![]() USU Software AGMöglingenHalbjahresfinanzbericht und Bericht über das zweite Quartal 2020USU AUF EINEN BLICKscroll
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USU Software AG Investor Relations BRIEF AN DIE AKTIONÄRE Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Leserinnen und Leser, das zweite Quartal 2020 stand weltweit ganz im Zeichen der Corona-Pandemie, was in
einem drastischen Konjunktureinbruch in zahlreichen Ländern mündete. Die USU-Gruppe
wurde von der Corona-Pandemie bisher nur wenig negativ beeinflusst, da wir etwa 80
Prozent unseres Umsatzes mit Unternehmen aus Branchen erzielen, die nicht so stark
von Corona betroffen sind, wie beispielsweise der öffentliche Sektor, Versicherungen
oder Pharma- und Telekommunikations-Unternehmen. Entsprechend positiv gestaltete sich
die Geschäftsentwicklung von USU nach dem erfolgreichen Auftaktquartal auch im Berichtsquartal.
Und auch mittel- bis langfristig erwarten wir positive Effekte, da eine Vielzahl der
Unternehmen die Notwendigkeit der zunehmenden Digitalisierung erkennt und hier verstärkt
investieren wird. Im Berichtsquartal profitierte USU von mehreren Neuaufträgen sowohl von Neukunden
als auch von Bestandskunden, wobei der Trend vom Einmallizenz-Geschäft hin zu Software-as-a-Service
(SaaS) durch die Corona-Pandemie noch zusätzlich verstärkt wurde, was kurzfristig
zwar etwas ergebnisbelastend, mittel- bis langfristig aber margensteigernd wirkt.
Positive Impulse kamen auch von der in diesem Jahr infolge der Corona-Pandemie erstmals
virtuell durchgeführten Fach- und Kundenveranstaltung USU World, an der über 800 Fach-
und Führungskräfte teilnahmen. Ebenfalls virtuell fand Ende Juni die diesjährige Hauptversammlung der USU Software
AG statt. Im Rahmen der diesjährigen Hauptversammlung hatten die Aktionäre aufgrund der positiven
Geschäftsentwicklung von USU im Jahr 2019 und der ungeachtet der Corona-Pandemie positiven
Aussichten für 2020 eine Dividende auf Vorjahresniveau von EUR 0,40 je Aktie beschlossen,
so dass USU bereits zum vierzehnten Mal in Folge eine Dividende ausgeschüttet hat,
die gemäß der USU-Dividendenstrategie nicht geringer als im Vorjahr war und zugleich
etwa der Hälfte des erzielten Gewinns entsprach. Neben der Dividendenzahlung beschlossen
die Aktionäre im Rahmen der Hauptversammlung mit großer Mehrheit die Entlastung von
Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2019, die Ermächtigung der Gesellschaft
zum Erwerb eigener Aktien sowie eine notwendige Satzungsänderung zur Anpassung an
die Regelungen des ARUG II. Ferner wurde die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Steuerberatungsgesellschaft aus Stuttgart zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr
2020 gewählt. Nach dem sehr erfolgreichen ersten Halbjahr 2020 erwarten wir auch für das zweite
Halbjahr ebenfalls ein Umsatzwachstum und ein positives Bereinigtes EBIT. Weiterhin
ist der Anteil von SaaS-Verträgen an den Neuabschlüssen jedoch nur schwer vorherzusagen
und bietet daher sowohl Chancen und Risiken bezüglich Umsatz und Ergebnis. Ihr Bernhard Oberschmidt, Vorstandsvorsitzender der USU Software AG KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2020 (UNTESTIERT)Grundlagen der USU Software AG und des Konzerns Die USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist als Konzernmuttergesellschaft direkt
oder indirekt an den folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt: Aspera GmbH,
Aachen, Deutschland; Aspera Technologies Inc., Boston, USA; LeuTek GmbH, Leinfelden-Echterdingen,
Deutschland; Omega Software GmbH, Obersulm, Deutschland; USU GmbH, Möglingen, Deutschland;
USU Austria GmbH, Wien, Österreich; USU Software s.r.o., Brno, Tschechische Republik,
USU SASParis, Frankreich. Zudem besteht eine Beteiligung der USU Software AG an der
Openshop Internet Software GmbH, Möglingen, Deutschland, welche nicht mehr operativ
tätig ist. ![]() Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und Steuerungssystem Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "USU-Gruppe"
oder "USU" genannt) entwickeln und vertreiben Softwarelösungen für wissensbasiertes
Servicemanagement. USU ist der größte europäische Anbieter für IT- und Knowledge-Management-Software. Der Kompetenzbereich IT Management unterstützt Unternehmen mit umfassenden ITIL®-konformen
Lösungen für das strategische und operative IT- & Enterprise Servicemanagement. Kunden
erhalten mit USU-Lösungen eine Gesamtsicht auf ihre IT-Prozesse sowie ihre IT-Infrastruktur
und sind in der Lage, Services transparent zu planen, zu verrechnen, zu überwachen
und aktiv zu steuern. Im Bereich Software-Lizenzmanagement gehört USU dabei zu den
führenden Herstellern weltweit. Mit intelligenten Lösungen und ihrer Expertise im Kompetenzfeld Digital Interaction
treibt USU die Digitalisierung von Geschäftsprozessen voran. Als One-Stop-Shop berät,
designed, entwickelt und liefert USU Lösungen entlang der gesamten Customer Journey,
so genannte Customer-First-Lösungen. Bedient werden dabei alle Kommunikations-Kanäle
und Kundenkontaktpunkte in Vertrieb, Marketing und Kundenservice. Das Portfolio in
diesem Bereich wird durch Systemintegration, individuelle Anwendungen und Software
für Industrial Big Data komplettiert. Über 1.000 USU-Kunden aus allen Teilen der internationalen Wirtschaft schaffen mit
USU-Lösungen Transparenz, sind agiler, sparen Kosten und senken ihre Risiken, beispielsweise
Allianz, Bechtle, BITBW, BMW, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, die Schweizerische
Post, Fiducia & GAD, Jungheinrich, LinkedIn, Novartis, Otto, VW oder W&W. Die USU Software AG hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren beim Konzernumsatz
jeweils über dem Durchschnitt des IT-Marktes zu wachsen und zugleich die Profitabilität
weiter auszubauen. Im Vordergrund steht dabei, durch Innovationen und die Verbreiterung
der internationalen Marktpräsenz organisch zu wachsen, wobei anorganisches Wachstum
in Form von Akquisitionen und Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der Unternehmensstrategie
ist. Die wesentlichen Leistungsindikatoren für die USU Software AG sowie für den Konzern
sind Umsatzerlöse und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes
EBIT"). Da das Konzernergebnis der USU-Gruppe nach IFRS durch verschiedene Sondereffekte
beeinflusst wurde und wird, welche eine Vergleichbarkeit der Ertragskraft von USU
über die Geschäftsjahre hinweg erschweren, hat die Gesellschaft zu Informationszwecken
zusätzlich ein Bereinigtes Konzernergebnis ermittelt. Dieses stellt das um die Abschreibungen
auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte
sowie zusätzlicher akquisitionsbedingter Sonderfaktoren bereinigte Konzernergebnis
inklusive der damit verbundenen Steuereffekte dar. Auf Basis dieses Bereinigten Konzernergebnisses
weist die USU Software AG unter Berücksichtigung der durchschnittlich im Umlauf befindlichen
Stückaktien ferner ein Bereinigtes Ergebnis pro Aktie aus. Des Weiteren wird ein Bereinigtes
EBIT, welches als maßgebliche Planungs- und Steuerungsgröße fungiert, ausgewiesen.
