United Internet AG

Montabaur

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

BERICHT ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS

EINZELABSCHLUSS NACH HGB

Hinweis:

Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten.

Dieser Jahresabschluss liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Beide Fassungen stehen auch im Internet unter www.united-internet.de zum Download bereit. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

Lagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

1 GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS

1.1 GESCHÄFTSMODELL

Konzernstruktur

Die 1988 gegründete United Internet AG mit Hauptsitz in Montabaur, Deutschland, ist die Konzernobergesellschaft der United Internet Gruppe.

Die United Internet AG konzentriert sich zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft United Internet Corporate Services GmbH im Wesentlichen auf zentrale Funktionen wie Finanzen, Corporate Controlling & Accounting, Tax, Presse (PR), Investor Relations (IR), Beteiligungsmanagement, Legal, Corporate Governance, Compliance, Risikomanagement, Corporate Audit (Interne Revision), Einkauf sowie das Personalmanagement.

Das operative Geschäft im Segment "Access" wird im Teilkonzern 1&1 Telecommunication SE insbesondere von der 1&1 Telecom GmbH sowie der Versatel Deutschland GmbH betrieben.

Das operative Geschäft im Segment "Applications" wird im Bereich der Business Applications primär von der 1&1 Internet SE inklusive deren wesentlicher Tochterunternehmen im In- und Ausland betrieben. Dazu zählen - neben den 1&1-Auslandsgesellschaften 1&1 Internet Inc. (USA), 1&1 Internet Ltd. (Großbritannien), 1&1 Internet S.A.R.L. (Frankreich), 1&1 Internet España S.L.U. (Spanien) und 1&1 Internet Sp.z o.o (Polen) - insbesondere die Arsys Internet S.L., die Fasthosts Internet Ltd., die home.pl S.A. (seit dem 30. Dezember 2015), die InterNetX GmbH, die Sedo GmbH und die united-domains AG. Im Bereich der Consumer Applications sind insbesondere die inzwischen unter der 1&1 Mail & Media Applications SE zusammengefassten Gesellschaften 1&1 Mail & Media GmbH, 1&1 De-Mail GmbH, United Internet Media GmbH und affilinet GmbH zu nennen.

Neben diesen operativ tätigen und vollkonsolidierten Tochterunternehmen hält United Internet eine Reihe weiterer Beteiligungen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die von der United Internet Ventures AG gehaltenen Anteile an den börsennotierten Unternehmen Drillisch AG, Deutschland (20,11 %), Hi-Media S.A., Frankreich (10,46 %), HiPay Group S.A., Frankreich (8,37 %), und Rocket Internet SE, Deutschland (8,31 %), sowie um Beteiligungen an den strategischen Partnern ePages GmbH (25,10 %), Open-Xchange AG (29,02 %), ProfitBricks GmbH (28,57 %), uberall GmbH (30,36 %) und virtual minds AG (25,10 %).

Einzelheiten zu Beteiligungen sowie Veränderungen bei Beteiligungen finden sich unter Punkt 2.2 "Geschäftsverlauf" unter "Beteiligungen im Konzern".

Vereinfachte Darstellung (Stand 31. Dezember 2015) der Konzernstruktur inklusive wesentlicher operativ tätiger Tochterunternehmen sowie wesentlicher Beteiligungen:

Geschäftstätigkeit

United Internet ist mit weltweit 15,97 Mio. kostenpflichtigen Kundenverträgen sowie 33,15 Mio. werbefinanzierten Free-Accounts der führende europäische Internet-Spezialist.

Die operative Geschäftstätigkeit des Konzerns gliedert sich in die beiden Segmente "Access" und "Applications".

Segment "Access"

Im Segment "Access" sind die kostenpflichtigen Festnetz- und Mobile-Access-Produkte des Konzerns inklusive der damit verbundenen Anwendungen (wie Heimvernetzung, Online-Storage, Telefonie, Video-on-Demand oder IPTV) zusammengefasst. Neben diesen Produkten für Privatanwender und kleine Firmen bietet die Gesellschaft - nach der Komplettübernahme von Versatel zum 1. Oktober 2014 - Daten- und Netzwerklösungen für mittelständische Unternehmen sowie Infrastrukturleistungen für Großunternehmen an.

Mit aktuell 40.825 km Länge (31. Dezember 2014: 39.318 km) ist das Versatel-Netz das zweitgrößte Glasfasernetz in Deutschland und wird kontinuierlich weiter ausgebaut. Die eigene Netzinfrastruktur gibt United Internet die Möglichkeit, ihre Wertschöpfung zunehmend zu vertiefen und weniger DSL-Vorleistungen zu beziehen.

Im Segment "Access" ist United Internet ausschließlich in Deutschland tätig und zählt zu den führenden Anbietern. Die Gesellschaft nutzt das Versatel-Festnetz und kauft zusätzlich von verschiedenen Vorleistungsanbietern standardisierte Netzleistungen ein. Diese werden mit Endgeräten namhafter Anbieter sowie selbstentwickelten Applikationen und Services aus der eigenen "Internet-Fabrik" veredelt, um sich so vom Wettbewerb zu differenzieren.

Vermarktet werden die Access-Produkte über die bekannten Marken GMX, WEB.DE, 1&1 und Versatel, mit denen der Markt umfassend und zielgruppenspezifisch adressiert wird.

Segment "Applications"

Das Segment "Applications" umfasst das Applikations-Geschäft des Konzerns - werbefinanziert oder im kostenpflichtigen Abonnement. Zu diesen Applikationen gehören z. B. Domains, Homepages, Webhosting, Server und E-Shops, Anwendungen für Personal Information Management (E-Mail, Aufgaben, Termine, Adressen), Groupwork, Online-Storage und Office-Applikationen, die in der eigenen "Internet-Fabrik" oder in Kooperation mit Partnerfirmen entwickelt und in den 7 Rechenzentren der Gesellschaft betrieben werden. Darüber hinaus bietet die United Internet AG ihren Kunden über die Marken Sedo und affilinet erfolgsbasierte Werbe- und Vertriebsplattformen im Internet an.

Im Segment "Applications" gehört United Internet auch international zu den führenden Unternehmen mit Aktivitäten in europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Schweiz, Spanien) sowie in Nordamerika (Kanada, Mexiko, USA).

Die zielgruppenspezifische Vermarktung der Applikationen an Privat- und Geschäftskunden erfolgt über die unterschiedlich positionierten Marken GMX, mail.com, WEB.DE, 1&1, Arsys, InterNetX, Fasthosts, home.pl und united-domains.

Segmente, Zielgruppen und Marken (Stand: 31. Dezember 2015):

Unternehmensleitung

Der Vorstand von United Internet bestand im Geschäftsjahr 2015 aus dem Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzenden Herrn Ralph Dommermuth, dem stellvertretenden Vorsitzenden und Vorstand "Business Applications" Herrn Robert Hoffmann (seit 2006 im Unternehmen), dem Vorstand "Consumer Applications" Herrn Jan Oetjen (seit 2008 im Unternehmen), dem Vorstand "Access" Herrn Martin Witt (seit 2009 im Unternehmen) sowie den Finanzvorständen Herrn Norbert Lang (bis 30. Juni 2015) sowie Herrn Frank Krause (seit 1. Juni 2015).

Im April 2015 hat United Internet bekannt gegeben, dass der langjährige Finanzvorstand Herr Norbert Lang das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 30. Juni 2015 verlassen wird. Nach 21 Jahren im United Internet Konzern, davon 13 Jahre als Finanzvorstand, hat Norbert Lang entschieden, sich künftig mehr Freiräume für private Themen und neue Projekte zu schaffen.

Als neuen Finanzvorstand der United Internet AG konnte der Aufsichtsrat der Gesellschaft Herrn Frank Krause gewinnen. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre begann Frank Krause seine berufliche Laufbahn 1992 im Controlling von Mannesmann Mobilfunk (D2). Von 1999 bis 2007 war er Head of Controlling der Mannesmann- (und späteren Vodafone-) Tochter Arcor, bevor er von 2007 bis Mitte 2009 als Director Controlling & Regions (Mobil & Festnetz) bei Vodafone Deutschland tätig war. Hier verantwortete er neben dem Tagesgeschäft auch den kaufmännischen Part der Arcor-Integration in die Vodafone Gruppe. Von Mitte 2009 bis Ende 2013 war Frank Krause für Vodafone in Ungarn und der Türkei aktiv. Nach der Bestellung als CFO von Vodafone Ungarn im Juli 2009 übernahm er im September 2012 die CFO-Position im Vorstand der Vodafone Türkei. Seit Anfang 2014 lebt Frank Krause mit seiner Familie wieder in Deutschland, wo er als Mitglied der Geschäftsführung von Vodafone Deutschland das Ressort Strategy & Corporate Development verantwortete, mit einem Schwerpunkt auf der Integration von Kabel Deutschland in den Vodafone Konzern. Während seiner rund 23-jährigen beruflichen Tätigkeit begleitete Frank Krause zudem zahlreiche Gesellschaften der Vodafone-Gruppe als Aufsichtsrat. Er hatte Mandate bei Vodafone Deutschland, beim Vodafone Operations Center Hungary und bei Kabel Deutschland sowie bei Vodafone Ungarn, Vodafone Zypern und Netcom Kassel.

Der Vorstand der United Internet AG besteht somit seit dem 1. Juli 2015 aus folgenden 5 Mitgliedern:

Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender

Robert Hoffmann, stellv. Vorsitzender, Vorstand Business Applications

Jan Oetjen, Vorstand Consumer Applications

Martin Witt, Vorstand Access

Frank Krause, Vorstand Finanzen

Der von der Hauptversammlung 2015 neu gewählte Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2015 unverändert aus den Herren Kurt Dobitsch (Aufsichtsratsvorsitzender), Michael Scheeren (stellvertretender Vorsitzender) und Kai-Uwe Ricke.

Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Mit einem Umsatzanteil von rund 90 % am Gesamtumsatz ist Deutschland der bei weitem wichtigste Absatzmarkt der United Internet Gruppe. Dabei gehört der Konzern mit seinen DSL-Produkten im deutschen Breitbandmarkt zu den 3 führenden Unternehmen und mit seinen Mobile Internet Produkten zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen. Mit ihren Hosting- und Cloud-Applikationen ist United Internet Marktführer in Deutschland.

In Europa ist United Internet mit ihren Hosting- und Cloud-Applikationen inzwischen - direkt vor Ort oder aus Deutschland heraus - in allen wichtigen Märkten aktiv. Dazu zählen neben dem Heimatmarkt Deutschland vor allem die großen europäischen Volkswirtschaften Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen und Spanien. Mit Ausnahme von Italien, wo United Internet erst im Mai 2012 gestartet ist, gehört die Gesellschaft in den anderen genannten Ländern zu den jeweiligen Marktführern. Damit steht United Internet auch insgesamt an der Spitze der europäischen Hosting- und Cloud-Anbieter.

Neben Europa sind auch die nordamerikanischen Länder Kanada, USA und Mexiko wesentliche Absatzmärkte für das Applikationsgeschäft des Konzerns. Im dort wichtigsten Markt, den USA, gehört United Internet zu den 5 führenden Unternehmen in diesem Segment.

Weltweit gesehen zählt United Internet damit - auch nach Einschätzung von InternetAnalysten wie 451 RESEARCH - zu den 3 führenden Unternehmen im Geschäft mit Hosting- und Cloud-Applikationen.

Wesentliche Standorte

United Internet beschäftigte zum 31. Dezember 2015 insgesamt 8.239 Mitarbeiter an rund 40 in- und ausländischen Standorten.

Wesentlichste Standorte (gemessen an der Anzahl der Beschäftigten)

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Standort Tätigkeitsschwerpunkt Gesellschaft / Marke
Montabaur Zentrale, Beteiligungen, IR, PR, Finanzen, Risikomanagement, Internal Audit, Legal, Compliance, Personal United Internet
  Finanzen, PR, Marketing, Vertrieb, Logistik, Kundenservice im Access- & Applications-Geschäft 1&1
Karlsruhe Entwicklung, Produktmanagement, RZ-Betrieb, Marketing, Vertrieb, Einkauf, Kundenservice im Access- & Applications-Geschäft 1&1, WEB.DE, GMX, mail.com
Zweibrücken Kundenservice im Access- & Applications-Geschäft 1&1
München Applications-Geschäft (Portale) GMX, WEB.DE
  Applications-Geschäft (Affiliate-Marketing) affilinet
Cebu City (Philippinen) Kundenservice im Applications-Geschäft 1&1
Madrid / Logroño (Spanien) Applications-Geschäft und RZ-Betrieb in Spanien 1&1, Arsys
Berlin Entwicklung, Kundenservice im Applications-Geschäft 1&1
  Access-Geschäft (B-to-B und Wholesale) Versatel
Bukarest (Rumänien) Entwicklung im Applications-Geschäft 1&1
Chesterbrook / Lenexa (USA) Applications-Geschäft, RZ-Betrieb und Kundenservice in Nordamerika 1&1
Stettin (Polen) Applications-Geschäft in Polen home.pl
Gloucester (Großbritannien) Applications-Geschäft und RZ-Betrieb in UK 1&1, Fasthosts
Flensburg Access-Geschäft (B-to-B und Wholesale) Versatel
Dortmund Access-Geschäft (B-to-B und Wholesale) Versatel
Düsseldorf Access-Geschäft (B-to-B und Wholesale) Versatel
Köln Applications-Geschäft (Domain-Marketing) Sedo
Stuttgart Access-Geschäft (B-to-B und Wholesale) Versatel
Regensburg Applications-Geschäft (Reselling) InterNetX
Essen Access-Geschäft (B-to-B und Wholesale) Versatel
Starnberg Applications-Geschäft (Domains) united-domains

1.2 STRATEGIE

Das Geschäftsmodell von United Internet basiert überwiegend auf Kundenverträgen (elektronischen Abonnements) mit festen monatlichen Beträgen sowie vertraglich festgelegten Laufzeiten. Ein solches Geschäftsmodell sichert stabile und planbare Umsätze und Cashflows, bietet Schutz gegen konjunkturelle Einflüsse und eröffnet finanzielle Spielräume, um Chancen in neuen Geschäftsfeldern und neuen Märkten zu nutzen. Organisch oder durch Übernahmen und Beteiligungen.

Eine große Zahl an Kundenbeziehungen hilft der Gesellschaft auch, sogenannte Skaleneffekte zu nutzen: Je mehr Kunden Produkte nachfragen, die von den Entwicklungsteams erstellt und in den firmeneigenen Rechenzentren betrieben werden, desto größer der Gewinn. Diese Gewinne können anschließend wiederum in neue Kunden, neue Produkte und neue Geschäftsfelder investiert werden.

Aus heutiger Sicht sind Mobile Internet und Cloud-Applikationen die Wachstumsmärkte der nächsten Jahre. Mit ihrer klaren Positionierung in den Geschäftsfeldern "Access" und "Applications" ist die United Internet Gruppe strategisch gut aufgestellt, um das erwartete Marktpotenzial zu nutzen.

Angesichts der dynamischen Marktentwicklung in den Bereichen Cloud-Applikationen und Mobile Internet liegen die Wachstumschancen der Gesellschaft auf der Hand: Überall verfügbare, immer leistungsfähigere Breitbandanschlüsse ermöglichen neue, aufwändigere Cloud-Applikationen. Diese internetbasierten Anwendungen für Endkunden und Unternehmen sind die Wachstumstreiber für United Internet in den nächsten Jahren - sowohl als eigenständige Produkte im Geschäftsfeld "Applications" wie auch in Kombination mit den festnetz- und mobilfunkbasierten Zugangsprodukten im Geschäftsfeld "Access".

Dank der langjährigen Erfahrung als Zugangs- und Applikations-Provider, den Kompetenzen bei Software-Entwicklung und Rechenzentrums-Betrieb, Marketing, Vertrieb und Kundenbetreuung, den starken und bekannten Marken (wie z. B. 1&1, GMX und WEB.DE) sowie den bestehenden Kundenbeziehungen zu Millionen Privatanwendern, Freiberuflern und kleinen Unternehmen im In- und Ausland (aktuell weltweit rund 49 Mio. Kunden-Accounts) ist die Gesellschaft dazu sehr gut positioniert.

Um diese Positionierung auch für weiteres und nachhaltiges Wachstum zu nutzen, wird United Internet auch künftig stark in neue Kunden, neue Produkte und Geschäftsfelder sowie die weitere Internationalisierung investieren.

Neben dem organischen Wachstum prüft United Internet (insbesondere bei Business Applications) kontinuierlich auch mögliche Firmenübernahmen, Beteiligungen und Kooperationen, um Marktpositionen, Kompetenzen und Produktportfolios weiter auszubauen.

Dank der planbaren und hohen Free Cashflows verfügt United Internet über eine hohe Eigenfinanzierungskraft und einen guten Zugang zu den Fremdfinanzierungsmärkten.

Weitere Informationen zu Strategie, Chancen und Zielen enthält der "Risiko-, Chancen- und Prognosebericht" unter Punkt 4.

1.3 STEUERUNGSSYSTEME

Die internen Steuerungssysteme unterstützen das Management bei der Steuerung und Überwachung des Konzerns und der Segmente. Die Systeme bestehen aus Planungs-, Ist-und Vorschaurechnungen und basieren auf der jährlich überarbeiteten strategischen Planung des Konzerns. Dabei werden insbesondere Marktentwicklungen, technologische Entwicklungen und Trends, deren Einfluss auf die eigenen Produkte und Services sowie die finanziellen Möglichkeiten des Konzerns berücksichtigt. Die Unternehmenssteuerung hat das Ziel, United Internet und ihre Tochterunternehmen kontinuierlich und nachhaltig zu entwickeln.

Das Konzern-Berichtswesen umfasst monatliche Ergebnisrechnungen sowie quartalsweise erstellte IFRS-Reportings aller konsolidierten Tochtergesellschaften und stellt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Unternehmensbereiche dar. Die Finanzberichterstattung wird durch weitere Detailinformationen ergänzt, die für die Beurteilung und Steuerung des operativen Geschäfts notwendig sind.

Die zentralen Steuerungsgrößen der United Internet Gruppe für das oberste Führungsgremium sind in der "Segmentberichterstattung" des Konzernanhangs unter Punkt 5 dargestellt.

Ein weiterer Bestandteil der Steuerungssysteme sind vierteljährlich erstellte Berichte zu den wesentlichen Risiken des Unternehmens.

Die genannten Berichte werden in den Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen diskutiert und stellen wesentliche Beurteilungs- und Entscheidungsgrundlagen dar.

Zur Steuerung des Konzerns verwendet die United Internet AG insbesondere Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (Umsatz, EBITDA, EBIT, EPS), der Kapitalflussrechnung (Free Cashflow) sowie der Bilanz (Vermögenspositionen, Finanzverbindlichkeiten, Eigenkapitalquote). Darüber hinaus wird die Gesellschaft über nicht-finanzielle Kennzahlen, insbesondere über Anzahl und Wachstum der kostenpflichtigen Kundenverträge sowie der werbefinanzierten Free-Accounts, gesteuert.

Die für die Unternehmensleitung zentralen Steuerungsgrößen sind hierbei die Anzahl der kostenpflichtigen Kundenverträge, der Umsatz, das EBITDA, das EBIT sowie das EPS. Diese Größen finden sich entsprechend auch in der Prognoseberichterstattung wieder.

Ein Vergleich zwischen den in der Prognose benannten Steuerungskennzahlen und den Ist-Werten dieser Steuerungskennzahlen findet sich in diesem Lagebericht unter Punkt 2.2 "Geschäftsverlauf" im Bereich "Tatsächlicher und prognostizierter Geschäftsverlauf" sowie unter Punkt 2.3 "Lage des Konzerns".

Als Frühwarnsystem dienen insbesondere die Anzahl der Kundenverträge, die Brutto- und Netto-Vertriebszahlen sowie die damit verbundenen Kundengewinnungskosten - im Vergleich zu den Planungs- und Forecast-Rechnungen der Gesellschaft.

1.4 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Als Internet Service Provider betreibt die United Internet Gruppe keine mit produzierenden Unternehmen vergleichbare Forschung und Entwicklung (F&E). Vor diesem Hintergrund weist United Internet keine F&E-Kennzahlen aus.

Gleichwohl stehen die United Internet Marken für leistungsstarke Internet-Access-Lösungen sowie für innovative, webbasierte Produkte und Applikationen, die zumeist im eigenen Haus entwickelt werden. Die Fähigkeit, innovative Produkte und Dienste zu entwickeln, zu kombinieren, anzupassen und in große Märkte einzuführen, bildet die Basis für den Erfolg der Gesellschaft.

Dank eigener Entwicklungsteams kann United Internet dabei schnell und flexibel auf neue Ideen und Trends reagieren und etablierte Produkte weiterentwickeln und wechselnden Bedürfnissen anpassen - ein wichtiges Erfolgsmerkmal im überaus dynamischen Internet-Markt. Durch die Kompetenz bei Produktentwicklung, -weiterentwicklung und -rollout ist die Gesellschaft in vielen Bereichen unabhängig von Entwicklungsarbeiten und Zulieferungen Dritter und kann damit wichtige Wettbewerbs- und Geschwindigkeitsvorteile nutzen.

Die eigenen Entwicklungszentren (insbesondere in Karlsruhe und Bukarest) mit rund 2.700 (Vorjahr: 2.500) Entwicklern, Produktmanagern und technischen Administratoren arbeiten überwiegend mit Open-Source-Codes und im Rahmen fest definierter und modellierter Entwicklungsumgebungen. Ergänzend werden Programmierleistungen Dritter in Anspruch genommen, um bestimmte Projekte rasch und effizient umzusetzen. So können Produkte innerhalb kürzester Zeit weiterentwickelt und zeitnah neuen Kundenbedürfnissen angepasst werden. Darüber hinaus bezieht United Internet auch Lösungen von Partnern, die anschließend modifiziert und in die eigenen Systeme integriert werden. Mittels der eigenentwickelten sowie der integrierten Anwendungen verfügt United Internet über eine Art Baukastensystem, dessen Module sich zu verschiedenen leistungsfähigen und integrierten Anwendungen kombinieren und mit produkt- und länderspezifischen Benutzeroberflächen versehen lassen - ein großer Vorteil bei der Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen sowie dem internationalen Produkt-Rollout.

Aufgrund der stetig wachsenden Kundenzahl werden die Anforderungen an Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Verfügbarkeit immer höher. Neben der Weiterentwicklung der Produkte und den ständigen Optimierungen im Backend-Bereich gilt es dabei auch, vorhandene Prozesse ständig zu verbessern, um die Zuverlässigkeit der Systeme und damit auch die Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen.

Schwerpunkte 2015

"Access"

Start von 1&1 Business DSL

1&1 bietet seit Juli 2015 mit 1&1 Business DSL ein speziell auf die Anforderungen von kleinen und mittleren Unternehmen ausgerichtetes Zugangs-Produkt an. Um die besonderen Produkt- und Servicebestandteile wie z.B. "Express-Entstörung" und "Vor-Ort-Einrichtung" abbilden zu können, wurden neue Schnittstellen eingerichtet und bereits bestehende ergänzt. Darüber hinaus wurden Customer-Care-Prozesse angepasst, um den Premium-Service für Geschäftskunden zu ermöglichen. Über das Versatel Glasfasernetz können zudem Bandbreiten von bis zu 1.000 MBit/s und individuelle Service-Level realisiert werden.

Ausbau der Digital Service Plattform (Self Center)

Parallel zu der Kundenzahl wachsen auch die Kundenanforderungen an Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit und direkter Verfügbarkeit immer weiter. Um diesen gerecht zu werden, wurde ein völlig neues, auf die Nutzerbedürfnisse maßgeschneidertes, Kundenportal entwickelt. Zum einen kann der Kunde im responsiven "Control-Center-Web" direkt am PC oder Tablet auf seine aktuellen Verbräuche, Rechnungen, Verträge und Optionen zugreifen. Zum anderen wurden diese Zugriffe auch über die neue kostenfreie "Control-Center-App" für Smartphones realisiert. Sollte der Kunde Kontakt zum Support benötigen, entscheidet er selbst über welchen Kanal er sich meldet. So wird dem Kunden mit dem "Control-Center-Web" und der "Control-Center-App" ein völlig neuer Kontaktkanal geboten. Hierbei besteht auch die Möglichkeit auf hilfreiche Lösungen passend zur jeweiligen Kundenfrage zuzugreifen.

"Business Applications"

Einführung des neuen 1&1 Cloud Servers

Im Januar 2015 wurde der 1&1 "Next Generation Cloud Server" (NGCS) zunächst in Europa und Mitte 2015 auch in Nord Amerika erfolgreich eingeführt. Dazu wurde die technische Plattform in den Rechenzentren in Logroño (seit Januar 2015), in Lenexa (seit Juli 2015) und in Karlsruhe (seit Dezember 2015) für die Marke 1&1 sowie seit Juli 2015 auch für die Marke Arsys zur Verfügung gestellt. Der neue 1&1 Cloud Server basiert auf dem CloudBuilder des 2013 erworbenen, spanischen Hosting Anbieters Arsys. Kunden können damit in weniger als einer Minute neue, virtuelle Server mit allen gängigen Betriebssystemen und optional auch ausgewählten Programmen (z. B. Wordpress) erstellen und sofort benutzen. Durch virtuelle Netzwerkkomponenten, wie LoadBalancer, Firewalls, VPNs, und VLANs können mehrere virtuelle Server zu komplexen Clustern konfiguriert werden. Ein dediziertes User/Rollen-Management und Standard-Funktionen wie Cloning, Backup und Monitoring ermöglichen die Erstellung und Administration von virtuellen Rechenzentren über das einfach zu bedienenden Cloud Control Panel. Darüber hinaus adressiert eine offene NGCS Cloud-API mit zugehörigen SDKs (Software Developer Kit) in allen üblichen Programmiersprachen die Entwickler-Community, um kundenspezifische Automatisierungen und Integrationen zu ermöglichen.

Launch der Version 8 bei 1&1 MyWebsite

Im Mai 2015 wurde die Version 8 des Website-Builders MyWebsite vorgestellt. Neben einer Vielzahl von neuen Funktionen, die in interdisziplinären Teams entwickelt wurden, bietet die neue Version insbesondere Kleinunternehmen und Selbständigen im Kern einen neuen und einfachen Weg, um besser im Internet gefunden zu werden. Das hochkomplexe Thema der Suchmaschinenoptimierung wird mit der Version 8 der MyWebsite zielgruppengerecht gestaltet. Das "1&1 Online-Erfolgscenter" zeigt zentral alle Elemente an, die für die Auffindbarkeit im Netz wichtig sind. Nutzer können anhand einer Analyse dieser Elemente Schritt für Schritt den Erfolg ihrer Website in Suchmaschinen und Online-Verzeichnissen verbessern. Durch die zentrale Verwaltung von Basis-Informationen wie Name, Adresse, Telefonnummer oder Öffnungszeiten können Nutzer ihr lokales Such-Ranking verbessern. Hierzu wurde technisch auf Datenstrukturdefinitionen von schema.org und OpenGraph zurückgegriffen, was Suchmaschinen das Lesen und Verarbeiten dieser Informationen erleichtert. Anhand der integrierten Google-Vorschau können Nutzer prüfen, wie ihre Informationen in der beliebtesten Suchmaschine angezeigt werden und die entsprechenden Daten direkt bearbeiten. Das "1&1 Online-Erfolgscenter" bietet Kleinunternehmen zudem eine Überprüfung und Bewertung ihrer Präsenz in den wichtigsten Online-Verzeichnissen wie Google Maps, GMX oder WEB.DE Hierzu wurden MyWebsite und 1&1 List Local technisch integriert. Website-Inhalte können mithilfe des SEO-Assistenten optimiert werden, sodass die Seite besser in Suchmaschinen gefunden wird. Darüber hinaus wurde die gesamte Produktoberfläche für Tablets optimiert. So wurden Bedienelemente vergrößert, um die Steuerung auf Touch Devices optimal zu gewährleisten und einige Bedienkonzepte von Grund auf optimiert und dadurch "touch-fähig" gemacht. Zudem können Kunden auf ihren responsive Design Webseiten in der Smartphone-Ansicht seit Version 8 eine "Mobile Bar" mit Kontaktmöglichkeiten am unteren Bildschirmrand einblenden. Darüber hinaus wurde die Zahl der Design-Templates mit denen die Kunden starten können von ca. 50 auf mehr als 500 erhöht sowie branchenspezifische Assets, wie beispielsweise in die Website integrierbare Apps, Bilder und Texte, direkt in die Templates integriert.

Start von List Local in den USA

Ende 2014 wurde "1&1 List Local" im europäischen Markt implementiert. Das erfolgreiche Konzept, der zentralen Online-Verwaltung von Unternehmensdaten mit anschließender 1-Klick-Veröffentlichung und -Aktualisierung in Online-Verzeichnissen, wurde anschließend auf die USA adaptiert. Seit März 2015 ist "1&1 List Local" auf dem amerikanischen Markt vertreten. Die Charakteristika der US-Variante sind insbesondere die hohe Verzeichnisanzahl wie auch die Datensynchronisierung in Echtzeit. Die Verzeichnisanzahl sowie die Synchronisationsgeschwindigkeit wurden 2015 ebenfalls auf dem europäischen Markt signifikant weiterentwickelt. In allen Märkten wurde das Angebot von "1&1 List Local" weiter ausgebaut. Dazu zählt das "Aktionsangebote"-Feature, mit dem Unternehmen Echtzeitangebote in Online-Verzeichnissen und auch auf Twitter veröffentlichen können. Ebenfalls neu ist "SafeGuard", mit dessen Hilfe die Manipulation der Unternehmensdaten durch Dritte verhindert und folglich die Datensicherheit gewährleistet wird. Die erhöhte Reichweite und Datenkonsistenz mit "1&1 List Local" verhilft Unternehmen zu einer signifikanten Verbesserung der Onlinesichtbarkeit.

"Consumer Applications"

Einführung einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei WEB.DE- und GMX-E-Mail sowie bei De-Mail

Im August 2015 haben WEB.DE und GMX eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung auf Basis des weltweit anerkannten Standards "Pretty Good Privacy" (PGP) eingeführt. Damit kann erstmals jeder E-Mail-Nutzer auf WEB.DE und GMX auch ohne technische Vorkenntnisse durchgängig verschlüsselt kommunizieren. Bisherige Methoden waren sehr komplex, so dass nur technisch versierte Nutzer davon Gebrauch machen konnten. Beide E-Mail-Anbieter setzen auf PGP-Verschlüsselung im Browser mit der Open-Source-Software Mailvelope. Mit der Veröffentlichung des Source-Codes und einer Überprüfung durch externe Security-Experten sorgen die Provider für Transparenz. WEB.DE und GMX haben das komplexe PGP-Verfahren durch verschiedene Komfortfunktionen vereinfacht. Ein Einrichtungsassistent führt den Anwender in wenigen Schritten zum Versand seiner ersten verschlüsselten Mail. Außerdem ist es möglich, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit den Mail-Apps von WEB.DE und GMX auch mobil zu nutzen. Darüber hinaus wurde die Nutzung der Ende-zu-Ende Verschlüsselung bereits im April 2015 für De-Mail, der rechtsverbindlichen und kostengünstigeren digitalen Alternative zur Briefpost, freigeschaltet.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Jahr 2015 seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft unterjährig mehrfach nach unten korrigiert. Im Rahmen des letzten Updates seines "World Economic Outlook" vom 19. Januar 2016 hat der IWF letztendlich für das Jahr 2015 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1 % (nach 3,4 % im Vorjahr) errechnet. Das sind 0,4 Prozentpunkte weniger, als der IWF in seiner Prognose vom Januar 2015 vorausgesagt hatte.

Ursächlich für die schwächer als erwartet ausgefallene globale Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2015 nennt der Fonds im Wesentlichen folgende Gründe:

Lahmende Entwicklung in Schwellen- und Entwicklungsländern

Starker Rückgang der Rohstoffpreise

Zinswende in den USA

Aus Sicht von United Internet haben sich die Volkswirtschaften der heutigen Zielländer der Gesellschaft recht unterschiedlich entwickelt. Während die wirtschaftliche Entwicklung in den nordamerikanischen Zielländern durchweg deutlich schlechter als erwartet verlaufen ist, konnten die europäischen Zielländer mit Ausnahme von Großbritannien im Vergleich zu den Erwartungen zulegen.

So konnte die US-Wirtschaft im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr (2,4 %) zwar leicht zulegen, blieb jedoch mit einem Wachstum von 2,5 % um 1,1 Prozentpunkte hinter den Erwartungen des IWF zu Jahresbeginn (Prognose Januar 2015) zurück. Das Wirtschaftswachstum in Kanada blieb mit 1,2 % deutlich hinter dem Vorjahr (2,5 %) und gleichzeitig auch um 1,1 Prozentpunkte hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Mexiko konnte seine Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr (2,3 %) zwar auf 2,5 % steigern, blieb aber ebenfalls deutlich um 0,7 Prozentpunkte gegenüber der ursprünglichen Prognose des IWF zurück.

Die Wirtschaft der Euro-Zone konnte im Vergleich zum Vorjahr (0,9 %) weiter zulegen und mit einem Wachstum von 1,5 % auch die ursprünglichen Erwartungen um 0,3 Prozentpunkte übertreffen.

Mit Ausnahme des Nicht-Euro-Landes Großbritannien konnten die wesentlichen europäischen Zielländer von United Internet, Frankreich, Spanien und Italien, ihre Wirtschaftsleistung im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr als auch im Vergleich zu den ursprünglichen Wachstumserwartungen des IWF (Prognose Januar 2015) steigern. So konnte Frankreich seine Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr (0,2 %) auf 1,1 % steigern und auch die ursprünglichen Erwartungen um 0,2 Prozentpunkte übertreffen. Spanien konnte sein Wirtschaftswachstum von 1,4 % im Vorjahr auf 3,2 % in 2015 steigern und lag damit um 1.2 Prozentpunkten über den Erwartungen. Auch Italien konnte - nach einer Rezession von -0,4 % im Vorjahr - wieder zulegen und mit einem Wachstum von 0,8 % auch die Erwartungen um 0,4 Prozentpunkte übertreffen.

Deutlich schlechter als erwartet verlief die wirtschaftliche Entwicklung in Großbritannien. Mit einem Plus von 2,2 % wurde das Wachstum des Vorjahres (2,9 %) deutlich verfehlt. Gleichzeitig blieb die britische Wirtschaft damit um 0,5 % hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück.

Für Deutschland, dem aus United Internet Sicht wichtigsten Markt (Umsatzanteil 2015: rund 90 %), hat der IWF in 2015 ein Wirtschaftswachstum von 1,5 % errechnet. Dies sind 0,1 Prozentpunkte weniger als 2014 (1,6 %), gleichzeitig aber 0,2 Prozentpunkte mehr als ursprünglich erwartet. Die Berechnungen des IWF für Deutschland decken sich mit den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, das ein Wachstum des (preis- und kalenderbereinigten) Bruttoinlandsprodukts (BIP) von ebenfalls 1,5 % festgestellt hat.

Veränderungen der unterjährigen Wachstumsprognosen 2015 für wesentliche Zielländer und -regionen von United Internet

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Januar- Prognose April- Prognose Juli- Prognose Oktober- Prognose Ist 2015 Abweichung zur Januar-Prognose
Welt 3,5 % 3,5 % 3,3 % 3,1 % 3,1 % - 0,4 Prozentpunkte
USA 3,6 % 3,1 % 2,5 % 2,6 % 2,5 % - 1,1 Prozentpunkte
Kanada 2,3 % 2,2 % 1,5 % 1,0 % 1,2 % - 1,1 Prozentpunkte
Mexiko 3,2 % 3,0 % 2,4 % 2,3 % 2,5 % - 0,7 Prozentpunkte
Euro-Zone 1,2 % 1,5 % 1,5 % 1,5 % 1,5 % + 0,3 Prozentpunkte
Frankreich 0,9 % 1,2 % 1,2 % 1,2 % 1,1 % + 0,2 Prozentpunkte
Spanien 2,0 % 2,5 % 3,1 % 3,1 % 3,2 % + 1,2 Prozentpunkte
Italien 0,4 % 0,5 % 0,7 % 0,8 % 0,8 % + 0,4 Prozentpunkte
Großbritannien 2,7 % 2,7 % 2,4 % 2,5 % 2,2 % - 0,5 Prozentpunkte
Deutschland 1,3 % 1,6 % 1,6 % 1,5 % 1,5 % + 0,2 Prozentpunkte

Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook (Update), Januar 2016

Historische Entwicklung des BIP in wesentlichen Zielländern und -regionen von United Internet

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2011 2012 2013 2014 2015
Welt 3,9 % 3,1 % 3,3 % 3,4 % 3,1 %
USA 1,8 % 2,8 % 2,2 % 2,4 % 2,5 %
Kanada 2,6 % 1,7 % 2,0 % 2,5 % 1,2 %
Mexiko 3,9 % 3,7 % 1,4 % 2,3 % 2,5 %
Euro-Zone 1,4 % - 0,7 % - 0,5 % 0,9 % 1,5 %
Frankreich 1,7 % 0,0 % 0,3 % 0,2 % 1,1 %
Spanien 0,4 % - 1,6 % - 1,2 % 1,4 % 3,2 %
Italien 0,4 % - 2,5 % - 1,9 % - 0,4 % 0,8 %
Großbritannien 0,9 % 0,3 % 1,7 % 2,9 % 2,2 %
Deutschland 3,1 % 0,9 % 0,2 % 1,6 % 1,5 %

Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook (Update), Januar 2016

Historische Entwicklung des preis- und kalenderbereinigten BIP in Deutschland

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2011 2012 2013 2014 2015
BIP 3,7 % 0,6 % 0,4 % 1,6 % 1,5 %

Quelle: Statistisches Bundesamt, Januar 2016

Entwicklung der Branche / Kernmärkte

Die aus Sicht des Geschäftsmodells von United Internet wichtigsten ITK-Märkte (ITK = Informations- und Telekommunikationstechnik) sind insbesondere der deutsche Breitband-und Mobile-Internet-Markt im abonnementfinanzierten Segment "Access" sowie der weltweite Cloud-Computing-Markt und der deutsche Online-Werbemarkt im abonnement- und werbefinanzierten Segment "Applications".

(Stationärer) Breitband-Markt in Deutschland

Die Nachfrage nach neuen festnetzbasierten Breitbandanschlüssen in Deutschland hat sich seit 2008 infolge der bereits breiten Haushaltsabdeckung sowie des starken Trends zur mobilen Internetnutzung verlangsamt. Mit einem erwarteten Plus von 1,1 Mio. neuen Anschlüssen in 2015 auf 30,7 Mio. blieb die Anzahl der Neuschaltungen zwar erneut deutlich hinter den Rekordjahren zurück, gleichwohl sind dies 200.000 neue Anschlüsse mehr als im Vorjahreszeitraum (Vorjahr: +0,9 Mio. neue Anschlüsse). Zu diesem Ergebnis kamen der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und Dialog Consult in ihrer gemeinsamen "TK-Marktanalyse Deutschland 2015" (Oktober 2015).

Bei den mit festnetzbasierten Breitbandanschlüssen erzielten Umsätzen erwartet PricewaterhouseCoopers für 2015 - laut der Studie "German Entertainment and Media Outlook 2015 - 2019" (Dezember 2015) - einen Anstieg um 1,8 % auf rund 7,92 Mrd. €.

Weitaus stärker als die Anzahl der neu geschalteten Anschlüsse sowie die mit Breitbandanschlüssen realisierten Umsätze hat sich gemäß einer Hochrechnung von Dialog Consult / VATM das durchschnittlich verbrauchte Datenvolumen - als Indikator für die weiter steigende Nutzung - mit einem Anstieg um 19,5 % auf 31,8 GB (pro Anschluss und Monat) entwickelt.

Markt-Kennzahlen: Breitband-Access (Festnetz) in Deutschland

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2015 2014 Veränderung
Breitbandanschlüsse (in Mio.) 30,7 29,6 + 3,7 %
Breitbandumsätze (in Mrd. €) 7,92 7,78 + 1,8 %
Datenvolumen pro Anschluss und Monat (in GB) 31,8 26,6 + 19,5 %

Quelle: Dialog Consult / VATM; PricewaterhouseCoopers

Mobile-Internet-Markt in Deutschland

Sehr dynamisch hat sich der deutsche Mobile-Internet-Markt weiterentwickelt. So hat sich die Zahl der mobilen Internet-Nutzer laut PricewaterhouseCoopers (PWC) im Jahr 2015 um 13,5 % auf 48,9 Mio. Nutzer erhöht.

Gleichzeitig stiegen die Umsätze mit mobilen Datendiensten im Jahr 2015 um 10,5 % auf 6,95 Mrd. €.

Noch deutlicher nahm nach Prognosen von Dialog Consult / VATM das durchschnittlich verbrauchte Datenvolumen (pro Anschluss und Monat) - als Zeichen für die zunehmende Nutzung mobiler Datendienste - um 30,4 % auf 377 MB zu.

Markt-Kennzahlen: Mobile Internet (Mobilfunk) in Deutschland

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2015 2014 Veränderung
Mobile-Internet-Nutzer (in Mio.) 48,9 43,1 + 13,5 %
Mobile-Internet-Umsätze (in Mrd. €) 6,95 6,29 + 10,5 %
Datenvolumen pro Anschluss und Monat (in MB) 377 289 + 30,4 %

Quelle: PricewaterhouseCoopers; Dialog Consult / VATM

Cloud-Computing-Markt weltweit

Auch der Cloud-Computing-Markt hat sich dynamisch weiterentwickelt. In einem Update der Studie "Forecast Analysis: Public Cloud Services, Worldwide" (August 2015) erwartet Gartner für 2015 ein weltweites Wachstum für Public Cloud Services von 153,9 Mrd. $ um 13,5 % auf 174,7 Mrd. $.

Cloud Computing ist kein kurzfristiger Trend, sondern bedeutet einen tief greifenden Wandel bei der Bereitstellung und Nutzung von IT-Leistungen. Die genannten Zahlen zeigen, welche Dynamik in diesem Markt steckt. Die Anwender von IT erhalten mit Cloud Computing bessere Leistungen für weniger Geld. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen bekommen dadurch Zugang zu IT-Anwendungen, die sich in der Vergangenheit nur große Unternehmen leisten konnten.

Markt-Kennzahlen: Cloud Computing weltweit (in Mrd. S)

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2015 2014 Veränderung
Umsatz Public Cloud Services weltweit 174,7 153,9 + 13,5 %
davon Business Process Services (BPaaS) 39,2 38,1 + 2,9 %
davon Application Services (SaaS) 31,4 27,2 + 15,4 %
davon Application Infrastructure Services (PaaS) 3,8 3,3 + 15,2 %
davon System Infrastructure Services (IaaS) 15,8 12,3 + 28,5 %
davon Management and Security Services 5,0 4,2 + 19,0 %
davon Cloud Advertising 79,4 68,8 + 15,4 %

Quelle: Gartner

Online-Werbemarkt in Deutschland

Bei den im deutschen Online-Werbemarkt erzielten Umsätzen (netto) erwartet PWC für 2015 einen Anstieg um 9,5 % auf rund 6,10 Mrd. €.

Mit einem Wachstum um 31,0 % bzw. 22,2 % konnten dabei insbesondere die mobile Online-Werbung sowie die Video-Werbung stark zulegen.

Markt-Kennzahlen: Online-Werbung in Deutschland (in Mrd. €)

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2015 2014 Veränderung
Online-Werbeumsatz 6,10 5,57 + 9,5 %
davon Suchwortvermarktung 3,01 2,79 + 7,9 %
davon Display-Werbung 1,41 1,38 + 2,2 %
davon Affiliate / Classifieds 0,97 0,94 + 3,2 %
davon mobile Online-Werbung 0,38 0,29 + 31,0 %
davon Video-Werbung 0,33 0,27 + 22,2 %

Quelle: PricewaterhouseCoopers

Rechtlichen Rahmenbedingungen / wesentliche Ereignisse

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit von United Internet blieben im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 im Wesentlichen konstant und hatten daher keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung im United Internet Konzern.

Auch fanden im Geschäftsjahr 2015 keine wesentlichen Ereignisse statt, die einen maßgeblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf hatten.

