ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Hannover

Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2018

Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 und
Konzernzwischenlagebericht für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2018

INHALTSVERZEICHNIS

Konzernzwischenlagebericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018

Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018

Konzernbilanz zum 30. Juni 2018

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2018

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 30. Juni 2018

Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018

Verkürzter Konzernanhang für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Konzernzwischenlagebericht für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni

Inhaltsverzeichnis

1.

Grundlagen des Konzerns

2.
Wirtschaftsbericht 1. Halbjahr 2018
2.1

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

2.2
Wichtige Aktivitäten und Ereignisse im 1. Halbjahr 2018
2.2.1

Verkehrs- und Transportleistungen

2.2.2

Beratungs- und Ingenieurleistungen

2.2.3

Sonstige Dienstleistungen

2.3
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im 1. Halbjahr 2018
2.3.1

Ertragslage

2.3.2

Vermögens- und Finanzlage

3.
Chancen- und Risikobericht der künftigen Entwicklung im 2. Halbjahr 2018
3.1

Chancen- und Risikomanagementsystem

3.2
Verkehrs- und Transportleistungen
3.2.1

ÜSTRA

3.2.2

ÜSTRA Reisen

3.3
Beratungs- und Ingenieurleistungen
3.3.1

TransTecBau

3.4
Sonstige Dienstleistungen
3.4.1

protec

3.4.2

RevCon

3.4.3

Gehry-Tower

3.5

Fazit - Beurteilung aus Sicht des Vorstands

4.
Prognosebericht zur Entwicklung im 2. Halbjahr 2018
4.1
Verkehrs- und Transportleistungen
4.1.1

ÜSTRA

4.1.2

ÜSTRA Reisen

4.2
Beratungs- und Ingenieurleistungen
4.2.1

TransTecBau

4.3
Sonstige Dienstleistungen
4.3.1

protec

4.3.2

RevCon

4.3.3

Gehry-Tower

1. Grundlagen des Konzerns

Der Konsolidierungskreis des Konzerns der ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Hannover (ÜSTRA), hat sich im Berichtszeitraum nicht verändert.

Der ÜSTRA Konzern ist in drei Segmente gegliedert:

Die wirtschaftlich höchste Bedeutung kommt dem Segment „Verkehrs- und Transportleistungen“ zu. Innerhalb dieses Segments wird die ÜSTRA als wirtschaftlich mit Abstand bedeutendste Einheit separat betrachtet, ebenfalls diesem Segment wird die ÜSTRA Reisen GmbH, Hannover (ÜSTRA Reisen) zugeordnet. Das Segment „Beratungs- und Ingenieurleistungen“ beinhaltet die Geschäftstätigkeit der TransTec Bauplanungs- und Managementgesellschaft Hannover mbH, Hannover (TransTecBau). Das Segment „Sonstige Dienstleistungen“ umfasst die Aktivitäten der protec Service GmbH, Hannover (protec), der RevCon Audit und Consulting GmbH, Hannover (RevCon) sowie der Gehry-Tower Objektgesellschaft mbH, Hannover (Gehry-Tower).

2. Wirtschaftsbericht 1. Halbjahr 2018

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Nach Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr bis Mai nur vergleichsweise verhalten zugenommen. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich im ersten Quartal vor dem Hintergrund einer geringen Dynamik von wichtigen deutschen Absatzmärkten und aufgrund vorübergehender nationaler Sondereffekte lediglich um 0,3 Prozent. Nach dieser unsteten und schwachen Industrieproduktion in den letzten Monaten, kam es im Mai zu kräftigen Produktionssteigerungen. Das Baugewerbe befindet sich in einer Hochkonjunktur und in den Dienstleistungsbereichen werden weiterhin Arbeitskräfte gesucht und eingestellt. Die Einkommen steigen und die Konsumnachfrage der privaten Haushalte bleibt rege. Auch der Handel zeigt sich weiter zuversichtlich.

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lagen die Verbraucherpreise zum 30. Juni 2018 um 2,1 % höher als im Juni 2017. Die Inflationsrate lag damit zum 2. Mal in Folge über 2 %. Maßgeblich beeinflusst wurde sie durch die Preisentwicklung der Energieprodukte. Der Preisanstieg bei Energie betrug gegenüber dem Vorjahresmonat 6,4 %. Insbesondere leichtes Heizöl verteuerte sich von Juni 2017 bis Juni 2018 um 30,3 %. Kraftstoffe waren 11,3 % teurer als ein Jahr zuvor, die Preissteigerung beim Strom lagen bei vergleichsweise moderaten 1,2 %.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg auf 44,7 Millionen. Gegenüber Juni 2017 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 1,3 % zu. Die Arbeitslosigkeit ging somit im Vergleich zu den Vormonaten weiterhin zurück, allerdings hat die Wachstumsdynamik seit Jahresbeginn leicht abgenommen. Bundesweit lag die Zahl der Erwerbslosen im Juni 2018 bei 5,0 % (Vorjahr: 5,5 %). Im Bezirk der Agentur für Arbeit Hannover lag die Arbeitslosenquote im Juni 2018 bei 6,5 % (Vorjahr: 7,1 %).

Der Personenverkehr mit Bussen und Bahnen lag im Jahr 2017 weiter auf Wachstumskurs. Lt. Pressemitteilung Destatis vom 04.04.2018 nutzten Fahrgäste im Jahr 2017 in Deutschland den Liniennah- und -fernverkehr mit Bussen und Bahnen erstmals über 11,5 Milliarden Mal. Dies entspricht einem Anstieg um 1,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Durchschnittlich wurden im Jahr 2017 pro Tag 31,5 Millionen Fahrgäste im Linienverkehr befördert. Die stärkere Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wurde auch durch die jeweils gestiegene Zahl der Einwohner, Erwerbstätigen, Schüler sowie Studenten begünstigt.

2.2 Wichtige Aktivitäten und Ereignisse im 1. Halbjahr 2018

2.2.1 Verkehrs- und Transportleistungen

2.2.1.1 ÜSTRA

Für das erste Halbjahr 2018 blickt die ÜSTRA insgesamt auf eine erwartete Geschäftsentwicklung zurück.

Die auf Ebene des Großraum-Verkehr Hannover (GVH) zum 1. Januar 2018 durchgeführte Tarifanpassung von durchschnittlich 1,9 % konnte Mindereinnahmen bei den erhöhten Beförderungsentgelten sowie den Ausgleichszahlungen (Schwerbehindertenbeförderung gem. §148 SGB IX sowie GVH-Pool) ein Stück weit kompensieren. Trotzdem sind die Fahrgasteinnahmen der ÜSTRA im Vorjahresvergleich 0,77 % unter denen des 1. Halbjahres 2017 geblieben, konnten jedoch durch Erträge aus dem Drittgeschäft und sonstige betriebliche Erträge mehr als ausgeglichen werden. Aufgrund der weiterhin vielen Baustellen im Stadtgebiet wurde im ersten Halbjahr nur ein leichter Anstieg bei der Fahrgast-Nachfrage verzeichnet.

Die sich im Vorjahresvergleich abbildenden Aufwandssteigerungen der ÜSTRA im ersten Halbjahr 2018 sind maßgeblich geprägt durch die Tariferhöhung zum 01. März, höhere Abschreibungen aufgrund der Erneuerungen der Fahrzeugflotte (TW 3000 und Busse) sowie durch die aufgrund der Ergebnissituation im Stadtbahnbereich höheren Pachtabgabe an die infra Infrastrukturgesellschaft Region Hannover mbH, Hannover (infra).

Da die Aufwandssteigerungen die Einnahmenerhöhungen in Summe überwogen haben, weist die ÜSTRA zum 1. Halbjahr 2018 ein um 5.410 Tsd. € schlechteres Ergebnis als im Vorjahr aus. In der Vorschau 2018 wird ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau erwartet.

Als Mobilitätsdienstleisterin für den öffentlichen Nahverkehr gehört es zum Selbstverständnis der ÜSTRA, Verkehrsleistungen wirtschaftlich zu erbringen, umweltfreundlich zu denken und zu handeln und Verantwortung für ihre Kunden sowie für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu übernehmen. Die ÜSTRA leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge, sondern auch zum Klima- und Gesundheitsschutz in der Region Hannover.

Deshalb fühlt sich die ÜSTRA auch den Zielen des von der Region Hannover verabschiedeten Klimaschutzrahmenprogramms verpflichtet. Um die dort definierten Ziele, die CO2-Emissionen in Hannover bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken, zu erreichen, kauft die ÜSTRA z.B. bereits seit 2015 ausschließlich CO2-freien Strom ein.

