![]() Turbon AGHattingenHalbjahresbericht zum 30. Juni 2020Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020Turbon Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 30. Juni 2020scroll
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Turbon AGKonzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020Geschäftsverlauf Die ab März 2020 ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie
führten im zweiten Quartal 2020 zu starken wirtschaftlichen Einschränkungen weltweit.
Die Auswirkungen betrafen im Turbon Konzern sowohl das Segment Electric als auch das
Segment Printing. Die in den letzten drei Jahren ergriffenen Maßnahmen im Zuge der
Restrukturierung des vormaligen Kerngeschäftes mit wiederaufbereiteten Laser Toner
Cartridges (Segment Printing) und insbesondere die im Zuge der Maßnahmen erreichte
weitgehende Entschuldung der Unternehmensgruppe verhinderte jedoch eine existentielle
Gefährdung des Turbon Konzerns. Wir gehen davon aus, dass der Turbon Konzern insgesamt
gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen wird. Der konsolidierte Umsatz des ersten Halbjahres 2020 betrug 21,5 Millionen Euro und
das Ergebnis vor Steuern lag im ersten Halbjahr bei minus 0,9 Millionen Euro. In diesem
Betrag sind Einmalaufwendungen für Vorratsabwertungen (Segment Printing, Laser Toner
Cartridges) von 0,4 Millionen Euro und für Maklerkosten im Zusammenhang mit der Vermietung
der Immobilie in Hattingen (Segment Holding und Sonstige) von 0,3 Millionen Euro enthalten. Geschäftsverlauf Segmente Auf das Segment Turbon Printing entfielen im ersten Halbjahr 2020 Umsätze in Höhe
von 14,9 Millionen Euro (69,3 % des Gesamtumsatzes) und auf das Segment Turbon Electric
Umsätze von 6,3 Millionen Euro (29,3 % des Gesamtumsatzes). Auf das Segment Holding
und Sonstige entfielen Umsätze von 0,3 Millionen Euro. Während die Ergebniszahlen
im Segment Turbon Electric positiv ausfallen (Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT)
und Ergebnis vor Steuern jeweils 0,6 Millionen Euro), sind sie in den Segmenten Turbon
Printing (EBIT minus 0,3 Millionen Euro, Ergebnis vor Steuern minus 0,6 Millionen
Euro) und Holding und Sonstige (EBIT und Ergebnis vor Steuern minus 0,9 Millionen
Euro) negativ. Die eingangs erwähnten Einmalaufwendungen verteilen sich mit 0,4 Millionen
Euro (Vorratsabschreibungen) auf das Segment Printing und mit 0,3 Millionen Euro (Maklerkosten
im Zusammenhang mit der Vermietung) auf das Segment Holding und Sonstige. Ertragslage Der Umsatz des Turbon Konzerns im ersten Halbjahr 2020 betrug 21,5 Millionen Euro
(Vorjahreszeitraum 29,5 Millionen Euro). Die Bruttomarge betrug 19,7 % (Vorjahreszeitraum 15,4 %). In den Herstellkosten des
Umsatzes sind im ersten Halbjahr 2020 0,4 Millionen Euro für Vorratsabschreibungen
enthalten. Im Vorjahreszeitraum wurden Vorratsabschreibung in Höhe von 0,9 Millionen
Euro vorgenommen. Hauptgründe für die Verbesserung gegenüber der Vorjahresperiode
sind zum einen eine Veränderung der Umsatzaufteilung sowie gesunkene Herstellkosten
des Umsatzes. Die Vertriebskosten sanken im ersten Halbjahr 2020 infolge deutlicher Kostenreduktionen
auf 2,6 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum 3,9 Millionen Euro), die allgemeinen Verwaltungskosten
lagen jedoch unverändert bei 2,9 Millionen Euro. Grund hierfür sind Aufwendungen (insbesondere
Abschreibungen und weitere Kosten im Zusammenhang mit der Immobilie Hattingen, z.B.
