UmweltBank AktiengesellschaftNürnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012der UmweltBank AG, NürnbergDeutschlands grüne Bank Aufgabe der UmweltBank ist die Finanzierung und Förderung von Umweltprojekten in ganz Deutschland. Diese Aufgabe ist in der Satzung wie folgt verankert: Die UmweltBank setzt sich für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen, insbesondere für klares Wasser, reine Luft und eine gesunde Umwelt ein. Die UmweltBank verwirklicht Ideen, die allen zugute kommen. Sie unterstützt die ökologische Entwicklung unserer Gesellschaft und fördert integrative und vorbeugende Maßnahmen des Umweltschutzes. Die UmweltBank verbindet erfolgreiches und professionelles Bankmanagement mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Auf diese Weise setzt sie sich für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen und die Zukunft unserer Kinder ein. Die Herausforderungen unserer Zeit erfordern Konzepte, die Ökonomie und Ökologie wirkungsvoll miteinander verbinden. Die UmweltBank bietet ökologische Finanzierungen, grüne Geld- und Kapitalanlagen sowie ökologisch orientierte Versicherungen und Altersvorsorgeprodukte und berät ihre Kunden umfassend dazu. Durch ihre tägliche Arbeit fördert die UmweltBank den Ausbau regenerativer Energien und bringt nachhaltiges Wirtschaften voran. Das Ziel der UmweltBank ist es, durch die Geschäftstätigkeit in jeder Hinsicht zum Schutz der Umwelt beizutragen. Ökologie ist für die grüne Bank dabei kein kurzfristiger Trend. Denn nur durch nachhaltiges, langfristig orientiertes Handeln kann eine intakte Umwelt auch für die nachkommenden Generationen erhalten werden. Die UmweltBank ist bisher die einzige Bank, die den Umweltschutz als Unternehmensgegenstand bereits in ihrer Satzung verankert hat. Produktökologie im Mittelpunkt: Aufgrund ihrer besonderen Unternehmenspolitik misst die UmweltBank den Erfolg ihrer Geschäftstätigkeit nicht nur an wirtschaftlichen, sondern auch an ökologischen Zahlen. Sie bietet ausschließlich Geldanlagen an, die unter nachhaltigen Gesichtspunkten gewissenhaft geprüft wurden und sie finanziert ausschließlich Projekte, die nach ebensolchen Kriterien ausgewählt wurden. Umweltschutz garantiert: Die UmweltBank bietet ein in der deutschen Bankenlandschaft bislang einmaliges Versprechen: Die Umweltgarantie. Die grüne Bank garantiert jedem Anleger, dass mit seinem Geld ausschließlich Umweltprojekte finanziert werden. Das sind z.B. Vorhaben im Bereich ökologisches Bauen und Sanieren, Windkraft-, Wasserkraft-, Sonnenenergie- und Biomasseprojekte, bis hin zur ökologischen Landwirtschaft. Dabei gilt höchste Transparenz. Denn in welche ökologischen und nachhaltigen Projekte die Kundeneinlagen fließen, können die Anleger dem regelmäßig veröffentlichten Kreditportfolio der Bank entnehmen. Kontrollorgan: Die Einhaltung der Umweltgarantie wird regelmäßig durch ein unabhängiges Gremium kontrolliert - den Umweltrat. Bei der Kreditvergabe beachtet die UmweltBank klare ethisch-ökologische Vorgaben, die gemeinsam mit dem Umweltrat erarbeitet wurden. So gelten strenge Ausschlusskriterien. Projekte aus den Bereichen fossile Energie, Militärgüter, umweltschädliche Produkte und Technologien, Gentechnik in der Landwirtschaft sowie sozial unverträgliche Projekte wie Ausbeutung und unfaire Geschäftspraktiken (z.B. Korruption und Menschenrechtsverletzungen) werden keinesfalls unterstützt. Die Bank orientiert sich bei der Auswahl der Kreditprojekte in erster Linie an Positivkriterien wie z.B. regenerative Stromerzeugung, umweltfreundliches Bauen, ökologische Land- und Forstwirtschaft oder nachhaltige Wirtschaftsweise. Ökologische Sparprodukte: Als Förderbank im Umweltbereich bietet die UmweltBank ökologische Geldanlagen mit guter Rendite an. Zu den bankeigenen Sparprodukten gehören das täglich verfügbare UmweltPluskonto, Sparbücher, Sparbriefe einschließlich dem einjährigen Umweltzertifikat und UmweltSparverträge mit einer Laufzeit bis zu 25 Jahren. Die Anleger müssen bei einer Geldanlage für die Umwelt nicht auf Zinsen verzichten. Sie profitieren in zweifacher Hinsicht: Zum einen in Form von attraktiven Zinsen, zum anderen durch den Einsatz für die Umwelt. Ökologische Vermögensberatung: Die UmweltBank bietet alle Anlageprodukte, die zu einem gut strukturierten Portfolio gehören. Neben der eigenen Aktie sind dies Genussscheine, Umweltaktien, nachhaltige Aktien- und Rentenfonds sowie ökologisch orientierte Altersvorsorgeangebote und Versicherungen. Auch ausgewählte geschlossene Fonds wie Wind- und Solarfonds gehören zur Produktpalette. Dabei werden alle angebotenen Produkte einer intensiven ökonomischen und ökologischen Prüfung unterzogen, damit alle Kunden die Sicherheit haben, sich tatsächlich für ein ökologisches Produkt zu entscheiden. Eurokrise macht Pause Zum Ende des Jahres 2012 hin zeichnete sich eine Besserung der Staatsschuldenkrise ab. Die Sparbemühungen der betroffenen Regierungen, verbunden mit der vom Präsidenten der Europäischen Zentralbank Mario Draghi geäußerten Bereitschaft zum Ankauf von Staatsanleihen, führten zu einer Entspannung an den Finanzmärkten. So sanken die Renditen von Anleihen aus Italien, Spanien, Portugal und Irland deutlich. Griechenland erhielt 2012 weitere Beistandsleistungen, die Gefahr weiterer akuter Zahlungsausfälle scheint damit vorerst gebannt. Die Wirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland zeigte sich im Gegensatz zu vielen europäischen Nachbarn sehr stabil. Hierzu trugen sowohl der Inlandskonsum als auch die starke Nachfrage nach deutschen Gütern aus dem Ausland bei; unterstützt wurde die Entwicklung durch weiterhin niedrige Zinsen der Europäischen Zentralbank. Energiewende erfordert Investitionen In Folge des Reaktorunfalls im japanischen Fukushima beschloss der Deutsche Bundestag noch im Jahr 2011 den Ausstieg aus der Kernenergie. Die Abkehr von der Nutzung fossiler und atomarer Energie zwingt zu einem starken und