üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Hannover

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 und Konzernlagebericht 2010

Konzernlagebericht

1. Konzernentwicklung

1.1 Verkehrs- und Transportleistungen

1.2 Beratungs- und Ingenieurleistungen

1.3 Sonstige Dienstleistungen

2. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf

2.1 Erfolgsentwicklung

2.2 Investitionen und Finanzierung

3. Nachtragsbericht

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikomanagement- und internes Kontrollsystem

4.2 Verkehrs- und Transportleistungen

4.3 Beratungs- und Ingenieurleistungen

4.4 Sonstige Dienstleistungen

4.5 Fazit

5. Erklärung zur Unternehmensführung

5.1 Erklärung zum Corporate Governance Kodex

5.2 Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

5.3 Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen

6. Sonstige Berichte

6.1 Vergütungsbericht

6.2 Übernahmerechtliche Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

7. Prognosebericht

7.1 Verkehrs- und Transportleistungen

7.2 Beratungs- und Ingenieurleistungen

7.3 Sonstige Dienstleistungen

Der Konsolidierungskreis des Konzerns der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft (üstra) hat sich im Berichtszeitraum nicht verändert.

Der üstra Konzern ist in drei Sparten gegliedert. Die wirtschaftlich höchste Bedeutung kommt der Sparte „Verkehrs- und Transportleistungen“ zu. Innerhalb dieser Sparte wird üstra als wirtschaftlich mit Abstand bedeutendste Einheit als separates Segment betrachtet. Die Sparte „Beratungs- und Ingenieurleistungen“ enthält die Geschäftstätigkeit der TransTec Bauplanungs- und Managementgesellschaft Hannover mbH (TransTec-Bau). Die Sparte „Sonstige Dienstleistungen“ umfasst die Aktivitäten der protec service GmbH (protec).

1. Konzernentwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist geprägt durch den rasanten Aufschwung nach der Krise. Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2010 wieder kräftig gewachsen. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,6 % (Vorjahr: - 4,7 %) und damit so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Die wirtschaftliche Erholung fand hauptsächlich im Frühjahr und Sommer des Jahres statt. Der Außenhandel war ein wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft und erwies sich als Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung. Zudem wurde verglichen mit dem Vorjahr in 2010 sowohl deutlich mehr investiert als auch konsumiert. Sowohl die staatlichen Konsumausgaben (+ 2,2 %) als auch die privaten Konsumausgaben (+ 0,5 %) stiegen preisbereinigt an. Bei einer Differenzierung der Konsumausgaben privater Haushalte im Inland nach Verwendungszwecken zeigt sich, dass lediglich für Verkehr und Nachrichtenübermittlung deutlich weniger ausgegeben wurde als im Vorjahr (- 4,2 %). Hierzu zählen auch die privaten Kraftfahrzeugkäufe, die 2009 durch die sogenannte Abwrackprämie kräftig gestiegen und in der Folge im Jahr 2010 stark rückläufig waren. Die Ausgaben für fast alle anderen Verwendungszwecke waren dagegen höher als in 2009. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte nahm 2010 um 2,6 % zu. Der Anstieg der in den jeweiligen Preisen berechneten Konsumausgaben der privaten Haushalte fiel mit 2,4 % etwas niedriger aus. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg leicht um 0,5 % auf 40,5 Millionen. Rückgängen in den Bereichen Produzierendes Gewerbe (ohne Baugewerbe) und Handel, Gastgewerbe und Verkehr standen kräftige Personalzuwächse in anderen Dienstleistungsbereichen (Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister, öffentliche und private Dienstleister) und dem Baugewerbe gegenüber. Die Zahl der Erwerbslosen ging um 9,2 % auf 2,9 Millionen zurück. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Hannover lag die Arbeitslosenquote bei 9,4 % (Vorjahr: 9,6 %).

1.1 Verkehrs- und Transportleistungen

Die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) der im Verband der deutschen Verkehrsunternehmen (VDV) zusammengeschlossenen Personenverkehrsunternehmen sind nach vorläufigen Berechnungen im Jahr 2010 um 0,4 % gestiegen (2009: +1,0 %). Das heißt, dass in 2010 rund 9,7 Milliarden Fahrgäste in Deutschland mit Bussen und Bahnen gefahren sind. Tendenziell bestätigt sich auch für 2010 der Trend der vergangenen Jahre: ländliche Busverkehre sind eher rückläufig, Verkehre in Ballungsräumen (hier vor allem die schienengebundenen Verkehre) befinden sich im Aufwind. Allein in den letzten zehn Jahren konnten die ÖPNV-Unternehmen fast zehn Prozent Fahrgäste dazugewinnen.

Unsicherheiten bleiben insbesondere bei der Preisentwicklung von Energie und Treibstoffen aufgrund politischer Spannungen in den wichtigen Förderländern und oligopolbedingter Wettbewerbsverzerrungen bestehen.

Mit Sorge werden die Perspektiven der ÖPNV-Finanzierung betrachtet. Laut VDV kann der seit Jahren festzustellende Rückgang der Mitfinanzierung des ÖPNV aus öffentlichen Kassen von der Branche nicht kompensiert werden. Dies kann die positive Entwicklung der gesamten Nahverkehrsbranche negativ beeinflussen.

Entsprechend der Zielsetzung von Aufsichtsrat und Vorstand, die nachhaltige marktorientierte Entwicklung des Unternehmens voranzutreiben und üstra als vitales integriertes Verkehrsunternehmen in der Region Hannover zu behaupten, hat üstra die Unternehmensstrategie im Jahr 2005 unter der Überschrift „vitale üstra 2020“ anhand folgender Kernpunkte definiert:

üstra ist Partner der Region Hannover, d. h. üstra fühlt sich gegenüber den Zielen der Region und zur Stärkung der Attraktivität der Region Hannover verpflichtet.

üstra konzentriert ihre Aktivitäten auf die Region Hannover.

üstra versteht sich als integriertes Verkehrsunternehmen, das bedeutet, dass sie ihre Leistungen im Personennahverkehr über die gesamte Wertschöpfungstiefe erbringt.

üstra stellt Kundenorientierung heraus, um die Bedürfnisse der Kunden optimal zu bedienen.

üstra arbeitet wirtschaftlich und in wettbewerbsfähigen Strukturen.

üstra sorgt für Risikominimierung im Beteiligungsportfolio.

Zur langfristigen Unternehmenssicherung hat üstra im Mai 2008 einen Partnerschaftsvertrag mit der Region Hannover, dem Betriebsrat sowie der Gewerkschaft ver.di abgeschlossen. Der Partnerschaftsvertrag stellt den normativen Rahmen zur Umsetzung und Weiterführung der Unternehmensstrategie „vitale üstra 2020“ dar. Der Vertrag bedeutet Zukunftssicherung für üstra sowie die Entscheidung für Wirtschaftlichkeit und Marktorientierung. Neben seinen primär wirtschaftlichen Elementen adressiert der Partnerschaftsvertrag, dass der ÖPNV einen wichtigen Beitrag für die Lebensqualität in der Region Hannover leistet und ein wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft ist. Mit diesem Partnerschaftsvertrag haben die Beteiligten den Rahmen für einen wirtschaftlichen ÖPNV geschaffen, dessen primäre Ziele darin liegen, den Kunden von üstra einen attraktiven ÖPNV zu bieten und einen substanziellen Beitrag zur Verbesserung der Umweltfreundlichkeit des Verkehrs zu ermöglichen.

Um diese Ziele umzusetzen, hat üstra ein modulares Gesamtkonzept über die gesamte Wertschöpfungskette eines Verkehrsunternehmens aufgelegt. Schwerpunkte bilden die Einnahmensteigerung, Optimierung des Verkehrsangebotes, Kostenreduzierung und Absicherung der betrieblichen Altersversorgung. Damit soll ein wirtschaftliches, leistungsfähiges und attraktives Verkehrsangebot für die Kunden in der Region Hannover sichergestellt werden.

Parallel dazu erfolgt die weitere Umsetzung der in 2005 neu ausgerichteten Beteiligungsstrategie, indem die Aktivitäten im Beteiligungsportfolio entsprechend der Unternehmensstrategie - besonders im Hinblick auf die Konzentration auf das Kerngeschäft und die Region Hannover - ausgerichtet werden. In diesem Zusammenhang wurde die intalliance rail GmbH mit Wirkung vom 1. Januar 2010 auf üstra verschmolzen. üstra ist es gelungen, in den letzten sechs Jahren die Anzahl der Beteiligungen von 44 auf zehn zu reduzieren; damit ist die Neuausrichtung des Beteiligungsportfolios umgesetzt.

Wie in den Vorjahren wurde die Infrastruktur für das ÖPNV-Angebot weiter attraktiv und nachfragegerecht ausgebaut. So wurde für die Stadtbahn im Dezember 2010 die Streckenverlängerung von Paracelsusweg (Lahe) zur Schierholzstraße in Misburg/Nord in Betrieb genommen. Die beiden neuen Haltestellen auf diesem Streckenabschnitt sind gleich als Hochbahnsteige gebaut worden. Auf der C-Strecke (Linien 4 und 5) wurden zwei weitere Hochbahnsteige errichtet. An vier unterirdischen Haltestellen wurden neue Aufzüge in Betrieb genommen. Mit dem barrierefreien Ausbau der Haltestellen können mobilitätseingeschränkte Fahrgäste diese stufenlos erreichen und der Zugang zum Stadtbahnnetz wird dadurch deutlich erleichtert.

Die Nutzerfinanzierung wird weiter vorangetrieben. Auf Ebene des Verkehrsverbundes Großraum-Verkehr Hannover (GVH) wurde eine Tarifanpassung von durchschnittlich 2 % im Dezember 2009 und von durchschnittlich 2,5 % im Dezember 2010 durchgeführt.

üstra beteiligte sich bei der Entwicklung des Masterplans Mobilität der Stadt Hannover und des Integrierten Verkehrsentwicklungsplans "pro Klima" der Region Hannover und brachte ihre Marktkenntnisse des ÖPNV sowie das üstra Ziel ein, bis zum Jahr 2025 den modal-split-Anteil des ÖPNV in der Stadt Hannover von jetzt 18 % auf 25 % zu steigern. Damit stellt üstra dem Ziel der Landeshauptstadt Hannover, den Anteil der Radfahrer auf 25 % zu erhöhen, eine Strategie an die Seite, um den Umweltverbund ganzheitlich zu stärken.

Hannover bekommt eine neue Stadtbahn – unter dem Arbeitstitel „TW 3000“ bereitet üstra die größte Neuanschaffung seit der Expo vor. Ab 2013 sollen 50 neue Stadtbahnen angeschafft werden. Möglich wird diese Investition, weil die Fahrzeuge zu 50 % durch Fördermittel des Landes Niedersachsen nach dem Entflechtungsgesetz (EntFlG) gefördert werden. Im Geschäftsjahr 2010 wurde dafür das Vergabeverfahren durchgeführt. Die im Mai 2010 getroffene Vergabeentscheidung wurde durch einen unterlegenen Anbieter vor der Vergabekammer gerügt. Nach der Entscheidung der Vergabekammer musste üstra wieder in das Vergabeverfahren eintreten und die Bieter erneut zur Abgabe eines finalen Angebots auffordern. Die erneute Vergabe wird voraussichtlich im Frühjahr 2011 erfolgen.

1.2 Beratungs- und Ingenieurleistungen

Der Schwerpunkt der Tätigkeiten der TransTec-Bau lag im Geschäftsjahr 2010 in Hannover im Auftrag der infra Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH (infra) einerseits auf der Inbetriebnahme der Streckenverlängerung nach Misburg-Nord, der Hochbahnsteige (Kantplatz und Uhlhornstraße) sowie von Aufzügen (Werderstraße, Königsworther Platz und Raschplatz) und andererseits auf der Fertigstellung der Planungen und Genehmigungsunterlagen der Projekte, die in 2011 ff. baulich umgesetzt werden sollen. Die Planungsaktivitäten umfassten die Streckenverlängerung nach Misburg-Zentrum sowie eine Reihe von Hochbahnsteigen (Misburger Straße, Schwarzer Bär, Herrenhäuser Markt, Bahnhof Leinhausen). Ferner wurden Machbarkeitsstudien abgeschlossen (Hochbahnsteige: Leibniz Universität, Schneiderberg, Appelstraße; Aufzüge: Markthalle/Landtag) bzw. neu begonnen (Hochbahnsteige: Hainhölzer Markt, Hogrefestraße, Weizenfeldstraße und Laatzen). Die Sanierung des Hochbahnsteiges Stadionbrücke wurde rechtzeitig zur Fußball-WM 2010 abgeschlossen. Die Verlängerung des Endpunktes Nordhafen für 3-Wagen-Züge von üstra ging zum Fahrplanwechsel in Betrieb. Für das Projekt „D-Innenstadt“ wurden Planungen für Hoch- und Niederflurvarianten der oberirdischen Lösung erstellt. Eine Systementscheidung ist noch nicht gefallen.

Im überregionalen Bereich lag der Schwerpunkt des Engagements der TransTec-Bau in Frankfurt am Main. Hier konnten mehrere Aufträge akquiriert werden, wie die Verkehrsanlagenplanung von mehreren Hochbahnsteigen und die Planungsleistung einer Verlängerungsstrecke (Frankfurter Berg). Der Projektumfang erforderte die Gründung eines Bürostandortes vor Ort. In Magdeburg wurde die Planung bzw. die Bauoberleitung und -überwachung für mehrere Straßen- und Gleisbaumaßnahmen durchgeführt. Ferner wurde die TransTec-Bau zum ersten Mal mit einer Planung im Autobahnbereich beauftragt: dem sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn 7 zwischen Autobahndreieck Walsrode und Anschlussstelle Fallingbostel.

1.3 Sonstige Dienstleistungen

Nachdem die protec in 2009 den höchsten Umsatz in ihrer Geschichte erzielte, stellte im Geschäftsjahr 2010 der extreme Winter in den Monaten Januar bis März sowie Dezember die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Dauerfrost und Schnee erforderten im Rahmen des Winterdienstauftrages von üstra fast jeden Tag Dauereinsatz. Hierfür waren vielfach doppelt so viele Mitarbeiter notwendig, als dies üblicherweise zu erwarten war. Gegensteuerungsmaßnahmen wurden eingeleitet, um den Personal- und Fremdleistungseinsatz im Winterdienst nachhaltig zu optimieren. Darüber hinaus wurden zusätzliche Preisnachlässe in der Haltestellenreinigung zugunsten von üstra gegeben. Ferner wurde eine Prozess- und Personaloptimierung durch die Integration der Parkraumbewirtschaftung in die Leitzentrale erreicht. Der geplante Umsatzzuwachs durch Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen hatte sich nicht eingestellt, so dass der Geschäftsbereich Facility Management in 2010 insgesamt unter den Umsatz- und Ertragserwartungen lag.

Durch den Umsatzzuwachs im Geschäftsbereich Sicherheit mit Bestandskunden außerhalb des üstra Konzerns konnte ein Teil der Ergebnisausfälle aufgefangen werden. Auch der viel beachtete Auftrag im öffentlichen Bereich (Luisenstraße) wurde erfolgreich fortgeführt. Des Weiteren waren zusätzliche Aufträge in den Bereichen Wohngebietsschutz, sonstige Bewachungen/Objektschutz und Revierfahrten zu verzeichnen.

Im Geschäftsbereich Veranstaltungsschutz ist Hannover 96 weiterhin der größte Auftraggeber. Der zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 befürchtete Abstieg von Hannover 96 in die zweite Bundesliga ist nicht erfolgt. Der Sicherheits- und Ordnungsdienst konnte zur Sicherstellung von Qualität und Ertragsstärke in der Ablauforganisation optimiert werden.

2. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf

2.1 Erfolgsentwicklung

Der üstra Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2010 ein operatives Ergebnis von - 903 Tsd. € nach 18.594 Tsd. € im Vorjahr. Das operative Geschäft von üstra wies bei den vom Fahrgast gezahlten Fahrgeldern und bei den Fahrgastzahlen erneut deutliche Steigerungsraten auf und übertraf damit die Erwartungen. Diese positiven Trends wurden jedoch überlagert im Wesentlichen durch geringere Umsatzerlöse, bedingt durch eine strukturelle Änderung der Finanzierung des Busverkehrs, und durch höhere Pachtaufwendungen für die Nutzung der Infrastrukturanlagen. Dadurch fiel das operative Ergebnis von üstra im Geschäftsjahr 2010 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum mit - 2.247 Tsd. € deutlich geringer aus (Vorjahr: 17.607 Tsd. €).

Das operative Ergebnis der TransTec-Bau betrug im Geschäftsjahr 2010 1.189 Tsd. € und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (379 Tsd. €) deutlich verbessert, was auf einen deutlich höheren Rohertrag zurückzuführen ist.

Die protec erzielte im Geschäftsjahr 2010 ein operatives Ergebnis von 155 Tsd. €, das damit deutlich unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 608 Tsd. € lag. Ursache für den Ergebnisrückgang im Vergleich zum Vorjahr sind im Wesentlichen rückläufige Roherträge im Bereich Facility Management hauptsächlich bedingt durch zusätzliche Aufwendungen beim Winterdienst.

Im Einzelnen haben sich die Komponenten des operativen Ergebnisses wie folgt entwickelt:

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Operatives Ergebnis (in Tsd. €) 2010 2009
Verkehrs- und Transportleistungen - 2.247 17.607
Beratungs- und Ingenieurleistungen 1.189 379
Sonstige Dienstleistungen 155 608
Operatives Ergebnis - 903 18.594

Die Umsatzerlöse fielen im Geschäftsjahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um 11.936 Tsd. € auf 168.072 Tsd. €.

Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Umsatzrückgang bei üstra von 13.017 Tsd. € auf 159.299 Tsd. €. Grund dafür ist eine grundlegende Veränderung der Finanzierung des Busverkehrs, die ab dem 1. Juli 2010 wirksam wurde. üstra erhielt von der Region Hannover in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2010 im Rahmen der Finanzierungszusage für den Busverkehr einen Zuschuss von 13.525 Tsd. € (Vorjahr: 29.942 Tsd. €). Mit Wirkung vom 1. Juli 2010 hat die Region Hannover für die Busverkehrsleistungen üstra die Betrauung und Finanzierungszusage mittels eines Öffentlichen Dienstleistungsauftrages im Sinne der VO (EG) 1370/2007 erteilt. Damit wurde ab dem 1. Juli 2010 die Finanzierung des Busverkehrs bei üstra von dem bisherigen erfolgswirksamen Ausgleich für die gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen, der direkt durch die Region Hannover gezahlt wurde, auf eine indirekte Finanzierung über den Verlustausgleich durch die Muttergesellschaft von üstra, der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH (VVG), umgestellt. Der nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelte Verlustausgleich der Muttergesellschaft fließt nach IFRS unmittelbar dem Eigenkapital des üstra Konzerns zu.

Die Tarifeinnahmen bei üstra stiegen um 3.702 Tsd. € auf 129.766 Tsd. € an. Die Tarifanpassung zum 13. Dezember 2009 von durchschnittlich 2 % entfaltete damit ihre gewünschte Wirkung. Weitere wesentliche Zuwächse resultieren aus den winterlichen Witterungsverhältnissen in den Monaten Januar, Februar und Dezember, die viele Menschen zu einem Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr bewegt haben dürften. Die Fahrgastzahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahr von 154,3 Millionen auf 159,4 Millionen (+ 3,3 %).

Einen Anstieg der Außenumsätze hatte auch die TransTec-Bau um 1.095 Tsd. € auf 4.504 Tsd. € zu verzeichnen, während der Außenumsatz bei protec um 13 Tsd. € auf 4.270 Tsd. € leicht zurückging.

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen im üstra Konzern im Geschäftsjahr 2010 auf 44.155 Tsd. € (Vorjahr: 48.148 Tsd. €) zurück. Ursächlich für den primär auf der Ebene der üstra entfallenden Rückgang von 3.553 Tsd. € sind im Vorjahr erzielte Einmaleffekte aus dem Abgang von Finanz- und Sachanlagen (4.831 Tsd. €), denen höhere Erträge aus der Weiterberechnung von Kosten an Dritte gegenüberstanden. Die Erträge aus vertraglichen Leistungen gegenüber Dritten stiegen leicht auf 37.293 Tsd. € an (Vorjahr: 36.880 Tsd. €). Dies umfasst insbesondere Erträge für Leistungen aus dem Instandhaltungsvertrag von üstra mit der infra.

Der Materialaufwand erhöhte sich leicht um 970 Tsd. € auf 45.556 Tsd. €. Dieser Anstieg zeigte sich überwiegend mit 1.461 Tsd. € auf 43.166 Tsd. € auf der Ebene von üstra. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Energiekosten um 1.379 Tsd. € auf 15.485 Tsd. € aufgrund gestiegener Energie- und Treibstoffpreise.

Der Personalaufwand im üstra Konzern betrug im Geschäftsjahr 2010 105.100 Tsd. € (Vorjahr: 105.498 Tsd. €) und betraf mit 95.998 Tsd. € (Vorjahr: 97.295 Tsd. €) hauptsächlich üstra. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr bei üstra resultiert im Wesentlichen aus dem im Vorjahr zu verzeichnenden signifikanten Anstieg des Pensionssicherungsbeitrags, was den im Zuge der Wirtschaftskrise drastisch erhöhten Insolvenzschadensfällen geschuldet war. In 2010 war der Beitragssatz auf das Niveau der Jahre vor der Krise zurückgegangen und betrug in 2010 bei üstra 314 Tsd. € (Vorjahr: 2.280 Tsd. €). Bei TransTec-Bau und protec kam es zu einem Anstieg des Personalaufwandes im Vergleich zum Vorjahr. Bei TransTec-Bau stieg der Personalaufwand von 1.960 Tsd. € auf 2.131 Tsd. € infolge der Auftragserweiterung im überregionalen Bereich an. Bei protec war der Anstieg der Personalkosten von 6.246 Tsd. € auf 6.971 Tsd. € unter anderem dem höheren Personalbedarf infolge des Winterdienstes und der Umstellung von Fremd- auf Eigenleistung geschuldet.

Die Abschreibungen auf abnutzbare Anlagenwerte stiegen gegenüber dem Vorjahr leicht auf 18.128 Tsd. € (Vorjahr: 17.854 Tsd. €) an. Die Abschreibungen weisen weiterhin einen im historischen Vergleich niedrigen Umfang auf, der das in den letzten Jahren moderate, deutlich unterhalb der verrechneten Abschreibungen liegende Investitionsvolumen widerspiegelt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des üstra Konzerns von 44.347 Tsd. € (Vorjahr: 41.624 Tsd. €) betrafen überwiegend üstra. Der deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultierte maßgeblich aus einer deutlich höheren Pachtzahlung für die Nutzung der Infrastrukturanlagen an die infra in Höhe von 9.425 Tsd. € (Vorjahr: 7.425 Tsd. €), die unter Einbeziehung des handelsrechtlichen Ergebnisses des Stadtbahnbereichs von üstra berechnet wird. Ferner wirkte sich in den gegenüber dem Vorjahr um 1.455 Tsd. € gestiegenen Vorleistungen für Dritte das durch die infra an üstra beauftragte höhere Bauvolumen aus, da im Berichtsjahr ganze Streckenabschnitte erneuert wurden.

Der Anstieg des Finanzergebnisses auf 1.394 Tsd. € gegenüber dem Vorjahr (540 Tsd. €) resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg des Ergebnisses aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen gegenüber dem Vorjahr von 265 Tsd. € auf 1.144 Tsd. €. Trotz der durchgängig guten Liquiditätslage im üstra Konzern und ungeachtet des wirtschaftlichen Aufschwungs zeigt sich das weiterhin niedrige Zinsniveau für Festgeldanlagen bei Banken darin, dass die Zinserträge bei üstra um 355 Tsd. € auf 889 Tsd. € weiter zurückgingen. In etwa gleicher Höhe fielen auch die Zinsaufwendungen, die im Berichtsjahr 1.102 Tsd. € betrugen (Vorjahr: 1.460 Tsd.), was auf die planmäßige Tilgung von Bankdarlehen bei üstra zurückzuführen war.

