wallstreet:online AG

Berlin

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweise:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im elektronischen Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk

An die wallstreet:online AG

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der wallstreet:online AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, 4. April 2011

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Glöckner, Wirtschaftsprüfer

Mattner, Wirtschaftsprüfer

Wir weisen darauf hin, dass mit der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungs GmbH bei der Auftragserteilung für die Jahresabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2010 vereinbart wurde, dass die gesetzlichen Haftungsgrenzen für Abschlussprüfungen entsprechend § 323 Absatz 2 HGB zur Anwendung kommen.

Lagebericht

wallstreet:online AG

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Gewinn- und Verlustrechnung 2010

Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2010

Anlage 1 zum Anhang -Anlagenspiegel

Lagebericht zum 31. Dezember 2010

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2010

AKTIVA

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31.12.2010 31.12.2009
A. Anlagevermögen 434.188,79 612.152,18
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 321.061,41 448.503,67
1. Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte 158.397,41 258.728,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 162.664,00 189.775,00
II. Sachanlagen 113.126,87 163.648,00
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 113.126,87 163.648,00
III. Finanzanlagen 0,51 0,51
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,51 0,51
B. Umlaufvermögen 2.153.912,47 3.119.288,03
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 610.848,82 838.235,98
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 381.525,15 559.678,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,51 52.643,89
3. Sonstige Vermögensgegenstände 229.323,16 225.913,15
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.543.063,65 2.281.052,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.846,13 20.617,27
Summe der Aktiva 2.596.947,39 3.752.057,48

PASSIVA

A. Eigenkapital 2.276.905,89 2.925.530,06
I. Gezeichnetes Kapital 8.860.990,00 8.860.990,00
II. Kapitalrücklage 0,00 12.912.577,11
III. Bilanzverlust -6.584.084,11 -18.848.037,05
B. Rückstellungen 141.749,67 576.869,39
1. Steuerrückstellungen 57.782,37 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 83.967,30 576.869,39
C. Verbindlichkeiten 177.982,43 221.913,59
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 93.014,17 88.611,08
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 5.231,95
3. Sonstige Verbindlichkeiten 84.968,26 128.070,56
D. Rechnungsabgrenzungsposten 309,40 27.744,44
Summe der Passiva 2.596.947,39 3.752.057,48

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2010

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2010 2009
1. Umsatzerlöse 2.194.703,91 3.091.478,50
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 228.354,79
3. Sonstige betriebliche Erträge 156.667,57 139.984,39
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -924.207,14 -1.555.790,72
Rohergebnis 1.427.164,34 1.904.026,96
5. Personalaufwand -1.215.862,39 -1.968.085,32
a) Löhne und Gehälter -1.047.120,51 -1.739.596,17
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung und für Unterstützung -168.741,88 -228.489,15
6. Abschreibungen (auf das Anlagevermögen, außer Finanzanlagen) -216.008,22 -823.720,63
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -597.062,99 -1.224.094,64
Betriebsergebnis -601.769,26 -2.111.873,63
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.280,98 64.979,56
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -18.820,89 -264,00
Finanzergebnis -2.539,91 64.715,56
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -604.309,17 -2.047.158,07
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -32.892,03 0,00
12. Sonstige Steuern -11.422,97 289,00
13. Jahresfehlbetrag -648.624,17 -2.046.869,07
14. Verlustvortrag -18.848.037,05 -16.801.167,98
15. Bilanzverlust -19.496.661,22 -18.848.037,05

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS 31. DEZEMBER 2010

I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der wallstreet:online AG wird nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den aktienrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Ausweismethoden folgen der Bilanzierungsstetigkeit gemäß den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Die Ausweis- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt.

Die wallstreet:online AG ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB und nimmt größenabhängige Aufstellungserleichterungen teilweise in Anspruch.

Im Geschäftsjahr 2010 wurde erstmals gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) bilanziert.

