USU Software AGMöglingen3-Monatsbericht 20213-Monats-Finanzbericht / Bericht über das erste Quartal 2021USU AUF EINEN BLICK3-Monatsbericht 2021scrollen
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BRIEF AN DIE AKTIONÄRESehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
liebe Leserinnen und Leser,
nachdem wir ungeachtet der Covid-19-Krise in 2020 ein
Rekordjahr realisiert und erstmals in der
USU-Firmenhistorie die 100-Millionen-Euro-Umsatz-Marke
deutlich übertroffen haben, gelang uns auch in den
ersten 3 Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein
guter Start. Ein wichtiger Treiber der positiven operativen
Entwicklung ist der Trend zur Digitalisierung der
Unternehmensprozesse, und so konnten wir den Konzernumsatz
gegenüber dem sehr starken Vorjahresquartal um 3,7 %
auf 27,2 Mio. Euro steigern. Das um akquisitionsbedingte
Sondereffekte bereinigte EBIT (Bereinigtes EBIT)
erhöhte sich überproportional um 10,3 % auf 2,2
Mio. Euro.
Gerade in der aktuellen Krisenzeit profitieren wir von
der starken Nachfrage nach etablierten Lösungen
für die Digitalisierung von IT- und Kundenservices,
zum Beispiel Self-Service-Lösungen oder Chatbots.
Kunden automatisieren damit ihre Prozesse, minimieren ihre
Kosten und können die Produktivität der
Belegschaft aus dem Homeoffice heraus steigern. Insofern
sind wir sehr optimistisch, auch im laufenden
Geschäftsjahr ein leichtes Umsatzwachstum zu erzielen,
wobei wir das Bereinigte EBIT auf mindestens 9-10 Mio. Euro
ausbauen möchten.
Neben dem hohen Rekord-Auftragsbestand soll dazu
insbesondere das kontinuierlich steigende
SaaS-Geschäft beitragen. Dazu erwarten wir positive
Effekte aus der "One-USU"-Strategie-Umsetzung. Denn Ende
Januar haben wir sämtliche Technologien, die
jahrzehntelange Erfahrung und die konzernweiten Kompetenzen
unter der USU-Marke gebündelt. Ziel ist es, unser
Profil als Marktführer für smarte
Service-Lösungen zu stärken und das weitere
internationale Wachstum zu forcieren. Denn unsere Kunden
profitieren von einem integrierten, modular aufgebauten und
ganzheitlichen Beratungs- und Technologie-Angebot aus einer
Hand. In Summe sehen wir uns daher für die aktuellen
Herausforderungen äußerst gut aufgestellt und
gerüstet.
Nicht zuletzt beobachten wir auch eine erfreuliche
Entwicklung der USU-Aktie. Obwohl auch die diesjährige
Hauptversammlung am 6. Juli Corona-bedingt nicht als
Präsenzveranstaltung stattfinden kann, hoffen wir
dennoch auf die virtuelle Teilnahme vieler Aktionäre.
Ein Tagesordnungspunkt der Hauptversammlung wird unter
anderem die Beschlussfassung für eine
Dividendenzahlung von 40 Eurocent je Aktie für das
Geschäftsjahr 2020 sein. Und auch für das
Geschäftsjahr 2021 möchten wir die Anteilseigner
der USU Software AG wie in den Vorjahren wiederum
maßgeblich am operativen Unternehmenserfolg der
Gesellschaft beteiligen und insofern die
aktionärsfreundliche Dividendenpolitik,
fortführen.
Ihr
KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DAS 1. QUARTAL 2021 (UNTESTIERT) USUGrundlagen der USU Software AG und des KonzernsDie USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist
als Konzernmuttergesellschaft direkt oder indirekt an den
folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt:
USU GmbH, Möglingen, Deutschland; USU Software s.r.o.,
Brno, Tschechische Republik, USU Austria GmbH, Wien,
Österreich; Omega Software GmbH, Obersulm,
Deutschland; USU Solutions GmbH, Leinfelden-Echterdingen,
Deutschland; USU Technologies GmbH, Aachen, Deutschland;
USU Solutions Inc., Boston, USA; USU SAS, Paris,
Frankreich. Zudem besteht eine Beteiligung der USU Software
AG an der Openshop Internet Software GmbH, Möglingen,
Deutschland, welche nicht mehr operativ tätig ist.
Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften
Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und SteuerungssystemDie USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im
Folgenden auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) setzt als
führender Anbieter von Software- und
Servicelösungen für IT & Customer Service
Management Maßstäbe für bessere
Servicequalität. Mit USU antworten Unternehmen auf die
veränderten Kunden- und Mitarbeiterbedürfnisse in
einer digitalen Welt. Namhafte Unternehmen schaffen mit USU
Lösungen Transparenz, sind agiler, sparen Kosten und
senken ihre Risiken - durch smartere Services, einfachere
Workflows und bessere Zusammenarbeit.
Das USU Leistungsportfolio umfasst neben Software Asset
Management, IT Service Management und IT Service Monitoring
die Bereiche Knowledge Management, Self-Service Management,
Digital Service Solutions und AI Services.
Über 1.200 USU Kunden aus allen Teilen der
internationalen Wirtschaft profitieren von
USU-Lösungen, beispielsweise Allianz, Bechtle, BITBW,
BMW, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, die Schweizerische
Post, Fiducia & GAD, Jungheinrich, LinkedIn, Novartis,
Otto, VW oder W&W.
