![]() thyssenkrupp AGDuisburg und Essenthyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2024 / 20251. Oktober 2024 - 31. Dezember 2024THYSSENKRUPP IN ZAHLEN
1)
Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).
2)
Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung. STAMMDATEN UND KENNZAHLEN ZUR THYSSENKRUPP AKTIE / ADR
Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres. In diesem Finanzbericht verwenden wir im Interesse der besseren Lesbarkeit die grammatisch
männliche Form, wie bspw. "Aktionär" oder die neutrale Form wie bspw. "Mitarbeitende".
Sie beziehen sich immer zugleich auf alle Geschlechter der Menschen, um die es geht:
männlich, weiblich, divers. ZwischenlageberichtVorbemerkungenDie Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp im Geschäftsjahr
2024 / 2025. Für weitere Details zur Beteiligung TK Elevator, die thyssenkrupp seit dem Verkauf
des Aufzugsgeschäfts Elevator Technology Ende Juli 2020 hält und die im Rahmen der
Segmentberichterstattung der "Überleitung" zugeordnet ist, siehe auch Anhang-Nr. 08
(Segmentberichterstattung) und Anhang-Nr. 07 (Finanzinstrumente). Im Geschäftsjahr 2023 / 2024 wurde für die Aktivitäten von thyssenkrupp Electrical
Steel India aus dem Segment Steel Europe ein Verkaufsprozess eingeleitet, der im 4.
Quartal des Geschäftsjahres 2023 / 2024 erstmals die Kriterien von IFRS 5 für einen
Ausweis als Veräußerungsgruppe erfüllt. Dementsprechend wurde in der Bilanz zum 30.
September 2024 ein gesonderter Ausweis der auf diese Aktivitäten entfallenden Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten erforderlich. Der gesonderte Ausweis der auf diese Aktivitäten
entfallenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten war in der Bilanz zum 31. Dezember
2024 weiterhin erforderlich. Der Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India wurde
am 30. Januar 2025 abgeschlossen. Die Darstellung des Geschäftsverlaufs ist nach Segmenten gegliedert. Wirtschaftsbericht
1)
Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).
ZusammenfassungGeschäftsverlauf des Konzerns im 1. Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal
Geschäftsverlauf in den Segmenten im 1. Quartal im Vergleich zum Vorjahr
GesamtjahresprognoseDie Gesamtjahresprognose für den Konzern wurde wie nachstehend angepasst. Die weiteren
Kernsteuerungsgrößen sind im Vergleich zur Prognose im Geschäftsbericht 2023 / 2024
unverändert.
Unsere Mittelfristziele für den Konzern auf Basis seiner aktuellen Zusammensetzung
wurden im Geschäftsbericht 2023 / 2024 bestätigt: Eine Bereinigte EBIT-Marge von 4
bis 6 % und dadurch ein signifikant positiver Free Cashflow vor M&A. Hohe Priorität
hat zudem die verlässliche Dividendenzahlung. Makro- und BranchenumfeldAussicht auf zunehmende Handelsspannungen und politische Unsicherheiten verzögern
die Erholung der Weltwirtschaft - Erholung der deutschen Wirtschaft verzögert sich
weiter Trotz zahlreicher Turbulenzen verzeichnete die Weltwirtschaft im Gesamtjahr
2024 ein Wachstum von 2,7 %. Für das Jahr 2025 wird im Vergleich zur Einschätzung
im Geschäftsbericht 2023 / 2024 nur ein moderates Wachstum von 2,5 % prognostiziert. Die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt von den bereits im Geschäftsbericht
2023 / 2024 genannten erheblichen Risiken geprägt. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bleibt Deutschland bei der wirtschaftlichen
Erholung weiter im Rückstand. Eine nachhaltige Verbesserung der Konjunktur blieb 2024
aus; die Wirtschaft schrumpfte um 0,2 %. Auch für 2025 wird nur noch ein leichtes
Wachstum von 0,4 % erwartet. Somit verzögert sich die im Geschäftsbericht 2023 / 2024
antizipierte Konjunkturerholung weiter. Die Erwartungen für die Entwicklung der US- sowie der chinesischen Volkswirtschaften
bleiben im Vergleich zum Geschäftsbericht 2023 / 2024 nahezu unverändert. BRUTTOINLANDSPRODUKT
1)
Kalenderjahr; Prognosen (teilweise) Quelle: S&P Global Market Intelligence, Global Economy (Januar 2025) AutomobilindustrieDie weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen schloss das Jahr 2024
wie im Geschäftsbericht 2023 / 2024 rückläufig gegenüber dem Vorjahr ab, jedoch infolge
eines stärkeren vierten Kalenderquartals in China mit einem etwas höheren Volumen.
Dahingegen wird für das Jahr 2025 anstelle eines Wachstums nunmehr von einem globalen
Rückgang des Produktionsvolumens gegenüber dem Vorjahr ausgegangen. MaschinenbauDie Einschätzungen zur Entwicklung der Branche weltweit haben sich im Vergleich zur
Berichterstattung im Geschäftsbericht 2023/2024 weiter getrübt, insbesondere in Deutschland
und den USA. Die Aussichten für das Jahr 2025 bleiben ebenfalls gedämpft. BauwirtschaftDie Einschätzungen zur globalen Bauwirtschaft haben sich ähnlich zum Maschinenbau
entwickelt. Die Entwicklung der Branche ist, getrieben durch eine langsamere Erholung
in Deutschland und den USA, im Vergleich zum Geschäftsbericht 2023 / 2024 weiter getrübt
worden. Mit Blick auf China kam es i. W. zu keinen Veränderungen im Vergleich zum
Geschäftsbericht 2023 / 2024. StahlumfeldAuch im Stahlmarkt sind keine wesentlichen Änderungen zur Einschätzung der Marktaussichten
weltweit sowie in den wesentlichen Regionen im Unterschied zur Berichterstattung im
Geschäftsbericht 2023 / 2024 zu verzeichnen.
ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN
1)
Kalenderjahr; Prognosen (teilweise)
2)
Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 6t Quellen: S&P Global Market Intelligence, Comparative Industry (Januar 2025), S&P Global
Mobility, LV Production (Januar 2025), Oxford Economics, worldsteel (Oktober 2024),
nationale Verbände Berichterstattung zu den SegmentenAutomotive TechnologyGeschäftsverlauf im 1. QuartalAUTOMOTIVE TECHNOLOGY IN ZAHLEN
Auftragseingang und UmsatzAuftragseingang und Umsatz bei Automotive Technology lagen unter denen des Vorjahres.
Von der geringeren Kundennachfrage waren nahezu alle Geschäftsbereiche in Europa,
Nordamerika und China betroffen. Negative Währungskurseffekte entstanden i. W. aus
der Umrechnung des brasilianischen Reals in Euro. Bereinigtes EBITDas Bereinigte EBIT ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Ursächlich hierfür waren
ein geringeres Absatzvolumen, eine geringere Beschäftigung im Anlagenbau sowie höhere
Personalkosten (i. W. aufgrund von Tarifabschlüssen). Des Weiteren war das Vorjahresquartal
durch positive Einmaleffekte beeinflusst, wie bspw. Erträge aus der Auflösung verschiedener
Rückstellungen. APEX-Maßnahmen wirkten sich hingegen positiv aus. Hierbei handelte
es sich in erster Linie um Effekte aus der Verhandlung neuer Preiskonditionen, dem
Einfordern von Kompensationen aus Mindermengen, sowie aus Materialkosteneinsparungen
und einer Vielzahl von Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Des Weiteren befinden sich die
eingeleiteten Restrukturierungen in planmäßiger Umsetzung. Wesentliche SondereffekteWesentliche Sondereffekte betreffen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 31 Mio
€ für Kapazitätsanpassungen bei Forged Technologies in Italien aufgrund reduzierter
Absatzerwartungen. InvestitionenDas Investitionsvolumen lag auf dem Niveau des Vorjahres. Im Bereich Steering wurde
weiter in auftragsbezogene Projekte für elektrisch unterstützte Lenksysteme investiert,
u.a. in Mexiko und Europa. Bei Dynamic Components wurde auftragsbezogen in die Produktion
von Rotor- und Nockenwellen in Deutschland, Ungarn, Mexiko, China und Brasilien investiert. Generell liegt der Schwerpunkt der Investitionen bei auftragsbezogenen Projekten,
mit dem Ziel der Unterstützung der Kosten- und Profitabilitätsziele sowie Wahrnehmung
von Wachstumschancen. Decarbon TechnologiesGeschäftsverlauf im 1. QuartalDECARBON TECHNOLOGIES IN ZAHLEN
AuftragseingangDer Auftragseingang entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Dämpfend
wirkten dabei insbesondere geringere Auftragseingänge im Bereich Wasserelektrolyse
und im Chemieanlagenbau, die vor allem auf Projektverschiebungen zurückzuführen sind.
