USU Software AGMöglingen3-Monats-Finanzbericht / Bericht über das erste Quartal 2024USU AUF EINEN BLICKscrollen
USU Software AG
Investor Relations
BRIEF AN DIE AKTIONÄRESehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Leserinnen und Leser,dank mehrerer Großaufträge und einem neuen
Rekord-Auftragsbestand von knapp 97 Mio. Euro konnte USU
das Auftaktquartal 2024 erneut positiv gestalten. Treiber
für die erfreuliche Geschäftsentwicklung war
insbesondere das Lizenzgeschäft, das gegenüber
der Vorjahresperiode von EUR 1,3 Mio. auf EUR 4,5 Mio.
deutlich zulegte. Gleichzeitig konnten wir auch die
SaaS-Umsätze, also das Geschäft mit Miet-Software
auf EUR 4,4 Mio. steigern. Entsprechend baute USU das
Bereinigte EBITDA von EUR 3,8 Mio. auf EUR 4,6 Mio. aus.
Und auch die Bilanzrelationen sind weiterhin solide. So
verfügt USU über eine umfangreiche
Liquidität von nahezu EUR 24 Mio. bei keinerlei
Bankverbindlichkeiten und zugleich eine hohe
Eigenkapitalquote.
Die Gesellschaft profitiert weiterhin vom Trend zur
Digitalisierung und der anhaltend starken Nachfrage nach
Lösungen, die IT- und Service Management-Prozesse
automatisieren und somit Qualität und
Produktivität steigern - vor allem im
Öffentlichen Sektor. Auf der Kundenseite wird ferner
der Einsatz von KI in konkreten so genannten Use Cases
evaluiert. Auch in diesem spannenden Zukunftsbereich sehen
wir uns mit unseren Wissensmanagement-Lösungen sehr
gut positioniert. Daher sind wir ungeachtet des
herausfordernden wirtschaftlichen und politischen
Gesamtumfelds optimistisch, unsere Wachstumsziele für
das aktuelle Geschäftsjahr zu erreichen.
Wie in der Ad-Hoc-Mitteilung vom 12. März 2024
angekündigt, plant die USU Software AG ein Delisting
ihrer Aktien. Zu diesem Zweck hat die Gesellschaft mit der
AUSUM GmbH und deren Tochter NUNUS GmbH eine Vereinbarung
getroffen, gemäß der die NUNUS GmbH den
USU-Aktionären ein öffentliches
Delisting-Übernahmeangebot unterbreitet, was am 16.
Mai 2024 erfolgte. Danach beträgt der von der NUNUS
GmbH festgelegte Angebotspreis 18,50 Euro je Aktie an der
USU und entspricht einer Prämie von EUR 1,74 oder 10,4
% auf den nach den gesetzlichen Regeln zu zahlenden
Mindestpreis. Die Annahmefrist endet am 13. Juni 2024 um
24:00 Uhr (MESZ), vorbehaltlich der weiteren Annahmefrist.
Zugleich sucht die Gesellschaft einen strategischen Partner
für das Produktgeschäft. Dies unterstützt
USU's Strategie, das Produktgeschäft signifikant
auszubauen und durch strategische Partnerschaften zu
finanzieren.
Vorstand und Aufsichtsrat halten das Delisting für
vorteilhaft, da die Kosten der Börsennotierung
aufgrund zunehmender Regulierungen nicht mehr
gerechtfertigt sind. Der Widerruf der Börsenzulassung
wird noch von der Frankfurter Wertpapierbörse
entschieden. Nach Genehmigung wird USU nicht mehr an
regulierten oder vergleichbaren Märkten gehandelt
werden.
Ihr Bernhard Oberschmidt,
Vorstandsvorsitzender der USU Software AG
KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DAS 1. QUARTAL 2024 (UNTESTIERT)Grundlagen der USU Software AG und des KonzernsDie USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist
als Konzernmuttergesellschaft direkt oder indirekt an den
folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt:
USU GmbH, Möglingen, Deutschland; USU Software s.r.o.,
Brno, Tschechische Republik, USU Austria GmbH, Wien,
Österreich; Omega Software GmbH, Obersulm,
Deutschland; USU Solutions Inc., Boston, USA; USU SAS,
Paris, Frankreich und USU GK, Tokio, Japan. Zudem besteht
eine Beteiligung der USU Software AG an der Openshop
Internet Software GmbH, Möglingen, Deutschland, welche
nicht mehr operativ tätig ist.
Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und SteuerungssystemDie USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im
Folgenden auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) setzt als
führender Anbieter von Software- und
Servicelösungen für IT & Customer Service
Management Maßstäbe für bessere
Servicequalität. Mit USU antworten Unternehmen auf die
veränderten Kunden- und Mitarbeiterbedürfnisse in
einer digitalen Welt. Namhafte Unternehmen schaffen mit
USU-Lösungen Transparenz, sind agiler, sparen Kosten
und senken ihre Risiken - durch smartere Services,
einfachere Workflows und bessere Zusammenarbeit.
Das USU-Leistungsportfolio umfasst neben Software Asset
Management, IT Service Management und IT Service Monitoring
die Bereiche Knowledge Management, Self-Service Management,
Digital Service Solutions und AI Services. Über 1.200
USU-Kunden aus allen Teilen der internationalen Wirtschaft
profitieren von USU-Lösungen, beispielsweise Allianz,
Atruvia, Bechtle, BITBW, BMW, Deutsche Bahn, Deutsche
Telekom, die Schweizerische Post, Jungheinrich, LinkedIn,
Novartis, Otto, VW oder W&W. Die USU Software AG hat
sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren beim
Konzernumsatz jeweils über dem Durchschnitt des
IT-Marktes zu wachsen und zugleich die Profitabilität
weiter auszubauen. Im Vordergrund steht dabei, durch
Innovationen und die Verbreiterung der internationalen
Marktpräsenz organisch zu wachsen, wobei anorganisches
Wachstum in Form von Akquisitionen und
Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der
Unternehmensstrategie ist.