Sowohl das Bereinigte Konzernergebnis und das Bereinigte EBIT als auch das Bereinigte
Ergebnis pro Aktie stellen keine IFRS-bezogenen Kennzahlen dar. Vor dem Hintergrund der weiterhin unsicheren Dauer und Entwicklung der COVID-19-Pandemie,
einer möglichen 2. Infektionswelle und der Dimension der damit verbundenen Auswirkungen
auf die Weltwirtschaft ist derzeit eine zuverlässige und realistische Einschätzung
der zukünftigen USU-Geschäftsentwicklung noch immer nicht exakt möglich. Dennoch erwartet
der Vorstand selbst bei einer deutlich länger anhaltenden Krise oder einer weiteren
Verschlechterung der aktuellen Lage ein Wachstum im Umsatz und ein positives Bereinigtes
EBIT auch im zweiten Halbjahr 2020 und insofern auch für das gesamte Geschäftsjahr
2020. Zugleich bestätigt der Vorstand die Mittelfristplanung für die USU-Gruppe, die
ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10%
sowie den Ausbau der operativen Marge auf Basis des Bereinigten EBIT bis 2024 auf
13% - 15% beinhaltet. Forschung und Entwicklung Innerhalb ihrer Branche gehört die USU Software AG zu den innovativsten Unternehmen
in Deutschland. Das bestätigte einmal mehr eine Studie von Focus und Focus Money,
welche die USU-Gruppe im Juni 2020 mit dem Deutschlandtest-Siegel "Deutschlands innovativste
Unternehmen" auszeichneten. Seit Jahren sind Innovationen bei USU als Leitmotiv verankert
und werden als Treiber für den langfristigen und nachhaltigen Erfolg betrachtet. Entsprechend investierte die USU-Gruppe in den ersten 6 Monaten 2020 insgesamt TEUR
7.817 (Q1-Q2/2019: TEUR 7.691) bzw. 15,0% (Q1-Q2/2019: 17,1%) des Konzernumsatzes
in Forschung & Entwicklung (F&E). Die Zahl der angestellten Mitarbeiter in diesem
Bereich betrug zum 30. Juni 2020 insgesamt 202 (30. Juni 2019: 206). Die F&E-Kosten
des USU-Konzerns erfüllen im Regelfall nicht die Ansatzkriterien zur Aktivierung und
werden daher nicht aktiviert. Im Berichtszeitraum konnte das F&E-Team des Geschäftsbereiches Valuemation die Version
5.2 der gleichnamigen Produktlinie für IT-Service Management freigeben. Wichtige Neuerungen
sind u. a. ein intelligentes KI-basiertes Ticket-Handling, eine nutzungsbasierte Verrechnung
von Servicekosten - auch von Cloud-Services - sowie eine umfassende Unterstützung
im Service-Design per einfachem Drag & Drop. Auch das mobile Arbeiten mit Valuemation
wurde verbessert, u.a. der Offline-Modus sowie eine einfachere Anpassbarkeit für Kundenprojekte. Im Mittelpunkt der F&E-Aktivitäten der Tochtergesellschaft LeuTek steht die fortlaufende
Verbesserung der Software ZIS-System für das Business Service Monitoring. Die neue
Version enthält u.a. Erweiterungen im Bereich des Cloud-Monitorings, z.B., durch die
Einführung einer sogenannten PayPerUse/Volumenlizenz, sowie bei der Verschlüsselung.
Weitere Arbeiten betreffen die Verbesserung des ZIS-Reporting, die End2End-Integration
sowie den Betrieb des Systems unter Linux. Im Rahmen der Weiterentwicklung für den Kompetenzbereich Software Lizenzmanagement
arbeitete das F&E-Team der Tochtergesellschaft Aspera vor allem an der Funktionserweiterung
für Software Discovery und an der Ergonomie der Nutzeroberflächen. Zudem wurde mit
SmartCollect Hub eine zentrale Datensammel-Instanz integriert. Ein weiterer Aspekt
für den Applikationsbetrieb ist die fortschreitende Containerisierung des Portfolios.
