UmweltBank AktiengesellschaftNürnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013der UmweltBank AG, NürnbergDeutschlands grüne Bank Aufgabe der UmweltBank ist die Finanzierung und Förderung von Umweltprojekten in ganz Deutschland. Diese Aufgabe ist in der Satzung wie folgt verankert: Die UmweltBank setzt sich für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen, insbesondere für klares Wasser, reine Luft und eine gesunde Umwelt ein. Die UmweltBank verwirklicht Ideen, die allen zugute kommen. Sie unterstützt die ökologische Entwicklung unserer Gesellschaft und fördert integrative und vorbeugende Maßnahmen des Umweltschutzes. Die UmweltBank verbindet erfolgreiches und professionelles Bankmanagement mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Auf diese Weise setzt sie sich für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen und die Zukunft unserer Kinder ein. Die Herausforderungen unserer Zeit erfordern Konzepte, die Ökonomie und Ökologie wirkungsvoll miteinander verbinden. Die UmweltBank bietet ökologische Finanzierungen, grüne Geld- und Kapitalanlagen sowie ökologisch orientierte Versicherungen und Altersvorsorgeprodukte und berät ihre Kunden umfassend dazu. Durch ihre tägliche Arbeit fördert die UmweltBank den Ausbau regenerativer Energien und bringt nachhaltiges Wirtschaften voran. Das Ziel der UmweltBank ist es, durch die Geschäftstätigkeit in jeder Hinsicht zum Schutz der Umwelt beizutragen. Ökologie ist für die grüne Bank dabei kein kurzfristiger Trend. Denn nur durch nachhaltiges, langfristig orientiertes Handeln kann eine intakte Umwelt auch für die nachkommenden Generationen erhalten werden. Die UmweltBank ist bisher die einzige Bank, die den Umweltschutz als Unternehmensgegenstand bereits in ihrer Satzung verankert hat. Produktökologie im Mittelpunkt: Aufgrund ihrer besonderen Unternehmenspolitik misst die UmweltBank den Erfolg ihrer Geschäftstätigkeit nicht nur an wirtschaftlichen, sondern auch an ökologischen Zahlen. Sie bietet ausschließlich Geldanlagen an, die unter nachhaltigen Gesichtspunkten gewissenhaft geprüft wurden und sie finanziert ausschließlich Projekte, die nach ebensolchen Kriterien ausgewählt wurden. Umweltschutz garantiert: Die UmweltBank bietet ein in der deutschen Bankenlandschaft bislang einmaliges Versprechen: Die Umweltgarantie. Die grüne Bank garantiert jedem Anleger, dass mit seinem Geld ausschließlich Umweltprojekte finanziert werden. Das sind z.B. Vorhaben im Bereich ökologisches Bauen und Sanieren, Windkraft-, Wasserkraft-, Sonnenenergie- und Biomasseprojekte, bis hin zur ökologischen Landwirtschaft. Dabei gilt höchste Transparenz. Denn in welche ökologischen und nachhaltigen Projekte die Kundeneinlagen fließen, können die Anleger dem regelmäßig veröffentlichten Kreditportfolio der Bank entnehmen. Kontrollorgan: Die Einhaltung der Umweltgarantie wird regelmäßig durch ein unabhängiges Gremium kontrolliert – den Umweltrat. Bei der Kreditvergabe beachtet die UmweltBank klare ethisch-ökologische Vorgaben, die gemeinsam mit dem Umweltrat erarbeitet wurden. So gelten strenge Ausschlusskriterien. Projekte aus den Bereichen fossile Energie, Militärgüter, umweltschädliche Produkte und Technologien, Gentechnik in der Landwirtschaft sowie sozial unverträgliche Projekte wie Ausbeutung und unfaire Geschäftspraktiken (z.B. Korruption und Menschenrechtsverletzungen) werden keinesfalls unterstützt. Die Bank orientiert sich bei der Auswahl der Kreditprojekte in erster Linie an Positivkriterien wie z.B. regenerative Stromerzeugung, umweltfreundliches Bauen, ökologische Land- und Forstwirtschaft oder nachhaltige Wirtschaftsweise. Ökologische Sparprodukte: Als Förderbank im Umweltbereich bietet die UmweltBank ökologische Geldanlagen mit guter Rendite an. Zu den bankeigenen Sparprodukten gehören das täglich verfügbare UmweltPluskonto, Sparbücher, Sparbriefe einschließlich dem einjährigen Umweltzertifikat und UmweltSparverträge mit einer Laufzeit bis zu 25 Jahren. Die Anleger müssen bei einer Geldanlage für die Umwelt nicht auf Zinsen verzichten. Sie profitieren in zweifacher Hinsicht: Zum einen in Form von attraktiven Zinsen, zum anderen durch den Einsatz für die Umwelt. Ökologische Vermögensberatung: Die UmweltBank bietet alle Anlageprodukte, die zu einem gut strukturierten Portfolio gehören. Neben der eigenen Aktie sind dies Genußscheine, Projektanleihen, Umweltaktien, nachhaltige Aktien- und Rentenfonds sowie ökologisch orientierte Altersvorsorgeangebote und Versicherungen. Dabei werden alle angebotenen Produkte einer intensiven ökonomischen und ökologischen Prüfung unterzogen, damit alle Kunden die Sicherheit haben, sich tatsächlich für ein ökologisches Produkt zu entscheiden. Wirtschaft erholt sich Mehr als fünf Jahre lang beherrschte der Begriff „Krise“ die Wirtschaftsnachrichten. Aus einer Immobilienmarktkrise in Amerika entwickelte sich eine Bankenkrise, die sich ihrerseits zur Wirtschafts-, Staatsschulden- und Eurokrise auswuchs. Das Jahr 2013 endete nun erstmals wieder mit deutlich positiveren Ausblicken für die europäischen Volkswirtschaften. Auch wenn die Arbeitslosenquoten und die Staatsverschuldung in vielen Ländern nach wie vor hoch sind, herrscht doch mittlerweile wieder etwas Optimismus. Die Renditen von Anleihen aus Italien, Spanien, Portugal, Irland und auch Griechenland sanken deutlich. Das Zinsniveau in Deutschland ist weiterhin auf einem historisch niedrigen Stand. Die Wirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland zeigte sich auch 2013 recht robust. Hierzu trugen sowohl der Inlandskonsum als auch die starke Nachfrage nach deutschen Gütern aus dem Ausland bei; unterstützt wurde die Entwicklung durch weiterhin niedrige Zinsen der Europäischen Zentralbank. Energiewende bleibt eine Herausforderung In Folge des Reaktorunfalls im japanischen Fukushima beschloss der Deutsche Bundestag im Jahr 2011 den Ausstieg aus der Kernenergie. Der übereinstimmende politische Wille fast aller Parteien war es, die Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energieträger neu auszurichten. Allerdings bleibt die konkrete Umsetzung umstritten. Das Förderinstrumentarium des Gesetzes über den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) erwies sich als so effektiv, dass der Zubau neuer Wind- und Solarkraftanlagen rascher vonstatten ging als erwartet. Um die überwiegend von privaten Haushalten zu tragenden Mehrkosten aus der EEG-Förderung zu begrenzen, wurde nun Anfang 2014 im Regierungskabinett beschlossen, den Zubau zu begrenzen und das EEG zu novellieren. Die konkrete Ausgestaltung bleibt abzuwarten. Trotz – oder