Im Straßenverkehr stellen Stickstoffdioxidbelastungen, welche mit dem Betrieb von Dieselfahrzeugen entstehen, eine weitere Herausforderung dar. Deshalb will die ÜSTRA innerhalb der kommenden fünf Jahre ihre komplette Busflotte auf Elektrofahrzeuge umstellen. Dieses Ziel hat sich der Vorstand der ÜSTRA Anfang 2018 gesetzt und möchte mit der Elektrobusoffensive bis zum Jahr 2023 innerhalb der Umweltzone Hannovers komplett elektrisch fahren. Durch die Umstellung auf einen reinen Elektroantrieb könnten so pro Jahr 3,8 Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht dem Schadstoffausstoß von mehr als 2.400 Pkw.

Im März 2018 hat die ÜSTRA zusätzlich zu den bislang georderten 146 Stadtbahnen des Typs TW 3000 sieben weitere Fahrzeuge des gleichen Typs bestellt. Möglich wird diese Bestellung durch eine Förderung der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) in Höhe von 50 Prozent des Kaufpreises, deren Zusage nach intensiver Prüfung nun erfolgt ist.

Die restliche Kaufsumme wird mit der Herstellerrückvergütung sowie dem Schadenersatz verrechnet, die die ÜSTRA mit dem Herstellerkonsortium vereinbart hat. Die ÜSTRA selbst muss daher für die sieben zusätzlichen Stadtbahnen nur noch einen Anteil von 462 Tsd. € aus eigenen Mitteln finanzieren.

Die ÜSTRA als modernes Mobilitätsdienstleistungsunternehmen setzt damit weiterhin konsequent auf neue Technologien und Antriebe, um mittelfristig einen emissionsfreien Verkehr zu realisieren.

„Nur ein digital zugänglicher Nahverkehr, der sich intelligent mit ergänzenden Verkehrsangeboten vernetzt, ist fit für die Zukunft“. Entsprechend diesem Motto wird die ÜSTRA den Ausbau der Online-Angebote sowie neue Angebote zur kombinierten Mobilität vorantreiben. Dazu wird neben verbesserter Fahrgastinformation, der Weiterentwicklung des Mobilitätsshops und des Fahrgastfernsehens auch WLAN gehören.

Für ihre Kampagne zum 125-jährigen Firmenjubiläum im vergangenen Jahr ist die ÜSTRA mit dem German Brand Award ausgezeichnet worden. In der Wettbewerbsklasse „Excellence in Brand Strategy, Management and Creation“ konnte sich die ÜSTRA in der Kategorie „Brand Creation - Integrated Campaign“ über eine Auszeichnung als „Winner“ freuen. Mit dem German Brand Award zeichnen der Rat für Formgebung und das German Brand Institute jährlich erfolgreiche Marken, konsequente Markenführung und nachhaltige Markenkommunikation aus.

Der Ausbau der Infrastruktur wurde auch im ersten Halbjahr 2018 für ein attraktives und nachfragegerechtes ÖPNV-Angebot weiter vorangetrieben. So wird das Streckennetz der Stadtbahn mit weiteren Hochbahnsteigen komplettiert und das Bushaltestellennetz sukzessive weiter auf Hochborde umgebaut. Mobilitätseingeschränkten Fahrgästen wird so ein barrierefreier Zugang des ÖPNV­Systems in Hannover deutlich erleichtert.

Die Elektrobusoffensive erfordert die Bereitstellung bzw. den Ausbau der dafür benötigten Ladeinfrastruktur. Um bestmögliche Lösungen für die Landesshauptstadt Hannover zu erreichen, doppelt aufgebaute Infrastruktur für ÖPNV und MIV (öffentliche Ladesäulen) zu vermeiden und somit eine effiziente Nutzung des öffentlichen Raums sicherzustellen, wird in Hannover ein mit der enercity AG, Hannover (enercity) abgestimmtes Konzept umgesetzt. Ziel ist es die Luftqualität insbesondere in der Stadt Hannover weiter zu verbessern.

Die in 2017 bekannt gewordenen Compliance-Vorfälle haben eine Überprüfung des Compliance-Management-Systems (CMS) erforderlich werden lassen. Neben ersten Sofortmaßnahmen seitens des neuen Vorstands wurde die Implementierung und Optimierung eines CMS im Aufsichtsrat beschlossen. Projektziel ist die Etablierung eines zertifizierungsfähigen CMS nach Maßgabe der Best-Practice-Standards, dass der Unternehmensgröße, der Komplexität der Organisation und des Geschäftsmodells Rechnung trägt und wirksam ist.

Seit dem 25. Mai 2018 gilt die neue Datenschutz-Grundverordnung, eine Verordnung der Europäischen Union, mit der die Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stellen EU-weit vereinheitlicht werden. Unter Berücksichtigung dieser erweiterten Vorgaben wurde bei der ÜSTRA ein neues Datenschutzregelwerk erstellt und veröffentlicht.

2.2.1.2 ÜSTRA Reisen

Während der Umsatz der üstra Reisen aufgrund geringerer gefahrener Leistungen im Ergänzungsnetz sich unter Plan entwickelte, fielen geringere Kosten an, so dass das Ergebnis im ersten Halbjahr 2018 besser als erwartet ist.

Ein neuer Hannover-96-Mannschaftsbus ist im März 2018 bestellt worden und wird voraussichtlich im September 2018 geliefert.

2.2.2 Beratungs- und Ingenieurleistungen

2.2.2.1 TransTecBau

Der Schwerpunkt der Tätigkeiten der TransTecBau lag im 1. Halbjahr 2018 weiterhin in Hannover. Im Auftrag der infra erfolgten Bauaktivitäten bei den Hochbahnsteigprojekten „Laatzen“, „Am Soltekampe“ und der „Wunstorfer Straße“. Zusätzlich fanden bauvorbereitende Maßnahmen an der Verlängerungsstrecke nach Hemmingen im Abschnitt 1 statt.

Des Weiteren konnten die Baurealisierungen im Projekt „10/17“ in den Abschnitten 3 und 4 planmäßig wieder aufgenommen werden.

Die Planungsaktivitäten befassten sich weiterhin mit den Planungen an den Hochbahnsteigen „HCC“, „Am Soltekampe“, „Laatzen“, „Humboldtstraße“, „Bahnhof Nordstadt“ und „Wunstorfer Straße“.

Weitere Planungsaktivitäten betrafen die Projekte Ausbau „Badenstedter Straße“ und „Empelder Straße“.

Außerdem wurden die Planungen an der Verlängerungsstrecke nach Hemmingen in beiden Abschnitten und beim Projekt „10/17“ weitergeführt.

Im überregionalen Bereich wurden die Planungsprojekte in Magdeburg und Bremen weitergeführt.

2.2.3 Sonstige Dienstleistungen

2.2.3.1 protec

Die protec erbringt ihre Leistungen überwiegend im ÜSTRA Konzern im Bereich Sauberkeit und Sicherheit in den Bussen und Bahnen und an den Haltestellen der ÜSTRA. Das Ergebnis der protec entwickelte sich im ersten Halbjahr besser als erwartet, beispielsweise aus Effekten wie geringerem Winterdiensteinsatz aufgrund milder Wetterlage, gestiegenen Anforderungen im Bereich Reinigung (u. a. Mengenänderungen), zusätzlichen Aufträgen für Objektschutz, höherer Auslastung der Parkflächen bei der Parkraumbewirtschaftung sowie geringeren Aufwendungen durch die zeitliche Verschiebung von vorgesehenen Maßnahmen.

Für das Projekt „Neue Einsatzleitstelle“ ist ein neues passendes Objekt in Aussicht, derzeit laufen detaillierte Planungen und Mietvertragsverhandlungen. Der GmbH-Mantel protec city GmbH (ab Juli 2018 Umfirmierung in FM Hannover GmbH) soll für eine Neuordnung der Geschäftsbereiche der HRG Gebäudeservice genutzt werden; hierzu laufen entsprechende Vorbereitungen. Mit dem Klinikum Region Hannover wurde für 2019 die Fortsetzung der Parkraumbewirtschaftung vereinbart.

2.2.3.2 RevCon

Umsatz und Ergebnis der RevCon entwickelten sich im ersten Halbjahr 2018 besser als erwartet.

Als Dienstleister für Revisionstätigkeiten erbringt die RevCon unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, welche darauf ausgerichtet sind, Mehrwerte zu schaffen und die Geschäftsprozesse ihrer Mandanten zu verbessern. Die RevCon erbringt ihre Leistungen überwiegend im ÜSTRA Konzern. Schwerpunkte der Tätigkeiten sind dabei, neben der Beratung, die kaufmännische Revision, die IT-Revision, die Wahrnehmung von Aufgaben des Datenschutzbeauftragten sowie die Technik- und Baurevision einschließlich der Vergabekontrolle.

Im Drittgeschäft entwickelte sich die Auftragslage gut, es wurden für mehrere Bestands- und Neukunden verschiedene Prüfungs- bzw. Beratungsprojekte begonnen bzw. auch beendet.