Maklercourtage), die aufgrund der Vermietung und dem daraus folgenden Ausweis der
Immobilie "als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" seit Beginn des Jahres komplett
unter den allgemeinen Verwaltungskosten im Segment Holding und Sonstige auszuweisen
sind, während sie sich vorher auf die Positionen "Herstellungskosten des Umsatzes"
(überwiegend), Vertriebskosten und Verwaltungskosten und hier hauptsächlich im Segment
Turbon Printing verteilten. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im ersten Halbjahr 2020 bei 0,7 Millionen
Euro (Vorjahreszeitraum 0,9 Millionen Euro). Hierin enthalten sind Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 0,3 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 0,1 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum
1,0 Millionen Euro). Das Finanzergebnis betrug minus 0,3 Millionen Euro nach minus 0,4 Millionen Euro
im Vorjahreszeitraum. Hierin enthalten sind Zinsen für Darlehen und andere Finanzverbindlichkeiten
in Höhe von 0,2 Millionen Euro sowie Zinsaufwendungen für Pensionen in Höhe von 0,1
Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im ersten Halbjahr bei minus 0,6 Millionen
Euro (Vorjahr minus 2,3 Millionen Euro), das Ergebnis vor Steuern lag bei minus 0,9
Millionen Euro (Vorjahr minus 2,6 Millionen Euro) und das Konzernergebnis nach Steuern
im ersten Halbjahr 2020 betrug minus 0,9 Millionen Euro nach minus 2,9 Millionen Euro
im Vorjahr. Vermögenslage In der Bilanz zum 31. Dezember 2019 wurde die Immobilie Hattingen unter der Position
"Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" ausgewiesen. Da die Immobilie ab dem
01. Juli 2020 für eine Mietdauer von zehn Jahren vermietet werden konnte, wurde der
Verkaufsprozess ohne Veräußerung beendet und entschieden die Immobilie bis auf Weiteres
zu 100 % im Turbon Konzern zu behalten. Dementsprechend wurde sie zum 30. Juni 2020
wieder unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen und zwar "als Finanzinvestition
gehaltene Immobilie". Folglich betrugen die langfristigen Vermögenswerte am 30. Juni
2020 24,6 Millionen Euro nachdem sie am 31. Dezember 2019 noch mit 17,8 Millionen
Euro ausgewiesen wurden. Die aktiven latenten Steuern betrugen unverändert 1,1 Millionen Euro. Das Vorratsvermögen am 30. Juni 2020 betrug 7,4 Millionen Euro und lag damit um 1,2
Millionen Euro unter dem Wert am 31. Dezember 2019. Hiervon entfielen 4,0 Millionen
Euro auf das Segment Printing, davon 1,4 Millionen Euro auf den Bereich Laser Cartridges
und 3,4 Millionen auf das Segment Electric. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen am 30. Juni 2020 mit 4,9 Millionen
Euro um 0,4 Millionen Euro über dem Vergleichswert am 31. Dezember 2019 (4,5 Millionen
Euro). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich zum 30. Juni 2020 um 0,1
Millionen Euro auf 1,9 Millionen Euro (31. Dezember 2019 1,8 Millionen Euro). Die
großen Einzelpositionen sind hier 1,0 Millionen Euro Steuererstattungsansprüche und
0,6 Millionen Euro sogenannter aktiver Rechnungsabgrenzungsposten, hiervon entfallen
allein 0,5 Millionen Euro auf die IPS in Dubai insbesondere aufgrund von in Dubai
üblichen Vorauszahlungen aller Art. Die flüssigen Mittel erhöhten sich von 1,6 Millionen Euro (31. Dezember 2019) auf
2,1 Millionen Euro (30. Juni 2020) und verteilten sich mit 0,2 Millionen Euro auf
Beteiligungen, die die Turbon AG zu 100% hält und 1,9 Millionen Euro auf Beteiligungen,
die die Turbon AG zwar mehrheitlich, aber gemeinsam mit Minderheitsanteilseignern
hält. Am 30. Juni 2020 betrug das Eigenkapital 14,5 Millionen Euro und lag damit um 1,1
Millionen Euro unter dem Wert am 31. Dezember 2019 (15,5 Millionen Euro). 9,0 Millionen
Euro entfielen dabei auf Anteile der Turbon Gesellschafter und 5,5 Millionen Euro
auf andere Gesellschafter (31. Dezember 2019 10,4 Millionen Euro und 5,1 Millionen
Euro). Die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2020 beträgt 35,4 % (31. Dezember 2019 36,8
%). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen am 30. Juni 2020 4,8 Millionen
Euro, wovon 3,8 Millionen Euro auf die Finanzierung der Immobilie in Hattingen entfallen.
