![]() United Internet AGMontabaur9-Monatsbericht 2015Ausgewählte Kennzahlen nach IFRSscroll
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Free Cashflow ist definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert
um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen
aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen VORWORT DES VORSTANDSVORSITZENDENSehr geehrte Aktionäre, Mitarbeiter und Geschäftspartner von United Internet, die United Internet AG hat die ersten 9 Monate 2015 erfolgreich abgeschlossen. Wir
konnten die Zahl unserer Kundenverträge, den Umsatz sowie unsere Ergebniskennzahlen
erneut deutlich verbessern. Auch in den ersten 9 Monaten 2015 haben wir wieder stark in neue Kundenbeziehungen
investiert und die Zahl unserer Verträge um 650.000 auf 15,43 Mio. zum 30. September
2015 steigern können. Getragen wurde das Kundenwachstum von unserem Segment "Access", in dem wir in den
ersten 9 Monaten 2015 um 730.000 Kundenverträge, davon 650.000 Mobile-Internet-Verträge
sowie 80.000 DSL-Verträge, zulegen konnten. Dies sind insgesamt 170.000 Verträge mehr
als im Vorjahreszeitraum (560.000). Damit hat sich die Kundenzahl in diesem Segment
auf insgesamt 7,52 Mio. erhöht. Im Zuge der dynamischen Kundenentwicklung sowie der Konsolidierung der zum 1. Oktober
2014 erworbenen Versatel stieg der Umsatz im Segment "Access" in den ersten 9 Monaten
2015 von 1.481,7 Mio. € im Vorjahr um 37,4 % auf 2.035,2 Mio. € (davon 387,5 Mio.
€ aus der Versatel-Konsolidierung). Trotz hoher Investitionen in das Kundenwachstum
sowie der vollständig ergebniswirksamen Verbuchung der Smartphone-Subventionen aus
dem nochmals stärkeren Mobile Internet Geschäft (+650.000 Verträge in den ersten 9
Monaten 2015 im Vergleich zu +390.000 in den ersten 9 Monaten 2014) stiegen auch die
Ergebniskennzahlen im Segment "Access" erneut deutlich an. Konkret konnte das Segment-EBITDA
von 213,9 Mio. € im Vorjahr um 61,1 % auf 344,6 Mio. € (davon 101,6 Mio. € aus der
Versatel-Konsolidierung) und das Segment-EBIT von 193,3 Mio. € um 17,4 % auf 226,9
Mio. € zulegen. Im Segment "Applications" lag unser Fokus bei Business-Applikationen in den ersten
9 Monaten 2015 auf dem Ausbau des Bestandskundengeschäfts sowie der Gewinnung von
hochwertigen Kundenbeziehungen. Vor diesem Hintergrund haben wir im 3. Quartal 2015
plangemäß die Domain-Preise in unseren außereuropäischen Märkten angehoben und haben
so - insbesondere in der niedrigmargigen Kundengruppe der "Domainer" - eine Vertragsbereinigung
initiiert. Durch diese Maßnahme, die eine geringere Anzahl an Domain-Neuverträgen
sowie gleichzeitig einen höheren Churn bei bestehenden Domain-Verträgen zur Folge
hatte, reduzierte sich der Vertragsbestand um 40.000 auf 5,77 Mio. Verträge. Da die
genannten Domainverträge in der Regel eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten haben, erwarten
wir auch im 4. Quartal 2015 sowie in den ersten beiden Quartalen 2016 Auswirkungen
auf die Anzahl unserer Domain-Verträge. Gleichzeitig wird es aufgrund weniger aggressiver
Promotion-Preise zukünftig positive Ergebniseffekte geben. Bei unseren Consumer-Applikationen lag der Schwerpunkt in den ersten 9 Monaten 2015
- angesichts der anhaltend starken Nachfrage nach Online-Werbung - weiterhin auf der
Monetarisierung unserer Accounts über Werbung. Deshalb haben wir - wie schon im vergangenen
Jahr - die Werbeflächen für unsere Pay-Produkte im Berichtszeitraum limitiert. Aus
diesem Grund ging der Bestand an kostenpflichtigen Accounts um 40.000 auf 2,14 Mio.
zurück, während gleichzeitig die werbefinanzierten Free-Accounts gegenüber dem vergleichbaren
Vorjahreswert um 810.000 auf 32,61 Mio. aktive Accounts zulegen konnten. Für das saisonal
starke 4. Quartal erwarten wir ein anhaltendes Wachstum bei Free-Accounts sowie wieder
steigende Kundenzahlen bei Pay-Accounts, was zum Ausgleich des vorgenannten Rückgangs
bei kostenpflichtigen Accounts führen soll. Der erfolgreiche Ausbau des Bestandskundengeschäfts, die Konzentration auf hochwertige
Kundenbeziehungen sowie die gute Monetarisierbarkeit unserer Free-Accounts über Werbung
wird beim Blick auf Umsatz und Ergebnis des Segments "Applications" deutlich. So stieg
der Umsatz in den ersten 9 Monaten 2015 von 688,7 Mio. € im Vorjahr um 7,7 % auf 741,7
Mio. €. Deutlich stärker noch als der Umsatz konnten die Ergebniskennzahlen zulegen.
Dabei stiegen das Segment-EBITDA von 171,6 Mio. € im Vorjahr um 21,6 % auf 208,6 Mio.
€ und das Segment-EBIT von 126,1 Mio. € um 29,7 % auf 163,6 Mio. €. Die starke Entwicklung unserer beiden Segmente zeigt sich auch in den Umsatz- und
Ergebniskennzahlen auf Konzernebene. Dort stieg der Umsatz in den ersten 9 Monaten
2015 auf die neue Rekordmarke von 2,755 Mrd. € - ein Wachstum um 26,9 % im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum. Unser EBITDA legte von 379,8 Mio. € um 46,1 % auf 555,0 Mio. € zu. Darin enthalten
sind zwei EBITDA-wirksame Einmalerträge aus dem Verkauf unserer Anteile an der Goldbach
Group AG in Höhe von 5,6 Mio. € sowie - wie bereits im Halbjahresbericht 2015 avisiert
- aus einem Teilverkauf von Anteilen an der virtual minds AG in Höhe von 8,1 Mio.
€. Das EBIT stieg von 313,7 Mio. € um 25,0 % auf 392,0 Mio. €. Das Ergebnis pro Aktie
(EPS) verbesserte sich von 1,08 € im Vorjahr um 24,1 % auf 1,34 €. Vor Abschreibungen
aus Kaufpreisallokationen (sogenannte PPA-Abschreibungen), welche hauptsächlich aus
der Versatel-Übernahme stammen, stieg das EPS von 1,11 € um 31,5 % auf 1,46 €. Mit den in den ersten 9 Monaten 2015 erreichten Zahlen bei Kundenverträgen, Umsatz
und Ergebnis liegen wir gut auf Kurs, um auch 2015 unsere Ziele zu erreichen. Wir sind für die nächsten Schritte unserer Unternehmensentwicklung sehr gut aufgestellt
und blicken optimistisch auf das restliche Geschäftsjahr. Angesichts der erfolgreichen
ersten 9 Monate gilt unser besonderer Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
für ihren engagierten Einsatz sowie unseren Aktionären und Kunden für das der United
Internet AG entgegengebrachte Vertrauen. Montabaur, 17. November 2015 Ralph Dommermuth Konzernlagebericht zu den ersten 9 Monaten 2015Grundlagen des KonzernsGeschäftsmodellDie 1988 gegründete United Internet AG mit Hauptsitz in Montabaur ist mit weltweit
15,43 Mio. kostenpflichtigen Kundenverträgen und 32,61 Mio. werbefinanzierten Free-Accounts
der führende europäische Internet-Spezialist. Die operative Geschäftstätigkeit des Konzerns gliedert sich in die beiden Segmente
"Access" und "Applications". Im Segment "Access" sind die kostenpflichtigen Festnetz- und Mobile-Access-Produkte
des Konzerns inklusive der damit verbundenen Anwendungen (wie Heimvernetzung, Online-Storage,
Telefonie, Video-on-Demand oder IPTV) zusammengefasst. Neben diesen Produkten für
Privatanwender und kleine Firmen bietet die Gesellschaft - nach der Komplettübernahme
von Versatel zum 1. Oktober 2014 - Daten- und Netzwerklösungen für mittelständische
Unternehmen sowie Infrastrukturleistungen für Großunternehmen an. Im Segment "Access"
ist United Internet ausschließlich in Deutschland tätig und zählt zu den führenden
Anbietern. Die Gesellschaft nutzt das Versatel-Festnetz und kauft zusätzlich von verschiedenen
Vorleistungsanbietern standardisierte Netzleistungen ein. Diese werden mit Endgeräten,
selbstentwickelten Applikationen und Services aus der eigenen "Internet-Fabrik" veredelt,
um sich so vom Wettbewerb zu differenzieren. Vermarktet werden die Access-Produkte
über die bekannten Marken GMX, WEB.DE, 1&1 und Versatel, mit denen der Markt umfassend
und zielgruppenspezifisch adressiert wird. Mit aktuell 40.287 km Länge (31. Dezember
2014: 39.318 km) ist das Versatel-Netz das zweitgrößte Glasfasernetz in Deutschland.
