![]() TUI AGHannoverZwischenabschluss zum 31. März 2019ERSTES HALBJAHR 2019TUI Group in Zahlenscroll
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Differenzen durch Rundungen möglich. Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht der TUI Group bezieht sich auf das H1 2019,
das den Zeitraum vom 1. Oktober 2018 bis zum 31. März 2019 umfasst. Die TUI Group hat IFRS 15 und IFRS 9 ab dem 1. Oktober 2018 rückwirkend angewendet.
Im Gegensatz zum IFRS 15 wurde der IFRS 9 ohne Anpassung der Vorjahreszahlen eingeführt.
Im Q1 2019 wurden die italienischen Veranstalter aus Allen übrigen Segmenten in die
Region Zentral umgegliedert. Darüber hinaus wurden die Crystal-Ski-Gesellschaften,
die Dienstleistungen in den Zielgebieten erbringen, aus der Region Nord in das Segment
Zielgebietserlebnisse umgegliedert. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. 1
Zur Erläuterung und Bewertung der operativen Geschäftsentwicklung in den Segmenten
wird nachfolgend auf das bereinigte Ergebnis (bereinigtes EBITA) abgestellt. Das bereinigte
Ergebnis ist um Abgangsergebnisse von Finanzanlagen, Restrukturierungsaufwendungen
nach IAS 37, sämtliche Effekte aus Kaufpreisallokationen, Anschaffungsnebenkosten
und bedingten Kaufpreiszahlungen sowie andere Aufwendungen und Erträge aus Einzelsachverhalten
korrigiert worden. Für weitere Details siehe Seite 15. ZWISCHENLAGEBERICHTH 1 im ÜberblickDer Anstieg des saisonalen Verlusts beim bereinigten EBITA auf 301 Mio. € im H1 2019
(H1 2018: 170 Mio. € Verlust) spiegelt die anhaltend schwache Nachfrage im Geschäftsbereich
Märkte & Airlines wider. Der Bereich Urlaubserlebnisse erzielte unter Berücksichtigung
der im Vorjahr bei Riu erzielten Veräußerungserlöse erneut eine gute Geschäftsentwicklung
aufgrund unseres integrierten Geschäftsmodells und der Investitionen in unser differenziertes
Hotel- und Kreuzfahrtportfolio. Ergebnisentwicklung H1 im Überblickscroll
→ Für weitere Details siehe Geschäftsentwicklung in den Segmenten ab Seite 7 Erwartungsgemäß ist der Rückgang im H1-Ergebnis des Bereichs Märkte & Airlines durch
verschiedene Faktoren bedingt: die Auswirkungen des heißen Sommers 2018, die Überkapazitäten
in Spanien aufgrund der Nachfrageverlagerung in das östliche Mittelmeer, die mit dem
Brexit verbundene anhaltende Unsicherheit sowie besonders starke Vergleichswerte für
die Nordischen Länder im H1 2018. Außerdem spiegelt das Ergebnis die ersten Auswirkungen
des Mitte März verfügten Flugverbots für Flugzeuge des Typs 737 MAX sowie des späteren
Ostertermins in diesem Jahr wider. Unsere starken Marktpositionen im Geschäftsbereich Märkte & Airlines, die mit einer
hohen Kundenbindung und hohen Marktanteilen verbunden sind, sind ein wichtiger Faktor
für den Erfolg unseres Geschäftsmodells. Dies trägt zu der hohen Rentabilität unserer
Investitionen in den Geschäftsbereich Urlaubserlebnisse bei. Wir fokussieren uns weiterhin
auf Effizienzsteigerungen und Digitalisierung im gesamten Konzern. Im Geschäftsbereich Urlaubserlebnisse erzielen unsere Segmente Kreuzfahrten und Zielgebietserlebnisse
sowie unter Berücksichtigung der im Vorjahr enthaltenen Veräußerungserlöse von Riu
auch Hotels & Resorts weiterhin gute Ergebnisse. Dies ist auf die in den letzten Jahren
getätigten Investitionen in den Ausbau unseres differenzierten eigenen Hotel- und
Kreuzfahrtportfolios zurückzuführen. Darüber hinaus steigert unser integriertes Geschäftsmodell
Auslastungen, Raten und Ertragsleistung unserer Hotels und Kreuzfahrtschiffe. Der Bereich Hotels & Resorts zeigte im ersten Halbjahr eine robuste Entwicklung. Das
Ergebnis spiegelt den Wegfall der im Vorjahr erzielten Veräußerungsgewinne sowie die
weitere Verlagerung der Nachfrage von Spanien in die Türkei wider. Diese Verbesserung
im türkischen Hotelgeschäft wird sich schwerpunktmäßig im H2 2019 auswirken, da die
Türkei in erster Linie ein Sommerziel ist und wir im H1 2019 zusätzliche Leasingverpflichtungen
zur Absicherung weiterer Kapazitäten eingegangen sind. Das Segment Kreuzfahrten entwickelt
sich weiterhin gut - unter Berücksichtigung zusätzlicher Belastungen aus einem Werftaufenthalt
und Inbetriebnahmen im H1 2019. Die Nettoverschuldung zum 31. März 2019 lag bei 1.964 Mio. € (31. März 2018: 576 Mio.
€). Wie erwartet, zeigt die Nettoverschuldung nun wieder die gewohnte saisonale Entwicklung,
nachdem wir die in den Vorjahren vereinnahmten Veräußerungserlöse vollständig reinvestiert
haben. Darüber hinaus spiegelt sie die Finanzierung unseres Flugzeug-Orderbuchs wider,
die zunehmend durch Eigentum oder Finanzierungsleasing erfolgt. Auf Grundlage der von uns eingeleiteten Maßnahmen zur Förderung von Wachstum im H2 bestätigen wir daher unsere aktualisierte Prognose gemäß unserer Ad-hoc-Mitteilung vom 29. März 2019 für ein bereinigtes EBITA für das Geschäftsjahr 2019 von ca. -17 % (unter Annahme der Aufhebung des Flugverbots für Flugzeuge des Typs 737 MAX Mitte Juli) bis ca. - 26 °% (unter der Annahme, dass die Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Flugverbot bis zum Ende des Sommers 2019 verlängert werden) gegenüber einem rebasierten bereinigten EBITA in Höhe von 1.177 Mio. €1 im Geschäftsjahr 2018. Weitere Details zum Flugverbot der 737 MAX siehe Seite 5. Wir sind überzeugt, dass unser integriertes Geschäftsmodell überdurchschnittliche Renditen ermöglicht und unsere strategischen Initiativen eine starke strategische Positionierung für künftiges Wachstum bieten. Ausblick und erwartete EntwicklungURLAUBSERLEBNISSETrotz des Drucks im Bereich Märkte & Airlines verzeichnete der Bereich Urlaubserlebnisse
eine anhaltend gute Geschäftsentwicklung - unter Berücksichtigung der Riu-Hotels im
Vorjahr im Segment Hotel & Resorts. Dies ist auf die von uns in den letzten Jahren
getätigten Investitionen zum Ausbau unseres differenzierten Portfolios eigener Hotels
und Kreuzfahrtschiffe zurückzuführen. Darüber hinaus soll unser integriertes Geschäftsmodell
Auslastung, Rate und Ertragsleistung unserer Hotels und Kreuzfahrtschiffe steigern. Seit dem Merger haben wir 58 Hotels neu eröffnet und erwarten weitere Neueröffnungen.
Bei den Destinationen verlagert sich die Nachfrage weiterhin vom westlichen zurück
in den östlichen Mittelmeerraum und nach Nordafrika. Außerdem ist die Nachfrage nach
Mexiko im Quellmarkt USA aufgrund von Grenzkonflikten und Sicherheitsbedenken zurückgegangen.
Dank unseres Destinationsportfolios, unserer attraktiven Marken und unserer Vertriebskraft
sind wir gut positioniert, um weiterhin branchenführende Renditen im Segment Hotels
& Resorts zu erzielen. Im Segment Kreuzfahrten haben wir in diesem Jahr drei neue Schiffe in Dienst gestellt:
die neue Mein Schiff 2, die Marella Explorer 2 und im Mai die Hanseatic nature. Die
Nachfrage nach diesen Schiffen und den übrigen Schiffen unserer Flotte zeigt sich
anhaltend stark. Auslastung und Raten entwickeln sich weiterhin erwartungsgemäß. Im
Bereich Zielgebietserlebnisse setzen wir die Integration der von uns in den Vorjahren
getätigten Akquisitionen fort und erzielen weiterhin Wachstum beim Vertrieb von Ausflügen
und Aktivitäten. MÄRKTE & AIRLINESDie in unserer Zwischenmitteilung Q1 2019 beschriebene schwache Entwicklung unserer
Märkte & Airlines setzt sich fort. Dies führt zu spürbarem Druck auf Ertragsleistung
und Margen. Ursächlich hierfür sind die Buchungszurückhaltung infolge des außergewöhnlich
heißen Sommers 2018, die Eintrübung des Verbrauchervertrauens, die mit dem Brexit
einhergehende Unsicherheit, die Verlagerung der Nachfrage in den östlichen Mittelmeerraum,
einhergehend mit Überkapazitäten in Spanien, sowie das Flugverbot für die Maschinen
des Typs 737 MAX. Bisher sind 59 % des gesamten Sommerprogramms 2019 gebucht, während es zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres 62 % waren. Bei einem Rückgang der Buchungen um 3% gegenüber dem Vorjahr sind die durchschnittlichen Verkaufspreise um 1 % gegenüber den starken Vorjahreszahlen gestiegen1 . Aufgrund des wettbewerbsorientierten Preisumfelds war diese durchschnittliche Verkaufspreiserhöhung nicht ausreichend, um die Kosteninflation zu decken. Alle Märkte verzeichnen niedrigere Margen vor dem Hintergrund einer schwächeren Nachfrageentwicklung und Überkapazitäten wie in Spanien. Wir haben eine dementsprechende Kapazitätsplanung vorgenommen, die sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegt und es uns ermöglicht, unsere starken, marktführenden Positionen abzusichern. VIER STRATEGISCHE INITIATIVENWir sind überzeugt, dass unser integriertes Geschäftsmodell überdurchschnittliche
Renditen ermöglicht und unsere strategischen Initiativen eine starke strategische
Positionierung für künftiges Wachstum bieten.
