![]() TUI AGHannoverHalbjahresfinanzbericht zum 31. März 2020Halbjahresfinanzbericht 1. Okt. 2019 - 31. März 2020
TUI Group in Zahlenscroll
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Differenzen durch Rundungen möglich. Die vorliegende Zwischenmitteilung der TUI Group bezieht sich auf das H1 2020, das
den Zeitraum vom 1. Oktober 2019 bis zum 31. März 2020 umfasst. Die TUI Group wendet ab dem 1. Oktober 2019 IFRS 16 an. Die Werte des Vorjahresvergleichszeitraums
wurden nicht angepasst. Im laufenden Geschäftsjahr wird im Rahmen der internen Berichterstattung das bereinigte
EBIT zudem um den Ergebniseffekt des IFRS 16 korrigiert ("bereinigtes EBIT (IAS 17)"),
um die Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu erleichtern. Dementsprechend stellt das bereinigte
EBIT (IAS 17) die Konzernsteuerungsgröße im Sinne des IFRS 8 dar. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der Flugzeugleasinggesellschaften, die
die Flugzeuge des TUI Konzerns halten und diese konzernintern weitervermieten, werden
seit diesem Geschäftsjahr vollständig den Fluggesellschaften zugeordnet, die das jeweilige
Flugzeug nutzen (Segmente Region Nord, Region Zentral und Region West). Im ersten
Halbjahr des Vorjahres waren die Flugzeugleasinggesellschaften vollständig in dem
Segment Alle übrigen Segmente enthalten, während im Geschäftsbericht 2019 bereits
das Ergebnis aus der konzerninternen Weitervermietung den jeweiligen Fluggesellschaften
(Segmente Region Nord, Region Zentral und Region West) zugeordnet war. Die Vorjahreszahlen
wurden entsprechend angepasst.
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Das dem bereinigten EBIT zugrunde liegende EBIT definieren wir als das Ergebnis vor
Zinsen, Ertragsteuern und Aufwendungen aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten
des Konzerns. Für weitere Details siehe auch Seite 15f. ZWISCHENLAGEBERICHTH1 2020 im Überblick
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bereinigtes EBIT (IAS 17) zu konstanten Wechselkursen Ergebnisentwicklung H1 im Überblick (Pro forma-Betrachtung gemäß IAS 17)scroll
Entwicklung COVID-19
Finanzielle und operative Maßnahmen infolge der Einstellung der ReiseaktivitätenBeantragung und Genehmigung von Staatshilfen der deutschen Bundesregierung
Größte jemals von TUI durchgeführte Rückführungsaktion
Maßnahmen zur deutlichen Senkung der Fixkosten
Buchungen und Rückerstattungsmechanismen
Liquiditätslage und -maßnahmen Mit liquiden Mitteln und verfügbaren Fazilitäten sowie einer Reihe von Maßnahmen
zur Steigerung der Liquidität verfügt TUI über ausreichende Mittel für die kommenden
Monate. Zum 10. Mai beliefen sich die gesamten Barmittel und verfügbaren Fazilitäten
der TUI AG auf 2,1 Mrd. €. TUI evaluiert weiterhin Möglichkeiten, sich im Hinblick auf Bilanzstruktur und Liquidität
über eine länger andauernde Unterbrechung des Geschäftsbetriebs und nach der Krise
bestmöglich zu positionieren. Unsere Maßnahmen zur Verbesserung unserer Liquidität sind:
Im Fokus steht die Wiederherstellung unseres soliden Bilanzprofils nach der Krise.
2
pro-forma Anwendung von IAS 17 und vor der Akquisition von Hapag-Lloyd Cruises durch
TUI Cruises Ausblick für H2 2020 TUI verfügt über ein robustes Geschäftsmodell und verzeichnete in den letzten Jahren
eine starke operative Entwicklung. Vor der COVID-19-Pandemie lag das Unternehmen auf
Kurs, trotz weiterer Kosten infolge des Flugverbots für Maschinen des Typs Boeing
737 Max im Geschäftsjahr 2020 ein starkes Ergebnis zu erzielen. Die Reisebranche hat sich bereits viele Male als robust erwiesen und in den letzten
Jahrzehnten zahlreiche makroökonomische Schocks überstanden. Sie passt sich makroökonomischen
Herausforderungen schnell an. Wir gehen davon aus, dass das Reisen für den Rest dieses Jahres anders als gewohnt
sein wird. Wir sind jedoch der festen Überzeugung, dass unsere Kunden weiterhin in
den Urlaub fahren wollen. Rege Online-Aktivitäten auf unseren Web-Seiten bestätigen
uns, dass sich unsere Kunden für Urlaub und Reiseziele interessieren. Sobald Reisen
wieder verantwortungsvoll und sicher möglich sein werden, werden unsere Kunden Urlaub
machen wollen. Wir sehen uns für eine Erholung nach der COVID-19-Pandemie sehr gut positioniert.
Unser vertikal integriertes Geschäftsmodell ermöglicht einen durchgängig abgestimmten
Neustart über alle Elemente der touristischen Wertschöpfungskette. Wir erwarten, dass
das Vertrauen der Kunden in die Marke TUI, die Kundenbetreuung entlang der gesamten
Reise und in unsere differenzierten Produkte nach der Krise klare Alleinstellungsmerkmale
für die Kunden sind. Dementsprechend erwarten wir, dass TUI mit langjährigen Beziehungen
zu Lieferanten, Reisebüros und Veranstaltern beim Neustart der Branche eine maßgebliche
und entscheidende Rolle spielen wird. Die Tourismusministerien von Zielgebieten wie Griechenland, Zypern, Portugal, den
Balearen, Österreich und Bulgarien bereiten sich intensiv auf das Wiederanlaufen des
Tourismus vor. Die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Gäste und Mitarbeiter bleiben
unsere höchste Priorität. Wir prüfen, wie wir unsererseits unseren Geschäftsbetrieb
verantwortungsbewusst vorbereiten können, um Urlaubsreisen wieder möglich zu machen.
Wir entwickeln neue Abläufe für die Prozesse im Flughafen, an Bord unserer Flieger,
in den Hotels und unserer Kreuzfahrtschiffe, um sämtliche Richtlinien zu Kontaktbeschränkungen
umsetzen zu können - ohne dabei die Freude unserer Kunden am Reiseerlebnis zu beeinträchtigen.
Zusammen mit unseren Partnern in den Destinationen sind wir für eine verantwortungsbewusste
Wiederaufnahme unserer Reiseangebote bereit. Schnellere Umsetzung unserer Strategie nach COVID-19 Wir erwarten, dass sich die Touristikbranche infolge der COVID-19-Pandemie noch schneller
und vielleicht sogar tiefgreifender verändern wird, als zuvor erwartet. Die Welt wird
verändert sein und ebenso wird sich TUI verändern. Im Zuge dieser Entwicklung werden wir unser globales Programm zur Neuausrichtung
einleiten. Wir überprüfen unsere Aktivitäten, jede Geschäftseinheit und jede Konzerngesellschaft
weltweit, um Synergien zu identifizieren und um schlanker, schneller und effizienter
zu werden. Entscheidend ist jetzt mehr denn je, dass wir unsere Strukturen anpassen
und unsere Investitionen und unsere Präsenz sowohl in den Märkten als auch in den
Zielgebieten überprüfen. Um die Kosten in den Griff zu bekommen, werden wir Synergien in Bereichen wie dem
Hoteleinkauf nutzen und weitere Potenziale unserer globalen IT-Strukturen ausschöpfen.
Unsere so genannten Overhead-Kosten wollen wir über den gesamten Konzern dauerhaft
um 30 % reduzieren. Dies wird Auswirkungen auf weltweit rund 8.000 Vollzeitstellen
haben, die wir nicht besetzen oder abbauen werden. Wir werden weniger kapitalintensiv agieren und unsere Asset-Right-Strategie in unserem
Hotel-und Kreuzfahrtgeschäft fortsetzen. Wir werden unsere Fluggesellschaften und
unser Orderbuch auf eine für uns optimale Größe dimensionieren und umstrukturieren.
