rotek Incorporated, Aurora/Ohio, USA USD 100    100,00  
293 Rothe Erde - Metallurgica Rossi S.p.A., Visano, Italien   1.612    100,00  
294 Rothe Erde Ibérica S.A., Zaragoza, Spanien   1.369    100,00  
295 Rothe Erde India Private Ltd., Maharashtra, Indien INR 1.190.570    100,00  
296 Systrand Presta Engine Systems, LLC, Danville, IL, USA USD 1.000  2) 100,00  
297 ThyssenKrupp Automotive Sales & Technical Center, Inc., Troy/Michigan, USA USD 3    100,00  
298 ThyssenKrupp Automotive Systèmes France S.A.R.L., Hambach, Frankreich   152    100,00  
299 ThyssenKrupp Automotive Systems de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 50    100,00  
             
300 ThyssenKrupp Automotive Systems do Brasil Ltda., São Bernardo do Campo, Brasilien BRL 45.611    100,00  
             
301 ThyssenKrupp Bilstein Brasil Molas e Componentes de Suspensão Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 76.090    100,00  
             
302 ThyssenKrupp Bilstein Compa S.A., Sibiu, Rumänien LEU 30.291    73,00  
             
             
303 ThyssenKrupp Bilstein Ibérica, S.L.U., Alonsotegui, Spanien   8.297    100,00  
304 ThyssenKrupp Bilstein of America Inc., San Diego/California, USA USD 945    100,00  
305 ThyssenKrupp Bilstein Sasa S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico MXN 457.561    100,00  
306 ThyssenKrupp Bilstein Woodhead Ltd., Leeds, Großbritannien GBP 7.610    100,00  
307 ThyssenKrupp Birmid, Newton Aycliffe, Großbritannien GBP 0    100,00  
308 ThyssenKrupp Crankshaft Co. LLC, Danville/Illinois, USA USD 1    100,00  
309 ThyssenKrupp Engine Components (China) Co., Ltd., Nanjing, VR China USD 76.000    100,00  
310 ThyssenKrupp Fawer Liaoyang Spring Co., Ltd., Liaoyang/Liaoning, VR China USD 21.278  2) 60,05  
311 ThyssenKrupp Mavilor S.A., L'Horme, Frankreich   6.465    100,00  
312 ThyssenKrupp Metalúrgica Campo Limpo Ltda., Campo Limpo Paulista, Brasilien BRL 85.000    59,77  
313 ThyssenKrupp Metalúrgica de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 141.800  2) 100,00  
314 ThyssenKrupp Metalúrgica de Servicios S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 131  2) 100,00  
315 ThyssenKrupp Metalúrgica Santa Luzia Ltda., Santa Luzia, Brasilien BRL 58.198    100,00  
316 ThyssenKrupp Presta Aktiengesellschaft, Eschen, Liechtenstein CHF 15.000    100,00  
317 ThyssenKrupp Presta Cold Forging LLC, Wilmington/Delaware, USA USD 5.000    100,00  
318 ThyssenKrupp Presta Dalian Co. Ltd., Dalian, VR China   13.500    100,00  
319 ThyssenKrupp Presta Danville, LLC, Danville/Illinois, USA USD 0    100,00  
320 ThyssenKrupp Presta de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 17.316    100,00  
             
             
321 ThyssenKrupp Presta do Brasil Ltda., Curitiba, Brasilien BRL 36.944    100,00  
             
             
322 ThyssenKrupp Presta Fawer (Changchun) Co. Ltd., Changun, VR China CNY 52.834  2) 59,65  
323 ThyssenKrupp Presta France S.A.S., Florange, Frankreich   23.660    100,00  
324 ThyssenKrupp Presta HuiZhong Shanghai Co., Ltd., Shanghai, VR China CNY 100.562  2) 60,00  
325 ThyssenKrupp Presta Hungary Kft., Budapest, Ungarn HUF 632.770    100,00  
326 ThyssenKrupp Presta Japan Co., Ltd., Tokio, Japan JPY 10.000    100,00  
327 ThyssenKrupp Presta Servicios de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 50  2) 100,00  
             
             
328 ThyssenKrupp Presta SteerTec Polen Sp.z o.o., Meseritz, Polen PLN 3.664    100,00  
329 ThyssenKrupp Presta SteerTec USA LLC, Detroit/Michigan, USA USD 2.500    100,00  
330 ThyssenKrupp Presta TecCenter AG, Eschen, Liechtenstein CHF 10.000    100,00  
331 ThyssenKrupp Presta Terre Haute, LLC, Terre Haute, Indiana, USA USD 1.500    100,00  
332 ThyssenKrupp Sasa Servicios, S.A.de C.V., San Luis Potosi, Mexico MXN 50    100,00  
333 ThyssenKrupp Sofedit do Brasil Industrial Ltda., Paraná, Brasilien BRL 51.549    100,00  
             
334 ThyssenKrupp Waupaca de Mexico, S. de R.L. de C.V., Mexico, Mexico USD 3    100,00  
             
335 ThyssenKrupp Waupaca, Inc., Waupaca/Wisconsin, USA USD 0    100,00  
336 Xuzhou Rothe Erde Ring Mill Co., Ltd., Xuzhou, VR China USD 27.749  2) 100,00  
337 Xuzhou Rothe Erde Slewing Bearing Co., Ltd., Xuzhou, VR China USD 18.100  2) 60,00  
  Elevator          
  Corporate Elevator          
338 ELEG Europäische Lift + Escalator GmbH, Düsseldorf   51    100,00  
339 Rheinstahl Union GmbH, Düsseldorf   26    100,00  
340 ThyssenKrupp Elevator AG, Düsseldorf   100.000    100,00  
341 ThyssenKrupp Elevator die Vierte GmbH, Düsseldorf   25    100,00  
342 ThyssenKrupp Elevator Research GmbH, Düsseldorf   25    100,00  
343 ThyssenKrupp Industries and Services Qatar LLC, Doha, Katar QAR 2.000    49,00  
  Central/Eastern/Northern Europe (CENE)          
344 Christian Hein GmbH, Langenhagen   522    100,00  
345 GMT Aufzug-Service GmbH, Ettlingen   26    100,00  
346 GWH Aufzüge GmbH, Himmelstadt   26    100,00  
347 Haisch Aufzüge GmbH, Gingen/Fils   50    100,00  
348 Hanseatische Aufzugsbau GmbH, Rostock   33    100,00  
349 Leichsenring HUS Aufzüge GmbH, Hamburg   51    100,00  
350 LiftEquip GmbH Elevator Components, Neuhausen a.d.F.   25    100,00  
351 Liftservice und Montage GmbH, Saarbrücken   51    100,00  
352 Tepper Aufzüge GmbH, Münster   1.535    100,00  
353 ThyssenKrupp Aufzüge Deutschland GmbH, Stuttgart   2.700    100,00  
354 ThyssenKrupp Aufzüge die Erste GmbH, Stuttgart   25    100,00  
355 ThyssenKrupp Aufzüge GmbH, Neuhausen a.d.F.   7.100    100,00  
356 ThyssenKrupp Aufzugswerke GmbH, Neuhausen a.d.F.   10.226    99,50  
357 ThyssenKrupp Elevator (CENE) GmbH, Essen   6.000    100,00  
358 Ascenseurs Drieux-Combaluzier S.A.S., Les Lilas, Frankreich   892    100,00  
359 Bardeck Lift Engineers Ltd., London, Großbritannien GBP 11    100,00  
360 Compagnie des Ascenseurs et Elevateurs S.A.M. 'CASEL SAM', Monaco, Monaco   153    98,80  
361 Hammond & Champness Ltd., Nottingham, Großbritannien GBP 500    100,00  
362 HK Services A/S, Bergen, Norwegen NOK 351    100,00  
363 MGTI SNEV S.A.S., Saint Jeannet, Frankreich   526    100,00  
364 Mulder Liftservice B.V., Nuth, Niederlande   18    100,00  
365 OOO ThyssenKrupp Elevator, Moskau, Russland RUB 14.344    100,00  
366 Proxi-Line E.U.R.L., Angers, Frankreich   77    100,00  
367 The Britannic Lift Company Ltd., West Yorkshire, Großbritannien GBP 35    100,00  
368 ThyssenKrupp Ascenseurs Holding S.A.S., Saint Denis-la-Plaine Cedex, Frankreich   34.433    100,00  
369 ThyssenKrupp Ascenseurs Luxembourg S.a.r.l., Luxemburg, Luxemburg   13.396    100,00  
370 ThyssenKrupp Ascenseurs S.A.S., Angers, Frankreich   8.117    100,00  
371 ThyssenKrupp Aufzüge AG, Rümlang, Schweiz CHF 1.165    100,00  
             
372 ThyssenKrupp Aufzüge Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich   370    100,00  
373 ThyssenKrupp Aufzüge Ltd., Nottingham, Großbritannien GBP 20.990    100,00  
374 ThyssenKrupp Aufzüge Norge A/S, Oslo, Norwegen NOK 5.200    100,00  
375 ThyssenKrupp Aufzugswerke Konstruktions GmbH, Gratkorn, Österreich   35    100,00  
             
376 ThyssenKrupp DVG dvigala d.o.o., Trzin, Slowenien   805    100,00  
377 ThyssenKrupp Elevator A/S, Oslo, Norwegen NOK 100    100,00  
378 ThyssenKrupp Elevator A/S, Glostrup, Dänemark DKK 550    100,00  
379 ThyssenKrupp Elevator B.V., Krimpen aan den IJssel, Niederlande   4.977    100,00  
380 ThyssenKrupp Elevator Finland Oy, Helsinki, Finnland   42    100,00  
381 ThyssenKrupp Elevator Ireland, Ltd., Dublin, Irland   63    100,00  
382 ThyssenKrupp Elevator Lithuania UAB, Vilnius, Litauen LTL 691  2) 100,00  
383 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing France S.A.S., Angers, Frankreich   4.602    100,00  
384 ThyssenKrupp Elevator Sp. z o.o., Warschau, Polen PLN 15.300    100,00  
385 ThyssenKrupp Elevator Sverige AB, Stockholm, Schweden SEK 8.542    100,00  
386 ThyssenKrupp Elevator UK Ltd., Nottingham, Großbritannien GBP 2.300    100,00  
387 ThyssenKrupp Koncar dizala d.o.o., Zagreb, Kroatien HRK 17.204    100,00  
388 ThyssenKrupp Lift Kft, Budapest, Ungarn HUF 101.480    100,00  
             
389 ThyssenKrupp Liften Ascenseurs S.A., Brüssel, Belgien   2.480    100,00  
             
390 ThyssenKrupp Liften B.V., Krimpen aan den IJssel, Niederlande   1.875    100,00  
391 ThyssenKrupp Rulletrapper A/S, Oslo, Norwegen NOK 100    100,00  
392 ThyssenKrupp Vytahy s.r.o., Prag, Tschechische Republik CZK 41.398    100,00  
393 ThyssenKrupp Vytahy s.r.o., Bratislava, Slowakische Republik   266    100,00  
394 TOB ThyssenKrupp Elevator Ukraine, Kiew, Ukraine UAH 18.406  2) 100,00  
             
395 Trapo Küng AG, Basel, Schweiz CHF 500    100,00  
  Southern Europe/Africa/Middle East (SEAME)          
396 ASEL Ascensores S.L., Madrid, Spanien   7    100,00  
397 C.A.F. Assistência a Elevadores, S.A., Queluz, Portugal   150    100,00  
398 Cont Ascensori S.r.l., Alessandria, Italien   72    100,00  
399 Curti Ascensori S.r.l., Bosisio Parini, Italien   100    100,00  
400 Lariana Ascensori S.r.L., Como, Italien   12  2) 100,00  
401 Marco Bonfedi Ascensori Scale Mobili S.r.l., Mailand, Italien   50    100,00  
402 Massida Ascensori S.r.l., Cagliari, Italien   10  2) 70,00  
403 Rossi Ascensori S.r.l., Prato-Firenze, Italien   10  2) 100,00  
404 Sabia S.r.l., Modena, Italien   15  2) 100,00  
405 Scam Ascensori S.r.l., Mestre, Venezia, Italien   16  2) 100,00  
406 SIAR S.r.l., Rom, Italien   47  2) 100,00  
407 Simonini Elevatori S.r.l., Foggia, Italien   23  2) 100,00  
408 Thyssen Technik Arabia Ltd., Riyadh, Saudi Arabien SAR 2.000    100,00  
             
409 ThyssenKrupp Asansör Sanayi ve Tic. A.S., Istanbul, Türkei TRL 943.271.000    75,50  
             
410 ThyssenKrupp Assanbar PJSC (Private Joint Stock Company), Mashhad, Iran IRR 8.702.400    51,00  
             
411 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Lissabon, Portugal   3.586    100,00  
412 ThyssenKrupp Elevadores, S.L., Madrid, Spanien   4.696    99,94  
413 ThyssenKrupp Elevator Egypt Ltd., Kairo, Ägypten EGP 2.400    100,00  
             
414 ThyssenKrupp Elevator Israel LP, Rishon Le'zion, Israel ILS 40.000    100,00  
             
             
415 ThyssenKrupp Elevator Italia S.p.A., Mailand, Italien   490    100,00  
             
416 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing Spain S.L., Andoain, Spanien   281    100,00  
417 ThyssenKrupp Elevator Maroc S.A.R.L., Casablanca. Marruecos , Marokko MAD 1.085    100,00  
             
418 ThyssenKrupp Elevator (South Africa) (Pty.) Ltd., Johannesburg, Republik Südafrika ZAR 111    100,00  
419 ThyssenKrupp Elevator Southern Europe, Africa & Middle East, S.L.U., Madrid, Spanien   179.406    100,00  
420 ThyssenKrupp Elevator SRL, Bukarest, Rumänien RON 1.545  2) 100,00  
             
421 ThyssenKrupp Elevator (U.A.E.) Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 30.300    100,00  
422 ThyssenKrupp Elevatori d.o.o., Belgrad, Serbien-Montenegro   350  2) 100,00  
423 ThyssenKrupp Elevator/Jordan Ltd. Co., Amman, Jordanien JOD 1.569    100,00  
424 ThyssenKrupp Elevators Bulgaria EAD, Sofia, Bulgarien BGN 1.000    100,00  
425 ThyssenKrupp K & M Elevators and Escalators A.E., Athen, Griechenland   2.240    100,00  
             
426 ThyssenKrupp Kazlift LLP, Almaty, Kasachstan KZT 166.076    100,00  
427 Tungstato Elevadores S.A., Queluz, Portugal   50    100,00  
428 2G S.r.l., Messina, Italien   47  2) 100,00  
  Americas (AMS)          
429 Ascenseurs Nova Inc., Montreal St. Leonard, Kanada CAD 605    100,00  
430 Computerized Elevator Control Corp., New York, USA USD 8    100,00  
431 ThyssenKrupp Elevadores, C.A., Caracas, Venezuela VEB 3.076    100,00  
432 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., São Paulo , Brasilien BRL 259.607    99,81  
433 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Guatemala, Guatemala GTQ 10.178  2) 100,00  
             
434 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Panama, Panama USD 867  2) 100,00  
435 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Lima, Peru PEN 12.556  2) 100,00  
             
436 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Santiago de Chile-Nunoa, Chile CLP 2.289.533    100,00  
             
437 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Buenos Aires, Argentinien ARS 18.728  2) 57,39  
             
438 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Bogota, Kolumbien COP 5.657.905  2) 100,00  
             
             
             
             
439 ThyssenKrupp Elevadores, S.A. de C.V., Mexico City, Mexico MXN 75.036    100,00  
             
440 ThyssenKrupp Elevadores, S.R.L., Asunción, Paraguay PYG 1.330.000  2) 100,00  
             
441 ThyssenKrupp Elevadores, S.R.L., Montevideo, Uruguay UYU 6.303    100,00  
             
442 ThyssenKrupp Elevator Americas Corp., Delaware, USA USD 0    100,00  
443 ThyssenKrupp Elevator Canada Ltd., Toronto, Kanada CAD 3.536    100,00  
444 ThyssenKrupp Elevator Capital Corp., Delaware, USA USD 302.250    100,00  
445 ThyssenKrupp Elevator Corp., Delaware, USA USD 26.261    100,00  
446 ThyssenKrupp Elevator Inc., San Juan, Puerto Rico USD 1    100,00  
447 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing Inc., Collierville/Tennessee, USA USD 1    100,00  
448 ThyssenKrupp Northern Elevator Corp., Scarborough/Ontario, Kanada CAD 100    100,00  
  Asia/Pacific (AP)          
449 Hang Pak Engineering Ltd., Hongkong, VR China HKD 306    100,00  
450 PT. ThyssenKrupp Elevator Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 12.760.653    94,68  
451 Sun Rhine Enterprises Ltd., Taipei, Taiwan TWD 138.075    100,00  
452 Sun Rich Enterprises Ltd., Taipei, Taiwan TWD 6.000    100,00  
453 Thyssen Elevators Co., Ltd., Zhongshan, VR China USD 31.680  2) 100,00  
454 ThyssenKrupp Elevator & Escalator (Shanghai) Co.Ltd., Shanghai, VR China USD 5.250  2) 100,00  
455 ThyssenKrupp Elevator Asia Pacific Ltd., Hongkong, VR China HKD 58.000    100,00  
456 ThyssenKrupp Elevator Australia Pty. Ltd., Sydney, Australien AUD 1    100,00  
457 ThyssenKrupp Elevator (BD) Pvt. Ltd., Dhaka, Bangladesch BDT 3.395    100,00  
458 ThyssenKrupp Elevator (HK) Ltd., Hongkong, VR China HKD 129.970    100,00  
459 ThyssenKrupp Elevator (India)  Pvt. Ltd., New Delhi, Indien INR 881.620    100,00  
             
460 ThyssenKrupp Elevator Installation and Maintenance (China) Co. Ltd., Guanzhou, VR China USD 6.500  2) 100,00  
461 ThyssenKrupp Elevator (Korea) Ltd., Seoul, Korea, Republik  KRW 1.273.220    100,00  
462 ThyssenKrupp Elevator Malaysia Sdn. Bhd., Selangor, Malaysia MYR 500    100,00  
463 ThyssenKrupp Elevator New Zealand Pty. Ltd., Auckland, Neuseeland NZD 1    100,00  
464 ThyssenKrupp Elevator Queensland Pty. Ltd., Melbourne, Australien AUD 1    100,00  
465 ThyssenKrupp Elevator (Singapore) Pte.Ltd., Singapur, Singapur SGD 4.800    100,00  
466 ThyssenKrupp Elevator (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 155.776    100,00  
467 ThyssenKrupp Elevator Vietnam Co. Ltd., Hanoi, Vietnam USD 200    100,00  
468 ThyssenKrupp Elevators (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China USD 13.940  2) 100,00  
469 ThyssenKrupp Lifts Pacific Pty. Ltd., Alexandria, Australien AUD 10.800    100,00  
  Escalators/Passenger Boarding Bridges(ES/PBB)          
470 ThyssenKrupp Elevator (ES/PBB) GmbH, Essen   25    100,00  
471 ThyssenKrupp Fahrtreppen GmbH, Hamburg   1.311    100,00  
472 AVIOTEAM Servizio e Manutenzioni S.r.l., Rom, Italien   52  2) 65,00  
473 ThyssenKrupp Airport Services S.L., Mieres / Asturias , Spanien   150  2) 100,00  
474 ThyssenKrupp Airport Systems Co. (Zhongshan) Ltd., Guangdong, VR China USD 2.550    100,00  
475 ThyssenKrupp Airport Systems Inc., Fort Worth/Texas, USA USD 3.510    100,00  
476 ThyssenKrupp Airport Systems, S.A., Mieres/Oviedo, Spanien   1.743    100,00  
             
