![]() Weng Fine Art AGKrefeldKonzernjahresabschluss zum 31. Januar 2013RÜCKBLICK AUF DIE TÄTIGKEIT IM GESCHÄFTSJAHR 2012/13Kunstmarkt entwickelt sich nur im Hochpreis-Segment positiv, in der Breite dagegen weiterhin leicht abwärts WFA wächst beim Umsatz dennoch zweistellig und erzielt den höchsten Gewinn der Unternehmensgeschichte Eigenkapital mehr als verdoppelt Expansion wird vorbereitet WENG FINE ART AG KIMPLERSTRASSE 294 D-47807 KREFELD F +49 (0)2151 93713-29 T +49 (0)2151 93713-29 WWW.WENGFINEART.COMDISCLAIMER | Dieses Dokument dient ausschließlich der Information über die Weng Fine Art AG (die "Gesellschaft") und stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren der Gesellschaft dar und weder dieses Dokument noch die hierin enthaltenen Informationen sollen die Grundlage für ein Angebot oder eine Verpflichtung bilden. Trotz sorgfältigster Bearbeitung wird keine Gewähr übernommen (ausdrücklich oder implizit) für in diesem Dokument enthaltene Informationen (einschließlich Schätzungen, Prognosen, Plänen und Meinungen). Überdies wird keine Haftung übernommen für falsche oder unterlassene Angaben und entsprechend übernimmt weder die Gesellschaft noch ein Organmitglied oder Mitarbeiter eine aus der Verwendung dieses Dokuments folgende Haftung. Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit sind von diesem Haftungsausschluss ausgenommen. Dieses Dokument enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen im Hinblick auf die Geschäftstätigkeit, die Finanzlage und die Ergebnisse der Gesellschaft und/oder der Branche, in der die Gesellschaft tätig ist. Zukunftsgerichtete Aussagen betreffen künftige Umstände und Ergebnisse, die sich nicht auf historische Tatsachen beziehen, häufig gekennzeichnet durch Worte wie glauben, erwarten, Vorhersagen, beabsichtigen, davon ausgehen, planen, schätzen, annehmen, abzielen, sollte, dürfte, könnte und ähnliche Formulierungen. Die zukunftsgerichteten Aussagen, ebenso wie Ansichten und Vorhersagen der Gesellschaft und Quellen, die in diesem Dokument zitiert werden, sind unsicher und risikobehaftet. Eine Vielzahl von Faktoren kann dazu führen, dass tatsächliche Ereignisse erheblich von der vorhergesehenen Entwicklung abweichen. Die Gesellschaft kann nicht dafür einstehen, dass die den zukunftsgerichteten Aussagen zugrunde liegenden Annahmen fehlerfrei sind, dass die in diesem Dokument dargestellten Meinungen zukünftig richtig sind oder die vorausgesagten Entwicklungen tatsächlich eintreten. Diese Präsentation ist auf dem Stand vom 30. März 2012. Weder aus dem Dokument selbst noch aus Gesprächen der Gesellschaft mit Rezipienten dieses Dokuments kann die Folgerung gezogen werden, dass es seit diesem Datum keine Änderungen in der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft gab. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2008/09-2012/13scroll
BILANZ 2008/09-2012/13scroll
KONJUNKTURELLE ENTWICKLUNGDas Wachstum der Weltkonjunktur hat sich im Jahr 2012 weiter abgeschwächt -in den meisten europäischen Märkten setzten sich sogar rezessive Tendenzen durch. Dominierend war weiterhin die Diskussionen um die europäische Staatsschuldenkrise. Eine Stabilisierung der Finanzmärkte trat erst ein, nachdem die EZB verkündete, alles zur Verteidigung des Euro Nötige zu unternehmen und notfalls unbegrenzt Staatsanleihen der südlichen Problemländer aufzukaufen. Überhaupt setzte die Politik der EZB die maßgeblichen Akzente für das Jahr 2012, so etwa die Liquiditätsspritzen für das Bankensystem in Höhe von rund 1 Billion Euro. Allerdings fand das Geld den Weg in die Wirtschaft nur in relativ geringem Maße und verblieb weitgehend im Bankensystem statt die Wirtschaft in den Peripherieländern zu beleben. Positiv waren die leichten Erholungstendenzen der amerikanischen Konjunktur aufgrund der langsam wiedererstarkenden Immobilien- und Arbeitsmärkte. Dennoch war für den Aufschwung der USA weiter vor allem die extrem expansive Gel d- und Fiskalpolitik verantwortlich. Dagegen ließ der Konjunkturmotor in den Schwellenländern nach, was u.a. den geldpolitischen Restriktionsmaßnahmen geschuldet war, mit denen inflationäre Tendenzen sowie Fehlentwicklungen