Varengold Bank AG

(vormals: Varengold Wertpapierhandelsbank AG)

Hamburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2012

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat der Varengold Wertpapierhandelsbank AG hat sich im vergangenen Geschäftsjahr in vier ordentlichen sowie drei außerordentlichen Sitzungen umfassend mit der geschäftlichen und strategischen Entwicklung des Unternehmens befasst. Im gesamten Geschäftsjahr 2012 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben wahrgenommen, die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht und beratend begleitet. Auch außerhalb der Sitzungen standen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstandes in engem Kontakt, um strategische Optionen und aktuelle Fragen der Geschäftspolitik zu erörtern. Die steten, umfassenden und zeitnahen schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstandes an den Aufsichtsrat entsprachen den Vorgaben nach § 90 AktG. Darüber hinaus wurden wie im Vorjahr bei leitenden Angestellten und externen Beratern vorstandsferne Erkundigungen eingeholt. Die Überwachungsziele des Aufsichtsrates wurden im Januar 2012 festgelegt.

Aufsichtsratssitzungen 2012

Die vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen wurden am 24. Januar 2012, am 23. April 2012, am 18. Juni 2012 und am 25. September 2012 abgehalten. Zusätzlich haben am 23. Juli 2012, am 07. August 2012 und am 18. Dezember 2012 drei außerordentliche Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Sämtliche Sitzungen erfolgten unter Teilnahme aller Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder.

Im Rahmen der Sitzungen hat der Vorstand dem Aufsichtsrat zeitnah schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage (monatliche Abschlüsse, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie BWA und Summen-Saldenlisten), die strategische Weiterentwicklung und die Risikolage sowie das Risikomanagement unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. Der Aufsichtsrat befasste sich darüber hinaus fortlaufend mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse und überzeugte sich von der Wirksamkeit der internen Rechnungslegungs- und Kontrollsysteme.

In der Sitzung am 24. Januar 2012 wurden u.a. die Regularien für die Berichterstattung an den Aufsichtsrat neu festgelegt, die Vorstände Herr Qureshi und Herr Fix erläuterten die ökonomisch schwierige Marktsituation der Gesellschaft sowie die Vorgehensweise hinsichtlich der vom Aufsichtsrat geforderten Maßnahmen zur Kostenreduzierung und Ergebnisentwicklung bzw. -verbesserung.

Am 23. April 2012 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt, in welcher u.a. die Wirtschaftsprüfer der NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH den Jahresabschluss 2011 der Varengold Wertpapierhandelsbank AG vorgestellt und erläutert haben. Vor Feststellung des Jahresabschlusses, welche per Umlaufbeschluss am 31. Mai 2012 erfolgte, wurden noch zu klärende Punkte eingehend diskutiert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Herr Dastmaltchi wurde zudem erstmalig als Vorstand im Rahmen der Aufsichtsratssitzung begrüßt.

Im Mittelpunkt der außerordentlichen Sitzung vom 18. Juni 2012 standen u.a. die weitere Entwicklung der Geschäftszahlen, die Umsetzung eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms, eine mögliche Kapitalerhöhung sowie die Erweiterung des Vorstands durch zwei krediterfahrene Vorstände, welche von der BaFin im Rahmen der angestrebten Erlaubniserweiterung zum Einlagenkreditinstitut gefordert werden.

Am 23. Juli 2012 bekam der Aufsichtsrat schließlich ausreichend und umfassend Gelegenheit, sich einen persönlichen Eindruck von den potentiellen Kandidaten für die Erweiterung des Vorstands im Rahmen der Erlaubniserweiterung zum Einlagenkreditinstitut zu verschaffen. Darüber hinaus teilte der Aufsichtsrat dem Vorstand mit, dass er in einem 3-Tage-Seminar zur Fortbildung am „Exzellenz-Programm für Aufsichtsräte" der Frankfurt School of Finance/Deutsches Aktieninstitut teilnehmen werde.

In der Sitzung am 07. August 2012 wurden letzte Vorbereitungen hinsichtlich der ordentlichen Hauptversammlung getroffen und der Vorstand der Gesellschaft berichtete über die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie den Stand bzgl. der Antragsstellung zur Erlaubniserweiterung.

Am 25. September 2012 stellte der Aufsichtsrat den als Gast geladenen Herrn von Beust als potentiellen Beirat der Gesellschaft vor, welcher anschließend über seine Vita berichtete. Nachdem er die Sitzung verlassen hatte, folgten u.a. die Nachschau zur ordentlichen Hauptversammlung vom 08. August 2012 sowie der Bericht des Vorstandes über die Entwicklung der Gesellschaft und die Planungen hinsichtlich einer erneut möglichen Kapitalerhöhung.

Im Mittelpunkt der letzten Sitzung des Jahres am 18. Dezember 2012, die im Anschluss an die außerordentliche Hauptversammlung stattfand, stand der Kreditfall für die Hanseatic Brokerhouse Securities AG. Für den Kreditfall wurden seitens des Vorstandes mehrere Szenarien entwickelt, so dass nach deren eingehender Darstellung die sich bietenden Alternativen diskutiert und das Vorhaben als pragmatische Lösung vom Aufsichtsrat befürwortet wurde.

Nach dem Aktiengesetz müssen Aufsichtsratsausschüsse, um beschlussfähig zu sein, zumindest über drei Mitglieder verfügen. Da der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2012 lediglich aus drei Personen bestand, wurden keine Ausschüsse gebildet.

Prüfung des Jahresabschlusses 2012 ausführlich erörtert

Unsere Abschlussprüfer von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH in Hamburg haben den Jahresabschluss der Varengold Wertpapierhandelsbank AG zum 31. Dezember 2012, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang sowie dem Lagebericht 2012 der Gesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Beauftragung der Prüfer erfolgte entsprechend dem Votum der Hauptversammlung vom 08. August 2012 und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, wobei wir hinsichtlich der Einzelheiten der Jahresabschlussprüfung, der Prüfungsschwerpunkte und der Zusammenarbeit detaillierte Vorgaben gemacht haben.

Der Aufsichtsrat hat gemeinsam mit dem Vorstand im Rahmen der Bilanzaufsichtsratssitzung am 13. Mai 2013 ein ausführliches Gespräch mit den Abschlussprüfern über die Prüfungsergebnisse, das Kontroll- und Risikomanagement bezogen auf den Rechnungslegungsprozess sowie Organisationsfragen geführt. Die Abschlussprüfer berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und beantworteten Fragen.

Die Vertreter des Abschlussprüfers haben insbesondere ausgeführt, dass keine Befangenheitsgründe vorliegen und keine Nichtprüfungsleistungen erbracht wurden. Die Prüfer sind ferner auf Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung eingegangen. Der Prüfungsbericht der Abschlussprüfer zum Jahresabschluss 2012, der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 sowie der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2012 lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzaufsichtsratssitzung zur Prüfung vor. Sämtliche Berichte wurden auf der Aufsichtsratssitzung in Gegenwart des Abschlussprüfers intensiv erörtert. Dem Ergebnis der Abschlussprüfung hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung ohne Einwände angeschlossen.

Am 21. Mai 2013 haben wir sodann die endgültigen Fassungen des Prüfberichts, des Jahresabschlusses und des Lageberichts erhalten, die allesamt gegenüber den am 13. Mai 2013 behandelten Entwürfen keine materiellen Änderungen aufwiesen, und den geprüften, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehenen Jahresabschluss der Varengold Wertpapierhandelsbank AG zum 31. Dezember 2012 im schriftlichen Umlaufverfahren gebilligt. Der Jahresabschluss per 31. Dezember 2012 ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Abschließend dankt der Aufsichtsrat allen Kunden, Aktionären und Geschäftspartnern für das in die Varengold Wertpapierhandelsbank AG gesetzte Vertrauen, sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand für ihren persönlichen und fachlichen Einsatz im Geschäftsjahr 2012.