Die USU Software AG hat sich zum Ziel gesetzt, in den
kommenden Jahren beim Konzernumsatz jeweils über dem
Durchschnitt des IT-Marktes zu wachsen und zugleich die
Profitabilität weiter auszubauen. Im Vordergrund steht
dabei, durch Innovationen und die Verbreiterung der
internationalen Marktpräsenz organisch zu wachsen,
wobei anorganisches Wachstum in Form von Akquisitionen und
Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der
Unternehmensstrategie ist.
Die wesentlichen Leistungsindikatoren für die USU
Software AG sowie für den Konzern sind
Umsatzerlöse und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen
und Steuern ("Bereinigtes EBIT").
Da das Konzernergebnis der USU-Gruppe nach IFRS durch
verschiedene Sondereffekte beeinflusst wurde und wird,
welche eine Vergleichbarkeit der Ertragskraft von USU
über die Geschäftsjahre hinweg erschweren, hat
die Gesellschaft zu Informationszwecken zusätzlich ein
Bereinigtes Konzernergebnis ermittelt. Dieses stellt das um
die Abschreibungen auf im Rahmen von
Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle
Vermögenswerte sowie zusätzlicher
akquisitionsbedingter Sonderfaktoren bereinigte
Konzernergebnis inklusive der damit verbundenen
Steuereffekte dar. Auf Basis dieses Bereinigten
Konzernergebnisses weist die USU Software AG unter
Berücksichtigung der durchschnittlich im Umlauf
befindlichen Stückaktien ferner ein Bereinigtes
Ergebnis pro Aktie aus. Des Weiteren wird ein Bereinigtes
EBIT, welches als maßgebliche Planungs- und
Steuerungsgröße fungiert, ausgewiesen. Sowohl
das Bereinigte Konzernergebnis und das Bereinigte EBIT als
auch das Bereinigte Ergebnis pro Aktie stellen keine
IFRS-bezogenen Kennzahlen dar.
Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet der
Vorstand sowohl ein leichtes Umsatzwachstum als auch eine
Steigerung des Bereinigten EBIT auf mindestens 9 bis 10
Mio. EUR. Dazu beitragen soll insbesondere das starke
SaaS-Geschäft. Zudem geht der Vorstand von positiven
Effekten und einer Effizienzsteigerung im Rahmen der "One
USU"-Strategieumsetzung aus.
Zugleich bestätigt der Vorstand die aktuelle
Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches organisches
Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie
mit Blick auf das weiter zunehmende SaaS-Geschäft den
Ausbau der operativen Marge auf Basis des Bereinigten EBIT
bis 2024 auf 13-15% beinhaltet.
Forschung und EntwicklungAuch für 2021 wurde die USU Software AG mit dem
Deutschlandtest-Siegel "Deutschlands innovativste
Unternehmen" auszeichnet. Damit honoriert die Studie die
vielfältigen F&E-Aktivitäten rund um
innovative Technologie-Themen wie Künstliche
Intelligenz oder Cloud Management. USU investiert seit
Jahren überdurchschnittlich viel in Forschung &
Entwicklung. Im ersten Quartal 2021 lagen die Aufwände
bei TEUR 4.242 (Q1/2020: TEUR 3.984) bzw. 15,6 % (Q1/2020:
15,2%) des Konzernumsatzes. Die Zahl der angestellten
Mitarbeiter in diesem Bereich betrug zum 31. März 2021
insgesamt 211 (31.März 2020: 201). Die F&E-Kosten
der USU-Gruppe erfüllen im Regelfall nicht die
Ansatzkriterien zur Aktivierung und werden daher nicht
aktiviert.
Im Geschäftsbereich USU Service Management
verbesserte das F&E-Team die Software-Architektur und
arbeitete am neuen Shop-Modul, an der Plattform sowie an
neuen Web-Komponenten weiter. Außerdem wurden die
Entwicklungsprozesse angepasst und optimiert. Ferner konnte
die neue Version des IT-Analysewerkzeuges freigegeben
werden.
Gegenstand der F&E-Aktivitäten der Solution IT-
& Service-Monitoring ist die fortlaufende Verbesserung
der Software für das Business Service Monitoring. In
den ersten Monaten 2021 stand die Erweiterung des Moduls
für das End-to-End-Monitoring sowie der
Alarmierungs-Funktionalitäten im Bereich IT Alerting
im Fokus. Dazu kamen noch Arbeiten für Predictive
Analytics oder für den Systembetrieb unter Linux.
Im Rahmen der Weiterentwicklung für den
Kompetenzbereich Software Lizenzmanagement arbeitete das
F&E-Team vor allem an der Verbesserung der
Benutzerfreundlichkeit, z.B. durch grafische Elemente,
sowie dem Ausbau der Reporting-Funktionen, die umfassende
Auswertungen schnell und einfach ermöglichen. Ab
sofort werden wesentliche Elemente des umfangreichen
Softwarelizenz-Katalogs unter Verwendung von USU
KI-Technologien automatisiert erstellt und damit bei
Minimierung der Ressourcen beschleunigt.
Einen Schwerpunkt von F&E im Geschäftsbereich
USU Knowledge Management lag bei der Weiterentwicklung der
Chatbot-Technologie, z.B. durch die KI-gestützte
proaktive Erkennung von Wünschen bzw. Absichten der
Nutzer oder durch "Bot Universe", bei dem verschiedene Bots
miteinander kooperieren und dadurch erweiterte
Aufgabenfelder bearbeiten können. Des Weiteren wurde
u.a. die Skalierbarkeit der Wissensdatenbank optimiert, da
USU in den letzten Jahren große internationale
Projekte gewinnen konnte und daher große Anwender-
und Zugriffsmengen verarbeitet werden müssen.