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF

Tatsächlicher und prognostizierter Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2015 ist für United Internet sehr erfolgreich verlaufen. Die zu Jahresbeginn sowie unterjährig veröffentlichten Prognosen konnten erreicht bzw. übertroffen werden.

Prognostizierter Geschäftsverlauf

Konkret wurden für das Geschäftsjahr 2015 die folgenden Prognosen veröffentlicht:

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Geschäftsjahr 2014 1. Prognose 2015 (aus 03/2014) 2. Prognose 2015 (aus 08/2014)
Kostenpflichtige Kundenverträge 14,78 Mio. + ca. 0,8 Mio. + ca. 0,88 Mio.
Umsatz 3,065 Mrd. € + ca. 20 % + ca. 20 %
EBITDA 551,5 Mio. €(1) + ca. 40 % + ca. 40 %(2)

(1) Vorjahr ohne Einmalerträge aus Versatel-Ubernahme und Portfolio-Optimierung (EBITDA-Effekt: +186,1 Mio. €)
(2) Inklusive der Effekte aus dem Verkauf der Goldbach Aktien sowie dem Teilverkauf von virtual minds Anteilen (EBITDA-Effekt: +14,0 Mio. €)

Auch für die finanziellen Leistungsindikatoren EBIT und EPS wurde - im Vergleich zu den um die Einmalerträge aus der Versatel-Übernahme und der Portfolio-Optimierung bereinigten Kennzahlen des Vorjahres (EBIT-Effekt: +186,1 Mio. €; EPS-Effekt: +0,82 €) - ein signifikanter Anstieg im Geschäftsjahr 2015 erwartet.

Zusammengefasst stellten sich die bei den Prognosen unberücksichtigten Einmaleffekte im Geschäftsjahr 2014 wie folgt dar:

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Einmalerträge EBITDA-Effekt + 186,1 Mio. €
aus Versatel-Übernahme und Portfolio-Optimierung(1), EBIT-Effekt + 186,1 Mio. €
gesamt, netto EPS-Effekt + 0,82 €

(1) Für weitere Details wird auf den Geschäftsbericht 2014, Seite 60ff verwiesen

Tatsächlicher Geschäftsverlauf

Auch im Geschäftsjahr 2015 hat United Internet wieder stark in neue Kundenbeziehungen investiert und die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge organisch um 930.000 Verträge (März-Prognose: + ca. 800.000; August-Prognose: + ca. 880.000) steigern können.

Zu diesem organischen Vertragswachstum kamen zum Jahresende 2015 zwei Einmaleffekte hinzu:

Nach Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden konnte United Internet am 30. Dezember 2015 die Übernahme von home.pl, dem Marktführer im polnischen Webhosting-Markt, abschließen. Durch die Übernahme kamen rund 340.000 Verträge von home.pl zum organischen Kundenwachstum von United Internet hinzu.

Wie bereits im Rahmen der 9-Monatszahlen 2015 berichtet, hat United Internet im 3. Quartal 2015 plangemäß die Domain-Preise in den außereuropäischen Märkten angehoben und so - insbesondere in der niedrigmargigen Kundengruppe der sogenannten "Domainer" - eine Vertragsbereinigung initiiert. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass aus der Preiserhöhung - angesichts üblicher Vertragslaufzeiten bei Domains von einem Jahr - auch für die Folgequartale Vertragsverluste zu erwarten sind. Im Zuge der laufenden IPO-Prüfung für den Geschäftsbereich "Business Applications" hat sich der Vorstand der Gesellschaft vorsorglich dazu entschieden, weitere Domain-Verträge in dieser niedrigmargigen Kundengruppe bereits zum Jahresende 2015 aus dem Vertragsbestand zu nehmen. Daraus resultierte zum Jahreswechsel eine einmalige Bereinigung um rund 80.000 Verträge. Aus der Bereinigung werden keine Auswirkungen auf zukünftige Ergebniskennzahlen erwartet.

Inklusive der neuen home.pl-Verträge sowie der genannten Vertragsbereinigung bei "Domainern" stiegen die Kundenverträge im Geschäftsjahr 2015 somit um 1,19 Mio. Verträge auf 15,97 Mio.

Der Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2015 auf die neue Rekordmarke von 3,716 Mrd. € - ein Wachstum um 21,2 % (Prognose: ca. 20 %) im Vergleich zum Vorjahr.

Trotz der deutlich übertroffenen Prognosen für das Vertragswachstum und den damit verbundenen höheren Aufwendungen für die Kundengewinnung konnten auch die ursprünglichen Ergebnisprognosen erreicht werden. Dazu trugen auch zwei EBITDA-wirksame Verkaufserlöse aus dem Verkauf von Anteilen an der Goldbach Group AG in Höhe von € 5,6 Mio. sowie aus einem Teilverkauf von Anteilen an der virtual minds AG in Höhe von € 8,4 Mio. bei. Die Verkaufserlöse wurden zur Kompensation der Aufwendungen für das - gegenüber der ursprünglichen Prognose (+ ca. 800.000 Verträge) - um 130.000 Verträge stärkere organische Vertragswachstum (+ 930.000 Verträge) eingesetzt.

Das EBITDA auf Konzernebene stieg von 551,5 Mio. € (vergleichbarer Vorjahreswert) um 37,3 % auf 757,2 Mio. €. Inklusive der vorgenannten Verkaufserlöse ergibt dies ein Wachstum von 39,8 % (Prognose: ca. 40 %) auf 771,2 Mio. €.

Auch das EBIT sowie das EPS konnten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zulegen. Einschließlich der Effekte aus den Verkaufserlösen stiegen das EBIT von 430,6 Mio. € im Vorjahr um 29,1 % auf 555,7 Mio. € und das EPS von 1,46 € im Vorjahr um 23,3 % auf 1,80 €.

Zusammenfassung: Tatsächlicher und prognostizierter Geschäftsverlauf 2015

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Erzielte Werte 2014 1. Prognose 2015 (aus 03/2014) 2. Prognose 2015 (aus 08/2014) Erzielte Werte 2015
Kundenverträge 14,78 Mio. + ca. 800.000 + ca. 880.000 15,71 Mio. = + 930.000(3)
Umsatz 3,065 Mrd. € + ca. 20 % + ca. 20 % 3,716 Mrd. € = +21,2 %
EBITDA 551,5 Mio. €(1) + ca. 40 % + ca. 40 %(2) 757,2 Mio. € + 14,0 Mio. €(4) = 771,2 Mio. € = + 39,8 %

(1) Ohne Einmalerträge aus Versatel-Übernahme und Portfolio-Optimierung (EBITDA-/EBIT-Effekt: +186,1 Mio. €; EPS-Effekt: +0,82 € ); für weitere Details wird auf den Geschäftsbericht 2014, Seite 60 ff. verwiesen
(2) Inklusive der Effekte aus dem Verkauf der Goldbach Aktien sowie dem Teilverkauf von virtual minds Anteilen (EBITDA-Effekt: +14,0 Mio. €)
(3) Organisches Wachstum (ohne home.pl und ohne einmalige Vertragsbereinigung)
(4) Effekte aus dem Verkauf der Goldbach Aktien sowie dem Teilverkauf von virtual minds Anteilen

Entwicklung der Segmente

Segment "Access"

Im Segment "Access" sind die kostenpflichtigen Festnetz- und Mobile-Access-Produkte von United Internet inklusive der damit verbundenen Anwendungen (wie Heimvernetzung, Online-Storage, Telefonie, Video-on-Demand oder IPTV) zusammengefasst. Neben diesen Produkten für Privatanwender und kleine Firmen bietet die Gesellschaft - nach der Komplettübernahme von Versatel zum 1. Oktober 2014 - auch Daten- und Netzwerklösungen für mittelständische Unternehmen sowie Infrastrukturleistungen für Großunternehmen an.

Mit aktuell 40.825 km Länge (31. Dezember 2014: 39.318 km) ist das Versatel-Netz das zweitgrößte Glasfasernetz in Deutschland. und. Die eigene Netzinfrastruktur wird kontinuierlich ausgebaut und gibt United Internet die Möglichkeit, ihre Wertschöpfung zunehmend zu vertiefen und weniger DSL-Vorleistungen zu beziehen.

Im Segment "Access" ist United Internet ausschließlich in Deutschland tätig und zählt zu den führenden Anbietern. Die Gesellschaft nutzt das Versatel-Festnetz und kauft zusätzlich von verschiedenen Vorleistungsanbietern standardisierte Netzleistungen ein. Diese werden mit Endgeräten namhafter Anbieter sowie selbstentwickelten Applikationen und Services aus der eigenen "Internet-Fabrik" veredelt, um sich so vom Wettbewerb zu differenzieren.

Vermarktet werden die Access-Produkte über die bekannten Marken GMX, WEB.DE, 1&1 und Versatel, mit denen der Markt umfassend und zielgruppenspezifisch adressiert wird.

Im Zuge der dynamischen Kundenentwicklung sowie der ganzjährigen Konsolidierung von Versatel (Vorjahr:130,6 Mio. € aus Konsolidierung im 4. Quartal) stieg der Segment-Umsatz im Geschäftsjahr 2015 erneut deutlich von 2.135,1 Mio. € im Vorjahr um 28,5 % auf 2.742,6 Mio. € (davon 517,9 Mio. € aus der Versatel-Konsolidierung). Der Umsatzanteil des Segments belief sich damit auf ca. % des Gesamtumsatzes des Konzerns.

Die Ergebniskennzahlen des Segments wurden im Geschäftsjahr 2014 durch verschiedene Einmalerträge aus der Versatel-Übernahme beeinflusst. In Summe machten sich diese Einmalerträge auf Ebene des Segments mit 112,6 Mio. € im EBITDA und EBIT bemerkbar. Für weitere Details zu den Einmaleffekten im Vorjahr wird auf den Geschäftsbericht 2014, Seite 60 ff. verwiesen.

Ohne Berücksichtigung dieser Einmalfaktoren stiegen die Ergebniskennzahlen - trotz hoher Investitionen in das Kundenwachstum sowie der vollständig ergebniswirksamen Verbuchung von Endgeräte-Subventionen aus dem nochmals stärker gewachsenen Mobile-Internet-Geschäft (+880.000 Verträge in 2015 im Vergleich zu +620.000 im Vorjahr) - erneut deutlich an. Dabei konnten das Segment-EBITDA von 330,8 Mio. € im Vorjahr um 48,8 % auf 492,1 Mio. € (davon 146,1 Mio. € aus der Versatel-Konsolidierung) und das Segment-EBIT von 267,8 Mio. € um 25,6 % auf 336,4 Mio. € (davon 17,2 Mio. € Mio. € aus der Versatel-Konsolidierung) zulegen.

Sämtliche Kundengewinnungskosten für DSL- und Mobile-Internet-Produkte wurden ebenso wie die Konvertierungskosten von Resale-DSL-Anschlüssen auf DSL-Komplettpakete (ULL = Unbundled Local Loop) unverändert direkt als Aufwand verbucht.

Die Zahl der Mitarbeiter in diesem Segment stieg infolge der Geschäftsausweitung sowie von Mitarbeiter-Transfers aus dem Segment Applications um 6,0 % auf 3.142 (Vorjahr 2.965).

Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Segment "Access" (in Mio. €)

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2015) 2014(1) Veränderung
Umsatz 2.742,6 2.135,1 + 28,5 %
EBITDA 492,1 330,8 + 48,8 %
EBIT 336,4 267,8 + 25,6 %

(1) 2014 ohne Einmalerträge aus Versatel-Übernahme (EBITDA- und EBIT-Effekt: +112,6 Mio. €)

Quartalsentwicklung; Veränderung zum Vorjahresquartal (in Mio. €)

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Q1 2015 Q2 2015 Q3 2015 Q4 2015 Q4 2014(1) Veränderung
Umsatz 662,2 676,5 696,5 707,4 653,4 + 8,3 %
EBITDA 109,2 108,4 127,0 147,5 116,9 + 26,2 %
EBIT 69,9 68,6 88,4 109,5 74,5 + 47,0 %

(1) 2014 ohne Einmalerträge aus Versatel-Übernahme (EBITDA- und EBIT-Effekt: +112,6 Mio. €)

Historische Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen (in Mio. €)

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2011 2012 2013 2014(1) 2015
Umsatz 1.368,0 1.586,1 1.788,3 2.135,1 2.742,6
EBITDA 152,3 191,8 245,4 330,8 492,1
EBITDA-Marge 11,1 % 12,1 % 13,7 % 15,5 % 17,9 %
EBIT 122,2 164,3 217,4 267,8 336,4
EBIT-Marge 8,9 % 10,4 % 12,2 % 12,5 % 12,3 %

(1) 2014 ohne Einmalerträge aus Versatel-Übernahme (EBITDA- und EBIT-Effekt: +112,6 Mio. €)

Die Zahl der kostenpflichtigen Access-Verträge stieg im Geschäftsjahr 2015 um 1,01 Mio. Verträge. Dies sind insgesamt 180.000 Verträge mehr als im Vorjahreszeitraum (830.000 Verträge ohne Versatel-Ubernahme).

Dabei konnten im Mobile-Internet-Geschäft 880.000 Verträge hinzugewonnen und damit die Kundenzahl auf 3,48 Mio. gesteigert werden.

Auch die DSL-Komplettverträge konnten um 190.000 Kundenverträge auf insgesamt 4,08 Mio. zulegen. Im Bereich der auslaufenden Geschäftsmodelle T-DSL und R-DSL war die Zahl der Kundenverträge erwartungsgemäß mit -60.000 Kundenverträgen weiter leicht rückläufig. In Summe konnten die DSL-Verträge somit um weitere 130.000 Verträge auf 4,32 Mio. zulegen.

Damit hat sich die Kundenzahl im Access-Segment auf insgesamt 7,80 Mio. erhöht.

Entwicklung der Access-Verträge im Geschäftsjahr 2015 (in Mio.)

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31.12.2015 31.12.2014 Veränderung
Access, Verträge gesamt 7,80 6,79 + 1,01
davon Mobile Internet 3,48 2,60 + 0,88
davon DSL-Komplettpakete (ULL) 4,08 3,89 + 0,19
davon T-DSL / R-DSL 0,24 0,30 - 0,06

Entwicklung der Access-Verträge im 4. Quartal 2015 (in Mio.)

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31.12.2015 30.09.2015 Veränderung
Access, Verträge gesamt 7,80 7,52 + 0,28
davon Mobile Internet 3,48 3,25 + 0,23
davon DSL-Komplettpakete (ULL) 4,08 4,02 + 0,06
davon T-DSL / R-DSL 0,24 0,25 - 0,01

Segment "Applications"

Das Segment "Applications" umfasst das Applikations-Geschäft des Konzerns - werbefinanziert oder im kostenpflichtigen Abonnement. Zu diesen Applikationen gehören z. B. Domains, Homepages, Webhosting, Server und E-Shops, Anwendungen für Personal Information Management (E-Mail, Aufgaben, Termine, Adressen), Groupwork, Online-Storage und Office-Applikationen, die in der eigenen "Internet-Fabrik" oder in Kooperation mit Partnerfirmen entwickelt und in den 7 Rechenzentren der Gesellschaft betrieben werden. Darüber hinaus bietet United Internet ihren Kunden über die Marken Sedo und affilinet erfolgsbasierte Werbe- und Vertriebsplattformen im Internet an.

Im Segment "Applications" gehört United Internet auch international zu den führenden Unternehmen mit Aktivitäten in europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Schweiz, Spanien) sowie in Nordamerika (Kanada, Mexiko, USA).

Die zielgruppenspezifische Vermarktung der Applikationen an Privat- und Geschäftskunden erfolgt über die unterschiedlich positionierten Marken GMX, mail.com, WEB.DE, 1&1, Arsys, InterNetX, Fasthosts, home.pl und united-domains.

Durch den erfolgreichen Ausbau des Bestandskundengeschäfts, die Konzentration auf hochwertige Kundenbeziehungen sowie die gute Monetarisierbarkeit der Free Accounts über Werbung stieg der Segment-Umsatz im Geschäftsjahr 2015 von 929,4 Mio. € im Vorjahr um 7,7 % auf 1.001,2 Mio. €. Das Auslandsgeschäft wuchs um 11,2 % auf 383,6 Mio. € (Vorjahr: 344,9 Mio. €). Der Umsatzanteil des Segments "Applications" belief sich damit auf ca. % des Gesamtumsatzes des Konzerns.

Deutlich stärker noch als der Umsatz konnten die Ergebniskennzahlen zulegen. So stiegen das Segment-EBITDA von 228,6 Mio. € im Vorjahr um 23,3 % auf 281,9 Mio. € und das Segment-EBIT von 170,9 Mio. € im Vorjahr um 30,2 % auf 222,5 Mio. €.

Auch in diesem Segment werden die Kundengewinnungskosten unverändert direkt als Aufwand verbucht.

Die Zahl der Mitarbeiter in diesem Segment stieg - infolge der Übernahme von home.pl zum Jahresende sowie gegenläufig durch interne Mitarbeiter-Transfers - um 2,4 % auf 4.945 (Vorjahr: 4.829).

Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Segment "Applications" (in Mio. €)

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2015 2014 Veränderung
Umsatz 1.001,2 929,4 + 7,7 %
EBITDA 281,9 228,6 + 23,3 %
EBIT 222,5 170,9 + 30,2 %

Quartalsentwicklung; Veränderung zum Vorjahresquartal (in Mio. €)

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Q1 2015 Q2 2015 Q3 2015 Q4 2015 Q4 2014 Veränderung
Umsatz 247,5 249,3 244,9 259,5 240,7 + 7,8 %
EBITDA 68,2 67,8 72,6 73,3 57,0 + 28,6 %
EBIT 53,3 53,0 57,3 58,9 44,8 +31,5 %

Historische Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen (in Mio. €)

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2011 2012 2013 2014 2015
Umsatz 725,8 810,2 867,0 929,4 1.001,2
EBITDA 183,4 132,1 168,7 228,6 281,9
EBITDA-Marge 25,3 % 16,3 % 19,5 % 24,6 % 28,2 %
EBIT(1) 125,0 66,6 102,1 170,9 222,5
EBIT-Marge 17,2 % 8,2 % 11,8 % 18,4 % 22,2 %

(1) 2012 ohne Sonderfaktoren (Sedo-Wertminderungen: EBIT-Effekt: -46,3 Mio. €)

Im Segment "Applications" hat United Internet im Geschäftsjahr 2014 ihre Marketing- und Vertriebsmaßnahmen für Business Applications umgestellt. Im Zuge dieser Umstellung lag der Fokus auch im Geschäftsjahr 2015 primär auf dem Absatz zusätzlicher Features an Bestandskunden (z. B. weitere Domains, E-Shops oder Business-Apps) sowie der Gewinnung von hochwertigen Kundenbeziehungen.

Vor diesem Hintergrund hat United Internet im 3. Quartal 2015 plangemäß die Domain-Preise in den außereuropäischen Märkten angehoben und hat so - insbesondere in der niedrigmargigen Kundengruppe der sogenannten "Domainer" - eine Vertragsbereinigung initiiert. Durch diese Maßnahme, die eine geringere Anzahl an Domain-Neuverträgen sowie gleichzeitig einen höheren Churn bei bestehenden Domain-Verträgen zur Folge hatte, reduzierte sich der Vertragsbestand in der zweiten Jahreshälfte (nach einem konstanten Vertragsbestand in der ersten Jahreshälfte) erwartungsgemäß um 80.000 Verträge auf 5,73 Mio.

Zum Jahresende hatten zudem zwei Einmalfaktoren Einfluss auf die Vertragszahlen im Bereich Business Applications:

Nach Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden konnte am 30. Dezember 2015 die Übernahme von home.pl, dem Marktführer im polnischen Webhosting-Markt, abgeschlossen werden. Durch die Übernahme kamen zum 31. Dezember 2015 rund 340.000 Verträge von home.pl zum Vertragsbestand hinzu.

Im Rahmen ihres 9-Monatsberichts hat United Internet darauf hingewiesen, dass aus der vorgenannten Preiserhöhung - angesichts üblicher Vertragslaufzeiten bei Domains von einem Jahr - auch für die Folgequartal Vertragsverluste zu erwarten sind. Im Zuge der IPO-Prüfung für den Geschäftsbereich "Business Applications" hat sich der Vorstand der Gesellschaft vorsorglich dazu entschieden weitere Domain-Verträge in der niedrigmargigen Kundengruppe der "Domainer" bereits zum Jahresende 2015 aus dem Vertragsbestand zu nehmen. Daraus resultierte zum Jahreswechsel eine einmalige Bereinigung um rund 80.000 Verträge. Aus der Bereinigung werden keine Auswirkungen auf zukünftige Ergebniskennzahlen erwartet.

Inklusive der neuen home.pl-Verträge sowie der genannten einmaligen Vertragsbereinigung bei "Domainern" stiegen die Kundenverträge bei Business Applications im Geschäftsjahr 2015 somit um 180.000 Verträge.

Entwicklung der Business-Applications-Verträge im Geschäftsjahr 2015 (in Mio.)

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31.12.2015(1) 31.12.2014 Veränderung
Business-Applications, Verträge gesamt 5,99 5,81 + 0,18
davon "Inland" 2,35 2,42 - 0,07
davon "Ausland" 3,64 3,39 + 0,25

(1) Inklusive +340.000 Verträge aus home.pl-Ubernahme sowie -80.000 aus Vertragsbereinigung "Domainer"

Entwicklung der Business-Applications-Verträge im 4. Quartal 2015 (in Mio.)

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31.12.2015(1) 30.09.2015 Veränderung
Business-Applications, Verträge gesamt 5,99 5,77 + 0,22
davon "Inland" 2,35 2,37 - 0,02
davon "Ausland" 3,64 3,40 + 0,24

(1) Inklusive +340.000 Verträge aus home.pl-Ubernahme sowie -80.000 aus Vertragsbereinigung "Domainer"

Bei Consumer Applications lag der Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2015 - angesichts der anhaltend starken Nachfrage nach Online-Werbung - weiterhin auf der Monetarisierung werbefinanzierter Accounts. Deshalb hat United Internet auch in 2015 die Werbeflächen für Pay-Produkte limitiert.

Trotz dieser Limitierung konnten im 4. Quartal 2015 die unterjährigen Vertragsverluste bei Pay-Accounts wieder ausgeglichen und mit 2,18 Mio. ein unveränderter Vertragsbestand im Vergleich zum Vorjahr ausgewiesen werden. Gleichzetig konnte die Anzahl der Free-Accounts im Geschäftsjahr 2015 deutlich um 1,03 Mio. auf 33,15 Mio. gesteigert werden.

Entwicklung der Consumer-Applications-Accounts im Geschäftsjahr 2015 (in Mio.)

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31.12.2015 31.12.2014 Veränderung
Consumer-Applications, Accounts gesamt 35,33 34,30 + 1,03
davon mit Premium-Mail-Subscription 1,77 1,84 - 0,07
davon mit Value-Added-Subscription 0,41 0,34 + 0,07
davon Free-Accounts 33,15 32,12 + 1,03

Entwicklung der Consumer-Applications-Accounts im 4. Quartal 2015 (in Mio.)

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31.12.2015 30.09.2015 Veränderung
Consumer-Applications, Accounts gesamt 35,33 34,75 + 0,58
davon mit Premium-Mail-Subscription 1,77 1,78 - 0,01
davon mit Value-Added-Subscription 0,41 0,36 + 0,05
davon Free-Accounts 33,15 32,61 + 0,54

Beteiligungen im Konzern

Auch im Geschäftsjahr 2015 hat die United Internet AG ihr Beteiligungsportfolio weiter optimiert. Dabei wurden neue strategische Beteiligungen gezeichnet (Drillisch, home.pl), Anteile an bestehenden Beteiligungen erhöht (Rocket Internet), Beteiligungen reduziert (virtual minds) sowie Beteiligungen verkauft (Goldbach Group). Zudem wurde die Prüfung eines Börsengangs (IPO) des Geschäftsbereichs "Business Applications" gestartet.

Wesentliche Veränderungen bei Beteiligungen

Rocket Internet SE

Die United Internet Beteiligung Rocket Internet SE (früher: Rocket Internet AG) hat am 13. Februar 2015 eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals abgeschlossen. Durch die Kapitalerhöhung hat sich das Grundkapital der Gesellschaft von 153.130.566 € auf 165.140.790 € erhöht. Die neuen Aktien wurden ausschließlich im Rahmen einer Privatplatzierung mittels eines beschleunigten Platzierungsverfahrens (Accelerated Bookbuilding) institutionellen Anlegern angeboten. Die insgesamt 12.010.224 neuen Aktien wurden zu einem Platzierungspreis von 49,00 € je Aktie zugeteilt. United Internet hat im Rahmen dieser Kapitalerhöhung 1.201.000 Rocket-Aktien für insgesamt rund 58,8 Mio. € erworben und hält damit aktuell 8,31 % der Rocket-Anteile (31. Dezember 2014: 8,18 %).

Goldbach Group AG

Am 10. April 2015 hat United Internet ihre 898.970 Aktien der Goldbach Group AG außerbörslich zu einem Preis von 21,00 CHF bzw. 20,14 € je Aktie und somit für insgesamt 18,9 Mio. CHF bzw. 18,2 Mio. € (EBITDA-wirksam: 5,6 Mio. €) verkauft.

Drillisch AG

United Internet hat am 27. April 2015 bekannt gegeben, dass sie sich an diesem Tag - über ihre Tochtergesellschaft United Internet Ventures - den Erwerb von ca. 9,1 % an der Drillisch AG vertraglich gesichert hat. Nach Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden und Vollzug des Anteilserwerbs hielt United Internet - inklusive weiterer bereits erworbener Anteile - insgesamt mittelbar eine Beteiligung von 20,70 % (aktuell: 20,11 % nach Kapitalerhöhung der Drillisch AG). United Internet sieht in Drillisch ein gut aufgestelltes Unternehmen mit aussichtsreichen Marktchancen. Das Produkt-Portfolio und die Kunden-Zielgruppen der Gesellschaft ergänzen das Access-Geschäft der United Internet Gruppe. Als strategischer Aktionär wird United Internet die weitere Entwicklung der Drillisch AG begleiten und von deren Wachstum profitieren. United Internet beabsichtigt derzeit aber weder den Erwerb einer Beteiligung von 30 % oder mehr an der Drillisch AG - welcher mit der Abgabe eines Pflichtangebots an alle weiteren Aktionäre der Drillisch AG verbunden wäre - noch ein freiwilliges Übernahmeangebot.

virtual minds AG

Im September 2015 hat sich die ProSiebenSat.1 Group - als zweiter strategischer Investor -mit 51,00 % an der virtual minds AG beteiligt, in die United Internet bereits seit 2008 investiert ist und auch nach dem Einstieg der ProSiebenSat.1 Group einen Anteil von 25,10 % (zuvor: 48,65 %) hält. Ebenso blieben die Gründer und das Management der Gesellschaft am Unternehmen beteiligt. Aus dem Anteilsverkauf erhielt United Internet einen Verkaufserlös von 13,3 Mio. € (EBITDA-wirksam: 8,4 Mio. €).

HiPay Group S.A.

Die börsennotierte United Internet Beteiligung Hi-Media S.A. (10,46 %) hat im Juni 2015 ihre Aktivitäten im Bereich Online-Payment im Rahmen eines Spin-offs in der HiPay Group separiert und diese ebenfalls in Paris an die Börse gebracht. Nach Durchführung der Transaktion ist United Internet jetzt auch mit 8,37 % an HiPay beteiligt.

home.pl S.A.

Am 10. Juli 2015 hat sich United Internet mit der Anteilseigner-Gruppe der home.pl S.A. (Stettin / Polen), angeführt von dem Private Equity Fonds V4C Eastern Europe, über den 100 %-igen Erwerb von home.pl durch die United Internet Tochter 1&1 Internet SE geeinigt. home.pl ist mit rund 25 Mio. € Umsatz klarer Marktführer im polnischen Webhosting-Markt. Nach Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden erfolgte das Closing der Transaktion am 30. Dezember 2015. Insgesamt wurden im Rahmen des Closings 154,5 Mio. € (Kaufpreis abzüglich erhaltener Zahlungsmittel) für 100 % der home.pl-Anteile gezahlt. home.pl soll auch zukünftig vom derzeitigen Management als eigenständiges Unternehmen weitergeführt werden. Gemeinsam mit der bereits seit 2010 in Polen agierenden United Internet Marke 1&1 soll der polnische Markt weiter erschlossen werden.

Prüfung eines IPOs im Geschäftsbereich "Business Applications"

Nachdem der Webhosting-Markt (als Teilmarkt des gesamten Cloud Computing Marktes) in Europa inzwischen weitgehend verteilt ist, will United Internet - neben organischem Wachstum - zukünftig verstärkt auf Akquisitionen setzen. Durch die erfolgreichen Übernahmen der letzten Jahre von InterNetX, Sedo, Fasthosts, united-domains, Arsys und aktuell home.pl konnte United Internet weitreichende Erfahrungen hierzu sammeln. Vor diesem Hintergrund hat United Internet die Prüfung eines Börsengangs (IPO) des Geschäftsbereichs "Business Applications" beschlossen. Sollte die Prüfung zu einem positiven Ergebnis führen, soll die Börsennotierung Mitte 2017 erfolgen. Mit einem eigenständigen Kapitalmarktzugang und Applications-Aktien als zusätzlicher Akquisitionswährung würden Übernahmen zukünftig leichter eigenfinanziert werden können, da Verkäufer häufig mit einem Teil des Verkaufserlöses in der Branche investiert bleiben möchten, um am Wachstum und den Größenvorteilen des kombinierten Unternehmens zu partizipieren.

Neben den (vollkonsolidierten) operativen Kerngesellschaften im Access- und Applications-Segment hielt United Internet zum 31. Dezember 2015 folgende Beteiligungen.

Wesentliche Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen

Seit der Einbringung des Display-Marketing-Geschäfts "AdLINK Media" in Hi-Media im Juli 2009 hält United Internet eine Beteiligung an der Hi-Media S. A., Paris / Frankreich. Zum 31. Dezember 2015 betrug der Stimmrechtsanteil 10,46 %. Hi-Media hat im Juni 2015 ihre Aktivitäten im Bereich Online-Payment im Rahmen eines Spin-offs in der HiPay Group S. A., Paris / Frankreich, separiert und diese ebenfalls in Paris an die Börse gebracht hat. Damit ist United Internet auch mit 8,37 % an HiPay beteiligt. Die Marktkapitalisierung von HiPay zum 31. Dezember 2015 belief sich auf rund 45 Mio. €. Die Marktkapitalisierung von Hi-Media hat sich - auch durch den Spin-off von HiPay - stark reduziert und belief sich zum 31. Dezember 2015 auf rund 13 Mio. € (Vorjahr vor Spin-off von HiPay: 113 Mio. €).

Seit August 2014 ist United Internet an der Rocket Internet SE beteiligt. Zum 31. Dezember 2015 betrug der Stimmrechtsanteil 8,31 %. Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 belief sich auf rund 4,664 Mrd. € (Vorjahr: 7,869 Mrd. €).

Im April 2015 hat United Internet bekannt gegeben, dass sie sich an der Drillisch AG beteiligt hat. Zum 31. Dezember 2015 betrug der Stimmrechtsanteil 20,11 %. Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 belief sich auf rund 2,141 Mrd. € (Vorjahr: 1,573 Mrd. €).

Minderheitsbeteiligungen an Partnerunternehmen

Bereits seit Februar 2008 ist United Internet an der Medienholding virtual minds AG (Tätigkeitsschwerpunkt: Media Technologies, Digital Advertising und Hosting) beteiligt. Nach einem Teilverkauf von virtual minds Anteilen an ProSiebenSat.1 betrug der Stimmrechtsanteil von United Internet 25,10 % zum 31. Dezember 2015. virtual minds - über die Marke ADITION auch Adserving-Lieferant der United Internet Portale - konnte auch im Geschäftsjahr 2015 ein positives Ergebnis erzielen.

Seit November 2010 ist United Internet bei der ProfitBricks GmbH (Tätigkeitsschwerpunkt: IaaS-Lösungen; IaaS = Infrastructure-as-a-Service) investiert. Zum 31. Dezember 2015 betrug der Stimmrechtsanteil 28,57 %. ProfitBricks befindet sich weiterhin in der Phase des Marken-und Kundenaufbaus und hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen.

Im Juli 2013 hat sich United Internet an der Open-Xchange AG (Tätigkeitsschwerpunkt: E-Mail- und Collaboration-Lösungen) beteiligt. Zum 31. Dezember 2015 betrug der Stimmrechtsanteil 29,02 %. United Internet arbeitet in ihrem Applications-Geschäft bereits seit vielen Jahren erfolgreich mit der Gesellschaft zusammen. Open-Xchange hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen.

Im Februar 2014 hat sich United Internet mit 25,10 % an der ePages GmbH (Tätigkeitsschwerpunkt: E-Shop-Lösungen) beteiligt. Über die Beteiligung hinaus haben ePages und die United Internet Tochter 1&1 Internet SE einen langfristigen Kooperationsvertrag zur Nutzung der ePages-Lösungen geschlossen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit gibt es eine gemeinsame Technologieplattform für die 1&1 E-Shops. ePages hat auch das Geschäftsjahr 2015 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen.

Im April 2014 hat United Internet eine Beteiligung an der überall GmbH (Tätigkeitsschwerpunkt: Online-Listings) gezeichnet. Zum 31. Dezember 2015 betrug der Stimmrechtsanteil 30,36 %. Darüber hinaus haben überall und die United Internet Tochter 1&1 Internet SE einen langfristigen Kooperationsvertrag zur Nutzung der Überall-Lösungen geschlossen. Überall befindet sich noch in der Phase des Geschäftsausbaus und hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen.

Aktie und Dividende

Aktie

Im Zuge der sehr guten Unternehmensentwicklung und begleitet von der positiven Stimmung an den Aktienmärkten konnte die Aktie der United Internet AG ihre gute Performance aus den Vorjahren fortsetzen und das Jahr 2015 mit einem neuen Allzeithoch beenden.

Konkret legte die United Internet Aktie im Geschäftsjahr 2015 um 35,8 % auf 50,91 € zu (31. Dezember 2014: 37,49 €). Damit hat sich die Aktie besser entwickelt als die ebenfalls gestiegenen Indices DAX (+9,6 %) und TecDAX (+33,5 %).

Die Marktkapitalisierung der United Internet AG stieg entsprechend von rund 7,69 Mrd. € im Vorjahr auf rund 10,44 Mrd. € zum 31. Dezember 2015.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden über das elektronische Computerhandelssystem XETRA täglich durchschnittlich rund 355.000 Aktien (Vorjahr: rund 421.000) im Wert von durchschnittlich 15,28 Mio. € (Vorjahr: 13,73 Mio. €) gehandelt.

Entwicklung der Aktie (in €; alle Börsenangaben beziehen sich auf den Xetra-Handel)

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2011 2012 2013 2014 2015
Jahresendkurs 13,80 16,31 30,92 37,49 50,91
Performance + 13,4 % + 18,2 % + 89,6 % +21,2 % + 35,8 %
Jahreshoch 14,79 17,55 31,00 37,95 51,94
Jahrestief 10,58 12,49 16,11 28,35 36,17
0 Börsenumsatz am Tag 7.974.042 4.906.732 8.554.509 13.731.799 15.279.407
0 Börsenumsatz am Tag (Stück) 613.960 332.898 367.102 420.640 354.904
Anzahl Aktien zum Jahresende 215 Mio. 215 Mio. 194 Mio. 205 Mio. 205 Mio.
Börsenwert zum Jahresende 2,97 Mrd. 3,51 Mrd. 6,00 Mrd. 7,69 Mrd. 10,44 Mrd.
Ergebnis je Aktie (EPS) 0,79 0,56 1,07 2,28 1,80
Bereinigtes Ergebnis je Aktie(1) 0,72 0,70 1,07 1,46 1,80

(1) Ohne Sonderfaktoren: 2011 ohne positiven Einmaleffekt aus dem Verkauf der Versatel-Anteile (EPS-Effekt: +0,07 €); 2012 ohne negativen Einmaleffekt aus Sedo-Wertminderungen (EPS-Effekt: -0,23 €) sowie ohne positiven Einmaleffekt aus dem Verkauf der freenet-Anteile (EPS-Effekt: +0,09 €); 2014 ohne positive Einmalerträge aus der Versatel-Übernahme sowie der Portfolio-Optimierung (EPS-Effekt: +0,82 €)

Daten zur Aktie

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Aktientyp Namens-Stammaktien
Rechnerischen Anteil am Grundkapital 1,00 €
Wertpapierkennnummer (WKN) 508903
Internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) DE0005089031
Börsenkürzel Xetra UTDI
Reuters-Symbol UTDI.DE
Bloomberg-Symbol UTDI.GR
Segment Prime Standard
Index TecDAX
Sektor Software

Aktionärsstruktur

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Aktionär Anteile
Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft 39,02 %
RD Holding GmbH & Co. KG (Ralph Dommermuth) 0,98 %
Blackrock 4,96 %
Allianz Global Investors 3,00 %
United Internet (eigene Aktien) 0,45 %
Streubesitz 51,59 %

Stand 31. Dezember 2015, Darstellung basiert auf der jeweils letzten Stimmrechtsmitteilung

Dividende

Die auf Kontinuität ausgerichtete aktionärsfreundliche Dividendenpolitik von United Internet hat sich auch im Geschäftsjahr 2015 fortgesetzt. Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 21. Mai 2015 dem Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat über die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,60 € (Vorjahr 0,40 €) je Aktie für das Geschäftsjahr 2014 zugestimmt. Die Ausschüttung in der Gesamthöhe von 122,3 Mio. € (Vorjahr: 77,3 Mio. €) erfolgte am 22. Mai 2015. Die Ausschüttungsquote lag damit bei 27,3 % des Konzernergebnisses 2014 nach Steuern bzw. bei 43,0 % des bereinigten Konzernergebnisses 2014. Die Quote lag somit leicht oberhalb der gemäß Dividendenpolitik der Gesellschaft vorgesehenen Ausschüttungsspanne von 20 - 40 % des bereinigten Konzernergebnisses, sofern die Mittel nicht für die weitere Unternehmensentwicklung benötigt werden.

Für das Geschäftsjahr 2015 schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe von 0,70 € je Aktie vor und liegt damit am oberen Ende der vorgesehenen Ausschüttungsspanne. Über diesen Dividendenvorschlag beraten Vorstand und Aufsichtsrat in der Aufsichtsratssitzung am 16. März 2016 (und somit nach Redaktionsschluss dieses Lageberichts). Über den gemeinsamen Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat entscheidet dann die Hauptversammlung der United Internet AG am 19. Mai 2016.

Ausgehend von 204,1 Mio. dividendenberechtigter Aktien (Stand 31. Dezember 2015) ergäbe sich für das Geschäftsjahr 2015 eine Ausschüttungssumme von 142,9 Mio. €. Die Ausschüttungsquote läge damit bei 39,0 % des Konzernergebnisses 2015 nach Steuern (366,6 Mio. €). Die Dividendenrendite beliefe sich - bezogen auf den Schlusskurs der United Internet Aktie zum 31. Dezember 2015 - auf 1,4 %.

Entwicklung der Dividende

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Für 2011 Für 2012 Für 2013 Für 2014 Für 2015(1)
Dividende je Aktie (in €) 0,30 0,30 0,40 0,60 0,70
Gesamtausschüttung (in Mio. €) 58,1 58,0 77,5 122,3 142,9
Ausschüttungsquote 35,8 % 53,6 % 37,4 % 27,3 % 39,0 %
Bereinigte Ausschüttungsquote(2) 35,8 % 37,5 % 37,4 % 43,0 % 39,0 %
Dividendenrendite(3) 2,2 % 1,8 % 1,3 % 1,6 % 1,4 %

(1) Vorbehaltlich der Zustimmung von Aufsichtsrat und Hauptversammlung 2016
(2) Ohne Sonderfaktoren: Sedo-Wertminderungen (2012); Einmalerträge Versatel-Übernahme und Portfolio-Optimierung (2014)
(3) Stand: 31. Dezember

Hauptversammlung 2015

Die Hauptversammlung der United Internet AG fand am 21. Mai 2015 in Frankfurt am Main statt. Bei der Abstimmung waren rund 68 % des Grundkapitals vertreten. Die Aktionäre erteilten allen abstimmungspflichtigen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit ihre Zustimmung.

Grundkapital und eigene Aktien

Der Vorstand der Gesellschaft hat am 13. Juni 2014 beschlossen, ein neues Aktienrückkaufprogramm aufzulegen. Im Rahmen dieses Rückkaufprogramms können bis zu 2.000.000 eigene Aktien über die Börse zurückgekauft werden. Der Rückkauf erfolgt im Rahmen der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 zum Erwerb eigener Aktien im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals, die bis zum 22. September 2017 erteilt wurde. Im Geschäftsjahr 2015 hat die United Internet AG keine eigenen Aktien zurückgekauft.

Zum 31. Dezember 2015 hielt United Internet 917.859 eigene Aktien (31. Dezember 2014: 1.232.338) und damit 0,45 % des aktuellen Grundkapitals von 205 Mio. €. Der Rückgang der eigenen Aktien resultiert aus der Ausgabe von Aktien im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen.

Investor Relations

Auch im Geschäftsjahr 2015 informierten der Vorstand und die Investor-Relations-Abteilung der United Internet AG institutionelle und private Anleger regelmäßig und ausführlich. Der Kapitalmarkt erhielt Informationen im Rahmen der Quartalsberichte und des Geschäftsberichts sowie in Presse- und Analystenkonferenzen. Das Management und die Investor-Relations-Abteilung erläuterten die Strategie und die Finanzergebnisse in zahlreichen persönlichen Gesprächen am Unternehmenssitz in Montabaur und auf Roadshows und Konferenzen in Deutschland, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz, Spanien und den USA. Rund 20 nationale und internationale Investmenthäuser stehen mit der Investor-Relations-Abteilung der Gesellschaft in Kontakt und veröffentlichen regelmäßig Studien und Kommentare zur Geschäftsentwicklung und zur Aktie. Auch außerhalb persönlicher Treffen können sich Aktionäre und interessierte Anleger unter www.united-internet.de jederzeit über die aktuelle Entwicklung des Unternehmens informieren.

2.3 LAGE DES KONZERNS

Ertragslage im Konzern

Der konsolidierte Umsatz der United Internet Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2015 - infolge der im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich höheren Kundenzahl aber auch durch die ganzjährige Konsolidierung von Versatel (Vorjahr: 130,6 Mio € aus Konsolidierung im 4. Quartal) - von 3.065,0 Mio. € im Vorjahr um 21,2 % auf 3.715,7 Mio. € (davon 517,9 Mio. € aus der Versatel-Konsolidierung). Dabei verbesserte sich der Umsatz im Segment "Access" von 2.135,1 Mio. € um 28,5 % auf 2.742,6 Mio. € (inkl. der Versatel-Konsolidierung) und der Umsatz im Segment "Applications" von 929,4 Mio. € um 7,7 % auf 1.001,2 Mio. €. Der Umsatz im Ausland erhöhte sich von 344,9 Mio. € im Vorjahr um 11,2 % auf 383,6 Mio. €.

Auch im Geschäftsjahr 2015 hat United Internet wieder stark in neue Kundenbeziehungen investiert. Dadurch konnte die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge organisch um 930.000 Verträge gesteigert werden. Hinzu kamen 340.000 Verträge aus der Übernahme von home.pl. Gegenläufig wirkte sich eine einmalige Vertragsbereinigung um 80.000 Applications-Verträge aus. Insgesamt stieg die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge damit um 1,19 Mio. auf 15,97 Mio. Getragen wurde das Kundenwachstum insbesondere vom Segment "Access", in dem United Internet organisch um 1,01 Mio. Kundenverträge zulegen konnte (880.000 Mobile-Internet-Verträge sowie 130.000 DSL-Anschlüsse). Dies sind insgesamt 180.000 Verträge mehr als im Vorjahreszeitraum (Vorjahr: 0,83 Mio. ohne Versatel-Übernahme). Die werbefinanzierten Free-Accounts im Segment "Applications" stiegen 2015 um 1,03 Mio. auf 33,15 Mio.

Alle Kundengewinnungskosten für Access- und Applications-Produkte wurden ebenso wie die Konvertierungskosten von Resale-DSL-Anschlüssen auf DSL-Komplettpakete unverändert direkt als Aufwand verbucht.

