![]() United Internet AGMontabaurQuartalsmitteilung Q3 2019AUSGEWÄHLTE KENNZAHLENscroll
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EBT und EPS 2018 ohne Tele Columbus Wertminderungen (EBT-Effekt: -216,2 Mio. €; EPS-Effekt:
-1,08 €); EBT und EPS 2019 ohne Tele Columbus Wertminderungen (EBT-Effekt: -30,9 Mio.
€; EPS-Effekt: -0,15 €) Sehr geehrte Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner von United Internet, die United Internet AG hat die ersten 9 Monate 2019 erfolgreich abgeschlossen. Dabei
gelang es uns, im Segment "Consumer Access" in einem wettbewerbsintensiven Umfeld
die margenstarken Service-Umsätze erneut sichtbar zu steigern. Gleiches gilt für das
Segment "Business Access", in dem wir bei Umsatz und Ergebnis deutlich zulegen konnten
und das Potenzial unseres Glasfasernetzes immer stärker ausspielen können. Gleichzeitig konnten wir im Segment "Consumer Applications" die Neupositionierung
unserer Portale und den Aufbau datengetriebener Geschäftsmodelle weiter vorantreiben
und bei unseren "Business Applications" das Rebranding von "1&1 Internet" über die
Übergangsmarken "1&1 IONOS" und aktuell "IONOS by 1&1" forcieren und damit einen weiteren
Schritt zum angestrebten IPO gehen. Dieser soll dann - nach einer Übergangsphase -unter
der zukünftig eigenständigen Marke "IONOS" stattfinden. Zudem haben wir in den ersten 9 Monaten 2019 in neue Kundenverträge sowie in den Ausbau
bestehender Kundenbeziehungen investiert. Insgesamt konnte die Zahl der kostenpflichtigen
Kundenverträge um 660.000 auf 24,51 Mio. Verträge gesteigert werden. Dabei kamen im
Segment "Consumer Access" 580.000 Verträge hinzu. Aus den Segmenten "Consumer Applications"
und "Business Applications" resultieren weitere 10.000 bzw. 70.000 Verträge. Der Umsatz auf Konzernebene stieg in den ersten 9 Monaten 2019 von 3.815,9 Mio. €
im Vorjahr um 1,7 % auf 3.880,8 Mio. €. Ursächlich für dieses auf den ersten Blick
nur moderate Wachstum sind insbesondere unterjährig schwankende (margenschwache) Hardware-Umsätze
(-38,1 Mio. € gegenüber Vorjahr) sowie Umsatz-Effekte aus der verstärkten Nachfrage
von Bestandskunden nach LTE-Mobilfunktarifen (Erlösschmälerungen wegen reduzierter
Basispreise im ersten Vertragsjahr in Höhe von -38,7 Mio. €; Vorjahr: -10,6 Mio. €)
im Segment "Consumer Access". Hinzu kommt die im April 2018 begonnene Werbeflächen-Reduktion
im Rahmen der Neupositionierung im Segment "Consumer Applications" (-17,2 Mio. €;
Vorjahr: -9,7 Mio. €). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der ersten 9 Monate 2019
wurde durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 (+65,3 Mio. €) positiv beeinflusst.
Gegenläufig wirkten sich im Segment "Consumer Access" - neben den angekündigten One-Offs
(-3,8 Mio. €; Vorjahr: -12,4 Mio. €), der Regulierungsentscheidung zur TAL-Preiserhöhung
(-4,4 Mio. €) und den initialen Kosten für unser 5G-Mobilfunknetz (-2,5 Mio. €) -insbesondere
Mehrkosten (-59,0 Mio. €) für unseren Vorleistungsbezug aus, nachdem der zeitlich
befristete Anpassungsmechanismus eines Vorleistungsvertrages zum Jahresende 2018 ausgelaufen
ist. Entgegen unseren ursprünglichen Erwartungen wurde die ausgelaufene Regelung im Berichtszeitraum
nicht durch eine Preissenkung kompensiert. Jedoch sind die entsprechenden Vorleistungspreise
Gegenstand mehrerer von unserem Tochterunternehmen 1&1 Drillisch eingeleiteter schiedsgutachterlicher
Verfahren, in deren Rahmen wir verbindliche Entscheidungen über die geforderten dauerhaften
Preisanpassungen erwarten. 1&1 Drillisch hat am 24. Oktober 2019 den Entwurf des Schiedsgutachtens
im ersten, mit Wirkung zum September 2017 eingeleiteten Preisanpassungsverfahren (Price
Review 1) erhalten. Darin wurde dem Antrag von 1&1 Drillisch auf rückwirkende Senkung
der Vorleistungspreise ab diesem Zeitpunkt nicht stattgegeben. Die Ausfertigung des
endgültigen Gutachtens im Price Review 1 wird im Laufe des Novembers erwartet. Aus
dem Entwurf des Schiedsgutachtens ergibt sich, dass sich die Geschäftszahlen 2017
und - zumindest vorerst - die Ergebnisse 2018 und 2019 von 1&1 Drillisch nicht durch
Preissenkungen verbessern werden. Außerdem ist die vorgenannte Preiserhöhung aufgrund
des Wegfalls des vertraglichen Anpassungsmechanismus (insgesamt ca. 85 Mio. € Auswirkung
in 2019) zumindest vorerst weiterhin gültig und wird nun Gegenstand weiterer Price
Reviews sein. Neben diesen Mehrkosten wirkten sich unsere plangemäß umgesetzten Zukunftsinvestitionen,
wie die Neupositionierung des Segments "Consumer Applications" (-16,8 Mio. €; Vorjahr:
-9,9 Mio. €) sowie erhöhte Marketing-Ausgaben im Segment "Business Applications" (-26,7
Mio. €), zunächst negativ aus. Ein Anteil von -15,1 Mio. € der erhöhten Marketing-Ausgaben
entfiel dabei auf One-Offs für Rebranding-Maßnahmen (Vorjahr: -8,2 Mio. € One-Offs
für Integrationsprojekte). Insgesamt stieg das EBITDA in den ersten 9 Monaten 2019
von 874,6 Mio. € um 7,9 % auf 944,0 Mio. € (gemäß IFRS 16). Das vergleichbare Wachstum
nach IFRS 15 betrug 0,5 %. Das von der IFRS-16-Bilanzierung nahezu unbeeinflusste Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(EBIT) stieg von 582,8 Mio. € um 0,8 % auf 587,6 Mio. €. Auch im EBIT sind die vorgenannten
Ergebnisbelastungen und One-Offs enthalten. Das Ergebnis pro Aktie (EPS) stieg von 0,29 € auf 1,35 €. Dabei wurde das EPS jeweils
durch stichtagsbedingte nicht-cashwirksame Wertminderungen auf die von uns gehaltenen
Tele Columbus Aktien belastet (EPS Effekt: -1,08 € im Vorjahr bzw. -0,15 € in der
aktuellen Berichtsperiode). Bereinigt um diese Wertminderungen belief sich das operative
EPS auf 1,50 € - ein Anstieg um 9,5 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von
1,37 €. Das operative EPS vor PPA-Abschreibungen legte von 1,77 € auf 1,87 € zu. Neben dem operativen Geschäft haben wir über 1&1 Drillisch erfolgreich an der am 12.
Juni 2019 beendeten 5G-Frequenzauktion teilgenommen und zwei Frequenzblöcke à 2 x
5 MHz im Bereich 2 GHz und fünf Frequenzblöcke à 10 MHz im Bereich 3,6 GHz ersteigert.
Der Gesamtzuschlagspreis betrug rund 1,07 Mrd. €. Dabei stehen die Frequenzblöcke
im Bereich 3,6 GHz ab sofort und die Frequenzblöcke im Bereich 2 GHz ab dem 1. Januar
2026 zur Verfügung. Bis zu diesem Zeitpunkt hat 1&1 Drillisch die Möglichkeit, Frequenzen
im Umfang von 2 x 10 MHz im Bereich 2,6 GHz auf Basis einer Selbstverpflichtung von
Telefónica Deutschland im Rahmen der EU-Kartellfreigabe des Zusammenschlusses mit
E-Plus anzumieten. Dieses Spektrum steht bis zum 31. Dezember 2025 zur Verfügung.
Mit dem Frequenzerwerb haben wir den Grundstein für eine erfolgreiche und dauerhafte
Positionierung unserer 1&1 Drillisch AG als vierter Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland
gelegt und beabsichtigen, ein leistungsfähiges Mobilfunknetz aufzubauen. Darüber hinaus hat 1&1 Drillisch am 5. September 2019 eine Vereinbarung mit dem Bundesministerium
für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie dem Bundesministerium der Finanzen
(BMF) über den Bau von Mobilfunkstandorten in sogenannten "weißen Flecken" geschlossen.
