![]() Baader Bank AGUnterschleissheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Lagebericht1. Geschäft und RahmenbedingungenDer MarktDas Jahr 2010 stand ganz im Zeichen eines hohen Wirtschaftswachstums von 3,6%, mit dem sich die deutsche Volkswirtschaft aus der schwersten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg heraus gearbeitet hat. Dennoch lag die Wirtschaftsleistung damit noch um 1,3% unter dem Niveau, das Deutschland vor Ausbruch der Wirtschafts- und Schuldenkrise erreicht hatte. Der Staatssektor in der Bundesrepublik 2010 weist allerdings ein Rekordfinanzierungsdefizit von 88,6 Mrd. Euro aus. Das entspricht einer Quote von 3,5% des Bruttoinlandsprodukts. Beispiellos sind die Maßnahmen, die die Notenbanken und die Europäische Union 2010 zur Bekämpfung der Schuldenkrise in Europa ergriffen haben. So hat die Europäische Union einen gigantischen Rettungsschirm in Höhe von 750 Mrd. Euro für hochverschuldete Euro-Länder gespannt. Flankiert wurden die Vorkehrungen gegen die Schuldenkrise durch den Aufkauf von Staatsanleihen und Geldmarktoperationen der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese Flutung der Märkte mit Kapital hat mit dazu beigetragen, dass 2010 zumindest für deutsche Aktien unterm Strich ein gutes Jahr geworden ist. So kletterte der Deutsche Aktienindex DAX im Jahresvergleich um 16,1% auf 6914 Punkte. Der MDAX schloss das Jahr mit 10.128 Punkten ab, was einem Plus von 34,9% entspricht. Der SDAX legte um imponierende 45,8% auf 5.173 zu, der TecDAX stieg um 4,0% auf 850 Punkte. Der Anleihenindex REXP lag Ende 2010 bei 390,7 Punkten oder plus 4,00%. Der europäische Index DJ Stoxx 50 gab um 5,8% auf 2.793 Punkte nach. Der Dow-Jones-Index notierte zum Jahresultimo 17,7% über seinem Endstand von 2009, während der Nasdaq 100 mit plus 26,6% schloss. Der S&P 500 ging mit einem Zuwachs von 19,8% aus dem Jahr. Die Börse in Tokio schloss das Jahr 2010 gemessen am Nikkei 225 mit einem Plus von 18,6 %. Unter den BRIC-Staaten beendete der brasilianische BOVESPA mit plus 14,5% das Börsenjahr. Der russische Aktienindex (RTS) kletterte um 18,5 %. In Indien steigerte sich der Sensex um 32,7%. Der chinesische Aktienindex SSEB in Shanghai legte um 29,1% zu. Der Hang Seng Index in Hongkong konnte 14,7% gewinnen, während der Mexico Bolsa Index um 34,8% wuchs (alle Angaben auf Euro-Basis). Insgesamt stiegen zwar die Orderbuchumsätze an allen deutschen Wertpapierbörsen um 13% auf 1,48 Bio. Euro. An den intermediärgestützten Börsen in Deutschland gingen die Volumina allerdings um 4% auf 240 Mrd. Euro zurück. Trotz anziehender Aktienindizes ist die Zahl der Aktionäre weiterhin rückläufig. Nach einer Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI) ist die Zahl der Aktionäre und Aktienfondsbesitzer in Deutschland im ersten Halbjahr 2010 erneut leicht von 8,8 auf 8,6 Mio. gesunken. Die Marktposition der Baader Bank AGDass die Baader Bank weiterhin eine aktive Rolle in der Branchenkonsolidierung spielt, machten im Jahr 2010 vor allem zwei Transaktionen deutlich. So hat die Baader Bank mit Wirkung vom 1. Juni 2010 die Joachim Grützner Börsenmakler GmbH in Frankfurt übernommen. Unter den von Grützner übernommenen Skontren befinden sich eine Reihe von Auslandsaktien wie BNP Paribas, Goldfields, HSBC Holdings, Rio Tinto, Mediobanca, Newcrest Mining oder Peugeot, die sehr gut in das von der Baader Bank betreute Portfolio an der Frankfurter Wertpapierbörse passen. Außerdem ist die Baader Bank im November 2010 mit der Bid & Ask Financial Services mbH (Nürnberg), der Hordoff GmbH (Frankfurt) und der Mercurius Handelsbank GmbH (Frankfurt) überein gekommen, unmittelbar nach Aufnahme des Xetra-Spezialistenmodells am 23. Mai 2011 sämtliche 120 Orderbücher dieser drei Skontroführergesellschaften zu übernehmen. Die Baader Bank hat sich aktiv an der Gestaltung der zukunftsweisenden Migration des auf Xontro basierenden Handels an der Frankfurter Wertpapierbörse auf die Handelsplattform Xetra 2 beteiligt. Das daraus resultierende Spezialistenmodell vereint das Beste aus den beiden Welten der Kursermittlung durch den Skontroführer und der elektronischen Plattform Xetra mit seinen internationalen Anbindungen. Ansonsten hat die Baader Bank ihre führenden Positionen in der Skontroführung an den Börsen München und Berlin behauptet. Auch an der Börse Düsseldorf ist es gelungen, die eigene Position zu festigen. Dort ist die Baader Bank der führende Skontroführer für den Rentenhandel. An der der Börse Stuttgart betreut das Institut als Quality Liquidity Provider weiterhin erfolgreich den Handel sämtlicher Auslandsaktien und Genussscheine. Im Handel mit verbrieften Derivaten an der Zertifikate-Börse Scoach in Frankfurt hat die Baader Bank zwar Marktanteile verloren, hält aber weiterhin die führende Position unter den dort agierenden Spezialisten. Positiv ist zu sehen, dass seit Herbst das Trauma der Lehman-Pleite überwunden scheint, was zu anziehenden Umsätzen bei Zertifikaten führte. Allgemein ist zu beobachten, dass der Anteil des börslichen gegenüber dem des außerbörslichen Handels rückläufig ist. Dem Rentenhandel der Baader Bank ist es gelungen, vor dem Hintergrund einschneidender Entwicklungen an den Weltfinanzmärkten und dem daraus resultierenden Rekordhoch an den Renten-Futuremärkten sowie dem Allzeittief der Umlaufrendite das Jahr 2010 erfolgreich zu bestehen. Dies gilt sowohl für die Skontroführung als auch für das institutionelle Vermittlungsgeschäft. Mit der S.A.G. Solarstrom AG wurde erstmals in der Firmengeschichte die Neuemission einer Anleihe begleitet. Die Anleihe konnte vollständig am Markt platziert werden. Zum Ende des Jahres 2010 betreute die Baader Bank 15.337 (Vorjahr: 14.256) Aktienskontren. Auf verbriefte Derivate wie Optionsscheine, Zertifikate oder ETFs entfielen 337.734 (260.741) Skontren, auf Renten und Genussscheine 21.490 (18.496) und auf aktiv gemanagte Fonds 6.144 (5.697) Skontren. Damit betreute das Institut zum 31.12.2010 insgesamt 380.705 (299.190) Orderbücher, was gegenüber dem Vorjahr einem deutlichen Zuwachs von 27,2% entspricht. Über die Skontroführung hinaus hat die Baader Bank im Jahr 2010 das außerbörsliche Market Making stark ausgebaut. So konnte die DAB bank als ein neuer Partner in deren außerbörslichem Handel für Fonds gewonnen werden. In der Partnerschaft mit maxblue, dem Onlinebroker der Deutschen Bank, konnte das Angebot sukzessive auf nunmehr 2.500 Aktien und rund 600 Anleihen ausgebaut werden. Auch die Kunden des S Brokers, dem zentralen Online Broker im Verbund der Sparkassen-Finanzgruppe, können seit 2010 direkt mit der Baader Bank handeln. So stellt das Institut auf S Broker Kurse für insgesamt 2.500 Aktien im außerbörslichen Handel zur Verfügung. Die Baader Bank ist eine strategische Partnerschaft mit dem Finanzdienstleister Assenagon und dem ETF-Broker Crossflow eingegangen, in dessen Rahmen das Institut als Market Maker für Exchange Traded Funds (ETFs) agiert. Deutlich verstärkt wurden die Bereiche Kapitalmarktdienstleistungen und Equities & Derivatives, die erstmals von einer eigenen Researchabteilung unterstützt werden. Damit dokumentiert die Baader Bank ihren Anspruch auf eine führende Position bei der Betreuung von Kapitalmaßnahmen von kleinen und mittelständischen deutschen Unternehmen sowie im institutionellen Vermittlungsgeschäft für deutsche Aktien. Um einen solchen Schritt vollziehen zu können, hat die Baader Bank sukzessive bis 1. Januar 2011 mehr als 30 erfahrene Spezialisten eingestellt. Ausgebaut wurde das Produktportfolio für institutionelle Kunden mit einer hauseigenen Lösung für den professionellen Devisenhandel. Über den Baader FX-Trader können Kunden in den G10-Währungen Kassageschäfte handeln. Seit 31.03.2010 erfolgt die Preisfeststellung der Baader-Aktie im Marktsegment m:access innerhalb des Freiverkehrs der Börse München. Die Aktie wird weiterhin an allen deutschen Börsen im Freiverkehr gehandelt. 2. ErtragslageDie oben stehende Übersicht beinhaltet die wichtigsten Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung für die Jahre 2010 und 2009 sowie ihre Veränderungen. → Tabelle 1 Tabelle 1 Ertragslagescroll
Das Zinsergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um 61,2%. Dieser Anstieg ist geprägt von der Anlage gestiegener liquider Mittel aus Kundeneinlagen, insbesondere begebener Schuldscheindarlehen, in festverzinsliche Wertpapiere. Die laufenden Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur wenig verändert und resultieren weitgehend aus dem Handelsbestand. Während der mit dem Tochterunternehmen N.M. Fleischhacker AG im Geschäftsjahr 2009 geschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag im Vorjahr noch zu einem Aufwand aus Verlustübernahme i.H.v. T€ 3.459 führte, konnte die Tochtergesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 einen Gewinn von T€ 1.572 erwirtschaften und diesen an die Baader Bank AG abführen. Das Provisionsergebnis ist im Berichtsjahr um T€ 500 bzw. 2,5% zurückgegangen und spiegelt die rückläufigen Handelsvolumina sowie die Veränderung der Marktmodelle an den Börsen wider. Diese auf das Provisionsergebnis negativ wirkenden Sachverhalte konnten durch den intensiv betriebenen Ausbau des Kundengeschäfts bereits in 2010 nahezu ausgeglichen werden. Das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften hingegen sank um 12,7% auf T€ 62.627. Dieser Rückgang ist größtenteils auf geringere Handelsgewinne aus dem Bereich Treasury zurückzuführen. Vom Anstieg des Verwaltungsaufwands um T€ 2.336 entfallen T€ 2.839 auf den Personalaufwand und T€ 680 auf den anderen Verwaltungsaufwand. Demgegenüber steht ein deutlicher Rückgang der Abschreibungen auf Sachanlagen und Immaterielle Anlagewerte i.H.v. T€ 1.183. Der Anstieg der Kosten ist zu einem hohen Maß auf die gestiegene Anzahl der Mitarbeiter zurückzuführen. Der Saldo aus Sonstigen Aufwendungen und Erträgen wird maßgeblich durch hohe Wertberichtigungen auf Anlagebuchbestände bestimmt. Demgegenüber stehen Erträge und Aufwendungen aus dem Verkauf von Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von T€ 2.299 und aus dem Verkauf von Beteiligungen in Höhe von T€ 67. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen wurden in Höhe von T€ 544 vorgenommen. Die Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken betreffen den nach § 340e Abs. 4 HGB zu bildenden Sonderposten. Dieser Sonderposten ist erstmals durch die Einführung des BilMoG für das Geschäftsjahr 2010 zu dotieren. Die Baader Bank AG hat sich für eine sofortige, vollumfängliche Dotierung entschieden, die über die vom Gesetzgeber geforderten jährlichen 10% der Nettoerträge des Handelsbestands (solange bis mindestens 50% des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestands erreicht sind) hinaus geht und dem Sonderposten einen Betrag von T€ 36.000 zugeführt. Dieser Sonderposten soll den aus der Zeitwertbewertung resultierenden Wertänderungsrisiken Rechnung zu tragen. Vor allem der hohe Wertberichtigungsbedarf auf Anlagebuchbestände und die Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken haben das Betriebsergebnis auf T€ 43.272 sinken lassen. Das außerordentliche Ergebnis beinhaltet verschiedene Anpassungen im Rahmen der Erstanwendung von BilMoG zum 01.01.2010. Dies betrifft zum einen die Neubewertung des Handelsbestands zu Zeitwerten abzgl. des vorzunehmenden Risikoabschlags und zum anderen die Zeitwertbewertung von als Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen zur Verfügung stehende Vermögensgegenstände. Der ausgewiesene Steueraufwand betrifft mit T€ 1.303 die Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2010. Unter Berücksichtigung von sonstigen Steuern in Höhe von T€ 321, der Aufzinsung des Körperschaftsteuerguthabens für das Jahr 2010 i.H.v. T€ -491 sowie Steuernachzahlungen und -erstattungen für Vorjahre i.H.v. saldiert T€ -370 ergibt sich ein Steueraufwand von T€ 763. Im Berichtsjahr wird insgesamt ein Jahresfehlbetrag i.H.v. T€ 37.437 ausgewiesen. 3. VermögenslageDie oben stehende Übersicht zeigt die wesentlichen Positionen der Bilanz für das Geschäftsjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr. →Tabelle 2 Tabelle 2 Vermögenslagescroll
