![]() USU Software AGMöglingen6-Monatsbericht 2017 der USU Software AGUSU AUF EINEN BLICK
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USU Software AG Investor Relations BRIEF AN DIE AKTIONÄRE
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Leserinnen und Leser, das zweite Quartal war sehr ereignisreich. Die positive organische Geschäftsentwicklung
der USU Software AG setzte sich insbesondere im Ausland fort. Daneben trug auch die
im Mai 2017 erworbene Easytrust SAS erstmals zum Konzernwachstum bei. Mit dem Kauf
erweitert der USU-Konzern seine Wertschöpfungstiefe im IT Management und die Präsenz
im wichtigen französischen Markt. Aber auch signifikante Investitionen in Vertrieb,
Marketing, die Erweiterung des Angebotsportfolios sowie die weitere Internationalisierung
prägten das Berichtsquartal. Aus erfolgreichen Forschungs- und Industrieprojekten der letzten Jahre hat sich mit
Katana ein neues USU-Geschäftsfeld entwickelt, das sich auf Big Data Analytics spezialisiert
hat. Damit adressiert das USU-Portfolio künftig das gesamte Spektrum für datengetriebene
digitale Service-Angebote. Ein weiterer Meilenstein war die Veröffentlichung der Version 5.0 von Valuemation.
Damit lassen sich sämtliche Serviceprozesse eines Unternehmens abbilden, steuern und
optimieren. Das neue Release zeichnet sich besonders durch ein intuitives, ergonomisches
Nutzerkonzept, die entsprechende prozessorientierte Anwenderführung sowie durch ein
neues User Experience Design aus. Insgesamt wurde die Innovationskraft der USU-Gruppe vom Schweizer Investment-Forschungsunternehmen
ALPORA einer genauen Prüfung unterzogen. Die detaillierte Analyse-Methode von ALPORA
basiert auf wissenschaftlicher Forschung und liefert ein umfassendes Bild der Innovationsfähigkeit
von Unternehmen. Dieser Messansatz hat die hohe Innovationskraft der USU Software
objektiv bestätigt", so Dr. Julian Vincent Kauffeldt von ALPORA. Das komplette Leistungsportfolio präsentierte USU Mitte Mai 2017 auf der USU World
in Berlin. Etwa 500 Experten aus dem In- und Ausland informierten sich im Rahmen dieser
Fach- und Kundenkonferenz über die neuen Entwicklungen und Trends der USU-Gruppe und
des gesamten IT-Marktes. Auf der diesjährigen Hauptversammlung der Gesellschaft im Juni in Ludwigsburg wurde
die Erhöhung der Dividende auf EUR 0,40 beschlossen - eine Steigerung um knapp 15%
gegenüber dem Vorjahr. Zugleich verlängerte der Aufsichtsrat der USU Software AG den
Vertrag von Vorstandsmitglied Bernhard Böhler vorzeitig bis zum 30. September 2021
- ein wichtiges Signal für die Kontinuität, Stabilität und das weitere internationale
Wachstum. Die Details zur Geschäftsentwicklung von USU im zweiten Quartal 2017 sowie zur weiteren
Planung können Sie diesem 6-Monatsbericht 2017 entnehmen. Ihr KONZERNLAGEBERICHT (UNTESTIERT)
Grundlagen der USU Software AG und des KonzernsDie USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist als Konzernmuttergesellschaft direkt
oder indirekt an den folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt: Aspera GmbH,
Aachen, Deutschland; Aspera Technologies Inc., Boston, USA; B.I.G. Social Media GmbH,
Berlin, Deutschland; LeuTek GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland; Omega Software
GmbH, Obersulm, Deutschland; USU AG, Möglingen, Deutschland; USU Austria GmbH, Wien,
Österreich; USU (Schweiz) AG, Zug, Schweiz; USU Software s.r.o., Brno, Tschechische
Republik. Zudem bestehen Beteiligungen der USU Software AG an der Openshop Internet
Software GmbH, Möglingen, Deutschland, und der USU Consulting GmbH, Sursee, Schweiz,
welche nicht mehr operativ tätig sind. ![]() Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften Am 5. Januar 2017 hat die USU Software AG 100% der Geschäftsanteile der unitB technology
GmbH, Berlin ("unitB technology"), einer international ausgerichteten Full-Service
Agentur für digitale Kommunikation und IT, übernommen. Hinsichtlich weiterführender Informationen zur Übernahme der unitB technology wird
auf die Ausführungen im Konzernanhang dieses 6-Monatsberichts 2017 unter dem Punkt
Veränderung der Konzernorganisation verwiesen. Am 4. Mai 2017 hat die Gesellschaft sämtliche Anteilsscheine der EASYTRUST SAS, La
Garenne Colombes, Frankreich, ("EASYTRUST") übernommen. Mit dem Kauf von EASYTRUST
erweitert die USU-Gruppe ihre Wertschöpfungstiefe im IT Management und ihre internationale
Präsenz im wichtigen französischen Markt. EASYTRUST ist ein hochspezialisierter Software-Hersteller im Bereich der automatischen
Erkennung und Analyse von Hard- und Software in komplexen Infrastrukturen und dem
Software-Lizenzmanagement von Oracle-Produkten Hinsichtlich weiterführender Informationen
zur Übernahme von EASTRUST wird auf die Ausführungen im Konzernanhang dieses 6-Monatsberichts
2017 unter dem Punkt Veränderung der Konzernorganisation verwiesen. Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und SteuerungssystemDie USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "USU-Gruppe"
oder "USU" genannt) entwickeln und vertreiben Softwarelösungen für wissensbasiertes
Servicemanagement. USU ist der größte europäische Anbieter für IT- und Knowledge-Management-Software. Der Kompetenzbereich IT Management unterstützt Unternehmen mit umfassenden ITIL® -konformen Lösungen für das strategische und operative IT- & Enterprise Servicemanagement. Kunden erhalten mit USU-Lösungen eine Gesamtsicht auf ihre IT-Prozesse sowie ihre IT-Infrastruktur und sind in der Lage, Services transparent zu planen, zu verrechnen, zu überwachen und aktiv zu steuern. Im Bereich Software-Lizenzmanagement gehört USU dabei zu den führenden Herstellern weltweit. Mit intelligenten Lösungen und ihrer Expertise im Kompetenzfeld Digital Interaction
treibt USU die Digitalisierung von Geschäftsprozessen voran. Durch Standard-Software
und Beratungsleistungen werden Service-Abläufe automatisiert und Wissen aktiv für
alle Kommunikations-Kanäle und Kundenkontaktpunkte in Vertrieb, Marketing und Kundenservice
bereitgestellt. Das Portfolio in diesem Bereich wird durch Software für Industrial
Big Data sowie das Service-Segment mit Systemintegration und individuellen Anwendungen
komplettiert. Über 800 USU-Kunden aus allen Teilen der internationalen Wirtschaft schaffen mit USU-Lösungen
Transparenz, sind agiler, sparen Kosten und senken ihre Risiken, beispielsweise Allianz,
Baloise Group, BOSCH, BMW, Daimler, Deutsche Telekom, Evonik, Heidelberger Druckmaschinen,
Jacobs Engineering, Jungheinrich, Poste Italiane, Texas Instruments, VW, W&W oder
ZDF. Die USU Software AG hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren beim Konzernumsatz
jeweils über dem Durchschnitt des IT-Marktes zu wachsen und zugleich die Profitabilität
weiter auszubauen. Im Vordergrund steht dabei, durch Innovationen und die Verbreiterung
der internationalen Marktpräsenz organisch zu wachsen, wobei anorganisches Wachstum
in Form von Akquisitionen und Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der Unternehmensstrategie
ist. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand, unter Berücksichtigung der Akquisitionen
der unitB technology und EASYTRUST die konzernweiten Umsatzerlöse auf EUR 86 - 91
Mio. auszuweiten und zugleich das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes
EBIT") auf EUR 10 - 11,5 Mio. zu steigern. Die aktuelle Mittelfristplanung bis 2020
sieht vor, den Umsatz auf EUR 140 Mio. zu steigern und gleichzeitig das Bereinigte
EBIT auf über EUR 20 Mio. auszubauen. Da das Konzernergebnis der USU-Gruppe nach IFRS durch verschiedene Sondereffekte beeinflusst
wurde und wird, welche eine Vergleichbarkeit der Ertragskraft von USU über die Geschäftsjahre
hinweg erschweren, hat die Gesellschaft zu Informationszwecken zusätzlich ein Bereinigtes
Konzernergebnis ermittelt. Dieses stellt das um die Abschreibungen auf im Rahmen von
Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte sowie zusätzlicher
akquisitionsbedingter Sonderfaktoren bereinigte Konzernergebnis inklusive der damit
verbundenen Steuereffekte dar. Auf Basis dieses Bereinigten Konzernergebnisses weist
die USU Software AG unter Berücksichtigung der durchschnittlich im Umlauf befindlichen
Stückaktien ferner ein Bereinigtes Ergebnis pro Aktie aus. Des Weiteren wird ein Bereinigtes
EBIT, welches als maßgebliche Planungs- und Steuerungsgröße fungiert, ausgewiesen.
