Varengold Wertpaierhandelsbank AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Bilanz zum 31. Dezember 2009

Aktivseite

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  Vorjahr
T€
1. Barreserve      
a) Kassenbestand   3.024,99 2,4
2. Forderungen an Kreditinstitute      
a) täglich fällig 368.597,44   1.414,8
b) andere Forderungen 59.821,15   59,8
    428.418,59 1.474,6
3. Forderungen an Kunden   2.135.524,81 2.854,5
- darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute: 0,0 T€ (im Vorjahr: 0,0 T€)      
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere   277,13 0,3
5. Beteiligungen   194.818,03 182,9
- darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten: 0,0 T€ (im Vorjahr: 0,0 T€)      
6. Treuhandvermögen   16.876.156,02 14.322,0
7. Immaterielle Anlagewerte   1.838.174,45 1.204,4
8. Sachanlagen   370.362,00 389,4
9. sonstige Vermögensgegenstände   37.704,64 64,1
10. Rechnungsabgrenzungsposten   75.901,59 17,7
    21.960.362,25 20.512,3

Passivseite

     
  Vorjahr
T€
1. Verbriefte Verbindlichkeiten      
a) begebene Schuldverschreibungen   56.389,99 0,0
2. Treuhandverbindlichkeiten   16.876.156,02 14.322,0
3. sonstige Verbindlichkeiten   432.670,32 584,3
4. Rückstellungen      
a) andere Rückstellungen   184.750,00 313,5
5. Eigenkapital      
a) gezeichnetes Kapital 1.332.337,00   1.332,3
b) Kapitalrücklage 3.799.943,50   3.799,9
c) Gewinnrücklagen 18.400,00   18,4
d) Bilanzverlust/-gewinn -740.284,58   141,9
    4.410.395,92 5.292,5
    21.960.362,25 20.512,3

 

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009

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  Vorjahr
T€
1. Zinserträge aus        
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 672.165,01     649,4
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 0,00     0,0
    672.165,01   649,4
2. Zinsaufwendungen   -414.903,15   -154,1
      257.261,86 495,3
3. laufende Erträge aus        
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren   0,00   0,0
b) Beteiligungen   19.200,00   21,6
c) Anteile an verbundenen Unternehmen   0,00   0,0
      19.200,00 21,6
4. Provisionserträge   7.031.989,76   9.704,7
5. Provisionsaufwendungen   -3.575.474,68   -5.416,9
      3.456.515,08 4.287,8
6. Nettoertrag aus Finanzgeschäften        
a) Ertrag aus Finanzgeschäften   718.691,08   0,0
b) Aufwand aus Finanzgeschäften   -17.378,29   0,0
      701.312,79 0,0
7. sonstige betriebliche Erträge     252.696,11 184,4
8. allgemeine Verwaltungsaufwendungen        
a) Personalaufwand        
aa) Löhne und Gehälter -1.917.425,08     -1.469,8
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -297.046,83     -175,3
darunter für Altersversorgung: 0,0 T€ (Vorjahr: 0,0 T€)        
    -2.214.471,91   -1.645,1
b) andere Verwaltungsaufwendungen   -2.484.686,84   -2.183,4
      -4.699.158,75 -3.828,5
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen     -590.953,07 -423,2
10. sonstige betriebliche Aufwendungen     -25.483,58 -10,8
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     -252.449,47 -66,3
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     0,00 -0,2
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     -881.059,03 660,1
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   0,00   0,0
15. sonstige Steuern   -1.153,00   -2,6
      -1.153,00 -2,6
16. Jahresfehlbetrag/-überschuss     -882.212,03 657,5
17. Gewinn-/Verlustvortrag     141.927,45 -515,6
18. Bilanzverlust/-gewinn     -740.284,58 141,9

 

Anhang für den Zeitraum vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) mit Anschaffungskosten von weniger als EUR 150 werden seit Januar 2008 gemäß § 6 Abs. 2 Einkommensteuergesetz (EStG) im Jahr der Anschaffung aufwandswirksam erfasst. GWG mit Anschaffungswerten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden gemäß § 6 Abs. 2a Einkommensteuergesetz (EStG) in einem über fünf Jahre abzuschreibenden Sammelposten erfasst. Die Auswirkungen der Bewertungsänderung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben im Übrigen gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Zur besseren Übersicht wurde von der Angabe nicht belegter Posten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 8 HGB abgesehen.

Hintergrund der im Jahr 2007 gemäß § 269 Satz 1 HGB a.F. aktivierten Aufwendungen (TEUR 101) für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs war die Übernahme von Kunden, Kundenvermögen, Software und Mitarbeitern der Schweizer Gesellschaft Finex Group GmbH, Zürich, um im Forex-Handel tätig zu werden. Die nach § 269 Satz 2 HGB a.F. einem Ausschüttungsverbot unterliegende Bilanzierungshilfe wird gemäß § 282 HGB a.F. seit 2008 über vier Jahre abgeschrieben. Die Aufwendungen (TEUR 25) sind unter „Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen” ausgewiesen.

Durch das zum 29.05.2009 in Kraft getretene BilMoG wurde § 269 HGB sowie sämtliche Folgeregelungen in diesem Zusammenhang gestrichen.

Im Jahr 2009 wurden gemäß Art. 66 Abs. 5 EGHGB i.V.m. § 269 HGB a.F. Aufwendungen für die Ingangsetzung der CFD-Bridge (TEUR 88) und der FX EH-Erweiterung (TEUR 228), Aufwendungen für das Setup der CFH-Platform (TEUR 14) sowie Aufwendungen für die Ingangsetzung des Dubai-Office (TEUR 373) aktiviert. Die nach § 269 HGB a.F. einem Ausschüttungsverbot unterliegenden Bilanzierungshilfen werden gemäß § 282 HGB ab dem Jahr 2010 über vier Jahre abgeschrieben.