stetigen Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energieträger, der in der Praxis auch mit hohem Tempo erfolgt. Allerdings zeigt sich, dass nunmehr. der Ausbau der Stromnetze zum Transport der Energie aus den windreichen Gegenden im Norden Deutschlands in die starken Verbrauchsregionen im Süden als nationales Projekt verstanden werden muss. Solarstrom wird wettbewerbsfähig Der Zubau an Solaranlagen verlief im Jahr 2012 noch einmal stärker als erwartet. Ursächlich hierfür waren nicht zuletzt die stark gefallenen Preise für Photovoltaikmodule. Das Gesetz über den Vorrang der Erneuerbaren Energie („EEG"), das die Vergütung für regenerativ erzeugten Strom regelt, wurde Mitte 2012 angepasst, die Absenkung der Vergütung für Solarstrom noch einmal beschleunigt. Wie in den Vorjahren auch, konnte die UmweltBank wieder eine Vielzahl neu installierter regenerativer Stromerzeugungseinheiten finanzieren. Ökologische Wohnimmobilien sehr begehrt Ein starkes Jahr verzeichnete auch der deutsche Markt für hochwertige ökologische Wohnimmobilien. Kaufpreise und Mieten zogen 2012 insbesondere in den Großstädten stark an. In der Finanzierung und Förderung von Wohnprojekten hat die UmweltBank die thematischen Schwerpunkte Baugruppen/Baugemeinschaften und Wohnbaugenossenschaften im Fokus. Zahlreiche Bauherrn konnten sich so den Traum vom ökologischen und bezahlbaren Wohnraum erfüllen. Bilanzsumme wächst um 17 % Im Geschäftsjahr 2012 konnte die UmweltBank mit ihrer nachhaltigen und soliden Geschäftspolitik weiter erfolgreich und gesund wachsen. Die Anzahl der Kunden kletterte von 106.295 um 4,8 % auf 111.385. Das Geschäftsvolumen der UmweltBank, d.h. die Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen wie unwiderrufliche Kreditzusagen, belief sich Ende 2012 auf 2.566,3 Mio. Euro, eine Zunahme von fast 13 % gegenüber dem Vorjahr. Die Bilanzsumme selbst stieg um 17,0 % auf 2.332,7 Mio. Euro. Die Anzahl der für die UmweltBank tätigen Mitarbeiter/innen einschließlich Vorstand, Mitarbeiter der hauseigenen Werbeagentur UmweltKontakt GmbH und Studenten in Teilzeit betrug 140 Personen (Vorjahr: 151). Umgerechnet auf eine 40-Stunden-Woche sank die Mitarbeiterleistung um 3,0 % auf 105,4 Personen. Bemerkenswert ist die Ausbildungsquote, die im Gesamtjahr vierzehn Trainees und eine Auszubildende umfasste. Auch der laufenden Fort- und Weiterbildung kommt ein hoher Stellenwert zu. Während die Mitarbeiter in den Sommermonaten bei der Aktion „banker on bike" 22.778 km in die Pedale getreten sind, hat die UmweltBank für jeden neuen Kunden 5 Euro zur Pflanzung und Aufzucht von 20 Mangroven-Setzlingen auf der Insel Samal gespendet. Dieses Projekt zur Wiederaufforstung des Mangrovengürtels im Golf von Davao/Philippinen der Umweltschutzorganisation „Rettet den Regenwald e.V." unterstützt nicht nur die lokale Bevölkerung bei der Sicherung ihres Lebensunterhalts, sondern hilft auch bei der Erhaltung des Lebensraums für eine Vielzahl von Vögeln und Meeresbewohnern. Über 15.500 Umweltprojekte gefördert Satzungsgemäß finanziert die grüne Förderbank ausschließlich Umweltprojekte in ganz Deutschland. Ende 2012 beläuft sich die Gesamtzahl der geförderten ökologischen Projekte auf 15.594. Die Summe der von Kunden in Anspruch genommenen Kredite legte um 14,0 % auf 1.600,7 Mio. Euro zu. Das gesamte Kundenkreditvolumen einschließlich offener Zusagen von 218,3 Mio. Euro erreichte mit 1.819,0 Mio. Euro einen neuen Höchststand. Bei der Branchenverteilung des Kreditportfolios lagen im Jahr 2012 erneut die Solarkredite mit 46,0 % (Vorjahr: 47,6 %) an erster Stelle, gefolgt von den ökologischen und sozialen Baufinanzierungen mit 31,1 % (Vorjahr: 30,9 %). Auf Wind- und Wasserkraftprojekte entfielen 17,0 % (Vorjahr: 14,9 %). Das restliche Kreditvolumen von 5,9 % (Vorjahr: 6,6 %) verteilt sich auf Biogas- und Biomasseprojekte, ökologische Landwirtschaft, Naturkosthandel, Energieeinsparung und Contracting. Sowohl die ökologische Bonität als auch die ökonomische Güte der Kreditnehmer werden mit Hilfe erprobter Ratingverfahren ermittelt. Auf der Basis eines Schulnotensystems von eins bis sechs ergibt sich mit der Durchschnittsnote 2,06 eine gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderte ökonomische Bonität des gesamten Kundenkreditbestands. Über den Kreditbestand hinaus ist die UmweltBank an einigen Wind- und Solarparks, geschlossenen ökologischen Immobilienfonds und anderen im Umweltschutz tätigen Unternehmen mit einem Buchwert von insgesamt 10,9 Mio. Euro beteiligt. Die CO2-Ersparnis aus allen geförderten und finanzierten Kreditprojekten zusammen beträgt über 2 Mio. Tonnen jährlich. Eine ausführliche Darstellung findet sich hierzu im Umweltbericht der Bank. Jederzeitige Zahlungsbereitschaft Für das Liquiditätsmanagement unterhält die UmweltBank Guthaben bei der deutschen Bundesbank (158,0 Mio. Euro), bei genossenschaftlichen oder öffentlich-rechtlichen Zentralbanken (76,3 Mio. Euro) sowie insbesondere Pfandbriefe und Schuldverschreibungen öffentlicher Emittenten oder Banken (430,0 Mio. Euro). Die Liquiditätsreserven der UmweltBank werden einem ökologischen Rating durch drei externe Agenturen unterzogen und vom Umweltrat kontrolliert. Die vollumfängliche Zahlungsbereitschaft der UmweltBank war aufgrund einer guten Liquiditätslage im Geschäftsjahr 2012 jederzeit gegeben. Der aufsichtsrechtliche Liquiditätsgrundsatz wurde stets weit übertroffen. Gesetzliche Eigenkapitalquote rund 10 % Erfreulich ist, dass das Eigenkapital der UmweltBank die derzeitigen gesetzlichen Anforderungen deutlich übertrifft. Das aufsichtsrechtliche, sogenannte „haftende" Eigenkapital betrug 2012 anfangs 138,4 Mio. Euro. Mit Feststellung des Jahresabschlusses steigt das haftende Eigenkapital durch Gewinnthesaurierung auf 153,8 Mio. Euro. Davon sind 107,3 Mio. Euro als sogenanntes Kernkapital und 46,5 Mio. Euro als Ergänzungskapital einzustufen. Die Kernkapitalquote liegt mit Feststellung des Jahresabschluss bei 6,9 % (gesetzliche