USU Software AGMöglingenHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023USU AUF EINEN BLICKscrollen
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USU Software AG
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KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2023 (UNTESTIERT)Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
liebe Leserinnen und Leser, ungeachtet des klaren Wandels
vom Einmallizenz- hin zum
Software-as-a-Service-(SaaS-)Geschäft wächst die
USU-Gruppe auch in 2023 sichtbar weiter. Ein höherer
SaaS-Anteil der Neukunden und eine
Investitionszurückhaltung sowie damit verbundene
Auftragsverschiebungen potenzieller Kunden im
Berichtsquartal führten zu einem temporären
Ergebnisrückgang. Hintergrund der
Investitionszurückhaltung ist im Wesentlichen die
schwache Gesamtwirtschaft sowie die hohe Inflation und die
damit verbundene Unsicherheit hinsichtlich der eigenen
Geschäftsentwicklung unserer (potenziellen) Kunden.
Positiv festzuhalten bleibt, dass die Nachfrage nach
USU-Produkten und -Lösungen nach wie vor hoch ist und
lediglich längere Sales-Zyklen im Lizenzgeschäft
sich im Konzernergebnis des Berichtsquartals widerspiegeln.
Aufgrund der Erfolge der SaaS-Transformation, die durch das
Wachstum von über 23% im SaaS-Bereich deutlich
sichtbar sind und des hohen Auftragsbestandes sowie des
anhaltend starken Beratungsgeschäftes wird die
strategische Ausrichtung der USU-Gruppe konsequent
fortgeführt. Dies betrifft insbesondere
Investitionsprojekte im Umfeld der künstlichen
Intelligenz und im Markt für Cloudmanagement.
Zielgerichtet und unterstützend für die SaaS
Transformation wird dabei auch die Investition in die neue
zentrale Produktplattform ausgebaut.
Auch wenn aktuell der Zeitpunkt der Auftragserteilung
der potenziellen Neukunden und die damit verbundene
Entscheidung für eine Einmallizenz oder ein
SaaS-Projekt aufgrund der Marktlage noch nicht valide
vorausgesagt werden kann, gehen wir davon aus, dass der
Ergebniseffekt des Berichtsquartals auf Gesamtjahressicht
nicht vollumfänglich kompensiert werden kann. Daher
haben wir eine Neujustierung der Guidance vorgenommen und
planen nunmehr für das Gesamtjahr 2023 ein
Umsatzwachstum auf EUR 132 - 139 Mio. (bisher: EUR 134-139
Mio.) - bei einem zielgerichteten weiteren deutlichen
Ausbau des SaaS-Geschäftes und einem EBITDA von EUR 13
- 15 Mio. (bisher: EUR 16,5 - 18,0 Mio.).
Zudem verfestigt sich der Trend vom
Einmallizenz-Geschäft (On Premises) hin zu
Mietmodellen (SaaS) auf Halbjahressicht. Dadurch
erhöhten sich die Recurring Revenue (wiederkehrende
Umsatzerlöse = Wartungserlöse zuzüglich der
SaaS-Einnahmen) im ersten Halbjahr um 12,3% gegenüber
dem Vorjahr auf EUR 21,2 Mio., so dass der Anteil der
Recurring Revenue am Gesamtumsatz auf 32,6% gesteigert
wurde. Und auch der Auftragsbestand blieb mit mehr als EUR
89 Mio. auf hohem Niveau und bildet die Basis für die
erfolgreiche Geschäftsentwicklung der kommenden
Monate.
Ihr
Bernhard Oberschmidt,
Vorstandsvorsitzender der USU Software AG
Grundlagen der USU Software AG und des KonzernsDie USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist
als Konzernmuttergesellschaft direkt oder indirekt an den
folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt:
USU GmbH, Möglingen, Deutschland; USU Software s.r.o.,
Brno, Tschechische Republik, USU Austria GmbH, Wien,
Österreich; Omega Software GmbH, Obersulm,
Deutschland; USU Solutions Inc., Boston, USA; USU SAS,
Paris, Frankreich und USU GK, Tokio, Japan. Zudem besteht
eine Beteiligung der USU Software AG an der Openshop
Internet Software GmbH, Möglingen, Deutschland, welche
nicht mehr operativ tätig ist.
Zu Beginn des 2. Quartals 2023 erfolgte im Rahmen der
"One USU"-Strategie die Verschmelzung der ehemaligen
USU-Tochtergesellschaften USU Technologies GmbH und USU
Solutions GmbH auf die USU GmbH. Durch die Verschmelzungen
wurden die drei rechtlich selbständigen Einheiten USU
GmbH, USU Solutions GmbH sowie die USU Technologies GmbH in
der USU-Gruppe in der fortbestehenden USU GmbH
zusammengefasst.
Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und SteuerungssystemDie USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im
Folgenden auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) setzt als
führender Anbieter von Software- und
Servicelösungen für IT & Customer Service
Management Maßstäbe für bessere
Servicequalität. Mit USU antworten Unternehmen auf die
veränderten Kunden- und Mitarbeiterbedürfnisse in
einer digitalen Welt. Namhafte Unternehmen schaffen mit
USU-Lösungen Transparenz, sind agiler, sparen Kosten
und senken ihre Risiken - durch smartere Services,
einfachere Workflows und bessere Zusammenarbeit.
Das USU-Leistungsportfolio umfasst neben Software Asset
Management, IT Service Management und IT Service Monitoring
die Bereiche Knowledge Management, Self-Service Management,
Digital Service Solutions und AI Services. Über 1.200
USU-Kunden aus allen Teilen der internationalen Wirtschaft
profitieren von USU-Lösungen, beispielsweise Allianz,
Atruvia, Bechtle, BITBW, BMW, Deutsche Bahn, Deutsche
Telekom, die Schweizerische Post, Jungheinrich, LinkedIn,
Novartis, Otto, VW oder W&W. Die USU Software AG hat
sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren beim
Konzernumsatz jeweils über dem Durchschnitt des
IT-Marktes zu wachsen und zugleich die Profitabilität
weiter auszubauen. Im Vordergrund steht dabei, durch
Innovationen und die Verbreiterung der internationalen
Marktpräsenz organisch zu wachsen, wobei anorganisches
Wachstum in Form von Akquisitionen und
Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der
Unternehmensstrategie ist.
Die wesentlichen Leistungsindikatoren für die USU
Software AG sowie für den Konzern sind
Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen ("EBITDA"). Dabei fungiert das EBITDA neben
dem Konzernumsatz seit 2022 als maßgebliche Planungs-
und Steuerungsgröße. Gemäß der
aktualisierten Guidance erwartet der Vorstand für das
Geschäftsjahr 2023 infolge des zielgerichteten
weiteren Ausbaus des SaaS-Geschäftes ein
Umsatzwachstum auf EUR 132 - 139 Mio. (bisher: EUR 134-139
Mio.). Unter Berücksichtigung des negativen
gesamtwirtschaftlichen Umfelds und der damit verbundenen
Auftragsverschiebungen und -zurückhaltung potenzieller
Neukunden - insbesondere im Softwarelizenzgeschäft -
rechnet der Vorstand nunmehr für das Gesamtjahr 2023
mit einem EBITDA von EUR 13 - 15 Mio. (bisher: EUR 16,5 -
18,0 Mio.).
