Baader Bank AG

Unterschleißheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Konzernbericht über das Geschäftsjahr 2013

der Baader Bank Aktiengesellschaft

Kennzahlenübersicht

    2013 2012 Veränderung
in %
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung        
Zinsergebnis und laufende Erträge Mio. € 6,20 6,50 - 4,8
Provisionsergebnis Mio. € 49,54 39,19 26,4
Handelsergebnis Mio. € 42,61 35,51 20,0
Verwaltungsaufwand Mio. € - 105,37 - 93,23 - 13,0
Jahresergebnis Mio. € - 0,18 8,81 > - 100,0
Konzern-Bilanz        
Eigenmittel Mio. € 135,30 138,90 - 2,5
Bilanzsumme Mio. € 617,87 516,14 19,7
Kennzahlen des Geschäfts        
Mitarbeiter (zum 31.12.)   473 430 10,0
Orderbücher (zum 31.12.) Stück 702.015 669.451 4,9
Baader Bank Aktienkurs        
Eröffnungskurs (02.01.) 1,97 1,85 6,5
Höchster Kurs 2,55 2,29 11,4
Niedrigster Kurs 1,75 1,71 2,3
Schlusskurs (30.12.) 2,45 1,95 25,6
Marktkapitalisierung (30.12.) Mio. € 112,48 89,52 25,6
Aktienumsatz (Tagesdurchschnitt) Stück 17.159 14.912 15,1

Aktionärsstruktur der Baader Bank Aktiengesellschaft

Konzern-Lagebericht

1 Grundlagen der Baader Bank Gruppe

Der Abschluss der Baader Bank Gruppe umfasst im Geschäftsjahr 2013 neben der Konzernmutter Baader Bank AG acht konsolidierte Tochterunternehmen. Neu hinzugekommen ist die Helvea Gruppe. Die Baader Management AG firmiert seit dem vierten Quartal als Skalis AG. Die Konzernzentrale der unabhängigen und inhabergeführten Institutsgruppe befindet sich in Unterschleißheim bei München. Zum Jahresende 2013 waren insgesamt 473 Mitarbeiter in der Baader Bank Gruppe beschäftigt. Die Geschäftsentwicklung wird im Wesentlichen durch die Baader Bank bestimmt. Sie verfügt über eine Vollbanklizenz und ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.

Das Geschäftsmodell der Baader Bank Gruppe steht auf zwei Standbeinen. Im Market Making bietet die Bank langjährige Expertise und höchste Qualität bei der Preisstellung, dem Handel und der Abwicklung von Finanzinstrumenten auf den Kapitalmärkten der Welt. Mit ihrer innovativen Technologie betreut sie den Handel von über 700.000 Wertpapieren im börslichen und außerbörslichen Bereich und ist damit der führende Wertpapierspezialist in Deutschland.

Im Investment Banking spezialisiert sich die Bank auf Aktien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie stellt institutionellen Anlegern eine leistungsstarke Handels- und Vertriebseinheit mit den Bereichen Aktien, Anleihen und Futures & Options zur Verfügung. Ein Team von über 20 erfahrenen Senior-Analysten bewertet Unternehmen aus der D/A/CH-Region.

Für den kapitalmarktaktiven Mittelstand dieser Region entwickelt die Baader Bank Gruppe unabhängige Lösungen über das gesamte Spektrum der Unternehmensfinanzierung hinweg. Sie begleitet Unternehmen bei Eigen- und Fremdkapitalmarkttransaktionen wie Börsengängen, Kapitalmaßnahmen, der Emission von Anleihen und der Strukturierung und Platzierung von Schuldscheindarlehen. Darüber hinaus stellt die Baader Bank Gruppe als Corporate Broker ein umfassendes Dienstleistungspaket zur Intensivierung des Investorendialogs und zur Verbesserung der Sekundärmarktliquidität bereit.

Abgerundet wird das Angebot der Baader Bank Gruppe durch das Produkt- und Leistungsspektrum der Tochtergesellschaften. Dies umfasst die Vermittlung von Schuldscheindarlehen und Geldmarktanlagen sowie die Verwaltung von Kundengeldern in Mischfonds und Absolute-Return-Strategien. Mit der Beteiligung an der Clueda AG eröffnet sich die Bank neue Zugänge zur Analyse von kursrelevanten Informationen. Gemeinsam werden Big Data Anwendungen im Wertpapierhandel eingesetzt. Von der Zeitschrift ComputerWoche erhielten beide Häuser die Auszeichnung "Bestes Big Data Projekt 2013".

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Makrt 2013 - von der Geldpolitik getrieben

Im Jahr 2013 standen die globalen Finanzmärkte unter dem prägenden Einfluss der Geldpolitik der Notenbanken. So wirkte die US-Notenbank Fed im ersten Halbjahr den in den Vereinigten Staaten zur Haushaltskonsolidierung vorgenommenen automatischen Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen mit einer freizügigen Liquiditätspolitik entgegen. Die Bank of Japan sorgte im April mit ihrem Beschluss von Wertpapieraufkäufen in Höhe von monatlich umgerechnet 70 Mrd. US-Dollar für eine deutliche Abschwächung des Yen und für eine spürbare konjunkturelle Stimmungsverbesserung am japanischen Aktienmarkt. Die anhaltend lockere Geldpolitik bildete die Grundlage für robuste Staatsanleihen- und Aktienmärkte - auch in den angeschlagenen Euro-Staaten. Zwei Senkungen des Leitzinssatzes im Laufe des Jahres auf 0,25% unterstrichen die geldpolitische Haltung der EZB mit Nachdruck.

Die US-Notenbank sorgte zum Halbjahresende mit ihrer überraschenden Ankündigung einer zukünftigen Drosselung ihres Anleiheaufkaufprogramms - Tapering genannt - für Gegenwind an den Kapitalmärkten. Befürchtungen vor einem Abebben der finanzmarkt- und konjunkturfördernden Liquiditätspolitik der US-Notenbank schlugen sich bis September in teilweise signifikanten Zinssteigerungen nieder. Diese Entwicklung übertrug sich auch auf den deutschen Markt. Die Umlaufrendite deutscher Staatsanleihen stieg von ihrem Jahrestiefstand von 0,98% im Mai auf 1,67% im September an.

Allerdings trug schließlich die Einsicht, dass die Liquiditätsausstattung weiterhin üppig bleiben wird, im weiteren Jahresverlauf zu einer merklichen Beruhigung der Kapitalanleger bei. Entspannend wirkte auch das Versprechen der Fed, das faktische Nullzinsniveau noch für lange Zeit beizubehalten.

An den Finanzmärkten zeigten sich die Aktienmärkte seit Jahresbeginn - auf Basis der in Euro berechneten MSCI Indizes - als klare Gewinner. Amerikanische Aktien erzielten eine Gesamtjahresperformance von gut 24%. Während der DAX um stolze 25,5% zulegen konnte, wurde er wie im Vorjahr wieder von den MDAX-Werten deutlich übertroffen, die mit plus 39,1% das Jahr beendeten.

Dagegen endete die langjährige Hausse deutscher Staatsanleihen. Ihr Status als sicherer Anlagehafen blieb zwar grundsätzlich erhalten. Aufgrund der Beruhigung der Staatsschuldenkrise in der Eurozone gerieten jedoch verstärkt Staatspapiere der Euro-Peripherie in den Mittelpunkt des Interesses ausländischer Investoren und die Risikoaufschläge zu Bundesanleihen verringerten sich spürbar. Im fünfjährigen Laufzeitenbereich ermäßigten sich die Renditeaufschläge von italienischen und spanischen Staatspapieren von Jahresanfang bis -ende von 3,8 bzw. 3,0 auf jeweils 1,8 Prozentpunkte. Allerdings zeigte die Angst vor einer vermeintlichen Liquiditätswende der Fed bei Staatsanleihen der Schwellenländer deutlich mehr negative Wirkung. Insbesondere die Anleihen der Emerging Markets, die über Leistungsbilanzdefizite und hohe Auslandsverschuldung verfügen, gerieten in Mitleidenschaft.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Marktposition der Baader Bank Gruppe

Als Market Maker an den Börsenplätzen Berlin, Bern, Düsseldorf, Frankfurt am Main, München und Stuttgart hat die Baader Bank auch im Jahre 2013 ihre führende Position festigen können. Aktiv unterstützt wurde die Einführung einer Qualitätsgarantie für den Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse. Diese Garantie gewährleistet, dass Anleger zu Preisen wie am jeweiligen Referenzmarkt oder besser handeln können. Mit der Übernahme der Xetra Spezialisten Mandate für Aktien in Frankfurt von der Schnigge Wertpapierhandelsbank begleitete die Baader Bank aktiv den anhaltenden Konzentrationsprozess in der Branche der so genannten Skontroführer/Spezialisten. Derzeit sind noch 11 Spezialisten an der Börse in Frankfurt tätig.

Von den neu an die Börse gegangenen Unternehmen wählten die RTL-Group, Deutsche Annington und Osram Licht die Baader Bank als ihren Spezialisten an der Frankfurter Wertpapierbörse.

Im internationalen Geschäft wurde die Baader Bank zum Partner der schweizerischen BX Berne eXchange. Seit dem 20. November 2013 haben schweizerische Investoren die Möglichkeit, auf einfache und kostengünstige Art ausländische Aktien in Schweizer Franken in Bern zu handeln.

Insgesamt wurden an den Kassamärkten der Deutschen Börse mit € 1,16 Bio. lediglich die Umsätze des Vorjahres erreicht. Vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Aktienkurse waren die Börsenumsätze durchaus als enttäuschend zu bezeichnen. Hier zeigt sich weiterhin die Zurückhaltung von deutschen institutionellen und privaten Anlegern gegenüber der Aktie als Anlageklasse. Über einen Umsatzrekord im Aktienhandel berichtet die Börse Stuttgart. Im Segment Auslandsaktien, bei dem die Baader Bank die Funktion des alleinigen Market Makers übernimmt, lag das Handelsvolumen um gut 40% höher als im Vorjahr.

Deutlich ausgebaut hat die Baader Bank im abgelaufenen Jahr den außerbörslichen Handel. Mit weiteren wichtigen Online-Banken/-Brokern - wie z.B. Brokerjet, dwp Bank AG und Cortal Consors - konnten Kooperationsverträge abgeschlossen werden. Insgesamt haben sich die Umsätze gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.

Das Market Making mit festverzinslichen Wertpapieren litt im Jahre 2013 unter dem niedrigen Zinsniveau und der Hinwendung vieler Anleger zu anderen Asset-Klassen. Die Informationsplattform für Anleiheinvestoren "Baader Bondboard" wurde deutlich verbessert mit dem Ziel, den Investoren eine attraktive Anlaufstelle mit umfangreichen Suchmöglichkeiten zu bieten.

Im Bereich Market Making Fonds / ETFs konnte im zurückliegenden Jahr der Umsatz deutlich gesteigert werden. Durch die neuerliche Beauftragung der Baader Bank als Spezialist für Publikumsfonds und den Ausbau der bestehenden Produktpalette konnte die Anzahl der betreuten Skontren in Frankfurt nahezu verdoppelt werden. Dagegen gab es im Bereich der verbrieften Derivate rückläufige Umsätze. Aus dem Kreis der Emittenten konnte ein neuer Kunde gewonnen werden.

