Daldrup & Söhne Aktiengesellschaft

Grünwald

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

JAHRESABSCHLUSS UND LAGEBERICHT 2018

Wir weisen darauf hin, dass bei Verwendung gerundeter Beträge oder Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Rundungsdifferenzen auftreten können.

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018

A. UNTERNEHMEN -

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT, WETTBEWERBSPOSITION UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Daldrup & Söhne AG ist in Deutschland und in Mitteleuropa einer der führenden Anbieter von Bohr- und Umweltdienstleistungen, Geothermie-Kraft- und Heizwerksprojekten sowie über ihre Konzerngesellschaften Kraftwerksbetreiber. Die Unternehmenstätigkeit gliedert sich in die Geschäftsbereiche Geothermie, Rohstoffe & Exploration, Wassergewinnung sowie Environment, Development & Services (EDS).

Durch Beteiligungen und Kooperationen besetzt der Daldrup-Konzern darüber hinaus alle Positionen der Wertschöpfungskette geothermischer Projekte. Der Daldrup-Konzern besitzt Erlaubnisse zur Aufsuchung von Erdwärme in einem bestimmten Gebiet (Claims), entwickelt die Claims bis zur Bohrreife, führt die Bohrungen aus, plant und errichtet die Kraft- und Heizwerke, übernimmt das Energie-Contracting und den Kraftwerksbetrieb.

ANBIETER VON BOHRDIENSTLEISTUNGEN

Daldrup erbringt umfangreiche bohr- und umwelttechnische Dienstleistungen für zahlreiche Kunden aus Industrie, Versorger, kommunale/ staatliche Stellen sowie Privatkunden.

Geothermie

Wassergewinnung

Rohstoffe & Exploration

EDS

GEOTHERMIEPROJEKTENTWICKLER & IPP 1

Eigene Erlaubnisfelder (Claims) zur aktiven Umsetzung eigener Tiefengeothermieprojekte zur Strom- und Wärmeerzeugung

Weltweite Lizenz zur Nutzung der Kraftwerkstechnologie des Kalina-Verfahrens, insbesondere für die Nutzung in Deutschland

Der Daldrup-Konzern vereint das Know-how der gesamten Wertschöpfungskette eines Tiefengeothermieprojekts

Durch Partnerschaften und Kooperationen mit Energieversorgungsunternehmen, Stadtwerken und Investoren entwickelt Daldrup eigene Geothermieprojekte (Beteiligung am Kraftwerksbetrieb) und wird mittel- bis langfristig stabile Erträge aus der Erzeugung von Strom und Wärme erzielen.

1 IPP = Independent Power Producer

ORGANISATION

Alle Konzernunternehmen sind an Geschäftsordnungen und/oder an Kataloge zustimmungspflichtiger Geschäfte gebunden und unterliegen der strategischen Ausrichtung des Daldrup-Konzerns.

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Alle Leistungen des Daldrup-Konzerns werden durch zwei Konzernbereiche erbracht. Der Konzernbereich I umfasst die Aktivitäten der Daldrup & Söhne AG mit deren direkten Unternehmensbeteiligungen. Der Konzernbereich II bündelt die Aktivitäten der Geysir Europe GmbH und deren direkten Tochterunternehmen. Die Geysir-Europe-Gruppe bildet einen Teilkonzern innerhalb des Daldrup-Konzerns.

Die Geschäftstätigkeit der Daldrup & Söhne AG umfasst einen Konzernbereich mit den Geschäftsbereichen Geothermie, Rohstoffe & Exploration, Wassergewinnung und Environment, Development & Services (EDS).

Geothermie

Im Geschäftsbereich Geothermie werden Bohrdienstleistungen sowohl für die oberflächennahe Geothermie (insbesondere Erdwärmesonden für Wärmepumpen), aber vor allem auch Bohrdienstleistungen für die Tiefengeothermie erbracht. Für die Nutzung der Tiefengeothermie können Bohrungen von bis zu ca. 6.000 Metern hergestellt werden, um die danach zugängliche Erdwärme für die Strom- und/oder Wärmegewinnung zu nutzen.

Die Geothermie gewinnt in der Strom- und Wärmeerzeugung als Bestandteil der Erneuerbaren Energien im Gesamtenergiemix weltweit zunehmend an Bedeutung. Länder, die über Hochenthalpielagerstätten verfügen, sind dabei besonders bevorzugt. Unter Hochenthalpielagerstätten versteht man Standorte, in denen hohe Temperaturen (über 200 °C) und/oder Drücke in vergleichsweise geringen Tiefen (< 2.000 m) angetroffen werden. In Niedrigenthalpieregionen hingegen, wie z. B. in Deutschland und den angrenzenden Ländern, werden zur Stromerzeugung aus Geothermie tiefere Bohrungen und sogenannte binäre Kraftwerkskreislaufprozesse genutzt.

Auch die direkte Nutzung der Geothermie zur Wärme- und Kälteversorgung bietet sehr wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeiten. Dazu zählt die Wohnungswirtschaft sowohl bei Neubauvorhaben als auch bei der energetischen Gebäudesanierung sowie gewerbliche Anwendungen der Wärmenutzung wie in Gewächshäusern, Fischzuchten, Trocknungsprozessen etc. Eine solche Nutzung bietet sich bei Lagerstätten an, die Thermalwassertemperaturen von unter 110 °C aufweisen und die in der Regel Bohrtiefen von 1.000 bis 3.000 Metern erforderlich machen. Zudem ist der gesetzliche Rahmen in Deutschland für die Förderung der Wärmenutzung aus Erneuerbaren Energien in den letzten Jahren stetig erweitert und verbessert worden.

Dazu gehören vor allem der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) und die Energieeffizienzstrategie Gebäude (ESG), die bestehende Gesetze und Maßnahmen wie das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), das Marktanreizprogramm (MAP) sowie die Energieeinsparverordnung (EnEV) weiterentwickeln und stärker verzahnen sollen. Erläuterungen dazu werden in Kapitel 2 "Markt und Wettbewerb" gegeben.

Tätigkeitsschwerpunkte der Daldrup & Söhne AG im Inland liegen im bayerischen Molassebecken rund um die Stadt München, am Oberrheingraben sowie in der norddeutschen Tiefebene. Internationale Aktivitäten konzentrierten sich im Geschäftsjahr 2018 insbesondere auf die Niederlande, Belgien, die Schweiz und Polen. Neben diesen Ländern bestehen konkrete Akquisemöglichkeiten in Italien, das ebenfalls für die Tiefengeothermie prädestiniert ist. Insofern richtet die Daldrup & Söhne AG ihre europaweiten Aktivitäten auf Standorte mit besonders gutem geothermischen Potenzial und entsprechenden Absatzmöglichkeiten für Strom und Wärme aus. Tiefenbohrungen bis in 6.000 Meter Tiefe stellen eine Herausforderung für die Beschäftigten und die Technik dar. Im Laufe der Firmengeschichte hat die Daldrup & Söhne AG mehr als 10.000 Bohrungen erfolgreich in unterschiedlichen geologischen Formationen ausgeführt. Davon hat sie über 50 Bohrungen für tiefe Geothermieprojekte niedergebracht. Der Anteil des Geschäftsbereichs Geothermie am Umsatz des Jahres 2018 der Daldrup & Söhne AG erreichte 72 % (Vorjahr: 67 %).

Alternative Risk Transfer Konzept der Daldrup-Gruppe (ART)

Die Daldrup & Söhne AG hat gemeinsam mit namhaften Partnern der Versicherungswirtschaft einen Mechanismus zur Absicherung von Fündigkeitsrisiken bei der Erstellung von Tiefengeothermieprojekten entwickelt. Dieser exklusiv für die Kunden der Daldrup & Söhne AG zur Verfügung stehende Mechanismus vereinfacht geothermische Bohr- und Energieprojekte spürbar und ermöglicht die Finanzierung von Geothermieprojekten auch mit einem hohen Fremdkapitalanteil. Neben einer Absicherung der Fündigkeitsrisiken kann dadurch als Nebeneffekt der Eigenkapitalbedarf der Auftraggeber schon in der Aufsuchungsphase signifikant gesenkt werden. Damit sind Geothermiebohrungen - inklusive der ersten Bohrung, die das höchste Fündigkeitsrisiko beinhaltet - für Projektentwickler und Investoren bereits von Beginn an über Banken finanzierbar. Daldrup tritt dabei weder als Finanzierer noch als Versicherer auf. Die Fündigkeitsrisiken werden von Dritten getragen. Das ART-Konzept hat sich als wichtiges Instrument der Kunden- und Projektakquise in Mitteleuropa erwiesen und bildet ein Alleinstellungsmerkmal für den Daldrup-Konzern.

Rohstoffe & Exploration

Im Geschäftsbereich Rohstoffe & Exploration dienen die von der Daldrup & Söhne AG durchgeführten Bohrungen nationalen und internationalen Minengesellschaften zur Erkundung von Lagerstätten fossiler Energieträger (insbesondere Steinkohle, Öl und Gas) sowie mineralischer Rohstoffe (z. B. Salze, Erze, Kupfer, Nickel, Zink und Kalk). Einen weiteren Schwerpunkt bilden Arbeiten zur Erkundung und Sicherung des Baugrundes in Bergbaugebieten. Der Anteil dieses Geschäftsbereiches am Umsatz der Daldrup AG im Jahr 2018 beläuft sich auf 15 % (Vorjahr: 11 %).

Wassergewinnung

Der Geschäftsbereich Wassergewinnung bildet den unternehmerischen Ursprung der Daldrup & Söhne AG. Er umfasst den Brunnenbau zur Gewinnung von Trink-, Brauch-, Heil-, Mineral-, Kesselspeise- oder Kühlwasser sowie Thermalsole. Neben der eigentlichen Bohrleistung kommt es bei der Wassergewinnung auf spezielle Bautechniken an, von der Edelstahl-Verrohrung zur Förderung von Trink- und Heilwasser über den professionellen Ausbau von Brunnenanlagen bis zur Montage moderner Filter- und Pumpenanlagen. Global betrachtet ist Wasser ein knappes und teures Gut. Der Wasserhaushaltung kommt daher in Zukunft erhebliche Bedeutung zu. Die Wassernetze der Industrienationen sind häufig marode, ein großer Teil der Weltbevölkerung ist von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten und trinkt kein ausreichend geklärtes Abwasser. Der Geschäftsbereich Wassergewinnung repräsentiert 6 % (Vorjahr: 13 %) des Umsatzes der Daldrup & Söhne AG im Jahr 2018.

EDS

Im vierten Geschäftsbereich EDS sind besondere umwelttechnische Dienstleistungen für die verschiedensten Auftraggeber zusammengefasst. Die Kompetenz der Daldrup & Söhne AG wurde wiederholt bei der hydraulischen Sanierung von kontaminierten Standorten, der Planung und Errichtung von Gas-Absaugbrunnen zur Gewinnung von Deponiegas, der Erstellung von Grundwassergütemessstellen oder der Errichtung von Wasserreinigungsanlagen unter Beweis gestellt. Der Geschäftsbereich EDS hat im Geschäftsjahr 2018 einen Anteil von 7 % (Vorjahr: 9 %) am Umsatz der Daldrup AG.

Der zweite Konzernbereich umfasst neben der Planung und Errichtung von geothermischen Kraftwerksprojekten auch deren Betrieb. Künftig wird dieser Konzernbereich ausschließlich Projekte begleiten, die mittelständische Größenordnungen umfassen und in denen verlässliche Standardkomponenten verbaut werden.

Die Erfahrungen aus den vier Geschäftsbereichen stärken die Weiterentwicklung des Bohr-Know-hows und dienen der Qualifizierung junger und neuer Mitarbeiter. Zusätzlich können Beschäftigungsschwankungen im Betrieb der Großanlagen durch Personalpooling abgefedert werden. Im Durchschnitt des Jahres 2018 wurden 104 Mitarbeiterinnen (Vorjahr: 91) bei der Daldrup & Söhne AG beschäftigt. Hinzu kommt ein Ausbildungsverhältnis (Vorjahr: sechs Auszubildende). Projektbedingt kommen bei Bedarf bis zu etwa 40 weitere Mitarbeiter dazu, die der Daldrup & Söhne AG durch andere Unternehmen flexibel zur Verfügung gestellt werden.

2. MARKT UND WETTBEWERB

Die Daldrup & Söhne AG verfügt in allen Geschäftsbereichen aufgrund ihrer langjährigen Marktpräsenz über eine gefestigte Marktposition. Die Daldrup & Söhne AG bewegt sich aktuell in einem insgesamt ansprechenden Umfeld mit allerdings hohem Wettbewerb. Der Konzern verfügt über zahlreiche Referenzen in Kontinentaleuropa mit Bohrtiefen von bis zu 6.000 Metern.

Hohe technische, finanzielle und behördliche/administrative Markteintrittsbarrieren sowie die begrenzte Verfügbarkeit von qualifizierten Bohrkapazitäten von Unternehmen mit ausreichender Erfahrung mit Geothermiebohrungen, und die limitierte Anzahl an Bohrrechten in Deutschland unterstützen die gute Marktposition der Daldrup & Söhne AG. Zusätzlich verfügt das Unternehmen in allen Geschäftsbereichen über einen komfortablen Auftragsbestand, der eine hohe Auslastung bis weit in das Jahr 2020 hinein sichert.

Bei der Geothermie handelt es sich um eine regenerative Energiequelle, die im Gegensatz zu der nur fluktuierend zur Verfügung stehenden Energie aus Wind und Sonne kontinuierlich genutzt werden kann. Sie kann deshalb laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in einem regenerativen Energiemix der Zukunft eine wichtige Rolle spielen, um die benötigte Grundlast und Lücken in der Stromversorgung abzudecken. Insgesamt hat geothermische Energienutzung ein signifikantes Potenzial, mit dem sich der Energiebedarf Deutschlands rechnerisch um ein Vielfaches decken ließe. Derzeit ist die Stromerzeugung mittels tiefer Geothermie allerdings noch teurer als vergleichbare regenerative Energiequellen.

Geothermische Anlagen zur Stromerzeugung werden durch die Bundesregierung unverändert mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert. Das EEG bietet durch feste Vergütungssätze und einen 20-jährigen - plus dem Jahr der Inbetriebnahme dauernden -Vergütungszeitraum hohe Planungs- und Investitionssicherheit. Es besteht ein Anspruch auf Einspeisevergütung bzw. auf eine geförderte Direktvermarktung für den erzeugten Strom gegenüber dem jeweiligen Netzbetreiber (Energieversorgungsunternehmen) respektive dem Direktvermarktungsunternehmen. Dies ist im EEG 2017 verankert. Zudem bleibt die Geothermie-Branche von der Ausschreibungs-Regelung, wie sie für Wind- und Solaranlagen vorgesehen ist, ausgenommen. Die Einspeisevergütung für Strom beträgt 25,2 Cent/kWh über 20 Jahre für Anlagen, die bis zum 31.12.2019 bergrechtlich genehmigt sind und bis zum 31.12.2022 in Betrieb genommen werden.

Die Herstellung von Anlagen der tiefen Geothermie zur Strom- und/oder Wärmeerzeugung werden darüber hinaus auch durch das Marktanreizprogramm gefördert. Im Bereich der tiefen Geothermie spielt zudem die Forschungsförderung eine wichtige Rolle. Weitere Informationen dazu sind im Kapitel 5 "Forschung und Entwicklung" aufgeführt.