Die im Folgenden beschriebenen Kostenpositionen sowie ihr Verhältnis zum Umsatz (Kostenquote) sind - infolge der ganzjährigen Konsolidierung von Versatel im Geschäftsjahr 2015 (Vorjahr: Konsolidierung im 4. Quartal) - nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar.

Die Umsatzkosten erhöhten sich im Geschäftsjahr 2015 infolge von Skaleneffekten und verbesserter Konditionen im Vorleistungseinkauf nur unterproportional zum Umsatz von 2.034,5 Mio. € (66,4 % vom Umsatz) im Vorjahr auf 2.437,2 Mio. € (65,6 % vom Umsatz). Die Bruttomarge stieg entsprechend von 33,6 % im Vorjahr auf 34,4 %. Der Anstieg des Bruttoergebnisses von 1.030,5 Mio. € im Vorjahr um 24,1 % auf 1.278,5 Mio. € konnte dadurch das Umsatzwachstum (21,2 %) noch übertreffen.

Trotz des starken Kundenwachstums im Access-Geschäft erhöhten sich die Vertriebskosten nur unterproportional zum Umsatz von 481,3 Mio. € (15,7 % vom Umsatz) im Vorjahr auf 557,2 Mio. € (15,0 % vom Umsatz). Die höhere Vertriebskostenquote im Geschäftsjahr 2014 resultierte insbesondere aus einer im 1. Halbjahr des Vorjahres durchgeführten Marketingkampagne für DSL-Premium-Tarife.

Die Verwaltungskosten stiegen von 136,9 Mio. € (4,5 % vom Umsatz) im Vorjahr auf 182,2 Mio. € (4,9 % vom Umsatz)

Entwicklung wesentlicher Kostenpositionen (in Mio. €)

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2011 2012 2013 2014 2015
Umsatzkosten 1.375,7 1.574,7 1.742,8 2.034,5 2.437,2
Umsatzkostenquote 65,7 % 65,7 % 65,6 % 66,4 % 65,6 %
Bruttomarge 34,3 % 34,3 % 34,4 % 33,6 % 34,4 %
Vertriebskosten 356,8 461,7 481,4 481,3 557,2
Vertriebskostenquote 17,0 % 19,3 % 18,1 % 15,7 % 15,0 %
Verwaltungskosten 102,8 112,1 120,4 136,9 182,2
Verwaltungskostenquote 4,9 % 4,7 % 4,5 % 4,5 % 4,9 %

Die Ergebniskennzahlen des Konzerns waren im Geschäftsjahr 2014 durch verschiedene, im Saldo positive Einmalerträge aus der Versatel-Übernahme sowie der Portfolio-Optimierung bei Beteiligungen (insbesondere durch die Einbringung der GFC- bzw. EFF-Beteiligungen in Rocket Internet) beeinflusst. In Summe machten sich diese Einmalerträge auf Ebene des Konzerns mit 186,1 Mio. € in EBITDA und EBIT, mit 91,9 Mio. € im EBT, mit 89,2 Mio. € im Konzernergebnis und mit 0,82 € im EPS bemerkbar. Für weitere Details zu den Einmaleffekten im Vorjahr wird auf den Geschäftsbericht 2014, Seite 60 ff. verwiesen.

Zusammengefasst stellten sich diese Einmaleffekte auf Konzernebene für das Geschäftsjahr 2014 wie folgt dar:

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EBITDA-Effekt + 186,1
Mio. €
Einmalerträge EBIT-Effekt + 186,1 Mio. €
aus Versatel-Übernahme und Portfolio-Optimierung(1) , EBT-Effekt + 91,9 Mio. €
gesamt, netto Konzernergebnis-Effekt + 89,2 Mio. €
  EPS-Effekt + 0,82 €

(1) Für weitere Details wird auf den Geschäftsbericht 2014, Seite 60 ff. verwiesen

Trotz der deutlich übertroffenen Prognosen für das Vertragswachstum und den damit verbundenen höheren Aufwendungen für die Kundengewinnung konnten auch die ursprünglichen Ergebnisprognosen erreicht werden. Dazu trugen auch zwei EBITDA-wirksame Verkaufserlöse aus dem Verkauf von Anteilen an der Goldbach Group AG in Höhe von € 5,6 Mio. sowie aus einem Teilverkauf von Anteilen an der virtual minds AG in Höhe von € 8,4 Mio. bei. Diese Verkaufserlöse wurden zur Kompensation der Aufwendungen für das -gegenüber der ursprünglichen Prognose (+ ca. 800.000 Verträge) - um 130.000 Verträge stärkere organische Vertragswachstum (+ 930.000 Verträge) eingesetzt.

Das EBITDA auf Konzernebene stieg von 551,5 Mio. € (vergleichbarer Vorjahreswert) um 37,3 % auf 757,2 Mio. €. Inklusive der vorgenannten Verkaufserlöse ergibt dies ein Wachstum von 39,8 % auf 771,2 Mio. €.

Einschließlich der Effekte aus den Verkaufserlösen verbesserte sich das EBIT von 430,6 Mio. € um 29,1 % auf 555,7 Mio. € (davon 17,2 Mio. € aus der Versatel-Konsolidierung) und das EBT von 412,9 Mio. € um 29,6 % auf 535,1 Mio. €. Das Konzernergebnis konnte von 284,7 Mio. € um 28,8 % auf 366,6 Mio. € zulegen. Das EPS stieg entsprechend von 1,46 € um 23,3 % auf 1,80 €.

Vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen (sogenannte PPA-Abschreibungen), welche hauptsächlich aus der Versatel-Übernahme stammen, stieg das EPS von 1,52 € um 28,9 % auf 1,96 €.

Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Konzern (in Mio. €)

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2015 2014 Veränderung
Umsatz 3.715,7 3.065,0 + 21,2 %
EBITDA 757,2 + 14,0(1) =771,2 551,5(2) + 39,8 %
EBIT 541, + 14,0(1) = 555,7 430,6(2) + 29,1 %

(1) Effekte aus dem Verkauf der Goldbach Aktien sowie dem Teilverkauf von virtual minds Anteilen
(2) 2014 ohne Einmalerträge aus Versatel-Übernahme und Portfolio-Optimierung (EBITDA- und EBIT-Effekt: +186,1 Mio. €)

Quartalsentwicklung; Veränderung zum Vorjahresquartal (in Mio. €)

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Q1 2015 Q2 2015 Q3 2015 Q4 2015 Q4 2014 Veränderung
Umsatz 905,1 918,3 931,4 960,9 894,1 + 7,5 %
EBITDA 173,5 172,2 + 5,6(1) = 177,8 195,3 + 8,4(2) = 203,7 216,2 171,7(3) + 25,9 %
EBIT 119,1 117,6 + 5,6(1) = 123,2 141,3 + 8,4(2) = 149,7 163,7 116,9(3) + 40,0 %

(1) Effekte aus dem Verkauf der Goldbach Aktien
(2) Effekte aus dem Teilverkauf von virtual minds Anteilen
(3) Q4 2014 ohne Einmalerträge aus Versatel-Übernahme und Portfolio-Optimierung (EBITDA- und EBIT-Effekt: +114,6 Mio. €)

Historische Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen (in Mio. €)

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2011 2012 2013 2014 2015
Umsatz 2.094,1 2.396,6 2.655,7 3.065,0 3.715,7
EBITDA(1) 341,8 325,9 406,9 551,5 757,2
EBITDA-Marge 16,3 % 13,6 % 15,3 % 18,0 % 20,4 %
EBIT(1) 253,0 232,7 312,2 430,6 541,7
EBIT-Marge 12,1 % 9,7 % 11,8 % 14,0 % 14,6 %

(1) Ohne Sonderfaktoren: 2011 ohne Verkauf Versatel-Anteile (EBITDA- und EBIT-Effekt: +23,0 Mio. €); 2012 ohne Sedo-Wertminderungen (EBIT-Effekt: -46,3 Mio. €) und Verkauf freenet-Anteile (EBITDA- und EBIT-Effekt: +17,9 Mio. €); 2014 ohne Einmalerträge aus Versatel-Übernahme und Portfolio-Optimierung (EBITDA- und EBIT-Effekt: +186,1 Mio. €); 2015 ohne Effekte aus dem Verkauf der Goldbach Aktien sowie dem Teilverkauf von virtual minds Anteilen (EBITDA- und EBIT-Effekt: +14,0 Mio. €)

Finanzlage im Konzern

Dank der positiven Ergebnisentwicklung stieg der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit deutlich von 380,6 Mio. € im Vorjahr auf 554,5 Mio. € im Geschäftsjahr 2015.

Die Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit stiegen ebenfalls deutlich auf 775,9 Mio. € (Vorjahr: 118,3 Mio. €). Ursächlich hierfür waren auch unterschiedliche Steuereffekte in den Geschäftsjahren 2014 und 2015. Im Geschäftsjahr 2014 wirkte sich eine im Rahmen der Unternehmensumstrukturierung angefallene Kapitalertragssteuerzahlung in Höhe von 335,7 Mio. € negativ auf die Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit aus. Im Geschäftsjahr 2015 hingegen wirkte sich die Rückerstattung dieser Kapitalertragssteuerzahlung sowie - gegenläufig - eine weitere Kapitalertragssteuerzahlung mit insgesamt 242,7 Mio. € (netto) positiv auf die Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit aus. Ohne Berücksichtigung dieser gegenläufigen Steuereffekte stiegen die Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit von 454,0 Mio. € auf 533,2 Mio. €.

Der Cashflow aus dem Investitionsbereich weist im Berichtszeitraum Nettoauszahlungen in Höhe von 766,0 Mio. € (Vorjahr: 1.349,8 Mio. €) aus. Diese resultieren im Wesentlichen aus Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 140,4 Mio. € (Vorjahr: 72,3 Mio. €), aus Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 154,5 Mio. € (Übernahme von home.pl), aus Auszahlungen für Investitionen in sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 93,9 Mio. € (insbesondere für die Aufstockung der Anteile an Rocket Internet im Rahmen der Kapitalerhöhung dieser Gesellschaft) sowie aus Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen in Höhe von 417,8 Mio. € (insbesondere für die Beteiligung an Drillisch). Gegenläufig wirkten sich Einzahlungen aus der Veräußerung von at-equity bilanzierten Unternehmen in Höhe von 13,3 Mio. € (aus dem Teilverkauf von Anteilen an virtual minds) sowie Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 18,2 Mio. € (insbesondere aus dem Verkauf der Anteile an Goldbach) aus. Der Cashflow aus dem Investitionsbereich des Vorjahres war - neben den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - im Wesentlichen geprägt durch Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 942,2 Mio. € (Versatel-Übernahme), durch Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen in Höhe von 23,1 Mio. € (Beteiligung an ePages und überall sowie Beteiligungen über den Global Founders Capital Nr. 1) sowie durch Investitionen in sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 334,7 Mio. € (insbesondere für die Beteiligung an Rocket Internet).

Der Free Cashflow, definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, stieg aufgrund der Kapitalertragssteuerzahlung im Vorjahr bzw. einer Kapitalertragssteuerrückerstattung (netto) im Geschäftsjahr 2015 von 50,9 Mio. € auf 643,2 Mio. €. Um die Kapitalertragssteuer bereinigt stieg der Free Cashflow im Geschäftsjahr 2015 von 386,6 Mio. € auf 400,5 Mio. €.

Bestimmend im Cashflow aus dem Finanzierungsbereich waren im Geschäftsjahr 2015 die Netto-Aufnahme von Krediten in Höhe von 161,4 Mio. € sowie - gegenläufig - die Tilgung von Finanzierungsleasingverbindlichkeiten in Höhe von 15,7 Mio. € sowie die Dividendenzahlung in Höhe von 122,3 Mio. €. Der Cashflow aus dem Finanzierungsbereich des Vorjahres wurde insbesondere geprägt durch den Nettoerlös aus der Kapitalerhöhung im September 2014 in Höhe von 348,3 Mio. €, die Netto-Aufnahme von Krediten in Höhe von 1.034,0 Mio. € sowie -gegenläufig - durch den Erwerb eigener Aktien in Höhe von 38,8 Mio. €, durch die Tilgung von Finanzierungsleasingverbindlichkeiten in Höhe von 3,9 Mio. €, durch die Dividendenzahlung in Höhe von 77,3 Mio. € sowie den Erwerb weiterer Anteile an verbundenen Unternehmen (Sedo Holding, united-domains) in Höhe von 20,0 Mio. €.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf 84,3 Mio. € - nach 50,8 Mio. € zum Vorjahresstichtag.

Historische Entwicklung wesentlicher Cashflow-Kennzahlen (in Mio. €)

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2011 2012 2013 2014 2015
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 211,9 214,1 280,1 380,6 554,5
Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit 194,8 260,5 268,3 454,0(1) 533,2(1)
Cashflow aus dem Investitionsbereich 2,0 1,9 -207,8 -1.349,8 766,0
Free Cashflow(2) 142,3 204,7 211,6 386,6(1) 400,5(1)
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich -228,0 -284,4 -59,2 1.240,9 23,1
Zahlungsmittel zum 31. Dezember 64,9 42,8 42,8 50,8 84,3

(1) Ohne Berücksichtigung der stichtagsbedingten Kapitalertragssteuerzahlung in Höhe von 335,7 Mio. € (2014) bzw. einer Kapitalertragssteuerrückerstattung (netto) in Höhe von 242,7 Mio. € (2015)
(2) Free Cashflow ist definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Vermögenslage im Konzern

Die Bilanzsumme im Konzern stieg von 3.673,4 Mio. € per 31. Dezember 2014 auf 3.877.6 Mio. € zum 31. Dezember 2015.

Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich von 744,1 Mio. € per 31. Dezember 2014 auf 564,9 Mio. € zum 31. Dezember 2015. Dabei stieg der in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesene Bestand an liquiden Mitteln von 50,8 Mio. € auf 84,3 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt und infolge der Geschäftsausweitung von 193,1 Mio. € auf 218,1 Mio. €. Gleiches gilt für die abgegrenzten Aufwendungen, die von 66,6 Mio. € auf 82,6 Mio. € anstiegen. Die sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich (insbesondere infolge einer im März 2015 erfolgten Kapitalertragssteuerrückerstattung) von 377,5 Mio. € auf 114,6 Mio. € und bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegen das Finanzamt.

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen von 2.929,3 Mio. € per 31. Dezember 2014 auf 3.312.7 Mio. € zum 31. Dezember 2015. Innerhalb der Positionen Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte standen Zugängen in Höhe von 149,8 Mio. € (im Wesentlichen für Betriebsausstattung und Software) Abschreibungen in Höhe von 215,5 Mio. € gegenüber. Gegenläufig wirkten sich in beiden Positionen Zugänge aus der Übernahme von home.pl aus. Die Firmenwerte stiegen von 977,0 Mio. € auf 1.137,8 Mio. € (insbesondere durch die home.pl-Übernahme). Die Anteile an assoziierten Unternehmen stiegen deutlich (insbesondere infolge der Drillisch-Beteiligung) von 34,9 Mio. € auf 468,4 Mio. €. Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich -durch den Verkauf der Goldbach-Anteile sowie die Folgebewertung der börsennotierten Anteile an Rocket, Hi-Media und Hipay zum 31. Dezember 2015 - von 695,3 Mio. € auf 449,0 Mio. €. Die abgegrenzten Aufwendungen, die im Wesentlichen aus geleisteten Vorauszahlungen im Rahmen langfristiger Einkaufsverträge resultieren, stiegen von 37,1 Mio. € auf 102,4 Mio. €.

Die kurzfristigen Schulden stiegen von 887,6 Mio. € per 31. Dezember 2014 auf 969,0 Mio. € zum 31. Dezember 2015. Dabei stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt und infolge der Geschäftsausweitung von 356,1 Mio. € auf 395,9 Mio. €. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten blieben mit 29,3 Mio. € nahezu unverändert (Vorjahr: 30,1 Mio. €). Die Ertragssteuerschulden reduzierten sich von 139,2 Mio. € auf 129,6 Mio. €. Die erhaltenen Anzahlungen sowie die abgegrenzten Erlöse stiegen infolge der Geschäftsausweitung von 11,8 Mio. € auf 15,1 Mio. € bzw. von 210,6 Mio. € auf 233,0 Mio. € an. Der Anstieg der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten von 94,8 Mio. € auf 105,4 Mio. € ist überwiegend stichtagsbedingt und auf die Geschäftsausweitung zurückzuführen.

Die langfristigen Schulden sind von 1.581,1 Mio. € per 31. Dezember 2014 auf 1.758,9 Mio. € zum 31. Dezember 2015 angestiegen. Dabei stiegen die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (trotz der Aufstockung der Rocket-Anteile, der Drillisch-Beteiligung sowie der home.pl-Übernahme) nur moderat von 1.343,9 Mio. € auf 1.507,2 Mio. €. Die latenten Steuerschulden stiegen von 73,6 Mio. € auf 89,1 Mio. €.

Das Eigenkapital im Konzern reduzierte sich - trotz der erfolgreichen Geschäftsentwicklung -insbesondere aufgrund der Neubewertungsrücklage für die börsennotierten Beteiligungen von United Internet (-96,0 Mio. €; Vorjahr: +216,7 Mio. €) von 1.204,7 Mio. € per 31. Dezember 2014 auf 1.149,8 Mio. € zum 31. Dezember 2015. Die Eigenkapitalquote sank entsprechend von 32,8 % auf 29,7 %. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 hielt United Internet 917.859 Stück eigene Aktien (31. Dezember 2014: 1.232.338 Stück eigene Aktien).

Die Netto-Bankverbindlichkeiten (d. h. der Saldo aus Bankverbindlichkeiten und liquiden Mitteln) stiegen trotz der oben genannten M&A-Aktivitäten nur moderat von 1.323,2 Mio. € per 31. Dezember 2014 auf 1.452,2 Mio. € zum 31. Dezember 2015.

Entwicklung der relativen Verschuldung

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2011 2012 2013 2014(1) 2015
Netto-Bankverbindlichkeiten(2) / EBITDA 1,26 0,75 0,73 1,79 1,88
Netto-Bankverbindlichkeiten(2) / Free Cashflow(3) 3,23 1,26 1,40 3,42 3,63

(1) 2014: Anstieg der Netto-Bankverbindlichkeiten, insbesondere durch Versatel-Übernahme, Rocket-Beteiligung und die stichtagsbedingte Kapitalertragssteuerzahlung
(2) Netto-Bankverbindlichkeiten = Saldo aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und liquiden Mittel
(3) Free Cashflow = Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen; Free Cashflow 2014 und 2015 ohne Berücksichtigung der stichtagsbedingten Kapitalertragssteuerzahlung in Höhe von 335,7 Mio. € (2014) bzw. einer Kapitalertragssteuerrückerstattung (netto) in Höhe von 242,7 Mio. € (2015)

Weitere Angaben zu Zielsetzung und Methoden des Finanzrisiko-Managements im Konzern finden sich auch im Konzernanhang unter Punkt 41.

Historische Entwicklung wesentlicher Bilanzpositionen(in Mio. €)

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2011 2012 2013 2014 2015
Bilanzsumme 1.187,0 1.107,7 1.270,3 3.673,4 3.877,6
Liquide Mittel 64,9 42,8 42,8 50,8 84,3
Anteile an assoziierten Unternehmen 33,6 90,9(1) 115,3 34,9(1)  
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 102,6 70,1 47,6 695,3(2) 449,0
Sachanlagen 110,9 109,2 116,2 689,3(3) 665,2
Immaterielle Vermögenswerte 187,4 151,8 165,1 385,5(3) 344,0
Firmenwerte 401,3 356,2(4) 452,8(4) 977,0(4) 1.137,8(4)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 524,6 300,3(5) 340,0 1.374,0(5) 1.536,5(5)
Grundkapital 215,0 215,0 194,0(6) 205,0(6) 205,0
Eigene Anteile 270,8 263,6 5,2(6) 35,3 26,3
Eigenkapital 154,8 198,1 307,9 1.204,7(7) 1.149,8
Eigenkapitalquote 13,0 % 17,9 % 24,2 % 32,8 % 29,7 %

(1) Rückkauf der Versatel-Anteile über Versatel-Obergesellschaft (2012); Rückgang durch Einbringung GFC- bzw. EFF-Fonds in Rocket und Komplettübernahme von Versatel (2014); Anstieg durch Beteiligung an Drillisch (2015)
(2) Anstieg durch Beteiligung an Rocket (2014), Rückgang durch Verkauf Goldbach-Anteile und Folgebewertung von Anteilen an börsennotierten Unternehmen (2015)
(3) Anstieg durch Komplettübernahme von Versatel (2014)
(4) Rückgang durch Wertminderungen bei der Sedo Holding (2012); Anstieg durch Arsys-Übernahme (2013); Anstieg durch Komplettübernahme von Versatel (2014); Anstieg durch Üernahme von home.pl
(5) Rückgang durch Rückzahlung von Krediten (2012); Anstieg durch Rocket-Beteiligung und Versatel-Übernahme (2014); Anstieg durch Aufstockung der Rocket-Anteile, Drillisch-Beteiligung sowie home.pl-Übernahme
(6) Rückgang durch Aktieneinzüge (2013); Anstieg durch Kapitalerhöhung (2014)
(7) Anstieg durch Kapitalerhöhung (2014)

Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den wichtigsten Zielländern der United Internet Gruppe haben sich im Berichtszeitraum sehr unterschiedlich entwickelt. Während die wirtschaftliche Entwicklung in den nordamerikanischen Zielländern (USA, Kanada und Mexiko) sowie in Großbritannien hinter den ursprünglichen Erwartungen des IWF zurückblieben, konnten die Zielländer im Euro-Raum (Frankreich, Spanien, Italien) die Erwartungen übertreffen. Der aus United Internet Sicht wichtigste Markt, Deutschland, hat sich im Rahmen der Erwartungen entwickelt.

Trotz der unterschiedlich ausgefallenen wirtschaftlichen Entwicklung in den Zielländern hat sich United Internet mit einem Zuwachs um 1,19 Mio. Kundenverträge auf 15,97 Mio., einem Umsatzwachstum um 21,2 % auf 3,716 Mrd. € sowie einer EBITDA-Steigerung um 39,8 % auf 771,2 Mio. € (inklusive der Verkaufserlöse aus dem Verkauf der Goldbach Aktien sowie dem Teilverkauf von virtual minds Anteilen) auch im Geschäftsjahr 2015 dynamisch weiterentwickelt. Mit den im Geschäftsjahr 2015 erreichten Meilensteinen bei Kundenverträgen, Umsatz und Ergebniskennzahlen wurden die ursprünglichen und auch die unterjährig erhöhten Prognosen erreicht und teilweise deutlich übertroffen. Besonders erwähnenswert ist dabei, dass die Ergebniskennzahlen trotz des gegenüber der ursprünglichen Prognose deutlich stärkeren Kundenwachstums und den damit verbundenen höheren Aufwendungen erreicht werden konnten.

Parallel dazu hat die Gesellschaft wieder stark den Ausbau der bestehenden Kundenverhältnisse sowie in neue Geschäftsfelder investiert und damit die Basis für künftiges Wachstum geschaffen. Neben diesen operativen Weichenstellungen hat sich United Internet durch die Übernahme von home.pl sowie die strategische Beteiligung an Drillisch zusätzliche Möglichkeiten erschlossen.

Diese deutlich bessere Entwicklung im Vergleich zum volkswirtschaftlichen Trend zeigt die Vorteile des Geschäftsmodells von United Internet, das überwiegend auf elektronischen Abonnements basiert - mit festen monatlichen Beträgen sowie vertraglich festgelegten Laufzeiten. Dies sichert stabile und planbare Umsätze und Cashflows, bietet Schutz gegen konjunkturelle Einflüsse und eröffnet finanzielle Spielräume, um Chancen in neuen Geschäftsfeldern und neuen Märkten zu nutzen. Organisch oder durch Übernahmen.

Die Finanzlage der United Internet AG hat sich auch im Geschäftsjahr 2015 stark dargestellt. Der Free Cashflow lag mit 400,5 Mio. € unverändert auf einem hohen Niveau (Vorjahr: 386,6 Mio. €). Darin zeigt sich unverändert die sehr gute Cash-Generierung der Unternehmensgruppe bei einem gleichzeitig hohen und qualitativen Wachstum.

Die Veränderung der Vermögenslage im Konzern wurde insbesondere durch die Übernahme von home.pl. der Anteilsaufstockung bei Rocket sowie die Beteiligung an Drillisch geprägt.

Insgesamt sieht der Vorstand die United Internet Gruppe für die weitere Unternehmensentwicklung sehr gut aufgestellt, schätzt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage - vorbehaltlich eventueller Sondereffekte - positiv ein und blickt optimistisch in die Zukunft.

2.4 LAGE DER GESELLSCHAFT

Ertragslage der United Internet AG

Die Ertragslage der United Internet AG als reine Holding Gesellschaft ist vor allem durch das Beteiligungs- und Finanzergebnis geprägt. Aufgrund der im Vorjahr und im Berichtsjahr fortgeführten gesellschaftsrechtlichen Konzernreorganisation sind das Beteiligungsergebnis und die Ertragslage der Gesellschaft nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.

Der Umsatz der United Internet AG betrug im Berichtsjahr 1,4 Mio. € (Vorjahr: 6,3 Mio. €) und umfasste überwiegend für Konzerngesellschaften erbrachten Dienstleistungen. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr resultiert vor allem aus der Übertragung von zentralen Dienstleistungen aus der United Internet AG in die Tochtergesellschaft United Internet Corporate Services GmbH.

Der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2015 stieg auf 3,9 Mio. € (Vorjahr: 2,7 Mio. €). Bereinigt um Effekte aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen beliefen sich die Personalaufwendungen der Berichtsperiode auf 1,8 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Aufsichtsratsvergütungen und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. Insgesamt beliefen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 9,3 Mio. € (Vorjahr: 7,2 Mio. €).

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 80,4 Mio. € betrafen im Berichtsjahr die 1&1 Mail & Media Applications SE (vormals United Internet Mail & Media SE) (70,9 Mio. €) und die United Internet Ventures AG (9,5 Mio. €). Im Vorjahr betrugen die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit der 1&1 Internet AG (1.393,2 Mio. €), der 1&1 Telecommunication AG (118,6 Mio. €) sowie der UI Ventures AG (61,0 Mio. €) insgesamt 1.572,8 Mio. €. Die Gewinnabführung der 1&1 Internet AG im Vorjahr enthielt einen Sondereffekt aus einer Vorabausschüttung der 1&1 Telecom Holding GmbH in Höhe von 1.272,8 Mio. €. Nach Durchführung unterschiedlicher Konzernreorganisationsschritte im Berichtsjahr besteht zwischen der United Internet AG und der 1&1 Internet AG bzw. ihrer Rechtsnachfolgerin 1&1 Internet SE kein Ergebnisabführungsvertrag mehr.

Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von 15,1 Mio. € (Vorjahr: 5,7 Mio. €) umfassen im Wesentlichen den Ergebnisausgleich der United Internet Corporate Services GmbH (6,1 Mio. €) sowie der 1&1 Telecommunication SE, vormals 1&1 Telecommunication Holding SE (8,7 Mio. €).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Einzelabschluss belief sich auf 74.3 Mio. € (Vorjahr: 1.532,9 Mio. €).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 23,0 Mio. € (Vorjahr: 53.4 Mio. €) betreffen mit 29,8 Mio. € laufende Steuern des Jahres 2015, davon 15,1 Mio. € Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag und 14,7 Mio. € Gewerbesteuer. Gegenläufig wirkten sich periodenfremde Steuerträge mit 4,0 Mio. € sowie die Auflösung von passiven latenten Steuern mit 2,8 Mio. € aus.

Der Jahresüberschuss belief sich im Einzelabschluss auf 51,3 Mio. € (Vorjahr: 1.479,6 Mio. €). Insbesondere aufgrund des im Rahmen der Ergebnisabführung der 1&1 Internet AG im Vorjahr enthaltenen Beteiligungsertrages aus einer Vorabausschüttung der 1&1 Telecom Holding GmbH ist der Jahresüberschuss des Vorjahres nicht mit dem der Berichtsperiode vergleichbar.

Finanz- und Vermögenslage der United Internet AG

Die Bilanzsumme der Einzelgesellschaft sank von 4.514,6 Mio. € zum 31. Dezember 2014 auf 4.225,3 Mio. € zum 31. Dezember 2015.

Das Anlagevermögen der United Internet AG in Höhe von 2.993,0 Mio. € (Vorjahr: 2.251,9 Mio. €) ist im Wesentlichen geprägt durch die Finanzanlagen. Dabei stiegen die Anteile an verbundenen Unternehmen auf 1.558,3 Mio. € (Vorjahr: 1.214,5 Mio. €). Die Zugänge betrafen im Wesentlichen den Kauf der GMX & WEB.DE Mail & Media SE, Montabaur, die am 1. April 2015 von der Tochtergesellschaft 1&1 Internet AG zu einem Kaufpreis von 1.040,6 Mio. € erworben wurde. Die erworbene Gesellschaft wurde anschließend auf die bereits bestehende Tochtergesellschaft 1&1 Mail & Media Applications SE, Montabaur, verschmolzen. Zudem wurde im Berichtsjahr die 1&1 Internet SE, Montabaur, zu einem Kaufpreis von 0,1 Mio. € erworben, auf die im Berichtsjahr sowohl die 1&1 Internet AG als auch die 1&1 Internet Service Holding GmbH, beide mit Sitz in Montabaur, verschmolzen wurden. Gegenläufig in der Position Anteile an verbundenen Unternehmen wirkte sich eine Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn der 1&1 Internet SE, Montabaur, in Höhe von 697 Mio. € aus, die handelsbilanziell als Kapitalrückzahlung abgebildet wurde. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen stiegen auf 1.434.6 Mio. € (Vorjahr: 1.037,3 Mio. €). Ursächlich hierfür war im Wesentlichen eine konzerninterne Abtretungsvereinbarung über ein Darlehen in Höhe von 937 Mio. €, von dem im Geschäftsjahr 2015 bereits rund 540 Mio. € wieder getilgt wurden.

Das Umlaufvermögen der United Internet AG in Höhe von 1.232,3 Mio. € (Vorjahr: 2.262.7 Mio. €) ist im Wesentlichen geprägt durch Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände. Dabei reduzierten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf 1.134,4 Mio. € (Vorjahr: 1.886,1 Mio. €). Diese resultierten insbesondere aus Forderungen im Rahmen des Cash-Managements innerhalb der United Internet Gruppe, aus Forderungen aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der United Internet Ventures AG, Montabaur, sowie aus Forderungen aus Leistungsbeziehungen gegen die 1&1 Telecommunication SE (vormals 1&1 Telecommunication Holding SE), Montabaur. Die ebenfalls im Umlaufvermögen ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 89,9 Mio. € (Vorjahr: 366,7 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt.

Das Eigenkapital der United Internet AG in Höhe von 2.527,5 Mio. € (Vorjahr: 2.584,9 Mio. €) ist gekennzeichnet durch den Rückgang des Bilanzgewinns auf 1.351,9 Mio. € (Vorjahr: 1.422,8 Mio. €). In diesem Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 1.422,8 € enthalten, der sich infolge der im Geschäftsjahr 2015 ausgezahlten Dividende auf 1.300,5 Mio. € reduzierte. Die Eigenkapitalquote stieg infolge der reduzierten Bilanzsumme von 57,3 % im Vorjahr auf 59,8 % zum 31. Dezember 2015.

Bei den Rückstellungen der United Internet AG handelt es sich insbesondere um Steuerrückstellungen im Wesentlichen für Vorjahre in Höhe von 7,0 Mio. € (Vorjahr: 33,9 Mio. €) sowie sonstige Rückstellungen für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme, Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Tantiemen und Provisionen in Höhe von 18,5 Mio. € (Vorjahr: 23,7 Mio. €).

Die Verbindlichkeiten der United Internet AG sind insbesondere von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen im Geschäftsjahr 2015 - trotz Dividendenzahlung, Teilnahme an der Kapitalerhöhung der Rocket Internet SE und Beteiligung an der Drillisch AG - nur leicht auf 1.409,2 Mio. € (Vorjahr: 1.382,6 Mio. €). Die Bankverbindlichkeiten resultieren aus einem im August 2014 abgeschlossenen Konsortialkredit in Höhe von insgesamt 750 Mio. €, aus einem im November 2014 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen in Höhe von 600 Mio. € und einem revolvierenden Konsortialkredit in Höhe von 810 Mio. € (Vorjahr 600 Mio. €), der am Bilanzstichtag mit 30 Mio. € in Anspruch genommen war. Zusätzlich wurde eine Kontokorrentkreditlinie in Höhe von 28,0 Mio. in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken auf 242,3 Mio. € (Vorjahr: 466,5 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Salden im Rahmen des Cash-Managements innerhalb der United Internet Gruppe (203,0 Mio. €), aus Leistungsbeziehungen (11,7 Mio. €), aus geschlossenen Gewinnabführungsverträgen (15,1 Mio. €) sowie aus einem langfristigen Darlehen mit einem Konzernunternehmen (12,5 Mio. €).

Der Cashflow im Einzelabschluss der Gesellschaft ist geprägt durch Zahlungsmittelzuflüsse aus den Gewinnabführungsverträgen sowie der Aufnahme zusätzlicher Finanzverbindlichkeiten. Gegenläufig wirkte sich im Finanzierungsbereich die im Geschäftsjahr 2015 gezahlte Dividende aus. Weitere Angaben dazu finden sich im Anhang des Einzelabschlusses.

Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage der United Internet AG

Die wirtschaftliche Lage der United Internet AG auf Ebene des Einzelabschlusses ist aufgrund ihrer Rolle als Holding-Gesellschaft im Wesentlichen durch das Beteiligungsergebnis beeinflusst. Zentrale Treiber waren die Ergebnisabführungen der 1&1 Mail & Media Applications SE sowie der United Internet Ventures AG. Insofern gilt die Gesamtaussage des Vorstandes zur wirtschaftlichen Lage im Konzern qualitativ auch für die United Internet AG selbst.

2.5 WESENTLICHE NICHT-FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Unternehmerisches Handeln ist nach dem Selbstverständnis der United Internet AG nicht ausschließlich auf die Verfolgung und Umsetzung wirtschaftlicher Ziele beschränkt, sondern beinhaltet darüber hinaus auch eine Verpflichtung und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt. Dieser Verantwortung stellt sich United Internet in verschiedener Weise. Die wichtigsten Aspekte sind in den folgenden Abschnitten zusammengefasst.

Nachhaltige Geschäftspolitik

United Internet fühlt sich einer nachhaltigen Geschäftspolitik verpflichtet. Diese Nachhaltigkeit zeigt sich insbesondere durch hohe Investitionen in Kundenbeziehungen, in Servicequalität, Kundenbindung und Kundenzufriedenheit, in Produkt- und Netzqualität sowie in Sicherheit und Datenschutz - und damit auch in nachhaltiges Wachstum.

Kundenwachstum

Auch im Geschäftsjahr 2015 hat United Internet wieder stark in das Kundenwachstum investiert und konnte organisch um 0,93 Mio. Verträge zulegen. Inklusive der Verträge aus der home.pl-Übernahme (+340.000) sowie gegenläufig der in der Segmentberichterstattung beschriebenen einmaligen Vertragsbereinigung bei Business Applications (-80.000) stiegen die Kundenverträge im Geschäftsjahr 2015 um 1,19 Mio. auf 15,97 Mio. Verträge.

Neben diesen kostenpflichtigen Verträgen betreibt United Internet in ihren Rechenzentren auch 33,15 Mio. aktive Free-Accounts (Vorjahr: 32,12 Mio.), die über Werbung refinanziert werden.

Insgesamt managt United Internet damit 49,12 Mio. Kunden-Accounts (Vorjahr: 46,90 Mio.) weltweit.

Entwicklung der Kundenbeziehungen (in Mio.)

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2011(1) 2012 2013(2) 2014(3) 2015(4)
Wachstum "kostenpflichtige Verträge" + 0,91 + 1,18 + 1,41 + 1,33 + 1,19
Wachstum "Free-Accounts" + 2,80 + 1,00 - 0,05 + 0,61 + 1,03
Wachstum "Accounts insgesamt" + 3,71 + 2,18 + 1,36 + 1,94 + 2,22

(1) Inkl. 1,50 Mio. Free-Accounts aus der Üernahme von mail.com
(2) Inkl. 0,33 Mio. kostenpflichtige Verträge aus der Übernahme von Arsys
(3) Inkl. 0,42 Mio. kostenpflichtige Verträge aus der Übernahme von Versatel
(4) Inkl. 0,34 Mio. kostenpflichtige Verträge aus der Übernahme von home.pl sowie gegenläufig 0,08 Mio. Vertragsbereinigung

Servicequalität, Kundenbindung und Kundenzufriedenheit

Auch auf Ebene der Servicequalität und somit bei Kundenbindung und Kundenzufriedenheit wurde seit dem Start der DSL-Qualitätsoffensive im Jahr 2009 mit der Einführung des 1&1 Prinzips im Jahr 2012 sowie dessen internationalem Rollout im Jahr 2013 viel investiert.

Mit dem 1&1 Prinzip gibt die United Internet Marke 1&1 ihren Kunden fünf klare, produktspezifische Leistungsversprechen. Dazu zählen z. B. eine einmonatige Testphase und eine hochverfügbare Experten-Hotline sowie - bei DSL- und Mobilfunk-Produkten - eine Auslieferung der Hardware innerhalb eines Tages oder ein Vor-Ort-Austausch defekter Geräte am nächsten Tag oder - bei Cloud-Produkten - ein monatliches Produkt Up- oder Downgrade oder eine Georedundanz für maximale Datensicherheit.

Dass diese Maßnahmen wirken, zeigen auch die Testsiege der jüngeren Vergangenheit.

So konnte sich die Marke 1&1 beispielsweise im September 2015 im Service-Hotline-Test des Computermagazins CHIP sowohl in der Kategorie "Mobilfunkanbieter" als auch im Bereich "Festnetz & Internet" den Spitzenplatz sichern. CHIP hatte die Kundenservice-Hotlines großer Dienstleister aus insgesamt zwölf Branchen getestet.

In der Kategorie "Mobilfunkanbieter" konnte 1&1 insbesondere in den Bereichen Hotline-Erreichbarkeit (98 von 100 Punkten), Wartezeit (94 von 100 Punkten) und Service (93 von 100 Punkten) überzeugen. Die Gesamtbewertung lag bei 93,8 von 100 Punkten.

In der Kategorie "Festnetz & DSL" konnte 1&1 ebenfalls gewinnen und in drei von vier Testkategorien die Note "Spitzenklasse" erreichen. Hier gab es im Bereich Hotline-Erreichbarkeit 94 von 100 Punkten, für den Service 91 von 100 Punkten und für die Wartezeit sogar die volle Punktzahl von 100 Punkten. Die Gesamtbewertung lag bei 94,5 Punkten.

Produkt- und Netzqualität

Neben der Servicequalität hat United Internet in den letzten Jahren auch stark in die Qualität von Netzen und Produkten investiert. Den Erfolg dieser Investitionen dokumentiert auch der Testsieg der Marke 1&1 im renommierten Festnetztest der Zeitschrift connect (August 2015). In diesem Test ist 1&1 als einziger Anbieter mit der Note sehr gut ausgezeichnet worden. 1&1 konnte dabei in allen Teilkategorien des Tests mit Bestwertung überzeugen. connect, Europas größtes Fachmagazin für Telekommunikation, untersuchte in diesem Test die Kategorien "Sprache", "Internet", "Web-Services" und "Web-TV" an Testanschlüssen von sechs bundesweit und drei regional tätigen Anbietern.

Erstmals im Festnetztest berücksichtigte connect auch die Leistung bei so genannten "Web-TV"-Diensten. Damit sind neben Video-on-Demand Anbietern auch Video-Plattformen wie YouTube gemeint. Neben der Bild- und Tonqualität beim Streaming werden auch die Wartezeiten beim Puffern der Daten vor Videostart gewertet. Auch hier konnte 1&1 überzeugen: An den Testanschlüssen von 1&1 starten Videos am schnellsten.

Der Festnetztest wurde im Auftrag der Zeitschrift connect durch die zafaco GmbH durchgeführt. Hierzu wurden an den Testanschlüssen aller beteiligten Anbieter in einem Zeitraum von vier Wochen rund 1,7 Mio. Messungen durchgeführt. Die Testanschlüsse initiierten dabei automatisch Sprach- und Datenübertragungen.

Sicherheit und Datenschutz

Mit der im Jahr 2013 gestarteten Initiative "E-Mail made in Germany" (in Kooperation und im Verbund mit der Deutschen Telekom und freenet) bietet United Internet ihren Kunden bei ihrer E-Mail-Kommunikation auch hohe Standards in Sachen Sicherheit und Datenschutz. Dazu gehören eine verschlüsselte Übertragung aller E-Mails auf allen Übertragungswegen des Verbunds, die Verarbeitung und Speicherung aller Daten in Deutschland nach deutschem Datenschutz sowie die Kennzeichnung sicherer E-Mail-Adressen im Rahmen der E-Mail-Anwendungen.

Seit dem 29. April 2014 werden im Verbund "E-Mail made in Germany" ausschließlich in Deutschland zertifizierte SSL-Schlüssel eingesetzt und alle Übertragungswege komplett verschlüsselt.

Als wichtige Ergänzung des Sicherheitsstandards "E-Mail made in Germany" haben die United Internet E-Mail-Dienste GMX und WEB.DE in 2015 eine auf dem weltweit anerkannten Standard "Pretty Good Privacy" (PGP) basierende Verschlüsselungslösung entwickelt. Die neue Sicherheitsstufe für E-Mail funktioniert auf allen gängigen Endgeräten, steht allen Kunden der E-Mail-Dienste kostenlos zur Verfügung und ist kompatibel zu allen bisherigen PGP-Anwendungen.

Der neue Ansatz löst die 3 Grundprobleme, die es bisher beim Einsatz von Ende-zu-Ende Verschlüsselung für den Nutzer gab und die Verbreitung stark beschränkten: Einrichtung von PGP, Austausch der Schlüssel und Hilfe bei Verlust des Schlüssels.

Bei GMX und WEB.DE führt ein Einrichtungsassistent den Anwender in wenigen Schritten zum Versand seiner ersten verschlüsselten E-Mail. Nach Installation der Browser-Erweiterung wird automatisch der für PGP erforderliche private und öffentliche Schlüssel erzeugt, der jedem Nutzer eindeutig zugeordnet ist. E-Mails an einen Empfänger werden mit dessen öffentlichem Schlüssel verschlüsselt und können dann mithilfe seines geheimen privaten Schlüssels nur von ihm selbst entschlüsselt werden.

Mit ihrem internen Public-Key-Verzeichnis bieten GMX und WEB.DE eine Lösung für ein bisher ungelöstes PGP-Problem: Wie kommt man sicher an die öffentlichen Schlüssel der anderen, und wie stellt man sicher, dass es auch die richtigen sind? Alle mit der BrowserErweiterung erzeugten öffentlichen Schlüssel werden in einem von GMX und WEB.DE gepflegten Verzeichnis abgelegt. Mit Hilfe einer Signatur stellen die E-Mail-Anbieter sicher, dass die Schlüssel im Verzeichnis zu den jeweiligen Accounts passen. Die entsprechenden privaten Schlüssel kennt nur der Nutzer.

Durch die einfache Übertragung der Schlüssel zwischen den Endgeräten kann der Nutzer seinen privaten Schlüssel sehr schnell auch auf sein Smartphone laden, so dass er ihn im Falle des Verlustes über eines der Geräte wiederherstellen kann.

Mitarbeiter

Die Internet Branche zeichnet sich durch eine hohe Dynamik, kurze Innovationszyklen und globale Vernetzung aus. Diesen Herausforderungen stellt sich die United Internet AG seit vielen Jahren mit großem Erfolg. Einer der Schüsselfaktoren für den Erfolg und das Wachstum der United Internet AG stellen die engagierten und kompetenten und gleichzeitig unternehmerisch denkenden und eigenverantwortlich handelnden Mitarbeiter und Führungskräfte der Gesellschaft dar. Das Unternehmen legt deshalb großen Wert auf eine nachhaltige und ausgewogene Strategie über alle Aspekte des Personalbereichs: Von der Mitarbeitergewinnung, einem zielgruppengerechten Angebot von Einstiegs- und Ausbildungsformaten, funktionsadäquaten Qualifizierungsangeboten, der Begleitung auf individuellen Karrierepfaden, bis hin zur nachhaltigen Führungskräfteentwicklung und Bindung der Potenzial-und Leistungsträger.

