![]() USU Software AGMöglingen9-Monatsbericht 2017USU AUF EINEN BLICK
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USU Software AG Spitalhof D-71696 Möglingen Tel. +49.7141.4867-0 Fax +49.7141.4867-200 www.usu-software.de Investor Relations Falk Sorge & Dr. Thomas Gerick Tel. +49.7141.4867-351 / 440 Fax +49.7141.4867-108 investor@usu-software.de BRIEF AN DIE AKTIONÄRE
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Leserinnen und Leser, verschiedene Effekte haben die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres negativ
beeinflusst und im Zusammenspiel zu einem deutlich rückläufigen Ergebnis geführt.
So gab es einerseits eine kurzfristige Entscheidung mehrerer Kunden, die sich ursprünglich
für eine on premise-Installation mit entsprechendem Lizenzkauf entschieden hatten,
letztlich aber die Software-as-a-Service-("SaaS")-Lösung beauftragten, was zwar mittelfristig
positiv für die USU-Gruppe ist, im Berichtsjahr aber zu einer deutlichen Umsatzlücke
führt. Parallel dazu wurden die Investitionen in die Auslandsmärkte gezielt auf hohem
Niveau gehalten. Ungeachtet dieser Einflüsse auf das Konzernergebnis hat der Vorstand der USU Software
AG den konzernweiten Personalausbau mit Blick auf die mittelfristige Entwicklung der
USU-Gruppe weiter vorangetrieben, was eine entsprechende Kostensteigerung zur Folge
hatte. In Summe und unter Berücksichtigung negativer Wechselkurseffekte blieb die
Geschäftsentwicklung der USU-Gruppe damit deutlich unter den eigenen Erwartungen zurück,
was sich auf die Gesamtplanung für das laufende Geschäftsjahr 2017 auswirkt und entsprechend
eine Reduzierung der Planung zur Folge hat. Unter Berücksichtigung der aufgeführten
Effekte hat der Vorstand der USU Software AG die Planung für das laufende Geschäftsjahr
reduziert und zugleich die Mittelfristplanung um ein Jahr auf 2021 verschoben. Die
strategisch notwendigen Investitionen in die Auslandsmärkte wie die Übernahme der
EASYTRUST, welche Aufwände in die Produktintegration und Marktentwicklung nach sich
zieht, wie auch der Personalausbau im Gesamtkonzern sind für die zukünftige Entwicklung
der USU-Gruppe von hoher Bedeutung. Eine Verzögerung des daraus resultierenden Wachstums
wird uns zwar im laufenden Jahr belasten, aber mittelfristig zu Gute kommen. Die erfolgreiche
40jährige Unternehmenshistorie zeigt, dass sich solche Investitionsphasen in den Folgeperioden
positiv auswirken, wovon wir auch jetzt fest ausgehen. Ihr Bernhard Oberschmidt, Vorstandsvorsitzender der USU Software AG KONZERNLAGEBERICHT (UNTESTIERT)
Grundlagen der USU Software AG und des KonzernsDie USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist als Konzernmuttergesellschaft direkt
oder indirekt an den folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt: Aspera GmbH,
Aachen, Deutschland; Aspera Technologies Inc., Boston, USA; B.I.G. Social Media GmbH,
Berlin, Deutschland; EASYTRUST SAS, Les Garenne Colombes, Frankreich, LeuTek GmbH,
Leinfelden-Echterdingen, Deutschland; Omega Software GmbH, Obersulm, Deutschland;
USU AG, Möglingen, Deutschland; unitB technology GmbH, Berlin, Deutschland, USU Austria
GmbH, Wien, Österreich; USU (Schweiz) AG, Zug, Schweiz; USU Software s.r.o., Brno,
Tschechische Republik. Zudem bestehen Beteiligungen der USU Software AG an der Openshop
Internet Software GmbH, Möglingen, Deutschland, und der USU Consulting GmbH, Sursee,
Schweiz, welche nicht mehr operativ tätig sind. Die USU Software AG und ihre TochtergesellschaftenAm 5. Januar 2017 hat die USU Software AG 100% der Geschäftsanteile der unitB technology
GmbH, Berlin ("unitB technology"), einer international ausgerichteten Full-Service
Agentur für digitale Kommunikation und IT, übernommen. Hinsichtlich weiterführender Informationen zur Übernahme der unitB technology wird
auf die Ausführungen im Konzernanhang dieses 9-Monatsberichts 2017 unter dem Punkt
Veränderung der Konzernorganisation verwiesen. Am 4. Mai 2017 hat die Gesellschaft sämtliche Anteilsscheine der EASYTRUST SAS, La
Garenne Colombes, Frankreich, ("EASYTRUST") übernommen. Mit dem Kauf von EASYTRUST
erweitert die USU-Gruppe ihre Wertschöpfungstiefe im IT Management und ihre internationale
Präsenz im wichtigen französischen Markt. EASYTRUST ist ein hochspezialisierter Software-Hersteller im Bereich der automatischen
Erkennung und Analyse von Hard- und Software in komplexen Infrastrukturen und dem
Software-Lizenzmanagement von Oracle-Produkten Hinsichtlich weiterführender Informationen
zur Übernahme von EASTRUST wird auf die Ausführungen im Konzernanhang dieses 9-Monatsberichts
2017 unter dem Punkt Veränderung der Konzernorganisation verwiesen. Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und SteuerungssystemDie USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "USU-Gruppe"
oder "USU" genannt) entwickeln und vertreiben Softwarelösungen für wissensbasiertes
Servicemanagement. USU ist der größte europäische Anbieter für IT- und Knowledge-Management-Software. Der Kompetenzbereich IT Management unterstützt Unternehmen mit umfassenden ITIL®-konformen
Lösungen für das strategische und operative IT- & Enterprise Servicemanagement. Kunden
erhalten mit USU-Lösungen eine Gesamtsicht auf ihre IT-Prozesse sowie ihre IT-Infrastruktur
und sind in der Lage, Services transparent zu planen, zu verrechnen, zu überwachen
und aktiv zu steuern. Im Bereich Software-Lizenzmanagement gehört USU dabei zu den
führenden Herstellern weltweit. Mit intelligenten Lösungen und ihrer Expertise im Kompetenzfeld Digital Interaction
treibt USU die Digitalisierung von Geschäftsprozessen voran. Durch Standard-Software
und Beratungsleistungen werden Service-Abläufe automatisiert und Wissen aktiv für
alle Kommunikations-Kanäle und Kundenkontaktpunkte in Vertrieb, Marketing und Kundenservice
bereitgestellt. Das Portfolio in diesem Bereich wird durch Software für Industrial
Big Data sowie das Service-Segment mit Systemintegration und individuellen Anwendungen
komplettiert. Über 800 USU-Kunden aus allen Teilen der internationalen Wirtschaft schaffen mit USU-Lösungen
Transparenz, sind agiler, sparen Kosten und senken ihre Risiken, beispielsweise Allianz,
Baloise Group, BOSCH, BMW, Daimler, Deutsche Telekom, Evonik, Heidelberger Druckmaschinen,
Jacobs Engineering, Jungheinrich, Poste Italiane, Texas Instruments, VW, W&W oder
ZDF. Die USU Software AG hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren beim Konzernumsatz
jeweils über dem Durchschnitt des IT-Marktes zu wachsen und zugleich die Profitabilität
weiter auszubauen. Im Vordergrund steht dabei, durch Innovationen und die Verbreiterung
der internationalen Marktpräsenz organisch zu wachsen, wobei anorganisches Wachstum
in Form von Akquisitionen und Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der Unternehmensstrategie
ist. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand, unter Berücksichtigung der Akquisitionen
der unitB technology und EASYTRUST sowie unter Einbeziehung der jüngsten operativen
Entwicklungen die konzernweiten Umsatzerlöse auf EUR 83 -86 Mio. auszuweiten und zugleich
das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT") auf EUR 6-8 Mio.
zu steigern. Die adjustierte Mittelfristplanung sieht für das Jahr 2021 vor, den Konzernumsatz
auf EUR 140 Mio. zu steigern und gleichzeitig das Bereinigte EBIT auf EUR 20 Mio.
auszubauen. Da das Konzernergebnis der USU-Gruppe nach IFRS durch verschiedene Sondereffekte beeinflusst
wurde und wird, welche eine Vergleichbarkeit der Ertragskraft von USU über die Geschäftsjahre
hinweg erschweren, hat die Gesellschaft zu Informationszwecken zusätzlich ein Bereinigtes
Konzernergebnis ermittelt. Dieses stellt das um die Abschreibungen auf im Rahmen von
Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte sowie zusätzlicher
akquisitionsbedingter Sonderfaktoren bereinigte Konzernergebnis inklusive der damit
verbundenen Steuereffekte dar. Auf Basis dieses Bereinigten Konzernergebnisses weist
die USU Software AG unter Berücksichtigung der durchschnittlich im Umlauf befindlichen
Stückaktien ferner ein Bereinigtes Ergebnis pro Aktie aus. Des Weiteren wird ein Bereinigtes
EBIT, welches als maßgebliche Planungs- und Steuerungsgröße fungiert, ausgewiesen.