Die Stromproduktion aus Tiefengeothermie ist in Deutschland ein noch relativ junger Nischenmarkt. Ab einer Temperatur von etwa 110 °C ist eine wirtschaftliche Stromerzeugung möglich. In der Praxis werden dazu zwei technische Kraftwerksverfahren angewendet, die Kalina-Technologie und die ORC-Technologie. In Deutschland ist nach Angaben des Bundesverbandes Geothermie (BVG) eine elektrische Leistung von 37,1 MW durch tiefengeothermische Kraftwerke installiert. Es befinden sich 37 überwiegend hydrothermale Tiefengeothermiekraftwerke in Betrieb. Neben der elektrischen Leistung erzeugen sie eine thermische Leistung von 336,5 MW. Weitere 33 Tiefengeothermieprojekte befinden sich im Bau- oder Planungsstadium. Anders als die Tiefengeothermie hat die oberflächennahe Geothermie (Bohrtiefe bis zu 400 m) bereits eine größere Marktdurchdringung erreicht. Der BVG schätzt, dass 390.000 Anlagen (z. B. Erdwärmesonden oder -kollektoren in Verbindung mit Wärmepumpen) in Betrieb sind und ca. 4.300 MW bereitstellen. Im Jahr 2018 wurden über 23.000 Anlagen neu installiert. Für Deutschland geht der Verband von einer installierten geothermischen Wärmeleistung von ca. 4.600 MW und einer installierten geothermischen Elektrizitätsleistung von 34,83 MW aus tiefer und oberflächennaher Geothermie aus.

Die Bedeutung der Geothermie für die Wärmeversorgung und Stromerzeugung nimmt weltweit laufend zu. Nach Erhebungen der IRENA (International Renewable Energy Agency) betrug die installierte elektrische Leistung der Geothermie Ende 2018 weltweit 13,3 GW (Vorjahr: 12,8 GW). Gegenüber dem Jahr 2010 entspricht das einer Steigerung von 33 %. Der größte Zuwachs an geothermischer Leistung entfiel vor allem auf Länder in Hochenthalpieregionen wie Indonesien (+ 137 MW), Türkei (+ 219 MW) sowie Island (+ 45 MW). Mit thermischer Leistung sind Geothermieanlagen mit insgesamt 70.270 MW weltweit installiert.

Während der Großteil der Erdwärme nach Angabe der IEA (International Energy Agency, Market Report Renewables 2018) zur Wassererwärmung (45 %) und zur Raumheizung (34 %) genutzt wird, ist die Landwirtschaft (vor allem zum Heizen von Gewächshäusern) in einigen Ländern längst ein wichtiger Endverbrauchssektor. In den letzten Jahren hat der energieintensive Gewächshaussektor in den Niederlanden die geothermische Nutzung aufgrund starker politischer Unterstützung ausgeweitet. Nach China, der Türkei und Japan sind die Niederlande damit zum viertgrößten Nutzer von geothermischer Wärme im Agrarsektor herangewachsen. Neuere geothermische Wärmekonzepte konzentrieren sich vor allem auf die Produktion und die Verteilung von Nah- und Fernwärme.

Die Begrenztheit der verfügbaren freien Bohrkapazitäten und deren begrenzte Ausbaumöglichkeiten treffen auf eine unverändert hohe Nachfrage. Stabile Bohrpreise bei bisweilen jedoch hoher Wettbewerbsintensität sind die Folge. Wettbewerber im Bereich der Tiefengeothermiebohrungen sind, neben den wenigen spezialisierten Geothermiebohrunternehmen, auch Bohrunternehmen, die primär im Öl- und Gasgeschäft tätig sind und vereinzelt an Ausschreibungen von Geothermieprojekten teilnehmen. In Zeiten steigender Rohölpreise nimmt der Wettbewerb tendenziell ab, da geringere Bohrkapazitäten der Öl- und Gasindustrie im Markt angeboten werden.

Die Bundesregierung hält an der Energiewende fest. Im Jahr 2022 soll das letzte Kernkraftwerk in Deutschland vom Netz gehen und die CO2-Emissionen sollen bis 2030 mindestens um 50 % (Basisjahr 1990) gesenkt werden. Der Anteil der Erneuerbaren Energien am deutschen Bruttostromverbrauch stieg im Jahr 2018 weiter auf 37,8 % (2017: 36,0 %). Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien lag mit 225,7 Mrd. kWh ebenfalls signifikant über dem Niveau des Vorjahres (216,3 Mrd. kWh). Im Jahr 2018 sorgten vor allem Rekordwerte bei der Solarstrahlung für einen weiteren Anstieg der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Damit haben die Erneuerbaren Energien ihren Status als eine der wichtigsten Stromquellen behauptet. Zum Erreichen des Ausbaukorridors am Bruttostromverbrauch von 40 % bis 45 % bis ins Jahr 2025 sind aber weiter ein dynamisches Wachstum und ein förderliches Marktumfeld notwendig. Die Bedeutung der Stromerzeugung aus Geothermie in Deutschland ist nach wie vor gering, nimmt aber tendenziell, wie die Tabelle zur installierten Leistung veranschaulicht, zu. Aus Geothermie wurde nach vorläufigen Daten der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien mit 172 Mio. kWh etwa 5,5 % mehr Strom erzeugt als im Vorjahr (163 Mio. kWh). Der Anteil der Geothermie liegt damit allerdings weiterhin unter 0,1 % des gesamten Bruttostromverbrauchs in Deutschland.

Laut Umweltbundesamt nahm im Jahr 2018 die Stromproduktion aus Erdwärme gegenüber 2017 um 5,5 % auf 172 GWh zu. Der Anteil der Geothermie am Bruttostromverbrauch (bezogen auf den Gesamtbruttostromverbrauch 2018: 597,5 TWh, 2017: 601,3 TWh) lag dabei unverändert bei rund 0,03 %.

3. STRATEGIE, ZIELE UND UNTERNEHMENSSTEUERUNG

Zweck der Daldrup & Söhne AG als Muttergesellschaft des Daldrup-Konzerns ist der Ausbau der Geothermie, um den Verbrauchern und der Industrie in Europa einen konkurrenzfähigen Zugang zu klimafreundlichen, geothermischen Energiequellen als Alternative zu den fossilen Primärenergieträgern zu ermöglichen.

Die Daldrup & Söhne AG will nachhaltig wachsen und die führende Marktstellung in Deutschland und Europa als erfahrener Bohrtechnikspezialist ausbauen. Zudem wird sich das Unternehmen zukünftig an wirtschaftlich sinnvollen geothermischen Kraftwerksprojekten beteiligen, um konstante Erlöse aus dem Verkauf von Wärme und Strom über die Einspeise- bzw. Direktvermarktungsvergütung des EEG zu erzielen. Künftig werden primär Projekte mit örtlichem Charakter und mittelständisch-geprägten Größenordnungen begleitet.

Für die Fortentwicklung der Daldrup & Söhne AG ist es von besonderer Bedeutung, dass der eingeleitete Strategieprozess in vertrieblicher, projektorganisatorischer und finanzwirtschaftlicher Hinsicht weiter konsequenter vorangetrieben wird. Dadurch soll die Ertrags- und Liquiditätssituation der Gesellschaft nachhaltig verbessert und die entsprechende wirtschaftliche Stabilität sichergestellt werden.

Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, wird sich die Daldrup & Söhne AG, sei es im Vertrieb, in der Verwaltung oder in der Produktion, neu aufstellen, um in allen Unternehmensbereichen nachhaltig erfolgreich zu sein. Aus diesem Grund werden auch in Zukunft weitere organisatorische Veränderungen notwendig, um das Unternehmen und den Konzern zukunftsweisend auszurichten. Sowohl die internen Prozesse als auch die Steuerung und Überwachung der Bohrprojekte sowie der Beteiligungen und künftiger Projekte werden dabei zukünftig im Fokus stehen.

4. BETEILIGUNGEN UND STRATEGISCHE KOOPERATIONEN

Die Daldrup & Söhne AG hält zum 31.12.2018 die folgenden Beteiligungen:

Daldrup Bohrtechnik AG, Baar (Schweiz)

Die Daldrup Bohrtechnik AG agiert operativ eigenständig im interessanten Schweizer Markt. Neben Bohrungen zur Exploration und Aufsuchung von Erdwärme sind insbesondere Sonderbohrungen z. B. zur Solegewinnung und Tiefenlagerfindung von Interesse. Die erforderliche Bohrtechnik einschließlich des qualifizierten Betriebspersonals wird bei Bedarf von der Daldrup & Söhne AG bereitgestellt.

GERF - Geothermal Energy Realisation and Financing B.V., s-Gravenzande (Niederlande)

Die Nutzung der Erdwärme als ressourcenschonende Energiequelle erfährt eine hohe Akzeptanz bei den großen Gewächshausbetreibern (Gemüse-, Blumen-, Pflanzenanbau) in den Niederlanden. Das niederländische Wirtschaftsministerium und die Regionalprovinzen unterstützen diese Entwicklung mit einem Zuschussprogramm für Investitionen in autarke Geothermieheizwerke. Daldrup ist seit 2011 mit einer Repräsentanz in den Niederlanden, der GERF - Geothermal Energy Realisation and Financing B.V., vertreten.

Przedsifbiorstwo Projektow Gorniczych i Wiercen Geologicz-nych "DMM" Sp. z o.o., Kattowitz (Polen)

Die Daldrup & Söhne AG hält 50,44 % der Gesellschaftsanteile an der 2012 mit zwei polnischen Partnern zur Akquisition und Durchführung von Bohrungen (im Kohle/Minen-Sektor, für das Schiefergas-Geschäft und die Exploration von Mineralien) in Polen gegründeten "Przedsiebiorstwo Projektow Gorniczych i Wiercen Geologicznych "DMM" Sp.z.o.o." (Projektgesellschaft für bergbauliche und geologische Bohrungen). Die Gesellschaft ist im Rahmen größerer Explorationsprojekte der Steinkohleindustrie tätig und hat sich im polnischen Markt auch für die flache Geothermie und Erkundungsbohrprojekten etabliert. Das Unternehmen bündelt über den Gesellschafterkreis geologisches Wissen, technische Ausstattungen und Fachpersonal.

Daldrup Wassertechnik GmbH, Ascheberg

Die Daldrup & Söhne AG hält sich weiter die Möglichkeit offen, die Geschäftsaktivitäten rund um die Wassergewinnung in die Daldrup Wassertechnik GmbH auszulagern. Derzeit ruhen entsprechende Pläne. Die Mitarbeiter der Gesellschaft sind daher im Wesentlichen für die Daldrup & Söhne AG tätig.

D&S Geothermie GmbH, Grünwald

Die wesentlichen Beteiligungsaktivitäten der Daldrup & Söhne AG werden in der D&S Geothermie GmbH gebündelt. Hier werden zum 31.12.2018 75,01 % der Geschäftsanteile der Geysir Europe GmbH mit ihren nationalen und internationalen Tochtergesellschaften gehalten. Unter der Marke Exorka firmiert die operative Projektplanungs- und -entwicklungsgesellschaft. In den bestehenden Tochtergesellschaften sind die regionalen Geothermieprojekte in ihren unterschiedlichen Entwicklungsphasen sowie die Lizenzen gebündelt. Um Gestaltungsfreiheit bei der Neustrukturierung des Konzernbereichs II zu erhalten wurden Anfang März 2019 weitere 22,88 % an der Geysir Europe GmbH erworben.

5. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Generell werden im Bereich der Tiefengeothermie drei Arten der Wärmeentnahme aus dem Untergrund unterschieden:

Tiefe Erdwärmesonden:

Geschlossener Kreislauf durch ein U-Rohr oder eine Koaxialsonde mit einem zirkulierenden Wärmeträgermedium (z. B. Geothermieprojekt der Elektrizitätswerke der Stadt Zürich, Schweiz, im Triemli-Quartier).

Hydrothermale Systeme:

Geschlossener Kreislauf, in dem Thermalwässer aus Förderbohrungen gepumpt und über Reinjektionsbohrungen wieder in natürliche Grundwasserleiter (Aquifere) eingeleitet werden.

Petrothermale Systeme

(bzw. EGS = Enhanced Geothermal Systems): Offener oder geschlossener Kreislauf; mit hydraulischen Stimulationsmaßnahmen werden im trockenen Untergrund Risse und Klüfte erzeugt bzw. erweitert, durch die künstlich eingebrachtes/eingepresstes Wasser fließen kann.

Während die beiden erstgenannten Systeme durch Daldrup mehrfach erfolgreich ausgeführt und die Projekte in Betrieb genommen wurden, gibt es in Europa keinen Regelbetrieb eines petrothermalen Geothermieprojektes. Es existiert jedoch ein EU-Forschungsprojekt im Elsass sowie ein Projekt in Groß-Schönebeck beim GeoForschungszentrum Potsdam. Die Technologie ist grundsätzlich bewiesen und wird derzeit weiterentwickelt.

Die Daldrup-Gruppe sieht sich unverändert als technologischer Vorreiter in der Tiefengeothermie und will sich perspektivisch auch den technischen Herausforderungen der petrothermalen Geothermie/der EGS stellen.

Die deutsche Konjunktur hat im Berichtsjahr einen Gang zurückgeschaltet, so das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) in seiner im März 2019 veröffentlichten Konjunkturprognose. Nachdem die konjunkturelle Dynamik in Deutschland bis zur Mitte des vergangenen Jahres noch äußerst hoch war, geriet die Produktion in der zweiten Jahreshälfte spürbar ins Stocken. Zu den schlechteren Geschäftsaussichten beigetragen hat nicht zuletzt das außenwirtschaftliche Umfeld, das von einer ausgesprochen hohen politischen Unsicherheit geprägt war. Dies belastet die Investitionsfreude der Unternehmen und hat die konjunkturelle Dynamik trotz der weiterhin recht hohen Kapazitätsauslastung gebremst. Zudem behinderten Kapazitätsengpässe aufgrund von Fachkräftemangel und Knappheit bei Material und Ausrüstung die Produktion. Für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gehen die Konjunkturexperten für 2018 von einem Anstieg um 1,4 % (Vorjahr: 2,2 %) aus.

6. ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF

Die Wirtschaft hat sich im Euroraum im Jahr 2018 laut Kieler Konjunkturexperten abermals rückläufig entwickelt. Die konjunkturelle Verlangsamung im Berichtsjahr ist maßgeblich auf schwächere Impulse aus dem internationalen Umfeld zurückzuführen, sowie zu einem geringeren Teil auf länderspezifische temporäre Sonderfaktoren. Trotzdem hat die gesamtwirtschaftliche Produktion weiter moderat zulegt, denn die Konjunktur wurde weiter durch niedrige Zinsen und eine leicht expansive Finanzpolitik unterstützt. Für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Euroraum gehen die Konjunkturexperten für 2018 von einem Anstieg um 1,8 % (Vorjahr: 2,5 %) aus.

NACHFRAGE NACH GEOTHERMIE AUF HOHEM NIVEAU

Im Berichtsjahr war das Umfeld für Geothermieprojekte in Deutschland weiter von einer hohen, konstanten Nachfrage geprägt. Dazu hat wesentlich beigetragen, dass die mit dem EEG 2017 gegebenen Rahmenbedingungen absehbar stabil bleiben. Für Investoren ist damit Planungs- und Rechtssicherheit für die nächsten Jahre gegeben. Gerade bei den typischerweise langen Realisierungszeiträumen von Geothermieprojekten darf für Investoren kein Zweifel daran bestehen, dass eine heute geregelte Vergütung auch bei der Inbetriebnahme einer Anlage noch gilt. Die Einspeisevergütung für Geothermistrom bleibt bei 25,2 Cent/kW für Anlagen, die bis zum 31.12.2019 bergrechtlich genehmigt sind und bis zum 31.1 2.2022 in Betrieb genommen werden. Der Förderzeitraum beträgt unverändert 20 Jahre, und der Degressionsbeginn für die Einspeisevergütung setzt erst im Jahr 2021 ein. Zudem bleibt die Geothermie-Branche von der Ausschreibungsregelung, wie sie bei Wind- und Solaranlagen praktiziert wird, ausgenommen.