 

Hamburg, im Mai 2013

Für den Aufsichtsrat

RA Hans J.M. Manteuffel, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

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    Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR TEUR
1. Barreserve      
a) Kassenbestand   1.966,86 1,7
2. Forderungen an Kreditinstitute      
a) täglich fällig 4.278.004,69   760,5
b) andere Forderungen 110.450,00   110,5
    4.388.454,69 871,0
3. Forderungen an Kunden   2.071.136,30 1.888,1
- darunter an Finanzdienstleistungsinstitute 0,00 TEUR (im Vorjahr: 0,0 TEUR)      
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere   479.804,17 0,0
4a Handelsbestand   2.502.447,75 1.235,3
5. Beteiligungen   221.355,12 233,7
6. Treuhandvermögen   17.817.195,27 12.593,7
7. Immaterielle Anlagewerte      
a) Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs 193.577,50   425,6
b) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 426.713,00   462,2
c) entgeltlich erworbene Konzessionen 826.181,00   992,6
    1.446.471,50 1.880,4
8. Sachanlagen   538.872,00 382,1
9. Sonstige Vermögensgegenstände   17.337,63 42,8
10. Rechnungsabgrenzungsposten   47.625,68 39,9
11. Aktive latente Steuern   858.897,29 251,3
Summe Aktiva   30.391.564,26 19.420,0

Passiva

     
    Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten      
a) täglich fällig   0,00 7,9
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden      
a) andere Verbindlichkeiten      
aa) täglich fällig   1.164.190,62 513,8
3. Verbriefte Verbindlichkeiten      
a) begebene Schuldverschreibungen   48.384,30 48,4
3 b Handelsbestand   510.556,25 141,7
4. Treuhandverbindlichkeiten   17.817.195,27 12.593,7
5. Sonstige Verbindlichkeiten   898.564,03 514,7
6. Rechnungsabgrenzungsposten   0,00 45,0
7. Rückstellungen      
a) andere Rückstellungen   578.349,54 364,7
8. Fonds für allgemeine Bankrisiken   515.511,31 293,6
- darunter:      
Zuführungen nach § 340e Abs. 4 HGB 221,9 TEUR (im Vorjahr: 293,6 TEUR)      
9. Eigenkapital      
a) gezeichnetes Kapital 1.465.437,00   1.332,3
b) Kapitalrücklage 9.170.528,50   3.799,9
c) Gewinnrücklagen 18.400,00   18,4
d) Bilanzgewinn -1.795.552,56   -254,1
    8.858.812,94 4.896,5
Summe Passiva   30.391.564,26 19.420,0
10. Andere Verpflichtungen      
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen   175.000,00 0,0

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012

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    Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus      
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 176.530,39   351,0
2. Zinsaufwendungen -80.166,08   -248,2
    96.364,31 102,8
3. Laufende Erträge aus      
a) Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren 15.462,00   0,0
b) Beteiligungen 34.392,48   0,0
    49.854,48 0,0
4. Provisionserträge 3.449.585,65   4.074,7
5. Provisionsaufwendungen -77.095,74   -191,8
    3.372.489,91 3.882,9
6. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands      
a) Ertrag des Handelsbestands 7.016.938,97   6.695,8
b) Aufwand des Handelsbestands darunter      
Zuführungen nach § 340e Abs. 4 HGB 221,9 TEUR (Vorjahr: 293,6 TEUR) -5.020.154,57   -4.053,0
    1.996.784,40 2.642,8
7. Sonstige betriebliche Erträge   31.034,34 248,8
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen      
a) Personalaufwand      
aa) Löhne und Gehälter -3.137.157,69   -3.160,1
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen      
für Altersversorgung und für Unterstützung      
- darunter: für Altersversorgung 3,4 TEUR (Vorjahr: 2,3 TEUR) -451.838,21   -462,4
  -3.588.995,90   -3.622,5
b) andere Verwaltungsaufwendungen -2.948.953,41   -3.643,3
    -6.537.949,31 -7.265,8
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen   -911.911,78 -1.033,1
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -23.166,37 -13,2
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft   -185.731,41 -126,6
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere   -34.643,70 -0,0
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit   -2.146.875,13 -1.561,4
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 608.124,57   402,4
15. Sonstige Steuern -2.667,58   -2,8
    605.456,99 399,6
16. Jahresfehlbetrag   -1.541.418,14 -1.161,8
17. Verlustvortrag/Gewinnvortrag   -254.134,42 907,7
18. Bilanzverlust   -1.795.552,56 -254,1

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr in den nachfolgenden Punkten verändert:

Im November 2012 wurden die Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand geändert. Daraus hat sich keine Auswirkung auf den Jahresfehlbetrag ergeben.

Die Vorschriften des § 340e HGB und § 340g HGB wurden per 31. Dezember 2012 und rückwirkend per 31. Dezember 2011 angewandt. Der Ausweis des Handelsbestands ab dem Geschäftsjahr 2011 hat auch Auswirkungen auf den Ausweis der Forderungen gegen Kunden. Im Einzelnen betrifft dies nachfolgende Sachverhalte: Nach § 340e Absatz 3 Satz 1 HGB werden Finanzinstrumente des Handelsbestands zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet. In dieser Position (aktivisch und passivisch) werden alle zum Stichtag offenen Handelspositionen aus dem FX- und CFD-Geschäft zu Marktwerten bewertet und erfasst. Der beizulegende Zeitwert entspricht gemäß § 255 Absatz 4 Satz 1 HGB dem Marktpreis des Finanzinstruments, da für alle FX- und CFD-Positionen der Varengold Wertpapierhandelsbank AG ein aktiver Markt besteht. Der Risikoabschlag wird nach der Value at Risk Methode mit einem Konfidenzniveau von 99%, einer Haltedauer von einem Tag und einem Beobachtungszeitraum von 260 Tagen mit einer historischen Simulation ermittelt. Die Berechnung des Value at Risk ist identisch mit der für interne Zwecke der Risikoüberwachung gemäß MaRisk eingesetzten Methode. Nach § 340e Absatz 4 Satz 1 HGB sind in der Bilanz dem Sonderposten „Fonds für allgemeine Bankrisiken" nach § 340g HGB in jedem Geschäftsjahr ein Betrag, der mindestens 10 vom Hundert der Nettoerträge des Handelsbestands entspricht, zuzuführen und dort gesondert auszuweisen. Nach § 340e Absatz 4 Satz 2 Nr. 2 HGB erfolgt die Zuführung zum Sonderposten solange bis der Sonderposten eine Höhe von 50 vom Hundert des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestandes (einschließlich eines Nettoertrags des Handelsbestands des Berichtsjahres) nach Risikoabschlag erreicht. Für das Geschäftsjahr 2012 und die Vorjahresperiode wurden der Ausweis der Positionen Provisionserträge und Provisionsaufwendungen sowie Nettoertrag und Nettoaufwand des Handelsbestands geändert. Nach § 340c Absatz 1 Satz 1 HGB fließen folgende Aufwendungen und Erträge in das Nettoergebnis des Handelsbestands ein: Bewertungsverluste und Bewertungsgewinne der Handelspositionen; Provisionsaufwendungen und Provisionserträge, die im Zusammenhang mit den Handelspositionen stehen (z.B. Aufwendungen für Vertriebspartner); Risikoabschlag; Zuführung zu Sonderposten „Fonds für allgemeine Bankrisiken". Unter den GuV-Positionen Provisionsaufwendungen und Provisionserträgen sind die Komponenten erfasst, die nicht in direktem Zusammenhang mit den Handelspositionen sondern den Kundengeschäften stehen (z.B. Kontoführungsgebühren, Over Night Finanzierungsgebühren).

Zur besseren Übersicht wurde von der Angabe nicht belegter Posten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 8 HGB abgesehen.

Im Jahr 2009 wurden gemäß Art. 66 Abs. 5 EGHGB i.V.m. § 269 HGB a.F. Aufwendungen für die Ingangsetzung der Handelsinfrastruktur (TEUR 330) sowie Aufwendungen für die Ingangsetzung des Dubai-Offices (TEUR 373) aktiviert. Die nach § 269 HGB a.F. einem Ausschüttungsverbot unterliegenden Bilanzierungshilfen werden gemäß § 282 HGB seit dem Jahr 2010 über vier Jahre abgeschrieben. Die Aufwendungen (TEUR 83 für die Ingangsetzung der Handelsinfrastruktur und TEUR 93 für die Ingangsetzung des Dubai-Offices) sind unter „Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen und weitere Entwicklungskosten der bereits in den Jahren 2010 und 2011 aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert. Hierbei handelt es sich um Leverage-B (TEUR 130) und die MasterDatenbank (TEUR 20). Die Entwicklung dieser beiden Vermögensgegenstände wurde im ersten Quartal 2012 abgeschlossen. Forschungskosten sind keine angefallen. Die Abschreibungen für sämtliche selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 185) sind unter „Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden jeweils über vier Jahre abgeschrieben. Die Aktivierung dieser Bilanzierungshilfen unterliegt ebenfalls der Ausschüttungssperre.

Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB gliedert sich wie folgt auf:

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  Buchwert passive latente Steuern Sperrbetrag
  TEUR TEUR TEUR
Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung 193 62 131
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 427 138 289
Zwischensumme 620 200 420
Aktive latente Steuern     1.059
Summe     1.479

Passive latente Steuern ergeben sich aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände und von Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen. Dem stehen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.059 aus steuerlichen Verlustvorträgen und vorgenommenen Teilwertabschreibungen bei nicht dauerhafter Wertminderung gegenüber. Die aktivierten latenten Steuern unterliegen der Ausschüttungssperre. Der Vorstand geht von der vollständigen Nutzung des steuerlichen Verlustvortrages in Höhe von TEUR 3.182 zur Körperschaftsteuer und TEUR 3.374 zur Gewerbesteuer in den nächsten fünf Jahren aus. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 32,275 % zu Grunde gelegt.

Der Kassenbestand ist zu Nennwerten bilanziert.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, wird möglichen Adressenausfallrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Alle auf ausländische Währung lautenden Beträge sind täglich fällig.

Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Wertminderungen auf den niedrigeren Teilwert bewertet.

