Lang & Schwarz AktiengesellschaftDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Inhaltsverzeichnis zum Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20171. Geschäftliche Aktivitäten des KonzernsLang & Schwarz ist ein Finanzkonzern bestehend aus drei Konzerngesellschaften, in denen die maßgeblichen geschäftlichen Tätigkeiten des Konzerns betrieben werden. Die Begebung von derivativen Finanzinstrumenten mit dem Hauptaugenmerk auf Hebelprodukte ist die Haupttätigkeit der Konzernmutter Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Sie ist damit als operative Holdinggesellschaft tätig. Ihre Aktivitäten werden im Konzern unter dem Geschäftsbereich Issuing zusammengefasst. In 2017 emittierte die Gesellschaft über 23.000 eigene Produkte. Die verschiedenen Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden durch die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zum Handel, unter anderem außerbörslich über TradeLink oder börslich an der Börse Stuttgart (Marktsegment EUWAX), angeboten. Zum Ultimo Dezember 2017 quotiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG nahezu 8.000 derivative Finanzinstrumente der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft mit Bezug auf inländische und ausländische Aktientitel, Indizes, Währungskursrelationen, Rohwarenkurse oder die Zinsentwicklung sowie über 7.500 wikifolio-Endlosindexzertifikate. Die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG stellt darüber hinaus Handelskurse für ca. 9.500 unterschiedliche Aktien, Anleihen, Fonds sowie ETPs (ETFs, ETCs und ETNs) wochentäglich von 7:30 Uhr bis 23:00 Uhr sowie samstags von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr und sonntags von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Als Market Maker quotiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG Finanzinstrumente auch an der Lang & Schwarz Exchange, dem elektronischen Handelssystem der Börse Hamburg. Partnerbanken können sich an die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zum Handel über TradeLink, cats-os oder andere alternative Anschlussmöglichkeiten anbinden. Über angeschlossene Partnerbanken der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG erreicht diese über 15 Millionen Privatkunden. Die 100%-ige Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH ist eine Spezialbank im Bereich des Handels mit Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten. Die Bank ist an den Börsen in Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart, Wien (Österreich) sowie auf XETRA zum Handel zugelassen und hat Zugang zu weiteren nationalen und internationalen Handelsplätzen. Das Institut stellt als Designated Sponsor verbindliche An- und Verkaufskurse auf der elektronischen Handelsplattform XETRA in Frankfurt und Wien. Die Beratung und Betreuung beim going- und being-public, einschließlich der IPO- und Corporate-Finance-Beratung bildet einen Schwerpunkt der Tätigkeit. Darüber hinaus zählen zum Dienstleistungsspektrum in eingeschränkter Form auch das klassische Brokergeschäft mit der Orderausführung sowie die Ausführung von aktienhandelsnahen Dienstleistungen wie die Durchführung von Aktienrückkaufprogrammen börsennotierter Unternehmen. Die Lang & Schwarz Broker GmbH erbringt darüber hinaus Dienstleistungen im Bereich der EDV-Hardware- und Softwarebereitstellung, der Unterhaltung der technischen Handelsplatzanbindungen sowie den laufenden EDV-Support für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft befindet sich weiter in einer expansiven Verfassung. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt wuchs 2017 nach der Schätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (ifw) gegenüber dem Vorjahr um 3,9%. Im Dezember 2017 erhöhte die US-Notenbank Fed ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 1,25%-1,50%. Insgesamt war dies die dritte stufenweise Zinserhöhung in Schritten von 25 Basispunkten im Jahr 2017. Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 war es die fünfte Erhöhung des Leitzinssatzes durch die Fed.1 Damit reagierte die US-Notenbank auf die dynamische Entwicklung der US-Wirtschaft. Diese wuchs in 2017 gegenüber dem Vorjahr mit einer Steigerung des Bruttoinlandprodukts geschätzt um 2,3%. Im Vergleich fiel das US-Wirtschaftswachstum somit deutlich dynamischer aus als noch im Vorjahr (Steigerungsrate hier: 1,6%). Die Wirtschaftsforscher prognostizieren für 2018 eine Steigerung des Bruttoinlandprodukts in den USA von 2,9%.2 Angesichts dessen wird auch in 2018 mit einer weiteren Rückführung der expansiven Geldpolitik in den Vereinigten Staaten zu rechnen sein. Bereits Ende März 2018 erfolgte so eine weitere Erhöhung des Leitzinssatzes durch die Fed; erneut um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 1,50%-1,75%. Der Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten profitierte von der sich ausweitenden Wirtschaftsleistung. Der bereits kräftige Beschäftigungsaufbau setzte sich in 2017 weiter fort und konnte sich jüngst sogar weiter beschleunigen. Die Arbeitslosenquote in den USA war in 2017 so niedrig wie zuletzt im Jahr 2000. Auch im Euroraum legte das Wirtschaftswachstum in 2017 zu. Das Bruttoinlandsprodukt aller Staaten erhöhte sich hier gegenüber dem Vorjahr um 2,5% nach der Schätzung des ifw. Dabei steht die Expansion auf einem breiten Fundament. Lediglich vier Staaten (Frankreich, Italien, Belgien und Griechenland) lagen unter dem europäischen Wachstumsdurchschnitt. Dennoch ist dies, gerade für Italien und Griechenland mit Wachstumsraten von geschätzten 1,5% bzw. 1,3%, nach Ansicht der Wirtschaftsforscher als positiv zu werten. Diese Staaten stehen vergleichsweise gut da, gerade wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahre vergegenwärtigt. Italien steht aufgrund der Ergebnisse der letzten Parlamentswahlen jedoch vor schwierigen Verhandlungen zur Bildung einer neuen Regierung. Eine Änderung der wirtschaftspolitischen Ausrichtung Italiens im Zuge der Regierungsneubildung, könnte zu Verunsicherungen an den Finanzmärkten führen. Spanien konnte von den weiterhin niedrigen Zinsen und der weiterhin leicht expansiven Finanzpolitik im Euroraum profitieren. Der Aufschwung in Spanien setzt sich mit einer positiven konjunkturellen Dynamik in 2017 fort. Trotz der Konflikte um Katalonien und den dortigen Autonomiebestrebungen legte das Bruttoinlandsprodukt um geschätzte 3,1% nach ifw gegenüber dem Vorjahr zu. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Euroraum steht im Einklang mit der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts und ist von einem raschen Beschäftigungsaufbau geprägt. Zugleich sinkt die Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote im Euroraum liegt daher bei geschätzten 8,7% auf dem niedrigsten Stand seit neun Jahren. Jedoch ist die Arbeitslosenquote in Frankreich, Italien, Spanien und Griechenland immer noch vergleichsweise hoch. Der fortsetzende konjunkturelle Aufschwung in diesen Ländern sollte die Lage am Arbeitsmarkt perspektivisch weiter verbessern.
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The FED — FOMCs target federal funds rate or range, change (basis points) and level Die heimische Wirtschaft expandierte auch in 2017 und damit bereits im achten Jahr in Folge. Diese Entwicklung wird durch die Ausfuhren wie auch die inländische Nachfrage getragen. Alle Wirtschaftsbereiche konnten hiervon profitieren. Der Grad der Beschäftigung legte auch in Deutschland weiter zu, die Arbeitslosenquote reduzierte sich nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes von 6,1% in 2016 auf 5,7% in 2017. Das Bruttoinlandsprodukt konnte bei positiven konjunkturellen Impulsen infolgedessen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 2,2% in 2017 gegenüber dem Vorjahr wachsen. Im Juli 2017 stiegen die Renditen der zehnjährigen deutschen Bundesanleihen erstmals seit 2016 wieder über 0,5%. Begründet wurde dies damit, dass Volkswirte mittlerweile damit rechnen, dass das Quantitative Easing (QE), also die Maßnahmen zur langfristigen Senkung der Zinsen und zusätzlicher Schaffung von Liquidität im Bankensystem, Ende 2018 ausläuft. Der Euro konnte in 2017 gegenüber dem US-Dollar deutlich aufwerten. Während Anfang des Jahres 2017 noch oft von der Euro/Dollar-Parität gesprochen wurde, stieg der Euro im Jahresverlauf immer weiter gegenüber dem US-Dollar an und beendete das Jahr bei 1,199 US-Dollar für einen Euro (Schlussstand 2016: 1,052). Begründet wurde dies einerseits damit, dass die Wirtschaft 2017 in allen Ländern der Währungsunion wächst und somit der Abstand zum Wachstum der US-Wirtschaft verkleinert werden konnte. Andererseits leitete die EZB mit ihrem Beschluss des EZB-Rates im Oktober 2017 die Reduzierung des Volumens der monatlichen Anleihekäufe ein. Ab Januar 2018 reduzieren sich diese von 60 Mrd. Euro auf 30 Mrd. Euro. Dies ist wohl als der Eintritt in den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik der EZB zu sehen. Hinzu kommt, dass beispielsweise durch den Präsidenten der Deutschen Bundesbank, Dr. Jens Weidmann, die Möglichkeit einer rascheren Beendigung der Nettokäufe von Wertpapieren gesehen wird.3 Im Übrigen beließ die EZB im Jahr 2017 die Zinssätze für die Einlagefazilität bei -0,4 %, für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte bei 0% und für die Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 0,25%. Der Ölpreis zeigte im Jahr 2017 mit einer Preissteigerung um knapp 20% die stärkste Performance seit dem Jahr 2011. Dies ist zum einen durch die beschlossenen und auch eingehaltenen Reduzierungen der Fördermengen der in der Organisation Ölexportierender Staaten (OPEC) zusammengefassten Länder begründet. Zum anderen ist dies aber auch auf die, im Zuge des Weltwirtschaftswachstums belebte Nachfrage nach Rohöl zurückzuführen. 2.2 Rahmenbedingungen der geschäftlichen Tätigkeiten in 2017 Für Börsengänge war 2017 ein gutes Jahr. Insgesamt haben sich in 2017 in Deutschland zwölf Unternehmen an die Börse gewagt. Weltweit betrug die Zahl der Börsengänge 1.624, was dem höchsten Stand seit 2007 entspricht. Besonders gut entwickelt haben sich die Börsengänge von The Naga Group AG, ein Hamburger Fintech-Unternehmen, Delivery Hero AG und HelloFresh SE. Die Delivery Hero AG konnte ca. 1 Mrd. Euro im Rahmen des Börsengangs einsammeln und war damit auch der größte deutsche Börsengang im Jahr 2017, der zudem eine beachtliche Performance für die Anleger mit sich brachte und eine Kurssteigerung in 2017 von fast 20% verzeichnen konnte. International war der Börsengang der Firma Snap Inc., der Betreiberin der Snapchat-Kommunikationsplattform, heiß erwartet worden. Der Ausgabepreis lag bei 17 USD. Am ersten Handelstag im März 2017 notierte die Aktie zwischen 24 und 26 USD. Zum Jahresende notierte die Aktie jedoch nur noch mit 14,61 USD und war damit für Investoren nur wenig erquicklich.
