![]() TUI AGHannoverZwischenbericht zum 30. Juni 20159M-ERGEBNISSE ZUM 30. JUNI 2015
Wesentliche Finanzkennzahlenscroll
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Anmerkung: EBITA wird definiert als Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen
vor Steuern, Nettozinsaufwand, Nettoaufwand aus der Bewertung von Zinssicherungsgeschäften
und außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwert 1
Konstante Wechselkurse -d.h. für das bereinigte operative Ergebnis im aktuellen Geschäftsjahr
und im Vorjahr werden konstante Fremdwährungsumrechnungskurse zugrunde gelegt. Die Vorstandsvorsitzenden der TUI Group, Friedrich Joussen und Peter Long, erläutern: "Dieses Quartal wurde überschattet von den tragischen Ereignissen in Tunesien Ende
Juni. Es bleibt weiterhin unsere oberste Priorität, unsere Kunden, ihre Familien und
unsere Kollegen in dieser traurigen Zeit zu unterstützen. Wir sind sehr stolz auf
das Engagement und den Einsatz unserer Kollegen während dieser Ausnahmesituation.
In den letzten Wochen hielt darüber hinaus die ökonomische Unsicherheit in Griechenland
an. Wir müssen mit einem gewissen Maß an Beeinträchtigungen infolge externer Ereignisse
rechnen. Unser Geschäftsmodell schließt die damit verbundenen Risiken ein. Wir setzen unsere Wachstumsstrategie als weltweit führendes Touristikunternehmen fort. Trotz der Ereignisse in Tunesien und Griechenland haben wir einen starken Zuwachs unseres bereinigten EBITA erzielt. Dies stellt die Robustheit unseres integrierten Geschäftsmodells unter Beweis. Das Wachstum unserer Ergebnisse in der Touristik wurde von Kreuzfahrten, Hotels & Resorts sowie einem starken Ergebnis in Großbritannien getrieben. Auch die Hotelbeds Group verzeichnete einen Ergebnisanstieg. Angesichts der aktuellen Buchungsstände sind wir zuversichtlich, dass wir bei unserem bereinigten EBITA im laufenden Geschäftsjahr ein Plus von 12,5 % bis 15 % und in den nächsten drei Jahren einen jährlichen durchschnittlichen Zuwachs von mindestens 10 % erreichen werden1 ." ÜBERLEITUNG DES BEREINIGTEN EBITAscroll
1
Konstante Wechselkurse -d.h. für das bereinigte operative Ergebnis im aktuellen Geschäftsjahr
und im Vorjahr werden konstante Fremdwährungsumrechnungskurse zugrunde gelegt. BEREINIGTES EBITA IM Q3 GESTIEGEN
INSGESAMT ROBUSTE BUCHUNGSENTWICKLUNG
ZUWACHS VON 12,5 % - 15 % BEI UNSEREM BEREINIGTEN OPERATIVEN ERGEBNIS FÜR DAS GESAMTJAHR ERWARTET
Umsetzung unserer Wachstumsstrategie1. WACHSTUM IN DER TOURISTIKMARKETING & VERTRIEBUnser Ziel ist es, ein Umsatzwachstum zu erzielen, das über dem Marktniveau liegt.
Wir profitieren dabei von der weltweiten Stärke der TUI Marke. Ein globales Markenerlebnis
und eine globale Markenidentität bieten unseren Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern
viele Vorteile. Wir setzen unsere Markenmigration stufenweise um, um die Risiken zu
mindern und lokale Markenvorteile zu erhalten. Die Niederlande wird im kommenden Herbst
der erste Quellmarkt sein, der mit der Migration beginnt, gefolgt von Frankreich und
Belgien. Ein zentrales Element unserer Marketing- und Vertriebsstrategie bleibt der Eigenvertrieb.
Alle Quellmärkte fokussieren sich darauf, den Anteil des Direkt- und Onlinevertriebs
zu steigern. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres wuchs der Eigenvertrieb
um drei Prozentpunkte auf 70 %. Der Onlinevertrieb nahm um drei Prozentpunkte auf
41 % zu. Alle Quellmärkte erzielten gute Fortschritte. Um schneller als der Markt zu wachsen, weiten wir auch unser Portfolio in bestehenden
Quellmärkten aus. Dies beinhaltet die Expansion unseres Geschäfts auf der Langstrecke
und eine bessere Auswahl an Flugzeiten und Reisedauern bei unseren TUI Unique-Urlaubsprodukten.
In Großbritannien sind beispielsweise die Volumina im Langstreckengeschäft im 9M-Zeitraum
um mehr als 20 % angestiegen, und unsere Kunden haben die Möglichkeit, bei ihrer Buchung
unterschiedliche Flugzeiten und Reisedauern zu wählen, indem sie mit Drittanbietern
fliegen. Außerdem werden wir mit neuen Quellmärkten zusätzliches Wachstum generieren und eine
stärkere Auslastung unserer Hotels erzielen. Diese Märkte erreichen wir über unsere
skalierbaren Plattformen. Die erste ist in Spanien bereits in Betrieb gegangen. FLUGWir bauen für unsere fünf Veranstalter-Airlines eine zentrale Aviation-Plattform auf.
Wir werden, wo immer es sinnvoll ist, einheitlich auftreten und dabei zugleich lokale
Unterschiede wahren, wo der Vorteil dieser Differenzierung den Nutzen einer Harmonisierung
überwiegt. Wir erwarten, dass wir in den Bereichen Flugzeugeinkauf und -finanzierung,
Engineering und Wartung, IT sowie der gemeinsamen Planung und dem Aufbau der Langstrecke
profitieren werden. Wir streben operative Einsparungen aufgrund der erhöhten Effektivität
in Höhe von 50 Mio. € bis 2018/19 an, erste Effekte werden wir bereits ab dem kommenden
Geschäftsjahr erzielen. Während des 9M-Zeitraums wurden fünf B787-8 an uns ausgeliefert.
Wir bedienen unsere Kunden auf der Langstrecke momentan mit einer Flotte von 13 B787-8
und erwarten die Auslieferung von bis zu vier weiteren B787-9 bis zum Sommer 2019. ZIELGEBIETSAGENTUREN (INBOUND SERVICES)Dank unseres Zielgebietsagenturgeschäfts, das zu einem Bestandteil unseres Veranstaltergeschäfts
wird, sind wir während der gesamten Urlaubsreise in direktem Kontakt mit unserem Kunden.
Wie wichtig dieser Aspekt ist, wurde nach den tragischen Ereignissen in Tunesien kürzlich
besonders deutlich. Wir liegen mit der rechtlichen und IT-bezogenen Trennung der Zielgebietsagenturen
von der Hotelbeds Group im Jahr 2015/16 voll im Plan. WACHSTUM BEI HOTELS UND INTERNATIONALEN KONZEPTENWir haben weiteres Wachstumspotenzial durch die Expansion unserer eigenen und im Eigenvertrieb
angebotenen Hotel- und Clubmarken sowie exklusiven Hotelkonzepte identifiziert. Die
Kernmarken für Hotels und Clubs werden Riu, Robinson, Magic Life und die neue Hotelmarke
TUI Blue sein. Wir planen etwa 60 neue Hotels bis 2018/19. Das Portfolio wird durch
die Internationalisierung unserer drei Kern-Hotelkonzepte abgerundet -Sensatori, Sensimar
und Family Life. Im 9M-Zeitraum eröffneten wir zwei neue Riu Hotels auf Aruba und in Bulgarien, ein
neues Riu Resort auf Mauritius, einen neuen Robinson Club in Tunesien sowie einen
neuen Magic Life Club auf Ibiza. Wir fokussieren uns auf die Gründung unserer neuen
TUI Blue-Hotelmarke, für die in einem ehemaligen Iberotel in Sarigerme der Testbetrieb
aufgenommen wird. Im Rahmen unserer Strategie, uns auf das Wachstum unserer Kernmarken
bei Hotels und Clubs zu konkretisieren, haben wir unseren Anteil an Grecotel an unseren
ehemaligen Joint Venture-Partner verkauft. Auch bei der Internationalisierung unserer drei Kern-Hotelkonzepte haben wir Fortschritte
erzielt (Sensatori, Sensimar und Family Life). In Großbritannien, Deutschland, den
Nordischen Ländern und den Niederlanden wurden sie bereits in das Sommerprogramm 2016
aufgenommen. In Belgien soll der Start im letzten Kalenderquartal 2015 erfolgen. WACHSTUM BEI KREUZFAHRTENTUI Cruises ist in dem wachstumsstarken und unterpenetrierten Premiummarkt in Deutschland
tätig. Die Sicherung zusätzlicher Kapazität hat uns einen enormen Wettbewerbsvorteil
verschafft. Im Juni 2015 nahm TUI Cruises die Mein Schiff 4 in Betrieb und gab bekannt,
dass zwei weitere Kreuzfahrtschiffe (Mein Schiff 7 und Mein Schiff 8) in den Jahren
2018 und 2019 in Betrieb gehen sollen. Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 sollen dann
im Rahmen der Flottenmodernisierung bei Thomson Cruises an diese übertragen werden.
Bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten fokussieren wir uns weiterhin auf Luxus- und Expeditionskreuzfahrten.
Die erfolgreiche Neupositionierung der Marke ist abgeschlossen und der Turnaround
verläuft in diesem Jahr nach Plan. INTEGRIERTE PLATTFORMEN, INTEGRIERTES MANAGEMENTDie Entwicklung unserer Plattformen fokussiert sich auf das Kundenerlebnis, mit dem
Ziel profitables Umsatzwachstum zu generieren. Unsere zentralen Mobilitäts- und Onlineplattformen
wurden weiterentwickelt. Unsere Digital Assistant-App ist bislang 1,8 Mio. Mal heruntergeladen
worden und soll eine wesentliche Rolle bei der Kundenansprache in jeder Phase der
Reise spielen. Unsere Online-Plattform wurde mittlerweile in Großbritannien und den
Nordischen Ländern umgesetzt. Sie führt zu weiteren Verbesserungen des Online-Kundenerlebnisses
und höheren Konversionsraten. Außerdem setzen wir eine zentrale SAP-basierte Kundenplattform
um, die sämtliche Informationen über unsere Kunden über die gesamte Reise hinweg zusammenführt
und so eine einheitliche Sicht auf den Kunden ermöglicht. Wir setzen darüber hinaus
unsere eCRM-Plattform um, die ein strategisches Marketing unterstützen wird. Wir haben ein starkes Managementteam mit erfahrenen Führungskräften. Unser Führungsteam
agiert integriert, um ganzheitliche Entscheidungen für den Konzern zu treffen und
unser Ziel des profitablen Umsatzwachstums zu gewährleisten. Die im Mai bekanntgegebene
flachere Organisationsstruktur ist mittlerweile erfolgreich umgesetzt. 2. WACHSTUMS- UND WERTMAXIMIERUNG DER WEITEREN GESCHÄFTSFELDERWACHSTUMS- UND WERTMAXIMIERUNG DER HOTELBEDS GROUP UND SPECIALIST GROUPDie Hotelbeds Group und die Specialist Group werden unabhängig vom Touristikgeschäft
geführt, da sie andere Geschäftsmodelle und Strategien verfolgen. Dadurch können wir
uns effektiver auf ihre Wachstums- und Wertmaximierung fokussieren. Die Hotelbeds Group ist der weltweit führende B2B Accommodation Wholesaler. Diese
Marktposition ist vorwiegend durch organisches Wachstum erzielt worden, und wir verzeichnen
mit einem Zuwachs von 27 % (TTV) im Neunmonatszeitraum höhere Wachstumsraten als der
Wettbewerb. Wir haben mit der Herauslösung der Zielgebietsagenturen begonnen, und
nach ihrer Eingliederung in die Quellmarktorganisation wird die Hotelbeds Group als
unabhängiges Geschäft geführt. Dies ermöglicht uns größtmögliche Flexibilität. Derzeit
prüfen wir sämtliche Optionen, um zu entscheiden, wie wir mit der Wachstumsstrategie
der Hotelbeds Group am besten fortfahren. Bis auf weiteres streben wir weiterhin für die nächsten drei Jahre ein durchschnittliches
jährliches Wachstum des bereinigten EBITA von 15 % - 20 % für das Accommodation Wholesaler-Geschäft
an. Die Specialist Group wird wertmaximierend geführt. Unser Augenmerk liegt auf der Steigerung
der Profitabilität des Portfolios. Im Juli 2015 haben wir gemeinsam mit den Gründern
von Intrepid Travel bekanntgegeben, dass wir unsere strategische Partnerschaft PEAK
beenden werden, um uns effektiver auf unser Erlebnisreisegeschäft zu konzentrieren.
Für die Spezialist Group streben wir für die nächsten drei Jahre ein durchschnittliches
jährliches Wachstum bei unserem bereinigten EBITA an, das sich an der Entwicklung
unseres Touristikgeschäfts orientiert. HAPAG-LLOYD AG UND LATEROOMS GROUP WERDEN ALS "ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTEN" GEFÜHRTDie Hapag-Lloyd AG wird weiterhin als "zur Veräußerung gehalten" geführt. Mit dem
Börsengang der "neuen" Hapag-Lloyd AG, der im Zuge der Zusammenführung mit CSAV vereinbart
worden ist, und unserem Recht, unseren verbleibenden Anteil in Form eines Unternehmensverkauf
(Trade Sale) abzugeben, haben wir alle Optionen auf einen vollständigen Ausstieg aus
der Containerschifffahrt gewahrt. Im Mai 2015 haben wir bekanntgegeben, dass wir beabsichtigen uns von der LateRooms
Group zu trennen. Die LateRooms Group bietet über die Online-Hotelportale LateRooms,
AsiaRooms und MalaPronta Unterkunftsleistungen für Endkunden. LateRooms ist hauptsächlich
in Großbritannien, AsiaRooms in Asien und MalaPronta in Brasilien tätig. Der Ausstieg
soll durch einen Verkauf von LateRooms und die Schließung von AsiaRooms vollzogen
werden. Die zur Veräußerung stehende LateRooms Group wird daher als einzustellender
Geschäftsbereich geführt. 3. SYNERGIEEFFEKTE AUS DEM ZUSAMMENSCHLUSS REALISIERENDie Realisierung der Synergieeffekte aus dem Zusammenschluss, die wir bei unserem
Capital Markets Update im Mai 2015 vorgestellt haben, verläuft nach Plan.
4. BILANZSTÄRKE, FLEXIBILITÄT UND STARKE CASH FLOW-GENERIERUNGUnser langfristiges Wachstum wird durch ein flexibles Asset-Right-Geschäftsmodell
unterstützt. Um effizienter zu wirtschaften und den Wert unserer Vermögenswerte zu
maximieren, werden wir die Eigentümerstruktur der bestehenden und neuen Hotels und
Kreuzfahrtschiffe weiterhin optimieren. Wir sind überzeugt, dass unsere Asset-Right-Strategie
zu einem ausgewogenen Verhältnis von Risiken und Renditen führen wird. Unsere Investitionen
werden unsere Wachstumspläne widerspiegeln. Dank der nachhaltigen Reduzierung der Konzernverschuldung haben wir unsere finanzielle
Stabilität und Flexibilität weiter gestärkt. Wir verpflichten uns darüber hinaus auch
zu einer strikten Fokussierung auf das SDI-Management und erwarten, dass wir nach
der Realisierung der Synergieeffekte aus dem Zusammenschluss eine signifikante Reduzierung
erreichen werden. Wir arbeiten an der weiteren Verbesserung unseres Ratings im Zuge der Realisierung
der Synergien aus dem Zusammenschluss und der Umsetzung unserer Wachstumspläne. Wir
werden uns Finanzziele setzen, die eine Bewertung unserer Finanzrisiken als "Intermediate
Financial Risk Profile" zulässt. Der Fokus auf unser Rating soll uns bei der weiteren
Optimierung der Finanzierungsbedingungen unterstützen. Der Anstieg unserer operativen Ertragskraft, der deutliche Rückgang der Zinszahlungen
aufgrund der Reduzierung der Konzernverschuldung sowie die effizientere Gestaltung
der Gruppenbesteuerung erlaubt uns eine progressive Dividendenpolitik. Die Dividenden
sollen dem Wachstum unseres bereinigten EBITA zu konstanten Währungsumrechnungskursen
folgen, wobei wir -wie zum Zeitpunkt des Zusammenschlusses bekanntgegeben -für 2014/15
und für 2015/16 eine zusätzliche Steigerung der Dividende um 10 % auf die jeweilige
Basisdividende planen. Robuste BuchungsentwicklungSOMMERPROGRAMM 2015Trotz der Ereignisse in Tunesien und Griechenland verzeichnen wir robuste Buchungsstände.
Bislang ist das Programm zu 86 % gebucht, dies entspricht dem Vorjahresstand. Die
Buchungen und Durchschnittspreise haben sich weiterhin gut entwickelt und liegen um
2 % über Vorjahr. Mit 69 % aller bisherigen Buchungen für das Sommerprogramm haben
wir eine weitere Steigerung der Kundenzahlen erreicht, die über die von uns kontrollierten
Kanäle buchen. Damit liegen wir um zwei Prozentpunkte über Vorjahr. Onlinebuchungen
machen 39 % aller Buchungen aus und liegen um drei Prozentpunkte höher als im Vorjahr.
Wir haben auch unser Unique Holidays-Portfolio ausgebaut und darüber hinaus unsere
Cross-Selling-Aktivitäten über unsere Märkte hinweg weiter ausgeweitet. Historisch betrachtet macht Tunesien etwa 3 % unseres jährlichen Veranstalterprogramms
aus. TUI Hotels & Resorts managt und least dort 24 Anlagen. Die Auswärtigen Ämter
in Großbritannien, Belgien und den Niederlanden haben Reisewarnungen ausgesprochen
und raten derzeit von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Tunesien ab. Wir folgen
den Reise- und Sicherheitshinweisen der Auswärtigen Ämter und haben Flüge aus diesen
Quellmärkten storniert. Bislang haben die meisten Kunden, die Reisen nach Tunesien
für diesen Sommer gebucht hatten, bei uns auf eine alternative Destination umgebucht. Ende Juni und in der ersten Julihälfte wurden Buchungen nach Griechenland durch die
ökonomische Unsicherheit in der Region beeinträchtigt, vor allem in den Quellmärkten
Deutschland und Belgien. In den letzten Wochen haben sich die Buchungsstände nach
Griechenland erholt, und die kumulierten Buchungen liegen über Vorjahresniveau. Diese
Destination macht etwa 10 % unseres jährlichen Veranstalterprogramms aus. TUI Hotels
& Resorts betreibt dort 27 Anlagen, von denen die meisten im Management-Betrieb geführt
werden. BUCHUNGSENTWICKLUNG1scroll
1
Stand 2. August 2015 (auf Basis konstanter Wechselkurse) In Großbritannien ist unser Programm zu 91 % gebucht. Damit liegen wir über Vorjahresniveau
mit einem Buchungszuwachs von 5 %. Die Durchschnittspreise liegen um 1 % über Vorjahr,
dies spiegelt die Entwicklung der Inputkosten wider. Wir haben unsere Unique Holiday-Konzepte
in diesem Sommer ausgeweitet. So haben wir drei neue Sensatori-Anlagen auf Ibiza,
Zypern und in der Türkei sowie neun neue Anlagen für Paare eröffnet, beispielsweise
in Split, auf Kreta und an der Algarve. Wir haben darüber hinaus sechs neue Splashworld-Resorts
eröffnet, so auf Kreta und Menorca. Auf der Langstrecke liegt das Buchungsvolumen
bislang um 16 % über Vorjahr. Hier haben wir auch unsere Margen verbessert. Jamaica
und Mexiko verzeichnen besonders starke Buchungszahlen. 53 % unserer Kunden in Großbritannien
haben ihren Sommerurlaub 2015 online gebucht, ein Anstieg um zwei Prozentpunkte im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Direktvertrieb liegt erneut bei 93 %. In den Nordischen Ländern ist unser Programm wie im Vorjahr zu 83 % gebucht. Die Buchungen
entwickelten sich analog zu den geplanten Kapazitätskürzungen. Das seit 2013/14 verzeichnete
wettbewerbsintensivere Marktumfeld blieb auch im Winter 2014/15 und in den frühen
Sommermonaten bestehen. Insgesamt war ein starkes Kurzfristgeschäft zu verzeichnen.
Der Anstieg der durchschnittlichen Reisepreise um 6 % spiegelt die Kapazitätskürzungen
wider, die mit dem Ziel der Fokussierung auf ertragreichere Produkte vorgenommen wurden.
Wir haben ein neues Blue Village auf Sardinien eröffnet und unser Blue Couples-Angebot
durch Öffnung von zwei neuen Sensimar-Anlagen ausgebaut (s.u.). In Deutschland ist das Programm zu 85 % gebucht. Damit liegen wir um zwei Prozentpunkte
unter Vorjahr. Die Buchungen sind um 2 % gewachsen. Die Durchschnittspreise sind um
4 % gestiegen, was höhere Inputkosten (wie Unterkunftsleistungen) und einen geänderten
Produktmix wie zum Beispiel einen Anstieg der Buchungen auf der Langstrecke widerspiegelt.
Der Markt ist weiterhin sehr wettbewerbsintensiv, so dass die Margen stärker unter
Druck geraten sind als ursprünglich erwartet. Außerdem wurde die Buchungsentwicklung
Ende Juni und in der ersten Julihälfte durch die Euro-Diskussion in Griechenland beeinträchtigt,
wobei sich die Situation in den letzten Wochen wieder entspannt hat. Diese Faktoren
sowie erwartete zusätzliche Kosten im Q4 im Zusammenhang mit der TUIfly-Altersversorgung
führen dazu, dass das bereinigte EBITA in Deutschland für das Gesamtjahr unter Vorjahresniveau
erwartet wird. Wir haben unser TUI Unique-Angebot durch die Eröffnung von zwei neuen
Sensimar-Anlagen in Kroatien und Portugal weiter ausgebaut. Außerdem hat Robinson
einen Buchungszuwachs verzeichnet, da der Vertrieb über den Veranstalter weiter forciert
worden ist. Wir haben auch den Direktvertrieb weiter gestärkt. Er ist um zwei Prozentpunkte
auf 42 % gestiegen, vor allem durch einen Anstieg der Onlinebuchungen über unsere
Website, die um 28 % im Vorjahresvergleich gestiegen sind. In den Benelux-Ländern ist das Programm zu 85 % gebucht. Dies entspricht in etwa dem
Vorjahresniveau. Die Buchungszahlen sind um 3 % gestiegen. Ende Juni und in der ersten
Julihälfte wurden die Buchungen insbesondere in Belgien durch die Euro-Diskussion
in Griechenland beeinträchtigt. Die Buchungslage in Frankreich ist weiterhin belastet,
vor allem angesichts der jüngsten Ereignisse in Tunesien, und so haben wir unsere
Kapazität für diesen Quellmarkt weiter reduziert. Unser Hotels & Resorts-Geschäft spiegelt im Wesentlichen die Buchungsentwicklung in
unseren Quellmärkten wider. Wir verfolgen die Strategie, Synergieeffekte durch ein
gemeinsames Auslastungsmanagement unserer Quellmärkte und Hotels zu erzielen, und
verzeichnen bereits erhebliche Buchungszuwächse bei unseren Zielgruppenhotels. TUI Cruises and Hapag-Lloyd Kreuzfahrten verzeichnen weiterhin einen Anstieg der Buchungen
und Erträge im Vergleich zum Vorjahr. Die Kapazität von TUI Cruises ist infolge der
Inbetriebnahme der Mein Schiff 3 im vergangenen Jahr und der Mein Schiff 4 im Juni
2015 erheblich gestiegen. Unser Accommodation Wholesaler verzeichnet ein starkes Wachstum des Gesamttransaktionsvolumens
(TTV) und der Übernachtungen, zu dieser Entwicklung haben alle Regionen beigetragen. WINTERPROGRAMM 2015/16 UND SOMMERPROGRAMM 2016Wir optimieren weiterhin unser Winterprogramm mit Blick auf die Nachfrage nach verschiedenen
Destinationen in unseren unterschiedlichen Quellmärkten. In dieser frühen Phase des
Buchungszyklus entsprechen die Buchungen der Quellmärkte unseren Erwartungen. Insgesamt
liegen die Buchungen um 1 % über Vorjahr, die Durchschnittspreise sind um 4 % gestiegen.
In Großbritannien ist das Programm zu 21 % gebucht (was dem Vorjahresniveau entspricht).
Wir verzeichnen einen Anstieg bei den Kundenzahlen von 4 %, wobei das Wachstum hauptsächlich
auf der Langstrecke stattfindet. Wir verzeichnen auch einen guten Buchungsstart für
das Sommerprogramm 2016 und erfreuliche Buchungsstände für das fünfte Kreuzfahrtschiff
der TUI Cruises, Mein Schiff 5, das im nächsten Jahr in Betrieb gehen wird. Nettoverschuldung und LiquiditätDie Nettoverschuldung (Finanzmittel abzüglich Kapitalmarktfinanzierung, Bank- und
Kontokorrentkredite und Finanzierungsleasing) betrug zum 30. Juni 2015 307 Mio. €
(30. September 2014: Netto-Cash-Position in Höhe von 293 Mio. €). Der seit dem Jahresende
verzeichnete Anstieg ist auf die typischen saisonalen Cash-Abflüsse in den Quellmärkten
zurückzuführen. Die Nettoverschuldung umfasste 1.576 Mio. € an Zahlungsmitteln, 211
Mio. € an kurzfristigen Verbindlichkeiten und 1.672 Mio. € an langfristigen Verbindlichkeiten.