Mittelbar haben diese Rahmenbedingungen und positive Erfahrungen auch zu einer größeren Finanzierungsbereitschaft von Banken bei Projektfinanzierungen beigetragen. Ferner zeigen große Infrastrukturinvestoren lebhaftes Interesse an Kraftwerksprojekten, die sie von der Daldrup & Söhne AG schlüsselfertig erwerben können. Insbesondere in der Region um München treten auch Kommunen bzw. Kommunalunternehmen als Nachfrager auf. Sie setzen auf eine klimafreundliche, dezentrale Energieversorgung aus lokalen Ressourcen. Die leistungsbegrenzenden Faktoren im Bohr- und Projektgeschäft des Jahres 2018 waren wie branchenüblich sowohl langwierige Ausschreibungs- und Genehmigungsverfahren für Bohrprojekte wie auch Engpässe bei der Verfügbarkeit von Bohrmannschaften und -gerät.

Im Rahmen dieser anhaltenden Nachfrage erzielte die Daldrup & Söhne AG im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 19,4 Mio. € (Vorjahr: 31,4 Mio. €) und wies eine Gesamtleistung in Höhe von 30,9 Mio. € (Vorjahr: 31,4 Mio. €) aus. Die einzelnen Geschäftsbereiche der Daldrup & Söhne AG hatten folgende Umsatzanteile:

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• Geothermie: 14,0 Mio. € (72,3 %)
• Rohstoffe & Exploration: 2,9 Mio. € (14,7 %)
• EDS: 1,4 Mio. € (7,3 %)
• Wasserwirtschaft: 1,1 Mio. € (5,7 %)

Die Umsatzerlöse des Jahres 2018 wurden zu 50 % (Vorjahr: 61 %) in Deutschland, mit 45 % (Vorjahr: 35 %) im EU-Ausland (Niederlande, Belgien, Polen) und zu 5 % (Vorjahr: 4 %) in der Schweiz erwirtschaftet. Die Auftragslage zum Geschäftsjahresende war im Bereich der Bohranlagen für mitteltiefe Bohrungen in Deutschland, Polen und der Schweiz gut. Tiefengeothermiebohrungen wurden von Daldrup in Deutschland, Belgien und den Niederlanden begonnen bzw. ausgeführt.

Trotz der anhaltend hohen Nachfrage bei ansprechendem Marktumfeld weist die Daldrup & Söhne AG einen deutlichen EBIT-Verlust von 13,1 Mio. € aus. Zu dem negativen Ergebnis auf EBIT-Ebene haben neben einmaligen Bewertungskorrekturen bei in Arbeit befindlichen Aufträgen auch Verluste aus dem operativen Geschäft beigetragen. Ursächlich für die in 2018 angefallenen Verluste bzw. fehlenden Deckungsbeiträge waren u. a. häufige Umrüstungen bei einem Großprojekt aufgrund drohender Strafzahlungen wegen verspäteter Inbetriebnahme, vertraglich nicht an Großkunden durchstellbare Kosten im Rahmen eines Schadenfalls sowie Kosten für die Schadenbeseitigung. Zudem konnten Preissteigerungen des Jahres 2017 im Zuge langwieriger Preisverhandlungen erst zu Beginn des Geschäftsjahres 2019 nachverhandelt werden. Zudem konnte ein Bohrplatz aufgrund nicht erfolgter Belieferung mit einem besonderen Asphalt nicht planmäßig zu Beginn des Geschäftsjahres 2018 errichtet werden. Hier prüfen wir z. Zt. die Anstrengung einer Klage gegen den Lieferanten. Hieraus resultiert eine Bohrverzögerung von rund vier Monaten bzw. ein weitere Deckungsbeitragsverlust. Darüber hinaus wurde ein Projekt für die zweite Jahreshälfte 2018 eingeplant. Der entsprechende Deckungsbeitragsverlust kann dem Kunden nicht in Rechnung gestellt werden. Mit dem Auftrag wurde aktuell begonnen.

Insgesamt hat damit das Geschäftsjahr 2018 die Umsatz- und Ergebniserwartungen sowohl im Sinne der Ist-Entwicklung als auch im Abgleich zur Gesamtplanung deutlich verfehlt. Der Geschäftsverlauf sowie der Umsetzungsfortschritt der geplanten Maßnahmen haben bis zum Jahresende nicht zu einem befriedigenden Ergebnis geführt. Insgesamt hat das Unternehmen aufgrund der beschriebenen Effekte mit - 11,9 Mio. € in 2018 nach + 0,5 Mio. € im Vorjahr einen hohen Verlust zu verkraften.

B. ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

1. ERTRAGSLAGE

Der branchentypische und projektabhängige Wertschöpfungs- und Leistungsprozess der Daldrup & Söhne AG erfordert regelmäßig die Bewertung der teilfertigen Leistungen. Dem Vorsichtsprinzip folgend werden für das kalkulierte Wagnis, den Gewinn und die Vertriebskosten Abschläge vom erreichten Leistungswert vorgenommen. Diese Ergebnisbestandteile werden damit erst nach Fertigstellung, Abnahme und Schlussrechnung eines Projektes realisiert. Die Projekt- und Betriebskosten werden demgegenüber direkt zum Zeitpunkt ihres Entstehens erfasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung der Daldrup & Söhne AG ist insofern durch das im Zeitablauf schwankende Projektgeschäft geprägt. Da die Umsatzerlöse wegen der langfristigen Projektverläufe nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Leistungen wiedergeben, wird ergänzend die Gesamtleistung ausgewiesen.

Die Gesamtleistung des Geschäftsjahres 2018 setzt sich zusammen aus Umsatzerlösen von 19,4 Mio. € (Vorjahr: 31,4 Mio. €) sowie Bestandserhöhungen von 11,6 Mio. € (Vorjahr: Bestandsminderung 30 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €). Im Wesentlichen sind das Erträge aus Sachbezügen (0,06 Mio. €).

Der Materialaufwand mit einem traditionell hohen Anteil an bezogenen Leistungen von Drittunternehmen (z. B. Bohrlochmessungen, Richtbohrservice, Spülungsservice und zugekaufte Personaldienstleistungen) ist im Berichtszeitraum aufgrund der beschriebenen Faktoren bzgl. Projektverlusten und Stillstandskosten sowie fehlendem Fachpersonal mit 27,2 Mio. € (Vorjahr: 15,0 Mio. €) deutlich gestiegen. Die Rohertragsquote, bezogen auf die Gesamtleistung, lag bei verbesserungswürdigen 12,0 % (Vorjahr: 52,3 %).

Die Personalaufwendungen sind mit der wachsenden Anzahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr auf 5,8 Mio. € (Vorjahr: 5,6 Mio. €) moderat gestiegen. Der durchschnittliche Personalbestand der Daldrup & Söhne AG im Jahr 2018 stieg auf 104 Mitarbeiter (Vorjahr: 91 Mitarbeiter).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund des umfangreichen Geschäftsvolumens um rund 3,8 % auf 8,9 Mio. € (Vorjahr: 8,7 Mio. €) angestiegen. Die Kosten entfallen u. a. auf Mieten für notwendiges Bohrequipment, Abraum- und Abfallbeseitigung, Versicherungsprämien (insbesondere zur Sicherung des Fündigkeitsrisikos), Beratungskosten, Reisekosten, Logistikkosten aufgrund der Mobilisation und Demobilisation von Bohranlagen. Abermals geringer als im Vorjahr sind die Verluste aus Wertberichtigungen und Forderungsverlusten mit 0,62 Mio. € (Vorjahr: 0,74 Mio. €).

Die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) liegen geringfügig unter Vorjahresniveau und betreffen im Wesentlichen den Bohranlagenpark und den Fuhrpark. Die Tiefbohranlagen werden auf Basis einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen, Steuern vom Einkommen und Ertrag und außerordentlichem Ergebnis) der Daldrup & Söhne AG beträgt unbefriedigende -13,1 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €). Das entspricht einer EBIT-Marge, bezogen auf die Gesamtleistung (prozentualer Anteil des EBIT an der Gesamtleistung), von - 67,7 % (Vorjahr: 0,8 %).

Das Finanzergebnis beträgt 1,2 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) und beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus gewährten Darlehen an verbundene Unternehmen sowie gegenläufig Zinsaufwendungen aus Darlehen und der Ausnutzung von Kontokorrentlinien bei Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen. Daneben wurden Ausschüttungen einer Tochtergesellschaft von ca. 0,9 Mio. € (Vorjahr: 0,02 Mio. €) vereinnahmt. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag waren nicht zu zahlen (Vorjahr: 57 T€). Es ergibt sich daher ein Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 11,9 Mio. (Vorjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von 0,5 Mio. €).

Aufgrund der vorgenannt beschriebenen Faktoren hat die Daldrup & Söhne AG das Ziel einer Gesamtleistung von rund 28 Mio. € im Berichtsjahr verfehlt. Die EBIT-Marge von 2 % bis 5 % wurde ebenfalls deutlich verfehlt. Ursächlich sind im Wesentlichen verspätete Lieferungen von Zulieferern und witterungsbedingte Verzögerungen bei großen Tiefengeothermieprojekten. Ferner konnten Projekte nicht wie vorgesehen schlussgerechnet werden und Anschlussprojekte haben sich verschoben.

2. VERMÖGENSLAGE

Zum Bilanzstichtag 31.12.2018 beträgt die Bilanzsumme der Daldrup & Söhne AG 61,4 Mio. €. Die Bilanzsumme verringert sich um rund 6,6 Mio. €. Das Sachanlagevermögen in Höhe von 11,4 Mio. € (Vorjahr: 12,9 Mio. €) beinhaltet vor allem den Bestand an Bohranlagen sowie den Fuhrpark und die erforderliche Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Veränderung resultiert aus Zugängen in Höhe von 0,5 Mio. €. Diese beinhalten kleinere Investitionen wie den Power Loop (0,1 Mio. €) und den Radlader (0,1 Mio. €), dagegen läuft die Abschreibung auf Sachanlagen in Höhe von 2,3 Mio. €. Die Finanzanlagen in Höhe von 13,8 Mio. € (Vorjahr: 13,7 Mio. €) setzen sich aus Anteilen an verbundenen Unternehmen (0,2 Mio. €), Ausleihungen an verbundene Unternehmen (12,6 Mio. €) sowie leicht rückläufigen sonstigen Ausleihungen in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €) zusammen.

Im Umlaufvermögen hat sich bei den Vorräten der Wert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zum Stichtag mit 3,0 Mio. € (Vorjahr: 3,1 Mio. €) leicht verringert. Die Vorräte entsprechen damit dem erforderlichen Vorratsbestand des operativen Bohrbetriebes. Angesichts der Lieferfähigkeit und Bereitschaft der Zulieferer ist eine größere Vorratshaltung entbehrlich.

Die nach kaufmännischer Vorsicht bewerteten unfertigen Leistungen erreichen am Bilanzstichtag einen Wert von 25,4 Mio. € (Vorjahr: 13,9 Mio. €). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Auftrag Stadtwerke München. Der Auftrag wurde zum 31.12.2018 mit 18,5 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €) bilanziert. Darüber hinaus wurde der Auftrag Vito-Geologische Bohrung "M0L-GT-03" in Höhe von 6,9 Mio. € zum 31.12.2018 fertiggestellt und schlussgerechnet. Die erhaltenen Anzahlungen von insgesamt 21,1 Mio. € (Vorjahr: 5,6 Mio. €) wurden von den unfertigen Leistungen abgezogen. In der Position sind im Wesentlichen nicht schlussgerechnete Baustellen in Deutschland enthalten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Stichtag 26,8 Mio. € (Vorjahr: 28,7 Mio. €). Erfreulich ist der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um rund 0,6 Mio. € auf rd. 2,8 Mio. €, verdeutlichen sie den Liquiditätszufluss aus dem operativen Geschäft zu Beginn des Geschäftsjahres 2019. Die Forderungen gegen die insgesamt solvente Kundschaft sind intakt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen steigen ebenfalls um rund 1,2 Mio. € auf 17,2 Mio. €. Der Anstieg der Forderungen gegen über verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus der Erweiterungen der Kontokorrentverträge der GERF und der Geysir Gruppe. Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich auf insgesamt rund 6,9 Mio. € (Vorjahr: 10,6 Mio. €), da die J.D. Apparate- und Maschinenbau GmbH zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 3,0 Mio. € beglichen hat. Die Reduzierung der Forderungen resultiert aus der Übernahme eines verrechneten Darlehens in gleicher Höhe.

Die liquiden Mittel (Kasse/Bank) betragen zum Stichtag 1,9 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €).

Auf der Passivseite der Bilanz hat sich das Eigenkapital der Daldrup & Söhne AG zum 31.12.2018 auf insgesamt 41,5 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €) reduziert. Trotz des Jahresfehlbetrages von € 11,9 Mio. € beträgt die Eigenkapitalquote zum Stichtag komfortable 67,6 % (Vorjahr: 69,1 %).

Die Rückstellungen für Pensionen (Vorjahr: 0,9 Mio. €) wurden im Berichtsjahr vollständig verbraucht, da der Versorgungsempfänger eine einmalige Kapitalzahlung erhalten hat. Die sonstigen Rückstellungen erhöhen sich auf 2,0 Mio. €. Der Anstieg berücksichtigt zum Bilanzstichtag ausstehende Lieferantenrechnungen von rund 0,7 Mio. €. Der Rückstellungsspiegel im Anhang informiert über Details.

Die Verbindlichkeiten konnten auf 17,9 Mio. € (Vorjahr: 18,8 Mio. €) leicht reduziert werden, insbesondere wurden die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten planmäßig auf 9,2 Mio. € (Vorjahr: 12,2 Mio. €) zurück geführt. Die Bankkredite beinhalten Darlehen der Hausbanken von noch rund 0,3 Mio. € sowie Inanspruchnahmen kurzfristiger Betriebsmittel- sowie Termingeldkredite und einer mittelfristigen Kreditlinie in Höhe von insgesamt 8,9 Mio. € (Vorjahr: 10,5 Mio. €). Die Darlehen sind banküblich durch eine Bohranlage besichert und wurden inzwischen planmäßig getilgt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen auf 6,2 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €).

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in nahezu konstanter Höhe von 1,4 Mio. €, im Wesentlichen gegenüber der Daldrup Bohrtechnik AG (Schweiz) in Höhe von 0,9 Mio. €. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) resultieren im Wesentlichen aus den laufenden Lohn- und Steuerverbindlichkeiten sowie den Sozialabgaben.

3. FINANZLAGE

Umfangreiche, vorbereitende Tätigkeiten für große Projekte im Geschäftsfeld "tiefe Geothermie" erforderten auch im Geschäftsjahr 2018 hohe monetäre Vorleistungen der Daldrup AG. Zur Finanzierung dieses Betriebsmittelbedarfs, zur Abfederung von Liquiditätsspitzen und Aval-Aufstellungen standen zum Bilanzstichtag Finanzierungs- und Avallinien bei deutschen Kreditinstituten und Versicherungsgesellschaften von insgesamt 25,5 Mio. € zur Verfügung. Die Zahlungsfähigkeit der Daldrup AG war während des Geschäftsjahres 2018 jederzeit gesichert.