Mindestanforderung derzeit 4,0 %), die Gesamtkapitalquote bei 9,8 %. (Mindestanforderung derzeit 8,0 %). Den im Entwurf veröffentlichten „Basel III"-Regelungen kann die UmweltBank auf mehreren Wegen entsprechen: höhere Gewinnthesaurierung, Durchführung einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder Emission hybrider Kapitalinstrumente. Neben dem Eigenkapital und UmweltSparbriefen dienen öffentliche Fördermittel für Umweltprojekte als langfristige Refinanzierungsquelle. Deshalb stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 502,7 Mio. Euro auf 606,8 Mio. Euro an. Der weitaus größte Anteil entfällt hierbei auf die KfW-Förderbank, an die zur Sicherheit sowohl die refinanzierten Endkreditnehmerforderungen abgetreten sind als auch weitere Wertpapiere im Nominalwert von 102,6 Mio. Euro. Die Refinanzierungsquote ist im Vergleich zum Vorjahr leicht von 36,5 % auf 38,3 % angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und damit die Kundeneinlagen haben sich von 1.338,1 Mio. Euro um 16,2 % auf 1.554,9 Mio. Euro erhöht. Bei den Kunden begehrt war das attraktiv verzinste Tagesgeldkonto UmweltPlus. Alle täglich fälligen Einlagen belaufen sich auf 903,7 Mio. Euro und machen 58,1 % der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus. An zweiter Stelle folgen die Spareinlagen mit 520,7 Mio. Euro bzw. einem Anteil von 33,5 %, an dritter Position stehen die UmweltSparbriefe einschließlich des einjährigen Umweltzertifikats mit 130,5 Mio. Euro oder 8,4 %. Setzt man die Umweltkredite ins Verhältnis zu den Kundeneinlagen, so ergibt sich eine Deckung von 109,2 % gegenüber 110,6 % im Vorjahr (Umweltgarantiedeckungsgrad). Die von der UmweltBank ausgesprochene Umweltgarantie, mit dem Geld der Anleger ausschließlich Umweltprojekte zu finanzieren, wurde somit wiederum eingehalten bzw. sogar übertroffen. Zusätzlich zu diesen bilanzwirksamen Einlagen investierten Anlagekunden im Jahr 2012 bei der UmweltBank weitere 49,0 Mio. Euro in ökologische Aktien, Umweltfonds, ökologische Genussrechte und umweltorientierte Altersvorsorgeprodukte. Gefragt war im Jahr 2012 neben zwei Projektgenussrechten die UmweltBank-Aktie. Ihr Kurs lag am 31.12.2012 bei 30,50 Euro gegenüber 24,85 Euro am 31.12.2011. Zusammen mit der Dividende von 1,00 Euro pro Aktie ergab sich ein Wertzuwachs von 26,8 % im Jahr 2012. Grüne Gewinne / erfolgreiches Wirtschaften Zum guten Jahresergebnis 2012 trug wiederum wesentlich die gute Durchschnittszinsmarge von 1,77 % bei. In Verbindung mit dem Wachstum bei Krediten und Einlagen führte dieser Umstand zu einer Erhöhung des Zinsüberschusses von 33.743 TEUR um 12,1 % auf 37.842 TEUR. Zins- und Finanzergebnis zusammen beliefen sich auf 38.094 TEUR gegenüber 34.636 TEUR im Vorjahr. Aufgrund der umsichtigen Kreditvergabepraxis war wiederum nur eine moderate Risikovorsorge für Kundenkredite erforderlich, die 2.318 TEUR (Vorjahr: 1.766 TEUR) ausmachte. Der Risikovorsorgebestand beläuft sich auf 8.869 TEUR oder 0,55 % des ausgereichten Kundenkreditvolumens. Der Provisionsüberschuss, der Gebühren aus der Vermögensberatung (Wertpapier- und Versicherungsgeschäft) sowie aus dem Kreditgeschäft beinhaltet, sank leicht von 5.444 TEUR um 2,8 % auf 5.294 TEUR. Das Ergebnis vor Verwaltungsaufwand und Steuern stieg von 38.400 TEUR im Vorjahr auf 41.424 TEUR. Dies entspricht einem Zuwachs von 7,9 %. Die Summe der Verwaltungsaufwendungen insgesamt stieg von 11.284 TEUR um 4,5 % auf 11.791 TEUR. Während der Personalaufwand mit 5.408 TEUR (Vorjahr: 5.367 TEUR) um 0,8 % zunahm, erhöhten sich die anderen Verwaltungsaufwendungen um 10,0 %. Saldiert man Erträge und Aufwendungen, so verbleibt ein Bruttoergebnis von 29.633 TEUR gegenüber 27.116 TEUR im Vorjahr. Um für das anstehende Wachstum weiteres Eigenkapital vorzuhalten, hat sich der Vorstand entschlossen 9.300 TEUR in den sogenannten Fonds für allgemeine Bankrisiken einzustellen. Berücksichtigt man den Steueraufwand in Höhe von 8.290 TEUR für Körperschaft- und Gewerbesteuer, ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 12.044 TEUR (Vorjahr: 11.008 TEUR). Nach Einstellung in die Gewinnrücklagen von 5.500 TEUR verbleibt ein Bilanzgewinn von 6.544 TEUR. Nachtragsbericht Nach Schluss des Geschäftsjahres 2012 gab es bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses am 31. Januar 2013 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung. Professionelles Bankmanagement Ziel der UmweltBank als ökologisch und ökonomisch handelndes Unternehmen ist es, nur solche Entscheidungen zu treffen, die im Verhältnis Chance zu Risiko ein positives Profil ergeben. Neben diesem Grundsatz besteht ein umfassendes Risikomanagementsystem, mithilfe dessen alle relevanten Bereiche laufend überwacht werden. Die eingesetzten Instrumente werden fortlaufend verfeinert, so dass ein frühzeitiges Erkennen von Fehlentwicklungen und entsprechendes Gegensteuern möglich ist. Dazu gehören das interne Kontrollsystem mit interner Revision und Einbindung des Vorstands.. Aufgrund der flachen Hierarchie übt der Vorstand teilweise selbst Kontrollfunktionen aus und ist sehr nah in die Geschäftsaktivitäten der zugeordneten Abteilungen eingebunden. Das Adressenausfallrisiko im Kreditbereich wird bereits dadurch begrenzt, dass nur die im Rahmen einer vom Gesamtvorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festgelegten Kreditrisikostrategie genannten Kreditarten zulässig sind und für diese wiederum klare Beurteilungskriterien definiert sind. Ziel ist es dabei immer, Ausfallrisiken zu vermeiden. In den Kreditentscheidungsprozess sind, je nach Kreditgröße und Risikorelevanz, entsprechend erfahrene Kompetenzträger, häufig auch die Vorstandsmitglieder, eingebunden. Zudem wird seit Gründung der UmweltBank jeder Kredit bewertet und mit einer ökonomischen und ökologischen Bonitätsnote versehen (sog. „Rating"). Das ökologische Bonitätsraster umfasst fünf Noten von sehr fördernd (eins), fördernd (zwei), noch fördernd (drei), neutral (vier) und umweltschädlich (fünf). Kontrollinstanz ist der Umweltrat. Das ökonomische Ratingsystem besteht aus sechs Bonitätsstufen für Kreditengagements, orientiert an den Standards der „Initiative Finanzstandort Deutschland" und der staatlichen KfW, und drei weiteren Bonitätsklassen für Mezzanine- und Eigenkapital bzw. Beteiligungen und Aktien. Die Risiken bezüglich des Wachstums im Kreditgeschäft liegen weiterhin überwiegend in der Veränderung gesetzlicher Rahmenbedingungen, insbesondere beim EEG. Dem Risiko einer negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist die UmweltBank aufgrund Ihrer Spezialisierung auf ökologische Immobilien und Projektfinanzierungen im Bereich der erneuerbaren Energien in wesentlich geringerem Maße ausgesetzt als andere Banken. Die Streuung der Kreditrisiken auf verschiedene Kreditbereiche, verschiedene Regionen und auf verschiedenste Kreditnehmer mit unterschiedlichsten Beträgen und die Fokussierung auf die persönliche Bonität der Kreditnehmer führt zu geringen Ausfallraten. Auch für die Liquiditätsreserven und Wertpapieranlagen der Bank gelten Vorsichtsprinzipien. Hier wurden ebenfalls Grundbedingungen mit dem Ziel der Risikominimierung festgelegt. Das Risikomanagement für diesen Bereich umfasst zahlreiche Kontrollmaßnahmen sowie strenge Limitierungen. Die Anlage erfolgt in Form von Zentralbankguthaben, festverzinslichen Wertpapieren und Pfandbriefen, öffentlichen Anleihen oder Tagesgeldern bei Zentralinstituten. Hier wird - neben der Rendite - Wert gelegt auf Marktgängigkeit und gute Bonität der Emittenten. Die UmweltBank ist aufgrund der geringen Handelstätigkeit im Sinne des Kreditwesengesetzes ein Nichthandelsbuchinstitut. Geschäfte in Derivaten und Optionen werden von der Bank nicht betrieben. Anlagen in Fremdwährungen können nur in geringem Umfang vorgenommen werden. Das Kursrisiko im Aktienbereich wird überschaubar gehalten, indem im Verhältnis zur Bilanzsumme der Bank nur sehr geringe Aktienpositionen gehalten werden. Die Höhe der jeweils eingegangenen Risiken orientiert sich bezüglich der Tragfähigkeit auch an der Höhe des erwarteten operativen Ergebnisses. Das Zinsänderungsrisiko wird mittels einer regelmäßig unterjährig erstellten Zinsbindungsbilanz, die einseitige Überhänge aufdeckt, überschaubar gehalten. Mittels einer täglichen Portfoliobewertung werden Kursänderungen aller Wertpapiere im Wertpapierbestand kontrolliert und Eingriffszeitpunkte gemeldet. Die durchschnittliche Restlaufzeit der im Bestand befindlichen festverzinslichen Wertpapiere wird bewusst kurz gehalten, um vor steigenden Zinssätzen am Kapitalmarkt und damit sinkenden Kursen weitgehend geschützt zu sein. Rund 38,3 % der Kundenkredite sind über öffentliche Mittel mit kongruenter Laufzeit zu festen Zinssätzen refinanziert und insofern nicht mit einem Zinsänderungsrisiko behaftet. Im Rahmen des dynamischen Kreditwachstums erfolgt eine stetige Anpassung der Kreditzinsen an Veränderungen am Kapitalmarkt. Die Liquiditätssteuerung erfolgt umsichtig. Die UmweltBank hat zum Jahresende ein komfortables Liquiditätspolster, das sowohl die derzeit gültigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen als auch die neuen, im Rahmen von Basel III noch zu beschließenden, Liquiditätsstandards deutlich übertrifft. Das Liquiditätsrisiko wird deshalb auch für die Zukunft als gering eingeschätzt. Rechtliche Risiken werden sowohl durch die Zusammenarbeit mit externen Spezialisten wie Rechtsanwälten, Notaren oder Wirtschaftsprüfern bzw. Verbänden eingeschränkt als auch durch sorgfältige Auswahl von Geschäftspartnern und Projekten. Mit kompetenter und ausführlicher Beratung klären wir unsere Kunden über potentielle Risiken auf. Im EDV-Bereich besteht durch die vorhandene, langjährige Anbindung an ein externes Rechenzentrum mit einer Backup-Lösung ein hohes Maß an Sicherheit. Auch die Weiterentwicklung aufgrund gesetzlicher Veränderungen (z.B. Basel III oder SEPA) oder aufgrund von Wünschen unsererseits stellt unser Partner sicher. Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren ist nur mit kompetenten und zuverlässigen Mitarbeitern möglich. Deshalb wählt der Vorstand der UmweltBank neue Mitarbeiter/innen stets sehr sorgfältig aus und legt großen Wert auf eine ständige, qualifizierte Fort- und Weiterbildung. Gute Chancen für die weitere Entwicklung der UmweltBank Insgesamt erwarten wir, dass die UmweltBank als bundesweit tätige Direkt- und Beraterbank den positiven Trend seit Geschäftsbeginn vor 16 Jahren auch in Zukunft fortsetzen wird. Dies bedeutet ein weiteres Wachstum weitgehend aus eigener Kraft bei gleichzeitigem Fokus auf ökologischen und ökonomischen Ertrag. Im Bereich der Anlage- und Vermögensberatung wird die Bank ihre Kunden weiterhin umfassend in Fragen der ökologischen Geldanlage beraten. Dabei steht der Bedarf des Kunden im Vordergrund und nicht der Absatz einzelner Produkte. Ziel ist es, neben den klassischen Anlageformen UmweltPluskonto, UmweltSparbuch und UmweltSparbrief weitere attraktive Beteiligungsmodelle oder Genussrechte an Wind-, Solar- und Biomasseprojekten anzubieten. Im Kreditbereich werden weiterhin die ökologische Baufinanzierung - einschließlich der Altbausanierung - sowie die Finanzierung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energieträger ertragreiches Wachstum bei niedrigen Risiken ermöglichen. Finanzierungen im Bereich der Baugruppen und Wohnungsbaugenossenschaften sollen weiter intensiviert werden. Die Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung liegen weiterhin in der Veränderung der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie der Entwicklung der Energiepreise, der Kapitalmärkte und der Konjunktur. Auch der Entwicklung der Einspeisevergütung insbesondere für Solarstrom kommt eine besondere Bedeutung zu. Für das weitere geplante Wachstum ist der kontinuierliche personelle Auf- und Ausbau mit engagierten und qualifizierten Mitarbeiter/innen und Führungskräften vorgesehen.