Die wesentlichen Leistungsindikatoren für die USU
Software AG sowie für den Konzern sind
Umsatzerlöse und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen ("Bereinigtes EBITDA"). Aufgrund
des gestiegenen Anteils an außerordentlichen
einmaligen Sondereffekten berichtet USU seit 2023 ein
"Bereinigtes EBITDA". Bereinigt werden Sondereffekte, die
aus den Bereichen share based compensation,
Restrukturierung oder Akquisition kommen.
Die Guidance für 2024 und die Mittelfristplanung
basieren demgemäß auf dem Bereinigten EBITDA.
Entsprechend fungiert das Bereinigte Konzern-EBITDA neben
dem Konzern-Umsatz als maßgebliche Planungs- und
Steuerungsgröße der USU Software AG und des
Konzerns. Gemäß der aktuellen Guidance erwartet
der Vorstand für das Geschäftsjahr 2024 infolge
des zielgerichteten weiteren Ausbaus des
SaaS-Geschäftes ein Umsatzwachstum auf EUR 143 - 146
sowie ein Bereinigtes EBITDA von EUR 14 - 16 Mio.
Infolge der erreichten Erfolge aus der
SaaS-Transformation und des damit verbundenen hohen
Auftragsbestandes sowie des anhaltend starken
Beratungsgeschäftes bestätigt der Vorstand die
aktuelle Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches
organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von
10 % sowie mit Blick auf das weiter zunehmende
SaaS-Geschäft den Ausbau der Bereinigten EBITDA-Marge
bis 2026 auf 17 - 19% beinhaltet.
Forschung und EntwicklungUSU legt hohen Wert auf Innovation und Investitionen in
Forschung & Entwicklung (F&E), um sich in einem
sich schnell ändernden Markt zu behaupten. Durch
regelmäßige Updates und neue Softwareprodukte
reagiert die Gesellschaft auf Kundenbedürfnisse,
steigert die Zufriedenheit und erschließt neue
Märkte. Besonders in Cloud- und KI-Technologien
investiert USU überdurchschnittlich, um das Portfolio
zu erweitern und attraktive Lösungen zu entwickeln.
Im Auftaktquartal 2023 investierte USU insgesamt TEUR
5.372 (Q1/2023: TEUR 5.175) bzw. 15,2% (Q1/2023: 15,5%) des
Konzernumsatzes in Forschung & Entwicklung (F&E).
Die Zahl der angestellten Mitarbeiter in diesem Bereich
betrug zum 31. März 2024 insgesamt 275 (31. März
2023: 266). Die F&E-Kosten des USU-Konzerns
erfüllen im Regelfall nicht die Ansatzkriterien zur
Aktivierung und werden daher nicht aktiviert.
Die USU-weite F&E-Strategie konzentriert sich
darauf, schrittweise eine umfassende SaaSbasierte Plattform
aufzubauen, die innerhalb der nächsten Jahre das
gesamte Portfolio für IT Asset Management, Service
Management und IT Operations Management integrieren wird.
Erste Lösungen werden als modulare Apps bis Ende 2024
verfügbar sein. Gleichzeitig wird das bestehende
Portfolio der einzelnen Geschäftsbereiche
kontinuierlich weiterentwickelt und durch Innovationen
ergänzt.
Das F&E-Team des Geschäftsfelds USU Service
Management konnte im ersten Quartal eine neue Version
fertigstellen. Neben der neuen Benutzeroberfläche und
Dashboards für das Service-Modell Technology Business
Management (TBM) wurde auch die KI-Unterstützung durch
die Integration mit dem Change Management nochmals
ausgeweitet.
Auch im Geschäftsfeld IT Monitoring konnte im
Berichtszeitraum ein neues Release veröffentlicht
werden. Bemerkenswert sind neben Performance-Vorteilen vor
allem Erweiterungen im Bereich des so genannten Smart
Baselining, einer KI-gestützten dynamischen Berechnung
von Schwellwerten, sowie Verbesserungen des Moduls Service
Level Monitoring.
Die aktuellen F&E-Aktivitäten im Bereich USU
Software Asset Management (SAM) fokussieren vor allem auf
die Integration der SaaS Management-Lösung in die neue
USU-Plattform. Dabei wurde das System z.B. in das neue User
Management der Plattform eingebunden, und es wurden Tests
für eine harmonisierte Benutzerführung
durchgeführt. Neben funktionalen Ergänzungen der
übrigen SAM-Lösungen wurden diese ebenfalls
für die Integration vorbereitet.
Der Schwerpunkt der Entwicklung für USU Knowledge
Management lag in den ersten Monaten 2024 auf der
Integration von GenAI Komponenten. Hierfür wurden
mehrere Proof of Concepts durchgeführt, um
Praxiserfahrung mit der Technologie zu sammeln. Ziel ist,
diese GenAI-Funktionen bis Oktober 2024 vollständig in
der neuen Version umzusetzen. Im Self Service Bereich
(Chatbot und HelpCenter) lag der Schwerpunkt auf einer
zunehmend besseren Integration in Kundenportale.
Das F&E-Team des Geschäftsfelds USU AI Services
entwickelt für das bestehende USU-Portfolio neue
KI-basierte Technologie-Bausteine. Für Service
Management konnte das neue Modul Incident Summary
veröffentlicht werden, welches mit Hilfe von
Sprachmodellen wie ChatGPT den aktuellen Stand eines
Incidents zusammenfasst. Des Weiteren entstand für den
Bereich Software Asset Management ein Prototyp, der
verschiedene EULAs (End User License Agreements)
zusammenfasst und vergleicht. Dabei werden Unterschiede und
Gemeinsamkeiten der Dokumente analysiert.
Im Forschungsbereich sind derzeit zwei Projekte aktiv:
AutoQML und KISS. Im Projekt AutoQML wird an der
Entwicklung von Automated Machine Learning und dem USU
KI-Wizard, einem Werkzeug zur automatisierten Erstellung
von datengetriebenen Services, gearbeitet. Praxistests
sollen in den kommenden Monaten für KI-Anwendungen in
der Flurförderung und Logistik beim Projektpartner KEB
durchgeführt werden. Im Forschungsprojekt KISS werden
die Arbeiten an Chatbot-Lösungen fortgesetzt, um
kritische Infrastrukturen in Krisensituationen
widerstandsfähiger zu machen, mit einem Fokus auf
generativer KI im Bereich Self-Service.
WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche EntwicklungGemäß einer ersten Schnellmeldung des
Statistischen Bundesamtes ("Destatis")
1 vom 30. April 2024 ist das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 1. Quartal 2024
gegenüber dem 4. Quartal 2023 - preis-, saison- und
kalenderbereinigt - um 0,2 % gestiegen, nachdem es zum
Jahresende 2023 zurückgegangen war (revidiert -0,5 %
im 4. Quartal 2023 zum Vorquartal; bisher: -0,3 %). Wie
Destatis weiter mitteilt, wurde das leichte Wachstum von
Anstiegen der Bauinvestitionen und der Exporte getragen.
Die privaten Konsumausgaben gingen dagegen zurück. Im
Vorjahresvergleich war das BIP im 1. Quartal 2024
preisbereinigt um 0,9 % niedriger als im 1. Quartal 2023.
Preis- und kalenderbereinigt war der Rückgang mit
-0,2% geringer, da 1,6 Arbeitstage weniger zur
Verfügung standen als im Vorjahreszeitraum.
Im Euroraum ist das BIP gemäß einer
vorläufigen Schnellschätzung des statistischen
Amtes der Europäischen Union (eurostat)
2 im Auftaktquartal des Jahres 2024 um 0,3%
gegenüber dem Vorquartal gewachsen, nachdem es im 4.
Quartal 2022 zum Vorquartal um 0,1% gesunken war. Im
Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres, ist das
saisonbereinigte BIP im ersten Quartal 2024 im Euroraum um
0,4% gestiegen.
Branchenbezogene EntwicklungNach Untersuchungen des Digitalverbandes Bitkom
3 zeigte sich die Digitalbranche zum Ende des 1.
Quartals 2024 wieder optimistischer. So lag der Wert
für die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage
der IT- und Telekommunikationsunternehmen mit 15,5 Punkten
um 1,2 Zähler über dem Februar-Wert. Das ist der
erste Anstieg im Monatsvergleich seit Juli 2023. Die
Geschäftserwartungen für den weiteren
Jahresverlauf haben sich im Vergleich zum Februar noch
deutlicher verbessert, von -10,2 auf -2,2 Punkte. Das zeigt
der aktuelle Bitkom-ifo-Digitalindex. Der Index bildet die
aktuelle Geschäftslage und die
Geschäftserwartungen für die kommenden drei
Monate ab und berechnet daraus das Geschäftsklima.
Dieses verbesserte sich im Vergleich zu Februar um 1,6
Punkte auf 6,4 Punkte (Februar 2024: 4,8 Punkte).
"Trotz der weiterhin angespannten Weltlage und der
gesamtwirtschaftlichen Eintrübung entwickelt sich die
Bitkom-Branche stabil. Die Unternehmen der Digitalbranche
können sich in einem herausfordernden Umfeld behaupten
und erweisen sich als konjunkturelle Stütze der
deutschen Wirtschaft", sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf
Wintergerst.
1 Vgl. destatis-Pressemitteilung vom 30. April
2024, veröffentlicht unter https://www.destatis.de
Umsatz- und KostenentwicklungKonzernumsatzDie USU Software AG setzte im ersten Quartal 2024 im
Verbund mit ihren Tochtergesellschaften (nachfolgend auch
"USU-Gruppe" oder "USU" genannt) den positiven
Wachstumstrend fort und steigerte den Konzernumsatz im
Vorjahresvergleich um 6,3% auf TEUR 35.420 (Q1/2023: TEUR
33.307). Dieser Umsatzanstieg resultiert im Wesentlichen
aus inländischen Großaufträgen aus dem
Public Sektor sowie mehreren kleineren bis
mittelgroßen Aufträgen aus der Privatwirtschaft,
die zugleich zu einem neuen Rekord beim Auftragsbestand
führten. Da USU primär Aufträge aus dem
deutschen Heimatmarkt erzielte, legte das
Inlandsgeschäft im Berichtsquartal um 9,6% auf TEUR
28.746 (Q1/2023: TEUR 26.234) zu, während die
Auslandsumsätze gegenüber dem vergleichsweise
starken Vorjahresquartal außerhalb Deutschlands um
5,6% auf TEUR 6.674 (Q1/2023: TEUR 7.073)
zurückgingen. Demgemäß blieb der Anteil des
Auslandsgeschäftes am Konzernumsatz von USU mit 18,8%
(Q1/2023: 21,1%) im ersten Quartal 2024 hinter dem
Vergleichswert des Vorjahres zurück.
Nach Umsatzarten steigerte USU im Vorjahresvergleich
insbesondere die Lizenzumsätze, die sich im ersten
Quartal 2024 dank mehrerer On-premise-Aufträge
gegenüber dem schwächeren Vorjahresquartal auf
TEUR 4.494 (Q1/2023: TEUR 1.298) mehr als verdreifachten.
Dank neuer SaaS-Abschlüsse und des bestehenden
SaaS-Auftragsbestandes steigerte USU zugleich die
SaaS-Erlöse im Vorjahresvergleich
überdurchschnittlich um 10,4% auf nunmehr TEUR 4.420
(Q1/2023: TEUR 4.003). Im Zuge der positiven
Lizenzabschlüsse wuchsen im Berichtsquartal zugleich
die Wartungseinnahmen der USU-Gruppe um 2,8% gegenüber
dem Vorjahr auf TEUR 6.525 (Q1/2023: TEUR 6.345).
Entsprechend baute USU den Recurring Revenue
(wiederkehrende Umsatzerlöse = Wartungserlöse
zuzüglich der SaaS-Einnahmen) im Berichtsquartal
Q1/2024 um 5,8% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 10.945
(Q1/2023: TEUR 10.348) aus. Nach den Rekordumsätzen
des Beratungsgeschäfts in den Vorquartalen blieben die
Beratungsumsätze, auch bedingt durch die im
Vorjahrsvergleich weniger zur Verfügung stehenden
Arbeitstage, im Berichtsquartal mit TEUR 19.895 (Q1/2023:
TEUR 21.485) um 7,4% hinter dem Vergleichsquartal des
Vorjahres zurück. Die sonstigen Erlöse, die im
Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener
Hard- und Software beinhalten, beliefen sich auf insgesamt
TEUR 86 (Q1/2023: TEUR 176).