Die eigene Netzinfrastruktur gibt United Internet die Möglichkeit, ihre Wertschöpfung
zunehmend zu vertiefen und weniger DSL-Vorleistungen zu beziehen. Das Segment "Applications" umfasst das Applikations-Geschäft des Konzerns - werbefinanziert
oder im kostenpflichtigen Abonnement. Zu diesen Applikationen gehören z. B. Domains,
Homepages, Webhosting, Server und E-Shops, Anwendungen für Personal Information Management
(E-Mail, Aufgaben, Termine, Adressen), Groupwork, Online-Storage und Office-Applikationen,
die in der eigenen "Internet-Fabrik" oder in Kooperation mit Partnerfirmen entwickelt
und in den 7 Rechenzentren der Gesellschaft betrieben werden. Im Segment "Applications"
gehört United Internet auch international zu den führenden Unternehmen mit Aktivitäten
in europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich,
Polen, Schweiz, Spanien) sowie in Nordamerika (Kanada, Mexiko, USA). Die zielgruppenspezifische
Vermarktung der Applikationen erfolgt über die unterschiedlich positionierten Marken
GMX, mail.com, WEB.DE, 1&1, Arsys, InterNetX, Fasthosts und united-domains. Darüber
hinaus bietet United Internet ihren Kunden über Sedo und affilinet erfolgsbasierte
Werbe- und Vertriebsplattformen im Internet an. Konzernstruktur, -strategie und -steuerungHinsichtlich der Konzernstruktur, -strategie und -steuerung der Gesellschaft wird
auf die Erläuterungen im zusammengefassten Lagebericht 2014 (Geschäftsbericht 2014,
Seite 28ff.) verwiesen. Aus Sicht des Konzerns ergaben sich hierzu keine wesentlichen
Änderungen. Business-Modell![]() Marken und Beteiligungen (Stand: 30. September 2015)![]() Forschung und EntwicklungAls Internet Service Provider betreibt die United Internet Gruppe keine mit produzierenden
Unternehmen vergleichbare Forschung und Entwicklung (F&E). Vor diesem Hintergrund
weist United Internet keine F&E-Kennzahlen aus. Gleichwohl stehen die United Internet Marken für Internet-Access-Lösungen sowie für
innovative, webbasierte Applikationen, die zumeist im eigenen Haus entwickelt werden.
Die Fähigkeit, innovative Produkte und Dienste zu entwickeln, zu kombinieren, anzupassen
und in große Märkte einzuführen, bildet die Basis für den Erfolg des Konzerns. Neben der ständigen Optimierung sowie der Sicherstellung des zuverlässigen Betriebs
aller angebotenen Dienste haben die insgesamt rund 2.500 Entwickler, Produktmanager
und technischen Administratoren in den in- und ausländischen Entwicklungszentren von
United Internet in den ersten 9 Monaten 2015 insbesondere an folgenden Projekten gearbeitet:
Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene und rechtliche RahmenbedingungenEntwicklung der GesamtwirtschaftDer Internationale Währungsfonds (IWF) bewertet die Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft
2015 zunehmend skeptischer. Entsprechend senkte der Fonds in seinem aktualisierten
Konjunkturausblick für 2015 (World Economic Outlook, Update Oktober 2015) seine Prognose
um weitere 0,2 Prozentpunkte auf 3,1 %. Dies sind 0,4 Prozentpunkte weniger als in
der Januar-Prognose des Fonds erwartet. Dabei schätzt der IWF die Wachstumsrisiken
nochmals größer ein als zu Jahresbeginn und nennt in diesem Zusammenhang insbesondere
den problematischen wirtschaftlichen Wandel Chinas, den starken Fall der Rohstoffpreise
sowie die sich abzeichnende Zinswende in den USA. Für die wesentlichen Zielländer der United Internet Gruppe hat der IWF unterschiedliche
Entwicklungen in den ersten 9 Monaten festgestellt und seine Prognosen entsprechend
angepasst. Während die wirtschaftliche Entwicklung in den nordamerikanischen Zielländern
durchweg deutlich schlechter als erwartet verlaufen ist, konnten die europäischen
Zielländer mit Ausnahme von Großbritannien allesamt zulegen. Konkret hat der IWF seine Wachstumserwartung für die USA um 1,0 Prozentpunkte (im
Vergleich zur Januar-Prognose) auf 2,6 % reduziert. Auch für Kanada und Mexiko hat
der Fonds seine Prognosen um 1,3 Prozentpunkte auf 1,0 % bzw. um 0,9 Prozentpunkte
auf 2,3 % gesenkt. Für die Euro-Zone hingegen hat der IWF seine Erwartungen unterjährig um 0,3 Prozentpunkte
auf 1,5 % angehoben. Dabei wurden die Prognosen für Frankreich um 0,3 Prozentpunkte
auf 1,2 %, für Spanien um 1,1 Prozentpunkte auf 3,1 % und für Italien um 0,4 Prozentpunkte
auf 0,8 % nach oben korrigiert. Für das Nicht-Euroland Großbritannien erwartet der
Fonds ein Wachstum um 2,5 % und somit 0,2 Prozentpunkte weniger als zu Jahresbeginn.
Die Wachstumserwartung für den aus United Internet Sicht wichtigsten Markt, Deutschland
(Umsatzanteil 2014: 88,7 %), hat der IWF im Oktober leicht um 0,1 Prozentpunkte auf
1,5 % nach unten korrigiert. Dies sind allerdings immer noch 0,2 Prozentpunkte mehr
als zu Jahresbeginn erwartet. scroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook (Update), Oktober 2015 Die gute wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in den ersten 9 Monaten 2015 bestätigt
auch das preis-, saison- und kalenderbereinigte Konjunkturbarometer des Deutschen
Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), das für das 1. Quartal 2015 ein Wachstum
des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % und für das 2. und 3. Quartal 2015 ein Wachstum
um jeweils 0,4 % konstatiert hat. Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland gegenüber dem Vorquartalscroll
scroll
Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung; Stand 28. Oktober 2015 Entwicklung der BrancheNach einem erfolgreichen 1. Halbjahr 2015 sind die deutschen Hightech-Unternehmen
auch für die kommenden Monate insgesamt sehr zuversichtlich. 74 % der befragten IT-
und Telekommunikationsunternehmen rechnen im 2. Halbjahr 2015 mit steigenden Umsätzen
und nur 9 % der Unternehmen erwarten schlechtere Geschäfte. Das geht aus der letzten
Konjunkturumfrage (Juni / Juli 2015) des Hightech-Verbandes BITKOM in der deutschen
ITK-Branche hervor. Rechtliche Rahmenbedingungen / wesentliche EreignisseDie rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit von United Internet blieben
in den ersten 9 Monaten 2015 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 im Wesentlichen konstant
und hatten daher keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung im United
Internet Konzern. Auch fanden in den ersten 9 Monaten 2015 keine wesentlichen Ereignisse statt, die
einen maßgeblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf hatten. Geschäftsverlauf im KonzernEntwicklung im Segment "Access"Im Zuge der dynamischen Kundenentwicklung sowie der Konsolidierung der zum 1. Oktober
2014 erworbenen Versatel stieg der Umsatz im Segment "Access" in den ersten 9 Monaten
2015 von 1.481,7 Mio. € im Vorjahr um 37,4 % auf 2.035,2 Mio. € (davon 387,5 Mio.
€ aus der Versatel-Konsolidierung). Trotz hoher Investitionen in das Kundenwachstum sowie der vollständig ergebniswirksamen
Verbuchung der Smartphone-Subventionen aus dem nochmals stärkeren Mobile Internet
Geschäft (+650.000 Verträge in den ersten 9 Monaten 2015 im Vergleich zu +390.000
in den ersten 9 Monaten 2014) stiegen auch die Ergebniskennzahlen erneut deutlich
an. Konkret konnte das Segment-EBITDA von 213,9 Mio. € im Vorjahr um 61,1 % auf 344,6
Mio. € (davon 101,6 Mio. € aus der Versatel-Konsolidierung) und das Segment-EBIT von
193,3 Mio. € um 17,4 % auf 226,9 Mio. € zulegen. Alle Kundengewinnungskosten für DSL- und Mobile-Internet-Produkte wurden ebenso wie
die Konvertierungskosten von Resale-DSL-Anschlüssen auf DSL-Komplettpakete (ULL =
Unbundled Local Loop) unverändert direkt als Aufwand verbucht. Die Anzahl der Mitarbeiter im Segment "Access" stieg - insbesondere durch die Komplettübernahme
von Versatel sowie infolge von Mitarbeitertransfers aus dem Segment "Applications"
- von 1.989 per 30. September 2014 um 65,7 % auf 3.295 zum 30. September 2015. Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Segment "Access" (in Mio. €)![]() Quartalsentwicklung (in Mio. €); Veränderung zum Vorjahresquartalscroll
(1)
Q4 2014 ohne Einmalerträge aus Versatel-Übernahme (EBITDA- und EBIT-Effekt: +112,6
Mio. €) Historische Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen (in Mio. €)scroll
Die Zahl der kostenpflichtigen Access-Verträge stieg in den ersten 9 Monaten 2015
um 730.000 Verträge. Dies sind insgesamt 170.000 Verträge mehr als im Vorjahreszeitraum
(560.000). Dabei konnten im Mobile-Internet-Geschäft 650.000 Kundenverträge hinzugewonnen
und damit die Kundenzahl auf 3,25 Mio. gesteigert werden. Auch die DSL-Komplettverträge
konnten um 130.000 Kundenverträge auf insgesamt 4,02 Mio. zulegen. Im Bereich der
auslaufenden Geschäftsmodelle T-DSL und R-DSL war die Zahl der Kundenverträge erwartungsgemäß
weiter leicht rückläufig (-50.000 Kundenverhältnisse). In Summe konnten die DSL-Verträge
somit um weitere 80.000 Verträge auf 4,27 Mio. zulegen. Damit hat sich die Kundenzahl
in diesem Segment auf insgesamt 7,52 Mio. erhöht. Entwicklung der Access-Verträge in den ersten 9 Monaten 2015 (in Mio.)scroll
Entwicklung der Access-Verträge im 3. Quartal 2015 (in Mio.)scroll
Entwicklung im Segment "Applications"Durch den erfolgreichen Ausbau des Bestandskundengeschäfts, die Konzentration auf
hochwertige Kundenbeziehungen sowie die gute Monetarisierbarkeit der Free-Accounts
über Werbung stieg der Umsatz im Segment "Applications" in den ersten 9 Monaten 2015
von 688,7 Mio. € im Vorjahr um 7,7 % auf 741,7 Mio. €. Die darin enthaltenen Umsätze
im Ausland legten von 258,4 Mio. € um 10,4 % auf 285,3 Mio. € zu. Deutlich stärker noch als der Umsatz konnten die Ergebniskennzahlen zulegen. So stiegen
das Segment-EBITDA von 171,6 Mio. € im Vorjahr um 21,6 % auf 208,6 Mio. € und das
Segment-EBIT von 126,1 Mio. € um 29,7 % auf 163,6 Mio. €. Auch in diesem Segment wurden die Kundengewinnungskosten unverändert direkt als Aufwand
verbucht. Die Anzahl der Mitarbeiter im Segment "Applications" hat sich insbesondere infolge
interner Mitarbeitertransfers von 4.809 per 30. September 2014 um 7,4 % auf 4.451
per 30. September 2015 verändert. Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Segment "Applications" (in Mio. €)![]() Quartalsentwicklung (in Mio. €); Veränderung zum Vorjahresquartalscroll
Historische Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen (in Mio. €)scroll
Im Segment "Applications" hat die Gesellschaft bereits im Geschäftsjahr 2014 ihre
Marketing- und Vertriebsmaßnahmen für Business-Applikationen umgestellt. Im Zuge dieser
Umstellung liegt der Fokus derzeit primär auf dem Absatz zusätzlicher Features an
Bestandskunden (z. B. weitere Domains, E-Shops oder Business-Apps) sowie der Gewinnung
von hochwertigen Kundenbeziehungen (z. B. bei De-Mail-Business oder dem neuen 1&1
Cloud Server). Vor diesem Hintergrund hat United Internet im 3. Quartal 2015 plangemäß
die Domain-Preise in den außereuropäischen Märkten angehoben und hat so - insbesondere
in der niedrigmargigen Kundengruppe der "Domainer" - eine Vertragsbereinigung initiiert.
