United Internet AGMontabaurHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022Halbjahresfinanzbericht 2022AUSGEWÄHLTE KENNZAHLENscrollen
(1) 2022 ohne nicht-cashwirksamen
Bewertungseffekt aus Derivaten (EBITDA-, EBIT- und
EBT-Effekt: +4,6 Mio. €; EPS-Effekt: +0,02 €);
VORWORT DES VORSTANDSVORSITZENDENSehr geehrte Aktionärinnen und
Aktionäre,
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Consumer Access
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Business Access
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Consumer Applications
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Business Applications
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Angesichts der hohen Inflation, der anhaltenden
Lieferkettenprobleme, der Corona-Einschränkungen in
China und der Folgen des russischen Angriffs auf die
Ukraine hat der Internationale Währungsfonds (IWF) in
seinem aktualisierten Konjunkturausblick (World Economic
Outlook, Update Juli 2022) seine Prognosen für die
allermeisten Länder (darunter mit den USA, China und
der Eurozone alle drei großen Wirtschaftsmächte)
erneut gesenkt. Dabei sieht der Fonds den Ausblick seit der
letzten Prognose im April 2022 nochmals erheblich
verdüstert und befürchtet, dass sich die
Weltwirtschaft bald wieder an der Schwelle zur Rezession
befindet - nur zwei Jahre nach dem Absturz nach Ausbruch
der Coronavirus-Pandemie.
Konkret erwartet der IWF aktuell für die
Weltwirtschaft nur noch einen Anstieg der
Wirtschaftsleistung in 2022 um 3,2 % (Vorjahr: 6,1 %) und
somit 1,2 Prozentpunkte weniger als noch zu Jahresbeginn
(Januar-Prognose 2022).
Auch für die nordamerikanischen Zielländer der
United Internet Gruppe hat der Fonds seine Prognosen
für 2022 unterjährig allesamt weiter gesenkt. So
wird für die USA lediglich noch ein Plus von 2,3 %
(Vorjahr: 5,7 %) erwartet und somit 1,7 Prozentpunkte
weniger als in der Januar-Prognose. Die Prognose für
Kanada sieht einen Anstieg um 3,4 % (Vorjahr: 4,6 %) vor
und damit 0,7 Prozentpunkte weniger als ursprünglich
erwartet. Und auch für Mexiko erwartet der IWF einen
Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,4 % (Vorjahr: 4,8 %)
und damit 0,4 Prozentpunkte weniger als zu Jahresbeginn.
Ein ähnliches Bild ergibt sich bei einem Blick auf
die für United Internet wichtige Euro-Zone. Für
diese hat der IWF seine Prognose ebenfalls nach unten
korrigiert und erwartet lediglich noch einen Anstieg der
Wirtschaftsleistung um 2,6 % (Vorjahr: 5,3 %) und damit 1,3
Prozentpunkte weniger als noch im Januar. Dabei wurden die
Prognosen für Frankreich auf ein Plus von 2,3 %
(Vorjahr: 7,0 %), für Italien auf 3,0 % (Vorjahr: 6,6
%) und auch für Spanien auf 4,0 % (Vorjahr: 5,1 %)
gesenkt. Dies sind für Frankreich 1,2 Prozentpunkte,
für Italien 0,8 Prozentpunkte und für Spanien 1,8
Prozentpunkte weniger als noch im Rahmen der
Januar-Prognose erwartet.
Für Großbritannien erwartet der IWF
inzwischen ein Wachstum um 3,2 % (Vorjahr: 7,4 %) und damit
1,5 Prozentpunkte weniger als zu Jahresbeginn.
Die Konjunkturerwartung für den aus Sicht von
United Internet mit Abstand wichtigsten Markt, Deutschland
(Umsatzanteil 2021: rund 91 %), hat der IWF
unterjährig deutlich um 2,6 Prozentpunkte nach unten
korrigiert und erwartet nur noch einen Anstieg der
Wirtschaftsleistung um 1,2 % (Vorjahr: 2,8 %).
| Ist
2021 |
Januar
Prognose 2022 |
April
Prognose 2022 |
Juli
Prognose 2022 |
Veränderung zur
Januar-Prognose |
|
| Welt | 6,1 % | 4,4 % | 3,6 % | 3,2 % | - 1,2 Prozentpunkte |
| USA | 5,7 % | 4,0 % | 3,7 % | 2,3 % | - 1,7 Prozentpunkte |
| Kanada | 4,6 % | 4,1 % | 3,9 % | 3,4 % | - 0,7 Prozentpunkte |
| Mexiko | 4,8 % | 2,8 % | 2,0 % | 2,4 % | - 0,4 Prozentpunkte |
| Euro-Zone | 5,3 % | 3,9 % | 2,8 % | 2,6 % | - 1,3 Prozentpunkte |
| Frankreich | 7,0 % | 3,5 % | 2,9 % | 2,3 % | - 1,2 Prozentpunkte |
| Spanien | 5,1 % | 5,8 % | 4,8 % | 4,0 % | - 1,8 Prozentpunkte |
| Italien | 6,6 % | 3,8 % | 2,3 % | 3,0 % | - 0,8 Prozentpunkte |
| Großbritannien | 7,4 % | 4,7 % | 3,7 % | 3,2 % | - 1,5 Prozentpunkte |
| Deutschland | 2,8 % | 3,8 % | 2,1 % | 1,2 % | - 2,6 Prozentpunkte |
Quelle: Internationaler Währungsfonds, World
Economic Outlook (Update), Juli 2022
Im Rahmen seiner Halbjahrespressekonferenz 2022 hat der
Branchenverband Bitkom der ITK-Branche (ITK = Informations-
und Kommunikationstechnologie) in Deutschland eine sehr
gute Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf bescheinigt -
blickt aber gleichzeitig angesichts des Ukraine-Krieges,
"explodierender" Energiepreise und unterbrochener
Lieferketten mit gedämpften Erwartungen auf das 2.
Halbjahr 2022. So beurteilten im Juni 2022 die
ITK-Unternehmen ihre Geschäftslage insgesamt als sehr
gut, wie Erhebungen von Bitkom und ifo Institut zeigen. Der
Bitkom-ifo-Digitalindex, der das Geschäftsklima
abbildet und sich aus der aktuellen Lage und den
künftigen Erwartungen berechnet, stieg um 2,3 auf 22,8
Punkte. Das entspricht dem Niveau von vor der
Coronavirus-Pandemie. Dass sich der Aufwärtstrend
fortsetzt, glauben allerdings nur wenige Unternehmen.
Dementsprechend notiert der Teilindex für die
Erwartungen an die kommenden sechs Monate nur schwach im
Plus (2,9 Punkte). Dies ist deutlich niedriger als in den
Monaten vor Beginn des Ukraine-Krieges.
Gleichwohl hat der Verband auf Basis des guten 1.
Halbjahres 2022 seine Wachstumsprognose für das
Gesamtjahr 2022 von zuvor 3,6 % auf 4,3 % angehoben und
erwartet nun einen Gesamtumsatz von 189,4 Mrd. €. Auch
die Prognosen für die für United Internet
wichtigen Teilmärkte Informationstechnik und
Telekommunikation wurden von 5,9 % auf 6,7 % bzw. von 0,9 %
auf 1,5 % angehoben.
Am 1. Dezember 2021 ist das modernisierte
Telekommunikationsgesetz (TKG) in Kraft getreten. Die
TKG-Novelle setzt die Richtlinie (EU) 2018/1972 vom 11.
Dezember 2018 über den europäischen Kodex
für die elektronische Kommunikation in nationales
Recht um. Im Fokus der modernisierten Gesetzgebung stehen
der schnellere Ausbau der FTTH- und Mobilfunknetze sowie
der Verbraucherschutz. So hat der Gesetzgeber einen
Anspruch der Bürger auf schnelles Internet erstmals
gesetzlich verankert und durch neue Rahmenbedingungen und
vereinfachte Genehmigungsverfahren einen schnelleren Ausbau
der Netze begünstigt. Im Sinne des Verbraucherschutzes
wurden insbesondere die Vertragslaufzeiten reguliert,
infolgedessen Verträge nach Ablauf der
Mindestvertragslaufzeit jederzeit mit einer Frist von einem
Monat gekündigt werden können, sofern nicht aktiv
eine Verlängerung des Vertrages beauftragt wird.
Für United Internet ergab sich aus den gesetzlichen
Änderungen (Verkürzung der
Mindestvertragslaufzeiten im Verlängerungszeitraum) im
1. Halbjahr 2022 ein geringeres Vertragswachstum (im
Vergleich zu Vorquartalen) im Segment "Consumer Access"
infolge von Verschiebungseffekten (resultierend aus der
Verschiebung von Kündigungen auf einen früheren
Zeitpunkt), die sich mit einem Minus von -170.000
Verträgen im 1. Halbjahr 2022 auswirkten und das
Vertragswachstum bei 1&1 bremsten. Diese
Verschiebungseffekte, die nur das Geschäftsjahr 2022
betreffen, werden im Gesamtjahr mit insgesamt ca. -200.000
Verträgen erwartet.
Die übrigen rechtlichen Rahmenbedingungen für
die Geschäftstätigkeit von United Internet
blieben im 1. Halbjahr 2022 im Vergleich zum
Geschäftsjahr 2021 im Wesentlichen konstant und hatten
daher keinen maßgeblichen Einfluss auf die
Geschäftsentwicklung des United Internet Konzerns.
Im 1. Halbjahr 2022 fanden keine wesentlichen Ereignisse
statt, die einen maßgeblichen Einfluss auf den
Geschäftsverlauf hatten.
Für eine klare und transparente Darstellung der
Geschäftsentwicklung von United Internet werden in den
Jahres- und Zwischenabschlüssen der Gesellschaft -
neben den nach International Financial Reporting Standards
(IFRS) geforderten Angaben - weitere finanzielle Kennzahlen
wie z. B. EBITDA, EBITDA-Marge, EBIT, EBIT-Marge oder Free
Cashflow angegeben. Informationen zur Verwendung,
Definition und Berechnung dieser Kennzahlen stehen im
Geschäftsbericht 2021 (Seite 57) zur Verfügung.
Die von United Internet verwendeten Kennzahlen werden,
soweit es für eine klare und transparente Darstellung
notwendig ist, um Sonderfaktoren / Sondereffekte bereinigt
und unter der Bezeichnung "operative Kennzahlen" (also z.
B. operatives EBITDA, operatives EBIT oder operatives EPS)
ausgewiesen. Die Sondereffekte betreffen in der Regel nur
solche Effekte, die aufgrund ihrer Art, ihrer
Häufigkeit und / oder ihres Umfangs geeignet sind, die
Aussagekraft der finanziellen Kennzahlen für die
Finanz- und Ertragsentwicklung der Gesellschaft zu
beeinträchtigen. Alle Sondereffekte werden zum Zwecke
der Überleitung von den unbereinigten finanziellen
Kennzahlen zu den operativen Kennzahlen im jeweiligen
Abschnitt des Abschlusses aufgezeigt und erläutert.
Die operative Geschäftstätigkeit des United
Internet Konzerns gliedert sich in die beiden
Geschäftsbereiche "Access" und "Applications", die
sich wiederum in die Segmente "Consumer Access" und
"Business Access" sowie "Consumer Applications" und
"Business Applications" unterteilen.
Die Zahl der kostenpflichtigen Verträge im Segment
"Consumer Access" stieg im 1. Halbjahr 2022 um 120.000
Verträge (+290.000 operatives Wachstum abzgl. -170.000
Verträge durch TKG-Effekt) auf 15,55 Mio. Dabei gingen
die Breitband-Anschlüsse um 70.000 (-10.000 operativ
sowie -60.000 Verträge durch TKG-Effekt) auf 4,17 Mio.
zurück, während die Mobile-Internet-Verträge
um 190.000 (+300.000 operativ abzgl. -110.000 Verträge
durch TKG-Effekt) auf 11,38 Mio. zulegten.
| in Mio. | 30.06.2022 | 31.12.2021 | Veränderung |
| Consumer Access, Verträge gesamt | 15,55 | 15,43 | + 0,12 |
| davon Mobile Internet | 11,38 | 11,19 | + 0,19 |
| davon Breitband-Anschlüsse | 4,17 | 4,24 | - 0,07 |
| in Mio. | 30.06.2022 | 31.03.2022 | Veränderung |
| Consumer Access, Verträge gesamt | 15,55 | 15,49 | + 0,06 |
| davon Mobile Internet | 11,38 | 11,28 | + 0,10 |
| davon Breitband-Anschlüsse | 4,17 | 4,21 | - 0,04 |
Der Umsatz im Segment "Consumer Access" stieg im 1.
Halbjahr 2022 von 1.916,2 Mio. € im Vorjahr um 1,3 %
auf 1.940,7 Mio. €.
Ausschlaggebend für den auf den ersten Blick nur
moderaten Anstieg des Gesamtumsatzes sind unterjährig
schwankende (margenschwache) Hardware-Umsätze, die von
374,5 Mio. € um 4,2 % bzw. 15,7 Mio. € auf 358,8
Mio. € zurückgingen. Die Hardware-Umsätze
(insbesondere Smartphones) unterliegen saisonalen Effekten
und sind außerdem stark von der Attraktivität
neuer Geräte und den Modellzyklen der
Hardware-Hersteller abhängig. Von daher kann sich
dieser Effekt in den kommenden Quartalen wieder umkehren.
Sollte dies nicht der Fall sein, hätte dies jedoch
keine Auswirkungen auf die EBITDA-Entwicklung des Segments,
da sich die margenstarken Service-Umsätze, die das
Kerngeschäft des Segments darstellen, zugleich von
1.541,7 Mio. € um 2,6 % auf 1.581,9 Mio. €
verbesserten.
Die Ergebniskennzahlen des Segments waren im Vorjahr
durch einen (periodenfremden) positiven Ergebniseffekt in
Höhe von 39,4 Mio. € geprägt, der dem 2.
Halbjahr 2020 zuzuordnen war. Ohne Berücksichtigung
dieses (periodenfremden) positiven Ergebniseffekts im
Vorjahr haben sich die Ergebniskennzahlen des Segments wie
folgt entwickelt: Das operative Segment-EBITDA verbesserte
sich von 337,0 Mio. € im Vorjahreszeitraum um 9,8 %
auf 370,1 Mio. € und das operative Segment-EBIT von
258,2 Mio. € um 12,1 % auf 289,5 Mio. €.
In den vorgenannten operativen EBITDA- und EBIT-Werten
sind - neben höheren Stromkosten (-0,4 Mio. €) -
zudem Aufwendungen für den Bau des 1&1
Mobilfunknetzes von -16,1 Mio. € (Vorjahr: -14,9 Mio.
€) enthalten.
Die operative EBITDA-Marge sowie die operative
EBIT-Marge stiegen von 17,6 % auf 19,1 % bzw. von 13,5 %
auf 14,9 %.
(1) Hauptsächlich Hardware-Umsätze
(2) Exklusive eines periodenfremden positiven
Ergebniseffekts, der dem 2. Halbjahr 2020 zuzuordnen ist
(EBITDA- und EBIT-Effekt: +39,4 Mio. €)
| in Mio. € | Q3 2021 | Q4 2021 | Q1 2022 | Q2 2022 | Q2 2021 | Veränderung |
| Umsatz | 964,3 | 1.002,5 | 969,4 | 971,3 | 950,3 | + 2,2 % |
| davon Service-Umsatz | 794,1 | 787,6 | 789,1 | 792,8 | 779,5 | + 1,7 % |
| davon Sonstiger Umsatz (1) | 170,2 | 214,9 | 180,3 | 178,5 | 170,8 | + 4,5 % |
| EBITDA | 176,9 | 160,7 | 187,9 | 182,2 | 168,6 (2) | + 8,1 % |
| EBIT | 134,9 | 117,4 | 147,5 | 142,0 | 129,3 (2) | + 9,8 % |
(1) Hauptsächlich Hardware-Umsätze
(2) Exklusive eines periodenfremden positiven
Ergebniseffekts aus dem 2. Halbjahr 2020 (EBITDA- und
EBIT-Effekt: +5,0 Mio. €)
| in Mio. € | 1. HJ 2018
(IFRS 15) |
1. HJ 2019
(IFRS 16) |
1. HJ 2020 | 1. HJ 2021 | 1. HJ 2022 |
| Umsatz | 1.796,5 | 1.792,9 | 1.867,2 | 1.916,2 | 1.940,7 |
| davon Service-Umsatz | 1.414,1 | 1.451,9 | 1.496,9 | 1.541,7 | 1581,9 |
| davon Sonstiger Umsatz (1) | 382,4 | 341,0 | 370,3 | 374,5 | 358,8 |
| EBITDA | 340,2 | 340,4 | 331,3 | 337,0 (2) | 370,1 |
| EBITDA-Marge | 18,9 % | 19,0 % | 17,7 % | 17,6 % | 19,1 % |
| EBIT | 259,5 | 264,7 | 257,9 | 258,2 (2) | 289,5 |
| EBIT-Marge | 14,4 % | 14,8 % | 13,8 % | 13,5 % | 14,9 % |
(1) Hauptsächlich Hardware-Umsätze
(2) Exklusive eines periodenfremden positiven
Ergebniseffekts, der dem 2. Halbjahr 2020 zuzuordnen ist
(EBITDA- und EBIT-Effekt: +39,4 Mio. €)
Neben dem guten operativen Geschäftsverlauf hat die
Konzerntochter 1&1 im 1. Halbjahr 2022 weitere wichtige
Verträge zum effizienten Rollout ihres Mobilfunknetzes
abgeschlossen. Zu diesen Verträgen zählt der am
4. April 2022 zwischen 1&1 und der GfTD GmbH
geschlossene Vertrag über den Bau von
Antennenstandorten. Der erste Auftrag beläuft sich auf
500 neue Standorte. GfTD zählt zu den führenden
deutschen Dienstleistern für Funkturminfrastruktur und
wird als Generalunternehmer deutschlandweit neue
Antennenstandorte für das 1&1 Mobilfunknetz
aufbauen. Erwähnenswert ist auch der am 21. April 2022
geschlossene Rahmenvertrag zwischen 1&1 und der ATC
Germany Holdings GmbH, einer deutschen Tochtergesellschaft
der American Tower Corporation (ATC), zur Anmietung
bestehender Antennenstandorte. ATC ist als
unabhängiger Eigentümer von
Kommunikationsstandorten einer der weltweit führenden
Anbieter für Funkturminfrastruktur, mit rund 15.000
Antennenstandorten in Deutschland. Im Zuge der Vereinbarung
wird ATC seine Antennenmasten für die Installation von
1&1 Hochleistungsantennen zur Verfügung stellen.
