thyssenkrupp AGDuisburg und Essenthyssenkrupp Zwischenbericht 9 Monate 2024/2025thyssenkrupp in ZahlenTHYSSENKRUPP IN ZAHLEN
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Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).
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Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung. THYSSENKRUPP IN ZAHLEN
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Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).
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Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung. STAMMDATEN UND KENNZAHLEN ZUR THYSSENKRUPP AKTIE / ADR
Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres. In diesem Finanzbericht verwenden wir im Interesse der besseren Lesbarkeit ausschließlich
die grammatisch männliche Form, wie bspw. "Aktionär" oder "Mitarbeiter". Sie bezieht
sich immer zugleich auf alle relevanten Geschlechter. ZwischenlageberichtVorbemerkungenDie Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp im Geschäftsjahr
2024 / 2025. Für weitere Details zur Beteiligung TK Elevator, die thyssenkrupp seit dem Verkauf
des Aufzugsgeschäfts Elevator Technology Ende Juli 2020 hält und die im Rahmen der
Segmentberichterstattung der "Überleitung" zugeordnet ist, siehe auch Anhang-Nr. 09
(Segmentberichterstattung) und Anhang-Nr. 08 (Finanzinstrumente). Im Geschäftsjahr 2023 / 2024 wurde für die Aktivitäten von thyssenkrupp Electrical
Steel India aus dem Segment Steel Europe ein Verkaufsprozess eingeleitet, der im 4.
Quartal des Geschäftsjahres 2023 / 2024 erstmals die Kriterien von IFRS 5 für einen
Ausweis als Veräußerungsgruppe erfüllt. Dementsprechend wurde in der Bilanz zum 30.
September 2024 ein gesonderter Ausweis der auf diese Aktivitäten entfallenden Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten erforderlich. Der Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel
India wurde am 30. Januar2025 abgeschlossen. Die Darstellung des Geschäftsverlaufs ist nach Segmenten gegliedert. Wirtschaftsbericht
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Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).
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Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09). ZusammenfassungDer Geschäftsverlauf des Konzerns stellte sich in den ersten 9 Monaten im Vergleich
zum Vorjahr wie folgt dar:
Der Geschäftsverlauf des Konzerns stellte sich im 3. Quartal im Vergleich zum Vorjahr
wie folgt dar:
Der Geschäftsverlauf in den Segmenten in den ersten 9 Monaten im Vergleich zum Vorjahr
stellte sich wie nachstehend dar. Der Geschäftsverlauf in den Segmenten im 3. Quartal
wird im Kapitel "Berichterstattung zu den Segmenten" erläutert.
GesamtjahresprognoseIm Vergleich zur vorherigen Prognose im Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2024 / 2025
wurden die Erwartungen für den Konzern wie folgt geändert:
Makro- und BranchenumfeldNahostkonflikt verstärkt bereits erhöhte globale Unsicherheiten - Deutschland hofft auf wirtschaftspolitischen UmschwungTrotz zahlreicher Herausforderungen entwickelte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2024
mit einem Wachstum von 2,8 % robust. Für das Gesamtjahr 2025 wird ein moderateres
Wachstum von 2,4 % erwartet, was eine Anpassung gegenüber der im Geschäftsbericht
2023 / 2024 prognostizierten Rate von 2,7 % darstellt. Damit verzögert sich die ursprünglich
erwartete Konjunkturerholung entsprechend weiter. Die Entwicklung der Weltwirtschaft wird weiterhin maßgeblich von den bereits im Geschäftsbericht
2023/ 2024 beschriebenen erheblichen Risiken geprägt. Die Unsicherheit, die sich nach
der verschärften US-Zollpolitik zuletzt durch eine vorläufige Einigung zwischen der
EU und den USA etwas abgeschwächt hatte, ist durch die jüngste Eskalation im Nahen
Osten wieder deutlich gestiegen. Zudem bleibt abzuwarten, wie sich die Zollpolitik
der USA sowie die Reaktionen anderer Volkswirtschaften künftig entwickeln werden. Im Jahr 2024 schrumpfte die deutsche Wirtschaft preisbereinigt um 0,2 % und wird voraussichtlich
auch 2025 mit einem moderaten Wachstum von etwa 0,2 % deutlich langsamer wachsen als
ursprünglich prognostiziert. Die neue Bundesregierung plant, die Infrastruktur- und
Verteidigungsausgaben auszuweiten und angekündigte Maßnahmen wie steuerliche Anreize
umzusetzen, um die wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen. Für die Europäische
Union wird nach einem moderaten Wachstum von rund 1,0 % in 2024 ein nahezu unverändertes
Wachstum von etwa 1,1 % für 2025 erwartet. Die aktuelle US-Handels- und Außenpolitik sorgt weltweit für Unsicherheiten. Für 2025
wird ein Wirtschaftswachstum von 1,4 % in den USA erwartet, doch höhere Importzölle
und Unsicherheiten auf den Arbeitsmärkten stellen kurzfristige und mittelfristige
Herausforderungen dar. Die Erwartungen für die Entwicklung der chinesischen Volkswirtschaft bleiben im Vergleich
zum Geschäftsbericht 2023 / 2024 auf ähnlichem Niveau. BRUTTOINLANDSPRODUKT
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Kalenderjahr; Prognosen (teilweise) Quelle: S&P Global Market Intelligence, Global Economy (Juli 2025) AutomobilindustrieWie im Geschäftsbericht prognostiziert, ging die weltweite Produktion von Pkw und
leichten Nutzfahrzeugen im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr zurück. Aufgrund eines
stärkeren vierten Kalenderquartals in China fiel das Produktionsvolumen jedoch etwas
höher aus als zunächst angenommen. Für das Jahr 2025 sind angesichts der angespannten
geopolitischen Lage weitere negative Einflüsse auf die globalen Produktionsvolumina
möglich. Gegenwärtig wird prognostiziert, dass die positive Produktionsentwicklung
in China die erwarteten Rückgänge in Europa und Nordamerika in der globalen Betrachtung
in etwa kompensieren. MaschinenbauDie weltweiten Branchenaussichten im Maschinenbau zeigen 2025 ein geringes Wachstum
und liegen weiterhin unter den zuvor im Geschäftsbericht 2023 / 2024 prognostizierten
Erwartungen. Während im Geschäftsbericht 2023 / 2024 für Deutschland eine Stagnation
und für die USA ein leichtes Wachstum erwartet worden waren, so werden aktuell für
beide Wirtschaftsstandorte Umsatzrückgänge prognostiziert. Die Branche bleibt weiterhin
angespannt - auch aufgrund anhaltend angespannter Handelsstreitigkeiten zwischen der
EU und den USA. BauwirtschaftDie Einschätzungen zur globalen Bauwirtschaft haben sich ähnlich wie im Maschinenbau
entwickelt. Durch die schleppende Erholung in Deutschland und den USA hat sich die
Branchenlage gegenüber dem Geschäftsbericht 2023 / 2024 weiter verschlechtert, wächst
allerdings in 2025 voraussichtlich auf niedrigem Niveau. Für 2025 sind die Prognosen
aufgrund der volatilen Marktsituation allerdings von Unsicherheiten geprägt. StahlumfeldDie weltweite Stahlnachfrage im Jahr 2024 ist im Vorjahresvergleich wie im Geschäftsbericht
angenommen zurückgegangen. Der Rückgang ist leicht stärker ausgeprägt als im Oktober
prognostiziert. Die Nachfrage in der EU schloss das Jahr ebenfalls schwächer als im
Vorjahr ab, jedoch etwas positiver als im Geschäftsbericht angenommen. Die globalen sowie regionalen Markteinschätzungen für den Stahlmarkt bleiben gegenüber
der Darstellung im Geschäftsbericht 2023 / 2024 unverändert. Aufgrund der anhaltenden
geopolitischen und handelspolitischen Unsicherheiten hat der Weltstahlverband keine
aktualisierte Einschätzung zur Entwicklung der globalen Stahlnachfrage für das Jahr
2025 publiziert. ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN
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Kalenderjahr; Prognosen (teilweise)
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Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 6t Quellen: S&P Global Market Intelligence, Comparative Industry (Juli 2025), S&P Global
Mobility, LV Production (Juli 2025), Oxford Economics, worldsteel (März 2025), nationale
Verbände Berichterstattung zu den SegmentenAutomotive TechnologyGeschäftsverlauf im 3. QuartalAUTOMOTIVE TECHNOLOGY IN ZAHLEN
Auftragseingang und UmsatzBei Automotive Technology lag der Auftragseingang und Umsatz im 3. Quartal aufgrund
rückläufiger Kundennachfrage unter dem Vorjahr. Lediglich Automotive Body Solutions
konnte gegenüber dem Vorjahr den Auftragseingang leicht steigern. Bereinigtes EBITDas Bereinigte EBIT lag i. W. aufgrund des geringeren Absatzvolumens sowie Aufwendungen
für Qualitätsfälle unter dem Vorjahr, das durch positive Einmaleffekte wie z.B. dem
Erhalt einer Kompensation für Mindermengenabrufe begünstigt war. Ergebnisstützend
wirkte u.a. die Reduktion der Personalkosten trotz tarifabschlussbedingter Steigerungen
auch infolge vorausgegangener Restrukturierungen sowie APEX-Maßnahmen (wie z.B. Verhandlungen
neuer Preiskonditionen, Einfordern von Kompensationen aus Mindermengen sowie Materialkosteneinsparungen
und eine Vielzahl von Effizienzsteigerungsmaßnahmen). Wesentliche SondereffekteWesentliche Sondereffekte resultierten aus Restrukturierungsaufwendungen (68 Mio €). InvestitionenDas Investitionsvolumen lag unter dem Niveau des Vorjahres. Im Bereich Steering wurde
weiter in auftragsbezogene Projekte für elektrisch unterstützte Lenksysteme investiert,
u.a. in Mexiko und Europa. Bei Dynamic Components wurde auftragsbezogen in die Produktion
von Rotor- und Nockenwellen in Deutschland, Ungarn, Mexiko, China und Brasilien investiert. Decarbon TechnologiesGeschäftsverlauf im 3. QuartalDECARBON TECHNOLOGIES IN ZAHLEN
Auftragseingang und UmsatzAuftragseingang und Umsatz bei Decarbon Technologies lagen sowohl absolut als auch
auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um die Effekte der im 3. Quartal 2023 / 2024
veräußerten thyssenkrupp Industries India unter dem Vorjahr. Der Rückgang im Auftragseingang
ist wesentlich auf die weltweite Zurückhaltung der Kunden bei der Projektvergabe zurückzuführen.
