Lang & Schwarz Aktiengesellschaft

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Inhaltsverzeichnis zum Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

1. Geschäftliche Aktivitäten

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1.1 Das Geschäftsjahr 2019

2.1.2 Coronavirus-Krise

2.2 Rahmenbedingungen der geschäftlichen Tätigkeiten in 2019

2.3 Geschäftsentwicklung in 2019

2.3.1 Ertragslage

2.3.2 Finanzlage

2.3.3 Vermögenslage

3. Risikobericht

3.1 Risikomanagement

3.2 Risikoarten der Geschäftstätigkeit

3.2.1 Adressenausfallrisiko

3.2.2 Marktpreisrisiko

3.2.3 Liquiditätsrisiken

3.2.4 Operationelles Risiko

3.2.5 Coronavirus-Krise

3.3 Risikotragfähigkeit

4. Prognose- und Chancenbericht

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

1. Geschäftliche Aktivitäten

Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist eine operative Holdinggesellschaft. Der Konzern umfasst mit der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG und der Lang & Schwarz Broker GmbH zwei weitere Konzerngesellschaften.

Unter die eigene operative Tätigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft fällt die Begebung von derivativen Finanzinstrumenten mit dem Schwerpunkt auf Hebelprodukte und Themenzertifikate - einschließlich wikifolio-Endlosindexzertifikate. Insgesamt wurden durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft in 2019 über 36.000 eigene Produkte emittiert.

Die verschiedenen Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden durch die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG außerbörslich oder börslich an der Börse Stuttgart (Handelssegment EUWAX) und der BX Swiss, Bern (Schweiz) zum Handel angeboten. Zum Ultimo Dezember 2019 quotiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG über 10.000 derivative Finanzinstrumente der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft mit Bezug auf inländische und ausländische Aktientitel, Indizes, Währungskursrelationen, Rohwarenkurse oder die Zinsentwicklung sowie über 8.000 Themenzertifikate. Die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG stellt darüber hinaus Handelskurse für über 11.000 Aktien, Anleihen, Fonds sowie ETPs (ETFs, ETCs und ETNs) wochentäglich von 7:30 Uhr bis 23:00 Uhr sowie samstags von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr und sonntags von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Als Market Maker quotiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG Finanzinstrumente auch an der Lang & Schwarz Exchange, dem elektronischen Handelssystem der Börse Hamburg, an der Frankfurter Wertpapierbörse, an der Wiener Börse, Wien (Österreich) und an der BX Swiss, Bern (Schweiz). Partnerbanken können sich an die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zum Handel über TradeLink, cats-os oder andere alternative Anschlussmöglichkeiten anbinden. Über angeschlossene Partnerbanken der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG erreicht diese über 15 Millionen Privatkunden.

Die 100%-ige Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH ist eine Spezialbank im Bereich des Handels mit Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten. Sie erbringt zudem Dienstleistungen im Bereich der EDV-Hardware- und Softwarebereitstellung, der Unterhaltung der technischen Handelsplatzanbindungen sowie den laufenden EDV-Support für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1.1 Das Geschäftsjahr 2019

Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wuchs das globale Bruttoinlandsprodukt 2019 um 2,9% gegenüber einem Wachstum von 3,6% im Jahr 2018.

Die Wirtschaft in Deutschland ist auch 2019 weiter gewachsen, wenn auch nicht mehr so stark wie in den beiden Vorjahren. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2019 um 0,6% höher als im Vorjahr. Verglichen mit dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von +1,3% ist die deutsche Wirtschaft 2019 schwächer gewachsen. Die Arbeitslosenquote in Deutschland ist 2019 von 5,2% auf 5,0% gesunken, das entspricht rund 2,27 Millionen Arbeitslosen.

In der Europäischen Union (EU) betrug die Arbeitslosenquote Ende 2019 6,4% und in der Eurozone 7,6%, eine Verbesserung von 0,4 bzw. 0,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr und der niedrigste Stand des jüngsten Jahrzehnts. In absoluten Zahlen ausgedrückt sind dies etwa 15,8 Millionen Arbeitslose in der EU und ca. 12,5 Millionen Arbeitslose in der Eurozone.

Im Jahresdurchschnitt 2019 lag die Inflationsrate in den USA bei 1,8% und damit unter den 2,4% aus dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote in den USA lag zum Jahresende 2019 bei 3,5% (Vorjahr: 3,9%).

Nach drei Zinserhöhungen im Jahr 2017 und vier weiteren im Jahr 2018 änderte die US Notenbank Federal Reserve (Fed) 2019 ihre Geldpolitik. Der Leitzins (Fed Funds Rate), welcher sein vorübergehendes Hoch bei einem Korridor von 2,25% - 2,5% fand, wurde sukzessive dreimal um je ein Viertel Prozentpunkte gesenkt und fand im Oktober sein Jahrestief bei 1,5% -1,75%.

Weniger turbulent verlief das Jahr im Europäischen System der Zentralbanken. Zinsschritte gab es 2019 lediglich in Bezug auf die Einlagenfazilität. Hier wurde der Zins für die Einlagen der Geschäftsbanken bei der EZB von -0,4% auf -0,5% weiter abgesenkt. Der Hauptrefinanzierungssatz, welcher auch Leitzins genannt wird, liegt weiterhin bei 0%, der Spitzenrefinanzierungssatz bei 0,25%.

Das Quantitative Easing (QE) Programm wurde Ende des Jahres 2019 wieder ins Leben gerufen. Seit November 2019 kauft die EZB Staatsanleihen im Wert von 20 Mrd. Euro pro Monat an, um die Kreditvergabe durch Banken an die Haushalte zu forcieren.

Der Handelsstreit zwischen den USA und China dominierte die weltweiten Börsen im Jahr 2019. Anders als jedoch 2018, wo noch eine Eskalation des Handelskrieges an den Börsen eingepreist wurde, sorgten die Entwicklungen 2019 für Entspannung; dennoch sind die Kosten des Handelskonflikts enorm. Eine weitere Eskalation des Streits scheint nunmehr eher unwahrscheinlich. Zuletzt stand eine Halbierung der erlassenen Strafzölle im Raum, was die Börsen unmittelbar zu Beginn des Jahres 2020 mit steigenden Kursen zur Kenntnis genommen haben.

2.1.2 Coronavirus-Krise

Mit der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in vielen Ländern ergeben sich weltweite Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

In den USA wurde die Fed Funds Rate 2020 zunächst auf 1% -1,25% gesenkt, um diese dann in einer außerordentlichen Sitzung erneut zu reduzieren auf ein Niveau von 0% - 0,25%. Die Schritte waren wohl auch gedacht, um das Vertrauen in die Aktienmärkte zu sichern, welches bereits mit Beginn der Corona-Pandemie stark gelitten hat. Die Ankündigungen, dass die US Notenbank der Krise mit billigem Geld begegnete, sorgte für einen Abverkauf an den Märkten und kehrte den erfreulichen Start ins Börsenjahr 2020 weltweit ins Gegenteil, da anscheinend nun erst vielen Akteuren die Schwere der Pandemie und die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Schäden richtig bewusst wurden.

Die Zahl der Arbeitslosen hat sich in den USA enorm ausgeweitet. Allein im März 2020 gab es laut den Zahlen des Arbeitsministeriums in den USA mehr als zehn Millionen neue Arbeitslose.

Auch in Europa und somit in Deutschland ist die rasante Ausbreitung des Coronavirus ein großes Abwärtsrisiko für die Konjunktur, verbunden mit erheblichen Unsicherheiten. Die EZB hat mit Blick auf die historisch niedrigen Zinsen in 2020 zwar bislang keine weiteren Zinssenkungen beschlossen, jedoch hat sie ein Notfall-Anleihekaufprogramm PEPP (Pandemie Emergency Purchase Programme) in Höhe von 750 Mrd. Euro angekündigt, welches mit den bereits bestehenden Maßnahmen eine Gesamtsumme von 1,1 Billionen Euro für 2020 erreicht. Sie entledigte sich ebenfalls der Schwelle bis zu der die EZB bis dato in der Lage war, Staatsanleihen anzukaufen. Somit kann die EZB nun beliebig hohe Käufe in Anleihen einzelner Länder tätigen und ist so in der Lage, flexibler zu agieren als mit den bestehenden Restriktionen.

2.2 Rahmenbedingungen der geschäftlichen Tätigkeiten in 2019

Bedingt durch Rezessionsängste, Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit und Handelskonflikte, insbesondere zwischen den USA und China, mit möglichen Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft, war 2019 ein relativ schlechtes Jahr für Börsengänge. Mit dem Softwarenunternehmen TeamViewer AG, der LKW-Tochter von Volkswagen Traton SE und dem Modehändler Global Fashion Group S.A. gelang lediglich drei Unternehmen der Sprung in den Prime Standard.

Weltweit gab es 1.040 Börsengänge, deren Zahl damit im Vergleich zum Vorjahr zurückging. Das dabei erlöste Emissionsvolumen betrug ca. 199 Mrd. USD. Auf der internationalen Bühne spielte insbesondere der Börsengang des saudischen Ölriesen Saudi Aramco eine bedeutende Rolle - der größte Börsengang der Geschichte. Lediglich 1,5% der Anteile wurden zum Kauf angeboten und damit 25,6 Mrd. USD eingenommen. Ein weiteres mit Spannung erwartetes IPO war Uber Technologies, Inc., ein Online-Vermittler von Personenbeförderungsleistungen, das Unternehmen vereinnahmte rund 8,1 Mrd. USD. Das drittgrößte IPO des Jahres 2019 war die Asien-Tochter von AB InBev, der weltweit führenden Brauerei „Budweiser Brewing Co APAC Ltd.”, mit einem Emissionsvolumen von 5,7 Mrd. USD.

Die zuvor für die Börsen beschriebenen zentralen Faktoren führten zu einem Umdenken der Zentralbanken und einer Abkehr von der Diskussion über steigende Zinsen in Europa; in den USA führten sie zu Zinssenkungen. Diese Zinsentwicklung trieb die Aktienmärkte weltweit an. US-Indices konnten in 2019 stark zulegen und verzeichneten neue Höchststände. Der Dow Jones erreichte im Dezember ein neues Allzeithoch bei 28.701 Punkten und schloss bei 28.538 Punkten (Vorjahr: 23.327 Punkte), der S&P 500 schloss bei 3.230 Punkten (Vorjahr: 2.506 Punkte), der NASDAQ-100 beendete das Jahr mit 8.733 Punkten (Vorjahr: 6.329 Punkte). Der EURO STOXX 50-Index stieg ebenfalls und konnte ca. 25% zulegen (Jahresschluss: 3.745, Vorjahr: 3.001) und der Nikkei Index gewann ca. 18% (Jahresschluss: 23.656, Vorjahr: 20.014).