Wir prüfen nicht-profitable Aktivitäten, um sie gegebenenfalls zu veräußern. Wir werden die Digitalisierung vorantreiben und die Umwandlung unseres Konzerns in
ein digitales Plattformgeschäft beschleunigen. Wir werden die reinen Unterkunfts-
und Nur-Flug-Produkte ausbauen und unsere Möglichkeiten der dynamischen Paketierung
erweitern. Die geplante Transformation unserer digitalen Plattform im Segment Zielgebietserlebnisse
werden wir priorisieren. TUI ist gut aufgestellt, um diese Chancen zu nutzen. Um nach der Krise an die erfolgreiche
Entwicklung der vergangenen Jahre anzuknüpfen, werden wir die Neuausrichtung zügig
umsetzen. Die künftige TUI soll schlanker, weniger kapitalintensiv und noch digitaler sein,
wodurch ein noch stärkeres und agileres Unternehmen entsteht. Prognoseveränderungsbericht Am 15. März 2020 hat der Vorstand der TUI AG angesichts der erheblichen Unsicherheiten
für die Einschätzung der zukünftigen Entwicklung die Prognosen für das Geschäftsjahr
2020 zurückgezogen. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie werden die Ergebnisentwicklung des Konzerns
erheblich beeinflussen. Kosteneinsparungen werden die negativen Effekte nur teilweise
kompensieren. Für den Umsatz und das bereinigte EBIT (IAS 17, zu konstanten Wechselkursen)
des Konzerns rechnen wir daher mit deutlichen Rückgängen gegenüber den Vorjahreswerten. Struktur und Strategie der TUI GroupBerichtsstruktur Für diesen Halbjahresfinanzbericht 2020 wurde im Wesentlichen die im Geschäftsbericht
2019 zugrundeliegende Berichtsstruktur der TUI Group verwendet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der Flugzeugleasinggesellschaften, die
die Flugzeuge des TUI Konzerns halten und diese konzernintern weitervermieten, werden
seit diesem Geschäftsjahr vollständig den Fluggesellschaften zugeordnet, die das jeweilige
Flugzeug nutzen (Segmente Region Nord, Region Zentral und Region West). In den Berichtsdaten
des Vorjahres waren die Flugzeugleasinggesellschaften vollständig in Allen übrigen
Segmenten enthalten, während im Geschäftsbericht 2019 bereits das Ergebnis aus der
konzerninternen Weitervermietung den jeweiligen Fluggesellschaften in den Regionen
Nord, Zentral und West zugeordnet war. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Siehe Geschäftsbericht 2019 ab Seite 32 Konzernziele und -strategie Die im Geschäftsbericht 2019 erläuterte Strategie der TUI Group soll nach dem Abklingen
der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie fortgeführt werden. Siehe Geschäftsbericht 2019 ab Seite 28 Ertragslage des KonzernsUmsatzscroll
Die TUI Group wendet ab dem 1. Oktober 2019 IFRS 16 an. Die Werte des Vorjahresvergleichszeitraums
wurden nicht angepasst. Für eine bessere Vergleichbarkeit zum Vorjahr werden in der
internen Berichterstattung im laufenden Geschäftsjahr das bereinigte EBIT und das
bereinigte EBITDA analog zu den Vorschriften des IAS 17 verwendet. Dementsprechend
sind die Zahlen sowohl im Vorjahr als auch im laufenden Jahr vor dem Effekt aus der
Erstanwendung von IFRS 16 dargestellt. Bereinigtes EBIT (IAS 17)scroll
Bereinigtes EBITDA (IAS 17)scroll
Geschäftsentwicklung in den Segmenten1UrlaubserlebnisseUrlaubserlebnissescroll
Hotels & Resortsscroll
Die Umsatzgrößen enthalten alle vollkonsolidierten Gesellschaften, alle übrigen Kennzahlen
inkl. Equity-Gesellschaften.
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Anzahl Betten der in Eigentum/Pacht befindlichen Hotels, multipliziert mit Öffnungstagen
pro Quartal.
Kreuzfahrtenscroll
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Der Umsatz enthält nicht TUI Cruises, da das Joint Venture at Equity im Konzernabschluss
bewertet wird.
Zielgebietserlebnissescroll
Märkte & AirlinesMärkte & Airlinesscroll
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Anteil der über eigene Vertriebskanäle (stationär und online) verkauften Reisen.
Region Nordscroll
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Anteil der über eigene Vertriebskanäle (stationär und online) verkauften Reisen.
Region Zentralscroll
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Anteil der über eigene Vertriebskanäle (stationär und online) verkauften Reisen.
Region Westscroll
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Anteil der über eigene Vertriebskanäle (stationär und online) verkauften Reisen.
Alle übrigen Segmentescroll
Finanz- und VermögenslageCash Flow / Investitionen / Nettofinanzposition Durch die Einstellung unserer Reiseaktivitäten im März 2020 und deren unmittelbare
Folgen wurde auch der operative Cash Flow des TUI Konzerns belastet. Gleichzeitig
sind durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 im Berichtszeitraum keine Zahlungen
für Mietverträge mehr im Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten,
während die nicht angepasste Vorjahreszahl diese noch beinhaltet. Der ausgewiesene
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag mit 728,4 Mio. € auf dem Niveau
des Vorjahres. Im Zuge der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 wurde die Definition der Nettofinanzposition
des TUI Konzerns für das Geschäftsjahr 2020 angepasst. Die bislang in die Finanzschulden
einbezogenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing nach IAS 17 werden ab dem
Geschäftsjahr 2020 zusammen mit den Verpflichtungen aus den unter IAS 17 als operatives
Leasing klassifizierten Leasingverhältnissen als Leasingverbindlichkeiten nach IFRS
16 ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Die Nettoverschuldung
der fortzuführenden Geschäftsbereiche zum 31. März 2020 erhöhte sich unter Berücksichtigung
dieser Ausweisänderung um 2.938,4 Mio. € auf 4.902,5 Mio. €. Nettofinanzpositionscroll
Nettosach- und Finanzinvestitionenscroll
Der Rückgang der Nettosach- und Finanzinvestitionen im H1 2020 gegenüber dem Vorjahr
war insbesondere auf den im Vorjahreswert enthaltenen Erwerb der Explorer 2 bei Marella
sowie der Online-Plattform Musement zurückzuführen. Der Anstieg der Desinvestitionen
im Vergleich zum Vorjahr war durch den Verkauf von zwei deutschen Spezialreiseveranstaltern
im Q1 2020 bedingt. Vermögens- und Kapitalstruktur Vermögens- und KapitalstrukturVermögens- und Kapitalstruktur Vermögens- und Kapitalstrukturscroll
Die Bilanzsumme des TUI Konzerns lag mit rund 18,3 Mrd. € um 12,7 % über dem Niveau
der Bilanz zum Geschäftsjahresende 30. September 2019. Die Eigenkapitalquote zum 31.
März 2019 lag mit 15,2 % unter dem Wert des Bilanzstichtages von 25,6 %. Details siehe Konzernanhang ab S. 38 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Ergebnisentwicklung ist aufgrund des durch die Winter- und die Sommerreisemonate
geprägten touristischen Geschäfts einer signifikanten Saisonalität unterworfen. Diesen
saisonalen Einflüssen versuchen wir durch ein breites Spektrum von Urlaubsangeboten
in der Sommer-und Wintersaison sowie die Präsenz in unterschiedlichen weltweiten Urlaubsmärkten
mit anderen Jahreszyklen entgegenzuwirken. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung spiegelt den touristischen Saisonverlauf
wider, geschäftsbedingt ist das Ergebnis der Monate Oktober bis März negativ. Im aktuellen
Geschäftsjahr 2020 haben nach einem guten Start die weltweiten Reisebeschränkungen
zur Eindämmung von COVID-19 die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im H1 2020 erheblich
belastet. Ab Mitte März 2020 wurde der größte Teil des TUI Veranstalter-, Flug-, Hotel-
und Kreuzfahrtgeschäfts ausgesetzt. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der TUI AG für die Zeit vom 1.10.2019 bis 31.3.2020scroll
Nachdem der Konzernumsatz in den ersten fünf Monaten noch rund 6 % über dem Vorjahreswert
lag, verminderte sich der Konzernumsatz im H1 um 0,6 % im Vergleich zum Vorjahr auf
6,6 Mrd. €, währungsbereinigt verringerte sich der Umsatz im H1 2020 um 1,2 %. Hierin
spiegeln sich der Abgang der im Vorjahr veräußerten Corsair (Umsatz H1 2019: 187,1
Mio. €) und die durch COVID-19 bedingten Reisebeschränkungen ab Mitte März wider. Zum Rückgang des Ergebnisses der fortzuführenden Geschäftsbereiche gegenüber dem
Vorjahreszeitraum trugen zum einen geringere Margen und zusätzliche Kosten für die
Repatriierung von Kunden nach der Einstellung des Geschäftsbetriebs im März 2020 bei.
Darüber hinaus wurden im H1 2020 Einmalkosten in Höhe von rund 77 Mio. € aus dem Flugverbot
der Boeing 737 Max sowie Aufwendungen aus der Bewertung ineffektiver Sicherungsgeschäfte
in Höhe von 146 Mio. € verbucht, denen im Vorjahr keine entsprechenden Posten gegenüberstanden.
Positiv wirkte sich demgegenüber der im Q1 2020 vereinnahmte Gewinn aus dem Verkauf
der deutschen Spezialreiseveranstalter aus. Alternative Performance-Kennzahlen Ab dem Geschäftsjahr 2020 steuern wir den Konzern über die international gebräuchlichere
Ergebnisgröße "bereinigtes EBIT", sodass das bisher verwendete bereinigte EBITA zukünftig
als wesentliche finanzielle Steuerungsgröße entfällt. Das dem bereinigten EBIT zugrunde
liegende EBIT definieren wir als das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Aufwendungen
aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten des Konzerns. Abweichend von der
bisher verwendeten Steuerungsgröße EBITA sind in der Kennzahl EBIT Wertminderungen
auf Geschäfts- oder Firmenwerte definitionsgemäß enthalten. Das bereinigte EBIT ist um Erträge und Aufwendungen korrigiert worden, die aufgrund
ihrer Höhe sowie der Häufigkeit ihres Eintritts die Beurteilung der operativen Ertragskraft
der Unternehmensbereiche und des Konzerns erschweren oder verzerren. Hierzu zählen
Abgangsergebnisse aus Finanzanlagen, wesentliche Gewinne und Verluste aus dem Verkauf
von Vermögenswerten sowie wesentliche Restrukturierungs- und Integrationsaufwendungen.