Die Lizenzmanagement-Lösung für SAP erhielt von der führenden internationalen Branchen-Community
ITAM-Review die begehrte SAP License Management-Zertifizierung. Der Geschäftsbereich unymira hat in den letzten Monaten einige Applikationen für
den Kundenservice auf die speziellen Bedürfnisse von Service-Organisationen in der
COVID-19-Krisenzeit angepasst. So kam z.B. der Knowledge Bot als "Corona-Bot" bei
einer Reihe von Gemeinden kurzfristig zum Einsatz, um spezifische Fragen von Bürger*innen
rund um die regionalen Corona-Regelungen zu beantworten. Die neue Version des unymira-Bots
wird als "kooperativer Bot" entwickelt, der mit anderen Bots zusammenarbeitet und
damit mehr Service-Möglichkeiten bietet. Außerdem wurde mit Knowledge Exchange eine
neue Plattform für Daten-gesteuerte Kundenservices vorgestellt. Im Geschäftsfeld Katana entwickelte das F&E-Team in Zusammenarbeit mit Valuemation
das KI-gestützte Ticket-Routing weiter, so dass die Funktion nun für Datenbanken wie
Oracle, MariaDB und Microsoft SQL verfügbar ist. Für die Big-Data-Analytics-Lösung
KatanaGo überarbeitete das F&E-Team die Weboberfläche und entwickelte eine Schnittstelle
zur leichteren Entwicklung von Data-Science-Analysen. Das Forschung-Team arbeitete im Berichtszeitraum ferner an der Umsetzung diverser
Forschungsprojekte. Besonderes Gewicht hatte dabei das BMWi-Leuchtturmprojekt "Service-Meister"
zur Entwicklung einer KI-basierten Service-Plattform für den deutschen Mittelstand.
Dabei konnte die Anforderungsanalyse der vier durch USU betreuten Use Cases bei den
Unternehmen KEB, Atlas Copco, OGE und Trumpf vorangetrieben und z.T. abgeschlossen
haben. Gerade bei KEB dienen die Forschungsarbeiten im Bereich KI-gestützter Außendienstplanung
und Ersatzteilbeschaffung auch als Geschäftsvorbereitung für den Bereich Katana. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche Entwicklung Im zweiten Quartal 2020 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemäß einer ersten Schnellmeldung
des Statistischen Bundesamtes ("Destatis")1 vom 25. August 2020 infolge der Corona-Pandemie historisch eingebrochen. So ist das
BIP laut Destatis im Berichtsquartal gegenüber dem 1. Quartal 2020 - preis-, saison-
und kalenderbereinigt - um 9,7 % gesunken. Das war der stärkste Rückgang seit Beginn
der vierteljährlichen BIP-Berechnungen für Deutschland im Jahr 1970. Er fiel noch
deutlich stärker aus als während der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise (-4,7 % im
1. Quartal 2009). Wie Destatis weiter mitteilt, sind im zweiten Quartal 2020 sowohl
die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen massiv eingebrochen als auch
die privaten Konsumausgaben und die Investitionen in Ausrüstungen.
1
Vgl. destatis-Pressemitteilung Nr. 323 vom 25. August 2020, veröffentlicht unter
https://www.destatis.de Branchenbezogene Entwicklung Die Stimmung in der Digitalbranche hat sich nach Untersuchungen des Digitalverbandes
Bitkom3 im Juni aufgehellt. Der Bitkom-ifo-Digitalindex, der sich aus der Beurteilung der
Geschäftslage und -erwartungen berechnet, drehte erstmals seit Februar wieder ins
Plus und notiert mit 1,5 Punkten nun wieder in positivem Terrain. Die ITK-Unternehmen
beurteilen ihre Geschäftslage deutlich besser als noch im April und Mai. Der Index
stieg um 9,3 Zähler auf 11,6 Punkte. Im Durchschnitt beurteilen die Unternehmen die
Geschäftslage tendenziell eher positiv. Die Geschäftserwartungen für die kommenden
sechs Monate kletterten um 12,3 Zähler auf -8,0 Punkte, blieben damit jedoch noch
im negativen Bereich.
3
Vgl. Bitkom-Pressemitteilung vom 29. Juni 2020, veröffentlicht unter www.bitkom.org Geschäftsentwicklung 2. Quartal 2020 Ungeachtet der im Verlauf des zweiten Quartals 2020 voll zum Zuge gekommenen Corona-Krise
und der mit dem zugehörigen Lockdown einher gegangenen massiven Beschränkungen, verzeichnete
die USU Software AG im Verbund mit ihren Tochtergesellschaften (nachfolgend auch "USU-Gruppe"
oder "USU" genannt) nach dem positiven Auftaktquartal auch im zweiten Quartal des
laufenden Geschäftsjahres 2020 im Zuge mehrerer gewonnener Aufträge im In- und Ausland
sowie des bestehenden Auftragsbestandes eine starke operative Geschäftsentwicklung.