Infolge der erreichten Erfolge aus der
SaaS-Transformation und des damit verbundenen hohen
Auftragsbestandes sowie des anhaltend starken
Beratungsgeschäftes aufgrund größerer
Digitalisierungsaufträge sieht der Vorstand die
mittel- und langfristige Ausrichtung nicht in Gefahr,
sondern erwartet lediglich kurzfristige Belastungen.
Entsprechend bestätigt der Vorstand die aktuelle
Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches organisches
Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie
mit Blick auf das weiter zunehmende SaaS-Geschäft den
Ausbau der EBITDA-Marge bis 2026 auf 17 - 19% beinhaltet.
Forschung und EntwicklungSoftware-Innovationen sind ein zentraler Bestandteil des
USU-Geschäftsmodells. Gerade
Schlüsseltechnologien wie Cloud Computing oder
Künstliche Intelligenz betrachten die Verantwortlichen
als Treiber für den langfristigen und nachhaltigen
Erfolg. Seit Jahren investiert der USU-Konzern daher
überdurchschnittlich viel in Forschung und Entwicklung
(F&E), um neue attraktive Produkte zu entwickeln oder
das bestehende Portfolio entsprechend zu erweitern.
Im ersten Halbjahr 2023 betrugen die Aufwendungen
für Forschung & Entwicklung insgesamt TEUR 10.520
(Q1-2/2022: TEUR 8.817 bzw. 16,2% (Q1-Q2/2022: 14,6%) des
Konzernumsatzes. Die Zahl der angestellten Mitarbeiter in
diesem Bereich betrug zum 30. Juni 2023 insgesamt 229 (30.
Juni 2022: 221). Da die F&E-Kosten der Gesellschaft im
Regelfall nicht die Ansatzkriterien zur Aktivierung
erfüllen, werden sie nicht aktiviert.
Im Mittelpunkt der konzernweiten F&E-Strategie steht
der sukzessive Aufbau einer ganzheitlichen SaaS-basierten
Plattform, die mittelfristig das komplette Portfolio
für IT Asset Management, Service Management und IT
Operations Management integrieren wird. Dabei werden die
einzelnen modularen Lösungen als Apps verfügbar
sein und eine flexible, ergonomisch bedienbare und
jederzeit erweiterbare Unterstützung bieten. Die
Entwicklungsarbeiten hierzu begannen 2022 im Rahmen der
"One USU"-Strategie und wurden in den ersten 6 Monaten 2023
weitergeführt. In diesem Zeitraum konnten die USU Shop
App, die Service Desk App sowie der App Manager
weiterentwickelt werden. Mit den Entwicklungsarbeiten
für die Cloud Management App wird in Kürze
begonnen. Parallel dazu wurde und wird das bestehende
Portfolio der einzelnen Geschäftsbereiche wie in den
letzten Jahren beständig weiterentwickelt und durch
Innovationen ergänzt.
Im Bereich USU Service Management erweiterte das
F&E-Team vor allem die Funktionalitäten im Self
Service-Portal. Dabei wurde die Anzeige von Nachrichten
konfigurierbar gemacht sowie das Erstellen von Tickets aus
dem Chatbot ermöglicht. Zudem wurde die Suche im neuen
Shop-Modul implementiert, außerdem dessen
Oberfläche bzw. Benutzerfreundlichkeit verbessert
sowie weitere Fulfillment-Prozesse hinzugefügt.
Für die USU IT Monitoring Lösung konnten die
Entwickler ein neues Release veröffentlichen, das z.B.
durch umfangreiche Schnittstellen die Integration von
Drittsystemen deutlich vereinfacht. Aus den
Grundlagenarbeiten zur UX-Verbesserung entstand eine Server
Monitoring App, die es ermöglicht, sehr komfortabel
Server Überwachungen anzulegen und zu verwalten.
Außerdem ist die UX-Überarbeitung der End-to-End
Monitoring-Lösung in Arbeit. Entwicklungsschwerpunkt
des Geschäftsfeldes USU Software Asset Management
(SAM) war und ist die Erweiterung des Themas "Manage SaaS"
sowie die Modernisierung der SAM-Technologie mit Blick auf
die neue USU-Plattform. Hinzu kommen neue Funktionen im
Bereich KI-unterstützte Verarbeitung von
Eingangsdaten, insbesondere automatisierte Erkennung von
Nutzungsdaten und Kaufbelegen. Im Bereich Cloud Management
konnte ein Servicepaket erstellt werden, das Kunden bzgl.
Transparenz und Optimierung von Cloud-Investments
unterstützt.
Wie angekündigt konnten im Bereich USU Knowledge
Management die Arbeiten an der neuen Version von
Knowledge-Center abgeschlossen werden. Highlight ist der
neue "Aktive Editor" - damit lässt sich Wissen in
einzelnen, kombinierbaren Modulen bzw. Blöcken
verwalten, nicht mehr in Dokumenten. Dies ist laut den
Marktanalysten von Gartner eine wichtige Voraussetzung
für die Verbindung von KI und einer Wissensdatenbank.
Im Bereich Self Service werden zunehmend Use-Cases mit
generativer KI umgesetzt.
Das Geschäftsfeld AI Services beschäftigt sich
mit der Erweiterung des bestehenden USU-Portfolios durch
neu KI-basierte Technologie-Bausteine. Im Berichtszeitraum
wurde z.B. die Verwaltungsoberfläche für Service
Management neugestaltet und erweitert. Dies ermöglicht
u.a. einen sofortigen Überblick über die
Qualität der durch KI generierten Vorschläge in
den Produktivsystemen. Durch den optionalen Einsatz von
GPT-Modellen beim Ticketrouting konnte die Qualität
der Vorhersagen außerdem nochmals verbessert werden.
Im Bereich Hybrid Cloud Management erweitert USU sein
Angebot um einen ab sofort verfügbaren Cloud Cost
Management-Service. Damit unterstützt USU Kunden
dabei, ihre Cloud-Kosten zu verstehen und besser steuern.
Der Service liefert Transparenz über die eingesetzten
Ressourcen in den Cloud-Umgebungen von Azure, AWS und GCP.
Regelmäßige Berichte, eine fundierte
Interpretation der Ergebnisse und die Begleitung der
nächsten Schritte durch USU Cloud-Experten geben
Kunden die Möglichkeit, frühzeitig die richtigen
Entscheidungen zu treffen.
Im Forschungsbereich konnten im ersten Halbjahr 2023
zwei mehrjährige Forschungsprojekte erfolgreich
abgeschlossen werden: Für das Verbundprojekt
"Servicemeister" präsentierte das USU-Team zusammen
mit dem Partner Open Grid Europe u.a. den Use Case
"Kathodischer Korrosionsschutz", bei dem es um Vermeidung
von Fehlalarmen in überregionalen Gasnetzwerken ging.