477 ThyssenKrupp Elevator (ES/PBB) Ltd., Newton Aycliffe, Großbritannien GBP 4.135    100,00  
478 ThyssenKrupp Elevator Innovation Center, S.A., Mieres/Oviedo, Spanien   902    100,00  
479 ThyssenKrupp Escalator Co. (China) Ltd., Guangdong, VR China USD 14.800  2) 100,00  
480 ThyssenKrupp Norte S.A., Mieres/Oviedo, Spanien   4.147    100,00  
             
  Accessibility (ACC)          
481 ThyssenKrupp Accessibility Holding GmbH, Essen   25    100,00  
482 ThyssenKrupp Treppenlifte GmbH, Neuss   32    100,00  
483 Lift Able Ltd., Cleveland, Großbritannien GBP 10    100,00  
484 ThyssenKrupp Accesibilidad S.L., Madrid, Spanien   3    100,00  
485 ThyssenKrupp Access China Ltd., China - Shanghai, VR China USD 500    100,00  
486 ThyssenKrupp Access Corp., Kansas City/Missouri, USA USD 0    100,00  
487 ThyssenKrupp Access Japan Co., Ltd., Tokio , Japan JPY 47.000    100,00  
488 ThyssenKrupp Access Ltd., Stockton-on-Tees, Großbritannien GBP 100    100,00  
489 ThyssenKrupp Access Manufacturing, LLC, Delaware, USA USD 2.500    100,00  
490 ThyssenKrupp Accessibility B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande   1.270    100,00  
491 ThyssenKrupp Acessibilidades, Unipessoal,  Lda., Sintra, Portugal   50    100,00  
492 ThyssenKrupp Ceteco S.r.l., Pisa, Italien   500    100,00  
493 ThyssenKrupp Monolift AB, Stockholm, Schweden SEK 100    100,00  
494 ThyssenKrupp Monolift AS, Oslo, Norwegen NOK 110    100,00  
495 ThyssenKrupp Monolift N.V., Gent, Belgien   450    100,00  
496 ThyssenKrupp Monolift S.A.S., Gennevilliers, Frankreich   40    100,00  
497 ThyssenKrupp Monoliften B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande   97    100,00  
  Services          
  Zentralbereich          
498 ThyssenKrupp Services AG, Düsseldorf   283.383    99,84  
499 Thyssen Financial Services B.V., 's-Gravendeel, Niederlande   3.857    100,00  
  Materials Services International          
500 Dortmunder Eisenhandel Hansa GmbH, Dortmund   34    100,00  
             
501 Dr. Mertens Edelstahlhandel GmbH, Offenbach   1.023    100,00  
502 Eisen und Metall GmbH, Stuttgart   1.023    51,00  
503 Eisenmetall Handelsgesellschaft mbH, Gelsenkirchen   26    100,00  
504 Erich Weit GmbH, München   356    100,00  
505 Freiburger Stahlhandel GmbH, Freiburg i.Br.   2.200    51,00  
506 Hövelmann & Co. Eisengroßhandlung GmbH, Gelsenkirchen   256    100,00  
507 Jacob Bek GmbH, Ulm   2.807    79,96  
508 Kunststoff Service Partner GmbH, Düsseldorf   10.000    100,00  
509 Max Cochius GmbH, Berlin   920    75,00  
510 Metall Service Partner GmbH, Gelsenkirchen   3.420    100,00  
             
511 Otto Wolff Handelsgesellschaft mbH, Düsseldorf   15.400    99,50  
512 SBS Brenn- und Schneidbetrieb Rinteln GmbH, Rinteln   75    100,00  
513 Thyssen Duro Metall GmbH, Kornwestheim   500    51,00  
514 Thyssen Schulte Werkstoffhandel GmbH, Düsseldorf   10.226    99,50  
515 ThyssenKrupp Aerospace Germany GmbH, Rodgau, Nieder-Roden DEM 1.000    100,00  
516 ThyssenKrupp Maßblech GmbH, Duisburg   104    100,00  
             
517 ThyssenKrupp Materials Logistics & Services GmbH, Düsseldorf   1.534    100,00  
             
518 ThyssenKrupp Metallcenter GmbH, Wörth a. Rhein   2.557    100,00  
519 ThyssenKrupp Nutzeisen GmbH, Düsseldorf   500    100,00  
520 ThyssenKrupp Röhm Kunststoffe GmbH, Düsseldorf   5.113    100,00  
521 ThyssenKrupp Schulte GmbH, Düsseldorf   26    100,00  
522 ThyssenKrupp Services Immobilien GmbH, Düsseldorf   50    100,00  
523 ThyssenKrupp Stahlkontor GmbH, Düsseldorf   600    99,96  
524 Alfaplast AG, Steinhausen, Schweiz CHF 250    100,00  
525 Aviation Metals Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 65    40,00  
526 Carolina Building Materials, Inc., Carolina, Puerto Rico USD 450    100,00  
527 Cimex-Nor S.A., San Sebastian, Spanien   618    74,00  
528 FERROGLAS Glasbautechnik Gesellschaft m.b.H., Hörsching, Österreich   218    70,00  
529 Indu-Light AG, Beromünster/Luzern, Schweiz CHF 150    53,33  
530 Interlux GmbH, Hörsching, Österreich   182    100,00  
531 LAMINCER S.A., Munguia, Spanien   180  2) 100,00  
             
532 Locatelli Aciers S.A.S., Oyonnax, Frankreich   142    100,00  
533 Neomat AG, Beromünster/Luzern, Schweiz CHF 200    100,00  
534 Nordisk Plast A/S, Auning, Dänemark DKK 4.000    100,00  
535 Notz Plastics AG, Biel/Bienne, Schweiz CHF 1.000    100,00  
536 OOO ThyssenKrupp Materials, Moskau, Russland RUB 928.369    96,03  
537 PALMETAL Controlo e Armazenagem S.A., Palmela, Portugal   1.000    90,00  
538 RIAS A/S, Roskilde, Dänemark DKK 23.063    54,15  
539 Röhm Austria GmbH, Wien, Österreich   727    100,00  
540 Röhm Italia S.r.l., Garbagnate Milanese, Italien   100    100,00  
541 Steba AG, Pfäffikon, Schweiz CHF 500    100,00  
542 STEBA Direktverkauf Kunststoffe +  Plexiglas GmbH, Hunzenschwil, Schweiz CHF 20    100,00  
543 Thyssen Trading S.A., São Paulo, Brasilien BRL 19.738  2) 100,00  
544 ThyssenKrupp Aerospace Australia Pty. Ltd., Wetherill Park New South Wales, Australien AUD 2.549    100,00  
545 ThyssenKrupp Aerospace Finland Oy, Mänttä, Finnland   59    100,00  
546 ThyssenKrupp Aerospace India Private Ltd., Bangalore, Indien INR 100    100,00  
             
547 ThyssenKrupp Aerospace International Holdings Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 650    100,00  
548 ThyssenKrupp Aerospace Nederland B.V., Eindhoven, Niederlande   18    100,00  
549 ThyssenKrupp Aerospace (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, VR China USD 2.000    100,00  
550 ThyssenKrupp Aerospace UK Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 3.295    100,00  
551 ThyssenKrupp Autômata Industria de Peças Ltda., São Paulo , Brasilien BRL 335  2) 80,00  
552 ThyssenKrupp Cadillac Plastic S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich   1.053    100,00  
553 ThyssenKrupp Christon N.V., Lokeren, Belgien   7.033    100,00  
             
554 ThyssenKrupp Energostal S.A., Torun, Polen PLN 15.000    84,00  
555 ThyssenKrupp Ferostav, spol. s r.o., Nové Zámky, Slowakische Republik SKK 44.952    80,00  
556 ThyssenKrupp Ferroglobus Kereskedelmi ZRt, Budapest, Ungarn HUF 3.244.000    100,00  
557 ThyssenKrupp Ferroglobus S.R.L., Timisoara, Rumänien RON 28  2) 100,00  
558 ThyssenKrupp Ferrosta spol. s.r.o., Prag, Tschechische Republik CZK 200    100,00  
559 ThyssenKrupp Fortinox S.A., Buenos Aires, Argentinien USD 2.100    80,00  
560 ThyssenKrupp Materials Austria GmbH, Wien, Österreich   2.455    100,00  
561 ThyssenKrupp Materials Belgium N.V./S.A., Lokeren, Belgien   1.200    100,00  
             
562 ThyssenKrupp Materials d.o.o., Belgrad, Serbien   9.990    100,00  
563 ThyssenKrupp Materials France S.A.S., Maurepas, Frankreich   25.958    100,00  
564 ThyssenKrupp Materials Holding (Thailand) Ltd., Samut Prakarn Province, Thailand THB 1.000    99,95  
             
565 ThyssenKrupp Materials Ibérica S.A., Martorelles, Spanien   7.681    100,00  
566 ThyssenKrupp Materials Korea Company Ltd., Seoul, Korea, Republik  KRW 4.000.000    60,00  
567 ThyssenKrupp Materials Middle East FZE, Jebel Ali, Vereinigte Arabische Emirate AED 3.000    100,00  
568 ThyssenKrupp Materials Nederland B.V., Amsterdam, Niederlande   9.076    100,00  
569 ThyssenKrupp Materials Schweiz AG, Bronschhofen, Schweiz CHF 4.600    100,00  
570 ThyssenKrupp Materials (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China CNY 23.000  2) 70,00  
571 ThyssenKrupp Materials Sverige AB, Göteborg, Schweden SEK 23.080    100,00  
572 ThyssenKrupp Materials (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 110.000    70,00  
             
573 ThyssenKrupp Materials (UK) Ltd., Smethwick, Großbritannien GBP 12.032    100,00  
574 ThyssenKrupp Materials Vietnam LLC, Hanoi, Vietnam VND 121.000.000    97,36  
575 ThyssenKrupp Otto Wolff  N.V./S.A, Mechelen, Belgien   711    100,00  
576 ThyssenKrupp Plastic Ibérica SL, Massalfassar (Valencia), Spanien   3.000    100,00  
577 ThyssenKrupp Portugal - Aços e Serviços, Lda., Carregado, Portugal   1.150    100,00  
578 ThyssenKrupp Stahlunion Polska Sp. z o.o., Katowitz, Polen PLN 100    100,00  
579 ThyssenKrupp Stokvis Plastics B.V., Roosendaal, Niederlande   4.500    100,00  
580 ThyssenKrupp-Jupiter Stomana OOD, Sofia, Bulgarien BGN 500    80,00  
  Materials Services NA          
581 Summit Personnel Services (2002), Inc., Windsor/Ontario, Kanada CAD 0    100,00  
582 ThyssenKrupp Industrial Services Canada, Inc., Windsor/Ontario, Kanada CAD 0    100,00  
583 ThyssenKrupp Industrial Services NA, Inc., Southfield/Michigan , USA USD 25    100,00  
584 ThyssenKrupp Logistics, Inc., Wilmington/Delaware, USA USD 1    100,00  
585 ThyssenKrupp Materials,  LLC, Southfield/Michigan, USA USD 1    100,00  
586 ThyssenKrupp Materials CA Ltd., Concord / Ontario, Kanada CAD 14.778    100,00  
587 ThyssenKrupp Materials NA, Inc., Southfield / Michigan, USA USD 2    100,00  
588 ThyssenKrupp OnlineMetals, LLC, Southfield/Michigan, USA USD 1.600    100,00  
589 ThyssenKrupp Securitization Corp., Southfield, MI, USA USD 0    100,00  
590 TKB, Inc., Southfield / Michigan, USA USD 0    100,00  
  Industrial Services          
591 Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmittelwartung Pura mbH, Düsseldorf   280    100,00  
592 Siegfried Schlüssler Feuerungsbau GmbH, Bispingen   135    100,00  
593 ThyssenKrupp Industrial Services Holding GmbH, Düsseldorf   50.000    100,00  
             
594 ThyssenKrupp Industrieservice GmbH, Düsseldorf   15.205    100,00  
595 ThyssenKrupp Sicherheitsdienstleistungen GmbH, Düsseldorf   102    100,00  
596 ThyssenKrupp Xervon Energy GmbH, Duisburg   1.300    100,00  
597 ThyssenKrupp Xervon GmbH, Düsseldorf   12.000    100,00  
598 ThyssenKrupp Xervon Utilities GmbH, Düsseldorf   25    100,00  
599 OOO ThyssenKrupp Industrial Services Russia, St. Petersburg, Russland RUB 3.500    100,00  
             
600 Rosendaal Services N.V., Kapellen, Belgien   125    100,00  
             
601 Sumatec/ Astel-Peiniger (M) Joint Venture, Selangor Darul Ehsan, Malaysia MYR      56,00  
602 ThyssenKrupp Industrial Services a.s., Prag, Tschechische Republik CZK 1.000    51,00  
603 ThyssenKrupp Palmers Ltd., West Midlands, Großbritannien GBP 0    100,00  
604 ThyssenKrupp Safway, Inc., Wilmington/Delaware, USA USD 1    100,00  
605 ThyssenKrupp Safway, Inc., Fort Saskatchewan/Alberta, Kanada CAD 2    100,00  
606 ThyssenKrupp Services Industriels S.A.S., Creutzwald, Frankreich   616    100,00  
607 ThyssenKrupp Services Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 125    100,00  
608 ThyssenKrupp Services (UK) Ltd., Business Park Coventry  West Midlands  , Großbritannien GBP 656    100,00  
609 ThyssenKrupp Xervon Algerie S.A.R.L., ?, Algerien DZD 23.750    100,00  
             
610 ThyssenKrupp Xervon Austria GmbH, Maria Lanzendorf, Österreich   1.453    100,00  
611 ThyssenKrupp Xervon Co. Ltd., Shanghai, VR China CNY 5.805  2) 100,00  
612 ThyssenKrupp Xervon Corp - Mindus Joint Venture, Kuala Lumpur, Malaysia* MYR 0    80,00  
613 ThyssenKrupp Xervon Corp. Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia MYR 3.800    49,00  
614 ThyssenKrupp Xervon Egypt SAE, Kairo, Ägypten EGP 6.750    100,00  
             
615 ThyssenKrupp Xervon Gulf LLC, Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate AED 500    100,00  
616 ThyssenKrupp Xervon Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia MYR 2.650  2) 100,00  
617 ThyssenKrupp Xervon Norway AS, Oslo, Norwegen NOK 20.000    100,00  
618 ThyssenKrupp Xervon Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen PLN 7.150    100,00  
619 ThyssenKrupp Xervon S.A., Taragona, Spanien   598    100,00  
620 ThyssenKrupp Xervon Saudi Arabia L.L.C., Al-Khubar, Saudi Arabien SAR 1.000    100,00  
621 ThyssenKrupp Xervon Sweden AB, Stockholm, Schweden SEK 1.200    100,00  
622 ThyssenKrupp Xervon U.A.E. - L.L.C. For Industrial Services, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 2.000    100,00  
  Special Products          
623 DSU Beteiligungs-Gesellschaft für Dienstleistungen und Umwelttechnik mbH, Duisburg   30    100,00  
624 ThyssenKrupp Anlagenservice GmbH, Oberhausen   4.536    100,00  
             
625 ThyssenKrupp AT.PRO tec GmbH, Essen   42    61,19  
626 ThyssenKrupp Bauservice GmbH, Hückelhoven   2.557    100,00  
             
627 ThyssenKrupp Coferal GmbH, Essen   25    100,00  
628 ThyssenKrupp Energievertriebs GmbH, Essen   5.113    100,00  
629 ThyssenKrupp GfT Bautechnik GmbH, Essen   500    70,00  
630 ThyssenKrupp GfT Gleistechnik GmbH, Essen   1.000    100,00  
631 ThyssenKrupp GfT Tiefbautechnik GmbH, Essen   26    100,00  
632 ThyssenKrupp Langschienen GmbH, Essen   1.000    100,00  
633 ThyssenKrupp Mannex GmbH, Düsseldorf   10.000    100,00  
634 ThyssenKrupp Metallurgie GmbH, Essen   7.107    100,00  
             
635 ThyssenKrupp MillServices & Systems GmbH, Duisburg   1.875    68,00  
636 ThyssenKrupp MinEnergy GmbH, Essen   1.023    100,00  
637 ThyssenKrupp Special Products GmbH, Essen   10.900    100,00  
638 B.V.`Nedeximpo` Nederlandse Export- en Importmaatschappij, Amsterdam, Niederlande   1.362    100,00  
639 DSU - Romania S.r.l., Bukarest, Rumänien RON 6.968    100,00  
640 OOO ThyssenKrupp Bautechnik technischer Service, St. Petersburg, Russland RUB 360  2) 99,90  
641 RIP Comércio Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 619  2) 100,00  
642 RIP Serviços Industriais Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 180.562  2) 100,00  
643 RIP Serviços Siderúrgicos Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 1.000    100,00  
             
644 ThyssenKrupp Comércio de Combustíveis e Gases Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 100.230  2) 100,00  
             
645 ThyssenKrupp GfT Polska Sp. z o.o., Krakau, Polen PLN 15.750    100,00  
646 ThyssenKrupp Mannex Asia Pte. Ltd., Singapur, Singapur USD 154    100,00  
647 ThyssenKrupp Mannex Pty. Ltd., Sydney, Australien AUD 213    100,00  
648 ThyssenKrupp Mannex Sverige AB, Göteborg, Schweden SEK 2.000    100,00  
649 ThyssenKrupp Mannex UK Ltd., Woking, Großbritannien GBP 2.175    100,00  
650 ThyssenKrupp Máquinas e Equipamentos Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 10  2) 100,00  
             
651 ThyssenKrupp MinEnergy (Tianjin) Co.,  Ltd., Tianjin, VR China USD 200  2) 100,00  
652 ThyssenKrupp Steelcom N.Z.  Ltd., , Neuseeland NZD 0    100,00  
653 ThyssenKrupp Steelcom Pty. Ltd., North Sydney, Australien AUD 0    100,00  
654 ThyssenKrupp-Dopravné Stavby Slovensko s.r.o., Bratislava, Slowakische Republik SKK 1.000  2) 51,00  
655 TOO ThyssenKrupp-CL COO, Aktau, Kasachstan KZT 4.718  2) 51,00  
656 UAB ThyssenKrupp Baltija, Klaipeda, Litauen LTL 10  2) 51,00  
  Auslaufbereich          
657 Aloverzee Handelsgesellschaft mbH, Düsseldorf   26    100,00  
658 Health Care Solutions GmbH, Düsseldorf   4.173    100,00  
659 Peiniger International GmbH, Gelsenkirchen   1.023    100,00  
660 Thyssen Altwert Umweltservice GmbH, Düsseldorf   6.740    100,00  
661 Thyssen Rheinstahl Technik GmbH, Düsseldorf   8.948    100,00  
662 ThyssenKrupp Facilities Services GmbH, Düsseldorf   1.816    100,00  
             
663 ThyssenKrupp Information Services GmbH, Düsseldorf   41.600    100,00  
664 ThyssenKrupp Systems & Services GmbH, Düsseldorf   59.310    100,00  
             
665 Vermögensverwaltungsgesellschaft KWT mbH, Grünwald   1.278    100,00  
666 Vermögensverwaltungsgesellschaft TIS mbH, Grünwald   513    100,00  
667 Vermögensverwaltungsgesellschaft Xtend mbH, Grünwald   10.516    100,00  
668 Xtend new media Holding GmbH, Grünwald   100    100,00  
669 Thyssen Sudamerica N.V., Willemstad, Niederländische Antillen USD 5.463    100,00  
  Corporate          
  Corporate Headquarters          
670 ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen   1.317.092    4)  
671 Banter See Vermögensverwaltung GmbH, Düsseldorf   486    100,00  
672 Blohm + Voss Holding GmbH, Hamburg   48.573    100,00  
673 Bucketwheel Engineering GmbH, Essen   26    100,00  
674 CCI Crane Cooperation International Handelsgesellschaft mbH, Ludwigsfelde   1.534    100,00  
675 GLH GmbH, Essen DEM 30.000    100,00  
676 Hoesch AG, Düsseldorf   50    100,00  
677 Konsortium für Kurssicherung GbR, Düsseldorf   39.113    97,76  
             