Die nahezu ausschließlich auf latente Steuern entfallenden Ertragsteuern stiegen gegenüber dem Vorjahr auf 365 Tsd. € (Vorjahr: -56 Tsd. €). Dabei resultierte der Steueraufwand im Berichtsjahr vornehmlich aus Fertigungsaufträgen bei der TransTec-Bau.

Das Geschäftsjahr 2010 schloss mit einem Jahresergebnis von 125 Tsd. € ab (Vorjahr: 19.190 Tsd. €).

2.2 Investitionen und Finanzierung

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 erhöhte sich die Bilanzsumme von 282.344 Tsd. € auf 287.860 Tsd. €. Die Veränderung ist wesentlich durch die folgenden Sachverhalte bedingt:

Auf der Aktivseite der Konzernbilanz wirkten sich die im üstra Konzern getätigten Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von insgesamt 13.918 Tsd. € aus, die im Geschäftsjahr 2010 besonders den Zugang von 19 neuen schadstoffarmen Omnibussen (4.637 Tsd. €) bei üstra betrafen. Diesen standen Abschreibungen in Höhe von 18.128 Tsd. € gegenüber. Unter Berücksichtigung weiterer Abgänge haben sich die beiden Vermögenspositionen um 4.498 Tsd. € gegenüber dem Vorjahr vermindert.

Die Finanzanlagen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 814 Tsd. € auf 6.747 Tsd. € an, was im Wesentlichen auf eine Ausleihung an die Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH HRG & Co. - Passerelle - KG, Hannover (HRG) zurückzuführen ist.

Die unter Anwendung der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen reduzierten sich um 656 Tsd. € aufgrund von Gewinnausschüttungen in Höhe von 1.800 Tsd. €, denen positive Ergebnisbeiträge von 1.144 Tsd. € gegenüberstehen.

Das Vorratsvermögen betrug 10.803 Tsd. € und lag damit unter dem Stand zum 31. Dezember 2009 (11.935 Tsd. €). Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Fertigungsaufträgen lagen mit 7.509 Tsd. € deutlich unter dem Niveau vom Vorjahr (13.873 Tsd. €). Dies hängt mit der Umstellung des Finanzierungsweges des Busverkehrs zusammen, da die hieraus resultierenden Forderungen nicht mehr gegenüber der Region Hannover sondern der Muttergesellschaft VVG bestehen. Die seitens VVG zu erstattende Ergebnisausgleichszahlung führt zu einem Anstieg der sonstigen finanziellen Vermögenswerte um 1.878 Tsd. € auf 6.240 Tsd. €. Der Liquiditätsbestand stieg um 15.675 Tsd. € auf 92.522 Tsd. € an und betrifft im Wesentlichen üstra. Dabei wirkt sich aus, dass die im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit erwirtschafteten Mittel von 30.602 Tsd. € die im Rahmen der Investitionstätigkeit per Saldo benötigten Mittel von 14.439 Tsd. € deutlich überstiegen.

Bei den Passiva kam es zu einem Anstieg des Eigenkapitals um 2.393 Tsd. € auf 125.667 Tsd. €. Dabei hat sich der Umstand ausgewirkt, dass der dem Betrag nach durch den Einzelabschluss von üstra bestimmte Verlustausgleich von 2.269 Tsd. € zu einer Einlage des Mutterunternehmens in die Kapitalrücklage führt und darüber hinaus das erwirtschaftete Jahresergebnis von 125 Tsd. € innerhalb des Ergebnisvortrags thesauriert wird.

Während sich das langfristige Fremdkapital um 2.512 Tsd. € auf 124.307 Tsd. € reduzierte, war beim kurzfristigen Fremdkapital ein Anstieg um 5.634 Tsd. € auf 37.885 Tsd. € festzustellen.

Der Rückgang des übrigen langfristigen Fremdkapitals resultierte vornehmlich aus der planmäßigen Abwicklung der bestehenden Altersteilzeit- und Vorruhestandsverhältnisse sowie der rückläufigen Finanzverbindlichkeiten durch die planmäßige Tilgung von Bankdarlehen bei üstra. Gegenläufig wirkte sich im Wesentlichen der Anstieg der Pensionsrückstellung um 2.204 Tsd. € auf 83.359 Tsd. € aus.

3. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Abschluss des Geschäftsjahres 2010 nicht ereignet.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikomanagement- und internes Kontrollsystem

üstra als Verkehrsunternehmen und ihre Konzernunternehmen sind naturgemäß unternehmerischen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Die Risikopolitik des üstra Konzerns ist risikoavers ausgerichtet und erlaubt die Nutzung sich bietender Geschäftsgelegenheiten, solange die Risiken angemessen und tragbar sind. Das bewusste Eingehen von bestandsgefährdenden Risiken ist nicht zulässig.

Die Steuerung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil der Konzernführung. Folglich besteht das Risikomanagementsystem aus einer Vielzahl von Bausteinen, die systematisch in die gesamte Aufbau- und Ablauforganisation der Gesellschaft bzw. ihrer Konzernunternehmen eingebettet sind. Es besteht keine eigenständige Aufbauorganisation für das Risikomanagement. Es wird vielmehr als originäre Aufgabe jeder Führungskraft sowie der Prozess- und Projektverantwortlichen verstanden. Diese sorgen im Rahmen ihrer Führungsaufgaben auch für die Einbindung der Mitarbeiter in das Risikomanagementsystem.

Das zentrale Controlling stellt sicher, dass eine laufende funktions- und prozessübergreifende Erkennung und Bewertung von Risiken erfolgt. Es ist verantwortlich für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Systems und überzeugt sich von dessen Wirksamkeit. Hierbei erstattet es regelmäßig Bericht an den Vorstand. Es entwickelt die risikopolitischen Grundsätze weiter und überwacht deren Einhaltung. Es kommuniziert zudem die Risikopolitik und legt die Dokumentationserfordernisse fest. Die notwendige Überprüfung des Risikomanagementsystems auf seine grundsätzliche Tauglichkeit sowie die Einhaltung der operativen Umsetzung erfolgt durch die interne Revision. Alle wesentlichen, potenziell ergebnis- und bestandsgefährdenden Risiken werden in einer Risikomatrix dokumentiert, die regelmäßig aktualisiert und ergänzt wird.

Als Risiko sind grundsätzlich negative Planabweichungen definiert (Mehraufwendungen und/oder Mindereinnahmen). Mögliche Ergebnisabweichungseffekte werden über den gesamten mittelfristigen Planungshorizont erhoben und summiert – eine Diskontierung erfolgt nicht. Risiken werden als "relevant", "wesentlich" und "bestandsgefährdend" eingestuft. Relevant sind solche Risiken, die einen gewissen Schwellenwert überschreiten, der sich an zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäften des Vorstands orientiert. Als wesentlich gelten Risiken, die für sich genommen bei Realisierung einen Schaden verursachen würden, der die künftige Ertragskraft des üstra Konzerns erheblich beeinflusst. Mögliche Interdependenzen zwischen Risiken werden berücksichtigt. Die Bewertung und somit auch die Betrachtung der Risiken erfolgt nach Risikovorsorge.

Die im Rahmen des Risikomanagementsystems des üstra Konzerns vorgesehenen Maßnahmen zur Früherkennung, Begrenzung und Bewältigung dieser Risiken werden ebenfalls regelmäßig überprüft und ergänzt. Zur Beherrschung der Risiken sind über adäquate Versicherungslösungen hinaus jeweils risikoindividuelle Bewältigungsmaßnahmen vorgesehen. Eine Risikoanalyse sowie Möglichkeiten zur Begrenzung und Bewältigung von Risiken sind auch in der Strategieentwicklung verankert und fließen in die operative Konzernplanung ein.

Die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat das Risikofrüherkennungssystem des üstra Konzerns im Rahmen der Jahresabschlussprüfung von üstra untersucht. Es entspricht den an ein solches System gestellten Anforderungen. Die TransTec-Bau und die protec sind in das Risikofrüherkennungssystem von üstra eingebunden.

Die wesentlichen Merkmale des bei üstra bestehenden internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungs- und Konzernrechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Es gibt bei üstra eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Dabei werden bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen zentral gesteuert.

Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen und Controlling sind klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind klar zugeordnet.

Die im Bereich der Rechnungslegung eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt.

Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.

Eine einheitliche Rechnungslegung wird insbesondere durch konzernweite Richtlinien (z.B. Bilanzierungsrichtlinien, Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien etc.) gewährleistet. Diese werden laufend aktualisiert und bei Bedarf angepasst.

Die am Rechungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.

Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft, z.B. durch Stichproben. Durch die eingesetzte Software finden programmierte Plausibilitätsprüfungen statt.

Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.

Die Verantwortung für die Einrichtung und Überwachung des Kontroll- und Risikomanagementsystems liegt beim Vorstand. Es ist Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses im üstra Konzern.

Rechnungslegungsrelevante Prozesse werden regelmäßig durch die prozessunabhängige interne Revision überprüft.

4.2 Verkehrs- und Transportleistungen

Am 3. Dezember 2009 ist die Verordnung (EG) Nr. 1370/2007 über öffentliche Personenverkehrsdienste auf Schiene und Straße in Kraft getreten. Die Bundesregierung hat vor der Bundestagswahl 2009 das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) nicht mehr entsprechend novelliert. Aufgrund des Zusammenspiels von vergabe- und beihilferechtlichen Aspekten der Verordnung mit genehmigungsrechtlichen Regelungen des PBefG bestehen wegen der fehlenden Anpassung nicht unerhebliche Rechtsunsicherheiten.

Mit der Verabschiedung des Haushaltsbegleitgesetzes 2006 des Bundes wurde auch das Regionalisierungsgesetz und damit ein zentrales Instrument zur Finanzierung des Personennahverkehrs geändert. Die dem Land Niedersachsen auferlegten Kürzungen von Finanzmitteln wurden in gleicher Höhe an die Aufgabenträger weitergegeben. Sollten diese Kürzungen tatsächlich realisiert werden, sind negative Auswirkungen auch auf ÖPNV-Leistungen beispielsweise durch Reduzierung von Verkehrsleistungen zu erwarten. Eine Rücknahme des Verkehrsangebots könnte zu Rückgängen bei den Fahrgastzahlen führen und würde den positiven Trend in der Entwicklung der Einnahmen voraussichtlich gefährden.

Aufgrund der Finanzknappheit der öffentlichen Haushalte sind bei den Zuschüssen für Investitionen weiterhin rückläufige Tendenzen feststellbar. Finanzmittel für Investitionsmaßnahmen, die bis 2006 nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) gefördert wurden, werden seit 2007 durch die Länder verteilt. Den Ländern stehen dazu seit 2007 jährliche Kompensationszahlungen des Bundes in Form von zweckgebundenen Festbeträgen für die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden zur Verfügung, wobei zum 31. Dezember 2013 eine Überprüfung der Notwendigkeit sowie der Höhe dieser Kompensationszahlungen vorgesehen ist. Ab dem 1. Januar 2014 unterliegen diese Zahlungen nur noch einer allgemeinen „investiven Zweckbindung“, wodurch die derzeitige spezielle Zweckbindung zugunsten des Verkehrssektors entfällt und z. B. Fahrzeugbeschaffungen künftig deutlich schwieriger zu finanzieren sein dürften. Für das Jahr 2019 ist das Auslaufen dieser Finanzhilfen vorgesehen.

Auf der Einnahmenseite geht üstra davon aus, dass die Tarifeinnahmen auch in den Folgejahren ansteigen werden. Der Anteil, der aus stärkerer Kundennachfrage resultiert, wird vermutlich gegenüber dem Anteil, der aus preislichen und strukturellen Maßnahmen generiert wird, tendenziell sinken. Das Risiko liegt darin, dass es nicht gelingt, einerseits über Kundenbindungsmaßnahmen mögliche Kundenpotenziale zu erschließen und andererseits die notwendigen Tarifpreisanpassungen im Verkehrsverbund durchzusetzen. Grundlage für die Feststellung des Nachfragerisikos sind u. a. Untersuchungen zur Tarifergiebigkeit und zur Preiselastizität. Der ÖPNV blieb bislang im Wesentlichen von krisenbedingten Rückgängen bei den Fahrgastzahlen und den Fahrgeldeinnahmen verschont. Ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen kann sich allerdings im Nahverkehr bei den Pendlerzahlen und im Freizeit- und Einkaufsverkehr auswirken. Das Tarifanpassungsrisiko besteht darin, dass üstra bei der erforderlichen Umsetzung von Tarifanpassungsmaßnahmen von der Zustimmung des Verkehrsverbundes Großraum-Verkehr Hannover (GVH), der Genehmigungsbehörde, des Aufgabenträgers Region Hannover und der Konzernmutter VVG abhängig ist.

Ein Kostenrisiko liegt in der Entwicklung der Strom- und Kraftstoffpreise. Unsicherheiten aufgrund politischer Spannungen in den wichtigen Förderländern und oligopolbedingte Wettbewerbsverzerrungen lassen keine gesicherte Abschätzung der Preisentwicklung zu. Sollten die Preise entgegen der Planungsprämissen überproportional steigen, würde dies üstra mit zusätzlichen Belastungen treffen. Nach erfolgter Ausschreibung wurde ein neuer Stromliefervertrag mit der Stadtwerke Hannover AG geschlossen, der für die Jahre 2011 bis 2013 einen Festpreis beinhaltet. Für das Jahr 2014 besteht eine Verlängerungsoption. Dies verschafft üstra zumindest für diese drei bis vier Jahre Planungssicherheit in Bezug auf die Kosten für Strom.

Konstruktionsbedingte Mängel an Stadtbahnfahrzeugen und die Abkündigung von Ersatzteilen, insbesondere der Leistungselektronik und des Betriebsfunks, führen möglicherweise zu erheblichen Mehraufwendungen bei den Instandhaltungsleistungen. Das Risiko wird durch ein vorsorgendes Instandhaltungsmanagement begrenzt.

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter und Führungskräfte sind ein zentraler Erfolgsfaktor für den üstra Konzern. Risiken bestehen darin, Leistungsträger für offene Stellen in unserem Konzern nicht zu finden oder sie nicht halten zu können. Diesem Risiko wird durch intensive Aus- und Weiterbildungsprogramme, frühzeitige Nachfolgeplanung, Gesundheitsmanagement und die Weiterentwicklung einer familienbewussten Personalpolitik entgegen gewirkt. Gleichzeitig soll damit eine hohe Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen und die Erhöhung der Mitarbeitermotivation erreicht werden.

Der Betrieb, Vertrieb und die sonstigen Geschäftsabläufe von üstra hängen vom effizienten und ununterbrochenen Betrieb der Datenverarbeitungs- und Telekommunikationssysteme ab. Die wachsende Vernetzung und die Notwendigkeit einer permanenten Verfügbarkeit stellen immer höhere Anforderungen an die IT-Systeme. Risiken werden durch kontinuierliche Verbesserung der IT-Sicherheitskonzepte und den Einsatz moderner Hard- und Software verringert. Verteilte Rechenzentren und gespiegelte Datenbestände reduzieren das Risiko von Datenverlusten.

üstra hat in den Jahren 1997 und 1998 für insgesamt 108 Stadtbahnfahrzeuge sogenannte US-Cross-Border-Lease Transaktionen abgeschlossen. Die Risiken aus diesen Transaktionen werden seither im Rahmen des Risikomanagements kontinuierlich überwacht. Ausgelöst durch die Finanzmarktkrise ergeben sich für üstra aus diesen Transaktionen bei einer weiteren Verschlechterung der Bonität oder wegen einer etwaigen Insolvenz der an den beiden Transaktionen beteiligten Banken Risiken. Diesen Risiken wird durch die Einräumung von Austauschrechten der beteiligten Banken oder durch Stellung von zusätzlichen Sicherheiten vertraglich begegnet. Die Kosten hierfür können nach heutiger Abschätzung den von üstra in den Jahren 1997 und 1998 erhaltenen Finanzierungsvorteil deutlich übersteigen. Im Falle einer außerplanmäßigen, vorzeitigen Vertragsbeendigung können wesentliche Währungs- und Zinsänderungsrisiken auftreten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos wird als gering eingeschätzt. Zum 31. Dezember 2010 befanden sich noch 85 Stadtbahnfahrzeuge in den Transaktionen.

Durch die finanzielle Einbindung von üstra in den VVG-Konzern sind finanzwirtschaftliche Risiken nahezu ausgeschlossen, solange der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Die Fortdauer des Beherrschungs- und Gewinnabführungsverhältnisses mit der VVG ist nicht zuletzt abhängig von dem Fortbestand des kommunalen steuerlichen Querverbundes. Dieser wurde mit dem Jahressteuergesetz 2009 erstmals auf eine gesetzliche Grundlage gestellt, trotzdem ist eine Gefährdung des steuerlichen Querverbundes auch zukünftig nicht auszuschließen.

4.3 Beratungs- und Ingenieurleistungen

Für bekannte oder zu erwartende Risiken wurden unter anderem Rückstellungen für Honorarrisiken, Gewährleistungsverpflichtungen und sonstige Rückstellungen gebildet.

Die Rückstellung für Honorarrisiken berücksichtigt das Risiko, dass die TransTec-Bau aufgrund der Honorardeckung durch die HOAI Leistungen der Leistungsphase 9 zu erbringen hat, die einen höheren Aufwand erfordern bzw. nur zum Teil abgerechnet werden können. Ferner wird durch die Rückstellung das Risiko erwarteter Kostenüberschreitungen bei Einzelprojekten berücksichtigt. Im Berichtsjahr wurden 184 Tsd. € zur Rückstellung zugeführt.

Zuführungen zu den Rückstellungen aus Gewährleistungsverpflichtungen waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich.

Die TransTec-Bau hat seit 1995 alle Neubaumaßnahmen im Bereich der Stadtbahninfrastruktur von üstra und infra, besonders die zur Weltausstellung EXPO 2000, planerisch durchgeführt und baulich umgesetzt. Dabei sind Fördergelder nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) als wesentlicher Bestandteil der Finanzierung eingesetzt. Mit der Übertragung der Infrastrukturanlagen durch üstra auf die infra zum 1. Juli 2001 sind grundsätzlich auch die Rechte und Pflichten aus den Förderzusagen nach GVFG und die daraus resultierenden Risiken an die infra übergegangen. Mögliche Risiken für die TransTec-Bau im Zuge der Prüfung von geförderten Baumaßnahmen nach dem GVFG können weiterhin nicht ausgeschlossen werden, auch wenn deren Eintrittswahrscheinlichkeit im Berichtsjahr gesunken ist.

Die TransTec-Bau ist über das Beteiligungscontrolling von üstra in das Risikofrüherkennungssystem von üstra einbezogen.

Des Weiteren besteht ein dokumentiertes internes Kontrollsystem als Bestandteil des Qualitätsmanagement-Systems zur Risikovorsorge und Qualitätssicherung. Der TÜV-Nord hat ein Rezertifizierungsaudit nach ISO 9001 durchgeführt und das Qualitätsmanagement-System der TransTec-Bau bestätigt.

Um die Zukunft des Unternehmens als anerkannter Ingenieurdienstleister zu sichern, wurden Organisationsänderungen zur Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung vorgenommen. Insbesondere durch die Einführung von Projektreviews ist die Kommunikation stark verbessert und ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess eingeleitet worden.

Chancen bietet die gute Auftragslage von TransTec-Bau.

4.4 Sonstige Dienstleistungen

Die befürchteten negativen wirtschaftlichen Risiken bei protec als Dienstleister für den Winterdienst von üstra sind infolge des harten Winters eingetreten. Eine der wesentlichen Aufgaben in 2010 bestand darin, den dramatischen Einbußen aus den Winterdiensteffekten und Preiseinbußen bestimmter Aufträge entgegenzuwirken. Die diesbezüglichen Ergebnisrisiken sind auch für den laufenden und kommenden Winter nicht auszuschließen.

Risiken im Zusammenhang mit einem durch üstra für 2010 im Bereich Haltestellenreinigung durchgeführten Benchmarkverfahren mit der Referenzstadt Stuttgart sind nicht eingetreten. Der detaillierte Vergleich zeigte keinen Anspruch auf eine Reduzierung der Preise der protec, die somit als angemessen und wettbewerbsfähig einzustufen waren. Aus diesem Verfahren erwachsen auf absehbare Zeit keine Risiken mehr.

Vertragsverlängerungsrisiken für die in 2011 auslaufenden Verträge betreffen sowohl Verträge aus Geschäftsbeziehungen mit üstra als auch mit Drittkunden. Besonders die Fortsetzung der bestehenden Geschäftsbeziehungen mit Hannover 96 ist mit Ablauf der Saison 2010/2011 schwer einzuschätzen. Dann stehen die Sicherheits- und Reinigungsleistungen zur Verlängerung an.

Chancen ergeben sich auch weiterhin ausschließlich durch das Geschäftsvolumen mit nicht konzerngebundenen Unternehmen.

4.5 Fazit

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind dem Vorstand keine operativen Risiken bekannt, die zu einer Gefährdung einzelner Betriebsbereiche oder gar des gesamten üstra Konzerns führen könnten.

Nach der Überprüfung der derzeitigen Risikosituation kommt der Vorstand zu dem Ergebnis, dass der üstra Konzern ausreichend versichert ist und genügend bilanzielle Vorsorge getroffen hat.

5. Erklärung zur Unternehmensführung

5.1 Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat von üstra erklären gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der “Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ nicht entsprochen wurde und auch künftig nicht entsprochen wird.

Diese generelle Abweichung begründet sich durch die besondere Aktionärsstruktur der Gesellschaft (98,38 % der Aktien liegen bei der VVG und damit mittelbar in kommunaler Hand) und den damit verbundenen geringen Streubesitz sowie durch den Umstand, dass die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ausschließlich einen regionalen Bezug hat. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft sind vor diesem Hintergrund der Auffassung, dass eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung bereits durch die gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere durch das deutsche Aktiengesetz, sichergestellt ist und damit eine Implementierung der Kodex-Empfehlungen bei der Gesellschaft nicht erforderlich ist.

5.2 Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Der üstra Konzern wendet eine Reihe von Unternehmensführungspraktiken an, mit denen verschiedene Zielstellungen verbunden sind:

Im Rahmen des Partnerschaftsvertrags mit der Region Hannover, ver.di und dem Betriebsrat hat sich üstra verpflichtet, die Wirtschaftlichkeit der erbrachten Leistungen jährlich im Rahmen eines Benchmarks zu überprüfen und marktfähige Kostenstrukturen zu realisieren. Für die Instandhaltung der Infrastruktur erfolgt dieser Marktvergleich in einem Vier-Jahres-Rhythmus.

Durch das Management by Objectives (MbO) erfolgt eine zielorientierte, bereichs- und hierarchieübergreifend abgestimmte Steuerung des üstra Konzerns. Es gewährleistet die Konzentration auf Prioritäten und erhöht die Verbindlichkeit. Zudem wird eine Transparenz über die Unternehmens-, Bereichs- und Gruppenziele geschaffen. Gleichzeitig wird das ergebnisorientierte Arbeiten gefördert.

Mit dem praktizierten Co-Management wird die frühzeitige und aktive Einbeziehung des Betriebsrats in allen wichtigen unternehmensbezogenen Entscheidungen angestrebt, um Akzeptanz bei strategischen Fragen und Veränderungsnotwendigkeiten zu erhalten.

Mit der Teilnahme am Audit berufundfamilie werden die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie der Ausbau und die Weiterentwicklung einer familienbewussten Personalpolitik gefördert. Gleichzeitig wird eine hohe Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den üstra Konzern erreicht.

Mit dem bei üstra praktizierten Gesundheitsmanagement soll die Erhöhung des Gesundheitsstands und die Reduzierung von Abwesenheitszeiten erreicht werden. Zudem wird die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und des Arbeitsklimas sowie die Erhöhung der Mitarbeitermotivation angestrebt. Ziel ist auch die Überwindung bzw. Vorbeugung von Arbeitsunfähigkeit.

üstra setzt das regelmäßige, strukturierte Mitarbeitergespräch als formalisiertes Führungsinstrument zur wechselseitigen Rückmeldung ein; damit soll die Zusammenarbeit und Arbeitsatmosphäre verbessert und weiterentwickelt werden, um den gemeinsamen Erfolg zu sichern.