2.2.3.3 Gehry-Tower

Der einzige Gesellschaftszweck ist der Betrieb und die Vermietung des nach den Plänen des Architekten Frank Gehry errichteten Gebäudes Goethestraße 13a/Reuterstraße 8, genannt Gehry-Tower, in Hannover.

Die ÜSTRA hat das gesamte Gebäude bis zum 31. Mai 2031 angemietet (Generalmietvertrag). Das Gebäude ist komplett untervermietet.

Die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2018 verlief erwartungsgemäß. Zum 31.01.2018 wurde das restliche Gesellschafterdarlehen in Höhe von 2.471 Tsd. € abgelöst. Die Finanzierung erfolgte aus der Aufnahme eines Sparkassendarlehens in Höhe von 2.000 Tsd. € sowie aus liquiden Mitteln i. H. v. 471 Tsd. €.

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im 1. Halbjahr 2018

Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2018 günstiger verlaufen als geplant. Entsprechend stellt sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage dar.

2.3.1 Ertragslage

Der ÜSTRA Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2018 ein operatives Ergebnis von -7.854 Tsd. €. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum betrug das operative Ergebnis -7.604 Tsd. €.

Das operative Ergebnis betrifft vornehmlich das Segment Verkehrs- und Transportleistungen und weist im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum einen Verlust von 2.736 Tsd. € aus (Vorjahreszeitraum: -2.484 Tsd. €).

Das Segment Beratungs- und Ingenieurleistungen erzielte im ersten Halbjahr 2018 ein negatives operatives Ergebnis von -158 Tsd. € (Vorjahreszeitraum: -538 Tsd. €).

Auch das operative Ergebnis des Segments Sonstige Dienstleistungen liegt mit -4.959 Tsd. € deutlich unter dem Vorjahresniveau (-4.582 Tsd. €).

Im Einzelnen haben sich die Bestandteile des operativen Ergebnisses des Konzerns wie folgt entwickelt:

Die Umsatzerlöse im ÜSTRA Konzern stiegen im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht von 107.549 Tsd. € auf 108.026 Tsd. €.

Bei der ÜSTRA war im 1. Halbjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Rückgang der Segmenterlöse von 103.403 Tsd. € auf 103.271 Tsd. € zu verzeichnen. Der darin enthaltene ÜSTRA-Anteil aus GVH-Tarifen (ohne Liquiditäts-/Poolausgleich) betrug 85.481 Tsd. € und lag damit um 1,7 % über dem Vorjahr (84.031 Tsd. €) und um 0,8 % unter dem Planansatz. Die im Januar 2018 durchgeführte Tariferhöhung im GVH von durchschnittlich 1,9 % konnte bisher ihre Wirkung entfalten und Mindereinnahmen bei den erhöhten Beförderungsentgelten sowie bei den Ausgleichszahlungen ausgleichen.

Bei der protec ist ein Anstieg der Umsatzerlöse um 402 Tsd. € auf 6.896 Tsd. € zu verzeichnen, was insbesondere aus einer nicht ausgeschöpften Pauschale aufgrund des milden Winters 2017/2018, einer höheren Auslastung der Parkflächen bei der Parkraumbewirtschaftung sowie aus den positiven Effekten des Sicherheitsservice im ÖPNV und Fahrausweisprüfdienst zurückzuführen ist. Auch bei der TransTecBau sind die Erlöse um 601 Tsd. € auf 2.117 Tsd. € gestiegen. Bei üstra Reisen hingegen sind die Erlöse um 64 Tsd. € auf 8.795 Tsd. € gesunken. Auch bei der RevCon sanken die Erlöse um 21 Tsd. € auf 488 Tsd. €. Bei der Gehry-Tower gingen die Erlöse ebenfalls leicht um 2 Tsd. € auf 260 Tsd. € zurück.

Die sonstigen betrieblichen Erträge des ÜSTRA Konzerns sind in diesem Jahr erneut leicht von 1.563 Tsd. € auf 1.519 Tsd. € zurückgegangen, was vorrangig auf die ÜSTRA zurückzuführen ist.

Der Materialaufwand stieg gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 530 Tsd. € auf 25.461 Tsd. €, was ebenfalls überwiegend durch die ÜSTRA begründet ist.

Der Personalaufwand im ÜSTRA Konzern betrug im ersten Halbjahr 2018 68.449 Tsd. € (Vorjahreszeitraum: 68.657 Tsd. €) und betraf mit 59.970 Tsd. € (Vorjahreszeitraum: 60.640 Tsd. €) hauptsächlich die ÜSTRA. Bei üstra Reisen stieg der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut von 2.854 Tsd. € auf 2.895 Tsd. €. Bei der TransTecBau stieg der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1.449 Tsd. € auf 1.502 Tsd. €. Bei der protec war ein deutlicher Anstieg der Personalkosten um 385 Tsd. € auf 4.048 Tsd. € zu verzeichnen. Bei der RevCon sank der Personalaufwand leicht um 16 Tsd. € auf 31 Tsd. €. Bei der Gehry-Tower betrug der Personalaufwand wie im Vorjahr 3 Tsd. €.

Mit 11.924 Tsd. € lagen die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte über den entsprechenden Aufwendungen von 9.906 Tsd. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres, was vorrangig auf gestiegene Abschreibungen bei der ÜSTRA zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des ÜSTRA Konzerns von 11.564 Tsd. € liegen unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (13.527 Tsd. €).

Das Finanzergebnis ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 96 Tsd. € auf 375 Tsd. € gesunken. Das Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen stieg von 531 Tsd. € auf 577 Tsd. €, was auf die Beteiligungen an X-City Marketing Hannover GmbH (X-City) und der HRG - Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG (HRG) zurückzuführen ist. Das übrige Beteiligungsergebnis lag weiterhin bei 0 Tsd. €. Durch die weiterhin niedrigen Konditionen am Kapitalmarkt sowie geringerem Anlagevolumen sanken die Zinserträge erneut um 9 Tsd. € auf 11 Tsd. €. Die Zinsaufwendungen in Höhe von 214 Tsd. € (Vorjahreszeitraum: 80 Tsd. €) stiegen aufgrund der seitens der ÜSTRA aufgenommenen Bankdarlehen.

Das erste Halbjahr 2018 schloss mit einem Halbjahresgesamtergebnis von -18.106 Tsd. € (Vorjahreszeitraum: -3.299 Tsd. €), was insbesondere auf den negativen Effekt von Neubewertungen im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen im sonstigen Ergebnis (-10.567 Tsd. €; Vorjahr: 4.137 Tsd. €) zurückzuführen ist.

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Erläuterungen zu Investitionen und Finanzierung beziehen sich auf Veränderungen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017. Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 stieg die Bilanzsumme von 418.630 Tsd. € auf 443.362 Tsd. €. Die Veränderung der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf die folgenden Sachverhalte zurückzuführen:

Auf der Aktivseite der Konzernbilanz lagen die im ÜSTRA Konzern getätigten Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 62.105 Tsd. € deutlich über den Abschreibungen in Höhe von 11.924 Tsd. €. Den Zugang der Investitionen betraf im ersten Halbjahr 2018 im Wesentlichen die Beschaffung weiterer neuer Stadtbahnwagen TW 3000 sowie den damit zusammenhängenden Anzahlungen bei der ÜSTRA. Unter Berücksichtigung von weiteren Zugängen und Zuschüssen haben sich die beiden Vermögenspositionen gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 34.714 Tsd. € auf 321.496 Tsd. € erhöht.

Die Finanzanlagen nahmen gegenüber dem Vorjahr von 11.309 Tsd. € auf 11.194 Tsd. € leicht ab.

Die unter Anwendung der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen erhöhten sich überwiegend aufgrund der Halbjahresergebnisse der X-City und der HRG von 10.532 Tsd. € auf 11.109 Tsd. €.

Das Vorratsvermögen betrug 10.853 Tsd. € und lag damit unter dem Stand zum 31. Dezember 2017 (10.932 Tsd. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Fertigungsaufträgen lagen mit 8.773 Tsd. € deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (15.408 Tsd. €). Der Bestand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um 543 Tsd. € auf 51.436 Tsd. € gestiegen.

Bei den Passiva kam es entsprechend dem im ersten Halbjahr 2018 negativen sonstigen Ergebnis zu einer Reduzierung des Eigenkapitals von 22.339 Tsd. € auf 11.536 Tsd. €.

Die Erhöhung des langfristigen Fremdkapitals um 52.713 Tsd. € auf 357.202 Tsd. € resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der sonstigen Verpflichtungen von 18.422 Tsd. € auf 36.813 Tsd. €, was auf die Zugänge zu den erhaltenen Anzahlungen zurückzuführen ist.

Das kurzfristige Fremdkapital sank um 17.178 Tsd. € auf 74.624 Tsd. €. Dies resultiert im Wesentlichen aus geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (20.667 Tsd. €), welche vorrangig der ÜSTRA (19.310 Tsd. €) zuzuordnen sind.

Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzlage verweisen wir auf die beigefügte Konzern­Kapitalflussrechnung. Die wesentlichen Entwicklungen werden im Folgenden dargestellt:

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10.221 Tsd. € auf -16.700 Tsd. € erneut gesunken. Die Reduzierung ist im Wesentlichen auf höhere Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (2.018 Tsd. €), die Zunahme der Rückstellungen (15.689 Tsd. €) sowie dem gegenüber stehende geringere kurzfristige Verbindlichkeiten (-9.417 Tsd. €) zurückzuführen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit sank von -7.883 Tsd. € auf -7.534 Tsd. € aufgrund leicht rückläufiger Investitionen in das Sachanlagevermögen (5.435 Tsd. €) sowie geringeren Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagen (-3.714 Tsd. €). Zudem gab es keine Investitionen in das Finanzanlagevermögen und keine erhaltenen Dividenden (1.741 Tsd. €).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit stieg um 17.730 Tsd. € auf 24.777 Tsd. €, was vorrangig aus der Aufnahme von Finanzkrediten (20.301 Tsd. € sowie geringeren Vorauszahlungen für den Verlustausgleich durch die VVG (-1.102 Tsd. €) und gestiegenen Tilgungen von Finanzkrediten (1.335 Tsd. €) resultiert.

3. Chancen- und Risikobericht der künftigen Entwicklung im 2. Halbjahr 2018

3.1 Chancen- und Risikomanagementsystem

Zum Risikomanagement- und internen Kontrollsystem wird auf die Erläuterungen des Konzernlageberichtes zum 31. Dezember 2017 verwiesen. Veränderungen hierzu haben sich nicht ergeben und sind auch im zweiten Halbjahr 2018 nicht zu erwarten.

3.2 Verkehrs- und Transportleistungen

3.2.1 ÜSTRA

Durch die finanzielle Einbindung der ÜSTRA in den Konzern der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH, Hannover (VVG) sind finanzwirtschaftliche Risiken nahezu ausgeschlossen, solange der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Die Fortdauer des Beherrschungs- und Gewinnabführungsverhältnisses mit der VVG ist nicht zuletzt abhängig von dem Fortbestand des kommunalen steuerlichen Querverbundes. Dieser wurde mit dem Jahressteuergesetz 2009 erstmals auf eine gesetzliche Grundlage gestellt.

Zu den Chancen und Risiken der ÜSTRA haben sich gegenüber den Ausführungen des Konzernlageberichtes zum 31. Dezember 2017 keine wesentlichen Veränderungen ergeben.

3.2.2 ÜSTRA Reisen

Zu den Chancen und Risiken von üstra Reisen haben sich gegenüber den Ausführungen des Konzernlageberichtes zum 31. Dezember 2017 keine wesentlichen Veränderungen ergeben.

3.3 Beratungs- und Ingenieurleistungen

3.3.1 TransTecBau

Zu den Chancen der TransTecBau haben sich gegenüber den Ausführungen des Konzernlageberichtes zum 31. Dezember 2017 keine Veränderungen ergeben.

Für bekannte oder zu erwartende Risiken wurden unter anderem Rückstellungen für Honorarrisiken, Gewährleistungsverpflichtungen und sonstige Rückstellungen gebildet. Zuführungen zu den Rückstellungen aus Gewährleistungsverpflichtungen waren im ersten Halbjahr nicht erforderlich.

Die Risikolage der TransTecBau hat sich gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2017 nicht wesentlich verändert.

3.4 Sonstige Dienstleistungen

3.4.1 protec

Zu den Chancen und Risiken der protec haben sich gegenüber den Ausführungen des Konzernlageberichtes zum 31. Dezember 2017 keine wesentlichen Veränderungen ergeben.

3.4.2 RevCon

Zu den Chancen und Risiken der RevCon haben sich gegenüber den Ausführungen des Konzernlageberichtes zum 31. Dezember 2017 keine wesentlichen Veränderungen ergeben.

3.4.3 Gehry-Tower

Zu den Chancen und Risiken der Gehry-Tower haben sich gegenüber den Ausführungen des Konzernlageberichtes zum 31. Dezember 2017 keine Veränderungen ergeben.

3.5 Fazit - Beurteilung aus Sicht des Vorstands

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind keine Risiken im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung erkennbar, die den Fortbestand einzelner Betriebsbereiche oder gar des gesamten ÜSTRA Konzerns gefährden könnten. Eine Aggregation der wichtigsten Einzelrisiken ist nicht angemessen, da ein gleichzeitiges Eintreten der Einzelrisiken unwahrscheinlich ist. Nach der Überprüfung der derzeitigen Risikosituation kommt der Vorstand zu dem Ergebnis, dass die ÜSTRA ausreichend versichert ist und genügend bilanzielle Vorsorge getroffen hat.

4. Prognosebericht zur Entwicklung im 2. Halbjahr 2018

Gegenüber den im letzten Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2017 angegebenen Prognosen zur Entwicklung der Sparten liegen folgende wesentliche Veränderungen vor:

4.1 Verkehrs- und Transportleistungen

4.1.1 ÜSTRA

Im Hinblick auf das Konzernergebnis geht die ÜSTRA in der handelsrechtlichen Betrachtung der Vorschau auf das Geschäftsjahr 2018 davon aus, dass der geplante Jahresfehlbetrag von 31.805 Tsd. € aufgrund von Kosteneinsparungen und eines verbesserten Finanzergebnisses trotz geringerer Tarifeinnahmen unterschritten wird. Das handelsrechtliche Jahresergebnis wird über den bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag von der Muttergesellschaft der ÜSTRA, der VVG, ausgeglichen.

Die Umsatzerlöse Verkehr liegen in der Vorschau um 1.329 Tsd. € unter dem Planansatz. Dieser Einnahmerückgang resultiert aus der Annahme, dass der geplante Fahrgastzuwachs insbesondere im Sozialtarif nicht erreicht wird und Einnahmen aus den erhöhten Beförderungsentgelten rückläufig sind. Diese Einbußen werden voraussichtlich auch nicht durch Einnahmen aus GVH-Ausgleich oder andere Einnahmen kompensiert werden.

Auf der Kostenseite werden in der Vorschau Einsparungen von insgesamt 2.439 Tsd. € bei Materialkosten, Personalkosten und sonstigem betrieblichen Aufwand erwartet. Wesentlich wirkt hier die Verschiebung der Aufarbeitung von vier TW6000 nach 2019.

Für das Jahr 2018 sind bei der ÜSTRA handelsrechtlich Investitionen in Höhe von 137.996 Tsd. € geplant, nach Abzug des Zuschussanteils beträgt der Eigenanteil 83.409 Tsd. €. In der Vorschau 2018 wird davon ausgegangen, dass Investitionen in Höhe von 111.269 Tsd. € realisiert werden und der Eigenanteil 51.309 Tsd. € beträgt. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit ist die Erneuerung der Fahrzeugflotte.

Die Verzögerungen bei der Umsetzung einzelner für das Jahr 2018 vorgesehener Investitionsmaßnahmen bei der ÜSTRA führen zur Verschiebung in den Jahresscheiben. Im Wesentlichen betrifft dies Maßnahmen zur Erneuerung der Betriebsausstattung und der Verkehrstechnik sowie die Hybridbusbeschaffung.

4.1.2 ÜSTRA Reisen

Auf Grundlage der Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres 2018 rechnet üstra Reisen in der handelsrechtlichen Betrachtung mit dem erwarteten Ergebnis. Aufgrund eines geringeren Ergänzungsnetzes und einem gesenkten Kilometersatz ist der Umsatz niedriger als erwartet, was wiederum durch gesunkene Fremdleistungen und Materialkosten kompensiert wird.

Durch Kooperationen soll das Drittgeschäft im Bereich Touristik und Linie weiter gestärkt werden.

4.2 Beratungs- und Ingenieurleistungen

4.2.1 TransTecBau

TransTecBau geht in der Vorschau für 2018 davon aus, dass sich die Beauftragung für einen größeren Auftrag (Neuplanung Betriebshof Glocksee) verzögert, so dass der Umsatz geringer als erwartet ausfallen, jedoch weiterhin ein positives Ergebnis erreicht wird. Darüber hinaus sieht die Mittelfristplanung der TransTecBau auch weiterhin positive Ergebnisse vor.

Aufgrund der Realisierung der Maßnahmen „Stadtbahnverlängerung Hemmingen“ und „Projekt 10/17“ haben sich die Tätigkeiten im regionalen Raum manifestiert. Um die notwendigen Leistungen vollständig erbringen zu können ist die TransTecBau bereits heute aus Kapazitätsgründen auf die Unterstützung von Subunternehmern angewiesen.

