UmweltBank AktiengesellschaftNürnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Bericht des AufsichtsratsGünther HofmannGünther Hofmann begleitet die UmweltBank bereits 1994 als DV-Dienstleister bei der Einführung und dem Betrieb der erforderlichen Bankensoftware. Seit 1999 unterstützt er mit seiner Expertise den Aufsichtsrat. Heinrich KlotzHeinrich Klotz begleitet die UmweltBank bereits seit 1994 und war einer der ersten Risikokapitalgeber der grünen Bank. Der Aschaffenburger Notar ist seit 2009 Mitglied des Aufsichtsrats. Edda SchröderEdda Schröder bringt ihre Erfahrungen seit 2015 in den Aufsichtsrat der UmweltBank ein. 2006 gründete sie "Invest in Visions" und legte einen Fonds auf, der Mikrofinanzinstitute in Entwicklungsländern finanziert. Die UmweltBank bewegt sich in einem herausfordernden Markt- und Wettbewerbsumfeld. Das Zinsniveau hält sich auf einem historischen Tiefstand, während gleichzeitig die regulatorischen Anforderungen ständig steigen. Gleichwohl befindet sich Deutschlands grüne Bank weiterhin ökonomisch wie auch ökologisch auf Erfolgskurs. Die Mitglieder des Aufsichtsrats, Heinrich Klotz, Günther Hofmann und Edda Schröder freuen sich, dass sie im Geschäftsjahr 2016 die UmweltBank bei einer positiven Weiterentwicklung begleiten konnten. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr alle Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen. Für das Unternehmen relevante Vorkommnisse und Maßnahmen wurden dem Aufsichtsrat vom Vorstand in schriftlicher und mündlicher Form regelmäßig, zeitnah und umfassend mitgeteilt. Aufgrund dieser Berichte und im Rahmen gemeinsamer Erörterungen mit den Mitgliedern des Vorstandes hat der Aufsichtsrat den Vorstand kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens eng beraten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats konnten sich dabei stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandstätigkeit überzeugen. Der Vorstand kam seinen Informationspflichten jederzeit nach. Rückblick auf das Geschäftsjahr 2016Der Vorstand hatte sich für das abgelaufene Geschäftsjahr das anspruchsvolle Ziel gesetzt, trotz erschwerter Marktbedingungen die 20-jährige Erfolgsgeschichte der UmweltBank AG fortzuschreiben. Die solide Entwicklung der ökonomischen und ökologischen Kennzahlen belegt, dass dieses Vorhaben gelungen ist. Das erfreuliche Ergebnis spiegelt sich im gestiegenen Jahresüberschuss, im deutlich erhöhten Eigenkapital sowie im kontinuierlichen Ausbau des Personals wider. Die besondere Aufmerksamkeit des Aufsichtsrats galt im abgelaufenen Geschäftsjahr den fortdauernden Herausforderungen des Geschäftsumfelds. Vorstand und Aufsichtsrat befassten sich im Diskurs intensiv mit den zahlreichen gesetzlichen und regulatorischen Anpassungen und deren Auswirkungen für das Unternehmen. Ein weiterer zentraler Gegenstand des Austauschs zwischen dem Aufsichtsrat und der Geschäftsleitung war die Emission des CoCo-Bond 2016/2017. Die UmweltBank ist mit dieser Emission, der bisher größten in der Unternehmensgeschichte, Vorreiter in Europa. Das rege Interesse an dem neuen Wertpapier zeugt vom Vertrauen der Anleger in die UmweltBank. Ein wichtiges und umfangreiches Vorhaben war die Weiterentwicklung des Umwelt-, Sozial- und Geschäftsberichts zu einem integrierten Nachhaltigkeitsbericht. Der Aufsichtsrat begrüßt, dass der Vorstand und die Mitarbeiter der UmweltBank sich auch vor dem Hintergrund anspruchsvoller Tagesaufgaben der kontinuierlichen Verbesserung ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeitsaspekte stets mit hoher Priorität widmen. Sitzungen und ThemenIm abgelaufenen Geschäftsjahr fanden insgesamt fünf ordentliche Sitzungen mit dem Vorstand statt, an denen stets alle Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen haben. Darüber hinaus nahm der Aufsichtsrat an der Hauptversammlung und am Sommerfest der Mitarbeiter teil, sowie an der Sitzung des Umweltbeirats und an einer ganztägigen Fortbildungsveranstaltung. Im Mittelpunkt jeder Sitzung standen der umfangreiche Bericht des Vorstandes über die ökonomische und ökologische Entwicklung der Bank, das Risikokontrollsystem und die Bankgeschäfte auf der Einlagen- sowie auf der Kreditseite. Der Vorstand hat den Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Gesetz und Geschäftsordnung zustimmungsbedürftige Kredite und Geschäftsvorgänge vorgelegt. Die Mitglieder des Gremiums haben diesen Vorlagen nach Erörterung und Prüfung ausnahmslos zugestimmt. Neben der regelmäßigen Berichterstattung zu den aktuellen Verhältnissen und Geschäften der Bank erörterten der Aufsichtsrat und die Geschäftsleitung strategische Fragen aus den weiteren Geschäftsbereichen wie Marketing und Kommunikation, Personal, Compliance, Prüfungen, Risikocontrolling, IT/Betrieb sowie Beschwerden und rechtliche Themen. In der Sitzung vom 2. Dezember 2016 berichtete der Innenrevisor dem Aufsichtsrat unmittelbar über die Ergebnisse seiner regelmäßigen Prüfungen. Auch außerhalb der Sitzungen fand ein reger Gedanken- und Informationsaustausch statt. Bedeutende Geschäftsvorgänge wurden detailliert mit dem Aufsichtsrat beraten, sodass dieser sich stets über wesentliche Entwicklungen informiert wusste und in wichtige Entscheidungen eingebunden war. Der Vorstand bezog den Aufsichtsrat in grundsätzliche Themen der Unternehmensplanung und der strategischen Ausrichtung ein. Erforderliche Beschlüsse außerhalb der Sitzungen wurden im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. JahresabschlussDer von der Hauptversammlung im Juni 2016 gewählte Abschlussprüfer Baker Tilly Roelfs hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die verantwortlichen Prüfer haben an der Aufsichtsratssitzung am 7. April 2017 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und die Fragen des Aufsichtsrats dazu umfassend beantwortet. Auf der Grundlage des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers, der ergänzenden Erläuterungen und des abschließenden Ergebnisses seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016. Der Aufsichtsrat hat daher den Jahresabschluss 2016 gebilligt und festgestellt. DankDie Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren stets engagierten Einsatz und die im Jahr 2016 geleistete hervorragende Arbeit. Wir danken außerdem allen Aktionärinnen und Aktionären für ihre treue Verbundenheit zur UmweltBank sowie den Kundinnen und Kunden für ihr Vertrauen. Ohne all diese Menschen wäre der ökonomische und ökologische Erfolg der UmweltBank nicht möglich gewesen.
Nürnberg, den 7. April 2017 Heinrich Klotz, Vorsitzender des Aufsichtsrats Lagebericht Geschäftsjahr 2016UmweltBank AG, Nürnberg1. Grundlagen der BankDeutschlands grüne BankAufgabe der UmweltBank ist die Finanzierung und Förderung von Umweltprojekten in ganz Deutschland. Der Unternehmensgegenstand ist in der Satzung wie folgt verankert: Die UmweltBank setzt sich für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen, insbesondere für klares Wasser, reine Luft und eine gesunde Umwelt ein. Die UmweltBank verwirklicht Ideen, die allen zugutekommen. Sie unterstützt die ökologische Entwicklung unserer Gesellschaft und fördert integrative und vorbeugende Maßnahmen des Umweltschutzes. Die UmweltBank verbindet erfolgreiches und professionelles Bankmanagement mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Auf diese Weise setzt sie sich für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen und die Zukunft unserer Kinder ein. Die Herausforderungen unserer Zeit erfordern Konzepte, die Ökonomie und Ökologie wirkungsvoll miteinander verbinden. Die UmweltBank bietet ökologische und soziale Finanzierungen, grüne Geld- und Kapitalanlagen sowie ökologisch orientierte Versicherungen und Altersvorsorgeprodukte und informiert ihre Kunden umfassend dazu. Durch ihre tägliche Arbeit fördert die UmweltBank die Energiewende und bringt nachhaltiges Wirtschaften voran. Das Ziel der UmweltBank ist es, durch die Geschäftstätigkeit in jeder Hinsicht zum Schutz der Umwelt beizutragen. Ökologie ist für die grüne Bank dabei kein kurzfristiger Trend. Denn nur durch nachhaltiges, langfristig orientiertes Handeln kann eine intakte Umwelt auch für die nachkommenden Generationen erhalten werden. Die UmweltBank ist die einzige Bank in Deutschland, die den Umweltschutz als Unternehmensgegenstand bereits in ihrer Satzung verankert hat. Produktökologie im Mittelpunkt: Aufgrund ihrer besonderen Unternehmenspolitik misst die UmweltBank den Erfolg ihrer Geschäftstätigkeit nicht nur an wirtschaftlichen, sondern auch an ökologischen Zahlen wie z. B. der Umweltentlastung anhand der CO2 -Einsparung. Sie bietet ausschließlich Geldanlagen an, die unter nachhaltigen Gesichtspunkten gewissenhaft geprüft wurden und sie finanziert ausschließlich Projekte, die nach ebensolchen Kriterien ausgewählt wurden. Umweltschutz garantiert: Die UmweltBank bietet ein in der deutschen Bankenlandschaft bislang einmaliges Versprechen: die Umweltgarantie. Die grüne Bank garantiert jedem Anleger, dass mit seinem Geld ausschließlich Umweltprojekte finanziert werden. Das sind z. B. Vorhaben im Bereich ökologisches Bauen und Sanieren, Sonnenenergie-, Windkraft-, Wasserkraft- und Biomasseprojekte, bis hin zur ökologischen Landwirtschaft. Dabei gilt höchste Transparenz. Denn in welche ökologischen und nachhaltigen Projekte die Kundeneinlagen fließen, können die Anleger dem regelmäßig veröffentlichten Kreditportfolio der Bank entnehmen. Kontrollorgan: Die Einhaltung der Umweltgarantie wird regelmäßig durch ein unabhängiges Gremium kontrolliert - den Umweltrat. Bei der Kreditvergabe beachtet die UmweltBank klare ethisch-ökologische Vorgaben, die gemeinsam mit dem Umweltrat erarbeitet wurden. So gelten strenge Ausschlusskriterien. Projekte aus den Bereichen fossile Energie, Militärgüter, umweltschädliche Produkte und Technologien, Gentechnik in der Landwirtschaft sowie sozial unverträgliche Projekte wie Ausbeutung und unfaire Geschäftspraktiken (z. B. Korruption und Menschenrechtsverletzungen) werden keinesfalls unterstützt. Die Bank orientiert sich bei der Auswahl der Kreditprojekte in erster Linie an Positivkriterien wie z. B. regenerative Stromerzeugung, umweltfreundliches Bauen, ökologische Land- und Forstwirtschaft oder nachhaltige Wirtschaftsweise. Ökologische Sparprodukte: Als Förderbank im Umweltbereich bietet die UmweltBank ökologische Geldanlagen mit fairer Rendite an. Zu den bankeigenen Sparprodukten gehören das täglich verfügbare UmweltPluskonto, Sparbücher, Sparbriefe und UmweltSparverträge mit einer Laufzeit bis zu 20 Jahren. Die Anleger profitieren dabei in zweifacher Hinsicht: Zum einen in Form von marktgerechten Zinsen, zum anderen durch den Einsatz für die Umwelt. Wertpapiere und Vorsorge: Die UmweltBank bietet alle Anlageprodukte, die zu einem gut strukturierten Portfolio gehören. Neben der eigenen Aktie sind dies Genussrechte, Projektanleihen, Umweltaktien, nachhaltige Aktien- und Rentenfonds sowie ökologisch orientierte Altersvorsorgeangebote und Versicherungen. Es gilt das Prinzip "Qualität vor Quantität", Planzahlen zur Erreichung bestimmter Umsatzoder Vertriebsziele gibt es für unsere Mitarbeiter nicht. Weiterführende Informationen zur Mitarbeiterphilosophie und den Leistungen für die Mitarbeiter sind im Nachhaltigkeitsbericht dargestellt. 2. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenWirtschaftliches UmfeldAuch im Jahr 2016 hat die Europäische Zentralbank (EZB) die expansive Geldpolitik weiter beibehalten. Der Hauptrefinanzierungszinssatz wurde im März des Jahres nochmals gesenkt -auf den derzeitigen Rekordtiefstand von 0,0 %. Darüber hinaus wurde der Einlagesatz für von Banken gehaltene Überschussreserven bei der Bundesbank auf -0,4 % gesenkt. Das EZB-Programm zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset Purchase Programme - APP) wurde nicht, wie ursprünglich anvisiert, im September 2016 beendet, sondern bis Ende Dezember 2017 mit dem Hinweis verlängert, es gegebenenfalls noch weiterlaufen zu lassen, bis eine nachhaltige Inflationsentwicklung bemerkbar werde. Zusätzlich kündigte der EZB-Rat in seiner Sitzung am 10. März 2016 an, zur Verbesserung der geldpolitischen Transmission weitere Anreize für die Kreditvergabe der Banken zu setzen und eine weitere Serie gezielter längerfristiger Refinanzierungsgeschäfte (GLRG-II) durchzuführen. In Deutschland und dem Euro-Raum setzte sich auch 2016 der wirtschaftliche Aufschwung fort. Insgesamt schätzen Experten eine Zuwachsrate von 1,9 % des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das abgelaufene Kalenderjahr, primär getragen durch die anhaltend starke Binnennachfrage und Wohnungsbauinvestitionen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien schritt auch im Jahr 2016 in den Bereichen Windenergie und Photovoltaik weiter voran. So wurden 2016 deutschlandweit 1.624 Windenergieanlagen an Land errichtet, mit einer Gesamtleistung von 4,6 Gigawatt (GW). Damit wurde brutto 24 % mehr Leistung zugebaut als im Vorjahr und der Rekord bei der Brutto-Zubauleistung des Jahres 2014 (4,8 GW) nur leicht unterschritten. Erstmals seit Jahren stieg der Zubau von Photovoltaikanlagen in 2016 auf ca. 1,5 GW an, blieb damit jedoch unter dem von der Bundesregierung anvisierten Ziel von 2,5 GW gemäß der Festlegung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2014/2017. Die UmweltBank im ÜberblickDie UmweltBank ist eine Direkt-, Förder- und Beraterbank, die von Nürnberg aus bundesweit tätig ist und sich ausschließlich auf den Umweltbereich spezialisiert hat. Sie gehört zu den führenden deutschen privaten Banken im Bereich der ökologisch nachhaltigen Geldanlage. Per 31. Dezember 2016 förderte die Bank Umweltprojekte mit einem Gesamtvolumen von 2.417,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2.318,6 Mio. Euro). Die Bilanzsumme betrug zum Stichtag 3.206,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2.757,7 Mio. Euro). Das Nachsteuerergebnis lag vor Zuführung zur Rücklage gemäß § 340g HGB (Fonds für allgemeine Bankrisiken) bei 32,2 Mio. Euro (Vorjahr: 34,1 Mio. Euro), was einem Gewinn von 5,81 Euro (Vorjahr: 6,15 Euro) je Aktie entspricht. Die Gesamtkapitalquote nach Feststellung des Jahresabschlusses betrug rund 12,0 % (Vorjahr: 11,0 %). Die wichtigsten Tätigkeitsbereiche (inklusive angebotener Produkte) der UmweltBank liegen in der Annahme von Kundeneinlagen (UmweltPluskonto, UmweltSparbuch, -Extra, Wachstumsparen, UmweltSparbriefe und UmweltSparverträge, Auszahlplan), der Anschaffung, Veräußerung und Verwahrung von Wertpapieren sowie der Vermittlung von Wertpapieren und Vermögensanlagen (Versicherungen, Genussrechte, Umweltaktien, -anleihen und -fonds), der Kreditvergabe an Privatkunden (insbesondere Baufinanzierung) und der gewerblichen Projektfinanzierung (insbesondere Solar- und Windkraftanlagen). WettbewerbsstärkenDie UmweltBank verfügt über weitreichende Erfahrung im Projektfinanzierungsgeschäft in dem Bereich Erneuerbare Energien, kennt die Branche und besitzt als etablierter Anbieter ein entsprechendes Renommee bei Kunden und Interessenten. Sie profitiert von den gesamtgesellschaftlichen Großtrends zu Nachhaltigkeit und ökologischem Bewusstsein. Im Kreditgeschäft verfolgt die UmweltBank eine erfolgreiche Nischenstrategie mit klarer Fokussierung auf die Finanzierung von Wind- und Solarstromprojekten mit Finanzierungsvolumina im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich sowie von ökologischen Bauprojekten, insbesondere auch von Baugruppen und Genossenschaften. Die Unternehmensausrichtung und -größe trägt zudem zu effizienten und schlanken Strukturen mit flachen Hierarchien und einer auf das erforderliche Minimum reduzierten internen Bürokratie bei. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenNeben dem Risikomanagement steuert der Vorstand das Geschäft der UmweltBank mit den wesentlichen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Geschäftsvolumen, Jahresergebnis vor Steuern, Umweltgarantiedeckungsgrad und CO2 -Ersparnis. GeschäftsverlaufIm Geschäftsjahr 2016 konnte die UmweltBank mit ihrer nachhaltigen und soliden Geschäftspolitik weiter erfolgreich und gesund wachsen. Das Geschäftsvolumen der UmweltBank, d.h. die Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen wie unwiderrufliche Kreditzusagen, belief sich Ende 2016 auf 3.416,3 Mio. Euro, eine Zunahme von 14,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Bilanzsumme selbst stieg um 16,3 % auf 3.206,2 Mio. Euro. Das Wachstum lag damit über den ursprünglichen Erwartungen, was vor allem durch die Aufnahme von GLRG-II - Mitteln bei der Deutschen Bundesbank in Höhe von 200 Mio. Euro begründet ist. Die Summe der von Kunden in Anspruch genommenen Kredite legte um 5,3 % auf 2.262,3 Mio. Euro zu. Das gesamte Kundenkreditvolumen einschließlich offener Zusagen von 177,6 Mio. Euro lag mit 2.439,9 Mio. Euro um 5,2 % über dem Niveau des Vorjahres. Bei der Finanzierung und Förderung von Wohnprojekten hat die UmweltBank die thematischen Schwerpunkte Baugruppen / Baugemeinschaften und Wohnbaugenossenschaften im Fokus. Zahlreiche Bauherren konnten sich so den Traum vom ökologischen und bezahlbaren Wohnraum erfüllen. Im für die UmweltBank relevanten Markt für Photovoltaikanlagen über 100 kWp (2016 neu errichtetes Gesamtvolumen 997,3 MWp) entsprach der Marktanteil 2016 rund 8 % (ca. 79,3 MWp). Dies entspricht einem Finanzierungsvolumen von 63,2 Mio. EUR. Zusätzlich wurden durch Umfinanzierungen / Aufstockungen und Nachrangfinanzierungen bereits bestehende Photovoltaikprojekte mit Krediten in Höhe von 84,2 Mio. EUR und einer Anlagenleistung von 75,5 MWp gefördert. Im Windbereich wurde 2016 mit 75 Mio. EUR ein Bruttozubau von 51,3 MW finanziert, was einem Marktanteil von 1,1 % beim Bruttozubau von Windenergieanlagen an Land entspricht. Bei der Branchenverteilung des Kreditportfolios lagen im Jahr 2016 erneut die Solarkredite mit 37,7 % (Vorjahr: 37,1 %) an erster Stelle, gefolgt von den ökologischen und sozialen Baufinanzierungen mit 31,6 % (Vorjahr: 29,6 %). Auf Wind- und Wasserkraftprojekte entfielen 27,4 % (Vorjahr: 29,5 %). Das restliche Kreditvolumen von 3,3 % (Vorjahr: 3,8 %) verteilt sich auf Biogas- und Biomasseprojekte, ökologische Landwirtschaft, Energieeinsparung und Contracting. Satzungsgemäß finanziert die grüne Förderbank ausschließlich Umweltprojekte in ganz Deutschland. Ende 2016 beläuft sich die Gesamtzahl aller seit Bankgründung geförderten ökologischen Projekte auf 22.075 (Vorjahr: 21.503). Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, zukünftig das Geschäftsfeld der ökologischen und sozialverträglichen Beteiligungen im Eigenbestand deutlich auszuweiten. Die UmweltBank hat hierzu ein 100 %-Tochterunternehmen gegründet, die UPG UmweltProjekt Beteiligungen AG. Zusätzlich zu diesen bilanzwirksamen Einlagen investierten Anlagekunden im Jahr 2016 bei der UmweltBank weitere 23,4 Mio. Euro in den UmweltBank CoCo-Bond und umweltorientierte Altersvorsorgeprodukte. Der Handel mit grünen Aktien, Umweltfonds und ökologischen Genussrechten summierte sich auf 30,0 Mio. Euro. Setzt man die Umweltkredite ins Verhältnis zu den Kundeneinlagen, so ergibt sich eine Deckung von 117,6 % gegenüber 119,6 % im Vorjahr (Umweltgarantiedeckungsgrad). Die von der UmweltBank ausgesprochene Umweltgarantie, mit dem Geld der Anleger ausschließlich Umweltprojekte zu finanzieren, wurde somit wiederum eingehalten bzw. sogar deutlich übertroffen. Der Zinsüberschuss erhöhte sich um 1,4 % auf 53,6 Mio. Euro. Durch diese Entwicklung wurde der Rückgang beim Provisionsergebnis überkompensiert. Das Jahresergebnis konnte trotz erhöhter Verwaltungsaufwendungen um 3,6 % auf 16,2 Mio. Euro gesteigert werden. Die Ertragslage der Bank hat sich damit insgesamt positiv entwickelt. Durch Gewinnthesaurierung in Höhe von 23,0 Mio. Euro inklusive einer erneuten Dotierung der Rücklage nach § 340g HGB erhöhte sich das Eigenkapital deutlich. Die Anzahl der für die UmweltBank tätigen Mitarbeiter/innen einschließlich Vorstand, Mitarbeiter der hauseigenen Werbeagentur UmweltKontakt GmbH und Studenten in Teilzeit konnte zum Jahresende auf 140 Personen gesteigert werden (Vorjahr: 134). Umgerechnet auf eine 40-Stunden-Woche stieg die Mitarbeiterleistung um 3,9 % auf 111,0 Personen (Vorjahr: 106,8). Bemerkenswert ist die Ausbildungsquote, die im Gesamtjahr 15 Trainees (Vorjahr: 16) umfasste. Auch der laufenden Fort- und Weiterbildung kommt ein hoher Stellenwert zu. Dennoch lag der Kurs der UmweltBank-Aktie am 31. Dezember 2016 bei 66,26 Euro gegenüber 84,02 Euro am 31. Dezember 2015. Diese Entwicklung ist auch vor dem Hintergrund des vorangegangenen Jahres zu bewerten, in dem die Aktie einen überproportionalen Wertzuwachs von + 67,49 % (inkl. Dividende von 1,30 Euro pro Aktie) verzeichnet hatte. Der CoCo-Bond 2016 war mit 16 Mio. Euro Platzierungsvolumen die bisher größte Eigenemission der UmweltBank. Ziel der Emission war die Stärkung der Eigenkapitalbasis. Aufgrund neuer rechtlicher Vorgaben bezweifelte die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA), dass die begebene Pflichtwandelanleihe als zusätzliches Kernkapital angerechnet werden könne. Aus Gründen der Rechtssicherheit entschied der Vorstand, den UmweltBank CoCo-Bond 2016 gegen den UmweltBank CoCo-Bond 2016/2017 auszutauschen. Das freiwillige Umtauschangebot des CoCo-Bond 2016 gegen den CoCo-Bond 2016/2017 nahmen über 93 % der Inhaber des CoCo-Bond 2016 an. Per 31. Dezember 2016 betrug der Zeichnungsstand des neuen CoCo-Bond 2016/2017 19,4 Mio. Euro. Im Rahmen des allgemeinen öffentlichen Angebots wurden von 1. Januar bis 15. März 2017 weitere 4,3 Mio. Euro platziert. Die Kündigung und Rückzahlung der nicht umgetauschten Anteile des CoCo-Bonds 2016 in Höhe von 1,4 Mio. Euro erfolgte zum 15. Februar 2017 mit zeitanteiliger Zinszahlung. Ertragslagescroll