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Geschäftsbericht 2017 der Deutschen Bundesbank; Wirtschaft und geldpolitische Großwetterlage Im Bereich Mergers & Acquisitions gab es ebenfalls viele interessante Transaktionen. So erwarb beispielsweise Amazon für 13,7 Mrd. USD die Biokette Whole Foods. Die Intel Corp. übernahm die israelische High-Tech-Kamerafirma Mobileye N.V. für 15,3 Mrd. USD. Mit der Übernahme kombiniert Intel die Kameras und Objekterkennungssoftware von Mobileye mit den eigenen Sensoren und Chips, um das Autofahren weitestgehend ohne menschliche Hilfe zu ermöglichen. Wie in den Jahren zuvor konnten 2017 die US-Indices neue Höchststände verzeichnen. Der Dow-Jones-Index kletterte auf ein neues Allzeithoch und beendete das Jahr bei 24.719 Punkten. Auf Jahressicht konnte der Index um 25% zulegen. Der S & P-500-Index schloss bei 2.673 Punkten und der NASDAQ-Composite-Index bei 6.903 Punkten. Auf europäischer Ebene erzielte der EuroStoxx50 einen Kursgewinn von 7%. Eine starke Performance zeigten die Emerging Markets. Der MSCI Emerging Markets Index legte um gute 35% zu. Der argentinische Aktienindex Merval verzeichnete, wohl dank des Reformkurses der konservativ-liberalen Regierung, ein Kursplus von 80%. In Japan konnte der Nikkei Index ein Niveau erreichen, dass dieser zum letzten Mal in den Neunzigerjahren sah. Der Index legte um 19,1% zu. Der deutsche Leitindex DAX konnte mit einem Jahresendstand von 12.917 Punkten einen Zugewinn von 12,5% verbuchen. Der Index erreichte am 07.11. ein neues Allzeithoch bei 13.525 Punkten. Der deutsche Index für Mid-Size Unternehmen MDAX stieg um 18,1% und schloss am Jahresende bei 26.200 Punkten. Und auch der TecDAX erzielte auf Jahresbasis ein Kursplus. Hier konnte sogar ein Zuwachs von 39,6% erreicht werden. Er schloss bei 2.529 Punkten. Auf Jahressicht konnten insbesondere die Aktien der Lufthansa AG und der Commerzbank AG, mit Jahresgewinnen von über 150% bzw. 72% überzeugen. Größter Verlierer waren die Aktien von ProSiebenSat1 mit -21,6%. Begründet wird diese negative Entwicklung mit der schwachen Entwicklung des TV-Werbemarktes. Im MDAX konnten die Aktien der Uniper AG mit 98,3% und der Leoni AG mit 84,3% überzeugen. Negativ überraschte der Handelskonzern Steinhoff International Holding N.V. Die Aktie brach aufgrund von Bilanzunregelmäßigkeiten um 93,5% ein. 2.3 Geschäftsentwicklung in 2017 Für die Entwicklung des Konzerns sind bestimmte Kennzahlen und ihre Einflussgrößen maßgeblich. Diese werden als bedeutende Leistungsindikatoren (finanziell und nicht finanziell) bezeichnet. Als zentrale Größe des Konzerns werden diese beobachtet, gemessen und gegebenenfalls zu anderen Werten oder Entwicklungen in Beziehung gesetzt. Die nachstehende Übersicht stellt die bedeutenden Leistungsindikatoren für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar: scroll
Das Ergebnis aus der Handelstätigkeit spiegelt die Ertragsentwicklung aus der operativen Tätigkeit wieder. Als tägliche, monatliche, quartalsweise und jährliche Größe wird diese jeweils gesellschafts-und konzernbezogen intern berichtet. Zusammen mit den Verwaltungsaufwendungen als überwiegendem Fixkostenblock und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stellen diese Größen die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar. In Abhängigkeit vom Ergebnis aus der Handelstätigkeit und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit können sich Veränderungen der Verwaltungsaufwendungen durch das Vergütungssystem im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ergeben. An dieser Stelle wird auf den Vergütungsbericht als Bestandteil des Lageberichts verwiesen. Die Verbindlichkeiten aus verkauften eigenen derivativen Produkten geben den Stand der im Umlauf befindlichen eigenen Produkte im Eurogegenwert an. Als Anhaltspunkt kann diese Größe die Bereitschaft von Investoren widerspiegeln, Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zu erwerben. Jedoch sind auch eigene Produkte mit kurzer Laufzeit enthalten, deren ausstehende Anzahl natürlichen Schwankungen unterliegt. Solche Schwankungen können dadurch hervorgerufen werden, dass nicht im gleichen Maße Produkte jederzeit neu emittiert werden sowie diese Produkte laufzeitbedingt oder aufgrund von Marktänderungen verfallen. Eine direkte Ableitung aus der Veränderung des Betrags ist damit nur aufgrund interner tiefergehender Analysen möglich. Die Anzahl der im Geschäftsjahr emittierten Produkte wird hierbei einbezogen. Die Anzahl der im Geschäftsjahr durchgeführten Handelsgeschäfte kann Aufschluss über die Möglichkeit geben, Handelserträge zu generieren. Die Entwicklung dieser Kennziffer erfolgt daher durch die Geschäftsleitung in regelmäßigen Abständen. Die Anzahl der Designated Sponsoring-Mandate kann einen Gradmesser für die Akzeptanz der Dienstleistungen im Liquidityproviding darstellen. Sie wird daher laufend berichtet. Aus diesem Geschäftsfeld ergeben sich Anknüpfungspunkte für die Dienstleistungen rund um Corporate Actions, deren Anzahl und auch Art berichtet werden, und ebenfalls als Maßstab für die Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Beratung durch die Lang & Schwarz Broker GmbH dienen kann.
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Summe aus Umsatzerlöse, Materialaufwand und Zinsergebnis. Als Haftungsgröße stellt das bilanzielle Eigenkapital eine zentrale Kennziffer dar, deren Entwicklung auch für Aktionäre der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft von maßgeblicher Bedeutung ist. Die Mitarbeiter im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft stellen eine signifikante Größe für einen nachhaltigen Erfolg und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Konzerns dar. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind die Basis für erfolgsorientiertes, effizientes und prozessorientiertes Arbeiten in Zusammenhang mit den zumeist sehr schnellen Handelsgeschäften und deren reibungslosen Verarbeitung sowie der laufenden risikoorientierten Überwachung. Daher wird der Mitarbeiterbestand und damit die Fluktuation intern gemessen und berichtet sowie die persönliche Entwicklung von Mitarbeitern gefördert. Die Kapitalrendite nach § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG als Quotient aus dem Nettogewinn (Konzernüberschuss) und der Konzernbilanzsumme beträgt 1,8% (Vorjahr 3,0%). 2.3.1 Entwicklung in den Geschäftsbereichen Auch wenn gegen Mitte des Jahres 2017 der Kursverlauf internationaler Aktien, aufgrund der ersten Zinsanhebung der US-Notenbank Fed, in Richtung Süden zeigte und der DAX einen Verlust von nahezu 900 Punkten zu verzeichnen hatte; die Grundstimmung an den Börsen war 2017 gut. Der Kursverlauf der deutschen Indizes war damit insgesamt von Kursgewinnen gekennzeichnet. Insbesondere dürfte in der zweiten Jahreshälfte 2017 die Erwartungshaltung, im Hinblick auf die US-amerikanischen Steuerreformen, Aktien international tätiger Unternehmen vorrangig beflügelt haben. In diesem Fahrwasser legten auch der DAX, der MDAX und der SDAX im Laufe des Jahres 2017 insgesamt deutlich zu. Das Jahr 2017 war bezogen auf die Handelsumsätze trotz der freundlichen Grundstimmung zweigeteilt. Während im ersten Halbjahr 2017 die Handelsumsätze der größten deutschen Börsen im Vergleich zum Vorjahr noch stagnierten, legten diese im zweiten Halbjahr, wohl auch durch den „US-Steuereffekt", gegenüber dem Vorjahr um 15% zu. Insgesamt konnte damit das Handelsvolumen nach den veröffentlichten Statistiken der Deutschen Börse um mehr als 6% zulegen. 2.3.1.1 Geschäftsbereich Issuing Die Entwicklung der Aktienmärkte im Geschäftsjahr 2017 lieferte für Anlagen in derivativen Produkten von Lang & Schwarz ausreichend Tradingimpulse. Nicht nur kurzfristige Ertragsmöglichkeiten konnten hier genutzt werden, wie die, die sich beispielsweise im Zuge der Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed ergaben. Im Einklang mit der überwiegenden Anzahl der internationalen Aktienindizes konnten auch im mittleren Anlagehorizont Chancen genutzt werden. Gerade die Erwartungshaltungen im Hinblick auf die US-amerikanischen Steuerreformen sorgten hier für Aufwind. Der Umsatz in Produkten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft war im Fahrwasser dieser Ereignisse in 2017 so hoch wie noch nie. Selbst das Geschäftsjahr 2011, das bislang umsatzstärkste Geschäftsjahr, konnte übertroffen werden. Auch hinsichtlich der Anzahl der gehandelten Produkte legte 2017 zu, konnte aber das besonders starke Jahr 2011 nicht erreichen. Aus dem gestiegenen Handelsvolumen in derivativen Produkten von Lang & Schwarz konnten in 2017 erfolgreich Erträge erzielt werden. Auf der Grundlage des ersten Halbjahrs 2017, indem bereits der Erfolg aus 2016 weiter fortgeschrieben wurde, konnte im zweiten Halbjahr 2017 dieser weiter positiv entwickelt werden. Darüber hinaus sehen wir unseren Erfolg in 2017 auch in der innovativen Besicherungslösung, die wir für Investoren von wikifolio-Endlosindexzertifikaten in 2017 eingeführt haben. Mit dieser erreichten wir, dass sämtliche Wertpapiere, die durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zur Absicherung der Verpflichtungen aus den verkauften wikifolio-Endlosindexzertifikaten unterhalten werden, jeweils tagesaktuell für Investoren verpfändet sind. Darüber hinaus wurden Kontokorrentguthaben bei Drittbanken zugunsten der Investoren verpfändet und weitere Kontokorrentguthaben von Lang & Schwarz bei der Hausbank Trinkaus & Burkhardt AG ebenfalls in die Besicherung einbezogen. Ein Treuhänder prüft turnusmäßig zu vorgegebenen Stichtagen und zusätzlich an frei durch den Treuhänder bestimmten Stichtagen die Wirksamkeit der Besicherung. Die Berichterstattung des Treuhänders wird ungekürzt auf der Homepage www.LS-TC.de im Bereich wikifolio und hier unter „Berichte des Treuhänders" offengelegt. Das Jury-Votum des Zertifikate Awards 2017/2018 reagierte zum einen auf den weiterhin ungebrochenen Zuspruch. Denn nicht nur die Anzahl emittierter wikifolio-Endlosindexzertifikaten stieg weiter an, auch das verkaufte Volumen der wikifolio-Endlosindexzertifikate nahm deutlich auf EUR 316 Mio. zu. Zum anderen fiel die Besicherungslösung, die für die Anleger kostenlos gestaltet wurde, positiv bei der Entscheidung ins Gewicht. Die Jury des Zertifikate Awards 2017/2018 platzierte wikifolio-Endlosindexzertifikaten damit erneut unter die Sieger und kürte diese im laufenden Jahr erneut mit dem zweiten Rang. 2.3.1.2 Geschäftsbereich TradeCenter Die Handelsaktivitäten lagen bei der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG im Geschäftsjahr 2017 erneut auf einem sehr hohen Niveau. Die Anzahl der Transaktionen konnte gegenüber dem Vorjahr wieder gesteigert werden. Das Handelsvolumen blieb im Vergleich zum Vorjahr gleich. Zwar steht diese Entwicklung etwas entgegen der stetigen Steigerungen der Handelsvolumen in den letzten Jahren. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass mit Ablauf des Jahres 2016 die DAB Bank AG vollständig in die Consorsbank integriert wurde. Zudem war die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG bis zum Ultimo 2016 Market Maker im börslichen Segment Quotrix der Börse Düsseldorf. Aus beiden Sondereffekten war mit Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2017 zu rechnen. Diese konnten vor dem Hintergrund der gesteigerten Anzahl der Transaktionen und des gehaltenen Handelsvolumens jedoch erfolgreich aufgefangen werden. 2.3.1.3 Geschäftsbereich Financial Services Die Geschäftsfelder im Geschäftsbereich Financial Services sind maßgeblich von der Entwicklung der Börsen und den sich hieraus ergebenen Handelsaktivitäten ihrer Kunden abhängig. Von dem insgesamt stimulierenden Börsenumfeld konnten die geschäftlichen Aktivitäten der Lang & Schwarz Broker GmbH profitieren. Unternehmen nutzten die Bereitschaft der Anleger in Aktien zu investieren. So wurden an der Deutschen Börse, Frankfurt, Kapitalmaßnahmen für insgesamt 18 Unternehmen durchgeführt. Hierunter waren alleine elf Neuemissionen, bei denen ein Gesamtvolumen von TEUR 2.608.033 platzierte werden konnte. Die Lang & Schwarz Broker GmbH begleitete in Deutschland und in Österreich insgesamt 15 Kapitalmaßnahmen und Notierungsaufnahmen für ihre Kunden. Damit lag das Geschäft in 2017, nicht nur hinsichtlich der Anzahl, sondern auch im Hinblick auf das Platzierungsvolumen, in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. 