Daneben werden sämtliche Effekte aus Kaufpreisallokationen, Anschaffungsnebenkosten
und bedingten Kaufpreiszahlungen bereinigt. Auch etwaige Wertminderungen auf Geschäfts-
oder Firmenwerte würden in der Überleitung zum bereinigten EBIT korrigiert. Die TUI Group wendet ab dem 1. Oktober 2019 IFRS 16 an. Die Werte des Vorjahresvergleichszeitraums
wurden nicht angepasst. Für eine bessere Vergleichbarkeit zum Vorjahr wird in der
internen Berichterstattung im laufenden Geschäftsjahr das bereinigte EBIT und das
bereinigte EBITDA analog zu den Vorschriften des IAS 17 verwendet. Dementsprechend
sind die Zahlen sowohl im Vorjahr als auch im laufenden Jahr vor dem Effekt aus der
Erstanwendung von IFRS 16 dargestellt. Eine Überleitung auf das bereinigte EBIT nach
IFRS 16 ist nachstehend abgebildet: Überleitung auf bereinigtes EBITÜberleitung auf bereinigtes EBITscroll
Bei den im H1 2020 bereinigten Einzelsachverhalten handelt es sich im Wesentlichen
um den Abgangsgewinn in Höhe von 90,4 Mio. € aus dem Verkauf der deutschen Spezialreiseveranstalter,
dem Restrukturierungsaufwendungen in den Segmenten Zielgebietserlebnisse, Region Zentral
und Region West gegenüberstehen. Im H1 2019 wurden insbesondere Einmalzahlungen im Zusammenhang mit der Umstellung
der Pensionsordnung im Vereinigten Königreich auf ein beitragsorientiertes System
sowie der Abgangsverlust aus der Veräußerung von Corsair bereinigt. Der um Sondereinflüsse bereinigte operative Verlust der TUI Group erhöhte sich im
H1 2020 um 525,2 Mio. € auf 826,8 Mio. €. Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnungscroll
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Auf Sach- und immaterielle Anlagen, finanzielle und sonstige Vermögenswerte Weitere SegmentkennzahlenBereinigtes EBIT (IFRS 16)scroll
EBIT (IFRS 16)scroll
Bereinigtes EBITDA (IFRS 16)scroll
EBITDA (IFRS 16)scroll
Mitarbeiterscroll
Corporate GovernanceZusammensetzung der Organe Im H1 2020 haben sich folgende Veränderungen in der Besetzung des Aufsichtsrats der
TUI AG ergeben: Mit dem Schluss der Ordentlichen Hauptversammlung am 11. Februar 2020 endete die
Amtszeit der folgenden vier Mitglieder des Aufsichtsrats: Valerie Gooding, Janis Kong,
Vladimir Lukin und Coline McConville. In den Aufsichtsrat wieder- bzw. neu gewählt wurden Vladimir Lukin, Coline McConville,
Maria Garana Corces (Managing Director, Google Professional Services EMEA, Google
Global Sales & Operations) und Ingrid-Helen Arnold (President, SAP Data Network, SAP). In der Zusammensetzung des Vorstands der TUI AG gab es im H1 2020 keine Veränderungen. Die aktuelle, vollständige Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat ist auf der Internetseite
der Gesellschaft angegeben und dort der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich. www.tuigroup.com/de-de/investoren/corporate-governance Risiko- und Chancenbericht Für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg unseres Konzerns und das Erreichen unserer
strategischen Ziele ist ein erfolgreiches Management bestehender und neu auftretender
Risiken und Chancen entscheidend. Umfassende Angaben zu unserem Konzept der Risikosteuerung
und zu den Hauptrisiken und -chancen finden sich in unserem Geschäftsbericht 2019. Aktiv gemanagte Risiken: IT-Entwicklung und -Strategie; Wachstumsstrategie; Chancen
aus der Integration und Restrukturierung; Umwelt- und gesellschaftliche Verantwortung;
Informationssicherheit; Auswirkungen des Brexit Überwachte Hauptrisiken: Ereignisse in den Destinationen; Kundennachfrage; Inputkostenvolatilität;
saisonales Cash flow-Profil; Einhaltung gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Vorschriften;
Gesundheit und Sicherheit; Lieferkettenrisiko; Talent- und Führungskräfteentwicklung,
Joint Venture-Partnerschaften Infolge der COVID-19-Pandemie, die weltweit zu Reisebeschränkungen sowohl in den
Märkten als auch in den Zielgebietsländern geführt hat, traten mehrere Hauptrisiken
gleichzeitig auf. Details siehe Risikobericht im Geschäftsbericht 2019, ab Seite 40 Während dieser Zeit der Reisebeschränkungen überwacht der Vorstand weiterhin die
Hauptrisiken, insbesondere jene erhöhten Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit
sich aufgrund der COVID-19-Pandemie erhöht hat, wie die Kundennachfrage und diejenigen
Risiken, die sich auf das Finanzprofil, also Kostenvolatilität und Cash flow der Gruppe
auswirken. Es besteht eine wesentliche Unsicherheit im Hinblick darauf, wann die Reiseaktivitäten
des TUI Konzerns in vollem Umfang wiederaufgenommen werden können. In dem nach unserer
Einschätzung höchst unwahrscheinlichen Fall, dass der touristische Geschäftsbetrieb
sehr langfristig nicht aufgenommen werden kann, könnte dies die Fortführung der Unternehmenstätigkeit
gefährden, da die Gesellschaften des TUI Konzerns dann möglicherweise nicht in der
Lage wären, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie
ihre Schul-den zu tilgen. Die geschilderten Maßnahmen wie die Inanspruchnahme von
Staatshilfen und die deutliche Senkung der Fixkosten dienen dazu, die Auswirkungen
des COVID-19-Pandemie auf die Liquidität des Konzerns zu überbrücken. Darüber hinaus prüft der TUI Konzern kontinuierlich, wie der Geschäftsbetrieb unter
Einhaltung der von den Märkten und Zielgebieten eingeführten neuen Richtlinien wiederaufgenommen
werden kann, sobald die Reiserestriktionen gelockert werden. Damit soll die Wiederaufnahme
der Aktivitäten zum frühestmöglichen Zeitpunkt und auf die sicherste Art und Weise
gewährleistet werden. ZWISCHENABSCHLUSSKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung der TUI AG für die Zeit vom 1.10.2019 bis 31.3.2020scroll
Ergebnis je Aktiescroll
Verkürzte Gesamtergebnisrechnung des TUI Konzerns für die Zeit vom 1.10.2019 bis zum 31.3.2020scroll
Konzernbilanz der TUI AG zum 31.3.2020Aktivascroll
Passivascroll
Verkürzte Eigenkapitalveränderungsrechnung des TUI Konzerns vom 1.10.2019 bis 31.3.2020scroll
Verkürzte Eigenkapitalveränderungsrechnung des TUI Konzerns vom 1.10.2018 bis 31.3.2019 (angepasst)scroll
Verkürzte Kapitalflussrechnung des TUI Konzernsscroll
ANHANGAllgemeine Informationen Der TUI Konzern ist mit seinen wesentlichen Tochtergesellschaften und Beteiligungen
in der Touristik tätig. Die TUI AG mit Sitz in Hannover und Berlin, Deutschland, ist
die Muttergesellschaft des TUI Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft
deutschen Rechts. Die Aktien der Gesellschaft werden an der London Stock Exchange
und an den Wertpapierbörsen in Hannover und Frankfurt am Main gehandelt. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der TUI AG und ihrer Tochtergesellschaften
bezieht sich auf das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2020, das den Zeitraum vom
1. Oktober 2019 bis 31. März 2020 umfasst. Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro
aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio.
€) angegeben. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde am 11. Mai 2020 vom Vorstand der TUI
AG zur Veröffentlichung freigegeben. Grundlagen der RechnungslegungÜbereinstimmungserklärung Der vorliegende Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2020 umfasst nach den Vorschriften
des § 115 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) einen verkürzten Konzernzwischenabschluss
und einen Konzernzwischenlagebericht. Der Konzernzwischenabschluss wurde in Einklang mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und den diesbezüglichen
Interpretationen des IFRS Interpretation Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen
Union anzuwenden sind, für die Zwischenberichterstattung erstellt. In Übereinstimmung mit IAS 34 wird der Konzernzwischenabschluss in einer im Vergleich
zum Konzernjahresabschluss verkürzten Form veröffentlicht und ist daher in Verbindung
mit dem Konzernabschluss der TUI AG für das Geschäftsjahr 2019 zu lesen. Der vorliegende
Konzernzwischenabschluss wurde weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch
geprüft. Going Concern-Berichterstattung nach UK Corporate Governance-Kodex Der TUI Konzern deckt den täglichen Bedarf an Betriebskapital durch Bargeldbestände,
Guthaben und Kredite bei Kreditinstituten. Die Nettoverschuldung (Finanzschulden zuzüglich
Leasingverbindlichkeiten abzüglich flüssiger Mittel und abzüglich kurzfristiger verzinslicher
Geldanlagen) des TUI Konzerns beträgt zum 31. März 2020 4.902,5 Mio. € (zum 30. September
2019 909,6 Mio. €). Der Anstieg der Nettoverschuldung im Vergleich zum Geschäftsjahresende
ist insbesondere eine Folge des Anstiegs der bilanziell erfassten Leasingverbindlichkeiten
aus der Erstanwendung des IFRS 16 in Höhe von 2,3 Mrd. € zum 1. Oktober 2019 sowie
der typischen saisonalen Zahlungsmittelabflüsse insbesondere bei den Reiseveranstaltern. Darüber hinaus belastet die unvorhergesehene Aussetzung unseres Veranstalter-, Flug-,
Hotel-und Kreuzfahrtgeschäfts infolge der weltweiten Reisebeschränkungen zur Eindämmung
der Ausbreitung von COVID-19 ab Mitte März 2020 die Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung
des TUI Konzerns derzeit erheblich. Zum 31. März 2020 bestanden die folgenden wesentlichen Finanzverbindlichkeiten und
Kreditlinien:
Am 17. März 2020 hat TUI im Rahmen der staatlichen COVID-19-Programme Staatshilfen
der deutschen Bundesregierung beantragt, um die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie
abzufedern, bis ein normaler Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Am 27.