Beim Auftragseingang konnte der Rückgang im Bereich Wasserelektrolyse der thyssenkrupp
nucera durch einen Zuwachs im Chemieanlagenbau, u.a. für eine Düngemittelanlage in
Algerien, teilweise kompensiert werden. Rothe Erde konnte den Umsatz, getrieben durch
das Windgeschäft, leicht steigern. In den weiteren Geschäftsbereichen sank der Umsatz,
i. W. durch Rückgänge im Bereichen Wasserelektrolyse und Chlor-Alkali der thyssenkrupp
nucera sowie im Neubau-Geschäft des Chemie- und Zementanlagenbaus. Bereinigtes EBITDas Bereinigte EBIT war erneut positiv. Gegenüber dem Vorjahr, welches von außerordentlichen
Mehrkosten belastet war, konnte das Bereinigte EBIT insbesondere aufgrund von Einmaleffekten
(z.B. Aufholung einer Forderungswertberichtigung 13 Mio €), aber auch aufgrund einer
verbesserten operativen Performance deutlich gesteigert werden. Mit Ausnahme der thyssenkrupp
nucera, die in etwa auf Vorjahresniveau lag, konnten alle Geschäfte ihr Bereinigtes
EBIT verbessern. Daneben wirkten APEX-Maßnahmen, i. W. Restrukturierungen sowie Effizienzsteigerungen
und Einkaufsoptimierungen, positiv auf das bereinigte EBIT. Wesentliche SondereffekteIm Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Sondereffekte. InvestitionenDie Investitionen lagen im 3. Quartal über dem Vorjahresniveau. Ein Treiber dieses
Anstiegs waren die erhöhten entwicklungsbezogenen Investitionen bei thyssenkrupp nucera,
die zur Unterstützung des angestrebten Wachstums getätigt wurden. Auch bei Uhde erhöhten
sich die Investitionen gegenüber dem Vorjahr, insbesondere durch den Bau einer Demo-Anlage
für einen Ammoniak-Cracker in Zusammenarbeit mit Uniper. Bei Rothe Erde wurden gesteigerte
Investitionen in die Stärkung des Technologieportfolios sowie in auftragsbezogene
Projekte umgesetzt. Materials ServicesGeschäftsverlauf im 3. QuartalMATERIALS SERVICES IN ZAHLEN
Auftragseingang und UmsatzAuftragseingang und Umsatz von Materials Services waren angesichts der konjunkturellen
Herausforderungen rückläufig, bedingt durch ein niedrigeres Preis- und Mengenniveau
bei wichtigen Produktgruppen und eine schwache Nachfrage in Europa. Negativer Treiber
war insbesondere das internationale Trading-Geschäft. Eine leicht positive Entwicklung
verzeichnete der Werkstoffhandel in Nordamerika, insbesondere aufgrund des Ausbaus
des Dienstleistungs- und Fertigungsgeschäfts. Der Werk- und Rohstoffabsatz lag mit
1,7 Mio Tonnen insgesamt deutlich unter dem Vorjahr (2,3 Mio t). Bereinigtes EBITDas Bereinigte EBIT lag aufgrund der marktbedingten Entwicklungen in nahezu allen
Bereichen unter dem Vorjahreswert. Alle Business Units lieferten erneut einen positiven
Beitrag zum Bereinigten EBIT, der größte Anteil stammt weiterhin aus dem Supply-Chain-Geschäft,
wo das Vorjahresniveau erreicht wurde. Unterstützend wirkten weiterhin APEX-Maßnahmen
wie z.B. weitreichende Effekte aus Restrukturierungsmaßnahmen in Deutschland zur Verbesserung
der Kostenbasis. Im Berichtszeitraum konnten zudem erneut signifikante Effekte u.
a. aus der Neuverhandlung von Verträgen mit Großkunden zu verbesserten Konditionen
sowie aus Initiativen zur Ausweitung der höhermargigen Umsätze im nordamerikanischen
Dienstleistungs- und Fertigungsgeschäft erzielt werden. Wesentliche SondereffekteIm Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Sondereffekte. InvestitionenDie Investitionstätigkeit im abgelaufenen Quartal war weiterhin von der Transformation
zum Lieferkettendienstleister geprägt. Dabei wurde das digitale Produktportfolio gestärkt
und der Hochlauf von verschiedenen Investitionen in die Erweiterung des nordamerikanischen
Dienstleistungs- und Fertigungsgeschäfts sowie in das Servicecentergeschäft in Deutschland
fortgesetzt. Darüber hinaus hat das Segment Modernisierungs- und Ersatzinvestitionen
bei Lager- und Serviceeinheiten getätigt. Steel EuropeGeschäftsverlauf im 3. QuartalSTEEL EUROPE IN ZAHLEN
Auftragseingang und UmsatzDer Auftragseingang von Steel Europe lag sowohl mengen- als auch wertmäßig unter dem
Niveau des Vorjahres. Im Berichtszeitraum ging das Bestellvolumen im Vergleich zum
Vorjahr um 18 % zurück. Auch Umsatz, Versand und Erlösniveau blieben hinter den Vorjahreswerten
zurück. Der Versand verzeichnete ein Minus von 8 % gegenüber dem Vorjahr. Während
sich der mengenmäßige Auftragseingang aus der Automobilindustrie auf Niveau des Vorjahresquartals
bewegte, war der Versand rückläufig. Bei Industriekunden zeigte sich insgesamt eine
geringere Nachfrage. Bei Weißblech für die Verpackungsbranche konnte eine positive
Entwicklung verzeichnet werden. Bereinigtes EBITDas Bereinigte EBIT lag unter dem Vorjahreswert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal
wirkten sich insbesondere das schwächere Erlös- und Versandniveau sowie eine deutlich
geringere Produktionsauslastung infolge geplanter Umbaustillstände belastend auf das
Bereinigte Ergebnis aus. Niedrigere Abschreibungen infolge der Wertberichtigungen
im Geschäftsjahr 2023 / 2024, rückläufige Rohstoffkosten und positive Kosteneffekte,
i. W. Fremdwährungs- sowie Bestandseffekte, konnten dies nicht kompensieren. Maßnahmen
aus dem APEX-Programm wirkten weiterhin unterstützend über die gesamte Wertschöpfungskette
des Segments, z.B. durch Effizienzsteigerungen in der Produktion, der Logistik sowie
generelle Kostenverbesserungen und Einkaufserfolge. Ein signifikanter Hebel dabei
ist bspw. die gleichzeitige technische wie kommerzielle Optimierung des Rohstoffeinsatzes. Wesentliche SondereffekteEs ergaben sich Wertminderungsaufwendungen i. W. auf Sachanlagen i. H. v. 100 Mio
€ insbesondere aufgrund der eingetrübten Konjunkturlage und anhaltend hoher Energiekosten. InvestitionenAuf der Baustelle der Direktreduktionsanlage sind weitere Fundamente erschlossen und
die Baumaßnahmen fortgesetzt worden. Erste Abnahmen von Rohbauten sind erfolgt; ebenso
wurden erste Hauptkomponenten für die Hauptaggregate angeliefert. Die neuen Kernaggregate
der Strategie 20-30 wurden nach rund zwei Jahren Bau- und Montagezeit am Standort
Duisburg erfolgreich fertiggestellt. Mit der neuen Stranggießanlage 4, dem umfassend
modernisierten Warmbandwerk 4 mit zwei neuen Hubbalkenöfen und einer vollautomatisierten
Brammenlogistik wurden zentrale Schnittstellen des Produktionsnetzwerks modernisiert
und optimiert. Marine SystemsGeschäftsverlauf im 3. QuartalMARINE SYSTEMS IN ZAHLEN
Auftragseingang und UmsatzDer Auftragseingang bei Marine Systems lag deutlich über Vorjahr, i. W. bedingt durch
die Auftragserweiterungen über zwei U-Boote aus Singapur und einer Zusatzbeauftragung
eines bestehenden Auftrages im Überwasserbereich. Darüber hinaus wurde einer der größten
Serviceverträge in der Unternehmensgeschichte über die Modernisierungs- und Unterstützungsleistungen
für sechs U-Boote der Deutschen Marine abgeschlossen. Angesichts der bisher im Geschäftsjahr
verzeichneten Großbeauftragungen befindet sich der Auftragsbestand weiterhin auf Rekordniveau
von 18,5 Mrd €. Der Umsatz konnte im Berichtszeitraum ebenfalls einen Anstieg gegenüber
dem Vorjahr verzeichnen. Haupttreiber für diese positive Entwicklung waren die Projektfortschritte
im Neubaugeschäft sowie in den Bereichen Service und Marineelektronik. Bereinigtes EBITDas Bereinigte EBIT im Berichtszeitraum lag unter dem Niveau des Vorjahres. Ursächlich
hierfür waren u. a. Einmaleffekte (z. B. für die Präzisierung der Zuordnung von Leistungsverpflichtungen
bei Langfristaufträgen und für Schiedsgerichtsverfahren) sowie höhere allgemeine Verwaltungskosten
im Rahmen der angestrebten Verselbstständigung. Gegenläufig konnten Fortschritte im
Neubaugeschäft sowie eine stabile Entwicklung in den Bereichen Service und Marineelektronik
verzeichnet werden. Wesentliche SondereffekteIm Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Sondereffekte. InvestitionenDie Modernisierung der Werft am Standort Kiel, welche die Investitionen der letzten
Jahre geprägt hat, befindet sich in der finalen Phase. Die Voraussetzungen für eine
nachhaltige Effizienzerhöhung sind gelegt und die Werft ist in die Lage versetzt worden,
größere Boote entsprechend des Markttrends zu fertigen. Mit den Auftragseingängen
des laufenden Geschäftsjahres gilt es nun, auch den Standort Wismar auf die Anforderungen
des Produktportfolios der Marine Systems umzustellen, was zu einem Anstieg der Investitionen
geführt hat. Corporate HeadquartersGeschäftsverlauf im 3. QuartalDas Bereinigte EBIT von Corporate Headquarters belief sich auf -41 Mio € und hat sich
somit gegenüber dem Vorjahreswert verbessert. Dies resultierte i. W. aus geringeren
Aufwendungen für Berater im Zusammenhang mit dem Performance-Programm APEX und geringeren
allgemeinen Verwaltungskosten. Gegenläufig gab es höhere Aufwendungen aus der Anpassung
von Rückstellungen für aktienbasierte Vergütung. Wesentliche SondereffekteSondereffekte ergaben sich i. W. aus Aufwendungen im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen
insbesondere aus Beratungsleistungen für die geplante Verselbstständigung von Marine
Systems (32 Mio €). InvestitionenIm Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageAnalyse der Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse lagen in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2024 / 2025 um
6 % unter den Umsatzerlösen des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Ursächlich hierfür
waren v.a. preis- und mengenbedingte Umsatzrückgänge bei den Geschäften in den Segmenten
Materials Services und Steel Europe sowie Umsatzverringerungen bei den Geschäften
im Segment Automotive Technology. Dem stand insbesondere eine Umsatzsteigerung bei
den Marinegeschäften gegenüber, die aus der fortschreitenden Bearbeitung von Projekten
im Neubaugeschäft und aus Umsatzsteigerungen in den Bereichen Service und Marineelektronik
resultierte. Gleichzeitig verminderten sich die Umsatzkosten insgesamt ebenfalls um
6 % und somit proportional zur Umsatzentwicklung. Die Hauptursachen waren gesunkene
Materialaufwendungen infolge des Umsatzrückganges und gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 143 Mio € auf insgesamt 79 Mio € gestiegene Erträge aus der Bewertung von CO2-Termingeschäften
im Segment Steel Europe. Die zuvor erwähnte Verbesserung betraf u.a. Erträge in Höhe
von 76 Mio € aus der Beendigung von Cashflow-Hedges im 1. Quartal des Berichtsjahres.