Demgemäß steigerte USU im zweiten Quartal 2020 den Konzernumsatz um 13,0% gegenüber
dem Vorjahr auf TEUR 25.886 (Q2/2019: TEUR 22.902). Dabei profitierte USU insbesondere von einem sehr starken Inlandsgeschäft, nachdem
im Auftaktquartal noch das Auslandsgeschäft das Wachstum beschleunigte. Demgemäß stiegen
die Umsatzerlöse in Deutschland im zweiten Quartal 2020 um 22,0% auf TEUR 18.917 (Q2/2019:
TEUR 15.507), während die im Ausland generierten Umsätze um 5,8% auf TEUR 6.969 (Q2/2019:
TEUR 7.395) zurückgingen. Nach Umsatzarten erhöhte USU die Beratungserlöse überdurchschnittlich um 23,2% gegenüber
dem Vorjahr auf TEUR 14.743 (Q2/2019: TEUR 11.967). Damit setzte USU den positiven
Wachstumstrend im Beratungsgeschäft abermals fort. Zugleich profitierte USU auch im
Berichtsquartal vom weiter anziehenden Cloud- und Wartungsgeschäft. So erhöhten sich
die Wartungserlöse inklusive der Erlöse aus dem Software-as-a-Service (SaaS)-Geschäft
im Vorjahresvergleich um 11,7% auf TEUR 8.090 (Q2/2019: TEUR 7.245). Erwartungsgemäß
blieb jedoch das Lizenzgeschäft im Berichtsquartal Q2/2020 im Zuge des sich verstärkenden
Trends hin zum SaaS-Geschäft sowie infolge von Corona-bedingten Auftragsverschiebungen
mit TEUR 2.450 (Q2/2019: TEUR 3.233) um 24,2% unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen
Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software
beinhalten, beliefen sich im Zuge der Geschäftsausweitung auf insgesamt TEUR 603 (Q2/2019:
TEUR 457). Da der Großteil der USU-Belegschaft auch im Berichtsquartal im Zuge der Corona-Restriktionen
aus dem Home-Office heraus agieren und von dort aus sämtliche Leistungen erbringen
konnte, blieb USU im Berichtsquartal entsprechend von negativen Corona-bedingten operativen
Einflüssen weitgehend verschont. Die Aufwandsbasis des USU-Konzerns erhöhte sich im Vorjahresvergleich plangemäß nur
unterdurchschnittlich im Vergleich zum Umsatzwachstum um 6,6% auf TEUR 24.284 (Q2/2019:
TEUR 22.771). Hieraus resultiert eine deutliche Ergebnisverbesserung gegenüber dem
Vorjahr. Entsprechend baute USU im zweiten Quartal 2020 auch das Ergebnis signifikant
aus. So steigerte die USU-Gruppe das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahr um 470,5% auf TEUR 3.012 (Q2/2019:
TEUR 528). Inklusive der Abschreibungen von TEUR -1.293 (Q2/2019: TEUR -1.216) belief
sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf TEUR 1.719 (Q2/2019: TEUR 182). Dies
entspricht im Vorjahresvergleich einem EBIT-Anstieg um 844,5%. Unter Einbeziehung des Finanzergebnisses von TEUR -40 (Q2/2019: TEUR -47) sowie des
Steueraufwandes vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR -160 (Q2/2019: TEUR
-456) verblieb letztendlich ein Periodenüberschuss von TEUR 1.519, nach einem Quartalsfehlbetrag
von TEUR -321 im Vorjahresquartal. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von EUR
0,14 (Q2/2019: EUR -0,03). Auch das um akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und
Steuern ("Bereinigtes EBIT") steigerte USU im zweiten Quartal 2020 deutlich um 266,9%
gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 1.937 (Q2/2019: TEUR 528), während das Bereinigte
Konzernergebnis von TEUR 1 im Vorjahr auf jetzt TEUR 1.713 anstieg. Das entspricht
einem Bereinigten Ergebnis je Aktie von EUR 0,16 (Q2/2019: EUR 0,00). Geschäftsentwicklung für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020Umsatz- und KostenentwicklungKonzernumsatz Auf Sicht der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020 steigerte die USU Software
AG den Konzernumsatz nach IFRS um 16,1% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 52.096 (Q1-Q2/2019:
TEUR 44.877). Dabei profitierte USU auf Halbjahressicht sowohl vom Inlandgeschäft,
welches um 16,1% auf TEUR 37.260 (Q1-Q2/2019: TEUR 32.081) zulegte, als auch dem Auslandsgeschäft,
welches um 15.9% auf TEUR 14.836 (Q1-Q2/2019: TEUR 12.796) anstieg. Entsprechend belief
sich der Anteil des Auslandsgeschäftes am Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2020 wie
im Vorjahr auf 28,5% (Q1-Q2/2019: 28,5%). Während das Frankreich-Geschäft deutlich
zulegte, blieb das US-Geschäft im Zuge der Corona-Pandemie und verstärkter SaaS-Abschlüsse
insbesondere im Berichtsquartal hinter den Erwartungen zurück. Das Geschäft mit Softwarelizenzen ging im Zuge der sich weiter verstärkenden SaaS-Präferenz
der Kunden sowie vereinzelter Auftragsverschiebungen um 6,4% gegenüber dem Vorjahr
auf TEUR 5.839 (Q1-Q2/2019: TEUR 6.235) zurück. Zugleich erhöhte sich das Wartungs-
und SaaS-Geschäft infolge gesteigerter SaaS-Erlöse auf TEUR 15.857 (Q1-Q2/2019: TEUR
13.981). Dies entspricht einer Steigerung um 19,5% gegenüber dem ersten Halbjahr 2019.
Ein deutlich überproportionales Wachstum verzeichnete zudem das Beratungsgeschäft,
welches infolge neu gewonnener Beratungsprojekte sowie bestehender Aufträge aus den
Vorquartalen auf Halbjahressicht um 22,8% auf TEUR 29.573 (Q1-Q2/2019: TEUR 24.652)
zulegte. Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener
Hard- und Software beinhalten, beliefen sich auf insgesamt TEUR 827 (Q1-Q2/2019: TEUR
569). Umsatz nach Geschäftsfeldern Das Leistungsspektrum des Segmentes "Produktgeschäft" umfasst sämtliche Aktivitäten
rund um die USU-Produktpalette im Markt für IT Management-Lösungen, im Knowledge Management-Markt
sowie dem aus dem Forschungsbereich hervorgegangenem Geschäftsbereich für Big Data
Analytics, Katana. Das Segment "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im
Rahmen von IT-Projekten, individuelle Anwendungsentwicklung und digitale Strategie-Beratung,
Service- und UX-Design sowie Webportale, Apps und Intranets. Das Segment "Produktgeschäft" steuerte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2020 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 36.641 (Q1-Q2/2019: TEUR 34.624) zum Konzernumsatz
bei, was einem Anstieg um 11,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Maßgeblich hierfür
war im Wesentlichen der Ausbau des Wartungs- und SaaS-Geschäfts sowie der produktbezogenen
Beratungserlöse. Im gleichen Zeitraum stieg der beratungsbezogene Umsatz des Segments
"Servicegeschäft" mit einem Anstieg um 31,9% deutlich überproportional auf TEUR 13.361
(Q1-Q2/2019: TEUR 10.131). Nach einer Wachstumsdelle im Vorjahr setzte USU dank zahlreicher
Neuaufträge damit die Rückkehr in den langfristigen Wachstumstrend planmäßig um. Die
nicht den Segmenten zugeordneten Umsätze summierten sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2020 auf TEUR 94 (Q1-Q2/2019: TEUR 122). Operative Kosten Die operative Aufwandsbasis der USU-Gruppe erhöhte sich im ersten Halbjahr 2020 gegenüber
dem Vorjahr um 9,0% auf TEUR 49.127 (Q1-Q2/2019: TEUR 45.091). Dabei wirkten sich
neben höheren Personalkosten im Zuge des im Vorjahr vollzogenen Personalausbaus auch
gesteigerte Sachkosten und Abschreibungen aufwandssteigernd aus. Die Herstellungskosten des Umsatzes stiegen im Berichtszeitraum im Zuge der Geschäftsausweitung
um 14,4% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 25.317 (Q1-Q2/2019: TEUR 22.127) an.