Durch diese Maßnahme, die eine geringere Anzahl an Domain-Neuverträgen sowie gleichzeitig
einen höheren Churn bei bestehenden Domain-Verträgen zur Folge hatte, reduzierte sich
der Vertragsbestand um 40.000 auf 5,77 Mio. Verträge. Da die genannten Domainverträge in der Regel eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten haben,
erwartet die Gesellschaft auch im 4. Quartal 2015 sowie in den ersten beiden Quartalen
2016 Auswirkungen auf die Anzahl der Domain-Verträge. Gleichzeitig wird es aufgrund
weniger aggressiver Promotion-Preise zukünftig positive Ergebniseffekte geben. Entwicklung der Business-Applications-Verträge in den ersten 9 Monaten 2015 (in Mio.)scroll
Entwicklung der Business-Applications-Verträge im 3. Quartal 2015 (in Mio.)scroll
Bei Consumer-Applikationen lag der Schwerpunkt in den ersten 9 Monaten 2015 - angesichts
der anhaltend starken Nachfrage nach Online-Werbung - weiterhin auf der Monetarisierung
der Accounts über Werbung. Deshalb wurden - wie schon im vergangenen Jahr - die Werbeflächen
für eigene Pay-Produkte im Berichtszeitraum limitiert. Aus diesem Grund ging der Bestand
an kostenpflichtigen Accounts um 40.000 auf 2,14 Mio. zurück, während gleichzeitig
die aktiven Free-Accounts im Berichtszeitraum um 490.000 auf 32,61 Mio. zulegen konnten.
Dies bedeutet gleichzeitig ein Plus von 810.000 aktiven Free-Accounts gegenüber dem
vergleichbaren Vorjahreswert zum 30. September 2014. Für das saisonal starke 4. Quartal erwartet die Gesellschaft ein anhaltendes Wachstum
bei Free-Accounts sowie wieder steigende Kundenzahlen bei Pay-Accounts, was zum Ausgleich
des vorgenannten Rückgangs bei kostenpflichtigen Accounts führen soll. Entwicklung der Consumer-Applications-Accounts in den ersten 9 Monaten 2015 (in Mio.)scroll
Entwicklung der Consumer-Applications-Accounts im 3. Quartal 2015 (in Mio.)scroll
Wesentliche Veränderungen bei BeteiligungenDie United Internet Beteiligung Rocket Internet SE (früher: Rocket Internet AG) hat
am 13. Februar 2015 eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage unter teilweiser Ausnutzung
des genehmigten Kapitals abgeschlossen. Durch die Kapitalerhöhung hat sich das Grundkapital
der Gesellschaft von 153.130.566 € auf 165.140.790 € erhöht. Die neuen Aktien wurden
ausschließlich im Rahmen einer Privatplatzierung mittels eines beschleunigten Platzierungsverfahrens
(Accelerated Bookbuilding) institutionellen Anlegern angeboten. Die insgesamt 12.010.224
neuen Aktien wurden zu einem Platzierungspreis von 49,00 € je Aktie zugeteilt. United
Internet hat im Rahmen dieser Kapitalerhöhung 1.201.000 Rocket-Aktien für insgesamt
rund 58,8 Mio. € erworben und hält jetzt 8,31 % der Rocket-Anteile (31. Dezember 2014:
8,18 %). Am 10. April 2015 hat United Internet ihre 898.970 Aktien der Goldbach Group AG außerbörslich
zu einem Preis von 21,00 CHF bzw. 20,14 € je Aktie und somit für insgesamt 18,9 Mio.
CHF bzw. 18,2 Mio. € (EBITDA-wirksam: 5,6 Mio. €) verkauft. United Internet hat am 27. April 2014 bekannt gegeben, dass sie sich an diesem Tag
- über ihre Tochtergesellschaft United Internet Ventures - den Erwerb von ca. 9,1
% an der Drillisch AG vertraglich gesichert hat. Nach Freigabe durch die zuständigen
Kartellbehörden und Vollzug des Anteilserwerbs hielt United Internet - inklusive weiterer
bereits erworbener Anteile - insgesamt mittelbar eine Beteiligung von 20,70 % (aktuell:
20,11 % nach Kapitalerhöhung der Drillisch AG). United Internet sieht in Drillisch
ein gut aufgestelltes Unternehmen mit aussichtsreichen Marktchancen. Das Produkt-Portfolio
und die Kunden-Zielgruppen der Gesellschaft ergänzen das Access-Geschäft der United
Internet Gruppe. Als strategischer Aktionär wird United Internet die weitere Entwicklung
der Drillisch AG begleiten und von deren Wachstum profitieren. United Internet beabsichtigt
derzeit aber weder den Erwerb einer Beteiligung von 30 % oder mehr an der Drillisch
AG - welcher mit der Abgabe eines Pflichtangebots an alle weiteren Aktionäre der Drillisch
AG verbunden wäre - noch ein freiwilliges Übernahmeangebot. Ende Juni 2015 hat die ProSiebenSat.1 Group bekannt gegeben, sich (vorbehaltlich der
Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden) - als zweiter strategischer Investor
- mit 51,00 % an der virtual minds AG zu beteiligen, in die United Internet bereits
seit 2008 investiert ist und auch nach dem Einstieg von ProSiebenSat.1 einen Anteil
von 25,10 % (zuvor: 48,65 %) halten wird. Ebenso bleiben die Gründer und das Management
der Gesellschaft am Unternehmen beteiligt. Nach Freigabe durch die Kartellbehörden
erhielt United Internet aus dem Anteilsverkauf am 4. September 2015 einen Verkaufserlös
von 13,4 Mio. € (EBITDA-wirksam: 8,1 Mio. €). Die börsennotierte United Internet Beteiligung Hi-Media S.A. (10,46 %) hat Ende des
1. Halbjahres 2015 ihre Aktivitäten im Bereich Online-Payment im Rahmen eines Spin-offs
in der HiPay Group separiert und diese ebenfalls in Paris an die Börse gebracht. Nach
Durchführung der Transaktion ist United Internet jetzt auch mit 8,37 % an HiPay beteiligt. Am 10. Juli 2015 hat sich United Internet mit der Anteilseigner-Gruppe der home.pl
S.A. (Stettin, Polen), angeführt von dem Private Equity Fonds V4C Eastern Europe,
über den 100%-igen Erwerb von home.pl durch die United Internet Tochter 1&1 Internet
SE geeinigt. home.pl beschäftigt 240 Mitarbeiter und ist mit aktuell über 300.000
Kunden, einem für 2015 erwarteten Jahresumsatz von rund 25 Mio. € sowie einem erwarteten
EBITDA von rund 10 Mio. € Marktführer im polnischen Webhosting-Markt. Der Kaufpreis
für 100 % der home.pl-Anteile beträgt - vorbehaltlich einer Anpassung beim Closing
- rund 135 Mio. € und wird in bar beglichen. Die zinstragenden Verbindlichkeiten des
Unternehmens (ca. 20 Mio. €) werden zum Closing abgelöst. Der Anteilserwerb steht
noch unter dem üblichen Vorbehalt der Freigabe seitens der zuständigen Kartellbehörden.
home.pl soll auch zukünftig vom derzeitigen Management als eigenständiges Unternehmen
weitergeführt werden. Gemeinsam mit der bereits seit 2010 in Polen agierenden United
Internet Marke 1&1 soll der polnische Markt weiter erschlossen werden. Nachdem der Webhosting-Markt in Europa inzwischen weitgehend verteilt ist, will United
Internet - neben organischem Wachstum - zukünftig verstärkt auf Akquisitionen setzen.
Durch die erfolgreichen Übernahmen der letzten Jahre von InterNetX, Sedo, Fasthosts,
united-domains, Arsys und jetzt home.pl konnte United Internet weitreichende Erfahrungen
hierzu sammeln. Vor diesem Hintergrund hat United Internet die Prüfung eines Börsengangs
des Geschäftsbereichs "Business Applications" beschlossen, für den im Geschäftsjahr
2015 ein Umsatz in Höhe von rund 600 Mio. € erwartet wird. Sollte die Prüfung zu einem
positiven Ergebnis führen, soll die Börsennotierung Mitte 2017 erfolgen. Mit einem
eigenständigen Kapitalmarktzugang und Applications-Aktien als zusätzlicher Akquisitionswährung
würden Übernahmen zukünftig leichter eigenfinanziert werden können, da Verkäufer häufig
mit einem Teil des Verkaufserlöses in der Branche investiert bleiben möchten, um am
Wachstum und den Größenvorteilen des kombinierten Unternehmens zu partizipieren. Aktie und DividendeMit einem Anstieg um 20,8 % auf 45,27 € zum 30. September 2015 (31. Dezember 2014:
37,49 €) ist der Kurs der United Internet Aktie auch in den ersten 9 Monaten 2015
weiter gestiegen. Im Vergleich zum 30. September 2014 (33,70 €) konnte die Aktie um
34,3 % zulegen. Entwicklung der Aktiescroll
Die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik der United Internet AG hat sich auch 2015
weiter fortgesetzt. Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 21. Mai 2015 dem
Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat über die Zahlung einer Dividende
in Höhe von 0,60 € (Vorjahr: 0,40 €) je Aktie für das Geschäftsjahr 2014 zugestimmt.