Im Geschäftsfeld AI Services entwickelte das
F&E-Team in Zusammenarbeit mit dem Bereich Service
Management das KI-gestützte Ticket-Routing weiter und
verbesserte auch Chatbot-Funktionen. Außerdem konnte
die neue Version von AI Industrial Analytics fertig
gestellt werden, die u.a. eine selbstentwickelte
Algorithmen-Bibliothek enthalten, die Lösungen zu
typischen Problemen bei der Arbeit mit Maschinendaten
enthält.
Seit Juli 2020 arbeitet ein neuer USU
Entwicklungsbereich an einer übergreifenden Hybrid
Cloud Management-Lösung, die einen Großteil der
USU-Produkte integriert, zum Beispiel IT Servicemanagement,
Software Lizenzmanagement oder Business Service Monitoring.
Die erste Version wird voraussichtlich im Frühsommer
2021 zur Vermarktung verfügbar sein. Auch im ersten
Quartal stand die Verknüpfung von definierten Cloud
Ressourcen, aus Azure, AWS oder der Google Cloud, mit
Business Services, der Anbindung an eine Configuration
Management Database (CMDB) sowie der Analyse und
Darstellung von finanziellen Status und Planabweichungen im
Fokus. Daraus gewonnene Informationen werden mittels
Analysen in Form von Dashlets im USU-Portal als zentrales
User Interface der USU Hybrid Cloud Management Lösung
präsentiert.
Der USU-Forschungsbereich begleitet derzeit eine Reihe
von großen Verbundprojekten, für die
plangemäß im ersten Quartal Zwischenberichte und
zahlenmäßige Nachweise erstellt und den
Projektträgern vorgelegt wurden. Besonderes Gewicht
hatte das Leuchtturmprojekt des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Energie, Service-Meister, zur Entwicklung
einer KI-basierten Service-Plattform für den deutschen
Mittelstand. Darüber hinaus arbeitet das
Forschungs-Team bereichsübergreifend an Anträgen
für die Förderung innerbetrieblicher Innovationen
im Rahmen des Forschungszulagengesetzes des
Bundeswirtschaftsministeriums.
WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche EntwicklungIm ersten Quartal 2021 ist das Bruttoinlandsprodukt
(BIP) gemäß einer ersten Schnellmeldung des
Statistischen Bundesamtes ("destatis")
1 vom 30. April 2021 wieder stärker von den
Corona-Maßnahmen beeinträchtigt worden. Nachdem
sich die deutsche Wirtschaft in der zweiten
Jahreshälfte 2020 zunächst etwas erholt hatte,
führte die Corona-Krise gemäß destatis zum
Jahresbeginn 2021 zu einem erneuten Rückgang der
Wirtschaftsleistung. Davon war besonders der private Konsum
betroffen, während die Warenexporte die Wirtschaft
stützten. Nach destatis-Berechnungen ist das BIP
gegenüber dem 4. Quartal 2020 - preis-, saison- und
kalenderbereinigt - um 1,7 % gesunken. Im
Vorjahresvergleich war das BIP im 1. Quartal 2021
preisbereinigt um 3,3 %, preis- und kalenderbereinigt um
3,0 %, niedriger als im 1. Quartal 2020. Im Vergleich zum
4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Krise,
lag das BIP laut destatis im 1. Quartal 2021 um 4,9 %
niedriger. Auch im Euroraum ist das BIP gemäß
einer vorläufigen Schnellschätzung des
statistischen Amtes der Europäischen Union (eurostat)
2 im Auftaktquartal des Jahres 2021 um 0,6%
gegenüber dem Vorquartal gesunken. Im Vergleich zum
entsprechenden Quartal des Vorjahres, ist das
saisonbereinigte BIP im ersten Quartal 2021 im Euroraum um
1,8% zurückgegangen.
1 Vgl. destatis-Pressemitteilung Nr. 211 vom 30.
April 2021, veröffentlicht unter
https://www.destatis.de
Branchenbezogene EntwicklungIm Gegensatz zur Gesamtwirtschaft entwickelte sich das
Geschäftsklima in der Digital-Branche nach
Untersuchungen des Digitalverbandes Bitkom
3 im ersten Quartal 2021 positiv. So hat sich
nach Bitkom-Informationen die Stimmung in der
Digitalbranche im Berichtsquartal Q1/2021 weiter verbessert
und war auch im April 2021 kräftig im Aufschwung. Laut
Bitkom stieg der Bitkom-ifo-Digitalindex, der die
Geschäftslage und Geschäftserwartungen der
Digitalunternehmen abbildet, bis April 2021 auf 31,7
Punkte. Er liegt damit höher als vor Beginn der
Corona-Pandemie.
Geschäftsentwicklung für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2021Umsatz- und KostenentwicklungKonzernumsatzDie USU Software AG hat im Auftaktquartal des laufenden
Geschäftsjahres 2021 im Verbund mit ihren
Tochtergesellschaften (nachfolgend auch "USU-Gruppe" oder
"USU" genannt) ungeachtet der sich wieder
verstärkenden Corona-Krise zahlreiche Neuaufträge
gewonnen und entsprechend eine positive operative
Geschäftsentwicklung verzeichnet. Demgemäß
steigerte USU in den ersten drei Monaten 2021 den
Konzernumsatz um 3,7% gegenüber dem starken Vorjahr
auf TEUR 27.180 (Q1/2020: TEUR 26.210). Dieser
Umsatzanstieg resultiert vor allem aus neuen
inländischen Digitalisierungsprojekten, die in
Corona-Zeiten besonders stark nachgefragt werden.
