thyssenkrupp AG

Duisburg und Essen

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2024 / 2025

1. Oktober 2024 - 31. Dezember 2024

THYSSENKRUPP IN ZAHLEN

Konzern
1. Quartal 2023/2024 1. Quartal 2024/2025 Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 7.973 12.481 4.508 57
Umsatzerlöse Mio € 8.181 7.831 - 350 - 4
EBITDA Mio € 238 394 156 66
EBIT1) Mio € - 185 102 287 ++
EBIT-Marge % - 2,3 1,3 3,6 ++
Bereinigtes EBIT1) Mio € 84 191 107 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % 1,0 2,4 1,4 ++
Ergebnis vor Steuern Mio € - 232 20 253 ++
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw. Ergebnis nach Steuern Mio € - 305 - 33 272 89
davon Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG Mio € - 314 - 51 263 84
Ergebnis je Aktie - 0,50 - 0,08 0,42 84
Operating Cashflow Mio € - 424 306 730 ++
Cashflow für Investitionen Mio € - 107 - 277 - 170 --
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 32 - 9 - 42 --
Free Cashflow2) Mio € - 499 19 518 ++
Free Cashflow vor M&A2) Mio € - 531 - 21 510 96
Netto-Finanzguthaben (31.12.) Mio € 3.796 4.298 502 13
Eigenkapital (31.12.) Mio € 11.607 10.378 - 1.229 - 11
Gearing (31.12.) % -3) -3) - -
Mitarbeitende (31.12.) 99.973 97.360 - 2.613 - 3

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).

2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

3) Aufgrund des deutlich positiven Eigenkapitals und des ausgewiesenen Netto-Finanzguthabens ist die Gearing-Kennzahl negativ und die Aussage der Gearing-Kennzahl damit bedeutungslos.

STAMMDATEN UND KENNZAHLEN ZUR THYSSENKRUPP AKTIE / ADR

ISIN Anzahl Aktien (insgesamt) Stück 622.531.741
Aktien (Börsen Frankfurt, Düsseldorf) DE 000 750 0001 Kurs Ende Dez. 2024 3,92
ADR (Außerbörslicher Handel) US88629Q2075 Marktkapitalisierung Ende Dez. 2024 Mio € 2.440
Kürzel
Aktien TKA
ADR TKAMY

Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

In diesem Finanzbericht verwenden wir im Interesse der besseren Lesbarkeit die grammatisch männliche Form, wie bspw. "Aktionär" oder die neutrale Form wie bspw. "Mitarbeitende". Sie beziehen sich immer zugleich auf alle Geschlechter der Menschen, um die es geht: männlich, weiblich, divers.

Zwischenlagebericht

Vorbemerkungen

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp im Geschäftsjahr 2024 / 2025.

Für weitere Details zur Beteiligung TK Elevator, die thyssenkrupp seit dem Verkauf des Aufzugsgeschäfts Elevator Technology Ende Juli 2020 hält und die im Rahmen der Segmentberichterstattung der "Überleitung" zugeordnet ist, siehe auch Anhang-Nr. 08 (Segmentberichterstattung) und Anhang-Nr. 07 (Finanzinstrumente).

Im Geschäftsjahr 2023 / 2024 wurde für die Aktivitäten von thyssenkrupp Electrical Steel India aus dem Segment Steel Europe ein Verkaufsprozess eingeleitet, der im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2023 / 2024 erstmals die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis als Veräußerungsgruppe erfüllt. Dementsprechend wurde in der Bilanz zum 30. September 2024 ein gesonderter Ausweis der auf diese Aktivitäten entfallenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erforderlich. Der gesonderte Ausweis der auf diese Aktivitäten entfallenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten war in der Bilanz zum 31. Dezember 2024 weiterhin erforderlich. Der Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India wurde am 30. Januar 2025 abgeschlossen.

Die Darstellung des Geschäftsverlaufs ist nach Segmenten gegliedert.

Wirtschaftsbericht

Auftragseingang Mio € Umsatzerlöse Mio €
1. Quartal 2023/2024 1. Quartal 2024/2025 1. Quartal 2023/2024 1. Quartal 2024/2025
Automotive Technology 1.854 1.630 1.863 1.669
Decarbon Technologies 644 568 900 907
Materials Services 2.857 2.885 2.860 2.737
Steel Europe 2.397 2.306 2.446 2.178
Marine Systems 529 5.436 433 568
Corporate Headquarters 1 1 2 1
Überleitung - 309 - 345 - 323 - 229
Konzern 7.973 12.481 8.181 7.831


EBIT1) Mio € Bereinigtes EBIT1)
Mio €
Mitarbeitende
1. Quartal 2023/2024 1. Quartal 2024/2025 1. Quartal 2023/2024 1. Quartal 2024/2025 31.12.2023 31.12.2024
Automotive Technology 42 - 21 48 12 31.753 31.285
Decarbon Technologies - 25 12 - 17 17 14.981 12.690
Materials Services - 13 7 26 8 16.233 15.867
Steel Europe - 143 146 69 168 26.923 27.146
Marine Systems 18 31 17 31 7.793 8.105
Corporate Headquarters - 61 - 52 - 57 - 42 631 669
Überleitung - 3 - 22 - 3 - 3 1.659 1.598
Konzern - 185 102 84 191 99.973 97.360

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).

Zusammenfassung

Geschäftsverlauf des Konzerns im 1. Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal

Der Auftragseingang lag i. W. aufgrund zweier größerer Neubauaufträge bei Marine Systems deutlich über Vorjahr. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahr u.a. aufgrund preis- und nachfragebedingter Rückgänge bei Steel Europe, Automotive Technology und Materials Services zurück.

Das Bereinigte EBIT lag i. W. getrieben durch Steigerungen bei Steel Europe, Decarbon Technologies und Marine Systems deutlich über Vorjahr. Bei Automotive Technology und Materials Services wurden rückläufige Ergebnisse verbucht.

Das Periodenergebnis war negativ, lag aber deutlich über Vorjahr i. W. infolge der Entwicklung des EBIT sowie der geringeren Wertminderungsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr

Der FCF vor M&A lag i. W. aufgrund von Anzahlungen in Höhe von 1 Mrd € im Zusammenhang mit der umfassenden Auftragserweiterung über vier U-Boote bei Marine Systems deutlich über Vorjahr. Gegenläufige Effekte waren die höhere Kapitalbindung (vor allem der stärkere Aufbau des Vorratsvermögens) sowie gestiegene Investitionen (u.a. leicht verminderte Einzahlungen aus Zuwendungen der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit der Errichtung der Direktreduktionsanlage im Segment Steel Europe).

Das Performance Programm APEX wird konsequent weitergeführt und stützte das Ergebnis in einem weiterhin herausforderndem Marktumfeld.

Geschäftsverlauf in den Segmenten im 1. Quartal im Vergleich zum Vorjahr

Bei Automotive Technology haben sich aufgrund rückläufiger Kundennachfrage in nahezu allen Geschäftsfeldern Auftragseingang und Umsatz verringert. Das Bereinigte EBIT sank aufgrund des geringeren Absatzvolumens, einer geringeren Beschäftigung im Anlagenbau sowie höherer Personalkosten (Tarifabschlüsse). Des Weiteren war das Vorjahresquartal durch positive Einmaleffekte beeinflusst.

Bei Decarbon Technologies lag der Auftragseingang in einem von Projektverschiebungen geprägten Marktumfeld unter Vorjahr. Der Umsatz konnte jedoch gegenüber Vorjahresniveau gesteigert und unter Berücksichtigung des Entkonsolidierungseffekts von thyssenkrupp Industries India deutlich gesteigert werden. Das Bereinigte EBIT wurde im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert, was u.a. an geringeren Fehlleistungskosten lag und durch APEX-Maßnahmen zusätzlich begünstigt wurde.

Bei Materials Services gingen sowohl Umsatz als auch das Bereinigte EBIT aufgrund rückläufiger Preise und einer schwachen Nachfrage im europäischen Werkstoffhandel sowie im automobilnahen Service-Center-Geschäft zurück.

Steel Europe verzeichnete aufgrund anhaltend schwacher Nachfrage einen geringeren Auftragseingang. Der Umsatz lag ebenfalls mengen- und preisbedingt unter Vorjahr. Das Bereinigte EBIT lag trotz niedrigerem Erlös- und Versandniveau aufgrund von höheren Effekten auf der Energieseite, niedrigeren Abschreibungen infolge der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr 2023 / 2024, rückläufigen Rohstoff- und Energiekosten sowie APEX-Maßnahmen über Vorjahr.

Marine Systems generierte einen deutlich höheren Auftragseingang durch die Auftragserweiterung des deutsch-norwegischen 212CD Programms Unterwasser und den Auftrag "Polarstern II" Überwasser. Sowohl Umsatz als auch das Bereinigte EBIT lagen ebenfalls deutlich über Vorjahr, resultierend aus den positiven Projektfortschritten im Neubaugeschäft und im Bereich Marineelektronik.

Gesamtjahresprognose

Die Gesamtjahresprognose für den Konzern wurde wie nachstehend angepasst. Die weiteren Kernsteuerungsgrößen sind im Vergleich zur Prognose im Geschäftsbericht 2023 / 2024 unverändert.

Umsatz: - 3 % bis 0 % gegenüber Vorjahr (zuvor: 0 % bis +3 % gegenüber Vorjahr)

Free Cashflow vor M&A: Zwischen 0 und 300 Mio € (zuvor: Zwischen - 400 und - 200 Mio €; inkl. rund 250 Mio € Auszahlungen für Restrukturierungen)

Unsere Mittelfristziele für den Konzern auf Basis seiner aktuellen Zusammensetzung wurden im Geschäftsbericht 2023 / 2024 bestätigt: Eine Bereinigte EBIT-Marge von 4 bis 6 % und dadurch ein signifikant positiver Free Cashflow vor M&A. Hohe Priorität hat zudem die verlässliche Dividendenzahlung.

Makro- und Branchenumfeld

Aussicht auf zunehmende Handelsspannungen und politische Unsicherheiten verzögern die Erholung der Weltwirtschaft - Erholung der deutschen Wirtschaft verzögert sich weiter Trotz zahlreicher Turbulenzen verzeichnete die Weltwirtschaft im Gesamtjahr 2024 ein Wachstum von 2,7 %. Für das Jahr 2025 wird im Vergleich zur Einschätzung im Geschäftsbericht 2023 / 2024 nur ein moderates Wachstum von 2,5 % prognostiziert.

Die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt von den bereits im Geschäftsbericht 2023 / 2024 genannten erheblichen Risiken geprägt.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bleibt Deutschland bei der wirtschaftlichen Erholung weiter im Rückstand. Eine nachhaltige Verbesserung der Konjunktur blieb 2024 aus; die Wirtschaft schrumpfte um 0,2 %. Auch für 2025 wird nur noch ein leichtes Wachstum von 0,4 % erwartet. Somit verzögert sich die im Geschäftsbericht 2023 / 2024 antizipierte Konjunkturerholung weiter.

Die Erwartungen für die Entwicklung der US- sowie der chinesischen Volkswirtschaften bleiben im Vergleich zum Geschäftsbericht 2023 / 2024 nahezu unverändert.

BRUTTOINLANDSPRODUKT

reale Veränderung zum Vorjahr in % 20241) 20251)
Europäische Union 0,9 1,3
Deutschland - 0,2 0,4
Osteuropa und Zentralasien 4,3 3,1
USA 2,7 2,0
Brasilien 3,2 2,5
Japan - 0,2 1,0
China 5,0 4,2
Indien 6,5 6,4
Naher Osten &Nordafrika 1,0 3,2
Welt 2,7 2,5

1) Kalenderjahr; Prognosen (teilweise)

Quelle: S&P Global Market Intelligence, Global Economy (Januar 2025)

Automobilindustrie

Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen schloss das Jahr 2024 wie im Geschäftsbericht 2023 / 2024 rückläufig gegenüber dem Vorjahr ab, jedoch infolge eines stärkeren vierten Kalenderquartals in China mit einem etwas höheren Volumen. Dahingegen wird für das Jahr 2025 anstelle eines Wachstums nunmehr von einem globalen Rückgang des Produktionsvolumens gegenüber dem Vorjahr ausgegangen.