Der Risikoabschlag wird nach der Value at Risk Methode mit einem Konfidenzniveau von 99 %, einer Haltedauer von einem Tag und einem Beobachtungszeitraum von 260 Tagen mit einer historischen Simulation ermittelt. Die Berechnung des Value at Risk ist identisch mit der für interne Zwecke der Risikoüberwachung gemäß MaRisk eingesetzten Methode. Per 31. Dezember 2012 wurde ein Risikoabschlag in Höhe von TEUR 172,6 als Aufwand im Handelsergebnis nach § 340c Absatz 1 HGB erfasst. (Rückwirkend zum 31. Dezember 2011 war die Berechnung des Value at Risk nicht möglich).

Die Beteiligungen sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Wertminderungen auf den niedrigeren Teilwert bewertet.

Die Bewertung der aus Kundengeldern resultierenden Treuhandverbindlichkeiten erfolgt zum Rückzahlungsbetrag, der dem Nennwert der insbesondere bei Brokern sowie Kreditinstituten als Sicherheitsleistungen gehaltenen Vermögensgegenstände entspricht. Die Kundengelder werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.

Entgeltlich erworbene Software wird unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesen und wie die Sachanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei werden stets die steuerlichen AfA-Sätze (Absetzung für Abnutzung) zugrunde gelegt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen vorausbezahlte Versicherungen, Mieten und Beiträge) werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB gebildet.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Sämtliche Rückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Nach § 340e Absatz 4 Satz 1 HGB sind in der Bilanz dem Sonderposten „Fonds für allgemeine Bankrisiken" nach § 340g HGB in jedem Geschäftsjahr ein Betrag, der mindestens 10 vom Hundert der Nettoerträge des Handelsbestands entspricht, zuzuführen und dort gesondert auszuweisen. Per 31. Dezember 2012 wurde ein Betrag von TEUR 221,9 dem Sonderposten zugeführt. Er ist als Aufwand beim „Nettoertrag des Handelsbestands" erfasst und zur besseren Lesbarkeit als „Davon-Position" ausgewiesen. Gleiches wurde für die Vorjahresperiode 2011 vorgenommen. Nach § 340e Absatz 4 Satz 2 Nr. 2 HGB erfolgt die Zuführung zum Sonderposten solange bis der Sonderposten eine Höhe von 50 vom Hundert des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestandes (einschließlich eines Nettoertrags des Handelsbestands des Berichtsjahres) nach Risikoabschlag erreicht.

Die unwiderruflichen Kreditzusagen und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt. Die Beträge sind in TEUR angegeben.

3. Währungsumrechnung

Die unter „Provisionserträge" sowie „Nettoertrag des Handelsbestands" und „Nettoaufwand des Handelsbestands" aufgeführten Beträge fallen zu einem nicht unwesentlichen Teil in den ausländischen Währungen US-Dollar (USD), Schweizer Franken (SFR), Britische Pfund (GBP), Japanische Yen (JPY) und Arabische Dirham (AED) an. Unterjährig gehen zahlungsmäßig abgewickelte Erträge mit den jeweiligen Tageskursen in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Daraus resultierende Fremdwährungsguthaben werden gemäß § 256a HGB zum Stichtag mit den folgenden Stichtagskursen in Euro umgerechnet:

 

1 EUR = USD 1,3186

 

1 EUR = SFR 1,2073

 

1 EUR = GBP 0,8158

 

1 EUR = JPY 113,65

 

1 EUR = AED 4,8430

Verluste oder Gewinne aus der Währungsumrechnung werden gemäß § 340h HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt und im Zinsergebnis ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2012 lauten die folgenden Bilanzposten auf Fremdwährungen:

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Bilanzposten 31.12.2012 31.12.2011
  TEUR TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 231 177
Forderungen an Kunden 0 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 152 0
Treuhandvermögen 6.355 5.522
Sonstige Vermögensgegenstände 5 0
Rechnungsabgrenzungsposten 24 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 8
Treuhandverbindlichkeiten 6.355 5.522
Sonstige Verbindlichkeiten 203 0

Wertänderungen des zum Stichtagskurs umgerechneten Treuhandvermögens gehen zu Gunsten bzw. zu Lasten der Treugeber.

4. Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Postenübergreifende Angaben

4.1.1 Beziehungen zu Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und zu Aktionären

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  31.12.2012 31.12.2011
  TEUR TEUR
Forderungen an Kunden 2.071 1.888
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 854 40
davon gegenüber Aktionären 826 0

Bei den davon-Positionen handelt sich um Forderungen gegenüber der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen (TEUR 28) und gegenüber der Hanseatic Brokerhouse Securities AG (TEUR 826).

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Sonstige Verbindlichkeiten 898 515
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 126 148
davon gegenüber Aktionären 126 148

Hier sind Verbindlichkeiten gegenüber der Hanseatic Brokerhouse Securities AG (TEUR 126) enthalten.

4.1.2 Restlaufzeitengliederung

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  31.12.2012 31.12.2011
  TEUR TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 4.388 871
bis drei Monate 4.388 871
Forderungen an Kunden 2.071 1.888
bis drei Monate 513 1.027
mehr als drei Monate bis ein Jahr 192 585
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 1.226 102
mehr als fünf Jahre 140 174
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 8
bis drei Monate 0 8
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.164 514
bis drei Monate 1.164 514

4.2 Postenindividuelle Angaben

4.2.1 Forderungen und Verbindlichkeiten an Kunden

Die Forderungen und Verbindlichkeiten an Kunden bestehen zu großen Teilen aus Provisionen sowie aus Darlehensforderungen an verbundene Unternehmen bzw. Kapitalanlagegesellschaften. Die Gesellschaft verweist in diesem Zusammenhang auch auf Punkt 2 des Anhangs zu den Auswirkungen des Ausweises des Handelsbestands auf die Forderungen an Kunden.

4.2.2 Beteiligungen

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG hält folgenden, nicht börsennotierten Anteilsbesitz:

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Gesellschaft Beteiligungsquote Buchwert Eigenkapital 31.12.2012 Ergebnis 2012
  % TEUR TEUR TEUR
Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg 16,00 58 253 -869
Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg 49,00 163 1.713*) 75**)

*) Gesellschaftsvermögen zum 30. November 2012 (abweichendes Wirtschaftsjahr)

**) Ergebnis zum 30. November 2012 (abweichendes Wirtschaftsjahr)

Die Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen hat ausschließlich für das Teilgesellschaftsvermögen Varengold Enhanced Fund Unternehmensaktien ausgegeben. Das Kapital dieses Teilgesellschaftsvermögens beträgt zum 30.11.2012 TEUR 334. Gegenüber diesem Teilgesellschaftsvermögen kann die Varengold Wertpapierhandelsbank AG Ansprüche geltend machen.

Die Hanseatic Brokerhouse Securities AG hält zum Bilanzstichtag eine Beteiligung an der Varengold Wertpapierhandelsbank AG in Höhe von 3,90 %.

4.2.3 Brutto-Anlagenspiegel

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  Anschaffungskosten Abschreibungen Restbuchwerte
  01.01.2012 Zugänge
2012
Abgänge
2012
kumuliert Zugänge
2012
Abgänge
2012
31.12.2012 31.12.2011
  TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 502 0 22 22 0 480 0
Beteiligungen 367 0 0 145 12 0 222 234
Immaterielle Anlagewerte                
Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 1.642 0 0 1.449 232 0 194 426
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 606 150 0 329 185 0 427 462
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.227 178 0 1.579 345 0 826 993
Sachanlagen 1.001 307 0 769 150 0 539 382
Summe 5.843 1.137 0 4.293 946 0 2.687 2.497

Die immateriellen Anlagewerte bestehen im Wesentlichen aus entgeltlich erworbener Software sowie Konzessionen und gewerblichen Schutzrechten. Die Sachanlagen entfallen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (einschließlich Mietereinbauten).

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2012 betreffen im Wesentlichen die Weiterentwicklung der Software sowie Aufrüstung/Erneuerung der Hardware sowie Investitionen in Fonds.

Der Anstieg der Abschreibungen ist im Wesentlichen auf die Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie auf die neuen Investitionen in Soft- und Hardware zurückzuführen.

4.2.4 Handelsbestand

Der Handelsbestand setzt sich ausschließlich aus derivativen Finanzinstrumenten zusammen.

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Aktiva 31.12.2012 31.12.2011
  TEUR TEUR
Handelsbestand Aktiva FX 1.039 774
Handelsbestand Aktiva CFD 1.636 461
Risikoabschlag -173 0
Summe 2.502 1.235

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Passiva 31.12.2012 31.12.2011
  TEUR TEUR
Handelsbestand Passiva FX 88 94
Handelsbestand Passiva CFD 423 48
Summe 511 142

Per 31. Dezember 2012 wurde ein Risikoabschlag nach der Value-at-Risk-Methode in Höhe von TEUR 172,6 als Aufwand im Handelsergebnis nach § 340c Absatz 1 HGB erfasst. (Rückwirkend zum 31. Dezember 2011 war die Berechnung des Value at Risk nicht möglich).

4.2.5 Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten

Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten beinhalten die im Rahmen der Kommissionsvereinbarungen gehaltenen Kundengelder. Die einzelnen Bestände und Bewegungen der Kundengelder bei ausländischen Brokern werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.

