UmweltBank AktiengesellschaftNürnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015der UmweltBank AG, Nürnberg1. Grundlagen der BankDeutschlands grüne Bank Aufgabe der UmweltBank ist die Finanzierung und Förderung von Umweltprojekten in ganz Deutschland. Diese Aufgabe ist in der Satzung wie folgt verankert: Die UmweltBank setzt sich für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen, insbesondere für klares Wasser, reine Luft und eine gesunde Umwelt ein. Die UmweltBank verwirklicht Ideen, die allen zugutekommen. Sie unterstützt die ökologische Entwicklung unserer Gesellschaft und fördert integrative und vorbeugende Maßnahmen des Umweltschutzes. Die UmweltBank verbindet erfolgreiches und professionelles Bankmanagement mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Auf diese Weise setzt sie sich für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen und die Zukunft unserer Kinder ein. Die Herausforderungen unserer Zeit erfordern Konzepte, die Ökonomie und Ökologie wirkungsvoll miteinander verbinden. Die UmweltBank bietet ökologische Finanzierungen, grüne Geld- und Kapitalanlagen sowie ökologisch orientierte Versicherungen und Altersvorsorgeprodukte und informiert ihre Kunden umfassend dazu. Durch ihre tägliche Arbeit fördert die Umwelt-Bank den Ausbau regenerativer Energien und bringt nachhaltiges Wirtschaften voran. Das Ziel der UmweltBank ist es, durch die Geschäftstätigkeit in jeder Hinsicht zum Schutz der Umwelt beizutragen. Ökologie ist für die grüne Bank dabei kein kurzfristiger Trend. Denn nur durch nachhaltiges, langfristig orientiertes Handeln kann eine intakte Umwelt auch für die nachkommenden Generationen erhalten werden. Die UmweltBank ist bisher die einzige Bank, die den Umweltschutz als Unternehmensgegenstand bereits in ihrer Satzung verankert hat. Produktökologie im Mittelpunkt: Aufgrund ihrer besonderen Unternehmenspolitik misst die UmweltBank den Erfolg ihrer Geschäftstätigkeit nicht nur an wirtschaftlichen, sondern auch an ökologischen Zahlen wie z. B. der Umweltentlastung anhand der CO2-Einsparung. Sie bietet ausschließlich Geldanlagen an, die unter nachhaltigen Gesichtspunkten gewissenhaft geprüft wurden und sie finanziert ausschließlich Projekte, die nach ebensolchen Kriterien ausgewählt wurden. Umweltschutz garantiert: Die UmweltBank bietet ein in der deutschen Bankenlandschaft bislang einmaliges Versprechen: die Umweltgarantie. Die grüne Bank garantiert jedem Anleger, dass mit seinem Geld ausschließlich Umweltprojekte finanziert werden. Das sind z. B. Vorhaben im Bereich ökologisches Bauen und Sanieren, Windkraft-, Wasserkraft-, Sonnenenergie- und Biomasseprojekte, bis hin zur ökologischen Landwirtschaft. Dabei gilt höchste Transparenz. Denn in welche ökologischen und nachhaltigen Projekte die Kundeneinlagen fließen, können die Anleger dem regelmäßig veröffentlichten Kreditportfolio der Bank entnehmen. Kontrollorgan: Die Einhaltung der Umweltgarantie wird regelmäßig durch ein unabhängiges Gremium kontrolliert – den Umweltrat. Bei der Kreditvergabe beachtet die UmweltBank klare ethisch-ökologische Vorgaben, die gemeinsam mit dem Umweltrat erarbeitet wurden. So gelten strenge Ausschlusskriterien. Projekte aus den Bereichen fossile Energie, Militärgüter, umweltschädliche Produkte und Technologien, Gentechnik in der Landwirtschaft sowie sozial unverträgliche Projekte wie Ausbeutung und unfaire Geschäftspraktiken (z. B. Korruption und Menschenrechtsverletzungen) werden keinesfalls unterstützt. Die Bank orientiert sich bei der Auswahl der Kreditprojekte in erster Linie an Positivkriterien wie z. B. regenerative Stromerzeugung, umweltfreundliches Bauen, ökologische Land- und Forstwirtschaft oder nachhaltige Wirtschaftsweise. Ökologische Sparprodukte: Als Förderbank im Umweltbereich bietet die UmweltBank ökologische Geldanlagen mit fairer Rendite an. Zu den bankeigenen Sparprodukten gehören das täglich verfügbare UmweltPluskonto, Sparbücher, Sparbriefe einschließlich des einjährigen Umweltzertifikats und UmweltSparverträge mit einer Laufzeit bis zu 25 Jahren. Die Anleger müssen bei einer Geldanlage für die Umwelt nicht auf Zinsen verzichten. Sie profitieren in zweifacher Hinsicht: Zum einen in Form von attraktiven Zinsen, zum anderen durch den Einsatz für die Umwelt. Ökologische Vermögensberatung: Die UmweltBank bietet alle Anlageprodukte, die zu einem gut strukturierten Portfolio gehören. Neben der eigenen Aktie sind dies Genußscheine, Projektanleihen, Umweltaktien, nachhaltige Aktien- und Rentenfonds sowie ökologisch orientierte Altersvorsorgeangebote und Versicherungen. Dabei werden alle angebotenen Produkte einer intensiven ökonomischen und ökologischen Prüfung unterzogen, damit alle Kunden die Sicherheit haben, sich tatsächlich für ein ökologisches Produkt zu entscheiden. Im Mittelpunkt steht für die UmweltBank als Beraterbank der Kunde. Für die Beratung gilt das Prinzip „Qualität vor Quantität", Planzahlen zur Erreichung bestimmter Umsatz- oder Vertriebsziele gibt es für unsere Mitarbeiter nicht. Weiterführende Informationen zur Mitarbeiterphilosophie und den Leistungen für die Mitarbeiter sind im Sozialbericht dargestellt 2. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Wirtschaftliches Umfeld Auch im Jahr 2015 hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre expansive Geldpolitik der Vorjahre fortgesetzt und noch deutlich gelockert. Durch das umfangreiche Staatsanleihekaufprogramm (Quantitative Easing) fielen die kurz- bis mittelfristigen Anleiherenditen öffentlicher Emittenten in den negativen Bereich. Hierbei stellte die EZB in Aussicht, das Ankaufprogramm noch bis mindestens September 2016 zu betreiben. Das damit einhergehende aktuelle Marktumfeld erschwerte es Banken zunehmend, ihre liquiden Mittel rentabel anzulegen und drückte ferner die Zinsen für Kundeneinlagen. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland hielt auch 2015 an. Insgesamt schätzen Experten eine Zuwachsrate von 1,7 % des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das abgelaufene Kalenderjahr, primär getragen durch die anhaltend starke Binnennachfrage. Dabei spielte vor allem der private Konsum, bedingt durch steigende Beschäftigung und höhere Reallöhne, die entscheidende Rolle. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien entwickelte sich in 2015 unterschiedlich. Während bei der Windenergie an Land mit rund 3.700 Megawatt (MW) Leistung der zweithöchste Bruttozubau seit Beginn der Windenergieentwicklung in Deutschland zu verzeichnen war (2014: 4.750 MW), ging die neu installierte Leistung von Photovoltaikanlagen im gleichen Zeitraum mit 1.460 MWp gegenüber dem Vorjahr (2014: 1.900 MWp) nochmals zurück. Begehrt waren auch 2015 wieder hochwertige ökologische Wohnimmobilien. Kaufpreise und Mieten zogen insbesondere in den Großstädten weiter an. Die UmweltBank im Überblick Die UmweltBank ist eine Direkt- und Förderbank, die von Nürnberg aus bundesweit tätig ist und sich ausschließlich auf den Umweltbereich spezialisiert hat. Sie gehört zu den führenden deutschen privaten Banken im Bereich der ökologisch nachhaltigen Geldanlage. Per 31. Dezember 2015 förderte die UmweltBank Umweltprojekte mit einem Gesamtvolumen von 2.318,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2.038,0 Mio. Euro). Die Bilanzsumme betrug zum Stichtag 2.757,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2.595,4 Mio. Euro). Das Nachsteuerergebnis lag unter Einbeziehung der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken bei 34,1 Mio. Euro (Vorjahr: 27,5 Mio. Euro), was einem Gewinn von 6,15 Euro (Vorjahr: 4,97 Euro) je Aktie entspricht. Die Eigenkapitalquote nach Feststellung des Jahresabschlusses (Gesamtkennziffer) betrug 11,0 % (Vorjahr: 10,8 %). Die wichtigsten Tätigkeitsbereiche (inklusive angebotener Produkte) der UmweltBank liegen in der Annahme von Kundeneinlagen (UmweltPluskonto, UmweltSparbuch, -Extra, Wachstumsparen, UmweltSparbriefe und UmweltSparverträge, Auszahlplan), der Anschaffung, Veräußerung und Verwahrung von Wertpapieren sowie der Vermittlung von Wertpapieren und Vermögensanlagen (geschlossene Windkraft-, Immobilien-, Biogas- und Solarfonds, Versicherungen, Genußscheine, Umweltaktien, -anleihen und -fonds), der Kreditvergabe an Privatkunden (insbesondere Baufinanzierung) und der gewerblichen Projektfinanzierung (insbesondere Solar- und Windkraftanlagen). Wettbewerbsstärken Die UmweltBank verfügt über weitreichende Erfahrung im Projektfinanzierungsgeschäft in dem Bereich Erneuerbare Energien, kennt die Branche und besitzt als etablierter Anbieter ein entsprechendes Renommee bei Kunden und Interessenten. Sie profitiert von den gesamtgesellschaftlichen Großtrends zu Nachhaltigkeit, ökologischem Bewusstsein und dem kritischem Hinterfragen der Geschäftspraktiken insbesondere von Großbanken infolge der Finanzkrise. Im Kreditgeschäft verfolgt die UmweltBank eine erfolgreiche Nischenstrategie mit klarer Fokussierung auf die Finanzierung von Wind- und Solarstromprojekten mit Finanzierungsvolumen im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich sowie von ökologischen Bauprojekten, insbesondere auch von Baugruppen und Genossenschaften. Die Unternehmensausrichtung und -größe trägt zudem zu effizienten und schlanken Strukturen mit flachen Hierarchien und einer auf das erforderliche Minimum reduzierten internen Bürokratie bei. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben dem Risikomanagement steuert der Vorstand das Geschäft der UmweltBank mit den wesentlichen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Geschäftsvolumen, Jahresergebnis vor Steuern, Umweltgarantiedeckungsgrad und CO2-Ersparnis. Wir verweisen auf die nachfolgende Darstellung. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2015 konnte die UmweltBank mit ihrer nachhaltigen und soliden Geschäftspolitik weiter erfolgreich und gesund wachsen. Das Geschäftsvolumen der UmweltBank, d.h. die Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen wie unwiderrufliche Kreditzusagen, belief sich Ende 2015 auf 2.985,7 Mio. Euro, eine Zunahme von 4,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die Bilanzsumme selbst stieg um 6,3 % auf 2.757,7 Mio. Euro. Das Wachstum lag damit über den ursprünglichen Erwartungen. Die Summe der von Kunden in Anspruch genommenen Kredite legte um 11,4 % auf 2.148,6 Mio. Euro zu und lag damit über der aufgestellten Prognose. Das gesamte Kundenkreditvolumen einschließlich offener Zusagen von 171,7 Mio. Euro erreichte mit 2.320,3 Mio. Euro einen neuen Höchststand. Durch die Mitte des Jahres 2014 in Kraft getretenen Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verschob sich der Schwerpunkt bei den neu ausgereichten Umwelt-Bank-Förderkrediten im Jahr 2015, wie bereits im 4. Quartal 2014 deutlich wurde, von Solar- zu Windprojekten. Daher konnte ein Rekordjahr bei der Finanzierung von Windprojekten verzeichnet werden. Zugute kamen der Entwicklung zusätzlich Nachholeffekte, da Projekte, die aufgrund der Unsicherheit im Vorfeld der Gesetzesänderung zurückgestellt wurden, erst im Jahr 2015 realisiert wurden. Entgegen dem bundesweiten Trend verzeichnete die UmweltBank auch bei der Finanzierung von Photovoltaikanlagen ein sehr gutes Neugeschäft. Bei der Finanzierung und Förderung von Wohnprojekten hat die UmweltBank die thematischen Schwerpunkte Baugruppen / Baugemeinschaften und Wohnbaugenossenschaften im Fokus. Zahlreiche Bauherren konnten sich so den Traum vom ökologischen und bezahlbaren Wohnraum erfüllen. Bei der Branchenverteilung des Kreditportfolios lagen im Jahr 2015 erneut die Solarkredite mit 37,1 % (Vorjahr: 39,0 %) an erster Stelle, gefolgt von den ökologischen und sozialen Baufinanzierungen mit 29,6 % (Vorjahr: 31,1 %). Auf Wind- und Wasserkraftprojekte entfielen 29,5 % (Vorjahr: 25,2 %). Das restliche Kreditvolumen von 3,8 % (Vorjahr: 4,7 %) verteilt sich auf Biogas- und Biomasseprojekte, ökologische Landwirtschaft, Naturkosthandel, Energieeinsparung und Contracting. Satzungsgemäß finanziert die grüne Förderbank ausschließlich Umweltprojekte in ganz Deutschland. Ende 2015 beläuft sich die Gesamtzahl aller seit Bankgründung geförderten ökologischen Projekte auf 21.503 (Vorjahr: 21.004). Die CO2-Ersparnis aus allen geförderten und finanzierten Kreditprojekten zusammen beträgt über 3,07 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,72 Mio. Tonnen) jährlich, was die ursprünglichen Erwartungen übertrifft. Eine ausführliche Darstellung findet sich hierzu im Umweltbericht der Bank. Die Kundeneinlagen haben sich von 1.808,0 Mio. Euro um 7,2 % auf 1.938,2 Mio. Euro im Rahmen unserer Prognose erhöht. Zusätzlich zu diesen bilanzwirksamen Einlagen investierten Anlagekunden im Jahr 2015 bei der UmweltBank weitere 40,5 Mio. Euro in ökologische Aktien, Umweltfonds, ökologische Genussrechte und umweltorientierte Altersvorsorgeprodukte. Setzt man die Umweltkredite ins Verhältnis zu den Kundeneinlagen, so ergibt sich eine Deckung von 119,6 % gegenüber 112,7 % im Vorjahr (Umweltgarantiedeckungsgrad). Die von der UmweltBank ausgesprochene Umweltgarantie, mit dem Geld der Anleger ausschließlich Umweltprojekte zu finanzieren, wurde somit wiederum eingehalten bzw. sogar übertroffen. Der Zinsüberschuss erhöhte sich stärker als erwartet. Diese Entwicklung konnte den Rückgang beim Provisionsergebnis und den Anstieg der Verwaltungskosten überkompensieren. Trotz höherer Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken konnte das Jahresergebnis gesteigert werden. Die Ertragslage der Bank hat sich damit besser als geplant entwickelt. Durch Gewinnthesaurierung erhöhte sich auch das Eigenkapital stärker als erwartet. Die Anzahl der für die Umwelt-Bank tätigen Mitarbeiter/innen einschließlich Vorstand, Mitarbeiter der hauseigenen Werbeagentur Umwelt-Kontakt GmbH und Studenten in Teilzeit betrug zum Jahresende 134 Personen (Vorjahr: 139). Umgerechnet auf eine 40-Stunden-Woche stieg die Mitarbeiterleistung um 1,3 % auf 106,8 Personen (Vorjahr: 105,4). Bemerkenswert ist die Ausbildungsquote, die im Gesamtjahr 16 Trainees (Vorjahr: 12) umfasste. Auch der laufenden Fort- und Weiterbildung kommt ein hoher Stellenwert zu. Der Kurs der UmweltBank-Aktie lag am 31. Dezember 2015 bei 84,02 Euro gegenüber 50,94 Euro am 31. Dezember 2014. Zusammen mit der Dividende von 1,30 Euro pro Aktie ergab sich ein Wertzuwachs von 67,49 % im Jahr 2015. Ertragslage scroll
Zum guten Jahresergebnis 2015 trug wiederum wesentlich die gute Durchschnittszinsmarge von 2,06 % (Vorjahr: 1,98 %) bei. Dies führte zu einer Erhöhung des Zinsüberschusses von 49.153 TEUR um 7,5 % auf 52.838 TEUR. Der Zuwachs ist vor allem auf die gesunkenen Zinsaufwendungen im Bereich der variabel verzinslichen Kundeneinlagen zurückzuführen. Die Fristentransformation zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz veränderte sich von 1,41 Jahren zu Jahresbeginn auf 1,71 Jahre zum Jahresende. Das Finanzergebnis enthält die laufenden Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Beteiligungen und verbundenen Unternehmen sowie den Saldo aus Zu- und Abschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren. Der Anstieg von 1.972 TEUR in 2014 auf 4.024 TEUR im Berichtsjahr ist überwiegend begründet durch höhere Erträge aus Beteiligungen an Windparks sowie Gewinnen aus der Veräußerung von festverzinslichen Wertpapieren des Anlagevermögens. Zins- und Finanzergebnis zusammen beliefen sich auf 56.862 TEUR gegenüber 51.125 TEUR im Vorjahr. Aufgrund der umsichtigen Kreditvergabepraxis addierten sich Zuführungen zu und Auflösungen von Wertberichtigungen auf Kundenkredite (Risikovorsorge) zu einem Ertrag von 443 TEUR (Vorjahr: 638 TEUR). Der Risikovorsorgebestand (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen) belief sich auf 5.332 TEUR (Vorjahr: 7.077 TEUR), das sind 0,25 % (Vorjahr: 0,38 %) des ausgereichten Kundenkreditvolumens; dies ist der niedrigste Wert seit dem Jahr 2001. Verrechnet mit Abschreibungen auf Forderungen und Wertpapiere der Liquiditätsreserve in Höhe von netto 638 TEUR (Vorjahr: 407 TEUR) und den Gewinnen und Verlusten aus Abgängen von Wertpapieren der Liquiditätsreserve in Höhe von 19 TEUR (Vorjahr: - 39 TEUR) ergibt sich unter dem Posten Bewertungsergebnis ein Aufwand in Höhe von 176 TEUR (Vorjahr: Ertrag in Höhe von 192 TEUR). Der Provisionsüberschuss, der Entgelte aus dem Kreditgeschäft sowie aus der Vermögensberatung (Wertpapier- und Versicherungsgeschäft) - abzüglich des korrespondierenden Aufwands - beinhaltet, sank von 5.742 TEUR um 20,3 % auf 4.579 TEUR. Ursächlich für diese Entwicklung waren primär rückläufige Provisionen im Wertpapiergeschäft aufgrund fehlender Erträge aus der Emissionsbegleitung von Projektanleihen. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge wies im Jahr 2015 einen Ertrag von 74 TEUR aus (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 929 TEUR). Die Erträge beinhalten zum überwiegenden Teil Zinsen aus Steuererstattungen in Höhe von 334 TEUR während im Jahr 2014 839 TEUR Zinsen auf Steuernachzahlungen für Vorjahre angefallen sind. Aufwendungen aus operationellen Risiken, hierunter insbesondere die Erstattung von Kreditentgelten, führten zu sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 375 TEUR (Vorjahr: 153 TEUR). Das Ergebnis vor Verwaltungsaufwand und Steuern stieg von 56.130 TEUR im Vorjahr auf 61.339 TEUR. Dies entspricht einem Zuwachs von 9,3 %. Die Verwaltungsaufwendungen (Personalaufwand und andere Verwaltungsaufwendungen) stiegen um 9,5 % von 12.024 TEUR auf 13.163 TEUR an. Die Zunahme beim Personalaufwand ist hierbei primär auf allgemeine Gehaltsanpassungen und Veränderungen in der Belegschaft zurückzuführen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich von 5.737 TEUR im Vorjahr auf 6.383 TEUR im Jahr 2015. Dieser Anstieg resultiert unter anderem aus gestiegenen Rechtsanwaltsaufwendungen (+ 232 TEUR) aufgrund von Klagen zum Bearbeitungsentgelt bei Kreditverträgen sowie Belastungen durch die Bankenabgabe (+ 296 TEUR). Zusätzlich erhöhten sich die Aufwendungen für EDV um 55 TEUR und Hauptversammlungen um 47 TEUR. Die Aufwendungen für Marketing und Porto fielen im Jahr 2015 um 199 TEUR niedriger aus. Saldiert man Erträge und Aufwendungen, so verbleibt ein Ergebnis vor Steuern von 48.176 TEUR gegenüber 44.106 TEUR im Vorjahr, was die ursprünglichen Erwartungen übertrifft. Um für das weitere Wachstum zusätzliches Eigenkapital zu bilden und um die damit verbundenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen frühzeitig zu erfüllen, hat sich der Vorstand entschlossen, 18.500 TEUR in den sogenannten Fonds für allgemeine Bankrisiken einzustellen. Berücksichtigt man den Steueraufwand in Höhe von 14.090 TEUR für Körperschaft- und Gewerbesteuer (Vorjahr: 16.564 TEUR), ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 15.586 TEUR (Vorjahr: 14.542 TEUR). Nach Einstellung in die Gewinnrücklagen von 7.500 TEUR (Vorjahr: 7.000 TEUR) verbleibt ein Bilanzgewinn von 8.086 TEUR (Vorjahr: 7.542 TEUR). Vermögensstruktur scroll
Im Vorjahresvergleich stiegen die Forderungen an Kreditinstitute um 9,3 % auf 321.602 TEUR. Der höhere Forderungsbestand ist insbesondere auf neu ausgereichte Schuldscheindarlehen und Neuanlagen im Termingeldbereich zurückzuführen, welche die Fälligkeiten und Rückzahlungen im Berichtszeitraum überkompensierten. Der Bestand der Forderungen an Kunden erreichte mit 2.098.150 TEUR einen neuen Höchststand. Der Forderungsanstieg ist vor allem durch das Neugeschäft in den Bereichen der Erneuerbaren Energien und der privaten Baufinanzierung begründet. Ein Volumenrückgang war in den Bereichen Biomasse, Biogas und ökologische Landwirtschaft aufgrund von Tilgungen und rückläufigem Neugeschäft zu verzeichnen. Das Volumen der Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere lag per 31. Dezember 2015 mit 288.437 TEUR deutlich unter dem Niveau vom Vorjahr, da Zukäufe von Pfandbriefen und Schuldverschreibungen öffentlicher Emittenten oder Banken durch Verkäufe und Endfälligkeiten überkompensiert wurden. Der Bestand an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren erhöhte sich im Berichtszeitraum um 13,8 % auf 981 TEUR. Der Zugang ist primär durch Ankäufe von Projektgenußscheinen aus dem Kundenbestand begründet. Die deutliche Zunahme beim Bestand der Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen auf 14.095 TEUR ist vor allem durch den Erwerb von Kommanditanteilen an Windparks und einer neu zu errichtenden Mietwohnimmobilie begründet. Kapitalstruktur scroll