Nürnberg, den 31. Januar 2013 UmweltBank AG, Nürnberg Der Vorstand Horst P. Popp Jürgen Koppmann Bilanz zum 31. Dezember 2012der UmweltBank AG, NürnbergAKTIVSEITE scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2012der UmweltBank AG, NürnbergAUFWENDUNGEN scroll
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012der UmweltBank AG, Nürnbergscroll
Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2012der UmweltBank AG, NürnbergDas bilanzielle Eigenkapital (ohne Berücksichtigung des Genussrechtskapitals und des Fonds für allgemeine Bankrisiken) hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2012der UmweltBank AG, NürnbergI. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 ist unter Beachtung handels- und aktienrechtlicher Vorschriften und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (kurz: RechKredV) aufgestellt. Die in den Formblättern 1 und 2 der RechKredV vorgesehenen, aber nicht belegten Posten wurden gemäß § 265 Abs. 8 Handelsgesetzbuch (kurz: HGB) nicht berücksichtigt. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeVermögensgegenstände des Umlaufvermögens Täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, Wertpapiere des Umlaufvermögens und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert bzw. nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem latenten Kreditrisiko wurde durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden gemäß § 340e HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet. Die Nutzungsdauer liegt bei immateriellen Vermögensgegenständen zwischen 3 und 5 Jahren, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 14 Jahren. Die Einbauten in fremde Gebäude werden auf die Restlaufzeit der jeweiligen Mietverträge zum Aktivierungszeitpunkt abgeschrieben. Immaterielle Anlagegüter und Sachanlagen werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in den Jahren 2008 und 2009 als Sonderposten aktiviert, welcher über fünf Jahre (inklusive des Anschaffungsjahrs) abgeschrieben wird. Die seit dem Geschäftsjahr 2010 erworbenen Geringwertigen Wirtschaftsgüter werden gemäß § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen. Befristete Forderungen an Kreditinstitute sowie die festverzinslichen Wertpapiere des Anlagevermögens wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Unter Pari erworbene festverzinsliche Wertpapiere werden periodengerecht linear auf den Nennwert zugeschrieben. Über Pari erworbene festverzinsliche Wertpapiere werden periodengerecht linear auf den Nennwert abgeschrieben. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden abweichend von den Vorjahresgrundsätzen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Hierdurch wurde eine Abschreibung von 1 TEUR vermieden. Entsprechend der Bewertungsänderung sind die Erträge und Aufwendungen aus dieser Bilanzposition in der Überkreuzkompensation gemäß § 340c Abs. 2 HGB ausgewiesen. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die Bilanzierung der Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen an Personengesellschaften erfolgte nach dem Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 18. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Eventualverbindlichkeiten wurden mit den Nominalwerten zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Andere Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Das Bankbuch der UmweltBank wurde gemäß IDW RS BFA 3 hinsichtlich der Notwendigkeit einer Rückstellung für drohende Verluste überprüft. Da auf Basis einer GuV-orientierten Betrachtung der zinsbezogenen Geschäfte ein positives barwertiges Ergebnis über einen Betrachtungszeitraum von 25 Jahren ermittelt wurde, war die Bildung eine Drohverlustrückstellung nicht erforderlich. Fonds für allgemeine Bankrisiken Im Jahresabschluss 2012 wurde wie in den Vorjahren erneut der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB dotiert, der das Ergebnis des Jahresabschlusses entsprechend verringerte. III. Angaben und Erläuterungen zur BilanzAktivseite der Bilanz Forderungen an Kreditinstitute Die anderen Forderungen an Kreditinstitute teilen sich nach der Restlaufzeit wie folgt auf: scroll
Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden haben nach der Restlaufzeit folgende Aufteilung: scroll
Die Beträge enthalten Forderungen mit Nachrangabrede in Höhe von 20 TEUR (31.12.2011: 20 TEUR). Forderungen aus zinsgünstigen öffentlichen Darlehen im Volumen von 605.566 TEUR (31.12.2011: 502.281 TEUR) sind an die refinanzierenden Banken abgetreten. In den Forderungen an Kunden sind Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 9.299 TEUR (31.12.2011: 15.225 TEUR) sowie Forderungen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 8.354 TEUR (31.12.2011: 0 TEUR) enthalten. Sämtliche Darlehen an diese Unternehmen sind banküblich besichert. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Diese Position gliedert sich folgendermaßen auf: scroll
Zwei Wertpapiergattungen mit einem Nominalwert von insgesamt 10.360 TEUR (31.12.2011: 10.360 TEUR) sind mit einer Nachrangabrede verbunden. In dem auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 146.000 TEUR (31.12.2011: 44.500 TEUR) fällig. Die festverzinslichen Wertpapiere des Anlagebestandes mit einem Buchwert (einschließlich anteiliger Zinsen) von 305.459 TEUR (31.12.2011: 281.681 TEUR) wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die vermiedenen Abschreibungen zum 31.12.2012 betrugen 0 TEUR (31.12.2011: 744 TEUR). Eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 S. 4 HGB wurde nicht vorgenommen, da die Wertpapiere zu Pari zurückgezahlt werden und keine Anhaltspunkte erkennbar sind, dass die Rückzahlungen gemindert werden. Die stillen Reserven bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren beliefen sich zum 31.12.2012 auf 9.261 TEUR (31.12.2011: 6.945 TEUR). Insgesamt waren festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 102.590 TEUR (31.12.2011: 86.500 TEUR) zur Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verpfändet. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Diese Position gliedert sich wie folgt auf: scroll
Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere des Anlagebestandes mit einem Buchwert von 640 TEUR (31.12.2011: 724 TEUR) wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die vermiedenen Abschreibungen betragen zum 31.12.2012 1 TEUR. Handelsbestand Die UmweltBank hatte zum 31.12.2012 keinen Handelsbestand. Die Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand wurden im Jahr 2012 nicht geändert. Beteiligungen Diese Position gliedert sich folgendermaßen auf: scroll
Größere Beteiligungen bestehen an folgenden Unternehmen: scroll
Anteile an verbundenen Unternehmen Diese Position gliedert sich wie folgt auf: scroll
Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich vollumfänglich um nicht börsenfähige Anteile. Die Bilanzierung der Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen an Personengesellschaften erfolgte nach dem Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 18. Danach werden Kapitalrückzahlungen als ergebnisneutrale Minderungen des Beteiligungsbuchwerts behandelt und im Anlagespiegel als Beteiligungsabgang ausgewiesen. Gewinnanteile werden nur dann als Erträge aus Beteiligungen vereinnahmt, wenn die Verlustsonderkonten ausgeglichen sind. Der Ausweis von drei Mehrheitsbeteiligungen an Personengesellschaften wurde im Berichtsjahr korrigiert und entsprechend IDW RS HFA 18 Tz. 3 in die Anteile an verbundene Unternehmen umgegliedert. Anlagespiegel Im Anlagespiegel werden die nach den Grundsätzen für das Anlagevermögen zu bewertenden Vermögensgegenstände verschiedener Bilanzpositionen zusammengefasst. Die Sachanlagen betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von 432 TEUR (31.12.2011: 518 TEUR) und Einbauten in fremde, betrieblich genutzte Gebäude in Höhe von 262 TEUR (31.12.2011: 319 TEUR). scroll
