UmweltBank AktiengesellschaftNürnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010der UmweltBank AG, Nürnberg(Geschäft und Rahmenbedingungen) Deutschlands grüne BankDie UmweltBank ist eine 1997 gegründete, bundesweit tätige, private Umweltförderbank. Sie ist von Nürnberg aus als Direkt- und Beraterbank in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft tätig. Die Aktien der UmweltBank sind im Freiverkehr notiert. Aufgabe der UmweltBank ist die Finanzierung und Förderung von Umweltprojekten in ganz Deutschland. Diese Aufgabe ist in der Satzung wie folgt verankert: Die UmweltBank setzt sich für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen, insbesondere für klares Wasser, reine Luft und eine gesunde Umwelt ein. Die UmweltBank verwirklicht Ideen, die allen zugute kommen. Sie unterstützt die ökologische Entwicklung unserer Gesellschaft und fördert integrative und vorbeugende Maßnahmen des Umweltschutzes. Die UmweltBank verbindet erfolgreiches und professionelles Bankmanagement mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Auf diese Weise setzt sie sich für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen und die Zukunft unserer Kinder ein. Die Herausforderungen unserer Zeit erfordern Konzepte, die Ökonomie und Ökologie wirkungsvoll miteinander verbinden. Die UmweltBank bietet ökologische Finanzierungen, grüne Geld- und Kapitalanlagen sowie ökologisch orientierte Versicherungen und Altersvorsorge und berät ihre Kunden umfassend dazu. Durch ihre tägliche Arbeit fördert die UmweltBank den Ausbau regenerativer Energien und bringt nachhaltiges Wirtschaften voran. Das Ziel der UmweltBank ist es, durch die Geschäftstätigkeit in jeder Hinsicht zum Schutz der Umwelt beizutragen. Ökologie ist für die grüne Bank dabei kein kurzfristiger Trend. Denn nur durch nachhaltiges, langfristig orientiertes Handeln kann eine intakte Umwelt auch für die nachkommenden Generationen erhalten werden. Die UmweltBank ist bisher die einzige Bank, die den Umweltschutz als Unternehmensgegenstand bereits in ihrer Satzung verankert hat. Produktökologie im Mittelpunkt: Aufgrund ihrer besonderen Unternehmenspolitik misst die UmweltBank den Erfolg ihrer Geschäftstätigkeit nicht nur an wirtschaftlichen, sondern auch an ökologischen Zahlen. Sie bietet ausschließlich Geldanlagen an, die unter nachhaltigen Gesichtspunkten gewissenhaft geprüft wurden. Zum anderen finanziert die Bank ausschließlich Projekte, die nach ebensolchen Kriterien ausgewählt wurden. Umweltschutz garantiert: Die UmweltBank bietet ein in der deutschen Bankenlandschaft bislang einmaliges Versprechen – die Umweltgarantie. Die grüne Bank garantiert jedem Anleger, dass mit seinem Geld ausschließlich Umweltprojekte finanziert werden – vom ökologischen Bauen und Sanieren über Wind-, Wasser- und Sonnenenergie bis zu Biomasse, Biogas und ökologischer Landwirtschaft. Dabei gilt höchste Transparenz. Denn in welche ökologischen und nachhaltigen Projekte die Kundeneinlagen fließen, können die Anleger dem regelmäßig veröffentlichten Kreditportfolio der Bank entnehmen. Kontrollorgan: Die Einhaltung der Umweltgarantie wird regelmäßig durch ein unabhängiges Gremium kontrolliert – den Umweltrat. Bei der Kreditvergabe beachtet die UmweltBank klare ethisch-ökologische Vorgaben, die gemeinsam mit dem Umweltrat erarbeitet wurden. So gelten strenge Ausschlusskriterien. Projekte aus den Bereichen fossile Energie, Militärgüter, umweltschädliche Produkte und Technologien, Gentechnik in der Landwirtschaft sowie sozial unverträgliche Projekte wie Ausbeutung und unfaire Geschäftspraktiken (z.B. Korruption und Menschenrechtsverletzungen) werden keinesfalls unterstützt. Die Bank orientiert sich bei der Auswahl der Kreditprojekte in erster Linie an Positivkriterien wie z.B. regenerative Energiegewinnung, umweltfreundliches Bauen, ökologische Land- und Forstwirtschaft oder nachhaltige Wirtschaftsweise. Ökologische Sparprodukte: Als Förderbank im Umweltbereich bietet die UmweltBank ökologische Geldanlagen mit guter Rendite an. Zu den bankeigenen Sparprodukten gehören das täglich verfügbare UmweltPluskonto, Sparbücher einschließlich Mietkautionskonto, Sparbriefe einschließlich dem einjährigen Umweltzertifikat und UmweltSparverträge mit einer Laufzeit bis zu 25 Jahren. Die Anleger müssen bei einer Geldanlage für die Umwelt nicht auf Zinsen verzichten. Sie profitieren in zweifacher Hinsicht: Zum einen in Form von attraktiven Zinsen, zum anderen durch den Einsatz für die Umwelt. Ökologische Vermögensberatung: Die UmweltBank bietet alle Anlageprodukte, die zu einem gut strukturierten Depot gehören. Neben der eigenen Aktie sind dies Genußscheine, Umweltaktien, nachhaltige Aktien- und Rentenfonds sowie ökologisch orientierte Altersvorsorge und Versicherungen. Auch ausgewählte geschlossene Fonds wie Wind- und Solarfonds gehören zur Produktpalette. Dabei werden alle angebotenen Produkte einer intensiven ökonomischen und ökologischen Prüfung unterzogen, damit alle Kunden die Sicherheit haben, sich tatsächlich für ein ökologisches Produkt zu entscheiden. (Rahmenbedingungen) UmweltBank zeigt sich unbeeindruckt von Wirtschafts- und FinanzkriseDie Wirtschafts- und Finanzkrise konnte zumindest in Deutschland im Jahr 2010 überwunden werden. Stärker als von vielen Experten vorhergesehen, erholte sich die Wirtschaft, ein seit Jahren nicht beobachtetes Wirtschaftswachstum setzte ein. Hierzu trugen sowohl der anspringende Inlandskonsum bei als auch die starke Nachfrage nach deutschen Gütern aus dem Ausland; unterstützt wurde die Entwicklung durch weiterhin niedrige Zinsen der Europäischen Zentralbank. Die UmweltBank war und ist von der Krise so gut wie nicht negativ betroffen. Die Krise hatte für die UmweltBank eher eine positive Seite: immer mehr privaten Anlegern reicht es nicht mehr aus, dass eine Vermögensanlage rentabel und sicher ist; vielmehr soll sie auch ökologisch korrekte Wirkungen entfalten. Der Markt für ethisch-ökologische Geldanlagen hat daher auch 2010 wieder ein beachtliches Wachstum erfahren. Auch im Jahr 2010 wurden die Kapazitäten zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen weiter ausgebaut, in Deutschland und auch international. Insbesondere im Bereich der Photovoltaik überstieg der Zubau die Prognosen, so dass sich die Politik gezwungen sah, bereits zur Jahresmitte 2010 die pro Kilowattstunde zu vergütenden Sätze außerplanmäßig zu reduzieren. Dies führte zu einer sehr starken Nachfrage nach den Förderkrediten der UmweltBank, die Bearbeitungskapazitäten waren durchgängig ausgelastet, teilweise sogar überlastet. Mit der Novelle der Energieeinsparverordnung im Herbst 2009 (EnEV 2009) hatte der Gesetzgeber die energetischen Anforderungen für den Wohnungsbau noch einmal deutlich verschärft. Ökologisch orientiertes Bauen und Sanieren wird damit gleichsam zur Pflicht. Es ist daher nicht überraschend, dass die Nachfrage nach den Wohnbau-Förderkrediten der UmweltBank im Jahr 2010 weiter gestiegen ist. (Entwicklung wichtiger Kennzahlen) Rund 8 Prozent mehr Kunden und eine um 18 Prozent gewachsene BilanzsummeIm Geschäftsjahr 2010 konnte die UmweltBank mit ihrer nachhaltigen und soliden Geschäftspolitik weiter erfolgreich und gesund wachsen. Die Anzahl der Kunden kletterte von 79.434 um 8,4 Prozent auf 86.116. Das Geschäftsvolumen der UmweltBank, d.h. Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen wie unwiderrufliche Kreditzusagen, belief sich Ende 2010 auf 1.939,8 Mio. Euro, eine Zunahme von über 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Bilanzsumme selbst stieg um 17,9 Prozent auf 1.762,9 Mio. Euro. Die Anzahl der für die UmweltBank tätigen Mitarbeiter/-innen einschließlich Vorstand, Mitarbeiter der UmweltKontakt GmbH (Agentur für Kommunikation und Marketing) und Studenten in Teilzeit betrug 138 Personen (Vorjahr: 143). Umgerechnet auf eine 40-Stunden-Woche stieg die Mitarbeiterzahl um 2,5 Prozent auf 103,5 Personen an. Bemerkenswert ist die hohe Ausbildungsquote, die im Gesamtjahr drei Auszubildende und zehn Trainees umfasste. Auch der laufenden Fort- und Weiterbildung kommt ein hoher Stellenwert zu. Während die Mitarbeiter in den Sommermonaten bei der Aktion „banker on bike“ 12.799 km in die Pedale getreten sind, hat die UmweltBank für jeden neuen Kunden 5 Euro zur Pflanzung und Pflege eines Baumes im Norden der Insel Borneo / Malaysia gespendet. Das WWF-Projekt leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz, sondern unterstützt auch den Lebensraum einer in ihrem Überleben bedrohten Orang-Utan-Population von 200 Tieren. (Zusammensetzung des Kreditportfolios) 13.700 Umweltprojekte gefördertSatzungsgemäß finanziert die grüne Förderbank ausschließlich Umweltprojekte in ganz Deutschland. Ende 2010 beläuft sich die Gesamtzahl der seit Gründung geförderten ökologischen Projekte auf 13.700, ein Zuwachs von 11,6 Prozent. Die Zahl der im Geschäftsjahr neu geförderten Projekte betrug 1.424. Die Summe der von Kunden in Anspruch genommenen Kredite legte um 17,3 Prozent auf 1.217,3 Mio. Euro zu. Das gesamte Kundenkreditvolumen einschließlich offener Zusagen von 164,8 Mio. Euro erreichte mit 1.382,1 Mio. Euro einen neuen Höchststand. Bei der Branchenverteilung des Kreditportfolios lagen im Jahr 2010 erneut die Solarkredite mit 48 Prozent (Vorjahr: 49 Prozent) an erster Stelle, gefolgt von den ökologischen und sozialen Baufinanzierungen mit 31 Prozent (Vorjahr: 31 Prozent). Auf Wind- und Wasserkraftprojekte entfielen 14 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent). Das restliche Kreditvolumen von 7 Prozent (Vorjahr: 7 Prozent) verteilt sich auf Biogas- und Biomasseprojekte, ökologische Landwirtschaft, Naturkosthandel, Energieeinsparung und Contracting. Sowohl die ökologische Bonität als auch die ökonomische Güte der Kreditnehmer werden mit Hilfe erprobter Ratingverfahren ermittelt. Auf der Basis eines Schulnotensystems von eins bis sechs ergibt sich mit der Durchschnittsnote 1,95 eine gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderte ökonomische Bonität des gesamten Kundenkreditbestands. Über den Kreditbestand hinaus hält die UmweltBank noch einige Beteiligungen an Windparks, ökologischen Immobilien und Unternehmen mit einem Beteiligungsbuchwert von rund 6,0 Mio. Euro. Die CO2-Ersparnis aus allen geförderten und finanzierten 13.700 Kreditprojekten zusammen beträgt rund 1.825.697,7 Tonnen jährlich. Eine ausführliche Darstellung findet sich hierzu im Umweltbericht der Bank. (Liquiditätslage) Jederzeitige ZahlungsbereitschaftFür das Liquiditätsmanagement unterhält die UmweltBank Guthaben bei der deutschen Bundesbank (23,0 Mio. Euro), bei genossenschaftlichen oder öffentlichrechtlichen Banken (144,4 Mio. Euro) sowie insbesondere Pfandbriefe und Schuldverschreibungen öffentlicher Emittenten oder Banken (381,0 Mio. Euro). Auch diese sogenannten Eigenanlagen der UmweltBank werden einem ökologischen Rating durch drei externe Agenturen unterworfen und vom Umweltrat kontrolliert. Die vollumfängliche Zahlungsbereitschaft der UmweltBank war aufgrund einer guten Liquiditätslage im Geschäftsjahr 2010 jederzeit gegeben. Der aufsichtsrechtliche Liquiditätsgrundsatz wurde stets eingehalten, ebenso die Mindestreserve bei der Deutschen Bundesbank. (Finanzlage) Sicherheit in der FinanzkriseErfreulich ist, dass das Eigenkapital der UmweltBank die gesetzlichen Anforderungen deutlich übererfüllt. Das aufsichtsrechtliche, sogenannte „haftende“ Eigenkapital ist vom Jahresanfang 2010 von 85,7 Mio. Euro auf 107,8 Mio. Euro gestiegen. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die erfolgten Zuführungen zu den Rücklagen und zum „Fonds für allgemeine Bankrisiken“ sowie zwei Genussrechtsemissionen. Nach Feststellung des Jahresabschlusses und Hauptversammlungsbeschluss erfolgen weitere Rücklagendotierungen, das haftende Eigenkapital wird dann voraussichtlich bei rund 114,5 Mio. Euro liegen. Davon sind rund 68 Mio. Euro als Kernkapital und 46,5 Mio. Euro als Ergänzungskapital einzustufen. Die Kernkapitalquote liegt mit Feststellung des Jahresabschlusses bereits bei 5,83 Prozent (gesetzliche Mindestanforderung derzeit 4,0 Prozent), die Gesamtkapitalquote bei 9,81 Prozent. (Mindestanforderung derzeit 8,0 Prozent). Aufgrund der im Dezember 2010 veröffentlichten „Basel III“ - Regelungen sollen die Anforderungen an das Eigenkapital der Banken deutlich erhöht werden. Die geforderte Kernkapitalquote wird bis 2019 sukzessive auf 8,50 Prozent und die Gesamtkapitalquote auf 10,50 Prozent steigen. Es sollte aus heutiger Sicht für die UmweltBank kein Problem darstellen, diese Anforderungen durch weitere Gewinnthesaurierung und gegebenenfalls eine Kapitalerhöhung zu erreichen. Neben dem Eigenkapital dienen öffentliche Fördermittel für Umweltprojekte als langfristige Refinanzierungsquelle. Deshalb stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 390,9 Mio. Euro auf 450,8 Mio. Euro an. Der weitaus größte Anteil entfällt hierbei auf die KfW-Förderbank, an die zur Sicherheit sowohl die refinanzierten Endkreditnehmerforderungen abgetreten sind als auch weitere Wertpapiere im Nominalwert von 98,0 Mio. Euro. Da die UmweltBank bei den kleineren Solarfinanzierungen auch 2010 aus Effizienzgründen und aufgrund der Marktnähe der Refinanzierungskondition vielfach eigene Mittel eingesetzt hat, ist die Refinanzierungsquote leicht von 38,1 Prozent auf 37,4 Prozent zurückgegangen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und damit die Kundeneinlagen haben sich von 998,0 Mio. Euro um 18,2 Prozent auf 1.179,7 Mio. Euro erhöht. Bei den Kunden begehrt war das attraktiv verzinste Tagesgeldkonto UmweltPlus. Alle täglich fälligen Einlagen belaufen sich auf 718,9 Mio. Euro und machen 60,9 Prozent der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus. An zweiter Stelle folgen die Spareinlagen mit 367,0 Mio. Euro bzw. einem Anteil von 31,1 Prozent, an dritter Position stehen die UmweltSparbriefe einschließlich des einjährigen Umwelt-Zertifikats mit 93,8 Mio. Euro oder 8,0 Prozent. Setzt man die Kundenkredite ins Verhältnis zu den Kundeneinlagen, so ergibt sich eine Deckung von 102,1 Prozent gegenüber 102,9 Prozent im Vorjahr (Umweltgarantiedeckungsgrad). Die von der UmweltBank ausgesprochene Umweltgarantie, mit dem Geld der Anleger ausschließlich Umweltprojekte zu finanzieren, wurde somit wiederum eingehalten bzw. sogar übertroffen. Zusätzlich zu diesen bilanzwirksamen Einlagen investierten Anlagekunden bei der UmweltBank weitere 49,4 Mio. Euro in ökologische Aktien, Umweltfonds, ökologische Genussrechte und umweltorientierte Altersvorsorgeprodukte. Die Genussrechte der UmweltBank waren bei Anlegern ebenso begehrt wie zwei Projektgenußscheine aus dem Solar- und Windkraftbereich. Grüne Aktien und Umweltfonds fanden bei den Kunden der UmweltBank im Jahr 2010 ebenfalls regen Zuspruch. Gefragt war im Jahr 2010 wiederum die UmweltBank-Aktie. Der Kurs lag am 31.12.2010 bei 17,28 Euro gegenüber 16,95 Euro am 31.12.2009. Zusammen mit der Dividende von 0,72 Euro pro Aktie ergibt sich ein Wertzuwachs von etwa 6,2 Prozent im Jahr 2010. (Ertragslage) Erfolgreich WirtschaftenZum guten Jahresergebnis 2010 trug wiederum wesentlich die gute Durchschnittszinsmarge von 1,79 Prozent bei. In Verbindung mit dem Wachstum bei Krediten und Einlagen führte dieser Umstand zu einer starken Erhöhung des Zinsüberschusses von 20.304 TEUR um 49,5 Prozent auf 30.351 TEUR. Zins- und Finanzergebnis zusammen beliefen sich auf 29.681 TEUR gegenüber 21.720 TEUR im Vorjahr. Aufgrund der umsichtigen Kreditvergabepraxis war wiederum nur eine moderate Risikovorsorge für Kundenkredite erforderlich, die 1.888 TEUR (Vorjahr: 472 TEUR) ausmachte. Der Risikovorsorgebestand beläuft sich auf 5.975 TEUR oder 0,49 Prozent des ausgereichten Kundenkreditvolumens. Der Provisionsüberschuss, der Gebühren aus der Vermögensberatung (Wertpapier- und Versicherungsgeschäft) sowie Kreditbearbeitungsgebühren beinhaltet, stieg von 6.402 TEUR um 21,6 Prozent auf 7.785. TEUR. Das Ergebnis vor Verwaltungsaufwand und Steuern stieg von 27.810 TEUR im Vorjahr auf 35.697 TEUR. Dies entspricht einem Zuwachs von 28,4 Prozent. Die Summe der Verwaltungsaufwendungen insgesamt stieg moderat von 9.515 TEUR um 6,7 Prozent auf 10.154 TEUR. Während der Personalaufwand mit 4.927 TEUR (Vorjahr: 4.282 TEUR) um 15,1 Prozent zunahm, gingen die anderen Verwaltungsaufwendungen um 1,0 Prozent zurück. Saldiert man Erträge und Aufwendungen, so verbleibt ein Bruttoergebnis von 25.543 TEUR gegenüber 18.295 TEUR im Vorjahr. Um für das anstehende Wachstum weiteres Eigenkapital vorzuhalten, hat sich der Vorstand entschlossen, 7.150 TEUR in den sogenannten „Fonds für allgemeine Bankrisiken“ einzustellen. Berücksichtigt man den Steueraufwand in Höhe von 8.389 TEUR für Körperschafts- und Gewerbesteuer ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 10.004 TEUR (Vorjahr: 8.041 TEUR). Nach Einstellung in die Gewinnrücklagen von 4.500 TEUR verbleibt ein Bilanzgewinn von 5.504 TEUR. Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss gut zur Hälfte als Dividende an die Aktionäre auszuschütten und den Rest den Gewinnrücklagen zuzuweisen. Die Dividende soll 0,98 Euro pro Stückaktie gegenüber 0,72 Euro im Vorjahr betragen. (Nachtragsbericht)Nach Schluss des Geschäftsjahres 2010 gab es bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses am 28. Februar 2011 keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse. (Risikobericht) Professionelles BankmanagementZiel der UmweltBank als ökologisch und ökonomisch handelndes Unternehmen ist es, nur solche Entscheidungen zu treffen, die im Verhältnis Chance zu Risiko ein positives Profil ergeben. Neben diesem Grundsatz besteht ein umfassendes Risikomanagementsystem, mithilfe dessen alle relevanten Bereiche laufend überwacht werden. Die eingesetzten Instrumente werden fortlaufend verfeinert, so dass ein frühzeitiges Erkennen von Fehlentwicklungen und entsprechendes Gegensteuern möglich ist. Dazu gehören das interne Kontrollsystem mit interner Revision und Einbindung des Vorstands. Der Prüfungsumfang der Innenrevision wird parallel zum Wachstum der UmweltBank ausgeweitet. Aufgrund der flachen Hierarchie übt der Vorstand teilweise selbst Kontrollfunktionen aus bzw. ist sehr nah in die Geschäftsaktivitäten der zugeordneten Abteilungen eingebunden. Das Adressenausfallrisiko im Kreditbereich wird bereits dadurch begrenzt, dass nur die im Rahmen einer vom Gesamtvorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festgelegten Kreditrisikostrategie genannten Kreditarten zulässig sind und für diese wiederum klare Beurteilungskriterien definiert sind. Ziel ist es dabei immer, Ausfallrisiken zu vermeiden. In den Kreditentscheidungsprozess sind, je nach Kreditgröße und Risikorelevanz, entsprechend erfahrene Kompetenzträger, häufig auch die Vorstandsmitglieder, eingebunden. Zudem wird seit Gründung der UmweltBank jeder Kredit geratet und mit einer ökonomischen und ökologischen Bonitätsnote versehen. Das ökologische Bonitätsraster umfasst fünf Noten von sehr fördernd (eins), fördernd (zwei), noch fördernd (drei), neutral (vier) bis umweltschädlich (fünf). Kontrollinstanz ist der Umweltrat. Das ökonomische Ratingsystem besteht aus sechs Bonitätsstufen für Kreditengagements, orientiert an den Standards der „Initiative Finanzstandort Deutschland“ und der staatlichen KfW und drei weiteren Bonitätsklassen für Mezzanine- und Eigenkapital bzw. Beteiligungen und Aktien. Die Risiken bezüglich des Wachstums im Kreditgeschäft liegen weiterhin überwiegend in der Veränderung gesetzlicher Rahmenbedingungen, insbesondere beim EEG. Dem Risiko einer negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist die UmweltBank aufgrund Ihrer Spezialisierung auf ökologische Immobilien und Projektfinanzierungen im Bereich der Erneuerbaren Energien in wesentlich geringerem Maße ausgesetzt als andere Banken. Die Streuung der Kreditrisiken auf verschiedene Kreditbereiche, verschiedene Regionen und auf verschiedenste Kreditnehmer mit unterschiedlichsten Beträgen und die Fokussierung auf die persönliche Bonität der Kreditnehmer führt zu geringen Ausfallraten. Auch für die Liquiditätsreserven und Wertpapieranlagen der Bank gelten Vorsichtsprinzipien. Hier wurden ebenfalls Grundbedingungen mit dem Ziel der Risikominimierung festgelegt. Das Risikomanagement für diesen Bereich umfasst zahlreiche Kontrollmaßnahmen sowie strenge Limitierungen. Die Anlage erfolgt in Form von Zentralbankguthaben, festverzinslichen Wertpapieren und Pfandbriefen, öffentlichen Anleihen oder Tagesgeldern bei Zentralinstituten. Hier wird – neben der Rendite – Wert gelegt auf Marktgängigkeit und gute Bonität der Emittenten. Die UmweltBank ist aufgrund der geringen Handelstätigkeit im Sinne des Kreditwesengesetzes ein Nichthandelsbuchinstitut. Geschäfte in Derivaten und Optionen werden von der Bank bisher nicht betrieben. Anlagen in Fremdwährungen können nur in geringem Umfang vorgenommen werden. Das Kursrisiko im Aktienbereich wird überschaubar gehalten, indem im Verhältnis zur Bilanzsumme der Bank nur sehr geringe Aktienpositionen gehalten werden. Die Höhe der jeweils eingegangenen Risiken orientiert sich bezüglich der Tragfähigkeit auch an der Höhe des erwarteten operativen Ergebnisses. Das Zinsänderungsrisiko wird mittels einer regelmäßig unterjährig erstellten Zinsbindungsbilanz, die einseitige Überhänge aufdeckt, überschaubar gehalten. Mittels einer täglichen Portfoliobewertung werden Kursänderungen aller Wertpapiere im Wertpapierbestand kontrolliert und Eingriffszeitpunkte gemeldet. Die durchschnittliche Restlaufzeit der im Bestand befindlichen festverzinslichen Wertpapiere wird bewusst kurz gehalten, um vor steigenden Zinssätzen am Kapitalmarkt und damit sinkenden Kursen weitgehend geschützt zu sein. Rund 37 Prozent der Kundenkredite sind über öffentliche Mittel mit kongruenter Laufzeit zu festen Zinssätzen refinanziert und insofern nicht mit einem Zinsänderungsrisiko behaftet. Im Rahmen des dynamischen Kreditwachstums erfolgt eine stetige Anpassung der Kreditzinsen an Veränderungen am Kapitalmarkt. Die Liquiditätssteuerung erfolgt umsichtig. Die UmweltBank hat zum Jahresende ein komfortables Liquiditätspolster, das die aufsichtsrechtlichen Anforderungen übertrifft. Das Liquiditätsrisiko wird deshalb auch für die Zukunft als gering eingeschätzt. Rechtliche Risiken werden sowohl durch die Zusammenarbeit mit externen Spezialisten wie Rechtsanwälten, Notaren oder Wirtschaftsprüfern bzw. Verbänden eingeschränkt als auch durch sorgfältige Auswahl von Geschäftspartnern und Projekten. Mit kompetenter und ausführlicher Beratung klären wir unsere Kunden über potentielle Risiken auf. Im EDV-Bereich besteht durch die vorhandene, langjährige Anbindung an ein externes Rechenzentrum mit einer Hot-Backup-Lösung ein hohes Maß an Sicherheit. Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren ist nur mit kompetenten und zuverlässigen Mitarbeitern möglich. Deshalb wählt der Vorstand der UmweltBank neue Mitarbeiter/-innen stets sehr sorgfältig aus und legt großen Wert auf eine ständige, qualifizierte Fort- und Weiterbildung. (Prognosebericht) Gute Chancen für die weitere Entwicklung der UmweltBankInsgesamt erwarten wir, dass die UmweltBank als bundesweit tätige Direkt- und Beraterbank den positiven Trend der letzten Jahre auch in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Dies bedeutet ein weiteres Wachstum weitgehend aus eigener Kraft bei gleichzeitigem Fokus auf ökologischen und ökonomischen Ertrag. Im Bereich der Anlage- und Vermögensberatung wird die Bank ihre Kunden weiterhin umfassend in Fragen der ökologischen Geldanlage beraten. Dabei steht weiterhin der Bedarf des Kunden im Vordergrund und nicht der Absatz einzelner Produkte. Ziel ist es, neben den klassischen Anlageformen UmweltPluskonto, UmweltSparbuch und UmweltSparbrief weitere attraktive Beteiligungsmodelle oder Genussrechte an Wind-, Solar- und Biomasseprojekten anzubieten. Im Kreditbereich werden weiterhin die ökologische Baufinanzierung – einschließlich der Altbausanierung – sowie die Finanzierung von Anlagen zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen ertragreiches Wachstum bei niedrigen Risiken ermöglichen. Finanzierungen im Bereich der ökologischen Landwirtschaft sollen weiter intensiviert werden. Die Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung liegen weiterhin in der Veränderung der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen (z.B. Entwicklung der Energiepreise und der Kapitalmärkte sowie der Konjunktur, Gesetz über den Vorrang erneuerbarer Energien, Förderung der Altbausanierung). Zur Bewältigung des weiteren geplanten Wachstums ist der kontinuierliche personelle Auf- und Ausbau mit engagierten und qualifizierten Mitarbeiter/-innen und Führungskräften vorgesehen.
