TTL Information Technology AGMünchenKonzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2010Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010A. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des relevanten Marktes Das Bruttoinlandsprodukt im für die TTL Information Technology AG (TTL AG) relevanten US-Markt wuchs in 2010 um 2,9%, was in erster Linie auf das gegenüber den Vormonaten stärkere Wachstum in den Monaten Oktober bis Dezember 2010 zurückzuführen ist. Die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise waren aber auch in 2010 noch nicht überwunden und haben sich in dem IT-Vertriebsgeschäftsfeld durch einen starken Preiswettbewerb niedergeschlagen. Nach einem ordentlichen Beginn im 1. Quartal 2010 mit einem Wachstum von 1,9% schwächte sich der private Konsum im 2. Quartal mit einem Wachstum von nur mehr 1,6% wieder ab. Erst im 4. Quartal 2010 zog der private Verbrauch mit einer Wachstumsrate von 4,4% wieder an. In Deutschland wuchs die Wirtschaft um 3,6%. Der Export war hier die treibende Kraft. 2. Positionierung und Steuerung des TTL Konzerns a) Beteiligungsbereich Die TTL AG war als Holding auch im Jahr 2010 ausschließlich über ihre mittelbare Beteiligung von 23,392% an der BDI Laguna (Nevada) Holdings Inc. (BDI), die wiederum maßgeblich an der ArchBrook Laguna Holdings LLC (ArchBrook) beteiligt ist, am US-Markt tätig. Daher waren die Entwicklung des US-Marktes und die US-Konjunktur von entscheidender Bedeutung für den Geschäftserfolg der BDI und des TTL Konzerns. ArchBrook und ihre Tochtergesellschaften (ArchBrook-Group) sind Vertriebs- und Servicegesellschaften, die IT-Produkte, IT-Zubehör und elektronische Komponenten vertreiben und den dazugehörigen Service anbieten. Die ArchBrook-Group operiert im Wesentlichen in den folgenden drei Marktsegmenten:
Die ArchBrook-Group hat mehr als 2.400 Kunden. Die ArchBrook-Group musste im abgelaufenen Geschäftsjahr in einem schwierigen Marktumfeld dem harten Preiskampf Rechnung tragen und erwirtschaftete einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 4,2 Mio. USD . Die Bilanzsumme beträgt rd. 275,0 Mio. USD. b) Weitere Aktivitäten Nach wie vor beabsichtigt der TTL Konzern sich an Unternehmen zu beteiligen, die im Bereich IT oder Leasing tätig sind. c) Steuerungsgrößen Der TTL Konzern wird, dem Umfang der Geschäftsaktivitäten entsprechend, auf Basis von Ergebnis- und Liquiditätszahlen geführt und gesteuert. Planung und Steuerung greifen eng ineinander. Die Planung erfolgt auf Basis operativer und strategischer Unternehmensziele und wird ebenfalls entsprechend dem Geschäftsumfang kontinuierlich von Vorstand und Aufsichtsrat überprüft. 3. Umsatzentwicklung Im Geschäftsjahr 2010 hat die TTL Information Technology AG, wie bereits in den Vorjahren, keine Umsätze erzielt. 4. Investitionen Investitionen in das Sachanlagevermögen wurden nicht getätigt. 5. Finanzbeteiligungen und Beteiligungsstruktur Die prozentuale Beteiligung des TTL Konzerns an der BDI belief sich zum 31. Dezember 2010 auf 23,392%. B. Darstellung der Lage1. Vermögenslage Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2010 T€ 4.115 (Vj. T€ 11.743). Die Vermögenslage wird zum 31. Dezember 2010 durch den Wert des assoziierten Unternehmens BDI bestimmt. Aufgrund der negativen Ergebnissituation der ArchBrook-Group in 2010 wird für Bewertungszwecke von einer zukünftig verminderten Dividendenfähigkeit der ArchBrook und damit auch der BDI ausgegangen. Der Equity-Wertansatz der BDI wurde deshalb um T€ 9.158 auf T€ 4.745 abgeschrieben. 2. Finanzlage Der Finanzmittelbestand beträgt T€ 200 (Vj. T€ 18). scroll
Zur Sicherung der Liquidität hat der TTL Konzern in geringem Umfang Fremdmittel aufgenommen. 3. Ertragslage Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar: scroll
Das Beteiligungsergebnis ist maßgeblich durch die außerplanmäßige Abschreibung des Equity-Wertansatztes der BDI (T€ 9.158; Vj. T€ 0) beeinflusst. C. Chancen- und RisikoberichtDie zukünftige Entwicklung des TTL Konzerns ist mittelbar von der Entwicklung der ArchBrook-Group abhängig. Die US-Beteiligungsgruppe wird insbesondere von der Konsumgüterkonjunktur im US-amerikanischen Markt beeinflusst. Spezielle Risiken bestehen für die ArchBrook-Group aufgrund einer starken Abhängigkeit von wenigen Großkunden. Weiterhin besteht das Risiko, dass bei negativer Ergebnisentwicklung der ArchBrook keine Dividendenzahlungen an die BDI erfolgen können. Aufgrund der negativen Geschäftsentwicklung der operativ tätigen ArchBrook-Group und des damit verbundenen Jahresfehlbetrages in 2010, entrichtete die BDI seit Sommer 2010 aufgrund fehlender Dividendenzuweisungen der