Die Hybridanleihe in Höhe von 300 Mio. € wurde im Berichtsquartal getilgt. NettozinsaufwandDer Nettozinsaufwand (ohne Aufwand aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten)
reduzierte sich im 9M-Zeitraum um 40 Mio. € auf Nettoaufwendungen von 142 Mio. € (9M
2013/14: Nettoaufwendungen von 182 Mio. €). Der Rückgang basiert vor allem auf 74
Mio. € niedrigeren Zinszahlungen auf Wandelanleihen aufgrund von Wandlungen im Berichtszeitraum,
die teilweise durch neue High Yield Bond-Zinsen und höhere Zinsen für Sachanlagefinanzierungen
(u.a. Flugzeuge und Refinanzierung der Europa 2) aufgewogen wurden. Steuern vom Einkommen und ErtragDie für den 9M-Zeitraum ausgewiesenen Steuererträge sind unter anderem auf die Saisonalität
des Touristikgeschäfts zurückzuführen. Nach dem Zusammenschluss der TUI AG und der
TUI Travel PLC wurde im Q2 eine Neubewertung der aktiven latenten Steuern und steuerlichen
Verlustvorträge vorgenommen. Dies führte zu einem Steuerguthaben von 117 Mio. €, das
hauptsächlich auf der geplanten Neuorganisation der deutschen Steuergruppe basiert. Treibstoff/ FremdwährungenUnsere Strategie, den Großteil unseres Treibstoff- und Fremdwährungsbedarfs für zukünftige
Saisons wie nachstehend beschrieben abzusichern, wird unverändert fortgesetzt. Sie
verschafft uns Kostensicherheit bei der Planung unserer Kapazitäten und Preise. Die
nachstehende Tabelle zeigt den jeweiligen Anteil unserer geplanten Bedarfe an den
Währungen Euro und US-Dollar sowie an Kerosin, die aktuell durch das Hedging abgedeckt
sind. scroll
Stand 7. August 2015 Auf der Grundlage aktueller Wechselkurse erwarten wir einen positiven Effekt von mindestens
60 Mio. € aus der Fremdwährungsumrechnung für das bereinigte EBITA für das Gesamtjahr.
Dies ist vor allem auf die Umrechnung der in der Hauptsaison erzielten Gewinne aus
Geschäften in Pfund und US Dollar zurückzuführen. AusblickTrotz der tragischen Ereignisse in Tunesien und der Euro-Diskussion in Griechenland ist unser bereinigtes operatives Ergebnis im Berichtsquartal stark gewachsen und die Buchungsentwicklung für das Sommerprogramm 2015 zeigt sich weiterhin robust. Die Buchungen für das Winterprogramm 2015/16 entsprechen unseren Erwartungen. Bei den Buchungen für das Sommerprogramm 2016 in Großbritannien verzeichnen wir zu diesem frühen Zeitpunkt eine erfreuliche Entwicklung. Unser robustes Geschäftsmodell mit seiner Größe und seinen exzellenten Lieferantenbeziehungen ermöglichst es uns, unser Veranstalterprogramm jederzeit flexibel anzupassen, um auf Veränderungen in der Kundennachfrage schnell reagieren zu können. Unser Geschäft ermöglicht es uns, auch dann ein Ergebniswachstum zu erzielen, wenn es in bestimmten Teilen des Konzerns zu Herausforderungen kommt. Auf der Grundlage aktueller Buchungsstände sind wir zuversichtlich, für das laufende Geschäftsjahr ein Wachstum unseres bereinigten operativen Ergebnis von 12,5 % bis 15 % zu erzielen. In den nächsten drei Jahren erwarten wir einen Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses von mindestens 10 % CAGR1 . TUI GROUP IN ZAHLENscroll
Differenzen durch Rundungen möglich. 1
Zur Erläuterung und Bewertung der operativen Geschäftsentwicklung in den Segmenten
wird nachfolgend auf das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis (bereinigtes EBITA)
abgestellt. Das bereinigte EBITA ist um Abgangsergebnisse von Finanzanlagen, Restrukturierungsaufwendungen
nach IAS 37, sämtliche Effekte aus Kaufpreisallokationen, Anschaffungsnebenkosten
und bedingten Kaufpreiszahlungen sowie andere Aufwendungen und Erträge aus Einzelsachverhalten
korrigiert worden. ZWISCHENLAGEBERICHTGrundlagen der TUI Group: Struktur und StrategieBERICHTSSTRUKTURIm vorliegenden Zwischenbericht zum 3. Quartal 2014/15 berichtet die neue TUI Group
in der zum 1. Halbjahr 2014/15 eingeführten Berichtsstruktur. KONZERNZIELE UND -STRATEGIEDie im Mai 2015 vorgestellte Strategie der neuen TUI Group ist unverändert gültig.
Eine Zusammenfassung dieser Strategie findet sich auf den einleitenden Seiten zu diesem
Bericht. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGAls touristischer Dienstleistungskonzern betreibt TUI keine Forschung und Entwicklung
im engeren Sinn. Ertragslage in den Segmenten![]() UMSATZscroll
Der Umsatz der TUI Group stieg im Q3 2014/15 insbesondere währungsbedingt um 6,4 %
auf 5,1 Mrd. €. Bereinigt um Währungseffekte lag das Umsatzwachstum bei 0,3 %. Wegen
des frühen Ostertermins blieb die Gästezahl im Q3 auf dem Niveau des Vorjahres. Der kumulierte Umsatz für die ersten neun Monate in 2014/15 lag mit insgesamt 12,0
Mrd. € um 6,9 % über dem Vorjahreswert. Bereinigt um Währungseffekte nahm der Umsatz
mit 2,3 % stärker zu als die um 1,2 % gestiegenen Gästezahlen. EBITABEREINIGTES EBITAscroll
EBITAscroll
Das Management der TUI Group verfolgt das EBITA und das bereinigte EBITA als bedeutende
Kennzahlen. Wir halten die Ergebniskennzahl EBITA für die am besten geeignete Steuerungsgröße
zur Erklärung der operativen Geschäftsentwicklung der TUI Group. Das EBITA ist das
Ergebnis vor Zinsen, Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und Wertminderungen auf
Geschäfts- oder Firmenwerte und ohne Einbeziehung der Ergebnisse aus der nach der
Equity-Methode bewerteten Containerschifffahrt und ohne Einbeziehung des Ergebnisses
aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten. BEREINIGTES EBITA: TUI GROUPscroll
Zur Erläuterung und Bewertung der operativen Geschäftsentwicklung in den Segmenten
wird nachfolgend auf das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis (bereinigtes EBITA)
abgestellt. Dieses Ergebnis ist um Abgangsergebnisse von Finanzanlagen, Restrukturierungsaufwendungen
nach IAS 37, sämtliche Effekte aus Kaufpreisallokationen, Anschaffungsnebenkosten
und bedingten Kaufpreiszahlungen sowie andere Aufwendungen und Erträge aus Einzelsachverhalten
korrigiert worden. Als Einzelsachverhalte werden hier Erträge und Aufwendungen bereinigt, die aufgrund
ihrer Höhe sowie der Häufigkeit ihres Eintritts die Beurteilung der operativen Ertragskraft
der Unternehmensbereiche und des Konzerns erschweren oder verzerren. Zu diesen Sachverhalten
zählen insbesondere wesentliche Reorganisations- und Integrationsaufwendungen, die
nicht die Kriterien nach IAS 37 erfüllen, wesentliche Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten,
Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Flugzeugen sowie andere wesentliche Geschäftsvorfälle
mit Einmalcharakter. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014/15 wurden ohne Berücksichtigung
der Aufwendungen aus Kaufpreisallokationen Erträge von 10,2 Mio. € bereinigt, denen
bereinigte Aufwendungen in Höhe von 114,2 Mio. € gegenüberstanden. Dabei handelte
es sich im Wesentlichen um folgende Sachverhalte: ABGANGSERGEBNISSEIn den ersten neun Monaten in 2014/15 waren Abgangsergebnisse von 0,6 Mio. € zu bereinigen,
die insbesondere Kapitalherabsetzungen bei Tochtergesellschaften betrafen. RESTRUKTURIERUNGSKOSTENIn den ersten neun Monaten in 2014/15 wurden Restrukturierungskosten von 45,6 Mio.
€ bereinigt. Dieser Betrag beinhaltete 24,8 Mio. € für den Umbau des Corporate Center
und 6,5 Mio. € für die beabsichtigte Integration der Zielgebietsagenturen in die Quellmarktorganisationen.
Daneben fielen 12,6 Mio. € für Reorganisationen in den Quellmärkten Deutschland, Benelux
und Nordic an. Weitere 2,0 Mio. € entfielen auf Restrukturierungen im Segment Hotelbeds
Group. AUFWENDUNGEN AUS KAUFPREISALLOKATIONENIn den ersten neun Monaten in 2014/15 waren Aufwendungen aus Kaufpreisallokationen
von 56,7 Mio. € zu bereinigen, die insbesondere planmäßige Abschreibungen immaterieller
Vermögenswerte aus in Vorjahren getätigten Akquisitionen betrafen. EINZELSACHVERHALTEDie saldierten Aufwendungen aus Einzelsachverhalten in Höhe von 59,0 Mio. € entfielen
in Höhe von 16,2 Mio. € auf die Quellmärkte. Neben Aufwendungen für die Indienststellung
neuer Boeing B787 Dreamliner in Höhe von 6,8 Mio. € wurden 3,8 Mio. € Streikkosten
bei Corsair in Verbindung mit dem ursprünglich geplanten Verkauf der Gesellschaft
bereinigt. Weitere 6,5 Mio. € betrafen Reorganisationen in Deutschland, Belgien und
Frankreich. Im Segment Hotels & Resorts wurden 18,2 Mio. € Wertberichtigungen auf Vorsteuerforderungen
bei einer Tochtergesellschaft in Italien sowie Rückstellungszuführungen für einen
noch nicht abgeschlossenen Rechtsstreit im Zusammenhang mit dem Erwerb eines türkischen
Hotels in Höhe von 14,2 Mio. € bereinigt. Im Segment Hotelbeds Group wurden 3,1 Mio.
€ Aufwand für die beabsichtigte Integration der Zielgebietsagenturen in die Quellmarktorganisationen
bereinigt. TouristikDie Touristik umfasst die Regionen Nord (Großbritannien, Nordische Länder, Kanada,
Russland), Zentral (Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen) und West (Belgien, Niederlande,
Frankreich) sowie Hotels & Resorts (einschließlich ehemaliger TUI Travel-Hotels),
Kreuzfahrten und die Übrige Touristik (Corsair und zentrale touristikfunktionen). In unseren wesentlichen Quellmärkten entwickelten sich die operativen Kennzahlen wie
folgt: QUELLMÄRKTE![]() 1
Anteil der über eigene Vertriebskanäle REGION NORDDie Region Nord enthält die TUI Veranstalter und Airlines sowie das Kreuzfahrtgeschäft
in Großbritannien, Irland und den Nordischen Ländern. Daneben wurden dem Segment die
strategische Beteiligung Sunwing in Kanada sowie die in den GUS-Staaten aktive TUI
Russia zugeordnet. KENNZAHLEN REGION NORDscroll
Die TUI Veranstalter in der Region Nord setzen im Berichtsquartal ihre positive Entwicklung
fort. Das bereinigte EBITA im Q3 2014/15 verbesserte sich trotz Belastungen in Höhe
von 7 Mio. € durch den Anschlag in Tunesien im Juni 2015 um 7,9 Mio. € auf 107,0 Mio.
€. Hierin enthalten war ein negativer Effekt in Höhe von 10 Mio. € aus dem frühen
Ostertermin in 2015, der durch einen positiven Wechselkurseffekt von 12 Mio. € ausgeglichen
wurde. In den ersten neun Monaten 2014/15 nahm die Anzahl der Gäste in der Region Nord insbesondere
durch das erweiterte Fernreiseangebot von TUI UK im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 %
zu. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 3,1 %. Der saisonale Verlust (bereinigtes
EBITA) der Region Nord verminderte sich in den ersten neun Monaten trotz der Belastung
durch den Anschlag in Tunesien um 22,5 Mio. € auf - 2,6 Mio. €. Im kumulierten Wert
für die Region Nord war ein positiver Wechselkurseffekt in Höhe von 1,4 Mio. € enthalten. In Großbritannien verbesserte sich das Ergebnis aufgrund der guten Kapazitätsauslastung
und einer hohen Preisqualität sowohl im Q3 als auch in den ersten neun Monaten 2014/15.
Die Gästezahl stieg in den ersten neun Monaten um 4,0 %. Dieser Anstieg war getrieben
durch den Ausbau des Boeing B787-Langstreckenprogramms, das 20 % mehr Gäste verzeichnete,
und das Wachstum bei TUI unique-Reisen. Der Anteil der Online-Buchungen erreichte
54 %. Die Nordischen Länder verzeichneten im kumulierten Berichtszeitraum im Vergleich zum
Vorjahr einen Ergebnisanstieg, der insbesondere auf verbesserte Margen zurückzuführen
war. Neben Kapazitätskürzungen auf wettbewerbsintensiven Routen wirkte sich hier eine
gesteigerte operative Effizienz durch das One Nordic-Programm positiv aus. Der Anstieg
der Online-Buchungen setzte sich mit einem Zuwachs um 1 Prozentpunkt auf 70 % der
Gesamtbuchungen fort. Auch die strategische Beteiligung Sunwing in Kanada erzielte ein Ergebnisplus für
die ersten neun Monate. Wesentlicher Treiber war hier der weitere Ausbau des differenzierten
Hotelangebots in der Karibik und in Mexiko. REGION ZENTRALDie Region Zentral umfasst die TUI Veranstalter in Deutschland, Österreich, der Schweiz
und Polen sowie die Airline TUIfly. KENNZAHLEN REGION ZENTRALscroll
Die Ergebnisentwicklung in der Region Zentral verlief im Q3 2014/15 weiterhin schwächer
als im Vorjahr. Die in den ersten neun Monaten in 2014/15 um 0,8 % höhere Gästezahl
führte zu einem Umsatzanstieg um 3,7 %. Der saisonale Verlust (bereinigtes EBITA) erhöhte sich im kumulierten Zeitraum um
51,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert auf - 97,9 Mio. €. Nachdem bereits die Wintersaison 2014/15 in Deutschland von einem hohen Margendruck
für Reisen auf die wichtige Winterdestination Kanaren und Fernreiseziele beeinträchtigt
war, blieb auch die Entwicklung im Q3 2014/15 unter dem Niveau des Vorjahres. Dieser
Rückgang war von verschiedenen Faktoren, unter anderem durch den Anstieg der Investitionen
im Vertrieb sowie ein weiterhin wettbewerbsintensives Marktumfeld mit anhaltendem
Margendruck, beeinflusst. Darüber hinaus war im Q3 ein negativer Effekt aus dem frühen
Ostertermin zu verzeichnen. Zudem hatte die Unsicherheit über die Entwicklung Griechenlands
im deutschen Markt größere Auswirkungen auf das Last Minute-Geschäft als in anderen
Quellmärkten. Durch die leicht unter dem Vorjahreswert liegenden Gästezahlen im Q3 2014/15 verringerte
sich das Gästeplus in Deutschland für die ersten neun Monate auf 1,1 %. Der Anteil
des Direktvertriebs erhöhte sich weiter auf 48 %. Der Anteil der Online-Buchungen
betrug 15 %. REGION WESTDie Region West bündelt die TUI Veranstalter und eigenen Airlines in Belgien und den
Niederlanden sowie die Veranstalter in Frankreich. KENNZAHLEN REGION WESTscroll
Trotz der um 1,8 % gestiegenen Gästezahlen verringerte sich der Umsatz in der Region
West in den ersten neun Monaten um 1,4 %. Der saisonale Verlust (bereinigtes EBITA)
erhöhte sich im Q3 2014/15 um 13,1 Mio. € auf - 11,1 Mio. €. Hierin enthalten waren
Belastungen in Höhe von 1,5 Mio. € durch den Anschlag in Tunesien im Juni 2015. In
den ersten neun Monaten erhöhte sich der Verlust um 5,0 Mio. € auf - 72,8 Mio. €. Der französische Markt blieb auch im Q3 äußerst schwierig, insbesondere für Reisen
nach Nordafrika. Durch den weiteren Abbau unprofitabler Kapazitäten konnte TUI France
weitere Kosteneinsparungen erzielen. In Belgien belasteten zusätzliche Charterkosten
durch die verspätete Indienststellung eines Flugzeugs das Ergebnis. Hotels & ResortsDas Segment Hotels & Resorts umfasst alle eigenen Hotels und Hotelbeteiligungen der
TUI Group inklusive des Hotelgeschäfts der ehemaligen TUI Travel. KENNZAHLEN HOTELS & RESORTSscroll
Der Gesamtumsatz des Segments Hotels & Resorts erhöhte sich im Q3 2014/15 um 8,8 %
auf 316,9 Mio. €. In den ersten neun Monaten in 2014/15 lag er mit 816,9 Mio. € um
9,1 % über dem Vorjahreswert. Durch eine im kumulierten Berichtszeitraum insgesamt
gute Nachfrage bei leicht über dem Vorjahresniveau liegenden Kapazitäten entwickelte
sich die Auslastung sehr positiv. Auch der Erlös pro Bett konnte gegenüber dem Wert
des Vorjahres erheblich gesteigert werden. Der Umsatz mit Konzernfremden stieg im
Q3 2014/15 um 29,3 % auf 135,8 Mio. €. In den ersten neun Monaten 2014/15 erreichte
er mit 381,2 Mio. € einen um 20,4 % höheren Wert gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Segment Hotels & Resorts profitierte in den ersten neun Monaten 2014/15 insbesondere
von der anhaltend positiven Entwicklung der starken Hotelmarken Riu, Robinson und
Iberotel. Die Wachstumsstrategie wurde im Berichtszeitraum konsequent weitergeführt.
In den ersten neun Monaten wurden zwei Riu Hotels, ein Riu Resort, eine Robinson Clubanlage
sowie ein Magic Life Club neu eröffnet. Das bereinigte Ergebnis lag im Q3 2014/15
mit 67,3 Mio. € um 25,6 Mio. € über dem Wert des Vorjahres. Kumuliert für die ersten
neun Monate in 2014/15 betrug es 122,9 Mio. € und verbesserte sich damit um 48,5 Mio.
€. Hierin enthalten ist der Buchgewinn in Höhe von 16 Mio. € aus einem Hotelverkauf
bei Riu sowie ein positiver Währungskurseffekt in Höhe von 8 Mio. €. Gegenläufig wurde
das Ergebnis durch den Anschlag in Tunesien mit 1 Mio. € belastet. HOTELS & RESORTS![]() 1
Anzahl der Betten in Eigentum/Pacht RIURiu, eine der führenden spanischen Hotelketten, betrieb zum Ende der ersten neun Monate
in 2014/15 insgesamt 103 Häuser. Die Kapazität erhöhte sich gegenüber dem kumulierten
Berichtszeitraum des Vorjahres leicht um 0,3 % auf 12,7 Mio. verfügbare Hotelbetten.
Die durchschnittliche Auslastung der Riu Hotels nahm in den ersten neun Monaten in
2014/15 gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozentpunkte auf 83,1 % zu. In diesem Anstieg
spiegelte sich insbesondere die starke Nachfrage nach Hotels auf den Balearen wider.
Der im Durchschnitt erzielte Erlös pro Bett stieg um 13,2 %. In den einzelnen Regionen entwickelte sich das Geschäft in den ersten neun Monaten
in 2014/15 wie folgt: Die Riu Hotels auf den Kanarischen Inseln konnten die gegenüber dem Vorjahr leicht
um 1,3 Prozentpunkte auf 89,1 % gesunkene Auslastung durch den deutlich um 8,2 % verbesserten
durchschnittlichen Erlös pro Bett kompensieren. Die Riu Hotels auf den Balearen entwickelten sich im Berichtszeitraum sehr positiv
und verzeichneten mit 72,0 % eine um 5,3 Prozentpunkte über dem Vorjahreszeitraum
liegende Auslastung. Die durchschnittliche Auslastung der Riu Hotels auf dem spanischen Festland lag mit
76,2 % um 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Bei den Ferndestinationen erzielten die Riu Hotels eine durchschnittliche Auslastung
von 81,8 %. Dies entsprach einer Steigerung von 0,9 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr,
die auf eine höhere Belegung der Hotels auf Jamaika und in Mexiko zurückzuführen war.
Der in den Fernreisezielen im Durchschnitt erzielte Erlös pro Bett verbesserte sich
unter anderem währungsbedingt um 15,5 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert. ROBINSONRobinson, der Marktführer im Premiumsegment für Cluburlaub, hatte zum Ende des Berichtszeitraums
insgesamt 22 von 24 Clubanlagen geöffnet. Die Kapazität ging in den ersten neun Monaten
in 2014/15 um 1,4 % zurück. Ursächlich für diesen Rückgang war die Veräußerung von
drei ehemals im Eigentum geführten Clubanlagen, alle drei Clubanlagen werden als Managementbetriebe
unter der Marke Robinson weitergeführt. Die Robinson-Gruppe erzielte im kumulierten Berichtszeitraum eine um 0,4 Prozentpunkte
unter dem Vorjahreswert liegende Auslastung. Der durchschnittliche Erlös pro Bett
lag mit einem leichten Plus von 0,9 % über dem Vorjahreswert. Dieser geringe Anstieg
war insbesondere auf die Veräußerung der hochpreisigen Clubanlagen in der Schweiz
im Q2 des Vorjahres zurückzuführen. Bereinigt um die Clubanlagen in der Schweiz stieg
die Durchschnittsrate um 2,3 % an. IBEROTELZum Ende der ersten neun Monate in 2014/15 waren 25 Häuser in Ägypten, in den Vereinigten
Arabischen Emiraten, in der Türkei, in Italien sowie in Deutschland in Betrieb. Die
Kapazität erhöhte sich leicht um 0,5 % gegenüber dem Vorjahreswert. Die Gesamtauslastung
der Iberotels stieg im Berichtszeitraum um 14,8 Prozentpunkte auf 63,3 %, ursächlich
für diese positive Entwicklung waren insbesondere die engere Zusammenarbeit mit den
Konzernreiseveranstaltern sowie eine Nachfrageerholung für die Hotels in Ägypten.
Der durchschnittliche Erlös pro Bett nahm ebenfalls um 5,4 % gegenüber dem Vorjahreswert
zu. KreuzfahrtenDas Segment Kreuzfahrten umfasst unverändert neben Hapag-Lloyd Kreuzfahrten das Gemeinschaftsunternehmen
TUI Cruises. KENNZAHLEN KREUZFAHRTENscroll
Der Umsatz von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten lag in den ersten neun Monaten 2014/15 mit
200,0 Mio. € um 6,1 % unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Ursächlich hierfür war
das Ausscheiden der Columbus 2 aus der Flotte im April 2014. Für TUI Cruises werden
keine Umsätze ausgewiesen, da das Gemeinschaftsunternehmen at Equity im Konzernabschluss
bewertet wird. Das bereinigte Ergebnis des Segments Kreuzfahrten verbesserte sich im Q3 2014/15 um
20,8 Mio. € gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert auf 19,3 Mio. €. Kumuliert
für die ersten neun Monate 2014/15 belief sich das bereinigte Ergebnis auf 37,6 Mio.
€, ein Anstieg um 55,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert. Neben einer deutlich verbesserten
operativen Geschäftsentwicklung bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten trugen auch die geringeren
Finanzierungskosten durch den Erwerb der Europa 2 in Höhe von kumuliert rund 9 Mio.
€ zu dem insgesamt positiven Abschneiden des Segments bei. TUI Cruises hat mit der
erfolgreichen Markteinführung der Mein Schiff 3 im Juni 2014 sowie der Mein Schiff
4 im Juni 2015 ihre Wettbewerbsposition ausgebaut und sich im Berichtszeitraum weiter
sehr erfolgreich entwickelt. KREUZFAHRTEN![]() 1
Belegte Betten, dividiert durch Kapazität, HAPAG-LLOYD KREUZFAHRTENDie positive operative Entwicklung von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten hielt in den ersten
neun Monaten 2014/15 an. Die Auslastung der Flotte verbesserte sich um 7,7 Prozentpunkte
gegenüber dem Wert des Vergleichszeitraums und erreichte 74,5 %. Die Durchschnittsrate
pro Tag und Passagier stieg deutlich um 23,0 % auf 519 €. Durch die Ausrichtung der
Hapag-Lloyd-Flotte auf Luxus- und Expeditionskreuzfahrten und das Ausscheiden der
Columbus 2 aus der Flotte per April 2014 gingen die Passagiertage in den ersten neun
Monaten in 2014/15 um 19,5 % im Vergleich zum Vorjahr auf 253.531 zurück. TUI CRUISESTUI Cruises setzte in den ersten neun Monaten 2014/15 die positive Entwicklung fort.
Die Auslastung der Schiffe lag mit 100,9 % (gerechnet auf eine 2-Bett-Belegung) auf
dem sehr hohen Niveau des Vorjahres. Durch die Erweiterung der TUI Cruises-Flotte
um die Mein Schiff 3 im Juni 2014 und der Mein Schiff 4 im Juni 2015 stieg die Kapazität
auf 1.810.313 Passagiertage und lag damit deutlich über dem Wert des Vorjahres. Die
Durchschnittsrate pro Tag und Passagier erreichte mit 158 € das Niveau des Vorjahres. Im Juli 2015 hat TUI Cruises ihre Expansionspläne über die bereits bestellten Mein
Schiff 5 und Mein Schiff 6 hinaus konkretisiert und die Bestellung von zwei weiteren
Kreuzfahrtschiffen bekanntgegeben. Die beiden Neubauten, die ebenfalls in der Meyer
Turku Werft in Finnland gebaut werden, vergrößern die TUI Cruises-Flotte ab 2018 bzw.
2019 und stärken die Führungsposition der TUI im Premiumsegment. Specialist TravelUnter dem Dach "Specialist Travel" werden die Segmente Specialist Group sowie Hotelbeds
Group zusammengefasst. Diese werden nicht im Verbund mit dem touristischen Geschäft
geführt, da ihnen abweichende Geschäftsmodelle zugrunde liegen. SPECIALIST GROUPKENNZAHLEN SPECIALIST GROUPscroll
Das Segment Specialist Group bündelt die Spezial- und Erlebnisreiseveranstalter in
Europa, Nordamerika und Australien. In den ersten neun Monaten 2014/15 stieg der Umsatz
des Segments um 16,2 % auf 1,4 Mrd. €. Die Specialist Group verzeichnete in den ersten neun Monaten 2014/15 ein um 2,3 Mio.