Die bei den einzelnen Posten des Jahresabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden wie folgt erläutert:

Entgeltlich von Dritten erworbene abnutzbare immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig bzw. bei dauernder Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Erworbene Domainnamen werden nicht planmäßig abgeschrieben, weil in Anwendung der steuerlichen Betrachtung der Domainname grundsätzlich eine zeitlich unbeschränkte Nutzungsmöglichkeit und daraus resultierende wirtschaftliche Vorteile bietet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Für Zugänge an beweglichen Anlagegütern wird im Zugangsjahr eine Abschreibung pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter, welche bis zum 31. Dezember 2007 zugegangen sind und deren Anschaffungskosten zwischen EUR 100,00 und EUR 410,00 liegen, werden über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben. Die ab 2008 zugegangenen geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten, die zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 liegen, werden in einem Sammelposten erfasst und über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 150,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden bei Beachtung des Niederstwertprinzipes mit dem Nennwert bzw. mit dem Börsen- oder Marktpreis angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert bilanziert.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag bekannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

II. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 ist im Anlagenspiegel dargestellt, der als Anlage 1 zu diesem Anhang beigefügt ist.

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten Lizenzen, Webseiten-Funktionserweiterungen (Tools), Adressbestände und Software. Die Abschreibungen darauf erfolgen linear über Nutzungsdauern zwischen 2 und 5 Jahren. Nutzungsrechte an Domains werden nicht abgeschrieben.

Der ausgewiesene Firmenwert in Höhe von TEUR 163 wird über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben. Der Firmenwert wird entsprechend der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Zugänge bei den Sachanlagen betreffen überwiegend Neuanschaffungen im Bereich Hardware und Serverausstattung. Die Abschreibungsdauern für die neu angeschafften Anlagengüter betragen 3 Jahre.

Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelwertberichtigungen in angemessener Höhe berücksichtigt. Die Bildung einer Pauschalwertberichtigung zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos ist nicht notwendig.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt (TEUR 185) und Kautionen (TEUR 48) enthalten.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 8.860.990 ist eingeteilt in 8.860.990 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennwert mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00.

Im Geschäftsjahr 2010 wurde die frei verfügbar Kapitalrücklage mit dem Verlustvortrag verrechnet.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2010 wurde ein genehmigtes Kapital von TEUR 4.430 geschaffen. Der Vorstand ist ermächtigt in diesem Rahmen das Grundkapital bis zum 27. April 2015 zu erhöhen.

Nach § 20 AktG mitzuteilende Vorgänge hat die Gesellschaft im Berichtszeitraum wie folgt erhalten:

Die Axel Springer Financial Media GmbH (jetzt Finanzen Verlag GmbH) mit Sitz in München hat uns gemäß § 20 Abs. 5 AktG mitgeteilt, dass sie nicht mehr an der wallstreet:online AG beteiligt ist.

Die Axel Springer AG mit Sitz in Berlin hat uns gemäß § 20 Abs. 5 AktG mitgeteilt, dass ihre mittelbare Beteiligung an der wallstreet:online AG nicht mehr besteht.

Die AKD Private Equity AG mit Sitz in Berlin hat uns gemäß § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass sie mit mehr als dem vierten Teil an der wallstreet:online AG beteiligt ist.

Im Hinblick auf § 20 Abs. 1 AktG zeigen wir an, dass Herr Andre Kolbinger mit mehr als dem vierten Teil an der wallstreet:online AG beteiligt ist.

Im Hinblick auf § 20 Abs. 4 AktG zeigen wir an, dass Herr Andre Kolbinger mittelbar mehrheitlich an der wallstreet:online AG beteiligt ist.

Die Steuerrückstellungen betreffen Steuern aus Betriebsprüfungen aus Vorjahren.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (TEUR 20), Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 24), Rückstellungen für Berufsgenossenschaft (TEUR 5), Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütung (TEUR 5) sowie Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (TEUR 36). Aufgrund der zum Bilanzstichtag erfolgten Bewertung und der im Zeitablauf eingetretenen geänderten Einschätzung bestimmter ungewisser Verpflichtungen ergaben sich im Berichtszeitraum periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 77.