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Sonstige Vermögensgegenstände Der Posten sonstige Vermögensgegenstände enthält: scroll
Rechnungsabgrenzungsposten In dieser Position sind enthalten: scroll
Passivseite der Bilanz Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist teilen sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt auf: scroll
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist handelt es sich um zinsverbilligte Darlehen öffentlicher Banken. Davon sind 605.590 TEUR (31.12.2011: 502.287 TEUR) durch abgetretene und verpfändete Forderungen im Nennwert von insgesamt 605.566 TEUR (31.12.2011: 502.281 TEUR), verpfändete festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 102.590 TEUR (31.12.2011: 86.500 TEUR) und täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 5.313 TEUR (31.12.2011: 2.507 TEUR) besichert. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als 3 Monaten teilen sich nach der Restlaufzeit wie folgt auf: scroll
Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist setzen sich nach der Restlaufzeit wie folgt zusammen: scroll
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 919 TEUR (31.12.2011: 695 TEUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 229 TEUR (31.12.2011: 307 TEUR) enthalten. Sonstige Verbindlichkeiten Der Posten sonstige Verbindlichkeiten enthält folgende wichtige Einzelbeträge: scroll
Rechnungsabgrenzungsposten In dieser Position sind enthalten: scroll
Latente Steuern scroll
In stetiger Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde der Überhang an aktiven latenten Steuern aktiviert. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatz für Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag von 31,47 %. Gewerbesteuerpflichtige Personengesellschaften wurden mit einem kombinierten Steuersatz für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von 15,83 % berücksichtigt. Andere Rückstellungen Diese Position enthält folgende wichtige Einzelbeträge: scroll
Genussrechtskapital Das gesamte Genussrechtskapital in Höhe von 63.113 TEUR ist haftendes Eigenkapital gemäß § 10 Abs. 5 KWG (Ergänzungskapital). Alle nach dem 01.04.2010 emittierten Genussrechte in Höhe von insgesamt 16.616 TEUR erfüllen zusätzlich die Anforderungen des § 10 Abs. 4 KWG (hybrides Kernkapital). Die Genussrechtsinhaber erhalten eine, dem Gewinnanspruch der Aktionäre vorgehende, jährliche Ausschüttung in Höhe des angegebenen Zinssatzes bezogen auf den Nennbetrag der Genussrechte. Der Bilanzausweis erfolgt mit dem Nominalbetrag. Die geschuldeten Zinsen des Geschäftsjahrs werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. scroll
Eigenkapital Das Aktienkapital setzt sich zusammen aus 5.538.240 Stückaktien, lautend auf den Inhaber. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates befristet bis zum 29. Juni 2017 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 7.199.712,00 EUR durch ein- und mehrmalige Ausgabe von bis zu 2.769.120 auf den Inhaber lautenden Stückaktien im rechnerischen Nennwert von je 2,60 EUR gegen Bareinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Zusätzlich ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 29. Juni 2017 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende, verbriefte oder unverbriefte Genussrechte (nachfolgend zusammen „Genussscheine") zu begeben. Die Genussscheine müssen den Voraussetzungen entsprechen, unter denen das für die Gewährung von Genussrechten eingezahlte Kapital dem haftenden Eigenkapital zuzurechnen ist. Die Genussscheine können mit einem Wandlungsrecht für den Inhaber verbunden werden. Die Wandlungsrechte berechtigen beziehungsweise verpflichten nach näherer Maßgabe der Wandelgenussscheinsbedingungen, Aktien der Gesellschaft zu beziehen. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, bis zum 29. Juni 2017 anstelle von oder neben Genussscheinen einmalig oder mehrmals Wandelschuldverschreibungen mit einer festen Laufzeit oder mit unbegrenzter Laufzeit zu begeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Aktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Der Gesamtnennbetrag der im Rahmen dieser Ermächtigung auszugebenden Genussscheine und Wandelschuldverschreibungen darf insgesamt 90 Millionen Euro nicht übersteigen. Wandlungsrechte dürfen nur auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 7.199.712 EUR ausgegeben werden. Zudem ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine bedingte Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital) um bis zu 7.199.712,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 2.769.120 neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 2,60 EUR durchzuführen. Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Wandelgenussrechten und Wandelschuldverschreibungen. Bezüglich der Entwicklung des bilanziellen Eigenkapitals verweisen wir auf die Darstellung im Eigenkapitalspiegel. Durch die Hauptversammlung vom 29. Juni 2012 wurden 470 TEUR (im Vorjahr: 76 TEUR) aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in die Gewinnrücklagen eingestellt. Aus dem Jahresüberschuss werden 5.500 TEUR (31.12.2011 5.000 TEUR) den Gewinnrücklagen zugeführt. Das haftende Eigenkapital gemäß § 10 KWG einschließlich Genussrechtskapital beläuft sich nach Feststellung des Jahresabschlusses auf 153.783 TEUR (31.12.2011: 138.445 TEUR). Die Quote des haftenden Eigenkapitals bezogen auf die gewichteten Risikoaktiva beträgt nach Feststellung des Jahresabschlusses 9,83 % (31.12.2011: 10,0 %). Unterstrichpositionen Eventualverbindlichkeiten In dieser Position sind enthalten: scroll
Im Posten Eventualverbindlichkeiten sind keine Einzelbeträge enthalten, die in Bezug auf die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten wird insgesamt als gering eingestuft. Andere Verpflichtungen In dieser Position sind enthalten: scroll
Der Posten unwiderrufliche Kreditzusagen enthält keine Einzelbeträge, die in Bezug auf die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind. Besondere Kreditrisiken aus der zukünftigen Kreditausreichung sind nicht erkennbar. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungProvisionsergebnis Das Provisionsergebnis als Saldo der Provisionserträge und -aufwendungen gliedert sich wie folgt: scroll
Andere Verwaltungsaufwendungen Die anderen Verwaltungsaufwendungen weisen folgende Verteilung auf: scroll