Die treuhänderisch verwalteten Kundengelder werden in Abhängigkeit der jeweils eingegangenen Geschäfte im Wesentlichen in Euro und in US-Dollar, sowie teilweise auch in Britischen Pfund, Schweizer Franken, Japanischen Yen und Arabischen Dirham, gehalten.

Das Treuhandvermögen gliedert sich in folgende Aktivposten:

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  31.12.2012 31.12.2011
  TEUR TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 17.817 12.594
Summe 17.817 12.594

Die Treuhandverbindlichkeiten gliedern sich in folgende Passivposten:

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  31.12.2012 31.12.2011
  TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 17.817 12.594
Summe 17.817 12.594

Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten entfallen fast ausschließlich auf das Segment Capital-Markets-Brokerage.

4.2.6 Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten beinhaltet eine Forderung aus einer Einzahlung auf ein Testkonto bei Interactive Brokers (TEUR 10) sowie Forderungen aus gezahlten Kautionen (TEUR 7).

4.2.7 Verbriefte Verbindlichkeiten

Bei dieser Position handelt es sich um ein Bankguthaben, das in gleicher Höhe unter Forderungen an Kreditinstitute ausgewiesen wird.

4.2.8 Sonstige Verbindlichkeiten

In dieser Position sind im Wesentlichen ausstehende Provisionszahlungen an Kooperationspartner für die Erbringung von Dienstleistungen in Höhe von TEUR 331 (31.12.2011: TEUR 319) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

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  31.12.2012 31.12.2011
  TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 729 459
Sonstige Verbindlichkeiten 4 1
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 101 1
Verbindlichkeiten Lohnsteuer 64 53
Verbindlichkeiten soziale Sicherheit 0 1
Summe 898 515

4.2.9 Andere Rückstellungen

Dieser Posten gliedert sich wie folgt:

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  31.12.2012 31.12.2011
  TEUR TEUR
Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) 198 198
Urlaubsrückstellung 43 43
Ausstehende Rechnungen für EDV-Leistungen 0 43
Abschlusserstellungs- und Prüfungskosten 35 35
Hauptversammlung 40 25
Archivierungskosten 5 6
Berufsgenossenschaft 10 7
Rückstellung für die BaFin 37 7
DATEV-Kosten 1 1
Prime Brokerage Fees 33 0
Beratungskosten 120 0
Kulanzzahlungen 56 0
Summe 578 365

4.2.10 Fonds für allgemeine Bankrisiken

Nach § 340e Absatz 4 Satz 1 HGB sind in der Bilanz dem Sonderposten „Fonds für allgemeine Bankrisiken" nach § 340g HGB in jedem Geschäftsjahr ein Betrag, der mindestens 10 vom Hundert der Nettoerträge des Handelsbestands entspricht, zuzuführen und dort gesondert auszuweisen. Per 31. Dezember 2012 wurde ein Betrag von TEUR 221,9 dem Sonderposten zugeführt. Er ist als Aufwand beim „Nettoertrag des Handelsbestands" erfasst und zur besseren Lesbarkeit als „Davon-Position" ausgewiesen. Gleiches wurde für die Vorjahresperiode 2011 vorgenommen. Nach § 340e Absatz 4 Satz 2 Nr. 2 HGB erfolgt die Zuführung zum Sonderposten solange bis der Sonderposten eine Höhe von 50 vom Hundert des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestandes (einschließlich eines Nettoertrags des Handelsbestands des Berichtsjahres) nach Risikoabschlag erreicht.

4.2.11 Eigenkapital

Das voll eingezahlte Grundkapital (TEUR 1.465) ist eingeteilt in 1.465.437 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Die Kapitalrücklage (TEUR 9.171) stammt hauptsächlich (TEUR 5.371) aus der im ersten Halbjahr 2012 erfolgten Kapitalerhöhung. 133.100 neue Aktien wurden mit einem Agio von EUR 40,35 je Aktie ausgegeben.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 2. August 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Aktien gegen Bareinlage und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um EUR 666.168 (666.168 Aktien) zu erhöhen und hierbei das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Zinsergebnis

Im Zinsergebnis sind Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 37 (im Vorjahr: Wechselkursverluste TEUR 111) enthalten.

Die Zinserträge bestehen im Wesentlichen aus Zinsen von dem Broker CMC Markets UK PLC, London und Zinsen aus Termingeldern sowie aus Erträgen aus Kursdifferenzen. In den Zinsaufwendungen sind ausschließlich Verluste aus Kursdifferenzen enthalten.

5.2 Laufende Erträge aus Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie aus Beteiligungen

In den Erträgen aus Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind Zinserträge aus Wertpapieren enthalten.

In den Beteiligungen ist eine Dividende von der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg enthalten.

5.3 Provisionserträge/-aufwendungen

In den Provisionserträgen sind Gebühren aus dem Bereich Capital-Markets-Brokerage sowie Erträge aus dem Bereich Asset Management enthalten. Bei den Provisionsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Verwaltungsgebühren aus dem Bereich Asset Management.

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  31.12.2012 31.12.2011
  TEUR TEUR
Provisionserträge 3.450 4.075
Provisionsaufwendungen 77 192
Provisionsüberschuss 3.373 3.883

5.4 Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands

Nach § 340c Absatz 1 Satz 1 HGB fließen folgende Aufwendungen und Erträge in das Nettoergebnis des Handelsbestands ein: Bewertungsverluste und Bewertungsgewinne der Handelspositionen; Provisionsaufwendungen und Provisionserträge, die im Zusammenhang mit den Handelspositionen stehen (z.B. Aufwendungen für Vertriebspartner); Risikoabschlag; Zuführung zu Sonderposten „Fonds für allgemeine Bankrisiken".

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  31.12.2012 31.12.2011
  TEUR TEUR
Nettoertrag des Handelsbestands 7.017 6.696
Nettoaufwand des Handelsbestands 5.020 4.053
Nettoergebnis des Handelsbestands 1.997 2.643

5.5 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden im Wesentlichen aus Dienstleistungen gegenüber Dritten erzielt.

5.6 Personalaufwendungen

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  31.12.2012 31.12.2011
  TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 3.137 3.160
Soziale Abgaben 449 460
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 3 2
Summe 3.589 3.622

5.7 Andere Verwaltungsaufwendungen

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  31.12.2012 31.12.2011
  TEUR TEUR
Raumkosten 367 313
Beiträge und Versicherung 92 300
Kfz-Kosten einschl. Leasing (ohne Kfz-Steuer) 142 169
Werbung, Bewirtung, Reisekosten 566 1.134
Instandhaltung für Geschäftsausstattung, Hard- und Software 543 435
Aufwendungen für Kommunikation 155 204
Bürobedarf, Zeitschriften, Fortbildung 42 91
Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten 907 747
übrige andere Verwaltungsaufwendungen 135 250
Summe 2.949 3.643

5.8 Abschlussprüferhonorar

Der Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 hat ein Honorar für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von 35 TEUR erhalten.

6. Sonstige Angaben

6.1 Organe

6.1.1 Aufsichtsrat

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Herr RA Hans J. M. Manteuffel
Selbständiger Rechtsanwalt
Vorsitzender
Herr Willi Müller
Vereidigter Buchprüfer
Stellvertretender Vorsitzender
Herr Prof. Peter Andree
Professor TU Hamburg-Harburg
 

Herr Manteuffel ist zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Mönchengladbach e.G., Mönchengladbach. Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG wahr.

6.1.2 Vorstand

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Herr Yasin Sebastian Qureshi
Trading, Legal, Personal,
Asset Management, IT und Strategie
Vorsitzender
Herr Steffen Fix
Business Development
 
Herr Mohammad Hans Dastmaltchi (seit dem 1. März 2012)
Vertrieb, Marketing
 
Herr Dr. Bernhard Fuhrmann (seit dem 15. April 2013)
Risikocontrolling, Finanzen, Backoffice, Organisation,
Compliance, Financial Controlling und interne Revision
 
Herr Friedrich Verspohl (seit dem 15. April 2013)
Privat- und Firmenkunden-Kreditgeschäft und Treasury
 

Herr Yasin Sebastian Qureshi und Herr Steffen Fix sind einzelvertretungsberechtigt. Herr Mohammad Hans Dastmaltchi, Herr Dr. Bernhard Fuhrmann und Herr Friedrich Verspohl sind vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen.

Herr Qureshi ist neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG als Vorstand in der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, tätig und nimmt ein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrates der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, wahr (bis einschließlich 13. März 2013 als Vorsitzender). Ferner ist Herr Qureshi Mitglied des Aufsichtsrats der Bettlefield AG in Gründung mit Sitz in Hamburg. Neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist Herr Fix Vorstand der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg. Herr Dastmaltchi ist neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG im Aufsichtsrat der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, tätig. Herr Dr. Fuhrmann ist neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg (seit 13. März 2013).

6.1.3 Organbezüge und -kredite

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Zeitraum 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 TEUR 616 (31.12.2011: TEUR 447). Sie beinhalten TEUR 510 (31.12.2011: TEUR 447) erfolgsunabhängige Komponenten und TEUR 106 (31.12.2011: TEUR 0) erfolgsbezogene Komponenten.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Zeitraum 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 84 (31.12.2011: TEUR 54). Darin enthalten sind Nettotätigkeitsvergütungen in Höhe von TEUR 67 (31.12.2011: TEUR 44).