Die auf den Konzernumsatz bezogene Herstellkostenquote sank dank des überproportionalen
Umsatzanstiegs entsprechend von 49,3% im ersten Halbjahr 2019 auf 48,6% im Berichtshalbjahr
Q1-Q2/2020. Das Bruttoergebnis erhöhte sich zeitgleich von TEUR 22.750 im ersten Halbjahr
2019 auf TEUR 26.779 in den ersten sechs Monaten 2020. Zugleich erhöhte sich die Bruttomarge
gegenüber dem Vorjahr auf 51,4% (Q1-Q2/2019: 50,7%). Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen sanken im Berichtszeitraum gegenüber dem
Vorjahr um 4,5% auf TEUR 9.092 (Q1-Q2/2019: TEUR 9.520). Dieser Rückgang resultiert
im Wesentlichen aus gesunkenen Reise- und Eventkosten infolge der Corona-Krise. Die
umsatzbezogene Kostenquote für den Bereich Marketing und Vertrieb ging entsprechend
deutlich von 21,2% im ersten Halbjahr 2019 auf 17,5% im Berichtshalbjahr 2020 zurück. Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen im Berichtszeitraum vor allem infolge
des im Laufe des Vorjahres vollzogenen notwendigen Personalausbaus sowie erhöhter
Abschreibungen um 20,0% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 6.901 (Q1-Q2/2019: TEUR 5.753).
Bezogen auf den Konzernumsatz stieg die Verwaltungskostenquote im Betrachtungszeitraum
auf 13,2% (Q1-Q2/2019: 12,8%) an. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen im Berichtszeitraum um 1,6%
gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 7.817 (Q1-Q2/2019: TEUR 7.691). Die auf den Konzernumsatz
bezogene Aufwandsquote für Forschung und Entwicklung sank zugleich infolge der deutlich
überproportionalen Umsatzsteigerung auf 15,0% (Q1/2019: 17,1%) und blieb damit planmäßig
unter dem Vergleichswert des Vorjahres. USU investiert stetig in die Neu- und Weiterentwicklung
des eigenen Produktportfolios und arbeitet permanent an innovativen, marktbezogenen
Softwarelösungen. Auch mittelfristig plant USU, die F&E-Aufwendungen zwar absolut
betrachtet auszubauen, relativ betrachtet jedoch die Aufwandsquote infolge überproportional
steigender Umsatzerlöse weiter zu senken. Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen saldieren sich im ersten Halbjahr
2020 auf einen Ertrag von insgesamt TEUR 498 (Q1-Q2/2019: TEUR 213). Ertragslage Im Zuge der deutlichen Geschäftsausweitung und der unterproportionalen Aufwandssteigerung
baute die USU-Gruppe im ersten Halbjahr 2020 die Profitabilität gegenüber dem Vorjahr
signifikant aus. So steigerte USU das EBITDA im Vorjahresvergleich um 151,1% auf TEUR
6.076 (Q1-Q2/2019: TEUR 2.420). Unter Einbeziehung der gesamten Abschreibungen von
insgesamt TEUR -2.609 (Q1-Q2/2019: TEUR -2.421) erzielte USU im ersten Halbjahr 2020
ein EBIT von TEUR 3.467 (Q1-Q2/2019: TEUR -1). Das Finanzergebnis summierte sich im ersten Halbjahr 2020 auf TEUR -56 (Q1-Q2/2019:
TEUR -47). Darin enthalten sind unter anderem Zinsaufwendungen aus Leasingverträgen
(IFRS 16). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich im ersten Halbjahr
2020 auf TEUR -322 (Q1-Q2/2019: TEUR -909). Insgesamt verbesserte sich das Konzernergebnis von USU in den ersten sechs Monaten
2020 auf TEUR 3.089, nach einem Quartalsverlust von TEUR -957 im ersten Halbjahr 2019.
Bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von 10.523.770 Aktien
entspricht dies einem Ergebnis pro Aktie von EUR 0,29 (Q1-Q2/2019: EUR -0,09). Bereinigtes Konzernergebnis Die nachfolgende Tabelle zeigt, ausgehend vom EBIT, die Überleitungsrechnung zu den
nicht IFRS-bezogenen Ergebnis-Kenngrößen Bereinigtes EBIT, Bereinigtes Konzernergebnis
sowie Bereinigtes Ergebnis je Aktie. Diese stellen zu Informationszwecken die um akquisitionsbedingte
Sondereffekte bereinigten Kennzahlen der USU-Gruppe dar. Das Bereinigte EBIT ist zugleich
die zentrale Ergebnis-Kenngröße des USU-Konzerns. scroll
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT") versechsfachte
sich im ersten Halbjahr 2020 nahezu gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 3.904 (Q1-Q2/2019:
TEUR 690). Dies bedeutet einen Anstieg der operativen Marge auf Basis des Bereinigten
EBIT von 1,5% im ersten Halbjahr 2019 auf nunmehr 7,5% Zugleich verbesserte USU das
Bereinigte Konzernergebnis von TEUR -314 im Vorjahr auf TEUR 3.478 in den ersten sechs
Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2020. Das Bereinigte Ergebnis je Aktie stieg
entsprechend auf EUR 0,33 (Q1-Q2/2019: EUR -0,03). Vermögens- und Finanzlage Auf der Aktivseite der Bilanz stiegen die langfristigen Vermögenswerte der USU-Gruppe
zum 30. Juni 2020 auf TEUR 67.802 (31. Dezember 2019: TEUR 67.028) an. Dieser Anstieg
ist unter anderem Folge des Ausbaus der Sachanlagen auf TEUR 2.921 (31. Dezember 2019:
TEUR 2.222) sowie der Erhöhung der bilanzierten Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 in Höhe
von TEUR 9.218 (31. Dezember 2019: TEUR 8.533). Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im gleichen Zeitraum von TEUR 37.432
zum 31. Dezember 2019 auf nunmehr TEUR 42.147, was im Wesentlichen auf die Erhöhung
der Konzernliquidität (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zzgl. Wertpapiere)
zurückzuführen ist, die zum 30. Juni 2020 auf TEUR 19.191 (31. Dezember 2019: TEUR
10.413) anstieg. Maßgeblich hierfür ist insbesondere die kundenseitige Rechnungsbegleichung,
was zugleich mit einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf
TEUR 14.964 (31. Dezember 2019: TEUR 20.001) zum 30. Juni 2020 einherging. Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital der USU-Gruppe im Zuge des
positiven Konzernergebnisses von TEUR 60.198 zum 31. Dezember 2019 auf TEUR 63.227
zum 30. Juni 2020. Zugleich stieg das Fremdkapital in Form der kurz- und langfristigen
Schulden der USU-Gruppe zum 30. Juni 2020 auf TEUR 46.722 (31. Dezember 2019: TEUR
44.262). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus erhöhten passiven Rechnungsabgrenzungsposten,
die aus bereits zu Jahresbeginn in Rechnung gestellten Wartungs- und SaaS-Verträgen,
für die eine zugehörige Leistungserbringung und Umsatzrealisierung im weiteren Jahreserlauf
erfolgt, herrühren sowie erhöhten Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16. Bei einer Bilanzsumme von TEUR 109.949 (31. Dezember 2019: TEUR 104.460) belief sich
die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2020 auf 57,5% (31. Dezember 2019: 57,6%). Mit
dieser Eigenkapitalquote, der umfangreichen Konzernliquidität und keinerlei Bankverbindlichkeiten,
ist die USU-Gruppe auch in Corona-Zeiten weiterhin äußerst solide und gesichert finanziert. Cash-Flow und Investitionen Zum 30. Juni 2020 verfügte die USU-Gruppe über flüssige Mittel (ohne Wertpapiere)
von TEUR 19.191 (Q1-Q2/2019: TEUR 12.217). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem
Anstieg um TEUR 6.974 bzw. 57,1%. Demgemäß steigerte USU die Konzernliquidität im
Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019, an dem USU über liquide Mittel von
TEUR 10.413 verfügte, um 84,3%. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von USU stieg im Vorjahresvergleich
von TEUR 4.563 im 6-Monatszeitraum 2019 auf nunmehr TEUR 11.458. Verantwortlich hierfür
ist im Wesentlichen die Ergebnisverbesserung der USU-Gruppe sowie die Reduzierung
der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von TEUR -1.281 (Q1-Q2/2019: TEUR -736) beinhaltet
im Wesentlichen die Investitionen in Sachanlagen. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -1.345 (Q1-Q2/2019:
TEUR -1.071) resultiert aus Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten. Auftragsbestand Zum Ende des zweiten Quartals 2020 summierte sich der konzernweite Auftragsbestand
der USU-Gruppe auf TEUR 59.548 (30. Juni 2019: TEUR 54.189), lag damit um 9,9% über
dem Vergleichswert des Vorjahres und markierte abermals einen neuen Rekordwert in
der USU-Historie. Entsprechend verzeichnete USU auch gegenüber dem Bilanzstichtag
des Vorjahres 31. Dezember 2019 (31. Dezember 2019: TEUR 49.222) einen deutlichen
Anstieg des Auftragsbestandes von 21,0%. Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des Quartals stellt aufgrund von verbindlichen
Verträgen die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der USU-Gruppe auf Sicht der kommenden
12 Monate dar. Diese beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie Wartungs-
und SaaS-Verträge. Mitarbeiter Zum 30. Juni 2020 baute die USU-Gruppe ihre Belegschaft gegenüber dem Vorjahr um
2,3% auf 724 (30. Juni 2019: 708) Mitarbeiter aus. Nach Funktionsbereichen untergliedert
beschäftigte USU zum Ende des zweiten Quartals 2020 insgesamt 312 (30. Juni 2019:
316) Mitarbeiter im Bereich Beratung und Services, 202 (30. Juni 2019: 206) Mitarbeiter
im Bereich Forschung und Entwicklung, 107 (30. Juni 2019: 90) Mitarbeiter im Bereich
Vertrieb und Marketing sowie 103 (30. Juni 2019: 96) Mitarbeiter in der Administration.
Segmentbezogen waren 514 (30. Juni 2019: 503) Mitarbeiter im Geschäftsfeld "Produktgeschäft",
107 (30. Juni 2019: 109) Mitarbeiter im Geschäftsfeld "Servicegeschäft" sowie 103
(30. Juni 2019: 96) Mitarbeiter im Zentralbereich der USU-Gruppe tätig. Damit hat
USU ungeachtet des Fachkräftemangels in der IT-Branche und der sich verschärfenden
Corona-Krise ihre Konzernbelegschaft auch im Berichtsquartal zielgemäß mit Blick auf
die Mittelfristplanung ausgebaut. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognoseberichtGesamtwirtschaft Gemäß der ifo-Konjunkturprognose Sommer 20204 des ifo-Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München
e.V. (ifo) vom 01. Juli 2020 haben die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung
die deutsche Wirtschaft in die mit Abstand tiefste Rezession ihrer Nachkriegsgeschichte
gestürzt. Bedingt durch die niedrige Produktion an Waren und Dienstleistungen während
des Shutdown fallen die Zuwachsraten mit 6,9% und 3,8% im dritten und vierten Quartal
kräftig aus. Dennoch wird die Wirtschaftsleistung laut ifo im Durchschnitt dieses
Jahres voraussichtlich um 6,7% niedriger sein als im Jahr 2019. Im kommenden Jahr
setzt sich gemäß der ifo-Prognose die Erholung fort. Im Jahresdurchschnitt soll demnach
das Bruttoinlandsprodukt um 6,4% wachsen. Branche Auch die Ausgaben für Informationstechnologie werden in Deutschland nach letzten
Informationen des Digitalverbandes Bitkom5 vom 29. Juni 2020 bedingt durch die Corona-Krise im Jahr 2020 sinken. So soll der
deutsche IT-Markt nach Bitkom-Berechnungen im laufenden Jahr 2020 um -5,6% (2019:
+3,5%) auf EUR 88,2 Mrd. (2019: 93,4 Mrd.) sinken. Dabei erwartet Bitkom auch für
die Marktsegmente Software und IT-Services im Jahr 2020 einen Rückgang. So soll der
Softwaremarkt um -4,0% (2019: +7,3%) auf EUR 25,2 Mrd. (2019: EUR 26,2 Mrd.) nachgeben,
während der Markt für IT-Services um -5,4% (2019: +2,4%) auf EUR 38,7 Mrd. (2019:
EUR 40,9 Mrd.) schrumpfen soll. "Die Kunden von Software-Anbietern sind auf Liquiditätssicherung
bedacht und reduzieren Ausgaben für Lizenzen und Wartungsverträge auf das Nötigste.