Neben dem Eigenkapital und den UmweltSparbriefen dienen öffentliche Fördermittel für Umweltprojekte als langfristige Refinanzierungsquelle. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bewegten sich mit 570.938 TEUR auf dem Niveau des Vorjahres. Der weitaus größte Anteil entfällt hierbei auf die staatliche KfW-Förderbank. An die Förderbanken sind zur Sicherheit sowohl die refinanzierten Endkreditnehmerforderungen abgetreten als auch weitere Wertpapiere im Nominalwert von 83,5 Mio. Euro. Die Refinanzierungsquote ist im Vergleich zum Vorjahr von 30,5 % auf 27,2 % gefallen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und damit die Kundeneinlagen haben sich von 1.808,0 Mio. Euro um 7,2 % auf 1.938,2 Mio. Euro erhöht. Bei den Kunden begehrt war die Tagesgeldanlage auf dem Umwelt-Pluskonto. Alle täglich fälligen Einlagen belaufen sich auf 1.036,5 Mio. Euro und machen 53,4 % (Vorjahr: 53,7 %) der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus. An zweiter Stelle folgen die Spareinlagen mit 714,2 Mio. Euro bzw. einem Anteil von 36,9 % (Vorjahr: 37,0 %), an dritter Position stehen die UmweltSparbriefe einschließlich des einjährigen Umweltzertifikats mit 187,4 Mio. Euro oder 9,7 % (Vorjahr: 9,3 %). Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich von 3.800 TEUR um 64,1 % auf 6.236 TEUR. Die Zunahme ist größtenteils auf eine durch den Emittenten vor dem Fälligkeitstermin (2. Januar 2016) geleistete Rückzahlung eines Projektgenußscheines zurückzuführen. Die Steigerung der Rechnungsabgrenzungsposten von 510 TEUR auf 1.440 TEUR resultiert aus erhaltenen Einmalzahlungen auf Forderungen an Kunden, die gemäß Bilanzierungsvorschrift über die Zinsbindung der Forderungen verteilt als Ertrag vereinnahmt werden. Für laufende Ertragsteuern wurde eine Rückstellung in Höhe von 3.040 TEUR gebildet, die den größten Anteil an den im Vergleich zum Vorjahr um 45 % gestiegenen Rückstellungen hat. Die Rücklage nach § 340g HGB (Fonds für allgemeine Bankrisiken) wurde um 18.500 TEUR (31,6 %) erhöht. Das rein bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich insbesondere durch Zuführung zu den anderen Gewinnrücklagen um 8.387 TEUR bzw. 10,3 % auf 90.025 TEUR. Eigenmittel Die Eigenmittel der UmweltBank übertreffen die aktuellen gesetzlichen Anforderungen deutlich. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel betrugen nach Feststellung des Jahresabschlusses 2014 191,7 Mio. Euro. Mit Feststellung des Jahresabschlusses 2015 steigen die Eigenmittel durch Gewinnthesaurierung auf 216,2 Mio. Euro. Davon sind 170,3 Mio. Euro als sogenanntes Kernkapital und 45,9 Mio. Euro als Ergänzungskapital einzustufen. Die Kernkapitalquote liegt damit bei 8,7 % (Vj. 8,2 %), die Gesamtkennziffer bei 11,0 % (Vj. 10,8 %) und somit über den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen von 6,0 % bzw. 8,0 %. Liquidität Die Liquiditätssteuerung erfolgt umsichtig. Die UmweltBank hat zum Jahresende ein komfortables Liquiditätspolster, das die aufsichtsrechtlichen Anforderungen der Liquiditätsverordnung (LiqV) deutlich übertrifft. Die gemäß der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) zu beachtende Keimziffer „Liquidity Coverage Ratio" liegt deutlich über dem ab 1. Januar 2018 geforderten Wert von mindestens 1,0. Für das Liquiditätsmanagement unterhielt die UmweltBank zum 31. Dezember 2015 Guthaben bei der deutschen Bundesbank (33,2 Mio. Euro), bei genossenschaftlichen oder öffentlich-rechtlichen Zentralbanken (215,6 Mio. Euro) sowie besonders liquide Pfandbriefe und Schuldverschreibungen öffentlicher Emittenten oder Banken (270,7 Mio. Euro). Die Liquiditätsreserven der UmweltBank werden einem ökologischen Rating durch drei externe Agenturen unterzogen und vom Umweltrat kontrolliert. Wesentliche Refinanzierungsquelle der Bank ist neben dem Einlagengeschäft insbesondere die Refinanzierung von Förderkrediten über die KfW. Insofern bestanden Verfügungsbeschränkungen im Hinblick auf Schuldverschreibungen in Höhe von 83,5 Mio. Euro. Die vollumfängliche Zahlungsbereitschaft der UmweltBank war aufgrund einer guten Liquiditätslage im Geschäftsjahr 2015 jederzeit gegeben, wie auch der erstellten Kapitalflussrechnung zu entnehmen ist. Zum 31. Dezember 2015 betrugen die Kennziffern 1,33 (gemäß LiqV) bzw. 1,63 (gemäß CRR). Gesamtaussage Wie im Vorjahr setzte die Umwelt-Bank auch im Jahr 2015 ihren erfolgreichen Wachstumskurs fort. So konnten Bilanzsumme und Geschäftsvolumen wie erwartet gesteigert werden und waren Grundlage für ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015. Der Zinsüberschuss erhöhte sich mit 7,5 % stärker als erwartet, sodass auch das Zins- und Finanzergebnis deutlich um 11,2 % auf 56.862 TEUR zunahm. Diese Entwicklung konnte den Rückgang beim Provisionsergebnis (- 20,3 %) und den Anstieg der Verwaltungskosten (+ 9,5 %) überkompensieren, sodass das Vorsteuerergebnis um 9,2 % auf 48.176 TEUR gesteigert werden konnte. Durch Gewinnthesaurierung erhöhten sich die haftenden Eigenmittel auf 216,2 Mio. Euro. 3. NachtragsberichtDie UmweltBank emittiert seit Januar 2016 eine bedingte Pflichtwandelanleihe (Contingent Convertible Bond) in Höhe von bis zu 20 Mio. Euro zur Stärkung der Eigenkapitalbasis. Bis Ende Februar 2016 betrug der Zeichnungsstand bereits rund 10,3 Mio. Euro. Weitere Vorgänge nach dem Bilanzstichtag, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken, haben sich nicht ergeben. 4. RisikoberichtZiel der UmweltBank als ökologisch und ökonomisch handelndes Unternehmen ist es, nur solche Entscheidungen zu treffen, die im Verhältnis Chance zu Risiko ein positives Profil ergeben. Neben diesem Grundsatz besteht ein umfassendes Risikomanagementsystem, mithilfe dessen alle relevanten Bereiche laufend überwacht werden. Die eingesetzten Instrumente werden fortlaufend verfeinert, so dass ein frühzeitiges Erkennen von Fehlentwicklungen und entsprechendes Gegensteuern möglich ist. Dazu gehören das interne Kontrollsystem mit interner Revision und Einbindung des Vorstands. Aufgrund der flachen Hierarchie übt der Vorstand teilweise selbst operative Kontrollfunktionen aus und ist sehr nah in die Geschäftsaktivitäten der zugeordneten Abteilungen eingebunden. Grundlage für die Steuerung und Überwachung der Risiken ist eine vom Vorstand festgelegte und dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegebene Geschäfts- und Risikostrategie. Für die Risiken in den Bereichen Adressenausfall, Marktpreise, Liquidität, Personal sowie IT existieren jeweils Teilstrategien. Diese werden vom Vorstand beschlossen und ergeben in Summe die Risikostrategie der UmweltBank. Eine jährlich durchgeführte Risikoinventur überprüft die Vollständigkeit der Strategien und der wesentlichen Risiken. Dabei unterscheidet die UmweltBank folgende Risikoarten:
Die Risikosteuerung und -überwachung steht im Einklang mit der Geschäfts- und Risikostrategie der UmweltBank und ist organisatorisch im Bereich Betrieb / Finanzen und IT angesiedelt. Die Steuerung der Risiken verfolgt das Ziel, Risiken frühzeitig zu erkennen, bestehende Risiken gezielt zu beherrschen und so den ökonomischen Fortbestand der Bank durch das Prinzip der Risikotragfähigkeit zu sichern. Zur Unterlegung der Risiken wird hierfür in einem Controllingbericht monatlich das Risikodeckungspotenzial der UmweltBank ermittelt. Dies besteht im Wesentlichen aus freien Eigenmitteln, aufgelaufenen und zukünftigen Gewinnen. Auf dieser Basis werden den jeweiligen Risikoarten Limite zugeordnet und deren Auslastung erhoben. Die einzelnen Limite werden mindestens jährlich durch den Vorstand beschlossen. Die Summe der Limite soll dabei eng bemessen sein und weit unter dem gesamten Risikodeckungspotenzial liegen. Die Verantwortung für die Weiterentwicklung dieses Risikotragfähigkeitskonzeptes und die Erstellung des Controllingberichts liegt im Bereich Betrieb / Finanzen und IT. Durch den monatlichen Controllingbericht und anlassbezogene Meldungen wird die Geschäftsleitung monatlich über die Risikosituation der UmweltBank informiert. In 2015 gab es keine anlassbezogene Berichterstattung. Der Aufsichtsrat wird vor jeder Sitzung durch den aktuellen Controllingbericht über die Risikoauslastung der Bank informiert. Die UmweltBank sieht im Rahmen der Risikotragfähigkeit die Fortführung der Geschäftstätigkeit unter Beachtung der bankaufsichtlichen Mindestkapitalanforderung als Oberziel an. Selbst wenn in der Betrachtungsperiode von 12 Monaten (rollierend) sowohl erwartete als auch unerwartete Verluste eintreten, soll weiterhin die bankaufsichtliche Mindestkapitalanforderung erfüllt sein. Vor diesem Hintergrund benutzt die UmweltBank einen Going-Concern-Ansatz mit Gewinn- und Verlust- (GuV) orientierter Sichtweise als führendes Steuerungsinstrument. Der Kapitalbedarf zur Abdeckung des unerwarteten Gesamtbankrisikos, bestehend aus der Summe von Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko sowie operationellem Risiko, wird mittels bankeigener quantitativer Modelle bestimmt. Neben der Messung der Risikotragfähigkeit führt die UmweltBank ergänzend regelmäßig und anlassbezogen verschiedene Stresstests durch. Dabei wird u. a. ein schwerer konjunktureller Abschwung bzw. eine Abschaffung der Einspeisevergütungsgarantie nach dem EEG für neue Anlagen zur Stromerzeugung simuliert. In beiden Fällen ist die Fortführung der Geschäftstätigkeit ohne Einschränkungen möglich. Mit zusätzlichen inversen Stresstests werden einmal im Jahr Extremszenarien entwickelt, die die Risikotragfähigkeit auf das Maximum ausreizen, um eventuelle Lücken im bestehenden Risikomanagement aufzudecken. Die Geschäftsleitung und der Aufsichtsrat werden regelmäßig über die Ergebnisse der Stresstests informiert. Adressenausfallrisiko Das Adressenausfallrisiko ist definiert als möglicher Verlust, der sich durch den teilweisen oder vollständigen Ausfall oder durch Bonitätsverschlechterungen eines Kreditnehmers oder Emittenten ergeben kann. Das Adressenausfallrisiko im Kreditbereich wird bereits dadurch begrenzt, dass nur die im Rahmen einer vom Gesamtvorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festgelegten Kreditrisikostrategie genannten Kreditarten zulässig sind und für diese wiederum klare Beurteilungskriterien definiert sind. Ziel ist dabei immer, Ausfallrisiken zu vermeiden. In den Kreditentscheidungsprozess sind, je nach Kreditgröße und Risikorelevanz, entsprechend erfahrene Kompetenzträger, häufig auch die Vorstandsmitglieder, eingebunden. Zudem wird jeder Kredit bewertet und mit einer ökonomischen