Sowohl das Bereinigte Konzernergebnis und das Bereinigte EBIT als auch das Bereinigte
Ergebnis pro Aktie stellen keine IFRS-bezogenen Kennzahlen dar. Forschung und EntwicklungDie Innovationskraft ist für USU eine entscheidende Komponente für den langfristigen
und nachhaltigen Erfolg. Sie ist der Schlüssel zur Zukunftssicherung angesichts der
Herausforderungen der digitalen Transformation. Sie prägt u.a. die Zusammenarbeit
mit Kunden und Partnern, führt zur Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen
sowie zur Umsetzung neuer Geschäftsmodelle. Die USU Software AG investiert seit Jahren überdurchschnittlich viel in Forschung
& Entwicklung (F&E), in den ersten sechs Monaten 2017 insgesamt TEUR 6.387 (Q1-Q2/2016:
TEUR 5.703) bzw. 16,4% (Q1-Q2/2016: 16,8%) des Konzernumsatzes . Die Zahl der angestellten
Mitarbeiter in diesem Bereich betrug zum 30. Juni 2017 180 (30. Juni 2016: 162). Die
F&E-Aufwände der USU-Gruppe werden nicht aktiviert. Das Schweizer Investment-Forschungsunternehmen ALPORA hat die Innovationskraft der
USU Software AG bewertet und diese als TOP INNOVATOR für 2017 mit einem Award ausgezeichnet. Die Fertigstellung und Veröffentlichung der Version 5.0 der IT Service Management-Suite
Valuemation zum 29. Juni 2017 war ein Meilenstein innerhalb der F&E-Aktivitäten des
gleichnamigen Geschäftsfeldes. Neben der Qualitätssicherung wurden hierfür letzte
Arbeiten bei der Globalen Suche sowie bei der Unicode-Umstellung für Oracle-Datenbanken
durchgeführt. Die Neugestaltung des Oberflächen-Designs sowie die Optimierung der
prozessorientierten Anwenderführung sind die Schwerpunkte dieser neuen Produktversion. Im Segment Business Service Monitoring und Alarm-Management erfolgten die Tests für
die neue ZIS-Version, deren Freigabe für das 3. Quartal geplant ist. Wesentliche Entwicklungsthemen sind u.a. die Cloud-Anbindung, die Umsetzung verschiedener
Module auf den aktuellen Web-Standard HTML5 sowie das Thema Capacity Monitoring, also
die Überwachung von Speicherkapazitäten für Daten. Im Kompetenzbereich Software-Lizenzmanagement
konnte das neue Release der Aspera-Software SmartTrack fertiggestellt werden. Hierfür
wurde beispielsweise die Wissensdatenbank Knowledge Center integriert. Verbessert
wurden ferner die Kalkulationsmöglichkeiten für Lizenzaufwände. Mit der Anwendung
License Control for Salesforce veröffentlichte Aspera die erste Lösung zur Lizenzoptimierung
für Salesforce-Nutzer. Seit Ende Mai 2017 ist die neue Knowledge Center-Version verfügbar. Anwender profitieren
besonders von zwei wichtigen Verbesserungen: von geführten Fehlerdiagnosen anhand
grafisch modellierter Gesprächsleitfäden sowie der Darstellung von Dokumenten auf
den gängigen mobilen Endgeräten. Des Weiteren sind die Arbeiten am neuen Release der
Web-Self-Service-Lösung KnowledgeFirst fertiggestellt. Kernpunkte sind die bessere
Integration von Kundenwebsites, die komfortable Nutzung mobiler Endgeräte und die
Bereitstellung von Statistiken. Im Mittelpunkt der Aktivitäten der BIG Social Media stand das neue Produkt "Bot Hub",
das als Dreh- und Angelpunkt von kleinen, konfigurierbaren Service-Programmen, so
genannten Bots, fungiert. Es stellt bedarfsgerecht einen oder mehrere Service-Bots
für verschiedene Kommunikationskanäle bereit und regelt, wenn nötig, auch die Übergabe
an Service-Agents. Im Bereich Katana, der sich auf das Wachstumsthema Industrial Big Data konzentriert
und als jüngstes Geschäftsfeld aus dem Forschungssegment hervorgegangen ist, wurde
an einer SaaS-Lösung gearbeitet, die in Kürze vor allem kleinere Kunden mit kostengünstigen
und standardisierten Lösungen ansprechen soll. Das Operativsystem beim Referenzkunden
Heidelberger Druckmaschinen wurde weiter ausgebaut und ist derzeit die weltweit größte
dokumentierte Predictive Maintenance-Anwendung. Das Großprojekt "Linked Data for Mobility" (LIMBO) stand im Zentrum der Forschungsaktivitäten
des zweiten Quartals. Das Vorhaben, das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale
Infrastruktur gefördert wird, beschäftigt sich mit der Verarbeitung von Geodaten für
innovative Mobilitätslösungen und neue Geschäftsmodelle. Des Weiteren wird derzeit
die Anmeldung von Schutzrechten für zwei Erfindungen im Bereich der Datenanalyse geprüft. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche EntwicklungDie deutsche Wirtschaft bleibt nach Informationen des Statistischen Bundesamtes ("Destatis")1 von Mitte August 2017 auf Wachstumskurs. So war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2017 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,6% höher als im Vorquartal. Positive Impulse kamen dabei vor allem aus dem Inland. Während sowohl die privaten Haushalte, als auch der Staat ihre Konsumausgaben deutlich ausweiteten, legten auch die Investitionen weiter zu. Dagegen wurde das Wachstum von der außenwirtschaftlichen Entwicklung gebremst, da die preisbereinigten Importe im Vergleich zum Vorquartal erheblich stärker zunahmen als die Exporte. Im Vorjahresvergleich erhöhte sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland gemäß destatis ebenfalls. So stieg das preisbereinigte BIP um 0,8% (Q1/2017: +3,2%). Allerdings war der Kalendereffekt in den ersten beiden Quartalen 2017 überdurchschnittlich stark, da es im ersten Quartal 2017 drei Arbeitstage mehr und im zweiten Quartal 2017 drei Arbeitstage weniger als im Vorjahr gab. Bei kalenderbereinigter Betrachtung ergab sich im zweiten Quartal 2017 ein BIP-Wachstum von 2,1% (Q1/2017: +2,0%). Der Euroraum verzeichnete gemäß einer vorläufigen Schnellschätzung des statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat)2 im zweiten Quartal des laufenden Jahres 2017 mit einem BIP-Zuwachs von 0,6% gegenüber dem Vorquartal ebenfalls ein Wachstum. Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres Q2/2016 ist das saisonbereinigte BIP des Euroraumes im zweiten Quartal 2017 um 2,2% gestiegen. Branchenbezogene EntwicklungDie Digitalbranche in Deutschland hat sich nach Untersuchungen des Branchenverbandes Informationswirtschaft, Telekomunikation und neue Medien e.V. ("BITKOM")3 ebenfalls sehr positiv entwickelt. Etwa drei von vier Unternehmen verzeichneten im ersten Halbjahr 2017 steigende Auftragseingänge (73 Prozent) und Umsätze (74 Prozent). Und auch für die Folgequartale sind die Unternehmen der Digitalbranche zuversichtlich. Acht von zehn Unternehmen (82 Prozent) erwarten für die zweite Jahreshälfte steigende Umsätze. Nur 7 Prozent der Anbieter von Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik gehen von einem Umsatzrückgang aus. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des Digitalverbands BITKOM. Der BITKOM-Index steigt um 5 Punkte auf 76. Das ist der zweithöchste Wert seit der erstmaligen Erhebung 2001. "Die positiven Geschäftserwartungen spiegeln die weiterhin gute allgemeine wirtschaftliche Lage wider. In der Bitkom-Branche ist die Stimmung sogar noch besser als in der Gesamtwirtschaft", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. 1
Vgl. destatis-Pressemitteilung 277 vom 15. August 2017 und destatis-Pressemitteilung
294 vom 25. August 2017, veröffentlicht unter https://www.destatis.de Geschäftsentwicklung 2. Quartal 2017Vor allem bedingt durch ein starkes Auslandsgeschäft steigerte die USU-Gruppe im Berichtsquartal
Q2/2017 die konzernweiten Umsatzerlöse nach IFRS um 17,0% auf TEUR 19.984 (Q2/2016:
TEUR 17.074). Dabei erhöhte USU den Auslandsumsatz im zweiten Quartal 2017 gegenüber
dem Vorjahr um 27,5% auf TEUR 6.037 (Q2/2016: TEUR 4.734). Damit lag der Auslandsanteil
am Konzernumsatz auf Quartalssicht mit 30,2% (Q2/2016: 27,7%) wieder über der 30%-Marke.
