2G energy AG

Heek

Konzernabschluss zum 31.12.2012

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen,

sehr geehrte Aktionäre,

auch im Berichtsjahr 2012 hat der Aufsichtsrat der 2G Energy AG die ihm gesetzlich und satzungsgemäß zukommenden Aufgaben und Pflichten mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Das Kontrollgremium hat die Arbeit des Vorstands regelmäßig unterstützt, beratend und kritisch begleitet und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen der Unternehmensleitung, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, hat der Vorstand den Aufsichtsrat zeitnah eingebunden. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands über die Geschäftsentwicklung der 2G Energy AG, insbesondere über die allgemeine Liquiditäts-, Ertrags- und Vermögenslage der Gesellschaft. Auf dieser Basis hat der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung der 2G Energy AG überwacht und die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Vorstand abgestimmt.

Insbesondere hat der Aufsichtsratsvorsitzende auch zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats mit dem Vorstand regelmäßig Kontakt gehalten und mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements der 2G Energy AG beraten. Über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsratsvorsitzende vom Vorstand stets unverzüglich informiert.

Im Geschäftsjahr 2012 fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt und zwar am 13. Januar, 29. Mai, 28. August und 30. Oktober. An diesen Aufsichtsratssitzungen haben stets alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen. Die Bildung von Ausschüssen war nicht erforderlich. In den Aufsichtsratssitzungen wurden die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie wichtige Einzelfragen der Gesellschaft unter Teilnahme des Vorstands anhand der Berichte und Vorlagen des Vorstands im Gremium ausführlich erörtert.

Darüber hinaus standen die Aufsichtsratsmitglieder auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und haben sich über aktuelle Entwicklungen der Gesellschaft informiert.

Zusammenfassung der Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Die Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat in allen Sitzungen im Berichtszeitraum waren die Unternehmensstrategie, die Planung und die Geschäftsentwicklung, insbesondere die Umsatzentwicklung und die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage, die Risikolage, das Risikomanagement sowie die internationale Entwicklung der Märkte für Kraft-Wärme-Kopplung und damit einhergehende Expansionsmöglichkeiten.

In den einzelnen Sitzungen wurden folgende Themen eingehend beraten:

Gegenstand der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 13. Januar 2012 war die Genehmigung von Geschäften im Rahmen der Expansion in den USA.

Wichtige Themen der Aufsichtsratssitzung am 29. Mai 2012 waren insbesondere die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011, der Erwerb von Grundstücken und Gebäuden am Stammsitz Heek, die Verlängerung von Vorstandsverträgen und die Beschlussfassung über die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2012. In dieser Aufsichtsratssitzung prüfte das Gremium vor allem eingehend den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, die Lageberichte für die 2G Energy AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2011 sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns. An dieser Sitzung nahmen ebenfalls der Vorstand sowie – in Person der den Bestätigungsvermerk unterzeichnende Wirtschaftsprüfer – der Abschlussprüfer teil. Fragen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden umfassend beantwortet und einzelne Sachverhalte detailliert diskutiert. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung stellte der Aufsichtsrat fest, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Die vom Vorstand für die Gesellschaft und den Konzern vorgelegten Jahresabschlüsse und Lageberichte für das Geschäftsjahr 2011 wurden deshalb vom Aufsichtsrat gebilligt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft war damit festgestellt. Nach eingehender Erörterung stimmte der Aufsichtsrat auch dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns zu. Abschließend bereitete der Aufsichtsrat die ordentliche Hauptversammlung 2012 vor.

Wichtige Themen der Aufsichtsratssitzung vom 28. August 2012 waren insbesondere die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft im ersten Halbjahr. Der Vorstand berichtete über die ersten beiden Quartale und gab einen Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr 2012.

In der Aufsichtsratssitzung vom 30. Oktober 2012 erörterte die Organschaft neben der Lage der Geschäfte und der Entwicklung der Märkte insbesondere Themen rund um die weitere Entwicklung der Fertigungstiefe und die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage.

Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Im Berichtsjahr haben die Aktionäre auf der ordentlichen Hauptversammlung der 2G Energy AG am 28. August 2012 den aus drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat nach dem turnusgemäßen Ende der Amtszeit neu gewählt. Das Aufsichtsratsmitglied Gerhard Temminghoff stand für eine neue Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung. Die Herren Dr. Lukas Lenz und Wiebe Hofstra wurden für eine weitere Amtsperiode als Aufsichtsratsmitglieder gewählt. Die Hauptversammlung wählte auf Vorschlag der Verwaltung Herrn Heinrich Bertling zum dritten Mitglied des Aufsichtsrats.

Im Oktober 2012 hat der Finanzvorstand Peter J. Bergsteiner den Aufsichtsrat aus persönlichen Gründen um die Auflösung seines Vertrags gebeten. Der Aufsichtsrat hat dieser Bitte entsprochen und dankt Herrn Bergsteiner für die konstruktive Zusammenarbeit. Die Verantwortungsbereiche der Ressorts Finanzen, Recht und Personal sind zum 1. Dezember 2012 von Herrn Dietmar Brockhaus in Geschäftsleitungsfunktion übernommen worden.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2012

Der Vorstand hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 der 2G Energy AG nach den Regeln des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die von der Hauptversammlung am 28. August 2012 zum Abschlussprüfer gewählte Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Regensburg, hat den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 der 2G Energy AG unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Jahresabschluss, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Diese Vorlagen wurden vom Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer, der über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtete und für Auskünfte und Erläuterungen zur Verfügung stand, ausführlich besprochen.

Den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwände. Daher stimmte der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Jahresabschluss, Konzernabschluss und Konzernlagebericht billigte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 27. Mai 2013. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes an, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 32.544.212,98 bestehend aus einem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 19.276.716,41 und einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 13.267.496,57 eine Dividende in Höhe von 1.639.100,00 Euro, d.h. 0,37 Euro je Aktie, auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern von 2G und ihren Konzernunternehmen für ihren großen persönlichen Einsatz und für die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2012.

Feststellung dieses Berichts

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 27. Mai 2013 diesen Bericht gemäß § 171 Abs. 2 Aktiengesetz festgestellt.

 

Heek, 27. Mai 2013

Der Aufsichtsrat

Dr. Lukas Lenz, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

der 2G Energy AG, Benzstraße 3, 48619 Heek

Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts beruhen. Solche Aussagen beziehen sich auf Zeiträume in der Zukunft oder sind durch Begriffe wie „erwarten“, „vorhersagen“, „beabsichtigen“, „prognostizieren“, „planen“, „schätzen“, oder „rechnen mit“ gekennzeichnet. Zukunftsgerichtete Aussagen sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Eine Vielzahl dieser Risiken und Unsicherheiten wird von Faktoren bestimmt, die nicht dem Einfluss der 2G Gruppe unterliegen. Die tatsächlichen Ergebnisse können daher erheblich von dem nachfolgend Beschriebenen abweichen.

1. DER 2G KONZERN

Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur

Die 2G Energy AG Unternehmensgruppe ist ein international führender Anbieter von Anlagen zur dezentralen Energieversorgung. Das Unternehmen bietet mit der Entwicklung, der Produktion und Installation von Blockheizkraftwerken (BHKW) ganzheitliche Lösungen im wachsenden Markt der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Umfassende Service- und Wartungsdienstleistungen sind ein weiteres wichtiges Leistungskriterium. Die Produktpalette umfasst KWK-Anlagen im Bereich von 20 bis 2.000 kW elektrischer Leistung für den Betrieb mit Erdgas, Biogas oder anderen Schwachgasen. Alle Anlagen arbeiten hocheffizient, ressourcenschonend und mindern oder neutralisieren CO2 Emissionen bei der Energieerzeugung. Mit mehr als 3.500 Anlagen in 25 Ländern versorgen 2G-KWK-Module in diversen Anwendungen ein breites Kundenspektrum von privaten Haushalten, Unternehmen der Wohnungswirtschaft, Gewerbe- und Industrieunternehmen, Energieversorgern und Kommunen mit Wärme oder Kälte und elektrischer Energie. 2G ist mit acht Tochtergesellschaften, Repräsentanzen oder Beteiligungen in neun Ländern vertreten.

Die 2G Energy AG ist eine Holding, die unter ihrem Dach zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 acht Gesellschaften und ein assoziiertes Unternehmen vereint.

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Abb. 1: 2G Energy AG Unternehmens- und Beteiligungsstruktur

Die wesentliche operativ tätige Gesellschaft ist die 2G Energietechnik GmbH (2G GmbH) mit Sitz am Unternehmensstandort in Heek, im westlichen Münsterland. Das Unternehmen vereint die Planung, den Vertrieb, die Produktion und die Installation der 2G Anlagen. Außerdem werden die Servicedienstleistungen rund um KWK-Anlagen von ihr zentral gesteuert und koordiniert. Die 2G GmbH unterhält zudem in Amerang bei München und in Hamburg zwei unselbstständige Niederlassungen sowie Verbindungsbüros in Istanbul, Türkei, und Peking, China.

Die 2G Drives GmbH (2G Drives) ist ebenfalls am Standort Heek beheimatet. Geschäftsgegenstand ist die Forschung und Entwicklung rund um die 2G Produktpalette. Im Wesentlichen konzentriert sie sich auf die Optimierung der Gasmotoren und der Steuerungselektronik, um über verbesserte Wirkungsgrade und Integrationsfähigkeit höheren Kundennutzen und Alleinstellungsmerkmale zu bieten. Dabei sind die sehr hohen Wirkungsgrade der eigenentwickelten Produkte ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg von 2G und schaffen Wettbewerbsvorteile. Darüber hinaus hat die Softwareentwicklung zur Wartung, Vernetzung und Regelbarkeit der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung-Einheiten eine große Bedeutung. Über die Verbindung von Mechanik und Software werden viele dezentrale KWK-Einheiten zu intelligenten Großkraftwerk (Virtual Power Plant (VPP)) vernetzt. Mit je 10 Prozent sind zwei namhafte und international anerkannte Experten auf dem Gebiet der Gasmotorenentwicklung an der 2G Drives beteiligt.

Die 2G Home GmbH (2G Home) hat ihren Geschäftssitz ebenfalls am Standort Heek. Mit ihren Kernprodukten, der G-Box 20 und G-Box 50, das sind Blockheizkraftwerk Kompaktmodule für kleine und mittlere Gewerbe, Krankenhäuser, Hotels und Handwerksbetriebe oder Wohnanlagen mit einer elektrischen Leistung von 20 kW bzw. 50 kW, ist das Unternehmen mit seiner Technologie auch im mittleren Leistungsbereich wärmegeführter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen für Beistell-Anwendungen vertreten.

International hat der 2G Konzern seine Präsenz im Berichtsjahr weiter gestärkt. So hat 2G mit der 2G Manufacturing Inc. mit Sitz in St. Augustine, Florida, eine eigene Produktionsstätte in den USA gegründet. Die 100 %ige Tochtergesellschaft der 2G Energy AG hat im Berichtsjahr die Produktion für den amerikanischen Markt in der Weise aufgenommen, dass Motoren und Komponenten aus Heek dort zu 2G-BHKW-Modulen für den US-Markt endmontiert werden. Zudem erfolgt in Florida individuell der Containerbau nach bewährter 2G-Manier. Diese Art der Fertigung erfolgt aus Gründen der Qualitätssicherung und der Transportkostenoptimierung.

Im Konzern existieren bereits Auslandstöchter als Vertriebs- und Servicegesellschaften in Spanien, die 2G Solutions of Cogeneration S.L. mit Sitz in Vic bei Barcelona, die gleichzeitig mit einem Verbindungsbüro in Rennes den französischen Markt bedient, in Italien, die 2G Italia Srl. mit Sitz in Verona, in Polen, die 2G Polska Sp. z o.o. mit Sitz in Bielsko-Biala, in Großbritannien, die 2G Energy Ltd. mit Sitz in Runcorn. An der 2G Cenergy Power Systems Technologies Inc. (2G Cenergy), der Vertriebs- und Servicegesellschaft für den US-Markt, hält 2G eine Beteiligung in Höhe von 49%.

Darüber hinaus werden über Vertriebskooperationen in Japan, Russland und Kanada bedeutende Industrie- bzw. Rohstoffmärkte erschlossen.

2. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION

Konjunkturelle Dynamik der Weltwirtschaft schwächte sich 2012 unter dem Einfluss der Euro-Krise ab

Laut Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seinem Jahresgutachten 2012/2013 sorgt die Staatsschuldenkrise, die Bankenkrise und die makroökonomische Krise im Euro-Raum für ein hohes Maß an Unsicherheit in der Weltwirtschaft. Dies hat insbesondere im Euro-Raum und Großbritannien 2012 zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) geführt. Für Stabilität sorgten, laut Sachverständigen, die konjunkturelle Entwicklung in den USA, Japan und den Schwellenländer – wenn die Wachstumsraten auch geringer ausfielen als im Vorjahr. Die Experten gehen von einer Wachstumsrate des Welt-BIP von 3,3 % aus (2011: 3,8 %).

Innerhalb des Euro-Raums zeigten sich teilweise große Unterschiede zwischen den Mitgliedsländern. Während sich Italien und Spanien in der Rezession befanden, konnten Länder wie Deutschland, Österreich und die Niederlande dem Abwärtssog widerstehen. Insgesamt ging das BIP im Euroraum 2012 nach Angaben des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) um 0,6 % zurück (2011: 1,4 %).

Auch die deutsche Wirtschaft konnte sich laut IfW nicht vom außenwirtschaftlichen Umfeld abkoppeln. Die Binnennachfrage stagnierte und der Außenhandel trug nur bedingt zum Wachstum bei. Für 2012 berechneten die Kieler ein Wachstum des BIP von 0,7 % (2011: 3,0 %).

BRANCHENENTWICKLUNG in Deutschland

Anteil der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch steigt kontinuierlich

Auch 2012 ist der Anteil der Erneuerbaren Energien am Gesamtbedarf in Deutschland wie in den Vorjahren weiter gestiegen. Im Berichtsjahr stellten sie bereits 12,6 Prozent am Endenergieverbrauch in Deutschland. Für das Jahr 2020 hat die Bundesregierung im Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) das Ziel 18 % Erneuerbare Energien am Endenergieverbrauch gesetzt.

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Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien

Der Anteil der Erneuerbaren Energien am deutschen Bruttostromverbrauch stieg 2012 auf 22,9 % (2011: 20,5 %). Die Wärmebereitstellung aus Erneuerbaren Energien stieg auf 144 Milliarden Kilowattstunden (kWh) (2011: 134 Mrd. kWh). Im Wärmemarkt blieb der Anteil der Erneuerbaren Energien trotz höherem Gesamtenergieverbrauch auf dem Vorjahresniveau von 10,4 %. Durch die Erneuerbaren Energien wurden 2012 rund 146 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen in Deutschland vermieden. Der größte Anteil mit rund 81 Millionen Tonnen geht dabei auf die EEG-vergütete Stromerzeugung zurück und 40 Millionen Tonnen auf erneuerbare Wärme.