Zum guten Jahresergebnis 2016 trug wiederum wesentlich die gute Durchschnittszinsmarge von 1,91 % (Vorjahr: 2,06 %) bei. Dies führte zu einer Erhöhung des Zinsüberschusses von 52.838 TEUR um 1,4 % auf 53.600 TEUR. Der Zuwachs ist vor allem auf die gesunkenen Zinsaufwendungen im Bereich der variabel verzinslichen Kundeneinlagen sowie auf gestiegene Vorfälligkeitsentgelte bei vorzeitig zurückbezahlten Kundendarlehen zurückzuführen. Die Fristentransformation zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz sank von 1,71 Jahren zu Jahresbeginn auf 1,29 Jahre zum Jahresende. Das Finanzergebnis enthält die laufenden Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Beteiligungen und verbundenen Unternehmen sowie den Saldo aus Zu- und Abschreibungen auf Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren. Der Anstieg von 4.024 TEUR in 2015 auf 5.937 TEUR im Berichtsjahr ist überwiegend begründet durch Gewinne aus der Veräußerung von festverzinslichen Wertpapieren des Anlagevermögens. Zins- und Finanzergebnis zusammen beliefen sich auf 59.537 TEUR gegenüber 56.862 TEUR im Vorjahr. Aufgrund der umsichtigen Risikovorsorgebildung addierten sich Zuführungen zu und Auflösungen von Wertberichtigungen auf Kundenkredite zu einem Aufwand von 2.229 TEUR (Vorjahr: Ertrag aus Auflösung in Höhe von 443 TEUR). Der Risikovorsorgebestand (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen) belief sich auf nach wie vor niedrige 6.388 TEUR (Vorjahr: 5.332 TEUR), das sind 0,29 % (Vorjahr: 0,25 %) des ausgereichten Kundenkreditvolumens. Der Posten Bewertungsergebnis weist einen Ertrag in Höhe von 90 TEUR (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 619 TEUR) aus. Darin sind Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr: 61 TEUR), Zu- und Abschreibungen auf Forderungen und Wertpapiere der Liquiditätsreserve in Höhe von -597 TEUR (Vorjahr: - 700 TEUR) sowie Gewinne und Verluste aus Abgängen von Wertpapieren der Liquiditätsreserve in Höhe von 685 TEUR (Vorjahr: 19 TEUR) enthalten. Der Provisionsüberschuss, der Entgelte aus dem Kredit- sowie dem Wertpapier- und Versicherungsgeschäft - abzüglich des korrespondierenden Aufwands - beinhaltet, sank von 4.579 TEUR um 4,3 % auf 4.382 TEUR. Ursächlich waren etwas geringere Entgelte im Wertpapierbereich. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge wies im Jahr 2016 einen Aufwand in Höhe von 212 TEUR aus (Vorjahr: Ertrag in Höhe von 74 TEUR). Die Ergebnisänderung ist primär auf einen Sondereffekt im Jahr 2015 durch die Rückzahlung von Zinsen aus Steuererstattungen in Höhe von 334 TEUR (2016: 0 TEUR) zurückzuführen. Aufwendungen aus operationellen Risiken, hierunter insbesondere die Erstattung von Kreditentgelten und die Vergleichszahlungen aufgrund von Kunden widerrufenen Kreditverträgen führten zu sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 382 TEUR (Vorjahr: 375 TEUR). Das Ergebnis vor Verwaltungsaufwand und Steuern stieg von 61.339 TEUR im Vorjahr auf 61.569 TEUR. Dies entspricht einem Zuwachs von 0,4 %. Die Verwaltungsaufwendungen (Personalaufwand und andere Verwaltungsaufwendungen) stiegen um 18,2 % von 13.163 TEUR auf 15.563 TEUR an. Die Zunahme beim Personalaufwand ist hierbei primär auf einen Anstieg bei der Anzahl der Beschäftigten, allgemeine Gehaltsanpassungen und eine Sonderzahlung aufgrund des hervorragenden Jahresergebnisses 2015 zurückzuführen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich von 6.383 TEUR im Vorjahr auf 8.155 TEUR im Jahr 2016. Dieser Anstieg resultiert unter anderem aus gestiegenen Marketingaufwendungen (+ 388 TEUR) sowie Rechtskosten verursacht durch Klagen zum Bearbeitungsentgelt und Widerrufen bei Kreditverträgen (+ 261 TEUR). Zusätzlich erhöhte sich der Beitrag an die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (gesetzliche Einlagensicherung) aufgrund von Änderungen in der Beitragsberechnung um 653 TEUR. Aus der Saldierung von Erträgen und Aufwendungen errechnet sich ein Ergebnis vor Steuern von 46.006 TEUR gegenüber 48.176 TEUR im Vorjahr. Um für das weitere Wachstum zusätzliches Eigenkapital zu bilden und um die damit verbundenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Basel III) frühzeitig zu erfüllen, hat sich der Vorstand entschlossen, 16.000 TEUR (Vorjahr: 18.500 TEUR) in den sogenannten Fonds für allgemeine Bankrisiken (Rücklage gemäß § 340g HGB) einzustellen. Nach Abzug des Steueraufwands in Höhe von 13.852 TEUR für Körperschaft- und Gewerbesteuer (Vorjahr: 14.090 TEUR), verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von 16.154 TEUR (Vorjahr: 15.586 TEUR). Nach Einstellung in die Gewinnrücklagen von 6.700 TEUR (Vorjahr: 7.500 TEUR) ergibt sich ein Bilanzgewinn von 9.454 TEUR (Vorjahr: 8.086 TEUR). VermögensstrukturAKTIVA scroll
Im Vorjahresvergleich sanken die Forderungen an Kreditinstitute um 53,6 % auf 149.281 TEUR. Dieser Rückgang ist primär auf Umschichtungen bei den Eigenanlagen der UmweltBank (Depot-A) zurückzuführen. Davon entfielen 118.727 TEUR auf zweckgebundene Schuldscheindarlehen, die für die Finanzierung von Windkraftanlagen an andere Kreditinstitute ausgereicht wurden. Der Bestand der Forderungen an Kunden erreichte mit 2.229.817 TEUR einen neuen Höchststand. Der Forderungsanstieg ist vor allem durch das Neugeschäft in den Bereichen der Erneuerbaren Energien und der privaten Baufinanzierung begründet. Ein Volumenrückgang war in den Bereichen Wärmecontracting und Biomasse sowie Biogas und ökologische Landwirtschaft aufgrund von Tilgungen zu verzeichnen. Im Bereich Biogas wurden keine neuen Projekte finanziert. Das Volumen der Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere lag per 31. Dezember 2016 mit 747.214 TEUR deutlich über dem Niveau des Vorjahres (288.437 TEUR), da insbesondere im Rahmen der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRG-II) der Bundesbank neue festverzinsliche Wertpapiere erworben und bei der Bundesbank als Sicherheit hinterlegt wurden. Der Bestand an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren verringerte sich im Berichtszeitraum aufgrund von Verkäufen und Endfälligkeiten um 25,9 % auf 727 TEUR. Die deutliche Zunahme beim Bestand der Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen von 14.095 TEUR auf 22.430 TEUR ist primär durch die Gründung des Tochterunternehmens UPG UmweltProjekt Beteiligungen AG (UPG) bedingt, deren Aufgabe es ist das Geschäftsfeld der Beteiligungen auszubauen. Darüber hinaus wurden Kommanditanteile an Windparks und einer neu zu errichtenden Mietwohnimmobilie erworben. Die nachfolgende Tabelle zeigt die anteilige Gesamtleistung bzw. den Anteil der Nutzflächen der von der UmweltBank sowie der indirekt durch die UPG gehaltenen Beteiligungen im Windenergie-, Photovoltaik- und Immobilienbereich. scroll
Der Anstieg bei den immateriellen Anlagewerten um 72 TEUR ist auf Neuzugänge im Bereich Software zurückzuführen. Die deutliche Zunahme der Sachanlagen um 343 TEUR auf 851 TEUR ist durch Investitionen in die Gesundheitsvorsorge der Mitarbeiter (höhenverstellbare Schreibtische und neues Lichtkonzept) sowie die Erweiterung des Fuhrparks um ein Elektroauto begründet. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Anstieg in Höhe von 580 TEUR auf 931 TEUR zu verzeichnen. Eine detaillierte Aufstellung befindet sich im Anhang zum Jahresabschluss 2016. Die aktiven Rechnungsabgrenzungen sind von 54 TEUR auf 77 TEUR gestiegen. Der Posten beinhaltet Aufwendungen die das neue Geschäftsjahr betreffen. Kapitalstrukturscroll
Neben dem Eigenkapital und den UmweltSparbriefen dienen öffentliche Fördermittel für Umweltprojekte als langfristige Refinanzierungsquelle. Der weitaus größte Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfällt hierbei auf die KfW-Förderbank (581.867 TEUR) und die Landwirtschaftliche Rentenbank (70.899 TEUR). An die Förderbanken sind zur Sicherheit sowohl die refinanzierten Endkreditnehmerforderungen abgetreten als auch weitere Wertpapiere im Nominalwert von 86.500 TEUR. Die Refinanzierungsquote ist im Vergleich zum Vorjahr von 27,2 % auf 38,6 % gestiegen. Insgesamt verzeichneten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einen Anstieg in Höhe von 289.789 TEUR auf 860.727 TEUR. Diese deutliche Zunahme ist überwiegend durch die Aufnahme von Geldern im Rahmen der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRG-II) der Bundesbank in Höhe von 200.000 TEUR bedingt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und damit die Kundeneinlagen haben sich von 1.938.174 TEUR um 6,1 % auf 2.055.684 TEUR erhöht. Bei den Kunden begehrt war die Tagesgeldanlage auf dem UmweltPluskonto. Alle täglich fälligen Einlagen belaufen sich auf 1.079.075 TEUR und machen 52,5 % (Vorjahr: 53,4 %) der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus. An zweiter Stelle folgen die Spareinlagen mit 768.791 TEUR bzw. einem Anteil von 37,4 % (Vorjahr: 36,9 %), an dritter Position stehen die UmweltSparbriefe mit 207.819 TEUR oder 10,1 % (Vorjahr: 9,7 %). Die sonstigen Verbindlichkeiten, die im Vorjahr aufgrund eines Sondereffekts auf 6.235 TEUR angestiegen waren, verringerten sich um 39,5 % auf 3.775 TEUR und befinden sich damit wieder auf dem Niveau des Jahres 2014 (3.800 EUR). Der Rückgang der Rechnungsabgrenzungsposten von 1.440 TEUR auf 1.220 TEUR resultiert aus erhaltenen Einmalzahlungen auf Forderungen an Kunden, die gemäß Bilanzierungsvorschrift über die Zinsbindung der Forderungen verteilt als Ertrag im Zeitverlauf vereinnahmt werden. Bei den nachrangigen Verbindlichkeiten handelt es sich um die Bestände des zum 15. Februar 2017 gekündigten UmweltBank CoCo-Bonds 2016 (1.387 TEUR) und des UmweltBank CoCo-Bonds 2016/2017 (19.398 TEUR). Der Rückgang bei den Rückstellungen um 13,7 % ist primär durch den Verbrauch von Steuerrückstellungen für Vorjahre begründet. Die Rücklage nach § 340g HGB (Fonds für allgemeine Bankrisiken) wurde um 16.000 TEUR (20,8 %) erhöht. Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich insbesondere durch Zuführung zu den anderen Gewinnrücklagen um 8.401 TEUR bzw. 9,3 % auf 98.426 TEUR. EigenmittelDie Eigenmittel der UmweltBank übertreffen die aktuellen gesetzlichen Anforderungen deutlich. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel betrugen nach Feststellung des Jahresabschlusses 2015 216,2 Mio. Euro. Mit Feststellung des Jahresabschlusses 2016 steigen die Eigenmittel durch Gewinnthesaurierung und die Emission des CoCo-Bond 2016/2017 auf 256,6 Mio. Euro. Davon sind 181,8 Mio. Euro als hartes Kernkapital, 29,2 Mio. Euro als zusätzliches Kernkapital und 45,6 Mio. Euro als Ergänzungskapital einzustufen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat gemäß dem aufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozess (Supervisory Review and Evaluation Process, SREP) einen Bescheid erlassen, wonach von der UmweltBank ab dem 30. September 2016 ein Gesamtkapitalzuschlag von 1,5 %-Punkten einzuhalten ist. Nach den zum Stichtag geltenden Regelungen der Capital Requirements Regulation (CRR) ergeben sich für die UmweltBank unter Berücksichtigung dieses Zuschlags zum 31. Dezember 2016 folgende Eigenkapitalquoten: scroll
