Corporate | 27 April 2009 11:00


Baader Bank AG: Baader Bank fordert Börsenpflicht für strukturierte Anleihen

Baader Bank AG / Sonstiges/Sonstiges

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Baader Bank fordert Börsenpflicht für strukturierte Anleihen

München, 27. April 2009

Als eine Art Frühwarnsystem für künftige Krisen fordert die Baader Bank AG,
Unterschleissheim, eine Börsenpflicht für strukturierte, festverzinsliche
Produkte, die auf Hypotheken- oder ABS-Strukturen basieren - also Asset
Backed Securities, mit Vermögensgegenständen unterlegte Wertpapiere. 'Durch
den regulierten Handel an der Börse und die damit verbundenen
Veröffentlichungspflichten, die die Börse bietet und fordert, ist gegenüber
dem Markt, den Anlegern und den Aufsichtsbehörden per se ein hohes Maß an
Transparenz und eine hohe Nachvollziehbarkeit der Transaktionen gegeben',
sagte Uto Baader, Vorsitzender des Vorstands auf der Bilanzpressekonferenz
des Unternehmens in München. Dadurch erhöhe sich die Wahrscheinlichkeit,
dass Betrug, Missbrauch und Fehlentwicklungen frühzeitig entdeckt oder erst
gar nicht möglich würden. Die Börse habe hier die Funktion eines
Frühwarnsystems. 'Hätte eine Börsenpflicht für die toxischen Papiere
bestanden, wäre das damit verbundene extreme Risiko aufgefallen und das
'Schundzeug' wäre uns zumindest in dem gezeigten Ausmaß erspart geblieben',
so Baaders These.

Bankgeschäft wird zum zweiten Standbein aufgebaut

Der Baader-Konzern forciert den Ausbau des Bankgeschäfts, um ein zweites
starkes Standbein neben dem originären Geschäft des Unternehmens, dem
Börsenhandel, aufzubauen. Im Zuge dieser Ausrichtung wird die Baader
Service Bank GmbH, die Finanzdienstleistungen rund um das Wertpapier sowie
den Handel in weiteren Finanzinstrumenten wie Futures und Options anbietet,
im Mai diesen Jahres auf ihre Muttergesellschaft, die Baader Bank AG,
verschmolzen. Mit Erhalt der Vollbanklizenz im Juli 2008 hatte die Baader
Bank AG die Voraussetzungen für diesen Schritt geschaffen.

'Mit der Verschmelzung heben wir Synergien in den Bereichen
Informationstechnologie, Abwicklung sowie Risikocontrolling und bündeln die
bisher von zwei Instituten angebotenen Dienstleistungen rund um das
Wertpapier in einer kapitalstarken und leistungsfähigen Bankeinheit', sagte
Baader. In diesem noch jungen Geschäftsfeld agiert die Bank unter anderem
als Arrangeur für Finanzinnovationen wie Zertifikate und Fonds. Dabei kommt
dem Unternehmen die langjährige Kompetenz im Wertpapierhandel und in der
Abwicklung von Wertpapieren zu Gute, um etwa die Zeichnung, Abwicklung und
Lieferung von so genannten Absolute Return-Produkten zu ermöglichen. 'All'
unsere Vollbankaktivitäten haben stets eine Affinität zum
Wertpapierhandel', so Baader. 'Aus dem Baukasten unseres Spezialistentums
stellen wir  individuelle Lösungen für Vermögensverwalter oder
Fondsgesellschaften zusammen.'

Baader bringt Fonds mit Absolute Return Ansatz

Nach dem starken Einbruch der Aktienmärkte im vergangenen Jahr sind
Anlageformen, die gemäß einer Absolute Return Strategie auch in schwierigen
Marktphasen konstante Renditen erwirtschaften, von den Anlegern neu
entdeckt worden. 'In heutigen Zeiten, wo für Anleger der Kapitalerhalt im
Vordergrund steht, sind derartige Strategien aus dem Dornröschenschlaf wach
geküsst worden', betonte Baader. Aus diesem Grund wurden im Baader-Konzern,
wo derartige Strategien seit Jahren verfolgt werden, zwei
Publikumsvarianten für Privatanleger solcher Fonds aufgelegt. Die erste
Variante ist der Athena UI (ISIN: DE000A0Q2SF3), der von der
Baader-Tochtergesellschaft CCPM (Conservative Concept Portfolio Management
AG) gemanagt wird und dessen Fondsvermögen seit seinem Start im Juni 2008
auf 399 Millionen Euro angestiegen ist. Nach dieser Strategie konnte 2008
eine Rendite von 11,1 Prozent erwirtschaften. Die andere Variante ist der
marktneutrale Sherpa Absolute Return AMI (ISIN DE000A0Q8HC0), in dem sich
Anleger seit März 2009 mit 15 Millionen Euro engagiert haben. Die
Sherpa-Strategie von Baader kam 2008 auf ein Plus von 9,4 Prozent.