Die Erneuerbaren Energien trugen 2012 mit rund 12 % (Vorjahr rund 11 %) zur Energiebilanz bei. Das entspricht einem Zuwachs von 8,1 %. Knapp vier Fünftel des Energiebedarfs wurden durch fossile Energieträger gedeckt. Erdgas stellte beim Primärenergieverbrauch einen Anteil von 21,6 % (Vorjahr: 21,5 %), das entspricht einer Zunahme von 1,4 % gegenüber 2011.

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Grafik: Energiemix 2012: Erneuerbare nehmen weiter zu, Struktur des Primärenergieverbrauchs in Deutschland Anteile in Prozent (Vorjahr in Klammern)

Quelle: AGEB, PM 01/2013

Die Erneuerbaren Energien sind aus der Energieversorgung nicht mehr wegzudenken. Denn auch die vielfältigen positiven volkswirtschaftlichen Leistungen sind inzwischen beträchtlich. Der Bundesverband Erneuerbare Energien e.V. (BEE) nennt die wichtigsten Effekte:

· Vermeidung von teuren Rohstoffimporten

· Reduzierung der externen Kosten für Umwelt- und Klimaschäden

· Kostendämpfung im Strommarkt: die Erneuerbaren Energien senken die Preise an der Strombörse durch den Merit-Order-Effekt erheblich.

· Schaffung von Arbeitsplätzen.

Der BEE konstatiert: Insgesamt steht der begrenzten finanziellen Belastung öffentlicher und privater Haushalte durch die Förderung der Erneuerbaren Energien eine erheblich größere Entlastung der Gesamtwirtschaft gegenüber. Das unterstreicht die Wirtschaftlichkeit der Erneuerbaren Energien.

Vor dem Hintergrund dieses erfolgreichen - politisch gewollten und durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) geförderten – Ausbaus der Erneuerbaren Energien rückten seit 2011 die Themen Kosten der Energiewende und Design der Strommärkte in das Zentrum der öffentlichen Diskussion. Zum einen hat vor allem der rasante Photovoltaikausbau in den Jahren 2009 bis 2011 die EEG-Umlage im Vergleich zu den Vorjahren stark anwachsen lassen. Viele Stromversorger haben daraufhin die Preise deutlich erhöht. Zum anderen ist eine breit geführte Debatte entbrannt, wie die Transformation des Energieversorgungs- und Vermarktungssystems, wie die Integration aller Energie-Erzeugungsarten, unter Vorrang der Erneuerbaren Energien, mittels intelligenter Kraftwerks-, Speicher- und Steuerungssysteme neu zu gestalten ist?

KWK-Anlagen übernehmen nach Überzeugung der Bundesregierung dabei eine wichtige Rolle. Im KWKG ist seit 2012 das Ziel festgeschrieben, ihren Anteil an der Stromproduktion von heute 15 % bis 2020 auf 25 % zu erhöhen.

Die Argumente für eine deutlich gestärkte Rolle von KWK-Anlagen im Rahmen der Energiewende liegen auf der Hand, denn KWK-Anlagen:

· arbeiten dezentral, brauchen also keine Stromtrassen,

· sind integrierbar in bestehende Versorgungs- und Abnahmeinfrastrukturen,

· sind versorgungssicher und preiswert,

· sind umwelt- und klimafreundlich,

· sind effizient, die Leistungsbereitstellung ist regelbar und sie

· sind aus diesen Gründen ein Kernbaustein von virtuellen Kraftwerken.

Nach Einschätzung des BEE sind Biomasseanlagen von großer Bedeutung für den Ausgleich der fluktuierenden Energieerzeugung aus Wind- und Solarkraftwerken, da sie zeitlich flexibel Strom erzeugen können. Ebenfalls unerlässlich als Ausgleichsoption in wind- oder sonnenarmen Phasen sind Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die sowohl mit Erd-, als auch mit Biogas betrieben werden können.

Biogas

Die technische Spezifikation eines Biogas betriebenen BHKW ist auf einen möglichst hohen elektrischen Wirkungsgrad ausgelegt. Wärme ist – abhängig von der vorhandenen Infrastruktur - eher ein Nebenprodukt. Wärme – oder über einen Wärmetauscher erzeugte Kälte - kann aber auch bei direkter Nutzungsmöglichkeit (Prozesswärme, Kühlhaus) oder eines vorhandenen Nah- oder Fernwärmenetzes als ein hochwertiges Produkt mit entsprechender Wirtschaftlichkeit abgegeben werden.

In Deutschland wird Biogas bzw. die Verstromung über das EEG gefördert. Nach dem Boom für Biogasanlagen im Jahr 2011 durch Vorzieheffekte aus der angekündigten Änderung des EEG zum 1. Januar 2012, sank die Nachfrage nach Biogas-Anlagen in Deutschland im Berichtsjahr wie erwartet deutlich. Der Fachverband Biogas geht für 2012 von 268 Neuanlagen aus. Zusammen mit Anlagenerweiterungen (Repowering) entspräche das einer Zunahme an installierter elektrischer Leistung von 182 Megawatt. Gegenüber 2011 ginge der Leistungsausbau damit um rund 70 % und der Neuanlagenbau um knapp 80 % zurück.

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Grafik, Quelle: Fachverband Biogas e.V., korrigierte Prognosezahlen 2012

Als Gründe für den Einbruch nennt der Verband die verschlechterten Förderbedingungen des EEG 2012, hohe Substratpreise und Akzeptanzprobleme von Biogas-Anlagen in der Öffentlichkeit. Fast analog zu den Biogas-Anlagen entwickelte sich in den letzten Jahren die Nachfrage nach mit Biogas betriebenen BHKW in Deutschland deutlich rückläufig. Vermehrt wurden aber BHKW mit Auslauf ihrer Lebensdauer (nach ca. acht bis zwölf Jahren) im Biogas-Anlagen Bestand ersetzt. Auch BHKW-Anlagenerweiterungen wurden im Hinblick auf die veränderten Förderbedingungen im EEG 2012 projektiert. Diese für Deutschland skizzierte Marktentwicklung hat aber in anderen Märkten so nicht stattgefunden. In anderen Ländern ist Biogas weiterhin ein wichtiger Brennstoff für KWK-Anlagen.

Erdgas

Die Nachfrage nach Erdgas betriebenen BHKW stieg im Berichtsjahr deutlich an. Erdgas zählt unter den fossilen Energieträgern zu den emissionsärmsten Brennstoffen. Erdgas betriebene BHKW liefern primär Wärme (wärmegeführt), Strom fällt zusätzlich an und geht überwiegend in den Eigenverbrauch des Betreibers. Auch für den Strom aus den KWK-Anlagen, der z.B. im Versorgungsobjekt (Schwimmbad, Mehrfamilienhaus etc.) selbst genutzt wird, erhält der Betreiber einen sog. KWK-Zuschlag.

Erdgasbetriebene KWK-Anlagen lassen sich mit hohen Wirkungsgraden betreiben und flexibel einsetzen. Während die Strompreise in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind, blieb der Preisanstieg für Erdgas moderat. Diese Tendenz wird gestützt von einer guten Angebotssituation und einer hohen Versorgungssicherheit. Die insgesamt verbesserte Angebotsseite hält das Preisniveau relativ niedrig. Die Schere zwischen der Entwicklung des Strompreises und der des Erdgaspreises wird auch als „spark spread“ bezeichnet.

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Grafik Preisschere Öl-, Gas- und Strompreis

Neben dem Preisniveau bzw. der Angebotssituation beim Erdgas spricht für diesen fossilen Rohstoff für den Betrieb von BHKW auch sein Vorteil der Dezentralität für die Energieversorgung. Auf Basis einer in der Regel bestehenden Versorgungslogistik für die Bereitstellung des Erdgases und auch für die Einspeisung von überschüssiger Wärme in Nah- und Fernwärmenetze können auch erdgasbetriebene BHKW die im Rahmen der Energiewende neu zu konfigurierenden Stromnetze entlasten und im Verbund als virtuelle Kraftwerke einen wichtigen Beitrag leisten, die Volatilitäten der Stromproduktion von Wind- und Solaranlagen auszugleichen. Das ist politisch in vielen Ländern wie Deutschland und den USA anerkannt und ist 2012 durch verbesserte Förderregelungen bestätigt worden (s. unten).

Strompreise steigen weiter

Zwei wesentliche Effekte prägen die Entwicklung des Strompreises. Auf der einen Seite bewegen sich die Strompreise an der Leipziger Strombörse EEX seit einigen Jahren nach unten. Laut BEE ist eine wesentliche Ursache dafür das zunehmende Stromangebot aus Erneuerbaren Energien, das teure fossile Kraftwerke aus dem Markt drängt. Dies wird als Merit Order Effekt beschrieben. Das führt für die Endabnehmer aber nicht zu sinkenden Strompreisen.

Für die EEG-Umlage – und damit für die Unternehmen und Verbraucher - wird der Börsenpreisrückgang aufgrund der festgelegten Berechnungsweise laut BEE allerdings zum Problem. Denn im dem Moment, in dem die Erneuerbaren Energien an der Börse die Preise senken, erhöht sich die Differenz zwischen gezahlter Vergütung für erneuerbaren Strom auf der einen und mit diesem Strom an der Börse erzielten Einnahmen auf der anderen Seite. Damit steigt automatisch die Umlage, die die Lücke zwischen den Ausgaben für die gezahlten Einspeisevergütungen und den beim Verkauf des EEG-Stroms erzielten Einnahmen schließen muss.

Je niedriger also die Börsenstrompreise aufgrund des Angebots von regenerativem Strom sind, desto höher steigt die EEG-Umlage.

Auf der anderen Seite steigen aber die Brutto-Strompreise für industrielle Abnehmer mittlerer Größe wie für Privathaushalte kontinuierlich an. Je nach Kundengruppe unterscheiden sich die Kosten pro genutzter Kilowattstunde (kWh) Elektrizität stark.

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Grafik: Entwicklung Strompreise, Quelle Agentur f Erneuerbare Energien

Wärme

In die Wärmeerzeugung fließen rund 50 Prozent des gesamten Energieverbrauches. Hier liegt ein großes Potenzial für den Einsatz Erneuerbarer Energie und damit auch für den Klima- und Umweltschutz. Bisher ist der Anteil der Erneuerbaren Energien im Wärmemarkt noch relativ gering. Ihr Anteil betrug im Jahr 2012 erst 10,4 Prozent.

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Grafik: Wärme aus Erneuerbaren Energien 2012

Für die dezentrale Wärmeerzeugung aus Erneuerbaren Energien spielt vor allem die Bioenergie in Form von Holz, biogenen Reststoffen und Biogas eine wesentliche Rolle.

Das integrierte Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung sieht vor, bis 2020 den Anteil der Erneuerbaren am Wärmemarkt auf 14 % zu erhöhen. Für KWK-Anlagen ist insbesondere die vielschichtige dezentrale Nutzung der Wärme zur Energieversorgung direkt durch private Haushalte, Unternehmen oder durch den regionalen Energieversorger (z.B. Stadtwerke/Gemeinden) von Bedeutung.

Regulatorisches Umfeld

Das zum 1. Januar 2012 in Kraft getretene novellierte EEG definiert erstmals die Integration des Stroms aus Erneuerbaren Energien in das Stromversorgungssystem als explizites Ziel.

In der 2012 beschlossenen Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) kommt der politische Wille zum Ausdruck, den Anteil der BHKW an der Stromproduktion von heute ca. 15 % bis 2020 auf 25 % zu steigern. In der Leistungsklasse 50 bis 250 kW sind die Fördersätze von 2,1 Cent auf 4,0 Cent pro kWh fast verdoppelt worden. In anderen Leistungsklassen hat es ebenfalls deutliche Erhöhungen gegeben.

Die Änderungen für Biogas im EEG 2012 führen für Anlagen, die ab dem 1. Januar 2012 in Betrieb genommen werden, zu tendenziell niedrigeren Vergütungen als sie noch mit dem EEG 2009 gewährt wurden. Im Pflichtenheft für die Betreiber steht nun auch, dass 60 % der Wärme EEG-konform (z.B. Holztrocknung, Gärrestetrocknung, Einspeisung in Wärmenetz, Strom aus Abwärme) genutzt werden müssen – ein solches Wärmekonzept ist Grundvoraussetzung für den Erhalt der normalen Vergütung. Insgesamt leitet der Gesetzgeber damit auch einen Paradigmenwechsel ein: weg vom bisherigen Dogma der Grundlast, hin zu einer Flexibilisierung und bedarfsgerechten Erzeugung.

Das zum 1. Mai 2011 novellierte Erneuerbare Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) sieht einen verpflichtenden Anteil Erneuerbarer Energien zur Wärmeversorgung in Neubauten und auch für bestehende öffentliche Gebäude vor. Dies kann auch durch Kraft-Wärme-Kopplung erfolgen, wenn dadurch mindestens 50 % des Wärmebedarfs gedeckt werden. Über das Marktanreizprogramm stellt die Bundesregierung – abhängig von der aktuellen Haushaltslage – Zuschüsse für den Einbau bzw. die Nachrüstung von wärmeerzeugenden Anlagen zur Verfügung.

Amerikanischer Markt

In den USA hat Präsident Obama im August 2012 ein Dekret erlassen, um die Investitionen in der Industrie für Energieeffizienz (“Accelerating Investment in Industrial Energy Efficiency”) zu erhöhen. Ein wesentliches Ziel der Initiative ist der Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, um die installierte KWK-Leistung bis 2020 auf 40 GW zu bringen. Eine staatliche Subventionierung vergleichbar dem EEG ist damit aber nicht verbunden. Insgesamt sind im US-Markt sowohl die Bedingungen für Biogas als auch für Erdgas betriebene BHKW günstig. Für die Verwertung von Lebensmittelabfällen erhalten Betreiber von Biogasanlagen zur Energievermarktung (Strom und Wärme) in den USA eine Vergütung von 30 US-Dollar pro Tonne. Shale-Gas-Vorkommen (Schiefergasvorkommen), die in den USA in großem Stil erschlossen, ausgebeutet und in die vorhandenen Erdgasnetze eingespeist werden, sorgen für relativ günstige Erdgaspreise in den USA. Gleichzeitig steigen die Elektrizitätspreise stetig an. Der breite Spark Spread, die Preisdifferenz zwischen Erdgas- und Strompreis, macht den BHKW Betrieb auch in den USA wirtschaftlich und für eine eigene, dezentrale Energieversorgung attraktiv.

DAS GESCHÄFTSJAHR 2012 IM ÜBERBLICK

2G wandelt sich zu einem internationalen Akteur im KWK-Markt

Mit Beschluss des Deutschen Bundestages zur EEG-Novelle mit Wirkung vom 01.01.2012 waren Vorzieheffekte in deutschen Biogasmarkt im Jahr 2011 offensichtlich. Tatsächlich haben die Umsatzrückgänge und der Einbrüche in der deutschen Biogasbranche selbst die pessimistischen Prognosen noch übertroffen. 2G hat bereits in den Jahren 2009/2010 durch eine konsequente Internationalisierungsstrategie die Weichen für eine Unabhängigkeit vom dominanten heimischen Biogasmarkt gestellt. Durch die Diversifikation in Auslandsmärkte, eine breite Kundenstreuung, die Nutzung anderer Schwachgase (z.B. Deponiegas, Klärgas, Kuppelgas, Synthesegas) sowie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in erdgasbetriebene Blockheizkraftwerke hat 2G im Jahr 2012 die Wandlung zum internationalen Akteur im KWK-Markt erreicht. Die Abhängigkeit von subventionsgetriebenen Märkten gehört der Vergangenheit an.