1
Im Vorjahr ist der Handelsbestand (Aktiva)
in der Position Wertpapiere enthalten Die Position Forderungen an Kreditinstitute stieg im Geschäftsjahr um T€ 79.186 auf T€ 134.036. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen der stetige Aufbau von Liquidität und Einschussleistungen für Kundenhandelsgeschäfte. Letzteres ist eng verbunden mit dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um T€ 184.635 wovon T€ 78.212 auf Kundeneinlagen entfallen. Grund hierfür ist eine erhöhte Nachfrage nach Handelsmöglichkeiten in derivativen Produkten. Die Position Forderungen an Kunden ist im Vergleich zum Vorjahr mit T€ 31.768 nahezu unverändert. Hier zeigt sich, dass der Fokus des Kundengeschäfts der Baader Bank AG nicht im Kreditbereich liegt. Auf der Passivseite haben die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden durch die Aufnahme von Schuldscheindarlehen im Jahr 2010 erneut um T€ 99.130 zugenommen. Auf der Aktivseite erfolgte die Anlage der aufgenommenen Liquidität weiterhin in Rentenpapiere des Anlage- und Handelsbuchs (enthalten in den Positionen Wertpapiere/Handelsbestand). Die aufgenommenen Schuldscheindarlehen von insgesamt T€ 193.130 haben in Höhe von T€ 103.130 Restlaufzeiten zwischen ein und fünf Jahren und in Höhe von T€ 90.000 Restlaufzeiten von mehr als 5 Jahren (siehe Restlaufzeitengliederung im Anhang). Neben den üblichen Bedingungen von Kreditverträgen bestehen für diese Schuldscheindarlehen keine besonderen Kreditauflagen. Der Wertpapierbestand umfasst Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere der Liquiditätsreserve i.H.v. T€ 693 sowie Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere der Liquiditätsreserve i.H.v. T€ 260.542. Die Liquiditätsreserve Aktien umfasst außerdem Wertpapiere in Höhe von T€ 9.827, die als Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen qualifiziert sind und daher nicht auf der Aktivseite sondern saldiert mit den Pensionsrückstellungen auf der Passivseite ausgewiesen werden. Diese Wertpapiere werden mit dem Zeitwert bewertet. Der Handelsbestand setzt sich zusammen aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren i.H.v. T€ 54.162, Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren i.H.v. T€ 42.509 und derivativen Finanzinstrumenten i.H.v. T€ 84. Die Wertpapiere des Handelsbestands werden seit Einführung des BilMoG zum 01.01.2010 mit dem Zeitwert bewertet abzgl. eines Risikoabschlags bewertet. Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.065 vermindert. Dies ist im Wesentlichen auf Bewertungsmaßnahmen zurückzuführen. Die Veränderung der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen um T€ 1.999 auf T€ 37.836 basiert im Wesentlichen auf den im Geschäftsjahr vorgenommenen planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von T€ 6.038 und Anlagenzugängen in Höhe von T€ 8.380. Die Anlagenzugänge betreffen mit T€ 4.275 geleistete Anzahlungen für das neue Kernbankensystem der Baader Bank AG, welches im 2. Quartal 2011 in Betrieb genommen werden soll und mit T€ 774 erste Anzahlungen für einen umfangreichen Anbau des Verwaltungsgebäudes in Unterschleißheim. Die Bauarbeiten beginnen im 1. Quartal 2011. In der Position Grundstücke und Gebäude wird ausschließlich das im Jahr 2002 bezogene Verwaltungsgebäude samt Grundstück in Unterschleissheim ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2010 wurde die dritte Rate des Körperschaftsteuerguthabens i.H.v. T€ 1.468 ausgezahlt. Darüber hinaus hat sich der Barwert des Guthabens aufgrund von Zinssatzänderungen erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände, die neben den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten auch den aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung enthalten, sind um insgesamt T€ 1.363 auf T€ 5.773 zurückgegangen. Im Vorjahr waren in dieser Position ebenfalls die Eigenen Anteile enthalten. Diese werden mit Einführung des BilMoG nunmehr vom Eigenkapital abgesetzt. Ein aktivischer Ausweis entfällt. Neu dazu gekommen ist der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 3.000. Dieser beinhaltet den positiven Saldo (Überdeckung) aus Pensionsverpflichtungen und Deckungsvermögen. Darüber hinaus ist der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände hauptsächlich durch die Verrechnung von als Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen qualifizierende Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 2.333 verursacht. Eine weitere signifikante Änderung auf der Passivseite ist der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um T€ 44.292. Dies ist vor allem einem gegenüber dem Vorjahr geänderten unsaldierten Ausweis von Einschussleistungen und Inanspruchnahmen in verschiedenen Währungen geschuldet. Darüber hinaus enthält die Position das zur Refinanzierung des Verwaltungsgebäudes aufgenommene Darlehen i.H.v. T€ 10.657, aufgenommene Liquidität im Rahmen des Tenderverfahrens der Deutschen Bundesbank i.H.v. T€ 20.000 und Verbindlichkeiten aus Wertpapierleihegeschäften in Höhe von T€ 1.842. Das Darlehen zur Refinanzierung des Verwaltungsgebäudes hat eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Neben den üblichen Bedingungen von Kreditverträgen bestehen für dieses Darlehen keine besonderen Kreditauflagen. Die im Rahmen des Tenderverfahrens bei der Deutschen Bundesbank aufgenommenen Gelder in Höhe von T€ 20.000 werden zu je T€ 10.000 am 05.01.2011 und am 31.01.2011 fällig. Auch hier gelten keine besonderen Kündigungsbedingungen oder Kreditauflagen. Der Rückgang der Rückstellungen ist auf geänderte Bilanzierungs- und Bilanzausweisvorschriften für Pensionsverpflichtungen durch die Einführung des BilMoG zurückzuführen. Erstmals zum 31.12.2010 werden Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 9.190 mit dazugehörigen Deckungsvermögen in Höhe von T€ 12.190 saldiert. Die Position Fonds für allgemeine Bankrisiken enthält den Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB. Die Dotierung des Fonds erfolgte über die Gewinn- und Verlustrechnung. Zur Verrechnung des dadurch entstandenen Jahresfehlbetrags wurden Gewinnrücklagen aufgelöst. Der Sonderposten fungiert als Ausschüttungssperre und wird damit vom Eigenkapital abgesetzt. Aufsichtsrechtlich stellt diese Position Kernkapital dar. Die Baader Bank verfügt zum 31.12.2010 über ein Eigenkapital in Höhe von T€ 106.714 (Vorjahr: T€ 151.069). Die Eigenkapitalquote beträgt damit 17,3%. Die Veränderung des Eigenkapitals ist im Wesentlichen der Saldo aus der Dividendenausschüttung von T€ 5.900 und dem Jahresfehlbetrag von T€ 37.438. Darüber hinaus wurde im Rahmen von Erstanpassungen in Folge der Einführung des BilMoG T€ 437 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Die oben beschriebenen Ereignisse und Veränderungen begründen die Erhöhung der Bilanzsumme um 53,3 % auf T€ 616.690. 4. FinanzlageDie Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum jederzeit gewährleistet. Zum Bilanzstichtag stehen Barreserven und kurzfristige Forderungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 128.927 und veräußerbare börsenfähige Wertpapiere in Höhe von T€ 357.991 kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Kunden in Höhe von T€ 232.249 gegenüber. Saldiert ergibt sich ein bilanzieller Liquiditätsüberschuss von T€ 254.669 (Vorjahr: T€ 157.312), so dass auch die zukünftige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft langfristig gewährleistet ist. Der Anstieg des bilanziellen Liquiditätsüberschusses resultiert auch aus der Ausgabe von Schuldscheindarlehen, die keine kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Banken oder Kunden darstellen. Die Anlage der so gewonnenen Liquidität erfolgte in kurzfristig veräußerbaren Wertpapieren. Darüber hinaus besteht eine zum Bilanzstichtag nicht genutzte Kreditrahmenvereinbarung bei einer deutschen Bank in Höhe von € 80 Mio. Besondere Kreditauflagen bestehen nicht. 5. NachtragsberichtDie Baader Bank AG hat mit Vertrag vom 31.01.2011 die Anteile der Conservative Concept Portfolio Management AG an der direcct AG übernommen. Hierbei handelt es sich um 25% des Grundkapitals. Damit ist die Baader Bank AG nunmehr alleinige Eigentümerin der Anteile der direcct AG. Dieser Anteilskauf hat mit dem Ziel stattgefunden, die direcct AG im Laufe des Jahres 2011 auf die Baader Bank AG zu verschmelzen. 6. Erklärung gemäß § 312 AktGGemäß § 312 AktG hat der Vorstand einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der mit folgender Erklärung abschließt: "Die Baader Bank AG hat nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte bzw. sonstigen Maßnahmen vorgenommen wurden, für diese Rechtsgeschäfte bzw. sonstigen Maßnahmen eine angemessene Gegenleistung erhalten. Sie wurde durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt. Alle berichtspflichtigen Vorgänge wurden vom Vorstand beschlossen, soweit nach der Satzung bzw. Geschäftsordnung der Baader Bank AG erforderlich auch vom Aufsichtsrat genehmigt und in diesem Abhängigkeitsbericht aufgestellt." 7. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenMitarbeiterIm Berichtsjahr ist die Anzahl der Mitarbeiter der AG zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr von 310 auf 359 Beschäftigte gestiegen. Die Belegschaft setzt sich aus 98 Arbeitnehmerinnen und 261 Arbeitnehmern zusammen, die aus 16 Nationen stammen. Die Baader Bank legt besonderen Wert auf die hohe Qualifikation und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Dabei bildete auch im Jahr 2010 die Förderung von Fach- und Nachwuchsführungskräften einen Schwerpunkt der Personalarbeit. Das Angebot an zusätzlichen sozialen Leistungen für die Belegschaft steigert die Attraktivität der Baader Bank als Arbeitgeber. So gewährt das Unternehmen allen Mitarbeitern bei der Geburt eines eigenen Kindes eine freiwillige finanzielle Unterstützung in Höhe von T€ 10. Im Jahr 2010 wurden insgesamt T€ 170 ausgezahlt. Mit einer eigenen Unterstützungskasse, der Baader Unterstützungskasse e.V., besteht eine eigenständige soziale Einrichtung, um Versorgungsleistungen im Rahmen der betrieblichen Alterversorgung allen Mitarbeitern gewähren zu können. Die Geschäftsleitung dankt allen Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz und die bewiesene Loyalität im abgelaufenen Geschäftsjahr. UmweltberichtDie Dienstleistungen der Baader Bank haben keinerlei nennenswerte umweltbelastende Eigenschaften. Unternehmensintern wird größter Wert auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Produktions- (Kopierer, Drucker und andere Geräte der Büroausstattung) und Verbrauchsmitteln gelegt. Der Verwaltungsneubau in Unterschleißheim wurde nach neuesten ökologischen Erkenntnissen insbesondere in den Bereichen Wasser, Wärme und Klimatisierung errichtet und wird entsprechend bewirtschaftet. 