Der Kassenbestand ist zu Nennwerten bilanziert.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich wird möglichen Adressenausfallrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Alle auf ausländische Währung lautenden Beträge sind täglich fällig.

Da der Wert der sich im Bestand befindlichen börsennotierten Aktien am Abschlussstichtag des 31. Dezember 2009 nicht dauerhaft gemindert war, sind sie weiterhin zum Börsenkurs am 31. Dezember 2008 angesetzt wurden.

Die Beteiligungen sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten bewertet. Anhaltspunkte für Wertminderungen liegen nicht vor.

Die Bewertung der aus Kundengeldern resultierenden Treuhandverbindlichkeiten erfolgt zum Rückzahlungsbetrag, der dem Nennwert der insbesondere bei Brokern sowie Kreditinstituten als Sicherheitsleistungen gehaltenen Vermögensgegenstände entspricht. Die Kundengelder werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.

Entgeltlich erworbene Software wird unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesen und wie die Sachanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei werden stets die steuerlichen AfA-Sätze zugrunde gelegt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen vorausbezahlte Versicherungen und Lizenzgebühren) werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB gebildet.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt.

Eventualverpflichtungen und andere Verpflichtungen bestehen nicht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.

Der Posten „Andere Verwaltungsaufwendungen” ist in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 265 Abs. 5 Satz 1 HGB weiter untergliedert.

Die Beträge sind in TEUR angegeben.

3. Währungsumrechnung

Die unter „Provisionserträge” aufgeführten Erträge fallen zu einem nicht unwesentlichen Teil in den ausländischen Währungen US-Dollar (USD), Schweizer Franken (SFR), Britische Pfund (GBP) und Japanische Yen (JPY) an. Unterjährig gehen zahlungsmäßig abgewickelte Erträge mit den jeweiligen Tageskursen in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Daraus resultierende Fremdwährungsguthaben werden gemäß § 340h Abs. 1 HGB zum Stichtag mit den folgenden Stichtagskursen in Euro umgerechnet:

1 EUR = USD 1,4405

1 EUR = SFR 1,4836

1 EUR = GBP 0,8900

1 EUR = JPY 133,0600

Verluste oder Gewinne aus der Währungsumrechnung werden gemäß § 340h Abs. 2 HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt und im Zinsergebnis ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2009 lauten die folgenden Bilanzposten auf Fremdwährungen (Angabe in TEUR):

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Bilanzposten 31. Dezember 2009
TEUR
31. Dezember 2008
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 12 3
Forderungen an Kunden 312 495
Treuhandvermögen 407 5.053
Treuhandverbindlichkeiten 407 5.053

Wertänderungen des zum Stichtagskurses umgerechneten Treuhandvermögens gehen zu Gunsten bzw. zu Lasten der Treugeber.

4. Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Postenübergreifende Angaben

4.1.1 Beziehungen zu Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und zu Aktionären

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  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Forderungen an Kunden 2.136 2.854
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 198 245
davon gegenüber Aktionären 185 81
Sonstige Verbindlichkeiten 433 584
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 126 285
davon gegenüber Aktionären 125 275

4.1.2 Restlaufzeitengliederung

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  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 428 1.475
bis drei Monate 428 1.475
Forderungen an Kunden 2.136 2.854
bis drei Monate 1.285 2.623
mehr als drei Monate bis ein Jahr 726 10
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 76 179
mehr als fünf Jahre 49 42
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
bis drei Monate 0 0

4.2 Postenindividuelle Angaben

4.2.1 Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden bestehen zu großen Teilen aus Provisionsforderungen gegen Brokern bzw. Kapitalanlagegesellschaften.

4.2.2 Beteiligungen

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG hält folgenden, nicht börsennotierten Anteilsbesitz:

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Gesellschaft Beteiligungsquote
%
Buchwert
TEUR
Eigenkapital 31.12.2008
TEUR
Ergebnis 2008
TEUR
Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg 16,00 58 1.735 828*)
TCMF Trading Concept Managed Futures GmbH, Lotte 25,15 125 105 -64

*) Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2008

Die Hanseatic Brokerhouse Securities AG hält zum Bilanzstichtag eine Beteiligung an der Varengold Wertpapierhandelsbank AG in Höhe von 3,90 %.

Im Februar 2010 wurde die Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen gegründet an der die Varengold Wertpapierhandelsbank AG mit 49 % beteiligt ist. In diesem Zusammenhang wurden TEUR 12 Anschaffungskosten in 2009 aktiviert.

4.2.3 Anlagespiegel

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  Anschaffungskosten Abschreibungen Restbuchwerte
  1.1.2009 Zugänge 2009
TEUR
Abgänge 2009
TEUR
kumuliert
TEUR
2009
TEUR
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Beteiligungen 365 12 0 182 0 195 183
Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs 101 0 0 50 25 51 76
Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs 2009 0 703 0 0 0 703 0
Immaterielle Anlagewerte 1.806 393 97 1.018 437 1.084 1.128
Sachanlagen 1.069 127 225 601 129 370 389
Summe 3.341 1.235 322 1.851 591 2.403 1.776

Die immateriellen Anlagewerte bestehen im Wesentlichen aus entgeltlich erworbener Software sowie Konzessionen und gewerblichen Schutzrechten. Die Sachanlagen entfallen auf Betriebs- und Geschäftssausstattung (einschließlich Mietereinbauten).

Im Geschäftsjahr 2009 wurden Anlagewerte mit einem Buchwert von TEUR 17 ausgebucht und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Im Wesentlichen betrifft dies den Verkauf des im Anlagevermögen befindlichen PKWs.

