![]() United Internet AGMontabaurJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009Highlights 2009Dynamisches Kundenwachstum: Die Zahl unserer Kundenverträge stieg in 2009 um 1,2 Mio. Verträge auf 9,15 Mio. Erfolgreiche Internationalisierung: Im Ausland konnten wir unsere Webhosting-Verträge um 0,29 Mio. neue Verträge auf insgesamt 2,22 Mio. steigern. Übernahme des freenet-DSL-Geschäfts: In 2009 haben wir das DSL-Geschäft von freenet mit rund 0,58 Mio. kaufvertragswirksamen Kundenbeziehungen übernommen und bis zum Jahresende erfolgreich auf unsere Plattformen migriert. Starke Nachfrage nach DSL-Komplettpaketen: Im DSL-Geschäft konnten wir – inkl. der freenet-Komplettpakete – die Zahl der DSL-Komplettpakete um 1,04 Mio. auf 1,82 Mio. ausbauen. Steigende Nutzerzahlen im Portalgeschäft: Die Zahl der aktiven E-Mail-Accounts auf unseren Online-Portalen GMX und WEB.DE stieg um 2 Mio. auf 27,9 Mio. Weiteres Wachstum: Unser Konzernumsatz stieg in 2009 um 5,6 % auf rund 1,66 Mrd. €, während das EBIT um 39,8 % auf rund 361 Mio. € zulegen konnte. Konzernstruktur und GeschäftstätigkeitDie United Internet AG ist die Konzernobergesellschaft der United Internet Gruppe. Die Holding-Gesellschaft konzentriert sich im Wesentlichen auf die Bereiche Konzerncontrolling und Konzernrechnungslegung, Presse, Investor Relations, Beteiligungsmanagement, Risikomanagement und Interne Revision sowie das Personalmanagement. Im operativen Geschäft ist der Konzern primär über die 1&1 Internet AG, inklusive der 1&1- Tochterunternehmen WEB.DE GmbH, GMX GmbH, GMX Internet Services GmbH, United Internet Media AG, Fasthosts Internet Ltd., InterNetX GmbH und united-domains AG, sowie über die AdLINK Internet Media AG, inklusive der AdLINK-Tochterunternehmen Sedo GmbH und affilinet GmbH, tätig. ![]() Neben den operativ tätigen und vollkonsolidierten Tochterunternehmen hält United Internet weitere direkte und indirekte Beteiligungen. Bei den direkten Beteiligungen handelt es sich insbesondere um die Beteiligungen an den börsennotierten Unternehmen freenet AG (United Internet Anteil: 4,98 %) und Versatel AG (25,21 %). Bei den indirekt über die United Internet Beteiligungen GmbH (100 %) gehaltenen Beteiligungen handelt es sich um die börsennotierten Online-Marketing-Unternehmen Goldbach Media AG, Schweiz (14,99 %) und Himedia S.A., Frankreich (10,70 %), um die fun communications GmbH (49 %) und die virtual minds AG (48,65 %) sowie um eine Reihe weiterer Internet-Beteiligungen (insgesamt 69 Investments) über die gemeinsam mit den Samwer Brüdern betriebenen Fondsgesellschaften EFF Nr. 1 (66,67 %), EFF Nr. 2 (90 %) und EFF Nr. 3 (80 %). GeschäftstätigkeitDie operative Geschäftstätigkeit des Konzerns gliedert sich in die beiden Segmente „Produkte“ und „Online-Marketing“. Im Segment „Produkte“ richten wir uns mit Internet-Access-Produkten, webbasierten Information-Management-Anwendungen und Webhosting-Lösungen an Privatanwender, Small Offices / Home Offices (SoHos) sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMUs). Diese Zielgruppen werden – im Direktgeschäft – über GMX, WEB.DE, 1&1 und united-domains adressiert. Zudem bieten wir über InterNetX und Fasthosts unsere Webhosting-Produkte auch als White-Label-Lösungen über Reseller an und vermarkten via United Internet Media unsere Portale an E-Commerce-Anbieter und Werbetreibende. Im Segment „Online-Marketing“ bieten wir Werbetreibenden und E-Commerce-Anbietern performance-basierte Marketing- und Vertriebslösungen an: Affiliate-Marketing über affilinet und Domain-Marketing über Sedo. Anders als bei der Eigenvermarktung unserer Portale im Geschäftsfeld Produkte durch United Internet Media werden über affilinet und Sedo primär die Domains und Websites von Dritten vermarktet. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGBFührungs- und UnternehmensstrukturEntsprechend ihrer Rechtsform verfügt die United Internet AG mit ihren Organen Vorstand und Aufsichtsrat über eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur. Das dritte Organ bildet die Hauptversammlung. Alle drei Organe sind dem Wohl des Unternehmens verpflichtet. Der von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat besteht derzeit aus drei Mitgliedern. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt in der Regel fünf Jahre. Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sollen im Regelfall nicht älter als 70 Jahre sein. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung, die Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er diskutiert mit dem Vorstand die Quartals- und Halbjahresberichte vor ihrer Veröffentlichung und verabschiedet die Jahresplanung sowie den Einzel- und Konzernabschluss. Dabei berücksichtigt er die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. In den Aufgabenbereich des Aufsichtsrats fallen auch die Bestellung der Vorstandsmitglieder sowie die Festlegung der Vorstandsvergütung und deren regelmäßige Überprüfung. Der Vorstand ist das Leitungsorgan des Konzerns und besteht derzeit aus zwei Personen. Er führt die Geschäfte nach Gesetz und Satzung sowie der vom Aufsichtsrat genehmigten Geschäftsordnung. Er ist zuständig für die Aufstellung der Quartals- und Jahresabschlüsse sowie für die Besetzung von personellen Schlüsselpositionen im Unternehmen. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung bedürfen der Zustimmung durch den Aufsichtsrat. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung ist das Organ der Willensbildung unserer Aktionäre. Auf der Hauptversammlung wird unseren Anteilseignern der Jahresabschluss vorgelegt. Die Aktionäre entscheiden über die Verwendung des Bilanzgewinns und stimmen zu weiteren durch Gesetz und Satzung festgelegten Themen ab. Jede Aktie besitzt eine Stimme. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich rechtzeitig anmelden und die am Tag der Hauptversammlung im Aktienregister eingetragen sind. Unsere Aktionäre können ihre Stimmrechte auf der Hauptversammlung auch durch einen von der Gesellschaft gestellten Stimmrechtsvertreter ausüben lassen. SteuerungssystemeDie internen Steuerungssysteme unterstützen das Management bei der Überwachung und Steuerung des Konzerns und der Segmente. Die Systeme bestehen aus Planungs-, Ist- und Vorschaurechnungen und basieren auf der jährlich überarbeiteten strategischen Planung des Konzerns. Dabei werden insbesondere Marktentwicklungen, technologische Entwicklungen und Trends, deren Einfluss auf die eigenen Produkte und Services sowie die finanziellen Möglichkeiten des Konzerns berücksichtigt. Das Konzern-Berichtswesen umfasst monatliche Ergebnisrechnungen sowie quartalsweise erstellte IFRS-Reportings aller konsolidierten Tochtergesellschaften und stellt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Unternehmensbereiche dar. Die Finanzberichterstattung wird durch weitere Detailinformationen ergänzt, die für die Beurteilung und zur Steuerung des operativen Geschäfts notwendig sind. Ein weiterer Bestandteil der Steuerungssysteme sind vierteljährlich erstellte Berichte zu den wesentlichen Risiken des Unternehmens. Die genannten Berichte werden in den Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen diskutiert und stellen wesentliche Beurteilungs- und Entscheidungsgrundlagen dar. Gemäß der Positionierung in den beiden Segmenten „Produkte“ und „Online-Marketing“ wird das operative Geschäft der Gesellschaft im Wesentlichen über die Messgrößen Umsatz, Bruttoertrag, EBITDA und EBIT sowie über eine Reihe weiterer wesentlicher nicht-finanzieller Kennzahlen wie Kundenverträge, Reichweite / aktive Nutzer sowie vermarktbare Domains und Websites überwacht und gesteuert. Corporate GovernanceDer Begriff Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, Achtung der Aktionärsinteressen, Offenheit und Transparenz der Unternehmenskommunikation sind wesentliche Aspekte guter Corporate Governance. Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen. Die Corporate Governance bei United Internet orientiert sich am Deutschen Corporate Governance Kodex, den die von der Bundesministerin für Justiz im September 2001 eingesetzte Regierungskommission erstmalig am 26. Februar 2002 veröffentlicht hat. Am 18. Juni 2009 wurde die achte Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex fertig gestellt und am 5. August 2009 durch das Bundesministerium der Justiz im elektronischen Bundesanzeiger ( http://www.ebundesanzeiger.de/) veröffentlicht. Der Kodex enthält drei Arten von Standards:
Die Vorschriften sind von deutschen Unternehmen zwingend anzuwenden. Zu den Empfehlungen müssen börsennotierte Unternehmen gemäß § 161 des deutschen Aktiengesetzes (AktG) jährlich eine Erklärung über deren Beachtung veröffentlichen. Von Anregungen können die Unternehmen ohne Offenlegungspflicht abweichen. Im März 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG die aktuelle jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und auf der Internet-Seite der Gesellschaft ( www.united-internet.de) sowie im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtrat der United Internet AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz: Die United Internet AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 bis auf folgende Ausnahmen entsprochen und wird diesen voraussichtlich auch weiterhin bis auf folgende Ausnahmen entsprechen: Selbstbehalt bei D&O-Versicherungen (Kodex-Ziffer 3.8)Nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) sieht das Aktiengesetz (AktG) nun vor, dass Vorstände bei D&O-Versicherungen einen obligatorischen Selbstbehalt in Höhe von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur 1,5-fachen Höhe des Jahresfestgehalts zu übernehmen haben (§93 AktG). Für Aufsichtsratsmitglieder hingegen muss kein Selbstbehalt vereinbart werden (§116 AktG). Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt über das AktG hinaus, auch in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat einen entsprechenden Selbstbehalt zu vereinbaren. Die United Internet AG hat die Vorgaben des Gesetzgebers mit der Änderung der bestehenden D&O-Versicherungsverträge zum 1. Januar 2010 vollständig umgesetzt und erstmalig einen Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder vereinbart. Auf einen Selbstbehalt für die Aufsichtsratmitglieder wurde verzichtet. United Internet ist grundsätzlich nicht der Ansicht, dass sich Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des United Internet Aufsichtsrats ihre Aufgabe wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt ändern. Ausschüsse (Kodex-Ziffer 5.3)Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten soll, der sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung befasst. Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt darüber hinaus, dass der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bildet, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Der Aufsichtsrat der United Internet AG besteht zurzeit aus drei Mitgliedern. Die Mitglieder befassen sich in ihrer Gesamtheit – neben ihren sonstigen Pflichten – auch mit den genannten Themen. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrates sieht vor, Ausschüsse erst bei mehr als drei Aufsichtsratsmitgliedern einzurichten. Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Kodex-Ziffer 5.4.6)Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden. Solange der Aufsichtsrat aus drei Mitgliedern besteht und keine Ausschüsse gebildet werden, berücksichtigt United Internet nur den Vorsitz des Aufsichtsrates gesondert. Veröffentlichung der Berichte (Kodex-Ziffer 7.1.2)Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass die Zwischenberichte binnen 45 Tage nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein sollen. United Internet hat ihre Zwischenberichte im Geschäftsjahr 2009 innerhalb des vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Zeitraums veröffentlicht. Der Halbjahresfinanzbericht 2010 wird - wie bereits vorab im Finanzkalender 2010 angekündigt – aus organisatorischen, innerbetrieblichen Gründen erst am 27. August 2010 veröffentlicht. ComplianceFür United Internet ist ein ausgewogenes und nachhaltiges wirtschaftliches, soziales und ökologisches Handeln unverzichtbares Element der unternehmerischen Kultur. Dazu zählen auch der offene und faire Umgang mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Aktionären und der Öffentlichkeit sowie ein entsprechendes Verhalten. Als Dienstleistungskonzern sind wir darauf angewiesen, durch untadeliges Verhalten das Vertrauen unserer Kunden und Geschäftspartner zu gewinnen und zu erhalten. Wir treten glaubhaft, seriös und zuverlässig auf und handeln entsprechend. Um ein einheitliches vorbildliches Handeln und Verhalten zu gewährleisten, wurden vom Vorstand ethische Leitlinien entwickelt, die derzeit eingeführt werden und für den überwiegenden Teil des Konzerns als unmittelbarer Verhaltenskodex gelten. Der Verhaltenskodex enthält unsere Führungsleitlinien und soll eigenverantwortliches Handeln eines jeden einzelnen Mitarbeiters fördern und ihm dafür Orientierung geben. Darüber hinaus konkretisiert er unser Selbstverständnis und unsere Werte und gilt für Vorstand, Geschäftsführung, Führungskräfte und alle Mitarbeiter gleichermaßen als Leitbild. Verstößen gegen die Compliance werden im Interesse aller Mitarbeiter und des Unternehmens nachgegangen und die jeweiligen Ursachen werden im Rahmen der Möglichkeit beseitigt. Dazu gehören auch die konsequente Verfolgung von Fehlverhalten im Rahmen der jeweils geltenden internen Richtlinien, der jeweiligen gesetzlichen Regelungen und sonstiger Vorschriften. Zu diesem Zweck hat der Vorstand der Gesellschaft entsprechende Verfahren etabliert, die die Einhaltung der Compliance einschließlich der oben genannten Werte sicherstellen und sie nachhaltig in der Organisation verankern. VergütungsberichtFür die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der United Internet AG ist leistungsorientiert und besteht aus einem festen und einem variablen Bestandteil. Als Vergütungsbestandteil mit langfristiger Anreizwirkung existiert bei einem Vorstandsmitglied ein auf virtuellen Aktienoptionen basierendes Beteiligungsprogramm (SAR). Die Ausübungshürde des Programms liegt bei 120 % des Ausübungspreises. Die Zahlung des Wertzuwachses ist auf 100 % des ermittelten Börsenpreises begrenzt (Cap). Die Höhe der Vergütungsbestandteile wird regelmäßig überprüft. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Höhe der variablen Vergütung ist von der Erreichung bestimmter, zu Beginn des Geschäftsjahres fixierter finanzieller Ziele abhängig, die sich im Wesentlichen an Umsatz- und Ergebniszahlen orientieren. Für die Zielerreichung gilt in der Regel eine Bandbreite von 80 % bis 120 %. Werden die Ziele zu weniger als 80 % erreicht, entfällt die Zahlung des variablen Vergütungsbestandteils ganz. Werden die Ziele zu mehr als 120 % erfüllt, endet die Zahlung des variablen Vergütungsbestandteils bei 120 % (Cap). Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele ist nicht vorgesehen, und eine Mindestzahlung des variablen Vergütungsbestandteils wird nicht garantiert. Versorgungszusagen der Gesellschaft gegenüber den Vorständen bestehen nicht. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die aus einem festen und einem am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ausgerichteten variablen Teil besteht. Die feste Vergütung beträgt für ein einfaches Mitglied des Aufsichtrats 20 T€ pro volles Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte des auf ein einfaches Mitglied entfallenden Betrages. Die erfolgsabhängige Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden beträgt pro volles Geschäftsjahr 2 T€ für jeden Cent, um den der nach IFRS ermittelte Konzerngewinn pro Aktie der United Internet AG den Betrag von 0,10 € überschreitet. Aktienoptionsprogramme für die Mitglieder des Aufsichtsrats existieren nicht. Weitere Angaben zu Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung finden Sie auch im Konzernanhang unter Punkt 43. PersonalberichtDer sich schnell entwickelnde Zukunftsmarkt Internet stellt hohe Anforderungen an unsere Mitarbeiter und damit gleichzeitig auch an die Personalpolitik unseres Unternehmens. Dieser Herausforderung stellen wir uns insbesondere durch eine aktive Nachwuchsförderung, die gezielte Entwicklung unserer Führungskräfte sowie weiterer Personalentwicklungsaktivitäten. Der Bereich Ausbildung hat innerhalb der United Internet AG einen hohen Stellenwert. Wir bilden unsere Nachwuchskräfte selbst aus und ermöglichen jungen Menschen einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Zurzeit bilden wir in den kaufmännischen und technischen Berufen Fachinformatiker (Anwendungsentwicklung / Systemintegration), IT-Systemkaufleute, Kaufleute für Dialogmarketing, Bürokaufleute sowie Mediengestalter aus. Alle Teilnehmer durchlaufen während ihrer etwa dreijährigen Ausbildung ein breites Spektrum an unterschiedlichen Fachabteilungen im Unternehmen und nehmen an Veranstaltungen und Workshops teil. Als besonders erfolgreich erweisen sich die Lehrwerkstätten an unseren Standorten in Karlsruhe und Montabaur. Hier verbringen vor allem die Auszubildenden in den technischen Berufen einen Teil ihrer Ausbildungszeit, um sich die für ihren späteren Einsatz nötigen fachlichen Grundlagen zu erarbeiten. Zum Jahresende 2009 befanden sich konzernweit rund 160 junge Menschen in Ausbildung. Ein Großteil der Ausgebildeten erhielt nach bestandener Prüfung ein Arbeitsplatzangebot in einem unserer Konzernunternehmen. Darüber hinaus bieten wir in Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) an den Hochschulstandorten Karlsruhe und Mannheim Studiengänge in den Bereichen Wirtschaftsinformatik und BWL / Dienstleistungsmarketing an. Für Führungskräfte bietet United Internet verschiedene modulare Entwicklungsprogramme zur persönlichen Fortbildung und Förderung von Führungskräften an. Die Trainingsprogramme vermitteln Managementmethoden und Instrumente der Unternehmenssteuerung, die für die praktische Anwendung von Bedeutung sind. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich auch im Geschäftsjahr 2009 erhöht. Zum 31. Dezember 2009 waren bei United Internet insgesamt 4.571 Mitarbeiter beschäftigt. Damit stieg die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr (bereinigter Vorjahreswert nach dem Verkauf des AdLINK Media-Geschäfts: 4.384 Mitarbeiter) um rund 4,3 %. Dabei arbeiteten 4.227 Mitarbeiter im Segment Produkte, 318 im Segment Online-Marketing und 26 Mitarbeiter im Bereich Zentrale. In unseren ausländischen Gesellschaften stieg die Anzahl der Beschäftigten von 804 im Vorjahr auf 867. Der Personalaufwand stieg von 159,5 Mio. €. im Vorjahr um 13,5 % auf 181,0 Mio. €. Mitarbeiterscroll