Beide Unternehmen werden eng zusammenarbeiten, um die
Verfügbarkeit von Co-Location-Standorten zu ermitteln,
die in naher Zukunft schrittweise in Betrieb genommen
werden können. Die Laufzeit der einzelnen
Standortmietverträge beträgt 20 Jahre und kann
seitens 1&1 mehrfach verlängert werden.
Darüber hinaus stehen 1&1 bereits über eine
Kooperation (Vertragsabschluss Dezember 2021) mit der
Vantage Towers AG, einem der führenden
europäischen Unternehmen für
Funkturm-Infrastruktur, bis zu 5.000 bestehende Masten
für die Anbringung von 1&1 Hochleistungsantennen
zur Verfügung.
Die Verträge mit GfTD und ATC ergänzen die
bereits in 2021 geschlossenen Partnerverträge zum Bau
des eigenen Mobilfunknetzes. Dazu zählen vor allem die
am 21. Mai 2021 zwischen 1&1 und Telefónica
geschlossene National Roaming Vereinbarung, die
während der Aufbauphase des eigenen Netzes eine
flächendeckende Mobilfunkversorgung für 1&1
Kunden durch die Mitnutzung des Telefónica-Netzes
sicherstellt, sowie die am 4. August 2021 bekannt gegebene
Partnerschaft zwischen 1&1 und Rakuten für den
Aufbau des europaweit ersten vollständig
virtualisierten Mobilfunknetzes auf Basis der innovativen
OpenRAN-Technologie. Hinzu kommt der am 9. Dezember 2021
geschlossene Intercompany-Vertrag zwischen 1&1 und
1&1 Versatel, die insbesondere das Zugangsnetz
(primär Glasfaserleitungen) sowie Rechenzentren
für den Betrieb des 1&1 Mobilfunknetzes mietweise
zur Verfügung stellen wird.
Der Umsatz im Segment "Business Access" stieg im 1.
Halbjahr 2022 trotz 3,3 Mio. € negativer
Regulierungseffekte auf 261,8 Mio. € und lag damit um
1,3 % über dem Vorjahresumsatz von 258,4 Mio. €.
Das Segment-EBITDA blieb mit 75,7 Mio. € um 4,3 %
hinter dem Vorjahrswert von 79,1 Mio. € zurück.
Die EBITDA-Marge reduzierte sich entsprechend von 30,6% auf
28,9 %. Ursächlich dafür waren vor allem
höhere Stromkosten (-0,6 Mio. €) sowie die Kosten
für die notwendige (SDH-basierte Vorleistungen der
Deutschen Telekom werden eingestellt) und gleichzeitig
wirtschaftlich sinnvolle SDH-Migration (-0,9 Mio. €).
Hinzu kamen Anlaufkosten beim Bau der Infrastruktur
für das 1&1 Mobilfunknetz (-4,2 Mio. €).
Im Rahmen eines "Intercompany-Vertrags" wird 1&1
Versatel insbesondere Rechenzentren und
Glasfaseranbindungen für 1&1 errichten und dieser
mietweise überlassen. Im Zuge des
Geschäftsaufbaus sowie zur Vermeidung zukünftiger
potenzieller Lieferengpässe hat sich 1&1 Versatel
dazu entschieden, stärker als ursprünglich
geplant gegenüber der Konzernschwester 1&1 in
Vorleistung zu gehen und damit einige Investitionen, die
erst für das Folgejahr geplant waren, bereits ins
Geschäftsjahr 2022 vorzuziehen. Vor diesem Hintergrund
konkretisiert United Internet die Prognose für das
Segment und erwartet zwar unverändert ein sichtbares
Umsatzwachstum für 2022, erwartet das EBITDA aber
nunmehr (auch beeinflusst von höheren Stromkosten und
der SDH-Migration) auf Vorjahresniveau.
Infolge gestiegener Abschreibungen der Netzinfrastruktur
ging das Segment-EBIT von -11,4 Mio. € im Vorjahr auf
-19,6 Mio. € im 1. Halbjahr 2022 zurück.
| in Mio. € | Q3 2021 | Q4 2021 | Q1 2022 | Q2 2022 | Q2 2021 | Veränderung |
| Umsatz | 124,3 | 131,7 | 128,4 | 133,4 | 130,1 | + 2,5 % |
| EBITDA | 39,7 | 41,7 | 36,6 | 39,1 | 40,9 | - 4,4 % |
| EBIT | - 6,1 | - 5,3 | - 11,0 | - 8,6 | - 4,5 |
| in Mio. € | 1. HJ 2018
(IFRS 15) |
1. HJ 2019
(IFRS 16) |
1. HJ 2020 | 1. HJ 2021 | 1. HJ 2022 |
| Umsatz | 222,2 | 234,3 | 241,5 | 258,4 | 261,8 |
| EBITDA | 25,7 | 70,2 | 74,9 | 79,1 | 75,7 |
| EBITDA-Marge | 11,6 % | 30,0 % | 31,0 % | 30,6 % | 28,9 % |
| EBIT | - 37,8 | - 28,8 | - 25,2 | - 11,4 | - 19,6 |
| EBIT-Marge | - | - | - | - | - |
Die Anzahl der Pay-Accounts (kostenpflichtige
Verträge) im Segment "Consumer Applications" stieg im
1. Halbjahr 2022 um 40.000 auf 2,51 Mio. Die
werbefinanzierten Free-Accounts blieben mit 39,38 Mio.
hingegen saisonal bedingt um 490.000 gegenüber dem 31.
Dezember 2021 zurück, lagen gleichzeitig aber um
140.000 Accounts über dem vergleichbaren
Vorjahresstichtag 30. Juni 2021.
| in Mio. | 30.06.2022 | 31.12.2021 | Veränderung |
| Consumer Applications, Accounts gesamt | 42,34 | 42,79 | - 0,45 |
| davon mit Premium-Mail-Subscription | 1,76 | 1,72 | + 0,04 |
| davon mit Value-Added-Subscription | 0,75 | 0,75 | 0,00 |
| davon Free-Accounts | 39,83 | 40,32 | - 0,49 |
| in Mio. | 30.06.2022 | 31.03.2022 | Veränderung |
| Consumer Applications, Accounts gesamt | 42,34 | 42,64 | - 0,30 |
| davon mit Premium-Mail-Subscription | 1,76 | 1,74 | + 0,02 |
| davon mit Value-Added-Subscription | 0,75 | 0,75 | 0,00 |
| davon Free-Accounts | 39,83 | 40,15 | - 0,32 |
Im Segment "Consumer Applications" war auch im 1.
Halbjahr 2022 der weitere Ausbau datengetriebener
Geschäftsmodelle das zentrale Thema. Dabei verbesserte
sich der Segment-Umsatz - trotz eines im 2. Quartal 2022
schwächelnden Online-Werbemarktes - von 134,2 Mio.
€ im Vorjahreszeitraum um 4,4 % auf 140,1 Mio. €.
Auch die Ergebniskennzahlen des Segments konnten im 1.
Halbjahr 2022 zulegen. Bereinigt um nicht-cashwirksame
positive Bewertungseffekte aus Derivaten von 0,9 Mio.
€ im Vorjahr bzw. 4,6 Mio. € im 1. Halbjahr 2022
stiegen das operative Segment-EBITDA von 55,2 Mio. €
um 2,2 % auf 56,4 Mio. € und das operative
Segment-EBIT von 44,0 Mio. € um 1,4 % auf 44,6 Mio.
€. In den Ergebniskennzahlen enthalten sind gestiegene
Stromkosten in Höhe von -1,2 Mio. €.
Durch das stärkere Umsatzwachstum gingen die
EBITDA-Marge leicht von 41,1 % auf 40,3 % und die
EBIT-Marge von 32,8 % auf 31,8 % zurück.
(1) Exklusive eines nicht-cashwirksamen
Bewertungseffekts aus Derivaten (EBITDA- und EBIT-Effekt:
+4,6 Mio. €)
(2) Exklusive eines nicht-cashwirksamen
Bewertungseffekts aus Derivaten (EBITDA- und EBIT-Effekt:
+0,9 Mio. €)
| in Mio. € | Q3 2021 | Q4 2021 | Q1 2022 | Q2 2022 | Q2 2021 | Veränderung |
| Umsatz | 65,9 | 79,0 | 70,2 | 69,9 | 68,9 | + 1,5 % |
| EBITDA | 25,3 (1) | 37,1 (1) | 26,7 (1) | 29,7 (1) | 29,5 (1) | + 0,7 % |
| EBIT | 19,6 (1) | 31,4 (1) | 20,8 (1) | 23,8 (1) | 23,7 (1) | + 0,4 % |
| in Mio. € | 1. HJ 2018
(IFRS 15) |
1. HJ 2019
(IFRS 16) |
1. HJ 2020 | 1. HJ 2021 | 1. HJ 2022 |
| Umsatz (1) | 140,2 | 119,4 (123,8) | 119,7 | 134,2 | 140,1 |
| EBITDA | 54,5 | 47,3 | 47,0 | 55,2 (2) | 56,4(3) |
| EBITDA-Marge | 38,9 % | 39,6 % | 39,3 % | 41,1 % | 40,3 % |
| EBIT | 48,3 | 39,1 | 37,0 | 44,0 (2) | 44,6 (3) |
| EBIT-Marge | 34,5 % | 32,7 % | 30,9 % | 32,8 % | 31,8 % |
(1) Umsätze in 2019 nach Umstellung der
Fremdvermarktungsumsätze von Brutto- auf Nettoausweis
in 2020; in Klammern der gebuchte Wert in 2019 auf Basis
Bruttoausweis; 2018 unverändert brutto ausgewiesen
(2) Exklusive eines nicht-cashwirksamen
Bewertungseffekts aus Derivaten (EBITDA- und EBIT-Effekt:
+0,9 Mio. €)
(3) Exklusive eines nicht-cashwirksamen
Bewertungseffekts aus Derivaten (EBITDA- und EBIT-Effekt:
+4,6 Mio. €)
Die Zahl der kostenpflichtigen Verträge für
Business-Applikationen legte im 1. Halbjahr 2022 um 130.000
Verträge zu. Der Zuwachs resultiert aus 60.000
Verträgen im Inland sowie 70.000 im Ausland. Damit
stieg der Bestand auf insgesamt 8,91 Mio. Verträge an.
| in Mio. | 30.06.2022 | 31.12.2021 | Veränderung |
| Business Applications, Verträge gesamt | 8,91 | 8,78 | + 0,13 |
| davon "Inland" | 4,32 | 4,26 | + 0,06 |
| davon "Ausland" | 4,59 | 4,52 | + 0,07 |
| in Mio. | 30.06.2022 | 31.03.2022 | Veränderung |
| Business Applications, Verträge gesamt | 8,91 | 8,87 | + 0,04 |
| davon "Inland" | 4,32 | 4,29 | + 0,03 |
| davon "Ausland" | 4,59 | 4,58 | + 0,01 |
Der Umsatz im Segment "Business Applications" stieg im
1. Halbjahr 2022 von 514,4 Mio. € im Vorjahr um 18,2 %
auf 608,0 Mio. €. Zu diesem Umsatzanstieg trug das
Aftermarket-Geschäft von Sedo (Domain-Handelsplattform
und Domain-Parking) mit 10,3 Prozentpunkten bei.
Das Segment-EBITDA verbesserte sich von 163,3 Mio.
€ um 0,7 % auf 164,5 Mio. €. Darin enthalten
waren - neben gestiegenen Stromkosten (-8,9 Mio. €) -
auch die Kosten für die angekündigten
zusätzlichen Marketingaktivitäten bei IONOS zur
Erhöhung der Markenbekanntheit in den wichtigsten
europäischen Märkten, die sich im 1. Halbjahr
2022 mit -13,2 Mio. € auswirkten.
Das ebenfalls durch diese Kosten beeinträchtigte
Segment-EBIT blieb mit 113,2 Mio. € leicht hinter dem
Vorjahreswert (114,1 Mio. €) zurück.
Durch das im Vergleich zu den Ergebniskennzahlen
deutlich stärkere Umsatzwachstum gingen die
EBITDA-Marge sowie die EBIT-Marge von 31,7 % auf 27,1 %
bzw. von 22,2 % auf 18,6 % zurück.
| in Mio. € | Q3 2021 | Q4 2021 | Q1 2022 | Q2 2022 | Q2 2021 | Veränderung |
| Umsatz | 260,5 | 287,9 | 300,1 | 307,9 | 258,2 | + 19,2 % |
| EBITDA | 78,9 | 73,1 | 83,1 | 81,4 | 84,1 | - 3,2 % |
| EBIT | 53,9 | 46,2 | 57,8 | 55,4 | 60,0 | - 7,7 % |
| in Mio. € | 1. HJ 2018
(IFRS 15) |
1. HJ 2019
(IFRS 16) |
1. HJ 2020 | 1. HJ 2021 | 1. HJ 2022 |
| Umsatz | 419,3 | 443,3 | 471,6 | 514,4 | 608,0 |
| EBITDA | 148,9 | 148,3 | 167,8 | 163,3 | 164,5 |
| EBITDA-Marge | 35,5 % | 33,5 % | 35,6 % | 31,7 % | 27,1 % |
| EBIT | 107,4 | 95,2 | 117,4 | 114,1 | 113,2 |
| EBIT-Marge | 25,6 % | 21,5 % | 24,9 % | 22,2 % | 18,6 % |
Der Kurs der United Internet Aktie gab im 1. Halbjahr
2022 von 34,94 € per 31. Dezember 2021 deutlich um
-22,1 % auf 27,23 € zum 30. Juni 2022 nach. Damit
entwickelte sich die Aktie im Berichtszeitraum vergleichbar
zu den ebenfalls stark gesunkenen Indices DAX und MDAX, die
um -19,5 % bzw. -26,5 % nachgaben. Im Vergleich zum
Vorjahresstichtag blieb der Aktienkurs der United Internet
AG um -21,0 % hinter dem damaligen Kursniveau (34,48 €
zum 30. Juni 2021) zurück.
| 30.06.2018 | 30.06.2019 | 30.06.2020 | 30.06.2021 | 30.06.2022 | |
| Schlusskurs | 49,06 | 28,96 | 37,71 | 34,48 | 27,23 |
| Performance | + 1,9 % | - 41,0 % | + 30,2 % | - 8,6 % | - 22,1 % |
| Anzahl Aktien (Stück) | 205 Mio. | 205 Mio. | 205 Mio. | 194 Mio. | 194 Mio. |
| Börsenwert | 10,06 Mrd. | 5,94 Mrd. | 7,32 Mrd. | 6,69 Mrd. | 5,28 Mrd. |
| Aktionär | Anteil |
| Ralph Dommermuth
- Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft (50,00 %) - RD Holding GmbH & Co. KG (1,03 %) |
51,03 % |
| United Internet (eigene Aktien) | 3,75 % |
| Flossbach von Storch | 4,99 % |
| BlackRock | 3,23 % |
| Wellington | 3,06 % |
| Streubesitz | 33,94 % |
Darstellung der oben gezeigten Gesamtstimmrechtsanteile
basiert auf der jeweils letzten Stimmrechtsmitteilung
gemäß §§ 33 ff. des
Wertpapierhandelsgesetzes. Demnach werden nur
Stimmrechtsmitteilungen berücksichtigt, die mindestens
die erste Meldeschwelle von 3 % erreicht haben. Zudem sind
der Gesellschaft vorliegende Directors' Dealings
Mitteilungen entsprechend berücksichtigt.