Zum Abschlussstichtag bestehen Kreditforderungen gegenüber dem Vorstand in Höhe von TEUR 189 (31.12.2011: TEUR 0). Diese werden mit 5,0 bis 5,12 % p.a. verzinst. Im Zeitraum 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 erfolgten Rückzahlungen in Höhe von TEUR 131.

Weiterhin bestehen zum Abschlussstichtag Kreditforderungen gegenüber dem Aufsichtsrat in Höhe von TEUR 21 (31.12.2011: TEUR 0). Diese werden mit 5,0 % p.a. verzinst. Im Zeitraum 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 erfolgten keine Rückzahlungen.

6.2 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der zum 31. Dezember 2012 beschäftigten Mitarbeiter betrug insgesamt 56 (31.12.2011: 57), darunter befanden sich 17 (31.12.2011: 15) Mitarbeiterinnen. Mit Ausnahme von drei Mitarbeitern sind alle Mitarbeiter in Deutschland tätig.

6.3 Mitgliedschaften

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW), Berlin.

6.4 Offenlegungsbericht

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG hat den Offenlegungsbericht zum 31. Dezember 2011 gemäß § 26 a KWG i.V.m. §§ 319 ff. SolvV veröffentlicht.

6.5 Unwiderrufliche Kreditzusagen und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2012 betragen TEUR 175 (31.12.2011: TEUR 0).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.335 (31.12.2011: TEUR 1.608) umfassen vor allem Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

6.6 Ergebnisverwendung

Der Bilanzverlust in Höhe von TEUR 1.796 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

6.7 Deutscher Corporate Governance Kodex

Seit dem 20. März 2007 ist die Varengold Wertpapierhandelsbank AG (ISIN DE0005479307) im Entry Standard der Deutschen Börse notiert. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG verzichtet auf die Veröffentlichung einer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG), da die Gesellschaft nicht börsennotiert im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG ist.

 

Hamburg, den 25. April 2013

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Yasin Sebastian Qureshi

Steffen Fix

M. Hans Dastmaltchi

Dr. Bernhard Fuhrmann

Friedrich Verspohl

Lagebericht

A. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. Die Rahmenbedingungen

Die Medien wurden im Geschäftsjahr 2012 weiterhin von der Krise des Euroraums mit all ihren Facetten dominiert. Die Europäische Zentralbank sorgte im Jahr 2012 bereits früh für Unterstützung und legte im Februar die zweite Runde ihrer außerordentlichen Refinanzierungstender auf, indem sie den Märkten über 500 Mrd. EUR an frischer Liquidität zu niedrigen Kosten zuführte. Europäische Geschäftsbanken nahmen diese Quelle frischen Kapitals bereitwillig an. Jedoch zeigte sich bereits wenige Wochen nach der Durchführung dieser Maßnahme, dass die generelle Situation in Europa im ersten Quartal 2012 durch die Marktteilnehmer nicht als nachhaltig positiv eingeschätzt wurde. Auch die Aktienkurse setzten zum Fall an. Immer wieder dominierte die Furcht vor einer unkontrollierten Insolvenz Griechenlands das Marktgeschehen. Dieses Worst-Case-Szenario trat zwar nicht ein, dennoch mussten Anleihegläubiger Griechenlands erhebliche Verluste auf ihre Positionen hinnehmen, da es im ersten Quartal zu einem geplanten Schuldenschnitt kam, der insbesondere von institutionellen Anlegern getragen wurde. Einhergehend mit den straffen Sparprogrammen Griechenlands und der gesamten Euro-Zone kam es zu diversen inländischen Protesten gegen die Regierungen Spaniens, Italiens, Portugals und Griechenlands. Im Rahmen der Parlaments- und Regierungswahlen in Frankreich und Griechenland äußerte sich die Unzufriedenheit der Bürger durch die Abwahl der amtierenden Regierungen.

Jenseits des Atlantiks offenbarten sich in den Vereinigten Staaten ähnliche Probleme, sowohl hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung als auch der Staatsfinanzen. Insbesondere die sogenannte Fiskalklippe, automatisch in Kraft tretende Steuererhöhungen und Staatsausgabenkürzungen ab Januar 2013, sorgte seit Jahresmitte 2012 für mehr und mehr Aufruhr. Analog zur Europäischen Zentralbank setzte auch die US-Notenbank Federal Reserve ihren Kurs einer ultralockeren Geldpolitik fort, um die lahmende wirtschaftliche Dynamik zu beleben. Die eingeleiteten Maßnahmen sollen fortgesetzt werden, bis die Arbeitslosenquote der US-Volkswirtschaft unter die Schwelle von 6,5 % fällt, sofern keine massive Verletzung einer Inflationsobergrenze von 2,5 % eintritt.

Auch in Japan konnte die im Amt befindliche Regierung die Bürger nicht mit ihrer Krisenpolitik überzeugen. Die Volkswirtschaft des Staates befindet sich weiterhin in einer heiklen Situation, die sich durch eine Kombination aus negativen Inflationsraten und lahmender Wirtschaft kennzeichnet. Insbesondere die sukzessive Aufwertung der Landeswährung Yen machte es japanischen Unternehmen mit Exportfokus sehr schwer, befriedigende Geschäftszahlen zu erreichen, was sich sodann in oftmals enttäuschenden makroökonomischen Daten niederschlug. Die Bank of Japan erhöhte zum Ende des Jahres 2012 das Volumen ihres Anleihekaufprogrammes, welches auch schon im vorherigen Jahresverlauf diverse Male aufgestockt worden war. In den finalen Handelswochen des Jahres zeigte sich der japanische Yen in der Tat mit signifikanten Abwertungstendenzen gegenüber US-Dollar und Euro. Für Aufsehen sorgte ebenfalls die immer deutlicher werdende Verlangsamung der chinesischen Konjunktur, die für die internationalen Kapitalmärkte einen großen Unsicherheitsfaktor darstellte. Auch im Reich der Mitte reagierte die Zentralbank mit Lockerungen der Geldpolitik. Dabei wurden auch seitens der Zentralregierung Stützungspakete für eine positive Konjunkturentwicklung beschlossen.

Konjunktursorgen machten sich im späten Jahresverlauf auch mehr und mehr in den Euro-Kernstaaten wie Deutschland breit. Sowohl Forschungseinrichtungen als auch nationale Ämter senkten ihre Wachstumsprognosen für das Gesamtjahr 2012 wie auch das Folgejahr 2013. Dennoch konnten insbesondere deutsche Unternehmen auch noch in der zweiten Jahreshälfte mit guten Geschäftsergebnissen glänzen, obgleich sich die Ausblicke für die folgenden Monate jedoch sukzessive verschlechterten.

Die reale Binnenwirtschaft in Deutschland präsentierte sich im Jahr 2012 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Abwärtstrend der Arbeitslosenzahlen setzte sich in diesem Zeitraum erneut fort. Die Zahl der Erwerbslosen sank auf ca. 2,3 Millionen. Die Erwerbslosenquote lag damit bei 5,3 % und somit auf dem niedrigsten Stand seit 1991.

2. Die Entwicklung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Die konfliktreichen Rahmenbedingungen der globalen Finanzmärkte und die damit einhergehende Unsicherheit der Anleger beeinflussten im Jahr 2012 die Geschäftsaktivitäten der Varengold Wertpapierhandelsbank AG und ließen diese dem Marktumfeld entsprechend überdurchschnittlich volatil erscheinen.

Investitionen in die Bereiche Marketing und Vertrieb, die Umsetzung von Kooperationen sowie unvorhersehbare Sondereffekte erhöhten den Verwaltungsaufwand und führten zu einer Ergebnisbelastung. Die gesamte Periode war geprägt durch Umstrukturierungen und Kosteneinsparungen auf Gesamtbankebene. Dennoch schloss die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2012 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -1.541 TEUR (Vorjahr -1.162 TEUR) ab. Die gesunkenen Erträge im Bereich Asset Management konnten dabei insgesamt nicht durch die gestiegenen Erträge im Bereich Capital-Markets-Brokerage kompensiert werden.

