TTL INFORMATION TECHNOLOGY AG

MÜNCHEN

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012

AKTIVA

scroll
Anhang 31.12.2012 31.12.2011
EUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte      
Immaterielle Vermögenswerte (21) 0,00 0
Sachanlagen (22) 1,00 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (23) 1,00 0
Steuererstattungsansprüche (24) 11.793,90 14
Latente Steueransprüche (19) 7.236,00 0
    19.031,90 14
Kurzfristige Vermögenswerte      
Übrige finanzielle Vermögenswerte (24) 100.398,00 50
Steuererstattungsansprüche (24) 3.111,95 3
Übrige kurzfristige Vermögenswerte (25) 783,28 1
Zahlungsmittel (25) 11.045,97 113
    115.339,20 167
Summe der Aktiva   134.371,10 181

PASSIVA

     
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital (26) 6.550.000,00 6.550
Kapitalrücklage (26) 19.120.619,26 18.148
Erwirtschaftetes Eigenkapital (26) -25.659.226,46 -25.446
    11.392,80 -748
Langfristige Schulden      
Finanzielle Verbindlichkeiten   21.947,69 0
Kurzfristige Schulden      
Rückstellungen (27) 83.399,50 76
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (27) 17.631,11 40
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten (27) 0,00 813
    101.030,61 929
Summe der Passiva   134.371,10 181

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2012

scroll
Anhang 2012 2011
EUR TEUR
1. Sonstige betriebliche Erträge (15) 6.019,00 384
2. Personalaufwand (16) 0,00 -31
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen (17) -164.825,45 -140
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit   -158.806,45 213
4. Verlustanteile aus assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden (18) 0,00 -3.710
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (18) 665,78 0
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (18) -62.736,96 -48
8. Finanzergebnis (18) -62.071,18 -3.758
9. Ergebnis vor Ertragsteuern   -220.877,63 -3.545
10. Steuern von Einkommen und Ertrag (19) 7.236,00 0
11. Konzernergebnis   -213.641,63 -3.545
(sämtlich auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallend)      
Ergebnis je Aktie, das den Eigenkapitalgebern zusteht (in EUR je Aktie) (20) -0,03 -0,54

Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2012

scroll
2012 2011
EUR TEUR
Konzernergebnis -213.641,63 -3.545
Sonstiges Ergebnis    
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung 0,00 -1.035
Umgliederung in sonstige betriebliche Erträge (vor/nach Steuern) 0,00 -283
Gesamtergebnis    
(sämtlich auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallend) -213.641,63 -4.863

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012

scroll
Anhang 2012 2011
TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Betriebliche Tätigkeit          
Jahresergebnis     -214   -3.545
Ergebnisse aus der Equity-Bewertung und sonstigen zahlungsunwirksamen Veränderungen des Finanzanlagevermögens   (18) 0   3.426
      -214   -119
Veränderung sonstiger Vermögens- und Schuldposten          
Übrige Vermögenswerte   -55   -45  
Kurzfristige Rückstellungen   7   -78  
Lieferantenverbindlichkeiten   -23   -45  
Übrige Verbindlichkeiten   133 62 50 -118
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit     -152   -237
B. Investitionstätigkeit          
Cashflow aus Investitionstätigkeit     0   0
C. Finanzierungstätigkeit          
Fremdkapitalfinanzierung          
Einzahlung aus der Aufnahme von Krediten     50   150
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit     50   150
D. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (A+B+C)     -102   -87
E. Anfangsbestand Finanzmittelfonds     113   200
F. Endbestand Finanzmittelfonds (D+E)   (25) 11   113

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2012

scroll
Erwirtschaftetes Eigenkapital
Anhang Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklage Ausgleichs-
posten aus
Währungs-
umrechnung
Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 01. Januar 2011   6.550.000,00 18.147.533,26 -21.900.695,15 1.318.431,61 4.115.269,72
Gewinnausschüttung (26) 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtergebnis (26) 0,00 0,00 -3.544.889,68 -1.318.431,61 -4.863.321,29
Stand am 01. Januar 2012   6.550.000,00 18.147.533,26 -25.445.584,83 0,00 -748.051,57
Gewinnausschüttung (26) 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
In Eigenkapital erfasste Kapitalzuführung von Eigentümern (26) 0,00 973.086,00 0,00 0,00 973.086,00
Gesamtergebnis (26) 0,00 0,00 -213.641,63 0,00 -213.641,63
Stand am 31. Dezember 2012   6.550.000,00 19.120.619,26 -25.659.226,46 0,00 11.392,80

Konzernanhang 2012

I. Grundlegende Informationen

Die Muttergesellschaft des Konzerns firmiert als TTL Information Technology AG (im Folgenden „TTL AG" oder „Gesellschaft") mit Sitz in München. Die Adresse dieser Gesellschaft ist Elisabethstr. 91 in 80797 München.

Die Muttergesellschaft hat 2004 ihr Leasing-Portfolio an die Comprendium Vertriebs-und Service GmbH unter Übernahme der Mitarbeiter veräußert. In diesem Geschäftsbereich war die Gesellschaft bis Mitte 2011 nur noch mittelbar über ihre Beteiligung an der BDI Laguna (Nevada) Holdings, Inc., USA, (BDI) tätig. Die BDI Laguna Gruppe war bis dahin ihrerseits an der operativ tätigen ArchBrook Laguna Holdings LLC beteiligt, die am 8. Juli 2011 einen Chapter 11-Antrag beim Insolvenzgericht in New York gestellt hat. Im Rahmen des Chapter 11-Verfahrens wurden im August 2011 sämtliche Vermögenswerte an SED International Holdings Inc. und Gordon Brothers Group LLC verkauft. Die vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns sind nicht operativ tätig.

II. Grundlagen und Methoden

Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, Großbritannien, sowie aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (ehemals: Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC)) erstellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Zusätzlich wurden die handelsrechtlichen Vorschriften nach § 315a Abs. 1 und § 289a des HGB angewandt.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Jahresabschlüsse der vollkonsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Sie werden im Anhang erläutert. Die Bilanzgliederung erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind oder veräußert werden sollen. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Konzern verbleiben. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Steuererstattungsansprüche, Steuerverbindlichkeiten sowie Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten werden grundsätzlich als langfristig dargestellt.

Der Konzernabschluss wurde auf Basis der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Im Konzernabschluss müssen in einem eng begrenzten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Impairment-Tests und der Bildung von Rückstellungen. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen.

III. Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards

a) Im laufenden Geschäftsjahr erstmals anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften

Der folgende Standard war für das Geschäftsjahr 2012 erstmals verpflichtend anzuwenden:

scroll
Standard/Interpretation Bezeichnung In Kraft für Jahreszeiträume ab oder nach:
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben - Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten 1. Juli 2011

Die neue Regelung hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der TTL AG.

b) Neue und geänderte Standards, die im Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden waren

Die Auswirkungen sämtlicher der im Geschäftsjahr 2012 noch nicht in Kraft getretenen beziehungsweise von der Europäischen Union nicht anerkannten IFRS und IFRIC auf den Abschluss des TTL-Konzerns wurden geprüft. Die grundsätzlich relevanten IFRS und IFRIC sind in der folgenden Übersicht dargestellt. Sonstige neue Standards oder Interpretationen und Änderungen bestehender Standards oder Interpretationen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss. Eine frühzeitige Anwendung der Standards vor Anerkennung durch die Europäische Union ist nicht geplant.

scroll
Standard/Interpretation Bezeichnung In Kraft für Jahreszeiträume ab oder nach:
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung 1. Januar 2015**
IFRS 10 Konzernabschlüsse 1. Januar 2013*
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 1. Januar 2013*
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 1. Januar 2013
IAS 1 Darstellung des Abschlusses 1. Juli 2012

* Verpflichtende Anwendung in der EU: 1. Januar 2014

** Erstmalige Pflichtanwendung in der EU noch unbekannt

IFRS 9 - Finanzinstrumente

Der Standard befasst sich mit der Klassifizierung, dem Ansatz und der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. IFRS 9 wurde im November 2009 sowie Oktober 2010 veröffentlicht. Dieser Standard ersetzt die Abschnitte des IAS 39, „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung", die sich mit der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten befassen. Nach IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte in zwei Bewertungskategorien klassifiziert: diejenigen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie solche, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die Festlegung erfolgt bei erstmaligem Ansatz. Die Einstufung hängt davon ab, wie der Konzern seine Finanzinstrumente verwaltet hat, sowie welche vertraglich vereinbarten Zahlungsflüsse mit den Finanzinstrumenten zusammenhängen. Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die meisten Vorschriften des IAS 39 beibehalten. Die Hauptveränderung liegt darin, dass in den Fällen der Ausübung der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert die Wertveränderungen, die aufgrund des eigenen Unternehmenskreditrisikos entstehen, im sonstigen Ergebnis statt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, es sei denn, dass dies zu einer unzutreffenden Darstellung führt.

IFRS 10 - Konzernabschlüsse

IFRS 10 baut auf bestehenden Grundsätzen auf. Im Mittelpunkt von IFRS 10 steht die Einführung eines einheitlichen Konsolidierungsmodells für sämtliche Unternehmen, welches auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Darüber hinaus enthält der Standard zusätzliche Leitfäden, die bei der Bestimmung, ob eine Beherrschung vorliegt, unterstützen insbesondere bei schwierigen Fällen. Der Konzern hat die vollen Auswirkungen des IFRS 10 noch nicht ausgewertet und wird IFRS 10 spätestens im Geschäftsjahr, welches am 1. Januar 2014 beginnt, anwenden.

IFRS 12 - Angaben zu Anteilen an Unternehmen

IFRS 12 führt die überarbeiteten Angabepflichten zu IAS 27 bzw. IFRS 10, IAS 31 bzw. IFRS 11 und IAS 28 in einen Standard zusammen. Der Konzern hat die vollen Auswirkungen des IFRS 12 noch nicht ausgewertet.

IFRS 13 - Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

Der Standard hat die Verbesserung der Bewertungskontinuität und die Verminderung der Komplexität als Ziel gesetzt. Es wird beschrieben, wie der beizulegende Zeitwert zu definieren ist, wie die Bewertung bestimmt wird und welche Angaben zu machen sind. Die Vorschriften, die eine Angleichung von IFRS und US GAAP mit sich bringen, erweitern nicht den Anwendungsbereich der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, sondern erläutern in den Fällen, in denen dies bereits von Standards verlangt oder erlaubt wird, wie der beizulegende Zeitwert anzuwenden ist.

IAS 1- Darstellung des Abschlusses

Die Änderung von IAS 1 befasst sich mit der Darstellung des sonstigen Ergebnisses. Die wesentliche Änderung besteht darin, dass Unternehmen künftig das sonstige Ergebnis nach Bestandteilen trennen muss, in diejenigen, die nicht umgegliedert werden und diejenigen, die noch umgegliedert werden. Die Änderungen befassen sich nicht mit dem Inhalt des sonstigen Ergebnisses.

Der TTL-Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Darstellung des Konzernabschlusses haben wird.

IV. Grundlagen des Konzernabschlusses

[1] Konsolidierungsgrundsätze

Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach den einheitlichen Regeln der in der EU anzuwendenden IFRS zum 31. Dezember 2012 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt. Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert.

[2] Konsolidierungskreis und assoziierte Unternehmen

In den Konzernabschluss werden neben der TTL AG die folgenden inländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der TTL AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht:

scroll
Anteil der TTL
Firma und Sitz AG
TTL International GmbH, München 100%
1 st DATA Solution Vertriebs-GmbH, München 100%
TTL Consult IT GmbH, München 100%
C-CONNECTION Computer & Network Solutions GmbH, München 100%

Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, aber keine Kontrolle besitzt. Die BDI Laguna (Nevada) Holdings, Inc., Carson City, USA, (BDI) wurde bis Juli 2011 als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet. Bei der BDI handelte es sich um ein IT Vertriebs- und Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in den USA. Mit Vereinbarung vom 2. Januar 2008 (Contribution Agreement) hat die BDI ihren Geschäftsbetrieb gegen Gewährung eines Vorzugsanteils (75,0 Mio. USD preferred member interest) in die ArchBrook Laguna Holdings LLC, USA, (ArchBrook) eingebracht.

Im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms (Restructuring Agreements) hat die TTL International GmbH ihre Anteile im Januar 2008 an der BDI an diese Gesellschaft selbst sowie deren Management übertragen und Anteile in Höhe von 23,293 % (preferred shares) an der BDI erhalten.