ArchBrook keine Dividendenzahlung mehr an den TTL Konzern. Aufgrund der Unsicherheit über die weitere Geschäftsentwicklung und das davon beeinflusste Verhalten der den Geschäftsbetrieb finanzierenden US-Banken besteht daher das Risiko, dass diese Zahlungen künftig teilweise oder ganz ausbleiben. Ferner besteht das Risiko, dass die ArchBrook Laguna Holdings LLC bei einer anhaltend negativen Geschäftsentwicklung in ihrem Bestand gefährdet wird. Die Dividendenzahlungen der BDI an den TTL Konzern erfolgen in US-Dollar. Insoweit besteht eine Abhängigkeit von der zukünftigen Entwicklung des US-Dollarkurses. Als allgemeine Risiken können für den TTL Konzern negative Entwicklungen im wirtschaftlichen Umfeld identifiziert werden. Im Bereich Risikomanagement ist dem Währungs-, Zinsänderungs-, Markt-, Ausfall- und Liquiditätsrisiko ausreichend Sorge getragen. Aufgrund des bei der ArchBrook-Group eingerichteten Kostensenkungsprogramms besteht die Chance, dass im Jahr 2011 - allerdings unter mindestens gleicher Umsatzsituation wie im Vorjahr - eine Ergebnisverbesserung möglich ist. D. PrognoseberichtDank der konjunkturstützenden Maßnahmen in den USA sagt die Federal Reserve (Fed) für 2011 eine weitere Erholung der US-Wirtschaft in gemäßigtem Tempo voraus. Es wird für 2011 mit einem Wachstum von 3,4 - 3,9% gerechnet. Als großes Problem wird jedoch die hohe Arbeitslosigkeit gesehen. Der TTL Konzern hält über die TTL International GmbH eine Finanzbeteiligung an der BDI, diese wiederum hält eine Beteiligung an der ArchBrook Laguna Holdings LLC. Diese Beteiligung ist für die weitere Entwicklung des TTL Konzerns von wesentlicher Bedeutung. Der Preis- und Ergebnisdruck in dem Marktsegment, in dem die ArchBrook-Group tätig ist, hält weiter an. Eine Änderung dieses schwierigen Marktumfeldes ist derzeit nicht absehbar. Mindestens für 2011 und ggf. auch für 2012 wird deshalb weiterhin mit einer angespannten Ergebnissituation im TTL Konzern gerechnet. E. Ereignisse nach dem BilanzstichtagAuch im 1. Quartal 2011 ist die vierteljährliche Zahlung der bevorrechtigten Dividende der BDI an den TTL Konzern nicht erfolgt. F. VergütungsberichtVergütung des Aufsichtsrats Nach der Satzung der TTL AG erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine fixe Grundvergütung. Variable Vergütungen werden nicht gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der fixen Grundvergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die nicht das gesamte Geschäftsjahr im Amt waren, erhalten jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. 2010 lagen die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder bei insgesamt T€ 37. Vergütung des Vorstands Im Geschäftsjahr 2010 war Herr Dr. Gillmaier einziges Vorstandsmitglied der TTL AG. Die Gesamtbezüge betrugen T€ 30,6. Die Vergütung des Vorstands besteht aus fixen und variablen Bestandteilen. Der fixe Anteil 2010 entspricht der durch den Aufsichtsrat festgelegten Vergütung. Die variablen Bestandteile können maximal T€ 30 betragen und liegen im Ermessen des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr wurden keine variablen Vergütungen gewährt. Für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung seiner Tätigkeit wurden dem Vorstand keine Leistungen zugesagt. G. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Homepage der Gesellschaft unter http://www.ttl-ag.de/pdf/Bericht zum CGK 2010.pdf veröffentlicht. H. Bericht zur Übernahmesituation und sonstige Angaben nach § 289 Abs. 4 HGBDas gezeichnete Kapital der TTL Information Technology AG besteht unverändert aus 6.550.000 Stück auf den Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien. Es gibt keine Beschränkungen hinsichtlich der Übertragung der Aktien. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden. Zum Stichtag bestehen von folgenden Aktionären direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital, die jeweils 10% der Stimmrechte überschreiten:
Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richtet sich nach den §§ 84f AktG. Nach § 7 der Satzung erfolgen die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der ordentlichen und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Satzungsänderungen erfolgen nach den Regelungen der §§ 179 ff. AktG. Die Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit nicht das Gesetz zwingend etwas anderes vorschreibt (§ 20 der Satzung). Der Vorstand kontrolliert und überwacht in regelmäßigen Abständen die Liquiditätslage des Unternehmens und er berichtet hierüber dem Aufsichtsrat in den Sitzungen. I. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (§ 289 Abs. 5 HGB)Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des TTL Konzerns beinhaltet bezogen auf das Geschäftsumfeld und das Transaktionsvolumen der Gesellschaft angemessene Instrumente und Maßnahmen, mit denen rechnungslegungsbezogene Risiken koordiniert verhindert beziehungsweise rechtzeitig erkannt, bewertet und beseitigt werden. Die Gesamtverantwortung für alle Prozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses des TTL Konzerns liegt im Ressort des Vorstands der TTL AG, Herrn Dr. Gillmaier. Der Rechnungslegungsprozess des TTL Konzerns ist auf holdingspezifische Schwerpunkte wie zum Beispiel Bewertung von Beteiligungen und Finanzierungsfunktionen ausgerichtet. Die inhaltliche Verantwortung dieser Themen obliegt ebenfalls dem Vorstand. Wesentliche, für die Rechnungslegung des TTL Konzerns relevante Informationen und Sachverhalte werden vor deren Erfassung in der ausgelagerten Finanzbuchhaltung durch den Vorstand kritisch auf ihre Konformität mit geltenden Rechnungslegungsvorschriften gewürdigt. Zudem werden regelmäßige Überprüfungen der monatlichen Auswertungen vom Vorstand durchgeführt. Neben Risiken aus der Nichteinhaltung von Bilanzierungsregeln können Risiken aus der Missachtung formaler Fristen und Termine entstehen. Zur Vermeidung dieser Risiken wie auch zur Dokumentation der im Rahmen der Konzernabschlusserstellung durchzuführenden Arbeitsabläufe sowie deren zeitlicher Abfolge und der hierfür verantwortlichen (externen) Personen verwendet der Vorstand ein excelbasiertes Planungswerkzeug. J. Versicherung des gesetzlichen Vertreters zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht„Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
München, den 27. April 2011 TTL Information Technology AG Der Vorstand Dr. Wolfgang Gillmaier Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010scroll
Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010scroll
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010AKTIVA scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2010*scroll
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Die Kapitalflussrechnung wird im Anhang unter IX. erläutert. Eigenkapital des Konzerns für das Geschäftsjahr 2010scroll
Konzernanhang 2010I. Grundlegende InformationenDie Muttergesellschaft des Konzerns firmiert als TTL Information Technology AG (im Folgenden „TTL AG" oder „Gesellschaft") mit Sitz in München. Die Adresse dieser Gesellschaft ist Elisabethstr. 91 in 80797 München. Die Muttergesellschaft hat 2004 ihr Leasing-Portfolio an die Comprendium Vertriebs- und Service GmbH unter Übernahme der Mitarbeiter veräußert. In diesem Geschäftsbereich ist die Gesellschaft nur noch mittelbar über ihre Beteiligung an der BDI Laguna (Nevada) Holdings, Inc., USA, tätig. Die vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns sind nicht operativ tätig. II. Grundlagen und MethodenDer Konzernabschluss ist in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen IFRS und den ergänzend anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Jahresabschlüsse der vollkonsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Sie werden im Anhang erläutert. Die Bilanzgliederung erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind oder veräußert werden sollen. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Konzern verbleiben. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Steuererstattungsansprüche, Steuerverbindlichkeiten sowie Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten werden grundsätzlich als langfristig dargestellt. Der Konzernabschluss wurde auf Basis der Unternehmensfortführung aufgestellt. Im Konzernabschluss müssen in einem eng begrenzten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Impairment-Tests und der Bildung von Rückstellungen. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. III. Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandardsa) Im laufenden Geschäftsjahr erstmals anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften Folgende Standards und Änderungen von Standards sowie folgende Interpretationen und folgende Änderung einer Interpretation sind ab dem Geschäftsjahr 2010 erstmals anzuwenden:
Die neuen Regelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. b) Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften Das International Accounting Standard Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die das Endorsement der EU bereits teilweise durchlaufen haben, aber die für das Geschäftsjahr 2010 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich zugelassen bzw. empfohlen. Der TTL Konzern macht von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch. Diese Standards werden, sofern einschlägig, zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umgesetzt. Im Mai 2010 veröffentlichte das IASB „Improvements to IFRSs (2010)". Dabei handelt es sich um den dritten im Rahmen des Annual-Improvements-Process(AIP)-Projekts veröffentlichten Standard. Dieser Sammelstandard enthält 11 verschiedene Änderungen an 6 bestehenden Standards und einer Interpretation. Im Einzelnen handelt es sich um:
Des Weiteren wurden noch die folgenden Standards und Interpretationen geändert bzw. neu herausgegeben:
Der TTL Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der neuen Standards und Interpretationen einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Darstellung des Konzernabschlusses haben wird. IV. Grundlagen des Konzernabschlusses[1] Konsolidierungsgrundsätze Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach den einheitlichen Regeln der in der EU anzuwendenden IFRS zum 31. Dezember 2010 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz-und Geschäftspolitik ausübt. Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. [2] Konsolidierungskreis und assoziierte Unternehmen In den Konzernabschluss werden neben der TTL AG die folgenden inländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der TTL AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht: scroll
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, aber keine Kontrolle besitzt. Die BDI Laguna (Nevada) Holdings, Inc., Carson City, USA (BDI), wird als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet. Bei der BDI handelte es sich in den Vorjahren um ein IT Vertriebs- und Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in den USA. Mit Vereinbarung vom 2. Januar 2008 (Contribution Agreement) hat die BDI ihren Geschäftsbetrieb gegen Gewährung eines Vorzugsanteils (75,0 Mio. USD preferred member interest) in die ArchBrook Laguna Holdings LLC, USA (ArchBrook) eingebracht. Aus dem Vorzugsanteil steht der BDI eine jährliche Vorzugsdividende (TUSD 1.009) sowie insbesondere ein Vorrecht im Fall der Liquidation oder Auflösung der ArchBrook bzw. eines Verkauf des wesentlichen Vermögens der ArchBrook zu. Im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms (Restructuring Agreements) hat die TTL International GmbH ihre Anteile im Januar 2008 an der BDI an diese Gesellschaft selbst sowie deren Management übertragen und Anteile in Höhe von 23,293% (preferred shares) an der BDI erhalten. Der Aufsichtsratsvorsitzende der TTL AG, Herr Klaus Kirchberger, ist Mitglied des zweiköpfigen Board of Directors der BDI. Der TTL Konzern übt damit einen maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidungsprozesse der BDI aus. [3] Währungsumrechnung In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Entsprechende Fremdwährungsgewinne/-verluste werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei der Umrechnung des in ausländischer Währung aufgestellten Abschlusses der BDI wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die Gesellschaft ihr Geschäft selbständig betreibt, ist sie als „foreign entity" im Sinne von IAS 21 berücksichtigt. Danach werden die Vermögensgegenstände und Schulden zum Stichtagskurs und die Aufwendungen und Erträge zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag wird im Eigenkapital bzw. im kumulierten übrigen Eigenkapital erfolgsneutral ausgewiesen. Für den Konzernabschluss wurden für die Währungsumrechnung folgende Wechselkurse zugrunde gelegt: scroll
[4] Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sie wurden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgte linear über einen Zeitraum von 3 bis 15 Jahren. Die im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben entstandenen Firmenwerte wurden bereits in den Vorjahren vollständig abgeschrieben. Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. [5] Sachanlagevermögen Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. [6] Finanzanlagen Die nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen werden zunächst mit ihren Anschaffungskosten, in den Folgeperioden mit den fortgeschriebenen anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen werden wertgemindert, sofern der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet. Gegebenenfalls abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den der Equity-Bewertung zugrundeliegenden Abschlüssen werden beibehalten, sofern sie den konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der TTL Konzerns nicht wesentlich entgegenstehen. [7] Finanzinstrumente Finanzinstrumente sind alle Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns beinhalten im Wesentlichen Zahlungsmittel und