Vorgestellt wurde außerdem der von USU entwickelte
GAIA-X-Konnektor, der die einfache Anmeldung in
GAIA-X-Infrastrukturen erlaubt. Im Rahmen des ebenfalls
beendeten Forschungsprojektes FabOS entwickelte USU mit dem
neuen Data Science Wizard ein Werkzeug zur automatisierten
Erstellung von datengetriebenen Services. Damit können
Fachbereiche auch ohne die Hilfe von Data Scientisten
erfolgreiche KI-Modelle entwickeln.
WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche EntwicklungGemäß einer Meldung des Statistischen
Bundesamtes ("destatis")
1 vom 28. Juli 2023 stagnierte (0,0%) das
deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 2. Quartal 2023
gegenüber dem Vorquartal - preis-, saison- und
kalenderbereinigt - nachdem es zwei Quartale in Folge
gesunken war (revidiert -0,1 % im 1. Quartal 2023 und -0,4
% im 4. Quartal 2022). Wie destatis weiter mitteilt, haben
sich die Konsumausgaben der privaten Haushalte nach dem
schwachen Winterhalbjahr im 2. Quartal 2023 stabilisiert.
Im Vorjahresvergleich war das BIP im 2. Quartal 2023
preisbereinigt um 0,6 % niedriger als im 2. Quartal 2022.
Preis- und kalenderbereinigt war der Rückgang geringer
(-0,2 %), da ein Arbeitstag weniger zur Verfügung
stand als im Vorjahreszeitraum.
Im Euroraum ist das saisonbereinigte BIP
gemäß einer Schnellschätzung des
statistischen Amtes der Europäischen Union (eurostat)
2 im 2. Quartal 2023 um 0,3% gegenüber dem
Vorquartal gestiegen, nachdem es nach den revidierten
Zahlen laut eurostat im 1. Quartal 2023 gegenüber dem
Vorquartal unverändert geblieben war. Im Vergleich zum
entsprechenden Quartal des Vorjahres, hat sich das
saisonbereinigte BIP im Euroraum nach
eurostat-Informationen im 2. Quartal 2023 um 0,6%
erhöht.
2 Vgl. eurostat-Pressemitteilung 91/2023 vom 16.
August 2023, veröffentlicht unter
http://ec.europa.eu/eurostat
Branchenbezogene EntwicklungDas Geschäftsklima in der Digital-Branche ist nach
Untersuchungen des Digitalverbandes Bitkom
3 im Juni 2023 insgesamt positiv. Wie Erhebungen
von Bitkom und ifo Institut zeigen beurteilten die
ITK-Unternehmen Im Juni 2023 ihre Geschäftslage
insgesamt als gut. So war der Digitalindex, der das
Geschäftsklima in der Digitalbranche auf der Basis
einer monatlichen ifo Konjunkturumfrage aufzeigt und sich
aus dem geometrischen Mittel der Werte für die
aktuelle Geschäftslage und die
Geschäftserwartungen ergibt, im Juni mit einem Wert
von 12,1 insgesamt positiv, auch wenn er im Vergleich zum
Mai (17,7) gesunken ist.
Geschäftsentwicklung 2. Quartal 2023Dank des Rekord-Auftragsbestandes und des damit
verbundenen hohen Bestandes an SaaS-Verträgen haben
die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften
(nachfolgend auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt)
ungeachtet der im Berichtsquartal verzeichneten
konjunkturbedingten Auftragsverschiebungen im 2. Quartal
2023 den Konzernumsatz weiter ausgebaut. So steigerte USU
im Berichtsquartal Q2/2023 den Konzernumsatz leicht um 2,8%
gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 31.591 (Q2/2022: TEUR
30.722). Dieser Anstieg resultiert aus dem
Inlandsgeschäft der USU-Gruppe, das um 7,8% auf TEUR
25.405 (Q2/2022: TEUR 23.563) zulegte. Nach der positiven
Entwicklung des Auslandsgeschäftes in den
Vorquartalen, zeigte sich insbesondere in den Märkten
außerhalb Deutschlands im abgelaufenen Quartal ein
verlängerter Sales-Cycle bei den potenziellen Kunden,
so dass der Auslandsumsatz im Vorjahresvergleich um 13,6%
auf TEUR 6.186 (Q2/2022: TEUR 7.159) nachgab.
Dieser Rückgang spiegelt sich insbesondere im
Lizenzgeschäft der USU-Gruppe wider, das nach dem
deutlichen Zuwachs im Vorjahresquartal im Berichtsquartal
um etwa drei Viertel auf TEUR 830 (Q2/2022: TEUR 3.226)
zurückging. Infolge des strategischen Wandels vom
Einmal-Lizenzgeschäft hin zum SaaS-Geschäft baute
USU jedoch zugleich die SaaS-Erlöse gegenüber dem
Vorjahr um 25,1% auf nunmehr TEUR 4.211 (Q2/2022: TEUR
3.367) aus. Und auch die Wartungserlöse stiegen im 2.
Quartal 2023 gegenüber dem Vergleichsquartal des
Vorjahres um 6,6% auf TEUR 6.627 (Q2/2022: TEUR 6.215) an,
so dass der gesamte Recurring Revenue (wiederkehrende
Umsatzerlöse = Wartungserlöse zuzüglich der
SaaS-Einnahmen) um 13,1% auf TEUR 10.838 (Q2/2022: TEUR
9.582) zulegte. Zugleich baute USU die Beratungserlöse
infolge des hohen Auftragsbestandes und mehrerer
Folgeaufträge um 13,8% gegenüber dem Vorjahr auf
insgesamt TEUR 19.707 (Q2/2022: TEUR: 17.320) aus. Die
sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen
Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und
Software beinhalten, beliefen sich auf TEUR 216 (Q2/2022:
TEUR 594). Nach Segmenten betrachtet legte das
beratungsbezogene Servicegeschäft um 20,2% auf TEUR
10.206 (Q2/2022: TEUR 8.494) zu, während das
Produktgeschäft um 3,6% auf TEUR 21.385 (Q2/2022: TEUR
22.193) nachgab.
Die Aufwandsbasis des USU-Konzerns erhöhte sich im
Vorjahresvergleich im Zuge der Geschäftsausweitung und
der damit verbundenen Ausweitung der Beratermannschaft und
des notwendigen Einsatzes zusätzlicher Freier
Mitarbeiter:innen und Partner:innen, höherer
F&E-Investitionen im Umfeld der künstlichen
Intelligenz, im Markt für Cloudmanagement und in die
neue zentrale Produktplattform sowie inflationsbedingt
gestiegener Personalkosten um insgesamt 9,5% auf TEUR
30.825 (Q2/2022: TEUR 28.152). Infolge des deutlichen
Rückgangs der margenstarken Lizenzerlöse und des
gleichzeitigen Kostenanstiegs sank das Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Berichtsquartal
gegenüber dem Vorjahr um 43,7% auf TEUR 2.137
(Q2/2022: TEUR 3.796). Inklusive der Abschreibungen von
TEUR 1.203 (Q2/2022: TEUR 1.172) belief sich das Ergebnis
vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf TEUR 934 (Q2/2022: TEUR
2.624). Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem
EBIT-Rückgang um 64,4%. Das Finanzergebnis summierte
sich im 2. Quartal 2022 auf TEUR 204 (Q2/2021: TEUR 86).