Diese Projektverschiebungen sind durch die übliche Volatilität im Projektgeschäft
und durch Verzögerungen bei Kunden beeinflusst. Unter Berücksichtigung der Entkonsolidierungseffekte
von thyssenkrupp Industries India konnte der Zementanlagenbau hingegen einen deutlichen
Zuwachs beim Auftragseingang für das Neubaugeschäft erzielen. Rothe Erde übertraf
den Vergleichswert des Vorjahres aufgrund einer höheren Nachfrage im Anwendungsbereich
Windenergie. UmsatzDer Umsatz lag über dem Vorjahresniveau und unter Berücksichtigung des Entkonsolidierungseffekts
von thyssenkrupp Industries India deutlich über dem Vorjahr. Wesentlich hierfür war
thyssenkrupp nucera, die erneut ein deutliches Umsatzwachstum verzeichnete, getrieben
durch die dynamische Entwicklung im Bereich Wasserelektrolyse sowie im Chlor-Alkali
Geschäft. Auch der Bereich Chemieanlagen verzeichnete einen Umsatzanstieg gegenüber
Vorjahr, was auf verschiedene Großprojekte zurückzuführen ist. Bereinigtes EBITDas Bereinigte EBIT war positiv und lag deutlich über dem Vorjahr. Der Chemieanlagenbau
verzeichnete eine Ergebnissteigerung, die insbesondere auf geringere Fehlleistungskosten
und einen positiven Einmaleffekt aus einer Projektbeendigung zurückzuführen ist. Bei
thyssenkrupp nucera führten das höhere Umsatzvolumen und positive Einmaleffekte zu
einem verbesserten Ergebnisbeitrag im Vergleich zum Vorjahr. Zusätzlich wirkten APEX-Maßnahmen, i. W. Effizienzsteigerungen und Einkaufsoptimierungen
positiv auf das Bereinigte Ergebnis. SondereffekteDie Sondereffekte setzten sich i. W. aus der Bildung von Restrukturierungsrückstellungen
i.H.v. 4 Mio € bei Polysius zur regionalen Anpassung an die Auftragssituation zusammen. InvestitionenDie Investitionen lagen über dem Vorjahresniveau. Haupttreiber dieses Anstiegs waren
die erhöhten Investitionen bei thyssenkrupp nucera, die zur Unterstützung des angestrebten
Wachstums in die Entwicklung neuer Produkttechnologien getätigt wurden. Auch bei Uhde
erhöhten sich die Investitionen gegenüber dem Vorjahr, insbesondere durch den Bau
einer Demo-Anlage als Zwischenschritt zur Kommerzialisierung. Darüber hinaus wurden
in allen Geschäftsbereichen kontinuierlich Investitionen in die Stärkung des Technologieportfolios
sowie in auftragsbezogene Projekte vorgenommen. Materials ServicesGeschäftsverlauf im 1. QuartalMATERIALS SERVICES IN ZAHLEN
AuftragseingangMaterials Services verzeichnete trotz der aktuellen konjunkturellen Herausforderungen
beim Auftragseingang ein leichtes Plus. Die starken Anstiege im Streckengeschäft (Trading)
und beim nordamerikanischen Werkstoffhandel konnten die Rückgänge in den übrigen Geschäftsbereichen
überkompensieren. UmsatzDer Umsatz ging ggü. dem Vorjahr zurück, vor allem bedingt durch ein niedrigeres Preisniveau
bei den wichtigsten Produktgruppen und der schwachen Nachfrage in Europa. Besonders
deutlich waren die Umsatzeinbußen bei den automobilnahen Service-Centern und beim
europäischen Werkstoffhandel, während das Trading-Geschäft und der nordamerikanische
Werkstoffhandel die Verkaufserlöse steigern konnten. Der Werk- und Rohstoff-Absatz
legte unterdessen zu (1,85 Mio t vs. 1,76 Mio t). Zwar blieb der Lagerabsatz unter
Vorjahr, der internationale Rohstoffhandel konnte jedoch seine Versandmengen erhöhen. Bereinigtes EBITDas Bereinigte EBIT ging im Vergleich zum Vorjahr zurück, war jedoch weiterhin insgesamt
positiv. Vom Rückgang betroffen waren insbesondere der europäische Werkstoffhandel
sowie die automobilnahen Service-Center. Zuwächse gab es dagegen beim nordamerikanischen
Werkstoffhandel sowie beim internationalen Supply-Chain-Geschäft. EBIT-unterstützend
wirkten APEX-Performance-Maßnahmen; wesentliche Ergebnis-Effekte im Berichtszeitraum
erfolgten u. a. aus der Neuverhandlung von Verträgen mit Großkunden zu verbesserten
Konditionen sowie aus Initiativen zur Ausweitung des höhermargigen Geschäfts. Wesentliche SondereffekteIm Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Sondereffekte. InvestitionenZur Erhöhung seiner Kapazitäten bei der Präzisionsmetallverarbeitung hat thyssenkrupp
Materials NA das Unternehmen Cobotix Manufacturing Inc. übernommen. Der Zukauf des
auf Automatisierung und Robotik spezialisierten Fertigers zielt insbesondere auf ein
Wachstum in den Schlüsselmärkten Energieerzeugung, Lade-Infrastruktur für Elektromobilität
und Data-Center ab. Zusätzlich erfolgten Investitionen in die Erweiterung des nordamerikanischen
Servicegeschäfts, in Modernisierungs- und Ersatzinvestitionen, die digitale Transformation
sowie zu Modernisierungs- und Ersatzzwecken. Steel EuropeGeschäftsverlauf im 1. QuartalSTEEL EUROPE IN ZAHLEN
AuftragseingangDer Auftragseingang von Steel Europe lag sowohl mengen- als auch wertmäßig deutlich
unter dem des Vorjahres. Die Menge der Bestellungen war im Berichtszeitraum um 5 %
geringer als im Vorjahr. Insbesondere die Nachfrage aus der Automobilindustrie fiel
geringer aus. Der Wert aller Bestellungen lag aufgrund des insgesamt gesunkenen Preisniveaus
unter Vorjahr. UmsatzDer Umsatz lag ebenfalls deutlich unter Vorjahr. Eine wesentliche Ursache waren die
mit 6 % unter Vorjahresniveau liegenden Versandmengen. Einbußen waren i. W. sowohl
bei Automobil- als auch Industriekunden zu verzeichnen. Bei Verpackungsstahl und kornorientiertem
Elektroband war die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit insgesamt höheren
Versandmengen positiv. Das Erlösniveau lag in allen Kundengruppen unterhalb der Vorjahreswerte. Bereinigtes EBITDas Bereinigte EBIT lag trotz eines rückläufigen Versand- und Erlösniveaus aufgrund
von höheren Effekten auf der Energieseite (i. W. Strompreiskompensation), niedrigeren
Abschreibungen infolge der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr 2023 / 2024, rückläufigen
Rohstoff- und Energiekosten sowie positiven Effekten aus dem APEX-Programm oberhalb
des Vorjahreswertes. Die Bestandseffekte lagen über dem Wert des Vorjahres. Maßnahmen
aus dem APEX-Programm wirkten unterstützend über die gesamte Wertschöpfungskette des
Segments, z. B. durch Effizienzsteigerungen in der Produktion, der Logistik sowie
generelle Kostenverbesserungen und Einkaufserfolge. Ein signifikanter Hebel dabei
ist bspw. die gleichzeitige technische wie kommerzielle Optimierung des Rohstoffeinsatzes. Wesentliche SondereffekteIn der Berichtsperiode ergaben sich aus der Bewertung der CO2-Termingeschäfte Erträge i. H. v. 90 Mio €. Darin enthalten sind Erträge in Höhe von
76 Mio € aus der Beendigung von Cashflow-Hedges; ursächlich hierfür war eine erhebliche
Planabweichung für die Prolongation von CO2-Zertifikaten aufgrund geringerer Versandmengen, weshalb die im Eigenkapital bilanzierte
Reserve entsprechend erfolgswirksam aufgelöst werden musste. Gegenläufig ergaben sich
Wertminderungsaufwendungen i. W. auf Sachanlagen i. H. v. 108 Mio € aufgrund der weiterhin
bestehenden Unterdeckung infolge der eingetrübten Konjunkturlage, anhaltend hoher
Energiekosten und der im zukünftigen Geschäftsverlauf erwarteten Investitionen. InvestitionenBeim Bau der Direktreduktionsanlage sind die Rückbauarbeiten und Vorbereitungen des
Baufelds so gut wie abgeschlossen; erste Fundament- und Baumaßnahmen laufen bereits
seit dem 2. Quartal 2023 / 2024. Bei der Umsetzung der Strategie 20-30 schreitet der
Umbau der Gießwalzanlage in Duisburg-Bruckhausen voran. Mit Außerbetriebnahme der
Gießwalzanlage im 1. Quartal 2024/2025 wurden die Rückbauarbeiten gestartet und die
Massivbauarbeiten zur Errichtung der Stranggießanlage und des Warmbandwerks fortgesetzt.