Die Kennziffern lagen im Geschäftsjahr jederzeit über den aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Mindestwerten. Nach den zum Stichtag geltenden Regelungen liegt die bilanzielle Eigenkapitalquote (Leverage Ratio) der UmweltBank bei 6,4 %. LiquiditätDie Liquiditätssteuerung erfolgt umsichtig. Die UmweltBank hat zum Jahresende ein komfortables Liquiditätspolster, das die aufsichtsrechtlichen Anforderungen der Liquiditätsverordnung (LiqV) deutlich übertrifft. Die gemäß der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) zu beachtende Kennziffer "Liquidity Coverage Ratio" liegt deutlich über dem ab 1. Januar 2018 geforderten Wert von mindestens 1,0. Für das Liquiditätsmanagement unterhielt die UmweltBank zum 31. Dezember 2016 Guthaben bei der Deutschen Bundesbank (54,6 Mio. Euro), bei genossenschaftlichen oder öffentlich-rechtlichen Zentralbanken (30,0 Mio. Euro) sowie besonders liquide Pfandbriefe und Schuldverschreibungen öffentlicher Emittenten oder Banken (736,6 Mio. Euro). Die Liquiditätsreserven der UmweltBank werden einem ökologischen Rating durch die oekom research AG unterzogen und vom Umweltrat kontrolliert. Wesentliche Refinanzierungsquellen der Bank sind neben dem Einlagengeschäft insbesondere die Refinanzierung von Förderkrediten über Förderbanken, insbesondere KfW und Landwirtschaftliche Rentenbank und die gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRG-II) der Bundesbank. Insofern bestanden Verfügungsbeschränkungen im Hinblick auf Schuldverschreibungen in Höhe von 322,4 Mio Euro. Die vollumfängliche Zahlungsbereitschaft der UmweltBank war aufgrund einer guten Liquiditätslage im Geschäftsjahr 2016 jederzeit gegeben, wie auch der erstellten Kapitalflussrechnung zu entnehmen ist. Zum 31. Dezember 2016 betrugen die Kennziffern 1,34 (gemäß LiqV) bzw. 2,09 (gemäß CRR). GesamtaussageDie im letzten Geschäftsbericht formulierten Ziele für das Jahr 2016 wurden erreicht beziehungsweise teilweise sogar übertroffen. Wie im Vorjahr setzte die UmweltBank auch im Jahr 2016 ihren erfolgreichen Wachstumskurs fort. So konnten Bilanzsumme und Geschäftsvolumen gesteigert werden und waren Grundlage für ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016. Das Zins-, Finanz- und Bewertungsergebnis lag mit 57.399 TEUR leicht über dem Vorjahr, der Provisionsüberschuss ging geringfügig zurück auf knapp 4.382 TEUR. Der Jahresüberschuss erreichte mit 16.154 TEUR und einem Zuwachs von 3,6 % erneut einen Bestwert. Das Geschäftsvolumen 2016 stieg um 14,4 % gegenüber dem Vorjahr. Das Ziel einer Zunahme im einstelligen Prozentbereich wurde somit übererfüllt. Die deutliche Steigerung ist auch durch die Aufnahme von Geldern im Rahmen der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRG-II) der Bundesbank in Höhe von 200.000 TEUR bedingt, deren Auflage im März 2016 durch den EZB-Rat beschlossen wurde. Ohne diesen Sondereffekt erhöhte sich das Geschäftsvolumen 2016 um 7,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Jahresergebnis vor Steuern 2016 erreichte mit 46.006 TEUR erwartungsgemäß nicht ganz das Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür waren ein im Jahr 2016 um rund 9 % gestiegener Personalaufwand sowie deutlich erhöhte Verwaltungsaufwendungen. Diese stiegen unter anderem aufgrund der allgemein stark angehobenen Beiträge zur gesetzlichen Einlagensicherung um rund 28 %. Zudem beinhaltete das Jahresergebnis 2015 einmalige positive Sondereffekte. Das Verhältnis von Umweltkrediten zu Kundeneinlagen (Umweltgarantiedeckungsgrad) lag per 31. Dezember 2016 bei 117,6% und damit innerhalb der vor einem Jahr aufgestellten Prognose. Die CO2 -Ersparnis aus allen geförderten und finanzierten Kreditprojekten zusammen stieg von 351.844 Tonnen in 2015 auf 414.471 Tonnen in 2016, was die ursprünglichen Erwartungen erfüllt. Hierbei wurde eine weiterentwickelte Berechnungsmethode angewendet. Eine ausführliche Darstellung findet sich hierzu im Nachhaltigkeitsbericht der Bank. 3. VergütungsberichtVorstandsvergütungDas in der Hauptversammlung am 30. Juni 2016 vorgestellte und seitdem unveränderte System der Vorstandsvergütung steht im Einklang mit der Unternehmensstrategie und ist dementsprechend ausgestaltet. Die für die Tätigkeit des Vorstands gewährten Bezüge bestehen aus fixen und erfolgsabhängigen variablen Bestandteilen sowie Nebenleistungen. Der Vorstand erhält jährlich zwölf feste Gehälter sowie eine zum Jahresende ausbezahlte Sonderzahlung. Die Sonderzahlung ist nicht von quantitativen Zielvorgaben abhängig, sondern wird durch den Aufsichtsrat festgelegt. Garantierte variable Vergütungen werden nicht gewährt. Die Nebenleistungen enthalten die Kosten für ein FirmenAbo Plus für den Großraum Nürnberg im öffentlichen Nahverkehr, bargeldlose Essenzuschüsse sowie einen Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge. Pensionszusagen werden den Mitgliedern des Vorstands nicht gewährt. scroll
AufsichtsratsvergütungDie Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste jährliche Vergütung, die von der Hauptversammlung beschlossen wird. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die durch die Ausübung des Amts entstehenden Auslagen und eine etwaige auf die Vergütung und den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer). Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat im Kalenderjahr 2016 betrugen rund 56 TEUR (Vorjahr 56 TEUR). Die feste jährliche Vergütung jedes Mitglieds des Aufsichtsrats liegt gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2010 bei 18 TEUR netto. Die individuelle Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016 setzt sich wie folgt zusammen (ohne gesetzliche Umsatzsteuer): scroll
4. RisikoberichtZiel der UmweltBank als ökologisch und ökonomisch handelndes Unternehmen ist, nur solche Entscheidungen zu treffen, die im Verhältnis Chance zu Risiko ein positives Profil aufweisen. Aufsetzend auf diesem Grundsatz besteht ein umfassendes Risikomanagementsystem, mithilfe dessen alle relevanten Geschäftsbereiche fortlaufend überwacht und gesteuert werden können. Die eingesetzten Instrumente werden sukzessive verfeinert, so dass ein frühzeitiges Erkennen von Fehlentwicklungen und entsprechendes Gegensteuern möglich ist. Aufgrund der flachen Hierarchie übt der Vorstand teilweise selbst operative Kontrollfunktionen aus und ist sehr nah in die Geschäftsaktivitäten der zugeordneten Abteilungen eingebunden. Grundlage für die Steuerung und Überwachung der Risiken ist eine vom Vorstand festgelegte und dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegebene Geschäfts- und Risikostrategie. Für die Risiken in den Bereichen Adressenausfall, Marktpreise, Liquidität, Personal sowie Informationstechnik (IT) existieren jeweils Teilstrategien. Diese werden vom Vorstand im Jahresturnus beschlossen und ergeben in Summe die Risikostrategie der UmweltBank. Eine jährlich durchgeführte Risikoinventur überprüft die Vollständigkeit der Strategien und der wesentlichen Risiken. Dabei unterscheidet die UmweltBank folgende Risikoarten:
Die Risikosteuerung und -überwachung steht im Einklang mit der Geschäfts- und Risikostrategie der UmweltBank und ist organisatorisch in der Abteilung Betrieb / Finanzen und IT angesiedelt. Die Steuerung der Risiken verfolgt das Ziel, Risiken frühzeitig zu erkennen, bestehende Risiken gezielt zu beherrschen und so den ökonomischen Fortbestand der Bank durch das Prinzip der Risikotragfähigkeit zu sichern. Zur Unterlegung der Risiken wird hierfür in einem Controllingbericht monatlich das Risikodeckungspotenzial der UmweltBank ermittelt. Dies besteht im Wesentlichen aus freien Eigenmitteln sowie aufgelaufenen und zukünftig erwarteten Gewinnen. Auf dieser Basis werden den jeweiligen Risikoarten Limite zugeordnet und deren Auslastung erhoben. Die einzelnen Limite werden mindestens jährlich durch den Vorstand beschlossen. Die Summe der Limite soll dabei eng bemessen sein und weit unter dem gesamten Risikodeckungspotenzial liegen. Die Verantwortung für die Weiterentwicklung dieses Risikotragfähigkeitskonzeptes und die Erstellung des Controllingberichts liegt in der Abteilung Betrieb / Finanzen und IT. Durch den monatlichen Controllingbericht und anlassbezogene Meldungen wird die Geschäftsleitung über die Risikosituation der UmweltBank informiert. In 2016 gab es keine anlassbezogene Berichterstattung. Der Aufsichtsrat wird vor jeder Sitzung durch den aktuellen Controllingbericht über die Risikoauslastung der Bank informiert. Die UmweltBank sieht im Rahmen der Risikotragfähigkeit die Fortführung der Geschäftstätigkeit unter Beachtung der bankaufsichtlichen Mindestkapitalanforderung als Oberziel an. Selbst wenn in der Betrachtungsperiode von 12 Monaten (rollierend) sowohl erwartete als auch unerwartete Verluste eintreten, soll weiterhin die bankaufsichtliche Mindestkapitalanforderung erfüllt sein. Vor diesem Hintergrund benutzt die UmweltBank einen Going-Concern-Ansatz mit Gewinn- und Verlust- (GuV) orientierter Sichtweise als führendes Steuerungsinstrument. Der Kapitalbedarf zur Abdeckung des unerwarteten Gesamtbankrisikos, bestehend aus der Summe von Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko sowie operationellem Risiko, wird mittels bankeigener quantitativer Modelle bestimmt. Neben der Messung der Risikotragfähigkeit führt die UmweltBank ergänzend regelmäßig und anlassbezogen verschiedene Stresstests durch. Dabei wird u. a. ein schwerer konjunktureller Abschwung bzw. eine Abschaffung der Einspeisevergütungsgarantie nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für neue Anlagen zur Stromerzeugung simuliert. In beiden Fällen ist die Fortführung der Geschäftstätigkeit ohne substantielle Einschränkungen möglich. Mit zusätzlichen inversen Stresstests werden einmal im Jahr Extremszenarien entwickelt, die die Risikotragfähigkeit auf das Maximum ausreizen, um eventuelle Lücken im bestehenden Risikomanagement aufzudecken. Die Geschäftsleitung und der Aufsichtsrat werden regelmäßig über die Ergebnisse der Stresstests informiert. AdressenausfallrisikoDas Adressenausfallrisiko ist definiert als möglicher Verlust, der sich durch den teilweisen oder vollständigen Ausfall oder durch Bonitätsverschlechterungen eines Kreditnehmers oder Emittenten ergeben kann. Das Adressenausfallrisiko im Kreditbereich wird bereits dadurch begrenzt, dass nur die im Rahmen einer vom Gesamtvorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festgelegten Kreditrisikostrategie genannten Kreditarten zulässig sind und für diese wiederum klare Beurteilungskriterien definiert sind. Ziel ist dabei immer, Ausfallrisiken von Krediten zu vermeiden. In den Kreditentscheidungsprozess sind, je nach Kreditgröße und Risikorelevanz, entsprechend erfahrene Kompetenzträger, häufig auch die Vorstandsmitglieder, eingebunden. Zudem wird jeder Kredit bewertet und mit einer ökonomischen und ökologischen Bonitätsnote versehen (sog. "Rating"). Das ökologische Bonitätsraster umfasst fünf Noten von sehr fördernd (eins), fördernd (zwei), noch fördernd (drei), neutral (vier) und umweltschädlich (fünf). Kontrollinstanz der ökologischen Qualität der vergebenen Kredite ist der Umweltrat. Das ökonomische Ratingsystem besteht aus sechs Bonitätsstufen für Kreditengagements, orientiert an den Standards der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), und drei weiteren Bonitätsklassen für Mezzanine- und Eigenkapital bzw. Beteiligungen und Aktien. Mit je einem Drittelgewicht gehen die persönliche Bonität, die Einkommensverhältnisse und die Vermögensverhältnisse eines Kunden in dessen ökonomische Gesamtbewertung ein. Der monatlich erstellte Kreditrisikobericht