In der Sparte Capital-Markets-Brokerage dominierten Optimierungsmaßnahmen die Geschäftsentwicklung. Die Ertragslage in diesem Bereich war insgesamt zufriedenstellend, so dass die erzielten wirtschaftlichen Kennzahlen als solide beschrieben werden können. Der Bestand an Kundenequity (Kundenvermögen) ist dabei maßgeblich für die Ertragslage der Gesellschaft. Diese befand sich im Jahr 2012 in der Geschichte des Unternehmens nahezu auf einem Rekordniveau. Dennoch war auch hier erkennbar, dass die Trading-Aktivität der Kunden sichtlich durch die Schwankungen an den Kapitalmärkten und natürlich insbesondere an den Devisenmärkten beeinflusst war, so dass die Sparte Capital-Markets-Brokerage monatsweise mit schwachen Erträgen zu kämpfen hatte. Exogene Einflüsse und auch Verschiebungen auf der Zeitachse im Rahmen von Kooperationsabschlüssen zählten dabei u.a. zu den Ursachen. Bezüglich der Änderung des Ausweises der Positionen Provisionserträge und Provisionsaufwendungen sowie Nettoertrag und Nettoaufwand des Handelsbestands verweist die Gesellschaft auf Punkt 2 des Anhangs. Neben den Provisionserträgen i.H.v. 2.694 TEUR (Vorjahr 1.509 TEUR) und den Zinserträgen i.H.v. 167 TEUR (Vorjahr 344 EUR) generierte die Gesellschaft in diesem Geschäftsfeld insbesondere bei den Nettoerträgen des Handelsbestands eine Steigerung auf 7.017 TEUR (Vorjahr 6.696 TEUR). Den Nettoerträgen stehen Nettoaufwendungen des Handelsbestands i.H.v. 5.020 TEUR (Vorjahr 4.053 TEUR) gegenüber. Die Zinsaufwendungen sind gegenüber den Zinserträgen geringfügiger gesunken. Der Großteil der Provisionserträge fiel mit einem Betrag von 2.694 TEUR (Vorjahr 1.509 TEUR) im Bereich Capital-Markets-Brokerage an. Provisionsaufwendungen sind nicht angefallen (Vorjahr 79 TEUR). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das Jahr 2012 ist für das Segment Capital-Markets-Brokerage mit einem Betrag i.H.v. -972 TEUR (Vorjahr -1.903 TEUR) auszuweisen. Bereinigt um die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken und dem geleisteten Risikoabschlag nach § 340e HGB, führt dies zu einem Ergebnis von -578 TEUR (Vorjahr -1.609 TEUR).

Die Sparte Asset Management entwickelte sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2012 entsprechend ihres sehr herausfordernden Marktumfelds für die Anlageklasse Managed Futures. Vor diesem Hintergrund mussten die beiden Publikumsfonds der Gesellschaft Verluste hinnehmen. Der Bereich erwirtschaftete Provisionserträge i.H.v. 756 TEUR (Vorjahr 2.565 TEUR), denen Provisionsaufwendungen mit einem Betrag von 77 TEUR (Vorjahr 113 TEUR) gegenüberstanden. Das ausgewiesene Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahr 2012 beträgt im Segment Asset Management -503 TEUR (Vorjahr 341 TEUR).

Auch die von der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen angebotenen Managed Futures-Produkte konnten größtenteils der prekären Marktsituation nur bedingt trotzen. Zudem kam es von regulatorischer Seite zur Anforderung einer grundlegenden Umstellung der Vertragsbeziehung zwischen der Gesellschaft und den eingesetzten Investmentberatern. Da die geforderte Vertragsstruktur im internationalen Vergleich eher unüblich ist, gestaltete sich die Kommunikation der Notwendigkeit der Vertragsumstellung an die entsprechenden Managed Futures-Manager als äußerst schwierig. Dies führte zur Notwendigkeit der Auflösung diverser Teilgesellschaftsvermögen. Vor diesem Hintergrund konnte die Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen nur bedingt positive Beiträge zum Ergebnis der Varengold Wertpapierhandelsbank AG leisten.

Seit Februar 2012 begrüßt die Varengold Wertpapierhandelsbank AG mit der Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA aus Frankfurt einen neuen Großaktionär. Heliad hält seither über 10 % an der Gesellschaft. Die Aktien wurden zu rund einem Drittel direkt an der Börse gekauft. Der verbleibende Teil wurde von der - zum gleichen Unternehmensverbund gehörenden - Altira Group erworben. Im Mai 2012 wurden zudem 133.100 neue Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts bei einem internationalen Finanzinvestor aus den Vereinigten Arabischen Emiraten platziert. Die Aktien wurden unter Ausnutzung des auf der Hauptversammlung vom 03. August 2011 beschlossenen genehmigten Kapitals geschaffen. Der Ausgabepreis je Aktie betrug 41,35 EUR und führte zu einem Brutto-Mittelzufluss in Höhe von 5.503.685 EUR. Durch die Transaktion erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft von 1.332.337 EUR auf 1.465.437 EUR, eingeteilt in ebenso viele nennwertlose Stückaktien.

Am 08. August 2012 fand in Hamburg die ordentliche Hauptversammlung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG statt. Die Aktionäre haben sämtlichen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit von 99 % zugestimmt. Dazu gehörte u.a. die Änderung der Satzung der Gesellschaft für die angestrebte Erlaubniserweiterung zum Einlagenkreditinstitut sowie die Verabschiedung eines neuen Genehmigten Kapitals. Am 18. Dezember 2012 wurde zudem im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung in Hamburg seitens der Aktionäre über die Rücknahme einer zusätzlich geplanten und genehmigten Barkapitalerhöhung sowie der Neuregelung der Vergütung des Aufsichtsrates entschieden.

B. LAGE DER GESELLSCHAFT

1. Vermögenslage

Im Jahr 2012 stieg die Bilanzsumme, bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten, um 84,21 % von 6.826 TEUR auf 12.574 TEUR. Das Treuhandvermögen stieg um 41,47 % von 12.594 TEUR auf 17.817 TEUR. Der Anstieg der Bilanzsumme ohne Treuhandvermögen begründet sich durch die Erhöhung der Forderungen an Kreditinstitute auf der Aktiv-Seite und dem höheren Eigenkapital auf der Passiv-Seite.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur, bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten, stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

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Vermögen 2012 2011 Veränderung
Kurzfristige Forderungen (< 1 Jahr) 67,77 % 59,38 % 8,39 %
Mittelfristige Forderungen (> 1 Jahr) 9,75 % 1,50 % 8,25 %
Langfristige Forderungen (> 5 Jahre) 1,11 % 2,55 % -1,44 %
Beteiligungen / Anteile an verbundenen Unternehmen 1,76 % 3,42 % -1,66 %
Anlagevermögen 19,60 % 33,14 % -13,54 %

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Kapital 2012 2011 Veränderung
Kurzfristige Schulden (< 1 Jahr) 25,45 % 23,97 % 1,48 %
Sonderposten 4,10 % 4,30 % -0,20 %
Eigenkapital 70,45 % 71,73 % -1,28 %

Das Unternehmen ist mit einer Eigenkapitalquote von ca. 70 % (Vorjahr ca. 72 %) annähernd vollständig durch Eigenkapital finanziert. Neben den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (1.164 TEUR; Vorjahr 514 TEUR), zu denen die Gesellschaft auf die Punkte 2 und 4.2.1 des Anhangs verweist, bestehen noch sonstige Verbindlichkeiten gegenüber unseren Lieferanten (899 TEUR; Vorjahr 515 TEUR), die im folgenden Monat fast vollständig überwiesen wurden und Rückstellungen mit einem Bilanzansatz von 578 TEUR (Vorjahr 365 TEUR). Das kurzfristig gebundene Vermögen übersteigt die kurzfristigen Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) deutlich. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG verfügt über eine geordnete Vermögens- und Kapitalstruktur. Insgesamt werden Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen in Höhe von 194 TEUR (Vorjahr 426 TEUR) unter den immateriellen Vermögensgegenständen und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 427 TEUR (Vorjahr 462 TEUR) bilanziert, die jeweils über 4 Jahre abgeschrieben werden. Die Ausschüttungssperre beträgt nach Abzug der passiven latenten Steuern und Zurechnung des bilanzierten Überhangs an aktiven latenten Steuern 1.479 TEUR (Vorjahr 1.140 TEUR). Die Preisfeststellung eines Inhaber-Zertifikates wurde ausgesetzt. Es folgte daher wie im Vorjahr ein Wertansatz von 0 EUR.

2. Finanzlage

Über die Finanzlage im Jahr 2012 gibt die folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss, die nach der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) / Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft (SG) aufgestellt wurde:

Kapitalflussrechnung 2012

Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg

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2012 Vorjahr Veränderung
In TEUR In TEUR In TEUR
  Jahresergebnis -1.541 -1.162 -379
  Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des      
+/- Anlagevermögens 946 1.033 -87
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -676 -338 -338
= Cashflow nach DVFA/SG -1.271 -467 -804
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0 0
+/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 214 -434 648
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden, der sonst. Vermögensgegenstände u. sonst. Aktiva -773 186 -959
+/- Zunahme/Abnahme der Kundenverbindlichkeiten, der sonst. Verbindlichkeiten u. anderer Passiva 989 -321 1.310
= Cashflow aus Geschäftstätigkeit -841 -1.036 195
  Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -307 -136 -171
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -328 -460 132
- Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes 0 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -502 -114 -388
= Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.137 -710 -427
  Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 5.504 0 5.504
- Auszahlungen an stille Gesellschafter 0 0 0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen u. der Aufnahme von Finanzkrediten 0 0 0
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen u. Finanzkrediten 0 0 0
- Auszahlungen an die Aktionäre 0 -226 226
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 5.504 -226 5.730
  Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 3.526 -1.972 5.498
+/- Wechselkurs- u. bewertungsbedingte Änderungen 0 0 0
+ Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 865 2.837 -1.972
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 4.391 865 3.526
  Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende des Geschäftsjahres      
  Barreserve 2 2 0
  Bankguthaben 4.389 871 3.518
  Bankverbindlichkeiten 0 -8 8
  Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 4.391 865 3.526

Im Jahr 2012 verringerte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um insgesamt 195 TEUR auf -841 TEUR. Bei dem Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit i.H.v. 5.504 TEUR handelt es sich um die Kapitalerhöhung vom Mai 2012. Es wurden 133.100 neue Aktien zu einem Preis je Aktie von 41,35 EUR ausgegeben. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (-1.137 TEUR) fiel negativ aus, weil die Gesellschaft Liquidität für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in Sachanlagen sowie in das Finanzanlagevermögen verwendete. Im Resultat verbuchte die Gesellschaft im Jahr 2012 einen Finanzmittelzufluss i.H.v. 3.526 TEUR. Die liquiden Mittel stiegen von 865 TEUR zum Jahresbeginn auf 4.391 TEUR zum Geschäftsjahresende.