Sowohl das Bereinigte Konzernergebnis und das Bereinigte EBIT als auch das Bereinigte
Ergebnis pro Aktie stellen keine IFRS-bezogenen Kennzahlen dar. Forschung und EntwicklungInnovationen sind für die USU-Gruppe einer der zentralen Wachstumstreiber. Entsprechend
investiert die Gesellschaft seit Jahren überdurchschnittlich viel in Forschung & Entwicklung
(F&E), in den ersten neun Monaten 2017 insgesamt TEUR 9.956 (Q1-Q3/2016: TEUR 8.321)
bzw. 16,9% (Q1-Q3/2016: 16,2%) des Konzernumsatzes. Die Zahl der angestellten Mitarbeiter
in diesem Bereich betrug zum 30. September 2017 189 (30. September 2016: 148). Die
F&E-Aufwände der USU-Gruppe werden nicht aktiviert, sondern fließen direkt ins Ergebnis
ein. Im Geschäftsfeld Valuemation erfolgte zum Ende des 2. Quartals die Fertigstellung
der gleichnamigen IT Service Management-Suite in der Version 5.0. Die neue Version
punktet insbesondere durch das ergonomische Oberflächen-Design sowie die Optimierung
der prozessorientierten Anwenderführung und wurde an erste Kunden ausgeliefert. Auch
die Portierung von Valuemation 5.0 auf MS SQL Server konnte realisiert werden, ebenso
die mobile Version von Valuemation in der Version 3.0. Zugleich begann das Entwicklungsteam
mit der Umsetzung neuer Funktionalitäten für die nächste Version von Valuemation,
u.a. eine Verbesserung der Benutzerverwaltung im Web oder die Überwachung der Performance.
Ferner konnte im Betrachtungszeitraum Valuemation Analytics 4.3 für die Analyse und
Überwachung sämtlicher IT-Prozesse fertiggestellt werden. Im Segment Business Service Monitoring und Alarm-Management erfolgte die Freigabe
der neuen ZIS-Version. Neben der klassischen Infrastruktur wie Server, Datenbanken
und Netzwerke bietet das System nun auch den transparenten und konsolidierten Überblick
über die gesamte Cloud-Infrastruktur. Der neue ZIS-Cloud-Connector erlaubt es, Private-,
Public- und Hybrid-Clouds der jeweiligen Anbieter effektiv zu überwachen. Die Schnittstellen
zu den Marktführern Amazon WebServices, Windows Azure und Google Cloud Platform wurden
bereits erstellt, weitere Konnektoren folgen sukzessive. Im Geschäftsfeld Software-Lizenzmanagement konnte das neue Release der Aspera-Software
SmartTrack ausgeliefert werden. Beispielsweise ist nun der Import von Simulations-Tabellen
möglich, so dass Vergleiche zwischen unterschiedlichen Szenarien leicht durchführbar
sind. Des Weiteren erlauben zwei neue Konnektoren zu Lansweeper und Symantec Altiris
den Import weiterer Systeme und Software-Rohdaten. Die Lösung License Control for
SAP liegt ebenfalls in neuer Version vor und optimiert mit einer intuitiven Bedienoberfläche
vor allem die indirekte Nutzung auf SAP zugreifender Systeme. Im Kompetenzbereich KCenter konnte die neue Knowledge Center-Version im Oktober 2017
fertiggestellt werden. Sie bietet neben Verbesserungen bei den Redaktionsfunktionen
eine einfachere Bearbeitung großer Dokumentenmengen. Außerdem erfolgte die Freigabe
eines neuen Releases von Knowledge First. Die Lösung für Web-Self-Service verfügt
über eine deutlich verbesserte Integrationsfähigkeit, insbesondere bei so genannten
One Page-Seiten. Neu ist die Lösung Knowledge Bot, die Ende September 2017 vorgestellt
wurde und als intelligente Service- und FAQ-Bot-Anwendung bestimmte Inhalte für die
Kundenkommunikation automatisiert verfügbar macht. Service-Bots stehen auch im Mittelpunkt der F&E-Aktivitäten der BIG Social Media.
Die neue Generation der Bot-Lösungen verfügt über eine bessere Antworterkennung durch
ein Natural Language Processing-Verfahren. Des Weiteren werden weitere Plattformen
bzw. Kanäle für Chatbots unterstützt, z.B. Facebook oder LinkedIn. Im Bereich Katana, der sich auf das Wachstumsthema Industrial Big Data konzentriert
und als jüngstes Geschäftsfeld aus dem Forschungssegment hervorgegangen ist, wurde
die Entwicklung eines MVP (Minimal Viable Product) vorangetrieben. gearbeitet. Die
vorhandene Lösung konnte bisher "on demand" beim Kunden oder als ASP-Modell in einer
"Private Cloud" als Service angeboten werden. Die Umsetzung als echtes SaaS soll vor
allem kleinere Kunden mit kostengünstigen und standardisierten Lösungen ansprechen.