ERWARTETE ENTWICKLUNGWir haben Maßnahmen zur Realisierung von Wachstum im H2 entwickelt. Im Geschäftsbereich
Urlaubserlebnisse wollen wir Wachstum auf Basis unserer Investitionen in Hotels, Kreuzfahrtschiffe
und Zielgebietserlebnisse erzielen: durch die im Vorjahr getätigten und jetzt erstmalig
ganzjährig einbezogenen Investitionen sowie neue Hoteleröffnungen und die Inbetriebnahme
neuer Schiffe in diesem Jahr. Außerdem erwarten wir eine weitere Erholung der Nachfrage
nach Reisen in die Türkei und nach Nordafrika sowie einen durch den späten Ostertermin
bedingten positiven Effekt. Wie bereits erwähnt, werden diese Vorteile durch die einmaligen
Kosten für das Flugverbot der 737 MAX von rund 200 Mio. € (bei einem Grounding bis
Mitte Juli) bis rund 300 Mio. € (bei einem Grounding bis Ende des Sommers) kompensiert.
Weitere Details zum Flugverbot der 737 MAX siehe Seite 5. TUI ist strategisch gut für künftiges Wachstum positioniert - dank unseres integrierten
Geschäftsmodells und unserer strategischen Initiativen. Nach der Aufhebung des Flugverbots
für Flugzeuge des Typs 737 MAX sowie aufgrund der konjunkturellen Erholung im Geschäftsbereich
Märkte & Airlines erwarten wir über das Geschäftsjahr 2019 hinaus Wachstum. Effizienzsteigerungen
und unsere Digitalisierungsinitiativen unterstützen diese Entwicklung. Weiteres Wachstum
wollen wir durch den Ausbau unseres Hotel- und Kreuzfahrtgeschäfts, durch normalisierte,
nachhaltige Nettosach- und Finanzinvestitionen in Höhe von 3,5 % des Konzernumsatzes
sowie durch Investitionen innerhalb unserer Joint Ventures und durch unsere skalierbaren
GDN-OTA-Plattformen erreichen. PrognoseveränderungsberichtAm 29. März 2019 haben wir die Finanzmärkte mittels einer Ad-hoc-Mitteilung darüber
informiert, dass wir aufgrund des Flugverbots für Flugzeuge des Typs 737 MAX Maßnahmen
getroffen haben, um die Urlaubsreisen der Kunden zu gewährleisten. Der Konzern nutzt
verfügbare Flugzeuge aus der eigenen Flotte, verlängert die Leasingverträge von Flugzeugen,
die durch die 737 MAX ersetzt werden sollten, und least zusätzliche Flugzeuge am Markt.
Derzeit befinden sich 15 737 MAX in der rund 150 Flugzeuge umfassenden Flotte der
TUI am Boden: in Großbritannien, Belgien, den Niederlanden und Schweden. Weitere acht
737 MAX sind nach Aufhebung des Flugverbots zur Auslieferung vorgesehen. Unter der Annahme, dass Flüge mit der 737 MAX spätestens Mitte Juli wieder stattfinden können, erwartet der Konzern durch das Flugverbot derzeit einen Einmaleffekt auf das bereinigte EBITA von ungefähr 200 Mio. €. Dieser Effekt ist insbesondere zurückzuführen auf Kosten für Ersatzflugzeuge, höhere Treibstoffkosten, Kosten im Zusammenhang mit Betriebsunterbrechungen sowie die erwarteten Auswirkungen auf das operative Geschäft. Aufgrund dieses Einmaleffekts hat der Vorstand der TUI AG die Prognose angepasst und erwartet nun ein bereinigtes EBITA für das Geschäftsjahr 2019 von ungefähr - 17 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 von 1.177 Mio. € rebasiert1 . Wie in der Ad-hoc-Mitteilung vom 29. März 2019 angekündigt, erwartet der Vorstand der TUI AG einen zusätzlichen negativen Einmaleffekt, wenn im Laufe des Monats Mai nicht hinreichend sicher wird, ob der Flugbetrieb mit 737 MAX Maschinen bis Mitte Juli wieder aufgenommen werden kann. Die TUI wird dann die Maßnahmen bis zum Ende der Sommersaison vollständig verlängern müssen. Die TUI bestätigt die in der Ad-hoc-Mitteilung vom 29. März 2019 veröffentlichte Prognose für diesen zusätzlichen Einmaleffekt per 30. September 2019 von bis zu 100 Mio. €. Auch für dieses Szenario hatte der Vorstand der TUI AG die Prognose für das bereinigte EBITA für das Geschäftsjahr 2019 auf bis zu - 26 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 1.177 Mio. € rebasiert angepasst1 . Aufgrund der Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 wurde der Umsatz für das Geschäftsjahr 2018 auf 18,5 Mrd. € angepasst. Unsere Prognose eines Umsatzwachstums von rund 3 % für das Geschäftsjahr 20192 bleibt bestehen. 1
Auf Basis konstanter Wechselkurse; der Vorjahreswert wurde im Dezember 2018 auf 1.187
Mio. € rebasiert zur Berücksichtigung des Effekts aus der Neubewertung von auf Euro
lautenden Darlehen türkischer Hoteleinheiten in Höhe von 40 Mio. € im Geschäftsjahr
2018 und wurde aufgrund der rückwirkenden Anwendung von IFRS 15 weiterhin auf 1.177
Mio. € angepasst. Struktur und Strategie der TUI GroupBerichtsstrukturFür den vorliegenden Halbjahresfinanzbericht 2019 wurde im Wesentlichen die dem Geschäftsbericht
2018 zugrunde liegende Berichtsstruktur der TUI Group verwendet. → Siehe Geschäftsbericht 2018 ab Seite 32 Im Q1 2019 wurden die italienischen Veranstalter aus Allen übrigen Segmenten in die
Region Zentral umgegliedert. Darüber hinaus wurden die Crystal-Ski-Gesellschaften,
die Dienstleistungen in den Zielgebieten erbringen, aus der Region Nord in das Segment
Zielgebietserlebnisse umgegliedert. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Konzernziele und -strategieDie im Geschäftsbericht 2018 erläuterte Strategie der TUI Group ist unverändert gültig. → Siehe Geschäftsbericht 2018 ab Seite 28 Ertragslage des KonzernsUmsatzscroll
Bereinigtes EBITAscroll
EBITAscroll
Geschäftsentwicklung in den SegmentenUrlaubserlebnisseUrlaubserlebnissescroll
Hotels & Resortsscroll
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Umsatzgrößen enthalten alle vollkonsolidierten Gesellschaften, alle übrigen Kennzahlen
inkl. Equity-Gesellschaften. Im Gesamtumsatz ist Blue Diamond als Joint Venture nicht
enthalten. 1
Anzahl Betten der in Eigentum / Pacht befindlichen Hotels, multipliziert mit Öffnungstagen
pro Quartal.
Kreuzfahrtenscroll
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1
Umsatz enthält nicht TUI Cruises, da das Joint Venture at Equity im Konzernabschluss
bewertet wird.
Zielgebietserlebnissescroll
Märkte & AirlinesMärkte & Airlinesscroll
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1
Anteil der über eigene Vertriebskanäle (stationär und online) verkauften Reisen.
Region Nordscroll
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1
Anteil der über eigene Vertriebskanäle (stationär und online) verkauften Reisen.
Region Zentralscroll
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1
Anteil der über eigene Vertriebskanäle (stationär und online) verkauften Reisen.
Region Westscroll
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1
Anteil der über eigene Vertriebskanäle (stationär und online) verkauften Reisen.