Wirtschaftliches UmfeldMassiver Einbruch bei den VolkswirtschaftenInfolge der schweren Finanzkrise, die bereits 2007 in den Märkten der führenden Volkswirtschaften ihren Anfang genommen hatte, sank die Weltwirtschaft 2009 in die tiefste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Trotz intensiver fiskalischer und politischer Maßnahmen in vielen Ländern schritt die Krise während des Geschäftsjahres 2009 weiter voran – wenngleich in der zweiten Jahreshälfte erste Erholungstendenzen erkennbar waren. Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) hat die globale Wirtschaft das Jahr 2009 insgesamt mit einem Minus von 0,8 % abgeschlossen. Auch in der Euro-Zone belastete die Wirtschaftskrise nachhaltig das Wirtschaftswachstum. Nach Angaben des Statistikamtes Eurostat schrumpfte die Wirtschaft 2009 insgesamt um 4,0 %. Dabei sank auch im 4. Quartal das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,1 % gegenüber dem Vorjahr. Gleichwohl hat sich auch in der Euro-Zone der Abwärtstrend (3. Quartal: -4,0 %) sichtbar verlangsamt. Die deutsche Wirtschaft hat 2009 einen historischen Einbruch erlitten. Trotz einer Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte schrumpfte das BIP insbesondere durch die stark gesunkenen Exporte um insgesamt 5,0 % (nach einem Wachstum um 1,3 % im Vorjahr), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) Mitte Januar 2010 mitteilte. Damit erlebte die deutsche Wirtschaft den stärksten Einbruch der Nachkriegsgeschichte. Ursächlich für die schwere Rezession war insbesondere der Einbruch bei Exporten und Investitionen um 14,7 %. Im internationalen Vergleich war die Exportnation Deutschland damit besonders stark von der Wirtschaftskrise betroffen. Der private Konsum zog hingegen in 2009 um 0,4 % an, da die Preise kaum stiegen und insbesondere die Abwrackprämie die Ausgaben beim privaten Autokauf kräftig ankurbelte. Auch ITK-Märkte von der Krise betroffenDie Auswirkungen der Wirtschaftskrise haben auch die Hightech-Branche Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Consumer Electronics (ITK) getroffen – wenngleich weniger stark als viele andere Branchen. Nach den im Rahmen der CeBIT 2010 vorgestellten Zahlen des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) gingen die ITK-Umsätze der deutschen Hightech-Firmen um insgesamt 4,3 % von 145,9 Mrd. € auf 139,5 Mrd. € zurück. Den stärksten Rückgang musste dabei mit einem Minus von 5,4 % auf 63,5 Mrd. € der Bereich der Informationstechnik (IT-Hardware, Software, IT-Services) hinnehmen. Aber auch die Bereiche Telekommunikation (Telekommunikationsdienste und -technik) und Consumer Electronics (digitale Unterhaltungselektronik) blieben angesichts eines Rückgangs um 3,6 % auf 63,7 Mrd. € bzw. 2,9 % auf 12,3 Mrd. € von der Krise nicht verschont. Zielmärkte von United Internet konnten der Krise weitgehend trotzenDie aus Sicht des Geschäftsmodells von United Internet wichtigsten ITK-Märkte DSL, Webhosting und Online-Marketing haben sich im Gegensatz zu vielen anderen Branchen auch im Jahr 2009 positiv weiterentwickelt – wenngleich die weltweite Wirtschaftskrise auch an unseren Zielmärkten nicht spurlos vorbeigegangen ist. Breitbandmarkt DeutschlandFür den deutschen Breitbandmarkt rechnet der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) in 2009 mit einem Anstieg der Breitband-Anschlüsse um 2,1 Mio. auf 24,9 Mio. Offizielle Zahlen der Bundesnetzagentur lagen zum Redaktionsschluss nicht vor. Wie bereits in 2008 (+3,1 Mio. Anschlüsse) blieb das Wachstum damit deutlich hinter den Rekordzahlen aus 2006 (+4,5 Mio.) und 2007 (+4,6 Mio.) zurück. Gleichzeitig geht der Trend immer stärker zu DSL-Komplettpaketen, bei denen kein Telefonanschluss der Deutschen Telekom mehr notwendig ist, sondern Provider wie United Internet die letzte Meile bei Vorleistungsanbietern mieten und alles aus einer Hand anbieten. Klare Indizien für diesen Trend sind der Rückgang der Telekom-Festnetzanschlüsse um 2,1 Mio. bzw. 7,4 % auf 26,2 Mio. sowie der Anstieg der Vorleistungsprodukte TAL und entbündelte Anschlüsse (IP-BSA) um insgesamt 1,2 Mio. bzw. 14,1 % auf 9,7 Mio. Wachstum Breitband-Anschlüsse in Deutschland In Mio.scroll
Weltweiter Hosting-MarktDer internationale Webhosting-Markt ist ebenfalls weiterhin auf Wachstumskurs. So legte die Zahl der weltweit registrierten generischen Top-Level-Domains (wie z. B. .com, .net, .org) nach Auswertungen von RegistrarSTATS.com in 2009 um 7,89 Mio. neue Domains auf insgesamt 115,15 Mio. Domains zu – ein Anstieg um rund 7,4 % im Vergleich zum 31. Dezember 2008. Auch die deutsche Top-Level-Domain „.de“ erfreute sich in 2009 – trotz einer im internationalen Vergleich bereits überdurchschnittlich entwickelten Online-Präsenz von Privatkunden und Firmen – weiterhin einer guten Nachfrage und konnte bis Ende Dezember um 0,86 Mio. und somit um 6,9 % auf 13,31 Mio. Domains zulegen. Ein prozentual noch stärkeres Wachstum konnten die zuständigen Registrierungsstellen in unseren ausländischen Märkten Großbritannien (+11,2 % auf 8,13 Mio.), Frankreich (+22,3 % auf 1,61 Mio.), Spanien (+11,5 % auf 1,21 Mio.), Österreich (+13,7 % auf 0,91 Mio.) und Schweiz (+11,0 % auf 1,38 Mio.) für ihre jeweilige Länderdomain verzeichnen. Neben diesem rein quantitativen Marktwachstum verzeichnen die Webhosting-Anbieter auch steigende Umsatzvolumina durch die Nachfrage nach immer leistungsfähigeren und somit teureren Anwendungen. So prognostiziert Tier1Research allein in den Hosting-Bereichen Shared- und Dedicated-Hosting für 2009 ein Wachstum um 8,0 % bzw. 9,0 % auf 5,52 Mrd. USD bzw. 2,28 Mrd. USD – und dies ohne Berücksichtigung des von vielen Experten erwarteten Wachstumstreibers „Cloud Computing“. Entwicklung der Domain-Zahlen in den United Internet-Zielmärkten 2009 In Mio.scroll
Quelle: RegistrarSTATS.com, Denic Globaler Online-WerbemarktIm Werbemarkt hat die Finanzkrise im Jahr 2009 weltweit zu einem beispiellosen Rückgang der Gesamt-Werbeinvestitionen geführt. Die Mediaagenturgruppe ZenithOptimedia geht in ihrer aktuellen Studie „Advertising Expenditure Forecast“ vom Dezember 2009 von einem globalen Minus von 10,2 % für 2009 aus. Gegen den Trend hat sich nur das Medium Internet entwickelt, das als einziges Medium in 2009 weltweit einen Anstieg der Werbegelder verbuchen konnte (+9,5 %). Eine ähnliche Entwicklung hat auch der Online-Vermarkterkreis (OVK) des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) für Deutschland festgestellt. Laut „OVK Online-Report 2010/01“ ist der deutsche Online-Werbemarkt in 2009 um 12 % auf ein Brutto-Werbevolumen von 4,1 Mrd. € gewachsen und konnte damit seinen Anteil an den Gesamtwerbespendings von 14,8 % auf 16,5 % ausbauen. Dies zeigt, dass immer mehr Budgets – auch dank der Vorteile bei Transparenz, Messbarkeit und Flexibilität – nachhaltig in den Online-Bereich wandern. Trotz dieser positiven Entwicklung dürften die real bei den Online-Marketing-Firmen angekommenen Umsätze allerdings deutlich geringer ausgefallen sein, da bei ZenithOptimedia wie auch beim OVK lediglich die Brutto-Aufwendungen und somit die offiziellen Preislisten erfasst wurden. Abschläge / Rabatte auf den Listenpreis, die aufgrund des harten Wettbewerbs und des Überangebots an Werbefläche in 2009 nochmals deutlich zugenommen haben, blieben in den Auswertungen und Prognosen unberücksichtigt. Entwicklung des Brutto-Werbevolumens in Deutschland In Mio. €scroll
Geschäftsentwicklung im KonzernIm Geschäftsjahr 2009 konnten wir – neben der positiven Entwicklung im operativen Geschäft – insbesondere bei der weiteren Internationalisierung unseres Geschäfts sowie bei der Marktkonsolidierung durch Übernahmen und Beteiligungen in mehreren wichtigen Geschäftsbereichen deutliche Fortschritte erzielen. InternationalisierungUnsere Internationalisierung geht in allen Zielmärkten weiter erfolgreich voran. Nach dem Verkauf unseres stark international geprägten Display-Marketing-Geschäfts waren unsere Kerngesellschaften weltweit in 7 Ländern mit eigenen operativ tätigen Niederlassungen aktiv und betreuten darüber hinaus Kunden aus insgesamt über 200 Ländern. Trotz des insbesondere im Vergleich zum US-Dollar und britischen Pfund sehr starken Euros stieg der Auslandsumsatz im Berichtszeitraum um 12,7 % und trug 162,3 Mio. € (vergleichbarer Vorjahreswert: 144,0 Mio. €) zum Konzernumsatz von 1.658,9 Mio. € bei. Im Produktgeschäft sind wir mit unserer Produktlinie „Webhosting“ in Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Spanien und den USA mit länderspezifischen Angeboten aktiv. Darüber hinaus bedienen wir über unsere US-Homepage internationale Kunden aus zahlreichen weiteren Ländern. Insgesamt konnten wir in 2009 die Anzahl der Kundenverträge in unseren ausländischen Märkten von 1,93 Mio. zum 31. Dezember 2008 um 290.000 auf 2,22 Mio. zum 31. Dezember 2009 steigern. Im Online-Marketing-Segment sind unsere Marken in 5 europäischen Ländern sowie den USA mit eigenen Landesgesellschaften vertreten. Während sich affilinet in den derzeitigen Kernländern Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden mit eigenen Teams vor Ort um Kunden und Partner kümmert, bedient Sedo im stark automatisierten Domain-Marketing-Geschäft ihre internationalen Geschäftspartner ausschließlich über die Niederlassungen in Köln, London (Großbritannien) und Boston (USA). Übernahme von united-domainsEnde 2008 haben wir uns mit dem früheren Anteilseigner von united-domains, der LYCOS Europe N.V., über den Erwerb der united-domains AG geeinigt. Die united-domains AG ist Spezialist für das schnelle und einfache Registrieren von Domain-Namen unter mehr als 150 weltweiten Domain-Endungen. Das profitabel arbeitende Unternehmen wurde im August 2000 gegründet und ist mittlerweile einer der führenden Domain-Registrare in Europa. Die Barkomponente in Höhe von 34,1 Mio. € wurde im Februar 2009 beglichen. united-domains wird seit März 2009 in den Abschlüssen der United Internet AG konsolidiert. Die Gesellschaft wird weiterhin von den Gründern geleitet, die sich im Rahmen einer zweiten Transaktion mit insgesamt rund 15 % an der Gesellschaft beteiligt haben. Übernahme des freenet-DSL-GeschäftsAm 26. Mai 2009 haben unsere Konzerntochter 1&1 und die freenet AG einen Vertrag über den Erwerb des freenet DSL-Geschäfts sowie eine Vereinbarung über die präferierte Zusammenarbeit beim Vertrieb von DSL-Produkten geschlossen. Nach umfangreichen Vorbereitungen wurden die freenet-DSL-Kunden zum Jahresende 2009 auf unsere technische Plattform migriert. Insgesamt wurden dabei zum Bilanzstichtag rund 0,58 Mio. „kaufvertragswirksame“ Kundenverhältnisse übernommen, für die rund 126,3 Mio. € in bar gezahlt wurden. Im Rahmen der Vertriebsvereinbarung, die bis Ende 2014 läuft, gewährt 1&1 freenet, zusätzlich zu ihren marktüblichen DSL-Provisionen, eine Prämie von bis zu insgesamt 6.551.000 United Internet-Aktien. Die erfolgsabhängige Prämie wird in 4 Tranchen fällig – abhängig von der Erreichung definierter Jahresvertriebsziele. 1&1 hat das Wahlrecht, diese Prämie alternativ auch in bar zu begleichen. Die relevanten Vertriebskanäle sind vor allem ca. 1.000 mobilcom-debitel-Shops sowie das Internet-Portal freenet.de. Ziel der Vertriebskooperation ist es, in den nächsten 5 Jahren ca. 500.000 DSL-Verträge zu gewinnen. Verkauf des Display-Marketing-Geschäfts / Beteiligung an Hi-mediaIm 3. Quartal 2009 haben wir unser Display-Marketing-Geschäft „AdLINK Media“ gegen 10,7 % der Anteile an Hi-media sowie zusätzlich rund 12,2 Mio. € in bar oder Aktien (im Falle einer Kapitalerhöhung von Hi-media zu einem Bezugspreis von unter 3,63 €) in die börsennotierte Hi-media S.A. eingebracht. Für die Barkomponente wurde Hi-media ein Verkäuferdarlehen gewährt, das mit einem marktüblichen Darlehenszins ausgestattet und spätestens zum 30. Juni 2011 fällig ist. Nach plangemäßem Abschluss der Transaktion Ende August wurde das Display-Marketing-Geschäft gemäß IFRS 5 entkonsolidiert und ist in diesem Abschluss als Ergebnis aus eingestellten Geschäftsbereichen dargestellt. Entwicklung der SegmenteProdukt-Segment mit Umsatz-, Ergebnis- und KundenwachstumDominierender Geschäftsbereich mit einem Anteil von 92,1 % am Gesamtumsatz der United Internet Gruppe war auch in 2009 das Produktgeschäft mit den Marken GMX, WEB.DE, 1&1, united-domains, InterNetX und Fasthosts. Im Geschäftsjahr 2009 konnten wir in diesem Segment den Umsatz von 1.432,8 Mio. € im Vorjahr um 6,7 % auf 1.528,1 Mio. € verbessern. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg von 298,6 Mio. € im Vorjahr um 13,5 % auf 339,0 Mio. €. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 285,2 Mio. € - ein Plus von 15,0 % im Vergleich zu 248,1 Mio. € im Vorjahr. Die EBIT-Gewinnmarge erreichte damit trotz hoher Kosten bei Kundengewinnung und -bindung (Umstellung auf Komplettpakete) 15,0 % (Vorjahr: 17,3 %). Die Kundengewinnungskosten werden unverändert direkt als Aufwand verbucht. Die Zahl der Mitarbeiter in diesem Segment stieg um 5,1 % auf 4.227 (Vorjahr 4.020). Finanzzahlen Produkt-Segment In Mio. €scroll
Quartalsentwicklung In Mio. €scroll
Kundenverträge um über 15 % angewachsenDie sehr guten Finanzkennzahlen in diesem Segment sind eng an unser dynamisches Kundenwachstum gekoppelt. Zum 31. Dezember 2009 hatten wir 9,15 Mio. kostenpflichtige Kundenverträge (31. Dezember 2008: 7,95 Mio.). Diese verteilen sich auf drei Produktlinien: Information Management mit professionellen E-Mail-Lösungen, Messaging, Adressverwaltung, File Sharing und 0700er-Rufnummern Webhosting mit Domains, Homepages, dedizierten und virtuellen Servern sowie E-Shops Internet Access mit DSL-Zugängen (mit Heim-Vernetzung, Telefonie und Video-on-Demand) sowie Mobile- und Schmalband-Internet-Access Entwicklung der Kundenverträge In Mio.scroll
Neben dem organischen Wachstum haben wir 2009 auch durch die Übernahme von united-domains (inkl. rund 0,18 Mio. Kundenverträge) sowie des DSL-Geschäfts von freenet (inkl. rund 0,58 Mio. „kaufvertragswirksamen“ DSL-Kundenverträge) weiteres Wachstum erzielt und die Marktkonsolidierung voran getrieben. Aufgeteilt nach Produktlinien gliedern sich die Vertragszahlen in 1,54 Mio. Kundenverträge im Bereich Information Management, 4,14 Mio. im Webhosting, davon 2,22 Mio. im internationalen Geschäft, und 3,47 Mio. im Internet Access, davon 3,31 Mio. DSL-Verträge. Kundenverträge nach Produktlinien In Mio.scroll
Führende Position bei Information Management und PortalangebotenMit über 1,54 Mio. portalbasierten Information-Management-Lösungen (überwiegend professionelle E-Mail-Accounts) ist United Internet in Deutschland ein führender Anbieter solcher Anwendungen. Gleichzeitig ist United Internet Media, der Vermarkter unserer Portale GMX, WEB.DE und 1&1, mit einer Reichweite von fast 50 % aller deutschen Onliner – gemäß der Auswertung „internet facts 2009-III“ der AGOF (Arbeitsgemeinschaft Online Forschung) – der zweitgrößte Anbieter von Internetwerbung in Deutschland. Dabei belegen die United Internet-Portale die Plätze 2 (WEB.DE), 4 (GMX) und 41 (1&1) unter den über 620 in Deutschland ausgewerteten Online-Medien. Weltweiter Key Player im Webhosting-GeschäftMit weltweit 4,14 Mio. Kundenverträgen, über 67.000 installierten Servern und über 15 Mio. gehosteten Domains ist United Internet mit ihren Webhosting-Marken einer der weltweit führenden Shared- und Dedicated-Hoster und einer der weltweit führenden Domain-Registrare. In allen Märkten konnten wir in 2009 unsere Marktposition weiter verbessern und insgesamt über 520.000 neue Kunden gewinnen. Webhosting-Kunden nach Ländern In Mio.scroll
Führender DSL-Anbieter in DeutschlandIm deutschen DSL-Geschäft ist United Internet ein führender Anbieter. Zum Bilanzstichtag konnten wir (inklusive der erworbenen freenet-Verträge) rund 3,31 Mio. Verträge ausweisen. Neben der Migration der freenet-DSL-Kunden auf unsere technische Plattform standen in 2009 die Erhöhung der Kundenbindung und der Ausbau des Bestandskundengeschäfts im Mittelpunkt. Dabei konnten wir im Vergleich zum 31. Dezember 2008 die Zahl unserer Komplettpakete – bei denen kein separater Telefonanschluss mehr nötig ist – um insgesamt 1,04 Mio. auf 1,82 Mio. steigern. In unserem Produkt-Segment sind wir – neben United Internet Media, dem Online-Vermarkter unserer Portale – mit 6 Marken aktiv: GMX zählt zu den führenden KommunikationsdienstenGMX adressiert Privatanwender mit Information-Management-Produkten. 8,7 Mio. aktive Nutzer im Monat machen GMX zu einem führenden Anbieter von Mail-, Messaging- und Kommunikationslösungen in Deutschland. Neben den kostenfreien E-Mail-Konten bietet GMX auch kostenpflichtige Mehrwertdienste, insbesondere professionelle, webbasierte E-Mail-Lösungen. Produkt-Highlights 2009Software-Download-Area mit mehr als 10.000 Programmen. Seit März 2009 stellt GMX allen Nutzern ein umfangreiches und vielseitiges Software-Download-Angebot mit rund 10.000 kostenlosen Programmen sowie 800 kostenpflichtigen Vollversionen zur Verfügung. Einfach und schnell zur eigenen Homepage. Mit GMX MailDomain & Hosting bietet GMX ein attraktives Paket (inkl. de-Domain, einem Gigabyte Speicherplatz, 50 sicheren E-Mail-Adressen sowie dem GMX Sitebuilder) für den individuellen Internetauftritt. GMX mit neuem Gewand. Das neue Layout wurde im Rahmen von Usability- und Variantentests unterschiedlicher Designs mit mehreren 100.000 Nutzern entwickelt und über Monate laufend weiter optimiert. In die Umsetzung flossen das Feedback und das Surfverhalten der Nutzer ein, die die unterschiedlichen Designs im Live-Betrieb genutzt hatten. WEB.DE, die Nummer 2 im deutschen PortalmarktWEB.DE ist mit 13,9 Mio. aktiven Internet-Anwendern im Monat die Nummer zwei im deutschen Portalmarkt. Auch WEB.DE bietet neben kostenfreien Basisdiensten kostenpflichtige Produkte an, unter anderem den beliebten WEB.DE Club. Produkt-Highlights 2009WEB.DE startet „Navigator“. Damit können direkt aus dem persönlichen E-Mail-Postfach heraus unterschiedliche Web-Services für Kommunikation und Shopping angesteuert und die dazugehörigen Logins (z. B. für Foren, Blogs oder Communitys wie Facebook) zentral verwaltet werden. WEB.DE mit „trustedDialog“ E-Mail-Siegel. Als Reaktion auf Phishing und Spam wurde gemeinsam mit der Postbank, eBay, Weltbild, 1&1, OTTO und GMX eine einzigartige Initiative für den wirksamen Schutz der E-Mail-Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden gestartet. trustedDialog steht dabei für Echtheits- und Integritätsüberprüfungen sowie die Authentifizierung der angeschlossenen Unternehmen durch die Vergabe eines E-Mail-Siegels. top.de geht online. Star-News, -Fotos, -Videos, -Profile und Stories aus den Bereichen Film, Musik, Mode und Sport. Brandaktuell, hintergründig, frech, provokativ und Bilder, die mehr zeigen als andere. Mit diesem Anspruch hat WEB.DE das neue Celebrity-Portal top.de – betont Lifestyleorientiert, weltoffen und trendy – gestartet. 1&1, ein führender ISP in Deutschland und weltweit1&1 stellt Konsumenten, Gewerbetreibenden und Freiberuflern ein umfassendes Spektrum ausgereifter Online-Anwendungen zur Verfügung. Das Produktangebot reicht von Webhosting (Internet-Präsenzen, Domains, Online-Shops, Payment-Systeme, Server) über schnelle DSL-Zugänge (mit DSL-Telefonie, Video-on-Demand und Mobilfunk), Mobile- und Schmalband-Internet-Access bis hin zum Personal-Information-Management via Internet (z. B. Profi-E-Mail-Accounts, Termin- und Adress-Verwaltung). 1&1 ist ein führender DSL-Anbieter in Deutschland und als eines der weltweit führenden Webhosting-Unternehmen in 6 Ländern aktiv. Produkt-Highlights 2009Heim-Netzwerk mit 1&1 DSL-HomeNet. 