Die Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Sicherheiten wurden nicht gestellt.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse werden sowohl im Inland als auch im Ausland erzielt. Die im Ausland erzielten Umsätze werden in Euro abgerechnet. Die Höhe der im Ausland erzielten Umsätze beträgt TEUR 570.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Ausbuchungen von Verbindlichkeiten sowie Erträge aus geschäftsfremden Vorgängen (Untervermietung Büroräume).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten neben den operativen Aufwendungen Kosten für Wertberichtigungen/Abschreibungen von Forderungen von TEUR 25.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag ergeben sich grundsätzlich unter Berücksichtigung von Verlustvorträgen nach den Vorschriften über die so genannte Mindestbesteuerung nicht. Im Geschäftsjahr 2010 fand eine Betriebsprüfung der Jahre 2004 bis 2007 statt, aus der sich Steuernachzahlungen in Höhe von TEUR 33 ergeben haben.

In dem Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres sind periodenfremde Erträge und Aufwendungen in Höhe von TEUR 66 respektive TEUR 27 enthalten.

III. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 HGB resultieren mit TEUR 27 aus Mietverträgen, die im Jahr 2011 enden.

Anzahl der Beschäftigten

Die Anzahl der beschäftigten Angestellten betrug im Jahr 2010 durchschnittlich 21 Mitarbeiter.

Konzernzugehörigkeit

Im Geschäftsjahr 2010 gab es Geschäfte mit nahestehenden Personen, die ohne Ausnahme zu marktüblichen Konditionen abgewickelt worden sind.

Mitglieder des Vorstands

Herr Felix Plog, Dipl.-Ingenieur, Mitglied des Vorstands seit dem 01. Januar 2009

Herr Felix Plog ist in keinen weiteren Gremien tätig.

Herr Andre Kolbinger, Kaufmann, Mitglied des Vorstand, seit dem 3. Mai 2010.

Herr Kolbinger ist zudem im Aufsichtsrat der AreaDigital AG tätig.

Mitglieder des Aufsichtrates:

Herr Dr. Frank-B. Werner, Verlagskaufmann, Aufsichtsratsmitglied seit 6. Juni 2007, Aufsichtsratsvorsitzender seit 3. Juli 2007

Aktuelle Aufsichtsratsmandate

wallstreet:online capital AG (Vorsitzender)

Zertifikatejournal AG (Vorsitzender)

Herr Dr. Jens Müffelmann, Medienkaufmann, Aufsichtsratsmitglied seit 6. Juni 2007, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender seit 3. Juli 2007. Herr Dr. Jens Müffelmann ist zum 5. Mai 2010 aus dem Aufsichtsrat der wallstreet:online AG ausgeschieden.

Herr Roland Nicklaus, Diplom-Betriebswirt (BA), Aufsichtsratsmitglied seit 23. August 2007.

Herr Dr. Bodo Thielmann, Diplom-Kaufmann, Aufsichtsratsmitglied seit 23. August 2007. Herr Dr. Bodo Thielmann ist zum 5. Mai 2010 aus dem Aufsichtsrat der wallstreet:online AG ausgeschieden.

Herr Andre Kolbinger, Kaufmann, Aufsichtsratsmitglied seit 27. April 2009. Herr Andre Kolbinger ist zum 3. Mai 2010 aus dem Aufsichtsrat der wallstreet:online AG ausgeschieden.

Herr Jan Bayer, Diplom-Medienwissenschaftler, Aufsichtsratsmitglied seit 27. April 2009. Herr Jan Bayer ist zum 5. Mai 2010 aus dem Aufsichtsrat der wallstreet:online AG ausgeschieden.