Damit hilft 1&1 Drillisch, bestehende Versorgungslücken zu schließen, und leistet
mit dem Bau hunderter Antennenstandorte einen Beitrag zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung
in ländlichen Regionen. Im Gegenzug profitiert 1&1 Drillisch durch die Vereinbarung
von Ratenzahlungen für die Kosten der erworbenen 5G-Frequenzen. Damit können die ursprünglich
in 2019 und 2024 zu zahlenden Lizenzkosten nun in Raten bis 2030 verteilt an den Bund
überwiesen werden. Die unter anderem zur Finanzierung der Höchstgebote aus der Frequenzauktion
arrangierte Kreditlinie über ursprünglich 2,8 Mrd. € wurde damit nicht mehr benötigt
und bereits zurückgegeben. Die Vereinbarung mit dem BMVI sowie dem BMF passt zur langfristigen
Finanzierungsstrategie von 1&1 Drillisch, die vorsieht, den Großteil der Aufwendungen
für den Bau eines modernen 5G-Netzes aus laufenden Einnahmen zu leisten. Abschließend noch zu unserer Prognose: Wir haben in unserer Jahresprognose 2019 keine
Vorleistungs-Preissenkungen im Segment "Consumer Access" eingeplant, sind aber davon
ausgegangen, im Umfeld beständig sinkender Marktpreise für die mobile Datennutzung,
eine - durch den Wegfall eines Anpassungsmechanismus - ab Januar 2019 einsetzende
Preiserhöhung im Rahmen eines Price Reviews abwenden zu können. Dies ist uns nach
dem vorliegenden Entwurf des Schiedsgutachtens im Rahmen des Price Review 1 (zum September
2017) nicht gelungen und wird nun Gegenstand weiterer Price Reviews sein. Mit den
Entscheidungen in den drei weiteren von 1&1 Drillisch eingeleiteten Price Reviews
(mit Rückwirkung zum Juli 2018 (Price Review 2), Januar 2019 (Price Review 3) bzw.
Juli 2019 (Price Review 4)) wird 2020 gerechnet. Es handelt sich dabei um getrennte Verfahren, die auf Grundlage ihrer jeweiligen Stichtage
und Marktgegebenheiten zu beurteilen sind. Vorbehaltlich etwaiger Änderungen im endgültigen
Schiedsgutachten gehen wir nunmehr davon aus, dass - zumindest bis zu einer möglichen
Klärung im Rahmen der weiteren Price Reviews - im Geschäftsjahr 2019 aus der Preiserhöhung
Mehrkosten von rund 85 Mio. € anfallen werden. Vor diesem Hintergrund haben wir per
Ad-hoc-Mitteilung vom 24. Oktober 2019 unsere EBITDA-Prognose für das laufende Geschäftsjahr
um ca. 85 Mio. € korrigiert und erwarten nunmehr ein EBITDA von rund 1.250 Mio. €.
Beim Umsatz erwarten wir unverändert einen Anstieg um ca. 3 % bei den um margenschwache
Hardware-Geschäfte bereinigten Umsätzen bzw. einen Anstieg um ca. 2 % bei den Gesamtumsätzen
inklusive Hardware. Wir sehen uns für die nächsten Schritte unserer Unternehmensentwicklung gut aufgestellt
und blicken optimistisch auf das restliche Geschäftsjahr. Angesichts der erfolgreichen
ersten 9 Monate gilt unser besonderer Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
für ihren engagierten Einsatz sowie unseren Aktionären und Geschäftspartnern für das
der United Internet AG entgegengebrachte Vertrauen.
Montabaur, 12. November 2019 Ralph Dommermuth QUARTALSMITTEILUNG ZUM 3. QUARTAL 2019Erstmalige Anwendung von IFRS 16Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 13. Januar 2016 mit IFRS
16 eine neue Vorschrift für die Bilanzierung von Leasingverhältnissen veröffentlicht.
Die Anwendungspflicht gilt für ab dem 1. Januar 2019 beginnende Berichtsperioden und
somit auch für die vorliegende Quartalsmitteilung Q3 2019. United Internet ist vorwiegend Leasingnehmer. Der Großteil der Leasingverträge im
Konzern entfällt dabei auf die Anmietung von Netzinfrastrukturen, Gebäuden, technischen
Anlagen und Fahrzeugen. Nach IFRS 16 werden Leasingverhältnisse nicht mehr als klassische Mietverhältnisse,
sondern grundsätzlich als Finanzierungsgeschäfte angesehen: Der Leasingnehmer erwirbt
ein Nutzungsrecht an dem Leasinggegenstand und finanziert dieses über die Leasingraten.
Daher muss der Leasingnehmer für die Nutzung des geleasten Gegenstands aktivisch ein
Nutzungsrecht und passivisch eine Verbindlichkeit in der Bilanz ansetzen. So wird
jedes Leasing- und Mietverhältnis in der Bilanz abgebildet. Ausgenommen von der Bilanzierungspflicht
sind lediglich Leasing- oder Mietverträge mit bis zu zwölf Monaten Laufzeit sowie
Verträge mit einem wertmäßig geringen Vermögenswert. United Internet hat sich im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 dazu entschieden,
den Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht mit dem Wert der dazugehörigen Leasingverbindlichkeit
zum 1. Januar 2019 anzusetzen und diesen Standard nicht retrospektiv für jede dargestellte
frühere Berichtsperiode anzuwenden. Die Anwendung der neuen Vorschrift führte in der Konzernbilanz von United Internet
zu einem Anstieg des Anlagevermögens (für das Nutzungsrecht) und gleichzeitig zu einem
Anstieg der Finanzverbindlichkeiten (aufgrund der Zahlungsverpflichtung). In der Gewinn-
und Verlustrechnung führte dies zu einer Reduzierung der Mietaufwendungen, höheren
Abschreibungen sowie Zinsaufwendungen und damit zu einem Anstieg des EBITDA. Weitere
finanzielle Ergebniskennzahlen "unterhalb" des EBITDA wie EBIT, EBT oder EPS werden
von der Neubilanzierung hingegen kaum bzw. nicht beeinflusst. In konkreten Zahlen wirkte sich die erstmalige Anwendung von IFRS 16 in den ersten
9 Monaten 2019 mit rund 65,3 Mio. € positiv auf das EBITDA im Konzern aus. Die EBITDA-Effekte
entfielen dabei im Wesentlichen auf die Segmente "Business Access" (+44,6 Mio. €)
und "Business Applications" (+10,5 Mio. €). Geschäftsverlauf im KonzernEntwicklung im Segment "Consumer Access"Die Zahl der kostenpflichtigen Verträge im Segment "Consumer Access" stieg in den
ersten 9 Monaten 2019 um 580.000 Verträge auf 14,12 Mio. Breitband-Anschlüsse blieben
dabei konstant bei 4,34 Mio. Im Mobile-Internet-Geschäft konnten 580.000 Kundenverträge
hinzugewonnen und die Vertragszahl auf insgesamt 9,78 Mio. gesteigert werden. Entwicklung der Consumer-Access-Verträge in den ersten 9 Monaten 2019 (in Mio.)scroll
Entwicklung der Consumer-Access-Verträge im 3. Quartal 2019 (in Mio.)scroll
Der Umsatz im Segment "Consumer Access" stieg in den ersten 9 Monaten 2019 moderat
von 2.698,9 Mio. € im Vorjahr um 1,3 % auf 2.734,9 Mio. €. Dabei verbesserten sich die margenstarken Service-Umsätze, die das Kerngeschäft des
Segments darstellen, trotz eines wettbewerbsintensiven Umfelds von 2.151,9 Mio. €
um 3,4 % auf 2.226,0 Mio. €. Ohne Berücksichtigung der Umsatz-Effekte aus der verstärkten
Nachfrage von Bestandskunden nach LTE-Mobilfunktarifen (Erlösschmälerungen wegen reduzierter
Basispreise im ersten Vertragsjahr in Höhe von -38,7 Mio. €; Vorjahr: -10,6 Mio. €)
legte der adjustierte Service-Umsatz um 4,7 % zu. Ausschlaggebend für den auf den ersten Blick nur moderaten Anstieg des Gesamtumsatzes
sind -neben den vorgenannten Erlösschmälerungen - unterjährig schwankende (margenschwache)
Hardware-Umsätze (-38,1 Mio. € gegenüber Vorjahr). Die Hardware-Umsätze (insbesondere
aus dem Einsatz von Smartphones, die vom Kunden gegen keine oder eine nur geringe
Einmalzahlung bei Vertragsabschluss erworben und über die Vertragslaufzeit in Form
von höheren Tarifpreisen bezahlt werden) sind saisonal schwankend und von der Attraktivität