Die neue Glüh-/Isolierlinie in Bochum zur Begleitung der steigenden Nachfrage nach
hochwertigem Elektroband wurde im 1. Quartal 2024 / 2025 in Betrieb genommen und befindet
sich im Hochlauf. Marine SystemsGeschäftsverlauf im 1. QuartalMARINE SYSTEMS IN ZAHLEN
AuftragseingangDer Auftragseingang bei Marine Systems lag deutlich über Vorjahr. Mit einer umfassenden
Auftragserweiterung über vier U-Boote des laufenden deutsch-norwegischen 212CD Programms
sowie dem Zuschlag für den Forschungseisbrecher "Polarstern II" für das Alfred-Wegener-Institut
konnten gleich zwei Neubauaufträge verbucht werden, zusätzlich zu weiteren Auftragseingängen
in der Elektronik und im Service. Aufgrund der Auftragseingänge im Bereich Unterwasser
und Überwasser verzeichnete Marine Systems mit einem Auftragsbestand von 16,4 Mrd
€ einen Rekordwert. UmsatzIm Berichtszeitraum konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert
werden. Ausschlaggebend hierfür waren die positiven Projektfortschritte im Neubaugeschäft
und im Bereich Marineelektronik. Bereinigtes EBITDas Bereinigte EBIT konnte im Berichtszeitraum einen deutlichen Anstieg gegenüber
dem Vorjahr verzeichnen und folgte somit der Umsatzentwicklung. Projektfortschritte
im Neubaugeschäft, aber auch die positive Entwicklung im Bereich Marineelektronik
sowie geringere Vertriebskosten haben zu dieser guten Entwicklung beigetragen. Wesentliche SondereffekteIm Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Sondereffekte. InvestitionenDie Modernisierung der Werft am Standort Kiel, die die Investitionen der letzten Jahre
geprägt hat, neigt sich dem Abschluss entgegen. Die Voraussetzungen für eine nachhaltige
Effizienzerhöhung sind gelegt, und die Werft ist in die Lage versetzt worden, größere
Boote entsprechend des Markttrends zu fertigen. Mit den oben genannten Auftragseingängen
gilt es nun, auch den neu erworbenen Standort Wismar auf die Anforderungen des Produktportfolios
der Marine Systems umzustellen. Corporate HeadquartersGeschäftsverlauf im 1. QuartalDas Bereinigte EBIT von Corporate Headquarters belief sich auf -42 Mio € und hat sich
somit gegenüber dem Vorjahreswert verbessert. Dies resultierte i. W. aus geringeren
Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Performance-Programm APEX und geringeren allgemeinen
Verwaltungskosten. Gegenläufig gab es höhere Aufwendungen aus der Anpassung von Rückstellungen
für aktienbasierte Vergütung. SondereffekteSondereffekte ergaben sich i. W. aus Aufwendungen im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen. InvestitionenIm Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageAnalyse der Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse lagen im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2024 / 2025 um 4 % unter
den Umsatzerlösen des entsprechenden Vorjahresquartals. Ursächlich hierfür waren vor
allem preis- und mengenbedingte Umsatzrückgänge bei den Geschäften in den Segmenten
Materials Services und Steel Europe sowie Umsatzverringerungen bei den Geschäften
im Segment Automotive Technology. Dem stand insbesondere eine Umsatzsteigerung bei
den Marinegeschäften gegenüber, die aus der fortschreitenden Bearbeitung von Projekten
im Neubaugeschäft und im Bereich Marineelektronik resultierte. Gleichzeitig verminderten
sich die Umsatzkosten um 7 % und damit überproportional zur Umsatzentwicklung. Die
Hauptursachen waren deutlich gesunkene Materialaufwendungen infolge des Umsatzrückganges
und im Berichtsquartal erfasste Erträge aus der Bewertung von CO2-Termingeschäften in Höhe von insgesamt 90 Mio € im Segment Steel Europe. Letztere
enthalten Erträge in Höhe von 76 Mio € aus der Beendigung von Cashflow-Hedges. Darüber
hinaus ergaben sich in den Umsatzkosten im Vergleich zum Vorjahresquartal von 154
Mio € um 64 Mio € auf 90 Mio € (inklusive außerplanmäßige Abschreibungen auf Corporate
Assets) verringerte außerplanmäßige Abschreibungen im Segment Steel Europe. Gegenläufig
wirkten hauptsächlich gestiegene Personalaufwendungen, die insbesondere Restrukturierungsmaßnahmen
betrafen. Insgesamt lagen im Berichtsjahr der Bruttogewinn vom Umsatz mit 965 Mio
€ sowie die Brutto-Umsatzmarge mit 12,3 % jeweils deutlich über dem Vorjahresquartal. Die Forschungs- und Entwicklungskosten waren gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu
unverändert. Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2024 / 2025 beliefen sich die Wertminderungsaufwendungen
im Segment Steel Europe wie im Vorjahresquartal auf 2 Mio €. Die Abnahme der Vertriebskosten betraf i. W. die insgesamt um 31 Mio € verminderten
Wertminderungsaufwendungen, die insbesondere den Wegfall von im Vorjahresquartal erfassten
Wertminderungsaufwendungen im Segment Materials Services betrafen, gesunkene verkaufsbezogene
Frachtaufwendungen hauptsächlich in den Segmenten Steel Europe und Materials Services
sowie geringere Wertberichtigungen auf Kundenforderungen im Segment Steel Europe.
Gegenläufig wirkten i. W. von 6 Mio € um 6 Mio € auf 12 Mio € erhöhte Wertminderungsaufwendungen
im Segment Steel Europe. Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen insgesamt leicht über dem Wert für das Vorjahresquartal.