Des Weiteren befindet sich mit Katana Flow eine Anwendung für die grafische Programmierung
von Data Pipelines im Beta-Status der Entwicklung. Im dritten Quartal startete auch das Forschungs-Projekt SmartMMI, gefördert durch
das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, bei dem es um die Verarbeitung
von Geodaten geht. USU bringt ihre Expertise im Bereich Datenanalyse ein, um aus Verkehrsdaten
des ÖPNVs Anschlussdispositionen ableiten zu können. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche EntwicklungDie deutsche Wirtschaft ist nach Informationen des Statistischen Bundesamtes ("Destatis")1 von Mitte November 2017 im dritten Quartal 2017 kräftig gewachsen. So war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Berichtsquartal Q3/2017 gemäß einer Schnellschätzung von destatis - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,8% höher als im Vorquartal. Positive Impulse kamen laut destatis im Vorquartalsvergleich unter anderem vom Außenhandel: Die Exporte legten im dritten Quartal 2017 stärker zu als die Importe. Dadurch hatte der Außenbeitrag (Exporte minus Importe) im Vorquartalsvergleich rein rechnerisch einen positiven Effekt auf das BIP. Während die staatlichen und privaten Konsumausgaben in etwa auf dem Niveau des Vorquartals lagen, trugen die Bruttoanlageinvestitionen positiv zum Wirtschaftswachstum bei. Auch im Vorjahresvergleich hat das Wirtschaftswachstum zugelegt: Das preisbereinigte BIP stieg im dritten Quartal 2017 um 2,3 % bzw. kalenderbereinigt um 2,8% gegenüber dem Vorjahr. Auch der Euroraum verzeichnete gemäß einer vorläufigen Schnellschätzung des statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat)2 im dritten Quartal des laufenden Jahres 2017 einen starken BIP-Zuwachs von 0,6% gegenüber dem Vorquartal. Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres Q3/2016 ist das saisonbereinigte BIP des Euroraumes im dritten Quartal 2017 um 2,3% gestiegen. Branchenbezogene EntwicklungDie Hightech-Branche in Deutschland entwickelt sich nach Untersuchungen des Branchenverbandes Informationswirtschaft, Telekomunikation und neue Medien e.V. ("BITKOM")3 ebenfalls positiv. Acht von zehn Unternehmen (82%) rechnen für das zweite Halbjahr 2017 mit steigenden Umsätzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Lediglich 7 % gehen von einem Umsatzrückgang aus. Das zeigt die letzte Konjunkturumfrage des Digitalverbands BITKOM. Damit liegt der BITKOM-Index bei 76. Das ist der zweithöchste Wert seit der erstmaligen Erhebung 2001. "Die positiven Geschäftserwartungen spiegeln die weiterhin gute allgemeine wirtschaftliche Lage wider. In der Bitkom-Branche ist die Stimmung sogar noch besser als in der Gesamtwirtschaft", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. 1
Vgl. destatis-Pressemitteilung 404 vom 14. November 2017, veröffentlicht unter https://www.destatis.de Geschäftsentwicklung 3. Quartal 2017Im Berichtsquartal Q3/2017 entschieden sich mehrere, vorrangig ausländische Kunden
der USU-Gruppe kurzfristig für die Software-as-a-Service ("SaaS")-Lösung anstatt des
Kaufs einer Einzellizenz mit zugehöriger Wartung (On premise), was zur Folge hatte,
dass die USU Software AG im dritten Quartal 2017 konzernweit weniger Lizenzumsatz
erzielte, als geplant. Da die SaaS-Verträge in der Regel eine mehrjährige Laufzeit
aufweisen, wird USU mittelfristig von dieser Entwicklung zwar profitieren, musste
aber im Berichtsquartal zunächst eine Umsatzlücke verbuchen. Ungeachtet dessen verzeichnete die USU-Gruppe im dritten Quartal 2017 einen Umsatzanstieg
um 15,4 % auf TEUR 20.037 (Q3/2016: TEUR 17.362). Vor allem bedingt durch ein starkes
Inlandsgeschäft steigerte die USU-Gruppe im Berichtsquartal die Lizenzerlöse um 32,9%
auf TEUR 3.320 (Q3/2016: TEUR 2.499). Zugleich steigerte die USU-Gruppe im Betrachtungszeitraum
Q3/2017 das Wartungsgeschäft inklusive der SaaS-Umsätze um 11,4% gegenüber dem dritten
Quartal 2016 auf nunmehr TEUR 5.599 (Q3/2016: TEUR 5.024). Das Beratungsgeschäft legte
im gleichen Zeitraum um 14,7% im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 10.970 (Q3/2016: TEUR
9.567) zu. Durch das verhaltene Auslandsgeschäft erhöhte sich der Segmentumsatz des Segmentes
"Produktgeschäft" im Vorjahresvergleich vergleichsweise unterdurchschnittlich um 13,7%
auf TEUR 15.199 (Q3/2016: TEUR 13.370). Dagegen steigerte das Segment "Servicegeschäft"
die Umsatzerlöse durch eine anhaltend hohe Auslastung der Berater sowie die neue Konzerntochter
unitB technology im dritten Quartal 2017 um 18,3% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 4.663
(Q3/2016: TEUR 3.943). Der Anteil des Produktgeschäftes am Konzernumsatz der USU-Gruppe
blieb folgerichtig mit 75,9% (Q3/2016: 77,0%) leicht unterhalb dem des Vorjahres. Da insbesondere die Marktentwicklung in Frankreich und England länger dauert als avisiert,
hat sich der Vorstand der USU Software AG dazu entschlossen, die Auslandsinvestitionen,
unter anderem in den französischen Markt und dahingehend die jüngst akquirierte EASYTRUST
SAS, die zwischenzeitlich in USU SAS umbenannt wurde, auszuweiten. In diesem Zuge
sowie aufgrund des zielgerichteten Ausbaus der Konzernbelegschaft erhöhte sich die
Kostenbasis des USU-Konzerns in Verbindung mit den Kosten der neuen Konzerntöchter
im Berichtsquartal um 24,0% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 19.410 (Q3/2016: TEUR 15.297). Unter Einbeziehung von negativen Wechselkurseffekten aufgrund des schwachen US-Dollars
verzeichnete die USU-Gruppe im dritten Quartal 2017 insgesamt einen deutlichen Ergebnisrückgang
gegenüber dem Vorjahr. So blieb das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
("EBITDA") im Berichtsquartal Q3/2017 mit TEUR 991 (Q3/2016: TEUR 2.410) um 58,9%
hinter dem Vergleichswert des Vorjahres zurück. Zugleich sank das Ergebnis vor Zinsen
und Steuern ("EBIT") von TEUR 1.811 im dritten Quartal 2016 auf nunmehr TEUR 274,
was einer Reduzierung um 84,9% entspricht. Der Konzernüberschuss der USU-Gruppe nach
IFRS fiel von TEUR 1.661 im Vorjahresquartal auf TEUR 20 im Berichtsquartal Q3/2017.
Dies entspricht einem Ergebnis pro Aktie von EUR 0,00 (Q3/2016: EUR 0,16). Auch das um akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und
Steuern ("Bereinigtes EBIT") ging im dritten Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahr deutlich
um 61,0% auf TEUR 785 (Q3/2016: TEUR 2.014) zurück. Das Bereinigte Konzernergebnis
sank um 73,1% auf TEUR 479 (Q3/2016: TEUR 1.778). Das entspricht einem Rückgang des
Bereinigten Ergebnisses je Aktie von EUR 0,13 im dritten Quartal 2016 auf EUR 0,05
im Berichtsquartal. Geschäftsentwicklung für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2017Umsatz- und KostenentwicklungKonzernumsatzAuf Sicht der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2017 steigerte die USU Software
AG den Konzernumsatz nach IFRS um 14,6% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 58.908 (Q1-Q3/2016:
TEUR 51.393). Dieser Anstieg resultierte insbesondere von einem starken Inlandsgeschäft,
welches um 15,3% auf TEUR 42.688 (Q1-Q3/2016: TEUR 37.024) zulegte. Der Auslandsumsatz
stieg auf Neunmonatssicht trotz der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr vergleichsweise
unterdurchschnittlich um 12,9% auf TEUR 16.220 (Q1-Q3/2016: TEUR 14.369). Entsprechend
sank der Anteil des Auslandsgeschäftes am Konzernumsatz leicht von 28,0% im Vorjahr
auf 27,5% in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2017. Aufgrund
der gezielten Auslandsinvestitionen und mit Blick auf die Ausweitung des SaaS-Geschäftes
erwartet der Vorstand, mittelfristig den Auslandsanteil am Gesamtumsatz wieder über
die 30%-Marke auszubauen. Das Geschäft mit Softwarelizenzen baute USU in den ersten drei Quartalen 2017, ungeachtet
der teilweisen Verschiebung im Richtung SaaS-Geschäft um 14,9% gegenüber dem Vorjahr
auf TEUR 9.112 (Q1-Q3/2016: TEUR 7.927) aus. Zugleich erhöhte sich das Wartungsgeschäft
infolge der gesteigerten SaaS-Erlöse auf TEUR 16.307 (Q1-Q3/2016: TEUR 14.400). Dies
entspricht einer Steigerung um 13,2% gegenüber dem Vorjahr. Das Beratungsgeschäft wuchs auf Neunmonatssicht überproportional um insgesamt 15,4
% gegenüber den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 auf nunmehr TEUR 32.705
(Q1-Q3/2016: TEUR 28.330). Die sonstigen Erlöse, welche im Wesentlichen projektbezogene
Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich
im Betrachtungszeitraum auf insgesamt TEUR 784 (Q1-Q3/2016: TEUR 736). Umsatz nach GeschäftsfeldernDas Leistungsspektrum des Geschäftsfeldes "Produktgeschäft" umfasst sämtliche Aktivitäten
rund um die USU-Produktpalette im Markt für IT Management-Lösungen, zu dem auch die
jüngst akquirierte EASYTRUST aus Frankreich zugerechnet wird, im Knowledge Management-Markt
sowie dem aus dem Forschungsbereich hervorgegangenen neuen Geschäftsbereich für Big
Data Analytics, Katana. Das Geschäftsfeld "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen
im Rahmen von IT-Projekten, individuelle Anwendungsentwicklung sowie im Zuge der Übernahme
der unitB technology auch digitale Strategie-Beratung, Service- und UX-Design sowie
Webportale, Apps und Intranets. Das Segment "Produktgeschäft" steuerte in den ersten neun Monaten 2017 Umsatzerlöse
in Höhe von TEUR 44.555 (Q1-Q3/2016: TEUR 39.946) zum Konzernumsatz bei, was einem
Anstieg um 11,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht, der sowohl aus der organischen
Umsatzsteigerung, als auch der Übernahme der französischen EASYTRUST SAS resultiert.