Entsprechend steigerte die USU-Gruppe die inländischen
Umsatzerlöse um 11,0% auf TEUR 20.368 (Q1/2020: TEUR
18.343), während der Auslandsumsatz mit TEUR 6.812
(Q1/2020: TEUR 7.867) Corona-bedingt um 13,4% hinter dem
sehr starken Vorjahreswert zurückblieb. Dadurch sank
der Anteil des Auslandsgeschäftes am Konzernumsatz von
USU von 30,0% im ersten Quartal des Vorjahres auf nunmehr
25,1% im 3-Monatszeitraum 2021.
Nach Umsatzarten erhöhte USU dank zahlreicher
Neuaufträge die Beratungserlöse
überdurchschnittlich um 11,6% gegenüber dem
Vorjahr auf TEUR 16.555 (Q1/2020: TEUR 14.830). Zugleich
profitierte USU vom anhaltend wachsenden Cloud- und
Wartungsgeschäft. So erhöhten sich die
Wartungserlöse inklusive der Erlöse aus dem
Software-as-a-Service (SaaS)-Geschäft im
Vorjahresvergleich um 5,6% auf TEUR 8.202 (Q1/2020: TEUR
7.767), wovon TEUR 2.444 (Q1/2020: TEUR 2.182) allein auf
die SaaS-Erlöse entfallen. Dies entspricht einem
Anstieg der SaaS-Umsätze um 12,0% gegenüber dem
Vorjahr. Infolge des vergleichsweise hohen Anteils des
SaaS-Geschäftes an den Neuabschlüssen lag der
Lizenzumsatz im Berichtsquartal Q1/2021 entsprechend mit
TEUR 2.177 (Q1/2020: TEUR 3.389) um 35,8% unter dem starken
Vergleichswert des Vorjahres. Die sonstigen Erlöse,
die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit
fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich
auf insgesamt TEUR 246 (Q1/2020: TEUR 224).
3 Vgl. Bitkom-Pressemitteilung vom 29. April
2020, veröffentlicht unter www.bitkom.org
Umsatz nach GeschäftsfeldernDas Leistungsspektrum des Geschäftsfeldes
"Produktgeschäft" umfasst sämtliche
Aktivitäten rund um die USU-Produktpalette im Markt
für IT Management-Lösungen, im Knowledge
Management-Markt sowie dem aus dem Forschungsbereich
hervorgegangenem Geschäftsbereich für Big Data
Analytics, Katana (seit 2021: USU AI Services). Das
Geschäftsfeld "Servicegeschäft" beinhaltet
Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten,
individuelle Anwendungsentwicklung und digitale
Strategie-Beratung, Service- und UX-Design sowie
Webportale, Apps und Intranets.
Das Segment "Produktgeschäft" steuerte in den
ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2020
Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 19.359 (Q1/2020:
TEUR 19.508) zum Konzernumsatz bei, was einem leichten
Rückgang um 0,8% gegenüber dem Vorjahr
entspricht. Maßgeblich hierfür war insbesondere
das rückläufige Lizenzgeschäft, das im
Auftaktquartal 2021 nicht vom Anstieg der SaaS-Erlöse
kompensiert werden konnte. Dagegen stieg im gleichen
Zeitraum der beratungsbezogene Umsatz des Segments
"Servicegeschäft" um 16,9% gegenüber dem
Vergleichswert des Vorjahres auf TEUR 7.792 (Q1/2020: TEUR
6.665). Dabei profitierte USU insbesondere vom anhaltenden
Nachfragetrend nach Digitalisierungslösungen. Die
nicht den Segmenten zugeordneten Umsätze summierten
sich in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres
2021 auf TEUR 29 (Q1/2020: TEUR 37).
Operative KostenDie operative Aufwandsbasis der USU-Gruppe erhöhte
sich im ersten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahr um
lediglich 2,2% auf TEUR 25.399 (Q1/2020: TEUR 24.843).
Zudem wurde im Berichtsquartal im Zuge der Neuorganisation
der USU-Konzerneinheiten im Rahmen des Strategieprojektes
"One USU" eine Umverteilung zentraler Konzernaufwendungen
auf die jeweiligen operativen Bereiche vorgenommen.
Die Herstellungskosten des Umsatzes stiegen im
Berichtszeitraum insbesondere durch erhöhte Honorare
für zusätzlich eingesetzte Freelancer im Zuge der
Geschäftsausweitung um 7,3% gegenüber dem Vorjahr
auf nunmehr TEUR 13.606 (Q1/2020: TEUR 12.680) an. Die auf
den Konzernumsatz bezogene Herstellkostenquote blieb dabei
mit 50,1% (Q1/2020: 48,40%) leicht oberhalb des
Vergleichswertes aus dem Vorjahr. Das Bruttoergebnis
erhöhte sich zeitgleich von TEUR 13.530 im ersten
Quartal 2020 auf TEUR 13.574 im Berichtsquartal. Dagegen
blieb die Bruttomarge mit 49,9% (Q1/2020: 51,6%) leicht
unter dem Vorjahreswert. Die Marketing- und
Vertriebsaufwendungen erhöhten sich im
Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 5,0% auf
TEUR 4.864 (Q1/2020: TEUR 4.631). Dieser Anstieg spiegelt
vor allem den Personalausbau dieses Bereiches auf 119
(Q1/2020: 103) Mitarbeiter und die damit verbunden
gestiegenen Personalaufwendungen wider. Die umsatzbezogene
Kostenquote für den Bereich Marketing und Vertrieb
stieg entsprechend leicht von 17,7% im ersten Quartal 2020
auf nunmehr 17,9% im Auftaktquartal 2021 an.
Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sanken im
Berichtszeitraum vor allem infolge der mit der
Neuorganisation verbundenen Umverteilung zentraler Kosten
auf die operativen Bereiche sowie reduzierter Sachkosten um
24,3% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 2.687 (Q1/2020:
TEUR 3.548). Bezogen auf den Konzernumsatz sank die
Verwaltungskostenquote im Betrachtungszeitraum entsprechend
auf 9,9% (Q1/2020: 13,5%).
Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen im
Berichtszeitraum aufgrund erhöhter
Personalaufwendungen sowie der mit der Neuorganisation
verbundenen Aufwandssteigerung um 6,5% gegenüber dem
Vorjahr auf TEUR 4.242 (Q1/2020: TEUR 3.984) an. Die auf
den Konzernumsatz bezogene Aufwandsquote für Forschung
und Entwicklung stieg folgerichtig auf 15,6%. USU
investiert stetig in die Neu- und Weiterentwicklung des
eigenen Produktportfolios und arbeitet permanent an
innovativen, marktbezogenen Softwarelösungen.
Mittelfristig plant USU, die F&E-Aufwendungen zwar
absolut betrachtet auszubauen, relativ betrachtet jedoch
die Aufwandsquote infolge überproportional steigender
Umsatzerlöse zu senken.
Die sonstigen betrieblichen Erträge und
Aufwendungen saldieren sich im ersten Quartal 2021 auf
einen Ertrag von insgesamt TEUR 259 (Q1/2020: TEUR 381).
ErtragslageIm Zuge der Geschäftsausweitung und gleichzeitig
nur unterdurchschnittlich ausgebauter Konzernaufwendungen
baute die USU-Gruppe im Berichtsquartal Q1/2021 die
Profitabilität gegenüber dem Vorjahr weiter aus.
So erhöhte USU das EBITDA im Vorjahresvergleich um
4,0% auf TEUR 3.188 (Q1/2020: TEUR 3.064). Unter
Einbeziehung der gesamten Abschreibungen von in Summe TEUR
1.149 (Q1/2020: TEUR 1.316) erzielte USU im ersten Quartal
2020 ein um 16,6% gegenüber dem Vorjahr gesteigertes
EBIT von TEUR 2.039 (Q1/2020: TEUR 1.748).
Das Finanzergebnis summierte sich im ersten Quartal 2021
auf TEUR 173 (Q1/2020: TEUR -16). Darin enthalten sind
unter anderem Zinsaufwendungen aus Leasingverträgen
(IFRS 16). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
beliefen sich im Auftaktquartal 2021 auf TEUR -180
(Q1/2020: TEUR -162).
Insgesamt verbesserte sich das Konzernergebnis von USU
im ersten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahr um 29,4%
auf TEUR 2.032 (Q1/2020: TEUR 1.570). Bei einer
durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von
10.523.770 Aktien entspricht dies einem Ergebnis pro Aktie
von EUR 0,19 (Q1/2020: EUR 0,15).
Bereinigtes KonzernergebnisDie nachfolgende Tabelle zeigt, ausgehend vom EBIT, die
Überleitungsrechnung zu den nicht IFRS-bezogenen
Ergebnis-Kenngrößen Bereinigtes EBIT,
Bereinigtes Konzernergebnis sowie Bereinigtes Ergebnis je
Aktie. Diese stellen zu Informationszwecken die um
akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigten Kennzahlen
der USU-Gruppe dar. Das Bereinigte EBIT ist zugleich die
zentrale Ergebnis-Kenngröße des USU-Konzerns.
Bereinigtes Konzernergebnisscrollen
Im Zuge der Geschäftsausweitung steigerte USU das
Bereinigte EBIT im Dreimonatszeitraum 2021 gegenüber
dem Vorjahr um 10,3% auf TEUR 2.169 (Q1/2020: TEUR 1.967).
Zugleich stieg das Bereinigte Konzernergebnis um 21,1% auf
TEUR 2.138 (Q1/2020: TEUR 1.765). Das Bereinigte Ergebnis
je Aktie verbesserte sich entsprechend von EUR 0,17 im
Vorjahr auf nunmehr EUR 0,20.
Vermögens- und FinanzlageAuf der Aktivseite der Bilanz stiegen die langfristigen
Vermögenswerte der USU-Gruppe zum 31. März 2021
leicht auf TEUR 72.583 (31. Dezember 2020: TEUR 71.923) an.
Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf gesteigerte
Nutzungsrechte nach IFRS 16 auf TEUR 17.244 (31. Dezember
2020: TEUR 16.280) zurückzuführen.
Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich
im gleichen Zeitraum von TEUR 43.543 zum 31. Dezember 2020
auf nunmehr TEUR 49.579, was im Wesentlichen aus der
Erhöhung der Konzernliquidität (Kassenbestand und
Guthaben bei Kreditinstituten zzgl. Wertpapiere)
resultiert, die zum 31. März 2021 auf TEUR 22.748 (31.