Infolge des Ergebnisrückgangs sanken die Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag von TEUR 828 im 2. Quartal 2022
auf TEUR 424 im Berichtsquartal Q2/2023. In Summe blieb das
Konzernergebnis von USU im 2. Quartal 2023 mit TEUR 714
(Q2/2022: TEUR 1.883) um 62,1% gegenüber dem Vorjahr
zurück. Bei einer durchschnittlich im Umlauf
befindlichen Aktienzahl von 10.523.770 (Q2/2022:
10.523.770) Aktien entspricht dies einem verwässerten
Ergebnis pro Aktie von EUR 0,07 (Q1/2022: EUR 0,18),
während sich das unverwässerte Ergebnis pro Aktie
bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen
Aktienzahl von 10.000.000 (Q2/2022: 10.523.770) Aktien
ebenfalls auf EUR 0,07 (Q1/2022: EUR 0,18) belief.
Geschäftsentwicklung für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022Umsatz- und KostenentwicklungKonzernumsatzAuch auf Halbjahressicht wirkten sich die
Auftragsverschiebungen auf die Geschäftsentwicklung
aus, obgleich USU dank des bestehenden Auftragsbestandes
und des starken Auftaktquartals 2023 ein Umsatzwachstum um
7,6% auf TEUR 64.898 (Q1-Q2/2022: TEUR 60.295) erzielte.
Dabei steigerte die USU-Gruppe die inländischen
Umsatzerlöse deutlich um 10,1% auf TEUR 51.639
(Q1-Q2/2022: TEUR 46.883). Das Auslandsgeschäft blieb
auf Halbjahressicht mit TEUR 13.259 (Q1-Q2/2022: TEUR
13.412) um 1,1% unterhalb des Vergleichswertes des
Vorjahres. Dadurch bedingt sank der Anteil des
Auslandsgeschäftes am Konzernumsatz von USU von 22,2%
im ersten Halbjahr 2022 auf 20,4% im 6-Monatszeitraum 2023.
Nach Umsatzarten erhöhte USU dank der bestehenden
SaaS-Verträge der Vorjahre und mehrerer
Neuaufträge die SaaS-Erlöse
überdurchschnittlich um 23,3% gegenüber dem
Vorjahr auf TEUR 8.214 (Q1-Q2/2022: TEUR 6.661). Infolge
des Wandels von Einmal-Lizenzgeschäft hin zum
SaaS-Geschäft hatte USU in den vergangenen Jahren
einen hohen wiederkehrenden SaaS-Auftragsbestand aufbauen
können, der auch zukünftig durch steigende
SaaS-Anteile am Neugeschäft weiter sichtbar anwachsen
wird. Zugleich profitierte USU vom Lizenzgeschäft der
Vorquartale und dem damit verbundenen
Wartungsgeschäft. So erhöhten sich die
Wartungserlöse im Vorjahresvergleich um 6,3% auf TEUR
12.972 (Q1-Q2/2022: TEUR 12.207). Entsprechend baute USU
den Recurring Revenue auf Halbjahressicht um 12,3%
gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 21.186 (Q1-Q2/2022:
TEUR 18.868) aus, was einem Anstieg des Anteils der
Recurring Revenue am Gesamtumsatz auf 32,7% (Q1-Q2/2022:
31,3%) entspricht. Zugleich blieben jedoch die
Lizenzerlöse infolge des Wandels hin zu SaaS sowie von
im Berichtsquartal verzeichneten Auftragsverschiebungen
potenzieller Neukunden auf Halbjahressicht um 63,5% unter
dem Vergleichswert des Vorjahres und summierten sich auf
TEUR 2.128 (Q1-Q2/2022: TEUR 5.823). Die
Beratungserlöse erhöhten sich zugleich dank des
anhaltenden Digitalisierungstrends um 18,3% gegenüber
dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 41.192 (Q1-Q2/2022: TEUR
34.833). Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen
Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und
Software beinhalten, beliefen sich auf insgesamt TEUR 392
(Q1-Q2/2022: TEUR 771).
Umsatz nach GeschäftsfeldernDas Leistungsspektrum des Geschäftsfeldes
"Produktgeschäft" umfasst sämtliche
Aktivitäten rund um die USU-Produktpalette im Markt
für IT Management-Lösungen, im Knowledge
Management-Markt sowie dem aus dem Forschungsbereich
hervorgegangenem Geschäftsbereich für Big Data
Analytics, USU AI Services. Das Geschäftsfeld
"Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im
Rahmen von IT-Projekten, individuelle Anwendungsentwicklung
und digitale Strategie-Beratung, Service- und UX-Design
sowie Webportale, Apps und Intranets.
Das Segment "Produktgeschäft" steuerte in den
ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022
Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 44.047 (Q1-Q2/2022:
TEUR 42.782) zum Konzernumsatz bei, was im
Vorjahresvergleich einem Anstieg um 2,9% entspricht. Im
gleichen Zeitraum baute USU den beratungsbezogenen Umsatz
des Segments "Servicegeschäft" um 19,5% gegenüber
dem Vorjahr auf TEUR 20.851 (Q1-Q2/2022: TEUR 17.447) aus.
Die nicht den Segmenten zugeordneten Umsätze beliefen
sich in den ersten sechs Monaten 2023 auf TEUR 0
(Q1-Q2/2022: TEUR 66).
Operative KostenDie operative Aufwandsbasis der USU-Gruppe erhöhte
sich im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres
2023 gegenüber dem Vorjahr um 11,2% auf TEUR 61.882
(Q1-Q2/2022: TEUR 55.632). Dieser Anstieg spiegelt zum
einen den erhöhten Einsatz von angestellten Beratern,
Freelancern und Partnern im Zuge der
Geschäftsausweitung und die damit verbundenen
Kostensteigerungen wider. Zum anderen wirkten sich hierbei
auch die inflationsbedingte Gehaltssteigerung der
Belegschaft und die nach Corona wieder verstärkte
Teilnahme von USU an Messen und Konferenzen aus.
Die Herstellungskosten des Umsatzes spiegeln im
Berichtshalbjahr 2023 insbesondere die
Geschäftsausweitung im Beratungsbereich wider und
stiegen entsprechend im Zuge gestiegener Honorare für
zusätzlich eingesetzte freie Mitarbeiter und
erhöhte Personalaufwendungen infolge des Ausbaus der
angestellten Beratermannschaft um 10,2% gegenüber dem
Vorjahr auf nunmehr TEUR 33.920 (Q1-Q2/2022: TEUR 30.788)
an. Die auf den Konzernumsatz bezogene Herstellkostenquote
erhöhte sich entsprechend von 51,1% im Vorjahr auf
nunmehr 52,3%. Das Bruttoergebnis erhöhte sich
zeitgleich von TEUR 29.507 im ersten Halbjahr 2022 auf
nunmehr TEUR 30.978, was einem Anstieg um 5,0% entspricht.