4.2.4 Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten

Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten beinhalten die im Rahmen der Kommissionsvereinbarungen gehaltenen Kundengelder. Die einzelnen Bestände und Bewegungen der Kundengelder bei ausländischen Brokern werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.

Die treuhänderisch verwalteten Kundengelder werden in Abhängigkeit der jeweils eingegangenen Geschäfte im Wesentlichen in Euro und in US-Dollar, sowie teilweise auch in Britischen Pfund, Schweizer Franken und Japanischen Yen, gehalten.

Das Treuhandvermögen gliedert sich in folgende Aktivposten:

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  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 16.876 13.493
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0 829
Summe 16.876 14.322

Die Treuhandverbindlichkeiten gliedern sich in folgende Passivposten:

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  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 16.876 14.322
Summe 16.876 14.322

Abweichend zum Vorjahr werden 56,4 T€ (Baranteil von Inhaberzertifikaten) nicht mehr unter den Treuhandvermögen/-verbindlichkeiten sondern unter Forderungen an Kreditinstitute/Verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesen.

4.2.5 Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen eine Forderung aus einer zum Verkauf vorgesehenen Minderheitsbeteiligung in Höhe von 8 % an der Flobbi GmbH, Hamburg (TEUR 25).

4.2.6 Sonstige Verbindlichkeiten

In dieser Position sind im Wesentlichen ausstehende Provisionszahlungen an Kooperationspartner für die Erbringung von Dienstleistungen in Höhe von TEUR 258 (31.12.2008: TEUR 365) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4.2.7 Andere Rückstellungen

Die Rückstellungen sind im Wesentlichen für die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) in Höhe von TEUR 65 (31.12.2008: TEUR 0), für Abschlusserstellungs- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 30 (31.12.2008: TEUR 50), für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe TEUR 52 (2008: TEUR 52) sowie für nicht genommenen Urlaub in Höhe von TEUR 25 (2008: TEUR 0) gebildet.

4.2.8 Eigenkapital

Das voll eingezahlte Grundkapital (TEUR 1.332) ist eingeteilt in 1.332.337 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Die Kapitalrücklage (TEUR 3.800) stammt hauptsächlich (TEUR 3.774) aus der im Jahr 2007 erfolgten Kapitalerhöhung. 328.177 neue Aktien wurden mit einem Agio von EUR 11,50 je Aktie ausgegeben.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 21. November 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um EUR 502.080 (502.080 Aktien) zu erhöhen und hierbei das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Zinsergebnis

Im Zinsergebnis sind Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 111 (im Vj.: Wechselkursverluste TEUR 20) enthalten.

Die Zinserträge bestehen aus Zinsen von den Brokern CMC Markets London und Newedge Group S.A. sowie aus Festgeldzinsen. Weiterhin sind Erträge in Höhe von TEUR 207 aus der Realisierung von Devisentermingeschäften (Futures) enthalten. Diesen gegenüber stehen Aufwendungen in Höhe von TEUR 253, die in den Zinsaufwendungen enthalten sind.

5.2 Laufende Erträge aus Beteiligungen

In den Beteiligungen ist eine Dividende von der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg enthalten.

5.4 Provisionserträge/-aufwendungen

In den Provisionserträgen sind die Umsätze aus den Dienstleistungen Forex, CFDs und Futures & Options sowie Erträge aus dem Bereich Asset Management enthalten.

Bei den Provisionsaufwendungen handelt es sich um Zahlungen an Vermittler.

5.5 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden im Wesentlichen aus weiterbelasteten Kosten an HBS und Dienstleistungen gegenüber Dritten erzielt.

5.6 Abschlussprüferhonorar

Der Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 hat ein Honorar für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von 26 T€ und für sonstige Leistungen in Höhe von 11 T€ erhalten.

6. Sonstige Angaben

6.1 Organe

6.1.1 Aufsichtsrat

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Herr Willi Müller
Vereidigter Buchprüfer
Vorsitzender
Herr Hans J. M. Manteuffel
Selbständiger Rechtsanwalt
Stellvertretender Vorsitzender
Herr Prof. Peter Andree
Professor TU Hamburg-Harburg
 

Herr Manteuffel ist zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Mönchengladbach e.G., Mönchengladbach. Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG wahr.

6.1.2 Vorstand

 

Herr Steffen Fix
Strategisches Management und Vertriebsvorstand

 

Herr Yasin Sebastian Qureshi
Asset-Management-, Legal- und IT-Vorstand

Beide Vorstandsmitglieder sind gleichberechtigt.

Neben seiner Tätigkeit im Vorstand der Bank nimmt Herr Qureshi ein Mandat als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, wahr.

6.1.3 Organbezüge und -kredite

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2009 TEUR 380 (Vj.: TEUR 374). Sie beinhalten TEUR 380 (Vj.: TEUR 250) erfolgsunabhängige Komponenten und TEUR 0 (Vj.: TEUR 124) erfolgsbezogene Komponenten.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009 Vergütungen in Höhe von insgesamt TEUR 40 (Vj.: TEUR 10).

Zum Abschlussstichtag sind weder Mitgliedern des Vorstands noch des Aufsichtsrats Kredite oder Vorschüsse eingeräumt worden. Darüber hinaus ist die Bank gegenüber diesem Personenkreis keine Haftungsverhältnisse eingegangen.

6.2 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug insgesamt 38 (Vj.: 25), darunter befanden sich 13,5 (Vj.: 7) Mitarbeiterinnen sowie 1 Auszubildende (Vj.: 2). Teilzeitkräfte sind in diesen Zahlen entsprechend der geleisteten Arbeitszeit anteilig enthalten. Die durchschnittliche Arbeitszeit der Teilzeitkräfte beträgt unverändert zum Vorjahr 50 % der Normalarbeitszeit. Alle Mitarbeiter sind in Deutschland tätig.