Die ArchBrook Laguna Holdings LLC hat am 8. Juli 2011 einen Chapter 11-Antrag beim Insolvenzgericht in New York gestellt. Im Rahmen des Chapter 11-Verfahrens wurden im August 2011 sämtliche Vermögenswerte der ArchBrook und deren Tochtergesellschaften an SED International Holdings Inc. und Gordon Brothers Group LLC verkauft.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der TTL AG, Herr Klaus Kirchberger, war seit Anfang 2008 Mitglied des Board of Directors der BDI. Im Anschluss an den Chapter 11-Antrag ist im Juli 2011 Herr Kirchberger aus diesem Gremium ausgeschieden. Seit diesem Zeitpunkt besteht somit keine Möglichkeit mehr an den geschäfts- und finanzpolitischen Entscheidungen der BDI mitzuwirken. In der Folge werden die Anteile an der BDI unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.

[3] Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Entsprechende Fremdwährungsgewinne/-verluste werden in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung erfasst.

[4] Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sie wurden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgte linear über einen Zeitraum von 3 bis 15 Jahren. Die im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben entstandenen Firmenwerte wurden bereits in den Vorjahren vollständig abgeschrieben. Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

[5] Sachanlagevermögen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

[6] Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind alle Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns beinhalten im Wesentlichen Zahlungsmittel und Darlehensforderungen sowie Vorzugsanteile. Die finanziellen Verbindlichkeiten umfassen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige finanzielle Verbindlichkeiten.

[7] Finanzanlagen/Anteile an assoziierten Unternehmen

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen werden zunächst mit ihren Anschaffungskosten, in den Folgeperioden mit den fortgeschriebenen anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen werden wertgemindert, sofern der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet. Gegebenenfalls abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den der Equity-Bewertung zugrundeliegenden Abschlüssen werden beibehalten, sofern sie den konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des TTL-Konzerns nicht wesentlich entgegenstehen.

Bei Verlust des maßgeblichen Einflusses auf das assoziierte Unternehmen wird zu diesem Zeitpunkt der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Mit diesem beizulegenden Zeitwert wird der finanzielle Vermögenswert bei erstmaliger Erfassung nach IAS 39 angesetzt. Die Differenz zwischen dem vorherigen Buchwert des assoziierten Unternehmens und dem beizulegenden Zeitwert wird als Gewinn oder Verlust berücksichtigt. Die bislang bezüglich des assoziierten Unternehmens im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge werden aus dem Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust als Umgliederungsanpassung umgegliedert.

[8] Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte, die als "Darlehen und Forderungen" kategorisiert wurden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Finanzielle Vermögenswerte, die als "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" kategorisiert wurden, werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn das Management davon ausgeht, dass dieser verlässlich ermittelt werden kann.

[9] Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten. Zahlungsmittel werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

[10] Finanzielle Schulden

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen oder aufgehoben wurden.

Soweit Verbindlichkeiten aufgrund eines Forderungsverzichts eines Aktionärs, der in seiner Eigenschaft als Anteilseigner handelt, auszubuchen sind, erfolgt dies erfolgsneutral. Damit im Zusammenhang stehende Verpflichtungen aus Besserungsabreden werden als finanzielle Verbindlichkeiten im Zugangszeitpunkt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Bei zukünftigen Änderungen der erwarteten Auszahlungen aus einer Besserungsabrede wird die finanzielle Verpflichtung erfolgswirksam angepasst.

Nichtfinanzielle Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

[11] Laufende und latente Steuern

Im Steueraufwand der Periode werden die laufenden und latenten Steuern erfasst. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sein denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder sonstigen Ergebnis erfasst.

Die Auswirkungen aus latenten Steuern, die aus temporären Differenzen der Aktiva und Passiva des IFRS-Abschlusses im Vergleich zu den steuerbilanziellen Wertansätzen resultieren, werden nach lAS 12 bilanziert. Latente Steueraktiv- und -passivposten werden aufgrund der verabschiedeten Steuersätze und Steuergesetze zum Zeitpunkt der Umkehr der Differenzen bemessen. Dies beinhaltet auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gemäß lAS 12.34. Da derzeit künftige positive steuerliche Ergebnisse der Gesellschaft nicht erkennbar sind, wurde diesbezüglich kein Aktivposten gebildet. Die Gesellschaft unterliegt der Gewerbesteuer, der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag.

[12] Rückstellungen

Rückstellungen werden gemäß TAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag (Barwert der erwarteten Ausgaben) angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Dabei wird von dem Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen.

[13] Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Die Erfassung von sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist, die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern hinreichend wahrscheinlich zufließen wird.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Zinsen werden als Aufwand der Periode gebucht.

[14] Wertminderungen

Nach TAS 36 hat ein Unternehmen an jedem Bilanzstichtag einzuschätzen, ob irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegt ein solcher Anhaltspunkt vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt. Unabhängig davon, ob irgendein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, muss ein Unternehmen immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer oder noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte sowie erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte jährlich auf Wertminderung überprüfen. Ein Vermögenswert wird wertgemindert, wenn sein Buchwert seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus dem beizulegenden Wert abzüglich Verkaufskosten und dem Barwert der künftigen Zahlungsströme, die durch die fortlaufende Nutzung des Vermögenswertes erwartet werden. Ist der erzielbare Betrag kleiner als der Buchwert, bildet die Differenz die Wertminderung, die grundsätzlich erfolgswirksam zu erfassen ist. Zu jedem Bilanzstichtag ist zu beurteilen, ob eine Wertminderung weiter existiert. Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Wertminderung nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Die Zuschreibung wird maximal bis zu dem Betrag vorgenommen, der sich ohne vorherige Wertminderung ergeben hätte. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten dürfen nicht rückgängig gemacht werden.