Entsprechend lag die Bruttomarge im Berichtszeitraum
Q1-Q2/2023 bei 47,7% (Q1-Q2/2022: 48,9%).
Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen erhöhten
sich im Berichtshalbjahr gegenüber dem Vorjahr um
12,2% auf TEUR 11.652 (Q1-Q2/2022: TEUR 10.388). Dieser
Anstieg spiegelt unter anderem die nach Corona erhöhte
Präsenz der USU-Gruppe auf Messen, Konferenzen und
sonstigen Vertriebsveranstaltungen sowie die
inflationsbedingte Gehaltssteigerung der Belegschaft wider.
Infolge der erzielten Umsatzsteigerung stieg die
umsatzbezogene Kostenquote für den Bereich Marketing
und Vertrieb nur leicht von 17,2% in den ersten beiden
Quartalen 2022 auf nunmehr 18,0%.
Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen lagen im
Berichtszeitraum mit TEUR 5.789 (Q1-Q2/2022: TEUR 5.639) um
2,7% über dem Vorjahr, was im Wesentlichen auf die
inflationsbedingte Gehaltssteigerung der Belegschaft
zurückzuführen ist. Bezogen auf den Konzernumsatz
sank die Verwaltungskostenquote im Betrachtungszeitraum
infolge der überproportionalen Umsatzsteigerung auf
8,9% (Q1-Q2/2022: 9,4%).
Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen im
ersten Halbjahr 2023 aufgrund des Ausbaus der
Entwicklermannschaft zur Forcierung der
Anwendungsentwicklung im Umfeld der künstlichen
Intelligenz, für Cloudmanagement und einer zentralen
Konzern-Produktplattform im Rahmen der "One USU"-Strategie
und damit verbundener erhöhter Personalkosten sowie
der notwendigen inflationsbezogenen Gehaltssteigerung der
F&E-Belegschaft um 19,3% gegenüber dem Vorjahr auf
TEUR 10.520 (Q1-Q2/2022: TEUR 8.817) an. Die auf den
Konzernumsatz bezogene Aufwandsquote für Forschung und
Entwicklung erhöhte sich entsprechend von 14,6% im
Vorjahr auf nunmehr 16,2%. USU investiert stetig in die
Neu- und Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios
und arbeitet permanent an innovativen, marktbezogenen
Softwarelösungen. Mittelfristig plant USU, die
F&E-Aufwendungen zwar absolut betrachtet auszubauen,
relativ betrachtet jedoch die Aufwandsquote infolge
überproportional steigender Umsatzerlöse zu
senken.
Die sonstigen betrieblichen Erträge und
Aufwendungen saldieren sich im ersten Halbjahr 2023 auf
einen Ertrag von insgesamt TEUR 575 (Q1-Q2/2022: TEUR 276).
ErtragslageUngeachtet der überdurchschnittlich gesteigerten
SaaS-Umsätze sank die operative Profitabilität im
Zuge der Investitionsverschiebungen mehrerer potenzieller
Kunden im ersten Halbjahr 2023. Demgemäß blieb
das EBITDA von USU im ersten Halbjahr 2023 um 18,0%
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
zurück und summierte sich auf TEUR 5.957 (Q1-Q2/2022:
TEUR 7.263). Die EBITDA-Marge sank entsprechend von 12,0%
im Vorjahr auf nunmehr 9,2%. Unter Einbeziehung der
Abschreibungen von insgesamt TEUR 2.365 (Q1-Q2/2021: TEUR
2.325) erzielte USU im Berichtshalbjahr Q1-Q2/2023 ein EBIT
von TEUR 3.592 (Q1-Q2/2022: TEUR 4.938). Dies entspricht im
Vorjahresvergleich einem EBIT-Rückgang um 27,3%.
Das Finanzergebnis summierte sich in den ersten sechs
Monaten 2023 auf TEUR -73 (Q1-Q2/2022: TEUR 71),
während die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
infolge des im Vorjahresvergleich verzeichneten
Ergebnisrückgangs auf TEUR 1.073 (Q1-Q2/2022: TEUR
1.476) zurückgingen. In Summe sank das Konzernergebnis
von USU im ersten Halbjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr
um 30,8% auf TEUR 2.446 (Q1-Q2/2022: TEUR 3.534). Bei einer
durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von
10.523.770 (Q1-Q2/2022: 10.523.770 Aktien) Aktien
entspricht dies einem verwässerten Ergebnis pro Aktie
von EUR 0,23 (Q1-Q2/2022: EUR 0,34), während sich das
unverwässerte Ergebnis pro Aktie bei einer
durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von
10.000.000 Aktien (Q1-Q2/2022: 10.523.770 Aktien) auf EUR
0,24 (Q1-Q2/2022: EUR 0,34) belief.
Vermögens- und FinanzlageAuf der Aktivseite der Bilanz lagen die langfristigen
Vermögenswerte der USU-Gruppe zum 30. Juni 2023 mit
TEUR 64.698 (31. Dezember 2022: TEUR 64.791) leicht unter
dem Niveau derer vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2022,
während sich die kurzfristigen Vermögenswerte im
gleichen Zeitraum von TEUR 48.188 zum 31. Dezember 2022 auf
nunmehr TEUR 48.717 erhöhten. Dieser Anstieg
resultiert maßgeblich aus dem temporären Ausbau
der noch nicht abgerechneten unfertigen Leistungen von TEUR
6.013 zum 31. Dezember 2022 auf nunmehr TEUR 13.180 sowie
gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die
sich zum 30. Juni 2023 auf TEUR 22.881 (31. Dezember 2022:
TEUR 22.274) erhöhten, denen ein dividendenbedingter
Rückgang der Konzernliquidität
gegenübersteht, die sich zum 30. Juni 2023 auf TEUR
8.006 (31. Dezember 2022: TEUR 15.525) belief. Am 20. Juni
2023 hatte die Hauptversammlung die Ausschüttung einer
Dividende von EUR 0,55 je dividendenberechtigter Aktie bzw.
von insgesamt TEUR 5.500 beschlossen, was sich entsprechend
in den gesunkenen liquiden Mitteln zum 30. Juni 2023
widerspiegelt.
Auf der Passivseite der Bilanz sank das Eigenkapital der
USU-Gruppe im Zuge der im Berichtsquartal erfolgten
Dividendenzahlung an die USU-Aktionäre in Höhe
von insgesamt TEUR 5.500 von TEUR 56.954 zum 31. Dezember
2022 auf TEUR 53.879 zum 30. Juni 2023. Zugleich stieg das
Fremdkapital in Form der kurz- und langfristigen Schulden
der USU-Gruppe zum 30. Juni 2023 auf TEUR 59.537 (31.