6.3 Mitgliedschaften

Die Bank ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW), Berlin, sowie im Alternative Investments e.V., Bonn.

6.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (TEUR 1.863; Vj.: TEUR 2.020) umfassen vor allem Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

6.5 Ergebnisverwendung

Das Ergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen werden.

6.6 Deutscher Corporate Governance Kodex

Seit dem 20. März 2007 ist die Varengold Wertpapierhandelsbank AG (ISIN DE0005479307) im Entry Standard der Deutschen Börse notiert. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG verzichtet auf die Veröffentlichung einer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG), da die Gesellschaft nicht börsennotiert im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG ist.

 

Hamburg, 19. Mai 2010

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Steffen Fix

Yasin Sebastian Qureshi

Lagebericht

A. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

1.

Die Rahmenbedingungen

2.

Die Entwicklung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG

B. LAGE DER GESELLSCHAFT

1.

Vermögenslage

Vermögens- und Kapitalstruktur

2.

Finanzlage

3.

Ertragslage

C. RISIKEN

D. CHANCEN DER VARENGOLD WERTPAPIERHANDELSBANK AG

E. NACHTRAGSBERICHT

F. PROGNOSEBERICHT

A. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. Die Rahmenbedingungen

Im Börsenjahr 2009 stieg der deutsche Leitindex DAX von 4.810 Punkten um mehr als 23 % auf 5.957 Punkte. Die positive Entwicklung wird dadurch getrübt, dass der führende deutsche Aktienindex die im Börsenjahr 2008 verlorenen 3.257 Punkte noch nicht aufholen konnte. Auch der MDAX konnte im vergangenen Jahr positive Ergebnisse vorweisen. Er stieg von 5.601 Punkten auf 7.507 Punkte um 34 % und schlug somit die Performance des DAX. Der Börsenwert aller Entry Standard-Unternehmen, zu denen auch die Varengold Wertpapierhandelsbank AG zählt, wuchs indexiert von 410 Punkten auf 565 Punkte. Dies entspricht einer Rendite von nahezu 38 %.

Abweichend von den Börsentrends entwickelte sich reale Wirtschaft in Deutschland deutlich schwächer. Das reale Bruttoinlandsprodukt sank um 5,0 %, die Exporte brachen nominal um 18,4 % ein. Damit musste Deutschland den Titel Exportweltmeister an die Volksrepublik China abgeben. Der Arbeitsmarkt hielt sich trotz des negativen Gesamtmarktumfeldes nahezu stabil. Die Arbeitslosenzahl stieg von durchschnittlich 3.266.000 im Jahr 2008 auf 3.424.000 im Jahr 2009. Die offenen Stellen reduzierten sich von 568.000 auf 486.000. Der Grund für die stabile Entwicklung des Arbeitsmarktes liegt zum großen Teil in dem Erfolg des Kurzarbeitergeldes.

2. Die Entwicklung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Die negativen Rahmenbedingungen wirkten sich auf das Ergebnis der Varengold Wertpapierhandelsbank AG aus, so dass die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2009 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 882 TEUR abschloss. Neben umfangreichen Investitionen in eine weitere Forex-Handelsplattform, aufwendigen Hardwarekomponenten sowie komplexen Softwareentwicklungen führte der zeitintensive Auf- und Ausbau des Eigenhandels zu Ergebnisbelastungen. Mittels dieser Investitionen wurde der Grundstein für eine tiefere Wertschöpfungskette innerhalb der eigenen Organisation gelegt. Erste, positive Ergebnisauswirkungen wurden bereits im ersten Quartal 2010 erzielt.

Ergebnis belastend wirkte der Ausfall der Gewinnbeteiligung aus dem Hedgefonds HI Varengold CTA Hedge, wodurch die Provisionserträge um mehr als eine Million Euro fielen. Das vergangene Jahr war das historisch schwierigste Handelsjahr seit dem Bestehen von Managed Futures. Zwar schloss der Fonds in Vergleich zu seinen Wettbewerbern besser ab, leider konnte er jedoch den EURIBOR als Hurdle-Rate nicht schlagen. Trotzdem wuchs das Fondsvolumen von 42,28 Millionen Euro binnen Jahresfrist um 28,8 % und wies zum Ende des Geschäftsjahres ein Asset under Management von 54,46 Millionen Euro aus. Die Anleger investierten überproportional in die für die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ertragsreichere Anteilsklasse B, in der private Kunden gebündelt werden.

Zu Beginn des Jahres beendete die Varengold Wertpapierhandelsbank AG die Kooperation mit dem Vertriebspartner, der für den exklusiven Verkauf der Dienstleistung Forex beauftragt war. Durch den Aufbau eines eigenen Vertriebsteams wurde der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. Infolge des Aufbaus einer neuen Verkaufsstruktur eröffnete die Varengold Wertpapierhandelsbank AG eine Repräsentanz in Dubai, die sich positiv entwickelt und die internationale Präsenz stärkt.

Da das Geschäft mit privaten Kunden im Forex-Bereich ausgebaut wurde, sanken die Gesamtvergütungen für Vermittler (Introducing Broker). Die Marge in diesem Segment konnte somit von hohem Niveau weiter gesteigert werden und die Provisionsaufwendungen sanken in der Folge. Ein weiterer Grund für den Rückgang der Provisionsaufwendungen war die Reduzierung der Provisionserträge von Partnern im CFD-Bereich.