neuer Geräte und von den Modellzyklen der Hardware-Hersteller abhängig. Von daher
kann sich dieser Effekt in Zukunft wieder umkehren. Sollte dies nicht der Fall sein,
hätte dies jedoch keine nennenswerten Auswirkungen auf die EBITDA-Entwicklung des
Segments. Das Segment-EBITDA blieb mit 508,6 Mio. € hinter dem Vorjahreswert (521,8 Mio. €)
zurück. Ursächlich für diesen Rückgang sind insbesondere Mehrkosten für den Mobilfunk-Vorleistungsbezug
(-59,0 Mio. €), nachdem der zeitlich befristete Anpassungsmechanismus eines Vorleistungsvertrages
zum Jahresende 2018 ausgelaufen ist. Entgegen den ursprünglichen Erwartungen wurde die ausgelaufene Regelung im Berichtszeitraum
nicht durch eine Preissenkung kompensiert. Jedoch sind die entsprechenden Vorleistungspreise
Gegenstand mehrerer von 1&1 Drillisch eingeleiteter schiedsgutachterlicher Verfahren,
in deren Rahmen 1&1 Drillisch verbindliche Entscheidungen über die geforderten dauerhaften
Preisanpassungen erwartet. 1&1 Drillisch hat am 24. Oktober 2019 den Entwurf des Schiedsgutachtens
im ersten, mit Wirkung zum September 2017 eingeleiteten Preisanpassungsverfahren (Price
Review 1) erhalten. Darin wurde dem Antrag von 1&1 Drillisch auf rückwirkende Senkung
der Vorleistungspreise ab diesem Zeitpunkt nicht stattgegeben. Die Ausfertigung des
endgültigen Gutachtens im Price Review 1 wird im Laufe des Novembers erwartet. Aus
dem Entwurf des Schiedsgutachtens ergibt sich, dass sich die Geschäftszahlen 2017
und - zumindest vorerst - die Ergebnisse 2018 und 2019 von 1&1 Drillisch nicht durch
Preissenkungen verbessern werden. Außerdem ist die vorgenannte Preiserhöhung aufgrund
des Wegfalls des vertraglichen Anpassungsmechanismus zumindest vorerst weiterhin gültig
und wird nun Gegenstand weiterer Price Reviews sein. Ebenfalls im EBITDA enthalten sind Einmalaufwendungen / One-Offs (-3,8 Mio. €; Vorjahr:
-12,4 Mio. €) aus laufenden Integrationsprojekten, die Erhöhung des regulierten TAL-Entgelts
seit Juli 2019 (-4,4 Mio. €) sowie initiale Kosten im Zusammenhang mit Planungen und
Vorbereitungen für das 5G-Mobilfunknetz (-2,5 Mio. €). Bei einer Like-for-like-Betrachtung
ohne Berücksichtigung der vorgenannten Effekte sowie eines positiven IFRS-16-Effekts
(+4,3 Mio. €) wäre ein zum Vorjahr vergleichbares EBITDA um 7,5 % gestiegen. Das von der IFRS-16-Bilanzierung nahezu unbeeinflusste Segment-EBIT blieb mit 396,6
Mio. € ebenfalls hinter dem Vorjahreswert (401,1 Mio. €) zurück. Auch im EBIT sind
die vorgenannten Ergebnisbelastungen und One-Offs enthalten. Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Segment "Consumer Access" (in Mio. €)![]()
(1)
Hardware-Umsätze inkl. geringfügiger sonstiger Umsätze Quartalsentwicklung (in Mio. €); Veränderung zum Vorjahresquartalscroll
(1)
Hardware-Umsätze inkl. geringfügiger sonstiger Umsätze Mehrperiodenübersicht(1): Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen (in Mio. €)scroll
(1)
Infolge der erst im Rahmen des Jahresabschlusses 2018 durchgeführten Neusegmentierung
beschränkt sich die Darstellung der sonst üblicherweise 5-jährigen Mehrperiodenübersicht
auf die Geschäftsjahre 2016 - 2019 Neben dem operativen Geschäft hat United Internet über 1&1 Drillisch erfolgreich an
der am 12. Juni 2019 beendeten 5G-Frequenzauktion teilgenommen und zwei Frequenzblöcke
à 2 x 5 MHz im Bereich 2 GHz und fünf Frequenzblöcke à 10 MHz im Bereich 3,6 GHz ersteigert.
Der Gesamtzuschlagspreis betrug rund 1,07 Mrd. €. Dabei stehen die Frequenzblöcke
im Bereich 3,6 GHz ab sofort und die Frequenzblöcke im Bereich 2 GHz ab dem 1. Januar
2026 zur Verfügung. Bis zu diesem Zeitpunkt hat 1&1 Drillisch die Möglichkeit, Frequenzen
im Umfang von 2 x 10 MHz im Bereich 2,6 GHz auf Basis einer Selbstverpflichtung von
Telefónica Deutschland im Rahmen der EU-Kartellfreigabe des Zusammenschlusses mit
E-Plus anzumieten. Dieses Spektrum steht bis zum 31. Dezember 2025 zur Verfügung.
Mit dem Frequenzerwerb wurde der Grundstein für eine erfolgreiche und dauerhafte Positionierung
der 1&1 Drillisch Gruppe als vierter Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland gelegt.
Die Gesellschaft beabsichtigt, auf dieser Basis ein leistungsfähiges Mobilfunknetz
aufzubauen. Darüber hinaus hat 1&1 Drillisch am 5. September 2019 eine Vereinbarung mit dem Bundesministerium
für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie dem Bundesministerium der Finanzen
(BMF) über den Bau von Mobilfunkstandorten in sogenannten "weißen Flecken" geschlossen.
Damit hilft 1&1 Drillisch, bestehende Versorgungslücken zu schließen, und leistet
mit dem Bau hunderter Antennenstandorte einen Beitrag zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung
in ländlichen Regionen. Im Gegenzug profitiert 1&1 Drillisch durch die Vereinbarung
von Ratenzahlungen für die Kosten der erworbenen 5G-Frequenzen. Damit können die ursprünglich
in 2019 und 2024 zu zahlenden Lizenzkosten nun in Raten bis 2030 verteilt an den Bund
überwiesen werden. Die unter anderem zur Finanzierung der Höchstgebote aus der Frequenzauktion arrangierte
Kreditlinie über ursprünglich 2,8 Mrd. € wurde damit nicht mehr benötigt und bereits
zurückgegeben. Die Vereinbarung mit dem BMVI sowie dem BMF passt zur langfristigen
Finanzierungsstrategie von 1&1 Drillisch, die vorsieht, den Großteil der Aufwendungen
für den Bau eines modernen 5G-Netzes aus laufenden Einnahmen zu leisten. Entwicklung im Segment "Business Access"Der Umsatz im Segment "Business Access" stieg in den ersten 9 Monaten 2019 von 334,6
Mio. € im Vorjahr um 5,3 % auf 352,5 Mio. €. Das Segment-EBITDA verbesserte sich von 43,6 Mio. € um 140,8 % auf 105,0 Mio. €. Ursächlich
für diese Steigerung waren - neben der auch beim Umsatz sichtbaren positiven Geschäftsentwicklung
- auch Effekte aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 (+44,6 Mio. €). Ohne Berücksichtigung
dieser Effekte legte das adjustierte EBITDA um 38,5 % zu. Die deutlichen Steigerungen bei Umsatz und EBITDA zeigen, dass es 1&1 Versatel zunehmend
gelingt, das Potenzial ihres Glasfasernetzes immer stärker auszuspielen. Das von der IFRS-16-Bilanzierung nahezu unbeeinflusste Segment-EBIT belief sich durch
hohe Abschreibungen im Bereich der Netzinfrastruktur, infolge Kundenwachstum und der
fortschreitenden Layer-2-Erschließung, die sich erst in den Folgeperioden amortisieren
werden, auf -43,0 Mio. € - nach -52,5 Mio. € im Vorjahr. Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Segment "Business Access" (in Mio. €)![]() Quartalsentwicklung (in Mio. €); Veränderung zum Vorjahresquartalscroll
Mehrperiodenübersicht'": Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen (in Mio. €)scroll
(1)
Infolge der erst im Rahmen des Jahresabschlusses 2018 durchgeführten Neusegmentierung
beschränkt sich die Darstellung der sonst üblicherweise 5-jährigen Mehrperiodenübersicht
auf die Geschäftsjahre 2016 - 2019 Entwicklung im Segment "Consumer Applications"Die Anzahl der kostenpflichtigen Verträge stieg in den ersten 9 Monaten 2019 um 10.000
auf 2,26 Mio. Die werbefinanzierten Free-Accounts blieben konstant bei 37,00 Mio.