2.3.1.4 Geschäftsbereich ITS-Dienstleistungen Die handelsbezogene jederzeitige Erreichbarkeit und der störungsfreie Zugang zu notwendigen Handelssystemen und Kommunikationstechniken ist für den Lang & Schwarz Konzern unumgänglich. Diese hochspezialisierte EDV-bezogene Dienstleistung wird durch die Lang & Schwarz Broker GmbH im Konzern erbracht. Hierdurch kann gewährleistet werden, dass das Know-how konzentriert für konzerneigene Bedürfnisse eingesetzt wird. 2.3.2 Konzernertragslage Nach dem schwierigen aber erfolgreichen Geschäftsjahr 2016, waren wir in der Lage die positiven Marktverhältnisse 2017 zu nutzen, um ein deutlich gesteigertes Konzernjahresergebnis in Höhe von TEUR 8.689 (Vorjahr: 5.011) zu erzielen. Das Ergebnis aus der Handelstätigkeit konnte von TEUR 18.378 um 36% auf TEUR 24.946 gesteigert werden. Die Erhöhung ist insbesondere dadurch bedingt, dass Investoren im Kalenderjahr 2017 wieder deutlich mehr gehandelt und damit für gestiegene Umsatzvolumen gesorgt haben, aus denen sich die Ertragschancen ergeben. Das Bewertungsergebnis in Höhe von TEUR -10.376 (Vorjahr: TEUR 4.858), die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 293.085 (Vorjahr: TEUR 196.303), die Materialaufwendungen in Höhe von TEUR -268.012 (Vorjahr: TEUR -177.919) und das Zinsergebnis in Höhe von TEUR -127 (Vorjahr: TEUR -6) ergeben zusammen das Ergebnis aus der Handelstätigkeit in Höhe von TEUR 24.946 (Vorjahr: TEUR 18.378). Die im Vorjahr als separater Posten ausgewiesenen Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (Bewertungsergebnis) werden nunmehr analog zu dem Einzelabschluss der Muttergesellschaft in den Materialaufwendungen und damit im Ergebnis der Handelstätigkeit berücksichtigt. Die Posten des Vorjahres wurden entsprechend angepasst. Bei diesen Aufwendungen handelt es sich um Bewertungsergebnisse für im Umlaufvermögen ausgewiesene Wertpapierbestände, die dem Handelsergebnis unmittelbar zuzuordnen sind. Dabei ergibt sich dieses Bewertungsergebnis aus der Portfoliobewertung nach § 254 HGB bezogen auf die aktivisch und passivisch gehaltenen Bestände in Finanzinstrumenten. Zur Portfoliobildung verweisen wir auf die Angaben zur Bildung von Bewertungseinheiten im Anhang. Die Personalaufwendungen erhöhten sich aufgrund der guten Geschäftsentwicklung von TEUR -7.140 auf TEUR -8.684. Zugleich erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR -4.663 auf TEUR -4.739 und verblieben damit auf Vorjahresniveau. Die Verwaltungsaufwendungen haben sich insgesamt mit TEUR 13.423 für das Berichtsjahr gegenüber TEUR 11.803 für das Vorjahr dementsprechend ebenfalls erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 463 beinhalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 243. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 18 ausgewiesen. Das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 11.451 nach TEUR 7.051 im Vorjahr. Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag wurden in diesem Geschäftsjahr Aufwendungen erfasst, wie sich diese auf der Grundlage der gesetzlichen Vorgaben des Körperschaftssteuergesetzes (KStG) in der Fassung seit 2017 ergeben. Ertragssteuern sind daher in Höhe von TEUR 3.492 berücksichtigt und eine entsprechende Steuerrückstellung dotiert. Zu berücksichtigen ist, dass mit dem AmtsHRLÄndUG in 2017 § 8b Abs. 7 KStG angepasst wurde. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft fiel als Finanzholdinggesellschaft bis zu dieser Änderung des § 8b KStG unter die Rückausnahme des § 8b Abs. 7 KStG (alte Fassung bis zum 18. Juli 2017). Mit der Änderung des § 8b Abs. 7 KStG aufgrund des AmtsHRLÄndUG fallen Finanzholdinggesellschaften nicht mehr unter diese Rückausnahme. Die Folge dieser Änderung ist, vereinfacht dargestellt, dass § 8b KStG nunmehr auf die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft Anwendung findet. Ausfluss hieraus ist, dass realisierte Erträge aus Aktiengeschäften lediglich zu 5% dem zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet werden und realisierte Aufwendungen aus Aktiengeschäften nicht bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens berücksichtigt werden. Im Ergebnis führt dies für das Geschäftsjahr 2017 dazu, dass ein negatives zu versteuerndes Einkommen durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ermittelt wurde. Dieses negative zu versteuernde Einkommen kann bis zur Höhe von TEUR 1.000 auf das Vorjahr zurückgetragen werden, mit dem Effekt einer nachträglichen Minderung des Steueraufwands. Dies wurde im vorliegenden Abschluss berücksichtigt. Zudem ergibt sich für das Geschäftsjahr 2017, dass keine Steuern zu entrichten sind und damit auch kein Aufwand im Jahresabschluss zu berücksichtigen ist. Die Änderung des § 8b KStG ist erst kürzlich erfolgt. Die Intention des Gesetzgebers für diese Änderung kann nach unserer Einschätzung eventuell nicht auf das Geschäftsmodell der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft abstellen. Dies gerade vor dem Hintergrund, dass sich bei Anwendung des neuen Steuerrechts eine völlige Entkopplung der wirtschaftlichen Ertragskraft der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft von der Besteuerung ergeben würde. Wir können daher nicht ausschließen, dass die Anwendung der Änderung des § 8b KStG auf die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft einer genauen steuerlichen Überprüfung durch das Finanzamt unterzogen wird, spätestens im Rahmen der nächsten anstehenden Betriebsprüfung. Das Ergebnis dieser Überprüfung durch das Finanzamt kann derzeit nicht abschließend abgeschätzt werden. Aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht wurde daher, wie bereits zuvor ausgeführt, eine Steuerrückstellung dotiert, wie sie unter Anwendung des bisherigen Steuerrechts hätte erfolgen müssen. Sollte das Finanzamt zu dem Schluss kommen, dass die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft unter den § 8b KStG in der nunmehr gültigen Fassung fällt, würde dies zu einer Auflösung der für das Geschäftsjahr 2017 gebildeten Steuerrückstellung führen. Zudem würde sich ein steuerlicher Verlustvortrag ergeben. 2.3.3 Konzernfinanzlage Die Liquidität im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ausreichend, die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet. Zum Jahresultimo stehen kurzfristige Forderungen, sonstige Wertpapiere und liquide Mittel im Umlaufvermögen von insgesamt TEUR 403.977 (Vorjahr: TEUR 263.356) kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen von insgesamt TEUR 378.003 (Vorjahr: TEUR 236.748) gegenüber. Finanzinstrumente, die aufgrund ihrer Fungibilität einen kurzfristigen Charakter aufweisen, werden trotz einer langfristigen Restlaufzeit entsprechend der internen Steuerung in die kurzfristigen Verbindlichkeiten einbezogen. Dies betrifft auch von der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft begebene Optionsscheine und Zertifikate. Auf dieser Berechnungsgrundlage ergibt sich ein bilanzieller Liquiditätsüberschuss von TEUR 25.974 (Vorjahr: TEUR 26.608). Die Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen nahezu ausschließlich in EURO. Geldforderungen in fremder Währung werden zum Stichtag auf laufenden Bankkonten in USD in Höhe von TEUR 764 unterhalten. In Höhe von TEUR 125 werden Geldverbindlichkeiten in USD auf laufenden Bankkonten unterhalten. Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG werden mit Ausnahme von Forderungen in Höhe von TEUR 342, die eine Laufzeit von bis zu einem Jahr aufweisen, auf laufenden Konten geführt. Über die derzeitigen Konzerneigenmittel in Höhe von TEUR 34.964 (Vorjahr: TEUR 30.726) hinausgehend stehen den Konzerngesellschaften aufgrund aktueller Verträge mit der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG auch im Anschluss an das Geschäftsjahr 2017 ausreichende Finanzierungsmittel zur Verfügung, um ihre geschäftlichen Tätigkeiten finanzieren zu können. 2.3.4 Konzernvermögenslage Das Geschäftsvolumen im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft erhöhte sich insgesamt, wodurch sich die Bilanzsumme von TEUR 267.572 um TEUR 145.488 auf TEUR 413.060 ausdehnte. Dabei veränderte sich der Wertpapierhandelsbestand, wie nachfolgende Übersicht zeigt: scroll
Einhergehend mit dem Ausbau des Volumens an verkauften eigenen Produkten nahmen diese auf der Passivseite im Bilanzausweis sonstige Verbindlichkeiten um TEUR 152.788 auf TEUR 354.031 zu. Dies entspricht einer Steigerung um ca. 76%. Zugleich legten auf der Aktivseite auch die sonstigen Wertpapiere zu und stiegen auf TEUR 358.475. Diese Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von TEUR 170.904 entspricht ca. 91%. Unter den sonstigen Wertpapieren sind solche Wertpapiere ausgewiesen, die zu Absicherung der Kursentwicklung von verkauften eigenen Produkten unterhalten werden. Guthaben bei Kreditinstituten, die im Wesentlichen laufende Bankkonten betreffen, nahmen innerhalb des Bilanzpostens Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten von TEUR 75.910 um insgesamt TEUR 31.119 auf TEUR 44.790 ab. Darüber hinaus bestehen Guthaben bei der Bundesbank und Kassenguthaben in Höhe von TEUR 4.035. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich stichtagsbedingt von TEUR 30.802 um TEUR 16.458 auf TEUR 14.344. Dabei nahmen die Verbindlichkeiten auf laufenden Bankkonten von TEUR 28.069 um TEUR 16.706 auf TEUR 11.363 ab. Die saldierte Größe der Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten auf laufenden Konten verminderten sich von Guthaben TEUR 47.841 auf Guthaben TEUR 33.428. Das bilanzielle Eigenkapital ist von TEUR 30.726 um TEUR 4.238 auf TEUR 34.964 angestiegen. Die Veränderung betrifft mit TEUR 3.618 Minderungen durch Dividendenzahlungen in 2017 aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres sowie mit TEUR 7.856 einen Anstieg aufgrund des Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2017. Die Eigenkapitalquote verminderte sich angesichts der weiter gestiegenen Bilanzsumme von ca. 12% auf ca. 9%. Die Leistungsindikatoren haben sich im Geschäftsjahr 2017 für den Konzern überwiegend in einer positiven Weise entwickelt. Insgesamt haben sich diese darüber hinaus im Wesentlichen günstig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ausgewirkt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weisen insgesamt geordnete Verhältnisse auf. 3. VergütungsberichtDie Vergütung der Mitarbeiter im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bzw. in der Finanzholding-Gruppe wird einheitlich für alle Konzerngesellschaften gehandhabt und berücksichtigt die Vorgaben der Institutsvergütungsverordnung (InstitutsVergV). Die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben wird jährlich durch den Vorstand, den Aufsichtsrat sowie darüber hinaus im Rahmen der Jahresabschlussprüfungen durch unseren Wirtschaftsprüfer überprüft. Für die Ausgestaltung des Vergütungssystems der Konzernmitarbeiter ist der Vorstand der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft verantwortlich. Neben festen monatlichen Bezügen kann ein variabler Bestandteil durch die Geschäftsleitung festgelegt werden, um positive Leistungsanreize zu setzen. Die Zahlung eines variablen Bezugs erfolgt freiwillig, ohne einen rechtlichen Anspruch der Mitarbeiter und ist grundsätzlich gebunden an ein positives Ergebnis des vordefinierten Geschäftsfelds, Bereichs bzw. des Konzerns. Bei der Bemessung der einzelnen Bezüge werden quantitative als auch qualitative Kriterien berücksichtigt wie beispielsweise die Qualität der Leistung, die Anforderung an die Tätigkeit, die Stellung im Unternehmen, die Betriebszugehörigkeit oder die Übernahme von besonderen Aufgaben. Die Ausgestaltung des Vergütungssystems des Vorstands erfolgt durch den Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Für den Vorstand gelten dabei grundsätzlich die gleichen Regelungen. Die variablen Bezüge bemessen sich jedoch nach einer schriftlich vereinbarten Bemessungsgrundlage. 4. Risikobericht4.1 Risikomanagement Die Konzerngesellschaften der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft tätigen in ihren Geschäftsfeldern insbesondere Handelsgeschäfte in Finanzinstrumenten, die über einen meist kurzfristigen Zeitraum im Eigenbestand gehalten werden. Eine Absicherung dieser Wertpapierbestände erfolgt durch gegenläufige Bestände gleicher Art oder durch ein dynamisches Delta-Hedging. Der Umgang mit Risiken, wie ein möglicher Verlust oder ein entgangener Gewinn, ist Bestandteil der Gesamtsteuerung durch die Geschäftsleitung für den gesamten Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Aus diesem Grund wurde ein zeitnahes Risikomanagement als Risikofrüherkennungs- und -steuerungsinstrument unter Einbeziehung aller Konzerngesellschaften eingerichtet. Die Rahmenbedingungen für den Handel in Finanzinstrumenten sowie das Risikomanagement formuliert die Geschäftsleitung für den gesamten Konzern in Form von Richtlinien und Arbeitsanweisungen (Organisationsanweisungen). Die in den Rahmenbedingungen enthaltene Geschäftsstrategie und Risikostrategie werden jährlich durch die Geschäftsleitung überprüft und geben Art und Umfang möglicher Risikogeschäfte in den einzelnen Konzerngeschäftsfeldern vor. Die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken erfolgt unmittelbar durch die Geschäftsleitung, die hierbei vom Risikocontrolling und der Internen Revision im gesamten Konzern unterstützt wird. 4.2 Risikoarten der Geschäftstätigkeit Aus der Geschäftstätigkeit heraus wurden als wesentliche Risiken identifiziert: Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko. 4.2.1 Adressenausfallrisiko Adressenausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Vertragspartner nicht oder nicht fristgerecht leistet oder eine Konzerngesellschaft einem Vertragspartner trotz der Nichtleistung eines Dritten zur Leistung verpflichtet ist. Das Adressenausfallrisiko wird unterteilt in die drei Unterrisiken: Kreditrisiko, Kontrahentenrisiko und Emittentenrisiko. Kreditrisiken betreffen derivative und außerbilanzielle Risiken, die durch das Risikocontrolling der Handelsgeschäfte überwacht werden. Von untergeordneter Bedeutung sind Kontrahentenrisiken als Risiken des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Kontrahenten, da nahezu sämtliche Handelsgeschäfte Zug um Zug abgewickelt werden. Dem Emittentenrisiko als Risiko des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Emittenten wird mit dem Risikomanagement der Handelsgeschäfte begegnet. Derivative und außerbilanzielle Risiken werden im Rahmen der Marktpreisrisiken überwacht. Darüber hinaus werden mögliche Risikokonzentrationen, insbesondere durch die analoge Anwendung von aufsichtsrechtlichen Vorgaben im Risikomanagement gemindert. Das Adressenausfallrisiko wird, soweit es nicht das Handelsgeschäft betrifft, auf Basis der durchschnittlichen Wertverluste vergangener Perioden zuzüglich eines Risikoaufschlags für unerwartete Verluste quantifiziert. 