Die United Internet AG ist auch 2015 wieder anerkannter Top Arbeitgeber. Basierend auf einer unabhängigen Studie des "Top Employers Institut" wurde United Internet, wie schon in den vergangenen Jahren, die Auszeichnung als "TOP Arbeitgeber Deutschland" verliehen. Die Zertifizierung wird an Unternehmen vergeben, die ihren Mitarbeitern attraktive Arbeitsbedingungen bieten. Die Bewertungen erfolgen zu Karrieremöglichkeiten, Arbeitgeberleistungen, Arbeitsbedingungen, Fortbildung und Entwicklungsmöglichkeiten sowie der Unternehmenskultur.

Personalbestand und Kennzahlen

Im stark umkämpften Markt um Fachkräfte im IT-Sektor, ist es United Internet erneut gelungen, Schlüsselpositionen mit Top Kräften zu besetzen und damit der Geschäftsausweitung gerecht zu werden. Neben einem zielgruppengerechten Arbeitgebermarketing, Kooperationen mit Aus- und Weiterbildungsträgern und dem positiven Abstrahleffekt der Produktmarken auf Kandidaten, steht ein kandidatenfreundlicher, wettbewerbsfähiger Akquise- und Auswahlprozess im Bereich Recruiting und durch die Führungskräfte im Mittelpunkt der erfolgreichen Personalgewinnung.

Infolge der Geschäftsausweitung entwickelte sich der Personalbestand auch im Geschäftsjahr 2015 positiv. Konkret stieg die Anzahl der Mitarbeiter um 5,2 % bzw. 407 Mitarbeiter auf 8.239 (Vorjahr: 7.832). Die Übernahme von home.pl trug mit 262 Mitarbeitern zum Personalaufbau bei.

Dabei waren 3.142 Mitarbeiter im Segment "Access" (Vorjahr: 2.965) tätig, 4.945 im Segment "Applications" (Vorjahr: 4.829) und 152 Mitarbeiter im Bereich "Zentrale" (Vorjahr: 38). Der starke Anstieg der Mitarbeiter im Bereich "Zentrale" resultiert aus dem Transfer von Mitarbeitern aus den Segmenten, die bereits in der Vergangenheit zentrale Funktionen wahrgenommen haben.

Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland stieg um 5,4 % auf 6.502 zum 31. Dezember 2015 (Vorjahr 6.168). In den ausländischen Gesellschaften stieg die Anzahl der Beschäftigten um 4,4 % auf 1.737 (Vorjahr: 1.664) an.

Entwicklung der Mitarbeiterzahl (nach Segmenten sowie Inland / Ausland)

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2011 2012 2013(1) 2014 2015 Veränderung zu 2014
Mitarbeiter, gesamt 5.593 6.254 6.723 7.832 8.239 + 5,2 %
davon Inland 4.375 4.904 5.080 6.168 6.502 + 5,4 %
davon Ausland 1.218 1.350 1.643 1.664 1.737 + 4,4 %
Segment Access 1.794 1.928 2.025 2.965 3.142 + 6,0 %
Segment Applications 3.771 4.292 4.664 4.829 4.945 + 2,4 %
Zentrale 28 34 34 38 152  

(1) Zum 30. Juni 2014 wurden die Mitarbeiterstatistiken der United Internet AG umgestellt und weisen nur noch aktive Mitarbeiter aus. Die Vergleichszahlen zum 31. Dezember 2013 wurden rückwirkend angepasst.

Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr 2015 auf 429,7 Mio. € (Vorjahr: 351,7 Mio. €). Die Personalaufwandsquote blieb mit 11,6 % nahezu unverändert (Vorjahr: 11,5 %).

Entwicklung des Personalaufwands (in Mio. €)

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2011 2012 2013 2014 2015 Veränderung zu 2014
Personalaufwand 230,1 275,1 306,1 351,7 429,7 + 22,2 %
Personalaufwandsquote 11,0 % 11,5 % 11,5 % 11,5 % 11,6 %  

Der Umsatz pro Mitarbeiter bezogen auf die Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt betrug für das Geschäftsjahr 2015 ca. 461 Tsd. € (Vorjahr: ca. 421 Tsd. €).

Gezielte Mitarbeiterförderung und Weiterentwicklung

Um mit neuen Technologien, kompetitiven Ideen und Markttrends Schritt zu halten oder gar vorweggehen zu können, bedarf es einer kontinuierlichen Entwicklung der Mitarbeiter. Das Wissen zu bündeln und zu binden, erfordert eine nachhaltige Beschäftigung damit, Anforderungen des Unternehmens und des Markts an die Funktionen mit den individuellen Karrierezielen der Mitarbeiter in Einklang zu bringen und Perspektiven zu bieten.

Die Gesellschaft legt großen Wert darauf, den Mitarbeitern an allen Standorten, egal welcher Bereiche und Funktionen, die gleichen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zu geben. Deshalb wurde bereits früh ein übergreifender, transparenter Rahmen für die Personalentwicklung definiert. Das Angebot umfasst einheitliche Programme und Fördermaßnahmen, ebenso wie funktionsadäquate, auf den Mitarbeiter und dessen Kompetenzprofil zugeschnittene Angebote. Konkret bedeutet dies, eine sukzessive Verantwortungsübernahme und Kompetenzerweiterung innerhalb der Funktion - vom Einsteiger bis zum Spezialisten. Dabei werden die Mitarbeiter im Arbeitsalltag ("on the job") sowie durch gezielte Trainingsmaßnahmen begleitet. Neben dem vertikalen Entwicklungspfad sind auch horizontale Entwicklungen in eine andere Funktion möglich. Daneben erlaubt die Durchlässigkeit in der Organisation einen Wechsel zwischen den Produkten oder Segmenten und ermöglicht so eine interdisziplinäre Weiterentwicklung der Mitarbeiter.

Für Mitarbeiter, die nach Erreichen der höchsten Kompetenzstufe in einer Funktion, dem sogenannten "Senior-Level", gerne weiter Verantwortung für ein Spezial-Thema oder in einer Führungsrolle übernehmen möchten, bietet die Gesellschaft zwei Laufbahnmodelle an: die "Führungslaufbahn" und die "Expertenlaufbahn". Während die Mitarbeiter in der "Führungslaufbahn" schrittweise Personalverantwortung übernehmen, verfügen die "Experten" über hohes Fachwissen. Sie haben keine disziplinarische Führungsverantwortung, sondern sind wichtige Leistungs- / Know-how-Träger und Berater zu strategischen Fragestellungen in ihrem speziellen Fachgebiet und wirken als Multiplikatoren für ihr Wissen in- und außerhalb der Gesellschaft. Sowohl die Führungs- als auch die Expertenlaufbahn ist "durchlässig", d. h. auch hier ist eine horizontale Bewegung möglich und ein Experte kann sich zur Führungskraft entwickeln und umgekehrt.

Potenzial und Leistung frühzeitig entdecken und gezielt fördern

Mittels Nachwuchsförderprogrammen, wie 1&1 Graduate oder Master+, fördert United Internet frühzeitig junge Talente, die gerade ihr Studium abgeschlossen haben. Als Hauptziel wird dabei die nachhaltige Gewinnung und Ausbildung von zukünftigen Führungs- und Fachkräften aus den eigenen Reihen angestrebt.

Für besonders leistungsstarke Mitarbeiter und Potenzialträger aus allen Bereichen des Unternehmens werden weitere Förderprogramme angeboten. Darin werden diese Mitarbeiter strukturiert durch individuelle Entwicklungs- und Trainingspläne begleitet, um sie für ihre künftigen persönlichen Herausforderungen und die des Unternehmens vorzubereiten (MyWay+ für Mitarbeiter und 1&1 MOVE für Führungskräfte und Experten).

Fachtrainings von Kollegen für Kollegen

Eine besondere Initiative, die in Kooperation von Personalentwicklung und Kollegen aus dem Fachbereich getrieben wird, ist der TEC Campus, der sich mittlerweile im zweiten, sehr erfolgreichen Jahr befindet. Der TEC Campus ist die Plattform für die fachliche Weiterbildung von Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich "Technik und Entwicklung". Ziel ist es, durch interne Wissensweitergabe sowie gezielte, bedarfsgerechte Trainings das Know-how der Mitarbeiter zu verbreitern, zu vernetzen und neue Technologien frühzeitig aufzugreifen.

Auch dank der beschriebenen Förderprogramme konnten im Geschäftsjahr 2015 innerhalb der United Internet Gruppe 69 % der Führungspositionen intern besetzt werden.

Ausbildung mit hohem Stellenwert

Auch die berufliche Erstausbildung hat innerhalb der United Internet Gruppe einen hohen Stellenwert. Die Gesellschaft bildet Nachwuchskräfte selbst aus und ermöglicht jungen Menschen einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Zurzeit werden in den kaufmännischen und technischen Berufen Fachinformatiker (Anwendungsentwicklung / Systemintegration), IT-Systemkaufleute, Kaufleute für Dialogmarketing, Kaufleute für Marketingkommunikation sowie Kaufleute für Büromanagement ausgebildet. In Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) bietet United Internet an den Hochschulstandorten Karlsruhe und Mannheim Studiengänge in den Bereichen Angewandte Informatik, Wirtschaftsinformatik, BWL / Accounting & Controlling und BWL / Dienstleistungsmarketing an.

Alle Teilnehmer durchlaufen während ihrer dreijährigen Ausbildung oder ihres DHBW-Studiums ein breites Spektrum unterschiedlicher Fachabteilungen im Unternehmen. Während ihrer Einsätze dort werden sie voll in die Teams integriert und weitgehend in die Tagesabläufe eingebunden. Als besonders erfolgreich erweisen sich die Lehrwerkstätten an den Standorten in Karlsruhe und Montabaur. Hier verbringen vor allem die Auszubildenden in den technischen Berufen einen Teil ihrer Ausbildungszeit, um sich die für ihren späteren Einsatz nötigen fachlichen Grundlagen zu erarbeiten. Neben dem Vermitteln von Fach- und Methodenkompetenz legt die Gesellschaft im Rahmen der Ausbildung auch viel Wert auf das Verhalten im Einklang mit der Unternehmenskultur. Das Verinnerlichen der Unternehmenskultur, fachliches Know-how, methodische Skills sowie ein von den Unternehmenswerten geprägtes Verhalten bilden die Basis für einen erfolgreichen Übergang in die Zeit nach der Ausbildung.

Zum Jahresende 2015 befanden sich konzernweit über 150 junge Menschen in Ausbildung oder Studium. United Internet ist bestrebt, möglichst viele der Ausgebildeten nach bestandener Prüfung zu übernehmen und jedem Absolventen ein attraktives Angebot für eine Anstellung zu machen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden 25 Auszubildende in eine Festanstellung übernommen.

Darüber hinaus ist United Internet als Förderer im Rahmen des "Deutschlandstipendiums" tätig, bei dem Unternehmen und Staat zu jeweils gleichen Teilen angehende Akademiker fördern, um ihnen ein erfolgreiches und anspruchsvolles Studium zu ermöglichen. Das Stipendium unterstützt dabei Studierende, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt. Seit dem Start des Programms 2011 fördert United Internet Studierende der beiden Elite-Universitäten LMU und TU München. United Internet beschränkt sich dabei nicht auf die finanzielle Unterstützung, sondern betreut die Studierenden auch persönlich durch Kollegen aus den Fachbereichen. Häufig entstehen daraus Praktika oder Werkstudententätigkeiten.

Diversity

Ohne die individuellen Stärken der Mitarbeiter/innen wäre United Internet nicht das, was es heute ist: Ein international erfolgreiches, innovatives Unternehmen auf Wachstumskurs. Die konstruktive Nutzung des Diversity-Managements, der Umgang mit der sozialen Vielfalt aller Mitarbeiter, hat für United Internet eine herausragende Bedeutung.

Die United Internet Gruppe steht für eine wertschätzende Unternehmenskultur, bei der die individuelle Verschiedenheit hinsichtlich Kultur, Nationalität, Geschlecht, Altersgruppe und Religion gewünscht wird, also alles, was die einzelnen Mitarbeiter/innen innerhalb des Unternehmens einzigartig und unverwechselbar macht. Eine Belegschaft, die sich aus verschiedensten Persönlichkeiten zusammensetzt, bietet optimale Rahmenbedingungen für Kreativität und Produktivität. Das daraus resultierende Ideen- und Innovationspotenzial stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft und steigert die Chancen in Zukunftsmärkten. Diesem Gedanken folgend, soll für jeden Mitarbeiter das Tätigkeitsfeld und die Funktion gefunden werden, in der die jeweiligen individuellen Potenziale und Talente bestmöglich ausgeschöpft werden können. Neben der Produktivität wird mit Diversity auch die Mitarbeiterzufriedenheit im Allgemeinen gefördert. Dies sind wichtige Entscheidungskriterien für viele Bewerber bei der Auswahl ihres Arbeitgebers. Aber auch die Kunden von United Internet mit ihren vielfältigen Bedürfnissen schätzen einen Geschäftspartner, der ihrer eigenen Diversity gerecht wird.

Die Förderung von Vielfältigkeit kann jedoch keiner Einheitslösung folgen. Mitarbeiter und Bewerber werden aufgrund objektiver Faktoren wie Qualifikation, fachliche Eignung und Kompetenz eingestellt, beschäftigt und gefördert. In Unternehmensbereichen, in denen Frauen strukturell unterrepräsentiert sind, strebt United Internet bei gleicher Qualifikation, Kompetenz und sonstiger Eignung grundsätzlich eine höhere Berücksichtigung von Frauen an, entscheidet aber stets von Fall zu Fall.

Mitarbeiter nach Geschlecht

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31.12.2013 31.12.2014 31.12.2015
Frauen 35 % 33 % 34 %
Männer 65 % 67 % 66 %

Das Durchschnittsalter je Mitarbeiter im United Internet Konzern betrug zum Ende des Geschäftsjahrs 2015 rund 35,4 Jahre (Vorjahr: 33,8 Jahre).

Altersstruktur der Mitarbeiter

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31.12.2013 31.12.2014 31.12.2015
unter 30 Jahre 30 % 32 % 27 %
30 - 39 Jahre 46 % 43 % 40 %
40 - 49 Jahre 20 % 20 % 25 %
über 50 Jahre 4 % 5 % 8 %

Die Mitarbeiter der United Internet AG arbeiten in einem internationalen Umfeld an weltweit rund 40 Standorten.

Mitarbeiter nach Ländern

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31.12.2013 31.12.2014 31.12.2015
Mitarbeiter, gesamt 6.723 7.832 8.239
davon Deutschland 5.080 6.168 6.502
davon Frankreich 23 46 25
davon Großbritannien 208 227 234
davon Philippinen 468 450 390
davon Polen 6 6 263
davon Rumänien 288 264 229
davon Spanien 329 341 339
davon USA 303 300 239
davon Sonstige 18 30 18

Green IT

Im Zuge der globalen Klimadebatte und stetig steigender Energiekosten ist in der Computer-Branche immer häufiger von "Green IT" die Rede. Der Begriff "Green IT" umfasst im Prinzip sämtliche Maßnahmen, die dazu beitragen, sowohl den CO2-Ausstoß als auch den Energieverbrauch eines Unternehmens zu reduzieren.

Die ITK-Branche leistet heute einen wesentlichen Beitrag zur weltweiten Wertschöpfung und ist damit ein starker Wirtschaftsfaktor. Gleichzeitig ist sie auch ein nicht unbedeutender CO2-Emittent und benötigt viel Strom. Dies gilt bei Internet Service Providern wie United Internet insbesondere für die Rechenzentren in denen viele Millionen Cloud-Anwendungen für Privatpersonen und Gewerbetreibende betreut werden.

United Internet nutzt für ihre deutschen Rechenzentren bereits seit Dezember 2007 Strom aus regenerativen Energiequellen. So werden die Server in den deutschen Rechenzentren in Karlsruhe und Baden Airpark zum Beispiel zu 100 % mit Strom aus norwegischen und französischen Wasserkraftwerken betrieben, der über die Stadtwerke Karlsruhe bezogen wird. Die Server in den Rechenzentren in den USA wurden 2008 ebenfalls auf klimaneutralen Strom umgestellt. Und auch die beiden Rechenzentren in Spanien, die im Zuge der Übernahme des spanischen Wettbewerbers Arsys im Jahr 2013 mit übernommen wurden, arbeiten mit Strom aus regenerativen Energiequellen.

Die wichtigsten Bausteine hinsichtlich der Einsparung von Energie innerhalb der deutschen Rechenzentren sind:

Ein intelligentes Kühlungssystem: Das warme Kühlwasser wird zunächst durch Freiluftkühler auf dem Dach des Rechenzentrums geschleust, die ohne energiehungrige Kompressoren auskommen und die "natürliche" Außentemperatur zur Kühlung nutzen.

Die Server-Hardware: Ein Teil der Rechner wird speziell für United Internet zusammengebaut. Dabei wird auf überflüssige Komponenten verzichtet und es werden u. a. stromsparende Prozessoren sowie Netzteile mit geringem Wärmeverlust eingesetzt. Dadurch wird nur wenig Hitze abgesondert, so dass die Rechnerräume nicht so stark abgekühlt werden müssen.

Die eingesetzte Software: Das von United Internet eingesetzte Webhosting-Betriebssystem ist eine Eigenentwicklung, basierend auf Linux. Dank der Modifikation können so auf einem einzigen Rechner Daten von einigen tausend Kunden verwaltet und damit gleichzeitig Ressourcen sinnvoll genutzt werden.

Die Virtualisierung: Die Serverhardware in Rechenzentren ist häufig im Schnitt nur zu 15 % bis 25 % ausgelastet. Durch Virtualisierung kann die Effizienz deutlich gesteigert und damit Energie eingespart werden.

Soziales Engagement

Stiftung "United Internet for UNICEF"

Im September 2006 wurde die Stiftung "United Internet for UNICEF" gegründet. "United Internet for UNICEF" ist eine selbstständige, rechtsfähige Stiftung des deutschen bürgerlichen Rechts. Die Stiftung unterstützt in erster Linie Projekte von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen.

Aus dem breiten Spektrum der von UNICEF behandelten Themen werden gezielt Projekte ausgewählt und auf den reichweitestarken Portalen der United Internet Gruppe (1&1, GMX und WEB.DE) vorgestellt, um möglichst viele Spenderinnen und Spender - für die jeweiligen Projekte oder als dauerhafte UNICEF-Paten - zu gewinnen.

Ein großes Thema in 2015 war die Nothilfe nach dem katastrophalen Erdbeben in Nepal Anfang 2015. Das Erdbeben traf ein Land, das zu den ärmsten der Welt zählt. Nach dem Beben lebten fast 900.000 weitere Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Das Beben gilt als die tödlichste Katastrophe in der Geschichte Nepals. Knapp 9.000 Menschen starben an den Folgen des Erdbebens, rund 22.300 wurden verletzt. Zudem wurden über 4.500 Schulen, 700 Gesundheitseinrichtungen und 600.000 Häuser zerstört oder beschädigt.

Die schnelle Nothilfe von "United Internet for UNICEF" nach dem Erdbeben in Nepal hat erneut gezeigt, dass "United Internet for UNICEF" insbesondere in Notfall-Situationen so schnell wie kaum eine andere Stiftung Spenden in Millionenhöhe sammeln kann, da über die Newsletter der United Internet Portale innerhalb von 24 Stunden weit über 30 Mio. Menschen erreicht werden können. So konnten innerhalb kürzester Zeit rund 1,3 Mio. € gesammelt und an UNICEF übergeben werden. Damit konnten die ehrenamtlichen Helfer von UNICEF vor Ort u. a. 220.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen und 2.400 Kinder impfen.

Die schnelle Nothilfe von "United Internet for UNICEF" zeigte sich auch im November 2013, als der verheerende Taifun "Haiyan" über die philippinischen Inseln fegte. Damals konnten innerhalb von kurzer Zeit sogar rund 6 Mio. € Spendengelder gesammelt und an UNICEF weitergeleitet werden.

Neben der Nothilfe für die Erdbebenopfer in Nepal, waren Kinder in Krisengebieten ein wichtiges Thema in 2015. Der Fokus der Fundraising-Maßnahmen lag dabei auf der Gewinnung neuer und langfristiger UNICEF-Paten.

Die auf den United Internet Portalen gewonnenen Einzel- und Dauerspenden werden - dank ehrenamtlicher Tätigkeit aller Stiftungsmitarbeiter - zu 100 % an UNICEF weitergeleitet.

Die Entscheidung, mit einer eigenen Stiftung hauptsächlich UNICEF zu unterstützen, hat mehrere Gründe:

UNICEF verbessert die Lebensbedingungen von Kindern nachhaltig. Gemäß dem Ansatz der "Hilfe zur Selbsthilfe" entwickelt UNICEF überall auf der Welt landesweite Programme mit den Schwerpunkten Bildung, Gesundheit, AIDS oder Kinderschutz. UNICEF bezieht die Bevölkerung intensiv in die Entwicklungsarbeit ein und unterstützt sie so, für sich selbst und ihre Kinder zu sorgen.

UNICEF hilft langfristig, ist aber auch in der Nothilfe ein reaktionsschneller und verlässlicher Partner. Nach Erdbeben, Flutkatastrophen oder in Nachkriegssituationen versorgt UNICEF die Kinder mit sauberem Trinkwasser und Medikamenten, sorgt für Notschulen und psychosoziale Betreuung. Dabei kommen UNICEF die langjährige Erfahrung und weltweite Präsenz zugute.

Die Verwendung von Spenden unterliegt bei UNICEF strengen Kontrollen. Sowohl die UNICEF-Vertretungen in den Programmländern als auch die Partner vor Ort werden regelmäßig überprüft um sicherzustellen, dass die Mittel exakt wie vorgesehen verwendet werden.

Im Zuge der Stiftungsaufrufe konnten im Geschäftsjahr 2015 weitere rund 3,7 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) an UNICEF übergeben werden.

Damit konnten seit Bestehen der Stiftung insgesamt 32,2 Mio. € an Spendengeldern und mit Stand 31. Dezember 2015 rund 11.400 aktive und dauerhafte UNICEF-Paten (Vorjahr: 9.800) über die Portale von 1&1, GMX und WEB.DE gewonnen werden.

Weitere Informationen zur Stiftung "United Internet for UNICEF" finden sich im Internet unter www.united-internet-for-unicef-stiftung.de.

"1&1 Welcome" und Initiative "Wir zusammen"

Neben der Stiftung "United Internet for UNICEF" engagiert sich die United Internet Gruppe auch mit verschiedenen Maßnahmen für die nachhaltige Integration von Flüchtlingen in Deutschland auf den drei Ebenen, die United Internet ausmachen: Mit den Mitarbeitern, als Arbeitgeber und den Produkten der Gesellschaft.

Bereits seit November 2015 engagieren sich im Rahmen des Projekts "1&1 Welcome" viele Mitarbeiter von United Internet freiwillig in lokalen Projekten. Dazu hat die United Internet AG Patenschaften für ausgewählte Integrationsangebote und Asylunterkünfte an ihren großen deutschen Standorten Karlsruhe, Montabaur, München und Zweibrücken übernommen. Dabei bieten Mitarbeiter gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort regelmäßige Aktivitäten an, die den Einstieg in den deutschen Alltag erleichtern. Dazu gehören beispielsweise Sportkurse, gemeinsames Musizieren, Ausflüge oder Kinderbetreuung. United Internet Mitarbeiter können dabei bis zu zehn Prozent ihrer Arbeitszeit für ihr Engagement im Rahmen des Projekts nutzen. Zusätzlich stellt United Internet finanzielle Mittel bereit, um unkompliziert notwendige Anschaffungen in den Asylunterkünften zu ermöglichen.

Neben diesen lokalen Projekten wird sich United Internet auch mit Qualifizierungsprogrammen und mit der Bereitstellung von kostenlosen Internetzugängen in die Integrationsinitiative "Wir zusammen" einbringen, die am 10. Februar 2016 gemeinsam mit 35 anderen namhaften Unternehmen gestartet wurde.

Für April 2016 plant United Internet den Start eines Qualifizierungsprogramms, um Flüchtlinge auf den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt vorzubereiten. Dazu wird derzeit ein modulares Kursprogramm entwickelt, in dem Teilnehmer einen allgemeinen Einblick in die Büroarbeit, das kulturelle Umfeld sowie in Berufsbilder in der IT-Branche erhalten. Für Absolventen dieses Programms werden im Anschluss auch Praktikums- oder Einstiegsplätze angeboten. Mit dem Rüstzeug des Qualifizierungsprogramms sollen die Absolventen in die Lage versetzt werden, sich erfolgreich um Arbeitsangebote bei deutschen Firmen - egal ob bei United Internet oder bei anderen Arbeitgebern - bewerben zu können.

Im Rahmen eines dritten Projekts wird United Internet Weiterbildungsmaßnahmen in Asylunterkünften unterstützen und dabei mobile Unterrichtsräume mit kostenlosen Internet-Zugängen ausstatten, um E-Learning-Programme zum Spracherwerb zu ermöglichen.

3 NACHTRAGSBERICHT

United Internet wird größter Aktionär der Tele Columbus AG

Die United Internet AG hat sich am 10. Februar 2016 - über ihre Tochtergesellschaft United Internet Ventures AG - den Erwerb eines Aktienpakets von ca. 15,31 % an der Tele Columbus AG, Berlin, vertraglich gesichert. Der Vollzug des Erwerbs stand zum damaligen Zeitpunkt unter der aufschiebenden Bedingung der Freigabe durch das Bundeskartellamt. Diese Freigabe ist am 7. März 2016 erfolgt.

Nach Vollzug des Erwerbs hält die United Internet AG unter Berücksichtigung weiterer erworbener Anteile insgesamt mittelbar eine Beteiligung von 25,11 % an Tele Columbus.

United Internet sieht in der Tele Columbus AG ein gut aufgestelltes Unternehmen mit aussichtsreichen Marktchancen und wird als strategischer Aktionär die weitere Entwicklung der Gesellschaft begleiten und von deren Wertsteigerung profitieren.

Die United Internet AG beabsichtigt derzeit aber weder den Erwerb einer Beteiligung von 30 % oder mehr an der Tele Columbus AG - der mit der Verpflichtung zur Abgabe eines Pflichtangebots an alle weiteren Aktionäre der Tele Columbus AG verbunden wäre - noch ein freiwilliges Übernahmeangebot.

Aktienkurs der Rocket Internet SE

Der Aktienkurs der börsennotierten United Internet Beteiligung Rocket Internet SE verhielt sich auch nach dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2015 stark volatil. Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Konzernabschlusses betrug der Aktienkurs 24,75 € (Schlusskurs per 11. März 2016). Sollte sich der Aktienkurs bis zum Ende des 1. Quartals 2016 nicht verbessern, ist aufgrund der geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Konzerns eine Wertminderung im 1. Quartal 2016 zu erfassen. Bewertet mit dem Aktienkurs zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses (11. März 2016) würde sich die potenzielle (nicht-cashwirksame) Wertminderung auf ca. 154,8 Mio. € belaufen. Für weitere Informationen wird auf den Konzernanhang unter Punkt 3 verwiesen.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 bei United Internet keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die größere Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens bzw. des Konzerns mit Auswirkungen auf Rechnungslegung und Berichterstattung haben.

Aussagen zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns und der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts finden sich unter Punkt 4.3 im "Prognosebericht".

4 RISIKO-, CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

Die Risiko- und Chancenpolitik des United Internet Konzerns orientiert sich an dem Ziel, die Werte des Unternehmens zu erhalten und nachhaltig zu steigern, indem Chancen wahrgenommen und Risiken frühzeitig erkannt und gesteuert werden. Das "gelebte" Risiko-und Chancenmanagement stellt sicher, dass die United Internet AG ihre Geschäftstätigkeiten in einem kontrollierten Unternehmensumfeld ausüben kann.

Das Risiko- und Chancenmanagement regelt den verantwortungsvollen Umgang mit Unsicherheiten, die mit unternehmerischem Handeln immer verbunden sind.

4.1 RISIKOBERICHT

Risikomanagement

Konzeption, Organisation und Aufgabe des Risikomanagements der United Internet AG werden von Vorstand und Aufsichtsrat vorgegeben und im Rahmen eines konzernweit verfügbaren und gültigen Risikohandbuchs dokumentiert. Diese Vorgaben werden laufend an die sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Konzern-Risikomanagementabteilung koordiniert die Umsetzung und Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems und ist im Auftrag des Vorstands der United Internet AG für den zentral gesteuerten Risikomanagementprozess verantwortlich.

Die Abteilung Corporate Audit (Interne Revision) prüft in regelmäßigen Abständen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer prüft im Rahmen des gesetzlichen Prüfungsauftrags für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, ob das Risikofrüherkennungssystem grundsätzlich geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken und Entwicklungen so frühzeitig zu erkennen, dass diesen rechtzeitig entgegengewirkt werden kann. Das System entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikofrüherkennungssystem, steht im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex und orientiert sich in seiner Ausgestaltung an den in der internationalen ISO Norm ISO/IEC 31.000 festgelegten Merkmalen. Der Aufsichtsrat überprüft gemäß den Vorschriften des Aktiengesetzes die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems.

Methoden und Ziele des Risikomanagements

Das Risikomanagementsystem umfasst die Maßnahmen, die es der United Internet AG erlauben, mögliche Risiken, die die Erreichung der Unternehmensziele gefährden könnten, frühzeitig durch Assessments und Frühwarnsysteme zu erkennen, monetär und szenarioorientiert zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Das Ziel des konzernweit etablierten Risikomanagements ist es dabei, dem Management die größtmögliche Transparenz über die tatsächliche Risikosituation, deren Veränderung sowie der verfügbaren Handlungsoptionen zu verschaffen, um so das bewusste Eingehen oder das Vermeiden von Risiken zu ermöglichen. Hierbei ist konzernweit immer eine über die regulären Berichtswege etablierte indirekte Anbindung und für alle wesentlichen Geschäftsbereiche eine direkte Anbindung an das konzernweit etablierte zentrale Risikomanagement mit definierten Zuständigkeiten realisiert. Damit wird die Vollständigkeit der erfassten Risiken im Risikomanagementsystem gesichert.

Der Status der wesentlichen Risiken wird viermal im Jahr in Berichtsform an Vorstand und Aufsichtsrat kommuniziert. Bei identifizierten, unvermittelt wirkenden wesentlichen Risiken oder bei einer erheblichen Risikoveränderung wird eine Ad-hoc-Berichtspflicht ausgelöst. Das Risiko wird dann unverzüglich an den Finanzvorstand der United Internet AG gemeldet und von diesem gegebenenfalls auch an den Aufsichtsrat berichtet. Auf diesem Wege können wesentliche Risiken schnellstmöglich adressiert werden. Zur Unterstützung des zentralen Risikomanagements sind zusätzlich dezentrale Risikomanager mit einer monatlichen Berichtsfrequenz in für den Geschäftserfolg der Gesellschaft besonders wesentlichen Geschäftsbereichen (beispielsweise in den Bereichen "Technik und Entwicklung" der Gesellschaften) installiert. Für den konzernweiten Austausch und den Abgleich von Risikoinformationen finden regelmäßige Risk-Manager-Meetings zwischen dem zentralen Risikomanagement, den dezentralen Risikomanagern sowie auch - im übergreifenden Ansatz - mit den unternehmensweiten, querschnittsverantwortlichen Stellen statt. In dem bei der United Internet AG etablierten Risikomanagementsystem werden ausschließlich die erkannten Risiken dokumentiert. Die Bewertung der Risiken erfolgt in einer Netto-Betrachtung, d. h. Effekte durch mitigierende (korrigierende) Maßnahmen werden erst nach Umsetzung der Maßnahme in der Risikobewertung berücksichtigt.

Risiken für United Internet

Aus der Gesamtheit der für den Konzern identifizierten Risiken erläutern die folgenden Abschnitte die aus Sicht der Gesellschaft wesentlichen Risikofelder sowie Einzelrisiken. Einschätzungen seitens des Vorstands der Gesellschaft hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der möglichen Auswirkungen der im Folgenden beschriebenen Risiken befinden sich am Schluss dieses Risikoberichts.

Strategie

Die United Internet AG verfolgt weiterhin ein zunehmend internationales Wachstum auf europäischen und außereuropäischen Märkten. Dies stellt die Gesellschaft zunehmend vor neue Arten von Herausforderungen, die mit den unterschiedlichen kulturellen Umfeldern, unterschiedlichen gesetzlichen Anforderungen und ethischen und sozialen Erwartungen der Kunden und internationalen Mitarbeiter an die Muttergesellschaft zusammenhängen. Sowohl bei internen Prozessen, wie etwa der Durchführung übergreifender und internationaler Großprojekte, sowie der Kundenkommunikation hängt der unternehmerische Erfolg auch von den genauen Kenntnissen und der Berücksichtigung der landesspezifischen Besonderheiten der involvierten Parteiungen ab. Dies berücksichtigt die Gesellschaft durch einen verstärkten Aufbau interkultureller Kompetenz und die Sensibilisierung der Mitarbeiter und Führungskräfte.

Markt

Wettbewerb

Die Wettbewerbsintensität ist sowohl im Access- als auch im Applications-Segment hoch und könnte, beispielsweise durch den Markteintritt von neuen Wettbewerbern, weiter zunehmen. In der Folge könnten das Wachstum und / oder die erzielbaren Margen zurückgehen.

Im Rahmen der Diversifikation des Geschäftsmodells steigt United Internet gelegentlich in neue, zusätzliche Märkte mit großen Wettbewerbern ein. Mit einer solchen unternehmerischen Entscheidung für ein neues Geschäftsfeld oder ein neues Produkt sind in der Regel neue Risiken verbunden, die beispielsweise aus der Tarifierung der Produkte, der Veränderung von Geschäftsstrategien von Vordienstleistern oder einer missbräuchlichen Nutzung (Fraud) resultieren. United Internet versucht, mit einer detaillierten Planung auf Basis interner Erfahrungswerte und externer Marktstudien, durch die Nutzung verschiedener Partner / Zulieferer sowie durch ständig verbesserte Anti-Fraud Maßnahmen diese Risiken zu minimieren.

Geschäftsentwicklung und Innovationen

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für United Internet ist es, neue und ständig verbesserte Produkte und Services zu entwickeln, um die Anzahl der Kundenverträge weiter zu steigern und die Kundenbindung zu stärken. Dabei besteht das Risiko, dass Neuentwicklungen zu spät auf den Markt kommen oder seitens der Zielgruppe nicht angenommen werden. Diesen Risiken begegnet United Internet durch eine intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtung sowie eine ständig auf das Feedback der Kunden reagierende Produktentwicklung.

Recht & Politik

Regulierung

Im Segment "Access" haben die Entscheidungen der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts Einfluss auf die Gestaltung der Internetzugangstarife. Preiserhöhungen der Leitungsbetreiber, von denen United Internet Vorleistungen für die eigenen Kunden bezieht, könnten sich negativ auf die Profitabilität der Tarife auswirken. Gleichermaßen besteht die Möglichkeit, dass eine fehlende Regulierung das Marktumfeld für United Internet verschlechtert. United Internet begegnet dem tendenziell steigenden Regulierungsrisiko durch eine Zusammenarbeit mit mehreren Vorleistungspartnern und einer aktiven Verbandsarbeit. Zudem verfügt United Internet mit der Komplettübernahme von Versatel zum 1. Oktober 2014 inzwischen auch über ein eigenes Netz. Die eigene Netzinfrastruktur gibt United Internet die Möglichkeit, ihre Wertschöpfung zunehmend zu vertiefen und weniger DSL-Vorleistungen zu beziehen.

Mit sinkendem Trend besteht weiterhin das Risiko, dass es durch neue Datenschutzbestimmungen auf EU- und Bundesebene zu Einschränkungen in der Auswertung von so genannten Browser-Cookies kommt. Browser-Cookies ermöglichen das clientseitige Speichern von Information, die bei weiteren Aufrufen an den Server übertragen werden. Die Auswertung bzw. Informationsgewinnung über solche Browser-Cookies ist ein wesentlicher Bestandteil der Online-Werbung. Eine Nutzungseinschränkung könnte zur Folge haben, dass eigens entwickelte technische Lösungen nur noch bedingt eingesetzt werden könnten. Dies könnte das Geschäft in Teilen des Segments "Applications" behindern.

Datenschutz

United Internet speichert die Daten ihrer Kunden auf Servern in firmeneigenen und angemieteten Rechenzentren. Der Umgang mit diesen Daten unterliegt umfangreichen gesetzlichen Vorgaben. Die Gesellschaft ist sich dieser großen Verantwortung bewusst und räumt dem Datenschutz einen hohen Stellenwert und besondere Beachtung ein. Gleichwohl kann nie ausgeschlossen werden, dass Datenschutzbestimmungen beispielsweise durch menschliches Fehlverhalten oder technische Schwachstellen verletzt werden. Durch den Einsatz neuester Technologien, die ständige Überprüfung der datenschutzrechtlichen und sonstigen gesetzlichen Vorgaben, einem umfangreichen datenschutzrechtlichen Schulungsprogramm für Mitarbeiter sowie die möglichst frühzeitige Einbindung von Datenschutzaspekten und -anforderungen in die Produktentwicklung investiert die Gesellschaft kontinuierlich in die Verbesserung des Datenschutzniveaus.

Rechtsstreitigkeiten

Die United Internet Gruppe ist gegenwärtig an verschiedenen Rechtsstreitigkeiten und Schiedsverfahren beteiligt, die sich aus den normalen Geschäftstätigkeiten ergeben. Der Ausgang von Rechtsstreitigkeiten ist naturgemäß ungewiss und stellt daher ein Risiko dar. Sofern die Höhe der Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann, sind die Risiken aus den Rechtsstreitigkeiten in den Rückstellungen berücksichtigt.

Personal

Wenn United Internet ihre Personalressourcen an den nationalen und internationalen Standorten nicht effektiv steuert, ist die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage, ihr Geschäft effizient und erfolgreich zu führen. Es ist von zentraler Bedeutung, dass die personellen Ressourcen effektiv gesteuert werden, damit der kurz- und auch langfristige Bedarf an Mitarbeitern und erforderlichen Fachkenntnissen sichergestellt werden kann.

Diesem Risiko wirkt die Gesellschaft durch eine Reihe von Maßnahmen gezielt entgegen. Dazu gehören beispielsweise die Nachfolge- und Personalplanung, Outsourcing und der befristete Einsatz externer Ressourcen.

Hoch qualifizierte Mitarbeiter bilden die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg von United Internet. Der Wettbewerb um kompetente und spezialisierte Fach- und Führungskräfte ist jedoch intensiv. Wenn es nicht gelingt, Führungskräfte und Mitarbeiter mit speziellem Fach-und Technologiewissen zu gewinnen, weiterzuentwickeln und an die Gesellschaft zu binden, wäre United Internet nicht in der Lage, ihrer Geschäftstätigkeit effektiv nachzugehen und ihre Wachstumsziele zu erreichen.

Trotz dieser Risiken sieht sich die Gesellschaft als attraktiver Arbeitgeber gut aufgestellt, um auch künftig hervorragend qualifizierte Fach- und Führungskräfte mit Potenzial zur Steigerung des Geschäftserfolgs einstellen zu können. Die Gesellschaft wirkt diesem Risiko auch entgegen, indem Mitarbeiter- und Führungskompetenzen weiterentwickelt werden. So werden gezielt Maßnahmen zur beruflichen Weiterentwicklung, Mentoren- und Coachingprogramme sowie besondere Angebote für Potenzialträger angeboten, die auf die Weiterentwicklung von Talenten und insbesondere von Führungskompetenzen ausgerichtet sind.

Weitere Angaben zum Thema Personal finden sich unter Punkt 2.5 "Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" dieses Lageberichts unter "Mitarbeiter".

Fraud

Um dem dynamischen Kundenwachstum sowie einer möglichst schnellen Leistungsbereitstellung im Sinne des Kunden Rechnung zu tragen, sind die Bestell- und Bereitstellungsprozesse von United Internet - wie bei vielen großen Unternehmen im Massenmarktgeschäft - weitgehend automatisiert. Diese automatisierten Prozesse bieten naturgemäß Angriffsmöglichkeiten für Betrüger. So könnten United Internet beispielsweise Schäden durch automatisierte Hosting- oder Domainbestellungen entstehen, die unter einer falschen Identität bestellt und nicht bezahlt werden.

Auch durch missbräuchliche SIM-Kartennutzungen, z.B. infolge von massenhaften Anrufweiterleitungen oder Roaming-Calls, können der United Internet Schäden entstehen.

United Internet versucht durch den permanenten Ausbau des Fraud-Managements, durch eine enge Zusammenarbeit mit Vorleistungsdienstleistern sowie durch entsprechende Produktgestaltung solche Fraud-Angriffe zu vermeiden oder zumindest sehr frühzeitig zu erkennen und zu beenden.

Leistungserstellung

Bedrohungspotenziale im Internet

Die United Internet AG realisiert ihren Unternehmenserfolg im Wesentlichen im Umfeld des Internet. Zur Leistungserbringung werden im Rahmen der Geschäftsprozesse Informations- und Telekommunikationstechnologien (Rechenzentren, Übertragungssysteme, Vermittlungsknoten u. a.) eingesetzt, die stark mit dem Internet vernetzt sind und deren Verfügbarkeit durch Bedrohungen aus dem Internet gefährdet werden können. So könnten beispielsweise DDoS-Attacken (DDoS = Distributed Denial of Service) zu einer Überlastung der technischen Systeme bzw. zu Serverausfällen führen. Um solchen Risiken zunehmend schneller begegnen zu können, wird das bestehende Überwachungs- und Alarmierungssystem inklusive der nötigen Prozesse und Dokumentationen kontinuierlich optimiert.

Es besteht zudem das Risiko eines Hackerangriffs mit dem Ziel, Kundendaten auszuspionieren, zu löschen oder Leistungen missbräuchlich in Anspruch zu nehmen. United Internet begegnet diesem Risiko mit dem Einsatz von Virenscannern, Firewalling-Konzepten, eigens initiierten Tests und diversen technischen Kontrollmechanismen.

In den vergangenen Jahren ist eine stetige Zunahme an Spam-E-Mails im Internet zu verzeichnen. Hier besteht das Risiko, dass Spammer die E-Mail-Systeme der Gesellschaft missbrauchen und diese dann von anderen E-Mail-Providern blockiert werden. Um diesem Risiko zu begegnen, wurden verschiedene Vorkehrungen getroffen, das Spam-Aufkommen möglichst gering zu halten. Durch die aktive Teilnahme an länderübergreifenden Arbeitsgruppen wirkt United Internet darüber hinaus bei der Weiterentwicklung der Mail-Security-Standards mit.

Die Bedrohungspotentiale aus dem Internet stellen für United Internet hinsichtlich ihrer Auswirkungen die größte Risikogruppe dar, die insgesamt durch eine Vielzahl an technischen und organisatorischen Maßnahmen kontrolliert werden. Insbesondere seien hier der Betrieb und die kontinuierliche Verbesserung eines Sicherheitsmanagementsystems sowie der stetige Ausbau der Widerstandsfähigkeit (Resilienz) der Systeme genannt.

Komplexität und Manipulierbarkeit der eingesetzten Hard- und Software

Die Produkte von United Internet sowie die dazu benötigten Geschäftsprozesse basieren auf einer komplexen technischen Infrastruktur und einer Vielzahl erfolgskritischer Softwaresysteme (Server, Kundenverwaltungsdatenbanken, Statistiksysteme etc.). Die ständige Anpassung an sich verändernde Kundenbedürfnisse führt zu einer zunehmenden Komplexität dieser technischen Infrastruktur, an der regelmäßig Änderungen vorgenommen werden müssen. In der Folge, aber auch durch größere Umstellungen wie beispielsweise Migrationen von Datenbeständen, kann es zu vielfältigen Störungen oder Ausfällen kommen. Sollten z. B. Leistungssysteme betroffen sein, könnte United Internet gegenüber ihren Kunden die zugesicherte Leistung nicht oder vorübergehend nicht mehr erbringen. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft durch gezielte Architekturanpassungen, Qualitätssicherheitsmaßnahmen und eine räumlich getrennte (georedundante) Auslegung der Kernfunktionalitäten.