             
             
             
             
678 Krupp Entwicklungszentrum GmbH, Essen   1.534    100,00  
679 Krupp Industrietechnik GmbH, Essen   51.129    100,00  
             
680 Krupp Informatik GmbH, Düsseldorf   51    100,00  
681 MONTAN GmbH Assekuranz-Makler, Düsseldorf   184    53,81  
682 Reisebüro Dr. Tigges GmbH, Essen   300    76,00  
683 Thyssen Stahl GmbH, Düsseldorf   935.147    100,00  
             
684 ThyssenKrupp Academy GmbH, Düsseldorf   25    100,00  
685 ThyssenKrupp AdMin GmbH, Düsseldorf   25    100,00  
686 ThyssenKrupp DeliCate GmbH, Düsseldorf   26    100,00  
687 ThyssenKrupp Dienstleistungen GmbH, Düsseldorf   15.500    100,00  
688 ThyssenKrupp Erste Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf   25    100,00  
689 ThyssenKrupp Management Consulting GmbH, Düsseldorf   25    100,00  
690 ThyssenKrupp Materials Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf   25    100,00  
691 ThyssenKrupp Reinsurance AG, Essen   3.000    100,00  
692 ThyssenKrupp Risk and Insurance Services GmbH, Essen   3.000    100,00  
693 ThyssenKrupp Steel Beteiligungen GmbH, Düsseldorf   446.436    100,00  
             
694 ThyssenKrupp TKW Verwaltungs GmbH, Bochum   512    100,00  
695 Vermögensverwaltungsgesellschaft EZM mbH, Grünwald   4.142    100,00  
696 Vermögensverwaltungsgesellschaft KSH mbH, Grünwald   5.113    100,00  
697 Waggonbau Brüninghaus Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf   5.216    100,00  
698 Budcan Holdings Inc., Kitchener/Ontario, Kanada CAD 0    100,00  
699 GLH, LLC, Fond du Lac/Wisconsin, USA USD 108.993    100,00  
700 Grupo ThyssenKrupp S.L., Madrid, Spanien   16.156    100,00  
701 Thyssen Acquisition Corp., Dover/Delaware, USA USD 2    100,00  
702 Thyssen Stahlunion Holdings Ltd., Smethwick, Großbritannien GBP 16.114    100,00  
703 ThyssenKrupp Austria Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich   35    100,00  
704 ThyssenKrupp Austria GmbH, Wien, Österreich   35    100,00  
705 ThyssenKrupp Austria GmbH & Co. KG, Wien, Österreich   35    100,00  
706 ThyssenKrupp Automotive Tallent Services Ltd., Durham, Großbritannien GBP 1.167    100,00  
707 ThyssenKrupp Budd Canada Inc., Kitchener/Ontario, Kanada CAD 21.875    100,00  
708 ThyssenKrupp Budd Company, Troy/Michigan, USA USD 1    100,00  
709 ThyssenKrupp Camford Engineering PLC, Newton Aycliffe, Großbritannien GBP 5.207    100,00  
710 ThyssenKrupp Camford Ltd., Newton Aycliff, Großbritannien GBP 25    100,00  
711 ThyssenKrupp Canada, Inc., Alberta, Kanada CAD 1.000    100,00  
712 ThyssenKrupp (China) Ltd., Beijing, VR China USD 200.000    100,00  
713 ThyssenKrupp Finance Canada, Inc., Calgary, Kanada CAD 1    100,00  
714 ThyssenKrupp Finance Nederland B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande   2.300    100,00  
715 ThyssenKrupp Finance USA, Inc., Wilmington/Delaware, USA USD 3    100,00  
716 ThyssenKrupp France S.A.S., Rueil-Malmaison, Frankreich   116.149    100,00  
717 ThyssenKrupp Intermediate U.K. Ltd., County Durham, Großbritannien GBP 28.145    100,00  
718 ThyssenKrupp Italia S.p.A., Terni, Italien   200.000    100,00  
719 ThyssenKrupp Knowsley Ltd., Merseyside, Großbritannien GBP 25.610    100,00  
720 ThyssenKrupp Nederland B.V., Roermond, Niederlande   13.613    100,00  
721 ThyssenKrupp UK Plc., County Durham, Großbritannien GBP 76.145    100,00  
             
722 ThyssenKrupp USA, Inc., Troy/Michigan, USA USD 247.989    100,00  
723 Transit America Inc., Philadelphia/Pennsylvania, USA USD 50.000    100,00  
  Corporate Real Estate          
724 GVZ Ellinghausen Entwicklungs GmbH, Essen   50    82,00  
725 Hellweg Liegenschaften GmbH, Bochum   50    94,00  
726 Immover Gesellschaft für Grundstücksverwaltung mbH, Essen   4.602    100,00  
727 Krupp Hoesch Stahl GmbH, Dortmund   181.510    100,00  
728 Liegenschaftsgesellschaft Lintorf mbH, Düsseldorf   25    94,00  
729 Stahlhauser Liegenschaften Verwaltungsgesellschaft mbH, Essen   25    94,00  
             
730 Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Industrie, Essen   692    100,00  
             
731 Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Stahl, Essen   511    100,00  
             
732 ThyssenKrupp ExperSite GmbH, Kassel   26    100,00  
733 ThyssenKrupp Grundbesitz Verwaltungs GmbH, Essen   25    100,00  
734 ThyssenKrupp Grundbesitz-Vermietungs GmbH & Co. KG, Essen   1.000    100,00  
735 ThyssenKrupp Grundstücksgesellschaft Dinslaken mbH, Essen   8.692    100,00  
             
736 ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Krupp Hoesch Stahl, Essen   1.000    100,00  
737 ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Stahl, Essen   1.000    100,00  
738 ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Concordiahütte GmbH, Oberhausen   25    100,00  
             
739 ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Krefeld GmbH, Oberhausen   25    100,00  
740 ThyssenKrupp Liegenschaften Umformtechnik Verwaltungs GmbH, Essen   25    100,00  
             
741 ThyssenKrupp Real Estate GmbH, Essen   15.441    100,00  
742 Vermögensverwaltungsgesellschaft S + S mbH, Grünwald   2.557    100,00  
             
743 Kappel Immobilien AG in Liq., Kappel, Schweiz CHF 3.100    100,00  
744 Rhenus Immobilien Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich   70    100,00  
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen (Stand 30.09.2009)
Lfd. Nr. Name und Sitz Währung Gesellschaftskapital in 1.000 € bzw. Fremdwährung   Anteil am Kapital %  
  Steel          
  Corporate TKS          
745 CTA Termoelétrica do Atlântico Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 10    99,00  
  Steelmaking          
746 DE-VerwaltungsGmbH, Duisburg   25    100,00  
  Stainless          
  ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni          
747 Terni - Società per l'Industria e l'Elettricità s.r.l., Terni, Italien   10    100,00  
  ThyssenKrupp VDM          
748 VDM-Unterstützungskasse GmbH, Werdohl   26    100,00  
  Technologies          
  Zentralbereich          
749 Thyssen TPS Vermögensverwaltungs GmbH, Essen   26    100,00  
750 ThyssenKrupp Automotive Italia S.r.l., Turin, Italien   99    100,00  
             
751 ThyssenKrupp Industries (Thailand) Ltd., Bangkok, Thailand THB 1.000    100,00  
752 ThyssenKrupp Technologies HELLAS Marketing Services S.A., Athen, Griechenland   60    100,00  
             
  Plant Technology          
753 Polysius Wohnungsbau GmbH, Münster DEM 200    100,00  
754 Polysius-Hilfe GmbH, Münster DEM 50    100,00  
755 Edeleanu SDN. BHD., Kuala Lumpur, Malaysia MYR 1.000    100,00  
756 Krupp Uhde Venezuela, C.A., Caracas, Venezuela VEB 5.500    100,00  
757 Maerz Ofenbau SRL, Timisoara, Rumänien   204  2) 100,00  
758 RCE Industrieofenbau GmbH, Radentheim, Österreich   35  2) 100,00  
759 ThyssenKrupp Drauz Nothelfer S.L., Barcelona, Spanien   200    100,00  
760 ThyssenKrupp System Engineering S.r.l., Turin, Italien   120    100,00  
             
761 Uhde do Brasil Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 798    100,00  
762 Uhde Edeleanu s.r.o., Brno, Tschechische Republik CZK 1.000  2) 100,00  
763 Uhde Inventa-Fischer Chemical Fiber Equipment (Shanghai) Ltd., Shanghai, VR China USD 200  2) 100,00  
  Marine Systems          
764 Maritime Services Consultant Enterprise Sdn.Bhd., Petaling Jaya, Malaysia MYR 300    100,00  
765 ThyssenKrupp Marine Systems Australia Pty Ltd, Canberra, Australien AUD 101    100,00  
766 United Stirling, Malmö, Schweden SEK 100    100,00  
  Components Technology          
767 Roballo France S.A.R.L., Rueil-Malmaison, Frankreich   180    100,00  
  Elevator          
  Southern Europe/Africa/Middle East (SEAME)          
768 Aliança Ibérica Reparadora de Ascensores, Lda., Amadora, Portugal   170  2) 100,00  
769 Ascensores Falcao  S.A., Massamá, Portugal   50  2) 100,00  
770 ASREM-Transport Vertical S.A., PORTO, Portugal   0  2) 100,00  
771 EDAFA Elevadores Lda., QUARTEIRA, Portugal   5  2) 100,00  
772 ThyssenKrupp Elevator (Management) Ltd., Rishon Le'zion, Israel ILS    2) 100,00  
             
  Asia/Pacific (AP)          
773 TK Lif & Eskalator Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia MYR 100    100,00  
  Services          
  Zentralbereich          
774 ThyssenKrupp HiServ s.r.o., Kosice, Slowakische Republik SKK 200  2) 100,00  
  Materials Services International          
775 OST-PLUS s.r.o., Teplice, Tschechische Republik CZK 1.000  2) 90,00  
  Industrial Services          
776 ThyssenKrupp Xervon Dubai (L.L.C.), Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 300    100,00  
  Special Products          
777 DvB Aufbereitungs-GmbH zur Behandlung von Metallprodukten, Duisburg   102  2) 100,00  
At equity bewertete Beteiligungen (*=Joint Venture) (Stand 30.09.2009)
Lfd. Nr. Name und Sitz Währung Gesellschaftskapital in 1.000 € bzw. Fremdwährung   Anteil am Kapital %  
  Steel          
  Corporate TKS          
778 Walzen-Service-Center GmbH, Oberhausen*   1.023    50,00  
779 Acciai di Qualità, Centro Lavorazione Lamiere S.p.A., Geonova, Italien   1.731  2) 24,90  
  Steelmaking          
780 Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg*   103.000  2) 50,00  
781 RKE N.V., Antwerpen, Belgien   645  2) 38,54  
782 Transport- en Handelmaatschappij `Steenkolen Utrecht` B.V., Rotterdam, Niederlande*   8.204  2) 50,00  
  Industry          
783 SUNSCAPE ISOCAB NEW BUILDING MATERIALS LIMITED, Rizhao City, VR China USD 11.960  2) 27,50  
784 Thyssen Ros Casares S.A., Valencia, Spanien*   5.000    50,00  
  Auto          
785 ANSC-TKS Galvanizing Co., Ltd., Dalian, Liaoning Province, VR China* CNY 1.065.806  2) 50,00  
786 TKAS (Changchun) Steel Service Center Ltd., Changchun, VR China* USD 12.000  2) 50,00  
  Processing          
787 Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl GmbH (KBS), Düsseldorf   385  2) 40,00  
  Stainless          
  ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni          
788 Euroacciai S.r.l., Sarezzo (BS), Italien   1.500  2) 30,23  
789 Ilserv S.r.l., Terni, Italien   1.924  2) 35,00  
790 Terni Frantumati S.p.A., Terni, Italien   930  2) 21,00  
  ThyssenKrupp Mexinox          
791 Fischer Mexicana S.A. de C.V., Puebla, Mexico* MXN 108.544  2) 50,00  
  Technologies          
  Plant Technology          
792 Transrapid International GmbH & Co. KG, Berlin*   4.602    50,00  
793 Uhdenora S.p.A., Milan, Italien*   3.600    50,00  
  Marine Systems          
794 Atlas Elektronik GmbH, Bremen*   31.240  2) 51,00  
795 Cryotrans Schiffahrts GmbH & Co. KG MS "Gaschen Moon", Emden   0    1,23  
796 Cryotrans Schiffahrts GmbH & Co. KG MS "Gaschen Star", Emden   0    8,32  
797 DOLORES Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Emden   15.625    8,32  
798 MARLOG Marine Logistik GmbH & Co. KG, Kiel*   1.500  2) 50,00  
799 MarineForce International LLP, London, Großbritannien* GBP 693  2) 50,00  
  Components Technology          
800 Huizhou Sumikin Forging Company Ltd., Huizhou, VR China* USD 29.680  2) 34,00  
  Elevator          
  Americas (AMS)          
801 Braun ThyssenKrupp Elevator LLC, Madison (Wisconsin), USA* USD 1.000  2) 50,00  
  Services          
  Materials Services International          
802 Aceros de America Inc., San Juan, Puerto Rico* USD 1.000    50,00  
803 Ferona Thyssen Plastics, s.r.o., Olomouc, Tschechische Republik* CZK 16.000  2) 50,00  
804 Leong Jin Corporation Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 20.000  2) 30,00  
805 Polarputki Oy, Helsinki, Finnland*   1.009  2) 50,00  
806 Resopal S.A., Madrid, Spanien   4.500  2) 20,00  
  Industrial Services          
807 LTS Nordwest GmbH, Nordenham*   500  2) 50,00  
  Special Products          
808 Brouwer Shipping & Chartering GmbH, Hamburg   100  2) 30,00  
809 TGHM GmbH & Co. KG, Dortmund*   511  2) 50,00  
810 BCCW (Tangshan) Jiahua Coking & Chemical Co., Ltd., Tangshan, VR China CNY 1.130.000  2) 25,00  
811 MRT Track & Services Co., Inc., New Jersey, USA* USD 375    50,00  
812 OOO Bel GfT Bautechnik, Republik Belarus, Minsker Gebiet, Minsker Rayon, Stadt Smolewitschi, Weißrußland USD 21  2) 25,00  
  Corporate          
  Corporate Real Estate          
813 COMUNITHY Immobilien GmbH, Düsseldorf   100  2) 49,00  
Sonstige assoziierte Beteiligungen (*=Joint Venture) Stand 30.09.2009)
Lfd. Nr. Name und Sitz Währung Gesellschaftskapital in 1.000 € bzw. Fremdwährung   Anteil am Kapital %  
  Steel          
  Auto          
814 JEVISE Corporation, Tokyo, Japan* JPY 10.000  2) 50,00  
  Stainless          
  ThyssenKrupp VDM          
815 MOL Katalysatortechnik GmbH, Merseburg   77  2) 20,46  
  Technologies          
  Plant Technology          
816 PAN Grundstücksverwaltung GmbH, Mainz   26  2) 26,00  
817 Transrapid International Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin   80    50,00  
818 Shedden (Malaysia) Sdn. Bhd., Petaling Jaya, Malaysia MYR 2.284    40,00  
  Marine Systems          
819 Marlog Verwaltungsgesellschaft mbH, Kiel   25  2) 50,00  
820 MS "MARITIM FRANKFURT" Schiffahrtskontor "MARITIM" GmbH & Co. KG, Kiel   1.218  2) 42,09  
821 MS "MARITIM KIEL" Schiffahrtskontor "MARITIM" GmbH & Co. KG, Kiel   1.335  2) 33,33  
822 MTG Marinetechnik GmbH, Hamburg   3.068  2) 49,00  
             
             
823 Australian Marine Technologies Pty. Ltd., Williamstown, Victoria, Australien AUD 400  2) 50,00  
824 Bollfilter Japan Ltd., Kobe, Japan JPY 10.000    25,00  
825 LISNAVE-ESTALEIROS NAVAIS S.A., Lissabon, Portugal   5.000  2) 20,00  
826 Simplex Turbulo Company Ltd., Wherwell, Großbritannien GBP 6    25,10  
  Components Technology          
827 ABC Sistemas e Módulos Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 600    33,33  
  Services          
  Materials Services International          
828 BITROS - Thyssen Special Steels S.A., Aspropyrgos, Griechenland   1.000  2) 40,00  
829 Sidecontrol S.L., Gandia, Spanien   36  2) 50,00  
  Special Products          
830 SIB Schell Industrieanlagen-Bau GmbH, Duisburg   102    50,00  
831 Solid Slab Track GmbH, Görschen   100    49,00  
832 TGHM Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund   26  2) 50,00  
833 Indo German International Private Ltd., New Delhi, Indien INR 38.975  2) 50,00  
  Corporate          
  Corporate Headquarters          
834 Grundstücksgesellschaft Schlossplatz 1 mbH & Co.KG, Berlin   11.000  2) 18,18  
  Corporate Real Estate          
835 Gewerkschaft Hermann V GmbH, Essen   26    33,33  
836 NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gelsenkirchen KG, Düsseldorf   10  2) 94,76  
837 Wohnpark Duisburg Biegerhof GmbH, Düsseldorf   50    50,00  
Andere Beteiligungsunternehmen § 313 Abs.2 Nr. 4 HGB (Stand 30.09.2009)
Lfd. Nr. Name und Sitz Währung Gesellschaftskapital in 1.000 € bzw. Fremdwährung   Anteil am Kapital %  
  Corporate          
  Corporate Real Estate          
838 VBW Bauen und Wohnen GmbH, Bochum   12.858   13,06  
  Eigenkapital   63.797      
  Jahresergebnis   46      
1) nach IFRS Vorschriften einbezogen
2) Jahresabschluss nicht 30.09.
3) Splitteranteil ab der 4. Kommastelle
4) Konzernmutter

 