Die Daldrup & Söhne AG wird im Geschäftsjahr 2019 die in 2017 und 2018 akquirierten Aufträge plangemäß abarbeiten. Der Auftragsbestand reicht rechnerisch weit bis in das Geschäftsjahr 2020 hinein und ist gut diversifiziert. Aus diesen Aufträgen rechnet die Gesellschaft bei plangemäßer Abarbeitung mit regelmäßigen Umsatzerlösen sowie gut planbaren Liquiditätszuflüssen aus dem Segment Tiefengeothermie sowie dem allgemeinen Bohrgeschäft. Auf dieser Basis ist die Zahlungsfähigkeit der Daldrup AG auch über das Geschäftsjahr 2018 hinaus gesichert.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war trotz der hohen operativen Verluste im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Das zeigt sich auch in dem rollierenden Liquiditätscontrolling der Geschäftsführung.

Trotzdem müssen die anspruchsvollen Pläne für das Geschäftsjahr 2019 und Folgejahre insbesondere in den Bereichen Projektsteuerung und Kostenmanagement erfüllt werden, um die Situation in der Daldrup & Söhne AG zu verbessern.

4. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Die Auftragslage der Daldrup & Söhne AG ist konstant gut. Aktuell werden größere Projekte in Deutschland und der Schweiz bearbeitet. In den Niederlanden wurde mit einem größeren Projekt begonnen. Die Auftragspipeline als Ausblick auf potenzielle Aufträge konnte im Vergleich zum Vorjahr nochmals spürbar gesteigert werden. Das Marktumfeld für die Produkte und Dienstleistungen der Daldrup & Söhne AG war insgesamt positiv. Dennoch war die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens in 2018 nicht zufriedenstellend. Es gelang dem Unternehmen nicht, seine Prognose zu erfüllen. Aufgrund des bestehenden Fachpersonalmangels konnten die beiden großen Bohranlagen nicht kontinuierlich betrieben werden. Des Weiteren konnte ein Großauftrag nicht planmäßig zum Jahreswechsel 2017/2018 und ein weiteres Großprojekt nicht plankonform in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2018 begonnen werden. Neben dem nach wie vor unter hoher Nachfrage stehenden allgemeinen Bohrgeschäft werden im Geschäftsjahr 2019 erstmals seit vielen Jahren drei Großbohranlagen in Betrieb stehen. Zwei Anlagen sind bereits in Süddeutschland bzw. in der Schweiz im Einsatz. Die dritte Anlage wird im dritten Quartal dieses Jahres in den Niederlanden bohren. Daher wird die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2019 insgesamt wieder deutlich positiver eingeschätzt.

C. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Die Daldrup & Söhne AG hat sich zur Einhaltung hoher Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltschutzstandards verpflichtet. Daldrup legt größten Wert darauf, dass alle Mitarbeiter und Unternehmen, die für die Daldrup & Söhne AG tätig sind, die Standards, Gesetze und Regularien der Sicherheit, des Gesundheitsschutzes und des Umweltschutzes kennen und einhalten. Das vom Vorstand der Daldrup & Söhne AG installierte Management-, Informations- und Sicherheitssystem gewährleistet eine effektive Umsetzung dieser Standards.

Die Grundlagen des täglichen Handelns sind u. a. das Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument nach den entsprechenden Rechtsvorschriften und Richtlinien der Europäischen Union sowie die internen Leitlinien der Daldrup & Söhne AG zur Mitarbeiterführung und Mitarbeiterentwicklung, zur Suchtprävention und zur Instandhaltung und Wartung.

Ein hohes Qualitätsniveau über alle Unternehmensbereiche der Daldrup & Söhne AG ist ein entscheidender Faktor, um den Erfolg und die Zufriedenheit der Kunden zu gewährleisten. Die SCC-Zertifizierung (SCC: Sicherheits-Certifikat-Contraktoren) ist daher ebenso selbstverständlich wie die Erfüllung und regelmäßige Erneuerung des Qualitätsmanagements nach DIN ISO 9001.

D. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Der bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken ist ein zentrales Element der Unternehmensführung der Daldrup & Söhne AG. Mit der Zunahme der Komplexität und Volatilität in der globalen Welt ist das Chancen- und Risikosystem regelmäßig den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Das Risikosystem, das Risikoumfeld und die Gefährdungspotenziale für den Daldrup-Konzern stellen sich wie folgt dar:

1. STRATEGISCHE RISIKEN

Ein schnelles Unternehmenswachstum birgt Risiken aufgrund neuen Personals, veränderter Organisationsstrukturen und eines Wandels des Risikoumfeldes. Integrations- und Optimierungsprozesse sind Bestandteil des Tagesgeschäftes. Ein fallender Rohölpreis führt dazu, dass das Angebot im Tiefbohrbereich größer und der Druck auf die Wettbewerber erhöht wird.

Unternehmensbeteiligungen und Joint Ventures können sich integrationsbedingt durch Fehlinvestitionen und durch Fehleinschätzung von Chancen und Risiken erheblich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Daldrup & Söhne AG auswirken. Durch sorgfältige und intensive Prüfungen im Vorfeld derartiger Bindungen sollen die Risiken minimiert werden.

Der Vorstand der Gesellschaft sowie die örtliche Geschäftsführung arbeitet mit Unterstützung geothermieerfahrener Berater an der Fertigstellung des Kraftwerkes. Im Geothermiekraftwerksprojekt Taufkirchen könnte sich jedoch die Vollinbetriebnahme aufgrund technischer Probleme weiter verzögern, wodurch u. a. Pönalen fällig werden könnten. Der Finanzbedarf könnte sich bis zur Fertigstellung der Stromerzeugung noch erhöhen. Bei eintretenden Projektverzögerungen könnten sich demnach zudem auch geringere Umsätze aus dem Stromverkauf ergeben als geplant.

Das Geothermiekraftwerk Landau könnte durch behördliche Auflagen längere Zeit im Probebetrieb verharren. Eine reduzierte Kapazitätsauslastung und geringere Umsatz- und Ergebnisbeiträge aus dem Stromverkauf zum Konzernergebnis könnten die Folge sein.

2. OPERATIVE RISIKEN

Grundsätzlich gilt es, fünf Gefahren- bzw. Risikobereiche zu unterscheiden, die im Zusammenhang mit Tiefenbohrungen der Berichtsgesellschaft und im Projektgeschäft der Konzernunternehmen bestehen:

A. BAUGRUNDRISIKO

Das Baugrundrisiko, d. h. das Risiko bekannter und unvorhersehbarer, vom Baugrund ausgehender Wirkungen und Erschwernisse (alle untertägigen, geologischen Risiken) wird in der Bau(rechts-)praxis in den Verträgen zwischen den Parteien geregelt. In der Regel liegt es in der Sphäre des Auftraggebers. Die Daldrup & Söhne AG als Auftragnehmerin von Bohraufträgen trägt das Risiko für die bohrtechnischen Vorgänge. In den von Daldrup ausgeführten Tiefbohrungen kann dieses Risiko i. d. R. über projektbezogene Versicherungen aufgefangen werden. Im Rahmen der Eigenüberwachung mit geschultem/zertifiziertem Personal, dem Einsatz moderner Bohrtechnik sowie in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachbehörden und Fremdüberwachern trifft der Daldrup-Konzern in der Praxis zudem aktive Risikovorsorge. Bei offen erkennbaren Risiken kommt Daldrup seiner Prüfungs-, Hinweis- bzw. Sorgfaltspflicht nach. Zusätzliche Sicherheit wird durch die Vergabe komplexer Planungs- und Ingenieurleistungen an entsprechend versicherte Dienstleister erreicht.

B. BETRIEBSGEWÖHNLICHE RISIKEN

Das Betriebs- und Umwelthaftpflichtrisiko sowie das Maschinenbruch- und Betriebsunterbrechungsrisiko sind versicherbar. Für Personen-, Sach- und Umweltschäden besteht eine Deckung über die Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung einer Versicherungsgesellschaft. Eine gesonderte Maschinenversicherung (inklusive Lost-in-hole) sichert mögliche Schäden an den Tiefbohranlagen sowie an sämtlichen peripheren Maschinen und Geräten auf erstes Risiko ab. Für das Risiko einer Betriebsunterbrechung als Schadensfolge ist eine normale Versicherbarkeit gegeben. Blowout-Risiken sind grundsätzlich dem Baugrundrisiko zuzuordnen, können aber über erhöhte Deckungssummen im Einzelfall über die Betriebshaftpflichtversicherung mit abgedeckt werden. Die beste Versicherung gegen Blowout ist der Einsatz moderner und funktionsfähiger Blowout-Preventer, die von Daldrup regelmäßig eingesetzt werden.

Über das Maß betriebsgewöhnlicher Haftungsrisiken hinaus bestehen keine besonderen Risikobereiche. Risiko- und Schadensvermeidung über ein konsequentes und zertifiziertes Qualitäts- und Sicherheitskonzept haben im operativen Geschäft der Daldrup-Gruppe einen hohen Stellenwert.

C. NICHTFÜNDIGKEIT EINES BOHRPROJEKTES

Spezialpolicen von Versicherungskonsortien decken im Rahmen des ART-Konzepts das Ausfallrisiko bei Nichterfolg einer Tiefenbohrung ab. Die Fündigkeitsparameter sind dabei eindeutig mit der Schüttungsmenge, der Temperatur und der Absenkung des Ruhewasserspiegels definiert. Bei der Beurteilung des Versicherungsrisikos, der Versicherbarkeit und der Prämienbemessung eines Projektes spielen die Erfahrungen und Referenzen des beauftragen Bohrunternehmens sowie die durch externe Gutachten belegten Fündigkeitswahrscheinlichkeiten eine entscheidende Rolle. Die Versicherbarkeit von Geothermieprojekten, die von und mit der Daldrup-Gruppe geplant, gebohrt und umgesetzt wurden, war regelmäßig wirtschaftlich gegeben. Das ART-Konzept sorgt für die Reduzierung des Fündigkeitsrisikos unserer Kunden und erleichtert der Daldrup & Söhne AG das Wachstum in der Nische. Ob ein entsprechender Versicherungsschutz gewählt wird, liegt letztlich im Ermessen des jeweiligen Projektauftraggebers.

D. BESCHAFFUNGSRISIKEN

Die Beschaffung von Anlagentechnik, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie der Bezug von Fremdleistungen haben sich bisher nicht negativ auf den Leistungsprozess der Daldrup-Gruppe ausgewirkt. Es bestehen in allen Geschäftsbereichen verschiedene Dienstleister- und Lieferantenschwerpunkte aufgrund guter Einkaufskonditionen und Qualitäten, die einer ständigen Überprüfung im Rahmen des Qualitäts-Management-Systems unterliegen. Im risikoorientierten Lieferantenmanagement werden unter anderem durch die Diversifizierung der Geschäftspartner und einer Ausdehnung der Lieferanten und Dienstleistergruppen die Beschaffungsrisiken kleingehalten. Neue Herausforderungen durch den weiteren Ausbau der vertikalen und horizontalen Wertschöpfungsschwerpunkte hat Daldrup erkannt und in die Systeme integriert. In Teilbereichen der Leistungskette bestehen vereinzelt Lieferantenabhängigkeiten.

E. GENEHMIGUNGSRISIKEN

Jede Gewinnungsanlage und Bohrung zur Aufsuchung und Gewinnung von Bodenschätzen, sei es für Geothermie oder Wassergewinnung oder zur Rohstoffexploration, unterliegt im Vorfeld umfangreichen Genehmigungsverfahren durch die zuständigen Aufsichtsbehörden. Für die Genehmigung der unterschiedlichen Bohrungen und Anlagen zur Gewinnung, wie z. B. einem Kraftwerksbau bzw. -betrieb, sind die Regelungen des Bundesberggesetzes (BBergG), des Abgrabungsgesetzes, die Vorschriften des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) bzw. die landesrechtlichen Wassergesetze und bauplanungs- bzw. bauordnungsrechtlichen Regelungen zu beachten. Die an die Daldrup-Gruppe hierbei gestellten Erfordernisse werden regelmäßig auf den aktuellen Stand gebracht (s. o. Abschnitt C) und mit den Regierungspräsidien, Landesämtern für Geologie und Bergbau sowie den Wasserbehörden abgestimmt. Genehmigungsverfahren können aufwändig und langwierig sein und Projekte verzögern. Die Daldrup-Gruppe ist aufgrund der jahrzehntelangen Erfahrung im Umgang mit den Behörden geübt und kennt die Anforderungsprofile für die Genehmigungsdokumente. Ein kontinuierlicher Dialog mit den verschiedenen Behörden über die gesamte Projektphase und eine enge, lösungsorientierte Abstimmung helfen ein schnelles Einvernehmen herzustellen und längere Verzögerungen zu vermeiden.

Die bestehenden und funktionalen Versicherungskonzepte decken die wesentlichen Risiken ab.

3. ALLGEMEINE WIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

WETTBEWERBSRISIKEN

Neue, lukrative und wachsende Märkte ziehen weitere Marktteilnehmer an. Die Bemühungen branchennaher Unternehmen zum Einstieg in den Geothermiemarkt sind bei hohen Markteintrittsbarrieren feststellbar. Die zahlreichen Referenzen, der langjährige Bekanntheitsgrad und die Marktposition sind ein wichtiger Wettbewerbsvorteil der Daldrup AG.

Weitere Risiken bestehen durch Abnahme der Nachfrage infolge von Marktveränderungen oder verlorener Ausschreibungen sowie dadurch, dass Gesetzesänderungen zu Projektverzögerungen bei unseren Kunden sowie Projektverschiebungen entstehen können.

PERSONALRISIKEN

Die Daldrup AG beschäftigt über alle Unternehmensbereiche Schlüsselmitarbeiter (z. B. Projektleiter, Ingenieure und erfahrene Bohrgeräteführer), deren langjährige Kontakte und Fachwissen für den Unternehmenserfolg wichtig sind. Der Verlust von Schlüsselmitarbeitern, z. B. durch Abwerbung, Krankheit, Unfall, könnte zumindest vorübergehend eine Lücke hinterlassen. Der traditionelle Mangel an zertifiziertem Fachpersonal für den Betrieb des umfangreichen Bohrgeräteparks hat sich weiter verschärft und ist auch durch eigene Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen nicht zu beheben. Strategische Beteiligungen und Akquisitionen werden daher aufmerksam verfolgt.

Zusätzlich erfordern das Wachstum der Daldrup & Söhne AG und die Verantwortung als Konzernobergesellschaft eine Vorsorgeorganisation. Zusätzliche Aufgabenbereiche im technischen und kaufmännischen Bereich entstehen, die Informations- und Kommunikationswege sowie die organisatorischen und personellen Ressourcen sind permanent an diese Erfordernisse anzupassen.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN/ VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Fremdwährungsrisiken werden durch Vertrags- und Preisverhandlungen auf EURO-Basis möglichst vermieden. Für geplante Auftragsabwicklungen und Beschaffungen in Fremdwährungen werden situativ Währungs-/Kurssicherungsinstrumente wie Devisentermingeschäfte und Devisenoptionsgeschäfte genutzt. Diese derivativen Geschäfte schließt die Daldrup-Gruppe nur mit Banken ab, die über eine sehr gute Bonität verfügen und sofern ein Grundgeschäft besteht. Trotz des Einsatzes derartiger Finanzinstrumente können negative Effekte nicht gänzlich vermieden werden. Spekulative Zins-, Währungs- und/ oder Rohstoffgeschäfte wurden im Geschäftsjahr nicht abgeschlossen und sind auch nicht geplant. Zum Abschlussstichtag bestanden derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Wechselkursrisiken aus dem Bohrgeschäft in der Währung Schweizer Franken.