üstra hat ein Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutzmanagementsystem eingeführt und ist nach den Standards DIN EN ISO 9001, DIN EN 13816, A61/VA-02 AZWV, DIN EN ISO 14001 und NFL/IILO-OSH 2001 zertifiziert. Im Rahmen dieser Zertifizierungen wird das integrierte System regelmäßig durch unabhängige Gutachter überprüft. Ziele dieses
Systems sind die Steigerung der Kundenzufriedenheit, die Optimierung interner Prozesse und Abläufe sowie des Beschwerdemanagements, die Verbesserung der Energieeffizienz bei Fahrzeugen und Infrastruktur sowie die Reduzierung von Emissionen, umweltrelevanten und gefährlichen Arbeits- und Abfallstoffen und des Wasserverbrauchs.

Informationen über das Audit berufundfamilie sowie das Umwelt- und Qualitätsmanagement von üstra sind auf der Internetseite www.uestra.de zu finden.

5.3 Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen

Der Vorstand von üstra besteht laut Satzung aus zwei oder mehreren Personen, darunter einem Arbeitsdirektor. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder wird von der Hauptversammlung festgelegt. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands bestellen. Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf.

Der Vorstand von üstra besteht aus zwei Mitgliedern. Im operativen Geschäft verantwortet der Vorstandsvorsitzende André Neiß die Informations- und Kommunikationstechnologie, die kaufmännische Leitung und das Marketing. Das Vorstandsmitglied Wilhelm Lindenberg hat die Funktion des Arbeitsdirektors inne und ist gleichzeitig zuständig für den Betrieb von Stadtbahn- und Busverkehren, für die Betriebsanlagen und den gesamten Personalbereich. Den Vorstandsmitgliedern sind insgesamt sieben Unternehmensbereiche und acht Stabsbereiche zugeordnet. Der Vorstand stellt die unternehmensinterne Kommunikation in wöchentlichen Vorstandssitzungen, in wöchentlichen Sitzungen mit den Unternehmensbereichsleitern sowie in monatlichen Sitzungen mit den Unternehmensbereichsleitern und den Stabsbereichsleitern sicher.

Der Aufsichtsrat besteht aus 20 Mitgliedern, davon je zehn Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer. Nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes wählt der Aufsichtsrat aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter. Der Aufsichtsrat gibt sich eine Geschäftsordnung. Der Aufsichtsrat hat darin vier Ausschüsse gebildet – Präsidialausschuss, Finanz- und Prüfungsausschuss (seit 4. Juni 2010, vorher: Finanzausschuss), Verkehrs- und Bauausschuss sowie Beteiligungsausschuss – und ihre Zuständigkeiten festgelegt. Der Finanz- und Prüfungsausschuss ist Prüfungsausschuss im Sinne von § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG. Außerdem hat der Aufsichtsrat in seiner Geschäftsordnung seit 4. Juni 2010 die Möglichkeit geschaffen, aus seiner Mitte für jedes Mitglied eines Ausschusses hinsichtlich dessen Mitgliedschaft in diesem Ausschuss einen persönlichen Stellvertreter zu bestellen, wobei eine gleichzeitige eigene Ausschussmitgliedschaft des persönlichen Stellvertreters und Mehrfachvertretung zulässig ist. Ein persönlicher Stellvertreter ist jedoch nur dann teilnahme- und stimmberechtigt, wenn das Ausschussmitglied nicht selbst an der Sitzung des betreffenden Ausschusses teilnimmt.

Die Beschlussanträge werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats zwei Wochen vor der Sitzung schriftlich mitgeteilt. Hierzu werden die Sachverhalte in ausführlichen schriftlichen Unterlagen erläutert. In Vorgesprächen sowie in den Sitzungen der Ausschüsse und des Aufsichtsrats steht der Vorstand für die Erläuterung von Details und zur Klärung von Fragen zur Verfügung. Von der Möglichkeit, Beschlüsse außerhalb von Sitzungen insbesondere im schriftlichen Verfahren zu fassen, wird verhältnismäßig selten und nur in Fällen Gebrauch gemacht, die besonders eilbedürftig sind.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats trifft sich regelmäßig mit dem Vorstand und erörtert mit diesem aktuelle Fragen. Außerhalb dieser Treffen informiert der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden mündlich oder schriftlich über aktuelle Entwicklungen.

Der Aufsichtsrat berichtet der Hauptversammlung jährlich über seine Arbeit.

6. Sonstige Berichte

6.1 Vergütungsbericht

Das Vergütungssystem des Vorstands von üstra hat feste und erfolgsabhängige Bestandteile. Die Höhe der erfolgsabhängigen Komponente ist abhängig vom Zielerreichungsgrad der jeweiligen Zielvereinbarungsbestandteile; diese setzen sich aus Zielen zur Unternehmensstrategie, finanziellen Zielen, Prozesszielen, Führungs- und Personalzielen sowie Kundenzielen zusammen. Vergütungskomponenten mit langjähriger Anreizwirkung (z. B. Bezugsrechte oder aktienbasierte Vergütungen) und Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit (ausgenommen Versorgungszusagen) werden dem Vorstand nicht gewährt.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 13 der Satzung von üstra geregelt. Hiernach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer baren Auslagen eine von der Hauptversammlung festzusetzende Vergütung.

6.2 Übernahmerechtliche Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital von 67.490.528,32 € ist eingeteilt in 26.400.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, die jeweils die gleichen Rechte, insbesondere gleichen Stimmrechte, gewähren. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien der Gesellschaft betreffen.

Die VVG hat mitgeteilt, dass ihr seit dem 1. Januar 2002 98,38 % der Stimmrechte an üstra unmittelbar und 0,01 % durch ihr Tochterunternehmen Stadtwerke Hannover AG zusteht. Gleichfalls hat die Landeshauptstadt Hannover Mitteilung gemacht, dass sie seit dem 1. Januar 1995 aufgrund der Zurechnung der von der VVG gehaltenen Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 2 WpHG über 98,38 % Stimmrechte an üstra verfügt. Die übrigen Aktien an üstra befinden sich nach Kenntnis des Vorstands im Streubesitz.

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, welche ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

Der Vorstand von üstra besteht gemäß § 5 der Satzung aus zwei oder mehreren Personen, darunter einem Arbeitsdirektor. Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird nach der Satzung der Gesellschaft von der Hauptversammlung bestimmt. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84 und 85 AktG (Bestellung und Abberufung des Vorstands). Mit Ausnahme einer gerichtlichen Ersatzbestellung ist für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestellt Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann dabei ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands bestellen.

Änderungen der Satzung erfolgen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des § 179 AktG. Jede Satzungsänderung bedarf hiernach neben der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen nach § 133 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung mit einer Mehrheit, die mindestens Dreiviertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Satzungsänderungen werden mit der Eintragung ins Handelsregister wirksam.

Der Vorstand ist nicht ermächtigt, neue Aktien von üstra – beispielsweise im Wege der Ausnutzung eines bedingten oder genehmigten Kapitals – auszugeben. Eine Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung zum Erwerb eigener Aktien besteht ebenfalls nicht.

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen sind.

7. Prognosebericht

Die nächsten zwei Jahre sind im Konzern besonders auf der Ebene von üstra geprägt durch die weitere Umsetzung des geplanten Restrukturierungsprogramms zur Erreichung der im Partnerschaftsvertrag vereinbarten Ziele; in diesem Zusammenhang sind weiterhin nachhaltige Aufwandsreduzierungen vorgesehen.

Im Hinblick auf das Konzernergebnis geht üstra in der handelsrechtlichen Planung für das Geschäftsjahr 2011 von einem Jahresfehlbetrag von 20,4 Mio. € aus, der über den bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag von der Muttergesellschaft von üstra, der VVG, ausgeglichen wird. Auf Grundlage der vorliegenden Mittelfristplanung geht üstra für das Geschäftjahr 2012 von einem handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag von 23,7 Mio. € aus.

Der üstra Konzern wird seinen Verschuldungsgrad weiterhin planmäßig abbauen. Die Bankdarlehen auf der Ebene von üstra zum Stichtag 31. Dezember 2010 in Höhe von 20,5 Mio. € sollen bis 2015 auf 7,7 Mio. € zurückgeführt werden.

Für das Jahr 2011 sind im üstra Konzern Investitionen in Höhe von 64,7 Mio. € geplant, nach Abzug des Zuschussanteils beträgt der Eigenanteil 42,4 Mio. €. Im Jahr 2012 liegt das vorgesehene Investitionsvolumen in der gleichen Größenordnung. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit der nächsten Jahre ist die Erneuerung der Fahrzeugflotte bei üstra.

Darüber hinaus ergeben sich auf der Basis der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung unter Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale die folgenden Prognosen:

7.1 Verkehrs- und Transportleistungen

Vor dem Hintergrund der knapper werdenden öffentlichen Finanzierungsmittel und der durch die Liberalisierung des Verkehrsmarktes entstehenden Veränderungen sowie der europäischen Vorgaben verfolgt üstra weiterhin das Ziel, den schon in den Vorjahren eingeleiteten Um- und Restrukturierungsprozess im Jahr 2011 fortzusetzen. Den Auswirkungen der deutlichen Reduzierung staatlicher Ausgleichsleistungen soll mittelfristig durch eine verstärkte Nutzerfinanzierung begegnet werden. Voraussetzung hierfür ist, dass überdurchschnittliche Steigerungsraten bei den Fahrgasteinnahmen realisiert werden können und auf der Aufwandsseite weitere Restrukturierungspotenziale umgesetzt werden.

Allerdings bestehen Planungsunsicherheiten aufgrund von:

Kürzung der Regionalisierungsmittel zur Finanzierung von Nahverkehrsleistungen;

Kürzung der kommunalen Mittel zur Finanzierung von Nahverkehrsleistungen aufgrund der angespannten finanziellen Lage des Aufgabenträgers;

Kürzung der Ausgleichszahlungen für rabattierte Ausbildungsverkehre nach Ende der bestehenden vertraglichen Finanzierung;

Kürzung der Erstattungszahlungen für die unentgeltliche Beförderung schwerbehinderter Menschen;

Kürzung von Investitionsförderung (GVFG-Programm).

Bei der Entwicklung der Tarifeinnahmen für das Jahr 2011 wird damit gerechnet, dass die zum 12. Dezember 2010 vorgenommene Tarifanpassung von durchschnittlich 2,5 % in gleichem Maß auf üstra durchschlägt. Durch weitere Marketingaktionen rechnet üstra mit einer leicht positiven Nachfrageentwicklung. Unter Berücksichtigung der beiden vorgenannten Effekte plant üstra für das Jahr 2011 Tarifeinnahmen in Höhe von 133,6 Mio. €. Mit der Betrauung und Finanzierungszusage für die Busverkehrsleistungen zum 1. Juli 2010 wurde deren Bezuschussung von einer direkten Zuschusszahlung auf eine Zahlung über den Verlustausgleich umgestellt. Dadurch bedingt gehen die Umsatzerlöse um ca. 30,0 Mio. € p.a. zurück.

7.2 Beratungs- und Ingenieurleistungen

Im Hinblick auf die Auftragslage der TransTec-Bau in der Region Hannover werden sich neben den bereits erteilten Aufträgen zum Ausbau der Stadtbahninfrastruktur die direkten Anfragen aus den verschiedenen Verwaltungen in der Region Hannover weiter fortsetzen.

Überregional hat sich ein neuer Schwerpunkt in Frankfurt entwickelt, dessen Umfang noch nicht abschließend eingeschätzt werden kann. Bereits jetzt ist die TransTec-Bau aus Kapazitätsgründen auf die Unterstützung von Subunternehmern angewiesen, um die vereinbarten Leistungen vollständig erbringen zu können.

Die getroffenen Entscheidungen zur Weiterentwicklung der TransTec-Bau und auch die laut Wirtschaftsplan bereits zu 90 % gesicherte Auftragslage mit einem Volumen von 3,4 Mio. € unterstreichen eine positive Fortführungsperspektive der Gesellschaft, wobei ein Großteil der Aufträge eine Laufzeit über das Jahr 2011 hinaus hat.

Für das kommende Jahr und für den Mittelfristplanungszeitraum sind weiterhin positive Ergebnisse geplant, die die Zukunft der TransTec-Bau sicherstellen werden.

7.3 Sonstige Dienstleistungen

Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2011 zeigt bei protec bisher eine positive Tendenz. So konnte erneut eine Ausschreibung im Bereich Facility Management gewonnen werden. Bis einschließlich Februar 2011 gab es keine nennenswerten Winterdiensteinsätze.

Der Sicherheitsbereich setzt seine überdurchschnittliche Umsatzentwicklung mit Drittkunden fort.

Die Geschäftsentwicklung im Bereich Veranstaltungsschutz verläuft zu Jahresbeginn unter den Erwartungen. Im Januar konnten nur geringe Auftragseingänge verzeichnet werden. Allerdings ist nicht zuletzt wegen zusätzlicher intensiver Vertriebsbemühungen mit einer Belebung Ende des ersten Quartals 2011 zu rechnen. Die Geschäftsverbindung mit Hannover 96 ist über das Ende der laufenden Saison hinaus schwer einzuschätzen. Einerseits steht der Sicherheits- und Reinigungsvertrag für die Arena per Ende Mai zur Verlängerung an. Hierbei ist mit Wettbewerb zu rechnen. Auf der anderen Seite besteht wegen der anhaltend sportlichen guten Leistung die Chance auf zusätzliche internationale Spiele in den europäischen Fußballwettbewerben. Der Reinigungsvertrag für die Arena wird ausgeschrieben. Für den Sicherheitsvertrag gibt es eine Interessenbekundung seitens Hannover 96, diesen mit protec fortzuführen.

Im Rahmen des Konzerngeschäfts von üstra konnten alle wesentlichen Preissteigerungen bedingt durch Tarif- und Sachkostenerhöhungen realisiert werden. Insgesamt wird von dem Erreichen aller Umsatz- und Ertragsziele für 2011 ausgegangen.

 

Hannover, den 22. März 2011

üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe
Aktiengesellschaft

Der Vorstand

gez. André Neiß

gez. Wilhelm Lindenberg

Konzernbilanz

AKTIVA

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  Anhang Verweis 31.12.2010
31.12.2009
Tsd. €
Langfristige Vermögenswerte      
Immaterielle Vermögenswerte (1) 5.187.070,71 3.392
Sachanlagen (2) 150.493.915,94 156.788
Übrige Finanzanlagen (3) 6.746.981,35 5.933
Anlagenwerte   162.427.968,00 166.113
Unter Anwendung der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen (4) 8.346.871,91 9.003
Aktive latente Steuern (5) 0,00 198
    170.774.839,91 175.314
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte (6) 10.802.886,89 11.935
Forderungen aus Fertigungsaufträgen (7) 1.223.355,27 374
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (8) 6.285.783,98 13.499
Ertragsteuerforderungen   10.514,34 13
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (9) 92.521.828,03 76.847
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (10) 6.240.496,55 4.362
    117.084.865,06 107.030
    287.859.704,97 282.344

PASSIVA

     
  Anhang Verweis 31.12.2010
31.12.2009
Tsd. €
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital (11) 67.490.528,32 67.491
Kapitalrücklage (12) 97.542.011,40 95.273
Ergebnisvortrag (13) -39.365.380,57 -39.490
    125.667.159,15 123.274
Langfristiges Fremdkapital      
Pensionsrückstellungen (14) 83.359.162,00 81.155
Übrige Rückstellungen (15) 13.861.192,49 15.304
Latente Steuerschulden (5) 165.128,38 0
Finanzverbindlichkeiten (16) 17.895.215,60 20.452
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (17) 4.727.717,00 4.939
Sonstige Verpflichtungen (19) 4.299.065,89 4.969
    124.307.481,35 126.819
Kurzfristiges Fremdkapital      
Übrige Rückstellungen (15) 6.045.993,30 5.688
Ertragsteuerschulden   1.822,02 2
Finanzverbindlichkeiten (16) 2.556.459,40 2.556
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (17) 230.369,65 220
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (18) 16.829.643,12 15.540
Sonstige Verpflichtungen (19) 12.220.776,97 8.245
    37.885.064,46 32.251
    287.859.704,97 282.344

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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  Anhang Verweis Vorjahr
Tsd. €
Umsatzerlöse (21) 168.071.916,00 180.008
Sonstige betriebliche Erträge (22) 44.155.164,84 48.148
Materialaufwand   45.555.822,93 44.586
Personalaufwand (23) 105.099.795,15 105.498
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (24) 18.127.742,89 17.854
Sonstige betriebliche Aufwendungen (25) 44.347.158,70 41.624
Operatives Ergebnis   -903.438,83 18.594
Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen   1.144.021,12 265
Übriges Beteiligungsergebnis   462.809,17 491
Zinsen und ähnliche Erträge   888.628,49 1.244
Zinsen und ähnliche Aufwendungen   1.101.824,40 1.460
Finanzergebnis (26) 1.393.634,38 540
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   490.195,55 19.134
Ertragsteuern (27) 365.435,95 -56
Jahresergebnis / Gesamtergebnis (28) 124.759,60 19.190
Ergebnisverwendung      
Verlustübernahme   2.268.816,68 0
Einstellung(-) in die Kapitalrücklage   -2.268.816,68 0
Einstellung(-) in den Ergebnisvortrag   -124.759,60 -19.190
    0,00 0
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR)   0,00 0,73

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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  Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Ergebnisvortrag Anteilseigner der Muttergesellschaft/ Summe
(in €)   Neubewertungsrücklage Übrige    
Stand 1. Januar 2009 67.490.528,32 498.010,54 94.775.184,18 -58.679.647,45 104.084.075,59
Jahresergebnis       19.189.507,28 19.189.507,28
          0,00
Jahresergebnis / Gesamteinkommen       19.189.507,28 19.189.507,28
Stand 31. Dezember 2009 / 1. Januar 2010 67.490.528,32 498.010,54 94.775.184,18 -39.490.140,17 123.273.582,87
Jahresergebnis       124.759,60 124.759,60
Jahresergebnis / Gesamteinkommen       124.759,60 124.759,60
Verlustübernahme     2.268.816,68 0,00 2.268.816,68
Stand 31. Dezember 2010 67.490.528,32 498.010,54 97.044.000,86 -39.365.380,57 125.667.159,15

Konzern-Kapitalflussrechnung

scroll
  Tsd. € Vorjahr
Tsd. €
Jahresergebnis 125 19.190
Saldo der Erträge(-) und Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen -1.144 -265
Dividendenzahlungen assoziierter Unternehmen 1.800 0
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 18.128 17.854
Abschreibungen auf Finanzanlagen 3 3
Abnahme(-) / Zunahme der Rückstellungen 1.120 -7.211
Aktivierte Eigenleistungen(-) -35 -341
Saldo der Gewinne(-) und Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 25 729
Saldo der Gewinne(-) und Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen 0 -4.831
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge(-) / Aufwendungen -113 -533
Zahlungsmittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit vor Veränderungen des Nettoumlaufvermögens 19.909 24.595
Zunahme(-) / Abnahme der Vorräte, der Forderungen und sonstiger Vermögenswerte, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit bzw. dem Finanzmittelfonds zuzuordnen sind 5.620 -2.768
Zunahme / Abnahme(-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Verpflichtungen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 5.073 5.815
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 30.602 27.642
-davon aus erhaltenen Dividenden 2.258 Tsd. € (Vorjahr: 491 Tsd. €)    
-davon aus erhaltenen Zinsen 954 Tsd. € (Vorjahr: 1.304 Tsd. €)    
-davon aus gezahlten Zinsen 1.202 Tsd. € (Vorjahr: 1.515 Tsd. €)    
-davon aus erstatteten(-) / gezahlten Ertragsteuern 64 Tsd. € (Vorjahr: -230 Tsd. €)    
Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 262 388
Investitionen(-) in das Sachanlagevermögen und in als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien -11.118 -11.508
Investitionen(-) in das immaterielle Anlagevermögen -2.766 -1.450
Erlöse aus dem Abgang von Finanzanlagen 472 6.125
Investitionen(-) in das Finanzanlagevermögen -1.289 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -14.439 -6.445
Ergebnisausgleichszahlungen der Unternehmenseigner 2.269 0
Erstattung(-) überhöhter Ergebnisausgleichszahlungen der Unternehmenseigner für das Vorjahr 0 -5.518
Ergebnisabführung(-) an die Unternehmenseigner 0 -41
Rückzahlung(-) von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen -201 -266
Tilgung(-) von Finanzkrediten -2.556 -3.068
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -488 -8.893
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 15.675 12.304
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 76.847 64.543
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 92.522 76.847
Finanzmittelfonds:    
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten /    
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 92.522 76.847
Finanzmittelfonds 92.522 76.847

Konzernanhang

1. Allgemeine Informationen

2. Rechnungslegungsmethoden

2.1 Konsolidierung

2.1.1 Konsolidierungskreis

2.1.2 Konsolidierungsmethoden (einschließlich Equity-Methode)

2.2 Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden

2.2.1 mmaterielle Vermögenswerte

2.2.2 Sachanlagen und Leasingverhältnisse

2.2.3 Übrige Finanzanlagen

2.2.4 Unter Anwendung der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

2.2.5 Steuerabgrenzungsposten

2.2.6 Vorräte

2.2.7 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

2.2.8 Pensionsrückstellungen

2.2.9 Übrige Rückstellungen

2.2.10 Übriges Fremdkapital

2.2.11 Gewinnrealisierung

2.2.12 Zuwendungen der öffentlichen Hand

2.2.13 Ergebnisabführung

2.3 Änderungen der Rechnungslegungsmethoden

2.4 Veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

2.5 Wesentliche Ermessensentscheidungen: Schätzungen und Annahmen

2.5.1 Fahrzeuge für den Personennahverkehr

2.5.2 Rückstellungen für Pensionen

2.5.3 Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen - Konzern als Leasinggeber

3. Finanzrisikomanagement

3.1 Kapitalstruktur

3.2 Kategorisierung der Finanzinstrumente

3.3 Ergebnisbeiträge aus Finanzinstrumenten

3.4 Beizulegender Zeitwert

3.5 Liquiditätsrisiko

3.6 Kreditrisiko

3.6.1 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

3.6.2 Verzinsliche Kredite und Forderungen

2.6.3 Unverzinsliche Kredite und Forderungen

3.7 Zinsrisiken

3.7.1 Verzinsliche Kredite und Forderungen

3.7.2 Finanzierungsleasing und Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten

4. Angaben zu Posten der Konzernbilanz

5. Angaben zu Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung

6. Segmentberichterstattung

6.1 Geschäftssegmentbildung

6.2 Beschreibung der berichteten Segmente

6.2.1 üstra

6.2.2 Sonstige Verkehrs- und Transportleistungen

6.6.3 Beratungs- und Ingenieurleistungen

6.6.4 Sonstige Dienstleistungen

6.3 Segmentinformationen

6.4 Angaben auf Konzernebene

7. Sonstige Angaben

7.1 Arbeitnehmerschaft

7.2 Nahe stehende Personen

7.2.1 Organbezüge

7.2.2 Beziehungen zur Muttergesellschaft

7.2.3 Sonstige Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen

7.3 Verkehrskonzessionen

7.4 Zuwendungen der öffentlichen Hand

7.5 Für das Geschäftsjahr berechnetes Honorar des Abschlussprüfers

7.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

7.7 Mitteilung zum Corporate Governance Kodex

7.8 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

1. Allgemeine Informationen

Der Konzernabschluss der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft (üstra) zum 31. Dezember 2010 ist in Anwendung von § 315a Abs. 1 HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, (IASB) unter Berücksichtigung der Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt worden.

üstra ist ein Unternehmen mit Sitz in Hannover / Deutschland, Am Hohen Ufer 6. Die Aktien von üstra sind zum Börsenhandel zugelassen. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden als „Konzern“ bezeichnet) werden in der Segmentberichterstattung beschrieben (Abschnitt 6 des Konzernanhangs). Informationen über ihr oberstes Mutterunternehmen werden im Abschnitt 7 des Konzernanhangs dargestellt.

Der vorliegende Konzernabschluss, der vom Vorstand am 22. März 2011 aufgestellt wurde, ist gemäß § 171 Abs. 1 AktG vom Aufsichtsrat von üstra zu prüfen. Sofern der Aufsichtsrat den Konzernabschluss in seiner Bilanzsitzung am 29. April 2011 billigt, wird der Abschluss anschließend zur Veröffentlichung freigegeben.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (Tsd. €) angegeben. Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Soweit erforderlich werden Anpassungen an konzerneinheitliche Rechnungslegungsmethoden vorgenommen.