Die im Vorjahr erfassten außerplanmäßigen Abschreibungen führten außerdem zu geringeren
planmäßigen Abschreibungen im Berichtszeitraum. Gegenläufig wirkten gestiegene Personalaufwendungen,
die insbesondere Restrukturierungsmaßnahmen betrafen sowie um 81 Mio € gestiegene
Wertminderungsaufwendungen, die mit 52 Mio € auf das Segment Steel Europe entfielen.
Darüber hinaus ergaben sich erhöhte Rückstellungszuführungen insbesondere im Zusammenhang
mit der Abwicklung von Fertigungsaufträgen im Segment Marine Systems sowie durch Aufwendungen
für Qualitätsfälle im Segment Automotive Technology. Insgesamt lagen im Berichtszeitraum
der Bruttogewinn vom Umsatz mit 2.818 Mio € sowie die Brutto-Umsatzmarge mit 11,5
% unter Vorjahr. Die insgesamt eingetretene Abnahme der Vertriebskosten betraf i. W. einen deutlichen
Rückgang von Wertminderungsaufwendungen im Segment Materials Services, gesunkene verkaufsbezogene
Frachtaufwendungen hauptsächlich in den Segmenten Automotive Technology, Materials
Services und Steel Europe sowie gesunkene Personalaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen
im Segment Materials Services. Zusätzlich trugen geringere Wertberichtigungen auf
Kundenforderungen im Segment Decarbon Technologies zur Entlastung bei. Gegenläufig
belasteten insbesondere um 24 Mio € auf insgesamt 31 Mio € gestiegene Wertminderungsaufwendungen
im Segment Steel Europe sowie höhere Leasingaufwendungen im Segment Materials Services
die Vertriebskosten. Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen insgesamt auf Vorjahresniveau. Es ergaben
sich höhere tarifabschlussbedingte Personalaufwendungen, gestiegene Beratungsaufwendungen
sowie um 37 Mio € auf 58 Mio € erhöhte Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel
Europe, denen insbesondere niedrigere IT-Aufwendungen und geringere Versicherungsprämien
gegenüberstanden. Wesentliche Ursachen für den Anstieg der sonstigen Erträge waren höhere Erträge im
Zusammenhang mit Strompreiskompensationen und Versicherungserstattungen im Segment
Steel Europe. Ebenso ergaben sich gestiegene Gewinne aus der Absicherung operativer
Währungsrisiken in den Segmenten Materials Services und Steel Europe. Gegenläufig
wirkten insbesondere der Wegfall von im Vorjahreszeitraum erfassten Erträgen aus dem
Wirksamwerden eines als eingebettetes Leasingverhältnis eingeordneten Liefervertrages
im Segment Materials Services sowie aus der Weiterbelastung von Kosten an Vorlieferanten
für die Beseitigung von Qualitätseinschränkungen bei Kundenverträgen im Segment Automotive
Technology. Der insgesamt eingetretene Rückgang der sonstigen Aufwendungen enthielt den Wegfall
der im Vorjahreszeitraum in Höhe von 24,5 Mio € erfassten Wertminderungsaufwendungen
auf Firmenwerte im Zusammenhang mit der bis zum Verkauf Anfang Mai 2024 bestehenden
Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Industries India. Darüber hinaus ergab sich eine Abnahme
der Rückstellungen für Bergbaurisiken im Segment Steel Europe als Folge einer aktualisierten
Risikoeinschätzung. Außerdem ergaben sich niedrigere Aufwendungen im Segment Automotive
Technology als Folge des Wegfalls von im Vorjahreszeitraum erfassten Aufwendungen
für die Beseitigung von Qualitätseinschränkungen bei Kundenverträgen. Gegenläufig
wirkten insbesondere gestiegene Verluste aus der Absicherung operativer Währungsrisiken
im Segment Materials Services. Der deutliche Anstieg der sonstigen Gewinne und Verluste betraf insbesondere den im
2. Quartal des Berichtsjahres erfassten Gewinn aus dem Verkauf der thyssenkrupp Electrical
Steel India in Höhe von 321 Mio € im Segment Steel Europe. Erhöhend wirkte zudem mit
13 Mio € der Wegfall des im Vorjahresquartal erfassten Verlustes aus dem Verkauf von
thyssenkrupp Industries India. Das Finanzergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich um
138 Mio € auf einen Gewinn von 26 Mio €, hauptsächlich beeinflusst durch eine Zuschreibung
von 105 Mio € im 2. Quartal des Berichtsjahres auf die im Zusammenhang mit dem Verkauf
der Aufzugsaktivitäten erworbenen Stammaktien. Gegenläufig wirkte das verschlechterte
Zinsergebnis für Netto-Finanzguthaben. Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag waren - wie schon im Vorjahreszeitraum
- durch Steueraufwendungen auf positive Ergebnisse im Ausland beeinflusst, während
negative Ergebnisse, auch im Zusammenhang mit Wertminderungsaufwendungen im Segment
Steel Europe, nicht zu einer Steuerentlastung führten. Der Anstieg des Ertragsteueraufwands
ergab sich i. W. aus einer Abwertung von aktiven latenten Steuern, die zum 30. September
2024 noch mit passiven latenten Steuern saldiert werden konnten. Daneben löste der
Verkauf der thyssenkrupp Electrical Steel India im 2. Quartal des Berichtsjahres einen
Quellensteueraufwand aus. Unter Berücksichtigung von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belief sich der Periodenfehlbetrag
auf 121 Mio €, nach einem Verlust von 410 Mio € im Vorjahreszeitraum. Das den Aktionären
der thyssenkrupp AG zuzurechnende Ergebnis je Aktie verbesserte sich im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum um 0,44 € auf einen Verlust von 0,28 €. Analyse der KapitalflussrechnungDer in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht grundsätzlich
der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente". Zum 30. September
2024 enthielt der Zahlungsmittelfonds in der Kapitalflussrechnung auch die Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel
India. Operating CashflowIn den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2024 / 2025 ergab sich ein gegenüber dem
entsprechenden Vorjahreszeitraum um 103 Mio € auf einen positiven Wert von 41 Mio
€ verbesserter Operating Cashflow. Hierzu trug insbesondere die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
insgesamt geringere Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen bei. Gegenläufig wirkte
die insgesamt eingetretene Verringerung des Periodenüberschusses vor Abschreibungen
und latenten Steueraufwendungen, dem nicht zahlungswirksamen Ergebnis aus nach der
Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und dem Ergebnis aus dem Abgang langfristiger
Vermögenswerte. Cashflow aus InvestitionstätigkeitDie Verringerung des negativen Cashflows aus Investitionstätigkeit resultierte v.a.
aus deutlich gestiegenen Desinvestitionseinzahlungen als Folge der Einzahlungen in
Höhe von 452 Mio € aus dem Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India im 2. Quartal
des Berichtsjahres. Cashflow aus FinanzierungstätigkeitIm Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab sich insgesamt eine Verbesserung beim Cashflow
aus Finanzierungstätigkeit um 829 Mio € auf -903 Mio €, die v.a. aus geringeren Auszahlungen
für die Tilgung von Anleihen resultierte. Free Cashflow und Netto-FinanzguthabenÜBERLEITUNG ZU FREE CASHFLOW VOR M&A
Im Berichtszeitraum hat sich der negative Free Cashflow insbesondere aufgrund der
Einzahlungen aus dem Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India sowie der insgesamt
verminderten Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen stark verbessert. Die im Vergleich
zum Free Cashflow deutlich geringere Verbesserung des Free Cashflow vor M&A, also
der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit ohne Berücksichtigung von Ein- und Auszahlungen
aus wesentlichen Portfoliomaßnahmen, war hauptsächlich durch den als M&A-Transaktion
eingestuften Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India im 2. Quartal 2024 /
2025 und die damit verbundene Nichtberücksichtigung der entsprechenden Einzahlungen
aus diesem Verkauf beeinflusst. Das Netto-Finanzguthaben ist zum 30. Juni 2025 im Vergleich zum 30. September 2024
v.a. wegen des negativen Cashflows aus Investitionstätigkeit von 4,4 Mrd € auf 3,7
Mrd € zurückgegangen. Die Anleihe über 0,6 Mrd € wurde am 25. Februar 2025 und das Schuldscheindarlehen
über 8 Mio € wurde am 30. Juni 2025 fristgerecht zurückgezahlt. Die verfügbare Liquidität zum 30. Juni 2025 beläuft sich auf 5,7 Mrd € (4,6 Mrd €
flüssige Mittel und 1,1 Mrd € freie, zugesagte Kreditlinien). RatingRATING
Analyse der BilanzDie langfristigen Vermögenswerte lagen am 30. Juni 2025 mit 8.439 Mio € insgesamt
nahezu auf dem Niveau des 30. September 2024. Der darin enthaltene Rückgang der Sachanlagen
resultierte hauptsächlich aus über den Investitionen liegenden planmäßigen sowie außerplanmäßigen
Abschreibungen sowie aus der Währungsumrechnung. Die außerplanmäßigen Abschreibungen
auf Sachanlagen waren in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2024 / 2025 wesentlich
durch die in Höhe von 297 Mio € erfassten Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel
Europe beeinflusst. Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 49 Mio € betrafen Corporate
Assets. Die Abnahme der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen war insbesondere
Folge der im Berichtszeitraum vorgenommenen Fortschreibung der im Zusammenhang mit
der Elevator-Beteiligung erfassten Stammaktien; mindernd wirkten hauptsächlich Währungskurseffekte.