4.2.2 Marktpreisrisiko Marktpreisrisiken sind allgemeine Preisveränderungen von Aktien, Anleihen, Währungen und Rohwaren durch Marktbewegungen. Zu den Marktpreisrisiken zählen Kursrisiken, Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken und Marktpreisrisiken aus Warengeschäften. Als Kursrisiken werden sowohl Risiken aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen definiert als auch Liquiditätsrisiken aufgrund einer eingeschränkten Handelbarkeit von Wertpapieren, die auf ein geringes Handelsvolumen zurückzuführen ist („marktenge" Wertpapiere). • Preisrisiko aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen Risiken aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen oder aus Schwankungen einer impliziten Volatilität misst ein zeitnahes Risikocontrolling. Um risikobehaftete Bestände zu beschränken, wird die Einhaltung von der Geschäftsleitung vorgegebener Handelslimite kontinuierlich überwacht. • Preisrisiko durch Liquiditätsengpässe Liquiditätsrisiken in Finanzinstrumenten wird durch die bewusste Auswahl, der im Konzern gehandelten Finanzinstrumente begegnet. Darüber hinaus erfolgt einerseits die Risikomessung analog der Risiken aus kurzfristigen Marktschwankungen im Rahmen der Ermittlung von Marktpreisrisiken. Andererseits wird das Risiko in Form sich verzögernder Glattstellungsmöglichkeiten, die sich aus einer Minderliquidität von Produkten ergeben kann, als Preisrisiko ermittelt und im Rahmen der Liquiditätsrisiken berücksichtigt. • Zinsänderungsrisiko im Handelsgeschäft Zinsänderungsrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen für das Unternehmen bei zinsabhängigen Produkten. Solche Risiken werden durch die Organisationsanweisungen limitiert und durch das Risikocontrolling zeitnah gemessen und überwacht. • Währungsrisiko im Handelsgeschäft Da die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft Turbo-Optionsscheine auf die Entwicklung von Wechselkursen begibt, können grundsätzlich auch Währungsrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen. Diese werden durch die Organisationsanweisungen limitiert und durch das Risikocontrolling zeitnah überwacht. Die Überwachung sämtlicher Marktpreisrisiken erfolgt vom Handel unabhängig auf der Grundlage von Bestands- und Marktpreisberechnungen sowie Szenarioanalysen. Eventuelle Limitüberschreitungen im Laufe eines Handelstags werden nach den Vorgaben der Richtlinien und Arbeitsanweisungen durch das Risikocontrolling gemeldet. Die Geschäftsleitung erhält darüber hinaus täglich einen Bericht über die Einhaltung der Handelslimite auf das Ende eines Handelstags. Weiterhin werden mit Stress-Test-Szenarien starke Schwankungen von Preisindikatoren simuliert und mögliche Ergebnisauswirkungen auf den Handelsbestand berechnet. Die Messung der Marktpreisrisiken für die Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt auf Basis vorgegebener Szenariomodelle. Das negativste Ergebnis einer Szenario-Matrix wird für die Risikotragfähigkeitsanalyse herangezogen. 4.2.3 Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken, die unter die Verfügbarkeit liquider Mittel fallen, können für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der Finanzausstattung des Konzerns werden solche Risiken jedoch als gering angesehen. Dennoch wird die Liquiditätslage täglich in angemessener Weise durch interne Verfahren überwacht. Zudem werden Liquiditätsrisiken im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse durch die Berechnung eines Zinsschocks berücksichtigt. Grundlage des Zinsschocks bilden dabei die Zinsaufwendungen der vorangegangenen Abrechnungsperioden. Als Liquiditätsrisiko wird auch ein mögliches Risiko berechnet, das sich aus einer verzögerten Glattstellung aufgrund einer Minderliquidität eines Wertpapierbestands ergeben kann. Dieses Risiko wird aufgrund der Relation eines Wertpapierbestandes zu erwarteten Umsätzen an Referenzmärkten berechnet. Aus der Berechnung der Marktpreisrisiken mit Hilfe von Stressszenarien können sich gleichgerichtete Risikobeträge ergeben, wie beispielsweise bei der Berechnung der hier beschriebenen Liquiditätsrisiken aus einer Minderliquidität von Wertpapieren. Solche sich kumulierende Risikobeträge werden in Kauf genommen und nicht eliminiert. 4.2.4 Operationelles Risiko Aufgrund der Tätigkeiten im Konzern unterliegt die Gruppe der Kontrolle verschiedener Aufsichtsbehörden. Vor diesem Hintergrund sind für die künftige Entwicklung des Konzerns gesetzliche bzw. aufsichtsrechtliche Änderungen ebenso relevant wie das sich ständig ändernde wirtschaftliche und börsliche Umfeld. Deshalb beobachten und analysieren die Konzerngesellschaften die Rahmenbedingungen, um eine erfolgreiche Entwicklung des Konzerns zu planen und Maßnahmen hierfür umsetzen zu können. In diesem Zusammenhang wurden folgende Risikofelder identifiziert und Maßnahmen zur Risikobegrenzung und -steuerung ergriffen: • Personal Der Konzern ist aufgrund des spezifischen Geschäftsmodells auf ausreichendes und qualifiziertes Personal angewiesen. Die erfolgreiche Personalrekrutierung bleibt zwar auch in kommenden Geschäftsjahren ein latentes Risiko, dürfte sich jedoch gegenüber den Vorjahren nicht verschlechtern. Zudem ist der Konzern intern bestrebt, Mitarbeiter weiterzubilden und fördert die Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften. Mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern, die leitende Positionen oder Führungsaufgaben wahrnehmen, kann einer Konzerngesellschaft im Einzelfall ein Wissensnachteil entstehen. Dem wird soweit wie möglich entgegengewirkt. • EDV Die Konzerngesellschaften sind in hohem Maße auf die Funktionsfähigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit der Datenverarbeitungs- und Kommunikationssysteme angewiesen. Um die Verfügbarkeit der Systeme jederzeit gewährleisten zu können, wurden alle Kernfunktionalitäten redundant ausgestaltet. Weiterhin hat sich Lang & Schwarz gegen den Ausfall der externen Stromversorgung mittels einer unterbrechungsfreien Stromversorgung abgesichert und einen Notfallplan erstellt. Zur Aufrechterhaltung und zur Pflege aller wesentlichen Systeme, sind darüber hinaus jederzeit Mitarbeiter des EDV-Bereichs der Konzerngesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH verfügbar. • Markt- und Börsenentwicklung Im Rahmen seiner Tätigkeit ist der Konzern von der Entwicklung der Wertpapier- und Terminbörsen abhängig, da diese das Anlageverhalten der Marktteilnehmer und damit das Ergebnis des Handelsbestands beeinflussen. Diesen Risiken wird durch ein aktives Risikomanagement begegnet. • Risiken aus einer Strategie- oder Wachstumsverfehlung Eine Reihe von Faktoren kann das Erreichen von Zielen gefährden. Dazu zählen beispielsweise Marktschwankungen, eine veränderte Marktstellung des Unternehmens sowie veränderte Marktbedingungen im Kernmarkt Deutschland. Wenn es den Konzerngesellschaften nicht gelingt, ihre strategischen Pläne umzusetzen oder, wenn die Kosten die Erwartungen übersteigen, könnte die künftige Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit negativ beeinflusst werden. Der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft könnte zukünftig Markttendenzen und Kundenanforderungen nicht rechtzeitig erkennen oder aus anderen Gründen das Wachstum in der Zukunft nicht wie gewünscht fortsetzen. Eingetretene Strategieabweichungen werden im Rahmen einer jährlichen Risikoanalyse ebenso überprüft, wie die daraus folgenden Auswirkungen auf die künftige Entwicklung des Konzerns. • Wettbewerbsrisiken Der deutsche Finanzsektor ist durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Lang & Schwarz steht hierbei nicht nur zu Finanzdienstleistungsinstituten, sondern auch zu Kreditinstituten und anderen Finanzunternehmen im Wettbewerb. Infolgedessen lassen sich in den einzelnen Konzerngeschäftsfeldern oft nicht die gewünschten Margen erzielen. Dieses Risiko wird durch die Geschäftsleitung überwacht und ist Bestandteil der täglichen Ergebnisüberwachung sowie der jährlichen Risikoanalyse des Konzerns. • Risiken aus der Ergebnisentwicklung Es wird täglich eine Ergebnisübersicht für die Handelstätigkeiten erstellt. Alle nicht am Handelstag geschlossenen Positionen in Derivaten, Wertpapieren oder Devisen werden dabei auf Basis der Mark-to-Market-Methode bewertet. Anhand der täglichen Ergebnisübersicht ist es möglich, eine zeitnahe Kontrolle und Analyse der Ergebnisse vorzunehmen sowie deren Entwicklung zu beobachten. Das selbst entwickelte Limit-Kontroll-System unterstützt zudem eine verbesserte Überwachung der Handelstätigkeit durch eine automatisierte, vom Handel unabhängige Bestandsbewertung aller Finanzprodukte. Hierauf baut das jeweils fortlaufend an aktuelle Marktentwicklungen angepasste Risikomanagementsystem für die Handelsrisiken auf. Für die Konzerngesellschaften wird zum Jahresende eine Planungsrechnung auf Monatsbasis für das neue Geschäftsjahr erstellt. Der Soll-Ist-Abgleich der Erträge und Aufwendungen der Planungsrechnung mit den tatsächlichen Geschäftsdaten gibt frühzeitig Aufschluss über die wirtschaftliche Entwicklung der Konzerngesellschaften. • Rechtliche Risiken Rechtsrisiken können durch neue gesetzliche Regelungen, die Änderung bestehender Vorschriften sowie eine geänderte Auslegung von Vorschriften oder schließlich aus vertraglich nicht eindeutigen Formulierungen entstehen. Die Überwachung und Steuerung solcher Risiken übernimmt die Rechtsabteilung im Konzern. Zur Minderung von Rechtsrisiken prüft die Rechtsabteilung sämtliche vertraglichen Beziehungen; gegebenenfalls werden rechtliche Beratungsdienstleistungen in Anspruch genommen. Darüber hinaus werden zur Sicherstellung der Beweisbarkeit von telefonischen Handelsaufträgen die Geschäftsgespräche der Händler auf Tonträger aufgezeichnet. Für Kostenrisiken aus Rechtsstreitigkeiten wurde eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen. • Aufsichtsrechtliche Risiken Eine Vielzahl an aufsichtsrechtlichen Bestimmungen sind aufgrund der Geschäftstätigkeiten im Konzern zu beachten. Die Einhaltung dieser überwiegend europäisch geprägten und auch nationalen Vorgaben, die Kontrolle der Einhaltung dieser Bestimmungen sowie die laufende Überwachung möglicher Änderungen bestehender Vorschriften sind unerlässlich. Aufgrund nicht ausreichender, fehlerhafter oder gar unterlassener Beachtung aufsichtsrechtlicher Vorgaben können Maßnahmen durch die Aufsicht ergriffen werden. Diese Maßnahmen reichen unter anderem von einer Verwarnung, über die Festsetzung von Bußgeldern, deren Höhe die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage empfindlich beeinträchtigen können, bis hin zur Rücknahme der Erlaubnisse durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zum Betreiben von Kredit- und Finanzdienstleistungsgeschäften. Durch das eingerichtete Compliance-Management-System, das Risikomanagementsystem, das interne Kontrollsystem und das interne Revisionssystem soll verhindert werden, dass es zu einem Fehlverhalten im Hinblick auf aufsichtsrechtliche Bestimmungen kommen kann. Dies kann jedoch letztlich nicht vollständig ausgeschlossen werden. Zur Finanzierung von Entschädigungsfällen bei der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) kann die Entschädigungseinrichtung Kredite aufnehmen und diese durch künftige Einnahmen von Jahresbeiträgen aus dem Mitgliederkreis der verpflichtend angeschlossenen Institute bedienen. Die Entschädigungseinrichtung kann zur Finanzierung von Entschädigungsfällen neben den Jahresbeiträgen auch Sonderbeiträge bei den Mitgliedern erheben. Zum einen kann das Risiko eines möglichen künftigen Entschädigungsfalls bei der EdW nicht abgeschätzt werden. Zum anderen kann nicht beurteilt werden, inwieweit die Gesellschaften im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft künftig Sonderbeitragszahlungen an die EdW zu leisten hat, deren Ausmaße nicht bekannt sind und auch nicht bestimmt werden können. • Sonstige Risiken Reputationsrisiken aus der Zusammenarbeit mit der wikifolio Financial Technologies AG können sich in der Weise ergeben, als dass Redakteure, die eine Handelsidee in einem wikifolio-Musterdepot abbilden, nicht in gleichem Maße an frühere Erfolge anknüpfen können wie erwartet. Sollte durch die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG auf solche wikifolio-Musterdepots ein Index berechnet werden und auf diesen durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ein wikifolio-Endlosindexzertifikat begeben worden sein, könnten Anleger im Hinblick auf die Performance enttäuscht werden. Trotz aller Bemühungen kann dies nicht verhindert werden und damit einen negativen Einfluss auf die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als Emittentin und die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG als Indexsponsor nehmen. Sonstigen betrieblichen Risiken wird vor allem durch den Abschluss von Versicherungen begegnet. Der Konzern entscheidet über Art und Umfang des Versicherungsschutzes auf der Grundlage einer kaufmännischen Kosten-Nutzen-Analyse. Es kann trotz intensiver Bemühungen jedoch möglich sein, dass Verluste entstehen oder Ansprüche erhoben werden, die über den Umfang des bestehenden Versicherungsschutzes hinausgehen bzw. für die keine Versicherung abgeschlossen wurde. Das operationelle Risiko wird für die Risikotragfähigkeitsberechnung durch die Gesellschaft in ausreichendem Umfang in Anlehnung an Artikel 315 ff. der Verordnung (EU) 575/2013 CRR durch den Basisindikatoransatz berücksichtigt. 4.3 Risikotragfähigkeit Nachfolgende Übersicht zeigt die berechneten Risikobeträge für die wesentlichen Risikoarten im Konzern bezogen auf den 31. Dezember 2017: scroll