Im Rahmen der am 19. Mai 2022 stattgefundenen
(virtuellen) Hauptversammlung der United Internet AG wurde
der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, für das
Geschäftsjahr 2021 eine Dividende in Höhe von
0,50 € je Aktie (Vorjahr: 0,50 €) auszuzahlen,
mit 99,97 % der abgegebenen Stimmen angenommen.
Entsprechend wurden am 24. Mai 2022 insgesamt 93,4 Mio.
€ (Vorjahr: 93,6 Mio. €) ausgeschüttet.
Trotz der bei der 1&1 AG beschlossenen
Mindestdividenden-Ausschüttung von lediglich 0,05
€ je Aktie lag die Ausschüttungsquote bei United
Internet damit bei 23,8 % des bereinigten
Konzernergebnisses 2021 nach Minderheitenanteilen (392,4
Mio. €) und damit - vor dem Hintergrund der
anstehenden Investitionen in ein eigenes Mobilfunknetz -
weiterhin im Bereich der Dividenden-Policy (20 % - 40 % des
bereinigten Konzernergebnisses nach Minderheitenanteilen,
sofern die Mittel nicht für die weitere
Unternehmensentwicklung benötigt werden). Die
Dividendenrendite belief sich damit auf 1,8 % - bezogen auf
den Schlusskurs der United Internet Aktie per 30. Juni
2022.
| Für 2017 | Für 2018 | Für 2019 | Für 2020 | Für 2021 | |
| Dividende je Aktie (in €) | 0,85 | 0,05 | 0,50 | 0,50 | 0,50 |
| Gesamtausschüttung (in Mio. €) | 169,9 | 10,0 | 93,9 | 93,6 | 93,4 |
| Ausschüttungsquote | 26,2 % | 5,3 % | 22,2 % | 32,2 % | 22,4 % |
| Bereinigte Ausschüttungsquote (1) | 42,1 % | 2,5 % | 23,6 % | 26,7 % | 23,8 % |
| Dividendenrendite (2) | 1,7 % | 0,2 % | 1,3 % | 1,5 % | 1,8 % |
(1) Ohne Sonderfaktoren
(2) Stand: 30. Juni
Für United Internet ist die kontinuierliche und
transparente Unternehmenskommunikation mit allen
Kapitalmarktteilnehmern wichtig. Dabei ist es der Anspruch
der Gesellschaft, alle Zielgruppen zeitnah und
gleichberechtigt mit Informationen zu versorgen.
Hierfür waren auch im 1. Halbjahr 2022 Vorstand und
Investor-Relations-Abteilung im regelmäßigen
Austausch mit institutionellen und privaten Anlegern.
Über 20 nationale und internationale
Investmenthäuser stehen mit der
Investor-Relations-Abteilung der Gesellschaft in Kontakt
und veröffentlichen regelmäßig Studien und
Kommentare zur Geschäftsentwicklung und zur Aktie. Die
aktuellen Analystenempfehlungen finden sich auf der Website
www.united-internet.de im Bereich Investor Relations /
Aktie unter Analysten-Coverage.
Auch außerhalb persönlicher Treffen
können sich Aktionäre und interessierte Anleger
auf der umfangreichen und zweisprachigen Webseite unter
www.united-internet.de jederzeit über die aktuelle
Entwicklung des Unternehmens informieren. Zudem sind im
Bereich Investor Relations / Finanzkalender neben den
Publikationsterminen der Finanzberichte, auch Termine und
Orte von Anlegerkonferenzen und Roadshows öffentlich
zugänglich.
Zum 30. Juni 2022 beschäftigte die United Internet
Gruppe 10.167 Mitarbeitende. Im Zuge der positiven
Unternehmensentwicklung stieg die Zahl der Mitarbeitenden
damit im Vergleich zum Vorjahr (9.910 Mitarbeitende) um 257
Mitarbeitende bzw. 2,6 %.
Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland stieg von
8.127 im Vorjahr um 156 Mitarbeitende bzw. 1,9 % auf 8.283
zum 30. Juni 2022. In den ausländischen Gesellschaften
erhöhte sich die Anzahl der Beschäftigten von
1.783 im Vorjahr um 101 Mitarbeitende bzw. 5,7 % auf 1.884.
Aufgeteilt nach Segmenten waren 3.145 Mitarbeitende im
Segment "Consumer Access" (Vorjahr: 3.184) tätig,
1.286 im Segment "Business Access" (Vorjahr: 1.227), 1.013
im Segment "Consumer Applications" (Vorjahr: 999), 4.159 im
Segment "Business Applications" (Vorjahr: 3.935) sowie 564
Mitarbeitende im Bereich "Corporate / Zentralfunktionen"
(Vorjahr: 565).
| 30.06.2018 | 30.06.2019 | 30.06.2020 | 30.06.2021 | 30.06.2022 | Veränderung | |
| Mitarbeitende, gesamt | 8.999 | 9.156 | 9.451 | 9.910 | 10.167 | + 2,6 % |
| davon Inland | 7.520 | 7.573 | 7.811 | 8.127 | 8.283 | + 1,9 % |
| davon Ausland | 1.479 | 1.583 | 1.640 | 1.783 | 1.884 | + 5,7 % |
(1) Aktive Mitarbeitende zum 30. Juni des
jeweiligen Geschäftsjahres
| 30.06.2018 | 30.06.2019 | 30.06.2020 | 30.06.2021 | 30.06.2022 | Veränderung | |
| Mitarbeitende, gesamt | 8.999 | 9.156 | 9.451 | 9.910 | 10.167 | + 2,6 % |
| davon Consumer Access | 3.145 | 3.108 | 3.191 | 3.184 | 3.145 | - 1,2 % |
| davon Business Access | 1.087 | 1.150 | 1.177 | 1.227 | 1.286 | + 4,8 % |
| davon Consumer Applications | 956 | 976 | 1.003 | 999 | 1.013 | + 1,4 % |
| davon Business Applications | 3.359 | 3.345 | 3.484 | 3.935 | 4.159 | + 5,7 % |
| davon Corporate / Zentralfunktionen | 452 | 577 | 596 | 565 | 564 | - 0,2 % |
(1) Aktive Mitarbeitende zum 30. Juni des
jeweiligen Geschäftsjahres
Der Personalaufwand erhöhte sich von 316,0 Mio.
€ im Vorjahr um 2,4 % auf 323,6 Mio. € im 1.
Halbjahr 2022. Die Personalaufwandsquote ging infolge des
stärkeren Umsatzwachstums von 11,4 % auf 11,2 %
zurück.
| in Mio. € | 1. HJ 2018 | 1. HJ 2019 | 1. HJ 2020 | 1. HJ 2021 | 1. HJ 2022 | Veränderung |
| Personalaufwand | 265,8 | 278,3 | 286,3 | 316,0 | 323,6 | + 2,4 % |
| Personalaufwandsquote | 10,4 % | 10,8 % | 10,8 % | 11,4 % | 11,2 % |
Im 1. Halbjahr 2022 ergaben sich keine wesentlichen
Akquisitions- und Desinvestitionseffekte auf Umsatz und
EBITDA von Konzern und Segmenten. Ebenso ergaben sich nur
geringfügige positive Währungseffekte auf
Konzern- und Segmentebene in Höhe von 13,7 Mio. €
beim Umsatz und 3,1 Mio. € beim EBITDA. Gleiches gilt
für die Vermögenslage im Konzern, für die
sich keine wesentlichen Effekte aus
Währungsschwankungen ergaben.
Die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge im
United Internet Konzern konnte im 1. Halbjahr 2022 um
insgesamt 290.000 Verträge auf 26,97 Mio. gesteigert
werden. Werbefinanzierte Free-Accounts blieben mit 39,38
Mio. hingegen saisonal bedingt um 490.000 gegenüber
dem 31. Dezember 2021 zurück, lagen damit gleichzeitig
aber um 140.000 Accounts über dem vergleichbaren
Vorjahresstichtag 30. Juni 2021.
Der Umsatz auf Konzernebene stieg im 1. Halbjahr 2022
von 2.775,6 Mio. € im Vorjahr um 4,5 % auf 2.901,1
Mio. €. Die Umsätze im Ausland verbesserten sich
(auch aufgrund positiver Währungseffekte in Höhe
von 13,7 Mio. €) von 246,3 Mio. € um 21,8 % auf
300,1 Mio. €.
Die Umsatzkosten stiegen von 1.784,3 Mio. € im
Vorjahr auf 1.882,1 Mio. €. Die Umsatzkostenquote
stieg dadurch von 64,3 % (vom Umsatz) im Vorjahr auf 64,9 %
(vom Umsatz) im 1. Halbjahr 2022. Die Bruttomarge sank
entsprechend von 35,7 % auf 35,1 %. Das Bruttoergebnis
stieg damit unterproportional zum Umsatzwachstum (4,5 %)
von 991,4 Mio. € um 2,8 % auf 1.019,0 Mio. €.
Ursächlich für diese Verschlechterungen war
insbesondere ein (periodenfremder) positiver Effekt in
Höhe von +39,4 Mio. € im 1. Halbjahr 2021. Diesem
(periodenfremden) positiven Effekt stand im 1. Halbjahr
2022 lediglich ein im Vergleich zum Vorjahr geringerer
Hardware-Einsatz gegenüber.
Die Vertriebskosten stiegen - auch infolge der
höheren Marketingaufwendungen von IONOS (13,2 Mio.
€ im 1. Halbjahr 2022) - überproportional von
407,2 Mio. € (14,7 % vom Umsatz) im Vorjahr auf 435,7
Mio. € (15,0 % vom Umsatz). Und auch die
Verwaltungskosten erhöhten sich durch gestiegene
Abschreibungen (Leasing) leicht überproportional von
116,4 Mio. € (4,2 % vom Umsatz) auf 128,4 Mio. €
(4,4 % vom Umsatz).
| in Mio. € | 1. HJ 2018
(IFRS 15) |
1. HJ 2019
(IFRS 16) |
1. HJ 2020 | 1. HJ 2021 | 1. HJ 2022 |
| Umsatzkosten | 1.688,3 | 1.685,8 | 1.775,5 | 1.784,3 (1) | 1.882,1 |
| Umsatzkostenquote | 66,5 % | 65,9 % | 66,8 % | 64,3 % | 64,9 % |
| Bruttomarge | 33,5 % | 34,1 % | 33,2 % | 35,7 % | 35,1 % |
| Vertriebskosten | 344,1 | 382,0 | 376,8 | 407,2 | 435,7 |
| Vertriebskostenquote | 13,5 % | 14,9 % | 14,2 % | 14,7 % | 15,0 % |
| Verwaltungskosten | 109,2 | 102,4 | 97,7 | 116,4 | 128,4 |
| Verwaltungskostenquote | 4,3 % | 4,0 % | 3,7 % | 4,2 % | 4,4 % |
Die Ergebniskennzahlen des Konzerns waren im Vorjahr
durch einen (periodenfremden) positiven Ergebniseffekt
(Segment "Consumer Access") in Höhe von 39,4 Mio.
€ geprägt, der dem 2. Halbjahr 2020 zuzuordnen
war.
Ohne Berücksichtigung dieses (periodenfremden)
positiven Ergebniseffekts im Vorjahr und zusätzlich
bereinigt um nicht-cashwirksame positive Bewertungseffekte
aus Derivaten (Segment "Consumer Applications") von 0,9
Mio. € im Vorjahr bzw. 4,6 Mio. € im 1. Halbjahr
2022 haben sich die Ergebniskennzahlen des Konzerns wie
folgt entwickelt: Das operative EBITDA im Konzern stieg von
632,9 Mio. € im Vorjahr um 3,5 % auf 655,1 Mio. €
und das operative EBIT im Konzern von 401,6 Mio. € um
3,3 % auf 414,9 Mio. €. In diesen Ergebniskennzahlen
enthalten sind Aufwendungen für den Bau des 1&1
Mobilfunknetzes in Höhe von -16,1 Mio. €
(Vorjahr: -14,9 Mio. €) sowie Kosten für die
angekündigten zusätzlichen
Marketingaktivitäten bei IONOS zur Erhöhung der
Markenbekanntheit in den wichtigsten europäischen
Märkten in Höhe von -13,2 Mio. €.
Außerdem -11,1 Mio. € höhere Stromkosten.
Aufgrund des stärkeren Umsatzwachstums reduzierte
sich die operative EBITDA-Marge leicht von 22,8 % im
Vorjahr auf 22,6 % und die operative EBIT-Marge von 14,5 %
auf 14,3 %.
(1) Exklusive eines nicht-cashwirksamen
Bewertungseffekts aus Derivaten (EBITDA- und EBIT-Effekt:
+4,6 Mio. €)
(2) Exklusive des periodenfremden positiven
Ergebniseffekts, der dem 2. Halbjahr 2020 zuzuordnen ist
(EBITDA- und EBIT-Effekt: +39,4 Mio. €) und exklusive
eines nicht-cashwirksamen Bewertungseffekts aus Derivaten
(EBITDA- und EBIT-Effekt: +0,9 Mio. €)
| in Mio. € | Q3 2021 | Q4 2021 | Q1 2022 | Q2 2022 | Q2 2021 | Veränderung |
| Umsatz | 1.392,3 | 1.478,3 | 1.443,7 | 1.457,4 | 1.383,4 | + 5,3 % |
| EBITDA | 319,2 (1) | 307,3 (2) | 329,2 (3) | 325,9 (4) | 321,0 (5) | + 1,5 % |
| EBIT | 199,9 (1) | 184,1 (2) | 209,4 (3) | 205,5 (4) | 205,6 (5) | 0,0 % |
(1) Exklusive eines nicht-cashwirksamen
Bewertungseffekts aus Derivaten (EBITDA- und EBIT-Effekt:
+2,1 Mio. €)
(2) Exklusive eines nicht-cashwirksamen
Bewertungseffekts aus Derivaten (EBITDA- und EBIT-Effekt:
+1,9 Mio. €)
(3) Exklusive eines nicht-cashwirksamen
Bewertungseffekts aus Derivaten (EBITDA- und EBIT-Effekt:
+0,8 Mio. €)
(4) Exklusive eines nicht-cashwirksamen
Bewertungseffekts aus Derivaten (EBITDA- und EBIT-Effekt:
+3,8 Mio. €)
(5) Exklusive des periodenfremden positiven
Ergebniseffekts aus dem 2. Halbjahr 2020 (EBITDA- und
EBIT-Effekt: +5,0 Mio. €) und exklusive eines
nicht-cashwirksamen Bewertungseffekts aus Derivaten
(EBITDA- und EBIT-Effekt: +0,7 Mio. €)
| in Mio. € | 1. HJ 2018
(IFRS 15) |
1. HJ 2019
(IFRS 16) |
1. HJ 2020 | 1. HJ 2021 | 1. HJ 2022 |
| Umsatz | 2.539,6 | 2.556,5 | 2.657,9 | 2.775,6 | 2.901,1 |
| EBITDA | 565,5 | 630,0 | 620,5 | 632,9 (1) | 655,1 (2) |
| EBITDA-Marge | 22,3 % | 24,6 % | 23,3 % | 22,8 % | 22,6 % |
| EBIT | 373,8 | 390,8 | 385,4 | 401,6 (1) | 414,9 (2) |
| EBIT-Marge | 14,7 % | 15,3 % | 14,5 % | 14,5 % | 14,3 % |
(1) Exklusive des periodenfremden positiven
Ergebniseffekts, der dem 2. Halbjahr 2020 zuzuordnen ist
(EBITDA- und EBIT-Effekt: +39,4 Mio. €) und exklusive
eines nicht-cashwirksamen Bewertungseffekts aus Derivaten
(EBITDA- und EBIT-Effekt: +0,9 Mio. €)
(2) Exklusive eines nicht-cashwirksamen
Bewertungseffekts aus Derivaten (EBITDA- und EBIT-Effekt:
+4,6 Mio. €)
Durch den vorgenannten (periodenfremden) positiven
Ergebniseffekt in Höhe von 39,4 Mio. € im Vorjahr
blieb das Ergebnis vor Steuern (EBT) mit 383,6 Mio. €
deutlich hinter dem Vorjahr (431,5 Mio. €)
zurück. Auch ohne Berücksichtigung des
(periodenfremden) Ergebniseffekts und zusätzlich
bereinigt um nicht-cashwirksame positive Bewertungseffekte
aus Derivaten von 0,9 Mio. € im Vorjahr bzw. 4,6 Mio.
€ im 1. Halbjahr 2022 lag das operative EBT mit 379,0
Mio. € unter dem Vorjahresniveau (391,2 Mio. €).