4.3 Sonstige Dienstleistungen

4.3.1 protec

Auf Grundlage der Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres 2018 rechnet die protec in der handelsrechtlichen Betrachtung mit insgesamt erwarteten Umsätzen und einem besseren Jahresergebnis als geplant und dass sich diese positive Entwicklung auch weiter fortsetzt.

Das Projekt „Neue Einsatzleitstelle“ wird weiter vorangetrieben, um die vorgesehenen Veränderungen 2018 spätestens zu Beginn 2019 zu erreichen. Die in 2017 neu gegründete Gesellschaft protec city GmbH, an welcher protec mit 51 % beteiligt ist, wird im 2. Halbjahr 2018 noch einmal umfirmieren in FM Hannover GmbH und ihre Geschäftstätigkeit nunmehr aufnehmen. In diesem Zusammenhang werden die bisherigen Besitzverhältnisse noch einmal geändert: protec hält dann noch 30 % Anteile an dieser.

4.3.2 RevCon

Auf Grundlage der Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres 2018 rechnet RevCon in der handelsrechtlichen Betrachtung mit höheren Umsätzen und einem besseren Jahresergebnis als geplant und sich die positive Auftrags- und Umsatzentwicklung weiter fortsetzt.

Auch im zweiten Halbjahr 2018 steht konsequent und nachhaltig die Umsetzung und Einhaltung der Empfehlungen aus dem externen Quality Assessment an.

4.3.3 Gehry-Tower

Auf Grundlage der Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres 2018 geht die Gehry­Tower in der Vorschau auf das Jahr 2018 davon aus, dass die geplanten Umsätze und das Jahresergebnis weitgehend erreicht werden.

Die für das zweite Halbjahr 2018 geplante Fassadenreinigung soll nach Abschluss der Bauarbeiten Goethestraße/Reuterstraße/Steintor erfolgen.

 

Hannover, 28. September 2018

ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Der Vorstand

gez. Dr. Volkhardt Klöppner

gez. Denise Hain

Konzernbilanz zum 30. Juni 2018

AKTIVA

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Anhang Verweis 30.06.2018
31.12.2017
Tsd. €
Langfristige Vermögenswerte      
Immaterielle Vermögenswerte   4.374.720,45 4.892
Sachanlagen   317.121.565,18 281.890
Übrige Finanzanlagen (6.2) 11.193.724,04 11.309
Anlagenwerte   332.690.009,67 298.091
Unter Anwendung der Equity-Methode   11.109.043,35 10.532
    343.799.053,02 308.623
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte   10.853.389,23 10.932
Forderungen aus Fertigungsaufträgen (6.1) 1.105.822,51 1.005
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (6.1) 7.667.098,56 14.403
Ertragsteuerforderungen   102.383,90 82
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente   51.436.283,45 50.893
Sonstige finanzielle Vermögenswerte   28.397.557,69 32.693
    99.562.535,34 110.007
    443.361.588,36 418.630

PASSIVA

     
 
Anhang Verweis
30.06.2018
31.12.2017
Tsd. €
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital   67.490.528,32 67.491
Kapitalrücklage   242.090.542,93 234.788
Ergebnisvortrag   -142.848.243,88 -135.309
Sonstige Ergebnisbestandteile   -155.197.030,02 -144.631
    11.535.797,35 22.339
Langfristiges Fremdkapital      
Pensionsrückstellungen (6.3) 258.903.076,92 246.807
Übrige Rückstellungen (6.4) 19.609.111,41 14.496
Latente Steuerschulden   66.755,95 37
Finanzverbindlichkeiten (6.1) 41.809.500,00 24.727
Sonstige Verpflichtungen (6.5) 36.813.334,00 18.422
    357.201.778,28 304.489
Kurzfristiges Fremdkapital      
Übrige Rückstellungen (6.4) 3.241.188,19 3.241
Ertragsteuerschulden   0,00 0
Finanzverbindlichkeiten (6.1) 5.988.225,00 5.382
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (6.1) 22.536.604,07 43.204
Sonstige Verpflichtungen (6.5) 42.857.995,47 39.974
    74.624.012,73 91.802
    443.361.588,36 418.630

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2018

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Anhang Verweis 1.1.-30.6.2017
Tsd. €
Umsatzerlöse (6.6) 108.025.718,09 107.549
Sonstige betriebliche Erträge   1.519.105,64 1.563
Materialaufwand   25.460.701,04 24.931
Personalaufwand   68.448.859,74 68.657
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und      
Sachanlagen   11.924.383,72 9.906
Sonstige betriebliche Aufwendungen   11.564.470,06 13.527
Operatives Ergebnis   -7.853.590,83 -7.909
Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen   577.378,61 531
Übriges Beteiligungsergebnis   0,00 0
Zinsen und ähnliche Erträge   11.318,17 20
Zinsen und ähnliche Aufwendungen   213.883,74 80
Übriges Finanzergebnis (25) -202.565,57 -60
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -7.478.777,79 -7.438
Ertragsteuern (26) 60.770,01 -1
Jahresergebnis (27) -7.539.547,80 -7.437
davon entfallen auf die Eigentümer des Mutterunternehmens   -7.539.547,80 -7.437,00
Sonstiges Ergebnis      
In den Folgeperioden nicht erfolgswirksam umzugliederndes sonstiges Ergebnis      
Neubewertungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen (6.3) -10.566.514,00 4.137
In den Folgeperioden erfolgswirksam umzugliederndes sonstiges Ergebnis      
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte:      
in der laufenden Periode entstandene Gewinne (Verluste)   0,00 1
Sonstiges Ergebnis   -10.566.514,00 4.138
Gesamtergebnis   -18.106.061,80 -3.299
davon entfallen auf die Eigentümer des Mutterunternehmens   -18.106.061,80 -3.299
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR)   -0,69 -0,12

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 30. Juni 2018

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(in €) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Ergebnisvortrag
Stand 1. Januar 2017 67.490.528,32 203.103.333,91 -112.027.657,74
Halbjahresergebnis     -7.437.364,73
Sonstiges Ergebnis      
Halbjahresgesamtergebnis     -7.437.364,73
Stand 30. Juni 2017 67.490.528,32 203.103.333,91 -119.465.022,47
Stand 1. Januar 2018 67.490.528,32 234.787.912,45 -135.308.696,08
Halbjahresergebnis     -7.539.547,80
Sonstiges Ergebnis      
Halbjahresgesamtergebnis     -7.539.547,80
Verlustübernahme   7.302.630,48  
Stand 30. Juni 2018 67.490.528,32 242.090.542,93 -142.848.243,88
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(in €) Rücklage für Pensionsverpflichtungen Rücklage zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Anteilseigner der Muttergesellschaft Summe
Stand 1. Januar 2017 -148.048.458,00 635.849,72 11.153.596,21
Halbjahresergebnis     -7.437.364,73
Sonstiges Ergebnis 4.137.034,50 1.125,80 4.138.160,30
Halbjahresgesamtergebnis 4.137.034,50 1.125,80 -3.299.204,43
Stand 30. Juni 2017 -143.911.423,50 636.975,52 7.854.391,78
Stand 1. Januar 2018 -145.412.968,00 782.451,98 22.339.228,67
Halbjahresergebnis     -7.539.547,80
Sonstiges Ergebnis -10.566.514,00 0,00 -10.566.514,00
Halbjahresgesamtergebnis -10.566.514,00 0,00 -18.106.061,80
Verlustübernahme     7.302.630,48
Stand 30. Juni 2018 -155.979.482,00 782.451,98 11.535.797,35

IFRS-Konzern-Kapitalflussrechnung zum 30. Juni 2018

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Verweis Anhang Tsd. € 1.1. - 30.6.2017 angepasst
Tsd. €
Halbjahresergebnis   -7.540 -7.437
Abschreibungen (+) auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen   11.924 9.906
Abschreibungen (+) auf Finanzanlagen   0 0
Abnahme (-)/Zunahme (+) der Rückstellungen (6.4) 17.209 1.520
Aktivierte Eigenleistungen (-)   -82 -14
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (-)/Aufwendungen (+)   -600 -220
Saldo der Gewinne (-) und Verluste aus dem Abgang von immateriellen      
Vermögenswerten und Sachanlagen   -109 -27
Saldo der Gewinne (-) und Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen   0 0
Saldo der erhaltenen Zinserträge (-) und gezahlten Zinsaufwendungen (+)   203 60
Saldo der Erträge (-) und Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen   -577 -531
Sonstige Beteiligungserträge   0 -3.000
Zahlungsmittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit vor Veränderungen des Nettoumlaufvermögens   20.428 257
Zunahme (-)/Abnahme der Vorräte, der Forderungen und sonstiger Vermögenswerte, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit bzw. dem Finanzmittelfonds zuzuordnen sind   -10.988 -10.455
Zunahme/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Verpflichtungen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (6.5) -26.140 -16.723
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit   -16.700 -26.921
-davon aus erstatteten (-)/gezahlten Ertragsteuern 0 Tsd. € (Vorjahr: -148 Tsd. €)      
Investitionen (-) in das immaterielle Anlagevermögen (6.2) -99 -360
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen   102 195
Investitionen (-) in das Sachanlagevermögen (6.2) -34.747 -40.182
Einzahlungen aus Zuwendungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen   26.800 26.590
Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagen   399 4.113
Investitionen (-) in das Finanzanlagevermögen   0 -1.259
Erhaltene Zinsen   11 20
Erhaltene Dividenden   0 3.000
Cashflow aus der Investitionstätigkeit   -7.534 -7.883
Ergebnisausgleichszahlungen der Unternehmenseigner (6.5) 7.303 8.405
Auszahlungen für die Tilgung (-) von Finanzkrediten   -2.613 -1.278
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten   20.301 0
Gezahlte Zinsen   -214 -80
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit   24.777 7.047
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds   543 -27.757
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode   50.893 59.005
Finanzmittelfonds am Ende der Periode   51.436 31.248
Finanzmittelfonds:      
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten/Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente   51.436 31.248
Finanzmittelfonds   51.436 31.248