und lagen damit deutlich über dem saisonal vergleichbaren Vorjahreswert von 36,17
Mio. zum 30. September 2018. Entwicklung der Consumer-Applications-Accounts in den ersten 9 Monaten 2019 (in Mio.)scroll
Entwicklung der Consumer-Applications-Accounts im 3. Quartal 2019 (in Mio.)scroll
Im Segment "Consumer Applications" sind - wie ebenfalls bereits im Jahresabschluss
2018 angekündigt - weiterhin die Neupositionierung und der Umbau der Portale GMX und
WEB.DE (inkl. der damit verbundenen Reduktion der Werbeflächen) sowie der parallel
stattfindende Aufbau datengetriebener Geschäftsmodelle die zentralen Themen. Im Zuge
dieser Transformation zeichnen sich erste Erfolge ab, was sich in einer Stabilisierung
der Nutzerzahlen bei kostenpflichtigen Premium-Mail-Accounts sowie einem Wachstum
um 830.000 Free-Accounts im Vergleich zum 30. September 2018 niederschlägt. Daneben
haben sich durch die aktive Zustimmung der Nutzer (Opt-Ins) bereits innerhalb der
ersten 4 Monate nach dem Start rund 3 Mio. Nutzer (Stand: 30. September 2019) für
die Smart-Inbox entschieden, auf deren Basis zur DMEXCO im September die ersten datengetriebene
Werbevermarktungsprodukte vorgestellt wurden. Die vorgenannten Maßnahmen haben in
den ersten 9 Monaten 2019 die Umsatz- und Ergebniskennzahlen erwartungsgemäß belastet
und sollen ihre positive Wirkung sukzessive ab dem Geschäftsjahr 2020 entfalten. Gleichwohl
wird bereits für das 4. Quartal 2019 wieder ein leichtes Wachstum beim adjustierten
Umsatz sowie ein adjustiertes EBITDA auf Vorjahresniveau erwartet. Vor diesem Hintergrund blieb der Umsatz im Kerngeschäft des Segments mit Pay-Accounts
und der Vermarktung des Werbeinventars der eigenen Portale in den ersten 9 Monaten
2019 mit 174,3 Mio. € erwartungsgemäß hinter dem Vorjahreswert (182,8 Mio. €) zurück.
Ausschlaggebend für den Umsatz-Rückgang war insbesondere die im 2. Quartal 2018 gestartete
und weiterhin andauernde Neupositionierung und die damit verbundene Reduzierung der
Werbeflächen (Umsatz-Effekt: -17,2 Mio. €), von der die ersten 9 Monate des Vorjahres
(-9,7 Mio. €) nur zum Teil betroffen waren. Der Umsatz im Bereich der margenschwachen Fremdvermarktung lag mit 10,2 Mio. € deutlich
unter dem Vorjahreswert (21,1 Mio. €). Somit entwickelte sich der Gesamtumsatz des Segments auch insgesamt rückläufig von
203,9 Mio. € auf 184,5 Mio. €. Ohne Berücksichtigung der Werbeflächen-Reduktion sowie
des Rückgangs der Fremdvermarktung verringerte sich der adjustierte Umsatz um -0,5
%. Durch die reduzierten Werbeflächen und die Investitionen in den Aufbau datengetriebener
Geschäftsmodelle (EBITDA- und EBIT-Effekt: -16,8 Mio. €; Vorjahr: -9,9 Mio. €) blieb
auch das Segment-EBITDA mit 70,6 Mio. € (Vorjahr: 79,9 Mio. €) hinter dem Vorjahreswert
zurück. Ohne Berücksichtigung der Werbeflächen-Reduktion sowie eines positiven IFRS-16-Effekts
(+3,2 Mio. €) ging das adjustierte EBITDA um -6,2 % zurück. Entsprechend lag auch das von der IFRS-16-Bilanzierung nahezu unbeeinflusste Segment-EBIT
mit 58,2 Mio. € unter dem Vorjahreswert (70,8 Mio. €). Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Segment "Consumer Applications" (in Mio. €)![]() Quartalsentwicklung (in Mio. €); Veränderung zum Vorjahresquartalscroll
Mehrperiodenübersicht(1): Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen (in Mio. €)scroll
Entwicklung im Segment "Business Applications"Die Zahl der kostenpflichtigen Verträge für Business-Applikationen konnte in den ersten
9 Monaten 2019 organisch um 70.000 Verträge ausgebaut werden. Damit stieg der Bestand
auf insgesamt 8,13 Mio. Verträge. Entwicklung der Business-Applications-Verträge in den ersten 9 Monaten 2019 (in Mio.)scroll
Entwicklung der Business-Applications-Verträge im 3. Quartal 2019 (in Mio.)scroll
Im Segment "Business Applications" wurde im Berichtszeitraum das Rebranding von "1&1
Internet" über die Übergangsmarken "1&1 IONOS" und aktuell "IONOS by 1&1" vorangetrieben
und damit ein weiterer Schritt zum angestrebten IPO gegangen werden. Dieser soll dann
- nach einer Übergangsphase - unter der zukünftig eigenständigen Marke "IONOS" stattfinden. Der Umsatz im Segment "Business Applications" stieg in den ersten 9 Monaten 2019 von
634.7 Mio. € im Vorjahr um 4,9 % auf 665,7 Mio. €. Das Segment-EBITDA lag trotz erhöhter Marketing-Ausgaben (-26,7 Mio. €, davon -15,1
Mio. € One-Offs für Rebranding-Maßnahmen (Vorjahr: -8,8 Mio. € One-Offs für Integrationsprojekte))
mit 236.8 Mio. € um 1,2 % über dem Vorjahreswert (233,9 Mio. €). Gegenläufig zu den
stark angestiegenen Marketing-Ausgaben wirkten sich positive Effekte aus der erstmaligen
Bilanzierung nach IFRS 16 (+10,5 Mio. €) aus. Bei einer Like-for-like-Betrachtung
ohne Berücksichtigung der vorgenannten Effekte wäre ein zum Vorjahr vergleichbares
EBITDA um 4,2 % gestiegen. Auch im EBIT sind die vorgenannten Ergebnisbelastungen und One-Offs enthalten. Hinzu
kamen gestiegene Abschreibungen (u. a. durch World4You und den Ausbau der Server-Parks).
Vor diesem Hintergrund blieb das von der IFRS-16-Bilanzierung nahezu unbeeinflusste
Segment-EBIT mit 156,8 Mio. € hinter dem Vorjahreswert (168,4 Mio. €) zurück. Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Segment "Business Applications" (in Mio. €)![]()
(1)
Inklusive Einmalaufwendungen aus Integrations- und Rebranding-Projekten (EBITDA- und
EBIT-Effekt: -15,1 Mio. €) Quartalsentwicklung (in Mio. €); Veränderung zum Vorjahresquartalscroll
(1)
Inklusive Einmalaufwendungen aus Integrationsprojekten (EBITDA- und EBIT-Effekt: -7,8
Mio. €) Mehrperiodenübersicht(1): Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen (in Mio. €)scroll
(1)
Infolge der erst im Rahmen des Jahresabschlusses 2018 durchgeführten Neusegmentierung
beschränkt sich die Darstellung der sonst üblicherweise 5-jährigen Mehrperiodenübersicht
auf die Geschäftsjahre 2016 - 2019 Lage im KonzernErtragslageDie Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge im United Internet Konzern konnte in
den ersten 9 Monaten 2019 um insgesamt 660.000 auf 24,51 Mio. Verträge gesteigert
werden. Werbefinanzierte Free-Accounts blieben konstant bei 37,00 Mio. Der Umsatz auf Konzernebene stieg in den ersten 9 Monaten 2019 von 3.815.9 Mio. €
im Vorjahr um 1,7 % auf 3.880,8 Mio. €. Ursächlich für dieses auf den ersten Blick
nur moderate Wachstum sind insbesondere unterjährig schwankende (margenschwache) Hardware-Umsätze
(-38,1 Mio. € gegenüber Vorjahr) sowie Umsatz-Effekte aus der verstärkten Nachfrage
von Bestandskunden nach LTE-Mobilfunktarifen (Erlösschmälerungen wegen reduzierter
Basispreise im ersten Vertragsjahr in Höhe von -38,7 Mio. €; Vorjahr: -10,6 Mio. €)
im Segment "Consumer Access". Hinzu kommt die im April 2018 begonnene Werbeflächen-Reduktion
im Rahmen der Neupositionierung im Segment "Consumer Applications" (-17,2 Mio. €;
Vorjahr: -9,7 Mio. €). Die Umsätze im Ausland verbesserten sich von 299,2 Mio. € um
7,7 % auf 322,2 Mio. €. Die Umsatzkosten stiegen durch die Mehrkosten im Vorleistungseinkauf von 2.521,9 Mio.