Die Berechnung der Risikotragfähigkeit erfolgt nach dem Going Concern-Prinzip (Fortführungsansatz). Für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und deren Tochtergesellschaften ist die Risikotragfähigkeit solange gegeben, wie ausreichend Risikodeckungspotential zur Einhaltung der Solvenzanforderungen der Verordnung (EU) 575/2013 nach Abzug der Risikomasse verbleibt. Nach dem vorgenannten Grundsatz war die Risikotragfähigkeit des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr sowie zum 31. Dezember 2017 gegeben. 5. Prognose- und ChancenberichtNach 2017 wird auch 2018 nach den Prognosen der Wirtschaftsinstitute mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland, im Euroraum und auch für die Weltwirtschaft zu rechnen sein. Die Prognose des ifw für die weltwirtschaftliche Entwicklung geht für 2018 von einem Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts um 4% aus. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind weiter positiv. Jedoch haben sich ausgehend von den Unsicherheiten im Hinblick auf die Frage, mit welchem Tempo sich die geldpolitische Straffung in den Vereinigten Staaten entwickeln wird, die Indikatoren für das Weltwirtschaftsklima leicht eingetrübt. Hinzu kommen Sorgen aufgrund des handelspolitischen Konflikts und der im Zuge dessen von den Amerikanern zu Jahresbeginn 2018 verhängten Strafzölle, insbesondere gegen China. Gegenmaßnahmen des chinesischen Staats oder gar ein Eskalieren des Handelskonflikts zwischen den USA und China und eventuelle weltwirtschaftliche Auswirkungen hieraus wirken ebenfalls dämpfend auf die jüngste Erwartungshaltung. Unbeeindruckt von möglichen Handelskonflikten zeigt sich die erwartete Entwicklung des Arbeitsmarktes in den USA und auch im Euroraum. Vor dem Hintergrund der weiteren konjunkturellen Expansion gehen die Prognosen von einem erneut verstärkten Stellenaufbau in 2018 diesseits wie auch jenseits des Atlantiks aus. Die finanzpolitischen Rahmenbedingungen bleiben in 2018 und wohl auch zu Beginn des Jahres 2019 im Euroraum und in Deutschland stabil. Die Vereinigten Staaten von Amerika werden voraussichtlich weitere Maßnahmen zu leichten Erhöhungen des Leitzinssatzes durch die Fed zur Rückführung der expansiven Geldpolitik einleiten. Auch bei allmählich steigenden Zinsen trübt sich laut ifw das Finanzierungsumfeld aber kaum ein und die Investitionsneigung nimmt nicht ab. Die wirtschaftliche Verfassung Italiens erscheint angesichts der komplizierten Regierungsbildung schwierig. Notwendige stabilisierende Reformen sind aufgrund dessen wohl derzeit eher nicht zu erwarten. Zudem sprechen die Rahmenbedingungen auch in 2018 für eine hohe Binnennachfrage im Euroraum und in Deutschland. Im Inland ist dies neben dem weiter erwarteten Stellenaufbau auch auf vereinbarte Abgabensenkungen und den Anstieg der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte zurückzuführen. Im Zuge dessen wird erwartet, dass die privaten Konsumausgaben deutlich expandieren. Insgesamt erwarten die Wirtschaftsforscher einen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes in 2018 für den Euroraum von 2,4% und für Deutschland einen leicht darüber liegenden von 2,5%. Zwar nahm die weltweite Nachfrage noch Rohöl in 2017 zu, dies wurde aber durch die Entwicklung des Euros zum US-Dollar weitgehend aufgehoben. Die Entwicklung des Ölpreises dürfte nach ersten Einschätzungen im Jahr 2018 keine unerwarteten Schwankungen mit sich bringen. Die Prognosen für die Inflationsrate sehen die Wirtschaftsforscher daher bezogen auf den Euroraum und Deutschland mit nur verhaltenen Zuwachsraten in den Jahren 2018 als auch 2019. Jedoch wird eine Verfestigung und damit Stabilisierung der Raten erwartet. Im Zusammenhang mit der weiteren, wenn auch leicht reduzierten expansiven Geldpolitik der EZB wird erwartet, dass das Anleihen-Kaufprogramm bis Ende 2018 fortgesetzt wird. Abweichungen von diesem Fahrplan könnten zu Missstimmungen an den europäischen Aktienmärkten führen. Jedoch ist nicht davon auszugehen, dass kleine Schritte zur Reduzierung der expansiven Geldpolitik ab Ende 2018 oder deren Ankündigungen zu Verwerfungen an den Aktienmärkten führen werden, da diese nunmehr zu erwarten sind. Fulminant startete der Aktienhandel ins Jahr 2018. Der DAX erreichte mit knapp 13.560 Punkten gegen Ende Januar 2018 ein neues Allzeithoch. Gegenüber dem Jahresendstand 2017 ein Zugewinn von ca. 640 Punkten oder knapp 5%. Getragen wurde die Euphorie seit Ende 2017 aus den USA. Hier konnte der US-Präsident Donald Trump mit einer massiven Steuerreform seinen bisher größten politischen Erfolg feiern und einen Kern seiner politischen Agenda umsetzen. Konkret sollen Privatpersonen und Unternehmen um rund 1,5 Billionen Dollar entlastet werden. Für Unternehmen sinkt die Ertragssteuer von 35% auf 21%, für Privatpersonen reduziert sich der Spitzensteuersatz von 39,6% auf 37%. Kurz vor Ende des 1. Quartals 2018 kennzeichnete der DAX aber auch seinen bisherigen Tiefstand in 2018. Der DAX schloss am 26. Februar 2018 mit 11.787 Punkten. Damit lag der DAX um nahezu 1.800 Punkten unter seinem Höchstwert und verlor hierauf ca. 13%. Gründe für diesen volatilen Verlauf war beispielsweise die Ankündigung der Vereinigten Staaten, Strafzölle im internationalen Handel zu erheben, um damit die heimische Wirtschaft zu schützen. Mögliche Auswirkungen hierauf brachten Unsicherheiten in den Markt, die mit Kursabschlägen honoriert wurden. Aber auch der drohende Konflikt der Vereinigten Staaten von Amerika mit Nordkorea und die sich abzeichnenden Eskalationsszenarien trübten die Stimmung an den Börsen weltweit ab Ende Januar 2018 ein. Wir erwarten für das Börsenjahr 2018, angesichts vielfältiger Möglichkeiten aufkeimender Unsicherheiten, volatile Kursausschläge an den Aktienmärkten. Anleger werden sich damit auch im Jahr 2018 mit der notwendigen Aufmerksamkeit um ihre Aktienanlagen bemühen müssen. Die Diskussion um die Einführung einer Finanztransaktionssteuer hat sich auch im Zuge der langen Regierungsbildung in Deutschland seit dem 4. Quartal 2017 nicht weiterentwickelt. Inwieweit dies ein Zeichen gegen oder für eine europäische Finanztransaktionssteuer sein kann, vermag derzeit nicht abgeschätzt zu werden. Gleichwohl wäre die Einführung einer Finanztransaktionssteuer durch wichtige europäische Länder, die weiter in Form einer verstärkten Zusammenarbeit diskutiert wird, als negativ für die Aktienanlage und damit der Kultur der Beteiligung am Unternehmerkapital zu sehen. Über einen möglichen Beschluss zur Erhebung, einer möglichen Höhe, weiterer Verschiebungen oder gar über das Aus der Einführung steht weiterhin nichts fest. Auch in 2017 ist die Ertragslage im Bereich Financial Services stabil. Es bleibt die Abhängigkeit der Kerngeschäftstätigkeiten vom Börsenumfeld rund um den Wertpapierhandel bestehen. Aufgrund der Verpflichtungen des Designated Sponsors zur laufenden Bereitstellung von Liquidität in Geld und Wertpapieren entstehen für den Bereich Financial Services Handelsrisiken. Diese können sich negativ auf das Ergebnis aus der Handelstätigkeit auswirken. Eine Prognose, wie sich solche Risiken entwickeln und welche Handelsergebnisse hieraus zu erwarten sind, ist nur schwer möglich. Wir gehen aufgrund unserer Erfahrungen jedoch davon aus, dass die Provisionserträge aus dem Designated Sponsoring die Handelsrisiken decken können. Bei zumindest normalen Verläufen der Geschäftstätigkeiten im Jahr 2018 sollte erneut ein positives Handelsergebnis erzielt werden können. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine laufende Überwachung der Teilmärkte für small- und mid-caps als auch die Branchenentwicklungen im spezifischen Umfeld der Designated Sponsor Mandanten notwendig. Das umfangreiche Know How, das wir uns hier angeeignet haben, nutzen wir auch im Interesse unserer Kunden. Wir bieten unseren Kunden für den Bereich Corporate Finance kapitalmarktorientierte Beratungsleistungen an. Diese setzen wir professionell, vertrauensvoll und kundenorientiert um. Im besonderen Maße ist das Geschäftsfeld going- und being-public einschließlich der IPO- und Corporate-Finance-Beratung von den Entwicklungen der Märkte abhängig. Das Börsenumfeld 2017 beflügelte solche Maßnahmen im Vergleich zu 2016. Ob auch 2018 im vergleichbaren Maße Möglichkeiten bieten kann wie 2017, ist mit Blick auf voraussichtlich volatile Aktienkursentwicklung nur schwer abzuschätzen. Unsere Erfahrungen bei kapitalmarktorientierten Dienstleistungen können im erwarteten Börsenumfeld von besonderem Interesse für unsere Kunden sein. Wir stehen für eine kompetente Begleitung interessierter Kunden weiterhin zur Verfügung. Auf Faktoren wie Konjunkturdaten, die ausschlaggebend für Markttrends sein können, haben wir keinen Einfluss. Auch die allgemeine Börsenentwicklung kann nur beobachtet werden. Wir arbeiten daher weiter daran, unseren Kunden im Bereich TradeCenter eine hohe Qualität unserer Dienstleistungen bereitzustellen. Hierzu bauten wir in 2017 unser Handelsuniversum weiter aus und beabsichtigen dies im Rahmen der Nachfrage unserer Kunden auch in 2018. Die angebotene Produktpalette der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist zweigeteilt. Auf der einen Seite bemühen wir uns mit kurzlaufenden Optionsscheinen für Anleger auf aktuelle Marktereignisse zu reagieren. Diese kurzlaufenden Produkte unterliegen einem stetigen Wandel und sind im Hinblick auf ihre Aktualität, die sich aus Markttrends und Marktausschlägen ergeben, durch immer neue Produkte zu ergänzen. Die Beobachtung der verschiedenen Märkte, um jeweilige Anlegerwünsche erfüllen zu können, ist daher Grundvoraussetzung, um mit diesen Produkten auch weiterhin im bestehenden Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Die hohe Emissionstätigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft auch in 2017 belegt diese Bemühungen. Es ist zu erwarten, dass in 2018 ähnliche Emissionstätigkeiten erreicht und hieraus Ertragsmöglichkeiten generiert werden können. Das Verfehlen von Trends oder eine fehlerhafte Einschätzung der Marktlage kann hingegen zu ausbleibenden Geschäftschancen führen. Dieses gilt es zu vermeiden. Auf der anderen Seite werden Zertifikate mit endloser Laufzeit emittiert. Allen voran sind hier wikifolio-Endlosindexzertifikate zu nennen, deren Anzahl an emittierten Produkten voraussichtlich auch in 2018 weiter zunehmen wird. Mit der eingeführten Besicherungslösung für Investoren sehen wir, dass der Zuspruch zu diesen Produkten weiterhin anhält und fühlen uns in unseren Bemühungen bestätigt. Die Nachfrage nach wikifolio-Endlosindexzertifikaten hängt jedoch maßgeblich von der Performance der zugrundeliegenden Musterportfolios ab. Mit der hohen Transparenz, die dem Konzept von wikifolio zugrunde liegt und der damit gegebenen Möglichkeit für Anleger, schnell an Informationen zu gelangen - auch bezogen auf einzelnen Musterportfolios -, sehen wir mehrheitlich Chancen für die weitere Entwicklung dieses Geschäftsmodells. Auf die Entwicklung einzelner Musterportfolios — als Grundlage von Indizes — können Anleger negativ reagieren, wenn ein erhoffter Erfolg nicht erreicht wird oder sich gar eine negative Performance einstellt. Auch kann es infolge negativer Erfahrungen zu einer Ablehnung des Produkts bei Anlegern kommen. Auf eine solche Entscheidung hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft keinen Einfluss. Mit dem Inkrafttreten verschiedener neuer europäischer Regelungen, und hier insbesondere der Anforderungen aus MiFID II, die sich auf die Wertpapieraufsicht (ESMA-Regulierung) beziehen, waren erhebliche Anstrengungen für Lang & Schwarz in 2017 verbunden. Mit viel Einsatz und Fachkenntnis konnten diese zeitgereicht umgesetzt werden. Wenngleich sich mit 2018 aufgrund der neuen Vorgaben gerade aus MiFID II erhöhte sachliche Anforderungen ergeben haben, die technisch und personell aufzufangen sind, sehen wir keine nennenswerten Beeinträchtigungen auf die geschäftliche Tätigkeit von Lang & Schwarz aus den neuen Herausforderungen rund um MiFID II. Unter vergleichbaren Rahmenbedingungen für die geschäftlichen Tätigkeiten der Konzerngesellschaften erwartet die Geschäftsleitung, dass für das Geschäftsjahr 2018 ein erneut hoher Konzernjahresüberschuss erzielt werden kann, der nicht wesentlich vom Ergebnis des Geschäftsjahres 2017 abweicht. Einen solchen Erfolg in 2018 erneut zu erreichen ist schwierig und kann nur in einem ähnlichen Umfeld erwartet werden. Inwieweit 2018 dies bieten kann, ist derzeit noch nicht abzuschätzen. Wir erkennen jedoch Anzeichen, die es ermöglichen, dass auch 2018 eine erfreuliche Entwicklung nehmen kann. Mit der Veröffentlichung unserer Finanzberichte und den hierin enthaltenen Angaben und getroffenen Aussagen glauben wir, einen angemessenen Einblick in unsere Tätigkeiten und den sich hieraus ergebenden Risiken und Chancen zu ermöglichen. Auch kann sich der Leser mit diesen Angaben und Aussagen einen Eindruck über den aktuellen Stand sowie künftige Entwicklungen verschaffen. Die jährliche Veröffentlichung der Geschäftszahlen wird durch die quartalsweise Konzernberichterstattung sowie ergänzende Nachrichten zu besonderen Themen ergänzt. Zusammen bieten diese Informationen einen zeitnahen und umfassenden Einblick in die wesentlichen auch unterjährigen Aktivitäten rund um Lang & Schwarz.