auf den Immobilienmärkten eingedämmt werden sollen. Weiterhin ist hier aber auch der Nachfragerückgang insbesondere aus Europa spürbar. Die Konjunktur in Deutschland hat sich zwar merklich besser gehalten als in den meisten europäischen Partnerstaaten, doch konnte sie sich insbesondere im zweiten Halbjahr nicht mehr den Problemen in den europäischen Schuldenländern sowie der nachlassenden Dynamik in einigen Schwellenländern entziehen. Insgesamt stieg die deutsche Wirtschaftsleistung im Jahr 2012 nur noch um 0,7 %. Der gesamte Euroraum hatte dagegen eine Kontraktion um -0,4 % zu verzeichnen. Allerdings treiben die politischen Reformen die Fiskalunion langsam voran, womit die bereits deutlich gesunkenen Risiken eines Auseinanderbrechens der Eurozone weiter reduziert werden. Die schwächere Wirtschaftsentwicklung hat die Preise der Industrierohstoffe unter Druck gesetzt. Durch die damit tendenziell sinkenden Inflationsraten bekam die EZB die Möglichkeit, den Schlüsselzins auf einen historischen Tiefstand zu senken. Parallel dazu sind während des gesamten Berichtszeitraums die Zinssätze auch über die längeren Laufzeiten in der Nähe ihrer historischen Tiefs verblieben. Zwar ist der befürchtete "Credit Crunch" im Berichtszeitraum ausgeblieben, doch waren Engpässe im Kreditgeschäft insbesondere für Unternehmen mit mittlerer und schwächerer Bonität im Jahr 2012 auszumachen, was auch Auswirkungen auf den Kunstmarkt hatte. DER KUNSTMARKTAuf dem Kunstmarkt und hier insbesondere auf dem Markt für bildende Kunst (Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Druckgraphik) sehen wir seit Mitte der 1990er Jahre tendenziell einen Nachfrageüberhang. Die Anzahl der angebotenen Werke populärer Künstler sinkt sukzessive, während auf der anderen Seite immer mehr "New Riches" die Nachfrage erhöhen. Dieser neue Reichtum entsteht insbesondere in den ehemaligen Entwicklungs- und Schwellenländern wie den BRIC-Staaten sowie generell in Asien, in Osteuropa, in Lateinamerika und im Mittleren Osten. Auch in Europa und in den USA hat sich die Zahl der Kunstkäufer im oberen Preissegment (ab ca. 1 Mio. $) in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht. Dagegen hat die Marktbreite im "Mittelmarkt" und in den unteren Segmenten seit dem Boom-Jahr 2007 merklich abgenommen. Die begrenzte Anzahl insbesondere von hochwertigen Kunstwerken, die dem Markt zur Verfügung steht, hat auch dafür gesorgt, dass Einbrüche der Weltkonjunktur und der Finanzmärkte, wie wir sie zuletzt 2001-03 und 2008/09 gesehen haben, auf dem Kunstmarkt signifikant schwächer ausfallen. Dagegen zeigen die darauf folgenden Erholungsbewegungen bei den Preisen von Werken der bildenden Kunst generell ein stärkeres Momentum als dies z.B. an den Aktienmärkten der Fall war/ist. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass sich der Kunstmarkt seit 2007 sehr verengt hat. Er konzentriert sich auf immer weniger Künstler, aber auch auf weniger Marktplayer im Bereich der Auktionshäuser, Händler und Galerien. Sammler und Großkäufer sind heutzutage oft nicht diejenigen, die mit einer humanistischen Vorbildung und breiten Kenntnissen von Kunst, Geschichte und Kultur aufwarten können. Es lässt sich daher derzeit viel besser das leicht Zugängliche, Farbige, Spektakuläre und vermeintlich Prestigeträchtigere platzieren als die Kunst, die einen reichen kunsthistorischen Hintergrund hat und "nur" mit den fundamentalen Werten punkten kann. Kunst muss heute "erkennbar" sein -ein großer Name verleiht ihr das notwendige Label, aber auch das gesuchte Prestige. Dieses in der letzten Dekade veränderte Käuferverhalten wird ganz wesentlich von den weltweit dominierenden Auktionshäusern Sotheb's und Christie's forciert, die sich immer weiter auf das Geschäft im Hochpreisbereich fokussieren und ihre Klientel in diese Richtung lenken. Eine weitere, deutlich erkennbare Entwicklung ist die Hinwendung der Käufer zur zeitgenössischen Kunst (1945 bis heute). Das hat zum einen mit der fehlenden Sachkenntnis im Hinblick auf klassische oder gar Altmeister-Kunst zu tun -die Käufer verstehen die Symbole und die Bildsprache, mit der sie aufgewachsen sind (z.B. Pop Art), besser. Zum