Nürnberg, den 28. Februar 2011 UmweltBank AG Der Vorstand Horst P. Popp Jürgen Koppmann Bilanz zum 31. Dezember 2010der UmweltBank AG, NürnbergAKTIVSEITE scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
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| EUR | EUR | 2010 EUR |
2009 Tsd. EUR |
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| 1. Zinsaufwendungen | 35.156.796,29 | 35.500 | ||
| 2. Provisionsaufwendungen | 3.371.477,01 | 1.988 | ||
| 3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | ||||
| a) Personalaufwand | ||||
| aa) Löhne und Gehälter | 4.221.371,31 | 3.686 | ||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 705.737,57 | 4.927.108,88 | 595 | |
| darunter: für Altersversorgung EUR 376,71 (i. Vj. Tsd. EUR 0) | ||||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 4.885.460,95 | 9.812.569,83 | 4.934 | |
| 4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 342.347,50 | 300 | ||
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 14.246,23 | 27 | ||
| 6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 1.887.766,74 | 472 | ||
| 7. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken | 7.150.000,00 | 4.550 | ||
| 8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 1.094.456,64 | 0 | ||
| 9. Außerordentlicher Aufwand | 14.032,43 | 0 | ||
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 8.388.897,44 | 5.703 | ||
| darunter latente Steuern EUR 43.793,86 (i. Vj. Tsd. EUR 0) | ||||
| 11. Jahresüberschuss | 10.003.696,25 | 8.041 | ||
| Summe der Aufwendungen | 77.236.286,36 | 65.797 | ||
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ERTRÄGE |
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| EUR | 2010 EUR |
2009 Tsd. EUR |
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| 1. Zinserträge aus | ||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 55.014.020,19 | 46.869 | ||
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 10.493.431,54 | 65.507.451,73 | 8.934 | |
| 2. Laufende Erträge aus | ||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 18.611,71 | 3 | ||
| b) Beteiligungen | 1.031,64 | 19.643,35 | 15 | |
| 3. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 285.189,32 | 0 | ||
| 4. Provisionserträge | 11.156.723,04 | 8.390 | ||
| 5. Nettoertrag des Handelsbestands | 120.027,76 | 185 | ||
| 6. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren | 0,00 | 555 | ||
| 7. Sonstige betriebliche Erträge | 147.251,16 | 846 | ||
| Summe der Erträge | 77.236.286,36 | 65.797 |
| 1. Jahresüberschuss | 10.003.696,25 | 8.041 |
| 2. Entnahme aus Gewinnrücklagen | ||
| aus der Rücklage für eigene Anteile | 0,00 | 26 |
| 3. Einstellungen in Gewinnrücklagen | ||
| in andere Gewinnrücklagen | 4.500.000,00 | 3.550 |
| 4. Bilanzgewinn | 5.503.696,25 | 4.517 |
| Alle Beträge in Tsd. Euro | 2010 | 2009 |
| 1. Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) vor außerordentlichen Posten | 10.004 | 8.041 |
| Im Periodenergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Forderungen, Sach- und Finanzanlagen | 2.296 | 2.432 |
| Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 68 | - 2.837 |
| Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 7.540 | 4.563 |
| Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Finanz- und Sachanlagen | 704 | - 1.304 |
| Sonstige Anpassungen (Saldo) | - 21.744 | - 15.246 |
| 2. Zwischensumme | - 1.132 | - 4.351 |
| 3. Veränderungen des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Forderungen | ||
| an Kreditinstitute | - 14.826 | - 86.067 |
| an Kunden | - 179.637 | - 126.535 |
| Wertpapiere (soweit nicht Finanzanlagen) | - 21.378 | - 22.377 |
| Andere Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit | - 137 | 2 |
| Verbindlichkeiten | ||
| gegenüber Kreditinstituten | 59.940 | 40.749 |
| gegenüber Kunden | 181.810 | 285.755 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 0 | 0 |
| Andere Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.863 | - 257 |
| Erhaltene Zinsen und Dividenden | 64.678 | 55.201 |
| Gezahlte Zinsen | - 34.261 | - 35.175 |
| Außerordentliche Einzahlungen | 0 | 0 |
| Außerordentliche Auszahlungen | 0 | 0 |
| Ertragsteuerzahlungen | - 8.559 | - 7.659 |
| 4. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 48.361 | 99.293 |
| Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens | 46.039 | 91.942 |
| Sachanlagevermögens | 5 | 10 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | - 102.781 | - 190.754 |
| Sachanlagevermögen | - 408 | - 269 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | 0 | 0 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | 0 | 0 |
| Mittelveränderungen aus sonstiger Investitionstätigkeit (Saldo) | - 147 | - 46 |
| 5. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 57.292 | - 99.116 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhungen, Verkauf eigener Anteile, etc.) | 0 | 26 |
| Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter | 0 | 0 |
| Dividendenzahlungen | - 3.988 | - 2.768 |
| sonstige Auszahlungen | 0 | 0 |
| Mittelveränderungen aus sonstigem Kapital (Saldo) | 11.077 | 5.539 |
| 6. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 7.089 | 2.796 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus den Cashflows) | - 1.842 | 2.972 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 24.794 | 21.822 |
| 7. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 22.952 | 24.794 |
Das bilanzielle Eigenkapital (ohne Berücksichtigung des Genussrechtskapitals und des Fonds für allgemeine Bankrisiken) hat sich wie folgt entwickelt:
| Alle Beträge in Euro | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | Bilanzgewinn | Summe |
| Eigenkapital 01.01.2009 | 14.399.424,00 | 16.964.342,48 | 7.230.224,14 | 4.351.631,00 | 42.945.621,62 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen 26.06.2009 | 1.582.511,00 | - 1.582.511,00 | 0,00 | ||
| Gezahlte Dividenden | - 2.769.120,00 | - 2.769.120,00 | |||
| Jahresüberschuss | 8.041.284,60 | 8.041.284,60 | |||
| Einstellung in die Gewinnrücklagen 31.12.2009 | 3.550.000,00 | - 3.550.000,00 | 0,00 | ||
| Entnahme aus der Gewinnrücklage für eigene Anteile | - 26.354,44 | 26.354,44 | 0,00 | ||
| Eigenkapital 31.12.2009 | 14.399.424,00 | 16.964.342,48 | 12.336.380,70 | 4.517.639,04 | 48.217.786,22 |
| Anpassung der Bilanz gemäß BilMoG | 67.442,30 | 67.442,30 | |||
| Einstellung in die Gewinnrücklagen 25.06.2010 | 530.106,24 | - 530.106,24 | 0,00 | ||
| Gezahlte Dividenden | - 3.987.532,80 | - 3.987.532,80 | |||
| Jahresüberschuss | 10.003.696,25 | 10.003.696,25 | |||
| Einstellung in die Gewinnrücklagen 31.12.2010 | 4.500.000,00 | - 4.500.000,00 | 0,00 | ||
| Eigenkapital 31.12.2010 | 14.399.424,00 | 16.964.342,48 | 17.433.929,24 | 5.503.696,25 | 54.301.391,97 |
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 ist unter Beachtung handels- und aktienrechtlicher Vorschriften und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (kurz: RechKredV) aufgestellt. Hierbei wurden die durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (kurz: BilMoG) geänderten handelsrechtlichen Vorschriften erstmals angewandt. Erfolgswirkungen in Folge des Übergangs auf das BilMoG sind entsprechend den gesetzlichen Übergangsregelungen erfasst. Die Vorjahreszahlen wurden in Ausübung des Wahlrechts in Art. 67 Abs. 8 Satz 2 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch grundsätzlich nicht angepasst. Sofern durch die geänderte Bilanzgliederung durch das BilMoG einzelne Vorjahreszahlen betroffen waren, wurden diese aber umgegliedert. Dies betrifft die Handelsaktiva und die passive latente Steuer des Vorjahres. Die in den Formblättern 1 und 2 der RechKredV vorgesehenen, aber nicht belegten Posten wurden gemäß § 265 Abs. 8 Handelsgesetzbuch (kurz: HGB) nicht berücksichtigt.
Bis auf die durch das BilMoG veranlassten Anpassungen entsprechen Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses den Vorjahresgrundsätzen.
Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens
Täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, Wertpapiere des Umlaufvermögens und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert bzw. nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem latenten Kreditrisiko wurde durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden gemäß § 340e HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet.
Die Nutzungsdauer liegt bei immateriellen Vermögensgegenständen zwischen 4 und 5 Jahren, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 13 Jahren. Die Einbauten in fremde Gebäude werden auf die Restlaufzeit der jeweiligen Mietverträge zum Aktivierungszeitpunkt abgeschrieben.
Immaterielle Anlagegüter und Sachanlagen werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in den Jahren 2008 und 2009 als Sonderposten aktiviert, welcher über fünf Jahre (inklusive des Anschaffungsjahrs) abgeschrieben wird. Die im Geschäftsjahr 2010 erworbenen Geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden gemäß § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen.