€ höheres operatives Ergebnis von 5,2 Mio. €. Es beinhaltete einen positiven Umrechnungseffekt
von 6 Mio. €. Im Juli 2015 haben die TUI Group und der australische Veranstalter Intrepid die in
2011 eingegangene strategische Partnerschaft im Bereich Aktiv- und Abenteuerreisen
beendet. Die aus dieser Zusammenarbeit hervorgegangene Peak Adventure Travel Group
wurde einvernehmlich aufgelöst. Innerhalb der TUI Group wird zukünftig eine neue Adventure
Specialist Division mehrere Premium-Erlebnis- und -Aktivreise-Veranstalter bündeln. HOTELBEDS GROUPKENNZAHLEN HOTELBEDS GROUPscroll
Im Segment Hotelbeds Group werden die Online-Services und Zielgebietsagenturen geführt.
Der Umsatz des Segments stieg in den ersten neun Monaten 2014/15 um 3,7 % auf 654,7
Mio. € an. Mit einem bereinigten operativen Ergebnis von 38,4 Mio. € entwickelte sich
die Hotelbeds Group in den ersten neun Monaten positiv. Das Ergebnis der ersten neun Monate beinhaltete einen positiven Währungseffekt in
Höhe von 4 Mio. €. Die B2B-Portale (Accommodation Wholesaler) verzeichneten einen
Anstieg des Transaktionsvolumens um 27 % gegenüber dem Vorjahr. Alle Märkte wiesen
gute Wachstumsraten auf. Alle übrigen SegmenteUnter der Bezeichnung "Alle übrigen Segmente" werden insbesondere die Corporate Center-Funktionen
der TUI AG und der Zwischenholdings sowie die Immobiliengesellschaften des Konzerns
zusammengefasst. KENNZAHLEN ALLE ÜBRIGEN SEGMENTEscroll
Der Aufwand aller übrigen Bereiche (bereinigtes EBITA) verringerte sich im Q3 2014/15
im Vorjahresvergleich um 11,1 Mio. € auf - 18,6 Mio. €. Kumuliert für die ersten neun
Monate in 2014/15 betrug das bereinigte EBITA - 69,0 Mio. € und fiel damit um 17,7
Mio. € besser aus als im Vorjahr. Die Verbesserung war durch die weitere Umsetzung
von Lean Center-Maßnahmen, wie der Einstellung aller Sponsoring-Aktivitäten, bedingt. Ertragslage des KonzernsKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER TUI AG FÜR DIE ZEIT VOM 1.10.2014 BIS 30.6.2015scroll
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung spiegelt den touristischen Saisonverlauf wider;
saisonbedingt fällt das kumulierte Ergebnisse der Monate Oktober bis Juni negativ
aus. UMSATZERLÖSE UND -KOSTENIn den ersten neun Monaten in 2014/15 betrug der Umsatz 12,0 Mrd. €, ein Anstieg von 6,9 °% im Vergleich zum Vorjahr, währungsbereinigt betrug der Anstieg 2,3 °%. Den Umsatzerlösen wurden die Umsatzkosten gegenübergestellt, die in den ersten neun Monaten um 7,00 % zunahmen. Im Einzelnen sind Zusammensetzung und Entwicklung des Umsatzes im Abschnitt Ertragslage in den Segmenten dargestellt. BRUTTOGEWINNDer Bruttogewinn als Saldogröße aus Umsatzerlösen und -kosten erreichte in den ersten
neun Monaten in 2014/15 insgesamt 870,0 Mio. €, ein Anstieg um 43,8 Mio. € im Vergleich
zum Vorjahreswert. VERWALTUNGSAUFWENDUNGENDie Verwaltungsaufwendungen für die ersten neun Monate erhöhten sich mit 1.234,0 Mio.
€ um 115,3 Mio. € gegenüber dem Wert des Vorjahres. Ursächlich für den Anstieg waren
im Wesentlichen Wechselkurseffekte, Zuführungen zu Rückstellungen für einen noch nicht
abgeschlossenen Rechtsstreit im Zusammenhang mit dem Erwerb eines türkischen Hotels
sowie Wertberichtigungen auf Vorsteuerforderungen bei einer Tochtergesellschaft in
Italien. SONSTIGE ERTRÄGE UND ANDERE AUFWENDUNGENDie sonstigen Erträge in den ersten neun Monaten in 2014/15 von 44,6 Mio. € beinhalteten
im Wesentlichen Buchgewinne aus dem im Dezember 2014 erfolgten Verkauf eines Hotels
der Riu-Gruppe (16,9 Mio. €) sowie aus dem Verkauf von zwei griechischen Hotelgesellschaften
im Q3 2014/15 (10,1 Mio. €). Außerdem wurden Erträge aus Sale and Lease Back-Geschäften
mit Flugzeugen und dem Verkauf von zwei Hotels der Specialist Group realisiert. Die anderen Aufwendungen kumulierten sich in den ersten neun Monaten in 2014/15 auf
6,9 Mio. € und resultierten insbesondere aus Buchgewinnen aus Grundstücks- und Immobilienverkäufen. FINANZERGEBNISDas Finanzergebnis verbesserte sich von - 185,3 Mio. € in den ersten neun Monaten
des Vorjahres auf - 139,7 Mio. € im laufenden Geschäftsjahr 2014/15. Diese Verbesserung
ist auf eine veränderte Struktur der Finanzschulden zurückzuführen. Alle Wandelanleihen
wurden im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 vollständig gewandelt. Dementsprechend verminderte
sich der Zinsaufwand aus Wandelanleihen um 74,0 Mio. €. Weiterhin hat die TUI AG ein
Bankdarlehen in Höhe von 100,0 Mio. € im August 2014 getilgt. Dadurch sank der Zinsaufwand
um weitere 10,5 Mio. €. Die neue Finanzierung im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss der TUI AG mit der TUI
Travel PLC hatte gegenläufige Effekte. Die der TUI Travel PLC gewährte Kreditlinie
wurde von einer der TUI AG gewährten Kreditlinie ersetzt. Entsprechend wurden die
abgegrenzten Ausgabekosten der Kreditlinie der TUI Travel PLC in Höhe von 14,2 Mio.
€ im Q1 2014/15 in vollem Umfang ergebniswirksam. Weiterhin führte die im September
2014 begebene Hochzinsanleihe der TUI AG in Höhe von 300,0 Mio. € zu Zinsaufwendungen
von 11,2 Mio. €. Zusätzlich führte der Kauf der Europa 2 zu einem Anstieg der Finanzschulden
und einem höheren Zinsaufwand von 7,0 Mio. €. Aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten
aus Finanzierungsleasing-Verträgen resultierte ein höherer Zinsaufwand von 7,0 Mio.
€. Außerdem war im Q2 2014/15 die im Abschnitt "Zusammenschluss von TUI AG und TUI
Travel PLC" beschriebene Finanzierungsvereinbarung mit der Deutschen Bank vorzeitig
abgelöst worden. Hieraus entstanden Finanzaufwendungen von 2,5 Mio. €. EQUITY-ERGEBNISDas Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen enthält das anteilige
Jahresergebnis der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie gegebenenfalls
außerplanmäßige Wertberichtigungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte dieser Unternehmen.
In den ersten drei Quartalen in 2014/15 betrug das Equity-Ergebnis 85,9 Mio. € (Vorjahr
- 14,4 Mio. €). Der deutliche Anstieg in der Touristik resultierte unter anderem aus
dem höheren Ergebnisbeitrag von TUI Cruises. BEREINIGTES EBITADas bereinigte EBITA der ersten neun Monate in 2014/15 in Höhe von - 78,4 Mio. € verbesserte
sich um 99,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert. Das EBITA wurde jeweils um Abgangsergebnisse
von Finanzanlagen, um Aufwendungen im Rahmen von Restrukturierungen, um Kaufpreisallokationen
sowie um Effekte aus Einzelsachverhalten bereinigt. Die Bereinigungen werden detailliert
im Abschnitt Ertragslage in den Segmenten dargestellt. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGDer in den ersten neun Monaten in 2014/15 entstandene Steuerertrag ist unter anderem
auf den touristischen Saisonverlauf sowie eine dem Zusammenschluss der TUI AG mit
der TUI Travel PLC folgende Neubewertung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge
zurückzuführen. KONZERNVERLUSTDas Konzernergebnis fiel in den ersten neun Monaten in 2014/15 mit - 169,3 Mio. €
(Vorjahr - 355,6 Mio. €) saisonbedingt negativ aus. Die deutliche Verbesserung des
Konzernergebnisses in den ersten drei Quartalen 2014/15 war wesentlich auf den höheren
Steuerertrag zurückzuführen. ANTEIL NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER AM KONZERNERGEBNISDer Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzernergebnis betrug 3,0 Mio.
€ für die ersten neun Monate in 2014/15. Er betraf die außenstehenden Aktionäre der
TUI Travel PLC bis zum Vollzug des Zusammenschlusses mit der TUI AG und den Gesellschaften
des Bereichs Hotels & Resorts. ERGEBNIS JE AKTIEDie Aktionäre der TUI AG hatten nach Abzug der Minderheitsanteile in den ersten drei
Quartalen in 2014/15 einen Anteil von - 172,3 Mio. € (Vorjahr - 256,2 Mio. €) am Konzernergebnis.
Dadurch ergab sich ein unverwässertes Ergebnis je Aktie für die ersten neun Monate
in 2014/15 von - 0,37 € (Vorjahr - 1,09 €). ErgebniskennzahlenKENNZAHLEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
*
Auf Sach- und immaterielle Anlagen, finanzielle und sonstige Vermögenswerte. Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme des Konzerns nahm gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2013/14 um
10,4 % auf 15,5 Mrd. € zu. Die Veränderungen in der Konzernbilanz im Vergleich zum
30. September 2014 sind in erster Linie durch den touristischen Saisonverlauf geprägt. VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTURscroll
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTEZum 30. Juni 2015 hatten die langfristigen Vermögenswerte einen Anteil von 65,5 %
am Gesamtvermögen, zum 30. September 2014 betrug der Anteil 64,2 %. Die langfristigen
Vermögenswerte betrugen zum Ende des Berichtszeitraums 10,1 Mrd. € und lagen damit
über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg war im Wesentlichen durch die Zunahme der Sachanlagen
bedingt. Weitere Informationen finden sich im Anhang. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTEDer Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen betrug 34,5 % zum 30.
Juni 2015 nach 35,8 % zum 30. September 2014. Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen
von 5,0 Mrd. € zum 30. September 2014 auf 5,3 Mrd. € zum 30. Juni 2015 zu. EIGENKAPITALZum 30. Juni 2015 betrug das Eigenkapital 1,8 Mrd. €, die Eigenkapitalquote lag mit
11,7 % unter dem Wert des Bilanzstichtags am 30. September 2014 von 18,1 %. Auf die
Entwicklung des Eigenkapitals wird im Anhang eingegangen. RÜCKSTELLUNGENDie Rückstellungen enthalten hauptsächlich Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen
sowie Rückstellungen für betriebstypische Risiken. Sie betrugen zum 30. Juni 2015
insgesamt 2,4 Mrd. € und lagen damit um 0,6 % über dem Wert zum 30. September 2014. FINANZSCHULDENDie Finanzschulden setzten sich zum 30. Juni 2015 aus langfristigen Finanzschulden
in Höhe von knapp 1,7 Mrd. € und kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von 0,2 Mrd.
€ zusammen. Zum 30. September 2014 beliefen sich die langfristigen Finanzschulden
auf 1,7 Mrd. € und die kurzfristigen Finanzschulden auf ebenfalls 0,2 Mrd. €. Zum Ende des Q3 2014/15 (30. Juni 2015) lag die Nettoverschuldung bei 0,3 Mrd. €.
Dies entspricht einem Anstieg der Nettoverschuldung um 0,6 Mrd. € im Vergleich zum
30. September 2014. Neben dem touristischen Saisonverlauf ist dies auch auf den Anstieg
der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie auf die Rückzahlung einer bis
zur Kündigung im Eigenkapital ausgewiesenen nachrangigen Schuldverschreibung zurückzuführen. ÜBRIGE VERBINDLICHKEITENDie übrigen Verbindlichkeiten lagen zum 30. Juni 2015 mit 9,4 Mrd. € deutlich über
dem Wert zum 30. September 2014. Weitere SegmentkennzahlenBEREINIGTES EBITDAscroll
EBITDAscroll
INVESTITIONEN IN SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGENscroll
ABSCHREIBUNGEN AUF SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGENscroll
MITARBEITERscroll
Risiko- und ChancenberichtUnser Geschäft ist Risiken ausgesetzt, die auf externen Ereignissen wie Naturkatastrophen,
Ausbrüchen von Krankheiten, sozialen Unruhen, terroristischen Anschlägen sowie den
Folgen von Kriegen in Ländern in der Nähe unserer Quellmärkte und Destinationen beruhen
können. Leider nahm im vergangenen Quartal eines dieser Risiken mit den tragischen
Ereignissen in Tunesien Ende Juni konkret Gestalt an. Auch wenn wir derartige Vorkommnisse nicht verhindern können, richten wir uns nach
den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts im Hinblick auf nicht dringend
notwendige Reisen. Dadurch minimieren wir das Risiko für unsere Kunden in turbulenten
Regionen. Die Auswärtigen Ämter in Großbritannien, Belgien und in den Niederlanden
sprechen sich gegenwärtig gegen nicht dringend notwendige Reisen nach Tunesien aus. Darüber hinaus betreiben wir ein umfassendes Krisenmanagement, das greift, sobald
ein externes Ereignis eintritt, das sich auf eine konkrete Destination auswirkt. Der
Schwerpunkt liegt auf der Sicherung des Wohlergehens unserer Kunden, die sich bereits
in der Destination befinden, wie auch der Kunden, die in Kürze dort ankommen sollten.
Sofern angeraten ist, die Kunden unmittelbar auszufliegen -wie im Falle Tunesiens
-sind wir dank unserer umfassenden Flugzeugflotte zu einer raschen und effizienten
Rückführung imstande. Unsere Präsenz in allen wesentlichen Urlaubsregionen ermöglicht es uns, unseren Kunden
alternative Destinationen anzubieten, wenn sich ein externes Ereignis auf eine konkrete
Destination auswirkt, und unser Angebot gegebenenfalls in künftigen Saisons umzuschichten,
um die betroffene Region zu meiden. Bislang haben die meisten Kunden, die für diesen
Sommer eine Reise nach Tunesien gebucht hatten, bei uns auf eine alternative Destination
umgebucht. Ein weiteres signifikantes externes Ereignis, das im Berichtsquartal eine konkrete
Destination betroffen hat, war die anhaltende ökonomische Unsicherheit in Griechenland
infolge seiner nationalen Umschuldungsverhandlungen mit seinen internationalen Kreditgebern.
Auch hier hilft uns unser breit aufgestelltes Portfolio an Destinationen, das Risiko
zu minimieren, da potenzielle Kunden alternative Ziele wählen können. Zwar hat sich
die Situation auf Buchungen in bestimmten Quellmärkten ausgewirkt (Deutschland und
Belgien), doch sind die Buchungen nach Griechenland im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
Unsere Geschäftsbereiche überwachen die Situation weiterhin im Hinblick auf die lokalen
Lieferketten, doch ist die Unsicherheit mit der Wiedereröffnung der griechischen Banken
Anfang Juli zurückgegangen. Angesichts der Vielzahl externer Ereignisse, die sich auf unser Geschäft auswirken
können, beruht unsere Strategie zur Risikominimierung darauf, grundsätzlich bei der
Finanzplanung und -zielsetzung davon auszugehen, dass es in jedem Jahr ein gewisses
Maß an Beeinträchtigungen geben wird. Dadurch sind wir imstande, mit einem "normalen"
Maß an Beeinträchtigungen zurechtzukommen, ohne dass diese die Erreichung unserer
Ziele für das betreffende Jahr bzw. unserer längerfristigen Ziele gefährden. Nach heutiger Einschätzung sind die Risiken der TUI Group sowohl einzeln als auch
in Wechselwirkung mit anderen Risiken begrenzt und gefährden nicht den Fortbestand
einzelner Tochterunternehmen oder des Konzerns. PrognoseberichtErwartete Entwicklung der wirtschaftlichen RahmenbedingungenERWARTETE ENTWICKLUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTSscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update, Juli 2015 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATIONDer Internationale Währungsfonds hat in seiner aktuellen Prognose (IWF, World Economic
Outlook, Juli 2015) die Entwicklung des weltweiten Bruttoinlandsprodukts gegenüber
dem Stand vom Oktober 2014 mit einem Anstieg von 3,3 % nach unten angepasst. Damit
wurde der schwächeren Entwicklung in einigen großen Schwellenländern sowie den erdölexportierenden
Ländern Rechnung getragen. Günstige Prognosen gelten weiterhin für die fortgeschrittenen
Volkswirtschaften, insbesondere die USA und die Euro-Zone. MARKTENTWICKLUNG IN TOURISTIK
Die UNWTO geht davon aus, dass der internationale Tourismus in dieser Dekade weltweit
weiter wachsen wird. Für die kommenden Jahre wird ein durchschnittliches gewogenes
Wachstum von rund 3 % pro Jahr prognostiziert (UNWTO, Tourism Highlights, 2015 Edition).
Im Kalenderjahr 2014 haben die internationalen Ankünfte weltweit um 4,3 % zugenommen
(UNWTO, World Tourism Barometer, Juni 2015). AUSWIRKUNGEN AUF DIE TUI GROUPDie TUI Group ist als führender touristischer Anbieter abhängig von der Entwicklung
der Konsumnachfrage in den großen Quellmärkten, in denen wir mit unseren Veranstalter-
und Hotelmarken vertreten sind. Unsere Planung basiert auf den Annahmen des IWF zur
künftigen Entwicklung der Weltwirtschaft. Neben der Entwicklung der Konsumneigung ist die politische Stabilität in den Zielgebieten
ein wichtiger Faktor für die Nachfrage nach Urlaubsreisen. Wir gehen davon aus, dass
unser Geschäftsmodell flexibel genug ist, die derzeit erkennbaren Herausforderungen
zu kompensieren. Das in unserer Planung für das Geschäftsjahr 2014/15 unterstellte Mengenwachstum in
unseren Quellmärkten bewegt sich im Rahmen der langfristigen Prognose der UNWTO. Unser
strategischer Fokus liegt weiterhin auf dem Ausbau unseres Online- und Direktvertriebs,
der Erweiterung unseres eigenen Hotelportfolios sowie der Expansion unseres Kreuzfahrtgeschäfts,
insbesondere unter der Marke TUI Cruises. Erwartete Entwicklung von Umsatz und EBITAERWARTET ENTWICKLUNG DER ERTRAGSLAGE DES KONZERNSscroll
*
Auf Basis stabiler Wechselkurse.*
UMSATZIm Geschäftsjahr 2014/15 erwarten wir auf der Basis stabiler Wechselkurse eine Steigerung
des Umsatzes um 2 % bis 4 %, die insbesondere auf die erwarteten höheren Gästezahlen
und Durchschnittspreise unserer Veranstalter zurückzuführen ist. BEREINIGTES EBITADas bereinigte EBITA der TUI Group soll im Geschäftsjahr 2014/15 auf der Basis stabiler
Wechselkurse um 12,5 % bis 15 % ansteigen. BEREINIGUNGENIm Geschäftsjahr 2014/15 erwarten wir im Ergebnisausweis zu bereinigende Aufwendungen
für Kaufpreisallokationen sowie Sonderaufwendungen in Höhe von rund 220 Mio. €. In
diesem Wert enthalten sind Einmalaufwendungen im Rahmen des Zusammenschlusses von
TUI AG und TUI Travel PLC. Entwicklung der FinanzlageINVESTITIONENAufgrund bereits getroffener Investitionsentscheidungen und geplanter Projekte erwarten
wir in der TUI Group für das Geschäftsjahr 2014/15 nunmehr einen erhöhten Finanzmittelbedarf
von rund 800 Mio. €. In diesem Wert enthalten ist der im Berichtsjahr erfolgte Erwerb
der Europa 2 sowie erwartete Investitionen für die Erweiterung unseres Hotelportfolios.
Unsere langfristige Zielgröße für die Bruttoinvestitionen der TUI Group (ohne Anzahlungen
auf Flugzeugbestellungen) beträgt rund 3 % des Konzernumsatzes. NETTOFINANZPOSITIONDie Nettoliquidität des Konzerns belief sich zum Ende des letzten Geschäftsjahres
2013/14 auf 292 Mio. €. Aufgrund eines erwartet höheren Finanzierungsvolumens von
Flugzeugen durch Finance Lease-Verträge sowie der nicht in unserer Planung enthaltenen
Rückzahlung unserer Hybridanleihe im April 2015 gehen wir für das Geschäftsjahresende
2014/15 davon aus, eine nahezu ausgeglichene Nettofinanzposition auszuweisen. Nachhaltige EntwicklungKLIMASCHUTZ UND EMISSIONENTreibhausgasemissionen und deren Einfluss auf den Klimawandel sind eine der größten globalen Herausforderungen für die Tourismusindustrie. Unser Ziel, den absoluten und spezifischen CO2 -Ausstoß unserer Flugzeugflotte gegenüber dem Stand 2007/08 bis Ende des Geschäftsjahres 2013/14 um 6 % zu senken, hatten wir im August 2013 vorzeitig erreicht. Wir hatten uns daher vorgenommen, den spezifischen CO2 -Ausstoß pro Passagierkilometer unserer Airlines bis Ende 2015 mit Hilfe neuer Technologien um weitere 3 Prozentpunkte zu verringern. Auch dieses Ziel ist vorzeitig erreicht worden. Eine weitere Zielsetzung für die Folgejahre werden wir in unserem Geschäftsbericht 2014/15 veröffentlichen. Gesamtaussage zur aktuellen Lage und zur voraussichtlichen Entwicklung der TUI Group durch den VorstandDie aktuelle wirtschaftliche Lage und die Aussichten der TUI Group für das Geschäftsjahr
2014/15 beurteilen wir zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts (12. August
2015) weiterhin positiv. Der TUI Konzern ist mit seinem Finanzprofil und seinem Leistungsportfolio
gut im Markt aufgestellt. In den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres
2014/15 lag die Geschäftsentwicklung im Rahmen unserer Erwartungen. Unsere Erwartung für die Verbesserung des bereinigten Ergebnisses des TUI Konzerns
liegt auf Basis konstanter Wechselkurse zwischen 12,5 % und 15 %. Damit bestätigen
wir das kommunizierte Ziel, im Geschäftsjahr 2014/15 unter der Annahme stabiler Wechselkurse
ein operatives Ergebnisniveau (bereinigtes EBITA) der TUI Group von rund 1 Mrd. €
zu erreichen. Auf Basis unserer Wachstumsstrategie für die nächsten drei Jahre haben wir den Ausblick
für unseren Konzern aktualisiert und wollen in den nächsten drei Jahren auf Basis
stabiler Wechselkurse einen durchschnittlichen Zuwachs unseres bereinigten operativen
Ergebnisses um mindestens 10 % jährlich erzielen. Unsere langfristige Zielgröße für
die Bruttoinvestitionen der TUI Group (ohne Anzahlungen auf Flugzeugbestellungen)
beträgt 3 % des Konzernumsatzes. Corporate GovernanceZusammensetzung der OrganeIm Q3 2014/15 haben sich folgende Veränderungen in der Besetzung des Vorstands der
TUI AG ergeben. Johan Lundgren, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TUI AG und CEO Mainstream,
hat den Konzern mit Wirkung zum 31. Mai 2015 verlassen. Er hat nach dem Zusammenschluss
der TUI AG mit der TUI Travel PLC im Dezember 2014 den Umbau des Konzerns aktiv mitgestaltet
und strebt nun neue berufliche Herausforderungen außerhalb des Konzerns an. David
Burling, Geschäftsführer TUI UK & Ireland und Mitglied des Group Executive Committee,
wurde mit Wirkung vom 1. Juni 2015 zum Mitglied des Vorstands bestellt. Er erhält
die Gesamtverantwortung für die Region Nord sowie die Bereiche Hoteleinkauf und Airline-Plattform. Am 31. Juli 2015 hat der Aufsichtsrat Frau Dr. Elke Eller zum Mitglied des Vorstands
für das Ressort Personal sowie zur Arbeitsdirektorin der TUI AG bestellt. Sie übernimmt
die Aufgaben des Personalvorstands von Sebastian Ebel, der diese Funktion nach dem
Merger von TUI AG und TUI Travel PLC übergangsweise und zusätzlich zu seinen operativen
Aufgaben im Vorstand übernommen hatte. Frau Dr. Eller tritt ihr neues Amt zum 15.