anderen ist der Kunstkäufer heute durchschnittlich deutlich jünger als im vorigen Jahrhundert. So sind die "Helden" des aktuellen Kunstmarktes Warhol, Richter, Uecker oder Hirst und nicht mehr Rembrandt oder Renoir. Die Gewinnmargen auf dem Kunstmarkt sind weiterhin verhältnismäßig hoch. Ursächlich dafür ist, dass Kunst einerseits ein hochemotionales Gut ist, es sich andererseits aber auch um ein äußerst heterogenes, schwer zu bewertendes Produkt handelt, das sich kaum uniformieren lässt. Die Märkte werden daher weiter relativ intransparent bleiben und es kann damit gerechnet werden, dass der Bereich der bildenden Kunst auch in Zukunft ein Verkäufermarkt bleibt. Der Kunstmarkt ist auch heute noch sehr stark fragmentiert, in manchen Bereichen geradezu "atomisiert". Es gibt weltweit zwei dominierende Auktionshäuser, die jeweils Ware für etwa 6-7 Mrd. $ umsetzen. Der nächstgrößere Versteigerer kann nur noch etwa 10 % der Umsätze der Marktführer ausweisen (bei dieser Betrachtung bleiben die chinesischen Staatsauktionshäuser, die höchst intransparent sind und nur für den chinesischen Markt Relevanz haben, außen vor). Im Galerie- und Handelsgeschäft findet man zwar einige große Player in den USA und in Großbritannien, die aber jeweils nur in Teilen des Marktes aktiv sind und daher auch nur eine eng begrenzte Marktmacht haben. Darunter teilt sich der Kunstmarkt in wesentlichen Teilen auf tausende Klein- und Kleinstfirmen auf, die durchweg eigentümergeführt sind. Die notwendige Konzentration kommt kaum voran-es werden weiterhin keine nennenswerten Übernahmen und Fusionen im Auktions-, Handels- oder Galeriegeschäft gemeldet. Allerdings konzentrieren sich die Umsätze auf immer weniger "Player", die entsprechend von der Entwicklung profitieren, während der zahlenmäßig weitaus größte Anteil der Akteure in den letzten Jahren zum Teil erhebliche Geschäftseinbußen hinnehmen musste und zumeist nicht mehr profitabel arbeitet. Zu einer gewissen Konsolidierung führt daher aktuell nur ein "Wegsterben" der kleineren Marktteilnehmer. DER KUNSTMARKT IM JAHR 2012Der Kunstmarkt hat sich im abgelaufenen Jahr wiederum leicht schwächer als im Vorjahr gezeigt und damit die Erwartungen nicht erfüllt. Auch konnte er nicht nennenswert von der positiven Entwicklung der Finanzmärkte profitieren. Während die Marktführer in den einzelnen Teilbereichen ihre Volumina zumeist noch steigern konnten, hatte der breite Markt mit Umsatzeinbußen zu kämpfen, die besonders im Galeriegeschäft ausgeprägt waren. Da generell die Kosten zur Warenbeschaffung immer weiter steigen, verringern sich die Margen, so dass über den gesamten Kunstmarkt hinweg die Ertragszahlen rückläufig waren -sogar dort, wo die Umsätze angestiegen sind. Klar zu beobachten war, dass sich der Handel vielerorts als Käufer vom Markt zurückgezogen hat -er vermittelt nur noch. Das hängt zum einen mit dessen notorischer Kapitalschwäche, zum anderen aber auch mit fehlender Risikobereitschaft zusammen. Schnell entschlossen wird nur reagiert, wenn Gewinne bei spekulativ gehandelten Künstlern erzielbar zu sein scheinen (derzeit u.a. Gerhard Richter, Zero-Kunst). Weiter fest hat sich 2012 das Hochpreissegment gezeigt -für seltene Spitzenwerke war die Kauflust ungebrochen ("Trophy hunting"). Dagegen konnte man in dem für die WFA relevanten mittleren Marktsegment (10.000-100.000 €) eine gewisse Käuferzurückhaltung erkennen. Der untere Preisbereich wurde ganz vernachlässigt und entwickelte sich schwächer. Darüber hinaus gehen die aktuell im Markt aktiven Kunstkäufer sehr viel selektiver vor als dies etwa in der Zeit vor 2008 der Fall war. Auch im mittleren Preissegment werden allerdings für ausgesuchte Kunstwerke überproportional hohe Preise gezahlt. Der Handel realisiert daher derzeit den Großteil seiner Erträge mit einem relativ geringen Teil seines Warenbestandes. Abgesicherte Künstler mit breitem, teils auch spekulativ orientiertem Sammlerkreis hatten einen besonders guten Markt. Von dieser Entwicklung profitierten insbesondere die großen Auktionshäuser sowie Händler, die wie die WFA im Zweitmarkt tätig sind und sich auf "Blue Chip Artists" fokussieren. Im abgelaufenen