Die Gesellschaft führt neben ihren Forderungen an Kreditinstituten i.H.v. 4.388 TEUR (Vorjahr 871 TEUR) Konten bei Brokern, die der rechtlichen Einordnung der Broker nach dem KWG als Forderungen an Kunden ausgewiesen werden müssen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft ca. 179 TEUR (Vorjahr 196 TEUR) an liquiden Mitteln bei einem Broker.

In den Forderungen an Kunden sind auch die im vierten Quartal 2012 erzielten Erträge aus dem Managed Futures-Dachfonds von 16 TEUR (Vorjahr 51 TEUR) enthalten.

3. Ertragslage

Die Zinserträge der Gesellschaft sanken von 351 TEUR im Jahr 2011 auf 176 TEUR im Jahr 2012. Weiterhin sanken die Zinsaufwendungen auf 80 TEUR, so dass ein Zinsüberschuss von 96 TEUR erzielt wurde.

Im Jahr 2012 wurden Erträge aus der Beteiligung an der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen von 34 TEUR (Vorjahr 0 EUR) erzielt. Weiterhin wurden Erträge aus Wertpapieren von 15 TEUR (Vorjahr 0 EUR) erzielt.

Die Provisionserlöse sanken um 15,34 % von 4.075 TEUR im Jahr 2011 auf 3.450 TEUR im Jahr 2012. Die Provisionsaufwendungen reduzierten sich um 59,90 % von 192 TEUR auf 77 TEUR. Das Provisionsergebnis sank von 3.883 TEUR auf 3.373 TEUR. Die Verminderung der Provisionserlöse liegt wesentlich am Wegfall von Erträgen aus der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen. Dieser Wegfall konnte auch durch die Steigerung der Erträge im Forex Handel nicht vollständig abgedeckt werden. Durch die Verminderung der Erträge aus der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen sind auch die entsprechenden Provisionsaufwendungen zu den Fonds gesunken. Der Ertrag des Handelsbestands verzeichnete erneut einen Anstieg. Dieser stieg von 6.696 TEUR im Jahr 2011 auf 7.017 TEUR im Jahr 2012. Als Aufwand des Handelsbestands wird zum Geschäftsjahresende ein Wert i.H.v. 5.020 TEUR (Vorjahr 4.053 TEUR) ausgewiesen. Der Nettoertrag aus dem Handelsbestand sank von 2.643 TEUR auf 1.997 TEUR. Bereinigt um die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken und dem geleisteten Risikoabschlag nach § 340e HGB, führt dies zu einem Ergebnis aus dem Handelsbestand von 2.391 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von 249 TEUR auf 31 TEUR. Die Gründe dafür liegen im Wesentlichen im Wegfall von weiterbelasteten Kosten an den HI Varengold CTA Hedge.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen der Gesellschaft sanken um 728 TEUR (von 7.266 TEUR auf 6.538 TEUR). Ursächlich dafür waren insbesondere die Verminderung der Aufwendungen für Werbung, Bewirtung und Reisen (von 1.134 TEUR auf 566 TEUR) und der Aufwendungen für Beiträge und Versicherungen (von 300 TEUR auf 92 TEUR). Die Personalkosten (von 3.622 TEUR auf 3.589 TEUR), die Kfz-Kosten (von 169 TEUR auf 142 TEUR), die Aufwendungen für Kommunikation (von 204 TEUR auf 155 TEUR), die Aufwendungen für Bürobedarf, Zeitschriften und Fortbildung (von 91 TEUR auf 42 TEUR) sowie die übrigen anderen Verwaltungsaufwendungen (von 250 TEUR auf 135 TEUR) führten weiterhin zu einer Senkung der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen. Erhöht wurden diese durch die Steigerung der Raumkosten (von 313 TEUR auf 367 TEUR), der Aufwendungen für Instandhaltung für Geschäftsausstattung, Hard- und Software (von 435 TEUR auf 543 TEUR) sowie der Aufwendungen für Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten (von 747 TEUR auf 907 TEUR).

In den Verwaltungsaufwendungen sind 633 TEUR enthalten, die im Zusammenhang mit dem Aufbau der als Einlagenkreditinstitut erforderlichen Infrastruktur stehen.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen sanken von 1.033 TEUR im Jahr 2011 auf 912 TEUR im Jahr 2012.

In der Summe betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Varengold Wertpapierhandelsbank AG -2.147 TEUR (Vorjahr: -1.562 TEUR), der Jahresfehlbetrag lag bei -1.541 TEUR (Vorjahr: -1.162 TEUR).

C. RISIKEN

Das Erzielen von Erträgen im Bankgeschäft ist in der Regel nicht ohne das Eingehen von Risiken möglich. Insofern sind der bewusste Umgang, das aktive Management und die laufende Identifikation und Überwachung von Risiken Kernelemente der erfolgsorientierten Geschäftssteuerung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG.

Zur Beherrschung der mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verbundenen internen und externen Risiken wendet die Bank ein Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem an, das den Bestimmungen der „Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) entspricht.

Unter Risiko wird die negative Abweichung eintretender Ereignisse von den erwarteten Ereignissen verstanden. Basis des Risikomanagementsystems ist die Einteilung der wesentlichen Risiken in Adressenausfallrisiko, Liquiditätsrisiko, Marktpreisrisiko, operationelles Risiko und sonstige Risiken, welche unter Anderem das Reputationsrisiko, strategische Risiken und Risikokonzentrationen umfassen.

Der Vorstand ist in sämtliche risikobehaftete Vorgänge von Bedeutung eingebunden. Neben dem primären Kriterium des Vermögensschutzes lässt sich der Vorstand dabei von folgenden Prinzipien leiten:

Erfüllung bzw. Einhaltung aufsichtsrechtlicher Normen und Compliance Vorschriften

Klare Kompetenzen beim Risikomanagement

Funktionstrennung von Risikosteuerung und Risikocontrolling

Transparenz bei der Offenlegung von Risiken

Risikobewusstes Verhalten

Zur Beherrschung dieser Risiken wird im Rahmen des Risikomanagementsystems eine laufende Beobachtung und Bewertung der identifizierten Risiken durchgeführt. Der gesamte Prozess umfasst folgende aufeinander aufbauende Schritte:

Risikoidentifikation

Risikomessung

Risikosteuerung

Risikocontrolling und Risikoreporting

Der Vorstand legt die Höhe des zulässigen Gesamtrisikos und dessen Verteilung auf die einzelnen Risikoarten fest. In diesem Zusammenhang wird permanent Sorge dafür getragen, dass die verschiedenen Geschäftsaktivitäten angemessen mit Eigenkapital unterlegt sind.

Für die Überwachung der Risikostrategie ist bei der Varengold Wertpapierhandelsbank AG die Innenrevision verantwortlich.

Alle Maßnahmen der Risikobegrenzung werden grundsätzlich in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis durchgeführt, welches die Größe des Instituts sowie das besondere Geschäftsmodell in angemessener Weise berücksichtigt.

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gezielt ihre Marktchancen und geht die damit einhergehenden Risiken ausschließlich verantwortungsbewusst ein. Grundlage für die Kontrolle und Steuerung dieser Risiken ist ein System, dass erkennen lässt, dass der Fortbestand des Unternehmens nach den heute bekannten Informationen nicht gefährdet ist.

D. CHANCEN DER VARENGOLD WERTPAPIERHANDELSBANK AG

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG strebt derzeit die Erlaubnis zum Einlagenkreditinstitut an. Die Erlaubniserweiterung könnte u.a. die Bereiche Kredit-, Einlagen- und Depotgeschäft sowie Garantiegeschäft und Zahlungsdienste umfassen. Neben dem Ausbau des Produktportfolios für Bestands- und Neukunden soll auch die Erschließung potentieller Wachstumsregionen das bereits bestehende Geschäft erweitern. Der entsprechende Antrag wurde im August 2012 bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingereicht. Von Mitte November 2012 bis Februar 2013 fanden aufgrund dessen routinemäßige Prüfungen vor Ort in den Geschäftsräumen der Gesellschaft statt. Die Gesellschaft rechnet mit einer Erteilung der angestrebten Lizenz im Sommer 2013.