Befristete Forderungen an Kreditinstitute sowie die festverzinslichen Wertpapiere des Anlagevermögens wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Unter Pari erworbene festverzinsliche Wertpapiere werden periodengerecht auf den Nennwert zugeschrieben. Über Pari erworbene festverzinsliche Wertpapiere werden periodengerecht auf den Nennwert abgeschrieben.
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.
Beteiligungen wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die Bilanzierung der Beteiligungen an Personengesellschaften erfolgte nach dem Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 18.
Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bewertet.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Eventualverbindlichkeiten wurden mit den Nominalwerten zum Bilanzstichtag ausgewiesen.
Rückstellungen
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Andere Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.
Fonds für allgemeine Bankrisiken
Im Jahresabschluss 2010 wurde wie in den Vorjahren erneut der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB dotiert, der das Jahresergebnis des Jahresabschlusses entsprechend verringerte.
Aktivseite der Bilanz
Forderungen an Kreditinstitute
Die anderen Forderungen an Kreditinstitute teilen sich nach der Restlaufzeit wie folgt auf:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| bis drei Monate | 30.359 | 20.322 |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr | 10.502 | 30.000 |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 4.203 | 1.920 |
| mehr als fünf Jahre | 42.988 | 19.870 |
Forderungen an Kunden
Die Forderungen an Kunden haben nach der Restlaufzeit folgende Aufteilung:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| bis drei Monate | 41.523 | 33.748 |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr | 70.235 | 68.840 |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 385.497 | 324.330 |
| mehr als fünf Jahre | 703.037 | 599.447 |
| mit unbestimmter Laufzeit | 4.187 | 0 |
Die Beträge enthalten Forderungen mit Nachrangabrede in Höhe von 20 TEUR (Vorjahr: 18 TEUR). Forderungen aus zinsgünstigen öffentlichen Darlehen im Volumen von 450.372 TEUR (Vorjahr: 389.868 TEUR) sind an die refinanzierenden Banken abgetreten.
In den Forderungen an Kunden sind Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 13.738 TEUR (Vorjahr: 12.816 TEUR) enthalten. Sämtliche Darlehen an diese Unternehmen sind banküblich besichert.
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Diese Position gliedert sich folgendermaßen auf:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| Börsenfähige, festverzinsliche Wertpapiere | 372.659 | 295.471 |
| davon börsennotiert | 366.613 | 284.844 |
| davon nicht börsennotiert | 6.046 | 10.627 |
| Nicht börsenfähige, festverzinsliche Wertpapiere | 8.322 | 0 |
Zwei Wertpapiergattungen mit einem Nominalwert von insgesamt 10.370 TEUR (Vorjahr: 2.570 TEUR) sind mit einer Nachrangabrede verbunden. In dem auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 42.500 TEUR fällig. Die festverzinslichen Wertpapiere des Anlagebestandes mit einem Buchwert (einschließlich anteiliger Zinsen) von 267.899 TEUR (Vorjahr: 201.130 TEUR) wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die vermiedenen Abschreibungen zum Bilanzstichtag betrugen 177 TEUR (Vorjahr: 770 TEUR). Die stillen Reserven bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 6.265 TEUR (Vorjahr: 5.182 TEUR). Insgesamt waren festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 98.000 TEUR zur Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verpfändet.
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Diese Position gliedert sich folgendermaßen auf:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| Börsenfähige Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 44 | 58 |
| davon börsennotiert | 23 | 35 |
| davon nicht börsennotiert | 21 | 23 |
| Nicht börsenfähige Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 675 | 9.652 |
Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere des Anlagebestandes mit einem Buchwert von 719 TEUR (Vorjahr: 8.321 TEUR) wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.
Aus dem Handelsbestand wurden zum 30. Juni 2010 Genußscheine und Aktien mit einem Buchwert von insgesamt 135 TEUR in den Anlagebestand umgegliedert. Die Umgliederung der Genußscheine (132 TEUR) erfolgte auf Grundlage des § 340e Abs. 3 Satz 3 HGB, da die Handelbarkeit dieser Wertpapiere zum Zeitpunkt der Umwidmung stark eingeschränkt war. Die Umwidmung der Aktien (3 TEUR) erfolgte aufgrund der Tatsache, dass diese über einen längeren Zeitraum nicht zum anvisierten Kurs verkauft werden konnten und in naher Zukunft nicht mit einem Verkauf zu rechnen ist. Aus der Umwidmung resultierten keine Auswirkungen auf das Jahresergebnis.
Die Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand wurden im Geschäftsjahr 2010 nicht geändert.
Beteiligungen
Diese Position gliedert sich folgendermaßen auf:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| Börsenfähige Beteiligungen | 0 | 0 |
| Nicht börsenfähige Beteiligungen | 5.986 | 6.724 |
Bedeutende Beteiligungen bestehen an folgenden Unternehmen:
| Gesellschaft, Sitz / Festkapital TEUR / bilanzielles Eigenkapital / Ergebnis für das Geschäftsjahr 2009 TEUR | Buchwerte 31.12.2010 TEUR |
Buchwerte 31.12.2009 TEUR |
Anteil der Bank am Eigenkapital des Unternehmens |
| Windpark Nordleda GmbH & Co. Betriebs KG, Nordleda / 6.647 / -2.970 / 880 | 1.721 | 1.903 | 46,38 % |
| ENERTRAG Windpark Neuenfeld GmbH & Co. KG, Nechlin / 7.158 / -369 / 967 | 1.152 | 1.152 | 28,57 % |
| Windpark Altenbruch GmbH & Co. Betriebs KG, Cuxhaven / 6.647 / -1.291 / 1.198 | 1.220 | 1.484 | 24,81 % |
| StadtWerk Berlin KG Beteiligungsgesellschaft für Projekte in der Stadterneuerung, Berlin / 2.263 / 1.610 / -20 | 1.150 | 1.150 | 77,32 % |
| Naturata AG, Murr / 1.860 / 2.007 / 26 | 253 | 553 | 43,02 % |
| WK Windkraft-Kontor GmbH & Co. Körbecke KG, Grebenstein / 2.420 / -1.362 / 6 | 91 | 138 | 11,38 % |
| Gewerbezentrum Altenstadt AG & Co. KG, Nürnberg / 50 / 41 / 29 | 49 | 49 | 98,00 % |
| UmweltBank & Co. Emilienstraße 3 KG, Nürnberg / 51 / -2.268 / -216 | 25 | 25 | 49,00 % |
Die Bilanzierung der Beteiligungen an Personengesellschaften erfolgte nach dem Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 18. Danach werden Kapitalrückzahlungen als ergebnisneutrale Minderungen des Beteiligungsbuchwerts behandelt und im Anlagespiegel als Beteiligungsabgang ausgewiesen. Gewinnanteile werden nur dann als Erträge aus Beteiligungen vereinnahmt, wenn die Verlustsonderkonten ausgeglichen sind.
Anteile an verbundenen Unternehmen
Diese Position gliedert sich wie folgt auf:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| Nicht börsenfähige Anteile an verbundenen Unternehmen | 850 | 0 |
Bei dem verbundenen Unternehmen handelt es sich um die UmweltKontakt GmbH Agentur für Marketing und Kommunikation mit Sitz in Nürnberg. Das Festkapital und zugleich bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich auf 36 TEUR. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2010 beträgt vor Gewinnabführung an die UmweltBank AG 285 TEUR.
Anlagespiegel
Im Anlagespiegel werden die nach den Grundsätzen für das Anlagevermögen zu bewertenden Vermögensgegenstände verschiedener Bilanzpositionen zusammengefasst.
Die Sachanlagen betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von 633 TEUR (Vorjahr: 709 TEUR) und Einbauten in fremde, betrieblich genutzte Gebäude in Höhe von 352 TEUR (Vorjahr: 101 TEUR).