und ökologischen Bonitätsnote versehen (sog. "Rating"). Das ökologische Bonitätsraster umfasst fünf Noten von sehr fördernd (eins), fördernd (zwei), noch fördernd (drei), neutral (vier) und umweltschädlich (fünf). Kontrollinstanz ist der Umweltrat. Das ökonomische Ratingsystem besteht aus sechs Bonitätsstufen für Kreditengagements, orientiert an den Standards der staatlichen KfW, und drei weiteren Bonitätsklassen für Mezzanine- und Eigenkapital bzw. Beteiligungen und Aktien. Mit je einem Drittelgewicht gehen die persönliche Bonität (Ruf und Geschäftsgebaren), die Einkommensverhältnisse und die Vermögensverhältnisse eines Kunden in die Bewertung ein. Der monatlich erstellte Kreditrisikobericht stellt das gesamte Kreditportfolio der UmweltBank inklusive der Wertpapieranlagen nach Kundengruppen, Ratingklassen, Branchen und Größenkonzentrationen dar. Ausgewertet wird dabei sowohl das Kreditvolumen als auch die Anzahl der Engagements. Beachtenswerte Engagements (z. B. Großkredite, Beteiligungen, anmerkungsbedürftige Kredite oder (teil)wertberichtigte Fälle) werden dargestellt und kommentiert. In einer Bonitätsmatrix wird die Einstufung der Kredite in die ökologische und ökonomische Risikoklassifizierung abgebildet. Analog zum Controllingbericht wird der Kreditrisikobericht monatlich der Geschäftsleitung vorgelegt. Der Aufsichtsrat erhält zu jeder Sitzung den aktuellen Bericht, um sich über die Risikosituation zu informieren. Kredite werden in aller Regel angemessen besichert. Die Arten der akzeptierten Sicherheiten, Bewertungsverfahren, Bewertungsgrundlagen und die Wertansätze für die in Betracht kommenden Sicherheiten sind in den internen Organisationsrichtlinien festgelegt. Im Rahmen der Kreditüberwachung wird regelmäßig die Werthaltigkeit der gestellten Sicherheiten überprüft. Neben der laufenden Bonitätsüberwachung und der Überwachung der Entwicklung der Sicherheiten verfügt die UmweltBank über ein Risikofrüherkennungssystem. Hierbei wird die Kontoführung eines Kreditnehmers laufend überwacht. So werden täglich für alle Engagements vom EDV-System Überziehungslisten erstellt, die von den zuständigen Kundenbetreuern geprüft und bearbeitet werden. Hierdurch wird gewährleistet, dass sich abzeichnende Risiken frühzeitig und laufend aufgezeigt sowie geeignete Maßnahmen ergriffen werden können. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung wird monatlich eine Messung des Adressenausfallrisikos für Kundenkredite über einen Value-at-Risk Ansatz durchgeführt. Dieser basiert auf historischen Risikovorsorgequoten der UmweltBank und wird jährlich bonitäts- und branchenspezifisch ermittelt. Das verwendete Konfidenzniveau beträgt 97,5 %. Dies bedeutet, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 97,5 % der ausgewiesene Wert nicht überschritten wird. Zur Steuerung von Konzentrationsrisiken wird das Darlehensportfolio nach Branchen unterschieden. Daneben ist das Adressenausfallrisiko bei Kapitalanlagen und bei Beteiligungen zu berücksichtigen. Dieses wird unterteilt in Adressenausfallrisiko von Positionen mit zusätzlichem externen Rating (z. B. Pfandbriefe oder Termingelder bei anderen Kreditinstituten) und in Adressenausfallrisiko von Positionen ohne externes Rating (z. B. Beteiligungen). Als externe Ratingagenturen werden S & P, Moody's und Fitch genutzt. Dem Risiko des Adressenausfalls im Wertpapiergeschäft (Depot A) wird durch die Auswahl von Emittenten auf der Basis der externen Ratings bzw. eigener Analysen sowie durch Auswahl der Märkte und der Festlegung von Limiten Rechnung getragen. Die Einhaltung der Limite wird durch eine vom Handel unabhängige Stelle (Abteilung Betrieb / Finanzen und IT) überwacht. Das Adressenausfallrisiko von Wertpapieren und Forderungen an Banken (Depot A) mit externem Rating wird über eine Ratingverschiebung und von Ratingagenturen veröffentlichten historischen Ausfallraten bestimmt. Zum 31. Dezember 2015 wurde ein Bestand von rund 590 Mio. Euro in Posten mit externem Rating gehalten. Die angewendete Ausfallwahrscheinlichkeit nach Ratingverschiebung lag unter 0,4 %. Für Wertpapiere im Depot A, Beteiligungen und Anteile an verbunden Unternehmen ohne externes Rating gehen wir fiktiv von einem 50 % Ausfall des größten Einzelpostens aus. Auf den Bestand zum 31. Dezember 2015 in Höhe von rund 30 Mio. Euro ergab sich damit ein implizites Ausfallrisiko von 12,94 %, was wir als ausreichend konservativ betrachten. Auch für die Liquiditätsreserven und Wertpapieranlagen der Bank gelten Vorsichtsprinzipien. Hier wurden ebenfalls Grundbedingungen mit dem Ziel der Risikominimierung festgelegt. Das Risikomanagement für diesen Bereich umfasst zahlreiche Kontrollmaßnahmen sowie strenge Limitierungen. Die Anlage erfolgt in Form von Zentralbankguthaben, fest- und variabel verzinslichen Wertpapieren, Pfandbriefen, öffentlichen Anleihen oder Tagesgeldern bei Zentralinstituten. Hier wird – neben der Rendite – Wert gelegt auf die Marktgängigkeit sowie gute ökonomische und ökologische Bonität der Emittenten. Die Handelsaktivitäten der UmweltBank erfüllen stets die Bedingungen des Artikel 94 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) für Handelsbuchtätigkeiten von geringem Umfang. Marktpreisrisiken Das Marktpreisrisiko ist definiert als das Risiko einer Änderung von Kurswerten bzw. Marktzinsen Credit-Spread-Risiken werden daher dem Marktpreisrisiko zugeordnet. Grundlage für die Steuerung des Marktpreisrisikos bildet die Marktpreis- und Zinsänderungsrisikostrategie. Aufgrund der Geschäftstätigkeit sind die Marktpreisrisiken insbesondere in Form von Kursrisiken bei Wertpapieren sowie in Form von Zinsänderungsrisiken konkret. Währungsrisiken, Rohstoff- und sonstige Preisrisiken bestehen in der Umwelt-Bank nicht. Länderrisiken werden nur in geringem Umfang eingegangen. Geschäfte in Derivaten und Optionen werden von der Bank nicht betrieben. Die Wertpapieranlagen der Bank dienen zu keinem Zeitpunkt Spekulationszwecken. Insofern verfolgt die UmweltBank in der Regel im Bereich der Wertpapieranlagen eine „Buy-and-Hold-Strategie". Daher werden auch keine Marktliquiditätsrisiken gemessen. Die Tagesübersicht der Wertpapieranlagen, basierend auf Schlusskursen des Vortags, gibt Auskunft über die aktuelle Entwicklung und die daraus resultierenden stillen Reserven bzw. Risiken. Kursveränderungen der Wertpapiere sind somit täglich ersichtlich. Das Zinsänderungsrisiko liegt darin, dass bei einem steigenden Zinsniveau höhere Zinsaufwendungen entstehen, denen keine entsprechend gestiegenen Zinserträge gegenüberstehen, da die Zinssätze für die Aktiva aufgrund der Festzinsbindungen nur zum Teil angehoben werden können. Die unterschiedlichen Festzinsbindungen entstehen vor allem auf Grund der unterschiedlichen Kundeninteressen im Geldanlage- und Kreditbereich. Die UmweltBank betreibt daher klassische Fristentransformation, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden. Das in der Risikotragfähigkeitsberechnung angesetzte Zinsänderungsrisiko wird anhand von drei Zinsszenarien berechnet:
In allen Szenarien betrachten wir die Auswirkungen auf die GuV-Rechnung der nächsten 12 Monate inklusive der zum strengen Niederstwertprinzip bilanzierten Liquiditätsreserve. Dabei wird die Zinsreagibilität der einzelnen bilanzierten Bankprodukte mit unbestimmter Laufzeit mit einer angenommenen Zinselastizität (Verhältnis der Veränderung des Bankzinses zur Veränderung des Marktzinses) simuliert. Die Ermittlung der Zinselastizität erfolgt produktindividuell und basiert auf historischen Beobachtungen. Offene Kreditzusagen und kundenseitige Optionen werden in den Simulationsrechnungen ebenfalls berücksichtigt. Nach Analyse der verschiedenen Szenarien ergab sich zum 31. Dezember 2015 ein überschaubares fiktives Zinsänderungsrisiko von maximal 3,2 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr wird bei den Zinsänderungsrisiken die Veränderung der stillen Reserven nicht mehr berechnet, da diese auch nicht mehr als Risikodeckungspotenzial angesetzt werden. Neben dem Zinsänderungsrisiko misst die UmweltBank seit 2015 auch Credit-Spread-Risiken. Diese resultieren aus einer geänderten Einschätzung des Kapitalmarktes zu Adressenausfallrisiken von Anleihen und davon induzierten Kursänderungen. Diese sind umso höher, je schlechter das Rating des Emittenten ist. Die Berechnung von Credit-Spread-Risiken erfolgt für die Wertpapiere der Liquiditätsreserve. Die angenommene Spread-Ausweitung geht von 30 BP (Bonität AAA) bis zu 200 BP (Bonität BBB) und ergibt zum 31. Dezember 2015 einen fiktiven Risikowert von rund 5,3 Mio. Euro. Liquiditätsrisiken Im Rahmen des Liquiditätsrisikos unterscheidet die UmweltBank zwischen dem kurzfristigen Liquiditätsrisiko und dem mittel- bzw. langfristigen Refinanzierungsrisiko. Letzteres ist als unwesentlich eingestuft, da die Refinanzierung ausschließlich über Einlagengeschäfte und staatliche Förderbanken erfolgt. Das kurzfristige Liquiditätsrisiko wird anhand einer Liquiditätsablaufbilanz mit 12 Monaten Planungshorizont ermittelt. In diese fließen sowohl sicher kalkulierbare Cashflows sowie unsichere Cashflows ein. Hierbei dienen Erfahrungswerte aus den letzten 12 Monaten als Richtgröße. Zum 31. Dezember 2015 erwarten wir für 2016 im Vorschauszenario einen Liquiditätsüberschuss von rund 134 Mio. EUR. Über Stressszenarien wird zudem überprüft, ob vorhandene Liquiditätspuffer ausreichend vorhanden sind. Im Risikotragfähigkeitskonzept werden seit 2015 die Refinanzierungskosten für einen Liquiditätsbedarf in einem 3-monatigen Stressfall als Risiko angesetzt. Diese betragen zum 31. Dezember 2015 fiktiv 243 TEUR. Operationelle Risiken Die UmweltBank definiert das operationelle Risiko als die Gefahr von Verlusten, verursacht durch unzureichende oder fehlende Prozesse, menschliche Fehler, Technologieversagen oder externe Ereignisse. Die Definition beinhaltet Rechts-, Modell-, Verhaltens- und Outsourcingrisiken. Geschäfts- und Reputationsrisiken sind in dieser Definition nicht enthalten. Strategisches Ziel ist die Begrenzung der operationellen Risiken und der mit ihnen einhergehenden Schäden auf ein nicht beeinflussbares Restrisiko, sofern die dafür erforderlichen Maßnahmen unter Kosten- / Nutzenaspekten ökonomisch gerechtfertigt sind. Operationelle Risiken bestehen hauptsächlich in der Informationstechnologie (IT), durch mögliche Rechtsstreitigkeiten im Kundengeschäft und durch menschliches Versagen. Alle operationellen Schäden werden auf einem gesonderten Aufwandskonto verbucht. Dies ermöglicht eine nachträgliche Auswertung aller operationeller Schäden eines Kalenderjahres. Rechtliche Risiken werden sowohl durch die Zusammenarbeit mit externen Spezialisten wie Rechtsanwälten, Notaren oder Wirtschaftsprüfern bzw. Verbänden eingeschränkt als auch durch sorgfältige Auswahl von Geschäftspartnern und Projekten. Mit kompetenter und ausführlicher Beratung klären wir unsere Kunden über potentielle Risiken auf. Im EDV-Bereich besteht durch die vorhandene, langjährige Anbindung an ein externes Rechenzentrum mit einer Backup-Lösung ein hohes Maß an Sicherheit. Auch die Weiterentwicklung aufgrund gesetzlicher Veränderungen oder aufgrund von Wünschen unsererseits stellt unser Partner sicher. Bei der Ermittlung der operationellen Risiken im Risikotragfähigkeitskonzept unterscheidet die UmweltBank drei Teilkategorien:
Überlegungen zu Risikokonzentrationen und Ertragskonzentrationen sind in der Risikoinventur der Bank niedergelegt. Die Bank erkennt aufgrund ihrer Refinanzierungsstruktur keine Risikokonzentrationen bei der Mittelbeschaffung, größter Kreditgeber ist die KfW. Im Kreditgeschäft soll durch Einhaltung der Großkreditgrenzen Risikokonzentrationen im Bereich der Großkredite vorgebeugt werden. Die Ertragsquellen der Bank sind nach diesen Überlegungen ausreichend diversifiziert, sodass keine Ertragsrisiken erkennbar sind. Die Bank sieht laut der aktuellen Kreditrisikostrategie bei den EEG-basierten Projektfinanzierungen eine Abhängigkeit der Neugeschäftsentwicklung von der Entwicklung des Förderrechts. Für die bestehenden Finanzierungen mindert der Bestandsschutz aus den Fördergesetzen die Risikokonzentrationen und Ertragsrisiken im Bereich der EEG-basierten Projektfinanzierungen. Ergebnis der Risikotragfähigkeitsanalyse Gemessen am gesamten Risikodeckungspotenzial der UmweltBank von 107.070 TEUR beträgt die Gesamtauslastung der Risikotragfähigkeit rund 21 % gegenüber 25 % im Vorjahr. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 stellen sich die Risiken und Limite wie folgt dar: scroll
Unsere Geschäfts- und Risikostrategie wird durch die eingesetzten Verfahren messbar, transparent und kontrollierbar. Die eingesetzten Methoden und Modelle zur Risikomessung entsprechen unter Berücksichtigung der Größe der UmweltBank den aktuellen, gängigen Standards der Bankenbranche und unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling, die interne Revision, unsere externen Wirtschaftsprüfer und die Aufsichtsbehörden. Gesamtaussage Die Risikosituation der UmweltBank hat sich in 2015 noch weiter verbessert. Das sehr geringe Adressenausfallrisiko bei Kundenkrediten konnte bestätigt werden und fuhrt zusammen mit den anderen Risiken und einer hohen Ertragskraft zu einer höheren Risikotragfähigkeit. Durch mehrere Verfeinerungen konnten die Berechnungsmodelle zudem weiterentwickelt werden. 5. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche Prognose Auch für 2016 wird vom Sachverständigenrat ein Aufschwung der deutschen Wirtschaft prognostiziert. Dieser könnte aufgrund niedriger Energiepreise und hoher Beschäftigungsquote weiterhin vom privaten Konsum getragen sein. Die massive Zuwanderung von Flüchtlingen, die Möglichkeit eines Ausstiegs Großbritanniens aus der EU sowie die noch nicht vollständig ausgestandene Eurokrise könnten die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Europäischen Union und in Deutschland konjunkturmäßigend beeinflussen. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Die Zinssenkungen hatten bisher noch einen positiven Einfluss auf die Ertragslage der Banken, da die Kreditzinsen im Bestandsgeschäft aufgrund längerer Zinsbindung langsamer angepasst werden als die Einlagenzinsen. Jedoch wird es für klassische Geschäftsbanken mit Einlagengeschäft zunehmend schwieriger, in einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld Erträge auf dem bisherigen Niveau zu erwirtschaften. Niedrige Renditen für Geldanlagen in festverzinslichen Wertpapieren bewirken zudem eine starke Konkurrenz der Banken im Kreditgeschäft. Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet seit Mitte 2015 an der nächsten Novelle des EEG, dessen Verabschiedung im Laufe des Jahres 2016 vorgesehen ist. Voraussichtlich wird das bereits aus der Photovoltaik bekannte sogenannte Ausschreibungsmodell mit dem Inkrafttreten der Novelle auch im Windbereich Anwendung finden. Dadurch könnten kleinere Windkraftprojektierer ins Hintertreffen geraten. Unternehmensprognosen Die Prognosen zur zukünftigen Entwicklung der UmweltBank stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken bzw. Chancen in unkalkulierter Höhe eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen wesentlich abweichen. Chancen Die Chancen für die UmweltBank resultieren aus der weiteren konsequenten Fortführung der Geschäftsstrategie. Die Energiewende in Deutschland ist im vollen Gange. Zur Erreichung der politisch gesetzten Ziele werden auch zukünftig Projekte der Erneuerbaren Energien realisiert werden. Als kompetenter Ansprechpartner mit entsprechender Reputation in der Branche hat die UmweltBank sehr gute Chancen, die Entwicklung aktiv mitzugestalten. Möglichkeiten ergeben sich für die UmweltBank weiterhin in der Finanzierung von Projekten der Erneuerbaren Energien, vor allem in den Bereichen Windkraft- und Photovoltaikanlagenfinanzierung. Auch bei dem in den kommenden Jahren wichtiger werdenden Thema Repowering von älteren Anlagen zur Stromerzeugung kann die UmweltBank Chancen wahrnehmen. Finanzierungen im Bereich der nicht vom EEG abhängigen Stromproduktion und -vermarktung können intensiviert werden. Die ökologische Baufinanzierung wird weiterhin von Bedeutung sein. Der Trend in Deutschland, auf die Natur Rücksicht zu nehmen und bewusster zu leben, hält weiterhin an. Darüber hinaus ermöglicht eine energieeffiziente Bauweise geringe laufende Energiekosten angesichts in Zukunft voraussichtlich steigender Energiepreise. Die Spezialisierung der UmweltBank – neben der Finanzierung von Neubauten und Altbausanierungen unter ökologischen Aspekten – auf Baugruppen und -genossenschaften ist zukunftweisend. Die UmweltBank kann hierbei auf jahrelange Erfahrung und eigens dafür erarbeitete Konzepte zur Finanzierung solcher Vorhaben zurückgreifen. Neben der klassischen (Fremd-) Finanzierung besteht für die Umwelt-Bank auch die Möglichkeit, sich an geeigneten Projekten zu beteiligen. Im Bereich der Anlage- und Vermögensberatung wird die Bank ihre Kunden weiterhin umfassend in Fragen der ökologischen Geldanlage informieren. Dabei steht der Bedarf des Kunden im Vordergrund und nicht der Absatz einzelner Produkte. Ziel ist es, neben den klassischen Anlageformen UmweltPluskonto, UmweltSparbuch und UmweltSparbrief weitere attraktive Anlagemöglichkeiten, wie z. B. Projektanleihen für Wind- oder Solarkraftwerke oder ökologische Wohnimmobilien anzubieten. Die UmweltBank ist ein attraktiver Arbeitgeber. Leistungsfähige und hoch qualifizierte Mitarbeiter können gewonnen und gebunden werden und die UmweltBank bei der Erreichung ihrer Ziel unterstützen. Die Zahl der Mitarbeiter kann – orientiert an den Wachstumszielen – ausgebaut werden. Risiken Die Neugeschäfts-Risiken im Kreditgeschäft liegen weiterhin überwiegend in der Veränderung gesetzlicher Rahmenbedingungen, insbesondere beim EEG. Dem Risiko einer negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist die UmweltBank aufgrund ihrer Spezialisierung auf ökologische Immobilien und Projektfinanzierungen im Bereich der Erneuerbaren Energien in wesentlich geringerem Maße ausgesetzt als andere Banken. Die Marktzinsen sind aktuell auf einem sehr niedrigen Niveau. Sollten die Marktzinssätze langfristig auf diesem sehr niedrigen Stand bleiben oder noch weiter sinken, können sich negative Auswirkungen auf die Anlage der Liquiditätsreserve und die Zinskonditionen im Kreditgeschäft ergeben. Der Hauptfokus des bankenaufsichtlichen Überprüfungsprozesses (englisch: Supervisory Review and Evaluation Process, kurz SREP) der EZB lag in 2015 bei den europaweit bzw. national systemrelevanten Großbanken. Die Aufsicht hat für 2016 angekündigt, ihren Blick nun verstärkt auf die kleinen und mittleren Institute zu richten. Abgesehen von dem damit verbundenen zeitlichen Aufwand ist nicht auszuschließen, dass auf die UmweltBank dadurch in Zukunft erhöhte, individuell festgelegte Eigenmittelanforderungen zukommen. Zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Insgesamt erwarten wir, dass die UmweltBank als bundesweit tätige Direkt- und Beraterbank ohne Zweigstellen den positiven Trend seit Geschäftsbeginn vor 19 Jahren auch in Zukunft fortsetzen wird. Dies bedeutet ein weiteres Wachstum von Bilanzsumme und Geschäftsvolumen aus eigener Kraft. Wir erwarten eine leicht steigende Bilanzsumme im einstelligen Prozentbereich bei Einhaltung der Umweltgarantie bzw. einem Umweltgarantiedeckungsgrad von erneut über 100 %. Die Ertragserwartungen für 2016 bewegen sich dabei etwas unter dem hervorragenden Stand des Vorjahres. Bezüglich der Entwicklung der Fristentransformation in Jahren erwarten wir keine signifikanten Veränderungen. Für das Jahr 2016 rechnen wir mit einem leicht sinkenden Zinsüberschuss und einem konstanten bis leicht rückläufigen Provisionsergebnis. Grundlage für den Zinsüberschuss ist unsere Erwartung eines moderaten Wachstums im Kredit- und Einlagengeschäft bei einer leicht zurückgehenden Zinsmarge. Unsere Zinsprognose geht dabei von einem unverändert niedrigen Zinsniveau und einer unveränderten Zinsstrukturkurve aus. Wir erwarten einen leicht steigenden Personalaufwand und moderat höhere Verwaltungsaufwendungen im Jahr 2016. Aufgrund positiver Sondereffekte beim Finanzergebnis und der Risikovorsorge in 2015 wird es eine Herausforderung sein, das hervorragende Ergebnis vor Steuern aus dem vergangenen Geschäftsjahr zu wiederholen. Durch das geplante weitere Wachstum des Geschäftsvolumens erwarten wir damit einhergehend eine Steigerung der zukünftigen CO2-Ersparnis. Wir streben eine weitere Stärkung unseres Eigenkapitals durch die voraussichtliche künftige Dotierung der Gewinnrücklagen und der Rücklage nach § 340g HGB (Fonds für allgemeine Bankrisiken) an.