Frau Jeannette Bansmer, Diplom-Kauffrau, ist mit Beschluss des Amtsgericht Charlottenburg vom B. Juli 2010 zum Aufsichtsratsmitglied der wallstreet:online AG gewählt worden. Frau Bansmer ist zudem im Aufsichtsrat der AKD Private Equity AG tätig.

Herr Sven Boschert, Kaufmann, Aufsichtsratsmitglied seit 9. September 2010. Herr Sven Boschert ist in keinen weiteren Gremien tätig.

Herr Ewald Brunen, Diplom-Betriebswirt, Aufsichtsratsmitglied seit 9. September 2010. Herr Brunen ist zudem im Aufsichtsrat der AreaDigital AG tätig.

Herr Rene Krüger, Bank-Kaufmann, Aufsichtsratsmitglied seit 9. September 2010. Herr Krüger ist zudem stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der deboka AG sowie im Aufsichtsrat der BOLL AG tätig.

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrates

Die Vergütung des Vorstands für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 betrug insgesamt TEUR 120.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betragen im Berichtszeitraum gem. § 17 Abs. 1 der Satzung TEUR 5.

 

Berlin, 31.03.2011

wallstreet:online AG

Der Vorstand

Felix Plog

André Kolbinger

ANLAGE 1 ZUM ANHANG - ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2010

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historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2010
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2010
Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 643.138,19 27.633,54 0,00 670.771,73
2. Firmenwert 271.106,53 0,00 0,00 271.106,53
914.244,72 27.633,54 0,00 941.878,26
Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 367.258,37 12.264,04 4.350,42 375.171,99
367.258,37 12.264,04 4.350,42 375.171,99
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenden Unternehmen 3.010,00 0,00 0,00 3.010,00
Summe Anlagevermögen 1.284.513,09 39.897,58 4.350,42 1.320.060,25
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kumulierte Abschreibungen
01.01.2010
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2010
Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 384.409,52 127.964,80 0,00 512.374,32
2. Firmenwert 81.331,53 27.111,00 0,00 108.442,53
465.741,05 155.075,80 0,00 620.816,85
Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 203.610,37 60.932,42 2.497,67 262.045,12
203.610,37 60.932,42 2.497,67 262.045,12
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenden Unternehmen 3.009,49 0,00 0,00 3.009,49
Summe Anlagevermögen 672.360,91 216.008,22 2.497,67 885.871,46
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Buchwerte
31.12.2010
Euro
31.12.2009
Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 158.397,41 258.728,67
2. Firmenwert 162.664,00 189.775,00
321.061,41 448.503,67
Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 113.126,87 763.648,00
113.126,87 163.648,00
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenden Unternehmen 0,51 0,51
Summe Anlagevermögen 434.188,79 612.152,18

LAGEBERICHT FÜR 2010

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2010 laut einer Berechnung des Statistischen Bundesamtes um 3,6 Prozent verglichen zum Vorjahr gestiegen. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch im Kaufverhalten der Konsumenten wieder.

Laut einer Studie des Statistischen Bundesamts stieg das verfügbare Einkommen zwischen 2009 und 2010 um 2,8 Prozent, während die Preisentwicklung im gleichen Zeitraum nur um 1,1 Prozent zulegte. Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in privaten Haushalten, verfügten im Jahr 2010 70 Prozent der privaten Haushalte über einen Breitbandanschluss. Ein Jahr zuvor waren es noch 60 Prozent. Darüber hinaus gewinnt die Internetnutzung via Handy zunehmend an Bedeutung. So stieg der Anteil der Verbraucher, die das Internet über ihr Handy nutzen, in 2010 auf 16% (9% in 2009). Der Anteil bei tragbaren Computern und Handhelds legte von 78 Prozent auf 80 Prozent ebenfalls leicht zu.