Am 31. Dezember 2019 betrugen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4,1
Millionen Euro. Die Zunahme resultiert aus einem Darlehen in Höhe von 0,7 Millionen
Euro, welches die Berolina zwecks Finanzierung ihres operativen Geschäftes aufgenommen
hat. Die Turbon AG haftet nicht für dieses Darlehen. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen betrugen
am 30. Juni 2020 6,0 Millionen Euro im Vergleich zu 5,8 Millionen Euro am 31. Dezember
2019. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken von 4,0 Millionen Euro
am 31. Dezember 2019 auf 3,6 Millionen Euro am 30. Juni 2020. Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen am 30. Juni 2020 4,1 Millionen Euro im Vergleich
zu 3,7 Millionen Euro am 31. Dezember 2019. Darin enthalten sind Leasingverbindlichkeiten
aus der Anwendung von IFRS 16 in Höhe von 1,4 Millionen Euro (31. Dezember 2019 1,5
Millionen Euro) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 1,0 Millionen Euro
(31. Dezember 2019 0,8 Millionen Euro) und passive Rechnungsabgrenzungen in Höhe von
0,3 Millionen Euro (31. Dezember 2019 0,1 Millionen Euro). Finanzlage Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2020 bei minus
0,1 Millionen Euro (Vergleichsperiode Vorjahr 0,4 Millionen Euro). Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit lag bei minus 0,2 Millionen Euro (Vergleichsperiode
Vorjahr 0,1 Millionen Euro). Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit zeigte einen Mittelzufluss von 0,8 Millionen
Euro (Vergleichsperiode Vorjahr Mittelabfluss 1,2 Millionen Euro). Der Finanzmittelfond am Ende der Periode lag bei 2,1 Millionen Euro (31.12.2019 1,6
Millionen Euro). Mitarbeiter Der Turbon Konzern beschäftigte zum Stichtag 532 Mitarbeiter (30.06.2019 758 Mitarbeiter;
31.12.2019 584 Mitarbeiter). In der derzeitigen Struktur der Unternehmensgruppe ist
die Restrukturierung weitgehend abgeschlossen. Für die zukünftige Zahl der Mitarbeiter
bedeutet das, dass größere Ausschläge nach oben oder nach unten nur aus der Trennung
oder der Hinzunahme von Unternehmen alternativ aus starkem Wachstum resultieren können. Chancen und Risiken Wesentliche Chancen und Risiken für die voraussichtliche Entwicklung des Turbon-Konzerns
sind im Konzernlagebericht zum Geschäftsjahr 2019 beschrieben. Im Rahmen der dort
dargestellten fortlaufenden systematischen Erfassung und Steuerung von Risiken durch
unser Risikomanagement sind auch weiterhin keine Risiken erkennbar, welche für sich
genommen oder in ihrer Gesamtheit eine Bestandsgefährdung für den Konzern bedeuten
könnten. Trotzdem möchten wir an dieser Stelle über den aktuellen Stand hinsichtlich
der Pensionsverpflichtungen bei der Keytec (GB) Ltd. Informieren. Wir hatten hierüber
bereits im Geschäftsbericht des Jahres 2019 im Risiken- und Chancenbericht berichtet. Die Pensionsverpflichtungen der Keytec, vormals Kores Nordic Great Britain, wurden
im Rahmen der Akquisition der Kores Nordic Holding (Dänemark) in 1995 übernommen.