Der DAX konnte mit einem Jahresendstand von 13.249 Punkten (Vorjahr: 10.558) einen Gewinn von ca. 25% verbuchen und der MDAX legte 31% zu (28.312 Punkte, Vorjahr: 21.588 Punkte). Der TecDAX gewann auf Jahresbasis ca. 23% und schloss bei 3.014 Punkten (Vorjahr: 2.450). Die börslichen Umsätze, beispielsweise an der Deutschen Börse in 2019, waren gegenüber dem Vorjahr jedoch rückläufig.

Auf Jahressicht überzeugten auf dem deutschen Parkett insbesondere die Aktien der MTU Aero Engines AG, welche im dritten Quartal in den DAX aufstiegen, und die Adidas AG. Sie verzeichneten Jahresgewinne von 60% bzw. 59%. Größter Verlierer im DAX waren die Aktien der Wirecard AG, die auf Jahressicht 19% verloren. Der Zahlungsabwickler litt mehrfach unter von der „Financial Times" aufgeworfenen Vorwürfen zu Bilanzfälschungen, die Wirecard zurückwies und eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einer Sonderprüfung beauftragte. Ebenfalls schwach entwickelten sich die Aktien der Deutsche Lufthansa AG, welche aufgrund von Streiks und dem harten Wettbewerb knapp 16% einbüßten.

Im MDAX verzeichnete der Batteriespezialist VARTA AG einen Anstieg von ca. 388%. Die Nachfrage nach Mikrobatterien, die unter anderem für kabellose Kopfhörer von Smartphones genutzt werden, ist weiterhin hoch. Auch der Essenslieferdienst Delivery Hero SE konnte mit einem Anstieg von ca. 117% überzeugen. Die Aktie der thyssenkrupp AG stieg im September in den MDAX ab und verlor auf Jahressicht ca. 20%. Die schwächste Aktie im MDAX war die Aktie der K+S Aktiengesellschaft; der Düngemittel-Konzern verlor ca. 29%.

2.3 Geschäftsentwicklung in 2019

Trotz positiver Entwicklung des DAX und anderer führender Indizes ergaben sich hieraus keine nennenswerten Impulse für den handelsaffinen Käufer von Turbozertifikaten. Dieser Entwicklung konnte sich die Gesellschaft nicht entziehen. Insgesamt ergaben sich auf Jahressicht Einbußen im Hinblick auf die Anzahl der Geschäfte mit einem Rückgang von 7% wie auch im Hinblick auf den Umsatz mit einem Rückgang von 31%. Aufgrund dieser Entwicklung konnte ein vergleichbares Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wie im Vorjahr entgegen der Vorjahresprognose nicht erreicht werden.

Für die Entwicklung der Gesellschaft sind bestimmte Kennzahlen und ihre Einflussgrößen maßgeblich. Diese werden als bedeutende Leistungsindikatoren bezeichnet. Als zentrale Größen des Unternehmens werden diese beobachtet, gemessen und gegebenenfalls zu anderen Werten oder Entwicklungen in Beziehung gesetzt.

Die nachstehende Übersicht stellt die bedeutenden Leistungsindikatoren für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar:

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2019 2018
Ergebnis aus der Handelstätigkeit 1 TEUR 12.975 16.510
Verwaltungsaufwand 2 TEUR 8.529 7.977
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3 TEUR 4.813 9.651

Das Ergebnis aus der Handelstätigkeit spiegelt die Ertragsentwicklung aus der operativen Tätigkeit wider. Als tägliche, monatliche, quartalsweise und jährliche Größe wird diese jeweils gesellschafts- und konzernbezogen intern berichtet. Zusammen mit den Verwaltungsaufwendungen als überwiegenden Fixkosten und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stellen diese Größen die steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar-steuerungsrelevante nicht finanzielle Leistungsindikatoren liegen nicht vor.

Neben den zuvor beschriebenen Leistungsindikatoren stellt die Einhaltung der Risikotragfähigkeit für die Gesellschaft einen ökonomischen Wert dar, welcher nachhaltig einzuhalten ist. Auch zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen im gesamten Konzern wird die Einhaltung der Risikotragfähigkeit turnusmäßig und soweit erforderlich anlassbezogen überprüft.

2.3.1 Ertragslage

Das Ergebnis aus der Handelstätigkeit ging von TEUR 16.510 um 21% auf TEUR 12.975 zurück. Der Rückgang ist insbesondere dadurch bedingt, dass Kunden im Kalenderjahr 2019 im Verhältnis zum Vorjahr weniger in Produkten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gehandelt haben.

Die Personalaufwendungen haben sich leicht von TEUR 3.386 auf TEUR 3.565 erhöht, was einem Anstieg um 5% entspricht. Ursächlich für die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr sind insbesondere die im Geschäftsjahr wieder aufgenommenen Zahlungen von variablen Vergütungen für die Mitarbeiter, welche im Vorjahr unterblieben waren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 374 auf TEUR 4.965 erhöht. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen erhöhte Rechts- und Beratungskosten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 738 auf TEUR 225 zurückgegangen. Das Vorjahr war durch eine Wertaufholung auf die Beteiligung an der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH von TEUR 700 positiv beeinflusst. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insbesondere periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 143 aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

1 Summe aus Umsatzerlöse, Materialaufwand und Zinsergebnis.
2 Personalaufwand zuzüglich sonstige betriebliche Aufwendungen.
3 Ergebnis nach Steuern zuzüglich bzw. abzüglich der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

Das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 4.813 und liegt damit unter dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Vorjahres, in dem TEUR 9.651 erzielt werden konnten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verminderten sich um TEUR 5.000 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 4.578. In den Aufwendungen für 2019 ist ein Betrag in Höhe von TEUR 3.023 enthalten, der sich aus dem steuerlichen Sondereffekt im Zusammenhang mit § 8b Abs. 7 KStG ergibt. Ohne diesen Sondereffekt hätte der Steueraufwand aus der geschäftlichen Tätigkeit 2019 TEUR 1.555 betragen. Der deutliche Rückgang des Steueraufwands gegenüber dem Vorjahr resultiert neben dem verminderten Jahresergebnis vor Steuern insbesondere daraus, dass das Vorjahr noch stärker durch den Sondereffekt im Zusammenhang mit § 8b Abs. 7 KStG belastet war.

Die Anwendbarkeit des § 8b Abs. 7 KStG (in der Fassung von 2017) auf die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft war seit 2018 Gegenstand verschiedener Diskussionen mit der Finanzverwaltung und verschiedenen steuerlichen Beratern der Gesellschaft. Mögliche Maßnahmen, die zu einer sachgerechten Besteuerung führen, werden weiterhin mit der Finanzverwaltung abgestimmt. Inwieweit diese Maßnahmen einen positiven Einfluss auf die Steuerrückstellungen der Veranlagungsjahre 2017 und 2018 haben könnten, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. Hierbei geht es auch um die Auslegung des Gesetzes nach seiner Änderung, insbesondere bezogen darauf, dass nach der Begründung zur Gesetzesänderung darauf abgezielt wurde, gerade auch Gesellschaften wie die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Anwendungsbereich des § 8b Abs. 7 KStG zu belassen, da diese als Teil einer Institutsgruppe der Institutsaufsicht unstrittig unterliegt.

Bereits ab dem Ende des Jahres 2018 und für die folgenden Jahre hat die Gesellschaft mit steuerlichen Beratern abgestimmte Maßnahmen ergriffen, um eine Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit wieder zu erlangen. Durch die eingeleiteten Maßnahmen wird erreicht, dass aus Grundgeschäften und Sicherungsgeschäften die erwirtschafteten Ergebnisse auch steuerlich berücksichtigt werden können. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft strebt an, diesbezüglich von der Finanzverwaltung eine rechtlich bindende Auskunft zu erhalten, wie diese beantragt wurde. Es liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Maßnahmen von der Finanzverwaltung nicht anerkannt werden. Zurzeit wird eine positive Auskunft zu Gunsten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft durch die Finanzverwaltung als wahrscheinlicher eingeschätzt als das Risiko einer negativen Auskunft. Für den Fall einer etwaigen Nichtanerkennung hätte sich jedoch für das Veranlagungsjahr 2019 keine zusätzliche steuerliche Belastung ergeben.

Unter Berücksichtigung sonstiger Steuern in Höhe von TEUR 234 (Vorjahr: TEUR 171) ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1 nach einem Jahresfehlbetrag im Vorjahr in Höhe von TEUR 98.

2.3.2 Finanzlage

Die Liquidität der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ausreichend, die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet. Zum Jahresultimo stehen kurzfristige Forderungen, sonstige Wertpapiere und liquide Mittel im Umlaufvermögen von insgesamt TEUR 411.339 (Vorjahr: TEUR 308.741) kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen von insgesamt TEUR 404.715 (Vorjahr: TEUR 295.474) gegenüber. Finanzinstrumente, die aufgrund ihrer Fungibilität einen kurzfristigen Charakter aufweisen, werden trotz einer langfristigen Restlaufzeit entsprechend der internen Steuerung in die kurzfristigen Verbindlichkeiten einbezogen. Dies betrifft auch von der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft begebene Optionsscheine und Zertifikate. Auf dieser Berechnungsgrundlage ergibt sich ein bilanzieller Liquiditätsüberschuss von TEUR 6.624 (Vorjahr: TEUR 13.267).

Die Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen nahezu ausschließlich in EURO. Im Gegenwert von TEUR 1.063 (Vorjahr: TEUR 50) werden Geldverbindlichkeiten in USD auf laufenden Bankkonten unterhalten bzw. in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 5) Geldforderungen in USD auf laufenden Bankkonten.

Über die bestehenden Eigenmittel der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft in Höhe von TEUR 25.745 (Vorjahr: TEUR 28.899) hinaus stehen der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft auch im Anschluss an das Geschäftsjahr 2019 ausreichende Finanzierungsmittel zur Verfügung, um ihre geschäftliche Tätigkeit finanzieren zu können. Dies ist insbesondere in den aktuell laufenden Finanzierungsverträgen mit der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG begründet.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 33% von TEUR 324.374 um TEUR 106.096 auf TEUR 430.469. Dies ist insbesondere auf den stichtagsbedingten Anstieg von Aktienpositionen am Jahresende 2019 zurückzuführen, wie nachfolgende Übersicht zeigt:

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Bilanzausweis
2019 2018 Veränderung
Bilanzposten und Produkte TEUR TEUR TEUR
sonstige Vermögensgegenstände
- Optionen 85 548 -463
sonstige Wertpapiere
- Aktien, Fonds, ETPs, Optionsscheine und Zertifikate 298.548 214.370 84.178
-festverzinsliche Wertpapiere 803 1.071 -268
299.351 215.441 83.910
Summe aktive Handelsbestände 299.436 215.989 83.447
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Bilanzausweis
2019 2018 Veränderung
Bilanzposten und Produkte TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
- verkaufte Aktien, Fonds und ETPs 30 34 -4
Sonstige Verbindlichkeiten
-verkaufte eigene Optionsscheine und Zertifikate 325.356 269.236 56.120
- Optionen 15 479 -464
325.371 269.715 55.656
Summe passive Handelsbestände 325.401 269.749 55.652

Gegenüber dem Vorjahresausweis erhöhte sich der Stichtagsbestand von verkauften eigenen Optionsscheinen und Zertifikaten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 269.236 um TEUR 56.120 auf TEUR 325.356. Hiermit einhergehend stiegen die sonstigen Wertpapiere auf der Aktivseite von insgesamt TEUR 215.441 um TEUR 83.910 auf TEUR 299.351 an. Unter dem Bilanzposten sonstige Wertpapiere werden zum Bilanzstichtag unter anderem die zur Absicherung der verkauften Zertifikate gehaltenen Wertpapierbestände ausgewiesen.