Düsseldorf, den 24. April 2018
Der Vorstand André Bütow Peter Zahn Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 1.1. - 31.12.2017 1.1. - 31.12.2016scroll
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20171. Grundlagen der RechnungslegungDer Konzernabschluss der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf, (HR B 36259 im Handelsregister Düsseldorf) zum 31. Dezember 2017 wurde wie im Vorjahr nach den allgemeinen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Er besteht aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren) sowie dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel. Zudem wurde nach § 315 HGB ein Konzernlagebericht aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDarstellung und Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den allgemeinen Anforderungen des HGB für große Kapitalgesellschaften. Die Vorschriften für die Kapital-, Schulden- sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden entsprechend angewendet. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen bilanziert. Liegt eine dauerhafte Wertminderung vor, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Planmäßige Abschreibungen erfolgen linear. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen einem bis 13 Jahre. Zugänge geringwertiger Wirtschaftsgüter werden - soweit zulässig im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Angaben zu Beteiligungen unterbleiben nach § 286 Abs. 3 HGB soweit diese von untergeordneter Bedeutung sind. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (mit Ausnahme der Wertpapiere) sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung ggf. notwendiger Wertberichtigungen und Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt unter Anwendung der Vorschrift des § 256a HGB. Soweit Finanzinstrumente in Bewertungseinheiten einbezogen werden, erfolgt deren Bewertung nach den Vorschriften des § 254 HGB. Für Bestände in Finanzinstrumenten, die nicht in Bewertungseinheiten einbezogen werden, erfolgt die Ermittlung des aktuellen Börsen- oder Marktpreises zum Bilanzstichtag. Die Bewertung erfolgt sodann unter Beachtung des Imparitätsprinzips. Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags gebildet. Langfristige Rückstellungen werden, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben ist, mit dem Zinssatz nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Bilanzstichtag abgezinst. Latente Steuern nach § 306 HGB werden soweit erforderlich berechnet und passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2. i.V.m. § 298 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung latenter Steuern liegen die Körperschaftsteuer in Höhe von 15% sowie hierauf der Solidaritätszuschlag von 5,5% zugrunde. Darüber hinaus sind für die Gewerbesteuer ein Hebesatz von 440% und die Gewerbesteuermesszahl in Höhe von 3,5% zu berücksichtigen. Rechnerisch ergibt sich so insgesamt ein Steuersatz in Höhe von 31,23%. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die operative Tätigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft umfasst insbesondere die Begebung von Optionsscheinen und Zertifikaten sowie den Handel mit diesen auf eigene Rechnung. Dabei werden Risiken, die sich aus den verkauften eigenen Optionsscheinen und Zertifikaten ergeben, durch gegenläufige Produkte abgesichert. Aus dem Handel mit diesen Finanzinstrumenten und den Sicherungsgeschäften erzielt die Gesellschaft einen Handelserfolg, der sich aus der Differenz von An-und Verkaufskurs ermittelt. Aufgrund der Wertpapierhandelstätigkeit der Tochtergesellschaften Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG und Lang & Schwarz Broker GmbH trifft entsprechendes auch für diese Gesellschaften zu. Zur sachgerechten Darstellung der Erträge und Aufwendungen aus der Handelstätigkeit des Konzerns sowie zur Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr werden positive Differenzen aus dem An- und Verkauf unter den Umsatzerlösen bzw. negative Differenzen aus dem An- und Verkauf unter den Materialaufwendungen ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden die Bewertungsergebnisse der unterhaltenen Finanzinstrumente auf den Bilanzstichtag unter den Umsatzerlösen (zu berücksichtigendes positives Bewertungsergebnis) bzw. unter den Materialaufwendungen (zu berücksichtigendes negatives Bewertungsergebnis) ausgewiesen. Dies dient einer sachgerechteren und klareren Darstellung aus der geschäftlichen Tätigkeit. Zum Bewertungsverfahren und zum Bewertungsergebnis siehe nachstehend unter 6.2 Grundlagen der Rechnungslegung. Der Vorjahresausweis des Bewertungsergebnisses der unterhaltenen Wertpapierbestände (Ausweis unter dem Posten Abschreibungen Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens der Gewinn und Verlustrechnung) in Höhe von insgesamt TEUR -4.858, wurde entsprechend angepasst. Für den Konzernabschluss wurden die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten. 3. KonsolidierungskreisDie Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist wie im Vorjahr nach § 290 Abs. 1 HGB Mutterunternehmen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, mit Sitz in Düsseldorf sowie der Lang & Schwarz Broker GmbH, mit Sitz in Düsseldorf. Sämtliche Tochtergesellschaften werden nach den Vorschriften scroll
Die Beteiligung an der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG wird zu 99,99% direkt durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gehalten. Weitere 0,01% werden treuhänderisch für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft durch die Lang & Schwarz Broker GmbH gehalten. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist Komplementärin der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG. 4. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung4.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Der Bilanzausweis andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen in den Sachanlagen enthält TEUR 110 Bauten auf fremden Grundstücken. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den Anlagenspiegel als Anlage zum Konzernanhang. 4.2 Restlaufzeiten der Forderungen Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Gesamthöhe von TEUR 3.016 gliedern sich nach den Laufzeitenbändern wie folgt: scroll
Unter den Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 44.790 werden keine Beträge einer Drittbank ausgewiesen, die zugunsten der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verpfändet wurden. 4.3 Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt im Berichtsjahr laut Satzung unverändert TEUR 9.438 (rechnerischer Wert) und ist eingeteilt in 3.146.000 Stückaktien. Die Stammaktien lauten auf den Namen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 werden keine eigenen Anteile gehalten. 4.4 Eigene Anteile Zum 31. Dezember 2017 werden keine eigenen Aktien im Bestand geführt. Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine eigenen Anteile, auch nicht zu Handelszwecken gekauft oder verkauft. 4.5 Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt unverändert TEUR 10.138. 4.6 Gewinnrücklagen Die anderen Gewinnrücklagen beinhalten Veränderungen aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 13. Juli 2017 wodurch TEUR 560 aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 in die Gewinnrücklagen eingestellt wurden. Insgesamt haben sich damit die Gewinnrücklagen auf TEUR 6.699 erhöht. 4.7 Genehmigtes und bedingtes Kapital Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. August 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. August 2020 durch Ausgabe von bis zu 1.573.000 Stück neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sach- und/oder Bareinlage einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 4.719.000,00, zu erhöhen (genehmigtes Kapital 1). Das Grundkapital der Gesellschaft ist zudem um bis zu EUR 1.800.000,00, eingeteilt in bis zu 600.000 Namensaktien als Stückaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten der Inhaber von Optionsanleihen (bei Ausgabe an Anleiheinhaberrechte geknüpfte Bezugsrechte) und/oder Optionsaktien (bei Ausgabe an Inhaberrechte von jungen Aktien geknüpfter Bezugsrechte), zu deren Ausgabe der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Oktober 1998 in Verbindung mit der Änderung dieses Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 25. Juli 2000 sowie durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juli 2000 ermächtigt wurde. Sie ist nur insoweit durchgeführt, als von diesem Bezugsrecht Gebrauch gemacht wird. 4.8 Rückstellungen Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich, Aufsichtsratsvergütung sowie Prüfungs- und Beratungskosten. 4.9 Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in Gesamthöhe von TEUR 370.214 gliedern sich nach den Laufzeitenbändern wie folgt: scroll
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mit TEUR 11.363 Salden auf laufenden Bankkonten, die bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG geführt wurden. Bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG unterhaltene Guthaben auf laufenden Konten sowie Wertpapierbestände wurden im Rahmen einer Sicherheitenvereinbarung hierfür verpfändet. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung5.1 Umsatzerlöse Der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft tätigt in allen Geschäftsbereichen Wertpapierhandelsgeschäfte und bietet hieran angrenzende Dienstleistungen an. Vor diesem Hintergrund liegen keine Märkte, die sich nach ihren Tätigkeiten oder geographisch wesentlich voneinander unterscheiden, vor. 5.2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 463 betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 243. 5.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.739 werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 18 ausgewiesen. 5.4 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In 2017 wurde durch das AmtsHRLÄndUG unter anderem der § 8b Abs. 7 KStG geändert. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist ein Finanzunternehmen im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) und fällt unter die hier vorgenommene Änderung. In Folge dessen sind § 8b Abs. 1 bis 6 KStG auf die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nunmehr anzuwenden. Hierdurch ergibt sich, dass für die Ermittlung des zu versteuernden Einkommens der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft insbesondere realisierte Verluste aus dem Handel mit Aktien unberücksichtigt bleiben und realisierte Gewinne aus dem Handel mit Aktien mit lediglich 5% Berücksichtigung finden. Diese Veränderung der steuerlichen Bemessungsgrundlage für die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer führt für das Geschäftsjahr 2017 dazu, dass die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft einen steuerlichen Verlust erwirtschaftet hat. Der Ausweis der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist im Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zu berücksichtigen. Aufgrund des zuvor beschriebenen Sachverhalts ergibt sich rechnerisch kein Steueraufwand für das Veranlagungsjahr 2017 für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als Steuersubjekt. Zudem ergibt sich ein steuerlicher Verlustvortrag der in künftigen Veranlagungszeiträumen berücksichtigt werden kann. Inwieweit diese Gesetzesänderung auch im Rahmen der Überprüfung durch die Anschlussprüfung der Großbetriebsprüfung des Finanzamts als auf die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bestand hat, ist derzeit ungewiss. Aus diesem Grunde wurde aus den daraus resultierenden Risiken eine Steuerrückstellung berücksichtigt. 