8. ZweigstellenberichtDie Verwaltung der Baader Bank AG befindet sich in Unterschleißheim. Daneben führt die Gesellschaft Zweigniederlassungen in Düsseldorf, Frankfurt a. M. und Stuttgart. 9. Risikobericht1. Grundsätze für das RisikomanagementDas Geschäftsjahr 2010 war deutlich geprägt durch die Zuspitzung der Schuldenkrise der sogenannten PIIGS-Staaten sowie anhaltende Bonitätsängste der Marktteilnehmer. Nach einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands auf Non-Investment-Grade war letztlich ein Rettungspaket von Nöten, um die Zahlungsfähigkeit Griechenlands sicherzustellen. Die Beunruhigung an den Märkten ergriff auch weitere Euro-Länder mit hohen Staatsschulden, wodurch die Gemeinschaftswährung massiv unter Druck kam. So stand Mitte des Jahres neben Portugal und Irland vor allem Spanien im Fokus, nachdem bei einigen spanischen Kreditinstituten, insbesondere Sparkassen, Refinanzierungsschwierigkeiten offensichtlich wurden. Ende November musste dann auch Irland Finanzhilfen der EU in Anspruch nehmen. Die Risikoaufschläge, insbesondere für griechische, irische, portugiesische und spanische Staatsanleihen, stiegen nochmals sehr kräftig an. Da grundsätzlich die Verschuldungssituation weiterhin besorgniserregend ist, bleibt zu befürchten, dass diese Problematik mittelfristig wieder auf der Agenda stehen und die Märkte belasten wird. Die Unsicherheit an den Märkten wird auch im kommenden Jahr eine große Herausforderung u.a. für den Bankensektor darstellen, da unklar ist, wie viel der EU Rettungsschirm noch tragen muss und kann. Speziell in einem solchen Marktumfeld kommt der Qualität des Risikomanagements einer Bank eine überdurchschnittlich hohe Bedeutung zu. Die Baader Bank hat im vergangenen Geschäftsjahr erfolgreich an dem Ausbau des internen Frühwarnsystems zur Identifikation erhöhten Risikopotenzials bei einzelnen Kreditnehmern gearbeitet. Im Zuge dessen wurden durch den starken Anstieg der CDS-Spreads insbesondere für irische, portugiesische und griechische Banken und Unternehmen das Exposure einzelner Geschäftspartner deutlich reduziert. Zentraler Kernpunkt des Baader Risikomanagements ist dabei stets die kontinuierliche Gewährleistung der Risikotragfähigkeit der Baader Bank, so dass selbst im Falle von historischen und hypothetischen Stressszenarien jederzeit die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Darüber hinaus stand auch weiterhin die deutliche Verbesserung des Liquiditätsmanagements mit dem Ziel, permanent - besonders in Krisenzeiten - ausreichend Liquidität zur Verfügung zu haben im Fokus. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 15.12.2010 die aktuelle Fassung ihrer Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) veröffentlicht. Hier kam es vor allem bei der Festlegung der Strategie und dem Liquiditätsrisiko zu deutlichen Neuerungen. An der Umsetzung wird derzeit intensiv gearbeitet. 2. RisikotragfähigkeitIn Anlehnung an die MaRisk verschafft sich der Vorstand regelmäßig einen Überblick über die Ausprägungen aller Risiken. Auf dieser Grundlage wird sichergestellt, dass alle wesentlichen Risiken durch die Risikodeckungsmasse der Baader Bank laufend abgedeckt sind und damit die geforderte Risikotragfähigkeit gegeben ist. Die Risikotragfähigkeit findet damit insbesondere auch im Rahmen der Festlegung der Geschäfts- und Risikostrategie Berücksichtigung. Mindestens quartalsweise wird vom Risikocontrolling die Risikotragfähigkeit der Baader Bank für das kommende Geschäftsjahr ermittelt. Dabei wird die verfügbare Risikodeckungsmasse dem Risikokapitalbedarf gegenüber gestellt. Der Vorstand entscheidet dann in Abhängigkeit der Geschäfts- und Risikostrategie darüber, wie viel der Risikodeckungsmasse er zur Deckung von unerwarteten Verlusten bereitstellen will. Für Verluste aus unwesentlichen Risiken dient ein entsprechender Risikokapitalpuffer, der nicht auf die Risikoarten allokiert wurde. Insgesamt darf das Risikopotenzial aus allen wesentlichen Risikoarten die vom Vorstand zur Verfügung gestellte Risikodeckungsmasse nie übersteigen. Das Risikokapital, das zur Deckung unerwarteter Verluste bereitgestellt wird, wird dann auf die einzelnen Risikoarten verteilt und dient als Verlust verzehrendes Maximal-Limit für diese Risikoart. Unter den identifizierten Risikoarten werden bei der Baader Bank die Folgenden als wesentlich betrachtet und mit Risikokapital unterlegt: Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, operationelle Risiken und Bewertungsrisiken. Aufgrund der Problematik der Quantifizierbarkeit des Risikopotenzials von Liquiditätsrisiken, wird hierfür derzeit lediglich für das Marktliquiditätsrisiko Risikokapital bereitgestellt. Darüber hinaus gehende Verluste aus dieser Risikoart werden durch die verfügbare Risikokapitalreserve ausreichend abgedeckt. Die Limite werden grundsätzlich einmal jährlich im Rahmen einer Strategiesitzung durch den Vorstand festgelegt. Diese können unterjährig (i. d. R. quartalsweise) angepasst werden, wenn die Geschäftstätigkeit und / oder die Risiko- oder Ertragslage dies erforderlich macht. Weiterhin sind die Limite selbstverzehrend, d. h. sie werden um etwaige Verluste reduziert. Limitüberschreitungen werden im Rahmen des täglichen Berichtswesens an die Konzernleitung gemeldet. Die Überwachung und Kommunikation der Limitauslastungen obliegt dem Risikocontrolling. 3. Geschäfts- und RisikostrategieZum Ende eines jeden Geschäftsjahres wird im Rahmen einer Strategiesitzung, an der der Vorstand und der Bereichsleiter Risikocontrolling teilnehmen, die Geschäftsstrategie und die dazu konsistente Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr für die Baader Bank entwickelt. Weiterhin werden wesentliche externe Einflussfaktoren definiert und Annahmen bezüglich deren Entwicklung im kommenden Geschäftsjahr und deren Auswirkungen auf die Baader Bank festgelegt. Das Risikocontrolling stellt die verfügbare Risikodeckungsmasse der Baader Bank als Grundlage für die Risikostrategie zur Verfügung. Im Rahmen eines Vorstandsbeschlusses wird dann die Geschäfts- und Risikostrategie, die Allokation des Risikokapitals auf die einzelnen Risikoarten und ggf. Geschäftsbereiche und mithin die Limite für das folgende Geschäftsjahr verabschiedet und mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. 4. Internes KontrollsystemDas gemäß MaRisk vorgeschriebene Interne Kontrollsystem gliedert sich in die Aufbau- und Ablauforganisation, die Risikosteuerungs- und Controllingprozesse sowie Stresstests. Ein wesentlicher Bestandteil der Aufbau- und Ablauforganisation ist die Funktionstrennung. Hierbei wird sichergestellt, dass miteinander unvereinbare Tätigkeiten durch unterschiedliche Mitarbeiter durchgeführt werden. Ferner hat die Baader Bank angemessene Risikosteuerungs- und Controllingprozesse eingerichtet, die eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken gemäß den Anforderungen der MaRisk gewährleisten. Diese Prozesse gestalten sich bei der Baader Bank wie folgt:
Diese Prozesse stellen sicher, dass die wesentlichen Risiken frühzeitig erkannt, vollständig erfasst und in angemessener Weise gesteuert und überwacht werden. Weiterhin werden diese Prozesse regelmäßig überprüft und zeitnah an sich ändernde Bedingungen angepasst. Im Folgenden werden die als wesentlich identifizierten Risikoarten kurz dargestellt: → Grafik 1 Grafik 1 Übersicht zu den Risikoarten (MaRisk AT 2.2 Tz. 1)![]() Im Zuge der Erarbeitung der Geschäfts- und Risikostrategie 2010 ergaben sich hinsichtlich der Beurteilung der Wesentlichkeit der Risiken folgende Änderungen: Unter den Adressenausfallrisiken wurden Konzentrationsrisiken aufgenommen. Diese gliedern sich in Bonitäts-, Branchen- und Länderrisiken. Alle für das Konzentrationsrisiko maßgeblichen Geschäfte finden bereits im Rahmen der Adressenausfallrisiken und dem hierfür bereitgestellten Risikokapital Berücksichtigung. Darüber hinaus wurde das Marktliquiditätsrisiko im vergangenen Jahr erstmals in der Risikotragfähigkeit angerechnet. AdressenausfallrisikenBei den Adressenausfallrisiken wird zwischen den Kredit-, den Kontrahenten- und den Emittenten- und den Beteiligungsrisiken unterschieden. Hierbei wird für die Risikoarten Kredit-, Kontrahenten- und Emittentenrisiko ein Gesamtlimit pro Kreditnehmereinheit auf Basis einer Bonitätsprüfung ermittelt, die tägliche Auslastung dieser Limite überwacht und vom Risikocontrolling an den Vorstand berichtet. Für das Beteiligungsrisiko erfolgt eine gesonderte Überwachung der Limite. Die Bonitätsprüfung bei der Baader Bank wird anhand eines internen Ratingverfahrens durchgeführt. Im Rahmen des Kreditgeschäftes im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 2 KWG werden Privat- und Firmenkunden (unechte) Lombardkredite gegen Sicherheiten gewährt. Bei diesen Sicherheiten handelt es sich i.d.R. um börsennotierte Wertpapiere, deren Beleihungswert sehr konservativ angesetzt wird, oder um Bankgarantien. Die folgende Tabelle enthält die Kreditengagements zum 31.12.2010: →Tabelle 3 Tabelle 3 Kreditengagements zum 31.12.2020 in Mio. €scroll
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Des Weiteren werden im Rahmen des Kreditgeschäftes nur noch Geldmarktanlagen bei Kreditinstituten getätigt. Das Kreditrisiko stellt ein wesentliches Risiko bei der Baader Bank dar. Das Value-at-Risk-Konzept basiert auf bonitätsgewichteten Risikoexposures. Bei der Abwicklung von Handelsgeschäften kann ein Kontrahentenrisiko dadurch entstehen, dass ein Handelspartner seine entstandenen Verpflichtungen nicht vollständig erfüllt. Hierbei zu unterscheiden ist einerseits das Wiedereindeckungsrisiko beim Ausfall der Gegenpartei und demzufolge die Nichterfüllung der abgeschlossenen Geschäfte und andererseits das Vorleistungsrisiko, wenn die Geschäfte nicht als Zahlungs-/Lieferungsgeschäfte "Zug um Zug" abgewickelt werden. Die Baader Bank handelt Derivate ausschließlich über Derivatebörsen. Da die Bank aber kein Clearing Member an diesen Börsen ist, müssen die Geschäfte zwischen der Baader Bank und dem entsprechenden Clearing Member abgerechnet werden. Aus dem Erfüllungsanspruch gegenüber dem Clearing Member entsteht dann ein Adressenausfallrisiko in Form eines Wiedereindeckungsrisikos gegenüber dem Clearer. Das Wiedereindeckungsrisiko im Rahmen des Handels von Derivaten wird als wesentliches Risiko eingestuft und daher täglich überwacht und berichtet. Bei der Abwicklung bzw. der Vermittlung von Schuldscheindarlehen, bei denen die Baader Bank im Rahmen des Kaufvertrages als Kontrahent eintritt, besteht hingegen ein Vorleistungsrisiko, da bei diesen Geschäften Zahlung und dingliche Übereignung der Urkunde zeitlich auseinander fallen. Dieses Risiko hat die Baader Bank nur gegenüber dem Verkäufer des Schuldscheindarlehens und erstreckt sich über den Zeitraum zwischen Geldzahlung und dinglicher Übereignung der Urkunde. Das Vorleistungsrisiko wird als wesentliches Risiko eingestuft und somit täglich überwacht und berichtet. Unter dem Emittentenrisiko wird das Risiko der Bonitätsverschlechterung bzw. Ausfalls eines Emittenten verstanden. Ein Verlust aus dem Emittentenrisiko realisiert sich in einer Wertminderung der Aktien, Anleihen