Ireland | 17 November 2011 11:45
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x WpHG
17.11.2011 11:45
Zwischenmitteilung nach § 37x WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
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Steigender Absatz und Schuldenabbau unterstreichen die positive
Unternehmensentwicklung
Gesamtmarkt
Mineralwasser auf anhaltend hohem Niveau - Heilwasser und Fruchtsäfte mit
Einbußen
Im Berichtszeitraum lag der Absatz im Bereich Mineral- und
Heilwassergetränke in Deutschland nach Angaben des Verbands Deutscher
Mineralbrunnen (VDM) um 3,2 % über dem Vorjahr. Dieser positive Trend
zeigte sich regional vor allem in Hessen (+5,8 %), Südwest (+5,1 %) und
Rhein-Eifel (+3,7 %), während die Regionen Ost (-0,4 %) und Bayern (+0,0 %)
nicht daran partizipieren konnten.
Einen deutlichen Nachfrageschub konnten die stillen Mineralwässer (+19,1 %)
verzeichnen. Mineralwasser mit wenig CO2 (+2,9 %) legte ebenfalls zu,
während die mengenmäßig stärkste Mineralwasserkategorie - Mineralwasser mit
CO2 - mit +0,7 % und Mineralwasser mit Aromen (+0,6 %) weitgehend stabile
Absätze realisierten. Lediglich das Segment Heilwasser ging um 3,5 %
gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Bei den Gebinden hat sich die
Entwicklung der Anteile von Glas-Mehrweg (-0,2 %) und PET-Mehrweg (-0,1 %)
stabilisiert. Gleichzeitig konnten die Anteile von PET-Rücklauf leicht
(+2,5 %) und die Anteile von PET-Einweg erneut deutlich (+21,8 %) zulegen.
Der Mineralwassermarkt steht weiterhin unter intensivem Wettbewerbsdruck.
Das Preiseinstiegssegment konnte im Vorjahresvergleich wiederum zulegen.
Gleichzeitig wird Mineralwasser - wie alle anderen Konsumgüter- vermehrt in
Preispromotions gekauft. Den stärksten Rückgang verzeichneten erneut die
Marken im mittleren Preissegment. Dagegen entwickelte sich das gehobene
Preissegment sehr stabil. Sowohl die wachsende Nachfrage nach regionalen
Produkten als auch die zunehmende Markenorientierung der Verbraucher kommt
den profilierten Marken zugute.
Im Gegensatz zum Mineralwassermarkt verzeichnen die fruchthaltigen Getränke
eine rückläufige Entwicklung. Laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK)
kam es im Gesamtmarkt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu einem
Absatzrückgang von 6,7 %. Dieser verteilt sich bei den Fruchtsäften, der
wichtigsten Kategorie, auf -3,2 %, bei den Fruchtnektaren auf -12,0 % und
-10,1 % bei den Fruchtsaftgetränken.
Unternehmen
Absatzsteigerung und stabile Umsatzentwicklung
Der Konzernabsatz lag, bereinigt um die veräußerten Marken Überkinger und
Staatl. Fachingen, deutlich über dem Vorjahreswert. Trotz des wetterbedingt
schwachen Hauptmonats Juli konnten insbesondere die margenstarken
Gastronomiemarken Niehoffs Vaihinger und afri cola gegenüber dem
Vorjahreszeitraum erneut Zugewinne erwirtschaften. Im gleichen Zeitraum
haben sich die Marken Teinacher und Krumbach stabil entwickelt, lediglich
die Heilwassermarke Hirschquelle musste Rückgänge hinnehmen. Im
Fruchtsaftsegment blieben die im Handel vertriebenen Marken Merziger und
Lindavia klar unter den Vorjahreswerten.
Bedingt durch die Veräußerung der Tochtergesellschaften Mineralbrunnen
Überkingen GmbH und Fachingen Heil- und Mineralbrunnen GmbH ging der Umsatz
nach 9 Monaten von 121,2 Mio. Euro auf 105,5 Mio. Euro zurück. Bereinigt um
diese Veräußerungen konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum
leicht zulegen.