Folgen der Weltfinanzkrise im 1. Quartal 2009 abgefedert

Trotz eines anhaltend sehr schwierigen Börsenumfelds hat die Baader Bank AG
das erste Quartal 2009, wie am 23. April 2009 berichtet, mit einem
positiven Ergebnis abgeschlossen. Deutschlands führender Spezialist im
Wertpapierhandel erwirtschaftete in den ersten drei Monaten des Jahres ein
Ergebnis nach Steuern von 2,1 Mio. Euro gegenüber 5,8 Mio. Euro im
Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag im
ersten Quartal 2009 bei 2,6 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 5,4).

Das Provisionsergebnis belief sich zum Stichtag auf 8,6 Mio. Euro (10,1),
während das Handelsergebnis ein Niveau von 14,4 Mio. Euro (16,1) erreichte.
Für das Gesamtjahr 2008 betrug das Ergebnis je Aktie 0,19 Euro (0,63). Der
Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Aktionären eine Dividende von 0,06
Euro (Vorjahr: 0,25) auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgt aus dem
steuerlichen Einlagekonto und ist damit ertragsteuerfrei.


Kennzahlen in Mio. Euro                   1. Quartal 2009  1. Quartal 2008
Provisionsergebnis                                   8,6             10,1
Handelsergebnis                                     14,4             16,1
Verwaltungsaufwand                                 -22,1           - 21,6
Betriebsergebnis                                     0,8              5,0
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit                                   2,6              5,4
Ergebnis nach Steuern                                2,1              5,8


Baader 2008 mit Gewinn Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 hat die Baader Bank AG - wie bereits berichtet - mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. So erwirtschaftete das Unternehmen ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 11,6 Mio. Euro (Vorjahr: 34,9 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: 28,6 Mio. Euro), was einem Gewinn je Aktie von 0,19 Euro (Vorjahr: 0,63 Euro) entspricht. Das Provisionsergebnis lag bei 39,0 Mio. Euro (46,5), während das Handelsergebnis vor allem dank eines starken 4. Quartals 2008 auf 59,3 Mio. Euro (52,0) stieg. Für das niedrigere Betriebsergebnis sind neben höheren Verwaltungsaufwendungen vor allem die aufgrund von Abschreibungen um 11,4 Mio. Euro niedrigeren Ergebnisse aus Available-for-Sale Beständen und at Equity bewerteten Unternehmen sowie Wertberichtigungen auf Kundenforderungen in Höhe von 3,1 Mio. Euro verantwortlich. Das Eigenkapital betrug zum Ende vergangenen Jahres 160,2 Mio. Euro (Vorjahr: 163,9 Mio. Euro). Es ist leicht rückläufig, vor allem weil der Gewinn im Berichtsjahr niedriger ausgefallen ist als die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2007. Zum Stichtag waren im Konzern 333 Mitarbeiter (Vorjahr: 298 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Anzahl der betreuten Skontren (Orderbücher) stieg von 206.428 auf 308.201, was einem Zuwachs von 49,3 Prozent entspricht.

Kennzahlen in Mio. Euro                                  2008         2007
Provisionsergebnis                                          39,0      46,5
Handelsergebnis                                             59,3      52,0
Verwaltungsaufwand                                          87,7      75,8
Betriebsergebnis                                             4,2      32,1
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit                11,6      34,9
Ergebnis nach Steuern                                        8,6      28,6


Ansprechpartner: Thomas Spengler Leiter Unternehmenskommunikation Baader Bank AG Weihenstephaner Str. 4 85716 Unterschleissheim Telefon: +49 (0) 89 5150 1030 Mobil: +49 (0) 160 7188830 Email: Thomas.Spengler@Baaderbank.de http://www.Baaderbank.de 27.04.2009 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP --------------------------------------------------------------------------- Sprache: Deutsch Emittent: Baader Bank AG Weihenstephaner Str. 4 85716 Unterschleissheim Deutschland Telefon: +49 (0)89/ 5150-0 Fax: +49 (0)89/ 5150-2423 E-Mail: Info@Baaderbank.de Internet: www.Baaderbank.de ISIN: DE0005088108 WKN: 508810 Börsen: Regulierter Markt in Berlin, Frankfurt (Prime Standard), München, Stuttgart; Freiverkehr in Hannover, Hamburg, Düsseldorf Ende der Mitteilung DGAP News-Service ---------------------------------------------------------------------------