Ursächlich für diesen Rückgang des
operativen EBT waren vor allem ein im Vergleich zum Vorjahr
niedrigeres Finanzergebnis, welches unter anderem durch die
Folgebewertung von Finanzderivaten beeinflusst wurde
(EBT-Effekt: -3,9 Mio. €; Vorjahr: +3,4 Mio. € /
EPS-Effekt: -0,03 €; Vorjahr: +0,02 €), sowie -
beim Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen - das
anteilig zuzurechnende negative Ergebnis der Kublai GmbH,
welches aufgrund der seinerzeit noch laufenden
Übernahme der Tele Columbus AG in den Vergleichszahlen
des 1. Halbjahres 2021 nur teilweise (2 Monate statt 6
Monate in 2022) enthalten war (EBT-Effekt: -17,0 Mio.
€; Vorjahr: -3,1 € / EPS-Effekt: -0,09 €;
Vorjahr: -0,02 €).
Vor diesem Hintergrund blieb auch das Ergebnis pro Aktie
(EPS) mit 1,05 € hinter dem Vorjahr (1,26 €)
zurück. Ohne Berücksichtigung des
(periodenfremden) positiven Ergebniseffekts (EPS-Effekt:
0,11 € im Vorjahr) sowie der positiven
Bewertungseffekte aus Derivaten (EPS-Effekt: 0,00 € im
Vorjahr bzw. 0,02 € im 1. Halbjahr 2022) ging das
operative EPS von 1,15 € auf 1,03 € zurück
und das operative EPS vor PPA von 1,35 € auf 1,23
€.
Aufgrund des geringeren Konzernergebnisses ging auch der
Cashflow der betrieblichen Tätigkeit von 538,7 Mio.
€ im Vorjahr auf 505,3 Mio. € im 1. Halbjahr 2022
zurück.
Gleiches gilt für die Nettoeinzahlungen der
betrieblichen Tätigkeit, die von 340,5 Mio. € auf
325,1 Mio. € zurückgingen.
Der Cashflow aus dem Investitionsbereich weist im
Berichtszeitraum Nettoauszahlungen in Höhe von 197,9
Mio. € (Vorjahr: 376,6 Mio. €) aus. Diese
resultieren im Wesentlichen aus Investitionen in
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in
Höhe von 199,2 Mio. € (Vorjahr: 127,6 Mio.
€). Der Cashflow aus dem Investitionsbereich des
Vorjahres war darüber hinaus geprägt durch
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an
assoziierten Unternehmen in Höhe von 220,7 Mio. €
(insbesondere für die Beteiligung an der Kublai GmbH)
sowie durch Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen
an verbundenen Unternehmen in Höhe von 22,6 Mio.
€ (insbesondere für den Erwerb der we22 AG).
Der Free Cashflow ist bei United Internet definiert als
Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit,
verringert um Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen. Der Free Cashflow des
1. Halbjahres 2022 ging auch infolge gestiegener
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen (+71,6 Mio. €) von 214,5 Mio. € im
Vorjahr auf 126,4 Mio. € zurück. Abzüglich
der Cashflow-Position "Tilgung von
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechten",
die seit der Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards
IFRS 16 im Cashflow aus dem Finanzierungsbereich
ausgewiesen werden, sank der Free Cashflow von 157,5 Mio.
€ auf 62,3 Mio. €. Ursächlich für
diesen Rückgang war insbesondere der starke Abbau der
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(Phasing-Effekte in Höhe von -97,2 Mio. € aus Q4
2021). Bei einer periodengerechten Zuordnung der
Phasing-Effekte lag der Free Cashflow nach Leasing im 1.
Halbjahr 2022 mit 159,5 Mio. € leicht über dem
Vorjahr (157,5 Mio. €), wobei im 1. Halbjahr des
Vorjahres allerdings bereits VDSL-/FTTH-Kontingentzahlungen
an die Deutsche Telekom in Höhe von 216,0 Mio. €
enthalten waren, die im Jahr 2022 erst im 3. Quartal in
Höhe von 189,2 Mio. € anstehen werden.
Bestimmend im Cashflow aus dem Finanzierungsbereich
waren im 1. Halbjahr 2022 die Dividendenzahlung in
Höhe von 93,4 Mio. € (Vorjahr: 93,6 Mio. €),
die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von
64,1 Mio. € (Vorjahr: 57,0 Mio. €), die
Rückzahlung von Krediten in Höhe von 8,8 Mio.
€ (Vorjahr: Aufnahme von Krediten in Höhe von
505,7 Mio. €) sowie Auszahlungen an
Minderheitsaktionäre für die Aufstockung der
Anteile (auf 100 %) an der InterNetX Holding GmbH in
Höhe von 15,2 Mio. € (Vorjahr: 391,0 Mio. €
für die Aufstockung der Anteile an der IONOS TopCo SE
sowie der 1&1 AG) enthalten.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
beliefen sich zum 30. Juni 2022 auf 54,3 Mio. € - nach
58,8 Mio. € zum Vorjahresstichtag.
| in Mio. € | 1. HJ 2022 | 1. HJ 2021 | Veränderung |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 505,3 | 538,7 | - 33,4 |
| Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit | 325,1 | 340,5 | - 15,4 |
| Cashflow aus dem Investitionsbereich | - 197,9 | - 376,6 | |
| Free Cashflow (1) | 62,3 (2) | 157,5 (3) | - 95,2 |
| Cashflow aus dem Finanzierungsbereich | - 184,1 | - 38,4 | |
| Zahlungsmittel zum 30. Juni | 54,3 | 58,8 | - 4,5 |
(1) Free Cashflow ist definiert als
Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit,
verringert um Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen
(2) 1. HJ 2022 inkl. des Tilgungsanteils von
Leasingverbindlichkeiten (-64,1 Mio. €), die seit dem
Geschäftsjahr 2019 (IFRS 16) im Cashflow aus dem
Finanzierungsbereich ausgewiesen werden
(3) 1. HJ 2021 inkl. des Tilgungsanteils von
Leasingverbindlichkeiten (-57,0 Mio. €), die seit dem
Geschäftsjahr 2019 (IFRS 16) im Cashflow aus dem
Finanzierungsbereich ausgewiesen werden
| in Mio. € | 1. HJ 2018
(IFRS 15) |
1. HJ 2019
(IFRS 16) |
1. HJ 2020 | 1. HJ 2021 | 1. HJ 2022 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 418,9 | 465,4 | 486,7 | 538,7 | 505,3 |
| Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit | 164,7 | 246,0 | 383,2 | 340,5 | 325,1 |
| Cashflow aus dem Investitionsbereich | - 128,1 | - 68,6 | - 115,6 | - 376,6 | - 197,9 |
| Free Cashflow (1) | 84,3 | 138,0 (2) | 211,0 (2) | 157,5 (2) | 62,3 (2) |
| Cashflow aus dem Finanzierungsbereich | - 163,6 | - 187,6 | - 329,9 | - 38,4 | - 184,1 |
| Zahlungsmittel zum 30. Juni | 111,8 | 47,9 | 54,6 | 58,8 | 54,3 |
(1) Free Cashflow ist definiert als
Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit,
verringert um Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen
(2) 1. HJ 2019, 2020, 2021 und 2022 inkl. des
Tilgungsanteils von Leasingverbindlichkeiten, die seit dem
Geschäftsjahr 2019 (IFRS 16) im Cashflow aus dem
Finanzierungsbereich ausgewiesen werden
Die Bilanzsumme stieg von 9,669 Mrd. € per 31.
Dezember 2021 auf 9,954 Mrd. € zum 30. Juni 2022.
| in Mio. € | 30.06.2022 | 31.12.2021 | Veränderung |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 54,3 | 110,1 | - 55,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 407,5 | 380,5 | + 27,1 |
| Vertragsvermögenswerte | 618,8 | 619,7 | - 0,9 |
| Vorräte | 115,0 | 96,5 | + 18,5 |
| Abgegrenzte Aufwendungen | 286,1 | 214,0 | + 72,1 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 108,4 | 119,0 | - 10,6 |
| Ertragsteueransprüche | 66,4 | 46,4 | + 20,1 |
| Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 12,1 | 8,1 | + 4,0 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 1.668,7 | 1.594,2 | + 74,5 |
Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen von
1.594,2 Mio. € per 31. Dezember 2021 auf 1.668,7 Mio.
€ zum 30. Juni 2022. Dabei nahm der in den
kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesene Bestand an
liquiden Mitteln stichtagsbedingt von 110,1 Mio. € auf
54,3 Mio. € ab. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen stiegen hingegen stichtagsbedingt sowie infolge
der Geschäftsausweitung von 380,5 Mio. € auf
407,5 Mio. €. Die Vorräte wurden vorsorglich zur
Vermeidung von Lieferengpässen von 96,5 Mio. €
auf 115,0 Mio. € aufgestockt. Die kurzfristigen
abgegrenzten Aufwendungen stiegen stichtagsbedingt infolge
von geleisteten Zahlungen an Vorleister von 214,0 Mio.
€ auf 286,1 Mio. € und beinhalten im Wesentlichen
den kurzfristigen Anteil der Aufwendungen im Zusammenhang
mit der Kundengewinnung (Vertragserlangung) und der
Vertragserfüllung gemäß IFRS 15.
Ertragsteueransprüche legten von 46,4 Mio. € auf
66,4 Mio. € zu. Die Positionen kurzfristige
Vertragsvermögenswerte, kurzfristige sonstige
finanzielle Vermögenswerte, sowie sonstige
nicht-finanzielle Vermögenswerte blieben weitgehend
unverändert.
| in Mio. € | 30.06.2022 | 31.12.2021 | Veränderung |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 414,9 | 431,6 | - 16,8 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 15,6 | 11,6 | + 4,0 |
| Sachanlagen | 1.512,3 | 1.379,6 | + 132,7 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.007,8 | 2.059,4 | - 51,6 |
| Firmenwerte | 3.625,4 | 3.627,8 | - 2,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 44,0 | 47,3 | - 3,3 |
| Vertragsvermögenswerte | 209,3 | 206,0 | + 3,3 |
| Abgegrenzte Aufwendungen | 428,9 | 287,7 | + 141,2 |
| Latente Steueransprüche | 27,0 | 23,8 | + 3,2 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 8.285,2 | 8.074,9 | + 210,3 |
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen von
8.074,9 Mio. € per 31. Dezember 2021 auf 8.285,2 Mio.
€ zum 30. Juni 2022. Dabei gingen die Anteile an
assoziierten Unternehmen insbesondere durch die
Einbeziehung des anteiligen Ergebnisses der Kublai GmbH
(Tele Columbus) von 431,6 Mio. € auf 414,9 Mio. €
zurück. Sachanlagen stiegen infolge getätigter
Investitionen im 1. Halbjahr 2022 von 1.379,6 Mio. €
auf 1.512,3 Mio. €, während die immateriellen
Vermögenswerte im Wesentlichen infolge von
Abschreibungen von 2.059,4 Mio. € auf 2.007,8 Mio.
€ zurückgingen. Die langfristig abgegrenzten
Aufwendungen erhöhten sich stichtagsbedingt infolge
von geleisteten Zahlungen an Vorleister deutlich von 287,7
Mio. € auf 428,9 Mio. €. Die Positionen
langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte,
Firmenwerte, langfristige Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, langfristige Vertragsvermögenswerte sowie
latente Steueransprüche blieben weitgehend
unverändert.
| in Mio. € | 30.06.2022 | 31.12.2021 | Veränderung |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 662,7 | 583,4 | + 79,3 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 525,5 | 325,4 | + 200,2 |
| Ertragsteuerschulden | 106,6 | 58,4 | + 48,2 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 162,5 | 157,9 | + 4,7 |
| Sonstige Rückstellungen | 12,6 | 16,2 | - 3,7 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 334,0 | 329,2 | + 4,8 |
| Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 88,4 | 135,7 | - 47,4 |
| Summe kurzfristige Schulden | 1.892,4 | 1.606,2 | + 286,1 |
Die kurzfristigen Schulden stiegen von 1.606,2 Mio.
€ per 31. Dezember 2021 auf 1.892,4 Mio. € zum
30. Juni 2022. Dabei stiegen die kurzfristigen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
stichtagsbedingt von 583,4 Mio. € auf 662,7 Mio.
€. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten erhöhten sich infolge von
Umgliederungen aus langfristigen Verbindlichkeiten
(entsprechend der Fälligkeit der Verbindlichkeit) von
325,4 Mio. € auf 525,5 Mio. €.
Ertragsteuerschulden stiegen von 58,4 Mio. € auf 106,6
Mio. €. Die kurzfristigen sonstigen nicht-finanziellen
Verbindlichkeiten sanken von 135,7 Mio. € auf 88,4
Mio. € und beinhaltet im Wesentlichen
Verbindlichkeiten gegenüber den Finanzbehörden
zum jeweiligen Bilanzstichtag. Die Positionen kurzfristige
Vertragsverbindlichkeiten, die vor allem Einzahlungen aus
Kundenverträgen beinhaltet, für die die Leistung
noch nicht vollständig erbracht worden ist, sowie
kurzfristige sonstige Rückstellungen und kurzfristige
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten blieben nahezu
unverändert.
| in Mio. € | 30.06.2022 | 31.12.2021 | Veränderung |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.288,4 | 1.497,4 | - 209,0 |
| Latente Steuerschulden | 281,9 | 290,5 | - 8,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2,7 | 2,5 | + 0,2 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 30,4 | 32,2 | - 1,7 |
| Sonstige Rückstellungen | 63,5 | 66,0 | - 2,5 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.307,1 | 1.251,2 | + 56,0 |
| Summe langfristige Schulden | 2.974,0 | 3.139,7 | - 165,6 |
Die langfristigen Schulden gingen von 3.139,7 Mio.
€ per 31. Dezember 2021 auf 2.974,0 Mio. € zum
30. Juni 2022 zurück. Ursächlich hierfür
waren insbesondere die langfristigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten, die sich durch
Umgliederungen in kurzfristige Verbindlichkeiten von
1.497,4 Mio. € auf 1.288,4 Mio. € reduzierten.
Gegenläufig stiegen sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten von 1.251,2 Mio. € auf 1.307,1 Mio.
€. Die Positionen latente Steuerschulden, langfristige
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
langfristige Vertragsverbindlichkeiten, die vor allem
Einzahlungen aus Kundenverträgen beinhaltet, für
die die Leistung noch nicht vollständig erbracht
worden ist, sowie langfristige sonstige Rückstellungen
blieben hingegen weitgehend unverändert.
| in Mio. € | 30.06.2022 | 31.12.2021 | Veränderung |
| Grundkapital | 194,0 | 194,0 | 0,0 |
| Kapitalrücklage | 1.962,2 | 1.954,7 | + 7,6 |
| Kumuliertes Konzernergebnis | 2.664,8 | 2.562,6 | + 102,3 |
| Eigene Anteile | - 231,5 | - 231,5 | 0,0 |
| Neubewertungsrücklage | 0,6 | 0,6 | 0,0 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | - 10,8 | - 12,9 | + 2,1 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 4.579,4 | 4.467,4 | + 112,0 |
| Nicht beherrschende Anteile | 508,0 | 455,7 | + 52,2 |
| Summe Eigenkapital | 5.087,4 | 4.923,2 | + 164,2 |
Das Eigenkapital im Konzern stieg insbesondere infolge
des weiteren Anstiegs des kumulierten Konzernergebnisses
von 4.923,2 Mio. € per 31. Dezember 2021 auf 5.087,4
Mio. € zum 30. Juni 2022. Das kumulierte
Konzernergebnis, das im 1. Halbjahr 2022 von 2.562,6 Mio.
€ auf 2.664,8 Mio. € zulegte, enthält die in
der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den
Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht
ausgeschüttet wurden. Die Eigenkapitalquote im Konzern
stieg von 50,9 % auf 51,1 %.
Die Netto-Bankverbindlichkeiten (d. h. der Saldo aus
Bankverbindlichkeiten und liquiden Mitteln) erhöhten
sich nur leicht von 1.712,6 Mio. € per 31. Dezember
2021 auf 1.759,6 Mio. € zum 30. Juni 2022.
| in Mio. € | 31.12.2018
(IFRS 15) |
31.12.2019
(IFRS 16) |
31.12.2020 | 31.12.2021 | 30.06.2022 |
| Bilanzsumme | 8.173,8 | 9.128,8 | 9.230,8 | 9.669,1 | 9.953,8 |
| Liquide Mittel | 58,1 | 117,6 | 131,3 | 110,1 | 54,3 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 206,9 | 196,0 | 89,6 (1) | 431,6 (1) | 414,9 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 348,1 | 90,4 (2) | 9,9 (2) | 11,6 | 15,6 |
| Sachanlagen | 818,0 | 1.160,6 (3) | 1.271,6 | 1.379,6 | 1.512,3 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.244,6 | 2.167,4 (4) | 2.197,8 | 2.059,4 | 2.007,8 |
| Firmenwerte | 3.612,6 | 3.616,5 | 3.609,4 | 3.627,8 | 3.625,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.939,1 | 1.738,4 | 1.466,1 | 1.822,7 | 1.813,9 |
| Grundkapital | 205,0 | 205,0 | 194,0 (5) | 194,0 | 194,0 |
| Eigenkapital | 4.521,5 | 4.614,7 | 4.911,2 | 4.923,2 | 5.087,4 |
| Eigenkapitalquote | 55,3 % | 50,6 % | 53,2 % | 50,9 % | 51,1 % |
United Internet blickt auf ein erfolgreiches 1. Halbjahr
2022 zurück. Im Berichtszeitraum hat die Gesellschaft
in neue Kundenverträge sowie in den Ausbau bestehender
Kundenbeziehungen und damit in nachhaltiges Wachstum
investiert. Insgesamt konnte die Zahl der kostenpflichtigen
Kundenverträge um weitere 290.000 Verträge auf
26,97 Mio. Verträge gesteigert werden.