Verkürzter Konzernanhang für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018

1. Allgemeine Informationen zur Rechnungslegung

Die ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft (ÜSTRA) mit Sitz in Hannover/Deutschland, Am Hohen Ufer 6, stellt im Einklang mit §§ 37y, 115 WpHG und den Vorschriften des IAS 34 „Zwischenberichterstattung“ einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss auf, da die Aktien zum Börsenhandel zugelassen sind. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London (IASB), soweit diese in der EU anzuwenden sind. Auf eine prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses wurde verzichtet. Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen und Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 zu lesen.

2. Bilanzierungs-, Bewertungs-, Berechnungs- und Konsolidierungsmethoden

Für die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses wurden die für die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017 angewandten Rechnungslegungsmethoden unverändert mit Ausnahme der erstmaligen Anwendung neuer oder geänderter Standards (siehe Angaben unter 2.1) übernommen.

Standards, deren Anwendungszeitpunkt erst nach dem Bilanzstichtag liegen, wurden nicht vorzeitig angewendet. Bzgl. Der erwarteten Anpassungseffekte aus IFRS 16 verweisen wir auf die Ausführungen zum 31. Dezember 2017.

IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 9 Finanzinstrumente legt die Anforderungen für Ansatz und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Schulden sowie einigen Verträgen zum Kauf oder Verkauf von nicht finanziellen Posten fest. Dieser Standard ersetzt IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung.

IFRS 9 enthält einen neuen Einstufungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögens- werte, welcher das Geschäftsmodell, in dessen Rahmen die Vermögenswerte gehalten werden, sowie die Eigenschaften ihrer Cashflows widerspiegelt.

IFRS 9 enthält drei wichtige Einstufungskategorien für finanzielle Vermögenswerte: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVTPL) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (FVOCI). Der Standard eliminiert die bestehenden Kategorien des IAS 39: bis zur Endfälligkeit zu halten, Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbar. Die Effekte hieraus haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den ÜSTRA Konzern. Wir verweisen auf 6.1.

IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden

IFRS 15 wurde im Mai 2014 veröffentlicht und führt ein fünfstufiges Modell für die Bilanzierung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden ein. Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse in Höhe der Gegenleistung erfasst, mit der ein Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf einen Kunden rechnen kann (der Transaktionspreis im Sinne von IFRS 15).

Der Konzern erbringt im Wesentlichen Verkehrs- und Transportleistungen sowie sonstige Dienstleistungen. Der Konzern ist zu der Einschätzung gelangt, dass diese Dienstleistungen zeitraumbezogen erbracht werden, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung des Konzerns zufließt und er diesen gleichzeitig verbraucht.

Zudem werden aktuell in unwesentlichem Umfang Beratungs- und Ingenieurleistungen durchgeführt. Der Umsatz wird in diesem Fall zeitraumbezogen realisiert. Bei den Forderungen aus Fertigaufträgen handelt es sich um „Vertragsvermögenswerte“. Aufgrund dessen ergeben sich auf Basis der aktuell vorliegenden Daten keine Veränderungen zum 1. Januar 2018.

3. Konsolidierungskreis

Der Kreis vollkonsolidierter Unternehmen und unter Anwendung der Equity-Methode konsolidierten Beteiligungen ist gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 unverändert. Er stellt sich zusammenfassend wie folgt dar:

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Name und Sitz der Konzerngesellschaft
Hauptgeschäftstätigkeit
Kapital-/
Stimm-
rechts-
anteil
Anteile
gehalten
von
Konsolidierte Tochterunternehmen    
TransTec Bauplanungs- und Managementgesellschaft Hannover mbH, Hannover 100% üstra
protec service GmbH, Hannover 100% üstra
RevCon Audit und Consulting GmbH, Hannover 100% üstra
Gehry-Tower Objektgesellschaft mbH, Hannover 100% üstra
üstra Reisen GmbH, Hannover 100% üstra
Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen    
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen    
X-CITY MARKETING Hannover GmbH, Hannover 50% üstra
Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH HRG & Co. - Passerelle - KG, Hannover 30% üstra

4. Segmentinformationen

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1. Januar bis 30. Juni 2017/2018 üstra Sonstige Verkehrs- und Transportleistungen Beratungs- und Ingenieurleistungen
2018
Tsd. €
2017
Tsd. €
2018
Tsd. €
2017
Tsd. €
2018
Tsd. €
2017
Tsd. €
Segmenterlöse            
Gesamtumsätze 105.305 105.346 8.795 8.859 2.015 1.487
Intersegmentumsätze -2.034 -1.943 -7.534 -7.664 -83 -11
Außenumsätze 103.271 103.403 0 1.261 1.195 0 1.932 1.476 0 1.476 0
Überleitungen            
Abweichende Wertmaßstäbe des Konzernabschlusses / Auftragsfertigung            
Konzernumsatzerlöse            
Segmentergebnis 0 -6.904 -49 -36 -284 -572
Überleitungen:            
Segmentergebnis            
a) Abweichende Wertmaßstäbe des Konzernabschlusses            
Auftragsfertigung            
Nutzungsdaueranpassungen bei Sachanlagen            
Mindererlöse aus Anlagenabgängen            
Vorratsbewertung            
Pensionsverpflichtungen            
Unterschiede bei der Bilanzierung sonstiger Rückstellungen            
Eliminierung der Auflösung Wertberichtigung Beteiligungswert HAG            
Bewertung von Finanzinstrumenten            
Latente Steuern            
             
b) Konzernabschlussspezifika            
c) Ertragsteuern            
d) Verlustübernahme            
Halbjahresergebnis            
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1. Januar bis 30. Juni 2017/2018 Sonstige Dienstleistungen Gesamtbetrag
2018
Tsd. €
2017
Tsd. €
2018
Tsd. €
2017
Tsd. €
Segmenterlöse        
Gesamtumsätze 7.637 7.240 123.752 122.931
Intersegmentumsätze -6.177 -5.793 -15.828 -15.411
Außenumsätze 1.460 1.447 0 107.924 107.520
Überleitungen        
Abweichende Wertmaßstäbe des Konzernabschlusses / Auftragsfertigung     101 29
Konzernumsatzerlöse     108.025 107.549
Segmentergebnis 1.372 1.324 1.039 -6.188
Überleitungen:        
Segmentergebnis     1.039 -6.188
a) Abweichende Wertmaßstäbe des Konzernabschlusses        
Auftragsfertigung     94 -62
Nutzungsdaueranpassungen bei Sachanlagen     -1.158 -349
Mindererlöse aus Anlagenabgängen     0 0
Vorratsbewertung     0 0
Pensionsverpflichtungen     4.514 3.121
Unterschiede bei der Bilanzierung sonstiger Rückstellungen     -4.608 -953
Eliminierung der Auflösung Wertberichtigung Beteiligungswert HAG     0 0
Bewertung von Finanzinstrumenten     0 -1
Latente Steuern     -30 16
      -1.188 1.772
b) Konzernabschlussspezifika     -88 -3.021
c) Ertragsteuern     61 0
d) Verlustübernahme     -7.303 0
Halbjahresergebnis     -7.479 -7.437

Die für die vorstehende Segmentberichterstattung maßgebenden Segmentierungs- und Bemessungsgrundlagen sind gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 unverändert.