Maschinenbau

Die Einschätzungen zur Entwicklung der Branche weltweit haben sich im Vergleich zur Berichterstattung im Geschäftsbericht 2023/2024 weiter getrübt, insbesondere in Deutschland und den USA. Die Aussichten für das Jahr 2025 bleiben ebenfalls gedämpft.

Bauwirtschaft

Die Einschätzungen zur globalen Bauwirtschaft haben sich ähnlich zum Maschinenbau entwickelt. Die Entwicklung der Branche ist, getrieben durch eine langsamere Erholung in Deutschland und den USA, im Vergleich zum Geschäftsbericht 2023 / 2024 weiter getrübt worden. Mit Blick auf China kam es i. W. zu keinen Veränderungen im Vergleich zum Geschäftsbericht 2023 / 2024.

Stahlumfeld

Auch im Stahlmarkt sind keine wesentlichen Änderungen zur Einschätzung der Marktaussichten weltweit sowie in den wesentlichen Regionen im Unterschied zur Berichterstattung im Geschäftsbericht 2023 / 2024 zu verzeichnen.


Für weiterführende Informationen zur Entwicklung der Gesamtkonjunktur sowie den Perspektiven in den wesentlichen Branchen sei hier auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2023 / 2024 verwiesen.

ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN

20241) 20251)
Fahrzeugproduktion, in Mio Pkw und leichte Nutzfahrzeuge2)
Welt 89,4 89,0
Westeuropa (inkl. Deutschland) 10,2 9,7
Deutschland 4,2 4,1
Nordamerika (USA, Mexiko, Kanada) 15,5 15,1
USA 10,2 9,9
Mexiko 4,0 4,0
Japan 7,9 7,9
China 29,9 30,0
Indien 5,7 5,9
Brasilien 2,4 2,5
Maschinenbauumsatz, real, in % gegenüber Vorjahr
Welt 0,4 2,4
Europäische Union - 5,3 0,4
Deutschland - 9,5 - 1,1
USA - 3,4 - 2,0
Japan - 5,2 1,1
China 3,7 3,8
Indien 7,2 6,9
Bautätigkeit, real, in % gegenüber Vorjahr
Welt 2,4 2,1
Europäische Union - 0,8 1,7
Deutschland - 3,4 1,3
USA 6,0 - 2,6
Japan - 3,2 - 0,3
China 2,6 2,8
Indien 9,4 7,2
Stahlnachfrage, in % gegenüber Vorjahr
Welt - 0,9 1,2
Deutschland - 7,0 5,7
Europäische Union - 1,7 3,7
USA - 1,5 2,0
China - 3,0 - 1,0
Indien 8,0 8,5

1) Kalenderjahr; Prognosen (teilweise)

2) Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 6t

Quellen: S&P Global Market Intelligence, Comparative Industry (Januar 2025), S&P Global Mobility, LV Production (Januar 2025), Oxford Economics, worldsteel (Oktober 2024), nationale Verbände

Berichterstattung zu den Segmenten

Automotive Technology

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

AUTOMOTIVE TECHNOLOGY IN ZAHLEN

1. Quartal 2023/2024 1. Quartal 2024/2025 Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 1.854 1.630 - 12
Umsatzerlöse Mio € 1.863 1.669 - 10
EBITDA Mio € 121 47 - 61
EBIT Mio € 42 - 21 --
Bereinigtes EBIT Mio € 48 12 - 75
Bereinigte-EBIT-Marge % 2,6 0,7 -
Investitionen Mio € 82 72 - 12
Mitarbeitende (31.12.) 31.753 31.285 - 1

Auftragseingang und Umsatz

Auftragseingang und Umsatz bei Automotive Technology lagen unter denen des Vorjahres. Von der geringeren Kundennachfrage waren nahezu alle Geschäftsbereiche in Europa, Nordamerika und China betroffen. Negative Währungskurseffekte entstanden i. W. aus der Umrechnung des brasilianischen Reals in Euro.

Bereinigtes EBIT

Das Bereinigte EBIT ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Ursächlich hierfür waren ein geringeres Absatzvolumen, eine geringere Beschäftigung im Anlagenbau sowie höhere Personalkosten (i. W. aufgrund von Tarifabschlüssen). Des Weiteren war das Vorjahresquartal durch positive Einmaleffekte beeinflusst, wie bspw. Erträge aus der Auflösung verschiedener Rückstellungen. APEX-Maßnahmen wirkten sich hingegen positiv aus. Hierbei handelte es sich in erster Linie um Effekte aus der Verhandlung neuer Preiskonditionen, dem Einfordern von Kompensationen aus Mindermengen, sowie aus Materialkosteneinsparungen und einer Vielzahl von Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Des Weiteren befinden sich die eingeleiteten Restrukturierungen in planmäßiger Umsetzung.

Wesentliche Sondereffekte

Wesentliche Sondereffekte betreffen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 31 Mio € für Kapazitätsanpassungen bei Forged Technologies in Italien aufgrund reduzierter Absatzerwartungen.

Investitionen

Das Investitionsvolumen lag auf dem Niveau des Vorjahres. Im Bereich Steering wurde weiter in auftragsbezogene Projekte für elektrisch unterstützte Lenksysteme investiert, u.a. in Mexiko und Europa. Bei Dynamic Components wurde auftragsbezogen in die Produktion von Rotor- und Nockenwellen in Deutschland, Ungarn, Mexiko, China und Brasilien investiert.

Generell liegt der Schwerpunkt der Investitionen bei auftragsbezogenen Projekten, mit dem Ziel der Unterstützung der Kosten- und Profitabilitätsziele sowie Wahrnehmung von Wachstumschancen.

Decarbon Technologies

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

DECARBON TECHNOLOGIES IN ZAHLEN

1. Quartal 2023/2024 1. Quartal 2024/2025 Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 644 568 - 12
Umsatzerlöse Mio € 900 907 1
EBITDA Mio € 12 41 ++
EBIT Mio € - 25 12 ++
Bereinigtes EBIT Mio € - 17 17 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % - 1,9 1,9 -
Investitionen Mio € 12 20 70
Mitarbeitende (31.12.) 14.981 12.690 - 15

Auftragseingang

Der Auftragseingang entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Dämpfend wirkten dabei insbesondere geringere Auftragseingänge im Bereich Wasserelektrolyse und im Chemieanlagenbau, die vor allem auf Projektverschiebungen zurückzuführen sind. Diese Projektverschiebungen sind durch die übliche Volatilität im Projektgeschäft und durch Verzögerungen bei Kunden beeinflusst. Unter Berücksichtigung der Entkonsolidierungseffekte von thyssenkrupp Industries India konnte der Zementanlagenbau hingegen einen deutlichen Zuwachs beim Auftragseingang für das Neubaugeschäft erzielen. Rothe Erde übertraf den Vergleichswert des Vorjahres aufgrund einer höheren Nachfrage im Anwendungsbereich Windenergie.

Umsatz

Der Umsatz lag über dem Vorjahresniveau und unter Berücksichtigung des Entkonsolidierungseffekts von thyssenkrupp Industries India deutlich über dem Vorjahr. Wesentlich hierfür war thyssenkrupp nucera, die erneut ein deutliches Umsatzwachstum verzeichnete, getrieben durch die dynamische Entwicklung im Bereich Wasserelektrolyse sowie im Chlor-Alkali Geschäft. Auch der Bereich Chemieanlagen verzeichnete einen Umsatzanstieg gegenüber Vorjahr, was auf verschiedene Großprojekte zurückzuführen ist.

Bereinigtes EBIT

Das Bereinigte EBIT war positiv und lag deutlich über dem Vorjahr. Der Chemieanlagenbau verzeichnete eine Ergebnissteigerung, die insbesondere auf geringere Fehlleistungskosten und einen positiven Einmaleffekt aus einer Projektbeendigung zurückzuführen ist. Bei thyssenkrupp nucera führten das höhere Umsatzvolumen und positive Einmaleffekte zu einem verbesserten Ergebnisbeitrag im Vergleich zum Vorjahr.

Zusätzlich wirkten APEX-Maßnahmen, i. W. Effizienzsteigerungen und Einkaufsoptimierungen positiv auf das Bereinigte Ergebnis.

Sondereffekte

Die Sondereffekte setzten sich i. W. aus der Bildung von Restrukturierungsrückstellungen i.H.v. 4 Mio € bei Polysius zur regionalen Anpassung an die Auftragssituation zusammen.

Investitionen

Die Investitionen lagen über dem Vorjahresniveau. Haupttreiber dieses Anstiegs waren die erhöhten Investitionen bei thyssenkrupp nucera, die zur Unterstützung des angestrebten Wachstums in die Entwicklung neuer Produkttechnologien getätigt wurden. Auch bei Uhde erhöhten sich die Investitionen gegenüber dem Vorjahr, insbesondere durch den Bau einer Demo-Anlage als Zwischenschritt zur Kommerzialisierung. Darüber hinaus wurden in allen Geschäftsbereichen kontinuierlich Investitionen in die Stärkung des Technologieportfolios sowie in auftragsbezogene Projekte vorgenommen.

Materials Services

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

MATERIALS SERVICES IN ZAHLEN

1. Quartal 2023/2024 1. Quartal 2024/2025 Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 2.857 2.885 1
Umsatzerlöse Mio € 2.860 2.737 - 4
EBITDA Mio € 59 38 - 35
EBIT Mio € - 13 7 ++
Bereinigtes EBIT Mio € 26 8 - 70
Bereinigte-EBIT-Marge % 0,9 0,3 -
Investitionen Mio € 12 13 13
Mitarbeitende (31.12.) 16.233 15.867 - 2

Auftragseingang

Materials Services verzeichnete trotz der aktuellen konjunkturellen Herausforderungen beim Auftragseingang ein leichtes Plus. Die starken Anstiege im Streckengeschäft (Trading) und beim nordamerikanischen Werkstoffhandel konnten die Rückgänge in den übrigen Geschäftsbereichen überkompensieren.

Umsatz

Der Umsatz ging ggü. dem Vorjahr zurück, vor allem bedingt durch ein niedrigeres Preisniveau bei den wichtigsten Produktgruppen und der schwachen Nachfrage in Europa. Besonders deutlich waren die Umsatzeinbußen bei den automobilnahen Service-Centern und beim europäischen Werkstoffhandel, während das Trading-Geschäft und der nordamerikanische Werkstoffhandel die Verkaufserlöse steigern konnten. Der Werk- und Rohstoff-Absatz legte unterdessen zu (1,85 Mio t vs. 1,76 Mio t). Zwar blieb der Lagerabsatz unter Vorjahr, der internationale Rohstoffhandel konnte jedoch seine Versandmengen erhöhen.

Bereinigtes EBIT

Das Bereinigte EBIT ging im Vergleich zum Vorjahr zurück, war jedoch weiterhin insgesamt positiv. Vom Rückgang betroffen waren insbesondere der europäische Werkstoffhandel sowie die automobilnahen Service-Center. Zuwächse gab es dagegen beim nordamerikanischen Werkstoffhandel sowie beim internationalen Supply-Chain-Geschäft. EBIT-unterstützend wirkten APEX-Performance-Maßnahmen; wesentliche Ergebnis-Effekte im Berichtszeitraum erfolgten u. a. aus der Neuverhandlung von Verträgen mit Großkunden zu verbesserten Konditionen sowie aus Initiativen zur Ausweitung des höhermargigen Geschäfts.

Wesentliche Sondereffekte

Im Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Sondereffekte.

Investitionen

Zur Erhöhung seiner Kapazitäten bei der Präzisionsmetallverarbeitung hat thyssenkrupp Materials NA das Unternehmen Cobotix Manufacturing Inc. übernommen. Der Zukauf des auf Automatisierung und Robotik spezialisierten Fertigers zielt insbesondere auf ein Wachstum in den Schlüsselmärkten Energieerzeugung, Lade-Infrastruktur für Elektromobilität und Data-Center ab. Zusätzlich erfolgten Investitionen in die Erweiterung des nordamerikanischen Servicegeschäfts, in Modernisierungs- und Ersatzinvestitionen, die digitale Transformation sowie zu Modernisierungs- und Ersatzzwecken.