Neben der neuen Konzerntochter EASYTRUST SAS, die etwa eine halbe Million Euro zum
Konzernumsatz beitrug, steuerte insbesondere das US-Geschäft der USU-Gruppe zu diesem
Erfolg bei. Hierbei profitierte USU vor allem von den zielgerichtet ausgeweiteten
Auslandsinvestitionen in Vertrieb und Marketing. Besonders erfolgreich verlief in diesem Zusammenhang das Lizenzgeschäft, welches USU
im Berichtsquartal um 34,2% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 3.158 (Q2/2016: TEUR 2.354)
ausbaute. Zugleich steigerte die USU-Gruppe im Betrachtungszeitraum Q2/2017 das Wartungsgeschäft
inklusive der Software-as-a-Service("SaaS")-Umsätze um 18,6% gegenüber dem zweiten
Quartal 2016 auf TEUR 5.588 (Q2/2016: TEUR 4.710). Das Beratungsgeschäft legte im
gleichen Zeitraum um 12,4% im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 10.858 (Q2/2016: TEUR
9.660) zu. Durch das forcierte Auslandsgeschäft erhöhte sich im zweiten Quartal 2017 auch der
Segmentumsatz des Segmentes "Produktgeschäft" im Vorjahresvergleich um 17,9% auf TEUR
15.477 (Q2/2016: TEUR 13.128). Aber auch das Segment "Servicegeschäft" steigerte die
Umsatzerlöse durch eine deutlich verbesserte Auslastung und die neue Konzerntochter
unitB technology im zweiten Quartal 2017 um 16,2% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 4.485
(Q2/2016: TEUR 3.860). Der Anteil des Produktgeschäftes am Konzernumsatz der USU-Gruppe
stieg folgerichtig von 76,9% im zweiten Quartal 2016 auf 77,4% im Berichtsquartal
Q2/2017. Die Kostenbasis des USU-Konzerns erhöhte sich im Zuge des gezielten Ausbaus des Auslandsgeschäftes
im Vorjahresvergleich um 26,1% auf TEUR 19.291 (Q2/2016: TEUR 15.297). Zudem investierte
USU planmäßig in die Weiterentwicklung der Softwareprodukte der EASYTRUST und die
Zusammenführung mit den bestehenden Produkten der USU-Gruppe. Erwartungsgemäß blieb
die Ergebnisentwicklung im zweiten Quartal 2017 infolge der strategischen Auslandsinvestitionen,
die direkt in den Aufwand gebucht wurden, unter den Vergleichswerten des Vorjahres.
So sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("EBITDA") deutlich um
56,2% gegenüber Q2/2016 auf nunmehr TEUR 981 (Q2/2016: TEUR 2.241). Zugleich ging
das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("EBIT") von TEUR 1.585 im zweiten Quartal 2016
auf TEUR 286 im Berichtsquartal Q2/2017 zurück, was einer Reduzierung um 82,0% entspricht.
Der Konzernüberschuss der USU-Gruppe nach IFRS fiel von TEUR 1.376 im Vorjahresquartal
auf nunmehr TEUR 62. Dies entspricht einem Ergebnis pro Aktie von EUR 0,01 (Q2/2016:
EUR 0,13). Auch das um akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und
Steuern ("Bereinigtes EBIT") halbierte sich im zweiten Quartal 2017 gegenüber dem
Vorjahr und belief sich auf TEUR 876 (Q2/2016: TEUR 1.960). Das Bereinigte Konzernergebnis
sank um 65,1% auf TEUR 607 (Q2/2016: TEUR 1.740). Das entspricht einem Rückgang des
Bereinigten Ergebnisses je Aktie von EUR 0,13 im zweiten Quartal 2016 auf jetzt EUR
0,06. Geschäftsentwicklung für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2017Umsatz- und KostenentwicklungKonzernumsatzAuf Sicht der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2017 steigerte die USU Software
AG den Konzernumsatz nach IFRS um 14,2% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 38.871 (Q1-Q2/2016:
TEUR 34.031). Dabei profitierte USU auch auf Halbjahressicht vor allem von dem wieder
erstarkten Auslandsgeschäft. So erhöhte USU die außerhalb Deutschlands generierten
Umsatzerlöse im Berichtszeitraum um 17,1% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 11.063 (Q1-Q2/2016:
TEUR 9.447). Folgerichtig steigerte USU den Anteil des Auslandsgeschäftes am Konzernumsatz
von 27,8% im Vorjahr auf 28,5% im ersten Halbjahr 2017. Das Geschäft mit Softwarelizenzen baute USU in den ersten beiden Quartalen 2017, dank
des starken zweiten Quartals um 6,7% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 5.792 (Q1-Q2/2016:
TEUR 5.428) aus. Zugleich erhöhte sich das Wartungsgeschäft infolge gesteigerter SaaS-Erlöse
auf TEUR 10.708 (Q1-Q2/2016: TEUR 9.376. Dies entspricht einer Steigerung um 14,2%
gegenüber dem ersten Halbjahr 2016. Besonders stark zulegen konnte das Beratungsgeschäft, welches sowohl im Auftaktquartal
Q1/2017, als auch im Berichtsquartal Q2/2017 zweistellig gegenüber dem Vorjahr wuchs
und insgesamt um 15,8% gegenüber den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016
auf nunmehr TEUR 21.735 (Q1-Q2/2016: TEUR 18.763) ausgeweitet wurde. Die sonstigen
Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software
beinhalten, beliefen sich auf insgesamt TEUR 636 (Q1-Q2/2016: TEUR 464). Umsatz nach GeschäftsfeldernDas Leistungsspektrum des Geschäftsfeldes "Produktgeschäft" umfasst sämtliche Aktivitäten
rund um die USU-Produktpalette im Markt für IT Management-Lösungen, zu dem auch die
jüngst akquirierte EASYTRUST SAS aus Frankreich zugerechnet wird, im Knowledge Management-Markt
sowie dem aus dem Forschungsbereich hervorgegangenen neuen Geschäftsbereich für Big
Data Analytics. Das Geschäftsfeld "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen
im Rahmen von IT-Projekten, individuelle Anwendungsentwicklung sowie im Zuge der Übernahme
der unitB technology auch digitale Strategie-Beratung, Service- und UX-Design sowie
Webportale, Apps und Intranets. Das Segment "Produktgeschäft" steuerte im ersten Halbjahr 2017 Umsatzerlöse in Höhe
von TEUR 29.356 (Q1-Q2/2016: TEUR 26.576) zum Konzernumsatz bei, was einem Anstieg
um 10,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht, der sowohl aus der organischen Umsatzsteigerung,
insbesondere in den USA, als auch der Übernahme der französischen EASYTRUST SAS resultiert.