Für den Betrieb der Systeme besteht das Risiko gezielter Angriffe von innen und außen, z.B. durch Hacker oder durch Manipulation seitens zugriffsberechtigter Mitarbeiter, die Ausfälle oder Verschlechterungen der Services nach sich ziehen könnten. Um diesem Risiko zu begegnen, werden verschiedene soft- und hardwarebasierte Sicherheitsvorkehrungen eingesetzt, die Infrastruktur und Verfügbarkeit schützen. Durch die Teilung von Aufgaben werden risikobehaftete Handlungen oder Geschäftsvorfälle nicht von einem Mitarbeiter allein, sondern nach dem "Vier-Augen-Prinzip" ausgeführt. Manuelle und technische Zugriffsbeschränkungen stellen darüber hinaus sicher, dass Mitarbeiter nur in ihren Verantwortungsbereichen tätig sind. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme gegen Datenverlust werden die vorhandenen Datenbestände einer regelmäßigen Datensicherung unterzogen und in georedundanten Rechenzentren gespeichert.

Komplexität in der Entwicklung

Auch hinsichtlich der bei United Internet intern realisierten Arbeitsabläufe und -prozesse sind vor dem Hintergrund der stetig steigenden Komplexität und Interoperabilität der angebotenen Produkte gestiegene Anforderungen an die Weiterentwicklung des Gesamtportfolios zu verzeichnen, die mit ständig wachsenden Abstimmungs- und Koordinationsaufwänden einhergehen. Die besondere Herausforderung liegt hierbei neben der Sicherstellung der Qualitätsstandards vor allem auch in der Berücksichtigung des agilen und sich immer schneller vollziehenden Marktgeschehens, welches die Aufrechterhaltung einer diesen Entwicklungen Schritt haltendenden, gewohnt leistungsfähigen und belastbaren Weiterentwicklungskomponente bedingt.

Ein weiterer Aspekt in diesem Kontext ist der Erhalt und Ausbau von Kernfähigkeiten im Unternehmen für die Weiterentwicklung des Produktportfolios. So könnte bei zeitkritischen Projekten der Einsatz von hochspezialisierten Dienstleistern bei deren kurzzeitigem Ausfall zu weiteren Mehraufwänden und negativen Folgen - wie etwa der Verzögerung geplanter Kampagnen, Sicherheitslücken o.ä. - im Unternehmen führen.

Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft mit einer ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung der internen Abläufe und Prozesse, der gezielten Bündelung und Bindung von Experten und Kompetenzträgern sowie der kontinuierlichen Optimierung der organisatorischen Strukturen der Weiterentwicklungs-komponenten. Auch hinsichtlich der Auswahl und Steuerung strategischer Outsourcing-Partner wird sichergestellt, dass deren Verlässlichkeit und Fachkunde nach international belastbaren Kriterien nachgewiesen ist und keine Partnerschaften für kritische Geschäftsbereiche eingegangen werden, die nicht durch gesellschaftsinterne Fähigkeiten verzugslos aufrechterhalten werden könnten.

Zusätzliche Angaben zu Risiken, Finanzinstrumenten und Finanzrisikomanagement

Die im Wesentlichen bei der Einzelgesellschaft United Internet AG im Zuge der Finanzierung ihrer Geschäftstätigkeit entstandenen finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Bankdarlehen, Kontokorrentkredite sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

United Internet verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus ihrer Geschäftstätigkeit resultieren. Diese umfassen im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Gesellschaft verfügte zum Bilanzstichtag im Wesentlichen über originäre Finanzinstrumente.

Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Dabei unterliegt die Gesellschaft hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Liquiditätsrisiken sowie Finanzmarktrisiken, die im Folgenden dargestellt werden.

Liquidität

Das Liquiditätsrisiko von United Internet besteht grundsätzlich darin, dass die Gesellschaft möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen - beispielsweise der Tilgung von Finanzschulden - nicht nachkommen kann. Ziel der Gesellschaft ist die kontinuierliche Deckung des Finanzmittelbedarfs und die Sicherstellung der Flexibilität auch durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen.

Im Cash-Management werden konzernweit der Bedarf und Überschuss an Zahlungsmitteln zentral ermittelt. Durch das konzerninterne Saldieren (Netting) von Bedarf und Überschuss wird die Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß reduziert. Das Netting erfolgt durch Cash-Pooling-Verfahren. Die Gesellschaft hat zur Steuerung ihrer Bankkonten und der internen Verrechnungskonten sowie zur Durchführung automatisierter Zahlungsvorgänge standardisierte Prozesse und Systeme etabliert.

Neben der operativen Liquidität unterhält United Internet auch weitere Liquiditätsreserven, die kurzfristig verfügbar sind. Bestandteil dieser Liquiditätsreserven ist ein zugesagter syndizierter Kredit.

Durch die starke Geschäftsausweitung in den letzten Jahren haben sich auch die möglichen Forderungsausfälle der Gesellschaft erhöht. Trotz der (durch das Kundenwachstum) gestiegenen Eintrittswahrscheinlichkeit werden die Auswirkungen auf die Liquidität von United Internet als sehr gering eingestuft. Bei der Gesellschaft besteht weiterhin keine wesentliche Liquiditätsrisiko-Konzentration.

Financial Covenants

Die bestehenden Kreditlinien der Gesellschaft sind an sogenannte Financial Covenants (Kreditauflagen) gebunden. Eine Verletzung dieser Auflagen könnte dazu führen, dass der Kreditgeber die Finanzierungen kündigen und die jeweiligen Valutierungen sofort fällig stellen kann. Die in den Kreditverträgen von United Internet enthaltenen Covenants umfassen die Einhaltung einer bestimmten Nettofinanzschulden-zu-EBITDA-Relation sowie die Einhaltung einer bestimmten EBITDA-zu-Zinsen-Relation. Mit diesen Relationen wird die relative Belastung der Gesellschaft durch die Finanzverbindlichkeiten (z. B. durch Zinszahlungen) berechnet. Angesichts der derzeit weit besseren Relationen von United Internet wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als sehr gering eingeschätzt. Die Einhaltung der Kreditauflagen wird vom Vorstand der Gesellschaft fortlaufend überwacht.

Finanzmarkt

Die Aktivitäten der United Internet AG sind insbesondere finanziellen Risiken aus der Änderung von Zinssätzen, von Wechselkursen sowie von Börsenkursen ausgesetzt.

Zinsen
Die Gesellschaft ist grundsätzlich Zinsrisiken ausgesetzt, da Finanzmittel im Wesentlichen zu variablen Zinssätzen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgenommen wurden.
Die Gesellschaft prüft auf der Grundlage der Liquiditätsplanung ständig die verschiedenen Anlagemöglichkeiten der liquiden Mittel und die Konditionen der Finanzschulden. Ein entstehender Finanzierungsbedarf wird mittels geeigneter Instrumente zur Liquiditätssteuerung gedeckt. Liquiditätsüberschüsse werden bestmöglich im Geldmarkt angelegt. Aufgrund der Entwicklung auf den weltweiten Finanzmärkten blieb das Zinsrisiko weitgehend unverändert.
Marktzinsänderungen könnten sich auf das Zinsergebnis auswirken und gehen in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein. Zur Darstellung von Marktrisiken verwendet United Internet eine Sensitivitätsanalyse, die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis vor Steuern zeigt. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag bezogen werden.

Währung
Das Währungsrisiko von United Internet resultiert im Wesentlichen aus der operativen Geschäftstätigkeit (wenn Umsatzerlöse und / oder Aufwendungen auf eine von der funktionalen Währung des Konzerns abweichende Währung lauten) und den Netto-Investitionen in ausländischen Tochterunternehmen. Da die Umsatzerlöse und Aufwendungen überwiegend im Euroraum erwirtschaftet bzw. angefallen sind, lagen im Berichtszeitraum keine wesentlichen die Cashflows beeinflussenden Währungsrisiken vor.

Börsenkurse (Bewertungsrisiko)
Ein Börsenkursrisiko resultiert im Wesentlichen aus Beteiligungen an börsennotierten Gesellschaften. Diese Beteiligungen werden im Einzelabschluss zu Anschaffungskosten und im Konzernabschluss zum Fair Value bewertet. Sofern der (anteilige) Börsenwert einer Beteiligung dauerhaft unter dessen Anschaffungskosten liegt, erfasst die Gesellschaft im Einzelabschluss die Wertminderung des Finanzinstruments im Periodenergebnis. Im Konzernabschluss werden Wertänderungen, die sich aus der Fair Value Bewertung ergeben, erfolgswirksam erfasst, sofern eine Wertminderung aufgrund eines signifikanten oder langanhaltenden Rückgangs des beizulegenden Zeitwertes vorliegt. Weitere Einzelheiten dazu enthält der Nachtragsbericht sowie der Konzernanhang unter Punkt 2 "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" und Punkt 3 "Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen".

Kapitalsteuerung

Die Gesellschaft unterliegt über die aktienrechtlichen Bestimmungen hinaus keinen weitergehenden satzungsmäßigen oder vertraglichen Verpflichtungen zum Kapitalerhalt. Die im Rahmen der Unternehmenssteuerung von der Gesellschaft herangezogenen Finanzkennzahlen (Umsatz, EBITDA, EBIT, EPS) sind überwiegend erfolgsorientiert. Ziele, Methoden und Prozesse des Kapitalmanagements sind den erfolgsorientierten Finanzkennzahlen untergeordnet.

Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann die Gesellschaft Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner oder eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen, eigene Anteile erwerben und bei Bedarf wieder platzieren oder auch neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2015 bzw. 31. Dezember 2014 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.

Gesamtaussage des Vorstands zur Risikosituation des Konzerns

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken unter Berücksichtigung der Interdependenzen.

Die wesentlichen Herausforderungen umfassen aus heutiger Sicht insbesondere "Bedrohungspotenziale im Internet", "Komplexität und Manipulierbarkeit der eingesetzten Hard- und Software" sowie Risiken aus den Bereichen "Recht & Politik", "Markt" und "Fraud".

Durch den kontinuierlichen Ausbau des Risikomanagements begegnet United Internet diesen Risiken und begrenzt sie, soweit sinnvoll, mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen auf ein Minimum.

Im nicht-operativen Geschäft können abhängig von der weiteren Kursentwicklung der börsennotierten Beteiligungen von United Internet (nicht-cashwirksame) Belastungen aus Wertminderungen entstehen.

Bestandsgefährdende Risiken für den United Internet Konzern waren im Geschäftsjahr 2015 sowie zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts weder aus Einzelrisikopositionen noch aus der Gesamtrisikosituation erkennbar.

Eintrittswahrscheinlichkeit / mögliche Auswirkungen der Unternehmensrisiken

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkung
Risiken im Bereich Strategie    
Internationalisierung Gering (2014: Gering) Hoch (2014: Hoch)
Risiken im Bereich Markt    
Wettbewerb Gering (2014: Gering) Hoch (2014: Hoch)
Geschäftsentwicklung und Innovationen Gering (2014: Gering) Hoch (2014: Hoch)
Risiken im Bereich Recht & Politik    
Regulierung Hoch (2014: Hoch) Hoch (2014: Hoch)
Datenschutz Sehr gering (2014: Sehr gering) Hoch (2014: Hoch)
Rechtsstreitigkeiten(1) Hoch (2014: n/a) Hoch (2014: n/a)
Risiken im Bereich Personal    
Mitarbeiter Gering (2014: Gering) Hoch (2014: Gering)
Risiken im Bereich Fraud    
Betrug Gering (2014: Gering) Gering (2014: Gering)
Risiken im Bereich Leistungserstellung    
Bedrohungspotenziale im Internet Gering (2014: Gering) Sehr hoch (2014: Sehr hoch)
Komplexität / Manipulierbarkeit von Hard- u. Software Gering (2014: Gering) Hoch (2014: Hoch)
Komplexität in der Entwicklung Gering (2014: Gering) Hoch (2014: Hoch)
Risiken im Bereich Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement    
Liquidität Gering (2014: Gering) Sehr Gering (2014: Sehr gering)
Financial Covenants Sehr gering (2014: Sehr gering) Sehr gering (2014: Sehr gering)
Finanzmarkt Sehr hoch (2014: Gering) Sehr hoch (2014: Hoch)
Kapitalsteuerung Sehr gering (2014: Sehr gering) Sehr gering (2014: Sehr gering)

(1) Zuvor unter Regulierung ausgewiesen

Bewertungskategorien der Unternehmensrisiken in aufsteigender Reihenfolge

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkung
Sehr gering Sehr gering
Gering Gering
Hoch Hoch
Sehr hoch Sehr hoch
  Extrem hoch

4.2 CHANCENBERICHT

Chancenmanagement

Das Chancenmanagement hat seine Grundlage in der strategischen Planung und den daraus abgeleiteten Maßnahmen für die Entwicklung von Produkten und deren Positionierung in den unterschiedlichen Zielgruppen, Märkten und Ländern während des Produkt-Lebenszyklus. Die direkte Verantwortung für das frühzeitige und kontinuierliche Identifizieren, Bewerten und Steuern von Chancen obliegt dem Konzernvorstand sowie der operativen Führungsebene in den jeweiligen Geschäftssegmenten in Form der Bereichsvorstände und Geschäftsführer. Das Management der United Internet AG beschäftigt sich intensiv mit detaillierten Auswertungen, Modellen und Szenarien zu aktuellen und künftigen Branchen- und Technologietrends, Produkten, Märkten / Marktpotenzialen und Wettbewerbern im Umfeld der Gesellschaft. Die bei diesen strategischen Analysen identifizierten Chancenpotenziale werden anschließend unter Betrachtung der kritischen Erfolgsfaktoren sowie der bestehenden Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der United Internet AG analysiert, in den Planungsgesprächen zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und den operativ verantwortlichen Führungskräften diskutiert und in konkrete Maßnahmen, Ziele und Meilensteine umgesetzt. Fortschritt und Erfolg der Maßnahmen werden fortlaufend von den operativ Verantwortlichen sowie von den Geschäftsführern und Vorständen der Gesellschaften überwacht.

Chancen für United Internet

Das stabile und weitgehend konjunkturunabhängige Geschäftsmodell von United Internet sichert planbare Umsätze und Cashflows und eröffnet so finanzielle Spielräume, um Chancen in neuen Geschäftsfeldern und neuen Märkten zu nutzen - organisch oder durch Beteiligungen und Übernahmen.

Breite strategische Positionierung in Wachstumsmärkten

Angesichts der breiten Positionierung in den heutigen Wachstumsmärkten liegen die rein strategischen Wachstumschancen der Gesellschaft auf der Hand: Überall und ständig verfügbare, immer leistungsfähigere Breitbandanschlüsse ermöglichen neue, aufwändigere Cloud-Applikationen. Diese internetbasierten Anwendungen für Privatanwender, Freiberufler und kleine Unternehmen sind für United Internet aus heutiger Sicht die Wachstumstreiber der nächsten Jahre - sowohl als eigenständige Produkte im Segment "Applications" wie auch in Kombination mit den festnetz- und mobilfunkbasierten Zugangsprodukten im Segment "Access".

Partizipation am Marktwachstum

Trotz der unsicheren volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet United Internet wie auch viele der führenden Branchenanalysten eine positive Entwicklung in den für die Gesellschaft wesentlichen Märkten. United Internet gehört in diesen Märkten zu den führenden Marktteilnehmern. National und international. Mit den sehr wettbewerbsfähigen Access-Produkten, dem wachsenden Portfolio an Cloud-Applikationen, den starken und spezialisierten Marken, der hohen Vertriebskraft sowie den bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen zu Millionen Privat- und Geschäftskunden (Cross- und Up-Selling-Potenzial) ist United Internet gut aufgestellt, um in beiden Geschäftssegmenten auch am erwarteten Marktwachstum zu partizipieren.

Ausbau der Marktpositionen

Die United Internet AG gehört heute in vielen Unternehmensbereichen zu den führenden Unternehmen. Aufbauend auf dem vorhandenen technologischen Know-how, der hohen Produkt- und Servicequalität, der Bekanntheit der Konzernmarken wie z. B. 1&1, GMX, WEB.DE, united-domains, InterNetX oder Fasthosts, der Geschäftsbeziehungen zu Millionen Privat- und Geschäftskunden sowie der hohen Kundenbindung sieht United Internet gute Chancen, die heutigen Marktanteile weiter auszubauen.

Einstieg in neue Geschäftsfelder

Zu den Kernkompetenzen von United Internet gehört es auch, Kundenwünsche, Trends und somit neue Märkte frühzeitig zu erkennen. Die breit angelegte Wertschöpfungskette (von Produktentwicklung und Rechenzentrumsbetrieb, über effektives Marketing und einen schlagkräftigen Vertrieb bis hin zur aktiven Kundenbetreuung) ermöglicht es United Internet dabei, oft schneller als andere mit Innovationen am Markt zu sein und diese - dank der hohen Cash-Generierung in den bestehenden Geschäftsfeldern - kraftvoll zu vermarkten.

Bei sich abzeichnenden neuen Chancen, wie z. B. De-Mail, ist United Internet bereit und durch die starke Cash-Generierung in den etablierten Geschäftsfelder auch in der Lage, einen mehrjährigen kostenintensiven Vorlauf zu tragen. Denn dank des hohen Marktanteils bei deutschen E-Mail-Nutzern kann sich die Gesellschaft gute Chancen ausrechnen, sichtbar am Geschäft rund um den digitalen, rechtssicheren Briefweg (insbesondere bei Umsätzen aus "Porto" und "Werbesendungen") zu partizipieren.

Eigene Infrastruktur

Durch die Komplettübernahme von Versatel zum 1. Oktober 2014 verfügt United Internet inzwischen auch über ein eigenes Netz. Mit über 40.000 km Länge ist es das zweitgrößte Glasfasernetz in Deutschland. Die eigene Netzinfrastruktur gibt United Internet die Möglichkeit, ihre Wertschöpfung zunehmend zu vertiefen und auch intern produzierte DSL-Vorleistungen zu beziehen.

Zudem bietet das eigene Netz United Internet die Chance, über die Marke Versatel auch im Geschäft mit Daten und Infrastruktur im B-to-B Business mit kleinen und mittleren Unternehmen sowie Großunternehmen aktiv zu werden. Diese Chance wird deutlich bei einem Blick auf den sehr stark ansteigenden Datenverbrauch bei Privatanwendern und Unternehmen (laut Auswertungen von Dialog Consult / VATM: +19,5 % verbrauchtes Datenvolumen pro Breitbandanschluss und Monat im Jahr 2015) bei einem gleichzeitig sehr hohen Nachholbedarf bei direkten Glasfaseranschlüssen in Deutschland. So waren - laut letzter Auswertung der OECD (Dezember 2014) - nur 1,2 % aller Breitbandanschlüsse in Deutschland Glasfaseranschlüsse. Damit belegt Deutschland weit abgeschlagen Platz 29 unter den 34 OECD-Ländern.

Internationalisierung

Cloud-Applikationen sind weltweit einsetzbar und funktionieren in Frankfurt am Main nach den gleichen Regeln wie in London, Rom oder New York. So hat United Internet bereits in der Vergangenheit zunächst für Deutschland entwickelte Cloud-Produkte wie 1&1 MyWebsite auf Sprache und länderspezifische Unterschiede angepasst und diese sukzessive in andere Länder ausgerollt.

Dank der guten Exportierbarkeit dieser Produkte ist United Internet im Geschäftsfeld "Applications" schon heute in zahlreichen europäischen Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Polen), aber auch in Nordamerika (USA, Kanada und Mexiko) tätig. Weitere Länder und Produkt-Rollouts werden sukzessive folgen.

Übernahmen und Beteiligungen

Neben dem organischen Wachstum prüft United Internet kontinuierlich auch Möglichkeiten von Firmenübernahmen und strategischen Beteiligungen. Dank der planbaren hohen Cashflows verfügt United Internet über eine hohe Eigenfinanzierungskraft und hat auch einen guten Zugang zu den Fremdfinanzierungsmärkten, um Chancen in Form von Übernahmen und Beteiligungen zu nutzen.

So hat United Internet ihre Marktpositionen im In- und Ausland auch durch mehrere Übernahmen sowie durch strategische Beteiligungen weiter verbessert und sich gleichzeitig eine hohe Kompetenz in den Bereichen "Mergers & Acquisitions" und "Firmen-Integration" aufgebaut. Zu den wichtigsten M&A Aktivitäten der letzten Jahre zählen dabei die Übernahme des Portalgeschäfts von WEB.DE (im Jahr 2005), die Übernahmen von Fasthosts (2006) und united-domains (2008), die Übernahme des DSL-Geschäfts von freenet (2009) sowie die Übernahmen von mail.com (2010), Arsys (2013), Versatel (2014) und home.pl (2015). Zu den wichtigsten strategischen Beteiligungen zählen die Beteiligungen an virtual minds (2008), ProfitBricks (2010), Open-Xchange (2013), ePages (2014), uberall (2014), Rocket Internet (2014) und Drillisch (2015).

4.3 PROGNOSEBERICHT

Konjunkturerwartungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem Weltwirtschaftsausblick vom Januar 2016 seine Prognosen für die Entwicklung der globalen Volkswirtschaften in den Jahren 2016 und 2017 aktualisiert.

Danach wird die Weltwirtschaft in 2016 und 2017 langsamer wachsen als bisher erwartet. Ursächlich hierfür sieht der IWF eine Reihe von Risiken:

Verlangsamtes Wirtschaftswachstums in Schwellen- und Entwicklungsländern

Rückgang der Rohstoffpreise

Weltweit steigende Arbeitslosigkeit

Zinswende in den USA gepaart mit einem starken Dollar

Mögliche Eskalation der bestehenden geopolitischen Spannungen

Konkret rechnet der IWF für die Weltwirtschaft - nach einem Wachstum von 3,1 % in 2015 -mit einem Plus von 3,4 % in 2016 und 3,6 % in 2017. Dies sind jeweils 0,2 Prozentpunkte weniger als bisher (Prognose Oktober 2015) erwartet.

Für die nordamerikanischen Zielländer von United Internet, die USA, Kanada und Mexiko, fallen die neuen Prognosen des IWF durchweg pessimistischer aus. So soll die Volkswirtschaft in den USA - nach einem Plus von 2,5 % in 2015 - um jeweils 2,6 % in 2016 und 2017 zulegen. Damit hat der IWF seine bisherigen Prognosen um jeweils 0,2 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Für Kanada wird - nach einem Wachstum von 1,2 % in 2015 - in 2016 und 2017 ein Wachstum von 1,7 % bzw. 2,1 % erwartet und damit 0,0 bzw. 0,3 Prozentpunkte weniger als bisher. Die Volkswirtschaft in Mexiko soll - nach einem Plus von 2,5 % in 2015- um 2,6 % in 2016 und 2,9 % in 2017 zulegen. Dies sind jeweils 0,2 Prozentpunkte weniger als bisher prognostiziert.

Für die Euro-Zone hat der IWF für 2016 und 2017 - nach einem Wachstum um 1,5 % in 2015 - ein Wachstum von jeweils 1,7 % in Aussicht gestellt. Damit hat der IWF seine Prognose für 201 6leicht um 0,1 Prozentpunkte angehoben und 2017 unverändert belassen.

Für die wesentlichen europäischen Zielländer von United Internet, Frankreich, Spanien, Italien sowie das Nicht-Euro-Land Großbritannien, erwartet der IWF unterschiedliche Entwicklungen. Für Frankreich prognostiziert der Fonds - nach einem Wachstum von 1,1 % in 2015 - nur noch eine Verbesserung der Wirtschaftsleistung um 1,3 % in 2016 und 1,5 % in 2017 (und damit 0,2 bzw. 0,1 Prozentpunkte weniger als bisher). Spanien hingegen soll - nach einem Plus von 3,2 % in 2015 - in 2016 und 2017 um 2,7 % bzw. 2,3 % zulegen (und damit um 0,2 bzw. 0,1 Prozentpunkte mehr als bisher erwartet). Die wirtschaftliche Entwicklung in Italien soll sich hingegen im Rahmen der bisherigen Erwartungen entwickeln. Nach einem Wachstum von 0,8 % in 2015 erwartet der IWF für 2016 und 2017 unverändert ein Wachstum von 1,3 % bzw. 1,2 %. Für Großbritannien rechnet der IWF - nach einem Plus von 2,2 % in 2015- auch für 2016 und 2017 mit einem Wachstum von jeweils 2,2 %. Dies entspricht ebenfalls den bisherigen Prognosen.

Für den aus Sicht von United Internet wichtigsten Markt, Deutschland, erwartet der IWF -nach einem Wachstum von 1,5 % in 2015 - ein Wirtschaftswachstum von jeweils 1,7 % in 2016 und 2017 und damit 0,1 bzw. 0,2 Prozentpunkte mehr als bisher erwartet.

Markt-Prognose: Entwicklung wesentlicher Bruttoinlandsprodukte aus Sicht von United Internet

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2017e 2016e 2015
Welt 3,6 % 3,4 % 3,1 %
USA 2,6 % 2,6 % 2,5 %
Kanada 2,1 % 1,7 % 1,2 %
Mexiko 2,9 % 2,6 % 2,5 %
Euro-Zone 1,7 % 1,7 % 1,5 %
Frankreich 1,5 % 1,3 % 1,1 %
Spanien 2,3 % 2,7 % 3,2 %
Italien 1,2 % 1,3 % 0,8 %
Großbritannien 2,2 % 2,2 % 2,2 %
Deutschland 1,7 % 1,7 % 1,5 %

Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook (Update), Januar 2016

Markt- / Branchenerwartungen

Zum Start ins Geschäftsjahr 2016 herrscht bei den Unternehmen der Digitalwirtschaft in Deutschland überwiegend Optimismus. 74 % der Unternehmen erwarten für das 1. Halbjahr 2016 steigende Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Nur 8 % rechnen mit rückläufigen Geschäften. Dies geht aus der im Januar 2016 vorgestellten halbjährlichen Konjunkturumfrage des Branchenverbandes Bitkom unter deutschen ITK-Unternehmen hervor.

Die Zuversicht der meisten Unternehmen darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es innerhalb der Branche große Unterschiede gibt. So erwarten 81 % der Softwareanbieter und 80 % der IT-Dienstleister im 1. Halbjahr 2016 steigende Umsätze und nur 5 % bzw. 4 % rechnen mit einem Rückgang. Bei den Herstellern von Kommunikationstechnik gehen hingegen nur 63 % der Unternehmen von einem Plus aus, während 22 % rückläufige Geschäfte erwarten. Am skeptischsten sind die Anbieter von IT-Hardware. Von ihnen glauben nur 51 % an einen Umsatzanstieg, während 14 % einen Rückgang erwarten.

Insgesamt sind die Unternehmen auch für das Gesamtjahr 2016 optimistisch: 81 % aller befragten ITK-Unternehmen erwarten ein Umsatzplus, während nur 5 % von einem Minus ausgehen.

Von besonderer Bedeutung für United Internet sind insbesondere der deutsche Breitband- und Mobile-Internet-Markt im abonnementfinanzierten Segment "Access" sowie der weltweite Cloud-Computing-Markt und der deutsche Online-Werbemarkt im abonnement- und werbefinanzierten Segment "Applications".

(Stationärer) Breitbandmarkt in Deutschland

Für den deutschen (festnetzbasierten) Breitbandmarkt erwarten die Experten angesichts einer bereits vergleichsweise hohen Haushaltsabdeckung sowie des Trends zur mobilen Internet-Nutzung weiterhin ein nur moderates Wachstum.

So rechnet PricewaterhouseCoopers für 2016 - laut der Studie "German Entertainment and Media Outlook 2015-2019" (Dezember 2015) - bei den mit festnetzbasierten Breitbandanschlüssen erzielten Umsätzen mit einem Anstieg um 1,4 % auf 8,03 Mrd. €.

Markt-Prognose: Breitband-Access (Festnetz) in Deutschland (in Mrd. €)

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2016e 2015 Veränderung
Umsatz B,03 7,92 + 1,4 %

Quelle: PricewaterhouseCoopers

Mobile-Internet-Markt in Deutschland

Dem Mobile-Internet-Markt hingegen sagen alle Experten weiterhin deutliches Wachstum voraus. Nach einem Marktwachstum um 10,5 % auf 6,95 Mrd. € in 2015 erwartet PricewaterhouseCoopers für die mobilen Datendienste auch in 2016 ein Wachstum um 9,6 % auf 7,62 Mrd. €.

Getragen wird dieses Wachstum vor allem durch günstige und somit für den Verbraucher attraktive Preise sowie vom Boom bei Smartphones und Tablet-PCs und den damit verbundenen Anwendungen (Apps).

Markt-Prognose: Mobile Internet (Mobilfunk) in Deutschland (in Mrd. €)

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2016e 2015 Veränderung
Umsatz 7,62 6,95 + 9,6 %

Quelle: PricewaterhouseCoopers

Cloud-Computing-Markt

In einem Update der Studie "Forecast Analysis: Public Cloud Services, Worldwide" (August 2015) erwartet Gartner für 2016 ein weltweites Wachstum für Public Cloud Services von 174,7 Mrd. $ um 16,3 % auf 203,1 Mrd. $.

Markt-Prognose: Cloud Computing weltweit (in Mrd. $)

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2016e 2015 Veränderung
Umsatz Public Cloud Services weltweit 203,1 174,7 16,3 %
davon Business Process Services (BPaaS) 42,9 39,2 9,4 %
davon Application Services (SaaS) 37,9 31,4 20,7 %
davon Application Infrastructure Services (PaaS) 4,6 3,8 21,1 %
davon System Infrastructure Services (IaaS) 21,1 15,8 33,5 %
davon Management and Security Services 6,3 5,0 26,0 %
davon Cloud Advertising 90,3 79,4 13,7 %

Quelle: Gartner

Online-Werbemarkt in Deutschland

Im Jahr 2015 waren die Aktivitäten der Werbetreibenden im Online-Sektor unverändert durch eine große Investitionsbereitschaft bestimmt.

Auch in 2016 rechnen Experten mit weiterem Wachstum. PricewaterhouseCoopers erwartet einen Anstieg um 7,4 % auf 6,55 Mrd. €. Dabei sollen insbesondere die mobile Online-Werbung sowie die Video-Werbung mit einem Plus von 31,6 % bzw. 18,2 % weiterhin kräftig zulegen.

Markt-Prognose: Online-Werbung in Deutschland (in Mrd. €)

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2016e 2015 Veränderung
Online-Werbeumsatz 6,55 6,10 + 7,4 %
davon Suchwortvermarktung 3,24 3,01 + 7,6 %
davon Display-Werbung 1,44 1,41 + 2,1 %
davon Affiliate / Classifieds 0,98 0,97 + 1,0 %
davon mobile Online-Werbung 0,50 0,38 +31,6 %
davon Video-Werbung 0,39 0,33 + 18,2 %

Quelle: PricewaterhouseCoopers

Unternehmenserwartungen

Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2016

Die United Internet AG wird ihre auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Geschäftspolitik auch künftig fortsetzen und in neue Kunden, in neue Produkte und Geschäftsfelder sowie in die weitere Internationalisierung investieren.

Im Segment "Access" sieht sich United Internet angesichts der auf Flexibilität basierenden Produktpolitik, der konkreten Serviceversprechen im Rahmen des 1&1 Prinzips, der innovativen Produkte sowie des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr gut aufgestellt.

Das Vertrags- und Umsatzwachstum bei Consumer Produkten wird auch im Geschäftsjahr 2016 aus der Vermarktung von Mobile-Internet-Produkten und DSL-Anschlüssen erwartet. Schwerpunkte sind dabei der weitere Ausbau der V-DSL-Reichweite und der Einsatz der neuen Übertragungstechnologie "Vectoring" (mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s).

Bei den Business Lösungen der Marke Versatel soll das Sprach-, Daten und Netzwerkgeschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen sowie das Infrastrukturgeschäft mit Großunternehmen weiter forciert werden.

Auch im Segment "Applications" hat sich United Internet mit ihren starken und spezialisierten Marken, dem ständig wachsenden Portfolio an Cloud-Applikationen sowie den bestehenden Geschäftsbeziehungen zu Millionen kleiner Firmen, Freiberuflern und Privatanwendern gut positioniert, um die sich ergebenden Chancen im Cloud-Computing-Markt weiterhin zu nutzen.

Bei Consumer-Applikationen stehen in 2016 unverändert die Monetarisierung der Free-Accounts über Werbung sowie die sichere E-Mail-Kommunikation im Vordergrund. Ein Schwerpunkt ist dabei die weitere Verbreitung der im August 2013 mit der Deutschen Telekom gestarteten Initiative "E-Mail made in Germany".

Bei Business-Applikationen sollen die bestehenden Zielmärkte weiter ausgeschöpft werden. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Ausbau des Bestandskundengeschäfts durch den Verkauf zusätzlicher Produkte, wie z. B. neuer Top-Level-Domains oder Marketing-Tools wie 1&1 List Local, sowie der Gewinnung von hochwertigen Kundenbeziehungen, etwa beim 1&1 Cloud Server.

Neben dem organischen Wachstum prüft United Internet kontinuierlich Möglichkeiten von Firmenübernahmen, Beteiligungen und Kooperationen. Dank der planbaren hohen Cashflows verfügt United Internet über eine starke Eigenfinanzierungskraft und hat einen guten Zugang zu Fremdfinanzierungsmärkten, um das geplante künftige Wachstum - sei es organisch oder durch Übernahmen und Beteiligungen - zu finanzieren.

Prognose für das Geschäftsjahr 2016

Konkret erwartet United Internet für das Geschäftsjahr 2016, dass die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge von 15,97 Mio. zum 31. Dezember 2015 um weitere ca. 800.000 Verträge gesteigert werden kann.

Der Umsatz im Konzern soll im Geschäftsjahr 2016 auf ca. 4 Mrd. € zulegen (Vorjahr: 3,716 Mrd. €). Die unterjährige Umsatzentwicklung (jeweils im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresquartal) wird dabei auch von den Realisierungszeitpunkten im Projektgeschäft von Versatel beeinflusst.

Für das EBITDA wird ein Anstieg auf ca. 850 Mio. € erwartet (Vorjahr: 771,2 Mio. € inklusive 14,0 Mio. € Sondereffekte aus Verkaufserlösen).

Das Ergebnis der United Internet AG auf Ebene des Einzelabschlusses ist aufgrund ihrer Rolle als Holding-Gesellschaft im Wesentlichen durch das Beteiligungsergebnis beeinflusst. Zentrale Treiber sind hier die Ergebnisabführungen seitens der 1&1 Telecommunication SE und 1&1 Mail & Media Applications SE sowie der United Internet Ventures AG. Für das Ergebnis vor Steuern wird - vorbehaltlich eventueller Sondereffekte - ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet.

Die auf Kontinuität ausgerichtete aktionärsfreundliche Dividendenpolitik der United Internet AG soll sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Die Gesellschaft plant auch zukünftig, 20 - 40 % des bereinigten Konzernergebnisses an ihre Aktionäre auszuschütten, sofern die Mittel nicht für die weitere Unternehmensentwicklung benötigt werden.

Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung

Der Vorstand der United Internet AG blickt optimistisch in die Zukunft. Dank des überwiegend auf elektronischen Abonnements beruhenden Geschäftsmodells sieht sich United Internet auch stabil gegen konjunkturelle Einflüsse aufgestellt.

Und mit den in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in Kundenbeziehungen, neue Geschäftsfelder und Internationalisierung sowie durch Übernahmen und Beteiligungen wurde ein breites Fundament für das weitere Wachstum geschaffen.

Diese nachhaltige Geschäftspolitik wird United Internet auch in den nächsten Jahren fortsetzen.

Bei Access-Produkten werden die Schwerpunkte bei Marketing und Vertrieb im Geschäftsjahr 2016 insbesondere auf der Vermarktung der Mobile-Internet-Produkte liegen. In diesem Geschäft werden derzeit in Deutschland die Marktanteile verteilt. United Internet will dabei am derzeitigen Marktwachstum partizipieren und überproportional wachsen. Auch bei den DSL-Produkten will die Gesellschaft ihre gute Positionierung nutzen und sichtbar wachsen. Neben der Vermarktung der Access-Produkte an Consumer soll zusätzlich über die Marke Versatel das Geschäft mit Access-Lösungen für Geschäftskunden ausgebaut werden.

Neben dem deutschen Markt bietet auch das internationale Geschäft mit Cloud-Applikationen mittel- und langfristig gutes Potenzial für das weitere Wachstum der Gesellschaft. Wenngleich auch in 2016 die zentralen Themen "Monetarisierung der Free-Accounts über Werbung" (bei Consumer Applikationen) sowie "Ausbau des Bestandskundengeschäfts" sowie "Gewinnung hochwertiger Kundenverhältnisse" (bei Business Applikationen) unverändert bleiben werden.

Nach einem erfolgreichen Jahresauftakt sieht der Vorstand die Gesellschaft auch zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts auf gutem Wege, die in der folgenden Tabelle zusammengefasste Prognose für das Gesamtjahr 2016 zu erreichen.

Prognose 2016 der United Internet AG

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Prognose 2016 12/2015
Kostenpflichtige Kundenverträge + ca. 800.000 15,97 Mio.
Umsatz ca. 4 Mrd. € 3,716 Mrd. €
EBITDA ca. 850 Mio. € 771,2 Mio. €(1)

(1) Inklusive 14,0 Mio. € Sondereffekte aus dem Verkauf der Goldbach Aktien sowie dem Teilverkauf von virtual minds Anteilen

Auch für die finanziellen Leistungsindikatoren EBIT und EPS erwartet der Vorstand im Geschäftsjahr 2016 - im ordentlichen Geschäft - einen signifikanten Anstieg im Vergleich zu den um die Verkaufserlöse aus dem Verkauf der Goldbach-Aktien sowie dem Teilverkauf von virtual-minds-Anteilen bereinigten Kennzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahrs.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Der vorliegende Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Annahmen und Prognosen des Vorstands der United Internet AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind verschiedenen Risiken und Unwägbarkeiten unterworfen und beruhen auf Erwartungen, Annahmen und Prognosen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. United Internet garantiert nicht, dass sich die zukunftsgerichteten Aussagen als richtig erweisen, übernimmt keine Verpflichtung und hat auch nicht die Absicht, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.

5 RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist die United Internet AG verpflichtet, im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll-und Risikomanagementsystems zu beschreiben.

Die United Internet AG betrachtet das Risikomanagement als Teil des internen Kontrollsystems (IKS). Dabei wird das IKS als fortlaufender Prozess verstanden, der Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen umfasst, um die Einhaltung der gesetzlichen und unternehmerischen Vorgaben jederzeit zu gewährleisten. Der Aufbau des IKS der United Internet AG orientiert sich unter anderem an den international anerkannten Kontrollmodellen des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO).

Der Vorstand der United Internet AG ist verantwortlich für den Umfang und die Ausgestaltung des IKS und berücksichtigt hierbei die unternehmensspezifischen Anforderungen. Die Überwachung der Wirksamkeit des IKS gehört zu den Aufgaben des Aufsichtsrates der United Internet AG, der sich vom Vorstand regelmäßig über den Zustand des IKS und die Ergebnisse des internen Revisionssystems berichten lässt. Die Abteilung Corporate Audit (Interne Revision) überprüft unabhängig die Angemessenheit, Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit des IKS im United Internet Konzern und verfügt zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben über umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. Ihre Prüfungshandlungen basieren auf einem risikoorientierten Prüfungsplan, der auch regelmäßige Prüfungen bei Tochtergesellschaften vorsieht. Darüber hinaus prüft die Abteilung Corporate Audit (Interne Revision) grundsätzlich die Ordnungsmäßigkeit wesentlicher Anlage- und Vorratsinventuren. Der Abschlussprüfer prüft darüber hinaus die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS im Rahmen seines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit.

Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen Gesetze und Normen und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses dient das IKS insbesondere dazu, die Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und die Anwendung der nach § 315a HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sicherzustellen. Das IKS trägt bei der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts zusätzlich dazu bei, dass die handelsrechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Bei jedem IKS muss grundsätzlich berücksichtigt werden, dass es, unabhängig von seiner Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit dafür bieten kann, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Ursache dafür könnten beispielsweise fehlerhafte Ermessensentscheidungen, unzureichende Kontrollen oder kriminelle Handlungen sein.

Die folgenden Aussagen beziehen sich nur auf die im Konzernabschluss der United Internet AG vollkonsolidierten Tochterunternehmen, bei denen die United Internet AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geldpolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen.

Die Aufgabe des Risikomanagements der United Internet AG ist unter anderem die Festlegung von Maßnahmen, um Risiken zu erkennen, zu bewerten, auf ein vertretbares Maß abzumildern und um die erkannten Risiken zu überwachen. Ein Risikomanagement verlangt organisiertes Handeln, um mit Unsicherheit und Bedrohung angemessen umgehen zu können und hält Mitarbeiter dazu an, Vorschriften und Instrumente einzusetzen, um die Einhaltung der Grundsätze für das Risikomanagement zu gewährleisten. Es umfasst neben dem operativen Risikomanagement auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagement ist dabei auf das Risiko einer Falschaussage in der Buchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet.

Spezifische rechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Einem begrenzten Personenkreis sind notwendigerweise Ermessensspielräume bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt, woraus weitere rechnungslegungsbezogene Risiken resultieren können.

Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst anhand von Risikoaspekten definierte interne Kontrollen der für die Rechnungslegung relevanten Prozesse sowie der Prozesse, die die IT-Systeme unterstützen. Hierbei sind die IT-Sicherheit, das Veränderungsmanagement und die operativen IT-Vorgänge von besonderer Bedeutung. Dabei werden organisatorische, präventive und aufdeckende Kontrollen angewendet, die sowohl IT-gestützt als auch manuell erfolgen können. Für die Wirksamkeit und Effizienz des rechnungslegungsbezogenen IKS ist für die United Internet Gruppe die hohe Qualifikation der Mitarbeiter, deren regelmäßige Schulung, das Vier-Augen-Prinzip und die Funktionstrennung von Verwaltungs-, Ausführungs- und Genehmigungsprozessen unverzichtbar. Die Steuerung der Prozesse zur Rechnungslegung erfolgt durch den Bereich Konzernrechnungslegung und weitere zuständige Rechnungslegungsabteilungen. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf die Rechnungslegung analysiert. Die Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung des ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablaufs ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich und werden dabei von den Rechnungslegungsabteilungen unterstützt.

Bei festgestellten wesentlichen Kontrollschwächen oder Verbesserungsmöglichkeiten werden diese bewertet und mit den verantwortlichen Personen Gegenmaßnahmen ausgearbeitet, um die Wirksamkeit des IKS weiter zu verbessern. Die Umsetzung der Maßnahmen wird durch Abteilung Corporate Audit (Interne Revision) überwacht und kann Gegenstand von Folgeprüfungen sein. Zur Sicherstellung der hohen Qualität des rechnungslegungsbezogenen IKS ist Corporate Audit über alle Stufen hinweg eng mit einbezogen.

6 ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN

Die folgenden Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geben die Verhältnisse zum Bilanzstichtag wieder. Wie in § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG vorgesehen, werden die Angaben in den einzelnen Abschnitten erläutert.

Zusammensetzung des Kapitals

Das gezeichnete Kapital der United Internet AG beträgt zum 31. Dezember 2015 205.000.000 € und ist in 205.000.000 nennwertlose, auf den Namen lautende Stammaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme, weitere Aktiengattungen existieren nicht. Bei einer Erhöhung des Grundkapitals kann der Beginn der Gewinnberechtigung der neuen Aktien abweichend von dem Zeitpunkt der Leistung der Einlagen festgelegt werden. Alle Stammaktien sind börsennotiert.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Gesetzliche Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte liegen in Bezug auf eigene Aktien gem. § 71b AktG und gem. § 71d S. 4 i. V. m. § 71b AktG vor. United Internet ist zum Stichtag im Besitz von 917.859 Aktien, welche 0,45 % des Grundkapitals repräsentieren.

Gesetzliche Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte liegen weiterhin in Bezug auf die Interessenkollision gem. § 136 Abs. 1 AktG bei Aktien vor, die im Besitz des Vorstands und des Aufsichtsrats sind.