€ (66,1 % vom Umsatz) im Vorjahr auf 2.567,6 Mio. € (66,2 % vom Umsatz). Die Bruttomarge
sank entsprechend von 33,9 % auf 33,8 %. Das Bruttoergebnis legte von 1.294,0 Mio.
€ um 1,5 % auf 1.313,2 Mio. € zu. Die Vertriebskosten stiegen insbesondere infolge der erhöhten Marketing-Ausgaben im
Rahmen des Rebrandings im Segment "Business Applications" von 510,6 Mio. € (13,4 %
vom Umsatz) im Vorjahr überproportional auf 543,9 Mio. € (14,0 % vom Umsatz) an. Die
Verwaltungskosten erhöhten sich ebenfalls leicht überproportional von 163,1 Mio. €
im Vorjahr (4,3 % vom Umsatz) auf 172,4 Mio. € (4,4 % vom Umsatz). Mehrperiodenübersicht: Entwicklung wesentlicher Kostenpositionen (in Mio. €)scroll
Das EBITDA im Konzern der ersten 9 Monate 2019 wurde durch die erstmalige Anwendung
von IFRS 16 (+65,3 Mio. €) positiv beeinflusst. Gegenläufig wirkten sich im Segment
"Consumer Access" - neben den angekündigten One-Offs (-3,8 Mio. €; Vorjahr: -12,4
Mio. €), der Regulierungsentscheidung zur TAL-Preiserhöhung (-4,4 Mio. €) und den
initialen Kosten für das 5G-Mobilfunk-netz (-2,5 Mio. €) - insbesondere Mehrkosten
(-59,0 Mio. €) für den Vorleistungsbezug aus, nachdem der zeitlich befristete Anpassungsmechanismus
eines Vorleistungsvertrages zum Jahresende 2018 ausgelaufen ist. Entgegen den ursprünglichen Erwartungen wurde die ausgelaufene Regelung im Berichtszeitraum
nicht durch eine Preisanpassung kompensiert. Jedoch sind die entsprechenden Vorleistungspreise
Gegenstand mehrerer von 1&1 Drillisch eingeleiteter schiedsgutachterlicher Verfahren,
in deren Rahmen verbindliche Entscheidungen über die geforderten dauerhaften Preisanpassungen
erwartet werden. 1&1 Drillisch hat am 24. Oktober 2019 den Entwurf des Schiedsgutachtens
im ersten, mit Wirkung zum September 2017 eingeleiteten Preisanpassungsverfahren (Price
Review 1) erhalten. Darin wurde dem Antrag von 1&1 Drillisch auf rückwirkende Senkung
der Vorleistungspreise ab diesem Zeitpunkt nicht stattgegeben. Die Ausfertigung des
endgültigen Gutachtens im Price Review 1 wird im Laufe des Novembers erwartet. Aus dem Entwurf des Schiedsgutachtens ergibt sich, dass sich die Geschäftszahlen 2017
und -zumindest vorerst - die Ergebnisse 2018 und 2019 von 1&1 Drillisch nicht durch
Preissenkungen verbessern werden. Außerdem ist die vorgenannte Preiserhöhung aufgrund
des Wegfalls des vertraglichen Anpassungsmechanismus zumindest vorerst weiterhin gültig
und wird nun Gegenstand weiterer Price Reviews sein. Neben diesen Mehrkosten wirkten sich plangemäß umgesetzte Zukunftsinvestitionen, wie
die Neupositionierung des Segments "Consumer Applications" (-16,8 Mio. €; Vorjahr:
-9,9 Mio. €) sowie erhöhte Marketing-Ausgaben im Segment "Business Applications" (-26,7
Mio. €), zunächst negativ aus. Ein Anteil von -15,1 Mio. € der erhöhten Marketing-Ausgaben
entfiel dabei auf One-Offs für Rebranding-Maßnahmen (Vorjahr: -8,2 Mio. € One-Offs
für Integrationsprojekte). Insgesamt stieg das EBITDA in den ersten 9 Monaten 2019
von 874,6 Mio. € um 7,9 % auf 944,0 Mio. € (gemäß IFRS 16). Das vergleichbare Wachstum
nach IFRS 15 betrug 0,5 %. Das von der IFRS-16-Bilanzierung nahezu unbeeinflusste EBIT im Konzern stieg von 582,8
Mio. € um 0,8 % auf 587,6 Mio. €. Auch im EBIT sind die vorgenannten Ergebnisbelastungen
und One-Offs enthalten. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg von 331,8 Mio. € auf 519,2 Mio. €. Dabei wurden
das EBT der ersten 9 Monate 2018 sowie das EBT der aktuellen Berichtsperiode durch
stichtagsbedingte nicht-cashwirksame Wertminderungen auf die gehaltenen Tele Columbus
Aktien belastet (EBT-Effekt: -216,2 Mio. € im Vorjahr bzw. -30,9 Mio. € in der aktuellen
Berichtsperiode). Bereinigt um diese Wertminderungen lag das operative EBT mit 550,1
Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau (548,0 Mio. €). Das Ergebnis pro Aktie (EPS) stieg von 0,29 € auf 1,35 €. Dabei wurde auch das EPS
jeweils durch die vorgenannten stichtagsbedingten nicht-cashwirksamen Wertminderungen
belastet (EPS Effekt: -1,08 € im Vorjahr bzw. -0,15 € in der aktuellen Berichtsperiode).
Bereinigt um diese Wertminderungen belief sich das operative EPS auf 1,50 € - ein
Anstieg um 9,5 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von 1,37 €. Das operative
EPS vor PPA-Abschreibungen legte von 1,77 € auf 1,87 € zu. Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Konzern (in Mio. €)![]()
(1)
Inklusive Einmalaufwendungen aus Integrations- und Rebranding-Projekten (EBITDA- und
EBIT-Effekt: -18,9 Mio. €) Quartalsentwicklung (in Mio. €); Veränderung zum Vorjahresquartalscroll
(1)
Inklusive Einmalaufwendungen aus Integrationsprojekten (EBITDA- und EBIT-Effekt: -20,5
Mio. €) Mehrperiodenübersicht: Entwicklung der wesentlichen Umsatz- und Ergebnis-Kennzahlen (in Mio. €)scroll
(1)
Ohne Einmalerträge aus dem Verkauf der Goldbach-Aktien sowie dem Teilverkauf der virtual
minds-Anteile (EBITDA- und EBIT-Effekt: +14,0 Mio. €) FinanzlageDank der positiven operativen Ergebnisentwicklung stieg der Cashflow der betrieblichen
Tätigkeit von 659,3 Mio. € im Vorjahr auf 725,8 Mio. € in den ersten 9 Monaten 2019. Die Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit der ersten 9 Monate 2019 legten
deutlich von 326,7 Mio. € im Vorjahr auf 476,0 Mio. € zu. Ursächlich für diesen Anstieg
waren im Wesentlichen hohe Vorauszahlungen an Vorleister und der gleichzeitige starke
Aufbau von Vorräten im Vorjahr. Der Cashflow aus dem Investitionsbereich weist im Berichtszeitraum Nettoauszahlungen
in Höhe von 69,6 Mio. € (Vorjahr: 268,9 Mio. €) aus. Diese resultieren im Wesentlichen
aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 165,9
Mio. € (Vorjahr: 184,7 Mio. €). Gegenläufig wirkten sich Einzahlungen aus der Veräußerung
von assoziierten Unternehmen (im Wesentlichen aus dem Abschluss des bereits 2018 vorbereiteten
Verkaufs der Virtual Minds Anteile) mit 35,6 Mio. € (davon Verkaufsertrag: 21,5 Mio.