Entsprechend wurden am 22. Mai 2015 insgesamt 122,3 Mio. € ausgeschüttet. Die Ausschüttungsquote
lag damit bei 27,3 % des Konzernergebnisses 2014 nach Steuern bzw. bei 43,0 % des
bereinigten Konzernergebnisses 2014. Die Quote lag somit leicht oberhalb der gemäß
Dividendenpolitik der Gesellschaft vorgesehenen Ausschüttungsspanne von 20-40 % des
bereinigten Konzernergebnisses (sofern die Mittel nicht für die weitere Unternehmensentwicklung
benötigt werden). Die Dividendenrendite belief sich auf 1,3 % - bezogen auf den Schlusskurs
der United Internet Aktie per 30. September 2015. Entwicklung der Dividendescroll
(1)
Ohne Sondereffekte: Sedo-Wertminderungen 2012; Einmalerträge aus Versatel-Übernahme
und Portfolio-Optimierung 2014 Lage im KonzernErtragslageDie United Internet AG hat die ersten 9 Monate 2015 erfolgreich abgeschlossen. Durch
die im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich höhere Kundenzahl aber auch durch die
Konsolidierung der zum 1. Oktober 2014 erworbenen Versatel stieg der Umsatz im Konzern
in den ersten 9 Monaten 2015 von 2.170,9 Mio. € im Vorjahr um 26,9 % auf 2.754,8 Mio.
€ (davon 387,5 Mio. € aus der Versatel-Konsolidierung). Dabei legte der Umsatz im
Segment "Access" von 1.481,7 Mio. € um 37,4 % auf 2.035,2 Mio. € und im Segment "Applications"
von 688,7 Mio. € um 7,7 % auf 741,7 Mio. € zu. Der Umsatz im Ausland (ausschließlich
im Segment "Applications") stieg von 258,4 Mio. € um 10,4 % auf 285,3 Mio. €. Auch in den ersten 9 Monaten 2015 hat United Internet stark in neue Kundenbeziehungen
investiert und die Zahl der Verträge auf 15,43 Mio. zum 30. September 2015 gesteigert
(30. September 2014: 14,11 Mio.). Getragen wurde das Kundenwachstum vom Segment "Access",
in dem die Gesellschaft in den ersten 9 Monaten 2015 um 730.000 Kundenverträge, davon
650.000 Mobile-Internet-Verträge sowie 80.000 DSL-Verträge, zulegen konnten. Dies
sind insgesamt 170.000 Verträge mehr als im Vorjahreszeitraum (560.000). Alle Kundengewinnungskosten für Access- und Applications-Produkte wurden ebenso wie
die Konvertierungskosten von Resale-DSL-Anschlüssen auf DSL-Komplettpakete unverändert
direkt als Aufwand verbucht. Die im Folgenden beschriebenen Kostenpositionen sowie ihr Verhältnis zum Umsatz (Kostenquote)
sind - infolge der Konsolidierung von Versatel - nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Umsatzkosten erhöhten sich von 1.424,9 Mio. € (65,6 % vom Umsatz) im Vorjahr auf
1.855,9 Mio. € (67,4 % vom Umsatz) in den ersten 9 Monaten 2015. Ursächlich hierfür
waren der deutlich höhere Wareneinsatz bei Consumer-Produkten im Segment "Access"
sowie der durch die Business-Produkte von Versatel insgesamt veränderte Produkt- und
Margenmix. Der gestiegene Wareneinsatz bei Consumer-Produkten resultiert insbesondere
aus der ergebniswirksamen Verbuchung der Smartphone-Subventionen im Mobile Internet
Geschäft infolge der nochmals forcierten Neukundengewinnung (+650.000 Verträge in
den ersten 9 Monaten 2015 im Vergleich zu +390.000 in den ersten 9 Monaten 2014) sowie
dem ebenfalls forcierten Wechsel von Bestandskunden in höherwertigere Tarife. Die
Bruttomarge sank entsprechend von 34,4 % im Vorjahr auf 32,6 %. Der Anstieg des Bruttoergebnisses
von 746,0 Mio. € im Vorjahr um 20,5 % auf 898,9 Mio. € blieb dadurch hinter dem Umsatzwachstum
zurück. Die Vertriebskosten erhöhten sich unterproportional zum Umsatz von 340,6 Mio. € (15,7
% vom Umsatz) im Vorjahr auf 401,7 Mio. € (14,6 % vom Umsatz). Die höhere Vertriebskostenquote
des Vorjahres resultierte insbesondere aus einer im 1. Halbjahr 2014 durchgeführten
Marketingkampagne für DSL-Premium-Tarife. Die Verwaltungskosten stiegen von 98,2 Mio. € (4,5 % vom Umsatz) im Vorjahreszeitraum
auf 129,5 Mio. € (4,7 % vom Umsatz) in der ersten 9 Monaten 2015. Entwicklung wesentlicher Kostenpositionen (in Mio. €)scroll
Stärker noch als der Umsatz stiegen die Ergebniskennzahlen auf Konzernebene an: So
stieg das EBITDA in den ersten 9 Monaten 2015 von 379,8 Mio. € im Vorjahr um 46,1
% auf 555,0 Mio. € (davon 101,6 Mio. € aus der Versatel-Konsolidierung). Darin enthalten
sind zwei EBITDA-wirksame Einmalerträge aus dem Verkauf der Anteile an der Goldbach
Group AG in Höhe von 5,6 Mio. € sowie aus dem Teilverkauf unserer Anteile an der virtual
minds AG in Höhe von 8,1 Mio. €. Das EBIT verbesserte sich von 313,7 Mio. € um 25,0 % auf 392,0 Mio. € und das EBT
von 303,4 Mio. € um 26,2 % auf 382,9 Mio. €. Das EPS legte von 1,08 € um 24,1 % auf
1,34 € zu. Vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen (sogenannte PPA-Abschreibungen),
welche hauptsächlich aus der Versatel-Übernahme stammen, stieg das EPS von 1,11 €
um 31,5 % auf 1,46 €. Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Konzern (in Mio. €)![]() Quartalsentwicklung (in Mio. €); Veränderung zum Vorjahresquartalscroll
(1)
Q3 2014 ohne Einmalertrag aus Einbringung der GFC-Beteiligungen in Rocket (EBITDA-
und EBIT-Effekt: +71,5 Mio. €) Historische Entwicklung der wesentlichen Umsatz- und Ergebniskennzahlen (in Mio. €)scroll
(1)
9M 2011 ohne Verkauf Versatel-Anteile (EBITDA- und EBIT-Effekt: +24,8 Mio. €) FinanzlageDank der positiven Ergebnisentwicklung stieg der Cashflow der betrieblichen Tätigkeit
deutlich von 285,2 Mio. € im Vorjahr auf 394,2 Mio. € in den ersten 9 Monaten 2015. Die Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit stiegen - auch infolge einer zum
Ende des 1. Quartals 2015 erfolgten Steuerrückerstattung in Höhe von 326,0 Mio. €
aus einer Ende 2014 im Rahmen der Unternehmensstrukturierung geleisteten Kapitalertragssteuerzahlung
- ebenfalls deutlich auf 720,7 Mio. € (Vorjahr: 274,0 Mio. €). Der Cashflow aus dem Investitionsbereich weist im Berichtszeitraum Nettoauszahlungen
in Höhe von 535,2 Mio. € (Vorjahr: 384,5 Mio. €) aus. Diese resultieren im Wesentlichen
aus Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
in Höhe von 98,7 Mio. € (Vorjahr: 38,5 Mio. €), aus Auszahlungen für Investitionen
in sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 58,9 Mio. € (insbesondere für die
Aufstockung der Anteile an Rocket Internet im Rahmen der Kapitalerhöhung dieser Gesellschaft),
aus Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen in Höhe von
417,8 Mio. € (insbesondere für die Beteiligung an Drillisch) sowie - gegenläufig -
aus Einzahlungen aus der Veräußerung von at-equity bilanzierten Unternehmen in Höhe
von 13,3 Mio. € (aus dem Teilverkauf von Anteilen an virtual minds) und Einzahlungen
aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 18,2 Mio. € (insbesondere
aus dem Verkauf der Anteile an Goldbach). Der Cashflow aus dem Investitionsbereich
des Vorjahres war - neben den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
- im Wesentlichen geprägt durch Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an assoziierten
Unternehmen in Höhe von 21,5 Mio. € (Beteiligung an ePages und favor.it labs sowie
Beteiligungen über den Global Founders Capital Nr. 1) sowie aus Investitionen in sonstige
finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 334,5 Mio. € (insbesondere für die Beteiligung
an Rocket Internet). Der Free Cashflow, definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert
um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen
aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, stieg auch aufgrund
der Steuerrückerstattung auf 631,2 Mio. € (Vorjahr: 239,8 Mio. €). Um die Kapitalertragssteuer
bereinigt stiegt der Free Cashflow von 239,8 Mio. € auf 305,2 Mio. €. Aufgrund geplanter
Steuerzahlungen im 4. Quartal wird für das Gesamtjahr ein bereinigter Free Cashflow
von sichtbar über 300 Mio. € erwartet. Bestimmend im Cashflow aus dem Finanzierungsbereich waren in den ersten 9 Monaten
2015 die Rückzahlung von Krediten in Höhe von 18,0 Mio. € (Vorjahr: Aufnahme in Höhe
von 3,0 Mio. €), die Tilgung von Finanzierungsleasingverbindlichkeiten in Höhe von
11,9 Mio. € (Vorjahr: 0 €) sowie die Dividendenzahlung in Höhe von 122,3 Mio. € (Vorjahr:
77,3 Mio. €). Der Cashflow aus dem Finanzierungsbereich des Vorjahres war neben der
Dividendenzahlung insbesondere durch der Erwerb eigener Aktien in Höhe von 32,5 Mio.
€ sowie - gegenläufig - den Nettoerlös aus der Kapitalerhöhung in Höhe von 348,4 Mio.