Dezember 2020: TEUR 18.534) anstieg.
Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital
der USU-Gruppe im Zuge des positiven Konzernergebnisses von
TEUR 61.770 zum 31. Dezember 2020 auf TEUR 63.621 zum 31.
März 2021. Zugleich stieg das Fremdkapital in Form der
kurz- und langfristigen Schulden der USU-Gruppe zum 31.
März 2021 auf TEUR 58.541 (31. Dezember 2020: TEUR
53.696). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus
erhöhten passiven Rechnungsabgrenzungsposten, die aus
bereits zu Jahresbeginn in Rechnung gestellten Wartungs-
und SaaS-Verträgen, für die eine zugehörige
Leistungserbringung und Umsatzrealisierung im weiteren
Jahreserlauf erfolgt, herrühren sowie aus
erhöhten Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16.
Bei einer Bilanzsumme von TEUR 122.162 (31. Dezember
2020: TEUR 115.466) belief sich die Eigenkapitalquote zum
31. März 2021 auf 52,1% (31. Dezember 2020: 53,5%).
Mit dieser Eigenkapitalquote, der gesteigerten
Konzernliquidität und keinerlei Bankverbindlichkeiten,
ist die USU-Gruppe weiterhin äußerst solide und
gesichert finanziert.
Cash-Flow und InvestitionenZum 31. März 2021 verfügte die USU-Gruppe
über flüssige Mittel (ohne Wertpapiere) von TEUR
22.747 (Q1/2020: TEUR 17.561). Im Vorjahresvergleich
entspricht dies einem Anstieg um TEUR 5.186 bzw. 29,5%.
Demgemäß steigerte USU die
Konzernliquidität im Vergleich zum Bilanzstichtag 31.
Dezember 2020, an dem USU über liquide Mittel von TEUR
18.534 verfügte, um 22,7%.
Der Cash-Flow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit von USU war im Berichtsquartal
Q1/2021 mit TEUR 4.863 (Q1/2020: TEUR 8.593) wieder
deutlich positiv, was im Wesentlichen auf den erzielten
Quartalsgewinn von USU zurückzuführen ist.
Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von TEUR
-187 (Q1/2020: TEUR -743) beinhaltet im Wesentlichen die
Investitionen in Sachanlagen.
Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in
Höhe von TEUR -682 (Q1/2020: TEUR -682) resultiert wie
im Vorjahr aus Auszahlungen für die Tilgung von
Leasingverbindlichkeiten.
AuftragsbestandZum Ende des ersten Quartals 2021 summierte sich der
konzernweite Auftragsbestand der USU-Gruppe auf TEUR 64.547
(31. März 2020: TEUR 57.842) und lag damit um TEUR
6.705 bzw. 11,6% über dem Vorjahreswert und markierte
insofern abermals einen neuen Rekordwert. Der Anstieg
resultiert im Wesentlichen aus einem gestiegenen SaaS-,
Wartungs- und Beratungsbestand der USU-Gruppe. Auch
gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres (31.
Dezember 2020: TEUR 61.891) baute USU den Auftragsbestand
um weitere 4,3% aus.
Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des
Quartals stellt aufgrund von verbindlichen Verträgen
die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der
USU-Gruppe auf Sicht der kommenden 12 Monate dar. Diese
beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie
Wartungs- und SaaS-Verträge.
MitarbeiterZum 31. März 2021 baute die USU-Gruppe ihre
Belegschaft gegenüber dem Vorjahr um 1,7% bzw. 12
Mitarbeiter auf 732 (31. März 2020: 720) Mitarbeiter
aus. Nach Funktionsbereichen untergliedert
beschäftigte USU zum Ende des ersten Quartals 2021
insgesamt 298 (31. März 2020: 316) Mitarbeiter im
Bereich Beratung und Services, 211 (31. März 2020:
201) Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung, 119
(31. März 2020: 103) Mitarbeiter im Bereich Vertrieb
und Marketing sowie 106 (31. März 2020: 100)
Mitarbeiter in der Administration. Segmentbezogen waren 514
(31. März 2020: 513) Mitarbeiter im Geschäftsfeld
"Produktgeschäft", 112 (31. März 2020: 107)
Mitarbeiter im Geschäftsfeld "Servicegeschäft"
sowie 106 (31. März 2020: 100) Mitarbeiter im
Zentralbereich der USU-Gruppe tätig. Damit hat USU
ungeachtet des Fachkräftemangels in der IT-Branche und
der andauernden Corona-Krise ihre Konzernbelegschaft auch
im Auftaktquartal 2020 zielgemäß mit Blick auf
die Mittelfristplanung leicht ausgebaut.
Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognoseberichtGesamtwirtschaftGemäß der Gemeinschaftsdiagnose #1-2021
4 der führenden
Wirtschaftsforschungsinstitute vom 14. April 2021
verzögert die Corona-Pandemie den konjunkturellen
Aufschwung. Demnach prognostizieren die Institute in Ihrem
Frühjahrsgutachten einen Anstieg des BIP im laufenden
Jahr um 3,7% (2020: -4,9%). Der erneute Shutdown
verzögere die wirtschaftliche Erholung, aber sobald
die Infektionsgefahren gebannt sein werden, werde nach
Meinung der Institute eine kräftige Erholung
einsetzen. Die Wirtschaftsforschungsinstitute
prognostizieren insofern, dass die deutsche Wirtschaft etwa
zu Beginn des kommenden Jahres zur Normalauslastung
zurückkehren dürfte.