Umsatz nach GeschäftsfeldernDas Leistungsspektrum des Geschäftsfeldes
"Produktgeschäft" umfasst sämtliche
Aktivitäten rund um die USU-Produktpalette im Markt
für IT Management-Lösungen, im Knowledge
Management-Markt sowie dem aus dem Forschungsbereich
hervorgegangenem Geschäftsbereich für Big Data
Analytics, USU AI Services. Das Geschäftsfeld
"Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im
Rahmen von IT-Projekten, individuelle Anwendungsentwicklung
und digitale Strategie-Beratung, Service- und UX-Design
sowie Webportale, Apps und Intranets.
Das Segment "Produktgeschäft" steigerte im 1.
Quartal 2024 insbesondere dank erhöhter Lizenz- und
SaaS-Erlöse den Segmentumsatz im Vergleich zum Vorjahr
um 8,5% auf TEUR 24.598 (Q1/2023: TEUR 22.662),
während USU im gleichen Zeitraum den
beratungsbezogenen Umsatz des Segments
"Servicegeschäft" ungeachtet der im Vorjahrsvergleich
weniger zur Verfügung stehenden Arbeitstage, um 1,7%
gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres auf TEUR
10.822 (Q1/2023: TEUR 10.645) ausbaute. Dabei profitierte
das USU-Servicesegment weiterhin vom Nachfragetrend nach
Digitalisierungslösungen.
Operative KostenDie operative Aufwandsbasis der USU-Gruppe erhöhte
sich im Auftaktquartal des laufenden Geschäftsjahres
2024 gegenüber dem Vorjahr um 3,3% auf TEUR 32.072
(Q1/2023: TEUR 31.056). Dieser Anstieg spiegelt im
Wesentlichen den Personalausbau und die damit verbundenen
Kostensteigerungen sowie die inflationsbedingte
Gehaltssteigerung der Belegschaft wider.
Der Anstieg der Herstellungskosten des Umsatzes um 8,4%
auf nunmehr TEUR 18.635 (Q1/2023: TEUR 17.194) ist
insbesondere auf erhöhte Personalaufwendungen infolge
des Ausbaus der angestellten Beratermannschaft von 321
Mitarbeitenden im Vorjahr auf nunmehr 326 Mitarbeitende
sowie die inflationsbedingte Steigerung der Gehälter
der Beratermannschaft zurückzuführen. Die auf den
Konzernumsatz bezogene Herstellkostenquote stieg
entsprechend von 51,6% im Vorjahresquartal auf nunmehr
52,6% leicht an. Das Bruttoergebnis erhöhte sich
zeitgleich von TEUR 16.113 im ersten Quartal 2023 auf TEUR
16.785 im Auftaktquartal 2024, was einem Anstieg um 4,2%
entspricht. Entsprechend belief sich die Bruttomarge im
Berichtsquartal Q1/2024 auf 47,4% (Q1/2023: 48,4%).
Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen sanken im
Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 8,8% auf
TEUR 5.291 (Q1/2023: TEUR 5.803). Dieser Rückgang
spiegelt im Wesentlichen reduzierte Sachkosten im Zuge von
eingeleiteten Sparmaßnahmen wider. Da USU zeitgleich
den Umsatz steigerte, sank die umsatzbezogene Kostenquote
für den Bereich Marketing und Vertrieb von 17,4% im
ersten Quartal 2023 auf nunmehr 14,9%.
Im Zuge reduzierter Sachkosten sanken auch die
Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen im Vorjahresvergleich
um 3,8% von TEUR 2.884 im ersten Quartal 2023 auf TEUR
2.775 im Berichtsquartal Q1/2024. Bezogen auf den
Konzernumsatz sank die Verwaltungskostenquote infolge der
gleichzeitig verbuchten Umsatzsteigerung auf 7,8% (Q1/2023:
8,7%).
Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen im
Berichtsquartal aufgrund von inflationsbedingten
Gehaltssteigerungen sowie des Ausbaus der
Entwicklermannschaft auf 275 (Q1/2023: 266) Mitarbeitende
zur Forcierung der Entwicklung einer zentralen
Konzern-Produktplattform und damit verbundener
erhöhter Personalkosten um insgesamt 3,8%
gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 5.372 (Q1/2023: TEUR
5.175) an. Die auf den Konzernumsatz bezogene Aufwandsquote
für Forschung und Entwicklung sank jedoch infolge des
überproportionalen Umsatzausbaus von 15,5% im
Vorjahresquartal auf 15,2% im ersten Quartal 2024. USU
investiert stetig in die Neu- und Weiterentwicklung des
eigenen Produktportfolios und arbeitet permanent an
innovativen, marktbezogenen Softwarelösungen.
Mittelfristig plant USU, die F&E-Aufwendungen zwar
absolut betrachtet auszubauen, relativ betrachtet jedoch
die Aufwandsquote infolge überproportional steigender
Umsatzerlöse zu senken.
Die sonstigen betrieblichen Erträge und
Aufwendungen saldieren sich im ersten Quartal 2024 auf
einen Ertrag von insgesamt TEUR 81 (Q1/2023: TEUR 407).
ErtragslageDank des deutlichen Ausbaus der margenstarken Lizenz-
und SaaS-Erlöse steigerte die USU-Gruppe im
Berichtsquartal das Bereinigte EBITDA um 20,6%
gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres auf TEUR
4.607 (Q1/2023: TEUR 3.820). Da USU im ersten Quartal 2024
das Bereinigte EBITDA im Vergleich zum Umsatz
überproportional steigerte, stieg die Bereinigte
EBITDA-Marge im Berichtszeitraum entsprechend auf 13,0%
(Q1/2023: 11,5%) an. Da im Auftaktquartal 2024 keine
Sondereffekte bzw. Bereinigungen auftraten, entsprach das
EBITDA im ersten Quartal 2024 dem des Bereinigten EBITDA
und belief sich demgemäß auf TEUR 4.607
(Q1/2023: TEUR 3.820). Unter Einbeziehung der
Abschreibungen von insgesamt TEUR 1.178 (Q1/2023: TEUR
1.162) erzielte USU im 1. Quartal 2024 ein EBIT von TEUR
3.429 (Q1/2023: TEUR 2.658). Dies entspricht im
Vorjahresvergleich einem EBIT-Anstieg um 29,0%.