Bedingt durch den Eintritt weiterer Marktteilnehmer und dem daraus resultierenden Preiswettbewerb reduzierte sich der Umsatz des CFD-Produktes. Um den Umsatzverlusten entgegen zu wirken und verlorene Marktanteile wiederzugewinnen, implementierte die Varengold Wertpapierhandelsbank AG gemeinsam mit dem Partner Hanseatic Brokerhouse Securities AG in der zweiten Jahreshälfte eine neue, technologisch führende Handelsplattform und optimierte den Kundenservice. Ergebnisauswirkungen werden für das Jahr 2010 erwartet.

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG begann im zweiten Halbjahr 2009 mit den Vorbereitungen, die Varengold Investment Aktiengesellschaft zu gründen, die bisher Kosten im unteren sechsstelligen Bereich verursachten. Mittels der neuen Gesellschaft wurde eine Managed-Futures-Plattform aufgebaut, durch die sowohl externe Managed Futures Manager als auch Zielfondsmanager des HI Varengold CTA Hedge abgewickelt werden können.

B. LAGE DER GESELLSCHAFT

1. Vermögenslage

Im Jahr 2009 sank die Bilanzsumme, bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten, um 17,85 % von 6.189 TEUR auf 5.084 TEUR. Das Treuhandvermögen stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 17,83 % von 14.322 TEUR auf 16.876 TEUR. Der Rückgang der Bilanzsumme ohne Treuhandvermögen begründet sich durch die Reduzierung der Forderungen an Kunden und Kreditinstitute auf der Aktiv-Seite und den abnehmenden Sonstigen Verbindlichkeiten, dem geringeren Eigenkapital sowie den gesunkenen Rückstellungen auf der Passiv-Seite.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur – bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten – stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Vermögen

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  2009 2008 Veränderung
Kurzfristige Forderungen (< 1 Jahr) 50,27 % 67,73 % - 17,46 %
Mittelfristige Forderungen (> 1 Jahr) 1,47 % 2,89 % - 1,42 %
Langfristige Forderungen (> 5 Jahre) 0,96 % 0,67 % 0,29 %
Beteiligungen / Anteile an verbundenen Unternehmen 3,83 % 2,96 % 0,87 %
Anlagevermögen 43,44 % 25,75 % 17,69 %

Kapital

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  2009 2008 Veränderung
Kurzfristige Schulden (< 1 Jahr) 13,25 % 14,49 % - 1,24 %
Eigenkapital 86,75 % 85,51 % 1,24 %

Das Unternehmen ist mit einer Eigenkapitalquote von ca. 87 % vollständig durch Eigenkapital finanziert. Es bestehen nur sonstige Verbindlichkeiten gegenüber unseren Lieferanten in nennenswerter Größe (433 TEUR), die im folgenden Monat überwiesen wurden und Rückstellungen mit einem Bilanzansatz von 185 TEUR. Das kurzfristig gebundene Vermögen übersteigt die kurzfristigen Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) deutlich. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG verfügt über eine geordnete und gesunde Vermögens- und Kapitalstruktur.

Insgesamt werden Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen in Höhe von 754 TEUR unter den immateriellen Vermögensgegenständen bilanziert, die auf 4 Jahre abgeschrieben werden. In gleicher Höhe besteht eine Ausschützungssperre.

Die Preisfeststellung eines Inhaber-Zertifikates wurde ausgesetzt. Es folgte daher ein Wertansatz von 0 EUR.

2. Finanzlage

Über die Finanzlage im Jahr 2009 gibt die folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss, die nach der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) / Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft (SG) aufgestellt wurde:

Kapitalflussrechnung 2009

Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg

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  2009
In TEUR
Vorjahr
In TEUR
Veränderung
Jahresergebnis -882 658 -1.540
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 591 423 168
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 0 0 0
= Cash Flow nach DVFA / SG -291 1.081 -1.372
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0 0
+/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen -129 39 -168
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden, der sonst. Vermögensgegenstände u. sonst. Aktiva 686 -821 1.507
+/- Zunahme/Abnahme der Kundenverbindlichkeiten, der sonst. Verbindlichkeiten u. anderer Passiva -94 -295 201
= Cash Flow aus Geschäftstätigkeit 172 4 168
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 18 0 18
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -127 -262 135
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -393 -583 190
- Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes -703 0 -703
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -12 0 -12
= Cash Flow aus Investitionstätigkeit -1.217 -845 -372
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 0 0
- Auszahlungen an stille Gesellschafter 0 0 0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen u. der Aufnahme von Finanzkrediten 0 0 0
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen u. Finanzkrediten 0 0 0
= Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 0 0 0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -1.046 -841 -205
+/- Wechselkurs- u. bewertungsbedingte Änderungen 0 0 0
+ Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 1.477 2.318 -841
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 431 1.477 -1.046
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende des Geschäftsjahres      
Barreserve 3 2 -1
Bankguthaben 428 1.475 -1.047
Bankverbindlichkeiten 0 0 0
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 431 1.477 -1.046

Im Jahr 2009 erwirtschaftete die Gesellschaft einen positiven Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit i.H.v. 172 TEUR. Es bestand kein Mittelzufluss bzw. -abfluss aus der Finanzierungstätigkeit (+/-0 TEUR), da die Gesellschaft keine Kapitalmaßnahmen durchgeführt hat. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (-1.218 TEUR) fiel negativ aus, weil die Gesellschaft Liquidität für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in Sachanlagen verwendete. Im Resultat verbuchte die Varengold Wertpapierhandelsbank AG im Jahr 2008 ein Finanzmittelabfluss von 1.046 TEUR, die liquiden Mittel sanken von 1.477 TEUR zu Jahresbeginn auf 431 TEUR am Jahresende.