1&1 DSL-HomeNet ist eine Lösung zur kabellosen Heimvernetzung, mit der sich Internet, Telefon und Entertainment-Angebote sowie im Web oder auf der Festplatte gespeicherte Fotos, Filme oder Songs auf verschiedenen Endgeräten nutzen lassen. 1&1 Branchen-Homepage. Mit der 1&1 Branchen-Homepage können Unternehmen in wenigen Minuten ohne Vorkenntnisse einen professionellen Internet-Auftritt erstellen. Dazu stehen über 100 branchenspezifische Inhaltsvorlagen zur Verfügung – von A wie Apotheke bis Z wie Zahnarzt. 1&1 mit VDSL. Im September 2009 wurde das neue VDSL-Angebot gestartet. VDSL bietet im Vergleich zu bisher verfügbaren ADSL-Anschlüssen neben wesentlich höheren Download-Bandbreiten auch bis zu zehn mal schnellere Uploads. Erhältlich sind verschiedene Highspeed-Pakete mit bis zu 50.000 kBit/s. united-domains – der Domain-Spezialistunited-domains ist Spezialist für die internationale Domain-Registrierung von mehr als 150 Domain-Endungen. Das Angebot reicht von .ar (für Argentinien) bis .za (für Südafrika). Das Unternehmen adressiert schwerpunktmäßig mittlere und größere Unternehmen. Produkt-Highlights 2009Ausbau des Domain-Portfolios. Auch in 2009 stand bei united-domains in erster Linie der Ausbau der registrierbaren Domains im Vordergrund. Mit dem Start der neuen Domain „.tel“ können Firmen ihre Kontaktdaten direkt unter einer prägnanten URL veröffentlichen. Integration von „SedoMLS“. „SedoMLS“ ist das Vermarktungstool der weltgrößten Domainhandelsbörse Sedo. MLS steht für „Multi Listing Service“ und ermöglicht Verkäufern, Domains auch auf Registrar-Websites wie united-domains anzubieten. Käufer wiederum können „gebrauchte“ Domains direkt bei einem Registrar erwerben – während die Kaufabwicklung im Hintergrund über Sedo erfolgt. InterNetX – der Provider für Provider in DACHUnter InterNetX ist das Reselling-Geschäft von United Internet in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengefasst. InterNetX vertreibt Webhosting-Produkte an ISPs und Multimedia-Agenturen (Reseller), die diese wiederum – unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung – weiter vermarkten. Highlights 2009InterNetX mit neuer Version von AutoDNS. AutoDNS ist eine Inhouse-Entwicklung, die allen Anforderungen einer zuverlässigen, einfachen und schnellen Domain-Verwaltung gerecht wird. Die neue Version punktet vor allem in Sachen Benutzerfreundlichkeit. Mit AutoDNS können Reseller selbst riesige Domainbestände einfach und zeitsparend verwalten. Ausbau des Reseller-Netzwerkes. Auch 2009 konnte InterNetX ihr Reseller-Netz weiter ausbauen. InterNetX betreut inzwischen über 20.000 Reseller, für die mehr als 2,6 Mio. Domains und rund 1.400 Server gehostet werden. Fasthosts – der Provider für Provider in UK und den USAFasthosts ist unsere Reseller-Marke in Großbritannien und den USA. Ebenso wie InterNetX vertreibt Fasthosts Webhosting-Produkte an ISPs und Multimedia-Agenturen, die diese weiter vermarkten. Daneben ist Fasthosts auch im Direktgeschäft mit Konsumenten und Unternehmen aktiv. Highlights 2009Neue Reseller-Plattform. Auf der Produktseite stand bei Fasthosts in 2009 insbesondere der Launch der neuen Reseller-Plattform im Vordergrund. Mit der neuen Plattform erhalten Reseller einen strukturierten Zugang zu den verschiedenen Reseller-Angeboten wie Domains, Webhosting oder E-Mail-Lösungen. Ausbau des Reseller-Netzwerkes. Auch 2009 hat Fasthosts das Reseller-Netzwerk weiter ausgebaut. Inzwischen werden über 5.000 Reseller mit über 500.000 Domains in Großbritannien und den USA betreut. Online-Marketing mit schwierigem GeschäftsjahrIm 3. Quartal 2009 haben wir das Display-Marketing-Geschäft der Marke AdLINK Media gegen 10,7 % der Anteile an Hi-media sowie zusätzlich rund 12,2 Mio. € in bar oder in Aktien in die börsennotierte Hi-media S.A. eingebracht. Nach plangemäßem Abschluss der Transaktion Ende August wurde das Display-Marketing-Geschäft gemäß IFRS 5 entkonsolidiert und in diesem und künftigen Abschlüssen als Ergebnis aus eingestellten Geschäftsbereichen dargestellt. Während sich das Produkt-Segment sehr krisenfest zeigte, wurde das Geschäft im Segment „Online-Marketing“ erwartungsgemäß von Wirtschaftskrise und Werbeflaute sowie dem daraus resultierenden Druck auf Preise und Margen wesentlich beeinträchtigt. Vor diesem Hintergrund sank der Segment-Umsatz von 136,9 Mio. € im Vorjahr um 5,0 % auf 130,1 Mio. €. Damit erzielte das Segment einen Anteil von 7,8 % am Gesamtumsatz des Konzerns. Das EBITDA reduzierte sich von 11,0 Mio. € im Vorjahr um 4,5 % auf 10,5 Mio. €. Das EBIT stieg von 2,8 Mio. € auf 8,5 Mio. €. Im EBIT des Vorjahres waren negative Einmaleffekte aus Firmenwertabschreibungen in Höhe von 6,4 Mio. € enthalten. Die Zahl der Beschäftigten in den fortgeführten Geschäftsbereichen sank von 335 im Vorjahr auf 318 zum 31. Dezember 2009. Finanzzahlen Online-Marketing-Segment In Mio. €scroll
Quartalsentwicklung In Mio. €scroll
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2008: Inkl. Negative Sonderfaktoren beim EBIT
in Höhe von 6,4 Mio. € aus Firmenwertabschreibungen Sedo: Weltweit führendes Unternehmen für Domain-MarketingSedo betreibt die globale Domain-Handelsplattform sedo.com, auf der nach Abschluss einer Qualitäts- und Effizienzinitiative rund 15,1 Mio. Domains gehandelt werden. Im Geschäftsbereich Domain-Parking vermarktet Sedo einen Teil dieser Domains im Auftrag der Domain-Besitzer für Domain-Marketing-Maßnahmen an Werbetreibende. Sedo partizipiert dabei an den bei der Vermarktung mittels Pay-per-Click erzielten Erlösen. Highlights 2009Übernahme von RevenueDirect. Ende Februar 2009 hat Sedo den amerikanischen Domain-Parking-Anbieter RevenueDirect übernommen. Mit der Übernahme konnte der Marktanteil in Nordamerika signifikant ausgebaut werden. Start eines kostenlosen Bewertungs-Tools. Mit diesem Bewertungs-Tool können verkaufsinteressierte Domaininhaber kostenlos einen automatisierten, marktwertnahen Preisvorschlag für ihre Domains über die Sedo-Preisdatenbank einholen. Ausweitung des Inventars. Insgesamt konnte Sedo die Anzahl der dem Domain-Parking zur Verfügung stehenden Domains von 6,2 Mio. Ende 2008 auf 6,8 Mio. Domains Ende 2009 ausbauen. Affilinet: Key Player in den europäischen Kernmärktenaffilinet ist im Affiliate-Marketing aktiv und betreibt ein Netzwerk für Anbieter von Partner-Programmen und Webseiten-Inhaber, die diese Programme in ihre Websites integrieren. affilinet partizipiert – rein erfolgsabhängig – an den über das Netzwerk initiierten Kontakten und Verkäufen. Highlights 2009Integration eines Gutschein-Tools. Seit März 2009 bietet affilinet ein Gutschein-Tool zur Steigerung von Programmerfolgen und Provisionen an. Advertiser können auf einfache Art Gutscheine erstellen und ihren Publishern zur Verfügung stellen, um dort den Absatz der eigenen Produkte zu fördern. Start des „affilinet Search Manager“. Der Search Manager ermöglicht Publishern eine schnelle und effektive Optimierung ihres Suchmaschinen-Marketings und verbessert so die Effizienz und Rendite der werbetreibenden Partner. Ausbau des Portfolios. 2009 steigerte affilinet die Zahl der angeschlossenen Partnerprogramme um 19,7 % auf 1.841. Auch die Zahl der angeschlossenen Websites konnte um 5,4 % auf 495.000 verbessert werden. Beteiligungen im KonzernNeben ihren (vollkonsolidierten) operativen Kernmarken im Produkt- und Online-Marketing-Segment hält United Internet eine Reihe weiterer Beteiligungen. Beteiligungen an börsennotierten UnternehmenUnited Internet hielt am 31. Dezember 2009 25,21 % des Grundkapitals der Versatel AG, Berlin. Versatel hat in den ersten 9 Monaten 2009 (der Jahresabschluss von Versatel wird erst nach Redaktionsschluss dieses Berichts veröffentlicht) ein negatives Konzernergebnis in Höhe von rund 31,0 Mio. € erzielt. Die Marktkapitalisierung bzw. der Börsenwert der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2009 rund 352 Mio. €. United Internet hat am 26. August 2009 ihre direkt an der freenet AG, Büdelsdorf, gehaltenen 10.798.817 Aktien (entsprechend 8,43 % der Stimmrechte) außerbörslich verkauft. Der Verkaufserlös betrug 93,95 Mio. €, das entspricht einem Preis von 8,70 € / Aktie. Am 11. Dezember 2009 hat die bisher zu je 50 % von der United Internet AG und der Drillisch AG gehaltene MSP Holding GmbH den von United Internet gehaltenen Geschäftsanteil an der MSP übernommen und hält diesen künftig als eigenen Anteil. Alleinige Gesellschafterin der MSP ist damit die Drillisch AG. Als Gegenleistung hat die MSP Holding GmbH 50 % (5.285.591 Aktien) der von ihr gehaltenen Aktien an der freenet AG auf die United Internet AG übertragen, die damit zum 31. Dezember 2009 direkt 4,98 % der freenet Anteile hielt. Die zwischen MSP, Drillisch und United Internet bestehende Stimmrechtsvereinbarung bezüglich der von den Parteien gehaltenen Anteile an der freenet AG bleibt unverändert bestehen. freenet hat nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2009 – insbesondere auch durch den Verkauf des DSL-Geschäfts sowie des Webhosters Strato – ein deutlich positives Konzernergebnis in Höhe von 256,5 Mio. € erzielt. Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2009 belief sich auf rund 1,2 Mrd. €. Bereits seit dem Jahr 2007 hält United Internet eine Beteiligung an der Goldbach Media AG, Küsnacht-Zürich / Schweiz. Zum 31. Dezember 2009 betrug der Stimmrechtsanteil unverändert 14,99 %. Goldbach Media hat das Geschäftsjahr 2009 mit einem positiven Konzernergebnis in Höhe von 7,4 Mio. € abgeschlossen. Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2009 rund 105 Mio. €. Die Einbringung des Display-Marketing-Geschäft „AdLINK Media“ in Hi-media Mitte des Jahres 2009 erfolgte – neben einer Cash-Komponente – gegen einen Anteil von 10,70 % an Hi-media, Paris / Frankreich. Hi-Media hat im 1. Halbjahr 2009 (der Jahresabschluss von Hi-media wird erst nach Redaktionsschluss dieses Berichts veröffentlicht) ein positives Konzernergebnis in Höhe von 2,6 Mio. € erzielt. Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2009 betrug rund 218 Mio. €. Beteiligungsfonds mit den Samwer BrüdernGemeinsam mit den Samwer Brüdern investiert United Internet seit Mitte 2007 in Fonds mit unterschiedlichen Investitionsschwerpunkten. An der European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 1, einem Fonds für Frühphasenfinanzierungen, ist United Internet seit Mitte 2007 beteiligt. In einem weiteren gemeinsamen Fonds, der Ende 2007 aufgelegten European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 2, wird seit 2008 in „Later-Stage-Investments“ investiert. Mit Vertrag vom 05. März 2008 hat sich die United Internet auch an der European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 3 beteiligt. Über letztgenannten Fonds werden insbesondere prozentual kleine Investments in „Later-Stage-Firmen“ gezeichnet. Im Geschäftsjahr 2009 hat United Internet 4,4 Mio. € über den EFF Nr. 1 sowie 0,1 Mio. € über den vollkonsolidierten Fond EFF Nr. 3 in Portfolio-Unternehmen investiert. Über den EFF Nr. 2 wurden keine Investments getätigt. Aus dem Verkauf von Portfoliounternehmen bzw. dem Verkauf von Anteilen flossen 2009 insgesamt 6,5 Mio. € zurück. Im Rahmen der 3 Fonds wurden zum 31. Dezember 2009 insgesamt 69 Beteiligungen gehalten. Weitere Beteiligungen zum 31. Dezember 2009Während die fun communications GmbH wie auch die virtual minds AG im abgelaufenen Geschäftsjahr ein deutlich positives Ergebnis erzielt haben, befindet sich die BW2 Group AG weiterhin in einer Phase der Neuausrichtung des Geschäftsmodells und hat das Geschäftsjahr 2009 mit einem Verlust abgeschlossen. Neben diesen Beteiligungen hält United Internet (über die 1&1 Internet AG) 50 % der Anteile an der maxdome GmbH & Co. KG, einem gemeinschaftlich mit ProSiebenSat.1 geführten Joint Venture im Bereich Video-on-Demand. maxdome hat das Geschäftsjahr 2009 mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen. Veräußerte Beteiligungen in 2009United Internet AG hat am 16. Oktober 2009 ihre an der Drillisch AG gehaltenen 5.150.000 Aktien außerbörslich verkauft. Der Verkaufserlös betrug 21,63 Mio. €, das entspricht einem Preis von 4,20 € / Aktie. Nach Abschluss der Integrationsarbeiten der Jimdo-Software in die 1&1 Hosting-Technologie ist United Internet Anfang November aus dem Gesellschafterkreis der Jimdo GmbH ausgeschieden. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im KonzernGutes Wachstum im operativen GeschäftUnited Internet konnte auf Konzernebene alle maßgeblichen operativen Finanzkennzahlen im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern. Der in der United Internet AG konsolidierte Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2009 – trotz des insbesondere im Vergleich zum US-Dollar und britischen Pfund sehr starken Euros sowie dem von der weltweiten Rezession in Mitleidenschaft gezogenen Online-Werbemarkt – von 1.570,4 Mio. € im Vorjahr um 5,6 % auf 1.658,9 Mio. €. Dabei konnte das Produkt-Segment dank des überwiegend auf elektronischen Abonnements basierenden Geschäftsmodells noch stärker zulegen – wenngleich sich auch in der Portalvermarktung die Zurückhaltung der Werbekunden bemerkbar machte. Insgesamt stieg der Segment-Umsatz um 6,7 % von 1.432,8 Mio. € im Vorjahr auf 1.528,1 Mio. €. Das Segment Online-Marketing konnte sich der Wirtschaftskrise und der damit verbunden Werbeflaute nicht entziehen. Der Segment-Umsatz reduzierte sich um 5,0 % auf 130,1 Mio. €. Insgesamt sank die Bruttomarge im Konzern von 40,0 % im Vorjahr auf 38,7 % im Berichtsjahr. Ursächlich hierfür sind die hohen und zunächst erst einmal ergebnisbelastenden Aufwendungen für die Konvertierung unserer DSL-Kunden auf Komplettpakete, aber auch der Margendruck im Bereich der Online-Werbung. Die Vertriebskosten sanken im Vergleich zum Vorjahr – infolge reduzierter Werbeausgaben nach der Übernahme des freenet-DSL-Geschäfts – von 268,1 Mio. € (17,1 % vom Umsatz) auf 228,0 Mio. € (13,8 % vom Umsatz). Die Verwaltungskosten haben sich im Berichtszeitraum auf Grund des starken Personalaufbaus im Verlauf des Jahres 2008 von 80,8 Mio. € (5,1 % vom Umsatz) auf 92,7 Mio. € (5,6 % vom Umsatz) erhöht. Das ordentliche Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 12,4 % von 316,9 Mio. € auf 356,1 Mio. €. Inklusive eines Einmalertrags in Höhe von 60,6 Mio. € aus den Anteilsverkäufen an freenet und Drillisch stieg das EBITDA von 316,9 Mio. € um 31,5 % auf 416,7 Mio. €. Das ordentliche Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um 13,5 % von 264,3 Mio. € auf 300,0 Mio. € zu. Inklusive Firmenwertabschreibungen in Höhe von 6,4 Mio. € in 2008 sowie des genannten Einmalertrags aus Beteiligungsverkäufen in 2009 stieg das EBIT von 257,9 Mio. € um 39,8 % auf 360,6 Mio. €. Während das Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie das Konzernergebnis im Vorjahr durch Wertminderungen bei Beteiligungen in Höhe von 272,6 Mio. € belastet waren, sind beide Kennzahlen im Geschäftsjahr 2009 durch im Saldo positive Einmalerträge in Höhe von 75,6 Mio. € (Verkauf der freenet- und Drillisch-Anteile, Wertaufholungen bei der MSP-Holding und Wertminderungen insbesondere bei den Versatel-Anteilen) erhöht. Unter Berücksichtigung dieser Sonderfaktoren stieg das EBT von -48,3 Mio. € auf 327,7 Mio. €. Das Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg von -118,1 Mio. € auf 271,2 Mio. € an. Darin sind einmalige und im Saldo positive Steueranpassungen in Höhe von 26,6 Mio. € enthalten. Inklusive der eingestellten Geschäftsbereiche aus dem Segment Online-Marketing verbesserte sich das Konzernergebnis von -121,5 Mio. € auf 283,2 Mio. €. Das Ergebnis pro Aktie (EPS) hat sich entsprechend von -0,52 € im Vorjahr (inkl. -1,20 € aus Wertminderungen bei Beteiligungen sowie -0,01 € aus eingestellten Geschäftsbereichen) auf 1,22 € (inkl. 0,47 € aus den im Saldo positiven Sonderfaktoren sowie 0,05 € aus eingestellten Geschäftsbereichen) erhöht. Finanzzahlen Konzern In Mio. €scroll
Quartalsentwicklung In Mio. €scroll
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2008: Negative Sonderfaktoren beim EBIT in
Höhe von 6,4 Mio. € aus Firmenwertabschreibungen Cash-Flow, Investitionen und FinanzierungenDurch die erfolgreiche Geschäftsentwicklung stieg der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 210,5 Mio. € auf 251,2 Mio. €. Die Nettoeinnahmen der betrieblichen Tätigkeit verbesserten sich noch stärker durch die im Saldo positiven Steueranpassungen und die Entkonsolidierung des Display-Marketing-Geschäfts „AdLINK Media“ von 153,0 Mio. € auf 313,1 Mio. €. Die Nettoausgaben im Investitionsbereich betrugen im Berichtszeitraum 110,2 Mio. €. Dabei ist die Ausgabenseite insbesondere durch die „Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen“ mit 175,0 Mio. € (davon 126,3 Mio. € für den Kauf des freenet-DSL-Geschäfts) sowie den „Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen“ mit 33,0 Mio. € (davon 32,5 Mio. € für die den Erwerb der united-domains AG) geprägt. Auf der Einnahmeseite stehen die „Einzahlungen aus der Veräußerung von assoziierten Unternehmen“ mit 93,9 Mio. € (davon 92,9 Mio. € aus dem Verkauf der freenet-Anteile) sowie die „Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten“ mit 23,0 Mio. € (davon 21,4 Mio. € aus dem Verkauf der Drillisch-Anteile) im Vordergrund. Im Vorjahr betrugen die Nettoausgaben im Investitionsbereich 237,2 Mio. €, wobei 160,7 Mio. € den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen (insbesondere freenet und Versatel) betrafen. Die Nettoausgaben im Finanzierungsbereich betrugen 142,8 Mio. €, nach Nettoeinnahmen in Höhe von 85,0 Mio. € im Vorjahr. Dabei war der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich im Geschäftsjahr 2009 insbesondere durch die Rückzahlung von Krediten in Höhe von 143,2 Mio. € geprägt, während im Vorjahr noch die Mittelaufnahme über Kredite (172,5 Mio. €), der Mittelabfluss für den Erwerb eigener Aktien (-51,6 Mio. €) sowie die Dividendenzahlung (-45,9 Mio. €) die größten Positionen darstellten. Vermögen und EigenkapitalDie Bilanzsumme im Konzern stieg von 1.102,0 Mio. € zum 31. Dezember 2008 auf 1.323,4 Mio. € zum 31. Dezember 2009. Die Anteile an assoziierten Unternehmen / Gemeinschaftsunternehmen sanken insbesondere durch die Wertminderungen bei Versatel, das Ausscheiden von United Internet als Gesellschafterin der MSP Holding GmbH und den Verkauf von freenet-Anteilen von 221,7 Mio. € auf 126,6 Mio. €. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte stiegen insbesondere durch die Umgliederung der verbliebenen freenet-Anteile in diese Bilanzposition von 72,8 Mio. € auf 160,5 Mio. €. Die immateriellen Vermögenswerte stiegen auf Grund des Erwerbs des freenet Kundenbestandes (126,3 Mio. €) von 97,5 Mio. € auf 228,3 Mio. € an. Die Firmenwerte stiegen von 378,9 Mio. € auf 398,9 Mio. €. Diese resultieren mit rund 322 Mio. € aus dem ertragsstarken Produkt-Segment. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Bilanzstichtag 116,8 Mio. € – nach 55,4 Mio. € im Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken insbesondere durch den Verkauf des Display-Marketing-Geschäfts „AdLINK Media“ von 119,1 Mio. € auf 91,3 Mio. €. Nähere Angaben zu den im Konzern verwendeten Finanzinstrumenten finden Sie im Konzernanhang unter Punkt 41. Die Netto-Bankverbindlichkeiten konnten auch nach dem Erwerb der united-domains AG sowie der Zahlung des Kaufpreises für das freenet-DSL-Geschäft deutlich von 489,0 Mio. € auf 283,4 Mio. € zurückgeführt werden. Der Bestand an eigenen Aktien der United Internet AG reduzierte sich von 22.000.000 im Vorjahr – insbesondere durch den Einzug von 11.625.656 eigenen Aktien im Dezember 2009 – auf 10.272.371 Aktien zum Bilanzstichtag. Durch den Einzug der eigenen Aktien sank die Kapitalrücklage von 163,9 Mio. € im Vorjahr auf 40,0 Mio. Die Eigenkapitalquote im Konzern stieg aufgrund des starken Konzernergebnisses deutlich von 13,2 % zum 31. Dezember 2008 auf 33,2 %. Weitere Angaben zu Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements im Konzern finden Sie auch im Konzernanhang unter Punkt 43. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Einzelabschluss der GesellschaftErtragslage der United Internet AGDer Umsatz der United Internet AG betrug im Berichtsjahr 3,6 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €) und umfasst überwiegend die Weiterbelastung von Dienstleistungen und Mieten an die Tochtergesellschaften. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 121,8 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf der in 2008 erworbenen Anteile an der freenet AG (56,4 Mio. €), aus Erträgen im Zusammenhang mit dem Tausch von Anteilen an der MSP-Holding GmbH gegen freenet-Aktien (34,7 Mio. €) sowie aus Zuschreibung auf die zum Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Aktien (30,1 Mio. €) auf Grund der Aktienkurssteigerungen im Jahr 2009. Durch Beteiligungserträge aus der operativen Tochtergesellschaft 1&1 Internet AG sowie der United Internet Beteiligungen GmbH stiegen die Erträge aus den Gewinnabführungsverträgen von 250,9 Mio. € im Vorjahr auf 278,9 Mio. €. Im Vorjahr waren Aufwendungen für Verlustübernahmen bei der United Internet Beteiligungen GmbH (-93,4 Mio. €) sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens infolge der negativen Aktienkursentwicklung der freenet AG (über MSP Holding) und der Versatel AG sowie den von der United Internet AG gehaltenen eigenen Anteile (in Summe -342,6 Mio. €) zu verbuchen. Aufgrund der Börsenkursentwicklung der Versatel AG wurde am Abschlussstichtag 2009 eine Abschreibung in Höhe von 27,6 Mio. € vorgenommen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Einzelabschluss belief sich auf 345,2 Mio. € – nach einem Minus von 218,4 Mio. € im Vorjahr. Der Jahresüberschuss betrug im Einzelabschluss 298,2 Mio. € – nach einem Jahresfehlbetrag von 279,3 Mio. € im Vorjahr. Vermögens- und Finanzlage der United Internet AGDie Bilanz der Einzelgesellschaft ist im Wesentlichen geprägt durch die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 404,5 Mio. € (Vorjahr: 403,1 Mio. €) sowie Beteiligungen in Höhe von 150,1 Mio. € (Vorjahr: 169,6 Mio. €). Die Zugänge bei den Beteiligungen beliefen sich auf insgesamt 61,4 Mio. € und resultieren mit 9,9 Mio. € aus dem Kauf von 1.090.000 Aktien der freenet AG von der MSP Holding sowie 51,5 Mio. € aus der Übertragung der von der MSP Holding GmbH gehaltenen freenet-Aktien auf die United Internet AG zum beizulegenden Wert. Die Abgänge bei den Beteiligungen beliefen sich auf insgesamt 53,3 Mio. € und resultieren mit 36,5 Mio. € aus dem Verkauf der im Geschäftsjahr 2008 erworbenen Anteile an der freenet AG sowie mit 16,8 Mio. € aus dem Ausscheiden der United Internet AG als Gesellschafterin der MSP Holding GmbH. Die Verbindlichkeiten der United Internet AG gegenüber Kreditinstituten konnten deutlich um 130 Mio. € auf 400 Mio. € (Vorjahr: 530 Mio. €) reduziert werden. Die Bankverbindlichkeiten resultieren aus einem Konsortialkredit, der am Bilanzstichtag mit 250 Mio. € (Vorjahr: 380 Mio. €) in Anspruch genommen war sowie einem in 2008 aufgenommenen Schuldscheindarlehen von 150 Mio. €. Inklusive der liquiden Mittel sanken die Netto-Bankverbindlichkeiten von 514,2 Mio. € im Vorjahr auf 326,2 Mio. € zum Bilanzstichtag. Die Eigenkapitalquote stieg aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung und der deutlich reduzierten Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2009 auf 51,5 % (Vorjahr 31,0 %). KapitalherabsetzungAufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Dezember 2009 beschlossen, insgesamt 11.625.656 Aktien aus dem Bestand eigener Aktien, die im Rahmen von Aktienrückkaufprogrammen erworben wurden, einzuziehen und damit das Grundkapital der United Internet AG im Verfahren der vereinfachten Kapitalherabsetzung auf 240 Mio. € herabzusetzen. Die Herabsetzung erfolgte zur Optimierung der Bilanz- und Kapitalstruktur. In Ausführung dieses Beschlusses wurden 11.625.656 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1 Euro eingezogen. Die Grundkapitalziffer sank dadurch von 251.625.656 € auf 240.000.000 €, die Anzahl der ausgegebene Aktien reduziert sich entsprechend von 251.625.656 Aktien auf 240.000.000 Aktien. Der rechnerische Anteil der ausgegebenen Aktien am Grundkapital bleibt unverändert bei 1 Euro je Aktie. Die Kapitalherabsetzung wurde am 21. Dezember 2009 wirksam. DividendeAuf Grund der hohen Abschreibungen auf Beteiligungen im Vorjahr wurde für das Geschäftsjahr 2008 keine Dividende gezahlt. Über den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2009 beraten Vorstand und Aufsichtsrat in der Aufsichtsratsitzung am 24. März 2010. Forschung und Entwicklung im KonzernSchnelle Umsetzung von F&E-Ergebnissen in marktgängige ProdukteDie United Internet Marken stehen für Portalangebote und Internet Access, insbesondere aber auch für innovative, webbasierte Produkte und Applikationen, die zumeist im eigenen Haus entwickelt werden. Gerade die Fähigkeit, innovative Produkte und Dienste zu entwickeln, zu kombinieren, anzupassen und in große Märkte einzuführen, bildet die Basis für den Erfolg der United Internet Marken. Mit unseren eigenen Entwicklungsteams können wir dabei neue Ideen und Trends schnell in marktgängige Produkte umsetzten und vorhandene Produkte stetig weiterentwickeln und den Markterfordernissen anpassen – ein wichtiges Erfolgsmerkmal im überaus dynamischen Internet-Markt. Durch unsere Kompetenz bei Produkt-Entwicklung und Markt-Rollout sind wir in vielen Bereichen unabhängig von Entwicklungen und Zulieferungen Dritter und können damit wichtige Wettbewerbs- und Geschwindigkeitsvorteile erzielen. Unsere Entwicklungszentren in Karlsruhe und Bukarest mit insgesamt über 1.000 Entwicklern, Produktmanagern und technischen Administratoren arbeiten überwiegend mit dem Open-Source-Code Linux und im Rahmen fest definierter und modellierter Entwicklungsumgebungen. Ergänzend nehmen wir Programmierleistungen Dritter in Anspruch, um bestimmte Projekte rasch und effizient umzusetzen. So können wir die Basis-Anwendungen unserer Produkte innerhalb kürzester Zeit verändern und zeitnah neuen Kundenbedürfnissen anpassen. Wir verfügen über eine Art Baukastensystem, dessen Module sich zu ganz verschiedenen, leistungsfähigen und integrierten Anwendungen kombinieren und mit einer produkt- und länderspezifischen Benutzer-Oberfläche versehen lassen. Aufgrund unserer stetig wachsenden Kundenzahl werden auch die Anforderungen an Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Verfügbarkeit unserer Angebote immer höher. Mit unseren IT-Lösungen, die wir selbst entwickeln oder auch von Partnern beziehen, anschließend modifizieren und in unsere Systeme integrieren, sind wir optimal darauf eingestellt. Neben der Entwicklung neuer Produkte und ständiger Optimierungen im Backend-Bereich (z. B. bei den kundenseitig zu Verfügung stehenden Administrations- und Konfigurations-Tools) gilt es dabei auch, vorhandene Prozesse ständig zu verbessern, um die Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen. So arbeiten wir u. a. permanent an Verbesserungen der Schnittstellen zu unseren verschiedenen Vorleistungsanbietern. Die überwiegende Mehrheit unserer Produktentwicklungen und Umsetzungen betraf in 2009 das Produkt-Segment. Dabei standen insbesondere der Ausbau der Leitungs- und Rechenkapazitäten sowie die Entwicklung von webbasierten Applikationen im Vordergrund. Einführung der 1&1 Branchen-HompepageIm März 2009 wurde die 1&1 Branchenhomepage eingeführt. Mit dem neuen Produkt werden insbesondere kleine Unternehmen adressiert, die damit ohne besondere Vorkenntnisse in wenigen Minuten einen professionellen Internet-Auftritt erstellen können. Mit der 1&1 Branchenhomepage können wir unseren Kunden komplette Lösungspakete (bestehend aus einer Domain, Hosting und Publishing) anbieten. Dazu stehen über 100 branchenspezifische Inhaltsvorlagen zur Verfügung, die bereits auf die jeweilige Branche zugeschnittene Designs und Anwendungen enthalten. Die individuellen Anforderungen wurden im Rahmen der Entwicklung durch umfangreiche Marktstudien und Expertengespräche ermittelt. Entwicklung des 1&1 Dynamic Cloud ServersMit dem Dynamic Cloud Server entwickelte United Internet als erster Provider in Deutschland ein neuartiges Server-Modell. Anwender können Arbeitsspeicher, Prozessorleistung und Festplattenplatz im Rahmen der Server-Kapazität frei wählen und diese Einstellungen bei Bedarf flexibel anpassen. Dabei zahlen sie nur für die Leistung, die sie für ihre jeweiligen Anwendungen benötigten. Für Standard-Anwendungen wie Mail-, Datenbank-, Webhosting- oder Game-Server werden optional bereits optimierte Voreinstellungen angeboten. Sollten sich in der Folge die Anforderungen an die Serverleistung ändern, können Prozessorleistung, Arbeitsspeicher und Festplattenplatz über ein einfach zu bedienendes Control-Panel täglich geändert werden. Technisch basiert der 1&1 Dynamic Cloud Server auf der Virtualisierungsplattform XEN. „De-Mail“-Pilotprojekt gestartetDas Projekt Bürgerportale (De-Mail) ist Teil der High-Tech-Strategie der Bundesregierung, bei dem unter der Führung des Bundesministeriums des Innern eine sichere und einfach zu nutzende Infrastruktur für den sicheren Austausch rechtsgültiger elektronischer Dokumente zwischen Bürgern, Behörden und Unternehmen über das Internet ermöglicht werden soll. Unsere Marken GMX und WEB.DE nehmen federführend an dem „De-Mail“-Projekt teil und haben im Lauf des Jahres 2009 die technischen Voraussetzungen für die Erfüllung der geforderten strengen Sicherheits- und Datenschutzmaßnahmen geschaffen. Abgesicherte Anmeldeverfahren und Verbindungen sowie verschlüsselte und abgeschlossene Transportwege sorgen für einen sicheren „De-Mail“-Versand und Empfang. Im Oktober 2009 wurde im Raum Friedrichshafen ein „De-Mail“-Pilotprojekt gestartet, bei dem neben weiteren privatwirtschaftlichen Unternehmen und Behören auch GMX und WEB.DE „DE-Mail“ im lokalen Testbetrieb testen. Im Anschluss an das Pilotprojekt ist die offizielle Einführung von „De-Mail“ für 2010 geplant. Weiterentwicklung der Shared-Hosting-ArchitekturIm Jahr 2009 wurde damit begonnen, die existierende Shared-Hosting-Architektur, bei der ein Webserver die Webseiten einer Vielzahl von Hosting-Kunden beherbergt, weiterzuentwickeln. Die bestehende Architektur aus einzelnen Servern wird dafür sukzessive auf ein Cluster-System umgestellt. Bei diesem werden die Komponenten „Datenspeicherung“ und „Prozessor / Arbeitsspeicher“ des Servers auf getrennten Einheiten dargestellt, wodurch eine bessere Skalierbarkeit des Systems erreicht wird. Darüber hinaus wurden die Voraussetzungen für den geo-redundanten Betrieb unserer Shared-Hosting-Dienste geschaffen. So wird seit Ende 2009 – zusätzlich zum herkömmlichen BackUp innerhalb der einzelnen Rechenzentren – auch bereits ein Teil der europäischen Kundendaten zwischen unseren Rechenzentren in Karlsruhe und Baden-Airpark gespiegelt, was die Betriebsverfügbarkeit weiter erhöht und das Risiko eines Ausfalls nochmals verringert. Eine Ausweitung der geo-redundanten Datenspeicherung zwischen Deutschland und den USA ist ebenfalls in Vorbereitung. Entwicklung eines netzbasierten UmzugssystemsIm Rahmen von Umzugsmaßnahmen in den USA wurde ein effizientes, netzbasiertes System zum Umzug von dedizierten Servern entwickelt. Mittels eines automatisierten Verfahrens werden dabei die Daten über das Netz vom Quell- auf den Zielserver übertragen. Neben den logistischen Herausforderungen beim Umzug von Servern zwischen den Rechenzentren, muss die große Bandbreite an unterschiedlichen Hardwarezusammenstellungen bei den Quell- und Zielsystemen berücksichtigt sowie deren Funktionsfähigkeit auf Linux und Windows-Systemen sichergestellt werden. Durch den netzbasierten Umzug kann die Ausfallzeit gegenüber dem physischen Umzug der Hardware auf nur wenige Stunden reduziert werden. Neben diesem „Offline-Verfahren“ wurde ein „Online-Verfahren“ für Linux-Systeme entwickelt, bei dem in besonderen Fällen Server auch im laufenden Betrieb umgezogen werden können und sich die Ausfallzeit auf nur wenige Minuten reduziert. Mit den entwickelten Verfahren besteht zukünftig auch die Möglichkeit, dedizierte Server noch einfacher auf neuere Plattformen zu migrieren. RisikoberichtRisikomanagementsystemÜber die gesetzlichen Anforderungen hinaus hat ein ganzheitliches Risikomanagement für die United Internet AG hohe Priorität. Ziel des konzernweiten Risikomanagements ist die systematische Auseinandersetzung mit potenziellen Risiken und die Förderung des risikoorientierten Denkens und Handelns in der Organisation. Der kontrollierte Umgang mit Risiken soll dazu beitragen, bestehende Chancen konsequent zu nutzen und den Geschäftserfolg zu steigern. Konzeption, Organisation und Aufgabe des konzernweiten Risikomanagements werden von Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG vorgegeben und im Rahmen eines konzernweit verfügbaren und gültigen Risikohandbuchs dokumentiert. Diese Vorgaben werden laufend mit den sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen abgeglichen, angepasst und kontinuierlich weiterentwickelt. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses identifizieren, klassifizieren und bewerten wir Unternehmensrisiken bei klaren Verantwortlichkeiten konzernweit einheitlich. Wir setzen unser Risikomanagementsystem nicht nur zur Identifikation von bestandsgefährdenden Risiken ein, sondern identifizieren und überwachen auch Risiken, die unterhalb der Bestandsgefährdung liegen, jedoch negativen Einfluss auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns haben können. Im Geschäftsjahr 2009 haben wir eine unternehmensweite Risikoinventur begonnen, die aktuell andauert. Die identifizierten Risiken wurden bewertet und mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit versehen. Zu jedem wesentlichen Risiko wurden, soweit wirtschaftlich sinnvoll, risikobeschränkende Maßnahmen definiert. Ergänzend sind in den Tochtergesellschaften und wesentlichen Beteiligungen dezentrale Risikomanager für den Risikomanagementprozess vor Ort verantwortlich. Im Sinne eines konzernweiten Austausches und Abgleichens von Risikoinformationen findet zwischen den dezentralen Risikomanagern und dem zentralen Risikomanagement ein regelmäßiges Risk-Manager-Meeting statt. Der Risikostatus wird quartalsweise an den Vorstand und Aufsichtsrat kommuniziert. Bei unvermittelt eintretenden wesentlichen Risiken oder bei einer erheblichen Risikoveränderung wird eine Ad-hoc-Berichtspflicht ausgelöst. Das Risiko wird dann unverzüglich an den Vorstand gemeldet und von diesem gegebenenfalls auch an den Aufsichtsrat berichtet. Risiken der künftigen GeschäftsentwicklungIm Folgenden werden die wesentlichen Risiken und Unsicherheiten, denen der United Internet-Konzern ausgesetzt ist, dargestellt. Externe RisikenBedrohungspotenziale im InternetDie United Internet AG realisiert ihren Unternehmenserfolg im Wesentlichen im Umfeld des Internet. Unser Produktportfolio besteht aus hochwertigen Internet- und Telekommunikationsanwendungen sowie aus technisch komplexen Mehrwertprodukten. Zur Leistungserbringung setzen wir im Rahmen unserer Geschäftsprozesse Informations- und Telekommunikationstechnologien (Rechenzentren, Übertragungssysteme, Vermittlungsknoten u. a.) ein, die stark mit dem Internet vernetzt sind. Grundsätzlich besteht das Risiko eines Hackerangriffs mit dem Ziel, Kundendaten auszuspionieren, zu löschen oder Leistungen missbräuchlich in Anspruch zu nehmen. Wir begegnen diesem Risiko mit dem Einsatz von Virenscannern, Firewalling-Konzepten und diversen technischen Kontrollmechanismen. Des Weiteren besteht das Risiko von DDos-Attacken (DDos = Distributed Denial of Service), die zu einer Überlastung unserer technischen Systeme bzw. zu Serverausfällen führen können. Um zukünftig einem solchen Risiko noch schneller begegnen zu können, wurde in 2009 ein Überwachungs- und Alarmierungssystem inkl. der nötigen Prozesse und Dokumentationen installiert. United Internet ist bestrebt, im Rahmen des IT-Security-Managements ihr Sicherheitskonzept kontinuierlich zu verbessern und auf dem neuesten Stand zu halten. Dennoch kann nie vollständig ausgeschlossen werden, dass sich ein Hacker Zugang zu firmeneigenen Netzen verschafft oder in Kundenkonten einbricht und Leistungen wie z. B. Internet-Telefonie missbräuchlich in Anspruch nimmt. Dafür wurden Notfallkonzepte und Automatismen entwickelt, die einen möglichen Schaden weitestgehend gering halten und die Interessen unserer Kunden schützen. In den vergangenen Jahren ist eine stetige Zunahme an Spam-E-Mails im Internet zu verzeichnen. Dies hat für die Mailsysteme von United Internet zur Folge, dass die Auslastung deutlich zunimmt und Prozesse behindert werden. Vor diesem Hintergrund treffen wir verschiedene Vorkehrungen, um den Spam-Verkehr möglichst gering zu halten. Durch die aktive Teilnahme an länderübergreifenden Arbeitsgruppen wirken wir darüber hinaus u. a. bei der Definition von Mail-Security-Standards mit. Sollten die beschriebenen Risiken eintreten, könnten sie unser Image negativ beeinflussen und das in die United Internet AG gesetzte Vertrauen verringern. Zusätzlich kann durch die missbräuchliche Nutzung unserer Leistungen ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden entstehen. MarktregulierungIm Bereich der Breitband-Internetzugänge haben in Deutschland die Entscheidungen der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts Einfluss auf die Gestaltung der Breitband-Internetzugangstarife im Produkt-Segment. (Genehmigte) Preiserhöhungen der Leitungsbetreiber, von denen United Internet Vorleistungen für die eigenen Kunden bezieht, könnten sich negativ auf die Profitabilität unserer Tarife auswirken. Gleichermaßen besteht aber auch die Möglichkeit, dass eine fehlende Regulierung das Marktumfeld für United Internet verschlechtert. United Internet versucht, dem steigenden Regulierungsrisiko dadurch zu begegnen, dass wir bei den im Bereich Internet-Zugang bezogenen Vorleistungen mit mehreren Partnern zusammenarbeiten und uns über Interessenvertreter wie dem Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) aktiv einbringen. Auch im Bereich der Internet-Telefonie (VoIP) haben Entscheidungen der Bundesnetzagentur Einfluss auf die Geschäftsprozesse. Durch externe