Der Anstieg der sonstigen finanziellen Vermögenswerte betraf insbesondere die Fortschreibung
des im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung erfassten zinslosen Darlehens sowie
die Neubewertung der Vorzugsaktien. Die Zunahme der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte
resultierte hauptsächlich aus geleisteten Anzahlungen für den Bau der Direktreduktionsanlage
im Segment Steel Europe. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich im Vergleich zum 30. September 2024
um 1.123 Mio € auf 19.795 Mio €. Hauptursache hierfür war die insgesamt eingetretene
Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 1.313 Mio € auf 4.554
Mio €, die i. W. aus der fristgerechten Rückzahlung einer Anleihe im Februar 2025,
dem negativen Free Cashflow sowie aus Dividendenzahlungen im Berichtszeitraum resultierte.
Der insgesamt negative Free Cashflow im Berichtszeitraum enthielt eine hohe im Dezember
2024 erhaltene Kundenanzahlung für die umfassende Auftragserweiterung über vier U-Boote
im Segment Marine Systems. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von
852 Mio €, die mit der erhaltenen Kundenanzahlung für die umfassende Auftragserweiterung
über vier U-Boote im Segment Marine Systems im Zusammenhang standen, unterlagen zum
30. Juni 2025 einer Verfügungsbeschränkung. Die insgesamt leichte Zunahme der Vorräte
resultierte hauptsächlich aus den Werkstoffgeschäften im Segment Materials Services
und war sowohl mengen- als auch preisinduziert; darüber hinaus ergaben sich Erhöhungen
in den Segmenten Marine Systems im Zusammenhang mit Fertigungsprojekten und Decarbon
Technologies durch den Einkauf von Rohstoffen im Zusammenhang mit Fertigungsausträgen
bei thyssenkrupp nucera. Innerhalb der Vorräte ergaben sich gleichzeitig Minderungen
im Segment Steel Europe als Folge eines deutlichen Bestandsabbaus im Berichtszeitraum.
Die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betraf hauptsächlich eingegangene
Kundenzahlungen sowie gesunkene Anzahlungsanforderungen (als Bestandteil der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen) bei Marine Systems; gegenläufig wirkten insbesondere
preis- und mengenbedingte Erhöhungen im Segment Steel Europe. Der Anstieg der Vertragsvermögenswerte
war v.a. Folge der Abwicklung von Fertigungsaufträgen im Segment Marine Systems sowie
in den Anlagenbaugeschäften der Segmente Automotive Technology und Decarbon Technologies.
Die insgesamt leichte Zunahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte resultierte
i. W. aus der Derivatebilanzierung; gegenläufig wirkten insbesondere geringere Ansprüche
im Segment Automotive Technology, die durchgereichte Materialien und Komponenten an
Kunden betrafen. Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte gingen insgesamt
leicht zurück. Hier standen deutlich gestiegenen Erstattungsansprüchen im Zusammenhang
mit Umsatzsteuern hauptsächlich geringere geleistete operative Anzahlungen insbesondere
für Vorräte sowie gesunkene Ansprüche gegenüber der öffentlichen Hand im Zusammenhang
mit dem Bau der Direktreduktionsanlage im Segment Steel Europe gegenüber. Der Rückgang
von als zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten resultierte aus dem im 2. Quartal
des Berichtsjahres vollzogenen Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India im
Segment Steel Europe. Der Rückgang des Eigenkapitals im Vergleich zum 30. September 2024 um 493 Mio € auf
9.866 Mio € war hauptsächlich Folge des im Berichtszeitraum erzielten Periodenfehlbetrages,
der im kumulierten sonstigen Ergebnis erfassten Verluste aus Cashflow-Hedges (einschließlich
Verluste aus Basis Adjustments) und aus der Währungsumrechnung sowie von Dividendenzahlungen.
Gegenläufig wirkten im kumulierten sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne aus der Neubewertung
von Pensionen infolge erhöhter Pensionszinssätze. Die langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich gegenüber dem 30. September 2024
insgesamt um 207 Mio € auf 6.917 Mio €. Ursachen hierfür waren insbesondere ein Rückgang
der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als Folge gestiegener
Pensionszinssätze sowie die Umgliederung einer im Januar 2026 fälligen Schuldverschreibung
in die kurzfristigen Finanzschulden. Gegenläufig wirkte ein Anstieg der passiven latenten
Steuern, der v.a. daraus resultierte, dass ein wesentlicher Betrag nicht mehr - wie
noch zum 30. September 2024 - mit aktiven latenten Steuern saldiert werden kann. Ein
dementsprechender Anstieg der aktiven latenten Steuern ist nicht zu verzeichnen, da
diese wertberichtigt wurden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich gegenüber dem 30. September 2024
insgesamt um 399 Mio € auf 11.452 Mio €. Hauptursache war die deutliche Abnahme der
Finanzschulden, die v.a. aus der fristgerechten Rückzahlung einer Anleihe im Februar
2025 resultierte; gegenläufig wirkte hier in geringem Umfang die erwähnte Umgliederung
einer Schuldverschreibung. Die insgesamt eingetretene Abnahme der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen resultierte hauptsächlich aus mengen- und preisinduzierten
Rückgängen im Segment Materials Services sowie Verminderungen im Segment Automotive
Technology aufgrund des rückläufigen Geschäftsvolumens; gleichzeitig ergaben sich
Erhöhungen im Segment Marine Systems. Gegenläufig wirkte hauptsächlich der deutliche
Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten infolge einer erhaltenen Kundenanzahlung im
Zusammenhang mit der umfassenden Auftragserweiterung über vier U-Boote im Segment
Marine Systems. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen betraf hauptsächlich Inanspruchnahmen
im Zusammenhang mit der Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen; gegenläufig wirkten
Zunahmen als Folge neu eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen. Der Rückgang der
sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten stand insbesondere im Zusammenhang mit dem
Verkauf des Mining-Geschäfts von thyssenkrupp im Geschäftsjahr 2021 / 2022 und betraf
gesunkene Ansprüche des Erwerbers als Folge der nachträglich rechtlichen Übertragung
eines Fertigungsauftrages auf den Erwerber im März 2025. Die insgesamt eingetretene
Abnahme der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten resultierte insbesondere
aus gesunkenen Verbindlichkeiten im Personalbereich; gegenläufig wirkten hauptsächlich
erhöhte Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Umsatzsteuern. Der Rückgang von Verbindlichkeiten
in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten resultierte aus dem
im 2. Quartal des Berichtsjahres vollzogenen Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel
India im Segment Steel Europe. ComplianceAuch und gerade im Transformationsprozess von thyssenkrupp sowie in einem anhaltend
wirtschaftlich schwierigen Umfeld sind starke Werte das Fundament unserer internen
Zusammenarbeit. Diese Werte sind insbesondere im Mission Statement, Code of Conduct
und Compliance Commitment des Vorstands verankert. Zudem haben wir das thyssenkrupp Compliance Management System in Bezug auf die Compliance
Kernthemen Antikorruption, Kartellrecht, Data Compliance, Geldwäscheprävention und
Außenwirtschaftsrecht kontinuierlich implementiert und weiterentwickelt. Compliance wurde insbesondere bei diversen sanktionsrechtlichen Fragestellungen, der
Umsetzung von Compliance in der Lieferkette sowie weiterhin zur Beratung bei den verschiedenen
kartellrechtlichen Fragestellungen in M&A-Aktivitäten eng eingebunden. Nähere Informationen zu Compliance bei thyssenkrupp können dem Geschäftsbericht 2023
/ 2024 und der Website https://www.thyssenkrupp.com/de/unternehmen/compliance entnommen
werden.1) NachtragsberichtDie zwischen dem Stichtag der ersten 9 Monate (30. Juni 2025) und der Freigabe des
Berichts zur Veröffentlichung (12. August 2025) eingetretenen berichtspflichtigen
Ereignisse sind unter Anhang-Nr. 16 im Zwischenabschluss dargestellt.
1)
Der weiterführende Link ist nicht Teil der prüferischen Durchsicht. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtGesamtjahresprognose 2024 / 2025Die Gesamtjahresprognose 2024 / 2025 basiert auf der aktuellen Zusammensetzung des
Konzerns. Die Prognose unterstellt keine Effekte aus etwaigen Portfoliomaßnahmen bzw.
Restrukturierungen, insbesondere im Zusammenhang mit der möglichen Verselbstständigung
von Steel Europe. Zu den erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den wesentlichen
Annahmen, die der Prognose zugrunde liegen, vgl. Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld"
im Kapitel "Wirtschaftsbericht". Bzgl. der entsprechenden Chancen- und Risiken vgl.
den anschließenden "Chancen- und Risikobericht". Wir erwarten insgesamt ein anhaltend herausforderndes Marktumfeld, welches bspw. durch
Unsicherheiten bzgl. der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft geprägt ist. Dies
kann dazu führen, dass die jeweiligen Entwicklungen unserer Kernsteuerungsgrößen entsprechenden
Schwankungen unterliegen. In Anbetracht der zum Zeitpunkt der Prognose erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
und zugrundeliegenden Annahmen halten wir folgenden Blick auf das Geschäftsjahr 2024
/ 2025 für angemessen. Im Vergleich zur vorherigen Prognose im Zwischenbericht zum
1. Halbjahr 2024 / 2025 wurden die Erwartungen für den Konzern wie folgt geändert:
Zur weiteren Erläuterung der erwarteten Entwicklung unserer Kernsteuerungsgrößen,
vgl. Prognose-, Chancen- und Risikobericht im Geschäftsbericht 2023 / 2024, im Zwischenbericht
zum 1. Quartal 2024 / 2025 sowie im Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2024 / 2025. ERWARTUNGEN DER SEGMENTE UND DES KONZERNS
Chancen- und RisikenChancenChancen ergeben sich, wenn wir thyssenkrupp weiter zu einem leistungsstarken und nachhaltigen
Unternehmen und einem auf Wachstumschancen ausgerichteten Portfolio umbauen. Um die Geschäfte bei thyssenkrupp bestmöglich weiterzuentwickeln, richtet sich das
Unternehmen bei seiner Transformation weiterhin gezielt auf Chancen aus, die sich
aus den Zukunftsthemen für unsere Technologien bieten. Insbesondere in der grünen
Transformation sehen wir schon jetzt, aber insbesondere mittel- und langfristig ein
enormes Potenzial für weiteres profitables Wachstum, etwa in den Bereichen Wasserstoff,
grüne Chemikalien, erneuerbare Energien, Elektromobilität und nachhaltige Lieferketten. RisikenAus heutiger Sicht liegen unverändert keine Risiken vor, die den Bestand des Unternehmens
gefährden. Die Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt weiterhin von erheblichen Risiken geprägt.