Zum Zeitpunkt der Übernahme war das Pensions Scheme bereits seit 1993 "geschlossen",
d.h. alle heute Pensionsberechtigten mussten bereits 1993 im Unternehmen beschäftigt
sein. In der Konzernbilanz der Turbon AG zum 31.12.2019 ist die Deckungslücke zwischen
dem Vermögen und den Zahlungsverpflichtungen der Keytec mit einem Betrag in Höhe von
ca. 0,7 Millionen GBP passiviert. Dieser Rückstellung liegt ein Pensionsgutachten
der britischen Aktuare Atkin & Co. zugrunde. Gegenüber dem Trustee des Pensions Scheme hat die Turbon AG in der Vergangenheit
zwei Garantien für die Zahlungsverpflichtungen der Keytec abgegeben, eine in Höhe
von 1,0 Millionen GBP mit unbegrenzter Laufzeit sowie eine in Höhe von 0,5 Millionen
GBP mit Gültigkeit bis zum 5. Juli 2023. Die Turbon AG weist in ihrer Einzelbilanz zum 31. Dezember 2019 eine Verbindlichkeit
gegenüber der Keytec in Höhe von 2,6 Millionen Euro aus. Mit der Begründung einer wirtschaftlich verschlechterten Situation bei der Keytec
als direktem Employer des Pensions Scheme und auch bei der Turbon AG werden von Seiten
des Trustees sowie insbesondere auch des Pension Regulators Forderungen hinsichtlich
zusätzlicher Zahlungen sowie erweiterter Garantien gestellt. Rechtliche Grundlage für diese Forderungen ist der UK Pensions Act 2004 auf dessen
Basis uns bei Nichteinigung mit dem Trustee und dem Pension Regulator Konsequenzen
bis hin zur Übergabe des Schemes an ein hierauf spezialisiertes Finanzinstitut angedroht
werden. In diesem Zusammenhang wurden Zahlungsverpflichtungen der Turbon AG in Höhe
von bis zu 5,4 Millionen GBP genannt, dieses im Falle einer zwangsweisen Liquidation
des Pensions Scheme. Der Pension Regulator geht dabei von einem nicht zutreffenden
Sachverhalt aus, so dass wir die Voraussetzungen für die Anordnung einer zwangsweisen
Liquidation durch den Pension Regulator nicht als gegeben ansehen. Im Verlauf der derzeit andauernden Auseinandersetzung haben wir den Trustee detailliert
darüber informiert, dass wir den Annahmen des Trustees und des Pension Regulators
hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation der Turbon Gruppe sowie auch den Annahmen
bei der Berechnung der über das im Turbon Konzern bilanzierte Scheme-Defizit hinausgehenden
Beträge widersprechen. Auf Anforderung des Trustees haben wir ein weiteres umfangreiches
Paket mit Informationen zur wirtschaftlichen Situation der Turbon Gruppe vorbereitet,
welches wir im Anschluss an die Veröffentlichung des Halbjahresberichtes übersenden
werden. Weiterhin haben wir den Trustee darüber informiert, dass die Turbon AG zur Zahlung
der genannten hohen Beträge finanziell nicht in der Lage wäre und Forderungen des
Pension Regulators gegenüber Turbon in Deutschland, falls überhaupt, nur in begrenztem
Rahmen vollstreckbar wären. Theoretisch fällt nach Ableben des letzten Pensionsberechtigten etwaig verbliebenes
Schemevermögen dem Employer (hier Keytec) zu. Praktisch wäre das allerdings unter
Zugrundelegung der vom Aktuar angesetzten Mortalitätsrate wahrscheinlich erst in über
30 Jahren der Fall. Am 20. Juli 2020 haben wir dem Trustee ein schriftliches Angebot unterbreitet, das
eine Einmalzahlung plus jährliche Ratenzahlungen in einem Gesamtbetrag von bis zu
1,8 Millionen GBP umfasst und weiterhin die Neustrukturierung der von der Turbon AG
gegebenen Garantien sowie eine Rückzahlungsverpflichtung im Falle von Überschüssen
des Pensions Scheme beinhaltet. Die Antwort des Trustees steht noch aus. Daneben befinden wir uns in Gesprächen mit einem sogenannten Consolidator (The Pension