Die Rückgänge in diesem Bereich werden auch durch ein weiter kräftiges Wachstum des
Cloud-Geschäfts nicht aufgewogen", sagt Bitkom Präsident Achim Berg - und ergänzt:
"Die Wochen des Lockdowns sollten ein Weckruf gewesen sein, auch für Bremser und Bedenkenträger.
Es sind digitale Technologien, die das öffentliche Leben und unsere Wirtschaft am
Laufen gehalten haben." Laut Berg sei die Corona-Krise ein "...Digital Turning Point.
Unsere digitalen Defizite wurden in den vergangenen Wochen schonungslos offengelegt,
in Unternehmen, der Verwaltung und insbesondere der Bildung. Jetzt gilt es umso mehr,
die Digitalisierung in allen Bereichen mit Mut, Entschlossenheit und Tempo voranzutreiben.",
so Berg. Dementsprechend stünden die Zeichen für die Digitalbranche laut Bitkom mittelfristig
insgesamt wieder auf Wachstum.
4
Vgl. ifo-Pressemitteilung vom 01. Juli 2020, veröffentlicht unter https://www.ifo.de Das Marktforschungsunternehmen Gartner6 prognostiziert in seinem neuesten, am 13. Juli 2020 veröffentlichten IT Spending
Forecast einen weltweiten Rückgang der IT-Ausgaben in 2020 um -7,3% (2019: +2,3%)
gegenüber dem Vorjahr auf USD 3.531 Mrd. (2019: USD 3.811 Mrd.). Laut Gartner werden
Unternehmen infolge der Coronavirus-Pandemie einen Rückstand bei IT-Projekten und
weniger Geld zur Verfügung haben. Laut Gartner werden jedoch die Marktsegmente Software
und IT-Services mit Rückgängen von 5,7% bzw. 6,8% weniger stark schrumpfen als der
Gesamtmarkt
6
Vgl. Gartner-Pressemitteilung vom 13. Juli 2020, veröffentlicht unter www.gartner.com Ausblick Für das laufende Jahr 2020 erwartet der Vorstand die Rückkehr der USU-Gruppe in den
langfristigen Wachstumstrend. Dazu beitragen soll unter anderem das starke Software-as-a-service-
(SaaS-) Geschäft, wobei der Vorstand von deutlich mehr als einem Drittel SaaS-Anteil
an neuen Produktaufträgen in 2020 ausgeht. Daraus folgend plant der Vorstand infolge
des Trends hin zum SaaS und der Investitionszurückhaltung der von Corona stärker betroffenen
Unternehmen mit einem eher verhaltenen Software-Lizenzgeschäft. Dagegen werden die
in den vergangenen Quartalen gewonnenen Serviceaufträge in Verbindung mit erwarteten
Neuaufträgen auch im zweiten Halbjahr 2020 zu einer sehr hohen Auslastung der Beratermannschaft
und einem entsprechend positiven Beratungsgeschäft in beiden Segmenten der USU-Gruppe
führen. Nach der Reorganisation der französischen Tochtergesellschaft USU SAS und
der damit verbundenen Neuaufstellung des Vertriebsmanagements dieser Gesellschaft
sieht der Vorstand ein entsprechendes Wachstum und eine Ergebnisverbesserung dieser
Gesellschaft im Gesamtjahr 2020 als realistisch an, so dass von dieser Seite keine
relevante Ergebnisbelastung mehr erwartet wird. Vor dem Hintergrund der weiterhin
unsicheren Dauer und Entwicklung der COVID-19-Pandemie, einer möglichen 2. Infektionswelle
und der Dimension der damit verbundenen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ist derzeit
eine zuverlässige und realistische Einschätzung der zukünftigen USU-Geschäftsentwicklung
noch immer nicht exakt möglich. Dennoch erwartet der Vorstand selbst bei einer deutlich
länger anhaltenden Krise oder einer weiteren Verschlechterung der aktuellen Lage ein
Wachstum im Umsatz und ein positives Bereinigtes EBIT auch im zweiten Halbjahr 2020
und insofern auch für das gesamte Geschäftsjahr 2020. Zugleich bestätigt der Vorstand
die Mittelfristplanung für die USU-Gruppe, die ein durchschnittliches organisches
Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie den Ausbau der operativen Marge
auf Basis des Bereinigten EBIT bis 2024 auf 13% - 15% beinhaltet. Im Fokus der strategischen Planung stehen die drei etablierten Wachstumssäulen der
USU-Gruppe: der Ausbau der Internationalisierung, die Entwicklung und Markteinführung
neuer Produktinnovationen sowie anorganisches Wachstum durch Akquisitionen. Chancen- und Risikobericht Bezüglich der Chancen und Risiken der USU Software AG und des Gesamtkonzerns liegen
keine Veränderungen gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 vor. Wir verweisen
insofern auf den im Geschäftsbericht 2019 enthaltenen Chancen- und Risikobericht. USU-Aktien (ISIN DE000A0BVU28). Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse
unter der Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der International Security Identification
Number (Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN") DE000A0BVU28 notiert und dort
zum Handel im Regulierten Markt zugelassen. Nach dem drastischen, durch die Corona-Krise hervorgerufenen Kursrutsch zum Ende
des ersten Quartals 2020 tendierten die Aktienmärkte im Verlauf des Berichtsquartal
deutlich stärker und bildeten insofern eine V-Formation im Chartbild aus. Zum Stichtag
30 Juni 2020 verblieb dabei auf Quartalssicht beim Deutschen Aktienindex (DAX) auf
dem elektronischen Handelsplatz XETRA ein Kursgewinn gegenüber dem Stichtag des Vorquartals
von 23,9% auf 12.310,93 Punkte (31. März 2020: 9.935,84 Punkte). Auch der Technology
All Share-Index verbuchte im Vergleich zum Vergleichsstichtag des Vorquartals auf
XETRA einen Kursrzuwachs von 23,9% auf 4.037,09 Punkte (31. März 2020: 3.258,36,11