Dagegen ist die Weltwirtschaft nach Aussagen der
Institute trotz der Belastungen durch die Corona-Pandemie
weiter auf Expansionskurs. Zwar seien Teile der
europäischen Wirtschaft erneut gelähmt,
außerhalb Europas sei die Konjunktur aber im
Aufschwung. So sei die Pandemie in Ostasien schon über
längere Zeit weitgehend unter Kontrolle und auch in
den USA seien die Infektionszahlen seit Januar stark
gesunken.
Sobald sich der Bann der Pandemie löst, dürfte
die Konjunktur nach Meinung der Institute rasch anziehen,
allerdings würden sich die Regionen darin
unterscheiden, zu welchem Zeitpunkt dies der Fall sein
werde. Global betrachtet werde die Weltproduktion in 2021
daher um voraussichtlich 6,3% im Jahresdurchschnitt
zulegen, nach einem Rückgang von 3,6% im Jahr 2020.
BrancheDie deutsche Digitalbranche ist nach Informationen des
Digitalverbandes Bitkom
5 weiterhin im Aufschwung und wird auch 2021
ihre Umsätze weiter steigern. Laut Bitkom werden die
Ausgaben für Informationstechnologie,
Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich
zu 2020 um 2,7% wachsen und voraussichtlich ein Volumen von
EUR 174,4 Mrd. (2020: EUR 169,8 Mrd.) erreichen. Dabei soll
der deutsche IT-Markt nach Bitkom-Berechnungen im laufenden
Jahr 2021 um 4,2% (2020: -0,7%) auf EUR 98,6 Mrd. (2020:
94,6 Mrd.) zulegen, nach einem leichten Rückgang um
0,7% im Vorjahr. Hierbei erwartet Bitkom für das
Marktsegment Software ein überdurchschnittliches
Wachstum von 4,1% (2020: -1,0%) auf EUR 27 Mrd. (2020: EUR
25,9 Mrd.), während die Ausgaben für IT-Services
um lediglich 1,1% (2020: -3,2%) auf EUR 40,0 Mrd. (2020:
EUR 39,6 Mrd.) zulegen sollen.
Und auch das Marktforschungsunternehmen Gartner
6 prognostiziert in seinem neuesten, am 7. April
2021 veröffentlichten IT Spending Forecast einen
weltweiten Anstieg der IT-Ausgaben in 2021 um 8,4% (2020:
-2,2%) gegenüber dem Vorjahr auf USD 4.073 Mio. (2020:
USD 3.757 Mio.). Laut Gartner würden die Mittel
für neue digitale Geschäftsinitiativen immer
häufiger aus den Fachabteilungen außerhalb der
IT kommen. "Die IT unterstützt nicht mehr nur den
Geschäftsbetrieb, wie es traditionell der Fall war,
sondern ist voll an der Wertschöpfung des Unternehmens
beteiligt", sagt John-David Lovelock, Vizepräsident
bei Gartner. "Damit verlagert sich die IT nicht nur von
einer Back-Office-Rolle an die Vorderseite des
Geschäfts, sondern auch von einem Overhead-Aufwand,
der gewartet, überwacht und manchmal gekürzt
wird, zu dem, was den Umsatz antreibt." Gemäß
Gartner werden daher die Marktsegmente Software und
IT-Services überproportional um 10,8% (2020: -2,1%)
auf USD 517 Mio. (2020: USD 467 Mio.) bzw. 9,0% (2020:
-1,8%) auf USD 1.113 Mio. (2020: USD 1.021 Mio.) zulegen,
AusblickFür die USU-Gruppe erwartet der Vorstand für
das laufende Jahr 2021 sowohl ein leichtes Umsatzwachstum
als auch eine Steigerung des Bereinigten EBIT auf
mindestens 9 bis 10 Mio. EUR. Dazu beitragen soll
insbesondere das starke SaaS-Geschäft. Zudem geht der
Vorstand von positiven Effekten und einer
Effizienzsteigerung im Rahmen der "One
USU"-Strategieumsetzung aus.
5 Vgl. BITKOM-Pressemitteiluna vom 13. Januar
2021, veröffentlicht unter www.bitkom.org
Zugleich bestätigt der Vorstand die aktuelle
Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches organisches
Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie
mit Blick auf das weiter zunehmende SaaS-Geschäft den
Ausbau der operativen Marge auf Basis des Bereinigten EBIT
bis 2024 auf 13-15% beinhaltet.
Im Fokus der strategischen Planung stehen dabei die drei
etablierten Wachstumssäulen der USU-Gruppe: der Ausbau
der Internationalisierung, die Entwicklung und
Markteinführung neuer Produktinnovationen sowie
anorganisches Wachstum durch Akquisitionen.
Unter den vorgenannten Prämissen plant der
Vorstand, auch für das Geschäftsjahr 2021 die
Anteilseigner der USU Software AG wie in den Vorjahren
wiederum am operativen Unternehmenserfolg der Gesellschaft
maßgeblich zu beteiligen und die
aktionärsfreundliche Dividendenpolitik, die eine
Ausschüttung einer Dividende vorsieht, die nie unter
dem Vorjahreswert liegt und etwa der Hälfte des
erwirtschafteten Gewinns entsprechen soll,
fortzuführen.
Chancen- und RisikoberichtBezüglich der Chancen und Risiken der USU Software
AG und des Gesamtkonzerns liegen keine Veränderungen
gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 vor.