€ geprägt. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum 30. September 2015
auf 85,2 Mio. € - nach 169,5 Mio. € zum Vorjahresstichtag. Historische Entwicklung der wesentlichen Cashflow-Kennzahlen (in Mio. €)scroll
(1)
Free Cashflow ist definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert
um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen
aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen VermögenslageDie Bilanzsumme im Konzern reduzierte sich von 3,673 Mrd. € per 31. Dezember 2014
auf 3,567 Mrd. € zum 30. September 2015. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich von 744,1 Mio. € per 31. Dezember
2014 auf 447,9 Mio. € zum 30. September 2015. Dabei stieg der in den kurzfristigen
Vermögenswerten ausgewiesene Bestand an liquiden Mitteln von 50,8 Mio. € auf 85,2
Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen infolge der Geschäftsausweitung
auf 213,9 Mio. € (31. Dezember 2014: 193,1 Mio. €). Gleiches gilt für die abgegrenzten
Aufwendungen, die von 66,6 Mio. € auf 77,6 Mio. € anstiegen. Die sonstigen nicht-finanziellen
Vermögenswerte reduzierten sich (insbesondere infolge der Ende März erfolgten Kapitalertragssteuerrückerstattung)
von 377,5 Mio. € auf 24,1 Mio. €. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen von 2.929,3 Mio. € per 31. Dezember 2014
auf 3.119,4 Mio. € zum 30. September 2015. Innerhalb der Positionen Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte standen Zugängen in Höhe von 98,7 Mio. € (für Betriebsausstattung
und Software) Abschreibungen in Höhe von 163,0 Mio. € gegenüber. Die Firmenwerte blieben
nahezu unverändert bei 978,0 Mio. €. Die Anteile an assoziierten Unternehmen stiegen
deutlich (insbesondere infolge der Drillisch-Beteiligung) von 34,9 Mio. € auf 467,2
Mio. €. Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich -
durch den Verkauf der Goldbach-Anteile sowie die Folgebewertung der börsennotierten
Anteile an Rocket, Hi-Media und Hipay zum 30. September 2015 - von 695,3 Mio. € auf
420,8 Mio. €. Die abgegrenzten Aufwendungen, die im Wesentlichen aus geleisteten Vorauszahlungen
im Rahmen langfristiger Einkaufsverträge resultieren, stiegen von 37,1 Mio. € auf
105,2 Mio. €. Die kurzfristigen Schulden stiegen von 887,6 Mio. € per 31. Dezember 2014 auf 929,0
Mio. € zum 30. September 2015. Dabei sanken die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt von 356,1 Mio. € auf 350,8 Mio. €. Die
kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden von 30,1 Mio. €
auf nahezu 0 € reduziert. Die Steuerrückstellungen erhöhten sich von 139,2 Mio. €
auf 185,5 Mio. €. Die erhaltenen Anzahlungen sowie die abgegrenzten Erlöse stiegen
infolge der Geschäftsausweitung von 11,8 Mio. € auf 15,1 Mio. € bzw. von 210,6 Mio.
€ auf 218,3 Mio. € an. Die langfristigen Schulden sind von 1.581,1 Mio. € per 31. Dezember 2014 auf 1.585,1
Mio. € zum 30. September 2015 angestiegen. Dabei stiegen die langfristigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten (trotz Aufstockung Rocket-Anteile und Drillisch-Beteiligung)
nur leicht von 1.343,9 Mio. € auf 1.355,8 Mio. €. Die latenten Steuerschulden sanken
von 73,6 Mio. € auf 70,4 Mio. € und die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten von
99,2 Mio. € auf 92,9 Mio. €. Das Eigenkapital im Konzern reduzierte sich auch aufgrund der Dividendenzahlung im
Mai 2015 von 1.204,7 Mio. € per 31. Dezember 2014 auf 1.053,2 Mio. € zum 30. September
2015. Die Eigenkapitalquote sank entsprechend von 32,8 % auf 29,5 %. Zum Bilanzstichtag
30. September 2015 hielt United Internet 967.018 eigene Aktien (31. Dezember 2014:
1.232.338). Die Netto-Bankverbindlichkeiten (d. h. der Saldo aus Bankverbindlichkeiten und liquiden
Mitteln) reduzierten sich von 1.323,2 Mio. € per 31. Dezember 2014 auf 1.270,6 Mio.
€ zum 30. September 2015. Historische Entwicklung wesentlicher Bilanzpositionen (in Mio. €)scroll
(1)
Rückkauf der Versatel-Anteile über Versatel-Obergesellschaft (2012); Einbringung der
EFF-Fonds in Rocket (Ausweis Rocket in sonstige finanzielle Vermögenswerte (2014);
Anteilserwerb Drillisch (2015) Gesamtaussage des Vorstandes zur wirtschaftlichen LageAuch in den ersten 9 Monaten 2015 hat United Internet stark in neue Kundenbeziehungen
investiert und die Zahl der Kundenverträge auf 15,43 Mio. zum 30. September 2015 gesteigert
(30. September 2014: 14,11 Mio.). Getragen wurde das Kundenwachstum vom Segment "Access",
in dem die Gesellschaft in den ersten 9 Monaten 2015 um 730.000 Kundenverträge, davon
650.000 Mobile-Internet-Verträge sowie 80.000 DSL-Verträge, zulegen konnte. Dies sind
insgesamt 170.000 Verträge mehr als im Vorjahreszeitraum (560.000). Mit diesem starken
Kundenwachstum, einem Umsatzwachstum um 26,9 % auf 2,755 Mrd. € sowie einer EBITDA-Verbesserung
um 46,1 % auf 555 Mio. € hat sich United Internet auch in den ersten 9 Monaten 2015
sehr dynamisch entwickelt. Parallel dazu wurde erneut stark in die Kundenbindung sowie in den Ausbau bestehender
Kundenverhältnisse investiert und damit die Basis für künftiges Wachstum gelegt. Die dynamische Unternehmensentwicklung zeigt erneut die Vorteile des Geschäftsmodells
von United Internet, das überwiegend auf elektronischen Abonnements basiert - mit
festen monatlichen Beträgen sowie vertraglich festgelegten Laufzeiten. Dies sichert
stabile und planbare Umsätze und Cashflows, bietet Schutz gegen konjunkturelle Einflüsse
und eröffnet finanzielle Spielräume, um Chancen in bestehenden und neuen Geschäftsfeldern
und Märkten zu nutzen. Organisch oder durch Beteiligungen und Übernahmen. Mit den in den ersten 9 Monaten 2015 erreichten Zahlen bei Kundenverträgen, Umsatz
und Ergebnis sowie den getätigten Investitionen sieht der Vorstand die Gesellschaft
hinsichtlich seiner Planungen gut auf Kurs und für die weitere Unternehmensentwicklung
sehr gut aufgestellt. PersonalberichtIm Zuge der Geschäftsausweitung hat sich die Zahl der Mitarbeiter auch in den ersten
9 Monaten 2015 weiter erhöht. Zum 30. September 2015 waren bei United Internet insgesamt
7.873 Mitarbeiter beschäftigt. Damit stieg die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr
(6.834 Mitarbeiter) - auch infolge der Komplettübernahme von Versatel zum 1. Oktober
2014 - um 1.039 Mitarbeiter bzw. 15,2 %. Dabei waren 3.295 Mitarbeiter im Segment "Access" (Vorjahr: 1.989) tätig, 4.451 im
Segment "Applications" (Vorjahr: 4.809) und 127 Mitarbeiter im Bereich "Zentrale"
(Vorjahr: 36). Der starke Anstieg der Mitarbeiter im Bereich "Zentrale" resultiert
aus dem Transfer von Mitarbeitern aus Teilkonzernen, die bereits in der Vergangenheit
zentrale Funktionen wahrgenommen haben. Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland stieg von 5.175 im Vorjahr um 1.202 Mitarbeiter
bzw. 23,2 % auf 6.377 zum 30. September 2015. In den ausländischen Gesellschaften
ging die Anzahl der Beschäftigten auf 1.496 zurück (Vorjahr: 1.659). Entwicklung der Mitarbeiterzahl (Aufteilung Inland / Ausland und Segmente); Veränderung zum Vorjahrscroll
(1)
Die Mitarbeiterstatistiken enthalten seit dem 30. Juni 2013 keine inaktiven Mitarbeiter
mehr. Der Personalaufwand erhöhte sich insbesondere infolge der Versatel-Übernahme von 250,0
Mio. € im Vorjahr deutlich um 29,0 % auf 322,6 Mio. € in den ersten 9 Monaten 2015.
Die Personalaufwandsquote stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte auf
11,7 %. Entwicklung des Personalaufwands (in Mio. €); Veränderung zum Vorjahrscroll
Wechsel im VorstandAm 23. April 2015 hat United Internet bekannt gegeben, dass der langjährige Finanzvorstand
Herr Norbert Lang das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 30. Juni 2015 verlassen wird.
Nach 21 Jahren im United Internet Konzern, davon 13 Jahre als Finanzvorstand, hat
Norbert Lang entschieden, sich künftig mehr Freiräume für private Themen und neue
Projekte zu schaffen. Als neuen Finanzvorstand der United Internet AG konnte der Aufsichtsrat der Gesellschaft
Herrn Frank Krause (50) gewinnen. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre begann
Frank Krause seine berufliche Laufbahn 1992 im Controlling von Mannesmann Mobilfunk
(D2). Von 1999 bis 2007 war er Head of Controlling der Mannesmann- (und späteren Vodafone-)Tochter
Arcor, bevor er von 2007 bis Mitte 2009 als Director Controlling & Regions (Mobil
& Festnetz) bei Vodafone Deutschland tätig war. Hier verantwortete er neben dem Tagesgeschäft
auch den kaufmännischen Part der Arcor-Integration in die Vodafone Gruppe. Von Mitte
2009 bis Ende 2013 war Frank Krause für Vodafone in Ungarn und der Türkei aktiv. Nach
der Bestellung als CFO von Vodafone Ungarn im Juli 2009 übernahm er im September 2012
die CFO-Position im Vorstand der Vodafone Türkei. Seit Anfang 2014 lebt Frank Krause
mit seiner Familie wieder in Deutschland, wo er als Mitglied der Geschäftsführung
von Vodafone Deutschland das Ressort Strategy & Corporate Development verantwortete,
mit einem Schwerpunkt auf der Integration von Kabel Deutschland in den Vodafone Konzern.