A. Voll konsolidierte Tochterunternehmen (Stand 30.09.2009)
Lfd. Nr. Name und Sitz gehalten über lfd. Nr.  
  Steel    
1 ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg 693  
  Corporate TKS    
2 Eisen- und Hüttenwerke AG, Andernach 1  
3 ThyssenKrupp Printmedia GmbH, Duisburg 1  
4 ThyssenKrupp Stahl Immobilien GmbH, Duisburg 1 94,90 %
    670 5,10 %
5 ThyssenKrupp Steel Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg 1  
6 AirSteel Comercial Gases Industriais Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 1  
7 ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 8  
8 ThyssenKrupp Slab International B.V., Brielle, Niederlande 19  
9 ThyssenKrupp Steel and Stainless USA, LLC, Wilmington, DE , USA 722  
10 ThyssenKrupp Steel USA, LLC, Wilmington, DE 1908, USA 9  
11 White Martins Steel Gases Industriais Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 1  
  Steelmaking    
12 EH Güterverkehr GmbH, Duisburg 13  
13 Eisenbahn und Häfen GmbH, Duisburg 1  
14 KBS Kokereibetriebsgesellschaft Schwelgern GmbH, Duisburg 1  
15 Pruna Betreiber GmbH, Grünwald 1  
16 ThyssenKrupp Verkehr GmbH, Duisburg 1  
17 B.V. Stuwadoors-Maatschappij Kruwal, Rotterdam, Niederlande 19 50,00 %
    1 25,00 %
18 Ertsoverslagbedrijf Europoort C.V., Rotterdam, Niederlande 19 50,00 %
    1 25,00 %
19 ThyssenKrupp Veerhaven B.V., Rotterdam, Niederlande 720  
  Industry    
20 AGOZAL Oberflächenveredelung GmbH, Neuwied 1  
21 Herzog Coilex GmbH, Stuttgart 24  
22 ThyssenKrupp Bausysteme GmbH, Kreuztal 1  
23 ThyssenKrupp Sägenstahlcenter GmbH, Duisburg 1  
24 ThyssenKrupp Stahl-Service-Center GmbH, Leverkusen 498 94,89 %
    670 4,66 %
25 EURISOL S.A., Steenvoorde, Frankreich 28  
26 Hoesch Bausysteme Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 703  
27 Isocab France S.A.S., Dunkerque, Frankreich 716  
28 Isocab N.V., Harelbeke-Bavikhove, Belgien 19 99,98 %
    1 0,02 %
29 Isocab Vietnam JV Company, Ho Chi Minh , Vietnam 28  
30 ThyssenKrupp Aceros y Servicios S.A., Santiago, Chile 1  
31 ThyssenKrupp Bouwsystemen B. V., Veenendaal, Niederlande 19  
32 ThyssenKrupp Building Systems Ltd., Birmingham, Großbritannien 721  
33 ThyssenKrupp Byggesystem A/S, Støvring, Dänemark 22  
34 ThyssenKrupp Comercial Colombia S.A., Bogota, Kolumbien 30  
35 ThyssenKrupp Electrical Steel India Private Ltd., Mumbai/Nashik, Indien 88 100,00 % 3)
    89 0,00 % 3)
36 ThyssenKrupp Electrical Steel Italia S.r.l., Mailand, Italien 718  
37 ThyssenKrupp Épitöelemek Kft, Budapest, Ungarn 26  
38 ThyssenKrupp gradjevinski elementi d.o.o., Lepoglava, Kroatien 26  
39 ThyssenKrupp Service Acier S.A.S., Fosses, Frankreich 716  
40 ThyssenKrupp Sisteme pentru Constructii S.R.L., Bukarest, Rumänien 26  
41 ThyssenKrupp Stål Danmark A/S, Kopenhagen, Dänemark 19  
42 ThyssenKrupp Stal Serwis Polska Sp. z o.o., Dabrowa Górnicza, Polen 24  
43 ThyssenKrupp stavební systémy s.r.o., Nymburk, Tschechische Republik 26 98,00 %
    22 2,00 %
44 ThyssenKrupp Steel (Asia Pacific) Pte Ltd, Singapur, Singapur 19  
45 ThyssenKrupp Steel Belgium N.V., Harelbeke-Bavikhove, Belgien 693 100,00 % 3)
    1 0,00 % 3)
46 ThyssenKrupp Systembau Austria Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 703  
  Auto    
47 DOC Dortmunder Oberflächencentrum GmbH, Dortmund 1  
48 MgF Magnesium Flachprodukte GmbH, Freiberg 1  
49 ThyssenKrupp DAVEX GmbH, Duisburg 51  
50 ThyssenKrupp Lasertechnik GmbH, Ravensburg 1  
51 ThyssenKrupp Tailored Blanks GmbH, Duisburg 1  
52 ThyssenKrupp Tailored Blanks Nord GmbH, Duisburg 51  
53 LAGERMEX S.A. de C.V., Puebla, Mexico 498 71,95 %
    1 28,05 %
54 Sidcomex S.A. de C.V., Puebla, Mexico 53 99,99 %
    498 0,01 %
55 ThyssenKrupp Galmed, S.A., Sagunto, Spanien 700 75,00 %
    1 25,00 %
56 ThyssenKrupp Steel Japan Ltd., Tokio, Japan 19  
57 ThyssenKrupp Steel North America, Inc., Dover/Delaware, USA 722  
58 ThyssenKrupp Tailored Blanks Celik Sanayi VE Ticaret Ltd., Nilüfer/ Bursa, Türkei 51 96,47 %
    61 3,53 %
59 ThyssenKrupp Tailored Blanks Czech Republik, s.r.o., Ostrava, Tschechische Republik 51 99,95 %
    52 0,05 %
60 ThyssenKrupp Tailored Blanks S.A. de C.V., Puebla, Mexico 65 100,00 % 3)
    66 0,00 % 3)
61 ThyssenKrupp Tailored Blanks S.r.l., Turin, Italien 718  
62 ThyssenKrupp Tailored Blanks Sverige AB, Olofström, Schweden 51  
63 ThyssenKrupp Tailored Blanks (Wuhan) Ltd., Wuhan, VR China 712 68,43 %
    51 31,57 %
64 TKAS (Changchun) Tailored Blanks Ltd., Changchun, VR China 712  
65 TWB Company, LLC, Detroit, USA 57  
66 TWB de Mexico, S.A. de C.V., Saltillo, Coahuila, Mexico 65 99,00 %
    69 1,00 %
67 TWB Industries, S.A. de C.V., Saltillo, Coahuila, Mexico 65 99,00 %
    69 1,00 %
68 TWB of Indiana, Inc., North Vernon/ Indiana , USA 65  
69 TWB of Ohio, Inc., Columbus/Ohio, USA 65  
  Metal Forming    
70 ThyssenKrupp Umformtechnik GmbH, Ludwigsfelde 1 94,99 %
    670 5,01 %
71 Krupp Camford Pressings Ltd., Llanelli, Großbritannien 146  
72 ThyssenKrupp Automotive Chassis Products UK PLC, Durham, Großbritannien 146  
73 ThyssenKrupp Body Stampings Ltd., Cannock, Großbritannien 146  
74 ThyssenKrupp Metal Forming (Wuhan) Ltd., Wuhan, VR China 712  
75 ThyssenKrupp Otomotiv Parçalari Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, GEBZE Kocaeli, Türkei 73 99,50 %
    146 0,50 %
76 ThyssenKrupp Prisma S.A.S., Messempré, Frankreich 716  
77 ThyssenKrupp Sofedit España, S.A., Valladolid, Spanien 79  
78 ThyssenKrupp Sofedit Polska Sp.zo.o., Wroclaw, Polen 79  
79 ThyssenKrupp Sofedit S.A.S., Versailles, Frankreich 716  
80 ThyssenKrupp Sofedit Sud Ouest S.A.S., Arudy, Frankreich 79  
81 ThyssenKrupp Tallent Ltd., County Durham, Großbritannien 72  
  Processing    
82 Becker & Co. GmbH, Neuwied 87  
83 DWR - Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH, Andernach 86  
84 Hoesch Hohenlimburg GmbH, Hagen 1  
85 Otto Wolff U.S. Sales GmbH, Andernach 86  
86 Rasselstein GmbH, Andernach 87  
87 Rasselstein Verwaltungs GmbH, Neuwied 1 59,23 %
    2 40,77 %
88 ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH, Gelsenkirchen 89 94,90 %
    693 4,64 %
89 ThyssenKrupp Electrical Steel Verwaltungsgesellschaft mbH, Gelsenkirchen 1 62,46 %
    2 37,54 %
90 ThyssenKrupp Electrical Steel France S.A.S., Paris, Frankreich 91  
91 ThyssenKrupp Electrical Steel UGO S.A.S, Isbergues, Frankreich 88  
  Stainless    
  ThyssenKrupp Stainless Zentralbereich    
92 ThyssenKrupp Nirosta GmbH, Krefeld 693  
  ThyssenKrupp Nirosta    
93 EBOR Edelstahl GmbH, Sachsenheim 92  
94 smbChromstahl GmbH, Hannover-Langenhagen 92  
95 ThyssenKrupp Nirosta Präzisionsband GmbH, Krefeld 92  
96 ThyssenKrupp Nirosta North America, Inc., Wilmington, DE 19808, USA 722  
  ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni    
97 ThyssenKrupp Titanium GmbH, Essen 92  
98 Aspasiel S.r.l., Rom, Italien 101  
99 Società delle Fucine S.r.l., Terni, Italien 101  
100 Terninox S.p.A., Terni, Italien 101  
101 ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni S.p.A., Terni, Italien 718  
102 ThyssenKrupp AST USA, Inc., Albany, New York 12207 - 2543, USA 722  
103 ThyssenKrupp Titanium S.p.A., Terni, Italien 101  
104 Tubificio di Terni S.p.A., Terni, Italien 101  
  ThyssenKrupp Mexinox    
105 Mexinox Trading S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico 108 99,98 %
    106 0,02 %
106 Mexinox USA Inc., Brownsville/Texas, USA 108  
107 ThyssenKrupp Mexinox CreateIT, S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico 108 99,98 %
    105 0,02 %
108 ThyssenKrupp Mexinox S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico 720 100,00 % 3)
    109 0,00 % 3)
  ThyssenKrupp Stainless USA    
109 ThyssenKrupp Stainless USA, LLC, Wilmington, DE 19808, USA 9  
  Shanghai Krupp Stainless    
110 Shanghai Krupp Stainless Co., Ltd., Pudong New Area/Shanghai, VR China 92  
  ThyssenKrupp Stainless International    
111 ThyssenKrupp Stainless International GmbH, Krefeld 92  
112 ThyssenKrupp Eurinox Paslanmaz Çelik Servis Merkezi A.S., Istanbul, Türkei 114  
113 ThyssenKrupp SILCO-INOX Szervizközpont Kft, Batonyterenye, Ungarn 114  
114 ThyssenKrupp Stainless Benelux B.V., Rotterdam, Niederlande 720  
115 ThyssenKrupp Stainless DVP,  S.A., Barcelona, Spanien 700  
116 ThyssenKrupp Stainless France S.A., Paris, Frankreich 716  
117 ThyssenKrupp Stainless International (Guangzhou) Ltd., Guangzhou, VR China 712  
118 ThyssenKrupp Stainless International (HK) Ltd., Hongkong, VR China 111  
119 ThyssenKrupp Stainless Polska Sp.z o o., Dabrowa Goricza, Polen 111  
120 ThyssenKrupp Stainless UK Ltd., Birmingham, Großbritannien 721  
  ThyssenKrupp VDM    
121 ThyssenKrupp VDM GmbH, Werdohl 92  
122 ThyssenKrupp VDM Australia Pty. Ltd., Mulgrave, Victoria, Australien 121  
123 ThyssenKrupp VDM Austria Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 703  
124 ThyssenKrupp VDM Benelux B.V., Dordrecht, Niederlande 121  
125 ThyssenKrupp VDM Canada Ltd., Markham, Kanada 121  
126 ThyssenKrupp VDM (GZ) Trading Co., Ltd., Guangzhou, VR China 712  
127 ThyssenKrupp VDM Hongkong Ltd., Hongkong, VR China 121  
128 ThyssenKrupp VDM Italia S.r.l., Sesto San Giovanni, Italien 718  
129 ThyssenKrupp VDM Japan K.K., Tokio, Japan 121  
130 ThyssenKrupp VDM Korea Co. Ltd., Seoul, Korea, Republik  121  
131 ThyssenKrupp VDM Mexico S.A. de C.V., Naucalpan de Juarez, Mexico 121  
132 ThyssenKrupp VDM S.A.S., Rueil-Malmaison, Frankreich 716  
133 ThyssenKrupp VDM (Schweiz) AG, Basel, Schweiz 121  
134 ThyssenKrupp VDM UK Ltd., Claygate-Esher, Großbritannien 121  
135 ThyssenKrupp VDM USA, Inc., Reno/Nevada, USA 722  
  Technologies    
  Zentralbereich    
136 Brüninghaus Schmiede GmbH, Ludwigsfelde 142  
137 Buckau-Walther GmbH, Sankt Ingbert 142  
138 Rothe Erde Beteiligungs GmbH, Essen 142  
139 ThyssenKrupp EnCoke GmbH, Dortmund 142 94,90 %
    670 5,10 %
140 ThyssenKrupp IT Services GmbH, Essen 142  
141 ThyssenKrupp Marine Systems Beteiligungen GmbH, Essen 142 70,00 %
    672 30,00 %
142 ThyssenKrupp Technologies AG, Essen 670  
143 Uhde Services and Consulting GmbH, Dortmund 142  
144 QDF Components Ltd., Derby, Großbritannien 146  
145 ThyssenKrupp Automotive Systems UK Ltd., Coventry, Großbritannien 146  
146 ThyssenKrupp Automotive (UK) Ltd., Newton Aycliffe, Großbritannien 721  
147 ThyssenKrupp Technologies Japan Co., Ltd., Tokio, Japan 142  
  Plant Technology    
148 AWG Industrieanlagen und Wassertechnik GmbH Berlin, Berlin 161  
149 Bleuel & Röhling GmbH, Burghaun 154  
150 Gesellschaft für Meß- und Regeltechnik mit beschränkter Haftung, Essen 153  
151 GKI-OFU Industrieofenbau GmbH, Dortmund 161  
152 Nothelfer Planung GmbH, Wadern-Lockweiler 154  
153 Polysius AG, Beckum 142 94,90 %
    670 5,10 %
154 ThyssenKrupp Drauz Nothelfer GmbH, Heilbronn 159 94,90 %
    670 5,10 %
155 ThyssenKrupp EGM GmbH, Langenhagen 157 94,92 %
    142 5,08 %
156 ThyssenKrupp Fördertechnik GmbH, Essen 142 94,90 %
    670 5,10 %
157 ThyssenKrupp Krause GmbH, Bremen 159 94,90 %
    142 5,10 %
158 ThyssenKrupp KST GmbH, Chemnitz 157  
159 ThyssenKrupp System Engineering  GmbH, Essen 142  
160 ThyssenKrupp Transrapid GmbH, Kassel 142  
161 Uhde GmbH, Dortmund 142 94,90 %
    670 5,10 %
162 Uhde High Pressure Technologies GmbH, Hagen 161  
163 Uhde Inventa-Fischer GmbH, Berlin 161  
164 Uhde Services GmbH, Haltern am See 139  
165 A-C Equipment Services Corp., Milwaukee, WI, USA 174  
166 Krupp Canada Inc., Calgary/Alberta, Kanada 156  
167 Maerz Ofenbau AG, Zürich, Schweiz 153  
168 Mining Plants & Systems Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien 156  
169 OOO Polysius, Moskau, Russland 153  
170 OOO Uhde, Dzerzhinsk, Russland 161  
171 OSC Process Engineering Ltd., Stockport, Großbritannien 721  
172 Polysius Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur, Singapur 153  
173 Polysius Australia Pty. Ltd., Perth, Australien 153  
174 Polysius Corp., Atlanta/Georgia, USA 722  
175 Polysius de Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien 153  
176 Polysius de Mexico S.A. de C.V., Mexico-City, Mexico 153  
177 Polysius del Peru S.A., Arequipa, Peru 153 99,01 %
    176 0,99 %
178 Polysius do Brasil Ltda., São Paulo, Brasilien 153  
179 Polysius Engineering Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 153  
180 Polysius Ltd., Ascot/Berkshire, Großbritannien 721  
181 Polysius Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen 153  
182 Polysius S.A., Madrid, Spanien 700  
183 Polysius S.A.S., Aix en Provence, Frankreich 716  
184 Polysius (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 712  
185 PWH Materials Handling Systems Inc., Calgary/Alberta, Kanada 156  
186 ThyssenKrupp BulkTec (China) Ltd., Beijing, VR China 712  
187 ThyssenKrupp Engineering (Australia) Pty. Ltd., Stirling, Australien 156  
188 ThyssenKrupp Engineering (Proprietary) Ltd., Gabarone, Botsuana 189 99,97 %
    153 0,03 %
189 ThyssenKrupp Engineering (Proprietary) Ltd., Sunninghill, Republik Südafrika 161 60,00 %
    156 30,00 %
    153 10,00 %
190 ThyssenKrupp Industries India Pvt. Ltd., Pimpri, Indien 137  
191 ThyssenKrupp Ingenieria Chile Ltda., Santiago de Chile, Chile 196  
192 ThyssenKrupp KH Mineral S.A.S., Sarreguemines, Frankreich 716  
193 ThyssenKrupp Krause Ltd., Redhill/Surrey, Großbritannien 721  
194 ThyssenKrupp Materials Handling Pty. Ltd., Stirling WA, Australien 156  
195 ThyssenKrupp Production Systems Ltda., Diadema-São Paulo, Brasilien 142 99,75 %
    301 0,25 %
196 ThyssenKrupp Robins Inc., Denver/Colorado, USA 722  
197 ThyssenKrupp Servicios S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico 176 98,00 %
    153 2,00 %
198 ThyssenKrupp System Engineering, Inc., Auburn Hills/Michigan, USA 722  
199 ThyssenKrupp System Engineering Ltd., Coventry, Großbritannien 721  
200 ThyssenKrupp System Engineering O.O.O.,  Kaluga, Russische Förderation, Russland 159  
201 ThyssenKrupp System Engineering S.A., Barcelona, Spanien 700  
202 ThyssenKrupp System Engineering, S.A. de C.V., Santiago de Querétaro, Mexico 157  
203 ThyssenKrupp System Engineering S.A.S., Ensisheim, Frankreich 716  
204 ThyssenKrupp System Engineering (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai , VR China 712  
205 ThyssenKrupp System Engineering Sp. z o.o., Gdansk, Polen 157  
206 TOV Polysius Ukraine, Kiew, Ukraine 153  
207 Uhde Arabia Ltd., Al-Khobar, Saudi Arabien 161  
208 Uhde Asia Pacific Pty. Ltd., West Melbourne, Victoria, Australien 161  
209 Uhde Corporation of America, Bridgeville/Pennsylvania, USA 722  
210 Uhde Edeleanu S.E. Asia Pte. Ltd., Singapur, Singapur 161  
211 Uhde Engineering Consulting (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 219  
212 Uhde Engineering de México, S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico 217 99,99 %
    161 0,01 %
213 Uhde Engineering Egypt Company (S.A.E.), Kairo, Ägypten 161  
214 Uhde Fertilizer Technology B.V., Amsterdam, Niederlande 720  
215 Uhde India Private Ltd., Mumbai, Indien 161  
216 Uhde Inventa-Fischer AG, Domat / Ems, Schweiz 161  
217 Uhde Mexico S.A. de C.V., Mexico City, Mexico 161 98,06 %
    700 1,22 %
    153 0,72 %
218 Uhde Services Slovakia s.r.o., Lazaretská, Slowakische Republik 164 85,00 %
    139 15,00 %
219 Uhde Shedden (Australia) Pty. Ltd., South Melbourne/Victoria, Australien 208  
220 Uhde Shedden (Thailand) Ltd., Bangkok, Thailand 208  
  Marine Systems    
221 BIS Blohm + Voss Inspection Service GmbH, Hamburg 225  
222 Blohm + Voss Industries GmbH, Hamburg 672  
223 Blohm + Voss Repair GmbH, Hamburg 234  
224 Blohm + Voss Shipyards & Services GmbH, Hamburg 234  
225 Blohm + Voss Shipyards GmbH, Hamburg 234  
226 HDW-Gaarden GmbH, Kiel 228  
227 Hörn-Beteiligungs-GmbH, Kiel 228  
228 Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH, Kiel 234  
229 IKL Ingenieurkontor Lübeck GmbH, Kiel 228  
230 Innovative Meerestechnik GmbH, Emden 236  
231 Schiffahrtskontor "MARITIM" GmbH, Kiel 228  
232 SVG Steinwerder Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 234  
233 ThyssenKrupp Fahrzeugtechnik GmbH, Emden 236  
234 ThyssenKrupp Marine Systems AG, Hamburg 141  
235 ThyssenKrupp OneOcean GmbH, Hamburg 223  
236 TKMS Blohm + Voss Nordseewerke GmbH, Emden und Hamburg 234  
237 Blohm & Voss Industries (China) Ltd., Hongkong, VR China 222  
238 Blohm + Voss Industries (Shanghai) Ltd., Shanghai, VR China 237  
239 Blohm + Voss (Korea) Ltd., Pusan, Korea, Republik  222  
240 Blohm+Voss El Djazair S.a.r.l., Algier, Algerien 247  
241 Blohm+Voss Oil Tools, LLC, Wilmington, DE 19808, USA 722  
242 Greek Naval Shipyards Holdings S.A., Skaramanga, Griechenland 228  
243 Hellenic Shipyards S.A., Skaramanga, Griechenland 242  
244 Kockums AB, Malmö, Schweden 228  
245 ThyssenKrupp Marin Sistem Gemi Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei 234  
246 ThyssenKrupp Marine Systems Canada Inc., Ottawa, Ontario , Kanada 234  
247 ThyssenKrupp Marine Systems International Pte. Ltd., Singapur, Singapur 234  
  Components Technology    
248 BERCO Deutschland GmbH, Ennepetal 142  
249 BMB Steering Innovation GmbH, Schönebeck 263  
250 HF Vermögensverwaltungsgesellschaft im Ruhrtal GmbH, Hagen 258  
251 Kraemer & Freund GmbH & Co. KG, Hagen 258  
252 PSL Wälzlager GmbH, Dietzenbach 287  
253 Rothe Erde GmbH, Dortmund 138 80,00 %
    683 20,00 %
254 ThyssenKrupp Automotive Systems GmbH, Essen 142  
255 ThyssenKrupp Automotive Systems Leipzig GmbH, Leipzig 254  
256 ThyssenKrupp Bilstein Suspension GmbH, Ennepetal 142 94,49 %
    670 5,01 %
257 ThyssenKrupp Bilstein Tuning GmbH, Ennepetal 256  
258 ThyssenKrupp Federn GmbH, Hagen 256 94,99 %
    670 5,01 %
259 ThyssenKrupp Gerlach GmbH, Homburg/Saar 142  
260 ThyssenKrupp Presta Chemnitz GmbH, Chemnitz 142  
261 ThyssenKrupp Presta Ilsenburg GmbH, Ilsenburg 142 94,98 %
    670 5,02 %
262 ThyssenKrupp Presta München/Esslingen GmbH, München 254  
263 ThyssenKrupp Presta SteerTec GmbH, Düsseldorf 142 94,99 %
    670 5,01 %
264 ThyssenKrupp Presta SteerTec Mülheim GmbH, Mülheim 263  
265 ThyssenKrupp Presta SteerTec Schönebeck GmbH, Schönebeck 263  
266 Berco Bulgaria EOOD, Apriltsi 5641, Bulgarien 270  
267 Berco of America Inc., Waukesha/Wisconsin, USA 722  
268 Berco (Shanghai) Undercarriage Technology Co., Ltd., Shanghai, VR China 712  
269 Berco (Shanghai) Undercarriage Trading Co.,Ltd., Shanghai, VR China 712  
270 Berco S.p.A., Copparo, Italien 718 99,95 %
    670 0,05 %
271 Berco (UK) Ltd., Birmingham, Großbritannien 721  
272 Berco Undercarriages (India) Private Ltd., Andrah Pradesh, Indien 270 99,00 %
    248 1,00 %
273 BercoSul Ltda., Diadema-São Paulo, Brasilien 270  
274 BMB Inc., Fort Mill, Lancaster County, USA 249  
275 Definox (Beijing) Stainless Steel Equipment Ltd., Beijing , VR China 280  
276 Defontaine Ibérica S.A., Viana, Spanien 280  
277 Defontaine Italia S.r.l., Sesto San Giovanni, Italien 280  
278 Defontaine of America, Inc., New Berlin/Wisconsin, USA 722  
279 Defontaine (Qingdao) Machinery Co., Ltd., Jiaonan City, Shandong Province, VR China 712  
280 Defontaine S.A., Saint Herblain, Frankreich 716 99,99 %
    253 0,01 %
281 Defontaine Tunisie S.A., Ben Arous, Tunesien 280  
282 Defontaine (U.K.) Ltd., Malmesbury, Großbritannien 280  
283 KS Automotive Suspensions Asia Pte. Ltd., Singapur, Singapur 258  
284 Nippon Roballo Company Ltd., Minato-ku/Tokio, Japan 253  
285 Olympic Tracks, Inc., Puyallup/Washington, USA 267  
286 OOO PSL, Moskau, Russland 287 99,00 %
    252 1,00 %
287 PSL a.s., Povazská Bystrica, Slowakische Republik 253  
288 PSL of America Inc., Twinsburg/Ohio, USA 287  
289 REX (Xuzhou) Slewing Bearing Co., Ltd., Xuzhou, VR China 712  
290 Roballo Engineering Company Ltd., Peterlee, Großbritannien 717  
291 Robrasa Rolamentos Especiais Rothe Erde Ltda., Diadema, Brasilien 142  
292 Rotek Incorporated, Aurora/Ohio, USA 722  