5.5 Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung geht bei Ihrer Ermittlung von dem Konzernüberschuss vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR 11.348 aus, welcher sich aus dem Konzernüberschuss in Höhe von TEUR 7.856 zuzüglich der Ertragssteuern in Höhe von TEUR 3.492 ergibt. In den Finanzmittelfonds werden Zahlungsmittel in Form der Liquidität ersten Grads einbezogen. Hierzu zählen der Kassenbestand und Guthaben bei der Deutschen Bundesbank in Höhe von TEUR 4.035 sowie Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 44.590. Von diesen werden jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 11.363 abgezogen. Im Finanzmittelfonds sind Forderungen enthalten die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen können. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen unter 4.9 Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten. Bedeutende zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge lagen im Geschäftsjahr 2017 nicht vor. 5.6 Wesentliche Beträge bestimmter Konzernbilanzposten Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich sowie Prüfungs- und Beratungskosten. 6. Sonstige Angaben6.1 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus laufenden Verträgen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen, bestehen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.243. Im Rahmen des Kreditvertrags der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG mit HSBC Trinkaus & Burkhardt AG wurde vereinbart, dass Vermögenswerte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, die diese bei HSBC Trinkaus & Burkhardt AG unterhält, zur Deckung von Verpflichtungen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG aus der Handelstätigkeit gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG herangezogen werden können. Zudem hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine unbegrenzte Bürgschaftserklärung für Verpflichtungen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG abgegeben. Anhaltspunkte für mögliche Inanspruchnahmen aus den oben genannten finanziellen Verpflichtungen liegen nicht vor. Daneben hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine Bürgschaftserklärung bis zur Höhe von TEUR 1.000 für Verpflichtungen der Lang & Schwarz Broker GmbH abgegeben. Anhaltspunkte für mögliche Inanspruchnahmen aus den oben genannten finanziellen Verpflichtungen liegen auch hier nicht vor. Weitere Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, die zur Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, betreffen Angaben nachstehend unter Gliederungspunkt 6.2 Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB, soweit sich diese auf Futurebestände beziehen, welche zur Absicherung im Portfolio gehalten werden. 6.2 Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weist Verpflichtungen aus selbst begebenen Produkten und sonstigen Geschäften aus, die als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten nach § 254 HGB einbezogen werden. Der Ausweis erfolgt in Höhe von TEUR 354.031 unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Grundgeschäfte beinhalten neben Risiken aus der Kursschwankung von Indizes in Höhe von TEUR 4.991 (DAX, MDAX und SDAX), aus einzelnen Aktienwerten und Themenzertifikaten in Höhe von TEUR 348.652 auch Risiken aus Kursschwankungen von Rohwaren in Höhe von TEUR 343 (Gold, Silber, Platin, Palladium, Kupfer, Gas und Rohöl), bezogen auf den Bund-Future in Höhe von TEUR 31 und der Wechselkursrelation (USD/EUR bzw. GBP/EUR) von TEUR 13. Für die jeweiligen Risiken wurden gesonderte Bewertungseinheiten gebildet. Bewertungseinheiten werden in Form von Makro- oder Portfolio-Hedges abgebildet. Durch den Verkauf von eigenen Produkten auf alle genannten Risikoarten geht der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft offene Positionen bezogen auf die jeweils zugrundeliegenden Finanzinstrumente (Underlying) ein. Diese Risiken werden durch geeignete Sicherungsinstrumente abgesichert. Die Sicherung erfolgt durch entsprechende Gegengeschäfte und/oder im Rahmen eines dynamischen Deltahedgings direkt durch gegenläufige Positionen im Underlying. Hierdurch ist, jeweils bezogen auf die einzelnen Risiken, sichergestellt, dass sich Wert- und Zahlungsströme weitgehend ausgleichen. Sicherungsinstrumente werden untergliedert nach den gebildeten Bewertungseinheiten wie folgt bilanziert: scroll
1)
Im Rahmen der Sicherungsbeziehungen werden auch Bestände in Futures einbezogen, deren
Ergebnisse in Höhe der Variation Margin direkt erfolgswirksam vereinnahmt werden. Der Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument besteht für den Zeitraum, in welchem das Grundgeschäft durch die Gesellschaft gehalten wird. Wird die Position aus den selbst begebenen Produkten geschlossen, erfolgt auch eine Schließung der Sicherungspositionen. Im Rahmen des Risikomanagementsystems der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden die Risiken aus den Positionen der Grundgeschäfte und der Sicherungsinstrumente überwacht. Hierzu wurde auch im Hinblick auf die Bewertungseinheiten ein Limitsystem installiert, das täglich überwacht, welche Risiken untergliedert nach Aktienkurs-, Rohwaren-, Zins- und Wechselkursrisiken die Gesellschaft eingeht, und die Auslastung von vorgegebenen Limiten berechnet sowie an den Vorstand berichtet. Zudem erfolgt täglich eine Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung in Form einer quantitativen Sensitivitätsanalyse nach der Market-Shift-Methode. Des Weiteren wird auch auf die Ausführungen zum Risikomanagement der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Lagebericht verwiesen. Ergebnisse aus den Bewertungseinheiten werden nach der Durchbuchungsmethode erfasst, dabei werden für die ausgewiesenen Finanzinstrumente, soweit möglich, Marktwerte aktiver Märkte herangezogen. Sollte dies nicht möglich sein, etwa bei Optionsbeständen, erfolgt eine Bewertung mit Hilfe des finanzmathematischen Modells Black-Scholes oder im Fall von american-style-Optionen mit Hilfe des Modells von Cox-Ross-Rubinstein. Den Berechnungen der finanzmathematischen Modelle liegen insbesondere Zinssätze, Indizes und andere Underlyingkurse zugrunde. Die für die Berechnungen notwendigen Volatilitäten werden, soweit möglich, aus am Markt gehandelten Produkten abgeleitet. Gegebenenfalls wird auf alternative Daten oder Berechnungen zurückgegriffen. 6.3 Namen und Bezüge der Organmitglieder Vorstandsmitglieder der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2017 waren:
Herr Bütow ist Mitglied des Aufsichtsrats der vwd Transaction Solutions AG, Frankfurt a. M. Herr Zahn ist Mitglied des Aufsichtsrats der Backbone Technology AG, Hamburg, sowie der PAN AMP AG, Hamburg. Der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt zusammen:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft wurde in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bemessen sich nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2016. Insgesamt beliefen sich die Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2017 auf TEUR 208. 6.4 Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 112 für Abschlussprüfungsleistungen des Geschäftsjahres 2017 sowie mit TEUR 17 andere Bestätigungsleistungen. Für die Abschlussprüfung des Geschäftsjahres 2016 wurden im Geschäftsjahr 2017 TEUR 1 aufgewendet. Zudem wurden sonstige Leistungen des Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 15 aufgewendet. 6.5 Mitteilungen über das Bestehen von Beteiligungen an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft Am Aktienkapital der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden zum 31. Dezember 2017 — soweit bekannt — keine Beteiligung von mehr als dem vierten Teil der Aktien an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gehalten. 6.6 Mitarbeiter In 2017 waren im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nach Quartalsendständen gerechnet durchschnittlich 49 Personen (inkl. zwei Vorstände) beschäftigt. Zum Bilanzstichtag waren 49 Mitarbeiter (inkl. zwei Vorstände) beschäftigt: scroll
6.7 Offenlegung Der Konzernabschluss nach HGB zum 31. Dezember 2017 nebst Konzernlagebericht 2017 sowie weitere Unterlagen nach § 325 Abs. 3 HGB für das Geschäftsjahr 2017 werden dem Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht. Der Offenlegungsbericht nach § 26a KWG i.V.m. Art. 435 ff Verordnung (EU) 575/2013 (CRR), wird durch die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG als übergeordnetes Institut für die Lang & Schwarz Gruppe erstellt. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft veröffentlicht diesen Bericht mit allen Pflichtangaben auf ihrer Homepage. 7. NachtragsberichtEreignisse nach dem Bilanzstichtag, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lang & Schwarz Gruppe haben könnten und über die zu berichten wäre, liegen nicht vor.
8. Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2017Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von TEUR 4.178 wurde gemäß Hauptversammlung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft vom 13. Juli 2017 eine Dividende von EUR 1,15 je gewinnberechtigte Aktie, mithin TEUR 3.618, an die Aktionäre ausgeschüttet. TEUR 560 wurden gemäß Hauptversammlungsbeschluss in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der Vorstand beabsichtigt, der Hauptversammlung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, die voraussichtlich im Juli 2018 in Düsseldorf stattfindet, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 8.071 die Zahlung einer Dividende je gewinnberechtigter Aktie von EUR 1,70 vorzuschlagen. Für den übersteigenden Betrag soll der Hauptversammlung die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen vorgeschlagen werden.
Düsseldorf, den 24. April 2018 Der Vorstand André Bütow Peter Zahn Entwicklung des Konzernanlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017scroll
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Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017scroll
Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017scroll
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Offenlegung im Sinne des § 26 a Absatz 1 Satz 2 KWG (Country-by-Country-Reporting) zum Stichtag 31. Dezember 2017CRR-Institute haben nach § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG auf konsolidierter Basis zusätzliche Angaben offenzulegen. Zu den Angaben, die im Rahmen der Offenlegungsanforderungen darzulegen sind, fallen:
Der Umsatz wird nach den handelsrechtlichen Vorgaben ermittelt und umfasst das Zinsergebnis, die Umsatzerlöse und die Materialaufwendungen sowie die sonstigen betrieblichen Erträge. Hinsichtlich der Ermittlung der Umsatzerlöse und der Materialaufwendungen wird auf die Ausführungen im Konzernanhang unter 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze verwiesen. Die Anzahl Lohn- und Gehaltsempfänger in Volläquivalenten (Anzahl der Beschäftigten) wird auf Basis von Vollzeitäquivalenten entsprechend der handelsrechtlichen Regelung gem. § 267 Abs. 5 HGB angegeben (nach Quartalsendständen berechneter Durchschnittswert). Der Gewinn oder Verlust vor Steuern wird aus dem Konzernüberschuss zuzüglich Steueraufwendungen bzw. abzüglich Steuererträge aus dem Einkommen oder dem Ertrag ermittelt. Bei der Angabe zu den Steuern auf den Gewinn oder Verlust ist zu berücksichtigen, dass die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft sowie Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG ein Steuersubjekt für Zwecke der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer darstellen. Die Lang & Schwarz Broker GmbH gilt als eigenständiges Steuersubjekt. Die Angaben betreffen daher zum einen die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und zum anderen die Lang & Schwarz Broker GmbH. Der Steueraufwand setzt sich zusammen aus der Körperschaftsteuer in Höhe von 15% auf die körperschaftsteuerliche Bemessungsgrundlage, 5,5% Solidaritätszuschlag auf die Summe der Körperschaftsteuer sowie 3,5% auf die gewerbesteuerliche Bemessungsgrundlage unter Berücksichtigung eines Hebesatzes von 440%. Auf die Ausführungen zu latenten Steuern im Konzernanhang unter 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wird verwiesen. Die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften erhielten keine öffentlichen Beihilfen im Geschäftsjahr 2017. Nachstehend kommt die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als Konzernmuttergesellschaft diesen Offenlegungsanforderungen in tabellarischer Form nach. Dabei ist zu beachten, dass die konsolidierten Konzerngesellschaften ausschließlich in Deutschland ansässig sind und keine Niederlassungen unterhalten werden. scroll
„Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.”