Hauptursachen waren höhere tarifabschlussbedingte Personalaufwendungen sowie von 22
Mio € um 1 Mio € auf 23 Mio € erhöhte Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel
Europe, denen insbesondere niedrigere Beratungs- und IT-Aufwendungen gegenüberstanden. Wesentliche Ursachen für den Anstieg der sonstigen Erträge waren höhere Erträge im
Zusammenhang mit Strompreiskompensationen und Versicherungserstattungen im Segment
Steel Europe. Gegenläufig wirkten gesunkene Gewinne aus der Absicherung operativer
Währungsrisiken im Segment Materials Services. Die insgesamt eingetretene leichte Abnahme der sonstigen Aufwendungen enthielt den
Wegfall der im 1. Quartal des Vorjahres in Höhe von 9,5 Mio € erfassten Wertminderungsaufwendungen
auf Firmenwerte im Zusammenhang mit der bis zum Verkauf Anfang Mai 2024 bestehenden
Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Industries India. Gegenläufig wirkten insbesondere
gestiegene Verluste aus der Absicherung operativer Währungsrisiken im Segment Materials
Services. Der Rückgang der sonstigen Gewinne und Verluste betraf insbesondere den Verlust aus
dem Verkauf von thyssenkrupp Galmed S.A.U. im Segment Steel Europe im 1. Quartal des
Berichtsjahres. Das insgesamt negative Finanzergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal,
hauptsächlich beeinflusst durch das insgesamt höhere negative Ergebnis aus nach der
Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen insbesondere durch höhere Verluste für die
im Zusammenhang mit dem Verkauf der Aufzugsaktivitäten erworbenen Stammaktien sowie
durch das verschlechterte Zinsergebnis für Netto-Finanzguthaben. Die leicht verringerten Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag waren
- wie schon im Vorjahresquartal - durch Steueraufwendungen auf positive Ergebnisse
im Ausland beeinflusst, während negative Ergebnisse, insbesondere auch im Zusammenhang
mit Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe, nicht zu einer Steuerentlastung
führten. Unter Berücksichtigung von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belief sich der Periodenfehlbetrag
auf 33 Mio €, nach einem Verlust von 305 Mio € im Vorjahresquartal. Das den Aktionären
der thyssenkrupp AG zuzurechnende Ergebnis je Aktie war wie im Vorjahresquartal negativ,
verbesserte sich jedoch um 0,42 € auf einen Verlust von 0,08 €. Analyse der KapitalflussrechnungDer in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht grundsätzlich
der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente". Zum 30. September
2024 und zum 31. Dezember 2024 enthielt der Zahlungsmittelfonds in der Kapitalflussrechnung
auch die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppe thyssenkrupp
Electrical Steel India. Operating CashflowIm 1. Quartal des Geschäftsjahres 2024 / 2025 ergab sich ein positiver und gegenüber
dem entsprechenden Vorjahresquartal deutlich verbesserter Operating Cashflow. Neben
dem verbesserten Periodenüberschuss vor Abschreibungen war die Hauptursache für diese
Entwicklung das im Berichtsquartal im Vergleich zum Vorjahresquartal insgesamt wesentlich
reduzierte Netto-Umlaufvermögen insbesondere als Folge der erwähnten Kundenanzahlung
im Segment Marine Systems. Cashflow aus InvestitionstätigkeitDie Erhöhung des negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit resultierte vor allem
aus gestiegenen Investitionsauszahlungen im Zusammenhang mit Sachanlagen. Darüber
hinaus ergaben sich leicht verminderte Einzahlungen aus Zuwendungen der öffentlichen
Hand im Zusammenhang mit der Errichtung der Direktreduktionsanlage im Segment Steel
Europe. Die rückläufigen Desinvestitionseinzahlungen waren hauptsächlich Folge des
Wegfalls von Einzahlungen aus dem Verkauf von Gesellschaften im Vorjahresquartal. Cashflow aus FinanzierungstätigkeitIm Vergleich zum Vorjahresquartal ergab sich insgesamt eine Verschlechterung beim
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit um 65 Mio € auf -174 Mio €, die vor allem aus
höheren Auszahlungen im Zusammenhang mit der Weiterleitung von Kundenzahlungen aus
Forderungsverkäufen an Kreditinstitute resultierte. Free Cashflow und Netto-FinanzguthabenÜBERLEITUNG ZU FREE CASHFLOW VOR M&A
Im Berichtsquartal haben sich der positive Free Cashflow sowie der negative Free Cashflow
vor M&A, also der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit ohne Berücksichtigung von
Ein- und Auszahlungen aus wesentlichen Portfoliomaßnahmen, gegenüber dem Vorjahresquartal
deutlich verbessert, i. W. aufgrund von Anzahlungen in Höhe von 1 Mrd € im Zusammenhang
mit der umfassenden Auftragserweiterung über vier U-Boote bei Marine Systems. Gegenläufige
Effekte waren die höhere Kapitalbindung (vor allem der stärkere Aufbau des Vorratsvermögens)
sowie gestiegene Investitionen (u.a. leicht verminderte Einzahlungen aus Zuwendungen
der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit der Errichtung der Direktreduktionsanlage
im Segment Steel Europe). Das Netto-Finanzguthaben ist zum 31. Dezember 2024 im Vergleich zum 30. September
2024 wegen des negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 4,4 Mrd € auf 4,3
Mrd € leicht zurückgegangen. Die verfügbare Liquidität zum 31. Dezember 2024 beläuft sich auf 6,8 Mrd € (5,7 Mrd
€ flüssige Mittel und 1,1 Mrd € freie, zugesagte Kreditlinien). RatingRATING
Analyse der BilanzDie langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum 30. September 2024
um 162 Mio € auf 8.577 Mio €. Innerhalb der immateriellen Vermögenswerte wurden im
Segment Steel Europe Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 1 Mio € erfasst. Der darüber
hinaus enthaltene Anstieg der Sachanlagen war insgesamt hauptsächlich durch die Währungsumrechnung
verursacht. Gleichzeitig lagen die planmäßigen Abschreibungen sowie die außerplanmäßigen
Abschreibungen, die im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2024 / 2025 wesentlich durch
die in Höhe von 107 Mio € erfassten Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe
beeinflusst waren, leicht über den Zugängen aus Investitionen. Wertminderungsaufwendungen
in Höhe von 20 Mio € betrafen Corporate Assets. Die Abnahme der nach der Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen war insbesondere Folge der im Berichtsjahr erfolgten Fortschreibung
der im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung erfassten Stammaktien. Der Anstieg
der sonstigen finanziellen Vermögenswerte betraf insbesondere die Fortschreibung des
im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung erfassten zinslosen Darlehens sowie der
Vorzugsaktien. Die Zunahme der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte resultierte
hauptsächlich aus geleisteten Anzahlungen für den Bau der Direktreduktionsanlage im
Segment Steel Europe. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen im Vergleich zum 30. September 2024 um 340
Mio € auf 21.258 Mio € ebenfalls insgesamt an. Die hierin enthaltene deutliche Zunahme
der Vorräte betraf insbesondere die Werkstoffgeschäfte in den Segmenten Steel Europe
und Materials Services und war vorrangig mengeninduziert; darüber hinaus ergaben sich
im Segment Automotive Technology Zunahmen durch rückläufige Absatzmengen. Die deutliche
Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultierte hauptsächlich aus
der Geschäfts- und Umsatzentwicklung der Werkstoff- und Automobilgeschäfte in den
Segmenten Materials Services und Automotive Technology; darüber hinaus ergaben sich
Rückgänge bei Marine Systems im Zusammenhang mit gesunkenen Anzahlungsanforderungen.
Der insgesamt leichte Anstieg der Vertragsvermögenswerte war vor allem Folge der weiteren
Anarbeitung von Fertigungsaufträgen in den Anlagenbaugeschäften im Segment Decarbon
Technologies sowie in den Marinegeschäften. Die Abnahme der sonstigen finanziellen
Vermögenswerte resultierte i. W. aus geringeren Ansprüchen im Segment Automotive Technology,
die im Rahmen von Agententätigkeiten durchgereichte Materialien und Komponenten an
Kunden betrafen. Die insgesamt eingetretene Zunahme der sonstigen nicht finanziellen
Vermögenswerte betraf hauptsächlich gestiegene Erstattungsansprüche im Zusammenhang
mit Umsatzsteuern sowie erhöhte geleistete Anzahlungen für Vorräte an Lieferanten;
gegenläufig wirkten gesunkene Ansprüche gegenüber der öffentlichen Hand im Zusammenhang
mit dem Bau der Direktreduktionsanlage im Segment Steel Europe. Die insgesamt eingetretene
Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 162 Mio € auf 5.705 Mio
€ resultierte i. W. aus dem deutlichen Aufbau von Vorräten und aus der Rückführung
von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen; gegenläufig wirkten erhaltene
Kundenanzahlungen im Zusammenhang mit der umfassenden Auftragserweiterung über vier
U-Boote im Segment Marine Systems, die zum 31. Dezember 2024 in Höhe von 1.000 Mio
€ einer Verfügungsbeschränkung unterlagen. Der leichte Anstieg von als zur Veräußerung
vorgesehenen Vermögenswerten resultierte insbesondere aus der weiterlaufenden Geschäftstätigkeit
von thyssenkrupp Electrical Steel India im Segment Steel Europe. Der insgesamt leichte Anstieg des Eigenkapitals im Vergleich zum 30. September 2024
um 20 Mio € auf 10.378 Mio € war hauptsächlich Folge der im kumulierten sonstigen
Ergebnis erfassten Gewinne aus der Währungsumrechnung. Mindernd wirkten vor allem
im kumulierten sonstigen Ergebnis erfasste Verluste aus Cashflow-Hedges (einschließlich
Verluste aus Basis Adjustments) sowie der Periodenfehlbetrag im Berichtsquartal. Die langfristigen Verbindlichkeiten waren gegenüber dem 30. September 2024 nahezu
unverändert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2024
insgesamt um 462 Mio € auf 12.314 Mio €. Der hierin enthaltene Anstieg der sonstigen
Rückstellungen betraf insbesondere Restrukturierungsmaßnahmen im Segment Automotive
Technology. Die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultierte
hauptsächlich aus den Werkstoffgeschäften im Segment Materials Services sowie aus
den Automobilgeschäften. Die leichte Zunahme der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten
resultierte vor allem aus der Derivatebilanzierung. Der deutliche Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten
war insbesondere Folge einer erhaltenen Kundenanzahlung in Höhe von 1.000 Mio € im
Zusammenhang mit der umfassenden Auftragserweiterung über vier U-Boote im Segment
Marine Systems; gleichzeitig ergaben sich hier Abnahmen durch die Abwicklung von bereits
laufenden Fertigungsaufträgen im Marinegeschäft. Die insgesamt eingetretene leichte
Abnahme der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten resultierte insbesondere
aus gesunkenen Verbindlichkeiten im Personalbereich; gegenläufig wirkten hauptsächlich
erhöhte Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Umsatzsteuern auf erhaltene Anzahlungen
im Segment Marine Systems. Der leichte Anstieg von Verbindlichkeiten in Verbindung
mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten resultierte aus der weiterlaufenden
Geschäftstätigkeit von thyssenkrupp Electrical Steel India im Segment Steel Europe. ComplianceAuch und gerade in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld sind starke Werte das Fundament
unserer internen Zusammenarbeit. Diese Werte sind insbesondere im Mission Statement,
Code of Conduct und Compliance Commitment des Vorstands verankert. Zudem haben wir
das thyssenkrupp Compliance Management System in Bezug auf die Compliance Kernthemen
Antikorruption, Kartellrecht, Datenschutz, Geldwäscheprävention und Außenwirtschaftsrecht
implementiert und kontinuierlich weiterentwickelt. Compliance wurde insbesondere bei
diversen sanktionsrechtlichen Fragestellungen und bei der Umsetzung der Anforderungen
des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes sowie weiterhin - zur Beratung bei den
verschiedenen kartellrechtlichen Fragestellungen -in M&A-Aktivitäten eng eingebunden. Nähere Informationen zu Compliance bei thyssenkrupp können dem Geschäftsbericht 2023
/ 2024 und der Website https://www.thyssenkrupp.com/de/unternehmen/compliance entnommen
werden.1) NachtragsberichtDie zwischen dem Stichtag des 1. Quartals (31. Dezember 2024) und der Freigabe des
Berichts zur Veröffentlichung (11. Februar 2025) eingetretenen berichtspflichtigen
Ereignisse sind unter Anhang-Nr. 14 im Zwischenabschluss dargestellt.