Im gleichen Zeitraum baute die USU-Gruppe den beratungsbezogenen Umsatz des Segments
"Servicegeschäft" um 29,1% auf TEUR 9.468 (Q1-Q2/2016: TEUR 7.334) aus. Neben der
organischen Geschäftsausweitung trug hierzu insbesondere die Anfang Januar 2017 übernommene
unitB technology bei. Die nicht den Segmenten zugeordneten Umsätze summierten sich
im in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 auf TEUR 47 (Q1-Q2/2016: TEUR
121). Operative KostenDie operative Kostenbasis der USU-Gruppe erhöhte sich im ersten Halbjahr 2017 im Vorjahresvergleich
um 22,5% auf TEUR 37.826 (Q1-Q2/2016: TEUR 30.873). Dieser Zuwachs spiegelt zum einen
die erhöhten Auslandsinvestitionen in Marketing und Vertrieb wider, die USU gezielt
zum nachhaltigen Ausbau des Auslandsgeschäftes tätigt, zum anderen sind erstmals die
Kosten der im Berichtszeitraum akquirierten unitB technology und EASYTRUST in den
Konzernkosten der USU-Gruppe enthalten. Zudem resultiert der Kostenanstieg aus höheren
Personalaufwendungen infolge des strategischen Ausbaus der Konzernbelegschaft für
die erfolgreiche Umsetzung des mittelfristigen Wachstumsziels 2020. Die Herstellungskosten des Umsatzes stiegen im Berichtszeitraum um 19,3% gegenüber
dem Vorjahr auf TEUR 18.286 (Q1-Q2/2016: TEUR 15.327). Dieser Anstieg resultiert primär
aus der Erhöhung der angestellten Beratermannschaft um 19,3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
auf 284 (30. Juni 2016: 238) Mitarbeiter zum 30. Juni 2017. Die auf den Konzernumsatz
bezogene Herstellkostenquote stieg zugleich von 45,0% im ersten Halbjahr 2016 auf
nunmehr 47,0%. Das Bruttoergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum auf TEUR 20.585
(Q1-Q2/2016: TEUR 18.704), was einer Bruttomarge von 53,0% (Q1-Q2/2016: 55,0%) entspricht. Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen erhöhte USU in den ersten sechs Monaten des
Geschäftsjahres 2017 zielgerichtet zur Forcierung der Auslandsaktivitäten um 35,3%
gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 8.752 (Q1-Q2/2016: TEUR 6.471). In diesem Zusammenhang
baute USU unter anderem die Vertriebsmannschaft für den US-amerikanischen und den
kanadischen Markt aus. Die umsatzbezogene Kostenquote für den Bereich Marketing und
Vertrieb erhöhte sich entsprechend von 19,0% im Vorjahr auf nunmehr 22,5%. Rechtsberatungs- und Due Dilligence- sowie sonstige Anschaffungsnebenkosten im Zuge
der Übernahmen der unitB technology und der EASYTRUST führten im ersten Halbjahr 2017
unter anderem zu einer Erhöhung der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen um 30,5% gegenüber
dem Vorjahr auf TEUR 4.401 (Q1-Q2/2016: TEUR 3.372). Dazu trugen auch erhöhte Kosten
im Rahmen der Vereinheitlichung der internen Konzern-IT-Administration der USU-Gruppe
bei. Bezogen auf den Konzernumsatz stieg die Verwaltungskostenquote von 9,9% im Vorjahreszeitraum
auf 11,3% in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2017. Im Zuge des Ausbaus der Forschungs- und Entwicklungsmannschaft auf 180 (30. Juni 2016:
161) Mitarbeiter zum 30. Juni 2017 stiegen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
im Berichtszeitraum um 12,0% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 6.387 (Q1-Q2/2016:
TEUR 5.703). Dazu trug unter anderem der Personalausbau des neuen Geschäftsbereiches
KATANA bei. Zudem flossen in diese Aufwandsposition die Investitionen der USU-Gruppe
in die Weiterentwicklung der Softwareprodukte der EASYTRUST und die Verbindung mit
den bestehenden USU-Produkten. Die auf den Konzernumsatz bezogene Aufwandsquote für
Forschung und Entwicklung blieb dagegen im ersten Halbjahr 2017 infolge des deutlichen
Umsatzwachstums mit 16,4% (Q1-Q2/2017: 16,8%) leicht unter dem Vergleichswert des
Vorjahres. USU investiert stetig in die Neu- und Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios
und arbeitet permanent an innovativen, marktbezogenen Softwarelösungen. Diesbezüglich sei auf den separaten Bericht Forschung und Entwicklung dieses Konzernlageberichts
verwiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen summierten sich in
den ersten sechs Monaten 2017 auf insgesamt TEUR 42 (Q1-Q2/2016: TEUR 104). ErtragslageIm Zuge der ausgeweiteten Investitionen in das weitere Auslandswachstum und die EASYTRUST-Produktentwicklung
blieb die Ergebnisentwicklung der USU-Gruppe in den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres
2017 unter der des Vorjahres zurück. Demgemäß sank das EBITDA im Vorjahresvergleich
um 54,4% auf TEUR 1.777 (Q1-Q2/2016: TEUR 3.895). Unter Einbeziehung der Abschreibungen
von TEUR 1.352 (Q1-Q2/2016: TEUR 1.301) erzielte USU im gleichen Zeitraum ein EBIT
von TEUR 425 (Q1-Q2/2016: TEUR 2.594). Das Finanzergebnis summierte sich im ersten
Halbjahr 2017 auf TEUR -62 (Q1-Q2/2016: TEUR -44). Unter Hinzurechnung der Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR -416 (Q1-Q2/2016: TEUR -292) sank das Konzernergebnis
von TEUR 2.258 im ersten Halbjahr 2016 auf TEUR -53 in den ersten sechs Monaten 2017.