Anforderungen (z. B. des Gesetzgebers) an bestehende Prozesse und neue regulatorische Rahmenbedingungen könnten höhere Kosten entstehen, die sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit von United Internet und somit auch auf die Profitabilität auswirken könnten. WettbewerbDer deutsche DSL-Markt befindet sich weiterhin in einer Phase der Marktverteilung. Durch die Übernahme des DSL-Geschäfts der freenet AG und der damit verbundenen deutlichen Zunahme der Kunden im Bereich des Internet-Zugangs konnten wir eine deutlich stärkere Positionierung auf dem DSL-Markt einnehmen. Neben den großen Wettbewerbern agieren auch diverse lokale Stadtnetzbetreiber, Kabelnetzbetreiber und andere Netzbetreiber mit eigener Infrastruktur. Zunehmender Wettbewerb, steigende Kundengewinnungskosten oder sinkende Preise könnten sich negativ auf den angestrebten Marktanteil an Neukunden und / oder auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. United Internet versucht, diesen Risiken unter anderem durch die Entwicklung von innovativen und hochwertigen Produkten und exklusiven Vertriebskanälen zu begegnen. Einer möglicherweise erhöhten Wechselbereitschaft wirken wir mit einer engen Kundenbindung sowie dem verstärkten Einsatz von Komplettpaketen und ständigen Service- und Qualitätsmaßnahmen entgegen. Abhängigkeit von Kunden / GeschäftspartnernDie Werbeausgaben von Werbetreibenden stehen in hoher Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung, die angesichts der noch immer anhaltenden weltweiten Wirtschaftskrise mit vielen Unsicherheiten behaftet ist. Als Resultat dieser weltweiten Rezession werden Werbe-Etats häufig auch nur noch für einzelne Kampagnen vergeben. In unserem Segment Online-Marketing werden wesentliche Umsatzanteile mit teilweise wenigen großen Geschäftspartnern erzielt. Sollten diese Geschäftspartner ihre Geschäftsbeziehung zu uns einschränken oder beenden, könnte es zu einer deutlichen Verschlechterung unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Segment Online-Marketing kommen. Betriebliche RisikenProduktentwicklungEiner unserer wesentlichen Erfolgsfaktoren ist es, im Rahmen unserer Kernmarken neue Produkte und Services zu entwickeln, die wir Neu- und Bestandskunden anbieten, um die Anzahl unserer Kundenverträge zu steigern und die Kundenbindung zu verstärken. Dabei besteht grundsätzlich das Risiko, dass Neuentwicklungen zu spät auf den Markt kommen oder seitens der Zielgruppe nicht angenommen werden. Diese Risiken versucht die United Internet AG durch eine intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtung sowie eine ständig auf das Feedback unserer Kunden regierende Produktentwicklung zu minimieren. Gemeinsam mit den Samwer Brüdern sind wir über unsere Beteiligungs-Fonds an europäischen Internet- und Technologieunternehmen beteiligt und verfolgen damit das Ziel, künftig auch von deren Innovationen und Technologien zu profitieren. Einsatz von Hard- und SoftwareUnsere Produkte sowie die dazu benötigten Geschäftsprozesse basieren auf einer komplexen technischen Infrastruktur und einer Vielzahl erfolgskritischer Softwaresysteme (Server, Kundenverwaltungsdatenbanken, Statistiksysteme u. a.). Diese Infrastruktur kann vielfältigen Störungen, z. B. durch Überlastungen oder durch technische Ausfälle, unterliegen. Darüber hinaus besteht auch das Risiko gezielter Angriffe von innen und außen, z. B. durch Hacker oder durch mutwillige Manipulation seitens zugriffsberechtigter Mitarbeiter. Auch die Integration extern zugekaufter Geschäftsanwendungen in die bestehende Systemlandschaft birgt aufgrund der Komplexität dieser Systeme die Gefahr von Unterbrechungen und Fehlern. Ausfälle oder Verschlechterungen unserer Services könnten das Image und unser operatives Geschäft nachhaltig negativ beeinflussen. Um diesem Risiko zu begegnen, setzen wir verschiedene soft- und hardwarebasierte Sicherheitsvorkehrungen ein, die die Infrastruktur und deren Verfügbarkeit schützen. Durch die Teilung von Aufgaben werden risikobehaftete Handlungen oder Geschäftsvorfälle nicht von einem Mitarbeiter alleine, sondern nach dem „Vier-Augen-Prinzip“ ausgeführt. Manuelle und technische Zugriffsbeschränkungen stellen darüber hinaus sicher, dass Mitarbeiter nur in ihren Verantwortungsbereichen tätig sind. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme gegen Datenverlust werden die vorhandenen Datenbestände einer regelmäßigen Datensicherung unterzogen und in räumlich getrennten, d. h. geo-redundanten, Rechenzentren gespeichert. Rechtliche RisikenGeschützte RechteDurch Patente, Warenzeichen und Copyrights versuchen sich sowohl United Internet wie auch unsere Wettbewerber gegen den Missbrauch von Rechten und eigenentwickelter Technologien zu schützen. Ein Missbrauch unserer Patente, Warenzeichen und Copyrights durch Wettbewerber kann dadurch jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, was gegebenenfalls den von uns erarbeiteten Wettbewerbsvorteil mindern könnte. Gleichermaßen könnten auch gegen United Internet Ansprüche wegen der Verletzung von Rechten oder Patenten geltend gemacht werden, von deren Bestehen wir keine Kenntnis hatten. DatenschutzUnited Internet speichert die Daten von mehreren Millionen Kunden auf ihren Servern. Der Umgang mit diesen Daten unterliegt verschiedenen gesetzlichen Vorgaben. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und räumen dem Datenschutz einen hohen Stellenwert und besondere Beachtung ein. Durch den Einsatz neuester Technologien und durch ständige Überprüfung der datenschutzrechtlichen Vorgaben versuchen wir, einen hohen Sicherheitsstandard zu gewährleisten. Falls es Mitarbeitern oder Dritten trotz aller Sicherheitsvorkehrungen gelingen sollte, die vielfältigen Schutzmaßnahmen mutwillig zu durchbrechen und personenbezogene Daten zu entwenden, könnte United Internet für den damit betriebenen Missbrauch haftbar gemacht werden. Sonstige RisikenAkquisitionenTeil unserer langfristigen Wachstumsstrategie ist auch die Option, in bestimmten Märkten durch Zukäufe schneller an Größe zu gewinnen, in neue Geschäftsmodelle zu diversifizieren und insgesamt günstige Markt- und Konsolidierungschancen zu nutzen. Sollten die erworbenen Unternehmen oder Unternehmensbestandteile die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen oder die erwarteten Synergien schlechter als geplant ausfallen, könnte dies negative Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage von United Internet haben. Wir begegnen diesem Risiko i. d. R. mit umfangreichen Due-Diligence-Prüfungen im Vorfeld von Akquisitionen, können diese Risiken jedoch nicht gänzlich ausschließen. Abschreibungen / WertminderungenGleiches gilt für unsere i. d. R. strategischen Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen. Bei einer durch weltweit fallende Aktienkurse geänderten Bewertungsgrundlage können umfangreiche Abschreibungen auf diese Beteiligungen erforderlich werden – wie bereits im Geschäftsjahr 2008 geschehen. Abhängig von der weiteren Kursentwicklung unserer börsennotierten Beteiligungen können auch zukünftig weitere, nicht-cashwirksame Belastungen aus Sonderabschreibungen / Wertminderungen entstehen. Zusätzliche Angaben zu Risiken, Finanzinstrumenten und Finanzrisikomanagement der Einzelgesellschaft United Internet AGDie im Wesentlichen bei der Einzelgesellschaft im Zuge der Finanzierung ihrer Geschäftstätigkeit entstandenen finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Bank- und Schuldscheindarlehen, Kontokorrentkredite sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Die United Internet AG verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus ihrer Geschäftstätigkeit resultieren. Diese umfassen im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Gesellschaft verfügte zum Bilanzstichtag im Wesentlichen über originäre Finanzinstrumente sowie derivative Finanzinstrumente aus Zinssicherungsvereinbarungen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Dabei unterliegt die Gesellschaft hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Liquiditätsrisiken sowie Marktrisiken, die im Folgenden dargestellt werden. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko von United Internet besteht grundsätzlich darin, dass die Gesellschaft möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen – beispielsweise der Tilgung von Finanzschulden – nicht nachkommen kann. Ziel der Gesellschaft ist die kontinuierliche Deckung des Finanzmittelbedarfs und die Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen. Im Cash-Management werden konzernweit der Bedarf und Überschuss an Zahlungsmitteln zentral ermittelt. Durch das konzerninterne Saldieren (Netting) von Bedarf und Überschuss wird die Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß reduziert. Das Netting erfolgt durch Cash-Pooling-Verfahren. Die Gesellschaft hat zur Steuerung ihrer Bankkonten und der internen Verrechnungskonten sowie zur Durchführung automatisierter Zahlungsvorgänge standardisierte Prozesse und Systeme etabliert. Neben der operativen Liquidität unterhält United Internet auch weitere Liquiditätsreserven, die kurzfristig verfügbar sind. Bestandteile dieser Liquiditätsreserven sind zugesagte syndizierte Kreditlinien mit unterschiedlichen Laufzeiten. Bei der Gesellschaft besteht derzeit keine wesentliche Liquiditätsrisiko-Konzentration. Risiken aus Financial CovenantsDie bestehenden Kreditlinien der United Internet AG sind an sogenannte Financial Covenants (Kreditauflagen) gebunden. Eine Verletzung dieser Auflagen könnte dazu führen, dass der Kreditgeber die Finanzierungen kündigen und die jeweiligen Valutierungen sofort fällig stellen kann. Die in den Kreditverträgen von United Internet enthaltenen Covenants umfassen die Einhaltung einer bestimmten Nettoschulden-zu-EBITDA-Relation sowie die Einhaltung einer bestimmten EBITDA-zu-Zinsen-Relation. Mit diesen Relationen wird die relative Belastung der Gesellschaft durch die Finanzverbindlichkeiten bzw. durch die Zinszahlungen berechnet. Angesicht der derzeit weit besseren Relationen von United Internet wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering eingeschätzt. Die Einhaltung der Kreditauflagen wird vom Vorstand der Gesellschaft fortlaufend überwacht. MarktrisikoDie Aktivitäten der United Internet AG sind insbesondere finanziellen Risiken aus der Änderung von Zinssätzen, von Wechselkursen sowie von Börsenkursen ausgesetzt. ZinsrisikoDie Gesellschaft ist Zinsrisiken ausgesetzt, da zum Bilanzstichtag Finanzmittel im Wesentlichen zu variablen Zinssätzen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgenommen waren. Die Gesellschaft prüft auf der Grundlage der Liquiditätsplanung ständig die verschiedenen Anlagemöglichkeiten der liquiden Mittel und die Konditionen der Finanzschulden. Ein entstehender Finanzierungsbedarf wird mittels geeigneter Instrumente zur Liquiditätssteuerung gedeckt, und Liquiditätsüberschüsse werden bestmöglich im Geldmarkt angelegt. Aufgrund der Entwicklung auf den weltweiten Finanzmärkten blieb das Zinsrisiko weitgehend unverändert. Marktzinsänderungen könnten sich auf das Zinsergebnis auswirken und gehen in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein. Zur Darstellung von Marktrisiken verwendet United Internet eine Sensitivitätsanalyse, die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis vor Steuern zeigt. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag bezogen werden. Zur Absicherung der Zinsrisiken wurden bereits im Geschäftsjahr 2008 zwei Zinssicherungsvereinbarungen über insgesamt 200 Mio. € abgeschlossen. WährungsrisikoDas Währungsrisiko von United Internet resultiert im Wesentlichen aus der operativen Geschäftstätigkeit (wenn Umsatzerlöse und / oder Aufwendungen auf eine von der funktionalen Währung des Konzerns abweichende Währung lauten) und den Nettoinvestitionen in ausländischen Tochterunternehmen. Im Berichtszeitraum lagen keine die Cash-Flows wesentlich beeinflussenden Währungsrisiken vor. Börsenkursrisiko (Bewertungsrisiko)Ein Börsenkursrisiko resultiert im Wesentlichen aus Beteiligungen an börsennotierten Gesellschaften. Diese Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sofern der (anteilige) Börsenwert einer Beteiligung dauerhaft unter dessen Anschaffungskosten liegt, erfasst die Gesellschaft die Wertminderung des Finanzinstruments im Periodenergebnis. KapitalsteuerungDie Gesellschaft unterliegt über die aktienrechtlichen Bestimmungen hinaus keinen weitergehenden satzungsmäßigen oder vertraglichen Verpflichtungen zum Kapitalerhalt. Die im Rahmen der Unternehmenssteuerung von der Gesellschaft herangezogenen Finanzkennzahlen (Umsatz, Bruttoertrag, EBITDA und EBIT) sind überwiegend erfolgsorientiert. Ziele, Methoden und Prozesse des Kapitalmanagements sind den erfolgsorientierten Finanzkennzahlen untergeordnet. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann die Gesellschaft Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner oder eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen, neue Anteile ausgeben oder eigene Anteile erwerben. Zum 31. Dezember 2009 bzw. 31. Dezember 2008 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen. Steuerliche Risiken aus KundenakquisitionskostenIm Rahmen der abgelaufenen Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2002 bis 2005 kam es zu Prüfungsfeststellungen hinsichtlich der ertragsteuerlichen Behandlung sogenannter Kundenakquisitionskosten. Diese Kosten werden aufgrund ihres Vertriebskosten-Charakters im Rechnungswesen bei Anfall sofort aufwandswirksam erfasst. Nach Auffassung der Finanzbehörden sind bestimmte Teile dieser Kosten aktivisch über die anfängliche Mindestvertragslaufzeit abzugrenzen. Hinsichtlich dieser Fragestellung ist derzeit eine Klage eines Mobilfunk-Providers am BFH anhängig. Da aus heutiger Sicht von einem erfolgreichen Ausgang dieser Klage ausgegangen wird, sind für den Zeitraum nach der Betriebsprüfung keine Steuerrückstellung gebildet worden. Sollten diese Erwartungen nicht eintreten, würden sich entsprechend dem Geschäftsvolumen der Gruppe Ertragsteuer-Belastungen im unteren zweistelligen Millionen-Bereich ergeben. In diesem Fall wird United Internet die Urteilsbegründung bewerten und dann entscheiden, ob daraus gleichzeitig nicht auch Änderungen in der Bilanzierung der Kundenakquisitionskosten folgen. Beurteilung des GesamtrisikosDie wesentlichen Risiken der aktuellen und zukünftigen Finanz-, Vermögens- und Ertragslage konzentrieren sich auf die Bereiche Bedrohungspotenziale im Internet, Marktregulierung, Wettbewerb, Einsatz von Hard- und Software sowie Akquisitionen. Durch den weiteren Ausbau der Risikomanagementsystematik begegnen wir diesen Risiken proaktiv und begrenzen sie, soweit sinnvoll, mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen auf das Minimum. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten werden von uns als gering bis begrenzt eingeschätzt. Bestandsgefährdende Risiken waren im Geschäftsjahr 2009 weder aus Einzelrisiko-Positionen noch aus der Gesamtrisiko-Situation für den United Internet-Konzern erkennbar. Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und RiskomanagementsystemsGemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist die United Internet AG verpflichtet, im Lagebericht für das am 31. Dezember 2009 endende Geschäftsjahr erstmals die wesentlichen Merkmale ihres rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems zu beschreiben. Der Umfang und die Ausgestaltung an die spezifischen Anforderungen der United Internet AG liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Die United Internet AG versteht das Risikomanagement als Teil des internen Kontrollsystems, das in Anlehnung an das international anerkannte COSO-Rahmenwerk („Internal Control – Integrated Framework“) nach der Definition des COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) aufgebaut ist. Die Interne Revision ist verantwortlich für die unabhängige Überprüfung der Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems. Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben verfügt die interne Revision über umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. RisikoeinschätzungDie United Internet AG sieht das Risikomanagement als eine Maßnahme, um Risiken zu erkennen, zu bewerten und auf ein vertretbares Maß abzumildern und um die erkannten Risiken zu überwachen. Ein Risikomanagement verlangt organisiertes Handeln, um mit Unsicherheit und Bedrohung angemessen umgehen zu können und hält Mitarbeiter dazu an, Vorschriften und Instrumente einzusetzen, um die Einhaltung der Grundsätze für das Risikomanagement zu gewährleisten. Das Risikomanagementsystem der United Internet AG ist ein System, mit dem Risiken erkannt und bewertet werden, vor allem solche Geschäftsvorfälle, die die Existenz des Unternehmens gefährden könnten. Es umfasst neben dem operativen Risikomanagement auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagement ist dabei auf das Risiko einer Falschaussage in der Buchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet. Spezifische rechnungslegungsbezogende Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte, insbesondere zeitkritisch zum Ende des Geschäftsjahres, auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Einem begrenzten Personenkreis sind notwendigerweise Ermessensspielräume bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt, woraus weitere rechnungslegungsbezogene Risiken resultieren können. Die Interne Revision der United Internet AG stellt durch Prüfungen im Rahmen ihrer Überwachungstätigkeit die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sicher. Beschreibung des internen KontrollsystemsDas rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der United Internet AG umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. In den Rechnungslegungsprozess sind anhand von Risikoaspekten definierte interne Kontrollen eingebettet. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasst sowohl präventive als auch detektivische Kontrollen, zu denen IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip, allgemeine IT-Kontrollen, wie z. B. Zugriffberechtigungen in IT-Systemen oder Change-Management sowie deren Überwachung gehören. Das interne Kontrollsystem ermöglicht durch die in der United Internet AG festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Die Steuerung der Prozesse zur Rechnungslegung erfolgt durch den Bereich Konzernrechnungslegung. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Jahresabschluss analysiert. Die in den Konzernrechnungslegungsprozess involvierten Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Die Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung des ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablaufs ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich und werden dabei vom Bereich Konzernrechnungslegung unterstützt. Ergänzt wird das beschriebene rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem durch sogenannte Entity Level Controls (Kontrollen auf Unternehmensebene), die von den obersten Entscheidungsgremien durchgeführt werden. Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerhafte Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen dann zu einer eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems. Somit kann auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme keine absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten. Die getroffenen Aussagen beziehen sich nur auf die in den Konzernabschluss der United Internet AG einbezogenen Tochterunternehmen, bei denen die United Internet AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geldpolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen. Übernahmerechtliche Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGBZusammensetzung des KapitalsNach dem Einzug eigener Aktien im Verfahren der vereinfachten Kapitalherabsetzung beträgt das gezeichnete Kapital der United Internet AG zum 31. Dezember 2009 240.000.000 € und ist in 240.000.000 nennwertlose, auf den Namen lautende Stammaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme, weitere Aktiengattungen existieren nicht. Bei einer Erhöhung des Grundkapitals kann der Beginn der Gewinnberechtigung der neuen Aktien abweichend von dem Zeitpunkt der Leistung der Einlagen festgelegt werden. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht. Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital, SonderrechteDer Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft, Herr Ralph Dommermuth, Montabaur, Deutschland, hält 92.000.000 Aktien bzw. 38,33 % der Anteile an der United Internet AG. Herrn Dommermuth steht das persönliche Recht zu, ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden. Das Entsendungsrecht wird ausgeübt durch Benennung der Person des Aufsichtsratsmitglieds gegenüber dem Vorstand der Gesellschaft. Die Benennung wird wirksam durch Erklärung der Annahme des Aufsichtsratsmandates durch die benannte Person gegenüber dem Vorstand. Das vorstehende Benennungsrecht setzt voraus, dass Herr Ralph Dommermuth selbst oder durch mit ihm gemäß §§ 15 ff. AktG verbundene Unternehmen bei Ausübung des Benennungsrechts Aktien hält, die mindestens 25 % des stimmberechtigten Grundkapitals der Gesellschaft repräsentieren und dies dem Vorstand bei der Benennung des Aufsichtsratsmitglieds durch Depotauszüge oder ähnliche Unterlagen nachweist. Herr Dommermuth hat bisher von seinem Entsendungsrecht keinen Gebrauch gemacht. Weitere Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, oder Aktien mit Sonderrechten bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, SatzungsänderungenDie Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit Ziffer 1 der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand mindestens aus einer Person. Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands, bestimmt ihre Zahl und kann ein Mitglied des Vorstandes zum Vorsitzenden ernennen. Jede Satzungsänderung bedarf eines Hauptversammlungsbeschlusses mit einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Zu Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, ist der Aufsichtsrat nach § 22 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG ermächtigt (Änderungen bei Grundkapital und Aktienzahl). Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von AktienDer Vorstand hat die Möglichkeit, unter folgenden Umständen neue Aktien auszugeben: Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 12. Juni 2011 einmal oder mehrfach um insgesamt bis zu 124.550.402,00 € durch Ausgabe von neuen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist zudem ermächtigt, in bestimmten in § 5 Ziffer 4 der Satzung genannten Fällen das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Dies betrifft insbesondere den Ausgleich von Spitzenbeträgen und die Einräumung von Bezugsrechten auf neue Aktien an die Inhaber von Optionsscheinen, Wandelschuldverschreibungen oder Optionsanleihen. Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht einzuschränken, unter der Voraussetzung, dass der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhung gegen Sachanlagen ausschließen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen oder Wirtschaftsgütern. Das Grundkapital ist um bis zu 92.000.000,00 €, eingeteilt in bis zu 92.000.000 Stammaktien ohne Nennwert, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 bis zum 17. Mai 2010 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden, soweit die Ausgabe gegen bar erfolgt ist und die Options- oder Wandlungsrechte nicht aus dem Bestand eigener Aktien oder aus genehmigtem Kapital bedient werden. Das Grundkapital ist um weitere bis zu 4.711.892,00 €, eingeteilt in bis zu 4.711.892 auf den Namen lautende Stückaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe die Hauptversammlung am 16. Mai 2003 den Vorstand ermächtigt hat. Das Grundkapital ist um weitere bis zu 3.000.000,00 €, eingeteilt in bis zu 3.000.000 Stückaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe die Hauptversammlung am 18. Mai 2005 den Aufsichtsrat ermächtigt hat. Befugnisse des Vorstands zum Rückkauf von AktienDer Vorstand wurde in der Hauptversammlung am 26. Mai 2009 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 25. November 2010 eigene Aktien im Umfang von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern oder einzuziehen. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien (ohne Erwerbsnebenkosten) darf zehn vom Hundert des Börsenkurses nicht unterschreiten und den Börsenkurs nicht um mehr als zehn vom Hundert überschreiten. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, für einen oder mehrere Zwecke von der Gesellschaft ausgeübt werden; sie kann aber auch von abhängigen oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen oder für ihre oder deren Rechnung von Dritten ausgeübt werden. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels mit eigenen Aktien genutzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die so erworbenen Aktien sowie die bereits früher erworbenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere eine Veräußerung in anderer Weise als über die Börse, oder durch Angebot an alle Aktionäre oder gegen eine Sachleistung vorzunehmen. Die Ermächtigung verringert sich um den Anteil am Grundkapital, der auf Aktien entfällt, für die das Bezugsrecht in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von §§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wurde. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Gewährung von Aktien an Mitglieder des Vorstands und an sonstige Mitarbeiter zu verwenden, zu deren Bezug diese Personen aufgrund von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen berechtigt sind. Soweit eigene Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft übertragen werden sollen, obliegt die Entscheidung hierüber dem Aufsichtsrat der Gesellschaft. Der Vorstand ist zudem ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Wandel- oder Optionsrechten bzw. Wandlungspflichten zu verwenden. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen verwendet werden. Der Vorstand wurde in der Hauptversammlung vom 26. Mai 2009 zudem zum Einsatz von Kaufofferten und von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zum Ausschluss des Bezugs- und des Andienungsrechts ermächtigt. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Rückerwerb im Wege von Kaufofferten durchzuführen, und/oder den Rückerwerb unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten durchzuführen, und dazu Optionen zu veräußern, die die Gesellschaft zum Erwerb von United Internet Aktien bei Ausübung der Optionen verpflichten („Put-Optionen“), Optionen zu erwerben, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, United Internet Aktien bei Ausübung der Optionen zu erwerben („Call-Optionen“) und United Internet Aktien unter Einsatz einer Kombination aus Put- und Call-Optionen zu erwerben. Die Gegenleistung für den Erwerb der United Internet Aktien im Rahmen von Kaufofferten kann in einer Barzahlung bestehen oder durch Übertragung von Aktien eines im Sinne von § 3 Abs. 2 AktG börsennotierten Unternehmens („Tauschaktien“) geleistet werden. Alle Aktienerwerbe unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten sind dabei auf Aktien im Umfang von fünf von Hundert des Grundkapitals beschränkt. Die Laufzeit der Optionen muss so gewählt werden, dass der Erwerb der United Internet Aktien in Ausübung der Optionen nicht nach dem 25. November 2010 erfolgt. Werden eigene Aktien unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten unter Beachtung der vorstehenden Regelungen erworben, ist ein Recht der Aktionäre, solche Optionsgeschäfte mit der Gesellschaft abzuschließen, in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen. Ein Recht der Aktionäre auf Abschluss von Optionsgeschäften besteht auch insoweit nicht, als beim Abschluss von Optionsgeschäften ein bevorrechtigtes Angebot für den Abschluss von Optionsgeschäften bezogen auf geringe Stückzahlen an Aktien vorgesehen wird. Aktionäre haben ein Recht auf Andienung ihrer United Internet Aktien nur, soweit die Gesellschaft ihnen gegenüber aus den Optionsgeschäften zur Abnahme der Aktien verpflichtet ist. Ein etwaiges weitergehendes Andienungsrecht ist ausgeschlossen. Für die Verwendung eigener Aktien, die unter Einsatz von Kaufofferten und/oder von Eigenkapitalderivaten erworben werden, gelten die im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG festgesetzten Regelungen und Bezugsrechtsausschlüsse entsprechend. AbhängigkeitsberichtDer Vorstand erklärt gemäß § 312 AktG, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat oder dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt worden ist. NachtragsberichtDie überwiegend positiven Rahmenbedingungen in den für United Internet relevanten Zielmärkten bleiben nach Einschätzung führender Marktanalysten auch in 2010 weiterhin bestehen. AktienrückkaufDer Vorstand der United Internet AG hat am 14. Januar 2010 beschlossen, bis zu 5.000.000 Aktien der Gesellschaft (das entspricht rund 2,08 % des Grundkapitals) an der Börse zurückzukaufen. Der Beschluss folgte der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Mai 2009 zum Rückkauf eigener Aktien im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals, die bis zum 25. November 2010 erteilt wurde. Am 12. März 2010 hielt United Internet 15 Mio. eigene Aktien, das entspricht rund 6,25 % des Grundkapitals. Die zurückgekauften Aktien können zu allen in der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Mai 2009 genannten Zwecken, insbesondere für bestehende und künftige Mitarbeiter-Beteiligungsprogramme und / oder als Akquisitionswährung, verwendet werden, können aber auch eingezogen werden. Darüber hinaus fanden keine Ereignisse nach Schluss des Berichtsjahres statt, die die Unternehmenssituation von United Internet wesentlich verändert haben. Chancen und AusblickWeltwirtschaft soll 2010 wieder wachsenDie Weltwirtschaft lässt die schlimmste Rezession seit Jahrzehnten überraschend schnell hinter sich, wie der Internationale Währungsfonds (IWF) in einem aktualisierten Weltwirtschaftsausblick Ende Januar 2010 festgestellt hat. So geht der IWF für 2010 von einem weltweiten Wachstum von 3,9 % aus – nach einem Minus von 0,8 % in 2009. Auch für 2011 ist der Fonds optimistisch und rechnet mit einem Plus von 4,3 %. Gleichwohl rechnet der IWF mit einer global sehr unterschiedlich verlaufenden Erholung. So fällt der Ausblick besonders gut für viele Schwellenländer aus, während die Erholung in den Industrienationen nur langsamer voran kommt und nach Einschätzung der Wirtschaftsexperten weiter abhängig von staatlichen Konjunkturprogrammen bleibt. Für die USA erwartet der Fonds in 2010 und 2011 ein Wachstum von 2,7 bzw. 2,4 % – nach einem Minus von 2,5 % in 2009. Für die Euro-Zone wird nach einem Minus von 3,9 % in 2009 für 2010 und 2011 mit einem Wachstum um 1,0 % bzw. 1,6 % gerechnet. Auch für Deutschland hat der IWF seine Wachstumsprognose nach oben korrigiert und erwartet ein Plus von 1,5 % in 2010 und 1,9 % in 2011. Fast zeitgleich hat auch die Bundesregierung ihre Prognose auf 1,4 % für 2010 angehoben. Stimmung in der ITK-Branche hellt sich deutlich aufAuch im Hightech-Sektor hat sich die Stimmung der Unternehmen inzwischen wieder deutlich aufgehellt. Der neue, im Rahmen der CeBIT 2010 vorgestellte BITKOM-Branchenindex (eine vierteljährlich durchgeführte Umfrage des Verbandes in der Branche) machte gegenüber dem Vorquartal einen Sprung um 41 Punkte auf plus 35 Zähler und liegt damit wieder auf dem Niveau vom Sommer 2008. Insgesamt erwartet der BITKOM für 2010 im ITK-Gesamtmarkt Umsätze auf Vorjahresniveau und für 2011 ein Wachstum von 1,6 % auf 142 Mrd. €. Laut BITKOM-Prognose wird der Umsatz mit Informationstechnik im Jahr 2010 um 1,4 % auf 64,4 Mrd. € und in 2011 um 3,8 % auf 66,8 Mrd. € zulegen. Die wichtigsten Trends sind dabei Cloud Computing, das mobile Internet und IT-Sicherheit. Im Bereich Telekommunikation werden die Umsätze 2010 voraussichtlich um 1,1 % auf 63 Mrd. € sinken und sollen sich 2011 auf diesem Niveau stabilisieren – wobei die Umsätze mit Sprachdiensten beständig sinken, während die Umsätze mit Datendiensten (Datenvolumen 2009: Festnetz +18 %; Mobilfunk +247 %) rasant steigen. Trotz hoher Nachfrage nach Flachbildfernsehern infolge der Olympischen Winterspiele und der Fußball-WM soll der Markt für digitale Unterhaltungselektronik in 2010 um 1,2 % auf 12,2 Mrd. € sinken. Neuer Trend im Breitband-MarktGemäß der Ende Februar 2009 erschienenen Studie "LIFE - Digitales Leben" wird sich der Trend zum Breitbandanschluss auch in den nächsten Jahren fortsetzen – wenngleich sich die Wachstumskurve weiter abschwächen wird. Die befragten Experten prognostizieren für Deutschland ein Wachstum bei „stationären“ Breitbandanschlüsse auf 36 Mio. bis 2015 und Geschwindigkeiten von teilweise mehr als 100 Mbit/s. Gleichzeitig rechnen die Experten mit einem sehr starken Wachstum im Bereich der „mobilen“ Breitbandnutzung und erwarten bei der Anzahl der Breitbandverbindungen über Mobilfunk (Mobile Internet per UMTS) einen Anstieg auf 41 Mio. bis 2015 – ein Trend, der sich bereits in den letzten Jahren an den kontinuierlich wachsenden Anteilen der Daten-Umsätze an den Gesamtumsätzen im Mobilfunkmarkt sowie dem Erfolg moderner Smartphones ablesen lässt. Laut BITKOM soll der Umsatz mit mobilen Datendiensten im Jahr 2010 um 8 % auf 5,8 Mrd. € steigen. Breitband-Anschlüsse in Deutschland In Mio.scroll
Quelle: VATM, Mobile Web Watch 2009, LIFE -
Digitales Leben Webhosting mit kontinuierlichem WachstumAuch der Webhosting-Industrie sagen die Marktforscher anhaltendes Wachstum voraus. Tier1Research prognostiziert allein in den Hosting-Bereichen Shared- und Dedicated-Hosting für 2010 ein Wachstum um jeweils 9,0 % auf 5,96 Mrd. USD bzw. 2,48 Mrd. USD - und dies ohne Berücksichtigung des erwarteten Wachstumstreibers „Cloud Computing“. Hosting-Umsätze weltweit In Mrd. USD.scroll
Online-Werbemarkt zeigt sich erholtLaut ZenithOptimedia hat sich der globale Werbemarkt – nach dem stärksten Einbruch der weltweiten Werbeinvestitionen seit Jahrzehnten – wieder stabilisiert. Für 2010 wird weltweit ein leichtes Plus von 0,9 % erwartet. Die Werbeausgaben in den Märkten Nordamerika und Westeuropa (Deutschland: - 1,5 %) sollen jedoch auch im laufenden Jahr noch schrumpfen. Das Internet, das als einziges Medium in 2009 weltweit einen Anstieg der Werbegelder verbuchen konnte (+9,5 %), soll laut ZenithOptimedia seinen Marktanteil als Werbeträger bis 2012 auf 16,2 % ausbauen. Gleichermaßen optimistisch ist auch der Online-Vermarkterkreis (OVK) des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW), der für 2010 von einem Anstieg des Brutto-Werbevolumens von 14 % auf 4,66 Mrd. € in Deutschland ausgeht. Besonders stark soll dabei der Bereich der Videowerbung zulegen und bis 2013 auf 137,5 Mio. € wachsen – ein Trend, der in enger Verbindung zu der zunehmenden Haushaltsdurchdringung mit Breitbandanschlüssen steht. Entwicklung des Brutto-Werbevolumens in Deutschland In Mio. EURscroll
Chancen für United Internet und neue SegmentierungUm die von den meisten Experten erwarteten Megatrends mobiles Internet und Cloud Computing gezielt adressieren zu können, stellen wir uns auch hausintern neu auf. Daraus folgt mit dem Start ins Jahr 2010 auch in der Steuerung und der Berichterstattung eine neue Segmentierung. Unsere bisherigen Segmente „Produkte“ und „Online-Marketing“ werden aufgegeben und neu die beiden Segmente „Access“ und „Applications“ gebildet. Im Segment „Access“ werden künftig unsere Schmalband-, Breitband- und Mobile-Access-Produkte inklusive den damit verbundenen Anwendungen zusammengefasst. In diesem Segment wollen wir vor allem durch die für die Kundenbindung wichtige Migration unserer DSL-Produkte auf Komplettpakete weiter zulegen. Zusätzlich erwarten wir starke Wachstumsimpulse von immer leistungsfähigeren und gleichzeitig günstigeren Mobile-Access-Produkten. Im Segment „Applications“ weisen wir zukünftig unsere Cloud-Applikationen aus, egal ob werbefinanziert oder im Abonnement gebucht. Zu diesen Cloud-Applikationen gehören z.B. Domains, Homepages und E-Shops, Anwendungen fürs Personal Information Management (E-Mail, Aufgaben, Termine, Adressen), Groupwork und Online-Storage sowie unsere Office-Applikationen, aber auch das Domainsekundär- und Parking-Geschäft der Sedo sowie das performancebasierte Marketing-Geschäft der affilinet. Im B-to-C-Bereich erwarten wir dabei, dass es uns aufgrund einer immer größeren Produktpalette zunehmend gelingen wird, werbefinanzierte Nutzer in Bezahl-Kunden zu konvertieren. Weitere Wachstumsimpulse sollen von neuen Verfahren für den sicheren E-Mail-Versand ausgehen, beispielsweise von der De-Mail-Initiative. Im B-to-B-Geschäft setzen wir auf neue Applikationen um unseren Kunden weitere Geschäftschancen im Internet zu eröffnen. Außerdem werden wir sie bei der Digitalisierung ihrer Unternehmen unterstützen. Ein weiterer Wachstumstreiber wird das Auslandsgeschäft sein, wo wir im Sommer 2010 in Polen starten werden. Mit der neuen Segmentierung fühlen wir uns gut positioniert, um die neuen Wachstumschancen für unser Unternehmen zu nutzen. Gleichzeitig erhöhen wir die Transparenz für unsere Aktionäre. PrognoseFür das Geschäftsjahr 2010 rechnen wir auf Konzernebene mit einem Umsatzplus von 10 – 15 %. Trotz hoher Entwicklungs- und Anlaufkosten für neue Produkte und die weitere Auslandsexpansion sowie hohen Aufwendungen für unsere bereits 2009 gestartete Service- und Qualitätsoffensive, erwarten wir aus heutiger Sicht, dass sich unsere wichtigsten Ergebniskennzahlen (ohne a. o. Erträge) auf dem hohen Niveau von 2009 halten werden. Auch für das Geschäftsjahr 2011 erwarten wir – bei einer gleichbleibend positiven Entwicklung der für United Internet relevanten Märkte – weiteres Umsatz- und Kundenwachstum sowie eine gute Ergebnisentwicklung. Zukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDer vorliegende Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands der United Internet AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unabwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. United Internet übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogene Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.