März 2020 erhielt TUI die Zustimmung der deutschen Bundesregierung für einen Überbrückungskredit
der KfW in Höhe von 1,8 Mrd. € mit einer Laufzeit bis Juli 2022, mit dem die bereits
bestehende revolvierende Kreditlinie der TUI bei ihren Banken aufgestockt wird. Der
Vertrag wurde von dem bestehenden RCF-Bankenkonsortium am 8. April 2020 unterzeichnet. Die Gewährung der RCF und der neuen KfW Kreditlinie unterliegen der Einhaltung bestimmter
finanzieller Zielwerte (Covenants) für die Schuldendeckung und die Zinsdeckung. Die
Überprüfung dieser Covenants wird für die kommenden 18 Monate ausgesetzt. Im September
2021 werden Tests der Covenants wieder aufgenommen. Zu den Bedingungen des KfW Kredits
gehört, dass die TUI AG während der Laufzeit des Überbrückungskredits keinen Beschluss
über eine Dividendenzahlung trifft. Während der Aussetzung der Reiseprogramme wurden in allen Konzerngesellschaften Sachinvestitionen
ausgesetzt und die monatliche Bar-Fixkostenbasis auf rund 250 Mio. € bis 300 Mio.
€ reduziert. Viele unserer Kernmärkte haben neben Bar-Rückerstattungen auch Gutschein-Rückerstattungsmechanismen
eingeführt, und in der Folge erwarten wir einen monatlichen Mittelabfluss im niedrigen
bis mittleren dreistelligen Millionenbereich für die Rückzahlung von Kundenanzahlungen
für stornierte Reisen. Das für die Einschätzung der Unternehmensfortführung verwendete
Szenario unterstellt, dass die verschiedenen Konzernbereiche ihre Programme im weiteren
Verlauf des Kalenderjahres sukzessive wieder aufnehmen können. Die Situation des Konzerns und die Entwicklung der durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten
Reisebeschränkungen wird vom Vorstand kontinuierlich überwacht und bewertet. Es wird
derzeit an einer Vielzahl von Maßnahmen gearbeitet, um die Unternehmensfortführung
sicherzustellen. Dies umfasst auch Maßnahmen für den Fall, dass die Reisebeschränkungen
länger anhalten, als von uns unterstellt. Auf Basis der oben beschriebenen Annahmen erwarten wir, dass der TUI Konzern aktuell
und auch zukünftig über ausreichende Mittel verfügt, die sowohl aus der Mittelaufnahme
als auch aus operativen Cash Flows resultieren, um seinen Zahlungsverpflichtungen
für die absehbare Zukunft nachzukommen und die Unternehmensfortführung entsprechend
zu gewährleisten. In Übereinstimmung mit der Vorschrift C1.3 des UK Corporate Governance Code bestätigt
der Vorstand, dass es aus seiner Sicht angemessen ist, den Konzernzwischenabschluss
unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufzustellen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Erstellung des Zwischenabschlusses müssen von der Unternehmensleitung Schätzungen
vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese beeinflussen die Höhe der für Vermögenswerte,
Schulden sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewiesenen Beträge zum Bilanzstichtag
sowie die Höhe der ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum. Eine wesentliche Annahme ist hierbei, dass unsere verschiedenen Konzernbereiche ihre
Programme im weiteren Verlauf des Kalenderjahres sukzessive wieder aufnehmen können.
Es wird davon ausgegangen, dass die Geschäftsentwicklung des Konzerns nach einer Übergangsphase
wieder das Niveau erreicht, dass vor dem Ausbruch der COVID-19 Pandemie geplant worden
ist. Die tatsächliche Entwicklung kann von diesen Schätzwerten abweichen. Der Zwischenabschluss zum 31. März 2020 wurde grundsätzlich unter Beachtung derselben
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss
zum 30. September 2019 zugrunde lagen, außer im Hinblick auf die erstmalige Anwendung
neuer und geänderter Standards, wie nachstehend erläutert. Der Ertragsteueraufwand wurde auf Basis der bestmöglichen Schätzung des gewichteten
durchschnittlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet
wird. Neu angewendete Standards Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2020 wendet TUI die folgenden durch das IASB überarbeiteten
bzw. neu herausgegebenen Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend an. Im Geschäftsjahr 2020 erstmals angewendete Standardsscroll
IFRS 16 Die Änderungen der Vorschriften für die Bilanzierung von Leasingverhältnissen beim
Leasingnehmer durch IFRS 16 haben wesentliche Auswirkungen auf die Bestandteile des
Konzernabschlusses und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns. Als Leasingnehmer mietet TUI neben mobilen Vermögenswerten wie Flugzeuge, Fahrzeuge
und Kreuzfahrtschiffe, insbesondere Immobilien wie Hotelgebäude und -grundstücke,
Bürogebäude, Reisebüros sowie Laden- und Lagerflächen an. Aktivierte Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen werden anfänglich mit dem Barwert
der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich anfänglicher direkter Kosten bewertet und
in der Folge planmäßig über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Die
Leasingverbindlichkeit bemisst sich anfänglich als Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen.
Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Buchwert mit dem angewendeten Zinssatz aufgezinst
und um geleistete Leasingzahlungen reduziert. Die Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte
werden in den Funktionskosten ausgewiesen. Der Zinsaufwand aus der Folgebewertung
der Leasingverbindlichkeit wird im Zinsergebnis erfasst. Als Leasinggeber ergeben sich bei TUI bei Übergang auf den IFRS 16 mit nachstehender
Ausnahme keine Änderungen der Bilanzierung bestehender Leasingverhältnisse. Infolge
der Neubeurteilung bestehender Untermietverhältnisse auf Grundlage des Nutzungsrechts
aus dem Untermietverhältnis im Verhältnis zum Hauptleasingverhältnis werden drei Verträge
als Finanzierungsleasing neu klassifiziert und Forderungen in Höhe von 47,3 Mio. €
aktiviert. Hinsichtlich der Wahlrechte und Erleichterungsvorschriften hat TUI entschieden:
TUI wendet den IFRS 16 erstmals zum 1. Oktober 2019 und modifiziert retrospektiv
an. Die Vergleichsperiode des Vorjahres wird bei dieser Methode nicht angepasst. Der
Effekt der Umstellung wird zum 1. Oktober 2019 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Betreffend der neuen Definition eines Leasingverhältnisses wird das Wahlrecht zum
Bestandsschutz für bestehende Verträge (sog. "Grandfathering") beim Übergang auf IFRS
16 nicht in Anspruch genommen. Die neuen Vorschriften werden folglich auf alle am
1. Oktober 2019 bestehenden Verträge angewendet, die in den Anwendungsbereich von
IFRS 16 fallen - unabhängig davon, ob TUI vertraglich als Leasingnehmer oder Leasinggeber
agiert. Bei Übergang auf den neuen Standard wendet TUI die folgenden Erleichterungsvorschriften
für Leasingnehmer an:
Mit Übergang auf IFRS 16 wurden zum 1. Oktober 2019 Nutzungsrechte in Höhe von 2.390,3
Mio. € und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 2.368,8 Mio. €. erstmals bilanziell
erfasst. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der sonstigen finanziellen
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen zum 30. September 2019
auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Oktober 2019: Überleitung zu den Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16scroll
Mit Übergang auf IFRS 16 werden die Buchwerte der am 30. September 2019 bestehenden
Vermögenswerte und Schulden aus Finanzierungsleasingverhältnissen zum 1. Oktober 2019
in die Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten umklassifiziert. Insgesamt ergeben sich durch die Erstanwendung von IFRS 16 zum 1. Oktober 2019 folgende
Anpassungen der Konzernbilanz: Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 auf die Konzernbilanz des TUI Konzerns zum 1.10.2019scroll
scroll
Für das erste Halbjahr 2020 haben sich folgende Abschreibungen auf Nutzungsrechte
ergeben: Abschreibungen auf Nutzungsrechtescroll
Im ersten Halbjahr 2020 wurden Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten in Höhe
von 73,8 Mio. € erfasst. Änderung von Vorjahreswerten Mit der zunehmenden Digitalisierung innerhalb des Veranstaltergeschäfts werden ab
diesem Geschäftsjahr die entstehenden IT-Kosten der Märkte und Airlines nicht mehr
in vollem Umfang als Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen, sondern den Funktionsbereichen
entsprechend anteilig auch als Umsatzkosten. Damit wird eine verbesserte Darstellung
der Auswirkung der digitalen Transformation unseres Geschäftsmodells innerhalb der
Gewinn- und Verlustrechnung erreicht. Zusätzlich wurde die Definition der Umsatzkosten dahingehend geändert, dass auch
Kosten, die für die Verwaltung des Hotels im Zielgebiet anfallen, als Umsatzkosten
gezeigt werden. Die Kosten der Hotelholdings dagegen werden nunmehr vollständig als
Verwaltungskosten ausgewiesen. Diese Darstellung trägt dem operativen Charakter der
Hotels vor Ort stärker Rechnung. In der Folge steigen die Umsatzkosten des Geschäftsjahres, während das Bruttoergebnis
und die Verwaltungskosten entsprechend absinken. Die Vorjahreswerte der genannten
Positionen wurden zur besseren Vergleichbarkeit der Perioden jeweils um 106,5 Mio.