Zudem haben sich auf der Aktivseite der Bilanz innerhalb des Bilanzpostens Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten die unterhaltenen Gelder auf Bankkonten um insgesamt TEUR 61.430 auf TEUR 112.658 erhöht. Die Guthaben werden im Wesentlichen bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt sowie vier weiteren, in Deutschland ansässigen Kreditinstituten gehalten. Demgegenüber haben sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 40.780 um TEUR 38.994 auf TEUR 1.786 vermindert. Ursächlich hierfür ist die Rückzahlung eines Darlehens an die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG in Höhe von TEUR 39.673.

Auf der Passivseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 11.811 um TEUR 48.988 auf TEUR 60.800. Die Verbindlichkeiten in laufender Rechnung betreffen nahezu ausschließlich die Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG.

Die Rückstellungen sind um TEUR 4.686 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 18.089 angestiegen. Der Anstieg betrifft mit TEUR 3.948 insbesondere die Steuerrückstellungen. Von den Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 16.763 betreffen TEUR 15.838 den Veranlagungszeitraum 2018.

Das Eigenkapital verminderte sich von TEUR 28.899 um TEUR 3.145 auf TEUR 25.754. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 4. Juli 2019 wurden für das Geschäftsjahr 2018 TEUR 3.146 an die Aktionäre ausgeschüttet. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2019 in Höhe von TEUR 1 auf neue Rechnung vorzutragen. Angesichts der deutlich erhöhten Konzernbilanzsumme ergibt sich zum Bilanzstichtag eineEigenkapitalquote von 6% nach 9% im Vorjahr.

Die Leistungsindikatoren bewegen sich trotz des schwierigen Börsenumfelds in 2019 weiter auf einem guten Niveau. Die Geschäftsentwicklung war im Jahr 2019 vor dem Hintergrund der im Vergleich zum Vorjahr schwächeren Handelsumsätze insgesamt zufriedenstellend. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind geordnet.

3. Risikobericht

3.1 Risikomanagement

ie Lang & Schwarz Aktiengesellschaft tätigt insbesondere Handelsgeschäfte in Finanzinstrumenten, die im Eigenbestand gehalten werden. Eine Absicherung dieser Wertpapierbestände erfolgt durch gegenläufige Bestände gleicher Art oder durch ein dynamisches Delta-Hedging (vgl. hierzu auch die Ausführungen im Anhang zu den Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB). Der Umgang mit Risiken, wie ein möglicher Verlust oder ein entgangener Gewinn, ist Bestandteil der Gesamtsteuerung durch die Geschäftsleitung für den gesamten Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Aus diesem Grund wurde ein zeitnahes Risikomanagement als Risikofrüherkennungs- und -steuerungsinstrument unter Einbeziehung aller Konzerngesellschaften eingerichtet. Vorgaben für den Handel in Finanzinstrumenten sowie das Risikomanagement formuliert die Geschäftsleitung für den gesamten Konzern in Form von Rahmenbedingungen, Richtlinien und Arbeitsanweisungen (Organisationsanweisungen). Die in den Rahmenbedingungen enthaltene Geschäftsstrategie und Risikostrategie werden jährlich durch die Geschäftsleitung überprüft und geben Art und Umfang möglicher Risikogeschäfte in den einzelnen Konzerngeschäftsfeldern vor. Die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken erfolgt unmittelbar durch die Geschäftsleitung, die hierbei vom Risikocontrolling, Compliance-Bereich und der Internen Revision im gesamten Konzern unterstützt wird.

3.2 Risikoarten der Geschäftstätigkeit

Im Rahmen der Risikoinventur wurden folgende wesentliche Risiken identifiziert: Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko.

3.2.1 Adressenausfallrisiko

Adressenausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Vertragspartner nicht oder nicht fristgerecht leistet oder die Gesellschaft einem Vertragspartner trotz der Nichtleistung eines Dritten zur Leistung verpflichtet ist. Das Adressenausfallrisiko wird unterteilt in die drei Unterrisiken: Kreditrisiko, Kontrahentenrisiko und Emittentenrisiko. Diese werden im Risikocontrolling überwacht.

Kreditrisiken betreffen derivative und außerbilanzielle Risiken. Von grundsätzlich geringerer Bedeutung sind Kontrahentenrisiken als Risiken des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Kontrahenten, da nahezu sämtliche Handelsgeschäfte Zug um Zug abgewickelt werden. Sämtliche Handelsgeschäfte werden mit regulierten Instituten abgeschlossen und mit diesen abgewickelt oder an Börsen getätigt und über die Börsensysteme abgewickelt. Dem Emittentenrisiko als Risiko des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Emittenten wird mit dem Risikomanagement der Handelsgeschäfte begegnet. Derivative und außerbilanzielle Risiken werden im Rahmen der Marktpreisrisiken überwacht. Darüber hinaus werden mögliche Risikokonzentrationen, insbesondere durch die analoge Anwendung von aufsichtsrechtlichen Vorgaben begrenzt.

3.2.2 Marktpreisrisiko

Marktpreisrisiken sind allgemeine Preisveränderungen von Aktien, Anleihen, Währungen und Rohwaren durch Marktbewegungen. Zu den Marktpreisrisiken zählen Kursrisiken, Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken und Marktpreisrisiken aus Warengeschäften. Als Kursrisiken werden sowohl Risiken aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen definiert als auch Liquiditätsrisiken aufgrund einer eingeschränkten Handelbarkeit von Wertpapieren, die auf ein geringes Handelsvolumen zurückzuführen sind („marktenge" Wertpapiere).

• Preisrisiko aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen

Risiken aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen oder aus Schwankungen einer impliziten Volatilität misst ein zeitnahes Risikocontrolling. Um risikobehaftete Bestände zu beschränken, wird die Einhaltung der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Handelslimite kontinuierlich überwacht.

• Preisrisiko durch Liquiditätsengpässe

Liquiditätsrisiken in Finanzinstrumenten wird durch die bewusste Auswahl der von der Gesellschaft gehandelten Finanzinstrumente begegnet. Darüber hinaus erfolgt einerseits die Risikomessung analog der Risiken aus kurzfristigen Marktschwankungen, andererseits werden die Risiken in Form sich verzögernder Glattstellungsmöglichkeiten, die sich aus einer Minderliquidität von Produkten ergeben können, als Preisrisiko ermittelt und im Rahmen der Steuerung der Liquiditätsrisiken berücksichtigt.

• Zinsänderungsrisiko im Handelsgeschäft

Zinsänderungsrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen für das Unternehmen bei zinsabhängigen Produkten. Solche Risiken werden durch die Organisationsanweisungen limitiert und durch das Risikocontrolling zeitnah gemessen und überwacht.

• Währungsrisiko im Handelsgeschäft

Da die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft Turbo-Zertifikate auf die Entwicklung von Wechselkursen begibt, können grundsätzlich auch Währungsrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen. Zudem ergeben sich gegebenenfalls Risiken aus Währungsschwankungen im Hinblick auf Kursänderungsrisiken, soweit Emittenten nicht aus der Eurozone stammen und damit Aktienkurse nicht originär auf EURO lauten. Diese Risiken werden durch die Organisationsanweisungen limitiert und durch das Risikocontrolling zeitnah überwacht.

Die Überwachung sämtlicher Marktpreisrisiken erfolgt vom Handel unabhängig auf der Grundlage von Bestands- und Marktpreisberechnungen sowie Szenarioanalysen. Eventuelle Limitüberschreitungen im Laufe eines Handelstags werden nach den Vorgaben der Richtlinien und Arbeitsanweisungen durch das Risikocontrolling gemeldet. Die Geschäftsleitung erhält darüber hinaus täglich einen Bericht über die Einhaltung der Handelslimite auf das Ende eines Handelstags. Weiterhin werden mit Stress-Test-Szenarien starke Schwankungen von Preisindikatoren simuliert und mögliche Ergebnisauswirkungen auf den Handelsbestand berechnet. Die Messung der Marktpreisrisiken für die Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt auf Basis vorgegebener Szenariomodelle. Das negativste Ergebnis einer Szenario-Matrix wird für die Risikotragfähigkeitsanalyse herangezogen.

3.2.3 Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken, die unter die Verfügbarkeit liquider Mittel fallen, können für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der Finanzausstattung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden solche Risiken jedoch als gering angesehen. Dennoch wird die Liquiditätslage täglich in angemessener Weise durch interne Verfahren überwacht.

Als Liquiditätsrisiko wird auch ein mögliches Risiko berechnet, das sich aus einer verzögerten Glattstellung aufgrund einer Minderliquidität eines Wertpapierbestands ergeben kann. Dieses Risiko wird aufgrund der Relation eines Wertpapierbestandes zu erwarteten Umsätzen an Referenzmärkten berechnet. Aus der Berechnung der Marktpreisrisiken mit Hilfe von Stressszenarien können sich gleichgerichtete Risikobeträge ergeben, wie beispielsweise bei der Berechnung der hier beschriebenen Liquiditätsrisiken aus einer Minderliquidität von Wertpapieren. Solche sich kumulierende Risikobeträge werden in Kauf genommen und nicht eliminiert.

3.2.4 Operationelles Risiko

Aufgrund der Tätigkeit des Konzerns unterliegt die Gruppe und damit auch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft der Kontrolle verschiedener Aufsichtsbehörden. Vor diesem Hintergrund sind für die künftige Entwicklung der Gesellschaft gesetzliche bzw. aufsichtsrechtliche Änderungen ebenso relevant wie das sich ständig ändernde wirtschaftliche und börsliche Umfeld. Deshalb beobachtet und analysiert die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft die Rahmenbedingungen, um eine erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft zu planen und Maßnahmen hierfür umsetzen zu können. In diesem Zusammenhang wurden folgende Risikofelder identifiziert und Maßnahmen zur Risikobegrenzung und -steuerung ergriffen:

• Personal

Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist aufgrund des spezifischen Geschäftsmodells auf ausreichendes und qualifiziertes Personal angewiesen. Die erfolgreiche Personalrekrutierung bleibt zwar auch in kommenden Geschäftsjahren ein latentes Risiko, dürfte sich jedoch gegenüber den Vorjahren nicht verschlechtern. Zudem ist die Gesellschaft intern bestrebt, Mitarbeiter weiterzubilden und fördert die Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften. Mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern, die leitende Positionen oder Führungsaufgaben wahrnehmen, kann einer Gesellschaft im Einzelfall ein Wissensnachteil entstehen. Dem wird soweit wie möglich entgegengewirkt.