Montabaur, den 16. März 2010
Der Vorstand United Internet AG, MontabaurEinzelabschluss nach HGB zum 31. Dezember 2009Bilanz zum 31. Dezember 2009United Internet AG, MontabaurAktiva scroll
United Internet AG, Montabaur Gewinn- und Verlustrechnung für 2009scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2009UNITED INTERNET AG, MONTABAURALLGEMEINE VORSCHRIFTENDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung aufgestellt. Die United Internet AG, Montabaur, gilt aufgrund ihrer Kapitalmarktorientierung als große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss beruht auf den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes in den jeweils gültigen Fassungen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Wir weisen darauf hin, dass entsprechend den Zulassungsfolgepflichten des geregelten Markts (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse ein Konzernabschluss nach den „International Financial Reporting Standards“ (IFRS) erstellt wurde, der gemäß § 325 HGB offengelegt wird. Wir verweisen auf § 315a HGB. INFORMATIONEN ZUR GESELLSCHAFTDie Geschäftstätigkeit der United Internet AG geht zurück auf die „Eins & Eins EDV Marketing GmbH“, die 1988 durch Herrn Ralph Dommermuth und zwei weitere Gesellschafter gegründet worden ist. Die Firma dieses Marketingunternehmens wurde zunächst in „1&1 EDV Marketing GmbH“ und 1993 schließlich in „1&1 Holding GmbH“ geändert. Die United Internet AG wurde am 29. Januar 1998 als neue Holdinggesellschaft der 1&1-Gruppe unter der Firma 1&1 Aktiengesellschaft & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) errichtet. Die Gesellschaft wurde am 16. Februar 1998 in das Handelsregister beim Amtsgericht Montabaur unter HRB 5762 eingetragen; anschließend wurde die 1&1 Holding GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 1998 auf die Gesellschaft verschmolzen. Am 20. März 1998 wurden die (Kommandit -)Aktien der Gesellschaft zum Geregelten Markt mit Aufnahme des Handels im Neuen Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Der Handel der Aktien wurde am 23. März 1998 aufgenommen. Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 22. Februar 2000 änderte die Gesellschaft ihre Firma in United Internet Aktiengesellschaft & Co. KGaA. Die Eintragung der Umfirmierung in das Handelsregister erfolgte am 23. Februar 2000. Der ebenfalls am 22. Februar 2000 beschlossene Formwechsel der Gesellschaft in die Rechtsform einer Aktiengesellschaft unter der Firma United Internet AG wurde am 23. März 2000 in das Handelsregister eingetragen. GEGENSTAND DES UNTERNEHMENSGegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Marketing-, Vertriebs- und sonstigen Dienstleistungen, insbesondere auf den Gebieten der Telekommunikation, der Informationstechnologie einschließlich des Internets sowie der Datenverarbeitung oder verwandten Bereichen. Zum Gegenstand des Unternehmens gehört auch der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen, insbesondere an solchen, die in den vorgenannten Geschäftsbereichen tätig sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, Unternehmen, an denen sie beteiligt ist, unter ihrer einheitlichen Leitung zusammenzufassen und sich auf die Leitung oder Verwaltung der Beteiligungen zu beschränken. Die Gesellschaft ist befugt, Unternehmen aller Art im In- und Ausland zu erwerben oder sich daran zu beteiligen und alle Geschäfte zu tätigen, die dem Gegenstand des Unternehmens förderlich sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, ihre Geschäftstätigkeit auch durch Tochter-, Beteiligungs- und Gemeinschaftsunternehmen auszuüben. Sie kann ihren Betrieb ganz oder teilweise in verbundene Unternehmen ausgliedern oder verbundenen Unternehmen überlassen. GESCHÄFTSFÜHRUNG UND VERTRETUNG DER GESELLSCHAFTDie Geschäftsführung und die Vertretung stehen dem Vorstand der Gesellschaft zu. Nach der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen, deren Anzahl der Aufsichtsrat festlegt. Besteht der Vorstand nur aus einer Person, so wird die Gesellschaft durch diese Person vertreten. Besteht der Vorstand aus mehreren Personen, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinschaftlich mit einem Prokuristen vertreten; jedoch kann der Aufsichtsrat bestimmen, dass einzelne Vorstandsmitglieder allein zur Vertretung der Gesellschaft befugt sind. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN BILANZPOSTENSämtliche Zahlenangaben erfolgen in Euro (€), Tausend Euro (T€) oder Millionen Euro (Mio. €). BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren (im Wesentlichen) unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Anlagenzugänge werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Immaterielle Vermögensgegenstände sind, soweit entgeltlich erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze abgeschrieben. Soweit steuerlich zulässig, wird für bewegliche Anlagengüter die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Die übrigen Anlagengüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagengüter bis zu einem Wert von 150 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die übrigen Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Betriebsausstattung wird in der Regel über 4 bis 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung der Mietereinbauten erfolgt in der Regel über einen Zeitraum von 10 Jahren bzw. über die Laufzeit des Mietvertrages, sofern diese kürzer ist. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Büroeinrichtungen beläuft sich auf 8 bis 13 Jahre, die der Kraftfahrzeuge auf 5 bis 6 Jahre. Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen sowie sonstige Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert ausgewiesen. Allen risikobehafteten Posten ist, soweit sie der Höhe nach wesentlich sind, durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweiligen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag bewertet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten, erkennbare Risiken und drohende Verluste. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweiligen höheren Wert am Bilanzstichtag bewertet. ANLAGEVERMÖGENZur Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens nach Anlagegruppen verweisen wir auf den Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang). Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenIn diesem Bereich entfallen die Investitionen hauptsächlich auf Kraftfahrzeuge. FinanzanlagenInformationen zur Eigenkapitalsituation und zur Ertragslage der verbundenen Unternehmen sowie der Beteiligungsgesellschaften und die Angabe der jeweiligen Anteilsquoten sind in der Aufstellung zum Anteilsbesitz (Anlage 2 zum Anhang) dargestellt. Die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen belaufen sich auf 1.858 T€ und resultieren aus dem Kauf von weiteren Anteilen an der AdLINK Internet Media AG über die Börse. Abgänge in Höhe von 424 T€ bei den Anteilen an der AdLINK Internet Media AG resultieren aus einer im Geschäftsjahr 2004 abgeschlossenen Optionsvereinbarung zwischen Herrn Stéphane Cordier, seinerzeit Vorstandsmitglied der AdLINK Internet Media AG und der United Internet AG. Diese beinhaltete das Recht des Erwerbes von 400.000 Aktien der AdLINK Internet Media AG aus dem Bestand der United Internet AG zu einem Ausübungspreis je AdLINK Aktie in Höhe von 1,50 €. Die Optionsrechte wurden im Oktober 2009 ausgeübt. Die Zugänge bei den Beteiligungen belaufen sich auf 61.411 T€ und resultieren mit 9.919 T€ aus dem Kauf von 1.090.000 Aktien der freenet AG von der MSP Holding GmbH. Weitere Zugänge in Höhe von 51.482 T€ resultieren aus der Übertragung der von der MSP Holding GmbH gehaltenen Aktien an der freenet AG auf die United Internet AG zum beizulegenden Wert. Mit Vertrag vom 11. Dezember 2009 ist die United Internet AG als Gesellschafterin der MSP Holding GmbH ausgeschieden und hat im Gegenzug 50 % der von der MSP Holding GmbH gehaltenen freenet-Aktien (5.285.591 Aktien) erhalten. Die Nettoabgänge bei den Beteiligungen belaufen sich auf 53.268 T€ und resultieren mit 36.500 T€ aus dem Verkauf der im Geschäftsjahr 2008 erworbenen Anteile an der freenet AG. Weitere Abgänge in Höhe von 16.768 T€ sind auf das Ausscheiden der United Internet AG als Gesellschafterin der MSP Holding GmbH zurückzuführen. Aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wurde auf die Beteiligung an der Versatel AG eine Abschreibung auf den beizulegenden Wert am Abschlussstichtag in Höhe von 27.619 T€ vorgenommen. UMLAUFVERMÖGENForderungen und sonstige VermögensgegenständeÜber die Gliederung und die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gibt die folgende Aufstellung Aufschluss (T€): scroll
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren weder Einzelwertberichtigungen noch Pauschalwertberichtigungen zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos zu bilden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen die 1&1 Internet AG (200.994 T€) und die United Internet Beteiligungen GmbH (2.617 T€). Die Forderungen resultieren vor allem aus den mit der 1&1 Internet AG und der United Internet Beteiligungen GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsverträgen, aus Salden im Rahmen des Cash-Managements innerhalb der United Internet-Gruppe sowie aus den mit diesen Gesellschaften bestehenden Forderungen aus Leistungsbeziehungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen Forderungen gegen das Finanzamt aus der steuerlichen Geltendmachung der Abwertung auf eigene Anteile des Geschäftsjahres 2008 (siehe auch Angabe zu Steuern vom Einkommen und Ertrag). Im Vorjahr handelte es sich im Wesentlichen um eine in 2009 fällige und vollständig in bar beglichene Kaufpreisrate aus dem Verkauf der Anteile an der NT plus AG im Geschäftsjahr 2007. Eigene AnteileZum 31. Dezember 2009 hielt die Gesellschaft 10.272.371 Stück eigene Aktien bzw. 4,28 % des aktuellen Grundkapitals. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten je Aktie beliefen sich auf 12,04 €. Die eigenen Aktien werden zum niedrigeren Stichtagskurs am Abschlussstichtag mit 9,22 € (Vorjahr 6,29 €) je Aktie bewertet. Für eigene Anteile, die nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG i.V. mit § 272 Abs. 4 HGB erworben wurden, ist eine Rücklage für eigene Anteile zu bilden. Bis zum 12. März 2010 wurden weitere 4.809.154 Stück eigene Aktien erworben. Aufgrund eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wurden 81.525 Stück eigene Aktien ausgegeben, so dass die Gesellschaft 15.000.000 Stück eigene Aktien bzw. 6,25 % des aktuellen Grundkapitals hält. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten je Aktie der im Geschäftsjahr 2010 erworbenen Aktien beliefen sich auf 11,34 €. Die Aktien können zu allen in der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Mai 2009 genannten Zwecken verwendet werden. EIGENKAPITALDie Gesellschaft hat die Rechtsform einer Aktiengesellschaft. Grundkapital und AktienDas voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 240.000.000,00 €, eingeteilt in 240.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 €. Aufgrund der am 16. Mai 2003 von der Hauptversammlung beschlossenen bedingten Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 4.903.576,00 € sind im Geschäftsjahr 2008 im Umtausch gegen Wandelschuldverschreibungen im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsmodells 35.212 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 35.212,00 € ausgegeben worden. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 16. Februar 2009. Im Geschäftsjahr 2009 sind im Umtausch gegen Wandelschuldverschreibungen im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsmodells 156.472 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 156.472,00 € ausgegeben worden. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 29. Dezember 2009. Durch die Hauptversammlung vom 26. Mai 2009 ist der Vorstand ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. In Ausübung dieser Ermächtigung wurde mit Beschluss des Vorstands und des Aufsichtrats vom 18. Dezember 2009 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft im Wege der Kapitalherabsetzung durch Einziehung von Aktien von 251.625.656,00 € um 11.625.656,00 € auf 240.000.000,00 € herabzusetzen. Die Herabsetzung erfolgte zur Optimierung der Bilanz- und Kapitalstruktur. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte im Dezember 2009. Genehmigtes KapitalDer Vorstand ist ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 12. Juni 2011 einmal oder mehrfach um insgesamt bis zu 124.550.402,00 € durch Ausgabe von neuen Stammaktien ohne Nennwert gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen. Bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht auch insoweit auszuschließen als dies erforderlich ist, um den Inhabern von Optionsscheinen, Wandelschuldverschreibungen oder Optionsanleihen, die von der Gesellschaft oder ihr nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben wurden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einräumen zu können, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflicht zustünde. Der Vorstand ist außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft mit gleicher Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet und die gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsauschluss veräußert oder ausgegeben wurden. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage auszuschließen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen oder Wirtschaftsgütern. Bedingte KapitalienEs bestehen folgende bedingte Kapitalien: Das Grundkapital ist um bis zu 4.711.892,00 €, eingeteilt in bis zu 4.711.892 auf den Namen lautende Stückaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe die Hauptversammlung am 16. Mai 2003 den Vorstand ermächtigt hat. Sie ist nur insoweit durchzuführen, als von diesen Umtauschrechten Gebrauch gemacht wird und die Gesellschaft die Wandlungsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien erfüllt. Zum Bilanzstichtag sind keine Wandelschuldverschreibungen ausgegeben worden bzw. ausstehend. Das Grundkapital ist um weitere bis zu 3.000.000,00 €, eingeteilt in bis zu 3.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe die Hauptversammlung am 18. Mai 2005 den Aufsichtrat ermächtigt hat. Sie ist nur insoweit durchzuführen, als von diesen Umtauschrechten Gebrauch gemacht wird und die Gesellschaft die Wandlungsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien erfüllt. Zum Bilanzstichtag sind keine Wandelschuldverschreibungen ausgegeben worden bzw. ausstehend. Das Grundkapital ist um bis zu 92.000.000,00 €, eingeteilt in bis zu 92.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 bis zum 17. Mai 2010 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden, soweit die Ausgabe gegen bar erfolgt ist und die Options- oder Wandlungsrechte nicht aus dem Bestand eigener Aktien oder aus genehmigtem Kapital bedient werden. Sie wird nur insoweit durchgeführt, als von Options- oder Wandlungsrechten aus den vorgenannten Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und die Options- oder Wandlungsrechte nicht aus dem Bestand eigener Aktien oder aus genehmigtem Kapital bedient werden. Im Geschäftsjahr sind keine Schuldverschreibungen ausgegeben worden bzw. ausstehend. Die Gesellschaft ist gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 25. November 2010 eigene Aktien im Umfang von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals zu erwerben. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien darf zehn vom Hundert des Börsenkurses nicht unterschreiten und den Börsenkurs nicht um mehr als zehn vom Hundert überschreiten. Zum Bilanzstichtag wurden 10.272.371 Stück eigene Aktien gehalten. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, wenn die erworbenen eigenen Aktien gegen eine Barleistung, die den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet, oder gegen eine Sachleistung, deren Wert bei einer Gesamtbeurteilung nicht unangemessen niedrig ist, veräußert werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Gewährung von Aktien an Mitglieder des Vorstands, an sonstige Mitarbeiter der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführungen und Mitarbeiter von mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu verwenden, zu deren Bezug diese Personen aufgrund von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen berechtigt sind. Soweit eigene Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft übertragen werden sollen, obliegt die Entscheidung hierüber dem Aufsichtsrat der Gesellschaft. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen, als diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden. Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können einmal oder mehrmals, ganz oder auch in Teilen ausgeübt werden. Entwicklung des gesamten Eigenkapitals ergibt sich aus folgender Übersicht (€): scroll
Über die Verwendung eines Bilanzgewinns beschließt nach § 21 der Satzung der United Internet AG die Hauptversammlung. Der Bilanzgewinn beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 91.833.916,77 €. Im Bilanzgewinn ist ein Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 176.939.421,28 € enthalten. Über den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2009 beraten Vorstand und Aufsichtsrat in der Aufsichtsratsitzung am 24. März 2010. Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft gemäß § 71b AktG keine Rechte und damit auch keine anteilige Ausschüttung zu. Zum Datum des unterzeichneten Jahresabschlusses hält die United Internet AG 15.000.000 Stück eigene Aktien. Sollten weitere eigene Aktien zurückgekauft werden, wird sich die anteilige Ausschüttung für die ausstehenden Aktien entsprechend erhöhen. RÜCKSTELLUNGENDie Steuerrückstellungen berücksichtigen mit 22.748 T€ Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2009. Die Steuerrückstellungen aus der abgeschlossenen steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2002 bis 2005 inklusive Folgewirkungen belaufen sich auf 8.232 T€. In den sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren, der Höhe und Art nach ungewissen Verpflichtungen sowie für drohende Verluste entsprechende Rückstellungen enthalten. Sie wurden im Wesentlichen für ein Zinssicherungsgeschäft (10.337 T€), Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (525 T€) und für Tantiemen und Provisionen (476 T€) gebildet. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (3.146 T€) und für Zinsen aufgrund der steuerlichen Betriebsprüfung (2.967 T€) vorgenommen. VERBINDLICHKEITENÜber die Gliederung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gibt die folgende Aufstellung Aufschluss (T€): scroll
Die Anleihen betrafen Wandelschuldverschreibungen, die im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsmodells an Führungskräfte der Gesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen ausgegeben wurden. Die letztmalige Wandlung fand im Geschäftsjahr 2009 statt. Die Hauptversammlung der Gesellschaft erteilte am 16. Mai 2003 die Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen an Arbeitnehmer der Gesellschaft und von Tochtergesellschaften der Gesellschaft sowie an Geschäftsführungsmitglieder von Tochtergesellschaften der Gesellschaft. Dafür wurde ursprünglich ein bedingtes Kapital von 6.000 T€ geschaffen, wovon am Bilanzstichtag noch 4.712 T€ zur Verfügung gestanden haben. Die Wandelschuldverschreibungen, die mit 3,5 % per annum verzinst werden, können ganz oder in Teilbeträgen in Aktien der United Internet AG umgetauscht werden. Je 1 € Nennbetrag der Wandelschuldverschreibungen berechtigen nach der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln zum Umtausch in vier Namensaktien. Im Fall der Ausübung des Wandlungsrechts ist für den Erwerb einer jeden Aktie eine Zuzahlung zu leisten. Bei den am 1. September 2003 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen beträgt die Zuzahlung 4,10 €. Die Umwandlung kann frühestens zwei Jahre nach der Ausgabe vorgenommen werden. Im Berichtsjahr wurden keine Wandelschuldverschreibungen aus der Ermächtigung vom 16. Mai 2003 ausgegeben. Aufgrund des Ausscheidens von Mitarbeitern wurden 1 T€ zurückgezahlt. Wandlungsrechte wurden in Höhe von 39 T€ wahrgenommen. Damit werden zum Bilanzstichtag keine Wandelschuldverschreibungen mehr unter den Anleihen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren mit 250.000 T€ aus einem syndizierten Konsortialkredit, der mit einer Laufzeit bis zum 13. September 2012 eingeräumt wurde. Die Gesamtzusage beläuft sich auf 500,0 Mio. €, eine besondere Besicherung des Konsortialkredits erfolgte nicht. Der gesamte Kreditrahmen teilt sich auf in eine Tranche A in Höhe von 300,0 Mio. € und eine Tranche B in Höhe von 200,0 Mio. €. Die Rückzahlung der Tranche A erfolgt ab dem 14. März 2010 in sechs gleich hohen Raten. Zum 30. Dezember 2009 wurde ein Teilbetrag der Tranche A in Höhe von 50,0 Mio. € vorzeitig zurückgezahlt, so dass die nächste vertragliche Rückführung am 14. September 2010 erfolgen wird. Bei Tranche B handelt es sich um einen revolvierenden Konsortialkredit, der zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen worden ist. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren mit 150.000 T€ aus einem Schuldscheindarlehen. Das Schuldscheindarlehen ist endfällig ausgestaltet und teilt sich auf in eine Tranche A mit 78,0 Mio. € und einer Laufzeit bis zum 23. Juli 2011 sowie eine Tranche B mit 72,0 Mio. € und einer Laufzeit bis zum 23. Juli 2013. Eine besondere Besicherung dieses Schuldscheindarlehens erfolgte nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Salden im Rahmen des Cash-Managements innerhalb der United Internet-Gruppe sowie aus den mit diesen Gesellschaften bestehenden Verbindlichkeiten aus Leistungsbeziehungen. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzsteuerverbindlichkeiten. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGUMSATZERLÖSEDie Umsatzerlöse der Gesellschaft wurden ausschließlich im Inland erzielt und betreffen größtenteils erbrachte Dienstleistungen (3.040 T€) und berechnete Mieten an Tochtergesellschaften (527 T€). SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEDie sonstigen betrieblichen Erträge resultieren mit 56.370 T€ aus dem Verkauf der im Geschäftsjahr 2008 erworbenen Anteile an der freenet AG. Weitere Erträge in Höhe von 34.714 T€ sind in dem Ausscheiden der United Internet AG aus der MSP Holding GmbH und dem daraus resultierenden Anteilstausch im Zusammenhang mit dem Erhalt von Aktien der freenet AG begründet. Aus der Zuschreibung der zum Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Aktien resultiert ein Ertrag in Höhe von 30.098 T€. Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren mit 81 T€ aus periodenfremden Erträgen. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind neben dem Aufwand aus einem Zinssicherungsgeschäft (2.879 T€) sowie Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Aufsichtsratsvergütungen (2.124 T€), im Wesentlichen Aufwendungen für Investor Relations, Marketing und Pressearbeit (344 T€) sowie Mietaufwendungen enthalten. ERTRÄGE AUS GEWINNABFÜHRUNGSVERTRÄGENDiese Position umfasst die Ergebnisabführungen der 1&1 Internet AG (244.336 T€) und der United Internet Beteiligungen GmbH (34.597 T€). ABSCHREIBUNGEN AUF FINANZANLAGEN UND WERTPAPIERE DES UMLAUFVERMÖGENSDer Posten beinhaltet die außerplanmäßige Abschreibung auf den Buchwert der Beteiligung an der Versatel AG in Höhe von 27.619 T€ auf den beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Bei der Berechnung der außerplanmäßig Abschreibung wurde von einem Börsenkurs der Versatel AG am 31. Dezember 2009 von 8,00 € je Aktie ausgegangen. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit 76.497 T€ laufende Steuern, davon 41.153 T€ für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie 35.344 T€ für Gewerbesteuer. Weiterhin sind hier periodenfremde Erträge in Höhe von 37.527 T€ aus steuerlicher Berücksichtigung der Abschreibungen auf eigene Anteile des Vorjahres infolge geänderter Rechtsprechung enthalten. Aufgrund der Prüfungsfeststellungen der steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2002 bis 2005 ergeben sich periodenfremde Steueraufwendungen für Ertragsteuern in Höhe von 7.541 T€. Ferner entstanden in diesem Zusammenhang periodenfremde Aufwendungen für Umsatzsteuer von 425 T€ und Zinsen von 2.967 T€. Diese sind unter den sonstigen Steuern beziehungsweise im Zinsergebnis ausgewiesen. SONSTIGE ANGABENDurchschnittliche Anzahl der ArbeitnehmerIm abgelaufenen Geschäftsjahr waren im Jahresdurchschnitt 16 (Vorjahr: 20) fest angestellte Mitarbeiter (ohne Organe, Auszubildende, Aushilfen und Mitarbeiter im Erziehungsurlaub) beschäftigt. Organe der United Internet AGDer Vorstand bestand aus den folgenden Mitgliedern: Ralph Dommermuth (Vorstandsvorsitzender), Montabaur Norbert Lang (Finanzvorstand), Waldbrunn Die Mitglieder des Vorstands sind außerdem in den Aufsichtsräten folgender Gesellschaften vertreten: Ralph Dommermuth