gerade wegen – der anstehenden Änderungen am EEG war auch 2013 die Nachfrage nach den UmweltBank-Förderkrediten für regenerative Energieprojekte sehr hoch. Eine Besonderheit ist im Bereich Photovoltaikanlagen zu erwähnen: deren Kosten pro installiertem Kilowatt sanken in den letzten Jahren stark ab. Anlagen auf privaten Hausdächern sind schon für unter 10 TEUR zu erwerben, ein Betrag, für den sich eine Kreditaufnahme oft nicht mehr lohnt. Daher nahm in diesem Bereich die Anzahl der von der UmweltBank geförderten Projekte ab. Starkes Wachstum verzeichneten dagegen die Windkraft-Finanzierungen. Ökologische Wohnimmobilien begehrt Begehrt waren auch 2013 wieder hochwertige ökologische Wohnimmobilien. Kaufpreise und Mieten zogen insbesondere in den Großstädten weiter an. In der Finanzierung und Förderung von Wohnprojekten hat die UmweltBank die thematischen Schwerpunkte Baugruppen/Baugemeinschaften und Wohnbaugenossenschaften im Fokus. Zahlreiche Bauherren konnten sich so den Traum vom ökologischen und bezahlbaren Wohnraum erfüllen. Bilanzsumme wächst um 8 % Im Geschäftsjahr 2013 konnte die UmweltBank mit ihrer nachhaltigen und soliden Geschäftspolitik weiter erfolgreich und gesund wachsen. Die Anzahl der Kunden kletterte von 111.385 um 2,7 % auf 114.408. Das Geschäftsvolumen der UmweltBank, d.h. die Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen wie unwiderrufliche Kreditzusagen, belief sich Ende 2013 auf 2.737,4 Mio. Euro, eine Zunahme von 6,7 % gegenüber dem Vorjahr. Die Bilanzsumme selbst stieg um 7,7 % auf 2.512,8 Mio. Euro. Die Anzahl der für die UmweltBank tätigen Mitarbeiter/innen einschließlich Vorstand, Mitarbeiter der hauseigenen Werbeagentur UmweltKontakt GmbH und Studenten in Teilzeit betrug 143 Personen (Vorjahr: 140). Umgerechnet auf eine 40-Stunden-Woche sank die Mitarbeiterleistung leicht um 1,2 % auf 104,1 Personen. Bemerkenswert ist die Ausbildungsquote, die im Gesamtjahr dreizehn Trainees umfasste. Auch der laufenden Fort- und Weiterbildung kommt ein hoher Stellenwert zu. Während die Mitarbeiter in den Sommermonaten bei der Aktion „banker on bike“ 19.563 km in die Pedale getreten sind, hat die UmweltBank für jeden neuen Kunden 5 Euro zur Pflanzung und Aufzucht von 20 Mangroven-Setzlingen auf der Insel Samal gespendet. Dieses Projekt zur Wiederaufforstung des Mangrovengürtels im Golf von Davao / Philippinen der Umweltschutzorganisation „Rettet den Regenwald e.V." unterstützt nicht nur die lokale Bevölkerung bei der Sicherung ihres Lebensunterhalts, sondern hilft auch bei der Erhaltung des Lebensraums für eine Vielzahl von Vögeln und Meeresbewohnern. Über 15.000 Umweltprojekte gefördert Satzungsgemäß finanziert die grüne Förderbank ausschließlich Umweltprojekte in ganz Deutschland. Ende 2013 beläuft sich die Gesamtzahl der geförderten ökologischen Projekte auf 15.171. Die Summe der von Kunden in Anspruch genommenen Kredite legte um 14,4 % auf 1.830,8 Mio. Euro zu. Das gesamte Kundenkreditvolumen einschließlich offener Zusagen von 193,8 Mio. Euro erreichte mit 2.024,6 Mio. Euro einen neuen Höchststand. Bei der Branchenverteilung des Kreditportfolios lagen im Jahr 2013 erneut die Solarkredite mit 43,3 % (Vorjahr: 46,0 %) an erster Stelle, gefolgt von den ökologischen und sozialen Baufinanzierungen mit 30,6 % (Vorjahr: 31,1 %). Auf Wind- und Wasserkraftprojekte entfielen 21,4 % (Vorjahr: 17,0 %). Das restliche Kreditvolumen von 4,7 % (Vorjahr: 5,9 %) verteilt sich auf Biogas- und Biomasseprojekte, ökologische Landwirtschaft, Naturkosthandel, Energieeinsparung und Contracting. Sowohl die ökologische Bonität als auch die ökonomische Güte der Kreditnehmer werden mit Hilfe erprobter Ratingverfahren ermittelt. Auf der Basis eines Schulnotensystems von eins bis sechs ergibt sich mit der Durchschnittsnote 2,03 eine gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderte ökonomische Bonität des gesamten Kundenkreditbestands. Über den Kreditbestand hinaus ist die UmweltBank an einigen Wind- und Solarparks, geschlossenen ökologischen Immobilienfonds und anderen im Umweltschutz tätigen Unternehmen mit einem Buchwert von insgesamt 11,8 Mio. Euro beteiligt. Die CO2-Ersparnis aus allen geförderten und finanzierten Kreditprojekten zusammen beträgt über 2 Mio. Tonnen jährlich. Eine ausführliche Darstellung findet sich hierzu im Umweltbericht der Bank. Jederzeitige Zahlungsbereitschaft Für das Liquiditätsmanagement unterhält die UmweltBank Guthaben bei der deutschen Bundesbank (164,6 Mio. Euro), bei genossenschaftlichen oder öffentlich-rechtlichen Zentralbanken (120,6 Mio. Euro) sowie insbesondere Pfandbriefe und Schuldverschreibungen öffentlicher Emittenten oder Banken (321,5 Mio. Euro). Die Liquiditätsreserven der UmweltBank werden einem ökologischen Rating durch drei externe Agenturen unterzogen und vom Umweltrat kontrolliert. Die vollumfängliche Zahlungsbereitschaft der UmweltBank war aufgrund einer guten Liquiditätslage im Geschäftsjahr 2013 jederzeit gegeben. Der aufsichtsrechtliche Liquiditätsgrundsatz wurde stets weit übertroffen. Gesetzliche Eigenkapitalquote rund 10% Erfreulich ist, dass das Eigenkapital der UmweltBank die derzeitigen gesetzlichen Anforderungen deutlich übertrifft. Bis zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2013 waren die Eigenkapitalanforderungen nach den Regelungen der Solvabilitätsverordnung („Basel II“) zu ermitteln. Gemäß diesen Regelungen stieg das aufsichtsrechtliche Eigenkapital von 153,8 Mio. Euro Anfang des Jahres 2013 auf 175,2 Mio. Euro nach Feststellung des Jahresabschlusses. Die Kernkapitalquote liegt damit bei 7,3 % (gesetzliche Mindestanforderung derzeit 4,0 %), die Gesamtkapitalquote bei 10,0 %. (Mindestanforderung derzeit 8,0 %). Auch die ab 1. Januar 2014 gültigen Anforderungen nach der EU-Verordnung Nr. 575/2013 („Capital Requirements Regulation“, auch „Basel III“ genannt) werden von der UmweltBank übertroffen. Die Veränderungen gegenüber Basel II sind für die UmweltBank gering, da es im Wesentlichen zwei Effekte gibt, die sich gegenseitig größtenteils neutralisieren. Zum einen ergeben sich geringere Eigenkapitalanforderungen bei Forderungen an kleine und mittlere Unternehmen (KMUs), andererseits können Teile des Genussrechtskapitals sukzessive nicht mehr als haftendes Eigenkapital angerechnet werden. Die neuen Vorschriften sehen bis zum 1. Januar 2019 eine schrittweise weitere Erhöhung des geforderten Eigenkapitals auf mindestens 10,5 % vor. Die UmweltBank kann diesen Anforderungen grundsätzlich auf mehreren Wegen entsprechen: höhere Gewinnthesaurierung, weniger Neukreditgeschäft, Durchführung einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder Emission von Kapitalinstrumenten, die zum zusätzlichen Kernkapital oder dem Ergänzungskapital zählen. Die angestellten Planrechnungen zeigen, dass die Bank bei Fortschreibung des Wachstumstrends der Vergangenheit die „Basel III“-Regelungen auch ohne Kapitalzuführung von außen erfüllen kann. Neben dem Eigenkapital und UmweltSparbriefen dienen öffentliche Fördermittel für Umweltprojekte als langfristige Refinanzierungsquelle. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen leicht von 606,8 Mio. Euro auf 597,8 Mio. Euro ab. Der weitaus größte Anteil entfällt hierbei auf die KfW-Förderbank, an die zur Sicherheit sowohl die refinanzierten Endkreditnehmerforderungen abgetreten sind als auch weitere Wertpapiere im Nominalwert von 75,6 Mio. Euro. Die Refinanzierungsquote ist im Vergleich zum Vorjahr von 38,3 % auf 33,2 % gefallen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und damit die Kundeneinlagen haben sich von 1.554,9 Mio. Euro um 10,6 % auf 1.720,4 Mio. Euro erhöht. Bei den Kunden begehrt war das attraktiv verzinste Tagesgeldkonto UmweltPlus. Alle täglich fälligen Einlagen belaufen sich auf 970,3 Mio. Euro und machen 56,4 % der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus. An zweiter Stelle folgen die Spareinlagen mit 606,5 Mio. Euro bzw. einem Anteil von 35,3 %, an dritter Position stehen die UmweltSparbriefe einschließlich des einjährigen Umweltzertifikats mit 143,5 Mio. Euro oder 8,3 %. Setzt man die Umweltkredite ins Verhältnis zu den Kundeneinlagen, so ergibt sich eine Deckung von 112,3 % gegenüber 109,2 % im Vorjahr (Umweltgarantiedeckungsgrad). Die von der UmweltBank ausgesprochene Umweltgarantie, mit dem Geld der Anleger ausschließlich Umweltprojekte zu finanzieren, wurde somit wiederum eingehalten bzw. sogar übertroffen. Zusätzlich zu diesen bilanzwirksamen Einlagen investierten Anlagekunden im Jahr 2013 bei der UmweltBank weitere 41,5 Mio. Euro in ökologische Aktien, Umweltfonds, ökologische Genussrechte und umweltorientierte Altersvorsorgeprodukte. Gefragt war im Jahr 2013 neben zwei Projektgenussrechten die UmweltBank-Aktie. Ihr Kurs lag am 31. Dezember 2013 bei 38,99 Euro gegenüber 30,50 Euro am 31. Dezember 2012. Zusammen mit der Dividende von 1,10 Euro pro Aktie ergab sich ein Wertzuwachs von 31,4 % im Jahr 2013. Grüne Gewinne / erfolgreiches Wirtschaften Zum guten Jahresergebnis 2013 trug wiederum wesentlich die gute Durchschnittszinsmarge von 1,97 % (Vorjahr: 1,77 %) bei. Dies führte zu einer Erhöhung des Zinsüberschusses von 37.842 TEUR um 18,9 % auf 44.997 TEUR. Der Zuwachs ist etwa je zu Hälfte auf das Wachstum der Bilanzsumme (Kredite und Einlagen) und auf die gesunkenen Zinsaufwendungen im Bereich der variabel verzinslichen Kundeneinlagen zurück zu führen. Die Fristentransformation zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz veränderte sich von 1,18 Jahren zu Jahresbeginn auf 1,44 Jahre zum Jahresende. Zins- und Finanzergebnis zusammen beliefen sich auf 47.441 TEUR gegenüber 38.094 TEUR im Vorjahr. Aufgrund der umsichtigen Kreditvergabepraxis war wiederum nur eine moderate Risikovorsorge für Kundenkredite erforderlich, die 878 TEUR (Vorjahr: 2.318 TEUR) ausmachte. Der Risikovorsorgebestand beläuft sich auf 7.723 TEUR oder 0,43 % des ausgereichten Kundenkreditvolumens. Der Provisionsüberschuss, der Gebühren aus der Vermögensberatung (Wertpapier- und Versicherungsgeschäft) sowie aus dem Kreditgeschäft beinhaltet, sank leicht von 5.294 TEUR um 4,5 % auf 5.058 TEUR. Das Ergebnis vor Verwaltungsaufwand und Steuern stieg von 41.424 TEUR im Vorjahr auf 51.696 TEUR. Dies entspricht einem Zuwachs von 24,8 %. Die Verwaltungsaufwendungen in Summe blieben mit 11.617 TEUR (Vj 11.791 TEUR) nahezu unverändert. Während der Personalaufwand mit 5.631 TEUR (Vorjahr: 5.408 TEUR) um 4,1 % zunahm, gingen die anderen Verwaltungsaufwendungen um 5,9 % zurück. Saldiert man Erträge und Aufwendungen, so verbleibt ein Bruttoergebnis von 40.079 TEUR gegenüber 29.633 TEUR im Vorjahr. Um für das anstehende Wachstum weiteres Eigenkapital vorzuhalten, hat sich der Vorstand entschlossen 14.550 TEUR in den sogenannten Fonds für allgemeine Bankrisiken einzustellen. Berücksichtigt man den Steueraufwand in Höhe von 12.082 TEUR für Körperschaft- und Gewerbesteuer, ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 13.447 TEUR (Vorjahr: 12.044 TEUR). Nach Einstellung in die Gewinnrücklagen von 6.425 TEUR verbleibt ein Bilanzgewinn von 7.022 TEUR. Nachtragsbericht Nach Schluss des Geschäftsjahres 2013 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung. Professionelles Bankmanagement Ziel der UmweltBank als ökologisch und ökonomisch handelndes Unternehmen ist es, nur solche Entscheidungen zu treffen, die im Verhältnis Chance zu Risiko ein positives Profil ergeben. Neben diesem Grundsatz besteht ein umfassendes Risikomanagementsystem, mithilfe dessen alle relevanten Bereiche laufend überwacht werden. Die eingesetzten Instrumente werden fortlaufend verfeinert, so dass ein frühzeitiges Erkennen von Fehlentwicklungen und entsprechendes Gegensteuern möglich ist. Dazu gehören das interne Kontrollsystem mit interner Revision und Einbindung des Vorstands. Aufgrund der flachen Hierarchie übt der Vorstand teilweise selbst Kontrollfunktionen aus und ist sehr nah in die Geschäftsaktivitäten der zugeordneten Abteilungen eingebunden. Das Adressenausfallrisiko im Kreditbereich wird bereits dadurch begrenzt, dass nur die im Rahmen einer vom Gesamtvorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festgelegten Kreditrisikostrategie genannten Kreditarten zulässig sind und für diese wiederum klare Beurteilungskriterien definiert sind. Ziel ist es dabei immer, Ausfallrisiken zu vermeiden. In den Kreditentscheidungsprozess sind, je nach Kreditgröße und Risikorelevanz, entsprechend erfahrene Kompetenzträger, häufig auch die Vorstandsmitglieder, eingebunden. Zudem wird seit Gründung der UmweltBank jeder Kredit bewertet und mit einer ökonomischen und ökologischen Bonitätsnote versehen (sog. „Rating“). Das ökologische Bonitätsraster umfasst fünf Noten von sehr fördernd (eins), fördernd (zwei), noch fördernd (drei), neutral (vier) und umweltschädlich (fünf). Kontrollinstanz ist der Umweltrat. Das ökonomische Ratingsystem besteht aus sechs Bonitätsstufen für Kreditengagements, orientiert an den Standards der staatlichen KfW, und drei weiteren Bonitätsklassen für Mezzanine- und Eigenkapital bzw. Beteiligungen und Aktien. Das zur Einstufung in die einzelnen Bonitätsklassen verwendete Instrumentarium wurde im Laufe des Jahres 2013 optimiert und auf eine für alle