Mit der Inbetriebnahme einer eigenen Produktionsstätte in den USA wurde zudem ein richtungsweisender Schritt in den hochinteressanten und prosperierenden nordamerikanischen Markt gesetzt.

Mit mehr als 3.500 BHKW-Modulen in 25 Ländern der Welt ist 2G zu einem bekannten und bedeutenden Technologie- und Systemanbieter in der BHKW-Technik und in der Leistungsklasse von 20 kWe bis über 2.000 kWe aufgestiegen.

3. ERTRAGSLAGE

Umsatz und Ergebnis auf hohem Niveau stabilisiert

UMSATZ

Umsatz 2012 liegt voll im Wachstumstrend der Jahre 2009 bis 2012

2G setzte im Jahr 2012 den bereits im Jahr 2009 einsetzenden Wachstumstrend grundsätzlich fort. Die Umsatzentwicklung von 51,1 Mio. Euro (2009), über 91,8 Mio. Euro (2010) auf 146,5 Mio. Euro (2012) verdeutlicht die stabile Entwicklung. Der Vorzieheffekt und die Sonderkonjunktur des Jahres 2011 mit einem Umsatz von 167,3 Mio. Euro ist als zwischenzeitlicher Achtungserfolg zu betrachten. Aufgrund dieser Vorzieheffekte und dem Einbruch der Biogasbranche in Deutschland musste ein Umsatzrückgang im Vergleich zu 2011 in Höhe von 13% hingenommen werden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2012 fehlte die in den Vorjahren so bekannte wie angespannte Jahresendrallye aufgrund regulatorischer Umstände. Insofern standen Inbetriebnahmen von KWK-Anlagen unter keinem besonderen Zeitdruck und die Feiertagssituation zum Jahreswechsel 2012/2013 trug das Übrige dazu bei. Auftragsbestände von rd. 11 Mio. Euro wurden teilweise angearbeitet und zur Auslieferung in das folgende Geschäftsjahr übertragen.

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Eig. Abbildung: Entwicklung Umsatz und EBIT seit 2007 / Trend

VERTEILUNG DER UMSATZERLÖSE

Exportquote steigt von 10 % auf 40 %

Mit der Internationalisierung der Geschäftstätigkeit stieg der Auslandsanteil der Umsätze planmäßig auf rd. 40 % (Vorjahr 10 %). Stärkster Auslandsmarkt mit einem konsolidierten Umsatz von rd. 11 Mio. Euro war Italien. Im US-Markt wurde über die 2G Cenergy Inc. ein Umsatz von rd. 9 Mio. Euro erzielt. Gleichzeitig verteilten sich die Umsatzerlöse auf rd. 70 % biogasbetriebene und rd. 30 % erdgasbetriebene 2G-Kraftwerks-Module. Im Geschäftsjahr 2012 wurden insgesamt 485 Einheiten (Vorjahr 688 Einheiten) abgesetzt. Damit hat sich der durchschnittliche Preis pro Einheit von rd. 237 TEUR im Jahr 2011 auf 274 TEUR im Jahr 2012 erhöht.

Der Auftragsbestand per Ende April 2013 betrug 53 Mio. Euro (Vorjahr 54 Mio. Euro) mit einem Auslandsanteil von rd. 35 % und einem Verhältnis Biogas- zu Erdgasprojekten von 55%/45%. Das sogenannte Repowering (Ersatz-investitionen) von Biogasanlagen hat im Geschäftsjahr 2012 zwar weniger als 0,5 Mio. Euro vom Umsatz ausgemacht, eine verstärkte Nachfrage zeichnet sich jedoch für die Folgejahre bereits ab.

KONZERNERGEBNIS

EBIT-Marge fest und höher als erwartet

Im Jahr 2012 konnte der 2G Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 16,5 Mio. Euro (Vorjahr 19,5 Mio. Euro) erzielen. Angesichts der beschriebenen Veränderungen in den Märkten, den regulatorischen Rahmenbedingungen sowie den Aktivitäten und Ausgaben in diesem Umwandlungsprozess war 2G zunächst von einer knapp zweistelligen EBIT-Marge ausgegangen. Umso positiver ist der Erfolg zu bewerten, dass mit 11,3 % die EBIT-Marge des Rekordvorjahres von 11,8 % nahezu erreicht werden konnte. Ganz entscheidend trug die Senkung der Materialaufwandsquote von 75,3 % auf 65,4 % der Gesamtleistung im Berichtsjahr zu diesem guten Ergebnis bei. Im unmittelbaren Zusammenhang damit ist die Personalaufwandsquote zu betrachten, die von 6,7 % auf 11,5 % der Gesamtleistung gestiegen ist. Die konsequente Ausbildung junger Mitarbeiter und die Festeinstellung von Fachkräften führten zu einer deutlichen Verringerung der Fremdleistungen und damit zu einer Erhöhung der Fertigungstiefe. Im Zuge der Internationalisierung des Geschäftes stiegen die Vertriebs-, Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen an. Die Vertriebsaufwendungen betrugen 4,0 Mio. Euro (Vorjahr 3,4 Mio. Euro), die Betriebsaufwendungen 4,1 Mio. Euro (Vorjahr 2,3 Mio. Euro) und der Verwaltungsaufwand stieg auf 1,9 Mio. Euro (Vorjahr 1,4 Mio. Euro). Ursächlich für den absoluten und prozentualen Anstieg der Betriebs- und Verwaltungskosten waren der Ausbau und die Verdichtung des internationalen Servicenetzes und der Servicezentrale (7 Tage/24 Stunden) sowie die organisatorischen und technischen Anpassungsmaßnahmen aufgrund des starken Unternehmenswachstums.

Nach einem ausgeglichenem Finanzergebnis und Ertragsteuern von 5,1 Mio. Euro (Vorjahr 5,9 Mio. Euro) verbleibt ein Konzernjahresüberschuss von 11,3 Mio. Euro (Vorjahr 13,6 Mio. Euro).

VORSCHLAG ZUR GEWINNVERWENDUNG

Erfolge teilen

Die 2G Energy AG weist für das Jahr 2012 nach handelsrechtlichen Vorschriften einen Bilanzgewinn in Höhe von 32.544.212,98 Euro aus. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung wie im Vorjahr die Zahlung einer Dividende von 0,37 Euro je Aktie vor. Bezogen auf die am 31. Dezember 2012 dividendenberechtigten Aktien entspricht die Bardividende einer Ausschüttungssumme von 1.639.100,00 Euro.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, den verbleibenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Der 2G Konzern sichert damit seine finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit und ist für das angestrebte überproportionale Wachstum in den nächsten Jahren solide aufgestellt.

4. FINANZLAGE

Das Finanzmanagement des 2G Konzerns konzentriert sich auf die Sicherstellung der Liquidität aller Gesellschaften des Gesamtkonzerns und der Möglichkeit zur Nutzung strategischer Einkaufs- und Akquisitionschancen.

Die Finanzlage des 2G Konzerns ist folgender verkürzter Kapitalflussrechnung zu entnehmen:

  31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Periodenergebnis 11.334 13.602
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 1.859 1.344
Veränderung der Rückstellungen -5.263 9.784
sonstige zahlungsunwirksame Erträge -38 -89
Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen 55 9
Veränderungen der Vorräte -12.538 -4.716
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.449 -6.421
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -822 11.135
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -8.862 24.648
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -7.951 -4.244
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 5.147 473
Liquide Mittel am 31.12.*) 13.680 25.344

*) Ausweis abzüglich kurzfristiger Kontokorrentinanspruchnahmen bei Banken.

Der operative Cashflow veränderte sich im Berichtsjahr deutlich auf -8,9 Mio. Euro (Vorjahr 24,6 Mio. Euro) und hängt wesentlich mit dem Aufbau der Vorrats- und Forderungsbestände zusammen. Investitionen wurden in Höhe von 8,0 Mio. Euro (Vj. 4,2 Mio. Euro) getätigt, die wesentlich in Grundstücke/Gebäude (4,4 Mio. Euro), Maschinen/technische Anlagen (0,5 Mio. Euro), Fahrzeuge/Betriebs- und Geschäftsausstattung (2,7 Mio. Euro) und Software (0,3 Mio. Euro) erfolgten.

Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2012 eine zahlungswirksame Veränderung aus der Geschäftstätigkeit von -11,7 Mio. Euro (Vorjahr 20,9 Mio. Euro). Nach Berücksichtigung der sonstigen Veränderungen der Zahlungsmittel ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Finanzmittelfonds von 13,7 Mio. Euro (Vj. 25,3 Mio. Euro).

Die Liquidität in Form von Bankguthaben zum 31. Dezember 2012 belief sich auf 14,1 Mio. Euro (Vj. 25,6 Mio. Euro) und sichert die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des 2G Konzerns. Der hohe Liquiditätsstand per Ende 2011 war stichtags- und sonderkonjunkturbedingt außergewöhnlich. Für langfristige Investitionen in Produktionskapazitäten und zur Vornahme von Sondereinkaufsgeschäften steht darüber hinaus potentielle Liquidität bei Banken zur Verfügung.

5. VERMÖGENSLAGE

Überblick zur Vermögenslage des 2G Konzerns:

Aktiva

  31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
A. Anlagevermögen 20.837 14.791
B. Umlaufvermögen 72.807 68.770
C. Rechnungsabgrenzungsposten 352 343
D. Aktive latente Steuern 746 302
Bilanzsumme 94.742 84.206
Passiva 31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
A. Eigenkapital 47.754 38.177
B. Rückstellungen 9.879 15.142
C. Verbindlichkeiten    
I. Verbindlichkeiten ggü. Banken 10.344 3.301
II. Andere Verbindlichkeiten 26.765 27.586
Bilanzsumme 94.742 84.206

Zum Bilanzstichtag 31.12.2012 beträgt die Bilanzsumme des 2G Konzerns 94,7 Mio. Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 12,5 % entspricht. Das Anlagevermögen in Höhe von 20,8 Mio. Euro (Vorjahr 14,8 Mio. Euro) beinhaltet immaterielle Vermögensgegenstände von 5,9 Mio. Euro (6,1 Mio. Euro), die insbesondere durch den Geschäfts- und Firmenwert der 2G Energietechnik GmbH bestimmt sind, ermäßigt um planmäßige Abschreibungen.

Bei den Sachanlagen sind die Grundstücke und Bauten auf Grundstücken in Höhe von 8,1 Mio. Euro (Vorjahr 4,4 Mio. Euro) ausgewiesen, die dem Geschäftszweck dienen und Kapazitätsreserven zur Ausweitung, Vertiefung und Optimierung der Fertigung bieten. Bei den Maschinen, technischen und anderen Anlagen im Wert von 6,0 Mio. Euro (Vorjahr 3,9 Mio. Euro) handelt es insbesondere um den Bestand an Krananlagen, Spezialwerkzeuge und -geräte, den Fuhrpark sowie die erforderliche Betriebs- und Geschäftsausstattung, die planmäßig abgeschrieben werden. Darüber hinaus sind geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau in Höhe von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr 0) getätigt worden, die die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Baugewerke am Hauptstandort in Heek betreffen.

Die Finanzanlagen von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr 0,4 Mio. Euro) beinhalten im Wesentlichen die Beteiligung an der 2G Cenergy Inc., Florida/USA, die gemäß der Equity-Methode bilanziert wird.

Der Wert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von 25,0 Mio. Euro (Vorjahr 15,7 Mio. Euro) entspricht generell dem erforderlichen Vorrats- und Warenbestand eines operativen Produktions- und Servicebetriebes. Durch ein Sondereinkaufsgeschäft von Motoren hat sich der Lagerbestand vorübergehend aufgebläht und wird sich durch laufende Produktions- und Umsatztätigkeit wieder deutlich ermäßigen. Da es sich um Standardware handelt, ist das Bestandsrisiko gering. Die nach kaufmännischer Vorsicht bewerteten unfertigen Leistungen machen am Bilanzstichtag einen Wert von 12,7 Mio. Euro (Vorjahr 20,5 Mio. Euro) aus. Dabei wurden erhaltene Anzahlungen von 9,2 Mio. Euro (Vorjahr 19,8 Mio. Euro) offen von den in Arbeit befindlichen Aufträgen abgesetzt.

Der Forderungsbestand ist zum Bilanzstichtag auf 23,3 Mio. Euro (Vorjahr 20,5 Mio. Euro) gegenüber Kunden und Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (2,2 Mio. Euro/Vorjahr 0,2 Mio. Euro) angestiegen. Die Forderungen gegen die insgesamt solvente Kundschaft sind intakt. Mit der Internationalisierung der Geschäftstätigkeit verändern sich die bisher sehr komfortablen Zahlungsbedingungen und das allgemeine Zahlungsverhalten. 2G hat vorsorglich das Bonitätsüberwachungs- und Debitorenmanagement verstärkt. Die sonstigen Vermögensgegenstände von 1,5 Mio. Euro (Vorjahr 3,3 Mio. Euro) sind Steuererstattungsansprüche aus laufender Umsatztätigkeit. Während das Working Capital, der Saldo aus dem Umlaufvermögen abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten, mit 30,1 Mio. Euro (Vorjahr 25,3 Mio. Euro) insgesamt konstant geblieben ist, hat sich die Kapitalbindungsstruktur gegenüber dem Vorjahresstichtag durch den Wandlung des 2G Konzerns zum internationalen Akteur im KWK-Markt deutliche verschoben.

Das Eigenkapital zum 31.12.2012 des 2G Konzerns beträgt 47,8 Mio. Euro (Vorjahr 38,2 Mio. Euro) und die Eigenkapitalquote hat sich zum Stichtag auf 50,4 % (Vorjahr 45,3 %) verbessert.

Bei der Bildung der Steuerrückstellungen (1,4 Mio. Euro) und sonstigen Rückstellungen (8,5 Mio. Euro) sind die dem Grunde nach feststehenden Verpflichtungen und die Eventualrisiken z.B. für Gewährleistungen nach dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip berücksichtigt worden. Aufgrund der Jahresendrallye in 2011 war der Bestand an projektbezogenen Rückstellungen (Nacharbeiten und ausstehende Rechnungen) im Vorjahr außergewöhnlich hoch.

Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen von zusammen 20,4 Mio. Euro liegen auf Vorjahresniveau und resultieren insbesondere aus dem Lieferungs- und Leistungsprozess. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 10,3 Mio. Euro sind Darlehen zur Mitfinanzierung der Betriebserweiterung am Standort in Heek sowie Fahrzeugfinanzierungen und sind banküblich besichert. Für die branchenüblich zu stellenden Bürgschaften, Avale, Akkreditive und als potentielle Liquiditätsreserve bestehen ausreichende Linien bei Banken. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 6,3 Mio. Euro resultieren im Wesentlichen aus den laufenden Lohn- und Steuerverbindlichkeiten.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Konjunkturelle Unsicherheiten, schwächelnde Länderratings und Schwierigkeiten aufgrund von schwachen Staatsfinanzen einiger EU-Länder berühren die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des 2G Konzerns kaum. Die internationalen Marktpotentiale der Kraft-Wärme-Kopplung aus Biogas und Erdgas sind hoch und der Stellenwert der Kraft-Wärme-Kopplung im Energiemix gewinnt durch die Dezentralität, die Regel-, Steuer- und Planbarkeit, die Klimafreundlichkeit sowie die Effizienz und Wirtschaftlichkeit in der Energieversorgung an Bedeutung.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der Geschäftsverlauf, die Lage und das Ergebnis des 2G Konzerns durch die gesamtwirtschaftliche Situation und die Entwicklung der globalen Energiemärkte positiv beeinflusst wurden. Die durch Subventionsabbau gekennzeichnete internationale Energiepolitik betont die Wirtschaftlichkeit der Kraft-Wärme-Kopplung im Vergleich zu anderen Formen der Energiegewinnung. Die wirtschaftliche Entwicklung und Lage wird durch den Vorstand als zufriedenstellend eingeschätzt.

6. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

INVESTITIONEN

Im Jahr 2012 investierte der 2G-Konzern insgesamt 7,6 Mio. Euro in Sachanlagen, das entspricht einer Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr. Damit betrug die auf die Gesamterlöse bezogene Investitionsquote 2012 insgesamt 5,2 % gegenüber 2,2 % im Vorjahreszeitraum.

Investiert wurde insbesondere in den Ausbau der Produktionskapazitäten in St. Augustine, Florida/USA, und am Firmensitz in Heek. Durch diese proaktiven Maßnahmen wird dem künftig erwarteten globalen Wachstum sowie den eingeleiteten Standardisierungs- und Optimierungsprozessen bereits aktuell Rechnung getragen. Mit Inbetriebnahme der modernen Produktionsstätten zum Jahreswechsel 2012/2013 werden Kapazitäten vorgehalten, die für eine Verdoppelung der Konzernumsatzes (Basis 2012) ausreichend sind.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Zukunftsperspektiven durch Innovationen erschließen

2G hat sich im Markt für KWK-Anlagen in der Leistungsklasse 20 KW bis 2.000 KW in den letzten Jahren durch kontinuierliche und intensive Forschungs- und Entwicklungsleistungen eine technologische Spitzenposition erarbeitet. Das kommt letztendlich in den thermischen wie elektrischen Wirkungsgraden der Blockheizkraftwerke, die zu den höchsten im internationalen Wettbewerbsfeld gehören, zum Ausdruck. Der Kundennutzen liegt in der Effizienz, der Verfügbarkeit und der Lebensdauer der KWK-Anlage, die hohe finanzielle Überschüsse und damit kurze Amortisationszeiten der Investition gewährleisten. Für 2G bedeuten höchste Wirkungsgrade, geringer Wartungsaufwand und eine lange Haltbarkeit der KWK-Anlagen zum einen eine höhere Wertschöpfung und zum anderen wichtiges Spezialisierungs-Know-how. Mit letzterem ist 2G heute in der Lage, ihre Biogas- und Erdgas-KWK-Anlagen auf die künftigen Anforderungen wie Regelbarkeit für eine bedarfsgerechte Erzeugung und die Integrationsfähigkeit der BHKW in virtuelle Kraftwerke über Steuerungsmöglichkeiten hin auszurichten. Neben der Optimierung der Mechanik der BHKW sind für die 2G besonders auch die Steuerungselektronik und die Software-Entwicklung Schwerpunkte der F&E Arbeit. Die werkseigenen Prüfstände sind einzigartig in Größe, Ausstattung und Funktionalität. Hier werden Mechanik, Elektronik und periphere Systemkomponenten konsequent getestet und optimal eingestellt, bevor durch abschließende Feldversuche die Marktreife für den Vertrieb erreicht wird.

Die dafür zuständige konzerneigene Entwicklungsgesellschaft, 2G Drives GmbH, hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Forschung in Eigenentwicklungen der 2G Gruppe und in die Weiterentwicklung von zugekauften Standard-Komponenten weiter forciert. Mit ihrer Technik- und IT-getriebenen Forschungsarbeit für leistungs- und integrationsoptimierte KWK-Anlagen unterscheidet sich 2G von allen Wettbewerbern.

2012 hat 2G nach zweieinhalb Jahren Entwicklungszeit den agenitor 406, ein Blockheizkraftwerk der 250-kW-Klasse für den Betrieb mit Erd- und Biogas, auf den Markt gebracht. Ein elektrischer Wirkungsgrad von 42,5 % macht es zu einem der leistungsfähigsten BHKW seiner Klasse. Zum Ende des Geschäftsjahres stellte 2G ein Blockheizkraftwerk-Modul mit einer elektrischen Leistung von 20 kW vor. Das neu entwickelte BHKW G-Box 20 ist mit einem Gesamtwirkungsgrad von 105 % ein hocheffizienter Lieferant von Strom und Wärme. Als Brennstoffe können Erdgas der Gruppen H und L oder alternativ Biomethan und Flüssiggas zum Einsatz kommen.

2G Drives hat sich 2012 an einem Pilotprojekt zur Nutzung von Wasserstoff als assoziiertes Unternehmen mit einem Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von bis zu 120 kW beteiligt. Als Brennstoff wird erstmals „grün“ erzeugter Wasserstoff genutzt. Das 2G Modul erreicht einen elektrischen Wirkungsgrad von 41 %. Mit der Anpassung der hochentwickelten Motorentechnik an den Brennstoff Wasserstoff sammelte 2G wichtige Erfahrungswerte in diesem noch jungen Technologiefeld und hat sich als qualifizierter Technologie-Anbieter positioniert. Die Entwicklung in diesem Bereich steht aber erst am Anfang. Auf der Suche nach Speichermöglichkeiten für die fluktuierenden Erneuerbaren Energien kann Power to Gas mit Wasserstoff zukünftig ein interessanter Markt werden.

Die fachliche Leitung der 2G Drives GmbH am Standort Heek obliegt zwei renommierten Experten für die Gasmotorenentwicklung. Sie sind als Minderheitsgesellschafter fest in die Unternehmensstruktur eingebunden. Konzernweit betrachtet investierte die 2G im Jahr 2012 rund 1,6 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung.

UMWELTSCHUTZ UND ARBEITSSICHERHEIT

2G ist dem Umwelt- und Klimaschutz verpflichtet

Der 2G-Konzern hat sich zur Einhaltung der höchsten Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltschutzstandards über die gesetzlichen Vorgaben hinaus verpflichtet. Es wird größter Wert darauf gelegt, dass alle Mitarbeiter und Unternehmen, die für den 2G-Konzern tätig sind, die Standards, Gesetze und Regularien der Sicherheit, des Gesundheitsschutzes und des Umweltschutzes kennen und einhalten. Dies gilt für die Entwicklung, die Produktion ebenso wie für den Lebenszyklus der KWK-Anlagen mit Service und Wartung. Das vom Vorstand der 2G Energy AG installierte Management-, Informations- und Sicherheitssystem gewährleistet eine effektive Umsetzung dieser Ziele.

Die Grundlagen des täglichen Handelns sind:

- das Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument sowie die Unfallverhütungsvorschriftennach den entsprechenden Rechtsvorschriften und Richtlinien der Europäischen Union,

- die interne Leitlinie der 2G Energy AG zur Mitarbeiterführung und Mitarbeiterentwicklung, zum betrieblichen Vorschlagswesen, zur Suchtprävention, zur Instandhaltung und Wartungsowie zum Abfallmanagement.

Mit den Eckpunkten: Gefahrenerkennung – Optimierung der Handlungsabläufe – Dokumentation und Kommunikation ist ein Handlungsstrang installiert, der zur stetigen Verbesserung der Aktivitäten führt.

Ein hohes Qualitätsniveau über alle Unternehmensbereiche der 2G Energy AG ist ein entscheidender Faktor, um den Erfolg und die Zufriedenheit der Kunden zu gewährleisten.

AUFTRAGSLAGE UND ENTWICKLUNG VON KOSTEN UND PREISEN

Konstanter Auftragsbestand

Der Auftragsbestand der 2G liegt bei rund 53 Mio. Euro per 30. April 2013 auf dem Niveau des Vorjahres. Der Auslandsanteil der Bestellungen beträgt zum genannten Stichtag 30 %. Erdgasbetriebene BHKW (Anzahl 91) haben einen Anteil von 45 % und biogasbetrieben BHKW (Anzahl 103) einen Anteil von 55 % am Auftragsbestand. Zur Qualität des Auftragsbestandes ist zu erwähnen, dass mehr System-/Komplettlösungen nachgefragt werden, die ein höheres durchschnittliches Auftragsvolumen generieren und 2G somit seine Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsvorteile deutlich zum Ausdruck bringen kann.

Die Preissensibilität der Kunden in Bezug auf die gebotenen 2G-Leistungspakete nimmt tendenziell ab. Die Wirtschaftlichkeit der BHKW-Investitionen ist klar kalkulierbar und 2G als Qualitätsführer, Systemlieferant und Serviceanbieter gewährt dem Kunden ein hohes Maß an Investitions-, Installations- und Betriebssicherheit.

Auf der Beschaffungsseite waren die Preise leicht rückläufig; einerseits bedingt durch entspannte Rohstoffmärkte, anderseits durch zunehmende Einkaufsvorteile in Folge einer zentralen Einkaufsorganisation und einer bedeutenderen Verhandlungsposition bei größeren Bestellmengen.

MITARBEITER

Attraktiver Arbeitgeber

Wir sind überzeugt, dass engagierte, fachlich kompetente und loyale Mitarbeiter eine wesentliche Stärke der 2G sind. Die hohe Identifikation unserer Mitarbeiter mit den Produkten und Services sind eine wesentliche Komponente für den Unternehmenserfolg. Die Aus- und Weiterbildung der Belegschaft sowohl in technischen als auch in kaufmännischen Unternehmensbereichen hat daher einen hohen Stellenwert. Mit der frühzeitigen Übernahme von Verantwortung und vielfältigen Karrieremöglichkeiten, auch international, bietet die 2G Gruppe attraktive Entwicklungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter. Einen Großteil des zukünftigen Bedarfs an qualifizierten, gut ausgebildeten Mitarbeitern und Führungskräften kann das Unternehmen so aus den eigenen Reihen aufbauen. Darüber hinaus wirbt 2G engagiert an Schulen und Hochschulen um die besten Köpfe. Jungen Akademikern bietet 2G die Möglichkeit, ihre Bachelor-, Diplom- oder Masterarbeiten in der unternehmerischen Praxis im Bereich Forschung & Entwicklung und Software zu verankern. So positioniert sich 2G mit vielen Initiativen am Bewerbermarkt als attraktiver, technologie- und umweltbegeisterter Arbeitgeber mit einem internationalen, erfolgreichen Geschäftsmodell. Mit Erfolg: 2G beschäftigt über 60 zumeist junge Ingenieure.

Zum 31. Dezember 2012 waren im Konzern 435 Mitarbeiter (Vorjahr: 303 Mitarbeiter) beschäftigt, davon 31 in Teilzeit (Vorjahr: 30 Mitarbeiter). Aufgrund der Ausweitung der Produktion und der Vergrößerung der Service-Einheiten rund um die KWK-Anlagen hat 2G 132 Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung zur Stärkung der Strukturen zur Erreichung weiterer Wachstumsziele neu eingestellt.

Die Verteilung auf die einzelnen Konzerngesellschaften ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen:

  Anzahl Mitarbeiter davon Auszubildende davon Teilzeitkräfte
2G Energietechnik GmbH 361 25 28
2G Home GmbH 8 1 1
2G Drives GmbH 28 0 2
2G Solutions GmbH 5 0  
2G Italia Srl 12 0  
2G Polska Sp. Z o.o. 2 0  
2G Energy Ltd. 2 0  
2G Energy AG 4 0  
2G Manufacturing 13 0  
GESAMT 435 26 31

Bild

Altersstruktur der 2G Konzerngesellschaften (Deutschland)/Anzahl pro Jahrgang

Investition in die Mitarbeiter von morgen

2G bildet jedes Jahr junge Mitarbeiter in technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen als Nachwuchskräfte aus. Es stellt sich damit auch seiner regionalen und gesellschaftlichen Verantwortung, jungen Menschen eine qualifizierte, berufliche Perspektive zu bieten. Im Berichtsjahr hat 2G 26 junge Menschen in 4 unterschiedlichen Berufsbildern ausgebildet. Zudem wurde erstmals im Jahr 2012 einen Auszubildenden ein duales Studium im Bereich Elektrotechnik angeboten. Allen ausgelernten Auszubildenden wurde zudem ein Übernahmevertrag angeboten.

7. NACHTRAGSBERICHT

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

2G hat mit der De Dietrich Remeha GmbH als Mitglied der BDR Thermea Group, die in über 70 Ländern der Erde als Spezialist für Gas-Brennwerttechnik und Technologieführer in diesem Segment vertreten ist, eine strategische Kooperation für erdgasbetriebene, wärmegeführte Brennwert-/Kraftwärmekopplungs-Systeme geschlossen. Ziel der Vereinbarung ist der Vertrieb von Blockheizkraftwerken im mittleren, thermischen Leistungsbereich von 20 bis 100 kW für Kunden in Deutschland, Großbritannien und den Benelux-Ländern. Den Kunden wird mit einem aufeinander abgestimmten Gesamtsystem eine energieeffiziente Lösung bei erdgasbetriebenen, kombinierten Systemen angeboten. 2G liefert die technologischen Komponenten und Remeha bringt ihr Markt-Know-how und ihre Vertriebskraft in die Kooperation ein. Insofern partizipieren die weiterhin eigenständig agierenden Partner jeweils von dem reichhaltigen Know-how des anderen.

Im April 2013 stellte 2G auf der Hannover Messe sein neu entwickeltes BHKW avus 500 plus mit einer elektrischen Leistung von 550 kW und einem Wirkungsgrad von 42,6 % erstmalig vor. Der wassergekühlte, turboaufgeladene 12-Zylinder-Otto-Gasmotor des avus 500 plus ist eine Eigenentwicklung, der für Erd- und Biogasanwendungen ausgelegt ist, aber auch mit wasserstoffhaltigem Synthesegas betrieben werden kann. Der avus 500 plus stellt einen Meilenstein bei der konsequenten Umsetzung der Entwicklungsstrategie dar und besticht durch seinen elektrischen Wirkungsgrad, durch die Gesamteffizienz und nicht zuletzt durch Wartungsfreundlichkeit und Kompaktheit.

8. UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG

Risikobericht

Risiken sind ein fester Bestandteil jeden unternehmerischen Handelns. Ziel des Risikomanagements von 2G ist es, Risiken früh zu erkennen und sie mit entsprechenden Maßnahmen zu minimieren. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind der Unternehmensleitung keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des 2G Konzerns gefährden könnten.