Aufgrund des wieder positiven Zinsumfeldes, erzielte USU
im Berichtsquartal positive Zinserträge, während
zugleich wechselkursbedingte Aufwände aus
Währungsdifferenzen der Finanzinstrumente wegfielen.
Demgemäß summierte sich das Finanzergebnis im
ersten Quartal 2024 auf TEUR 77 (Q1/2023: TEUR -277). Die
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich im
Zuge der Gewinnsteigerung von TEUR 649 im ersten Quartal
2023 auf TEUR 1.048 im Berichtsquartal Q1/2024. In Summe
stieg das Konzernergebnis von USU im ersten Quartal 2024
gegenüber dem Vorjahr um 41,9% auf TEUR 2.458
(Q1/2023: TEUR 1.732). Bei einer durchschnittlich im Umlauf
befindlichen Aktienzahl von 10.523.770 (Q1/2023:
10.523.770) Aktien entspricht dies einem verwässerten
Ergebnis pro Aktie von EUR 0,23 (Q1/2023: EUR 0,17),
während sich das unverwässerte Ergebnis pro Aktie
bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen
Aktienzahl von 10.036.484 (Q1/2023: 10.000.000) Aktien auf
EUR 0,24 (Q1/2023: EUR 0,17) belief.
Vermögens- und FinanzlageAuf der Aktivseite der Bilanz lagen die langfristigen
Vermögenswerte der USU-Gruppe zum 31. März 2024
mit TEUR 61.627 (31. Dezember 2023: TEUR 62.796)
geringfügig unter dem Niveau derer vom Bilanzstichtag
31. Dezember 2023, während sich die kurzfristigen
Vermögenswerte im gleichen Zeitraum deutlich von TEUR
45.267 zum 31. Dezember 2023 auf nunmehr TEUR 61.679
erhöhten. Dieser Anstieg resultiert maßgeblich
aus gestiegenen Vertragsvermögenswerten, die sich zum
Ende des Auftaktquartals 2024 stichtagsbedingt auf TEUR
7.447 (31. Dezember 2023: TEUR 3.208) erhöhten, dem
Ausbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von
TEUR 24.379 zum 31. Dezember 2023 auf nunmehr TEUR 25.452
sowie der gleichzeitig deutlichen Erhöhung der
Konzernliquidität, die sich zum 31. März 2024 auf
TEUR 23.962 (31. Dezember 2023: TEUR 13.494) belief.
Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital
der USU-Gruppe im Zuge der Gewinnsteigerung von TEUR 57.215
zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 59.581 zum 31. März
2024. Zugleich stieg das Fremdkapital in Form der kurz- und
langfristigen Schulden der USU-Gruppe zum 31. März
2024 auf TEUR 63.725 (31. Dezember 2023: TEUR 50.848).
Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus auf TEUR
24.660 (31. Dezember 2023: TEUR 10.909) erhöhten
passiven Rechnungsabgrenzungsposten, die aus bereits zu
Jahresbeginn in Rechnung gestellten Wartungs- und
SaaS-Verträgen, für die eine zugehörige
Leistungserbringung und Umsatzrealisierung im weiteren
Jahreserlauf erfolgt, herrühren sowie gestiegenen
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen, die
stichtagsbedingt von TEUR 1.354 zum 31. Dezember 2023 auf
TEUR 3.985 zum 31. März 2024 anwuchsen.
Bei einer Bilanzsumme von TEUR 123.306 (31. Dezember
2023: TEUR 108.063) belief sich die Eigenkapitalquote zum
31. März 2024 auf 48,3% (31. Dezember 2023: 52,9%).
Mit dieser Eigenkapitalquote, der deutlich gesteigerten
Konzernliquidität und keinerlei Bankverbindlichkeiten,
ist die USU-Gruppe weiterhin äußerst solide und
gesichert finanziert.
Cash-Flow und InvestitionenZum 31. März 2024 verfügte die USU-Gruppe
über flüssige Mittel von TEUR 23.962 (Q1/2023:
TEUR 18.021). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem
Anstieg um TEUR 5.941 bzw. 33,0%. Demgemäß
steigerte USU die Konzernliquidität im Vergleich zum
Bilanzstichtag 31. Dezember 2023, an dem USU über
liquide Mittel von TEUR 13.494 verfügte, um TEUR
10.468 bzw. 77,6%.
Der Cash-Flow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit von USU stieg im
Berichtsquartal Q1/2024 um TEUR 7.710 bzw. 196,4%
gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr mit TEUR 11.635
(Q1/2023: TEUR 3.925), was im Vorjahresvergleich nahezu
einer Verdreifachung des Cash-Flow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit entspricht. Dieser
signifikante Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der
Zahlung von bereits zu Jahresbeginn in Rechnung gestellten
Wartungs- und SaaS-Verträgen, für die eine
zugehörige Leistungserbringung und Umsatzrealisierung
im weiteren Jahreserlauf erfolgt.
Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von TEUR
-319 (Q1/2023: TEUR -732) beinhaltet im Wesentlichen die
Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und
in Sachanlagen.
Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in
Höhe von TEUR -799 (Q1/2023: TEUR -728) resultiert wie
im Vorjahr ausschließlich aus Auszahlungen für
die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten.
AuftragsbestandZum Ende des ersten Quartals 2024 verzeichnete die
USU-Gruppe einen neuen Rekord beim Auftragsbestand. Dank
der Gewinnung mehrerer Großaufträge insbesondere
aus dem öffentlichen Sektor und zahlreicher
mittelgroßer Aufträge aus der Privatwirtschaft
baute die USU-Gruppe den konzernweiten Auftragsbestand zum
31. März 2024 im Vorjahresvergleich deutlich um 8,3%
bzw. TEUR 7.387 auf TEUR 96.855 (31. März 2023: TEUR
89.468) aus und erreichte damit nahezu die 100
Millionen-Euro-Marke. Der Anstieg resultiert im
Wesentlichen aus einem gestiegenen SaaS-, Wartungs- und
Beratungsbestand der USU-Gruppe. Gegenüber dem
Bilanzstichtag des Vorjahres (31. Dezember 2023: TEUR
84.367) baute USU den Auftragsbestand sogar noch
stärker um 14,8% bzw. TEUR 12.488 aus.
Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des
Quartals stellt aufgrund von verbindlichen Verträgen
die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der
USU-Gruppe auf Sicht der kommenden 12 Monate dar. Diese
beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie
Wartungs- und SaaS-Verträge.
MitarbeitendeZum Ende des ersten Quartals 2024 baute die USU-Gruppe
ihre Belegschaft gegenüber dem Vorjahr um 1,1% bzw. 9
Mitarbeitende auf 806 (31. März 2023: 797)
Mitarbeitende aus. Nach Funktionsbereichen untergliedert
beschäftigte USU zum Ende des ersten Quartals 2024
insgesamt 326 (31. März 2023: 321) Mitarbeitende im
Bereich Beratung und Services, 275 (31. März 2023:
266) Mitarbeitende im Bereich Forschung und Entwicklung,
114 (31. März 2023: 82) Mitarbeitende im Bereich
Vertrieb und Marketing sowie 91 (31. März 2023: 128)
Mitarbeitende in der Administration. Segmentbezogen waren
584 (31. März 2023: 536) Mitarbeitende im
Geschäftsfeld "Produktgeschäft", 131 (31.
März 2023: 133) Mitarbeitende im Geschäftsfeld
"Servicegeschäft" sowie 91 (31. März 2023: 128)
Mitarbeitende im Zentralbereich der USU-Gruppe tätig.
Damit hat USU ihre Konzernbelegschaft auch zu Beginn des
Jahres 2024 mit Blick auf die Mittelfristplanung leicht
ausgebaut und verfügt aktuell wie avisiert über
mehr als 800 Mitarbeitende im Gesamtkonzern.
Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognoseberichtGesamtwirtschaftGemäß der Gemeinschaftsdiagnose #1-2024
4 der führenden
Wirtschaftsforschungsinstitute vom 25. März 2024 ist
die deutsche Wirtschaft angeschlagen. Eine bis zuletzt
zähe konjunkturelle Schwächephase geht mit
schwindenden Wachstumskräften einher. In der lahmenden
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung überlagern sich
somit konjunkturelle und strukturelle Faktoren. Zwar
dürfte ab dem Frühjahr eine Erholung einsetzen,
die Dynamik wird aber insgesamt nicht allzu groß
ausfallen.
In ihrem Frühjahrsgutachten revidierten die
Institute ihre Prognose für das laufende Jahr daher
deutlich nach unten und erwarten nun nur noch einen Zuwachs
der Wirtschaftsleistung um 0,1%. Im Herbstgutachten standen
noch 1,3% in Aussicht. Als wichtigste Triebkraft für
die Konjunktur avanciert gemäß den Instituten im
laufenden Jahr der private Konsum. Nachdem der ab Mitte
2021 einsetzende Teuerungsschub die Massenkaufkraft zwei
Jahre lang drastisch geschmälert hatte, steigen die
real verfügbaren Einkommen nun wieder deutlich.
Für die Weltwirtschaft gehen die Institute davon
aus, dass sich die Aussichten für die Weltkonjunktur
zuletzt zwar etwas verbessert haben, sie erwarten aber,
dass die wirtschaftliche Expansion moderat bleiben
dürfte. Im Euroraum würden höhere
Reallöhne den privaten Konsum stärken, und die
Konjunktur werde sich spürbar beleben. Ein
kräftiger Aufschwung sei indes nicht zu erwarten, denn
die durch den Wegfall russischen Gases höheren
Energiekosten hätten die internationale
Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verringert.
Für die USA stimme zwar die Tatsache optimistisch,
dass die restriktive Geldpolitik dort bisher
überraschend wenig gedämpft habe, zumal der
Restriktionsgrad ab der Jahresmitte sinken dürfte.
Allerdings dürfte die Expansion des privaten Konsums
an Schwung verlieren, weil die zu Pandemiezeiten
angehäuften Extra-Ersparnisse allmählich zur
Neige gingen. Auch gäbe es keine weiteren Impulse
durch die Finanzpolitik. In den Schwellenländern
insgesamt dürfte die Wirtschaftsleistung in einem
wenig veränderten Tempo zunehmen. In China würden
hartnäckige Probleme im Immobiliensektor belasten,
eine auch deshalb weiter gedämpfte Konsumneigung,
deflationäre Tendenzen sowie die anhaltenden
handelspolitischen Spannungen mit den USA. Alles in allem
rechnen die Institute mit einem Zuwachs der Weltproduktion
um 2,5 % im Jahr 2024, nach 2,7% im Jahr 2023.
BrancheNach den jüngsten Bitkom
5-Informationen ist Deutschlands digitale
Wirtschaft auf Wachstumskurs. Trotz eines schwierigen
konjunkturellen Umfelds erwartet der Digitalverband Bitkom
für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK)
für 2024 ein Umsatzplus von 4,4% auf EUR 224,3 Mrd.
Der ITK-Sektor würde damit um den Faktor drei bis vier
stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt. Im
vergangenen Jahr hatten die ITK-Umsätze um 2,0% auf
EUR 215 Mrd. zugelegt. "Die meisten Unternehmen der
Bitkom-Branche präsentieren sich krisenfest. Auch
unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen, geprägt
von geopolitischen Krisen und Haushaltskürzungen,
legen Umsätze und Beschäftigung zu. Insbesondere
das Arbeitsplatzwachstum könnte noch deutlich
größer ausfallen, der Fachkräftemangel
erweist sich hier als Hemmschuh", sagt
Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.
"Digitalisierung ist die Antwort auf die aktuellen
Herausforderungen für Wirtschaft, Gesellschaft und
Staat. Unser Vorsatz für 2024 muss lauten: Mehr
Entschlossenheit bei der Digitalisierung und mehr Freiraum
für Innovationen."
Die Informationstechnik wird laut Bitkom auch 2024 der
wichtigste Wachstumstreiber sein. Nach einer leichten
Wachstumsdelle im vergangenen Jahr (+ 2,2% auf EUR 142,9
Mrd.) werden 2024 nach der aktuellen Prognose EUR 151,5
Mrd. umgesetzt, was einem Anstieg um 6,1% entspricht. Vor
allem das Geschäft mit Software legt stark zu (+9,4%
auf EUR 45,5 Mrd.). Hier spiegelt sich laut Bitkom auch der
aktuelle Boom bei Künstlicher Intelligenz wider.