Im Investment Banking wird die Bank - speziell nach der Übernahme des schweizerischen Brokers Helvea im August 2013 - von Investoren und Unternehmenskunden zunehmend als leistungsstarker und fokussierter Broker für die D/A/CH-Region wahrgenommen und genutzt. Helvea verfügt seit mehr als zehn Jahren über Geschäftsbeziehungen zu institutionellen Anlegern weltweit, wobei ein starker Fokus auf der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und den USA liegt. Mit Standorten in Genf, Zürich, London, Montreal und New York verfügt die Bank nunmehr über einen direkten Zugang zu den dort ansässigen Investoren und Unternehmenskunden.

Im Aktiengeschäft konnten - auch dank der Helvea-Integration - erfreuliche Zuwächse erzielt werden. Die Zahl der Investoren, die die Baader Bank Gruppe als Broker nutzen, ist spürbar gestiegen. Den Kunden stehen insgesamt über 20 erfahrene Senior-Analysten für die Einzeltitel- und Sektoranalyse, technische Markteinschätzungen und die globale Anlagestrategie zur Verfügung. Künftig werden rund 220 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vom Analysten-Team regelmäßig beurteilt. Die Mitarbeiter im Investment Banking erzielten bei den Thomson Reuters EXTEL Awards Top-Platzierungen. Herausragend ist der zweite Platz im Segment Handel und Abwicklung deutscher Aktien. Diese Auszeichnungen spiegeln die Wertschätzung von Investoren im In- und Ausland wider.

Im Kapitalmarktfinanzierungsgeschäft (Capital Markets) konnte die Baader Bank ihre Aktivitäten weiter ausbauen. Auch schweizerischen Unternehmen steht nun das gesamte Dienstleistungs- und Produktangebot bei der Eigen- und Fremdkapitalaufnahme zur Verfügung.

Im Juli 2013 war die Bank als Joint Bookrunner bei der € 75 Mio. Anleiheemission der DIC Asset eingebunden. Bei Eigenkapitaltransaktionen für Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum belegte die Baader Bank - gemessen an der Anzahl -mit Platz 3 wieder eine Top-Position. Vor allem zum Jahresende hin war eine deutliche Zunahme der Aktivitäten im Mittelstand zu verzeichnen. So konnte an die erfolgreiche Pflichtwandelanleihe-Platzierung der VIB Vermögen aus dem vergangenen Jahr mit einer weiteren Emission über € 25 Mio. angeschlossen werden. Zum Abschluss des Jahres wurde die Platzierung eigener Aktien der Allgeier SE erfolgreich begleitet. In der Rolle als Corporate Broker wurde die Baader Bank von 10 deutschen und österreichischen börsennotierten Firmen mit der Rolle als Designated Sponsor mandatiert.

Der institutionelle Rentenhandel litt unter dem niedrigen Zinsumfeld, was sich in der gesamten Branche in rückläufigen Umsätzen und Erträgen niederschlug.

Die 2. Baader Investment Conference bot wieder eine attraktive Plattform zum Austausch von institutionellen Anlegern und Unternehmen. Vom 24. - 26. September 2013 trafen sich in München über 700 Vertreter börsennotierter Unternehmen und institutioneller Investoren aus 25 Ländern. Organisiert wurden neben Gruppenpräsentationen rund 1.250 Einzelgespräche. Daneben hat die Baader Bank Gruppe im Jahre 2013 über 380 Roadshow-Tage in knapp 20 Ländern organisiert.

Erfreulich lief die Geschäftssparte Asset Management Services, bei der die Bank für Fondsgesellschaften und Asset Manager umfangreiche Service-Dienstleistungen anbietet. Die betreuten Gelder konnten um 26% auf € 1,7 Mrd. gesteigert werden, die Zahl der betreuten Mandate stieg um 8 auf 36.

Von den Tochtergesellschaften erzielte 2013 Baader & Heins Capital Management AG ein sehr gutes Ergebnis. Sie profitierte im volatilen Marktumfeld von der anhaltend hohen Liquiditätshaltung institutioneller Investoren und deren Suche nach attraktiven Anlagemöglichkeiten im Geldmarkt. Darüber hinaus waren Schuldscheindarlehen, aufgrund der Bilanzierungsvorteile bei einigen Investorengruppen, in der aktuellen Niedrigzinsphase weiterhin sehr beliebt.

Wie erwartet, wies die Helvea Holding SA im ersten Jahr der Konsolidierung noch einen negativen Ergebnisbeitrag auf.

Die Conservative Concept Portfolio Management AG, ein spezialisierter Anbieter von Absolute-Return-Strategien, schloss mit einem positiven Beitrag ab. Trotz guter Performance gingen die Assets under Management zurück.

Die Gulf Baader Capital Markets S.A.O.C. profitierte von einer spürbaren Belebung der Aktienmärkte in der Region sowie den entsprechenden Kapitalmarktaktivitäten und erzielte dabei ein Rekordergebnis.

Die Fleischhacker AG wurde im Laufe des Jahres 2013 auf die Muttergesellschaft verschmolzen.

Die Baader Management AG firmiert nun als Skalis AG und wurde im 3. Quartal 2013 an die Baader & Heins Capital Management AG veräußert. Die Skalis AG fokussiert sich auf die Verwaltung von Mischfonds. Den Auftakt bildete der Skalis Evolution Flex, der zum Jahresende 2013 aufgelegt wurde.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Die Ertragslage (einschließlich deren Ergebniskomponenten / finanzieller Leistungsindikatoren) der Baader Bank Gruppe stellt sich im Geschäftsjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: → TABELLE 1

TABELLE 1 ERTRAGSLAGE

  2013 2012 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Zinsergebnis 4.515 4.934 - 419 - 8,49
Laufende Erträge 1.680 1.570 110 7,01
Provisionsergebnis 49.536 39.190 10.346 26,40
Nettoertrag des Handelsbestands 42.613 35.513 7.100 19,99
Verwaltungsaufwand - 105.371 - 93.227 - 12.144 13,03
Teilbetriebsergebnis - 7.027 - 12.020 4.993 41,54
Sonstige Aufwendungen (-) und Erträge (+) (inklusive Risikovorsorge) 6.384 20.355 - 13.971 - 68,64
Ertrag aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.130 2.800 - 670 - 23,93
Betriebsergebnis 1.487 11.135 - 9.648 - 86,65
Steuerergebnis - 1.269 - 1.852 583 - 31,48
Ergebnisanteil Dritter - 400 - 473 73 - 15,43
Jahresüberschuss - 182 8.810 - 8.992 > - 100,00

Das Zinsergebnis ist im Wesentlichen geprägt durch Zinserträge aus der Anlage liquider Mittel in festverzinsliche Wertpapiere und Geldmarktprodukte (T€ 14.288) und Zinsaufwendungen aus der Ausgabe eigener Schuldscheindarlehen (T€ 8.891) sowie der Aufnahme von Darlehen zur Refinanzierung der Konzernzentrale (T€ 1.061).

Die laufenden Erträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 110. Hauptsächlich ergibt sich diese Steigerung durch höhere Dividendenausschüttungen für den Bestand an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, welche sich im Geschäftsjahr 2013 auf T€ 1.671 erhöhten.

Das Provisionsergebnis konnte im Berichtsjahr um T€ 10.346 bzw. 26,4% deutlich gesteigert werden. Die neu hinzugekommenen Tochtergesellschaften der Helvea-Gruppe steuerten im ersten Konsolidierungsjahr ein Provisionsergebnis in Höhe von T€ 12.545 zum Konzernergebnis bei. Darüber hinaus ist das Ergebnis aus der Vermittlung von Schuldscheinen der Tochtergesellschaft Baader & Heins AG gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist im Nettoertrag des Handelsbestands eine Steigerung um T€ 7.100 zu verzeichnen. Dies ist hauptsächlich auf Ertragszuwächse im Bereich Market Making zurückzuführen.

Der Verwaltungsaufwand setzt sich aus dem Personalaufwand, den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sowie den Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen zusammen. Der Personalaufwand erfuhr eine Steigerung von T€ 4.941. Davon entfallen auf die Erstkonsolidierung der Helvea-Gesellschaften T€ 6.152. Die variablen Entgeltbestandteile sanken im Vorjahresvergleich um T€ 345. Durch den Rückgang der notwendigen Zuführung zur Rückstellungsbildung von Pensionsverpflichtungen ergab sich eine Verringerung des Personalaufwandes in Höhe von T€ 1.554. Die anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 5.414 bzw. 15,6% erhöht. Davon entfielen T€ 6.918 auf die Helvea-Gruppe. Bei den Gebühren, Pflichtbeiträgen und Rechtskosten konnte ein Aufwandsrückgang von T€ 1.701 erzielt werden. Die Abschreibungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.788 erhöht und betreffen neben den Abschreibungen auf das Verwaltungsgebäude im Wesentlichen Abschreibungen auf erworbene Skontren, auf die Geschäfts- und Firmenwerte sowie Abschreibungen auf Software.

Der Rückgang des sonstigen Ergebnisses (inkl. Risikovorsorge) gegenüber dem Vorjahr (T€ 13.971) resultiert vor allem aus den gesunkenen Ergebnisbeiträgen der Finanzanlagen und der Liquiditätsreserve. Zudem beinhaltet die Position Sachbezüge auf Firmenwagen (T€ 440), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 115) sowie periodenfremde Erträge und Aufwendungen (T€ 205).

Aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde im Geschäftsjahr 2013 in Übereinstimmung mit § 340e Absatz 4 Nr. 2 HGB eine Auflösung von T€ 2.130 vorgenommen.

Das Teilbetriebsergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Zuwachs verzeichnen. Durch das gesunkene Ergebnis aus Finanzanlagen sowie Liquiditätsreserve konnte dennoch nur ein Betriebsergebnis von T€ 1.487 erzielt werden.

Das Steuerergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von T€ 1.010.

Zum 31. Dezember 2013 wird insgesamt ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ - 182 ausgewiesen.

2.3.2 Finanzlage

Zum Bilanzstichtag stehen Barreserven und kurzfristige Forderungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden in Höhe von T€ 115.927 und veräußerbare börsenfähige Wertpapiere in Höhe von T€ 355.487 kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Kunden in Höhe von T€ 157.358 gegenüber. Saldiert ergibt sich ein bilanzieller Liquiditätsüberschuss von T€ 314.056 (Vorjahr: T€ 289.887).

Die Liquiditätskennziffer der Baader Bank AG zum 31. Dezember 2013 beträgt 4,36. Die Liquiditätskennziffer gemäß der Liquiditätsverordnung stellt das Verhältnis der Zahlungsmittel zu den Zahlungsverpflichtungen dar, die einer Fälligkeit bis zu einem Monat unterliegen. Dabei dürfen die Zahlungsverpflichtungen der Baader Bank AG die Zahlungsmittel der Höhe nach nicht überschreiten. Dies impliziert, dass die Liquiditätskennziffer nicht unter 1,0 sinken darf.

Zum Bilanzstichtag bestehen nicht genutzte Kreditrahmenvereinbarungen bei einer deutschen Bank in Höhe von € 80 Mio. Besondere Kreditauflagen bestehen nicht.

Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum jederzeit gewährleistet und ist auch zukünftig durch die Risikoüberwachung sichergestellt.