Norbert Lang
Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist leistungsorientiert. Sie enthält einen festen und einen variablen Bestandteil (Tantieme / Bonus) . Für die feste Vergütung und die Tantieme wird ein Zieleinkommen festgelegt, das regelmäßig überprüft wird. Die letzte Überprüfung fand im Geschäftsjahr 2009 statt. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Höhe der Tantieme ist von der Erreichung bestimmter, zu Beginn des Geschäftsjahres fixierter finanzieller Ziele abhängig, die sich im Wesentlichen an Umsatz- und Ergebniszahlen orientieren. Für die Zielerreichung gilt in der Regel eine Bandbreite von 80 % bis 120 %. Unter 80 % Zielerreichung entfällt die Zahlung und bei 120 % Zielerreichung endet die Tantiemenzahlung. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele ist ausgeschlossen. Eine Mindesttantieme wird nicht garantiert. Die Auszahlung erfolgt nach der Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat. Für das Geschäftsjahr 2009 wurde eine Vergütung des Vorstands von insgesamt 1.076 T€ (Vorjahr: 1.000 T€) zugrunde gelegt. Von diesem Gesamtbetrag entfielen 600 T€ bzw. 56 % auf das Fixum und 476 T€ bzw. 44 % auf den variablen Bestandteil. Versorgungszusagen der Gesellschaft gegenüber den Vorständen bestehen nicht. In den Geschäftsjahren 2008 und 2009 erfolgte an Herrn Norbert Lang die Ausgabe von je 800.000 virtuellen Aktienoptionen (sog. Stock Appreciation Rights) zu einem Ausübungspreis von 12,85 € bzw. 5,52 €. Zum Zeitpunkt der Ausgabe dieser virtuellen Aktienoptionen betrugen die beizulegende Werte 2.384 T€ bzw. 1.104 T€. Als Stock Appreciation Right (SAR) wird die Zusage der Gesellschaft bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe der Differenz zwischen dem Börsenkurs bei Einräumung (Ausübungspreis) und dem Börsenkurs bei Ausübung der Option entspricht. Die Ausübungshürde beträgt 120 % des Börsenpreises, der als der Mittelwert der Schlusskurse im Xetra-Handel für die Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsentage vor dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option berechnet wird. Die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten ist gleichzeitig bei 100 % des ermittelten Börsenpreises (Cap) begrenzt. Ein SAR entspricht einem virtuellen Bezugsrecht auf eine Aktie der United Internet AG, ist aber kein Anteilsrecht und somit keine (echte) Option auf den Erwerb von Aktien der United Internet AG. Die Gesellschaft behält sich jedoch das Recht vor, ihrer Verpflichtung zur Auszahlung des SAR in bar stattdessen nach freiem Ermessen auch durch die Übertragung je einer United Internet AG Aktie pro SAR aus dem Bestand eigener Aktien an die Berechtigten zu erfüllen. Das Optionsrecht kann grundsätzlich hinsichtlich eines Teilbetrags von bis zu 25 % frühestens nach Ablauf von 24 Monaten seit dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt (d.h. einschließlich früher ausgeübter Optionsrechte) bis zu 50 % frühestens 36 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 75 % frühestens 48 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option und hinsichtlich des Gesamtbetrags frühestens nach Ablauf von 60 Monaten nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option ausgeübt werden. Herr Norbert Lang kann erstmalig im Juni 2010 bzw. Juni 2011 ausüben. Über die Bezüge der Mitglieder des Vorstands gibt die folgende Aufstellung Aufschluss (T€): scroll
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Zum 31. Dezember 2009 hatte der Aufsichtsrat der United Internet AG folgende Mitglieder:
Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2009 außerdem in den Aufsichtsräten oder vergleichbarer Gremien folgender Unternehmen vertreten: Kurt Dobitsch
Kai-Uwe Ricke
Michael Scheeren
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die aus einem festen und einem am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ausgerichteten variablen Teil besteht. Die feste Vergütung beträgt für ein einfaches Mitglied des Aufsichtrats 20 T€ pro volles Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte. Die erfolgsabhängige Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden beträgt pro volles Geschäftsjahr 2 T€ für jeden Cent, um den der nach IFRS ermittelte Konzerngewinn pro Aktie der United Internet AG den Betrag von 0,10 € überschreitet. In der Aufsichtsratssitzung am 17. / 18. Dezember 2009 hat sich der Aufsichtsrat darauf verständigt, als Basis für die Berechnung der variablen Vergütung lediglich den ordentlichen Konzerngewinn pro Aktie der United Internet AG zugrunde zu legen. Über die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats gibt die folgende Aufstellung Aufschluss (T€): scroll
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Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats existieren nicht. Aktienbesitz und Bezugsrechte auf Aktien zum 31. Dezember 2009scroll
HaftungsverhältnisseIm Hinblick auf den Gesellschaften der United Internet-Gruppe von Banken gewährten Kreditrahmen besteht gesamtschuldnerische Mithaftung der Gesellschaft. Zum Bilanzstichtag wurde der Kreditrahmen durch Avale in Höhe von 10.218 T€ in Anspruch genommen. Zu den anderen Bankverbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen "Verbindlichkeiten". Angaben zu derivativen FinanzinstrumentenIm Geschäftsjahr 2008 hat die Gesellschaft im Rahmen der Zinsabsicherung zwei Zinssicherungsvereinbarungen über einen Nominalbetrag von insgesamt 200.000 T€ abgeschlossen. Die Vereinbarungen weisen eine Laufzeit bis zum 09. Oktober 2013 aus und können im Oktober 2010 einseitig von den anderen Vertragspartnern gekündigt werden. Der beizulegende Wert inklusive der abgegrenzten Zinsen in Höhe von 1.377 T€ beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 11.714 T€. Die Erfassung der negativen Marktwerts erfolgte mit 10.337 T€ unter den Drohverlustrückstellungen, die Zinsabgrenzung in Höhe von 1.377 T€ ist unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Veränderung des Zeitwerts wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst, die zahlungswirksame Zinskomponente ist in den Zinsaufwendungen enthalten. Die Bewertung des Zeitwerts erfolgte auf der Basis aktueller Marktdaten unter Anwendung anerkannter mathematischer Bewertungsmethoden (Barwertmethode). SonstigesDer Buchwert von bestimmten unter den Finanzanlagen ausgewiesenen börsennotierten Anteilen gemäß § 285 Nr. 19 HGB beträgt zum Bilanzstichtag 128.064 T€. Damit liegt der Buchwert um 10.516 T€ über dem Zeitwert dieser Wertpapiere. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist, da auch im Wertaufhellungszeitraum der Börsenkurs den Buchwert wieder überschritten hat. Sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen Verpflichtungen der Gesellschaft aus Mietverträgen, die im Wesentlichen die Büro- und Geschäftsgebäude der Gesellschaft in Montabaur betreffen. scroll
Veröffentlichung von Stimmrechtsmitteilungen nach § 26 WpHGVeröffentlichung am 4. Juli 2007ComBOTS AG mit Sitz in Karlsruhe, Deutschland, hat unserer Gesellschaft am 3. Juli 2007 folgende Mitteilung gemacht: "Hiermit teilen wir entsprechend § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass die Stimmrechte der ComBOTS AG an der United Internet AG nunmehr wieder von der ComBOTS AG direkt gehalten werden. Die Aktien wurde aufgrund eines Aktiendarlehensvertrages am 16. Mai 2007 von der ComBOTS AG auf die ComBOTS Product GmbH übertragen, das Aktiendarlehen ist nunmehr durch Übertragung der gleichen Anzahl Aktien an der United Internet vom heutigen Tage an die ComBOTS AG zurückgezahlt worden. Der von der ComBOTS AG gehaltene Stimmrechtsanteil beträgt aktuell 9,27 % der Stimmrechte (23.200.000 Stimmrechte)." Veröffentlichung am 28. Dezember 2007
Veröffentlichung am 29. Januar 2009Deutsche Bank AG, London, Großbritannien hat unserer Gesellschaft am 27. Januar 2009 folgende Mitteilung gemacht: Gemäß §§ 21 (1), 24 WpHG in Verbindung mit § 32 (2) InvG teilen wir Ihnen mit, dass der Stimmrechtsanteil unseres Tochterunternehmens DWS Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland, an der United Internet AG, Elgendorfer Straße 57, 56410 Montabaur, Deutschland, am 26. Januar 2009 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und nun 4,86 % (12.213.000 Stimmrechte) beträgt. Veröffentlichung am 22. Dezember 2009Die United Internet AG, Montabaur, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass sie aufgrund Einziehung eigener Aktien und der Veränderung der Gesamtzahl der Stimmrechte in Bezug auf eigene Aktien die Schwelle von 5 % unterschritten hat und der Anteil eigener Aktien zu diesem Tag 4,28 % (10.272.291 Stimmrechte) betrug. Veröffentlichung am 22. Dezember 2009Die Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur aufgrund einer Verringerung der Gesamtzahl der Stimmrechte am 21. Dezember 2009 die Schwelle von 30 % überschritten hat und zu diesem Tag 31,00 % (74.400.000 Stimmrechte) betrug. Davon sind der Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft 1,67 % der Stimmrechte (4.000.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Ralph Dommermuth Verwaltungs GmbH, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur aufgrund einer Verringerung der Gesamtzahl der Stimmrechte am 21. Dezember 2009 die Schwelle von 30 % überschritten hat und zu diesem Tag 31,00 % (74.400.000 Stimmrechte) betrug. Davon sind der Ralph Dommermuth Verwaltungs GmbH 31,00 % (74.400.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die der Ralph Dommermuth Verwaltungs GmbH zuzurechnenden Stimmrechte sind dabei über das folgende, von ihr kontrollierte Unternehmen gehalten, dessen Stimmrechtsanteil an der United Internet AG 3 % oder mehr betrug: Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft. Veröffentlichung am 22. Dezember 2009Korrektur zur Veröffentlichung vom 22. Dezember 2009 Die United Internet AG, Montabaur, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass sie aufgrund Einziehung eigener Aktien und der Veränderung der Gesamtzahl der Stimmrechte in Bezug auf eigene Aktien am 21. Dezember 2009 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und der Anteil eigener Aktien zu diesem Tag 4,28 % (10.272.291 Stimmrechte) betrug. Veröffentlichung am 18. Februar 2010Die United Internet AG, Elgendorfer Str. 57, 56410 Montabaur, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass sie am 17. Februar 2010 die Schwelle von 5 % an eigenen Aktien überschritten hat und der Anteil eigener Aktien zu diesem Tag 5,02 % (12.058.932 Aktien) betrug. Von diesen Aktien wurden 0,06 % (das entspricht 151.210 Aktien) über eine im eigenen Namen aber für Rechnung der United Internet AG handelnde Person gehalten. Corporate Governance KodexDie Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde durch den Vorstand und den Aufsichtsrat abgegeben und ist den Aktionären im Internetportal der United Internet AG (www.united-internet.de) zugänglich.
Montabaur, den 16. März 2010 Der Vorstand Ralph Dommermuth Norbert Lang Anlage 1 zum AnhangEntwicklung des Anlagevermögens der United Internet AG im Geschäftsjahr 2009scroll
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Anlage 2 zum AnhangAnteilsbesitz zum 31. Dezember 2009United Internet AG, Montabaurscroll
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nach Gewinnabführung an die United Internet
AG, Montabaur BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der United Internet AG, Montabaur, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Eschborn/Frankfurt am Main, 17. März 2010 Ernst & Young GmbH Bösser, Wirtschaftsprüfer Kemmerich, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Montabaur, 16. März 2010 Der Vorstand Ralph Dommermuth Norbert Lang Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2009Mitglieder des Aufsichtsrats sind
Der Aufsichtsrat der United Internet AG hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Wir waren in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie die Compliance. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab. Daneben legte der Vorstand dem Aufsichtsrat vierteljährlich einen umfassenden Bericht über den Gang der Geschäfte einschließlich der Umsatzentwicklung und Rentabilität sowie der Lage der Gesellschaft und der Geschäftspolitik vor. Die Berichte lagen jeweils allen Aufsichtsratsmitgliedern vor. Anhand der Berichte der United Internet AG hat der Aufsichtsrat alle wichtigen Geschäftsvorfälle überwacht und beratend begleitet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ließ sich darüber hinaus auch zwischen den Sitzungen regelmäßig vom Vorstand über den Geschäftsverlauf umfassend unterrichten und beriet mit dem Vorstand geschäftspolitische Fragen. Im Geschäftsjahr 2009 fanden fünf Aufsichtsratssitzungen statt, in denen der Vorstand uns eingehend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns sowie über bedeutende Geschäftsvorfälle informierte. Der Aufsichtsrat war in den Sitzungen jeweils vollständig vertreten. Darüber hinaus haben weitere Beschlussfassungen zu aktuellen Themen im schriftlichen Umlaufverfahren stattgefunden. So wurde am 28. Januar 2009 die Anpassung des Grundkapitals nach der Ausgabe von neuen Aktien im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms, am 31. März 2009 die Ausgabe von 2.483.000 virtuellen Aktienoptionen (SAR) an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der United Internet AG und der Konzernunternehmen, am 26. Mai 2009 der Erwerb des freenet DSL-Geschäftes, am 17. August 2009 die Ausgabe von 1.000.000 virtuellen Aktienoptionen an Vorstände von Konzernunternehmen und am 11. November 2009 die konzernweite Ausgabe von bis 250.000 eigenen Aktien an Mitarbeiter beschlossen. Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern und hat keine Ausschüsse gebildet. Interessenkonflikte eines Aufsichtsratsmitgliedes sind uns nicht bekannt geworden. Sitzung am 28. Januar 2009:Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzung war die Konzernplanung für das Geschäftsjahr 2009 sowie die Umsatz- und Ergebnisplanung der verschiedenen Gesellschaften. Sitzung am 25. März 2009:Im Vordergrund der Aufsichtsratssitzung standen die Vorlage des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2008 der United Internet AG, des zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2008 sowie die Prüfungsberichte und die Berichterstattung des Abschlussprüfers. In Anwesenheit des bestellten Abschlussprüfers Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft1 wurde der geprüfte Jahresabschluss 2008 der United Internet AG festgestellt und der ebenfalls geprüfte Konzernabschluss nach IFRS gebilligt. In der Sitzung wurden mit dem Vorstand die Einladung und die Tagesordnungspunkte für die ordentliche Hauptversammlung im 26. Mai 2009 sowie der vom Aufsichtsratsvorsitzenden zu erstattende Vergütungsbericht diskutiert und verabschiedet. Die Zielerreichung des Vorstands im abgelaufenen Jahr wurde festgestellt und die Auszahlung der variablen Vergütungsanteile durch den Aufsichtsrat freigegeben. Der Vorstand berichtete über den bisherigen Geschäftsverlauf 2009 und erörterte mit dem Aufsichtsrat die Bilanz- und Cash-Flow-Planung 2009. Im Anschluss unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat über die aktuelle Entwicklung der Stiftung United Internet for UNICEF. Sitzung am 26. Mai 2009:Die Sitzung fand im Anschluss an die Hauptversammlung der United Internet AG in Frankfurt am Main statt. In der Sitzung berichtete der Vorstand über den bisherigen Geschäftsverlauf 2009 und die allgemeine Geschäftslage. Darüber hinaus wurden verschiedene strategische Optionen der United Internet AG gemeinsam mit dem Vorstand evaluiert und diskutiert. Sitzung am 30. Juli 2009:Schwerpunkt dieser Sitzung war die Erörterung des Halbjahresfinanzberichts zum 30. Juni 2009, die gemeinsam mit dem Vorstand stattfand. Der Aufsichtsrat wurde über den Stand aktueller strategischer Kooperationsgespräche sowie über die Entwicklung der European Founders Funds unterrichtet. Der Vorstand gab über die Änderungen im Deutschen Corporate Governance Kodex und die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) Auskunft, die u.a. Empfehlungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats enthalten. Es wurde festgestellt, dass die Gremien der United Internet bereits heute fach- und sachkundig und den gesetzlichen bzw. Kodex-Anforderungen folgend besetzt sind. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat über den aktuellen Stand des Prozesses der Einbringung des AdLINK Media-Geschäftes in die französische Hi-media informiert.
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Zwischenzeitlich umfirmiert in Ernst &
Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Sitzung am 11. November 2009:Neben der Berichterstattung des Vorstands über die Ergebnisse der Gesellschaft zum 30. September 2009 sowie der Erörterung des 9-Monatsberichts wurde auch die weitere Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2009 ausführlich diskutiert. Anschließend wurden wir über die bestehenden Regelungen in den Bereichen Risikomanagement und Interne Revision informiert und verabschiedeten neue Fassungen der entsprechenden Handbücher. Der Aufsichtsrat wurde über den Stand aktueller Kooperationsgespräche und über aktuelle Entwicklungen in der Zusammenarbeit mit den European Founders Funds informiert. Sitzung am 17. und 18. Dezember 2009:Der Aufsichtsrat wurde über das Ergebnis der Prüfung durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung, den aktuellen Sachstand der steuerlichen Betriebsprüfung sowie den Sachstand der Vorprüfung des Jahresabschlusses 2009 informiert. Der Vorstand berichtete uns im Anschluss über die Neuregelung des Selbstbehaltes bei den D&O-Versicherungen im Konzern, die aufgrund der Verabschiedung des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) erforderlich ist. Des Weiteren führte der Aufsichtsrat seine turnusmäßige Effizienzprüfung durch. Im Anschluss wurden die Strategie der Unternehmensgruppe sowie die Planung der United Internet und ihrer Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2010 ausführlich besprochen. Corporate GovernanceDie sich aus dem am 18. Juni 2009 verabschiedeten Kodex ergebenden Änderungen wurden gemeinsam mit dem Vorstand in der Sitzung vom 30. Juli 2009 erörtert. Diese Änderungen wurden bereits umgesetzt oder werden innerhalb von bestehenden Übergangszeiten realisiert. Die aktuelle Entsprechungserklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex haben wir gemeinsam mit dem Vorstand im März 2010 abgegeben und diese den Aktionären der Gesellschaft auf der Internetseite sowie im elektronischen Bundesanzeiger dauerhaft zugänglich gemacht. Über die Corporate Governance der United Internet AG berichtet der Vorstand auch für den Aufsichtsrat gesondert im Corporate Governance-Bericht. Erörterung des Jahres- und Konzernjahresabschlusses 2009Die Hauptversammlung der United Internet AG hat am 26. Mai 2009 die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft 2 mit Sitz in Eschborn/Frankfurt am Main als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 gewählt. Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die Buchführung, den Jahresabschluss der United Internet AG, den Konzernabschluss nach IFRS sowie den zusammengefassten Lagebericht der United Internet AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2009 geprüft. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurde auch das Risikomanagementsystem geprüft und hiervon wesentliche Bestandteile analysiert. Der Abschlussprüfer erteilte jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
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Zwischenzeitlich umfirmiert in Ernst &
Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überzeugt und eine schriftliche Erklärung dazu eingeholt. Die genannten Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor. An der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 24. März 2010 nahm der Abschlussprüfer teil. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand uns für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach eigener Prüfung ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass der Jahresabschluss, der zusammengefasste Lagebericht, der Konzernabschluss und die Berichte des Abschlussprüfers zu keinen Einwendungen Anlass geben. Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 24. März 2010 den von der Gesellschaft am 16. März 2010 aufgestellten Jahresabschluss der United Internet AG und den von der Gesellschaft ebenfalls am 16. März 2010 aufgestellten Konzernabschluss nach IFRS für das Geschäftsjahr 2009 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss im Sinne von § 172 AktG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schließen wir uns an. Zudem war der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Gegenstand der Prüfung. Der Abschlussprüfer erteilte diesbezüglich folgenden Bestätigungsvermerk: „Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und stimmt ihm zu. Ferner tritt er dem Ergebnis der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer bei. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben.
Montabaur, 24. März 2010 Für den Aufsichtsrat Kurt Dobitsch GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den für das Geschäftsjahr 2009 ausgewiesenen Bilanzgewinn der United Internet AG in Höhe von EUR 91.883.916,77 wie folgt zu verwenden:
Sollte sich bis zum Tag der Hauptversammlung die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien ändern, soll der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag vorgelegt werden.
Montabaur, im März 2010 United Internet AG Der Vorstand Ralph Dommermuth Norbert Lang |
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