Bei Bedarf werden die im internationalen Geschäft üblichen Instrumente zur Absicherung von Bonitäts-, Zahlungs- und Lieferrisiken durch Garantien und Akkreditive eingesetzt. Zur Begrenzung von Schäden durch Zahlungsausfälle werden, wo möglich, Bürgschaften seitens unserer Kundschaft gefordert. Im Bereich der Lieferantenrisiken kann eine Nichtlieferung zu Projektverzögerungen und Mehrkosten führen. Diesem Risiko begegnet die Daldrup AG mit einer i. d. R. breiten Auswahl an möglichen Ersatzlieferanten und einer Überwachung kritischer Komponenten im Herstellungsprozess, u. a. durch umfangreiche Qualitätssicherungsmaßnahmen und Kontrolle des Herstellungsprozesses.

Zwei Tochtergesellschaften des Geysir-Teilkonzerns haben im Zuge einer Projekt- bzw. Akquisitionsfinanzierung die Einhaltung üblicher Finanzkennzahlen und -relationen vertraglich vereinbart. Diese waren aufgrund der verzögerten Inbetriebnahme eines Kraftwerkes zum Bilanzstichtag insgesamt nicht erfüllt. Für die theoretische Möglichkeit einer vorzeitigen Auflösung dieser Darlehensvereinbarung durch die Darlehensgeberin hat die Tochtergesellschaft Vorsorge in der Form getroffen, dass ein privater Investor die ggfs. notwendig werdenden Mittel zur Rückführung vorgenannter Darlehen bereitstellt. Seitens des Vorstands der Daldrup & Söhne AG bestehen keine Bedenken hinsichtlich des Fortbestands der beiden Tochtergesellschaften.

Die immer wieder aufkeimende Diskussion um die Bonität einzelner Länder der Eurozone könnte analog zur Staatsschulden- bzw. Finanzkrise in den Jahren 2007 bis 2009 zu einer eingeschränkten Finanzierungsbereitschaft von Kreditinstituten führen und die Realisierung zahlreicher bohrreifer Geothermieprojekte erschweren, da diese dann zunehmend wieder mit höher verzinslichen Anlageformen konkurrieren. Hierdurch könnten sich Hemmnisse für das Wachstum des Geothermiemarktes ergeben.

4. TECHNOLOGISCHE RISIKEN

Die verwendete Bohrtechnologie entspricht dem Stand der Technik und unterliegt keinem raschen technologischen Wandel, sodass kein besonderes Risikopotenzial besteht. Die insbesondere im Geothermiekraftwerk in Husavik, Island, sowie die auf deutschem Boden in Unterhaching und Bruchsal angewendete Kalina-Kraftwerkstechnologie ist gerade im Niedertemperaturbereich hervorragend zur Stromerzeugung geeignet. Die Daldrup-Gruppe ist Lizenzinhaberin dieses Verfahrens und geht fest davon aus, dass durch die kombinierte Nutzung der Erdwärme und der Kalina-Technologie weltweit ein deutlicher Beitrag zur Sicherung der Energieversorgung geleistet werden kann.

Die IT-Systeme sind grundsätzlich ein Angriffspunkt von außen. Deshalb bestehen Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff und es werden regelmäßige Datensicherungen vorgenommen.

5. RECHTLICHE RISIKEN

Rechtsstreitigkeiten können aufgrund des Leistungsprozesses und im Rahmen von Gewährleistungen sowie im Rahmen allgemein bestehender Verträge eintreten. Insbesondere bringt es das Projektgeschäft mit sich, dass verschiedene Sachverhalte streitanfällig sind. Zum größten Teil können Streitigkeiten auch ohne rechtliche Beratung erledigt werden. Bei einigen Sachverhalten sind gerichtliche Auseinandersetzungen nicht zu vermeiden. Regelmäßig werden externe Fachanwälte mit der Wahrnehmung der Interessen der Daldrup-Gruppe betraut. Bei Aktivprozessen besteht das Risiko, dass vor Gericht die eingeklagten Forderungen nicht durchgesetzt werden können und somit Wertberichtigungen erforderlich wären.

Das Vertragsmanagement ist soweit organisiert, dass unter juristischer, technischer und kaufmännischer Einbindung eine ausgewogene Chancen-Risiken-Verteilung für die Daldrup & Söhne AG besteht. Der aktuelle Auftragsbestand unterliegt diesen Gesichtspunkten des Vertragsmanagements.

Bürgerinitiativen und -begehren, aber auch Technologiegegner können die Politik beeinflussen. Dies kann nachteilig in Genehmigungsverfahren sein und dazu führen, dass Gerichte angerufen werden müssen und sich Maßnahmen dadurch deutlich verzögern.

Die Gesellschaft hat für die Vorstände und den Aufsichtsrat eine D&O-Versicherung abgeschlossen und im Geschäftsjahr 2018 die Versicherungssumme analog zum Vorgehen vieler Unternehmen angepasst, um im Falle von Verstößen gegen Vorschriften der Börse oder bei anderen Verstößen ggf. Rückgriff nehmen zu können. Ab 2021 ändern sich voraussichtlich die Einspeisebedingungen für Geothermiestrom (EEG 2017), was durch die branchenweite Lernkurve kompensiert werden soll. Dennoch drohen aus rechtlichen Veränderungen immer auch Nachteile für das Unternehmen.

6. REGULATORISCHE UND POLITISCHE RISIKEN

Die Gesellschaften des Daldrup-Konzerns sehen sich politischen und regulatorischen Veränderungen in vielen Ländern und Märkten ausgesetzt. Der seit dem Jahr 2000 in vielen Ländern bestehende Trend zur aktiven Förderung von Erneuerbaren Energien unterliegt in seiner Ausprägung je nach Land Schwankungen und Änderungen durch die Gesetzgebung der jeweiligen Regierung. Auch wirtschaftliche Krisen oder neue politische Machtkonstellationen können die Prioritäten beeinflussen.

Die Unsicherheiten oder die Komplexität in den gesetzlichen Bestimmungen zur Förderung von Geothermiebohrungen und Geothermiekraftwerken und -heizwerken sowie die Änderung bzw. signifikante Kürzung der Förderungen der Elektrizitätserzeugung und Wärmelieferung aus geothermischer Energie können die Rentabilität geothermischer Projekte negativ beeinflussen und Investitionen verzögern, stoppen oder obsolet werden lassen.

Auch der Aktionismus und die Stimmungsmache von Bürgerinitiativen gegen Geothermieprojekte können die Projektentwicklung und Genehmigungsverfahren verzögern oder gefährden und Investoren abschrecken.

Eine enge Kommunikation mit Entscheidungsträgern in der Politik und aktive Maßnahmen wie die Teilnahme an Bürgeranhörungen, die öffentliche Vorstellung von Projekten und Gespräche mit den Medien zur Aufklärung über die Vorteile der Geothermie dienen als Instrumente zur präventiven Risikoabwehr. Durch Diversifikation hinsichtlich der regionalen Absatzmärkte sollte eine Abschwächung potenzieller negativer Auswirkungen möglich sein. So ist die Daldrup-Gruppe neben Deutschland in den Niederlanden, Belgien und der Schweiz tätig und trifft auf sehr unterschiedliche Förderregime. In den Niederlanden ist die Geothermie als thermische Energie zu konventionellen Energieträgern bereits ohne Förderung konkurrenzfähig.

7. CHANCENBERICHT

Die Geothermie gewinnt in der Strom- und Wärmeerzeugung unter den Erneuerbaren Energien in Deutschland und global zunehmend an Bedeutung. Ihr Vorteil ist die Grundlastfähigkeit und die dezentrale Energieerzeugung in der Region des Verbrauchs.

Speziell in Deutschland wird nicht nur die Stromerzeugung, sondern auch die Wärme- und Kälteversorgung im Hochbau sowohl bei Neubauvorhaben als auch bei der energetischen Gebäudesanierung gefördert. Der gesetzliche Rahmen ist in Deutschland für die Förderung der Wärmenutzung aus Erneuerbaren Energien in den letzten Jahren stetig erweitert und verbessert worden. Ein zentrales Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Bereits bis 2020 sollen 14 % des Endenergieverbrauchs für Wärme und Kälte aus Erneuerbaren Energien stammen. Darüber hinaus haben viele Städte - wie München die "Wärmewende 2040" - inzwischen eigene Klimainitiativen gestartet und konkretisieren die politisch geforderten Anstrengungen.

Mit dem zum 1. Januar 2017 in Kraft getretenen, novellierten EEG sind die Rahmenbedingungen für Investoren für Geothermie-Projekte stabil geblieben und es besteht weiterhin Planungs- und Rechtssicherheit für die Auftraggeber und Betreiber. Davon kann die Daldrup-Gruppe als spezialisierter Anbieter entlang der Wertschöpfungskette für schlüsselfertige Geothermieheiz- und -kraftwerke profitieren. Weitere Chancen eröffnen sich als Bohrdienstleister für tiefe Geothermiebohrungen und als Entwickler, Betreiber und Anteilseigner von Geothermiekraftwerken. Denn das Unternehmen ist mit über 35 erfolgreichen Tiefengeothermiebohrungen einer der erfahrensten Wettbewerber im mitteleuropäischen Markt. Die mittelständischen Strukturen und die gut ausgebildeten Mitarbeiter erlauben darüber hinaus eine hohe Flexibilität und Lösungskompetenz gegenüber Kunden und den jeweiligen geologischen Formationen in großen Tiefen. Die Daldrup & Söhne AG geht auch weiterhin von entsprechend günstigen Rahmenbedingungen, einer steigenden Nachfrage von Geothermieheiz- und -kraftwerken sowie Bohrdienstleistungen aus.

8. GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKO- UND CHANCENSITUATION

Bei bewusster Risikostrategie mit dem Auge für unternehmerische Chancen, dem raschen Zugriff und der Bereitschaft zu Plananpassungen ist die Unternehmensführung auf organisatorische und finanzielle Stabilität ausgerichtet. Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht. Im Vergleich zu den möglichen Risiken überwiegen die unternehmerischen Chancen.

E. PROGNOSEBERICHT

1. KÜNFTIGE UNTERNEHMENSAUSRICHTUNG

Die Daldrup & Söhne AG wird sich künftig auf das Bohrgeschäft und die Beteiligung an Kraftwerksprojekten konzentrieren. In diesem Zusammenhang wird die Daldrup & Söhne AG weiterhin das Bohrgeschäft in dem oben beschriebenen Umfang betreiben, somit insbesondere in den Geschäftsfeldern flache und tiefe Geothermie, bis hin zur Errichtung schlüsselfertiger Gesamtprojekte und im Segment Wassertechnik aktiv sein sowie Dienstleistungen für den Altbergbau erbringen. Die AG baut ihre nationale und europäische Marktposition als Komplettanbieter mittelständisch-geprägter geothermischer Kraftwerksprojekte planmäßig aus.

Diese Entwicklung erfordert auch die konsequente Neuausrichtung der konzerninternen Strukturen sowie der Steuerungs- und Kontrollmechanismen. Die diesbezüglich notwendigen personellen und organisatorischen Anpassungen betreffen im Schwerpunkt den Bereich Finanzen und Controlling, der im Geschäftsjahr 2019 personell verstärkt wird. Die in den Jahren 2017 und 2018 identifizierten Schwachstellen werden mit dem notwendigen Nachdruck weiter verfolgt und im Geschäftsjahr 2019 abgestellt.

2. KÜNFTIGE WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Das IfW geht für 2019 und 2020 in Deutschland in seiner Frühjahrsprognose von Mitte März des laufenden Jahres von einem verhaltenen Wachstum aus. Die deutsche Konjunktur zeige zwar deutliche Bremssignale aber derzeit spricht nichts für einen abrupten Einbruch der Konjunktur oder gar eine Rezession, so die Konjunkturforscher. Sie gehen von einer Zuwachsrate des deutschen BIP für 2019 von 1,0 % aus. Für 2020 rechnen sie mit einem Zuwachs von 1,8 %. Die gesamtwirtschaftliche Kapazitätsauslastung werde jedoch trotz konjunktureller Abkühlung überdurchschnittlich hoch bleiben. Maßgeblich dafür ist auch der schwache Jahresauftakt in der Industrie. Außerdem belasten politische Unsicherheiten, Handelskonflikte und die Unklarheit über den wirtschaftlichen Zustand Chinas den Ausblick.

Für die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum bleibt das IfW verhalten optimistisch. Denn die Konjunktur werde auch zukünftig durch niedrige Zinsen und eine leicht expansive Finanzpolitik unterstützt. Der Außenhandel dürfte im Prognosezeitraum 2019 wieder etwas mehr als im Vorjahr zur Expansion beitragen - sofern sich die globalen handelspolitischen Konflikte nicht verschärfen. Das BIP wird im laufenden Jahr laut IfW um 1,2 % expandieren, im Jahr 2020 dürfte sich der Produktionsanstieg dann leicht auf 1,5 % erhöhen.

Die vom IfW vorgelegte Prognose weist auch auf erhebliche Risiken hin, die die konjunkturelle Entwicklung begleiten. Zu den Abwärtsrisiken zählen die Experten eine weitere Zuspitzung der internationalen Handelskonflikte, die den internationalen Warenaustausch empfindlich stören und die Konjunktur auch in Europa maßgeblich beeinträchtigen könnten. Auch ein denkbarer starker Einbruch der Expansion in wichtigen Handelspartnerländern wie den USA oder China würde die Konjunktur in Europa spürbar belasten. Hinsichtlich des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union gibt es weiterhin keine Einigung auf ein zukünftiges Handelsregime. Gelingt hier keine Einigung, zumindest für eine Übergangszeit, so drohen auch Ländern des Euroraums Einschränkungen beim Güterhandel mit weitreichenden negativen Folgen für die Konjunktur.

ENERGIEVERBRAUCH STEIGT WELTWEIT

Die IEA zeigt in ihrem International Energy Outlook (IEO) 2018 auf, dass sich derzeit im globalen Energiesektor große Veränderungen vollziehen. Dazu zählen unter anderem die zunehmende Elektrifizierung und der Ausbau der erneuerbaren Energien. In einem Basisszenario ("Current Policies") rechnet die IEA mit einem Wachstum der Energienachfrage bis 2040 um 25 %. Das würde jährlich eine Investitionssumme von 2 Billiarden US-Dollar in neue Energieangebote erfordern. In den Strommärkten sind erneuerbare Energien zur Technologie der Wahl geworden und werden bis 2040 fast zwei Drittel des weltweiten Kapazitätsausbaus ausmachen. Dazu tragen laut dem IEO vor allem sinkende Kosten und eine unterstützende Förderpolitik bei. Der globale Strommix wird sich verändern: Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Erzeugung kann von heute 25 % auf über 40 % bis 2040 steigen, obwohl Kohle und Gas dominierende Quellen bleiben werden.

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der globalen Wärmeversorgung steigt laut IEA bis ins Jahr 2040 um fünf Prozentpunkte auf 15 %. Rund 60 % dieses Anstiegs werden voraussichtlich in China, der Europäischen Union, Indien und den Vereinigten Staaten stattfinden, die auch heute schon die größten Verbraucher von Wärme aus Erneuerbaren Energien sind.

RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DIE ENERGIEWENDE WERDEN WEITER ENTWICKELT

Der gesellschaftliche Konsens über den Ausstieg aus der Kernenergie bis Ende 2022 sowie der im Januar 2019 vorgelegte Abschlussbericht der sogenannten Kohlekommission zum Ausstieg aus der Energieerzeugung mit Braun- und Steinkohle bis 2038 stecken die Rahmenbedingungen für eine Richtungsänderung hin zu einer sicheren, bezahlbaren und umweltverträglichen Energieversorgung auf Basis der Erneuerbaren Energien. Die Bundesregierung hat auch das Pariser Klimaschutzabkommen vom Dezember 2015 unterzeichnet, das eine Begrenzung der Erderwärmung auf unter 2°C anstrebt. Auch die EU hat sich hohe Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Reduzierung der CO2-Emissionen gesetzt. Bis 2020 sollen u. a. 20 % des Energieverbrauchs der EU-Mitgliedsstaaten aus erneuerbaren Quellen stammen, bis zum Jahr 2030 soll der Wert auf 27 % steigen.

Um das langfristige Ziel des verbindlichen Klima- und Energiepaketes zu erreichen - die Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um 80 % bis 95 % zu reduzieren - hat sich die EU im Juni 2018 folgende Zwischenziele für das Jahr 2030 gesetzt:

Die EU-internen Treibhausgas-Emissionen werden bis 2030 um mindestens 40 % im Vergleich zu 1990 gemindert.

Die Nutzung erneuerbarer Energien wird auf 30 % des gesamten Endenergieverbrauches gesteigert.

Die Energieeffizienz wird um 32,5 % gesteigert im Vergleich zu einer Entwicklung ohne weitere Effizienzanstrengungen.

In Deutschland stellen die Erneuerbaren Energien inzwischen die Hälfte der Stromerzeugungskapazität und erreichten 2018 einen Anteil von 37,8 % am Bruttostromverbrauch. Sie sind Teil dieses Marktes geworden. Erneuerbare Energien sollen in Deutschland zukünftig den Hauptanteil der Energieversorgung übernehmen. Bis zum Jahr 2025 soll ihr Anteil am Bruttostromverbrauch auf 40 % bis 45 % steigen. Die Erneuerbaren Energien müssen daher kontinuierlich in das Stromversorgungssystem integriert werden, damit sie die konventionellen, fossilen Energieträger mehr und mehr ersetzen können. Dazu sind grundlastfähige Erzeuger wie die Geothermie ein wichtiger Baustein.

Aber auch der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Wärmemarkt ist von zentraler Bedeutung für die Energiewende insgesamt. Mehr als die Hälfte der Energie wird für die Wärme- und Kälteerzeugung aufgewendet. Mit dem "Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz" NAPE und weiteren geplanten Initiativen will die Bundesregierung ein zentrales Ziel, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, umsetzen. Bereits bis 2020 sollen 14 % des Endenergieverbrauchs für Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien stammen. 2018 stieg der Wärmeverbrauch aus Erneuerbaren Energien bereits auf 13,9 % (Vorjahr: 13,4 %). Ein erweiterter Förderrahmen insbesondere für den Gebäudesektor ist derzeit in der politischen Diskussion. Laut Bundesverband Erneuerbare Energie e. V. (BEE) könnten durch die heute bekannten Ressourcen der hydro-thermalen Tiefengeothermie etwa 29 % des deutschen Wärmebedarfs und mit der oberflächennahen Geothermie noch einmal etwa 28 % abgedeckt werden.

NACHFRAGE NACH STROM UND WÄRME AUS GEOTHERMIE WIRD WACHSEN

In der Studie des Umweltbundesamtes "Energieziel 2050" zu der Realisierbarkeit einer rein erneuerbaren Energieversorgung wurde für die Stromerzeugung aus Geothermie ein beachtliches Potenzial ermittelt. Auf Basis des Arbeitsberichts "Möglichkeiten geothermischer Stromerzeugung in Deutschland" des Büros für Technikfolgen-Abschätzung (TAB) (TAB-Bericht) wird das bis 2050 erschließbare technisch-ökologische Potenzial der geothermischen Stromerzeugung in Deutschland auf 63,75 TWh/Jahr (brutto) bei einer installierten Leistung von 8,5 Gigawatt elektrisch (GWel-brutto) beziffert. Dies entspricht 2.120 Geothermiekraftwerken (Dubletten 152, 4 MWel). Der Eigenstrombedarf einer geothermischen Dublettenanlage mit einer installierten Leistung von 4 MWel beträgt näherungsweise rund 25 %. Somit ergibt sich ein erschließbares technisch-ökologisches Potenzial (Nettostromerzeugung) im Jahr 2050 von ca. 50 TWh/a bei einer installierten Netto-Leistung von 6,4 GWel.

Einer Forderung des BEE zufolge soll die tiefe Geothermie ab 2021 bis 2030 so ausgebaut werden, dass jährlich 50 MW installiert werden können. Dies sei Voraussetzung, um die von der Bundesregierung gesetzten Klimaschutzziele 2030, u. a. ein Anteil Erneuerbarer Energien am Stromsektor von 65 %, zu erreichen.

In der Wärmeversorgung durch Erneuerbare Energien schlummert ein großes Potenzial für Klimaschutz und Ressourcenunabhängigkeit. Den größten Teil der Wärmebereitstellung wird bis 2020 gemäß einer Prognose des BEE die Bioenergie liefern, der Beitrag von Geothermie, Solarthermie und Wärmepumpen wächst aber in den kommenden Jahren sehr stark.

Erneuerbare Energien sollen somit die tragende Säule der Strom- und Wärmeversorgung werden. Die Ausbaugeschwindigkeit und das spezifische Wachstum der Geothermiebranche werden auf der einen Seite von der Entwicklung und Ausgestaltung der Förderinstrumente in Deutschland und Europa bestimmt sein. Auf der anderen Seite auch maßgeblich von volkswirtschaftlichen Themen abhängig sein. Die Entwicklung der Preise für fossile Brennstoffe, die Einführung von spürbaren Preisen zur Sanktionierung von CO2-Emissionen, Konjunkturstabilität, eine robuste Beschäftigungssituation am Arbeitsmarkt und die Konsolidierung der Staats- und Bankfinanzen im Euroraum bilden die Eckpfeiler und verheißen Chancen auf ein höheres Branchenwachstum.

Die Positionierung der Tiefengeothermie für die zukünftige Ausrichtung der Energieversorgung ist sehr gut. Sie ist dezentral und erfordert keinen übermäßig teuren Netzausbau, ist eine nahezu unerschöpfliche und preiswerte Ressource, ist grundlastfähig (d. h. unabhängig von Tagesgang, Jahresgang und Witterung), liefert einen relativ großen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und eine hervorragende CO2-Bilanz. Die Kostensenkungspotenziale lassen sich durch die anstehenden Projekte heben, sodass sich die Kosten der geothermischen Strom- und Wärmeerzeugung dem Marktniveau weiter annähern. Zudem kann durch Kompetenz und Expertise dem hohen Sicherheitsbedürfnis der Genehmigungsbehörden und vor allem der Bevölkerung entsprochen werden. Die EEG-Förderung der Geothermie erfüllt damit genau ihren eigentlichen Zweck: Gewährung einer vorübergehenden Übergangs-/Brückenfinanzierung. Die wert- und wachstumsorientierten Ziele der Daldrup & Söhne AG und der strategische Transformationsprozess in der Fortentwicklung vom Bohrdienstleister zum unabhängigen mittelständischen Energieversorger werden weiterverfolgt.

Aufgrund der spezifischen technischen und personellen Anforderungen für Tiefbohrungen, dem hohen Kapitalbedarf für Bohranlagen und Spezialequipment, den bergrechtlichen Bestimmungen und den komplexen Genehmigungsverfahren profitiert die Daldrup & Söhne AG grundsätzlich von den hohen Markteintrittsbarrieren in der Tiefengeothermie.

3. ERWARTETE ERTRAGS- UND FINANZLAGE

Das Bohr- und Projektgeschäft ist unverändert trotz umfangreicher Vorkehrungen mit nicht immer planbaren bzw. natürlichen Unwägbarkeiten behaftet, da sich aufgrund von Planungen, Genehmigungs- und Ausschreibungsverfahren, der Geologie, besonderen Infrastrukturbedingungen und Erfordernissen der Projektfinanzierung Verschiebungen und Schwankungen ergeben können. Durch derartige Änderungen sind Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage der Daldrup & Söhne AG auch weiterhin nicht auszuschließen.

Mit der Ausweitung des Wertschöpfungsprozesses im Bohr- und Projektgeschäft der Daldrup & Söhne AG ist in Geschäfts- und Unternehmenswachstum in 2019 zu erwarten.

Zusätzlich zum bereits hohen Auftragsbestand sind im Verlauf des Geschäftsjahres 2019 und 2020 weitere neue Bohraufträge von kommunalen und privaten Auftraggebern in Deutschland sowie Aufträge aus den Benelux-Ländern zu erwarten. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden unzählige Gespräche mit institutionellen sowie strategischen Investoren, privatwirtschaftlichen Zweckverbänden und Kommunen geführt, die sich inzwischen rege für Geothermieheizwerke und -kraftwerke sowohl als renditeorientiertes Anlageobjekt als auch als klimafreundliche, dezentrale und wirtschaftliche Versorgungseinheit interessieren. Entsprechende Verhandlungen werden von der Daldrup & Söhne AG zu vorentwickelten Projekten im Raum München, in Norddeutschland, in den Niederlanden und Belgien geführt.

Ein völlig neuer Markt entsteht im Rahmen nationaler Suchen nach Endlagerstätten für atomare Hinterlassenschaften. Hier haben wir mit der schweizerischen NAGRA erstmals einen interessanten Kunden in diesem Segment außerhalb Deutschlands gewonnen. Mit den Kernbohrarbeiten in der Schweiz wurde begonnen.

Der Vorstand geht davon aus, dass die mittelbaren Beteiligungen an den Kraftwerken Taufkirchen und Landau Cashflows aus dem Verkauf von Strom und Wärme erzielen werden, welche die Ertrags- und Liquiditätssituation der Daldrup-Gruppe stabilisieren.

Mit der Möglichkeit zur geothermischen Mehrfachnutzung eines Erlaubnisfeldes im Großraum München und der Weiterentwicklung des Geothermiekraftwerksprojekts Neuried sowie der Errichtung des Heizwerkes in der Stadt Puchheim kann sich in den nächsten Jahren das Wertschöpfungs-, Wachstums- und Ertragspotenzial für den Daldrup-Konzern als Claimbesitzer und Kraft- bzw. Heizwerksbetreiber deutlich verbessern.

Auf Basis der derzeit guten Auftragslage mit der korrespondierend guten Auslastung der Bohranlagen, geht der Vorstand der Daldrup & Söhne AG davon aus, dass die Berichtsgesellschaft im Geschäftsjahr 2019 bei plangemäßer Abrechnung von unter anderem drei Großaufträgen eine Gesamtleistung von mindestens 40 Mio. € bei einer EBIT-Marge von 2 % bis 5 % erreicht werden kann. Der Verlust aus 2018 basiert zum Großteil auf Sondereffekten, die sich in 2019 nicht wiederholen sollten.

F. ANGABEN ZU EIGENEN ANTEILEN GEM. § 160 ABS. 1 NR. 2 AKTG

Die Angaben zu eigenen Anteilen nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG und § 289 Abs. 2 Satz 2 HGB sind im Anhang angegeben.

G. SCHLUSSERKLÄRUNG DES VORSTANDS

Abschließend stellen wir fest, dass die Daldrup & Söhne Aktiengesellschaft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist.

 

Grünwald, 29. Mai 2019

Daldrup & Söhne AG

Der Vorstand

Josef Daldrup, Vorstandsvorsitzender

Peter Maasewerd, Vorstand

Andreas Tönies, Vorstand

JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018

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01.01.2018 - 31.12.2018
EUR
01.01.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Umsatzerlöse 19.383.136,74 31.427.594,95
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 1 1.554.858,90 - 30.323,48
3. Sonstige betriebliche Erträge 89.893,00 540.645,61
- davon aus der Währungsumrechnung: 1.928,19 EUR (i. Vj. 7.589,38 EUR)    
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8.885.842,33 5.036.097,17
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.347.702,14 9.951.870,83
  27.233.544,47 14.987.968,00
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 4.890.632,73 4.640.510,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 913.091,44 980.599,45
- davon für Altersversorgung: 60.216,34 EUR (i. Vj. 53.834,05 EUR)    
  5.803.724,17 5.621.110,35
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.280.060,06 2.415.855,99
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.913.933,90 8.731.216,58
- davon aus der Währungsumrechnung: 15.210,67 EUR (i. Vj. 349,05 EUR)    
8. Erträge aus Beteiligungen 885.200,00 23.834,27
- davon aus verbundenen Unternehmen: 885.200,00 EUR (i. Vj. 23.834,27 EUR)    
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 255.067,43 316.874,46
- davon aus verbundenen Unternehmen: 255.067,43 EUR (i. Vj. 251.961,27 EUR)    
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 407.987,38 356.227,49
- davon aus verbundenen Unternehmen: 282.181,80 EUR (i. Vj. 177.141,62 EUR)    
11 . Zinsen und ähnliche Aufwendungen 389.828,36 504.107,14
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: 0,00 EUR (i. Vj. 29.864,00 EUR)    
- davon an verbundene Unternehmen: 31.857,12 EUR (i. Vj. 23.648,1 1 EUR)    
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,90 57.445,63
- davon aus latenten Steuern: Ertrag 0,00 EUR (i. Vj. Aufwand 57.445,76 EUR)    
13. Ergebnis nach Steuern - 12.044.945,61 432.040,87
14. Sonstige Steuern (Ertrag) 189.489,30 47.176,91
15. Jahresfehlbetrag - 11.855.456,31 479.217,78

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2018

AKTIVA

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31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 220,50 592,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.311,50 10.063,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.108.067,50 10.427.030,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.257.030,00 2.475.988,50
  11.373.409,00 12.913.082,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 197.741,72 197.741,72
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.597.298,06 12.369.904,39
3. Sonstige Ausleihungen 981.094,04 1.150.010,04
  13.776.133,82 13.717.656,15
  25.149.763,32 26.631.330,15
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.002.082,12 3.059.185,07
2. In Arbeit befindliche Aufträge 25.418.549,33 13.863.690,43
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 21.087.633,51 - 5.603.019,22
  7.332.997,94 11.319.856,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.750.828,87 2.185.033,16
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.171.493,25 15.938.519,56
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.891.089,47 10.559.177,06
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 EUR (i. Vj. 803.453,36 EUR)    
  26.813.411,59 28.682.729,78
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.944.405,46 1.137.420,42
  36.090.814,99 41.140.006,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.668,83 16.393,72
D. Aktive Latente Steuern 134.267,33 214.954,60
Bilanzsumme 61.421.514,47 68.002.684,95

PASSIVA

   
  31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 5.989.500,00 5.445.000,00
II. Kapitalrücklage 36.355.875,01 30.502.500,00
III. Gewinnrücklagen    
1. Gesetzliche Rücklage 25.000,00 25.000,00
2. Andere Gewinnrücklagen 140.574,51 140.574,51
  165.574,51 165.574,51
IV. Gewinnvortrag 10.842.806,71 10.363.588,93
V. Jahresüberschuss - 1 1.855.456,31 479.217,78
  41.498.299,92 46.955.881,22
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 0,00 91 1.378,00
2. Steuerrückstellung 0,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.978.128,04 1.338.855,75
  1.978.128,04 2.250.233,75
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.184.085,71 12.164.333,02
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:    
9.184.085,71 EUR (i. Vj. 1 1.827.933,02 EUR)    
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:    
0,00 EUR (i. Vj.: 336.400,00 EUR)    
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.182.644,45 4.859.306,99
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:    
6.182.644,45 EUR (i. Vj. 4.859.306,99 EUR)    
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.387.517,79 1.422.900,46
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:    
1.387.517.79 EUR (i. Vj. 1.422.900,46 EUR)    
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.190.838,56 350.029,51
  17.945.086,51 18.796.569,98
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1.190.838,56 EUR (i. Vj. 350.029,51 EUR)    
- davon aus Steuern: 756.390,34 EUR (i. Vj. 77.826,79 EUR)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 65.471,50 EUR (i. Vj. 19.450,21 EUR)    
Bilanzsumme 61.421.514,47 68.002.684,95

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018

ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

ANGABEN ZUR IDENTIFIKATION DER GESELLSCHAFT LAUT REGISTERGERICHT

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Firmenname laut Registergericht: Daldrup & Söhne Aktiengesellschaft
Firmensitz laut Registergericht: Grünwald
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht München
Register-Nr.: HRB 187005

Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Der Anlagenspiegel ist als Anlage 1 zum Anhang beigefügt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Freiwillig hat sich die Gesellschaft entschlossen, Auskunft gemäß einer großen Kapitalgesellschaft zu leisten.