293 Rothe Erde - Metallurgica Rossi S.p.A., Visano, Italien 718  
294 Rothe Erde Ibérica S.A., Zaragoza, Spanien 700  
295 Rothe Erde India Private Ltd., Maharashtra, Indien 253  
296 Systrand Presta Engine Systems, LLC, Danville, IL, USA 319  
297 ThyssenKrupp Automotive Sales & Technical Center, Inc., Troy/Michigan, USA 722  
298 ThyssenKrupp Automotive Systèmes France S.A.R.L., Hambach, Frankreich 716  
299 ThyssenKrupp Automotive Systems de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico 254 100,00 % 3)
    320 0,00 % 3)
300 ThyssenKrupp Automotive Systems do Brasil Ltda., São Bernardo do Campo, Brasilien 254 91,03 %
    312 8,97 %
301 ThyssenKrupp Bilstein Brasil Molas e Componentes de Suspensão Ltda., São Paulo, Brasilien 258 100,00 % 3)
    136 0,00 % 3)
302 ThyssenKrupp Bilstein Compa S.A., Sibiu, Rumänien 256 72,82 %
    154 0,09 %
    258 0,09 %
303 ThyssenKrupp Bilstein Ibérica, S.L.U., Alonsotegui, Spanien 700  
304 ThyssenKrupp Bilstein of America Inc., San Diego/California, USA 722  
305 ThyssenKrupp Bilstein Sasa S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico 258  
306 ThyssenKrupp Bilstein Woodhead Ltd., Leeds, Großbritannien 146  
307 ThyssenKrupp Birmid, Newton Aycliffe, Großbritannien 146  
308 ThyssenKrupp Crankshaft Co. LLC, Danville/Illinois, USA 722  
309 ThyssenKrupp Engine Components (China) Co., Ltd., Nanjing, VR China 712  
310 ThyssenKrupp Fawer Liaoyang Spring Co., Ltd., Liaoyang/Liaoning, VR China 712  
311 ThyssenKrupp Mavilor S.A., L'Horme, Frankreich 716  
312 ThyssenKrupp Metalúrgica Campo Limpo Ltda., Campo Limpo Paulista, Brasilien 670  
313 ThyssenKrupp Metalúrgica de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico 312  
314 ThyssenKrupp Metalúrgica de Servicios S.A. de C.V., Puebla, Mexico 313  
315 ThyssenKrupp Metalúrgica Santa Luzia Ltda., Santa Luzia, Brasilien 312  
316 ThyssenKrupp Presta Aktiengesellschaft, Eschen, Liechtenstein 142  
317 ThyssenKrupp Presta Cold Forging LLC, Wilmington/Delaware, USA 297  
318 ThyssenKrupp Presta Dalian Co. Ltd., Dalian, VR China 712  
319 ThyssenKrupp Presta Danville, LLC, Danville/Illinois, USA 722  
320 ThyssenKrupp Presta de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico 254 33,33 %
    323 33,33 %
    305 33,33 %
321 ThyssenKrupp Presta do Brasil Ltda., Curitiba, Brasilien 323 79,63 %
    254 10,19 %
    312 10,19 %
322 ThyssenKrupp Presta Fawer (Changchun) Co. Ltd., Changun, VR China 323  
323 ThyssenKrupp Presta France S.A.S., Florange, Frankreich 716  
324 ThyssenKrupp Presta HuiZhong Shanghai Co., Ltd., Shanghai, VR China 323  
325 ThyssenKrupp Presta Hungary Kft., Budapest, Ungarn 262  
326 ThyssenKrupp Presta Japan Co., Ltd., Tokio, Japan 142  
327 ThyssenKrupp Presta Servicios de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico 254 33,33 %
    305 33,33 %
    323 33,33 %
328 ThyssenKrupp Presta SteerTec Polen Sp.z o.o., Meseritz, Polen 263  
329 ThyssenKrupp Presta SteerTec USA LLC, Detroit/Michigan, USA 297  
330 ThyssenKrupp Presta TecCenter AG, Eschen, Liechtenstein 261  
331 ThyssenKrupp Presta Terre Haute, LLC, Terre Haute, Indiana, USA 297  
332 ThyssenKrupp Sasa Servicios, S.A.de C.V., San Luis Potosi, Mexico 305  
333 ThyssenKrupp Sofedit do Brasil Industrial Ltda., Paraná, Brasilien 79 100,00 % 3)
    301 0,00 % 3)
334 ThyssenKrupp Waupaca de Mexico, S. de R.L. de C.V., Mexico, Mexico 335 95,00 %
    708 5,00 %
335 ThyssenKrupp Waupaca, Inc., Waupaca/Wisconsin, USA 708  
336 Xuzhou Rothe Erde Ring Mill Co., Ltd., Xuzhou, VR China 712  
337 Xuzhou Rothe Erde Slewing Bearing Co., Ltd., Xuzhou, VR China 712  
  Elevator    
  Corporate Elevator    
338 ELEG Europäische Lift + Escalator GmbH, Düsseldorf 340  
339 Rheinstahl Union GmbH, Düsseldorf 340  
340 ThyssenKrupp Elevator AG, Düsseldorf 670  
341 ThyssenKrupp Elevator die Vierte GmbH, Düsseldorf 340  
342 ThyssenKrupp Elevator Research GmbH, Düsseldorf 338  
343 ThyssenKrupp Industries and Services Qatar LLC, Doha, Katar 340  
  Central/Eastern/Northern Europe (CENE)    
344 Christian Hein GmbH, Langenhagen 355  
345 GMT Aufzug-Service GmbH, Ettlingen 355  
346 GWH Aufzüge GmbH, Himmelstadt 355  
347 Haisch Aufzüge GmbH, Gingen/Fils 355  
348 Hanseatische Aufzugsbau GmbH, Rostock 355  
349 Leichsenring HUS Aufzüge GmbH, Hamburg 355  
350 LiftEquip GmbH Elevator Components, Neuhausen a.d.F. 355  
351 Liftservice und Montage GmbH, Saarbrücken 355  
352 Tepper Aufzüge GmbH, Münster 355  
353 ThyssenKrupp Aufzüge Deutschland GmbH, Stuttgart 355  
354 ThyssenKrupp Aufzüge die Erste GmbH, Stuttgart 353  
355 ThyssenKrupp Aufzüge GmbH, Neuhausen a.d.F. 340  
356 ThyssenKrupp Aufzugswerke GmbH, Neuhausen a.d.F. 355  
357 ThyssenKrupp Elevator (CENE) GmbH, Essen 340  
358 Ascenseurs Drieux-Combaluzier S.A.S., Les Lilas, Frankreich 370  
359 Bardeck Lift Engineers Ltd., London, Großbritannien 721  
360 Compagnie des Ascenseurs et Elevateurs S.A.M. 'CASEL SAM', Monaco, Monaco 370  
361 Hammond & Champness Ltd., Nottingham, Großbritannien 373  
362 HK Services A/S, Bergen, Norwegen 374  
363 MGTI SNEV S.A.S., Saint Jeannet, Frankreich 370  
364 Mulder Liftservice B.V., Nuth, Niederlande 379  
365 OOO ThyssenKrupp Elevator, Moskau, Russland 357  
366 Proxi-Line E.U.R.L., Angers, Frankreich 368  
367 The Britannic Lift Company Ltd., West Yorkshire, Großbritannien 373  
368 ThyssenKrupp Ascenseurs Holding S.A.S., Saint Denis-la-Plaine Cedex, Frankreich 716  
369 ThyssenKrupp Ascenseurs Luxembourg S.a.r.l., Luxemburg, Luxemburg 357  
370 ThyssenKrupp Ascenseurs S.A.S., Angers, Frankreich 368  
371 ThyssenKrupp Aufzüge AG, Rümlang, Schweiz 357 85,84 %
    370 14,16 %
372 ThyssenKrupp Aufzüge Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 703  
373 ThyssenKrupp Aufzüge Ltd., Nottingham, Großbritannien 717  
374 ThyssenKrupp Aufzüge Norge A/S, Oslo, Norwegen 357  
375 ThyssenKrupp Aufzugswerke Konstruktions GmbH, Gratkorn, Österreich 703 60,00 %
    356 40,00 %
376 ThyssenKrupp DVG dvigala d.o.o., Trzin, Slowenien 703  
377 ThyssenKrupp Elevator A/S, Oslo, Norwegen 374  
378 ThyssenKrupp Elevator A/S, Glostrup, Dänemark 357  
379 ThyssenKrupp Elevator B.V., Krimpen aan den IJssel, Niederlande 720  
380 ThyssenKrupp Elevator Finland Oy, Helsinki, Finnland 355  
381 ThyssenKrupp Elevator Ireland, Ltd., Dublin, Irland 373  
382 ThyssenKrupp Elevator Lithuania UAB, Vilnius, Litauen 703  
383 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing France S.A.S., Angers, Frankreich 370  
384 ThyssenKrupp Elevator Sp. z o.o., Warschau, Polen 357  
385 ThyssenKrupp Elevator Sverige AB, Stockholm, Schweden 357  
386 ThyssenKrupp Elevator UK Ltd., Nottingham, Großbritannien 373  
387 ThyssenKrupp Koncar dizala d.o.o., Zagreb, Kroatien 357  
388 ThyssenKrupp Lift Kft, Budapest, Ungarn 372 99,90 %
    338 0,10 %
389 ThyssenKrupp Liften Ascenseurs S.A., Brüssel, Belgien 355 99,96 %
    340 0,04 %
390 ThyssenKrupp Liften B.V., Krimpen aan den IJssel, Niederlande 379  
391 ThyssenKrupp Rulletrapper A/S, Oslo, Norwegen 374  
392 ThyssenKrupp Vytahy s.r.o., Prag, Tschechische Republik 357  
393 ThyssenKrupp Vytahy s.r.o., Bratislava, Slowakische Republik 372  
394 TOB ThyssenKrupp Elevator Ukraine, Kiew, Ukraine 357 99,90 %
    338 0,10 %
395 Trapo Küng AG, Basel, Schweiz 371  
  Southern Europe/Africa/Middle East (SEAME)    
396 ASEL Ascensores S.L., Madrid, Spanien 419  
397 C.A.F. Assistência a Elevadores, S.A., Queluz, Portugal 411  
398 Cont Ascensori S.r.l., Alessandria, Italien 415  
399 Curti Ascensori S.r.l., Bosisio Parini, Italien 415  
400 Lariana Ascensori S.r.L., Como, Italien 415  
401 Marco Bonfedi Ascensori Scale Mobili S.r.l., Mailand, Italien 415  
402 Massida Ascensori S.r.l., Cagliari, Italien 415  
403 Rossi Ascensori S.r.l., Prato-Firenze, Italien 415  
404 Sabia S.r.l., Modena, Italien 415  
405 Scam Ascensori S.r.l., Mestre, Venezia, Italien 415  
406 SIAR S.r.l., Rom, Italien 415  
407 Simonini Elevatori S.r.l., Foggia, Italien 415  
408 Thyssen Technik Arabia Ltd., Riyadh, Saudi Arabien 355 90,00 %
    339 10,00 %
409 ThyssenKrupp Asansör Sanayi ve Tic. A.S., Istanbul, Türkei 355 51,00 %
    340 24,50 %
410 ThyssenKrupp Assanbar PJSC (Private Joint Stock Company), Mashhad, Iran 340 46,00 %
    419 5,00 %
411 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Lissabon, Portugal 419  
412 ThyssenKrupp Elevadores, S.L., Madrid, Spanien 419  
413 ThyssenKrupp Elevator Egypt Ltd., Kairo, Ägypten 340 75,00 %
    419 25,00 %
414 ThyssenKrupp Elevator Israel LP, Rishon Le'zion, Israel 338 49,90 %
    419 49,90 %
    772 0,20 %
415 ThyssenKrupp Elevator Italia S.p.A., Mailand, Italien 718 98,00 %
    340 2,00 %
416 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing Spain S.L., Andoain, Spanien 412  
417 ThyssenKrupp Elevator Maroc S.A.R.L., Casablanca. Marruecos , Marokko 419 95,00 %
    412 5,00 %
418 ThyssenKrupp Elevator (South Africa) (Pty.) Ltd., Johannesburg, Republik Südafrika 340  
419 ThyssenKrupp Elevator Southern Europe, Africa & Middle East, S.L.U., Madrid, Spanien 700  
420 ThyssenKrupp Elevator SRL, Bukarest, Rumänien 419 100,00 % 3)
    412 0,00 % 3)
421 ThyssenKrupp Elevator (U.A.E.) Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 340  
422 ThyssenKrupp Elevatori d.o.o., Belgrad, Serbien-Montenegro 372  
423 ThyssenKrupp Elevator/Jordan Ltd. Co., Amman, Jordanien 340  
424 ThyssenKrupp Elevators Bulgaria EAD, Sofia, Bulgarien 419  
425 ThyssenKrupp K & M Elevators and Escalators A.E., Athen, Griechenland 340 51,00 %
    419 49,00 %
426 ThyssenKrupp Kazlift LLP, Almaty, Kasachstan 419  
427 Tungstato Elevadores S.A., Queluz, Portugal 411  
428 2G S.r.l., Messina, Italien 415  
  Americas (AMS)    
429 Ascenseurs Nova Inc., Montreal St. Leonard, Kanada 448  
430 Computerized Elevator Control Corp., New York, USA 442  
431 ThyssenKrupp Elevadores, C.A., Caracas, Venezuela 412  
432 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., São Paulo , Brasilien 412  
433 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Guatemala, Guatemala 412 90,00 %
    437 10,00 %
434 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Panama, Panama 412  
435 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Lima, Peru 412 99,81 %
    437 0,19 %
436 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Santiago de Chile-Nunoa, Chile 412 98,84 %
    437 1,16 %
437 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Buenos Aires, Argentinien 412 52,39 %
    436 5,00 %
438 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Bogota, Kolumbien 412 94,00 %
    433 1,50 %
    435 1,50 %
    436 1,50 %
    437 1,50 %
439 ThyssenKrupp Elevadores, S.A. de C.V., Mexico City, Mexico 412 99,93 %
    437 0,07 %
440 ThyssenKrupp Elevadores, S.R.L., Asunción, Paraguay 412 99,90 %
    437 0,10 %
441 ThyssenKrupp Elevadores, S.R.L., Montevideo, Uruguay 412 95,00 %
    437 5,00 %
442 ThyssenKrupp Elevator Americas Corp., Delaware, USA 722  
443 ThyssenKrupp Elevator Canada Ltd., Toronto, Kanada 448  
444 ThyssenKrupp Elevator Capital Corp., Delaware, USA 445  
445 ThyssenKrupp Elevator Corp., Delaware, USA 442  
446 ThyssenKrupp Elevator Inc., San Juan, Puerto Rico 445  
447 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing Inc., Collierville/Tennessee, USA 445  
448 ThyssenKrupp Northern Elevator Corp., Scarborough/Ontario, Kanada 711  
  Asia/Pacific (AP)    
449 Hang Pak Engineering Ltd., Hongkong, VR China 340  
450 PT. ThyssenKrupp Elevator Indonesia, Jakarta, Indonesien 340  
451 Sun Rhine Enterprises Ltd., Taipei, Taiwan 340  
452 Sun Rich Enterprises Ltd., Taipei, Taiwan 340  
453 Thyssen Elevators Co., Ltd., Zhongshan, VR China 340  
454 ThyssenKrupp Elevator & Escalator (Shanghai) Co.Ltd., Shanghai, VR China 712  
455 ThyssenKrupp Elevator Asia Pacific Ltd., Hongkong, VR China 340  
456 ThyssenKrupp Elevator Australia Pty. Ltd., Sydney, Australien 469  
457 ThyssenKrupp Elevator (BD) Pvt. Ltd., Dhaka, Bangladesch 459  
458 ThyssenKrupp Elevator (HK) Ltd., Hongkong, VR China 340  
459 ThyssenKrupp Elevator (India)  Pvt. Ltd., New Delhi, Indien 340 100,00 % 3)
    338 0,00 % 3)
460 ThyssenKrupp Elevator Installation and Maintenance (China) Co. Ltd., Guanzhou, VR China 712  
461 ThyssenKrupp Elevator (Korea) Ltd., Seoul, Korea, Republik  340  
462 ThyssenKrupp Elevator Malaysia Sdn. Bhd., Selangor, Malaysia 340  
463 ThyssenKrupp Elevator New Zealand Pty. Ltd., Auckland, Neuseeland 456  
464 ThyssenKrupp Elevator Queensland Pty. Ltd., Melbourne, Australien 469  
465 ThyssenKrupp Elevator (Singapore) Pte.Ltd., Singapur, Singapur 340  
466 ThyssenKrupp Elevator (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand 340  
467 ThyssenKrupp Elevator Vietnam Co. Ltd., Hanoi, Vietnam 340  
468 ThyssenKrupp Elevators (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 712  
469 ThyssenKrupp Lifts Pacific Pty. Ltd., Alexandria, Australien 340  
  Escalators/Passenger Boarding Bridges(ES/PBB)    
470 ThyssenKrupp Elevator (ES/PBB) GmbH, Essen 340  
471 ThyssenKrupp Fahrtreppen GmbH, Hamburg 355  
472 AVIOTEAM Servizio e Manutenzioni S.r.l., Rom, Italien 473  
473 ThyssenKrupp Airport Services S.L., Mieres / Asturias , Spanien 476  
474 ThyssenKrupp Airport Systems Co. (Zhongshan) Ltd., Guangdong, VR China 712  
475 ThyssenKrupp Airport Systems Inc., Fort Worth/Texas, USA 722  
476 ThyssenKrupp Airport Systems, S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 412 100,00 % 3)
    480 0,00 % 3)
477 ThyssenKrupp Elevator (ES/PBB) Ltd., Newton Aycliffe, Großbritannien 721  
478 ThyssenKrupp Elevator Innovation Center, S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 480  
479 ThyssenKrupp Escalator Co. (China) Ltd., Guangdong, VR China 712  
480 ThyssenKrupp Norte S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 700 66,30 %
    412 33,70 %
  Accessibility (ACC)    
481 ThyssenKrupp Accessibility Holding GmbH, Essen 340  
482 ThyssenKrupp Treppenlifte GmbH, Neuss 340  
483 Lift Able Ltd., Cleveland, Großbritannien 488  
484 ThyssenKrupp Accesibilidad S.L., Madrid, Spanien 700  
485 ThyssenKrupp Access China Ltd., China - Shanghai, VR China 712  
486 ThyssenKrupp Access Corp., Kansas City/Missouri, USA 722  
487 ThyssenKrupp Access Japan Co., Ltd., Tokio , Japan 340  
488 ThyssenKrupp Access Ltd., Stockton-on-Tees, Großbritannien 721  
489 ThyssenKrupp Access Manufacturing, LLC, Delaware, USA 486  
490 ThyssenKrupp Accessibility B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 379  
491 ThyssenKrupp Acessibilidades, Unipessoal,  Lda., Sintra, Portugal 340  
492 ThyssenKrupp Ceteco S.r.l., Pisa, Italien 415  
493 ThyssenKrupp Monolift AB, Stockholm, Schweden 379  
494 ThyssenKrupp Monolift AS, Oslo, Norwegen 374  
495 ThyssenKrupp Monolift N.V., Gent, Belgien 379  
496 ThyssenKrupp Monolift S.A.S., Gennevilliers, Frankreich 368  
497 ThyssenKrupp Monoliften B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 379  
  Services    
  Zentralbereich    
498 ThyssenKrupp Services AG, Düsseldorf 670  
499 Thyssen Financial Services B.V., 's-Gravendeel, Niederlande 593  
  Materials Services International    
500 Dortmunder Eisenhandel Hansa GmbH, Dortmund 498 94,01 %
    683 5,99 %
501 Dr. Mertens Edelstahlhandel GmbH, Offenbach 512  
502 Eisen und Metall GmbH, Stuttgart 498  
503 Eisenmetall Handelsgesellschaft mbH, Gelsenkirchen 498  
504 Erich Weit GmbH, München 511  
505 Freiburger Stahlhandel GmbH, Freiburg i.Br. 498  
506 Hövelmann & Co. Eisengroßhandlung GmbH, Gelsenkirchen 498  
507 Jacob Bek GmbH, Ulm 498  
508 Kunststoff Service Partner GmbH, Düsseldorf 520  
509 Max Cochius GmbH, Berlin 498  
510 Metall Service Partner GmbH, Gelsenkirchen 498 94,00 %
    683 6,00 %
511 Otto Wolff Handelsgesellschaft mbH, Düsseldorf 498  
512 SBS Brenn- und Schneidbetrieb Rinteln GmbH, Rinteln 498  
513 Thyssen Duro Metall GmbH, Kornwestheim 498  
514 Thyssen Schulte Werkstoffhandel GmbH, Düsseldorf 498  
515 ThyssenKrupp Aerospace Germany GmbH, Rodgau, Nieder-Roden 498  
516 ThyssenKrupp Maßblech GmbH, Duisburg 523 50,25 %
    24 49,75 %
517 ThyssenKrupp Materials Logistics & Services GmbH, Düsseldorf 498 94,00 %
    670 6,00 %
518 ThyssenKrupp Metallcenter GmbH, Wörth a. Rhein 498  
519 ThyssenKrupp Nutzeisen GmbH, Düsseldorf 593  
520 ThyssenKrupp Röhm Kunststoffe GmbH, Düsseldorf 498  
521 ThyssenKrupp Schulte GmbH, Düsseldorf 498  
522 ThyssenKrupp Services Immobilien GmbH, Düsseldorf 498  
523 ThyssenKrupp Stahlkontor GmbH, Düsseldorf 498  
524 Alfaplast AG, Steinhausen, Schweiz 579  
525 Aviation Metals Ltd., Birmingham, Großbritannien 550  
526 Carolina Building Materials, Inc., Carolina, Puerto Rico 511  
527 Cimex-Nor S.A., San Sebastian, Spanien 498  
528 FERROGLAS Glasbautechnik Gesellschaft m.b.H., Hörsching, Österreich 703  
529 Indu-Light AG, Beromünster/Luzern, Schweiz 533  
530 Interlux GmbH, Hörsching, Österreich 539  
531 LAMINCER S.A., Munguia, Spanien 498 60,00 %
    527 40,00 %
532 Locatelli Aciers S.A.S., Oyonnax, Frankreich 563  
533 Neomat AG, Beromünster/Luzern, Schweiz 579  
534 Nordisk Plast A/S, Auning, Dänemark 538  
535 Notz Plastics AG, Biel/Bienne, Schweiz 579  
536 OOO ThyssenKrupp Materials, Moskau, Russland 498  
537 PALMETAL Controlo e Armazenagem S.A., Palmela, Portugal 527  
538 RIAS A/S, Roskilde, Dänemark 520  
539 Röhm Austria GmbH, Wien, Österreich 703  
540 Röhm Italia S.r.l., Garbagnate Milanese, Italien 520  
541 Steba AG, Pfäffikon, Schweiz 533  
542 STEBA Direktverkauf Kunststoffe +  Plexiglas GmbH, Hunzenschwil, Schweiz 541  
543 Thyssen Trading S.A., São Paulo, Brasilien 498  
544 ThyssenKrupp Aerospace Australia Pty. Ltd., Wetherill Park New South Wales, Australien 547  
545 ThyssenKrupp Aerospace Finland Oy, Mänttä, Finnland 547  
546 ThyssenKrupp Aerospace India Private Ltd., Bangalore, Indien 547 99,99 %
    550 0,01 %
547 ThyssenKrupp Aerospace International Holdings Ltd., Birmingham, Großbritannien 550  
548 ThyssenKrupp Aerospace Nederland B.V., Eindhoven, Niederlande 547  
549 ThyssenKrupp Aerospace (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, VR China 550  
550 ThyssenKrupp Aerospace UK Ltd., Birmingham, Großbritannien 721  
551 ThyssenKrupp Autômata Industria de Peças Ltda., São Paulo , Brasilien 642  
552 ThyssenKrupp Cadillac Plastic S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich 716  
553 ThyssenKrupp Christon N.V., Lokeren, Belgien 561 53,50 %
    514 46,50 %
554 ThyssenKrupp Energostal S.A., Torun, Polen 498  
555 ThyssenKrupp Ferostav, spol. s r.o., Nové Zámky, Slowakische Republik 498  
556 ThyssenKrupp Ferroglobus Kereskedelmi ZRt, Budapest, Ungarn 498  
557 ThyssenKrupp Ferroglobus S.R.L., Timisoara, Rumänien 498  
558 ThyssenKrupp Ferrosta spol. s.r.o., Prag, Tschechische Republik 498  
559 ThyssenKrupp Fortinox S.A., Buenos Aires, Argentinien 498  
560 ThyssenKrupp Materials Austria GmbH, Wien, Österreich 703  
561 ThyssenKrupp Materials Belgium N.V./S.A., Lokeren, Belgien 720 85,87 %
    514 14,13 %
562 ThyssenKrupp Materials d.o.o., Belgrad, Serbien 498  
563 ThyssenKrupp Materials France S.A.S., Maurepas, Frankreich 716  
564 ThyssenKrupp Materials Holding (Thailand) Ltd., Samut Prakarn Province, Thailand 498 49,00 %
    572 50,95 %
565 ThyssenKrupp Materials Ibérica S.A., Martorelles, Spanien 700  
566 ThyssenKrupp Materials Korea Company Ltd., Seoul, Korea, Republik  498  
567 ThyssenKrupp Materials Middle East FZE, Jebel Ali, Vereinigte Arabische Emirate 498  
568 ThyssenKrupp Materials Nederland B.V., Amsterdam, Niederlande 720  
569 ThyssenKrupp Materials Schweiz AG, Bronschhofen, Schweiz 498  
570 ThyssenKrupp Materials (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 498  
571 ThyssenKrupp Materials Sverige AB, Göteborg, Schweden 498  
572 ThyssenKrupp Materials (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand 498 49,00 %