Oktober 2015 an. Im Aufsichtsrat der TUI AG haben sich im Q3 2014/15 keine Veränderungen ergeben. Die aktuelle, vollständige Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat ist auf der Internetseite
der Gesellschaft (www.tui-group.com) angegeben und dort der Öffentlichkeit dauerhaft
zugänglich. ZWISCHENABSCHLUSSKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER TUI AG
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| Anhang | Q3 2014/15 | Q3 2013/14 | 9M 2014/15 | 9M 2013/14 | |
| Mio. € | geändert | geändert | |||
| Umsatzerlöse | 5.081,1 | 4.777,0 | 12.021,2 | 11.247,4 | |
| Umsatzkosten | (1) | 4.569,9 | 4.326,3 | 11.151,2 | 10.421,2 |
| Bruttogewinn | 511,2 | 450,7 | 870,0 | 826,2 | |
| Verwaltungsaufwendungen | (1) | 418,9 | 388,0 | 1.234,0 | 1.118,7 |
| Sonstige Erträge | (2) | 14,5 | 7,0 | 44,6 | 23,5 |
| Andere Aufwendungen | (2) | 5,6 | 0,4 | 6,9 | 1,9 |
| Finanzerträge | (4) | 0,1 | 6,4 | 16,1 | 20,3 |
| Finanzaufwendungen | (4) | 35,6 | 66,2 | 155,8 | 205,6 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten unternehmen | (5) | 29,5 | 10,5 | 85,9 | -14,4 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 95,2 | 20,0 | -380,1 | -470,6 | |
| Oberleitung auf bereinigtes EBITA: | |||||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 95,2 | 20,0 | -380,1 | -470,6 | |
| abzüglich Erträgen (Vorjahr Verlusten) aus der nach der Equity-Methode bewerteten Containerschifffahrt |
- |
9,5 | -0,9 | 46,0 | |
| zuzüglich Nettozinsbelastung und Aufwand aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | 34,6 | 62,4 | 141,9 | 182,4 | |
| EBITA* | 129,8 | 91,9 | -239,1 | -242,2 | |
| Bereinigungen: | (6) | ||||
| abzüglich Abgangsgewinnen | -1,6 | -2,9 | -0,6 | -2,4 | |
| zuzüglich Restrukturierungsaufwand | 29,1 | 16,3 | 45,6 | 32,0 | |
| zuzüglich Aufwand aus Kaufpreisallokation | 21,5 | 17,4 | 56,7 | 50,5 | |
| zuzüglich Aufwand (Vorjahr Ertrag) aus Einzelsachverhalten | 15,4 | 41,0 | 59,0 | -15,6 | |
| Bereinigtes EBITA | 194,2 | 163,7 | -78,4 | -177,7 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 95,2 | 20,0 | -380,1 | -470,6 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (7) | 44,8 | 22,1 | -230,8 | -122,4 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 50,4 | -2,1 | -149,3 | -348,2 | |
| Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich | -1,0 | -3,5 | -20,0 | -7,4 | |
| Konzerngewinn/-verlust | 49,4 | -5,6 | -169,3 | -355,6 | |
| Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngewinn/-verlust | 29,2 | -26,4 | -172,3 | -256,2 | |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerngewinn/-verlust | (8) | 20,2 | 20,8 | 3,0 | -99,4 |
| Q3 2014/15 | Q3 2013/14 | 9m 2014/15 | 9M 2013/14 | |
| € | geändert | geändert | ||
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie | 0,05 | -0,13 | -0,37 | -1,09 |
| aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 0,05 | -0,12 | -0,33 | -1,07 |
| aus aufgegebenem Geschäftsbereich | 0,00 | -0,01 | -0,04 | -0,02 |
| Q3 2014/15 | Q3 2013/14 | 9M 2014/15 | 9M 2013/14 | |
| Mio. € | geändert | geändert | ||
| Konzerngewinn/-verlust | 49,4 | -5,6 | -169,3 | -355,6 |
| Neubewertungen von Pensionsrückstellungen und zugehörigem Fondsvermögen | 208,8 | -132,4 | 19,2 | -149,2 |
| Bewertungsänderungen von nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen | - |
-2,0 | 0,1 | -0,6 |
| Zurechenbare Steuern auf Posten, die nicht umgegliedert werden können | -56,1 | 31,1 | -7,0 | 36,7 |
| Posten, die nicht in die GuV umgegliedert werden können | 152,7 | -103,3 | 12,3 | -113,1 |
| Währungsumrechnung | -146,2 | -48,5 | -213,2 | -140,9 |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 0,5 | -1,6 | 7,1 | -0,9 |
| Cash Flow Hedges | -103,7 | 19,2 | -308,3 | 8,9 |
| Bewertungsänderungen von nach der Equity-Methode einbezogenen unternehmen | -7,9 | 1,4 | 22,5 | 13,2 |
| Zurechenbare Steuern auf Posten, die umgegliedert werden können | 27,8 | -6,2 | 66,6 | -6,4 |
| Posten, die in die GuV umgegliedert werden können | -229,5 | -35,7 | -425,3 | -126,1 |
| Sonstige Ergebnisse | -76,8 | -139,0 | -413,0 | -239,2 |
| Konzerngesamtergebnis | -27,4 | -144,6 | -582,3 | -594,8 |
| Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngesamtergebnis | -31,8 | -97,9 | -590,5 | -384,4 |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerngesamtergebnis | 4,4 | -46,7 | 8,2 | -210,4 |
| Aufteilung des Anteile der Aktionäre der TUI AG am Konzerngesamtergebnis | ||||
| Fortzuführende Geschäftsbereiche | -33,8 | -96,5 | -573,0 | -381,8 |
| Aufgegebener Geschäftsbereich | 2,0 | -1,4 | -17,5 | -2,6 |
| 30.6.2015 | 30.9.2014 | 1.10.2013 | ||
| Mio. € | Anhang | geändert | geändert | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 3.281,9 | 3.136,2 | 2.976,4 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 926,5 | 933,4 | 866,0 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 7,3 | 7,7 | 58,0 | |
| Sachanlagen | (9) | 3.694,6 | 2.836,0 | 2.681,4 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen | (10) | 1.113,8 | 1.336,4 | 1.390,2 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | (11) | 58,1 | 62,7 | 71,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| und sonstige Vermögenswerte | 355,2 | 368,1 | 342,8 | |
| Derivative Finanzinstrumente | 33,4 | 75,8 | 37,9 | |
| Latente Ertragsteueransprüche | 663,2 | 235,9 | 223,1 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 10.134,0 | 8.992,2 | 8.647,2 | |
| Vorräte | 142,0 | 126,3 | 115,1 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | (11) | 489,1 | 300,0 | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| und sonstige Vermögenswerte | 2.544,8 | 1.911,2 | 1.872,6 | |
| Derivative Finanzinstrumente | 280,5 | 169,7 | 49,1 | |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 112,2 | 93,9 | 53,7 | |
| Finanzmittel | 1.575,7 | 2.258,0 | 2.674,0 | |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | (12) | 192,4 | 155,9 | 11,6 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 5.336,7 | 5.015,0 | 4.776,1 | |
| 15.470,7 | 14.007,2 | 13.423,3 |
| 30.6.2015 | 30.9.2014 | 1.10.2013 | ||
| Mio. € | Anhang | geändert | geändert | |
| Gezeichnetes Kapital | 1.499,6 | 732,6 | 645,2 | |
| Kapitalrücklage | 4.187,7 | 1.056,3 | 957,7 | |
| Gewinnrücklagen | -4.403,4 | 336,1 | 116,3 | |
| Hybridkapital | - | 294,8 | 294,8 | |
| Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen | 1.283,9 | 2.419,8 | 2.014,0 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 529,5 | 110,4 | -20,3 | |
| Eigenkapital | (15) | 1.813,4 | 2.530,2 | 1.993,7 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (13) | 1.192,6 | 1.242,4 | 1.102,2 |
| Sonstige Rückstellungen | 701,4 | 601,6 | 575,0 | |
| Langfristige Rückstellungen | 1.894,0 | 1.844,0 | 1.677,2 | |
| Finanzschulden | (14) | 1.671,8 | 1.748,4 | 1.834,1 |
| Derivative Finanzinstrumente | 85,5 | 20,7 | 30,6 | |
| Tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten | 115,8 | 98,5 | 107,8 | |
| Latente Ertragsteuerverbindlichkeiten | 139,7 | 144,8 | 107,8 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 137,4 | 130,5 | 93,6 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 2.150,2 | 2.142,9 | 2.173,9 | |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 4.044,2 | 3.986,9 | 3.851,1 | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (13) | 29,5 | 32,1 | 33,8 |
| Sonstige Rückstellungen | 438,0 | 471,0 | 447,5 | |
| Kurzfristige Rückstellungen | 467,5 | 503,1 | 481,3 | |
| Finanzschulden | (14) | 211,1 | 217,2 | 937,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.789,7 | 3.292,1 | 3.041,9 | |
| Derivative Finanzinstrumente | 534,6 | 241,9 | 177,3 | |
| Tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten | 91,2 | 101,2 | 132,5 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.418,8 | 3.134,6 | 2.808,2 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 9.045,4 | 6.987,0 | 7.097,2 | |
| Schulden i. Z. m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten | 100,2 | - | - | |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 9.613,1 | 7.490,1 | 7.578,5 | |
| 15.470,7 | 14.007,2 | 13.423,3 |
| Mio. € | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Hybridkapital | Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen | Anteil nicht beherrschender Gesellschafter |
| Stand zum 30.9.2014 | 732,6 | 1.056,3 | 321,7 | 294,8 | 2.405,4 | 111,7 |
| Anwendung IFRS 10 und IFRS 11 | - | - | -2,6 | - | -2,6 | -1,3 |
| Änderung IAS 28 | - | - | 17,0 | - | 17,0 | - |
| Stand zum 1.10.2014 (geändert) | 732,6 | 1.056,3 | 336,1 | 294,8 | 2.419,8 | 110,4 |
| Dividenden | - | - | -94,5 | - | -94,5 | -196,1 |
| Dividende Hybridkapital | - | - | -10,9 | - | -10,9 | - |
| Aktienorientierte Vergütungsprogramme der TUI Travel PLC | - | - | 13,5 | - | 13,5 | 2,0 |
| Ausgabe von Belegschaftsaktien | 0,3 | 1,2 | - | - | 1,5 | - |
| Wandlung von Wandelanleihen | 146,1 | 453,4 | - | - | 599,5 | - |
| Kapitalerhöhung | 620,6 | 2.676,8 | - | - | 3.297,4 | - |
| Auswirkungen aus Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | - | - | -4.051,9 | - | -4.051,9 | 605,0 |
| Kündigung Hybridkapital | - | - | -5,2 | -294,8 | -300,0 | - |
| Konzernverlust | - | - | -172,3 | - | -172,3 | 3,0 |
| Währungsumrechnung | - | - | -210,6 | - | -210,6 | -2,6 |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | - | - | 7,1 | - | 7,1 | - |
| Cash Flow Hedges | - | - | -318,6 | - | -318,6 | 10,3 |
| Neubewertungen von Pensionsrückstellungen und zugehörigem Fondsvermögen | - |
- |
19,2 | - |
19,2 | - |
| Bewertungsänderungen von nach der Equity-Methode einbezogenen unternehmen | - |
- |
22,6 | - |
22,6 | - |
| Den Sonstigen Ergebnissen zurechenbare Steuern | - | - | 62,1 | - | 62,1 | -2,5 |
| sonstige Ergebnisse | - | - | -418,2 | - | -418,2 | 5,2 |
| Konzerngesamtergebnis | - | - | -590,5 | - | -590,5 | 8,2 |
| Stand zum 30.6.2015 | 1.499,6 | 4.187,7 | -4.403,4 | - | 1.283,9 | 529,5 |
| Mio. € | Gesamt |
| Stand zum 30.9.2014 | 2.517,1 |
| Anwendung IFRS 10 und IFRS 11 | -3,9 |
| Änderung IAS 28 | 17,0 |
| Stand zum 1.10.2014 (geändert) | 2.530,2 |
| Dividenden | -290,6 |
| Dividende Hybridkapital | -10,9 |
| Aktienorientierte Vergütungsprogramme der TUI Travel PLC | 15,5 |
| Ausgabe von Belegschaftsaktien | 1,5 |
| Wandlung von Wandelanleihen | 599,5 |
| Kapitalerhöhung | 3.297,4 |
| Auswirkungen aus Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | -3.446,9 |
| Kündigung Hybridkapital | -300,0 |
| Konzernverlust | -169,3 |
| Währungsumrechnung | -213,2 |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 7,1 |
| Cash Flow Hedges | -308,3 |
| Neubewertungen von Pensionsrückstellungen und zugehörigem Fondsvermögen | 19,2 |
| Bewertungsänderungen von nach der Equity-Methode einbezogenen unternehmen | 22,6 |
| Den Sonstigen Ergebnissen zurechenbare Steuern | 59,6 |
| sonstige Ergebnisse | -413,0 |
| Konzerngesamtergebnis | -582,3 |
| Stand zum 30.6.2015 | 1.813,4 |
| Mio. € | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Hybridkapital | Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen | Anteil nicht beherrschender Gesellschafter |
| Stand zum 30.9.2013 | 645,2 | 957,7 | 118,7 | 294,8 | 2.016,4 | -19,6 |
| Anwendung IFRS 10 und IFRS 11 | - | - | -2,4 | - | -2,4 | -0,7 |
| stand zum 1.10.2013 (geändert) | 645,2 | 957,7 | 116,3 | 294,8 | 2.014,0 | -20,3 |
| Dividenden | - | - | -37,8 | - | -37,8 | -89,9 |
| Dividende Hybridkapital | - | - | -17,4 | - | -17,4 | - |
| Aktienorientierte Vergütungsprogramme der TUI Travel PLC | - | - | 7,4 | - | 7,4 | 7,8 |
| Ausgabe von Belegschaftsaktien | 0,3 | 0,7 | - | - | 1,0 | - |
| Wandlung von Wandelanleihen | 67,9 | 76,0 | - | - | 143,9 | - |
| Steuereffekt auf Wandelanleihen | - | - | - | - | - | 27,4 |
| Erstkonsolidierung | - | - | - | - | - | 1,6 |
| Entkonsolidierung | - | - | - | - | - | -1,8 |
| Auswirkungen aus Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | - | - | -22,2 | - | -22,2 | -18,3 |
| Optionen auf den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | - | - | -2,6 | - | -2,6 | -2,1 |
| Konzernverlust | - | - | -256,2 | - | -256,2 | -99,4 |
| Währungsumrechnung | - | - | -73,5 | - | -73,5 | -67,4 |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | - | - | -0,5 | - | -0,5 | -0,4 |
| Cash Flow Hedges | - | - | 8,3 | - | 8,3 | 0,6 |
| Neubewertungen von Pensionsrückstellungen und zugehörigem Fondsvermögen | - |
- |
-94,6 | - |
-94,6 | -54,6 |
| Bewertungsänderungen von nach der Equity-Methode einbezogenen unternehmen | - |
- |
12,4 | - |
12,4 | 0,2 |
| Den Sonstigen Ergebnissen zurechenbare Steuern | - | - | 19,7 | - | 19,7 | 10,6 |
| sonstige Ergebnisse | - | - | -128,2 | - | -128,2 | -111,0 |
| Konzerngesamtergebnis | - | - | -384,4 | - | -384,4 | -210,4 |
| Stand zum 30.6.2014 (geändert) | 713,4 | 1.034,4 | -340,7 | 294,8 | 1.701,9 | -306,0 |
| Mio. € | Gesamt |
| Stand zum 30.9.2013 | 1.996,8 |
| Anwendung IFRS 10 und IFRS 11 | -3,1 |
| stand zum 1.10.2013 (geändert) | 1.993,7 |
| Dividenden | -127,7 |
| Dividende Hybridkapital | -17,4 |
| Aktienorientierte Vergütungsprogramme der TUI Travel PLC | 15,2 |
| Ausgabe von Belegschaftsaktien | 1,0 |
| Wandlung von Wandelanleihen | 143,9 |
| Steuereffekt auf Wandelanleihen | 27,4 |
| Erstkonsolidierung | 1,6 |
| Entkonsolidierung | -1,8 |
| Auswirkungen aus Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | -40,5 |
| Optionen auf den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | -4,7 |
| Konzernverlust | -355,6 |
| Währungsumrechnung | -140,9 |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | -0,9 |
| Cash Flow Hedges | 8,9 |
| Neubewertungen von Pensionsrückstellungen und zugehörigem Fondsvermögen | -149,2 |
| Bewertungsänderungen von nach der Equity-Methode einbezogenen unternehmen | 12,6 |
| Den Sonstigen Ergebnissen zurechenbare Steuern | 30,3 |
| sonstige Ergebnisse | -239,2 |
| Konzerngesamtergebnis | -594,8 |
| Stand zum 30.6.2014 (geändert) | 1.395,9 |
| 9M 2014/15 | 9M 2013/14 | |
| Mio. € | geändert | |
| Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 515,0 | 385,3 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | -27,4 | -156,8 |
| Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -1.061,8 | -384,7 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | -574,2 | -156,2 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands | -65,7 | -15,3 |
| Zahlungsunwirksame Veränderung des Finanzmittelbestands | - | -587,5 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 2.258,0 | 2.674,0 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 1.618,1 | 1.915,0 |
| davon in der Bilanzposition zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte enthalten | 42,4 | - |
Der TUI Konzern ist mit seinen wesentlichen Tochtergesellschaften und Beteiligungen
in der Touristik tätig. Die TUI AG mit Sitz in Hannover, Deutschland, ist die Muttergesellschaft
des TUI Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Die
Aktien der Gesellschaft werden an der London Stock Exchange und an den Wertpapierbörsen
in Hannover und Frankfurt gehandelt.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der TUI AG und ihrer Tochtergesellschaften
umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober 2014 bis 30. Juni 2015. Der Konzernzwischenabschluss
wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen
Euro (Mio. €) angegeben.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde am 11. August 2015 vom Vorstand der
TUI AG zur Veröffentlichung freigegeben.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2015 umfasst nach den Vorschriften
des § 37 w Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss
und einen Konzern-Zwischenlagebericht.
Der Konzernzwischenabschluss wurde unter Beachtung der Offenlegungs- und Transparenzvorschriften
der britischen Finanzdienstleistungsaufsicht sowie im Einklang mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des
International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung
erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
In Übereinstimmung mit dem IAS 34 wird der Konzernzwischenabschluss in einer im Vergleich
zum Konzernjahresabschluss verkürzten Form veröffentlicht und sollte daher in Verbindung
mit dem Konzernabschluss der TUI AG für das Geschäftsjahr 2013/14 gelesen werden.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Der TUI Konzern deckt den täglichen Bedarf an Betriebskapital durch Bargeldbestände,
Guthaben und Kredite bei Kreditinstituten. Die Nettofinanzverschuldung (Finanzschulden
abzüglich flüssiger Mittel) des TUI Konzerns beträgt zum 30. Juni 2015 307,2 Mio.
€ (zum 30. September 2014 Nettofinanzvermögen 292,4 Mio. €). Der Anstieg der Verschuldung
im Vergleich zum Jahresende ist eine Folge des typischen saisonalen Verlaufs der Zahlungsmittelzu-
und -abflüsse insbesondere bei den Reiseveranstaltern. Die Nettofinanzverschuldung
setzt sich zusammen aus 1.575,7 Mio. € flüssigen Mitteln, 211,1 Mio. € kurzfristigen
Finanzschulden und 1.671,8 Mio. € langfristigen Finanzschulden. Der Vorstand schätzt
die Ausstattung mit liquiden Mitteln und die langfristige Fremdfinanzierung weiterhin
als zufriedenstellend ein. Die Fremdfinanzierung beinhaltet eine externe revolvierende
Kreditlinie (revolving credit facility) in Höhe von 1.535,0 Mio. € mit einer Laufzeit
bis Juni 2018, die zur Steuerung der Saisonalität der Zahlungsflüsse und Liquidität
des Konzerns genutzt werden. Die Gewährung der Kreditlinie unterliegt der Einhaltung
bestimmter finanzieller Zielgrößen. Zum letzten Überprüfungsstichtag waren alle Zielgrößen
eingehalten.
Neben dieser Kreditlinie bestehen zum 30. Juni 2015 weitere Bankverbindlichkeiten
z. B. Darlehensverpflichtungen aus dem Erwerb von Sachanlagen. Insgesamt belaufen
sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag auf 501,1
Mio. €.
Neben diesen Bankverbindlichkeiten hat der Konzern zum 30. Juni 2015 folgende wesentliche
Finanzschulden:
| ― |
Hochzinsanleihe 2014/19 im Nominalwert von 300,0 Mio. €, ausgegeben durch die TUI AG mit einer Laufzeit bis Oktober 2019, |
| ― |
Finanzierungsleasingvereinbarungen in Höhe von 992,2 Mio. € |
Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Einflüsse und der politischen Lage in einigen
Zielgebieten besteht eine partielle Ungewissheit bezüglich der Kundennachfrage. Der
Vorstand der TUI geht davon aus, dass das Geschäftsmodell der TUI flexibel genug ist,
die derzeit erkennbaren Herausforderungen zu kompensieren. Die Erwartungen und Prognosen
zeigen, dass der TUI Konzern auch zukünftig über ausreichende Mittel verfügt, die
sowohl aus der Mittelaufnahme als auch aus operativen Cash Flows resultieren, um seinen
Zahlungsverpflichtungen für die absehbare Zukunft nachzukommen und die Unternehmensfortführung
entsprechend zu gewährleisten. Der Zwischenabschluss wurde daher unter der Prämisse
der Unternehmensfortführung erstellt.
Bei der Erstellung des Zwischenabschlusses müssen von der Unternehmensleitung Schätzungen
vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese beeinflussen die Höhe der für Vermögenswerte,
Schulden sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewiesenen Beträge zum Bilanzstichtag
sowie die Höhe der ausgewiesenen Umsätze und Aufwendungen im Berichtszeitraum. Die
tatsächliche Entwicklung kann von den Schätzwerten abweichen.
Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2015 wurde grundsätzlich unter Beachtung derselben
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss
zum 30. September 2014 zugrunde lagen.
Aufgrund des Zusammenschlusses mit der TUI Travel PLC hat der TUI Konzern seine Organisationsstruktur
neu aufgestellt. Zum 31. März 2015 wurde die bislang verwendete Berichtsstruktur nach
IFRS 8 an das veränderte Steuerungskonzept der neuen TUI Group angepasst.
An die Stelle der bisherigen Sparten Travel (bestehend aus den vier Sektoren Mainstream,
Specialist & Activity, Accommodation & Destinations und Sonstiges), Hotels & Resorts
und Kreuzfahrten treten die folgenden Berichts-Segmente:
| ― |
Region Nord |
| ― |
Region Zentral |
| ― |
Region West |
| ― |
Hotels & Resorts |
| ― |
Kreuzfahrten |
| ― |
Übrige Touristik |
| ― |
Specialist Group |
| ― |
Hotelbeds Group |
| ― |
LateRooms Group |
Neben den obigen Segmenten wird außerdem weiterhin das Segment "Alle übrigen Segmente"
ausgewiesen, in dem insbesondere die Corporate Center Funktionen der TUI AG und der
Zwischenholdings sowie die Immobiliengesellschaften des Konzerns zusammengefasst sind.
Die bisher in der Sparte Travel enthaltenen Corporate Center Funktionen der TUI Travel
PLC wurden ebenfalls diesem Segment zugeordnet.
Die Segmente Region Nord, Region Zentral, Region West, Hotels & Resorts, Kreuzfahrten
und übrige Touristik werden dem Geschäftsfeld Touristik zugeordnet. Die Segmente Specialist
Group, Hotelbeds Group sowie die übrigen Segmente enthalten andere operative Geschäftsbereiche,
die nicht dem Kerngeschäftsfeld Touristik zuzuordnen sind. Die LateRooms Group wird
als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert.
Das Segment Region Nord enthält die Veranstalter und Fluggesellschaften sowie das
Kreuzfahrtgeschäft in Großbritannien, Irland und den nordischen Ländern. Daneben wurden
diesem Segment die strategische kanadische Beteiligung Sunwings und das Gemeinschaftsunternehmen
TUI Russia zugeordnet. Das Segment Region Zentral umfasst die Veranstalter und Fluggesellschaften
in Deutschland sowie die Veranstalter in Österreich, der Schweiz und Polen. Dem Segment
Region West werden die Veranstalter und Fluggesellschaften in Belgien und den Niederlanden
sowie die Veranstalter in Frankreich zugeordnet. Das Segment Hotels & Resorts umfasst
alle eigenen Hotels und Hotelbeteiligungen des TUI Konzerns. Die Hotelaktivitäten
der ehemaligen Sparte Travel werden ebenfalls dem Segment Hotels & Resorts zugeordnet.
Das Segment Kreuzfahrten besteht unverändert aus Hapag-Lloyd Kreuzfahrten und dem
Gemeinschaftsunternehmen TUI Cruises. In dem Segment Übrige Touristik werden neben
der französischen Linien-Fluggesellschaft Corsair insbesondere zentrale Funktionen
der Touristik, wie Flugsteuerung und Informationstechnologie des TUI Konzerns ausgewiesen.
Das Segment Specialist Group beinhaltet die vormals unter der Bezeichnung Specialist
& Activity geführten Spezialreiseveranstalter.
Das Segment Hotelbeds Group war bisher in der Sparte Accommodation & Destinations
enthalten und umfasst die B2B Hotelportale und die Zielgebietsagenturen.
Die Vorjahreszahlen wurden an die neue Segmentstruktur angepasst.
Die TUI AG hat beschlossen, sich von dem Segment LateRooms Group zu trennen. Die LateRooms
Group vermittelt über die Online-Hotelportale LateRooms, die vornehmlich in Großbritannien
tätig ist, und AsiaRooms Unterkunftsleistungen an Endkunden. Die Trennung soll erfolgen,
indem LateRooms veräußert und AsiaRooms geschlossen wird. Das operative Geschäft der
AsiaRooms wurde im zweiten Quartal 2014/15 eingestellt. In Zusammenhang mit der Schließung
sind bisher Transaktionskosten in Höhe von 11,6 Mio. € entstanden. Mit einer Umsetzung
der Veräußerung der LateRooms wird noch für dieses Kalenderjahr gerechnet.
Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2014/15 waren die folgenden durch das IASB überarbeiteten
bzw. neu herausgegebenen und für den TUI Konzern relevanten Standards und Interpretationen
verpflichtend anzuwenden:
| ― |
IFRS 10: Konzernabschlüsse |
| ― |
IFRS 11: Gemeinschaftliche Vereinbarungen |
| ― |
IFRS 12: Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen |
| ― |
Änderungen der IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12: Übergangsvorschriften |
| ― |
Änderungen der IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27: Investmentgesellschaften |
| ― |
Änderungen des IAS 27: Einzelabschlüsse |
| ― |
Änderungen des IAS 28: Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures |
| ― |
Änderungen des IAS 32: Finanzinstrumente - Darstellung: Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten |
| ― |
IFRIC 21: Abgaben |
Darüber hinaus werden beginnend mit dem Geschäftsjahr 2014/15 die folgenden durch
das IASB geänderten Standards, die von der Europäischen Union in europäisches Recht
übernommen wurden, vorzeitig angewendet:
| ― |
Jährliches Verbesserungsprojekt (2010 - 2012) |
| ― |
Jährliches Verbesserungsprojekt (2011 - 2013) |
| ― |
Änderungen des IAS 19: Leistungen an Arbeitnehmer - Leistungsorientierte Pläne: Mitarbeiterbeiträge |
Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Erstanwendung der IFRS 10 und IFRS 11 einschließlich
der Übergangsbestimmungen sowie aufgrund der Änderungen des IAS 28 angepasst. Die
Anpassungen sind im Abschnitt "Änderung von Vorjahreswerten" dargestellt. Aus den
übrigen Verlautbarungen ergaben sich keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf
die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im vorliegenden
Zwischenbericht.