Alle übrigen Segmentescroll
Finanz- und VermögenslageCash Flow / Nettosach- und Finanzinvestitionen / NettoverschuldungDer Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 274,0 Mio. € auf
717,5 Mio. €. Ursächlich hierfür waren neben rückläufigen Ergebnissen im H1 2019 insbesondere
im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Zahlungen für ausstehende Hotelrechnungen, die
auf höhere Kapazitäten im Sommer 2018 in der Region Zentral zurückzuführen waren. Die Nettoverschuldung setzt sich aus den kurz- und langfristigen Finanzschulden abzüglich
der liquiden Mittel sowie der kurzfristigen verzinslichen Geldanlagen zusammen. Wie
erwartet, zeigt die Nettoverschuldung nun wieder die gewohnte saisonale Entwicklung,
nachdem wir die in den Vorjahren vereinnahmten Veräußerungserlöse vollständig reinvestiert
haben. Darüber hinaus spiegelt sie die Finanzierung unseres Flugzeug-Orderbuchs wider,
die zunehmend durch Eigentum oder Finanzierungsleasing erfolgt. Nettoverschuldungscroll
Nettosach- und Finanzinvestitionenscroll
Der Anstieg der Nettosach- und Finanzinvestitionen im H1 2019 war insbesondere auf
den Erwerb der Explorer 2 bei Marella, auf Akquisitionen im Segment Hotels & Resorts
bei unseren Hotelkernmarken Riu, Robinson und TUI Blue sowie auf den Erwerb der Online-Plattform
Musement und weiterer Hotelbeds-Gesellschaften zurückzuführen. Die Entwicklung der
Desinvestitionen im H1 2019 stand im Zusammenhang mit dem Verkauf der Mehrheitsanteile
an Corsair, während der Vorjahreswert den Verkauf von drei Riu-Hotels beinhaltet. Vermögens- und KapitalstrukturVermögens- und Kapitalstrukturscroll
Vorjahreszahlen angepasst wegen retrospektiver Anwendung von IFRS 15 und PPA-Anpassung
Destination Management. Die Bilanzsumme des TUI Konzerns lag mit rund 15,5 Mrd. € in etwa auf dem Niveau der
Bilanz zum Geschäftsjahresende 30. September 2018. Die Eigenkapitalquote zum 31. März
2019 lag mit 21,2 % unter dem Wert des Bilanzstichtags von 27,4 %. → Details siehe Konzernanhang ab Seite 24 Fremdwährungen / TreibstoffUnsere Strategie, den Großteil unseres Treibstoff- und Fremdwährungsbedarfs für zukünftige
Saisons wie nachstehend beschrieben abzusichern, wird unverändert fortgesetzt. Sie
verschafft uns Kostensicherheit bei der Planung unserer Kapazitäten und Preise. Die
nachstehende Tabelle zeigt den jeweiligen Anteil unserer Bedarfe an den Währungen
Euro und US-Dollar sowie an Flugbenzin, der aktuell im Bereich Märkte & Airlines abgesichert
ist. Dies macht über 90 % des Währungs- und Treibstoffrisikos unseres Konzerns aus. Fremdwährungen / Treibstoffscroll
Stand: 9. Mai 2019. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie Ergebnisentwicklung ist aufgrund des durch die Winter- und die Sommerreisemonate
geprägten touristischen Geschäfts einer signifikanten Saisonalität unterworfen. Diesen
saisonalen Einflüssen versuchen wir durch ein breites Spektrum von Urlaubsangeboten
in der Sommer- und Wintersaison sowie die Präsenz in unterschiedlichen weltweiten
Urlaubsmärkten mit anderen Jahreszyklen entgegenzuwirken. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung spiegelt den touristischen Saisonverlauf wider:
Geschäftsbedingt ist das Ergebnis der Monate Oktober bis März negativ. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der TUI AG für die Zeit vom 1.10.2018 bis 31.3.2019scroll
Vorjahreszahlen angepasst wegen retrospektiver Anwendung von IFRS 15 und geänderte
Struktur aufgrund der retrospektiven Anwendung von IFRS 9. In den ersten sechs Monaten 2019 betrug der Umsatz 6,7 Mrd. €, ein Anstieg um 1,7
% im Vergleich zum Vorjahr. In diesem Anstieg spiegelt sich das erweitere Geschäftsvolumen
durch den Erwerb der Destination Management-Sparte der Hotelbeds Group sowie des italienischen
Technologie-Start-ups Musement wider. Dem standen rückläufige Umsätze im Bereich Märkte
& Airlines gegenüber. Zum Rückgang des Ergebnisses der fortzuführenden Geschäftsbereiche gegenüber dem Vorjahreszeitraum
trugen neben der schwächeren operativen Geschäftsentwicklung im Bereich Märkte & Airlines
auch die im Vorjahr vereinnahmten Erträge aus der Veräußerung von zwei Hotelgesellschaften,
einem Hotel sowie einem Flugzeug bei. Einen gegenläufigen Effekt hatte das höhere
Finanzergebnis. Alternative Performance-KennzahlenWesentliche Kennzahlen für die Steuerung der TUI Group sind das bereinigte EBITA und
das EBITA. Das EBITA definieren wir als Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Wertberichtigungen
auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte
sind im EBITA enthalten. Nicht im EBITA enthalten sind Bewertungseffekte auf Zinssicherungsinstrumente. Das bereinigte Ergebnis (bereinigtes EBITA) ist um Abgangsergebnisse von Finanzanlagen,
Restrukturierungsaufwendungen nach IAS 37, sämtliche Effekte aus Kaufpreisallokationen,
Anschaffungsnebenkosten und bedingten Kaufpreiszahlungen sowie andere Aufwendungen
und Erträge aus Einzelsachverhalten korrigiert worden. Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des Ergebnisses vor Ertragsteuern auf
das bereinigte Ergebnis. Überleitung auf bereinigtes EBITAscroll
*
Vorjahreszahlen angepasst wegen retrospektiver Anwendung von IFRS 15. Als Einzelsachverhalte werden hier Erträge und Aufwendungen bereinigt, die aufgrund
ihrer Höhe sowie der Häufigkeit ihres Eintritts die Beurteilung der operativen Ertragskraft
der Unternehmensbereiche und des Konzerns erschweren oder verzerren. Zu diesen Sachverhalten
zählen insbesondere wesentliche Reorganisations- und Integrationsaufwendungen, die
nicht die Kriterien nach IAS 37 erfüllen, wesentliche Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten,
Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Flugzeugen sowie andere wesentliche Geschäftsvorfälle
mit Einmalcharakter. Im H1 2019 wurden Bereinigungen (einschließlich Einzelsachverhalten und Kaufpreisallokationen
für fortgeführte Geschäftsbereiche) in Höhe von insgesamt 45,3 Mio. € (Vorjahr 33,7
Mio. €) vorgenommen. Bei den im H1 2019 bereinigten Einzelsachverhalten handelt es
sich im Wesentlichen um Einmalzahlungen im Zusammenhang mit der Umstellung der Pensionsordnung
im Vereinigten Königreich auf ein beitragsorientiertes System sowie den Abgangsverlust
aus der Veräußerung von Corsair. Im Vorjahreszeitraum waren neben Aufwendungen aus
Kaufpreisallokationen insbesondere Restrukturierungskosten für die Integration von
Transat in Frankreich und die Restrukturierung des deutschen Fluggeschäfts zu bereinigen. Der um Sondereinflüsse bereinigte operative Verlust der TUI Group erhöhte sich im
H1 2019 um 130,9 Mio. € auf 300,6 Mio. €. Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnungscroll
*
Auf Sach- und immaterielle Anlagen, finanzielle und sonstige Vermögenswerte. Weitere SegmentkennzahlenBereinigtes EBITDAscroll
EBITDAscroll
Mitarbeiterscroll
Corporate GovernanceZusammensetzung der OrganeIm H1 2019 haben sich folgende Veränderungen in der Besetzung des Aufsichtsrats der
TUI AG ergeben: Frau Carmen Riu Güell hat ihr Amt mit Wirkung zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung
am 12. Februar 2019 niedergelegt. Als Nachfolger wurde Herr Joan Trian Riu in das
Aufsichtsgremium des Konzerns für eine volle Amtszeit von rund fünf Jahren gewählt. In der Zusammensetzung des Vorstands der TUI AG gab es im H1 2019 keine Veränderungen. Die aktuelle, vollständige Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat ist auf der Website
der Gesellschaft angegeben und dort der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich. → www.tuigroup.com/de-de/investoren/corporate-governance Risiko- und ChancenberichtFür den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg unseres Konzerns und das Erreichen unserer
strategischen Ziele ist ein erfolgreiches Management bestehender und neu auftretender
Risiken und Chancen entscheidend. Umfassende Angaben zu unserem Konzept der Risikosteuerung
und zu den Hauptrisiken und -chancen finden sich in unserem Geschäftsbericht 2018. → Details siehe Risikobericht im Geschäftsbericht 2018 ab Seite 40 Aktive HauptrisikenIT-Entwicklung und -Strategie; Wachstumsstrategie; Chancen aus der Integration und
Restrukturierung; Umwelt- und gesellschaftliche Verantwortung; Informationssicherheit;
Auswirkungen des Brexit Überwachte HauptrisikenEreignisse in den Destinationen; Kundennachfrage* ; Inputkostenvolatilität; saisonales Cash Flow-Profil; Einhaltung gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Vorschriften; Gesundheit und Sicherheit; Lieferkettenrisiko; Joint Venture-Partnerschaften Im Zusammenhang mit dem Brexit bleibt für uns die wichtigste Frage, ob unsere Airlines
weiterhin Zugang zum EU-Luftraum haben werden. Wir betonen weiterhin gegenüber den
zuständigen Ministern und Vertretern Großbritanniens und der EU die Bedeutung eines
Sonderabkommens für den Luftverkehr zwischen der EU und Großbritannien zum Schutz
der Flugangebote für Verbraucher. Wir stehen hierfür auch in regelmäßigem Austausch
mit den zuständigen Regulierungsbehörden. Der spätestmögliche Termin für den Austritt Großbritanniens aus der EU hat sich vor
kurzem auf den 31. Oktober 2019 verschoben. Wir entwickeln weiterhin Szenarien und
entsprechende Strategien für verschiedene politische Verhandlungsergebnisse, darunter
ein "harter Brexit", mit dem Ziel, mögliche Auswirkungen des Brexit für den Konzern
abzumildern. Die im Prognoseveränderungsbericht dargestellten Risiken im Zusammenhang mit dem Flugverbot
der 737-MAX-Flugzeuge fallen in die Hauptrisikokategorien Lieferkettenrisiko und Ereignisse
in den Destinationen. Gemäß unseren im Geschäftsbericht 2018 dargestellten Ad-hoc-Risikoberichts-Richtlinien
wurde das Grounding außerhalb des Quartalsprozesses direkt an den Vorstand berichtet. → Prognoseveränderungsbericht siehe Seite 5 ZWISCHENABSCHLUSSKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung der TUI AG für die Zeit vom 1.10.2018 bis 31.3.2019scroll
Ergebnis je Aktiescroll
Verkürzte Gesamtergebnisrechnung des TUI Konzerns für die Zeit vom 1.10.2018 bis zum 31.3.2019scroll
Konzernbilanz der TUI AG zum 31.3.2019Aktivascroll
Passivascroll
Verkürzte Eigenkapitalveränderungsrechnung des TUI Konzerns vom 1.10.2018 bis 31.3.2019scroll
Verkürzte Eigenkapitalveränderungsrechnung des TUI Konzerns vom 1.10.2017 bis 31.3.2018scroll
Verkürzte Kapitalflussrechnung des TUI Konzernsscroll
ANHANGAllgemeine InformationenDer TUI Konzern ist mit seinen wesentlichen Tochtergesellschaften und Beteiligungen
in der Touristik tätig. Die TUI AG mit Sitz in Hannover und Berlin, Deutschland, ist
die Muttergesellschaft des TUI Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft
deutschen Rechts. Die Aktien der Gesellschaft werden an der London Stock Exchange
und an den Wertpapierbörsen in Hannover und Frankfurt am Main gehandelt. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der TUI AG und ihrer Tochtergesellschaften
bezieht sich auf das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2019, das den Zeitraum vom
1. Oktober 2018 bis 31. März 2019 umfasst. Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro
aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio.