Neben den anhaltenden geopolitischen Konflikten - etwa dem Krieg in der Ukraine, der
zunehmenden Eskalation im Nahen Osten sowie den Spannungen zwischen China und Taiwan
- wirkt sich auch die aktuelle Handelspolitik der USA belastend aus. Die Einführung
allgemeiner Importzölle und spezifischer Zollsätze für bedeutende Handelspartner wie
die EU und China hemmt den internationalen Handel und führt zu Instabilitäten in den
globalen Lieferketten. Eine mögliche Verschärfung dieser handelspolitischen Auseinandersetzungen
könnte die Unsicherheit auf den Märkten weiter erhöhen und hohe Konjunktur- und Ergebnisrisiken
mit sich bringen. Hinzu kommt, dass die Schwankungen bei Energie- und Rohstoffpreisen weiterhin einen
wesentlichen Risikofaktor darstellen, der insbesondere in Industrieregionen maßgeblichen
Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung hat. Darüber hinaus stellen Naturkatastrophen,
die im Zusammenhang mit dem Klimawandel stehen, eine fortwährende Bedrohung für viele
Regionen dar und könnten die Produktion- sowie globale Lieferketten erheblich beeinträchtigen. Neue Gesetze und andere veränderte rechtliche Rahmenbedingungen auf nationaler und
internationaler Ebene können Risiken für unsere Geschäftsaktivitäten bergen, wenn
sie für thyssenkrupp im Vergleich zu unseren Wettbewerbern mit höheren Kosten oder
sonstigen Nachteilen verbunden sind. Für den Erfolg unserer strategischen Neuausrichtung sind Portfoliomaßnahmen und Restrukturierungen
innerhalb unserer bestehenden Geschäftsaktivitäten denkbar; sie sind grundsätzlich
mit Abwicklungsrisiken verbunden. Zudem werden unsere strategischen Geschäftseinheiten
regelmäßig auf die Notwendigkeit von Wertberichtigungen hin überprüft. Compliance-Risiken insbesondere im Bereich Kartellrecht können sowohl in Bezug auf
finanzielle Schäden als auch auf Reputationsschäden ein enormes Schadenspotenzial
für thyssenkrupp haben. Im Rahmen der Abwicklung von Großinvestitionen mit langer Projektlaufzeit sind Kosten-
und/oder Terminüberschreitungen in einzelnen Projektphasen oder unterschiedliche Auslegungen
der im Zusammenhang mit den Investitionen abgeschlossenen Verträge nicht auszuschließen.
Gleiches gilt für die Abwicklung von Großaufträgen und Langzeitverträgen insbesondere
im Anlagenbau und im Marinegeschäft. Die Zahl der Angriffe auf die IT-Infrastruktur deutscher Unternehmen und auch auf
thyssenkrupp nimmt weiter zu. Aus menschlichen Fehlern, organisatorischen oder technischen
Verfahren und/oder Sicherheitslücken bei der Informationsverarbeitung können Risiken
entstehen, die die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen
gefährden. Darüber hinaus sind die detaillierten Ausführungen zu den Chancen- und Risiken gemäß
Geschäftsbericht 2023 / 2024 weiterhin gültig. Verkürzter Zwischenabschluss des thyssenkrupp Konzernsthyssenkrupp Konzern - BilanzAKTIVA
1)
Der Ausweis zum 30.9.2024 wurde angepasst w/Aufsplittung der Bilanzposition. Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang. PASSIVA
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang. thyssenkrupp Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang. thyssenkrupp Konzern - Gesamtergebnisrechnung
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang. thyssenkrupp Konzern -Eigenkapitalveränderungsrechnung
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang. thyssenkrupp Konzern - Kapitalflussrechnung
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang. thyssenkrupp Konzern - Verkürzter AnhangUnternehmensinformationDie thyssenkrupp Aktiengesellschaft ("thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine
börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften
für den Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis 30. Juni 2025 wurde einer prüferischen Durchsicht
unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 12. August 2025 zur Veröffentlichung
freigegeben. Grundlagen der BerichterstattungDer vorliegende verkürzte Zwischenabschluss wurde nach § 115 WpHG sowie in Übereinstimmung
mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des
International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union
anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche
Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende
des Geschäftsjahres erforderlich sind. Die im verkürzten Zwischenabschluss des Konzerns zum 30. Juni 2025 angewandten Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Rechnungslegungsvorschriften
i. W. denen des letzten Abschlusses des Konzerns zum Ende des Geschäftsjahres. Eine
detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Abschlusses
des Konzerns unseres Geschäftsberichts 2023 / 2024 veröffentlicht. Überprüfung der Schätzungen und BeurteilungenZur Erstellung des Abschlusses muss der Vorstand Schätzungen und Beurteilungen vornehmen
sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und den
Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen
beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen
getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, und fortlaufend überprüft; dies
gilt insbesondere im Hinblick auf zunehmende Handelsspannungen und geopolitische Unsicherheiten,
vgl. hierzu auch die Darstellung der Rahmenbedingungen im Wirtschaftsbericht des Zwischenlageberichts.
Vor diesem Hintergrund sowie aufgrund des Verhältnisses von Marktkapitalisierung zum
Eigenkapital des thyssenkrupp Konzerns wurden in beiden Quartalen ausgewählte Cash
Generating Units einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen. Im 1. Quartal 2024 / 2025 wurde im Segment Steel Europe eine Überprüfung der Werthaltigkeit
vorgenommen, aus der eine Wertminderung resultierte. Für die Ermittlung des erzielbaren
Betrages des Segments bzw. der Cash Generating Unit Steel Europe wurde der beizulegende
Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten berechnet. Die Vermögenswerte und Schulden für
qualitativ hochwertiges kornorientiertes Elektroband in Indien wurden aufgrund des
anstehenden Verkaufs seit dem 30. September 2024 als zur Veräußerung gehalten eingestuft
und sind damit nicht mehr in der Wertermittlung des Segments Steel Europe zum 31.
Dezember 2024 enthalten (vgl. Anhang-Nr. 02). Der beizulegende Zeitwert abzüglich
Veräußerungskosten wurde dabei einkommensbasiert (Level 3 der Hierarchielevel von
beizulegenden Zeitwerten) ermittelt; hierbei kam bei der Diskontierung der zukünftigen
Zahlungsströme ein Kapitalkostensatz (nach Steuern) von 8,0 % zur Anwendung. Auf Basis
des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von 2.409 Mio € wurden
Wertminderungen im Anlagevermögen von 108 Mio € erfasst. Die dem Bewertungsmodell
zugrundeliegenden Cashflows basieren auf den aktuellen Prämissen für den Geschäftsverlauf
bis 2035 / 2036 unter Berücksichtigung der Effekte aus der verkündeten Anpassung des
Produktionsnetzwerkes sowie der Effekte der eingeleiteten Grünen Transformation. Danach
erfolgt eine vereinfachte Fortschreibung bis 2064 unter Berücksichtigung einer Wachstumsrate,
die sich an der Inflationserwartung in Höhe von 2 % ausrichtet. Die stark eingetrübte
Konjunkturlage insbesondere im Kernabsatzmarkt Deutschland, die strukturellen Herausforderungen
im wichtigen Kundensegment der deutschen Automobilindustrie sowie die hohen Unsicherheiten
- insbesondere aus den anhaltenden Belastungen durch die Folgen des Ukrainekriegs
sowie die fortwährende globale Konjunkturschwäche - wurden dabei explizit in der nachhaltigen
Versand- und Margenerwartung mit entsprechenden Risikoabschlägen in den Zahlungsströmen
gewürdigt. Diese Faktoren und Umstände führten in Verbindung mit den anhaltend hohen
Energie- und Kapitalkosten sowie die im Geschäftsverlauf erwarteten signifikanten
Investitionen, insbesondere in die Grüne Transformation, zu den weiteren Wertminderungen.
Hinsichtlich der Grünen Transformation wurden insbesondere die aus dem laufenden Bau
der ersten Direktreduktionsanlage erwarteten wirtschaftlichen Effekte, wie auch die
aktuellen und zukünftig zu erwartenden gesetzlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen
(z. B. CO2-Zertifikatehandel), in den Zahlungsströmen des Werthaltigkeitstests berücksichtigt.