Mit dem IFRS 10 werden die konzernabschlussrelevanten Vorschriften des IAS 27 "Konzern-
und Einzelabschlüsse" sowie des SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" durch
ein einheitliches Modell zur Abgrenzung des Konsolidierungskreises ersetzt, welches
auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt.
Beherrschung liegt nach IFRS 10 vor, wenn ein Unternehmen Verfügungsmacht über die
maßgeblichen Aktivitäten eines Beteiligungsunternehmens hat, variablen Rückflüssen
ausgesetzt ist und infolge der Verfügungsmacht die Höhe der variablen Rückflüsse beeinflussen
kann. Mit der Erstanwendung werden zwei Gesellschaften von der Vollkonsolidierung
auf die Equity-Methode umgestellt, da die anderen Anteilseigner über Geschäftsführungs-
bzw. Aufsichtsgremien Mitspracherechte bezüglich der Festlegung und Ausübung der relevanten
Tätigkeiten haben. Die Auswirkungen der Neuzuordnung sind nicht wesentlich für den
TUI Konzern.
IFRS 11 ersetzt SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Einheiten - Nicht-monetäre Einlagen
durch Partnerunternehmen" sowie den bisherigen IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen".
Der Standard regelt die Klassifizierung und Bilanzierung von gemeinschaftlichen Tätigkeiten
(Joint Operations) und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures). Die Klassifizierung
als gemeinsame Vereinbarung erfolgt subsidiär zur Beherrschung nach IFRS 10. Im Falle
einer gemeinsamen Vereinbarung erfolgt die weitere Klassifizierung als gemeinschaftliche
Tätigkeit oder als Gemeinschaftsunternehmen auf Basis der Rechte und Pflichten der
Partner. Die Bilanzierung gemeinschaftlich beherrschter Vermögenswerte fällt unter
die Regelungen zu den gemeinschaftlichen Tätigkeiten und wird damit weiterhin beteiligungsproportional
erfasst. Dagegen entfällt nach IFRS 11 die früher zulässige Quotenkonsolidierung für
Gemeinschaftsunternehmen, welche nun ausschließlich nach der Equity-Methode einbezogen
werden müssen. Die Anwendung des IFRS 11 führt nur zu unwesentlichen Änderungen im
Konzernabschluss. Infolge der Erstanwendung werden drei Gesellschaften neu den Gemeinschaftsunternehmen
(Joint Ventures) zugeordnet. Davon wurde eine Gesellschaft bereits nach der Equity-Methode
bilanziert. Die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen
wirkt sich nicht auf den TUI Konzern aus, da diese bereits in der Vergangenheit nach
der Equity-Methode in den TUI Konzernabschluss einbezogen wurden.
In diesem neuen Standard werden die Angabepflichten bezüglich gehaltener Anteile an
Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen sowie
nicht konsolidierter strukturierter Einheiten zusammengefasst. Die von IFRS 12 geforderten
Angaben gehen zum Teil deutlich über die bisherigen Angabepflichten hinaus. Insbesondere
sollen die Art der Beteiligung, die im Zusammenhang mit der Beteiligung bestehenden
Risiken sowie deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
deutlich werden. Die Erstanwendung von IFRS 12 führt zu erweiterten Anhangangaben
im Konzernabschluss zum 30. September 2015.
Die im Juni 2012 veröffentlichten Übergangsvorschriften enthalten Erleichterungen
bei der erstmaligen Anwendung der neuen Standards. Angepasste Vergleichsinformationen
sind nunmehr lediglich für die direkt vorangegangene Vergleichsperiode anzugeben.
Die Pflicht zur Angabe von Vergleichsinformationen bei nicht konsolidierten, strukturierten
Gesellschaften für Perioden vor der erstmaligen Anwendung des IFRS 12 entfällt.
Mit den im Oktober 2012 veröffentlichten Änderungen werden viele Investmentgesellschaften
von der zukünftigen Verpflichtung befreit, die von ihnen beherrschten Tochterunternehmen
in ihrem Konzernabschluss zu konsolidieren. Stattdessen bewerten sie die zu Investitionszwecken
gehaltenen Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert. Daneben werden neue Angabepflichten
für Investmentgesellschaften vorgeschrieben. Für die TUI sind diese Änderungen nicht
relevant.
Die Neufassung des IAS 27 regelt ausschließlich die Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen,
assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie die dazugehörigen Anhangangaben
im Einzelabschluss des Anteilseigners. Die zuvor enthaltenen Regelungen zur Konsolidierung
finden sich nun im neu veröffentlichten IFRS 10. Da die TUI AG keinen IFRS-Einzelabschluss
nach § 325 Abs. 2a HGB erstellt, haben die Änderungen keine Auswirkung auf die TUI.
Die Änderungen von IAS 28 wurden im Juni 2011 veröffentlicht und schreiben die Anwendung
der Equity-Methode für die Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen vor. Das entspricht der bisherigen Bilanzierung im TUI Konzern.
Daneben wird vorgeschrieben, dass bei Teilveräußerungen nur der Anteil einer Beteiligung
als zur Veräußerung bestimmt ausgewiesen werden kann, der tatsächlich veräußert wird.
Auf den verbleibenden Anteil ist die Equity-Methode bis zu dem Zeitpunkt anzuwenden,
an dem die Beteiligung nicht mehr die Form eines assoziierten Unternehmens hat. Die
Erstanwendung dieser Änderungen führt zu einer geänderten Bilanzierung der Beteiligung
an der Containerreederei Hapag-Lloyd AG, da nunmehr rückwirkend für das Geschäftsjahr
2013/14 die Beteiligung nur zu 30 % das Kriterium "zur Veräußerung bestimmt" erfüllte.
Die im Dezember 2011 veröffentlichten Änderungen an IAS 32 stellen klar, dass eine
Aufrechnung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten in der
Bilanz nur dann erfolgen darf, wenn der gegenwärtige Anspruch auf Saldierung nicht
von einem Ereignis in der Zukunft abhängig und sowohl im ordentlichen Geschäftsverlauf
als auch bei Ausfall, Insolvenz oder Zahlungsunfähigkeit einer Vertragspartei durchsetzbar
ist. Des Weiteren wird bestimmt, dass Bruttoaufrechnungsmechanismen einer Nettoaufrechnung
gleichzusetzen sind, wenn keine Kredit- und Liquiditätsrisiken verbleiben und die
Forderungen und Verbindlichkeiten in einem Abrechnungsprozess verarbeitet werden.
Die Änderungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Abschlusses.
Diese im Mai 2013 vom IFRIC veröffentlichte Interpretation regelt wie und wann Verpflichtungen
zur Zahlung öffentlicher Abgaben, die keine Ertragsteuern nach IAS 12 darstellen,
zu bilanzieren sind. Es wird klargestellt, dass eine Verpflichtung zur Zahlung einer
Abgabe dann anzusetzen ist, sobald das gesetzlich festgelegte Ereignis, an das die
Zahlungsverpflichtung anknüpft, eintritt. Die Interpretation hat keine wesentlichen
Auswirkungen auf den Abschluss.
Mit diesen im November 2013 veröffentlichten Änderungen wird klargestellt, dass Beiträge,
die Mitarbeiter (oder dritte Parteien) selbst für leistungsorientierte Pensionszusagen
entrichten und die nicht an die Anzahl der Dienstjahre gekoppelt sind, vereinfachend
von dem Dienstzeitaufwand der Periode abgesetzt werden dürfen, in der die korrespondierende
Arbeitsleistung erbracht wurde. Hierzu zählen beispielsweise Beiträge, die als fixer
Prozentsatz vom Jahresgehalt festgelegt werden. Die Änderung hat keine wesentliche
Auswirkung auf den Abschluss.
Im Dezember 2013 wurden Regelungen aus dem jährlichen Verbesserungsprojekt veröffentlicht,
die Änderungen an den folgenden sieben Standards enthalten: IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8,
IFRS 13, IAS 16, IAS 38 und IAS 24. Die Vorschriften betreffen neben geringfügigen
inhaltlichen Änderungen im Wesentlichen Klarstellungen zum Ansatz, zum Ausweis und
zur Bewertung. Die Änderungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung
des Abschlusses.
Im Dezember 2013 wurden Regelungen aus dem jährlichen Verbesserungsprojekt veröffentlicht,
die Änderungen an vier Standards enthalten, darunter IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40. Die
Vorschriften betreffen neben geringfügigen inhaltlichen Änderungen im Wesentlichen
Klarstellungen zum Ansatz, zum Ausweis und zur Bewertung. Die Änderungen haben keinen
Einfluss auf den Abschluss.
Folgende Anpassungen erfolgten für das Geschäftsjahr 2013/14:
Bei der Erstanwendung wurden entsprechend den Übergangsbestimmungen die Vorjahreswerte
der durch die Umstellungen betroffenen Posten im Abschluss durchgängig angepasst.
Aufgrund der Änderungen des IAS 28 haben sich zum 30. September 2014 die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte um 327,4 Mio. € reduziert. Dies entspricht dem Anteil von 70 °% der Beteiligung an der Hapag-Lloyd AG, der nach den Regelungen zu Teilveräußerungen rückwirkend mittels der Equity-Methode zu bilanzieren ist. Ein Anteil von 300 % der Beteiligung bzw. von 140,2 Mio. € ist unverändert ab April 2014 in den zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten auszuweisen. Korrespondierend erhöhen sich zum 30. September 2014 die nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen um 344,4 Mio. €. Die Gewinnrücklagen zum 30. September 2014 waren um das Gesamtergebnis aus der Equity-Bewertung ab April 2014 um 17,0 Mio. € anzupassen.
Die Vorjahreswerte in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Gesamtergebnisrechnung
wurden um die Ergebnisbeiträge des rückwirkend nach der Equity-Methode zu bewertenden
Anteils der Beteiligung an der Hapag-Lloyd AG im Zeitraum ab April 2014 bis zum 30.
Juni 2014 angepasst.
Aufgrund der geplanten Veräußerung des Segments LateRooms Group im Kalenderjahr 2015
wurde das Segment entsprechend den Vorschriften des IFRS 5 zum 30. Juni 2015 als aufgegebener
Geschäftsbereich ausgewiesen.
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird das Ergebnis aus diesem aufgegebenen
Geschäftsbereich in einer separaten Zeile als Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
gesondert ausgewiesen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres wurde
entsprechend angepasst.
In den nachfolgenden Tabellen sind die Anpassungen dargestellt. Die Vorjahreswerte
änderten sich wie folgt:
| 9M 2013/14 | |||||
| Änderungen | |||||
| Mio. € | vor Änderung | Anwendung IFRS 10 und IFRS 11 | Anwendung IAS 28 neu | Aufgegebener Geschäftsbereich |
geändert |
| Umsatzerlöse | 11.384,4 | -84,8 | -52,2 | 11.247,4 | |
| Umsatzkosten | 10.528,6 | -77,2 | - | -30,2 | 10.421,2 |
| Bruttogewinn | 855,8 | -7,6 | - | -22,0 | 826,2 |
| Verwaltungsaufwendungen | 1.152,5 | -4,3 | - | -29,5 | 1.118,7 |
| Sonstige Erträge | 23,4 | 0,1 | - | - | 23,5 |
| Andere Aufwendungen | 1,9 | - | - | - | 1,9 |
| Finanzerträge | 19,8 | - | - | 0,5 | 20,3 |
| Finanzaufwendungen | 207,4 | -1,8 | - | - | 205,6 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten unternehmen | -9,2 | 1,9 | -7,1 | -14,4 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -472,0 | 0,5 | -7,1 | 8,0 | -470,6 |
| Überleitung auf bereinigtes EBITA: | |||||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -472,0 | 0,5 | -7,1 | 8,0 | -470,6 |
| zuzüglich Verlusten aus der nach der Equity-Methode bewerteten Containerschifffahrt | 38,9 | - |
7,1 | - |
46,0 |
| zuzüglich Nettozinsbelastung und Aufwand aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | 184,7 | -1,7 | -0,6 | 182,4 | |
| EBITA | -248,4 | -1,2 | - | 7,4 | -242,2 |
| Bereinigungen: | |||||
| abzüglich Abgangsgewinnen (Vorjahr Verluste) | -2,3 | -0,1 | -2,4 | ||
| zuzüglich Restrukturierungsaufwand | 32,0 | - | - | - | 32,0 |
| zuzüglich Aufwand aus Kaufpreisallokation | 52,0 | -0,1 | - | -1,4 | 50,5 |
| abzüglich Ertrag aus Einzelsachverhalten | -15,6 | - | - | - | -15,6 |
| Bereinigtes EBITA | -182,3 | -1,4 | - | 6,0 | -177,7 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | -472,0 | 0,5 | -7,1 | 8,0 | -470,6 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -123,4 | 0,4 | - | 0,6 | -122,4 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | -348,6 | 0,1 | -7,1 | 7,4 | -348,2 |
| Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich | - |
- |
- |
-7,4 | -7,4 |
| Konzernverlust | -348,6 | 0,1 | -7,1 | - | -355,6 |
| Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernverlust | -249,2 | 0,1 | -7,1 | - | -256,2 |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzernverlust | -99,4 | - | - | - | -99,4 |
| 9M 2013/14 | ||||
| Änderungen | ||||
| Mio. € | vor Änderung | Anwendung IFRS 10 und IFRS 11 | Anwendung IAS 28 neu | geändert |
| Konzernverlust | -348,6 | 0,1 | -7,1 | -355,6 |
| Neubewertungen von Pensionsrückstellungen und zugehörigem Fondsvermögen | -149,2 | - |
- |
-149,2 |
| Bewertungsänderungen von nach der Equity-Methode einbezogenen unternehmen | 1,4 | - |
-2,0 | -0,6 |
| Zurechenbare Steuern auf Posten, die nicht umgegliedert werden können | 36,7 | - |
- |
36,7 |
| Posten, die nicht in die GuV umgegliedert werden können | -111,1 | - | -2,0 | -113,1 |
| Währungsumrechnung | -145,1 | -1,4 | 5,6 | -140,9 |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | -0,9 | - | - | -0,9 |
| Cash Flow Hedges | 10,5 | -1,6 | - | 8,9 |
| Bewertungsänderungen von nach der Equity-Methode einbezogenen unternehmen | 12,4 | 0,7 | 0,1 | 13,2 |
| Zurechenbare Steuern auf Posten, die umgegliedert werden können | -6,5 | 0,1 | - |
-6,4 |
| Posten, die in die GuV umgegliedert werden können | -129,6 | -2,2 | 5,7 | -126,1 |
| Sonstige Ergebnisse | -240,7 | -2,2 | 3,7 | -239,2 |
| Konzerngesamtergebnis | -589,3 | -2,1 | -3,4 | -594,8 |
| Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngesamtergebnis | -380,5 | -0,5 | -3,4 | -384,4 |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerngesamtergebnis | -208,8 | -1,6 | - |
-210,4 |
| 1.10.2013 | 1.10.2013 | 1.10.2013 | 30.9.2014 | 30.9.2014 | 30.9.2014 | |
| Mio. € | vor Änderung 2014/15* |
Anwendung IFRS 10 und IFRS 11 | geändert | vor Änderung |
Anwendung IFRS 10 und IFRS 11 | Änderung IAS 28 |
| Aktiva | ||||||
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 866,2 | -0,2 | 866,0 | 933,5 | -0,1 | - |
| Sachanlagen | 2.682,0 | -0,6 | 2.681,4 | 2.836,6 | -0,6 | - |
| Nach der Equity-Methode bewertete unternehmen | 1.386,4 | 3,8 | 1.390,2 | 988,0 | 4,0 | 344,4 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 71,5 | -0,1 | 71,4 | 62,7 | - |
- |
| Derivative Finanzinstrumente | 37,9 | - | 37,9 | 76,3 | -0,5 | - |
| Latente Ertragsteueransprüche | 224,6 | -1,5 | 223,1 | 238,1 | -2,2 | - |
| langfristige Vermögenswerte | 8.645,8 | 1,4 | 8.647,2 | 8.647,2 | 0,6 | 344,4 |
| Vorräte | 115,4 | -0,3 | 115,1 | 126,5 | -0,2 | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 1.876,8 | -4,2 | 1.872,6 | 1.917,8 | -6,6 | - |
| Derivative Finanzinstrumente | 49,1 | - | 49,1 | 171,4 | -1,7 | - |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 53,9 | -0,2 | 53,7 | 94,0 | -0,1 | - |
| Finanzmittel | 2.701,7 | -27,7 | 2.674,0 | 2.286,0 | -28,0 | - |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 11,6 | 11,6 | 483,3 | - |
-327,4 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.808,5 | -32,4 | 4.776,1 | 5.379,0 | -36,6 | -327,4 |
| 13.454,3 | -31,0 | 13.423,3 | 14.026,2 | -36,0 | 17,0 |
| 30.9.2014 | |
| Mio. € | geändert |
| Aktiva | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 933,4 |
| Sachanlagen | 2.836,0 |
| Nach der Equity-Methode bewertete unternehmen | 1.336,4 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 62,7 |
| Derivative Finanzinstrumente | 75,8 |
| Latente Ertragsteueransprüche | 235,9 |
| langfristige Vermögenswerte | 8.992,2 |
| Vorräte | 126,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 1.911,2 |
| Derivative Finanzinstrumente | 169,7 |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 93,9 |
| Finanzmittel | 2.258,0 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 155,9 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 5.015,0 |
| 14.007,2 |
*
Wie im Geschäftsbericht zum 30.9.2014 berichtet.
| 1.10.2013 | 1.10.2013 | 1.10.2013 | 30.9.2014 | 30.9.2014 | 30.9.2014 | |
| Mio. € | vor Änderung 2014/15* |
Anwendung IFRS 10 und IFRS 11 | geändert | vor Änderung |
Anwendung IFRS 10 und IFRS 11 | Änderung IAS 28 |
| Passiva | ||||||
| Gewinnrücklagen | 118,7 | -2,4 | 116,3 | 321,7 | -2,6 | 17,0 |
| Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen | 2.016,4 | -2,4 | 2.014,0 | 2.405,4 | -2,6 | 17,0 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | -19,6 | -0,7 | -20,3 | 111,7 | -1,3 | - |
| Eigenkapital | 1.996,8 | -3,1 | 1.993,7 | 2.517,1 | -3,9 | 17,0 |
| Derivative Finanzinstrumente | 30,7 | -0,1 | 30,6 | 20,7 | ||
| Latente Ertragsteuerverbindlichkeiten | 109,2 | -1,4 | 107,8 | 147,3 | -2,5 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 98,4 | -4,8 | 93,6 | 134,9 | -4,4 | - |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 2.180,2 | -6,3 | 2.173,9 | 2.149,8 | -6,9 | - |
| langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 3.857,4 | -6,3 | 3.851,1 | 3.993,8 | -6,9 | |
| Sonstige Rückstellungen | 449,2 | -1,7 | 447,5 | 472,0 | -1,0 | - |
| Kurzfristige Rückstellungen | 483,0 | -1,7 | 481,3 | 504,1 | -1,0 | - |
| Finanzschulden | 935,5 | 1,8 | 937,3 | 214,5 | 2,7 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.049,2 | -7,3 | 3.041,9 | 3.301,2 | -9,1 | |
| Derivative Finanzinstrumente | 178,8 | -1,5 | 177,3 | 242,0 | -0,1 | - |
| Tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten | 134,0 | -1,5 | 132,5 | 101,5 | -0,3 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.819,6 | -11,4 | 2.808,2 | 3.152,0 | -17,4 | - |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 7.117,1 | -19,9 | 7.097,2 | 7.011,2 | -24,2 | - |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 7.600,1 | -21,6 | 7.578,5 | 7.515,3 | -25,2 | - |
| 13.454,3 | -31,0 | 13.423,3 | 14.026,2 | -36,0 | 17,0 |
| 30.9.2014 | |
| Mio. € | geändert |
| Passiva | |
| Gewinnrücklagen | 336,1 |
| Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen | 2.419,8 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 110,4 |
| Eigenkapital | 2.530,2 |
| Derivative Finanzinstrumente | 20,7 |
| Latente Ertragsteuerverbindlichkeiten | 144,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 130,5 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 2.142,9 |
| langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 3.986,9 |
| Sonstige Rückstellungen | 471,0 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 503,1 |
| Finanzschulden | 217,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.292,1 |
| Derivative Finanzinstrumente | 241,9 |
| Tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten | 101,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.134,6 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 6.987,0 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 7.490,1 |
| 14.007,2 |
*
Wie im Geschäftsbericht zum 30.9.2014 berichtet.
Die Auswirkungen auf die Eigenkapitalpositionen sind im Detail direkt in der verkürzten
Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
| 9M 2013/14 | |||
| Änderungen | |||
| Mio. € | vor Änderung | Anwendung IFRS 10 und IFRS 11 | geändert |
| Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 385,8 | -0,5 | 385,3 |
| Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -388,5 | 3,8 | -384,7 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | -159,5 | 3,3 | -156,2 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands | -15,4 | 0,1 | -15,3 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 2.701,7 | -27,7 | 2.674,0 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 1.939,3 | -24,3 | 1.915,0 |
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, die
von der TUI AG beherrscht werden. Beherrschung besteht dann, wenn die TUI AG über
die Entscheidungsmacht verfügt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und ihr Rechte
bezüglich der Rückflüsse zustehen sowie der Konzern aufgrund seiner Entscheidungsmacht
in der Lage ist, die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen.
In den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2015 wurden neben der TUI AG insgesamt 578 Tochterunternehmen
einbezogen.
Seit dem 1. Oktober 2014 wurden insgesamt 14 Gesellschaften neu in den Konsolidierungskreis
aufgenommen. Davon wurden neun Gesellschaften neu gegründet, vier Gesellschaften aufgrund
weiterer Anteilserwerbe und eine Gesellschaft infolge der Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit
in den Konsolidierungskreis einbezogen. Im Gegenzug sind seit dem 1. Oktober 2014
insgesamt 58 Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Von diesen
wurden 47 Gesellschaften liquidiert, fünf Gesellschaften verschmolzen und zwei Gesellschaften
verkauft. Zwei Gesellschaften wurden infolge der Einstellung der Geschäftstätigkeit
nicht mehr konsolidiert und zwei Gesellschaften waren im Zuge der Erstanwendung der
IFRS 10 und IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen einzustufen und werden daher nunmehr
nach der Equity-Methode bilanziert und nicht mehr konsolidiert.
Die Anzahl der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen verringerte sich im
Vergleich zum 30. September 2014 um insgesamt drei Gesellschaften. Die Anzahl der
assoziierten Unternehmen verringerte sich um eine Gesellschaft infolge ihrer Aufnahme
in den Konsolidierungskreis. Die Anzahl der Gemeinschaftsunternehmen nahm durch drei
Zugänge und fünf Abgänge um insgesamt zwei Gesellschaften ab. Eine Gesellschaft wurde
neu gegründet und zwei weitere Gesellschaften werden im Zuge der Erstanwendung der
IFRS 10 und IFRS 11 nunmehr als Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.
Im Gegenzug wurden drei Gemeinschaftsunternehmen infolge weiterer Anteilserwerbe in
den Konsolidierungskreis aufgenommen und daher nicht mehr at Equity bilanziert. Zwei
weitere Gesellschaften wurden verkauft.
Am 28. Oktober 2014 haben die Aktionäre der TUI AG und die Minderheitsaktionäre der
TUI Travel PLC auf Gesellschafterversammlungen in Hannover und in London die wesentlichen
Voraussetzungen für den Zusammenschluss der beiden Unternehmen geschaffen.
Die von der Hauptversammlung der TUI AG beschlossene Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen
wurde am 11. Dezember 2014 mit Eintragung in die Handelsregister Berlin und Hannover
rechtswirksam. Die Ausgabe von 242.764.564 neuen Aktien führte bei einem anteiligen
Betrag am Grundkapital von rund 2,56 € zu einem Anstieg des Gezeichneten Kapitals
um 620,6 Mio. €. Im IFRS-Konzernabschluss war die Differenz aus dem Wert dieser Aktien,
gemessen am Börsenkurs am Tag der Eintragung in das Handelsregister, und dem anteiligen
Betrag am Grundkapital als Aufgeld in Höhe von 2.693,1 Mio. € in die Kapitalrücklage
einzustellen. Die entstandenen Kapitalbeschaffungskosten nach Steuern von 16,3 Mio.
€ wurden mit der Zuführung zur Kapitalrücklage verrechnet.
Der Zusammenschluss von TUI AG und TUI Travel PLC erfolgte durch den Erwerb der ausstehenden
Minderheiten an der TUI Travel PLC durch die TUI AG. Dabei erhielten die Anteilseigner
an der TUI Travel PLC mit Ausnahme der TUI AG für jede Aktie der TUI Travel PLC 0,399
neue Aktien der TUI AG. Da es sich bei diesem Aktientausch um eine Transaktion mit
nicht beherrschenden Gesellschaftern im Sinne der IFRS handelte, waren die auf diese
entfallenden negativen Anteile am Eigenkapital in Höhe von 606,2 Mio. € mit den Gewinnrücklagen
zu verrechnen.
Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen des Zusammenschlusses auf das Eigenkapital
der TUI AG vor nicht beherrschenden Anteilen in der Berichtsperiode:
| Mio. € | 9M 2014/15 |
| Veränderung des Gezeichneten Kapitals | 620,6 |
| In die Kapitalrücklagen eingestelltes Aufgeld | 2.693,1 |
| Kapitalbeschaffungskosten | -16,3 |
| Veränderung der Kapitalrücklagen | 2.676,8 |
| Buchwert der erworbenen Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | -606,2 |
| Gegenleistung für die erworbenen Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | -3.313,7 |
| Transaktionskosten | -45,4 |
| Veränderung der Gewinnrücklagen | -3.965,3 |
| Veränderung des Eigenkapitals vor nicht beherrschenden Anteilen | -667,9 |
Infolge dieser Transaktionen hält die TUI AG nunmehr wirtschaftlich sämtliche Anteile
an der TUI Travel PLC.
Mit Beschluss der Hauptversammlung der TUI AG vom 28. Oktober 2014 wurde ein bedingtes
Kapital geschaffen, um die Einbringung von TUI Travel PLC Anteilen zu ermöglichen,
die aus Wandlungen von Wandelanleihen der TUI Travel PLC entstehen. Aus den zwischenzeitlich
erfolgten Wandlungen der Wandelanleihen der TUI Travel PLC entstanden daher 23.640.450
neue Aktien der TUI AG.
Des Weiteren wurde ein genehmigtes Kapital beschlossen, um die Gewährung der in den
Jahren 2012 und 2013 zugesagten aktienbasierten Vergütungsformen in der ehemaligen
Sparte Travel sicher zu stellen. Die Hauptversammlung der TUI Travel PLC am 28. Oktober
2014 hat eine entsprechende Satzungsänderung beschlossen, nach der sämtliche aus diesen
Transaktionen zukünftig entstehenden Anteile an der TUI Travel PLC im Umtauschverhältnis
von 1:0,399 in Anteile der TUI AG umgetauscht werden müssen.
Ausgenommen von diesen Regelungen waren Wandelanleihen der TUI Travel PLC im Volumen
von 200,0 Mio. Britischen Pfund, die von der Deutschen Bank im Jahr 2010 erworben
wurden. Diese Anleihen wurden mittels einer Finanzierung wirtschaftlich von der TUI
AG kontrolliert. Im Zusammenhang mit dem Vollzug des Zusammenschlusses hatten die
Deutsche Bank und die TUI im Dezember 2014 vereinbart, diese Finanzierung vorzeitig
abzulösen. Es wurde vereinbart, den Restbetrag von 150,0 Mio. Britischen Pfund in
zwei Schritten zu tilgen. Entsprechend erfolgte im Dezember eine Zahlung in Höhe von
83,3 Mio. Britischen Pfund (umgerechnet: 105,8 Mio. €). Am 27. Januar 2015 hat die
TUI im Gegenzug für die Übertragung der Anleihen den dann noch ausstehenden Betrag
von 66,7 Mio. Britischen Pfund (umgerechnet: 89,4 Mio. €) und eine Vorfälligkeitsentschädigung
von rund 3 Mio. Britischen Pfund gezahlt. Im März 2015 hat die TUI Travel Limited
dann die Wandelanleihen durch Zahlung von 200,0 Mio. Britischen Pfund an die TUI AG
vorzeitig getilgt.
Im Zuge des Zusammenschlusses wurde auch die Finanzierung des Konzerns neu gestaltet.
Dabei wurde die zuvor der TUI Travel PLC gewährte Kreditlinie abgelöst und durch entsprechende
Finanzierungsvereinbarungen der TUI AG ersetzt. Mit Wirkung zum 19. Januar 2015 wurde
die Rechtsform der TUI Travel von einer Public Limited Company (PLC) in eine Private
Limited Company (Limited) umgewandelt. Die neu verhandelte Finanzierung besteht aus
einer revolvierenden Kreditlinie von 1.535,0 Mio. € sowie einer Linie zur Gewährung
von Bankbürgschaften von 215,0 Mio. € und hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2018.
Für die Finanzierung sind Kosten in Höhe von insgesamt 16,8 Mio. € entstanden, die
als Rechnungsabgrenzungsposten in der Bilanz erfasst wurden und linear über die Vertragslaufzeit
aufwandswirksam verteilt werden.
Ferner entfielen mit Vollzug des Zusammenschlusses die Verfügungsbeschränkungen über
den Emissionserlös von 300,0 Mio. € aus der Begebung einer Hochzinsanleihe im September
2014. Diese Mittel waren im Vorjahr treuhänderisch für die TUI AG in einen Geldmarktfonds
investiert worden. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte verringerten
sich durch den Verkauf der Geldmarktfondsanteile um 300,0 Mio. € und erhöhten somit
den Bestand an flüssigen Mitteln.
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014/15 wurden 11 Reisebüros im Zuge
von Asset Deals erworben. Weiterhin wurden weitere Anteile an den bislang nach der
Equity-Methode bewerteten Gesellschaften aQi Hotel Schladming GmbH und aQi Hotelmanagement
GmbH erworben. Durch den Erwerb hält der TUI Konzern jeweils 100 % der Anteile. Die
übertragenen Gegenleistungen für sämtliche Erwerbe durch den TUI Konzern umfassen
ausschließlich bezahlte Kaufpreise und belaufen sich auf 3,4 Mio. €.
Die Erwerbe hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Umsatzerlöse und das Konzernergebnis
der laufenden Periode.
Nach dem Bilanzstichtag wurden keine wesentlichen Unternehmenserwerbe durchgeführt.
Im vorliegenden Abschluss wurden die Kaufpreisallokationen der folgenden im Geschäftsjahr
2013/14 erworbenen Gesellschaften und Geschäfte entsprechend den Vorschriften des
IFRS 3 innerhalb der vorgeschriebenen zwölf Monate ohne wesentliche Auswirkungen auf
die Konzernbilanz abgeschlossen:
| ― |
Le Passage to India Tours & Travels pvt. Ltd., Neu Delhi, Indien |
| ― |
Global Obi S.L, Palma de Mallorca, Spanien |
| ― |
6 Reisebüros in Deutschland |
| ― |
OFT REISEN GmbH, Rengsdorf, Deutschland |
| ― |
Carlson Saint Martin SAS (Group), Anse Marcel, Saint Martin |
Die Auswirkungen der Desinvestitionen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des TUI Konzerns waren nicht wesentlich.
Wie im Abschnitt "Grundlagen der Rechnungslegung" erläutert, soll die LateRooms Group
im Kalenderjahr 2015 veräußert werden. Entsprechend den Vorschriften des IFRS 5 wird
dieses Segment daher seit dem 31. März 2015 als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert.
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird das Ergebnis aus diesem aufgegebenen
Geschäftsbereich getrennt von den Erträgen und Aufwendungen aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
erfasst und in einer separaten Zeile als Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich
gesondert ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzernzwischenabschlüsse
des Vorjahres wurden entsprechend angepasst.
| Mio. € | Q3 2014/15 | Q3 2013/14 | 9M 2014/15 | 9M 2013/14 |
| Umsatzerlöse | 18,5 | 18,9 | 49,8 | 52,2 |
| Umsatzkosten | 12,8 | 11,1 | 35,4 | 30,2 |
| Bruttogewinn | 5,7 | 7,8 | 14,4 | 22,0 |
| Verwaltungsaufwendungen | 7,0 | 9,4 | 37,4 | 29,5 |
| Andere Aufwendungen | -0,1 | - | 0,1 | - |
| Finanzerträge | -0,8 | -0,3 | -0,8 | -0,5 |
| Laufendes Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich vor Ertragsteuern | -2,0 | -1,9 | -23,9 | -8,0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1,0 | 1,6 | -3,9 | -0,6 |
| Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich | -1,0 | -3,5 | -20,0 | -7,4 |
| Anteil der Aktionäre der TUI AG am Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich | -1,0 | -1,9 | -18,2 | -4,0 |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich | - | -1,6 | -1,8 | -3,4 |
Das im Vergleich zum Vorjahr verminderte Ergebnis vor Ertragsteuern des laufenden
Geschäftsjahres 2014/15 ist auf die Aufwendungen im Zusammenhang mit der erfolgten
Schließung von AsiaRooms sowie Umsatzrückgänge in Asien zurückzuführen.
In der Konzernbilanz erfolgt ein separater Ausweis der Vermögenswerte und Schulden
unter "Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" bzw. "Schulden i. Z. m. zur Veräußerung
bestimmten Vermögenswerten". In der folgenden Tabelle werden die Hauptgruppen der
Vermögenswerte und Schulden des aufgegebenen Geschäftsbereichs dargestellt.
| Mio. € | 30.6.2015 |
| Aktiva | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 11,7 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 45,2 |
| Sachanlagen | 7,2 |
| Latente Ertragsteueransprüche | 4,1 |
| Langfristige Vermögenswerte | 68,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte und sonstige Vermögenswerte | 9,2 |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 0,8 |
| Finanzmittel | 10,4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 20,4 |
| 88,6 | |
| Passiva | |
| Gewinnrücklagen | -13,8 |
| Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen | -13,8 |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 0,1 |
| Eigenkapital | -13,7 |
| Finanzschulden gegenüber fortzuführenden Geschäftsbereichen | 65,6 |
| Latente Ertragsteuerverbindlichkeiten | 4,3 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 69,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 13,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber fortzuführenden Geschäftsbereichen | 2,0 |
| Tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten | 10,6 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6,8 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 32,4 |
| 88,6 |
Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber den fortzuführenden Bereichen des
Konzerns sind in der konsolidierten Konzernbilanz eliminiert und sind damit nicht
in der Position "Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" bzw. "Schulden i. Z. m
zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten" enthalten.
| Mio. € | 30.6.2015 |
| Kurzfristige und langfristige Vermögenswerte der LateRooms Group | 89,9 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 89,9 |
| Mio. € | 30.6.2015 |
| Kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten der LateRooms Group | 102,3 |
| Eliminierung von Verbindlichkeiten gegenüber fortzuführenden Geschäftsbereichen | -67,6 |
| Schulden i.Z.m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten | 34,7 |
In der Konzernkapitalflussrechnung werden die Zahlungsflüsse des Gesamtkonzerns inklusive
des aufgegebenen Geschäftsbereichs gezeigt. Eine separate Darstellung der Zahlungsflüsse
des aufgegebenen Geschäftsbereichs erfolgt in der folgenden Tabelle.
| Mio. € | 9M 2014/15 | 9M 2013/14 |
| Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -10,5 | -11,1 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | -8,3 | -7,4 |
| Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit | 10,5 | 11,4 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands | 1,0 | 1,0 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestands des aufgegebenen Geschäftsbereichs | -7,3 | -6,1 |
Die Entwicklung der Ergebnisse des TUI Konzerns ist infolge des durch die Winter-
und die Sommerreisemonate geprägten touristischen Geschäfts einer signifikanten Saisonalität
unterworfen. Der Konzern versucht, den saisonalen Einflüssen durch ein breites Spektrum
von urlaubsangeboten in der Sommer- und Wintersaison sowie die Präsenz in unterschiedlichen
weltweiten Urlaubsmärkten mit anderen Jahreszyklen entgegen zu wirken. Die Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung spiegelt den touristischen Saisonverlauf wider, wodurch geschäftsbedingt
das Ergebnis der Monate Oktober bis Juni negativ ist. Wegen der saisonalen Entwicklung
ist ein Vergleich der Ergebnisse zum Gesamtjahr nicht sinnvoll.
Der Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres
ist neben Wechselkurseffekten hauptsächlich auf höhere Gästezahlen in den Quellmärkten
zurückzuführen.
Die Umsatzkosten betreffen die Aufwendungen zur Erbringung der touristischen Dienstleistungen.
Neben den anfallenden Aufwendungen für Personal, Abschreibungen, Miete und Leasing
gehören hierzu insbesondere sämtliche Kosten des Konzerns in Zusammenhang mit der
Vermittlung und Erbringung von Flugdienstleistungen, Hotelübernachtungen und Kreuzfahrten
sowie Vertriebskosten.
Die Verwaltungsaufwendungen umfassen alle Aufwendungen, die in Zusammenhang mit den
Tätigkeiten der Verwaltungsfunktionen entstehen, und setzen sich wie folgt zusammen:
| Q3 2014/15 | Q3 2013/14 | 9M 2014/15 | 9M 2013/14 | |
| Mio. € | geändert | geändert | ||
| Personalaufwand | 264,5 | 224,4 | 723,1 | 635,7 |
| Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen | 19,3 | 18,0 | 57,5 | 52,3 |
| Abschreibungen | 26,8 | 21,5 | 73,6 | 63,5 |
| Sonstige | 108,3 | 124,1 | 379,8 | 367,2 |
| Gesamt | 418,9 | 388,0 | 1.234,0 | 1.118,7 |
Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zu den ersten neun Monaten des
Vorjahres resultiert neben Wechselkurseffekten hauptsächlich aus Zuführungen zu Rückstellungen
für einen noch nicht abgeschlossenen Rechtsstreit in Zusammenhang mit dem Erwerb eines
türkischen Hotels sowie aus Wertberichtigungen auf Vorsteuerforderungen bei einer
Tochtergesellschaft in Italien. Außerdem sind im Berichtszeitraum Aufwendungen für
Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere für den Umbau des Corporate Centers und für
Reorganisationen in den Quellmärkten, entstanden.
Die Umsatzkosten und Verwaltungsaufwendungen beinhalten folgende Aufwendungen für
Miete, Pacht und Leasing sowie Personal und Abschreibungen:
| Q3 2014/15 | Q3 2013/14 | 9M 2014/15 | 9M 2013/14 | |
| Mio. € | geändert | geändert | ||
| Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen | 252,2 | 220,2 | 678,6 | 633,1 |
| davon Umsatzkosten | 232,9 | 202,2 | 621,1 | 580,8 |
| davon Verwaltungsaufwendungen | 19,3 | 18,0 | 57,5 | 52,3 |
Der Anstieg der Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen im Vergleich zum Berichtszeitraum
des Vorjahres betrifft im Wesentlichen Leasingaufwendungen für Flugzeuge. Da die Leasingverträge
für Flugzeuge in US Dollar abgeschlossen sind, führt die Wechselkursentwicklung zu
einem umrechnungsbedingten Anstieg der Leasingaufwendungen. Zudem sind die Leasingaufwendungen
für Flugzeuge aufgrund einer geänderten Zusammensetzung der Flugzeugflotte im Vergleich
zum Vorjahr leicht angestiegen. Dieser Anstieg kompensiert den Rückgang der Leasingaufwendungen
für Kreuzfahrtschiffe aufgrund des Kaufs der zuvor geleasten Europa 2.
| Q3 2014/15 | Q3 2013/14 | 9M 2014/15 | 9M 2013/14 | |
| Mio. € | geändert | geändert | ||
| Löhne und Gehälter | 596,4 | 533,1 | 1.635,2 | 1.500,6 |
| davon Umsatzkosten | 371,6 | 349,8 | 1.029,7 | 972,6 |
| davon Verwaltungsaufwendungen | 224,8 | 183,3 | 605,5 | 528,0 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 119,1 | 119,1 | 343,6 | 283,5 |
| davon Umsatzkosten | 79,4 | 78,0 | 226,0 | 175,8 |
| davon Verwaltungsaufwendungen | 39,7 | 41,1 | 117,6 | 107,7 |
| Gesamt | 715,5 | 652,2 | 1.978,8 | 1.784,1 |
Der Anstieg des Personalaufwands in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014/15
im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus Personalaufwendungen in Höhe
von 52,4 Mio. € in Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen. Ein weiterer Grund
für den Anstieg ist ein im Vorjahresvergleichszeitraum enthaltener Ertrag aus der
Änderung von Pensionsplänen in Höhe von 45,2 Mio. €, der in den Sozialabgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung enthalten war. Neben diesen Effekten
führte außerdem die Entwicklung des Euro-Wechselkurses zu umrechnungsbedingt erhöhten
Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr.
| Q3 2014/15 | Q3 2013/14 | 9M 2014/15 | 9M 2013/14 | |
| Mio. € | geändert | geändert | ||
| Planmäßige Abschreibungen | 111,3 | 90,9 | 313,0 | 269,9 |
| davon umsatzkosten | 85,7 | 69,4 | 240,6 | 206,5 |
| davon Verwaltungsaufwendungen | 25,6 | 21,5 | 72,4 | 63,4 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 6,9 | 7,7 | 7,1 | 7,9 |
| davon umsatzkosten | 5,7 | 7,7 | 5,9 | 7,8 |
| davon Verwaltungsaufwendungen | 1,2 | - | 1,2 | 0,1 |
| Gesamt | 118,2 | 98,6 | 320,1 | 277,8 |
Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen betreffen im Wesentlichen
die Wertberichtigung von Markenrechten.
Ein wesentlicher Bestandteil der außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen
in der Vergleichsperiode des Vorjahres entfiel auf die Wertberichtigung für das Kreuzfahrtschiff
Island Escape in Höhe von 7,7 Mio. €.
| Q3 2014/15 | Q3 2013/14 | 9M 2014/15 | 9M 2013/14 | |
| Mio. € | geändert | geändert | ||
| Sonstige Erträge | 14,5 | 7,0 | 44,6 | 23,5 |
| Andere Aufwendungen | 5,6 | 0,4 | 6,9 | 1,9 |
| Gesamt | 8,9 | 6,6 | 37,7 | 21,6 |
Die sonstigen Erträge des laufenden Geschäftsjahres 2014/15 resultieren hauptsächlich
aus dem Buchgewinn eines im ersten Quartal 2014/15 verkauften Hotels der Riu-Gruppe
(16,9 Mio. €) sowie aus dem Verkauf von zwei griechischen Hotelgesellschaften im dritten
Quartal 2014/15 (10,1 Mio. €). Außerdem wurden Erträge aus Sale and Leaseback Geschäften
mit Flugzeugen und dem Verkauf von zwei Hotels der Specialist Group realisiert. Weitere
Erträge betreffen die Realisierung bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasster
kumulierter Fremdwährungsgewinne (Recycling) im Zuge der Kapitalherabsetzung bei einer
Tochtergesellschaft.
Die im Vergleichszeitraum des Vorjahres ausgewiesenen sonstigen Erträge betrafen insbesondere
Buchgewinne aus dem Verkauf des Wissenschaftsparks in Kiel und des Gewerbeparks in
Berlin-Tempelhof sowie aus dem Verkauf einer Hotelgesellschaft in der Schweiz. außerdem
wurden Gewinne aus Sale and Leaseback Geschäften mit Flugzeugen und Abgangsgewinne
aus dem Verkauf einer Beteiligung und einer Tochtergesellschaft als sonstige Erträge
ausgewiesen.
Die anderen Aufwendungen des laufenden Geschäftsjahres 2014/15 resultieren insbesondere
aus Fremdwährungsverlusten in Zusammenhang mit Kapitalherabsetzungen und Liquidationen
von Tochtergesellschaften sowie aus Aufwendungen aus Sale and Leaseback-Geschäften
mit Flugzeugen.
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014/15 wurden wie im Vorjahr keine
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte erfasst.
Das Finanzergebnis verbesserte sich von - 185,3 Mio. € in den ersten neun Monaten
des Vorjahres auf - 139,7 Mio. € im laufenden Geschäftsjahr 2014/15. Diese Verbesserung
ist auf eine veränderte Struktur der Finanzschulden zurückzuführen. Alle Wandelanleihen
wurden im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 vollständig gewandelt. Dementsprechend verminderte
sich der Zinsaufwand aus Wandelanleihen um 74,0 Mio. €. Weiterhin hat die TUI AG ein
Bankdarlehen in Höhe von 100,0 Mio. € im August 2014 getilgt. Dadurch sank der Zinsaufwand
um weitere 10,5 Mio. €.
Die neue Finanzierung im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss der TUI AG mit der TUI
Travel PLC hatte gegenläufige Effekte. Die der TUI Travel PLC gewährte Kreditlinie
wurde von einer der TUI AG gewährten Kreditlinie ersetzt. Entsprechend wurden die
abgegrenzten Ausgabekosten der Kreditlinie der TUI Travel PLC in Höhe von 14,2 Mio.
€ im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 in vollem Umfang ergebniswirksam.
Weiterhin führte die im September 2014 begebene Hochzinsanleihe der TUI AG in Höhe
von 300,0 Mio. € zu Zinsaufwendungen von 11,2 Mio. €. Zusätzlich führte der Kauf der
Europa 2 zu einem Anstieg der Finanzschulden und einem höheren Zinsaufwand von 7,0
Mio. €. Aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen resultierte
ein höherer Zinsaufwand von 7,0 Mio €. Außerdem war im zweiten Quartal 2014/15 die
im Abschnitt "Zusammenschluss von TUI AG und TUI Travel PLC" beschriebene Finanzierungsvereinbarung
mit der Deutschen Bank vorzeitig abgelöst worden. Hieraus entstanden Finanzaufwendungen
von 2,5 Mio. €.
| Q3 2014/15 | Q3 2013/14 | 9M 2014/15 | 9M 2013/14 | |
| Mio. € | geändert | geändert | ||
| Touristik | 32,2 | 21,7 | 84,8 | 31,6 |
| Hotelbeds Group | -0,2 | -0,1 | - | - |
| Specialist Group | -2,5 | -1,6 | 0,2 | - |
| Containerschifffahrt | - | -9,5 | 0,9 | -46,0 |
| Gesamt | 29,5 | 10,5 | 85,9 | -14,4 |
Der deutliche Anstieg des Ergebnisses aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen
des Geschäftsfelds Touristik ist auf die im Juni 2014 und Mai 2015 in Dienst gestellten
Kreuzfahrtschiffe Mein Schiff 3 und Mein Schiff 4 bei der TUI Cruises sowie die operative
Verbesserung des Geschäfts in Kanada zurückzuführen. Zudem waren im Vorjahr Verluste
von TUI Russia und der Containerschifffahrt enthalten. Im laufenden Geschäftsjahr
2014/15 wurden keine Verluste aus TUI Russia erfasst, da dies zu einem negativen Buchwert
der Anteile an TUI Russia geführt hätte. Die im Vorjahr mit einem negativen Ergebnisanteil
enthaltene Hapag-Lloyd AG wird seit dem 2. Dezember 2014 unter den zur Veräußerung
verfügbaren Vermögenswerten ausgewiesen.
Zusätzlich zu den nach IFRS geforderten Angaben wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
zum EBITA und zum bereinigten Ergebnis übergeleitet.
Der TUI Konzern definiert das EBITA als Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Wertberichtigungen
auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte
sind im EBITA enthalten. Nicht im EBITA enthalten sind Bewertungseffekte auf Zinssicherungsinstrumente
sowie das anteilige Ergebnis aus der Containerschifffahrt, da es sich bei der Beteiligung
an der Hapag-Lloyd AG aus Sicht der TUI AG eher um eine Finanzinvestition als um eine
operative Beteiligung handelt.
Die Bereinigungen zeigen als Abgangsergebnisse Entkonsolidierungserfolge, als Restrukturierungen
Ereignisse nach IAS 37 und unter Kaufpreisallokationen sämtliche Effekte aus Kaufpreisallokationen,
Anschaffungsnebenkosten und bedingten Kaufpreiszahlungen auf das EBITA.
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014/15 wurden Restrukturierungskosten
von 45,6 Mio. € bereinigt. Dieser Betrag beinhaltete 24,8 Mio. € für den Umbau des
Corporate Centers und 6,5 Mio. € für die beabsichtigte Integration der Zielgebietsagenturen
in die Quellmarktorganisationen. Daneben fielen 12,6 Mio. € für Reorganisationen in
den Quellmärkten Deutschland, Benelux und Nordic an. Weitere 2,0 Mio. € entfielen
auf Restrukturierungen im Segment Hotelbeds.
Die bereinigten Aufwendungen aus Kaufpreisallokationen betreffen hauptsächlich planmäßige
Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte aus in Vorjahren getätigten Akquisitionen.
Als Einzelsachverhalte werden Erträge (-) und Aufwendungen (+) bereinigt, die aufgrund
ihrer Höhe sowie der Häufigkeit ihres Eintritts die Beurteilung der operativen Ertragskraft
der Unternehmensbereiche und des Konzerns erschweren oder verzerren. Zu diesen Sachverhalten
zählen insbesondere wesentliche Reorganisations- und Integrationsaufwendungen, die
nicht die Kriterien nach IAS 37 erfüllen, wesentliche Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten,
Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Flugzeugen sowie andere wesentliche Geschäftsvorfälle
mit Einmalcharakter.
| Mio. € | Q3 2014/15 | Q3 2013/14 | 9M 2014/15 | 9M 2013/14 |
| Region Nord | 1,2 | 3,6 | 3,2 | -46,7 |
| Region Zentral | 1,1 | 0,1 | 3,7 | - |
| Region West | 0,7 | -1,3 | 3,6 | - |
| Hotels & Resorts | 2,1 | - | 32,5 | - |
| Kreuzfahrten | - | -3,2 | - | -16,0 |
| Übrige Touristik | 0,8 | -0,5 | 5,7 | 4,6 |
| Touristik | 5,9 | -1,3 | 48,7 | -58,1 |
| Specialist Group | 1,1 | -1,4 | 1,1 | 0,6 |
| Hotelbeds Group | 1,4 | 49,8 | 3,1 | 49,6 |
| Alle übrigen Segmente | 7,0 | -6,1 | 6,1 | -7,7 |
| Gesamt | 15,4 | 41,0 | 59,0 | -15,6 |
In den Quellmärkten wurden Aufwendungen in Höhe von 6,8 Mio. € für die Indienststellung
neuer Boeing 787 Dreamliner bereinigt. Davon fielen Aufwendungen in Höhe von 4,2 Mio.
€ im Segment Region Nord an und 2,6 Mio. € im Segment Region West.
Die in den ersten neun Monaten des Vorjahres im Segment Region Nord ausgewiesenen
Einzelsachverhalte betrafen insbesondere Erträge aus der Änderung von Pensionsplänen.
Die bereinigten Aufwendungen im Segment Region Zentral betreffen die Reorganisation
von TUI Deutschland (Radical Simplicity).
Im Segment Hotels & Resorts wurden im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 insbesondere
Wertberichtigungen auf Vorsteuerforderungen bei einer Tochtergesellschaft in Italien
in Höhe von 18,2 Mio. € bereinigt sowie Zuführungen zu Rückstellungen für einen noch
nicht abgeschlossenen Rechtsstreit in Zusammenhang mit dem Erwerb eines türkischen
Hotels.