€) angegeben. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde am 13. Mai 2019 vom Vorstand der TUI
AG zur Veröffentlichung freigegeben. Grundlagen der RechnungslegungÜBEREINSTIMMUNGSERKLÄRUNGDer vorliegende Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2019 umfasst nach den Vorschriften
des § 115 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) einen verkürzten Konzernzwischenabschluss
und einen Konzernzwischenlagebericht. Der Konzernzwischenabschluss wurde in Einklang mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und den diesbezüglichen
Interpretationen des IFRS Interpretation Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen
Union anzuwenden sind, für die Zwischenberichterstattung erstellt. In Übereinstimmung mit IAS 34 wird der Konzernzwischenabschluss in einer im Vergleich
zum Konzernjahresabschluss verkürzten Form veröffentlicht und ist daher in Verbindung
mit dem Konzernabschluss der TUI AG für das Geschäftsjahr 2018 zu lesen. Der vorliegende
Konzernzwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen. GOING CONCERN-BERICHTERSTATTUNG NACH UK CORPORATE GOVERNANCE-KODEXDer TUI Konzern deckt den täglichen Bedarf an Betriebskapital durch Bargeldbestände,
Guthaben und Kredite bei Kreditinstituten. Die Nettofinanzverschuldung (Finanzschulden
abzüglich flüssiger Mittel und abzüglich kurzfristiger verzinslicher Geldanlagen)
des TUI Konzerns beträgt zum 31. März 2019 1.964,1 Mio. € (zum 30. September 2018
Nettofinanzvermögen 123,6 Mio. €). Der Anstieg der Verschuldung im Vergleich zum Geschäftsjahresende
ist eine Folge der typischen saisonalen Zahlungsmittelabflüsse insbesondere bei den
Reiseveranstaltern. Zum 31. März 2019 bestehen die folgenden wesentlichen Finanzverbindlichkeiten und
Kreditlinien:
Die Gewährung der revolvierenden Kreditlinie unterliegt der Einhaltung bestimmter
finanzieller Zielgrößen, die zum Bilanzstichtag vollständig eingehalten waren. Die Erwartungen und Prognosen zeigen, dass der TUI Konzern auch zukünftig über ausreichende
Mittel verfügt, die sowohl aus der Mittelaufnahme als auch aus operativen Cash Flows
resultieren, um seinen Zahlungsverpflichtungen für die absehbare Zukunft nachzukommen
und die Unternehmensfortführung entsprechend zu gewährleisten. In Übereinstimmung mit der Vorschrift C1.3 des UK Corporate Governance Code bestätigt
der Vorstand, dass es aus seiner Sicht angemessen ist, den Konzernabschluss unter
der Prämisse der Unternehmensfortführung aufzustellen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENBei der Erstellung des Zwischenabschlusses müssen von der Unternehmensleitung Schätzungen
vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese beeinflussen die Höhe der für Vermögenswerte,
Schulden sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewiesenen Beträge zum Bilanzstichtag
sowie die Höhe der ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum. Die
tatsächliche Entwicklung kann von diesen Schätzwerten abweichen. Der Zwischenabschluss zum 31. März 2019 wurde grundsätzlich unter Beachtung derselben
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss
zum 30. September 2018 zugrunde lagen. Ausnahmen von diesem Grundsatz bilden die im
Geschäftsjahr 2019 erstmals angewendeten Standards und Interpretationen, insbesondere
die zum 1. Oktober 2018 anzuwendenden Standards zur Umsatzrealisierung (IFRS 15) und
zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten (IFRS 9). Der Ertragsteueraufwand wurde auf Basis der bestmöglichen Schätzung des gewichteten
durchschnittlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet
wird. NEU ANGEWENDETE STANDARDSBeginnend mit dem Geschäftsjahr 2019 wendet TUI die folgenden durch das IASB überarbeiteten
bzw. neu herausgegebenen Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend oder
freiwillig vorzeitig an. Im Geschäftsjahr 2019 erstmals angewendete Standardsscroll
Keine Relevanz für die TUI Group haben die im Geschäftsjahr erstmals anzuwendenden
Änderungen an IFRS 4 "Anwendung von IFRS 9 gemeinsam mit IFRS 4" vom 12. September
2016. IFRS 9Die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 umfassen bei der TUI im
Wesentlichen folgende Sachverhalte:
Bei der retrospektiven Erstanwendung von IFRS 9 übt die TUI Group das Wahlrecht aus,
die Vergleichszahlen des Vorjahres nicht anzupassen, sondern weiterhin nach den bisherigen
Vorschriften des IAS 39 darzustellen. Der kumulierte Erstanwendungseffekt aus der
Umstellung auf IFRS 9 wird zum 1. Oktober 2018 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der Kategorien und Buchwerte der finanziellen
Vermögenswerte sowie die Effekte der Umstellung auf IFRS 9 auf das Konzerneigenkapital. Überleitung der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte von IAS 39 auf IFRS 9 zum 1.10.2018scroll
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Der bei den finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesene
Effekt aus der Neubewertung in Höhe von 21,8 Mio. € resultiert ausschließlich aus
der Anwendung des Wertminderungsmodells nach IFRS 9. Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkung der Umstellung auf IFRS 9 auf die Buchwerte
und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden zum 1. Oktober
2018 nach Bewertungskategorien. Überleitung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden nach Klassen und Bewertungskategorien zum 1.10.2018scroll
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IFRS 15Im Mai 2014 veröffentlichte das IASB den IFRS 15 (Revenues from Contracts with Customers).
Die TUI Group wendet IFRS 15 erstmals zum 1. Oktober 2018 unter Anwendung der retrospektiven
Methode an, das heißt, die Vergleichsperiode wird in Übereinstimmung mit IFRS 15 dargestellt.