Während seiner rund 23-jährigen beruflichen Tätigkeit begleitete Frank Krause zudem
zahlreiche Gesellschaften der Vodafone-Gruppe als Aufsichtsrat. Er hatte Mandate bei
Netcom Kassel, Vodafone Ungarn, Vodafone Zypern, Vodafone Deutschland, beim Vodafone
Operations Center Hungary und bei Kabel Deutschland. NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag 30. September 2015 sind bei der United Internet AG keine Ereignisse
von besonderer Bedeutung eingetreten, die größere Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens-
und Finanzlage des Unternehmens bzw. Auswirkungen auf Rechnungslegung und Berichterstattung
haben. Aussagen zur wirtschaftlichen Lage des United Internet Konzerns zum Zeitpunkt der
Erstellung dieses Lageberichts finden sich im "Prognosebericht". Risiko- und ChancenberichtDie Risiken- und Chancenpolitik der United Internet AG orientiert sich an dem Ziel,
den Wert des Unternehmens zu erhalten und nachhaltig zu steigern, indem Chancen wahrgenommen
und Risiken frühzeitig erkannt und gesteuert werden. Dabei regelt das Risiko- und
Chancenmanagement den verantwortungsvollen Umgang mit Unsicherheiten, die mit unternehmerischem
Handeln immer verbunden sind. Gesamtaussage des Vorstands zur Risiko- und Chancensituation des KonzernsDie Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung
aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken unter Berücksichtigung der Interdependenzen. Die Gesamtrisiko- und Chancensituation in den ersten 9 Monaten 2015 blieb im Vergleich
zur Risiko- und Chancenberichterstattung im Rahmen des Jahresabschlusses 2014 weitgehend
stabil - wenngleich sich einzelne Risiken durch die Geschäftsausweitung leicht erhöht
haben. Bestandsgefährdende Risiken für den United Internet Konzern waren im Berichtszeitraum
sowie zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts weder aus Einzelrisikopositionen
noch aus der Gesamtrisikosituation erkennbar. Die wesentlichen Herausforderungen umfassen aus heutiger Sicht insbesondere "Bedrohungspotenziale
im Internet", "Komplexität und Manipulierbarkeit der eingesetzten Hard- und Software"
sowie Risiken aus den Bereichen "Recht & Politik", "Markt" und "Fraud". Durch den weiteren Ausbau des Risikomanagements begegnet United Internet diesen Risiken
und begrenzt sie, soweit sinnvoll, mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen auf ein Minimum. PrognoseberichtKonjunkturerwartungenNach Abschluss der ersten 9 Monate 2015 hat der Internationale Währungsfonds (IWF)
in seinem "World Economic Outlook" (Update Oktober 2015) seine Prognosen für die weltweiten
Volkswirtschaften aktualisiert. Im Rahmen dieses Updates hat der Fonds seine bisherige
Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft 2015 um weitere 0,2 Prozentpunkte auf 3,1
% reduziert. Dies sind 0,4 Prozentpunkte weniger als in der Januar-Prognose des Fonds
erwartet. Für die wesentlichen Zielländer der United Internet Gruppe hat der IWF sehr unterschiedliche
Entwicklungen in den ersten 9 Monaten 2015 festgestellt und seine Prognosen entsprechend
angepasst. Während die Prognosen für die nordamerikanischen Zielländer durchweg reduziert
wurden, hat der IWF die Prognosen für die europäischen Zielländer mit Ausnahme von
Großbritannien allesamt angehoben. Konjunktur-Prognose: Wirtschaftliche Entwicklung der wesentlichen Zielländer und -regionen von United Internetscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook (Update), Oktober 2015 Branchen- und MarkterwartungenSowohl international wie auch national soll es für die IT- und Telekommunikationsbranche
(ITK) im Jahr 2015 weiter aufwärts gehen. Laut Branchenverband BITKOM (Jahrespressekonferenz
im Rahmen der CeBIT 2015) soll der weltweite ITK-Markt 2015 um voraussichtlich 3,8
% auf 2,89 Billionen € wachsen. Für den ITK-Markt in der EU erwartet der BITKOM in
2015 ein Wachstum von 0,3 %. Der Gesamtmarkt für IT, Telekommunikation und digitale Unterhaltungselektronik in
Deutschland soll 2015 um voraussichtlich 1,4 % auf 155,5 Mrd. € zulegen. Innerhalb des Gesamtmarkts liegt der IT-Sektor mit einem erwarteten Plus von 3,2 %
auf 80,3 Mrd. € vorn. Die Telekommunikation soll der BITKOM-Prognose zufolge nach
zwei Jahren mit Umsatzrückgängen mit einem Plus von 0,2 % auf 65,4 Mrd. € wieder leicht
wachsen. Bei der Unterhaltungselektronik soll sich der Abwärtstrend weiter fortsetzen,
wenngleich sich die Umsatzrückgänge verlangsamen. Für 2015 rechnet der BITKOM konkret
mit einem Minus von -2,9 % auf 9,9 Mrd. €. Branchen-Prognose: Entwicklung der ITK-Marktsegmente in Deutschland (in Mrd. €)scroll
Quelle: BITKOM Von besonderer Bedeutung für United Internet sind insbesondere der deutsche Breitband-
und Mobile-Internet-Markt im abonnementfinanzierten Segment "Access" sowie der weltweite
Cloud-Computing-Markt und der deutsche Online-Werbemarkt im abonnement- und werbefinanzierten
Segment "Applications". Breitbandmarkt in DeutschlandFür den deutschen (festnetzbasierten) Breitbandmarkt erwarten Experten angesichts
einer bereits vergleichsweise hohen Haushaltsabdeckung von über 80 % sowie des Trends
zur mobilen Internet-Nutzung weiterhin ein nur moderates Wachstum. So rechnet zum
Beispiel PricewaterhouseCoopers für 2015 - laut der Studie "German Entertainment and
Media Outlook 2014-2018" (Dezember 2014) - mit einem Anstieg um lediglich 1,6 % auf
7,86 Mrd. €. Markt-Prognose: Breitband-Access (Festnetz) in Deutschland (in Mrd. €)scroll
Quelle: PricewaterhouseCoopers Mobile-Internet-Markt in DeutschlandDem Mobile-Internet-Markt hingegen sagen alle Experten weiteres Wachstum voraus. Nach
einem Marktwachstum um 5,4 % auf 9,7 Mrd. € in 2014 erwartet der Branchenverband BITKOM
für die mobilen Datendienste auch in 2015 ein Wachstum um 6,2 % auf 10,3 Mrd. €. Getragen wird dieses Wachstum vor allem durch den Boom bei Smartphones und Tablet-PCs
und den damit verbundenen Anwendungen (Apps). Trotz einer bereits hohen Marktdurchdringung
rechnet beispielsweise der BITKOM auch in 2015 mit einer weiteren Absatzsteigerung
bei Smartphones um 4,2 % auf insgesamt 24,6 Mio. verkaufte Geräte (nach 23,6 Mio.
in 2014). Markt-Prognose: Mobile Internet (Mobilfunk) in Deutschland (in Mrd. €)scroll
Quelle: BITKOM / European Information Technology Observatory (EITO) Cloud-Computing-MarktIn einem Update der Studie "Forecast Analysis: Public Cloud Services, Worldwide" (November
2014) erwartet Gartner für 2015 ein weltweites Wachstum für Public Cloud Services
von 152,8 Mrd. $ um 16,9 % auf 178,6 Mrd. $. Markt-Prognose: Cloud Computing (in Mrd. $)scroll
Quelle: Gartner Online-Werbemarkt in DeutschlandIm Jahr 2014 waren die Aktivitäten der Werbetreibenden im Online-Sektor unverändert
durch eine große Investitionsbereitschaft bestimmt. Auch in 2015 rechnen Experten mit weiterem Wachstum. So erwartet PricewaterhouseCoopers
laut der Studie "German Entertainment and Media Outlook 2014 - 2018" (Dezember 2014)
einen Anstieg um 7,0 % auf 5,93 Mrd. €. Dabei sollen insbesondere die mobile Online-Werbung
sowie die Video-Werbung mit einem Plus von 33,3 % bzw. 22,2 % weiterhin kräftig zulegen. Markt-Prognose: Online-Werbung in Deutschland (in Mrd €)scroll
Quelle: PricewaterhouseCoopers UnternehmenserwartungenSchwerpunkte im Geschäftsjahr 2015Die United Internet AG wird ihre auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Geschäftspolitik
auch künftig fortsetzen und in neue Kunden, neue Produkte und neue Geschäftsfelder
sowie in die weitere Internationalisierung investieren. Im Segment "Access" sieht sich United Internet angesichts ihrer auf Transparenz und
Flexibilität basierenden Produktpolitik, der innovativen Produkte sowie des guten
Preis-Leistungs-Verhältnisses gut aufgestellt. Aus der Vermarktung von DSL-Anschlüssen
sowie von Mobile-Internet-Produkten wird auch im Geschäftsjahr 2015 weiteres Vertrags-
und Umsatzwachstum bei Consumer Produkten erwartet. Schwerpunkte sind der weitere
Ausbau der V-DSL-Reichweite und der Einsatz der neuen Übertragungstechnologie "Vectoring"
(mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s). Bei den Business Produkten von Versatel
soll das Sprach-, Daten und Netzwerkgeschäft mit mittelständischen Unternehmen sowie
das Infrastrukturgeschäft mit Großunternehmen weiter forciert werden. Auch im Segment "Applications" hat sich United Internet mit ihren starken und spezialisierten
Marken, dem ständig wachsenden Portfolio an Cloud-Applikationen sowie den bestehenden
Geschäftsbeziehungen zu Millionen kleiner Firmen, Freiberuflern und Privatanwendern
gut positioniert, um die sich ergebenden Chancen im Cloud-Computing-Markt weiterhin
zu nutzen. Bei Consumer-Applikationen stehen 2015 unverändert die Monetarisierung
der Free-Accounts über Werbung sowie die sichere E-Mail-Kommunikation im Vordergrund.
Schwerpunkt ist die weitere Verbreitung der im August 2013 mit der Deutschen Telekom
gestarteten Initiative "E-Mail made in Germany". Bei Business-Applikationen sollen
die bestehenden Zielmärkte weiter ausgeschöpft werden. Das Hauptaugenmerk liegt auf
dem Ausbau des Bestandskundengeschäfts durch den Verkauf zusätzlicher Produkte, z.