    564 21,00 %
573 ThyssenKrupp Materials (UK) Ltd., Smethwick, Großbritannien 721  
574 ThyssenKrupp Materials Vietnam LLC, Hanoi, Vietnam 498  
575 ThyssenKrupp Otto Wolff  N.V./S.A, Mechelen, Belgien 520  
576 ThyssenKrupp Plastic Ibérica SL, Massalfassar (Valencia), Spanien 520  
577 ThyssenKrupp Portugal - Aços e Serviços, Lda., Carregado, Portugal 498  
578 ThyssenKrupp Stahlunion Polska Sp. z o.o., Katowitz, Polen 511  
579 ThyssenKrupp Stokvis Plastics B.V., Roosendaal, Niederlande 720  
580 ThyssenKrupp-Jupiter Stomana OOD, Sofia, Bulgarien 498  
  Materials Services NA    
581 Summit Personnel Services (2002), Inc., Windsor/Ontario, Kanada 582  
582 ThyssenKrupp Industrial Services Canada, Inc., Windsor/Ontario, Kanada 711  
583 ThyssenKrupp Industrial Services NA, Inc., Southfield/Michigan , USA 587  
584 ThyssenKrupp Logistics, Inc., Wilmington/Delaware, USA 587  
585 ThyssenKrupp Materials,  LLC, Southfield/Michigan, USA 587  
586 ThyssenKrupp Materials CA Ltd., Concord / Ontario, Kanada 587  
587 ThyssenKrupp Materials NA, Inc., Southfield / Michigan, USA 722  
588 ThyssenKrupp OnlineMetals, LLC, Southfield/Michigan, USA 587  
589 ThyssenKrupp Securitization Corp., Southfield, MI, USA 722  
590 TKB, Inc., Southfield / Michigan, USA 587  
  Industrial Services    
591 Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmittelwartung Pura mbH, Düsseldorf 594  
592 Siegfried Schlüssler Feuerungsbau GmbH, Bispingen 596  
593 ThyssenKrupp Industrial Services Holding GmbH, Düsseldorf 498 94,90 %
    683 5,10 %
594 ThyssenKrupp Industrieservice GmbH, Düsseldorf 593  
595 ThyssenKrupp Sicherheitsdienstleistungen GmbH, Düsseldorf 594  
596 ThyssenKrupp Xervon Energy GmbH, Duisburg 597  
597 ThyssenKrupp Xervon GmbH, Düsseldorf 664  
598 ThyssenKrupp Xervon Utilities GmbH, Düsseldorf 597  
599 OOO ThyssenKrupp Industrial Services Russia, St. Petersburg, Russland 594 99,00 %
    595 1,00 %
600 Rosendaal Services N.V., Kapellen, Belgien 597 98,40 %
    598 1,60 %
601 Sumatec/ Astel-Peiniger (M) Joint Venture, Selangor Darul Ehsan, Malaysia 616  
602 ThyssenKrupp Industrial Services a.s., Prag, Tschechische Republik 593  
603 ThyssenKrupp Palmers Ltd., West Midlands, Großbritannien 721  
604 ThyssenKrupp Safway, Inc., Wilmington/Delaware, USA 587  
605 ThyssenKrupp Safway, Inc., Fort Saskatchewan/Alberta, Kanada 604  
606 ThyssenKrupp Services Industriels S.A.S., Creutzwald, Frankreich 594  
607 ThyssenKrupp Services Ltd., Birmingham, Großbritannien 608  
608 ThyssenKrupp Services (UK) Ltd., Business Park Coventry  West Midlands  , Großbritannien 721  
609 ThyssenKrupp Xervon Algerie S.A.R.L., ?, Algerien 597 95,00 %
    614 5,00 %
610 ThyssenKrupp Xervon Austria GmbH, Maria Lanzendorf, Österreich 703  
611 ThyssenKrupp Xervon Co. Ltd., Shanghai, VR China 597  
612 ThyssenKrupp Xervon Corp - Mindus Joint Venture, Kuala Lumpur, Malaysia* 613  
613 ThyssenKrupp Xervon Corp. Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 616  
614 ThyssenKrupp Xervon Egypt SAE, Kairo, Ägypten 615 98,96 %
    597 1,04 %
615 ThyssenKrupp Xervon Gulf LLC, Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate 597  
616 ThyssenKrupp Xervon Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 597  
617 ThyssenKrupp Xervon Norway AS, Oslo, Norwegen 597  
618 ThyssenKrupp Xervon Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen 597  
619 ThyssenKrupp Xervon S.A., Taragona, Spanien 700  
620 ThyssenKrupp Xervon Saudi Arabia L.L.C., Al-Khubar, Saudi Arabien 615  
621 ThyssenKrupp Xervon Sweden AB, Stockholm, Schweden 664  
622 ThyssenKrupp Xervon U.A.E. - L.L.C. For Industrial Services, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 615  
  Special Products    
623 DSU Beteiligungs-Gesellschaft für Dienstleistungen und Umwelttechnik mbH, Duisburg 635  
624 ThyssenKrupp Anlagenservice GmbH, Oberhausen 498 94,71 %
    683 5,29 %
625 ThyssenKrupp AT.PRO tec GmbH, Essen 636  
626 ThyssenKrupp Bauservice GmbH, Hückelhoven 637 94,90 %
    670 5,10 %
627 ThyssenKrupp Coferal GmbH, Essen 636  
628 ThyssenKrupp Energievertriebs GmbH, Essen 637  
629 ThyssenKrupp GfT Bautechnik GmbH, Essen 637  
630 ThyssenKrupp GfT Gleistechnik GmbH, Essen 637  
631 ThyssenKrupp GfT Tiefbautechnik GmbH, Essen 629  
632 ThyssenKrupp Langschienen GmbH, Essen 630  
633 ThyssenKrupp Mannex GmbH, Düsseldorf 498  
634 ThyssenKrupp Metallurgie GmbH, Essen 637 64,86 %
    593 35,14 %
635 ThyssenKrupp MillServices & Systems GmbH, Duisburg 593  
636 ThyssenKrupp MinEnergy GmbH, Essen 637  
637 ThyssenKrupp Special Products GmbH, Essen 498  
638 B.V.`Nedeximpo` Nederlandse Export- en Importmaatschappij, Amsterdam, Niederlande 568  
639 DSU - Romania S.r.l., Bukarest, Rumänien 623  
640 OOO ThyssenKrupp Bautechnik technischer Service, St. Petersburg, Russland 629  
641 RIP Comércio Ltda., São Paulo, Brasilien 642  
642 RIP Serviços Industriais Ltda., São Paulo, Brasilien 498  
643 RIP Serviços Siderúrgicos Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 642 100,00 % 3)
    641 0,00 % 3)
644 ThyssenKrupp Comércio de Combustíveis e Gases Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 636 95,00 %
    7 5,00 %
645 ThyssenKrupp GfT Polska Sp. z o.o., Krakau, Polen 630  
646 ThyssenKrupp Mannex Asia Pte. Ltd., Singapur, Singapur 633  
647 ThyssenKrupp Mannex Pty. Ltd., Sydney, Australien 498  
648 ThyssenKrupp Mannex Sverige AB, Göteborg, Schweden 633  
649 ThyssenKrupp Mannex UK Ltd., Woking, Großbritannien 721  
650 ThyssenKrupp Máquinas e Equipamentos Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 642 95,00 %
    7 5,00 %
651 ThyssenKrupp MinEnergy (Tianjin) Co.,  Ltd., Tianjin, VR China 636  
652 ThyssenKrupp Steelcom N.Z.  Ltd., , Neuseeland 629  
653 ThyssenKrupp Steelcom Pty. Ltd., North Sydney, Australien 629  
654 ThyssenKrupp-Dopravné Stavby Slovensko s.r.o., Bratislava, Slowakische Republik 630  
655 TOO ThyssenKrupp-CL COO, Aktau, Kasachstan 629  
656 UAB ThyssenKrupp Baltija, Klaipeda, Litauen 629  
  Auslaufbereich    
657 Aloverzee Handelsgesellschaft mbH, Düsseldorf 498  
658 Health Care Solutions GmbH, Düsseldorf 498  
659 Peiniger International GmbH, Gelsenkirchen 664  
660 Thyssen Altwert Umweltservice GmbH, Düsseldorf 687  
661 Thyssen Rheinstahl Technik GmbH, Düsseldorf 498  
662 ThyssenKrupp Facilities Services GmbH, Düsseldorf 498 94,90 %
    670 5,10 %
663 ThyssenKrupp Information Services GmbH, Düsseldorf 683  
664 ThyssenKrupp Systems & Services GmbH, Düsseldorf 498 94,90 %
    670 5,10 %
665 Vermögensverwaltungsgesellschaft KWT mbH, Grünwald 662  
666 Vermögensverwaltungsgesellschaft TIS mbH, Grünwald 663  
667 Vermögensverwaltungsgesellschaft Xtend mbH, Grünwald 498  
668 Xtend new media Holding GmbH, Grünwald 663  
669 Thyssen Sudamerica N.V., Willemstad, Niederländische Antillen 568  
  Corporate    
  Corporate Headquarters    
670 ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen    
671 Banter See Vermögensverwaltung GmbH, Düsseldorf 687  
672 Blohm + Voss Holding GmbH, Hamburg 670  
673 Bucketwheel Engineering GmbH, Essen 137  
674 CCI Crane Cooperation International Handelsgesellschaft mbH, Ludwigsfelde 670  
675 GLH GmbH, Essen 699  
676 Hoesch AG, Düsseldorf 670  
677 Konsortium für Kurssicherung GbR, Düsseldorf 1 43,80 %
    92 18,99 %
    670 17,07 %
    142 11,67 %
    498 5,57 %
    340 0,65 %
678 Krupp Entwicklungszentrum GmbH, Essen 727  
679 Krupp Industrietechnik GmbH, Essen 683 94,90 %
    670 5,10 %
680 Krupp Informatik GmbH, Düsseldorf 137  
681 MONTAN GmbH Assekuranz-Makler, Düsseldorf 692  
682 Reisebüro Dr. Tigges GmbH, Essen 498  
683 Thyssen Stahl GmbH, Düsseldorf 670 82,64 %
    727 17,36 %
684 ThyssenKrupp Academy GmbH, Düsseldorf 670  
685 ThyssenKrupp AdMin GmbH, Düsseldorf 687  
686 ThyssenKrupp DeliCate GmbH, Düsseldorf 687  
687 ThyssenKrupp Dienstleistungen GmbH, Düsseldorf 670  
688 ThyssenKrupp Erste Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 683  
689 ThyssenKrupp Management Consulting GmbH, Düsseldorf 683  
690 ThyssenKrupp Materials Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 670  
691 ThyssenKrupp Reinsurance AG, Essen 692  
692 ThyssenKrupp Risk and Insurance Services GmbH, Essen 670  
693 ThyssenKrupp Steel Beteiligungen GmbH, Düsseldorf 683 94,90 %
    670 5,10 %
694 ThyssenKrupp TKW Verwaltungs GmbH, Bochum 687  
695 Vermögensverwaltungsgesellschaft EZM mbH, Grünwald 693  
696 Vermögensverwaltungsgesellschaft KSH mbH, Grünwald 670  
697 Waggonbau Brüninghaus Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 670  
698 Budcan Holdings Inc., Kitchener/Ontario, Kanada 708  
699 GLH, LLC, Fond du Lac/Wisconsin, USA 722  
700 Grupo ThyssenKrupp S.L., Madrid, Spanien 670  
701 Thyssen Acquisition Corp., Dover/Delaware, USA 722  
702 Thyssen Stahlunion Holdings Ltd., Smethwick, Großbritannien 721  
703 ThyssenKrupp Austria Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich 705  
704 ThyssenKrupp Austria GmbH, Wien, Österreich 670  
705 ThyssenKrupp Austria GmbH & Co. KG, Wien, Österreich 670  
706 ThyssenKrupp Automotive Tallent Services Ltd., Durham, Großbritannien 72  
707 ThyssenKrupp Budd Canada Inc., Kitchener/Ontario, Kanada 698  
708 ThyssenKrupp Budd Company, Troy/Michigan, USA 701  
709 ThyssenKrupp Camford Engineering PLC, Newton Aycliffe, Großbritannien 146  
710 ThyssenKrupp Camford Ltd., Newton Aycliff, Großbritannien 72  
711 ThyssenKrupp Canada, Inc., Alberta, Kanada 670  
712 ThyssenKrupp (China) Ltd., Beijing, VR China 670  
713 ThyssenKrupp Finance Canada, Inc., Calgary, Kanada 670  
714 ThyssenKrupp Finance Nederland B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 670  
715 ThyssenKrupp Finance USA, Inc., Wilmington/Delaware, USA 722  
716 ThyssenKrupp France S.A.S., Rueil-Malmaison, Frankreich 670  
717 ThyssenKrupp Intermediate U.K. Ltd., County Durham, Großbritannien 721  
718 ThyssenKrupp Italia S.p.A., Terni, Italien 670  
719 ThyssenKrupp Knowsley Ltd., Merseyside, Großbritannien 142  
720 ThyssenKrupp Nederland B.V., Roermond, Niederlande 670  
721 ThyssenKrupp UK Plc., County Durham, Großbritannien 670 100,00 % 3)
    683 0,00 % 3)
722 ThyssenKrupp USA, Inc., Troy/Michigan, USA 670  
723 Transit America Inc., Philadelphia/Pennsylvania, USA 701  
  Corporate Real Estate    
724 GVZ Ellinghausen Entwicklungs GmbH, Essen 670  
725 Hellweg Liegenschaften GmbH, Bochum 727  
726 Immover Gesellschaft für Grundstücksverwaltung mbH, Essen 741  
727 Krupp Hoesch Stahl GmbH, Dortmund 670  
728 Liegenschaftsgesellschaft Lintorf mbH, Düsseldorf 683  
729 Stahlhauser Liegenschaften Verwaltungsgesellschaft mbH, Essen 741 88,00 %
    670 6,00 %
730 Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Industrie, Essen 142 94,90 %
    726 5,10 %
731 Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Stahl, Essen 683 94,90 %
    726 5,10 %
732 ThyssenKrupp ExperSite GmbH, Kassel 662  
733 ThyssenKrupp Grundbesitz Verwaltungs GmbH, Essen 670  
734 ThyssenKrupp Grundbesitz-Vermietungs GmbH & Co. KG, Essen 670  
735 ThyssenKrupp Grundstücksgesellschaft Dinslaken mbH, Essen 741 94,90 %
    670 5,10 %
736 ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Krupp Hoesch Stahl, Essen 727  
737 ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Stahl, Essen 731  
738 ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Concordiahütte GmbH, Oberhausen 142 94,80 %
    670 5,20 %
739 ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Krefeld GmbH, Oberhausen 683  
740 ThyssenKrupp Liegenschaften Umformtechnik Verwaltungs GmbH, Essen 142 94,80 %
    670 5,20 %
741 ThyssenKrupp Real Estate GmbH, Essen 670  
742 Vermögensverwaltungsgesellschaft S + S mbH, Grünwald 741 51,00 %
    670 49,00 %
743 Kappel Immobilien AG in Liq., Kappel, Schweiz 670  
744 Rhenus Immobilien Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 703  
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen (Stand 30.09.2009)
Lfd. Nr. Name und Sitz gehalten über lfd. Nr.  
  Steel    
  Corporate TKS    
745 CTA Termoelétrica do Atlântico Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 7  
  Steelmaking    
746 DE-VerwaltungsGmbH, Duisburg 1  
  Stainless    
  ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni    
747 Terni - Società per l'Industria e l'Elettricità s.r.l., Terni, Italien 101  
  ThyssenKrupp VDM    
748 VDM-Unterstützungskasse GmbH, Werdohl 121  
  Technologies    
  Zentralbereich    
749 Thyssen TPS Vermögensverwaltungs GmbH, Essen 142  
750 ThyssenKrupp Automotive Italia S.r.l., Turin, Italien 142 99,00 %
    316 1,00 %
751 ThyssenKrupp Industries (Thailand) Ltd., Bangkok, Thailand 142  
752 ThyssenKrupp Technologies HELLAS Marketing Services S.A., Athen, Griechenland 142 99,98 %
    234 0,02 %
  Plant Technology    
753 Polysius Wohnungsbau GmbH, Münster 153  
754 Polysius-Hilfe GmbH, Münster 153  
755 Edeleanu SDN. BHD., Kuala Lumpur, Malaysia 161  
756 Krupp Uhde Venezuela, C.A., Caracas, Venezuela 161  
757 Maerz Ofenbau SRL, Timisoara, Rumänien 167  
758 RCE Industrieofenbau GmbH, Radentheim, Österreich 167  
759 ThyssenKrupp Drauz Nothelfer S.L., Barcelona, Spanien 700  
760 ThyssenKrupp System Engineering S.r.l., Turin, Italien 718 98,00 %
    157 2,00 %
761 Uhde do Brasil Ltda., São Paulo, Brasilien 161  
762 Uhde Edeleanu s.r.o., Brno, Tschechische Republik 161  
763 Uhde Inventa-Fischer Chemical Fiber Equipment (Shanghai) Ltd., Shanghai, VR China 712  
  Marine Systems    
764 Maritime Services Consultant Enterprise Sdn.Bhd., Petaling Jaya, Malaysia 225  
765 ThyssenKrupp Marine Systems Australia Pty Ltd, Canberra, Australien 225  
766 United Stirling, Malmö, Schweden 244  
  Components Technology    
767 Roballo France S.A.R.L., Rueil-Malmaison, Frankreich 716  
  Elevator    
  Southern Europe/Africa/Middle East (SEAME)    
768 Aliança Ibérica Reparadora de Ascensores, Lda., Amadora, Portugal 411  
769 Ascensores Falcao  S.A., Massamá, Portugal 411  
770 ASREM-Transport Vertical S.A., PORTO, Portugal 411  
771 EDAFA Elevadores Lda., QUARTEIRA, Portugal 411  
772 ThyssenKrupp Elevator (Management) Ltd., Rishon Le'zion, Israel 338 50,00 %
    419 50,00 %
  Asia/Pacific (AP)    
773 TK Lif & Eskalator Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia 462  
  Services    
  Zentralbereich    
774 ThyssenKrupp HiServ s.r.o., Kosice, Slowakische Republik 498  
  Materials Services International    
775 OST-PLUS s.r.o., Teplice, Tschechische Republik 504  
  Industrial Services    
776 ThyssenKrupp Xervon Dubai (L.L.C.), Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 615  
  Special Products    
777 DvB Aufbereitungs-GmbH zur Behandlung von Metallprodukten, Duisburg 635  
At equity bewertete Beteiligungen (*=Joint Venture) (Stand 30.09.2009)
Lfd. Nr. Name und Sitz gehalten über lfd. Nr.  
  Steel    
  Corporate TKS    
778 Walzen-Service-Center GmbH, Oberhausen* 1  
779 Acciai di Qualità, Centro Lavorazione Lamiere S.p.A., Geonova, Italien 718  
  Steelmaking    
780 Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg* 1  
781 RKE N.V., Antwerpen, Belgien 1  
782 Transport- en Handelmaatschappij `Steenkolen Utrecht` B.V., Rotterdam, Niederlande* 19  
  Industry    
783 SUNSCAPE ISOCAB NEW BUILDING MATERIALS LIMITED, Rizhao City, VR China 28  
784 Thyssen Ros Casares S.A., Valencia, Spanien* 24  
  Auto    
785 ANSC-TKS Galvanizing Co., Ltd., Dalian, Liaoning Province, VR China* 1  
786 TKAS (Changchun) Steel Service Center Ltd., Changchun, VR China* 712  
  Processing    
787 Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl GmbH (KBS), Düsseldorf 86  
  Stainless    
  ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni    
788 Euroacciai S.r.l., Sarezzo (BS), Italien 101  
789 Ilserv S.r.l., Terni, Italien 101  
790 Terni Frantumati S.p.A., Terni, Italien 101  
  ThyssenKrupp Mexinox    
791 Fischer Mexicana S.A. de C.V., Puebla, Mexico* 108  
  Technologies    
  Plant Technology    
792 Transrapid International GmbH & Co. KG, Berlin* 160  
793 Uhdenora S.p.A., Milan, Italien* 161  
  Marine Systems    
794 Atlas Elektronik GmbH, Bremen* 142  
795 Cryotrans Schiffahrts GmbH & Co. KG MS "Gaschen Moon", Emden 230  
796 Cryotrans Schiffahrts GmbH & Co. KG MS "Gaschen Star", Emden 230  
797 DOLORES Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Emden 230  
798 MARLOG Marine Logistik GmbH & Co. KG, Kiel* 228  
799 MarineForce International LLP, London, Großbritannien* 228  
  Components Technology    
800 Huizhou Sumikin Forging Company Ltd., Huizhou, VR China* 712  
  Elevator    
  Americas (AMS)    
801 Braun ThyssenKrupp Elevator LLC, Madison (Wisconsin), USA* 445  
  Services    
  Materials Services International    
802 Aceros de America Inc., San Juan, Puerto Rico* 511  
803 Ferona Thyssen Plastics, s.r.o., Olomouc, Tschechische Republik* 498  
804 Leong Jin Corporation Pte. Ltd., Singapur, Singapur 498  
805 Polarputki Oy, Helsinki, Finnland* 498  
806 Resopal S.A., Madrid, Spanien 576  
  Industrial Services    
807 LTS Nordwest GmbH, Nordenham* 594  
  Special Products    
808 Brouwer Shipping & Chartering GmbH, Hamburg 636  
809 TGHM GmbH & Co. KG, Dortmund* 670  
810 BCCW (Tangshan) Jiahua Coking & Chemical Co., Ltd., Tangshan, VR China 636  
811 MRT Track & Services Co., Inc., New Jersey, USA* 630  
812 OOO Bel GfT Bautechnik, Republik Belarus, Minsker Gebiet, Minsker Rayon, Stadt Smolewitschi, Weißrußland 629  
  Corporate    
  Corporate Real Estate    
813 COMUNITHY Immobilien GmbH, Düsseldorf 741  
Sonstige assoziierte Beteiligungen (*=Joint Venture) Stand 30.09.2009)
Lfd. Nr. Name und Sitz gehalten über lfd. Nr.  
  Steel    
  Auto    
814 JEVISE Corporation, Tokyo, Japan* 1  
  Stainless    
  ThyssenKrupp VDM    
815 MOL Katalysatortechnik GmbH, Merseburg 121  
  Technologies    
  Plant Technology    
816 PAN Grundstücksverwaltung GmbH, Mainz 753  
817 Transrapid International Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin 160  
818 Shedden (Malaysia) Sdn. Bhd., Petaling Jaya, Malaysia 219  
  Marine Systems    
819 Marlog Verwaltungsgesellschaft mbH, Kiel 228  
820 MS "MARITIM FRANKFURT" Schiffahrtskontor "MARITIM" GmbH & Co. KG, Kiel 228  
821 MS "MARITIM KIEL" Schiffahrtskontor "MARITIM" GmbH & Co. KG, Kiel 228  
822 MTG Marinetechnik GmbH, Hamburg 225 20,00 %
    228 19,00 %
    794 10,00 %
823 Australian Marine Technologies Pty. Ltd., Williamstown, Victoria, Australien 765  
824 Bollfilter Japan Ltd., Kobe, Japan 222  
825 LISNAVE-ESTALEIROS NAVAIS S.A., Lissabon, Portugal 234  
826 Simplex Turbulo Company Ltd., Wherwell, Großbritannien 222  
  Components Technology    
827 ABC Sistemas e Módulos Ltda., São Paulo, Brasilien 300  
  Services    
  Materials Services International    
828 BITROS - Thyssen Special Steels S.A., Aspropyrgos, Griechenland 498  
829 Sidecontrol S.L., Gandia, Spanien 527  
  Special Products    
830 SIB Schell Industrieanlagen-Bau GmbH, Duisburg 624  
831 Solid Slab Track GmbH, Görschen 630  
832 TGHM Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund 670  
833 Indo German International Private Ltd., New Delhi, Indien 633  
  Corporate    
  Corporate Headquarters    
834 Grundstücksgesellschaft Schlossplatz 1 mbH & Co.KG, Berlin 670  
  Corporate Real Estate    
835 Gewerkschaft Hermann V GmbH, Essen 727  
836 NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gelsenkirchen KG, Düsseldorf 730  
837 Wohnpark Duisburg Biegerhof GmbH, Düsseldorf 726  
Andere Beteiligungsunternehmen § 313 Abs.2 Nr. 4 HGB (Stand 30.09.2009)
Lfd. Nr. Name und Sitz gehalten über lfd. Nr.  
  Corporate  
  Corporate Real Estate  
838 VBW Bauen und Wohnen GmbH, Bochum 727
  Eigenkapital  
  Jahresergebnis  
1) nach IFRS Vorschriften einbezogen
2) Jahresabschluss nicht 30.09.
3) Splitteranteil ab der 4. Kommastelle
4) Konzernmutter