Im Umstellungszeitpunkt zum 1. Oktober 2017 hat sich das Eigenkapital aus der erstmaligen
Anwendung von IFRS 15 um insgesamt 41,4 Mio. € (nach Steuern) reduziert. Die Anwendung
von IFRS 15 hat insbesondere zu den folgenden Ergebnissen geführt:
TUI wendet die Vereinfachungsregel gemäß IFRS 15.63 an und verzichtet bei Verträgen
mit einer Vertragsdauer von weniger als einem Jahr auf die Berücksichtigung vorhandener
Finanzierungskomponenten. Die erhaltenen touristischen Anzahlungen stellen die Vertragsverbindlichkeiten
im Sinne des IFRS 15 dar. Die Auswirkungen aus der Erstanwendung von IFRS 15 auf den
Konzernabschluss der TUI Group sind im Kapitel "Änderung von Vorjahreswerten" zusammengefasst. Die Effekte aus der Erfassung zusätzlicher Umsatzerlöse und touristischer Aufwendungen
am Anfang eines Geschäftsjahres sowie geringerer Umsatzerlöse und touristischer Aufwendungen
am Ende eines Geschäftsjahres aufgrund der neuen späteren Umsatzrealisation nach IFRS
15 im Vergleich zur zeitpunktbezogenen Umsatzrealisation bei Reisebeginn nach IAS
18 werden sich bei konstantem Geschäftsvolumen weitestgehend vollständig kompensieren. Änderung von VorjahreswertenDie Erstanwendung des IFRS 15 und IFRS 9 ab dem 1. Oktober 2018 erfolgte wie im Abschnitt
"Neu angewendete Standards" dargestellt. Im Gegensatz zum IFRS 15 wurde der IFRS 9
ohne Anpassung der Vorjahreszahlen eingeführt. Zugunsten einer verbesserten Darstellung
und Erhöhung der Vergleichbarkeit des Abschlusses wurden die Wertminderungen auf finanzielle
Vermögenswerte auch in der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres in die nach IFRS
9 neu eingeführte Zeile umgegliedert. Zudem wurden infolge der Anpassung der Kaufpreisallokation des Geschäftsbereichs Destination
Management die Vorjahreswerte der Bilanz angepasst (für weitere Details siehe auch
die Ausführungen im Kapitel "Akquisitionen - Desinvestitionen"). ÄNDERUNGEN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGBetroffene Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des TUI Konzerns für die Zeit vom 1.10.2017 bis zum 31.3.2018scroll
ÄNDERUNGEN ERGEBNIS JE AKTIEÜberleitung auf das angepasste Ergebnis je Aktie des TUI Konzerns für die Zeit vom 1.10.2017 bis zum 31.3.2018scroll
ÄNDERUNGEN GESAMTERGEBNISRECHNUNGBetroffene Posten der verkürzten Gesamtergebnisrechnung des TUI Konzerns für die Zeit vom 1.10.2017 bis zum 31.3.2018scroll
ÄNDERUNGEN BILANZBetroffene Posten der Konzernbilanz des TUI Konzerns zum 30.9.2018 und 1.10.2017scroll
scroll
KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, die
von der TUI AG beherrscht werden. Beherrschung besteht dann, wenn die TUI AG Verfügungsmacht
über die maßgeblichen Tätigkeiten hat, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder ihr
Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und sie infolge der Verfügungsmacht die Höhe
der variablen Rückflüsse beeinflussen kann. In den Zwischenabschluss zum 31. März 2019 wurden insgesamt 288 Tochterunternehmen
einbezogen. Entwicklung des Konsolidierungskreises* und der nach der Equity-Methode bewerteten Gesellschaftenscroll
Akquisitionen - DesinvestitionenAKQUISITIONEN DES GESCHÄFTSJAHRESIm ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 wurden Gesellschaften und Geschäftsbereiche
für eine Gegenleistung von insgesamt umgerechnet 142,5 Mio. € erworben, die ausschließlich
aus Zahlungsmitteln bestand. Zusammenfassende Darstellung der Akquisitionenscroll
Die Erwerbe der Reisebüros in Deutschland im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019
wurden im Zuge von Asset Deals durchgeführt. Zusammen mit der Akquisition des Reisebüros
Oggersheim Frank Jochim GmbH, Ludwigshafen, wird beabsichtigt, die Marktpräsenz im
deutschen Markt zu erhöhen. Diese Erwerbe werden im Folgenden als "Reisebüros" gemeinsam
dargestellt. Der Erwerb der Technologie-Start-up-Gesellschaft Musement S. p. A., Mailand, Italien,
die zur Stärkung des Wachstumsbereichs TUI Destination Experiences erworben wurde,
umfasst vier weitere Gesellschaften. Mit der Akquisition wurde eine digitale Plattform
erworben, die zu den führenden Online-Anbietern für Aktivitäten, Touren und Ausflüge
in den Destinationen gehört. Hierdurch soll die Position der TUI in diesem Geschäft
gestärkt und das Angebot an Urlaubserlebnissen ausgebaut werden. Neben dem Kaufpreis
für den Erwerb der Anteile in Höhe von 35,5 Mio. € wurden von den früheren Eigentümern
Forderungen gegen das erworbene Unternehmen und Schulden der Gesellschaft in Höhe
von 4,7 Mio. € übernommen. Mit dem Erwerb der Anteile an der Evre Grup Turizm Yatirim Anonim Sirketi, Ankara,
wurden auch die Anteile an ihrer Tochtergesellschaft, der ETA Turizm ve Yatirim Isletmeleri
A. S. mit Sitz in Ankara, von den bisher durch den TUI Konzern gehaltenen 15 % auf
100 % aufgestockt. Hierdurch soll eine Steigerung von Ertragspotenzialen erreicht
werden. Die vorher nach IFRS 9 als Eigenkapitalinstrument klassifizierte Beteiligung
wurde erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Rahmen der Neubewertung
der Beteiligung zum Akquisitionszeitpunkt wurde ein Verlust in Höhe von 1,8 Mio. €
im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Überleitung zum Geschäfts- oder Firmenwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierungscroll
Der sich zwischen den übertragenen Gegenleistungen und dem erworbenen, neubewerteten
Nettovermögen ergebende Unterschiedsbetrag wurde vorläufig als Geschäfts- oder Firmenwert
angesetzt. Dieser stellt im Wesentlichen einen Teil der zukünftigen Ertragspotenziale
sowie Synergieeffekte dar. Von den im Berichtsjahr aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerten
sind voraussichtlich 1,2 Mio. € steuerlich abzugsfähig. Zeitwert der Erstkonsolidierungsbilanzen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierungscroll
Die Bruttobeträge der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Musement
S.p. A., Mailand, beliefen sich auf 0,3 Mio. € zum Erwerbszeitpunkt, bei der Evre
Grup Turizm Yatirim A. S., Ankara, auf 0,8 Mio. € und bei den Reisebüros auf 0,3 Mio.
€. Wertberichtigungen waren nicht erfolgt. Insbesondere die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände der Musement S.
p. A., Mailand, sowie einzelne Bereiche der erworbenen Vermögenswerte und Schulden
der Evre Grup Turizm Yatirim Anonim Sirketi, Ankara, und des Reisebüros Oggersheim
Frank Jochim GmbH, Ludwigshafen, konnten zum Bilanzstichtag aufgrund unvollständiger
Informationen noch nicht abgeschlossen werden. Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Kaufvertrag zwischen der HNVR Midco Limited als Verkäufer
und der TUI AG abgeschlossen, aus dem die HNVR Midco Limited verpflichtet war, die
Anteile an 53 Gesellschaften, die den Geschäftsbereich Destination Management bilden,
zu übertragen. Aufgrund lokaler rechtlicher Vorgaben wurden sechs Gesellschaften erst
im laufenden Geschäftsjahr 2019 übertragen und die Gesamttransaktion wie vereinbart
finalisiert. Der Kaufpreis für die im aktuellen Geschäftsjahr abzuschließenden Übertragungen
beträgt 31,3 Mio. €. Zusammen mit den im Vorjahr erworbenen Gesellschaften ergibt
sich ein Gesamtkaufpreis in Höhe von 126,1 Mio. €. Der Geschäftsbereich Destination Management erbringt im Wesentlichen Dienstleistungen
und Freizeitangebote in den Urlaubsorten sowie Dienstleistungen für die Kreuzfahrtbranche.
Zielsetzung der Akquisition ist, die globale Marktpräsenz im Bereich Aktivitäten und
Ausflüge auszubauen sowie operative Synergien zu erzielen und hiermit einer der weltweit
führenden Anbieter von Zielgebietsleistungen zu werden. Die nicht beherrschenden Anteile wurden zum entsprechenden Anteil der gegenwärtigen
Eigentumsinstrumente an den für das identifizierbare Nettovermögen des erworbenen
Geschäftsbereichs angesetzten Beträgen bewertet. Die Bruttobeträge der erworbenen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der im Geschäftsjahr übertragenen Gesellschaften
des Geschäftsbereichs Destination Management beliefen sich auf 6,3 Mio. € zum Erwerbszeitpunkt,
Wertberichtigungen waren in Höhe von 0,2 Mio. € erfolgt. Der für die im Geschäftsjahr
2019 übertragenen Gesellschaften des Geschäftsbereichs Destination Management vorläufig
aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert betrug 12,4 Mio. €. Aufgrund der Vorläufigkeit
der Ermittlung stellt dieser Geschäfts- oder Firmenwert erwartete Synergien, aber
auch potenzielle Bewertungsanpassungen bei immateriellen Vermögenswerten dar. Bei der Akquisition des Geschäftsbereichs Destination Management konnten einzelne
Bereiche der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag noch nicht
abschließend bewertet werden. Die Angaben sind aufgrund der hohen Komplexität durch
die Vielzahl der erworbenen Gesellschaften mit unterschiedlichen Geschäftsfeldern
und Währungsgebieten zunächst vorläufig. Während die Identifizierung der immateriellen
Vermögenswerte abgeschlossen worden ist, ist deren Bewertung noch nicht beendet und
die ermittelten Werte sind insofern als vorläufig zu betrachten. Umsatz- und Ergebnisbeitrag der im Berichtszeitraum erstmals konsolidierten Gesellschaftenscroll
Die weiteren erworbenen Gesellschaften hätten nur unwesentliche Umsatzerlöse und Ergebnisbeiträge
erzielt, auch wenn sie bereits am 1. Oktober 2018 konsolidiert worden wären. AKQUISITIONEN DES VORJAHRESDie Kaufpreiszuordnung der bereits zum Ende des Geschäftsjahres 2018 erworbenen Gesellschaften
des Geschäftsbereichs Destination Management wurde per 31. März 2019 wie folgt an
den aktuellen Stand des Bewertungsverfahrens angepasst: Auswirkungen von geänderten Kaufpreiszuordnungen und -anpassungen auf die Konzernbilanz des Geschäftsbereichs Destination Managementscroll
Die vorgenommenen Anpassungen haben darüber hinaus im Vorjahr zu einer Erhöhung der
Umsatzkosten sowie des Aufwands aus Kaufpreisallokation um 1,3 Mio. € und einer Verringerung
der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 0,3 Mio. € geführt. Der vorläufig bilanzierte
Geschäfts- oder Firmenwert wurde von 82,3 Mio. € um 44,1 Mio. € auf 38,2 Mio. € angepasst. Im vorliegenden Abschluss wurden die Kaufpreisallokationen der im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2018 erworbenen Cruisetour AG, Zürich, Schweiz, und der Croisimonde
AG, Zug, Schweiz, sowie von drei Reisebüros ohne wesentliche Auswirkungen auf die
Konzernbilanz abgeschlossen. Die Kaufpreisallokation der im letzten Jahr erworbenen
Antwun S. A. ist aufgrund eines ausstehenden Gutachtens noch vorläufig in Bezug auf
bestimmte Forderungen und Verbindlichkeiten. Nach dem Bilanzstichtag wurden keine wesentlichen Unternehmenserwerbe durchgeführt. DESINVESTITIONENAm 15. März 2019 wurde die Corsair S. A. an die Diamondale Ltd. für 1 € veräußert.