2.3.3 Vermögenslage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Baader Bank Gruppe ergibt sich zum 31. Dezember 2013 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt: → TABELLE 2

TABELLE 2 VERMÖGENSLAGE

  2013 2012 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Aktiva        
Liquide Mittel 94.477 62.133 32.344 52,06
Forderungen an Kunden 34.665 34.950 - 285 - 0,82
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 288.849 245.177 43.672 17,81
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 33.641 11.109 22.532 > 100,00
Handelsbestand 51.708 59.750 - 8.042 - 13,46
Beteiligungen und Anteile an assoziierten Unternehmen 10.243 5.709 4.534 79,42
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 82.970 83.197 - 227 - 0,27
Sonstige Vermögensgegenstände 10.864 8.883 1.981 22,30
Rechnungsabgrenzungsposten 2.347 1.121 1.226 >100,00
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 8.101 4.108 3.993 97,20
Bilanzsumme 617.865 516.137 101.728 19,71
Passiva        
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 109.576 65.194 44.382 68,08
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 352.653 297.071 55.582 18,71
Handelsbestand 4.754 1.619 3.135 > 100,00
Sonstige Verbindlichkeiten 5.481 3.919 1.562 39,86
Rückstellungen 10.018 9.410 608 6,46
Fonds für allgemeine Bankrisiken 25.170 27.300 - 2.130 - 7,80
Eigenkapital 110.213 111.624 - 1.411 - 1,26
Bilanzsumme 617.865 516.137 101.728 19,71

Die Bilanzsumme der Baader Bank Gruppe belief sich am 31. Dezember 2013 auf T€ 617.865 und lag damit um T€ 101.728 (19,71%) über dem Vorjahr. Maßgeblich für diese Entwicklung war der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (T€ + 44.382) sowie der Zufluss an Kundeneinlagen (T€ + 55.582).

Liquide Mittel

Der Anstieg der liquiden Mittel um T€ 32.344 ergibt sich aus der Anlage der gestiegenen Kundeneinlagen.

Wertpapiere

Die unter den Wertpapieren ausgewiesenen Bestände sind um insgesamt T€ 58.162 angestiegen. → TABELLE 3

TABELLE 3 WERTPAPIERE

  2013 2012 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 288.849 245.177 43.672 17,81
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 33.641 11.109 22.532 > 100,00
Handelsbestand 51.708 59.750 - 8.042 - 13,46
Wertpapierbestand 374.198 316.036 58.162 18,40

Die Erhöhung des Bestandes an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren ist im Wesentlichen auf den passivischen Mittelzufluss sowie auf die Notwendigkeit der Einhaltung von Liquiditätsvorschriften zurückzuführen. Die Zuordnung der neu erworbenen Bestände erfolgte ausschließlich zur Liquiditätsreserve.

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesene Position von Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren erhöhte sich um T€ 22.532. Davon entfallen T€ 13.595 auf eine im Geschäftsjahr 2013 vorgenommene Umwidmung aus dem Handelsbestand in den Anlagebestand. Die verbleibende Bestandserhöhung begründet sich in der stichtagsbezogenen Verwendung der passivischen Mittelzuflüsse. Die Zuordnung der neu erworbenen Bestände erfolgte ausschließlich zur Liquiditätsreserve.

Der Rückgang des Handelsbestands um T€ 8.042 ist hauptsächlich auf die oben beschriebene Umwidmung (T€ - 13.595) sowie die gegenläufige Mittelverwendung (Anstieg Passiva) zurückzuführen.

Der Wertpapierbestand enthält zum 31. Dezember 2013 Anleihen und Schuldverschreibungen von in den sogenannten GIIPS Staaten (Griechenland, Italien, Irland, Portugal, Spanien) ansässigen Emittenten in folgendem Umfang: → TABELLE 4

TABELLE 4 ANLEIHEN UND SCHULDVERSCHREIBUNGEN VON EMITTENTEN IN GIIPS-STAATEN IN T€

  sonstige Emittenten öffentliche Emittenten
Griechenland 0 2
Italien 0 0
Irland 13.561 2.190
Portugal 0 0
Spanien 7.052 10.000
GIIPS Staaten 31.12.2013 20.613 12.192

Beteiligungen und Anteile an assoziierten Unternehmen

Der Buchwert der Beteiligungen sowie der Anteile an assoziierten Unternehmen stieg im Geschäftsjahr 2013 um T€ 4.534 auf T€ 10.243. Die Veränderungen betreffen Erwerbe in Höhe von T€ 4.577, anteilige Ergebnisse in Höhe von T€ 186 sowie Abschreibungen in Höhe von T€ 229.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Der Rückgang der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen um T€ 227 auf T€ 82.970 basiert auf den im Geschäftsjahr 2013 gebuchten Abschreibungen (T€ 9.976), denen Investitionen in Höhe von T€ 7.018 gegenüber stehen. Darüber hinaus entfallen T€ 2.746 auf Veränderungen des Konsolidierungskreises.

Investitionen in immaterielle Anlagewerte entfallen im Wesentlichen auf durchgeführte Erweiterungen von implementierten Handelssystemen (T€ 1.825) sowie auf den Erwerb von Skontren (T€ 525). Die Investitionen in Sachanlagen betreffen hauptsächlich den Erweiterungsbau der Konzernzentrale (T€ 2.897) sowie Betriebsvorrichtungen und Büroeinrichtungen (T€ 935). Die Abschreibungen entfallen mit T€ 2.716 auf Sachanlagen und mit T€ 7.260 auf immaterielle Anlagewerte (Geschäfts- und Firmenwerte T€ 2.508, Skontren T€ 2.551, Software T€ 2.098).

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um T€ 1.981 auf T€ 10.864 gestiegen. Dies ist vor allem auf Forderungen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aus Umlagevorauszahlungen nach dem Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz (T€ 1.346), dem Anstieg der Forderungen aus Courtage, Kursdifferenzen und Transaktionsentgelten (T€ + 918) sowie der Steigerung der sonstigen Steuerforderungen (T€ + 989) zurückzuführen. Insgesamt stellen sich die sonstigen Vermögensgegenstände zum 31. Dezember 2013 wie folgt dar: → TABELLE 5

TABELLE 5 SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

  2013 2012 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Körperschaftsteuerguthaben (abgezinst) 5.814 7.307 - 1.493 - 20,43
Forderungen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht 1.346 0 1.346 n/a
Forderungen aus Courtagen und Kursdifferenzen 1.157 239 918 > 100,00
Sonstige Steuerforderungen 1.146 157 989 > 100,00
Umsatzsteuerforderungen 427 424 3 0,71
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 18 18 0 0,00
Sonstige Forderungen 956 738 218 29,54
Sonstige Vermögensgegenstände 10.864 8.883 1.981 22,30

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.993 auf T€ 8.101 gestiegen. → TABELLE 6

TABELLE 6 AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG

  2013 2012 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Pensionsverpflichtungen - 10.857 - 11.373 516 - 4,54
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) 17.791 14.722 3.069 20,85
Pensionsrückstellungen 1.167 759 408 53,75
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 8.101 4.108 3.993 97,20

Die Steigerung begründet sich im Wesentlichen in dem auf T€ 17.791 gestiegenen Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert), welches sich zum 31. Dezember 2013 wie folgt zusammensetzt: → TABELLE 7

TABELLE 7 DECKUNGSVERMÖGEN

  2013 2012 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Forderungen an Kreditinstitute sowie Aktien        
und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 15.396 12.109 3.287 27,15
Rückdeckungswerte aus Versicherungen 2.395 2.613 - 218 - 8,34
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) 17.791 14.722 3.069 20,85

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sind im Geschäftsjahr 2013 um 27,6% auf insgesamt T€ 462.229 gestiegen. Dies entspricht einer absoluten Steigerung von T€ 99.964. Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar: → TABELLE 8

TABELLE 8 VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN UND KUNDEN

  2013 2012 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Täglich fällige Verbindlichkeiten 145.772 107.892 37.880 35,11
Mittelaufnahme bei der Eurex Clearing AG (GC Pooling) 51.030 20.109 30.921 > 100,00
Schuldscheindarlehen / Bankdarlehen zur Refinanzierung des Firmensitzes 256.631 233.784 22.847 9,77
Sonstige Verbindlichkeiten 8.796 480 8.313 > 100,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden 462.229 362.265 99.964 27,59

Handelspassiva

Die Handelspassiva haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 um T€ 3.135 auf T€ 4.754 erhöht. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf derivative Finanzinstrumente zurückzuführen, die mit einem negativen Marktwert bewertet wurden.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben im Vergleich zum Vorjahr stichtagsbedingt um T€ 1.562 zugenommen. Die Position stellt sich wie folgt dar: → TABELLE 9

TABELLE 9 SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

  2013 2012 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.372 1.491 881 59,10
Steuerverbindlichkeiten 1.383 979 404 41,27
Sonstige Verbindlichkeiten 1.726 1.449 277 19,12
Sonstige Verbindlichkeiten 5.481 3.919 1.562 39,86

Fonds für allgemeine Bankrisiken und Eigenkapital

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beinhaltet Beiträge, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Deckung besonderer Risiken notwendig sind. Unabhängig davon erfolgt gemäß § 340e Absatz 4 HGB eine Dotierung aus den Nettoerträgen des Handelsbestands. Zum 31. Dezember 2013 verfügt die Baader Bank Gruppe über Rücklagen in diesem Sinne in Höhe von T€ 25.170, die ausschließlich aus den Nettoerträgen des Handelsbestands dotiert sind. Im Geschäftsjahr 2013 wurde in Übereinstimmung mit § 340e Absatz 4 Nr. 2 HGB eine Auflösung in Höhe von T€ 2.130 vorgenommen.

Die Veränderungen des Eigenkapitals der Baader Bank Gruppe stellen sich wie folgt dar: → TABELLE 10

TABELLE 10 VERÄNDERUNGEN DES EIGENKAPITALS

  2013 2012 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Ausgegebenes Kapital 45.632 45.049 583 1,29
Kapital- und Gewinnrücklage 61.323 56.286 5.037 8,95
Bilanzgewinn 1.116 8.439 - 7.323 - 86,78
Minderheitsgesellschafter 2.142 1.850 292 15,78
Eigenkapital 110.213 111.624 - 1.411 - 1,26

Die Veränderung des Eigenkapitals um T€ - 1.410 ist bedingt durch das Konzerngesamtergebnis 2013 (T€ - 102), Änderungen im Konsolidierungskreis (T€ - 58), Dividendenausschüttungen (T€ - 2.389) sowie die Veräußerung eigener Aktien (T€ 1.138).

Die Eigenkapitalquote der Baader Bank AG stellt sich wie folgt dar: → TABELLE 11

TABELLE 11 EIGENKAPITALQUOTE IN %

  2013 2012
Eigenkapitalquote 17,84 21,63
Modifizierte Eigenkapitalquote (inkl. Fonds für allgemeine Bankrisiken) 21,91 26,92

Die oben genannten Veränderungen begründen im Wesentlichen die Steigerung der Bilanzsumme um 19,7% auf T€ 617.865. Insgesamt ist die Vermögenslage der Baader Bank Gruppe weiterhin geordnet.

2.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 Mitarbeiter

Im Berichtsjahr ist die Anzahl der Mitarbeiter innerhalb der Baader Bank Gruppe zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr von 430 auf 473 Beschäftigte gestiegen. Die Konzern-Belegschaft setzt sich aus 121 Arbeitnehmerinnen und 352 Arbeitnehmern zusammen, die aus 22 Nationen stammen.

Die Baader Bank Gruppe legt besonderen Wert auf die hohe Qualifikation und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

Dabei bildete auch im Jahr 2013 die Förderung von Fach- und Nachwuchsführungskräften einen Schwerpunkt der Personalarbeit.