Nürnberg, 29. Februar 2016 UmweltBank AG, Nürnberg Der Vorstand Goran Bašić Stefan Weber Bilanz zum 31. Dezember 2015der UmweltBank AG, NürnbergAktivseite scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015der UmweltBank AG, NürnbergAufwendungen scroll
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2015der UmweltBank AG, Nürnbergscroll
Aufgrund der Umstellung der Kapitalflussrechnung auf den Deutscher Rechnungslegungs Standard Nr. 21 wurde auf die Angabe von Vergleichszahlen aus der Vorperiode verzichtet. Eigenkapitalspiegel zum Jahresabschluss 31.12.2015der UmweltBank AG, Nürnbergscroll
Das bilanzielle Eigenkapital (ohne Berücksichtigung des Genussrechtskapitals und des Fonds für allgemeine Bankrisiken (Rücklagen gem. § 340g HGB)) hat sich wie oben genannt entwickelt. Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2015der UmweltBank AG, Nürnberg1. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 ist unter Beachtung handels- und aktienrechtlicher Vorschriften und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (kurz: RechKredV) aufgestellt. Die in den Formblättern 1 und 2 der RechKredV vorgesehenen, aber nicht belegten Posten wurden gemäß § 265 Abs. 8 Handelsgesetzbuch (kurz: HGB) nicht berücksichtigt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeVermögensgegenstände des Umlaufvermögens Täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, Wertpapiere des Umlaufvermögens und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert bzw. nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Allen erkennbaren Einzelrisiken wurde durch angemessene Wertabschläge in Form von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Für latente Ausfallrisiken sind unter Anwendung des BMF-Schreibens vom 10. Januar 1994 unversteuerte Pauschalwertberichtigungen gebildet. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden gemäß § 340e HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet. Die Nutzungsdauer liegt bei immateriellen Vermögensgegenständen zwischen 3 und 5 Jahren, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 15 Jahren. Die Einbauten in fremde Gebäude werden auf die Restlaufzeit der jeweiligen Mietverträge zum Aktivierungszeitpunkt abgeschrieben. Immaterielle Anlagegüter und Sachanlagen werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 150 Euro wurden als Aufwand gebucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter von 150,01 Euro bis 410 Euro wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang dargestellt. Befristete Forderungen an Kreditinstitute, die festverzinslichen Wertpapiere des Anlagevermögens sowie die Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Unter Pari erworbene festverzinsliche Wertpapiere werden periodengerecht linear auf den Nennwert zugeschrieben. Über Pari erworbene festverzinsliche Wertpapiere werden periodengerecht linear auf den Nennwert abgeschrieben. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip anhand Ertragswertberechnungen bewertet. Bei der Bilanzierung von Beteiligungen an Personengesellschaften wird der Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 18 zugrundegelegt Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen) wurden mit den Nominalwerten zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Die dargestellten Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da die überwiegende Mehrzahl der Eventualverbindlichkeiten ohne Inanspruchnahme ausläuft. Unwiderrufliche Kreditzusagen Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Teile der gewährten Zusagen. Sie werden mit dem Nominalbetrag ausgewiesen. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Andere Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Das Bankbuch der UmweltBank wurde gemäß IDW RS BFA 3 hinsichtlich der Notwendigkeit einer Rückstellung für drohende Verluste überprüft. Da auf Basis einer GuV-orientierten Betrachtung der zinsbezogenen Geschäfte ein positives barwertiges Ergebnis über einen Betrachtungszeitraum von 25 Jahren ermittelt wurde, war die Bildung einer Drohverlustrückstellung nicht erforderlich. Fonds für allgemeine Bankrisiken Im Jahresabschluss 2015 wurde wie in den Vorjahren erneut der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB dotiert, der das Ergebnis des Jahresabschlusses entsprechend verringerte. III. Angaben und Erläuterungen zur BilanzAktivseite der Bilanz Forderungen an Kreditinstitute Die anderen Forderungen an Kreditinstitute teilen sich nach der Restlaufzeit wie folgt auf: scroll
Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden haben nach der Restlaufzeit folgende Aufteilung: scroll
Die Beträge enthalten Forderungen mit Nachrangabrede in Höhe von 336 TEUR (3 1.12.2014: 258 TEUR). Forderungen aus zinsgünstigen öffentlichen Darlehen im Volumen von 570.889 TEUR (31.12.2014: 572.233 TEUR) sind an die refinanzierenden Banken abgetreten. In den Forderungen an Kunden sind Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 5.883 TEUR (3 1.12.2014: 6.843 TEUR) sowie Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 8.216 TEUR (31.12.2014: 8.260 TEUR) enthalten. Sämtliche Darlehen an diese Unternehmen sind banküblich besichert. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Dieser Posten gliedert sich folgendermaßen auf: scroll
Zwei Wertpapiergattungen mit einem Nominalwert von insgesamt 10.360 TEUR (31.12.2014: 10.482 TEUR) sind mit einer Nachrangabrede verbunden. In dem auf den Stichtag folgenden Jahr werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 24.500 TEUR (31.12.2014: 54.000 TEUR) fällig. Die festverzinslichen Wertpapiere des Anlagebestandes mit einem Buchwert (einschließlich anteiliger Zinsen) von 136.317 TEUR (31.12.2014: 198.201 TEUR) wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die vermiedenen Abschreibungen zum 31. Dezember 2015 betrugen 83 TEUR (31.12.2014: 11 TEUR). Eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 S. 4 HGB wurde nicht vorgenommen, da die Wertpapiere zu Pari zurückgezahlt werden und keine Anhaltspunkte erkennbar sind, dass die Rückzahlungen gemindert werden. Die stillen Reserven bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf 7.711 TEUR (31.12.2014: 12.341 TEUR). Insgesamt waren festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 83.500 TEUR (31.12.2014: 87.500 TEUR) zur Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Förderkreditinstituten verpfändet. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Dieser Posten gliedert sich wie folgt auf: scroll
Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere des Anlagebestandes mit einem Buchwert von 981 TEUR (31.12.2014: 862 TEUR) wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die vermiedenen Abschreibungen in 2015 betragen 0 TEUR. Neben Genußscheinen im Eigenbestand verwaltet die UmweltBank treuhänderisch Genußscheine für Kunden mit einem Nominalwert von 951 TEUR. Auf einen separaten Ausweis als Treuhandgeschäft in der Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 8 HGB verzichtet, da der Wert derzeit nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Handelsbestand Die UmweltBank hatte zum 31. Dezember 2015 keinen Handelsbestand. Die Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand wurden im Geschäftsjahr 2015 nicht geändert. Beteiligungen Dieser Posten gliedert sich folgendermaßen auf: scroll
Größere Beteiligungen (Beteiligungsquote mind. 10 % bis 50 %) bestehen an folgenden Unternehmen: scroll
Anteile an verbundenen Unternehmen Folgende Unternehmen (Beteiligungsquote über 50 %) sind unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen: scroll
Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich vollumfänglich um nicht börsenfähige Anteile. Die Bilanzierung der Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen an Personengesellschaften erfolgte nach dem Rechnungslegungsstandard IDW RS UFA 18. Danach werden Kapitalrückzahlungen als ergebnisneutrale Minderungen des Beteiligungsbuchwerts behandelt und im Anlagespiegel als Beteiligungsabgang ausgewiesen. Gewinnanteile werden nur dann als Erträge aus Beteiligungen vereinnahmt, wenn die Verlustsonderkonten ausgeglichen sind. Anlagespiegel Im Anlagespiegel werden die nach den Grundsätzen für das Anlagevermögen zu bewertenden Vermögensgegenstände verschiedener Bilanzposten zusammengefasst. Die Sachanlagen betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von 394 TEUR (31.12.2014: 340 TEUR) und Einbauten in fremde, betrieblich genutzte Gebäude in Höhe von 114 TEUR (31.12.2014: 168 TEUR). scroll
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darunter Umgliederungen aus sonstigen Vermögensgegenständen
1)
Beteiligungen: 134 TEUR, 2) Anteile an verbundenen Unternehmen: 743 TEUR Sonstige Vermögensgegenstände Der Posten sonstige Vermögensgegenstände setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Latente Steuern scroll
In stetiger Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde der Überhang an aktiven latenten Steuern aktiviert. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatz für Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag von 31,47 %. Differenzen betreffend gewerbesteuerpflichtige Personengesellschaften wurden mit einem kombinierten Steuersatz für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von 15,83 % berücksichtigt. Passivseite der Bilanz Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist teilen sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt auf: scroll
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist handelt es sich um zinsverbilligte Darlehen öffentlicher Banken. Davon sind 570.896 TEUR (31.12.2014: 572.300 TEUR) durch abgetretene und verpfändete Forderungen im Nennwert von insgesamt 570.889 TEUR (31.12.2014: 572.233 TEUR) und verpfändete festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 83.500 TEUR (31.12.2014: 87.500 TEUR) besichert. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als 3 Monaten teilen sich nach der Restlaufzeit wie folgt: scroll
Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist setzen sich nach der Restlaufzeit wie folgt zusammen: scroll
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 811 TEUR (31.12.2014: 701 TEUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 466 TEUR (31.12.2014: 484 TEUR) enthalten. Sonstige Verbindlichkeiten Der Posten sonstige Verbindlichkeiten enthält folgende wichtige Einzelbeträge: scroll
Rechnungsabgrenzungsposten In diesem Posten ist enthalten: scroll
Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen enthalten anteilig laufende Ertrag steuern i.H.v. 3.040 TEUR (31.12.2014: 1.870 TEUR). Andere Rückstellungen Dieser Posten enthält folgende wichtige Einzelbeträge: scroll
Genussrechtskapital Gemäß Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) stellten 57.472 TEUR des Genussrechtskapitals anrechenbare Eigenmittel dar. Die Genussrechtsinhaber erhalten eine, dem Gewinnanspruch der Aktionäre vorgehende, jährliche Ausschüttung in Höhe des angegebenen Zinssatzes bezogen auf den Nennbetrag der Genussrechte. Der Bilanzausweis erfolgt mit dem Nominalbetrag. Die geschuldeten Zinsen des Geschäftsjahrs werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. scroll
Eigenkapital Das Aktienkapital setzt sich zusammen aus 5.538.240 Stückaktien, lautend auf den Inhaber. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates befristet bis zum 29. Juni 2017 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 7.199.712,00 EUR durch ein- und mehrmalige Ausgabe von bis zu 2.769.120 auf den Inhaber lautenden Stückaktien im rechnerischen Nennwert von je 2,60 EUR gegen Bareinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Zusätzlich ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 29. Juni 2017 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende, verbriefte oder unverbriefte Genussrechte (nachfolgend zusammen „Genußscheine") zu begeben. Die Genußscheine müssen den Voraussetzungen entsprechen, unter denen das für die Gewährung von Genussrechten eingezahlte Kapital dem haftenden Eigenkapital zuzurechnen ist. Die Genußscheine können mit einem Wandlungsrecht für den Inhaber verbunden werden. Die Wandlungsrechte berechtigen beziehungsweise verpflichten nach näherer Maßgabe der Wandelgenußscheinsbedingungen, Aktien der Gesellschaft zu beziehen. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, bis zum 29. Juni 2017 anstelle von oder neben Genußscheinen einmalig oder mehrmals Wandelschuldverschreibungen mit einer festen Laufzeit oder mit unbegrenzter Laufzeit zu begeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Aktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Der Gesamtnennbetrag der im Rahmen dieser Ermächtigung auszugebenden Genußscheine und Wandelschuldverschreibungen darf insgesamt 90 Millionen Euro nicht übersteigen. Wandlungsrechte dürfen nur auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 7.199.712 EUR ausgegeben werden. Zudem ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine bedingte Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital) um bis zu 7.199.712,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 2.769.120 neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 2,60 EUR durchzuführen. Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Wandelgenussrechten und Wandelschuldverschreibungen. Bezüglich der Entwicklung des bilanziellen Eigenkapitals verweisen wir auf die Darstellung im Eigenkapitalspiegel. Durch die Hauptversammlung vom 25. Juni 2015 wurden 342 TEUR (im Vorjahr: 376 TEUR) aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in die Gewinnrücklagen eingestellt. Aus dem Jahresüberschuss 2015 werden 7.500 TEUR (2014: 7.000 TEUR) gemäß § 58 Abs. 2 Aktiengesetz den Gewinnrücklagen zugeführt. Gemäß CRR belaufen sich die anrechenbaren Eigenmittel nach Feststellung des Jahresabschlusses auf 216.159 TEUR (31.12.2014: 191.727 TEUR). Die Quote der anrechenbaren Eigenmittel bezogen auf die gewichteten Risikoaktiva beträgt nach Feststellung des Jahresabschlusses 11,04 % (31.12.2014: 10,79 %). Vermerke unter dem Bilanzstrich Eventualverbindlichkeiten In diesem Posten sind enthalten: scroll