Analog wird für nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen im Anschluss an die Fortschreibung des Equity-Wertes gemäß TAS 28.31 geprüft, ob entsprechende Hinweise für eine Wertminderung vorliegen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist dabei Bestandteil der Equity-Beteiligung und wird nicht separat auf das Vorliegen einer Wertminderung geprüft. Stattdessen wird der gesamte Buchwert der Equity-Beteiligung auf Wertminderung geprüft. Eine Aufteilung des Wertminderungsaufwands auf die im Equity-Wert enthaltenen Vermögenswerte einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert ist nicht vorzunehmen. Eine Wertaufholung ist in dem Maße vorzunehmen, wie sich der erzielbare Betrag der Equity-Beteiligung nachfolgend wieder erhöht.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

[15] Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
2012 2011
TEUR TEUR
Auflösung Währungsausgleichsposten 0 284
Forderungsverzicht 0 29
Auflösung von Rückstellungen 6 61
Erträge aus Kursdifferenzen 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 0 10
Gesamt 6 384

[16] Personalaufwand

scroll
2012 2011
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 0 31

[17] Sonstige betriebliche Aufwendungen

scroll
2012 2011
TEUR TEUR
Rechts- und Beratungskosten 11 20
Abschluss- und Prüfungskosten 63 46
Versicherungen, Beiträge und Abgaben 0 7
Kosten für Investor Relations 34 34
Bewertung Besserungsverpflichtung 22 0
Sonstige Aufwendungen 35 33
Gesamt 165 140

[18] Finanzergebnis

scroll
2012 2011
TEUR TEUR
Ergebnis aus at Equity bewerteten Anteilen 0 -3.710
Zinserträge 1 0
Zinsaufwendungen -63 -48
Gesamt -62 -3.758

Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen das Darlehen der TR Asset Management GmbH.

[19] Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
2012 2011
TEUR TEUR
Laufende Steuern 0 0
Latente Steuern (+ Ertrag/-Aufwand) 7 0
Gesamt (+ Ertrag/-Aufwand) 7 0

Als Ertragsteuer sind die in Deutschland gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie latente Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Konzerngesellschaften unterliegen seit 2008 einer Körperschaftsteuer von 15,0 %. Der Solidaritätszuschlag beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr 5,5 % der Körperschaftsteuerbelastung. Unter Einbeziehung der Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 490,0 % betrug der Gesamtsteuersatz im Jahr 2012 wie im Vorjahr 32,97 %.

Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand weicht von dem zu erwartenden Steueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 32,97 %

(Vj. 32,97 %) auf das Ergebnis vor Steuern des Konzerns ergeben würde, ab. Der Unterschied zwischen erwartetem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

scroll
2012 2011
Ergebnis vor Ertragsteuern TEUR -221 -3.545
Anzuwendender Steuersatz % 32,97 32,97
Erwarteter Steueraufwand(+)/-ertrag(-) TEUR -71 -1.169
Nutzung bislang nicht aktivierter Verlustvorträge TEUR -256 0
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen TEUR 0 1.223
Steuereffekte aus Hinzurechnungen TEUR 321 0
Sonstige TEUR -2 -54
Tatsächlicher Gesamtsteueraufwand(+)/-ertrag(-) TEUR -7 0
Effektiver Steuersatz % -3,4 0,0

Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge werden nur insofern gebildet, als in Zukunft ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur Nutzung der aktiven latenten Steuern zur Verfügung steht. Insgesamt wurden zum

31. Dezember 2012 auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von

TEUR 18.358 (Vj. TEUR 19.710) und auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 16.877 (Vj. TEUR 18.256) keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Die Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Die im Geschäftsjahr angesetzten latenten Steuern betreffen temporäre Differenzen aus dem Ansatz von Verpflichtungen aus einer Besserungsabrede.

[20] Ergebnis je Aktie

Die Kennzahlen für das Ergebnis je Aktie nach lAS 33 bestimmen sich wie folgt:

scroll
2012 2011
EUR EUR
Periodenergebnis -213.641,63 -3.544.889,68
Ausgegebene Aktien 6.550.000 6.550.000
Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) -0,03 -0,54

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie (diluted earnings per share), da potentielle Stammaktien zum Bilanzstichtag nicht vorhanden sind.

VI. Erläuterungen zur Bilanz

[21] Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden in den Vorjahren zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend dem Nutzungsverlauf um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die immateriellen Vermögenswerte waren bereits zum 01. Januar 2007 vollständig abgeschrieben und wurden im Geschäftsjahr als Abgang behandelt.

[22] Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgte zu historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalkosten wurden nicht aktiviert. Die Abschreibung der Anlagegegenstände erfolgt entsprechend dem Nutzungsverlauf linear pro rata temporis. Die Sachanlagen waren bereits zum 01. Januar 2007 vollständig abgeschrieben.

[23] Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Der Konzern hält seit Januar 2008 17.544 Stück stimmrechtlose Vorzugsanteile an der BDI Laguna (Nevada) Holdings, Inc., USA (5,75 % cumulative class B preferred shares) mit einem Nennwert von jeweils 1.000,00 USD. Die entspricht einer Beteiligungsquote zum Stichtag von 23,392 % (Vj. 23,392 %).

Der Beteiligungsbuchwert wurde zum 30. Juni 2011 aufgrund der drohenden Insolvenz der ArchBrook außerplanmäßig abgeschrieben. Aufgrund des Verlustes des maßgeblichen Einflusses wurde die Beteiligung mit ihrem beizulegenden Zeitwert (1,00 EUR) in den Posten „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" umgegliedert.

[24] Vermögenswerte

scroll
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
über 1 Jahr
Gesamt
31.12.12
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
über 1 Jahr
Gesamt
31.12.11
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Steuererstattungsansprüche 3 12 15 3 14 17
Übrige finanzielle Vermögenswerte 100 0 100 50 0 50
Übrige Vermögenswerte 1 0 1 1 0 1
  104 12 116 54 14 68

Die Vermögenswerte sind zum Nenn- oder Barwert bilanziert. Sofern Ausfall- oder andere Risiken bestehen, werden sie durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Wertminderungen aufwandswirksam erfasst. Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen. Die Steuerstattungsansprüche betreffen Ertragsteuer (TEUR 14; Vj. TEUR 16) sowie Umsatzsteuer (TEUR 1; Vj. TEUR 1).

[25] Zahlungsmittel

Bei den ausgewiesenen Zahlungsmitteln handelt es sich um Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Zahlungsmittel sind zum Nennwert bilanziert. Die Entwicklung der Zahlungsmittel, die den Finanzmittelfonds gemäß lAS 7 bilden, ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

[26] Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt zum 31. Dezember 2012 EUR 6.550.000,00 und ist zum Bilanzstichtag voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 6.550.000 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien von 4.977.000 hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. Die Zulassung der 1.573.000 Aktien aus der Kapitalerhöhung in 2002 steht noch aus. In der Hauptversammlung vom 30. August 2012 wurde ein genehmigtes Kapital von bis zu EUR 3.275.000,00 geschaffen.