Das Ergebnis pro Aktie belief sich entsprechend auf EUR -0,01 (Q1-Q2/2016: EUR 0,21). Bereinigtes KonzernergebnisDie nachfolgende Tabelle zeigt, ausgehend vom EBIT, die Überleitungsrechnung zu den
nicht IFRS-bezogenen Ergebnis-Kenngrößen Bereinigtes EBIT, Bereinigtes Konzernergebnis
sowie Bereinigtes Ergebnis je Aktie. Diese stellen zu Informationszwecken die um akquisitionsbedingte
Sondereffekte bereinigten Kennzahlen der USU-Gruppe dar. Das Bereinigte EBIT ist zugleich
die zentrale Ergebnis-Kenngröße des USU-Konzerns. scroll
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT") blieb im Zuge
der erhöhten Auslandsinvestitionen im ersten Halbjahr 2017 mit TEUR 1.565 (Q1-Q2/2016:
TEUR 3.328) um 53,0% hinter dem Vergleichswert des Vorjahres zurück. Zugleich sank
das Bereinigte Konzernergebnis im Vergleich zum 6-Monatszeitraum 2016 um 66,0% auf
TEUR 1.010 (Q1-Q2/2016: TEUR 2.970). Das Bereinigte Ergebnis je Aktie verringerte
sich entsprechend von EUR 0,28 im Vorjahr auf EUR 0,10 im Berichtszeitraum. Vermögens- und FinanzlageAuf der Aktivseite der Bilanz erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte der USU-Gruppe
zum 30. Juni 2017 im Zuge der Übernahmen der unitB technology sowie der EASYTRUST
auf TEUR 57.919 (31. Dezember 2016: TEUR 47.608). Auf Basis der durchgeführten Kaufpreisallokationen für die unitB technology und EASYTRUST
erhöhten sich dabei die immateriellen Vermögenswerte von TEUR 5.428 zum 31. Dezember
2016 auf TEUR 9.295 zum 30. Juni 2017, während die Geschäfts- und Firmenwerte auf
TEUR 41.983 (31. Dezember 2016: TEUR 35.575) zum Ende des Berichtszeitraums anstiegen.
Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken dagegen im gleichen Zeitraum von TEUR 44.297
zum 31. Dezember 2016 auf nunmehr TEUR 39.312, was vor allem auf den mit der Zahlung
der fälligen Kaufpreisbestandteile für den Erwerb der unitB technology und der EASYTRUST
verbundenen Rückgang der Konzernliquidität zurückzuführen ist, während auch die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen deutlich reduziert wurden. So sanken die liquiden und
liquiditätsnahen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zzgl. Wertpapiere)
zum 30. Juni 2017 auf TEUR 19.496 (31. Dezember 2016: TEUR 23.180), während die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 14.190 zum 31. Dezember 2016 auf TEUR 12.076
zum 30. Juni 2017 zurückgefahren wurden. Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich das Fremdkapital in Form der kurz- und
langfristigen Schulden der USU-Gruppe zum 30. Juni 2017 auf TEUR 33.469 (31. Dezember
2016: TEUR 28.282), was vor allem aus erhöhten passiven Rechnungsabgrenzungsposten
für bereits zu Jahresbeginn in Rechnung gestellte Wartungsverträge herrührt, für die
eine zugehörige Leistungserbringung und Umsatzrealisierung im weiteren Jahresverlauf
erfolgt. Zudem führten Kaufpreisverbindlichkeiten für die Übernahme der unitB technology
GmbH in Höhe von TEUR 1.385 zum 30. Juni 2017 (31. Dezember 2016: TEUR 0) zu diesem
Anstieg. Zugleich erhöhte sich das Eigenkapital der USU-Gruppe leicht von TEUR 63.623
zum 31. Dezember 2016 auf TEUR 63.762 zum 30. Juni 2017. Bei einer Bilanzsumme von
TEUR 97.231 (31. Dezember 2016: TEUR 91.905) belief sich die Eigenkapitalquote zum
30. Juni 2017 auf 65,6% (31. Dezember 2016: 69,2%). Cash-Flow und InvestitionenZum 30. Juni 2017 verfügte die USU-Gruppe über flüssige Mittel von insgesamt TEUR
16.482 (Q1/2016: TEUR 18.826). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Rückgang
um TEUR 2.344 bzw. 14,2%, der im Wesentlichen aus dem Erwerb der unitB technology
und der EASYTRUST und den damit verbundenen Kaufpreiszahlungen herrührt. Der Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit von USU blieb mit TEUR 3.310 (Q1-Q2/2016:
TEUR 3.445) im ersten Halbjahr 2017 leicht unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Verantwortlich hierfür sind neben dem Ergebnisrückgang auch punktuelle Veränderungen
des Working Capitals. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von TEUR -6.871 (Q1-Q2/2016: TEUR -742) spiegelt
im Wesentlichen die Übernahmen der unitB technology und der EASYTRUST wider und enthält
entsprechend den Posten "Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erhaltener Zahlungsmittel"
in Höhe von TEUR -6.280 (Q1-Q2/2016: TEUR 0). Zugleich summierten sich die Investitionen
in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte auf TEUR -604 (Q1-Q2/2016: TEUR -768). Beim Cash-Flow aus dem Finanzierungsbereich gab es im ersten Halbjahr 2017 keine Veränderungen,
während im Vorjahr die Dividendenzahlung (Q1-Q2/2016: TEUR -3.683) und die Tilgung
von Kaufpreisverbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Erwerb von Tochterunternehmen
(Q1-Q2/2016: TEUR -200) zu Netto-Ausgaben aus Finanzierungstätigkeit von insgesamt
TEUR -3.883 führten. AuftragsbestandZum Ende des zweiten Quartals 2017 summierte sich der konzernweite Auftragsbestand
der USU-Gruppe auf TEUR 43.023 (30. Juni 2016: TEUR 40.512) und lag damit um 6,2%
über dem Vergleichswert des Vorjahres. Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres 31. Dezember 2016 (31. Dezember 2016: TEUR
39.534) erzielte USU damit einen Anstieg des Auftragsbestandes von 8,8%. Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des Quartals stellt aufgrund von verbindlichen
Verträgen die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der USU-Gruppe auf Sicht der kommenden
12 Monate dar. Diese beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie Wartungs-
und SaaS-Verträge. MitarbeiterZum 30. Juni 2017 baute die USU-Gruppe ihre Belegschaft gegenüber dem Vorjahr um 20,3%
auf 639 (30. Juni 2016: 531) Mitarbeiter aus. Neben dem organischen Personalausbau
trugen hierzu auch die Übernahmen der unitB technology GmbH und der EASYTRUST SAS
bei, welche zum 30. Juni 2017 über insgesamt 69 Mitarbeiter verfügten. Nach Funktionsbereichen
untergliedert beschäftigte USU zum Ende des zweiten Quartals 2017 insgesamt 284 (30.
Juni 2016: 237) Mitarbeiter im Bereich Beratung und Services, 180 (30. Juni 2016:
162) Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung, 100 (30. Juni 2016: 74) Mitarbeiter
im Bereich Vertrieb und Marketing sowie 75 (30. Juni 2016: 58) Mitarbeiter in der
Administration. Segmentbezogen waren 470 (30. Juni 2016: 409) Mitarbeiter im Geschäftsfeld
"Produktgeschäft", 94 (30. Juni 2016: 64) Mitarbeiter im Geschäftsfeld "Servicegeschäft"
sowie 75 (30. Juni 2016: 58) Mitarbeiter im Zentralbereich der USU-Gruppe tätig. NachtragsberichtEs liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 30. Juni
2017 vor, die eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der USU-Gruppe
hatten. Insofern ergaben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognoseberichtGesamtwirtschaftDie deutsche Wirtschaft befindet sich nach Untersuchung der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose4 , an der die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute mitwirkten, bereits im fünften Jahr eines moderaten Aufschwungs. Dabei bleibt die konjunkturelle Dynamik im Vergleich zu früheren Aufschwungphasen gering, weil der wenig schwankungsanfällige Konsum als Hauptantriebskraft fungiert. Die Unternehmensinvestitionen nehmen nach wie vor verhalten zu. Gemäß der von den Instituten erstellten Gemeinschaftsdiagnose wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im laufenden Jahr um insgesamt 1,5% zulegen, nach 1,9% im Jahr 2016. Die Weltwirtschaft wird gemäß der Gemeinschaftsdiagnose in diesem Jahr einen Anstieg
der gesamtwirtschaftlichen Produktion von 3,0% verzeichnen, nach 2,6% im Vorjahr.