Im Posten Eventualverbindlichkeiten sind keine Einzelbeträge enthalten, die in Bezug auf die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten wird insgesamt als gering eingestuft. Andere Verpflichtungen In diesem Posten sind enthalten: scroll
Der Posten unwiderrufliche Kreditzusagen enthält keine Einzelbeträge, die in Bezug auf die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind. Besondere Kreditrisiken aus der zukünftigen Kreditausreichung sind nicht erkennbar. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungProvisionsergebnis Das Provisionsergebnis als Saldo der Provisionserträge und -aufwendungen gliedert sich wie folgt: scroll
Personalaufwand Der Personalaufwand stieg von 6.066 TEUR in 2014 um 438 TEUR auf 6.504 TEUR. Der Anstieg resultierte aus allgemeinen Gehaltsanpassungen und Veränderungen in der Belegschaft. Andere Verwaltungsaufwendungen Die anderen Verwaltungsaufwendungen weisen folgende Verteilung auf: scroll
Aufwendungen für den Abschlussprüfer Für das Honorar des Abschlussprüfers wurden im Jahr 2015 einschließlich nicht abzugsfähiger Vorsteuer insgesamt 256 TEUR (Vorjahr 313 TEUR) aufgewendet. Hiervon entfallen 204 TEUR (Vorjahr 266 TEUR) zeitanteilig auf die Abschlussprüfungsleistungen – davon 20 TEUR auf die Prüfung des Jahresabschlusses 2014 - und 38 TEUR (Vorjahr: 47 TEUR) auf andere Bestätigungsleistungen sowie 13 TEUR auf steuerliche Beratungstätigkeit. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen enthält Zahlungen aus der Rückforderung von Bearbeitungsentgelten für Kundenforderungen in Höhe von 374 TEUR. V. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Resteinzahlungsverpflichtungen für noch nicht eingeforderte bedungene Einlagen aus Kommanditbeteiligungen betragen 2.887 TEUR (31.12.2014: 2.887 TEUR). Zudem bestehen nach Rückzahlungen von Kommanditeinlagen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 5.704 TEUR, davon 3.463 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen. Die UmweltBank ist zudem Komplementärin der UmweltBank & Co Emilienstraße 3 KG, Nürnberg. Des Weiteren bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 581 TEUR p.a. sowie 276 TEUR p.a. aus Wartungs-, Instandhaltungs- und Lizenzverträgen. VI. Angaben über das Unternehmen und seine OrganeMitarbeiter Zum Bilanzstichtag waren in Voll- und Teilzeit 134 (Vorjahr: 139) Mitarbeiter angestellt, davon 2 (Vorjahr: 3) Vorstände, 5 (Vorjahr 5) Mitarbeiter in Elternzeit, 12 (Vorjahr: 22) studentische Mitarbeiter, 8 (Vorjahr: 8) Praktikanten und 5 (Vorjahr: 5) Mitarbeiter der Umwelt-Kontakt. Im Jahresdurchschnitt (Quartalsstände) wurden gemäß § 267 Abs. 5 HGB umgerechnet auf Vollzeit-Arbeitsverhältnisse 94,9 (Vorjahr: 95,0) Mitarbeiter beschäftigt. Davon entfielen 89,9 (Vorjahr: 86,6) auf Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit und 5,1 (Vorjahr: 8,4) auf studentische Teilzeitkräfte. Vorstand Zum Vorstand sind / waren bestellt: Bis 30. April 2015:
Ab 1. Mai 2015:
Vorstandsvergütung Das System der Vorstandsvergütung steht im Einklang mit der Unternehmensstrategie und ist dementsprechend ausgestaltet. Die für die Tätigkeit des Vorstands gewährten Bezüge bestehen aus fixen und erfolgsabhängigen variablen Bestandteilen sowie Nebenleistungen. Der Vorstand erhält jährlich zwölf feste Gehälter sowie eine zum Jahresende ausbezahlte Sonderzahlung, die bis zu 100 % eines Monatsgehalts betragen kann. Die Sonderzahlung ist nicht von quantitativen Zielvorgaben abhängig, sondern wird durch den Aufsichtsrat festgelegt. Garantierte variable Vergütungen werden nicht gewährt. Die Nebenleistungen enthalten die Kosten für ein FirmenAbo Plus für den Großraum Nürnberg im öffentlichen Nahverkehr sowie einen Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge. Pensionszusagen werden den Mitgliedern des Vorstands nicht gewährt. scroll
An ehemalige Vorstandsmitglieder wurden im Berichtszeitraum Bezüge in Höhe von 168 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) bezahlt. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt zusammen:
Aufsichtsratsvergütung Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste jährliche Vergütung, die von der Hauptversammlung beschlossen wird. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die durch die Ausübung des Amts entstehenden Auslagen und eine etwaige auf die Vergütung und den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer). Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat im Kalenderjahr 2015 betrugen rund 56 TEUR (Vorjahr 56 TEUR). Die feste jährliche Vergütung eines jeden Mitglieds des Aufsichtsrates liegt gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2010 bei 18 TEUR netto. Die individuelle Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2015 setzt sich wie folgt zusammen (ohne gesetzliche Umsatzsteuer): scroll
Kredite an Aufsichtsrat/Vorstand Zum 31. Dezember 2015 bestanden keine Kreditforderungen gegenüber den Mitgliedern des Vorstandes oder Aufsichtsrates (Vorjahr: 9 TEUR).
Nürnberg, 29. Februar 2016 UmweltBank AG, Nürnberg Der Vorstand Goran Bašić Stefan Weber Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der UmweltBank Aktiengesellschaft, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, 30. März 2016 Baker Tilly Roelfs AG Prof. Dr. Edenhofer, Wirtschaftsprüfer Dr. Schirduan, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2015Die UmweltBank AG, Nürnberg, konnte mit dem Jahr 2015 erneut ein erfolgreiches Geschäftsjahr abschließen, an dem die Mitglieder des Aufsichtsrates, Günther Hofmann, Heinrich Klotz und Dr. Irene Schöne bzw. nach deren Ausscheiden Edda Schröder in Erfüllung ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben mitgewirkt haben. Über die Überwachungs- und Beratungstätigkeit des Aufsichtsrates wird hiermit berichtet. Sitzungen des Aufsichtsrates Im abgeschlossenen Geschäftsjahr haben fünf ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates stattgefunden. Mitglieder des Aufsichtsrates haben außerdem an der jährlichen Sitzung des Umweltbeirates teilgenommen. Im Mittelpunkt jeder Aufsichtsratssitzung stand der umfangreiche Bericht des Vorstandes über die ökonomischen und ökologischen Verhältnisse der Bank, das Risikokontrollsystem, das Kreditgeschäft und das Einlagengeschäft Dabei wurden sowohl Kreditgeschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, als auch weitere bemerkenswerte Kredite anhand der Kreditprotokolle ausführlich besprochen. Darüber hinaus wurden in jeder Sitzung des Gremiums wichtige Fragen aus den weiteren Geschäftsbereichen, wie Marketing und Kommunikation, Personal, externe und interne Prüfungen, dem Risikocontrolling und dem Betriebsbereich / IT sowie Beschwerden und Rechtsstreitigkeiten erörtert. Zwischen den regulären Sitzungen wurden die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand über wichtige Vorgänge jeweils schriftlich informiert. Erforderliche Beschlüsse außerhalb von Sitzungen wurden im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst und später verifiziert. Auch im Jahre 2015 hat die UmweltBank aufgrund ihres soliden, gleichzeitig an Ökonomie und Ökologie ausgerichteten Geschäftskonzeptes eine erfolgreiche Geschäftsausweitung bei einer gleichzeitig zunehmenden Entlastung der Umwelt fortgesetzt und dabei wiederum ein außerordentlich erfreuliches Jahresergebnis erwirtschaftet. Überwachung der ökonomischen Geschäftsführung Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben sich auch in diesem Geschäftsjahr vom Vorstand umfassend über die ökonomische Lage der UmweltBank, über die aktuelle und grundsätzliche Geschäftspolitik sowie über das Risikomanagement unterrichten lassen und darüber mit ihm beraten. Dadurch wurde die Geschäftsführung des Vorstandes, insbesondere aufgrund seiner Berichte, laufend besprochen und überwacht. Verschiedene Rechtsthemen und anhängige Klageverfahren wurden ausführlich besprochen. Dies betraf in erster Linie die Bereiche Bearbeitungsgebühren für Darlehen und Widerrufe von Kreditverträgen. Der Vorstand hat den Mitgliedern des Aufsichtsrates nach Gesetz und Geschäftsordnung zustimmungsbedürftige Kredite und Geschäftsvorgänge vorgelegt. Die Mitglieder des Gremiums haben diesen Vorlagen nach Erörterung und Prüfung zugestimmt. Das Geschäftsvolumen konnte auf 2.985,7 Mio. Euro gesteigert werden, das Bilanzergebnis auf 8.086 Mio. Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Erhöhung der Dividende auf 1,40 Euro je Aktie vor. Das haftende Eigenkapital der UmweltBank stieg mit Feststellung des Jahresabschlusses 2015 auf 216,2 Mio. Euro. Entsprechend positiv hat sich auch der Kurs der UmweltBank Aktie entwickelt. Überwachung der ökologischen Geschäftsführung Seit Beginn der Geschäftstätigkeit Anfang 1997 berichtet die Umwelt-Bank nicht nur über ihre ökonomischen Erfolgszahlen, sondern auch über die sich daraus ergebenden ökologischen Entlastungen der Umwelt. Ökonomie und Ökologie sind bei der Umwelt-Bank gemäß ihrer Satzung integrierte gleichberechtigte Geschäftsziele. Daher schüttet die UmweltBank nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine ökologische Dividende aus. Die Ausrichtung der aktuellen und strategischen Geschäftspolitik an den ökologischen Unternehmenszielen wird ebenfalls regelmäßig in den Sitzungen des Aufsichtsrates beraten und überprüft, auch in enger Kooperation mit dem Umweltrat der UmweltBank. Auch im ökologischen Bereich sind die Erfolge der UmweltBank gewachsen. Die CO2-Einsparung aus allen bisher geförderten Kreditprojekten betrug rund 3,1 Millionen Tonnen. Die ökologische Dividende (CO2 kg Einsparung pro Aktie) konnte so von 490,9 kg pro Aktie in 2014 auf 553,5 kg pro Aktie in 2015 gesteigert werden. Insgesamt entsprechen die eingesparten CO2-Emissionen dem privaten Stromverbrauch von knapp 3,3 Millionen Bundesbürgern. Dies ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, die erneut dokumentiert, dass sich umweltfreundliches Wirtschaften sowohl ökonomisch als auch ökologisch auszahlt. Integrierte Berichterstattung mit Jahresabschluss und Lagebericht Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die verantwortlichen Prüfer haben an der Aufsichtsratsitzung im April 2016 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Auf der Grundlage des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers, den ergänzenden Erläuterungen und dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015. Der Aufsichtsrat hat daher den Jahresabschluss 2015 gebilligt und festgestellt. Besonderheiten Aufgrund einer technischen Störung bei den Abstimmungen wurde die Hauptversammlung am 25. Juni 2015 vorzeitig abgebrochen. Einige Beschlüsse konnten daher nicht gefasst werden und wurden in der für den 25. September 2015 neu angesetzten Hauptversammlung nachgeholt. Für die Auszählung wurde hier erstmals auf einen Dienstleister zurückgegriffen, der die Abstimmung EDV-gestützt abgewickelt hat. Wechsel im Vorstand Der Gründer und Initiator der Umwelt-Bank, Horst P. Popp, ist zum 30. April 2015 auf eigenem Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden. Der Aufsichtsrat bedauert dies und bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich bei Herrn Popp. Mit der Gründung der UmweltBank und deren kontinuierlichen Weiterentwicklung, hat er die ökologische Entwicklung unserer Gesellschaft unterstützt und die professionelle Finanzierung und Förderung von Umweltprojekten in der Finanzwelt etabliert und fest verankert. Die beiden Geschäftsleiter Goran Bašić und Stefan Weber teilen sich seit dem 1. Mai 2015 die Aufgaben im Vorstand. Herr Bašić verantwortet den Marktbereich, die Anlageberatung, die Vermögensberatung und die Bereiche Marketing/Kommunikation und Personal. Herr Weber ist für die Marktfolge Kredit, das Risikocontrolling und den Bereich Betrieb/Finanzen/IT zuständig. Änderungen im Aufsichtsrat Frau Dr. Irene Schöne hat sich nach 17 Jahren als Aufsichtsrätin entschieden, nicht mehr zu kandidieren. Ihr Engagement zu ökologischen Themen, der Wille bei der Fortentwicklung der Bank mitzuwirken, hat es allen leicht gemacht, mit ihr als Kollegin in diesem Gremium zu arbeiten. Dafür unser herzlicher Dank an Frau Dr. Schöne. Als Nachfolgerin hat Frau Edda Schröder, Geschäftsführerin der Invest in Visions GmbH, Frankfurt/Main für die Wahl in den Aufsichtsrat kandidiert und wurde mit 98,13 Prozent der Stimmen gewählt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Frau Schröder. Mit der Hauptversammlung am 25. September 2015 ging der Vorsitz des Aufsichtsrates an Herrn Günther Hofmann über. Dank Die Mitglieder des Aufsichtsrates danken dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren stets engagierten Einsatz und der im Jahr 2015 wiederum hervorragend geleisteten Arbeit. Wir danken außerdem allen Aktionärinnen und Aktionären für ihre treue Verbundenheit zur UmweltBank sowie den Kundinnen und Kunden für ihr Vertrauen. Ohne all diese Menschen wäre der ökonomische und ökologische Erfolg der UmweltBank nicht möglich gewesen.