Jahr konnte erstmals seit 2007 wieder festgestellt werden, dass sich der amerikanische Markt besser als der europäische entwickelt. Die spekulativen Käufe, die traditionell den amerikanischen Markt tragen, setzen langsam wieder ein. Außerdem macht sich in den USA der Materialmangel bei den dort besonders geschätzten Künstlern noch stärker bemerkbar als in Europa. Eine deutlich schwächere Entwicklung hatte der hochspekulative chinesische Markt im Jahr 2012 zu verzeichnen. Hier machten sich das rückläufige Wirtschaftswachstum, aber auch Initiativen der Regierung bemerkbar, die das Eindämmen der ausufernden Spekulation zum Ziel hatten. Insgesamt muss aber festgestellt werden, dass die Entwicklung in China recht geringen Einfluss auf das Geschehen in den westlichen Märkten hat. Im Übrigen sind die kolportierten Zahlen zu diesem hochgradig spekulativen und von interessierter Seite stark manipulierten Markt weiterhin mit äußerster Vorsicht zu genießen. Dass der Finanzmarkt die Aussichten des Kunstmarktes für die kommenden Jahre aber durchaus positiv sieht, zeigt sich an der Entwicklung der Sotheb/s-Aktie, die generell ein guter Indikator für den Kunstmarkt ist: Der Schlusskurs der Aktie ist vom Jahresultimo 2011 (28,23 $) zum Jahresschluss 2012 (33,62 $) um 19 % gestiegen. GESCHÄFTSVERLAUFMit der Entwicklung der Geschäftstätigkeit in der Weng Fine Art AG während des Geschäftsjahres 2012/2013 ist der Vorstand sehr zufrieden, auch wenn nicht alle Ziele erreicht werden konnten. Trotz der externen (Markt) und internen Belastungsfaktoren (Vorbereitung einer neuen Struktur) konnte ein neues Rekordergebnis erzielt werden. Der Jahresumsatz im Konzern hat sich mit 7.681 T€ im Vergleich zum Vorjahr (6.513 T€) gegen den allgemeinen Markttrend um 17,9 % erhöht. Der Umsatzbeitrag der Tochter Weng Fine Art Editions GmbH belief sich dabei auf 671 T€ (nach 1.178 T€). Grund für den Geschäftsrückgang in diesem Bereich war die Entscheidung des Vorstands, sich vorerst -zu Lasten des Editionsgeschäftes -auf die Weiterentwicklung des Handelsgeschäftes zu konzentrieren. Aus diesem Grund wurde auch der geplante Launch der Transaktionswebseite auf das Jahr 2014 verschoben. Das 1. Halbjahr war geprägt durch die Fokussierung auf den Warenverkauf. Von Bedeutung war für den Vorstand insbesondere auszutesten, inwieweit eine Skalierung des bisherigen Geschäftsmodells durch eine Erhöhung des Durchschnittspreises je Kunstwerk möglich ist. Mit einer Steigerung der Verkaufspreise gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 37 % verlief dieser "Test" sehr erfolgreich. Im 2. Halbjahr ging der Umsatz stärker als erwartet von 4.800 T€ auf 2.881 T€ zurück. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass die Verkäufe im Kunstmarkt in der zweiten Jahreshälfte typischerweise geringer sind, da die Saison aufgrund der Sommerpause und der Weihnachtszeit kürzer ist. Der Umsatzrückgang in der WFA in diesem Zeitraum war noch ausgeprägter als üblich, da der Vorstand einen Großteil seiner Ressourcen auf die Evaluierung der Wachstumsstrategie und den Ausbau der internen Strukturen fokussiert hat. Dieser Faktor hat den Umsatz im 2. Halbjahr vermutlich um etwa 500 T€ reduziert. Weiterhin reduzierten sich die Verkäufe durch die sich im Jahresverlauf verstärkende Marktschwäche. Für sich betrachtet führte dieser Effekt zu Mindererlösen von weiteren ca. 300 T€. Insgesamt konnten im Geschäftsjahr 2012/13 genau 808 (nach 935) Kunstwerke verkauft werden. Dies waren 14 % weniger als im Vorjahr, was jedoch durch einen deutlich höheren Durchschnittspreis überkompensiert werden konnte. Dieser stieg von 6.966 € (2011/12) auf 9.506 €, also um bemerkenswerte 36 %. Damit wurde das Ziel erreicht, den Umsatz über die Qualität und nicht über die Quantität zu erhöhen. Erstmals konnte die Gesellschaft fünf Kunstwerke im sechsstelligen Bereich verkaufen; 20 Werke erreichten Preise von mehr als 50.000 €. Spitzenreiter war ein Gemälde von Gabriele Münter, das einen Preis von 340.000 € erzielte. Seit Gründung im Dezember 1994 hat die Gesellschaft bis heute 15.888 Kunstwerke verkauft, davon konnten mehr als 96 % mit Gewinn veräußert werden. Dies ist eine