Die Kapitalrücklage enthält den Betrag, der in Vorjahren bei der Ausgabe von Aktien im Rahmen der Kapitalerhöhungen über den rechnerischen Wert hinaus erzielt wurde (Agio). Weiterhin erfolgte im Geschäftsjahr durch bedingten Forderungsverzicht eines Darlehensgläubigers eine Zuführung zur Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 973 (Vj. TEUR 0).

Die Gewinnrücklagen enthalten Beträge, die in einem früheren Geschäftsjahr aus dem Ergebnis gebildet worden sind.

Die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr ergeben sich aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung.

[27] Schulden

scroll
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
über 1 Jahr
Gesamt
31.12.12
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
über 1 Jahr
Gesamt
31.12.11
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Rückstellungen 83 0 83 76 0 76
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18 0 18 40 0 40
Finanzielle Verbindlichkeiten 0 22 22 813 0 813
  101 22 123 929 0 929

Die Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:

scroll
Stand
01.01.2012
Verbrauch Zuführung Auflösung Stand
31.12.2012
TEUR TEUR
Jahresabschluss und Geschäftsbericht 27 27 38 0 38
Rückstellung für Archivierung 20 1 0 4 15
Rückstellung für Hauptversammlung 20 20 20 0 20
Sonstige 10 8 10 2 10
Summe 77 56 68 6 83

Die Rückstellungen sind nur hinsichtlich des Betrages unsicher. Die angesetzten Beträge stellen die bestmöglichen Schätzungen der zukünftigen Ausgaben dar.

Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen Verpflichtungen aus einer Besserungsabrede (fEUR 22, Vj. TEUR 0). Die Verpflichtung ist mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet. Zur Zeitwertermittlung wurde ein spezifisches Bewertungsverfahren angewendet, da nicht alle zur Bewertung notwendigen Daten auf beobachtbare Marktdaten basieren. Dabei wurde der Erwartungswert der zukünftigen Cashflows mit einem risikoangepassten Zinssatz diskontiert.

[28] Segmentinformationen

Der Konzern hat seinen operativen Geschäftsbetrieb in 2004 verkauft und ist seitdem, ausgenommen die Suche nach geeigneten Beteiligungen, nicht mehr operativ tätig. Informationen, die von der verantwortlichen Unternehmensinstanz (Vorstand) genutzt werden, basieren auf dem Format des vorliegenden Abschlusses. Vom Vorstand wird keine weitere Segmentinformation genutzt. Eine gesonderte Segmentberichterstattung ist nicht notwendig.

VII. Angaben zum Finanzrisikomanagement

Die nachfolgende Matrix gibt einen Überblick über die im Konzern grundsätzlich vorhandenen Finanzrisiken und die jeweils betroffenen Bilanzpositionen:

scroll
Marktrisiko Kredit-/Ausfallrisiko Liquiditätsrisiko
Sonstige finanzielle Vermögenswerte X X X
Rückstellungen     X
Verbindlichkeiten L+L     X
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten     X

Kreditrisiko/Ausfallrisiko

Das Kredit- oder Ausfallrisiko wird definiert als das Risiko eines finanziellen Verlustes, das dann entsteht, wenn eine Vertragspartei ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus den Buchwerten der bilanzierten Finanzinstrumente.

Das Management des Kredit- bzw. Ausfallrisikos in der TTL-Gruppe zielt maßgeblich darauf ab, Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten abzuschließen. Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen werden bei erkennbaren Risiken angemessene Wertberichtigungen auf Forderungen gebildet.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass ein Unternehmen nicht in der Lage ist, die finanziellen Mittel zu beschaffen, die es zur Begleichung von im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen benötigt.

Den Liquiditätsrisiken begegnet der Konzern durch ein dem Umfang und der Komplexität der Geschäftstätigkeit angepasstes Liquiditätsmanagement, das trotz fehlender Zuflüsse aus Umsatzerlösen die jederzeitige Verfügbarkeit ausreichender Liquidität sicherstellt.

Dem Konzern stehen zum Bilanzstichtag eine kurzfristig fällige Forderung aus einer Darlehenszusage in Höhe von TEUR 100 (Vj. TEUR 125) sowie eine zusätzliche Kreditlinie von TEUR 75 zu.

Marktrisiko

Das Marktrisiko wird als jenes Risiko definiert, dass sich der Fair Value zukünftiger Cash-flows aus einem Finanzinstrument aufgrund von Marktpreisschwankungen verändert. In den Marktrisiken sind Währungsrisiken, Zinsrisiken und andere Preisrisiken enthalten.

Das Marktrisiko wird ebenfalls durch den Vorstand des Konzerns gesteuert. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen.

Das Zinsänderungsrisiko besteht darin, dass sich der Wert eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen der Marktpreise verändern kann. Dieses Risiko ist bei der Gesellschaft nur mehr unwesentlich vorhanden. Die Auswirkungen eines jeweils zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte erhöhten bzw. verminderten Marktzinsniveaus hätte Auswirkungen auf das Ergebnis und das Eigenkapital in Höhe von +/- TEUR 9 (Vj. +/- TEUR 3).

VIII. Angaben zu Buch- und Marktwerten von Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des TTL-Konzerns:

scroll
31.12.2012 31.12.2011
TEUR TEUR
Finanzielle Vermögenswerte    
Zahlungsmittel 11 113
Darlehen und Forderungen 100 50
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 0
  111 163
Finanzielle Verbindlichkeiten    
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18 40
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 22 813
  40 853

Der Marktwert von Zahlungsmitteln, Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht in etwa dem Buchwert. Grund hierfür ist insbesondere die kurze Laufzeit solcher Instrumente. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte sowie die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten sind zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.

IX. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt in den gegenübergestellten Geschäftsjahren Herkunft und Verwendung der Geldströme. Entsprechend lAS 7 »Kapitalflussrechnungen« werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsmittel der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d.h. Kassenbestände, Schecks, Bundesbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. Die Cashflows aus der lnvestitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt, der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird demgegenüber ausgehend von dem Jahresüberschuss nach Ertragsteuern indirekt abgeleitet.

Folgende Auszahlungen sind im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthalten:

scroll
2012 2011
TEUR TEUR
Gezahlte Zinsen 0 48
Empfangene Zinsen 1 0
Gezahlte (+)/erhaltene (-) Steuern 0 0

X. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als dem berichtenden Unternehmen nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des TAS 24 gelten insbesondere Unternehmen, die derselben Unternehmensgruppe wie das berichtende Unternehmen angehören, und Personen, die das berichtende Unternehmen beherrschen oder auf dieses maßgeblichen Einfluss haben, oder im Management des berichtenden Unternehmens eine Schlüsselposition bekleidet.