Steel Europe

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

STEEL EUROPE IN ZAHLEN

1. Quartal 2023/2024 1. Quartal 2024/2025 Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 2.397 2.306 - 4
Umsatzerlöse Mio € 2.446 2.178 - 11
EBITDA Mio € 69 265 ++
EBIT Mio € - 143 146 ++
Bereinigtes EBIT Mio € 69 168 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % 2,8 7,7 -
Investitionen Mio € - 9 155 ++
Mitarbeitende (31.12.) 26.923 27.146 1

Auftragseingang

Der Auftragseingang von Steel Europe lag sowohl mengen- als auch wertmäßig deutlich unter dem des Vorjahres. Die Menge der Bestellungen war im Berichtszeitraum um 5 % geringer als im Vorjahr. Insbesondere die Nachfrage aus der Automobilindustrie fiel geringer aus. Der Wert aller Bestellungen lag aufgrund des insgesamt gesunkenen Preisniveaus unter Vorjahr.

Umsatz

Der Umsatz lag ebenfalls deutlich unter Vorjahr. Eine wesentliche Ursache waren die mit 6 % unter Vorjahresniveau liegenden Versandmengen. Einbußen waren i. W. sowohl bei Automobil- als auch Industriekunden zu verzeichnen. Bei Verpackungsstahl und kornorientiertem Elektroband war die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit insgesamt höheren Versandmengen positiv. Das Erlösniveau lag in allen Kundengruppen unterhalb der Vorjahreswerte.

Bereinigtes EBIT

Das Bereinigte EBIT lag trotz eines rückläufigen Versand- und Erlösniveaus aufgrund von höheren Effekten auf der Energieseite (i. W. Strompreiskompensation), niedrigeren Abschreibungen infolge der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr 2023 / 2024, rückläufigen Rohstoff- und Energiekosten sowie positiven Effekten aus dem APEX-Programm oberhalb des Vorjahreswertes. Die Bestandseffekte lagen über dem Wert des Vorjahres. Maßnahmen aus dem APEX-Programm wirkten unterstützend über die gesamte Wertschöpfungskette des Segments, z. B. durch Effizienzsteigerungen in der Produktion, der Logistik sowie generelle Kostenverbesserungen und Einkaufserfolge. Ein signifikanter Hebel dabei ist bspw. die gleichzeitige technische wie kommerzielle Optimierung des Rohstoffeinsatzes.

Wesentliche Sondereffekte

In der Berichtsperiode ergaben sich aus der Bewertung der CO2-Termingeschäfte Erträge i. H. v. 90 Mio €. Darin enthalten sind Erträge in Höhe von 76 Mio € aus der Beendigung von Cashflow-Hedges; ursächlich hierfür war eine erhebliche Planabweichung für die Prolongation von CO2-Zertifikaten aufgrund geringerer Versandmengen, weshalb die im Eigenkapital bilanzierte Reserve entsprechend erfolgswirksam aufgelöst werden musste. Gegenläufig ergaben sich Wertminderungsaufwendungen i. W. auf Sachanlagen i. H. v. 108 Mio € aufgrund der weiterhin bestehenden Unterdeckung infolge der eingetrübten Konjunkturlage, anhaltend hoher Energiekosten und der im zukünftigen Geschäftsverlauf erwarteten Investitionen.

Investitionen

Beim Bau der Direktreduktionsanlage sind die Rückbauarbeiten und Vorbereitungen des Baufelds so gut wie abgeschlossen; erste Fundament- und Baumaßnahmen laufen bereits seit dem 2. Quartal 2023 / 2024. Bei der Umsetzung der Strategie 20-30 schreitet der Umbau der Gießwalzanlage in Duisburg-Bruckhausen voran. Mit Außerbetriebnahme der Gießwalzanlage im 1. Quartal 2024/2025 wurden die Rückbauarbeiten gestartet und die Massivbauarbeiten zur Errichtung der Stranggießanlage und des Warmbandwerks fortgesetzt. Die neue Glüh-/Isolierlinie in Bochum zur Begleitung der steigenden Nachfrage nach hochwertigem Elektroband wurde im 1. Quartal 2024 / 2025 in Betrieb genommen und befindet sich im Hochlauf.

Marine Systems

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

MARINE SYSTEMS IN ZAHLEN

1. Quartal 2023/2024 1. Quartal 2024/2025 Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 529 5.436 ++
Umsatzerlöse Mio € 433 568 31
EBITDA Mio € 33 50 50
EBIT Mio € 18 31 76
Bereinigtes EBIT Mio € 17 31 80
Bereinigte-EBIT-Marge % 4,0 5,4 -
Investitionen Mio € 10 13 30
Mitarbeitende (31.12.) 7.793 8.105 4

Auftragseingang

Der Auftragseingang bei Marine Systems lag deutlich über Vorjahr. Mit einer umfassenden Auftragserweiterung über vier U-Boote des laufenden deutsch-norwegischen 212CD Programms sowie dem Zuschlag für den Forschungseisbrecher "Polarstern II" für das Alfred-Wegener-Institut konnten gleich zwei Neubauaufträge verbucht werden, zusätzlich zu weiteren Auftragseingängen in der Elektronik und im Service. Aufgrund der Auftragseingänge im Bereich Unterwasser und Überwasser verzeichnete Marine Systems mit einem Auftragsbestand von 16,4 Mrd € einen Rekordwert.

Umsatz

Im Berichtszeitraum konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Ausschlaggebend hierfür waren die positiven Projektfortschritte im Neubaugeschäft und im Bereich Marineelektronik.

Bereinigtes EBIT

Das Bereinigte EBIT konnte im Berichtszeitraum einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr verzeichnen und folgte somit der Umsatzentwicklung. Projektfortschritte im Neubaugeschäft, aber auch die positive Entwicklung im Bereich Marineelektronik sowie geringere Vertriebskosten haben zu dieser guten Entwicklung beigetragen.

Wesentliche Sondereffekte

Im Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Sondereffekte.

Investitionen

Die Modernisierung der Werft am Standort Kiel, die die Investitionen der letzten Jahre geprägt hat, neigt sich dem Abschluss entgegen. Die Voraussetzungen für eine nachhaltige Effizienzerhöhung sind gelegt, und die Werft ist in die Lage versetzt worden, größere Boote entsprechend des Markttrends zu fertigen. Mit den oben genannten Auftragseingängen gilt es nun, auch den neu erworbenen Standort Wismar auf die Anforderungen des Produktportfolios der Marine Systems umzustellen.

Corporate Headquarters

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

Das Bereinigte EBIT von Corporate Headquarters belief sich auf -42 Mio € und hat sich somit gegenüber dem Vorjahreswert verbessert. Dies resultierte i. W. aus geringeren Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Performance-Programm APEX und geringeren allgemeinen Verwaltungskosten. Gegenläufig gab es höhere Aufwendungen aus der Anpassung von Rückstellungen für aktienbasierte Vergütung.

Sondereffekte

Sondereffekte ergaben sich i. W. aus Aufwendungen im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen.

Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse lagen im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2024 / 2025 um 4 % unter den Umsatzerlösen des entsprechenden Vorjahresquartals. Ursächlich hierfür waren vor allem preis- und mengenbedingte Umsatzrückgänge bei den Geschäften in den Segmenten Materials Services und Steel Europe sowie Umsatzverringerungen bei den Geschäften im Segment Automotive Technology. Dem stand insbesondere eine Umsatzsteigerung bei den Marinegeschäften gegenüber, die aus der fortschreitenden Bearbeitung von Projekten im Neubaugeschäft und im Bereich Marineelektronik resultierte. Gleichzeitig verminderten sich die Umsatzkosten um 7 % und damit überproportional zur Umsatzentwicklung. Die Hauptursachen waren deutlich gesunkene Materialaufwendungen infolge des Umsatzrückganges und im Berichtsquartal erfasste Erträge aus der Bewertung von CO2-Termingeschäften in Höhe von insgesamt 90 Mio € im Segment Steel Europe. Letztere enthalten Erträge in Höhe von 76 Mio € aus der Beendigung von Cashflow-Hedges. Darüber hinaus ergaben sich in den Umsatzkosten im Vergleich zum Vorjahresquartal von 154 Mio € um 64 Mio € auf 90 Mio € (inklusive außerplanmäßige Abschreibungen auf Corporate Assets) verringerte außerplanmäßige Abschreibungen im Segment Steel Europe. Gegenläufig wirkten hauptsächlich gestiegene Personalaufwendungen, die insbesondere Restrukturierungsmaßnahmen betrafen. Insgesamt lagen im Berichtsjahr der Bruttogewinn vom Umsatz mit 965 Mio € sowie die Brutto-Umsatzmarge mit 12,3 % jeweils deutlich über dem Vorjahresquartal.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten waren gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu unverändert. Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2024 / 2025 beliefen sich die Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe wie im Vorjahresquartal auf 2 Mio €.

Die Abnahme der Vertriebskosten betraf i. W. die insgesamt um 31 Mio € verminderten Wertminderungsaufwendungen, die insbesondere den Wegfall von im Vorjahresquartal erfassten Wertminderungsaufwendungen im Segment Materials Services betrafen, gesunkene verkaufsbezogene Frachtaufwendungen hauptsächlich in den Segmenten Steel Europe und Materials Services sowie geringere Wertberichtigungen auf Kundenforderungen im Segment Steel Europe. Gegenläufig wirkten i. W. von 6 Mio € um 6 Mio € auf 12 Mio € erhöhte Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe.

Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen insgesamt leicht über dem Wert für das Vorjahresquartal. Hauptursachen waren höhere tarifabschlussbedingte Personalaufwendungen sowie von 22 Mio € um 1 Mio € auf 23 Mio € erhöhte Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe, denen insbesondere niedrigere Beratungs- und IT-Aufwendungen gegenüberstanden.

Wesentliche Ursachen für den Anstieg der sonstigen Erträge waren höhere Erträge im Zusammenhang mit Strompreiskompensationen und Versicherungserstattungen im Segment Steel Europe. Gegenläufig wirkten gesunkene Gewinne aus der Absicherung operativer Währungsrisiken im Segment Materials Services.

Die insgesamt eingetretene leichte Abnahme der sonstigen Aufwendungen enthielt den Wegfall der im 1. Quartal des Vorjahres in Höhe von 9,5 Mio € erfassten Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwerte im Zusammenhang mit der bis zum Verkauf Anfang Mai 2024 bestehenden Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Industries India. Gegenläufig wirkten insbesondere gestiegene Verluste aus der Absicherung operativer Währungsrisiken im Segment Materials Services.

Der Rückgang der sonstigen Gewinne und Verluste betraf insbesondere den Verlust aus dem Verkauf von thyssenkrupp Galmed S.A.U. im Segment Steel Europe im 1. Quartal des Berichtsjahres.

Das insgesamt negative Finanzergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal, hauptsächlich beeinflusst durch das insgesamt höhere negative Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen insbesondere durch höhere Verluste für die im Zusammenhang mit dem Verkauf der Aufzugsaktivitäten erworbenen Stammaktien sowie durch das verschlechterte Zinsergebnis für Netto-Finanzguthaben.

Die leicht verringerten Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag waren - wie schon im Vorjahresquartal - durch Steueraufwendungen auf positive Ergebnisse im Ausland beeinflusst, während negative Ergebnisse, insbesondere auch im Zusammenhang mit Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe, nicht zu einer Steuerentlastung führten.

Unter Berücksichtigung von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belief sich der Periodenfehlbetrag auf 33 Mio €, nach einem Verlust von 305 Mio € im Vorjahresquartal. Das den Aktionären der thyssenkrupp AG zuzurechnende Ergebnis je Aktie war wie im Vorjahresquartal negativ, verbesserte sich jedoch um 0,42 € auf einen Verlust von 0,08 €.

Analyse der Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht grundsätzlich der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente". Zum 30. September 2024 und zum 31. Dezember 2024 enthielt der Zahlungsmittelfonds in der Kapitalflussrechnung auch die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel India.