Erfolgsquote, die vermutlich von keinem anderen europäischen Kunsthandelsunternehmen übertroffen wird. Der Anteil des Inlandsumsatzes am Gesamtumsatz erhöhte sich nochmals von 49 % auf 53 %. In andere Staaten der EU konnte das Unternehmen 39 % der Ware platzieren (im Vorjahr 34 %), während der Anteil der Verkäufe in Drittländer (USA/Schweiz) deutlich auf 8 % (nach 17 %) gesunken ist. Grund für diese Entwicklung ist, dass die Gesellschaft auf dem europäischen Markt, der wesentlich mehr Anbieter hat, das Material breiter platzieren kann. Das Einkaufsvolumen wuchs im GJ 2012/13 mit 6.914 T€ (Vorjahr 4.708 T€) kräftig um etwa 47 % an. Nur noch 26 % (im Vorjahr 31 %) der Ware wurde in Deutschland bezogen. Dagegen kamen 57 % (VJ 41 %) aus der restlichen EU und 17 % (im VJ 28 %) aus Drittländern. Der Saldo aus Zu- und Abschreibungen auf den Warenbestand hat sich leicht von 90 T€ auf 104 T€ erhöht, obwohl sich die kalkulierten Abschlagsätze (s.u.) reduziert haben. Grund für diese Entwicklung war eine vorsichtigere Bewertung der Bestände parallel zu den leicht nachgebenden Marktpreisen. Die Rohgewinnmarge (vor Abschreibungen) konnte, trotz der markanten Erhöhung des Durchschnittspreises, auf dem sehr hohen Niveau von 73,1 % (nach 76,0 %) gehalten werden. Ein Grund für diese hohe Gewinnmarge ist, dass die Gesellschaft im vergangenen Jahr mit 803 (von 808) 99,4 % aller Kunstwerke mit Gewinn verkaufen konnte. Dies beweist zum einen, dass bei der Auswahl der Kunstwerke außerordentlich erfolgreich operiert wird, zum anderen aber auch, dass die Bilanzansätze der im Bestand befindlichen Kunstwerke sehr konservativ sind. Die sonstigen betrieblichen Erträge der WFA AG erhöhten sich sehr kräftig von 141 T€ auf 682 T€ (jeweils saldiert). Einen großen Anteil an diesen Einnahmen haben Gewinne aus Geschäften mit Artnet-Aktien. Diese waren von der Gesellschaft im Zuge des Übernahmeversuches der Redline Capital SA über die Börse und außerbörslich erworben, dann aber sukzessive wieder veräußert worden. Für einen Restbestand von 100.000 Aktien hat die Gesellschaft eine Verkaufsoption zum Preis von 5,50 € pro Aktie ausgeübt -der entsprechende Zufluss soll vertragsgemäß bis zum 31.12.2013 erfolgen. Der Kostenbereich hat sich 2012/13 günstiger als geplant entwickelt. Die Aufwendungen konnten, trotz der Umsatzsteigerung von 18 %, von 1.508 T€ auf 1.339 T€ reduziert werden (-11 %). Die wesentlichen Gründe für den reduzierten Aufwand waren geringere Vertriebskosten (resultierend aus einem höherwertigen Produktmix), reduzierte Personalkosten und die weitgehende Vermeidung von Währungsverlusten. Diese waren in den beiden Vorjahren durch die drastische Aufwertung des Schweizer Franken entstanden. Größere Kostensteigerungen mussten nur im Bereich der Kapitalmarktkosten (Folgekosten der Börsennotierung, Kosten der HV) hingenommen werden. Die Gesamtbezüge des Alleinvorstands im Geschäftsjahr 2012/13 nahmen -trotz der hohen Gewinnsteigerungen -auf 126 T€ (nach 147 T€) ab, da keine gewinnabhängige Tantieme vereinbart wurde und das Grundgehalt unverändert geblieben ist. Dadurch, dass der Rohgewinn gestiegen ist, die Kosten aber gleichzeitig gesunken sind, konnte das EBIT sogar um 80 % -nämlich von 1.398 T€ auf 2.514 T€ -gesteigert werden. Ohne die erwähnte Verschiebung des strategischen Fokus und die Marktschwäche im 2. Halbjahr wäre das EBIT etwa 350-400 T€ höher ausgefallen. Der Zinsaufwand (saldiert mit den Zinserträgen, incl. Bürgschaftsprovisionen) ist trotz höherer Inanspruchnahmen um 4 % von 276 T€ auf 266 T€ gesunken. Gründe dafür sind der Mittelzufluss durch die Kapitalerhöhung im Sommer 2012 sowie geringere Zinssätze aufgrund verbesserter Bonität. Der von der Gesellschaft durchschnittlich zu zahlende Zins lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 3,10 % und damit niedriger als der Satz, den wesentlich größere Unternehmen wie Sotheb/s aktuell zahlen müssen. Das Vorsteuerergebnis hat sich mit 2.248 T€ gegenüber dem Vorjahresergebnis von 1.122 T€ mehr als verdoppelt. Die Steuerquote sank aufgrund der weitgehenden Steuerfreiheit der mit Aktienbeteiligungen erzielten Gewinne von 31 % auf 23 %, wodurch sich der