und Zertifikate dieses Emittenten. Aus der Bonität der jeweiligen Emittenten resultiert somit ein entsprechendes Adressenausfallrisiko, das mit Risikokapital unterlegt und limitiert wird. Es kann allerdings auf eine gesonderte Limitierung der Adressenausfallrisiken des Emittenten verzichtet werden, soweit den besonderen Kursrisiken des Emittenten im Rahmen der Limitierung der Marktpreisrisiken auf der Basis geeigneter Verfahren angemessen Rechnung getragen wird. Diese besonderen (spezifischen) Kursrisiken des Emittenten finden bei der Baader Bank Berücksichtigung, da sich ein Verlust aus dem Emittentenrisiko in einer Wertminderung der Wertpapiere dieses Emittenten im Rahmen der tägliche GuV realisiert und dieser Verlust im Rahmen des Marktpreisrisikos die entsprechenden Marktpreislimite reduziert und somit auf das für das Marktpreisrisiko zur Verfügung stehende Risikokapital angerechnet wird. Das Risiko der strategischen Beteiligungen wird bei der Baader Bank als wesentlich betrachtet und anhand des Marktkurses bzw. spezieller Analysen (Discounted Cash Flow, Peer Group) überwacht. Darüber hinaus erfolgt im Adressenausfallrisiko eine Überwachung von Konzentrationsrisiken bzgl. Bonitäts-, Branchen- und Länderrisiken, um möglichen Risikokonzentrationen (Klumpenrisiken) bei Baader identifizieren und überwachen zu können. Für das Adressenausfallrisiko werden quartalsweise Stresstests durchgeführt. Hierbei werden historische und hypothetische Szenarien betrachtet. Die Ergebnisse der Stresstests werden im MaRisk Bericht an den Vorstand und den Aufsichtsrat berichtet und finden im Rahmen der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung. MarktpreisrisikenUnter dem Marktpreisrisiko wird die Wertschwankung der betrachteten Position aufgrund sich ändernder Marktpreise, wie z. B. Aktienkursänderungen, Devisenkursänderungen, Zins- und Volatilitätsänderungen verstanden. Zum Jahresende bestanden im Handelsbuch folgende Risikopositionen in Mio. € Marktwert: →Tabelle 4 Tabelle 4 Risikopositionen in Mio. € Marktwertscroll
Die Marktpreisrisiken werden durch ein Value-at-Risk-Modell basierend auf Monte-Carlo-Simulationen gemessen (i.d.R. 1 Tag Haltedauer, 99 % Konfidenzniveau). Als eingehender Risikoparameter kommt eine Varianz-Kovarianz Matrix basierend auf eigenen Zeitreihen zur Anwendung, die exponentiell gewichtet Eingang findet. Abweichend hierzu wird das Zinsrisiko von Baader mit Hilfe auf Basis der Historischen Simulation ermittelt. In den vergangenen Jahren wurden die folgenden VaR-Werte in Mio. € berechnet: →Tabelle 5 Tabelle 5 VaR-Werte in Mio. €scroll
Gem. MaRisk wird im Rahmen des Backtestings (clean Backtesting) anhand des Verhältnisses zwischen den VaR-Werten und Marktwertveränderungen der Position auf Grundlage tatsächlicher Kursänderungen die Güte des VaR-Modells permanent überprüft. Die Anzahl der sogenannten Ausreißer aus dem Backtestings liegt per 31.12.2010 unterhalb der als kritisch definierten Grenze. Somit ist davon auszugehen, dass die Ausreißer rein zufällig waren und das Modell korrekt ist. Darüber hinaus erfolgt eine Überprüfung des Modells auf Basis des so genannten Dirty Backtestings. Dabei werden die tatsächlich aufgetretenen täglichen Erträge den Value-at-Risk-Werten der Handelsbereiche gegenübergestellt. Für das Marktpreisrisiko werden quartalsweise Stresstests durchgeführt. Hierbei werden historische und hypothetische Szenarien betrachtet. Die Ergebnisse der Stresstests werden im MaRisk Bericht an den Vorstand und den Aufsichtsrat berichtet und finden im Rahmen der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung. Operationelle RisikenOperationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Hierzu gehören auch Rechtsrisiken. Ausgenommen sind strategische und Reputationsrisiken. Das Operationelle Risiko wird bei der Baader Bank als wesentliches Risiko eingestuft. Die Einschätzung des Risikopotenzials, d.h. die Identifizierung und Bewertung von operationellen Risiken wird anhand der von den Op Risk Managern auszufüllenden Fragebögen bzw. durch spezielle Self Assessments durch das Risikocontrolling vorgenommen. Die aus den Erhebungen resultierenden Ergebnisse werden zunächst dem Sicherheitskomitee der Baader Bank vorgelegt, welches dem Vorstand Maßnahmen vorschlägt. Der Vorstand gibt gegebenenfalls den Auftrag an das Sicherheitskomitee zu deren Umsetzung. Die Ergebnisse sind Gegenstand des quartalsweisen MaRisk-Berichts an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Neben dem Ausfüllen der Fragebögen ist es die Aufgabe der Op Risk Manager, eingetretene Schäden aus operationellen Risiken zu melden. Bedeutende Schadensfälle werden unverzüglich hinsichtlich ihrer Ursachen analysiert. Maßnahmen daraus werden ebenfalls quartalsweise im MaRisk-Bericht gemeldet. Im Geschäftsjahr 2010 wurden Schäden mit einer Gesamtsumme von T€ 1.670 gemeldet. Der größte Einzelschaden betrug hierbei T€ 916 und ist der Basel II Externer Betrug zuzuordnen. Für das Operationelle Risiko werden quartalsweise Stresstests durchgeführt. Hierbei werden historische und hypothetische Szenarien betrachtet. Die Ergebnisse der Stresstests werden im MaRisk Bericht an den Vorstand und den Aufsichtsrat berichtet und finden im Rahmen der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung. Zum Jahresende sind keine nennenswerten Rechtsstreitigkeiten mit wesentlichen finanziellen Risiken bekannt. BewertungsrisikenUnter dem Bewertungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass der Marktwert einzelner Bilanzpositionen sinkt und somit eine Wertberichtigung notwendig wird. Da auch spezielle Vermögensgegenstände wie beispielsweise Skontren dem Risiko eines Wertverlustes unterliegen, wird dieses Risiko als wesentlich betrachtet und mit Risikokapital unterlegt. LiquiditätsrisikenIm Rahmen des Liquiditätsrisikos ist sicherzustellen, dass Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden können. Hierbei wird grundsätzlich zwischen dem Marktliquiditätsrisiko, dem dispositiven Liquiditätsrisiko und dem strukturellen Liquiditätsrisiko unterschieden. Beispielsweise existieren Wertpapiere mit unterschiedlicher Marktliquidität. Eine geringe Marktliquidität in einzelnen Handelsprodukten führt dazu, dass Transaktionen in diesen Produkten sowohl zum Eingehen als auch zum Auflösen von Positionen aufgrund der geringen oder nicht vorhandenen Marktliquidität beeinträchtigt oder nicht möglich sind. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden vom Risikocontrolling in regelmäßigen Abständen Auswertungen erstellt und an den betroffenen Vorstand kommuniziert, welche als Entscheidungsgrundlage für erforderliche Maßnahmen dienen. Das Marktliquiditätsrisiko wird bei Baader als wesentliches Risiko betrachtet, auf Basis einer Expertenschätzung das Risikopotenzial ermittelt und mit Risikokapital unterlegt. Das dispositive Liquiditätsrisiko beschreibt hierbei die Gefahr, dass Kreditzusagen unerwartet in Anspruch genommen werden bzw. Einlagen unerwartet abgezogen werden (Abrufrisiko). Neben unerwarteten Abflüssen können zudem Verzögerungen bei Zahlungseingängen auftreten. Diese Gefahr besteht, ebenso die Eventualität, dass sich die Kapitalbindungsdauer von Aktivgeschäften unplanmäßig verlängert (Terminrisiko). Dies kann Auswirkungen auf das Nachkommen eigener Zahlungsverpflichtungen haben. Das dispositive Liquiditätsrisiko ist bei Baader ein wesentliches Risiko. Aufgrund der Eigenart dieses Risikos ist eine Quantifizierung und somit Hinterlegung mit Risikokapital allerdings nicht sinnvoll. Es wird hier verstärkt auf die Qualität des Risikomanagements geachtet. Das Strukturelle Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass sich die (barwertigen) Refinanzierungskosten durch eine möglich negative Ratingmigration vergrößern. Nach einer Bonitätsverschlechterung können Passivgeschäfte nur zu schlechteren Konditionen abgeschlossen werden. Zudem können marktbedingte Veränderungen einen großen Einfluss haben. Steigt der Marktzins, wird tendenziell die Refinanzierung teurer. Die Sicherstellung der Zahlungsverpflichtungen erfolgt im Rahmen der kurzfristigen Liquiditätsdisposition der Bank durch das Treasury. Die enge Abstimmung des Wertpapierhandels mit Treasury sichert eine Koordination der täglichen Zahlungsströme aus diesen Bereichen. Besondere Liquiditätsbelastungen aus anderen Bereichen werden unverzüglich angezeigt. Des Weiteren wird täglich ein Liquiditätsstatus mit der aktuellen Liquiditätssituation erstellt. Der mittel- bis langfristige Liquiditätsüberschuss der Bank wird regelmäßig ermittelt, berichtet und dient zur Disposition der überschüssigen Liquidität sowie zum Treffen der entsprechenden Anlageentscheidung. Der kurzfristige Liquiditätsbedarf ist bei der Baader Bank durch diverse Kreditlinien und die Begebung von Schuldscheindarlehen gesichert. 10. PrognoseberichtDie Baader Bank hat 2010 ihre Position als führender Spezialist im Wertpapierhandel in Deutschland verteidigt. Das Institut verfolgt seit einigen Jahren erfolgreich die Strategie, um ihre Kernkompetenz des Wertpapierhandels herum ergänzende Dienstleistungen anzubieten und neue Ertragsfelder zu generieren. Dies wird besonders deutlich durch den laufenden Ausbau der Bereiche Kapitalmarktdienstleistungen und Equities & Derivatives. Erklärtes Ziel bleibt es, die Anzahl der Skontren sowie die Marktanteile an den inländischen Börsen zu erhöhen. Es ist auch für 2011 davon auszugehen, dass sinkende Margen, hohe Investitionskosten und aufsichtsrechtliche Auflagen zu einem zunehmenden Wettbewerbs- und Konsolidierungsdruck innerhalb der europäischen Finanzbranche führen werden. Für die kommenden Jahre wird eine Fortsetzung des Konzentrationsprozesses bei den Börsen erwartet. Außerdem dürfte sich die Liquidität durch das Aufkommen neuer außerbörslicher Handelsplattformen weiter aufsplitten. Die Baader Bank sieht sich aufgrund ihrer breiten Aufstellung für beide Entwicklungen gut gerüstet. Für den Aktienhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse wird die Migration des Xontrohandels auf das Xetra-Spezialistenmodell im Mai 2011 von zentraler Bedeutung sein. Inwieweit die Baader Bank von diesem Schritt profitieren kann, wird stark davon abhängen, wie das Preismodell an der Börse künftig ausgestaltet sein wird. Es ist schon jetzt abzusehen, dass das Geschäft für die künftigen Spezialisten auf Grund höherer Eigenkapital- oder Kreditkosten teurer werden wird. Daher ist damit zu rechnen, dass die Parkettreform bereits in nächster Zeit den Konsolidierungsprozess unter den Handelsteilnehmern beschleunigen wird - ein Prozess, von dem die Baader Bank durchaus profitieren könnte. Wie sich die geplante Fusion der Deutschen Börse AG mit der NYSE/Euronext auf das Geschäft der Baader Bank auswirken wird, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht absehen. Am Rentenmarkt ist 2011 mit einer großen Anzahl an Neuemissionen zu rechnen. Schwerpunkt wird der Bereich für Staatsanleihen und Covered Bonds darstellen. Aber auch aus dem Sektor für Unternehmensanleihen und Hochzinsanleihen ist ein steigender Refinanzierungsbedarf zu erwarten. Der Aktionsradius des Rentenhandels der Baader Bank wird sich wie in den vergangenen Jahren auf den Sekundärmarkt beziehen. Es ist nicht zu erwarten, dass sich die aus der Finanzkrise resultierenden hohen Umsätze der Vorjahre wiederholen werden. Die leicht