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.01.2010 TEUR |
Zugänge TEUR |
Abgänge TEUR |
Umgliederungen TEUR |
Zuschreibungen lfd. Jahr TEUR |
|
| Andere Forderungen an Kreditinstitute | 72.112 | 66.246 | 50.306 | 0 | 0 |
| Schuldverschreibungen | 204.870 | 102.199 | 46.970 | 7.800 | 0 |
| Aktien u.a. nicht festverzinsliche Wertpapiere | 8.344 | 357 | 132 | - 7.800 | 0 |
| Beteiligungen | 8.241 | 135 | 510 | 0 | 62 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 850 | 0 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 1.754 | 404 | 2 | 0 | 0 |
| Immaterielle Anlagewerte Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.205 | 147 | 10 | 0 | 0 |
| Abschreibungen | |||
| 31.12.2010 kumuliert TEUR |
lfd. Jahr TEUR |
Abgänge / Zugänge (-) TEUR |
|
| Andere Forderungen an Kreditinstitute | 0 | 0 | 0 |
| Schuldverschreibungen | 0 | 0 | 0 |
| Aktien u.a. nicht festverzinsliche Wertpapiere | 50 | 28 | 1 |
| Beteiligungen | 1.880 | 425 | 0 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 1.171 | 228 | 0 |
| Immaterielle Anlagewerte Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.049 | 114 | 0 |
| Buchwerte | ||
| Stand 31.12.2010 TEUR |
Stand 31.12.2009 TEUR |
|
| Andere Forderungen an Kreditinstitute | 88.052 | 72.112 |
| Schuldverschreibungen | 267.899 | 204.870 |
| Aktien u.a. nicht festverzinsliche Wertpapiere | 719 | 8.321 |
| Beteiligungen | 5.986 | 6.724 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 850 | 0 |
| Sachanlagen | 985 | 811 |
| Immaterielle Anlagewerte Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 293 | 270 |
Treuhandvermögen
In dieser Position sind enthalten:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| Forderungen an Kunden | 674 | 1.348 |
Sonstige Vermögensgegenstände
Der Posten sonstige Vermögensgegenstände enthält folgende wichtige Einzelbeträge:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| Provisionsforderungen | 109 | 94 |
| Forderungen aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der UmweltKontakt GmbH | 285 | 0 |
Rechnungsabgrenzungsposten
In dieser Position sind enthalten:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| Disagioabgrenzungen aus Verbindlichkeiten | 82 | 111 |
Passivseite der Bilanz
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist teilen sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt auf:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| bis drei Monate | 12.721 | 11.716 |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr | 24.102 | 20.453 |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 152.933 | 135.970 |
| mehr als fünf Jahre | 260.730 | 222.627 |
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist handelt es sich um zinsverbilligte Darlehen öffentlicher Banken. Davon sind 450.372 TEUR (Vorjahr: 390.001 TEUR) durch abgetretene und verpfändete Forderungen im Nennwert von insgesamt 450.372 TEUR (Vorjahr: 389.869 TEUR), verpfändete festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 98.000 TEUR (Vorjahr: 82.000 TEUR) und täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 33 TEUR (Vorjahr: 3.019 TEUR) besichert.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Die Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als 3 Monaten teilen sich nach der Restlaufzeit wie folgt auf:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| bis drei Monate | 139.412 | 88.015 |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr | 59.853 | 45.728 |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 22.225 | 35.681 |
Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist setzen sich nach der Restlaufzeit wie folgt zusammen:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| bis drei Monate | 12.369 | 13.713 |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr | 16.847 | 22.774 |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 48.427 | 39.503 |
| mehr als fünf Jahre | 16.194 | 12.150 |
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 514 TEUR (Vorjahr: 617 TEUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 328 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) enthalten.
Treuhandverbindlichkeiten
In dieser Position sind enthalten:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 674 | 1.348 |
Sonstige Verbindlichkeiten
Der Posten Sonstige Verbindlichkeiten enthält folgende wichtige Einzelbeträge:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| Abzuführende Steuern | 2.989 | 1.467 |
| Ausschüttungsverpflichtung auf Genussrechtskapital | 2.139 | 1.868 |
Rechnungsabgrenzungsposten
In dieser Position sind enthalten:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| Disagioabgrenzungen aus Forderungen | 118 | 131 |
Rückstellungen
Diese Position enthält folgende wichtige Einzelbeträge:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| Rückstellung für steigenden Bonus beim Umweltsparvertrag | 1.216 | 1.042 |
| Rückstellung für steigenden Zins beim Wachstumsparen | 890 | 607 |
Latente Steuern
| Zu versteuernde temporäre Differenzen 31.12.2010 TEUR |
Abziehbare temporäre Differenzen 31.12.2010 TEUR |
Passive latente Steuern TEUR |
Aktive latente Steuern TEUR |
|
| AKTIVA | ||||
| Schuldverschreibungen | 0 | 535 | 0 | 168 |
| Personengesellschaften | ||||
| darunter gewerbesteuerpflichtig | 1.613 | 0 | 255 | 0 |
| darunter nicht gewerbesteuerpflichtig | 1.389 | 0 | 437 | 0 |
| gem. § 15a EStG zukünftig verrechenbare Verluste | 0 | 227 | 0 | 36 |
| PASSIVA | ||||
| Sonstige Rückstellungen | 0 | 905 | 0 | 285 |
| Summe | 3.002 | 1.667 | 692 | 489 |
| Saldierung | - 489 | - 489 | ||
| Saldo 31.12.2010 | 203 | |||
| Stand per 01.01.2010 | 160 | |||
| Zuführung per 31.12.2010 | 43 |
Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatz für Körperschaft- und Gewerbesteuer von 31,47 Prozent.
Gewerbesteuerpflichtige Personengesellschaften wurde mit einem kombinierten Steuersatz für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von 15,83 Prozent berücksichtigt.
Genussrechtskapital
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Bank erneut Genussrechtskapital emittiert. Das gesamte Genussrechtskapital in Höhe von 52.036 TEUR ist haftendes Eigenkapital gemäß § 10 Abs. 5 KWG (Ergänzungskapital). Das Genussrecht mit Valuta 31.12.2010 und einem Nennbetrag in Höhe von 5.539 TEUR erfüllt zusätzlich die Anforderungen des § 10 Abs. 4 KWG (hybrides Kernkapital). Die Genussrechtsinhaber erhalten eine, dem Gewinnanspruch der Aktionäre vorgehende, jährliche Ausschüttung in Höhe des angegebenen Zinssatzes bezogen auf den Nennbetrag der Genussrechte. Der Bilanzausweis erfolgt mit dem Nominalbetrag. Die geschuldeten Zinsen des Geschäftsjahrs werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
| Valutatermin | Art, Nennbetrag in TEUR | Zinssatz in % p.a. | Laufzeit |
| 31.12.2010 | Genussrecht, 5.538 | 4,65 bis 31.12.2017, danach Festsetzung auf Basis der vierjährigen Bundesanleihe zuzüglich 1,00 Prozentpunkte | Unbefristet, emittentenseitig kündbar zum 31.12.2017, danach alle 4 Jahre mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres |
| 01.04.2010 | Genussrecht, 5.538 | 4,50 bis 31.12.2016, danach Festsetzung auf Basis der vierjährigen Bundesanleihe zuzüglich 1,00 Prozentpunkte | Unbefristet, emittentenseitig kündbar zum 31.12.2016, danach alle 4 Jahre mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres |
| 30.06.2009 | Genussrecht, 5.538 | 4,75 bis 31.12.2014, danach Festsetzung auf Basis der vierjährigen Bundesanleihe zuzüglich 1,00 Prozentpunkte | Unbefristet, emittentenseitig kündbar zum 31.12.2014, danach alle 4 Jahre mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres |
| 30.06.2008 | Genussrecht, 5.538 | 5,00 bis 31.12.2015, danach Festsetzung auf Basis der zweijährigen Bundesschatzanweisung zuzüglich 1,00 Prozentpunkte | Unbefristet, emittentenseitig kündbar zum 31.12.2015, danach alle 2 Jahre mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres |
| 31.12.2007 | Genussrecht, 5.538 | 5,00 bis 31.12.2012, danach Festsetzung auf Basis der vierjährigen Bundesanleihe zuzüglich 1,00 Prozentpunkte | Unbefristet, emittentenseitig kündbar zum 31.12.2012, danach alle 4 Jahre mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres |
| 31.03.2007 | Genussrecht, 5.538 | 4,65 bis 31.12.2011, danach Festsetzung auf Basis der vierjährigen Bundesanleihe zuzüglich 1,00 Prozentpunkte | Unbefristet, emittentenseitig kündbar zum 31.12.2012, zum 31.12.2015, danach alle 4 Jahre mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres |
| 30.06.2006 | Genussrecht, 4.701 | 5,00 bis 31.12.2013, danach Festsetzung auf Basis der zweijährigen Bundesschatzanweisung zuzüglich 1,00 Prozentpunkte | Unbefristet, beiderseitig kündbar zum 31.12.2013, danach jedes Jahr mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres |
| 30.06.2005 | Genußschein, 4.701 | 4,65 bis 31.12.2011, danach Festsetzung auf Basis der zweijährigen Bundesschatzanweisung zuzüglich 1,35 Prozentpunkte | Unbefristet, beiderseitig kündbar zum 31.12.2011, danach jedes Jahr mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres |
| 30.06.2004 | Genußschein, 4.701 | 5,00 bis 31.12.2009, danach Festsetzung auf Basis der zweijährigen Bundesschatzanweisung zuzüglich 1,5 Prozentpunkte | Unbefristet, beiderseitig kündbar zum 31.12.2009, danach jedes Jahr mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres |
| 30.06.2003 | Genußschein, 4.701 | 5,00 bis 30.06.2009, danach Festsetzung auf Basis der zweijährigen Bundesschatzanweisung zuzüglich 1,5 Prozentpunkte | Unbefristet, beiderseitig kündbar zum 31.12.2008, danach jedes Jahr mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres |
Eigenkapital
Das Aktienkapital setzt sich zusammen aus 5.538.240 Stückaktien, lautend auf den Inhaber.
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates befristet bis zum 27. Juni 2012 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 7.199.712,00 Euro durch ein- und mehrmalige Ausgabe von bis zu 2.769.120 auf den Inhaber lautende Stückaktien im rechnerischen Nennwert von je 2,60 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Bezüglich der Entwicklung des bilanziellen Eigenkapitals verweisen wir auf die Darstellung im Eigenkapitalspiegel.
Durch die Hauptversammlung vom 25. Juni 2010 wurden 530 TEUR (Vorjahr: 1.582 TEUR) aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in die Gewinnrücklagen eingestellt. Aus dem Jahresüberschuss werden 4.500 TEUR (Vorjahr 3.550 TEUR) den Gewinnrücklagen zugeführt. Weitere 68 TEUR wurden aufgrund der Übergangsregelungen des Art. 67 EGHGB zum BilMoG erfolgsneutral verrechnet und in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Das haftende Eigenkapital gemäß § 10 KWG einschließlich Genussrechtskapital beträgt nach Feststellung des Jahresabschlusses 114.491 TEUR (Vorjahr: 91.189 TEUR).
