Corporate | 20 May 2014 10:49
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ABO Wind AG / Schlagwort(e): Jahresergebnis/Hauptversammlung
Guter Jahresabschluss trotz politischer Querschläge – Konzerngewinn beträgt rund vier Millionen Euro – Hohe Abschreibungen in Bulgarien – Umsatz erneut gesteigert – Windparks mit mehr als 150 Megawatt Leistung ans Netz gebracht – Büro in Helsinki eröffnet – Vorstand sieht gute Perspektiven
Die von polemischen Schlagworten wie “Strompreisbremse” geprägte Debatte um die Zukunft des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes in Deutschland hat Spuren in der Bilanz der ABO Wind hinterlassen. Das Jahresergebnis des Konzerns blieb mit einem Überschuss nach Steuern in Höhe von rund 4 Millionen Euro hinter dem Rekordergebnis des Vorjahres (9 Millionen Euro) zurück. “Unser Ergebnis kann sich auch im Vergleich mit Wettbewerbern sehen lassen. Ohne die Querschläge aus der Politik, die bis in die Genehmigungsbehörden wirkten und viele Projekte verzögert haben, hätten wir noch besser abgeschnitten”, ist Vorstand Dr. Jochen Ahn überzeugt. Belastet wird die Gewinn- und Verlustrechnung 2013 zudem von Abschreibungen auf den bulgarischen Windpark Sliven. Die Regierung Bulgariens hatte sich im Vorjahr dazu entschlossen, in Betrieb befindliche Windparks mit neuen Abgaben zu belasten, die den Windpark entwerten. Zwar klagt nun sogar der Staatspräsident vor dem bulgarischen Verfassungsgericht gegen die neue Steuer. Dennoch hat sich ABO Wind entschieden, Sliven abzuschreiben.
Wie bereits im Vorjahr brachte der Wiesbadener Projektentwickler 2013 mehr als 150 Megawatt ans Netz. Die 67 Anlagen mit rund 159 Megawatt Leistung errichtete ABO Wind in Deutschland (85,5 Megawatt), Frankreich (58,65 Megawatt) und Irland (15 Megawatt). Insgesamt hat ABO Wind seit der Unternehmensgründung im Jahr 1996 bis heute 450 Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von 860 Megawatt errichtet. Die jährliche Stromproduktion dieser Anlagen beträgt rund 1.700 Gigawattstunden. Das entspricht dem Haushaltsstromverbrauch von 1,5 Millionen Bundesbürgern. Die Zahl der festangestellten Mitarbeiter in der ABO Wind-Gruppe ist weiter gestiegen auf aktuell 285 (Vorjahr: 246). 210 Mitarbeiter sind in Deutschland tätig, 75 im Ausland. Die größten Standorte sind der Firmensitz in Wiesbaden sowie Heidesheim bei Mainz. Der vollständige Geschäftsbericht steht im Internet zum Herunterladen zur Verfügung: http://www.abowind.com/de/unternehmen/geschaeftsberichte.html
Marktanteil in Frankreich stark gewachsen
Frankreich, der zweitwichtigste Markt des Unternehmens, hinkt seinen Windkraft-Ausbauzielen seit Jahren hinterher. Das Land möchte die starke Abhängigkeit von der Atomkraft reduzieren, die drei Viertel des französischen Stroms liefert. Der Zubau von lediglich 630 Megawatt Windkraft im Jahr 2013 ist jedoch zu gering, um substanzielle Veränderungen zu erreichen. ABO Wind aber hatte in Frankreich zuletzt das Glück des Tüchtigen: Mehr Projekte als erwartet erlangten Baureife, so dass der Marktanteil an den Inbetriebnahmen auf 9 Prozent stieg. “Das ist eine Momentaufnahme − dieses hohe Niveau werden wir langfristig kaum halten können”, dämpft Dr. Ahn die Erwartungen. Gleichwohl hat Frankreich das Potenzial, dauerhaft wesentlich zum Unternehmenserfolg beizutragen. Vor allem, wenn das Land die ambitionierten Ausbaupläne für Windkraft tatsächlich umzusetzen beginnt.
Vielversprechender Start in Finnland
Hauptversammlung am 3. Juli
Von der Politik fordert ABO Wind, nun zügig die Grundlagen für einen Strommarkt zu legen, der auf erneuerbare Energien zugeschnitten ist und eine wachsende Stromproduktion aus Wind und Sonne zu integrieren vermag. “Das ist die Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende”, betont Dr. Ahn. Die starke Fokussierung der aktuellen Bundesregierung auf Kohlekraft sei ein energiewirtschaftlicher Irrweg und verschärfe den Klimawandel. ABO Wind wird weiterhin daran mitwirken, die Energieversorgung zukunftsfähig zu machen und sieht dafür viele Möglichkeiten im Kerngeschäftsfeld Windkraft an Land. Anders ist die Situation in der Biogasbranche: “Wenn Bundestag und Bundesrat den EEG-Entwurf der Bundesregierung nicht auf den letzten Metern entscheidend verändern, wird es keinen nennenswerten Zubau mehr geben”, befürchtet Dr. Ahn. “Das ist für uns als Unternehmen zu verschmerzen. Für die Energiewende ist das ein herber Rückschlag. Biogas ist in der Lage, die Schwankungen von Wind und Sonne auszugleichen. Diese Technologie ist unverzichtbar, wenn man den Anteil der Erneuerbaren weiter erhöhen möchte.” Bei der Windkraft rechnet ABO Wind für die nächsten Jahre mit weiterem Wachstum. “Getragen wird das Geschäft zum einen von einem stabilen Markt in Deutschland und zum anderen von unseren Aktivitäten im Ausland. Europaweit hat ABO Wind im vergangenen Jahr für 500 Megawatt Anträge eingereicht und für 800 Megawatt Flächen akquiriert. “Das ist eine solide Basis für weitere erfolgreiche Geschäftsjahre”, ist Dr. Ahn überzeugt.
Für Rückfragen steht gerne zur Verfügung: ABO Wind, Alexander Koffka, Unter den Eichen 7, 65195 Wiesbaden, Tel.: (0611) 267 65 – 515,
presse@abo-wind.de
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