Innerhalb der Mitglieder des Vorstands hält Herr Ralph Dommermuth zum 31. Dezember 2015 82.000.000 Aktien (40,00 % des Grundkapitals). Zudem halten Herr Robert Hoffmann 100.000 Aktien (0,05 % des Grundkapitals), Herr Jan Oetjen 14.033 Aktien (0,01 % des Grundkapitals), Herr Martin Witt 3.139 Aktien (0,00 % des Grundkapitals) sowie Herr Frank Krause 920 Aktien (0,00 % des Grundkapitals).

Innerhalb der Mitglieder des Aufsichtsrats hält Herr Michael Scheeren zum Bilanzstichtag 300.000 Aktien (0,15 % des Grundkapitals).

Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen, liegen nicht vor.

Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital mit mehr als 10 % der Stimmrechte

Der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft, Herr Ralph Dommermuth, hält per 31. Dezember 2015 82.000.000 Aktien bzw. 40,00 % der Anteile am Grundkapital von 205.000.000 Aktien der United Internet AG. Weitere Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht.

Sonderrechte

Herrn Ralph Dommermuth steht das persönliche Recht zu, ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden. Das Entsendungsrecht wird ausgeübt durch Benennung der Person des Aufsichtsratsmitglieds gegenüber dem Vorstand der Gesellschaft. Die Benennung wird wirksam durch Erklärung der Annahme des Aufsichtsratsmandats durch die benannte Person gegenüber dem Vorstand. Das vorstehende Benennungsrecht setzt voraus, dass Herr Ralph Dommermuth selbst oder durch mit ihm gemäß §§ 15 ff. AktG verbundene Unternehmen bei Ausübung des Benennungsrechts Aktien halten, die mindestens 25 % des stimmberechtigten Grundkapitals der Gesellschaft repräsentieren und dies dem Vorstand bei der Benennung des Aufsichtsratsmitglieds durch Depotauszüge oder ähnliche Unterlagen nachweisen. Herr Dommermuth hat bisher von seinem Entsendungsrecht keinen Gebrauch gemacht. Weitere Aktien mit Sonderrechten bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht.

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen

Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit Ziffer 1 der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand mindestens aus einer Person. Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands, bestimmt ihre Zahl und kann ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden ernennen.

Jede Satzungsänderung bedarf eines Hauptversammlungsbeschlusses mit einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Zu Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, ist der Aufsichtsrat nach § 22 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG ermächtigt (Änderungen bei Grundkapital und Aktienzahl).

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien

Der Vorstand hat die Möglichkeit, unter folgenden Umständen neue Aktien auszugeben:

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 20. Mai 2020 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 102.500.000,00 € durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Der Vorstand ist zudem ermächtigt, in bestimmten in § 5 Ziffer 4 der Satzung genannten Fällen das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Dies betrifft insbesondere den Ausgleich von Spitzenbeträgen und die Einräumung von Bezugsrechten auf neue Aktien an die Inhaber von Optionsscheinen, Wandelschuldverschreibungen oder Optionsanleihen. Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht einzuschränken, unter der Voraussetzung, dass der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen ausschließen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen oder Wirtschaftsgütern.

Das Grundkapital ist um bis zu 25.000.000,00 €, eingeteilt in bis zu 250.000.000 Stammaktien ohne Nennwert, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 21. Mai 2015 bis zum 20. Mai 2020 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden, soweit die Ausgabe gegen bar erfolgt ist und soweit nicht ein Barausgleich gewährt wird oder die Options- oder Wandlungsrechte aus dem Bestand eigener Aktien oder aus genehmigtem Kapital bedient werden.

Befugnisse des Vorstands zum Rückkauf von Aktien

Die von der Hauptversammlung am 23. Mai 2013 beschlossene und ursprünglich bis zum 22. November 2014 laufende Ermächtigung zum Erwerb, der Veräußerung oder Einziehung eigener Aktien wurde seitens der Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 zum Ablauf des 22. Mai 2014 mit Wirkung für die Zukunft aufgehoben.

Gleichzeitig hat die Hauptversammlung den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG am 22. Mai 2014 ermächtigt, im Anschluss an die auslaufende Ermächtigung und bis zum 22. September 2017 eigene Aktien im Umfang von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern oder einzuziehen.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, für einen oder mehrere Zwecke von der Gesellschaft ausgeübt werden; sie kann aber auch von abhängigen oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen oder für ihre oder deren Rechnung von Dritten ausgeübt werden. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels mit eigenen Aktien genutzt werden.

Der Erwerb der United-Internet-Aktien kann auf alle gesetzlich zulässigen Weisen erfolgen, insbesondere durch Rückkauf über die Börse und / oder mittels einer öffentlichen Kaufofferte.

Bei einem Erwerb über die Börse darf der Gegenwert für den Erwerb der United-Internet-Aktien (ohne Erwerbsnebenkosten) zehn vom Hundert des Börsenkurses nicht unterschreiten und den Börsenkurs nicht um mehr als zehn vom Hundert überschreiten.

Die Gegenleistung für den Erwerb der United-Internet-Aktien im Rahmen von Kaufofferten kann in einer Barzahlung bestehen oder durch Übertragung von Aktien eines im Sinne von § 3 Abs. 2 AktG börsennotierten Unternehmens ("Tauschaktien") geleistet werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die so erworbenen Aktien und bereits früher erworbene Aktien zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere eine Veräußerung der eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre oder gegen eine Sachleistung vorzunehmen. Die Ermächtigung zur Veräußerung gegen eine Barleistung verringert sich um den Anteil am Grundkapital, der auf Aktien entfällt, für die das Bezugsrecht in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wurde.

Ferner ist der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Gewährung von Aktien an Mitglieder des Vorstands und an sonstige Mitarbeiter sowie an Mitglieder der Geschäftsführungen und Mitarbeiter von mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu verwenden, zu deren Bezug diese Personen aufgrund von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen berechtigt sind. Soweit eigene Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft übertragen werden sollen, obliegt die Entscheidung hierüber dem Aufsichtsrat.

Der Vorstand ist zudem ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Wandel- oder Optionsrechten bzw. Wandlungspflichten zu verwenden.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ganz oder teilweise ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen verwendet werden.

7 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG / CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

Die Unternehmensführung der United Internet AG als börsennotierte deutsche Aktiengesellschaft wird in erster Linie durch das Aktiengesetz und durch die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in seiner jeweils aktuellen Fassung bestimmt.

Der Begriff Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, Achtung der Aktionärsinteressen sowie Offenheit und Transparenz der Unternehmenskommunikation sind wesentliche Aspekte guter Corporate Governance.

Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen.

Der nachfolgende Bericht enthält die "Erklärung zur Unternehmensführung" gemäß § 289a HGB sowie den "Corporate Governance Bericht" gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex von Vorstand und Aufsichtsrat.

Führungs- und Unternehmensstruktur

Entsprechend ihrer Rechtsform verfügt die United Internet AG mit ihren Organen Vorstand und Aufsichtsrat über eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur. Das dritte Organ bildet die Hauptversammlung. Alle 3 Organe sind dem Wohl des Unternehmens verpflichtet.

Aufsichtsrat

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2015 aus 3 Mitgliedern. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt in der Regel 5 Jahre.

Der Aufsichtsrat hält mit dem Vorstand regelmäßig Kontakt und überwacht und berät -gemäß Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung sowie den jeweiligen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit nicht nach Maßgabe von § 161 AktG eine Abweichung erklärt ist - den Vorstand bei der Führung der Geschäfte und dem Risiko- und Chancenmanagement des Unternehmens.

In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat mit dem Vorstand alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie und deren Umsetzung, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements sowie der Compliance. Er diskutiert mit dem Vorstand die Quartals- und Halbjahresberichte vor ihrer Veröffentlichung und verabschiedet die Jahresplanung. Er prüft den Jahres- und Konzernabschluss und billigt die Abschlüsse, wenn keine Einwände zu erheben sind. Dabei berücksichtigt er die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers.

In den Aufgabenbereich des Aufsichtsrats fallen auch die Bestellung der Vorstandsmitglieder sowie die Festlegung der Vorstandsvergütung und deren regelmäßige Überprüfung unter Beachtung der jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen sowie den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit nicht nach § 161 AktG eine Abweichung erklärt wird.

Zur Selbstbeurteilung führt der Aufsichtsrat regelmäßig eine Effizienzprüfung durch.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr und werden dabei von der Gesellschaft angemessen unterstützt.

Der Aufsichtsrat wird mindestens einmal im Kalendervierteljahr einberufen.

Die Sitzungen des Aufsichtsrates werden durch seinen Vorsitzenden mindestens 14 Tage vorher schriftlich einberufen.

Mit der Einberufung sind die Gegenstände der Tagesordnung mitzuteilen. Ist eine Tagesordnung nicht ordnungsgemäß angekündigt worden, darf hierüber nur beschlossen werden, wenn vor der Beschlussfassung kein Aufsichtsratsmitglied widerspricht.

Beschlüsse des Aufsichtsrates werden in der Regel in Sitzungen gefasst. Sitzungen werden vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats geleitet. Außerhalb von Sitzungen können auf Anordnung des Vorsitzenden Beschlussfassungen auch auf anderem Wege, zum Beispiel per Telefon oder per E-Mail erfolgen, wenn kein Mitglied diesem Verfahren widerspricht.

Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn an der Beschlussfassung alle 3 Mitglieder teilnehmen. Ein Mitglied nimmt auch dann an einer Beschlussfassung teil, wenn es sich in der Abstimmung der Stimme enthält.

Beschlüsse des Aufsichtsrates werden, soweit das Gesetz nicht zwingend etwas anderes bestimmt, mit einer einfachen Mehrheit gefasst.

Über die Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrates werden Niederschriften angefertigt.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates ist ermächtigt, im Namen des Aufsichtsrates die zur Durchführung der Beschlüsse des Aufsichtsrates erforderlichen Willenserklärungen abzugeben.

Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats / Stand der Umsetzung

Nach Beseitigung der in der Vergangenheit bestehenden Unsicherheiten im regulatorischen Umfeld hat der Aufsichtsrat mit Beschlussfassung vom 16. Dezember 2015 erstmals konkrete Ziele für seine Zusammensetzung benannt und wird diese Ziele bei künftigen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung berücksichtigen. Auf die Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat, einer Empfehlung des aktuellen Corporate Governance Kodex, wurde dabei verzichtet, da der Aufsichtsrat der Auffassung ist, dass eine derartige Beschränkung gegenüber anderen Kriterien für Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern nicht sachgerecht ist und es letztendlich der Hauptversammlung und ihrer Wahlfreiheit obliegt, die Kandidaten in den Aufsichtsrat zu wählen, die sie für am besten geeignet halten, ihre Interessen zu vertreten.

Vor dem Hintergrund

seiner eigenen Größe (drei Mitglieder),

des Geschäftsfeldes, in dem die Gesellschaft tätig ist,

der Größe und der Struktur der Gesellschaft,

des Umfangs der internationalen Tätigkeit der Gesellschaft sowie

der Börsennotierung der Gesellschaft und

ihrer gegenwärtigen Aktionärsstruktur

hat der Aufsichtsrat der United Internet AG die folgenden Vorgaben für seine Zusammensetzung beschlossen:

Die Mitglieder des Aufsichtsrats müssen insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Der Aufsichtsrat wird das, ebenso wie die nachfolgenden Zielvorgaben, im Rahmen seiner Wahlvorschläge an die Hauptversammlung berücksichtigen.

Unter Berücksichtigung dieses Erfordernisses bestehen die nachfolgenden Zielvorgaben für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Bei der Umsetzung der Zielvorgaben ist jeweils die spezifische Situation des Unternehmens zu berücksichtigen.

Der Aufsichtsrat strebt an, dass jeweils mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats mehrjährige im Ausland oder in einem international tätigen Unternehmen erworbene operative Erfahrung aufweist.

Aufsichtsratsmitglieder sollen keine anderweitigen Tätigkeiten ausüben, die das häufige Auftreten von Interessenkonflikten wahrscheinlich machen. Dazu gehören leitende Positionen bei wesentlichen Wettbewerbern.

Der Aufsichtsrat strebt an, dass jeweils mindestens zwei der drei Mitglieder des Aufsichtsrats unabhängig im Sinne der Kriterien von Nummer 5.4.2 DCGK sind.

Mitglieder des Aufsichtsrats sollen in der Regel zum Zeitpunkt ihrer Wahl oder Wiederwahl das 70. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.

Der Aufsichtsrat strebt an, dass seine Zusammensetzung ein möglichst breites Spektrum der für das Unternehmen relevanten Erfahrungen reflektiert. Hinsichtlich der Beteiligung von Frauen wird auf die separate Festlegung der Zielgröße nach Maßgabe der gesetzlichen Regelungen hingewiesen.

Der Aufsichtsrat strebt an, dass mindestens eines seiner Mitglieder über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügt.

Der Aufsichtsrat strebt an, dass alle seine Mitglieder den für die sorgfältige Wahrnehmung des Mandats erforderlichen Zeitaufwand über ihre gesamte Amtszeit hinweg erbringen können. Er wird dies bei seinen Wahlvorschlägen berücksichtigen und sich bei den jeweiligen Kandidaten darüber vergewissern.

Der Aufsichtsrat der United Internet AG sieht die genannten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats derzeit als ausnahmslos erfüllt an.

Aktuelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der von der Hauptversammlung 2015 neu gewählte Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2015 unverändert aus den Herren Kurt Dobitsch (Aufsichtsratsvorsitzender), Michael Scheeren (stellvertretender Vorsitzender) und Kai-Uwe Ricke. Vorbehaltlich der Bildung von Rumpfgeschäftsjahren endet das jeweilige Amt der Aufsichtsratsmitglieder mit dem Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung des Jahres 2020.

Vorstand

Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand ist das Leitungsorgan des Konzerns. Er bestand im Geschäftsjahr 2015 aus 5 Personen. Der Vorstand führt die Geschäfte nach Gesetz und Satzung, der vom Aufsichtsrat genehmigten Geschäftsordnung sowie den jeweiligen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit nicht nach Maßgabe von § 161 AktG eine Abweichung erklärt ist.

Er ist zuständig für die Aufstellung der Zwischen- und Jahresabschlüsse sowie für die Besetzung von personellen Schlüsselpositionen im Unternehmen.

Entscheidungen von grundlegender Bedeutung bedürfen der Zustimmung durch den Aufsichtsrat. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen des § 90 AktG und gibt dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats mindestens einmal pro Monat mündlich und auf Anforderung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats auch schriftlich einen Überblick über den aktuellen Stand der nach § 90 AktG relevanten Berichtsgegenstände. Der Aufsichtsratsvorsitzende wird demnach über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unverzüglich durch den Vorsitzenden bzw. Sprecher des Vorstands oder den Vorstand Finanzen informiert. Als wichtiger Anlass ist auch jede wesentliche Abweichung von der Planung oder sonstigen Prognosen der Gesellschaft anzusehen. Der Vorsitzende bzw. Sprecher des Vorstands oder der Vorstand Finanzen informiert den Vorsitzenden des Aufsichtsrats ferner nach Möglichkeit vorab, sonst unverzüglich danach über jede Ad-hoc-Mitteilung der Gesellschaft nach § 15 WpHG.

Für die Mitglieder des Vorstands gilt ebenfalls eine Altersgrenze von 70 Jahren. Diese Vorgabe wird derzeit ebenfalls ausnahmslos eingehalten.

Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft gesamtverantwortlich nach einheitlichen Zielsetzungen, Plänen und Richtlinien. Unbeschadet der Gesamtverantwortung des Vorstands handelt jedes Vorstandsmitglied in dem ihm zugewiesenen Ressort eigenverantwortlich, ist aber gehalten, die auf das ihm zugewiesene Ressort bezogenen Interessen dem Gesamtwohl des Unternehmens unterzuordnen.

Die Aufgabenverteilung innerhalb des Vorstands regelt der Gesamtvorstand in einem Geschäftsverteilungsplan.

Die Vorstandsmitglieder unterrichten sich gegenseitig über wichtige Vorgänge innerhalb ihrer Geschäftsbereiche. Angelegenheiten von größerer Bedeutung, die nicht im Budget verabschiedet sind, sind von wenigstens zwei Vorstandsmitgliedern zu erörtern und zu entscheiden, wobei eines der beiden Vorstandsmitglieder das Ressort Finanzen verantworten muss.

Unbeschadet ihrer Ressortzuständigkeit verfolgen alle Vorstandsmitglieder ständig die für den Geschäftsverlauf der Gesellschaft entscheidenden Daten, um jederzeit auf die Abwendung drohender Nachteile, die Durchführung wünschenswerter Verbesserungen oder zweckmäßiger Änderungen durch Anrufung des Gesamtvorstandes oder sonst auf geeignete Weise hinwirken zu können.

Der Gesamtvorstand beschließt über alle Angelegenheiten, die von besonderer Bedeutung und Tragweite für die Gesellschaft oder ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sind.

Der Gesamtvorstand entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorstandsvorsitzenden den Ausschlag. Die Beschlüsse des Vorstandes werden in einer Niederschrift festgehalten.

Der Gesamtvorstand kommt regelmäßig einmal im Monat und sonst bei Bedarf zu einer Vorstandssitzung zusammen.

Jedes Vorstandsmitglied legt Interessenkonflikte unverzüglich gegenüber dem Aufsichtsrat offen.

Aktuelle Zusammensetzung des Vorstands

Der Vorstand von United Internet bestand im Geschäftsjahr 2015 aus dem Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzenden Herrn Ralph Dommermuth, dem stellvertretenden Vorsitzenden und Vorstand "Business Applications" Herrn Robert Hoffmann (seit 2006 im Unternehmen), dem Vorstand "Consumer Applications" Herrn Jan Oetjen (seit 2008 im Unternehmen), dem Vorstand "Access" Herrn Martin Witt (seit 2009 im Unternehmen) sowie den Finanzvorständen Herrn Norbert Lang (bis 30. Juni 2015) sowie Herrn Frank Krause (seit 1. Juni 2015).

Der langjährige Finanzvorstand Herr Norbert Lang hat das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 30. Juni 2015 verlassen.

Als neuer Finanzvorstand der United Internet AG wurde Herr Frank Krause mit Wirkung zum 1. Juni 2015 berufen.

Der Vorstand der United Internet AG besteht somit seit dem 1. Juli 2015 aus folgenden 5 Mitgliedern:

Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender

Robert Hoffmann, stellv. Vorsitzender, Vorstand Business Applications

Jan Oetjen, Vorstand Consumer Applications

Martin Witt, Vorstand Access

Frank Krause, Vorstand Finanzen

Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und Führungsebenen / Stand der Umsetzung

Das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" (FührposGleichberG) vom 24. April 2015 hat das Aktiengesetz sowie eine Reihe weiterer Gesetze verändert.

Für die United Internet AG ergaben sich aus dem Gesetz insbesondere folgende Verpflichtungen:

Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der United Internet AG durch den Aufsichtsrat

Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand der United Internet AG durch den Aufsichtsrat

Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil in der ersten und zweiten Führungsebene der United Internet AG durch den Vorstand

Die erstmalige Festlegung musste bis zum 30. September 2015 erfolgen und darf maximal einen Zeitraum bis zum 30. Juni 2017 erfassen, innerhalb dessen die angestrebte Zielgröße erreicht werden soll. Die nachfolgenden Festlegungen dürfen jeweils maximal einen Zeitraum von 5 Jahren umfassen.

Nach eingehender Prüfung haben Aufsichtsrat und Vorstand der United Internet AG mit Beschlussfassung von 12. August 2015 dazu folgende Beschlüsse gefasst:

Für den erst von der Hauptversammlung vom 21. Mai 2015 neu gewählten Aufsichtsrat wird für den Referenzzeitraum (bis 30. Juni 2017) die Zielgröße "0" festgelegt. Der Aufsichtsrat setzt sich derzeit ausschließlich aus Männern zusammen. Die Amtszeit aller Aufsichtsratsmitglieder reicht deutlich über das Ende des Referenzzeitraums hinaus. Personelle Veränderungen oder eine Vergrößerung des Gremiums sind weder geplant noch absehbar.

Für den Vorstand wird für den Referenzzeitraum (bis 30. Juni 2017) die Zielgröße "0" festgelegt. Der Vorstand setzt sich derzeit ebenfalls ausschließlich aus Männern zusammen. Personelle Veränderungen oder eine Vergrößerung des Gremiums sind weder geplant noch absehbar. Das vom Gesetzgeber verfolgte Ziel der Erhöhung des Frauenanteiles tritt aus Sicht des Aufsichtsrats insoweit hinter dem Interesse des Unternehmens an der Fortführung der erfolgreichen Arbeit durch eingearbeitete Vorstandsmitglieder und an einer den Bedürfnissen des Unternehmens angepassten Vorstandsgröße zurück.

Sowohl hinsichtlich des Frauenanteils im Aufsichtsrat als auch im Vorstand behält sich der Aufsichtsrat vor, über die Zielgröße innerhalb des Referenzzeitraums erneut zu beschließen, sollte sich innerhalb des Referenzzeitraums eine Neubesetzung abzeichnen.

Für den Frauenanteil in der ersten und zweiten Führungsebene wird keine Zielgröße festgelegt, da es bei der United Internet AG aufgrund ihrer Holding-Struktur keine Führungsebenen unterhalb des Vorstands gibt.

Aufsichtsrat und Vorstand der United Internet AG sehen die genannten Zielgrößen derzeit als ausnahmslos erfüllt an.

Hauptversammlung

Die jährliche ordentliche Hauptversammlung ist das Organ der Willensbildung der Aktionäre der United Internet AG. Auf der ordentlichen Hauptversammlung wird den Anteilseignern der Jahres- und Konzernabschluss vorgelegt. Die Aktionäre entscheiden über die Verwendung des Bilanzgewinns und stimmen zu weiteren durch Gesetz festgelegten Themen wie der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und der Wahl des Abschlussprüfers ab. Jede Aktie besitzt eine Stimme. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich rechtzeitig anmelden und die am Tag der Hauptversammlung im Aktienregister eingetragen sind. Die Aktionäre können ihre Stimmrechte auf der Hauptversammlung auch durch einen Vertreter ausüben lassen. Die Gesellschaft stellt dazu einen Stimmrechtsvertreter bereit, der nach Weisung der Aktionäre abstimmt, soweit er dazu von den Aktionären den Auftrag erhält.

Compliance

Compliance ist ein integraler Bestandteil der Unternehmens- und Führungskultur des United Internet Konzerns. Für die United Internet AG bedeutet Compliance die Übereinstimmung ihrer Aktivitäten mit allen für die Geschäftstätigkeit maßgeblichen Gesetzen sowie mit den eigenen Grundsätzen und Regeln.

Dazu zählen auch der offene und faire Umgang mit Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären und der Öffentlichkeit. Als Internet-Dienstleister mit mehreren Millionen Kunden und einer hohen Zahl von Geschäftspartnern ist United Internet darauf angewiesen, durch ein rechtlich und ethisch einwandfreies Verhalten das Vertrauen seiner Kunden und Geschäftspartner zu erhalten.

Um ein dem Selbstverständnis des Unternehmens entsprechendes Verhalten zu gewährleisten, hat der Vorstand einen verbindlichen Rahmen für die ethischen Grundsätze und Wertvorstellungen des Unternehmens geschaffen. Er hat Werte und Führungsleitlinien definiert sowie wichtige Verhaltensregeln in einem Verhaltenskodex zusammengefasst. Diese "Kultur des Miteinanders" gibt den Mitarbeitern Orientierung für den Arbeitsalltag und schafft einen sicheren Handlungsrahmen für richtige Entscheidungen. Als Leitbild gilt dieser Rahmen für Vorstand, Geschäftsführung, Führungskräfte und alle Mitarbeiter gleichermaßen.

Compliance-Verstöße werden im Interesse aller Mitarbeiter und des Unternehmens untersucht, aufgeklärt und durch angemessene Maßnahmen geahndet. Zu diesem Zweck hat der Vorstand der Gesellschaft eine Compliance-Organisation eingerichtet, um die Einhaltung von gesetzlichen und internen Regeln einschließlich der Werte des Unternehmens sicherzustellen und sie nachhaltig in der Organisation zu verankern.

Die Compliance-Organisation ist Teil eines ganzheitlichen Risikomanagements, zu dem neben den "GRC"-Funktionen Corporate Governance, Risk Management & Compliance auch die Bereiche Corporate Audit und Legal Department gehören. Diese risikomitigierende Funktionen stehen seit dem 1. Januar 2015 unter der Leitung des Group General Counsels, der direkt an den Finanzvorstand (CFO) der United Internet AG berichtet.

Die Compliance-Organisation ist verantwortlich für die Schaffung von geeigneten Strukturen und Prozessen, um die Umsetzung von Compliance im Unternehmen zu unterstützen und Maßnahmen effizient umzusetzen. Die Compliance-Organisation ist in den Unternehmenseinheiten durch funktionale und lokale Compliance Manager (FCM und LCM) präsent und verankert. Die FCM und LCM unterstützen in ihrer Zusatzfunktion neben ihrer eigentlichen Tätigkeit den Compliance-Bereich.

Übergreifendes Element des Compliance-Systems mit den drei Handlungsebenen Vorbeugen, Erkennen und Reagieren bleibt weiterhin die Verantwortung aller Führungskräfte für Compliance. Sie beinhaltet die Vorbildrolle, wie sie in den Führungsleitlinien der Gesellschaft verankert ist und geht darüber hinaus: Alle Führungskräfte des Unternehmens müssen Compliance vorleben und sicherstellen, dass in ihrem Verantwortungsbereich geschäftliche Entscheidungen und Handlungen stets im Einklang mit den jeweiligen rechtlichen Bestimmungen und den eigenen Werten und Regeln stehen.

Finanzpublizität / Transparenz

Es ist das erklärte Ziel von United Internet, institutionelle Investoren, Privataktionäre, Finanzanalysten, Mitarbeiter sowie die interessierte Öffentlichkeit durch regelmäßige, offene und aktuelle Kommunikation gleichzeitig und gleichberechtigt über die Lage des Unternehmens zu informieren.

Dazu werden alle wesentlichen Informationen, wie z. B. Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen und andere Pflichtmitteilungen (wie z. B. Directors' Dealings oder Stimmrechtsmitteilungen) sowie sämtliche Finanzberichte entsprechend den gesetzlichen Vorgaben veröffentlicht. Ferner informiert United Internet auch umfangreich über die Internetseite der Gesellschaft (www.united-internet.de). Dort finden sich auch Dokumente und Informationen zu den Hauptversammlungen der Gesellschaft sowie weitere wirtschaftlich relevante Informationen.

United Internet berichtet Aktionären, Analysten und Pressevertretern nach einem festen Finanzkalender viermal im Geschäftsjahr über die Geschäftsentwicklung sowie über die Finanz- und Ertragslage. Der Finanzkalender wird auf der Internetseite der Gesellschaft und gemäß den Vorgaben des Gesetzgebers veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert.

Darüber hinaus informiert der Vorstand durch Ad-hoc-Mitteilungen umgehend über nicht öffentlich bekannte Umstände, die dazu geeignet sind, den Aktienkurs erheblich zu beeinflussen.

Im Rahmen der Investor Relations trifft sich das Management regelmäßig mit Analysten und institutionellen Anlegern. Zudem finden zur Vorstellung der Halbjahres- und Jahreszahlen Analystenkonferenzen statt, zu denen Investoren und Analysten auch telefonisch Zugang erhalten.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Rechnungslegung des Konzerns erfolgt nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind) unter Berücksichtigung von § 315a HGB. Der für Ausschüttungs- und Steuerbelange relevante Jahresabschluss wird dagegen nach den Regeln des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Jahres- und Konzernabschluss werden durch unabhängige Abschlussprüfer geprüft. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt durch die Hauptversammlung. Für das Geschäftsjahr 2015 wurde die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn / Frankfurt am Main, zum Abschlussprüfer bestellt. Der Aufsichtsrat erteilt den Prüfungsauftrag, legt die Prüfungsschwerpunkte und das Prüfungshonorar fest und überprüft die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers.

Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat werden im Vergütungsbericht unter Punkt 8 dieses Lageberichts dargestellt. Die Offenlegung der Vergütung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen (gemäß der Vorgaben des Gesetzgebers sowie des Deutschen Corporate Governance Kodex) findet sich im Vergütungsbericht bzw. auch im Konzernanhang unter Punkt 40.

Aktienoptionsprogramme

Die Grundzüge des Mitarbeiterbeteiligungsprorammes der United Internet AG werden im Vergütungsbericht unter Punkt 8 dieses Lageberichts beschrieben. Weitere Einzelheiten dazu enthält der Konzernanhang unter Punkt 35.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat - Directors' Dealings

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der United Internet AG sind nach § 15a WpHG gesetzlich verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der United Internet AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte, die ein Organmitglied und ihm nahestehende Personen innerhalb eines Kalenderjahres getätigt haben, die Summe von 5.000 € erreicht oder übersteigt.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden diesbezüglich von Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG folgende Wertpapiergeschäfte (in chronologischer Reihenfolge) getätigt:

Herr Robert Hoffmann hat am 3. Juni 2015 91.660 Aktien zum Preis von 42,3685 EUR je Aktie veräußert. Das Gesamtvolumen belief sich auf 3.883 T€.

Herr Martin Witt hat am 9. Juni 2015 5.000 Aktien zum Preis von 39,826 € je Aktie veräußert. Das Gesamtvolumen belief sich auf 199 T€.

Herr Martin Witt hat am 3. Dezember 2015 200 Aktien zum Preis von 50,0010 € je Aktie mit einem Gesamtvolumen von 10 T€ und am 4. Dezember 2015 8.300 Aktien zum Preis von je 50,00 € je Aktie mit einem Gesamtvolumen von 415 T€ veräußert.

Herr Jan Oetjen hat am 9. Dezember 2015 9.000 Aktien zum Preis von 50,8093 € je Aktie veräußert. Das Gesamtvolumen belief sich auf 457 T€.

Darüber hinaus wurden der Gesellschaft keine veröffentlichungspflichtigen Wertpapiergeschäfte seitens der Organe gemeldet.

Aus der nachfolgenden Tabelle ergibt sich der Aktienbesitz der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat (jeweils in Aktien, was jeweils den Stimmrechten und dem rechnerischen Anteil am Grundkapital in € entspricht).

Per 31. Dezember 2015 belief sich das Grundkapital auf 205.000.000 €, mit ebenso vielen Stimmen. Der Gesamtbesitz des Vorstands belief sich auf 40,06 % des Kapitals und der Stimmen, der Gesamtbesitz des Aufsichtsrats auf 0,15 % des Kapitals und der Stimmen. Von den Organmitgliedern hielt lediglich Herr Dommermuth einen Anteil von mehr als 1 % (konkret: 40,00 %) des Kapitals und der Stimmen.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

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Anteilseigentum 1.Jan.2015 31.Dez.2015
Vorstand Direkt Indirekt Gesamt Direkt Indirekt Gesamt
Ralph            
Dommermuth 0 82.000.000 82.000.000 0 82.000.000 82.000.000
Robert Hoffmann 75.000 0 75.000 100.000 0 100.000
Frank Krause --- --- --- 920 0 920
Jan Oetjen 3.994 0 3.994 14.033 0 14.033
Martin Witt 0 0 0 3.139 0 3.139
  78.994 82.000.000 82.078.994 118.092 82.000.000 82.118.092
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Aufsichtsrat Direkt Indirekt Gesamt Direkt Indirekt Gesamt
Kurt Dobitsch --- --- --- --- --- ---
Kai-Uwe Ricke --- --- --- --- --- ---
Michael Scheeren 300.000 --- 300.000 300.000 --- 300.000
  300.000 --- 300.000 300.000 --- 300.000

Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Corporate Governance bei United Internet orientiert sich am Deutschen Corporate Governance Kodex, den die von der Bundesministerin für Justiz im September 2001 eingesetzte Regierungskommission erstmals am 26. Februar 2002 veröffentlicht hat. Am 5. Mai 2015 wurde die 13. und aktuell geltende Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex fertig gestellt und am 12. Juni 2015 durch das Bundesministerium der Justiz im Bundesanzeiger (http://www.bundesanzeiger.de) veröffentlicht.

Der Kodex enthält drei Arten von Standards:

Vorschriften, die geltende deutsche Gesetzesnormen beschreiben

Empfehlungen

Anregungen

Die Vorschriften sind von deutschen Unternehmen zwingend anzuwenden.

Zu den Empfehlungen müssen börsennotierte Unternehmen gemäß § 161 des deutschen Aktiengesetzes (AktG) jährlich eine Erklärung über deren Beachtung veröffentlichen.

Von Anregungen können die Unternehmen ohne Offenlegungspflicht abweichen.

Am 5. März 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG die nachfolgend wiedergegebene aktuelle jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und im Anschluss auf der Internet-Seite der Gesellschaft (www.united-internet.de) sowie im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz:

Die United Internet AG hat den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in ihrer geltenden Fassung vom 5. Mai 2015 ("Kodex") seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 5. März 2015 entsprochen, wobei bis zur Bekanntmachung des Kodex im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 die Fassung vom 24. Juni 2014 zugrunde gelegt wurde, und plant, diesen Empfehlungen auch weiterhin zu entsprechen, jeweils mit folgenden Ausnahmen:

Selbstbehalt bei D&O-Versicherungen für Aufsichtsräte (Ziffer 3.8 Absatz 3 des Kodex)

Die D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat sieht keinen Selbstbehalt vor. Dies ist auch künftig nicht vorgesehen, da die United Internet AG grundsätzlich nicht der Ansicht ist, dass Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt verbessert werden können.

Betragsmäßige Höchstgrenzen bei der Vorstandsvergütung (Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 6 des Kodex)

Die Vereinbarungen über die Vergütung der Vorstandsmitglieder sehen keine betragsmäßige Höchstgrenze für die Vergütung insgesamt vor. Für variable Vergütungsteile sind Höchstgrenzen vorgesehen, die aber nicht betragsmäßig, sondern in Prozent eines festen Betrags ausgedrückt sind. Da der Aufsichtsrat die von der Kodexempfehlung angestrebte grundsätzliche Begrenzung der Vorstandvergütung bereits durch die derzeitigen Regelungen in den Vergütungsvereinbarungen für ausreichend gewährleistet hält, beabsichtigt er auch zukünftig nicht, der Empfehlung des Kodex nach Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 6 vollumfänglich zu folgen.

Bildung von Ausschüssen (Ziffer 5.3 des Kodex)

Der Aufsichtsrat hat angesichts seiner gegenwärtigen Größe von drei Mitgliedern keine Ausschüsse gebildet und nimmt sämtliche Aufgaben in seiner Gesamtheit wahr. Der Aufsichtsrat kann unter diesen Umständen nicht erkennen, wie die Effizienz seiner Arbeit durch Ausschüsse gesteigert würde.

Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats (Ziffer 5.4.1 Absatz 2 und 3 des Kodex)

Nach Beseitigung der in der Vergangenheit bestehenden Unsicherheiten im regulatorischen Umfeld hat der Aufsichtsrat mit Beschlussfassung vom 16. Dezember 2015 erstmals konkrete Ziele für seine Zusammensetzung benannt und wird diese Ziele bei künftigen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung berücksichtigen. Auf die Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat wurde dabei verzichtet, da der Aufsichtsrat der Auffassung ist, dass eine derartige Beschränkung gegenüber anderen Kriterien für Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern nicht sachgerecht ist und es letztendlich der Hauptversammlung und ihrer Wahlfreiheit obliegt, die Kandidaten in den Aufsichtsrat zu wählen, die sie für am besten geeignet halten, ihre Interessen zu vertreten. Die konkreten Zielsetzungen des Aufsichtsrats sowie der Stand der Umsetzung werden im Corporate Governance Bericht der Gesellschaft veröffentlicht.

Berücksichtigung des stellvertretenden Vorsitzes bei der Vergütung der

Aufsichtsratsmitglieder

(Ziffer 5.4.6 Absatz 1 Satz 2 des Kodex)

Bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat nicht berücksichtigt, da der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende derzeit keine zusätzlichen Aufgaben wahrnimmt, die ihn gegenüber einem einfachen Mitglied des Aufsichtsrats stärker beanspruchen würden.

Ausrichtung der erfolgsorientierten Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung (Ziffer 5.4.6 Absatz 2 Satz 2 des Kodex)

Die Hauptversammlung der United Internet AG hat am 21. Mai 2015 für das Geschäftsjahr 2015 und Folgejahre ein neues, vollumfänglich kodexkonformes Vergütungssystem (bestehend aus einer festen Vergütungskomponente sowie einem Sitzungsgeld) beschlossen und hat das bis dato bestehende Vergütungssystem (bestehend aus einer festen Vergütungskomponente sowie einer kurz- und langfristigen variablen Vergütungskomponente), das möglicherweise nicht vollständig auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung im Sinne von Ziffer 5.4.6 Absatz 2 Satz 2 des Kodex ausgerichtet war, abgelöst.

Veröffentlichungen zur Rechnungslegung (Ziffer 7.1.2 Satz 4 des Kodex)

Die United Internet AG hat den Bericht zum 1. Quartal 2015 sowie den Bericht zu den ersten 9 Monaten 2015 aus organisatorischen, innerbetrieblichen Gründen am 19. Mai 2015 bzw. 17. November 2015 veröffentlicht. Aus den gleichen Gründen wird der Bericht zum 1. Quartal 2016am 17. Mai 2016 sowie der Bericht zu den ersten 9 Monaten 2016 am 15. November 2016 veröffentlicht.

8 VERGÜTUNGSBERICHT

Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat unter Einbeziehung von etwaigen Konzernbezügen in angemessener Höhe auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Die Höhe der Vergütungsbestandteile wird regelmäßig überprüft. Dabei berücksichtigt der Aufsichtsrat auch das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises sowie der Belegschaft der United Internet AG insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der United Internet AG ist leistungsorientiert und besteht aus einem festen und einem variablen Bestandteil.

Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Höhe der variablen Vergütung ist von der Erreichung bestimmter und zu Beginn des Geschäftsjahres fixierter finanzieller Ziele abhängig, die sich im Wesentlichen an Umsatz- und Ergebniskennzahlen orientieren. Für die Zielerreichung gilt in der Regel eine Bandbreite von 90 % bis 120 %. Werden die Ziele zu weniger als 90 % erreicht, entfällt die Zahlung des variablen Vergütungsbestandteils ganz. Werden die Ziele zu mehr als 120 % erfüllt, endet die Zahlung des variablen Vergütungsbestandteils bei 120 %. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele ist nicht vorgesehen. Eine Mindestzahlung des variablen Vergütungsbestandteils wird nicht garantiert. Als Vergütungsbestandteil mit langfristiger Anreizwirkung existiert bei vier Vorstandsmitgliedern ein auf virtuellen Aktienoptionen basierendes Beteiligungsprogramm (SAR). Die Ausübungshürde des Programms liegt bei 120 % des Ausübungspreises. Die Zahlung des Wertzuwachses ist auf 100 % des ermittelten Börsenpreises bei der Einräumung der virtuellen Optionen begrenzt.

Die Nebenleistungen bestehen in der Regel aus einem der Position angemessenen Dienstfahrzeug, dessen geldwerter Vorteil zu versteuern ist.

Versorgungszusagen der Gesellschaft gegenüber den Vorständen bestehen nicht.

Bei den Abfindungsregelungen für Vorstandsmitglieder orientiert sich United Internet an den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex:

Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen sind durch den Wert von zwei Jahresvergütungen (Abfindungs-Cap) sowie durch die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages begrenzt

Für die Berechnung des Abfindungs-Caps wird auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt

Bei Beendigung eines Anstellungsvertrags aus einem von dem Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund, erfolgt keine Zahlung an das Vorstandsmitglied

Für die Dauer des nachvertraglichen Wettbewerbsverbots von 12 Monaten nach Beendigung des Dienstvertrags erhält das jeweilige Vorstandsmitglied eine Entschädigung bis zur Höhe der Festvergütung. Herr Lang hat auf Ansprüche aus dem nachvertraglichen Wettbewerbsverbot verzichtet.

Über die Vergütung des Vorstands nach den Vorgaben des deutschen Corporate Governance Kodex geben die folgenden Tabellen Auskunft.

Wert der gewährten Zuwendungen für das Berichtsjahr

Folgende Tabelle bildet den Wert der für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen ab. Sie ist des Weiteren ergänzt um die Werte, die im Minimum bzw. im Maximum erreicht werden können. Für die einjährige variable Vergütung ist der Zielwert (d. h. der Wert bei einer Zielerreichung von 100 %), der für das Berichtsjahr gewährt wird, angegeben. Außerdem werden die im Berichtsjahr gewährten mehrjährigen variablen Vergütungen nach verschiedenen Plänen und unter Nennung der jeweiligen Laufzeiten aufgeschlüsselt. Für Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen wurde der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung berechnet.

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Ralph Dommermuth
Gewährte Zuwendungen Vorsitzender
(in T€) Seit 2000
2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max)
Festvergütung 300 300 300 300
Nebenleistungen 0 0 0 0
Summe 300 300 300 300
Einjährige variable Vergütung 240 240 0 288
Mehrjährige variable Vergütung        
SAR-Programm M 2014 (6 Jahre)        
SAR-Programm O 2015 (6 Jahre)        
Summe 540 540 300 588
Versorgungsaufwand        
Gesamtvergütung 540 540 300 588
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Norbert Lang(1)
Gewährte Zuwendungen Finanzen
(in T€) Seit 2000 bis 30. Juni 2015
2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max)
Festvergütung 300 150 150 150
Nebenleistungen 20 11 11 11
Summe 320 161 161 161
Einjährige variable Vergütung 190 95 0 114
Mehrjährige variable Vergütung        
SAR-Programm M 2014 (6 Jahre)        
SAR-Programm O 2015 (6 Jahre)        
Summe 510 256 161 275
Versorgungsaufwand        
Gesamtvergütung 510 256 161 275
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Frank Krause(2)
Gewährte Zuwendungen Finanzen
(in T€) Seit 1. Juni 2015
2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max)
Festvergütung   210 210 210
Nebenleistungen   106 106 106
Summe   316 316 316
Einjährige variable Vergütung   82 82 98
Mehrjährige variable Vergütung   1.213 0  
SAR-Programm M 2014 (6 Jahre)        
SAR-Programm O 2015 (6 Jahre)   1.213 0  
Summe   1.611 398 414
Versorgungsaufwand        
Gesamtvergütung   1.611 398 414
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Robert Hoffmann
Gewährte Zuwendungen Business Applications
(in T€) Seit 1. Januar 2013
2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max)
Festvergütung 300 300 300 300
Nebenleistungen 11 12 12 12
Summe 311 312 312 312
Einjährige variable Vergütung 200 200 0 240
Mehrjährige variable Vergütung        
SAR-Programm M 2014 (6 Jahre)        
SAR-Programm O 2015 (6 Jahre)        
Summe 511 512 312 552
Versorgungsaufwand        
Gesamtvergütung 511 512 312 552
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Jan Oetjen(3)
Gewährte Zuwendungen Consumer Applications
(in T€) Seit 1. Oktober 2014
2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max)
Festvergütung 292 300 300 300
Nebenleistungen 12 13 13 13
Summe 304 313 313 313
Einjährige variable Vergütung 242 200 0 240
Mehrjährige variable Vergütung 1.425      
SAR-Programm M 2014 (6 Jahre) 1.425      
SAR-Programm O 2015 (6 Jahre)        
Summe 1.971 513 313 553
Versorgungsaufwand        
Gesamtvergütung 1.971 513 313 553
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Martin Witt(3)
Gewährte Zuwendungen Access
(in T€) Seit 1. Oktober 2014
2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max)
Festvergütung 275 300 300 300
Nebenleistungen 12 12 12 12
Summe 287 312 312 312
Einjährige variable Vergütung 175 200 0 240
Mehrjährige variable Vergütung 1.425      
SAR-Programm M 2014 (6 Jahre) 1.425      
SAR-Programm O 2015 (6 Jahre)        
Summe 1.887 512 312 552
Versorgungsaufwand        
Gesamtvergütung 1.887 512 312 552

(1) 2015 ohne Abgeltungen aus Urlaubsansprüchen in Höhe von 13 TEUR
(2) Die Nebenleistungen bei Herrn Krause ergeben sich aus dem geldwerten Vorteil des Dienstfahrzeugs sowie einer Einmalzahlung in Höhe von 100.000 €; die Höhe der maximalen mehrjährigen variablen Vergütung (SAR-Programm O 2015) bei Herrn Krause errechnet sich (bezogen auf 200.000 SARs) aus einem Ausgabekurs von 40 € und einem theoretischen Aktienkurs von mindestens 80 € (Kurs zum 11. März 2016: 44,65 €) zum jeweiligen Ausübungszeitraum und verteilt auf eine Laufzeit von 5 Jahren
(3) Die Vorstände Jan Oetjen und Martin Witt erhielten ihre Vergütungen für 2014 und 2015 über Tochtergesellschaften der United Internet AG

Zufluss für das Berichtsjahr

Folgende Tabelle enthält den Zufluss für das Berichtsjahr (Auszahlungsbetrag) für die Festvergütung sowie die einjährige variable Vergütung. Die Tabelle gibt außerdem den Zufluss (Auszahlungsbetrag) aus mehrjährigen variablen Vergütungen wieder, die im Berichtsjahr ausgeübt wurden. Die Beträge werden nach unterschiedlichen Plänen getrennt aufgeschlüsselt.