Wir verweisen insofern auf den im Geschäftsbericht
2020 enthaltenen Chancen- und Risikobericht.
USU-Aktien (ISIN DE000A0BVU28).Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard
der Frankfurter Wertpapierbörse unter der
Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der
International Security Identification Number
(Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN")
DE000A0BVU28 notiert und dort zum Handel im Regulierten
Markt zugelassen.
In den ersten Wochen des Jahres 2021 tendierten die
Aktienmärkte im Zuge der nachlassenden Corona-Pandemie
und der damit verbundenen Hoffnungen auf eine
konjunkturelle Erholung deutlich positiv, bevor ab Mitte
Februar aufkommende Inflationssorgen die positive
Marktstimmung wieder trübten und demgemäß
überwiegend zu Kursrückgängen führten.
Zum Stichtag 31 März 2021 verblieb auf Quartalssicht
beim Deutschen Aktienindex (DAX) auf dem elektronischen
Handelsplatz XETRA insgesamt ein Kursanstieg gegenüber
dem Stichtag des Vorquartals von 9,4% auf 15.008,34 Punkte
(31. Dezember 2020: 13.718,78 Punkte). Auch der Technology
All Share-Index verbuchte im Vergleich zum
Vergleichsstichtag des Vorquartals auf XETRA einen
Kursgewinn von 6,3% auf 4.762,54 Punkte (31. Dezember 2020:
4.479,20 Punkte). Und auch die USU-Aktie konnte mit einer
Quartals-Performance von +2,9% abermals zulegen und
beendete den Handel am 31. März 2021 auf XETRA bei EUR
28,00 (31. Dezember 2020: EUR 27,2).
Im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres 31. März
2020 verblieb beim DAX ein deutlicher Kurszuwachs von 51,1%
(31. März 2020: 9.935,84 Punkte), während der
Technology All Share-Index nahezu gleich stark um 46,2%
(31. März 2020: 3.258,36 Punkte) zulegen konnte. Die
USU-Aktie haussierte im gleichen Zeitraum regelrecht und
verzeichnete im Zuge der erfolgreichen
Geschäftsentwicklung eine positive
Aktienkursperformance von +122,2% (31. März 2020: EUR
12,60).
USU Software AG
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KONZERN-BILANZ (UNTESTIERT)AKTIVAscrollen
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KONKERN-KAPITALFLUSSHETHNUNG (UNTESTIERT)scrollen
KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL (UNTESTIERT)scrollen
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VERKÜRZTER KONZERANHANG FÜR DIE ERSTEN 3 MONATE 2021 (UNTESTIERT)Grundsätze zur RechnungslegungDie USU Software AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem
Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft hat
ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland,
und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, Abt.
B, unter der Nummer 206442 eingetragen.
Dieser Zwischenabschluss der USU Software AG steht im
Einklang mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union
anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss wurde nach IAS 34
(Interim Financial Reporting) erstellt.
Es wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze wie beim nach IFRS
aufgestellten Konzernabschluss für das am 31. Dezember
2020 abgeschlossene Geschäftsjahr angewandt. Der
vorliegende ungeprüfte 3-Monatsbericht 2021 ist daher
in Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss
2020 zu lesen.
Dieser Zwischenabschluss enthält alle notwendigen
Abgrenzungen und gibt nach Auffassung des Managements ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder.
Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der
üblichen Periodenabgrenzung.
Im Rahmen der Aufstellung des Zwischenabschlusses
gemäß den IFRS müssen zu einem gewissen
Grad Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen werden,
welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am
Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und
Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Die
sich tatsächlich einstellenden Beträge
können von den Schätzungen abweichen.
Ertragsteuern werden in der Zwischenperiode auf der
Grundlage der besten Schätzung des gewichteten
durchschnittlichen jährlichen Ertragssteuersatzes
erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Dieser
Steuersatz wird auf das Vorsteuerergebnis der
konsolidierten Gesellschaften angewendet.
Aus dem Ergebnis der Zwischenperioden kann nicht
notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.
UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
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SegmentberichterstattungNach IFRS 8 ist USU in den zwei Geschäftsfeldern
"Produktgeschäft" und "Servicegeschäft"
tätig, die im Wesentlichen die Risiken und die
Eigenkapitalverzinsung des Konzerns beeinflussen. Die
Aufgliederung verschiedener Kenngrößen nach den
Geschäftsfeldern entsprechend IFRS 8 ist in der
nachfolgenden Übersicht dargestellt:
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Außerhalb Deutschlands erzielte die USU-Gruppe in
den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2020
insgesamt 25,1% (Q1/2020: 30,0%) bzw. TEUR 6.812 (Q1/2020:
TEUR 7.867) der konsolidierten Umsätze. Diese Angaben
beziehen sich auf den Sitz des Kunden. Auf weitergehende
Angaben der geographischen Daten wurde aus
Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Aktien der Organe der USU Software AGFolgender Bestand an Aktien der USU Software AG von
Organmitgliedern der Gesellschaft wurde zum 31. März
2021 festgestellt:
Bestandsmeldungen der Organescrollen
Zusätzlich werden über die "Wissen ist
Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer
dieser Stiftung 32.000 (2020: 32.000) Stimmrechte an der
USU Software AG gemäß § 34 (1) S. 1 Nr. 1
WpHG n.F. zugerechnet.
Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software
AG werden von den Organmitgliedern nicht gehalten.
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