Danach stehen oder standen insbesondere folgende Unternehmen und Personen dem TTL-Konzern nahe:

Albert Fürst von Thurn und Taxis, Aktionär (bis 16.07.2012)

AR Holding GmbH, Frankfurt, Aktionär (ab 16.07.2012)

TR Asset Management GmbH, Frankfurt, Aktionär

Klaus W. Schäfer, Aktionär, Aufsichtsrat

Klaus Kirchberger, Aufsichtsrat

Prof. Dr. Gerhard Schmidt, Aufsichtsrat

Dr. Wolfgang Gillmaier, Vorstand

In den Aufwendungen sind TEUR 0 (Vj. TEUR 0) für die Bezüge des Aufsichtsrats und TEUR 0 (Vj. TEUR 31) für die Bezüge des Vorstands enthalten. Die Vorstandsbezüge des Vorjahres betrafen ausschließlich kurzfristig fällige Leistungen.

Für Rechtsberatung wurden in 2012 Zahlungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 0) an die Kanzlei Weil, Gotshal & Manges LLP, der Prof. Dr. Schmidt angehört, geleistet. Für ausgeführte Leistungen betreffend 2012 wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 0) gebildet.

Für Buchhaltungs- und Abschlussleistungen wurden von der Sozietät Dr. Gillmaier & Partner GbR Rechtsanwälte, München, der Herr Dr. Gillmaier angehört, in 2012 TEUR 15 (Vj. TEUR 8) berechnet. Zum Stichtag bestehen hierfür kurzfristige Schulden in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 8)

Die TR Asset Manangent GmbH, deren sämtliche Anteile von Sawtch International Corporation, Panama, gehalten werden, hat in 2012 auf Forderungen in Höhe von TEUR 973 aufschiebend bedingt auf den Eintritt einer Besserungsabrede verzichtet. Danach leben die Forderungen der TR Asset Management GmbH bis zu einem Betrag von TEUR 973 in den folgenden Geschäftsjahren insoweit wieder auf, als das bilanzielle Eigenkapital der TTL Information Technology AG TEUR 500 übersteigt. Hinsichtlich ihrer Forderungen hat die TR Asset Management GmbH bereits in den Vorjahren Rangrücktrittserklärungen abgeben. Der Verzichtsbetrag von TEUR 973 enthält in 2012 angefallene Zinsen in Höhe von TEUR 62. Zum 31. Dezember 2011 betrugen die Forderungen der TR Asset Management TEUR 813, inklusive in 2011 aufgelaufener Zinsen von TEUR 46.

Nach § 15a WpHG und nach Abschnitt 6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex müssen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft Wertpapiergeschäfte mit Bezug auf die Aktien der Gesellschaft melden. Meldepflichtig sind ferner Wertpapiergeschäfte naher Angehöriger. Im Geschäftsjahr 2012 wurden der TTL AG keine diesbezüglichen Geschäfte gemeldet.

XI. Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft:

Klaus Kirchberger, (Vorsitzender), Rechtsanwalt, Regensburg

Prof. Dr. Gerhard Schmidt, Rechtsanwalt, Glattbach

Klaus W. Schäfer, Berater, i.R.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Jahr 2012 auf TEUR 0 (Vj. TEUR 0).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2012 in folgenden weiteren Gesellschaften im Aufsichtsrat oder anderen Kontrollgremien tätig:

Klaus Kirchberger:

Ryanair Holding Plc., Dublin, Irland (Non Executive Director)

Prof. Dr. Gerhard Schmidt:

DIC Asset AG, Frankfurt am Main, Vorsitzender

Grohe AG, Hemer, Vorsitzender

Grohe Beteiligungs GmbH, Hemer, Vorsitzender

TTL Information Technology AG, München

Deutsche Immobilien Chancen Beteiligungs AG, Frankfurt am Main, Vorsitzender *

Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA, Frankfurt am Main, Vorsitzender *

DIC Capital Partners Beteiligungs GmbH, München, Vorsitzender **

DIC Capital Partners (Germany) Verwaltungs GmbH, München, Vorsitzender **

DIC Capital Partners (Germany) GmbH & Co. KGaA, München, Vorsitzender *

DIC Capital Partners OpCo (Germany) Verwaltungs GmbH, München, Vorsitzender **

DIC Capital Partners OpCo (Germany) III GmbH & Co. KGaA, München, Vorsitzender *

DICP Asset Management Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KGaA, München, Vorsitzender **

* Mandate im Sinne von § 100 Abs. 2 Satz 2 AktG

** Diese Mandate unterliegen nicht § 100 Abs. 2 Nr. 1, § 100 Abs. 2 Satz 2 AktG, da diese nicht gesetzlich einen Aufsichtsrat zu bilden haben.

Vorstand:

Dr. Wolfgang Gillmaier, Partner der Sozietät Dr. Gillmaier & Partner GbR Rechtsanwälte, München

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2012 TEUR 0 (Vj. TEUR 31). Diese betreffen ausschließlich Herrn Dr. Gillmaier und beinhalten keine erfolgsbezogene Komponenten oder Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung.

XII. Gewinnverwendungsvorschlag

Die TTL Information Technology AG weist für das Geschäftsjahr einen Bilanzverlust aus. Der Vorstand der TTL Information Technology AG wird deshalb der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2012 vorschlagen, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

XIII. Konzernzugehörigkeit

Unmittelbares und oberstes Mutterunternehmen des Konzerns ist die TTL Information Technology AG, München.

Nach § 21 ff. des Wertpapierhandelsgesetzes sind börsennotierte Gesellschaften dazu verpflichtet, der Öffentlichkeit genaue Angaben über die Zusammensetzung der Aktionärskreise zur Verfügung zu stellen. Diese Publizitätsregelungen dienen dazu, die Transparenz im Wertpapierhandel zu fördern. In 2012 wurden von der Gesellschaft zwei Stimmrechtsmitteilungen sowie keine Ad hoc Mitteilung veröffentlicht.

XIV. Honorare des Konzernabschlussprüfers

Die Honorare für Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers Warth & Klein Grant Thornton AG betragen für das Geschäftsjahr 2012 für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 32, für andere Bestätigungsleistungen TEUR 3 und für sonstige Leistungen TEUR 2.