Unterstrichpositionen
Eventualverbindlichkeiten
In dieser Position sind enthalten:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
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| Bürgschaften und Garantien | 12.113 | 10.117 |
Im Posten Eventualverbindlichkeiten sind keine Einzelbeträge enthalten, die in Bezug auf die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten wird insgesamt als gering eingestuft.
Andere Verpflichtungen
In dieser Position sind enthalten:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
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| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 164.791 | 146.300 |
Der Posten unwiderrufliche Kreditzusagen enthält keine Einzelbeträge, die in Bezug auf die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind. Besondere Kreditrisiken aus der zukünftigen Kreditausreichung sind nicht erkennbar.
Provisionserträge
Der Posten unwiderrufliche Kreditzusagen enthält keine Einzelbeträge, die in Bezug auf die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind. Besondere Kreditrisiken aus der zukünftigen Kreditausreichung sind nicht erkennbar.
Aufwendungen für den Abschlussprüfer
Für das Honorar des Abschlussprüfers wurden im Geschäftsjahr 2010 insgesamt 185 TEUR (Vorjahr: 348 TEUR) aufgewendet. Hiervon entfallen 150 TEUR (Vorjahr: 240 TEUR) zeitanteilig auf die Prüfungsaufwendungen und 35 TEUR (Vorjahr: 108 TEUR) auf andere Bestätigungsleistungen.
Außerordentliches Ergebnis
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
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| Zuführung zu anderen Rückstellungen | 14 | 0 |
Das außerordentliche Ergebnis resultiert aus der Erstanwendung des BilMoG.
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Der Betrag resultiert vollständig aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Die Resteinzahlungsverpflichtungen für noch nicht eingeforderte bedungene Einlagen betragen 2.877 TEUR (Vorjahr: 2.878 TEUR) und betreffen die Beteiligungen an der ENERTRAG Windpark Neuenfeld GmbH & Co. KG, Schenkenberg 511 TEUR (Vorjahr: 511 TEUR), an der Windpark Altenbruch GmbH & Co. Betriebs-KG, Cuxhaven 824 TEUR (Vorjahr: 824 TEUR) und an der Windpark Nordleda GmbH & Co. Betriebs-KG, Nordleda 1.542 TEUR (Vorjahr: 1.543 TEUR).
Die UmweltBank AG ist zudem Komplementärin der UmweltBank & Co Emilienstraße 3 KG, Nürnberg, und der Gewerbezentrum Altenstadt AG & Co. KG, Nürnberg.Des Weiteren bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 408 TEUR p.a. sowie 199 TEUR p.a. aus Wartungs-, Instandhaltungs- und Lizenzverträgen.
Mitarbeiter
Zum Bilanzstichtag waren ohne Berücksichtigung der Vorstände 83 (Vorjahr: 77) Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit angestellt. Darüber hinaus waren zum Stichtag 39 studentische Teilzeitkräfte (Vorjahr: 42) beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt (Quartalsendstände) wurden umgerechnet auf Vollzeit-Arbeitsverhältnisse 94,3 (Vorjahr: 92,8) Mitarbeiter beschäftigt. Davon entfielen 72 (Vorjahr: 70) auf Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit und 22,3 (Vorjahr: 22,8) auf studentische Teilzeitkräfte.
Vorstandsvergütung
Die Bezüge der Vorstände beliefen sich auf insgesamt TEUR 381 (Vorjahr 365 TEUR).
Aufsichtsratsvergütung
Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat im Kalenderjahr 2010 betrugen TEUR 53 (Vorjahr TEUR 45).
Kredite an Aufsichtsrat/Vorstand
Zum 31.12.2010 bestanden Kreditforderungen an Mitglieder des Aufsichtsrates in Höhe von insgesamt 14 TEUR (Vorjahr: 19 TEUR). Gegenüber den Mitgliedern des Vorstandes bestanden Kreditforderungen in Höhe von insgesamt 15 TEUR (Vorjahr: 50 TEUR).
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2010 wie folgt zusammen:
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Dr. Irene Schöne, Wirtschaftswissenschaftlerin, 01.01.2010 bis 31.12.2010 stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 01.01.2010 bis 25.06.2010 Aufsichtsratsvorsitzende seit 26.06.2010 |
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Günther Hofmann, Geschäftsführer, 01.01.2010 bis 31.12.2010 Aufsichtsratsvorsitzender 01.01.2010 bis 25.06.2010 |
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Heinrich Klotz, Notar, 01.01.2010 bis 31.12.2010 stellv. Aufsichtsratsvorsitzender seit 26.06.2010 |
Vorstand
Zum Vorstand sind bestellt:
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Horst P. Popp (Vorsitzender), Nürnberg |
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Jürgen Koppmann, Nürnberg |
Nürnberg, 28. Februar 2011
UmweltBank AG
Der Vorstand
Horst P. Popp
Jürgen Koppmann
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der UmweltBank Aktiengesellschaft, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 1. März 2011
Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Matthias Koppka, Wirtschaftsprüfer
Jens-Uwe Herbst, Wirtschaftsprüfer
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
die Mitglieder des Aufsichtsrates der UmweltBank, Günther Hofmann, Heinrich Klotz und Dr. Irene Schöne, legen hiermit den Bericht über ihre gesetzlichen und satzungsgemäßen Aufgaben im erfolgreichen Geschäftsjahr 2010 vor.
Seit Beginn der Geschäftstätigkeit im Jahr 1997 berichtet die UmweltBank gleichzeitig über ihre ökologischen und ihre ökonomischen Erfolgszahlen. Diese integrierte Bilanzierung verdeutlicht die Ziele der UmweltBank AG, den finanziellen Ertrag gleichberechtigt neben die Entlastung der Umwelt zu stellen.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr 2010 haben 5 ordentliche Aufsichtsratsitzungen stattgefunden. Mitglieder des Aufsichtsrates haben auch an der jährlichen Sitzung des gesamten Umweltbeirates im November teilgenommen.
Im Mittelpunkt jeder Aufsichtsratsitzung stehen der umfangreiche Bericht des Vorstandes über die ökonomischen und ökologischen Verhältnisse, das Risikokontrollsystem, das Kreditgeschäft und das Einlagengeschäft. Kreditgeschäfte, die nach der Geschäftsordnung dem Aufsichtsrat zur Kenntnis vorzulegen sind, werden stets anhand des integrierten ökonomischen und ökologischen Ratings und der Kreditprotokolle erläutert.
Darüber hinaus werden in jeder Sitzung des Aufsichtsrates wichtige Fragen aus den übrigen Geschäftsbereichen Marketing/Kommunikation, Personal, externe und interne Prüfungen, dem Risikocontrolling und dem Betriebsbereich/ IT sowie über vorhandene und eventuell anstehende Rechtsstreitigkeiten erörtert.
Zwischen den Sitzungen werden die Mitglieder des Aufsichtsrates vom Vorstand über wichtige Vorgänge schriftlich informiert. Erforderliche Beschlüsse außerhalb von Sitzungen werden im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.
Überwachung der ökonomischen Geschäftsführung
Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben sich im Geschäftsjahr 2010 vom Vorstand umfassend über die ökonomische Lage der UmweltBank sowie über die aktuelle und grundsätzliche Geschäftspolitik unterrichten lassen und darüber mit dem Vorstand beraten. Dabei wurde die Geschäftsführung des Vorstandes aufgrund der Vorstandsberichte in den gemeinsamen Sitzungen laufend besprochen und überwacht.
Der Vorstand hat den Mitgliedern des Aufsichtsrates nach Gesetz und Geschäftsordnung zustimmungsbedürftige Kredite und Geschäftsvorgänge vorgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben diesen Vorlagen nach Erörterung mit dem Vorstand und nach Prüfung zugestimmt.
Im Jahr 2010 hat die UmweltBank aufgrund ihres soliden, gleichzeitig an Ökonomie und Ökologie ausgerichteten Geschäftskonzeptes das Wachstum bei gleichzeitiger Entlastung der Umwelt fortgesetzt und wiederum ein überaus erfreuliches Jahresergebnis erwirtschaftet.
Nach Vorliegen der Zahlen für das erste Quartal 2011 lässt auch das laufende Geschäftsjahr ein gutes Ergebnis erwarten. Entsprechend erfreulich hat sich auch der Kurs der UmweltBank-Aktie entwickelt.
Überwachung der ökologischen Geschäftsführung
Die Ausrichtung der aktuellen und strategischen Geschäftspolitik an den ökologischen Unternehmenszielen, wie sie die Präambel der Satzung der UmweltBank vorgibt, ist ebenfalls regelmäßig in unseren Sitzungen beraten und überprüft worden. Nach unserer Beurteilung verfolgt der Vorstand auch die ökologischen Ziele stetig, umsichtig und erfolgreich.
Die ökologischen Ziele der UmweltBank mit ihrer Ausrichtung an Betriebs-, Produkt- und Humanökologie werden mit dem Umweltrat und dem großen Umweltbeirat regelmäßig besprochen.