Zugleich wurde ein Anteil von 27 % an der Diamondale Ltd. für 1 € erworben. Diese
Beteiligung wird als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der TUI AG einbezogen.
Weitere Anteilseigner der Diamondale Ltd. sind die Intro Aviation GmbH sowie ein Treuhandfonds
zugunsten der Mitarbeiter der Corsair S. A. Aus dem Verkauf der Corsair S. A. wurde
ein Verlust in Höhe von 11,1 Mio. € erzielt, der in den Anderen Aufwendungen ausgewiesen
wird. In diesem Verlust sind Erträge aus der Reklassifizierung von Beträgen enthalten,
die bislang erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis angesetzt worden waren. Verkürzte Bilanz der Corsair S. A. zum 15.3.2019scroll
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie Entwicklung der Ergebnisse des TUI Konzerns ist aufgrund des durch die Winter-
und die Sommerreisemonate geprägten touristischen Geschäfts einer signifikanten Saisonalität
unterworfen. Der Konzern versucht, den saisonalen Einflüssen durch ein breites Spektrum
von Urlaubsangeboten in der Sommer- und Wintersaison sowie die Präsenz in unterschiedlichen
weltweiten Urlaubsmärkten mit anderen Jahreszyklen entgegenzuwirken. Die Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung spiegelt den touristischen Saisonverlauf wider, wodurch geschäftsbedingt
das Ergebnis der Monate Oktober bis März negativ ist. Wegen der saisonalen Entwicklung
ist ein Vergleich der Ergebnisse mit denen des Gesamtjahres nicht sinnvoll. (1) UMSATZERLÖSEDie Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 1,7
%. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch das gesteigerte Geschäftsvolumen, resultierend
aus dem Erwerb der Destination Management-Sparte der Hotelbeds Group sowie des italienischen
Technologie-Start-ups Musement, begründet. Dem gegenüber standen rückläufige Umsätze
im Bereich Märkte & Airlines. Umsatzerlöse nach Zielgebieten für die Zeit vom 1.10.2018 bis 31.3.2019scroll
scroll
Umsatzerlöse nach Zielgebieten für die Zeit vom 1.10.2017 bis 31.3.2018 (angepasst)scroll
scroll
(2) UMSATZKOSTEN UND VERWALTUNGSAUFWENDUNGENDie Umsatzkosten betreffen die Aufwendungen zur Erbringung der touristischen Dienstleistungen.
Neben den anfallenden Aufwendungen für Personal, Abschreibungen, Miete und Leasing
gehören hierzu insbesondere sämtliche Kosten des Konzerns im Zusammenhang mit der
Vermittlung und Erbringung von Flugdienstleistungen, Hotelübernachtungen und Kreuzfahrten
sowie Vertriebskosten. Die Verwaltungsaufwendungen umfassen alle Aufwendungen, die im Zusammenhang mit den
Tätigkeiten der Verwaltungsfunktionen entstehen, und setzen sich wie folgt zusammen: Verwaltungsaufwendungenscroll
Die Umsatzkosten und Verwaltungsaufwendungen beinhalten folgende Aufwendungen für
Personal, Abschreibungen, Miete, Pacht und Leasing: Personalaufwandscroll
Abschreibungenscroll
Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungenscroll
(3) SONSTIGE ERTRÄGEDie sonstigen Erträge des ersten Halbjahres 2019 resultieren hauptsächlich aus der
Veräußerung von Flugzeugvermögen. Im Vorjahr waren hier im Wesentlichen die Erträge
aus der Veräußerung von zwei Hotelgesellschaften sowie einem Hotel enthalten. (4) ANDERE AUFWENDUNGENIn den anderen Aufwendungen ist mit 11,1 Mio. € der Verlust aus dem Verkauf der Corsair
S. A. enthalten. (5) FINANZERGEBNISDie Verbesserung des Finanzergebnisses von - 50,4 Mio. € im ersten Halbjahr des Vorjahres
auf - 9,2 Mio. € im laufenden Geschäftsjahr resultiert insbesondere aus der Auflösung
einer Rückstellung für Zinsen im Zusammenhang mit der Neubewertung von Steuerverpflichtungen
sowie aus Wechselkursänderungen bei Finanzinstrumenten und der Auflösung von Fremdwährungssicherungsgeschäften,
deren Grundlage nicht mehr gegeben ist. (6) ERGEBNIS AUS NACH DER EQUITY-METHODE BEWERTETEN UNTERNEHMENErgebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen scroll
(7) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGDer im ersten Halbjahr 2019 entstandene Steuerertrag ist unter anderem auf den touristischen
Saisonverlauf zurückzuführen. Infolge einer Neubewertung von Steuerverpflichtungen
wurden Steuerrückstellungen in Höhe von 40,5 Mio. € aufgelöst. (8) ANTEIL NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER AM KONZERNVERLUSTDie den nicht beherrschenden Gesellschaftern zustehenden Konzernergebnisse stellen
im Wesentlichen Gewinne dar und entfallen mit 52,9 Mio. € vornehmlich auf die RIUSA-II-Gruppe
(Vorjahr 70,7 Mio. €). Erläuterungen zur Konzernbilanz(9) GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTDie Geschäfts- und Firmenwerte sind aufgrund von Akquisitionen um 76,6 Mio. € und
durch Währungsumrechnung um 36,4 Mio. € gestiegen. (10) SACHANLAGENDas Sachanlagevermögen ist gegenüber dem Geschäftsjahresende um 575,9 Mio. € auf 5.475,1
Mio. € gestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf den Erwerb von Flugzeugvermögen
in Höhe von 313,2 Mio. € zurückzuführen. Es wurden sechs Flugzeuge im Finanzierungsleasing
erworben, für die insgesamt 205,8 Mio. € Finanzierungsleasingverbindlichkeiten passiviert
wurden. Weiterhin hat die Marella Cruises die Explorer 2 für 115,7 Mio. € erworben
und weitere 46,3 Mio. € in den Umbau dieses Schiffs investiert. Der Hotelbereich hat
insgesamt Hotelvermögen in Höhe von 310,0 Mio. € erworben, zum Teil durch Unternehmenserwerbe.
Die Währungsumrechnung erhöhte das Sachanlagevermögen um 91,8 Mio. €. Gegenläufig
wirkten die Abschreibungen des ersten Halbjahres sowie die Abgänge, insbesondere aus
dem Verkauf der Corsair S. A. (11) RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENDie Verpflichtungen aus Pensionszusagen erhöhten sich insbesondere aufgrund niedrigerer
Diskontierungssätze aufgrund des deutlich gesunkenen Zinsniveaus in Großbritannien
und Deutschland. Dieser Anstieg wurde in Großbritannien zum einen durch Einzahlungen
in den Pensionsplan und zum anderen durch eine gute Entwicklung der Vermögensanlagen
überkompensiert. Die Pensionsrückstellungen für ungedeckte Pläne und Pläne mit Unterdeckungen nahmen
gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres um 43,7 Mio. € auf 1.038,5 Mio. € zu. Die in den Sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene Überdeckung bei
fondsgedeckten Pensionsplänen stieg gegenüber dem 30. September 2018 um 49,9 Mio.
€ auf 175,0 Mio. €. (12) FINANZSCHULDENDie langfristigen Finanzschulden erhöhten sich im Vergleich zum 30. September 2018
um 260,6 Mio. € auf 2.511,3 Mio. €. Wesentliche Gründe hierfür sind ein Anstieg der
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing um 172,5 Mio. € sowie die Erhöhung der
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 87,6 Mio. €. Die kurzfristigen Finanzschulden stiegen zum 31. März 2019 im Vergleich zum 30. September
2018 um 397,9 Mio. auf 590,1 Mio. €. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der
Inanspruchnahme kurzfristiger Kreditlinien und alternativer kurzfristiger Refinanzierungsmöglichkeiten
zur Deckung der im touristischen Saisonverlauf zu leistenden Zahlungen. (13) EIGENKAPITALVERÄNDERUNGENInsgesamt verringerte sich das Eigenkapital seit dem 30. September 2018 um 989,6 Mio.