Im Segment Kreuzfahrten wurden im Vorjahr Erträge aus der anteiligen Inanspruchnahme
einer in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012/13 gebildeten Drohverlustrückstellung
bereinigt.
Im Segment Übrige Touristik wurden hauptsächlich Streikkosten in Höhe von 3,8 Mio.
€ in Verbindung mit den Verkaufsbemühungen der Corsair bereinigt. Die bereinigten
Aufwendungen des Vorjahres betrafen insbesondere die Reorganisation der Flugaktivitäten
in Frankreich.
Die Einzelsachverhalte im Segment Hotelbeds Group betreffen Aufwendungen in Zusammenhang
mit der Integration der Zielgebietsagenturen in die Quellmarktorganisationen. Im Vorjahresvergleichszeitraum
wurden hier insbesondere Aufwendungen aus der Nachzahlung von Margenumsatzsteuer für
Vorjahre bei einer Tochtergesellschaft in Spanien aufgrund einer geänderten rechtlichen
Beurteilung bereinigt.
Der im Berichtszeitraum entstandene Steuerertrag ist unter anderem auf den touristischen
Saisonverlauf zurückzuführen.
Infolge des Zusammenschlusses zwischen der TUI AG und TUI Travel PLC kam es zu einer
Neubewertung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträgen. Hieraus ergab sich
ein Steuerertrag in Höhe von 116,6 Mio. €. Mit der Zustimmung der Hauptversammlung
der TUI AG zu dem geplanten Ergebnisabführungsvertrag zwischen der LSG und der TUI
AG konnte die geplante Reorganisation des inländischen ertragsteuerlichen Organkreises
bei der Beurteilung der Werthaltigkeit der inländischen Verlustvorträge berücksichtigt
werden. Hieraus resultiert ein Steuerertrag in Höhe von 142,2 Mio. €. Ein kompensierender
Effekt in Höhe von 25,6 Mio. € ergibt sich aus der Wertberichtigung von aktiven latenten
Steuern auf Verlustvorträge in Großbritannien aufgrund der Neubeurteilung geplanter
Reorganisationsmaßnahmen infolge des Zusammenschlusses.
| Q3 2014/15 | Q3 2013/14 | 9M 2014/15 | 9M 2013/14 | |
| Mio. € | geändert | geändert | ||
| Region Zentral | 0,1 | 0,5 | 0,6 | 1,7 |
| Hotels & Resorts | 19,9 | 11,6 | 55,0 | 45,0 |
| Touristik | 20,0 | 12,1 | 55,6 | 46,7 |
| Specialist Group | -0,5 | 3,7 | -2,8 | -1,3 |
| Hotelbeds Group | 0,6 | 0,9 | 0,7 | 0,2 |
| Alle übrigen Segmente | - | - | 0,1 | 0,1 |
| ehemals Travel (TUI Travel PLC - Teilkonzern) | 0,1 | 4,1 | -50,6 | -145,1 |
| Gesamt | 20,2 | 20,8 | 3,0 | -99,4 |
Das Kreuzfahrtschiff Europa 2 wurde im laufenden Geschäftsjahr für einen vertraglichen
Kaufpreis von 291,7 Mio. € erworben. Nach Abzug bereits vorab geleisteter Leasingraten
in Höhe von 13,5 Mio. € beläuft sich der verbleibende Anschaffungspreis auf 278,2
Mio. €. Die Transaktion löst den bisherigen Charter-Vertrag des 2013 neu in Dienst
gestellten Schiffes ab. Durch die Aktivierung des Kreuzfahrtschiffes im zweiten Quartal
2014/15 erhöht sich das Sachanlagevermögen zum 30. Juni 2015.
Des Weiteren sind im laufenden Geschäftsjahr sieben Flugzeuge in Höhe von 556,6 Mio.
€ aktiviert worden, wobei es sich um sechs Finanzierungsleasingverträge handelt und
um ein im Eigentum stehendes Flugzeug. Zudem wurden Vorauszahlungen für zukünftige
Auslieferungen bereits bestellter Flugzeuge in Höhe von 213,3 Mio. € aktiviert.
Am 2. Dezember 2014 wurde die im April 2014 vertraglich vereinbarte Fusion der Hapag-Lloyd
AG mit der Compania Sud Americana de Vapores S.A. (CSAV) vollzogen. Im Rahmen dieser
Transaktion brachte die CSAV ihre Containerschifffahrtaktivitäten als Sacheinlage
in die Hapag-Lloyd AG ein und erhielt dafür im Gegenzug eine Beteiligung von 30 %
an der fusionierten Gesellschaft. Die Beteiligungshöhe der TUI an der fusionierten
Hapag-Lloyd verringerte sich infolge der Transaktion von 22,0 % auf 15,4 %. Durch
die Transaktion verlor die TUI ihren maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft.
Daher wurde die Beteiligung mit dem beizulegenden Zeitwert am Vollzugsdatum in Höhe
von 481,9 Mio. € in die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte umgegliedert.
Im Gegenzug verminderten sich die nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen um
339,6 Mio. € und die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte um 140,2 Mio. €.
Die kurzfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte enthalten
zum 30. Juni 2015 die verbliebenen Anteile an der Hapag-Lloyd AG in Höhe von 489,1
Mio. €. Die Beteiligungsquote an der Hapag-Lloyd AG sank aufgrund der Nichtteilnahme
an einer Mitte Dezember 2014 durchgeführten Barkapitalerhöhung von 15,4 % auf nunmehr
13,9 %.
Zum 30. September 2014 waren in dieser Position Geldmarktfondsanteile in Höhe von
300,0 Mio. € ausgewiesen. Diese repräsentieren den Emissionserlös aus der im Rahmen
der Fusion begebenen Hochzinsanleihe und wurden nach Vollzug der Fusion und dem Wegfall
der Verfügungsbeschränkung veräußert.
| 30.6.2015 | 30.9.2014 | |
| Mio. € | geändert | |
| Beteiligung Hapag-Lloyd AG | - | 140,2 |
| Veräußerungsgruppe PEAK | 98,6 | - |
| Aufgegebener Geschäftsbereich LateRooms Group | 89,9 | - |
| Immobilien und Hotelanlagen | 0,5 | 13,0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 3,4 | 2,7 |
| Gesamt | 192,4 | 155,9 |
Im laufenden Geschäftsjahr wurde das Segment LateRooms Group als aufgegebener Geschäftsbereich
in die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte umgegliedert. Im Zusammenhang mit
diesem aufgegebenen Geschäftsbereich bestehen Vermögenswerte in Höhe von 89,9 Mio.
€ und Verbindlichkeiten in Höhe von 34,7 Mio. €. Zu weiteren Erläuterungen wird auf
den Abschnitt "Aufgegebener Geschäftsbereich" verwiesen.
Im Mai 2015 wurde beschlossen, das in der Tochtergesellschaft PEAK Adventure Travel
Group Ltd., Australien, gebündelte Angebot an Abenteuerreisen zwischen den derzeitigen
nicht beherrschenden Gesellschaftern an PEAK und der TUI AG aufzuteilen. Im Konzern
verbleiben insbesondere die Aktivitäten in Europa und Nordamerika, das übrige Geschäft
wird an die nicht beherrschenden Anteilseigner abgegeben. Am 2. Juli 2015 wurde eine
entsprechende Vereinbarung mit den nicht beherrschenden Gesellschaftern getroffen,
zum 31. Juli 2015 wurde diese vollzogen. Mit Vollzug sind die abzugebenden Gesellschaften,
die bisher im Segment Specialist Group ausgewiesen wurden, nicht mehr zu konsolidieren,
so dass diese zum 30. Juni 2015 als Veräußerungsgruppe klassifiziert worden sind.
Im Zusammenhang mit dieser Veräußerungsgruppe bestehen Vermögenswerte in Höhe von
98,6 Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 65,5 Mio. €.
Im Laufe dieses Geschäftsjahres wurden ein Flugzeug in Höhe von 9,9 Mio. € sowie ein
Triebwerk in Höhe von 7,9 Mio. € in die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte
umgegliedert und unterjährig bereits verkauft.
Im Bereich der Hotelanlagen führte der Verkauf eines Hotels zu einer Reduzierung der
zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte um 6,3 Mio. €. Des Weiteren wurde eine Hotelanlage
in Bulgarien in Höhe von 6,0 Mio. € in das Anlagevermögen zurückgegliedert.
Die Pensionsrückstellungen nahmen gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres um 52,4 Mio.
€ auf 1.222,1 Mio. € ab. Die Rückstellung sank insbesondere durch Einzahlungen in
das Fondsvermögen zur Senkung der Unterdeckung in Großbritannien um 116,8 Mio. €.
Gegenläufig erhöhte sich die Rückstellung durch Währungskurseffekte um 49,2 Mio. €.
Die Erholung der Kapitalmarktzinsen im dritten Quartal des Geschäftsjahres führt zu
einem gegenüber dem Geschäftsjahresende unveränderten Diskontierungszins in der Eurozone
und einem nur noch leicht gesunkenen Diskontierungszins in Großbritannien. Entsprechend
waren nur geringe Neubewertungseffekte erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen.
Die langfristigen Finanzschulden nahmen im Vergleich zum 30. September 2014 um 76,6
Mio. € auf 1.671,8 Mio. € ab. Die Abnahme resultiert im Wesentlichen aus der Wandlung
von zwei konvertiblen Anleihen in Höhe von insgesamt 793,5 Mio. €. Der aus der Wandlung
resultierende Rückgang der Finanzschulden wird durch eine Erhöhung der langfristigen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 240,4 Mio. € sowie einem Anstieg der
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing um 491,6 Mio. € auf 992,2 Mio. € zum Teil
aufgehoben.
Die von der TUI Travel PLC am 22. April 2010 begebene Wandelanleihe im Nennwert von
400,0 Mio. Britischen Pfund wurde fast vollständig im Geschäftsjahr 2014/15 gewandelt.
Im Zuge des Zusammenschlusses der TUI Travel PLC mit der TUI AG wurde den Gläubigern
dieser Anleihe ein besonderes Kündigungsrecht eingeräumt, das daraufhin von einem
Großteil der Anleihegläubiger zur Wandlung genutzt wurde. Der verbliebene Teil der
Anleihe wurde am 3. März 2015 von der TUI Travel Limited vorzeitig gekündigt. Bis
zum Ablauf der Kündigungsfrist am 17. April 2015 wurden daraufhin alle noch ausstehenden
Anleihestücke von den Gläubigern gewandelt.
Die von der TUI AG am 24. März 2011 platzierte Wandelanleihe im Nennwert von 339,0
Mio. € wurde im aktuellen Geschäftsjahr vorzeitig gekündigt und bis zum Ablauf der
Wandlungsfrist am 20. März 2015 nahezu vollständig gewandelt. Die verbleibenden Anleihestücke
über 2,4 Mio. € wurden am 7. April 2015 zum Nennwert zuzüglich Zinsen zurückgezahlt.
Mit Wirkung zum 30. April 2015 hat die TUI AG ihre nachrangige Schuldverschreibung
ohne Fälligkeitstag ("Hybridanleihe") zum Nominalwert von 300,0 Mio. € gekündigt.
Aufgrund der Kündigung wurde im März 2015 die Hybridanleihe aus dem Eigenkapital in
die Finanzschulden umgegliedert. Die Rückzahlung erfolgte Ende April 2015 zum Nominalwert
inklusive aufgelaufener Zinsvergütung.
Die kurzfristigen Finanzschulden reduzierten sich per 30. Juni 2015 im Vergleich zum
30. September 2014 um 6,1 Mio. € auf 211,1 Mio. €.
Insgesamt verringerte sich das Eigenkapital seit dem 30. September 2014 um 716,8 Mio.
€ auf 1.813,4 Mio. €.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter verminderten sich im Wesentlichen
durch die Zahlung von Dividenden an konzernfremde Anteilseigner der TUI Travel PLC
im ersten Quartal um 183,0 Mio. €. Die TUI AG zahlte ihren Anteilseignern eine Dividende
von 94,5 Mio. €. Weiterhin war die Verzinsung des von der TUI AG begebenen Hybridkapitals
gemäß den Vorschriften der IFRS als Dividende auszuweisen.
Die TUI AG hat am 24. März 2015 mit Wirkung zum 30. April 2015 ihre nachrangige Schuldverschreibung
ohne Fälligkeitstag zum Nominalwert von 300,0 Mio. € gekündigt. Die bei Ausgabe der
Schuldverschreibung angefallenen Ausgabekosten wurden mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Aus den laufenden Aktienoptionsplänen, die mit Aktien bedient werden, resultierte
eine Erhöhung des Eigenkapitals um 15,5 Mio. €.
Durch Ausgabe von Belegschaftsaktien entstanden 133.340 Aktien der TUI AG bzw. Gezeichnetes
Kapital von 0,3 Mio. € und Kapitalrücklagen von 1,2 Mio. €.
Aus Wandlungen der Wandelanleihen 2009/14 und 2011/16 der TUI AG wurden 33.503.738
neue Aktien begeben. Weiterhin wurden die Wandelanleihen 2010/17 der TUI Travel PLC
gewandelt. Gemäß den Bestimmungen aus dem Zusammenschluss der TUI AG mit der TUI Travel
PLC wurden die hieraus entstehenden Anteile der TUI Travel PLC im Verhältnis von 1:0,399
in 23.640.450 Aktien der TUI AG getauscht. Das Gezeichnete Kapital stieg durch die
Wandlung von Wandelanleihen insgesamt um 146,1 Mio. €, die Kapitalrücklagen um 453,4
Mio. €.
Die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen im Zuge des Zusammenschlusses der TUI AG und
der TUI Travel PLC hatte erhebliche Auswirkungen auf das Gezeichnete Kapital und die
Rücklagenpositionen des Konzerns, die detailliert im Abschnitt "Zusammenschluss der
TUI AG und der TUI Travel PLC" dieses Berichts beschrieben sind.
Die Auswirkung aus dem Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen enthält als wesentlichen
Erwerb den Zusammenschluss der TUI AG mit der TUI Travel PLC. Die Gegenleistung einschließlich
der Nebenkosten für den Erwerb der nicht beherrschenden Anteile belief sich auf 3.359,1
Mio. €, der Buchwert der erworbenen Anteile auf - 606,2 Mio. €. Siehe hierzu auch
den Abschnitt "Zusammenschluss der TUI AG und der TUI Travel PLC" in diesem Bericht.
Des Weiteren hat ein Employee Share Trust der TUI Travel PLC im ersten Quartal Aktien
der TUI Travel PLC erworben, um diese für Aktienoptionspläne zu verwenden. Durch die
vorgeschriebene Verrechnung der hierfür aufgewendeten Beträge mit den Gewinnrücklagen
als Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen sank das Eigenkapital um 84,5 Mio. €.
Durch Ausgabe von Aktien im Rahmen der Aktienoptionspläne blieben die nicht beherrschenden
Anteile insgesamt unverändert. Im Rahmen des Zusammenschlusses der TUI Travel PLC
mit der TUI AG wurden die Aktien, die der Employee Share Trust darüber hinaus im Bestand
hatte, in TUI AG Aktien getauscht, so dass dieser Trust nun 2.745.963 Aktien der TUI
AG hält.
Weiterhin wurden im dritten Quartal des Geschäftsjahres nicht beherrschende Anteile
an der Global Obi S.L., Spanien und an der TUI Leisure airport sales GmbH, Deutschland
erworben. Die erworbenen Buchwerte der nicht beherrschenden Anteile beliefen sich
insgesamt auf 1,2 Mio. €, die Gegenleistung auf 3,3 Mio. €.
Der Konzernverlust in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist bedingt
durch den touristischen Saisonverlauf.
Der Anteil der Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten, der als effektive
Absicherung zukünftiger Zahlungsströme ermittelt wird, wird in Höhe von - 308,3 Mio.
€ (vor Steuern) erfolgsneutral innerhalb der sonstigen Ergebnisse im Eigenkapital
erfasst. Eine erfolgswirksame Auflösung dieser Rücklage erfolgt in der gleichen Periode,
in der auch das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam oder als nicht mehr wahrscheinlich
eingeschätzt wird.
Die Neubewertung von Pensionsverpflichtungen (insbesondere versicherungsmathematische
Gewinne und Verluste) wird ebenfalls erfolgsneutral innerhalb der sonstigen Ergebnisse
im Eigenkapital erfasst.
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||||
| Mio. € | Buchwert Bilanz |
Fortgeführte Anschaffungskosten |
Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert | Beizulegender Zeitwert | Wertansatz Bilanz nach IAS 17 (Leasing) |
| erfolgsneutral | erfolgswirksam | |||||
| Aktiva | ||||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 547,2 | - |
46,6 | 500,6 | - |
- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 2.900,0 | 1.085,6 | - |
- |
- |
- |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||||
| Sicherungsgeschäfte | 278,2 | - | - | 278,2 | - | - |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 35,7 | - |
- |
- |
35,7 | - |
| Finanzmittel | 1.575,7 | 1.575,7 | - | - | - | - |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 192,4 | - |
- |
- |
- |
- |
| Passiva | ||||||
| Finanzschulden | 1.882,9 | 890,8 | - | - | - | 992,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.789,7 | 2.789,6 | - |
- |
- |
- |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||||
| Sicherungsgeschäfte | 562,8 | - | - | 562,8 | - | - |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 57,3 | - |
- |
- |
57,3 | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.556,2 | 176,1 | - | - | 61,4 | - |
| Mio. € | Buchwert Finanzinstrumente |
Beizulegender Zeitwert Finanzinstrumente |
| Aktiva | ||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 547,2 | 547,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 1.085,6 | 1.085,6 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||
| Sicherungsgeschäfte | 278,2 | 278,2 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 35,7 | 35,7 |
| Finanzmittel | 1.575,7 | 1.575,7 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | - |
- |
| Passiva | ||
| Finanzschulden | 890,8 | 910,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.789,6 | 2.789,6 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||
| Sicherungsgeschäfte | 562,8 | 562,8 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 57,3 | 57,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 237,5 | 237,5 |
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||||
| Mio. € | Buchwert Bilanz |
Fortgeführte Anschaffungskosten |
Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert | Beizulegender Zeitwert | Wertansatz Bilanz nach IAS 17 (Leasing) |
| erfolgsneutral | erfolgswirksam | |||||
| Aktiva | ||||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 362,7 | - | 45,4 | 317,3 | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 2.279,3 | 1.113,8 | - | - | - | - |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||||
| Sicherungsgeschäfte | 223,5 | - | - | 223,5 | - | - |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 22,0 | - |
- |
- |
22,0 | - |
| Finanzmittel | 2.258,0 | 2.258,0 | - | - | - | - |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 155,9 | - | - | - | - | - |
| Passiva | ||||||
| Finanzschulden | 1.965,6 | 1.465,0 | - | - | - | 500,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.292,1 | 3.292,0 | - | - | - | - |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||||
| Sicherungsgeschäfte | 207,2 | - | - | 207,2 | - | - |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 55,4 | - | - | - | 55,4 | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.265,1 | 156,5 | - | - | 60,8 | - |
| Mio. € | Buchwert Finanz instrumente |
Beizulegender Zeitwert Finanz instrumente |
| Aktiva | ||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 362,7 | 362,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 1.113,8 | 1.113,8 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||
| Sicherungsgeschäfte | 223,5 | 223,5 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 22,0 | 22,0 |
| Finanzmittel | 2.258,0 | 2.258,0 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | - | - |
| Passiva | ||
| Finanzschulden | 1.465,0 | 1.713,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.292,0 | 3.292,0 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||
| Sicherungsgeschäfte | 207,2 | 207,2 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 55,4 | 55,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 217,3 | 217,3 |
Bei den Finanzmitteln, kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstigen Forderungen sowie den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und den sonstigen Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der regelmäßig
kurzen Restlaufzeit der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstigen Forderungen entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen
Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche
markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen bestehen nicht.
In den als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifizierten Finanzinstrumenten
sind in Höhe von 46,6 Mio. € (zum 30. September 2014 45,4 Mio. €) Anteile an Personen-
und Kapitalgesellschaften enthalten, für die kein aktiver Markt existiert. Da die
künftigen Zahlungsströme dieser nicht börsennotierten Beteiligungen nicht zuverlässig
ermittelt werden können, können die Marktwerte nicht mittels eines Bewertungsmodells
berechnet werden. Die Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen.
Im Berichtszeitraum gab es wie bereits zum 30. September 2014 keine wesentlichen Abgänge
von Anteilen an Personen- und Kapitalgesellschaften, die zu Anschaffungskosten bewertet
wurden. Die TUI beabsichtigt nicht, die Anteile an diesen Personen- und Kapitalgesellschaften
in näherer Zukunft zu veräußern oder auszubuchen.
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
Anschaffungskosten |
Beizulegender Zeitwert | Buchwert Finanzinstrumente |
Beizulegender Zeitwert |
||
| Mio. € | erfolgsneutral | erfolgswirksam | Gesamt | |||
| Kredite und Forderungen | 2.661,3 | - | - | - | 2.661,3 | 2.661,3 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| zur Veräußerung verfügbar | - | 46,6 | 500,6 | - | 547,2 | 547,2 |
| zu Handelszwecken gehalten | - | - | - | 35,7 | 35,7 | 35,7 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | 3.856,5 | - | - | - | 3.856,5 | 3.937,4 |
| zu Handelszwecken gehalten | - | - | - | 118,7 | 118,7 | 118,7 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert | Buchwert Finanzinstrumente |
Beizulegender Zeitwert |
||
| Mio. € | erfolgsneutral | erfolgswirksam | Gesamt | |||
| Kredite und Forderungen | 3.371,8 | - | - | - | 3.371,8 | 3.371,8 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| zur Veräußerung verfügbar | - | 45,4 | 317,3 | - | 362,7 | 362,7 |
| zu Handelszwecken gehalten | - | - | - | 22,0 | 22,0 | 22,0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | 4.913,5 | - | - | - | 4.913,5 | 5.222,5 |
| zu Handelszwecken gehalten | - | - | - | 116,2 | 116,2 | 116,2 |
Die folgende Übersicht stellt die beizulegenden Zeitwerte der wiederkehrend, nicht
wiederkehrend und sonstigen zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente entsprechend
des zugrunde liegenden Bewertungslevels dar.
Die einzelnen Bewertungslevel sind entsprechend der Inputfaktoren wie folgt definiert:
| ― |
Level 1: Quotierte (nicht angepasste) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. |
| ― |
Level 2: Inputfaktoren für die Bewertung sind andere als die im Level 1 genannten Marktpreisnotierungen, die entweder direkt (als Marktpreisnotierung) oder indirekt (von Marktpreisnotierungen ableitbar) für den Vermögenswert oder die Schuld am Markt beobachtbar sind. |
| ― |
Level 3: Inputfaktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Schuld basieren nicht auf beobachtbaren Marktdaten. |
| Fair Value Hierarchie | ||||
| Mio. € | Gesamt | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| Aktiva | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 500,6 | 5,5 | - | 495,1 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | 278,2 | - | 278,2 | - |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 35,7 | - | 35,7 | - |
| Passiva | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | 562,8 | - | 562,8 | - |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 57,3 | - | 57,3 | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 61,4 | - | 61,4 | - |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||||
| Finanzschulden | 910,3 | 312,9 | 597,4 | - |
| Fair Value Hierarchie | ||||
| Mio. € | Gesamt | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| Aktiva | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 317,3 | 11,8 | 300,0 | 5,5 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | 223,5 | - | 223,5 | - |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 22,0 | - | 22,0 | - |
| Passiva | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | 207,2 | - | 207,2 | - |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 55,4 | - | 55,4 | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 60,8 | - | 60,8 | - |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||||
| Finanzschulden | 1.713,2 | 1.362,3 | 350,9 | - |
Die TUI prüft zum Ende jeder Berichtsperiode, ob es Gründe für eine Übertragung in
oder aus einem Bewertungs-level gibt. Grundsätzlich werden finanzielle Vermögenswerte
und finanzielle Verbindlichkeiten von Level 1 in Level 2 umgegliedert, wenn die Liquidität
und die Handelsaktivität nicht mehr länger auf einen aktiven Markt schließen lassen.
Dies gilt entsprechend umgekehrt für etwaige Übertragungen von Level 2 in das Level
1. Im Berichtszeitraum fanden keine Übertragungen zwischen dem Level 1 und dem Level
2 statt.
Des Weiteren gab es keine Übertragungen aus oder in die Bewertungsstufe Level 3. Umgliederungen
aus dem Level 3 in Level 2 oder Level 1 werden vorgenommen, sobald beobachtbare Marktpreisnotierungen
für den betroffenen Vermögenswert oder die Schuld verfügbar werden. TUI erfasst Übertragungen
in und aus dem Level 3 an dem Tag des Ereignisses oder des Anlasses, der die Übertragung
verursacht hat.
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die ein aktiver Markt verfügbar
ist, basiert auf der Marktpreisnotierung am Bilanzstichtag. Ein aktiver Markt ist
vorhanden, wenn Preisnotierungen von einer Börse, Händlern, Maklern, Preisdienstleistern
oder Regulierungsbehörden leicht und regelmäßig verfügbar sind, und diese Preise tatsächliche
und regelmäßig stattfindende Markttransaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern
darstellen. Diese Finanzinstrumente werden dem Level 1 zugeordnet. Die beizulegenden
Zeitwerte entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen am Bilanzstichtag.
Finanzinstrumente des Level 1 beinhalten vor allem als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte
Aktien börsennotierter Unternehmen und begebene Anleihen der Klasse zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten.
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt
gehandelt werden, zum Beispiel Over-the-Counter-Derivate (OTC), werden mittels Bewertungstechniken
bestimmt. Diese Bewertungstechniken maximieren die Verwendung von beobachtbaren Marktdaten
und beruhen so wenig wie möglich auf konzernspezifischen Annahmen. Wenn alle wesentlichen
Inputfaktoren zur Zeitwertbestimmung eines Instruments beobachtbar sind, wird das
Instrument dem Level 2 zugeordnet.