Es besteht keine Absicht zur Aufgabe von Geschäftsbereichen, so dass sich alle Angaben auf fortzuführende Geschäftsbereiche beziehen.

2. Rechnungslegungsmethoden

2.1 Konsolidierung

2.1.1 Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse von üstra und ihrer Tochtergesellschaften, deren Finanz- und Geschäftspolitik üstra zur Erzielung eigenen wirtschaftlichen Nutzens bestimmen kann. Dies wird regelmäßig angenommen, wenn üstra unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht, es sei denn, die Ausübung der Stimmrechte wird aufgrund bestehender vertraglicher Regelungen dauerhaft beschränkt. Nicht einbezogen werden Tochtergesellschaften, die einzeln und insgesamt für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind. Gemeinschaftsunternehmen werden nicht quotal konsolidiert, sondern wie die assoziierten Unternehmen in Anwendung der Equity-Methode bilanziert, soweit nicht eine Einbeziehung nach dieser Methode für die Ermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.

Die nach den vorstehenden Grundsätzen erfolgte Klassifizierung der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften stellt sich damit im Einzelnen wie folgt dar:

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Nr. Name und Sitz der Konzerngesellschaft (Angabe nach § 313 Abs. 2 HGB) Kapital-/ Stimmrechtsanteil Anteile gehalten von Eigenkapital
Tsd. €
Jahresergebnis
Tsd. €
Konsolidierte Tochterunternehmen          
1 TransTec Bauplanungs- und Managementgesellschaft        
  Hannover mbH, Hannover 100% üstra -- --
2 protec service GmbH, Hannover 100% üstra -- --
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen          
3 RevCon Audit und Consulting GmbH, Hannover 100% üstra 100 --3)
4 Gehry-Tower Objektgesellschaft mbH, Hannover 100% üstra 805 -24
5 üstra Reisen GmbH, Hannover 100% üstra 9451) --3)
Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen          
Assoziierte Unternehmen          
6 X-CITY MARKETING Hannover GmbH, Hannover 50% üstra -- --
7 Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH        
  HRG & Co. - Passerelle - KG, Hannover 30% üstra -- --
Nicht nach der Equity-Methode einbezogene Beteiligungen          
8 TaxiBus Vertriebs- und Vermittlungsgesellschaft mbH,        
  Hannover 50% üstra 2742) 272)
9 Mitteldeutsche Verkehrsconsult GmbH, Magdeburg 50% Nr. 1 1691) 101)
10 Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH & Co. 100% Nr. 7 1781) 3271)
  -Gebäudeservice- KG, Hannover        

1) vorläufiger Jahresabschluss 2010

2) Jahresabschluss 2009

3) Ergebnisabführungsvertrag

Die protec service GmbH (protec) nimmt in Hinblick auf die Veröffentlichung ihrer Jahresabschlüsse die Befreiungsmöglichkeit gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

Der Kreis der konsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Der Kreis der unter Anwendung der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen ist gegenüber dem Vorjahr ebenfalls unverändert. Die Vermögens- und Ertragslage dieser Beteiligungen stellt sich wie folgt dar:

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Assoziierte Unternehmen    
Langfristiges Vermögen 69.327 67.466
Kurzfristiges Vermögen 6.460 9.390
Summe Aktiva 75.787 76.856
Eigenkapital 24.198 25.478
Langfristiges Fremdkapital 47.580 44.700
Kurzfristiges Fremdkapital 4.009 6.678
Summe Passiva 75.787 76.856
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  2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Umsatzerlöse 17.168 16.709
Erträge 19.224 18.142
Aufwendungen 16.997 18.134
Jahresergebnis 2.227 8

2.1.2 Konsolidierungsmethoden (einschließlich Equity-Methode)

Bei Mutter-Tochter-Beziehungen, die bereits vor dem 1. Januar 2004, dem Übergangszeitpunkt auf die Rechnungslegung nach den IFRS, Bestand hatten, wurde von dem Wahlrecht des IFRS 1 Gebrauch gemacht, das bisher angewandte Verfahren der Kapitalkonsolidierung (Buchwertmethode) beizubehalten. Dies gilt auch in Hinblick auf die im Rahmen dieses Verfahrens praktizierte offene Verrechnung aktivischer, als Geschäfts- und Firmenwert klassifizierter Unterschiedsbeträge mit der Kapitalrücklage. Auch im Falle des Abgangs eines erworbenen Unternehmens wird die Verrechnung nicht rückgängig gemacht. Somit bleiben diese Geschäfts- und Firmenwerte bei der Bestimmung des Veräußerungsgewinns oder -verlustes außer Ansatz.

Alle maßgeblichen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen (Schuldenkonsolidierung) sowie Aufwendungen und Erträge, die aus Leistungsbeziehungen dieser Unternehmen zueinander stammen (Aufwands- und Ertragskonsolidierung, Zwischenergebniseliminierung) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Neben den assoziierten Unternehmen, bei denen der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt, werden auch Gemeinschaftsunternehmen unter Anwendung der Equity-Methode bewertet. Die Equity-Bewertung basiert auf den zum jeweiligen Bilanzstichtag aufgestellten Einzelabschlüssen dieser Gesellschaften. Der Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode liegt durchweg vor dem 1. Januar 2004. Wie bei der Kapitalkonsolidierung wurden daher in Ausübung des Wahlrechts nach IFRS 1 die unter Anwendung der Buchwertmethode ermittelten und als Geschäfts- und Firmenwerte angesehenen aktivischen Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert der Beteiligung im Einzelabschluss und dem anteilig auf üstra entfallenden Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens sowie deren Verrechnung mit der Kapitalrücklage aufrechterhalten. Sie bleiben bei der Ermittlung eines etwaigen Veräußerungsgewinns bzw. -verlustes unberücksichtigt. Weitere im Zeitpunkt des Übergangs auf die IFRS bestehende Unterschiedsbeträge zwischen dem nach den IFRS ermittelten Eigenkapitalanteil von üstra und deren Eigenkapitalanteil nach dem HGB wurden erfolgsneutral mit dem Ergebnisvortrag verrechnet. Damit entspricht der Wertansatz der „at equity“ bewerteten Beteiligungen im Konzernabschluss dem anteilig auf üstra entfallenden Eigenkapital dieser Gesellschaften.

2.2 Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden

2.2.1 Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, sofern der Zufluss eines verlässlich schätzbaren Nutzens für den Konzern wahrscheinlich ist und die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuverlässig bemessen werden können. Die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte werden auf Basis direkt zurechenbarer Kosten ermittelt. Unentgeltlich zugewendete Verkehrskonzessionen werden nicht angesetzt.

Die Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Sämtliche immaterielle Vermögenswerte weisen bestimmbare Nutzungsdauern auf, die zwischen drei und fünf Jahren liegen. Erhaltene Investitionszuschüsse sind von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der bezuschussten Vermögenswerte abgesetzt.

Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag die Abschreibungsdauer sowie die Abschreibungsmethode. Darüber hinaus werden nach IAS 36 die Buchwerte der Vermögenswerte dahingehend überprüft, um festzustellen, ob Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf bei diesen Vermögenswerten bestehen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt. Liegt der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts unter dessen Restbuchwert, werden außerplanmäßige Abschreibungen nach IAS 36 auf diesen Wert vorgenommen. Dabei gilt als erzielbarer Betrag der Barwert der aus der künftigen Nutzung im Unternehmen erwarteten Mittelzuflüsse oder ein höherer Nettoveräußerungswert abzüglich Veräußerungskosten.

2.2.2 Sachanlagen und Leasingverhältnisse

Die Sachanlagen enthalten neben den im Eigentum der Konzernunternehmen stehenden Vermögenswerten auch im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen genutzte Vermögenswerte, die nach IAS 17 dem Leasingnehmer zuzurechnen sind.

Leasingverhältnisse werden auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung beurteilt. Sie werden dann als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasing klassifiziert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und / oder kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Dabei werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten um Skonti und Rabatte gekürzt. Erhaltene Investitionszuschüsse werden offen mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der bezuschussten Vermögenswerte verrechnet. Fremdkapitalkosten werden bei Erwerb oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Als Anschaffungskosten der im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen gehaltenen Vermögenswerte gilt der Verkehrswert der geleasten Anlagen, wenn nicht der Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses niedriger ist.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden linear ermittelt. Diesen Abschreibungen liegen bei den einzelnen Posten folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Bauten einschließlich Außenanlagen 10 bis 50 Jahre
Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 10 bis 50 Jahre
Fahrzeuge für Personenverkehr 10 bis 30 Jahre
Busse 12 Jahre
Stadtbahnwagen 30 Jahre
Maschinen und maschinelle Anlagen 10 bis 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 25 Jahre

Die Abschreibung geleaster Anlagen erfolgt über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses, wenn diese die Nutzungsdauer des Leasinggegenstands unterschreitet.

Liegt der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts unter dessen Restbuchwert, werden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß IAS 36 nach den vorstehend für die immateriellen Vermögenswerte erläuterten Grundsätzen vorgenommen.

2.2.3 Übrige Finanzanlagen

Die Ein- und Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zum jeweiligen Erfüllungstag.

Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Erkennbaren Ausfallrisiken bei den Ausleihungen werden durch aufwandswirksam erfasste Wertberichtigungen Rechnung getragen. Sie werden angesetzt, soweit der auf der Basis des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelte Barwert des künftig erwarteten Mittelzuflusses unter dem Buchwert des betreffenden Vermögenswertes liegt.

Nicht marktgängige Beteiligungswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet.

2.2.4 Unter Anwendung der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen sind mit dem auf den Konzern entfallenden Eigenkapitalanteil bilanziert. Die von diesen Unternehmen im jeweiligen Geschäftsjahr erwirtschafteten Ergebnisse werden, soweit anteilig auf den Konzern entfallend, ergebniswirksam (Ergebnis aus assoziierten Unternehmen) dem Beteiligungsbuchwert zugeschrieben. Erhaltene Gewinnausschüttungen vermindern den Beteiligungsbuchwert und fließen nicht in das Konzernergebnis ein.

2.2.5 Steuerabgrenzungsposten

Bezogen auf Vermögenswerte und Schulden sowie auf etwaige steuerliche Verluste von üstra und ihrer Tochtergesellschaft protec werden keine latenten Steuern angesetzt, da auf der Grundlage des bestehenden Organschaftsverhältnisses die steuerlichen Ergebnisse dieser Gesellschaften sowie die Steuerbasis der Vermögenswerte und Schulden der nicht zum Konzern von üstra gehörenden Organträgerin Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH (VVG) zuzurechnen sind und keine Steuerumlagen seitens der Organträgerin erhoben werden.

Daneben resultieren die aktiven latenten Steuern bzw. die latenten Steuerschulden aus temporären Abweichungen zwischen der IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz in Hinblick auf die Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden konsolidierter Tochterunternehmen außerhalb des vorgenannten Organschaftsverhältnisses. Dieses betrifft die TransTec Bauplanungs- und Managementgesellschaft Hannover mbH (TransTec-Bau). Darüber hinaus ergeben sich aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen, aus denen in der Zukunft Steuerentlastungseffekte erwartet werden. Aktive latente Steuern aus abzugsfähigen temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen werden nur insoweit aktiviert, als vorliegende Unternehmensplanungsrechnungen eine Nutzung durch verrechnungsfähige zu versteuernde Differenzen oder durch zu erwartende ausreichende steuerliche Gewinne in künftigen Perioden erwarten lassen. Die Bildung und Auflösung der Steuerabgrenzungsposten erfolgt erfolgswirksam.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand des einheitlich angewandten Steuersatzes von 32 % bemessen, der in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen wird. Dabei werden die steuerlichen Regelungen und Steuersätze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag gelten. Aktive und passive latente Steuern auf temporäre Differenzen werden saldiert, wenn sie gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und laufende Steueransprüche mit laufenden Steuerverbindlichkeiten aufgerechnet werden können.

2.2.6 Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten, die nach der Durchschnittsmethode ermittelt werden, bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungspreis angesetzt.

2.2.7 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die Erfassung bzw. Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte erfolgt zum jeweiligen Erfüllungstag. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Geldleistungsforderungen einschließlich der unterhaltenen Bankguthaben werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Dabei sind einzeln erkennbare Ausfallrisiken sowie das allgemeine Kreditrisiko durch entsprechende erfolgswirksam erfasste Wertminderungen berücksichtigt, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz im Entstehungszeitpunkt.

Forderungen aus Fertigungsaufträgen, die die TransTec-Bau betreffen, umfassen die bis zum Bilanzstichtag entsprechend dem Leistungsfortschritt realisierten Auftragserlöse, soweit sich das Ergebnis des jeweiligen Auftrags verlässlich schätzen lässt. Dabei wird der Leistungsfortschritt regelmäßig als Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten zu den geschätzten gesamten Auftragskosten ermittelt. Ist das Ergebnis eines Auftrags dagegen nicht verlässlich schätzbar, werden Auftragserlöse nur in Höhe der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten vereinnahmt, soweit diese mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einbringlich sind. Auftragskosten werden in der Periode ihrer Entstehung, erwartete Verluste aus einem Fertigungsauftrag sofort als Aufwand erfasst.

Ansprüche auf die Nutzung bestimmter Leistungen, die durch bereits erbrachte Geldleistungen erworben wurden und in der Folgeperiode realisiert werden, sind nach den für immaterielle Vermögenswerte geltenden Grundsätzen zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls reduziert um Wertminderungsabschläge sowie um Aufwendungen, die auf bereits erhaltene Teilleistungen entfallen, bilanziert.

2.2.8 Pensionsrückstellungen

Der Bewertung von Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen einschließlich der Pensionszusagen der Unterstützungseinrichtung, für deren Erfüllung üstra einzustehen hat, liegt gemäß IAS 19 das Anwartschaftsbarwertverfahren (so genannte Projected Unit Credit Methode) zugrunde. Dabei wird der Wertansatz der Verpflichtungen um den beizulegenden Zeitwert des von der Unterstützungseinrichtung gehaltenen Planvermögens reduziert.

Nicht erwartete Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts, der Erträge aus der Anlage des Planvermögens sowie veränderte versicherungsmathematische Annahmen führen zu versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Diese erhöhen bzw. mindern den Wertansatz der Pensionsverpflichtungen. Sie werden mit Beginn des Folgejahres über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der von dem Versorgungsplan begünstigten Arbeitnehmer verteilt, soweit sie einen Korridor von 10 % des Anwartschaftsbarwerts überschreiten.

Das Planvermögen ist vor dem Zugriff von Gläubigern des Konzerns geschützt und kann nicht direkt an den Konzern gezahlt werden. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Für die gesetzliche Rentenversicherung als beitragsorientierten Pensionsplan fallen die gesetzlich vorgeschriebenen Beiträge an.

2.2.9 Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen bestehende ungewisse Verpflichtungen aus vergangenen Ereignissen, die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine wirtschaftliche Belastung des Konzerns nach sich ziehen. Ihre Bemessung ergibt sich aus der bestmöglichen Schätzung der Verpflichtung durch den Vorstand. Die Rückstellungen werden diskontiert, sofern deren Barwert aufgrund eines erst in Zukunft zu erwartenden Ressourcenabflusses wesentlich niedriger ist.

2.2.10 Übriges Fremdkapital

Finanzverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert nach Abzug von Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Die Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen, die den Gehry-Tower betreffen, entsprechen dem Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses oder dem niedrigeren Verkehrswert der geleasten Anlagen abzüglich der bereits im Rahmen der Leasingzahlungen geleisteten Tilgungsanteile. Leasingzahlungen werden derart in Finanzierungsaufwendungen und Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass sich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingverbindlichkeit ergibt. Tilgungsanteile sowie abgegrenzte Zinsen, die innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden, sind innerhalb des kurzfristigen Fremdkapitals ausgewiesen.

Kurzfristig fällige Leistungen an Beschäftigte aufgrund bereits erbrachter Arbeitsleistungen sowie mit solchen Leistungen in Zusammenhang stehende Beiträge und Abgaben sind in Höhe der zu zahlenden Beträge passiviert. Für angesammelte Ansprüche auf zu vergütende Abwesenheiten aufgrund von Resturlaub und geleisteter Mehrarbeit erfolgt die Passivierung in Höhe der erwarteten Kosten.

Bereits erhaltene Vorauszahlungen für nach dem Bilanzstichtag zu erbringende Leistungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen abgegrenzt. Hierzu zählt auch ein bereits vereinnahmter Barwertvorteil aus einer so genannten Cross-Border-Lease-Transaktion über insgesamt 55 Stadtbahnwagen, die vermietet und anschließend zurückgemietet wurden. Ihrem wirtschaftlichen Gehalt nach werden die Cross-Border-Lease-Transaktionen nicht als Leasingverhältnis nach IAS 17 angesehen, da die wesentlichen Risiken und Chancen sowie die mit Bezug auf die Nutzung der Stadtbahnwagen bestehenden Rechte durch die getroffenen Vereinbarungen nicht transferiert worden sind. Aufgrund der gegebenen Verfügungsbeschränkungen des Konzerns erfolgt die ertragswirksame Realisation des Barwertvorteils linear über die Laufzeit der Verträge.

2.2.11 Gewinnrealisierung

Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung bewertet. Umsatzsteuern und Erlösschmälerungen sind abgesetzt. Umsatzerlöse aus Beförderungsleistungen und sonstigen Dienstleistungen werden angesetzt, nachdem die Leistung erbracht wurde. Dabei kommt für Umsatzerlöse aus Beförderungsleistungen die Annahme zum Tragen, dass die Beförderungsleistung grundsätzlich in direktem zeitlichen Zusammenhang mit dem Erwerb der Fahrausweise durch die Kunden steht. Vor dem Bilanzstichtag erhaltene Einnahmen aus dem Verkauf von Zeitfahrausweisen, die zur Inanspruchnahme von Beförderungsleistungen nach dem Bilanzstichtag berechtigen, werden passivisch abgegrenzt. Für Bestellerentgelte und sonstige Abgeltungs- und Ausgleichszahlungen, die das tarifliche Beförderungsentgelt ergänzen, gelten die Realisationsgrundsätze entsprechend. Bei Umsatzerlösen aus Fertigungsaufträgen kommt die Percentage-of-Completion-Methode zur Anwendung.

Miet- und Zinserträge werden periodengerecht abgegrenzt. Mieteinnahmen aus Operating-Leasing werden linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst. Die Abgrenzung der Zinserträge erfolgt auf der Grundlage der ausstehenden Darlehenssumme und des vereinbarten Zinssatzes.

Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst. Ansprüche aus Gewinnabführungsverträgen mit nicht konsolidierten Tochtergesellschaften werden erfasst, wenn das Geschäftsjahr der abführenden Gesellschaft vor dem oder zeitgleich mit dem Geschäftsjahr von üstra endet und der Ergebnisanspruch durch einen vorliegenden Jahresabschluss dieser Gesellschaft konkretisiert ist.

2.2.12 Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Zuwendungen für einen Vermögenswert werden von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der bezuschussten Vermögenswerte abgesetzt.

2.2.13 Ergebnisabführung

Ansprüche auf Verlustausgleich sowie Verpflichtungen zur Gewinnabführung, basierend auf dem mit der VVG geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, werden als Einlagen der bzw. Ausschüttungen an die Muttergesellschaft behandelt und fließen nicht in das Jahresergebnis des Konzerns ein. Die Ergebnisausgleichsansprüche bzw. -verpflichtungen werden erfasst, wenn der auszugleichende Verlust bzw. der abzuführende Gewinn durch den vorliegenden handelsrechtlichen Jahresabschluss von üstra bestimmt ist.

2.3 Änderungen der Rechnungslegungsmethoden

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden. Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 sind die folgenden neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen verbindlich anzuwenden:

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IFRS/IFRIC Bezeichnung
Änderungen IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards: Neustrukturierung der Vorfassung; Ausnahmevorschriften von IFRS 7
Änderungen IFRS 2 / IFRIC 11 Aktienbasierte Vergütung: Anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich
Änderungen IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
Änderungen IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse
Änderungen IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung: Qualifizierte gesicherte Grundgeschäfte
IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen
IFRIC 15 Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien
IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Teilbetrieb
IFRIC 17 Sachausschüttungen an Eigentümer
IFRIC 18 Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden
Verbesserungen zu IFRS 2009 Sammelstandard

Hieraus haben sich keine Auswirkungen auf die bestehenden Rechnungslegungsmethoden und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

2.4 Veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

Bis zum Datum der Veröffentlichung des Konzernabschlusses veröffentlichte, jedoch nicht verpflichtend anzuwendende Standards werden nachfolgend aufgeführt. Empfehlungen zur vorzeitigen Anwendung neuer Standards, von Änderungen bestehender Standards und Interpretationen werden nicht umgesetzt. Der Konzern beabsichtigt, diese Standards anzuwenden, wenn sie in Kraft treten.

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IFRS/IFRIC Bezeichnung Verbindlicher Erstanwendungszeitpunkt für Geschäftsjahre
Änderungen IAS 12 Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte ab dem 1. Januar 2012 *
Änderungen IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen ab dem 1. Januar 2011
Änderungen IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung: Kündbare Finanzinstrumente ab dem 1. Februar 2010
Änderungen IFRS 1 Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7 ab dem 1. Juli 2010
Änderungen IFRS 1 Drastische Hyperinflation und Streichung der festen Daten für erstmalige Anwender ab dem 1. Juli 2010 *
Änderungen IFRS 7 Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten ab dem 1. Juli 2011 *
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung ab dem 1. Januar 2013 *
Änderungen IFRIC 14 IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung: Darstellung des Nutzens aus einer Vorauszahlung als Vermögenswert ab dem 1. Januar 2011
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente ab dem 1. Juli 2010
Verbesserungen zu IFRS 2010 Sammelstandard ab dem 1. Juli 2010 bzw. dem 1. Januar 2011

* EU-Endorsement (Anerkennung für Rechtsverbindlichkeit) bisher noch nicht erfolgt.

Die Neufassungen und Änderungen bestehender Standards sowie die neu eingeführten Interpretationen haben nach gegenwärtigen Erkenntnissen auf den Eigenkapital- und Ergebnisausweis im Konzernabschluss von üstra keine besonderen Auswirkungen.

2.5 Wesentliche Ermessensentscheidungen: Schätzungen und Annahmen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses werden Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz erläutert. Die Annahmen und Schätzungen basieren auf Parametern, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt waren. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. In den nachfolgend dargestellten Bereichen wurden besonders ermessensbehaftete Annahmen über die Festlegung wesentlicher Parameter getroffen, die einen erheblichen Einfluss auf die durch den Konzernabschluss vermittelte Vermögens- und Ertragslage von üstra haben.

2.5.1 Fahrzeuge für den Personennahverkehr

Die wirtschaftliche Nutzbarkeit der Fahrzeuge für den Personenverkehr (66.888 Tsd. €; Vorjahr: 71.557 Tsd. €) hängt in hohem Maße vom technologischen Wandel sowie auch der Entwicklung wesentlicher Betriebskostenkomponenten (insbesondere Energiepreise) ab. Der Vorstand geht nach Beobachtung der Marktentwicklung für das Berichtsjahr davon aus, dass die für Stadtbahnwagen und Busse getroffenen Annahmen in Hinblick auf die Nutzungsdauern von in der Regel 30 Jahren (Stadtbahnwagen) bzw. 12 Jahren (Busse) weiterhin aufrechterhalten werden können.

2.5.2 Rückstellungen für Pensionen

Der Diskontierungssatz für die Pensionsverpflichtungen (83.359 Tsd. €; Vorjahr: 81.155 Tsd. €) im Rahmen der Berechnung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2010 wurde in Höhe von 5,3 % ermittelt. Je nach angewandter Ermittlungsmethodik und der damit verbundenen Gewichtung der Anleihen von Finanzinstituten, deren Renditen weiterhin höhere Risikozuschläge aufweisen, ergeben sich zum 31. Dezember 2010 teils voneinander abweichende Zinssätze. Entsprechend der vertretenen methodischen Ansätze, die von einer vollständigen Eliminierung der Anleihen dieser Institute aus den Referenzindizes bis hin zur unveränderten Gewichtung nach Maßgabe ihres Anteils am Anleihemarkt reichen, ergibt sich für einen Mischbestand hinsichtlich des Diskontierungszinssatzes ein Schätzintervall von etwa 5,25 % bis 5,4 %.