€ auf 3.290,4 Mio. €. Durch die Erstanwendung des IFRS 9 ergab sich unter Berücksichtigung
latenter Steuern ein Rückgang in Höhe von 5,8 Mio. €. Die TUI AG hat im ersten Halbjahr 2019 eine Dividende von 0,72 € je Stückaktie, insgesamt
423,3 Mio. € (im Vorjahr 381,8 Mio. €), an ihre Aktionäre gezahlt. Der Konzernverlust im ersten Halbjahr ist bedingt durch den touristischen Saisonverlauf. Der Anteil der Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten, der als effektive
Absicherung zukünftiger Zahlungsströme ermittelt wird, wird in Höhe von - 342,8 Mio.
€ (vor Steuern) erfolgsneutral innerhalb der Sonstigen Ergebnisse im Eigenkapital
erfasst (Vorjahr 21,3 Mio. €). Die Neubewertung von Pensionsverpflichtungen wird ebenfalls erfolgsneutral innerhalb
der Sonstigen Ergebnisse im Eigenkapital erfasst. (14) FINANZINSTRUMENTEBuchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungsansätzen
des IFRS 9 zum 31.3.2019 scroll
scroll
Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien des IAS 39 zum 30.9.2018scroll
scroll
Bei den Finanzmitteln, kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstigen Forderungen sowie den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der
regelmäßig kurzen Restlaufzeit der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstigen Forderungen entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen
Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche
markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren. Aggregation nach Bewertungskategorien des IFRS 9 zum 31.3.2019scroll
Aggregation nach Bewertungskategorien des IAS 39 zum 30.9.2018scroll
BEWERTUNG ZUM FAIR VALUEDie folgende Übersicht stellt die beizulegenden Zeitwerte der wiederkehrend, nicht
wiederkehrend und sonstigen zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente entsprechend
dem zugrunde liegenden Bewertungslevel dar. Die einzelnen Bewertungslevel sind entsprechend
den Inputfaktoren wie folgt definiert:
Einstufung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente zum 31.3.2019scroll
Einstufung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente zum 30.9.2018scroll
Die TUI prüft zum Ende jeder Berichtsperiode, ob es Gründe für eine Übertragung in
ein oder aus einem Bewertungslevel gibt. Grundsätzlich werden finanzielle Vermögenswerte
und finanzielle Verbindlichkeiten von Level 1 in Level 2 umgegliedert, wenn die Liquidität
und die Handelsaktivität nicht länger auf einen aktiven Markt schließen lassen. Dies
gilt entsprechend umgekehrt für etwaige Übertragungen von Level 2 in Level 1. Im Berichtszeitraum
fanden keine Übertragungen zwischen Level 1 und Level 2 statt. Umgliederungen aus Level 3 in Level 2 oder Level 1 werden vorgenommen, sobald beobachtbare
Marktpreisnotierungen für den betroffenen Vermögenswert oder die Schuld verfügbar
werden. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres ist im Zusammenhang mit der
Erstanwendung des IFRS 9 zu berücksichtigen, dass die entsprechend IAS 39 zu Anschaffungskosten
bewerteten Beteiligungen durch den Wechsel auf den IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden. Diese Beteiligungen sind somit in diesem Geschäftsjahr erstmals im
Rahmen der Fair Value-Bewertung aufgeführt. Der Ausweis erfolgt im Level 3 der Bewertungshierarchie.
TUI erfasst Übertragungen in und aus Level 3 an dem Tag des Ereignisses oder des Anlasses,
der bzw. das die Übertragung verursacht hat. FINANZINSTRUMENTE IN LEVEL 1Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die ein aktiver Markt verfügbar
ist, basiert auf der Marktpreisnotierung am Bilanzstichtag. Ein aktiver Markt ist
vorhanden, wenn Preisnotierungen von einer Börse, Händlern, Maklern, Preisdienstleistern
oder Regulierungsbehörden leicht und regelmäßig verfügbar sind und diese Preise tatsächliche
und regelmäßig stattfindende Markttransaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern
darstellen. Diese Finanzinstrumente werden dem Level 1 zugeordnet. Die beizulegenden
Zeitwerte entsprechen den Nominalwerten, multipliziert mit den Kursnotierungen am
Bilanzstichtag. Finanzinstrumente des Levels 1 beinhalten vor allem als sonstige finanzielle Vermögenswerte
klassifizierte Aktien börsennotierter Unternehmen und begebene Anleihen der Klasse
der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. FINANZINSTRUMENTE IN LEVEL 2Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt
gehandelt werden, z. B. Over the Counter-Derivate (OTC), werden mittels Bewertungstechniken
bestimmt. Diese Bewertungstechniken maximieren die Verwendung von beobachtbaren Marktdaten
und beruhen so wenig wie möglich auf konzernspezifischen Annahmen. Wenn alle wesentlichen
Inputfaktoren zur Zeitwertbestimmung eines Instruments beobachtbar sind, wird das
Instrument dem Level 2 zugeordnet. Wenn einer oder mehrere der wesentlichen Inputfaktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten
beruhen, wird das Instrument dem Level 3 zugeordnet. Als spezifische Bewertungstechniken zur Bewertung von Finanzinstrumenten werden eingesetzt:
FINANZINSTRUMENTE IN LEVEL 3Die folgende Tabelle zeigt die Wertentwicklung der wiederkehrend zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente, die dem Level 3 der Bemessungshierarchie zugeordnet
werden. Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte in Level 3scroll
(15) HAFTUNGSVERHÄLTNISSEZum 31. März 2019 bestanden Haftungsverhältnisse in Höhe von 153,0 Mio. € (zum 30.
September 2018 118,7 Mio. €). Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten,
die in Höhe des am Bilanzstichtag geschätzten Erfüllungsbetrags ausgewiesen werden. Die Haftungsverhältnisse zum 31. März 2019 beinhalten vor allem Eventualverbindlichkeiten
im Rahmen der Gewährung von Garantien zugunsten von Hotel- und Flugaktivitäten. (16) SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENNominalwerte der sonstigen finanziellen Verpflichtungenscroll
Der Anstieg der Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charterverträgen
zum 31. März 2019 um 205,4 Mio. € resultierte insbesondere aus Verpflichtungen für
neue Hotelprojekte. Das Bestellobligo für Investitionen verminderte sich zum 31. März 2019 im Vergleich
zum 30. September 2018 um insgesamt 637,7 Mio. €. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere
die Auslieferung von Flugzeugen sowie eines Kreuzfahrtschiffs in Großbritannien. (17) ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG DES KONZERNSDer Finanzmittelbestand sank im Berichtszeitraum um 1.456,4 Mio. € auf 1.091,6 Mio.
€. Aus laufender Geschäftstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Zahlungsmittel in Höhe
von 717,5 Mio. € ab (Vorjahr 443,5 Mio. €). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt insgesamt 679,1 Mio. € (Vorjahr
261,2 Mio. €). Darin enthalten sind Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagevermögen
und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 604,2 Mio. €. Dem Konzern sind 147,4 Mio.
€ aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen und immateriellen Anlagen zugeflossen. Außerdem
sind hier Auszahlungen in Höhe von 143,6 Mio. € im Zusammenhang mit dem Erwerb von
konsolidierten Gesellschaften und 51,5 Mio. € im Zusammenhang mit dem Verkauf von
Anteilen an der Corsair S. A. enthalten. Für kurzfristige verzinsliche Geldanlagen
flossen 27,7 Mio. € ab. Aus der Finanzierungstätigkeit hat sich der Finanzmittelbestand insgesamt um 72,5
Mio. € vermindert (Vorjahr 470,6 Mio. €). Die TUI AG hat die externe revolvierende
Kreditlinie zur Steuerung der Saisonalität der Zahlungsflüsse und der Liquidität des
Konzerns zum Stichtag in Höhe von 150,0 Mio. € in Anspruch genommen und außerdem kurzfristige
Kredite in Höhe von 395,5 Mio. €. Andere Gesellschaften der TUI Group haben Kredite
in Höhe von 7,8 Mio. € aufgenommen. 148,1 Mio. € flossen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten
ab, darunter 56,5 Mio. € für Finanzierungsleasingverbindlichkeiten. Für Zinszahlungen
sind 54,4 Mio. € verwendet worden, für Dividenden an die Aktionäre der TUI AG 423,3
Mio. €. Im Übrigen nahm der Finanzmittelbestand wechselkursbedingt um 12,7 Mio. € zu (im Vorjahr
Rückgang um 2,4 Mio. €). Die Finanzmittel unterliegen zum 31. März 2019 mit 122,4 Mio. € Verfügungsbeschränkungen.