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Ralph Dommermuth Norbert Lang(1) Frank Krause(2)
Zufluss Vorsitzender Finanzen Finanzen
(in T€) Seit 2000 Bis 30. Juni 2015 Seit 01. Juni 2015
2015 2014 2015 2014 2015 2014
Festvergütung 300 300 150 300 210  
Nebenleistungen 0 0 11 20 106  
Summe 300 300 151 320 316  
Einjährige variable Vergütung 240 247 95 196 82  
Mehrjährige variable Vergütung       1.104    
SAR-Programm E 2009 (6 Jahre)       1.104    
SAR-Programm F 2009 (6 Jahre)            
SAR-Programm I 2010 (6 Jahre)            
SAR-Programm A 2011 (6 Jahre)            
SAR-Programm B 2011 (6 Jahre)            
SAR-Programm F 2012 (6 Jahre)            
SAR-Programm H 2012 (6 Jahre)            
Sonstiges            
Summe 540 547 246 1.620 398  
Versorgungsaufwand            
Gesamtvergütung 540 547 246 1.620 398  
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Robert Hoffmann Jan Oetjen(3) Martin Witt(3)
Zufluss Business Applications Consumer Applications Access
(in T€) Seit 1. Januar 2013 Seit 1. Oktober 2014 Seit 1. Oktober 2014
2015 2014 2015 2014 2015 2014
Festvergütung 300 300 300 292 300 275
Nebenleistungen 12 11 13 12 12 12
Summe 312 311 313 304 312 287
Einjährige variable Vergütung 130 200 207 242 201 175
Mehrjährige variable Vergütung 4.917 2.246 896 1.172 722 320
SAR-Programm E 2009 (6 Jahre)       276    
SAR-Programm F 2009 (6 Jahre)   1.344        
SAR-Programm I 2010 (6 Jahre)     896 896    
SAR-Programm A 2011 (6 Jahre)         121 121
SAR-Programm B 2011 (6 Jahre) 902 902        
SAR-Programm F 2012 (6 Jahre)         199 199
SAR-Programm H 2012 (6 Jahre) 4.015       402  
Sonstiges            
Summe 5.359 2.757 1.416 1.718 1.235 782
Versorgungsaufwand            
Gesamtvergütung 5.359 2.757 1.416 1.718 1.235 782

(1) 2015 ohne Abgeltungen aus Urlaubsansprüchen in Höhe von 13 TEUR
(2) Die Nebenleistungen bei Herrn Krause ergeben sich aus dem geldwerten Vorteil des Dienstfahrzeugs sowie einer Einmalzahlung in Höhe von 100.000
(3) Die Vorstände Jan Oetjen und Martin Witt erhielten ihre Vergütungen für 2015 über Tochtergesellschaften der United Internet AG

Weitere Angaben zur Vorstandsvergütung finden sich im Konzernanhang unter Punkt 40.

Im Geschäftsjahr 2015 haben folgende Mitglieder des Vorstands SARs ausgeübt: Herr Robert Hoffmann (325.000 SARs mit einem gewichteten Ausübungspreis von 15,13 €), Herr Jan Oetjen (100.000 SARs mit einem gewichteten Ausübungspreis von 8,96 €) und Herr Martin Witt (50.000 SARs mit einem gewichteten Ausübungspreis von 14,44 €). Im Berichtsjahr wurden Herrn Frank Krause 200.000 SARs mit einem Ausübungspreis von 40 € gewährt.

Im IFRS Konzernabschluss der United Internet Gruppe wurden folgende Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen für den Vorstand erfasst: Herr Ralph Dommermuth (0 T€, Vorjahr: 0 T€), Herr Robert Hoffmann (464 T€, Vorjahr: 778 T€), Herr Nobert Lang (0 T€, Vorjahr: 11 T€), Herr Frank Krause (191 T€, Vorjahr: 0 T€), Herr Jan Oetjen (458 T€, Vorjahr: 350 T€) und Herr Martin Witt (523 T€, Vorjahr: 433 T€).

Grundzüge des Vergütungssystems des Aufsichtsrats

Die 3 Mitglieder des Aufsichtsrats der United Internet AG bilden gleichzeitig auch den Aufsichtsrat der wichtigsten Tochtergesellschaften, d. h. den Teilkonzernen 1&1 Telecommunication SE, 1&1 Internet SE und 1&1 Mail & Media Applications SE sowie der United Internet Ventures AG. Die Aufsichtsräte erhalten im Rahmen ihrer Tätigkeit für die genannten Unternehmen jeweils auch eine getrennte Vergütung. Die Vergütung besteht jeweils aus einer festen Vergütung sowie einem Sitzungsgeld.

Das von der Hauptversammlung 2015 neu beschlossene Vergütungssystem für den Aufsichtsrat der United Internet AG sieht eine feste Vergütung für ein einfaches Mitglied des Aufsichtsrats sowie den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden in Höhe von jeweils 15.000 € pro volles Geschäftsjahr und für den Aufsichtsratsvorsitzenden in Höhe von 30.000 € pro volles Geschäftsjahr vor. Darüber hinaus erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 € für jede Sitzungsteilnahme als Präsenzsitzung, Telefon- oder Videokonferenz oder entsprechende Zuschaltung. Aktienoptionsprogramme für die Mitglieder des Aufsichtsrats existieren nicht.

Im Rahmen der Tätigkeit für die 1&1 Telecommunication SE beträgt die feste Vergütung für ein einfaches Mitglied des Aufsichtsrats 50.000 € pro volles Geschäftsjahr, für den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden 55.000 € pro volles Geschäftsjahr und für den Aufsichtsratsvorsitzenden 60.000 € pro volles Geschäftsjahr. Darüber hinaus erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 € für jede Sitzungsteilnahme als Präsenzsitzung, Telefon- oder Videokonferenz oder entsprechende Zuschaltung.

Im Rahmen der Tätigkeit für die 1&1 Internet SE beträgt die feste Vergütung für ein einfaches Mitglied des Aufsichtsrats sowie den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden jeweils 30.000 € pro volles Geschäftsjahr und für den Aufsichtsratsvorsitzenden 35.000 € pro volles Geschäftsjahr. Darüber hinaus erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 € für jede Sitzungsteilnahme als Präsenzsitzung, Telefon- oder Videokonferenz oder entsprechende Zuschaltung.

Im Rahmen der Tätigkeit für die 1&1 Mail & Media Applications SE beträgt die feste Vergütung für ein einfaches Mitglied des Aufsichtsrats 15.000 € pro volles Geschäftsjahr sowie für den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und für den Aufsichtsratsvorsitzenden jeweils 25.000 € pro volles Geschäftsjahr. Darüber hinaus erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 € für jede Sitzungsteilnahme als Präsenzsitzung, Telefon- oder Videokonferenz oder entsprechende Zuschaltung.

Im Rahmen der Tätigkeit für die United Internet Ventures AG beträgt die feste Vergütung für ein einfaches Mitglied des Aufsichtsrats sowie den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden jeweils 10.000 € pro volles Geschäftsjahr und für den Aufsichtsratsvorsitzenden 15.000 € pro volles Geschäftsjahr. Darüber hinaus erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 € für jede Sitzungsteilnahme als Präsenzsitzung, Telefon- oder Videokonferenz oder entsprechende Zuschaltung.

Konkrete Angaben zur Aufsichtsratsvergütung finden sich im Konzernanhang unter Punkt 40.

Aktienoptionsprogramme

Bei der United Internet AG besteht ein aktienbasiertes Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, mit dem Führungskräfte am Unternehmenserfolg beteiligt und damit langfristig an das Unternehmen gebunden werden sollen. Dieser Plan ist als virtuelles Aktienoptionsprogramm ausgestaltet.

Als virtuelle Aktienoption bzw. Stock Appreciation Right (SAR) wird die Zusage der United Internet AG bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe der Differenz zwischen dem Börsenkurs bei Einräumung der Option und dem Börsenkurs bei Ausübung der Option entspricht. Die Ausübungshürde beträgt 120 % des Börsenpreises, der als der Mittelwert der Schlusskurse im Xetra-Handel für die Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsentage vor der Ausgabe der Option berechnet wird. Die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten ist gleichzeitig auf 100 % des ermittelten Börsenpreises bei der Einräumung der virtuellen Optionen begrenzt.

Ein SAR entspricht einem virtuellen Bezugsrecht auf eine Aktie der United Internet AG, ist aber kein Anteilsrecht und somit keine (echte) Option auf den Erwerb von Aktien der United Internet AG. Die United Internet AG behält sich das Recht vor, ihre Verpflichtung zur Barauszahlung der SAR nach freiem Ermessen auch durch die Übertragung von United Internet Aktien aus dem Bestand eigener Aktien an die Berechtigten zu erfüllen. Nach Ablauf von gewissen Mindestwartezeiten kann der Mitarbeiter das Optionsrecht ausüben. In Höhe des Wertzuwachses entsteht ein vom Mitarbeiter zu versteuernder Gewinn. Die SAR haben eine Laufzeit von maximal 6 Jahren.

Das Optionsrecht kann wie folgt ausgeübt werden: hinsichtlich eines Teilbetrags von bis zu 25 % frühestens nach Ablauf von 24 Monaten seit dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 50 % frühestens 36 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 75 % frühestens 48 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option und hinsichtlich des Gesamtbetrags frühestens nach Ablauf von 60 Monaten nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option.

Weitere Einzelheiten zum Mitarbeiterbeteiligungsprogramm finden sich auch im Konzernanhang unter Punkt 35.

9 ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Der Vorstand erklärt gemäß § 312 AktG, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die der Gesellschaft zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat oder dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt worden ist.

 

Montabaur, den 11. März 2016

Der Vorstand

Ralph Dommermuth

Robert Hoffmann

Frank Krause

Jan Oetjen

Martin Witt

Einzelabschluss nach HGB zum 31. Dezember 2015

United Internet AG -Bilanz nach HGB zum 31. Dezember 2015 in T€

AKTIVA

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31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
ANLAGEVERMÖGEN    
Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 135 133
  135 133
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.558.258 1.214.501
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.434.630 1.037.300
  2.992.888 2.251.801
  2.993.023 2.251.934
UMLAUFVERMÖGEN    
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.134.358 1.886.115
Sonstige Vermögensgegenstände 89.915 366.713
  1.224.273 2.252.828
Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 8.005 9.842
  1.232.278 2.262.670
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 40 40
  4.225.341 4.514.644

PASSIVA

   
  31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
EIGENKAPITAL    
Gezeichnetes Kapital 204.182 203.868
Kapitalrücklage 457.977 457.977
Gewinnrücklagen    
Andere Gewinnrücklagen 513.501 500.319
Bilanzgewinn 1.351.860 1.422.774
  2.527.520 2.584.938
RÜCKSTELLUNGEN    
Steuerrückstellungen 6.955 33.859
Sonstige Rückstellungen 18.489 23.707
  25.444 57.566
VERBINDLICHKEITEN    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.409.185 1.382.646
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 77 635
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 242.314 466.544
Sonstige Verbindlichkeiten 20.801 19.530
  1.672.377 1.869.355
PASSIVE LATENTE STEUERN 0 2.785
  4.225.341 4.514.644

United Internet AG - Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB vom 01. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 in T€

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2015 Januar-Dezember 2014 Januar-Dezember
Umsatzerlöse 1.356 6.298
Sonstige betriebliche Erträge 1.935 428
Materialaufwand    
Aufwendungen für bezogene Leistungen -303 -4.960
Personalaufwand    
a. Löhne und Gehälter -3.833 -2.674
b. Soziale Abgaben -36 -33
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -31 -68
Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.252 -7.153
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 80.434 1.572.763
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.977 8.356
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -15.116 -5.689
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -20.784 -34.341
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 74.347 1.532.927
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -23.000 -53.352
Sonstige Steuern -1 -2
Jahresüberschuss 51.346 1.479.573
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.300.514 143.202
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 -200.000
Bilanzgewinn 1.351.860 1.422.775

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die United Internet AG, Montabaur, gilt aufgrund ihrer Kapitalmarktorientierung als große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss beruht auf den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes in den jeweils gültigen Fassungen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten sowie teilweise davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

Die Gesellschaft weist darauf hin, dass entsprechend den Zulassungsfolgepflichten des geregelten Markts (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse ein Konzernabschluss nach den "International Financial Reporting Standards" (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt wurde, der gemäß § 325 HGB offengelegt wird und verweist auf § 315a HGB.

Die Umsatzerlöse, sonstigen betrieblichen Erträge, Materialaufwendungen sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund einer Ausweisänderung im Geschäftsjahr 2015 nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Es wird auf die Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung verwiesen.

INFORMATIONEN ZUR GESELLSCHAFT

Die Geschäftstätigkeit der United Internet AG (United Internet) geht zurück auf die "Eins & Eins EDV Marketing GmbH", die 1988 durch Herrn Ralph Dommermuth und zwei weitere Gesellschafter gegründet wurde. Die Firmierung dieses Marketingunternehmens wurde zunächst in "1&1 EDV Marketing GmbH" und 1993 schließlich in "1&1 Holding GmbH" geändert.

Die United Internet AG wurde am 29. Januar 1998 als neue Holdinggesellschaft der 1&1-Gruppe unter der Firma 1&1 Aktiengesellschaft & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) errichtet. Die Gesellschaft wurde am 16. Februar 1998 in das Handelsregister beim Amtsgericht Montabaur unter HRB 5762 eingetragen; anschließend wurde die 1&1 Holding GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 1998 auf die Gesellschaft verschmolzen.

Am 20. März 1998 wurden die (Kommandit-) Aktien der Gesellschaft zum Geregelten Markt mit Aufnahme des Handels am Neuen Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Der Handel der Aktien wurde am 23. März 1998 aufgenommen.

Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 22. Februar 2000 änderte die Gesellschaft ihre Firma in United Internet Aktiengesellschaft & Co. KGaA. Die Eintragung der Umfirmierung in das Handelsregister erfolgte am 23. Februar 2000.

Der ebenfalls am 22. Februar 2000 beschlossene Formwechsel der Gesellschaft in die Rechtsform einer Aktiengesellschaft unter der Firmierung United Internet AG wurde am 23. März 2000 in das Handelsregister eingetragen.

GEGENSTAND DES UNTERNEHMENS

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Marketing-, Vertriebs- und sonstigen Dienstleistungen, insbesondere auf den Gebieten der Telekommunikation, der Informationstechnologie einschließlich des Internets sowie der Datenverarbeitung oder verwandten Bereichen. Zum Gegenstand des Unternehmens gehört auch der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen, insbesondere an solchen, die in den vorgenannten Geschäftsbereichen tätig sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, Unternehmen, an denen sie beteiligt ist, unter ihrer einheitlichen Leitung zusammenzufassen und sich auf die Leitung oder Verwaltung der Beteiligungen zu beschränken.

Die Gesellschaft ist befugt, Unternehmen aller Art im In- und Ausland zu erwerben oder sich daran zu beteiligen und alle Geschäfte zu tätigen, die dem Gegenstand des Unternehmens förderlich sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, ihre Geschäftstätigkeit auch durch Tochter-, Beteiligungs- und Gemeinschaftsunternehmen auszuüben. Sie kann ihren Betrieb ganz oder teilweise in verbundene Unternehmen ausgliedern oder verbundenen Unternehmen überlassen.

GESCHÄFTSFÜHRUNG UND VERTRETUNG DER GESELLSCHAFT

Die Geschäftsführung und die Vertretung stehen dem Vorstand der Gesellschaft zu. Nach der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen, deren Anzahl der Aufsichtsrat festlegt. Besteht der Vorstand nur aus einer Person, so wird die Gesellschaft durch diese Person vertreten. Besteht der Vorstand aus mehreren Personen, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinschaftlich mit einem Prokuristen vertreten; jedoch kann der Aufsichtsrat bestimmen, dass einzelne Vorstandsmitglieder allein zur Vertretung der Gesellschaft befugt sind.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Sämtliche Zahlenangaben erfolgen in Euro (€), Tausend Euro (T€) oder Millionen Euro (Mio. €).

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Änderungen ergaben sich hinsichtlich des Ausweises von konzerninternen Kostenweiterbelastungen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände, die bis zum 31. Dezember 2007 und zwischen dem 1. Januar 2009 und dem 31. Dezember 2009 zugegangen sind, wird die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Zur linearen Methode wird in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt, übergegangen. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 150,00 € sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 € bis 1.000,00 € wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die übrigen Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zeitanteilig vorgenommen.

Die Betriebsausstattung wird in der Regel über 4 bis 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung der Mietereinbauten erfolgt in der Regel über einen Zeitraum von 10 Jahren bzw. über die Laufzeit des Mietvertrages, sofern diese kürzer ist. Die voraussichtliche Nutzungsdauer der Büroeinrichtungen beläuft sich auf 8 bis 13 Jahre, die der Kraftfahrzeuge auf 6 Jahre.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist, soweit sie der Höhe nach wesentlich sind, durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten, erkennbaren Risiken und drohenden Verluste. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung werden nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Dabei wird die "Einfrierungsmethode" angewandt, bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, und die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen daher nicht erfolgswirksam erfasst werden.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

ANLAGEVERMÖGEN

Zur Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens nach Anlageklassen wird auf den Anlagenspiegel verwiesen (Anlage 1 zum Anhang).

Sachanlagen

In diesem Bereich entfallen die Investitionen im Berichtsjahr ausschließlich auf Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Finanzanlagen

Informationen zur Eigenkapitalsituation und zur Ertragslage der verbundenen Unternehmen und die Angabe der jeweiligen Anteilsquoten sind in der Aufstellung zum Anteilsbesitz (Anlage 2 zum Anhang) dargestellt.

Die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen den Anteilskauf der GMX & WEB.DE Mail & Media SE, Montabaur, die am 1. April 2015 von der Tochtergesellschaft 1&1 Internet AG, Montabaur, zu einem Kaufpreis von 1.040.600 T€ erworben wurde. Die erworbene Gesellschaft wurde dann auf die bereits bestehende Tochtergesellschaft 1&1 Mail & Media Applications SE, Montabaur, verschmolzen.

Außerdem wurde im Berichtsjahr die 1&1 Internet SE, Montabaur, zu einem Kaufpreis von 132 T€ erworben. Auf diese Gesellschaft wurde im Berichtsjahr sowohl die 1&1 Internet AG, Montabaur, als auch die 1&1 Internet Service Holding GmbH, Montabaur, verschmolzen. Gegenläufig wirkte sich eine Ausschüttung der 1&1 Internet AG in Höhe von 697 Mio. € aus, welche handelsbilanziell als Kapitalrückzahlung abgebildet wurde.

Des Weiteren betreffen die Zugänge an verbundenen Unternehmen in Höhe von 25 T€ die Gründung der United Internet Service Holding GmbH, Montabaur.

Die Ausleihungen haben sich im Wesentlichen aufgrund einer konzerninternen Abtretungsvereinbarung über ein Darlehen in Höhe von 937 Mio. € erhöht. Im Geschäftsjahr wurden 540 Mio. € des Darlehens getilgt. Der übertragene Darlehensvertrag wurde am 12. Dezember 2014 im Zuge der konzerninternen Restrukturierungen zwischen einer mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaft der United Internet AG geschlossen und hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019. Anschließend verlängert er sich jeweils um ein Jahr, wenn er nicht von einer der Parteien mit einer Frist von drei Monaten gekündigt wird. Des Weiteren wurde im Berichtsjahr ein Darlehen an eine Tochtergesellschaft um 250 T€ erhöht.

UMLAUFVERMÖGEN

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Über die Gliederung und die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gibt die folgende Aufstellung Aufschluss (T€):

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31.12.2015 31.12.2015 31.12.2014
Gesamt bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt*
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.134.358 1.134.358 0 0 1 .886.115
Sonstige Vermögensgegenstände 89.915 89.915 0 0 366.713
  1.224.273 1.224.273 0 0 2.252.828

* Restlaufzeit jeweils bis 1 Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen die United Internet Ventures AG (568.397 T€) und die 1&1 Telecommunication SE (vormals 1&1 Telecommunication Holding SE), Montabaur, (522.105 T€). Die Forderungen gegen die United Internet Ventures AG, Montabaur, resultieren im Wesentlichen aus Salden im Rahmen des Cash-Managements innerhalb der United Internet-Gruppe (557.361 T€) sowie aus dem Gewinnabführungsvertrag (9.570 T€). Die Forderungen gegen die 1&1 Telecommunication SE resultieren im Wesentlichen aus Salden im Rahmen des Cash-Managements innerhalb der United Internet-Gruppe (502.952 T€) sowie aus Leistungsbeziehungen (19.153 T€).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt (82.831 T€).

EIGENKAPITAL

Die Gesellschaft hat die Rechtsform einer Aktiengesellschaft.

Grundkapital und Aktien

Das voll eingezahlte Grundkapital zum 31. Dezember 2015 wie im Vorjahr betrug 205.000.000 €, eingeteilt in 205.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 €.

Zum 31. Dezember 2015 hielt die Gesellschaft 817.859 Stück eigene Aktien, die gem. § 272 Abs. 1a HGB offen vom Grundkapital abgesetzt werden.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 20. Mai 2020 einmal oder mehrfach um insgesamt bis zu 102.500.000,00 € durch Ausgabe von neuen Stammaktien ohne Nennwert gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen.

Bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht auch insoweit auszuschließen als dies erforderlich ist, um den Inhabern von Optionsscheinen, Wandelschuldverschreibungen oder Optionsanleihen, die von der Gesellschaft oder ihr nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben wurden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einräumen zu können, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflicht zustünde. Der Vorstand ist außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft mit gleicher Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet und die gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsauschluss veräußert oder ausgegeben wurden.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage auszuschließen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen oder Wirtschaftsgütern.

Bedingte Kapitalien

Das Grundkapital ist um bis zu EUR 25.000.000,00, eingeteilt in bis zu 25.000.000 Stammaktien ohne Nennwert, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung in den Anleihebedingungen jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- oder Wandlungsrechten aus den Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungs- oder Optionspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden oder die Gesellschaft von ihrem Recht zur Andienung Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die zur Ausgabe gelangenden neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung des Options- bzw. Umtauschrechtes entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien hiervon und auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Hauptversammlungsermächtigung zum Erwerb eigener Anteile

Die Gesellschaft ist gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 22. September 2017 eigene Aktien im Umfang von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals zu erwerben. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien darf zehn vom Hundert des Börsenkurses nicht unterschreiten und den Börsenkurs nicht um mehr als zehn vom Hundert überschreiten. Zum Bilanzstichtag wurden 817.859 Stück eigene Aktien gehalten.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, wenn die erworbenen eigenen Aktien gegen eine Barleistung, die den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet, oder gegen eine Sachleistung, deren Wert bei einer Gesamtbeurteilung nicht unangemessen niedrig ist, veräußert werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Gewährung von Aktien an Mitglieder des Vorstands, an sonstige Mitarbeiter der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführungen und Mitarbeiter von mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu verwenden, zu deren Bezug diese Personen aufgrund von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen berechtigt sind. Soweit eigene Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft übertragen werden sollen, obliegt die Entscheidung hierüber dem Aufsichtsrat der Gesellschaft.

Der Vorstand ist zudem ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Wandel- oder Optionsrechten bzw. Wandlungspflichten zu verwenden.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen, als diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden. Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können einmal oder mehrmals, ganz oder auch in Teilen ausgeübt werden.

Die Entwicklung des gesamten Eigenkapitals ergibt sich aus folgender Übersicht (€):

Entwicklung des gesamten Eigenkapitals

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Grundkapital
- Grundkapital - 31. Dezember 2014   205.000.000,00
- Grundkapital - 31. Dezember 2015   205.000.000,00
Offene Absetzung von eigenen Anteilen gem. § 272 Abs. 1a HGB - 31. Dezember 2014 -1.132.338,00  
- Ausgabe eigener Anteile 314.479,00  
Offene Absetzung von eigenen Anteilen gem. § 272 Abs. 1a HGB -31. Dezember 2015   -817.859,00
- Stand am 31. Dezember 2015   204.182.141,00
Kapitalrücklage    
- Stand am 31. Dezember 2014   457.976.677,74
- Einstellung in die Kapitalrücklage   0,00
- Entnahmen aus der Kapitalrücklage   0,00
- Stand am 31. Dezember 2015   457.976.677,74
Andere Gewinnrücklagen    
- Stand am 31. Dezember 2014   500.318.524,81
- Einstellung in andere Gewinnrücklagen (Mitarbeiterbeteiligungsprogramm)   13.182.181,54
- Stand am 31. Dezember 2015   513.500.706,35
Bilanzgewinn    
- Stand am 31. Dezember 2014   1.422.774.783,56
- Dividendenzahlung   -122.260.597,20
- Jahresüberschuss   51.346.324,47
- Stand am 31. Dezember 2015   1.351.860.510,83
Gesamtes Eigenkapital   2.527.520.035,92

Die Bilanzierung eigener Anteile erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2010 analog einer Kapitalherabsetzung. In Höhe des Nennbetrags erfolgte eine offene Absetzung vom gezeichneten Kapital, der Unterschiedsbetrag wurde mit anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Der Nennbetrag der zum Stichtag 31. Dezember 2015 gehaltenen Anteile von insgesamt 817.859 € wurde daher in einer Vorspalte offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Die Hauptversammlung vom 21. Mai 2015 ist dem Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats gefolgt, einen Teilbetrag in Höhe von 1.300.514.186,36 € des Bilanzgewinns 2014 auf neue Rechnung vorzutragen sowie einen Teilbetrag in Höhe von 122.260.597,20 € als Dividende auszuschütten.

Der Bilanzgewinn beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 1.351.860.510,83 €. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 1.422.774.783,56 € enthalten. Dieser reduzierte sich unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr 2015 ausgezahlten Dividende auf 1.300.514.186,36 €.

Über den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2015 beraten Vorstand und Aufsichtsrat in der Aufsichtsratssitzung am 16. März 2016. Über die Verwendung des Bilanzgewinns beschließt nach § 21 der Satzung der United Internet AG die Hauptversammlung.

Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft gemäß § 71b AktG keine Rechte und damit auch keine anteilige Ausschüttung zu.

Eigene Anteile

Zum 31. Dezember 2015 hielt die Gesellschaft 817.859 Stück eigene Aktien bzw. 0,40 % des Grundkapitals von 205.000.000 Stück Aktien. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten je Aktie beliefen sich auf 29,10 €.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 wurde die United Internet AG ermächtigt, eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zurückzukaufen. Die Ermächtigung wurde bis zum 22. September 2017 erteilt. Im Rahmen dieser Ermächtigung hat der Vorstand der United Internet AG am 13. Juni 2014 beschlossen, ein neues Aktienrückkaufprogramm aufzulegen. Im Rahmen dieses neuen Aktienrückkaufprogramms können bis zu 2.000.000 eigene Aktien der Gesellschaft über die Börse zurückgekauft werden.

Im Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien erworben.

RÜCKSTELLUNGEN

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen mit 6.995 T€ Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für Vorjahre.

In den sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren, der Höhe und Art nach ungewissen Verpflichtungen sowie für drohende Verluste entsprechende Rückstellungen enthalten. Sie wurden im Wesentlichen für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (14.548 T€), Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (3.035 T€) und für Tantiemen und Provisionen (522 T€) gebildet.

Der im Zinsaufwand erfasste Effekt aus der Abzinsung von Rückstellungen beläuft sich auf 667 T€ (Vorjahr: 580 T€).

VERBINDLICHKEITEN

Über die Gliederung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gibt die folgende Aufstellung Aufschluss (T€):

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31.12.2015 31.12.2015 31.12.2014
Gesamt bis 1 Jahr Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.409.185 29.185 1.282.500 97.500 1.382.646 2.646
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 77 77 0 0 635 635
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 242.314 229.817 0 229.817 466.544 466.544
Sonstige Verbindlichkeiten 20.801 20.801 0 0 19.530 19.530
davon aus Steuern 20.801 T€ (Vorjahr: 19.529 T€)            
  1.672.377 279.880 1.282.500 109.997 1.869.355 489.355

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31. Dezember 2015 resultieren aus einem im August 2014 abgeschlossenen Konsortialkredit in Höhe von insgesamt 750 Mio. €, aufgeteilt in zwei Tranchen mit Laufzeiten bis 2017 bzw. 2019 sowie aus einem Schuldscheindarlehen in Höhe von 600 Mio. €, das in 4 Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten von 2017 bis 2022 aufgeteilt ist.

Des Weiteren besteht ein revolvierender Konsortialkreditrahmen von 810 Mio. € (Vorjahr: 600 Mio. €) mit Laufzeit bis zum 9. Juli 2020, der zum 31. Dezember 2015 in Höhe von 30 Mio. € in Anspruch genommen war.

Alle Kredite sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Salden im Rahmen des Cash-Managements innerhalb der United Internet-Gruppe (203.030 T€), aus Leistungsbeziehungen (11.671 T€) und aus geschlossenen Gewinnabführungsverträgen (15.116 T€). Ferner enthalten ist eine Darlehensverbindlichkeit mit einer Laufzeit von 10 Jahren gegenüber einer Gruppen-Gesellschaft (1&1 Internet Ltd., Slough, Großbritannien) in Höhe von 12.497 T€.

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 20.735 T€.

LATENTE STEUERN

Die Ermittlung bestehender Steuerlatenzen erfolgt aufgrund bestehender unmittelbarer und mittelbarer steuerlicher Organschaftsverhältnisse über den gesamten Organkreis der United Internet AG.

Im Geschäftsjahr ergibt sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 ein Aktivüberhang latenter Steuern. Aktive latente Steuern resultieren zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus aktiven Steuerlatenzen aus immateriellen Vermögensgegenständen, Beteiligungen sowie Rückstellungen. Passive latente Steuern ergeben sich aufgrund organschaftlicher Ausgleichsposten und Beteiligungen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,32 % zugrunde gelegt. In Ausübung des Bilanzierungswahlrechts gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde dieser Überhang nicht angesetzt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft wurden im Inland erzielt und betreffen im Wesentlichen erbrachte Dienstleistungen für Tochterunternehmen in Höhe von 1.356 T€ (Vorjahr: 6.298 T€).

Die Gesellschaft hat den Ausweis von Kostenweiterbelastungen im Vergleich zum Vorjahr geändert. In den Umsatzerlösen sind im Berichtsjahr im Wesentlichen Managementleistungen der United Internet AG an Gruppenunternehmen enthalten. Reine Weiterbelastungen von Kosten werden im Berichtsjahr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Bei gleicher Vorgehensweise wie im Vorjahr ergäben sich Umsatzerlöse in Höhe von 2.886 T€ und sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 406 T€. Gleichzeitig würden sich die Materialaufwendungen auf TEUR 1.648 und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf TEUR 7.907 belaufen.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus konzerninternen Weiterbelastungen in Höhe von 1.530 T€, aus periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (231 T€) sowie Währungskursdifferenzen (137 T€; Vorjahr: 353 T€).

PERSONALAUFWAND

Bereinigt um den Effekt aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm belaufen sich die Personalaufwendungen der Berichtsperiode auf 1.831 T€ (Vorjahr: 1.645 T€).

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen die Aufwendungen für Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Aufsichtsratsvergütungen (4.493 T€) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (2.142 T€; Vorjahr: 352 T€) enthalten.

ERTRÄGE AUS GEWINNABFÜHRUNGSVERTRÄGEN

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen umfassen die Gewinnabführung der 1&1 Mail & Media Applications SE (vormals United Internet Mail & Media SE), Montabaur, (70.864 T€) und der United Internet Ventures AG, Montabaur, (9.570 T€). Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen des Vorjahres waren wesentlich geprägt durch Sondereffekte der jeweiligen Tochterunternehmen. Sie enthielten u.a. konzerninterne Beteiligungserträge in Höhe von 1.327.774 T€, Erträge im Zusammenhang mit dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von 192.249 T€ sowie gegenläufig Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 64.385 T€. Insofern und aufgrund des Wegfalls von Ergebnisabführungsverträgen im Organkreis sind die Erträge nicht mit dem Vorjahr vergleichbar.

AUFWENDUNGEN AUS VERLUSTÜBERNAHMEN

Die Aufwendungen aus Verlustübernehmen betreffen im Wesentlichen den Ergebnisausgleich der United Internet Corporate Services GmbH, Montabaur, (6.122 T€) und der 1&1 Telecommunication SE (vormals 1&1 Telecommunication Holding SE), Montabaur, (8.714 T€).

STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit 29.840 T€ laufende Steuern des Jahres 2015, davon 15.092 T€ für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie 14.749 T€ für Gewerbesteuer. Gegenläufig wirkten sich periodenfremde Steuererträge in Höhe von 4.056 T€. Die Auflösung der passiven latenten Steuern führte ebenfalls zu einem Steuerertrag in Höhe von 2.785 T€.

SONSTIGE ANGABEN

Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren im Jahresdurchschnitt 2 (Vorjahr 2) fest angestellte Mitarbeiter (ohne Organe, Auszubildende, Aushilfen und Mitarbeiter im Erziehungsurlaub) beschäftigt.

Organe der United Internet AG

Der Vorstand bestand zum 31. Dezember 2015 aus den folgenden Mitgliedern:

Ralph Dommermuth (Vorstandsvorsitzender / CEO), Montabaur

Robert Hoffmann (stellvertretender Vorstandsvorsitzender / COO), Kelkheim

Frank Krause (Finanzvorstand / CFO), Kronberg/Taunus

Jan Oetjen (Vorstand Consumer Applications), Karlsruhe

Martin Witt (Vorstand Access), Reichertshausen

Zum 1. Juni 2015 wurde Herr Frank Krause als weiteres Mitglied in den Vorstand der United Internet AG berufen. Zum 30. Juni 2015 ist Herr Norbert Lang (Finanzvorstand / CFO) auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand der United Internet AG ausgeschieden.

Die Mitglieder des Vorstands sind außerdem in den Aufsichtsräten / Beiräten folgender Gesellschaften vertreten:

Ralph Dommermuth

Rocket Internet SE, Berlin (bis 23. Juni 2015)

Versatel Telecommunications GmbH, Düsseldorf, Vorsitzender des Beirats

Frank Krause

Versatel Telecommunications GmbH, Düsseldorf (seit 22. Juni 2015), Mitglied des Beirats

home.pl S.A., Szczecinie/Polen (seit 30. Dezember 2015)

Martin Witt

Versatel Deutschland GmbH, Düsseldorf, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Versatel Telecommunications GmbH, Düsseldorf, Mitglied des Beirats

VATM e.V., Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten, Köln, Präsident

WIK (WIK Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur), Bad Honnef, Mitglied des Wirtschaftsbeirats (seit 1. August 2015)

Norbert Lang (bis 30. Juni 2015)

united-domains AG, Starnberg (stellvertretender Vorsitz); (bis zum 3. Dezember 2015)

Hi-Media SA, Paris / Frankreich

Versatel Telecommunications GmbH, Düsseldorf, stellv. Vorsitzender des Beirats (bis zum 21. Juni 2015)

1&1 Telecommunication SE (vormals1&1 Telecommunication Holding SE), Montabaur (seit 17. März 2015 bis zum 21. Mai 2015)

GMX & WEB.DE Mail & Media SE, Montabaur (seit 17. März 2015 bis zum 14. Juli 2015)

Rocket Internet AG, Berlin (seit 23. Juni 2015)

Drillisch AG, Maintal (seit 12. November 2015)

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist leistungsorientiert. Sie enthält einen festen und einen variablen Bestandteil (Tantieme/Bonus). Für die feste Vergütung und die Tantieme wird ein Zieleinkommen festgelegt, das regelmäßig überprüft wird. Die letzte Überprüfung fand im Geschäftsjahr 2015 statt. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Höhe der Tantieme ist von der Erreichung bestimmter, zu Beginn des Geschäftsjahres fixierter finanzieller Ziele abhängig, die sich im Wesentlichen an Umsatz- und Ergebniszahlen orientieren. Für die Zielerreichung gilt in der Regel eine Bandbreite von 90 % bis 120 %. Unter 90 % Zielerreichung entfällt die Zahlung und bei 120 % Zielerreichung endet die Tantiemenzahlung. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele ist ausgeschlossen. Eine Mindesttantieme wird nicht garantiert. Die Auszahlung erfolgt nach der Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat. Die Gesamtbezüge des Vorstands ohne aktienbasierte Vergütungen für das Geschäftsjahr 2015 belaufen sich auf insgesamt 1.648 T€ (Vorjahr 1.574 T€) zugrunde gelegt. Von diesem Gesamtbetrag entfielen 960 T€ bzw. 58 % auf das Fixum, 546 T€ bzw. 33 % auf den variablen Bestandteil, 113 T€ bzw. 7 % auf einmalige Sonderzahlungen sowie 29 T€ bzw. 2 % auf Nebenleistungen.

Versorgungszusagen der Gesellschaft gegenüber den Vorständen bestehen nicht.

Als Stock Appreciation Right (SAR) wird die Zusage der Gesellschaft bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe der Differenz zwischen dem Börsenkurs bei Einräumung (Ausübungspreis) und dem Börsenkurs bei Ausübung der Option entspricht. Die Ausübungshürde beträgt 120 % des Börsenpreises des Mittelwertes der Schlusskurse im Xetra-Handel für die Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsentage vor dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option. Die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten ist gleichzeitig bei 100 % des Ausübungspreises begrenzt.

Ein SAR entspricht einem virtuellen Bezugsrecht auf eine Aktie der United Internet AG, ist aber kein Anteilsrecht und somit keine (echte) Option auf den Erwerb von Aktien der United Internet AG. Die Gesellschaft behält sich jedoch das Recht vor, ihrer Verpflichtung zur Auszahlung des SAR in bar stattdessen nach freiem Ermessen auch durch die Übertragung von United Internet AG Aktien aus dem Bestand eigener Aktien an die Berechtigten zu erfüllen.

Das Optionsrecht kann grundsätzlich hinsichtlich eines Teilbetrags von bis zu 25 % frühestens nach Ablauf von 24 Monaten seit dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 50 % frühestens 36 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 75 % frühestens 48 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option und hinsichtlich des Gesamtbetrags frühestens nach Ablauf von 60 Monaten nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option ausgeübt werden.

Im Geschäftsjahr 2013 erfolgte an Herrn Robert Hoffmann die Ausgabe von 1.000.000 SAR zu einem Ausübungspreis von 16,06 €. Zum Zeitpunkt der Ausgabe dieser virtuellen Aktienoption betrug der beizulegende Wert 2.060 T€. Der Zeitwert im Zeitpunkt der Ausgabe, der in Vorjahren von der 1&1 Internet AG, Montabaur, an Herrn Robert Hoffmann gewährten und zum Zeitpunkt seiner Vorstandsbestellung noch nicht ausgeübten Bezugsrechte, betrug zum 1. Januar 2013 1.738 T€. Die Ausübungspreise liegen zwischen 6,07 € und 12,85 €. Die United Internet AG ist zum 1. Januar 2013 in diese Verpflichtungen eingetreten. Der innere Wert der 750.000 SAR belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 4.295 T€. Von diesen in Vorjahren gewährten Bezugsrechten übte Robert Hoffmann im Geschäftsjahr 2015 250.000 Bezugsrechte zu 16,06 € und 75.000 Bezugsrechte zu einem Ausübungspreis von 12,03 € aus.

Im Geschäftsjahr 2015 erfolgte an Herrn Frank Krause die Ausgabe von 200.000 SAR zu einem Ausübungspreis von 40,00 €. Zum Zeitpunkt der Ausgabe dieser virtuellen Aktienoption betrug der beizulegende Zeitwert 1.213 T€.

Über die Bezüge der Mitglieder des Vorstands gibt die folgende Aufstellung Aufschluss (T€):

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2015 Fix
T€
Variabel
T€
Nebenleistungen
T€
Summe Fix, Variabel und Nebenleistungen
T€
Marktwert der in 2015 gewährten aktienbasierten Vergütungen
T€
Ralph Dommermuth 300 240 0 540 -
Robert Hoffmann 300 129 12 441 -
Frank Krause Seit 01. Juni 2015 210 82 106 398 1.213
Norbert Lang bis 30. Juni 2015 150 95 24 269 -
  960 546 142 1.648 1.213
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2014 Fix
T€
Variabel
T€
Neben- leistungen
T€
Summe Fix, Variabel und Nebenleistungen
T€
Marktwert der in 2014 gewährten aktienbasierten Vergütungen
T€
Ralph Dommermuth 300 247 0 547 -
Robert Hoffmann 300 200 11 511 -
Norbert Lang 300 196 20 516 -
  900 643 31 1.574 -

* Die aktienbasierten Vergütungen (sog. Stock Appreciation Rights) stellen Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung dar und werden über einen Zeitraum von insgesamt 6 Jahren ausbezahlt.

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Sinne § 285 Nr. 9 HGB, d.h. inklusive der Marktwerte der aktienbasierten Vergütungen, beliefen im Geschäftsjahr auf T€ 2.861 (Vorjahr: T€ 1.574). Den Mitgliedern des Vorstands wurden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Mit Ausscheiden aus dem Vorstand der United Internet AG erhielt Herr Norbert Lang eine Sonderzahlung in Höhe von 13 T€ zur Abgeltung von Urlaubsansprüchen, die in den Nebenleistungen enthalten ist. Weitere Zusagen anlässlich des Ausscheidens von Herrn Lang wurden nicht vereinbart.

Herr Frank Krause erhielt im ersten Jahr seiner Bestellung zum Vorstand der United Internet AG eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 100 T€. Die Sonderzahlung wurde in den Nebenleistungen dargestellt.

Darüber hinaus wird auf die Angaben im Vergütungsbericht verwiesen, der Teil des zusammengefassten Lageberichts ist.

Herr Jan Oetjen und Herr Martin Witt erhalten Gehaltszahlungen über Tochtergesellschaften der United Internet AG.

Es wurden wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Vorstands gewährt.