• EDV

Das Unternehmen ist in hohem Maße auf die Funktionsfähigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit der Datenverarbeitungs- und Kommunikationssysteme angewiesen. Um die Verfügbarkeit der Systeme jederzeit gewährleisten zu können, wurden alle Kernfunktionalitäten redundant ausgestaltet. Im Hinblick auf die Auslastung der Systeme und Datenbanken wird zudem auf ausreichende Kapazitäten geachtet, sodass auch über das normale Maß hinausgehende, extreme Auslastungen nicht zu einem nachhaltigen Ausfall der Systeme und Datenbanken, die unmittelbar mit den Kernfunktionen der geschäftlichen Tätigkeiten zusammenhängen, führen. Die Gesellschaft ist gegen den Ausfall der externen Stromversorgung mittels einer unterbrechungsfreien Stromversorgung abgesichert und verfügt über einen Notfallplan. Zur Aufrechterhaltung und zur Pflege aller wesentlichen Systeme sind darüber hinaus jederzeit Mitarbeiter des EDV-Bereichs der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH verfügbar.

Um die jederzeitige Funktionsfähigkeit und Erreichbarkeit der EDV-basierten Arbeitsplätze zu gewährleisten, wird für jeden Mitarbeiter ein Ausweicharbeitsplatz an einem Drittstandort unterhalten. Die Nutzbarkeit und Funktionsfähigkeit der Ausweicharbeitsplätze wird regelmäßig überprüft. Darüber hinaus ist der Zugriff auf die Arbeitsplätze auch durch einen Fernzugriff möglich.

• Markt- und Börsenentwicklung

Im Rahmen seiner Tätigkeit ist das Unternehmen von der Entwicklung der Wertpapier- und Terminbörsen abhängig, da diese das Anlageverhalten der Marktteilnehmer und damit das Ergebnis der Handelstätigkeit beeinflussen. Diesen Risiken wird durch ein aktives Risikomanagement begegnet.

• Risiken aus einer Strategie- oder Wachstumsverfehlung

Eine Reihe von Faktoren kann das Erreichen von Zielen gefährden. Dazu zählen beispielsweise Marktschwankungen, eine veränderte Marktstellung des Unternehmens sowie veränderte Marktbedingungen im Kernmarkt Deutschland. Wenn es der Gesellschaft nicht gelingt, ihre strategischen Pläne umzusetzen, oder wenn die Kosten die Erwartungen übersteigen, könnte die künftige Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit negativ beeinflusst werden. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft könnte zukünftig Markttendenzen und Kundenanforderungen nicht rechtzeitig erkennen oder aus anderen Gründen ihr Wachstum in der Zukunft nicht wie gewünscht fortsetzen. Eingetretene Strategieabweichungen werden im Rahmen einer jährlichen Risikoanalyse ebenso überprüft wie die daraus folgenden Auswirkungen auf die künftige Entwicklung der Gesellschaft.

• Wettbewerbsrisiken

Der deutsche Finanzsektor ist durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft steht hierbei nicht nur zu Finanzdienstleistungsinstituten, sondern auch zu Kreditinstituten und anderen Finanzunternehmen im Wettbewerb. Infolgedessen lassen sich in den einzelnen Geschäftsfeldern oft nicht die gewünschten Margen erzielen. Dieses Risiko wird durch die Geschäftsleitung überwacht und ist Bestandteil der täglichen Ergebnisüberwachung sowie der turnusmäßigen Risikoanalyse.

• Risiken aus der Ergebnisentwicklung

Es wird täglich eine Ergebnisübersicht für die Handelstätigkeiten erstellt. Alle nicht am Handelstag geschlossenen Positionen in Derivaten, Wertpapieren oder Devisen werden dabei auf Basis der Mark-to-Market-Methode bewertet. Anhand der täglichen Ergebnisübersicht ist es möglich, eine zeitnahe Kontrolle und Analyse der Ergebnisse vorzunehmen sowie deren Entwicklung zu beobachten. Das selbst entwickelte Limit-Kontroll-System unterstützt zudem eine verbesserte Überwachung der Handelstätigkeit durch eine automatisierte, vom Handel unabhängige Bestandsbewertung aller Finanzprodukte. Hierauf baut das jeweils fortlaufend an aktuelle Marktentwicklungen angepasste Risikomanagementsystem für die Handelsrisiken auf.

Für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft wird zum Jahresende eine Planungsrechnung auf Monatsbasis für das neue Geschäftsjahr erstellt. Der Soll-Ist-Abgleich der Erträge und Aufwendungen der Planungsrechnung mit den tatsächlichen Geschäftsdaten gibt frühzeitig Aufschluss über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft.

• Rechtliche Risiken

Rechtsrisiken können durch neue gesetzliche Regelungen, die Änderung bestehender Vorschriften sowie eine geänderte Auslegung von Vorschriften entstehen. Solchen Risiken begegnen wir durch ein Rechtsmonitoring, bei dem neue gesetzliche Regelungen sowie Gesetzesänderungen auf ihre Relevanz für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft hin untersucht werden. Zum Rechtsmonitoring gehört auch die Teilnahme von Fachmitarbeitern an Veranstaltungen, bei denen Gesetzesänderungen vorgestellt und besprochen werden.

Darüber hinaus können sich Rechtsrisiken aus vertraglich nicht eindeutigen Formulierungen ergeben. Die Überwachung und Steuerung solcher Risiken übernimmt die Rechtsabteilung der Gesellschaft.

Zur Minderung von Rechtsrisiken prüft die Rechtsabteilung sämtliche vertraglichen Beziehungen; gegebenenfalls werden rechtliche Beratungsdienstleistungen in Anspruch genommen. Darüber hinaus werden zur Sicherstellung der Beweisbarkeit von telefonischen Handelsaufträgen die Geschäftsgespräche der Händler aufgezeichnet. Für Kostenrisiken aus Rechtsstreitigkeiten wurde eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen.

• Aufsichtsrechtliche Risiken

Eine Vielzahl an aufsichtsrechtlichen Bestimmungen ist aufgrund der Geschäftstätigkeiten im Konzern zu beachten. Die Einhaltung dieser überwiegend europäisch geprägten nationalen Vorgaben, die Kontrolle der Einhaltung dieser Bestimmungen sowie die laufende Überwachung möglicher Änderungen bestehender Vorschriften sind unerlässlich. Aufgrund nicht ausreichender, fehlerhafter oder gar unterlassener Beachtung aufsichtsrechtlicher Vorgaben können Maßnahmen durch die Aufsicht ergriffen werden. Diese Maßnahmen reichen unter anderem von einer Verwarnung, über die Festsetzung von Bußgeldern, deren Höhe die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage empfindlich beeinträchtigen kann, bis hin zur Rücknahme der Erlaubnisse durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zum Betreiben von Kredit- und Finanzdienstleistungsgeschäften. Durch das eingerichtete Compliance-Management-System, das Risikomanagementsystem, das interne Kontrollsystem und das interne Revisionssystem soll verhindert werden, dass es zu einem Fehlverhalten im Hinblick auf aufsichtsrechtliche Bestimmungen kommen kann.

Zur Finanzierung von Entschädigungsfällen bei der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) kann die Entschädigungseinrichtung Kredite aufnehmen und diese durch künftige Einnahmen von Jahresbeiträgen aus dem Mitgliederkreis der verpflichtend angeschlossenen Institute bedienen. Die Entschädigungseinrichtung kann zur Finanzierung von Entschädigungsfällen neben den Jahresbeiträgen auch Sonderbeiträge bei den Mitgliedern erheben. Zum einen kann das Risiko eines möglichen künftigen Entschädigungsfalls bei der EdW nicht abgeschätzt werden. Zum anderen kann nicht beurteilt werden, inwieweit die Gesellschaften im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft künftig Sonderbeitragszahlungen an die EdW zu leisten haben, deren Ausmaß nicht bekannt ist und auch nicht bestimmt werden kann.

• Sonstige Risiken

Reputationsrisiken aus der Zusammenarbeit mit der wikifolio Financial Technologies GmbH können sich in der Weise ergeben, als dass Redakteure, die eine Handelsidee in einem wikifolio-Musterdepot abbilden, nicht in gleichem Maße an frühere Erfolge anknüpfen können wie erwartet. Sollte durch die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG auf solche wikifolio-Musterdepots ein Index berechnet werden und auf diesen durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ein wikifolio-Indexzertifikat begeben worden sein, könnten Anleger im Hinblick auf die Performance enttäuscht werden. Trotz aller Bemühungen kann dies nicht verhindert werden und damit einen negativen Einfluss auf die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als Emittentin und die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG als Indexsponsor nehmen.

Sonstigen betrieblichen Risiken wird vor allem durch den Abschluss von Versicherungen begegnet. Die Gesellschaft entscheidet über Art und Umfang des Versicherungsschutzes auf der Grundlage einer kaufmännischen Kosten-Nutzen-Analyse. Es kann trotz intensiver Bemühungen jedoch möglich sein, dass Verluste entstehen oder Ansprüche erhoben werden, die über den Umfang des bestehenden Versicherungsschutzes hinausgehen bzw. für die keine Versicherung abgeschlossen wurde.

Das operationelle Risiko wird für die Risikotragfähigkeitsberechnung durch die Gesellschaft in Anlehnung an die Artikel 315 ff. der Verordnung (EU) 575/2013 CRR durch den Basisindikatoransatz berücksichtigt.

3.2.5 Coronavirus-Krise

Für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ergeben sich aufgrund der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Risiken.

Im Hinblick auf das Risiko einer Pandemie hat die Gesellschaft Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs in ihrem konzernweiten Notfallkonzept vorgesehen, deren Umsetzung im ersten Quartal 2020 vorgenommen wurde. Zum Schutz des Personals wurden u.a. das bestehende Notfallbüro sowie das mobile Arbeiten aktiviert, um eine weitgehende räumliche Trennung von Mitarbeitern zu gewährleisten.

Im Rahmen von Krisen ist in der Regel festzustellen, dass das Handelsaufkommen an Börsen mit dem Ausbruch zunächst ansteigt, was sich auch in der Coronavirus-Krise zeigt. Anschließend können sich deutliche Umsatzrückgänge an den Börsen infolge eines erwarteten wirtschaftlichen Abschwungs mit entsprechenden Auswirkungen auf die Gesellschaft ergeben. Die Möglichkeit einer Aussetzung des Handels an den Börsen durch eine behördliche Intervention sowie etwaige damit verbundene Auswirkungen auf den außerbörslichen Handel können derzeit nicht abschließend beurteilt werden.