Nach wie vor ist die Bildung der Internet-Nutzer eine wichtige Determinante für die Nutzung des Internet. Je höher der Bildungsgrad, desto intensiver nutzen die Befragten das Internet. Insbesondere bei der Nutzung am Arbeitsplatz zeigen sich große Unterschiede zwischen den Nutzergruppen. Während Internet-Nutzer mit hohem Bildungsstand zu 65 Prozent am Arbeitsplatz auf das Internet zugreifen, sind es bei Nutzern mit geringem Bildungsstand nur 47 Prozent. Darüber hinaus zeigte sich, dass im Jahr 2010 bereits 97,5 Prozent der Schüler das Internet nutzten (nOnliner Atlas 2010).

Der Online-Werbemarkt in Deutschland ist 2010 um insgesamt 26 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro gewachsen. Dies geht aus der Erhebung der Bruttowerbeinvestitionen durch den Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hervor. Dies entspricht einem Anteil von 19,2 Prozent am Gesamtwerbemarkt. Damit hat das Internet 2010 zum ersten Mal die Gattung Zeitungen (19 Prozent) knapp überrundet und sich als zweitstärkstes Werbemedium positioniert. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass der Werbemarkt aufgrund einer ausgeprägten Rabattpraxis mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich geringer gewachsen ist.

Der Vorjahresvergleich zeigt, dass klassische Online-Werbung am stärksten von der positiven Entwicklung des Online-Werbemarktes profitiert hat. Mit einer Zuwachsrate von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat sie 2010 zum ersten Mal die 3-Milliarden-Euro-Grenze überschritten. Ebenfalls zulegen konnte die Suchwortvermarktung mit Werbeinvestitionen von 1,9 Milliarden Euro und einer Wachstumsrate von 15 Prozent gegenüber 2009 sowie die Affiliate-Netzwerke mit 339 Millionen Euro und einem Zuwachs von 10 Prozent.

Das Börsenumfeld hat sich im Jahr 2010 weiter verbessert. Zwischen dem 1.1.2010 und dem 31.12.2010 stieg der DAX von 5.975 um 939 Punkte auf 6.914. Folglich nahm das Interesse der Konsumenten an Wertpapieren und Anlageprodukten weiter zu. Insbesondere im 4. Quartal des Jahres 2010 konnte auch eine Belebung der Emittenten-Tätigkeit beobachtet werden, die sich in einer Steigerung der Werbebudgets niedergeschlagen hat.

2. Unternehmensentwicklung

Allgemein

Aufgrund es stabilen Werbemarktes konnte die wallstreet:online AG die Werbebuchungen im Agenturbereich für das unternehmenseigene Portal www.wallstreet:online.de weiter ausbauen. In der Summe sind die Vermarktungsumsätze allerdings rückläufig, was sich in der Aufgabe der Drittvermarktung begründet. Parallel zu der Entwicklung bestehender Werbekundenbeziehungen wurde weiter an der Verbesserung der Monetarisierung performance-orientierter Werbeformen gearbeitet.

Im Jahr 2010 konnte die Neuausrichtung der wallstreet:online AG erfolgreich abgeschlossen werden. Der Schritt, die wallstreet:online AG durch einen externen Partner vermarkten zu lassen hat sich positiv in der Ergebnisentwicklung niedergeschlagen und die Fokussierung auf die notwendige Produkterneuerung ermöglicht. Wesentliche Bestandteile der Seite wurden erfolgreich überarbeitet und modernisiert. Die Verbesserung der Plattform wurde positiv von End- und Werbekunden aufgenommen, dadurch konnte insbesondere gegen Ende des Jahres eine Umsatz- und Traffic-Steigerung erzielt werden

Ferner konnte durch die Auslagerung wesentlicher Vermarktungsaktivitäten die Kostenbasis ggü. dem Vorjahr signifikant und dauerhaft verringert werden. Darüber hinaus wurden durch die Vereinfachung interner Prozessabläufe in Support-Funktionen sowie das Outsourcing des kaufmännischen Bereichs weitere Einsparungen realisiert.