Auf das im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 ausgewiesene Ergebnis und das Eigenkapital hätte eine abweichende Festlegung des Zinssatzes innerhalb des Schätzintervalls aufgrund des angewandten Korridorverfahrens keine wesentliche Auswirkung.

2.5.3 Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen - Konzern als Leasinggeber

Der Konzern hat Leasingverträge mit der Gehry Tower-Objekt Gesellschaft mbH (GTO) zur Vermietung von Immobilien abgeschlossen. Dabei wurde anhand einer Analyse der Vertragsbedingungen festgestellt, dass alle mit dem Eigentum an diesen im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen vermieteten Immobilien verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken im Konzern verbleiben, der diese Verträge als Operating-Leasingverhältnisse bilanziert.

Weitergehende Aufgliederungen und Erläuterungen zu den getroffenen Annahmen und Schätzungen werden in den Erläuterungen zu den Angaben zu den Posten der Konzernbilanz in Abschnitt 4 dargestellt.

3. Finanzrisikomanagement

3.1 Kapitalstruktur

Der Konzern weist die folgende Kapitalstruktur auf:

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  31.12.2010 Vorjahr
  Tsd. € % Tsd. € %
Eigenkapital 125.667 43,6 123.274 43,7
Langfristiges Fremdkapital 124.308 43,2 126.819 44,9
Kurzfristiges Fremdkapital 37.885 13,2 32.251 11,4
  287.860 100,0 282.344 100,0

Im Hinblick auf das Eigenkapital verfolgt der Konzern, basierend auf dem mit der Muttergesellschaft bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, eine Strategie der nominellen Kapitalerhaltung, gemessen am gezeichneten Kapital sowie der sich nach deutschem Handelsrecht ergebenden Kapitalrücklage von üstra. Eigenkapitalveränderungen im Konzernabschluss ergeben sich folglich insoweit, als die zum Ausgleich des handelsrechtlichen Ergebnisses von üstra geleisteten Einlagen der Muttergesellschaft bzw. Ausschüttungen an die Muttergesellschaft von dem sich nach den IFRS ergebenden Ergebnis abweichen und Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen während der Konzernzugehörigkeit Ergebnisse thesaurieren.

Die Fremdkapitalaufnahme des Konzerns orientiert sich vor allem am zyklischen Investitionsbedarf im operativen Geschäft, der nur zum Teil durch Zuschüsse der öffentlichen Hand finanziert wird. In einer Phase größerer Investitionsvorhaben kommt es deshalb regelmäßig zu einem Anstieg, in den Amortisationsperioden zu einer Absenkung des Verschuldungsgrads.

Weitere Strategien eines Austarierens mit Bezug auf das Verhältnis von Eigenkapital und Fremdkapital im Sinne einer an kapitalmarkttheoretischen Erwägungen ausgerichteten Unternehmensführung werden gegenwärtig nicht verfolgt. Kapitalstrukturrisiken, die zu einer Gefährdung der Fortführung des Konzerns führen könnten, bestehen aufgrund des Ergebnisausgleichsmechanismus nicht.

3.2 Kategorisierung der Finanzinstrumente

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  Übrige Finanzanlagen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / aus langfristiger Auftragsfertigung
  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Kredite und Forderungen 4.417 3.474 7.509 13.873
(Davon Kassenbestand) (0) (0) (0) (0)
Zur Veräußerung verfügbare        
finanzielle Vermögenswerte 2.330 2.459 0 0
Gesamt 6.747 5.933 7.509 13.873
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  Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Sonstige finanzielle Vermögenswerte
  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Kredite und Forderungen 92.522 76.847 6.206 4.309
(Davon Kassenbestand) (577) (563) (0) (0)
Zur Veräußerung verfügbare        
finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0
Gesamt 92.522 76.847 6.206 4.309
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  Summe
  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Kredite und Forderungen 110.654 98.503
(Davon Kassenbestand) (577) (563)
Zur Veräußerung verfügbare    
finanzielle Vermögenswerte 2.330 2.459
Gesamt 112.984 100.962
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  Langfristige Finanz- Kurzfristige Finanz-
  verbindlichkeiten verbindlichkeiten
  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Zu fortgeführten Anschaffungs-        
kosten bewertete finanzielle        
Verbindlichkeiten 17.895 20.452 2.556 2.556
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  Verbindlichkeiten Kurzfristige sonstige
  aus Lieferungen finanzielle
  und Leistungen Verpflichtungen
  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Zu fortgeführten Anschaffungs-        
kosten bewertete finanzielle        
Verbindlichkeiten 16.830 15.540 3.710 1.434
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  Summe
  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Zu fortgeführten Anschaffungs-    
kosten bewertete finanzielle    
Verbindlichkeiten 40.991 39.982

Über bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sowie über erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten verfügt der Konzern nicht. Es existieren ebenfalls keine Kredite und Forderungen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte eingestuft worden sind.

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte beziehen sich ausnahmslos auf nicht marktgängige Beteiligungswerte, für die kein geregelter Markt vorliegt. Hierunter fallen definitionsgemäß alle Beteiligungen von üstra, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind.

Sicherungsverhältnisse bestehen nicht.

3.3 Ergebnisbeiträge aus Finanzinstrumenten

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  Zinserträge Zinsauf-
      wendungen
  2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte        
Kredite und Forderungen 889 1.244    
Andere zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten        
Gesamt 889 1.244 861 1.204
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  Wertminderung(-)/ -aufholung Nettogewinne/ Nettoverluste
  2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte     0 1.136
Kredite und Forderungen 7 -15 0 3.300
Andere zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten        
Gesamt 7 -15 0 4.436
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  Ergebnisbeitrag gesamt
  2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle    
Vermögenswerte 0 1.136
Kredite und Forderungen 896 4.529
Andere zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -861 -1.204
Gesamt 35 4.461

Die in vorstehender Tabelle als Wertminderungsaufwand erfassten Ergebnisbeiträge beziehen sich auf neu gebildete Wertberichtigungen für identifizierte Forderungsausfallrisiken sowie Aufwendungen aus der Ausbuchung uneinbringlicher Forderungen. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen wurden saldiert. In die Nettogewinne und Nettoverluste fließen Buchgewinnen und -verlusten aus dem Abgang der Vermögenswerte ein.

3.4 Beizulegender Zeitwert

In der folgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente je betrachteter Klasse zusammengefasst:

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  Buchwert Beizulegender
      Zeitwert
  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Unverzinsliche Kredite und Forderungen 17.223 21.546    
Verzinsliche Kredite und Forderungen 93.431 76.957 93.797 77.306
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.330 2.459    
  112.984 100.962    
Finanzierungsleasing 4.958 5.159 5.043 5.168
Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten        
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 20.451 23.008 21.722 24.696
  45.949 50.247    

Bei den unverzinslichen Krediten und Forderungen und den unverzinslichen Verbindlichkeiten kommt der beizulegende Wert dem Buchwert aufgrund der vornehmlich kurzen Laufzeiten sehr nahe, so dass eine gesonderte Ermittlung der beizulegenden Werte unterbleibt. Der Buchwert stellt eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Werts dar. Der beizulegende Wert der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ist in Anbetracht der fehlenden Marktgängigkeit der Beteiligungswerte nicht verlässlich ermittelbar.

Innerhalb der verzinslichen Kredite und Forderungen wird bei den kurzfristigen, innerhalb eines Jahres fälligen Geldanlagen angenommen, dass deren Buchwerte die Zeitwerte angemessen abbilden. Der Zeitwert einer längerfristigen Ausleihung, die GTO betrifft, wurde im Berichtsjahr auf der Basis der vertraglich festgelegten Zins- und Tilgungsleistungen sowie eines die Duration dieser Zahlungen und die Bonität erstklassiger Industrieunternehmen reflektierenden Zinssatzes von 3,7 % bestimmt.

Beim Finanzierungsleasing, die den Gehry-Tower betreffen, und den ausschließlich Bankdarlehen umfassenden verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten, die das KfW-Darlehen von üstra betreffen, werden die Zeitwerte auf der Grundlage einer Zahlungsstromanalyse der enthaltenen Einzelposten ermittelt. Dabei werden die Zahlungen unter Anwendung laufzeitadäquater Zinssätze diskontiert. Die angewandten Zinssätze reflektieren die Fremdkapitalkosten von Unternehmen erstklassiger Bonität und betragen 4,5 % (Vorjahr: 4,7 %) bei den Finanzierungsleasingverhältnissen und 3,4 % (Vorjahr: 3,3 %) bei den Bankdarlehen.

3.5 Liquiditätsrisiko

Die folgende Tabelle zeigt die aus den finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns im Zeitablauf resultierenden Auszahlungsströme nach Maßgabe der zugrunde liegenden vertraglichen Fälligkeitsvereinbarungen.

Der angegebene Zinssatz reflektiert den gewichteten durchschnittlichen Effektivzins.

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  Zins weniger als 1 Monat 1-3 Monate
31.12.2010 % Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
Finanzierungsleasing 4,8 17 20 35 38
Abgegrenzte Zinsen          
Verbindlichkeiten aus Finanzierungslaut          
Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten   20.540 0 0 0
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 5,1 0 0 1.278 510
Gesamt   20.557 20 1.313 548
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  3 Monate 1-5
  bis Jahre
  1 Jahr    
31.12.2010 Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
Finanzierungsleasing 159 172 793 809
Abgegrenzte Zinsen        
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs- laut Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 1.278 478 10.226 2.679
Gesamt 1.437 650 11.019 3.488
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  über kumu-
  5 Jahre lierte
31.12.2010 Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
gesamt
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
netto
Tsd. €
Finanzierungsleasing 3.935 1.584 7.562 2.623 4.939
Abgegrenzte Zinsen         19
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs- laut         4.958
Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 20.540 0 20.540
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 7.669 670 24.788 4.337 20.451
Gesamt 11.604 2.254 52.890    
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  Zins weniger 1-3
    als Monate
    1 Monat    
Vorjahr % Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
Finanzierungsleasing 4,9 16 21 33 40
Abgegrenzte Zinsen          
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs- laut          
Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten   22.080 0 0 0
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 5,1 0 0 278 574
Gesamt   22.096 21 1.311 614
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  3 Monate 1-5
  bis Jahre
  1 Jahr    
Vorjahr Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
Finanzierungsleasing 151 181 817 853
Abgegrenzte Zinsen        
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs- laut        
Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 1.278 542 10.226 3.189
Gesamt 1.429 723 11.043 4.042
scroll
  über kumu-
  5 Jahre lierte
Vorjahr Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
gesamt
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
netto
Tsd. €
Finanzierungsleasing 4.123 1.772 8.007 2.867 5.140
Abgegrenzte Zinsen         19
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs- laut         4.958
Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 22.080 0 22.080
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 10.226 1.148 28.461 5.453 23.008
Gesamt 14.349 2.920 58.548    

Den Liquiditätsabflüssen aus der Bedienung vorstehender Verbindlichkeiten stehen Finanzmittelbestände und erwartete, auf den vertraglich vereinbarten Fälligkeiten basierende Mittelzuflüsse aus den vorhandenen finanziellen Vermögenswerten gegenüber, die in der nachstehenden Übersicht zusammengefasst sind.

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  Zins weniger 1-3
    als Monate
    1 Monat    
31.12.2010 % Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
Unverzinsliche Kredite und Forderungen   15.868 0 55 0
Verzinsliche Kredite und Forderungen 1,1 19.103 13 70.020 143
    34.971 13 70.075 143
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  3 Monate 1-5
  bis Jahre
  1 Jahr    
31.12.2010 Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
Unverzinsliche Kredite und Forderungen 203 0 1.097 0
Verzinsliche Kredite und Forderungen 62 183 1.081 766
  265 183 2.178 766
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  über 5 Jahre kumulierte
31.12.2010 Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
gesamt
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
netto
Tsd. €
Unverzinsliche Kredite und Forderungen 0 0 17.223 0 17.223
Verzinsliche Kredite und Forderungen 3.165 273 94.809 1.378 93.431
  3.165 273 112.032    
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  Zins weniger 1-3
    als Monate
    1 Monat    
Vorjahr % Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
Unverzinsliche Kredite und Forderungen   21.133 0 10 0
Verzinsliche Kredite und Forderungen 1,0 22.582 13 51.020 103
    43.715 13 51.030 103
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  3 Monate 1-5
  bis Jahre
  1 Jahr    
Vorjahr Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
Unverzinsliche Kredite und Forderungen 213 0 149 0
Verzinsliche Kredite und Forderungen 91 118 432 574
  304 118 581 574
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  über kumu-
  5 Jahre lierte
Vorjahr Tilgung
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
gesamt
Tsd. €
Zinsen
Tsd. €
netto
Tsd. €
Unverzinsliche Kredite und Forderungen 41 0 21.546 0 21.546
Verzinsliche Kredite und Forderungen 2.832 384 78.149 1.192 76.957
  2.873 384 99.695    

Weitere Kreditlinien bestehen nicht.

Das Liquiditätsmanagement ist so angelegt, dass der in den kurzfristigen Laufzeitbandbreiten mobilisierbare Liquiditätszufluss erheblich über den zu erwartenden Liquiditätsabflüssen aus der Begleichung der Verbindlichkeiten liegt. Der kurzfristige Liquiditätsüberhang basiert vornehmlich auf konzeptionell kurzfristigen Geldanlagen in Form von Termin- und Tagesgeldern, während Darlehensaufnahmen auf der Grundlage von Festzinsvereinbarungen und langen Laufzeiten getroffen werden, um die zugrunde liegenden Investitionen auf eine gesicherte Finanzierungs- und Kalkulationsbasis zu stellen.

Aufgrund der Divergenz in den Zinsbindungsfristen ist der Konzern einem Zinsstrukturrisiko ausgesetzt, da die Prolongationen der kurzfristigen Anlagen auf der Basis aktueller Marktzinsverhältnisse vorgenommen werden. Deshalb können bei konstanten Zahlungsmittelabflüssen aus der Bedienung der Verbindlichkeiten die künftigen Zahlungsströme aus den Mittelanlagen schwanken. Eine signifikante Absenkung des Marktzinsniveaus hätte jedoch keine erhebliche Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns.

3.6 Kreditrisiko

3.6.1 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Schuldverschreibungen und sonstige Gläubigerpapiere, die dem Risiko unterliegen, dass der jeweilige Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, sind in dieser Klasse gegenwärtig nicht enthalten.

3.6.2 Verzinsliche Kredite und Forderungen

Die verzinslichen Kredite und Forderungen entfallen ganz überwiegend auf Geldanlagen bei inländischen Kreditinstituten und betreffen im Wesentlichen üstra. Dabei werden die einzelnen Anlagen gestreut. Der Buchwert der Klasse von insgesamt 93.431 Tsd. € (Vorjahr: 76.957 Tsd. €) spiegelt das maximale Kreditausfallrisiko wider. In geringem Umfang im Bestand enthaltene Ausleihungen an Mitarbeiter von 91 Tsd. € (Vorjahr: 159 Tsd. €) sind in der Regel grundpfandrechtlich gesichert.

Darüber hinaus sind in der Klasse Ausleihungen von 4.326 Tsd. € (Vorjahr: 3.315 Tsd. €) an Beteiligungsunternehmen (GTO sowie Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH HRG & Co. - Passerelle – KG (HRG Passerelle)) enthalten. Für die Ausleihung an GTO in Höhe von 3.226 Tsd. € besteht eine Sicherung durch einen Anspruch auf Abtretung des Eigentums an den mit dem Darlehen finanzierten Objekten. Diese Ausleihung wird planmäßig bedient, das Objekt planmäßig genutzt.

Hinweise auf Wertbeeinträchtigungen bestehen nicht.

Überfällige, aber dennoch nicht wertgeminderte verzinsliche Kredite und Forderungen bestehen nicht.

3.6.3 Unverzinsliche Kredite und Forderungen

Da Entgelte für die Erbringung von Personenbeförderungsleistungen in wesentlichem Umfang im Voraus vereinnahmt werden, sind die mit dem operativen Geschäft verbundenen Adressenausfallrisiken insgesamt als von eher untergeordneter Bedeutung anzusehen. Größere Einzelforderungen richten sich in der Regel gegen Personen, die der öffentlichen Hand nahe stehen und von zweifelsfreier Bonität sind. Das Forderungsmanagement bei den übrigen breit gestreuten Debitoren mit privatwirtschaftlichem Hintergrund – die größte Einzelforderung beläuft sich auf 191 Tsd. € (Vorjahr: 236 Tsd. €) – besteht im Wesentlichen in der Festlegung von Kreditlinien und einem konsequenten Mahnwesen. Besondere Sicherungsinstrumente werden daher nicht verwandt. Der Buchwert der unverzinslichen Forderungen von 17.223 Tsd. € (Vorjahr: 21.546 Tsd. €) spiegelt folglich das maximale Forderungsausfallrisiko auf unverzinsliche Kredite und Forderungen wider.

Die allgemein eingeräumten Zahlungsziele sind abhängig von der Art der fakturierten Leistung. Fakturierungen von Leistungen des Verkehrs- und Transportsegments im Rahmen des Fahrkartenverkaufs sowie von sonstigen Dienstleistungen sind im Allgemeinen mit einem Zahlungsziel von vierzehn Tagen versehen. Bei Werkstattleistungen, Beratungs- und Ingenieurleistungen sowie bei Ausgleichsansprüchen gegen die öffentliche Hand bzw. der öffentlichen Hand nahe stehenden Personen bestehen dagegen unterschiedliche, teilweise von Nebenbedingungen abhängige Fälligkeitsabreden.

Die zum Bilanzstichtag überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen weisen die

folgende Altersstruktur auf:

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Bis 90 Tage 1.349 1.591
90 bis 180 Tage 188 209
Mehr als 180 Tage 992 807
  2.529 2.607

Auf die vorstehend dargestellten Forderungen, die im Wesentlichen üstra betreffen, wurden zu den Bilanzstichtagen keine Wertberichtigungen gebildet, da keine wesentlichen negativen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Schuldner festgestellt wurden und mit einer Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.

Wertgeminderte Forderungen werden in Form einer Kombination von standardisierten und individuellen Analysetechniken identifiziert. Dabei gelten grundsätzlich Forderungen als vollständig wertgemindert, wenn sie ohne entsprechende Fälligkeitsabrede nach einem Jahr nicht beglichen worden sind. Sofern sich in Zusammenhang mit eingeleiteten Inkassobemühungen die Bonität eines Schuldners als zweifelhaft herausstellt oder der Konzern Kenntnis von der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen eines Schuldners erlangt, wird nach individuellen Erfordernissen auch zu einem früheren Zeitpunkt über Einzelwertberichtigungen Vorsorge getroffen. Risiken in den darüber hinaus gehenden Forderungsbestand wird durch die Bildung einer Portfolio-basierten Wertberichtigung Rechnung getragen.

Insgesamt haben sich die Wertberichtigungskonten wie folgt entwickelt:

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  2010 Vorjahr
  Einzelbewertung
Tsd. €
Portfoliobasierte Bewertung
Tsd. €
gesamt
Tsd. €
Einzelbewertung
Tsd. €
Portfoliobasierte Bewertung
Tsd. €
gesamt
Tsd. €
Stand zu Beginn des Jahres 591 95 686 652 96 748
Wertminderungsaufwand 3 2 5 14 1 15
Ausbuchung uneinbringlicher Forderungen 0 0 0 0 0 0
Wertaufholungen -109 -46 -155 -75 -2 -77
Stand zum Ende des Jahres 485 51 536 591 95 686

Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten

üstra hat Bürgschaften zugunsten von Gläubigern nicht konsolidierter Beteiligungsgesellschaften abgegeben, die X-CITY MARKETING Hannover GmbH (1.500 Tsd. €) und HRG Passerelle (120 Tsd. €) betreffen. Die maximale Ausfallrisikoposition entspricht dem Bürgschaftsvolumen zum Bilanzstichtag von 1.620 Tsd. € (Vorjahr: 1.500 Tsd. €). Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung und der Liquiditätslage der Beteiligungsgesellschaften wird zurzeit nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen.

3.7 Zinsrisiken

Der Konzern ist insbesondere den im Folgenden erläuterten Zinsrisiken ausgesetzt. Marktrisiken beinhaltende Posten lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Wechselkursrisiken bestehen aufgrund der Inlandsbezogenheit des Geschäfts nicht. Finanzderivate, deren risikobegrenzende oder -verstärkende Wirkungen zu berücksichtigen wären, werden nicht eingesetzt.

3.7.1 Verzinsliche Kredite und Forderungen

Die kurzfristigen Geldanlagen unterliegen einem Zinsrisiko, das sich primär auf die zukünftig generierten Zinszahlungen bezieht, während der Einfluss des Risikos auf den Zeitwert der Anlage zu vernachlässigen ist. Würde sich bei dem gegebenen kurzfristigen Anlagevolumen (89.000 Tsd. €; Vorjahr: 73.483 Tsd. €) das Zinsniveau um 100 Basispunkte verändern, ergäbe sich eine gleichgerichtete Auswirkung für das Jahresergebnis sowie auch für das Eigenkapital von insgesamt 890 Tsd. € (Vorjahr: 735 Tsd. €). Die in geringerem Umfang darüber hinaus in der Klasse enthaltenen längerfristigen Ausleihungen mit einem Buchwert von insgesamt 4.326 Tsd. € (Vorjahr: 3.474 Tsd. €) sind dagegen einem Zeitwertrisiko ausgesetzt, das im Falle eines Zinsanstiegs um 100 Basispunkte zu einem Wertverlust von 222 Tsd. € und im Falle eines Zinsrückgangs in gleicher Höhe zu einem Wertanstieg von 238 Tsd. € führen würde. Das Jahresergebnis und das Eigenkapital des Konzerns werden durch derartige Zeitwertänderungen jedoch nicht beeinflusst, weil die Ausleihungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

3.7.2 Finanzierungsleasing und Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten

Der Zeitwert der Finanzierungsleasingverbindlichkeiten und der Bankdarlehen schwankt durch eine Änderung des Marktzinsniveaus.

Der Zeitwert der Leasingverbindlichkeiten fiele bei einem um 100 Basispunkte höheren Zinsniveau in den relevanten Laufzeitbereichen um etwa 373 Tsd. € (Vorjahr: 389 Tsd. €), während umgekehrt mit einer Absenkung der Zinsen in dieser Größenordnung ein Anstieg des Zeitwerts der Verbindlichkeiten um etwa 425 Tsd. € (Vorjahr: 444 Tsd. €) verbunden wäre.

Stiegen bei den Bankdarlehen die relevanten Marktzinssätze um 100 Basispunkte an, wäre bei dem zum Abschlussstichtag gegebenen Verschuldungsstand eine Reduktion des Zeitwerts der Bankdarlehen um etwa 786 Tsd. € (Vorjahr: 987 Tsd. €) verbunden, wohingegen der Zeitwert bei einer Reduktion der Zinsen um 100 Basispunkte um etwa 835 Tsd. € (Vorjahr: 1.054 Tsd. €) zunähme.

Da die Verbindlichkeiten nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ergäben sich keine Auswirkungen auf das Jahresergebnis sowie auf das Eigenkapital des Konzerns.

4. Angaben zu Posten der Konzernbilanz

(1) Immaterielle Vermögenswerte

Die Aufgliederung der immateriellen Vermögenswerte und deren Entwicklung ist in separaten Anlagenspiegeln für die Geschäftsjahre 2010 und 2009 dargestellt. Inhaltlich handelt es sich bei dem Posten im Wesentlichen um erworbene Software mit bestimmbarer Nutzungsdauer. Die Abschreibungen des Geschäftsjahrs von 971 Tsd. € (Vorjahr: 910 Tsd. €) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten „Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen“ ausgewiesen.

(2) Sachanlagen

Hinsichtlich der Aufgliederung und Entwicklung der Sachanlagen wird gleichfalls auf die separaten Anlagenspiegel verwiesen.

Pfandrechte oder sonstige Sicherungsinstitute zugunsten Dritter bestehen nicht.