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG führt neben ihren Forderungen an Kreditinstituten i.H.v. 428 TEUR Konten bei Brokern, die der rechtlichen Einordnung der Broker nach dem KWG als Forderungen an Kunden ausgewiesen werden müssen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft ca. 370 TEUR an liquiden Mitteln bei beiden Brokern.

In den Forderungen an Kunden sind auch die im Jahr 2009 erzielten Erträge aus dem Dachhedgefonds enthalten, da diese erst im Jahr 2010 ausgezahlt werden. Diese Forderungen belaufen sich auf 288 TEUR.

3. Ertragslage

Die Provisionserlöse sanken von 9.705 TEUR im Jahr 2008 um 27,5 % auf 7.032 TEUR im Jahr 2009. Die Provisionsaufwendungen nahmen überproportional um 34,00 % von 5.417 TEUR auf 3.575 TEUR ab. Der Nettoertrag aus Finanzgeschäften wurde als neuer Posten in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommen. Er weist einen Wert von 719 TEUR aus, die Aufwendungen betragen 17 TEUR. Das Provisionsergebnis inklusive der Nettoerträgen

und -aufwendungen aus Finanzgeschäften blieb dadurch nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (von 4.288 EUR auf 4.158 TEUR). Der Rückgang der Provisionserlöse liegt zum einen an dem Ausfall der Gewinnbeteiligung des Dachhedgefonds und zum anderen an dem margenschwächeren CFD-Geschäft. Die Reduzierung der Provisionsaufwendungen basiert auf dem Rückgang der IB-Vergütungen im Forex- und CFD-Bereich.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 184 TEUR auf 253 TEUR. Gründe liegen dafür in dem Abbau der Rückstellungen und der Weiterreichung von Kosten für Miete und Telefon für Hanseatic Brokerhouse Securities AG.

Die Zinserträge der Gesellschaft stiegen leicht von 649 TEUR in 2008 auf 672 TEUR in 2009. Allerdings stiegen die Zinsaufwendungen deutlich auf 415 TEUR, so dass ein Zinsüberschuss von 257 TEUR erzielt wurde. Da die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ein Teil der Erträge in USD erwirtschaftet, ist ein Kursverfall des Dollars abgesichert worden. Aufgrund der Bruttobuchung der Währungshedgings wurden die Aufwendungen dafür als Zinsaufwendungen verbucht.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 871 TEUR (von 3.828 TEUR auf 4.699 TEUR), da insbesondere erhöhte Personalkosten (von 1.645 TEUR auf 2.214 TEUR), anfielen. Der erhöhte Personalaufwand resultiert aus der deutlichen Steigerung der Mitarbeiteranzahl. Die Aufwendungen für Beiträge und Versicherungen (von 53 TEUR auf 144 TEUR), die KfZ-Kosten (von 91 TEUR auf 146 TEUR), die Aufwendungen für Werbung, Bewirtung und Reisekosten (von 510 TEUR auf 611 TEUR), die Aufwendungen für Instandhaltung für Geschäftsausstattung, Hard- und Software (von 134 TEUR auf 242 TEUR), die Aufwendungen für Kommunikation (von 126 TEUR auf 200 TEUR) und die übrigen Verwaltungsaufwendungen (von 103 TEUR auf 154 TEUR) führten zu der Steigerung der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen. Reduziert wurden diese durch den Rückgang der Aufwendungen für Bürobedarf, Zeitschriften und Fortbildung (von 151 TEUR auf 132 TEUR) und den Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten (von 713 TEUR auf 546 TEUR).

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen stiegen deutlich von 423 TEUR im Jahr 2008 auf 591 TEUR im Jahr 2009.

In der Summe betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit - 881 TEUR (Vorjahr: 660 TEUR), der Jahresfehlbetrag lag bei 882 TEUR (Vorjahr: Jahresüberschuss i.H.v. 658 TEUR).

C. RISIKEN

Das Erzielen von Erträgen im Bankgeschäft ist i.d.R. nicht ohne das Eingehen von Risiken möglich. Insofern sind der bewusste Umgang, das aktive Management und die laufende Identifikation und Überwachung von Risiken Kernelement der erfolgsorientierten Geschäftssteuerung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG.

Zur Beherrschung der mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verbundenen internen und externen Risiken hat die Bank ein Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem eingeführt, das den Bestimmungen der „Mindestanforderungen an das Risikomanagement” (MaRisk) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) entspricht.

Aufgrund der Größe der Bank ist der Vorstand in sämtliche risikobehafteten Vorgänge von Bedeutung eingebunden. Neben dem primären Kriterium des Vermögensschutzes lässt sich der Vorstand dabei von folgenden Prinzipien leiten:

Erfüllung bzw. Einhaltung aufsichtsrechtlicher Normen und Compliance Vorschriften

Klare Kompetenzen beim Risk Management

Funktionstrennung von Risikosteuerung und Controlling

Transparenz bei der Offenlegung von Risiken

Risikobewusstes Verhalten

Zur Beherrschung dieser Risiken wird im Rahmen eines Risikomanagementsystems eine laufende Beobachtung und Bewertung der identifizierten Risiken durchgeführt. Der gesamte Prozess umfasst folgende aufeinander aufbauende Schritte:

Risikoidentifikation und Risikobeobachtung

Risikoquantifizierung

Risikosteuerung

Risikocontrolling und Risikoreporting

Der Vorstand legt die Höhe des zulässigen Gesamtrisikos und dessen Verteilung auf die einzelnen Risikoarten und Kompetenzfelder fest. In diesem Zusammenhang wird permanent Sorge dafür getragen, dass die verschiedenen Geschäftsaktivitäten angemessen mit Eigenkapital unterlegt sind.

Für die Überwachung der Risikostrategie ist bei der Varengold die Innenrevision verantwortlich.