3.3 Risikotragfähigkeit

Die Berechnung der Risikotragfähigkeit erfolgt unter Berücksichtigung des Leitfadens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zur aufsichtlichen Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte und deren prozessualer Einbindung in die Gesamtbanksteuerung. Dieser sieht neben der Berechnung der Risikotragfähigkeit nach einer normativen Perspektive (Erfüllung aller regulatorischen Anforderungen) auch die Berechnung einer ökonomischen Perspektive (Erfüllung unter dem Gesichtspunkt einer langfristigen Substanzerhaltung) vor. Für beide Perspektiven ist die Berechnung unter Verwendung von Planzahlen über einen Planungszeitraum von drei Jahren und zusätzlich unter der Verwendung eines adversen Szenarios für den Planungszeitraum vorzunehmen. Im adversen Szenario ist dabei ein schwerer konjunktureller Abschwung im Planungszeitraum zu simulieren. Nur wenn in allen Berechnungsvarianten nachhaltig ausreichend Kapital zur Deckung der Risiken aus den Geschäftstätigkeiten vorgehalten wird, ist die Risikotragfähigkeit uneingeschränkt gegeben. Werden aufsichtsrechtlich relevante Kapitalbeträge bei den Szenariobetrachtungen hingegen soweit abgebaut, dass die Unterlegung von Risiken aus der geschäftlichen Tätigkeit mit Kapital nicht mehr vollständig gewährleistet werden kann, ist die Risikotragfähigkeit nicht mehr uneingeschränkt gegeben. In diesem Fall sind Maßnahmen zu ergreifen. Diese Maßnahmen können die Deckung von Risiken durch zusätzliches Kapital betreffen oder die Reduzierung von Risiken. Nach den vorgenannten Grundsätzen zeichnete sich im Geschäftsjahr sowie zum 31. Dezember 2019 keine Bedrohung der Risikotragfähigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als auch des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ab.

4. Prognose- und Chancenbericht

Die ursprüngliche Prognose des Internationalen Währungsfonds ging für 2020 und 2021 von einem Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts um 3,3% bzw. 3,4% aus. Aufgrund der durch das Coronavirus ausgelösten Pandemie hat der IWF seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum zurückgenommen. Es wird nunmehr erwartet, dass das Wachstum unter das Niveau von 2019 fallen wird. Eine konkrete Prognose liegt aktuell noch nicht vor.

Noch im Dezember 2019 hat die Deutsche Bundesbank für das Jahr 2020 mit einem kalenderbereinigten Wirtschaftswachstum von 0,6% gerechnet. In den beiden Folgejahren sollte sich das Wirtschaftswachstum mit jeweils 1,4% spürbar stärker erhöhen. Die aufgrund der durch das Coronavirus ausgelösten Pandemie getroffenen Maßnahmen werden jedoch nach Auffassung der Bundesbank auch massive wirtschaftliche Auswirkungen auf den deutschen Wirtschaftsraum haben. Das Abgleiten in eine ausgeprägte Rezession sei nicht zu verhindern. Eine wirtschaftliche Erholung werde erst dann einsetzen, wenn die Pandemiegefahr wirksam eingedämmt sei. Vor diesem Hintergrund sind die konjunkturelle Entwicklung und damit auch die Entwicklung am Arbeitsmarkt von beispielloser Unsicherheit gekennzeichnet.

Stand heute gibt es für das laufende Jahr 2020 noch keine verlässlichen Prognosen in Bezug auf den anzunehmenden Schaden für das weltweite Bruttoinlandsprodukt, die Arbeitslosigkeit oder die Lohnentwicklung. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich die bisherigen Erwartungen massiv eintrüben sollten, in einigen Ländern und Sektoren herrscht schließlich aktuell Stillstand. Die Reise- und Luftfahrtbranche ist besonders stark von den Maßnahmen der Nationalstaaten, das Virus zu bekämpfen, betroffen. Hier und in weiteren Branchen haben bereits im ersten Quartal Unternehmen in Deutschland und im Rest der Welt Staatshilfen beantragt. Das Coronavirus und die gegen die Pandemie eingeleiteten Maßnahmen werden die Aktienmärkte 2020 wohl weiter bestimmen, die Volatilitäten werden voraussichtlich zunächst weiterhin hoch bleiben und die Aktivitäten der Nationalstaaten und Zentralbanken allem Anschein nach nicht nachlassen.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor, der ebenfalls für hohe Volatilitäten sorgen kann, ist die US-Präsidentschaftswahl, die nach aktuellem Stand im November 2020 stattfinden soll. Es ist davon auszugehen, dass die Schwankungsintensität an den Börsen mit Blick auf diese Wahl zunehmen oder hoch bleiben wird.

Das Umfeld der Gesellschaft wird auch 2020 von wachsenden Anforderungen aus der Regulatorik geprägt sein. Daher werden weiterhin personelle und technische Ressourcen hierfür benötigt. Ein besonderes Augenmerk wird auch auf die Ausgestaltung der IT-Infrastruktur zu legen sein sowie auf die Sicherstellung der Verfügbarkeit der wesentlichen Systeme.

Die Möglichkeiten, Ertragspotentiale zu finden, hängen für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft von der Handelsintensität ihrer Kunden ab. Diese wiederum ist maßgeblich von den Rahmenbedingungen des Marktes abhängig wie auch von dem zum Handel angebotenen Produktangebot. Auf die Rahmenbedingungen des Marktes haben wir keinen Einfluss. Jedoch versuchen wir, unsere Kundenbasis durch das Listing unserer Produkte auf weiteren Handelsplätzen zu verbreitern. Im Hinblick auf unser Produktangebot beobachten wir die Entwicklung am Markt, um auch kurzfristig attraktive Underlyings für unsere derivativen Produkte zu finden. Dabei unterliegt die Attraktivität zum Teil sehr kurzfristigen Trends, so dass auch die Frage der Begebung eines Produktes hinsichtlich der mit der Emission entstehenden Kosten zu berücksichtigen ist, ebenso wie die Frage einer adäquaten Risikoabbildung und der Risikoneigung. Wir sehen in dem aktuellen Umfeld die Möglichkeiten, auch weiterhin erfolgreich zu arbeiten.

Zum Jahresende 2019 wurde durch den Gesetzgeber eine neue Regelung im § 20 Abs. 6 EStG durch die Aufnahme der Sätze 5 und 6 aufgenommen. Mit der Regelung werden die Verlustabzugsmöglichkeiten aus Termingeschäften ab dem Kalenderjahr 2021 eingeschränkt. Inwieweit diese Neuerung Auswirkungen auf die Nachfrage von Kunden der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft haben, kann derzeit nicht abgeschätzt werden. Die Entwicklung wird aufmerksam durch uns beobachtet.

Eine Prognose zur Entwicklung der Gespräche mit den Finanzbehörden im Hinblick darauf, dass § 8b Abs. 7 KStG für die Jahre 2017 und 2018 nicht auf die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft anzuwenden ist, kann weiterhin nicht abgegeben werden. Sollte sich hier keine Einigung mit der Finanzverwaltung abzeichnen, werden wir im Interesse der Gesellschaft gebotene Rechtsmittel ausschöpfen. Für die daran angrenzenden Veranlagungszeiträume wurde eine mit den steuerlichen Beratern abgestimmte Maßnahme eingeleitet. Für diese Maßnahme wurde eine verbindliche Auskunft bei der Finanzverwaltung beantragt, die dazu führen soll, dass wieder eine Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erlangt wird. Es liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Maßnahmen von der Finanzverwaltung nicht anerkannt werden. Zurzeit wird eine positive Auskunft zu Gunsten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft durch die Finanzverwaltung als wahrscheinlicher eingeschätzt als das Risiko einer negativen Auskunft.

Die ersten Monate des neuen Jahres zeigen einen positiven Geschäftsverlauf und eine hohe Nachfrage nach den Produkten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Auch bei einem sich normalisierenden Börsenumfeld gehen wir davon aus, in 2020 ein wachsendes Ergebnis aus der Handelstätigkeit erzielen zu können. Ausgehend von den positiven Entwicklungen im ersten Quartal 2020 und für den Fall, dass keine unerwarteten Effekte in der Folge des Jahres eintreten, erwarten wir mit Blick auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, an die guten Ergebnisse der letzten Jahre anknüpfen zu können.

 

Düsseldorf, den 22. April 2020

Der Vorstand

André Bütow

Torsten Klanten

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

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31.12.2019 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 199.729,98 216.589,39
2. geleistete Anzahlungen 0,00 4.165,00
199.729,98 220.754,39
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.200.000,00 14.200.000,00
2. Beteiligungen 1.205.501,34 1.204.223,40
15.405.501,34 15.404.223,40
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.185,43 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.785.806,98 40.779.793,70
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.014.792,31 1.288.975,90
2.820.784,72 42.068.769,60
II. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 299.351.473,28 215.441.477,16
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 112.660.483,78 51.231.198,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.378,57 7.282,22
430.469.351,67 324.373.705,51

Passiva

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31.12.2019 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.438.000,00 9.438.000,00
II. Kapitalrücklage 10.138.433,23 10.138.433,23
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 6.177.000,52 6.177.000,52
IV. Bilanzgewinn 822,05 3.146.000,00
B. Rückstellungen 25.754.255,80 28.899.433,75
1. Steuerrückstellungen 16.762.897,00 12.814.874,00
2. sonstige Rückstellungen 1.325.732,35 588.156,46
C. Verbindlichkeiten 18.088.629,35 13.403.030,46
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 60.799.510,23 11.811.211,55
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 223.094,50 403.430,82
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 325.603.861,79 269.856.598,93
davon aus Steuern: EUR 230.116,33 (Vorjahr: EUR 139.005,21)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.538,74 (Vorjahr: EUR 2.435,98)
386.626.466,52 282.071.241,30
430.469.351,67 324.373.705,51

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

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2019 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 285.328.680,57 242.733.842,28
2. sonstige betriebliche Erträge 225.246,30 963.609,08
3. Materialaufwand -272.768.282,15 -226.504.189,23
12.785.644,72 17.193.262,13
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.218.427,50 -3.023.225,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -346.137,65 -363.049,67
davon für Altersversorgung: EUR 56.155,19 (Vorjahr: EUR 53.132,44)
-3.564.565,15 -3.386.275,19
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -42.931,54 -30.514,33
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.964.505,77 -4.590.863,08
7. Erträge aus Beteiligungen 184.981,50 184.981,50
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 184.981,50 (Vorjahr: EUR 184.981,50)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 483.508,09 346.448,62
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 465.835,16 (Vorjahr: EUR 338.740,18)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -69.077,14 -66.390,94
davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.578.129,00 -9.577.656,00
11. Ergebnis nach Steuern 234.925,71 72.992,71
12. sonstige Steuern -234.103,66 -171.203,60
13. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 822,05 -98.210,89
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 2.722.620,51
15. Entnahme aus Gewinnrücklagen 0,00 521.590,38
16. Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00 0,00
17. Bilanzgewinn 822,05 3.146.000,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

1 Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2019 wurde wie im Vorjahr nach den allgemeinen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Er besteht aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren) sowie dem Anhang. Zudem wurde nach § 289 HGB ein Lagebericht aufgestellt.