Operatives Ergebnis verbessert sich nachhaltig
Auf der Kostenseite sanken die Materialkosten um 2,6 %. Die
Reorganisationsmaßnahmen wirkten sich beim Personalaufwand (-9,9 %) sowie
bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-24,4 %) aus. Im gleichen
Zeitraum reduzierten sich die planmäßigen Abschreibungen um 23,1 %. Mit
umfangreichen Effizienz- und Kostenmaßnahmen wurde die Ergebnissituation
erheblich verbessert. Im Berichtszeitraum verbesserte sich das Konzern-EBIT
deutlich auf -0,5 Mio. Euro (Q3/2010: -2,3 Mio. Euro). Mit einem EBIT von
+1,0 Mio. Euro im dritten Quartal dokumentiert das Unternehmen zudem die
positive Ergebnisentwicklung. Die EBITDA-Rendite betrug im Berichtszeitraum
8,7 %.
Positives Periodenergebnis und intensive Schuldenreduzierung
Im Gesamtergebnis spiegelt sich die positive Ergebnisentwicklung ebenfalls
wider. So ver¬besserte sich das Ergebnis des dritten Quartals - trotz der
Finanzaufwendungen - im Konzern nach Steuern auf 0,2 Mio. Euro. Kumuliert
über den Jahreszeitraum führen die Finanzierungs¬kosten des Fremdkapitals,
Lizenzverpflichtungen und die Aufzinsung aus Personalrückstellungen
insgesamt zu einem negativen Finanzergebnis. Dennoch konnte im Konzern das
Ergebnis vor Steuern, trotz der Restrukturierungsaufwendungen, um rund 1,9
Mio. Euro auf -3,1 Mio. Euro (Q3/2010: -4,9 Mio. Euro) verbessert werden.
Aufgrund des Ergebnisses nach Steuern aus aufgegebenem Bereich erzielte das
Unternehmen ein positives Periodenergebnis in Höhe von 11,0 Mio. Euro
(Q3/2010: -4,9 Mio. Euro).
Im dritten Quartal wurden die Schulden im Konzern um rund 23,0 Mio. Euro
reduziert. Rund 11,0 Mio. Euro wurden zur Tilgung von bestehenden Krediten
eingesetzt, zudem konnten durch die Portfoliooptimierung die
Verbindlichkeiten erheblich gesenkt werden. Die Zahlungen erfolgten sowohl
aus den vorhandenen flüssigen Mitteln als auch aus dem laufenden Cashflow.
Der Cashflow im Konzern entwickelte sich positiv zur Vorperiode und lag zum
Ende des dritten Quartals über dem Vorjahreswert. Bedingt durch den
Cashflow sowie die ergänzenden bestehenden Kreditlinien verfügt das
Unternehmen über eine unverändert gute Liquidität.
Eigenkapitalquote erhöht sich auf 26,8 %
Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der überproportionalen Rückführung von
Verbindlichkeiten im Vergleich zum vorherigen Quartal leicht gestiegen. Sie
beziffert sich zum 30. September 2011 auf 26,8 % (Vorjahr: 25,0 %) und
dokumentiert damit den bereits zum Halbjahr aufgezeigten positiven Trend in
der Kapitalstruktur.
Ausblick
Die mit der Restrukturierung verbundenen Effizienzeffekte wirken sich im
folgenden Jahres¬verlauf weiter aus und verringern die Belastung für den
Konzern. Trotz des intensiven Wett¬bewerbs wird für das Geschäftsjahr 2011-
auf Basis des bereinigten Portfolios - von einer positiven Absatz- und
Umsatzentwicklung ausgegangen. Das EBIT im Konzern wird voraus¬sichtlich -
aufgrund des bisherigen Jahresverlaufs und bereinigt um die positiven
Sondereffekte aus dem Verkauf des Brunnenbetriebs in Fachingen -
ausgeglichen ausfallen. Insgesamt wird aufgrund der nachhaltigen
Kostensenkungen und der positiven Marktentwicklung bei der
Ergebnisentwicklung eine weitere Verbesserung erwartet.
Bad Überkingen, im November 2011
Der Vorstand
Alle Zahlen und Angaben sind nicht extern geprüft.
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG
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