Wenn einer oder mehrere der wesentlichen Inputfaktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten
beruht, wird das Instrument dem Level 3 zugeordnet.
Als spezifische Bewertungstechniken zur Bewertung von Finanzinstrumenten werden eingesetzt:
| ― |
Für nicht börsennotierte Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen und sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten wird der beizulegende Zeitwert als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme unter Berücksichtigung von beobachtbaren Zinsstrukturkurven und des jeweils bonitätsabhängigen Kreditrisiko-Aufschlags (Credit-Spread) ermittelt. |
| ― |
Bei nicht börsengehandelten Derivaten wird der beizulegende Zeitwert durch geeignete finanzmathematische Methoden, z.B. durch Diskontierung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme, bestimmt. Die Terminkurse bzw. -preise von Termingeschäften richten sich nach den Kassakursen und -preisen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte abgeschlossener optionaler Fremdwährungs- und Zinsderivate basiert auf dem Modell von Black & Scholes sowie auf dem Modell von Turnbull & Wakeman bei optionalen Treibstoffpreissicherungen. Periodisch erfolgt ein Abgleich der mit den eigenen Systemen ermittelten Marktwerte mit Marktwertbestätigungen der externen Vertragspartner. |
| ― |
Sonstige Bewertungstechniken, wie zum Beispiel Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme, werden für die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte bei den übrigen Finanzinstrumenten eingesetzt. |
Mit Ausnahme der im Folgenden dargestellten Anteile an der Hapag-Lloyd AG und der
National Air Traffic Services (NATS) werden die aus der Anwendung der Bewertungsannahmen
resultierenden beizulegenden Zeitwerte vollständig dem Level 2 zugeordnet.
Die folgende Tabelle zeigt die Wertentwicklung der wiederkehrend zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente, die dem Level 3 der Bemessungshierarchie zugeordnet
werden.
| Mio. € | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
Sonstige Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten |
| Stand zum 1.10.2013 | - | 40,6 |
| Zugänge | 5,2 | - |
| Abgänge | ||
| durch Tilgung und Verkauf | - | 35,5 |
| durch Umwandlung | - | 5,2 |
| Gesamtergebnis | 0,3 | 0,1 |
| davon in den sonstigen Ergebnissen (erfolgsneutral) | 0,3 | 0,1 |
| Stand zum 30.9.2014 | 5,5 | 0,0 |
| Nettogewinne für zum Stichtag gehaltene Finanzinstrumente | - | - |
| Stand zum 1.10.2014 | 5,5 | - |
| Zugänge | 481,9 | - |
| Gesamtergebnis | 7,7 | - |
| davon in den sonstigen Ergebnissen (erfolgsneutral) | 7,7 | - |
| Stand zum 30.6.2015 | 495,1 | - |
| Nettogewinne für zum Stichtag gehaltene Finanzinstrumente | - | - |
Die Zugänge betreffen die Beteiligung an der Hapag-Lloyd AG, die ab dem 2. Dezember
2014 unter den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen
wird.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Finanzinstrumente im Level 3 erfolgt
mittels Discounted Cash Flow Verfahren durch den Finanzbereich der TUI. Dabei werden
die für die quartalsweise Bewertung benötigten Marktdaten und Parameter erhoben bzw.
validiert. Die nicht beobachtbaren Inputparameter werden anhand der intern verfügbaren
Informationen überprüft und gegebenenfalls aktualisiert.
Die Ergebnisse der Bewertung werden mit Bewertungen von unabhängigen Marktteilnehmern,
wie z.B. Analystenstudien, abgeglichen. Diese werden vom Bereich Investor Relations
zur Verfügung gestellt. Wenn der mit der gesetzten Bewertungstechnik ermittelte beizulegende
Zeitwert außerhalb der Bandbreite externer Einschätzungen liegt, wird das Bewertungsmodell
vom Finanzbereich überprüft und mittels alternativer Annahmen verifiziert, die nach
vernünftiger Beurteilung möglicherweise von anderen Marktteilnehmern bei der Preisfeststellung
zum Quartalsstichtag berücksichtigt werden könnten. Über das Ergebnis der Bewertung
der wesentlichen Finanzinstrumente im Level 3 wird dem Finanzvorstand berichtet.
Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über die Bewertungsverfahren und die
zentralen nicht beobachtbaren Inputfaktoren, die bei der Bestimmung der beizulegenden
Zeitwerte eingesetzt wurden.
| Finanzieller Vermögenswert |
Beizulegender Zeitwert in Mio. € | Bewertungsmethode |
Nichtbeobachtbarer Inputfaktor |
Bandbreite des Inputs | Verhältnis der nicht-beobachtbaren Inputfaktoren zum beizulegenden Zeitwert |
| Beteiligung Hapag-Lloyd AG | 489,1 | Discounted Cash Flow | (geschätzte) EBITDA-Marge |
7 % - 10 % | Je höher die (geschätzte) EBITDA-Marge, desto höher der beizulegende Zeitwert |
| WACC | 7,0 % | Je niedriger der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz, desto höher der beizulegende Zeitwert | |||
| Ewige Wachstumsrate | 0,5 % | Je höher die ewige Wachstumsrate, desto höher der beizulegende Zeitwert | |||
| Beteiligung NATS |
6,1 | Vorangegangene Geschäftsvorfälle |
(n.a.) | (n.a.) |
(n.a.) |
Der beizulegende Zeitwert der Beteiligung an der Hapag-Lloyd AG würde sich signifikant
ändern, wenn einer oder mehrere der wesentlichen nicht-beobachtbaren Inputfaktoren
durch für möglich gehaltene alternative Annahmen ersetzt würden. Die nachfolgende
Tabelle stellt die Sensitivitäten gegenüber einer Änderung der wesentlichen nicht-beobachtbaren
Inputfaktoren dar.
| Mio. € | Erhöhung/Verringerung des nicht-beobachtbaren Inputfaktors | Vorteilhafte/nachteilige erfolgswirksame Auswirkung | Vorteilhafte/nachteilige erfolgsneutrale Auswirkung |
| (Geschätzte) EBITDA-Marge | 0,25 % | - |
60,5 |
| -0,25 % | -53,4 | -7,2 | |
| WACC | 0,25 % | -36,5 | -7,2 |
| -0,25 % | - | 47,2 | |
| Ewige Wachstumsrate | 0,25 % | - | 38,7 |
| -0,25 % | -28,7 | -7,2 |
Die dargestellten vorteilhaften und nachteiligen Änderungen sind unabhängig voneinander
berechnet worden.
Bei einer Erhöhung bzw. Reduzierung des ermittelten Unternehmenswertes an NATS um
+ 10 % bzw. - 10 % führt dies zum Berichtsstichtag zu einem um 0,4 Mio. € höheren
bzw. 0,4 Mio. € niedrigeren Wertansatz des Vermögenswertes im TUI Konzern, der sich
erfolgsneutral auf das Ergebnis nach Steuern auswirkt (zum 30. September 2014 + 0,4
Mio. € bzw. - 0,4 Mio. €). Änderungen nicht-beobachtbarer Inputfaktoren wirken sich
nicht wesentlich auf das Ergebnis aus.
Zum 30. Juni 2015 bestanden Haftungsverhältnisse in Höhe von 371,9 Mio. € (zum 30.
September 2014 375,1 Mio. €). Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten,
die in Höhe des am Bilanzstichtag geschätzten Erfüllungsbetrags ausgewiesen werden.
Es handelt sich vor allem um die Gewährung von Avalen zugunsten der Hapag-Lloyd AG
aus gesicherten Schiffsfinanzierungen sowie um Haftungsübernahmen zugunsten der TUI
Cruises GmbH. Der leichte Rückgang gegenüber dem 30. September 2014 resultiert im
Wesentlichen aus Tilgungszahlungen, die die Erhöhungen aus neu abgeschlossenen Haftungsübernahmen
überkompensierten.
Im Januar 2014 hat die italienische Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen wegen des
Vorwurfs der Mittäterschaft zur Umsatzsteuerhinterziehung gegen einen ehemaligen Geschäftsführer
einer italienischen Tochtergesellschaft abgeschlossen und im Mai 2015 das Strafverfahren
gegen den betroffenen Manager eröffnet. Bis zur Klärung des Sachverhaltes wurde die
Auszahlung eines hierdurch strittigen Vorsteueranspruchs in Höhe von 18,2 Mio. € von
den Finanzbehörden vorläufig gestoppt. Am 11. Dezember 2014 erhielt TUI einen Steuerbescheid
der italienischen Finanzbehörden. Darin wird der Tochtergesellschaft der Anspruch
auf Vorsteuerabzug in Höhe von 18,2 Mio. € versagt. Darüber hinaus wurden Bußgelder
und Zinszahlungen in Höhe von insgesamt 33 Mio. € verhängt. Die Tochtergesellschaft
hatte Rechtsmittel gegen den Bescheid eingelegt. Am 23. Juni 2015 wurde mit den italienischen
Steuerbehörden eine Vereinbarung geschlossen, nach der die italienische Tochtergesellschaft
die Vorsteuer nicht abziehen kann und die Erhebung der Zinsen bzw. Bußgelder auf 1,8
Mio. € reduziert wird. Bereits im zweiten Quartal 2014/15 wurde die Umsatzsteuerforderung
in voller Höhe wertberichtigt.
| 30.6.2015 | 30.9.2014 | |
| Mio. € | geändert | |
| Nennwert | 4.096,1 | 4.167,2 |
| Beizulegender Zeitwert | 3.768,3 | 3.821,2 |
| Mio. € | 30.6.2015 | 30.9.2014 |
| Bestellobligo für Investitionen | 3.964,2 | 3.160,9 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen | 135,1 | 210,7 |
| Gesamt | 4.099,3 | 3.371,6 |
| Beizulegender Zeitwert | 3.715,5 | 3.086,1 |
Das Bestellobligo für Investitionen erhöhte sich zum 30. Juni 2015 im Vergleich zum
30. September 2014 um 803,3 Mio. €. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere neue
Bestellobligos für Kreuzfahrtschiffe aus Finanzierungsleasingverträgen mit der TUI
Cruises GmbH, einem Gemeinschaftsunternehmen der TUI Group.
Ausgehend vom Konzernergebnis nach Steuern wird der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
nach der indirekten Methode abgeleitet. Dargestellt ist die Kapitalflussrechnung des
fortzuführenden und des einzustellenden Bereichs. Der Finanzmittelbestand sank im
Berichtszeitraum um 639,9 Mio. € auf 1.618,1 Mio. €. Vom Finanzmittelbestand sind
42,4 Mio. € im Bilanzposten zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte enthalten.
Aus laufender Geschäftstätigkeit flossen im Berichtszeitraum 515,0 Mio. € Zahlungsmittel
zu (im Vorjahr 385,3 Mio. €).
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt insgesamt 27,4 Mio. €. Darin
enthalten sind Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle
Vermögenswerte der Veranstalter und Fluggesellschaften Höhe von 388,2 Mio. €, der
Hotels & Resorts in Höhe von 129,1 Mio. €, der Kreuzfahrten in Höhe von 86,2 Mio.
€ und der sonstigen Gesellschaften der Touristik in Höhe von 52,1 Mio. €. Außerdem
sind dem Konzern 335,5 Mio. € aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen -im wesentlichen
Flugzeugvermögen und ein Hotel auf Gran Canaria -zugeflossen. Ferner sind hier Auszahlungen
in Höhe von 24,5 Mio. € im Zusammenhang mit dem Erwerb von Tochterunternehmen und
für Kapitalerhöhungen bei Gemeinschaftsunternehmen erfasst. Aus dem Verkauf von Joint
Ventures flossen 17,9 Mio. € zu. Die im Vorjahr erworbenen Anteile an einem Geldmarktfonds
wurden nach dem Vollzug des Zusammenschlusses mit der TUI Travel PLC verkauft und
führten zu Mittelzuflüssen in Höhe von 300,0 Mio. €.
Aus der Finanzierungstätigkeit hat sich der Finanzmittelbestand insgesamt um 1.061,8
Mio. € gemindert. Die TUI AG hat als Ersatz für die bisher von der TUI Travel PLC
abgeschlossene Kreditlinie entsprechende neue Finanzierungsvereinbarungen geschlossen.
Die daraus im laufenden Geschäftsjahr in Anspruch genommenen Gelder wurden inzwischen
vollständig zurückgezahlt. Für die Rückführung einer Finanzierung in Zusammenhang
mit einer Wandelanleihe der TUI Travel PLC hat die TUI AG 195,3 Mio. € verwandt. Siehe
hierzu auch den Abschnitt "Zusammenschluss von TUI AG und TUI Travel PLC". Auszahlungen
in Höhe von je 2,4 Mio. € betreffen den nicht gewandelten Anteil der im November 2014
fällig gewesenen Wandelanleihe der TUI AG in Höhe von ursprünglich 217,8 Mio. € und
den nicht gewandelten Anteil der im Geschäftsjahr vorzeitig gekündigten Wandelanleihe
der TUI AG in Höhe von ursprünglich 339,0 Mio. €. Die Kündigung der nachrangigen Schuldverschreibung
ohne Fälligkeitstag der TUI AG hat zu einer Auszahlung in Höhe von 300,0 Mio. € geführt.
Hotels & Resorts haben Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 10,7 Mio. € aufgenommen
und 60,0 Mio. € getilgt. Zur Finanzierung eines Flugzeugs wurde ein Kredit in Höhe
von 76,7 Mio. € in Anspruch genommen. In Höhe von 43,9 Mio. € wurden Finanzierungsleasingverbindlichkeiten
getilgt.
Für Zinszahlungen sind 78,1 Mio. € verwendet worden. Weitere Auszahlungen betreffen
die Dividenden für die Hybridgläubiger und die Aktionäre der TUI AG (109,3 Mio. €)
und die Dividenden für die Minderheitsaktionäre, im Wesentlichen der TUI Travel PLC
und der RIUSA II S.A. (196,2 Mio. €). Die TUI Travel PLC hat eigene Aktien für 84,5
Mio. € erworben, um sie für Aktienoptionspläne zu verwenden. Für die Erhöhung der
Anteile an bereits konsolidierten Gesellschaften wurden 3,7 Mio. € aufgewandt. Im
Zusammenhang mit dem Zusammenschluss von TUI AG und TUI Travel PLC führte die hierfür
notwendige Kapitalerhöhung zu Auszahlungen von 10,5 Mio. € und die übrigen Maßnahmen
zu Auszahlungen von 38,2 Mio. €.
Im Übrigen nahm der Finanzmittelbestand wechselkursbedingt um 65,7 Mio. € ab.
Zum 30. Juni 2015 unterlagen Finanzmittelbestände in Höhe von 193,9 Mio. € Verfügungsbeschränkungen.
Hiervon entfallen 116,3 Mio. € auf erhaltene Barsicherheiten, die im Geschäftsjahr
2012/13 von belgischen Steuerbehörden vor dem Hintergrund eines langjährigen Rechtsstreits
über die Erstattung von Umsatzsteuer für die Jahre 2001 bis 2011 ohne Anerkenntnis
einer Schuld bei einem belgischen Tochterunternehmen hinterlegt wurden, um den Zinslauf
für beide Parteien zu stoppen. Zur Absicherung einer etwaigen Rückzahlung wurde dem
belgischen Staat eine Bankgarantie eingeräumt. Aufgrund der Bankgarantie ist die Fähigkeit
der TUI, über die Finanzmittel zu verfügen, eingeschränkt. Die übrigen Beschränkungen
in Höhe von 77,6 Mio. € betreffen Finanzmittel, die aufgrund rechtlicher oder regulatorischer
Bestimmungen vorgehalten werden müssen.
Aufgrund des Zusammenschlusses mit der TUI Travel PLC hat der TUI Konzern seine Organisationsstruktur
neu aufgestellt. Für den vorliegenden Konzernzwischenabschluss wurde die bislang verwendete
Berichtsstruktur nach IFRS 8 an das veränderte Steuerungskonzept der neuen TUI Group
angepasst. Wir verweisen auf die Erläuterungen zu der neuen Segmentstruktur im Abschnitt
"Grundlagen der Rechnungslegung".
| Q3 2014/15 | 9M 2014/15 | |||||
| Mio. € | Fremde Dritte | Konzern | Gesamt | Fremde Dritte | Konzern | Gesamt |
| Region Nord | 1.866,3 | 22,8 | 1.889,1 | 4.025,1 | 105,0 | 4.130,1 |
| Region Zentral | 1.406,4 | 11,1 | 1.417,5 | 3.341,4 | 34,7 | 3.376,1 |
| Region West | 772,0 | - | 772,0 | 1.687,0 | 9,0 | 1.696,0 |
| Hotels & Resorts | 135,8 | 181,1 | 316,9 | 381,2 | 435,7 | 816,9 |
| Kreuzfahrten | 63,8 | - | 63,8 | 200,0 | - | 200,0 |
| Übrige Touristik | 96,5 | 0,8 | 97,3 | 328,9 | 3,3 | 332,2 |
| Konsolidierung | - | -195,3 | -195,3 | - | -480,2 | -480,2 |
| Touristik | 4.340,8 | 20,5 | 4.361,3 | 9.963,6 | 107,5 | 10.071,1 |
| Specialist Group | 462,8 | - | 462,8 | 1.355,5 | - | 1.355,5 |
| Hotelbeds Group | 259,3 | 74,1 | 333,4 | 654,7 | 171,5 | 826,2 |
| Alle übrigen Segmente | 18,2 | 18,7 | 36,9 | 47,4 | 61,2 | 108,6 |
| Konsolidierung | - | -113,3 | -113,3 | - | -340,2 | -340,2 |
| Fortzuführende Geschäftsbereiche | 5.081,1 | - | 5.081,1 | 12.021,2 | - | 12.021,2 |
| Aufgegebener Geschäftsbereich | 18,5 | - | 18,5 | 49,8 | - | 49,8 |
| Summe der Segmente | 5.099,6 | - | 5.099,6 | 12.071,0 | - | 12.071,0 |
| Q3 2013/14 | 9M 2013/14 | |||||
| Mio. € | Fremde Dritte geändert |
Konzern geändert |
Gesamt geändert |
Fremde Dritte geändert |
Konzern geändert |
Gesamt geändert |
| Region Nord | 1.660,0 | 18,7 | 1.678,7 | 3.629,6 | 79,6 | 3.709,2 |
| Region Zentral | 1.393,4 | 13,9 | 1.407,3 | 3.222,3 | 52,4 | 3.274,7 |
| Region West | 782,8 | 22,4 | 805,2 | 1.711,1 | 23,1 | 1.734,2 |
| Hotels & Resorts | 105,0 | 186,3 | 291,3 | 316,6 | 432,5 | 749,1 |
| Kreuzfahrten | 63,9 | - | 63,9 | 213,1 | 1,0 | 214,1 |
| Übrige Touristik | 95,9 | 2,3 | 98,2 | 319,7 | 11,7 | 331,4 |
| Konsolidierung | - | -217,9 | -217,9 | - | -498,8 | -498,8 |
| Touristik | 4.101,0 | 25,7 | 4.126,7 | 9.412,4 | 101,5 | 9.513,9 |
| Specialist Group | 395,5 | - | 395,5 | 1.166,6 | - | 1.166,6 |
| Hotelbeds Group | 262,0 | 77,5 | 339,5 | 631,6 | 148,1 | 779,7 |
| Alle übrigen Segmente | 18,5 | 19,4 | 37,9 | 36,8 | 56,7 | 93,5 |
| Konsolidierung | - | -122,6 | -122,6 | - | -306,3 | -306,3 |
| Fortzuführende Geschäftsbereiche | 4.777,0 | - | 4.777,0 | 11.247,4 | - | 11.247,4 |
| Aufgegebener Geschäftsbereich | 18,9 | - | 18,9 | 52,2 | - | 52,2 |
| Summe der Segmente | 4.795,9 | - | 4.795,9 | 11.299,6 | - | 11.299,6 |
| Q3 2014/15 | Q3 2013/14 | 9M 2014/15 | 9M 2013/14 | |
| Mio. € | geändert | geändert | ||
| Region Nord | 101,3 | 95,4 | -21,8 | 7,9 |
| Region Zentral | -18,2 | 20,4 | -119,8 | -62,4 |
| Region West | -13,7 | -3,0 | -81,4 | -83,3 |
| Hotels & Resorts | 64,1 | 40,7 | 86,3 | 70,7 |
| Kreuzfahrten | 19,3 | 1,7 | 37,6 | -1,7 |
| Übrige Touristik | -21,2 | -21,3 | -45,8 | -46,6 |
| Touristik | 131,6 | 133,9 | -144,9 | -115,4 |
| Specialist Group | 15,7 | 18,4 | -12,0 | -11,2 |
| Hotelbeds Group | 23,7 | -34,9 | 16,9 | -34,8 |
| Alle übrigen Segmente | -41,2 | -25,5 | -99,1 | -80,8 |
| Fortzuführende Geschäftsbereiche | 129,8 | 91,9 | -239,1 | -242,2 |
| Aufgegebener Geschäftsbereich | -1,2 | -1,6 | -23,1 | -7,5 |
| Summe der Segmente | 128,6 | 90,3 | -262,2 | -249,7 |
Das Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte
(EBITA) enthält in den ersten neun Monaten 2014/15 in Höhe von 85,0 Mio. € (Vorjahr
31,6 Mio. €) Ergebnisse aus den nach der Equity-Methode bewerteten unternehmen. Diese
sind überwiegend innerhalb der Touristik angefallen.
| Q3 2014/15 | Q3 2013/14 | 9M 2014/15 | 9M 2013/14 | |
| Mio. € | geändert | geändert | ||
| Region Nord | 107,0 | 99,1 | -2,6 | -25,1 |
| Region Zentral | -4,2 | 29,9 | -97,9 | -46,8 |
| Region West | -11,1 | 2,0 | -72,8 | -67,8 |
| Hotels & Resorts | 67,3 | 41,7 | 122,9 | 74,4 |
| Kreuzfahrten | 19,3 | -1,5 | 37,6 | -17,7 |
| Übrige Touristik | -20,6 | -21,9 | -40,2 | -42,1 |
| Touristik | 157,7 | 149,3 | -53,0 | -125,1 |
| Specialist Group | 24,5 | 20,5 | 5,2 | 2,9 |
| Hotelbeds Group | 30,6 | 23,6 | 38,4 | 31,2 |
| Alle übrigen Segmente | -18,6 | -29,7 | -69,0 | -86,7 |
| Fortzuführende Geschäftsbereiche | 194,2 | 163,7 | -78,4 | -177,7 |
| Aufgegebener Geschäftsbereich | -0,8 | -0,8 | -10,1 | -6,1 |
| Summe der Segmente | 193,4 | 162,9 | -88,5 | -183,8 |
| Q3 2014/15 | Q3 2013/14 | 9M 2014/15 | 9M 2013/14 | |
| Mio. € | geändert | geändert | ||
| EBITA aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 129,8 | 91,9 | -239,1 | -242,2 |
| Gewinne/Verluste aus der nach der Equity-Methode bewerteten Containerschifffahrt | -9,5 | 0,9 | -46,0 | |
| Nettozinsbelastung und Aufwand aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | -34,6 | -62,4 | -141,9 | -182,4 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 95,2 | 20,0 | -380,1 | -470,6 |
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die TUI AG
in Ausübung ihrer normalen Geschäftstätigkeit in unmittelbaren oder mittelbaren Beziehungen
mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
und Personen sind unverändert auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden
gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten
üblich sind. Eine im Konzernanhang zum 30. September 2014 genannte Kapitalbeteiligung
durch die Riu Hotels S.A. bestand zum Stichtag des Zwischenabschlusses unverändert
fort. Weitergehende Informationen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im
Konzernanhang 2013/14 im Rahmen der sonstigen Erläuterungen enthalten.
Bei der TUI Russia besteht auch im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 weiterhin eine
deutliche Verlustsituation. Für die erwartete Inanspruchnahme aus dem Engagement in
Russland und der Ukraine wurde im laufenden Geschäftsjahr eine Risikovorsorge in Höhe
von 13,9 Mio. € gebildet.
Im Mai 2015 wurde beschlossen, das in der Tochtergesellschaft PEAK Adventure Travel
Group Ltd., Australien, gebündelte Angebot an Abenteuerreisen zwischen den derzeitigen
nicht beherrschenden Gesellschaftern an PEAK und der TUI AG aufzuteilen. Am 2. Juli
2015 wurde eine entsprechende Vereinbarung mit den nicht beherrschenden Gesellschaftern
getroffen, zum 31. Juli 2015 wurde diese vollzogen.
Im Zusammenhang mit dieser Transaktion gehen die im Abschnitt "Zur Veräußerung bestimmte
Vermögenswerte" genannten Vermögenswerte und Schulden aus dem Konzern ab. Aus der
Transaktion ergeben sich keine wesentlichen Ergebnisauswirkungen.
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und
Verlustrechnung, verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung,
verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben
- und den Konzernzwischenlagebericht der TUI AG für den Zeitraum vom 1. Oktober 2014
bis 30. Juni 2015, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 37x Abs. 3 WpHG
sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere
Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und
dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review
of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity"
(ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit.Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Hannover, den 12. August 2015
PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Thomas Stieve | Prof. Dr. Mathias Schellhorn |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Der Zwischenbericht, insbesondere der Prognosebericht als Teil des Lageberichts, enthält
verschiedene Prognosen und Erwartungen sowie Aussagen, die die zukünftige Entwicklung
des TUI Konzerns und der TUI AG betreffen. Diese Aussagen beruhen auf Annahmen und
Schätzungen und können mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden
sein. Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse sowie die Finanz- und Vermögenslage
können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Gründe
hierfür können, neben anderen, Marktschwankungen, die Entwicklung der Weltmarktpreise
für Rohstoffe sowie der Finanzmärkte und Wechselkurse, Veränderungen nationaler und
internationaler Gesetze und Vorschriften oder grundsätzliche Veränderungen des wirtschaftlichen
und politischen Umfelds sein. Es ist weder beabsichtigt noch übernimmt TUI eine gesonderte
Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren oder sie an Ereignisse oder
Entwicklungen nach dem Erscheinen dieses Berichts anzupassen.