Davon entfallen 116,5 Mio. € (Vorjahr 116,5 Mio. €) auf erhaltene Barsicherheiten,
die im Geschäftsjahr 2013 von belgischen Steuerbehörden vor dem Hintergrund eines
langjährigen Rechtsstreits über die Erstattung von Umsatzsteuer für die Jahre 2001
bis 2011 ohne Anerkenntnis einer Schuld bei einem belgischen Tochterunternehmen hinterlegt
wurden, um den Zinslauf für beide Parteien zu unterbrechen. Zur Absicherung einer
etwaigen Rückzahlung wurde dem belgischen Staat eine Bankgarantie eingeräumt. Aufgrund
der Bankgarantie ist die Fähigkeit des TUI Konzerns, über die Finanzmittel zu verfügen,
eingeschränkt. Die übrigen Beschränkungen betreffen Finanzmittel, die aufgrund rechtlicher
oder regulatorischer Bestimmungen vorgehalten werden müssen. (18) SEGMENTKENNZAHLENSeit dem ersten Quartal 2019 werden die Veranstalter in Italien, die vorher im Segment
"Alle übrigen Segmente" enthalten waren, im Segment "Region Zentral" gezeigt. Außerdem
wurden die Crystal-Ski-Gesellschaften, die Dienstleistungen in den Zielgebieten erbringen,
aus dem Segment "Region Nord" in das Segment "Zielgebietserlebnisse" umgegliedert.
Die Vorjahreszahlen wurden an die geänderte Segmentierung angepasst. Umsatzerlöse nach Segmenten für die Zeit vom 1.10.2018 bis 31.3.2019scroll
Umsatzerlöse nach Segmenten für die Zeit vom 1.10.2017 bis 31.3.2018scroll
In der folgenden Tabelle wird die Konzernsteuerungsgröße bereinigtes EBITA dargestellt.
Der TUI Konzern definiert das bereinigte EBITA als EBITA, bereinigt um Abgangsergebnisse
von Finanzanlagen, Restrukturierungsaufwendungen nach IAS 37, sämtliche Effekte aus
Kaufpreisallokationen, Anschaffungsnebenkosten und bedingten Kaufpreiszahlungen sowie
andere Aufwendungen und Erträge aus Einzelsachverhalten. Als Einzelsachverhalte werden
hier Erträge und Aufwendungen bereinigt, die aufgrund ihrer Höhe sowie der Häufigkeit
ihres Eintritts die Beurteilung der operativen Ertragskraft der Unternehmensbereiche
und des Konzerns erschweren oder verzerren. Zu diesen Sachverhalten zählen insbesondere
wesentliche Reorganisations- und Integrationsaufwendungen, die nicht die Kriterien
nach IAS 37 erfüllen, wesentliche Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten, Gewinne und
Verluste aus dem Verkauf von Flugzeugen sowie andere wesentliche Geschäftsvorfälle
mit Einmalcharakter. Das EBITA ist definiert als Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Wertberichtigungen
auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte
sind im EBITA enthalten. Nicht im EBITA enthalten sind Bewertungseffekte auf Zinssicherungsinstrumente. Das bereinigte EBITA enthält im ersten Halbjahr 2019 in Höhe von 107,3 Mio. € (Vorjahr
114,2 Mio. €) Ergebnisse aus den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen. Diese
sind überwiegend innerhalb der Urlaubserlebnisse angefallen. Bereinigtes EBITA nach Segmentenscroll
Überleitung zum Ergebnis vor Ertragsteuern der fortzuführenden Geschäftsbereiche des TUI Konzernsscroll
*
Zur Beschreibung der Bereinigungen wird auf die Erläuterungen im Lagebericht verwiesen. (19) BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENAußer mit den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die TUI
AG in Ausübung ihrer normalen Geschäftstätigkeit in unmittelbaren oder mittelbaren
Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Alle Geschäfte mit nahestehenden
Unternehmen und Personen sind unverändert auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden
gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten
üblich sind. Die Riu Hotels S. A. hat ihre Kapitalbeteiligung an der TUI AG im ersten Halbjahr
2019 auf 3,6 % erhöht. Weitergehende Informationen zu nahestehenden Unternehmen und
Personen sind im Konzernanhang 2018 im Rahmen der sonstigen Erläuterungen enthalten. (20) NOCH NICHT ANGEWENDETE INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS)Zu den Auswirkungen der neuen Vorschriften zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen
verweisen wir auf unseren Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2018. Im Vergleich
zu diesen Ausführungen haben sich folgende zusätzliche Erkenntnisse ergeben: IFRS 16TUI wird den IFRS 16 zum 1. Oktober 2019 modifiziert retrospektiv anwenden. Die Vergleichsperiode
des Vorjahres wird bei dieser Methode nicht angepasst. Der Effekt der Umstellung wird
zum 1. Oktober 2019 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Für Leasingverträge, die
zum Erstanwendungszeitpunkt eine Restlaufzeit von unter einem Jahr haben werden, wird
TUI analog zur Ausübung des Wahlrechts für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer
Leasingdauer von unter zwölf Monaten keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten
ansetzen. TUI beabsichtigt, zum Erstanwendungszeitpunkt für den überwiegenden Teil
der Flugzeugleasingverträge von dem Wahlrecht Gebrauch zu machen, die Nutzungsrechte
nicht auf Basis der Leasingverbindlichkeiten im Erstanwendungszeitpunkt zu bewerten,
sondern die Buchwerte anzusetzen, als ob der Standard seit Beginn des Leasingverhältnisses
angewendet worden wäre, jedoch abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzins zum Zeitpunkt
der Erstanwendung. Die TUI Group hat ein konzernweites Projekt zur Implementierung der Vorschriften und
einer IFRS-16-Leasingbilanzierungssoftware aufgesetzt. Die im Rahmen dieses Projekts
erfolgende Beurteilung der Auswirkungen der neuen Vorschriften auf die Bilanzierung
von Flugzeuginstandhaltungsrückstellungen bei Flugzeugmietverhältnissen, die Interaktion
dieser Bilanzierung mit der Machbarkeit einer initialen retrospektiven Bewertung des
Nutzungsrechts aus langlaufenden Flugzeugleasingverträgen und die Aktualisierung der
im Rahmen der konzernweiten Vertragsinventur aufgenommenen Leasingdaten um zwischenzeitlich
eingetretene Bestandsänderungen, Modifikationen und Neubewertungen ist zum jetzigen
Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Eine verlässliche Schätzung der quantitativen
Auswirkungen der neuen Vorschriften auf den Konzernabschluss der TUI Group ist deshalb
aktuell nicht möglich. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Hannover, den 13. Mai 2019 Der Vorstand Friedrich Joussen Birgit Conix David Burling Sebastian Ebel Dr. Elke Eller Frank Rosenberger BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAn die TUI AG, Berlin und HannoverWir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-
und Verlustrechnung, verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung,
verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben
- und den Konzernzwischenlagebericht der TUI AG für den Zeitraum vom 1. Oktober 2018
bis 31. März 2019, die Bestandteile eines Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG
sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere
Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und
dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements 2410:
"Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the
Entity" vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Hannover, den 13. Mai 2019 Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
Vorbehalt bei zukunftsgerichteten AussagenDieser Bericht enthält verschiedene Prognosen und Erwartungen sowie Aussagen, die
die zukünftige Entwicklung des TUI Konzerns und der TUI AG betreffen. Diese Aussagen
beruhen auf Annahmen und Schätzungen und können mit bekannten und unbekannten Risiken
und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse
sowie die Finanz- und Vermögenslage können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen
und Annahmen abweichen. Gründe hierfür können unter anderem Marktschwankungen, die
Entwicklung der Weltmarktpreise für Rohstoffe sowie der Finanzmärkte und Wechselkurse,
Veränderungen nationaler und internationaler Gesetze und Vorschriften oder grundsätzliche
Veränderungen des wirtschaftlichen und politischen Umfelds sein. Es ist weder beabsichtigt
noch übernimmt TUI eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren
oder sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Erscheinen dieser Mitteilung anzupassen. Kontakt für Analysten und InvestorenPeter Krueger Mitglied des Group Executive Committee, Group Director Strategy, M & A and Investor Relations Tel.: + 49 511 566-1440 KONTAKT FÜR ANALYSTEN UND INVESTOREN IN UK, IRLAND UND AMERIKASarah Coomes Head of Investor Relations Tel.: + 44 1293 645827 Hazel Chung Senior Investor Relations Manager Tel.: + 44 1293 645823 KONTAKT FÜR ANALYSTEN UND INVESTOREN IN KONTINENTALEUROPA, IM MITTLEREN OSTEN UND IN ASIENNicola Gehrt Head of Investor Relations Tel.: + 49 511 566-1435 Ina Klose Senior Investor Relations Manager Tel.: + 49 511 566-1318 Jessica Blinne Junior Investor Relations Manager Tel.: + 49 511 566-1425 FINANZKALENDER15. MAI 2019Halbjahresfinanzbericht 2019 13. AUGUST 2019Zwischenmitteilung zum 3. Quartal 2019 SEPTEMBER 2019Buchungsupdate DEZEMBER 2019Geschäftsbericht 2019 FEBRUAR 2020Ordentliche Hauptversammlung 2020 IMPRESSUMHERAUSGEBERTUI AG Karl-Wiechert-Allee 4 30625 Hannover Tel.: + 49 511 566-00 Fax: + 49 511 566-1901 www.tuigroup.com KONZEPT UND DESIGN3st kommunikation, Mainz FOTOGRAFIETitel: Plainpicture Dieser Halbjahresfinanzbericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor: www.tuigroup.com/de-de/investoren Veröffentlichung am 15. Mai 2019 |
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