Bei der Ermittlung der Segmentergebnisse in der internen Berichterstattung kommen grundsätzlich die für die handelsrechtlichen Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften zu Grunde gelegten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Tragen, die erheblich von den für den Konzernabschluss geltenden IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen abweichen. Folglich divergieren der Gesamtbetrag der Segmentergebnisse und das auf Konzernabschlussebene ausgewiesene Halbjahresergebnis. Weiterhin gehen in die Segmentberichterstattung Ergebnisbestandteile jener Beteiligungsgesellschaften ein, die unter Wesentlichkeitserwägungen im Konzernabschluss nach den für assoziierte Unternehmen geltenden Regelungen anteilig erfasst werden. Die sich hieraus ergebenden Überleitungsposten umfassen im Wesentlichen folgende Sachverhalte:

Langfristige Auftragsfertigung

Im Konzernabschluss werden die Auftragserlöse aus der Auftragsfertigung der TransTec Bauplanungs- und Managementgesellschaft Hannover mbH entsprechend dem Leistungsfortschritt erfasst, wohingegen die Umsatzerlöse aus solchen Aufträgen und die Gewinne hieraus in der Segmentberichterstattung erst nach Abschluss eines Auftrags realisiert werden.

Nutzungsdaueranpassungen

Für Stadtbahnwagen und Busse der ÜSTRA wird in der IFRS-Rechnungslegung von einer längeren wirtschaftlichen Nutzbarkeit ausgegangen, so dass sich die verrechneten Abschreibungen sowie die Aufwendungen und Erträge aus Veräußerungsvorgängen von den handelsrechtlichen Segmentergebnisbestandteilen unterscheiden.

Pensionsverpflichtungen

Anders als in der handelsrechtlichen Rechnungslegung werden im Konzernabschluss die mittelbar über die Versorgungseinrichtung zugerechneten Pensionsverpflichtungen vollständig angesetzt. Darüber hinaus bestehen Unterschiede im zugrunde gelegten Diskontierungssatz. Im Zeitablauf kommt es deshalb zu Abweichungen bei der jährlichen Dotierung der Pensionsrückstellungen.

Unterschiede bei der Bilanzierung sonstiger Rückstellungen

Es handelt sich um Ergebnisverschiebungen, die im Wesentlichen aus der restriktiveren Bilanzierung von Verpflichtungsrückstellungen im IFRS-Konzernabschluss resultieren. Ferner führen die Einbeziehung künftiger Ereignisse in der IFRS-Rechnungslegung sowie unterschiedliche Abzinsungspraktiken zu Bewertungsabweichungen.

Latente Steuern

Aktivische und passivische Steuerüberhänge werden in der Segmentberichterstattung nicht berücksichtigt.

Konzernabschlussspezifika

Bei dem Überleitungsposten zu den Segmenterlösen handelt es sich im Wesentlichen um Außenumsätze der im Konzernabschluss nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Vergleichbare Sachverhalte schlagen sich auch in dem gleichlautenden Überleitungsposten zum Segmentergebnis nieder.

5. Saisonale und konjunkturelle Sondereinflüsse

Signifikante saisonale und konjunkturelle Sondereinflüsse liegen nicht vor.

6. Angaben zu einzelnen Sachverhalten in der Berichtsperiode

(1) Finanzielle Vermögenswerte

IFRS 9 enthält einen neuen Einstufungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögens- werte, welcher das Geschäftsmodell, in dessen Rahmen die Vermögenswerte gehalten werden, sowie die Eigenschaften ihrer Cashflows widerspiegelt.

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Änderung der Kategorien finanzieller Vermögenswerte
Klassifizierung nach IAS 39 Klassifizierung nach IFRS 9 Buchwert 31.12.2017 Buchwert nach IFRS 9
AKTIVA TEUR 30.06.2018
Übrige Finanzanlagen Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 428 50
Übrige Finanzanlagen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 99 99
Übrige Finanzanlagen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte beizulegenden Zeitwert (erfolgsneutral) 10.782 11.045
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 14.403 7.667
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 50.893 51.436
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 32.662 28.398
Finanzielle Vermögenswerte, gesamt   109.267 98.695

(a) Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bezogen sich bereits im Vorjahr zum einen auf nicht marktgängige Beteiligungswerte, für die kein geregelter Markt vorliegt und deren Veräußerung derzeit nicht geplant ist. Hierunter fallen definitionsgemäß alle Beteiligungen der ÜSTRA, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind.

(b) Zum anderen hält die ÜSTRA Kapitalanlagen, insbesondere in verpfändeten Fondsanteilen (zum Zwecke der Sicherung Wertkonten), deren beizulegender Zeitwert durch die auf einem aktiven Markt veröffentlichten Marktpreise bestimmt wird.

(c) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken oder Finanzinstituten hinterlegt. Der Konzern nimmt an, dass seine Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf Grundlage der externen Ratings der Banken und Finanzinstitute ein geringes Ausfallrisiko aufweisen.

In folgender Tabelle werden die Buchwerte, Wertansätze nach IFRS 9 und beizulegenden Zeitwerte zum 30. Juni 2018 dargestellt:

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Übrige Finanzanlagen 30.06.2018
Tsd. €
Übrige Finanzanlagen 30.06.2018
Tsd. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30.06.2018
Tsd. €
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 30.06.2018
Tsd. €
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 30.06.2018
Tsd. €
Summe 30.06.2018
Tsd. €
zu fortgeführten Anschaffungskosten 50 0 7.667 51.436 28.398 87.551
Beizulegenden Zeitwert 99 11.045 0 0 0 11.144
(davon nicht marktgängige Beteiligungenswerte, zu fortgeführten Anschaffungskosten) (99)         99
(davon marktgängige Kapitalanlagen)   (11.045)       11.045
Buchwert, entspricht dem beizulegenden Zeitwert 149 11.045 7.667 51.436 28.398 98.695

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  Langfristige Finanzverbindlichkeiten 30.06.2018
Tsd. €
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 30.06.2018
Tsd. €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.06.2018
Tsd. €
Kurzfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen 30.06.2018
Tsd. €
Summe 30.06.2018
Tsd. €
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 41.810 5.988 22.537 12.599 82.934
Beizulegender Zeitwert 43.341 6.661      

Im Folgenden werden die Wertansätze (Buchwerte und beizulegender Zeitwerte) nach IAS 39 zum 31. Dezember 2017 dargestellt:

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Übrige Finanzanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten 31.12.2017
Tsd. €
Übrige Finanzanlagen zum beizulegenden Zeitwert 31.12.2017
Tsd. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2017
Tsd. €
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente 31.12.2017
Tsd. €
Sonstige finanzielle Vermögens werte 31.12.2017
Tsd. €
Summe 31.12.2017
Tsd. €
Kredite und Forderungen 428 0 14.403 50.893 32.662 98.386
(davon verzinsliche Kredite und Forderungen) (0.428)     (5.915)   (6.343)
(davon unverzinsliche Kredite und Forderungen)     (14.403) (44.978) (32.662) (92.043)
(in den Zahlungsmitteln enthaltener Kassenbestand)       (586)   (586)
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 99 10.782 0 0 0 10.881
(davon nicht marktgängige Beteiligungenswerte) (86)         (0.086)
(davon marktgängige Kapitalanlagen)   (10.984)       (10.984)
  527 10.782 14.403 50.893 32.662 109.267
  0 0 0 0 0  

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  Langfristige Finanzverbindlichkeiten Vorjahr
Tsd. €
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Vorjahr
Tsd. €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Vorjahr
Tsd. €
Kurzfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen Vorjahr
Tsd. €
Summe Vorjahr
Tsd. €
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 24.727 5.382 43.204 876 74.189

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Buchwert 30.06.2017
Tsd. €
Beizulegender Zeitwert 30.06.2017
Tsd. €
Unverzinsliche Kredite und Forderungen 46.654  
Verzinsliche Kredite und Forderungen 11.718 11.743
Forderungen aus Auftragsfertigung 446  
Nicht marktgängige Beteiligungenswerte 88  
Marktgängige Kapitalanlagen* 10.984 10.984
  69.890  
Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 70.807  
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 3.834 4.026
  74.641  

Die Methode und Grundsätze zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte haben sich zum 31. Dezember 2017 nicht verändert.

Zum 30. Juni 2018 hielt der Konzern zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente ausschließlich in Form von marktgängigen Kapitalanlagen (Fondsanteile zur Absicherung der Altersteilzeitverpflichtungen), bei denen der beizulegende Zeitwert auf der Grundlage von Börsenpreisen gemäß Stufe 1 ermittelt wird.

Bei den unverzinslichen Krediten und Forderungen, den Forderungen aus Auftragsfertigung und den unverzinslichen Verbindlichkeiten (vergleiche 6.5) kommt der beizulegende Zeitwert dem Buchwert aufgrund der vornehmlich kurzen Laufzeiten sehr nahe, so dass eine gesonderte Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte unterbleibt. Der Buchwert stellt eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar.

Der beizulegende Zeitwert der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte wird nach der folgenden Hierarchie bestimmt: Sofern verfügbar, erfolgt die Bewertung auf der Grundlage von Börsenpreisen auf aktiven Märkten (Stufe 1). Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf keinem aktiven Markt gehandelt werden, wird unter Anwendung geeigneter Bewertungsverfahren ermittelt. Demnach werden zunächst Verfahren herangezogen, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind (Stufe 2). Sofern dies nicht möglich ist, erfolgt die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts nach Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3), wie Discounted-Cashflow-Methoden und andere Bewertungsmodelle.