Verfügungsbeschränkungen gelten für die im Rahmen der Cross-Border-Lease-Transaktionen gehaltenen 55 Stadtbahnwagen sowie für die im Wege eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltenen Sachanlagen, deren Nettobuchwerte sich auf folgende Posten verteilen:

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Grundstücke und Bauten 2.115 2.219
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 107 142
  2.222 2.361

Aus Investitionsmaßnahmen, die für das Folgejahr geplant sind, entstehen dem Konzern Belastungen in Höhe des nicht durch Investitionszuwendungen gedeckten Eigenanteils, der sich planungsgemäß auf 42.356 Tsd. € (Vorjahr: 35.853 Tsd. €) belaufen wird.

(3) Übrige Finanzanlagen

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Ausleihungen 4.418 3.474
Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften 2.231 2.361
Nicht nach der Equity-Methode einbezogene Beteiligungen 95 95
Andere Finanzanlagen 3 3
  6.747 5.933

Die Ausleihungen bestehen aus Darlehen an zwei (Vorjahr: ein) Beteiligungsunternehmen, nämlich an GTO und HRG Passerelle, sowie an Belegschaftsmitglieder.

Die Anteile an den nicht konsolidierten Tochtergesellschaften bzw. an nicht nach der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften sind nicht börsennotiert.

(4) Unter Anwendung der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Der Ausweis der unter der Anwendung der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen von 8.347 Tsd. € (Vorjahr: 9.003 Tsd. €) betrifft Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Die üstra zuzurechnenden Anteile an den Jahresüberschüssen und Jahresfehlbeträgen dieser Gesellschaften belaufen sich im Saldo auf 1.144 Tsd. € (Vorjahr: 265 Tsd. €). Im Geschäftsjahr hat üstra von dem assoziierten Unternehmen X-CITY MARKETING Hannover GmbH Gewinnausschüttungen in Höhe von 1.800 Tsd. € (Vorjahr: 0 Tsd. €) erhalten.

(5) Aktive latente Steuern / Latente Steuerschulden

Die Steuerabgrenzungssachverhalte sowie die daraus resultierenden Steuerabgrenzungsposten haben sich wie folgt entwickelt:

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  01.01.
Tsd.€
Aufwand (-) / Ertrag
Tsd.€
31.12.
Tsd.€
Langfristige Auftragsfertigung -91 -30 -121
Übrige Rückstellungen 0 108 108
Temporäre Differenzen -91 78 -13
Steuerliche Verlustvorträge 231 -20 211
Geschäftsjahr 2009 140 58 198
Langfristige Auftragsfertigung -121 -282 -403
Übrige Rückstellungen 108 22 130
Temporäre Differenzen -13 -260 -273
Steuerliche Verlustvorträge 211 -103 108
Geschäftsjahr 2010 198 -363 -165
Bilanzausweis:      
Davon aktive latente Steuern 198   0
Davon latente Steuerschulden (-) 0   -165

Die latenten Steuern beziehen sich sämtlich auf konsolidierte Tochtergesellschaften, die außerhalb des steuerlichen Organschaftsverbundes der VVG stehen.

Dagegen weist üstra als steuerliche Organgesellschaft der VVG nebst ihren im Organkreis befindlichen Tochtergesellschaften nach der formellen Betrachtungsweise aufgrund fehlender Steuerumlagen keine Steuerlatenzen nach IAS 12 aus. Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr auf alle bestehenden steuerlichen Verlustvorträge aktive latente Steuern gebildet. Abzugsfähige temporäre Differenzen, für die keine latenten Steuern aktiviert sind, bestehen nicht. Nach den zugrunde liegenden Ergebnisprognosen wird davon ausgegangen, dass die auf steuerliche Verlustvorträge entfallenden aktiven latenten Steuern vollständig in Höhe von 108 Tsd. € (Vorjahr: 72 Tsd. €) innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten – gerechnet vom Bilanzstichtag – wirksam werden.

(6) Vorräte

Bei den Vorräten von 10.803 Tsd. € (Vorjahr: 11.935 Tsd. €) handelt es sich um Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die im Wesentlichen von üstra gehalten werden. Im Berichtsjahr sind Abschreibungen von 365 Tsd. € (Vorjahr: 584 Tsd. €) zur Anpassung an einen niedrigeren Nettoveräußerungswert entstanden, die der Überalterung einzelner Vorratspositionen Rechnung tragen.

(7) Forderungen aus Fertigungsaufträgen

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Auftragsforderungen aufgrund entstandener Kosten und abgegrenzter Gewinne 1.363 483
Erhaltene Anzahlungen -140 -109
  1.223 374

Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen haben 1.097 Tsd. € (Vorjahr: 149 Tsd. €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

(8) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 6.286 Tsd. € (Vorjahr: 13.499 Tsd. €) sind um Wertberichtigungen von 453 Tsd. € (Vorjahr: 597 Tsd. €) reduziert, die Unsicherheiten in Hinblick auf den Bestand einzelner Forderungen sowie erkennbare Bonitätsrisiken abdecken.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(9) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Der Posten von 92.522 Tsd. € (Vorjahr: 76.847 Tsd. €) umfasst neben dem Kassenbestand Bankeinlagen in Form von Sichtguthaben und kurzfristigen Termingeldanlagen mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten.

(10) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Von den sonstigen finanziellen Vermögenswerten von 6.240 Tsd. € (Vorjahr: 4.362 Tsd. €) sind 600 Tsd. € (Vorjahr: 712 Tsd. €) nach mehr als einem Jahr fällig. Bestehenden Ausfallrisiken wird durch die gebildeten Einzelwertberichtigungen von 83 Tsd. € (Vorjahr: 89 Tsd. €) begegnet.

(11) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital von üstra beträgt zum 31. Dezember 2010 unverändert 67.490.528,32 €. Die auf den Inhaber lautenden 26.400.000 Stückaktien sind eingeteilt in:

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244.000 Sammelurkunden über jeweils 100 Aktien 24.400.000 Stück
80.000 Sammelurkunden über jeweils 20 Aktien 1.600.000 Stück
40.000 Sammelurkunden über jeweils 10 Aktien 400.000 Stück

Die in den Sammelurkunden über jeweils 10 Aktien verbrieften 400.000 Stück sind zum amtlichen Handel an der Niedersächsischen Wertpapierbörse zu Hannover zugelassen.

(12) Kapitalrücklage

Die in der Kapitalrücklage verrechneten Sachverhalte gliedern sich wie folgt:

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Aufgelder aus der Ausgabe neuer Anteile 23.622 23.622
Andere Zuzahlungen 43.121 43.121
Kapitalrücklage des Mutterunternehmens 66.743 66.743
Einstellungen aus Verlustübernahmen in den Vorjahren 43.635 43.635
Verlustübernahme 2010 269 0
Verrechnung aktivischer Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung    
- Kapitalkonsolidierung -2.991 -2.991
- Equity-Bewertung -12.114 -12.114
  97.542 95.273

Die Erhöhung der Kapitalrücklage resultiert aus der Übernahme des laufenden Verlustes von üstra in Höhe von 2.269 Tsd. € im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags mit der VVG.

Die Einstellungen aus Verlustübernahmen in den Vorjahren erfolgten ebenfalls im Rahmen des vorgenannten Ergebnisabführungsvertrags mit der VVG.

(13) Ergebnisvortrag

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Stand zu Beginn des Jahres -39.490 -58.680
Jahresergebnis 125 19.190
Stand zum Ende des Jahres -39.365 -39.490

(14) Pensionsrückstellungen

Die auf leistungsorientierten Versorgungszusagen basierende betriebliche Altersversorgung umfasst neben Einzelzusagen an Vorstände, leitende Angestellte und deren Hinterbliebene auf tariflichen und sonstigen betrieblichen Vereinbarungen beruhende Pensionszusagen.

Die auf betrieblichen Vereinbarungen beruhenden Pensionszusagen von üstra sind im Wesentlichen von der Versorgungseinrichtung der üstra e.V. erteilt worden. Wegen der Subsidiärhaftung des Trägerunternehmens für Versorgungsverpflichtungen der Unterstützungskasse besteht für üstra insoweit eine mittelbare Verpflichtung, als die Verbindlichkeiten der Unterstützungskasse deren Vermögen übersteigen. Die Versorgungsleistungen der Unterstützungseinrichtung, die ab dem Erreichen der Regelaltersgrenze in der deutschen Rentenversicherung oder unter bestimmten Bedingungen auch als vorgezogene Altersrente geleistet werden, sind teils abhängig vom Endgehalt vor dem Ruhestandseintritt, teils basieren sie auf einem Bausteinprinzip, mittels dem über die Dauer der Betriebszugehörigkeit sukzessiv Rentenansprüche aus den versorgungsrelevanten Jahresbezügen des jeweiligen Kalenderjahrs abgeleitet werden. Neben der Altersrente erstrecken sich die Versorgungsleistungen auch auf Invaliditäts- und Hinterbliebenenrenten, wobei die Witwenrente 60 % und Halbwaisen- bzw. Vollwaisenrenten 12 % bzw. 20 % der Altersrente des jeweiligen Mitarbeiters betragen. Das Bausteinprinzip kommt gleichfalls zur Anwendung, soweit Mitarbeiter laufendes Arbeitsentgelt gegen eine zusätzliche Versorgungszusage umwandeln.

Bei der Berechnung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen wurden folgende versicherungsmathematische Bewertungsparameter zugrunde gelegt:

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  31.12.2010 Vorjahr
Diskontierungszinssatz 5,3 % 5,4 %
Einkommenstrend 3,0 % 3,0 %
Rententrend 2,0 % bzw. 1,0 % falls vertraglich vereinbart 2,0 % bzw. 1,0 % falls vertraglich vereinbart
Sterblichkeit und Invalidität Heubeck- Richttafeln 2005 Heubeck- Richttafeln 2005

Darüber hinaus wurden Annahmen zur Fluktuation getroffen, die nicht auf konzernbezogenen Erhebungen, sondern auf branchenübergreifenden Fluktuationsstatistiken beruhen. Dabei kommen alters- und geschlechtsspezifische jährliche Fluktuationswahrscheinlichkeiten in einer Bandbreite von 0,05 bis 12,5 Prozent zum Tragen.

Die Überleitung vom Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen auf die im Konzernabschluss ausgewiesenen Pensionsrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen 208.938 205.115
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens der Versorgungseinrichtung -128.959 -129.049
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste (-) 3.380 5.089
  83.359 81.155

Mit 18.764 Tsd. € (Vorjahr: 17.824 Tsd. €) entfällt der Anwartschaftsbarwert auf Direktzusagen, die nicht kapitalgedeckt sind. Der darüber hinausgehende Teilbetrag von 190.174 € (Vorjahr: 187.291 Tsd. €) reflektiert den über die Versorgungseinrichtung der üstra e. V. abgewickelten Anteil der betrieblichen Altersversorgung, der in vorstehend dargestelltem Umfang durch Kassenvermögen der Versorgungseinrichtung finanziert wird.

Der Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Anwartschaftsbarwert zu Beginn des Geschäftsjahres 205.115 195.267
Dienstzeitaufwand 3.556 3.294
Zinsaufwand 10.752 10.853
Nachverrechneter Dienstzeitaufwand 0 1.142
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste 1.224 6.248
Pensionszahlungen von üstra und der Versorgungseinrichtung -11.709 -11.689
  208.938 205.115

Die Entwicklung des beizulegenden Wertes des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

scroll
  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Wert zu Beginn des Geschäftsjahres 129.049 121.936
Erwartete Erträge aus Vermögensanlagen 4.880 4.750
Zuwendungen des Trägerunternehmens 6.140 14.260
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste (-) -486 -1.271
Pensionszahlungen -10.624 -10.626
  128.959 129.049

Das Planvermögen ist wie folgt strukturiert:

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Schuldinstrumente 93.253 93.933
Immobilien 32.140 32.140
Sonstige Vermögenswerte 3.566 2.976
  128.959 129.049

Die erwarteten Erträge aus Vermögensanlagen leitet die Gesellschaft unmittelbar aus den abgeschlossen Mietverträgen, den bereits kontrahierten Zinskonditionen sowie den im Prognosezeitpunkt gegebenen Renditeverhältnissen für festverzinsliche Wertpapiere und Festgeldanlagen ab. Danach wurde für die Jahre 2010 und 2009 eine Gesamtrendite von 3,8 % bzw. 3,9 % erwartet, basierend auf einer Rendite für Schuldinstrumente von 4,2 % (Vorjahr: 4,3 %) und für Immobilien von 2,8 % (Vorjahr: 3,0 %). Der tatsächlich erzielte Nettovermögensertrag auf das Planvermögen beläuft sich auf 4.394 Tsd. € (Vorjahr: 3.479 Tsd. €).

Die Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen, des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens sowie der erfahrungsbedingten Wertanpassungen stellt sich im Zeitablauf wie folgt dar:

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  31.12.2010
Tsd. €
31.12.2009
Tsd. €
31.12.2008
Tsd. €
31.12.2007
Tsd. €
31.12.2006
Tsd. €
Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen 208.938 205.115 195.267 196.473 236.701
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens der Versorgungseinrichtung 128.959 129.049 121.936 103.242 83.079
Plandefizit 79.979 76.066 73.331 93.231 153.622
Gewinne / Verluste(-) aus erfahrungsbedingten Anpassungen der Planschulden 1.420 1.515 -489 -3.135 4.567
Gewinne / Verluste (-) aus erfahrungsbedingten Anpassungen des Planvermögens -486 -1.271 4.454 -4 -609

üstra geht davon aus, dass im Jahr 2011 dem Planvermögen etwa 6.390 Tsd. € zugeführt werden.

(15) Übrige Rückstellungen

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  01.01.2010
Tsd. €
Verbrauch
Tsd. €
Auflösung
Tsd. €
Zuführung Aufzinsung*
Tsd. €
  31.12.2010
Tsd. €
Altersteilzeit- und Vorruhestandsvereinbarungen 14.473 4.787 0 2.997   13.045
        362 *  
Sonstige 831 14 1 0   816
        0 *  
Langfristige Rückstellungen 15.304 4.801 1 3.359   13.861
Rückerstattungsrisiken 3.000 0 0 0   3.000
Einnahmepoolausgleich 0 0 0 1.570   1.570
Sanierungsverpflichtungen 2.039 122 1.059 0   858
Gewährleistungsrisiken 333 0 0 0   333
Risiken aus schwebenden Geschäften 200 107 8 186   271
Sonstige 116 72 30 0   14
Kurzfristige Rückstellungen 5.688 301 1.097 1.756   6.046
  20.992 5.102 1.098 5.115   19.907

Die Rückstellungen für Altersteilzeit- und Vorruhestandsvereinbarungen beziehen sich auf Abfindungs- und Aufstockungsleistungen, die aus dem Eintritt von Mitarbeitern in den vorzeitigen Ruhestand resultieren. Darüber hinaus umfassen die Rückstellungen Verpflichtungen aus Erfüllungsrückständen, die aus der Vollzeittätigkeit der Arbeitnehmer in der ersten Phase der Altersteilzeit erwachsen. Die Bemessung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen basiert auf den bestehenden Vertragsverhältnissen. Bei der Bewertung der Verpflichtungen ist ein an der durchschnittlichen Laufzeit orientierter Diskontierungszinssatz von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) zur Anwendung gekommen, der aus der Rendite erstklassiger Unternehmensanleihen abgeleitet wurde. Zu Sicherungszwecken gehaltene und an die jeweiligen Arbeitnehmer verpfändete Geldmarktfondsanteile sind als Planvermögen mit ihrem Zeitwert von 11.002 Tsd. € (Vorjahr: 7.704 Tsd. €) verrechnet.

Die Rückstellung für Rückerstattungsrisiken reflektiert drohende Rückforderungsansprüche in Hinblick auf erhaltene Investitionszuwendungen.

Mit der Rückstellung für Sanierungsverpflichtungen wird der öffentlich-rechtlichen Verpflichtung zur Beseitigung von Bodenverunreinigungen auf dem Gelände eines Betriebshofs Rechnung getragen.

Die Rückstellung für Gewährleistungsrisiken umfasst wahrscheinliche Verpflichtungen aus der Erbringung von Leistungen der TransTec-Bau. Die Erfüllungszeitpunkte sind gegenwärtig nicht konkretisierbar, so dass von einer Abzinsung der zurückgestellten Beträge abgesehen wurde.

Mit der Rückstellung für Risiken aus schwebenden Geschäften werden Abrechnungsrisiken sowie drohende Verluste aus Kostenüberschreitungen für Beratungs- und Ingenieurleistungsaufträge abgedeckt.

(16) Finanzverbindlichkeiten

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Darlehen von Kreditinstituten / Langfristige Finanzverbindlichkeiten 17.895 20.452
Darlehen von Kreditinstituten / Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 2.556 2.556
  20.451 23.008

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt zu tilgen:

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Im ersten Jahr 2.556 2.556
Im zweiten Jahr 2.556 2.556
Im dritten Jahr 2.556 2.556
Im vierten Jahr 2.556 2.556
Im fünften Jahr 2.556 2.556
Nach fünf Jahren 7.671 10.228
  20.451 23.008

Das KfW-Darlehen bei üstra ist durchweg mit Festzinsvereinbarungen ausgestattet, die sich auf den Zeitraum bis zur planmäßigen Volltilgung des Darlehens erstreckt. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen nicht vor.

Kreditsicherheiten wurden nicht gewährt.

(17) Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

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  31.12.2010 Vorjahr
  Mindestleasingzahlungen
Tsd. €
Zinsanteile
Tsd. €
Barwert
Tsd. €
Mindestleasingzahlungen
Tsd. €
Zinsanteile
Tsd. €
Barwert
Tsd. €
Fälligkeiten von mehr als einem Jahr, aber nicht mehr als fünf Jahren 1.602 809 793 1.670 853 817
Fälligkeiten nach mehr als fünf Jahren 5.519 1.584 3.935 5.895 1.773 4.122
Langfristiger Anteil 7.121 2.393 4.728 7.565 2.626 4.939
Fälligkeiten innerhalb eines Jahres            
Kurzfristiger Anteil 459 229 230 461 241 220
  7.580 2.622 4.958 8.026 2.867 5.159

Die Finanzierungsleasingverhältnisse des Konzerns beinhalten eine Immobilie (Gehry-Tower) einschließlich des zugehörigen Mobiliars. Zum 31. Dezember 2010 verbleiben noch Grundmietzeiten von 2 bis 4 (Mobiliar) und 20 (Immobilie) Jahren. Bedingte Mietabreden bestehen nur insoweit, als die Mietzinsraten für die Immobilie in Anbetracht der Laufzeit des Mietverhältnisses an einen Preisindex gekoppelt sind. Eine Kauf- bzw. Mietverlängerungsoption mit Bezug auf die Immobile besteht nicht.

Alle Leasingverpflichtungen lauten auf Euro. Aus Untermietverhältnissen erwartet der Konzern auf der Basis der vereinbarten Vertragsmindestlaufzeiten in künftigen Perioden Einnahmen von mindestens 291 Tsd. €.

(18) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 16.830 Tsd. € (Vorjahr: 15.540 Tsd. €) umfassen neben den bereits in Rechnung gestellten Lieferungen und Leistungen auch Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen von 2.166 Tsd. € (Vorjahr: 6.065 Tsd. €).

(19) Sonstige Verpflichtungen

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Langfristige    
Langfristiger Anteil des Barwertvorteils aus Cross-Border- Lease-Transaktion 3.805 4.280
Langfristiger Anteil des gestundeten Beitrags an den Pensionssicherungsverein 494 689
  4.299 4.969
Kurzfristige    
Arbeitnehmerbezogene Verpflichtungen 5.598 4.510
Erhaltene Anzahlungen 1.746 1.503
Kurzfristiger Anteil des Barwertvorteils aus Cross-Border- Lease-Transaktion 475 476
Kurzfristiger Anteil des gestundeten Beitrags an den Pensionssicherungsverein 241 241
Sonstige 4.161 1.515
  12.221 8.245
  16.520 13.214

Gegenstand der Cross-Border-Lease-Transaktion ist die Vermietung und anschließende Rückmietung von Stadtbahnwagenkontingenten. Sowohl die Eigentums- wie auch die Nutzungsrechte an den Fahrzeugen liegen weiterhin bei üstra. Aus der sofortigen Begleichung der sich aus der Vermietung und Rückmietung ergebenden Ansprüche und Verpflichtungen ist üstra ein Barwertvorteil in Höhe von 9.987 Tsd. € entstanden, der in Anbetracht der fortbestehenden Verfügungsbeschränkungen über die Vertragslaufzeiten abgegrenzt wird und sich zum Stichtag auf 4.280 Tsd. € beläuft.

Die arbeitnehmerbezogenen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus der laufenden Abrechnung von Löhnen und Gehältern sowie den mit den Beschäftigungsverhältnissen verbundenen Abgaben. Darüber hinaus werden entstandene Erfüllungsrückstände für ausstehenden Urlaub und Überstunden und für ausstehende Abschlusszahlungen aus Ziel- und Tantiemevereinbarungen erfasst.

(20) Eventualverbindlichkeiten

In den zurückliegenden Jahren wurden im Rahmen der Finanzierung von Sachanlageninvestitionen erhebliche Investitionszuwendungen des Bundes und des Landes Niedersachsen vereinnahmt. Die Rechtmäßigkeit der Inanspruchnahme sowie die Ordnungsmäßigkeit der Verwendung dieser Zuwendungen ist Gegenstand noch ausstehender Verwendungsnachweisprüfungen. Durch Bildung einer Rückstellung von 3.000 Tsd. € wurden konkret identifizierbaren Rückerstattungsrisiken Rechnung getragen. Ob und inwieweit darüber hinaus noch weitere Sachverhalte vorgetragen werden, aus denen Rückforderungsansprüche abgeleitet werden könnten, lässt sich gegenwärtig nicht verlässlich absehen.

5. Angaben zu Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung

(21) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse von 168.072 Tsd. € (Vorjahr: 180.008 Tsd. €) werden im Rahmen der Segmentberichterstattung nach Dienstleistungsgruppen aufgegliedert. Erlöse aus dem Absatz von Sachgütern wurden nicht erzielt. Auf Fertigungsaufträge entfallen Erlöse in Höhe von 4.718 Tsd. € (Vorjahr: 3.912 Tsd. €).

(22) Sonstige betriebliche Erträge

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Weiterberechnete Kosten 37.293 36.880
Mieterlöse 1.579 1.560
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.098 65
Erträge aus Cross-Border-Lease-Transaktionen 475 475
Gewinne aus Sachanlagenabgängen 170 121
Gewinne aus dem Abgang von Finanzanlagen 0 4.831
Übrige 3.540 4.216
  44.155 48.148

Die Erträge aus weiterberechneten Kosten resultieren insbesondere aus Serviceverträgen für allgemeine Instandhaltung sowie projekt- und schadensbezogene Sachverhalte mit der infra Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH, Hannover (infra).

Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus bestehenden Operating-Leasingverhältnissen fallen - gerechnet vom Bilanzstichtag - in folgenden Zeitspannen an:

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Innerhalb eines Jahres 405 480
Zwischen zwei und fünf Jahren 786 1.137
Nach fünf Jahren 200 277
  1.391 1.894

Von der Gesamtsumme der zukünftig erwarteten Mindestleasingzahlungen entfallen 291 Tsd. € (Vorjahr: 295 Tsd. €) auf Untermietverhältnisse in Zusammenhang mit der Weitervermietung von Teilflächen der im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses genutzten Immobilie (Gehry-Tower).

(23) Personalaufwand

Im Personalaufwand von 105.100 Tsd. € (Vorjahr: 105.498 Tsd. €) sind folgende Aufwendungen für Altersversorgung enthalten:

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Dienstzeitaufwand des laufenden Jahres 3.556 3.294
Zinsaufwand 10.752 10.853
Verrechnete versicherungsmathematische    
Gewinne(-) und Verluste 0 -7
Nachverrechneter Dienstzeitaufwand aus Vorjahren 0 1.142
Erwartete Erträge aus Vermögensanlagen -4.880 -4.750
  9.428 10.532

(24) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 18.128 Tsd. € (Vorjahr: 17.854 Tsd. €) entfallen ausschließlich auf planmäßige Abschreibungen.