Die Firma der Gesellschaft lautet auf Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nr. HR B 36259 eingetragen.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Darstellung und Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den allgemeinen Anforderungen des HGB für große Kapitalgesellschaften.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen bilanziert. Liegt eine dauerhafte Wertminderung vor, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Planmäßige Abschreibungen erfolgen linear. Die Nutzungsdauer beträgt ein bis 13 Jahre. Zugänge geringwertiger Wirtschaftsgüter werden - soweit zulässig - im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden nach den Regeln für Finanzanlagen bilanziert, dauerhafte Wertminderungen werden gegebenenfalls berücksichtigt, das Wertaufholungsgebot wird beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (mit Ausnahme von Finanzinstrumenten, die in Bewertungseinheiten einbezogen werden) sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung ggf. notwendiger Wertberichtigungen angesetzt.

Wertpapiere werden auf ihre Zuordnung zu Bewertungseinheiten hin überprüft. Soweit sie in Bewertungseinheiten einbezogen werden, erfolgt deren Bewertung nach den Vorschriften des § 254 HGB. Nicht in Bewertungseinheiten einbezogene Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren Börsen- oder Marktwert angesetzt.

Kassenbestand, Bundesbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet. Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags gebildet. Langfristige Rückstellungen werden mit dem vorgeschriebenen Zinssatz nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, soweit diese nicht in Bewertungseinheiten einbezogen werden.

Latente Steuern nach § 274 werden soweit erforderlich berechnet und passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung latenter Steuern liegen die Körperschaftsteuer in Höhe von 15% sowie hierauf der Solidaritätszuschlag von 5,5% zugrunde. Darüber hinaus sind für die Gewerbesteuer ein Hebesatz von 440% und die Gewerbesteuermesszahl in Höhe von 3,5% zu berücksichtigen. Rechnerisch ergibt sich so insgesamt ein Steuersatz in Höhe von 31,23%. Zum Bilanzstichtag bestehen keine latenten Steuern, die zu berücksichtigen sind.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt unter Anwendung der Vorschrift des § 256a HGB.

Die operative Tätigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft umfasst insbesondere die Begebung von Optionsscheinen und Zertifikaten sowie den Handel mit diesen auf eigene Rechnung. Dabei werden Risiken, die sich aus den verkauften eigenen Optionsscheinen und Zertifikaten ergeben, durch gegenläufige Produkte abgesichert. Aus dem Handel mit diesen Finanzinstrumenten und den Sicherungsgeschäften erzielt die Gesellschaft einen Handelserfolg, der sich aus der Differenz von An- und Verkaufskurs ermittelt. Zur sachgerechten Darstellung der Erträge und Aufwendungen aus der Handelstätigkeit der Gesellschaft werden positive Differenzen aus dem An- und Verkauf unter den Umsatzerlösen bzw. negative Differenzen aus dem An- und Verkauf unter den Materialaufwendungen ausgewiesen.

Für den Jahresabschluss wurden die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten.

3 Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

3.2 Anteilsbesitz

Für den Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB wurde jeweils der letzte vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaft zugrunde gelegt:

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Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis 2019
% TEUR TEUR
Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, Düsseldorf 100,0 8.091 9
Lang & Schwarz Broker GmbH, Düsseldorf 100,0 2.305 5

Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG. An der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG ist neben der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft mit 0,01% die Lang & Schwarz Broker GmbH beteiligt, die diese Beteiligung treuhändisch für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft hält.

Bewertungsanpassungen auf Beteiligungen an der Lang & Schwarz Broker GmbH und der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG ergaben sich für das Berichtsjahr nicht.

Die ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind weder börsennotiert noch börsenfähig. Angaben unterbleiben nach § 286 Abs. 3 HGB soweit diese von untergeordneter Bedeutung sind.

3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Gesamthöhe von TEUR 2.821 gliedern sich nach den Laufzeitenbändern wie folgt:

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Bilanzposten 31.12.2019 bis 1 Jahr 31.12.2019 >1 Jahr Vorjahr bis 1 Jahr Vorjahr > 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR TEUR
— Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20 0 0 0
— Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.786 0 40.780 0
— Sonstige Vermögensgegenstände 1.002 13 1.276 13
2.808 13 42.056 13

3.4 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt im Berichtsjahr laut Satzung unverändert TEUR 9.438 (rechnerischer Wert) und ist eingeteilt in 3.146.000 Stückaktien. Die Stammaktien lauten auf den Namen.

3.5 Eigene Anteile

Zum 31. Dezember 2019 werden keine eigenen Aktien im Bestand geführt. Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine eigenen Anteile, auch nicht zu Handelszwecken gekauft oder verkauft.

3.6 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert TEUR 10.138.

3.7 Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen betragen unverändert TEUR 6.177.

3.8 Genehmigtes und bedingtes Kapital

Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. August 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. August 2020 durch Ausgabe von bis zu 1.573.000 Stück neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sach- und/oder Bareinlage einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 4.719.000,00, zu erhöhen (genehmigtes Kapital I).

Das Grundkapital der Gesellschaft ist zudem um bis zu EUR 1.800.000,00, eingeteilt in bis zu 600.000 Namensaktien als Stückaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten der Inhaber von Optionsanleihen (bei Ausgabe an Anleiheinhaberrechte geknüpfte Bezugsrechte) und/oder Optionsaktien (bei Ausgabe an Inhaberrechte von jungen Aktien geknüpfter Bezugsrechte), zu deren Ausgabe der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Oktober 1998 in Verbindung mit der Änderung dieses Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 25. Juli 2000 sowie durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juli 2000 ermächtigt wurde. Sie ist nur insoweit durchgeführt, als von diesem Bezugsrecht Gebrauch gemacht wird.

3.9 Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich sowie Prüfungs- und Beratungskosten.

3.10 Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in Gesamthöhe von TEUR 386.626 gliedern sich nach den Laufzeitenbändern wie folgt:

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31.12.2019
Bilanzposten bis 1 Jahr > 1 bis < 5 Jahre >5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
— Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 60.799 0 0
— Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 223 0 0
— Sonstige Verbindlichkeiten 3.304 0 322.300
64.326 0 322.300
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Vorjahr
Bilanzposten bis 1 Jahr > 1 bis < 5 Jahre >5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
— Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.811 0 0
— Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 403 0 0
— Sonstige Verbindlichkeiten 2.127 4 267.726
14.341 4 267.726

Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 60.727 auf laufenden Bankkonten, die bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG geführt werden, sind bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG unterhaltene Guthaben auf laufenden Konten und Wertpapierbestände im Rahmen einer Sicherheitenvereinbarung verpfändet.

4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse

Märkte, die sich nach ihren Tätigkeiten oder geographisch wesentlich voneinander unterscheiden, liegen nicht vor.

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremd Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 143.

4.3 Materialaufwand

Der Materialaufwand enthält neben den negativen Differenzen aus der Handelstätigkeit die sich auf den Bilanzstichtag ergebenden Ergebnisse aus der Portfoliobewertung sowie Bank-, Börsen-, und Systemgebühren, die im Zusammenhang mit Wertpapiertransaktionen angefallen sind.

4.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden keine periodenfremden Aufwendungen ausgewiesen.

4.5 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Ausweis in Höhe von insgesamt TEUR 4.578 beinhaltet mit TEUR 3.023 Steuern vom Einkommen und Ertrag bezogen auf das Geschäftsjahr 2018. Diese wurden im Geschäftsjahr im Zusammenhang mit dem Themenkomplex Änderung des § 8b Abs. 7 KStG berücksichtigt.

5 Sonstige Angaben

5.1 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus laufenden Verträgen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen, bestehen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.201. Hierin enthalten sind künftige Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.006, die sich insbesondere aus der Überlassung von Hard- und Software, dem Betrieb eines Rechenzentrums und Supportdienstleistungen im EDV-Bereich ergeben. Diese beruhen auf zwischen den Gesellschaften abgeschlossenen Dienstleistungsverträgen, um Synergieeffekte zu nutzen.

Im Rahmen des Kreditvertrags der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG mit HSBC Trinkaus & Burkhardt AG wurde vereinbart, dass Vermögenswerte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, die diese bei HSBC Trinkaus & Burkhardt AG unterhält, zur Deckung von Verpflichtungen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG aus der Handelstätigkeit gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG herangezogen werden können. Zudem hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine unbegrenzte Bürgschaftserklärung für Verpflichtungen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG abgegeben. Anhaltspunkte für mögliche Inanspruchnahmen aus den oben genannten finanziellen Verpflichtungen liegen nicht vor. Daneben hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine Bürgschaftserklärung bis zur Höhe von TEUR 1.000 für Verpflichtungen der Lang & Schwarz Broker GmbH abgegeben. Anhaltspunkte für mögliche Inanspruchnahmen aus den oben genannten finanziellen Verpflichtungen liegen auch hier nicht vor.

Weitere Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, die zur Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, betreffen Angaben unter „5.2 Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB", soweit sich diese auf Futurebestände beziehen, welche zur Absicherung im Portfolio gehalten werden.

5.2 Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB

Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weist Verpflichtungen aus selbst begebenen Produkten und sonstigen Geschäften aus, die als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten nach § 254 HGB einbezogen werden. Der Ausweis erfolgt in Höhe von TEUR 325.356 unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Grundgeschäfte beinhalten neben Risiken aus der Kursschwankung von Indizes in Höhe von TEUR 5.218 (DAX, MDAX und SDAX), aus einzelnen Aktienwerten und Themenzertifikaten in Höhe von TEUR 319.428 auch Risiken aus Kursschwankungen von Rohwaren in Höhe von TEUR 650 (Gold, Silber, Platin, Palladium, Kupfer, Gas und Rohöl), bezogen auf den Bund-Future in Höhe von TEUR 53 und der Wechselkursrelation (USD/EUR bzw. GBP/EUR) von TEUR 7. Für die jeweiligen Risiken wurden gesonderte Bewertungseinheiten gebildet. Bewertungseinheiten werden in Form von Makro- oder Portfolio-Hedges abgebildet.

Durch den Verkauf von eigenen Produkten auf alle genannten Risikoarten geht die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft offene Positionen bezogen auf die jeweils zugrundeliegenden Finanzinstrumente (Underlying) ein. Diese Risiken werden durch geeignete Sicherungsinstrumente abgesichert. Die Sicherung erfolgt durch entsprechende Gegengeschäfte und/oder im Rahmen eines dynamischen Deltahedgings direkt durch gegenläufige Positionen im Underlying. Hierdurch ist, jeweils bezogen auf die einzelnen Risiken, sichergestellt, dass sich Wert- und Zahlungsströme weitgehend ausgleichen.