Darlehensforderungen. Die finanziellen Verbindlichkeiten umfassen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige finanzielle Verbindlichkeiten. [8] Darlehen und Forderungen Finanzielle Vermögenswerte, die als Darlehen und Forderungen kategorisiert wurden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. [9] Zahlungsmittel Die Zahlungsmittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten. Zahlungsmittel werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. [10] Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen oder aufgehoben wurden. Nichtfinanzielle Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. [11] Laufende und latente Steuern Im Steueraufwand der Periode werden die laufenden und latenten Steuern erfasst. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sein denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder sonstigen Ergebnis erfasst. Die Auswirkungen aus latenten Steuern, die aus temporären Differenzen der Aktiva und Passiva des IFRS-Abschlusses im Vergleich zu den steuerbilanziellen Wertansätzen resultieren, werden nach IAS 12 bilanziert. Latente Steueraktiv- und -passivposten werden aufgrund der verabschiedeten Steuersätze und Steuergesetze zum Zeitpunkt der Umkehr der Differenzen bemessen. Dies beinhaltet auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gemäß IAS 12.34. Da derzeit künftige positive steuerliche Ergebnisse der Gesellschaft nicht erkennbar sind, wurde diesbezüglich kein Aktivposten gebildet. Die Gesellschaft unterliegt der Gewerbesteuer, der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag. [12] Rückstellungen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag (Barwert der erwarteten Ausgaben) angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Dabei wird von dem Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. [13] Ertrags- und Aufwandsrealisierung Die Erfassung von sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist, die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern hinreichend wahrscheinlich zufließen wird. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Zinsen werden als Aufwand der Periode gebucht. [14] Wertminderungen Nach IAS 36 hat ein Unternehmen an jedem Bilanzstichtag einzuschätzen, ob irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegt ein solcher Anhaltspunkt vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt. Unabhängig davon, ob irgendein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, muss ein Unternehmen immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer oder noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte sowie erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte jährlich auf Wertminderung überprüfen. Ein Vermögenswert wird wertgemindert, wenn sein Buchwert seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus dem beizulegenden Wert abzüglich Verkaufskosten und dem Barwert der künftigen Zahlungsströme, die durch die fortlaufende Nutzung des Vermögenswertes erwartet werden. Ist der erzielbare Betrag kleiner als der Buchwert, bildet die Differenz die Wertminderung, die grundsätzlich erfolgswirksam zu erfassen ist. Zu jedem Bilanzstichtag ist zu beurteilen, ob eine Wertminderung weiter existiert. Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Wertminderung nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Die Zuschreibung wird maximal bis zu dem Betrag vorgenommen, der sich ohne vorherige Wertminderung ergeben hätte. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Analog wird für nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen im Anschluss an die Fortschreibung des Equity-Wertes gemäß IAS 28.31 geprüft, ob entsprechende Hinweise für eine Wertminderung vorliegen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist dabei Bestandteil der Equity-Beteiligung und wird nicht separat auf das Vorliegen einer Wertminderung geprüft. Stattdessen wird der gesamte Buchwert der Equity-Beteiligung auf Wertminderung geprüft. Eine Aufteilung des Wertminderungsaufwands auf die im Equity-Wert enthaltenen Vermögenswerte einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert ist nicht vorzunehmen. Eine Wertaufholung ist in dem Maße vorzunehmen, wie sich der erzielbare Betrag der Equity-Beteiligung nachfolgend wieder erhöht. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung[15] Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
[16] Personalaufwand scroll
[17] Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll
[18] Finanzergebnis scroll