Kreditarten einheitliche Grundsystematik umgestellt. So gehen mit je einem Drittelgewicht die persönliche Bonität (Ruf und Geschäftsgebaren), die Einkommensverhältnisse und die Vermögensverhältnisse eines Kunden in die Bewertung ein. Die Risiken bezüglich des Wachstums im Kreditgeschäft liegen weiterhin überwiegend in der Veränderung gesetzlicher Rahmenbedingungen, insbesondere beim EEG. Dem Risiko einer negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist die UmweltBank aufgrund Ihrer Spezialisierung auf ökologische Immobilien und Projektfinanzierungen im Bereich der erneuerbaren Energien in wesentlich geringerem Maße ausgesetzt als andere Banken. Die Streuung der Kreditrisiken auf verschiedene Kreditbereiche, verschiedene Regionen und auf verschiedenste Kreditnehmer mit unterschiedlichsten Beträgen und die Fokussierung auf die persönliche Bonität der Kreditnehmer führt zu geringen Ausfallraten. Auch für die Liquiditätsreserven und Wertpapieranlagen der Bank gelten Vorsichtsprinzipien. Hier wurden ebenfalls Grundbedingungen mit dem Ziel der Risikominimierung festgelegt. Das Risikomanagement für diesen Bereich umfasst zahlreiche Kontrollmaßnahmen sowie strenge Limitierungen. Die Anlage erfolgt in Form von Zentralbankguthaben, festverzinslichen Wertpapieren und Pfandbriefen, öffentlichen Anleihen oder Tagesgeldern bei Zentralinstituten. Hier wird – neben der Rendite – Wert gelegt auf Marktgängigkeit und gute Bonität der Emittenten. Die UmweltBank ist aufgrund der geringen Handelstätigkeit im Sinne des Kreditwesengesetzes ein Nichthandelsbuchinstitut. Geschäfte in Derivaten und Optionen werden von der Bank nicht betrieben. Anlagen in Fremdwährungen werden derzeit nicht vorgenommen. Das Kursrisiko im Aktienbereich wird überschaubar gehalten, indem im Verhältnis zur Bilanzsumme der Bank nur sehr geringe Aktienpositionen gehalten werden. Die Höhe der jeweils eingegangenen Risiken orientiert sich bezüglich der Tragfähigkeit auch an der Höhe des erwarteten operativen Ergebnisses. Das Zinsänderungsrisiko wird mittels einer regelmäßig unterjährig erstellten Zinsbindungsbilanz, die einseitige Überhänge aufdeckt, überprüft und kontrolliert. Mittels einer täglichen Portfoliobewertung werden Kursänderungen aller Wertpapiere im Wertpapierbestand kontrolliert und Eingriffszeitpunkte gemeldet. Die durchschnittliche Restlaufzeit der im Bestand befindlichen festverzinslichen Wertpapiere wird bewusst kurz gehalten, um vor steigenden Zinssätzen am Kapitalmarkt und damit sinkenden Kursen weitgehend geschützt zu sein. Rund 33,2 % der Kundenkredite sind über öffentliche Mittel mit kongruenter Laufzeit zu festen Zinssätzen refinanziert und insofern nicht mit einem Zinsänderungsrisiko behaftet.. Die Liquiditätssteuerung erfolgt umsichtig. Die UmweltBank hat zum Jahresende ein komfortables Liquiditätspolster, das die aufsichtsrechtlichen Anforderungen aus der „Liquiditätsverordnung“ deutlich übertrifft. Auch die ab 1. Januar 2015 zu beachtende Kennziffer „Liquidity Coverage Ratio“ wird bereits heute eingehalten. Das Liquiditätsrisiko wird deshalb auch für die Zukunft als gering eingeschätzt. Rechtliche Risiken werden sowohl durch die Zusammenarbeit mit externen Spezialisten wie Rechtsanwälten, Notaren oder Wirtschaftsprüfern bzw. Verbänden eingeschränkt als auch durch sorgfältige Auswahl von Geschäftspartnern und Projekten. Mit kompetenter und ausführlicher Beratung klären wir unsere Kunden über potentielle Risiken auf. Im EDV-Bereich besteht durch die vorhandene, langjährige Anbindung an ein externes Rechenzentrum mit einer Backup-Lösung ein hohes Maß an Sicherheit. Auch die Weiterentwicklung aufgrund gesetzlicher Veränderungen oder aufgrund von Wünschen unsererseits stellt unser Partner sicher. Das Jahr 2013 war im EDV-Bereich insbesondere geprägt von der Einführung des „Online Banking Light“, das unseren Anlagekunden einen Zugriff auf ihre Konten vom heimischen Computer aus ermöglicht. Ein weiteres großes IT-Projekt war die Umstellung auf den europäischen Zahlungsverkehr SEPA, welche erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Seit 1. Februar 2014 wickelt die UmweltBank den inländischen Massenzahlungsverkehr (Überweisungen, Lastschriften) ausschließlich im SEPA-Format ab. Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren ist nur mit kompetenten und zuverlässigen Mitarbeitern möglich. Deshalb wählt der Vorstand der UmweltBank neue Mitarbeiter/innen stets sehr sorgfältig aus und legt großen Wert auf eine ständige, qualifizierte Fort- und Weiterbildung. Gute Chancen für die weitere Entwicklung der UmweltBank Insgesamt erwarten wir, dass die UmweltBank als bundesweit tätige Direkt- und Beraterbank den positiven Trend seit Geschäftsbeginn vor 17 Jahren auch in Zukunft fortsetzen wird. Dies bedeutet ein weiteres Wachstum von Bilanzsumme und Geschäftsvolumen aus eigener Kraft. Die Ertragserwartungen für 2014 bewegen sich dabei unter Annahme eines unveränderten Zinsniveaus auf dem guten Stand des Vorjahres. Auch bezüglich der Entwicklung der Fristentransformation in Jahren erwartet die Bank keine signifikanten Veränderungen. Im Bereich der Anlage- und Vermögensberatung wird die Bank ihre Kunden weiterhin umfassend in Fragen der ökologischen Geldanlage beraten. Dabei steht der Bedarf des Kunden im Vordergrund und nicht der Absatz einzelner Produkte. Ziel ist es, neben den klassischen Anlageformen UmweltPluskonto, UmweltSparbuch und UmweltSparbrief weitere attraktive Anlagemöglichkeiten, wie z.B. Projektanleihen für Wind-oder Solarkraftwerke anzubieten. Im Kreditbereich werden weiterhin die ökologische Baufinanzierung – einschließlich der Altbausanierung – sowie die Finanzierung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energieträger ertragreiches Wachstum bei niedrigen Risiken ermöglichen. Finanzierungen im Bereich der nicht vom Gesetz über den Vorrang Erneuerbarer Energien abhängigen Stromproduktion und -vermarktung sollen intensiviert werden. Die Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung liegen weiterhin in der Veränderung der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie der Entwicklung der Energiepreise, der Kapitalmärkte und der Konjunktur. Die von der Bundesregierung angekündigten Änderungen am Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien werden möglicherweise Branchenverschiebungen im Neukreditgeschäft zur Folge haben, einen relevanten Ein- oder Abbruch erwarten wir hingegen nicht. Für das weitere geplante Wachstum ist der kontinuierliche personelle Auf- und Ausbau mit engagierten und qualifizierten Mitarbeiter/innen und Führungskräften vorgesehen.