1)
Der weiterführende Link ist nicht Teil der prüferischen Durchsicht. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtGesamtjahresprognose 2024 / 2025Die Gesamtjahresprognose 2024 / 2025 basiert auf der aktuellen Zusammensetzung des
Konzerns. Die Prognose unterstellt keine Effekte aus etwaigen Portfoliomaßnahmen,
insbesondere im Zusammenhang mit der möglichen Verselbstständigung von Steel Europe
oder Marine Systems. Zu den erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den
wesentlichen Annahmen, die der Prognose zugrunde liegen, vgl. Abschnitt "Makro- und
Branchenumfeld" im Kapitel "Wirtschaftsbericht". Bzgl. der entsprechenden Chancen
und Risiken vgl. den anschließenden "Chancen- und Risikobericht". Wir erwarten insgesamt ein anhaltend herausforderndes Marktumfeld, welches beispielsweise
durch Unsicherheiten bzgl. der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft geprägt ist.
Dies kann dazu führen, dass die jeweiligen Entwicklungen unserer Kernsteuerungsgrößen
entsprechenden Schwankungen unterliegen. In Anbetracht der zum Zeitpunkt der Prognose erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
und zugrundeliegenden Annahmen halten wir folgenden Blick auf das Geschäftsjahr 2024/2025
für angemessen. Im Vergleich zur vorherigen Prognose im Geschäftsbericht 2023 / 2024
wurden die Erwartungen für den Konzern wie folgt geändert:
Zur weiteren Erläuterung der erwarteten Entwicklung unserer Kernsteuerungsgrößen,
vgl. Prognose-, Chancen- und Risikobericht im Geschäftsbericht 2023 / 2024. ERWARTUNGEN DER SEGMENTE UND DES KONZERNS
Chancen und RisikenChancenChancen ergeben sich, wenn wir thyssenkrupp weiter zu einem leistungsstarken und nachhaltigen
Unternehmen und einem auf Wachstumschancen ausgerichteten Portfolio umbauen. Um die Geschäfte bei thyssenkrupp bestmöglich weiterzuentwickeln, richtet sich das
Unternehmen bei seiner Transformation weiterhin gezielt auf Chancen aus, die sich
aus den Zukunftsthemen für unsere Technologien bieten. Insbesondere in der grünen
Transformation sehen wir schon jetzt, aber insbesondere mittel- und langfristig ein
enormes Potenzial für weiteres profitables Wachstum, etwa in den Bereichen Wasserstoff,
grüne Chemikalien, erneuerbare Energien, Elektromobilität und nachhaltige Lieferketten. RisikenAus heutiger Sicht liegen unverändert keine Risiken vor, die den Bestand des Unternehmens
gefährden. Die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt von erheblichen Risiken geprägt.
Ein Ausbleiben der angekündigten Zinssenkungen könnte die Konsum- und Investitionsausgaben
belasten und insbesondere exportorientierte Volkswirtschaften unter Druck setzen.
Darüber hinaus könnte eine weitere Eskalation des Kriegs in der Ukraine das Wirtschaftswachstum,
insbesondere in Westeuropa, erheblich beeinträchtigen. Potenzielle US-Zölle auf Importe
und andere ungünstige handelspolitische Rahmenbedingungen könnten hohe Konjunktur-
und Ergebnisrisiken mit sich bringen. Weitere geopolitische Risiken bestehen in einer
möglichen Verschärfung des Nahost-Konflikts, dem anhaltenden China-Taiwan-Konflikt
oder anderen bewaffneten Konflikten. Erhebliche Herausforderungen ergeben sich zudem durch die Volatilität der Energie-,
Material- und Rohstoffpreise, die in Industrieregionen entscheidenden Einfluss auf
die Konjunktur haben. Naturkatastrophen, die eine Folge des Klimawandels darstellen,
sind eine wachsende Bedrohung für zahlreiche Regionen. Neue Gesetze und andere veränderte rechtliche Rahmenbedingungen auf nationaler und
internationaler Ebene können Risiken für unsere Geschäftsaktivitäten bergen, wenn
sie für thyssenkrupp im Vergleich zu unseren Wettbewerbern mit höheren Kosten oder
sonstigen Nachteilen verbunden sind. Für den Erfolg unserer strategischen Neuausrichtung sind Portfoliomaßnahmen und Restrukturierungen
innerhalb unserer bestehenden Geschäftsaktivitäten denkbar; sie sind grundsätzlich
mit Abwicklungsrisiken verbunden. Zudem werden unsere strategischen Geschäftseinheiten
regelmäßig auf die Notwendigkeit von Wertberichtigungen hin überprüft. Compliance-Risiken insbesondere im Bereich Kartellrecht können sowohl in Bezug auf
finanzielle Schäden als auch auf Reputationsschäden ein enormes Schadenspotenzial
für thyssenkrupp haben. Im Rahmen der Abwicklung von Großinvestitionen mit langer Projektlaufzeit sind Kosten-
und/oder Terminüberschreitungen in einzelnen Projektphasen oder unterschiedliche Auslegungen
der im Zusammenhang mit den Investitionen abgeschlossenen Verträge nicht auszuschließen.
Gleiches gilt für die Abwicklung von Großaufträgen und Langzeitverträgen insbesondere
im Anlagenbau und im Marinegeschäft. Die Zahl der Angriffe auf die IT-Infrastruktur deutscher Unternehmen und auch auf
thyssenkrupp nimmt weiter zu. Aus menschlichen Fehlern, organisatorischen oder technischen
Verfahren und/oder Sicherheitslücken bei der Informationsverarbeitung können Risiken
entstehen, die die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen
gefährden. Darüber hinaus sind die detaillierten Ausführungen zu den Chancen und Risiken gemäß
Geschäftsbericht 2023 / 2024 weiterhin gültig. Verkürzter Zwischenabschluss des thyssenkrupp Konzernsthyssenkrupp Konzern - BilanzAKTIVA
1)
Der Ausweis zum 30.9.2024 wurde angepasst w/Aufsplittung der Bilanzposition. Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang. PASSIVA
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang. thyssenkrupp Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang. thyssenkrupp Konzern - Gesamtergebnisrechnung
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang. thyssenkrupp Konzern - Eigenkapitalveränderungsrechnung
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang. thyssenkrupp Konzern - Kapitalflussrechnung
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang. thyssenkrupp Konzern - Verkürzter AnhangUnternehmensinformationDie thyssenkrupp Aktiengesellschaft ("thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine
börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften
für den Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis 31. Dezember 2024 wurde einer prüferischen
Durchsicht unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 11. Februar 2025 zur Veröffentlichung
freigegeben. Grundlagen der BerichterstattungDer vorliegende verkürzte Zwischenabschluss wurde nach § 115 WpHG sowie in Übereinstimmung
mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des
International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union
anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche
Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende
des Geschäftsjahres erforderlich sind. Die im verkürzten Zwischenabschluss des Konzerns zum 31. Dezember 2024 angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten
Rechnungslegungsvorschriften denen des letzten Abschlusses des Konzerns zum Ende des
Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung
ist im Anhang des Abschlusses des Konzerns unseres Geschäftsberichts 2023 / 2024 veröffentlicht. Überprüfung der Schätzungen und BeurteilungenZur Erstellung des Abschlusses muss der Vorstand Schätzungen und Beurteilungen vornehmen
sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und den
Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen
beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen
getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, und fortlaufend überprüft; dies
gilt insbesondere im Hinblick auf zunehmende Handelsspannungen und politische Unsicherheiten,
vgl. hierzu auch die Darstellung der Rahmenbedingungen im Wirtschaftsbericht des Zwischenlageberichts.