Im gleichen Zeitraum baute die USU-Gruppe den beratungsbezogenen Umsatz des Segments
"Servicegeschäft" um 25,3% auf TEUR 14.131 (Q1-Q3/2016: TEUR 11.277) aus. Neben der
organischen Geschäftsausweitung trug hierzu die Anfang Januar 2017 übernommene unitB
technology bei. Die nicht den Segmenten zugeordneten Umsätze summierten sich im in
den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 auf TEUR 222 (Q1-Q3/2016: TEUR 170). Operative KostenDie operative Kostenbasis der USU-Gruppe erhöhte sich im ersten Halbjahr 2017 im Vorjahresvergleich
um 22,5% auf TEUR 37.826 (Q1-Q3/2016: TEUR 30.873). Dieser Zuwachs spiegelt zum einen die erhöhten Auslandsinvestitionen in Marketing
und Vertrieb sowie Entwicklung wider, die USU gezielt zum nachhaltigen Ausbau des
Auslandsgeschäftes tätigt, zum anderen sind erstmals die Kosten der im Berichtszeitraum
akquirierten unitB technology und EASYTRUST in den Konzernkosten der USU-Gruppe enthalten. Zudem resultiert der Kostenanstieg aus höheren Personalaufwendungen infolge des strategischen
Ausbaus der Konzernbelegschaft für die erfolgreiche Umsetzung des mittelfristigen
Wachstumsziels. Die Herstellungskosten des Umsatzes stiegen im Berichtszeitraum um 16,1% gegenüber
dem Vorjahr auf TEUR 27.513 (Q1-Q3/2016: TEUR 23.695). Dieser Anstieg resultiert primär
aus der Erhöhung der angestellten Beratermannschaft um 21,1% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
auf 298 (30. September 2016: 246) Mitarbeiter zum 30. September 2017. Die auf den
Konzernumsatz bezogene Herstellkostenquote stieg zugleich von 46,1% im 9-Monatszeitraum
2016 auf nunmehr 46,7%. Das Bruttoergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum auf TEUR
31.395 (Q1-Q3/2016: TEUR 27.698), was einer Bruttomarge von 53,3% (Q1-Q3/2016: 53,9%)
entspricht. Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen erhöhte USU in den ersten neun Monaten des
Geschäftsjahres 2017 zielgerichtet überproportional zur Forcierung der Auslandsaktivitäten
um 35,7% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 12.902 (Q1-Q3/2016: TEUR 9.505). In diesem
Zusammenhang baute USU unter anderem die Vertriebsmannschaft für den US-amerikanischen
und den kanadischen Markt aus und verstärkte die Marketingaktivitäten in diesen Märkten
wie auch in Frankreich und England. Die umsatzbezogene Kostenquote für den Bereich
Marketing und Vertrieb erhöhte sich entsprechend von 18,5% im Vorjahr auf nunmehr
21,9%. Rechtsberatungs- und Due Dilligence- sowie sonstige Anschaffungsnebenkosten im Zuge
der Übernahmen der unitB technology und der EASYTRUST führten von Januar bis September
2017 unter anderem zu einer Erhöhung der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen um 37,1%
gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 6.865 (Q1-Q3/2016: TEUR 5.008). Dazu trugen auch erhöhte
Kosten im Rahmen der Vereinheitlichung der internen Konzern-IT-Administration der
USU-Gruppe bei. Bezogen auf den Konzernumsatz stieg die Verwaltungskostenquote von
9,7% im Vorjahreszeitraum auf 11,7% in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres
2017. Im Zuge des Ausbaus der Forschungs- und Entwicklungsmannschaft auf 189 (30. September
2016: 148) Mitarbeiter zum 30. September 2017 stiegen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
im Berichtszeitraum um 19,7% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 9.956 (Q1-Q3/2016:
TEUR 8.321). Dazu trug unter anderem auch der Personalausbau des neuen Geschäftsbereiches
KATANA bei. Zudem flossen in diese Aufwandsposition die Investitionen der USU-Gruppe
in die Weiterentwicklung der Softwareprodukte der EASYTRUST und die Verbindung mit
den bestehenden USU-Produkten. Die auf den Konzernumsatz bezogene Aufwandsquote für
Forschung und Entwicklung stieg entsprechend im 9-Monatszeitraum 2017 leicht auf 16,9%
(Q1-Q3/2016: 16,2%) an. USU investiert stetig in die Neu- und Weiterentwicklung des
eigenen Produktportfolios und arbeitet permanent an innovativen, marktbezogenen Softwarelösungen.
Diesbezüglich sei auf den separaten Bericht Forschung und Entwicklung dieses Konzernlageberichts
verwiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen summierten sich in
den ersten neun Monaten 2017 auf insgesamt TEUR 58 (Q1-Q3/2016: TEUR 498). ErtragslageIm Zuge der ausgeweiteten Auslandsinvestitionen blieb die Ergebnisentwicklung der
USU-Gruppe im 9-Monatszeitraum 2017 unter der des Vorjahres zurück. Demgemäß sank
das EBITDA im Vorjahresvergleich um 56,1 % auf TEUR 2.747 (Q1 -Q3/2016: TEUR 6.305).
Unter Einbeziehung der Abschreibungen von TEUR 2.048 (Q1-Q3/2016: TEUR 1.900) erzielte
USU im gleichen Zeitraum ein EBIT von TEUR 699 (Q1-Q3/2016: TEUR 4.405). Das Finanzergebnis
summierte sich in den ersten neun Monaten 2017 auf TEUR -118 (Q1-Q3/2016: TEUR -78).
Unter Hinzurechnung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR -614 (Q1-Q3/2016:
TEUR -408) sank das Konzernergebnis von TEUR 3.919 in den ersten drei Quartalen des
Vorjahres auf jetzt TEUR -33. Das Ergebnis pro Aktie belief sich entsprechend auf
EUR 0,00 (Q1-Q3/2016: EUR 0,37). Bereinigtes KonzernergebnisDie nachfolgende Tabelle zeigt, ausgehend vom EBIT, die Überleitungsrechnung zu den
nicht IFRS-bezogenen Ergebnis-Kenngrößen Bereinigtes EBIT, Bereinigtes Konzernergebnis
sowie Bereinigtes Ergebnis je Aktie. Diese stellen zu Informationszwecken die um akquisitionsbedingte
Sondereffekte bereinigten Kennzahlen der USU-Gruppe dar. Das Bereinigte EBIT ist zugleich
die zentrale Ergebnis-Kenngröße des USU-Konzerns. scroll
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT") blieb im Zuge
der erhöhten Auslandsinvestitionen im 9-Monatszeitraum 2017 mit TEUR 2.350 (Q1-Q3/2016:
TEUR 5.342) um 56,0% hinter dem Vergleichswert des Vorjahres zurück. Zugleich sank
das Bereinigte Konzernergebnis im Vergleich zum 9-Monatszeitraum 2016 um 68,6% auf
TEUR 1.489 (Q1-Q3/2016: TEUR 4.748). Das Bereinigte Ergebnis je Aktie verringerte
sich entsprechend von EUR 0,45 im Vorjahr auf EUR 0,14 im Berichtszeitraum. Vermögens- und FinanzlageAuf der Aktivseite der Bilanz erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte der USU-Gruppe
zum 30. September 2017 im Zuge der Übernahmen der unitB technology sowie der EASYTRUST
auf TEUR 57.555 (31. Dezember 2016: TEUR 47.608). Auf Basis der durchgeführten Kaufpreisallokationen für die unitB technology und EASYTRUST
erhöhten sich dabei die immateriellen Vermögenswerte von TEUR 5.428 zum 31. Dezember
2016 auf TEUR 8.884 zum 30. September 2017, während die Geschäfts- und Firmenwerte
auf TEUR 41.983 (31. Dezember 2016: TEUR 35.575) zum Ende des Berichtszeitraums anstiegen.
Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken dagegen im gleichen Zeitraum von TEUR 44.297
zum 31. Dezember 2016 auf nunmehr TEUR 33.784, was vor allem auf den mit der Zahlung
der fälligen Kaufpreisbestandteile für den Erwerb der unitB technology und der EASYTRUST
sowie der Dividendenausschüttung an die USU-Aktionäre verbundenen Rückgang der Konzernliquidität
zurückzuführen ist, während auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich
reduziert wurden. So sanken die liquiden und liquiditätsnahen Mittel (Kassenbestand
und Guthaben bei Kreditinstituten zzgl. Wertpapiere) zum 30. September 2017 auf TEUR
13.691 (31. Dezember 2016: TEUR 23.180), während die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen von TEUR 14.190 zum 31. Dezember 2016 auf TEUR 11.176 zum 30. September
2017 zurückgefahren wurden. Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich das Fremdkapital in Form der kurz- und
langfristigen Schulden der USU-Gruppe zum 30. September 2017 auf TEUR 31.688 (31.
Dezember 2016: TEUR 28.282), was vor allem aus erhöhten passiven Rechnungsabgrenzungsposten
für bereits zu Jahresbeginn in Rechnung gestellte Wartungsverträge herrührt, für die
eine zugehörige Leistungserbringung und Umsatzrealisierung im weiteren Jahresverlauf
erfolgt. Zudem führten Kaufpreisverbindlichkeiten für die Übernahme der unitB technology
GmbH in Höhe von TEUR 1.435 zum 30. September 2017 (31. Dezember 2016: TEUR 0) zu
diesem Anstieg. Zugleich ging das Eigenkapital der USU-Gruppe von TEUR 63.623 zum
31. Dezember 2016 auf TEUR 59.651 zum 30. September 2017 zurück, was aus der im dritten
Quartal 2017 erfolgten Dividendenauszahlung an die Aktionäre der USU Software AG in
Höhe von TEUR 4.209 herrührt. Bei einer Bilanzsumme von TEUR 91.339 (31. Dezember
2016: TEUR 91.905) belief sich die Eigenkapitalquote zum 30. September 2017 auf 65,3%
(31. Dezember 2016: 69,2%). Damit ist die USU Software AG bei keinerlei Bankverbindlichkeiten
weiter äußerst solide finanziert. Cash-Flow und InvestitionenZum Abschluss des dritten Quartals verfügte die USU-Gruppe über flüssige Mittel von
TEUR 10.677 (Q1-Q3/2016: TEUR 19.417). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem
Rückgang um TEUR 8.740 bzw. 45,0%, der im Wesentlichen aus dem Erwerb der unitB technology
und der EASYTRUST und den damit verbundenen Kaufpreiszahlungen sowie der Dividendenzahlung
an die Aktionäre der Gesellschaft herrührt. Zugleich blieb der Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit von USU mit TEUR 2.120
(Q1-Q3/2016: TEUR 3.445) im ersten Halbjahr 2017 um 49,8% unter dem Vergleichswert
des Vorjahres. Verantwortlich hierfür sind neben dem Ergebnisrückgang auch punktuelle
Veränderungen des Working Capitals. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von TEUR -7.224 (Q1-Q3/2016: TEUR -903) spiegelt
vor allem die Übernahmen der unitB technology und der EASYTRUST wider und enthält
entsprechend den Posten "Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erhaltener Zahlungsmittel"
in Höhe von TEUR -6.280 (Q1-Q3/2016: TEUR 0). Zugleich summierten sich die Investitionen
in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte auf TEUR -957 (Q1-Q3/2016: TEUR -929). Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit summierte sich im 9-Monatszeitraum 2017 auf
TEUR -4.209 (Q1-Q3/2016: TEUR -3.883) und beinhaltet ausschließlich die Dividendenzahlung
an die Aktionäre der USU Software AG von EUR 0,40 (Q1-Q3/2016: EUR 0,35) je Aktie
bzw. insgesamt TEUR 4.209 (Q1-Q3/2016: TEUR -3.683), während der Vorjahres-Vergleichswert
noch die Tilgung von Kaufpreisverbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Erwerb von
Tochterunternehmen in Höhe von TEUR -200 beinhaltet. AuftragsbestandZum Ende des dritten Quartals 2017 belief sich der konzernweite Auftragsbestand der
USU-Gruppe auf TEUR 46.328 (30. September 2016: TEUR 40.893) und lag damit um 13,3%
über dem Vergleichswert des Vorjahres. Dieser Anstieg spiegelt insbesondere die Auftragsbestände
der neuen Konzerntöchter EASYTRUST und unitB technology wider, während auch die bestehenden
Konzernunternehmen ihre Auftragsbestände ausweiten konnten. Gegenüber dem Bilanzstichtag
des Vorjahres 31. Dezember 2016 (31. Dezember 2016: TEUR 39.534) erzielte USU damit
insgesamt einen Anstieg des konzernweiten Auftragsbestandes von 17,2%. Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des Quartals stellt aufgrund von verbindlichen
Verträgen die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der USU-Gruppe auf Sicht der kommenden
12 Monate dar. Diese beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie Wartungs-
und SaaS-Verträge. MitarbeiterZum 30. September 2017 baute die USU-Gruppe ihre Belegschaft gegenüber dem Vorjahr
zielgerichtet um 20,3% auf 661 (30. September 2016: 528) Mitarbeiter aus. Neben dem
organischen Personalausbau trugen hierzu primär die Übernahmen der unitB technology
und der EASYTRUST bei, welche zum 30. September 2017 über insgesamt 73 Mitarbeiter
verfügten. Nach Funktionsbereichen untergliedert beschäftigte USU zum Ende des dritten
Quartals 2017 insgesamt 298 (30. September 2016: 246) Mitarbeiter im Bereich Beratung
und Services, 189 (30. September 2016: 148) Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung,
91 (30. September 2016: 75) Mitarbeiter im Bereich Vertrieb und Marketing sowie 83
(30. September 2016: 59) Mitarbeiter in der Administration. Segmentbezogen waren 478 (30. September 2016: 405) Mitarbeiter im Geschäftsfeld "Produktgeschäft",
100 (30. September 2016: 64) Mitarbeiter im Geschäftsfeld "Servicegeschäft" sowie
83 (30. September 2016: 59) Mitarbeiter im Zentralbereich der USU-Gruppe tätig. NachtragsberichtEs liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 30. September
2017 vor, die eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der USU-Gruppe
hatten. Insofern ergaben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognoseberichtGesamtwirtschaftDer Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat nach der jüngsten Untersuchung der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose4 , an der die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute mitwirken, im Berichtszeitraum an Stärke und Breite gewonnen. Neben den Konsumausgaben tragen auch das Auslandsgeschäft und die Investitionen zur Expansion bei. Das haben die an der Gemeinschaftsdiagnose beteiligten Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten für die Bundesregierung ermittelt. Die sehr hohe konjunkturelle Dynamik in der ersten Hälfte des laufenden Jahres wird sich zwar etwas abschwächen. Gleichwohl nimmt die Wirtschaftsleistung in diesem und im nächsten Jahr stärker zu als die Produktionskapazitäten wachsen. In Summe erwarten die Institute, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr wie bereits im Vorjahr um 1,9 % zulegt und im Jahr 2018 um 2,0% wächst. Auch die Weltwirtschaft befindet sich gemäß der Gemeinschaftsdiagnose in einer Aufschwungsphase.