Folglich konnte das Jahr mit einem deutlich reduzierten Verlust in Höhe von TEUR -649 gegenüber dem Vorjahr (TEUR -2.047) abgeschlossen werden. Aufgrund der unterjährig vollzogenen Restrukturierung konnte das vierte Quartal mit einem Gewinn von TEUR 174 abgeschlossen werden.

Investitionstätigkeit/Desinvestition

Die getätigten Investitionen betreffen im Wesentlichen die Aktivierung von zur Umsatzgenerierung erworbener Texte sowie im geringen Umfang erworbene Softwarelizenzen. Die Zugänge bei den Sachanlagen betreffen überwiegend Neuanschaffungen im Bereich Hardware und Serverausstattung.

Mitarbeiterentwicklung

Zum 31. Dezember 2010 betrug der Mitarbeiterbestand bei der wallstreet:online AG 13 Mitarbeiter (Vorjahr: 27 Mitarbeiter). Durchschnittlich waren 21 Mitarbeiter beschäftigt.

Anzahl Mitarbeiter:

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31.03.10 30.06.10 30.09.10 31.12.10
24 29 16 13

Produkt: www.wallstreet-online.de

Im Laufe des Jahres konnten diverse Produktmaßnahmen umgesetzt werden. Die wallstreet:online AG konnte dadurch mit 760 Tsd. Unique Usern (AGOF IV-2010) die dritte Position im Bereich der Finanz- und Anlageportale nach finanzen.net (1,47 Mio.) und onvista.de (0,97 Mio.) festigen. wallstreet-online.de zählte im Jahresmittel rund 32 Mio. Page Impressions (2009: EUR 33 Mio.) und 4,5 Mio. Visits (2009: EUR 4,6 Mio.). Damit liegt die Plattform etwa auf Niveau des Vorjahres (Quelle: IVW).

Im Fokus der Maßnahmen im Produktbereich stand der Relaunch des Nachrichtenbereichs in Folge dessen der Traffic in diesem Bereich deutlich erhöht wurde. Darüber hinaus wurden die Foren optisch und funktional grundlegend überarbeitet, die Anzahl der aktiven Nutzer wurde im Laufe des Jahres dadurch deutlich erhöht.

3. Lage der Gesellschaft

Vermögenslage

Zur Darstellung der Vermögenslage im Einzelnen verweisen wir auf die Bilanz und den Anlagenspiegel. Die Bilanzsumme hat sich im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.155 auf TEUR 2.597 vermindert, was im Wesentlichen auf die operative Ergebnisentwicklung zurückzuführen ist.

Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. Zum 31. Dezember 2010 wurde ein Cash-Bestand in Höhe von TEUR 1.543 ausgewiesen, was einen Rückgang von TEUR 738 bedeutet.

Die Liquiditätsplanung sieht für das Geschäftsjahr 2011 ein Stoppen des negativen Cash Flows vor, da für 2011 kein negatives, sondern ein leicht positives Ergebnis erwartet wird. Für 2012 rechnen wir mit einem deutlichen Jahresüberschuss.

Ertragslage

Aufgrund der Entwicklung Auslagerung des Vertriebs sowie des Rückgangs der Tausenderkontaktpreise fielen die Umsatzerlöse um 29 % von TEUR 3.091 auf TEUR 2.195. Den gesunkenen Umsätzen stehen im Gegenzug auch geringere Kosten gegenüber, die unter anderem auf die Auslagerung des Vertriebs zurückzuführen sind.