XV. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

XVI. Angaben zum deutschen Corporate Governance Kodex

Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zur Einhaltung des deutschen Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und auf der Homepage der TTL AG (http:/www.ttl-ag.de/leasing/investoren/entsprechen.cfm) dauerhaft zugänglich gemacht.

XVII. Belegschaft

Im Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2012 waren im Durchschnitt 0 (Vj. 0) Mitarbeiter beschäftigt.

XVIII. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die zum Bilanzstichtag bestehenden kurzfristig fälligen Forderungen gegenüber der TR Asset Management GmbH wurden im April 2013 bedient und führten zu einem Zufluss liquider Mittel von TEUR 100.

Bis zum 30. April 2013 (Freigabe des Abschlusses zur Weitergabe an den Aufsichtsrat zwecks Billigung) sind keine weiteren Vorgänge eingetreten, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des TTL-Konzerns wesentlich wären.

 

München, den 30. April 2013

TTL Information Technology AG, München

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Gillmaier

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012

A. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des relevanten Marktes.

Die TTL Information Technology AG (TTL AG oder Gesellschaft) sowie ihre Tochtergesellschaften (zusammen: TTL-Gruppe oder TTL-Konzern) sind nicht operativ tätig. Nach wie vor beabsichtigt die TTL-Gruppe sich an Unternehmen zu beteiligen, die im Bereich IT oder Leasing tätig sind.

Die deutsche Wirtschaft hat zum Jahresende 2012 einen Dämpfer erhalten. Das BIP ging im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 % zurück. Durch das Ergebnis der Vorquartale konnte jedoch das Ergebnis bei + 0,7 % gehalten werden.

Laut Bitkom lief das IT-Geschäft im Jahr 2012 besser als zunächst erwartet. Die größten Umsatztreiber waren Tablet-Computer und Smartphones. Mit Produkten und Diensten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik wurden 2,8 % mehr umgesetzt als im Jahr zuvor.

2. Positionierung und Steuerung der TTL-Gruppe

a) Beteiligungsbereich

Die TTL-Gruppe hält eine Beteiligung von 23,392% an der BDI Laguna (Nevada) Holdings, Inc, USA, (BDI). Die BDI ist an der ehemals operativ tätigen ArchBrook Laguna Holding LLC, USA, (ArchBrook) beteiligt, die im Rahmen des Chapter 11-Verfahrens sämtliche Vermögenswerte in 2011 an die Gordon Brothers Group LLC und SED International Holdings Inc. verkauft hat.

Die Beteiligung an der BDI wurde deshalb im Vorjahr vollständig abgeschrieben.

b) Weitere Aktivitäten

Auch im Jahr 2012 hat die TTL Information Technology AG, wie schon im Jahr zuvor, keine weiteren Beteiligungen erworben.

c) Steuerungsgrößen

Der TTL-Konzern wird, dem Umfang der Geschäftsaktivitäten entsprechend, auf Basis von Ergebnis- und Liquiditätszahlen geführt und gesteuert. Planung und Steuerung greifen eng ineinander.

3. Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2012 hat der TTL-Konzern, wie bereits in den Vorjahren, keine Umsätze erzielt.

4. Investitionen

Investitionen in das Sachanlagevermögen wurden nicht getätigt.

B. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Die Anteile an dem ehemals assoziierten Unternehmen BDI wurden in 2011 in voller Höhe abgeschrieben. In 2012 ergaben sich keine Anzeichen für eine Wertaufholung.

Bedingt durch einen Forderungsverzicht und der damit verbundenen Kapitalzuführung in Höhe von TEUR 973 beträgt das Eigenkapital zum 31. Dezember 2012 TEUR 11 (Vj. TEUR -748).

2. Finanzlage

Der Finanzmittelbestand beträgt zum Stichtag TEUR 11 (Vj. TEUR 113).

scroll
2012 2011
TEUR TEUR
Kapitalflussrechnung    
Finanzmittel Anfangsbestand 113 200
Mittelabfluss aus lfd. Geschäftstätigkeit -152 -237
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit 0 0
Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 50 150
= Finanzmittel-Endbestand 11 113

Die Liquiditätssituation der TTL-Gruppe war im Geschäftsjahr 2012 und ist auch zum Bilanzstichtag angespannt. Zum 31. Dezember 2012 bestehen kurzfristig fällige Forderungen in Höhe von TEUR 100 sowie eine zusätzliche Kreditlinie von TEUR 75.

3. Ertragslage

Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

scroll
2012 2011
Gewinn- und Verlustrechnung TEUR TEUR
Umsatzerlöse 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 6 384
Personalaufwand 0 -31
Sonstige betriebliche Aufwendungen -165 -140
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) -159 213
Zinsergebnis -62 -48
Beteiligungsergebnis 0 -3.710
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -221 -3.545
Ertragsteuern 7 0
Konzernergebnis -214 -3.545

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Konzernlage

Durch einen Forderungsverzicht eines Gläubigers der TTL AG konnte zum 31. Dezember 2012 ein leicht positives Konzemeigenkapital erreicht werden. Aufgrund der angespannten Liquiditätssituation stellt sich die wirtschaftliche Lage der TTL-Gruppe gegenüber dem Vorjahr unverändert kritisch dar.

C. Chancen und Risikobericht

1. Chancen

Chancen der TTL AG bzw. der TTL-Gruppe werden vom Vorstand im Bereich der Beteiligungsakquisition gesehen, da weiterhin versucht wird, Beteiligungen mit Unternehmen einzugehen, die im Bereich IT oder Leasing tätig sind.

2. Risiken

Operative Risiken

Aufgrund der aktuellen Geschäftstätigkeit der TTL-Gruppe werden keine operativen Risiken erwartet. Aus dem abgeschlossenen Chapter 11-Verfahren der ArchBrook sind auch keine sonstigen Risiken der TTL-Gruppe ersichtlich.

Bestandsgefährdende Risiken

Die Liquidität der TTL AG und der TTL-Gruppe ist nach den Planungen der Gesellschaft bis Ende 2014 ausreichend. Dabei wurde insbesondere unterstellt, dass im Planungszeitraum lediglich Verwaltungskosten anfallen, die durch die zum Stichtag vorhandene Liquidität (TEUR 11) sowie den Zuflüssen aus einer kurzfristig fälligen Forderung (TEUR 100) und der Inanspruchnahme einer zum 31. Dezember 2012 zusätzlich bestehenden Kreditlinie in Höhe von TEUR 75 gedeckt werden können.