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31.12.2018 31.12.2017
Bilanzsumme 61.421.514,47 € 68.002.684,95 €
Umsatzerlöse 19.383.136,74 € 31.427.594,95 €
Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer 104 91

Die Gesellschaft ist gemäß § 290 Abs. 1 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen.

ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

AKTIVA

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen 250,00 € und 1.000,00 € werden in einen Sammelposten eingestellt und über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände unter 250,00 € werden direkt als Aufwand erfasst.

Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt retrograd vom Auftragswert unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades am Bilanzstichtag und eines pauschalen Abschlags in Höhe von 12,5 % für den noch nicht realisierten Gewinnanteil und die nicht aktivierungsfähigen Kosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde den individuellen Risiken durch ausreichend bemessene Einzelwertberichtigungen und dem allgemeinen Kreditrisiko durch angemessene Pauschalabschläge von 1 % Rechnung getragen.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die erst im Folgejahr zu Aufwand werden.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die zum Bilanzstichtag gültig sind. Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern am Bilanzstichtag materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind. Hierbei wird ein pauschaler Steuersatz von 30,0 % angewandt, der neben dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 15,0 % und dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % einen durchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 14,2 % beinhaltet.

PASSIVA

Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde eine laufzeitadäquate Abzinsung unter Verwendung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätze vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

I. BILANZ

ANLAGEVERMÖGEN

Der Anlagenspiegel zum 31.12.2018 ist als Bestandteil des Anhangs auf den Seiten 54-55 enthalten.

Die Aufstellung des direkten und indirekten Anteilsbesitzes aller Beteiligungen ist auf Seite 57 dargestellt.

UMLAUFVERMÖGEN

VORRÄTE

Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt.

FORDERUNGEN

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.750.828,87 € (Vorjahr: 2.185.033,16 €) sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 17.171.493,25 € (Vorjahr: 15.938.519,56 €) haben Laufzeiten bis zu einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von 5.773.746,12 € (Vorjahr: 5.838.796,81 €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 11.397.747,13 € (Vorjahr: 10.099.722,75 €) Darlehensforderungen (sonstige Vermögensgegenstände).

SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE ZUM 31.12.2018 IN EUR

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Bezeichnung Gesamtbetrag mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr
1. Schadensersatzforderungen gegen Versicherungen 250.000,00 250.000,00 0,00
2. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 288.471,03 288.471,03 0,00
3. Darlehensforderungen 5.708.124,80 5.708.124,80 0,00
4. Umsatzsteuerforderungen Inland und Ausland 240.616,25 240.616,25 0,00
5. Übrige 403.877,39 403.877,39 0,00
Gesamt 31.12.2018 6.891.089,47 6.891.089,47 0,00
Gesamt Vorjahr 10.559.177,06 9.755.723,70 803.453,36

Unter 4. sind Vorsteuerforderungen enthalten, die in Höhe von 227.910,25 € erst in 2019 entstehen.

AKTIVE LATENTE STEUERN

Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 30,0 % ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand eines Körperschaftssteuersatzes von 15,0 %. Weiterhin wurden ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer sowie eine durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung von 14,2 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus der Rückstellung für Resturlaubstage.

EIGENKAPITAL

GRUNDKAPITAL

Der Vorstand der Daldrup & Söhne AG hat am 27. Februar 2018 mit gleichtägiger Zustimmung des Aufsichtsrates von der Ermächtigung der Satzung Gebrauch gemacht und beschlossen, das Grundkapital um 544.500,00 € auf 5.989.500,00 € durch Ausgabe von 544.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital der Daldrup & Söhne AG in Höhe von je 1,00 € pro Aktie zum Ausgabebetrag von 1,00 € je Aktie zu erhöhen.

Das Grundkapital beläuft sich auf 5.989.500,00 € (Vorjahr: 5.445.000,00 €), es ist aufgeteilt in 5.989.500 (Vorjahr: 5.445.000) auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien). Das genehmigte Kapital zum 31.12.2018 beträgt 2.994.750,00 € (Vorjahr: 2.722.500,00 €).

Die Tochtergesellschaft Daldrup Bohrtechnik AG, Baar/Schweiz, hält unverändert zum Vorjahr 4.017 Aktien an der Daldrup & Söhne AG, dies entspricht 4.017,00 € des Grundkapitals beziehungsweise 0,1 % am Grundkapital.

KAPITALRÜCKLAGE

Die Kapitalrücklage beträgt 36.355.875,01 € (Vorjahr: 30.502.500,00 €). Diese besteht aus dem im Rahmen des Börsengangs erzielten Agio für die Ausgabe von Anteilen (30.502.500,00 €) und der im Geschäftsjahr durchgeführten Kapitalerhöhung (5.853.375,01 €).

GESETZLICHE RÜCKLAGE

Die gesetzliche Rücklage ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert (25.000,00 €).

ANDERE GEWINNRÜCKLAGEN

Die anderen Gewinnrücklagen sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert (140.574,51 €).

GEWINNVORTRAG UND JAHRESÜBERSCHUSS

Der Gewinnvortrag in Höhe von 10.842.806,71 € und der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 11.855.456,31 € werden auf neue Rechnung vorgetragen.

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Herrn Josef Daldrup wurde gemäß Versorgungszusage vom 01.12.1999 und Zusatz vom 18.05.2000 eine Altersversorgung gewährt. Diese tritt nach Vollendung des 65. Lebensjahres ein.

Herr Daldrup hat die Option gewählt, bei Rentenbeginn eine einmalige Kapitalzahlung in Höhe von 668.268,00 € anstatt einer monatlichen Rente zu erhalten. Die Höhe dieser Kapitalzahlung entspricht dem Barwert der Altersrenten inklusive der Hinterbliebenenrenten-Anwartschaft bei Rentenbeginn, der nach versicherungs-mathematischen Grundsätzen ermittelt wurde.

Die Pensionsrückstellung wurde im Berichtsjahr entsprechend verbraucht.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

RÜCKSTELLUNGSSPIEGEL ZUM 31.12.2018 IN €

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Bezeichnung 01.01.2018 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2018
Tantiemen 169.316,06 91.000,00 0,00 176.860,85 255.176,91
Berufsgenossenschaft 29.486,35 28.159,23 0,00 38.824,49 40.151,61
Schwerbehindertenausgleichsabgabe 6.160,00 6.160,00 0,00 6.380,00 6.380,00
Rechtsstreitigkeiten 47.850,42 38.731,42 0,00 29.127,03 38.246,03
Aufsichtsratsvergütung 80.000,00 80.000,00 0,00 80.000,00 80.000,00
Rückstellung für Resturlaubstage 691.652,62 691.652,62 0,00 711.467,47 711.467,47
Pauschale Rückstellung für Gewährleistungen 152.500,92 0,00 28.691,96 681,79 124.490,75
Rückstellung für Abschluss und Prüfung 52.850,00 52.850,00 0,00 42.850,00 42.850,00
Archivierungskosten 12.375,00 0,00 0,00 0,00 12.375,00
Sozialversicherung 96.664,38 96.664,38 0,00 0,00 0,00
Ausstehende Rechnungen 0,00 0,00 0,00 666.990,27 666.990,27
Summe sonstige Rückstellungen 1.338.855,75 1.085.217,65 28.691,96 1.753.181,90 1.978.128,04

Die pauschale Rückstellung für Gewährleistungen wurde mit 0,5 % des durchschnittlichen Umsatzes der letzten fünf Jahre gebildet. Dabei wurde eine abweichende Gewichtung der einzelnen Jahre sowie eine Abzinsung berücksichtigt.

VERBINDLICHKEITEN

VERBINDLICHKEITENSPIEGEL ZUM 31.12.2018 IN EUR

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Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.184.085,71 9.184.085,71 0,00 0,00
(Vorjahr) (12.164.333,02) (1 1.827.933,02) (336.400,00) (0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.182.644,45 6.182.644,45 0,00 0,00
(Vorjahr) (4.859.306,99) (4.859.306,99) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.387.517,79 1.387.517,79 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.422.900,46) (1.422.900,46) (0,00) (0,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.190.838,56 1.190.838,56 0,00 0,00
(Vorjahr) (350.029,51) (350.029,51) (0,00) (0,00)
Gesamt 17.945.086,51 17.945.086,51 0,00 0,00
(Vorjahr gesamt) (18.796.569,98) (18.796.569,98) (336.400,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen unter anderem aus langfristigen Darlehen gegenüber der DZ BANK AG (168.200,00 €) und der Sparkasse Westmünsterland (168.200,00 €), die banküblich durch die Sicherungsübereignung einer Bohranlage besichert sind. In Höhe von 8.847.685,71 € bestehen Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme von Kontokorrentverbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Daldrup Bohrtechnik AG, Baar, (891.312,86 €) aus der Abwicklung des laufenden Zahlungsverkehrs zwischen den Gesellschaften über ein Verrechnungskonto. Weiterhin bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber sonstigen Tochtergesellschaften in Höhe von 496.204,93 €.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt (301.202,67 €), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (355.229,26 €), Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit (65.471,50 €) und Umsatzsteuerverbindlichkeiten (468.935,13 €).

II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

UMSATZERLÖSE/GESAMTLEISTUNG

Die einzelnen Geschäftsbereiche der Daldrup & Söhne AG hatten folgende Umsatzanteile:

UMSATZVERTEILUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN IN €

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Geschäftsbereich 2018 Anteil
in %
2017 Anteil
in %
Geothermie 14.022.244,62 72 % 21.053.194,23 67 %
Wasserwirtschaft 1.108.123,21 6 % 4.082.341,45 13 %
Rohstoffe/Exploration 2.842.057,94 15 % 3.388.239,22 11 %
EDS 1.410.710,97 7 % 2.903.820,05 9 %
Gesamt 19.383.136,74 100 % 31.427.594,95 100 %

UMSATZVERTEILUNG NACH LEISTUNGSORT IN €

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Geschäftsbereich 2018 Anteil
in %
2017 Anteil
in %
Deutschland 9.598.673,89 50 % 19.070.511,12 61 %
EU 8.742.045,49 45 % 10.896.175,66 35 %
Drittland 1.042.417,36 5 % 1.460.908,17 4 %
Gesamt 19.383.136,74 100 % 31.427.594,95 100 %

Die Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 19.383.136,74 € entfallen mit 9.598.673,89 € auf das Inland und mit 9.784.462,85 € auf das Ausland. Wegen der langfristigen Auftragsfertigung geben die Umsatzerlöse nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Leistung. Daher wird ergänzend die Gesamtleistung im Inland in Höhe von 24.1 1 2.290,23 € (77,94 %) und Ausland in Höhe von 6.825.705,41 € (22,06 %) angegeben.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge (89.893,00 €) setzen sich wie folgt zusammen:

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2018 2017
Sachbezüge 55.923,80 € 42.302,92 €
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 28.691,96 € 30.581,44 €
Periodenfremde Erträge 0,00 € 420.904,62 €
Sonstige 5.277,24 € 46.856,63 €
Summe 89.893,00 € 540.645,61 €

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (8.913.933,90 €) setzen sich wie folgt zusammen:

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2018 2017
Abraum- und Abfallbeseitigung 1.544.541,60 € 653.518,87 €
Mieten für bewegliches Vermögen 987.659,87 € 875.865,18 €
Reparaturen und Instandhaltungen 879.991,68 € 737.473,80 €
Werbung und Reisen 807.755,01 € 845.721,16 €
Forderungsverluste 588.458,43 € 700.000,00 €
Kfz-Kosten 539.143,31 € 458.689,53 €
Beratung 507.619,58 € 504.663,13 €
Raumkosten 506.688,77 € 536.416,19 €
Kraftstoffe Baustellen 422.350,05 € 374.598,13 €
Lizenzgebühren 350.000,00 € 350.000,00 €
Versicherungen und Beiträge 282.943,01 € 470.453,29 €
Kosten Baustellen 221.314,41 € 671.328,89 €
Kosten Werkstatt 126.082,41 € 94.119,34 €
Aval Provisionen 93.243,74 € 297.200,51 €
Telefon und Porto 88.141,84 € 85.797,57 €
Sonstige 968.000,19 € 1.075.370,99 €
Summe 8.913.933,90 € 8.731.216,58 €

ABSCHREIBUNGEN

Die in der Berichtsperiode vorgenommenen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen beinhalten nur planmäßige Abschreibungen.

III. SONSTIGE ANGABEN

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die Daldrup & Söhne AG hat sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 578.370,49 €. Die Verpflichtungen haben in Höhe von 170.429,26 € Laufzeiten bis zu einem Jahr und in Höhe von 407.941,22 € Laufzeiten zwischen einem und fünf Jahren. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus einem Lizenzvertrag in Höhe von 4.700.000,00 €, von denen 350.000,00 € innerhalb eines Jahres, 1.400.000,00 € im Zeitraum zwischen einem und fünf Jahren sowie 2.950.000,00 € nach fünf Jahren fällig sind.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt somit 5.278.370,49 €, davon fällig:

innerhalb eines Jahres: 520.429,26 €

zwischen einem und fünf Jahren: 1.518.755,98 €

nach fünf Jahren: 3.239.185,24 €

NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTE

Die Daldrup & Söhne AG hat im Geschäftsjahr 2016 ein Patent zur Förderverrohrung zur Verwendung bei einer Erdwärmesonde zur Gewinnung geothermischer Energie und Verfahren zum Einbau einer solchen Förderverrohrung für 5.400.000,00 € netto veräußert und mietet dieses seitdem für eine jährliche Lizenzgebühr von 350.000,00 € zurück. Das Patent hat eine Laufzeit bis Januar 2034.

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

An das verbundene Unternehmen D&S Geothermie GmbH wurden Ausleihungen von insgesamt 12.697.694,13 € (Vorjahr: 12.504.698,46 €) getätigt, von denen 12.597.298,06 € auf zwei Darlehen entfallen. Hiervon ist ein Betrag in Höhe von 10.469.349,17 € mit einem Nachrang dergestalt versehen, dass die Gesellschaft mit ihren gesamten gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüchen mit dem gewährten Darlehen im Rang hinter sämtliche Ansprüche aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger der D&S Geothermie GmbH zurück tritt.