In der Sparte Capital-Markets-Brokerage soll die interne Handelstechnologie weiter optimiert und der Ausbau des Inhouse-Vertriebs mit einem zunehmenden Fokus auf institutionelle Kunden vorangetrieben werden. In den Bereichen der Kundengewinnung und des Marketings sollen weiterhin zielorientierte Investitionen in die Infrastruktur der Gesellschaft getätigt werden - hierzu werden bspw. die Angebote hinsichtlich Schulungen in Form von Seminaren und Webinaren weiter ausgebaut.

Die Performance im Asset Management wurde im Jahr 2012 abermals durch häufige bzw. schnelle Trendbrüche beeinflusst und das Investoreninteresse an der Anlageklasse Managed Futures ist merklich zurückgegangen. Da sich darüber hinaus auch regulatorische Rahmenbedingungen grundlegend verändert haben, hat die Gesellschaft entschieden, sich zunehmend aus dem Retail-Segment zurückzuziehen und das Asset Management neu zu strukturieren sowie zukunftsorientiert auszurichten. So wird der UCITS III-Fonds „Varengold Alternative Alpha" bis zum 30.06.2013 aufgelöst. Auch der Dachhedgefonds „HI Varengold CTA Hedge" wird perspektivisch im dritten Quartal 2013 aufgelöst werden. Dennoch bleiben u.a. innovative Alternative Investment Lösungen für den institutionellen Kundenkreis ein struktureller Bestandteil des Varengold-Produktuniversums und das Asset Management soll um einen Multi-Asset-Ansatz ergänzt werden, indem Spezialthemen wie Arbitragestrategien oder Strukturierungsaufträge dort positioniert werden.

Auf operativer Ebene konzentriert sich die Varengold Wertpapierhandelsbank AG nachhaltig darauf, ihre Stärken mit einer risikobewussten Geschäftspolitik und der Möglichkeit kurzfristiger Reaktionswege auf sich verändernde Marktbedingungen im Rahmen der Effizienzsteigerung zu untermauern. Insgesamt soll die Nachhaltigkeit der Geschäftstätigkeiten gefestigt und weniger schwankungsanfällig werden.

E. NACHTRAGSBERICHT

Die Gesellschaft hat im Februar 2013 die bereits vorhandene Beteiligung von bislang 16 % (Stand 31.12.2012) an der Hanseatic Brokerhouse Securities AG (HBS) auf 100 % erhöht. Mit Wirkung vom 15. April 2013 wurden zudem Herr Dr. Bernhard Fuhrmann und Herr Friedrich Verspohl per Aufsichtsratsbeschluss zu Mitgliedern des Vorstandes der Gesellschaft berufen.

F. PROGNOSEBERICHT

Die Gesellschaft hält seit Anfang des Jahres 2013 eine Infrastruktur vor, um den regulatorischen Anforderungen an ein Einlagenkreditinstitut gerecht zu werden. Bis zur angestrebten Lizenzerteilung stehen diesen Aufwendungen keine Erträge gegenüber.

Der Vorstand geht deshalb davon aus, dass im Geschäftsjahr 2013 ein leicht negatives Ergebnis erzielt werden wird.

 

Freie und Hansestadt Hamburg, im April 2013

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Der Vorstand

Yasin Sebastian Qureshi

Steffen Fix

M. Hans Dastmaltchi

Dr. Bernhard Fuhrmann

Friedrich Verspohl

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

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Berichtsperiode 01.01. – 31.12.2012 Gesamt Capital-Markets- Brokerage Asset Management Privat- und
Firmenkunden-
kreditgeschäft
TEUR TEUR TEUR TEUR
Zinserträge 176 167 9 0
Zinsaufwendungen 80 77 3 0
Provisionserträge 3.450 2.694 756 0
Provisionsaufwendungen 77 0 77 0
Laufende Erträge aus Aktien, Wertpapieren und Beteiligungen 50 0 50 0
Nettoertrag des Handelsbestands 7.017 7.017 0 0
Nettoaufwand des Handelsbestands 5.020 5.020 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 31 31 0 0
Verwaltungsaufwand 6.538 5.019 886 633
Abschreibungen 1.132 760 332 39
Sonstige betriebliche Aufwendungen 23 4 19 0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -2.147 -972 -503 -672

Die Sparten Capital-Markets-Brokerage und Asset Management erzielten im Geschäftsjahr 2012 negative Ergebnisse. Trotz des Verlustes im Bereich Capital-Markets-Brokerage konnte das Ergebnis in dieser Sparte gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Der Verlust in der neuen Sparte Privat- und Firmenkundenkreditgeschäft entstand auf Grund der notwendigen Anfangsaufwendungen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fiel für das Geschäftsjahr 2012 insgesamt negativ aus.

Der überwiegende Teil der Erträge im Bereich Asset Management resultierte aus den Provisionserlösen aus der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen.

Die Sparte Capital-Markets-Brokerage vereinte den Großteil des Umsatzes und der Aufwendungen. Insbesondere der Währungshandel trug einen bedeutenden Teil zu diesem Bereich bei.

Das Zinsergebnis ist fast ausschließlich dem Geschäftsfeld Capital-Markets-Brokerage zuzuordnen. Dabei handelt es sich unter anderem um Erträge und Aufwendungen aus Kursdifferenzen.

Neben den Provisionserträgen generierte die Bank in der Sparte Capital-Markets-Brokerage Nettoerträge des Handelsbestands. Diese Erträge, die aus der Aggregation von Kundenpositionen entstehen, müssen getrennt von den Provisionserträgen ausgewiesen werden. Der Nettoaufwand des Handelsbestands enthält überwiegend die Kosten für Vermittler im Bereich Capital-Markets-Brokerage.

Die Verwaltungsaufwendungen in den beiden Geschäftsfeldern Asset Management und Capital-Markets-Brokerage konnten vermindert werden. Insbesondere die Senkung der Werbe- und Reisekosten sowie der Beiträge und Versicherungen trugen zu dieser Minderung bei.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des internen rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne die Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass die unter den Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere bzw. verbriefte Verbindlichkeiten zu bilanzierenden Inhaber-Zertifikate aufgrund ausgesetzter Preisfeststellung für die Wertpapiere, die den Inhaber-Zertifikaten zugrunde liegen, bis auf den Baranteil in Höhe von 48,4 T mit einem Wert von Null angesetzt wurden.

 

Hamburg, den 26. April 2013

NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Sven Ole Raap, Wirtschaftsprüfer

Stephan Bucher, Wirtschaftsprüfer

IMPRESSUM

Varengold Wertpapierhandelsbank AG
Grosse Elbstrasse 27
22767 Hamburg

T +49.40.66 86 49 0
F +49.40.66 86 49 49

E-Mail: info@varengold.de
http://www.varengold.de

Vorstand

 

Yasin Sebastian Qureshi (Vorsitz)

 

Steffen Fix

 

M. Hans Dastmaltchi

 

Dr. Bernhard Fuhrmann

 

Friedrich Verspohl

Aufsichtsrat

 

RA Hans J.M. Manteuffel (Vorsitz)

 

Willi Müller

 

Prof. Peter Andree

Register

 

Amtsgericht Hamburg, HR B 73684

Aufsichtsbehörde

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unter der Nummer (109 520) 100 registriert und unter www.bafin.de veröffentlicht.

Zulassung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG betreibt die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft) im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG sowie die Finanzportfolioverwaltung im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG und die Anlage-und Abschlussvermittlung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 und 2 KWG. Zudem besitzt die Varengold Wertpapierhandelsbank AG die Erlaubnis für Anlageberatung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG, Anlageverwaltung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 11 KWG, Finanzierungsleasing gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG, Factoring gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG sowie die Erlaubnis für Eigengeschäft gem. § 32 Abs. 1a KWG und Eigenhandel gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4 KWG.

Einlagensicherung

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) an.

Hinweise zum Inhalt

Dieser Bericht wurde mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Alle Bezeichnungen, die ausschließlich in der männlichen Form verwendet wurden, gelten sinngemäß auch in der weiblichen Form. Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht nur Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, sondern sie umfassen auch Aussagen über Annahmen und Erwartungen sowie die zugrunde liegenden Annahmen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die dem Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichtes zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass alle unsere auf die Zukunft bezogenen Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Unwägbarkeiten verbunden sind und auf Schlussfolgerungen basieren, die zukünftige Ereignisse außerhalb unseres Einflussbereichs betreffen. Für deren Richtigkeit und Vollständigkeit, beziehungsweise für das tatsächliche Eintreten der gemachten Angaben, können wir daher keine Haftung übernehmen. Der Vorstand übernimmt keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa eine Veränderung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage oder der Wettbewerbssituation, eine drohende Verschlechterung der Ertragslage aus Sonderbelastungen durch Zahlungen an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) sowie die Verfassung der Finanzmärkte, aus denen die Varengold Wertpapierhandelsbank AG einen erheblichen Teil ihrer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielt. Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere die Rechte der Verbreitung, Vervielfältigung, Übersetzung, des Nachdrucks und der Wiedergabe sowie der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, sind, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, allein der Varengold Wertpapierhandelsbank AG vorbehalten.