Die TTL AG weist zum Bilanzstichtag ein leicht positives Eigenkapital von TEUR 14 aus, das aufgrund der geplanten Verwaltungskosten bereits im 1. Halbjahr 2013 aufgezehrt sein wird. Der Insolvenztatbestand der Überschuldung ist allerdings nicht gegeben, wenn eine positive Fortbestehensprognose der Gesellschaft besteht. Der Vorstand der Muttergesellschaft geht davon aus, dass unter der Annahme erfolgreicher, bereits eingeleiteter Akquisitionsmaßnahmen von Beteiligungen an Unternehmen, die im Bereich IT oder Leasing tätig sind, auf Basis der aktuellen Planungen weder zum Bilanzstichtag noch zum Ende des Prognosezeitraums (Ende 2014) eine Überschuldung im Sinne der InsO vorliegen wird, da eine positive Fortbestehensprognose besteht.

Zusammenfassend werden Chancen im Bereich der Beteiligungsakquisition gesehen. Risiken, die der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Muttergesellschaft und damit der TTL-Gruppe entgegenstehen, werden unter den genannten Annahmen als nicht überwiegend wahrscheinlich angesehen.

D. Prognosebericht

Für das Jahr 2013 rechnet die TTL-Gruppe mit einem negativen Konzernergebnis in Höhe der anfallenden Verwaltungskosten. Der Konzern wird sich auf die Umsetzung liquiditätsschaffender Maßnahmen konzentrieren. Auch für 2014 wird mit keinem positiven Konzernergebnis gerechnet.

E. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die zum Bilanzstichtag bestehenden kurzfristig fälligen Forderungen gegenüber der TR Asset Management GmbH wurden im April 2013 bedient und führten zu einem Zufluss liquider Mittel von TEUR 100. Weitere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor.

F. Vergütungsbericht

Vergütung des Aufsichtsrats

Nach der Satzung der TTL AG erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine fixe Grundvergütung. Variable Vergütungen werden nicht gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der fixen Grundvergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die nicht das gesamte Geschäftsjahr im Amt waren, erhalten jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. 2012 lagen die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder bei insgesamt TEUR 0. Die Aufsichtsratsmitglieder haben für das Geschäftsjahr 2012 auf eine Vergütung verzichtet.

Vergütung des Vorstands

Im Geschäftsjahr 2012 war Herr Dr. Gillmaier einziges Vorstandsmitglied der TTL AG. Die Vergütung des Vorstands besteht aus fixen und variablen Bestandteilen. Die variablen Bestandteile können maximal TEUR 30 betragen und liegen im Ermessen des Aufsichtsrats. Für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung seiner Tätigkeit wurden dem Vorstand keine Leistungen zugesagt. 2012 lagen die Bezüge des Vorstands bei insgesamt TEUR 0. Der Vorstand hat für das Geschäftsjahr 2012 auf eine Vergütung verzichtet.

G. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Homepage der Gesellschaft unter www.ttl-ag.de/Investor Relations/Entsprechenserklärung/Corporate Governance Bericht 2012 veröffentlicht.

H. Bericht zur Übernahmesituation und sonstige Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der TTL Information Technology AG besteht unverändert aus 6.550.000 Stück auf den Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien. Es gibt keine Beschränkungen hinsichtlich der Übertragung der Aktien. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden. Zum Stichtag bestehen von folgenden Aktionären direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital, die jeweils 10 % der Stimmrechte überschreiten:

AR Holding GmbH

Klaus W. Schäfer

Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richtet sich nach den §§ 84f AktG. Nach § 7 der Satzung erfolgen die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der ordentlichen und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen.

Satzungsänderungen erfolgen nach den Regelungen der §§ 179 ff AktG. Die Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit nicht das Gesetz zwingend etwas anderes vorschreibt (§ 20 der Satzung).

Der Vorstand kontrolliert und überwacht in regelmäßigen Abständen die Liquiditätslage des Unternehmens und er berichtet hierüber dem Aufsichtsrat in den Sitzungen.

I. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (§ 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der TTL-Gruppe beinhaltet bezogen auf das Geschäftsumfeld und das Transaktionsvolumen der Gruppe angemessene Instrumente und Maßnahmen, mit denen rechnungslegungsbezogene Risiken koordiniert verhindert beziehungsweise rechtzeitig erkannt, bewertet und beseitigt werden.

Die Gesamtverantwortung für alle Prozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses der TTL AG liegt im Ressort des Vorstands der TTL AG, Herr Dr. Gillmaier.

Der Konzernrechnungslegungsprozess der TTL-Gruppe ist auf holdingspezifische Schwerpunkte wie zum Beispiel Bewertung von Beteiligungen und Finanzierungsfunktionen ausgerichtet. Die inhaltliche Verantwortung dieser Themen obliegt ebenfalls dem Vorstand.

Wesentliche, für die Rechnungslegung der TTL-Gruppe relevante Informationen und Sachverhalte werden vor deren Erfassung in der ausgelagerten Finanzbuchhaltung durch den Vorstand kritisch auf ihre Konformität mit geltenden Rechnungslegungsvorschriften gewürdigt. Zudem werden regelmäßige Überprüfungen der monatlichen Auswertungen vom Vorstand durchgeführt.

Neben Risiken aus der Nichteinhaltung von Bilanzierungsregeln können Risiken aus der Missachtung formaler Fristen und Termine entstehen. Zur Vermeidung dieser Risiken wie auch zur Dokumentation der im Rahmen der Einzelabschlusserstellung durchzuführenden Arbeitsabläufe sowie deren zeitlicher Abfolge und der hierfür verantwortlichen (externen) Personen verwendet der Vorstand ein excelbasiertes Planungswerkzeug.

 

München, den 30. April 2013

TTL Information Technology AG

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Gillmaier

Versicherung des gesetzlichen Vertreters zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

München, den 30. April 2013

TTL Information Technology AG, München

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Gillmaier

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der TTL Information Technology AG, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2012 bis

31. Dezember 2012 der TTL Information Technology AG, München, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 30. April 2013

Warth & Klein Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Kusterer, Wirtschaftsprüfer

Mauermeier, Wirtschaftsprüfer