Im Geschäftsjahr 2015 hatte der Aufsichtsrat der United Internet AG folgende Mitglieder:

Kurt Dobitsch, Vorsitz

Unternehmer, Vorsitzender des Aufsichtsrats der United Internet AG,

Markt Schwaben

Kai-Uwe Ricke

Vorsitzender des Verwaltungsrats der Delta Partners, Dubai, Emirat Dubai, Stallikon, Schweiz

Michael Scheeren, stellvertretender Vorsitz

Bankkaufmann, Mitglied des Aufsichtsrats der United Internet AG,

Frankfurt am Main

Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2015 außerdem in den Aufsichtsräten oder vergleichbarer Gremien folgender Unternehmen vertreten:

Kurt Dobitsch

1&1 Internet SE, Montabaur (vormals 1&1 Internet Holding SE, Montabaur; vormals Atrium 74. VV SE, Berlin); (ab 23. Januar 2015 bis 16. März 2015; ab 18. Juni 2015)

1&1 Internet AG, Montabaur (bis 11. Juni 2015)

United Internet Ventures AG, Montabaur

1&1 Telecommunication AG, Montabaur (bis 30. April 2015)

GMX & WEB.DE Mail & Media SE, Montabaur (bis 16. März 2015)

1&1 Telecommunication SE (vormals 1&1 Telecommunication Holding SE), Montabaur (bis 16. März 2015; ab 21. Mai 2015)

1&1 Mail & Media Applications SE (vormals United Internet Mail & Media SE), Montabaur, (bis 16. März 2015; ab 22. Juli 2015)

United Internet Service SE, Montabaur (bis 16. März 2015)

Nemetschek AG, München (Vorsitz)

Bechtle AG, Gaildorf

Graphisoft S.E., Budapest / Ungarn

Singhammer IT Consulting AG, München

Vectorworks Inc., Columbia / USA

Kai-Uwe Ricke

1&1 Internet SE, Montabaur (vormals 1&1 Internet Holding SE, Montabaur; vormals Atrium 74. VV SE, Berlin); (ab 23. Januar 2015 bis 16. März 2015; ab 18. Juni 2015)

1&1 Internet AG, Montabaur (bis 11. Juni 2015)

United Internet Ventures AG, Montabaur

1&1 Telecommunication AG, Montabaur (bis 30. April 2015)

GMX & WEB.DE Mail & Media SE, Montabaur (bis 14. Juli 2015)

1&1 Telecommunication SE (vormals 1&1 Telecommunication Holding SE), Montabaur (bis 16. März 2015; ab 21. Mai 2015)

1&1 Mail & Media Applications SE (vormals United Internet Mail & Media SE), Montabaur, (bis 16. März 2015; ab 22. Juli 2015)

United Internet Service SE, Montabaur (bis 16. März 2015)

SUSI Partners AG, Zürich / Schweiz (Vorsitz)

euNetworks Group Ltd., Singapur / Singapur

Delta Partners, Dubai / Emirat Dubai (Vorsitz)

Zalando SE, Berlin

Virgin Mobile CEE, Amsterdam / Niederlande

Michael Scheeren

1&1 Internet SE, Montabaur (Vorsitz); (vormals 1&1 Internet Holding SE, Montabaur; vormals Atrium 74. VV SE, Berlin);
(23. Januar 2015 bis 16. März 2015; ab 18. Juni 2015)

1&1 Internet AG, Montabaur (Vorsitz); (bis 11. Juni 2015)

United Internet Ventures AG, Montabaur (Vorsitz)

1&1 Telecommunication AG, Montabaur (Vorsitz); (bis 30. April 2015)

GMX & WEB.DE Mail & Media SE, Montabaur (Vorsitz); (bis 14. Juli 2015)

1&1 Telecommunication SE (vormals 1&1 Telecommunication Holding SE), Montabaur (Vorsitz); (bis 16. März 2015; ab 21. Mai 2015)

1&1 Mail & Media Applications SE (vormals United Internet Mail & Media SE), Montabaur (Vorsitz); (bis 16. März 2015; ab 22. Juli 2015)

United Internet Service SE, Montabaur (bis 16. März 2015)

Goldbach Group AG, Küsnacht-Zürich / Schweiz (bis 25. Juni 2015)

Lottowelt AG, Düsseldorf (bis 26. Januar 2015)

In der am 21. Mai 2015 stattfindenden Hauptversammlung wurde ein neues, vollumfänglich mit dem aktuellen deutschen Corporate Governance Kodex konformes Vergütungssystem, bestehend aus einer festen jährlichen Vergütung sowie einem Sitzungsgeld je Sitzung, beschlossen. Die feste Vergütung beträgt für ein einfaches Mitglied des Aufsichtsrats 15 T€ pro volles Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte. Das Sitzungsgeld beträgt 1 T€ pro Sitzung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats der United Internet AG sind gleichzeitig auch die Mitglieder des Aufsichtsrats verschiedener Tochterunternehmen. Seit dem Berichtsjahr 2015 erhalten sie von den Tochterunternehmen eine Vergütung (im Vorjahr nur von der 1&1 Internet AG, Montabaur). Auch bei den Tochterunternehmen besteht die Vergütung aus einer festen jährlichen Vergütung sowie einem Sitzungsgeld je Sitzung. Die feste jährliche Vergütung variiert zwischen den Tochterunternehmen das Sitzungsgeld beträgt einheitlich 1 T€ pro Sitzung.

Im Vorjahr erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats der United Internet AG eine Vergütung, die aus einem festen und einem am wirtschaftlichen Erfolg der United Internet Gruppe ausgerichteten variablen Teil bestand. Die feste Vergütung betrug für ein einfaches Mitglied des Aufsichtsrats 10 T€ pro volles Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhielt das Doppelte. Die erfolgsabhängige Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden orientierte sich an dem nach IFRS ermittelten Konzerngewinn pro Aktie (EPS) und dessen Entwicklung im Vergleich zu den Vorjahren der United Internet AG.

Außerdem erhielten im Vorjahr die Mitglieder des Aufsichtsrats der United Internet AG, die gleichzeitig auch die Mitglieder des Aufsichtsrats der 1&1 Internet AG, Montabaur, waren eine Vergütung von der 1&1 Internet AG. Diese bestand ebenfalls aus einem festen und einem variablen Teil. Die feste Vergütung betrug für ein einfaches Mitglied des Aufsichtsrats 20 T€ pro vollem Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhielt 30 T€ pro vollem Geschäftsjahr. Die erfolgsabhängige Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden orientierte sich an Ergebniszahlen der 1&1 Internet AG. Sie betrug mindestens 30 T€ und maximal 70 T€ pro volles Geschäftsjahr.

Über die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats der United Internet AG gibt die folgende Aufstellung Aufschluss (T€):

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2015 Fix
T€
Sitzungsgeld
T€
Gesamt
T€
Kurt Dobitsch 30 4 34
Kai-Uwe Ricke 15 4 19
Michael Scheeren 15 4 19
  60 12 72
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2014 Fix
T€
Variabel
T€
Gesamt
T€
Kurt Dobitsch 20 57 77
Kai-Uwe Ricke 10 57 67
Michael Scheeren 10 57 67
  40 171 211

Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats existieren nicht.

Haftungsverhältnisse

Im Hinblick auf die den Gesellschaften der United Internet-Gruppe von Banken gewährten Kreditrahmen besteht gesamtschuldnerische Mithaftung der Gesellschaft. Zum Bilanzstichtag wurde der Kreditrahmen durch Avale in Höhe von 30.920 T€ in Anspruch genommen, die Kreditlinie wurde nicht in Anspruch genommen. Zu den anderen Bankverbindlichkeiten wird auf die Ausführungen "Verbindlichkeiten" verwiesen.

Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen wird aufgrund der stabilen Geschäftslage der kreditnehmenden Tochtergesellschaften der United Internet-Gruppe aktuell als sehr gering eingestuft.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen zu marktunüblichen Konditionen getätigt.

Veröffentlichung von Stimmrechtsmitteilungen nach § 26 WpHG

Bezüglich der Wiedergabe der Stimmrechtsmitteilungen verweisen wir auf die Anlage 3 zum Anhang.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ereignet.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers wird nicht angegeben, da es in die Angaben im Konzernabschluss der United Internet AG einbezogen wird.

Corporate Governance Kodex

Die Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde durch den Vorstand und den Aufsichtsrat abgegeben und ist den Aktionären im Internetportal der United Internet AG (www.united-internet.de) zugänglich.

 

Montabaur, den 11. März 2016

Der Vorstand

Ralph Dommermuth

Robert Hoffmann

Frank Krause

Jan Oetjen

Martin Witt

United Internet AG

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015

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Anschaffungs- und Herstellungskosten (T€)
01.01.2015 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2015
Sachanlagen          
Betriebsausstattung 38       38
Büroeinrichtung 49       49
Einbauten 0       0
Kraftfahrzeuge 185 61 66   180
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0       0
Geleistete Anzahluungen 0       0
Summe (I) 272 61 66 0 267
Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.214.501 1.040.757 697.000   1.558.258
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.037.300 937.330 540.000   1.434.630
Summe (II) 2.251.801 1.978.087 1.237.000 0 2.992.888
Summe total 2.252.073 1.978.148 1.237.066 0 2.993.155
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Aufgelaufene Abschreibungen (T€)
01.01.2015 Zugänge Abgänge 31.12.2015
Sachanlagen        
Betriebsausstattung 38     38
Büroeinrichtung 49     49
Einbauten 0     0
Kraftfahrzeuge 52 31 37 46
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0     0
Geleistete Anzahluungen 0     0
Summe (I) 139 31 37 133
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0     0
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0     0
Summe (II) 0 0 0 0
Summe total 139 31 37 133
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Nettobuchwerte (T€)
31.12.2015 31.12.2014
Sachanlagen    
Betriebsausstattung 0 0
Büroeinrichtung 0 0
Einbauten 0 0
Kraftfahrzeuge 134 133
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0 0
Geleistete Anzahluungen 0 0
Summe (I) 134 133
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.558.258 1.214.501
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.434.630 1.037.300
Summe (II) 2.992.888 2.251.801
Summe total 2.993.022 2.251.934

United Internet AG, Montabaur

Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2015

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Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2015
T€
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag GJ 2015
T€
Unmittelbar gehaltene Anteile      
1&1 Internet SE, Montabaur, vormals Atrium 74. Europäische VV SE, Berlin 100,00 370.051 150.605
1&1 Mail & Media Applications SE, Montabaur, vormals United Internet Mail & Media SE, Montabaur(1) 100,00 968.686 0
1&1 Telecommunication SE, Montabaur, vormals 1&1 Telecommunication Holding SE(1) 100,00 176.256 0
1&1 Telecom Service Holding Montabaur GmbH, Montabaur(1) 100,00 25 0
MIP Multimedia Internet Park GmbH, Zweibrücken 100,00 624 -161
United Internet Corporate Services GmbH, Montabaur(1) 100,00 25 0
United Internet Service SE, Montabaur(1) 100,00 120 0
United Internet Service Holding GmbH, Montabaur(1) 100,00 25 0
United Internet Ventures AG, Montabaur(1) 100,00 128.439 0
Mittelbar gehaltene Anteile      
1&1 Berlin Telecom Service GmbH, Berlin(1) 100,00 25 0
1&1 Breitband GmbH, Montabaur 100,00 -5 -5
1&1 Cardgate LLC, Chesterbrook / USA 100,00 175 175
1&1 Datacenter SAS, Straßburg / Frankreich 100,00 1.314 171
1&1 Internet Development SRL, Bukarest / Rumänien 100,00 2.341 1.681
1&1 Internet Ltd., Gloucester / Großbritannien 100,00 940 418
1&1 Internet S.A.R.L., Saargemünd / Frankreich 100,00 1.248 1.206
1&1 Internet Inc., Chesterbrook / USA 100,00 17.536 2.847
1&1 Internet Espana S.L.U., Madrid / Spanien 100,00 634 630
1&1 Internet Service GmbH, Montabaur 100,00 927 584
1&1 Internet (Philippines) Inc., Cebu City / Philippinen 100,00 907 201
1&1 Internet Sp.z o.o, Warschau / Polen 100,00 153 35
1&1 Logistik GmbH, Montabaur(1) 100,00 25 0
1&1 Mail & Media Inc., Chesterbrook / USA 100,00 5.330 146
1&1 Telecom GmbH, Montabaur(14) 100,00 921 0
1&1 Telecom Holding GmbH, Montabaur 100,00 1.190.316 342.817
1&1 Telecom Sales GmbH, Montabaur(1) 100,00 25 0
1&1 Telecom Service Montabaur GmbH, Montabaur 100,00 967 772
1&1 Telecom Service Zweibrücken GmbH, Zweibrücken 100,00 544 519
1&1 UK Holdings Ltd., Gloucester / Großbritannien 100,00 86.742 -26
A1 Marketing, Kommunikation und neue Medien GmbH, Montabaur 100,00 1.152 1.120
A1 Media USA LLC, Chesterbrook / USA 100,00 119 95
Arsys Internet S.L., Logrono / Spanien 100,00 86.325 6.801
Arsys Internet E.U.R.L., Perpignan / Frankreich 100,00 168 173
Nicline Internet S.L., Logroño / Spanien 100,00 253 11
Tesys Internet S.L., Logroño / Spanien 100,00 1.180 136
Dollamore Ltd., Gloucester / Großbritannien(9) 100,00 0 0
Fasthosts Internet Ltd., Gloucester / Großbritannien 100,00 5.369 2.467
Fasthosts Internet Inc., Chesterbrook / USA(9) 100,00 -354 0
General Media Xervices GMX S.L., Madrid / Spanien(3) 100,00 n/a n/a
GMX Italia S.r.l., Mailand / Italien(3) 100,00 n/a n/a
1&1 De-Mail GmbH, Montabaur(1) 100,00 25 0
1&1 Mail & Media Development & Technology GmbH, Montabaur 100,00 1.748 793
1&1 Mail & Media GmbH, Montabaur(1) 100,00 212.665 0
1&1 Mail & Media Service GmbH, Montabaur(1) 100,00 25 0
affilinet GmbH, München 100,00 6.528 3.194
affilinet Ltd., London / Großbritannien 100,00 901 249
affilinet Nederland B.V., Haarlem / Niederlande 100,00 237 16
affilinet Espana S.L.U., Madrid / Spanien 100,00 188 0
affilinet France SAS, Saint-Denis / Frankreich 100,00 -546 120
affilinet Austria GmbH, Wien / Österreich 100,00 49 5
affilinet Schweiz GmbH, Zürich / Schweiz 100,00 70 23
Cleafs B.V. Groningen / Niederlande 100,00 -204 -7
United Internet Media GmbH, Montabaur(1) 100,00 50 0
United Internet Media Austria GmbH, Wien / Österreich 100,00 184 5
Immobilienverwaltung AB GmbH, Montabaur 100,00 656 79
Immobilienverwaltung NMH GmbH, Montabaur 100,00 264 54
Sedo Holding GmbH, Montabaur 100,00 16.992 -591
Sedo GmbH, Köln(4) 100,00 18.157 4.729
Sedo.com LLC, Cambridge / USA 100,00 3.676 992
DomCollect International GmbH, Montabaur(4) 100,00 25 0
DomCollect Worldwide Intellectual Property AG, Zug / Schweiz(9) 100,00 251 3.063
united-domains AG, Starnberg 100,00 11.603 8.941
united-domains Reselling GmbH, Starnberg(5) 100,00 25 0
United Domains Inc., Cambridge / USA 100,00 322 139
Versatel Telecommunications GmbH, Düsseldorf(2) 100,00 265.886 0
Versatel GmbH, Berlin 100,00 136.231 3.567
Versatel Beteiligungs GmbH, Düsseldorf 100,00 21 -1
Versatel Deutschland GmbH, Düsseldorf(11) 100,00 320.390 0
Versatel Holding GmbH, Berlin(11) 100,00 151.637 0
Versatel Immobilien Verwaltungs GmbH, Düsseldorf 100,00 -4.005 3
Versatel Service Süd GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,00 7 -2
TROPOLYS Netz GmbH, Düsseldorf 100,00 -32.598 -14
TROPOLYS Service GmbH, Düsseldorf(11) 100,00 -20.234 0
InterNetX GmbH, Regensburg 95,56 13.398 4.281
InterNetX LAC S.A., Buenos Aires / Argentinien(13) 95,56 6 -1
myLLC GmbH, Regensburg(3,13) 95,56 13 -3
myLLP GmbH, Regensburg(3,13) 95,56 13 -3
InterNetX Corp., Miami / USA(13) 95,56 22 -205
Domain Robot Enterprises Inc., Vancouver / Kanada(3,13) 95,56 0 0
Domain Robot Servicos de Hospedagem na Internet Ltda., Sao Paulo / Brasilien(3,13) 95,56 16 11
PSI-USA, Inc., Las Vegas / USA(13) 95,56 563 18
Schlund Technologies GmbH, Regensburg(6,13) 95,56 25 0
home.pl S.A., Szczecinie / Polen 100,00 36.342 1.634
AZ.pl Sp. Z o.o, Szczecinie / Polen 100,00 1.281 611
HBS Cloud Sp. Z o.o, Szczecinie / Polen 100,00 9 0
premium.pl Sp. Z o.o, Szczecinie / Polen 75,00 210 -20
DP EUROPE Sp. Z o.o, Szczecinie / Polen 75,00 1 0
DP AFRICA Sp. Z o.o, Szczecinie / Polen 75,00 1 0
DP AMERICAS Sp. Z o.o, Szczecinie / Polen 75,00 1 0
DP AUSTRALIA Sp. Z o.o, Szczecinie / Polen 75,00 1 0
DP POLAND Sp. Z o.o, Szczecinie / Polen 75,00 1 0
DP ASIA Sp. Z o.o, Szczecinie / Polen 75,00 1 0
Intellectual Property Management Company Inc., Dover (Delaware) / USA 49,00 403 262
DomainsBot S.r.l, Rom / Italien 49,00 444 111
uberall GmbH, Berlin(12) 30,36 1.900 -1.188
ProfitBricks GmbH, Berlin(7) 28,57 -12.512 -6.850
Open-Xchange AG, Nürnberg(12) 29,02 30.737 -331
Virtual Minds AG, Freiburg(12) 25,10 7.556 -1.110
VictorianFibre Holding & Co. S.C.A, Luxemburg(7,9) 25,10 235.555 -96
ePages GmbH, Hamburg(10) 25,10 3.053 68
Drillisch AG, Maintal(12) 20,11 678.741 29.739
Afilias Ltd., Dublin / Irland < 20,00 -- --
Hi-media S.A., Paris / Frankreich < 20,00 -- --
Hi-Pay S.A.S., Paris / Frankreich < 20,00 -- --
MMC Investments Holding Company Ltd., Port Louis / Mauritius < 20,00 -- --
Rocket Internet SE, Berlin, vormals Rocket Internet AG, Berlin < 20,00 -- --

(1) Ergebnisabführung mit der United Internet AG (direkt/indirekt)
(2) nach Verlustübernahme durch die 1&1 Telecommunication SE
(3) keine operative Geschäftstätigkeit
(4) Ergebnisabführung mit der Sedo Holding GmbH (direkt/indirekt)
(5) Ergebnisabführung mit die united-domains AG
(6) Ergebnisabführung mit der InterNetX GmbH
(7) auf Basis der veröffentlichten Zahlen zum Stichtag 31. Dezember 2013
(8) Verlustübernahme durch United Internet AG (direkt/indirekt)
(9) in Liquidation
(10) auf Basis der veröffentlichten Zahlen zum Stichtag 30. Juni 2014
(11) Ergebnisabführung mit der Versatel GmbH (direkt/indirekt)
(12) auf Basis der veröffentlichten Zahlen zum Stichtag 31. Dezember 2014
(13) Gesellschaftsanteile gehalten über InterNetX GmbH
(14) Ergebnisabfürhung mit der 1&1 Telecom Holding GmbH

Veröffentlichung von Stimmrechtsmitteilungen nach § 26 WpHG

Veröffentlichung am 22. Dezember 2009

Die Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, aufgrund einer Verringerung der Gesamtzahl der Stimmrechte am 21. Dezember 2009 die Schwelle von 30 % überschritten hat und zu diesem Tag 31,00 % (74.400.000 Stimmrechte) betrug. Davon sind der Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft 1,67 % der Stimmrechte (4.000.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die Ralph Dommermuth Verwaltungs GmbH, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, aufgrund einer Verringerung der Gesamtzahl der Stimmrechte am 21. Dezember 2009 die Schwelle von 30 % überschritten hat und zu diesem Tag 31,00 % (74.400.000 Stimmrechte) betrug. Davon sind der Ralph Dommermuth Verwaltungs GmbH 31,00 % (74.400.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die der Ralph Dommermuth Verwaltungs GmbH zuzurechnenden Stimmrechte sind dabei über das folgende, von ihr kontrollierte Unternehmen gehalten, dessen Stimmrechtsanteil an der United Internet AG 3 % oder mehr betrug: Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft.

Veröffentlichung am 26. März 2013

Die RD Holding-Verwaltungs GmbH, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. März 2013 folgendes mitgeteilt:

Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der RD Holding-Verwaltungs GmbH, Montabaur, Deutschland, an der United Internet AG, Elgendorfer Str. 57, 56410 Montabaur, Deutschland, am 21. März 2013 die Schwellen von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und zu diesem Tag 45,36 % (88.000.000 Stimmrechte) beträgt. Hiervon sind der RD Holding-Verwaltungs GmbH 4,12 % (8.000.000 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und 41,24 % (80.000.000 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Der Name des von ihr kontrollierten Unternehmens, von dem 3 % oder mehr zugerechnet werden, ist wie folgt:

RD Holding GmbH & Co. KG.

Der Name des Aktionärs, aus dessen Aktien 3% oder mehr zugerechnet werden, ist wie folgt:

Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft.

Die RD Holding GmbH & Co. KG, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. März 2013 folgendes mitgeteilt:

Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der RD Holding GmbH & Co. KG, Montabaur, Deutschland, an der United Internet AG, Elgendorfer Str. 57, 56410 Montabaur, Deutschland, am 21. März 2013 die Schwellen von 5%, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und zu diesem Tag 45,36 % (88.000.000 Stimmrechte) beträgt. Hiervon sind der RD Holding GmbH & Co. KG 41,24 % (80.000.000 Stimmrechte) gemäß § 22 Absatz 2 WpHG zuzurechnen. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der United Internet AG mehr als 3 % beträgt, werden Stimmrechte zugerechnet:

Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft.

Die RD Holding-Verwaltungs GmbH, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG am 22. März 2013 im Zusammenhang mit der Überschreitung bzw. Erreichung der 10%-Schwelle oder einer höheren Schwelle vom 21. März 2013 über Folgendes informiert:

Ziele des Erwerbs der Stimmrechte (§ 27a Abs. 1 Satz 1 und Satz 3 WpHG)

Der Erwerb erfolgte durch Zurechnung im Zuge einer konzerninternen Umstrukturierung und dient weder der Umsetzung strategischer Ziele noch der Erzielung von Handelsgewinnen.

Die RD Holding-Verwaltungs GmbH beabsichtigt nicht, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte an der United Internet AG durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen.

Die RD Holding-Verwaltungs GmbH strebt keine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen der United Internet AG an.

Die RD Holding-Verwaltungs GmbH strebt keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung und die Dividendenpolitik an.

Herkunft der für den Erwerb der Stimmrechte verwendeten Mittel (§ 27a Abs. 1 Satz 1 und Satz 4 WpHG)

Der Erwerb der Stimmrechte erfolgte aufgrund Zurechnung der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG sowie § 22 Abs. 2 WpHG. Hinsichtlich des Stimmrechtserwerbs an der United Internet AG wurden daher weder Eigen- noch Fremdmittel aufgewendet.

Die RD Holding GmbH & Co. KG, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG am 22. März 2013 im Zusammenhang mit der Überschreitung bzw. Erreichung der 10%-Schwelle oder einer höheren Schwelle vom 21. März 2013 über Folgendes informiert:

1. Ziele des Erwerbs der Stimmrechte (§ 27a Abs. 1 Satz 1 und Satz 3 WpHG)

a- Der Erwerb erfolgte durch Zurechnung im Zuge einer konzerninternen Umstrukturierung und dient weder der Umsetzung strategischer Ziele noch der Erzielung von Handelsgewinnen.

b- Die RD Holding GmbH & Co. KG beabsichtigt nicht, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte an der United Internet AG durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen.

c- Die RD Holding GmbH & Co. KG strebt keine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen der United Internet AG an.

d- Die RD Holding GmbH & Co. KG strebt keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung und die Dividendenpolitik an.

2. Herkunft der für den Erwerb der Stimmrechte verwendeten Mittel (§ 27a Abs. 1 Satz 1 und Satz 4 WpHG)

Der Erwerb der Stimmrechte erfolgte aufgrund Zurechnung der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 2 WpHG. Hinsichtlich des Stimmrechtserwerbs an der United Internet AG wurden daher weder Eigen- noch Fremdmittel aufgewendet.

Veröffentlichung am 11. November 2013

Herr Ralph Dommermuth, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.11.2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland, am 18.10.2011 die Schwelle von 50% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 50,25% (das entspricht 108.029.511 Stimmrechten von insgesamt 215.000.000 Stimmrechten) betragen hat. Hiervon waren ihm 42,06% der Stimmrechte (das entspricht 90.429.511 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft

Ralph Dommermuth Verwaltungs GmbH

United Internet AG

Herr Ralph Dommermuth, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.11.2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland, am 08.01.2013 die Schwelle von 50% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 46,83% (das entspricht 93.662.202 Stimmrechten von insgesamt 200.000.000) betragen hat. Hiervon waren ihm 46,83% der Stimmrechte (das entspricht 93.662.202 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen gehalten, deren Stimmrechtsanteil an der United Internet AG jeweils 3% oder mehr betragen:

Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft

Ralph Dommermuth Verwaltungs GmbH

RD Holding GmbH & Co. KG - RD Holding-Verwaltungs GmbH

Veröffentlichung am 12. Mai 2014

Die Allianz Global Investors Europe GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.05.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 08.05.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,002% (das entspricht 5.825.289 Stimmrechten) betragen hat. 1,27% der Stimmrechte (das entspricht 2.470.891 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Veröffentlichung am 08. Dezember 2014

Die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 08.12.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 04.12.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,003% (das entspricht 6.156.615 Stimmrechten) betragen hat.

1,14% der Stimmrechte (das entspricht 2.342.665 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 2,07% der Stimmrechte (das entspricht 4.250.180 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

BlackRock Holdco 2, Inc. hat darauf hingewiesen, dass die Gesamtsumme der Stimmrechtsanteile nicht notwendigerweise der Summe der einzelnen zugerechneten Stimmrechtsanteile entspricht. Dies resultiert aus Stimmrechten mit mehrfachen Zurechnungen innerhalb der BlackRock-Gruppe.

Veröffentlichung am 17. Dezember 2014

Die BlackRock Financial Management, Inc., New York, New York, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17.12.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 15.12.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,02% (das entspricht 6.188.908 Stimmrechten) betragen hat.

1,15% der Stimmrechte (das entspricht 2.347.634 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 0,02% der Stimmrechte (das entspricht 44.039 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen. 2,06% der Stimmrechte (das entspricht 4.231.936 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

BlackRock Financial Management, Inc. hat darauf hingewiesen, dass die Gesamtsumme der Stimmrechtsanteile nicht notwendigerweise der Summe der einzelnen zugerechneten Stimmrechtsanteile entspricht. Dies resultiert aus Stimmrechten mit mehrfachen Zurechnungen innerhalb der BlackRock-Gruppe.

Veröffentlichung am 19. Mai 2015

Stimmrechtsmitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG

Wir haben folgende Mitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG am 18.05.2015 erhalten:

1. Emittent: United Internet AG, Elgendorfer Straße 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger: BlackRock, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika

3. Art der Schwellenberührung: Überschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen: 5%

5. Datum der Schwellenberührung: 14.05.2015

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 5,01% (entspricht 10.276.528 Stimmrechten) bezogen auf die Gesamtmenge der Stimmrechte des Emittenten in Höhe von: 205.000.000

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/ sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 0,05% (entspricht 100.000 Stimmrechten) davon mittelbar gehalten: 0,05% (entspricht 100.000 Stimmrechten)

Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 4,96% (entspricht 10.176.528 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: Kette der kontrollierten Unternehmen:

BlackRock Holdco 2, Inc., BlackRock Financial Management, Inc., BlackRock International Holdings, Inc., BR Jersey International Holdings L.P., BlackRock Group Limited, BlackRock International Limited, BlackRock Life Limited

Veröffentlichung am 22. Mai 2015

Korrektur einer Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG vom 18.05.2015 mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Die BlackRock, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15.05.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet aG, Montabaur, Deutschland am 13.05.2015 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,01% (das entspricht 10.267.236 Stimmrechten) betragen hat. 1,53% der Stimmrechte (das entspricht 3.143.206 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

0,002% der Stimmrechte (das entspricht 4.856 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 2 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. 3,76% der Stimmrechte (das entspricht 7.701.164 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Bitte beachten Sie, dass die genannte Gesamtsumme nicht notwendigerweise der Summe der detailliert zugerechneten Stimmrechtsanteile entspricht. Dies resultiert aus der Tatsache, dass Stimmrechtsanteile innerhalb der BlackRock Gesellschaftsstruktur mehrfach zugeordnet werden.

Korrektur einer Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG vom 19.05.2015 mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Die BlackRock, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 14.05.2015 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,96% (das entspricht 10.176.528 Stimmrechten) betragen hat. 1,49% der Stimmrechte (das entspricht 3.058.387 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 0,001 % der Stimmrechte (das entspricht 2.382 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 2 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. 3,71% der Stimmrechte (das entspricht 7.606.937 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Bitte beachten Sie, dass die genannte Gesamtsumme nicht notwendigerweise der Summe der detailliert zugerechneten Stimmrechtsanteile entspricht. Dies resultiert aus der Tatsache, dass Stimmrechtsanteile innerhalb der BlackRock Gesellschaftsstruktur mehrfach zugeordnet werden.

Korrektur einer Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG vom 18.05.2015 mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Wir haben folgende Mitteilung nach § 25a Abs. 1 WpHG am 14.05.2015 erhalten:

1. Emittent: United Internet AG Elgendorfer Straße 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger: BlackRock, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika

3. Art der Schwellenberührung: Überschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen: 5%

5. Datum der Schwellenberührung: 12.05.2015

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 5,003% (entspricht 10.256.414 Stimmrechten) bezogen auf die Gesamtmenge der Stimmrechte des Emittenten in Höhe von: 205.000.000

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/ sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG: 0,01% (entspricht 14.457 Stimmrechten)

davon mittelbar gehalten: 0,01% (entspricht 14.457 Stimmrechten) Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 0,00% (entspricht 0 Stimmrechten) davon mittelbar gehalten: 0,00% (entspricht 0 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 4,996% (entspricht 10.241.957 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG:

Kette der kontrollierten Unternehmen: BlackRock Holdco 2, Inc., BlackRock Financial Management, Inc., BlackRock Holdco 4, LLC, BlackRock Holdco 6, LLC, BlackRock Delaware Holdings Inc., BlackRock Institutional Trust Company, National Association

ISIN oder Bezeichnung des (Finanz-/sonstigen) Instruments: Differenzkontrakt (Contract of difference)

Fälligkeit: -

Verfall: -

Stimmrechtsmitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG

Wir haben folgende Mitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG am 21.05.2015 erhalten:

1. Emittent: United Internet AG, Elgendorfer Straße 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger: BlackRock, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika

3. Art der Schwellenberührung: Unterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen: 5%

5. Datum der Schwellenberührung: 19.05.2015

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 4,99% (entspricht 10.220.033 Stimmrechten) bezogen auf die Gesamtmenge der Stimmrechte des Emittenten in Höhe von: 205.000.000

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz- / sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 0,05% (entspricht 100.000 Stimmrechten) davon mittelbar gehalten: 0,05% (entspricht 100.000 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 4,94% (entspricht 10.120.033 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG:

Kette der kontrollierten Unternehmen: BlackRock Holdco 2, Inc., BlackRock Financial Management, Inc., BlackRock International Holdings, Inc., BR Jersey International Holdings L.P., BlackRock Group Limited, BlackRock International Limited, BlackRock Life Limited

Stimmrechtsmitteilung nach § 25a Abs. 1 WpHG

Wir haben folgende Mitteilung nach § 25a Abs. 1 WpHG am 21.05.2015 erhalten:

1. Emittent: United Internet AG, Elgendorfer Straße 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger: BlackRock, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika

3. Art der Schwellenberührung: Unterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen: 5%

5. Datum der Schwellenberührung: 19.05.2015

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 4,99% (entspricht 10.234.603 Stimmrechten) bezogen auf die Gesamtmenge der Stimmrechte des Emittenten in Höhe von: 205.000.000

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/ sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG: 0,01% (entspricht 14.570 Stimmrechten) davon mittelbar gehalten: 0,01% (entspricht 14.570 Stimmrechten) Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 0,05% (entspricht 100.000 Stimmrechten) davon mittelbar gehalten: 0,05% (entspricht 100.000 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 4,94% (entspricht 10.120.033 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG:

Kette der kontrollierten Unternehmen: BlackRock Holdco 2, Inc., BlackRock Financial Management, Inc., BlackRock Holdco 4, LLC, BlackRock Holdco 6, LLC, BlackRock Delaware Holdings Inc., BlackRock Institutional Trust Company, National Association

ISIN oder Bezeichnung des (Finanz-/sonstigen) Instruments: Differenzkontrakt (Contract of difference)

Fälligkeit: -

Verfall: -

Veröffentlichung von Stimmrechtsmitteilungen nach § 26a WpHG

Veröffentlichung der Gesamtzahl der Stimmrechte am 30. September 2014:

Hiermit teilt die United Internet AG mit, dass die Gesamtzahl der Stimmrechte am Ende des Monats September 2014 insgesamt 205.000.000 Stimmrechte beträgt.

Bestätigungsvermerk

Zu dem Jahresabschluss und dem Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der United Internet AG, Montabaur, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 15. März 2016

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Grote, Wirtschaftsprüfer

Kemmerich, Wirtschaftsprüfer

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Montabaur, 11. März 2016

Der Vorstand

Ralph Dommermuth

Robert Hoffmann

Frank Krause

Jan Oetjen

Martin Witt

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 201 5

Mitglieder des Aufsichtsrats sind:

Kurt Dobitsch, Vorsitzender des Aufsichtsrats der United Internet AG, Markt Schwaben

Kai-Uwe Ricke, Vorsitzender des Verwaltungsrats von Delta Partners / Dubai, Stallikon/Schweiz

Michael Scheeren, Mitglied des Aufsichtsrats der United Internet AG, Frankfurt

Der Aufsichtsrat der United Internet AG hat im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend auch zwischen den Sitzungen über alle relevanten Fragen der Strategie und den damit verbundenen Chancen und Risiken, der Unternehmensplanung, über die Entwicklung und den Gang der Geschäfte, geplante und laufende Investitionen, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie die Compliance. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat vierteljährlich einen umfassenden Bericht über den Gang der Geschäfte einschließlich der Umsatzentwicklung und Rentabilität sowie der Lage der Gesellschaft und der Geschäftspolitik vor. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichung des Geschäftsverlaufs von der Planung. Die Berichte des Vorstands wurden sowohl hinsichtlich ihrer Gegenstände als auch hinsichtlich ihres Umfangs den vom Gesetz, guter Corporate Governance und vom Aufsichtsrat an sie gestellten Anforderungen gerecht. Die Berichte lagen jeweils allen Aufsichtsratsmitgliedern vor. Die vom Vorstand erteilten Berichte und sonstigen Informationen hat der Aufsichtsrat auf ihre Plausibilität hin überprüft, intensiv behandelt sowie kritisch gewürdigt und hinterfragt.

Der Aufsichtsrat hat sich regelmäßig vom Vorstand über das vom Vorstand eingerichtete interne Kontrollsystem, das konzernweite Risikomanagement und das interne Revisionssystem berichten lassen. Der Aufsichtsrat ist aufgrund seiner Prüfungen zu der Einschätzung gelangt, dass das interne Kontrollsystem, das konzernweite Risikomanagement und das interne Revisionssystem wirksam und funktionsfähig sind.

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern und hat keine Ausschüsse gebildet. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte eines Aufsichtsratsmitglieds hat es nicht gegeben.

Neben der gesetzlichen Regelberichterstattung sind insbesondere folgende Themen intensiv beraten und geprüft worden:

Der Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014

Der Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2014 sowie die Aktualisierung der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Feststellung der Zielerreichung des Vorstands im Geschäftsjahr 2014 und die Freigabe der Auszahlung der variablen Vergütungsanteile sowie die Zielvereinbarung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015

Die Einladung und die Tagesordnungspunkte für die ordentliche Hauptversammlung 2015 mit den Beschlussvorschlägen

Der Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung

Die Wahl von Herrn Kurt Dobitsch zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und von Herrn Michael Scheeren zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats

Die Prüfungsplanung und die Quartalsberichte der Innenrevision

Die Quartalsberichte zum Risikomanagement

Die Kapitalerhöhung bei der Rocket Internet AG

Den Anteilserwerb an der Drillisch AG

Die Diskussion von wichtigen Zulieferverträgen

Den Erwerb von 100% der Anteile an der home.pl S.A. für einen Kaufpreis in Höhe von 155 Mio. EUR

Die Prüfung eines Initial Public Offerings des Bereichs Business Applications

Die Erhöhung des bestehenden Konsortialkredites von 600 Mio. EUR auf 810 Mio. EUR zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung im Rahmen der Geschäftsausweitung

Die Verlängerung des bestehenden Mitarbeiterbeteiligungsprogramms

Die Auflage eines neuen Mitarbeiterbeteiligungsprogramms

Die unterjährige Unternehmensentwicklung

Die Konzernplanung und die Investitionsvorhaben für das Geschäftsjahr 2016

Die Umsatz- und Ergebnisplanung 2016 der United Internet AG (Einzelgesellschaft)

Die strategische Aufstellung und die Strukturierung der Firmengruppe und der Unternehmensorganisation

Die Beendigung des Vorstandsmandats von Herrn Norbert Lang zum 30. Juni 2015 und die Bestellung von Herrn Frank Krause zum Vorstandsmitglied der United Internet AG zum 1. Juni 2015

Die textlichen Anpassungen der Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und den Vorstand.

Die Festlegung von Zielgrößen für den Anteil von Frauen im Vorstand und im Aufsichtsrat

Die Festlegung von weiteren Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Die Sitzungstermine und der Finanzkalender für das Geschäftsjahr 2016

Sitzungen und Teilnahme:

Im Geschäftsjahr 2015 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt, in denen der Vorstand den Aufsichtsrat eingehend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns sowie über bedeutende Geschäftsvorfälle informierte. Der Aufsichtsrat war in den Sitzungen jeweils vollständig vertreten. Über die Sitzungen hinaus haben weitere Beschlussfassungen zu aktuellen Themen im schriftlichen Umlaufverfahren stattgefunden.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2015 mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex auseinandergesetzt. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 5. März 2016 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die auf der Website der Gesellschaft und im Bundesanzeiger dauerhaft zur Verfügung steht.

Nach Beseitigung der in der Vergangenheit bestehenden Unsicherheiten im regulatorischen Umfeld hat der Aufsichtsrat mit Beschlussfassung vom 16. Dezember 2015 erstmals konkrete Ziele für seine Zusammensetzung benannt und wird diese Ziele bei künftigen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung berücksichtigen. Auf die Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat, einer Empfehlung des aktuellen Corporate Governance Kodex, wurde dabei verzichtet, da der Aufsichtsrat der Auffassung ist, dass eine derartige Beschränkung gegenüber anderen Kriterien für Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern nicht sachgerecht ist und es letztendlich der Hauptversammlung und ihrer Wahlfreiheit obliegt, die Kandidaten in den Aufsichtsrat zu wählen, die sie für am besten geeignet halten, ihre Interessen zu vertreten.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Hauptversammlung hat am 21. Mai 2015 ein neues, vollumfänglich mit dem aktuellen deutschen Corporate Governance Kodex konformes Vergütungssystem, bestehend aus einer festen jährlichen Vergütung sowie einem Sitzungsgeld je Sitzung beschlossen. Die durch Aufsichtsrat und Vorstand vorgeschlagene Neuregelung trägt der seit dem letzten Vergütungsbeschluss geänderten Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex Rechnung, die vorsieht, dass dem Aufsichtsrat zur Stärkung der Unabhängigkeit allein eine fixe Vergütung gewährt und auf eine variable Vergütung verzichtet werden kann.

Die bisherige Vergütung des Aufsichtsrats bestand aus einer festen jährlichen Vergütung sowie einer an das Ergebnis je Aktie ("EPS") geknüpften variablen Vergütung. Die variable Vergütung war dabei so aufgeteilt, dass neben einer auf jährlicher Basis zu ermittelnden Erfolgskomponente auch eine langfristig zu ermittelnde Erfolgskomponente gezahlt wurde. Die neue Vergütungsregelung gilt für das Geschäftsjahr 2015 und die folgenden Geschäftsjahre.

Erörterung des Jahres- und Konzernjahresabschlusses 2015

Die Hauptversammlung der United Internet AG hat am 21. Mai 2015 die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Eschborn/Frankfurt am Main als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 gewählt. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die Buchführung, den Jahresabschluss der United Internet AG, den Konzernabschluss nach IFRS sowie den zusammengefassten Lagebericht der United Internet AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 geprüft. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurde auch das Risikomanagementsystem geprüft und analysiert. Wesentliche Schwachstellen des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems sowie des Rechnungslegungsprozesses sind von den Abschlussprüfern nicht festgestellt worden. Der Abschlussprüfer erteilte jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überzeugt und eine schriftliche Erklärung dazu eingeholt.

Die genannten Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor. An der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 16. März 2016 nahm der Abschlussprüfer teil und berichtete über seine Prüfungen und seine wesentlichen Prüfungsergebnisse, erläuterte seinen Prüfungsbericht und beantwortete die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach eigener Prüfung ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass der Jahresabschluss, der zusammengefasste Lagebericht, der Konzernabschluss und die Berichte des Abschlussprüfers zu keinen Einwendungen Anlass geben. Der Aufsichtsrat teilt die Einschätzung der Abschlussprüfer, dass das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, insbesondere auch bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, keine wesentlichen Schwachstellen aufweist. Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 16. März 2016 den von der Gesellschaft am 11. März 2016 aufgestellten Jahresabschluss der United Internet AG und den von der Gesellschaft ebenfalls am 11. März 2016 aufgestellten Konzernabschluss nach IFRS für das Geschäftsjahr 2015 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss im Sinne von § 172 AktG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Prüfung des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand hat den von ihm aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2015 dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt.

Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen war Gegenstand der Prüfung durch den Abschlussprüfer. Es wurde diesbezüglich folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Den Prüfungsbericht hat der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abhängigkeitsbericht und der Prüfungsbericht lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands und den Prüfungsbericht geprüft. Die abschließende Prüfung durch den Aufsichtsrat erfolgte in der Aufsichtsratssitzung am 16. März 2016. An der Sitzung nahm der Abschlussprüfer teil und berichtete über seine Prüfung des Abhängigkeitsberichts und seine wesentlichen Prüfungsergebnisse, erläuterte seinen Prüfungsbericht und beantwortete die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung stimmt der Aufsichtsrat dem Abhängigkeitsbericht des Vorstands und dem Prüfungsbericht zu und hat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben.

Personelle Veränderungen im Vorstand

Zum 30. Juni 2015 hat der langjährige Finanzvorstand Herr Norbert Lang nach 21 Jahren im United Internet Konzern, davon 13 Jahre als Finanzvorstand, das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Herr Norbert Lang war maßgeblich an der Entwicklung von United Internet beteiligt. Als Finanzvorstand hat er mit Beteiligungen und Übernahmen das Wachstum vorangetrieben und die Strukturen der Unternehmensgruppe den veränderten Gegebenheiten angepasst. Mit zahlreichen Kapital- und Finanzierungsmaßnahmen hat er die finanziellen Freiräume für das Wachstum geschaffen. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Herrn Lang für seine überaus erfolgreiche Arbeit.

Als neuen Finanzvorstand der United Internet AG konnte der Aufsichtsrat Herrn Frank Krause gewinnen. Herr Krause verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Telekommunikationsbranche und war zuletzt als Mitglied der Geschäftsführung von Vodafone Deutschland für das Ressort Strategy & Corporate Development zuständig. Die Bestellung erfolgte mit Wirkung zum 1. Juni 2015.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihr großes Engagement im Geschäftsjahr 2015.

 

Montabaur, 16. März 2016

Für den Aufsichtsrat

Kurt Dobitsch

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den für das Geschäftsjahr 2015 ausgewiesenen Bilanzgewinn der United Internet AG in Höhe von EUR 1.351.860.510,83 wie folgt zu verwenden:

Ein Teilbetrag von EUR 142.857.498,70 wird als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Im Zeitpunkt der Einberufung sind 204.082.141 Aktien für das Geschäftsjahr 2015 dividendenberechtigt. Daraus resultiert eine Gesamtdividende von EUR 0,70 pro Aktie;

Der Restbetrag von EUR 1.209.003.012,13 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Gewinnverwendungsvorschlag berücksichtigt die 917.859 zum Zeitpunkt der Einberufung unmittelbar oder mittelbar von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien, die gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt sind. Sollte sich die Zahl der für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 dividendenberechtigten Stückaktien bis zur Hauptversammlung verändern, wird in der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Beschlussvorschlag zur Abstimmung gestellt, der unverändert eine Dividende von EUR 0,70 je dividendenberechtigte Stückaktie sowie entsprechend angepasste Beträge für die Ausschüttungssumme und den Gewinnvortrag vorsieht.

Die Dividende wird am 20. Mai 2016 gezahlt.

 

Montabaur, 16. März 2016

United Internet AG

Der Vorstand

Ralph Dommermuth

Robert Hoffmann

Frank Krause

Jan Oetjen

Martin Witt