Konzernjahresüberschuss (1.732 T€ nach 775 T€) noch einmal stärker erhöhte (+124 %) als EBIT und Vorsteuerergebnis. Gegenüber unseren Erwartungen vom Jahresanfang (830 T€) hat sich der Jahresüberschuss im Laufe des Jahres somit mehr als verdoppelt. Durch das schwächere zweite Halbjahr lagen Jahresüberschuss und Gewinn pro Aktie aber unter der letzten Prognose aus dem September 2012 (2.000 T€). Der Konzernbilanzgewinn beträgt 2.652 T€. Aus diesem schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 9. September eine nochmals von 6 Euro-Cent auf 10 Euro-Cent erhöhte Dividende vor. Die Ausschüttungssumme (275 T€) beträgt somit etwa 16 % vom Konzernjahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres. Bei einer Bilanzanalyse fällt die außergewöhnlich hohe Ertragsqualität der WFA AG auf. Die EBIT-Marge liegt mit 32,7 % sehr weit über den Kennzahlen von Handelsunternehmen in anderen Branchen -wenngleich die Berechnung durch die Gewinne aus den Aktienverkäufen beeinflusst wird. Sehr hoch ist mit 25,7 % auch die Eigenkapitalrentabilität. Dagegen ist die Personalaufwandsquote (inkl. Vorstand und freie Mitarbeiter) mit knapp 6 % vom Umsatz sehr niedrig, wie überhaupt die Kostenstruktur der Gesellschaft ausgesprochen schlank ist. Daher liegt auch der Break-Even der WFA so tief, dass das Unternehmen selbst starke Marktrückschläge wie 2001-03 und 2008/09 verkraften kann, ohne in die roten Zahlen zu geraten. Ein weiterer Risikopuffer ist die für ein Handelsunternehmen ungewöhnlich hohe Eigenkapitalquote von 53,8 %. Das Anlagevermögen der Gesellschaft ist mit 133 T€ (0,8 % der Bilanzsumme), wie bei den meisten Handelsunternehmen, weiterhin völlig unbedeutend. Dagegen umfasst der Warenbestand mit 76 % den weitaus größten Teil der Bilanzsumme. Die Bewertung der Vorräte führte für das vergangene Jahr zu einem Abschreibungsbedarf von saldiert 104 T€ nach 90 T€ in 2011/12. Die Bewertung des Warenbestandes erfolgt nach dem handelsrechtlichen Niederstwertprinzip. Dies führt zu Teilwertabschreibungen, wenn der Einkaufspreis höher war als der voraussichtlich erzielbare Verkaufspreis abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten (pauschal kalkuliert mit 13,25 %). Die Bewertung wird also nach einem "verstärkten strengen Niederstwertprinzip" vorgenommen. Die Bilanz beinhaltet als Konsequenz aus dieser vorsichtigen Bewertung erhebliche stille Reserven. Die vermeintlich hohe Lagerdauer der Kunstwerke ist eine der Voraussetzungen, um im Kunstmarkt eine attraktive Gewinnmarge erzielen zu können. Der Wert erscheint auch nur deshalb relativ hoch, weil die Gesellschaft im Gegensatz zu ihren Mitbewerbern bisher auf relativ margenschwache und arbeitsintensive Kommissionsgeschäfte völlig verzichtet und ausschließlich den Eigenhandel betreibt. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die WFA AG keinen nennenswerten Forderungsausfall zu verbuchen gehabt. Zum Jahresende betrugen die offenen Forderungen auch nur etwa 1,5 % vom Umsatz. Das weitgehende Vermeiden von Forderungsausfällen ist im Geschäftsmodell des Unternehmens systemimmanent. Aufgrund des Mittelzuflusses i.H. von 3,1 Mio. € durch die Kapitalerhöhung im Sommer 2012 sind die Liquiden Mittel der Gesellschaft zum Ende des Jahres signifikant von 13 T€ auf 3.086 T€ gestiegen. Damit hat auch die Bilanzsumme kräftig von 10.924 T€ auf 16.890 T€ zugenommen. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital innerhalb nur eines Geschäftsjahres von 4.410 T€ auf 9.092 T€ mehr als verdoppelt. Damit ist die Gesellschaft das nach den ihr vorliegenden Erkenntnissen am stärksten kapitalisierte Unternehmen im deutschen Kunstmarkt. Die Steuerrückstellungen haben sich zum letzten Bilanzstichtag deutlich reduziert (272 TEUR nach 612 TEUR). Die Sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus den Kosten der Abschluss- und Testaterstellung sowie den Vergütungen für den Aufsichtsrat. Nennenswerte Prozess- und andere Risiken sieht der Vorstand derzeit keine. Pensionsverpflichtungen existieren nicht. Im Bereich der Finanzierung operierte der Vorstand im abgelaufenen Jahr ausgesprochen erfolgreich. So konnten die zur Verfügung stehenden Kreditmittel