€ angepasst. Die Anpassungen der Vorjahreswerte in der Bilanz basieren auf Anpassungen von Kaufpreisallokationen
und sind im Abschnitt "Akquisitionen - Desinvestionen" beschrieben. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, die
von der TUI AG beherrscht werden. Beherrschung besteht dann, wenn die TUI AG Verfügungsmacht
über die maßgeblichen Tätigkeiten hat, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder ihr
Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und sie infolge der Verfügungsmacht die Höhe
der variablen Rückflüsse beeinflussen kann. In den Zwischenabschluss zum 31. März 2020 wurden insgesamt 279 Tochterunternehmen
einbezogen. Entwicklung des Konsolidierungskreises*und der nach der Equity-Methode bewerteten Gesellschaftenscroll
Akquisitionen - DesinvestitionenAkquisitionen des Geschäftsjahres Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 wurden Gesellschaften und Geschäftsbereiche
für eine Gegenleistung von insgesamt umgerechnet 42,6 Mio. € erworben. Davon entfielen
1,2 Mio. € auf gestundete Kaufpreiszahlungen und 41,4 Mio. € auf Zahlungsmittel. Zusammenfassende Darstellung der Akquisitionenscroll
Die Erwerbe der Reisebüros in Deutschland und Belgien im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2020 wurden im Zuge von Asset Deals durchgeführt. Mit diesen Akquisitionen wird beabsichtigt,
die Marktpräsenz im deutschen und belgischen Markt zu erhöhen. Mit dem Erwerb der Anteile an der Emder Hapag-Lloyd Reisebüro GmbH & Co. KG, Emden,
wurden die bisher durch den TUI Konzern gehaltenen 50% auf 100% aufgestockt. Hierdurch
soll eine Steigerung von Ertragspotenzialen erreicht werden. Die vorher als nach der
Equity-Methode bewertetes Gemeinschaftsunternehmen klassifizierte Beteiligung wurde
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Rahmen der Neubewertung der
Beteiligung zum Akquisitionszeitpunkt wurde ein Verlust in Höhe von 1,8 Mio. € im
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen ausgewiesen. Diese Erwerbe
werden im Folgenden als "Reisebüros" gemeinsam dargestellt. Entsprechend der Wachstumsstrategie des TUI Konzerns dient der Erwerb der Kybele
Turizm Yatırım San. Ve Tic. A.Ş., Istanbul, Türkei, der Sicherung von Übernachtungskapazitäten
in der Destination Türkei und einer Steigerung des Ertragspotenzials. Überleitung zum Geschäfts- oder Firmenwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierungscroll
Der sich zwischen den übertragenen Gegenleistungen und dem erworbenen, neubewerteten
Nettovermögen ergebende Unterschiedsbetrag wurde vorläufig als Geschäfts- oder Firmenwert
angesetzt. Dieser stellt im Wesentlichen einen Teil der zukünftigen Ertragspotenziale
dar. Von den im Berichtsjahr aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerten sind voraussichtlich
2,1 Mio. € steuerlich abzugsfähig. Zeitwert der Erstkonsolidierungsbilanzen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierungscroll
Wertberichtigungen auf sonstige Vermögenswerte waren nicht erfolgt. Die Bewertung einzelner Bereiche der erworbenen Vermögenswerte und Schulden der Kybele
Turizm Yatırım San. Ve Tic. A.Ş., Istanbul, konnte zum Bilanzstichtag aufgrund unvollständiger
Informationen noch nicht abgeschlossen werden. Die ermittelten Werte sind insofern
als vorläufig zu betrachten. Umsatz- und Ergebnisbeitrag der im Berichtszeitraum erstmalig konsolidierten Gesellschaftenscroll
Die weiteren erworbenen Gesellschaften hätten nur unwesentliche Umsatzerlöse und
Ergebnisbeiträge erzielt, auch wenn sie bereits am 1. Oktober 2019 konsolidiert worden
wären. Akquisitionen des Vorjahres Die Kaufpreiszuordnung der bereits im Geschäftsjahr 2019 erworbenen Papirüs Otelcilik
Yatırım Turizm Seyahat Insaat Ticaret A.Ş., Antalya, Türkei, wurde per 31. März 2020
wie folgt finalisiert: Auswirkungen von geänderten Kaufpreiszuordnungen und -anpassungen der Papirüs Otelcilik Yatırım Turizm Seyahat insaat Ticaret A.Ş. auf die Konzernbilanzscroll
Die vorgenommenen Anpassungen haben darüber hinaus im Vorjahr zu einer Verminderung
der Umsatzkosten um 0,3 Mio. € und einer Erhöhung der Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag um 0,1 Mio. € geführt. Im vorliegenden Abschluss wurde die Kaufpreisallokation der im zweiten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2019 erworbenen Renco (Zansibar) Limited, Unguja, Tansania, ohne Auswirkungen
auf die Konzernbilanz abgeschlossen. Nach dem Bilanzstichtag wurden keine wesentlichen Unternehmenserwerbe durchgeführt. Desinvestitionen Am 1. Oktober 2019 wurden die Spezialreiseveranstalter Berge & Meer und Boomerang
des Segmentes Region Zentral an die GENUI Zwölfte Beteiligungsgesellschaft mbH für
128,3 Mio.€ Euro veräußert. Aus dem Verkauf der Gesellschaften wurde ein Gewinn in
Höhe von 90,2 Mio. € erzielt, der in den Sonstigen Erträgen ausgewiesen wird. In diesem
Gewinn sind Erträge aus der Reklassifizierung von Beträgen enthalten, die bislang
erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis angesetzt worden waren. Verkürzte Bilanz der "Berge & Meer" und "Boomerang Reisen" zum 1.10.2019scroll
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Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung der Ergebnisse des TUI Konzerns ist aufgrund des durch die Winter-
und die Sommerreisemonate geprägten touristischen Geschäfts einer signifikanten Saisonalität
unterworfen. Der Konzern versucht, den saisonalen Einflüssen durch ein breites Spektrum
von Urlaubsangeboten in der Sommer- und Wintersaison sowie die Präsenz in unterschiedlichen
weltweiten Urlaubsmärkten mit anderen Jahreszyklen entgegenzuwirken. Die Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung spiegelt den touristischen Saisonverlauf wider, wodurch geschäftsbedingt
das Ergebnis der Monate Oktober bis März negativ ist. Wegen der saisonalen Entwicklung
ist ein Vergleich der Ergebnisse mit denen des Gesamtjahres nicht sinnvoll. Nach einem sehr guten Start in das Geschäftsjahr 2020 hat die Aussetzung des größten
Teil des TUI Veranstalter-, Flug-, Hotel- und Kreuzfahrtgeschäfts infolge der weltweiten
Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus ab Mitte März 2020
die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im H1 erheblich belastet. (1) Umsatzerlöse Nach einem Zuwachs in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres verminderte sich
der Konzernumsatz im H1 um 0,6 % im Vergleich zum Vorjahr auf 6,6 Mrd. €. Zu dem Rückgang
trugen der Abgang der im Vorjahr veräußerten Corsair (Umsatz H1 2019: 187,1 Mio. €)
und die durch COVID-19 bedingten Reisebeschränkungen ab Mitte März bei. Umsatzerlöse nach Zielgebieten für die Zeit vom 1.10.2019 bis 31.3.2020scroll
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Umsatzerlöse nach Zielgebieten für die Zeit vom 1.10.2018 bis 31.3.2019scroll
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(2) Umsatzkosten und Verwaltungsaufwendungen Die Umsatzkosten betreffen die Aufwendungen zur Erbringung der touristischen Dienstleistungen.
Neben den anfallenden Aufwendungen für Personal, Abschreibungen, Miete und Leasing
gehören hierzu insbesondere sämtliche Kosten des Konzerns im Zusammenhang mit der
Vermittlung und Erbringung von Flugdienstleistungen, Hotelübernachtungen und Kreuzfahrten
sowie Vertriebskosten. Im H1 2020 sind in den Umsatzkosten Aufwendungen für die Repatriierung von Kunden
nach der durch COVID-19 bedingten Einstellung des Geschäftsbetriebs im März 2020 und
Aufwendungen aus der Bewertung nicht mehr erforderlicher Sicherungsgeschäfte in Höhe
von 146,1 Mio. € enthalten. Außerdem fielen im H1 Einmalkosten in Höhe von 76,8 Mio.