Aufwendungen für Belegschaftsaktien Für die Ausgabe von Belegschaftsaktien zum 15. Geburtstag der UmweltBank wurden im Februar 2012 1.545 Stück UmweltBank-Aktien zu Kursen von 27,81 bis 27,97 Euro erworben und an die Mitarbeiter gratis abgegeben. Der in diesem Zusammenhang entstandene Aufwand beläuft sich auf 43 TEUR. Aufwendungen für den Abschlussprüfer Für das Honorar des Abschlussprüfers wurden im Jahr 2012 einschließlich nicht abzugsfähiger Vorsteuer insgesamt 304 TEUR (Vorjahr: 316 TEUR) aufgewendet. Hiervon entfallen 230 TEUR (Vorjahr: 261 TEUR) zeitanteilig auf die Prüfungsleistungen - davon 14 TEUR auf die Prüfung des Jahresabschlusses 2011 - und 74 TEUR (Vorjahr: 55 TEUR) auf andere Bestätigungsleistungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Mit den periodenfremden Steuererstattungen wurden Verzugszinsen i.H.v. 354 TEUR erstattet, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen sind. V. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Resteinzahlungsverpflichtungen für noch nicht eingeforderte bedungene Einlagen betra¬gen 2.877 TEUR (31.12.2011: 2.877 TEUR) und betreffen die Beteiligungen an der ENERTRAG Windpark Neuenfeld GmbH & Co. KG, Schenkenberg, 511 TEUR (31.12.2011: 511 TEUR), an der Windpark Altenbruch GmbH & Co. Betriebs-KG, Cuxhaven, 824 TEUR (31.12.2011: 824 TEUR) und an der Windpark Nordleda GmbH & Co. Betriebs-KG, Nordleda, 1.542 TEUR (31.12.2011: 1.542 TEUR). Die UmweltBank ist zudem Komplementärin der UmweltBank & Co Emilienstraße 3 KG, Nürnberg, und der Gewerbezentrum Altenstadt AG & Co. KG, Nürnberg. Des Weiteren bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 512 TEUR p.a. sowie 263 TEUR p.a. aus Wartungs-, Instandhaltungs- und Lizenzverträgen. VI. Angaben über das Unternehmen und seine OrganeMitarbeiter Zum Bilanzstichtag waren ohne Berücksichtigung der Vorstände 99 (Vorjahr: 94) Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit angestellt. Darüber hinaus waren zum Stichtag 26 studentische Teilzeitkräfte (Vorjahr: 36) beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt (Quartalsendstände) wurden umgerechnet auf Vollzeit-Arbeitsverhältnisse 97,6 (Vorjahr: 101,7) Mitarbeiter beschäftigt. Davon entfielen 82,1 (Vorjahr: 83,2) auf Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit und 15,5 (Vorjahr: 18,5) auf studentische Teilzeitkräfte. Vorstandsvergütung Die Bezüge der Vorstände beliefen sich auf insgesamt 414 TEUR (Vorjahr: 392 TEUR). Aufsichtsratsvergütung Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat im Kalenderjahr 2012 betrugen 53 TEUR (Vorjahr: 53 TEUR). Kredite an Aufsichtsrat/Vorstand Zum 31.12.2012 bestanden Kreditforderungen an Mitglieder des Aufsichtsrates in Höhe von insgesamt 5 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR). Gegenüber den Mitgliedern des Vorstandes bestanden Kreditforderungen in Höhe von insgesamt 12 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR). Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2012 wie folgt zusammen:
Vorstand Zum Vorstand sind bestellt:
Nürnberg, den 31. Januar 2013 UmweltBank AG, Nürnberg Der Vorstand Horst P. Popp Jürgen Koppmann Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der UmweltBank Aktiengesellschaft, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 11. März 2013 Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Matthias Kopka, Wirtschaftsprüfer Jens-Uwe Herbst, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2012der UmweltBank AG, NürnbergSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, im Rückblick auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 berichtet der Aufsichtsrat über die Schwerpunkte seiner Überwachungs- und Beratungstätigkeit, sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Situation der UmweltBank. Der Aufsichtsrat ist in der Zusammensetzung von Dr. Irene Schöne, Günther Hofmann und Heinrich Klotz wie im Vorjahr im Amt. Sitzungen des Aufsichtsrats Im Geschäftsjahr 2012 haben fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Eine weitere zweitägige Sitzung fand gemeinsam mit dem UmweltRat und der Leiterrunde der UmweltBank (erweiterte Geschäftsleitung) auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden Günther Hofmann in Bad Mergentheim statt. Im Mittelpunkt jeder Aufsichtsratssitzung steht immer der umfangreiche Bericht des Vorstandes über die ökonomischen und ökologischen Verhältnisse, das Risikokontrollsystem, das Kreditgeschäft und das Einlagengeschäft. Dabei werden sowohl Kreditgeschäfte, die nach der Geschäftsordnung dem Aufsichtsrat zur Kenntnis vorzulegen sind, als auch sonstige bemerkenswerte Kredite anhand der Kreditprotokolle ausführlich erläutert. Darüber hinaus werden in jeder Sitzung des Aufsichtsrates wichtige Fragen aus den übrigen Geschäftsbereichen Marketing/Kommunikation, Personal, externe und interne Prüfungen, dem Risikocontrolling und dem Betriebsbereich/IT sowie ggf. vorhandene und eventuell anstehende Rechtsstreitigkeiten erörtert. Zwischen den Sitzungen werden die Mitglieder des Aufsichtsrates vom Vorstand über wichtige Vorgänge schriftlich informiert. Erforderliche Beschlüsse außerhalb von Sitzungen werden im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Überwachung der ökonomischen Geschäftsführung Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2012 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugen. Der Vorstand ist immer seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet. Der Vorstand hat den Mitgliedern des Aufsichtsrates nach Gesetz und Geschäftsordnung zustimmungsbedürftige Kredite und Geschäftsvorgänge vorgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben diesen Vorlagen nach Erörterung mit dem Vorstand und nach Prüfung zugestimmt. Auch im Jahr 2012 hat die UmweltBank aufgrund ihres soliden, gleichzeitig an Ökonomie und Ökologie ausgerichteten Geschäftskonzeptes das Wachstum bei gleichzeitiger Entlastung der Umwelt fortgesetzt und dabei wiederum ein sehr erfreuliches Jahresergebnis erwirtschaftet. Nach Vorliegen der Zahlen für das erste Quartal 2013 lässt das laufende Geschäftsjahr ein gutes Ergebnis erwarten. Auch der Kurs der UmweltBank entwickelt sich erfreulich. Überwachung der ökologischen Geschäftsführung Seit Beginn der Geschäftstätigkeit Anfang 1997 berichtet die UmweltBank nicht nur über ihre ökonomische Erfolgszahlen, sondern auch über die sich daraus ergebenden ökologischen Auswirkungen, um das Ziel der UmweltBank zu verdeutlichen: Ökonomie und Ökologie stehen im Einklang. Die Ausrichtung der aktuellen und strategischen Geschäftspolitik an den ökologischen Unternehmenszielen, wie sie die Präambel der Satzung der UmweltBank vorgibt, wird regelmäßig in unseren Sitzungen beraten und überprüft. Nach unserer Beurteilung verfolgt der Vorstand die ökologischen Ziele erfolgreich. Die ökologischen Ziele der UmweltBank wurden auch in der gemeinsamen Sitzung mit dem Umweltrat besprochen und durch die Teilnahme des Aufsichtsrates an der jährlichen Sitzung des Umweltbeirates vertieft. Im ökologischen Bereich sind im Geschäftsjahr 2012 die Erfolge erneut gewachsen. Die CO2-Ersparnis aus allen geförderten und finanzierten über 15.500 Kreditprojekten zusammen beträgt über 2,3 Mio. Tonnen jährlich, die ökologische Dividende ist im Jahr 2012 auf 407 kg pro Aktie angestiegen. Jahresabschluss, Lagebericht und integrierte Bilanzierung Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die verantwortlichen Prüfer haben an der Aufsichtsratsitzung über die Feststellung des Jahresabschlusses 2012 teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet und weitergehende Fragen beantwortet. Der Aufsichtsrat hat nach dieser Beratung dem Ergebnis der Abschlussprüfer zugestimmt. Auf der Grundlage des Prüfungsberichtes des Abschlussprüfers, den ergänzenden Erläuterungen und dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012. Der Aufsichtsrat hat daher den Jahresabschluss 2012 am 12. April 2013 gebilligt und damit festgestellt. Personalien Mit Ablauf der Hauptversammlung am 29. Juni 2012 ist der Vorsitz im Aufsichtsrat von Herrn Heinrich Klotz auf Herrn Günther Hofmann übergegangen. Dank Die Mitglieder des Aufsichtsrates danken dem Vorstand und allen Mitarbeiter(inne)n für ihren stets engagierten Einsatz und der im Jahr 2012 wiederum hervorragend geleisteten Arbeit. Den Aktionär(inn)en dankt der Aufsichtrat für ihre Verbundenheit zur UmweltBank, die bei vielen bis in die Gründungsphase der Bank zurückreicht. Auch allen über 111.000 Kund(innen)en gebührt Dank für ihr Vertrauen in die UmweltBank, ohne dies der ökonomische und ökologische Erfolg nicht möglich wäre.