SuperFund). The Pension SuperFund bietet im Rahmen eines erst im Juni 2020 durch den
Pension Regulator freigegebenen Konzeptes die Übernahme der Gesamtverpflichtungen
des Employers an und erwartet im Gegenzug neben der Übernahme des Fondsvermögen einen
Ausgleich des Defizits sowie eine Ablösezahlung. Der Employer wird gegen die Ablösezahlung, die sich am kalkulierten Scheme-Defizit
sowie an der Gesamtverbindlichkeit des Employers gegenüber den Pensionsberechtigten
orientiert, von allen zukünftigen Verpflichtungen befreit. Ziel des Pension Regulators
ist die langfristige Sicherstellung der Finanzierung sowohl der Pensionszahlungen
für die Mitglieder als auch der Verwaltung der Schemes. Dieses soll durch die Übernahme
des Schemevermögens, sowie aller Verpflichtungen und Aufgaben des Employers im Zusammenhang
mit dem Pensions Scheme durch den Consolidator erreicht werden. Der Consolidator wiederum
kann diese Aufgabe übernehmen, da er in der Regel aufgrund der Bündelung von Kapital
wesentlich finanzkräftiger aufgestellt ist als die Employer und durch die Zusammenfassung
vieler Schemes unter einem "Verwaltungsdach" deutliche Kosteneinspareffekte erzielen
kann. Wir erwarten eine indikative Aussage hinsichtlich der Höhe der von uns zu leistenden
Zahlungen von Seiten des "Pension SuperFund" bis Ende August. In Abhängigkeit hiervon
werden wir entscheiden ob eine Weiterverfolgung dieser Option für uns sinnvoll ist. Ausblick Für das Gesamtjahr 2020 kalkulieren wir auf Basis des heutigen Informationsstandes
mit einem Konzernumsatz zwischen 43,0 und 45,0 Millionen Euro. Die ursprüngliche Prognose
im Geschäftsbericht für das Jahr 2019 lag bei 45,0 bis 50,0 Millionen Euro. Für das
Segment Printing prognostizieren wir dabei einen Umsatz von 29,0 bis 30,0 Millionen
Euro (ursprüngliche Prognose 30,0 bis 33,0 Millionen Euro) und für das Segment Electric
einen Umsatz von 13,0 bis 14,0 Millionen Euro (ursprüngliche Prognose 15,0 bis 17,0
Millionen Euro). Für das Segment Holding und Sonstige erwarten wir im Gesamtjahr 2020
einen Umsatz von 1,0 Millionen Euro. Für die Zukunft gehen wir davon aus, dass sich im Segment Electric, die sich durch
die Corona-Virus-Pandemie noch beschleunigende Digitalisierung für uns positiv auswirken
wird. Im Segment Printing dagegen erwarten wir, insbesondere im Geschäft mit wiederaufbereiteten
Laser Toner Cartridges, anhaltend schwächere Umsätze. Insbesondere aufgrund der Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie müssen wir auch
die Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr 2020 anpassen. Für den Konzern erwarten wir
nunmehr ein Ergebnis vor Steuern von minus 1,3 Millionen Euro (ursprüngliche Prognose
0,1 Millionen Euro). Dabei prognostizieren wir das Segment Printing mit minus 0,9
Millionen Euro, während wir in der ursprünglichen Periode noch von einem ausgeglichenen
Ergebnis ausgingen und für das Segment Electric auch weiterhin ein positives Ergebnis
vor Steuern von 1,1 Millionen Euro. Das Segment Holding und Sonstige prognostizieren
wir mit einem Ergebnis vor Steuern von minus 1,5 Millionen Euro (ursprüngliche Prognose
minus 1,0 Millionen Euro). Die Einnahmen aus der Vermietung der Immobilie Hattingen
werden sich erst ab 2021 niederschlagen, da sie im laufenden Jahr durch Einmalaufwendungen
für Maklerkosten, Renovierungsarbeiten etc. mehr als aufgezehrt werden. Weiterhin ist nach wie vor der Verkauf der Immobilien am Standort Thailand geplant.