Sicherungsinstrumente werden untergliedert nach den gebildeten Bewertungseinheiten wie folgt bilanziert:

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Bewertungseinheiten Sonstige Wertpapiere Sonstige Vermögensgegenstände Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Sonstige Verbindlichkeiten Schwebende Geschäfte 2)
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
DAX 1), MDAX und SDAX 18.517 70 30 - 1.686
Einzelne Aktienwerte und 280.829 - - - -
Themenzertifikate
Rohwaren 1) 15 - - - 5.098
Bund-Future 1) - 15 - - -1.538
Wechselkursrelationen 1) - - - - -376

1)  Im Rahmen der Sicherungsbeziehungen werden auch Bestände in Futures einbezogen, deren Ergebnisse in Höhe der Variation Margin direkt erfolgswirksam vereinnahmt werden.
2)  Kontraktgröße multipliziert mit dem Basispreis (ggf. in Währung)

Der Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument besteht für den Zeitraum, in welchem das Grundgeschäft durch die Gesellschaft gehalten wird. Wird die Position aus den selbst begebenen Produkten geschlossen, erfolgt auch eine Schließung der Sicherungspositionen.

Im Rahmen des Risikomanagementsystems der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden die Risiken aus den Positionen der Grundgeschäfte und der Sicherungsinstrumente überwacht. Hierzu wurde auch im Hinblick auf die Bewertungseinheiten ein Limitsystem installiert, das täglich überwacht, welche Risiken untergliedert nach Aktienkurs-, Rohwaren-, Zins- und Wechselkursrisiken die Gesellschaft eingeht, und die Auslastung von vorgegebenen Limiten berechnet sowie an den Vorstand berichtet. Zudem erfolgt täglich eine Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung in Form einer quantitativen Sensitivitätsanalyse nach der Market-Shift-Method. Des Weiteren wird auch auf die Ausführungen zum Risikomanagement der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Lagebericht verwiesen.

Ergebnisse aus den Bewertungseinheiten werden nach der Durchbuchungsmethode erfasst, dabei werden für die ausgewiesenen Finanzinstrumente, soweit möglich, Marktwerte aktiver Märkte herangezogen. Sollte dies nicht möglich sein, etwa bei Optionsbeständen, erfolgt eine Bewertung mit Hilfe des finanzmathematischen Modells Black-Scholes oder im Fall von american-style-Optionen mit Hilfe des Modells von Cox-Ross-Rubinstein. Den Berechnungen der finanzmathematischen Modelle liegen insbesondere Zinssätze, Indizes und andere Underlyingkurse zugrunde. Die für die Berechnungen notwendigen Volatilitäten werden soweit möglich aus am Markt gehandelten Produkten abgeleitet. Gegebenenfalls wird auf alternative Daten oder Berechnungen zurückgegriffen.

Zu sämtlichen aktiv und passiv unterhaltenen Finanzinstrumenten aus der Handelstätigkeit, die durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft in Bewertungseinheiten einbezogen werden, ergaben sich positive und negative Bewertungsergebnisse in Höhe von insgesamt TEUR -46.427 (ausgewiesen unter den Materialaufwendungen), die im Jahresabschluss berücksichtigt wurden.

5.3 Namen und Bezüge der Organmitglieder

Vorstandsmitglieder der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2019 waren:

Herr André Bütow, Dipl.-Kaufmann, Neuss, Marktvorstand, ab dem 1. November 2019 Vorsitzender des Vorstands,

Herr Peter Zahn, Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH), Düsseldorf, Marktfolgevorstand, bis 31. Oktober 2019,

Herr Torsten Klanten, Diplom Betriebswirt (FH), Mönchengladbach, Marktfolgevorstand, ab 1. November 2019.

Herr Bütow ist Mitglied des Aufsichtsrats der vwd Transaction Solutions AG, Frankfurt a. M. Herr Zahn ist Mitglied des Aufsichtsrats der Backbone Technology AG, Hamburg, sowie der PAN AMP AG, Hamburg.

Der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt zusammen:

Herr Michael Schwartzkopff, Köln, Rechtsanwalt, Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Herr Dipl.-Volkswirt Andreas Willius, Frankfurt am Main, selbständiger Berater, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Herr Thomas Schult, Hamburg, Bankkaufmann bei der M.M.Warburg & CO KGaA.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft wurde in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bemessen sich nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2016. Insgesamt beliefen sich die Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2019 auf TEUR 175.

5.4 Honorar des Abschlussprüfers

Nach § 285 Nr. 17 2. Halbsatz HGB wird auf die Angabe des für das Geschäftsjahr 2019 berechneten Gesamthonorars des Abschlussprüfers verzichtet.

5.5 Mitteilungen über das Bestehen von Beteiligungen an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft

Am Aktienkapital der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden zum 31. Dezember 2019 - soweit bekannt - keine Beteiligungen von mehr als dem vierten Teil der Aktien an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gehalten.

5.6 Mitarbeiter

In 2019 waren bei der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nach Quartalsendständen gerechnet durchschnittlich 38 Personen (ohne zwei Vorstände) beschäftigt. Nach Gruppen teilen sich diese wie folgt auf:

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31.12.2019
Männlich Weiblich
Mitarbeiter
— davon Vollzeitkräfte 16 7
— davon Teilzeitkräfte 14 1
30 8

Zum Bilanzstichtag waren 38 Mitarbeiter (ohne zwei Vorstände) beschäftigt.

5.7 Konzernbeziehungen

Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft mit Sitz in Düsseldorf ist zum 31. Dezember 2019 nach § 290 Abs. 1 HGB Mutterunternehmen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG mit Sitz in Düsseldorf, sowie der Lang & Schwarz Broker GmbH mit Sitz in Düsseldorf.

5.8 Offenlegung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 nebst Lagebericht 2019 sowie weitere Unterlagen nach §325 Abs. 1 HGB für das Geschäftsjahr 2019 werden dem Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht.

Nach § 290 HGB hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft einen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 erstellt. In diesem Konzernabschluss sind die Tochterunternehmen Lang & Schwarz Broker GmbH und Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG einbezogen. Der Konzernabschluss nach HGB zum 31. Dezember 2019 nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 sowie weitere Unterlagen nach § 325 Abs. 1 HGB für das Geschäftsjahr 2019 werden ebenfalls dem Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht.

Der Offenlegungsbericht nach § 26a KWG i.V.m. Art. 431 ff. Verordnung (EU) 575/2013 (CRR) wird durch die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG als übergeordnetes Institut für die Lang & Schwarz Gruppe erstellt. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft veröffentlicht diesen Bericht mit allen Pflichtangaben auf ihrer Homepage unter dem Bereich Investor Relations/Finanzberichte/Offenlegungsberichte.

6 Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft haben könnten, haben sich mit Ausnahme der Coronavirus-Krise nicht ergeben.

7 Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2019

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von TEUR 3.146 wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft vom 7. Juli 2019 eine Dividende von EUR 1,00 je gewinnberechtigte Aktie, mithin TEUR 3.146, an die Aktionäre ausgeschüttet.

Der Hauptversammlung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, die voraussichtlich im August 2020 in Düsseldorf stattfindet, soll angesichts des Jahresergebnisses für das Geschäftsjahr 2019 vorgeschlagen werden, auf eine Dividendenzahlung zu verzichten und den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Düsseldorf, den 22. April 2020

Der Vorstand

André Bütow

Torsten Klanten

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

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Historische Anschaffungskosten
1.1.2019 Zugänge Abgänge Umgliederung 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 760.428,81 22.384,54 54.795,51 4.165,00 732.182,84
2. geleistete Anzahlungen 4.165,00 0,00 0,00 -4.165,00 0,00
764.593,81 22.384,54 54.795,51 0,00 732.182,84
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.200.000,00 0,00 0,00 0,00 14.200.000,00
2. Beteiligungen 1.204.223,40 1.277,94 0,00 1.205.501,34
15.404.223,40 1.277,94 0,00 0,00 15.405.501,34
16.168.817,21 23.662,48 54.795,51 0,00 16.137.684,18
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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2019 Zugänge Abgänge 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 543.839,42 42.931,54 54.318,10 532.452,86
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
543.839,42 42.931,54 54.318,10 532.452,86
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
543.839,42 42.931,54 54.318,10 532.452,86
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Buchwerte
31.12.2019 Vorjahr
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 199.729,98 216.589,39
2. geleistete Anzahlungen 0,00 4.165,00
199.729,98 220.754,39
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.200.000,00 14.200.000,00
2. Beteiligungen 1.205.501,34 1.204.223,40
15.405.501,34 15.404.223,40
15.605.231,32 15.624.977,79

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 20. Mai 2020

Dohm  Schmidt  Janka Revision und Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jana Simon, Wirtschaftsprüferin

Matthias Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft hat auch im Geschäftsjahr 2019 auf der Grundlage des Gesetzes, der Satzung der Gesellschaft und der Geschäftsordnung seine Aufgaben wahrgenommen. Einen Schwerpunkt der laufenden Erörterungen bildete die jeweils aktuelle Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Geschäftsbereiche und des Konzerns. Wie bereits im Vorjahr befasste sich der Aufsichtsrat auch nochmals intensiv mit den erfolgten Änderungen des § 8b Abs. 7 KStG sowie hierauf bezogene vergangenheits- und zukunftsbezogene Auswirkungen und Handlungsoptionen. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand laufend unterrichten. Erörtert wurden insbesondere Maßnahmen, die gesichert dauerhaft zu einer Besteuerung auf Grund der wirtschaftlichen Ertragskraft führen sollen.

Zudem haben wir uns mit der Nachfolge für das langjährige und verdiente Vorstandsmitglied, Herrn Peter Zahn befasst und im Oktober 2019 Herrn Torsten Klanten zu seinem Nachfolger berufen. Im Zuge der Neuordnung der Ressortverteilung wurde dabei Herr Andre Bütow zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Der laufende Austausch zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat war stets zielgerichtet und von einem konstruktiven Miteinander geprägt.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat fand eine stets in allen Belangen enge, vertrauensvolle und für den Konzern förderliche Zusammenarbeit statt. Vorstand und Aufsichtsrat berieten sich regelmäßig und umfassend innerhalb wie auch außerhalb von Sitzungen über alle Themen, die für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft maßgeblich waren. Regulatorischen und gesetzlichen Anforderungen wurden dabei umfassend Rechnung getragen.

Seinen Berichtspflichten ist der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend nachgekommen. Er hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum mündlich und auch schriftlich unterrichtet. Meinen Aufsichtsratskollegen und mir wurden Unterlagen zu allen Sitzungen rechtzeitig zur Einarbeitung übersendet. Der Aufsichtsrat hat sich stets von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen können.