€) aus. Der Cashflow aus dem Investitionsbereich des Vorjahres war - neben den vorgenannten
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - zusätzlich durch die
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen (World4You) sowie
einen nachträglichen Mittelabfluss aus dem Verkauf der yourfone Shop GmbH geprägt. Der Free Cashflow, definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert
um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen
aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, stieg infolge der
stark angestiegenen Nettozahlungen der betrieblichen Tätigkeit sowie der geringeren
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen von 181,7 Mio. € (ohne
Berücksichtigung einer Steuerzahlung in Höhe von 34,7 Mio. € aus dem Geschäftsjahr
2016) auf 398,7 Mio. € (ohne Berücksichtigung einer Kapitalertragsteuerzahlung in
Höhe von 56,2 Mio. € sowie Steuerzahlungen aus dem Geschäftsjahr 2017 und Vorjahren
in Höhe von 27,2 Mio. €). Mit der Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS
16 wird der Tilgungsanteil von Leasingverbindlichkeiten seit dem Geschäftsjahr 2019
im Cashflow aus dem Finanzierungsbereich ausgewiesen. Bestimmend im Cashflow aus dem Finanzierungsbereich waren in den ersten 9 Monaten
2019 Kreditrückzahlungen von im Saldo 199,2 Mio. € (Vorjahr: Kreditaufnahme von 21,7
Mio. €), Auszahlungen an Minderheitsaktionäre insbesondere im Rahmen der Anteilserhöhung
an 1&1 Drillisch in Höhe von 98,4 Mio. € (Vorjahr: 0 €), die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten
in Höhe von 75,0 Mio. € (Vorjahr: 11,9 Mio. €), die sich durch die IFRS-16-Bilanzierung
deutlich erhöht haben, sowie der Erwerb eigener Aktien in Höhe von 30,4 Mio. € (Vorjahr:
0 €). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum 30. September 2019
auf 49,5 Mio. € - nach 61,3 Mio. € zum Vorjahresstichtag. Mehrperiodenübersicht: Entwicklung der wesentlichen Cashflow-Kennzahlen (in Mio. €)scroll
(1)
Free Cashflow ist definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert
um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen
aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen VermögenslageIm Geschäftsjahr 2018 hat United Internet eine detaillierte Folgenabschätzung zur
Bilanzierung gemäß IFRS 16 vorgenommen. Zusammenfassend stellen sich die Auswirkungen
aus der Erstanwendung von IFRS 16 in Bezug auf bisher als Operating Leases bilanzierte
Leasingnehmerverträge zum 1. Januar 2019 wie folgt dar: Die Bilanzsumme im Konzern
erhöhte sich zum 1. Januar 2019 um ca. 275 Mio. €. Der Aktivierung von Nutzungsrechten
in Höhe von ca. 275 Mio. € steht dabei die Passivierung von Leasingverbindlichkeiten
in nahezu gleicher Höhe gegenüber, die mit abgegrenzten Vorauszahlungen für Leasingverhältnisse
verrechnet wurde. Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme von 8,174 Mrd. € per 31. Dezember 2018 auf
9,302 Mrd. € zum 30. September 2019. Ursächlich für diesen Anstieg ist insbesondere
die erstmalige Bilanzierung der erworbenen 5G-Frequenzen. Daraus resultieren zum 30.
September 2019 immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1.029,0 Mio. € sowie sonstige
finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 1.029,9 Mio. €. Gemäß den IFRS Regelungen
sind die aus dem Erwerb resultierenden immateriellen Vermögenswerte und sonstigen
finanziellen Verbindlichkeiten zum Fair Value bzw. Barwert zu erfassen. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen von 1.364,7 Mio. € per 31. Dezember 2018
auf 1.405,9 Mio. € zum 30. September 2019. Dabei ging der in den kurzfristigen Vermögenswerten
ausgewiesene Bestand an liquiden Mitteln stichtagsbedingt von 58,1 Mio. € auf 49,5
Mio. € zurück. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich leicht
von 351,4 Mio. € auf 366,2 Mio. €. Die Vorräte reduzierten sich von 89,6 Mio. € auf
69,8 Mio. €. Die Position Vertragsvermögenswerte stieg von 427,0 Mio. € auf 498,9
Mio. € und beinhaltet kurzfristige Ansprüche gegenüber Kunden aus der im Rahmen der
Anwendung von IFRS 15 vorgezogenen Umsatzrealisierung. Die abgegrenzten Aufwendungen
erhöhten sich von 224,8 Mio. € auf 235,6 Mio. € und beinhalten im Wesentlichen den
kurzfristigen Anteil der Aufwendungen im Zusammenhang mit der Kundengewinnung (Vertragserlangung)
und der Vertragserfüllung gemäß IFRS 15. Die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte
reduzierten sich von 72,8 Mio. € auf 52,4 Mio. € und die Ertragsteueransprüche von
129,6 Mio. € auf 125,8 Mio. €. Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich deutlich von 6.809,2 Mio. € per 31.
Dezember 2018 auf 7.896,0 Mio. € zum 30. September 2019. Dabei sanken die Anteile
an assoziierten Unternehmen insbesondere infolge der vorgenommenen Tele Columbus Wertminderungen
von 206,9 Mio. € auf 161,1 Mio. €. Sonstige finanzielle Vermögenswerte gingen trotz
der positiven Folgebewertung der Beteiligungen infolge des Verkaufs von Anteilen an
Rocket Internet von 348,0 Mio. € auf 341,5 Mio. € zurück. Sachanlagen stiegen im Wesentlichen
durch die erstmalige Bilanzierung nach IFRS 16 von 818,0 Mio. € auf 1.098,9 Mio. €.
Immaterielle Vermögenswerte stiegen deutlich von 1.244,6 Mio. € auf 2.138,0 Mio. €
an. Ursächlich hierfür ist die vorgenannte erstmalige Bilanzierung der erworbenen
5G-Frequenzen. Firmenwerte blieben mit 3.611,6 Mio. € nahezu unverändert. Die Position
Vertragsvermögenswerte blieb mit 166,9 Mio. € ebenfalls nahezu unverändert und beinhaltet
langfristige Ansprüche gegenüber Kunden aus der im Rahmen der Anwendung von IFRS 15
vorgezogenen Umsatzrealisierung. Die abgegrenzten Aufwendungen reduzierten sich von
341,2 Mio. € auf 311,7 Mio. € und beinhalten im Wesentlichen den langfristigen Anteil
der Aufwendungen im Zusammenhang mit der Kundengewinnung (Vertragserlangung) und der
Vertragserfüllung sowie geleistete Vorauszahlungen im Rahmen langfristiger Einkaufsverträge.
Latente Steueransprüche blieben mit 12,3 Mio. € weitgehend unverändert. Die kurzfristigen Schulden gingen von 1.299,7 Mio. € per 31. Dezember 2018 auf 1.248,1
Mio. € zum 30. September 2019 zurück. Dabei reduzierten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt von 557,7 Mio. € auf 414,4 Mio. €.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen durch Umbuchungen
von 206,2 Mio. € auf 257,7 Mio. €. Die Ertragsteuerschulden gingen von 187,9 Mio.
€ auf 101,7 Mio. € zurück. Die Position kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten blieb
mit 151,5 Mio. € weitgehend unverändert und beinhaltet vor allem Einzahlungen aus
Kundenverträgen, für die die Leistung noch nicht vollständig erbracht worden ist.
Der Anstieg der kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten von 124,1 Mio.
€ auf 250,1 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der erstmaligen Bilanzierung gemäß
IFRS 16. Die langfristigen Schulden stiegen von 2.352,6 Mio. € per 31. Dezember 2018 auf 3.252,9
Mio. € zum 30. September 2019. Dabei sanken die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten deutlich von 1.733,0 Mio. € auf 1.482,2 Mio. €. Latente Steuerschulden
reduzierten sich von 389,8 Mio. € auf 375,6 Mio. €. Die Position langfristige Vertragsverbindlichkeiten
blieb mit 31,8 Mio. € nahezu unverändert und beinhaltet vor allem Einzahlungen aus
Kundenverträgen, für die die Leistung noch nicht vollständig erbracht worden ist.
Der Anstieg der langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten von 87,0 Mio.
€ auf 1.259,2 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der vorgenannten erstmaligen Bilanzierung
der erworbenen 5G-Frequenzen sowie der erstmaligen Bilanzierung gemäß IFRS 16. Das Eigenkapital im Konzern stieg von 4.521,5 Mio. € per 31. Dezember 2018 auf 4.801,0
Mio. € zum 30. September 2019. Gleichwohl sank die Eigenkapitalquote infolge des gleichzeitig
noch stärkeren Anstiegs der Bilanzsumme von 55,3 % auf 51,6 %. Der Vorstand der United Internet AG hat am 14. August 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats
beschlossen, ein neues Aktienrückkaufprogramm aufzulegen. Im Rahmen dieses Aktienrückkaufprogramms
sollen bis zu 6.000.000 Aktien der Gesellschaft (dies entspricht ca. 2,93 % des Grundkapitals
von 205.000.000 €) zurückgekauft werden. Das Volumen des Aktienrückkaufprogramms beträgt
insgesamt bis zu 192,0 Mio. €. Das Programm ist am 16. August 2019 gestartet und soll
längstens bis zum 31. März 2020 durch den Rückkauf von Aktien über die Börse durchgeführt
werden. Bis zum 30. September 2019 wurden im Rahmen dieses Aktienrückkaufprogramms
1.031.957 United Internet Aktien für 30,4 Mio. € zurückgekauft. Damit hielt United
Internet zum Bilanzstichtag insgesamt 5.734.947 eigene Aktien (31. Dezember 2018:
4.702.990). Die United Internet Tochter 1&1 Drillisch hat am 5. September 2019 eine Vereinbarung
mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie dem
Bundesministerium der Finanzen (BMF) über den Bau von Mobilfunkstandorten in sogenannten
"weißen Flecken" geschlossen. Damit hilft das Unternehmen, bestehende Versorgungslücken
zu schließen, und leistet mit dem Bau hunderter Antennenstandorte einen Beitrag zur
Verbesserung der Mobilfunkversorgung in ländlichen Regionen. Im Gegenzug profitiert
1&1 Drillisch durch die Vereinbarung von Ratenzahlungen für die Kosten der erworbenen
5G-Frequenzen. Damit können die ursprünglich in 2019 und 2024 zu zahlenden Lizenzkosten
nun in Raten bis 2030 verteilt an den Bund überwiesen werden. Die unter anderem zur
Finanzierung der Höchstgebote aus der Frequenzauktion arrangierte Kreditlinie über
ursprünglich 2,8 Mrd. € wurde damit nicht mehr benötigt und bereits zurückgegeben.