Risiko- und Chancenmanagement

2G nimmt am globalen Geschäftsleben teil und ist dabei einer Vielzahl von externen und internen Einflüssen ausgesetzt. Jede unternehmerische Entscheidung wird daher vor dem Hintergrund der damit verbundenen Risiken und Chancen getroffen. Mit Hilfe der Risikomanagementaktivitäten sollen Risiken frühzeitig erkannt, bewertet, gesteuert und mit entsprechenden Gegenmaßnahmen minimiert werden.

Im unternehmensweiten Risikomanagementprozess sind der Vorstand, die Geschäftsführer aller 2G Gesellschaften und die zuständigen Abteilungsleiter als Risikoverantwortliche definiert. Diese Risikoverantwortlichen bewerten in regelmäßigen Abständen die von ihnen betreuten Bereiche und ihre Risikosituation neu und melden identifizierte Risiken an ein zentrales Risikomanagement. Die Bewertung aller Risiken erfolgt dabei anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres möglichen wirtschaftlichen Einflusses. Aufbauend auf diesen Informationen wird das aktuelle Risikoportfolio des Konzerns und der Einzelgesellschaften ermittelt und der Geschäftsleitung zur Verfügung gestellt. Signifikante Veränderungen der Einschätzung bereits bekannter Risiken sowie neue signifikante Risiken werden unverzüglich berichtet. Der bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken ist damit ein zentrales Element der Unternehmensführung im 2G Konzern. Neue Herausforderungen und Chancen durch die Internationalisierung und den Ausbau der Fertigungstiefe hat 2G erkannt und umgesetzt. Das konsequente Einsparen von Ressourcen und die Erhöhung der Effizienz der 2G Module führt zu einer verbesserten Wirtschaftlichkeit und höherem Kundennutzen. So kann die konsequente Ausrichtung der Entwicklung und Produktion an Umwelt- und Klimabelangen dem 2G Konzern weltweit attraktive Marktchancen erhalten und neue eröffnen.

Geschäftsbezogene Risiken

Gesamterlöse und Ergebnis des 2G Konzerns stützen sich auf eine Vielzahl von weltweiten Märkten und den unterschiedlichen 2G-Produkten in verschiedenen Leistungsklassen und Anwendungsgebieten. Diese Diversifikation soll zu einer Risikominderung beitragen, da sich die internationalen Märkte in ihrer Struktur und ihren Konjunkturzyklen unterscheiden. Sie ist auch Ausdruck der 2G-Strategie, ein international agierendes und von nationalen Gesetzgebungen unabhängiges Unternehmen zu werden. 2G integriert dabei sein Risikomanagement auch in die Prozesse einer nachhaltigen Geschäftsplanung. Mögliche negative Entwicklungen, beispielsweise Änderungen der Kundennachfrage oder geänderte politische und rechtliche Rahmenbedingungen, werden im Risikobericht beschrieben und bewertet. Somit können bei von der Planung abweichenden Ereignissen frühzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Diese Analyse hat ebenfalls Einfluss auf Investitions- und Expansionsvorhaben.

Politische und regulatorische Risiken

Als international operierendes Unternehmen sieht sich 2G politischen und regulatorischen Veränderungen in vielen Ländern und Märkten ausgesetzt. 2011 setzte nach Fukushima mit dem Bekenntnis zum Atomausstieg in vielen Ländern ein Trend zur aktiven Förderung von alternativen und erneuerbaren Energien ein, der aber bedingt durch die Euro-Krise und einer damit einhergehend kränkelnden Wirtschaft in einigen Ländern wieder ins Stocken kam. Die Unsicherheiten in den gesetzlichen Bestimmungen zur Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen können die Rentabilität der 2G Produkte negativ beeinflussen, sowie den Erfolg von Markterschließungen und den Absatz von Neuanlagen verzögern oder gar gefährden. Eine enge Kommunikation mit Entscheidungsträgern in der Politik und aktive Maßnahmen zur Aufklärung über die Vorteile der KWK-Technologie dienen als Maßnahme zur präventiven Risikoabwehr. Die Destabilisierung politischer Systeme und die mögliche Errichtung von Handelsschranken können ebenso wie währungspolitische Veränderungen zu Absatzproblemen in bestimmten Ländern und Regionen führen. Durch Diversifikation hinsichtlich der regionalen Absatzmärkte sollte eine Abschwächung potenzieller negativer Auswirkungen möglich sein.

Risiken der Forschung und Entwicklung

Innovation ist von Anfang an ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie von 2G, mit dem Ziel sich von den Mitbewerbern abzugrenzen. Das Risiko, dass sich Forschungs- und Entwicklungsprojekte verzögern können, erwartete Budgets überschritten oder anvisierte Ziele nicht erreicht werden ist damit latent vorhanden. Laufende Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden aus diesem Grund permanent überwacht, regelmäßig diskutiert und gegebenenfalls neu ausgerichtet. Entscheidungen – etwa bei Investitionen in neue Technologien – werden so getroffen, dass Risiken so gering wie möglich gehalten werden.

Risiken der Qualität und Verfügbarkeit von Produkten

2G ist als Hersteller komplexer technischer Anlagen erhöhten Produkthaftungsrisiken ausgesetzt. Laufende Qualitätskontrollen entlang der gesamten Wertschöpfungskette minimieren diese Risiken. Dies beginnt bei der Qualifikation unserer Lieferanten und setzt sich fort mit umfassenden Qualitätsanforderungen für eingesetzte Materialen und Halbfertigprodukte sowie mit langfristigen strategischen Kooperationen bei Vorprodukten und einer Personalpolitik, die sehr stark auf Qualitätsbewusstsein ausgerichtet ist.

Finanzrisiken

2G sieht sich als international tätiges Unternehmen verschiedenen Finanzrisiken ausgesetzt. Dabei handelt es sich vor allem um Liquiditäts-, Ausfall-, Währungs- und Marktpreisrisiken.

Um den eigenen Fortbestand zu sichern, muss ein Unternehmen zu jedem Zeitpunkt seine fälligen Verpflichtungen aus operativer und finanzieller Tätigkeit erfüllen können. Zur Reduzierung potentieller Liquiditätsrisiken steuert 2G daher die Liquidität im gesamten Konzern zentral über die 2G Energietechnik GmbH in Heek.

Ausfallrisiken können sowohl im Zusammenhang mit finanziellen Anlagen, Kreditaufnahmen und Finanzierungszusagen als auch bei operativen Forderungen entstehen. Die Auswirkungen der Finanzkrise im Euro-Raum bringt weiterhin ein erhöhtes Ausfallrisiko mit sich. 2G überprüft daher alle Positionen gegenüber Kunden und Handelspartnern in den einzelnen Ländern kritisch und trifft, sofern erforderlich, die Vorsorge für die Ausfallrisiken. 2G minimiert diese Risiken durch seine aktiv gelebte Anzahlungspolitik. Wesentliche Finanztransaktionen mit Kreditrisiko werden nur in geringem Umfang und ausschließlich mit Banken guter Bonität abgeschlossen. Darüber hinaus verfügt die 2G Gruppe über eine sehr gute Liquidität, welche die Abhängigkeit von Kreditgebern deutlich reduziert. Trotzdem kann dadurch der Ausfall einzelner Handelspartner, auch bei hervorragender Bonitätseinstufung, nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.

Bislang war innerhalb der 2G Gruppe der Euro die maßgebliche Währung. Mit wenigen geringfügigen Ausnahmen erfolgten sowohl die Fakturierung als auch der Warenbezug ohne nennenswerte Währungsrisiken. Durch die zunehmende internationale Präsenz und Geschäftstätigkeit in unterschiedlichen Währungs- und Zinsregionen ist das Unternehmen in Zukunft zwangsläufig auch Währungs- und Zinsrisiken unterworfen. 2G wird durch seine globale Konzernstruktur und den damit verbundenen Finanzgeschäften und operativen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie erwarteten zukünftigen Zahlungsströmen aus Umsätzen und Kosten in Fremdwährung von diesen Marktpreisrisiken ebenfalls betroffen sein. 2G plant, eventuell entstehende Währungsrisiken beziehungsweise Finanzierungskosten zu minimieren, die durch Wechselkurs- oder Zinsschwankungen bedingt sind. Finanzgeschäfte, operative Außenstände und Verpflichtungen sollen im Wesentlichen konservativ kursgesichert werden.

Rechtliche Risiken

2G ist ebenfalls Risiken aus Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Dazu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Patentrecht und Umweltschutz gehören. Als forschendes Technologieunternehmen besitzt 2G ein wachsendes Portfolio an gewerblichen Schutzrechten wie Patenten und Marken. Diese können zum Ziel von Angriffen und Verletzungen werden. Generell ist 2G bestrebt, alle rechtlichen Risiken möglichst gering zu halten und zu kontrollieren.

Soweit es möglich und sinnvoll ist, begrenzt das Unternehmen Haftungs- und Schadensrisiken durch Versicherungsschutz, dessen Art und Umfang fortlaufend den aktuellen Anforderungen angepasst wird.

Risiken im Personalbereich

Der zukünftige Erfolg und das zukünftige Wachstum aller 2G Unternehmen werden maßgeblich von ihren Mitarbeitern beeinflusst. Demzufolge sind die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter in allen Bereichen des Unternehmens, in denen 2G tätig ist, entscheidend für den Erfolg.

Die für 2G relevanten regionalen Bewerbermärkte sind durch intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Der Wettbewerb verstärkt sich zusätzlich durch die Knappheit qualifizierter Fachkräfte in den Bereichen, in denen 2G tätig ist, sowie durch demografische Herausforderungen in den globalen Märkten. Eine der höchsten Prioritäten des Unternehmens ist demzufolge die Beschaffung, Rekrutierung und das Binden von Fachkräften und Talenten innerhalb des Unternehmens. 2G engagiert sich sehr stark den eigenen Mitarbeiterstamm weiter fortzubilden und Fachkräfte bereits ausbildungsbegleitend zu rekrutieren.

IT-Risiken

IT-Risiken mit Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis entstehen, wenn Informationen nicht verfügbar oder fehlerhaft sind, ungewünscht veröffentlicht werden oder die abgebildeten Prozesse zu unflexibel, zu aufwändig oder gesetzeswidrig in IT-Systemen umgesetzt sind. Sicherheitslücken oder unzureichende Notfallplanungen können schnell zu Vorfällen werden, die das gesamte Unternehmen betreffen.

Datenschutzverstöße, aufgrund fehlerhafter Berechtigungsvergabe können eine negative Außenwirkung haben. Die wachsende Abhängigkeit von der IT sowie die zunehmende Vernetzung der IT-Landschaften erfordern hohe Aufwendungen für deren Weiterentwicklung und Wartung. Mit zunehmender Komplexität der IT-Landschaft steigen zwar die effiziente Abwicklung und Abbildung, aber auch die potenziellen Risiken. Wesentliche Risiko-Szenarien für 2G stellen der Ausfall zentraler IT-Systeme, die Veröffentlichung von vertraulichen Daten aus Forschung und Entwicklung und der Geschäftsentwicklung sowie die Manipulation von IT-Systemen dar.

Durch die redundante Auslegung von technischen Komponenten, Netzwerken und Standorten sowie einer geeigneten Notfallvorsorge gewährleistet 2G die erforderliche Verfügbarkeit seiner geschäftsnotwendigen Systeme und den jederzeitigen Zugriff auf alle relevanten Daten. Mit geeigneten organisatorischen und technischen Vorkehrungen für Zugangskontrolle, Zugriffsrechte, Viren- und Datenschutz lassen sich diese Risiken weiter einschränken. Ein dezidierter Prozess stellt sicher, dass IT-Risiken evaluiert und angemessene Maßnahmen umgesetzt werden. Basierend auf diesen getroffenen Maßnahmen kann man davon ausgehen, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines schwerwiegenden IT-Risiko-Vorfalls gering ist.

Umwelt- und Sicherheitsrisiken

2G als produzierendes Unternehmen ist Risiken von möglichen Schäden an Menschen, Gütern und Image ausgesetzt. Audits, Beratung und Schulung zum Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz minimieren diese Risiken für Mensch und Umwelt. Sicherheitsbeauftragte kontrollieren diese Risiken sowohl an den eigenen Standorten als auch auf den Baustellen unserer Kunden zur Sicherung des Unternehmens. Die Einhaltung der hohen technischen Standards, strenger Verhaltensregeln und aller rechtlichen Vorgaben im Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz sorgen so für den Erhalt von Unternehmenswerten.

Gesamtaussage zur Risikosituation

Bei bewusster Risikostrategie mit dem Auge für eine Chance, dem raschen Zugriff und der Bereitschaft zu Planabweichungen ist die Unternehmensführung auf organisatorische und vor allem finanzielle Stabilität ausgerichtet. Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht und sind auch für die Zukunft nicht erkennbar.

Die Risikotragfähigkeit ist angesichts der vorhandenen und potentiellen finanziellen Reserven, der guten bilanziellen Verhältnisse sowie einem ausgereiften Versicherungskonzept stets gegeben. Im Vergleich zu den möglichen Risiken überwiegen die unternehmerischen Chancen.

9. Prognosebericht

Für den konjunkturellen Ausblick zeigt sich der Sachverständigenrat in seinem Jahresgutachten eher skeptisch. Die weiteren Aussichten für die Weltkonjunktur hingen zentral von der Entwicklung der Krise im Euroraum und den davon ausgehenden Einflüssen auf Nachfrage und Finanzmärkte ab. Auch in den USA blieben Konjunkturrisiken bestehen.

Das IfW geht für die Weltwirtschaft davon aus, dass das Tempo der Expansion im Verlauf des Jahres 2013 wieder zunimmt und 3,4 % BIP-Wachstum erreicht. Für 2014 gehen die Experten für die Weltwirtschaft von einem leicht verbesserten Wachstum von 4,0 % aus.

Das IfW geht für den Euroraum für 2013 nur von einer moderaten Erholung aus, da die strukturellen Anpassungsprozesse in den Krisenländern und die anhaltende Konsolidierung der öffentlichen Haushalte die Konjunktur nach wie vor bremsten. Unter der Annahme, dass sich die Unsicherheiten über die Stabilität des europäischen Bankensektors und über den Fortgang der Staatsschuldenkrise eher verringern, geht das IfW für 2013 von einem Rückgang des BIP um 0,2 % aus. Für das Jahr 2014 rechnen die Experten mit einer Festigung der Erholung und einem BIP-Wachstum von 1,0 %.

Das IfW geht davon aus, dass die deutsche Volkswirtschaft 2013 auf einen sich verstärkenden Expansionspfad, geprägt von der Erholung der Investitionstätigkeit, einschwenkt. Nach einem Anstieg des BIP von 0,6 % im laufenden Jahr rechnet das IfW für 2014 mit einer Festigung der konjunkturellen Entwicklung. Die deutsche Wirtschaft dürfte von den günstigen monetären Rahmenbedingungen und nachlassenden rezessiven Tendenzen im übrigen Euroraum profitieren. Für 2014 unterstellen die Experten ein BIP-Wachstum von 1,5 %.