im vergangenen Jahr weiter auf mehr als 10 Mio. € verstärkt werden (Stand 31.01.2013). Davon wurden zum Bilanzstichtag 7.318 T€ in Anspruch genommen. Das Bankenrating der WFA AG liegt zwischen BBB und A- (nach S&P-Definition), also durchgängig im Investment-Grade. Diese Bewertung wurde von der Deutschen Bundesbank bestätigt; Ausleihungen an die WFA AG sind mit dem Prädikat "notenbankfähig" versehen. Damit haben Banken die Möglichkeit, ihre Kredite an die WFA extrem günstig bei der Deutschen Bundesbank zu refinanzieren. An der Fremdfinanzierung der Weng Fine Art AG beteiligen sich aktuell acht Institute. Die Weng Fine Art AG gleicht traditionell ihre Verbindlichkeiten äußerst pünktlich aus. Daher liegt der Anteil der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 47 T€ zum Stichtag bei nicht einmal 0,3 % der Bilanzsumme. BÖRSENNOTIERUNGDie Notierung der Aktie der WFA AG hat sich vom 01.02.2012 bis zum Ende des Berichtszeitraumes (31.01.2013) von 5,84 € (splitbereinigt) um 194 % auf 17,15 € erhöht. Durch die unterjährige Kapitalerhöhung stieg die Marktkapitalisierung sogar überproportional um 223 % von 14,6 Mio. € auf 47,2 Mio. €. Ein wichtiges Ereignis für die Gesellschaft war die Barkapitalerhöhung vom Juli 2012, durch welche die Anzahl der ausgegebenen Aktien von 500.000 auf 550.000 erhöht wurde. Insgesamt flossen der WFA durch die -in Eigenregie organisierte - Platzierung dieser 50.000 Aktien 3,1 Mio. € zu. Die Anzahl der ausstehenden Aktien vergrößerte sich nochmals durch die in der HV vom 24.09.2012 beschlossenen Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln im Verhältnis 4 : 1 von 550.000 auf 2.750.000 Stück. Die Gesellschaft war, trotz des noch immer relativ geringen Free Floats von etwa 750.000 Aktien (27 %), auch bei der Vergrößerung des Aktionärskreises erfolgreich. Während die WFA AG zum Beginn des Geschäftsjahres lediglich 64 Aktionäre hatte, waren es zum 31.01.2013 bereits 411. Der Alleinvorstand und Großaktionär hält seine Mehrheit an der Weng Fine Art AG langfristig, was der Gesellschaft einerseits Stabilität verleiht und andererseits sein volles Engagement garantiert. Er hat daher im März 2013 den Großteil seiner Aktien einem freiwilligen Lock-up unterworfen, das vorerst bis zum 31. Januar 2016 Gültigkeit hat. AUSBLICK UND PROGNOSE ZUM GESCHÄFTSJAHR 2013/14Aufgrund der durchgreifenden Veränderungen im Geschäftsmodell und der Struktur der Gesellschaft sind belastbare Prognosen zum Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres erst mit der Vorlage der Halbjahresergebnisse zum 31. Juli möglich. Konzernbilanz zum 31. Januar 2013AKTIVA scroll
Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 01.02.2012 bis 31.01.2013scroll
Konzernanhang zum 31. Januar 2013I. Allgemeine AngabenDer Konzernabschluss der Weng Fine Art AG wurde auf der Grundlage der Konzernrechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs erstellt. Der Konzernabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und gibt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zutreffend wieder. Der Konzernabschluss besteht aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. II. Konsolidierungskreis1. Angaben zu allen Konzernunternehmenscroll
III. KonsolidierungsgrundsätzeDer in die Konsolidierung einbezogene Abschluss des inländischen Tochterunternehmens wurde entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Weng Fine Art AG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. 1. Angaben zum KonsolidierungsstichtagDer Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Januar 2013. 2. KapitalkonsolidierungDie Kapitalkonsolidierung für die vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. 3. Zeitpunkt der ErstkonsolidierungZeitpunkt der Verrechnung des konsolidierungspflichtigen Kapitals i.S.d. § 301 Abs. 2 HGB ist grundsätzlich der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss. Dieser Zeitpunkt ist der 31. Januar 2012. 4. SchuldenkonsolidierungKonzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Transaktionen werden ebenfalls eliminiert. Bei der Schuldenkonsolidierung werden wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet und eliminiert. Bei den Pflichtangaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind die Positionen gegenüber einbezogenen Unternehmen eliminiert. 