Dabei kamen im Segment "Consumer Access" 120.000
Verträge (+290.000 operatives Wachstum abzgl. -170.000
Verträge durch TKG-Effekt) hinzu. Das Segment
"Consumer Applications" legte um 40.000 Pay-Accounts zu und
aus dem Segment "Business Applications" resultieren weitere
130.000 Verträge.
Mit diesem Kundenwachstum und einem Umsatzwachstum um
4,5 % auf rund 2,901 Mrd. € hat sich United Internet
im 1. Halbjahr 2022 gut entwickelt. Gleichzeitig konnten
auch die operativen Ergebniskennzahlen - trotz steigender
Strompreise und hoher Investitionen in Zukunftsthemen -
weiter zulegen. So stiegen das EBITDA um 3,5 % auf rund 655
Mio. € und das EBIT um 3,3 % auf rund 415 Mio. €.
Die Unternehmensentwicklung zeigt erneut die Vorteile
des Geschäftsmodells von United Internet, das
überwiegend auf elektronischen Abonnements basiert -
mit festen monatlichen Beträgen sowie vertraglich
festgelegten Laufzeiten. Dies sichert stabile und planbare
Umsätze und Cashflows, bietet Schutz gegen
konjunkturelle Einflüsse und eröffnet finanzielle
Spielräume, um Chancen in bestehenden und neuen
Geschäftsfeldern und Märkten zu nutzen. Organisch
oder durch Beteiligungen und Übernahmen.
Mit den im 1. Halbjahr 2022 erreichten Umsatz- und
Ergebniszahlen sowie den getätigten Investitionen in
die nachhaltige Unternehmensentwicklung sieht der Vorstand
die Gesellschaft auch für die weitere
Unternehmensentwicklung gut aufgestellt.
Nach dem Bilanzstichtag 30. Juni 2022 sind bei United
Internet keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung
eingetreten, die größere Auswirkungen auf die
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens
bzw. des Konzerns mit Auswirkungen auf Rechnungslegung und
Berichterstattung haben.
Die Risiken- und Chancenpolitik der United Internet AG
orientiert sich an dem Ziel, den Wert des Unternehmens zu
erhalten und nachhaltig zu steigern, indem Chancen
wahrgenommen und Risiken frühzeitig erkannt und
gesteuert werden. Dabei regelt das Risiko- und
Chancenmanagement den verantwortungsvollen Umgang mit
Unsicherheiten, die mit unternehmerischem Handeln stets
verbunden sind.
Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das
Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen
Risikofelder bzw. Einzelrisiken unter Berücksichtigung
der Interdependenzen.
| ― |
Die bedeutendsten Herausforderungen stellen aus heutiger Sicht die Risikofelder "Gesetzgebung und Regulierung", "Rechtsstreitigkeiten" und "Informationssicherheit" dar. |
| ― |
Im Vergleich zum 31. Dezember 2021 ist (seit Q1 2022) ein Anstieg des Risikofelds "Kapazitätsengpässe" von Gering auf Moderat zu verzeichnen. Grund für diesen Anstieg sind die aktuell längeren Lieferzeiten von Rechenzentrums-Hardware (CPU, Memory, Server etc.) verursacht durch globale Lieferketten-Probleme und einem Engpass bei Halbleitern und Netzwerkkomponenten. |
| ― |
Ansonsten blieben die Risikoeinstufungen der Risikofelder der United Internet AG zum 30. Juni 2022 im Vergleich zum 31. Dezember 2021 unverändert. |
| ― |
Das Gesamtrisiko ist im Vergleich zum 31. Dezember 2021 insgesamt gesunken. Grund hierfür sind unter anderem die vorgenommenen Bewertungsanpassungen bezüglich der Auswirkungen der Coronavirus Pandemie (Sars-CoV-2). Es gilt zwar unverändert, dass sich eine weiterhin und dauerhaft anhaltende Ausbreitung des Virus u. a. negativ auf die Nachfrage sowie das Nutzungs- und Zahlungsverhalten von Konsumenten und Gewerbetreibende, den Bezug von Vorleistungen (z. B. Smartphones, Router, Server oder Netzwerktechnik) oder die Gesundheit und Einsatzfähigkeit von Mitarbeitenden und somit letztendlich auch auf die Leistungsfähigkeit der United Internet Gruppe auswirken kann. Gleichwohl konnten die damit verbundenen Risiken auf Grundlage der aktuellen Entwicklungen sowie den gemachten Erfahrungen teilweise reduziert werden. Darüber hinaus konnten Risikopositionen in den Risikofeldern "Fraud & Forderungsausfall" sowie "Rechtsstreitigkeiten" deutlich reduziert werden. |
Bei der Beurteilung der Gesamtrisikosituation blieben
die für United Internet bestehenden Chancen
unberücksichtigt. Bestandsgefährdende Risiken
für den United Internet Konzern waren im
Berichtszeitraum sowie zum Aufstellungsstichtag dieses
Lageberichts weder aus Einzelrisikopositionen noch aus der
Gesamtrisikosituation erkennbar.
Durch den kontinuierlichen Ausbau des Risikomanagements
begegnet United Internet Risiken und begrenzt sie, soweit
wirtschaftlich sinnvoll, mit der Umsetzung konkreter
Maßnahmen auf ein Minimum.
Im Verlauf des Jahres 2022 haben sich die
gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich
verschlechtert. Insbesondere die Preise für Energie
und Lebensmittel belasten die Menschen, Experten erwarten
eine außergewöhnlich hohe Inflationsrate. Dies
kann auch zu einer veränderten Risikolage bei United
Internet führen. Bereits im ersten Halbjahr haben sich
vermehrt Zahlungsausfälle und dadurch eine
Ergebnisbelastung ergeben. Dauerhafte hohe Inflationsraten
führen darüber hinaus zu einem steigenden
Kostendruck und zu einem Ergebnisrisiko, sollten sich
Kostensteigerungen nicht durch entsprechende
Preiserhöhungen kompensieren lassen.
Angesichts der hohen Inflationsrate, der anhaltenden
Lieferkettenprobleme, der Corona-Einschränkungen in
China und der Folgen des russischen Angriffs auf die
Ukraine hat der Internationale Währungsfonds (IWF) in
seinem aktualisierten Konjunkturausblick (World Economic
Outlook, Update Juli 2022) seine Prognosen für die
allermeisten Länder (darunter mit den USA, China und
der Eurozone alle drei großen Wirtschaftsmächte)
für 2022 und 2023 erneut gesenkt. Dabei sieht der
Fonds den Ausblick seit der letzten Prognose im April 2022
nochmals erheblich verdüstert und befürchtet,
dass sich die Weltwirtschaft bald wieder an der Schwelle
zur Rezession befindet - nur zwei Jahre nach dem Absturz
nach Ausbruch der Coronavirus-Pandemie.
Konkret erwartet der IWF aktuell für die
Weltwirtschaft nur noch einen Anstieg der
Wirtschaftsleistung in 2022 um 3,2 % (Vorjahr: 6,1 %) und
in 2023 um 2,9 %.
Dabei erwartet der Fonds in den nächsten beiden
Jahren für alle wesentlichen Zielländer der
United Internet Gruppe einen zunehmend geringeren Anstieg
der Wirtschaftsleistung. Konkret rechnet der IWF in
Nordamerika für 2022 und 2023 mit einem Anstieg um 2,3
% bzw. 1,0 in den USA, um 3,4 % bzw. 1,8 % in Kanada und um
2,4 % bzw. 1,2 % in Mexiko sowie in Europa um 1,2 % bzw.
0,8 % in Deutschland, um 3,2 % bzw. 0,5 % in
Großbritannien, um 2,3 % bzw. 1,0 % in Frankreich, um
3,0 % bzw. 0,7 % in Italien sowie um 4,0 % bzw. 2,0 % in
Spanien.
Der IWF verwies zudem auf zahlreiche Risiken. Sollten
sie eintreten, könne die Weltwirtschaft noch
schlechter laufen. Komplett ausbleibende Gaslieferungen aus
Russland könnten etwa ein Auslöser dafür
sein und auch zu noch höherer Inflation führen.
Das würde vor allem Europa in Mitleidenschaft ziehen.
In diesem Negativszenario würde die Weltwirtschaft
2022 nur noch um 2,6 % wachsen und 2023 um 2,0 %.
| 2023e | 2022e | 2021 | |
| Welt | 2,9 % | 3,2 % | 6,1 % |
| USA | 1,0 % | 2,3 % | 5,7 % |
| Kanada | 1,8 % | 3,4 % | 4,6 % |
| Mexiko | 1,2 % | 2,4 % | 4,8 % |
| Euro-Zone | 1,2 % | 2,6 % | 5,3 % |
| Frankreich | 1,0 % | 2,3 % | 7,0 % |
| Spanien | 2,0 % | 4,0 % | 5,1 % |
| Italien | 0,7 % | 3,0 % | 6,6 % |
| Großbritannien | 0,5 % | 3,2 % | 7,4 % |
| Deutschland | 0,8 % | 1,2 % | 2,8 % |
Quelle: Internationaler Währungsfonds, World
Economic Outlook (Update), Juli 2022
Im Rahmen seiner Halbjahrespressekonferenz 2022 hat der
Branchenverband Bitkom der ITK-Branche (ITK = Informations-
und Kommunikationstechnologie) in Deutschland eine sehr
gute Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf bescheinigt -
blickt aber gleichzeitig angesichts des Ukraine-Krieges,
"explodierender" Energiepreise und unterbrochener
Lieferketten mit gedämpften Erwartungen auf das 2.
Halbjahr 2022.
Gleichwohl hat der Verband auf Basis des guten 1.
Halbjahres 2022 seine Wachstumsprognose für das
Gesamtjahr 2022 von zuvor 3,6 % auf 4,3 % angehoben und
erwartet nun einen Gesamtumsatz von 189,4 Mrd. €.
Für den größten Teilmarkt, die
Informationstechnik, hat der Branchenverband seine Prognose
für 2022 von zuvor 5,9 % auf 6,7 % (Vorjahr: 6,3 %)
erhöht und erwartet einen Umsatz von 113,0 Mrd.
€. Am stärksten sollen dabei die Umsätze mit
Software um 8,8 % auf 32,4 Mrd. € steigen, die vom
boomenden Cloud-Geschäft angetrieben werden.
Gleichzeitig soll das Hardware-Segment um 6,7 % auf 37,0
Mrd. € zulegen, da viele Unternehmen mit Fokus auf
Digital Work in sichere und resiliente Infrastrukturen, wie
Infrastructure-as-a-Service (IaaS), also gemietete Server,
Netzwerk- und Speicherkapazitäten (+33,2 %), und
Workstations (+27,0 %) investieren. Die Umsätze mit
IT-Services werden mit einem Wachstum um 5,3 % bei 43,6
Mrd. € erwartet.
Auch für den Teilmarkt Telekommunikation hat der
Branchenverband für 2022 seine ursprüngliche
Prognose von 0,9 % auf 1,5 % (Vorjahr: 1,2 %) erhöht
und erwartet aktuell einen Umsatz von 67,7 Mrd. €.
Dabei sollen mit Telekommunikationsdiensten nach
Bitkom-Berechnungen 48,8 Mrd. € umgesetzt werden, dies
entspricht einem Plus von 1,0 %. Für das Geschäft
mit Endgeräten wird ein Umsatzwachstum um 2,9 % auf
11,9 Mrd. € erwartet. Und die Investitionen in die
Telekommunikations-Infrastruktur sollen um 2,7 % auf 6,9
Mrd. € zulegen.
Nach Abschluss des 1. Halbjahres bestätigt United
Internet die Jahresprognose 2022. Für das Gesamtjahr
wird unverändert ein Anstieg des Konzernumsatzes auf
ca. 5,85 Mrd. € (Vorjahr: 5,646 Mrd. €) erwartet.
Das EBITDA 2022 soll auf dem Niveau von 2021 (1,259 Mrd.
€) liegen. In der EBITDA-Prognose enthalten sind
Aufwendungen für den 1&1 Netzaufbau von ca. 70
Mio. € (Vorjahr: 38 Mio. €) sowie ca. 30 Mio.
€ für zusätzliche Marketingaktivitäten
bei IONOS zur Erhöhung der Markenbekanntheit in den
wichtigsten europäischen Märkten. Außerdem
ca. 20 Mio. € höhere Stromkosten.
United Internet plant in 2022 deutlich höhere
Investitionen (CapEx), insbesondere für den Aufbau des
1&1 Mobilfunknetzes sowie für die Erweiterung des
Glasfasernetzes von 1&1 Versatel zur Versorgung
zusätzlicher Ausbaugebiete und zum Anschluss von
5G-Antennen. Die Höhe des CapEx wird voraussichtlich
zwischen 800 Mio. € und 1 Mrd. € betragen
(Vorjahr: 290 Mio. €).
Der Vorstand der United Internet AG blickt
unverändert optimistisch in die Zukunft. Dank des
überwiegend auf elektronischen Abonnements beruhenden
Geschäftsmodells sieht sich United Internet weitgehend
stabil gegen konjunkturelle Einflüsse aufgestellt. Mit
den in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen
in Kundenbeziehungen, neue Geschäftsfelder und weitere
Internationalisierung sowie durch Übernahmen und
Beteiligungen wurde ein breites Fundament für die
weitere Unternehmensentwicklung geschaffen.
Der Vorstand der United Internet AG sieht die
Gesellschaft auch zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses
Halbjahresfinanzberichts auf gutem Wege, die im
voranstehenden Abschnitt "Prognose für das
Geschäftsjahr 2022" näher erläuterte Umsatz-
und Ergebnisprognose zu erreichen.
Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält
zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen
Erwartungen, Annahmen und Prognosen des Vorstands der
United Internet AG sowie den ihm derzeit verfügbaren
Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen
sind verschiedenen Risiken und Unwägbarkeiten
unterworfen und beruhen auf Erwartungen, Annahmen und
Prognosen, die sich künftig möglicherweise als
nicht zutreffend erweisen könnten. United Internet
garantiert nicht, dass sich die zukunftsgerichteten
Aussagen als richtig erweisen, übernimmt keine
Verpflichtung und hat auch nicht die Absicht, die in diesem
Zwischenbericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen
anzupassen bzw. zu aktualisieren.