Vom Wertminderungsaufwand entfallen 56 Mio € auf Anlagen im Bau, 44 Mio € auf technische
Anlagen und Maschinen, 3 Mio € auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung,
4 Mio € auf Bauten und 1 Mio € auf übrige immaterielle Vermögenswerte. 71 Mio € wurden
vom Wertminderungsaufwand in den Umsatzkosten, 23 Mio € in den allgemeinen Verwaltungskosten,
12 Mio € in den Vertriebskosten und 2 Mio € in den Forschungs- und Entwicklungskosten
erfasst. Aufgrund der Wertuntergrenze nach IAS 36.105 konnten vom ermittelten Wertminderungsbedarf
988 Mio € nicht erfasst werden. Die Wertuntergrenzen sind i. W. auf Basis von Vergleichswertverfahren
sowie unter Berücksichtigung der Investitionszuwendungen für die Direktreduktionsanlage
abgeleitet. Außerdem erfolgte im 1. Quartal 2024 / 2025 eine Wertberichtigung in Höhe von 20 Mio
€ der im thyssenkrupp Konzern gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte (sogenannte
Corporate Assets), die der Einheit Special Units zugeordnet sind. Diese Vermögenswerte
werden für Zwecke des Werthaltigkeitstests anteilig auf die Cash Generating Unit allokiert,
da sie keine eigenständigen Mittelzuflüsse erzeugen. Die Wertberichtigung ergibt sich
aus einer reduzierten Tragfähigkeit der Corporate Assets bei Steel Europe in Zusammenhang
mit den dort erfolgten Wertberichtigungen im 1. Quartal 2024 / 2025. Im 2. Quartal 2024/2025 wurde im Segment Steel Europe erneut eine Überprüfung der
Werthaltigkeit vorgenommen, aus der eine Wertminderung resultierte. Für die Ermittlung
des erzielbaren Betrages des Segments bzw. der Cash Generating Unit Steel Europe wurde
der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten berechnet. Der beizulegende
Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wurde dabei einkommensbasiert (Level 3 der Hierarchielevel
von beizulegenden Zeitwerten) ermittelt; hierbei kam bei der Diskontierung der zukünftigen
Zahlungsströme ein Kapitalkostensatz (nach Steuern) von 7,6 % zur Anwendung. Auf Basis
des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von 2.412 Mio € wurden
Wertminderungen im Anlagevermögen von 93 Mio € erfasst. Die dem Bewertungsmodell zugrundeliegenden
Cashflows basieren auf den aktuellen Prämissen für den Geschäftsverlauf bis 2035 /
2036 unter Berücksichtigung der Effekte aus der verkündeten Anpassung des Produktionsnetzwerkes
sowie der Effekte der eingeleiteten Grünen Transformation. Danach erfolgt eine vereinfachte
Fortschreibung bis 2064 unter Berücksichtigung einer Wachstumsrate, die sich an der
Inflationserwartung in Höhe von 2 % ausrichtet. Die stark eingetrübte Konjunkturlage
insbesondere im Kernabsatzmarkt Deutschland, die strukturellen Herausforderungen im
wichtigen Kundensegment der deutschen Automobilindustrie sowie die hohen Unsicherheiten
- insbesondere aus den anhaltenden Belastungen durch die Folgen des Ukrainekriegs
sowie die fortwährende globale Konjunkturschwäche - wurden dabei explizit in der nachhaltigen
Versand- und Margenerwartung mit entsprechenden Risikoabschlägen in den Zahlungsströmen
gewürdigt. Diese Faktoren und Umstände führten in Verbindung mit den anhaltend hohen
Energie- und Kapitalkosten sowie die im Geschäftsverlauf erwarteten signifikanten
Investitionen, insbesondere in die Grüne Transformation, zu den weiteren Wertminderungen.
Hinsichtlich der Grünen Transformation wurden insbesondere die aus dem laufenden Bau
der ersten Direktreduktionsanlage erwarteten wirtschaftlichen Effekte, wie auch die
aktuellen und zukünftig zu erwartenden gesetzlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen
(z. B. CO2-Zertifikatehandel), in den Zahlungsströmen des Werthaltigkeitstests berücksichtigt.
Vom Wertminderungsaufwand entfallen 42 Mio € auf Anlagen im Bau, 40 Mio € auf technische
Anlagen und Maschinen, 4 Mio € auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung,
5 Mio € auf Bauten und 2 Mio € auf übrige immaterielle Vermögenswerte. 67 Mio € wurden
vom Wertminderungsaufwand in den Umsatzkosten, 15 Mio € in den allgemeinen Verwaltungskosten,
9 Mio € in den Vertriebskosten und 2 Mio € in den Forschungs- und Entwicklungskosten
erfasst. Aufgrund der Wertuntergrenze nach IAS 36.105 konnten vom ermittelten Wertminderungsbedarf
750 Mio € nicht erfasst werden. Die Wertuntergrenzen sind i. W. auf Basis von Vergleichswertverfahren
sowie unter Berücksichtigung der Investitionszuwendungen für die Direktreduktionsanlage
abgeleitet. Außerdem erfolgte im 2. Quartal 2024 / 2025 eine Wertberichtigung in Höhe von 16 Mio
€ der im thyssenkrupp Konzern gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte (sogenannte
Corporate Assets), die der Einheit Special Units zugeordnet sind. Diese Vermögenswerte
werden für Zwecke des Werthaltigkeitstests anteilig auf die Cash Generating Unit allokiert,
da sie keine eigenständigen Mittelzuflüsse erzeugen. Die Wertberichtigung ergibt sich
aus einer reduzierten Tragfähigkeit der Corporate Assets bei Steel Europe in Zusammenhang
mit den dort erfolgten Wertberichtigungen im 2. Quartal 2024 / 2025. Im 3. Quartal 2024 / 2025 wurde im Segment Steel Europe wiederum eine Überprüfung
der Werthaltigkeit vorgenommen, aus der eine Wertminderung resultierte. Für die Ermittlung
des erzielbaren Betrages des Segments bzw. der Cash Generating Unit Steel Europe wurde
unverändert der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten berechnet. Der
beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wurde dabei einkommensbasiert (Level
3 der Hierarchielevel von beizulegenden Zeitwerten) ermittelt; hierbei kam bei der
Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme ein Kapitalkostensatz (nach Steuern)
von 7,7 % zur Anwendung. Auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten
in Höhe von 2.407 Mio € wurden Wertminderungen im Anlagevermögen von 100 Mio € erfasst.
Die dem Bewertungsmodell zugrundeliegenden Cashflows basieren auf den aktuellen Prämissen
für den Geschäftsverlauf bis 2035 / 2036, die unverändert gegenüber den beiden Vorquartalen
sind. Für detaillierte Informationen wird auf die vorstehenden Ausführungen zum 1.
Quartal bzw. 2. Quartal 2024 / 2025 verwiesen. Vom Wertminderungsaufwand entfallen
48 Mio € auf Anlagen im Bau, 45 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen, 4 Mio
€ auf Bauten, 2 Mio € auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und 1
Mio € auf übrige immaterielle Vermögenswerte. 69 Mio € wurden vom Wertminderungsaufwand
in den Umsatzkosten, 20 Mio € in den allgemeinen Verwaltungskosten, 9 Mio € in den
Vertriebskosten und 2 Mio € in den Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst. Aufgrund
der Wertuntergrenze nach IAS 36.105 konnten vom ermittelten Wertminderungsbedarf 553
Mio € nicht erfasst werden. Die Wertuntergrenzen sind i. W. auf Basis von Vergleichswertverfahren
sowie unter Berücksichtigung der Investitionszuwendungen für die Direktreduktionsanlage
abgeleitet. Außerdem erfolgte im 3. Quartal 2024 / 2025 eine Wertberichtigung in Höhe von 13 Mio
€ der im thyssenkrupp Konzern gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte (sogenannte
Corporate Assets), die der Einheit Special Units zugeordnet sind. Diese Vermögenswerte
werden für Zwecke des Werthaltigkeitstests anteilig auf die Cash Generating Unit allokiert,
da sie keine eigenständigen Mittelzuflüsse erzeugen. Die Wertberichtigung ergibt sich
aus einer reduzierten Tragfähigkeit der Corporate Assets bei Steel Europe in Zusammenhang
mit den dort erfolgten Wertberichtigungen im 3. Quartal 2024 / 2025. 01 Erstmalig angewendete RechnungslegungsvorschriftenIm Geschäftsjahr 2024 / 2025 wendet thyssenkrupp erstmalig die nachfolgenden Änderungen
zu bestehenden Standards an, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung
der Abschlüsse haben:
02 Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel India und einzelne zur Veräußerung vorgesehene VermögenswerteVeräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel Indiathyssenkrupp Electrical Steel India Private Ltd. ist Hersteller von kornorientiertem
Elektroband. Aus marktstrategischen Erwägungen wurde im Geschäftsjahr 2023 / 2024
im Segment Steel Europe der Verkaufsprozess für die Gesellschaft eingeleitet, der
seit dem 4. Quartal 2023 / 2024 die Kriterien von IFRS 5 für den Ausweis als Veräußerungsgruppe
erfüllte. Am 18. Oktober 2024 wurde der Kaufvertrag zur Veräußerung des indischen
Elektrobandgeschäfts an JSW Steel Limited und JFE Steel Corporation, ein indisch-japanisches
Konsortium, unterzeichnet. Am 30. Januar 2025 erfolgte der Abschluss des Verkaufsprozesses
(Closing) und thyssenkrupp Electrical Steel India wurde entkonsolidiert. Im Zusammenhang mit dem eingeleiteten Verkauf erfolgte unmittelbar vor der erstmaligen
Klassifizierung als Veräußerungsgruppe eine Überprüfung der Bewertung der Vermögenswerte
gemäß IAS 36; hieraus resultierte eine Wertaufholung in Höhe von insgesamt 12 Mio
€, da der beizulegende Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung höher war als
der Buchwert. Die Wertaufholung in Höhe von insgesamt 12 Mio € entfällt mit 3 Mio
€ auf Grundstücke und Bauten, mit 8 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen sowie
mit 1 Mio € auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sie wurde in den Umsatzkosten
im 4. Quartal 2023 / 2024 ausgewiesen; gleichzeitig wurden latente Steuern von 3 Mio
€ passiviert. Aus der Entkonsolidierung resultierte ein Gewinn in Höhe von 321 Mio
€, der im 2. Quartal 2024 / 2025 in den sonstigen Gewinnen und Verlusten ausgewiesen
wurde. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die die Veräußerungsgruppe zum 30. September
2024 umfasste, sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt; das auf die Veräußerungsgruppe
im Eigenkapital entfallende kumulierte sonstige Ergebnis betrug - 32 Mio € zum 30.
September 2024. VERÄUSSERUNGSGRUPPE THYSSENKRUPP ELECTRICAL STEEL INDIA
Einzelne zur Veräußerung vorgesehene VermögenswerteZum 30. September 2024 und zum 30. Juni 2025 werden in der Bilanz in der Zeile "Zur
Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" Sachanlagen in Höhe von 6 Mio € ausgewiesen,
die zwei Maschinen bei einer slowakischen Gesellschaft aus dem Segment Decarbon Technologies
betreffen. 03 VerkäufeIn den 9 Monaten 2024 / 2025 gab es im Konzern neben dem Vollzug des Verkaufs der
Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel India (vgl. Anhang Nr. 02) im 2.