B. neuer Top-Level-Domains oder Marketing-Tools wie 1&1 List Local, sowie der Gewinnung
von hochwertigen Kundenbeziehungen, etwa bei De-Mail-Business oder beim neuen 1&1
Cloud Server. Neben dem organischen Wachstum prüft United Internet kontinuierlich Möglichkeiten
von Firmenübernahmen, Beteiligungen und Kooperationen. Dank der planbaren hohen Cashflows
verfügt United Internet über eine hohe Eigenfinanzierungskraft und hat einen guten
Zugang zu Fremdfinanzierungsmärkten, um das geplante künftige Wachstum - organisch
oder durch Übernahmen und Beteiligungen - zu finanzieren. Prognose für das Geschäftsjahr 2015Mit den in den ersten 9 Monaten 2015 erreichten Zahlen bei Kundenverträgen, Umsatz
und Ergebnis liegt die United Internet AG gut auf Kurs, um auch 2015 ihre Ziele zu
erreichen. Die auf Kontinuität ausgerichtete aktionärsfreundliche Dividendenpolitik der United
Internet AG soll sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Die Gesellschaft plant
auch zukünftig 20 - 40 % des Konzernergebnisses an ihre Aktionäre auszuschütten (sofern
die Mittel nicht für die weitere Unternehmensentwicklung benötigt werden). Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen EntwicklungDer Vorstand der United Internet AG blickt optimistisch in die Zukunft. Dank des überwiegend
auf elektronischen Abonnements beruhenden Geschäftsmodells sieht sich United Internet
auch weitestgehend stabil gegen konjunkturelle Einflüsse aufgestellt. Und mit den
in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in Kundenbeziehungen, neue Geschäftsfelder
und Internationalisierung sowie durch Übernahmen und Beteiligungen wurde ein breites
Fundament für das weitere Wachstum geschaffen. Diese nachhaltige Geschäftspolitik wird United Internet auch in den nächsten Jahren
fortsetzen. Infolge des Testsiegs beim connect-Festnetztest hat United Internet ihre Werbebudgets
im Jahresendgeschäft ein Stück weit von Mobile Internet Produkten hin zu DSL-Produkten
umgeschichtet. Vor diesem Hintergrund wird im Access-Geschäft im 4. Quartal ein etwas
geringeres Wachstum bei Mobile Internet Produkten und gleichzeitig ein etwas stärkeres
Wachstum bei DSL-Produkten erwartet. Zusätzlich soll über die Marke Versatel das Geschäft
mit Business Produkten für mittelständische und große Unternehmen ausgebaut werden. Neben dem deutschen Access-Markt bietet auch das internationale Geschäft mit Cloud-Applikationen
mittel- und langfristig hohes Potenzial für das weitere Wachstum der Gesellschaft.
Bei Consumer Applikationen werden auch im 4. Quartal 2015 die sichere E-Mail-Kommunikation
sowie die Monetarisierung der Free-Accounts über Werbung im Fokus der Gesellschaft
stehen. Bei Business Applikationen wird der Schwerpunkt weiterhin auf dem Ausbau des
Bestandskundengeschäfts sowie der Gewinnung von werthaltigen Kundenverhältnissen liegen.
Angesichts des bestehenden, breiten Produktportfolios sowie neuer Produkte wie dem
1&1 Cloud Server oder De-Mail Business sieht der Vorstand die Gesellschaft gut aufgestellt,
am erwarteten Marktwachstum zu partizipieren. Nach den erfolgreichen ersten 9 Monaten 2015 sieht der Vorstand die Gesellschaft auch
zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts auf gutem Wege, die in der folgenden
Tabelle zusammengefassten Prognosen (August-Prognosen) für das Gesamtjahr 2015 zu
erreichen. Prognose 2015 der United Internet AGscroll
(1)
Stand 31.12.2014 ohne Einmalerträge aus Versatel-Übernahme und Portfolio-Optimierung Zukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDer vorliegende Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen
Erwartungen, Annahmen und Prognosen des Vorstands der United Internet AG sowie den
ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind
verschiedenen Risiken und Unwägbarkeiten unterworfen und beruhen auf Erwartungen,
Annahmen und Prognosen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen
könnten. United Internet garantiert nicht, dass sich die zukunftsgerichteten Aussagen
als richtig erweisen, übernimmt keine Verpflichtung und hat auch nicht die Absicht,
die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren. KonzernabschlussBilanzzum 30. September 2015 in T€VERMÖGENSWERTE
scroll
SCHULDEN UND EIGENKAPITALscroll
Gesamtergebnisrechnungvom 1. Januar bis zum 30. September 2015 in T€scroll
Kapitalflussrechnungvom 1. Januar bis zum 30. September 2015 in T€scroll
Eigenkapitalveränderungsrechnungvom 1. Januar bis 30. September 2015scroll
scroll
Erläuterungen zum 9-Monatsbericht1. Informationen zum UnternehmenDie United Internet AG ist ein Dienstleistungsunternehmen der Telekommunikations-
und Informationstechnologiebranche mit Sitz in 56410 Montabaur, Elgendorfer Straße
57, Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Montabaur unter
HR B 5762 eingetragen. 2. Wesentliche Bilanzierungs-, Bewertungs- und KonsolidierungsgrundsätzeDie Zwischenberichterstattung der United Internet AG zum 30. September 2015 wurde,
wie schon der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014, in Übereinstimmung mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden
sind, aufgestellt. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum
30. September 2015 wurde gemäß IAS 34 Zwischenberichterstattung aufgestellt. Für die Darstellung dieses Konzernzwischenabschlusses wurde ein gegenüber dem Konzernabschluss
verkürzter Berichtsumfang gewählt, der daher im Kontext mit dem Konzernabschluss zum
31. Dezember 2014 zu lesen ist. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
des verkürzten Konzernzwischenabschlusses entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr
angewandten Methoden mit Ausnahme der pflichtmäßig neu anzuwendenden Standards, die
im Folgenden kurz genannt sind. Verpflichtend anzuwendende neue RechnungslegungsstandardsDas jährliche Änderungsverfahren 2011 - 2013 hatte keine wesentlichen Auswirkungen
auf den Konzernzwischenabschluss der Gesellschaft. Verwendung von Annahmen und SchätzungenBei der Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses werden Ermessensentscheidungen,
Schätzungen und Annahmen vom Management gemacht, die sich auf die Höhe der zum Stichtag
ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie den Ausweis
von Eventualschulden auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene
Unsicherheit könnten Ergebnisse entstehen, die in der Zukunft zu erheblichen Anpassungen
des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. SonstigesIn den Konzernzwischenabschluss sind sämtliche Tochterunternehmen und assoziierte
Unternehmen einbezogen. Im Berichtszeitraum 2015 wurde folgende Gesellschaft erworben und umfirmiert:
Im Berichtszeitraum 2015 wurde folgende Gesellschaft gegründet:
Im Berichtszeitraum 2015 wurden folgende Gesellschaften umfirmiert:
Im Berichtszeitraum 2015 wurden folgende Gesellschaften auf bestehende Konzerngesellschaften
verschmolzen:
Darüber hinaus blieb der Konsolidierungskreis im Vergleich zum Konzernabschluss zum
31. Dezember 2014 im Wesentlichen unverändert. Dieser Konzernzwischenabschluss ist keiner Prüfung entsprechend § 317 HGB oder einer
prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen worden. 3. UnternehmensbeteiligungenAm 10. April 2015 hat United Internet ihre 898.970 an der Goldbach Group AG, Küsnacht-Zürich
/ Schweiz gehaltenen Aktien (14,96 %) außerbörslich für einen Preis von 21,00 CHF
bzw. 20,14 € je Aktie und somit für insgesamt 18,9 Mio. CHF bzw. 18,2 Mio. € verkauft.
Aus dem Verkauf der Anteile ergab sich ein sonstiger betrieblicher Ertrag von 5.569
T€. United Internet hat am 27. April 2014 bekannt gegeben, dass sie sich am selbigen Tag
- über ihre Tochtergesellschaft United Internet Ventures AG - den Erwerb von ca. 9,1
% an der Drillisch AG, Maintal, vertraglich gesichert hat. Nach Freigabe durch die
zuständigen Kartellbehörden und Vollzug des Anteilserwerbs hielt United Internet unter
Berücksichtigung bereits erworbener Anteile insgesamt mittelbar eine Beteiligung von
20,7 % an der Drillisch AG. Die Einbeziehung der Gesellschaft in den Konzernabschluss
der United Internet AG erfolgt seit Erwerb der 9,1 % an der Drillisch AG als assoziiertes
Unternehmen. Die börsennotierte United Internet Beteiligung Hi-Media S.A. (10,46 %) hat Ende des
1. Halbjahres 2015 ihre Aktivitäten im Bereich Online-Payment im Rahmen eines Spin-Offs
in der HiPay Group separiert und hat diese ebenfalls an die Börse gebracht. Nach Durchführung
der Transaktion ist United Internet auch mit 8,37 % an HiPay beteiligt. Die Beteiligungen
werden unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bilanziert. Ende Juni 2015 hat die ProSiebenSat.1 Group bekannt gegeben, sich (vorbehaltlich der
Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden) - als zweiter strategischer Investor
- mit 51,00 % an der virtual minds AG zu beteiligen, in die United Internet bereits
seit 2008 investiert ist und auch nach dem Einstieg von ProSiebenSat.1 einen Anteil
von 25,10 % (zuvor: 48,65 %) halten wird. Nach Freigabe durch die Kartellbehörden
erhielt United Internet einen Mittelzufluss in Höhe von 13,4 Mio. €. Die United Internet AG hat sich am 10. Juli 2015 mit der Anteilseigner-Gruppe der
home.pl S.A. (Stettin, Polen), angeführt von dem Private Equity Fonds V4C Eastern
Europe, über den 100 %-igen Erwerb von home.pl durch die United Internet Tochter 1&1
Internet SE geeinigt. Der Kaufpreis für 100% der home.pl-Anteile beträgt - vorbehaltlich
der Anpassung beim Closing - rund 135 Mio. € und wird in bar beglichen. Die zinstragenden
Verbindlichkeiten des Unternehmens (ca. 20 Mio. €) werden zum Closing abgelöst. Der
Anteilserwerb steht noch unter dem üblichen Vorbehalt der Freigabe seitens der zuständigen
Kartellbehörden. Auf Grund des noch nicht erfolgten Vollzugs unterbleiben daher weitere
IFRS 3 Angaben. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung4. SegmentberichterstattungNach IFRS 8 basiert die Identifikation von berichtspflichtigen operativen Segmenten
auf dem sogenannten Management-Ansatz. Danach erfolgt die externe Berichterstattung
auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstruktur sowie der internen
Finanzberichterstattung an das oberste Führungsgremium ("Chief Operating Decision
Maker"). In der United Internet Gruppe ist der Vorstand der United Internet AG verantwortlich
für die Bewertung und Steuerung des Geschäftserfolgs der Segmente. Die Steuerung durch den Vorstand der United Internet AG erfolgt überwiegend auf Basis
von Ergebniskennzahlen. Dabei misst der Vorstand der United Internet AG den Erfolg