 

Düsseldorf, 09. November 2009

 

ThyssenKrupp AG

Der Vorstand

Schulz                                                                                                            Middelmann

Berlien                                                                                                           Eichler

Hippe                                                                                                             Labonte

 

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

 

Wir haben den von der ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie ergänzend unter Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 09. November 2009

 

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

 

Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher                                                                       Michael Gewehr

Wirtschaftsprüfer                                                                                            Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

 

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungs­grundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Düsseldorf, 09. November 2009

 

ThyssenKrupp AG

Der Vorstand

 

 

Schulz                                                                                                                        Middelmann

 

 

Berlien                                                                                                                       Eichler

 

 

Hippe                                                                                                                        Labonte

Bericht des Aufsichtsrats

 

Der Aufsichtsrat informiert im nachfolgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008/2009. Im Mittelpunkt der Beratungen mit dem Vorstand standen insbesondere die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf den ThyssenKrupp Konzern, die großen Investitionsprojekte des Stahlbereichs in Brasilien und den USA sowie die neue Organisation des Konzerns.

 

 

Überwachung und Beratung im kontinuierlichen Dialog mit dem Vorstand

Auch im Geschäftsjahr 2008/2009 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Zur Diskussion und Entscheidung standen in den einzelnen Sitzungen des Aufsichtsrats zahlreiche Sachthemen sowie zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle.

 

Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung kontinuierlich begleitet und überwacht. In alle für das Unternehmen bedeutsamen Entscheidungen war der Aufsichtsrat frühzeitig und intensiv eingebunden. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war durch einen intensiven und offenen Austausch gekennzeichnet. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte, vor allem über die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage und deren Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation, über Investitionsvorhaben und laufende Investitionen sowie über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung und ‑strategie. Unser besonderes Augenmerk galt im Berichtsjahr vor dem Hintergrund der welt­weiten Finanz- und Wirtschaftskrise der aktuellen Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, ferner der Neuorganisation des Konzerns sowie der Entwicklung der beiden großen Investitionsprojekte in Brasilien und den USA. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand mit uns abgestimmt. Bei Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen gab der Vorstand ausführliche Erläuterungen in schriftlicher oder mündlicher Form ab. Zusammen mit dem Vorstand diskutierten wir intensiv über die Gründe für die Abweichungen, so dass zielführende Maßnahmen eingeleitet werden konnten.

 

Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands in den Ausschüssen und im Plenum ausführlich erörtert. Nach gründlicher Prüfung und Beratung hat der Aufsichtsrat zu den Berichten und den Beschlussvorschlägen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, sein Votum abgegeben. Auch außerhalb der Sitzungen des Plenums und der Ausschüsse standen wir in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Wir haben uns über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen informiert und den Vorstand beratend unterstützt. Darüber hinaus habe ich als Aufsichts­rats­vorsitzender in gesonderten Gesprächen mit dem Vorstand die Perspektiven der einzelnen Konzernsegmente sowie die neue Konzernorganisation und die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf ThyssenKrupp erörtert. Die Anteilseigner- und die Arbeit­nehmer­vertreter haben jeweils in gesonderten Gesprächen vor den Aufsichts­rats­sitzungen wesent­liche Themen der Tagesordnung beraten.

 

Im Geschäftsjahr 2008/2009 befasste sich der Aufsichtsrat in vier turnusmäßigen und einer außerordentlichen Sitzung eingehend mit der wirtschaftlichen Lage, mit der operativen und strategischen Entwicklung des Unternehmens und seiner Geschäftsfelder sowie mit der Neuorganisation des Konzerns. Mit dem Ende der Hauptversammlung am 23. Januar 2009 waren die Mandate der Arbeitnehmervertreter aus­gelaufen. Unmittelbar nach der Hauptversammlung fand eine konstituierende Sitzung des Aufsichtsrats mit den neu gewählten Arbeitnehmervertretern statt. Diese wurden bereits in der Delegiertenversammlung am 09. Dezember 2008 gewählt.