Sollte der Verkauf der Immobilien noch in 2020 gelingen, würde hieraus ein Buchgewinn
resultieren, der den für 2020 prognostizierten Verlust des Konzerns mindestens ausgleichen
würde. Aufgrund der in Thailand strengen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Virus-Pandemie
ist eine weitergehende Aussage zum Stand des geplanten Immobilienverkaufes derzeit
nicht möglich. Basierend auf diesen Annahmen werden wir uns in den kommenden Jahren im Segment Printing
insbesondere auf das Geschäft der Beteiligung in Dubai sowie das Endkundengeschäft
der Berolina fokussieren. Im Geschäft mit wiederaufbereiteten Laser Toner Cartridges
hat die Konzentration auf verbliebene lukrative Bereiche bereits begonnen. Dieses
betrifft sowohl den Händler- als auch den Enduserbereich und ist die Voraussetzung,
um im Segment Printing ab 2021 die Zeit der Verluste endgültig zu beenden und unabhängig
von der Umsatzgröße positive Ergebnisbeiträge und Liquiditätszuflüsse zu erzielen. Im Segment Electric planen wir die Beschleunigung des Wachstums in beiden Bereichen
sowohl organisch als auch durch Akquisitionen. Mit steigendem Umsatz wird ein zumindest
proportionales Ergebniswachstum erwartet. Die erzielten Gewinne sollen vorrangig zur
Wachstumsfinanzierung verwendet werden. Im Segment Holding und Sonstige schließlich planen wir die Veräußerung der Immobilien
in Thailand sowie auch der Finanzbeteiligung an der vormals selbstgenutzten Immobilie
in Österreich. Die vermieteten Immobilien in Hattingen (vermietet an Dritte) und in
Rumänien (vermietet an Beteiligungen) sollen zunächst als Renditeobjekte weitergeführt
werden. Dieses auch um die Finanzierung der Turbon AG als börsennotierte Holding sicherzustellen. Abschließend noch eine Erläuterung zum Thema Dividendenausschüttung. Aufgrund der
Verluste der jüngeren Vergangenheit weist die Turbon AG zum 31. Dezember 2019 einen
hohen Bilanzverlust aus, der zu einem negativen ausschüttungsfähigen Kapital geführt
hat. Zwar ist die Gesellschaft frei von Bankschulden jedoch nicht von Schulden insgesamt
und auch im Konzern stehen vor der Rückkehr zu Dividendenausschüttungen noch weitere
Rückzahlungen von Verbindlichkeiten sowie Investitionen in die Zukunft, insbesondere
im Wachstumssegment Electric. Daher gehen wir Stand heute davon aus, dass die Ausschüttung
von Dividenden frühestens längerfristig wieder in Betracht gezogen werden kann. Voraussetzung
ist dafür dann natürlich, dass unsere Zukunftsstrategie erfolgreich umgesetzt wird. Ausgewählte erläuternde Anhangangaben zum KonzernZwischenabschluss der Turbon AG zum 30. Juni 2020Das Berichtsunternehmen Die Geschäftstätigkeit der Beteiligungen der Turbon AG verteilt sich zurzeit im Wesentlichen
auf zwei Segmente. Im Segment Turbon Printing wird ein nenneswerter Teil des Umsatzes
mit wiederaufbereiteten Toner Cartridges für den Einsatz in Laser-Druckern (Laser
Cartridges) erzielt. Daneben werden auch Ink Jet Cartridges für den Einsatz in Tintenstrahl-Druckern
angeboten. Des Weiteren werden Dienstleistungen rund um den Computerdrucker erbracht,
wobei hier ein Schwerpunkt im Bereich der sogenannten Managed Print Services (MPS)
liegt. Schließlich werden bedruckte und unbedruckte Papierrollen für Kassensysteme
und Bankautomaten, Bank-Schecks und Durchschlagsformulare hergestellt und vertrieben.