Nürnberg, den 31. Januar 2014 / 13. März 2014 UmweltBank AG, Nürnberg Der Vorstand Horst P. Popp Jürgen Koppmann Bilanz zum 31. Dezember 2013der UmweltBank AG, NürnbergAKTIVSEITE scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2013der UmweltBank AG, NürnbergAUFWENDUNGEN scroll
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2013der UmweltBank AG, Nürnbergscroll
Eigenkapitalspiegel zum Jahresabschluss 31.12.2013der UmweltBank AG, NürnbergDas bilanzielle Eigenkapital (ohne Berücksichtigung des Genussrechtskapitals und des Fonds für allgemeine Bankrisiken) hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2013der UmweltBank AG, NürnbergI. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 ist unter Beachtung handels- und aktienrechtlicher Vorschriften und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (kurz: RechKredV) aufgestellt. Die in den Formblättern 1 und 2 der RechKredV vorgesehenen, aber nicht belegten Posten wurden gemäß § 265 Abs. 8 Handelsgesetzbuch (kurz: HGB) nicht berücksichtigt. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeVermögensgegenstände des Umlaufvermögens Täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, Wertpapiere des Umlaufvermögens und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert bzw. nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem latenten Kreditrisiko wurde durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden gemäß § 340e HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet. Die Nutzungsdauer liegt bei immateriellen Vermögensgegenständen zwischen 3 und 5 Jahren, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 15 Jahren. Die Einbauten in fremde Gebäude werden auf die Restlaufzeit der jeweiligen Mietverträge zum Aktivierungszeitpunkt abgeschrieben. Immaterielle Anlagegüter und Sachanlagen werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Jahr 2009 als Sonderposten aktiviert, welcher über fünf Jahre (inklusive des Anschaffungsjahrs) abgeschrieben wird. Die seit dem Geschäftsjahr 2010 erworbenen Geringwertigen Wirtschaftsgüter werden gemäß § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen. Befristete Forderungen an Kreditinstitute, die festverzinslichen Wertpapiere des Anlagevermögens sowie die Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Unter Pari erworbene festverzinsliche Wertpapiere werden periodengerecht linear auf den Nennwert zugeschrieben. Über Pari erworbene festverzinsliche Wertpapiere werden periodengerecht linear auf den Nennwert abgeschrieben. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die Bilanzierung der Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen an Personengesellschaften erfolgte nach dem Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 18. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Eventualverbindlichkeiten wurden mit den Nominalwerten zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Andere Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Das Bankbuch der UmweltBank wurde gemäß IDW RS BFA 3 hinsichtlich der Notwendigkeit einer Rückstellung für drohende Verluste überprüft. Da auf Basis einer GuV-orientierten Betrachtung der zinsbezogenen Geschäfte ein positives barwertiges Ergebnis über einen Betrachtungszeitraum von 25 Jahren ermittelt wurde, war die Bildung eine Drohverlustrückstellung nicht erforderlich. Fonds für allgemeine Bankrisiken Im Jahresabschluss 2013 wurde wie in den Vorjahren erneut der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB dotiert, der das Ergebnis des Jahresabschlusses entsprechend verringerte. III. Angaben und Erläuterungen zur BilanzAktivseite der Bilanz Forderungen an Kreditinstitute Die anderen Forderungen an Kreditinstitute teilen sich nach der Restlaufzeit wie folgt auf: scroll
Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden haben nach der Restlaufzeit folgende Aufteilung: scroll
Die Beträge enthalten Forderungen mit Nachrangabrede in Höhe von 97 TEUR (31.12.2012: 20 TEUR). Forderungen aus zinsgünstigen öffentlichen Darlehen im Volumen von 597.586 TEUR (31.12.2012: 605.566 TEUR) sind an die refinanzierenden Banken abgetreten. In den Forderungen an Kunden sind Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 7.333 TEUR (31.12.2012: 9.299 TEUR) sowie Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 8.950 TEUR (31.12.2012: 8.354 TEUR) enthalten. Sämtliche Darlehen an diese Unternehmen sind banküblich besichert. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Diese Position gliedert sich folgendermaßen auf: scroll
Drei Wertpapiergattungen mit einem Nominalwert von insgesamt 10.411 TEUR (31.12.2012: 10.360 TEUR) sind mit einer Nachrangabrede verbunden. In dem auf den Stichtag folgenden Jahr werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 144.590 TEUR (31.12.2012: 146.000 TEUR) fällig. Die festverzinslichen Wertpapiere des Anlagebestandes mit einem Buchwert (einschließlich anteiliger Zinsen) von 247.568 TEUR (31.12.2012: 305.459 TEUR) wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die vermiedenen Abschreibungen zum 31.12.2013 betrugen 126 TEUR (31.12.2012: 0 TEUR). Eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 S. 4 HGB wurde nicht vorgenommen, da die Wertpapiere zu Pari zurückgezahlt werden und keine Anhaltspunkte erkennbar sind, dass die Rückzahlungen gemindert werden. Die stillen Reserven bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren beliefen sich zum 31.12.2013 auf 5.703 TEUR (31.12.2012: 9.261 TEUR). Insgesamt waren festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 85.590 TEUR (31.12.2012: 107.590 TEUR) zur Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verpfändet. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Diese Position gliedert sich wie folgt auf: scroll
Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere des Anlagebestandes mit einem Buchwert von 750 TEUR (31.12.2012: 640 TEUR) wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die vermiedenen Abschreibungen betragen zum 31.12.2013 4 TEUR. Neben Genußscheinen im Eigenbestand verwaltet die UmweltBank treuhänderisch Genußscheine für Kunden mit einem Nominalwert von 971 TEUR. Auf einen separaten Ausweis als Treuhandgeschäft in der Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 8 HGB verzichtet. Handelsbestand Die UmweltBank hatte zum 31.12.2013 keinen Handelsbestand. Die Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand wurden im Jahr 2013 nicht geändert. Beteiligungen Diese Position gliedert sich folgendermaßen auf: scroll
Größere Beteiligungen bestehen an folgenden Unternehmen: scroll
Anteile an verbundenen Unternehmen Diese Position gliedert sich wie folgt auf: scroll
Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich vollumfänglich um nicht börsenfähige Anteile. Die Bilanzierung der Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen an Personengesellschaften erfolgte nach dem Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 18. Danach werden Kapitalrückzahlungen als ergebnisneutrale Minderungen des Beteiligungsbuchwerts behandelt und im Anlagespiegel als Beteiligungsabgang ausgewiesen. Gewinnanteile werden nur dann als Erträge aus Beteiligungen vereinnahmt, wenn die Verlustsonderkonten ausgeglichen sind. Anlagespiegel Im Anlagespiegel werden die nach den Grundsätzen für das Anlagevermögen zu bewertenden Vermögensgegenstände verschiedener Bilanzpositionen zusammengefasst. Die Sachanlagen betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von 362 TEUR (31.12.2012: 432 TEUR) und Einbauten in fremde, betrieblich genutzte Gebäude in Höhe von 222 TEUR (31.12.2012: 262 TEUR). scroll