Vor diesem Hintergrund sowie aufgrund des Verhältnisses von Marktkapitalisierung zum
Eigenkapital des thyssenkrupp Konzerns wurden insbesondere die Firmenwerte der Cash
Generating Units Marine Systems und Rothe Erde sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen. Im 1. Quartal 2024 / 2025 wurde im Segment Steel Europe eine Überprüfung der Werthaltigkeit
vorgenommen, aus der eine Wertminderung resultierte. Für die Ermittlung des erzielbaren
Betrages des Segments bzw. der Cash Generating Unit Steel Europe wurde der beizulegende
Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten berechnet. Die Vermögenswerte und Schulden für
qualitativ hochwertiges kornorientiertes Elektroband in Indien wurden aufgrund des
anstehenden Verkaufs seit dem 30. September 2024 als zur Veräußerung gehalten eingestuft
und sind damit nicht mehr in der Wertermittlung des Segments Steel Europe zum 31.
Dezember 2024 enthalten (vgl. Anhang-Nr. 02). Der beizulegende Zeitwert abzüglich
Veräußerungskosten wurde dabei einkommensbasiert (Level 3 der Hierarchielevel von
beizulegenden Zeitwerten) ermittelt; hierbei kam bei der Diskontierung der zukünftigen
Zahlungsströme ein Kapitalkostensatz (nach Steuern) von 8,0 % zur Anwendung. Auf Basis
des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von 2.409 Mio € wurden
Wertminderungen im Anlagevermögen von 108 Mio € erfasst. Die dem Bewertungsmodell
zugrundeliegenden Cash Flows basieren auf den aktuellen Prämissen für den Geschäftsverlauf
bis 2035 / 2036 unter Berücksichtigung der Effekte aus der verkündeten Anpassung des
Produktionsnetzwerkes sowie der Effekte der eingeleiteten Grünen Transformation. Danach
erfolgt eine vereinfachte Fortschreibung bis 2064 unter Berücksichtigung einer Wachstumsrate,
die sich an der Inflationserwartung in Höhe von 2 % ausrichtet. Die stark eingetrübte
Konjunkturlage insbesondere im Kernabsatzmarkt Deutschland, die strukturellen Herausforderungen
im wichtigen Kundensegment der deutschen Automobilindustrie sowie die hohen Unsicherheiten
- insbesondere aus den anhaltenden Belastungen durch die Folgen des Ukrainekriegs
sowie die fortwährende globale Konjunkturschwäche - wurden dabei explizit in der nachhaltigen
Versand- und Margenerwartung mit entsprechenden Risikoabschlägen in den Zahlungsströmen
gewürdigt. Diese Faktoren und Umstände führten in Verbindung mit den anhaltend hohen
Energie- und Kapitalkosten sowie die im Geschäftsverlauf erwarteten signifikanten
Investitionen, insbesondere in die Grüne Transformation, zu den weiteren Wertminderungen.
Hinsichtlich der Grünen Transformation wurden insbesondere die aus dem laufenden Bau
der ersten Direktreduktionsanlage erwarteten wirtschaftlichen Effekte, wie auch die
aktuellen und zukünftig zu erwartenden gesetzlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen
(z. B. CO2-Zertifikatehandel), in den Zahlungsströmen des Werthaltigkeitstests berücksichtigt.
Vom Wertminderungsaufwand entfallen 56 Mio € auf Anlagen im Bau, 44 Mio € auf technische
Anlagen und Maschinen, 3 Mio € auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung,
4 Mio € auf Bauten und 1 Mio € auf übrige immaterielle Vermögenswerte. 71 Mio € wurden
vom Wertminderungsaufwand in den Umsatzkosten, 23 Mio € in den allgemeinen Verwaltungskosten,
12 Mio € in den Vertriebskosten und 2 Mio € in den Forschungs- und Entwicklungskosten
erfasst. Aufgrund der Wertuntergrenze nach IAS 36.105 konnten vom ermittelten Wertminderungsbedarf
988 Mio € nicht erfasst werden. Die Wertuntergrenzen sind im Wesentlichen auf Basis
von Vergleichswertverfahren sowie unter Berücksichtigung der Investitionszuwendungen
für die Direktreduktionsanlage abgeleitet. Außerdem erfolgte im 1. Quartal 2024 / 2025 eine Wertberichtigung in Höhe von 20 Mio
€ der im thyssenkrupp Konzern gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte (sogenannte
Corporate Assets), die der Einheit Special Units zugeordnet sind. Diese Vermögenswerte
werden für Zwecke des Werthaltigkeitstests anteilig auf die Cash Generating Unit allokiert,
da sie keine eigenständigen Mittelzuflüsse erzeugen. Die Wertberichtigung ergibt sich
aus einer reduzierten Tragfähigkeit der Corporate Assets bei Steel Europe in Zusammenhang
mit den dort erfolgten Wertberichtigungen im 1. Quartal 2024 / 2025. 01 Erstmalig angewendete RechnungslegungsvorschriftenIm Geschäftsjahr 2024 / 2025 wendet thyssenkrupp erstmalig die nachfolgenden Änderungen
zu bestehenden Standards an, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung
der Abschlüsse haben:
02 Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel India und einzelne zur Veräußerung vorgesehene VermögenswerteVeräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel IndiaAus marktstrategischen Erwägungen wurde im Geschäftsjahr 2023 / 2024 im Segment Steel
Europe der Verkaufsprozess der indischen Gesellschaft Electrical Steel India Private
Ltd. eingeleitet, die Hersteller von kornorientiertem Elektroband ist. Im 4. Quartal
2023 / 2024 wurden die Kriterien von IFRS 5 für den Ausweis als Veräußerungsgruppe
erstmals erfüllt. Damit werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe
in der Bilanz zum 30. September 2024 und zum 31. Dezember 2024 separat in den Zeilen
"Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten in Verbindung
mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" ausgewiesen. Am 18. Oktober 2024 wurde der Kaufvertrag zur Veräußerung des indischen Elektrobandgeschäfts
an JSW Steel Limited und JFE Steel Corporation, ein indisch-japanisches Konsortium,
unterzeichnet. Am 30 Januar 2025 erfolgte der Abschluss des Verkaufsprozesses (Closing);
vgl. dazu auch Anhang-Nr. 14. Im Zusammenhang mit dem eingeleiteten Verkauf erfolgte unmittelbar vor der erstmaligen
Klassifizierung als Veräußerungsgruppe eine Überprüfung der Bewertung der Vermögenswerte
gemäß IAS 36; hieraus resultierte eine Wertaufholung in Höhe von insgesamt 12 Mio
€, da der beizulegende Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung höher war als
der Buchwert. Die Wertaufholung in Höhe von insgesamt 12 Mio € entfällt mit 3 Mio
€ auf Grundstücke und Bauten, mit 8 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen sowie
mit 1 Mio € auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sie wurde in den Umsatzkosten
im 4. Quartal 2023 / 2024 ausgewiesen; gleichzeitig wurden latente Steuern von 3 Mio
€ passiviert. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die die Veräußerungsgruppe zum 30. September
2024 und zum 31. Dezember 2024 umfasst, sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt;
das auf die Veräußerungsgruppe im Eigenkapital entfallende kumulierte sonstige Ergebnis
betrug zum 31. Dezember 2024: - 27 Mio € (30. September 2024: - 32 Mio €). VERÄUSSERUNGSGRUPPE THYSSENKRUPP ELECTRICAL STEEL INDIA
Einzelne zur Veräußerung vorgesehene VermögenswerteZum 30. September 2024 und zum 31. Dezember 2024 werden in der Bilanz in der Zeile
"Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" Sachanlagen in Höhe von 6 Mio € ausgewiesen,
die zwei Maschinen bei einer slowakischen Gesellschaft aus dem Segment Decarbon Technologies
betreffen. 03 Pensionen und ähnliche VerpflichtungenAuf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurden die Rückstellungen
für Pensionen zum 31. Dezember 2024 angepasst. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter
Durchschnitt) zugrunde gelegt: DURCHSCHNITTLICHE BEWERTUNGSFAKTOREN
04 Sonstige RückstellungenDie in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Restrukturierungsrückstellungen erhöhten
sich im Vergleich zum 30. September 2024 um 17 Mio € auf 304 Mio €. Zuführungen in
Höhe von 39 Mio €, die im Wesentlichen die Segmente Automotive Technology und Decarbon
Technologies betreffen, wurden im Wesentlichen durch Inanspruchnahmen überkompensiert. 05 FinanzschuldenAm 30. Dezember 2024 wurde das Schuldscheindarlehen der thyssenkrupp AG über 4 Mio
€ fristgerecht zurückgezahlt. Gleichzeitig wurde ein Schuldscheindarlehen der thyssenkrupp
AG über 4 Mio € mit Fälligkeit 30. Dezember 2029 neu platziert. 06 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere RisikenEventualverbindlichkeitenDie thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften
oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die
in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse,
bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist: HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
Der thyssenkrupp Konzern hat für die TK Elevator GmbH und deren Tochtergesellschaften
Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von deren Auftraggebern ausgestellt bzw. ausstellen
lassen; diese belaufen sich zum 31. Dezember 2024 wie auch zum 30. September 2024
auf 9 Mio €. Das Erwerberkonsortium hat sich verpflichtet, thyssenkrupp von Aufwendungen