Berlin, den 09. Mai 2018 Dohm ■ Schmidt ■ Janka Dr. Wolfgang Janka, Wirtschaftsprüfer Matthias Schmidt, Wirtschaftsprüfer Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren, auf der Grundlage von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung nahm der Aufsichtsrat auch für das Berichtsjahr 2017 seine ihm obliegenden Aufgaben wahr. Der Schwerpunkt der laufenden Erörterungen lag auf der jeweils aktuellen Geschäfts- und Ertragslage des Konzerns. Dies umfasste auch Strategien zur Sicherstellung einer möglichst stabilen Fortentwicklung der geschäftlichen Tätigkeiten und der Ertragsmöglichkeiten der gesamten Lang & Schwarz Gruppe. Der laufende Austausch zwischen Aufsichtsrat und Vorstand hierzu war stets zielgerichtet und von einem konstruktiven Miteinander geprägt. Im Geschäftsjahr 2017 waren die Institute im Konzern maßgeblich mit der Umsetzung der neuen Anforderungen im Zusammenhang mit der Anfang 2018 in Kraft getretenen Markets in Financial Instruments Regulation (MiFIR) und zum gleichen Zeitpunkt in nationales Recht umgesetzten Markets in Financial Instruments Directive II (MiFID II) befasst. Der Aufsichtsrat hat sich umfassend und laufend über den Stand der Projektumsetzung informieren lassen. Mit Inkrafttreten Anfang 2018 wurden die neuen Anforderungen im Konzern erfüllt. Auch weitere Neuerungen und Änderungen im regulatorischen Umfeld, die u.a. den Aufsichtsbereich der European Banking Authority (EBA) oder den Wertpapierhandelsbereich der European Securities and Market Authority (ESMA) betrafen, wurden erörtert. Gleiches gilt für Änderungen im Steuerrecht, die sich im Laufe des Geschäftsjahres 2017 ergeben haben. Ein besonderes Augenmerk legte der Aufsichtsrat in 2017 auch auf das vom Vorstand eingerichtete Risikofrüherkennungssystem im Sinne des § 91 Abs. 2 Aktiengesetz (AktG) bzw. des internen Kontrollsystem nach § 25a Kreditwesengesetzes (KWG) sowie das aufsichtsrechtliche Anzeige- und Meldewesen. Aufgrund der Konzernstruktur unterliegt die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dem Aktienrecht, die Tochtergesellschaften Lang & Schwarz Broker GmbH und Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG haben zusätzlich die strengen Anforderungen des Kreditwesengesetzes zu beachten. Im Konzern werden zur Vereinheitlichung jeweils die strengeren Vorschriften beachtet, dies auch vor dem Hintergrund, dass die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als Finanzholdinggesellschaft zum Teil selbst einzelne Normen des Kreditwesengesetzes zu beachten hat. In und auch außerhalb von Sitzungen waren Entwürfe, Konsultationen und Neuerungen von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien auf nationaler und internationaler Ebene Gegenstand von Erörterungen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand, insbesondere auch hinsichtlich ihrer möglichen geschäftlichen Auswirkungen auf den Konzern. Insgesamt war das Umfeld für die geschäftlichen Tätigkeiten im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als positiv zu werten. Die Geschäftsbereiche konnten so von sich bietenden Ertragsmöglichkeiten profitieren. Auch der Verlust von Handelsvolumina aufgrund des Wechsels des Market Makers auf dem Handelssystem Quotrix bzw. aufgrund der Verschmelzung eines ehemaligen Kunden mit einem dritten Marktteilnehmer konnten in Summe weitgehend kompensiert werden. Insgesamt konnte in 2017 aus den sich bietenden Handelsaktivitäten ein Rekordergebnis erzielt werden. Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat fand eine stets in allen Belangen enge, vertrauensvolle und für den Konzern förderliche Zusammenarbeit statt. Vorstand und Aufsichtsrat berieten sich regelmäßig und umfassend innerhalb wie auch außerhalb von Sitzungen über alle Themen, die für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft maßgeblich waren. Regulatorischen und gesetzlichen Anforderungen wurden dabei umfassend Rechnung getragen. Seinen Berichtspflichten ist der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend nachgekommen. Er hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum mündlich und auch schriftlich unterrichtet. Meinen Aufsichtsratskollegen und mir wurden Unterlagen zu allen Sitzungen rechtzeitig zur Einarbeitung übersendet. Der Aufsichtsrat hat sich stets von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen können. Über die Ergebnisentwicklung wurde der Aufsichtsrat auch außerhalb der Sitzungen in der Regel monatlich durch Kurzdarstellungen über die Handelsergebnisse der Handelsbereiche und ein zusammengefasstes Konzernhandelsergebnis informiert. Im Zuge der turnusmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats erfolgten zudem umfassende und detaillierte Berichterstattungen. Dabei wurden ausgehend von einer zusammenfassenden Darstellung der wesentlichen Kennzahlen zur Vermögens- und Ertragslage quartalsweise Berichte zu Segmentergebnissen und Handelsvolumen, zu Veränderungen im Personalbereich, der Entwicklung der Aufwendungen sowie weiteren Leistungsindikatoren dargelegt und beschrieben. Im Hinblick auf die Finanzlage wurde auch die laufende Liquiditätslage im Konzern dargestellt und erläutert. Zusätzlich erfolgte die quartalsweise Risikoberichterstattung mit Angaben zur Risikotragfähigkeit und deren Ermittlungsgrundlagen sowie der Risikoneigung einschließlich der Auslastung von Limiten im jeweils abgelaufenen Quartal. Ergänzt wurde diese Berichterstattung um die Darstellung von Kennziffern zu Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationellen Risiken. Gerade die Modelle zur Ermittlung der Risikotragfähigkeit wurden nebst ihren zu Grunde liegenden Annahmen umfassend erörtert. Neben den Risiken, die auf der Veränderung von Marktpreisen resultieren können, wurden daneben auch die wesentlichen operationellen Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung erörtert. Der Risikobericht enthielt - soweit dies geboten war - zusätzliche Ausführungen über die Tätigkeiten der internen Revision und des Compliance Officers sowie Angaben über Störungen im Geschäftsablauf nebst Maßnahmen zur deren Behebung. Mit Ablauf des Geschäftsjahres 2016 erfolgte zusätzlich mit der quartalsweisen Berichterstattung die zusammengefasste Darstellung des Risikoberichts auf Jahresbasis. Unterlagen und Ausführungen wurden kritisch hinterfragt, und es wurden — soweit erbeten — zusätzliche Informationen stets unverzüglich durch die Gesellschaft zusammengetragen, zur Verfügung gestellt sowie darüber hinaus um Erläuterungen durch den Vorstand ergänzt. Im Zusammenhang mit Einzelfragen erfolgte gegebenenfalls die Hinzuziehung sachkundiger Mitarbeiter, insbesondere zum Risikomanagement, der Compliance und der internen Revision. Vertiefende Einblicke konnten so zur Zufriedenheit des Aufsichtsrats jederzeit gewährt werden. Ergänzend zu den zuvor dargestellten Berichterstattungen über die laufende Geschäftsentwicklung, Risikolage sowie über bedeutende Geschäftsvorfälle — soweit vorhanden — waren die Plan- und Zieleinhaltung Gegenstand von Erörterungen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand. Dabei wurden auch Abweichungen der Ergebnisse von Plänen und Zielen besprochen. Um seinen Aufgaben nachkommen zu können, wurden dem Aufsichtsrat zudem finanzielle und personelle Ressourcen in angemessenem Umfang zur Verfügung gestellt. Hierzu zählte auch das von den Mitgliedern wahrgenommene Angebot, an Weiterbildungen teilnehmen zu können. Arbeit des Aufsichtsrats Fortlaufend befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere in Sitzungen mit der wirtschaftlichen Entwicklung des gesamten Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Dabei beschäftigte er sich auch mit internen und externen Einflüssen, welche Auswirkungen auf die geschäftliche Entwicklung haben oder haben können. Beschlussfassungen durch den Aufsichtsrat erfolgen grundsätzlich im Rahmen der Präsenzsitzungen. Daneben wurden zwei Beschlussfassungen des Aufsichtsrats im Umlaufverfahren herbeigeführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr trat der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zu insgesamt fünf Präsenzsitzungen in den Geschäftsräumen der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zusammen. An diesen Sitzungen haben jeweils alle Mitglieder teilgenommen, allerdings musste ein Mitglied aufgrund kurzfristiger gesundheitlicher Verhinderungen an zwei Sitzungen telefonisch zugeschaltet werden. Im Rahmen der ersten Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2017 wurde am 21. Februar 2017 insbesondere das Ergebnis des vierten Quartals des abgelaufenen Geschäftsjahres 2016 behandelt. Hiermit einhergehend wurde das Ergebnis für das gesamte Jahr 2016 vorgestellt und besprochen. Zudem gab der Vorstand Erläuterungen zum Strategieprozess. In seiner Sitzung vom 17. März 2017 legte der Aufsichtsrat nach Abstimmung mit dem Abschlussprüfer insbesondere mit Blick auf die gestiegenen regulatorischen Anforderungen Prüfungsschwerpunkte für die Abschlussprüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016 fest. Im Mai 2017 erfolgte im Rahmen von zwei Umlaufbeschlussverfahren durch den Aufsichtsrat einstimmig die Zustimmung zu vom Vorstand der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft vorgeschlagene Beteiligung an Kapitalerhöhungsrunden der wikifolio Financial Technologies AG. Gegenstand der Sitzung am 24. Mai 2017 war maßgeblich die Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2016. Hierzu nahm an der Sitzung der Abschlussprüfer teil, der ebenso wie der Vorstand Fragen beantwortete und vertiefende Erläuterungen zum Jahresabschluss und Konzernabschluss zur Zufriedenheit aller Aufsichtsratsmitglieder geben konnte. Der Abschlussprüfer nahm im Rahmen der Sitzung auch Stellung zu den Prüfungsschwerpunkten, die durch den Aufsichtsrat zuvor festgelegt wurden. Der Aufsichtsrat billigte den Jahres- und Konzernabschluss und stimmte anschließend einstimmig dem Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016 zu, der u.a. als Bestandteil des Geschäftsberichts 2016 offengelegt wurde. Darüber hinaus wurde das Ergebnis für das erste Quartal 2017 vom Vorstand dargestellt und mit dem Vorstand erörtert. Die Hauptversammlung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2016, zu der form- und fristgerecht eingeladen wurde, fand am 13. Juli 2017 statt. Die Tagesordnungspunkte wurden durch den Aufsichtsrat in der Sitzung vom 24. Mai 2017 einstimmig beschlossen. Die Sitzung des Aufsichtsrats, in der durch den Vorstand das Ergebnis für das zweite Quartal 2017 vorgelegt und erläutert wurde, fand am 6. September 2017 statt. Daneben wurden in dieser Sitzung die Ergebnisse der Evaluierungen des Aufsichtsrats, die aus den Anforderungen nach § 25d KWG resultieren, erörtert und zudem die Feststellungen des Vorstands im Sinne des § 25c Abs. 3 KWG vollzogen. Zudem erfolgte die Vorlage des Jahresberichts des Compliance-Beauftragten. Am 15. November 2017 fand die letzte Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2017 statt. In dieser wurde das Ergebnis des dritten Quartals 2017 behandelt. Vertiefend wurde zudem das EDV-Budget 2018 sowie das Konzern-Budget 2018 besprochen und nach den Erörterungen vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Leiter der Innenrevision erläuterte seine Prüfungsplanung und die entsprechenden Schwerpunkte. Jahres- und Konzernabschluss 2017 Die Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG, Wirtschaftprüfungsgesellschaft, wurde als Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft betraut. Dem Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juli 2017 entsprechend hat die Wirtschaftprüfungsgesellschaft den Prüfungsauftrag erhalten. Aufsichtsrat und Abschlussprüfer haben sich am 19. April 2018 im Rahmen einer Telefonkonferenz über die Festlegung von Prüfungsschwerpunkten verständigt. Nach Durchführung der Prüfungen erklärte der Abschlussprüfer, dass diese zu keinen Einwendungen geführt haben, und, dass der Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen wurden. Die Abschlüsse sowie die Lageberichte lagen dem gesamten Aufsichtsrat rechtzeitig vor, so dass die Unterlagen eigenen Prüfungen unterzogen wurden und in der Sitzung am 17. Mai 2018 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer besprochen werden konnten. Der Abschlussprüfer erteilte uns umfassende Auskünfte und stand für anstehende Fragen zur Verfügung. Wir stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch den Abschlussprüfer zu und billigten den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss 2017. Damit ist der Jahresabschluss 2017 der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nach § 172 AktG festgestellt worden. Gemeinsam mit dem Vorstand beabsichtigt der Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 12. Juli 2018 die Zahlung einer Dividende von EUR 1,70 je gewinnberechtigter Aktie aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2017 vorzuschlagen. Der Aufsichtsrat stimmte in der Sitzung am 17. Mai 2018 zudem dem Inhalt des vorliegenden Berichts zu. Das Jahr 2017 war ein erfolgreiches Geschäftsjahr für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Zudem war es in vielen Bereichen im besonderen Maße arbeitsintensiv und von umfangreichen Neuerungen, insbesondere regulatorischer Art, geprägt. Alle Unwägbarkeiten und Hürden, die 2017 insgesamt bereithielt, konnten jedoch mit großem Einsatz durch den Vorstand und die Mitarbeiterinnen sowie die Mitarbeiter gemeistert werden. Belohnt wurden die Anstrengungen mit der fristgerechten Umsetzung umfangreicher Anforderungen und zudem mit einem Rekordergebnis aus den Handelsbereichen für den Konzern. Der gesamte Aufsichtsrat bedankt sich daher ganz herzlich für die erfolgreiche, ja herausragende Arbeit. Meine Kollegen und ich freuen uns auf weitere vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit.
Düsseldorf, im Mai 2018
Michael Schwartzkopff, Vorsitzender des Aufsichtsrat |
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