Deutsche Rohstoff AGHeidelbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011BILANZ
scroll
scroll
ANHANG für das Geschäftsjahr
Allgemeine Angaben Grundlagen der Rechnungslegung Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktien-Gesetzes und der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Bestimmungen des HGB gem. §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung Die Vorgaben des BilMoG sind im Jahresabschluss der Deutschen Rohstoff AG berücksichtigt. Sofern sich Änderungen auf den Jahresabschluss ergaben, sind diese unter den entsprechenden Punkten aufgeführt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren daneben im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Abschreibungen auf die Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig und nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 150,00 € (bis zum 31. Dezember 2007 410,00 €), sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 € bis 1.000,00 €, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde ein entsprechender Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird linear über fünf Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich zum niedrigeren, beizulegenden Wert bewertet und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, die neben den Einzelkosten angemessene Gemeinkosten berücksichtigen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Sofern Ausfallrisiken bestehen, werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Zum Geschäftsjahresende bestanden keine Einzelwertberichtigungen. Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert angesetzt. Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenständesowie Schulden wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (§ 268 Abs. 2 Satz 3 HGB). Angaben zum Anteilsbesitz am 31.12.2011 Währung Beteiligung Eigenkapital Ergebnis % in LW in LW ______________________________ Inland Sachsenzinn GmbH EUR 68,00 1.047.658,44 -7.196 Seltenerden Storkwitz AG EUR 62,80 2.181.216,73 -49.903 Ausland Deutsche Rohstoff Australia Pty. Ltd., Australien**) AUD 100,00 306.601,93 2.003.013 Deutsche Rohstoff USA Inc. USD 100,00 -171.400,00 -171.410 Tekton Energy LLC, USA USD 60,80 1.608.886,00 -817.114 Tekton Windsor LLC, USA USD 60,80 915.676,00 -4.493 Wolfram Camp Mining Pty Ltd, Australien AUD 100,00 5.093.076,17 2.081.766 Tropical Metals Pty Ltd, Australien AUD 100,00 166,30 0 Tin International Ltd., Australien AUD 68,00 3.682.630,80 -361.370 Sonstige Unternehmen Devonian Metals Inc. (vormals: Aurora Resources Inc., Kanada) *) **) CAD 47,00 3.239.228,00 -176.139 Rhein Petroleum GmbH, Heidelberg **) EUR 25,00 7.093.000,00 -7.081.942 *) Zum Abschlussstichtag 30. April 2011 **) ungeprüfter Jahresabschluss nach landesrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich i.W. zusammen aus Anteilen an der Deutsche Rohstoff Australia in Höhe von EUR 1.702.158,18 und Wolfram Camp Mining in Höhe von EUR 4.755.668,33 sowie Tropical Metals in Höhe von 733.568,08. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen i.W. eine kurzfristige Forderung gegen die Deutsche Rohstoff Australia Pty. Ltd. in Höhe von EUR 7.677.908,51 sowie weitere Forderungen gegen Wolfram Camp Mining in Höhe von EUR 6.538.046,06 und Deutsche Rohstoff USA in Höhe von EUR 1.598.321,35. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten i.W. eine bereits fakturierte Forderung aus dem Verkauf von Maschinen (Mongolei) in Höhe von EUR 300.000,00, eine weitere Forderung gegen die T+T Unix Mongolei in Höhe von EUR 295.514,20 sowie gegen Devonian Metals Inc. in Höhe von EUR 143.465,91, mit der ein Beteiligungsverhältnis besteht. Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Es handelt sich hierbei um im Voraus bezahlte Versicherungs- bzw. Mietbeträge und Kosten für Investor Relations. Eigenkapital Im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung erwarb die Gesellschaft durch Ausgabe von 180.500 neuen Aktien unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2010/1 50% an der Tochter Wolfram Camp Mining Pty Ltd. Die andere Hälfte des Kaufpreises wurde in bar bezahlt. Somit beträgt das Grundkapital zum 31. Dezember 2011 nunmehr EUR 4.534.120,00 und ist eingeteilt in 4.534.120 nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien. Die Aktie ist seit dem 27. Mai 2010 in den Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen (Entry-Standard). Die Einstellung in die Kapitalrücklage betrug insgesamt EUR 1.903.590,91. Das genehmigte Kapital 2010/I beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 1.173.384,00. Latente Steuern Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 215 resultieren aus latenten Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze von Forderungen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie dem Gewerbesteuermessbetrags und den gewerbesteuerlichen Hebesätzen. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz von ca. 30 % zugrunde gelegt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Jahresabschluss-, Steuererklärungs- und Prüfungskosten sowie ausstehende Rechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Unter den Verbindlichkeiten ist ein Darlehen gegenüber Banken in Höhe von EUR 4.488.031,17 ausgewiesen. Das Darlehen hat eine Restlaufzeit bis zum 15. September 2013 und wird ab September 2012 in fünf gleichen Raten getilgt. Bei den übrigen angeführten Verbindlichkeiten handelt es sich um kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr (i.W. gegenüber verbundenen Unternehmen). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 411.673,00 (Vorjahr: EUR 67.548,40 ) aus Miet- und Leasingverträgen (bis zu fünf Jahren Restlaufzeit). Sonstige Angaben Personalstand Im Geschäftsjahr 2011 wurden neben den beiden Vorständen durchschnittlich noch acht Angestellte (Vorjahr: 1) beschäftigt. Organe Vorstand: Dr. Titus Gebel, Vorstand Dr. Thomas Gutschlag, Vorstand Aufsichtsrat: Stefan-Ullrich Müller (Vorsitzender), München Rechtsanwalt (bis 22.07.2011) Martin Billhardt (Vorsitzender, seit dem22.07.2011), Cuxhaven Vorstandsvorsitzender der PNE Wind AG Prof. Dr. Gregor Borg, Halle Leiter der Fachgruppe für Petrologie und Lagerstättenforschung an Wolfgang Seybold, Esslingen am Neckar (seit dem 22.07.2011), Bankfachwirt, Geschäftsführer Axino Investment GmbH Im Geschäftsjahr 2011 wurden an den Aufsichtsrat insgesamt EUR 34.000 für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen ausgezahlt. Soweit dieser Anhang keine Angaben über sonstige, nach den §§ 264 ff, 284 ff HGB angabepflichtige Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen. Heidelberg, den 4. Juni 2012 (Dr. Titus Gebel, Vorstand) (Dr. Thomas Gutschlag, Vorstand)
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 04.06.2012 |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||