Bei den ausschließlich Bankdarlehen umfassenden verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten, werden die Zeitwerte auf der Grundlage einer Zahlungsstromanalyse der enthaltenen Einzelposten ermittelt. Dabei werden die Zahlungen unter Anwendung laufzeitadäquater Zinssätze diskontiert. Die angewandten Zinssätze reflektieren das Bonitätsrisiko der ÜSTRA und betragen 0,5 % (Vorjahr: 0,8 %) bei den Bankdarlehen.

(2) Anlagevermögen

Der Konzern hatte zunächst in einem ersten Los 50 neue Stadtbahnfahrzeuge vom Typ TW 3000 mit einem Investitionsvolumen von rund 125.000 Tsd. € bestellt, deren Auslieferung in 2017 abgeschlossen wurde. In einem zweiten Los wurden weitere 50 neue Stadtbahnfahrzeuge vom Typ TW 3000 mit einem gleichen Investitionsvolumen bestellt. Die Auslieferung wurde in Jahr 2017 begonnen. Zudem wurde ein drittes Los über weitere 46 Stadtbahnfahrzeuge Typ TW 3000 sowie zusätzlich 7 weitere Fahrzeuge des gleichen Typs bestellt. Dafür wurden in den abgelaufenen Jahren bis zum 30. Juni 2018 Anzahlungen in Höhe von insgesamt 106.225 Tsd. € (ohne Anschaffungsnebenkosten) geleistet. Mit Beginn der Auslieferung der Stadtbahnfahrzeuge werden diese aktiviert und ab Betriebsbereitschaft über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 30 Jahren abgeschrieben. Dabei erfolgt eine Verrechnung mit den erhaltenen öffentlich Zuschüssen, die bis dahin unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Für die Beschaffung von Stadtbahnen bestehen zum Bilanzstichtag nach Abzug von erwarteten öffentlichen Zuschüssen ein Bestellobligo in Höhe von 48.144 Tsd. €, die in 2018 bis 2020 fällig werden. Im Berichtsjahr ergaben sich bei den Fahrzeugen für Personenverkehr um öffentliche Zuschüsse verminderte Zugänge von 24.738 Tsd. €, sowie bei den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau Zugänge von 21.367 Tsd. €.

(3) Pensionsrückstellungen

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Die am 20. Juli 2018 erschienen neuen Richttafeln 2018 G von K. Heubeck wurden aus Gründen der Besseren Darstellung bereits bei der Berechnung berücksichtigt. Die weiteren bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Bewertungsparameter entsprechen mit Ausnahme des Diskontierungszinssatzes von 1,75 % (Vorjahr: 1,94 %) denen zum 31. Dezember 2017. Zum 30. Juni 2018 ergibt sich ein Gesamtverpflichtungsumfang von 383.633 Tsd. € (31. Dezember: 379.372 Tsd. €). Das vom Verpflichtungsumfang abgesetzte Planvermögen, das im Wesentlichen aus Schuldinstrumenten, Immobilien und Bankguthaben besteht, wird zum Stichtag mit 132.463 Tsd. € (Vorjahr: 136.273 Tsd. €) bewertet. Somit ergibt sich eine Netto-Pensionsverpflichtung von 258.903 Tsd. € (31. Dezember: 246.807 Tsd. €). Aus dem Übergang auf die neuen Richttafeln 2018 G ergibt sich ein versicherungsmathematischer Verlust in Höhe von 7.703 Tsd. €, der im sonstigen Ergebnis ausgewiesen wird. Die verbleibenden Dienstzeitaufwendungen von 4.645 Tsd. € (Vergleichszeitraum: 5.012 Tsd. €) und Zinsaufwendungen von 3.440 Tsd. € (Vergleichszeitraum: 3.264 Tsd. €) sind im Personalaufwand enthalten.

(4) Übrige Rückstellungen

Der Posten besteht überwiegend aus Rückstellungen für Altersteilzeit und Rückerstattungsrisiken. Die übrigen sonstigen Rückstellungen befinden sich mit 22.850 Tsd. € auf dem Vorjahresniveau (31. Dezember 2017: 17.737 Tsd. €).

(5) Kurz- und Langfristiges Fremdkapital

Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen um 21.275 Tsd. € auf 79.671 Tsd. € an. Der Anstieg ist im Wesentlichen verursacht durch die erhaltenen öffentlichen Zuschüsse auf noch nicht ausgelieferte Stadtbahnwagen.

(6) Umsatzerlöse

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30.06.2018
TEUR
30.06.2017
TEUR
Verkehrs- und Transportleistungen 104.532 104.598
Beratungs- und Ingenieurleistungen 2.033 1.505
Sonstige Dienstleistungen 1.460 1.447
Gesamt 108.025 107.549

Die Umsatzerlöse des Konzerns sind in 3 Segmente aufgeteilt und werden gem. IFRS 15 zeitpunktbezogen erbracht.

(7) Eventualverbindlichkeiten

Wesentliche Veränderungen gegenüber den Verhältnissen zum 31. Dezember 2017 haben sich nicht ergeben.

(8) Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen

Beziehungen zur Muttergesellschaft

Die Beziehungen zur Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH (VVG), Hannover, beschränken sich unverändert auf die typischerweise im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags vorzunehmenden organschaftlichen Steuerverrechnungen sowie auf die Ergebnisabführung. Die ÜSTRA hat von der VVG Abschlagszahlungen auf das für das Geschäftsjahr 2018 erwartete handelsrechtliche Jahresergebnis in Höhe von 9.384 Tsd. € (Vergleichszeitraum: 8.405 Tsd. €) erhalten.

Sonstige Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen

Aus der Erbringung von Leistungen des Segments „Beratungs- und Ingenieurleistungen“ an die infra Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH (infra), Betreiberin des Schienennetzes, wurden Umsatzerlöse in Höhe von 2.003 Tsd. € (Vergleichszeitraum: 1.441 Tsd. €) erzielt.

Daneben wurden Umsatzlöse in Höhe von 10.494 Tsd. € (Vergleichszeitraum: 10.106 Tsd. €) aus dem mit der infra geschlossenen Instandhaltungsvertrag erzielt, der die Inspektion, die Wartung sowie die Instandsetzung der Schieneninfrastrukturanlagen umfasst.

Für die Nutzung der Schieneninfrastruktur sind im Rahmen des mit der infra bestehenden Anlagennutzungsvertrags Nutzungsentgelte in Höhe von 5.506 Tsd. € (Vergleichszeitraum: 3.300 Tsd. €) angefallen, die in die Aufwendungen für bezogene Leistungen eingeflossen sind. Das Nutzungsentgelt umfasst neben einer festen Basisvergütung, die quartalsweise in Höhe von 250 Tsd. € gezahlt wird, eine bedingte Vergütungskomponente, die an den durch den Stadtbahnverkehr erzielten Gewinn anknüpft. Die bedingte Vergütungskomponente wird einmal jährlich an die infra gezahlt.

Unverändert werden innerhalb des Konzernverbunds der VVG Energiebeschaffungen getätigt, die zu einem entsprechenden Materialaufwand in Höhe von 5.822 Tsd. € (Vergleichszeitraum: 5.547 Tsd. €) führen.

Wie im Vorjahr wurde einem Beteiligungsunternehmen ein Darlehen über 45 Tsd. € (Vergleichszeitraum: 422 Tsd. €) gewährt, die unter den Übrigen Finanzanlagen ausgewiesen werden. Die Darlehensbedingungen sind im Berichtszeitraum unverändert geblieben.

Ferner unterhält der Konzern Beziehungen zur Versorgungseinrichtung der üstra e.V., die in erster Linie die Einlage liquider Mittel in das Kassenvermögen betreffen. Die im Berichtszeitraum zugeführten und zur Deckung des Liquiditätsbedarfs für die laufenden Pensionszahlungen bestimmten Bareinlagen in Höhe von 4.990 Tsd. € (Vergleichszeitraum: 4.640 Tsd. €) führen zu einer entsprechenden Reduktion der Pensionsrückstellungen und haben damit keine Ergebnisauswirkungen. Darüber hinaus bestehen zur Versorgungseinrichtung laufende Geschäftsbeziehungen aus der Anmietung von Räumlichkeiten und der Weiterbelastung von Kostenanteilen, die sich hinsichtlich des Umfangs und der Bedingungen gegenüber dem Geschäftsjahr 2017 nicht wesentlich verändert haben.

7. Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode

Es haben keine Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode stattgefunden.

 

Hannover, den 28. September 2018

ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Der Vorstand

gez. Dr. Volkhardt Klöppner

gez. Denise Hain

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

 

Hannover, den 28. September 2018

ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Der Vorstand

gez. Dr. Volkhardt Klöppner

gez. Denise Hain