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Sonstige Vermögensgegenstände Der Posten sonstige Vermögensgegenstände enthält: scroll
Rechnungsabgrenzungsposten In dieser Position sind enthalten: scroll
Passivseite der Bilanz Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist teilen sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt auf: scroll
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist handelt es sich um zinsverbilligte Darlehen öffentlicher Banken. Davon sind 597.637 TEUR (31.12.2012: 605.590 TEUR) durch abgetretene und verpfändete Forderungen im Nennwert von insgesamt 597.586 TEUR (31.12.2012: 605.566 TEUR) und verpfändete festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 85.590 TEUR (31.12.2012: 107.590 TEUR) besichert. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als 3 Monaten teilen sich nach der Restlaufzeit wie folgt auf: scroll
Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist setzen sich nach der Restlaufzeit wie folgt zusammen: scroll
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 248 TEUR (31.12.2012: 919 TEUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 287 TEUR (31.12.2012: 229 TEUR) enthalten. Sonstige Verbindlichkeiten Der Posten sonstige Verbindlichkeiten enthält folgende wichtige Einzelbeträge: scroll
Rechnungsabgrenzungsposten In dieser Position sind enthalten: scroll
Latente Steuern scroll
In stetiger Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde der Überhang an aktiven latenten Steuern aktiviert. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatz für Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag von 31,47 %. Gewerbesteuerpflichtige Personengesellschaften wurden mit einem kombinierten Steuersatz für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von 15,83 % berücksichtigt. Andere Rückstellungen Diese Position enthält folgende wichtige Einzelbeträge: scroll
Genussrechtskapital Das gesamte Genussrechtskapital in Höhe von 63.113 TEUR ist haftendes Eigenkapital gemäß § 10 Abs. 5 KWG (Ergänzungskapital). Alle nach dem 01.04.2010 emittierten Genussrechte in Höhe von insgesamt 16.616 TEUR erfüllen zusätzlich die Anforderungen des § 10 Abs. 4 KWG (hybrides Kernkapital). Die Genussrechtsinhaber erhalten eine, dem Gewinnanspruch der Aktionäre vorgehende, jährliche Ausschüttung in Höhe des angegebenen Zinssatzes bezogen auf den Nennbetrag der Genussrechte. Der Bilanzausweis erfolgt mit dem Nominalbetrag. Die geschuldeten Zinsen des Geschäftsjahrs werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. scroll
Eigenkapital Das Aktienkapital setzt sich zusammen aus 5.538.240 Stückaktien, lautend auf den Inhaber. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates befristet bis zum 29. Juni 2017 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 7.199.712,00 EUR durch ein- und mehrmalige Ausgabe von bis zu 2.769.120 auf den Inhaber lautenden Stückaktien im rechnerischen Nennwert von je 2,60 EUR gegen Bareinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Zusätzlich ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 29. Juni 2017 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende, verbriefte oder unverbriefte Genussrechte (nachfolgend zusammen „Genußscheine“) zu begeben. Die Genußscheine müssen den Voraussetzungen entsprechen, unter denen das für die Gewährung von Genussrechten eingezahlte Kapital dem haftenden Eigenkapital zuzurechnen ist. Die Genußscheine können mit einem Wandlungsrecht für den Inhaber verbunden werden. Die Wandlungsrechte berechtigen beziehungsweise verpflichten nach näherer Maßgabe der Wandelgenußscheinsbedingungen, Aktien der Gesellschaft zu beziehen. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, bis zum 29. Juni 2017 anstelle von oder neben Genußscheinen einmalig oder mehrmals Wandelschuldverschreibungen mit einer festen Laufzeit oder mit unbegrenzter Laufzeit zu begeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Aktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Der Gesamtnennbetrag der im Rahmen dieser Ermächtigung auszugebenden Genußscheine und Wandelschuldverschreibungen darf insgesamt 90 Millionen Euro nicht übersteigen. Wandlungsrechte dürfen nur auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 7.199.712 EUR ausgegeben werden. Zudem ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine bedingte Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital) um bis zu 7.199.712,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 2.769.120 neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 2,60 EUR durchzuführen. Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Wandelgenussrechten und Wandelschuldverschreibungen. Bezüglich der Entwicklung des bilanziellen Eigenkapitals verweisen wir auf die Darstellung im Eigenkapitalspiegel. Durch die Hauptversammlung vom 21. Juni 2013 wurden 452 TEUR (im Vorjahr: 470 TEUR) aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in die Gewinnrücklagen eingestellt. Aus dem Jahresüberschuss werden 6.425 TEUR (31.12.2012: 5.500 TEUR) den Gewinnrücklagen zugeführt. Das haftende Eigenkapital einschließlich Genussrechtskapital gemäß § 10 KWG in der Fassung bis 31.12.2013 beläuft sich nach Feststellung des Jahresabschlusses auf 175.213 TEUR (31.12.2012: 153.783 TEUR). Gemäß Solvabilitätsverordnung in der bis zum 31.12.2013 gültigen Fassung beträgt die Quote des haftenden Eigenkapitals bezogen auf die gewichteten Risikoaktiva nach Feststellung des Jahresabschlusses 9,97 % (31.12.2012: 9,83 %). Unterstrichpositionen Eventualverbindlichkeiten In dieser Position sind enthalten: scroll
Im Posten Eventualverbindlichkeiten sind keine Einzelbeträge enthalten, die in Bezug auf die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten wird insgesamt als gering eingestuft. Andere Verpflichtungen In dieser Position sind enthalten: scroll
Der Posten unwiderrufliche Kreditzusagen enthält keine Einzelbeträge, die in Bezug auf die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind. Besondere Kreditrisiken aus der zukünftigen Kreditausreichung sind nicht erkennbar. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungProvisionsergebnis Das Provisionsergebnis als Saldo der Provisionserträge und -aufwendungen gliedert sich wie folgt: scroll
Andere Verwaltungsaufwendungen Die anderen Verwaltungsaufwendungen weisen folgende Verteilung auf: scroll
Aufwendungen für Belegschaftsaktien Für die Ausgabe von Belegschaftsaktien wurden im November und Dezember 2013 950 Stück UmweltBank-Aktien zu Kursen von 38,61 Euro bis 38,89 Euro erworben und an die Mitarbeiter gratis abgegeben. Der in diesem Zusammenhang entstandene Aufwand beläuft sich auf 37 TEUR. Aufwendungen für den Abschlussprüfer Für das Honorar des Abschlussprüfers wurden im Jahr 2013 einschließlich nicht abzugsfähiger Vorsteuer insgesamt 291 TEUR (Vorjahr: 304 TEUR) aufgewendet. Hiervon entfallen 214 TEUR (Vorjahr: 230 TEUR) zeitanteilig auf die Prüfungsleistungen – davon 125 TEUR auf die Prüfung des Jahresabschlusses 2012 - und 77 TEUR (Vorjahr: 74 TEUR) auf andere Bestätigungsleistungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen: scroll
V. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Resteinzahlungsverpflichtungen für noch nicht eingeforderte bedungene Einlagen betragen 2.877 TEUR (31.12.2012: 2.877 TEUR) und betreffen die Beteiligungen an der ENERTRAG Windpark Neuenfeld GmbH & Co. KG, Schenkenberg 511 TEUR (31.12.2012: 511 TEUR), an der Windpark Altenbruch GmbH & Co. Betriebs-KG, Cuxhaven 824 TEUR (31.12.2012: 824 TEUR) und an der Windpark Nordleda GmbH & Co. Betriebs-KG, Nordleda 1.542 TEUR (31.12.2012: 1.542 TEUR). Die UmweltBank ist zudem Komplementärin der UmweltBank & Co Emilienstraße 3 KG, Nürnberg, und der Gewerbezentrum Altenstadt AG & Co. KG, Nürnberg. Des Weiteren bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 559 TEUR p.a. sowie 263 TEUR p.a. aus Wartungs-, Instandhaltungs- und Lizenzverträgen. VI. Angaben über das Unternehmen und seine OrganeMitarbeiter Zum Bilanzstichtag waren ohne Berücksichtigung der Vorstände 101 (Vorjahr: 99) Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit angestellt. Darüber hinaus waren zum Stichtag 26 studentische Teilzeitkräfte (Vorjahr: 26) beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt (Quartalsendstände) wurden umgerechnet auf Vollzeit-Arbeitsverhältnisse 100,1 (Vorjahr: 97,6) Mitarbeiter beschäftigt. Davon entfielen 85,1 (Vorjahr: 82,1) auf Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit und 15,0 (Vorjahr: 15,5) auf studentische Teilzeitkräfte. Vorstandsvergütung Die Bezüge der Vorstände beliefen sich auf insgesamt 348 TEUR (Vorjahr: 414 TEUR). Aufsichtsratsvergütung Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat im Kalenderjahr 2013 betrugen 53 TEUR (Vorjahr: 53 TEUR). Kredite an Aufsichtsrat/Vorstand Zum 31.12.2013 bestanden Kreditforderungen gegenüber den Mitgliedern des Vorstandes in Höhe von insgesamt 10 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR). Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt zusammen:
Vorstand Zum Vorstand sind bestellt:
Nürnberg, den 31. Januar 2014 UmweltBank AG, Nürnberg Der Vorstand Horst P. Popp Jürgen Koppmann Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der UmweltBank Aktiengesellschaft, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 13. März 2014 Ebner Stolz GmbH & Co. KG Matthias Kopka, Wirtschaftsprüfer Jens-Uwe Herbst, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2013der UmweltBank AG, NürnbergErneut kann die UmweltBank auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken, an dem der Aufsichtsrat mit seinen Mitgliedern Dr. Irene Schöne, Günther Hofmann und Heinrich Klotz, in Erfüllung seiner gesetzlichen und satzungsgemäßen Aufgaben mitgewirkt hat, wobei mit dem Ablauf der Hauptversammlung am 21. Juni 2013 der Vorsitz im Aufsichtsrat von Dr. Irene Schöne auf Heinrich Klotz übergegangen ist. Über die Überwachungs- und Beratungstätigkeit des Aufsichtsrates wird hiermit berichtet. Sitzungen des Aufsichtsrats Im Geschäftsjahr 2013 haben fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen stattgefunden, eine Sitzung fand dabei teilweise gemeinsam mit dem Umweltrat statt. Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates haben außerdem an der jährlichen Sitzung des Umweltbeirates teilgenommen. Im Mittelpunkt jeder Aufsichtsratsitzung steht immer der umfangreiche Bericht des Vorstandes über die ökonomischen und ökologischen Verhältnisse, das Risikokontrollsystem, das Kreditgeschäft und das Einlagengeschäft. Dabei werden sowohl Kreditgeschäfte, die nach der Geschäftsordnung dem Aufsichtsrat zur Kenntnis vorzulegen sind, als auch sonstige bemerkenswerte Kredite anhand der Kreditprotokolle ausführlich erläutert. Darüber hinaus werden in jeder Sitzung des Aufsichtsrates wichtige Fragen aus den übrigen Geschäftsbereichen Marketing/Kommunikation, Personal, externe und interne Prüfungen, dem Risikocontrolling und dem Betriebsbereich/IT sowie Beschwerden und Rechtsstreitigkeiten erörtert. Zwischen den Sitzungen werden die Mitglieder des Aufsichtsrates vom Vorstand über wichtige Vorgänge schriftlich informiert. Erforderliche Beschlüsse außerhalb von Sitzungen werden im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst, waren aber im Berichtszeitraum nicht erforderlich. Überwachung der ökonomischen Geschäftsführung Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben sich auch im Geschäftsjahr 2013 vom Vorstand umfassend über die ökonomische Lage der UmweltBank, über die aktuelle und grundsätzliche Geschäftspolitik sowie über das Risikomanagement unterrichten lassen und darüber mit dem Vorstand beraten. Dabei wurde die Geschäftsführung des Vorstands insbesondere aufgrund der Vorstandsberichte in den gemeinsamen Sitzungen laufend besprochen und überwacht. Der Vorstand hat den Mitgliedern des Aufsichtsrates nach Gesetz und Geschäftsordnung zustimmungsbedürftige Kredite und Geschäftsvorgänge vorgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben diesen Vorlagen nach Erörterung mit dem Vorstand und nach Prüfung zugestimmt. Auch im Jahr 2013 hat die UmweltBank aufgrund ihres soliden, gleichzeitig an Ökonomie und Ökologie ausgerichteten Geschäftskonzeptes das Wachstum bei gleichzeitiger Entlastung der Umwelt fortgesetzt und dabei wiederum ein sehr erfreuliches Jahresergebnis erwirtschaftet. Entsprechend erfreulich hat sich auch der Kurs der Aktie der UmweltBank entwickelt. Überwachung der ökologischen Geschäftsführung Seit Beginn der Geschäftstätigkeit Anfang 1997 berichtet die UmweltBank nicht nur über ihre ökonomische Erfolgszahlen, sondern auch über die sich daraus ergebenden ökologischen Auswirkungen, um das Ziel der UmweltBank zu verdeutlichen: Ökonomie und Ökologie stehen im Einklang. Die Ausrichtung der aktuellen und strategischen Geschäftspolitik an den ökologischen Unternehmenszielen, wie sie die Präambel der Satzung der UmweltBank vorgibt, wird regelmäßig in unseren Sitzungen beraten und überprüft. Nach unserer Beurteilung werden auch die ökologischen Ziele vom Vorstand erfolgreich verfolgt. Die ökologischen Ziele der UmweltBank wurden auch in der gemeinsamen Sitzung mit dem Umweltrat besprochen und durch die Teilnahme der Mitglieder des Aufsichtsrates an der jährlichen Sitzung des Umweltbeirates vertieft. Im ökologischen Bereich sind im Geschäftsjahr 2013 die Erfolge erneut gewachsen. Die CO2-Ersparnis aus allen bisher geförderten und finanzierten Kreditprojekten zusammen beträgt rund 2,6 Millionen Tonnen jährlich, die ökologische Dividende ist im Jahr 2013 auf 473 kg pro Aktie angestiegen. Jahresabschluss, Lagebericht und integrierte Bilanzierung Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die verantwortlichen Prüfer haben an der Aufsichtsratsitzung über die Feststellung des Jahresabschlusses 2013 teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet und besonders wichtige Fragen mit Vorstand und Aufsichtsrat diskutiert. Der Aufsichtsrat hat nach dieser Beratung dem Ergebnis der Abschlussprüfer zugestimmt. Auf der Grundlage des Prüfungsberichtes des Abschlussprüfers, den ergänzenden Erläuterungen und dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013. Der Aufsichtsrat hat daher den Jahresabschluss 2013 am 11. April 2014 gebilligt und damit festgestellt. Dank Die Mitglieder des Aufsichtsrates danken dem Vorstand und allen Mitarbeiter(inne)n für ihren stets engagierten Einsatz und der im Jahr 2013 wiederum hervorragend geleisteten Arbeit, den Aktionär(inn)en für ihre treue Verbundenheit zur UmweltBank, sowie den über 114.000 Kund(innen)en für ihr Vertrauen in die UmweltBank, ohne das der bisherige ökonomische und ökologische Erfolg nicht möglich gewesen wäre.