Das Ergebnis aus at Equity bewerteten Anteilen resultiert, wie im Vorjahr, aus der Beteiligung an der BDI und betrifft den auf die Vorzugsanteile (preferred shares) des TTL Konzerns entfallenden Ergebnisanteil (Vorzugsdividende) für 2010 Höhe von T€ 767 (Vj. T€ 722) sowie einer außerplanmäßigen Abschreibung auf den Equity-Wert in Höhe von T€ 9.158 (Vj. T€ 0). Dieser Wertminderungsbedarf ergab sich, da auf Grundlage einer Nutzungswertberechnung für den Equity-Wert zum Bilanzstichtag ein erzielbarer Betrag in Höhe von T€ 4.745 ermittelt wurde. Der Nutzungswertermittlung lag eine Prognose der zukünftigen Dividendenzahlungen der BDI zugrunde. Dabei wurde aufgrund des negativen Jahresergebnisses der ArchBrook-Group in 2010 sowie der angespannten Liquiditätssituation von einer zukünftigen Reduzierung der bislang angenommenen Dividendenzahlungen um 50% sowie einem die spezifischen Risiken reflektierenden Vorsteuerzinssatz von 8,45% p.a. ausgegangen. Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus einem Darlehen von der TR Asset Management GmbH. [19] Ertragsteuern Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Als Ertragsteuer sind die in Deutschland und den USA gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie latente Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Seit 2008 unterliegen die deutschen Gesellschaften einer Körperschaftsteuer von 15,0%. Der Solidaritätszuschlag betrug unverändert gegenüber dem Vorjahr 5,5% der Körperschaftsteuerbelastung. Unter Einbeziehung der Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 490,0% betrug der Gesamtsteuersatz im Jahr 2010 wie im Vorjahr 32,97%. Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand weicht von dem zu erwartenden Steueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 32,97% (Vj. 32,97%) auf das Ergebnis vor Steuern des Konzerns ergeben würde, ab. Der Unterschied zwischen erwartetem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen: scroll
Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge wurden nur insofern gebildet, als in Zukunft ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur Nutzung der aktiven latenten Steuern zur Verfügung steht. Insgesamt wurden zum 31. Dezember 2010 auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 18.410 (Vj. T€ 17.712) und auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 16.981 (Vj. T€ 16.305) keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Die Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar. [20] Ergebnis je Aktie Die Kennzahlen für das Ergebnis je Aktie nach IAS 33 bestimmen sich wie folgt: scroll
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie (diluted earnings per share), da potentielle Stammaktien zum Bilanzstichtag nicht vorhanden sind. VI. Erläuterungen zur Bilanz[21] Immaterielle Vermögenswerte Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden in den Vorjahren zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend dem Nutzungsverlauf um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die immateriellen Vermögenswerte waren bereits zum 01. Januar 2007 vollständig abgeschrieben. [22] Sachanlagen Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgte zu historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalkosten wurden nicht aktiviert. Die Abschreibung der Anlagegegenstände erfolgt entsprechend dem Nutzungsverlauf linear pro rata temporis. Die Sachanlagen waren bereits zum 01. Januar 2007 vollständig abgeschrieben. [23] Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen Der Konzern hält seit Januar 2008 17.544 Stück stimmrechtlose Vorzugsanteile an der BDI Laguna (Nevada) Holdings, Inc., USA (5,75% cumulative class B preferred shares) mit einem Nennwert von jeweils 1.000,00 USD. Die entspricht einer Beteiligungsquote zum Stichtag von 23,392% (Vj. 23,392%). Die Anteile an assoziierten Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die (kumulierten) Abschreibungen belaufen sich auf T€ 9.158. Zur BDI werden folgende vorläufige Finanzinformationen gegeben: scroll
[24] Forderungen und übrige Vermögenswerte scroll
Die Forderungen und übrigen Vermögenswerte sind zum Nennwert abzüglich Wertberichtigungen bilanziert. Sofern Ausfall- oder andere Risiken bestehen, sind sie durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Wertminderungen aufwandswirksam erfasst. Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen. [25] Zahlungsmittel Bei den ausgewiesenen Zahlungsmitteln handelt es sich um Guthaben bei Kreditinstituten. Die Zahlungsmittel sind zum Nennwert bilanziert. Die Entwicklung der Zahlungsmittel, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt. [26] Eigenkapital Das Grundkapital beträgt zum 31. Dezember 2010 € 6.550.000,00 und ist zum Bilanzstichtag voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 6.550.000 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je € 1,00. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien von 4.977.000 hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. Die Zulassung der 1.573.000 Aktien aus der Kapitalerhöhung in 2002 steht noch aus. Die Kapitalrücklage enthält den Betrag, der in Vorjahren bei der Ausgabe von Aktien im Rahmen der Kapitalerhöhungen über den rechnerischen Wert hinaus erzielt wurde (Agio). Die Gewinnrücklagen enthalten Beträge, die in einem früheren Geschäftsjahr aus dem Ergebnis gebildet worden sind. Die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr ergeben sich aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung. [27] Schulden scroll
Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten betreffen ein Darlehen in Höhe von T€ 565. Die im Folgejahr hierfür zu leistenden Tilgungen betragen T€ 565 (Vj. T€ 504), die zukünftigen Zinsen hierfür betragen T€ 23 (Vj. T€ 29). Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen kreditorische Debitoren. Die Rückstellungen haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt: scroll
Die Rückstellungen sind nur hinsichtlich des Betrages unsicher. Die angesetzten Beträge stellen die bestmöglichen Schätzungen der zukünftigen Ausgaben dar. [28] Segmentinformationen Nachdem die Gesellschaft ihren operativen Geschäftsbetrieb in 2004 verkauft hat, besteht keine Verpflichtung zur Erstellung einer Segmentberichterstattung. Die at Equity bilanzierte Beteiligung an der BDI stellt einen langfristigen Vermögenswert dar. Der Buchwert dieser Beteiligung beträgt T€ 4.745 (Vj. T€ 12.675). Die BDI ist über ihre Beteiligung an der ArchBrook am US-amerikanischen Markt tätig. VII. Angaben zum FinanzrisikomanagementDie nachfolgende Matrix gibt einen Überblick über die im Konzern vorhandenen Finanzrisiken und die jeweils betroffenen Bilanzpositionen: scroll
Der Begriff des Preisrisikos, der nicht nur mögliche Verluste, sondern auch mögliche Gewinnchancen umfasst, teilt sich in drei Kategorien ein: Währungsrisiko, Zinsänderungsrisiko und Marktrisiko. Das Zinsänderungsrisiko besteht darin, dass sich der Wert eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen der Marktpreise verändern kann. Dieses Risiko ist bei der Gesellschaft nur mehr unwesentlich vorhanden. Die Auswirkungen eines jeweils zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte erhöhten bzw. verminderten Marktzinsniveaus hätte Auswirkungen auf das Ergebnis und das Eigenkapital in Höhe von +/- T€ 3 (Vj. +/- T€ 4). Das Marktrisiko besteht darin, dass sich der Wert eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen der Marktpreise verändern kann. Dabei können solche Fluktuationen sowohl auf Faktoren zurückzuführen sein, die für ein individuelles Wertpapier oder seinen Emittenten charakteristisch sind, als auch auf solche, die alle im Markt gehandelten Wertpapiere betreffen. Das Ausfallrisiko ergibt sich aus der Gefahr, dass ein Vertragspartner bei einem Geschäft über ein Finanzinstrument seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann und dadurch bei der TTL Gruppe finanzielle Verluste verursacht. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus den Buchwerten der bilanzierten Finanzinstrumente. Den Liquiditätsrisiken begegnet der Konzern durch ein dem Umfang und der Komplexität der Geschäftstätigkeit angepasstes Liquiditätsmanagement, das trotz fehlender Zuflüsse aus Umsatzerlösen die jederzeitige Verfügbarkeit ausreichender Liquidität sicherstellt. VIII. Angaben zu Buch- und Marktwerten von FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des TTL Konzerns: scroll
Der Marktwert von Zahlungsmitteln, von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, von kurzfristigen finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten und sonstigen Finanzschulden entspricht in etwa dem Buchwert. Grund hierfür ist insbesondere die kurze Laufzeit solcher Instrumente. IX. Angaben zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt in den gegenübergestellten Geschäftsjahren Herkunft und Verwendung der Geldströme. Entsprechend IAS 7 „Kapitalflussrechnungen" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsmittel der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d.h. Kassenbestände, Schecks, Bundesbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt, der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird demgegenüber ausgehend von dem Jahresüberschuss nach Ertragsteuern indirekt abgeleitet. Folgende Auszahlungen sind im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthalten: scroll