stellt das gesamte Kreditportfolio der UmweltBank inklusive der Wertpapieranlagen nach Kundengruppen, Ratingklassen, Branchen und Größenkonzentrationen dar. Ausgewertet wird dabei sowohl das Kreditvolumen als auch die Anzahl der Engagements. Beachtenswerte Engagements (z. B. Großkredite, Beteiligungen, anmerkungsbedürftige Kredite oder (teil)wertberichtigte Fälle) werden dargestellt und kommentiert. In einer Bonitätsmatrix wird die Einstufung der Kredite in die ökologische und ökonomische Risikoklassifizierung abgebildet. Analog zum Controllingbericht wird der Kreditrisikobericht monatlich der Geschäftsleitung vorgelegt. Der Aufsichtsrat erhält zu jeder Sitzung den aktuellen Bericht, um sich über die Risikosituation im Kreditgeschäft zu informieren. Kredite werden in aller Regel angemessen besichert. Die Arten der akzeptierten Sicherheiten, Bewertungsverfahren, Bewertungsgrundlagen und die Wertansätze für die in Betracht kommenden Sicherheiten sind in den internen Organisationsrichtlinien festgelegt. Im Rahmen der fortlaufenden Kreditüberwachung nach § 18 Kreditwesengesetz wird regelmäßig die Werthaltigkeit der gestellten Sicherheiten überprüft. Neben der laufenden Bonitätsüberwachung und der Überwachung der Entwicklung der Sicherheiten verfügt die UmweltBank über ein Risikofrüherkennungssystem. Hierbei wird die Kontoführung eines Kreditnehmers laufend überwacht. So werden täglich für alle Engagements vom EDV-System Überziehungslisten erstellt, die von den zuständigen Kundenbetreuern geprüft und bearbeitet werden. Hierdurch wird gewährleistet, dass sich abzeichnende Risiken frühzeitig und laufend aufgezeigt sowie geeignete Maßnahmen ergriffen werden können. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung wird monatlich eine Messung des Adressenausfallrisikos für Kundenkredite über einen Value-at-Risk Ansatz durchgeführt. Dieser basiert auf historischen Risikovorsorgequoten der UmweltBank und wird jährlich bonitäts- und branchenspezifisch ermittelt. Das verwendete Konfidenzniveau beträgt 97,5 %. Dies bedeutet, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 97,5 % der ausgewiesene Wert nicht überschritten wird. Zur Steuerung von Konzentrationsrisiken wird das Darlehensportfolio nach Branchen limitiert. Eine Kontrolle von Konzentrationsrisiken bei finanzierten Herstellern Erneuerbarer-Energien-Anlagen findet jährlich im Rahmen der Risikoinventur statt. Daneben ist das Adressenausfallrisiko bei Kapitalanlagen und bei Beteiligungen zu berücksichtigen. Dieses wird unterteilt in Adressenausfallrisiko von Positionen mit zusätzlichem externen Rating (z. B. Pfandbriefe oder Termingelder bei anderen Kreditinstituten) und in Adressenausfallrisiko von Positionen ohne externes Rating (z. B. Beteiligungen). Als externe Ratingagenturen werden S&P, Moody's und Fitch genutzt. Dem Risiko des Adressenausfalls im Wertpapiergeschäft (Depot A) wird durch die Auswahl von Emittenten auf der Basis der externen Ratings sowie jeweils eigener Analysen Rechnung getragen. Für jeden Emittenten wird ein separates Limit vergeben. Die Einhaltung der Limite wird täglich durch eine vom Handel unabhängige Stelle (Abteilung Betrieb / Finanzen und IT) überwacht. Das Adressenausfallrisiko von Wertpapieren und Forderungen an Banken (Depot A) mit externem Rating wird über eine Ratingverschiebung und von Ratingagenturen veröffentlichte historische Ausfallraten bestimmt. Zum 31. Dezember 2016 wurde ein Bestand von rund 885 Mio. Euro in Posten mit externem Rating gehalten. Die angewendete Ausfallwahrscheinlichkeit nach Ratingverschiebung lag unter 0,3 %. Für Wertpapiere im Depot A, Beteiligungen und Anteile an verbunden Unternehmen ohne externes Rating geht die UmweltBank fiktiv von einem 50 %-igen Ausfall des größten Einzelpostens aus. Auf den Bestand zum 31. Dezember 2016 in Höhe von rund 33 Mio. Euro ergab sich damit ein implizites Ausfallrisiko von 10,0 %, was die Bank als ausreichend konservativ betrachtet. Auch für die Liquiditätsreserven und Wertpapieranlagen der Bank gelten Vorsichtsprinzipien. Hier wurden ebenfalls Grundbedingungen mit dem Ziel der Risikominimierung festgelegt. Das Risikomanagement für diesen Bereich umfasst zahlreiche Kontrollmaßnahmen sowie strenge Limitierungen. Die Anlage erfolgt in Form von Zentralbankguthaben, fest- und variabel verzinslichen Wertpapieren, Pfandbriefen, öffentlichen Anleihen oder Tagesgeldern bei Zentralinstituten. Hier wird - neben der Rendite - Wert gelegt auf die Marktgängigkeit sowie gute ökonomische und ökologische Bonität der Emittenten. Die Handelsaktivitäten der UmweltBank erfüllen stets die Bedingungen des Artikel 94 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) für Handelsbuchtätigkeiten von geringem Umfang. MarktpreisrisikenDas Marktpreisrisiko ist definiert als das Risiko einer Änderung von Kurswerten bzw. Marktzinsen. Credit-Spread-Risiken werden daher dem Marktpreisrisiko zugeordnet. Grundlage für die Steuerung des Marktpreisrisikos bildet die Marktpreis- und Zinsänderungsrisikostrategie. Aufgrund der Geschäftstätigkeit sind die Marktpreisrisiken insbesondere in Form von Kursrisiken bei Wertpapieren sowie in Form von Zinsänderungsrisiken konkret. Währungsrisiken, Rohstoff- und sonstige Preisrisiken bestehen in der UmweltBank nicht. Länderrisiken werden nur in geringem Umfang eingegangen. Geschäfte in Derivaten und Optionen werden von der Bank nicht betrieben. Die Wertpapieranlagen der Bank dienen zu keinem Zeitpunkt Spekulationszwecken. Insofern verfolgt die UmweltBank in der Regel im Bereich der Wertpapieranlagen eine "Buy-and-Hold-Strategie". Daher werden auch keine Marktliquiditätsrisiken gemessen. Die Tagesübersicht der Wertpapieranlagen, basierend auf Schlusskursen des Vortags, gibt Auskunft über die aktuelle Entwicklung und die daraus resultierenden stillen Reserven bzw. potentiellen Abschreibungen. Kursveränderungen der Wertpapiere sind somit täglich ersichtlich. Das Zinsänderungsrisiko besteht darin, dass bei einem steigenden Zinsniveau höhere Zinsaufwendungen entstehen, denen keine entsprechend gestiegenen Zinserträge gegenüberstehen, da die Zinssätze für die Aktiva aufgrund der Festzinsbindungen nur zum Teil angehoben werden können. Die unterschiedlichen Festzinsbindungen entstehen vor allem auf Grund der unterschiedlichen Kundeninteressen im Geldanlage- und Kreditbereich. Die UmweltBank betreibt daher klassische Fristentransformation, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden. Das in der Risikotragfähigkeitsberechnung angesetzte Zinsänderungsrisiko wird anhand von drei Zinsszenarien berechnet:
In allen Szenarien werden die Auswirkungen auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV) der nächsten 12 Monate inklusive der zum strengen Niederstwertprinzip bilanzierten Liquiditätsreserve betrachtet. Nach Analyse der verschiedenen Szenarien ergab sich zum 31. Dezember 2016 ein fiktives Zinsänderungsrisiko von maximal 0,96 Mio. Euro. Analog zum GuV-orientierten Zinsänderungsrisiko wird im Rahmen des monatlichen Controllingberichts auch das barwertige Zinsänderungsrisiko der UmweltBank unter der Annahme des Baseler Zinsschocks (+200 BP) ermittelt. Per 31. Dezember 2016 betrug das barwertige Zinsänderungsrisiko rund 57 Mio. Euro. Neben dem GuV-orientierten und barwertigen Zinsänderungsrisiko misst die UmweltBank auch monatlich Credit-Spread-Risiken. Diese resultieren aus einer geänderten Einschätzung des Kapitalmarktes zu Adressenausfallrisiken von Anleihen und davon induzierten Kursänderungen. Diese sind umso höher, je schlechter das Rating des Emittenten ist. Die Berechnung von Credit-Spread-Risiken erfolgt für die Wertpapiere der Liquiditätsreserve. Die angenommene Spread-Ausweitung geht von 30 BP (Bonität AAA) bis zu 200 BP (Bonität BBB) und ergibt zum 31. Dezember 2016 einen fiktiven Risikowert von rund 5,3 Mio. Euro. LiquiditätsrisikenIm Rahmen des Liquiditätsrisikos unterscheidet die UmweltBank zwischen dem kurzfristigen Liquiditätsrisiko und dem mittel- bzw. langfristigen Refinanzierungsrisiko. Letzteres ist als unwesentlich eingestuft, da die Refinanzierung ausschließlich über diversifizierte Einlagengeschäfte und staatliche Förderbanken erfolgt. Das kurzfristige Liquiditätsrisiko wird anhand einer Liquiditätsablaufbilanz mit zwölf Monaten Planungshorizont ermittelt. In diese fließen sowohl sicher kalkulierbare Cashflows sowie unsichere Cashflows ein. Für letztere dienen Erfahrungswerte aus den letzten zwölf Monaten als Richtgröße. Zum 31. Dezember 2016 erwartet die Bank für 2017 im Vorschauszenario einen Liquiditätsbedarf von rund 22 Mio. EUR. Über Stressszenarien wird zudem überprüft, ob die vorhandenen Liquiditätspuffer ausreichend sind. Im Risikotragfähigkeitskonzept werden des Weiteren die Refinanzierungskosten für einen Liquiditätsbedarf in einem 3-monatigen Stressfall als Liquiditätsrisiko angesetzt. Diese betragen zum 31. Dezember 2016 fiktiv 252 TEUR. Operationelle RisikenDie UmweltBank definiert das operationelle Risiko als die Gefahr von Verlusten, verursacht durch unzureichende oder fehlende Prozesse, menschliche Fehler, Technologieversagen oder externe Ereignisse. Die Definition beinhaltet Rechts-, Modell-, Verhaltens- und Outsourcingrisiken. Geschäfts- und Reputationsrisiken sind in dieser Definition nicht enthalten. Strategisches Ziel ist die Begrenzung der operationellen Risiken und der mit ihnen einhergehenden Schäden auf ein nicht beeinflussbares Restrisiko, sofern die dafür erforderlichen Maßnahmen unter Kosten- / Nutzenaspekten ökonomisch gerechtfertigt sind. Operationelle Risiken bestehen für die UmweltBank hauptsächlich in der Informationstechnologie (IT), durch mögliche Rechtsstreitigkeiten im Kundengeschäft, durch den Verlust von Mitarbeitern mit besonderen Kenntnissen oder Erfahrungen und durch menschliches Versagen. Alle operationellen Schäden werden auf gesonderten Aufwandskonten verbucht bzw. in einer Schadensfalldatenbank erfasst. Dies ermöglicht eine nachträgliche Auswertung aller operationellen Schäden eines Kalenderjahres und ggf. die Einrichtung präventiver Maßnahmen. Rechtliche Risiken werden sowohl durch die Zusammenarbeit mit externen Spezialisten wie Rechtsanwälten, Notaren oder Wirtschaftsprüfern bzw. Verbänden eingeschränkt als auch durch sorgfältige Auswahl von Geschäftspartnern und Projekten. Mit kompetenter und ausführlicher Information werden unsere Kunden über potentielle Risiken aufgeklärt. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden laufend auf ihre Marktüblichkeit hin überprüft. Im EDV-Bereich besteht durch die langjährige Anbindung an ein externes Rechenzentrum mit einer Backup-Lösung ein hohes Maß an Sicherheit. Auch die Weiterentwicklung aufgrund gesetzlicher Veränderungen oder aufgrund von Wünschen unsererseits stellt unser Partner sicher. Bei der Ermittlung der operationellen Risiken im Risikotragfähigkeitskonzept unterscheidet die UmweltBank drei Teilkategorien:
Überlegungen zu Risikokonzentrationen und Ertragskonzentrationen sind in der Risikoinventur der Bank niedergelegt. Die Bank erkennt aufgrund ihrer Refinanzierungsstruktur keine Risikokonzentrationen bei der Mittelbeschaffung, größter Kreditgeber ist die Förderbank KfW. Im Kreditgeschäft soll durch Einhaltung der Großkreditgrenzen Risikokonzentrationen im Bereich der Großkredite vorgebeugt werden. Die Ertragsquellen der Bank sind ausreichend diversifiziert, sodass keine Ertragsrisiken erkennbar sind. Die Bank sieht laut der aktuellen Kreditrisikostrategie bei den EEG-basierten Projektfinanzierungen eine Abhängigkeit der Neugeschäftsentwicklung von der Entwicklung des Förderrechts. Für die bestehenden Finanzierungen mindert der rechtliche Bestandsschutz die Risikokonzentrationen und Ertragsrisiken im Bereich der EEG-basierten Projektfinanzierungen. Ergebnis der RisikotragfähigkeitsanalyseGemessen am gesamten Risikodeckungspotenzial der UmweltBank von 89.021 TEUR beträgt die Gesamtauslastung der Risikotragfähigkeit rund 20 %. Im Vorjahr betrug der Wert ebenfalls rund 20 %. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 stellen sich die Risiken und Limite wie folgt dar: scroll
Die Geschäfts- und Risikostrategie der UmweltBank wird durch die eingesetzten Verfahren messbar, transparent und kontrollierbar. Die eingesetzten Methoden und Modelle zur Risikomessung entsprechen unter Berücksichtigung der Größe der UmweltBank den aktuellen, gängigen Standards der Bankenbranche und unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling, die interne Revision, externe Wirtschaftsprüfer und die Aufsichtsbehörden. GesamtaussageDie Risikosituation der UmweltBank hat sich in 2016 nicht signifikant verändert. Das geringe Adressenausfallrisiko bei Kundenkrediten konnte größtenteils bestätigt werden und führt zusammen mit den anderen Risiken und einer hohen Ertragskraft zu einer hohen Risikotragfähigkeit der UmweltBank. Durch mehrere Verfeinerungen konnten die Berechnungsmodelle des Risikocontrollings zudem weiterentwickelt werden. 5. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche PrognoseAuch für 2017 wird mit einem fortgesetzten Wirtschaftswachstum gerechnet. Hierbei sind insbesondere die weiter anhaltende expansive Geldpolitik der EZB sowie die vermutete weiterhin starke Binnennachfrage, getragen vom privaten Konsum und Wohnungsbau und die gute Arbeitsmarktlage von Bedeutung. Neben der Unsicherheit über die künftige Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump sind wesentliche Unsicherheitsfaktoren durch die Auswirkungen des Austritts Großbritanniens aus der EU und die damit verbundenen möglichen Folgewirkungen innerhalb der Gemeinschaft bedingt. Ferner könnten sich auch die anstehenden Wahlen in Deutschland und Frankreich auf die wirtschaftliche Lage auswirken. Branchenspezifische RahmenbedingungenDie Zinssenkungen hatten bisher noch einen überwiegend positiven Einfluss auf die Ertragslage der Banken in Deutschland, da die Kreditzinsen im Bestandsgeschäft aufgrund längerer Zinsbindung langsamer angepasst wurden als die Einlagenzinsen. Jedoch wird es für klassische Geschäftsbanken mit Einlagengeschäft zunehmend schwieriger, in einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld Erträge auf dem bisherigen Niveau zu erwirtschaften. Niedrige Renditen für Geldanlagen in festverzinslichen Wertpapieren bewirken zudem eine starke Konkurrenz der Banken im Kreditgeschäft. Die Neuregelung des EEG und die damit verbundenen Veränderungen wirken sich direkt auf die UmweltBank aus. Die bis zur Verabschiedung vorhandenen Unsicherheiten über mögliche Änderungen sind beseitigt und die UmweltBank kann ihre Strategie auf die neue Novelle ausrichten. Die im Jahr 2016 verabschiedete neue EEG-Novelle trat zum 1. Januar 2017 in Kraft. Ziel des Gesetzes ist, den Anteil erneuerbarer Energien vom erzeugten Strom bis zum Jahr 2025 auf 40-45 % der Stromerzeugung zu steigern. Besonders wichtig hierfür sind die Kosteneffizienz, die Wirtschaftlichkeit, der Netzausbau und die Sicherung von Reservekapazitäten. Die wichtigste Änderung der EEG-Novelle 2017 ist der grundlegende Systemwechsel mit Hilfe von Ausschreibungen. Durch die Ausschreibungen wird die Förderhöhe nicht wie bisher für einzelne Erneuerbare-Energien-Anlagen durch den Gesetzgeber festgelegt, sondern es findet eine Preisfindung mittels Wettbewerb statt. Das Ausschreibungsverfahren für Photovoltaikanlagen wird auf alle Solaranlagen mit einer installierten Leistung größer 750 kWp ausgeweitet. Insgesamt strebt die Regierung einen jährlichen Brutto-Zubau von 2.500 MW an. Die größte Änderung der EEG-Novelle 2017 ist die Einführung von Ausschreibungen für grundsätzlich alle Windenergieanlagen an Land. Für das Jahr 2017 soll der jährliche Brutto-Zubau auf 2.800 MW für Windenergieanlagen an Land begrenzt werden. Der Zubau umfasst alle Neuanlagen, somit auch Repowering-Anlagen. Für Bürgerenergiewindparks sind besondere Ausschreibungsbestimmungen eingeführt worden. Die Bürgerenergiegesellschaft, die in § 3 Nr. 15 EEG definiert ist, darf an der Auktion bereits vor Erteilung der BImSchG-Genehmigung teilnehmen. Die Gesellschaft erhält nach erfolgreichem Zuschlag den höchsten Preis aus der Ausschreibungsrunde. In den vergangen zehn Jahren haben sich die Preise für Wohnungen und Häuser in Großstädten um mehr als 80 % erhöht. Ein Grund hierfür ist die Urbanisierung. Laut einer Marktanalyse der Deutschen Bank werden die Immobilienpreise auch in 2017 weiter ansteigen. Der Nachfrageüberhang am Wohnungsmarkt und weiterhin niedrige Darlehenszinsen werden auch zukünftig eine Ausweitung der Kreditvergabe bewirken. Weitere Gründe für diese Annahme sind die anhaltende Zuwanderung und die niedrigen Zinsen. UnternehmensprognosenDie Prognosen zur zukünftigen Entwicklung der UmweltBank stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken bzw. Chancen in unkalkulierter Höhe eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen wesentlich abweichen. ChancenDie Chancen für die UmweltBank resultieren aus der weiteren konsequenten Fortführung der Geschäftsstrategie. Die Energiewende in Deutschland ist im vollen Gange. Zur Erreichung der politisch gesetzten Ziele werden auch zukünftig Projekte aus den Bereichen der Erneuerbaren Energien realisiert werden. Als kompetenter Ansprechpartner mit entsprechender Reputation in der Branche hat die UmweltBank sehr gute Chancen, die Entwicklung aktiv mitzugestalten. Möglichkeiten ergeben sich für die UmweltBank vor allem in den Bereichen Windkraft- und Photovoltaikanlagenfinanzierung. Auch bei dem in den kommenden Jahren wichtiger werdenden Thema Repowering von älteren Anlagen zur Stromerzeugung kann die UmweltBank Chancen wahrnehmen. Finanzierungen im Bereich der nicht vom EEG abhängigen Stromproduktion und -vermarktung können intensiviert werden. Die ökologische Baufinanzierung wird weiterhin von Bedeutung sein. Der Trend in Deutschland, auf die Natur Rücksicht zu nehmen und bewusster zu leben, hält weiterhin an. Darüber hinaus ermöglicht eine energieeffiziente Bauweise geringe laufende Energiekosten angesichts in Zukunft voraussichtlich steigender Energiepreise. Die Spezialisierung der UmweltBank - neben der Finanzierung von Neubauten und Altbausanierungen unter ökologischen Aspekten - auf Baugruppen und -genossenschaften ist zukunftweisend. Die UmweltBank kann hierbei auf jahrelange Erfahrung und eigens dafür erarbeitete Konzepte zur Finanzierung solcher Vorhaben zurückgreifen. Neben der klassischen (Fremd-)Finanzierung besteht für die UmweltBank oder indirekt über die in 2016 gegründete Tochter UPG UmweltProjekt Beteiligungen AG die Möglichkeit, sich an geeigneten Projekten zu beteiligen. In den Bereichen Sparen und Geldanlage sowie Wertpapiere und Vorsorge wird die Bank ihre Kunden weiterhin umfassend in Fragen der ökologischen Geldanlage informieren. Dabei steht der Bedarf des Kunden im Vordergrund und nicht der Absatz einzelner Produkte. Ziel ist es, neben den klassischen Anlageformen UmweltPluskonto, UmweltSparbuch und UmweltSparbrief weitere attraktive Anlagemöglichkeiten, wie z. B. Projektanleihen für Windoder Solarkraftwerke oder ökologische Wohnimmobilien anzubieten. Die UmweltBank ist ein attraktiver Arbeitgeber. Leistungsfähige und hoch qualifizierte Mitarbeiter können gewonnen und gebunden werden und die UmweltBank bei der Erreichung ihrer Ziele unterstützen. Die Zahl der Mitarbeiter kann - orientiert an den Wachstumszielen - ausgebaut werden. RisikenDie Neugeschäfts-Risiken im Kreditgeschäft liegen weiterhin überwiegend in der Veränderung gesetzlicher Rahmenbedingungen, insbesondere beim EEG. Dem Risiko einer negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist die UmweltBank aufgrund ihrer Spezialisierung auf ökologische Immobilien und Projektfinanzierungen im Bereich der Erneuerbaren Energien in wesentlich geringerem Maße ausgesetzt als andere Banken. Die Marktzinsen sind aktuell auf einem sehr niedrigen Niveau. Sollten die Marktzinssätze langfristig auf diesem sehr niedrigen Stand bleiben oder noch weiter sinken, können sich negative Auswirkungen auf die Anlage der Liquiditätsreserve und die Zinskonditionen im Kreditgeschäft und damit auf das Zinsergebnis der Bank ergeben. Zukünftige Vermögens-, Finanz- und ErtragslageInsgesamt wird erwartet, dass die UmweltBank als bundesweit tätige Direkt- und Beraterbank ohne Zweigstellen den positiven Trend seit Geschäftsbeginn vor 20 Jahren auch in Zukunft fortsetzen wird. Dies bedeutet ein weiteres Wachstum von Bilanzsumme und Geschäftsvolumen aus eigener Kraft. Die Ertragserwartungen für 2017 bewegen sich dabei unter dem Stand des Vorjahres. Bezüglich der Entwicklung der Fristentransformation in Jahren erwarten wir keine signifikanten Veränderungen. Für das Jahr 2017 rechnet die UmweltBank mit einem sinkenden Zinsüberschuss und einem leicht rückläufigen Provisionsergebnis. Grundlage für die Zinsüberschussprognose ist unsere Erwartung eines moderaten Wachstums im Kredit- und Einlagengeschäft bei einer zurückgehenden Zinsmarge. Es wird dabei von einem unverändert niedrigen Zinsniveau und einer unveränderten Zinsstrukturkurve ausgegangen. Des Weiteren wird von einem steigenden Personalaufwand und rückläufigen Verwaltungsaufwendungen im Jahr 2017 ausgegangen. Insgesamt wird mit einem im Sinne unserer Prognoserechnung merklichen Rückgang des Jahresergebnisses vor Steuern gerechnet. Durch das geplante weitere Wachstum des Geschäftsvolumens soll damit einhergehend eine Steigerung der zukünftigen CO2-Ersparnis erzielt werden. Für das Jahr 2017 wird von einem leicht steigenden Geschäftsvolumen bei Einhaltung der Umweltgarantie bzw. einem Umweltgarantiedeckungsgrad von erneut über 100 % ausgegangen. Eine weitere Stärkung des Eigenkapitals der Bank durch die voraussichtliche künftige Dotierung der Gewinnrücklagen und der Rücklage nach § 340g HGB (Fonds für allgemeine Bankrisiken) wird angestrebt. Zusätzlich plant die UmweltBank die Erhöhung der Eigenmittel durch die laufende Emission des UmweltBank CoCo-Bonds 2016/2017 sowie die Durchführung einer sogenannten Aktiendividende; hierbei bietet sich den Aktionären die Gelegenheit, ihren Dividendenanspruch zum Teil als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem genehmigten Kapital gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung in die Gesellschaft einzulegen.