Dabei ist die Beschleunigung gegenüber dem Vorjahr zu etwa gleichen Teilen auf die
konjunkturelle Entwicklung in fortgeschrittenen Volkswirtschaften und in den Schwellenländern
zurückzuführen. BrancheDie deutsche Hightech-Branche wird nach Prognosen des Branchenverbandes BITKOM5 durch die Digitalisierung der Industrie im laufenden Jahr einen starken Wachstumsschub verzeichnen. Entsprechend erwartet BITKOM für den deutschen IT-Markt im laufenden Jahr 2017 ein Wachstum von 2,7% auf 86,0 Milliarden Euro (2016: 83,7 Milliarden Euro). Besonders profitieren werden laut BITKOM die Softwareanbieter, für die BITKOM ein besonders hohes Wachstum von 6,3% auf 23 Milliarden Euro (2016: 21,6 Milliarden Euro) vorhersagt. Zu den wichtigsten Technologietrends zählt BITKOM dabei u.a. Cloud Computing, Internet of Things, Industrie 4.0, Big Data, Digitale Plattformen und Mobile Computing. Aber auch die Anbieter von IT-Dienstleistungen würden mit einem Zuwachs von 2,3% auf 39,0 Milliarden Euro (2016: 38,1 Milliarden Euro) stark wachsen "Die Digitalisierung ist in allen Wirtschaftsbereichen angekommen. Das führt zu einer steigenden Nachfrage bei IT-Dienstleistern und Software-Anbietern, die sich in diesen Zahlen niederschlägt", beschreibt BITKOM-Präsident Thorsten Dierks. Für den weltweiten IT-Markt sagt das Marktforschungsunternehmen Gartner in seinem am 13. Juli 2017 veröffentlichten Worldwide IT Spending Forecast-Update6 einen Anstieg der IT-Ausgaben in 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2,4% auf 3,5 Billionen Dollar voraus. Die wesentlichen Wachstumsbereiche sind nach Gartner die Segmente Unternehmenssoftware und IT-Services mit einem Anstieg um 7,6% auf 351 Milliarden Dollar (2016: 326 Milliarden Dollar) bzw. um 3,1% auf 922 Milliarden Dollar (2016: 894 Milliarden Dollar). 4
Vgl. Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2017 vom 12. April 2017 AusblickFür die USU Software AG erwartet der Vorstand, im laufenden Geschäftsjahr 2017 auf
Gesamtjahressicht den Wachstumstrend der Vorjahre erfolgreich fortzusetzen. Dabei
soll neben Impulsen aus dem deutschen Kernmarkt vor allem das Produktgeschäft im Ausland
sichtbar wachsen. Auf den Auslandsmärkten sollen die weitere Durchdringung des nordamerikanischen
Marktes in den USA und Kanada sowie der Ausbau der Aktivitäten in Zentraleuropa den
Wachstumspfad, vor allem im Lizenzgeschäft, prägen. Hierbei sollen sich die ab Ende
2016 getätigten und aktuell fortgeführten Auslandsinvestitionen in Marketing und Vertrieb
auch im zweiten Halbjahr 2017 positiv auswirken. Zudem wird die Anfang Mai 2017 akquirierte
französische EASYTRUST auch in den kommenden Quartalen einen anorganischen Wachstumsbeitrag
zum Konzernumsatz leisten. Der Ausbau des Produktgeschäftes, aus welchem die USU-Gruppe
Lizenz, Wartungs- sowie produktbezogene Beratungserlöse erzielt, soll sich vor allem
durch die Steigerung der Lizenzerlöse zugleich positiv auf das Ergebnis auswirken.
Aber auch das Servicegeschäft, mit dem USU produktunabhängige Beratungsumsätze aus
Individualprojekten generiert, soll weiter zulegen. Mit Blick auf die Entwicklung
des Auftragsbestands sowie den aktuellen Forecast bestätigt der Vorstand die Guidance
für die USU-Gruppe für das laufende Geschäftsjahr 2017. Diese sieht vor, den Konzernumsatz
auf EUR 86 - 91 Mio. (2016: EUR 72,1 Mio.) auszuweiten und zugleich das Bereinigte
EBIT auf EUR 10 - 11,5 Mio. (2016: EUR 9,6 Mio.) zu steigern. Gleichzeitig bekräftigt
der Vorstand die Mittelfristplanung 2020 der USU-Gruppe, welche das Erreichen von
EUR 140 Mio. Umsatz und den gleichzeitigen Ausbau des Bereinigten EBIT auf über EUR
20 Mio. vorsieht. 6
Vgl. Gartner-Pressemitteilung vom 13. Juli 2017, veröffentlicht unter www.gartner.com Im Fokus der strategischen Planung stehen dabei die drei etablierten Wachstumssäulen
der USU-Gruppe: der Ausbau der Internationalisierung, die Entwicklung und Markteinführung
neuer Produktinnovationen sowie anorganisches Wachstum durch Akquisitionen. Unter den vorgenannten Prämissen plant der Vorstand, die Anteilseigner der USU Software
AG auch für 2017 wie in den Vorjahren am operativen Unternehmenserfolg der Gesellschaft
maßgeblich zu beteiligen und insofern die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik im
Sinne einer nachhaltigen Kontinuität fortzuführen. Chancen- und RisikoberichtBezüglich der Chancen und Risiken der USU Software AG und des Gesamtkonzerns liegen
keine Veränderungen gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 vor. Wir verweisen
insofern auf den im Geschäftsbericht 2016 enthaltenen Chancen- und Risikobericht. USU-Aktien (ISIN DE000A0BVU28).Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse
unter der Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der International Security Identification
Number (Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN") DE000A0BVU28 notiert und dort
zum Handel im Regulierten Markt zugelassen. Nach einem äußerst positiven Auftaktquartal zeigten die Aktienmärkte auch im Berichtsquartal
Q2/2017 eine deutlich aufwärts gerichtete Entwicklung und verzeichneten dahingehend
großteils neue Rekordstände. Entsprechend verblieb zum Stichtag 30. Juni 2017 beim
Technology All Share im Vergleich zum Vergleichsstichtag des Vorquartals auf dem elektronischen
Handelsplatz XETRA ein Kurszuwachs von 6,6% auf 2.530,84 Punkte (31. März 2017: 2.373,25
Punkte), was einem Neuen Allzeithoch zu einem Quartalsstichtag entspricht. Der Deutsche
Aktienindex (DAX) erreichte im gleichen Zeitraum auf XETRA einen leichten Wertzuwachs
um 0,1% auf 12.325,12 Punkte (31. März 2017: 12.312,87 Punkte) und markierte damit
ebenfalls ein neues Allzeithoch zum Ende eines Quartals. Der Aktienkurs der USU Software AG stieg im zweiten Quartal 2017 deutlich überproportional
im Vergleich zu den Indizes und legte auf XETRA um 26,8% auf EUR 27,00 (31. März 2017:
EUR 21,30) zu, was einem neuen 10-Jaheshoch entspricht. Gegenüber dem Bilanzstichtag
31. Dezember 2016 verzeichnete die USU-Aktie (31. Dezember 2016: EUR 20,20) zugleich
einen Wertzuwachs um 33,7%, während der DAX (31. Dezember 2016: 11481,06 Punkte) um
7,4% anstieg und der Technology All Share (31. Dezember 2016: 2102,78 Punkte) um 20,4%
hinzugewinnen konnte. Möglingen, 30. August 2017 USU Software AG scroll
KONZERN-BILANZ (UNTESTIERT)AKTIVA
scroll
PASSIVAscroll
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (UNTESTIERT)scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (UNTESTIERT)
scroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (UNTESTIERT)
scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (UNTESTIERT)
scroll
scroll
KONZERANHANG (UNTESTIERT)
Grundsätze zur RechnungslegungDie USU Software AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik
Deutschland. Die Gesellschaft hat ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland,
und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, Abt. B, unter der Nummer 206442
eingetragen. Dieser Zwischenabschluss der USU Software AG steht im Einklang mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden
sind. Der Zwischenabschluss wurde nach IAS 34 (Interim Financial Reporting) erstellt. Es wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie beim
nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2016 abgeschlossene
Geschäftsjahr angewandt. Der vorliegende ungeprüfte 6-Monatsbericht 2017 ist daher
in Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss 2016 zu lesen. Dieser Zwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach Auffassung
des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der üblichen
Periodenabgrenzung. Im Rahmen der Aufstellung des Zwischenabschlusses gemäß den IFRS müssen zu einem gewissen
Grad Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte
und Schulden am Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode
betreffen. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Aus dem Ergebnis der Zwischenperioden kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis
geschlossen werden. Veränderung der Konzernorganisation(1) Erwerb der unitB technology GmbHAm 5. Januar 2017 hat die USU Software AG 100% der Geschäftsanteile der unitB technology
GmbH, Berlin ("unitB technology"), einer international ausgerichteten Full-Service
Agentur für digitale Kommunikation und IT, übernommen und erstmalig konsolidiert. Mit 35 Mitarbeitern erwirtschaftete unitB technology 2016 einen Umsatz von 4,0 Mio.