| VERMÖGENSWERTE | 30. Juni 2022 | 31. Dezember 2021 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 54.332 | 110.116 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 407.504 | 380.450 |
| Vertragsvermögenswerte | 618.786 | 619.722 |
| Vorräte | 114.987 | 96.492 |
| Abgegrenzte Aufwendungen | 286.104 | 213.974 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 108.424 | 118.992 |
| Ertragsteueransprüche | 66.409 | 46.354 |
| Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 12.106 | 8.097 |
| 1.668.651 | 1.594.198 | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 414.869 | 431.625 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 15.569 | 11.617 |
| Sachanlagen | 1.512.306 | 1.379.625 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.007.784 | 2.059.426 |
| Firmenwerte | 3.625.420 | 3.627.831 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 44.015 | 47.269 |
| Vertragsvermögenswerte | 209.297 | 205.954 |
| Abgegrenzte Aufwendungen | 428.922 | 287.730 |
| Latente Steueransprüche | 26.974 | 23.810 |
| 8.285.154 | 8.074.887 | |
| Summe Vermögenswerte | 9.953.805 | 9.669.084 |
| SCHULDEN | 30. Juni 2022 | 31. Dezember 2021 |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 662.734 | 583.395 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 525.547 | 325.364 |
| Ertragsteuerschulden | 106.601 | 58.430 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 162.547 | 157.886 |
| Sonstige Rückstellungen | 12.554 | 16.248 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 334.008 | 329.177 |
| Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 88.379 | 135.733 |
| 1.892.370 | 1.606.233 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.288.351 | 1.497.358 |
| Latente Steuerschulden | 281.944 | 290.481 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.676 | 2.475 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 30.444 | 32.151 |
| Sonstige Rückstellungen | 63.487 | 66.026 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.307.137 | 1.251.186 |
| 2.974.039 | 3.139.676 | |
| Summe Schulden | 4.866.409 | 4.745.909 |
| EIGENKAPITAL | ||
| Grundkapital | 194.000 | 194.000 |
| Kapitalrücklage | 1.962.229 | 1.954.652 |
| Kumuliertes Konzernergebnis | 2.664.845 | 2.562.566 |
| Eigene Anteile | -231.451 | -231.451 |
| Neubewertungsrücklage | 623 | 601 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | -10.818 | -12.938 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 4.579.428 | 4.467.428 |
| Nicht beherrschende Anteile | 507.968 | 455.747 |
| Summe Eigenkapital | 5.087.396 | 4.923.175 |
| Summe Schulden und Eigenkapital | 9.953.805 | 9.669.084 |
| 2022 | 2021 | |
| Januar - Juni | Januar - Juni | |
| Umsatzerlöse | 2.901.075 | 2.775.649 |
| Umsatzkosten | -1.882.107 | -1.784.251 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.018.968 | 991.398 |
| Vertriebskosten | -435.670 | -407.214 |
| Verwaltungskosten | -128.426 | -116.359 |
| Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen | 19.103 | 10.459 |
| Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen und Vertragsvermögenswerte | -54.477 | -36.362 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 419.497 | 441.921 |
| Finanzergebnis | -19.296 | -7.699 |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen | -16.612 | -2.740 |
| Ergebnis vor Steuern | 383.589 | 431.481 |
| Steueraufwendungen | -131.570 | -131.047 |
| Konzernergebnis | 252.020 | 300.434 |
| davon entfallen auf | ||
| nicht beherrschende Anteile | 56.383 | 65.443 |
| Anteilseigner der United Internet AG | 195.637 | 234.992 |
| Ergebnis je Aktie der Anteilseigner der United Internet AG (in €) | ||
| - unverwässert | 1,05 | 1,26 |
| - verwässert | 1,05 | 1,25 |
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Mio. Stück) | ||
| - unverwässert | 186,72 | 187,23 |
| - verwässert | 186,96 | 188,37 |
| Überleitung zum gesamten Konzernergebnis | ||
| Konzernergebnis | 252.020 | 300.434 |
| Kategorien, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Veränderung der Währungsdifferenzen - unrealisiert | 2.058 | 6.716 |
| Kategorien, die nicht anschließend in den Gewinn oder Verlust umklassifiziert werden | ||
| Marktwertveränderung von als zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewerteten Vermögenswerte | -48 | 591 |
| Steuereffekt | 0 | -8 |
| Anteil am sonstigen Ergebnis von at equity bilanzierten Unternehmen | 70 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 2.081 | 7.299 |
| Gesamtes Konzernergebnis | 254.101 | 307.734 |
| davon entfallen auf | ||
| nicht beherrschende Anteile | 56.321 | 67.171 |
| Anteilseigner der United Internet AG | 197.780 | 240.563 |
| 2022 | 2021 | |
| Januar - Juni | Januar - Juni | |
| Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit | ||
| Konzernergebnis | 252.020 | 300.434 |
| Berichtigungen zur Überleitung des Konzernergebnisses zu den Ein- und Auszahlungen | ||
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 172.875 | 163.226 |
| Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Vermögenswerte | 67.369 | 68.051 |
| Personalaufwand aus Mitarbeiterbeteiligungen | 6.505 | 10.722 |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen | 16.612 | 2.740 |
| Ausgeschüttete Gewinne assoziierter Unternehmen | 206 | 228 |
| Veränderungen der Ausgleichsposten für latente Steueransprüche | -12.035 | -8.943 |
| Zahlungsunwirksame periodenfremde Erträge | 0 | 0 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Positionen | 1.738 | 2.265 |
| Cashflow der betrieblichen Tätigkeit | 505.290 | 538.724 |
| Veränderungen der Vermögenswerte und Schulden | ||
| Veränderung der Forderungen und sonstiger Vermögenswerte | -17.452 | -17.422 |
| Veränderung der Vorräte | -18.495 | 3.954 |
| Veränderung der Vertragsvermögenswerte | -2.407 | -37.443 |
| Veränderung der Ertragsteueransprüche | -20.054 | 23.374 |
| Veränderung der abgegrenzten Aufwendungen | -213.322 | -204.932 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 79.540 | -34.434 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | -6.234 | 1.376 |
| Veränderung der Ertragsteuerschulden | 48.170 | -16.352 |
| Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten | -33.299 | 80.150 |
| Veränderung der Vertragsverbindlichkeiten | 3.345 | 3.458 |
| Veränderungen der Vermögenswerte und Schulden, gesamt | -180.207 | -198.271 |
| Nettozahlungen der betrieblichen Tätigkeit | 325.083 | 340.453 |
| Cashflow aus dem Investitionsbereich | ||
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -199.211 | -1 27.595 |
| Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 565 | 1.610 |
| Auszahlungen für Unternehmenserwerbe abzüglich erhaltener Zahlungsmittel | 0 | -22.562 |
| Einzahlungen aus Unternehmensverkäufen abzüglich veräußerter Zahlungsmittel | 0 | 8.789 |
| Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen | -62 | -220.688 |
| Auszahlungen aus der Ausgabe von Darlehen | -230 | -16.189 |
| Einzahlung aus den Rückzahlungen von sonstigen finanziellen Vermögenswerten | 1.058 | 0 |
| Nettozahlungen im Investitionsbereich | -197.880 | -376.635 |
| Cashflow aus dem Finanzierungsbereich | ||
| Nettoveränderung von Krediten | -8.823 | 505.669 |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -64.072 | -57.016 |
| Dividendenzahlungen | -93.358 | -93.615 |
| Ausschüttung an Minderheitsaktionäre | -2.692 | -2.467 |
| Auszahlung an Minderheitsaktionäre | -15.184 | -390.968 |
| Nettozahlungen im Finanzierungsbereich | -184.129 | -38.398 |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -56.926 | -74.580 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres | 110.116 | 131.270 |
| Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.143 | 2.154 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Berichtsperiode | 54.332 | 58.845 |
| Grundkapital | Kapitalrücklage | Kumuliertes
Konzernergebnis |
Eigene Anteile | |||
| Stückelung | T€ | T€ | T€ | Stückelung | T€ | |
| Stand am 1. Januar 2021 | 194.000.000 | 194.000 | 2.322.780 | 2.240.473 | 6.769.137 | -212.731 |
| Konzernergebnis | 234.992 | |||||
| Sonstiges Konzernergebnis | ||||||
| Gesamtergebnis | 234.992 | |||||
| Mitarbeiterbeteiligungsprogramm | 8.686 | |||||
| Dividendenzahlungen | -93.615 | |||||
| Gewinnausschüttungen | ||||||
| Transaktionen mit Eigenkapitalgebern | -357.764 | |||||
| Sonstige Transaktionen | -842 | |||||
| Stand am 30. Juni 2021 | 194.000.000 | 194.000 | 1.973.702 | 2.381.007 | 6.769.137 | -212.731 |
| Stand am 1. Januar 2022 | 194.000.000 | 194.000 | 1.954.651 | 2.562.566 | 7.284.109 | -231.451 |
| Konzernergebnis | 195.637 | |||||
| Sonstiges Konzernergebnis | ||||||
| Gesamtergebnis | 195.637 | |||||
| Mitarbeiterbeteiligungsprogramm | 5.344 | |||||
| Dividendenzahlungen | -93.358 | |||||
| Gewinnausschüttungen | ||||||
| Transaktionen mit Eigenkapitalgebern | 2.234 | |||||
| Stand am 30. Juni 2022 | 194.000.000 | 194.000 | 1.962.229 | 2.664.845 | 7.284.109 | -231.451 |
| Neubewertungs-
rücklage |
Währungs-
umrechnungs- differenz |
Auf die
Anteilseigner der United Internet AG entfallendes Eigenkapital |
Nicht
beherrschende Anteile |
Summe
Eigenkapital |
|
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Stand am 1. Januar 2021 | -4.372 | -21.091 | 4.519.060 | 392.151 | 4.911.210 |
| Konzernergebnis | 234.992 | 65.443 | 300.434 | ||
| Sonstiges Konzernergebnis | 583 | 4.988 | 5.571 | 1.728 | 7.299 |
| Gesamtergebnis | 583 | 4.988 | 240.563 | 67.171 | 307.733 |
| Mitarbeiterbeteiligungsprogramm | 8.686 | 2.036 | 10.722 | ||
| Dividendenzahlungen | -93.615 | -93.615 | |||
| Gewinnausschüttungen | 0 | -2.467 | -2.467 | ||
| Transaktionen mit Eigenkapitalgebern | -357.764 | -16.338 | -374.102 | ||
| Sonstige Transaktionen | 842 | 0 | 0 | ||
| Stand am 30. Juni 2021 | -2.947 | -16.103 | 4.316.928 | 442.554 | 4.759.482 |
| Stand am 1. Januar 2022 | 601 | -12.938 | 4.467.428 | 455.747 | 4.923.175 |
| Konzernergebnis | 195.637 | 56.383 | 252.020 | ||
| Sonstiges Konzernergebnis | 22 | 2.120 | 2.142 | -62 | 2.081 |
| Gesamtergebnis | 22 | 2.120 | 197.780 | 56.321 | 254.101 |
| Mitarbeiterbeteiligungsprogramm | 5.344 | 825 | 6.170 | ||
| Dividendenzahlungen | -93.358 | -93.358 | |||
| Gewinnausschüttungen | 0 | -2.692 | -2.692 | ||
| Transaktionen mit Eigenkapitalgebern | 2.234 | -2.234 | 0 | ||
| Stand am 30. Juni 2022 | 623 | -10.818 | 4.579.428 | 507.967 | 5.087.395 |
Die United Internet AG ("United Internet") ist ein
Dienstleistungsunternehmen der Telekommunikations- und
Informationstechnologiebranche mit Sitz in 56410 Montabaur,
Elgendorfer Straße 57, Bundesrepublik Deutschland.
Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Montabaur unter HRB
5762 eingetragen.
Die Zwischenberichterstattung der United Internet AG zum
30. Juni 2022 wurde, wie schon der Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2021, in Übereinstimmung mit den
International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie
in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind,
aufgestellt.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für den
Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 30. Juni 2022 wurde
gemäß IAS 34 Zwischenberichterstattung
aufgestellt.
Für die Darstellung dieses
Konzernzwischenabschlusses wurde ein gegenüber dem
Konzernabschluss verkürzter Berichtsumfang
gewählt, der daher im Kontext mit dem Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2021 zu lesen ist. Die angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die
wesentlichen Ermessenentscheidungen und Schätzungen
des verkürzten Konzernzwischenabschlusses entsprechen
grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit
Ausnahme der pflichtmäßig neu anzuwendenden
Standards, die im Folgenden kurz genannt sind.
Für das Geschäftsjahr ab dem 1. Januar 2022
sind die folgenden Standards erstmals verpflichtend in der
EU anzuwenden:
| Standard | Anwendungspflicht
für Geschäftsjahre beginnend ab |
Übernahme
durch EU Kommission |
|
| IFRS 3 | Änderung: Verweis auf Rahmenkonzept (Framework) | 1. Januar 2022 | ja |
| IAS 37 | Änderung: Kosten
der Vertragserfüllung
bei belastenden Verträgen |
1. Januar 2022 | ja |
| IAS 16 | Änderung:
Erlöse aus Verkäufen während der
Phase der Herstellung / Errichtung einer Sachanlage |
1. Januar 2022 | ja |
| IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41 | Jährliches Änderungsverfahren 2018-2020 | 1. Januar 2022 | ja |
Aus der erstmaligen Anwendung der neuen
Rechnungslegungsstandards ergaben sich keine wesentlichen
Auswirkungen auf den vorliegenden Konzernzwischenabschluss.
Bei der Erstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses werden Ermessensentscheidungen,
Schätzungen und Annahmen vom Management getroffen, die
sich auf die Höhe der zum Stichtag ausgewiesenen
Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und
Schulden sowie den Ausweis von Eventualschulden auswirken.
Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen
verbundene Unsicherheit könnten Ergebnisse entstehen,
die in der Zukunft zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts
der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden
führen.
Im Zusammenhang mit der Bestimmung der Laufzeit von
Leasingverhältnissen nach IFRS 16 werden teilweise
Ermessenentscheidungen ausgeübt, die
Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen
berücksichtigen.
Die Gesellschaft ist aufgrund des langfristigen
Abonnementgeschäfts gut aufgestellt und hatte je nach
Geschäftssegment überschaubare Auswirkungen.
Die Gesellschaft ist aufgrund des langfristigen
Abonnementgeschäfts gut aufgestellt. Gleichwohl sind
die Auswirkung aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage und
der aktuell herrschenden Inflationsraten in Form von leicht
erhöhten Forderungsausfällen erkennbar.
In den Konzernzwischenabschluss sind sämtliche
wesentlichen Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen
einbezogen.
Der Konsolidierungskreis blieb im Vergleich zum
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 im Wesentlichen
unverändert.
Dieser Konzernzwischenabschluss ist keiner Prüfung
entsprechend § 317 HGB oder einer prüferischen
Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen
worden.
Nach IFRS 8 basiert die Identifikation von
berichtspflichtigen operativen Segmenten auf dem
sogenannten Management-Ansatz. Danach erfolgt die externe
Berichterstattung auf Basis der konzerninternen
Organisations- und Managementstruktur sowie der internen
Finanzberichterstattung an das oberste Führungsgremium
("Chief Operating Decision Maker"). In der United Internet
Gruppe ist der Vorstand der United Internet AG
verantwortlich für die Bewertung und Steuerung des
Geschäftserfolgs der Segmente.
Die Steuerung durch den Vorstand der United Internet AG
erfolgt überwiegend auf Basis von Ergebniskennzahlen.
Dabei misst der Vorstand der United Internet AG den Erfolg
der Segmente primär anhand der Umsatzerlöse, dem
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)
sowie dem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT).
Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen
berechnet. Die informativ genannten und im Ausland
erzielten Umsatzerlöse sind dem Land, in dem das
Unternehmen seinen Sitz hat, zugeordnet.
Die Überleitungsgröße hinsichtlich des
Ergebnisses vor Steuern (EBT) stellt den entsprechenden
EBT-Beitrag der Segmente "Consumer Access" und "Business
Access" sowie den Segmenten "Consumer Applications" und
"Business Applications" dar.
Die Segmentberichterstattung der United Internet AG
stellt sich für den Berichtszeitraum 1. Januar bis 30.
Juni 2022 sowie für die Vergleichsperiode vom 1.
Januar bis 30. Juni 2021 wie in den Tabellen auf den Seiten
53 und 54 abgebildet dar.
Zum Bilanzstichtag betragen die Schlusssalden der
aktivierten Vertragskosten für
Vertragsanbahnungskosten 169 Mio. € (Vorjahr: 178 Mio.
€) und für Vertragserfüllungskosten 76 Mio.
€ (Vorjahr: 90 Mio. €).