Zukünftige Energieversorgung

Der gesellschaftliche Konsens über die notwendige Richtungsänderung hin zu einer sicheren, bezahlbaren und umweltverträglichen Energieversorgung auf Basis der Erneuerbaren Energien besteht unverändert. Die Diskussion um die Kosten der Energiewende zeigt aber, dass wir für eine Übergangszeit ein integratives Konzept mit den konventionellen Kraftwerken – aber mit Prioritäten für die Charakteristika der Erneuerbaren Energien – benötigen. Das EEG in seiner aktuellen Fassung taugt dazu nicht, sondern führt zu erheblichen Verzerrungen.

Die eigentlichen Förderkosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien stiegen von 2,11 Cent im Vorjahr auf 2,29 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2013. Die Gesamt EEG-Umlage steigt aber von 3,59 Cent pro kWh auf 5,27 Cent pro kWh, davon tragen die reinen Förderkosten aber nur einen Anteil von 11 %. Absolut betrachtet sinkt ihr Anteil an der Umlage von 58,8 % im Vorjahr auf 43,5 % im laufenden Geschäftsjahr. Die EEG-Umlage ist daher kein Indikator mehr für den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Für den starken Anstieg der EEG-Umlage sind im Wesentlichen Faktoren verantwortlich, die – wenn überhaupt – nur indirekt mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien in Verbindung stehen wie die Industrieförderung.

Bild

Grafik: „Entwicklung der reinen Umlage und der Steigerungsfaktoren 2012-2013“, s. BEE-Hintergrund zur EEG Umlage, Seite 6

Das EEG hat seine Funktion als Technologieförderungsgesetz erfüllt. Wir brauchen einen neuen Ansatz. Die Erneuerbaren Energien machen inzwischen fast ein Viertel des Marktes aus. Sie sind Teil dieses Marktes geworden und dürfen deshalb nicht mehr separat vom Markt betrachtet werden. Das heißt aber auch, dass sie für den Markt und nicht am Markt vorbei produzieren müssen. Dazu bedarf es einer marktorientierten Steuerung und einer Verstetigung der Energieleistung der Erneuerbaren Energien. Dafür brauchen wir flexible Kraftwerke und Speicher – daran muss sich eine Weiterentwicklung des EEG orientieren.

Die Mitte Februar vom Bundesumweltminister vorgelegten Vorschläge der Bundesregierung zur Dämpfung der Kosten der Erneuerbaren Energien taugen dazu ebenso wenig wie die Neuregelungen des EEG 2012 für Biogas-Anlagen. Noch wichtiger aber ist das Argument, dass die Erneuerbaren Energien in den letzten Jahren gezeigt haben, dass ihr Beitrag zu einem sinkenden Börsenstrompreis führt. Denn fossile Brennstoffe sind teuer, klimaschädlich und endlich. Die Wirkungsgrade solch fossiler Kraftwerke sind niedrig und der Betrieb ist nur auf Grundlast ausgelegt und wenig flexibel.

Im Zuge der globalen Energiewende wird Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) insbesondere dann eine spürbar stärkere Rolle spielen, wenn sie durch hohe Wirkungsgrade einen größeren Anteil an der Stromversorgung übernehmen kann. KWK stellt somit eine ideale Ergänzung oder sogar den effizienten Ersatz bisher dominierender Großkraftwerke in der Energieversorgung dar. Wir beobachten nicht nur in Deutschland ein Umdenken in Richtung dezentraler KWK, sondern partizipieren zum Beispiel auch an einer dynamischen Entwicklung im nordamerikanischen KWK-Markt. 2G ist auf diese zu erwartende Marktänderung durch ihre erfolgreiche F&E-Arbeit mit einem erfolgreichen track record in der Motorenentwicklung und der Steigerung der Wirkungsgrade vorbereitet.

Prognose Biogas

Wir gehen davon aus, dass die Boomphase bei Biogasanlagen aufgrund der geänderten Förderbedingungen, der hohen Substratpreise und rückläufiger öffentlicher Akzeptanz in Deutschland endgültig vorbei ist. In den Fokus bei Biogasanlagen im Bestand und für Neuanlagen werden Wärmekonzepte der KWK-Anlagen rücken. Die meisten modernen Biogasanlagen besitzen heutzutage ein Wärmekonzept. Für die Anlagenbetreiber ergeben sich gerade aus der Struktur der Dezentralität und Regionalität eine Reihe von wirtschaftlichen Möglichkeiten bei geeigneten Abnehmern, die das ganze Jahr über einen hohen Wärmebedarf haben. So sind zum Beispiel Schwimmbäder, Saunalandschaften oder auch Turnhallen und Schulen, Krankenhäuser, Holztrocknungsanlagen oder Gewächshäuser potenzielle Wärmekunden. Obwohl die Biogasanlagen häufig nicht in direkter Nachbarschaft zum Wärmeabnehmer stehen, können sogenannte „Satelliten-BHKWs“ am oder im Abnahmeobjekt installiert werden, die über eine Biogas-Leitung mit der Anlage verbunden sind.

Im Wärmesektor steht der Durchbruch für die Erneuerbaren Energien noch bevor. Da wir rund die Hälfte unseres Energieverbrauches für Wärme aufwenden, liegt hier ein großes Potenzial für Erneuerbare Energien. Trotz der Novelle des EEWärmeG 2011 kommt der Ausbau der Erneuerbaren im Gebäudebestand, zu dem 85 % aller Wohn- und Gewerbeimmobilien in Deutschland zählen, nicht schnell genug voran. Für KWK-Anlagen würde sich aufgrund ihrer Rohstoffflexibilität, ihrer Dimensionierung und ihrer Wirtschaftlichkeit ein großer Markt eröffnen. Unter den derzeit bestehenden Rahmenbedingungen scheint es aber fraglich, ob selbst das Ziel der Bundesregierung erreichbar ist, bis 2020 einen Anteil von 14 % Erneuerbarer Energien am Wärmeverbrauch zu realisieren.

Attraktiver US-Markt

Ausgehend von den großen shale gas Vorkommen bleiben die Preise für Erdgas relativ günstig. Gleichzeitig gehen wir von kontinuierlich steigenden Elektrizitäts-Preisen aus. Der Spread zwischen Erdgas und Strom-Preisen dürfte sich weiter zu Gunsten der Wirtschaftlichkeit der Produkte von 2G in den USA entwickeln. Nach Einschätzung der US-Tochtergesellschaft wird sich der Markt in den nächsten zwei Jahren von einem Biogas geprägten Markt zu einem Markt entwickeln, der vermehrt auch auf Erdgas setzt. 2014 kann das Verhältnis schon auf 65% Biogas und 35% Erdgas verschoben sein. Das relativ günstige Erdgas öffnet den Markt für Erdgas betriebene BHKW. 2G geht für die USA von einem Wachstum entsprechend des Marktwachstums aus. Als Systemlieferant mit deutscher Technologie, die in St. Augustine, Florida, montiert wird („plug-and-play“) kann 2G auch auf eine stärkere Nachfrage schnell reagieren.

Umsatz- und Ergebnisprognose für den 2G Konzern

Als international aufgestellter und diversifizierter BHKW-Hersteller und Systemlieferant wird 2G seine Marktstärke insbesondere im Leistungsspektrum von 20 kWe bis über 2.000 kWe nutzen und ausbauen. Alle Prognosen für 2G erfolgen über Risiko- und Chancenabwägungen der einzelnen Konzernbereiche nach Maßgabe der operativen Planung und mittelfristigen Annahmen. Sondereffekte, wie beispielsweise einschneidende Änderungen der einzelnen nationalen Gesetzgebungen, sind nur berücksichtigt, wenn seriöse Informationen zum wahrscheinlichen Eintritt dieser positiven oder negativen Effekte vorliegen. Spekulationen berücksichtigt der 2G Konzern in seinen Prognosen nicht. Die Prognosen gehen von einer moderaten Energie- und Rohstoffpreisentwicklung sowie von steigenden Personalkosten aus. Obwohl 2G global tätig ist, ist die Gesamtgruppe im abgelaufenen Jahr nur geringen Wechselkursrisiken ausgesetzt gewesen. Vielfach wird die Fakturierung der Ein- und Verkäufe in Währung Euro akzeptiert. Im Bedarfsfall stehen bei Banken Devisenhandelslinien zur Wechselkurssicherung zur Verfügung.

Der bereits beschriebene Wandlungsprozess für 2G setzt sich auch im Jahr 2013 fort. Neben der Stabilisierung und dem Ausbau bereits bestehender Marktanteile gibt es erste nennenswerte Erfolge bei Akquisitionen im Kundenindividualgeschäft. Durch den Einsatz moderner erdgasbetriebener BHKW werden hier primär dezentrale, klimafreundliche und hocheffiziente Nahwärmekonzepte umgesetzt. Das Geschäft mit den vielen kommunalen und regionalen Energieversorgern aber auch mit den vier großen Energieversorgern wird in Zukunft das nationale Geschäft der 2G prägen. Nach unserer Einschätzung wird der Masterplan der deutschen Energiewende als Vorbild für die künftige Umsetzung in anderen Ländern verwendet. Gleichzeitig werden im 2G Konzern die Strukturen und Prozesse für weiteres internationales Wachstum, für die Optimierung der Produktion und die Ausweitung der Fertigungstiefe sowie die sich permanent ändernden Marktgegebenheiten und die Kundenbedürfnisse angepasst.

Stabile Entwicklung hält auch im laufenden Geschäftsjahr an

Der Auftragsbestand der 2G liegt mit 53 Mio. Euro per Ende April 2013 auf dem Niveau des Vorjahres. Mit dem weiteren, internationalen Ausbau des Kundenservices sollen mittelfristig rund 25 % des Umsatzes erwirtschaftet werden. 2G will den US-Markt bereits im laufenden Geschäftsjahr zum stärksten internationalen Absatzmarkt außerhalb Deutschlands entwickeln. Für Deutschland werden weitere Marktimpulse nach den Bundestagswahlen im September 2013 erwartet. Der Vorstand geht für 2013 von einem Konzernumsatz von 160 Mio. Euro und einer EBIT-Marge im niedrigen zweistelligen Bereich aus. Ziele für 2013 sind der überproportionale Ausbau der internationalen Marktanteile der 2G im fossilen und regenerativen Energiemarkt für Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, der F&E-Ausbau und die Festigung der Alleinstellungsmerkmale.

2G sieht optimistisch in die Zukunft. Mit der im April 2013 abgeschlossenen Kapazitätserweiterung am Firmensitz in Heek (Werkhallen 5 und 6) und die laufenden Optimierungs- und Standardisierungsprozesse wird 2G in die Lage versetzt, den Umsatz auf dieser Basis des Jahres 2012 noch in diesem Jahrzehnt zu verdoppeln und die EBIT-Marge insbesondere durch Senkung des Materialaufwandsquote weiter zu steigern.

Grund zum Optimismus besteht, da die Kraft-Wärme-Kopplung durch biogas- und zunehmend durch erdgasbetriebene BHKW ein entscheidender Baustein der künftigen internationalen Energieversorgung sein wird. Die deutsche Energiewende ist beschlossen und dient als Blaupause für andere Länder, die Rolle von Biogas im Energiemix der Zukunft ändert sich ich Richtung einer bedarfsgerechten Stromeinspeisung/-vermarktung und einem deutlicheren Beitrag zur Wärmeversorgung: Die hocheffiziente BHKW-Technologie ist bereit, den gestiegenen Anforderungen der Versorgungssicherheit marktkonform sowie dezentral gerecht zu werden (Mechanik und Software vom BHKW). Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen der neusten Generation wie sie von 2G entwickelt und produziert werden, sind für die Einbindung in den Auf- und Ausbau virtueller Kraftwerke prädestiniert. Sie sind integraler Bestandteil der Energiewende.

 

Heek, den 16. Mai 2013

Christian Grotholt, Vorstandsvorsitzender

Ludger Holtkamp, Mitglied des Vorstands

Bilanz zum 31.12.2012

Aktiva

  31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. Anlagevermögen 20.837.319,92 14.791.397,11
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.860.514,51 6.088.483,13
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 586.162,16 451.885,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.273.132,85 5.636.598,02
3. geleistete Anzahlungen 1.219,50 0
II. Sachanlagen 14.584.210,08 8.342.120,82
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.114.593,37 4.415.720,79
2. technische Anlagen und Maschinen 941.909,28 444.715,95
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.028.211,90 3.481.684,08
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 499.495,53 0
III. Finanzanlagen 392.595,33 360.793,16
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 381.309,33 343.161,16
2. sonstige Beteiligungen 10.000,00 14.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.286,00 3.632,00
B. Umlaufvermögen 72.806.733,19 68.769.716,87
I. Vorräte 31.378.888,23 18.840.541,83
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 24.987.293,93 15.734.212,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 12.710.164,10 20.516.720,09
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.859.530,66 629.018,26
4. geleistete Anzahlungen 1.007.684,29 1.745.073,22
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -9.185.784,75 -19.784.481,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 27.009.377,35 24.013.613,99
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.285.176,14 20.503.172,93
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.244.702,24 234.754,97
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.479.498,97 3.275.686,09
III. Wertpapiere 325.247,77 295.247,77
1. sonstige Wertpapiere 325.247,77 295.247,77
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 14.093.219,84 25.620.313,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 352.380,49 343.815,27
D. Aktive latente Steuern 745.785,13 301.516,69
Bilanzsumme, Summe Aktiva 94.742.218,73 84.206.445,94

Passiva

   
  31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. Kapital 47.754.301,23 38.176.578,04
I. gezeichnetes Kapital 4.430.000,00 4.430.000,00
II. Kapitalrücklage 11.235.300,00 11.235.300,00
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 2.430,06 220,59
IV. Konzernbilanzgewinn 31.836.975,49 22.050.839,79
V. Ausgleichsposten Anteile anderer Gesellschafter 249.595,68 460.217,66
B. Rückstellungen 9.878.848,20 15.142.269,18
1. Steuerrückstellungen 1.419.135,21 3.243.519,40
2. sonstige Rückstellungen 8.459.712,99 11.898.749,78
C. Verbindlichkeiten 37.109.069,30 30.887.598,72
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.344.462,20 3.301.397,54
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.634.692,87 8.948.942,97
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.754.282,30 13.393.057,57
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 61.437,62 8.566,82
5. sonstige Verbindlichkeiten 6.314.194,31 5.235.633,82
Bilanzsumme, Summe Passiva 94.742.218,73 84.206.445,94

