![]() üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AktiengesellschaftHannoverZwischenmitteilung nach § 37 WpHG
Zwischenmitteilung
1. Wesentliche Ereignisse der GeschäftsentwicklungDer Kreis der konsolidierten Unternehmen des Konzerns der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft (üstra) hat sich im Berichtszeitraum nicht verändert. Der üstra Konzern ist weiterhin in drei Sparten gegliedert. Die wirtschaftlich höchste Bedeutung kommt der Sparte „Verkehrs- und Transportleistungen“ zu. Innerhalb dieser Sparte wird die üstra als wirtschaftlich mit Abstand bedeutendste Einheit betrachtet. Die Sparte „Beratungs- und Ingenieurleistungen“ enthält die Geschäftstätigkeit der TransTec Bauplanungs- und Managementgesellschaft Hannover mbH (TransTec-Bau). Die Sparte „Sonstige Dienstleistungen“ umfasst die Aktivitäten der protec service GmbH (protec). 1.1 Verkehrs- und Transportleistungen Das Ergebnis der üstra entwickelte sich im Zeitraum Januar bis März 2014 gegenüber der Planung positiv und lag unterhalb des Vorjahresniveaus. Die Vorschau auf das Jahresergebnis geht von einer deutlichen Verbesserung gegenüber den Planungen aus. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum leicht um 0,4 % angestiegen. Die auf der Ebene des Verkehrsverbundes Großraum-Verkehr Hannover (GVH) im Dezember 2013 durchgeführte Tariferhöhung um durchschnittlich 3,1 % konnte bisher ihre gewünschte Wirkung entfalten und hat die Umsatzrückgänge im Ticketsegment kompensiert. Letztere waren im Wesentlichen auf die milde Witterung im gesamten ersten Quartal im Vergleich zu den völlig gegensätzlichen winterlichen Vergleichsmonaten des Vorjahres und die drei ganztägigen Warnstreiks im öffentlichen Dienst im März, bei denen die üstra den Betrieb einstellen musste, zurückzuführen. Positiv entwickelte sich im ersten Quartal 2014 die Aufwandseite der üstra. Die Aufwendungen lagen zwar über den Aufwendungen des vergleichbaren Vorjahreszeitraums, gleichzeitig aber deutlich unter den Planansätzen. Im Wesentlichen zeigte sich dies in unter Plan liegenden Energiekosten. Die tatsächliche Kostenentwicklung für Diesel liegt unter dem in der Planung unterstellten Preisanstieg und außerdem wurde die üstra, entgegen der Planung auch für das Jahr 2014 von der Zahlung der EEG-Umlage für den Fahrstrom anteilig befreit. Daneben investiert die üstra weiter in einen kundenorientierten und nachhaltigen öffentlichen Nahverkehr. In den Jahren 2011 und 2013 wurden jeweils 50 neue Stadtbahnfahrzeuge vom Typ TW 3000 bestellt, deren Auslieferung mit dem ersten Fahrzeug im Laufe des Jahres 2014 begonnen hat. Die gesamte Beschaffungsmaßnahme erstreckt sich bis 2018. Die Maßnahme wird vom Land Niedersachsen zu 50 % gefördert. Der Ausbau der Hybridbusflotte erfolgt mit der Auslieferung weiterer Fahrzeuge im zweiten Halbjahr 2014. Diese Maßnahme wird vom Land Niedersachsen im Rahmen des Schaufensters „Elektromobilität“ gefördert. Die Risikolage der üstra hat sich gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2013 erhöht. Die Anzahl der Risiken hat sich zwar reduziert, aber durch die Neubewertung des Risikos für den Fall des Verlustes der Liniengenehmigung erhöhte sich das Schadenpotential. 1.2 Beratungs- und Ingenieurleistungen Umsatz und Ergebnis der TransTec-Bau entwickelten sich im Zeitraum Januar bis März 2014 geringfügig besser als erwartet. Die TransTec-Bau erbrachte ihre Leistungen weiterhin überwiegend in Hannover. Im Auftrag der infra Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH, Hannover (infra), wurden die Planungsaktivitäten, die die Streckenverlängerung Misburg-Zentrum sowie eine Reihe von Hochbahnsteigen (Laatzen, Großer Hillen und Saarbrücker Straße) umfassten, weitergeführt. Außerdem wurden die Planungen an der Verlängerungsstrecke nach Hemmingen im Abschnitt Westerfeld und für das Projekt „Zehn Siebzehn“ fortgeführt. Im überregionalen Bereich wurden die bestehenden Planungsaufträge in Frankfurt am Main, Magdeburg, Düsseldorf und Köln weiter bearbeitet. Die Risikolage zeigte sich gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2013 unverändert. 1.3 Sonstige Dienstleistungen Umsatz und Ergebnis der protec entwickelten sich im Zeitraum Januar bis März 2014 besser als erwartet. Die protec erbringt Ihre Leistungen überwiegend im üstra Konzern im Bereich Sauberkeit und Sicherheit in den Bussen und Bahnen und auf den Haltestellen der üstra. Die Umsatzsteigerung und die damit verbundene Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Planansatz sind insbesondere auf die gestiegenen Anforderungen im Bereich Reinigung aufgrund von Flächenanpassungen und Sonderreinigungen sowie leicht erhöhte Umsätze im Bereich der Fahrausweisprüfung zurück zu führen. Der milde Winter und der damit verbundene geringere Einsatz von Ressourcen stützte das bisher positive Ergebnis. Zum 1. Januar 2014 hat die Einarbeitung des neuen Geschäftsführers begonnen. Darüber hinaus haben in den ersten Monaten die Vorbereitungen für eine umfangreiche Investition im Bereich der Parkplatzbewirtschaftung begonnen. Im Rahmen des Neubaus des Krankenhauses Siloah wird in 2014 eine neue Parkfläche in Betrieb genommen. Die Risikolage zeigte sich gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2013 unverändert. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des üstra-KonzernsDie Ertragslage des üstra Konzerns entwickelte sich im Berichtszeitraum gegenüber der Planung insgesamt besser als erwartet, was besonders auf die üstra zurückzuführen war. Die Finanzlage des üstra Konzerns ist besonders durch die üstra beeinflusst. Gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2013 hat es keine wesentlichen Veränderungen gegeben. Insgesamt ist die Finanzlage des Konzerns derzeit weiterhin auf einem hohen Niveau gesichert und die liquiden Mittel reichen aus, um sämtliche Verpflichtungen der Konzerngesellschaften zu erfüllen. Die Finanzverbindlichkeiten des üstra-Konzerns wurden in den letzten Jahren durch die planmäßige Tilgung von Bankdarlehen deutlich vermindert. Den hohen mittel- bzw. langfristigen Investitionsbedarf für die Erneuerung der Fahrzeugflotte kann die üstra voraussichtlich ab 2017 nicht mehr mit eigenen Mitteln abdecken. Deshalb sind gemeinsam mit der Region Hannover verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen, über die zu entscheiden ist.
Hannover, den 20. Mai 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Der Vorstand André Neiß Wilhelm Lindenberg |