Dezember 2022: TEUR 56.025). Dieser Anstieg resultiert im
Wesentlichen aus auf TEUR 18.000 (31. Dezember 2022: TEUR
10.597) erhöhten passiven Rechnungsabgrenzungsposten,
die aus bereits zu Jahresbeginn in Rechnung gestellten
Wartungs- und SaaS-Verträgen, für die eine
zugehörige Leistungserbringung und Umsatzrealisierung
im weiteren Jahreserlauf erfolgt, herrühren sowie
gestiegenen Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen,
die von TEUR 3.941 zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 5.800 zum
30. Juni 2023 anwuchsen.
Bei einer Bilanzsumme von TEUR 113.415 (31. Dezember
2022: TEUR 112.979) belief sich die Eigenkapitalquote zum
30. Juni 2023 auf 47,5% (31. Dezember 2022: 50,4%). Mit
dieser Eigenkapitalquote, der umfangreichen
Konzernliquidität und keinerlei Bankverbindlichkeiten,
ist die USU-Gruppe nach wie vor äußerst solide
und gesichert finanziert.
Cash-Flow und InvestitionenZum 30. Juni 2023 verfügte die USU-Gruppe über
flüssige Mittel von TEUR 8.006 (30. Juni 2022: TEUR
26.265). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem
Rückgang um TEUR 18.259 bzw. 69,5%, was im
Wesentlichen aus dem Ende 2022 durchgeführten
Aktienrückkauf sowie der im Berichtsquartal erfolgten
Dividendenzahlung an die USU-Aktionäre herrührt.
Der Cash-Flow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit von USU sank im
Berichtshalbjahr Q1-Q2/2023 um TEUR 3.130 bzw. 88,3%
gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr mit TEUR 415
(Q1-Q2/2022: TEUR 3.545) Dieser Rückgang resultiert im
Wesentlichen aus stichtagsbedingten Veränderungen des
Working Capitals.
Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von TEUR
-952 (Q1-Q2/2022: TEUR -329) beinhaltet im Wesentlichen die
Investitionen in Sachanlagen.
Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in
Höhe von TEUR -6.994 (Q1-Q2/2022: TEUR -1.455)
resultiert aus Auszahlungen für die
Gewinnausschüttung an die USU Aktionäre sowie die
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten.
AuftragsbestandUngeachtet der im Berichtsquartal verzeichneten
Auftragsverschiebungen baute die USU-Gruppe den
konzernweiten Auftragsbestand zum 30. Juni 2023
gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.760 auf TEUR 89.066
(30. Juni 2021: TEUR 78.306) aus. Dies entspricht im
Vorjahresvergleich einem Anstieg um 13,7%. Dieser Anstieg
resultiert im Wesentlichen aus einem gestiegenen SaaS-,
Wartungs- und Beratungsbestand der USU-Gruppe.
Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres (31.
Dezember 2022: TEUR 82.991) baute USU den Auftragsbestand
um 7,3% aus. Dagegen spiegeln sich die
Investitionsverschiebungen potenzieller Neukunden im
Vergleich zum Ende des ersten Quartals 2023 (31. März
2023: TEUR 89.468) wider, wonach sich ein leichter
Rückgang des Auftragsbestandes gegenüber dem
Vorquartal um 0,4% bzw. TEUR 402 errechnet.
Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des
Quartals stellt aufgrund von verbindlichen Verträgen
die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der
USU-Gruppe auf Sicht der kommenden 12 Monate dar. Diese
beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie
Wartungs- und SaaS-Verträge.
MitarbeitendeZum 30. Juni 2023 baute die USU-Gruppe ihre Belegschaft
gegenüber dem Vorjahr um 7,7% bzw. 57 Mitarbeitende
auf 801 (30. Juni 2022: 744) Mitarbeitende aus und
übertraf damit erstmals die avisierte 800er-Marke.
Nach Funktionsbereichen untergliedert beschäftigte USU
zum Ende des 2. Quartals 2022 insgesamt 362 (30. Juni 2022:
303) Mitarbeitende im Bereich Beratung und Services, 229
(30. Juni 2022: 221) Mitarbeitende im Bereich Forschung und
Entwicklung, 116 (30. Juni 2022: 118) Mitarbeitende im
Bereich Vertrieb und Marketing sowie 94 (30. Juni 2022:
104) Mitarbeitende in der Administration. Segmentbezogen
waren 576 (30. Juni 2022: 521) Mitarbeitende im
Geschäftsfeld "Produktgeschäft", 131 (30. Juni
2022: 114) Mitarbeitende im Geschäftsfeld
"Servicegeschäft" sowie 94 (30. Juni 2022: 104)
Mitarbeitende im Zentralbereich der USU-Gruppe tätig.
Damit hat USU ihre Konzernbelegschaft mit Blick auf die
Mittelfristplanung zielgerichtet ausgebaut.
Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognoseberichtGesamtwirtschaftGemäß des jüngsten Kieler
Konjunkturberichts
4 des Instituts für Weltwirtschaft (ifw
Kiel) vom 15. Juni 2023 spricht vieles dafür, dass die
deutsche Wirtschaft trotz des Gegenwindes aus den Nachwehen
der Energiekrise und der Straffung der Geldpolitik im
Verlauf des Jahres wieder auf einen moderaten
Expansionskurs einschwenken und sich damit aus der Krise
tasten wird. Laut ifw Kiel kann die Industrie von ihren
nach wie vor hohen Auftragsbeständen zehren und die
konsumnahen Dienstleister dürften von den
kräftigen Anstiegen der Löhne profitieren.
Aufgrund des schwachen ersten Halbjahres dürfte das
BIP in diesem Jahr allerdings alles in allem um 0,3%
sinken, während das ifw Kiel für 2024 mit einem
BIP-Anstieg um 1,8% rechnet.
Für den Euroraum prognostiziert das ifw Kiel
5, dass die Konjunktur nach der jüngsten
Schwächephase allmählich wieder Tritt fasst. Die
hohe Inflation, steigende Finanzierungskosten und die
Unsicherheit über die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen hätten zwar den
Post-Corona-Aufschwung in Europa beendet und die
wirtschaftliche Aktivität leicht schrumpfen lassen, da
sich insbesondere der private Konsum im ersten Halbjahr
schwach zeigte, allerdings würden die nachlassenden
Belastungen im weiteren Jahresverlauf 2023 und auch in 2024
zu einer allmählichen Verstärkung der Konjunktur
führen. Entsprechend rechnet das ifw Kiel für das
Gesamtjahr 2023 mit einem BIP-Anstieg im Euroraum von 0,6%
und im Folgejahr von 1,7%.