"Künstliche Intelligenz wird 2024 das Top-Thema
bleiben. Unternehmen sollten sich jetzt mit KI
beschäftigen, entsprechende Projekte aufsetzen und
auch in die Technologie investieren", so Wintergerst. "Die
Politik muss bei der Umsetzung des AI-Acts Augenmaß
beweisen und dafür sorgen, dass KI in Deutschland und
Europa sowohl weiter genutzt als auch entwickelt werden
kann." Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen steigen
laut Bitkom 2024 um 4,8% auf EUR 51,7 Mrd. an. Besonders
kräftig wachsen dabei Dienstleistungen mit
Cloud-Bezug, die einen Anteil von EUR 17,7 Mrd. am gesamten
IT-Service-Markt haben und um 17% zulegen. Wintergerst:
"Das insgesamt starke IT-Wachstum zeigt, dass die deutsche
Wirtschaft das Thema Digitalisierung ernst nimmt. Die
Investitionsbereitschaft bleibt auch unter schwierigen
Bedingungen hoch."
Für den weltweiten IT-Markt erwartet das
Marktforschungsunternehmen Gartner
6gemäß dem am 17. April 2024
veröffentlichten IT Spending Forecast einen Anstieg
der IT-Ausgaben in 2024 um 8,0% (2023: 3,8%) gegenüber
dem Vorjahr auf USD 5.061 Mrd. (2023: USD 4.687 Mrd.),
wobei auch weltweit betrachtet die Marktsegmente Software
und IT-Services mit Wachstumsraten von 13,9% (2023: 12,6%)
bzw. 9,7% (2023: 6,1%) auf USD 1.042,2 Mrd. (2023: USD
914,7 Mrd.) bzw. USD 1.519,9 Mrd. (2023: USD 1.385,1 Mrd.)
überproportional wachsen werden.
5 Vgl. Bitkom-Pressemitteilung vom 10. Januar
2024, veröffentlicht unter www.bitkom.org
6 Vgl. Gartner-Pressemitteilung vom 17. April
2024, veröffentlicht unter www.gartner.com
AusblickNach dem erfolgreichen Start ins laufende
Geschäftsjahr 2024 und vor dem Hintergrund des neuen
Rekord-Auftragsbestandes von knapp EUR 97 Mio.
bestätigt der Vorstand die Planung für das
Gesamtjahr 2024, die ein Umsatzwachstum auf EUR 143 - 146
Mio. vorsieht, welches insbesondere durch den weiteren
deutlichen Ausbau der SaaS-Erlöse erzielt werden soll.
Bekräftigt wird auch das Ergebnisziel für 2024,
wonach das Bereinigte EBITDA infolge des zielgerichteten
weiteren Ausbaus des margenstarken SaaS-Geschäftes auf
EUR 14 - 16 Mio. steigen soll.
Zugleich bekräftigt der Vorstand die aktuelle
Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches organisches
Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie
mit Blick auf das weiter zunehmend SaaS-Geschäft den
Ausbau der Bereinigten EBITDA-Marge bis Ende 2026 auf 17 -
19% vorsieht.
Im Fokus der strategischen Planung stehen dabei die drei
etablierten Wachstumssäulen der USU-Gruppe: der Ausbau
der Internationalisierung, die Entwicklung und
Markteinführung neuer Produktinnovationen sowie
anorganisches Wachstum durch Akquisitionen.
Chancen- und RisikoberichtBezüglich der Chancen und Risiken der USU Software
AG und des Gesamtkonzerns liegen keine Veränderungen
gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 vor.
Wir verweisen insofern auf den im Geschäftsbericht
2023 enthaltenen Chancen- und Risikobericht.
USU-Aktien (ISIN DE000A0BVU28).Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard
der Frankfurter Wertpapierbörse unter der
Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der
International Security Identification Number
(Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN")
DE000A0BVU28 notiert und dort zum Handel im Regulierten
Markt zugelassen.
Im Auftaktquartal des laufenden Geschäftsjahres
2024 tendierten die Börsenindizes ungeachtet des
andauernden Ukraine-Krieges und der eher verhaltenen
gesamtwirtschaftlichen Aussichten dank anhaltender
Zinssenkungsfantasien insgesamt positiv, wobei insbesondere
die großen Standardwerte des Deutschen Aktienindex
(DAX) zulegen konnten, während Nebenwerte wie die
USU-Aktie nicht profitieren konnten. Entsprechend verblieb
zum Stichtag 31. März 2024 auf Quartalssicht beim DAX
auf dem elektronischen Handelsplatz XETRA insgesamt ein
signifikanter Kursgewinn gegenüber dem Stichtag des
Vorquartals von 10,4% auf 18.492,49 Punkte (31. Dezember
2023: 16.751,64 Punkte), während der Technology All
Share-Index im Vergleich zum Vergleichsstichtag des
Vorquartals auf XETRA nur ein leichtes Kursplus von 1,2%
auf 4.102,22 Punkte (31. Dezember 2023: 4.051,77 Punkte)
verbuchte. Dagegen blieb die USU-Aktie mit einer negativen
Quartals-Performance von -1,8% auf XETRA abermals deutlich
hinter der Entwicklung der Indizes zurück und beendete
den Handel zum Ende des ersten Quartals 2024 bei EUR 16,55
(31. Dezember 2023: EUR 16,85).
Im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres 31. März
2023 verblieb beim DAX sogar ein Kursgewinn von 18,3% (31.
März 2023: 15.628,84 Punkte), während der
Technology All Share-Index einen minimalen Kurszuwachs von
0,8% (31. März 2023: 4.070,81 Punkte) verbuchte. Die
USU-Aktie blieb im gleichen Zeitraum mit einem Kursverlust
von 26,8% ungeachtet einer unter Berücksichtigung des
Wandels in Richtung SaaS insgesamt positiven
Geschäftsentwicklung signifikant unter dem Niveau des
Vorjahres (31. März 2023: EUR 22,60).