anziehende Inflation und die positiven Aussichten am Aktienmarkt werden voraussichtlich den Rentenmarkt anspruchsvoller gestalten. Im Handel mit verbrieften Derivaten rechnet die Baader Bank für 2011 wieder mit guten Umsätzen. Diese Erwartung basiert auf der Annahme einer anziehenden Volatilität und dem Umstand, dass die Zertifikatebranche nach dem "Lehman-Schock" wieder an Akzeptanz gewonnen hat. Bei steigenden Aktien- und Rohstoffkursen ist damit zu rechnen, dass auch der Handel mit verbrieften Derivaten profitieren wird. Dennoch ist davon auszugehen, dass die Margen für die Spezialisten weiter rückläufig sein werden. Auch der Wettbewerb mit den außerbörslichen Systemen wird sich entsprechend verschärfen. Eine der wichtigsten Aufgaben der Baader Bank wird es sein, die Bereiche Kapitalmarktdienstleistungen und Equities & Derivatives kurzfristig deutlich nach vorne zu bringen. Zielsetzung ist es, eine führende Position bei der Betreuung von Kapitalmaßnahmen deutscher mittelständischer Unternehmen zu erreichen. Dies gilt auch für das Vermittlungsgeschäft für deutsche Aktien. Um einen solchen strategischen Schritt vollziehen zu können, hat die Baader Bank bis Januar 2011 mehr als 30 erfahrene Spezialisten eingestellt. Unterstützt werden die Bereiche Kapitalmarktdienstleistungen und Equities & Derivatives seit Januar 2011 erstmals von einer eigenen Researchabteilung. Aufgrund des anhaltend dynamischen Umfelds erwartet die Geschäftsleitung eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Daher ist nach einer Anlaufphase davon auszugehen, dass diese Geschäftsbereiche eine steigende Profitabilität mit einem zunehmend höheren Anteil am Konzernergebnis aufweisen werden. Für das Geschäftsjahr 2011 bestehen weiterhin Risiken, die vor allem aus den Folgen der anhaltenden Finanz- und Schuldenkrise resultieren. Es ist zwar wieder ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft zu erwarten. Allerdings muss immer wieder mit plötzlich eintretenden Unwägbarkeiten an den Kapitalmärkten gerechnet werden. Unter diesen Prämissen geht der Vorstand der Bank für das Jahr 2011 dennoch von einer ähnlich positiven Geschäftsentwicklung wie im Vorjahr aus. Im Ergebnis wird sich die vor Jahren eingeschlagene Strategie auszahlen, sich möglichst breit über alle Wertpapierdienstleistungen hinweg aufzustellen. Deshalb rechnet die Baader Bank damit, auch über das Jahr 2011 hinaus positive Ergebnisse erzielen zu können.
Unterschleißheim, den 16.03.2011 Baader Bank AG Der Vorstand Uto Baader Nico Baader Dieter Brichmann Dieter Silmen Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Baader Bank AG und des Konzerns unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstands überwacht und begleitet. Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. Abweichungen des Geschäftsverlaufs und der Ergebnisentwicklung von den Plänen und Zielen wurden im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat geprüft. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden. Die strategische Ausrichtung mit dem Ziel zusätzliche Erträge zu generieren, die Neustrukturierung von bestehenden Geschäftsfeldern und die Aufnahme neuer Aktivitäten wurden vom Aufsichtsrat intensiv begleitet. Zudem unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat in seinen monatlichen Berichten fortlaufend über die wichtigsten Kennzahlen zur finanziellen Entwicklung und der Risikosituation der Baader Bank AG und des Konzerns. Gegenstand regelmäßiger Beratungen waren die Unternehmenszahlen, die Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns einschließlich der Tochterunternehmen, sowie die Entwicklung sämtlicher Geschäftsbereiche. Soweit auf Grund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen. Der Aufsichtsrat hat sich auch über die Entwicklung und Auswirkung der Wirtschaftskrise informieren lassen. Im Berichtsjahr haben fünf Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden. Schwerpunkte der Beratungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten in den Sitzungen am 30.04.2010 und 22.09.2010 die neue strategische Ausrichtung für die Bereiche Kapitalmarktdienstleistungen und Institutionelles Vermittlungsgeschäft sowie die Erörterung der Umsetzung des Erweiterungsbaus der Konzernzentrale in Unterschleißheim. Der Compliance-Beauftragte hat im Rahmen eines Berichts in der Sitzung am 22.09.2010 den Aufsichtsrat über seine Tätigkeit im Rahmen der neuen MaComp informiert. In der Sitzung am 21.12.2010 wurde ausführlich über die Auswirkung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf die Rechnungslegung der Baader Bank beraten. Weitere Themen waren die Rückgabe der Zulassung der Aktien der Baader Bank AG zum Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse, sowie der Börsen Berlin, München und Stuttgart, die bis Ende März 2010 abgeschlossen war. Zugleich stimmt der Aufsichtsrat der Notierung im Freiverkehr im Handelssegment m:access der Münchener Börse zu. Darüber hinaus waren die Positionierung der Baader Bank AG, ihre finanzielle Entwicklung und die ihrer Tochterunternehmen, wichtige Geschäftsereignisse sowie die aktuellen Veränderungen im Börsenumfeld insbesondere an der Frankfurter Wertpapierbörse Gegenstand der Beratungen. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben informiert, die von besonderer Bedeutung waren. Sofern erforderlich, wurden Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Ihm wurden die Protokolle der Vorstandssitzungen zeitnah zur Verfügung gestellt. In regelmäßigen Gesprächen mit dem Compliance-Beauftragten hat er sich über Einzelthemen informiert. Die von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer Clostermann & Jasper Partnerschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, haben den Jahresabschluss und den Lagebericht der Baader Bank AG zum 31.12.2010 sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31.12.2010 nach HGB-Grundsätzen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner heutigen Bilanzsitzung des Aufsichtsrats den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Baader Bank AG sowie den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht und den Abhängigkeitsbericht unter Einbeziehung des Prüfungsberichts intensiv geprüft. Die Prüfungsberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der heutigen Bilanzsitzung des Aufsichtsrats in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der Baader Bank AG und des Konzerns sowie das Risikomanagementsystem erläutert. Der Abschlussprüfer stellte Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung dar und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung sowie darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems vorlägen. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben. Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Die Abschlussprüfer Clostermann & Jasper Partnerschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen haben den Abhängigkeitsbericht des Vorstands entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2010 in seiner heutigen Sitzung gebilligt. Der Jahresabschluss 2010 ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 0,12 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat hat im Dezember 2010 die Verlängerung des Vorstandsvertrages mit Herrn Dieter Silmen für weitere fünf Jahre beschlossen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Unterschleißheim, den 29. März 2011 Der Aufsichtsrat Dr. Horst Schiessl, Vorsitzender Bilanz zum 31.12.2010Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01.2010 bis 31.12.2010scroll
AnhangI. GrundlagenDer Jahresabschluss der Baader Bank AG zum 31.12.2010 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (HGB n.F.) unter Berücksichtigung des Bankbilanzrichtlinien-Gesetzes in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (Rech-KredV) aufgestellt worden. Die Regelungen des Aktiengesetzes wurden beachtet. Die Einbeziehung der geänderten Vorschriften erfolgte erstmalig für das Geschäftsjahr 2010. Die Baader Bank AG wird in den Konzernabschluss der Baader Beteiligungs GmbH, Unterschleißheim, zum 31.12.2010 einbezogen, der beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht wird. II. Bilanzierungs-, Bewertungs- und UmrechnungsmethodenIm Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die Ermittlung der Vorjahresvergleichszahlen erfolgte ohne Berücksichtigung der durch das BilMoG eingeführten Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Durch die Einbeziehung der Regelungen des HGB n. F. wurden die im vergangenen Jahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nicht vollumfänglich fortgeführt. Im Wesentlichen ergaben sich durch die Umstellung auf die neuen handelsrechtlichen Vorschriften folgende Änderungen:
Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit einzelne Posten in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst werden, erfolgt eine Aufgliederung im Anhang oder im Eigenkapitalspiegel. Derivative Finanzgeschäfte wurden wie folgt bilanziert und bewertet:
Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden werden grundsätzlich mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Risikovorsorgen durch Bildung von Einzelwertberichtigungen für notleidende Forderungen werden entsprechend dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht in ausreichendem Maße getroffen. Der Bestand an Wertpapieren, der nicht zum Handelsbestand gehört, wird mit den Anschaffungskosten angesetzt und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die Bewertung der Finanzinstrumente des Handelsbestandes erfolgt bei Zugang mit den Anschaffungskosten. Die Folgebewertung geschieht mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bei finanziellen Vermögensgegenständen bzw. zuzüglich eines Risikozuschlags bei finanziellen Verpflichtungen. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen auf den beizulegenden Wert angesetzt. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 150,00 (netto) werden sofort erfolgswirksam im Aufwand erfasst. Darüber hinaus werden geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 1.000,00 in einem jährlichen Sammelposten erfasst und über 5 Jahre einmal jährlich linear abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag, vermindert um erforderliche Abschreibungen und Wertberichtigungen, angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen wurden im Vorjahr mit dem Teilwert der Versorgungsverpflichtung bei einem unterstellten Rechnungszins von 4,5 % bilanziert. Im Berichtsjahr erfolgte die Bewertung mittels des ratierlich degressiven Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzins, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser beträgt gemäß der Festsetzung der Bundesbank 5,15 %. Von dem Wahlrecht, die aufgrund der Bewertungsänderung im Zusammenhang mit der Anwendung des HGB n. F. erforderliche Zuführung zu der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen auf 15 Jahre zu verteilen, wurde kein Gebrauch gemacht. Altersvorsorgeverpflichtungen, deren Höhe sich nach dem beizulegender Zeitwert von Wertpapieren des Anlagevermögens bzw. dem Zeitwert eines Rückdeckungs-versicherungsanspruchs bestimmt, werden zum beizulegenden Zeitwert dieser Wertpapiere bzw. dem Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs angesetzt, sofern dieser einen garantierten Mindestbetrag übersteigt. Die sonstigen Rückstellungen sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. III. Erläuterungen zur BilanzFremdwährungsvoluminaAm Bilanzstichtag bestehen Vermögensgegenstände in Fremdwährung in Höhe von umgerechnet T€ 85.991 (Vorjahr T€ 26.353). Dabei handelt es sich vor allem um Forderungen gegenüber Kreditinstituten und Forderungen gegenüber Kunden. Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährung lauten, bestehen zu T€ 71.402 (Vorjahr T€ 25.951). Hierbei handelt es sich um Marginverpflichtungen und um Kundenverbindlichkeiten. Forderungen an KreditinstituteDie Forderungen an Kreditinstitute bestehen aus Bankguthaben in Höhe von T€ 133.313 und aus sonstigen Forderungen in Höhe von T€ 723. Sie beinhalten keine Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen zu denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Forderungen an KundenDie Forderungen an Kunden belaufen sich auf insgesamt T€ 31.768 und beinhalten Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von € 1.716.064,71. In der Gesamtposition sind in Höhe von € 5.035.201,11 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche WertpapiereDie Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere belaufen sich auf insgesamt T€ 260.542 und beinhalten keine Forderungen an verbundene Unternehmen. Von dem Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere werden T€ 4.028 im Folgejahr fällig. Risikoabschlag nach § 340e Abs. 3 HGBNach § 340e Abs. 3 HGB sind Finanzinstrumente des Handelsbestandes zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlages zu bewerten. Ausgangspunkt für die Ermittlung des Risikoabschlags ist der Value-at-Risk (VaR). Verbal formuliert wird unter dem Value-at-Risk der maximale prognostizierte Verlust des betrachteten Portfolios zu einem Zeitpunkt bei einer festgelegten Halteperiode verstanden, unter der Voraussetzung, dass die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses, das zu einem größeren Verlust führen würde, kleiner als eine vorgegebene kleine Wahrscheinlichkeit ist. Zur Ermittlung der Marktpreisrisiko (VaR)-Werte verwendet Baader den Monte-Carlo-Simulations-Ansatz. Die Berechnung erfolgt im Front Office System DECIDE. Die unterstellte Haltedauer beträgt 10 Tage, bei einem Konfidenzniveau von 99 % werden bis zu 100 Beobachtungstage berücksichtigt. Der Value at Risk wird zu jedem Monatsultimo für das gesamte Handelsbuch ermittelt und ins Verhältnis zum gesamten Marktwert des Handelsbuchs gesetzt. Die so berechnete Kennzahl stellt den Risikoabschlag dar, um den die stillen Reserven des Handelsbuchs reduziert werden. Der absolute Betrag des Risikoabschlag zum 31.12.2010 betrug € 23.549,07. Die Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand wurden nicht geändert. RestlaufzeitengliederungFür die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten: →Tabelle 6 Tabelle 6 Restlaufzeitengliederung in €scroll
Alle anderen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind täglich fällig, es bestehen keine Positionen mit unbestimmter Laufzeit. Aufgliederung der börsenfähigen Wertpapiere nach börsennotierten und nicht börsennotierten Wertpapieren: →Tabelle 7 Tabelle 7 Börsenfähige Wertpapiere in €scroll
AnlagevermögenGemäß dem Schreiben der BaFin vom 16.08.2005 hat die Bilanzierung von Software beim Anwender auch für Banken unter der Position Immaterielle Anlagewerte zu erfolgen. Die BaFin nimmt in ihrem Schreiben Bezug auf die entsprechende Stellungnahme des Hauptfachausschusses des Institutes der Wirtschaftsprüfer. In Übereinstimmung mit diesem Schreiben weist die Baader Bank AG seit dem 31.12.2005 ihre EDV-Standard-Software unter den Immateriellen Anlagewerten aus. Die aktivierten Geschäftswerte aus den verschmolzenen Gesellschaften DBM Deutsche Börsenmakler GmbH und Baader Service Bank GmbH werden über 10 Jahre linear abgeschrieben. Aufgrund der tatsächlichen Nutzungsdauern von in der Vergangenheit erworbenen Geschäftswerten, hat sich gezeigt, dass die Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 5 Jahren deutlich zu niedrig ist und deshalb die Annahme einer Nutzungsdauer von über 5 Jahren angemessen ist. Die im Anlagengitter ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude werden sämtlich von der Bank im Rahmen ihrer eigenen Tätigkeit genutzt. Es wurden keine selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert. Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens zeigt das Anlagengitter: →Tabelle 8 Tabelle 8 Anlagengitter in €scroll
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AnteilsbesitzDer Anteilsbesitz wird unter Ziffer VII. dargestellt. Sonstige VermögensgegenständeIn den Sonstigen Vermögensgegenständen sind enthalten: →Tabelle 9 Tabelle 9 Sonstige Vermögensgegenstände in €scroll
Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Forderungen gegenüber Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie gegenüber verbundenen Unternehmen. Aktive RechnungsabgrenzungDie aktive Rechnungsabgrenzung betrifft in Höhe von T€ 43 die gem. § 250 Abs. 3 HGB auf der Aktivseite aufgenommenen Unterschiedsbeträge aus der Ausgabe von zwei Schuldscheindarlehen. Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen überwiegend zur Finanzierung des Geschäftsgebäudes in Unterschleißheim und zur Refinanzierung des Wertpapierhandelsgeschäftes. Es besteht eine Grundschuld in Höhe von T€ 15.000 für das Darlehen zur Finanzierung des Geschäftsgebäudes. Es bestehen weder Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen noch Unternehmen zu denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Verbindlichkeiten gegenüber KundenZum Bilanzstichtag bestanden täglich fällige Kundeneinlagen in Höhe von € 177.055.389,38 und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus aufgenommenen Schuldscheindarlehen und Termingeldern in Höhe von € 202.426.887,77. In der Gesamtposition sind gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 101.205,40 Verbindlichkeiten enthalten, aber keine gegenüber Unternehmen zu denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Sonstige VerbindlichkeitenIn den Sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten: →Tabelle 10 Tabelle 10 Sonstige Verbindlichkeiten in €scroll
In den Verbindlichkeiten sind keine nennenswerten Posten gegenüber Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf € 1.881,30 PensionsrückstellungenDie Pensionsverpflichtungen zum 31.12.2010 betragen T€ 9.839 (zum 01.01.2010: T€ 9.136) und werden nach dem oben beschriebenen Verfahren ermittelt. Zur Rückdeckung der Verpflichtungen stehen Bankkonten, Wertpapierdepots sowie Rückdeckungsversicherungen zur Verfügung. Für das Geschäftsjahr 2010 wurde ein Zinsaufwand von T€ 504 gebucht. Den versicherungsmathematischen Berechnungen liegen folgende Parameter zugrunde: →Tabelle 11 Tabelle 11 Versicherungsmathematische Berechnungenscroll
Als Rechnungsgrundlagen wurden darüber hinaus sowohl für die Handels- als auch für die Steuerbilanz zum 31.12.2010 die Klaus Heubeck "Richttafeln" 2005G verwendet. Deckungsvermögen →Tabelle 12Tabelle 12 Deckungsvermögen in T€scroll
Die als Deckungsvermögen qualifizierenden Bankguthaben, die Rückdeckungsversicherungen sowie die Wertpapierdepots werden mit der Pensionsverpflichtung saldiert. Des Weiteren wird auf der Aktivseite ein Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von € 2.999.507,09 ausgewiesen. Dies führt im Saldo zu einem Bilanzausweis der Pensionsrückstellungen von € 648.962,47. Andere RückstellungenDie anderen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen sowie für Rechts- und Beratungskosten. Fonds für allgemeine BankrisikenGemäß § 340e Abs. 4 HGB haben Kreditinstitute und Finanzdienstleister einen Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" (gem. § 340 g HGB) zu bilden. Dem Sonderposten sind jährlich 10 % des aus dem Handelsbestand erzielten Nettoertrags zuzuführen, um den aus der Zeitwertbewertung resultierenden Wertänderungsrisiken Rechnung zu tragen. Der Sonderposten ist jährlich solange mit mindestens 10 % des aus dem Handelsbestand erzielten Nettoertrages zu dotieren bis mindestens 50 % des Durchschnitts der letzten 5 vor dem Berechnungsstichtag erzielten jährlichen Nettoerträge aus dem Handelsbestand erreicht sind (Mindestbestand). Darüber hinaus darf dem Fonds freiwillig mehr zugeführt werden. Die Baader Bank AG hat den Sonderposten zum 31.12.2010 mit einem Betrag von € 36.000.000,00 dotiert. Das Gesetz schreibt nicht vor, in welchem Posten der GuV die Zuführung zum Sonderposten zu erfassen ist. Es kommt sowohl der Posten "Nettoertrag des Handelsbestands" als auch der Posten in Betracht, in dem die Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken i.S.d. § 340g HGB auszuweisen sind. Der Fonds dient gegebenenfalls dazu angefallenen Nettoaufwand des Handelsbestandes auszugleichen. Da aber das Geschäftsmodell der Baader Bank AG es sehr unwahrscheinlich erscheinen lässt, ein negatives Handelsergebnis zu erzielen, hat sich die Baader Bank AG dafür entschieden die Zuführung nicht im Handelsergebnis sondern in dem gesonderten Posten Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken auszuweisen. HandelsbestandDer aktive Handelsbestand beträgt insgesamt T€ 96.756, darin enthalten sind T€ 42.509 Forderungen, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, T€ 54.163 Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie derivative Finanzinstrumente in Höhe von T€ 84. Der passive Handelsbestand besteht aus Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.938. Zum Bilanzstichtag 31.12.2010 hält die Baader Bank AG derivative Finanzinstrumente der Kategorie aktien-/indexbezogene Geschäfte im Bestand. Bei diesen Geschäften handelt es sich um Futures. Allgemein entspricht der beizulegende Zeitwert grundsätzlich dem Marktwert. Ist zum Bilanzstichtag kein Marktwert feststellbar, leitet sich der Zeitwert mittels des Black-Scholes-Modells aus den Marktwerten der einzelnen Bestandteile des Derivates ab. Zum Bilanzstichtag gab es keine derivativen Finanzinstrumente, die nicht mit dem Zeitwert bewertet wurden. Es wurden im Geschäftsjahr 2010 keine Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet. →Tabelle 13 Tabelle 13 Handelsbestand in €scroll
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Anteile an InvestmentfondsAngaben zu Anteilen oder Anlageaktien an inländischen Investmentvermögen im Sinn des § 1 des Investmentgesetzes oder vergleichbaren ausländischen Investmentanteilen im Sinn des § 2 Abs. 9 des Investmentgesetzes von mehr als 10%: →Tabelle 14 Tabelle 14 Anteile an Investmentfonds in €scroll