So steigt die Produktion in den USA, in Japan und im Euroraum deutlich schneller als
im Trend. Der globale Aufschwung dürfte sich zwar fortsetzen, wobei der Zuwachs der
Weltproduktion allmählich geringer werden dürfte. Für die Jahre 2017 und 2018 prognostizieren
die Institute für die Weltwirtschaft jeweils eine Expansionsrate von insgesamt 3,1
Prozent. 4
Vgl. Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2017 vom 28. September 2017 BrancheDie deutsche ITK-Branche, bestehend aus Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik, wird nach Prognosen des Branchenverbandes BITKOM5 unter anderem durch die Digitalisierung der Industrie im laufenden Jahr einen starken Wachstumsschub verzeichnen. Entsprechend erwartet BITKOM für den deutschen ITK-Markt im laufenden Jahr 2017 ein Wachstum von 1,9% auf 160,8 Milliarden Euro (2016: 157,8 Milliarden Euro). In der Informationstechnik (IT) verzeichnet die Branche gemäß der aktuellen BITKOM-Prognose das größte Wachstum und absolute Marktvolumen. So steigen nach BITKOM-Informationen die Umsätze der IT-Branche in 2017 um 3,4% auf 85,8 Milliarden Euro (2016: 83,0 Milliarden Euro). Besonders profitieren werden laut BITKOM die Softwareanbieter, für die BITKOM ein überdurchschnittliches Wachstum von 6,3% auf 23,0 Milliarden Euro (2016: 21,6 Milliarden Euro) vorhersagt. Aber auch die Anbieter von IT-Dienstleistungen würden mit einem Zuwachs von 2,3% auf 39,0 Milliarden Euro (2016: 38,1 Milliarden Euro) stark wachsen Und auch für 2018 erwartet BITKOM für den ITK-Gesamtmarkt ein Wachstum um 1,3% auf 162,9 Milliarden Euro. Noch stärker als der Umsatz wächst die Beschäftigung. Allein in den vergangenen drei Jahren sind fast 100.000 neue Jobs entstanden, die BITKOM-Branche ist mittlerweile der größte Arbeitgeber in Deutschland - vor Leitindustrien wie dem Maschinen- oder dem Automobilbau.", kommentierte BITKOM-Präsident Achim Berg. Für den weltweiten IT-Markt sagt das Marktforschungsunternehmen Gartner in seinem am 3. Oktober 2017 veröffentlichten Worldwide IT Spending Forecast-Update6 einen Anstieg der IT-Ausgaben in 2017 gegenüber dem Vorjahr um 3,3% auf 3,5 Billionen Dollar voraus. Der maßgeblichste Wachstumsbereich ist nach Gartner das Segment Unternehmenssoftware mit einem Anstieg um 8,5% auf 354 Milliarden Dollar (2016: 326 Milliarden Dollar). In 2018 soll das Wachstum des weltweiten IT-Marktes mit einem Anstieg um 4,3% auf knapp 3,7 Billionen Dollar nochmals anziehen, wobei auch dann die Softwarebranche mit einem Marktwachstum um 9,4% auf 387 Milliarden Dollar überdurchschnittlich profitieren soll. 5
Vgl. BITKOM-Pressemitteilung vom 25. Oktober 2017, veröffentlicht unter www.bitkom.de AusblickFür die USU Software AG erwartet der Vorstand, im laufenden Geschäftsjahr 2017 auf
Gesamtjahressicht den Wachstumstrend der Vorjahre zwar fortzusetzen, wobei der Trend
in Richtung SaaS-Geschäft das Wachstum, insbesondere in den Auslandsmärkten, etwas
verlangsamt, was unter anderem zu einer notwendigen Prognosekorrektur führt. Das starke
Inlandsgeschäft wird im laufenden Jahr zu einem Anstieg der Umsatzerlöse auf EUR 83-86
Mio. führen. Aufgrund der reduzierten Umsatzerwartungen und der notwendigen Auslandsinvestitionen
zur Forcierung der Internationalisierung hat der Vorstand der Gesellschaft auch das
Ertragsziel für 2017 reduziert. Demgemäß sieht die aktuelle Planung ein Bereinigtes
EBIT für 2017 von EUR 6 - 8 Mio. vor. Ab dem kommenden Jahr 2018 erwartet der Vorstand zwar positive Effekte aus den Auslandsinvestitionen,
die sich jedoch erst mit einem zeitlichen Verzug voll auswirken werden, so dass der
Vorstand infolge der verzögerten Wachstumsphase in den wesentlichen Investitionsmärkten
entsprechend die Mittelfristprognose von EUR 140 Mio. Konzernumsatz bei einem Bereinigten
EBIT von EUR 20 Mio. um ein Jahr auf 2021verschoben hat. Ungeachtet der notwendigen Prognosekorrektur plant der Vorstand, die Anteilseigner
der USU Software AG auch für 2017 wie in den Vorjahren am operativen Unternehmenserfolg
der Gesellschaft maßgeblich zu beteiligen und insofern die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik
im Sinne einer nachhaltigen Kontinuität fortzuführen. Chancen- und RisikoberichtBezüglich der Chancen und Risiken der USU Software AG und des Gesamtkonzerns liegen
keine Veränderungen gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 vor. Wir verweisen
insofern auf den im Geschäftsbericht 2016 enthaltenen Chancen- und Risikobericht. USU-Aktien (ISIN DE000A0BVU28).Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse
unter der Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der International Security Identification
Number (Internationale Wertpapier-KennNummer, "ISIN") DE000A0BVU28 notiert und dort
zum Handel im Regulierten Markt zugelassen. Im dritten Quartal 2017 setzten die Aktienmärkte den positiven Trend der Vorquartale
fort und verzeichneten überwiegend Kurszuwächse. Entsprechend stieg der Technology
All Share zum Stichtag 30. September 2017 im Vergleich zum Vergleichsstichtag des
Vorquartals auf dem elektronischen Handelsplatz XETRA um 10,2% auf 2.789,24 Punkte
(30. Juni 2017: 2.530,84 Punkte), was einem Neuen Allzeithoch zu einem Quartalsstichtag
entspricht. Der Deutsche Aktienindex (DAX) erreichte im gleichen Zeitraum auf XETRA
einen Wertzuwachs um 4,1% auf 12.828,86 Punkte (30. Juni 2017: 12.325,12 Punkte) und
markierte damit ebenfalls ein neues Allzeithoch zum Ende eines Quartals. Der Aktienkurs der USU Software AG stieg im dritten Quartal 2017 wieder deutlich überproportional
im Vergleich zu den Indizes und legte zum 30. September 2017 auf XETRA auf EUR 28,02
(30. Juni 2017: EUR 27,00) zu, was gegenüber dem Vorquartalsschlusskurs vom 30. Juni
2017 einem Anstieg um 10,2% entspricht. Gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember
2016 verzeichnete die USU-Aktie (31. Dezember 2016: EUR 20,20) zugleich einen Wertzuwachs
um 38,7%, während der Technology All Share (31. Dezember 2016: 2102,78 Punkte) um
32,6% anstieg und der DAX (31. Dezember 2016: 11481,06 Punkte) um 11,4% hinzugewinnen
konnte. Nach dem Stichtag 30. September 2017 legten die Aktienmärkte nochmals zu, im Zuge
dessen auch die USU-Aktie weiter an Wert gewann und mit EUR 31,55 auf Schlusskursbasis
auf XETRA ein neues 10-Jahreshoch verzeichnete. Im weiteren Verlauf verzeichnete die
USU-Aktie Mitte November, im Zuge der Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen
für den 9-Monatszeitraum 2017 einen Kursrutsch, der die Aktie im Verlauf des 17. November
2017 bis auf EUR 22,30 auf XETRA fallen ließ, wovon sie sich in der Folgezeit wieder
leicht erholte. Möglingen, 23. November 2017 USU Software AG scroll
KONZERN-BILANZ (UNTESTIERT)AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (UNTESTIERT)
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KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (UNTESTIERT)
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KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (UNTESTIERT)
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KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (UNTESTIERT)
scroll
scroll
KONZERANHANG (UNTESTIERT)Grundsätze zur RechnungslegungDie USU Software AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik
Deutschland. Die Gesellschaft hat ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland,
und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, Abt. B, unter der Nummer 206442
eingetragen. Dieser Zwischenabschluss der USU Software AG steht im Einklang mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden
sind. Der Zwischenabschluss wurde nach IAS 34 (Interim Financial Reporting) erstellt. Es wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie beim
nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2016 abgeschlossene
Geschäftsjahr angewandt. Der vorliegende ungeprüfte 9-Monatsbericht 2017 ist daher
in Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss 2016 zu lesen. Dieser Zwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach Auffassung
des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der üblichen
Periodenabgrenzung. Im Rahmen der Aufstellung des Zwischenabschlusses gemäß den IFRS müssen zu einem gewissen
Grad Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte
und Schulden am Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode
betreffen. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Aus dem Ergebnis der Zwischenperioden kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis
geschlossen werden. Veränderung der Konzernorganisation(1) Erwerb der unitB technology GmbHAm 5. Januar 2017 hat die USU Software AG 100% der Geschäftsanteile der unitB technology
GmbH, Berlin ("unitB technology"), einer international ausgerichteten Full-Service
Agentur für digitale Kommunikation und IT, übernommen und erstmalig konsolidiert. Mit 35 Mitarbeitern erwirtschaftete unitB technology 2016 einen Umsatz von 4,0 Mio.