4 Vgl. Kieler Konjunkturberichte Nr. 104 (2023 I
Q2) vom 15, Juni 2023, veröffentlicht unter
https://www.ifw-kiel.de
BrancheNach den jüngsten Bitkom
6-Informationen zeigt sich die Digitalbranche
krisenfest und setzt weiter auf Wachstum. Entsprechend
erwartet der Digitalverband Bitkom gemäß der
neuen Prognose für die Unternehmen der IT und
Telekommunikation im laufenden Jahr 2023 ein Umsatzplus
gegenüber dem Vorjahr von 2,1% (2022: 6,3%%) auf EUR
213,2 Mrd (2022: EUR 208,8 Mrd.). "Die Unternehmen der
Bitkom-Branche stehen stabil in einem schwierigen Umfeld
und blicken optimistisch in die Zukunft", sagt
Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.
Laut Bitkom wird der IT-Markt im Jahr 2023 abermals das
größte Wachstum verbuchen. So werden nach
aktueller Bitkom-Prognose mit IT in 2023 EUR 143,6 Mrd.
(2022: EUR 139,4 Mrd.) umgesetzt. Das entspricht im
Vorjahresvergleich einem Plus von 3,0% (2022: 8,4%). Am
stärksten zulegen können laut Bitkom die
Umsätze mit Software, die um 9,6% (2022: 15,0%) auf
EUR 41,5 Mrd. (2022: EUR 37,9 Mrd.) ansteigen werden, wobei
künstliche Intelligenz mit einem herausragenden
Wachstum um 40,8% auf eine Milliarde Euro eine immer
wichtigere Rolle innerhalb dieses Segments spiele. Auch das
Geschäft mit IT-Services, wozu unter anderem die
IT-Beratung gehört, wächst gemäß den
revidierten Bitkom-Zahlen weiter um 5,3% (2022: 8,5%) auf
EUR 49,4 Mrd. (2022: EUR 47,0 Mrd.).
Für den weltweiten IT-Markt erwartet das
Marktforschungsunternehmen Gartner
7 gemäß dem am 19. Juli 2023
veröffentlichten IT Spending Forecast einen Anstieg
der IT-Ausgaben in 2023 um 4,3% (2022: 2,7%) gegenüber
dem Vorjahr auf USD 4.712 Mrd. (2022: USD 4.519 Mrd.),
wobei auch weltweit betrachtet die Marktsegmente Software
und IT-Services mit Wachstumsraten von 13,5% (2022: 8,8%)
bzw. 9,1%(2022: 3,5%) auf USD 891,4 Mrd. (2022: USD 793,8
Mrd.) bzw. USD 1.364,1 Mrd. (2022: USD 1.250,2 Mrd.)
überproportional wachsen werden.
6 Vgl. Bitkom-Pressemitteilung vom 5. Juli 2023,
veröffentlicht unter www.bitkom.org
"Digitale Unternehmenstransformationen beginnen sich zu
wandeln", sagt John-David Lovelock, Vizepräsident bei
Gartner. "IT-Projekte verlagern sich von einem Fokus auf
nach außen gerichtete Ergebnisse wie Umsatz und
Kundenerfahrung zu mehr nach innen gerichteten
Bemühungen, die sich auf die Optimierung
konzentrieren." Obwohl generative künstliche
Intelligenz (KI) bei vielen Geschäfts- und
IT-Führungskräften ganz oben auf der Agenda
steht, habe sie laut Gartner noch keinen signifikanten
Einfluss auf die Höhe der IT-Ausgaben.
Längerfristig werde generative KI in erster Linie
über bestehende Ausgaben in die Unternehmen integriert
werden. "Generative KI lässt sich am besten über
die Software, Hardware und Dienstleistungen vermarkten, die
Unternehmen bereits nutzen", sagt Lovelock. "Jedes Jahr
werden neue Funktionen als Add-ons oder Upgrades zu
technischen Produkten und Dienstleistungen
hinzugefügt. Die meisten Unternehmen werden generative
KI auf langsame und kontrollierte Weise durch Upgrades von
Tools einführen, die bereits in den IT-Budgets
enthalten sind."
AusblickAufgrund des aktuell negativen gesamtwirtschaftlichen
Umfelds und der damit verbundenen Auftragsverschiebungen
potenzieller Neukunden erwartet der Vorstand auch
entsprechende Auswirkungen auf das Gesamtjahr 2023, die
allerdings mit einer hohen Unsicherheit verbunden sind.
Da die Nachfrage nach USU-Produkten und Lösungen
nach wie vor hoch ist und im Wesentlichen längere
Sales-Zyklen primär im margenstarken
Lizenzgeschäft das Konzernergebnis temporär stark
beeinflussen, hat der Vorstand eine Neubewertung der
Planung vorgenommen.
Infolge der erreichten Erfolge aus der
SaaS-Transformation und des damit verbundenen hohen
Auftragsbestandes sowie des anhaltend starken
Beratungsgeschäftes aufgrund größerer
Digitalisierungsaufträge sieht der Vorstand die
mittel- und langfristige Ausrichtung nicht in Gefahr,
sondern erwartet lediglich kurzfristige Belastungen, so
dass insbesondere die Investitionen in Forschung und
Entwicklung, unter anderem für die zentrale
Produktplattform und für die eigenentwickelten
Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz, auf dem
hohen Niveau zielgerichtet fortgeführt werden.
Auch wenn der Zeitpunkt der Investitionsentscheidungen
der potenziellen Neukunden und die zugehörige
Entscheidung für ein Einmallizenz- oder SaaS-Projekt
noch nicht gesichert geplant werden kann, erwartet der
Vorstand, dass der Ergebniseffekt des Berichtsquartals
Q2/2023 auf Gesamtjahressicht nicht vollumfänglich
kompensiert werden kann, was in der neu justierten Guidance
wie folgt berücksichtigt wird: USU erwartet nunmehr
für das Gesamtjahr 2023 ein Umsatzwachstum auf EUR 132
- 139 Mio. (bisher: EUR 134-139 Mio.), bei einem
zielgerichteten weiteren Ausbau des SaaS-Geschäftes
und einem EBITDA von EUR 13 - 15 Mio. (bisher: EUR 16,5 -
18,0 Mio.).
Zugleich bestätigt der Vorstand die aktuelle
Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches organisches
Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie
mit Blick auf das weiter zunehmende SaaS-Geschäft den
Ausbau der EBITDA-Marge bis 2026 auf 17 - 19% beinhaltet.
Im Fokus der strategischen Planung stehen dabei die drei
etablierten Wachstumssäulen der USU-Gruppe: der Ausbau
der Internationalisierung, die Entwicklung und
Markteinführung neuer Produktinnovationen sowie
anorganisches Wachstum durch Akquisitionen.
Unter den vorgenannten Prämissen plant der
Vorstand, auch für das Geschäftsjahr 2023 die
Anteilseigner der USU Software AG wie in den Vorjahren
wiederum am operativen Unternehmenserfolg der Gesellschaft
maßgeblich zu beteiligen und die
aktionärsfreundliche Dividendenpolitik, die eine
Ausschüttung einer Dividende vorsieht, die nie unter
dem Vorjahreswert liegt und etwa der Hälfte des
erwirtschafteten Gewinns entsprechen soll,
fortzuführen.
Chancen- und RisikoberichtBezüglich der Chancen und Risiken der USU Software
AG und des Gesamtkonzerns liegen keine Veränderungen
gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 vor.