Kunden für diese Produkte sind insbesondere Banken, Handelsketten und Dienstleistungsunternehmen
(z.B. Hotels) im arabischen Raum. Neben dem Segment Turbon Printing werden im Segment Turbon Electric alle Aktivitäten
zusammengefasst, die die Entwicklung und Herstellung von elektrischen und elektronischen
Baugruppen sowie Geräten betreffen. Schwerpunkte sind die Kabel-konfektionierung sowie
die Entwicklung und Herstellung von Hard- und Software im Bereich elektronischer Baugruppen
und Geräte. Während die Turbon Gruppe im Segment Turbon Printing in Europa, Asien und im mittleren
Osten tätig ist, konzentriert sich das Geschäft im Segment Turbon Electric zurzeit
vor allem auf Europa mit Schwerpunkt in den deutschsprachigen Ländern. In der Konzernstruktur agieren sogenannte Cash Generating Units (CGUs) als einzelne
Unternehmen oder im kleineren Verbund nebeneinander und, soweit möglich und sinnvoll,
unabhängig voneinander. Ausschließlich da wo wirtschaftlich sinnvoll werden Ressourcen
und Standorte auch weiterhin CGU- und teilweise auch segmentübergreifend genutzt. Die Turbon AG fungiert dabei als Holding des Turbon Konzerns. Ihre wesentlichen Aufgaben
umfassen vor allem die Auswahl der Beteiligungen (CGUs) sowie deren Steuerung und
Koordination auf Basis eines detaillierten und zeitnah verfügbaren Reportings/Controllings. Die Turbon AG ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Essen (HRB 15780) eingetragen.
Sitz der Gesellschaft ist Hattingen. Die Anschrift lautet: Turbon AG, Am Walzwerk
25, 45527 Hattingen, Deutschland. Die Aktie der Turbon AG ist am regulierten Markt der Börse Düsseldorf notiert. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der vorliegende Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 der Turbon AG ist in Übereinstimmung
mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form und in Anwendung von §§ 315 und
315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen
Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International
Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International
Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt worden. Es werden grundsätzlich
die gleichen Bilanzie-rungs- und Bewertungsmethoden angewendet wie im Konzernabschluss
der Turbon AG für das Geschäftsjahr 2019. Alle zum 30. Juni 2020 verbindlichen Interpretationen des International Financial
Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden zugrunde gelegt. Der Zwischenabschluss wird vom Konzernabschlussprüfer weder geprüft noch einer prüferischen
Durchsicht unterzogen. Sämtliche Beträge werden in Tausend Euro angegeben, soweit nicht besonders darauf
hingewiesen wird. Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht
exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und dass sich Prozentangaben nicht exakt aus
den dargestellten Werten ergeben. Berichtspflichtige Sachverhalte In der Zwischenberichtsperiode haben sich keine weiteren, nicht bereits beschriebenen
Sachverhalte ereignet, die Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Periodenergebnis
oder Cash-Flows beeinflusst haben und aufgrund ihrer Art, ihres Ausmaßes oder ihrer
Häufigkeit ungewöhnlich sind. Änderung von Schätzungen Soweit im Rahmen der Zwischenberichtserstattung Schätzungen vorgenommen wurden, bleiben
diese grundsätzlich in der Methodik innerhalb des Geschäftsjahres und im Geschäftsjahresvergleich
unverändert. Schuldverschreibungen oder Eigenkapitaltitel In der Berichtsperiode wurden keine Emissionen, Rückkäufe oder Rückzahlungen getätigt,
weder bei Schuldverschreibungen noch bei sonstigen Eigenkapitaltiteln. Gezahlte Dividenden In der Berichtsperiode wurde keine Dividende ausgeschüttet. Wesentliche Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode Am 20. August 2020 hat die HBT Holdings GmbH insgesamt 980.000 Aktien (rund 29,74
% des Grundkapitals) an der Turbon AG an die S77 Holdings GmbH, Düsseldorf, veräußert.