Im ökologischen Bereich sind im Geschäftsjahr 2010 die Erfolge der Vorjahre noch übertroffen worden. Während die ökologische Dividende (in t CO2 Einsparung pro Aktie) im Jahr 2009 0,32 t/Aktie betrug, ist sie im Jahre 2010 auf 0,33 t/Aktie angestiegen.
Jahresabschluss, Lagebericht und integrierte Bilanzierung
Der von der Hauptversammlung bestimmte Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die verantwortlichen Prüfer haben an der Aufsichtsratsitzung über die Feststellung des Jahresabschlusses 2010 teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet und weitergehende Fragen beantwortet. Der Aufsichtsrat hat nach dieser Beratung dem Ergebnis der Abschlussprüfer zugestimmt.
Auf der Grundlage des Prüfungsberichtes des Abschlussprüfers, den ergänzenden Erläuterungen und dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010. Der Aufsichtsrat hat daher den Jahresabschluss 2010 am 8. April 2011 gebilligt und damit festgestellt.
Personalien
Mit Ablauf der Hauptversammlung am 25. Juni 2010 war der Vorsitz im Aufsichtsrat von Günther Hofmann auf Dr. Irene Schöne übergegangen.
Dank
Die Mitglieder des Aufsichtsrates danken dem Vorstand und allen Mitarbeiter(inne)n für ihren engagierten Einsatz und die im Jahr 2010 geleistete, wiederum hervorragende Arbeit.
Den Aktionär(inn)en dankt der Aufsichtrat für ihre treue Verbundenheit zur UmweltBank, die bei vielen bis in die Gründungsphase der Bank zurückreicht.
Ein herzliches Dankeschön richten wir auch an alle rund 87.000 Kund(innen)en für ihr Vertrauen in die UmweltBank.
Nürnberg, 8. April 2011
UmweltBank AG
für den Aufsichtsrat
Dr. Irene Schöne
In 2010 hat es einen turnusmäßigen Wechsel der Mitglieder des Umweltrats gegeben. Nach dreijähriger aktiver und engagierter Arbeit gaben Silke Riedel, Dr. Burkhard Schulze Darup und Joachim Vogel zur Hauptversammlung am 25. Juni 2010 ihr Amt an den neuen Umweltrat ab. Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats drei neue Umwelträte berufen:
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Frauke Hammermann, Hamburg, selbständige Finanzberaterin |
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Markus Ott, Pfaffenhofen, Leiter Vertrieb bei Agraferm Technologies AG |
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Klaus Kiefer, Freiburg, Abteilungsleiter am Fraunhofer ISE Freiburg (Bereich Qualitätssicherung Photovoltaik-Module und Kraftwerke) |
Alle drei sind der UmweltBank bereits lange verbunden: Markus Ott bisher als Umweltbeirat, Frauke Hammermann und Klaus Kiefer jeweils aus ihrer Zusammenarbeit mit der UmweltBank.
Das Geschäftsjahr 2010
Am 28.10.2010 trat der neue Umweltrat zur konstituierenden Sitzung zusammen und übernahm die satzungsgemäßen Funktionen als Kontrollorgan und Ratgeber. Markus Ott wurde für das erste Jahr der Periode zum Vorsitzenden gewählt. Standardmäßig wurden das Kreditgeschäft, das Anlagegeschäft sowie die Betriebsökologie der Bank selbst hinsichtlich der ökologischen Kriterien der UmweltBank des laufenden Jahres überprüft. Der Vorstand erläuterte entsprechend Aktiv- und Passivseite der Bilanz, gab im Risikobericht eine Analyse und Aufschlüsselung über Anlageprodukte und Kredite und legte deren Einstufung in ökonomische und ökologische Bonitäten dar. Mit der Sitzung am 25.03.2011 lagen die abschließenden Daten für das Jahr 2010 vor.
Bis Ende 2010 finanzierte die UmweltBank 13.700 Kreditprojekte im Umweltbereich. Zahlenmäßiger Schwerpunkt war dabei unverändert die Finanzierung von privaten und gewerblichen Photovoltaik-Anlagen, gefolgt vom ökologischen Bauen. Beides zusammen macht über 95 Prozent der Engagements und 57 Prozent des Kreditvolumens aus (bereinigt um die Liquiditätsreserve Depot A). Ergänzt werden diese Bereiche um Wind- und Wasserkraft, Biomasse, Biogas sowie ökologische Landwirtschaft. Damit lag auch in 2010 kein umweltschädliches Engagement vor. Die durchschnittliche ökologische Bonität betrug 1,2 auf einer Skala von 1 bis 5, also ökologisch sehr fördernd im Sinne des bankeigenen Ratings (Vorjahr: 1,2).
Die Liquiditätsreserven der Umwelt- Bank (Depot A) werden unverändert in Pfandbriefen, Inhaberschuldverschreibungen bonitätsstarker Emittenten und kurzfristigen Geld- und Terminanlagen bei Landes- und Zentralbanken angelegt. Sie wurden auch dieses Jahr fortführend durch drei unabhängige Ratingagenturen bewertet, die zu mehrheitlich ähnlichen, teilweise auch unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Ausgehend von der ökologischen Ratingskala der UmweltBank, ergibt sich eine insgesamt positive Durchschnittsbewertung.
Die Umweltgarantie der UmweltBank, mit dem Geld der Anleger ausschließlich ökologische Projekte zu finanzieren und zu fördern, wurde also in vollem Umfang eingehalten. Auch was die eigene Betriebsökologie betrifft, wurden die Maßstäbe erfüllt. Obwohl die Bilanzsumme um 18 Prozent, die Kundenzahl um 8 Prozent und die Mitarbeiterzahl um 3 Prozent zunahmen, sanken die Verbräuche an Papier, Strom und Wasser sowie das Abfallaufkommen unter das Niveau des Vorjahres. Allerdings stiegen der Verbrauch an Heizenergie sowie der Geschäftsverkehr an. Ersteres ist dem langen Winter geschuldet, letzteres dem Wachstum der Geschäftstätigkeit, wobei der Anteil an Bahnreisen auf rund 84 Prozent ausgeweitet wurde. Die CO2-Einsparung der Geschäftstätigkeit in 2010 betrug schließlich netto 1,83 Mio. Tonnen, 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Zahl belegt eindrucksvoll den großen Umweltfördereffekt der Bank im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Schwerpunktthemen
Ein erster fachlicher Schwerpunkt des neuen Umweltrats war die Bewertung der Finanzierung von Biogas-Projekten durch die UmweltBank. Sie wurde vom Vorstand angesichts des Wachstums in der Biogas-Branche und angesichts einer kontroversen Diskussion der Technologie in der Leserschaft der Bank & Umwelt angeregt. Immerhin betrug das Darlehensobligo für Biogas- Projekte 80 Mio. EUR Ende 2010.
Die Besichtigung einer Biogasanlage (Landmaschinenschule Triesdorf, Bayern) sowie die intensive Diskussion mit Betreibern und intern im Umweltrat machten deutlich, wie komplex und damit auch unterschiedlich Biogas-Projekte in der Praxis sein können. Der Umweltrat regte daraufhin die Schaffung einer Kriterien-Matrix für die Bewertung der satzungsgemäßen Kreditwürdigkeit von Biogas-Projekten an. Sie ist inzwischen erfolgt und wird derzeit bei der Kreditvergabe getestet.
Umweltrat und Umweltbeirat
Die gemeinsame Sitzung mit dem Umweltbeirat fand am 29.10.2010 statt. Hier wurde dem alten Umweltrat für seine Arbeit gedankt sowie der neue begrüßt. Neben der Vorstellung der Geschäftszahlen und des entsprechenden Berichts des Vorstands waren Photovoltaik sowie Solarthermische Großanlagen zentrales Thema der Sitzung. In zwei kompetenten Fachvorträgen ging es um den Stand der Technik, aktuelle Entwicklungen sowie zukünftige Projekte wie Desertec. Nach intensiver Diskussion waren sich Umweltrat und Umweltbeirat einig, dass die Photovoltaik angesichts ihrer Entwicklung in den letzten Jahren und ihrer Bedeutung in der Zukunft weiter ein Schwerpunkt der Arbeit der UmweltBank bleiben muss.
Zusammenfassung
In der Gesamtsicht auf das Jahr 2010 stellt der Umweltrat fest, dass er sich ein umfassendes Bild über die Geschäftspraxis der UmweltBank machen konnte. Die UmweltBank hat auch im Rekordjahr 2010 mit den Geldern ihrer Kunden satzungsgemäß ausschließlich umweltfreundliche und ökologische Projekte finanziert. Die Umweltgarantie gegenüber Anlegern und Aktionären wurde eingehalten. Selbst die Liquiditätsreserve, die einem ökologischen Rating unterzogen wurde, ist überwiegend positiv zu bewerten.
Der Umweltrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der UmweltBank für ihr Engagement.
Nürnberg, 14. April 2011
für den Umweltrat
Markus Ott, Vorsitzender
„Verkündung des Abstimmungsergebnisses zu Punkt 2 der Tagesordnung:
Die Vorsitzende stellte fest, dass der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat bei einer Anfangspräsenz von 1.673.551 Stimmen
| mit | 787 | Nein-Stimmen |
| und | 1.580 | keinen Stimmenthaltungen, |
| somit mit | 1.671.184 | Ja-Stimmen |
angenommen wurde und damit die Ausschüttung einer Dividende von € 0,98 beschlossen hat. Damit war Punkt 2 der Tagesordnung erledigt.“