(25) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen von 44.347 Tsd. € (Vorjahr: 41.624 Tsd. €) enthält Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von 10.918 Tsd. € (Vorjahr 9.596 Tsd. €). Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen, die sich wie folgt zusammensetzen:

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Innerhalb eines Jahres 1.576 1.581
Zwischen zwei und fünf Jahren 5.787 5.712
Nach fünf Jahren 449 1.216
  7.812 8.509

Die Zahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen betreffen im Wesentlichen Mieten für Schieneninfrastruktureinrichtungen, Geschäftsräume, Büroausstattungsgegenstände und Dienstfahrzeuge. In der Regel weisen die Verträge feste Grundmietzeiten auf. Der auf die Schieneninfrastruktureinrichtungen bezogene Nutzungsvertrag enthält neben einer festen jährlichen Mietrate eine bedingte Vergütungskomponente, die an einen etwaigen, durch den Stadtbahnverkehr erzielten Jahresgewinn anknüpft.

(26) Finanzergebnis

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Zinsen auf Festgeldanlagen 677 999
Darlehenszinsen 198 231
Übrige Zinserträge 14 14
Zinsen und ähnliche Erträge 889 1.244
Zinsen auf Darlehen 855 1.198
Zinsaufwand aus Finanzierungsleasing 241 252
Übrige Zinsaufwendungen 6 10
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.102 1.460
Zinsergebnis -213 -216
Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen    
und Gemeinschaftsunternehmen 1.144 265
Übrige Beteiligungserträge 463 491
Übriges Beteiligungsergebnis 463 491
Finanzergebnis 1.394 540

(27) Ertragsteuern

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Laufende Steuern 2 2
Latente Steuern 363 -58
  365 -56

Bei der Analyse der Ertragsteuern ist zu berücksichtigen, dass das auf der Ebene von üstra entstehende Ergebnis sowie das Ergebnis der protec aufgrund des bestehenden Organschaftsverhältnisses dem Organträger zugerechnet wird. Hiervon ausgenommen ist lediglich die auf Ausgleichszahlungen an Minderheitsgesellschafter von üstra zu entrichtende Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag.

Im Übrigen unterliegen die entstehenden Ergebnisse der inländischen Ertragsbesteuerung, wobei auf der Grundlage der geltenden steuerrechtlichen Bestimmungen für die Berechnung des laufenden Steueraufwands ein Steuersatz von insgesamt 32 % für Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zum Tragen kommt. Der Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern zum 31. Dezember 2010 und im Vorjahr basiert ebenfalls auf einem Steuersatz von 32 %.

Die Ertragsteuern lassen sich wie folgt abstimmen:

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Steuerbasis 490 19.134
Theoretischer Steueraufwand bei einem Steuersatz von 32 % 157 6.123
Effekt aus der Neubewertung steuerlicher Verlustvorträge 0 -77
Effekt aus dem Saldo von Erträgen (-) / Aufwendungen der auf Konzernebene nicht besteuerten Ergebnisbestandteile der üstra 19 -5.907
Effekt aus dem Saldo von Erträgen (-) / Aufwendungen nicht steuerbarer Ergebniseinflüsse aus Konsolidierungsmaßnahmen 214 -81
Effekt aus nicht abziehbaren Aufwendungen -3 -6
Saldo aus aperiodischen Steueraufwendungen / Steuererträgen (-) 0 -108
Sonstige -22 0
Effektiver Ertragsteueraufwand 365 -56
Effektiver Steuersatz (in % der Steuerbasis) 74,5 -0,3

Der effektive Steuersatz wird insbesondere durch die latenten Steuern, im Wesentlichen resultierend aus der Auftragsfertigung, beeinflusst.

(28) Jahresergebnis / Ergebnis je Aktie

Aus den Jahresergebnissen und der gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zahl der Aktien lässt sich das Ergebnis je Aktie wie folgt ableiten:

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  2010 Vorjahr
Jahresergebnis (in EUR) 124.759,60 19.189.507,28
Anzahl der Aktien 26.400.000,00 26.400.000,00
Ergebnis je Aktie verwässert und unverwässert (in EUR) 0,00 0,73

6. Segmentberichterstattung

6.1 Geschäftssegmentbildung

Wesentliche Grundlage für die Darstellung der Segmentinformationen ist die regelmäßige interne Berichterstattung an die Entscheidungsträger und die in dieser Berichterstattung vorzufindende Struktur der Finanzinformationen. Entsprechend den Organisationsgrundlagen des Konzerns folgen die intern berichteten Segmente der Art der Dienstleistungen sowie dem regulatorischen Umfeld, während geografische Aspekte keine Bedeutung haben. Von hervorgehobener Bedeutung für die Lage des Konzerns ist die Durchführung des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region Hannover durch die Muttergesellschaft üstra, so dass deren Geschäftsaktivitäten und Ergebnisse Gegenstand separater Analysen in der internen Berichterstattung sind. Die Rechtseinheit üstra stellt demzufolge ein eigenständiges Geschäftssegment neben dem Segment der übrigen Verkehrs- und Transportleistungen dar. Daneben bestehen die Segmente Beratungs- und Ingenieurleistungen sowie Sonstige Dienstleistungen. Die Einteilung der Segmente ist somit im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

6.2 Beschreibung der berichteten Segmente

6.2.1 üstra

Im Segment „üstra“ wird über den Betrieb des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region Hannover durch üstra berichtet. Die Nahverkehrsleistungen umfassen den Betrieb von Stadtbahn- und Buslinien.

6.2.2 Sonstige Verkehrs- und Transportleistungen

Das Segment bezieht sich auf die Verkehrs- und Transportleistungen, die von den Tochter- und Beteiligungsgesellschaften von üstra ausgeführt werden. Hierunter fallen überwiegend die von der üstra Reisen GmbH erbrachten Subunternehmerleistungen im Rahmen der Durchführung des Buslinienverkehrs, die als intersegmentäre Leistungen an üstra ausgewiesen werden. Enthalten sind überdies die Ergebnisse der TaxiBus Vertriebs- und Vermittlungsgesellschaft mbH.

6.2.3 Beratungs- und Ingenieurleistungen

Die TransTec-Bau betreibt das Segment Beratungs- und Ingenieurleistungen, das hauptsächlich die Planung und Baubetreuung sowie -steuerung von Stadtbahnbauprojekten beinhaltet. Hieraus werden Honorarumsätze generiert. Darüber hinaus gehende Bautätigkeit, bei der die Gesellschaft als Generalunternehmer Bauarbeiten in eigenem Namen und für eigene Rechnung an Subunternehmen vergeben und anschließend dem Auftraggeber weiterbelastet hat, ist im Wesentlichen auf die Endabwicklung der in den Vorjahren eingeleiteten Projekte konzentriert.

6.2.4 Sonstige Dienstleistungen

Das Segment Sonstige Dienstleistungen umfasst die Tätigkeit der protec, die Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Schutz und der Bewachung von Personen und Objekten erbringt. Ferner gehen in das Segment die Vermietungsleistungen der GTO sowie die Prüfungs- und Beratungsleistungen der RevCon Audit und Consulting GmbH ein, die nahezu ausschließlich gegenüber üstra erbracht werden und sich damit als intersegmentäre Aktivitäten darstellen. Enthalten sind überdies die Ergebnisse aus Werbe- und Vermarktungsaktivitäten der X-CITY MARKETING Hannover GmbH sowie aus Vermietungsaktivitäten der HRG Passerelle, die nicht mehrheitlich durch den Konzern gehalten werden.

6.3 Segmentinformationen

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1. Januar bis 31. Dezember 2010/2009 üstra Sonstige
      Verkehrs- und
      Transport-
      leistungen
  2010
Tsd. €
2009
Tsd. €
2010
Tsd. €
2009
Tsd. €
Segmenterlöse        
Gesamtumsätze 159.299 172.316 10.152 9.740
Intersegmentumsätze 0 0 -8.176 -7.696
Außenumsätze 159.299 172.316 1.976 2.044
a) Abweichende Wertmaßstäbe des Konzernabschlusses / Auftragsfertigung        
b) Konzernabschlussspezifika        
Konzernumsatzerlöse        
Segmentergebnis -580 -1.074 319 406
Enthaltene Zinserträge 912 1.243 14 23
Enthaltene Zinsaufwendungen 3.386 1.449 2 45
Enthaltene planmäßige Abschreibungen und Amortisationen 15.126 18.602 214 177
- davon Amortisationen 0 3.773 0 0
Enthaltener Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
Enthaltene Aufwendungen zur Ausstattung der Versorgungseinrichtung 9.140 27.585 0 0
Enthaltene Erträge in Zusammenhang mit dem Abgang von Finanzanlagen 0 4.831 0 0
Enthaltener Ertragsteueraufwand und - ertrag(-) 2 1 10 13
Überleitungen:        
Segmentergebnis        
a) Abweichende Wertmaßstäbe des Konzernabschlusses        
Auftragsfertigung        
Nutzungsdaueranpassungen bei Sachanlagen        
Korrektur Anlagenabschreibung        
Vorratsbewertung        
Pensionsverpflichtungen        
Unterschiede bei der Bilanzierung        
sonstiger Rückstellungen        
Finanzierungsleasingverhältnisse        
Bewertung von Finanzinstrumenten        
Latente Steuern        
         
b) Konzernabschlussspezifika        
c) Verlustübernahme        
Jahresergebnis        
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1. Januar bis 31. Dezember 2010/2009 Beratungs- Sonstige
  und Dienst-
  Ingenieur- leistungen
  leistungen    
  2010
Tsd. €
2009
Tsd. €
2010
Tsd. €
2009
Tsd. €
Segmenterlöse        
Gesamtumsätze 3.336 3.943 13.052 12.993
Intersegmentumsätze -220 -497 -8.599 -8.481
Außenumsätze 3.116 3.446 4.453 4.512
a) Abweichende Wertmaßstäbe des Konzernabschlusses / Auftragsfertigung        
b) Konzernabschlussspezifika        
Konzernumsatzerlöse        
Segmentergebnis 316 304 1.387 858
Enthaltene Zinserträge 10 29 3 5
Enthaltene Zinsaufwendungen 0 0 191 187
Enthaltene planmäßige Abschreibungen und Amortisationen 77 56 373 372
- davon Amortisationen 0 0 0 0
Enthaltener Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen 0 0 1.144 265
Enthaltene Aufwendungen zur Ausstattung der Versorgungseinrichtung 0 0 0 0
Enthaltene Erträge in Zusammenhang mit dem Abgang von Finanzanlagen 0 0 0 0
Enthaltener Ertragsteueraufwand und - ertrag(-) 0 0 0 0
Überleitungen:        
Segmentergebnis        
a) Abweichende Wertmaßstäbe des Konzernabschlusses        
Auftragsfertigung        
Nutzungsdaueranpassungen bei Sachanlagen        
Korrektur Anlagenabschreibung        
Vorratsbewertung        
Pensionsverpflichtungen        
Unterschiede bei der Bilanzierung        
sonstiger Rückstellungen        
Finanzierungsleasingverhältnisse        
Bewertung von Finanzinstrumenten        
Latente Steuern        
         
b) Konzernabschlussspezifika        
c) Verlustübernahme        
Jahresergebnis        
scroll
1. Januar bis 31. Dezember 2010/2009 Gesamtbetrag
  2010
Tsd. €
2009
Tsd. €
Segmenterlöse    
Gesamtumsätze 185.839 198.992
Intersegmentumsätze -16.995 -16.674
Außenumsätze 168.844 182.318
a) Abweichende Wertmaßstäbe des Konzernabschlusses / Auftragsfertigung 1.382 -31
b) Konzernabschlussspezifika -2.154 -2.279
Konzernumsatzerlöse 168.072 180.008
Segmentergebnis 1.442 494
Enthaltene Zinserträge 939 1.300
Enthaltene Zinsaufwendungen 3.579 1.681
Enthaltene planmäßige Abschreibungen und Amortisationen 15.790 19.207
- davon Amortisationen 0 3.773
Enthaltener Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen 1.144 265
Enthaltene Aufwendungen zur Ausstattung der Versorgungseinrichtung 9.140 27.585
Enthaltene Erträge in Zusammenhang mit dem Abgang von Finanzanlagen 0 4.831
Enthaltener Ertragsteueraufwand und - ertrag(-) 12 14
Überleitungen:    
Segmentergebnis 1.442 494
a) Abweichende Wertmaßstäbe des Konzernabschlusses    
Auftragsfertigung 877 120
Nutzungsdaueranpassungen bei Sachanlagen -2.824 -3.944
Korrektur Anlagenabschreibung 0 4.264
Vorratsbewertung -37 218
Pensionsverpflichtungen 5.735 18.332
Unterschiede bei der Bilanzierung sonstiger Rückstellungen -724 -414
Finanzierungsleasingverhältnisse 62 59
Bewertung von Finanzinstrumenten 0 -60
Latente Steuern -363 58
  2.726 18.633
b) Konzernabschlussspezifika -1.774 63
c) Verlustübernahme -2.269 0
Jahresergebnis 125 19.190

Die Segmentergebnisse enthalten sämtliche Erträge und Aufwendungen, die in das Jahresergebnis nach Steuern, jedoch vor Ergebnisabführung einfließen. Nicht in das Ergebnis des Segments „üstra“ einbezogen sind die Bestandteile des Beteiligungsergebnisses von üstra, da die zugrunde liegenden Aktivitäten in den Ergebnissen der jeweiligen Segmente reflektiert werden. Die Festlegung der Segmentergebnisgröße wie auch die zur Ermittlung der Segmentergebnisse herangezogenen Wertmaßstäbe berücksichtigen die internen Steuerungs- und Berichtspraktiken. Da die interne Berichterstattung keine Informationen zum Segmentvermögen und zu den Segmentschulden enthält und Angaben hierüber auch nicht auf andere Weise dem Konzernvorstand vorgelegt werden, unterbleibt eine Bestimmung des Segmentvermögens und der Segmentschulden gleichfalls in diesem Konzernabschluss.

Bei der Ermittlung der an den Konzernvorstand übermittelten Segmentergebnisse kommen grundsätzlich die für die handelsrechtlichen Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften zugrunde gelegten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (HGB) zum Tragen, die erheblich von den für den Konzernabschluss geltenden IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen abweichen. Folglich divergieren der Gesamtbetrag der Segmentergebnisse und das auf Konzernabschlussebene ausgewiesene Jahresergebnis deutlich. Weiterhin gehen in die Segmentberichterstattung Ergebnisbestandteile jener Tochter- und Beteiligungsgesellschaften ein, die unter Wesentlichkeitserwägungen im Konzernabschluss nicht konsolidiert bzw. nach den für assoziierte Unternehmen geltenden Regelungen anteilig erfasst werden. Die sich hieraus ergebenden Überleitungsposten umfassen im Wesentlichen folgende Sachverhalte:

Auftragsfertigung

Im Konzernabschluss werden die Auftragserlöse aus der Auftragsfertigung der TransTec-Bau entsprechend dem Leistungsfortschritt erfasst, wohingegen die Umsatzerlöse aus solchen Aufträgen und die Gewinne hieraus in der Segmentberichterstattung erst nach Abschluss eines Auftrags realisiert werden.

Nutzungsdaueranpassungen

Für Stadtbahnwagen und Busse von üstra wird in der IFRS-Rechnungslegung von einer längeren wirtschaftlichen Nutzbarkeit ausgegangen, so dass sich die verrechneten Abschreibungen sowie die Aufwendungen und Erträge aus Veräußerungsvorgängen von den handelsrechtlichen Segmentergebnisbestandteilen unterscheiden.

Korrektur Anlagenabschreibungen

In der Segmentberichterstattung des Vorjahres wurden die aus der Neujustierung von Abschreibungsverläufen resultierenden, bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen zusätzlichen Abschreibungen in laufender Rechnung als außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt (3.769 Tsd. € im Segment üstra), wohingegen die Anpassung im Konzernabschluss retrospektiv über eine Korrektur des Vortrags erfolgt war.

Vorratsbewertung

Abweichend zur Segmentberichterstattung nach handelsrechtlichen Wertmaßstäben werden im IFRS-Abschluss keine rein beschaffungsmarktinduzierten Niederstwertabschreibungen vorgenommen.

Pensionsverpflichtungen

Anders als in der handelsrechtlichen Rechnungslegung werden im Konzernabschluss die mittelbar über die Versorgungseinrichtung zugerechneten Pensionsverpflichtungen vollständig angesetzt. Darüber hinaus bestehen Unterschiede im zugrundegelegten Diskontierungssatz. Im Zeitablauf kommt es deshalb zu deutlichen Abweichungen bei der jährlichen Dotierung der Pensionsrückstellungen. Aufgrund der Anwendung des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) in den Einzelabschlüssen ab dem 1. Januar 2010 nähern sich die bisherigen Unterschiede im Bewertungsverfahren sowie in Bewertungsparametern an die Bewertungsverfahren nach IFRS an (Berücksichtigung zukünftiger Einkommens- und Rentensteigerungen).

Unterschiede bei der Bilanzierung sonstiger Rückstellungen

Es handelt sich um Ergebnisverschiebungen, die im Wesentlichen aus der restriktiveren Bilanzierung von Verpflichtungsrückstellungen im IFRS-Konzernabschluss resultieren. Ferner führen die Einbeziehung künftiger Ereignisse in der IFRS-Rechnungslegung sowie unterschiedliche Abzinsungspraktiken zu Bewertungsabweichungen.

Finanzierungsleasing

Sofern Miet-, Pacht-, Leasing-, oder sonstige Nutzungsverhältnisse nach den Regelungen der IFRS als Finanzierungsleasingverhältnisse klassifiziert worden sind, werden die geleasten Gegenstände im Konzernabschluss aktiviert und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit passiviert. An die Stelle der im Segmentergebnis unmittelbar aufwandswirksam verrechneten Leasingraten treten in diesen Fällen mittelbare Leasingaufwendungen in Form von Abschreibungen und Zinsaufwendungen. Dementsprechend kommt es zu einer unterschiedlichen Periodisierung des gesamten Leasingaufwands.

Bewertung von Finanzinstrumenten

Der Überleitungsposten betraf maßgeblich die in der IFRS-Rechnungslegung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapiere (Aktien IVU AG), die im Vorjahr veräußert wurden und die im Konzernabschluss – abweichend zu der Bewertung des Segmentergebnisses – auch über die ursprünglichen Anschaffungskosten hinausgehend im Vorjahr aufgewertet wurden.

Latente Steuern

Aktivische und passivische Steuerüberhänge werden in der Segmentberichterstattung nicht berücksichtigt.

Konzernabschlussspezifika

Bei dem Überleitungsposten zu den Segmenterlösen handelt es sich um Außenumsätze der im Konzernabschluss nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Vergleichbare Sachverhalte schlagen sich auch in dem gleichlautenden Überleitungsposten zum Segmentergebnis nieder.

Verlustübernahme

Die im Einzelabschluss von üstra gezeigte Verlustübernahme im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der VVG wird im Konzernabschluss als Einstellung in die Kapitalrücklage ausgewiesen.

6.4 Angaben auf Konzernebene

Die Umsatzerlöse mit externen Kunden (Außenumsätze) gliedern sich nach der Art der erbrachten Leistungen wie folgt:

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  2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Linien- und Gelegenheitsverkehr 157.646 170.594
Reklameflächenvermietung 1.608 1.674
Bautechnische Planungs- und Beratungsleistungen 4.396 2.790
Bauleistungen 107 625
Unternehmensbezogene Dienstleistungen 4.270 4.277
Sonstige 45 48
  168.072 180.008

Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns sind ausschließlich inlandsbezogen. Umsatzerlöse mit externen Kunden in Drittländern werden nicht getätigt. Über langfristige Vermögenswerte, die außerhalb Deutschlands liegen, verfügt der Konzern nicht.

Der Konzern hat Umsatzerlöse mit einem einzelnen Auftraggeber, der Region Hannover die Finanzierung des Busverkehrs betreffend, von 13.525 Tsd. € (Vorjahr: 29.942 Tsd. €) getätigt, die dem Segment „üstra“ zuzurechnen sind.

7. Sonstige Angaben

7.1 Arbeitnehmerschaft

Im Konzern waren während des Geschäftsjahres 2010 im Jahresdurchschnitt 2.576 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.460) beschäftigt, von denen 1.914 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.886) im Verkehrs- und Transportbereich, 37 Mitarbeiter (Vorjahr: 35) im Bereich Beratungs- und Ingenieurleistungen und 625 Mitarbeiter (Vorjahr: 539) im Bereich sonstige Dienstleistungen tätig waren.

7.2 Nahe stehende Personen

7.2.1 Organbezüge

Die Vergütung des Vorstands setzt sich wie folgt zusammen:

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  Grundvergütung
Tsd. €
Tantieme
Tsd. €
sonstige Vergütung
Tsd. €
2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
André Neiß 208 60 18 286  
Wilhelm Lindenberg 185 56 14 255  
Laufende Bezüge       541 532
Vorsorgeaufwendungen für Ruhestandsbezüge       220 206
        761 738

Die Vorsorgeaufwendungen für Ruhestandsbezüge stellen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses dar und umfassen den im Rahmen der Bildung von Pensionsrückstellungen berücksichtigten Dienstzeitaufwand für den aktuellen Vorstand.

Aktienkursbezogene Vergütungen werden nicht gewährt.

Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene betragen 643 Tsd. €. Der Anwartschaftsbarwert der Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis beträgt 9.049 Tsd. €.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten 41 Tsd. € Sitzungsgelder.

7.2.2 Beziehungen zur Muttergesellschaft

Oberste Muttergesellschaft und gleichzeitig herrschende Gesellschafterin von üstra ist die VVG. Die Beziehungen zur Gesellschafterin beschränken sich auf die typischerweise im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags vorzunehmenden organschaftlichen Steuerverrechnungen sowie auf die Durchführung der Ergebnisabführung. Darüber hinausgehende operative Geschäftsbeziehungen werden nicht unterhalten. In die Bilanz und die Gesamtergebnisrechnung sind die bestehenden Verrechnungsbeziehungen wie folgt eingeflossen:

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  31.12.2010
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Forderungen aus Steuerverrechnungen 1.890 1.821
Verlustausgleichsforderungen 2.269 0
Sonstige Verpflichtungen(-) / Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.159 1.821

Aufgrund der Umstellung des Finanzierungsweges des Busverkehrs seit dem 1. Juli 2010 ergeben sich künftig erhöhte Verlustausgleichsverpflichtungen.

7.2.3 Sonstige Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen

Die sonstigen Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen, die nicht konsolidiert werden, sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst dargestellt:

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2010 Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften
Tsd. €
Assoziierte Unternehmen
Tsd. €
Sonstige verbundene Unternehmen
Tsd. €
Operative Transaktionen      
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen 37 1.950 3.052
Sonstige betriebliche Erträge aus Dienst- leistungen und der Überlassung von Ressourcen 3.565 733 29.778
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe und den Bezug sonstiger Leistungen 8.659 1.720 22.896
Ausstehende Forderungen aus dem Leistungsverkehr 32 884 212
Ausstehende Verbindlichkeiten aus dem Leistungsverkehr 90 59 8.796
Finanzbeziehungen      
Ausleihungen 3.226 1.100 0
Leasingverbindlichkeiten 4.958 0 0
Saldo aus Forderungen / Verbindlichkeiten(-) aus sonstigen Finanzbeziehungen 90 0 0
Gegebene Garantien 0 1.620 0
Zinserträge aus Ausleihungen 155 0 0
Erträge aus dem Eingang wertberichtigter Ausleihungen 0 0 0
Erträge aus Beteiligungen 449 1.813 0
Zinsaufwendungen 241 0 0
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Vorjahr Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften
Tsd. €
Assoziierte Unternehmen
Tsd. €
Sonstige verbundene Unternehmen
Tsd. €
Operative Transaktionen      
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen 38 2.012 3.394
Sonstige betriebliche Erträge aus Dienstleistungen und der Überlassung von Ressourcen 3.441 961 28.620
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe und den Bezug sonstiger Leistungen 8.168 2.056 20.064
Ausstehende Forderungen aus dem Leistungsverkehr 47 316 3.205
Ausstehende Verbindlichkeiten aus dem Leistungsverkehr 94 81 1.186
Finanzbeziehungen      
Ausleihungen 3.315 0 0
Leasingverbindlichkeiten 5.159 0 0
Saldo aus Forderungen / Verbindlichkeiten(-) aus sonstigen Finanzbeziehungen 67 0 0
Gegebene Garantien 0 1.500 0
Zinserträge aus Ausleihungen 228 0 0
Erträge aus dem Eingang wertberichtigter Ausleihungen 3.300 0 0
Erträge aus Beteiligungen 459 31 0
Zinsaufwendungen 251 0 0

Bei den mit nahe stehenden Personen getätigten Umsätzen handelt es sich um Beratungs- und Ingenieurleistungen, die an die Betreiberin des Schienennetzes (infra) erbracht werden, sowie um Dienstleistungen, die mit der Durchführung des Bus- und Stadtbahnwagenverkehrs in Zusammenhang stehen. Die mit sonstigen verbundenen Unternehmen generierten Dienstleistungserträge resultieren vornehmlich aus der Erbringung von Instandhaltungsleistungen an die Betreiberin des Schienennetzes (infra).