Operating Cashflow

Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2024 / 2025 ergab sich ein positiver und gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal deutlich verbesserter Operating Cashflow. Neben dem verbesserten Periodenüberschuss vor Abschreibungen war die Hauptursache für diese Entwicklung das im Berichtsquartal im Vergleich zum Vorjahresquartal insgesamt wesentlich reduzierte Netto-Umlaufvermögen insbesondere als Folge der erwähnten Kundenanzahlung im Segment Marine Systems.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Die Erhöhung des negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit resultierte vor allem aus gestiegenen Investitionsauszahlungen im Zusammenhang mit Sachanlagen. Darüber hinaus ergaben sich leicht verminderte Einzahlungen aus Zuwendungen der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit der Errichtung der Direktreduktionsanlage im Segment Steel Europe. Die rückläufigen Desinvestitionseinzahlungen waren hauptsächlich Folge des Wegfalls von Einzahlungen aus dem Verkauf von Gesellschaften im Vorjahresquartal.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Im Vergleich zum Vorjahresquartal ergab sich insgesamt eine Verschlechterung beim Cashflow aus Finanzierungstätigkeit um 65 Mio € auf -174 Mio €, die vor allem aus höheren Auszahlungen im Zusammenhang mit der Weiterleitung von Kundenzahlungen aus Forderungsverkäufen an Kreditinstitute resultierte.

Free Cashflow und Netto-Finanzguthaben

ÜBERLEITUNG ZU FREE CASHFLOW VOR M&A

Mio € 1. Quartal 2023/2024 1. Quartal 2024/2025 Veränderung
Operating Cashflow (Kapitalflussrechnung) - 424 306 730
Cashflow aus Investitionstätigkeit (Kapitalflussrechnung) - 75 - 287 - 212
Free Cashflow (FCF) - 499 19 518
-/+ Mittelzu-/-abflüsse aus wesentlichen M&A-Transaktionen - 21 5 26
Anpassung w/IFRS 16 - 11 - 45 - 34
Free Cashflow vor M&A (FCF vor M&A) - 531 - 21 510

Im Berichtsquartal haben sich der positive Free Cashflow sowie der negative Free Cashflow vor M&A, also der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit ohne Berücksichtigung von Ein- und Auszahlungen aus wesentlichen Portfoliomaßnahmen, gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich verbessert, i. W. aufgrund von Anzahlungen in Höhe von 1 Mrd € im Zusammenhang mit der umfassenden Auftragserweiterung über vier U-Boote bei Marine Systems. Gegenläufige Effekte waren die höhere Kapitalbindung (vor allem der stärkere Aufbau des Vorratsvermögens) sowie gestiegene Investitionen (u.a. leicht verminderte Einzahlungen aus Zuwendungen der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit der Errichtung der Direktreduktionsanlage im Segment Steel Europe).

Das Netto-Finanzguthaben ist zum 31. Dezember 2024 im Vergleich zum 30. September 2024 wegen des negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 4,4 Mrd € auf 4,3 Mrd € leicht zurückgegangen.

Die verfügbare Liquidität zum 31. Dezember 2024 beläuft sich auf 6,8 Mrd € (5,7 Mrd € flüssige Mittel und 1,1 Mrd € freie, zugesagte Kreditlinien).

Rating

RATING

Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Standard & Poor's BB B stable
Moody's Ba3 Not Prime positive

Analyse der Bilanz

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum 30. September 2024 um 162 Mio € auf 8.577 Mio €. Innerhalb der immateriellen Vermögenswerte wurden im Segment Steel Europe Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 1 Mio € erfasst. Der darüber hinaus enthaltene Anstieg der Sachanlagen war insgesamt hauptsächlich durch die Währungsumrechnung verursacht. Gleichzeitig lagen die planmäßigen Abschreibungen sowie die außerplanmäßigen Abschreibungen, die im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2024 / 2025 wesentlich durch die in Höhe von 107 Mio € erfassten Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe beeinflusst waren, leicht über den Zugängen aus Investitionen. Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 20 Mio € betrafen Corporate Assets. Die Abnahme der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen war insbesondere Folge der im Berichtsjahr erfolgten Fortschreibung der im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung erfassten Stammaktien. Der Anstieg der sonstigen finanziellen Vermögenswerte betraf insbesondere die Fortschreibung des im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung erfassten zinslosen Darlehens sowie der Vorzugsaktien. Die Zunahme der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte resultierte hauptsächlich aus geleisteten Anzahlungen für den Bau der Direktreduktionsanlage im Segment Steel Europe.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen im Vergleich zum 30. September 2024 um 340 Mio € auf 21.258 Mio € ebenfalls insgesamt an. Die hierin enthaltene deutliche Zunahme der Vorräte betraf insbesondere die Werkstoffgeschäfte in den Segmenten Steel Europe und Materials Services und war vorrangig mengeninduziert; darüber hinaus ergaben sich im Segment Automotive Technology Zunahmen durch rückläufige Absatzmengen. Die deutliche Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultierte hauptsächlich aus der Geschäfts- und Umsatzentwicklung der Werkstoff- und Automobilgeschäfte in den Segmenten Materials Services und Automotive Technology; darüber hinaus ergaben sich Rückgänge bei Marine Systems im Zusammenhang mit gesunkenen Anzahlungsanforderungen. Der insgesamt leichte Anstieg der Vertragsvermögenswerte war vor allem Folge der weiteren Anarbeitung von Fertigungsaufträgen in den Anlagenbaugeschäften im Segment Decarbon Technologies sowie in den Marinegeschäften. Die Abnahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte resultierte i. W. aus geringeren Ansprüchen im Segment Automotive Technology, die im Rahmen von Agententätigkeiten durchgereichte Materialien und Komponenten an Kunden betrafen. Die insgesamt eingetretene Zunahme der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte betraf hauptsächlich gestiegene Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit Umsatzsteuern sowie erhöhte geleistete Anzahlungen für Vorräte an Lieferanten; gegenläufig wirkten gesunkene Ansprüche gegenüber der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit dem Bau der Direktreduktionsanlage im Segment Steel Europe. Die insgesamt eingetretene Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 162 Mio € auf 5.705 Mio € resultierte i. W. aus dem deutlichen Aufbau von Vorräten und aus der Rückführung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen; gegenläufig wirkten erhaltene Kundenanzahlungen im Zusammenhang mit der umfassenden Auftragserweiterung über vier U-Boote im Segment Marine Systems, die zum 31. Dezember 2024 in Höhe von 1.000 Mio € einer Verfügungsbeschränkung unterlagen. Der leichte Anstieg von als zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten resultierte insbesondere aus der weiterlaufenden Geschäftstätigkeit von thyssenkrupp Electrical Steel India im Segment Steel Europe.

Der insgesamt leichte Anstieg des Eigenkapitals im Vergleich zum 30. September 2024 um 20 Mio € auf 10.378 Mio € war hauptsächlich Folge der im kumulierten sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne aus der Währungsumrechnung. Mindernd wirkten vor allem im kumulierten sonstigen Ergebnis erfasste Verluste aus Cashflow-Hedges (einschließlich Verluste aus Basis Adjustments) sowie der Periodenfehlbetrag im Berichtsquartal.

Die langfristigen Verbindlichkeiten waren gegenüber dem 30. September 2024 nahezu unverändert.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2024 insgesamt um 462 Mio € auf 12.314 Mio €. Der hierin enthaltene Anstieg der sonstigen Rückstellungen betraf insbesondere Restrukturierungsmaßnahmen im Segment Automotive Technology. Die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultierte hauptsächlich aus den Werkstoffgeschäften im Segment Materials Services sowie aus den Automobilgeschäften. Die leichte Zunahme der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten resultierte vor allem aus der Derivatebilanzierung. Der deutliche Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten war insbesondere Folge einer erhaltenen Kundenanzahlung in Höhe von 1.000 Mio € im Zusammenhang mit der umfassenden Auftragserweiterung über vier U-Boote im Segment Marine Systems; gleichzeitig ergaben sich hier Abnahmen durch die Abwicklung von bereits laufenden Fertigungsaufträgen im Marinegeschäft. Die insgesamt eingetretene leichte Abnahme der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten resultierte insbesondere aus gesunkenen Verbindlichkeiten im Personalbereich; gegenläufig wirkten hauptsächlich erhöhte Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Umsatzsteuern auf erhaltene Anzahlungen im Segment Marine Systems. Der leichte Anstieg von Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten resultierte aus der weiterlaufenden Geschäftstätigkeit von thyssenkrupp Electrical Steel India im Segment Steel Europe.

Compliance

Auch und gerade in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld sind starke Werte das Fundament unserer internen Zusammenarbeit. Diese Werte sind insbesondere im Mission Statement, Code of Conduct und Compliance Commitment des Vorstands verankert. Zudem haben wir das thyssenkrupp Compliance Management System in Bezug auf die Compliance Kernthemen Antikorruption, Kartellrecht, Datenschutz, Geldwäscheprävention und Außenwirtschaftsrecht implementiert und kontinuierlich weiterentwickelt. Compliance wurde insbesondere bei diversen sanktionsrechtlichen Fragestellungen und bei der Umsetzung der Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes sowie weiterhin - zur Beratung bei den verschiedenen kartellrechtlichen Fragestellungen -in M&A-Aktivitäten eng eingebunden.

Nähere Informationen zu Compliance bei thyssenkrupp können dem Geschäftsbericht 2023 / 2024 und der Website https://www.thyssenkrupp.com/de/unternehmen/compliance entnommen werden.1)

Nachtragsbericht

Die zwischen dem Stichtag des 1. Quartals (31. Dezember 2024) und der Freigabe des Berichts zur Veröffentlichung (11. Februar 2025) eingetretenen berichtspflichtigen Ereignisse sind unter Anhang-Nr. 14 im Zwischenabschluss dargestellt.

1) Der weiterführende Link ist nicht Teil der prüferischen Durchsicht.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Gesamtjahresprognose 2024 / 2025

Die Gesamtjahresprognose 2024 / 2025 basiert auf der aktuellen Zusammensetzung des Konzerns. Die Prognose unterstellt keine Effekte aus etwaigen Portfoliomaßnahmen, insbesondere im Zusammenhang mit der möglichen Verselbstständigung von Steel Europe oder Marine Systems. Zu den erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den wesentlichen Annahmen, die der Prognose zugrunde liegen, vgl. Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" im Kapitel "Wirtschaftsbericht". Bzgl. der entsprechenden Chancen und Risiken vgl. den anschließenden "Chancen- und Risikobericht".

Wir erwarten insgesamt ein anhaltend herausforderndes Marktumfeld, welches beispielsweise durch Unsicherheiten bzgl. der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft geprägt ist. Dies kann dazu führen, dass die jeweiligen Entwicklungen unserer Kernsteuerungsgrößen entsprechenden Schwankungen unterliegen.

In Anbetracht der zum Zeitpunkt der Prognose erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zugrundeliegenden Annahmen halten wir folgenden Blick auf das Geschäftsjahr 2024/2025 für angemessen. Im Vergleich zur vorherigen Prognose im Geschäftsbericht 2023 / 2024 wurden die Erwartungen für den Konzern wie folgt geändert:

Der Umsatz wird nun in einer Spanne zwischen - 3 % bis 0 % gegenüber Vorjahr erwartet (zuvor: 0 % bis +3 % gegenüber Vorjahr). Dies resultiert im Wesentlichen aus den nachfrageinduzierten Korrekturen bei allen Segmenten mit der Ausnahme von Marine Systems, wo nun von einem Umsatzanstieg ausgegangen wird.

Der Free Cashflow vor M&A wird zwischen 0 und 300 Mio € erwartet (zuvor: Zwischen - 400 und - 200 Mio €; inkl. rund 250 Mio € Auszahlungen für Restrukturierungen). Die antizipierte Steigerung ist im Wesentlichen auf Netto-Anzahlungen im Zusammenhang mit der umfassenden Auftragserweiterung über vier U-Boote bei Marine Systems zurückzuführen.

Zur weiteren Erläuterung der erwarteten Entwicklung unserer Kernsteuerungsgrößen, vgl. Prognose-, Chancen- und Risikobericht im Geschäftsbericht 2023 / 2024.