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.1.2012 - 31.12.2012
EUR
1.1.2011 - 31.12.2011
EUR
1. Umsatzerlöse 146.484.870,91 167.321.218,16
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -7.329.932,42 9.071.335,42
3. andere aktivierte Eigenleistungen 10.303,76 20.000,00
4. sonstige betriebliche Erträge 1.522.238,11 415.478,64
5. Materialaufwand 91.068.984,35 132.850.749,24
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 74.731.653,11 110.677.219,96
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.337.331,24 22.173.529,28
6. Personalaufwand 16.973.360,11 11.745.518,86
a) Löhne und Gehälter 14.014.929,94 9.755.954,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.958.430,17 1.989.564,78
7. Abschreibungen 1.858.660,80 1.338.402,64
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.858.660,80 1.338.402,64
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 14.233.566,00 11.444.401,92
9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 38.148,17 89.300,87
10. Erträge aus sonstigen Beteiligungen 600 1.000,00
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 192.654,32 238.008,79
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 5.408,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 278.467,54 257.548,80
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 16.505.844,05 19.514.312,42
15. Steuern vom Einkommen und Ertrag 5.080.697,13 5.877.649,70
16. sonstige Steuern 90.533,20 34.563,98
17. Konzernjahresüberschuss 11.334.613,72 13.602.098,74
  1.1.2012 - 31.12.2012 1.1.2011 - 31.12.2011
  EUR EUR
17. Konzernjahresüberschuss 11.334.613,72 13.602.098,74
18. auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn/Verlust 90.621,98 -407.958,33
19. Konzerngewinn 11.425.235,70 13.194.140,41
20. erwirtschaftetes Konzernergebnis 22.050.839,79 8.856.699,38
21. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 1.639.100,00 0
22. Konzernbilanzgewinn 31.836.975,49 22.050.839,79

Ergebnisverwendungsbeschluss

Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der Geschäftsleitung

2G energy AGHeekJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 GewinnverwendungsbeschlussDie ordentliche Hauptversammlung unserer Gesellschaft hat am 17. Juli 2013 unter anderem beschlossen, den im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von EUR 32.544.212,98 wie folgt zu verwenden:a) Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,37 je Aktie, insgesamt EUR 1.639.100,00b) Vortrag auf neue Rechnung EUR 30.905.112,98

 

Heek, im Juli 2013

2G energy AG

Der Vorstand

Konzernkapitalflussrechnung

  31.12.2012 31.12.2011
1. Periodenergebnis 11.334.613,72 13.602.098,74
2. ± Abschreibungen auf das Anlagevermögen 1.858.660,80 1.343.810,64
3. ± Veränderung der Rückstellungen -5.263.420,97 9.783.896,33
4. ± sonstige zahlungsunwirksame Erträge -38.148,17 -89.300,87
5. ± Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen 54.500,43 9.433,17
6. ± Veränderungen der Vorräte -12.538.346,40 -4.716.409,81
7. ± Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andererAktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätikeit zuzuordnen sind -3.448.597,03 -6.420.822,74
8. ± Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -821.594,08 11.135.266,94
9. = Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit (operative cash flow) -8.862.331,69 24.647.972,40
10. Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 29.196,22 47.894,79
11. Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 9.440,00 0
12. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -330.776,98 -224.901,32
13. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -7.628.795,11 -3.829.319,88
14. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -4.000,00
15. - Auszahlungen für den Erwerb vonassoziierten Unternehmen 0 -233.658,65
16. - Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagenim Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -30.000,00 0
17. = Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit(investive cash flow) -7.950.935,87 -4.243.985,06
18. - Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -1.759.100,00 0
19. + Einzahlungen aus der Aufnahmevon (Finanz-)Krediten 7.859.731,47 2.763.284,74
20. - Auszahlungen aus der Tilgungvon (Finanz-)Krediten -953.537,63 -2.290.775,22
21. = Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit (finance cash flow) 5.147.093,84 472.509,52
22. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 10, 18 und 22) -11.666.173,73 20.876.496,85
23. + währungsbedingte Änderungen    
des Finanzmittelbestandes 2.209,47 220,57
24. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 25.343.960,74 4.467.243,33
25. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 13.679.996,48 25.343.960,74

Konzerneigenkapitalentwicklung

Eigenkapitalentwicklung 2G Energy AGKonzern
in Euro
Mutter-
unternehmen
Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklagen Ausgleichs-
posten
aus der
Fremdwährungs-
umrechnung
übriges
kumuliertes
Konzernergebnis
erwirtschaftetes
Konzernergebnis
Summe
Stand per 01.01.2011 4.430.000,00 11.235.300,00 0 6.375,40 8.850.323,98 24.521.999,38
Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen     220,59     220,59
Konzernjahresüberschuss            
per 31.12.2011         13.194.140,41 13.194.140,41
Stand per 31.12.2011 4.430.000,00 11.235.300,00 220,59 6.375,40 22.044.464,39 37.716.360,38
Stand per 01.01.2012 4.430.000,00 11.235.300,00 220,59 6.375,40 22.044.464,39 37.716.360,38
Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen     2.209,47     2.209,47
Auszahlungen an Unternehmenseigner         -1.639.100,00 -1.639.100,00
Konzernjahresüberschuss            
per 31.12.2012         11.425.235,70 11.425.235,70
Stand per 31.12.2012 4.430.000,00 11.235.300,00 2.430,06 6.375,40 31.830.600,09 47.504.705,55
Eigenkapitalentwicklung 2G Energy AGKonzern
in Euro
Minderheitsgesellschafter Minderheitenkapital auf Minderheiten entfallendes erwirtschaftetes Konzernergebnis Summe Konzerneigenkapital
Stand per 01.01.2011 4.991,42 47.267,91 52.259,33 24.574.258,71
Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen     0 220,59
Konzernjahresüberschuss        
per 31.12.2011   407.958,33 407.958,33 13.602.098,74
Stand per 31.12.2011 4.991,42 455.226,24 460.217,66 38.176.578,04
Stand per 01.01.2012 4.991,42 455.226,24 460.217,66 38.176.578,04
Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen     0 2.209,47
Auszahlungen an Unternehmenseigner   -120.000,00 -120.000,00 -1.759.100,00
Konzernjahresüberschuss        
per 31.12.2012   -90.621,98 -90.621,98 11.334.613,72
Stand per 31.12.2012 4.991,42 244.604,26 249.595,68 47.754.301,23

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012

der 2G energy AG

A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

1. Grundsätzliche Angaben

Die 2G energy AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Die Aktien der Gesellschaft werden im Freiverkehr im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) der Deutsche Börse AG gehandelt und damit nicht an einem organisierten Markt.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Coesfeld (HRB Nr. 11081) eingetragen und hat Ihren Sitz in 48619 Heek, Benzstraße 3.

2. Geschäftszweig

Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften betreiben im Wesentlichen die Planung und Errichtung von Blockheizkraftwerken und anderen Anlagen zur Gewinnung bzw. effizienten Nutzung elektrischer Energie sowie mit Blockheizkraftwerken verbundene Serviceleistungen. Ein Tochterunternehmen ist mit der Optimierung von Gasmotoren bzw. der Herstellung von Otto-Gas-Motoren und deren Vertrieb betraut.

3. Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der 2G energy AG zum 31. Dezember 2012 wurde gem. §§ 290 ff. HGB, nach den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den ergänzenden Regelungen der Satzung aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung des Konzerns finden die Vorschriften für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264 ff. HGB, die einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes sowie die Regelungen gemäß § 290 ff. HGB für Konzernabschlüsse Anwendung.

Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro. Alle Betragsangaben erfolgen deshalb in Euro bzw. TEuro. Die Umrechnung von Bilanzposten von ausländischen Gesellschaften erfolgt zu den entsprechenden Kursen am Bilanzstichtag. Positionen des Eigenkapitals werden zu historischen Kursen umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

B. Konsolidierungsmethoden

1. Konsolidierungskreis und Aufstellung des Anteilsbesitzes

In dem Konzernabschluss der 2G energy AG (Mutterunternehmen) sind folgende Abschlüsse enthalten:

Tochtergesellschaft
in %
Anteil
in Euro
Nennkapital
in Euro
Eigenkapital
in Euro
Jahresergebnis Erstkonsolidierung Stichtag
2G Energietechnik GmbH, Heek, Deutschland 100,00 1.000.000 2.832.297 0 30.06.2007 31.12.2012
2G Italia Srl Via Niccolò Machiavelli 10 37030 Lavagno (Verona) Italien 100,00 10.000 179.819 54.089 15.03.2011 31.12.2012
2G Energy Ltd., Evan House Sutton Quays Business Park Runcorn WA7 3 HD Cheshire, England 100,00 116 ./. 122.533 ./. 81.584 19.09.2011 31.12.2012
2G Polska Sp z o.o. 43-300 Bielsko-Biała ul. Piekarska 86/18 Polen 100,00 1.146 ./. 86.943 ./. 63.472 07.11.2011 31.12.2012
2G Manufacturing Inc. 205 Commercial Drive St. Augustine, FL 32092/ USA 100,00 75 ./. 243.171 ./. 237.063 27.02.2012 31.12.2012
2G Home GmbH, Heek, Deutschland 90,00 125.000 ./. 330.771 ./. 401.887 31.12.2007 31.12.2012
2G Solutions of Cogeneration S.L., Anselm Clavé 2 4-3 08500 Vic Barcelona Spanien 90,00 3.006 92.100 7.127 31.01.2008 31.12.2012
2G Drives GmbH, Heek, Deutschland 80,00 25.000 1.249.549 ./. 373.485 24.03.2010 31.12.2012
2G CENERGY Power Systems Technologies Inc., 205 Commercial Drive St. Augustine, FL 32092/ USA 49,00 268.120 654.890 336.940 18.11.2009 31.12.2012

Gegenstand der Tochterunternehmen 2G Energietechnik GmbH, 2G Italia Srl, 2G Energy Ltd., 2G Polska Sp z o.o., 2G Manufacturing Inc., 2G Home GmbH sowie 2G Solutions of Cogeneration S.L. ist die Planung und Errichtung von Blockheizkraftwerken, Handel mit Komponenten für Blockheizkraftwerke sowie die mit Blockheizkraftwerken verbundenen Serviceleistungen.

Gegenstand des Tochterunternehmens 2G Drives GmbH ist die Optimierung von Gasmotoren bzw. die Herstellung von Otto-Gas-Motoren und deren Vertrieb.

Sämtliche Gesellschaften - bis auf die 2G CENERGY Power Systems Technologies Inc. - sind aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte der Muttergesellschaft als Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss einzubeziehen.

Die 2G CENERGY Power Systems Technologies Inc. wird „at Equity“ in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen.

2. Angewandte Konsolidierungsmethoden

Stichtag des Konzernabschlusses und der einbezogenen Unternehmen

Der Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen der 2G energy AG und der einbezogenen Tochterunternehmen. Die Abschlüsse sind auf den Stichtag 31. Dezember erstellt.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß§ 301 Abs. 1 HGB. Dabei werden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf Ebene der Tochterunternehmen sämtliche Bilanzpositionen zu Zeitwerten angesetzt. Danach werden die Anschaffungskosten der Anteile mit dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital verrechnet. Der danach verbleibende Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (Geschäfts- oder Firmenwert) wird aktiviert und gemäß § 309 Abs. 1 HGB über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 20 Jahren linear abgeschrieben. Die Länge der Abschreibungsdauer ergibt sich aus dem Lebenszyklus der Produkte der erworbenen Unternehmen.

Nicht der Gesellschaft gehörende Anteile der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals unter der Position „Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter“ ausgewiesen.

Schuldenkonsolidierung

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt gem. § 303 Abs. 1 HGB. Hiernach sind Ausleihungen, geleistete Anzahlungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zu eliminieren. Aufrechnungsdifferenzen im Zusammenhang mit der Schuldenkonsolidierung wurden ergebniswirksam berücksichtigt, soweit es sich um eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr handelt, ansonsten ergebnisneutral. Im Berichtsjahr sind geringe Aufrechnungsdifferenzen zu verzeichnen.

Behandlung von Zwischenergebnissen

Die Eliminierung von Zwischenergebnissen erfolgt gem. § 304 Abs. 1 HGB. Hiernach sind Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, mit einem Betrag anzusetzen, zu dem sie in der auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellten Jahresbilanz dieses Unternehmens angesetzt werden könnten, wenn die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen auch rechtlich ein einziges Unternehmen bilden würden.

Die Berichtigung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung um die positiven bzw. negativen Erfolgsbeiträge aus konzerninternen Transaktionen erfolgt im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung gem. § 305 HGB.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gem. § 305 Abs. 1 HGB. Sie hat den Zweck, dass in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Art und Höhe nur die Aufwendungen und Erträge abzubilden sind, die aus Geschäftsbeziehungen mit außerhalb des Konzerns stehenden Dritten resultieren. Die Konsolidierungsmaßnahmen umfassen ausschließlich Eliminierungen.

Equity-Bewertung

Die Bewertung nach der Equity-Methode ist vorzunehmen, wenn ein Unternehmen als assoziiertes Unternehmen aufzufassen ist. Dies bedeutet, dass das Mutterunternehmen einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des Tochterunternehmens ausüben kann. Nach § 311 HGB ist bei Beteiligungen an Unternehmen ein solcher maßgeblicher Einfluss zu vermuten und somit eine Bewertung „at equity“ durchzuführen.

Anteile an assoziierten Unternehmen sind mit dem anteiligen Eigenkapital gemäß § 312 HGB bewertet. Die Equity Bewertung wurde nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs in den Konzernabschluss vorgenommen.

C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

1. Bilanzierungsmethoden

Die Einzelabschlüsse der 2G energy AG und der Tochtergesellschaften sowie der assoziierten Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die einbezogenen Jahresabschlüsse werden unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt.

2. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

3. Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände sowohl linear als auch degressiv abgeschrieben. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungen führt.

4. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Vermögensgegenständen des Finanzanlagevermögens über dem Wert liegt, der am Bilanzstichtag beizulegen ist, so wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Sofern die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz nicht mehr vorliegen, ist gem. § 253 Abs. 5 S. 1 HGB eine Zuschreibung vorzunehmen.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen sind mit dem anteiligen Eigenkapital gemäß § 312 HGB bewertet.

5. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffewerden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungenwerden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie allgemeine Verwaltungskosten, soweit sie der Fertigung zugerechnet werden können, einbezogen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in den Herstellungskosten berücksichtigt.

Die fertigen Erzeugnisse und Warensind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Geleistete Anzahlungensind zum Nennbetrag angesetzt.

Soweit erhaltene Anzahlungenden Wert der unfertigen Erzeugnisse bzw. unfertigen Leistungen nicht übersteigen, werden sie projektbezogen mit den unfertigen Erzeugnissen bzw. unfertigen Leistungen in Höhe des Rückzahlungsbetrags verrechnet.

6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenständesind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko ist durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

7. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die sonstigen Wertpapierewerden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sofern erforderlich wurde unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zum Bilanzstichtag der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

8. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Die Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nominalwert bewertet.

9. Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

10. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden noch nicht veranlagten Steuern.

11. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

12. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und sonstige Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

13. Latente Steuern

Latente Steuerforderungen und –verbindlichkeiten sind nicht verrechnet worden. Für die Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein durchschnittlicher Konzernsteuersatz von 30% zugrunde gelegt.

Aus der im Rahmen der Kapitalkonsolidierung vorgenommenen Verrechnung ergibt sich ein Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen ist. Latente Steuern sind hierauf nicht zu berechnen (DRS 18 TZ. 25).

14. Währungsumrechnung

Posten des Jahres- bzw. Konzernabschlusses, denen auf fremde Währung lautende Beträge zu Grunde liegen, werden mit dem jeweiligen Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls bzw. zum Stichtagskurs unter Beachtung des Niederstwertprinzips umgerechnet.

D. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012 verweisen wir auf die entsprechende Darstellung im Anlagenspiegel. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist ebenfalls aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird direkt unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

2. Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen setzt sich aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (381 TEuro) sowie sonstigen Beteiligungen (10 TEuro) und Wertpapieren des Anlagevermögens (1 TEuro) zusammen.