Euro bei einer operativen Ergebnismarge von 10 Prozent. Das Portfolio der unitB technology
reicht von digitaler Strategie-Beratung über Service- und UX-Design bis hin zur Realisierung
komplexer Webportale, Apps und Intranets. Die besondere Stärke liegt dabei in der
konsequenten Verbindung von Strategie, Kreativität und IT-Technologie. Mit dem Aufbau
moderner digitaler Lösungen schafft unitB technology die Grundlage für eine effektive
kundenzentrierte Online-Kommunikation und die Optimierung von digitalen Transformationsprozessen
ihrer Kunden. Große Unternehmen vor allem aus den Bereichen Banken- und Versicherungen
sowie Healthcare, z.B. die Volks- und Raiffeisenbanken, direct line, FIDUCIA & GAD
IT oder Bayer, setzen die Lösungen von unitB technology bereits erfolgreich ein. Mit
der digitalen Beratungs- und UX-Expertise und den modernen technischen Lösungen der
unitB technology ergänzt die USU ihr Angebot um wichtige Schlüsselkompetenzen. Über
die unitB technology GmbH wurde durch den Erwerb von 100% der Anteile Beherrschung
erlangt. Die unitB technology wird bei USU dem Segment "Servicegeschäft" zugeordnet. Der in bar zu entrichtende Kaufpreis beinhaltet einen fixen und einen variablen Kaufpreisanteil.
Der fixe Anteil beläuft sich auf TEUR 4.204. Der variable Anteil setzt sich aus zwei
Komponenten zusammen, die insgesamt maximal TEUR 900 betragen. Ein Bestandteil des
variablen Anteils ist dabei an die Weiterbeschäftigung der Verkäufer in der unitB
technology bis mindestens 31.12.2018 geknüpft ("Stay-Bonus"). Sofern beide Verkäufer
bis zu diesem Zeitpunkt in der unitB technology beschäftigt sind, ergibt sich ein
maximaler Stay-Bonus in Höhe von TEUR 400. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens
beider Verkäufer in diesem Zeitraum, reduziert sich der Stay-Bonus pro Jahr um TEUR
200. Der zweite Bestandteil des variablen Kaufpreisanteils ist an die Erreichung eines
EBIT-Ziels ("earn-out") für die Geschäftsjahre 2016, 2017 und 2018 der unitB technology
GmbH geknüpft und ist nicht gestaffelt. Sofern das EBIT-Ziel erreicht wird, ergibt
sich eine earn-out-Zahlung in Höhe von TEUR 500. Sofern das EBIT-Ziel nicht erreicht
wird, wird kein earn-out gezahlt. Auf Basis der Entwicklung der Gesellschaft bewertet
das Management die zukünftige Belastung in Höhe eines Erwartungswerts von TEUR 475,
was zu einem gesamten erwarteten Kaufpreis von TEUR 4.679 führt, von dem Anfang Januar
2017 bereits TEUR 3.254 zur Zahlung fällig waren. Die noch zu zahlenden Kaufpreisverbindlichkeiten sind bis Ende März 2019 fällig, u.a.
in Abhängigkeit vom erzielten EBIT der Geschäftsjahre 2016, 2017 und 2018. Die Kaufpreisaufteilung aus diesem Erwerb wurde inzwischen endgültig bestimmt. Nachfolgend
wird die Ermittlung des Geschäfts- oder Firmenwertes im Überblick dargestellt: scroll
Der Nettoabfluss von Zahlungsmitteln aus dem Erwerb errechnet sich aus dem Kaufpreis
von TEUR 4.679 abzüglich der erworbenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
von insgesamt TEUR 1.380 und beläuft sich auf TEUR 3.299. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen fällige Bruttobeträge in Höhe
von TEUR 1.263, wovon zum Erwerbszeitpunkt TEUR 0 als voraussichtlich uneinbringlich
eingeschätzt werden. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus den Fähigkeiten und der
fachlichen Begabung der Belegschaft der unitB technology sowie den erwarteten Synergien
aus der Eingliederung des Unternehmens in das bestehende Geschäft des Konzerns. Der
erfasste Geschäfts- oder Firmenwert ist nicht steuerlich abzugsfähig. Die im Rahmen der endgültigen Kaufpreisallokation zusätzlich identifizierten, steuerlich
nicht abzugsfähigen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.487 teilen sich
wie folgt auf: scroll
Die verwendete Bewertungstechnik zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes des immateriellen
Vermögenswerts "Kundenbeziehungen" war die Residualwertmethode. Diese berücksichtigt
den Barwert der erwarteten Netto-Cash-Flows, die die Kundenbeziehungen erzeugen, mit
Ausnahme aller Cash-Flows, die mit unterstützenden Vermögenswerten verbunden sind. Die verwendete Bewertungstechnik zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes des immateriellen
Vermögenswerts "Vorteilhafter Vertrag" war die Methode der unmittelbaren Cash-Flow-Prognose.