ERWARTUNGEN DER SEGMENTE UND DES KONZERNS

Geschäftsjahr 2023/2024 Prognose Geschäftsjahr 2024/2025
Automotive Technology Umsatz Mio € 7.536 - 4 % bis 0 % gegenüber Vorjahr (zuvor: +1 % bis +4 % gegenüber Vorjahr)
Bereinigtes EBIT Mio € 245 Zwischen 200 und 300 Mio €
Decarbon Technologies Umsatz Mio € 3.850 - 9 % bis - 5 % gegenüber Vorjahr (zuvor: - 3 % bis 0 % gegenüber Vorjahr)
Bereinigtes EBIT Mio € - 54 Zwischen 0 und 100 Mio €
Materials Services Umsatz Mio € 12.126 - 2 % bis +1 % gegenüber Vorjahr (zuvor: +2 % bis +5 % gegenüber Vorjahr)
Bereinigtes EBIT Mio € 204 Zwischen 150 und 250 Mio €
Steel Europe Umsatz Mio € 10.736 - 5 % bis - 2 % gegenüber Vorjahr (zuvor: 0 % bis +3 % gegenüber Vorjahr)
Bereinigtes EBIT Mio € 261 Zwischen 250 und 500 Mio €
Marine Systems Umsatz Mio € 2.118 +3 % bis +6 % gegenüber Vorjahr (zuvor: - 7 % bis - 4 % gegenüber Vorjahr)
Bereinigtes EBIT Mio € 125 Zwischen 100 und 150 Mio €
Konzern Umsatz Mio € 35.041 - 3 % bis 0 % gegenüber Vorjahr (zuvor: 0 % bis +3 % gegenüber Vorjahr)
Bereinigtes EBIT Mio € 567 Zwischen 600 und 1.000 Mio €
Investitionen inkl. IFRS 16 Mio € 1.323 Zwischen 1.600 und 1.800 Mio €
Free Cashflow vor M&A Mio € 110 Zwischen 0 und 300 Mio € (zuvor: Zwischen - 400 und - 200 Mio €; inkl. rund 250 Mio € Auszahlungen für Restrukturierungen)
Jahresüberschuss Mio € - 1.450 Zwischen 100 und 500 Mio €
tkVA Mio € - 2.476 Zwischen - 800 und - 400 Mio €
ROCE % - 8,0 % Zwischen 4 % und 8 %

Chancen und Risiken

Chancen

Chancen ergeben sich, wenn wir thyssenkrupp weiter zu einem leistungsstarken und nachhaltigen Unternehmen und einem auf Wachstumschancen ausgerichteten Portfolio umbauen.

Um die Geschäfte bei thyssenkrupp bestmöglich weiterzuentwickeln, richtet sich das Unternehmen bei seiner Transformation weiterhin gezielt auf Chancen aus, die sich aus den Zukunftsthemen für unsere Technologien bieten. Insbesondere in der grünen Transformation sehen wir schon jetzt, aber insbesondere mittel- und langfristig ein enormes Potenzial für weiteres profitables Wachstum, etwa in den Bereichen Wasserstoff, grüne Chemikalien, erneuerbare Energien, Elektromobilität und nachhaltige Lieferketten.

Risiken

Aus heutiger Sicht liegen unverändert keine Risiken vor, die den Bestand des Unternehmens gefährden.

Die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt von erheblichen Risiken geprägt. Ein Ausbleiben der angekündigten Zinssenkungen könnte die Konsum- und Investitionsausgaben belasten und insbesondere exportorientierte Volkswirtschaften unter Druck setzen. Darüber hinaus könnte eine weitere Eskalation des Kriegs in der Ukraine das Wirtschaftswachstum, insbesondere in Westeuropa, erheblich beeinträchtigen. Potenzielle US-Zölle auf Importe und andere ungünstige handelspolitische Rahmenbedingungen könnten hohe Konjunktur- und Ergebnisrisiken mit sich bringen. Weitere geopolitische Risiken bestehen in einer möglichen Verschärfung des Nahost-Konflikts, dem anhaltenden China-Taiwan-Konflikt oder anderen bewaffneten Konflikten.

Erhebliche Herausforderungen ergeben sich zudem durch die Volatilität der Energie-, Material- und Rohstoffpreise, die in Industrieregionen entscheidenden Einfluss auf die Konjunktur haben. Naturkatastrophen, die eine Folge des Klimawandels darstellen, sind eine wachsende Bedrohung für zahlreiche Regionen.

Neue Gesetze und andere veränderte rechtliche Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene können Risiken für unsere Geschäftsaktivitäten bergen, wenn sie für thyssenkrupp im Vergleich zu unseren Wettbewerbern mit höheren Kosten oder sonstigen Nachteilen verbunden sind.

Für den Erfolg unserer strategischen Neuausrichtung sind Portfoliomaßnahmen und Restrukturierungen innerhalb unserer bestehenden Geschäftsaktivitäten denkbar; sie sind grundsätzlich mit Abwicklungsrisiken verbunden. Zudem werden unsere strategischen Geschäftseinheiten regelmäßig auf die Notwendigkeit von Wertberichtigungen hin überprüft.

Compliance-Risiken insbesondere im Bereich Kartellrecht können sowohl in Bezug auf finanzielle Schäden als auch auf Reputationsschäden ein enormes Schadenspotenzial für thyssenkrupp haben.

Im Rahmen der Abwicklung von Großinvestitionen mit langer Projektlaufzeit sind Kosten- und/oder Terminüberschreitungen in einzelnen Projektphasen oder unterschiedliche Auslegungen der im Zusammenhang mit den Investitionen abgeschlossenen Verträge nicht auszuschließen. Gleiches gilt für die Abwicklung von Großaufträgen und Langzeitverträgen insbesondere im Anlagenbau und im Marinegeschäft.

Die Zahl der Angriffe auf die IT-Infrastruktur deutscher Unternehmen und auch auf thyssenkrupp nimmt weiter zu. Aus menschlichen Fehlern, organisatorischen oder technischen Verfahren und/oder Sicherheitslücken bei der Informationsverarbeitung können Risiken entstehen, die die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen gefährden.

Darüber hinaus sind die detaillierten Ausführungen zu den Chancen und Risiken gemäß Geschäftsbericht 2023 / 2024 weiterhin gültig.

Verkürzter Zwischenabschluss des thyssenkrupp Konzerns

thyssenkrupp Konzern - Bilanz

AKTIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.9.2024 31.12.2024
Immaterielle Vermögenswerte 1.767 1.771
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 4.403 4.466
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 229 220
Forderungen aus Finance Lease 47 46
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.041 1.071
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 465 524
Aktive latente Steuern 464 479
Langfristige Vermögenswerte 8.415 8.577
Vorräte 7.284 8.140
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1) 4.236 3.780
Forderungen aus Finance Lease1) 27 29
Vertragsvermögenswerte 807 838
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 536 423
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.876 2.048
Laufende Ertragsteueransprüche 151 149
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13 5.867 5.705
davon verfügungsbeschränkt 0 1.000
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 02 134 145
Kurzfristige Vermögenswerte 20.918 21.258
Summe Vermögenswerte 29.333 29.836

1) Der Ausweis zum 30.9.2024 wurde angepasst w/Aufsplittung der Bilanzposition.

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

PASSIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.9.2024 31.12.2024
Gezeichnetes Kapital 1.594 1.594
Kapitalrücklage 6.664 6.664
Gewinnrücklagen 1.004 934
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 321 423
davon entfallen auf Veräußerungsgruppen - 32 - 27
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG 9.583 9.615
Nicht beherrschende Anteile 775 762
Eigenkapital 10.358 10.378
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 03 5.762 5.750
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 227 231
Sonstige Rückstellungen 04 427 430
Passive latente Steuern 28 28
Finanzschulden 05 650 675
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 15 15
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 15 15
Langfristige Verbindlichkeiten 7.123 7.144
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 180 133
Sonstige Rückstellungen 04 1.242 1.264
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 123 133
Finanzschulden 05 823 759
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.203 3.943
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 924 947
Vertragsverbindlichkeiten 2.735 3.515
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1.588 1.583
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 02 34 37
Kurzfristige Verbindlichkeiten 11.852 12.314
Verbindlichkeiten 18.975 19.458
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 29.333 29.836

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € Anhang-Nr. 1. Quartal 2023/2024 1. Quartal 2024/2025
Umsatzerlöse 08, 09 8.181 7.831
Umsatzkosten - 7.383 - 6.866
Bruttoergebnis vom Umsatz 797 965
Forschungs- und Entwicklungskosten - 55 - 55
Vertriebskosten - 627 - 564
Allgemeine Verwaltungskosten - 397 - 398
Sonstige Erträge 10 153 212
Sonstige Aufwendungen - 47 - 46
Sonstige Gewinne und Verluste - 8 - 17
Betriebliches Ergebnis - 184 96
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 11 - 31 - 56
Finanzierungserträge 246 258
Finanzierungsaufwendungen - 263 - 278
Finanzergebnis - 49 - 75
Ergebnis vor Steuern - 232 20
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 72 - 53
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 305 - 33
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG - 314 - 51
Nicht beherrschende Anteile 9 18
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 305 - 33
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf 12
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) - 0,50 - 0,08
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) - 0,50 - 0,08

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp Konzern - Gesamtergebnisrechnung

Mio € 1. Quartal 2023/2024 1. Quartal 2024/2025
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 305 - 33
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden:
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) - 547 - 20
Steuereffekt 2 3
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, insgesamt - 545 - 17
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 1 2
Steuereffekt 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 1 2
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt 2 - 2
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden - 542 - 17
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden können:
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) - 118 200
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt - 118 200
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Fremdkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 6 0
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0
Steuereffekt 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 6 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Cashflow-Hedges
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 60 124
Realisierte (Gewinne)/Verluste 1 - 73
Steuereffekt - 1 2
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 61 54
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt 2 47
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden können - 49 301
Sonstiges Ergebnis - 591 284
Gesamtergebnis - 895 252
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG - 899 234
Nicht beherrschende Anteile 4 18

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp Konzern - Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Aktienanzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stand am 30.9.2023 622.531.741 1.594 6.664 2.972
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 314
Sonstiges Ergebnis - 543
Gesamtergebnis - 857
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Sonstige Veränderungen 2
Stand am 31.12.2023 622.531.741 1.594 6.664 2.117
Stand am 30.9.2024 622.531.741 1.594 6.664 1.004
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 51
Sonstiges Ergebnis - 19
Gesamtergebnis - 70
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Stand am 31.12.2024 622.531.741 1.594 6.664 934


Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Cashflow-Hedges
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Marktbewertung Fremdkapital-
instrumente
Marktbewertung Eigenkapital-
instrumente
Designierte Risikokomponente Kosten der Absicherung
Stand am 30.9.2023 211 21 21 253 - 43
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag)
Sonstiges Ergebnis - 109 3 1 47 13
Gesamtergebnis - 109 3 1 47 13
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment - 163
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Sonstige Veränderungen
Stand am 31.12.2023 103 24 22 137 - 30
Stand am 30.9.2024 69 1 31 144 - 33
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag)
Sonstiges Ergebnis 198 0 2 67 - 11
Gesamtergebnis 198 0 2 67 - 11
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment - 202
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Stand am 31.12.2024 267 1 33 9 - 44


Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Anteil der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt Insgesamt Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital
Stand am 30.9.2023 144 11.838 854 12.693
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 314 9 - 305
Sonstiges Ergebnis 2 - 585 - 6 - 591
Gesamtergebnis 2 - 899 4 - 895
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment - 163 - 163
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0 - 27 - 27
Sonstige Veränderungen 2 - 1 0
Stand am 31.12.2023 147 10.778 829 11.607
Stand am 30.9.2024 109 9.583 775 10.358
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 51 18 - 33
Sonstiges Ergebnis 47 285 - 1 284
Gesamtergebnis 47 234 18 252
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment - 202 - 202
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0 - 30 - 30
Stand am 31.12.2024 157 9.615 762 10.378

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp Konzern - Kapitalflussrechnung

Mio € 1. Quartal 2023/2024 1. Quartal 2024/2025
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 305 - 33
Anpassungen des Periodenüberschusses/(-fehlbetrags) für die Überleitung zum Operating Cashflow:
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) 14 8
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 430 292
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte - 22 - 24
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam 31 56
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 12 16
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreis- und anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen:
- Vorräte - 531 - 765
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 492 546
- Vertragsvermögenswerte1) 52 - 29
- Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 34 - 37
- Sonstige Rückstellungen - 97 - 21
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 267 - 303
- Vertragsverbindlichkeiten1) - 131 779
- Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit - 137 - 180
Operating Cashflow - 424 306
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und in langfristige finanzielle Vermögenswerte 0 - 1
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften zuzüglich übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 - 2
Investitionen in Sachanlagen (einschließlich geleisteter Anzahlungen) und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 293 - 440
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschließlich geleisteter Anzahlungen) - 7 - 15
Einzahlungen aus Zuwendungen der öffentlichen Hand 193 181
Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften abzüglich abgegebener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 27 0
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 5 - 9
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 75 - 287
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 47 15
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 67 - 17
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen - 34 - 36
Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen - 57 - 62
Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung - 4 0
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - 27 - 30
Sonstige Finanzierungsvorgänge 32 - 43
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 109 - 174
Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 608 - 155
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 17 3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode 7.339 5.871
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 6.715 5.718
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen 85 13
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cashflow enthalten sind:
Zinseinzahlungen 66 40
Zinsauszahlungen - 8 - 9
Erhaltene Dividenden 1 0
(Auszahlungen)/Einzahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag - 67 - 27

1) Der Ausweis für das 1. Quartal 2023 / 2024 wurde angepasst; vgl. Geschäftsbericht 2023 / 2024, Anhang-Nr. 25.