Die Zunahme der „at Equity“ bewerteten Beteiligungen am assoziierten Unternehmen 2G CENERGY Power Systems Technologies Inc. resultiert neben dem anteiligen laufenden Jahresergebnis aus der Abschreibung der aus dem Zukauf im Geschäftsjahr 2011 resultierenden stillen Reserven und dem entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert. Der im Beteiligungsbuchwert enthaltene Firmenwert beträgt zum Bilanzstichtag 60.413,38 €

3. Vorratsvermögen

Das Vorratsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag 31.379 TEuro. Es beinhaltet neben den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (24.987 TEuro), unfertige Erzeugnisse (12.710 TEuro), fertige Erzeugnisse und Waren (1.860 TEuro) und geleistete Anzahlungen (1.008 TEuro).

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (./. 9.186 TEuro) wurden gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von dem Posten Vorräte abgesetzt.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1.607 TEuro und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 148 TEuro gebildet. Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt nicht mehr als ein Jahr.

5. Aktive latente Steuern

Die latenten Steuerforderungen in Höhe von 746 TEuro resultieren aus den steuerlichen Verlustvorträgen (TEUR 320) bei der 2G Energy Ltd. , der 2G Polska Sp z.o.o., der 2G Manufacturing Inc., der 2G Home GmbH und der 2G Drives GmbH sowie den eliminierten Zwischengewinnen im Vorratsvermögen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen per 31. Dezember 2012 (TEUR 291) und temporären Differenzen beim Mutterunternehmen (TEUR 135). Diese temporären Differenzen stammen im Wesentlichen aus dem Vorratsvermögen und den Rückstellungen.

Es wird davon ausgegangen, dass die mit den Verlustvorträgen verbundenen Steuervorteile mit hinreichender Wahrscheinlichkeit in den nächsten beiden Geschäftsjahren realisiert werden können.

Passive latente Steuern waren zum 31. Dezember 2012 nicht zu verzeichnen.

6. Konzerneigenkapital

Hinsichtlich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals in der Periode vom01. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 verweisen wir auf die entsprechende Darstellung im Konzerneigenkapitalspiegel.

Im Berichtsjahr steht den Gesellschaftern ein Betrag Höhe von 31.091 TEuro für Ausschüttungszwecke zur Verfügung. Gesetzliche Ausschüttungssperren liegen bei den latenten Steuern in Höhe von 746 TEuro vor.

Auf Ebene des Einzelabschlusses der 2G Energy AG bestehen keine ausschüttungsgesperrten Beträge.

7. Gezeichnetes Kapital

Zum Ende des Geschäftsjahres beträgt das Grundkapital 4.430.000 Euro.

Das Grundkapital der Gesellschaft wurde vor der außerordentlichen Hauptversammlung am 09. Juli 2007 auf 3.530.000 Euro erhöht und war in 3.530.000 Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro eingeteilt.

Im Zuge einer außerordentlichen Hauptversammlung am 09. Juli 2007 wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von 500.000 Euro gegen Sacheinlage durch die Ausgabe von 500.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 02.09.2010 wurde der Vorstand ermächtigt, in der Zeit bis zum 01.09.2015 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein- oder mehrmalig um bis zu insgesamt 2.215.000,00 € durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010).

Mit Beschluss des Vorstandes vom 04.05.2010 und der Bestimmung des Aufsichtsrates wurde das Grundkapital der Gesellschaft um 400.000 Euro auf 4.430.000 Euro durch Ausgabe von 400.000 Euro neuer Aktien von je 1,00 Euro zum Ausgangspreis von 9,15 Euro je Aktie erhöht.

8. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage in Höhe von 11.240.901 Euro resultiert im Wesentlichen aus den Agien der in den Jahren 2007 und 2010 durchgeführten Kapitalerhöhungen der 2G energy AG.

9. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:

  TEuro
Gewährleistungsverpflichtungen 3.778
Restarbeiten an fertig gestellten Anlagen / ausstehende Rechnungen 3.248
Personalverpflichtungen 890
Jahresabschlussarbeiten 162
Berufsgenossenschaftsbeiträge 319
Hauptversammlung / Geschäftsbericht 35
Archivierung von Geschäftsunterlagen 27

10. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeiten
in TEUR (Vorjahreszahlen in Klammern)
Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten 10.344.462,20 6.014.273,35 4.050.911,41 275.417,82
  (3.301.397,54) (884.144,50) (1.860.053,54) (557.199,50)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.634.692,87 9.634.692,87 0,00 0,00
  (8.948.942,97) (8.948.942,97)    
Verbindlichkeiten ausLieferungen und Leistungen 10.754.282,30 10.754.282,30 0,00 0,00
  (13.393.057,57) (13.393.057,57)    
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 61.437,62 61.437,62 0,00 0,00
  (8.566,82) (8.566,82)    
Sonstige Verbindlichkeiten 6.314.194,31 6.314.194,31 0,00 0,00
  (5.235.633,82) (5.085.633,82) (150.000)  
davon aus Steuern 4.054.474,98      
  (3.991.701,37)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 47.460,41      
  (49.136,64)      
Summe Verbindlichkeiten 37.109.069,30 32.782.740,07 4.050.911,41 275.417,82

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gemäß den Sicherungsvereinbarungen durch Sicherungsübereignung des entsprechenden Sachanlagevermögens sowie Grundschuldeintragungen abgesichert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind durch entsprechende Vorauszahlungsbürgschaften und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Eigentumsvorbehalt der Lieferanten gesichert.

E. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

2. Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse:

in TEUR Inland Ausland Gesamt
BHKW 67.003 45.652 112.655
Service + Ersatzteile 20.640 2.440 23.080
After Sales + Sonstiges 10.488 261 10.749
Summe 98.131 48.353 146.484

3. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 905 TEuro enthalten. Die Erträge wurden im Posten sonstige betriebliche Erträge er-fasst. Im Wesentlichen sind darin Auflösungen von Rückstellungen (309 TEuro), Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (195 TEuro) und Boni aus Vorjahren (211 TEuro) sowie Versicherungsentschädigungen (113 TEuro) enthalten.

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 947 TEuro enthalten. Die Aufwendungen wurden im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Im Wesentlichen sind darin Wertberichtigungen zu Forderungen (369 TEuro), Forderungsverluste (244 TEuro), Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen (71 TEuro), Aufwendungen für Kundenboni (60 TEuro), Beratungskosten (40 TEuro) und Fremdleistungen (35 TEuro) enthalten.

4. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus der Währungsumrechnung in Höhe von 79.424,47 Euro und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von 71.643,55 Euro enthalten.

5. Latente Steuern

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Sachverhalte erfasst:

  Euro
Latente Steueraufwendungen 148.846,16
Latente Steuererträge 301.810,82
Davon entfallen auf Verlustvorträge (Saldo) 301.810,82

Aufgrund der Verlustsituationen der 2G Energy Ltd., 2G Polska Sp z o.o., 2G Manufacturing Inc. sowie der 2G Home GmbH und der 2G Drives GmbH im Geschäftsjahr 2012 wurden aktivierte latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 301.810,82 Euro gebildet.

Durch die Eliminierung von Zwischengewinnen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen per 31. Dezember 2012 war eine Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von 290.839,21 Euro erforderlich. Gleichzeitig wurden die im Vorjahr gebildeten aktiven latenten Steuern in Höhe von 157.721,82 Euro aufgelöst.

Aufgrund des Rückgangs der temporäre Differenzen beim Mutterunternehmen entstanden latente Steueraufwendungen in Höhe von 15.728,77 Euro.

F. Sonstige Angaben

1. Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich liquide Mittel und Bankguthaben abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten in Höhe von 413.223,36 Euro.

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Berichtsjahr -8.862 TEuro (Vorjahr: 24.648 TEuro). Er beinhaltet neben dem Periodenergebnis die Abschreibungen sowie die Veränderungen der Rückstellung und des Working Capital.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr -7.951 TEuro (Vorjahr: -4.244 TEuro). Er beinhaltet neben Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 7.990 TEuro auch die Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens i. H. v. 38 TEuro.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 5.147 TEuro (Vorjahr: 473 TEuro). Er beinhaltet neben Auszahlungen an die Unternehmenseigner in Höhe von -1.759 TEuro auch Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten in Höhe von 7.860 TEuro sowie Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten in Höhe von -954 TEuro.

2. Mitteilungen gem. § 20 AktG

Herr Christian Grotholt und Herr Ludger Gausling haben der Gesellschaft gem. § 20 AktG mitgeteilt, dass ihnen je mehr als der vierte Teil der Aktien der 2G Energy AG gehört.

Beide Mitteilungen wurden am 30. Juli 2007 dem elektronischen Bundesanzeiger mitgeteilt.

3. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB für fremde Verbindlichkeiten bestanden zum 31. Dezember 2012 nicht.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden für Verträge in folgender Höhe:

  2013 2014-2016 2017ff.
Betreuungsverträge 31.300 - -
Mietverträge 37.200 111.600 37.200
Leasingverträge 86.797 29.848 -
Gesamt 155.297 141.448 37.200

5. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahresbeschäftigt en Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach § 267 HGB gliederte sich wie folgt:

  2012 Vorjahr
Arbeiter 222 124
    85
Angestellte 180 85
Teilzeitbeschäftigte 28 28
Mitarbeiter gesamt 402 237

Es handelt sich hierbei um Arbeitnehmer der Tochtergesellschaften.

6. Vorstand

Der Vorstand setzt sich aktuell wie folgt zusammen:

  Zeitraum
Herr Dipl.-Ing. Christian GrotholtKaufmann, Heek seit dem 17.06.2007
Herr Ludger HoltkampKaufmann, Heek seit dem 17.06.2007
Herr Peter J. BergsteinerBetriebswirt, Heek * bis zum 31.12.2012

* Die Eintragung ins Handelsregister der 2G energy AG erfolgte am04. Januar 2013.

7. Aufsichtsrat

Während des Berichtsjahres waren die folgenden Personen zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt:

  Zeitraum
Dr. Lukas Lenz (Vorsitzender)Jurist, Hamburg seit dem 17.07.2007
Heinrich Bertling (stellv. Vorsitzender) Steuerberater, Gronau seit dem 28.08.2012
Gerhard TemminghoffLandwirtschaftsmeister, Vreden bis zum 28.08.2012
Wiebe HofstraSenior Manager van der Wiel Holding BV, Drachten/NL seit dem 17.07.2007

8. Ergebnisverwendung

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung folgenden Gewinnverwendungsvorschlag zur Abstimmung vorzulegen:

Der in dem nach deutschem Handelsrecht aufgestellten Jahresabschluss der 2G energy AG ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von 32.544.212,98 € bestehend aus einem Jahresüberschuss in Höhe von 13.267.496,57 € und dem Gewinnvortrag in Höhe von 19.276.716,41 € wird in Höhe von 1.639.100,00 € ausgeschüttet und in Höhe von 30.905.112,98 € auf neue Rechnung vorgetragen.

9. Bezüge der Organe

Für die Bezüge des Vorstandes wurden im Geschäftsjahr 647 TEuro und für die Bezüge des Aufsichtsrates 20 TEuro aufgewendet.

10. Honorar des Abschlussprüfers

Die "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" enthalten das als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers. Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt insgesamt 111 TEuro und beinhaltet ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

11. Befreiungsvorschriften

Hinsichtlich der Aufstellungspflicht des Lageberichts sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses der Tochtergesellschaft 2G Energietechnik GmbH, Heek wird die Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

 

Heek, 16. Mai 2013

2G energy AG

Christian Grotholt, Vorstandsvorsitzender

Ludger Holtkamp,Mitglied des Vorstands

Anlagespiegel 2012

  Bruttobuchwert
  01.01.2012 Veränderungen aus
Währungs-
umrechnung
01.01. - 31.12.2012
Zugänge
01.01. - 31.12.2012
Abgänge
01.01. - 31.12.2012
31.12.2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 666.453,56 0,5 329.557,49 21.757,51 974.254,04
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.269.303,32 0 0 0 7.269.303,32
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 1.219,50 0 1.219,50
  7.935.756,88 0,5 330.776,99 21.757,51 8.244.776,86
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.660.373,45 0 3.919.125,10 33.078,31 8.546.420,24
2. technische Anlagen und Maschinen 622.338,47 0 542.480,79 0 1.164.819,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.648.906,71 -1.758,80 2.667.693,75 197.976,36 7.116.865,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 499.495,53 0 499.495,53
  9.931.618,63 -1.758,80 7.628.795,17 231.054,67 17.327.600,33
III. Finanzanlagen          
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 301.538,10 0 0 0 301.538,10
2. Beteiligungen 14.000,00 0 0 4.000,00 10.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 28.496,00 0 1.286,00 28.496,00 1.286,00
  344.034,10 0 1.286,00 32.496,00 312.824,10
  18.211.409,61 -1.758,30 7.960.858,16 285.308,18 25.885.201,29
  AfA
  Gesamt
01.01.2012
Veränderungen aus
Währungs-
umrechnung
01.01. - 31.12.2012
AfA
01.01. - 31.12.2012
Zschreibungen
01.01. - 31.12.2012
AfA-Abgänge
01.01. - 31.12.2012
Summe
AfA
31.12.2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 214.568,45 0 182.356,43 498 8.335,00 388.091,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.632.705,30 0 363.465,17 0 0 1.996.170,47
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
  1.847.273,75 0 545.821,59 498 8.335,00 2.384.262,34
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 244.652,66 0 189.641,52 0 2.467,31 431.826,87
2. technische Anlagen und Maschinen 177.622,52 0 45.287,46 0 0 222.909,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.167.222,63 25,78 1.077.910,21 0 156.505,22 2.088.653,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
  1.589.497,81 25,78 1.312.839,19 0 158.972,53 2.743.390,25
III. Finanzanlagen            
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -41.623,06 0 0 38.148,17 0 -79.771,23
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 24.864,00 0 0 0 24.864,00 0
  -16.759,06 0 0 38.148,17 24.864,00 -79.771,23
  3.420.012,50 25,78 1.858.660,80 38.646,17 192.171,53 5.047.881,37
  Nettobuchwert
  01.01.2012 31.12.2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 451.885,11 586.162,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.636.598,02 5.273.132,85
3. Geleistete Anzahlungen 0 1.219,50
  6.088.483,13 5.860.514,51
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.415.720,79 8.114.593,37
2. technische Anlagen und Maschinen 444.715,95 941.909,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.481.684,08 5.028.211,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 499.495,53
  8.342.120,82 14.584.210,08
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 343.161,16 381.309,33
2. Beteiligungen 14.000,00 10.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 3.632,00 1.286,00
  360.793,16 392.595,33
  14.791.397,11 20.837.319,91

Sonstiger Berichtsteil

sonstige Berichtsbestandteile

Der Jahresabschluss ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juli 2013 genehmigt worden.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der 2G energy AG, Heek, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens- Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands der Gesellschaft sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Regensburg, den 16. Mai 2013

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Leupold, Wirtschaftsprüfer

Schmid, Wirtschaftsprüfer