Punkte). Die USU-Aktie legte im Zuge der Veröffentlichung des USU-Geschäftszahlen
für das erste Quartal 2020 mit einer positiven Quartals-Performance von 60,3% auf
EUR 20,20 (31. März 2020: EUR 12,60) sogar deutlich überproportional im Vergleich
zu den Indizes zu. Im Vergleich zum Stichtag 31 Dezember 2019 verblieb bei der USU-Aktie
(31. Dezember 2019: EUR 15,805) eine positive 2020er Aktienperformance von 27,8%,
während der Technology All Share-Index (31. Dezember 2019: 3.708,89 Punkte) im gleichen
Zeitraum einen Kursanstieg von 8,8% verzeichnete. Dagegen blieb der DAX (31. Dezember
2019: 13.249,01 Punkte) mit einem Kursrückgang um -7,1% hinter dem Schlussstand vom
Jahresende 2019 zurück.
USU Software AG scroll
KONZERN-BILANZ (UNTESTIERT)AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (UNTESTINRT)scroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (UNTESTIERT)scroll
KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL (UNTESTIERTscroll
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VERKÜRZTER KONZERNANHANG FÜR DIE ERSTEN 6 MONATE 2020 (UNTESTIERT)Grundsätze zur Rechnungslegung Die USU Software AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik
Deutschland. Die Gesellschaft hat ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland,
und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, Abt. B, unter der Nummer 206442
eingetragen. Dieser Zwischenabschluss der USU Software AG steht im Einklang mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden
sind. Der Zwischenabschluss wurde nach IAS 34 (Interim Financial Reporting) erstellt. Es wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie
beim nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2019 abgeschlossene
Geschäftsjahr angewandt. Der vorliegende ungeprüfte 6-Monatsbericht 2020 ist daher
in Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss 2019 zu lesen. Dieser Zwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach Auffassung
des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der üblichen
Periodenabgrenzung. Im Rahmen der Aufstellung des Zwischenabschlusses gemäß den IFRS müssen zu einem
gewissen Grad Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten
Vermögenswerte und Schulden am Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen
für die Berichtsperiode betreffen. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können
von den Schätzungen abweichen. Ertragsteuern werden in der Zwischenperiode auf der Grundlage der besten Schätzung
des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragssteuersatzes erfasst, der für
das Gesamtjahr erwartet wird. Dieser Steuersatz wird auf das Vorsteuerergebnis der
konsolidierten Gesellschaften angewendet. Aus dem Ergebnis der Zwischenperioden kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis
geschlossen werden. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Segmentberichterstattung Nach IFRS 8 ist USU in den zwei Geschäftsfeldern "Produktgeschäft" und "Servicegeschäft"
tätig, die im Wesentlichen die Risiken und die Eigenkapitalverzinsung des Konzerns
beeinflussen. Die Aufgliederung verschiedener Kenngrößen nach den Geschäftsfeldern
entsprechend IFRS 8 ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt: scroll
scroll
Außerhalb Deutschlands erzielte die USU-Gruppe in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2020 insgesamt 28,5% (Q1-Q2/2019: 28,5%) bzw. TEUR 14.836 (Q1-Q2/2019: TEUR 12.796)
der konsolidierten Umsätze. Diese Angaben beziehen sich auf den Sitz des Kunden. Auf
weitergehende Angaben der geographischen Daten wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Nachtragsbericht Mitte August 2020 hat USU den zwischenzeitlich fertiggestellten "USU Campus" zur
Erweiterung der Mietflächen an der USU-Firmenzentrale bezogen und nutzt diesen gemäß
des im Vorjahr mit der AUSUM GmbH geschlossenen Mietvertrages. Der Mietvertrag wurde
zunächst für 15 Jahre abgeschlossen. Der Mietpreis beläuft sich auf monatlich TEUR
29. Ab dem Zeitpunkt der Wirksamkeit des Mietvertrages durch Nutzung der Mietflächen,
also dem 3. Quartal 2020, ist dieser entsprechend gemäß IFRS 16 zu berücksichtigen
und zu bilanzieren. Aktien der Organe der USU Software AG Folgender Bestand an Aktien der USU Software AG von Organmitgliedern der Gesellschaft
wurde zum 30. Juni 2020 festgestellt: scroll
Zusätzlich werden über die "Wissen ist Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer
dieser Stiftung 32.000 (2019: 32.000) Stimmrechte an der USU Software AG gemäß § 34
(1) S. 1 Nr. 1 WpHG n.F. zugerechnet. Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software AG werden von den Organmitgliedern
nicht gehalten. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäfts-Ergebnisses
und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
USU Software AG scroll
FINANZKALENDER 202011. September 2020 16. IR-Fahrt 2020, Rüttnauer Research, virtuell 16. November 2020 Veröffentlichung 9-Monatsbericht 2020 16.-18. November 2020 Investoren- und Analystenkonferenz im Rahmen der Veranstaltung |
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