Nürnberg, 15. März 2017 UmweltBank AG, Nürnberg Der Vorstand Goran Bašić Stefan Weber Bilanz zum 31. Dezember 2016der UmweltBank AG, NürnbergAktivseite scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016der UmweltBank AG, NürnbergAufwendungenscroll
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Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2016der UmweltBank AG, Nürnbergscroll
Eigenkapitalspiegel zum Jahresabschluss 31.12.2016der UmweltBank AG, Nürnbergscroll
Das bilanzielle Eigenkapital (ohne Berücksichtigung des Genussrechtskapitals und des Fonds für allgemeine Bankrisiken (Rücklagen gem. § 340g HGB)) hat sich wie oben genannt entwickelt. Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2016der UmweltBank AG, NürnbergI. Allgemeine AngabenDie UmweltBank AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Hauptsitz in Nürnberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Nürnberg eingetragen, die Eintragungsnummer lautet HR B 12.678. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 ist unter Beachtung handels- und aktienrechtlicher Vorschriften und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (kurz: RechKredV) sowie der relevanten Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Die in den Formblättern 1 und 2 der RechKredV vorgesehenen, aber nicht belegten Posten wurden gemäß §265 Abs. 8 Handelsgesetzbuch (kurz: HGB) nicht berücksichtigt. Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt und in Tausend Euro (TEUR) erläutert, wodurch es zu Rundungsdifferenzen kommen kann. Alle Angaben im Anhang erfolgen in TEUR, soweit nicht anders angegeben. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeBeteiligungen, bei denen die Beteiligungsquote 5 % des Nennkapitals unterschreitet, wurden erstmals zum 31. Dezember 2016 unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen, da sie nicht zur Herstellung einer dauerhaften Geschäftsverbindung dienen. Die restlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten. Vermögensgegenstände des UmlaufvermögensTäglich fällige Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, Wertpapiere des Umlaufvermögens und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert bzw. nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Allen erkennbaren Einzelrisiken wurde durch angemessene Wertabschläge in Form von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Für latente Ausfallrisiken sind unter Anwendung des BMF-Schreibens vom 10. Januar 1994 unversteuerte Pauschalwertberichtigungen gebildet. Vermögensgegenstände des AnlagevermögensDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden gemäß § 340e HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet. Die Nutzungsdauer liegt bei immateriellen Vermögensgegenständen zwischen 3 und 5 Jahren, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 15 Jahren. Die Einbauten in fremde Gebäude werden auf die Restlaufzeit der jeweiligen Mietverträge zum Aktivierungszeitpunkt abgeschrieben. Immaterielle Anlagegüter und Sachanlagen werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 150 Euro wurden als Aufwand gebucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter von 150,01 Euro bis 410 Euro wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang dargestellt. Befristete Forderungen an Kreditinstitute, die festverzinslichen Wertpapiere des Anlagevermögens sowie die Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Unter Pari erworbene festverzinsliche Wertpapiere werden periodengerecht linear auf den Nennwert zugeschrieben. Über Pari erworbene festverzinsliche Wertpapiere werden periodengerecht linear auf den Nennwert abgeschrieben. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip anhand Ertragswertberechnungen bewertet. Bei der Bilanzierung von Beteiligungen an Personengesellschaften wird der Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 18 zugrunde gelegt. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. EventualverbindlichkeitenEventualverbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen) wurden mit den Nominalwerten zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Die dargestellten Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da die überwiegende Mehrzahl der Eventualverbindlichkeiten ohne Inanspruchnahme ausläuft. Unwiderrufliche KreditzusagenUnwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Teile der gewährten Zusagen. Sie werden mit dem Nominalbetrag ausgewiesen. RückstellungenDie Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Andere Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Das Bankbuch der UmweltBank wurde gemäß IDW RS BFA 3 hinsichtlich der Notwendigkeit einer Rückstellung für drohende Verluste überprüft. Da auf Basis einer GuV-orientierten Betrachtung der zinsbezogenen Geschäfte ein positives barwertiges Ergebnis über einen Betrachtungszeitraum von 25 Jahren ermittelt wurde, war die Bildung einer Drohverlustrückstellung nicht erforderlich. Fonds für allgemeine Bankrisiken (Rücklage gem. § 340g HGB)Im Jahresabschluss 2016 wurde wie in den Vorjahren erneut der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB dotiert, der das Ergebnis des Jahresabschlusses entsprechend verringerte. III. Angaben und Erläuterungen zur BilanzAktivseite der BilanzForderungen an KreditinstituteDie anderen Forderungen an Kreditinstitute teilen sich nach der Restlaufzeit wie folgt auf: scroll
Forderungen an KundenDie Forderungen an Kunden haben nach der Restlaufzeit folgende Aufteilung: scroll
Die Beträge enthalten Forderungen mit Nachrangabrede in Höhe von 434 TEUR (31.12.2015: 336 TEUR). Forderungen aus verbilligten Darlehen im Volumen von 660.630 TEUR (31.12.2015: 570.889 TEUR) sind an die refinanzierenden öffentlichen Förderbanken abgetreten. In den Forderungen an Kunden sind Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 8.831 TEUR (31.12.2015: 5.883 TEUR) sowie Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 12.833 TEUR (31.12.2015: 8.216 TEUR) enthalten. Sämtliche Darlehen an diese Unternehmen sind banküblich besichert. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche WertpapiereDieser Posten gliedert sich folgendermaßen auf: scroll
Eine Wertpapiergattung mit einem Nominalwert von insgesamt 2.570 TEUR (31.12.2015: 10.360 TEUR) ist mit einer Nachrangabrede verbunden. In dem auf den Stichtag folgenden Jahr werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 48.500 TEUR (31.12.2015: 24.500 TEUR) fällig. Die festverzinslichen Wertpapiere des Anlagebestandes mit einem Buchwert (einschließlich anteiliger Zinsen) von 544.051 TEUR (31.12.2015: 136.317 TEUR) wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die vermiedenen Abschreibungen zum 31. Dezember 2016 betrugen 1.960 TEUR (31.12.2015: 83 TEUR). Eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 S. 4 HGB wurde nicht vorgenommen, da die Wertpapiere zu Pari zurückgezahlt werden und keine Anhaltspunkte erkennbar sind, dass die Rückzahlungen gemindert werden. Die stillen Reserven bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 3.556 TEUR (31.12.2015: 7.711 TEUR). Insgesamt waren festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 86.500 TEUR (31.12.2015: 83.500 TEUR) zur Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Förderkreditinstituten verpfändet. Aktien und andere nicht festverzinsliche WertpapiereDieser Posten gliedert sich wie folgt auf: scroll
Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere des Anlagebestandes mit einem Buchwert von 727 TEUR (31.12.2015: 981 TEUR) wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die vermiedenen Abschreibungen in 2016 betragen 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Neben Genußscheinen im Eigenbestand verwaltet die UmweltBank treuhänderisch Genußscheine für Kunden mit einem Nominalwert von 951 TEUR. Auf einen separaten Ausweis als Treuhandgeschäft in der Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 8 HGB verzichtet, da der Wert derzeit nicht zuverlässig ermittelt werden kann. HandelsbestandDie UmweltBank hatte zum 31. Dezember 2016 keinen Handelsbestand. Die Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand wurden im Geschäftsjahr 2016 nicht geändert. BeteiligungenDieser Posten gliedert sich folgendermaßen auf: scroll
Beteiligungen bestehen an folgenden Unternehmen: scroll
Anteile an verbundenen UnternehmenFolgende Unternehmen (Beteiligungsquote über 50 %) sind unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen: scroll
Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich vollumfänglich um nicht börsenfähige Anteile. Die Bilanzierung der Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen an Personengesellschaften erfolgte nach dem Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 18. Danach werden Kapitalrückzahlungen als ergebnisneutrale Minderungen des Beteiligungsbuchwerts behandelt und im Anlagespiegel als Beteiligungsabgang ausgewiesen. Gewinnanteile werden nur dann als Erträge aus Beteiligungen vereinnahmt, wenn die Verlustsonderkonten ausgeglichen sind. AnlagespiegelIm Anlagespiegel werden die nach den Grundsätzen für das Anlagevermögen zu bewertenden Vermögensgegenstände verschiedener Bilanzposten zusammengefasst. Die Sachanlagen betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von 783 TEUR (31.12.2015: 394 TEUR) und Einbauten in fremde, betrieblich genutzte Gebäude in Höhe von 67 TEUR (31.12.2015: 114 TEUR). scroll
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Sonstige VermögensgegenständeDer Posten sonstige Vermögensgegenstände setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Passivseite der BilanzVerbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist teilen sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt auf: scroll
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist handelt es sich um zinsverbilligte Darlehen öffentlicher Förderbanken sowie um Gelder im Rahmen der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte II (GLRG-II) der Bundesbank in Höhe von 200.000 TEUR (31.12.2015: 0 TEUR) mit einer Laufzeit von vier Jahren. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 860.695 TEUR (31.12.2015: 570.896 TEUR) durch abgetretene und verpfändete Forderungen im Nennwert von insgesamt 660.630 TEUR (31.12.2015: 570.889 TEUR) und verpfändete festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 322.400 TEUR (31.12.2015: 83.500 TEUR) besichert, wovon 235.900 TEUR bei der Bundesbank im Rahmen der GLRG-II hinterlegt sind. Verbindlichkeiten gegenüber KundenDie Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als 3 Monaten teilen sich nach der Restlaufzeit wie folgt auf: scroll
Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist setzen sich nach der Restlaufzeit wie folgt zusammen: scroll
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 1.083 TEUR (31.12.2015: 811 TEUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.007 TEUR (31.12.2015: 466 TEUR) enthalten. Sonstige VerbindlichkeitenDer Posten sonstige Verbindlichkeiten enthält folgende wichtige Einzelbeträge: scroll
RechnungsabgrenzungspostenIn diesem Posten sind enthalten: scroll
Latente Steuernscroll
Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatz für Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag von 31,47 %. Differenzen betreffend gewerbesteuerpflichtige Personengesellschaften wurden mit einem kombinierten Steuersatz für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von 15,83 % berücksichtigt. SteuerrückstellungenDie Steuerrückstellungen enthalten anteilig laufende Ertragsteuern i.H.v. 1.898 TEUR (31.12.2015: 3.040 TEUR). Andere RückstellungenDieser Posten enthält folgende wichtige Einzelbeträge: scroll