Der Umsatz des Geschäftssegments "Consumer Access"
aus Verträgen mit Kunden beinhaltet im
Berichtszeitraum 359 Mio. € Umsatz mit Hardware. Die
übrigen Geschäftssegmente beinhalten
ausschließlich Umsätze mit Dienstleistungen.
| m€ | Segment
Consumer Access |
Segment
Business Access |
Segment
Consumer Applications |
Segment
Business Applications |
Segment
Corporate |
Überleitung /
Konsolidierung |
| Januar - Juni 2022 | ||||||
| Segmentumsatz | 1.940,7 | 261,8 | 140,1 | 608,0 | 0,8 | -50,3 |
| - davon Inland | 1.940,7 | 261,8 | 139,1 | 304,9 | 0,8 | -46,3 |
| - davon Ausland | 0 | 0 | 1,0 | 303,1 | 0 | -4,0 |
| Segmentumsatz aus Transaktionen mit anderen Segmenten | 0,9 | 39,3 | 8,6 | 1,5 | 0 | |
| Segmentumsatz aus Verträgen mit Kunden | 1.939,8 | 222,5 | 131,5 | 606,5 | 0,8 | |
| - davon Inland | 1.939,8 | 222,5 | 130,5 | 307,4 | 0,8 | |
| - davon Ausland | 0 | 0 | 1,0 | 299,1 | 0 | |
| EBITDA | 370,1 | 75,7 | 61,0 | 164,5 | -11,3 | -0,3 |
| EBIT | 289,5 | -19,6 | 49,2 | 113,2 | -12,6 | -0,2 |
| Finanzergebnis | ||||||
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen | ||||||
| EBT | 286,3 | -22,6 | 45,5 | 75,7 | -1,1 | -0,2 |
| Steueraufwendungen | ||||||
| Konzernergebnis | ||||||
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (ohne Firmenwerte) | 59,3 | 166,4 | 7,8 | 89,0 | 3,1 | |
| Abschreibungen | 80,6 | 95,3 | 11,8 | 51,3 | 1,3 | |
| - davon immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 33,4 | 89,0 | 11,8 | 37,4 | 1,3 | |
| - davon im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Vermögenswerte | 47,2 | 6,3 | 0 | 13,9 | 0 | |
| Anzahl der Mitarbeiter | 3.145 | 1.286 | 1.013 | 4.159 | 564 | |
| - davon Inland | 3.145 | 1.286 | 1.010 | 2.278 | 564 | |
| - davon Ausland | 0 | 0 | 3 | 1.881 | 0 |
| m€ | United Internet Gruppe |
| Januar - Juni 2022 | |
| Segmentumsatz | 2.901,1 |
| - davon Inland | 2.601,0 |
| - davon Ausland | 300,1 |
| Segmentumsatz aus Transaktionen mit anderen Segmenten | 50,3 |
| Segmentumsatz aus Verträgen mit Kunden | 2.901,1 |
| - davon Inland | 2.601,0 |
| - davon Ausland | 300,1 |
| EBITDA | 659,7 |
| EBIT | 419,5 |
| Finanzergebnis | -19,3 |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen | -16,6 |
| EBT | 383,6 |
| Steueraufwendungen | -131,6 |
| Konzernergebnis | 252,0 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (ohne Firmenwerte) | 325,6 |
| Abschreibungen | 240,2 |
| - davon immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 172,8 |
| - davon im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Vermögenswerte | 67,4 |
| Anzahl der Mitarbeiter | 10.167 |
| - davon Inland | 8.283 |
| - davon Ausland | 1.884 |
| m€ | Segment
Consumer Access |
Segment
Business Access |
Segment
Consumer Applications |
Segment
Business Applications |
Segment
Corporate |
Überleitung /
Konsolidierung |
| Januar - Juni 2021 | ||||||
| Segmentumsatz | 1.916,2 | 258,4 | 134,2 | 514,4 | 0,9 | -48,5 |
| - davon Inland | 1.916,2 | 258,4 | 132,9 | 265,4 | 0,9 | -44,5 |
| - davon Ausland | 0 | 0 | 1,3 | 249,0 | 0 | -4,0 |
| Segmentumsatz aus Transaktionen mit anderen Segmenten | 0,6 | 38,0 | 7,9 | 2,0 | 0 | |
| Segmentumsatz aus Verträgen mit Kunden | 1.915,6 | 220,4 | 126,3 | 512,4 | 0,9 | |
| - davon Inland | 1.915,6 | 220,4 | 125,1 | 267,3 | 0,9 | |
| - davon Ausland | 0 | 0 | 1,2 | 245,1 | 0 | |
| EBITDA | 376,4 | 79,1 | 56,1 | 163,3 | -3,0 | 1,3 |
| EBIT | 297,6 | -11,4 | 44,9 | 114,1 | -4,5 | 1,2 |
| Finanzergebnis | ||||||
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen | ||||||
| EBT | 297,5 | -14,6 | 45,4 | 62,9 | 39,1 | 1,2 |
| Steueraufwendungen | ||||||
| Konzernergebnis | ||||||
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (ohne Firmenwerte) | 13,8 | 122,4 | 7,1 | 40,4 | 4,9 | |
| Abschreibungen | 78,8 | 90,5 | 11,2 | 49,2 | 1,5 | |
| - davon immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 31,5 | 84,2 | 11,2 | 34,7 | 1,5 | |
| - davon im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Vermögenswerte | 47,3 | 6,3 | 0 | 14,5 | 0 | |
| Anzahl der Mitarbeiter | 3.184 | 1.227 | 999 | 3.935 | 565 | |
| - davon Inland | 3.184 | 1.227 | 995 | 2.156 | 565 | |
| - davon Ausland | 0 | 0 | 4 | 1.779 | 0 |
| m€ | United Internet Gruppe |
| Januar - Juni 2021 | |
| Segmentumsatz | 2.775,6 |
| - davon Inland | 2.529,3 |
| - davon Ausland | 246,3 |
| Segmentumsatz aus Transaktionen mit anderen Segmenten | 48,5 |
| Segmentumsatz aus Verträgen mit Kunden | 2.775,6 |
| - davon Inland | 2.529,3 |
| - davon Ausland | 246,3 |
| EBITDA | 673,2 |
| EBIT | 441,9 |
| Finanzergebnis | -7,7 |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen | -2,8 |
| EBT | 431,5 |
| Steueraufwendungen | -131,1 |
| Konzernergebnis | 300,4 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (ohne Firmenwerte) | 188,6 |
| Abschreibungen | 231,3 |
| - davon immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 163,2 |
| - davon im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Vermögenswerte | 68,1 |
| Anzahl der Mitarbeiter | 9.910 |
| - davon Inland | 8.127 |
| - davon Ausland | 1.783 |
Der Personalaufwand für den Berichtszeitraum 2022
betrug 323.596 T€ (Vorjahr: 316.031 T€). United
Internet beschäftigte Ende Juni 2022 insgesamt 10.167
Mitarbeiter, davon 1.884 im Ausland. Die Anzahl der
Mitarbeiter Ende Juni 2021 belief sich auf 9.910, davon
1.783 im Ausland.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen beliefen sich auf 172.875 T€ (Vorjahr:
163.226 T€).
Die Abschreibungen auf im Rahmen von
Unternehmenserwerben aktivierte Vermögenswerte
betrugen 67.369 T€ (Vorjahr: 68.051 T€).
Die gesamten Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen des Berichtszeitraumes
2022 summierten sich auf 240.242 T€ (Vorjahr: 231.278
T€).
Es werden lediglich Erläuterungen zu den Positionen
gegeben, die nennenswerte Änderungen der Beträge
gegenüber dem letzten Konzernabschluss ausweisen.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über
die Entwicklung der Anteile an assoziierten Unternehmen:
| T€ | 2022 | 2021 |
| Buchwert zu Beginn des Geschäftsjahres | 431.625 | 89.567 |
| Zugänge | 62 | 345.437 |
| Korrekturen | ||
| - Ergebnisanteile | -16.612 | -2.741 |
| - Sonstiges | -206 | -228 |
| Buchwert per 30. Juni | 414.869 | 432.035 |
Die Ergebnisanteile betreffen im Wesentlichen die
Beteiligung an der Kublai GmbH, die ihrerseits die Anteile
an der Tele Columbus hält.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen
Vermögenswerte in Höhe von 108.424 T€
(Vorjahr: 117.680 T€) setzen sich im Wesentlichen
zusammen aus Derivaten in Höhe von 58.347 T€
(Vorjahr: 292 T€), Forderungen gegenüber
Vorleister in Höhe von 20.194 T€ (Vorjahr: 23.012
T€), geleisteten Anzahlungen in Höhe von 14.560
T€ (Vorjahr: 9.240 T€) sowie debitorische
Kreditoren in Höhe von 5.298 T€ (Vorjahr: 5.497).
Die sonstigen langfristigen finanziellen
Vermögenswerte in Höhe von 15.569 T€
(Vorjahr: 13.319 T€) setzen sich im Wesentlichen
zusammen aus Derivaten in Höhe von 5.761 T€
(Vorjahr: 53.211 T€), Ausleihungen an assoziierte
Unternehmen 5.304 T€ (Vorjahr: 5.304 T€),
gewährten Darlehen in Höhe von 2.622 T€
(Vorjahr: 5.252 T€) und anderen Beteiligungen 1.375
T€ (Vorjahr: 2.072 T€).
Im Zwischenberichtszeitraum wurden insgesamt 325.636
T€ (Vorjahr: 188.631 T€) in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte investiert. Der
Schwerpunkt waren die Anmietung weiterer
Geschäftsräume und Netzinfrastruktur sowie
Investitionen in Telekommunikationsanlagen und Betriebs-
und Geschäftsausstattung.
Der zum 30. Juni 2022 ausgewiesene Firmenwert in
Höhe von 3.625.420 T€ setzt sich zusammen aus den
Segmenten Consumer Access (2.070.239 T€), Business
Access (506.482 T€), Consumer Applications (225.879
T€) sowie Business Applications 822.820 T€).
Die langfristigen abgegrenzten Aufwendungen beinhalten
im Wesentlichen die Contract Costs (Vertragsanbahnungs- und
Vertragserfüllungskosten) sowie die geleisteten
Vorauszahlungen im Rahmen langfristiger
Einkaufsverträge.
| in Mio. € | Schuldscheindarlehen | Sonstige Kredite | Gesamt |
| Darlehensverbindlichkeit zum 30. Juni 2022 | 1.197,5 | 610,0 | 1.807,5 |
| Abgegrenzte Kosten | -1,6 | -0,6 | -2,1 |
| Zinsverbindlichkeiten | 5,2 | 3,4 | 8,5 |
| Stand 30. Juni 2022 | 1.201,1 | 612,8 | 1.813,9 |
| Davon kurzfristig | 253,2 | 272,3 | 525,6 |
| Davon langfristig | 947,9 | 340,4 | 1.288,3 |
Bei den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
handelt es sich im Wesentlichen um Zahlungsverpflichtungen
aufgrund der Lizenzersteigerung, um Marketing- und
Vertriebskosten, um Verbindlichkeiten aus Gehaltszahlungen
und um Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen.
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
resultieren im Wesentlichen aus Zahlungsverpflichtungen im
Zuge der Lizenzersteigerung von Frequenzen sowie aus
Verbindlichkeiten im Rahmen von Leasingverhältnissen.
Das voll eingezahlte Grundkapital zum 30. Juni 2022
betrug, wie auch zum 31. Dezember 2021, 194.000.000 €,
eingeteilt in 194.000.000 auf den Namen lautende
Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am
Grundkapital von 1 €.
Zum Bilanzstichtag wurden 7.284.109 Stück (Vorjahr:
6.769.137 Stück) eigene Aktien gehalten.
Der Veränderung der Kapitalrücklagen ist im
Wesentlichen auf die Mitarbeiterbeteiligungsprogramme
zurückzuführen.
Der Aufwand aus den Stock Appreciation Rights (SAR
United Internet) hat im ersten Halbjahr 2022 1.184 T€
(Vorjahr: 1.350 T€) betragen.
Der Aufwand aus den Stock Appreciation Rights 1&1
(SAR 1&1 vormals SAR Drillisch) hat im ersten Halbjahr
2022 1.294 T€ (Vorjahr: 1.505 T€) betragen.
Aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen im Rahmen von LTIP
Hosting sind im ersten Halbjahr 2022 inklusive we22
Programm Aufwendungen in Höhe von 2.525 T€
(Vorjahr: 6.786 T€) entstanden.
Aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen im Rahmen von LTIP
1&1 Versatel sind im ersten Halbjahr 2022 Aufwendungen
in Höhe von 656 T€ (Vorjahr: 539 T€)
entstanden.
Aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen im Rahmen von LTIP
Portal sind im ersten Halbjahr 2022 Aufwendungen in
Höhe von 846 T€ (Vorjahr: 542T€) entstanden.
Die Tabelle auf Seite 62 weist die Buchwerte jeder
Kategorie von finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2022 aus.
Die Tabelle auf Seite 63 weist die Buchwerte jeder
Kategorie von finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2021 aus.
Für die einzelnen Kategorien von Finanzinstrumenten
nach IFRS 9 wurden im Geschäftsjahr 2022 folgende
Nettoergebnisse ausgewiesen:
|
Nettogewinne und -verluste
aus der Folgebewertung |
||||||
| Nettoergebnis nach Bewertungskategorien (T€) | Bewertungs-
kategorien nach IFRS 9 |
Aus Zinsen
und Dividenden |
Zum
Fair Value |
Währungs-
umrechnung |
Wert-
berichtigung |
Nettoergebnis |
| Finanzielle Vermögenswerte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | ac | 46 | -1.785 | -37.680 | -39.419 | |
| Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert | ||||||
| - erfolgsneutral | fvoci | 0 | 0 | |||
| - erfolgswirksam | fvtpl | -7.185 | -7.185 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | flac | -16.243 | -761 | -17.004 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert | ||||||
| - erfolgswirksam | fvtpl | 7.901 | 7.901 | |||
| Gesamt | -16.197 | 716 | -2.546 | -37.680 | -55.707 | |
Für die einzelnen Kategorien von Finanzinstrumenten
nach IFRS 9 wurden im Geschäftsjahr 2021 folgende
Nettoergebnisse ausgewiesen:
|
Nettogewinne und -verluste
aus der Folgebewertung |
||||||
| Nettoergebnis nach Bewertungskategorien (T€) | Bewertungs-
kategorien nach IFRS 9 |
aus Zinsen
und Dividenden |
Zum
Fair Value |
Währungs-
umrechnung |
Wert-
berichtigung |
Nettoergebnis |
| Finanzielle Vermögenswerte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | ac | 75 | -2.875 | -20.437 | -23.238 | |
| Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert | ||||||
| - erfolgsneutral | fvoci | 583 | 583 | |||
| - erfolgswirksam | fvtpl | 5.804 | 5.804 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | flac | -12.168 | -1.226 | -13.394 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert | ||||||
| - erfolgswirksam | fvtpl | -3.986 | -3.986 | |||
| Gesamt | -12.093 | 2.402 | -4.101 | -20.437 | -34.230 | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente,
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige
kurzfristige finanzielle Vermögenswerte haben, bis auf
die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im
Zusammenhang mit Finanzierungsleasing, überwiegend
kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum
Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden
Zeitwert.
Beteiligungen und Derivate werden zum beizulegenden
Zeitwert bilanziert. Für die übrigen sonstigen
langfristigen Vermögenswerte, die zu
fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden,
wird unterstellt, dass ihr Buchwert dem beizulegenden
Zeitwert entspricht.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben
im Wesentlichen kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten
Werte stellen näherungsweise die beizulegenden
Zeitwerte dar. Gleiches gilt für kurzfristige
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Bei den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten handelt es sich um Kredite, die
grundsätzlich jederzeit vorzeitig rückzahlbar
sind. Zudem sind im Wesentlichen sowohl Basisverzinsung als
auch Marge variabel ausgestaltet. Die Marge hängt von
vordefinierten Kennzahlen der United Internet Gruppe ab.
Aufgrund dieser Faktoren wird davon ausgegangen, dass der
Buchwert der langfristigen Verbindlichkeiten annähernd
dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Die Ermittlung der
beizulegenden Zeitwerte der Schuldscheindarlehen basiert
zumindest teilweise auf nicht am Markt beobachtbaren
Input-Parametern.
Forderungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit
Finanzierungsleasingverhältnissen weisen aufgrund des
geänderten Zinsniveaus geringfügige Abweichungen
zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert auf.
| T€ | Bewertungs-
kategorien nach IFRS 9 |
Buchwert per
30.06.2022 |
Fortgeführte
Anschaffungs- kosten |
Fair Value
über das sonstige Ergebnis |
Fair Value
erfolgs- wirksam |
Wertansatz
nach IFRS 16 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ac | 54.332 | 54.332 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||||
| - Forderungen aus Finanzierungsleasing | n/a | 51.111 | 51.111 | |||
| - Übrige | ac | 400.408 | 400.408 | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| - Derivate | fvtpl | 63.208 | 63.208 | |||
| - Übrige | ac | 45.215 | 45.215 | |||
| Sonstige langfristige
finanzielle Vermögenswerte
- Zu fortgeführten Anschaffungskosten |
ac | 15.569 | 15.569 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | flac | -665.410 | -665.410 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | flac | -1.813.899 | -1.813.899 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| - Verbindlichkeiten Leasing | n/a | -575.546 | -575.546 | |||
| - Fair Value erfolgswirksam | fvtpl | -28.896 | -28.896 | |||
| - Übrige | flac | -1.036.703 | -1.036.703 | |||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien: | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (At Amortized Cost) | ac | 515.524 | 515.524 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte fair Value erfolgswirksam (At Fair Value through Profit or Loss) | fvtpl | 63.208 | 0 | 0 | 63.208 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (At Amortized Cost) | flac | -3.516.012 | -3.516.012 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum Fair Value erfolgswirksam (At Fair Value through Profit or Loss) | fvtpl | -28.896 | 0 | 0 | -28.896 | 0 |
| T€ | Fair Value per
30.06.2022 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 54.332 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |
| - Forderungen aus Finanzierungsleasing | 51.111 |
| - Übrige | 400.408 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | |
| - Derivate | 63.208 |
| - Übrige | 45.215 |
| Sonstige langfristige
finanzielle Vermögenswerte
- Zu fortgeführten Anschaffungskosten |
15.569 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -665.410 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -1.813.899 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |
| - Verbindlichkeiten Leasing | -575.546 |
| - Fair Value erfolgswirksam | -28.896 |
| - Übrige | -1.036.703 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien: | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (At Amortized Cost) | 515.524 |
| Finanzielle Vermögenswerte fair Value erfolgswirksam (At Fair Value through Profit or Loss) | 63.208 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (At Amortized Cost) | -3.516.012 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum Fair Value erfolgswirksam (At Fair Value through Profit or Loss) | -28.896 |
| T€ | Bewertungs-
kategorien nach IFRS 9 |
Buchwert per
30.06.2021 |
Fortgeführte
Anschaffungs- kosten |
Fair Value
über das sonstige Ergebnis |
Fair Value
erfolgs- wirksam |
Wertansatz
nach IFRS 16 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ac | 58.845 | 58.845 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||||
| - Forderungen aus Finanzierungsleasing | n/a | 57.620 | 57.620 | |||
| - Übrige | ac | 359.411 | 359.411 | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| - Derivate | fvtpl | 53.503 | 53.503 | |||
| - Fair Value über das sonstige Ergebnis | fvoci | 4.155 | 4.155 | |||
| - Übrige | ac | 60.022 | 60.022 | |||
| Sonstige langfristige
finanzielle Vermögenswerte
- Zu fortgeführten Anschaffungskosten |
ac | 9.165 | 9.165 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | flac | -496.090 | -496.090 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | flac | -1.971.758 | -1.971.758 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| - Verbindlichkeiten Leasing | n/a | -485.942 | -485.942 | |||
| - Fair Value erfolgswirksam | fvtpl | -36.430 | -36.430 | |||
| - Übrige | flac | -1.053.708 | -1.053.708 | |||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien: | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (At Amortized Cost) | faac | 487.443 | 487.443 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung (At Fair Value through Other Comprehensive Income without Recycling to Profit and Loss) | fvoci | 4.155 | 0 | 4.155 | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte fair Value erfolgswirksam (At Fair Value through Profit or Loss) | fvtpl | 53.503 | 0 | 0 | 53.503 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (At Amortized Cost) | flac | -3.521.556 | -3.521.556 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum Fair Value erfolgswirksam (At Fair Value through Profit or Loss) | fvtpl | -36.430 | 0 | 0 | -36.430 | 0 |
| T€ | Fair Value per 30.06.2021 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 58.845 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |
| - Forderungen aus Finanzierungsleasing | 57.620 |
| - Übrige | 359.411 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | |
| - Derivate | 53.503 |
| - Fair Value über das sonstige Ergebnis | 4.155 |
| - Übrige | 60.022 |
| Sonstige langfristige
finanzielle Vermögenswerte
- Zu fortgeführten Anschaffungskosten |
9.165 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -496.090 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -1.971.758 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |
| - Verbindlichkeiten Leasing | -485.942 |
| - Fair Value erfolgswirksam | -36.430 |
| - Übrige | -1.053.708 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien: | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (At Amortized Cost) | 487.443 |
| Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung (At Fair Value through Other Comprehensive Income without Recycling to Profit and Loss) | 4.155 |
| Finanzielle Vermögenswerte fair Value erfolgswirksam (At Fair Value through Profit or Loss) | 53.503 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (At Amortized Cost) | -3.521.556 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum Fair Value erfolgswirksam (At Fair Value through Profit or Loss) | -36.430 |
Die bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten werden zum
beizulegenden Zeitwert bilanziert. Für die
übrigen sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten, die
zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden,
wird unterstellt, dass ihr Buchwert dem beizulegenden
Zeitwert entspricht.