Das Angebot an zusätzlichen sozialen Leistungen für die Belegschaft steigert die Attraktivität der Baader Bank Gruppe als Arbeitgeber. So gewährt die Baader Bank AG und die Helvea-Gruppe allen Mitarbeitern bei der Geburt eines eigenen Kindes eine freiwillige finanzielle Unterstützung in Höhe von T€ 10. Im Jahr 2013 wurden insgesamt T€ 222 ausgezahlt.

Mit einer eigenen Unterstützungskasse, der Baader Unterstützungskasse e.V., besteht eine eigenständige soziale Einrichtung, um Versorgungsleistungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung allen Konzern-Mitarbeitern gewähren zu können.

Die Geschäftsleitung dankt allen Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz und die bewiesene Loyalität im abgelaufenen Geschäftsjahr.

2.4.2 Umweltbericht

Die Dienstleistungen der Baader Bank und ihrer Tochterunternehmen haben keinerlei nennenswerte umweltbelastende Eigenschaften. Unternehmensintern wird größter Wert auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Produktions- (Kopierer, Drucker und andere Geräte der Büroausstattung) und Verbrauchsmitteln gelegt. Die Konzernzentrale in Unterschleißheim wurde nach neuesten ökologischen Erkenntnissen insbesondere in den Bereichen Wasser, Wärme und Klimatisierung errichtet und wird entsprechend bewirtschaftet.

3 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Bankgeschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

4 Risikobericht

4.1 Das Risikomanagementsystem der Baader Bank Gruppe

Das Risikomanagementsystem der Baader Bank Gruppe orientiert sich einerseits an dem vorgegebenen aufsichtsrechtlichen Rahmen gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement der BaFin (MaRisk) sowie internen wirtschaftlichen Gegebenheiten und bindet die erforderlichen Instrumente in umfängliche Risikosteuerungs- und -controllingprozesse ein. Hierbei werden ausschließlich die Risiken betrachtet; bzgl. der Chancen verweisen wir auf den Prognosebericht.

4.1.1 Ziele des Risikomanagements

Das übergeordnete Ziel des Risikomanagements der Baader Bank Gruppe ist die permanente Sicherstellung der Risikotragfähigkeit und damit die Sicherung des Fortbestandes der Baader Bank Gruppe. Demzufolge ist es erforderlich, neu entstehende Risiken systematisch und zeitnah zu identifizieren sowie bestehende Risiken und mögliche finanzielle Konsequenzen daraus zu erfassen. Nur so ist es möglich die Geschäftstätigkeit des Konzerns risikobewusst zu steuern, d.h. kalkulierbare Risiken unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit wohlüberlegt einzugehen und existenzgefährdende Risiken kategorisch auszuschließen.

Um diesem Grundsatz permanent gerecht zu werden, verschafft sich die Konzernleitung regelmäßig einen Überblick über die Ausprägung aller wesentlichen Risiken und die Risikotragfähigkeit der Baader Bank Gruppe. Die Risikotragfähigkeit findet damit insbesondere auch im Rahmen der Festlegung der Geschäfts- und Risikostrategie Berücksichtigung.

4.1.2 Risikotragfähigkeit

Die Risikotragfähigkeit der Baader Bank Gruppe wird vom Risikocontrolling des übergeordneten Instituts, der Baader Bank AG, das für das Risikocontrolling auf Konzernebene zuständig ist, regelmäßig überprüft. Dabei wird das verfügbare Risikodeckungspotenzial dem Risikokapitalbedarf gegenübergestellt. Hierbei wird zur Steuerung der Risikotragfähigkeit ein periodenorientierter Fortführungsansatz (Going Concern) zur Herleitung des Risikodeckungspotenzials (RDP) verwendet. Die im Bankenaufsichtsrecht vorgegebenen Eigenkapitalanforderungen nach der Solvabilitätsverordnung (SolvV) dürfen in diesem Ansatz nicht zur Risikoabdeckung herangezogen werden. Ziel des Going Concern-Ansatzes ist somit die Fortführung der Geschäftstätigkeit, auch wenn die betrachteten Risiken schlagend werden, unter der Nebenbedingung, dass die Erfüllung der Mindestkapitalanforderungen dauerhaft gewährleistet ist.

Darüber hinaus setzt sich innerhalb der Baader Bank Gruppe das primäre und sekundäre Risikodeckungspotenzial aus Plangewinnen und Bilanzpositionen zusammen, man spricht daher von einer GuV-/ bilanzorientierten Ableitung. Das verfügbare Risikodeckungspotenzial wird den auszuweisenden Risiken (Risikopotenzial) gegenüber gestellt. D.h. im Falle des Eintretens von Verlusten entsteht eine GuV-Ergebniswirkung beispielsweise im Handelsergebnis.

Das tragbare Gesamtrisiko des Konzerns wird durch das dem Geschäftszweck zur Verfügung stehende Risikokapital begrenzt, insbesondere wird das bereitgestellte Risikokapital "top down" auf die einzelnen Risikoarten bzw. die jeweiligen Geschäftsbereiche/Profit Center verteilt und hat eine limitierende Funktion inne. So werden auftretende Verluste durch ein System von Risikolimiten konsequent begrenzt. Die Limitierung erfolgt dabei auf der Basis verlustverzehrender Limite für die unerwarteten Risiken. Das Risikodeckungspotenzial und das Risikopotenzial werden mindestens quartalsweise überprüft, um GuV-Veränderungen zwischen den Plan- und den tatsächlichen Ist-Zahlen einzubeziehen. Darüber hinaus werden eingetretene gravierende Verluste zeitnah im Rahmen einer außerordentlichen Anpassung berücksichtigt. Grundsätzlich stellt zur dauerhaften Sicherstellung der Risikotragfähigkeit die Konzernleitung nur einen Teil des Risikodeckungspotenzials zur Risikonahme zur Verfügung. Der Risikokapitalbedarf darf das bereitgestellte Risikodeckungspotenzial nicht übersteigen.

Nachfolgende Grafik stellt die Risikotragfähigkeit der Baader Bank Gruppe per 31. Dezember 2013 dar: → GRAFIK 1

GRAFIK 1 RISIKOTRAGFÄHIGKEIT DER BAADER BANK GRUPPE IN T€

Zusammenfassend kann für das Geschäftsjahr 2013 festgestellt werden, dass die Risikotragfähigkeit der Baader Bank Gruppe zu keiner Zeit gefährdet war, was eine komfortable Ausgangssituation für 2014 darstellt.

4.1.3 Risikoinventur und -Strategie

Im Rahmen der jährlich stattfindenden Strategiesitzung der Baader Konzernleitung werden die Geschäftsstrategie sowie die Ziele für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten für die Baader Bank Gruppe definiert. Dabei werden externe Einflussfaktoren, die ihnen zugrunde liegenden Annahmen und interne Einflussfaktoren wie die Risikotragfähigkeit, die Ertragslage, die Liquidität etc. in die strategischen Überlegungen miteinbezogen.

Abgeleitet aus der Geschäftsstrategie beschließt die Konzernleitung unter Berücksichtigung interner Einflussfaktoren eine zur Geschäftsstrategie konsistente Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr. Hierfür ist es erforderlich, dass unter Berücksichtigung der Geschäftsstrategie eine Risikoinventur für die Baader Bank Gruppe durchgeführt wird.

Die im Anschluss festgelegte Risikostrategie wird in Teilstrategien nach den wesentlichen Risikoarten aufgeteilt. Grundbestandteil der risikopolitischen Strategie ist, dass die Risikotragfähigkeit der Baader Bank Gruppe jederzeit gegeben ist. Demzufolge wird für alle wesentlichen Risikoarten von der Konzernleitung ein bestimmter Betrag an Risikokapital bereitgestellt, der als Maximallimit für Verluste aus der jeweiligen Risikoart dient. Das von der Konzernleitung für 2014 bereitgestellte Risikokapital ist folgendermaßen auf die einzelnen Risikoarten allokiert: → GRAFIK 2

GRAFIK 2 ÜBERSICHT ZU DEN RISIKOARTEN (MARISK AT 2.2 TZ. 1)

Im Rahmen der turnusmäßigen Aufsichtsratssitzung wird die verabschiedete Geschäfts- und Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr dem Aufsichtsrat des übergeordneten Instituts zur Kenntnis gebracht und mit diesem diskutiert.

4.1.4 Strukturen und Prozesse des Risikomanagements

Für das Risikocontrolling der Baader Bank Gruppe ist das Risikocontrolling des übergeordneten Instituts verantwortlich. Das Risikocontrolling auf Einzelinstitutebene ist hingegen im Konzern dezentral organisiert. Das Risikomanagementsystem der Baader Bank Gruppe beinhaltet eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken gemäß den Anforderungen der MaRisk. Diese Prozesse gestalten sich wie folgt:

Der Identifizierung von neuen Risiken wird im Rahmen des Prozesses "Aktivitäten in neuen Produkten oder auf neuen Märkten" Rechnung getragen. Hierbei wird von den betroffenen Bereichen eine Prüfung der geplanten Aktivitäten durchgeführt und der entsprechende Risikogehalt identifiziert. Bestehende Aktivitäten werden einer laufenden Überprüfung unterzogen. Darüber hinaus findet mindestens jährlich eine Risikoinventur für die Baader Bank Gruppe durch das Risikocontrolling des übergeordneten Instituts statt. Nachfolgend sind die für die Baader Bank Gruppe wesentlichen Risikoarten dargestellt: → GRAFIK 3

GRAFIK 3 ÜBERSICHT ZU DEN WESENTLICHEN RISIKOARTEN

Die Beurteilung der Risiken erfolgt anhand von detaillierten Analysen im Risikocontrolling des übergeordneten Instituts, das abgestimmt mit dem Handel / Marktbereich ein Konzept zur Steuerung und Überwachung dieser Risiken entwickelt und der Konzernleitung präsentiert. Die identifizierten Risiken werden grundsätzlich anhand eines Value-at-Risk-Konzepts quantifiziert und deren unerwartete Verluste dem Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt. Dabei wird immer ein rollierender 12-Monats-Horizont zugrunde gelegt, d.h. es werden die unerwarteten Verluste für die kommenden zwölf Monate dem verfügbaren Risikokapital für diesen Zeitraum gegenüber gestellt. Die detaillierte Darstellung der Verfahren pro Risikoart ist unter 4.2 nachzulesen.

Gemäß MaRisk erfolgt die Steuerung der Risiken über ein System von Limiten zur Begrenzung der jeweiligen wesentlichen Risiken. Die Limite werden grundsätzlich quartalsweise auf der Grundlage der Risikotragfähigkeit mehrheitlich durch die Konzernleitung per Beschluss festgelegt. Unabhängig davon können diese Limite angepasst werden, wenn die Geschäftstätigkeit und / oder die Ertragslage der Baader Bank Gruppe dies erforderlich macht. Die Limite sind Verlust-Limite, d.h. das Limit wird bei etwaigen Verlusten um diese reduziert; Gewinne bleiben hingegen unberücksichtigt. Das Limitsystem grenzt somit potenzielle Verluste ein und legt damit auch die Verlustobergrenzen fest.

Durch die permanente Anrechnung der Risiken auf das vielschichtige Limitsystem wird dem Risikocontrolling eine adäquate Überwachung ermöglicht. Liegt eine Limitüberschreitung vor, so wird dies unmittelbar durch das Risikocontrolling erkannt und entsprechende Maßnahmen werden eingeleitet. Darüber hinaus hat das Risikocontrolling ein gemäß MaRisk gefordertes Risikofrüherkennungssystem installiert.