Euro bei einer operativen Ergebnismarge von 10 Prozent. Das Portfolio der unitB technology
reicht von digitaler Strategie-Beratung über Service- und UX-Design bis hin zur Realisierung
komplexer Webportale, Apps und Intranets. Die besondere Stärke liegt dabei in der
konsequenten Verbindung von Strategie, Kreativität und IT-Technologie. Mit dem Aufbau
moderner digitaler Lösungen schafft unitB technology die Grundlage für eine effektive
kundenzentrierte Online-Kommunikation und die Optimierung von digitalen Transformations-prozessen
ihrer Kunden. Große Unternehmen vor allem aus den Bereichen Banken- und Versicherungen
sowie Healthcare, z.B. die Volks- und Raiffeisenbanken, direct line, FIDUCIA & GAD
IT oder Bayer, setzen die Lösungen von unitB technology bereits erfolgreich ein. Mit
der digitalen Beratungs- und UX- Expertise und den modernen technischen Lösungen der
unitB technology ergänzt die USU ihr Angebot um wichtige Schlüsselkompetenzen. Über
die unitB technology GmbH wurde durch den Erwerb von 100% der Anteile Beherrschung
erlangt. Die unitB technology wird bei USU dem Segment "Servicegeschäft" zugeordnet. Der in bar zu entrichtende Kaufpreis beinhaltet einen fixen und einen variablen Kaufpreisanteil.
Der fixe Anteil beläuft sich auf TEUR 4.204. Der variable Anteil setzt sich aus zwei
Komponenten zusammen, die insgesamt maximal TEUR 900 betragen. Ein Bestandteil des
variablen Anteils ist dabei an die Weiterbeschäftigung der Verkäufer in der unitB
technology bis mindestens 31.12.2018 geknüpft ("Stay-Bonus"). Sofern beide Verkäufer
bis zu diesem Zeitpunkt in der unitB technology beschäftigt sind, ergibt sich ein
maximaler Stay-Bonus in Höhe von TEUR 400. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens
beider Verkäufer in diesem Zeitraum, reduziert sich der Stay-Bonus pro Jahr um TEUR
200. Der zweite Bestandteil des variablen Kaufpreisanteils ist an die Erreichung eines
EBIT-Ziels ("earn-out") für die Geschäftsjahre 2016, 2017 und 2018 der unitB technology
GmbH geknüpft und ist nicht gestaffelt. Sofern das EBIT-Ziel erreicht wird, ergibt
sich eine earn-out-Zahlung in Höhe von TEUR 500. Sofern das EBIT-Ziel nicht erreicht
wird, wird kein earn-out gezahlt. Auf Basis der Entwicklung der Gesellschaft bewertet
das Management die zukünftige Belastung in Höhe eines Erwartungswerts von TEUR 475,
was zu einem gesamten erwarteten Kaufpreis von TEUR 4.679 führt, von dem Anfang Januar
2017 bereits TEUR 3.254 zur Zahlung fällig waren. Die noch zu zahlenden Kaufpreisverbindlichkeiten sind bis Ende März 2019 fällig, u.a.
in Abhängigkeit vom erzielten EBIT der Geschäftsjahre 2016, 2017 und 2018. Die Kaufpreisaufteilung aus diesem Erwerb wurde inzwischen endgültig bestimmt. Nachfolgend
wird die Ermittlung des Geschäfts- oder Firmenwertes im Überblick dargestellt: scroll
Der Nettoabfluss von Zahlungsmitteln aus dem Erwerb errechnet sich aus dem Kaufpreis
von TEUR 4.679 abzüglich der erworbenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
von insgesamt TEUR 1.380 und beläuft sich auf TEUR 3.299. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen fällige Bruttobeträge in Höhe
von TEUR 1.263, wovon zum Erwerbszeitpunkt TEUR 0 als voraussichtlich uneinbringlich
eingeschätzt werden. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus den Fähigkeiten und der
fachlichen Begabung der Belegschaft der unitB technology sowie den erwarteten Synergien
aus der Eingliederung des Unternehmens in das bestehende Geschäft des Konzerns. Der
erfasste Geschäfts- oder Firmenwert ist nicht steuerlich abzugsfähig. Die im Rahmen der endgültigen Kaufpreisallokation zusätzlich identifizierten, steuerlich
nicht abzugsfähigen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.487 teilen sich
wie folgt auf: scroll
Die verwendete Bewertungstechnik zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes des immateriellen
Vermögenswerts "Kundenbeziehungen" war die Residualwertmethode. Diese berücksichtigt
den Barwert der erwarteten Netto-Cash-Flows, die die Kundenbeziehungen erzeugen, mit
Ausnahme aller Cash-Flows, die mit unterstützenden Vermögenswerten verbunden sind. Die verwendete Bewertungstechnik zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes des immateriellen
Vermögenswerts "Vorteilhafter Vertrag" war die Methode der unmittelbaren Cash-Flow-Prognose.