Die zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte
angewandten Methoden und Annahmen stellen sich wie folgt
dar:
| ― |
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten kommen hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihrem Buchwert sehr nahe. |
| ― |
Langfristige festverzinsliche und variabel verzinsliche Forderungen / Darlehen werden vom Konzern basierend auf Parametern wie Zinssätzen, bestimmten länderspezifischen Risikofaktoren, Kreditwürdigkeit der einzelnen Kunden und den Risikocharakteristiken des finanzierten Projekts bewertet. Basierend auf dieser Bewertung werden Wertberichtigungen vorgenommen, um erwarteten Ausfällen dieser Forderungen Rechnung zu tragen. Zum 30. Juni 2022 wie auch im Vorjahr unterschieden sich die Buchwerte dieser Forderungen, abzüglich der Wertberichtigungen, nicht wesentlich von ihren berechneten beizulegenden Zeitwerten. |
| ― |
Der beizulegende Zeitwert von Bankdarlehen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten wird durch Diskontierung der künftigen Cashflows unter Verwendung von derzeit für Fremdkapital zu vergleichbaren Konditionen, Kreditrisiken und Restlaufzeiten verfügbaren Zinssätzen geschätzt. |
| ― |
Der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden liegen geeignete Bewertungsverfahren zugrunde. Sofern verfügbar, werden Börsenpreise auf aktiven Märkten verwendet. Die Bewertung von Anteilen an nicht börsennotierten Unternehmen basiert im Wesentlichen auf Barwertmodellen. Für die Bewertung der Derivate sowie der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten werden vorwiegend Optionspreismodelle verwendet. |
Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung
und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von
Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:
Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven
Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder
Verbindlichkeiten
Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche
Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten
beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder
indirekt beobachtbar sind
Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden,
die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden
Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten
basieren
| T€ | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Zum
30.06.2022 |
| Finanzielle
Vermögenswerte zum Fair Value über das
sonstige Ergebnis ohne
nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung (At Fair Value through Other Comprehensive Income without Recycling to Profit and Loss) |
121 | 121 | ||
| - Nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente | 121 | 121 | ||
| Finanzielle
Vermögenswerte zum Fair Value erfolgswirksam
(At Fair Value through Profit or Loss) |
63.208 | 63.208 | ||
| - Derivate | 63.208 | 63.208 | ||
| Finanzielle
Verbindlichkeiten zum Fair Value erfolgswirksam
(At Fair Value through Profit or Loss) |
-28.896 | -28.896 | ||
| - Kaufpreisverbindlichkeiten | -28.896 | -28.896 |
| T€ | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Zum
30.06.2021 |
| Finanzielle
Vermögenswerte zum Fair Value über das
sonstige Ergebnis ohne
nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung (At Fair Value through Other Comprehensive Income without Recycling to Profit and Loss) |
4.155 | 0 | 728 | 4.155 |
| - Börsennotierte Aktien | 4.155 | 0 | ||
| - Nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente | 728 | 0 | ||
| Finanzielle
Vermögenswerte zum Fair Value erfolgswirksam
(At Fair Value through Profit or Loss) |
145 | 53.358 | 53.503 | |
| - Derivate | 145 | 53.358 | 53.503 | |
| Finanzielle
Verbindlichkeiten zum Fair Value erfolgswirksam
(At Fair Value through Profit or Loss) |
-36.430 | -36.430 | ||
| - Kaufpreisverbindlichkeiten | -36.430 | -36.430 |
Während der Berichtsperiode gab es, wie im Vorjahr,
keine Umbuchungen zwischen den Bewertungsstufen.
Die wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktoren
für die Fair Value-Bewertungen, die in Stufe 3 der
Fair Value-Hierarchie kategorisiert sind, sowie eine
quantitative Sensitivitätsanalyse zum 30. Juni 2022
sind nachfolgend dargestellt:
| Bewertungs-
methode |
Wesentliche nicht
beobachtbare Inputfaktoren |
In der
Bewertung berücksichtigt |
Sensitivität des Inputfaktor
auf den Fair Value |
||
|
Fremdwährungsbasierte
Derivate |
Black Scholes
Modell |
Exitzeitpunkt von
Warburg
Pincus aus dem Business Applications Segment |
0,75 Jahre | +0,5 Jahre
+0,2 Mio. € |
-0,5 Jahre
-0,7 Mio. € |
| Volatilität | 5,94 % | +1 %
+0,4 Mio. € |
-1 %
-0,4 Mio. € |
||
| Ergebnisbasierte Derivate | Monte-Carlo
Simulation |
Exitzeitpunkt von
Warburg
Pincus aus dem Business Applications Segment |
0,75 Jahre | +0,5 Jahre
-3,1 Mio. € |
-0,5 Jahre
+ 6,8 Mio. € |
| Volatilität | 39,56 % | +1 %
-0,3 Mio. € |
-1 %
+0,3 Mio. € |
||
| Bedingte Kaufpreisverbindlichkeit | Monte-Carlo
Simulation |
Exitzeitpunkt von
Warburg
Pincus aus dem Business Applications Segment |
0,75 Jahre | +0,5 Jahre
-2,6 Mio. € |
-0,5 Jahre
+ 5,6 Mio. € |
| Volatilität | 39,56 % | +1 %
-0,3 Mio. € |
-1 %
+0,3 Mio. € |
||
Die wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktoren
für die Fair Value-Bewertungen, die in Stufe 3 der
Fair Value-Hierarchie kategorisiert sind, sowie eine
quantitative Sensitivitätsanalyse zum 30. Juni 2021
sind nachfolgend dargestellt:
| Bewertungs-
methode |
Wesentliche nicht
beobachtbare Inputfaktoren |
In der
Bewertung berücksichtigt |
Sensitivität des
Inputfaktor auf den Fair Value |
||
| Fremdwährungsbasierte Derivate | Black Scholes Modell | Exitzeitpunkt von
Warburg
Pincus aus dem Business Applications Segment |
0,25 Jahre | +0,5 Jahre
+1,2 Mio. € |
n.a. |
| Volatilität | 7,80 % | +1 %
0,2 Mio. € |
-1 %
-0,2 Mio. € |
||
| Ergebnisbasierte Derivate | Monte-Carlo Simulation | Exitzeitpunkt von
Warburg
Pincus aus dem Business Applications Segment |
0,25 Jahre | +0,5 Jahre
-5,5 Mio. € |
n.a. |
| Volatilität | 42,80 % | +1 %
-0,2 Mio. € |
-1 %
+0,3 Mio. € |
||
| Bedingte Kaufpreisverbindlichkeit | Monte-Carlo Simulation | Exitzeitpunkt von
Warburg
Pincus aus dem Business Applications Segment |
0,25 Jahre | +0,5 Jahre
-4,5 Mio. € |
n.a. |
| Volatilität | 42,80 % | +1 %
-0,2 Mio. € |
-1 %
+0,2 Mio. € |
||
| Bedingte Kaufpreisverbindlichkeit | Modifiziertes Multipile | EBITDA Wachstum | 5 % | + 1 %
+0,1 Mio. € |
-1 %
-0,1 Mio. € |
Für die übrigen sonstigen langfristigen
Vermögenswerte, die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanziert werden, wird unterstellt,
dass ihr Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht.
Der beizulegende Zeitwert von börsennotierten
finanziellen Vermögenswerten wird grundsätzlich
auf Basis des Börsenkurses ermittelt.
Der beizulegende Zeitwert von nicht-notierten
Instrumenten, Bankdarlehen und sonstigen finanziellen
Verbindlichkeiten sowie sonstigen langfristigen
finanziellen Verbindlichkeiten wird durch Diskontierung der
künftigen Cashflows unter Verwendung von derzeit
für Fremdkapital zu vergleichbaren Konditionen,
Kreditrisiken und Restlaufzeiten verfügbaren
Zinssätzen geschätzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit
Finanzierungsleasingverhältnissen weisen aufgrund des
geänderten Zinsniveaus geringfügige Abweichungen
zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert auf.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben
im Wesentlichen kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten
Werte stellen näherungsweise die beizulegenden
Zeitwerte dar. Gleiches gilt für kurzfristige
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Für die übrigen sonstigen langfristigen
Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanziert werden, wird unterstellt,
dass ihr Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht.
Als nahestehende Personen im Sinne von IAS 24 gelten
Personen und Unternehmen, wenn eine der Parteien über
die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu
beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss
auszuüben. Herr Ralph Dommermuth als wesentlicher
Aktionär sowie die Mitglieder von Vorstand und
Aufsichtsrat der United Internet AG wurden als nahestehende
Personen eingestuft.
Der Kreis der nahestehenden Personen blieb im Vergleich
zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2021 unverändert.
Die Anzahl der Aktien bzw. Bezugsrechte an der United
Internet AG, die Mitglieder des Vorstands und des
Aufsichtsrats direkt oder indirekt zum 30. Juni 2022
gehalten haben, ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Vorstand | Aktien (Stück) |
| Ralph Dommermuth | 99.000.000 |
| Martin Mildner | 15 |
| Gesamt | 99.000.015 |
| Aufsichtsrat | Aktien (Stück) |
| Philipp von Bismarck | 0 |
| Dr. Claudia Borgas-Herold | 0 |
| Dr. Manuel Cubero del Castillo-Oliveras | 0 |
| Stefan Rasch | 0 |
| Prof. Dr. Andreas Söffing | 0 |
| Prof. Dr. Yasmin Weiß | 0 |
| Gesamt | 0 |
Die Geschäftsräume von United Internet in
Montabaur und Karlsruhe sind teilweise von Herrn Ralph
Dommermuth gemietet. Die daraus entstehenden
Mietaufwendungen liegen auf ortsüblichem Niveau und
beliefen sich im Berichtszeitraum auf 6.950 T€
(Vorjahr: 6.702 T€).
Darüber hinaus kann die United Internet Gruppe
einen maßgeblichen Einfluss auf ihre assoziierten
Unternehmen ausüben.
Weitere wesentliche Transaktionen haben nicht
stattgefunden.
Bis zum Tag der Aufstellung des
Konzernzwischenabschlusses sind keine Vorgänge von
wesentlicher Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen
Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
geführt hätten.
| 2021 | 2021 | 2022 | 2022 | 2021 | |
| 3. Quartal | 4. Quartal | 1. Quartal | 2. Quartal | 2. Quartal | |
| Umsatzerlöse | 1.392,3 | 1.478,3 | 1.443,7 | 1.457,4 | 1.383,4 |
| Umsatzkosten | -911,1 | -989,6 | -933,6 | -948,5 | -899,4 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 481,2 | 488,7 | 510,1 | 508,9 | 484,0 |
| Vertriebskosten | -201,7 | -226,8 | -214,5 | -221,2 | -206,4 |
| Verwaltungskosten | -68,3 | -58,4 | -66,7 | -61,7 | -55,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen / Erträge | 11,0 | 12,2 | 7,5 | 11,6 | 8,1 |
| Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen und Vertragsvermögenswerte | -20,2 | -29,7 | -26,3 | -28,2 | -18,9 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 202,0 | 185,9 | 210,1 | 209,4 | 211,3 |
| Finanzergebnis | -6,5 | -18,7 | -8,6 | -10,7 | -7,0 |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen | -6,5 | -14,4 | -8,3 | -8,3 | -3,1 |
| Ergebnis vor Steuern | 189,0 | 152,8 | 193,2 | 190,4 | 201,1 |
| Steueraufwendungen | -57,4 | -61,8 | -63,3 | -68,3 | -63,4 |
| Konzernergebnis | 131,7 | 91,0 | 129,9 | 122,1 | 137,7 |
| Davon entfallen auf | |||||
| - Nicht beherrschende Anteile | 29,8 | 11,5 | 27,7 | 28,7 | 29,6 |
| - Anteilseigner der United Internet AG | 101,9 | 79,6 | 102,2 | 93,4 | 108,0 |
| Ergebnis je Aktie (in €) der Anteilseigner der United Internet AG | |||||
| - unverwässert | 0,55 | 0,42 | 0,55 | 0,50 | 0,58 |
| - verwässert | 0,55 | 0,43 | 0,55 | 0,50 | 0,58 |
Montabaur, 4. August 2022
United Internet AG
| Ralph Dommermuth | Martin Mildner |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss
unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
Montabaur, 4. August 2022
Der Vorstand
| Ralph Dommermuth | Martin Mildner |
| 17. März 2022 | Veröffentlichung Jahresabschluss 2021 Presse- und Analystenkonferenz |
| 12. Mai 2022 | Veröffentlichung Quartalsmitteilung Q1 2022 |
| 19. Mai 2022 | (Virtuelle) Hauptversammlung |
| 4. August 2022 | Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 2022 Presse- und Analystenkonferenz |
| 10. November 2022 | Veröffentlichung Quartalsmitteilung Q3 2022 |
Herausgeber und Copyright © 2022
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August 2022
Registergericht: Montabaur HRB 5762
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Aus rechentechnischen Gründen können in
Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich
mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten,
Prozentangaben usw.) auftreten.
Diese Zwischenmitteilung liegt in deutscher und
englischer Sprache vor. Beide Fassungen stehen auch im
Internet unter www.united-internet.de zum Download bereit.
Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in der
Zwischenmitteilung bei geschlechtsspezifischen
Bezeichnungen die männliche Form gewählt. United
Internet weist darauf hin, dass die Verwendung der
männlichen Form explizit als
geschlechtsunabhängig zu verstehen ist.
Diese Zwischenmitteilung enthält zukunftsbezogene
Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des
Vorstands der United Internet AG hinsichtlich
zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Diese
zukunftsbezogenen Aussagen basieren auf unseren derzeit
gültigen Plänen, Einschätzungen und
Erwartungen. Zukunftsbezogene Aussagen entsprechen nur dem
Sachstand zu dem Zeitpunkt, zu dem sie getroffen werden.
Diese Aussagen sind abhängig von Risiken und
Unsicherheiten sowie sonstigen Faktoren, auf die United
Internet vielfach keinen Einfluss hat und die zu
erheblichen Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisse
von diesen Aussagen führen können. Diese Risiken
und Unsicherheiten sowie sonstigen Faktoren werden im
Rahmen unserer Risikoberichterstattung in den
Geschäftsberichten der United Internet AG
ausführlich beschrieben. Die United Internet AG hat
nicht die Absicht, solche vorausschauenden Aussagen zu
aktualisieren.