In Anbetracht dieser negativen Entwicklung hat der
Vorstand der USU Software AG mit Zustimmung des
Aufsichtsrats die Planung eines Delistings der Aktien der
Gesellschaft beschlossen. Die Zulassung bzw. Einbeziehung
der USU-Aktien an einer Börse bot nach
Einschätzung des Vorstands aus strategischer und
finanzieller Sicht in der Vergangenheit wenig Vorteile, so
dass die mit der zunehmenden Regulatorik verbundenen
erheblichen Kosten eine Börsennotierung nicht mehr
gerechtfertigt erscheinen ließen. Bei Abwägung
der Gesamtumstände liegt das Delisting im Interesse
der Gesellschaft. Ein Delisting setzt nach § 39
BörsG ein Angebot zum Erwerb sämtlicher
USU-Aktien voraus. Der Vorstand der Gesellschaft hat ihren
Mehrheitsgesellschafter AUSUM GmbH (AUSUM) angesprochen, ob
er bereit wäre, ein solches Delisting-Angebot zu
unterbreiten.
Am 23. April 2024 hat die USU Software AG daher eine
Delisting-Vereinbarung mit der AUSUM GmbH und der NUNUS
GmbH, einer 100 %-igen Tochtergesellschaft ihrer
Hauptaktionärin AUSUM GmbH, abgeschlossen. Auf
Grundlage dieser Vereinbarung soll von der Gesellschaft
nach Veröffentlichung eines öffentlichen
Delisting-Erwerbsangebots durch die NUNUS GmbH ein Antrag
auf Widerruf der Zulassung der USU-Aktien zum regulierten
Markt gestellt werden (sog. Delisting). Ebenso wird die USU
einen Antrag auf Beendigung des Handels im Freiverkehr der
Wertpapierbörsen Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg,
München, Berlin und Bremen sowie der elektronischen
Handelsplattform Xetra stellen. In der
Delisting-Vereinbarung hat sich die NUNUS GmbH
verpflichtet, den Aktionären der USU ein
öffentliches Delisting-Erwerbsangebot in Form eines
Barangebots zum Erwerb sämtlicher Aktien der USU gegen
Zahlung einer Gegenleistung in bar zu unterbreiten. Die
NUNUS GmbH hat eine Angebotsunterlage erstellt, vor deren
Veröffentlichung bei der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") zur Prüfung
und Gestattung eingereicht und am 16. Mai 2024
veröffentlicht. Danach beträgt der von der NUNUS
GmbH festgelegte Angebotspreis 18,50 Euro je Aktie an der
USU und entspricht einer Prämie von EUR 1,74 oder 10,4
% auf den nach den gesetzlichen Regeln zu zahlenden
Mindestpreis. Die Annahmefrist endet am 13. Juni 2024 um
24:00 Uhr (MESZ), vorbehaltlich der weiteren Annahmefrist.
Möglingen, 23. Mai 2024
USU Software AG
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KONZERN-BILANZ (UNTESTIERT)AKTIVAscrollen
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KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (UNTESTIERT)scrollen
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (UNTESTIERT)scrollen
KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL (UNTESTIERT)scrollen
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VERKÜRZTER KONZERNANHANG FÜR DIE ERSTEN 3 MONATE 2024 (UNTESTIERT)Grundsätze zur RechnungslegungDie USU Software AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem
Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft hat
ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland,
und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, Abt.
B, unter der Nummer 206442 eingetragen.
Dieser Zwischenabschluss der USU Software AG steht im
Einklang mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union
anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss wurde nach IAS 34
(Interim Financial Reporting) erstellt.
Es wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze wie beim nach IFRS
aufgestellten Konzernabschluss für das am 31. Dezember
2023 abgeschlossene Geschäftsjahr angewandt. Der
vorliegende ungeprüfte 3-Monatsbericht 2024 ist daher
in Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss
2023 zu lesen.
Dieser Zwischenabschluss enthält alle notwendigen
Abgrenzungen und gibt nach Auffassung des Managements ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder.
Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der
üblichen Periodenabgrenzung.
Im Rahmen der Aufstellung des Zwischenabschlusses
gemäß den IFRS müssen zu einem gewissen
Grad Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen werden,
welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am
Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und
Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Die
sich tatsächlich einstellenden Beträge
können von den Schätzungen abweichen.
Ertragsteuern werden in der Zwischenperiode auf der
Grundlage der besten Schätzung des gewichteten
durchschnittlichen jährlichen Ertragssteuersatzes
erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Dieser
Steuersatz wird auf das Vorsteuerergebnis der
konsolidierten Gesellschaften angewendet.
Aus dem Ergebnis der Zwischenperioden kann nicht
notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.
UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
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SegmentberichterstattungNach IFRS 8 ist USU in den zwei Geschäftsfeldern
"Produktgeschäft" und "Servicegeschäft"
tätig, die im Wesentlichen die Risiken und die
Eigenkapitalverzinsung des Konzerns beeinflussen. Die
Aufgliederung verschiedener Kenngrößen nach den
Geschäftsfeldern entsprechend IFRS 8 ist in der
nachfolgenden Übersicht dargestellt:
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Außerhalb Deutschlands erzielte die USU-Gruppe in
den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2024
insgesamt 18,8% (Q1/2023: 21,2%) bzw. TEUR 6.674 (Q1/2023:
TEUR 7.073) der konsolidierten Umsätze. Diese Angaben
beziehen sich auf den Sitz des Kunden. Auf weitergehende
Angaben der geographischen Daten wurde aus
Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Aktien der Organe der USU Software AGFolgender Bestand an Aktien der USU Software AG von
Organmitgliedern der Gesellschaft wurde zum 31. März
2024 festgestellt:
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Zusätzlich werden über die "Wissen ist
Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer
dieser Stiftung 32.000 (2023: 32.000) Stimmrechte an der
USU Software AG gemäß § 34 (1) S. 1 Nr. 1
WpHG n.F. zugerechnet.
Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software
AG werden von den Organmitgliedern nicht gehalten.
Möglingen, 23. Mai 2024
USU Software AG
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FINANZKALENDER 20248. August*Jahreshauptversammlung
29. August*Veröffentlichung 6-Monatsbericht 2024
21. November*Veröffentlichung 9-Monatsbericht 2024
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