Nürnberg, den 12. April 2013
Günther Hofmann, als Vorsitzender für den Aufsichtsrat der UmweltBank AG, Nürnberg Bericht des Umweltrats über das Geschäftsjahr 2012Der Umweltrat der UmweltBank stellt das ökologische Pendant zum Aufsichtsrat dar. Er ist in der Satzung verankert, überprüft die ökologische Entwicklung der UmweltBank und berät den Vorstand zu wichtigen Umweltfragen. Personalien Die Mitglieder des Gremiums sind Experten aus verschiedenen Fachrichtungen. Frauke Hammermann aus Hamburg ist selbständige Finanzberaterin im Bereich ethischer Geldanlagen. Klaus Kiefer aus Freiburg ist Wissenschaftler im Bereich der Solarenergieforschung, Markus Ott aus Freising ist Vertriebsleiter im Bereich der Bioenergie. Nach der Hauptversammlung im Juni 2012 ging der Vorsitz von Frauke Hammermann an Klaus Kiefer über, die Stellvertretung von Klaus Kiefer an Markus Ott. Sitzungen Im Berichtsjahr 2012 fanden vier Sitzungen mit verschiedenen Schwerpunktthemen statt. Das im letzten Jahr eingeführte Konzept einer gemeinsamen Sitzung im Jahr mit dem Aufsichtsrat hat sich bewährt. So können Themen, die beide Gremien betreffen, direkt mit dem Vorstand diskutiert werden und ein besseres gemeinsames Verständnis für die teilweise sehr komplexen Zusammenhänge entwickelt werden. Erstmals wurden neben den Vorstandsmitgliedern auch die Führungskräfte der UmweltBank in die gemeinsamen Diskussionen mit dem Umweltrat und dem Aufsichtsrat zu wirtschaftlichen, ökologischen und auch ethischen Aspekten der Unternehmensstrategie eingebunden. Auf Wunsch des Aufsichtsrats wurde das Thema integrierte Berichterstattung bestehend aus Geschäftszahlen, Umweltbericht und Sozialbericht im Gremium ausführlich diskutiert. Der Umweltrat regt an, den bisherigen Ansatz der Berichterstattung weiterzuentwickeln. Der zugehörige Aspekt „Humanökologie" ist jedoch noch sehr abstrakt und es ist noch unklar, wie eine Bilanzierung möglich ist und wie man Humanökologie messen kann. Das Thema Liquiditätsreserve war ein weiteres Schwerpunktthema. Die UmweltBank beauftragte auch im Jahr 2012 drei anerkannte ökologische Ratingagenturen mit der Überprüfung und Bewertung der einzelnen Anlagen im sogenannten Depot A. Obwohl sie grundsätzlich unterschiedliche Vorgehensweisen und Bewertungskriterien anwenden, haben sie erneut festgestellt, dass die Liquiditätsreserve die Ausschlusskriterien der UmweltBank erfüllt. Seitens des Umweltrates wurde vorgeschlagen, dies in der Auswertungsübersicht eindeutiger darzustellen und mehr auf die Ausschlusskriterien einzugehen. Die Verantwortlichen aller Gremien waren sich einig, dass ein Emittent mit sozialschädlichen Engagements bzw. Projekten sofort auszuschließen wäre. Neben der Verteilung der Kredite und Beteiligungen nach Größe, Branchen und ökologischer Qualität wurden jeweils einzelne Kredite aus den Bereichen Projektfinanzierung, Baufinanzierung und Solarfinanzierung anhand der Kreditprotokolle eingehend besprochen. Diese wurden mit dem Vorstand und den in der UmweltBank zuständigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen hinsichtlich der ökologischen Einstufung diskutiert. Vor allem größere Projekte wie der IFE Solarpark Fliegerhorst mit 13 Megawatt Leistung in Oldenburg, die Windenergieanlage in Sengenthal mit 3,2 Megawatt Leistung sowie ein neues, generationenübergreifendes Wohnprojekt in Nürnberg wurden dem Umweltrat im Detail vorgestellt. Alle Projekte wurden vom Umweltrat nicht nur aus dem ökologischen Gesichtspunkt heraus als sehr gut beurteilt. Sie sind auch technologisch innovativ und wegen ihrer Größe und Sichtbarkeit sehr gut geeignet als Vorzeigeprojekte. Auch im Bereich der Vermögensberatung werden bei der UmweltBank nur nachhaltige Fonds, die neben den ökologischen Kriterien auch ethische Anspruch erfüllen müssen und auch sozialverträglich sind, empfohlen. In einer der letzten Sitzungen befürwortete der Umweltrat die Aufnahme des Ökoworld Growing Markets 2.0 in das Angebot. „Lässt sich die Energiewende managen?" war das Thema der gemeinsamen Veranstaltung mit dem Umweltbeirat im Herbst 2012. In der Sitzung ging es auch um ökologische Aspekte der Nutzung von Windkraft in Waldgebieten. Jeder Einzelfall bedarf einer sorgfältigen Prüfung. Kreditvergabe in Übereinstimmung mit der Umweltgarantie Die Vergabe der Kredite erfolgte nach den ökologischen Kriterien der UmweltBank. Zum Jahresende 2012 finanzierte und förderte die UmweltBank über 15.500 Projekte aus den Bereichen Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft, Biomasse und Biogas, ökologisches Bauen und Sanieren und ökologische Landwirtschaft in ganz Deutschland. Engagements, die nicht der Satzung der UmweltBank entsprechen, ging die UmweltBank nach unseren Feststellungen nicht ein. Trotz gekürzter Solarförderung konnte das gesamte Kreditvolumen erneut um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Solarkredite waren mit 45,9 Prozent (Vorjahr: 47,6 Prozent) Anteil immer noch dominant. Im Jahr 2012 hat die UmweltBank insgesamt 50 Megawatt Solarprojekte finanziert. Ökologische Baufinanzierungen machten 31,2 Prozent (Vorjahr: 30,9 Prozent) aus, gefolgt von Krediten für Wind- und Wasserkraftprojekte mit 17,0 Prozent (Vorjahr: 14,9 Prozent). Auf Biomasse- und Biogasanlagen sowie ökologische Landwirtschaft entfallen 5,9 Prozent (Vorjahr: 6,6 Prozent) des Kreditvolumens. Im Bereich der Vermögensberatung emittierte die UmweltBank im Geschäftsjahr 2012 verschiedene Genussscheine und informierte den Umweltrat auf den Sitzungen entsprechend. Betriebsökologie Mit den neu finanzierten Kreditprojekten wurden im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr 10,2 Prozent mehr CO2 eingespart. Die CO2 Emissionen pro Mitarbeiter/in konnten um 31,6 Prozent reduziert werden. Zusammenfassung Zusammenfassend bestätigt der Umweltrat, dass er sich im Jahr 2012 ein umfassendes Bild von der Kreditvergabe- und Förderpraxis der UmweltBank gemacht hat. Die UmweltBank hat mit den Geldern ihrer Kunden und Aktionäre satzungsgemäß ausschließlich umweltfreundliche Projekte finanziert und gefördert. Die den Anlegern gegebene Umweltgarantie wurde eingehalten.
Freiburg, den 20. März 2013 für den Umweltrat Klaus Kiefer, Vorsitzender Gewinnverwendungsbeschluss - Auszug aus der Niederschrift über die ordentliche Hauptversammlung vom 21.06.2013„Bekanntgabe des Abstimmergebnisses zu Punkt 2 der Tagesordnung: Der Vorsitzende stellte fest, dass der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat bei einer Anfangspräsenz von 1.714.372 Stimmen scroll
angenommen wurde und damit die Ausschüttung einer Dividende von € 1,10 sowie die Einstellung eines Betrages in Höhe von EUR 451.648,27 in die anderen Gewinnrücklagen beschlossen worden sind. Damit war Punkt 2 der Tagesordnung erledigt. Der Vorsitzende stellte dies fest." |
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