Über die Ergebnisentwicklung wurde der Aufsichtsrat auch außerhalb der Sitzungen in der Regel monatlich durch Kurzdarstellungen über die Handelsergebnisse der Handelsbereiche und ein zusammengefasstes Konzernhandelsergebnis informiert. Im Zuge der turnusmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats erfolgten zudem umfassende und detaillierte Berichterstattungen. Dabei wurden ausgehend von einer zusammenfassenden Darstellung der wesentlichen Kennzahlen zur Vermögens- und Ertragslage quartalsweise Berichte zu Segmentergebnissen und Handelsvolumen, zu Veränderungen im Personalbereich, der Entwicklung der Aufwendungen sowie weiteren Leistungsindikatoren dargelegt und beschrieben. Im Hinblick auf die Finanzlage wurde auch die laufende Liquiditätslage im Konzern dargestellt und erläutert. Zusätzlich erfolgte die quartalsweise Risikoberichterstattung mit Angaben zur Risikotragfähigkeit und deren Ermittlungsgrundlagen sowie der Risikoneigung einschließlich der Auslastung von Limiten im jeweils abgelaufenen Quartal. Ergänzt wurde diese Berichterstattung um die Darstellung von Kennziffern zu Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationellen Risiken. Erläuterungen und Erörterungen umfassten dabei auch die Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Der Risikobericht enthielt - soweit dies geboten war - zusätzliche Ausführungen über die Tätigkeiten der internen Revision, des Informationssicherheitsbeauftragen und des Compliance Officers sowie Angaben über Störungen im Geschäftsablauf nebst Maßnahmen zu deren Behebung.

Unterlagen und Ausführungen wurden durch den Aufsichtsrat kritisch hinterfragt, und es wurden - soweit erbeten - zusätzliche Informationen stets unverzüglich durch die Gesellschaft zusammengetragen, zur Verfügung gestellt sowie darüber hinaus um Erläuterungen durch den Vorstand ergänzt. Im Zusammenhang mit Einzelfragen erfolgte gegebenenfalls die Hinzuziehung sachkundiger Mitarbeiter, insbesondere zum Risikomanagement, der Compliance und der internen Revision. Vertiefende Einblicke konnten so zur Zufriedenheit des Aufsichtsrats stets gewährt werden.

Ergänzend zu den zuvor dargestellten Berichterstattungen über die laufende Geschäftsentwicklung, Risikolage sowie über bedeutende Geschäftsvorfälle - soweit vorhanden - waren die Plan- und Zieleinhaltung Gegenstand von Erörterungen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand. Dabei wurden auch Abweichungen der Ergebnisse von Plänen und Zielen besprochen.

Um seinen Aufgaben nachkommen zu können, stehen dem Aufsichtsrat finanzielle und personelle Ressourcen in angemessenem Umfang zur Verfügung. Hierzu zählt auch das von den Mitgliedern wahrgenommene Angebot, an Weiterbildungen teilnehmen zu können, sowie im Einzelfall die Einbindung externer Berater.

In jedem Quartal berichtete zudem die Innenrevision zu ihrer Arbeit und gab Auskünfte über Prüfungsergebnisse. Der Aufsichtsrat konnte Fragen zu den durchgeführten Prüfungen und den Berichten unmittelbar mit der Innenrevision abstimmen und nahm die Berichterstattung der Innenrevision jeweils zustimmend zur Kenntnis.

Da der Aufsichtsrat aus drei Mitgliedern besteht, wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.

Arbeit des Aufsichtsrats

Fortlaufend befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere in Sitzungen mit der wirtschaftlichen Entwicklung des gesamten Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Dabei beschäftigte er sich auch mit internen und externen Einflüssen, welche Auswirkungen auf die geschäftliche Entwicklung haben oder haben können.

Beschlussfassungen durch den Aufsichtsrat erfolgen grundsätzlich im Rahmen der Präsenzsitzungen. Daneben wurden Beschlussfassungen des Aufsichtsrats im Umlaufverfahren herbeigeführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr trat der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zu insgesamt fünf Präsenzsitzungen zusammen.

Im Rahmen der Sitzung des Aufsichtsrats am 19. Februar 2019 wurde der Bericht an den Aufsichtsrat für das vierte Quartal 2018 und das Geschäftsjahr 2018 erörtert. Zudem berichtete der Vorstand zur aktuellen Entwicklung des Lang & Schwarz Konzerns und die Geschäftsstrategie 2019 wurde erörtert. Des Weiteren wurde der Jahresbericht 2018 der Internen Revision zur Verfügung gestellt und behandelt. Zudem Berichtete der Vorstand zu den Entwicklungen hinsichtlich der Änderungen des § 8b Abs. 7 KStG.

In der Sitzung vom 10. April 2020 erörterte der Aufsichtsrat Überlegungen zur künftigen Besetzung des Vorstands und dessen Ressortverteilung. Ferner wurde der aktuelle Stand der Jahresabschlussprüfung 2018 besprochen und der Vorstand berichtete zum aktuellen Sachstand zu § 8b Abs. 7 KStG.

Gegenstand der Sitzung vom 14. Mai 2019 war die Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2019. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, erläuterte seine Prüfungsplanung und -handlungen sowie die Prüfungsschwerpunkte und stellte das Ergebnis seiner Prüfungen dar. Der Abschlussprüfer wie auch der Vorstand beantworteten bereitwillig Fragen des Aufsichtsrats und gaben vertiefende Erläuterungen zum Jahresabschluss und Konzernabschluss. Zur Zufriedenheit aller Aufsichtsratsmitglieder wurden alle Fragen beantwortet und erbetene Erläuterungen erbracht. Der Aufsichtsrat billigte den Jahres- und Konzernabschluss und stimmte anschließend einstimmig dem Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019 zu, der u.a. als Bestandteil des Geschäftsberichts 2019 offengelegt wurde. Darüber hinaus wurde das Ergebnis für das erste Quartal 2019 und die laufenden Entwicklungen vom Vorstand dargestellt und mit dem Vorstand erörtert.

Für den 28. August 2019 war die vierte Sitzung des Aufsichtsrats terminiert. Auf Grund einer kurzfristigen Erkrankung war ein Mitglied an der Teilnahme gehindert. Den übrigen Aufsichtsratsmitgliedern wurde nach der angekündigten Tagesordnung das Ergebnis des zweiten Quartals 2018 vorgelegt und erläutert sowie zu den aktuellen geschäftlichen Entwicklungen berichtet. Im Zusammenhang mit der erörterten Berufung von Herrn Torsten Klanten in den Vorstand ließ sich der Aufsichtsrat auch über die mögliche personelle Nachfolge auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands durch die Einstellung eines neuen Leiters Finanzen berichten. Zudem erfolge eine aktuelle Unterrichtung des Aufsichtsrats § 8b Abs. 7 KStG betreffend.

Am 09.10.2019 erörterte der Aufsichtsrat in vollständiger Besetzung im Rahmen einer Telefonkonferenz nochmals die Inhalte der Sitzung vom 28. August 2019. Zudem erläuterte der Vorstand aktuelle Entwicklungen aus einzelnen Geschäftsbereichen.

Die letzte Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2019 fand am 13. November 2019 statt. Es wurden das Ergebnis des dritten Quartals 2019 und die aktuellen Entwicklungen behandelt. Insbesondere gab der Vorstand einen umfassenden Überblick über geschäftliche Prozesse und hierzu angestellte Überlegungen und Analysen sowie zu möglichen Entwicklungschancen. Zudem wurde das IT-Budget- und die Konzernplanungsrechnung nebst deren Prämissen für 2020 vorgestellt. Alle Fragen des Aufsichtsrates hierzu wurden beantwortet, der Aufsichtsrat hat die Planungen zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Leiter der Internen Revision berichtete an die Geschäftsleitung und den Aufsichtsrat über seine Tätigkeiten und Feststellungen zum dritten Quartal 2019 und gab einen Ausblick auf seine laufenden und künftigen Tätigkeiten.

Jahres- und Konzernabschluss 2019

Die Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, wurde als von der Hauptversammlung am 04. Juli 2019 gewählter Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft betraut. Der Prüfungsauftrag wurde vom Aufsichtsrat erteilt. Begleitend zu den Prüfungshandlungen hat sich der Aufsichtsrat in zwei Telefonkonferenzen vor Abschluss der Prüfungen mit dem Abschlussprüfer zur Durchführung der Prüfung, auch hinsichtlich der Auswirkungen der COVID-19- Pandemie, und zu einzelnen Prüfungsthemen ausgetauscht. Nach Abschluss der Prüfungen erklärte der Abschlussprüfer, dass diese zu keinen Einwendungen geführt haben, und, dass der Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen wurden. Die Abschlüsse sowie die Lageberichte lagen dem gesamten Aufsichtsrat rechtzeitig vor, so dass die Unterlagen eigenen Prüfungen unterzogen wurden, und in der Sitzung am 27. Mai 2020 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer besprochen werden konnten. Die Bilanzsitzung vom 27. Mai 2020 wurde auf Grund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ausnahmsweise in Form einer Videokonferenz abgehalten. Der Abschlussprüfer erteilte uns dabei umfassende Auskünfte und beantwortete unsere Fragen. Wir stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch den Abschlussprüfer zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben und wir billigten den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss 2019. Damit ist der Jahresabschluss 2019 der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nach § 172 AktG festgestellt worden. Gemeinsam mit dem Vorstand beabsichtigt der Aufsichtsrat, der ordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2019 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat stimmte in der Sitzung am 27. Mai 2020 zudem dem Inhalt des vorliegenden Berichts zu.

Personelle Veränderungen im Vorstand

Im Rahmen einer angestrebten und reibungslosen Nachfolgeregelung hat Herr Peter Zahn nach Abstimmung mit dem Aufsichtsrat seine bis zum 30. Juni 2020 laufende Vorstandsbestellung vorzeitig im besten und freundschaftlichen Einvernehmen niedergelegt. Bis zum 30. Juni 2020 ist Herr Zahn noch als Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH tätig und wird dann seine Tätigkeiten für den Lang & Schwarz Konzern insgesamt einstellen. Herr Zahn war zum 01. Juli 2004 zum Vorstandsmitglied der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft berufen worden. Herr Zahn hat sich stets mit höchstem Engagement für das Wohl und den Erfolg des Unternehmens eingesetzt und die Entwicklung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft in den letzten 16 Jahren entscheidend und erfolgreich mitgeprägt. Das Unternehmen und der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft sind Herrn Zahn zu außerordentlichem Dank für seinen Einsatz als Vorstand der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und Geschäftsführer der Lang & Schwarz Broker GmbH und seine hervorragende Arbeit verpflichtet. Der bisherige Leiter Finanzen der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Herr Torsten Klanten, wurde mit Wirkung zum 01. November 2019 als Nachfolger von Herrn Zahn zum Vorstandsmitglied berufen. Er verantwortet im Vorstand und in der gesamten Gruppe die Bereiche Compliance, Finanzen, Controlling, Personal und Settlement. Herr Andre Bütow wurde mit Wirkung zum 01. November 2019 zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Er ist konzernweit für die Handelsaktivitäten und EDV zuständig.

Der gesamte Aufsichtsrat bedankt sich herzlich für die geleistete hervorragende Arbeit des Vorstands und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im gesamten Lang & Schwarz Konzern. Meine Kollegen und ich freuen uns auf die weitere vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

Düsseldorf, im Mai 2020

Michael Schwartzkopff, Vorsitzender des Aufsichtsrats