im Zusammenhang mit den Bürgschaften und Garantien bis zu deren vollständigen Ablösung
schadlos zu halten. Darüber hinaus hat thyssenkrupp als zusätzliche Sicherheit Garantien
in gleichlautender Höhe von dem Erwerber erhalten. Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme
Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner,
wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung oder die Nichteinhaltung
von zugesicherten Leistungsparametern. Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder
in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung
des jeweiligen, aus dem zugrundeliegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten
Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner,
an dem ganz oder teilweise ein Dritter außerhalb des Konzerns beteiligt ist, so wird
mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender
Höhe vereinbart. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere RisikenDie im Konzern bestehenden Abnahmeverpflichtungen aus Energieverträgen erhöhten sich
zum 31. Dezember 2024 im Vergleich zum 30. September 2024 um 0,1 Mrd € auf 1,4 Mrd
€. Daneben bestehen im Segment Steel Europe langfristige Abnahmeverträge für Eisenerz
und Eisenerzpellets, die aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz
für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen
Erzpreisen bewertet werden. Im Vergleich zum 30. September 2024 belaufen sich diese
Abnahmeverpflichtungen unverändert auf 1,7 Mrd €. Im Segment Steel Europe besteht aus der Beauftragung des Baus der Direktreduktionsanlage
zum 31. Dezember 2024 ein Bestellobligo in Höhe von 1.221 Mio € (30. September 2024:
1.374 Mio €), welches zu wesentlichen Teilen von den von der Bundesregierung und dem
Land Nordrhein-Westfalen gewährten Investitionszuschüssen gedeckt ist. In diesem Zusammenhang
sind dem Konzern im 1. Quartal 2024 / 2025 Investitionszuwendungen in Höhe von 181
Mio € (1. Quartal 2023 / 2024: 193 Mio €) zugeflossen. Im Dezember 2024 haben fünf Kläger (u.a. die Meyer Werft GmbH und die FourWorld Global
Opportunities Fund, Ltd. aus abgetretenem Recht) eine Klage u.a. gegen die thyssenkrupp
Steel Europe AG auf Zahlung von Schadensersatz wegen angeblicher Preisüberhöhung im
Zusammenhang mit dem sog. "Quartoblech-Kartell" in Höhe von ca. 102 Mio € zzgl. Zinsen
in Höhe von ca. 72 Mio € eingereicht. Die thyssenkrupp Steel Europe AG bereitet eine
entsprechende Klageerwiderung vor. Bei den übrigen sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem Geschäftsjahresende
2023 / 2024 keine wesentlichen Veränderungen eingetreten. 07 FinanzinstrumenteFür die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeiten der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.
Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Geldmarktfonds sowie die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Für die Vorzugsaktien im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung, welche als Eigenkapitalinstrument
klassifiziert sind, wurde aufgrund der Bedeutung das Wahlrecht ausgeübt, diese erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert (ohne Recycling) zu bilanzieren. In den sonstigen übrigen
finanziellen Vermögenswerten sind die Darlehen aus der Elevator-Transaktion enthalten,
welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden; vgl. dazu auch Anhang-Nr.
08. Die übrigen Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden grundsätzlich erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert, soweit vorhanden, auf Börsenkursen
zum Quartalsstichtag. Liegen keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vor, erfolgt
eine Bewertung der Eigen- und Fremdkapitalinstrumente durch Diskontierung der zukünftigen
Cashflows auf Basis der aktuellen marktüblichen Zinsen über die Restlaufzeit der Finanzinstrumente. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des
am Quartalsstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der
Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich
zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle
zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option
wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren
beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrundeliegenden
jeweiligen Wechselkurses oder der zugrundeliegenden Basiszinsen. Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die
Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden
bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen,
in denen die Cashflows stattfinden. Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen.
Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Quartalsstichtag
vorgenommen. Der Abbruch von Cashflow-Hedges führte im 1. Quartal 2024 / 2025 durch
Umgliederung aus den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen in die
Gewinn- und Verlustrechnung zu einem Ertrag in Höhe von 76 Mio €. Diese ursprünglich
ergebnisneutral behandelten Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte der CO2-Termingeschäfte wurden zu dem Zeitpunkt ergebniswirksam realisiert, als die Durchführung
der abgesicherten zukünftigen Transaktion in Form von warenpreisgesicherten Umsatzkosten
nicht länger als wahrscheinlich angesehen wurde. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen
Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeiten der Buchwert dem beizulegenden
Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten
ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt
auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel
verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten
mit einem Buchwert von 5.527 Mio € zum 31. Dezember 2024 (30. September 2024: 5.855
Mio €) haben einen beizulegenden Zeitwert von 5.529 Mio € (30. September 2024: 5.858
Mio €), der nach Bewertungsmethoden ermittelt wurde, die Level 2 zuzuordnen sind. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet
werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen: BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.9.2024
BEWERTUNGSHIERARCHIE 31.12.2024
Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst,
deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten
ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren
Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente
erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten auf
Basis anerkannter Bewertungsmodelle bewertet wird. Im Berichtsquartal gab es keine Umgliederungen zwischen Level 1 und Level 2. Nachfolgend ist die Entwicklung der in Level 3 erfassten Eigenkapitalinstrumente dargestellt: ÜBERLEITUNGSRECHNUNG FINANZINSTRUMENTE LEVEL 3
Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert
bilanzierten Eigenkapitalinstrumente beinhalten ausschließlich die Vorzugsaktien an
der Vertical Topco I S.A., Luxembourg aus der Beteiligung an TK Elevator. Der Ermittlung
des beizulegenden Zeitwerts der Vorzugsaktien liegt ein finanzmathematisches Bewertungsmodell
(Discounted Cashflow Verfahren) zugrunde, das die auf die Vorzugsaktien vertraglich
entfallenden erwarteten zukünftigen Cashflows berücksichtigt. Der Wert der Vorzugsaktien
wird durch Diskontierung der festgelegten Verzinsung mit einem Kapitalisierungszinssatz
ermittelt, dessen Höhe sich nach der zum Abschlussstichtag am Kapitalmarkt beobachtbaren
Rendite-/Risikostruktur bemisst. Der Wert der Vorzugsaktien unterliegt demzufolge
kapitalmarktbedingten Schwankungen. Dabei wurde zum 31. Dezember 2024 ein risikoadäquater
Diskontierungszinssatz in Höhe von 9,31 % (30. September 2024: 9,59 %) angewendet. Der aus der Bewertung resultierende Effekt wird erfolgsneutral im Eigenkapital im
sonstigen Ergebnis innerhalb der Position "Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente"
ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie VertragsvermögenswerteZur Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle insbesondere zur Ermittlung der erwarteten
Ausfallraten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat thyssenkrupp grundsätzlich
folgendes Modell angewendet: Die erwarteten Ausfallraten werden im Wesentlichen aus
externen Kreditinformationen und Ratings pro Kontrahent abgeleitet, was im Vergleich
zur Bildung von Ratingklassen eine genauere Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit
ermöglicht. Hierbei werden zum einen die durch Warenkreditversicherer vergebenen Risikonummern
der Kunden und zum anderen die von Auskunfteien erteilten Bonitätsinformationen mittels
eines zentralen Zuordnungssystems in eine individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro
Kunde übersetzt. Diese individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde wird einheitlich
im thyssenkrupp Konzern verwendet. Es erfolgt eine quartalsweise Aktualisierung der
Informationen. Sind keine Ratinginformationen auf Kontrahentenebene vorhanden, erfolgt
eine Bewertung auf Basis der durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit pro Segment