Bis auf die transaktionsbasierten Umsätze waren sämtliche Bereiche rückläufig. Die stärksten Rückgänge waren im Bereich Agentur- und Endkundenvermarktung zu verzeichnen. Grund hierfür ist vor allem ein Strategiewechsel in diesem Bereich: Die eigene Vermarktung wurde aufgelöst, die Vermarktung der Seite www.wallstreet-online.de wurde an eine externe Vermarktungsagentur gegeben. Die Drittvermarktung wird nicht mehr fokussiert. Die Umsätze in diesem Bereich sind um 46% auf TEUR 1.256 zurückgegangen, allerdings haben sich die Kosten für diesen Bereich (Personal- und Reisekosten) auch deutlich reduziert. Der Umsatzrückgang beruht im Wesentlichen auf der Aufgabe der Drittvermarktung. Betrachtet man das unternehmenseigene Portal wallstreet-online.de isoliert, dann ist hier ein Umsatzanstieg zu verzeichnen. Das Investor-Relation-Geschäft verharrte in 2010 auf sehr niedrigem Niveau (TEUR 138). Im Bereich Transaktionen/Ecommerce-Modell konnten die Einnahmen aufgrund einer stärkeren Fokussierung in dem Bereich mehr als verdoppelt werden auf TEUR 532.

Der Materialaufwand hat sich um TEUR 632 auf TEUR 924 reduziert. Grund hierfür sind im Wesentlichen die Auswirkungen der massiven Restrukturierungsmaßnahmen nach Wechsel des Großaktionärs im Mai 2010. Im Rahmen dieser Umstrukturierungsmaßnahmen konnten im Personalbereich nochmalig Kostensenkungen erzielt werden, der Aufwand wurde um 38,2 % bzw. TEUR 752 auf TEUR 1.216 reduziert. Die Abschreibungen sind deutlich zurückgegangen, Grund hierfür ist, dass im Gegensatz zu 2009 in 2010 keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen wurden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 627 auf TEUR 597 zurückgegangen. Im Wesentlichen resultiert die Reduzierung der gesunkenen Kosten aus Kosten für Berater, Rechnungswesen und Werbung. Zudem fielen die Wertberichtigungen auf uneinbringliche Forderungen in 2010 deutlich niedriger aus als im Vorjahr.

Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Zinsen aus der Betriebsprüfung für Vorjahre. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen ebenfalls Steuernachzahlungen aus der Betriebsprüfung der Jahre 2004 bis 2007. Die sonstigen Steuern beinhalten Steuernachzahlungen aus Umsatzsteuer iRd. Feststellungen aus der Betriebsprüfung der Jahre 2004 bis 2007.

4. Organisation und Risikomanagement

Vorstand

Herr Andre Kolbinger ist zum 3. Mai 2010 in den Vorstand gewählt worden. Er übernimmt das Ressort Finanzen.

Aufsichtsrat

Herr Andre Kolbinger hat sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats zum 3. Mai 2010 niedergelegt. Herr Kolbinger wechselt in den Vorstand.

Mit Datum vom 5. Mai 2010 legten folgende Mitglieder des Aufsichtsrats auf Grund des Wechsels des Großaktionärs ihr Mandat nieder:

Dr. Jens Müffelmann

Dr. Bodo Thielmann

Jan Bayer

Mit Datum vom B. Juli 2010 erfolgte die gerichtliche Bestellung von Frau Jeannette Bansmer.

Mit Datum vom 9. September 2010 erfolgte die gerichtliche Bestellung von:

Herrn Ewald Brunen

Herrn Rene Krüger

Herr Sven Boschert

Risikomanagement

Da sich das Unternehmen in einem volatilen Marktumfeld bewegt, wird besonderer Wert auf ein praktikables und umsetzungsfähiges Risikomanagement-System gelegt. Der Vorstand ist sich dieser Aufgabe bewusst. Das bei der Gesellschaft implementierte Risikomanagement ist darauf aufgebaut, aktuelle Entwicklungen in allen Bereichen der Gesellschaft mit den Planungen zu vergleichen und zu analysieren. Bei der Abweichung von den Planzahlen im negativen Sinne wird ein Plan zur zügigen Umsetzung von Gegenmaßnahmen entwickelt.

Der Vorstand informiert sich in monatlichen Abständen über die Ertrags- und Liquiditätssituation der Gesellschaft und laufend zur allgemeinen Geschäftslage. Die Steuerung der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, Wachstum und Wertsteigerung mit vertretbaren Risiken zu erzielen.