Die Konzernleitung ist für die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation des Konzerns und deren Weiterentwicklung verantwortlich. Diese Verantwortung umfasst u.a. alle wesentlichen Elemente des Risikomanagements inkl. der Festlegung der Risikopolitik. Damit die Konzernleitung dieser Verantwortung gerecht werden kann, existiert ein vielschichtiges Berichtswesen des Risikocontrollings, das die gemäß MaRisk geforderte Kommunikation in Form täglicher Berichte und zeitnaher Limitüberschreitungsmeldungen an die Konzernleitung gewährleistet.

Darüber hinaus führt das Risikocontrolling mindestens quartalsweise Stresstests für alle wesentlichen Risikoarten durch. Die Ergebnisse der Stresstests werden im MaRisk-Bericht an die Konzernleitung berichtet und finden im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung.

Die dargelegten Prozesse stellen sicher, dass die wesentlichen Risiken frühzeitig erkannt, vollständig erfasst und in angemessener Weise gesteuert und überwacht werden. Weiterhin werden die Prozesse regelmäßig überprüft und zeitnah an sich ändernde Bedingungen angepasst. Ebenso findet für die angewandten Methoden und Verfahren regelmäßig eine Validierung statt, in der die Angemessenheit der Verfahren sowie die zugrunde liegenden Annahmen überprüft und ggf. angepasst werden.

Die technische Ausstattung in Form von Risikoüberwachungs- und -steuerungssystemen ist im Hinblick auf das Risikomanagementsystem angemessen. Darüber hinaus wird für die Sicherung einer angemessenen Qualifikation des Personals permanent Sorge getragen. Die prozessunabhängige Überwachung des Risikomanagements erfolgt mindestens jährlich durch die Interne Revision.

4.1.5 Wesentliche Änderungen im Vergleich zum Vorjahr

In 2013 wurde die Ermittlung der Risikotragfähigkeit (Going Concern-Ansatz) erstmalig um den Liquidationsansatz erweitert. Dabei steht im fiktiven Liquidationsfall der Schutz der Gläubiger im Vordergrund. Zielsetzung hierbei ist es auch im Falle des Schlagendwerdens der Risiken noch ausreichend Vermögenswerte vorzuhalten, um die Gläubiger befriedigen zu können.

Des Weiteren wurde im vergangenen Geschäftsjahr erstmalig das Risiko eines Emittentenausfalls anhand eines Credit-Value-at-Risk sowie das Risiko aus einer Ratingverschlechterung bzw. -verbesserung (Ratingmigrationen) quantifiziert und in der Risikotragfähigkeitsberechnung berücksichtigt.

Ferner wurde das Konzept zur Bestimmung der Länderzugehörigkeit einer Kreditnehmereinheit umgestellt. Während bisher das Sitzland des Kreditnehmers für die Anrechnung des Exposures auf Länderlimite ausschlaggebend war, ist nun im Wesentlichen das Risikoland relevant. Das Konzept ist somit konsistent zu den weiteren Konzentrationsstrukturlimiten des Risikocontrollings.

Im Rahmen der Stresstests per 31. Dezember 2013 wurde für Marktpreisrisiken erstmals auch ein "Stressen" der bestehenden Bestände der jeweiligen Profit Center integriert.

4.2 Die Risiken der Baader Bank Gruppe

Als wesentliche Risiken wurden im vergangenen Geschäftsjahr das Adressenausfall-, das Marktpreis-, das Operationelle und das Liquiditätsrisiko identifiziert. Nachfolgend werden diese Risikoarten detailliert erläutert, beurteilt (Quantifizierung im Rahmen einer Nettobetrachtung unter Berücksichtigung risikoreduzierender Effekte) und die zur Risikobegrenzung eingesetzten Maßnahmen veranschaulicht. Darüber hinaus werden die von den Risiken betroffenen Segmente dargestellt. Sofern sich wesentliche Änderungen über den Berichtszeitraum hinaus ergäben, wird darauf eingegangen.

4.2.1 Marktpreisrisiko

Allgemein versteht man unter Marktpreisrisiken alle Risiken, die aus der Veränderung des Marktpreises einer Finanzposition über eine bestimmte Zeitperiode resultieren. Dabei unterscheidet man je nach Einflussparameter das Aktienkursrisiko, Zinsänderungsrisiko und Währungsrisiko. Das Aktienkursrisiko bezeichnet das Risiko aus der Preisänderung von Aktien, das Zinsänderungsrisiko ist das Risiko einer durch Marktzinsänderungen induzierten Verringerung des Barwertes einer zinssensitiven Finanzposition und unter Währungsrisiko (auch Wechselkursrisiko) versteht man die aus der Unsicherheit über zukünftige Wechselkursentwicklungen entstehenden Risiken.

Die beschriebenen Marktpreisrisiken resultieren grundsätzlich nur aus dem Eigenhandel und nicht aus dem Vermittlungsgeschäft, demzufolge sind hier insbesondere die Bereiche Market Making, Eigenhandel Vorstand und Treasury der Baader Bank AG betroffen. Zum Jahresende bestanden im Handels- und Anlagebuch (Liquiditätsreserve) folgende zu Marktwerten bewertete Risikopositionen: → TABELLE 12

TABELLE 12 RISIKOPOSITIONEN IN MIO. € MARKTWERT

Kassamarkt  
Aktien 49,58
Renten 279,46
Verbriefte Derivate 1,17
Fonds, Index- und fondsähnliche Zertifikate 26,20
Terminmarkt  
Optionen 0,00
Futures - 7,42
Swaps 0,00

Im vergangenen Geschäftsjahr gab es keine wesentlichen Fremdwährungsrisiken innerhalb der Baader Bank Gruppe.

Die Marktpreisrisiken werden durch ein Value-at-Risk (VaR)- Modell basierend auf Monte-Carlo-Simulationen im zentralen Handelssystem gemessen. Es werden zunächst mögliche Risikoparameter definiert, d.h. die Faktoren, deren Variation das Marktpreisrisiko beeinflussen können: Aktienindizes, Yieldcurves, Volatility-Surfaces und Wechselkurse. Aus systemeigenen historischen Zeitreihen der definierten Risikofaktoren wird dann eine Varianz-Kovarianz-Matrix (VK-Matrix) berechnet und die zugrunde liegenden Parameter der Normalverteilung bestimmt. Der VaR wird dann bei einem gewählten Konfidenzniveau von 99% für die angesetzte Halteperiode (i.d.R. 1 - 11 Tage) bestimmt.

Abweichend hierzu wird das Zinsänderungsrisiko des Bankbuchs auf Basis der Historischen Simulation in einem gesonderten System ermittelt. Der VaR wird auch hier als 99%-Quantil der sortierten Wertänderungen ermittelt.

In den vergangenen Jahren wurden die folgenden VaR-Werte für das Handels- und Anlagebuch (Liquiditätsreserve) in Mio. € berechnet: → TABELLE 13

TABELLE 13 VAR-WERTE IN MIO. €

Value-at-Risk der Handelsbereiche 2013 2012 2011 2010 2009
VaR per Jahresultimo 4,41 8,92 8,47 2,62 1,48
Minimaler VaR 4,41 8,32 2,37 1,30 1,15
Maximaler VaR 10,46 11,75 11,04 3,96 3,60
Durchschnittlicher VaR 7,95 9,63 5,91 2,25 1,91

Per 31. Dezember 2013 wurde ein Worst Case in Höhe von € 17,08 Mio. ermittelt.

Gemäß MaRisk wird die Güte des VaR-Modells im Rahmen des Backtestings (Clean Backtesting) anhand des Verhältnisses zwischen den VaR-Werten und Marktwertveränderungen einer Position auf Grundlage tatsächlicher Kursänderungen permanent überprüft. In dem Fall, dass die Anzahl der sogenannten Ausreißer aus dem Backtesting über der als kritisch definierten Grenze liegt, werden entsprechende Anpassungen im VaR-Modell durch das Risikocontrolling des übergeordneten Instituts vorgenommen. Darüber hinaus erfolgt eine Überprüfung des Modells auf Basis des Dirty Backtestings. Dabei werden die tatsächlich aufgetretenen täglichen Erträge den Value-at-Risk-Werten der Handelsbereiche gegenübergestellt.

Zur Risikobegrenzung der Marktpreisrisiken wurde innerhalb der Baader Bank Gruppe ein umfassendes Limitsystem im Frontofficesystem installiert. In diesem System werden permanent alle eingegangenen Positionen der Profit Center auf die jeweiligen Limite angerechnet. Die Verteilung des Limits innerhalb der Bereiche auf die einzelnen Profit Center obliegt dem hierfür zuständigen Handelsvorstand.

Im Falle von Limitüberschreitungen, die unmittelbar im Überwachungssystem angezeigt werden, erfolgt unverzüglich eine Meldung des Risikocontrollings an den verantwortlichen Vorstand und im Rahmen des täglichen Berichts an die gesamte Konzernleitung. Die einzuleitenden Maßnahmen werden dem Risikocontrolling mitgeteilt und deren Umsetzung entsprechend überwacht.

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte ein deutlicher Rückgang im Marktpreisrisiko der Baader Bank Gruppe festgestellt werden. Das für Marktpreisrisiken bereitgestellte Risikokapital war jederzeit ausreichend um potenzielle unerwartete Verluste aus Marktpreisrisiken zu decken. Demzufolge beurteilt das Risikocontrolling das aus Marktpreisrisiken resultierende Risikopotenzial als unkritisch und sieht keinen Handlungsbedarf.

4.2.2 Adressenausfallrisiko

Bei den Adressenausfallrisiken wird zur Risikobegrenzung sowohl das gesamte Adressenausfallrisiko anhand des bereitgestellten Risikokapitals (Limit für das Adressenausfallrisiko) limitiert und überwacht, als auch das Exposure für eine einzelne Kreditnehmereinheit. Beabsichtigt ein Marktbereich ein Adressenausfallrisiko bei einer noch unbekannten Kreditnehmereinheit einzugehen, so muss er dies beim Risikocontrolling des übergeordneten Instituts schriftlich beantragen. Das Risikocontrolling ermittelt eine Bonitätsklasse anhand eines internen Ratingverfahrens, erstellt einen Beschluss und reicht diesen beim Handels- und Überwachungsvorstand ein. Zur Risikobegrenzung hinsichtlich des Klumpenrisikos bei einer Kreditnehmereinheit wird unter Berücksichtigung der internen Bonitätsklasse, der Forderungsklasse sowie der geltenden Großkreditgrenzen gemäß der Groß- und Millionenkreditverordnung ein entsprechendes Limit für den jeweiligen Kreditnehmer vergeben. Die Exposures aller Kreditrisikogeschäfte werden permanent im Überwachungssystem auf das Limit der Kreditnehmereinheit (KNE) angerechnet. Die Auslastung dieser Limite wird vom Risikocontrolling überwacht und einmal täglich im Rahmen des Konzernrisikoberichts an die Konzernleitung berichtet. Kommt es im Laufe eines Handelstages zu einer Limitüberschreitung (hier kann sowohl das Adressenausfallrisikolimit als auch ein einzelnes Limit für eine Kreditnehmereinheit betroffen sein) so erfolgt unverzüglich eine Meldung des Risikocontrollings an den verantwortlichen Marktvorstand und den Überwachungsvorstand. Die einzuleitenden Maßnahmen werden dem Risikocontrolling mitgeteilt und deren Umsetzung entsprechend überwacht.