 

Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für die Beurteilung von Lage oder Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den Sitzungen unverzüglich mittels schriftlicher Berichte umfassend in Kenntnis gesetzt. Zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle hat der Vorstand anhand aus­führ­licher Unterlagen jeweils ordnungsgemäß zur Beschlussfassung vorgelegt. Neue zustim­mungspflichtige Geschäfte sind vom Aufsichtsrat im Berichtsjahr nicht festgelegt worden. In Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden wurde in sachlich gebotenen Fällen eine Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren durchgeführt. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsrats­mit­gliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im Berichtsjahr nicht aufgetreten.

 

Die Präsenz bei den Aufsichtsratssitzungen lag im Berichtsjahr durchschnittlich bei 96 %. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Aus­schüsse tagten im Berichtsjahr jeweils in vollzähliger Besetzung.

 

Effiziente Arbeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats

Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat insgesamt sechs Ausschüsse ein­ge­richtet, die die Arbeit im Plenum effektiv unterstützen. Die Ausschüsse bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die Themen vor, die im Plenum zu behandeln sind. In Einzelfällen wurden im gesetzlichen Rahmen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Diese Aufteilung hat sich in der Praxis ausgezeichnet bewährt. Außer im Prüfungsausschuss führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz. Über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschuss-Sitzungen wurde in den nachfolgenden Plenumssitzungen jeweils berichtet. Deshalb verfügte der Aufsichts­rat über eine umfassende Informationsbasis, um sich mit den jeweiligen Themen auseinanderzusetzen. Die Zusam­mensetzung der einzelnen Ausschüsse kann der Anlage entnommen werden.

 

Das Präsidium trat im Berichtsjahr zu sieben Sitzungen zusammen. Auch außerhalb dieser Sitzungen habe ich mit den Präsidiumsmitgliedern engen Kontakt gehalten und Projekte von besonderer Bedeutung für den Konzern besprochen. Schwerpunkte der Beratungen im Präsi­di­um waren die Vorbereitung der Plenumssitzungen, die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Konzern, die neue Konzernorganisation, die Fortschritts­berichte zur Errichtung der Werke in Brasilien und den USA sowie die Vorbereitung der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats.

 

Der Personalausschuss, der die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, kam fünfmal zusammen. Bis zur Änderung der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat am 04. September 2009 oblagen ihm anstelle des Aufsichtsrats auch die Beschlussfassung über Abschluss, Änderung und Beendigung der Anstellungs­verträge mit den Mitgliedern des Vorstands und die Festlegung einer jährlichen Tantieme. Wesentliche Beratungsthemen waren im Berichtsjahr die Aufhebung der Bestellun­gen von Herrn Jürgen H. Fechter und Herrn Dr. Karl-Ulrich Köhler zu Vorstands­mit­gliedern der ThyssenKrupp AG, die Ausscheidungsvereinbarungen mit den beiden Herren sowie die Neubestellung von Herrn Dr. Alan Hippe zum Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp AG und die damit einhergehende Änderung der Geschäfts­verteilung des Vorstands. Ferner hat der Personalausschuss dem Plenum vorgeschlagen, vor dem Hintergrund der aktuellen Ergebnissituation für das Geschäftsjahr 2008/2009 keine Tantieme an die Mitglieder des Vorstands der ThyssenKrupp AG zu zahlen. Er erteilte des Weiteren seine Zustimmung zur Übernahme von Mandaten durch einzelne Vorstandsmitglieder bei anderen Unternehmen sowie zur Beauf­tragung der Rechtsanwalts­sozietät Clifford Chance, der das Aufsichtsratsmitglied Herr Dr. Kersten v. Schenck bis zum 30. Juni 2009 als Partner angehörte und für die er seit seinem Ausscheiden als Partner nun als Of Counsel tätig ist.

 

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden.

 

Der Prüfungsausschuss kam viermal zusammen. An den Sitzungen nahmen regelmäßig die Abschlussprüfer sowie der Vorsitzende des Vorstands, sein Stellvertreter und der Finanz­vor­stand teil. Der Ausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers sowie mit der Weiter­ent­wicklung des Risikomanagements und des Compliance-Programms. Ferner wurden die zu veröffentlichenden Zwischenberichte erörtert. Ein weiteres Thema waren die Auswirkungen des neu in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes auf den Konzern. In seiner November-Sitzung 2008 wurde der Ausschuss umfassend über die Compliance-Aktivitäten des Konzerns informiert. Der Abschlussprüfer berichtete stets ausführlich über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung bzw. der prüferischen Durchsicht der Zwischenberichte ergeben hatten.

 

Der Prüfungsausschuss hat sich außerdem mit der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer befasst und dem Plenum einen Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2008/2009 unterbreitet. Nach der Wahl durch die Hauptversammlung beauf­tragte der Prüfungsausschuss den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses der ThyssenKrupp AG sowie mit der prüferischen Durchsicht der Zwischenberichte. Ferner wurde die Vergütung für den Abschlussprüfer beschlossen. In diesem Zusammenhang wurden die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt und die Qualifikation des Prüfers überwacht. Behandelt wurde ferner die Vergabe von Aufträgen für nicht prüfungs­bezogene Dienstleistungen an den Abschlussprüfer. Der Prüfungsausschuss ließ sich regel­mäßig über den Stand der großen Investitionsprojekte in Brasilien und den USA im Stahl- und Edelstahlbereich informieren und hat diese Projekte eingehend erörtert. Ein wesentliches Thema war dabei der Stand der Arbeiten an der Kokerei im Werk Brasilien. Auch im Prüfungsausschuss wurden die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise, insbesondere im Hinblick auf die Refinanzierungsmöglichkeiten des Konzerns, regelmäßig und ausführlich erörtert. Der Ausschuss hat sich ferner mit den Ergebnissen der internen Prüfungstätigkeit der Konzernrevision sowie mit regelmäßigen Berichten über rechtliche Risiken auseinander­gesetzt; so konnte er sich von der Rechtmäßigkeit der Unternehmensführung überzeugen.

 

Der Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss befasste sich im Berichtsjahr in drei Sitzun­gen mit der strategischen Weiterentwicklung und der Neuorganisation des Konzerns und der einzelnen Segmente. Weitere Themen waren die Unternehmens- und Investitions­planung sowie die Vorbereitung entsprechender Beschlüsse des Aufsichtsrats. Ausführlich wurden auch in diesem Ausschuss die beiden Investitionsprojekte in Brasilien und den USA behandelt.

 

Der im September 2007 gebildete Nominierungsausschuss nahm im Berichtsjahr seine Arbeit auf, um Wahlvorschläge für die anstehende Neuwahl der Anteilseignervertreter in der Haupt­ver­sammlung am 21. Januar 2010 zu erörtern. Er legte Kriterien fest, auf deren Basis er anschließend Kandidaten auswählte und dem Plenum zur Nominierung vorschlug.

 

Sitzungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrats

Gegenstand regelmäßiger Erörterungen im Plenum waren die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf ThyssenKrupp, die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungs­ent­wicklung des Konzerns und seiner Segmente, die Finanzlage und Rating-Situation sowie alle wesentlichen Beteiligungs- und Desinvestitionsprojekte. In mehreren Sitzungen wurden ferner die großen Investitionsprojekte in Brasilien und den USA sowie die neue Organisation des Konzerns erörtert.

 

In der Sitzung am 27. November 2008 haben wir uns vorrangig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss zum 30. September 2008 – einschließlich Gewinnverwendungsvorschlag des Vor­stands – sowie mit der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2008/2009 befasst. Auf der Grundlage eines ausführlichen Berichts des Vorstands haben wir ferner über die strategische Weiterentwicklung des Konzerns sowie über die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise beraten. Breiten Raum nahm die Erörterung der bereits erwähnten Investitions­projekte in Brasilien und den USA ein. Nach ausführlicher Beratung haben wir der Erhöhung der Investitionsbudgets für beide Projekte zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat außer­dem die vom Personalausschuss auf Basis der geltenden Tantiemerichtlinie festgelegte Tantieme für das Geschäftsjahr 2007/2008 für die einzelnen Vorstandsmitglieder zustimmend zur Kenntnis genommen und die Tagesordnung für die Hauptversammlung der ThyssenKrupp AG am 23. Januar 2009 mit den Beschlussvorschlägen verabschiedet. Ferner haben wir dem Verkauf der von Thyssen­Krupp Services gehaltenen Anteile an der Dufer S.A. sowie dem Erwerb der ausstehenden Minderheitsanteile an der ThyssenKrupp Röhm Kunst­stoffe GmbH unsere Zustimmung erteilt. Gegenstand unserer Beratungen war überdies ein Fort­schritts­bericht zum neuen Thyssen­Krupp Quartier in Essen. In Abwesenheit des Vorstands hat sich der Aufsichtsrat nach vorheri­ger Vorbereitung im Präsidium mit der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats befasst.

 

In der Sitzung am 23. Januar 2009, unmittelbar vor der Hauptversammlung, hat uns der Vorstand vornehmlich über die aktuelle Lage des Konzerns informiert. Ferner haben wir die Sitzung zur Vorbereitung der anschließenden Hauptversammlung genutzt. Des Weiteren wurde das Thema Vorstandsangelegenheiten erörtert. Nachdem wir in dieser Sitzung die Bestellung von Herrn Dr. Alan Hippe zum Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp AG beraten hatten, erfolgte der entsprechende Beschluss Ende Januar im schriftlichen Verfahren.

 

Unmittelbar nach der Hauptversammlung am 23. Januar 2009 wurden in der konstituieren­den Sitzung des Aufsichtsrats Herr Dr. Gerhard Cromme als Vorsitzender des Aufsichtsrats bestätigt und Herr Bertin Eichler wiederum zum stellvertretenden Vorsitzenden des Auf­sichts­rats gewählt. Die Ausschüsse wurden auf Seiten der Arbeitnehmervertreter neu besetzt.

 

In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 27. März 2009 haben wir vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschaftskrise mit dem Vorstand die Lage des Konzerns, die Rating-Situation sowie den Stand der Großprojekte in Brasilien und den USA erörtert. Ein Schwerpunkt dieser Sitzung war das vom Vorstand vorgelegte Konzept zur Neuorganisation des Konzerns, das wir ausführlich beraten haben. Der Aufsichtsrat hat sich ferner nach vorheri­ger Beratung im Personalausschuss mit Vorstandspersonalien befasst und einen neuen Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand verabschiedet.

 

Die Sitzung am 13. Mai 2009 haben wir genutzt, um mit dem Vorstand nach dem regel­mäßigen Bericht zur Lage des Konzerns insbesondere das weiterentwickelte Konzept zur neuen Konzernorganisation zu erörtern. Der Vorstand hat uns ferner einen ausführlichen Bericht zum ThyssenKrupp PLuS-Programm gegeben, mit dem insbesondere Maßnahmen zur Verringerung des Netto-Umlaufvermögens und zur Ergebnissicherung realisiert werden. Die Finanz­­lage des Konzerns und die Rating-Situation waren ebenso Gegenstand unserer Bera­tun­gen wie die Überlegungen des Vorstands zur Verschiebung von Investitionsprojekten. Wir haben einzelne Maßnahmenprogramme zur Effizienzsteigerung in den Segmenten erörtert sowie die Situation der Werften und der in der Automobilzulieferung tätigen Konzern­unter­nehmen diskutiert. Gegenstand der Sitzung war ferner der Stand der Arbeiten am Thyssen­Krupp Quartier. Darüber hinaus haben wir im Rahmen des European-Manufacturing-Konzepts des Segments Elevator einem Grundstückserwerb in Madrid zuge­stimmt. In Abwesenheit des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Änderung der Tantieme­richtlinie für den Vorstand erörtert und beschlossen.

 

Schwerpunkte unserer Beratungen in der Sitzung am 04. September 2009 waren der Bericht des Vorstands zur Lage des Konzerns, Fortschrittsberichte zur Errichtung der neuen Stahl- und Verarbeitungswerke in Brasilien und den USA sowie die Verabschiedung der neuen Konzern­organisation und eines neuen Geschäftsverteilungsplans für den Vorstand. Im Zuge der Neuorganisation hat uns der Vorstand über die zukünftige Ausrichtung der beiden Divisions Materials und Technologies unterrichtet. Ferner haben wir in dieser Sitzung der Aufstockung der Beteiligung der brasilianischen Vale S.A. an der ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico Ltda. zugestimmt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Personalausschusses beschlossen, vor dem Hintergrund der aktuellen Ergebnissituation für das Geschäftsjahr 2008/2009 keine Tantieme an die Mitglieder des Vorstands zu zahlen.

 

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Weiterentwicklung der Corporate-Governance-Standards fortlaufend beobachtet. Über die Corporate Governance bei Thyssen­Krupp berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der Aufsichtsrat hat die Umsetzung des Kodex bei ThyssenKrupp in der Auf­sichts­rats­sitzung am 04. September 2009 intensiv diskutiert. Dabei haben wir uns insbesondere mit den von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Sitzung am 18. Juni 2009 vorgenommenen Kodex-Änderungen auseinandergesetzt. In Umsetzung neuer gesetzlicher Vorschriften sowie der neuen Empfehlungen des Kodex haben wir uns in Abwesenheit des Vorstands mit dem Vergütungssystem für den Vorstand befasst und Änderungen der Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss beschlossen. Ferner hat der Aufsichtsrat fest­ge­stellt, dass ihm eine nach seiner Einschätzung ausreichende Anzahl unabhängiger Mit­glieder angehört.

 

Vorstand und Aufsichtsrat haben zum 01. Oktober 2009 gemeinsam eine aktualisierte Ent­sprechens­erklärung nach § 161 AktG abgegeben, die den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich ist. Die ThyssenKrupp AG entspricht sämtlichen vom Bundes­ministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 05. August 2009 bekannt gemachten Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009. Auch alle Anregungen des Kodex werden befolgt.

 

Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2008 bis 30. September 2009 und den Lagebericht der ThyssenKrupp AG geprüft. Den Prüfauftrag hatte der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats entsprechend dem Beschluss der Haupt­ver­sammlung vom 23. Januar 2009 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen unein­ge­schränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss der ThyssenKrupp AG für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2008 bis 30. September 2009 und der Konzernlagebericht wurden gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungs­legungs­standards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Auch diesen Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht hat der Abschlussprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungs­vermerk versehen.

 

Der Prüfungsausschuss hatte für das Berichtsjahr folgenden Prüfungsschwerpunkt festgelegt: Bestimmung der für die Konzern­abschluss­erstellung relevanten Elemente des internen Kontroll­systems im Rechnungswesen des ThyssenKrupp Konzerns. Der Bericht hierüber sowie die weiteren Prüfungsberichte und die Abschlussunterlagen wurden allen Aufsichtsrats­mitgliedern rechtzeitig zugesandt. Sie wurden in der Prüfungsausschuss-Sitzung am 13. November 2009 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 26. November 2009 aus­führlich diskutiert. In beiden Sitzungen berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat uns in der Plenumssitzung einen ausführlichen Bericht über die Behandlung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses im Prüfungs­­ausschuss erstattet. Nach eigener Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung am 26. November 2009 gemäß der Empfehlung des Prüfungsausschusses den vom Vorstand aufge­stellten Jahresabschluss und Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem vom Vorstand erläuterten Gewinnverwendungsvorschlag haben wir uns nach eigener Prüfung und Abwägung aller Argumente angeschlossen, um die in den letzten Jahren praktizierte Dividendenkontinuität fortzusetzen. Wir halten die vorgeschlagene Dividende für angemessen.

 

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Wie bereits im letzten Geschäftsbericht dargestellt, hat Herr Dr. Heinrich v. Pierer sein Auf­sichts­ratsmandat mit Ablauf des 15. November 2008 niedergelegt. An seiner Stelle hat die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung mit Wirkung vom 16. November 2008 Herrn Jürgen R. Thumann in den Aufsichtsrat entsandt. Mit Ablauf der Hauptversammlung am 23. Januar 2009 sind die Herren Heinrich Hentschel, Klaus Ix, Hüseyin Kavvesoglu und Dr. Klaus T. Müller aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Neu in den Aufsichtsrat wurden durch die Delegiertenversammlung am 09. Dezember 2008 Frau Susanne Herberger sowie die Herren Bernd Kalwa, Peter Remmler und Klaus Wiercimok gewählt. Als Nachfolger von Herrn Markus Bistram, der sein Aufsichtsratsmandat mit Ablauf des 15. September 2009 niedergelegt hat, wurde durch gerichtlichen Beschluss mit Wirkung vom 14. Oktober 2009 Herr Markus Grolms zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Den ausgeschiedenen Aufsichtsrats­mitgliedern haben wir für die gute Zusammenarbeit und die konstruktive Beglei­tung des Unternehmens und des Vorstands in den zurückliegenden Jahren gedankt.

 

Ausgeschieden aus dem Vorstand sind mit Ablauf des 31. März 2009 die Herren Jürgen H. Fechter und Dr. Karl-Ulrich Köhler sowie mit Ablauf des 14. April 2009 Herr Dr. Wolfram Mörsdorf. Herr Dr. Alan Hippe wurde mit Wirkung vom 01. April 2009 neu in den Vorstand der ThyssenKrupp AG berufen. Auch den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern haben wir für ihre langjährige Arbeit für den Konzern gedankt.

 

Der Aufsichtsrat spricht ferner den Vorständen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften Dank und Anerkennung für ihr per­sön­liches Engagement und die in einem schwierigen Umfeld geleistete Arbeit aus.

 

Der Aufsichtsrat

 

Dr. Gerhard Cromme

Vorsitzender

 

 

Düsseldorf, 26. November 2009

Anlage

Ausschüsse des Aufsichtsrats (Stand 27. November 2009)

 

 

Präsidium

 

Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Bertin Eichler, Thomas Schlenz, Dr. Henning Schulte-Noelle

 

Vermittlungsausschuss gemäß

§ 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz

 

Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Bertin Eichler, Thomas Schlenz, Dr. Henning Schulte-Noelle

 

Personalausschuss

 

Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Bertin Eichler, Thomas Schlenz, Dr. Henning Schulte-Noelle

 

Prüfungsausschuss

 

Dr. Martin Kohlhaussen (Vorsitzender),Dr. Gerhard Cromme, Bertin Eichler, Prof. Dr. Bernhard Pellens, Thomas Schlenz, Wilhelm Segerath

 

Strategie-, Finanz- und

Investitionsausschuss

 

Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Markus Bistram (bis 15.09.2009), Bertin Eichler, Theo Frielinghaus, Susanne Herberger, Bernd Kalwa, Dr. Heinz Kriwet, Prof. Dr. Ulrich Lehner, Dr. Kersten v. Schenck

 

Nominierungsausschuss

 

Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Dr. Martin Kohlhaussen, Dr. Henning Schulte-Noelle

 

 

 

Entsprechenserklärung

 

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp AG

zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gem. § 161 AktG

 

 

Die ThyssenKrupp AG entspricht sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 und hat sämtlichen Empfehlungen des Kodex im Zeitraum vom 1. Oktober 2008 bis zur Aufsichtsratssitzung am 4. September 2009 (Kodexfassung vom 6. Juni 2008) und vom 5. September bis zum 30. September 2009 (Kodexfassung vom 18. Juni 2009) entsprochen.

 

 

Duisburg/Essen, 1. Oktober 2009

 

 

Für den Aufsichtsrat                                                                    Für den Vorstand

 

 

    - Cromme -                                                                                   - Schulz -