Der Aufsichtsrat wird in seinen Sitzungen regelmäßig zu bestehenden Risiken und Gegenmaßnahmen informiert und erhält monatlich einen detaillierten Überblick zur finanziellen Entwicklung der Gesellschaft und anderen wichtigen Kennzahlen.

5. Forschung und Entwicklung

Die wallstreet:online AG ist bestrebt, ihr Produkt- und Dienstleistungsangebot permanent weiterzuentwickeln, effizient zu gestalten sowie sinnvolle und ergänzende Nutzer- und Kundenwünsche schnell und sachgerecht umzusetzen. Forschungsarbeiten im grundlegenden Sinne werden nicht durchgeführt.

6. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Bestandsgefährdende Risiken, insbesondere Liquiditätsrisiken, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

Betriebsrisiken bestehen im Zusammenhang mit dem laufenden Betrieb des eigenen Portals. Unterbrechungen im Betrieb des Portals oder der Informationsversorgung können zu Einnahmeausfällen und Kundenverlusten führen.

Wirtschaftliche Rezensionstendenzen und staatliche Eingriffe könnten dazu führen, dass das Interesse an Börseninformationen bei den Nutzern nachlässt und der Werbeumsatz einbricht. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass Werbekunden ihre Werbeinvestitionen bei weiterer Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds stark einschränken.

Durch die in Zusammenhang mit der Umstrukturierung stehenden Kostenreduktion in allen Bereichen ist die wallstreet:online AG sehr schlank aufgestellt und kann auf Marktveränderungen schnell reagieren. Die Fokussierung auf das Kerngeschäft und die kostengünstige Positionierung verhelfen der wallstreet:online AG zu einer guten Positionierung im wettbewerblichen Umfeld.

7. Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt geworden, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind.

8. Prognosebericht

Die wallstreet:online AG erwartet für das Jahr 2011 eine positive Entwicklung, die Restrukturierungs- und Konsolidierungsphase ist nach zwei Jahren abgeschlossen. Die Ertragssituation ist als positiv zu bewerten, das Geschäftsmodell ist klar fokussiert und zukunftsfähig. Für 2012 rechnet die Gesellschaft mit einer anhaltend positiven Entwicklung.

Der Wechsel zum Vermarkter Onvista Media GmbH zum 1.1.2011 stellt dabei die konsequente Fortführung der Outsourcing-Strategie in der Agentur- und Key Account-Vermarktung da. Die Onvista Media GmbH betreut die Erschließung der Emittenten aus den Bereichen Zertifikate, Fonds und Broker.

Die wallstreet:online AG hat dadurch die Möglichkeit, sich auf die eigene Produktentwicklung sowie die Entwicklung der Erlösströme aus den Bereichen Performance und Investor Relations zu fokussieren und die Abhängigkeit von klassischer Display-Werbung sukzessive zu verringern.

Marktseitig ist davon auszugehen, dass ein leicht positives Konjunktur-Szenario am wahrscheinlichsten ist. Der steigende DAX-Trend, der trotz globaler Unsicherheitsfaktoren wie z.B. die Euro-Krise oder dem Erdbeben in Japan in Takt zu bleiben scheint, ist ein hoffnungsvolles Zeichen. Solange die Nachfrage nach Anlageprodukten anhält, ist auch davon auszugehen, dass Werbebudgets nicht gekürzt werden.

Durch die optimierte Kostenstruktur ist die wallstreet:online AG aber auch für schwierigere Konjunkturszenarien gut gerüstet.

 

Berlin, 31. März 2011

wallstreet:online AG

Der Vorstand

Felix Plog

André Kolbinger

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegen unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung, die Besonderen Auftragsbedingungen für Prüfungen und prüfungsnahe Tätigkeiten der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Stand 1. Juli 2007) sowie die "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.