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Latente SteuernDie Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Wertunterschiede zwischen Handels- und Steuerrecht beim Ansatz von Verlustvorträgen, steuerlichen Geschäftswerten, Deckungsvermögen, aktivierten Skontren, der Pensionsrückstellungen, Drohverlustrückstellungen sowie bei der Abzinsung von anderen Rückstellungen. Der angewandte Steuersatz beträgt 28,81% Der entstandene Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 HGB nicht in der Bilanz ausgewiesen. EigenkapitalGezeichnetes Kapital und KapitalrücklageDas gezeichnete Kapital (Grundkapital) bestand am 31.12.2010 in Höhe von € 45.908.682,00 aus 45.908.682 Stück Inhaber-Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien). Die Beschlüsse vom 10.07.2002 über das genehmigte Kapital I und das genehmigte Kapital II wurden von der Hauptversammlung am 26.06.2007 aufgehoben. Es wurde ein neues genehmigtes Kapital 2007 geschaffen. Danach wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25.06.2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaberaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu € 22.954.341,00 zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann jedoch der Vorstand a) Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht ausnehmen; b) das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen, um die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG), wobei der Bezugsrechtsausschluss nur Aktien erfassen darf, deren rechnerischer Wert 10% des Grundkapitals nicht übersteigt; c) das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen, um die Aktien gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Vermögensgegenständen - auch durch Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen auszugeben (Genehmigtes Kapital 2007). In der Hauptversammlung vom 19.07.2006 war eine bedingte Kapitalerhöhung um bis zu nominal € 1.200.000,00 beschlossen worden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur durch Ausgabe von bis zu 1.200.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe und nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Optionsrechten, die im Rahmen des Aktienoptionsplanes 1999 der Baader Bank AG aufgrund der am 18.06.1999 erteilten Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Optionsrechten Gebrauch machen (Bedingtes Kapital 1999). In der Hauptversammlung vom 19.07.2006 war eine weitere bedingte Kapitalerhöhung um bis zu € 600.000,00 beschlossen worden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur durch Ausgabe von bis zu 600.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe und nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Optionen, die im Rahmen des Aktienoptionsplans 2004 der Baader Bank AG aufgrund der am 14.07.2004 erteilten Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Optionen Gebrauch machen (Bedingtes Kapital 2004). Das Grundkapital ist weiterhin durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26.06.2007 um bis zu nominal € 1.600.000,00 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur durch Ausgabe von bis zu 1.600.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe und nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Optionen, die im Rahmen des Aktienoptionsplans 2006 der Baader Bank AG aufgrund der am 19.07.2006 erteilten Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Optionen Gebrauch machen (Bedingtes Kapital 2007). Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26.06.2007 wurde das Kapital der Gesellschaft wurde auf bis zu € 10.000.000,00 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 10.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien (bedingtes Kapital 2005). Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen und/oder aus Optionsscheinen aus Teilschuldverschreibungen, die gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29.06.2005 und vom 26.06.2007 bis zum 25.06.2012 von der Baader Bank AG oder durch eine Gesellschaft begeben werden, an der die Baader Bank AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandel- bzw. Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von diesen Rechten Gebrauch gemacht wird. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandel- bzw. Optionsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wir ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des bedingten Kapitals anzupassen. Durch Beschluss der Hauptversammlung am 29.06.2010 wurden die Beschlüsse gem. § 71 Abs. 1 Nr. 7 und Nr. 8 AktG vom 03.07.2009 aufgehoben und die Ermächtigungen gem. § 71 Abs. 1 Nr. 7 und Nr. 8 AktG bis zum 28.06.2015 wie folgt erteilt: a) Zum Zwecke des Wertpapierhandels eigene Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse an den jeweils drei vorangehenden Börsentagen nicht um mehr als 10% übersteigen oder unterschreiten, zu kaufen und zu verkaufen. Dabei darf der Bestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien fünf vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen b) Die Gesellschaft wird gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG dazu ermächtigt, Aktien der Gesellschaft zu erwerben, insbesondere um sie Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen oder Vermögensgegenständen - auch durch Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen anbieten zu können c) Aktien den Berechtigten aus den Aktienoptionsplänen 1999, 2004 und 2006 der Baader Bank AG gemäß den Ermächtigungen der Hauptversammlungen vom 18.06.1999, 14.07.2004 und 19.07.2006 zum Bezug anzubieten oder sie einzuziehen Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu zehn vom Hundert beschränkt. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer der genannten Zwecke ausgeübt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 28.06.2015. Der Erwerb erfolgt über die Börse. Der von der Baader Bank AG gezahlte Gegenwert je Aktie darf den Mittelwert der Schlusskurse für die Stückaktien der Baader Bank AG im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb der Aktien (ohne Erwerbsnebenkosten) um nicht mehr als 5% überschreiten. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Baader Bank AG, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, Dritten beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen oder Vermögensgegenständen - auch durch Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen anzubieten. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben wurden, im Rahmen der von der Hauptversammlung beschlossenen Aktienoptionspläne 1999, 2004 und 2006 Inhabern von Optionen zum Erwerb anzubieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehend genannten Ermächtigungen verwandt werden. Der Vorstand wird weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Baader Bank AG einzuziehen, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Zum Bilanzstichtag wurden 519.164 Stück eigene Aktien gehalten. GewinnrücklagenAus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2009 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29.06.2010 im Geschäftsjahr 2010 ein Betrag in Höhe von € 12.000.000,00 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Es wurden Wertansätze entsprechend des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetztes angepasst und € 1.386.648,27 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Aufgrund der Neufassung des § 272 HGB ist nach dem Erwerb eigener Anteile ein aktivischer Ausweis der erworbenen Anteile mit korrespondierendem Ausweis einer Rücklage für eigene Anteile nicht mehr zulässig. Nach neuem Recht wird nun in den Gewinnrücklagen das Agio sowie der Verlust aus Eigenen Aktien reduziert (T€ 935). Zusätzlich wurden mit Beschluss vom 31.12.2010 die Gewinnrücklagen um € 38.200.000,00 aufgelöst um den Bilanzverlust des Geschäftsjahres 2010 auszugleichen, der durch die Dotierung des Sonderpostens "Fonds für allgemeine Bankrisiken" sowie einer Vorsorgereserve für allgemeine Bankrisiken nach § 340f HGB entstanden ist. BilanzgewinnLaut Gewinnverwendungsbeschluss vom 09.02.2011 wird der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von € 5.571.814,66 eine Dividende von 0,12 € pro Stückaktie auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Eigene AktienIm Berichtsjahr wurden 10.600 Stück eigene Aktien von Berechtigten der Aktienoptionspläne der Baader Bank AG bezogen. Es wurden im Berichtszeitraum keine eigenen Aktien erworben. Der Bestand an eigenen Aktien entspricht ca. 1% des Grundkapitals. Der auf sie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt € 519.164. Im Geschäftsjahr wurden durch einen Aktionär weder für Rechnung der Baader Bank AG noch für ein abhängiges oder im Mehrheitsbesitzes der Gesellschaft stehenden Unternehmen Aktien erworben. →Tabelle 15 Tabelle 15 Eigene Aktienscroll
Der Erwerb von eigenen Aktien erfolgte zu dem Zweck, diese Aktien den Berechtigten aus den Aktienoptionsplänen 1999, 2004 und 2006 der Baader Bank AG gemäß der Ermächtigungen der Hauptversammlungen vom 18.06.1999, 14.07.2004 und 19.07.2006 zum Bezug anzubieten oder sie einzuziehen. EventualverbindlichkeitenEs bestehen keine Eventualverbindlichkeiten zum Jahresende. Andere VerpflichtungenDes Weiteren bestehen offene Kreditzusagen an Kunden in Höhe von € 1.914.118,22. In dieser Position sind Kreditzusagen in Höhe von T€ 300 gegenüber dem Vorstand enthalten, die nicht in Anspruch genommen wurden. Die Verzinsung erfolgt mit 5% p.a. IV. Nicht in der Bilanz enthaltene GeschäfteAngaben nach § 285 Nr. 3 HGBEs bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume und PkwStellplätze in Höhe von insgesamt € 7.830.294,28 mit Restlaufzeiten zwischen 3 und 121 Monaten. Daneben bestehen Verpflichtungen aus Kraftfahrzeugleasingverträgen sowie Leasingverträgen über Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von € 3.428.665,46 mit Restlaufzeiten zwischen 4 und 47 Monaten. Wesentlicher Zweck und angestrebter Vorteil dieser Geschäfte war die Liquiditätsschonende Refinanzierung von Anschaffungen. Wesentliche Risiken aus den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, welche sich auf die Liquidität bzw. auf die Fähigkeit der Baader Bank AG, in einem absehbaren Zeitraum die vorhandenen Verpflichtungen erfüllen zu können, negativ auswirken, sind nicht erkennbar. Gegenüber den Tochterunternehmen bestehen finanzielle Forderungen aus Verträgen über das Outsourcing von Unternehmensfunktionen in Höhe von insgesamt € 332.596 mit einer Restlaufzeit von 12 Monaten und aus Beratungsvereinbarungen in Höhe von € 61.590,00 mit einer Restlaufzeit von 12 Monaten. Diese Funktionen dienen der konzerninternen Optimierung und konzerneinheitlichen Leitung und können von der Baader Bank AG erheblich günstiger dargestellt werden, als wenn die Gesellschaften diese selbst organisieren würde. Operating-Leasing Verträge schonen grundsätzlich die Kapitaldecke und erhöhen die finanzielle Flexibilität. Risiken bestehen bei derzeitiger Art und dem Umfang der Geschäfte nicht. Angaben nach § 285 Nr. 3a HGBSonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind und nicht nach §§ 251 oder 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, bestehen nicht. V. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungZinserträge und -aufwendungenDas Zinsergebnis in Höhe von T€ 4.781 resultiert vor allem aus den laufenden Konten und Zinserträgen aus dem Kundengeschäft in Höhe von T€ 982 sowie Erträgen aus dem Handelsbestand in Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von T€ 11.542 und den dazugehörigen Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 7.744. ProvisionserträgeDie Provisionserträge resultieren aus Courtageerträgen (T€ 12.160), Provisionserlösen und Erträgen aus Kapitalmarktangelegenheiten (T€ 25.286) sowie aus Kommissionserträgen (T€ 2.357). Ertrag und Aufwand des HandelsbestandesDiese Positionen enthalten das Handels-, das Kursdifferenzen- sowie das Bewertungsergebnis. Der Ertrag aus Handelsbestand beträgt insgesamt T€ 88.946 und der Aufwand des Handelsbestandes T€ 26.319. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Sachbezügen (Firmenwagen) (T€ 318), Mieterträge (T€ 70), Erträge aus Outsourcing für Tochtergesellschaften (T€ 469), periodenfremde Erträge (T€ 466) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 908). Die periodenfremden Erträge betreffen vor allem Auflösungen von Verbindlichkeiten, Aktivierungen von Vermögensgegenständen sowie Erträge, die dem Provisionsergebnis zuzurechnen sind. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und SachanlagenIn den Abschreibungen sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. Für die Aufteilung wird auf den Anlagespiegel verwiesen. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem periodenfremde Aufwendungen (T€ 261) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen (T€ 237). Die periodenfremden Aufwendungen betreffen vor allem Aufwendungen, die dem Provisionsergebnis zuzurechnen sind. Erträge aus der GewinnabführungDie Baader Bank AG hat mit der N.M. Fleischhacker AG, an der die Baader Bank AG 100% der Anteile hält, zum 01.01.2009 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Der abzuführende erwirtschaftete Gewinn der N.M. Fleischhacker AG beträgt für das Geschäftsjahr 2010 € 1.572.308,18. Außerordentliche Erträge und AufwendungenDie außerordentlichen Erträge stehen im Zusammenhang mit der Anpassung von Wertansätzen in Folge der Einführung des BilMoG und betragen T€ 6.598. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie im Geschäftsjahr 2010 ausgewiesenen Steuern beinhalten die Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von € 1.303.477,03, Steuererstattungen und Steuernachzahlungen von saldiert € 369.773,26 sowie Erträge aus der Aufzinsung des Körperschaftsteuerguthabens von € 491.095,34. Die sich daraus ergebende Steuer vom Einkommen und vom Ertrag beläuft sich auf € 442.608,43. Auf das Außerordentliche Ergebnis entfallen € 683.846,69 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. VI. Ergänzende AngabenMehrheitsbeteiligungDie Baader Beteiligungs GmbH, Unterschleißheim, hält an der Baader Bank Aktiengesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung gemäß § 16 Abs. 1 AktG. Eine Mitteilung gemäß § 20 Abs. 4 AktG liegt vor. MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2010 wurden durchschnittlich 332 (Vorjahr 310) Angestellte beschäftigt. Grundzüge der Vergütungssysteme der Baader Bank AGDas Vergütungssystem der Baader Bank AG unterscheidet im Wesentlichen folgende Entgelt-Modelle: (a) Vergütung der Vorstände, (b) Vergütung für Mitarbeiter der Verwaltung und (c) Vergütung für Mitarbeiter der Profit-Center. Es gilt das Prinzip, dass in der Aufbauorganisation die einzelnen Organisationseinheiten entweder als Verwaltungseinheit oder Profitcenter definiert sind. Alle Mitarbeiter einer so definierten Organisationseinheit werden entsprechend einem der o.g. Vergütungsmodelle zugeordnet. a) Vergütung der VorständeFür die Festlegung der Vorstandsvergütung der Baader Bank AG ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Festlegung der Vergütung orientiert sich an der Größe und Tätigkeit des Unternehmens, seiner finanziellen und wirtschaftlichen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert und setzt sich aus drei Komponenten zusammen: einer festen erfolgsunabhängigen Vergütung (Gehalt), einer erfolgsbezogenen Vergütung (Tantieme) sowie einer Versorgungszusage (für zwei Vorstandsmitglieder). Die Höhe der Tantieme orientiert sich am Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns. Die Auszahlung erfolgt nach der Genehmigung des Jahresergebnisses durch die Hauptversammlung. Neben der Tantieme besteht die Möglichkeit, einzelnen Vorstandsmitgliedern für besondere Leistungen einen Sonderbonus zu gewähren. Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthalten die Vorstandsverträge keine ausdrückliche Abfindungszusage. Für den Fall eines "change of control" besteht kein Recht auf Kündigung des Anstellungsvertrages durch das einzelne Vorstandsmitglied und entsprechend auch kein Abfindungsanspruch. Für das Geschäftsjahr 2010 ergaben sich für die Mitglieder des Vorstands folgende Gesamtbezüge: →Tabelle 16 Tabelle 16 Bezüge des Vorstands in €scroll
Die Pensionsrückstellungen für aktive Vorstandsmitglieder belaufen sich auf € 6.857.769,59 (Vorjahr: T€ 7.329). An den Vorstand wurden im Geschäftsjahr 2010 keine Aktienoptionen ausgegeben. Nach § 15a WpHG sind Käufe und Verkäufe in Baader-Aktien durch Mitglieder des Vorstands mitteilungs- und veröffentlichungspflichtig. Die Gesellschaft veröffentlicht diese Transaktionen auf ihrer Internetseite. Im Geschäftsjahr wurden weder Käufe noch Verkäufe gemeldet. b) Vergütungsmodell für Mitarbeiter der VerwaltungBei der Baader Bank AG sehen neben der monatlichen Festvergütung sämtliche unbefristete Arbeitsverträge für diese Arbeitnehmergruppe eine vertraglich garantierte Tantieme als variablen Vergütungsbestandteil vor, deren Bemessungsgrundlage das Konzernergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit darstellt. Weiterhin können durch Vorstandsbeschluss zusätzliche Sonderzahlungen an die Mitarbeiter der Verwaltungseinheiten zur Auszahlung kommen. Die Höhe der Sonderzahlung für den einzelnen Mitarbeiter erfolgt im Rahmen einer Leistungsbeurteilung durch den Vorgesetzten. Nicht operativ tätige Mitarbeiter (Verwaltungsmitarbeiter) der Tochterunternehmen erhalten keine vertraglich vereinbarten Tantiemen. Die Verträge sehen lediglich die Möglichkeit der Zahlung eines leistungsabhängigen Bonus vor. c) Vergütungsmodell für Mitarbeiter der ProfitcenterAufbauorganisatorisch werden die operativen Bereiche der Baader-Gruppe als Profitcenter geführt, für die ein eigener Periodenerfolg ermittelt wird. Neben einer angemessenen Grundvergütung erhalten die Profitcenter-Mitarbeiter regelmäßig eine erfolgsabhängige Prämie als Beteiligung am Periodenerfolg des Profitcenters. Zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage für die Prämie werden dem Bruttoergebnis die direkt zuordenbaren Aufwendungen gegenüberstellt. Es gilt der Grundsatz, dass nur realisierte Erträge in die Bemessungsgrundlage einfließen. Andererseits erfolgt darüber hinaus aus Gründen der Risikovorsorge eine Berücksichtigung von unrealisierten Verlusten des jeweiligen Profitcenters. Vom operativen Ergebnis werden ggf. vorhandene Verlustvorträge verrechnet. Ein vom Vorstand definierter Prozentsatz des ermittelten positiven Deckungsbeitrages wird als variable Vergütung an die Mitarbeiter des jeweiligen Profitcenters ausgeschüttet. Für das Geschäftsjahr 2010 ergaben sich für die Mitarbeiter der Verwaltung und der Profitcenter folgende Gesamtbezüge: →Tabelle 17 Tabelle 17 Gesamtbezüge Mitarbeiter der Verwaltung und der Profitcenter in €scroll
Die Baader Bank AG steht im Mehrheitsbesitz der Baader Beteiligungs GmbH, Unterschleißheim. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam es zu keinen Geschäften zwischen den beiden Gesellschaften. Die Anteile von Herrn Uto Baader an der Baader Bank AG werden über die Baader Immobilienverwaltungs GmbH & Co. KG (2.492.788 Stück) und die Baader Beteiligungs GmbH (28.104.000 Stück) gehalten. Darüber hinaus hält Herr Uto Baader Stück 137.512 Aktien im Privatbesitz. Insgesamt entsprechen die Anteile von Herrn Uto Baader 66,95% des Gezeichneten Kapitals der Baader Bank AG. Darüber hinaus besitzt kein Vorstandsmitglied am 31.12.2010 mehr als 1% am Grundkapital der Baader Bank AG. Zum 31.12.2010 hielten die Mitglieder des Vorstands insgesamt Stück 31.026.218 Aktien der Baader Bank AG. Vergütung des AufsichtsratsFür das Geschäftsjahr 2010 ergaben sich für die Mitglieder des Aufsichtsrats folgende Gesamtbezüge: →Tabelle 18 Tabelle 18 Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats in €scroll
Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat erhielten als Arbeitnehmer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2010 keine Aktienoptionen. Nach § 15a WpHG sind Käufe und Verkäufe in Baader-Aktien durch Mitglieder des Aufsichtsrates mitteilungs- und veröffentlichungspflichtig. Die Gesellschaft veröffentlicht diese Transaktionen auf ihrer Internetseite. Im Geschäftsjahr wurden weder Käufe noch Verkäufe gemeldet. Kein Aufsichtsratsmitglied besitzt am 31.12.2010 mehr als 1% am Grundkapital der Baader Bank AG. Zum 31.12.2010 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrats insgesamt Stück 10.589 Aktien der Baader Bank AG. Honorare des AbschlussprüfersGemäß § 285 Nr. 17 HGB entfällt diese Angabe, soweit die Angaben in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sind. Die Baader Bank AG als Muttergesellschaft erstellt einen zusätzlichen Konzernabschluss. Dort werden die geforderten Angaben zu den Honoraren der Abschlussprüfer gemacht. OrganeVorstandHerr Uto Baader, München (Vorsitzender)
Herr Dieter Brichmann, Penzberg
Herr Stefan Hock, München
Herr Dieter Silmen, Baldham
Herr Nico Baader, Gräfelfing
AufsichtsratHerr Dr. Horst Schiessl, München (Vorsitzender)Alter: 68 Jahre Beruf: Rechtsanwalt Im AR seit: 26.02.1999 Herr Dr. Christoph Niemann, Meerbusch (Stellvertretender Vorsitzender)Alter: 73 Jahre Beruf: Bankier Im AR seit: 10.07.2002 Herr Karl-Ludwig Kamprath, MünchenAlter: 67 Jahre Beruf: Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse München-Starnberg i.R. Im AR seit: 03.07.2009 Herr Helmut Schreyer, MünchenAlter: 68 Jahre Beruf: Bankier Im AR seit: 14.07.2004 Frau Theresia Weber, EmmeringAlter: 58 Jahre Beruf: Bankangestellte Im AR seit: 26.06.2008 (Arbeitnehmervertreter) Herr Jan Vrbsky, FrankfurtAlter: 41 Jahre Beruf: Bankangestellter Im AR seit: 26.06.2008 (Arbeitnehmervertreter) VII. Aufstellung des Anteilsbesitzes der AGDie Baader Bank AG ist unmittelbar an folgenden Unternehmen beteiligt: →Tabelle 19 Tabelle 19 Anteilsbesitz der AG in €scroll
1)
das Ergebnis des Geschäftsjahres zum 31.12.2010
wird mit 0,00 ausgewiesen aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages
mit der Baader Bank AG Die Tochtergesellschaft Baader & Heins Capital Management AG hält weitere 82% der Anteile an der KA.DE.GE Kapital.Devisen.Geld Vermittlungsgesellschaft mbH. Die Tochtergesellschaft Conservative Concept Portfolio Management AG (CCPM) hält weitere 25% der Anteile an der Tochtergesellschaft direcct AG. Zusätzlich ist die Baader Bank AG über die CCPM mittelbar an folgenden Gesellschaften beteiligt: →Tabelle 20 Tabelle 20 Mittelbare Beteiligung über CCPMscroll
Unterschleißheim, den 16.03.2011 Baader Bank AG Der Vorstand Uto Baader Nico Baader Dieter Brichmann Dieter Silmen Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Baader Bank Aktiengesellschaft, Unterschleißheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichtes bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses der Baader Bank AG zum 31. Dezember 2010 mit einer Bilanzsumme von EUR 616.690.329,45 und einem Jahresergebnis von EUR -37.437.505,75 sowie des Lageberichtes für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen.
Bremen, den 17. März 2011 Clostermann & Jasper Partnerschaft Jasper, Wirtschaftsprüfer Clostermann, Wirtschaftsprüfer ImpressumHerausgeberBaader Bank Aktiengesellschaft Weihenstephaner Straße 4 85716 Unterschleißheim Deutschland Tel. +49 (0)89/5150-0 Fax +49 (0)89/5150-1111 www.baaderbank.de info@baaderbank.de Gestaltungskonzept und Realisationbetter value, Berlin www.bettervalue.de Baader Bank AktiengesellschaftWeihenstephaner Straße 4 85716 Unterschleißheim Deutschland Tel. +49 (0)89/5150-0 Fax +49 (0)89/5150-1111 www.baaderbank.de info@baaderbank.de |
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