Die S77 Holdings GmbH wird von Holger Stabenau (Vorsitzender des Aufsichtsrates) kontrolliert.
Weitere berichtspflichtige Ereignisse lagen nicht vor. Haftungsverhältnis und sonstige finanzielle Verpflichtungen Garantieerklärungen wurden im Rahmen der Pensionsverpflichtungen für ehemalige Mitarbeiter
der Tochtergesellschaft Keytec (GB) Ltd., Exeter (De-von)/Großbritannien, in Höhe
von 1,5 Millionen GBP (Vorjahr 1,5 Millionen GBP). Hierbei handelt es sich um eine
zeitlich unbefristete Garantie in Höhe von 1,0 Millionen GBP sowie eine am 5. Juli
2023 endende Garantie. Für Leasingverpflichtungen der ehemaligen Beteiligung TAM Solutions
Inc., Cherry Hill (NJ)/ USA, wurde eine Garantie abgegeben, die zum Stichtag noch
in Höhe von 1,0 Millionen USD (Vorjahr 2,3 Millionen USD) notierte. Das der Garantie
zugrundeliegende Darlehen wird im Laufe des Jahres 2021 insgesamt zurückgezahlt werden. Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie ist aus dem Konzernergebnis ermittelt, das auf die Anteile
der Turbon Gesellschafter entfällt. Bei der Berechnung wird Bezug genommen auf die
Zahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien (3.294.903 an beiden Stichtagen). Das
unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen In der nachfolgenden Tabelle wird die Gesamthöhe der Geschäftsvorfälle mit nahestehenden
Unternehmen und Personen im ersten Halbjahr 2020 sowie die zum 30. Juni 2020 bestehenden
offenen Salden aus Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen gezeigt: scroll
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Die Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu Bedingungen
wie unter fremden Dritten. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. Hattingen, 24. August 2020 Der Vorstand Haftungsausschluss: Der Bericht enthält zukunftsorientierte Aussagen. Zukunftsorientierte
Aussagen sind Aussagen, die keine historischen Tatsachen darstellen, einschließlich
Aussagen über Erwartungen und Ansichten des Managements der Turbon AG. Diese Aussagen
beruhen auf gegenwärtigen Plänen, Einschätzungen und Prognosen des Managements der
Gesellschaft. Anleger sollten sich nicht uneingeschränkt auf diese Aussagen verlassen.
Zukunftsorientierte Aussagen stehen im Kontext ihres Entstehungszeitpunktes. Die Gesellschaft
übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten
Aussagen aufgrund neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse zu aktualisieren.
Unberührt hiervon bleibt die Pflicht der Gesellschaft, ihren gesetzlichen Informations-
und Berichtspflichten nachzukommen. Zukunftsorientierte Aussagen beinhalten immer
Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, die in diesem Bericht beschrieben
sind, können dazu führen, dass die tatsächlich eintretenden Ereignisse erheblich von
den in diesem Bericht enthaltenen zu-kunftsorientierten Aussagen abweichen. Turbon Konzern - Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 30. Juni 2020scroll
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Turbon Konzern - Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 30. Juni 2020scroll
Turbon Konzern Segmentberichterstattung für die Zeit vom 01. Januar bis 30. Juni 2020scroll
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Informationen über geografische Gebietescroll
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Turbon AG Am Walzwerk 25 45527 Hattingen Telefon: +49 (0) 2324 977 300 8 http://www.turbon.de E-Mail: info@turbon.de |
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