€ aus dem Flugverbot der Boeing 737 Max an, denen im Vergleichszeitraum lediglich
4,6 Mio. € gegenüberstanden. Die Verwaltungsaufwendungen umfassen alle Aufwendungen, die im Zusammenhang mit den
Tätigkeiten der Verwaltungsfunktionen entstehen, und setzen sich wie folgt zusammen: Verwaltungsaufwendungenscroll
Die Umsatzkosten und Verwaltungsaufwendungen beinhalten folgende Aufwendungen für
Personal, Abschreibungen, Miete, Pacht und Leasing: Personalaufwandscroll
Abschreibungenscroll
Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungenscroll
Die Veränderung der Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen sowie der planmäßigen Abschreibungen
sind im Wesentlichen durch die erstmalige Anwendung des IFRS16 beeinflusst. (3) Sonstige Erträge Die sonstigen Erträge des ersten Halbjahres 2020 resultieren hauptsächlich aus der
Veräußerung von Tochtergesellschaften. Wir verweisen diesbezüglich auf den Abschnitt
"Desinvestitionen". Im Vorjahr waren hier im Wesentlichen die Erträge aus der Veräußerung
von Flugzeugvermögen enthalten. (4) Andere Aufwendungen In den anderen Aufwendungen ist im laufenden Jahr das Ergebnis aus dem Verkauf von
Flugzeugvermögen enthalten. Im Vorjahr war hier mit 11,1 Mio. € der Verlust aus dem
Verkauf der Corsair S.A. enthalten. (5) Finanzergebnis Der Rückgang des Finanzergebnisses von -9,2 Mio. € im ersten Halbjahr des Vorjahres
auf -128,2 Mio. € im laufenden Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen
Zinsaufwendungen, welche sich insbesondere aus dem geänderten Ausweis der Zinsaufwendungen
aus Leasingverträgen gemäß IFRS 16 sowie aus Aufwendungen aus Wechselkursänderungen
bei Leasingverbindlichkeiten ergeben. Im Vorjahr waren ferner Erträge aus der Auflösung
einer Rückstellung für Zinsen im Zusammenhang mit der Neubewertung von Steuerverpflichtungen
und Finanzerträge aus der Auflösung von Sicherungsgeschäften enthalten, deren Grundlage
nicht mehr gegeben war. (6) Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten UnternehmenErgebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmenscroll
Das gesunkene Ergebnis ist auf abgesagte Reisen, Rückführungskosten von Kunden und
Hotelschließungen aufgrund der COVID-19-Pandemie zurückzuführen. (7) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der im ersten Halbjahr 2020 entstandene Steuerertrag ist unter anderem auf den touristischen
Saisonverlauf und die im laufenden Jahr vorliegende COVID-19-Pandemie zurückzuführen. (8) Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzernverlust Die den nicht beherrschenden Gesellschaftern zustehenden Konzernergebnisse stellen
im Wesentlichen Gewinne dar und entfallen mit 46,5 Mio. € vornehmlich auf die RIUSA-II-Gruppe
(Vorjahr 52,9 Mio. €). Erläuterungen zur Konzernbilanz(9) Geschäfts- und Firmenwert Die Geschäfts- und Firmenwerte sind aufgrund von Akquisitionen um 34,2 Mio. € gestiegen
und durch Währungsumrechnung um 25,0 Mio. € gesunken. Abgänge aus dem Konsolidierungskreis
führten zu einer Verminderung des Goodwills um 25,7 Mio. €. (10) Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist gegenüber dem Geschäftsjahresende um 2.057,1 Mio. € auf
3.753,6 Mio. € gesunken. Dieser Rückgang ist mit 1.451,6 Mio. € auf die Umbuchung
der gemieteten Vermögensgegenstände, die als Finanzierungsleasing nach IAS17 klassifiziert
waren, in die Nutzungsrechte zurückzuführen. Im ersten Halbjahr hat die Hapag-Lloyd
Kreuzfahrten GmbH in den Erwerb des Kreuzfahrtschiffes HANSEATIC inspiration 125,0
Mio. € investiert. Der Hotelbereich hat insgesamt Hotelvermögen in Höhe von 219,8
Mio. € erworben, zum Teil durch Unternehmenserwerbe. Im Zusammenhang mit der geplanten
Veräußerung der Hapag Lloyd Kreuzfahrten GmbH wurde Sachanlagevermögen zu einem Buchwert
von 661,5 Mio. € in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögensgegenstände umgebucht.
Das Sachanlagevermögen verminderte sich durch Währungsumrechnung um 128,8 Mio. € und
durch Abschreibungen um 158,7 Mio. €. (11) Nutzungsrechte Die Nutzungsrechte sind im Vergleich zum Erstanwendungszeitpunkt des IFRS 16 nahezu
konstant geblieben. Den kumulierten Abschreibungen von 315,6 Mio. € standen Zugänge
insbesondere von 299,6 Mio. € bei den Flugzeugen und Triebwerken und von 78,2 Mio.
€ bei den Kreuzfahrtschiffen gegenüber. Die Währungsumrechnung minderte die Nutzungsrechte
zudem um 41,2 Mio. €. Nutzungsrechtescroll
(12) Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte Im Februar 2020 hat sich die TUI AG mit dem Joint Venture Partner Royal Caribbean
Cruises über die Veräußerung der Hapag-Lloyd Kreuzfahrten GmbH an das Joint Venture
TUI Cruises GmbH geeinigt. Hapag-Lloyd Kreuzfahrten ist Teil des Segments Kreuzfahrten
und der führende Anbieter von Luxus- und Expeditionskreuzfahrten in deutschsprachigen
Märkten. Die Transaktion soll eine solide finanzielle Basis schaffen, um das internationale
Wachstum von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten zu beschleunigen, und mittelfristig zu einer
höheren Rentabilität und steigenden Synergien führen. Es wird erwartet, dass die Transaktion
einen erheblichen Buchgewinn generiert. Sie unterliegt noch den üblichen Abschlussbedingungen
und Genehmigungen der Kartellbehörden und wird voraussichtlich im Sommer 2020 abgeschlossen
sein. Da die Transaktion zum 31. März 2020 noch nicht abgeschlossen war, wurde die
Gesellschaft als Veräußerungsgruppe klassifiziert. Veräußerungsgruppe "Hapag-Lloyd Kreuzfahrten"scroll
Des Weiteren sind Busse aus dem Segment Zielgebietserlebnisse in Höhe von 0,8 Mio.€
als zur Veräußerung bestimmt ausgewiesen. (13) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen verminderten sich aufgrund stark gestiegener
Diskontierungssätze in Großbritannien und Deutschland deutlich. Gegenläufig sank auch
der Wert der zugehörigen Anlagen im Fondsvermögen. Der Rückgang der Anlagen fiel jedoch
aufgrund der gewählten Anlageformen deutlich geringer aus als der Rückgang der Verpflichtungen. Die Pensionsrückstellungen für ungedeckte Pläne und Pläne mit Unterdeckungen nahmen
gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres um 253,7 Mio. € auf 814,3 Mio. € ab. Die in den Sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten ausgewiesene Überdeckung bei
fondsgedeckten Pensionsplänen stieg gegenüber dem 30. September 2019 um 256,9 Mio.
€ auf 566,9 Mio. €. (14) Finanzschulden Im Rahmen der Einführung des IFRS 16 zum 1.10.2019 bei TUI Group entfällt für die
TUI als Leasingnehmer die Differenzierung zwischen Finanzierungs- und operativem Leasing.
In diesem Zusammenhang werden die Leasingverbindlichkeiten separat in der Bilanz dargestellt
und erläutert, so dass diese nicht mehr innerhalb der Finanzschulden ausgewiesen werden. Die langfristigen Finanzschulden, ohne die darin im Vorjahr enthaltenen Leasingverbindlichkeiten,
erhöhten sich im Vergleich zum 30. September 2019 um 563,0 Mio. € auf 1.655,9 Mio.
€. Der Anstieg ergibt sich fast ausschließlich aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten um 562,5 Mio. €. Die kurzfristigen Finanzschulden, ohne Berücksichtigung der im Vorjahr enthaltenen
Leasingverbindlichkeiten, stiegen zum 31. März 2020 im Vergleich zum 30. September
2019 um 264,4 Mio. € auf 358,5 Mio. € an. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen
aus der Inanspruchnahme kurzfristiger Kreditlinien und alternativer kurzfristiger
Refinanzierungsmöglichkeiten zur Deckung der zu leistenden Zahlungen. (15) Leasingverbindlichkeiten Die Leasingverbindlichkeiten stiegen im Vergleich zum Erstanwendungszeitpunkt des
IFRS16 geringfügig um 61,1 Mio. € auf 3.922,8 Mio. €. Die Zugänge aus neuen Mietverträgen
beliefen sich auf 412,5 Mio. €. Weiterhin erhöhten sich die Leasingverbindlichkeiten
um Zinsen in Höhe von 73,8 Mio. €. Gegenläufig wirkten die Tilgung sowie die Währungsumrechnung. (16) Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Der Anstieg der Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen
aus dem Ausweis von erhaltenen Anzahlungen für bereits abgesagte Reisen in Höhe von
1.241,0 Mio. €, die zurückzuzahlen sind, sofern der Kunde sich für eine Auszahlung
entscheidet. (17) Schulden i. Z. m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten Zum 31. März 2020 bestanden Schulden i. Z. m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten
in Höhe von 591,8 Mio. €. Diese Schulden beziehen sich ausschließlich auf die Veräußerungsgruppe
"Hapag-Lloyd Kreuzfahrten". Wir verweisen diesbezüglich auf den Abschnitt "Zur Veräußerung
bestimmte Vermögenswerte". Veräußerungsgruppe "Hapag-Lloyd Kreuzfahrten"scroll
(18) Eigenkapitalveränderungen Insgesamt verringerte sich das Eigenkapital seit dem 30. September 2019 um 1.373,3
Mio. € auf 2.792,3 Mio. €. Durch die Erstanwendung des IFRS 16 ergab sich unter Berücksichtigung
latenter Steuern ein Rückgang in Höhe von 8,0 Mio. €. Die TUI AG hat im ersten Halbjahr 2020 eine Dividende von 0,54 € je Stückaktie, insgesamt
318,1 Mio. € (im Vorjahr 423,3 Mio. €), an ihre Aktionäre gezahlt. Der Konzernverlust im ersten Halbjahr ist bedingt durch den touristischen Saisonverlauf
und die im laufenden Jahr vorliegende COVID-19-Krise. Der Anteil der Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten, der als effektive
Absicherung zukünftiger Zahlungsströme ermittelt wird, wird in Höhe von -444,4 Mio.