Die Vereinbarung mit dem BMVI sowie dem BMF passt zur langfristigen Finanzierungsstrategie
von 1&1 Drillisch, die vorsieht, den Großteil der Aufwendungen für den Bau eines modernen
5G-Netzes aus laufenden Einnahmen zu leisten. Die Netto-Bankverbindlichkeiten im Konzern (d. h. der Saldo aus Bankverbindlichkeiten
und liquiden Mitteln) sanken deutlich von 1.881,1 Mio. € per 31. Dezember 2018 auf
1.690,5 Mio. € zum 30. September 2019. Mehrperiodenübersicht: Entwicklung wesentlicher Bilanzpositionen (in Mio. €)scroll
(1)
Anstieg durch Beteiligung an Tele Columbus (2016); Rückgang durch Übernahme und Konsolidierung
von ProfitBricks und Drillisch (2017); Rückgang durch Tele Columbus Wertminderungen
(2018); Rückgang durch Tele Columbus Wertminderungen (2019) Nachtragsbericht1&1 Drillisch hat am 24. Oktober 2019 den Entwurf des Schiedsgutachtens im ersten,
mit Wirkung zum September 2017 eingeleiteten Preisanpassungsverfahren (Price Review
1) erhalten. Dem Antrag von 1&1 Drillisch auf rückwirkende Senkung der Vorleistungspreise
ab diesem Zeitpunkt wurde nicht stattgegeben. Die Ausfertigung des endgültigen Gutachtens
im Price Review 1 wird im Laufe des Novembers erwartet. Aus dem Entwurf des Schiedsgutachtens
ergibt sich, dass sich die Geschäftszahlen 2017 und - zumindest vorerst - die Ergebnisse
2018 und 2019 von 1&1 Drillisch nicht durch Preissenkungen verbessern werden. Außerdem
ist eine Preiserhöhung aufgrund des Wegfalls eines zum Jahresende 2018 befristeten
vertraglichen Anpassungsmechanismus (ca. 85 Mio. € Auswirkung in 2019) zumindest vorerst
weiterhin gültig. 1&1 Drillisch hatte in seiner Jahresprognose 2019 keine Vorleistungs-Preissenkungen
eingeplant, ist aber davon ausgegangen, im Umfeld beständig sinkender Marktpreise
für die mobile Datennutzung, die ab Januar 2019 durch den Wegfall eines Anpassungsmechanismus
einsetzende Preiserhöhung abwenden zu können. Dies ist nach dem vorliegenden Entwurf
des Gutachtens im Rahmen des Price Review 1 (zum September 2017) nicht gelungen und
wird nun Gegenstand weiterer Price Reviews sein. Mit den Entscheidungen in den drei weiteren von 1&1 Drillisch eingeleiteten Price
Reviews (mit Rückwirkung zum Juli 2018 (Price Review 2), Januar 2019 (Price Review
3) bzw. Juli 2019 (Price Review 4)) wird 2020 gerechnet. Es handelt sich dabei um
getrennte Verfahren, die auf Grundlage ihrer jeweiligen Stichtage und Marktgegebenheiten
zu beurteilen sind. Vorbehaltlich etwaiger Änderungen im endgültigen Schiedsgutachten geht 1&1 Drillisch
nunmehr davon aus, dass - zumindest bis zu einer möglichen Klärung im Rahmen der weiteren
Price Reviews - im Geschäftsjahr 2019 aus der Preiserhöhung Mehrkosten von rund 85
Mio. € anfallen werden. Vor diesem Hintergrund hat United Internet ihre EBITDA-Prognose per Ad-hoc-Mitteilung
vom 24. Oktober 2019 für das laufende Geschäftsjahr um ca. 85 Mio. € korrigiert und
erwartet nunmehr ein EBITDA von rund 1.250 Mio. €. Parallel zu den Price Reviews wird die Berechtigung einer von dem Vorleistungsanbieter
im Dezember 2018, unter Bezugnahme auf die Frequenzauktion 2015, geforderten Preiserhöhung
in einem weiteren schiedsgutachterlichen Verfahren überprüft. Es handelt sich dabei
um jährlich ca. 12 Mio. € für einen fünfjährigen Leistungszeitraum von Juli 2015 bis
Juni 2020. Auch dazu wird 2020 eine Entscheidung erwartet. 1&1 Drillisch hält diese
Forderung für nicht berechtigt. Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 30. September 2019 bei United Internet
keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die größere Auswirkungen auf
die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens bzw. des Konzerns mit Auswirkungen
auf Rechnungslegung und Berichterstattung haben. Risiko- und ChancenberichtDie Risiken- und Chancenpolitik der United Internet AG orientiert sich an dem Ziel,
den Wert des Unternehmens zu erhalten und nachhaltig zu steigern, indem Chancen wahrgenommen
und Risiken frühzeitig erkannt und gesteuert werden. Dabei regelt das Risiko- und
Chancenmanagement den verantwortungsvollen Umgang mit Unsicherheiten, die mit unternehmerischem
Handeln stets verbunden sind. Gesamtaussage des Vorstands zur Risiko- und Chancensituation des KonzernsDie Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung
aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken unter Berücksichtigung der Interdependenzen. Bestandsgefährdende Risiken für den United Internet Konzern waren im Berichtszeitraum
sowie zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Quartalsmitteilung weder aus Einzelrisikopositionen
noch aus der Gesamtrisikosituation erkennbar. Die größte Herausforderung stellt das Risikofeld "Rechtsstreitigkeiten" dar, dessen
Risikoeinstufung im 1. Quartal 2019 angehoben wurde. Im 3. Quartal 2019 wurde die
Risikoeinstufung des Risikofelds "Geschäftsentwicklung und Innovation" gesenkt und
die Risikoeinstufung des Risikofeldes "Steuerliche Risiken" angehoben. Durch den weiteren
Ausbau des Risikomanagements begegnet United Internet diesen und anderen Risiken und
begrenzt sie, soweit sinnvoll, mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen auf ein Minimum. Darüber hinaus blieben die Risikoeinstufungen in den ersten 9 Monaten 2019 im Vergleich
zur Risiko- und Chancenberichterstattung im Rahmen des Jahresabschlusses 2018 unverändert. PrognoseberichtPrognose für das Geschäftsjahr 20191&1 Drillisch hat am 24. Oktober 2019 den Entwurf des Schiedsgutachtens im ersten,
mit Wirkung zum September 2017 eingeleiteten Preisanpassungsverfahren (Price Review
1) erhalten. Dem Antrag von 1&1 Drillisch auf rückwirkende Senkung der Vorleistungspreise
ab diesem Zeitpunkt wurde nicht stattgegeben. Die Ausfertigung des endgültigen Gutachtens
im Price Review 1 wird im Laufe des Novembers erwartet. Aus dem Entwurf des Schiedsgutachtens
ergibt sich, dass sich die Geschäftszahlen 2017 und - zumindest vorerst - die Ergebnisse
2018 und 2019 von 1&1 Drillisch nicht durch Preissenkungen verbessern werden. Außerdem
ist eine Preiserhöhung aufgrund des Wegfalls eines zum Jahresende 2018 befristeten
vertraglichen Anpassungsmechanismus (ca. 85 Mio. € Auswirkung in 2019) zumindest vorerst
weiterhin gültig. United Internet hatte in der Jahresprognose 2019 keine Vorleistungs-Preissenkungen
im Segment "Consumer Access" eingeplant, ist aber davon ausgegangen, im Umfeld beständig
sinkender Marktpreise für die mobile Datennutzung, die ab Januar 2019 durch den Wegfall
eines Anpassungsmechanismus einsetzende Preiserhöhung im Rahmen eines Price Reviews
abwenden zu können. Dies ist nach dem vorliegenden Entwurf des Schiedsgutachtens im
Rahmen des Price Review 1 (zum September 2017) nicht gelungen und wird nun Gegenstand
weiterer Price Reviews sein. Mit den Entscheidungen in den drei weiteren von 1&1 Drillisch
eingeleiteten Price Reviews (mit Rückwirkung zum Juli 2018 (Price Review 2), Januar
2019 (Price Review 3) bzw. Juli 2019 (Price Review 4)) wird 2020 gerechnet. Es handelt
sich dabei um getrennte Verfahren, die auf Grundlage ihrer jeweiligen Stichtage und
Marktgegebenheiten zu beurteilen sind. Vorbehaltlich etwaiger Änderungen im endgültigen Schiedsgutachten geht 1&1 Drillisch
nunmehr davon aus, dass - zumindest bis zu einer möglichen Klärung im Rahmen der weiteren
Price Reviews - im Geschäftsjahr 2019 aus der Preiserhöhung Mehrkosten von rund 85
Mio. € anfallen werden. Vor diesem Hintergrund hat United Internet per Ad-hoc-Mitteilung
vom 24. Oktober 2019 ihre EBITDA-Prognose für das laufende Geschäftsjahr um ca. 85
Mio. € korrigiert und erwartet nunmehr ein EBITDA von rund 1.250 Mio. €. Beim Umsatz
wird unverändert ein Anstieg um ca. 3 % bei den um Hardware bereinigten Umsätzen bzw.