Bei dieser wird der (direkte) Zahlungsmittelzufluss eines Investitionsobjektes, der
sich aus der operativen Nutzung ergibt, dem operativen Zahlungsmittelabfluss gegenübergestellt,
der sich für das Investitionsobjekt in der jeweiligen Periode ergibt. Auf diese Weise
können konkrete Zahlungsströme von Investitionsobjekten, die sich beispielsweise aus
Verträgen ergeben, mit marktüblichen Zahlungsströmen verglichen und die Differenzen
bewertet werden. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der unitB technology sind Rechtsberatungs- und Due
Dilligence-Kosten in Höhe von TEUR 248, von denen TEUR 85 bereits im Vorjahr verbucht
und bezahlt wurden. Sie wurden von der übertragenen Gegenleistung ausgenommen, als
Aufwand des Geschäftsjahres erfasst und innerhalb der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen
in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. (2) Erwerb der EASYTRUST SAS (seit 19. September 2017: USU SAS)Am 4. Mai 2017 hat die Gesellschaft 100% der Anteile an der EASYTRUST SAS, La Garenne
Colombes, Frankreich, ("EASYTRUST") erworben. Mit dem Kauf von EASYTRUST erweitert
die USU-Gruppe ihre Wertschöpfungstiefe im IT Management und ihre internationale Präsenz
im wichtigen französischen Markt. Die Easytrust SAS wurde mit dem Ziel erworben, die
bestehende Marktposition im Oracle Software Asset Management-Markt zu stärken und
durch die Bündelung der Aktivitäten mit der Aspera GmbH entsprechende Synergien bei
beiden Gesellschaften zu heben und letztendlich ein umfangreiches Lösungs-Portfolio
aus einer Hand anzubieten. Über die EASYTRUST wurde durch den Erwerb von 100% der
Anteile Beherrschung erlangt. Die EASYTRUST wird bei USU dem Segment "Produktgeschäft"
zugeordnet. EASYTRUST ist ein hochspezialisierter Software-Hersteller im Bereich der automatischen
Erkennung und Analyse von Hard- und Software in komplexen Infrastrukturen. Die Lösungen
von EASYTRUST gewährleisten, dass jederzeit aktuelle, vollständige und nachvollziehbare
Informationen über die IT-Landschaft bereitstehen. Schwerpunkte sind die Erkennung
von Soft- und Hardware im Umfeld großer Rechenzentren. Darüber hinaus bietet EASYTRUST
FOR ORACLE eine automatische, vom Hersteller verifizierte Vermessung und Optimierung
von Oracle-Produkten. Damit liefert EASYTRUST wichtige Daten für das Lizenzmanagement
der USU-Tochter Aspera, die damit ihre Marktposition als weltweit einziger One-Stop
Full-Service Provider für Lizenzmanagement untermauert. EASYTRUST wurde im Jahr 2010 gegründet und beschäftigt aktuell 32 Mitarbeiter. Zum
namhaften Kundenkreis gehören Unternehmen wie YVES ROCHER, SAFRAN oder CANAL+. Im
Geschäftsjahr 2016 konnte EASYTRUST den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um etwa 30 %
auf über 4,0 Millionen Euro steigern. Laut Kaufvertrag wurde der vollständige Kaufpreis i. H. v. TEUR 4.750 unmittelbar
und in voller Höhe auf das Konto des Verkäufers überweisen. Es existieren somit keine
bedingten Kaufpreisbestandteile. Die anschaffungsbezogenen Kosten für Berater und Rechtsanwälte beliefen sich auf TEUR
165. Sie wurden von der übertragenen Gegenleistung ausgenommen, als Aufwand des Geschäftsjahres
erfasst und innerhalb der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung
ausgewiesen. Die Kaufpreisaufteilung aus diesem Erwerb konnte aus zeitlichen Gründen noch nicht
endgültig vorgenommen werden und soll im Laufe des Jahres 2017 endgültig bestimmt
werden. Der vorläufige Unterschiedsbetrag, der aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis
und den vorläufigen Zeitwerten der bislang identifizierten erworbenen Vermögenswerte
und Schulden resultiert, beträgt TEUR 4.710 und wird als Geschäfts- oder Firmenwert
ausgewiesen. Nachfolgend wird die Ermittlung des vorläufigen Geschäfts- oder Firmenwertes im Überblick
dargestellt: scroll
Der Nettoabfluss von Zahlungsmitteln aus dem Erwerb errechnet sich aus dem Kaufpreis
von TEUR 4.750 abzüglich der erworbenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
von insgesamt TEUR 344 und beläuft sich auf TEUR 4.406. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen fällige Bruttobeträge in Höhe
von TEUR 482, wovon zum Erwerbszeitpunkt TEUR 0 als voraussichtlich uneinbringlich
eingeschätzt werden. Aus dem Erwerb der Easytrust SAS ist ein Geschäfts- oder Firmenwert entstanden, weil
die gezahlte Gegenleistung Beträge für die Vorteile aus den erwarteten Synergien,
Umsatzwachstum, künftige Entwicklungen und bestehende Arbeitskräfte enthält. Die Vorteile
werden nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Die Höhe des Geschäfts-
oder Firmenwertes ist gleichzeitig durch das erworbene negative Nettovermögen geprägt. Der erworbene Geschäfts- oder Firmenzweck ist nicht für Steuerzwecke abzugsfähig. Die im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation zusätzlich identifizierten, steuerlich
nicht abzugsfähigen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 2.953 teilen sich
wie folgt auf: scroll
Zur Bewertung der Immateriellen Vermögenswerte "Kundenbeziehungen" und "Auftragsbestand"
wurde die Residualwertmethode angewendet. Für "Software" wurde die Lizenzpreisanalogiemethode
angewendet. Mit Wirkung zum 19. September 2017 wurde die EASYTRUST SAS in USU SAS umbenannt. FinanzinstrumenteIn der nachfolgenden Tabelle sind die Buch- und beizulegenden Zeitwerte (Fair Value)
der Finanzinstrumente des Konzerns dargestellt: scroll
scroll
Gemäß IFRS 13 ist der Fair Value als Preis definiert, den man im Zuge eines geordneten
Geschäftsvorfalls unter Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag beim Verkauf eines
Vermögenswerts erhalten würde oder bei Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Dabei
ist eine Fair Value-Hierarchie mit drei Bewertungsstufen zu unterscheiden, welche
sich danach richten, ob der Fair Value von Finanzinstrumenten auf Grundlage von veröffentlichen
Marktpreisen (Stufe 1), auf Basis von Ableitungen aus veröffentlichten Marktpreisen
(Stufe 2) oder nicht beobachtbaren Parametern (Stufe 3) ermittelt worden ist. Die
USU Software AG verfügt abgesehen von den Kaufpreisverbindlichkeiten (Stufe 3), derzeit
über keine weiteren Finanzinstrumente der Stufe 2 oder 3. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse nach Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
SegmentberichterstattungNach IFRS 8 ist USU in den zwei Geschäftsfeldern "Produktgeschäft" und "Servicegeschäft"
tätig, die im Wesentlichen die Risiken und die Eigenkapitalverzinsung des Konzerns
beeinflussen. Die Aufgliederung verschiedener Kenngrößen nach den Geschäftsfeldern
entsprechend IFRS 8 ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt: scroll
scroll
Außerhalb Deutschlands erzielte die USU-Gruppe in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
2017 insgesamt 27,5% (Q1-Q3/2016: 28,0%) bzw. TEUR 16.220 (Q1-Q3/2016: TEUR 14.369)
der konsolidierten Umsätze. Diese Angaben beziehen sich auf den Sitz des Kunden. Demgegenüber
wurden weniger als 10% der konsolidierten Vermögenswerte außerhalb Deutschlands geführt.
Gleichzeitig beliefen sich die außerhalb Deutschlands getätigten Investitionen auf
weniger als 10% der konsolidierten Gesamtinvestitionen. Auf weitergehende Angaben
der geographischen Daten wurde daher aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Aktien der Organe der USU Software AGFolgender Bestand an Aktien der USU Software AG von Organmitgliedern der Gesellschaft
wurde zum 30. September 2017 festgestellt: scroll
Zusätzlich werden über die " Wissen ist Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer
dieser Stiftung 32.000 (2016: 32.000) Stimmrechte an der USU Software AG gemäß § 22
Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Am 21. September hat der Aufsichtsratsvorsitzende, Udo Strehl, die von ihm gehaltenen
2.000.176 Aktien der USU Software AG auf die AUSUM GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter
er ist, übertragen. Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software AG werden von den Organmitgliedern
nicht gehalten. Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenAls nahe stehende Personen ("Related Parties") gelten gemäß IAS 24 Personen oder Unternehmen,
die grundsätzlich die Gruppe beherrschen bzw. maßgeblichen Einfluss nehmen können
oder auf die die Gruppe maßgeblichen Einfluss ausüben kann, einschließlich der Geschäftsleitung
und des Aufsichtsrates. Als nahe stehende Personen gelten dabei nicht Unternehmen,
die bereits im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogen
sind. Hinsichtlich der geschäftlichen Beziehungen zwischen der USU Software AG und dem Aufsichtsratsvorsitzenden
und Mehrheitsaktionär Herrn Udo Strehl und seiner Ehefrau haben sich gegenüber den
Angaben im Konzernanhang des Geschäftsjahres 2016 keine wesentlichen Änderungen ergeben.
Entsprechend verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang der USU Software AG für
das am 31. Dezember 2016 abgeschlossene Geschäftsjahr. Möglingen, 23. November 2017 USU Software AG scroll
FINANZKALENDER 2017/2018*
27.-29. November 2017Investoren- und Analystenkonferenz im Rahmen der Veranstaltung Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main 30. März 2018Veröffentlichung Geschäftsbericht 2017 24. Mai 2018 Veröffentlichung 3-Monatsbericht 2018 28. Juni 2018Jahreshauptversammlung, Ludwigsburg 31. August 2018Veröffentlichung 6-Monatsbericht 2018 22. November 2018Veröffentlichung 9-Monatsbericht 2018 *
Die angegebenen Termine für das Geschäftsjahr 2018 sind vorläufig. Eventuelle Änderungen entnehmen Sie bitte der Homepage der Gesellschaft unter www.usu.de |
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