Die aus dem Verkauf einer Bohranlage gegenüber einem nahe stehendem Unternehmen bestehende Forderung der Daldrup & Söhne AG wurde im Berichtszeitraum kreditfinanziert und beglichen. Im Rahmen der Finanzierung hat die Daldrup & Söhne AG einer Bank eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft zur Besicherung der Kreditforderung in Höhe von 3.000.000,00 € gestellt.

Im Rahmen des Kaufs von weiteren 50 % der Gesellschaftsanteile an der geox GmbH durch die Geysir Europe GmbH von der Pfalzwerke Aktiengesellschaft trat die Daldrup & Söhne AG als Garantin gegenüber der Verkäuferin auf und hat ein selbstständiges Garantieversprechen für 50 % der Darlehenssumme der geox GmbH bei der Landesbank Baden-Württemberg, den Kaufpreis sowie laufende Finanztermingeschäfte abgegeben. Dieses umfasst ferner die Verpflichtung zur Bereitstellung von Eigenmitteln bezüglich einer dritten Bohrung in Landau, gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt. Der Gesamtbetrag der Haftung für die Daldrup & Söhne AG beträgt 1.753.800,00 €.

Eine Inanspruchnahme aus dem Garantieversprechen ist nicht hinreichend wahrscheinlich, da das Geothermiekraftwerk der geox GmbH in Landau in 2017 wieder in Betrieb genommen wurde und Umsätze im Rahmen des ordentlichen Geschäftsbetriebs erzielt wurden, sodass die Gesellschaft im Berichtszeitraum den Kapitaldienst aus eigenen Mitteln erbringen konnte.

Gemäß § 285 Satz 1 Nr. 11a HGB ist die Daldrup & Söhne AG persönlich haftender Gesellschafter im Rahmen der Beteiligung an folgender Arbeitsgemeinschaft (nachfolgend ARGE genannt):

ARGE ,,THV Smet-Daldrup", Sitz in Dessel (Belgien) bis 10/2018

Mit der Inanspruchnahme aus der persönlichen Haftung wird nicht gerechnet, da die ARGE-Projekte erfolgreich abgeschlossen wurden bzw. sich planmäßig in der Auftragsbearbeitung befinden und keine Anzeichen für eine Inanspruchnahme vorliegen.

GESAMTHONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Das von dem Abschlussprüfer Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2018 berechnete Gesamthonorar beträgt 42.500,00 €. Es entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen.

VORSCHLAG ZUR ERGEBNISVERWENDUNG

Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 11.855.456,31 € und den Gewinnvortrag in Höhe von 10.842.806,71 € auf neue Rechnung vorzutragen.

AUSSCHÜTTUNGSSPERRE

Der Gesamtbetrag gemäß § 268 Abs. 8 HGB (sogenannte Ausschüttungssperre) beträgt 134.267,33 € und resultiert aus der Aktivierung latenter Steuerforderungen.

NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Bilanzstichtag 31.12.2018 sind folgende Ereignisse eingetreten, die für die Daldrup & Söhne AG von wesentlicher Bedeutung sind.

Die Geysir Europe GmbH, Grünwald, hat mit mit dinglicher Wirkung zum 15.01.2019 die restlichen 10 % der Gesellschaftsanteile an der geox GmbH, Ascheberg, von der Energie-Südwest AG, Landau, erworben (UR. Nr. 598/2018). Die Gesellschaft ist somit zu 100 % an der geox GmbH beteiligt.

Am 29. Mai 2019 wurden 49,9 % der Anteile an der geox GmbH sowie 48,9 % an der Geysir Europe GmbH an einen privaten Investor veräußert.

Die D&S Geothermie GmbH, Grünwald, hat 480.429 (22,88 %) Gesellschaftsanteile (insgesamt 2.100.000) an der Geysir Europe GmbH, Grünwald, am 1. April 2019 erworben (UR. Nr. 232/2019). Der Kaufpreis beträgt 1.690 TEUR und ist gemäß Ratenzahlungsvereinbarung in mehreren Tranchen bis 2029 zu begleichen.

SONSTIGE PFLICHTANGABEN

NAMEN DER MITGLIEDER DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

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Name Funktion, ausgeübter Beruf
Josef Daldrup Vorstandsvorsitzender (zuständig für die Ressorts Strategie, Key Accounts, Kommunikation, Personal und Recht und stellvertretend für Controlling und Finanzen)
Dipl.-Geologe Peter Maasewerd Vorstandsmitglied (zuständig für die Geschäftsbereiche Rohstoffe & Exploration, Wassergewinnung, EDS, oberflächennahe und mittlere Geothermie sowie die Ressorts EDV/IT, Vertrags- u. Nachtragsmanagement)
Andreas Tönies Vorstandsmitglied (zuständig für den Geschäftsbereich Tiefe Geothermie und die Ressorts Log Warenwirtschaft und Einkauf)
Curd Bems (bis zum 15. März 2019) Vorstandsmitglied (zuständig für Kraftwerke und Energie)

Dem Aufsichtsrat gehörten im Berichtsjahr folgende Personen an:

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Name, Funktion Verwaltungs-, Geschäftsführungs- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Partnerstellungen
Wolfgang Clement, Bundesminister a. D. Vorsitzender des Aufsichtsrates Mitglied in Aufsichtsräten folgender Gesellschaften: • Mitglied des Aufsichtsrates der Exaring AG, München • Mitglied des Aufsichtsrates der Media Broadcast GmbH, Köln
Dipl.-Ing. Wolfgang Quecke Aufsichtsratsmitglied Mitglied und/oder Geschäftsführung folgender Gesellschaft: •Geschäftsführer der ,,terra-concept GmbH", Marl
Joachim Rumstadt Aufsichtsratsmitglied Mitglied und/oder Geschäftsführung folgender Gesellschaften: •Vorsitzender der Geschäftsführung STEAG GmbH, Essen •Vorsitzender des Beirats STEAG EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH, Essen •Vorsitzender des Aufsichtsrats STEAG New Energies GmbH, Saarbrücken •Chairman of the Board Iskenderun Enerji Üretim ve Ticaret A.§., Türkei •Mitglied des Beirats Wessling Holding GmbH & Co. KG, Altenberge •Vorsitzender des Aufsichtsrats Rheinkalk GmbH, Wülfrath

VERGÜTUNGEN DER MITGLIEDER DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS

Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf 643.139,52 €.

Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018 gewährten Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich auf 80.000,00 €.

Es besteht ein Verrechnungskonto mit dem Vorstandsvorsitzenden Josef Daldrup, welches zum 31.12.2018 eine Forderung von 331.362,41 € ausweist. Die Verzinsung des Verrechnungskontos beträgt jährlich 6 %.

DURCHSCHNITTLICHE ZAHL DER WÄHREND DES LAUFENDEN JAHRES BESCHÄFTIGTEN ARBEITNEHMER

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres durchschnittlich im Unternehmen beschäftigt:

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ARBEITNEHMERGRUPPEN 2018 2017
Arbeiter 84 73
Angestellte 18 17
geringfügig Beschäftigte 2 1
Insgesamt 104 91

 

Grünwald, 29. Mai 2019

Daldrup & Söhne AG

Der Vorstand

Josef Daldrup, Vorstandsvorsitzender

Peter Maasewerd, Vorstand

Andreas Tönies, Vorstand

ANLAGESPIEGEL

ANLAGESPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018

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ANSCHAFFUNGSKOSTEN ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
Stand 01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 79.108,30 0,00 0,00 79.108,30 78.516,30 371,50
  79.108,30 0,00 0,00 79.108,30 78.516,30 371,50
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten 48.718,33 0,00 0,00 48.718,33 38.654,83 1.752,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.636.293,22 568.501,93 505.574,09 26.699.221,06 16.209.263,22 1.721.550,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 1.951.172,59 345.581,96 228.829,50 12.067.925,05 9.475.184,09 556.385,96
  38.636.184,14 914.083,89 734.403,59 38.815.864,44 25.723.102,14 2.279.688,56
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 197.741,72 0,00 0,00 197.741,72 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.369.904,39 227.393,67 0,00 12.597.298,06 0,00 0,00
3. Ausleihungen 1.150.010,04 0,00 168.916,00 981.094,04 0,00 0,00
  13.717.656,15 227.393,67 168.916,00 13.776.133,82 0,00 0,00
  52.432.648,59 1.141.477,56 903.319,59 52.671.106,56 25.801.618,44 2.280.060,06
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ABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
Stand 31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 78.887,80 220,50 592,00
  0,00 78.887,80 220,50 592,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 0,00 40.406,83 8.311,50 10.063,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 339.660,26 17.591.153,56 9.108.067,50 10.427.030,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 220.675,00 9.810.895,05 2.257.030,00 2.475.988,50
  560.335,26 27.442.455,44 11.373.409,00 12.913.082,00
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 197.741,72 197.741,72
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 12.597.298,06 12.369.904,39
3. Ausleihungen 0,00 0,00 981.094,04 1.150.010,04
  0,00 0,00 13.776.133,82 13.717.656,15
  560.335,26 27.521.343,24 25.149.763,32 26.631.330,15

AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZ

AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES GEM. § 285 NR. 11 HGB FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018

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NAME UND SITZ DES UNTERNEHMENS Kapitalanteil direkt Kapitalanteil indirekt Eigenkapital Ergebnis Währung Jahr
Daldrup Bohrtechnik AG, Baar/Schweiz 100,00   1.266.621,89 739.365,15 CHF 2018
D&S Geothermie GmbH, Grünwald 100,00   761.160,60 47.999,62 EUR 2018
Daldrup Wassertechnik GmbH, Ascheberg 100,00   61.796,81 13.786,43 EUR 2018
Przedsiebiorstwo Projektow Gorniczych i Wiercen Geologicznych "DMM" Sp. z o.o., Kattowitz/Polen 50,44   1.949.153,13 694.129,36 PLN 2018
GERF B.V,'s-Gravenzande/ Niederlande   100,00 - 649.167,00 - 379.486,00 EUR 2018
Geysir Europe GmbH, Grünwald   75,01 8.044.913,47 - 1.267.670,74 EUR 2018
Exorka GmbH, Grünwald   100,00 - 132.498,47 - 264.400,55 EUR 2018
Exorka ehf, Husavik/Island   100,00 - 520.137.083,00 - 33.040.636,00 ISK 2018
geox GmbH, Ascheberg   90,00 - 6.164.358,1 1 - 659.349,35 EUR 2018
Geothermie Allgäu Betriebs- und Beteiligungs GmbH & Co. KG, Grünwald   100,00 - 12.802.568,94 - 280.673,46 EUR 2018
Geothermie Allgäu Verwaltungs GmbH, Grünwald   100,00 - 5.597,53 - 2.715,85 EUR 2018
Geothermie Starnberg GmbH & Co. KG, Grünwald   100,00 174.863,73 - 14.896,10 EUR 2018
Geothermie Taufkirchen GmbH & Co. KG, Grünwald   100,00 - 1.067.161,57 - 1.163.774,10 EUR 2018
Geothermie Starnberg Verwaltungs GmbH, Grünwald   100,00 - 6.274,37 - 716,39 EUR 2018
Erdwärme Taufkirchen GmbH & Co. KG, Grünwald   100,00 - 155.332,36 - 16.159,03 EUR 2018
Erdwärme Taufkirchen Verwaltungs GmbH, Grünwald   100,00 1 1.274,09 - 1.686,91 EUR 2018
GeoEnergie Taufkirchen GmbH & Co. KG, Grünwald   73,61 62.699.879,70 - 616.675,1 1 EUR 2018
GeoEnergie Taufkirchen Verwaltungs GmbH, Grünwald   73,83 2.109,19 - 706,87 EUR 2018
Taufkirchen Holding GmbH & Co. KG, Grünwald   100,00 12.673.916,21 - 564.362,67 EUR 2018
Taufkirchen Holding Verwaltungs GmbH, Grünwald   100,00 - 311,35 - 1.912,32 EUR 2018
Geothermie Neuried GmbH & Co. KG, Neuried   100,00 - 76.505,62 - 36.723,90 EUR 2018
Geothermie Neuried Verwaltungs GmbH, Neuried   100,00 6.502,78 - 2.791,36 EUR 2018
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NAME UND SITZ DES UNTERNEHMENS Kurs 31.12.2018 1 EUR =
Daldrup Bohrtechnik AG, Baar/Schweiz 1,293 CHF
D&S Geothermie GmbH, Grünwald  
Daldrup Wassertechnik GmbH, Ascheberg  
Przedsiebiorstwo Projektow Gorniczych i Wiercen Geologicznych "DMM" Sp. z o.o., Kattowitz/Polen 4,290 PLN
GERF B.V,'s-Gravenzande/Niederlande  
Geysir Europe GmbH, Grünwald  
Exorka GmbH, Grünwald  
Exorka ehf, Husavik/Island 134,21 ISK
geox GmbH, Ascheberg  
Geothermie Allgäu Betriebs- und Beteiligungs GmbH & Co. KG, Grünwald  
Geothermie Allgäu Verwaltungs GmbH, Grünwald  
Geothermie Starnberg GmbH & Co. KG, Grünwald  
Geothermie Taufkirchen GmbH & Co. KG, Grünwald  
Geothermie Starnberg Verwaltungs GmbH, Grünwald  
Erdwärme Taufkirchen GmbH & Co. KG, Grünwald  
Erdwärme Taufkirchen Verwaltungs GmbH, Grünwald  
GeoEnergie Taufkirchen GmbH & Co. KG, Grünwald  
GeoEnergie Taufkirchen Verwaltungs GmbH, Grünwald  
Taufkirchen Holding GmbH & Co. KG, Grünwald  
Taufkirchen Holding Verwaltungs GmbH, Grünwald  
Geothermie Neuried GmbH & Co. KG, Neuried  
Geothermie Neuried Verwaltungs GmbH, Neuried  

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Daldrup & Söhne Aktiengesellschaft, Grünwald:

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Daldrup & Söhne Aktiengesellschaft, Grünwald, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Daldrup & Söhne Aktiengesellschaft, Grünwald, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben

von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 29. Mai 2019

Warth & Klein Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Häger, Wirtschaftsprüfer

Carsten Carstens, Wirtschaftsprüfer

FINANZKALENDER für die Daldrup & Söhne AG

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31. Mai 2019: Konzernjahresbericht zum 31.12.2018
22. August 2019: Ordentliche Hauptversammlung, München
30. September 2019: Konzernhalbjahresbericht zum 30.06.2019
25.-27. November 2019: Eigenkapitalforum, Frankfurt

INVESTOR RELATIONS Kontakt

Daldrup & Söhne AG

Lüdinghauser Straße 42-46

59387 Ascheberg

Deutschland

Telefon + 49 (0)2593 / 95 93 29

Telefax + 49 (0)2593 / 95 93 60

ir@daldrup.eu www.daldrup.eu

IMPRESSUM

Sitz der Gesellschaft

Daldrup & Söhne AG

Bavariafilmplatz 7

82031 Grünwald/Geiselgasteig

Deutschland

Telefon + 49 (0)2593 / 95 93 0

info@daldrup.eu

Diesen Geschäftsbericht können Sie auch als Online-Version unter www.daldrup.eu einsehen.

Gestaltung und Satz

DESIGNRAUSCH Kommunikationsdesign, Herten | Susanne Frisch-Hirse

www.designrausch.eu

www.daldrup.eu