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp Konzern - Verkürzter Anhang

Unternehmensinformation

Die thyssenkrupp Aktiengesellschaft ("thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften für den Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis 31. Dezember 2024 wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 11. Februar 2025 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss wurde nach § 115 WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die im verkürzten Zwischenabschluss des Konzerns zum 31. Dezember 2024 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Rechnungslegungsvorschriften denen des letzten Abschlusses des Konzerns zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Abschlusses des Konzerns unseres Geschäftsberichts 2023 / 2024 veröffentlicht.

Überprüfung der Schätzungen und Beurteilungen

Zur Erstellung des Abschlusses muss der Vorstand Schätzungen und Beurteilungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, und fortlaufend überprüft; dies gilt insbesondere im Hinblick auf zunehmende Handelsspannungen und politische Unsicherheiten, vgl. hierzu auch die Darstellung der Rahmenbedingungen im Wirtschaftsbericht des Zwischenlageberichts. Vor diesem Hintergrund sowie aufgrund des Verhältnisses von Marktkapitalisierung zum Eigenkapital des thyssenkrupp Konzerns wurden insbesondere die Firmenwerte der Cash Generating Units Marine Systems und Rothe Erde sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen.

Im 1. Quartal 2024 / 2025 wurde im Segment Steel Europe eine Überprüfung der Werthaltigkeit vorgenommen, aus der eine Wertminderung resultierte. Für die Ermittlung des erzielbaren Betrages des Segments bzw. der Cash Generating Unit Steel Europe wurde der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten berechnet. Die Vermögenswerte und Schulden für qualitativ hochwertiges kornorientiertes Elektroband in Indien wurden aufgrund des anstehenden Verkaufs seit dem 30. September 2024 als zur Veräußerung gehalten eingestuft und sind damit nicht mehr in der Wertermittlung des Segments Steel Europe zum 31. Dezember 2024 enthalten (vgl. Anhang-Nr. 02). Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wurde dabei einkommensbasiert (Level 3 der Hierarchielevel von beizulegenden Zeitwerten) ermittelt; hierbei kam bei der Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme ein Kapitalkostensatz (nach Steuern) von 8,0 % zur Anwendung. Auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von 2.409 Mio € wurden Wertminderungen im Anlagevermögen von 108 Mio € erfasst. Die dem Bewertungsmodell zugrundeliegenden Cash Flows basieren auf den aktuellen Prämissen für den Geschäftsverlauf bis 2035 / 2036 unter Berücksichtigung der Effekte aus der verkündeten Anpassung des Produktionsnetzwerkes sowie der Effekte der eingeleiteten Grünen Transformation. Danach erfolgt eine vereinfachte Fortschreibung bis 2064 unter Berücksichtigung einer Wachstumsrate, die sich an der Inflationserwartung in Höhe von 2 % ausrichtet. Die stark eingetrübte Konjunkturlage insbesondere im Kernabsatzmarkt Deutschland, die strukturellen Herausforderungen im wichtigen Kundensegment der deutschen Automobilindustrie sowie die hohen Unsicherheiten - insbesondere aus den anhaltenden Belastungen durch die Folgen des Ukrainekriegs sowie die fortwährende globale Konjunkturschwäche - wurden dabei explizit in der nachhaltigen Versand- und Margenerwartung mit entsprechenden Risikoabschlägen in den Zahlungsströmen gewürdigt. Diese Faktoren und Umstände führten in Verbindung mit den anhaltend hohen Energie- und Kapitalkosten sowie die im Geschäftsverlauf erwarteten signifikanten Investitionen, insbesondere in die Grüne Transformation, zu den weiteren Wertminderungen. Hinsichtlich der Grünen Transformation wurden insbesondere die aus dem laufenden Bau der ersten Direktreduktionsanlage erwarteten wirtschaftlichen Effekte, wie auch die aktuellen und zukünftig zu erwartenden gesetzlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen (z. B. CO2-Zertifikatehandel), in den Zahlungsströmen des Werthaltigkeitstests berücksichtigt. Vom Wertminderungsaufwand entfallen 56 Mio € auf Anlagen im Bau, 44 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen, 3 Mio € auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, 4 Mio € auf Bauten und 1 Mio € auf übrige immaterielle Vermögenswerte. 71 Mio € wurden vom Wertminderungsaufwand in den Umsatzkosten, 23 Mio € in den allgemeinen Verwaltungskosten, 12 Mio € in den Vertriebskosten und 2 Mio € in den Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst. Aufgrund der Wertuntergrenze nach IAS 36.105 konnten vom ermittelten Wertminderungsbedarf 988 Mio € nicht erfasst werden. Die Wertuntergrenzen sind im Wesentlichen auf Basis von Vergleichswertverfahren sowie unter Berücksichtigung der Investitionszuwendungen für die Direktreduktionsanlage abgeleitet.

Außerdem erfolgte im 1. Quartal 2024 / 2025 eine Wertberichtigung in Höhe von 20 Mio € der im thyssenkrupp Konzern gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte (sogenannte Corporate Assets), die der Einheit Special Units zugeordnet sind. Diese Vermögenswerte werden für Zwecke des Werthaltigkeitstests anteilig auf die Cash Generating Unit allokiert, da sie keine eigenständigen Mittelzuflüsse erzeugen. Die Wertberichtigung ergibt sich aus einer reduzierten Tragfähigkeit der Corporate Assets bei Steel Europe in Zusammenhang mit den dort erfolgten Wertberichtigungen im 1. Quartal 2024 / 2025.

01 Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2024 / 2025 wendet thyssenkrupp erstmalig die nachfolgenden Änderungen zu bestehenden Standards an, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben:

Änderungen an IAS 1 "Presentation of Financial Statements: Classification of Liabilities as Current or Non-current", Veröffentlichung im Januar 2020 bzw. Oktober 2022, erstmalige Anwendung im Geschäftsjahr 2024 / 2025

Änderungen an IFRS 16 "Leases: Lease Liability in a Sale and Leaseback", Veröffentlichung im September 2022, erstmalige Anwendung im Geschäftsjahr 2024 / 2025

Änderungen an IAS 7 "Statement of Cash Flows" und IFRS 7 "Financial Instruments Disclosures: Supplier Finance Arrangements", Veröffentlichung im Mai 2023, erstmalige Anwendung im Geschäftsjahr 2024 / 2025

02 Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel India und einzelne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel India

Aus marktstrategischen Erwägungen wurde im Geschäftsjahr 2023 / 2024 im Segment Steel Europe der Verkaufsprozess der indischen Gesellschaft Electrical Steel India Private Ltd. eingeleitet, die Hersteller von kornorientiertem Elektroband ist. Im 4. Quartal 2023 / 2024 wurden die Kriterien von IFRS 5 für den Ausweis als Veräußerungsgruppe erstmals erfüllt. Damit werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe in der Bilanz zum 30. September 2024 und zum 31. Dezember 2024 separat in den Zeilen "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" ausgewiesen.

Am 18. Oktober 2024 wurde der Kaufvertrag zur Veräußerung des indischen Elektrobandgeschäfts an JSW Steel Limited und JFE Steel Corporation, ein indisch-japanisches Konsortium, unterzeichnet. Am 30 Januar 2025 erfolgte der Abschluss des Verkaufsprozesses (Closing); vgl. dazu auch Anhang-Nr. 14.

Im Zusammenhang mit dem eingeleiteten Verkauf erfolgte unmittelbar vor der erstmaligen Klassifizierung als Veräußerungsgruppe eine Überprüfung der Bewertung der Vermögenswerte gemäß IAS 36; hieraus resultierte eine Wertaufholung in Höhe von insgesamt 12 Mio €, da der beizulegende Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung höher war als der Buchwert. Die Wertaufholung in Höhe von insgesamt 12 Mio € entfällt mit 3 Mio € auf Grundstücke und Bauten, mit 8 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen sowie mit 1 Mio € auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sie wurde in den Umsatzkosten im 4. Quartal 2023 / 2024 ausgewiesen; gleichzeitig wurden latente Steuern von 3 Mio € passiviert.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die die Veräußerungsgruppe zum 30. September 2024 und zum 31. Dezember 2024 umfasst, sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt; das auf die Veräußerungsgruppe im Eigenkapital entfallende kumulierte sonstige Ergebnis betrug zum 31. Dezember 2024: - 27 Mio € (30. September 2024: - 32 Mio €).

VERÄUSSERUNGSGRUPPE THYSSENKRUPP ELECTRICAL STEEL INDIA

Mio € 30.9.2024 31.12.2024
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 15 16
Aktive latente Steuern 0 1
Vorräte 55 59
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20 16
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3 0
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 3 3
Laufende Ertragsteueransprüche 28 31
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4 13
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 128 139
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3 3
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1 1
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 22 26
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3 2
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 5 5
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 34 37

Einzelne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

Zum 30. September 2024 und zum 31. Dezember 2024 werden in der Bilanz in der Zeile "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" Sachanlagen in Höhe von 6 Mio € ausgewiesen, die zwei Maschinen bei einer slowakischen Gesellschaft aus dem Segment Decarbon Technologies betreffen.

03 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurden die Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2024 angepasst.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Mio € 30.9.2024 31.12.2024
Pensionen 5.598 5.591
Altersteilzeit 135 128
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 32 33
Umgliederung w/Ausweis als Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten - 3 - 3
Insgesamt 5.762 5.750

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zugrunde gelegt:

DURCHSCHNITTLICHE BEWERTUNGSFAKTOREN

30.9.2024 31.12.2024
in % Deutschland Übrige Länder Insgesamt Deutschland Übrige Länder Insgesamt
Diskontierungssatz für Pensionen 3,40 2,98 3,29 3,40 3,12 3,33

04 Sonstige Rückstellungen

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Restrukturierungsrückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum 30. September 2024 um 17 Mio € auf 304 Mio €. Zuführungen in Höhe von 39 Mio €, die im Wesentlichen die Segmente Automotive Technology und Decarbon Technologies betreffen, wurden im Wesentlichen durch Inanspruchnahmen überkompensiert.

05 Finanzschulden

Am 30. Dezember 2024 wurde das Schuldscheindarlehen der thyssenkrupp AG über 4 Mio € fristgerecht zurückgezahlt. Gleichzeitig wurde ein Schuldscheindarlehen der thyssenkrupp AG über 4 Mio € mit Fälligkeit 30. Dezember 2029 neu platziert.

06 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Eventualverbindlichkeiten

Die thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Maximale Haftungsvolumen Rückstellung
Mio € 31.12.2024 31.12.2024
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 12 0
Sonstige Haftungserklärungen 4 0
Insgesamt 16 0

Der thyssenkrupp Konzern hat für die TK Elevator GmbH und deren Tochtergesellschaften Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von deren Auftraggebern ausgestellt bzw. ausstellen lassen; diese belaufen sich zum 31. Dezember 2024 wie auch zum 30. September 2024 auf 9 Mio €. Das Erwerberkonsortium hat sich verpflichtet, thyssenkrupp von Aufwendungen im Zusammenhang mit den Bürgschaften und Garantien bis zu deren vollständigen Ablösung schadlos zu halten. Darüber hinaus hat thyssenkrupp als zusätzliche Sicherheit Garantien in gleichlautender Höhe von dem Erwerber erhalten.

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung oder die Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern.

Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen, aus dem zugrundeliegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein Dritter außerhalb des Konzerns beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die im Konzern bestehenden Abnahmeverpflichtungen aus Energieverträgen erhöhten sich zum 31. Dezember 2024 im Vergleich zum 30. September 2024 um 0,1 Mrd € auf 1,4 Mrd €. Daneben bestehen im Segment Steel Europe langfristige Abnahmeverträge für Eisenerz und Eisenerzpellets, die aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen Erzpreisen bewertet werden. Im Vergleich zum 30. September 2024 belaufen sich diese Abnahmeverpflichtungen unverändert auf 1,7 Mrd €.

Im Segment Steel Europe besteht aus der Beauftragung des Baus der Direktreduktionsanlage zum 31. Dezember 2024 ein Bestellobligo in Höhe von 1.221 Mio € (30. September 2024: 1.374 Mio €), welches zu wesentlichen Teilen von den von der Bundesregierung und dem Land Nordrhein-Westfalen gewährten Investitionszuschüssen gedeckt ist. In diesem Zusammenhang sind dem Konzern im 1. Quartal 2024 / 2025 Investitionszuwendungen in Höhe von 181 Mio € (1. Quartal 2023 / 2024: 193 Mio €) zugeflossen.

Im Dezember 2024 haben fünf Kläger (u.a. die Meyer Werft GmbH und die FourWorld Global Opportunities Fund, Ltd. aus abgetretenem Recht) eine Klage u.a. gegen die thyssenkrupp Steel Europe AG auf Zahlung von Schadensersatz wegen angeblicher Preisüberhöhung im Zusammenhang mit dem sog. "Quartoblech-Kartell" in Höhe von ca. 102 Mio € zzgl. Zinsen in Höhe von ca. 72 Mio € eingereicht. Die thyssenkrupp Steel Europe AG bereitet eine entsprechende Klageerwiderung vor.

Bei den übrigen sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem Geschäftsjahresende 2023 / 2024 keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

07 Finanzinstrumente

Für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeiten der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Geldmarktfonds sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

Für die Vorzugsaktien im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung, welche als Eigenkapitalinstrument klassifiziert sind, wurde aufgrund der Bedeutung das Wahlrecht ausgeübt, diese erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (ohne Recycling) zu bilanzieren. In den sonstigen übrigen finanziellen Vermögenswerten sind die Darlehen aus der Elevator-Transaktion enthalten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden; vgl. dazu auch Anhang-Nr. 08. Die übrigen Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert, soweit vorhanden, auf Börsenkursen zum Quartalsstichtag. Liegen keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vor, erfolgt eine Bewertung der Eigen- und Fremdkapitalinstrumente durch Diskontierung der zukünftigen Cashflows auf Basis der aktuellen marktüblichen Zinsen über die Restlaufzeit der Finanzinstrumente.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Quartalsstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrundeliegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zugrundeliegenden Basiszinsen.

Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen, in denen die Cashflows stattfinden.

Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Quartalsstichtag vorgenommen. Der Abbruch von Cashflow-Hedges führte im 1. Quartal 2024 / 2025 durch Umgliederung aus den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen in die Gewinn- und Verlustrechnung zu einem Ertrag in Höhe von 76 Mio €. Diese ursprünglich ergebnisneutral behandelten Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte der CO2-Termingeschäfte wurden zu dem Zeitpunkt ergebniswirksam realisiert, als die Durchführung der abgesicherten zukünftigen Transaktion in Form von warenpreisgesicherten Umsatzkosten nicht länger als wahrscheinlich angesehen wurde.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeiten der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte annähernd den beizulegenden Zeitwerten.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 5.527 Mio € zum 31. Dezember 2024 (30. September 2024: 5.855 Mio €) haben einen beizulegenden Zeitwert von 5.529 Mio € (30. September 2024: 5.858 Mio €), der nach Bewertungsmethoden ermittelt wurde, die Level 2 zuzuordnen sind.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen:

BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.9.2024

Mio € 30.9.2024 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 50 0 50 0
Eigenkapitalinstrumente 13 7 5 0
Zahlungsmitteläquivalente 1.000 1.000
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 814 814
Eigenkapitalinstrumente 82 82
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 12 12 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 20 0 20 0
Insgesamt 1.991 1.020 889 82
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 94 0 94 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 13 0 13 0
Insgesamt 107 0 107 0

BEWERTUNGSHIERARCHIE 31.12.2024

Mio € 31.12.2024 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 47 0 47 0
Eigenkapitalinstrumente 13 7 5 0
Zahlungsmitteläquivalente 2.295 2.295
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 695 695
Eigenkapitalinstrumente 84 84
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 14 14 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 17 0 17 0
Insgesamt 3.165 2.317 763 84
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 60 0 60 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 76 0 76 0
Insgesamt 136 0 136 0

Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten auf Basis anerkannter Bewertungsmodelle bewertet wird.

Im Berichtsquartal gab es keine Umgliederungen zwischen Level 1 und Level 2.

Nachfolgend ist die Entwicklung der in Level 3 erfassten Eigenkapitalinstrumente dargestellt:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG FINANZINSTRUMENTE LEVEL 3

Mio €
Stand am 30.9.2024 82
Ergebnisneutrale Veränderungen 2
Stand am 31.12.2024 84

Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Eigenkapitalinstrumente beinhalten ausschließlich die Vorzugsaktien an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg aus der Beteiligung an TK Elevator. Der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Vorzugsaktien liegt ein finanzmathematisches Bewertungsmodell (Discounted Cashflow Verfahren) zugrunde, das die auf die Vorzugsaktien vertraglich entfallenden erwarteten zukünftigen Cashflows berücksichtigt. Der Wert der Vorzugsaktien wird durch Diskontierung der festgelegten Verzinsung mit einem Kapitalisierungszinssatz ermittelt, dessen Höhe sich nach der zum Abschlussstichtag am Kapitalmarkt beobachtbaren Rendite-/Risikostruktur bemisst. Der Wert der Vorzugsaktien unterliegt demzufolge kapitalmarktbedingten Schwankungen. Dabei wurde zum 31. Dezember 2024 ein risikoadäquater Diskontierungszinssatz in Höhe von 9,31 % (30. September 2024: 9,59 %) angewendet.

Der aus der Bewertung resultierende Effekt wird erfolgsneutral im Eigenkapital im sonstigen Ergebnis innerhalb der Position "Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente" ausgewiesen.

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte

Zur Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle insbesondere zur Ermittlung der erwarteten Ausfallraten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat thyssenkrupp grundsätzlich folgendes Modell angewendet: Die erwarteten Ausfallraten werden im Wesentlichen aus externen Kreditinformationen und Ratings pro Kontrahent abgeleitet, was im Vergleich zur Bildung von Ratingklassen eine genauere Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit ermöglicht. Hierbei werden zum einen die durch Warenkreditversicherer vergebenen Risikonummern der Kunden und zum anderen die von Auskunfteien erteilten Bonitätsinformationen mittels eines zentralen Zuordnungssystems in eine individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde übersetzt. Diese individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde wird einheitlich im thyssenkrupp Konzern verwendet. Es erfolgt eine quartalsweise Aktualisierung der Informationen. Sind keine Ratinginformationen auf Kontrahentenebene vorhanden, erfolgt eine Bewertung auf Basis der durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit pro Segment zuzüglich eines angemessenen Risikozuschlags. Für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 wurden die aktuellen externen Kreditinformationen und Ratings verwendet.

Die Ausfälle betreffen im Wesentlichen Insolvenzfälle, die im Vorjahr nicht aus den Rating-Informationen ableitbar waren.

08 Segmentberichterstattung

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp.

Die Segmentinformationen für das 1. Quartal 2023 / 2024 und das 1. Quartal 2024 / 2025 stellen sich damit wie folgt dar:

SEGMENTINFORMATIONEN

Mio € Automotive Technology Decarbon Technologies Materials Services Steel Europe Marine Systems Corporate Headquarters
1. Quartal 2023 / 2024
Außenumsätze 1.861 895 2.795 2.191 433 0
Konzerninterne Umsätze 1 5 64 255 0 2
Umsatzerlöse 1.863 900 2.860 2.446 433 2
EBIT 42 - 25 - 13 - 143 18 - 61
Bereinigtes EBIT 48 - 17 26 69 17 - 57
1. Quartal 2024 / 2025
Außenumsätze 1.670 905 2.691 1.993 569 0
Konzerninterne Umsätze - 1 2 46 185 - 1 1
Umsatzerlöse 1.669 907 2.737 2.178 568 1
EBIT - 21 12 7 146 31 - 52
Bereinigtes EBIT 12 17 8 168 31 - 42


Mio € Überleitung Konzern
1. Quartal 2023 / 2024
Außenumsätze 4 8.181
Konzerninterne Umsätze - 327 0
Umsatzerlöse - 323 8.181
EBIT - 3 - 185
Bereinigtes EBIT - 3 84
1. Quartal 2024 / 2025
Außenumsätze 3 7.831
Konzerninterne Umsätze - 232 0
Umsatzerlöse - 229 7.831
EBIT - 22 102
Bereinigtes EBIT - 3 191

Im Vergleich zum 30. September 2024 verminderte sich zum 31. Dezember 2024 das durchschnittliche Capital Employed bei Automotive Technology um 224 Mio € auf 3.208 Mio €, bei Decarbon Technologies um 118 Mio € auf 900 Mio €, bei Steel Europe um 486 Mio € auf 3.141 Mio € und bei Marine Systems um 707 Mio € auf 382 Mio €.

Die Spalte "Überleitung" lässt sich wie folgt unterteilen:

AUFRISS ÜBERLEITUNG

Mio € Service Units Special Units Konsolidierung Überleitung
1. Quartal 2023 / 2024
Außenumsätze 4 1 -1 4
Konzerninterne Umsätze 58 7 - 392 - 327
Umsatzerlöse 62 8 - 393 - 323
EBIT 5 -6 -1 - 3
Bereinigtes EBIT 4 -6 - 1 - 3
1. Quartal 2024 / 2025
Außenumsätze 4 1 - 2 3
Konzerninterne Umsätze 60 6 - 299 - 232
Umsatzerlöse 65 8 - 301 - 229
EBIT 7 - 27 - 2 - 22
Bereinigtes EBIT 7 - 8 -2 - 3

Das EBIT im 1. Quartals 2024/2025 enthält in der Einheit Special Units Wertberichtigungsaufwendungen in Höhe von 20 Mio € der im thyssenkrupp Konzern gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte (sogenannte Corporate Assets). Diese Wertminderungsaufwendungen werden als Sondereffekt behandelt und sind deshalb im Bereinigten EBIT nicht enthalten.

Die Beteiligung an TK Elevator setzt sich aus mehreren Finanzierungsinstrumenten zusammen, die wie folgt bilanziert werden:

Stammaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Aufgrund des Vorliegens von maßgeblichem Einfluss werden die Stammaktien nach den Vorgaben des IAS 28 als nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung behandelt und ausgewiesen. Die Fortschreibung der Anschaffungskosten nach der Equity-Methode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb des Finanzergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen enthalten.

Vorzugsaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Die Vorzugsaktien werden als Eigenkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im Eigenkapital (ohne Recycling) erfasst werden.

Zinslose Darlehen (Darlehensnehmer: Vertical Topco I S.A., Luxembourg). Die zinslosen Darlehen werden als Fremdkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und ebenfalls in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, wobei die Ergebniseffekte aus der Folgebewertung in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis in den Finanzierungserträgen bzw. -aufwendungen gezeigt werden.