Nachrangige Verbindlichkeitenscroll
Der Bilanzausweis erfolgt mit dem Nominalbetrag (31.12.2016: 20.785 TEUR). Die anteiligen Zinsen des Geschäftsjahrs werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. GenussrechtskapitalGemäß Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) stellten 55.590 TEUR des Genussrechtskapitals anrechenbare Eigenmittel dar. Die Genussrechtsinhaber erhalten eine, dem Gewinnanspruch der Aktionäre vorgehende, jährliche Ausschüttung in Höhe des angegebenen Zinssatzes bezogen auf den Nennbetrag der Genussrechte. Der Bilanzausweis erfolgt mit dem Nominalbetrag. Die geschuldeten Zinsen des Geschäftsjahrs werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. EigenkapitalDas Aktienkapital setzt sich zusammen aus 5.538.240 Stückaktien, lautend auf den Inhaber. Der Vorstand ist bis zum 29. Juni 2021 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um insgesamt bis zu EUR 7.199.712,00 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 2.769.120 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je EUR 2,60 gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären steht grundsätzlich das gesetzliche Bezugsrecht zu. Die neuen Aktien können dabei auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung/en festzulegen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
Bezüglich der Entwicklung des bilanziellen Eigenkapitals wird auf die Darstellung im Eigenkapitalspiegel verwiesen. Durch die Hauptversammlung vom 30. Juni 2016 wurden 333 TEUR (im Vorjahr: 342 TEUR) aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in die Gewinnrücklagen eingestellt. Gemäß § 58 Abs. 2 Aktiengesetz haben Vorstand und Aufsichtsrat 6.700 TEUR den anderen Gewinnrücklagen zugeführt. Davon entfallen 500 TEUR auf die geplante Ausgabe von Mitarbeiteraktien im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms. Gemäß CRR belaufen sich die anrechenbaren Eigenmittel nach Feststellung des Jahresabschlusses auf 256.636 TEUR (31.12.2015: 216.159 TEUR). Die Quote der anrechenbaren Eigenmittel bezogen auf die gewichteten Risikoaktiva beträgt nach Feststellung des Jahresabschlusses 11,95 % (31.12.2015: 11,04 %). Vermerke unter dem BilanzstrichEventualverbindlichkeitenIn diesem Posten sind enthalten: scroll
Im Posten Eventualverbindlichkeiten sind keine Einzelbeträge enthalten, die in Bezug auf die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten wird insgesamt als gering eingestuft. Andere VerpflichtungenIn diesem Posten sind enthalten: scroll
Der Posten unwiderrufliche Kreditzusagen enthält keine Einzelbeträge, die in Bezug auf die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind. Besondere Kreditrisiken aus der zukünftigen Kreditausreichung sind nicht erkennbar. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungZinserträgeDie Zinserträge enthalten 173 TEUR negative Zinsen aus Einlagen bei der Deutschen Bundesbank. ProvisionsergebnisDas Provisionsergebnis als Saldo der Provisionserträge und -aufwendungen gliedert sich wie folgt: scroll
PersonalaufwandDer Personalaufwand stieg von 6.504 TEUR in 2016 um 606 TEUR auf 7.110 TEUR. Der Anstieg resultierte aus allgemeinen Gehaltsanpassungen und Zunahmen bei der Anzahl der Beschäftigten. Andere VerwaltungsaufwendungenDie anderen Verwaltungsaufwendungen weisen folgende Verteilung auf: scroll
Aufwendungen für den AbschlussprüferFür das Honorar des Abschlussprüfers wurden im Jahr 2016 einschließlich nicht abzugsfähiger Vorsteuer insgesamt 281 TEUR (Vorjahr 256 TEUR) aufgewendet. Hiervon entfallen 228 TEUR (Vorjahr 204 TEUR) zeitanteilig auf die Abschlussprüfungsleistungen und 46 TEUR (Vorjahr 38 TEUR) auf andere Bestätigungsleistungen, sowie 7 TEUR (Vorjahr 13 TEUR) auf steuerliche Beratungstätigkeit. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Sonstige betriebliche AufwendungenDer Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen enthält Zahlungen aus der Rückforderung von Bearbeitungsentgelten für Kundenforderungen in Höhe von 118 TEUR sowie Aufwendungen für Widerrufe bei Kreditverträgen in Höhe von 256 TEUR. V. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Resteinzahlungsverpflichtungen für noch nicht eingeforderte bedungene Einlagen aus Kommanditbeteiligungen betragen 2.887 TEUR (31.12.2015: 2.887 TEUR). Zudem bestehen nach Rückzahlungen von Kommanditeinlagen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 5.176 TEUR, davon 704 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen. Die UmweltBank ist zudem Komplementärin der UmweltBank & Co Emilienstraße 3 KG, Nürnberg. Des Weiteren bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 510 TEUR p. a. sowie 393 TEUR p. a. aus Wartungs-, Instandhaltungs- und Lizenzverträgen. VI. Angaben über das Unternehmen und seine OrganeMitarbeiterZum Bilanzstichtag waren in Voll- und Teilzeit 140 (Vorjahr: 134) Mitarbeiter angestellt, davon 2 (Vorjahr: 2) Vorstände, 6 (Vorjahr: 5) Mitarbeiter in Elternzeit, 14 (Vorjahr: 12) studentische Mitarbeiter, 8 (Vorjahr: 8) Praktikanten und 5 (Vorjahr: 5) Mitarbeiter der UmweltKontakt. Im Jahresdurchschnitt (Quartalsstände) wurden gemäß §267 Abs. 5 HGB umgerechnet auf Vollzeit-Arbeitsverhältnisse 100,2 (Vorjahr: 94,9) Mitarbeiter beschäftigt. Davon entfielen95,9 (Vorjahr: 89,9) auf Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit und 4,3 (Vorjahr: 5,1) auf studentische Teilzeitkräfte. VorstandZum Vorstand sind bestellt: Goran Bašić,Nürnberg, Marktfunktion gemäß Mindestanforderungen an das Risikomanagement, verantwortlich für die Bereiche Anlageberatung, Vermögensberatung, Kommunikation, Sekretariat / Personal Stefan Weber,Nürnberg, Marktfolgefunktion gemäß Mindestanforderungen an das Risikomanagement, verantwortlich für die Bereiche Kreditgeschäft, Betrieb/Finanzen und IT AufsichtsratDer Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt zusammen: Heinrich Klotz,Notar in Aschaffenburg Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender bis 30. Juni 2016 Aufsichtsratsvorsitzender seit 1. Juli 2016 Edda Schröder,Geschäftsführerin der Invest in Visions GmbH, Frankfurt am Main Stellv. Aufsichtsratsvorsitzende seit 1.Juli 2016 Günther Hofmann,Unternehmensberater in Bad Mergentheim Aufsichtsratsvorsitzender bis 30. Juni 2016 Kredite an Aufsichtsrat/VorstandZum 31. Dezember 2016 bestanden keine Kreditforderungen gegenüber den Mitgliedern des Vorstandes oder Aufsichtsrates (Vorjahr: 0 TEUR). VII. Corporate GovernanceVorstand und Aufsichtsrat der UmweltBank haben die Erklärung nach § 1 61 Aktiengesetz freiwillig abgegeben und auf der Website der Gesellschaft unter www.umweltbank.de/ pdf/Erklaerung_Corporate_Governance_2017.pdf publiziert. VIII. GewinnverwendungsvorschlagVorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 29. Juni 2017 in Nürnberg vorschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von 9.454 TEUR für eine Dividende von 1,50 Euro (Vorjahr 1,40 Euro) zuzüglich 0,20 EUR Jubiläumsdividende, in Summe 1,70 Euro je Aktie, zu verwenden. Die Hauptversammlung kann an Stelle oder neben einer Barausschüttung eine Verwendung des Bilanzgewinns im Wege einer Sachausschüttung beschließen. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 39 TEUR soll den anderen Gewinnrücklagen zugeführt werden. IX. NachtragsberichtDie UmweltBank emittiert seit Dezember 2016 eine bedingte Pflichtwandelanleihe (UmweltBank CoCo-Bond 2016/2017) in Höhe von bis zu 40.000 TEUR zur Stärkung der Eigenkapitalbasis. Per 31. Dezember 2016 betrug der Zeichnungsstand 19.398 TEUR. Im Rahmen des allgemeinen öffentlichen Angebots wurden von Schluss des Geschäftsjahres 2016 bis 15. März 2017 weitere 4.312 TEUR platziert. Weitere Vorgänge nach dem Bilanzstichtag, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken, haben sich nicht ergeben.
Nürnberg, den 15. März 2017 UmweltBank AG, Nürnberg Der Vorstand Goran Bašić Stefan Weber Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die UmweltBank AG Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der UmweltBank Aktiengesellschaft, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, 28. März 2017 Baker Tilly Roelfs AG Prof. Dr. Edenhofer, Wirtschaftsprüfer Dr. Schirduan, Wirtschaftsprüfer GewinnverwendungsbeschlussBeschlussfassung der ordentlichen Hauptversammlung vom 29.06.2017 über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2016Zu Tagesordnungspunkt 2: Beschlussfassung über die Verwendung des BilanzgewinnsDer Versammlungsleiter stellte folgenden Beschlussantrag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Abstimmung: "Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn der UmweltBank Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 9.454.344,60 Euro wie folgt zu verwenden: scroll
Die Dividende wird nach Wahl des Aktionärs entweder ausschließlich in bar oder teilweise in bar und teilweise in Form von Aktien der UmweltBank Aktiengesellschaft geleistet. Von dem Dividendenanspruch in Höhe von 1,70 Euro pro Stückaktie unterliegt ein Teilbetrag in Höhe von 0,50 Euro pro Stückaktie nicht dem Wahlrecht des Aktionärs und wird in jedem Fall in bar ausbezahlt. Dieser Teilbetrag dient dazu, die mögliche Steuerpflicht (Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) hinsichtlich des Dividendenanspruchs zu begleichen. Die Einzelheiten zu der Wahlmöglichkeit der Aktionäre, die Dividende vollständig in bar oder teilweise in bar und teilweise in Form von Aktien zu beziehen, werden in einem gesonderten Dokument erläutert, das den Aktionären zur Verfügung gestellt wird und insbesondere Informationen über die Anzahl und Art der Aktien enthält und in dem die Gründe und die Einzelheiten zu dem Angebot dargelegt werden. Die Dividendensumme und der in andere Gewinnrücklagen einzustellende Restbetrag in vorstehendem Beschlussvorschlag zur Gewinnverwendung basieren auf dem zum Zeitpunkt der Einberufung bestehenden dividendenberechtigten Grundkapital in Höhe von 14.399.424,00 Euro, eingeteilt in 5.538.240 Stückaktien. Die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien kann sich bis zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns ändern. In diesem Fall wird von Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Beschlussvorschlag zur Gewinnverwendung unterbreitet, der unverändert eine Ausschüttung von 1,70 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie vorsieht; das Angebot, die Dividende wahlweise in bar oder teilweise in bar und teilweise in Form von Aktien zu erhalten, bleibt unberührt. Die Anpassung erfolgt dabei wie folgt: Sofern sich die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien und damit die Dividendensumme vermindert, erhöht sich der in andere Gewinnrücklagen einzustellende Betrag entsprechend. Sofern sich die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien und damit die Dividendensumme erhöht, vermindert sich der in andere Gewinnrücklagen einzustellende Betrag entsprechend. Die Dividende wird aus dem zu versteuernden Gewinn ausgezahlt. Somit unterliegt die Dividendenauszahlung, unabhängig davon welches Wahlrecht der Aktionär ausübt, grundsätzlich der Besteuerung. Die Dividende soll ab dem 25. Juli 2017 nach Wahl des Aktionärs vollständig in bar oder teilweise in bar und teilweise in Form von Aktien geleistet werden." Bei der Beschlussfassung zu Tagesordnungspunkt 2 wurden für 2.035.711 Aktien ebenso viele gültige Stimmen abgegeben, was einem Anteil von 36,76 % des satzungsmäßigen Grundkapitals entspricht. Der Vorschlag der Verwaltung zu Tagesordnungspunkt 2 wurde scroll
angenommen. Der Versammlungsleiter gab das Ergebnis der Abstimmung zu Tagesordnungspunkt 2 bekannt, stellte dieses Ergebnis fest und verkündete dieses. |
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