Alle Maßnahmen der Risikobegrenzung werden grundsätzlich in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis durchgeführt, welches die Größe des Instituts sowie das besondere Geschäftsmodell in angemessener Weise berücksichtigt.

Unter Risiko wird die negative Abweichung eintretender Ereignisse von den erwarteten Ereignissen verstanden. Basis des Risikomanagementsystems ist die Einteilung der wesentlichen Risiken in die Kategorien Adressenausfallrisiko, Liquiditätsrisiko, Marktpreisrisiko, Operationelles Risiko und Geschäftsrisiko.

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gezielt ihre Marktchancen und geht die damit einhergehenden Risiken nur verantwortungsbewusst ein. Grundlage für die Kontrolle und Steuerung dieser Risiken ist ein System, dass erkennen lässt, dass der Fortbestand des Unternehmens nach den heute bekannten Informationen nicht gefährdet ist.

D. CHANCEN DER VARENGOLD WERTPAPIERHANDELSBANK AG

Bedingt durch die schwierige Marktlage für Managed Futures im vergangenen Jahr war das Ergebnis des HI Varengold CTA Hedge im Bereich Asset Management unbefriedigend. Historisch betrachtet, war das vergangene Jahr das Erste, in dem die Varengold Wertpapierhandelsbank AG keine Gewinnbeteiligung erhalten hat. Es besteht daher eine entsprechende Wahrscheinlichkeit, dass die Märkte in dem aktuellen Geschäftsjahr für Managed-Futures freundlicher verlaufen, so dass die Varengold Wertpapierhandelsbank AG eine Gewinnbeteiligung erhalten wird. Aufgrund des gestiegenen Asset under Management in dem Fonds steigen dadurch die Vergütungen für die Bank aus der Gewinnbeteiligung und der Vermögensverwaltungsgebühr.

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG setzt zurzeit Zielfondsmanager für den HI Varengold CTA Hedge in der Investment Aktiengesellschaft auf, um die Wertschöpfungskette des Dachhedgefonds zu vertiefen. Der Anteil an der Vermögensverwaltungsvergütung wird dadurch steigen und die Abwicklung über eine eigene Managed-Futures-Plattform reduziert die Kosten für externe Dienstleister.

Für die Dienstleistungen Forex und CFDs aus dem Bereich Capital-Markets-Brokerage bestehen hohe Chancen, den Umsatz aus dem vergangenen Geschäftsjahr zu erhöhen. Sowohl die neue Handelsplattform für CFDs als auch der mögliche Eigenhandel in diesem Bereich kann zu der Steigerung des CFD-Ertrages führen. Die Forex-Dienstleistung profitiert bei nationalen und internationalen Kunden von dem Alleinstellungsmerkmal, dass die Varengold den Status einer deutschen Wertpapierhandelsbank trägt. Vor allem externe, international agierende Vermittler haben großes Interesse, mit der Varengold Wertpapierhandelsbank AG zu kooperieren. Der Eigenhandel kann auch bei dieser Dienstleistung zu einer weiteren Umsatz- und Ergebnisdiversifizierung beitragen.

Aufgrund der Anfechtungen der Hauptversammlungsbeschlüsse für das Geschäftsjahr 2008 ist für die diesbezüglichen Schadensersatz- und Regressansprüche der Varengold Wertpapierhandelsbank AG eine Klage beim Landgericht anhängig. Der Streitwert liegt bei über einer Million Euro.

E. NACHTRAGSBERICHT

Über die geschilderten Vorgänge hinaus trat nach Abschluss des Geschäftsjahres 2009 keine Entwicklung von besonderer Bedeutung auf.

F. PROGNOSEBERICHT

Bedingt durch die Chancen und Risiken, die unter C. und D. erläutert wurden, geht der Vorstand von einer im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbesserten Geschäftsentwicklung aus. Er prognostiziert ein positives Ergebnis.

 

Freie und Hansestadt Hamburg, im Mai 2010

Der Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Yasin Sebastian Qureshi

Steffen Fix

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2009

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat dankt allen Kunden, Aktionären und Geschäftspartnern der Varengold Wertpapierhandelsbank für das Vertrauen, das sie in einem herausfordernden Umfeld in das Unternehmen gesetzt haben, sowie den Mitarbeitern und dem Vorstand für ihren persönlichen und fachlichen Einsatz im Geschäftsjahr 2009.

Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand

Im Geschäftsjahr 2009 haben wir als Aufsichtsrat die uns nach Satzung und Gesetz obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Vorstände laufend überwacht. Die Überwachungsziele haben wir dabei bereits zu Beginn des Jahres festgelegt. Die umfangreichen, uns zur Verfügung stehenden Informationen haben wir auf den Aufsichtsratssitzungen sowie in Einzelgesprächen geprüft und hinterfragt. Der Vorstand beantwortete und erläuterte alle Fragen des Aufsichtsrates umfangreich und zu unserer Zufriedenheit. Um unsere Informationsbasis zu verbreitern und eigene Eindrücke von der Unternehmensentwicklung zu gewinnen, haben wir auch vorstandsferne Erkundigungen eingeholt, unter anderem bei leitenden Angestellten und externen Beratern. Wir waren somit stets aktuell informiert und haben vom Vorstand neben detaillierten Berichten im Rahmen der gemeinsamen Sitzungen monatlich schriftlich und sehr zeitnah Informationen zur aktuellen Geschäftslage erhalten. Die steten, umfassenden und zeitnahen schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstandes an den Aufsichtsrat entsprachen den Vorgaben gemäß § 90 AktG.