Bei der Preisgestaltung der umfangreichen Verrechnungsbeziehungen aus der Erbringung von Dienstleistungen und der Überlassung von Ressourcen sind sowohl das Selbstkostenprinzip wie auch an den Marktverhältnissen orientierte Vergütungsmodelle zur Anwendung gelangt.

Die von sonstigen verbundenen Unternehmen bezogenen Leistungen beziehen sich hauptsächlich auf die Beschaffung von Energie bei den Stadtwerken Hannover AG.

Für die ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten, die sämtlich im Zahlungswege auszugleichen sind, wurden keine Sicherungsabreden getroffen. Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen wegen eines Ausfallrisikos sind nicht angefallen.

Ferner unterhält der Konzern Beziehungen zur Versorgungseinrichtung der üstra e. V., die in erster Linie die Einlage liquider Mittel in das Kassenvermögen betreffen. Die im Berichtsjahr zugeführten Einlagen von 6.140 Tsd. € (Vorjahr: 14.260 Tsd. €) führen zu einer entsprechenden Reduktion der Pensionsrückstellungen und haben somit keine Ergebnisauswirkungen. Darüber hinaus bestehen mit der Versorgungseinrichtung laufende Geschäftsbeziehungen, im Wesentlichen aus der Anmietung von Räumlichkeiten und aus der Weiterbelastung von Kostenanteilen. Hieraus sind im Geschäftsjahr Aufwendungen von 222 Tsd. € (Vorjahr: 224 Tsd. €) und Erträge von 52 Tsd. € (Vorjahr: 45 Tsd. €) erwachsen. Der aktivische Verrechnungssaldo beläuft sich zum 31. Dezember 2010 auf 25 Tsd. € (Vorjahr: 5 Tsd. €).

7.3 Verkehrskonzessionen

üstra hat Konzessionen inne, die zeitlich befristete Genehmigungen für den Betrieb von Bus- und Stadtbahnlinien nach dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) darstellen. Rechte und Pflichten, die sich für üstra aus den Konzessionen ergeben, regeln das PBefG und die zu seiner Durchführung erlassenen Vorschriften. So ist üstra nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet, die genehmigten Linienbetriebe aufzunehmen und während der Laufzeit der Konzessionen aufrechtzuerhalten. Fahrpläne, Beförderungsentgelte und Beförderungsbedingungen, die dem Zustimmungsvorbehalt der Genehmigungsbehörde unterliegen, sind als Auflagen von üstra zu beachten. Für den Betrieb von Stadtbahnlinien besitzt üstra 15 Konzessionen mit unterschiedlichen Restlaufzeiten. Die jeweiligen Laufzeiten enden zwischen dem 24. September 2015 und dem 31. März 2026. Für den Betrieb von Buslinien besitzt üstra 43 Konzessionen, die ganz überwiegend im Jahr 2017 auslaufen.

7.4 Zuwendungen der öffentlichen Hand

Neben den vorstehend genannten Verkehrskonzessionen erhält üstra weitere Zuwendungen der öffentlichen Hand, insbesondere in Form von Investitionszuschüssen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, die nach Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) bzw. dem Niedersächsischen Finanzierungsgesetz (NFG) sowie auf der Grundlage von Einzelvereinbarungen mit Gebietskörperschaften gewährt werden. Hinsichtlich der bezuschussten Investitionen sind regelmäßig Bindefristen zu beachten, deren Verletzung entsprechende Rückforderungsansprüche der Zuwendungsgeber auslöst. Im Berichtsjahr wurden keine Zuwendungen vereinnahmt.

7.5 Für das Geschäftsjahr berechnetes Honorar des Abschlussprüfer s nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von 182 Tsd. € Honorare für die Abschlussprüfungen, 10 Tsd. € für andere Bestätigungsleistungen, 2 Tsd. € für Steuerberatungsleistungen sowie 210 Tsd. € für sonstige Leistungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG und deren verbundene Unternehmen enthalten.

7.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Abschluss des Geschäftsjahrs nicht ereignet.

7.7 Mitteilung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat von üstra haben eine nach § 161 AktG vorgesehene Erklärung am 30. April 2010 abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung im Bundesanzeiger und unter der Homepage der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

7.8 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

 

Hannover, den 22. März 2011

üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Der Vorstand

André Neiß

Wilhelm Lindenberg

Entwicklung der Anlagenwerte zum 31. Dezember 2010

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  Bruttobuchwerte
  Stand am
1.1.2010
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand am
31.12.2010
Immaterielle Vermögenswerte          
Konzessionsähnliche Rechte 18.407.460,78 930.494,09 16.046,19 85.463,00 19.407.371,68
Geleistete Anzahlungen 680.014,40 1.835.707,73 0,00 -85.463,00 2.430.259,13
  19.087.475,18 2.766.201,82 16.046,19 0,00 21.837.630,81
Sachanlagen          
Grundstücke und Bauten 170.324.310,58 65.545,89 24.174,41 855.199,40 171.220.881,46
Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 76.362.285,42 502.115,84 0,00 124.556,46 76.988.957,72
Fahrzeuge für Personenverkehr 470.073.977,85 4.713.126,10 5.874.973,83 21.127,42 468.933.257,54
Maschinen und maschinelle Anlagen 10.941.236,78 367.804,89 26.049,34 0,00 11.282.992,33
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 76.449.635,57 1.972.046,48 602.067,73 294.930,71 78.114.545,03
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.144.553,51 3.531.605,82 8.690,20 -1.295.813,99 4.371.655,14
  806.295.999,71 11.152.245,02 6.535.955,51 0,00 810.912.289,22
Finanzanlagen          
Übrige Finanzanlagen 7.166.898,63 1.288.971,38 512.547,41 0,00 7.943.322,60
  7.166.898,63 1.288.971,38 512.547,41 0,00 7.943.322,60
  832.550.373,52 15.207.418,22 7.064.549,11 0,00 840.693.242,63
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  Abschreibungen und verrechnete Investitionszuschüsse
  Stand am
1.1.2010
  Zugänge
  Abgänge
 
Immaterielle Vermögenswerte            
  511.087,49 * 0,00 * 0,00 *
Konzessionsähnliche Rechte 15.184.264,87   971.051,93   16.046,19  
  0,00 * 0,00 * 0,00 *
Geleistete Anzahlungen 202,00   0,00   0,00  
  511.087,49 * 0,00 * 0,00 *
  15.184.466,87   971.051,93   16.046,19  
Sachanlagen            
  77.622.465,79 * 0,00 * 0,00 *
Grundstücke und Bauten 45.311.049,92   2.218.958,80   0,00  
Gleisanlagen, Streckenausrüstung und 40.930.011,41 * 2.500,00 * 0,00 *
Sicherungsanlagen 18.532.593,95   1.503.912,85   0,00  
  225.949.063,84 * 0,00 * 74.087,60 *
Fahrzeuge für Personenverkehr 172.567.557,36   9.161.171,08   5.557.682,11  
        *    
  1.318.953,18 * 0,00 * 0,00 *
Maschinen und maschinelle Anlagen 6.821.318,70   562.662,01   20.671,61  
Andere Anlagen, 26.865.967,66 * 0,00 * 0,00 *
Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.589.725,77   3.709.986,22   597.083,94  
  0,00 * 0,00 * 0,00 *
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00   0,00   0,00  
  372.686.461,88 * 2.500,00 * 74.087,60 *
  276.822.245,70   17.156.690,96   6.175.437,66  
Finanzanlagen            
Übrige Finanzanlagen 1.233.841,25   2.763,01   40.263,01  
  1.233.841,25   2.763,01   40.263,01  
  373.197.549,37 * 2.500,00 * 74.087,60 *
  293.240.553,82   18.130.505,90   6.231.746,86  
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  Abschreibungen und verrechnete Investitionszuschüsse
  Umbuchungen
  Stand am
31.12.2010
 
Immaterielle Vermögenswerte        
  0,00 * 511.087,49 *
Konzessionsähnliche Rechte 0,00   16.139.270,61  
  0,00 * 0,00 *
Geleistete Anzahlungen 0,00   202,00  
  0,00 * 511.087,49  
  0,00   16.139.472,61  
Sachanlagen        
  0,00 * 77.622.465,79 *
Grundstücke und Bauten 0,00   47.530.008,72  
Gleisanlagen, Streckenausrüstung und 0,00 * 40.932.511,41 *
Sicherungsanlagen 0,00   20.036.506,80  
  -1.208,93 * 225.873.767,31 *
Fahrzeuge für Personenverkehr 0,00   176.171.046,33  
  0,00 * 1.318.953,18 *
Maschinen und maschinelle Anlagen 0,00   7.363.309,10  
Andere Anlagen, 0,00 * 26.865.967,66 *
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00   36.702.628,05  
  1.208,93 * 1.208,93 *
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00   0,00  
  0,00 * 372.614.874,28 *
  0,00   287.803.499,00  
Finanzanlagen        
Übrige Finanzanlagen 0,00   1.196.341,25  
  0,00   1.196.341,25  
  0,00 * 373.125.961,77 *
  0,00   305.139.312,86  
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  Nettobuchwerte
Stand am
31.12.2010
Immaterielle Vermögenswerte  
Konzessionsähnliche Rechte 2.757.013,58
Geleistete Anzahlungen 2.430.057,13
  5.187.070,71
Sachanlagen  
Grundstücke und Bauten 46.068.406,95
Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 16.019.939,51
Fahrzeuge für Personenverkehr 66.888.443,90
Maschinen und maschinelle Anlagen 2.600.730,05
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.545.949,32
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.370.446,21
  150.493.915,94
Finanzanlagen  
Übrige Finanzanlagen 6.746.981,35
  6.746.981,35
  162.427.968,00

* = verrechnete Investitionszuschüsse

Entwicklung der Anlagenwerte zum 31. Dezember 2009

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  Bruttobuchwerte
  Stand am
1.1.2009
Zugänge
Abgänge
Immaterielle Vermögenswerte      
Konzessionsähnliche Rechte 16.989.864,96 1.232.992,32 132.390,27
Geleistete Anzahlungen 1.144.525,78 217.059,00 0,00
  18.134.390,74 1.450.051,32 132.390,27
Sachanlagen      
Grundstücke und Bauten 169.081.784,70 1.553.263,10 310.737,22
Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 75.442.672,76 554.119,12 45.779,12
Fahrzeuge für Personenverkehr 469.679.035,81 5.437.709,00 5.042.766,96
Maschinen und maschinelle Anlagen 10.278.455,05 741.006,68 163.223,95
Andere Anlagen,      
Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.961.634,81 2.367.676,55 15.017.632,59
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.219.340,53 1.194.864,83 0,00
  814.662.923,66 11.848.639,28 20.580.139,84
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen      
Übrige Finanzanlagen 17.952.072,24 0,00 10.785.173,61
  17.952.072,24 0,00 10.785.173,61
  850.749.386,64 13.298.690,60 31.497.703,72
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  Bruttobuchwerte
  Umbuchungen
Stand am
31.12.2009
Immaterielle Vermögenswerte    
Konzessionsähnliche Rechte 316.993,77 18.407.460,78
Geleistete Anzahlungen -681.570,38 680.014,40
  -364.576,61 19.087.475,18
Sachanlagen    
Grundstücke und Bauten 0,00 170.324.310,58
Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 411.272,66 76.362.285,42
Fahrzeuge für Personenverkehr 0,00 470.073.977,85
Maschinen und maschinelle Anlagen 84.999,00 10.941.236,78
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.137.956,80 76.449.635,57
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -9.269.651,85 2.144.553,51
  364.576,61 806.295.999,71
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 0,00 0,00
Finanzanlagen    
Übrige Finanzanlagen 0,00 7.166.898,63
  0,00 7.166.898,63
  0,00 832.550.373,52
scroll
  Abschreibungen und verrechnete Investitionszuschüsse
  Stand am
1.1.2009
  Zugänge
  Abgänge
 
Immaterielle Vermögenswerte            
  511.087,49 * 0,00 * 0,00 *
Konzessionsähnliche Rechte 14.407.075,13   909.580,01   132.390,27  
  0,00 * 0,00 * 0,00 *
Geleistete Anzahlungen 202,00   0,00   0,00  
  511.087,49 * 0,00 * 0,00 *
  14.407.277,13   909.580,01   132.390,27  
Sachanlagen            
  77.622.465,79 * 0,00 * 0,00 *
Grundstücke und Bauten 43.818.021,70   1.694.053,04   201.024,82  
Gleisanlagen, Streckenausrüstung und 40.961.577,52 * 773,20 * 32.339,31 *
Sicherungsanlagen 17.021.242,73   1.524.791,03   13.439,81  
  226.115.760,94 * 0,00 * 166.697,10 *
Fahrzeuge für Personenverkehr 167.271.286,33   9.278.071,60   3.981.800,57  
        *    
  1.318.953,18 * 0,00 * 0,00 *
Maschinen und maschinelle Anlagen 6.345.751,78   638.790,87   163.223,95  
Andere Anlagen, 27.170.307,16 * 0,00 * 304.339,50 *
Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.381.155,85   3.808.667,36   14.600.097,44  
  0,00 * 0,00 * 0,00 *
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00   0,00   0,00  
  373.189.064,59 * 773,20 * 503.375,91 *
  278.837.458,39   16.944.373,90   18.959.586,59  
  0,00 * 0,00 * 0,00 *
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 0,00   0,00   0,00  
Finanzanlagen            
Übrige Finanzanlagen 10.721.623,42   3.729,00   9.491.511,17  
  10.721.623,42   3.729,00   9.491.511,17  
  373.700.152,08 * 773,20 * 503.375,91 *
  303.966.358,94   17.857.682,91   28.583.488,03  
scroll
  Abschreibungen und verrechnete Investitionszuschüsse
  Umbuchungen
  Stand am
31.12.2009
 
Immaterielle Vermögenswerte        
  0,00 * 511.087,49 *
Konzessionsähnliche Rechte 0,00   15.184.264,87  
  0,00 * 0,00 *
Geleistete Anzahlungen 0,00   202,00  
  0,00 * 511.087,49  
  0,00   15.184.466,87  
Sachanlagen        
  0,00 * 77.622.465,79 *
Grundstücke und Bauten 0,00   45.311.049,92  
Gleisanlagen, Streckenausrüstung und 0,00 * 40.930.011,41 *
Sicherungsanlagen 0,00   18.532.593,95  
  0,00 * 225.949.063,84 *
Fahrzeuge für Personenverkehr 0,00   172.567.557,36  
  0,00 * 1.318.953,18 *
Maschinen und maschinelle Anlagen 0,00   6.821.318,70  
Andere Anlagen, 0,00 * 26.865.967,66 *
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00   33.589.725,77  
  0,00 * 0,00 *
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00   0,00  
  0,00 * 372.686.461,88 *
  0,00   276.822.245,70  
  0,00 * 0,00 *
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 0,00   0,00  
Finanzanlagen        
Übrige Finanzanlagen 0,00   1.233.841,25  
  0,00   1.233.841,25  
  0,00 * 373.197.549,37 *
  0,00   293.240.553,82  
scroll
  Nettobuchwerte
Stand am
31.12.2009
Immaterielle Vermögenswerte  
Konzessionsähnliche Rechte 2.712.108,42
Geleistete Anzahlungen 679.812,40
  3.391.920,82
Sachanlagen  
Grundstücke und Bauten 47.390.794,87
Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 16.899.680,06
Fahrzeuge für Personenverkehr 71.557.356,65
Maschinen und maschinelle Anlagen 2.800.964,90
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.993.942,14
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.144.553,51
  156.787.292,13
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 0,00
Finanzanlagen  
Übrige Finanzanlagen 5.933.057,38
  5.933.057,38
  166.112.270,33

* = verrechnete Investitionszuschüsse

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Hannover, aufgestellten Konzernabschluss bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hannover, den 22. März 2011

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Norbert Versen, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jörg Gropengießer, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2010

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Er war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden.

Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres durch schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftslage unter Berücksichtigung der Risiken der Unternehmenstätigkeit und des damit zusammenhängenden Risikomanagements sowie über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, über die Personalsituation, über den Geschäftsverlauf der Gesellschaft sowie über Investitionsvorhaben und grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik unterrichten lassen.

Darüber hinaus hat er vom Vorstand in den Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse unter dem Tagesordnungspunkt „Bericht des Vorstands“ jeweils umfassend Informationen über die das Unternehmen aktuell betreffenden Angelegenheiten erhalten.

Detailliert wurden Fragen der künftigen Finanz-, Investitions- und Personalplanung erörtert und – teilweise unter Beteiligung von Referenten – vertieft. Alle wesentlichen Geschäftsvorfälle, insbesondere alle Maßnahmen, die nach Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden geprüft, ausführlich erörtert und – sofern erforderlich – entschieden. Soweit für Geschäftsführungsmaßnahmen nach Gesetz oder anderen Regelungen eine Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, hat der Aufsichtsrat dazu ausführliche schriftliche Informationen vom Vorstand erhalten und den vorgelegten Geschäftsführungsmaßnahmen nach ausgiebiger vorheriger Prüfung seine Zustimmung erteilt.

Der Aufsichtsrat hat alle Berichte des Vorstands geprüft, in seinen Sitzungen umfassend erörtert und mit dem Vorstand beraten sowie die erforderlichen Entscheidungen getroffen.

Zu Maßnahmen gemäß § 111 Abs. 2 Satz 1 AktG (zum Beispiel Einsicht in Bücher und Schriften der Gesellschaft) bestand keine Veranlassung. Sonderberichte des Vorstands nach § 90 Abs. 3 AktG wurden im Geschäftsjahr 2010 ebenfalls nicht erbeten, da der Aufsichtsrat auf Grund der umfassenden Regelberichterstattung des Vorstands keine Veranlassung dazu sah.

Darüber hinaus hielt der Vorsitzende des Aufsichtsrats umfassenden Kontakt zu dem Vorstandsvorsitzenden und dem weiteren Mitglied des Vorstands. In zahlreichen Gesprächen wurden alle wichtigen Ereignisse und Fragen der Geschäftstätigkeit und der Unternehmensstrategie besprochen.

Im Berichtsjahr haben sich der Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrats in insgesamt 26 Sitzungen, so im Einzelnen:

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Verkehrs- und Bauausschuss 4 Sitzungen,  
Finanz- und Prüfungsausschuss 5 Sitzungen (davon eine außerordentliche),
Beteiligungsausschuss 3 Sitzungen,  
Präsidialausschuss 7 Sitzungen (davon zwei außerordentliche) und
Aufsichtsratsplenum 7 Sitzungen (davon eine Klausurtagung und
    zwei außerordentliche Sitzungen),

von der Ordnungs- und Zweckmäßigkeit der Geschäftsführung des Vorstands überzeugt. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

Darüber hinaus hat das Aufsichtsratsplenum außerhalb einer Sitzung einen Beschluss im schriftlichen Verfahren gefasst.

Schwerpunkte der Überwachung und Beratung

Schwerpunkte der Überwachungs- und Beratungstätigkeit des Aufsichtrats im Berichtsjahr waren neben der Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2009 und der wirtschaftlichen Entwicklung von üstra und ihren Töchtern im Berichtszeitraum vor allem die folgenden Themen:

Die Dienstverträge der beiden Vorstandsmitglieder wurden zur Anpassung an die Änderungen des Aktiengesetzes durch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) neu gefasst (Beschlussfassung am 28. Januar 2010; Vertragsabschluss am 08. Februar 2010).

Beide Vorstandsmitglieder wurden für jeweils weitere fünf Jahre wiedergewählt (Beschlussfassung am 28. Januar 2010):

André Neiß, Vorstandsvorsitzender:
für die Zeit vom 01. September 2010 bis zum 31. August 2015;

Wilhelm Lindenberg, Arbeitsdirektor:
für die Zeit vom 01. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2015.

Der Aufsichtsrat hat nach eingehender Selbstprüfung und ausführlicher Erörterung die Aufsichtsratsmitglieder, welche die besonderen persönlichen Voraussetzungen gemäß § 100 Abs. 5 AktG erfüllen, („Finanzexperte“) benannt (Beschlussfassung am 19. Februar 2010).

Der Aufsichtsrat hat die zum 13. Dezember 2010 geplante Änderung der Fahrpreise ausführlich beraten und beschlossen (Beschlussfassung am 30. April 2010).

Der Aufsichtsrat hat der Verschmelzung von intalliance rail GmbH auf üstra als weitere Maßnahme zur Neuordnung des Beteiligungsportfolios zugestimmt
(Beschlussfassung am 30. April 2010).

Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus intensiv mit der Neuordnung der Verkehrsfinanzierung beschäftigt (Sitzung am 30. April 2010).

Der Aufsichtsrat hat seine Geschäftsordnung zur Anpassung an die Änderungen des Aktiengesetzes durch das VorstAG und das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz – BilMoG) neu gefasst (Beschlussfassung am 03. Juni 2010).

Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus intensiv mit Maßnahmen zur Bewältigung des demographischen Wandels (Arbeitsgestaltung, Qualifizierung usw.) beschäftigt (Sitzung am 30. April 2010) und zu diesem Zweck der Einführung von Wertkonten zugestimmt (Beschlussfassung am 03. Juni 2010).

Des weiteren hat der Aufsichtsrat sich ausführlich mit der Beschaffung von neuen Stadtbahnfahrzeugen und Bussen und mit dem Einsatz neuer Technologien für den ÖPNV befasst (Sitzungen am 03. Juni und 10. Dezember 2010).

In einer Klausurtagung hat sich der Aufsichtsrat außerdem ausführlich mit der Marketingstrategie von üstra, mit den Entwicklungen im regionalen Verkehrsmarkt sowie mit der Professionalisierung von Dienstleistungsarbeit in Schlüsselbranchen des Verkehrsmarktes befasst (Sitzung am 04. Juni 2010).

Schließlich hat der Aufsichtsrat mit seiner Zustimmung zum Wirtschaftsplan für 2011 den künftigen wirtschaftlichen Rahmen für üstra festgelegt (Beschlussfassung am 10. Dezember 2010).

Deutscher Corporate Governance Kodex

Im Geschäftsjahr 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat am 30. April 2010 die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Abs. 1 AktG unterzeichnet. Auf Grund der Aktionärsstruktur des Unternehmens, des damit verbundenen geringen Streubesitzes und der Tatsache, dass die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ausschließlich einen regionalen Bezug hat, wurde nach eingehender Beratung beschlossen, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nicht zu folgen. Einwände des Abschlussprüfers gegen die Entsprechenserklärung wurden nicht erhoben. Die aktuelle Entsprechenserklärung kann auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.uestra.de eingesehen werden.

Jahresabschluss und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010

Die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2010 gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 einschließlich Lagebericht über das Geschäftsjahr 2010 sowie den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 einschließlich Konzernlagebericht über das Geschäftsjahr 2010 geprüft und beide mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat eine Vorprüfung des Jahresabschlusses mit Lagebericht und des Konzernabschlusses mit Konzernlagebericht durchgeführt und in seiner Sitzung am 28. April 2011 zusammen mit dem Vorstand die beiden Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Finanz- und Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss mit Lagebericht, den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht und die beiden Prüfungsberichte seinerseits sorgfältig geprüft und in seiner Sitzung am 29. April 2011 zusammen mit dem Vorstand und in Gegenwart des Abschlussprüfers intensiv erörtert.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwände gegen den Jahresabschluss mit Lagebericht, den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht sowie die beiden Prüfungsberichte erhoben und den Jahresabschluss und den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 29. April 2011 gebilligt.

Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand ebenso wie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von üstra für die im Geschäftsjahr 2010 geleistete erfolgreiche Arbeit.

 

Hannover, den 29. April 2011

Aufsichtsrat der
üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Der Aufsichtsratsvorsitzende

Hauke Jagau