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand umfasst Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. X. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenAls nahe stehende Personen oder Unternehmen im Sinne von IAS 24 gelten Personen bzw. Unternehmen, die den TTL Konzern beherrschen beziehungsweise maßgeblich beeinflussen können oder durch den TTL Konzern beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Danach stehen oder standen folgende Personen oder Unternehmen dem TTL Konzern nahe:
In den Aufwendungen sind T€ 37 (Vj. T€ 37) für die Bezüge des Aufsichtsrats und T€ 31 (Vj. T€ 30) für die Bezüge des Vorstands enthalten. Für Rechtsberatung wurden in 2010 Zahlungen in Höhe von T€ 48 (Vj. T€ 5) an die Kanzlei Weil, Gotshal & Manges LLP, der Prof. Dr. Schmidt angehört, geleistet. Für ausgeführte Leistungen betreffend 2010 wurde eine Rückstellung in Höhe von T€ 54 (Vj. T€ 35) gebildet, weiterhin bestehen Verbindlichkeiten aus dem Jahr 2008 in Höhe von T€ 64 (Vj. T€ 179). Gegenüber dem assoziierten Unternehmen BDI bestehen Dividendenforderungen von T€ 551 (Vj. T€ 331). Die Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen sind vertraglich vereinbart und entsprechen Marktkonditionen. Nach § 15a WpHG und nach Abschnitt 6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex müssen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft Wertpapiergeschäfte mit Bezug auf die Aktien der Gesellschaft melden. Meldepflichtig sind ferner Wertpapiergeschäfte naher Angehöriger. Im Geschäftsjahr 2010 wurden der TTL AG keine diesbezüglichen Geschäfte gemeldet. XI. Organe der GesellschaftAufsichtsrat der Aktiengesellschaft:
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Jahr 2010 auf T€ 37 (Vj. T€ 37). Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2010 in folgenden weiteren Gesellschaften im Aufsichtsrat oder anderen Kontrollgremien tätig:
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Mandate im Sinne von § 100 Abs. 2 Satz 2 AktG Vorstand:
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2010 T€ 31 (Vj T€ 30). Diese betreffen ausschließlich Herrn Dr. Gillmaier und beinhalten keine erfolgsbezogene Komponenten oder Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. XII. GewinnverwendungsvorschlagDie TTL Information Technology AG weist für das Geschäftsjahr einen Bilanzverlust aus. Der Vorstand der TTL Information Technology AG wird deshalb der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2010 vorschlagen, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen. XIII. KonzernzugehörigkeitUnmittelbares und oberstes Mutterunternehmen des Konzerns ist die TTL Information Technology AG, München. Nach § 21 ff. des Wertpapierhandelsgesetzes sind börsennotierte Gesellschaften dazu verpflichtet, der Öffentlichkeit genaue Angaben über die Zusammensetzung der Aktionärskreise zur Verfügung zu stellen. Diese Publizitätsregelungen dienen dazu, die Transparenz im Wertpapierhandel zu fördern. In 2010 wurde von der Gesellschaft eine Stimmrechtsmitteilung veröffentlicht. XIV. Honorare des KonzernabschlussprüfersDie Honorare für Dienstleistungen des Abschlussprüfers SUSAT & Partner OHG betragen für das Geschäftsjahr 2010 insgesamt T€ 37. Davon entfallen auf die Abschlussprüfung T€ 34, auf Steuerberatungsleistungen T€ 2 und auf sonstige Leistungen T€ 1. XV. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 35 (Vj. T€ 37) aus Miet- und Beraterverträgen. XVI. Angaben zum deutschen Corporate Governance KodexDie Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zur Einhaltung des deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und auf der Homepage der TTL AG (http://www.ttl-ag.de/leasing/investoren/entsprechen.cfm) dauerhaft zugänglich gemacht. XVII. BelegschaftIm Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010 waren im Durchschnitt 0 (Vj. 0) Mitarbeiter beschäftigt. XVIII. Ereignisse nach dem BilanzstichtagBis zum 27. April 2011 (Freigabe des Abschlusses zur Weitergabe an den Aufsichtsrat zwecks Billigung) sind keine Vorgänge eingetreten, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des TTL Konzerns wesentlich wären. XIX. Versicherung des gesetzlichen Vertreter zum Konzernabschluss und KonzernlageberichtIch versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
München, den 27. April 2011 TTL Information Technology AG, Der Vorstand Dr. Wolfgang Gillmaier Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der TTL Information Technology AG, München, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 28. April 2011 SUSAT & PARTNER OHG Dr. Kirnberger, Wirtschaftsprüfer Mauermeier, Wirtschaftsprüfer |
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