ein Anstieg um ca. 2 % bei den Gesamtumsätzen inklusive Hardware erwartet. Zukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDiese Quartalsmitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen
Erwartungen, Annahmen und Prognosen des Vorstands der United Internet AG sowie den
ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind
verschiedenen Risiken und Unwägbarkeiten unterworfen und beruhen auf Erwartungen,
Annahmen und Prognosen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen
könnten. United Internet garantiert nicht, dass sich die zukunftsgerichteten Aussagen
als richtig erweisen, übernimmt keine Verpflichtung und hat auch nicht die Absicht,
die in dieser Quartalsmitteilung gemachten zukunftsgerichteten Aussagen anzupassen
bzw. zu aktualisieren. ERLÄUTERUNGEN ZUR QUARTALSMITTEILUNGInformationen zum UnternehmenDie United Internet AG ("United Internet") ist ein Dienstleistungsunternehmen der
Telekommunikations- und Informationstechnologiebranche mit Sitz in 56410 Montabaur,
Elgendorfer Straße 57, Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht
Montabaur unter HRB 5762 eingetragen. Wesentliche Bilanzierungs-, Bewertungs- und KonsolidierungsgrundsätzeDie Quartalsmitteilung der United Internet AG zum 30. September 2019 wurde, wie schon
der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018, in Übereinstimmung mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden
sind, aufgestellt. Die Quartalsmitteilung stellt keine Zwischenberichterstattung im Sinne des IAS 34
dar. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dieser Quartalsmitteilung
entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit Ausnahme der pflichtmäßig
neu anzuwendenden Standards und sind im Kontext mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2018 zu lesen. Verpflichtend anzuwendende neue RechnungslegungsstandardsFür Geschäftsjahre die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen sind die folgenden
Standards erstmals verpflichtend in der EU anzuwenden: scroll
Vorliegende Quartalsmitteilung beinhaltet bereits die Auswirkungen der neuen Standards.
Dabei ergeben sich im Wesentlichen Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von
IFRS 16. Nach IFRS 16 werden Leasingverhältnisse nicht mehr als klassische Mietverhältnisse,
sondern grundsätzlich als Finanzierungsgeschäfte angesehen: Der Leasingnehmer erwirbt
ein Nutzungsrecht an dem Leasinggegenstand und finanziert dieses über die Leasingraten.
Daher muss der Leasingnehmer für die Nutzung des geleasten Gegenstands aktivisch ein
Nutzungsrecht und passivisch eine Verbindlichkeit in der Bilanz ansetzen. So wird
jedes Leasing- und Mietverhältnis in der Bilanz abgebildet. Ausgenommen von der Bilanzierungspflicht
sind lediglich Leasing- oder Mietverträge mit bis zu zwölf Monaten Laufzeit sowie
Verträge mit einem wertmäßig geringen Vermögenswert. United Internet hat sich im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 dazu entschieden,
den Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht mit dem Wert der dazugehörigen Leasingverbindlichkeit
anzusetzen und diesen Standard nicht retrospektiv für jede dargestellte frühere Berichtsperiode
anzuwenden. Verwendung von Annahmen und SchätzungenBei der Erstellung dieser Quartalsmitteilung wurden Ermessensentscheidungen, Schätzungen
und Annahmen vom Management gemacht, die sich auf die Höhe der zum Stichtag ausgewiesenen
Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie den Ausweis von Eventualschulden
auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten
Ergebnisse entstehen, die in der Zukunft zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts
der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. Verwendung von betriebswirtschaftlich relevanten finanziellen KennzahlenFür eine klare und transparente Darstellung der Geschäftsentwicklung von United Internet
werden in den Jahres- und Zwischenabschlüssen der Gesellschaft - neben den nach International
Financial Reporting Standards (IFRS) geforderten Angaben - weitere finanzielle Kennzahlen
wie z. B. EBITDA, EBITDA-Marge, EBIT, EBIT-Marge oder Free Cashflow angegeben. Informationen
zur Verwendung, Definition und Berechnung dieser Kennzahlen stehen im Geschäftsbericht
2018 der United Internet AG ab Seite 52 zur Verfügung. Die von United Internet verwendeten Kennzahlen werden, soweit es für eine klare und
transparente Darstellung notwendig ist, um Sondereffekte bereinigt. Die Sondereffekte
betreffen in der Regel nur solche Effekte, die aufgrund ihrer Art, ihrer Häufigkeit
und / oder ihres Umfangs geeignet sind, die Aussagekraft der finanziellen Kennzahlen
für die Finanz- und Ertragsentwicklung der Gesellschaft zu beeinträchtigen. Alle Sondereffekte
werden zum Zwecke der Überleitung zu den unbereinigten finanziellen Kennzahlen im
jeweiligen Abschnitt des Abschlusses aufgezeigt und erläutert. SonstigesIn diese Quartalsmitteilung sind sämtliche Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen
einbezogen. Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften umfirmiert:
Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften verschmolzen:
Im Berichtszeitraum wurde folgende Gesellschaft neu gegründet:
Im Berichtszeitraum wurden die Anteile an folgendem assoziierten Unternehmen veräußert:
Darüber hinaus blieb der Konsolidierungskreis im Vergleich zum Konzernabschluss zum
31. Dezember 2018 im Wesentlichen unverändert. Diese Quartalsmitteilung ist keiner Prüfung entsprechend § 317 HGB oder einer prüferischen
Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen worden. KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSSKONZERN-BILANZzum 30. September 2019 in T€Aktivascroll
Passivascroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGvom 1. Januar bis zum 30. September 2019 in T€scroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGvom 1. Januar bis zum 30. September 2019 in T€scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGin 2018 und 2019 in T€scroll
scroll
SEGMENT-BERICHTERSTATTUNGvom 1. Januar bis zum 30. September 2019 in T€scroll
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IMPRESSUMHerausgeber und Copyright © 2019United Internet AG Elgendorfer Straße 57 56410 Montabaur Deutschland www.united-internet.de KontaktInvestor Relations Telefon: +49(0) 2602 96-1100 Telefax: +49(0) 2602 96-1013 E-Mail: investor-relations@united-internet.de November 2019 Registergericht: Montabaur HRB 5762 HinweisAus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen
zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.)
auftreten. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser Quartalsmitteilung auf die zusätzliche
Formulierung der weiblichen Form verzichtet. United Internet weist darauf hin, dass
die Verwendung der männlichen Form explizit als geschlechtsunabhängig zu verstehen
ist. Diese Quartalsmitteilung liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Beide Fassungen
stehen im Internet unter www.united-internet.de zum Download bereit. Im Zweifelsfall
ist die deutsche Version maßgeblich. HaftungsausschlussDiese Quartalsmitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen
Ansichten des Vorstands von United Internet hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln.
Diese zukunftsbezogenen Aussagen basieren auf unseren derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen
und Erwartungen. Zukunftsbezogene Aussagen entsprechen nur dem Sachstand zu dem Zeitpunkt,
zu dem sie getroffen werden. Diese Aussagen sind abhängig von Risiken und Unsicherheiten
sowie sonstigen Faktoren, auf die United Internet vielfach keinen Einfluss hat und
die zu erheblichen Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisse von diesen Aussagen führen
können. Diese Risiken und Unsicherheiten sowie sonstigen Faktoren werden im Rahmen
unserer Risikoberichterstattung in den Geschäftsberichten der United Internet AG ausführlich
beschrieben. Die United Internet AG hat nicht die Absicht, solche vorausschauenden
Aussagen zu aktualisieren. United Internet AG Elgendorfer Straße 57 56410 Montabaur Deutschland www.united-internet.de |
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