Nürnberg, 11. April 2014
Heinrich Klotz als Vorsitzender für den Aufsichtsrat der UmweltBank AG, Nürnberg Bericht des Umweltrats über das Geschäftsjahr 2013((Anz. Zeichen: 4979)) Der Umweltrat der UmweltBank stellt das ökologische Pendant zum Aufsichtsrat dar. Er ist in der Satzung verankert, überprüft turnusmäßig die ökologische Entwicklung der UmweltBank und berät den Vorstand zu wichtigen Umweltfragen. Eine neue Amtszeit im Umweltrat Nach der Hauptversammlung 2013 endete die Amtsperiode des Umweltrats. Auf Anfrage des Vorstands erklärten sich die bisherigen Mitglieder bereit, weiterhin zur Verfügung zu stehen, und wurden für die neue Periode bestellt. Die Mitglieder des Umweltrats sind also unverändert Frauke Hammermann aus Hamburg (selbständige Finanzberaterin im Bereich ethischer Geldanlagen), Klaus Kiefer aus Freiburg (Wissenschaftler im Bereich der Solarenergieforschung) und Markus Ott aus Pfaffenhofen (Vertriebsleiter im Bereich der Bioenergie). Den Vorsitz übernahm Markus Ott, Stellvertreterin wurde Frauke Hammermann. Im Berichtsjahr 2013 fanden vier Sitzungen statt; jeweils eine davon gemeinsam mit dem Aufsichtsrat bzw. mit dem Umweltbeirat. In der Sitzung am 28. März 2014 lagen die abschließenden Zahlen für das Geschäftsjahr 2013 vor. Trends im Geschäftsjahr Zum Jahresende finanzierte die UmweltBank über 15.100 Projekte aus den Bereichen Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft, Biomasse und Biogas, ökologisches Bauen und Sanieren und ökologische Landwirtschaft in ganz Deutschland. Photovoltaik-Projekte machen mit 43,3 Prozent unverändert den weitaus größten Teil des Kreditvolumens aus. Kredite für ökologisches Bauen (30,6 Prozent) stehen an zweiter Stelle. Neuprojekte im Bereich Bioenergie gab es kaum. Demgegenüber nahm das Volumen im Bereich Wind-/Wasserkraft noch zu (21,4 Prozent). Die Stärke der UmweltBank bei Baugruppen ist dabei besonders zu erwähnen und wird im Trend weiter ausgebaut werden. Kreditvergabe in Übereinstimmung mit der Umweltgarantie Der Vorstand erläuterte anhand der Risikoberichte die Einstufungen sämtlicher Kreditprojekte im Sinne des bankeigenen ökonomischen Ratings. Die verantwortlichen Abteilungsleiter stellten jeweils beispielhafte Kreditprojekte aus ihren Bereichen vor. Beides wurde vom Umweltrat nachvollzogen und kritisch hinterfragt. Die durchschnittliche ökologische Bonität aller Kreditprojekte beträgt 1,82 auf einer Notenskala vom 1 bis 5 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Nach unseren Feststellungen lag auch in 2013 kein umweltschädliches oder nicht der Satzung der UmweltBank entsprechendes Kreditprojekt vor. Vielmehr bewertete der Umweltrat die vorgestellten Einzelprojekte auch hinsichtlich ihrer Innovation und ihres Vorzeigecharakters als sehr gut. Auch was die Anlageberatung bzw. die Vermögensberatung betrifft, wurden in 2013 nur nachhaltige Fonds angeboten, die neben den ökologischen Kriterien auch ethische Ansprüche erfüllen. Die Emission verschiedener Genussscheine wurde im Umweltrat jeweils im Vorfeld besprochen. Der Ausbau des Online-Banking wird vom Umweltrat befürwortet. Liquiditätsreserve Die UmweltBank beauftragte wiederum drei unabhängige, anerkannte Ratingagenturen mit der Bewertung der Liquiditätsreserve der Bank. Es wurde festgestellt, dass auch die Liquiditätsreserve die selbst auferlegten Kriterien der UmweltBank erfüllt. Erstmals wurde in 2013 auf die Vergabe von Rating-Noten wie bei den Kreditprojekten verzichtet, da diese aufgrund ihrer Systematik nur eingeschränkt auf Pfandbriefe oder gar Staatsanleihen anwendbar sind. Tatsächlich ist es aus Sicht des Umweltrats auch vorrangig wichtiger, ob gegen die grundsätzlichen Ausschlusskriterien verstoßen wird. Fachthemen Anlässlich der Entwicklungen bei den politischen Rahmenbedingungen befasste sich der Umweltrat mit dem Thema „Windkraft im Wald“. Zu einer abschließenden Bewertung kam es noch nicht. Das Thema wird aber intensiviert werden, sollte sich eine deutliche Zunahme bei Windprojekten im Wald abzeichnen. Betriebsökologie Insgesamt wurden durch die von der UmweltBank finanzierten Kreditprojekte gut 2,6 Mio. Tonnen CO2 eingespart; das sind 16,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Hierzu trug vor allem das Wachstum in den Bereichen Projekt- und Solarfinanzierung bei. Die durch die eigene Betriebstätigkeit verursachten CO2 Emissionen liegen bei 541,8 kg pro Mitarbeiter und wurden somit um 30,7 Prozent weiter deutlich reduziert. Umweltrat und Umweltbeirat Die gemeinsame Veranstaltung mit dem Umweltbeirat am 8. November 2013 befasste sich dieses Mal mit der „Ökologie der Zeit“. Es gab je einen Fachvortrag von Frau Dr. Natalie Knapp zu unserem Zeitempfinden und von Professor Dr. Mathias Binswanger, der die „Zeitspar-Tretmühle“ erläuterte. Die Folgen für das Handeln des Einzelnen und der Gesellschaft insgesamt wurden anschließend im Beirat diskutiert. Mit dieser Sitzung endete auch die Amtsperiode des Umweltbeirats. Der Umweltrat dankt allen Mitgliedern für ihr Engagement und ihre intensiven Diskussionsbeiträge. Der Dank gilt insbesondere auch denjenigen Mitgliedern, die nach dieser Periode aus dem Gremium ausgeschieden sind. Zusammenfassung Zusammenfassend bestätigt der Umweltrat auch für das Berichtsjahr 2013, dass er sich ein umfassendes Bild von der Kreditvergabe- und Förderpraxis der UmweltBank gemacht hat. Die UmweltBank hat mit den Geldern ihrer Kunden und Aktionäre satzungsgemäß ausschließlich umweltfreundliche Projekte finanziert und gefördert. Die den Anlegern gegenüber ausgesprochene Umweltgarantie wurde eingehalten.
Pfaffenhofen, den 28. März 2014
für den Umweltrat Markus Ott (Vorsitzender) Gewinnverwendungsbeschluss - Auszug aus der Niederschrift über die ordentliche Hauptversammlung vom 27. Juni 2014„Bekanntgabe des Abstimmergebnisses zu Punkt 2 der Tagesordnung: Der Vorsitzende stellte fest, dass der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat bei einer Anfangspräsenz von 1.766.309 Stimmen scroll
angenommen wurde und damit die Ausschüttung einer Dividende von € 1,20 sowie die Einstellung eines Betrages in Höhe von EUR 376.153,72 in die anderen Gewinnrücklagen beschlossen worden sind. Damit war Punkt 2 der Tagesordnung erledigt. Der Vorsitzende stellte dies fest.” |
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