Jede Bonitätsklasse ist einer externen Ratingklasse und somit entsprechenden Ausfallwahrscheinlichkeiten für erwartete Verluste (PD = probability of default) zugeordnet. Basierend auf dem Internal Rating Based Approach (IRBA) der Solvabilitätsverordnung - in ihrer am 31. Dezember 2013 gültigen Fassung - werden gemäß des bankeigenen Verfahrens für jede dieser Bonitätsklassen sogenannte IRBA-Risikogewichte für unerwartete Verluste ermittelt. Dabei wird immer von einer Verlustquote beim Ausfall der jeweiligen Kreditnehmereinheit (LGD = loss given default) von 100% ausgegangen. Multipliziert man die resultierenden Risikogewichte mit dem von der Aufsicht vorgegebenen Gewichtungsfaktor, so erhält man die Wahrscheinlichkeiten für unerwartete Verluste für jede Bonitätsklasse. Die sogenannten IRBA-Exposures ergeben sich wiederum durch Multiplikation des im Risiko stehenden Betrages unter Berücksichtigung der Bonitätsklasse mit dem entsprechenden Faktor für unerwartete Verluste und sind demzufolge mit einem VaR (Value at Risk)-Ansatz zu vergleichen.

Das gesamte IRBA-Exposure über alle KNE auf Konzernebene, das sich aus allen angeführten Risikoarten zusammensetzt, darf das für Adressenausfallrisiken bereitgestellte Risikokapital nicht überschreiten. Dieses Gesamtrisikolimit für das Adressenausfallrisiko wird im Zuge des Beschlusses zur Festlegung der Risikolimite und Risikotragfähigkeit quartalsweise durch die Konzernleitung festgelegt.

Bei den Adressenausfallrisiken wird grundsätzlich zwischen den Kredit-, den Kontrahenten-, den Emittenten- und den Beteiligungsrisiken unterschieden. Nachfolgend werden die einzelnen Risikoarten detailliert beschrieben:

Im Rahmen des Kreditgeschäftes im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 2 KWG werden Privat- und Firmenkunden (unechte) Lombardkredite gegen Sicherheiten gewährt. Bei diesen Sicherheiten handelt es sich i.d.R. um börsennotierte Wertpapiere, deren Beleihungswert sehr konservativ angesetzt wird, oder um Bankgarantien.

Die folgende Tabelle enthält das Kundenkreditgeschäft zum 31. Dezember 2013: → TABELLE 14

TABELLE 14 KUNDENKREDITGESCHÄFT ZUM 31.12.2013 IN MIO. €

  Kreditengagements insgesamt Kreditinanspruchnahme Überziehung gesamte Inanspruchnahme offene Kreditzusagen Sicherheiten (bewertet)
Privatkunden 12,58 7,80 2,00 9,45 4,78 7,22
Firmenkunden 16,78 10,06 0,20 10,85 6,72 13,75
Banken 0 0 0,10 0,10 0 0
Summe 29,36 17,86 2,30 20,40 11,50 20,97
  Risikovorsorge
Privatkunden 1,87
Firmenkunden 0
Banken 0
Summe 1,87

Per 31. Dezember 2013 bestand für das Kreditgeschäft ein IRBA-Exposure in Höhe von € 0,19 Mio.

Einzelwertberichtigungen werden für alle Kredite gebildet, die nach Bewertung der Rückzahlungsfähigkeit des Kunden als notleidend erachtet werden. Kredite gelten als notleidend, wenn es voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle fälligen Zins- und Tilgungsleistungen gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen vom Kunden einzutreiben. Für alle Kundenkredite wurde zum Stichtag 31. Dezember 2013 eine Risikovorsorge in Höhe von insgesamt € 1,87 Mio. vorgehalten.

Des Weiteren werden im Rahmen des Kreditgeschäftes Geldmarktanlagen bei Kreditinstituten durch den Bereich Treasury getätigt. Insgesamt bestand per 31. Dezember 2013 für Forderungen gegenüber Kreditinstituten ein IRBA-Exposure in Höhe von € 0,83 Mio.

Bei der Abwicklung von Handelsgeschäften kann ein Kontrahentenrisiko dadurch entstehen, dass ein Handelspartner seine entstandenen Verpflichtungen nicht vollständig erfüllt. Hierbei zu unterscheiden ist einerseits das Wiedereindeckungsrisiko und andererseits das Vorleistungsrisiko. Das Wiedereindeckungsrisiko stellt das Risiko des Ausfalls der jeweiligen Gegenpartei dar, was eine Nichterfüllung der abgeschlossenen Geschäfte zur Folge hat. Gemäß MaRisk sind hier Börsengeschäfte sowie Kassageschäfte, bei denen der Gegenwert angeschafft wurde bzw. Zug um Zug anzuschaffen ist oder bei denen entsprechende Deckung besteht, ausgenommen. Demzufolge sind hier nur außerbörsliche Derivategeschäfte betroffen. Die Baader Bank Gruppe, konkret die Baader Bank AG, handelt zwar Derivate ausschließlich über Derivatebörsen, da aber die Bank kein Clearing Member an diesen Börsen ist, müssen die Geschäfte zwischen der Baader Bank AG und dem entsprechenden Clearing Member abgerechnet werden. Aus dem Erfüllungsanspruch gegenüber dem Clearing Member entsteht dann ein Adressenausfallrisiko in Form eines Wiedereindeckungsrisikos. Per 31.12.2013 bestand für das Wiedereindeckungsrisiko sowohl aus Eigenbeständen in Derivaten zu Hedgingzwecken im Market Making als auch aus Kundenbeständen in Derivaten der Baader Bank AG ein IRBA-Exposure in Höhe von € 0,08 Mio.

Sobald Geschäfte nicht als Zahlungs-/Lieferungsgeschäfte "Zug um Zug" abgewickelt werden handelt es sich um ein Vorleistungsrisiko. Bei der Vermittlung von Schuldscheindarlehen, bei denen die Baader Bank AG im Rahmen des Kaufvertrages als Kontrahent eintritt, besteht ein Vorleistungsrisiko, da bei diesen Geschäften Zahlung und dingliche Übereignung der (Beweis-)Urkunde inkl. Abtretungserklärung zeitlich auseinander fallen. Dieses Risiko hat die Bank nur gegenüber dem Verkäufer des Schuldscheindarlehens und es erstreckt sich über den Zeitraum zwischen Geldzahlung und dinglicher Übereignung der Urkunde. Per 31.12.2013 bestand für das Vorleistungsrisiko ein IRBA-Exposure in Höhe von € 0,38 Mio.

Unter dem Emittentenrisiko wird das Risiko der Bonitätsverschlechterung bzw. des Ausfalls eines Emittenten verstanden. Ein Verlust aus dem Emittentenrisiko realisiert sich in einer Wertminderung der Wertpapiere dieses Emittenten. Somit stellt die Bonität der jeweiligen Emittenten ein entsprechendes Adressenausfallrisiko dar. Per 31.12.2013 bestand für das Emittentenrisiko insbesondere aus Treasury-beständen ein IRBA-Exposure in Höhe von € 8,64 Mio.

Unter Beteiligungen werden sowohl Beteiligungen nach § 19 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 als auch Nr. 8 KWG (verbundene Unternehmen) verstanden. Beteiligungen sind innerhalb der Baader Bank Gruppe typischerweise dem Anlagebuch zugeordnet und werden wie Anlagevermögen bewertet. Ein Risiko bei Beteiligungen resultiert aus der Bonitätsverschlechterung bzw. des Ausfalls des jeweiligen Emittenten, was sich in einer entsprechenden Wertminderung realisiert. Per 31.12.2013 bestand für das Beteiligungsrisiko ein IRBA-Exposure in Höhe von € 0,46 Mio.

Darüber hinaus bestehen keine Adressenausfallrisiken aus nicht bilanzwirksamen Geschäften.

Zusätzlich erfolgt im Adressenausfallrisiko eine Überwachung von Konzentrationsrisiken bzgl. Bonitäts-, Branchen- und Länderrisiken, um mögliche Risikokonzentrationen (Klumpenrisiken) innerhalb der Baader Bank Gruppe identifizieren und überwachen zu können. Diese werden jedoch nicht gesondert mit Risikokapital unterlegt, um eine Mehrfachanrechnung zu vermeiden.

Nachfolgend werden die Positionen des Adressenausfallrisikos im Hinblick auf die genannten Konzentrationsrisiken per 31. Dezember 2013 im Vergleich zum Vorjahresultimo aufgeführt: → TABELLE 15, 16 und 17

TABELLE 15 BESTÄNDE NACH BONITÄTSKLASSEN

  Marktwert 2013 Marktwert 2012
Bonitätsklassen Mio. € % Mio. € %
Bonitätsklasse 1 22,30 5,18 9,46 2,50
Bonitätsklasse 2 115,44 26,83 95,19 25,16
Bonitätsklasse 3 235,74 54,80 235,18 62,15
Bonitätsklasse 4 55,01 12,79 38,56 10,19
Bonitätsklasse 5 1,71 0,40 0,00 0,00
Bonitätsklasse 6 0,00 0,00 0,00 0,00
Bonitätsklasse 7 0,00 0,00 0,00 0,00

TABELLE 16 BESTÄNDE NACH BRANCHEN

  Marktwert 2013 Marktwert 2012
Branche Mio. € % Mio. € %
Ausländische Staatsanleihen 18 4,29 24,77 6,55
Automobilindustrie 30,73 7,14 27,06 7,15
Banken, Sparkassen, Finanzinstitute 177,91 41,36 162,81 43,02
Baugewerbe 22,89 5,32 162,81 5,99
Energie 25,95 6,03 22,67 6,39
Gesundheitswesen, Pharma 16,31 3,79 24,19 4,26
Handel 14,82 3,45 16,14 4,89
Investitionsgüter 10,93 2,54 18,50 3,59
Konsum 8,79 2,04 13,57 2,37
Öffentlicher Sektor 19,18 4,46 8,98 0,00
Rohstoffe & Chemie 23,06 5,36 0,00 4,05
Technologie 26,11 6,07 15,33 0,84
Telekommunikation & Medien 12,59 2,93 3,17 6,04
Tourismus 0,00 0,00 22,85 0,00
Transport & Verkehr 9,50 2,21 0,00 3,51
Versicherungen 12,95 3,01 13,28 1,35

TABELLE 17 BESTÄNDE NACH LÄNDERN

  Marktwert 2013 Marktwert 2012
Land Mio. € % Mio. € %
Belgien 2,82 0,66 0,04 0,01
Brasilien 8,66 2,01 0,00 0,00
Bundesrepublik Deutschland 186,73 43,41 135,54 35,82
Dänemark 21,11 4,91 20,41 5,39
Finnland 8,79 2,04 8,98 2,37
Frankreich 18,22 4,24 11,90 3,15
Großbritannien 22,07 5,13 0,05 0,01
Indien 0,00 0,00 0,02 0,00
Irland 2,25 0,52 6,85 1,81
Italien 6,64 1,54 4,32 1,14
Kanada 4,38 1,02 4,22 1,12
Kroatien 4,86 1,13 5,29 1,40
Luxemburg 34,45 8,01 47,34 12,51
Niederlande 3,17 0,74 53,68 14,19
Norwegen 15,21 3,54 0,00 0,00
Oman 4,37 1,02 4,55 1,20
Österreich 1,19 0,28 13,31 3,52
Polen 2,05 0,48 1,20 0,32
Portugal 16,40 3,81 0,0 0,00
Schweiz 1,51 0,35 0,99 0,26
Spanien 17,09 3,97 23,71 6,27
USA 48,22 11,21 35,99 9,51

Das Länderrisiko resultiert zum Großteil aus Anleihenbeständen des Treasury-Portfolios.