Quartal 2024 / 2025, nur einen kleineren Verkauf im Segment Steel Europe im 1. Quartal
2024 / 2025. Diese Verkäufe wirkten sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen
Abgangszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss aus: ABGÄNGE
04 Pensionen und ähnliche VerpflichtungenAuf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurden die Rückstellungen
für Pensionen zum 30. Juni 2025 angepasst. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter
Durchschnitt) zugrunde gelegt: DURCHSCHNITTLICHE BEWERTUNGSFAKTOREN
05 Sonstige RückstellungenDie in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Restrukturierungsrückstellungen verminderten
sich im Vergleich zum 30. September 2024 um 18 Mio € auf 269 Mio €. Zuführungen in
Höhe von 159 Mio €, die i. W. die Segmente Automotive Technology, Decarbon Technologies,
Steel Europe und Materials Services betreffen, wurden i. W. durch Inanspruchnahmen
überkompensiert. Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltene Rückstellung für Entfernungsverpflichtungen
reduzierte sich aufgrund einer Analyse und Neueinschätzung der Risiken aus Verpflichtungen
zur Sicherung entstandener Bergschäden und für Rekultivierungsmaßnahmen gegenüber
dem 30. September 2024 um 28 Mio € auf 294 Mio €. 06 FinanzschuldenIm 1. Quartal 2024/2025 wurde am 30. Dezember 2024 das Schuldscheindarlehen der thyssenkrupp
AG über 4 Mio € fristgerecht zurückgezahlt. Gleichzeitig wurde ein Schuldscheindarlehen
der thyssenkrupp AG über 4 Mio € mit Fälligkeit 30. Dezember 2029 neu platziert. Im 2. Quartal 2024 / 2025 wurde am 25. Februar 2025 die Anleihe der thyssenkrupp AG
über 600 Mio € fristgerecht zurückgezahlt. Im 3. Quartal 2024/2025 wurde am 30. Juni 2025 das Schuldscheindarlehen der thyssenkrupp
AG über 8 Mio € fristgerecht zurückgezahlt. 07 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere RisikenEventualverbindlichkeitenDie thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften
oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die
in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse,
bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist: HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
Der thyssenkrupp Konzern hat für die TK Elevator GmbH und deren Tochtergesellschaften
Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von deren Auftraggebern ausgestellt bzw. ausstellen
lassen; diese belaufen sich zum 30. Juni 2025 auf 2 Mio € (30. September 2024: 9 Mio
€). Das Erwerberkonsortium hat sich verpflichtet, thyssenkrupp von Aufwendungen im
Zusammenhang mit den Bürgschaften und Garantien bis zu deren vollständigen Ablösung
schadlos zu halten. Darüber hinaus hat thyssenkrupp als zusätzliche Sicherheit Garantien
in gleichlautender Höhe von dem Erwerber erhalten. Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme
Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner,
wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung oder die Nichteinhaltung
von zugesicherten Leistungsparametern. Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder
in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung
des jeweiligen, aus dem zugrundeliegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten
Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner,
an dem ganz oder teilweise ein Dritter außerhalb des Konzerns beteiligt ist, so wird
mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender
Höhe vereinbart. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere RisikenDie im Konzern bestehenden Abnahmeverpflichtungen aus Energieverträgen verminderten
sich zum 30. Juni 2025 im Vergleich zum 30. September 2024 leicht um rd. 40 Mio €
auf 1,2 Mrd €. Daneben bestehen im Segment Steel Europe langfristige Abnahmeverträge
für Eisenerz und Eisenerzpellets, die aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung
für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag
gültigen Erzpreisen bewertet werden. Im Vergleich zum 30. September 2024 verminderten
sich diese Abnahmeverpflichtungen um 0,3 Mrd € auf 1,4 Mrd €. Im Segment Steel Europe besteht aus der Beauftragung des Baus der Direktreduktionsanlage
zum 30. Juni 2025 ein Bestellobligo in Höhe von 1.210 Mio € (30. September 2024: 1.374
Mio €), welches zu wesentlichen Teilen von den von der Bundesregierung und dem Land
Nordrhein-Westfalen gewährten Investitionszuschüssen gedeckt ist. In diesem Zusammenhang
sind dem Konzern in den 9 Monaten 2024 / 2025 Investitionszuwendungen in Höhe von
205 Mio € (9 Monate 2023 / 2024: 218 Mio €) zugeflossen. Im Dezember 2024 haben fünf Kläger (u.a. die Meyer Werft GmbH und die FourWorld Global
Opportunities Fund, Ltd. aus abgetretenem Recht) eine Klage u.a. gegen die thyssenkrupp
Steel Europe AG auf Zahlung von Schadensersatz wegen angeblicher Preisüberhöhung im
Zusammenhang mit dem sog. "Quartoblech-Kartell" in Höhe von ca. 102 Mio € zzgl. Zinsen
in Höhe von ca. 72 Mio € eingereicht. Die thyssenkrupp Steel Europe AG bereitet eine
entsprechende Klageerwiderung vor. Im Januar 2025 hat die NVL B.V. &Co. KG ("NVL") Schiedsklage gegen die thyssenkrupp
Marine Systems GmbH im Zusammenhang mit dem Korvettenprogramm K 130 eingereicht. NVL
macht hierin Ansprüche aus angeblichen Verzögerungen im Projekt geltend, neben einem
Zahlungsanspruch in Höhe von ca. 5 Mio € i. W. Feststellungsanträge in einem hohen
zweistelligen Millionenbetrag. thyssenkrupp Marine Systems GmbH bereitet eine Klageerwiderung
vor. Bei den übrigen sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem Geschäftsjahresende
2023 / 2024 keine wesentlichen Veränderungen eingetreten. 08 FinanzinstrumenteFür die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeiten der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.
Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Geldmarktfonds sowie die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Für die Vorzugsaktien im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung, welche als Eigenkapitalinstrument
klassifiziert sind, wurde aufgrund der Bedeutung das Wahlrecht ausgeübt, diese erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert (ohne Recycling) zu bilanzieren. In den sonstigen übrigen
finanziellen Vermögenswerten sind die Darlehen aus der Elevator-Transaktion enthalten,
welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden; vgl. dazu auch Anhang-Nr.
09. Die übrigen Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden grundsätzlich erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert, soweit vorhanden, auf Börsenkursen
zum Quartalsstichtag. Liegen keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vor, erfolgt
eine Bewertung der Eigen- und Fremdkapitalinstrumente durch Diskontierung der zukünftigen
Cashflows auf Basis der aktuellen marktüblichen Zinsen über die Restlaufzeit der Finanzinstrumente. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des
am Quartalsstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der
Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich
zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle
zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option
wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren
beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrundeliegenden
jeweiligen Wechselkurses oder der zugrundeliegenden Basiszinsen. Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die
Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden
bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen,
in denen die Cashflows stattfinden. Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen.
Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Quartalsstichtag
vorgenommen. Der Abbruch von Cashflow-Hedges führte im 1. Quartal 2024 / 2025 durch
Umgliederung aus den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen in die
Gewinn- und Verlustrechnung zu einem Ertrag in Höhe von 76 Mio €. Diese ursprünglich
ergebnisneutral behandelten Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte der CO2-Termingeschäfte
wurden zu dem Zeitpunkt ergebniswirksam realisiert, als die Durchführung der abgesicherten
zukünftigen Transaktion in Form von warenpreisgesicherten Umsatzkosten nicht länger
als wahrscheinlich angesehen wurde. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen
Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeiten der Buchwert dem beizulegenden
Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten
ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt
auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel
verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten
mit einem Buchwert von 4.861 Mio € zum 30. Juni 2025 (30. September 2024: 5.855 Mio
€) haben einen beizulegenden Zeitwert von 4.866 Mio € (30. September 2024: 5.858 Mio
€), der nach Bewertungsmethoden ermittelt wurde, die Level 2 zuzuordnen sind. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet
werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen: BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.9.2024
BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.6.2025
Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst,
deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten
ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren
Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente
erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten auf
Basis anerkannter Bewertungsmodelle bewertet wird. Im Berichtsquartal gab es keine Umgliederungen zwischen Level 1 und Level 2. Nachfolgend ist die Entwicklung der in Level 3 erfassten Eigenkapitalinstrumente dargestellt: ÜBERLEITUNGSRECHNUNG FINANZINSTRUMENTE LEVEL 3
Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert
bilanzierten Eigenkapitalinstrumente beinhalten ausschließlich die Vorzugsaktien an
der Vertical Topco I S.A., Luxembourg aus der Beteiligung an TK Elevator. Der Ermittlung
des beizulegenden Zeitwerts der Vorzugsaktien liegt ein finanzmathematisches Bewertungsmodell
(Discounted Cashflow Verfahren) zugrunde, das die auf die Vorzugsaktien vertraglich
entfallenden erwarteten zukünftigen Cashflows berücksichtigt. Der Wert der Vorzugsaktien
wird durch Diskontierung der festgelegten Verzinsung mit einem Kapitalisierungszinssatz
ermittelt, dessen Höhe sich nach der zum Abschlussstichtag am Kapitalmarkt beobachtbaren
Rendite-/Risikostruktur bemisst. Der Wert der Vorzugsaktien unterliegt demzufolge
kapitalmarktbedingten Schwankungen. Dabei wurde zum 30. Juni 2025 ein risikoadäquater
Diskontierungszinssatz in Höhe von 8,57 % (30. September 2024: 9,59 %) angewendet. Der aus der Bewertung resultierende Effekt wird erfolgsneutral im Eigenkapital im
sonstigen Ergebnis innerhalb der Position "Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente"
ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie VertragsvermögenswerteZur Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle insbesondere zur Ermittlung der erwarteten
Ausfallraten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat thyssenkrupp grundsätzlich
folgendes Modell angewendet: Die erwarteten Ausfallraten werden i. W. aus externen
Kreditinformationen und Ratings pro Kontrahent abgeleitet, was im Vergleich zur Bildung
von Ratingklassen eine genauere Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit ermöglicht.