Bei dieser wird der (direkte) Zahlungsmittelzufluss eines Investitionsobjektes , der
sich aus der operativen Nutzung ergibt, dem operativen Zahlungsmittelabfluss gegenübergestellt,
der sich für das Investitionsobjekt in der jeweiligen Periode ergibt. Auf diese Weise
können konkrete Zahlungsströme von Investitionsobjekten, die sich beispielsweise aus
Verträgen ergeben, mit marktüblichen Zahlungsströmen verglichen und die Differenzen
bewertet werden. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der unitB technology sind Rechtsberatungs- und Due
Dilligence-Kosten in Höhe von TEUR 248, von denen TEUR 85 bereits im Vorjahr verbucht
und bezahlt wurden. Sie wurden von der übertragenen Gegenleistung ausgenommen, als
Aufwand des Geschäftsjahres erfasst und innerhalb der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen
in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. (2) Erwerb der EASYTRUST SASAm 4. Mai 2017 hat die Gesellschaft 100% der Anteile an der EASYTRUST SAS, La Garenne
Colombes, Frankreich, ("EASYTRUST") erworben. Mit dem Kauf von EASYTRUST erweitert
die USU-Gruppe ihre Wertschöpfungstiefe im IT Management und ihre internationale Präsenz
im wichtigen französischen Markt. Die Easytrust SAS wurde mit dem Ziel erworben, die
bestehende Marktposition im Oracle Software Asset Management-Markt zu stärken und
durch die Bündelung der Aktivitäten mit der Aspera GmbH entsprechende Synergien bei
beiden Gesellschaften zu heben und letztendlich ein umfangreiches Lösungs-Portfolio
aus einer Hand anzubieten. Über die EASYTRUST wurde durch den Erwerb von 100% der
Anteile Beherrschung erlangt. EASYTRUST ist ein hochspezialisierter Software-Hersteller im Bereich der automatischen
Erkennung und Analyse von Hard- und Software in komplexen Infrastrukturen. Die Lösungen
von EASYTRUST gewährleisten, dass jederzeit aktuelle, vollständige und nachvollziehbare
Informationen über die IT-Landschaft bereit stehen. Schwerpunkte sind die Erkennung
von Soft- und Hardware im Umfeld großer Rechenzentren. Darüber hinaus bietet EASYTRUST
FOR ORACLE eine automatische, vom Hersteller verifizierte Vermessung und Optimierung
von Oracle-Produkten. Damit liefert EASYTRUST wichtige Daten für das Lizenzmanagement
der USU-Tochter Aspera, die damit ihre Marktposition als weltweit einziger One-Stop
Full-Service Provider für Lizenzmanagement untermauert. EASYTRUST wurde im Jahr 2010 gegründet und beschäftigt aktuell 31 Mitarbeiter. Zum
namhaften Kundenkreis gehören Unternehmen wie YVES ROCHER, SAFRAN oder CANAL+. Im
Geschäftsjahr 2016 konnte EASYTRUST den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um etwa 30 %
auf über 4,0 Millionen Euro steigern. Laut Kaufvertrag wurde der vollständige Kaufpreis i.H.v. TEUR 4.750 unmittelbar und
in voller Höhe auf das Konto des Verkäufers überweisen. Es existieren somit keine
bedingten Kaufpreisbestandteile. Die anschaffungsbezogenen Kosten für Berater und Rechtsanwälte beliefen sich auf TEUR
165. Sie wurden von der übertragenen Gegenleistung ausgenommen, als Aufwand des Geschäftsjahres
erfasst und innerhalb der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung
ausgewiesen. Die Kaufpreisaufteilung aus diesem Erwerb konnte aus zeitlichen Gründen noch nicht
endgültig vorgenommen werden und soll im Laufe des Jahres 2017 endgültig bestimmt
werden. Der vorläufige Unterschiedsbetrag, der aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis
und den vorläufigen Zeitwerten der bislang identifizierten erworbenen Vermögenswerte
und Schulden resultiert, beträgt TEUR 4.710 und wird als Geschäfts- oder Firmenwert
ausgewiesen. Nachfolgend wird die Ermittlung des vorläufigen Geschäfts- oder Firmenwertes im Überblick
dargestellt: scroll
Der Nettoabfluss von Zahlungsmitteln aus dem Erwerb errechnet sich aus dem Kaufpreis
von TEUR 4.750 abzüglich der erworbenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
von insgesamt TEUR 344 und beläuft sich auf TEUR 4.406. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen fällige Bruttobeträge in Höhe
von TEUR 482, wovon zum Erwerbszeitpunkt TEUR 0 als voraussichtlich uneinbringlich
eingeschätzt werden. Aus dem Erwerb der Easytrust SAS ist ein Geschäfts- oder Firmenwert entstanden, weil
die gezahlte Gegenleistung Beträge für die Vorteile aus den erwarteten Synergien,
Umsatzwachstum, künftige Entwicklungen und bestehende Arbeitskräfte enthält. Die Vorteile
werden nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Die Höhe des Geschäfts-
oder Firmenwertes ist gleichzeitig durch das erworbene negative Nettovermögen geprägt. Der erworbene Geschäfts- oder Firmenzweck ist nicht für Steuerzwecke abzugsfähig. Die im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation zusätzlich identifizierten, steuerlich
nicht abzugsfähigen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 2.953 teilen sich
wie folgt auf: scroll
Zur Bewertung der Immateriellen Vermögenswerte "Kundenbeziehungen" und "Auftragsbestand"
wurde die Residualwertmethode angewendet. Für "Software" wurde die Lizenzpreisanalogiemethode
angewendet. FinanzinstrumenteIn der nachfolgenden Tabelle sind die Buch- und beizulegenden Zeitwerte (Fair Value)
der Finanzinstrumente des Konzerns dargestellt: scroll
scroll
Gemäß IFRS 13 ist der Fair Value als Preis definiert, den man im Zuge eines geordneten
Geschäftsvorfalls unter Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag beim Verkauf eines
Vermögenswerts erhalten würde oder bei Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Dabei
ist eine Fair Value-Hierarchie mit drei Bewertungsstufen zu unterscheiden, welche
sich danach richten, ob der Fair Value von Finanzinstrumenten auf Grundlage von veröffentlichen
Marktpreisen (Stufe 1), auf Basis von Ableitungen aus veröffentlichten Marktpreisen
(Stufe 2) oder nicht beobachtbaren Parametern (Stufe 3) ermittelt worden ist. Die
USU Software AG verfügt abgesehen von den Kaufpreisverbindlichkeiten (Stufe 3), derzeit
über keine weiteren Finanzinstrumente der Stufe 2 oder 3. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse nach Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
SegmentberichterstattungNach IFRS 8 ist USU in den zwei Geschäftsfeldern "Produktgeschäft" und "Servicegeschäft"
tätig, die im Wesentlichen die Risiken und die Eigenkapitalverzinsung des Konzerns
beeinflussen. Die Aufgliederung verschiedener Kenngrößen nach den Geschäftsfeldern
entsprechend IFRS 8 ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt: scroll
scroll
Außerhalb Deutschlands erzielte die USU-Gruppe in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2017 insgesamt 28,5% (Q1-Q2/2016: 27,8%) bzw. TEUR 11.063 (Q1-Q2/2016: TEUR 9.447)
der konsolidierten Umsätze. Diese Angaben beziehen sich auf den Sitz des Kunden. Demgegenüber
wurden weniger als 10% der konsolidierten Vermögenswerte außerhalb Deutschlands geführt.
Gleichzeitig beliefen sich die außerhalb Deutschlands getätigten Investitionen auf
weniger als 10% der konsolidierten Gesamtinvestitionen. Auf weitergehende Angaben
der geographischen Daten wurde daher aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Aktien der Organe der USU Software AGFolgender Bestand an Aktien der USU Software AG von Organmitgliedern der Gesellschaft
wurde zum 30. Juni 2017 festgestellt: scroll
Zusätzlich werden über die " Wissen ist Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer
dieser Stiftung 32.000 (2016:32.000) Stimmrechte an der USU Software AG gemäß § 22
Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software AG werden von den Organmitgliedern
nicht gehalten. Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenAls nahe stehende Personen ("Related Parties") gelten gemäß IAS 24 Personen oder Unternehmen,
die grundsätzlich die Gruppe beherrschen bzw. maßgeblichen Einfluss nehmen können
oder auf die die Gruppe maßgeblichen Einfluss ausüben kann, einschließlich der Geschäftsleitung
und des Aufsichtsrates. Als nahe stehende Personen gelten dabei nicht Unternehmen,
die bereits im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogen
sind. Hinsichtlich der geschäftlichen Beziehungen zwischen der USU Software AG und dem Aufsichtsratsvorsitzenden
und Mehrheitsaktionär Herrn Udo Strehl und seiner Ehefrau haben sich gegenüber den
Angaben im Konzernanhang des Geschäftsjahres 2016 keine wesentlichen Änderungen ergeben.
Entsprechend verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang der USU Software AG für
das am 31. Dezember 2016 abgeschlossene Geschäftsjahr. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäfts-Ergebnisses
und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Möglingen, 30. August 2017 USU Software AG scroll
FINANZKALENDER 201706. September 2017Investoren- und Analystenkonferenz 08.-10. September 201713. IR-Fahrt 2017, Rüttnauer Research 23. November 2017Veröffentlichung 9-Monatsbericht 2017 27.-29. November 2017Investoren- und Analystenkonferenz im |
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