Nürnberg, 8. April 2016
Günther Hofmann, Vorsitzender des Aufsichtsrates Bericht des Umweltrats über das Geschäftsjahr 2015Der Umweltrat der UmweltBank stellt das ökologische Pendant zum Aufsichtsrat dar. Er ist in der Satzung verankert, überprüft die ökologische Entwicklung der Umwelt-Bank und berät den Vorstand zu wichtigen Umweltfragen. Die Mitglieder des Gremiums sind Experten aus verschiedenen Fachrichtungen: Frauke Hammermann aus Hamburg ist selbstständige Finanzberaterin im Bereich ethischer Geldanlagen, Klaus Kiefer aus Freiburg ist Wissenschaftler im Bereich der Solarenergieforschung, Markus Ott aus Freising ist Vertriebsleiter im Bereich der Bioenergie. In der Sitzung des Umweltrats am 9. Oktober 2015 ging der Vorsitz von Frauke Hammermann an Klaus Kiefer und die Stellvertretung an Markus Ott über. Sitzungen und Themen Im abgelaufenen Jahr fanden zwei Sitzungen des Umweltrats mit dem Vorstand statt. Bei der ersten Sitzung im Frühjahr wurde beispielhaft ein Bürgerwindpark vorgestellt. Mit 40 Mio. Euro Kreditvolumen ist dies bisher das größte finanzierte Vorhaben der UmweltBank. Windprojekte werden zunehmend größer und komplexer und erfordern umfangreiche Risikoanalysen und Umweltprüfungen. Die Mitarbeiter der UmweltBank wurden entsprechend geschult. Für ein weiteres Windprojekt mit einem sogenannten „Timber Tower", einem Turm, der komplett aus Holz gefertigt wird, wurden die ökologischen Aspekte diskutiert. Der Umweltrat befürwortet die technischen Innovationen bei der konkreten Anwendung. Im Bereich der Solarenergie wurde das Projekt einer Energiegenossenschaft vorgestellt. Die in Thüringen errichtete Freiflächenanlage mit 8,8 Megawatt Peak-Leistung ist einer der größten Bürgersolarparks in Deutschland. Die Vergabe der Kredite nach den ökologischen Kriterien der Umwelt-Bank wurde vom Umweltrat geprüft. Die Projekte und ausgereichten Kredite erfüllen die Kriterien der Umwelt-Bank und haben positive ökologische Effekte. Einen weiteren Schwerpunkt setzte der Umweltrat im Berichtsjahr 2015 auf die Überarbeitung der ökologischen Bewertung des Anlageuniversums für die Liquiditätsreserve (Depot A). Die Bewertungskriterien bei Kapitalanlagen in Staatsanleihen und Kreditinstituten werden aktuell weiterentwickelt. Umweltrat und ausgewählte ökologische Ratingagenturen begleiten die geplanten Maßnahmen. Förderkreditgeschäft Bis Ende 2015 finanzierte und förderte die UmweltBank 21.503 Projekte aus den Bereichen Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft, Biomasse und Biogas, ökologisches Bauen und Sanieren und ökologische Landwirtschaft in ganz Deutschland. Erneut konnten zugesagte Förderkredite, grüne Schuldscheindarlehen und ökologische Beteiligungen merklich ausgebaut werden: das Volumen stieg im Berichtsjahr um 11,2 Prozent auf 2,50 Milliarden Euro, die gesamte Bilanzsumme wuchs um 6,3 Prozent auf 2,76 Milliarden Euro. Die Zusammensetzung des Kreditportfolios verschob sich wie bereits in den vorangegangenen Jahren weiter von Solar (nun 37,1 Prozent) zu Windprojekten hin. Diese Veränderung resultiert aus dem aktuellen EEG mit seinen deutlich veränderten Rahmenbedingungen und Einspeisevergütungen. An zweiter Stelle rangieren ökologische Baufinanzierungen (29,6 Prozent), danach mit 29,5 Prozent Wind- und Wasserkraftprojekte, und hiernach mit unverändert 3,8 Prozent Finanzierungen für ökologische Landwirtschaft, Biomasseprojekte und sonstige Vorhaben. Umweltaspekte In der Summe aus Bestandsprojekten und neuen Kreditprojekten ergibt sich eine um 12,8 Prozent höhere CO2-Einsparung im Vergleich zum Vorjahr. Die ökologische Dividende stieg von 490,9 kg auf 553,5 kg CO2 pro Aktie. Je Kunde wurden 26,7 Tonnen CO2 eingespart. Das Verfahren für die Ermittlung der CO2-Bilanz wurde weiter präzisiert. Die CO2-Einsparung durch eigene Stromerzeugung wird nicht mehr auf Jahresbasis betrachtet. Es wird analog den Kreditprojekten eine einmalige Erfassung der Beteiligungen vorgenommen und diese dann in den Folgejahren in den Bestandsprojekten mit abgebildet. Diese Korrektur wurde rückwirkend bis 2008 vorgenommen. Für Details verweisen wir auf den ausführlichen Umweltbericht, der Teil des Geschäftsberichts ist. In der Baufinanzierung wurden die Zinsstufen auf Grund der ab 2016 geltenden Änderungen in der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 und der damit einhergehenden Änderungen bei den KfW-Darlehen angepasst. Betriebsökologie Neben der Produktökologie ist auch die Betriebsökologie ein wichtiges Thema für die nachhaltige Unternehmensstrategie der UmweltBank. Der CO2-Ausstoß liegt insgesamt um etwa 8,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hintergründe sind hierbei ein Rückgang von 27,2 Prozent bei den Emissionen aus Geschäftsverkehr wegen der konsequenten Buchung von Bahnreisen über das Geschäftskundenportal der Bahn. Der Energieverbrauch dieser Fahrten wird von der Bahn mit Ökostrom eingekauft und ist somit CO2-neutral. Zum anderen konnten die Flugkilometer deutlich reduziert werden. Umweltbeirat Schwerpunkt der diesjährigen Sitzung des Umweltbeirats war die „Ökologie in Bauen und Wohnen". Hierzu berichteten Stefan Klinkenberg und Andreas Stahl, die selbst Mitglieder im Beirat sind, aus ihren langjährigen Erfahrungen. Herr Stahl realisiert ausschließlich Projekte, die mindestens den KfW55-Standard oder besser erfüllen und setzt dabei konsequent auf Fernwärme, eigenes BHKW oder Solarwärme. Wenn möglich wird in seinen Projekten die Infrastruktur für Elektromobilität schon vorbereitet. Herr Klinkenberg stellte Fallbeispiele aus der Altbausanierung im Bereich des genossenschaftlichen Bauens vor. Über die Aspekte Umwelt und Energie hinaus ging es bei beiden auch um die sozialen Herausforderungen rund um die heutigen Kosten von Bauen und Wohnen. Letztere verlangen eine besondere Balance zwischen dem Energiesparen, dem Einsatz Erneuerbarer Energien und den Baukosten. Beide Referenten machten deutlich, dass durch intelligente Konzepte bezahlbarer Wohnraum auch heute ökologisch zukunftsweisend geschaffen werden kann. Zusammenfassung und Ausblick Zusammenfassend bestätigt der Umweltrat mit diesem Bericht, dass er sich im Jahr 2015 ein umfassendes Bild von der Kreditvergabe und Förderpraxis der UmweltBank machen konnte. Engagements, die nicht der Satzung der UmweltBank entsprechen, ging die UmweltBank nach unseren Feststellungen nicht ein. Die UmweltBank hat mit den Geldern ihrer Kunden satzungsgemäß ausschließlich umweltfreundliche Projekte finanziert bzw. gefördert und die ihren Anlegern gegebene Umweltgarantie eingehalten.
15. April 2016
Klaus Kiefer, Freiburg, Vorsitzender des Umweltrats GewinnverwendungsbeschlussBeschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2015Auszug aus der Tagesordnung der Hauptversammlung vom 30. Juni 2016: „2. Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn der UmweltBank Aktiengesellschaft aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 8.086.787,23 EUR wie folgt zu verwenden: scroll
Auszug aus der Niederschrift über die ordentliche Hauptversammlung vom 30. Juni 2016: „Der Versammlungsleiter gab sodann die Abstimmungsergebnisse bekannt und stellte sie fest wie nachstehend ersichtlich: 1. Tagesordnungspunkt 2: Bei der Beschlussfassung zu Tagesordnungspunkt 2 wurden für 1.715.722 Aktien ebenso viele gültige Stimmen abgegeben, was einem Anteil von 30,98% des satzungsmäßigen Grundkapitals entspricht. Der Vorschlag der Verwaltung zu Tagesordnungspunkt 2 wurde mit 1.713.600 Ja-Stimmen (=99,88% der abgegebenen Stimmen) gegen 2.122 Nein-Stimmen angenommen Der Versammlungsleiter gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt, stellte dieses Ergebnis fest und verkündete diese." |
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