Hierbei werden zum einen die durch Warenkreditversicherer vergebenen Risikonummern
der Kunden und zum anderen die von Auskunfteien erteilten Bonitätsinformationen mittels
eines zentralen Zuordnungssystems in eine individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro
Kunde übersetzt. Diese individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde wird einheitlich
im thyssenkrupp Konzern verwendet. Es erfolgt eine quartalsweise Aktualisierung der
Informationen. Sind keine Ratinginformationen auf Kontrahentenebene vorhanden, erfolgt
eine Bewertung auf Basis der durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit pro Segment
zuzüglich eines angemessenen Risikozuschlags. Für den Konzernabschluss zum 30. Juni
2025 wurden die aktuellen externen Kreditinformationen und Ratings verwendet. Die Ausfälle betreffen i. W. Insolvenzfälle, die im Vorjahr nicht aus den Rating-Informationen
ableitbar waren. 09 SegmentberichterstattungDie Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp. Die Segmentinformationen für die 9 Monate 2023 / 2024 und die 9 Monate 2024 / 2025
bzw. für das 3. Quartal 2023 / 2024 und das 3. Quartal 2024 / 2025 stellen sich damit
wie folgt dar: SEGMENTINFORMATIONEN
Im Vergleich zum 30. September 2024 verminderte sich zum 30. Juni 2025 das durchschnittliche
Capital Employed bei Decarbon Technologies um 112 Mio € auf 906 Mio €, bei Steel Europe
um 474 Mio € auf 3.153 Mio € und bei Marine Systems um 878 Mio € auf 211 Mio €. Die Spalte "Überleitung" lässt sich wie folgt unterteilen: AUFRISS ÜBERLEITUNG
Das EBIT enthält in der Einheit Special Units Wertberichtigungsaufwendungen in Höhe
von 49 Mio € in den 9 Monaten 2024/2025 bzw. in Höhe von 13 Mio € im 3. Quartal 2024
/ 2025 der im thyssenkrupp Konzern gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte (sogenannte
Corporate Assets). Diese Wertminderungsaufwendungen werden als Sondereffekt behandelt
und sind deshalb im Bereinigten EBIT nicht enthalten. Die Beteiligung an TK Elevator setzt sich aus mehreren Finanzierungsinstrumenten zusammen,
die wie folgt bilanziert werden:
Nachfolgend wird die Überleitungsrechnung der Ertragskennzahl Bereinigtes EBIT zum
Ergebnis vor Steuern gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt: ÜBERLEITUNG BEREINIGTES EBIT ZUM ERGEBNIS VOR STEUERN
In den 9 Monaten 2024 / 2025 entfallen die Sondereffekte i. W. auf Erträge aus dem
Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India und aus der Bewertung der CO2-Termingeschäfte
sowie auf Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe. Darüber hinaus gab es
Restrukturierungsaufwendungen insbesondere im Segment Automotive Technology. In den 9 Monaten 2023 / 2024 betrafen die Sondereffekte i. W. auf Wertminderungsaufwendungen
und Aufwendungen aus der Bewertung der CO2-Termingeschäfte im Segment Steel Europe,
Wertminderungsaufwendungen und Restrukturierungen im Segment Materials Services sowie
Wertminderungsaufwendungen in den Segmenten Decarbon Technologies und Automotive Technology. 10 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse bzw. die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden sind nachfolgend dargestellt: UMSATZERLÖSE
UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH KUNDENGRUPPEN
1)
Der Ausweis wurde angepasst w/Aufsplittung der Kundengruppen. UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN
1)
Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein Von den Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden resultieren in den 9 Monaten 2024 /
2025 4.343 Mio € (Vorjahr: 4.689 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2024 / 2025 1.074 Mio €
(Vorjahr: 1.222 Mio €) aus langfristigen Verträgen und in den 9 Monaten 2024 / 2025
20.170 Mio € (Vorjahr: 21.490 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2024 / 2025 7.057 Mio € (Vorjahr:
7.764 Mio €) aus kurzfristigen Verträgen bzw. in den 9 Monaten 2024 / 2025 5.297 Mio
€ (Vorjahr: 4.682 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2024 / 2025 1.600 Mio € (Vorjahr: 1.587
Mio €) aus zeitraumbezogen erfassten Umsatzerlösen und in den 9 Monaten 2024 / 2025
19.217 Mio € (Vorjahr: 21.497 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2024 / 2025 6.531 Mio € (Vorjahr:
7.399 Mio €) aus zeitpunktbezogen erfassten Umsatzerlösen. 11 Sonstige ErträgeDie sonstigen Erträge enthalten Erträge aus Strompreiskompensationen, Versicherungserstattungen
sowie weitere Erträge aus Zulagen und Zuschüssen. 12 FinanzergebnisDas Finanzergebnis enthält in der Zeile "Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen" in den 9 Monaten 2024/2025 Erträge in Höhe von 22 Mio € (Vorjahr: 132
Mio € Aufwendungen) bzw. im 3. Quartal 2024 / 2025 Erträge in Höhe von 14 Mio € (Vorjahr:
45 Mio € Aufwendungen) aus den Stammaktien an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg,
die Bestandteil der Elevator-Beteiligung sind (vgl. Anhang-Nr. 09). In den 9 Monaten
2024/2025 enthalten ist ein Ertrag in Höhe von 105 Mio € aus der Rücknahme früherer
Wertminderungsaufwendungen für die Stammaktien, der im 2. Quartal 2024 / 2025 aufgrund
einer aktualisierten Bewertung der Elevator-Beteiligung als Zuschreibung erfasst wurde. 13 Steuern vom Einkommen und ErtragAus der Abwertung aktiver latenter Steuern im ertragsteuerlichen Organkreis der thyssenkrupp
AG, die zum 30. September 2024 noch mit passiven latenten Steuern saldiert werden
konnten, ergab sich im 3. Quartal 2024 / 2025 ein latenter Steueraufwand in Höhe von
135 Mio € sowie ein erfolgsneutraler Steuereffekt im sonstigen Ergebnis, der das Eigenkapital
um 62 Mio € verringert hat. 14 Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt: ERGEBNIS JE AKTIE
In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte. 15 Zusätzliche Informationen zur KapitalflussrechnungDer in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds lässt sich wie folgt
aus der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" herleiten. HERLEITUNG ZAHLUNGSMITTELFONDS
Per 30. Juni 2025 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von
39 Mio € (30. Juni 2024: 124 Mio €; 30. September 2024: 131 Mio €) von der Joint Operation
HKM. Die verfügungsbeschränkten Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni 2025 betreffen das
Segment Marine Systems und resultieren aus Kundenanzahlungen im Rahmen einer Auftragserweiterung
über vier U-Boote des laufenden deutsch-norwegischen 212CD Programms. 16 Ereignisse nach dem StichtagAm 11. Juli 2025 hat der Bundesrat einer schrittweisen Absenkung des deutschen Körperschaftsteuersatzes
von derzeit 15 % um jeweils einen Prozentpunkt auf 10 % bis zum Jahr 2032 zugestimmt.
Die Auswirkungen dieser Steuersatzsenkung auf die ertragsteuerlichen Positionen des
thyssenkrupp Konzerns werden derzeit noch ermittelt. Mitte Juli 2025 haben thyssenkrupp Steel Europe und die IG Metall eine Einigung zum
Sanierungstarifvertrag "Neuaufstellung Stahl" erzielt, die die Grundvoraussetzung
für die zukunftsfähige Aufstellung von Steel Europe bilden soll. Darin werden auf
Grundlage des industriellen Konzepts aus November 2024 und der Grundsatzvereinbarung
aus Mai 2025 die Eckpunkte der für die Sanierung erforderlichen betrieblichen Vereinbarungen,
u. a. Interessenausgleich und Sozialplan, festgelegt. Die abschließende Ausarbeitung
der Vereinbarung wird bis Ende September 2025 angestrebt. Die Umsetzung des Vertragswerks
steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die IG Metall-Mitglieder bei thyssenkrupp
Steel Europe sowie der Zusage der thyssenkrupp AG zur Sicherung der Finanzierung der
mit der Durchführung des Sanierungstarifvertrages verbundenen Kosten. Die Umsetzung
des Vertragswerks wird nach vorläufiger Einschätzung zu Aufwendungen in Höhe eines
mittleren dreistelligen Mio-€-Betrags führen. Eine verlässliche Schätzung der finanziellen
Auswirkungen ist zum aktuellen Zeitpunkt insbesondere wegen der noch zu absolvierenden
Prozessschritte sowie der Zustimmungsvorbehalte auf der angestrebten Zeitleiste noch
nicht möglich. Am 5. August 2025 hat TK Elevator bekannt gegeben, dass der Einstieg von Alat Technologies
als Investor bei der Vertical TopCo S.à.r.l., Luxembourg, vollzogen wurde. thyssenkrupp
hat an der in diesem Zusammenhang durchgeführten Kapitalerhöhung nicht teilgenommen.
Weiterhin gehen wir davon aus, dass zukünftige Veränderungen mit Blick auf die Vertretung
von thyssenkrupp im Board der Vertical TopCo S.à.r.l. im Konzernabschluss zum 30.
September 2025 zu einer ergebniswirksamen Aufwertung der Stammaktien im mittleren
dreistelligen Mio-€-Bereich führen werden. Die Hauptversammlung der thyssenkrupp AG hat am 8. August 2025 auf einer außerordentlichen
Hauptversammlung der Verselbstständigung des Segments Marine Systems zugestimmt. Die
thyssenkrupp AG bleibt mit 51 % die Mehrheitsgesellschafterin. Das Segment Marine
Systems wird auch nach Vollzug der Abspaltung weiterhin im Konzernabschluss vollkonsolidiert. Essen, den 12. August 2025 thyssenkrupp AG Der Vorstand
Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die thyssenkrupp AG, Duisburg und EssenWir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-
und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung
sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis
30. Juni 2025, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie
er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss
und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht
beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft
und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung
erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben,
können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung",
wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Düsseldorf, den 13. August 2025 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Weitere InformationenKontakt und Finanzkalender 2025 / 2026Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung: CommunicationsTelefon: (0201) 844-536043 Telefax: (0201) 844-536041 E-Mail: press@thyssenkrupp.com Investor RelationsE-Mail: ir@thyssenkrupp.com Institutionelle Investoren und AnalystenTelefon: (0201) 844-536464 Telefax: (0201) 8456-531000 PrivatanlegerTelefon: (0201) 844-536367 Telefax: (0201) 8456-531000 Herausgeberthyssenkrupp AG thyssenkrupp Allee 1, 45143 Essen Postfach, 45063 Essen Telefon: (0201) 844-0 Telefax: (0201) 844-536000 E-Mail: info@thyssenkrupp.com www.thyssenkrupp.com Finanzkalender 2025 / 20269. Dezember 2025Geschäftsbericht 2024 / 2025 (Oktober bis September) 30. Januar 2026Ordentliche Hauptversammlung 12. Februar 2026Zwischenbericht 1. Quartal 2025 / 2026 (Oktober bis Dezember) 12. Mai 2026Zwischenbericht 1. Halbjahr 2025 / 2026 (Oktober bis März) 13. August 2026Zwischenbericht 9 Monate 2025 / 2026 (Oktober bis Juni) Dieser Zwischenbericht ist am 14. August 2025 erschienen. Inhouse produziert mit firesys. |
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