€ (vor Steuern) erfolgsneutral innerhalb der sonstigen Ergebnisse im Eigenkapital
erfasst (Vorjahr -342,8 Mio. €). Die Neubewertung von Pensionsverpflichtungen wird ebenfalls erfolgsneutral innerhalb
der sonstigen Ergebnisse im Eigenkapital erfasst. (19) FinanzinstrumenteBuchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungsansätzen des IFRS 9 zum 31.3.2020scroll
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Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungsansätzen des IFRS 9 zum 30.9.2019scroll
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Aufgrund der geplanten Veräußerung der Hapag Lloyd Kreuzfahrten werden Marktwerte
von Instrumenten in Höhe von 12,1 Mio. € im Bilanzposten "Zur Veräußerung bestimmte
Vermögenswerte" ausgewiesen. Bei den in der vorstehenden Tabelle Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte
nach Klassen und Bewertungsansätzen des IFRS 9 aufgeführten derivativen Finanzinstrumenten
ist zu berücksichtigen, dass zum 31.03.2020 eine Reklassifizierung von Devisen- und
Treibstoffpreissicherungsgeschäften in Höhe von insgesamt -146,1 Mio. € aus dem Eigenkapital
in das Ergebnis vorgenommen wurde. Die diesen Sicherungsgeschäften zugrunde liegenden
Transaktionen konnten aufgrund der COVID-19-Pandemie als nicht mehr hochwahrscheinlich
eingeschätzt werden, so dass die Sicherungsbeziehungen dieser Finanzinstrumente vorzeitig
beendet wurden. Bei den Finanzmitteln, kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstigen Forderungen sowie den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der
regelmäßig kurzen Restlaufzeit der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstigen Forderungen entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen
Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche
markt-und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren. Dem aktuellen Marktumfeld im Rahmen der COVID-19-Pandemie wurde für alle Finanzinstrumente,
für die beizulegende Zeitwerte ermittelt werden, durch eine Anpassung der zugrunde
liegenden Parameter Rechnung getragen. Aggregation nach Bewertungskategorien des IFRS 9 zum 31.3.2020scroll
Aggregation nach Bewertungskategorien des IFRS 9 zum 30.9.2019scroll
Bewertung zum Fair Value Die folgende Übersicht stellt die beizulegenden Zeitwerte der wiederkehrend, nicht
wiederkehrend und sonstigen zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente entsprechend
dem zugrunde liegenden Bewertungslevel dar. Die einzelnen Bewertungslevel sind entsprechend
den Inputfaktoren wie folgt definiert:
Einstufung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente zum 31.3.2020scroll
Einstufung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente zum 30.9.2019scroll
Aufgrund der geplanten Veräußerung der Hapag Lloyd Kreuzfahrten werden Marktwerte
von Instrumenten in Höhe von 12,1 Mio. € im Bilanzposten "Zur Veräußerung bestimmte
Vermögenswerte" ausgewiesen. Die TUI prüft zum Ende jeder Berichtsperiode, ob es Gründe für eine Übertragung in
ein oder aus einem Bewertungslevel gibt. Grundsätzlich werden finanzielle Vermögenswerte
und finanzielle Verbindlichkeiten von Level 1 in Level 2 umgegliedert, wenn die Liquidität
und die Handelsaktivität nicht länger auf einen aktiven Markt schließen lassen. Dies
gilt entsprechend umgekehrt für etwaige Übertragungen von Level 2 in Level 1. Im Berichtszeitraum
fanden keine Übertragungen zwischen Level 1 und Level 2 statt. Umgliederungen aus Level 3 in Level 2 oder Level 1 werden vorgenommen, sobald beobachtbare
Marktpreisnotierungen für den betroffenen Vermögenswert oder die Schuld verfügbar
werden. TUI erfasst Übertragungen in und aus Level 3 an dem Tag des Ereignisses oder
des Anlasses, der bzw. das die Übertragung verursacht hat. Im Berichtszeitraum fanden
keine Übertragungen aus der oder in die Bewertungsstufe Level 3 statt. Finanzinstrumente in Level 1 Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die ein aktiver Markt verfügbar
ist, basiert auf der Marktpreisnotierung am Bilanzstichtag. Ein aktiver Markt ist
vorhanden, wenn Preisnotierungen von einer Börse, Händlern, Maklern, Preisdienstleistern
oder Regulierungsbehörden leicht und regelmäßig verfügbar sind und diese Preise tatsächliche
und regelmäßig stattfindende Markttransaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern
darstellen. Diese Finanzinstrumente werden dem Level 1 zugeordnet. Die beizulegenden
Zeitwerte entsprechen den Nominalwerten, multipliziert mit den Kursnotierungen am
Bilanzstichtag. Finanzinstrumente des Levels 1 beinhalten vor allem als sonstige finanzielle Vermögenswerte
klassifizierte Aktien börsennotierter Unternehmen und begebene Anleihen der Klasse
der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Finanzinstrumente in Level 2 Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt
gehandelt werden, z. B. Over the Counter-Derivate (OTC), werden mittels Bewertungstechniken
bestimmt. Diese Bewertungstechniken maximieren die Verwendung von beobachtbaren Marktdaten
und beruhen so wenig wie möglich auf konzernspezifischen Annahmen. Wenn alle wesentlichen
Inputfaktoren zur Zeitwertbestimmung eines Instruments beobachtbar sind, wird das
Instrument dem Level 2 zugeordnet. Wenn einer oder mehrere der wesentlichen Inputfaktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten
beruhen, wird das Instrument dem Level 3 zugeordnet. Als spezifische Bewertungstechniken zur Bewertung von Finanzinstrumenten werden eingesetzt:
Finanzinstrumente in Level 3 Die folgende Tabelle zeigt die Wertentwicklung der wiederkehrend zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente, die dem Level 3 der Bemessungshierarchie zugeordnet
werden. Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte in Level 3scroll
(20) Eventualforderungen und -verbindlichkeiten Im Rahmen des internationalen Flugverbots für Flugzeuge des Typs Boeing 737 MAX befindet
sich die TUI hinsichtlich möglicher Ausgleichszahlungen in Gesprächen mit dem Hersteller.
Die Verhandlungen sind noch nicht soweit fortgeschritten, als dass eine Schätzung
der (finanziellen) Auswirkungen erfolgen kann. Zum 31. März 2020 bestanden nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten in Höhe von
122,0 Mio. € (zum 30. September 2019 143,5 Mio. €). Eventualverbindlichkeiten sind
Verbindlichkeiten, die in Höhe des am Bilanzstichtag geschätzten Erfüllungsbetrags
ausgewiesen werden. Die Eventualverbindlichkeiten zum 31. März 2020 beziehen sich vor allem auf die Gewährung
von Garantien zugunsten von Hotel- und Flugaktivitäten. (21) Sonstige finanzielle VerpflichtungenNominalwerte der Sonstigen finanziellen Verpflichtungenscroll
Das Bestellobligo für Investitionen verminderte sich zum 31. März 2020 im Vergleich
zum 30. September 2019 um insgesamt 336,0 Mio. €. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere
die Auslieferung von Flugzeugen sowie eines Kreuzfahrtschiffs. (22) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung des Konzerns Der Finanzmittelbestand stieg im Berichtszeitraum um 703,8 Mio. € auf 1.043,9 Mio.
€. Mit Übergang auf IFRS16 werden grundsätzlich alle Leasingverhältnisse in der Bilanz
als Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten erfasst. Dadurch werden seit diesem
Geschäftsjahr Zahlungen für Mietverträge zum weit überwiegenden Teil nicht mehr im
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit, sondern als Zinszahlungen und als
Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten im Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit
ausgewiesen. Aus laufender Geschäftstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Zahlungsmittel in Höhe
von 728,4 Mio. € ab (Vorjahr 717,5 Mio. €). Die erheblichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie
und geringere Dividenden von Joint Ventures haben dazu geführt, dass der Mittelabfluss
aus laufender Geschäftstätigkeit trotz des durch IFRS 16 geänderten Ausweises der
Zahlungen für Mietverträge auf Vorjahresniveau liegt. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt insgesamt 263,7 Mio. € (Vorjahr
679,1 Mio. €). Darin enthalten sind Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagevermögen
und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 372,7 Mio. €. Dem Konzern sind 101,0 Mio.
€ aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen und immateriellen Anlagen zugeflossen. Außerdem
sind hier 41,4 Mio. € Einzahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Anteilen an
konsolidierten Gesellschaften enthalten. Weitere Auszahlungen betreffen in Höhe von
41,3 Mio. € den Erwerb einer Hotelgesellschaft und mehrerer Reisebüros und in Höhe
von 12,5 Mio. € Kapitalerhöhungen eines Joint Ventures und eines assoziierten Unternehmens.