5. Aufwands- und ErtragskonsolidierungKonzerninterne Umsätze werden mit den entsprechenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet. Aufwendungen und Erträge aus sonstigen Geschäftsvorfällen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden ebenfalls aufgerechnet. Zwischengewinne aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr werden sowohl für das Anlagevermögen als auch für das Umlaufvermögen unter Berücksichtigung von Steuerabgrenzungen eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. IV. Grundsätze der WährungsumrechnungDer Konzernabschluss wird in EURO, der funktionalen und der Darstellungswährung des Mutterunternehmens aufgestellt. Sämtliche Posten der Einzelbilanzen mit Ausnahme des Eigenkapitals werden mit den entsprechenden Mittelkursen am Bilanzstichtag bewertet. V. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze1. Bilanzierung und BewertungDie für den Konzernabschluss geltenden Vorschriften des § 298 HGB wurden beachtet. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, umplanmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten- bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. 2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBeim Konzernabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. VI. Erläutertungen zur Konzernbilanz1. Sonstige VermögensgegenständeDie Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. 2. Latente SteuernDie latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen: Eliminierung des Zwischenergebnisses aus konzerninternen Umsätzen (163.243,59 €). Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 31,23 %. Von der Möglichkeit, einen Aktivposten für latente Steuererträge zu bilden, wurde Gebrauch gemacht. VII. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1. Erläuterung der periodenfremden ErträgeIn der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 18.800,04 € enthalten. Die Erträge wurden im Posten "Sonstige Erträge im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" erfasst. 2. Erläuterung der periodenfremden AufwendungenIn der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 15.769,24 € enthalten. Die Aufwendungen wurden im Posten "Sonstige Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" erfasst. VIII. Sonstige Angaben1. Namen der Mitglieder des Vorstands und des AufsichtsratsWährend des abgelaufenen Geschäftsjahres vom 01.02.2012 bis 31.01.2013 gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an: scroll
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an: scroll
2. Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des AufsichtsratsDie Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf 126.379,00 €. Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden mit 15.000,00 € vergütet. Reisekosten wurden mit 1.682,99 € erstattet. 3. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Laufe des Geschäftsjahres 2012/2013 führte das Unternehmen die folgenden Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen durch: scroll
4. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2012/2013 beschäftigten Arbeitnehmer:scroll
5. Weitere Angabepflichten nach dem AktiengesetzDer Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. September 2012 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 23. September 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals bis zu insgesamt 1.375.000,00 € zu erhöhen.
Krefeld, 17. Juli 2013 Weng Fine Art AG, Krefeld Geschäftsführung Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Januar 2013scroll
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Januar 2013scroll
BestätigungsvermerkWir haben den von der Weng Fine Art AG, Krefeld, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - für das Geschäftsjahr vom 01.02.2012 bis 31.01.2013 geprüft. Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Düsseldorf, 25. Juli 2013 DR. BRANDENBURG • WIRTSCHAFTSBERATUNGS-GMBH C. M. Eichler, Wirtschaftsprüfer M. Schürmann, Wirtschaftsprüfer |
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