der Segmente primär anhand der Umsatzerlöse, dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) sowie dem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT). Transaktionen
zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen berechnet. Die informativ genannten
und im Ausland erzielten Umsatzerlöse sind dem Land, in dem das Unternehmen seinen
Sitz hat, zugeordnet. Die Überleitungsgröße hinsichtlich des Ergebnisses vor Steuern (EBT) stellt den entsprechenden
EBT-Beitrag der Segmente "Access" sowie "Applications" dar. Die Segmentberichterstattung der United Internet AG stellt sich für den Berichtszeitraum
2015 und 2014 wie folgt dar: scroll
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5. PersonalaufwandDer Personalaufwand für den Berichtszeitraum 2015 betrug 322.563 T€ (Vorjahr: 250.012
T€). United Internet beschäftigte Ende September 2015 insgesamt 7.873 Mitarbeiter,
davon 1.496 im Ausland. Die Anzahl der Mitarbeiter Ende September 2014 belief sich
auf 6.834, davon 1.659 im Ausland. 6. AbschreibungenDie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich auf
127.866 T€ (Vorjahr: 59.754 T€). Die Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Vermögenswerte
betrugen 35.112 T€ (Vorjahr: 6.393 T€). Die gesamten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen des Berichtszeitraumes
2015 summierten sich auf 162.978 T€ (Vorjahr: 66.147 T€). Erläuterungen zur BilanzEs werden lediglich Erläuterungen zu den Positionen gegeben, die nennenswerte Änderungen
der Beträge gegenüber dem letzten Konzernabschluss ausweisen. 7. Anteile an assoziierten UnternehmenDie folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Entwicklung der Anteile an assoziierten
Unternehmen: scroll
Die Zugänge betreffen im Wesentlichen die Anteile an der Drillisch AG. Die Abgänge
betreffen im Wesentlichen den Anteilsverkauf virtual minds AG. Wir verweisen auf Anmerkung
3. 8. Sonstige finanzielle VermögenswerteDie Entwicklung dieser Anteile ergibt sich aus der folgenden Übersicht: scroll
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Die Zugänge betreffen im Wesentlichen die Erhöhung der Anteile an der Rocket Internet
SE im Rahmen ihrer Kapitalerhöhung auf 8,31 %. Die Anteile an der Goldbach Group AG
wurden im April 2015 veräußert. Wir verweisen auf Anmerkung 3. Die Folgebewertung der börsennotierten Anteile an Rocket Internet und Hi-Media/Hi-Pay
zum Zeitwert am Abschlussstichtag führte im Saldo zu einer erfolgsneutralen Reduzierung
der Neubewertungsrücklage. 9. Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und FirmenwerteIm Zwischenberichtszeitraum wurden insgesamt 109.677 T€ (Vorjahr: 38.513 T€) in Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte investiert. Der Schwerpunkt waren Investitionen in
Telekommunikationsanlagen und Software. Bei den zum 30. September 2015 ausgewiesenen Firmenwerten in Höhe von 977.962 T€ handelt
es sich in Höhe von 506.482 T€ um Firmenwerte des Segments "Access". Die Kaufpreisallokation,
der zum 1. Oktober 2014 übernommenen Versatel Gruppe, wurde im Berichtszeitraum abgeschlossen.
Aus der finalisierten Kaufpreisallokation ergab sich eine Verminderung des Firmenwerts
um 3.172 T€ auf 506.482 T€. 10. Langfristige abgegrenzte AufwendungenDie langfristigen abgegrenzten Aufwendungen resultieren aus geleisteten Vorauszahlungen
im Rahmen langfristiger Einkaufsverträge. 11. Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 30. September 2015 resultieren
im Wesentlichen aus einem im August 2014 abgeschlossenen Konsortial-Kredit in Höhe
von insgesamt 750 Mio. €, aufgeteilt in zwei Tranchen mit Laufzeiten bis 2017 bzw.
2019 sowie aus einem Schuldscheindarlehen in Höhe von 600 Mio. €, das in 4 Tranchen
mit unterschiedlichen Laufzeiten von 2017 bis 2022 aufgeteilt ist. Des Weiteren besteht ein revolvierender Konsortial-Kreditrahmen von 810 Mio. € mit
einer Laufzeit bis zum 10. Juli 2020, der zum 30. September 2015 nicht in Anspruch
genommen war. 12. Sonstige kurzfristige finanzielle VerbindlichkeitenBei den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen
um Marketing- und Vertriebskosten, um Verbindlichkeiten aus Gehaltszahlungen und um
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen. 13. Sonstige langfristige finanzielle VerbindlichkeitenDie langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten
aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen. 14. Grundkapital / Eigene AnteileDas voll eingezahlte Grundkapital zum 30. September 2015 betrug, wie auch zum 31.
Dezember 2014, 205.000.000 €, eingeteilt in 205.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien
mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1 €. Zum 30. September 2015 hielt die Gesellschaft 967.018 Stück eigenen Aktien. 15. RücklagenDie Veränderung der Neubewertungsrücklage ist im Wesentlichen auf die Folgebewertung
der Anteile an Rocket Internet und Hi-Media/Hi-Pay zurückzuführen. Gewinne und Verluste
aus der Folgebewertung auf den beizulegenden Zeitwert werden direkt im Eigenkapital
netto - d. h. abzüglich latenter Steuern - erfasst. Wir verweisen auf Anmerkung 8. Sonstiges16. MitarbeiterbeteiligungsmodelleDas Mitarbeiterbeteiligungsmodell in der United Internet Gruppe erfolgt über virtuelle
Aktienoptionen (sog. Stock Appreciation Rights). Die Veränderungen in den ausgegebenen
bzw. ausstehenden virtuellen Aktienoptionen ergeben sich aus der folgenden Tabelle: scroll
17. Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenDie beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
entsprechen grundsätzlich den jeweiligen Buchwerten. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag
zur Verfügung stehenden Marktinformationen ermittelt. Der Zeitwert der übrigen sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte weicht
vom Buchwert ab, da im Rahmen der At-Equity-Bilanzierung anteilige negative Ergebnisübernahmen
über den Beteiligungsbuchwert hinaus bestehenden Ausleihungen zugewiesen wurden. Der beizulegende Zeitwert der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte
wird, sofern verfügbar, auf der Grundlage von Börsenpreisen auf aktiven Märkten ermittelt,
ansonsten unter Anwendung geeigneter Bewertungsverfahren geschätzt. Beteiligungen,
die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte kategorisiert sind und
deren beizulegender Zeitwert auf Grund von Schätzunsicherheiten nicht durch Bewertungsverfahren
geschätzt werden kann, werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Zusammensetzung der Finanzinstrumente und die zur Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte angewandten Methoden und Annahmen haben sich im Vergleich zum 31. Dezember
2014 nicht wesentlich geändert. Die folgende Tabelle weist die Buchwerte jeder Kategorie von finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten zum 30. September 2015 aus: scroll
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Bewertungshierarchie der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden: scroll
Die Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten
je Bewertungsverfahren hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 nicht geändert. 18. Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden PersonenAls nahe stehende Personen im Sinne von IAS 24 gelten Personen und Unternehmen, wenn
eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder
einen maßgeblichen Einfluss auszuüben. Herr Ralph Dommermuth als wesentlicher Aktionär
sowie die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG wurden als
nahe stehende Personen eingestuft. Zum 1. Juni 2015 wurde Herr Frank Krause als weiteres Mitglied in den Vorstand der
United Internet AG berufen. Zum 30. Juni 2015 wurde Herr Norbert Lang aus dem Vorstand
der United Internet AG abberufen. Der Kreis der nahe stehenden Personen blieb darüber hinaus im Vergleich zum Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2014 unverändert. Die Anzahl der Aktien an der United Internet AG, die Mitglieder des Vorstands und
des Aufsichtsrats direkt oder indirekt zum 30. September 2015 gehalten haben, ist
in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll
Die Geschäftsräume von United Internet in Montabaur und Karlsruhe sind teilweise von
Herrn Ralph Dommermuth gemietet. Die daraus entstehenden Mietaufwendungen liegen auf
ortsüblichem Niveau und beliefen sich im Berichtszeitraum 2015 auf 5.637 T€ (Vorjahr:
5.435 T€). Darüber hinaus kann die United Internet Gruppe einen maßgeblichen Einfluss auf ihre
assoziierten Unternehmen ausüben. Wesentliche Transaktionen haben nicht stattgefunden. 19. Ereignisse nach dem StichtagEs sind keine Vorgänge von wesentlicher Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen
Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten. Montabaur, 17. November 2015 United Internet AG Der Vorstand scroll
GesamtergebnisrechnungQuartalsentwicklung in Mio. €scroll
Finanzkalenderscroll
ImpressumHerausgeber und Copyright © 2015United Internet AG Elgendorfer Straße 57 D-56410 Montabaur www.united-internet.de KontaktInvestor Relations Telefon: +49(0) 2602 96-1043 oder -1671 Telefax: +49(0) 2602 96-1013 E-Mail: investor-relations@united-internet.de November 2015 Registergericht: Montabaur HRB 5762 Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Beide Fassungen stehen
auch im Internet unter www.united-internet.de, Bereich Investor Relations, Berichte,
zum Download bereit. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich. In diesem Bericht können aufgrund von Rundungseffekten Additionsdifferenzen auftreten. HaftungsausschlussDieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten
des Vorstands der United Internet AG hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln.
Diese zukunftsbezogenen Aussagen basieren auf unseren derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen
und Erwartungen. Zukunftsbezogene Aussagen entsprechen nur dem Sachstand zu dem Zeitpunkt,
zu dem sie getroffen werden. Diese Aussagen sind abhängig von Risiken und Unsicherheiten
sowie sonstigen Faktoren, auf die United Internet vielfach keinen Einfluss hat und
die zu erheblichen Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisse von diesen Aussagen führen
können. Diese Risiken und Unsicherheiten sowie sonstigen Faktoren werden im Rahmen
unserer Risikoberichterstattung in den Geschäftsberichten der United Internet AG ausführlich
beschrieben. United Internet hat nicht die Absicht, solche vorausschauenden Aussagen
zu aktualisieren. www.united-internet.de |
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