Nachfolgend wird die Überleitungsrechnung der Ertragskennzahl Bereinigtes EBIT zum Ergebnis vor Steuern gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

ÜBERLEITUNG BEREINIGTES EBIT ZUM ERGEBNIS VOR STEUERN

Mio € 1. Quartal 2023/2024 1. Quartal 2024/2025
Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung 84 191
Sondereffekte - 269 - 89
EBIT gemäß Segmentberichterstattung - 185 102
+ Nicht operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen - 40 - 66
+ Finanzierungserträge 246 258
- Finanzierungsaufwendungen - 263 - 278
- Bestandteile der Finanzierungserträge, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden - 1 - 1
+ Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden 11 5
Ergebnis Konzern (vor Steuern) - 232 20

Im 1. Quartal 2024 / 2025 entfallen die Sondereffekte im Wesentlichen auf Restrukturierungsaufwendungen in den Segmenten Automotive Technology (31 Mio €) und Decarbon Technologies (4 Mio €) sowie auf Wertminderungsaufwendungen im Wesentlichen auf Sachanlagen (108 Mio €) und Erträge aus der Bewertung der CO2-Termingeschäfte (90 Mio €) im Segment Steel Europe; diese enthalten Erträge aus der Beendigung von Cashflow-Hedges (76 Mio €) wofür ursächlich eine erhebliche Planabweichung für die Prolongation von CO2-Zertifikaten aufgrund geringerer Versandmengen war, weshalb die im Eigenkapital bilanzierte Reserve entsprechend erfolgswirksam aufgelöst werden musste. Im 1. Quartal 2023 / 2024 betrafen die Sondereffekte im Wesentlichen die Wertminderungsaufwendungen und Aufwendungen aus der Bewertung der CO2-Termingeschäfte im Segment Steel Europe, Wertminderungsaufwendungen im lagerführenden Werkstoffhandel im Segment Materials Services sowie Wertminderungsaufwendungen im Bereich Lenkungen im Segment Automotive Technology.

09 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bzw. die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden sind nachfolgend dargestellt:

UMSATZERLÖSE

Mio € Automotive Technology Decarbon Technologies Materials Services Steel Europe Marine Systems Corporate Headquarters
1. Quartal 2023 / 2024
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 1.389 246 394 2.268 9 0
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 150 37 2.227 23 1 1
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 68 66 185 49 12 1
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 220 536 9 0 409 0
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 33 14 0 103 1 0
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1.862 899 2.814 2.443 432 2
Sonstige Umsatzerlöse 1 1 45 3 1 0
Insgesamt 1.863 900 2.860 2.446 433 2
1. Quartal 2024 / 2025
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 1.258 255 384 2.032 13 0
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 145 49 2.103 18 4 0
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 61 62 194 35 21 1
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 172 529 6 0 527 0
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 38 12 1 102 2 0
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1.675 907 2.689 2.188 567 1
Sonstige Umsatzerlöse - 6 - 1 48 - 10 2 0
Insgesamt 1.669 907 2.737 2.178 568 1


Mio € Überleitung Konzern
1. Quartal 2023 / 2024
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen - 234 4.071
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren - 27 2.412
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen - 36 346
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen - 4 1.171
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 3 149
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 304 8.149
Sonstige Umsatzerlöse - 19 32
Insgesamt - 323 8.181
1. Quartal 2024 / 2025
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen - 193 3.750
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren - 17 2.303
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen - 35 339
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen - 10 1.224
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 3 152
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 258 7.768
Sonstige Umsatzerlöse 30 63
Insgesamt - 229 7.831

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH KUNDENGRUPPEN

Mio € Automotive Technology Decarbon Technologies Materials Services Steel Europe Marine Systems Corporate Headquarters
1. Quartal 2023 / 2024
Automobilindustrie 1.648 8 466 744 0 1
Handel 88 6 488 510 1 1
Maschinen- und Anlagenbau 101 271 225 57 0 0
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 1 16 425 478 0 0
Bauwirtschaft 0 6 137 9 0 0
Öffentliche Hand - Verteidigung1) 0 3 2 0 425 0
Verpackungsindustrie 0 3 28 351 0 0
Energie und Versorgung 0 3 32 141 0 0
Übrige Kundengruppen1) 23 65 390 25 5 0
Insgesamt 1.862 899 2.814 2.443 432 2
1. Quartal 2024 / 2025
Automobilindustrie 1.514 5 409 639 0 0
Handel 84 2 465 343 0 1
Maschinen- und Anlagenbau 61 232 210 50 0 0
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 1 13 434 533 0 0
Bauwirtschaft 0 4 132 5 0 0
Öffentliche Hand - Verteidigung 0 1 3 0 556 0
Verpackungsindustrie 0 0 35 341 0 0
Energie und Versorgung 0 1 45 148 0 0
Übrige Kundengruppen 14 102 373 31 8 0
Insgesamt 1.675 907 2.689 2.188 567 1


Mio € Überleitung Konzern
1. Quartal 2023 / 2024
Automobilindustrie - 4 2.863
Handel - 192 902
Maschinen- und Anlagenbau 0 656
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung - 92 828
Bauwirtschaft 1 153
Öffentliche Hand - Verteidigung1) - 1 429
Verpackungsindustrie - 1 382
Energie und Versorgung 0 176
Übrige Kundengruppen1) 6 514
Insgesamt - 304 8.149
1. Quartal 2024 / 2025
Automobilindustrie - 23 2.546
Handel - 53 843
Maschinen- und Anlagenbau - 1 552
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung - 175 806
Bauwirtschaft 0 141
Öffentliche Hand - Verteidigung - 5 555
Verpackungsindustrie - 4 372
Energie und Versorgung - 1 193
Übrige Kundengruppen 4 533
Insgesamt - 258 7.768

1) Der Ausweis wurde angepasst w/Aufsplittung der Kundengruppen.

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN

Mio € Automotive Technology Decarbon Technologies Materials Services Steel Europe Marine Systems Corporate Headquarters
1. Quartal 2023 / 2024
Deutschsprachiger Raum1) 495 92 932 1.274 145 1
Westeuropa 272 135 429 597 107 0
Zentral- und Osteuropa 143 14 369 200 0 0
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 1 3 3 2 0 0
Nordamerika 546 89 904 215 3 1
Südamerika 87 47 23 30 84 0
Asien / Pazifik 15 38 75 7 45 0
Großraum China 274 115 24 12 0 0
Indien 12 146 40 27 5 0
Naher Osten &Afrika 18 220 15 77 43 0
Insgesamt 1.862 899 2.814 2.443 432 2
1. Quartal 2024 / 2025
Deutschsprachiger Raum1) 464 116 841 1.104 155 0
Westeuropa 233 160 383 457 160 0
Zentral- und Osteuropa 139 19 335 216 1 0
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 1 1 6 3 3 0
Nordamerika 472 102 919 256 2 1
Südamerika 87 43 7 19 104 0
Asien / Pazifik 21 31 109 7 29 0
Großraum China 233 132 44 11 2 0
Indien 12 56 21 40 17 0
Naher Osten &Afrika 10 248 22 75 95 0
Insgesamt 1.675 907 2.689 2.188 567 1


Mio € Überleitung Konzern
1. Quartal 2023 / 2024
Deutschsprachiger Raum1) - 242 2.697
Westeuropa - 39 1.500
Zentral- und Osteuropa - 15 712
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 9
Nordamerika - 5 1.753
Südamerika - 1 271
Asien / Pazifik 1 182
Großraum China - 1 422
Indien 0 230
Naher Osten &Afrika - 1 373
Insgesamt - 304 8.149
1. Quartal 2024 / 2025
Deutschsprachiger Raum1) - 176 2.504
Westeuropa - 38 1.355
Zentral- und Osteuropa - 14 696
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 14
Nordamerika - 16 1.736
Südamerika - 2 259
Asien / Pazifik 0 197
Großraum China - 4 419
Indien - 1 146
Naher Osten &Afrika - 7 443
Insgesamt - 258 7.768

1) Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein

Von den Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden resultieren im 1. Quartal 2024 / 2025 2.103 Mio € (Vorjahr: 2.264 Mio €) aus langfristigen Verträgen und 5.666 Mio € (Vorjahr: 5.885 Mio €) aus kurzfristigen Verträgen bzw. 2.235 Mio € (Vorjahr: 1.595 Mio €) aus zeitraumbezogen erfassten Umsatzerlösen und 5.533 Mio € (Vorjahr: 6.554 Mio €) aus zeitpunktbezogen erfassten Umsatzerlösen.

10 Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge enthalten Erträge aus Strompreiskompensationen, Versicherungserstattungen sowie weitere Erträge aus Zulagen und Zuschüssen.

11 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält in der Zeile "Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen" im 1. Quartal 2024 / 2025 Aufwendungen in Höhe von 66 Mio € (Vorjahr: 40 Mio €) aus den Stammaktien an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg, die Bestandteil der Elevator-Beteiligung sind (vgl. Anhang-Nr. 08).

12 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

ERGEBNIS JE AKTIE

1. Quartal 2023 / 2024 1. Quartal 2024 / 2025
Gesamtbetrag in Mio € Ergebnis je Aktie in € Gesamtbetrag in Mio € Ergebnis je Aktie in €
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) - 314 - 0,50 - 51 - 0,08
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 622.531.741 622.531.741

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

13 Zusätzliche Informationen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds lässt sich wie folgt aus der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" herleiten.

HERLEITUNG ZAHLUNGSMITTELFONDS

Mio € 31.12.2023 30.9.2024 31.12.2024
Zahlungsmittel 2.337 2.451 1.828
Zahlungsmitteläquivalente 4.293 3.416 3.877
davon verfügungsbeschränkt 0 0 1.000
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gemäß Bilanz 6.629 5.867 5.705
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen 85 4 13
Zahlungsmittelfonds gemäß Kapitalflussrechnung 6.715 5.871 5.718

Per 31. Dezember 2024 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 80 Mio € (31. Dezember 2023: 37 Mio €; 30. September 2024: 131 Mio €) von der Joint Operation HKM.

Die verfügungsbeschränkten Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2024 betreffen das Segment Marine Systems und resultieren aus Kundenanzahlungen im Rahmen einer Auftragserweiterung über vier U-Boote des laufenden deutsch-norwegischen 212CD Programms.

14 Ereignis nach dem Stichtag

Am 30. Januar 2025 erfolgte der Abschluss des Verkaufsprozesses (Closing) für die Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel India. Der Verkaufspreis belief sich auf rund 440 Mio €; hieraus wird ein positives Abgangsergebnis in Höhe eines dreistelligen Mio-€-Betrags erwartet. Vgl. auch Anhang-Nr. 02.


Essen, den 11. Februar 2025

thyssenkrupp AG

Der Vorstand

López
Dinstuhl Henne Schulte

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis 31. Dezember 2024, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.


Düsseldorf, den 12. Februar 2025

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marc Ufer Dr. Markus Zeimes
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

Kontakt und Finanzkalender 2025 / 2026

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

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thyssenkrupp AG

thyssenkrupp Allee 1, 45143 Essen

Postfach, 45063 Essen

Telefon: (0201) 844-0

Telefax: (0201) 844-536000

E-Mail: info@thyssenkrupp.com

www.thyssenkrupp.com

Finanzkalender 2025 / 2026

15. Mai 2025

Zwischenbericht 1. Halbjahr 2024 / 2025 (Oktober bis März)

14. August 2025

Zwischenbericht 9 Monate 2024 / 2025 (Oktober bis Juni)

9. Dezember 2025

Geschäftsbericht 2024 / 2025 (Oktober bis September)

30. Januar 2026

Ordentliche Hauptversammlung

12. Februar 2026

Zwischenbericht 1. Quartal 2025 / 2026 (Oktober bis Dezember)

Dieser Zwischenbericht ist am 13. Februar 2025 erschienen.

Inhouse produziert mit firesys.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Finanzbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen sind mit Unsicherheiten verbunden, da sie von thyssenkrupp nicht beeinflusst oder kontrolliert werden können, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Daher können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesem Finanzbericht explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Die in diesem Finanzbericht enthaltenen zukunftsbezogene Aussagen werden nicht an Ereignisse oder Entwicklungen angepasst, die nach dem Datum dieses Berichts eintreten.

Rundungen und Veränderungsraten

Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet, Verschlechterungen mit Minus (-). Bei sehr hohen positiven bzw. negativen Veränderungsraten (≥ 100 % bzw. ≤ -100 %) wird die Veränderungsrichtung durch ++ bzw. -- angezeigt.

Abweichungen aus technischen Gründen

Dieser Finanzbericht ist von der Gesellschaft aufgrund gesetzlicher Offenlegungspflichten zum elektronischen Bundesanzeiger einzureichen. Aus technischen Gründen kann es beim Bundesanzeiger Verlag zu Abweichungen in den im Bundesanzeiger bekannt gemachten Unterlagen kommen.

Der Finanzbericht steht in deutscher Sprache und in englischer Übersetzung im Internet unter www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Finanzberichts der englischen Übersetzung vor.