Aufsichtsratssitzungen 2009

Insgesamt haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr vier Aufsichtsrats-Sitzungen abgehalten, die am 14. Januar 2009, am 06. April 2009, am 23. Juli 2009 und am 26. Oktober 2009 stattgefunden haben. Sämtliche Sitzungen erfolgten unter Teilnahme aller Aufsichtsratsmitglieder und mindestens einem Mitglied des Vorstands.

Im Rahmen der Sitzungen wurden dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr vom Vorstand umfassende Erläuterungen und detaillierte Finanzdaten (Zwischenabschlüsse und monatliche Abschlüsse, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und BWA sowie der Fortschreibung der Unternehmensplanung für das laufende Jahr) übermittelt und sodann vom Aufsichtsrat auf Plausibilität im Zeit- und Branchenvergleich sowie Vollständigkeit geprüft. Der Aufsichtsrat befasste sich darüber hinaus fortlaufend mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse und überzeugte sich von der Wirksamkeit der internen Rechnungslegungs- und Kontrollsysteme. Am 14. Januar 2009 wurden ein neues Vertriebsmodell im Devisenhandel vorgestellt und genehmigt, die Vergütungen des Vorstandes neu geregelt und die Vorbereitung der Klage gegen den Rechtsberater, der die Hauptversammlung 2008 begleitet hatte, erläutert. Außerdem präsentierte der Vorstand anhand vorläufiger Jahresabschlusszahlen die wirtschaftliche Entwicklung der Bank im Jahr 2008. Im Ausblick auf das Jahr 2009 wurden Planzahlen und Worst-Case-Betrachtungen mit uns diskutiert, sowie die Fokussierung in den Bereichen Vertrieb und Werbung vorgestellt. Der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses, die Prüfung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat und die Vorbereitung der Hauptversammlung und deren Tagesordnung stellten am 06. April 2009 die Hauptthemen der Aufsichtsratssitzung dar. Am 23. Juli 2009 berichtete der Vorstand überwiegend über die Gründe der rückläufigen Geschäftslage und die dagegen getroffenen Einsparmaßnahmen. Gemeinsam mit den Vorständen besprachen wir rückblickend die erfolgreiche Durchführung der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009. Darüber hinaus genehmigte der Aufsichtsrat das vom Vorstand vorgestellte Projekt, die Mitarbeiter künftig am Gewinn des Unternehmens zu beteiligen. Die Zustimmung zur Beteiligung an einer Investment Aktiengesellschaft erteilte der Aufsichtsrat auf der letzten Sitzung des Jahres am 26. Oktober 2009. Weiterhin informierte uns der Vorstand über die Ertragslage der ersten neun Monate. Aufgrund unserer Nachfrage zu den Erfahrungen mit dem neuen Innenrevisor wurden uns unter anderem kurzfristig ein Zwischenbericht sowie am Jahresende der gesamte Abschlussbericht zur Verfügung gestellt.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr wie schon in den vorangegangenen Geschäftsjahren auf Grund der Unternehmensgröße und der Tatsache, dass der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht, auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.

Erteilung des Prüfungsauftrags an NPP Niethammer, Posewang & Partner

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH, Hamburg, wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 16.Juni 2009 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 gewählt. Anschließend erteilten wir NPP Niethammer, Posewang & Partner den Prüfungsauftrag. Hinsichtlich der Einzelheiten und der Zusammenarbeit beinhaltete der Auftrag klare Regelungen, unter anderem eine eingehende Betrachtung des Risikofrüherkennungssystems.

Bilanzaufsichtsratssitzung am 26. Mai 2010

Im Vorwege der Bilanzaufsichtsratssitzung erhielt der Aufsichtsrat den Entwurf des Prüfungsberichtes zum Jahresabschlusses 2009 sowie des Lageberichts über das Geschäftsjahr 2009 zwecks Studium und Prüfung. Alle offenen Fragen konnten am 26. Mai 2010 mit dem Vorstand und dem anwesenden Wirtschaftsprüfer geklärt werden.

Am 11. Juni 2010 erhielt der Aufsichtsrat sodann die endgültige Version des Prüfberichts und des Lageberichts. Durch einstimmigen Beschluss des Aufsichtsrats vom 21. Juni 2010 wurde der geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehene Jahresabschluss der Varengold Wertpapierhandelsbank AG zum 31. Dezember 2009, der gegenüber den Entwürfen keine materiellen Änderungen enthielt, gem. § 9 Absatz 4 der Satzung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG per Umlaufbeschluss gebilligt. Der Jahresabschluss der Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist damit festgestellt.

Weitere Tagesordnungspunkte der Bilanzaufsichtsratssitzung am 26. Mai 2010 waren der Rückblick auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und der Investment AG innerhalb der ersten fünf Monate sowie die Besprechung der Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung am 18. August 2010.

Für den Aufsichtsrat

 

Hamburg, 24. Juni 2010

Willi Müller, Vorsitzender des Aufsichtsrats

F. Bestätigungsvermerk

Einwendungen im Sinne des § 322 Abs. 1 Satz 3 HGB sind gegen den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 und den Lagebericht nicht zu erheben. Wir erteilen daher dem Jahresabschluss der Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2009 -Anlage 1- und dem Lagebericht der Gesellschaft zum 31. Dezember 2009 -Anlage 2- folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

„Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des internen rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne die Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass die unter den Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere bzw. verbriefte Verbindlichkeiten zu bilanzierenden Inhaber-Zertifikate aufgrund ausgesetzter Preisfeststellung für die Wertpapiere, die den Inhaber-Zertifikaten zugrunde liegen, bis auf den Baranteil in Höhe von 56,4 T€ mit einem Wert von Null angesetzt wurden.”

 

Hamburg, 20. Mai 2010

NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Sven Ole Raap, Wirtschaftsprüfer

Stephan Buchert, Wirtschaftsprüfer