zuzüglich eines angemessenen Risikozuschlags. Für den Konzernabschluss zum 31. Dezember
2024 wurden die aktuellen externen Kreditinformationen und Ratings verwendet. Die Ausfälle betreffen im Wesentlichen Insolvenzfälle, die im Vorjahr nicht aus den
Rating-Informationen ableitbar waren. 08 SegmentberichterstattungDie Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp. Die Segmentinformationen für das 1. Quartal 2023 / 2024 und das 1. Quartal 2024 /
2025 stellen sich damit wie folgt dar: SEGMENTINFORMATIONEN
Im Vergleich zum 30. September 2024 verminderte sich zum 31. Dezember 2024 das durchschnittliche
Capital Employed bei Automotive Technology um 224 Mio € auf 3.208 Mio €, bei Decarbon
Technologies um 118 Mio € auf 900 Mio €, bei Steel Europe um 486 Mio € auf 3.141 Mio
€ und bei Marine Systems um 707 Mio € auf 382 Mio €. Die Spalte "Überleitung" lässt sich wie folgt unterteilen: AUFRISS ÜBERLEITUNG
Das EBIT im 1. Quartals 2024/2025 enthält in der Einheit Special Units Wertberichtigungsaufwendungen
in Höhe von 20 Mio € der im thyssenkrupp Konzern gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte
(sogenannte Corporate Assets). Diese Wertminderungsaufwendungen werden als Sondereffekt
behandelt und sind deshalb im Bereinigten EBIT nicht enthalten. Die Beteiligung an TK Elevator setzt sich aus mehreren Finanzierungsinstrumenten zusammen,
die wie folgt bilanziert werden:
Nachfolgend wird die Überleitungsrechnung der Ertragskennzahl Bereinigtes EBIT zum
Ergebnis vor Steuern gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt: ÜBERLEITUNG BEREINIGTES EBIT ZUM ERGEBNIS VOR STEUERN
Im 1. Quartal 2024 / 2025 entfallen die Sondereffekte im Wesentlichen auf Restrukturierungsaufwendungen
in den Segmenten Automotive Technology (31 Mio €) und Decarbon Technologies (4 Mio
€) sowie auf Wertminderungsaufwendungen im Wesentlichen auf Sachanlagen (108 Mio €)
und Erträge aus der Bewertung der CO2-Termingeschäfte (90 Mio €) im Segment Steel Europe; diese enthalten Erträge aus der
Beendigung von Cashflow-Hedges (76 Mio €) wofür ursächlich eine erhebliche Planabweichung
für die Prolongation von CO2-Zertifikaten aufgrund geringerer Versandmengen war, weshalb die im Eigenkapital bilanzierte
Reserve entsprechend erfolgswirksam aufgelöst werden musste. Im 1. Quartal 2023 /
2024 betrafen die Sondereffekte im Wesentlichen die Wertminderungsaufwendungen und
Aufwendungen aus der Bewertung der CO2-Termingeschäfte im Segment Steel Europe, Wertminderungsaufwendungen im lagerführenden
Werkstoffhandel im Segment Materials Services sowie Wertminderungsaufwendungen im
Bereich Lenkungen im Segment Automotive Technology. 09 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse bzw. die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden sind nachfolgend dargestellt: UMSATZERLÖSE
UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH KUNDENGRUPPEN
1)
Der Ausweis wurde angepasst w/Aufsplittung der Kundengruppen. UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN
1)
Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein Von den Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden resultieren im 1. Quartal 2024 / 2025
2.103 Mio € (Vorjahr: 2.264 Mio €) aus langfristigen Verträgen und 5.666 Mio € (Vorjahr:
5.885 Mio €) aus kurzfristigen Verträgen bzw. 2.235 Mio € (Vorjahr: 1.595 Mio €) aus
zeitraumbezogen erfassten Umsatzerlösen und 5.533 Mio € (Vorjahr: 6.554 Mio €) aus
zeitpunktbezogen erfassten Umsatzerlösen. 10 Sonstige ErträgeDie sonstigen Erträge enthalten Erträge aus Strompreiskompensationen, Versicherungserstattungen
sowie weitere Erträge aus Zulagen und Zuschüssen. 11 FinanzergebnisDas Finanzergebnis enthält in der Zeile "Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen" im 1. Quartal 2024 / 2025 Aufwendungen in Höhe von 66 Mio € (Vorjahr:
40 Mio €) aus den Stammaktien an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg, die Bestandteil
der Elevator-Beteiligung sind (vgl. Anhang-Nr. 08). 12 Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt: ERGEBNIS JE AKTIE
In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte. 13 Zusätzliche Informationen zur KapitalflussrechnungDer in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds lässt sich wie folgt
aus der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" herleiten. HERLEITUNG ZAHLUNGSMITTELFONDS
Per 31. Dezember 2024 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe
von 80 Mio € (31. Dezember 2023: 37 Mio €; 30. September 2024: 131 Mio €) von der
Joint Operation HKM. Die verfügungsbeschränkten Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2024 betreffen
das Segment Marine Systems und resultieren aus Kundenanzahlungen im Rahmen einer Auftragserweiterung
über vier U-Boote des laufenden deutsch-norwegischen 212CD Programms. 14 Ereignis nach dem StichtagAm 30. Januar 2025 erfolgte der Abschluss des Verkaufsprozesses (Closing) für die
Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel India. Der Verkaufspreis belief sich
auf rund 440 Mio €; hieraus wird ein positives Abgangsergebnis in Höhe eines dreistelligen
Mio-€-Betrags erwartet. Vgl. auch Anhang-Nr. 02.
thyssenkrupp AG Der Vorstand
Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die thyssenkrupp AG, Duisburg und EssenWir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-
und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung
sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis
31. Dezember 2024, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind,
einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie
er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss
und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht
beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft
und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung
erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben,
können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung",
wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Weitere InformationenKontakt und Finanzkalender 2025 / 2026Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung: Communications Telefon: (0201) 844-536043 Telefax: (0201) 844-536041 E-Mail: press@thyssenkrupp.com Investor Relations E-Mail: ir@thyssenkrupp.com Institutionelle Investoren und Analysten Telefon: (0201) 844-536464 Telefax: (0201) 8456-531000 Privatanleger Telefon: (0201) 844-536367 Telefax: (0201) 8456-531000 Herausgeber thyssenkrupp AG thyssenkrupp Allee 1, 45143 Essen Postfach, 45063 Essen Telefon: (0201) 844-0 Telefax: (0201) 844-536000 E-Mail: info@thyssenkrupp.com www.thyssenkrupp.com Finanzkalender 2025 / 202615. Mai 2025 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2024 / 2025 (Oktober bis März) 14. August 2025 Zwischenbericht 9 Monate 2024 / 2025 (Oktober bis Juni) 9. Dezember 2025 Geschäftsbericht 2024 / 2025 (Oktober bis September) 30. Januar 2026 Ordentliche Hauptversammlung 12. Februar 2026 Zwischenbericht 1. Quartal 2025 / 2026 (Oktober bis Dezember) Dieser Zwischenbericht ist am 13. Februar 2025 erschienen. Inhouse produziert mit firesys. Zukunftsbezogene AussagenDieser Finanzbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen
des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen sind mit Unsicherheiten
verbunden, da sie von thyssenkrupp nicht beeinflusst oder kontrolliert werden können,
wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen,
das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben
und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen.
Daher können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesem Finanzbericht
explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Die in diesem
Finanzbericht enthaltenen zukunftsbezogene Aussagen werden nicht an Ereignisse oder
Entwicklungen angepasst, die nach dem Datum dieses Berichts eintreten. Rundungen und VeränderungsratenBei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten.
Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten:
Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet, Verschlechterungen mit Minus (-). Bei
sehr hohen positiven bzw. negativen Veränderungsraten (≥ 100 % bzw. ≤ -100 %) wird
die Veränderungsrichtung durch ++ bzw. -- angezeigt. Abweichungen aus technischen GründenDieser Finanzbericht ist von der Gesellschaft aufgrund gesetzlicher Offenlegungspflichten
zum elektronischen Bundesanzeiger einzureichen. Aus technischen Gründen kann es beim
Bundesanzeiger Verlag zu Abweichungen in den im Bundesanzeiger bekannt gemachten Unterlagen
kommen. Der Finanzbericht steht in deutscher Sprache und in englischer Übersetzung im Internet
unter www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Bei Abweichungen geht die deutsche
Fassung des Finanzberichts der englischen Übersetzung vor. |
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