Nachfolgend wird noch ergänzend die Entwicklung des Adressenausfallrisikos über das Geschäftsjahr 2013 dargestellt: → GRAFIK 4

GRAFIK 4 ENTWICKLUNG DES ADRESSENAUSFALLRISIKOS

Per 31. Dezember 2013 wurde ein Worst Case in Höhe von € 29,29 Mio. ermittelt.

Über das Jahr 2013 blieb das Adressenausfallrisiko der Baader Bank Gruppe auf einem sehr konstanten Niveau, ohne dass gravierende Schwankungen festzustellen waren. Das Exposure in den GIIPS-Staaten wurde von 9,22% per 31. Dezember 2012 auf 6,52% reduziert. Darüber hinaus konnte eine leichte Verbesserung in den Bonitäten der Kreditnehmer erzielt werden. Demzufolge beurteilt das Risikocontrolling das Adressenausfallrisiko derzeit als vertretbar und sieht keinen Handlungsbedarf.

4.2.3 Operationelles Risiko

Operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Hierzu gehören auch Rechtsrisiken. Ausgenommen sind strategische und Reputationsrisiken.

Die Einschätzung des Risikopotenzials, d.h. die konzernweite Identifizierung und Bewertung von Operationellen Risiken, wird anhand der jährlich von den OpRisk-Managern auszufüllenden Fragebögen bzw. durch spezielle Self Assessments durch das Risikocontrolling des übergeordneten Instituts vorgenommen. Die aus den Erhebungen resultierenden Ergebnisse werden dem Sicherheitskomitee der Baader Bank Gruppe zur Diskussion vorgelegt. Das Sicherheitsgremium prüft den vom Risikocontrolling vorgeschlagenen Handlungsbedarf hinsichtlich des Bedarfs und der Notwendigkeit an zusätzlichen Maßnahmen und unterbreitet der Konzernleitung einen entsprechenden Vorschlag. Die Konzernleitung entscheidet letztlich über dessen Einführung und gibt gegebenenfalls den Auftrag an das Sicherheitskomitee zur Umsetzung. Im quartalsweisen MaRisk-Bericht werden die Ergebnisse aus den Fragebögen an die Konzernleitung und den Aufsichtsrat berichtet.

Neben dem Ausfüllen der Fragebögen ist es Aufgabe der OpRisk-Manager, eingetretene Schäden aus Operationellen Risiken zu melden. Hierfür steht den OpRisk-Managern eine Anwendung zur Verfügung, in der eingetretene Schäden ab einer Schadenhöhe von € 1.000 zu erfassen sind. "Schaden" ist dabei folgendermaßen definiert: Ein Schaden ist ein finanzieller Verlust größer € 1.000, der unmittelbar mit dem Operationellen Risiko verbunden ist. Eingeschlossen sind hier auch unrealisierte Verluste in Form von Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Bedeutende Schadensfälle werden unverzüglich hinsichtlich ihrer Ursachen analysiert. Deshalb hat die Konzernleitung das Risikocontrolling beauftragt, Schadenfälle aus Operationellem Risiko an den Vorsitzenden des Baader Sicherheitsgremiums weiterzuleiten, wenn diese eine der folgenden Eigenschaften erfüllen:

Schadenfälle, deren Schadenssumme mindestens € 50.000 beträgt oder

Schadenfälle mit gleicher Ursache, die mindestens 10 Mal im Quartal aufgetreten sind oder

Schadenfälle mit gleicher Ursache, deren Gesamtschadenhöhe mindestens € 100.000 im Quartal beträgt.

Maßnahmen daraus werden ebenfalls quartalsweise im MaRisk-Bericht gemeldet. Im Geschäftsjahr 2013 wurden Schäden mit einer Gesamtsumme von € 0,92 Mio. gemeldet. Der größte Einzelschaden betrug hierbei € 0,75 Mio. und ist der Basel III-Kategorie "Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten" zuzuordnen.

Darüber hinaus sind zum Jahresende zwei nennenswerte Rechtsstreitigkeiten mit wesentlichen finanziellen Risiken bekannt. Selbst im Falle dessen, dass der Streitwert gänzlich zu Gunsten der Gegenpartei beschieden würde, wäre die finanzielle Auswirkung auf die Risikotragfähigkeit der Baader Bank Gruppe von nachrangiger Bedeutung.

Die Quantifizierung unerwarteter Verluste aus dem Operationellen Risiko erfolgt quartalsweise auf Basis historisch beobachteter Schäden innerhalb der Baader Bank Gruppe. Das Vorgehen orientiert sich am Loss Distribution Approach, wonach die Parameter einer Höhenverteilung sowie einer Häufigkeitsverteilung nach dem Maximum-Likelihood-Verfahren geschätzt werden, um einen Gesamtverlust pro Jahr zu ermitteln. Hierbei gehen die Annahmen ein, dass die Schadenhöhe log-normalverteilt ist, die Schadenanzahl einem Poissonprozess folgt und die Schäden unabhängig und identisch verteilt sind. Die Gesamtschadenverteilung wird mit Hilfe einer Statistiksoftware auf Basis der Monte-Carlo-Simulation geschätzt. Zur Ermittlung des Betrages, der mit Risikokapital zu unterlegen ist, wird für den unerwarteten Verlust das 99%-Quantil herangezogen. Nachfolgende Tabelle zeigt den VaR für das Operationelle Risiko im vergangenen Geschäftsjahr für die Baader Bank Gruppe: → TABELLE 18

TABELLE 18 VAR FÜR DAS OPERATIONELLE RISIKO IM GESCHÄFTSJAHR 2013 IN MIO.€

Value-at-Risk Operationelles Risiko März Juni September Dezember
VaR per Quartalsultimo 1,66 1,47 1,40 1,36

Per 31. Dezember 2013 wurde ein Worst Case in Höhe von € 6,99 Mio. ermittelt.

Zur Risikobegrenzung der Operationellen Risiken innerhalb der Baader Bank Gruppe wird auch hierfür von der Konzernleitung ein bestimmter Betrag an Risikokapital zur Verfügung gestellt. Die Überprüfung, ob das zur Verfügung gestellte Risikokapital (maximales Verlust-Limit) ausreicht, um unerwartete Verluste aus Operationellen Risiken zu decken, erfolgt täglich im Risikocontrolling und ist Bestandteil des täglichen Berichts an die Konzernleitung.

Für das Operationelle Risiko werden darüber hinaus quartalsweise Stresstests durchgeführt. Die Quantifizierung der Verluste aus Stresstests erfolgt analog zu dem Verfahren bei der Ermittlung unerwarteter Verluste. Im Stressfall wird hingegen das 99,9%-Quantil herangezogen. Das Ergebnis des Stresstests wird im MaRisk-Bericht an die Konzernleitung berichtet und findet im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung.

Insgesamt beurteilt das Risikocontrolling das Operationelle Risiko als unkritisch, da im vergangenen Geschäftsjahr deutliche Verbesserungen in den Prozessen und Verfahren erreicht werden konnten. Darüber hinaus konnte auch ein stetiger Rückgang des VaR für das Operationelle Risiko festgestellt werden. Das zur Verfügung gestellte Risikokapital war zu jeder Zeit ausreichend. Die technische Ausstattung an Risikosystemen konnte im vergangenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit als angemessen bewertet werden.

4.2.4 Liquiditätsrisiko

Im Rahmen des Liquiditätsrisikos ist sicherzustellen, dass Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden können. Hierbei wird grundsätzlich zwischen dem Marktliquiditätsrisiko, dem dispositiven Liquiditätsrisiko und dem strukturellen Liquiditätsrisiko unterschieden.

Das dispositive (kurzfristige) Liquiditätsrisiko (Liquiditätsrisiko im engeren Sinne) beschreibt die Gefahr, dass Kreditzusagen unerwartet in Anspruch genommen werden bzw. Einlagen unerwartet abgezogen werden (Abrufrisiko). Neben unerwarteten Abflüssen können zudem Verzögerungen bei Zahlungseingängen auftreten, was bedeutet, dass sich die Kapitalbindungsdauer von Aktivgeschäften unplanmäßig verlängert (Terminrisiko). Dies kann Auswirkungen auf das Nachkommen eigener Zahlungsverpflichtungen haben.

Die operative Steuerung und Sicherstellung der Zahlungsverpflichtungen erfolgt im Rahmen der kurzfristigen Liquiditätsdisposition und obliegt dem Bereich Treasury. Die enge Abstimmung des Handels mit Treasury sichert eine Koordination der täglichen Zahlungsströme aus diesen Bereichen. Besondere Liquiditätsbelastungen aus anderen Bereichen werden unverzüglich angezeigt. Der Bereich Payments und Treasury zeichnet für ein funktionierendes Liquiditätsmanagement Verantwortung. Des Weiteren wird täglich ein Liquiditätsstatus mit der aktuellen Liquiditätssituation erstellt. Der mittel- bis langfristige Liquiditätsüberschuss wird regelmäßig ermittelt, berichtet und dient zur Disposition der überschüssigen Liquidität sowie zum Treffen der entsprechenden Anlageentscheidung.

Die Sicherung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs ist durch diverse Kreditlinien und der Teilnahme am GC-Pooling-Markt gewährleistet. Zudem wird monatlich eine aussagekräftige Liquiditätsplanung durch Treasury erstellt, in der die voraussichtlichen Mittelzuflüsse den voraussichtlichen Mittelabflüssen gegenübergestellt werden. Die Überwachung der Liquiditätskennzahl gem. § 11 KWG in Verbindung mit der Liquiditätsverordnung erfolgt börsentäglich durch das Meldewesen.

Aufgrund der Eigenart dieses Risikos ist allerdings eine Quantifizierung und somit Hinterlegung mit Risikokapital nicht sinnvoll. Es wird hier verstärkt auf die Qualität des Risikomanagements geachtet.

Das strukturelle Liquiditätsrisiko (Refinanzierungsrisiko) beschreibt die Gefahr, dass sich die (barwertigen) Refinanzierungskosten durch eine mögliche Verteuerung des institutsindividuellen Spreads erhöhen. Nach einer Bonitätsverschlechterung können Passivgeschäfte nur zu schlechteren Konditionen abgeschlossen werden. Zudem können marktbedingte Veränderungen einen großen Einfluss haben. Steigt der Marktzins, wird tendenziell die Refinanzierung teurer. Die operative Passiv-Steuerung erfolgt durch die Begebung von Schuldscheindarlehen am Kapitalmarkt. Die somit gewonnene Liquidität wird im Wesentlichen fristenkongruent in EZB-fähige Anleihen investiert, welche wiederum im Rahmen der Offenmarktpolitik bei der Deutschen Bundesbank als Refinanzierungsfazilitäten oder im GC-Pooling-Markt hinterlegt werden können.

Durch die Erstellung von Liquiditätsablaufbilanzen und die Ermittlung potenzieller Liquiditätsunterdeckungen wird ein möglicher Refinanzierungsschaden quantifiziert. Es wird quartalsweise eine Refinanzierung zu aktuell gültigen Marktkonditionen der Refinanzierung im unerwarteten Fall gegenübergestellt. Im unerwarteten Fall fließen zum einen eine deutlich teurere Refinanzierung und zum anderen unerwartete Mittelabflüsse ein. Die Differenz stellt dann den entsprechenden Refinanzierungsschaden im unerwarteten Fall dar; diese wird im Zuge der Ermittlung der Risikotragfähigkeit berücksichtigt und ggf. mit Risikokapital unterlegt. Per 31. Dezember 2013 wurde für das strukturelle Liquiditätsrisiko ein Value at Risk in Höhe von € 0,00 Mio. berechnet, da im Normal Case keine Unterdeckung bestand und somit eine Refinanzierung nicht erforderlich war. Im Worst Case hingegen wurde ein Risiko in Höhe von € 3,79 Mio. ermittelt.