Wir verweisen insofern auf den im Geschäftsbericht
2022 enthaltenen Chancen- und Risikobericht.
USU-Aktien (ISIN DE000A0BVU28).Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard
der Frankfurter Wertpapierbörse unter der
Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der
International Security Identification Number
(Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN")
DE000A0BVU28 notiert und dort zum Handel im Regulierten
Markt zugelassen.
Auch nach dem positiven Auftaktquartal entwickelten sich
die Aktienmärkte im Laufe des 2. Quartals ungeachtet
des andauernden Ukraine-Krieges, der hohen Inflation und
der eher negativen gesamtwirtschaftlichen Aussichten
insbesondere dank neuer Zinssenkungsfantasien tendenziell
eher positiv, wobei insbesondere die großen liquiden
Standardwerte des Deutschen Aktienindex (DAX) zulegen
konnten, während die eher illiquiden Technologiewerte
eher schwächelten. Entsprechend verblieb zum Stichtag
30. Juni 2023 auf Quartalssicht beim DAX auf dem
elektronischen Handelsplatz XETRA insgesamt ein Kursgewinn
gegenüber dem Stichtag des Vorquartals von 3,3% auf
16.147,90 Punkte (31. März 2023: 15.628,84 Punkte),
während der Technology All Share-Index einen
Kursrückgang im Vergleich zum Vergleichsstichtag des
Vorquartals auf XETRA von 4,4% auf 3.891,71 Punkte (31.
März 2023: 4.070,81 Punkte) verbuchte. Zugleich konnte
die USU-Aktie mit einer Quartals-Performance von 1,8%
leicht zulegen und beendete den Handel am 30. Juni 2023 auf
XETRA bei EUR 23,00 (31. März 2023: EUR 22,6).
Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres (31.
Dezember 2022: 13.923,59 Punkte) erzielte der DAX einen
deutlichen Kurszuwachs um 16,0%, während der
Technology All Share-Index (31. Dezember 2022: 3.696,97
Punkte) im gleichen Zeitraum einen Kursgewinn von 5,3%
verbuchte. Und auch die USU-Aktie (31. Dezember 2022: EUR
20,4) gewann auf Halbjahressicht um 12,7% an Wert.
Insbesondere im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres 30.
Juni 2022 zeigt sich der sehr positive Trend der
vergangenen Quartale am Aktienmarkt. So stieg der DAX (30.
Juni 2022: 12.783,77 Punkte) im Vorjahresvergleich deutlich
um 26,3%, während der Technology All Share-Index (30.
Juni 2022: 3.868,60 Punkte) zumindest leicht um 0,6%
zulegen konnte. Dank der positiven
Geschäftsentwicklung der USU Software AG im Zuge
steigender Recurring Revenue verbuchte die USU-Aktie (30.
Juni 2022: EUR 17,85) auf Jahressicht mit einem Kursgewinn
von 28,9% sogar einen höheren Kursgewinn als die
Vergleichsindizes. Auch wenn das aktuelle Jahr nicht den
erwarteten Erfolg bringen wird, sieht der Vorstand das
enorme Kurspotenzial aus den wiederkehrenden Umsätzen
der USU-Gruppe in der derzeitigen Bewertung der USU-Aktie
nicht ausreichend berücksichtigt.
Möglingen, 31. August 2023
USU Software AG
scrollen
KONZERN-BILANZ (UNTESTIERT)AKTIVAscrollen
PASSIVAscrollen
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (UNTESTIERT)scrollen
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (UNTESTIERT)scrollen
KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL (UNTESTIERT)scrollen
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VERKÜRZTER KONZERANHANG FÜR DIE ERSTEN 6 MONATE 2023 (UNTESTIERT)Grundsätze zur RechnungslegungDie USU Software AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem
Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft hat
ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland,
und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, Abt.
B, unter der Nummer 206442 eingetragen.
Dieser Zwischenabschluss der USU Software AG steht im
Einklang mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union
anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss wurde nach IAS 34
(Interim Financial Reporting) erstellt.
Es wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze wie beim nach IFRS
aufgestellten Konzernabschluss für das am 31. Dezember
2022 abgeschlossene Geschäftsjahr angewandt. Der
vorliegende ungeprüfte 6-Monatsbericht 2023 ist daher
in Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss
2022 zu lesen.
Dieser Zwischenabschluss enthält alle notwendigen
Abgrenzungen und gibt nach Auffassung des Managements ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder.
Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der
üblichen Periodenabgrenzung.
Im Rahmen der Aufstellung des Zwischenabschlusses
gemäß den IFRS müssen zu einem gewissen
Grad Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen werden,
welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am
Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und
Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Die
sich tatsächlich einstellenden Beträge
können von den Schätzungen abweichen.
Ertragsteuern werden in der Zwischenperiode auf der
Grundlage der besten Schätzung des gewichteten
durchschnittlichen jährlichen Ertragssteuersatzes
erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Dieser
Steuersatz wird auf das Vorsteuerergebnis der
konsolidierten Gesellschaften angewendet.
Aus dem Ergebnis der Zwischenperioden kann nicht
notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.
UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
scrollen
SegmentberichterstattungNach IFRS 8 ist USU in den zwei Geschäftsfeldern
"Produktgeschäft" und "Servicegeschäft"
tätig, die im Wesentlichen die Risiken und die
Eigenkapitalverzinsung des Konzerns beeinflussen. Die
Aufgliederung verschiedener Kenngrößen nach den
Geschäftsfeldern entsprechend IFRS 8 ist in der
nachfolgenden Übersicht dargestellt:
scrollen
scrollen
Außerhalb Deutschlands erzielte die USU-Gruppe in
den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023
insgesamt 20,4% (Q1-Q2/2022: 22,2%) bzw. TEUR 13.259
(Q1-Q2/2022: TEUR 13.412) der konsolidierten Umsätze.
Diese Angaben beziehen sich auf den Sitz des Kunden. Auf
weitergehende Angaben der geographischen Daten wurde aus
Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Aktien der Organe der USU Software AGFolgender Bestand an Aktien der USU Software AG von
Organmitgliedern der Gesellschaft wurde zum 30. Juni 2023
festgestellt:
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Zusätzlich werden über die "Wissen ist
Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer
dieser Stiftung 32.000 (2021: 32.000) Stimmrechte an der
USU Software AG gemäß § 34 (1) S. 1 Nr. 1
WpHG n.F. zugerechnet.
Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software
AG werden von den Organmitgliedern nicht gehalten.
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäfts-Ergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben
sind.
Möglingen, 31. August 2023
USU Software AG
scrollen
FINANZKALENDER 202304.-05. SeptemberEquity Forum - Herbstkonferenz, Frankfurt am Main
08.-09. SeptemberIR-Fahrt Rüttnauer Research, Minden
22. NovemberVeröffentlichung 9-Monatsbericht 2023
27.-29. NovemberInvestoren- und Analystenkonferenz im Rahmen der
Veranstaltung
Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main
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