Aus der Auflösung kurzfristiger verzinslicher Geldanlagen flossen 20,8 Mio. € zu. Aus der Finanzierungstätigkeit hat sich der Finanzmittelbestand insgesamt um 258,5
Mio. € erhöht (Vorjahr Verminderung um 72,5 Mio. €). Die TUI AG hat die externe revolvierende
Kreditlinie zur Steuerung der Liquidität des Konzerns aufgrund der Saisonalität der
Zahlungsflüsse in Höhe von 758,0 Mio. € und außerdem kurzfristige Kredite in Höhe
von 374,9 Mio. € in Anspruch genommen. Andere Gesellschaften der TUI Group haben Kredite
in Höhe von 52,1 Mio. € aufgenommen. 400,8 Mio. € flossen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten
ab, darunter 330,4 Mio. € für Leasingverbindlichkeiten. Für Zinszahlungen sind 104,4 Mio. € verwendet worden, für Dividenden an die Aktionäre
der TUI AG 318,1 Mio. € und an Minderheitsgesellschafter 0,6 Mio. €. 1,0 Mio. € wurden für den Kauf von Aktien aufgewandt, die im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms
"oneShare" an Mitarbeiter des TUI-Konzerns übertragen wurden. Weitere 1,6 Mio. € sind
für die Erhöhung der Anteile an einer konsolidierten Gesellschaft abgeflossen. Im Übrigen nahm der Finanzmittelbestand wechselkursbedingt um 29,8 Mio. € zu (im
Vorjahr 12,8 Mio. €). Die Finanzmittel unterliegen zum 31. März 2020 mit 170,6 Mio. € Verfügungsbeschränkungen.
Davon entfallen 116,5 Mio. € auf erhaltene Barsicherheiten, die im Geschäftsjahr 2013
von belgischen Steuerbehörden vor dem Hintergrund eines langjährigen Rechtsstreits
über die Erstattung von Umsatzsteuer für die Jahre 2001 bis 2011 ohne Anerkenntnis
einer Schuld bei einem belgischen Tochterunternehmen hinterlegt wurden. Weitere 44,6 Mio. € betreffen Gelder, die zur Sicherung von Eventualforderungen des
niederländischen Reisegarantiefonds verfügungsbeschränkt sind. Die übrigen Beschränkungen
betreffen Finanzmittel, die aufgrund rechtlicher oder regulatorischer Bestimmungen
vorgehalten werden müssen. (23) Segmentkennzahlen Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der Flugzeugleasinggesellschaften, die
die Flugzeuge des TUI Konzerns halten und diese konzernintern weitervermieten, werden
seit diesem Geschäftsjahr vollständig den Fluggesellschaften zugeordnet, die das jeweilige
Flugzeug nutzen (Segmente Region Nord, Region Zentral und Region West). Im ersten
Halbjahr des Vorjahres waren die Flugzeugleasinggesellschaften vollständig in dem
Segment Alle übrigen Segmente enthalten, während im Geschäftsbericht 2019 bereits
das Ergebnis aus der konzerninternen Weitervermietung den jeweiligen Fluggesellschaften
(Segmente Region Nord, Region Zentral und Region West) zugeordnet war. Die Vorjahreszahlen
wurden entsprechend angepasst. Des Weiteren wurde in der internen Berichterstattung des TUI Konzerns die Darstellung
der konzerninternen Umsatzerlöse der zentralen Informationstechnologiefunktionen in
Alle übrigen Segmente angepasst. Seit dem Geschäftsjahresende 2019 werden anstelle
der bisherigen Bruttodarstellung diese internen Umsätze mit dem korrespondierenden
Umsatzkosten saldiert (Nettodarstellung). Diese Anpassung hat keinen Einfluss auf
das bereinigte EBIT. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Umsatzerlöse nach Segmenten für die Zeit vom 1.10.2019 bis 31.3.2020scroll
Umsatzerlöse nach Segmenten für die Zeit vom 1.10.2018 bis 31.3.2019scroll
Ab dem Geschäftsjahr 2020 steuern wir den Konzern über die international gebräuchlichere
Ergebnisgröße "bereinigtes EBIT", sodass das bisher verwendete bereinigte EBITA zukünftig
als wesentliche finanzielle Steuerungsgröße entfällt. Das dem bereinigten EBIT zugrunde
liegende EBIT definieren wir als das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Aufwendungen
aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten des Konzerns. Abweichend von der
bisher verwendeten Steuerungsgröße EBITA sind in der Kennzahl EBIT Wertminderungen
auf Geschäfts- oder Firmenwerte definitionsgemäß enthalten. Das bereinigte EBIT ist um Erträge und Aufwendungen korrigiert worden, die aufgrund
ihrer Höhe sowie der Häufigkeit ihres Eintritts die Beurteilung der operativen Ertragskraft
der Unternehmensbereiche und des Konzerns erschweren oder verzerren. Hierzu zählen
Abgangsergebnisse aus Finanzanlagen, wesentliche Gewinne und Verluste aus dem Verkauf
von Vermögenswerten sowie wesentliche Restrukturierungs- und Integrationsaufwendungen.
Daneben werden sämtliche Effekte aus Kaufpreisallokationen, Anschaffungsnebenkosten
und bedingten Kaufpreiszahlungen bereinigt. Auch etwaige Wertminderungen auf Geschäfts-
oder Firmenwerte worden in der Überleitung zum bereinigten EBIT korrigiert. Konzerninterne Leasingverhältnisse werden als operative Miet-, Pacht- und Leasingverträge
dargestellt. Im laufenden Geschäftsjahr wird im Rahmen der internen Berichterstattung das bereinigte
EBIT zudem um den Ergebniseffekt des IFRS 16 korrigiert ("bereinigtes EBIT (IAS 17)"),
um die Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu erleichtern. Dementsprechend stellt das bereinigte
EBIT (IAS 17) die Konzernsteuerungsgröße im Sinne des IFRS 8 dar. Das bereinigte EBIT (IAS 17) enthält im ersten Halbjahr 2020 Ergebnisse aus den nach
der Equity-Methode bewerteten Unternehmen in Höhe von 41,9 Mio. € (Vorjahr 106,3 Mio.
€). Diese sind überwiegend innerhalb des Bereichs Urlaubserlebnisse angefallen. Bereinigtes EBIT nach Segmenten (IAS 17)scroll
Überleitung zum bereinigten EBIT (IAS 17) der fortzuführenden Geschäftsbereiche des TUIscroll
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Zur Beschreibung der Bereinigungen wird auf die Erläuterungen im Lagebericht verwiesen. (24) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Außer mit den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die TUI
AG in Ausübung ihrer normalen Geschäftstätigkeit in unmittelbaren oder mittelbaren
Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Alle Geschäfte mit nahestehenden
Unternehmen und Personen sind unverändert auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden
gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten
üblich sind. Die Riu Hotels S.A. hat ihre Kapitalbeteiligung an der TUI AG im ersten Halbjahr
2020 auf 3,6% erhöht. Weitergehende Informationen zu nahestehenden Unternehmen und
Personen sind im Konzernanhang 2019 im Rahmen der sonstigen Erläuterungen enthalten. (25) Wesentliche Transaktionen nach dem Bilanzstichtag Die TUI hat am 27. März 2020 die Zustimmung der deutschen Bundesregierung für einen
Überbrückungskredit der KfW in Höhe von 1,8 Mrd. € erhalten. Am 4. April 2020 konnte
entsprechend ein Vertrag mit der KfW und dem Bankenkonsortium der bereits bestehenden
Kreditfazilität der TUI unterschrieben werden, der am 8. April 2020 in Kraft trat.
Dem Vertrag zufolge wurde die bestehende Kreditfazilität von 1,75 Mrd. € um eine weitere
Tranche von 1,8 Mrd. € erhöht. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Der Vorstand Hannover, den 11. Mai 2020 Friedrich Joussen David Burling Birgit Conix Sebastian Ebel Dr. Elke Eller Frank Rosenberger VORBEHALT BEI ZUKUNFTSGERICHTETEN AUSSAGEN Dieser Zwischenbericht enthält verschiedene Prognosen und Erwartungen sowie Aussagen,
die die zukünftige Entwicklung der TUI Group und der TUI AG betreffen. Diese Aussagen
beruhen auf Annahmen und Schätzungen und können mit bekannten und unbekannten Risiken
und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse
sowie die Finanz-und Vermögenslage können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen
und Annahmen abweichen. Gründe hierfür können, neben anderen, Marktschwankungen, die
Entwicklung der Weltmarktpreise für Rohstoffe sowie der Finanzmärkte und Wechselkurse,
Veränderungen nationaler und internationaler Gesetze und Vorschriften oder grundsätzliche
Veränderungen des wirtschaftlichen und politischen Umfelds sein. Es ist weder beabsichtigt
noch übernimmt TUI eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren
oder sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Erscheinen dieses Berichts anzupassen. Kontakt für Analysten und Investoren Mathias Kiep Group Director Investor Relations and Corporate Finance Tel.: + 44 1293 645 925 / + 49 511 566-1425 Nicola Gehrt Director, Head of Group Investor Relations Tel.: + 49 511 566-1435 Kontakt für Analysten und Investoren in UK, Irland und Amerika Hazel Chung Senior Investor Relations Manager Tel.: + 44 1293 645 823 Corvin Martens Senior Investor Relations Manager Tel.: + 49 170 566-2321 Kontakt für Analysten und Investoren in Kontinentaleuropa, im Mittleren Osten und
in Asien Ina Klose Senior Investor Relations Manager Tel.: + 49 511 566-1318 TUI AG Karl-Wiechert-Allee 4 30625 Hannover Tel.: + 49 511 566-00 www.tuigroup.com Unter dem Link www.tuigroup.com/de-de/investoren stehen dieser Halbjahresfinanzbericht
in deutscher und englischer Sprache sowie die Präsentation und der Webcast zur Verfügung: Finanzkalenderscroll
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