Des Weiteren existieren Wertpapiere mit unterschiedlicher Marktliquidität, wobei sich das Liquiditätsrisiko bei wenig liquiden Werten konkretisiert. Eine geringe Marktliquidität in einzelnen Handelsprodukten führt dazu, dass Transaktionen in diesen Produkten sowohl zum Eingehen als auch zum Auflösen von Positionen aufgrund der geringen oder nicht vorhandenen Marktliquidität beeinträchtigt oder nicht möglich sind. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden vom Risikocontrolling in regelmäßigen Abständen Auswertungen erstellt und an den jeweiligen Vorstand kommuniziert, welche als Entscheidungsgrundlage für erforderliche Maßnahmen dienen. Auf Basis einer Expertenschätzung wird quartalsweise das Risikopotenzial für das Marktliquiditätsrisiko ermittelt und entsprechend mit Risikokapital unterlegt. Per 31. Dezember 2013 wurde ein Risiko aus unerwarteten Verlusten in Höhe von € 0,32 Mio. und ein Worst Case Verlust in Höhe von € 0,93 Mio. durch die jeweiligen Experten geschätzt. Neben diesem Risikobetrag wird auf das operative Management des Marktliquiditätsrisikos als wesentliche Risikokategorie durch diverse Risikosteuerungs- und -controllingprozesse eingewirkt.

Die Überprüfung, ob das zur Verfügung gestellte Risikokapital ausreicht um unerwartete Verluste aus Liquiditätsrisiken zu decken, erfolgt quartalsweise im Risikocontrolling und ist Bestandteil des täglichen Berichts an die Konzernleitung.

Für das Liquiditätsrisiko werden darüber hinaus quartalsweise Stresstests durchgeführt. Die Quantifizierung der Verluste aus Stresstests erfolgt analog zu dem Verfahren bei der Ermittlung unerwarteter Verluste. Das Ergebnis des Stresstests wird im MaRisk-Bericht an die Konzernleitung berichtet und findet im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung.

Darüber hinaus wurde im vergangenen Geschäftsjahr intensiv an der Umsetzung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen bzgl. der Liquiditätskennziffern (LCR und NSFR) als wesentlicher Bestandteil der Liquiditätssteuerung gearbeitet. Ab März 2014 wird monatlich eine Meldung der LCR-Kennziffer an die Aufsicht erfolgen.

Insgesamt wurde für das strukturelle Liquiditätsrisiko im unerwarteten Fall kein Schadenspotenzial ermittelt. Das Risikopotenzial für das Marktliquiditätsrisiko ist im Vergleich zur verfügbaren Risikodeckungsmasse zu vernachlässigen. Die Baader Bank Gruppe hat darüber hinaus nur unwesentliche Engagements in liquiditätsmäßig engen Märkten. Demzufolge beurteilt das Risikocontrolling das Liquiditätsrisiko der Baader Bank Gruppe als unkritisch.

4.3 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage der Baader Bank Gruppe

Die Baader Bank Gruppe steuert die Ermittlung, Bewertung und Verringerung der wesentlichen und aufkommenden Risiken durch einen strukturierten Risikosteuerungs- und -controllingprozess sowie effektive Risikomanagementtools. Unser proaktiver Ansatz zur Identifizierung und Folgenabschätzung zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen dieser Risiken auf unsere finanziellen Ergebnisse sowie unsere langfristigen strategischen Ziele abzuschwächen. Durch die zentrale Einheit des Risikocontrollings, in der alle innerhalb der Baader Bank Gruppe bestehenden Risiken quantifiziert und überwacht werden, ist jederzeit sichergestellt, dass Interaktionen zwischen den Risikoarten sofort erkannt und unmittelbar Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

Das Jahr 2013 hat weiterhin eine verstärkte Regulierung in der Finanzdienstleistungsbranche hervorgebracht. Wir konzentrieren uns daher auch darauf, dass wir proaktiv handeln, um politische oder aufsichtsrechtliche Änderungen zu identifizieren und deren mögliche Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell oder unsere Prozesse zu bewerten.

Im Rahmen unserer Risikostrategie wurde von der Konzernleitung im Geschäftsjahr 2013 nur ein Teil des verfügbaren Risikokapitals zur Deckung unerwarteter Verluste zur Verfügung gestellt. Die Aufteilung auf die einzelnen Risikoarten berücksichtigt insbesondere das aktuell bestehende Risikopotenzial in den einzelnen Risikoarten, die Geschäftsstrategie für die folgenden Jahre sowie die Markterwartungen. Es werden keine risikoreduzierenden Korrelationseffekte zwischen den Risikoarten angenommen, d.h. die Baader Bank Gruppe verfolgt auch hier einen äußerst konservativen Ansatz. Da unter diesen Voraussetzungen die Risikotragfähigkeit für die Baader Bank Gruppe jederzeit gewährleistet ist, trotz der Prämisse, dass die bankaufsichtlichen Mindestkapitalanforderungen gem. SolvV nicht ins Risiko gestellt werden dürfen, beurteilt das Risikocontrolling die gesamte Risikosituation der Baader Bank Gruppe als unbedenklich.

Trotz des weiterhin schwierigen Marktumfeldes und der permanent steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen wird die Risikolage der Baader Bank Gruppe als sehr stabil eingeschätzt. Die Baader Bank Gruppe hat sich durch eine komfortable finanzielle Ausstattung und enorme Verbesserungen - in technischer und in prozessualer Hinsicht - in den Risikosteuerungs- und -controllingprozessen für die Herausforderungen der kommenden Jahre gewappnet.

5 Prognosebericht

Ausblick auf den Markt im Jahre 2014

Mit der Lösung des US-Budgetstreits wird das Thema Staatsbankrott die Finanzmärkte im Jahr 2014 nicht mehr belasten. Zudem ist die seit Mai 2013 andauernde Anlegerverunsicherung über Art und Umfang des Taperings beendet. Mit der Drosselung des Anleihenaufkaufprogramms der US-Notenbank von monatlich 85 auf 65 Mrd. US-Dollar ab Januar 2014 wurden Fakten geschaffen. Um die einsetzende Konjunkturerholung Amerikas nicht zu gefährden, wird die Fed ihre offensive Rettungspolitik jedoch nur in Trippelschritten zurückfahren. Bei entsprechender Datenlage ist sogar eine Wiederaufnahme verstärkter Anleihenaufkäufe möglich. Die Liquiditätsausstattung in den USA wird damit zunächst weiter zunehmen. Grundsätzlich sorgt die Beibehaltung des Niedrigzinsniveaus der Fed für noch unbestimmte Zeit für Beruhigung an den Anleihe- und Aktienmärkten.

In Euroland steht der Höhepunkt der geldpolitischen Offensive der EZB erst noch bevor. Die deflationäre Entwicklung in den Peripheriestaaten beobachtet sie mit Sorge. Ihre Optionen bewegen sich von weiteren Zinssenkungen über negative Einlagezinsen auf geparktes Geld bis zu Anleihenaufkäufen von Staatstiteln zur weiteren Renditesenkung. Im Extremfall könnte die EZB mit außerordentlichen Liquiditätsmaßnahmen sogar die Kreditvergabe der Geschäftsbanken stimulieren. Als geldpolitisches Nebenprodukt verhindert sie damit auch einen zu festen Euro. Die Bank of Japan wird ebenfalls ihre Liquiditätsoffensive verstärken, um das von ihr angepeilte Inflationsniveau von zwei Prozent bis 2015 zu erreichen.

Früher sind Liquiditätsblasen an den Aktienmärkten wie zu Zeiten der Dotcom-Euphorie 2000 oder der Immobilienhausse 2008 insbesondere durch Zinserhöhungen zerstört worden. Wegen der nach wie vor schwelenden Krisenherde werden derartige Liquiditäts- und Zinswenden jedoch ausbleiben. Das positive Aktienumfeld hält damit an. Nicht zuletzt findet die hervorragende Liquiditätsausstattung ihren Niederschlag in Aktienrückkäufen, höheren Gewinnausschüttungsquoten und vermehrten Fusionen und Übernahmen von Unternehmen.

Die sich bessernden Fundamentaldaten sprechen ebenso für Aktien. Die Konjunkturerwartungen des ifo Instituts lassen erwarten, dass die deutsche Wirtschaft an Dynamik gewinnt. Darauf folgen mit einer Zeitverzögerung von etwa sechs Monaten im Regelfall auch steigende Unternehmensgewinne, was den Aktienbewertungen zu Gute kommt.

Die Entwicklung der Geschäftsfelder der Baader Bank Gruppe

Das Market Making sollte auch 2014 von den verbesserten Rahmenbedingungen, speziell von tendenziell steigenden Aktiennotierungen und höheren Umsätzen im börslichen und außerbörslichen Handel, profitieren können. Das Umfeld wird geprägt von einer anziehenden US-Konjunktur, anhaltendem Wachstum in Euroland - speziell in Deutschland. Die Baader Bank geht hierbei von einem Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts von 1,7% aus. Da gleichzeitig die Geldpolitik der Notenbanken weiterhin für eine ausgezeichnete Liquiditätsausstattung sorgen wird, dürfte die Risikoaversion der Investoren weiter abnehmen. Der Anlegerfokus wird aus Sicht der Bank im Jahre 2014 weiterhin auf der Aktie liegen; Rententitel werden dagegen unter dem niedrigen nominellen und realen Zinsniveau und zunehmender Angst vor einer Zinswende leiden. Aus Sicht der Baader Bank besteht - anders als bei Aktien und Immobilien - im Rentenmarkt die Gefahr einer massiven Blasenbildung. Ein freundliches Börsenklima sollte sukzessive mehr Firmen an die Börse führen und eröffnet damit Chancen, weitere Spezialisten-Mandate zu gewinnen.

Die Bank wird weiterhin die Optimierung der bestehenden börslichen Handelsmodelle unterstützen und die Konsolidierung der Branche der Skontroführer/ Spezialisten aktiv begleiten. Erste positive Impulse werden aus der Partnerschaft mit der BX Berne eXchange erwartet. Im außerbörslichen Handel soll die Zahl der angebundenen Online-Banken/-Broker weiter gezielt ausgebaut und das jeweilige Leistungsspektrum optimiert werden. Positive Beiträge erwartet die Bank aus der stärkeren Nutzung der im Herbst 2013 eingeführten Big Data Analyse-Anwendungen der Clueda AG.

Für das Investment Banking dürften sich ebenfalls positive Impulse durch die verbesserten Rahmenbedingungen ergeben. Das Kapitalmarktumfeld bildet eine gute Basis für die Aufnahme von Eigen- und Fremdkapitalemissionen. Die Fokussierung des Hauses auf die Rolle als Broker für die D/A/CH-Region bietet die Chance, dass die Bank noch stärker von institutionellen Investoren für den Handel und von schweizerischen Unternehmen für Corporate Finance Transaktionen genutzt wird. Die von Helvea betreuten Investoren profitieren davon, neben schweizerischen Aktien künftig auch deutsche und österreichische Werte sowie Anleihen, Fonds / ETFs und Derivate handeln zu können, während die von der Baader Bank betreuten Anleger künftig auch Zugang zu schweizerischen Titeln haben.

Der Rentenhandel mit institutionellen Kunden wird auch 2014 weiterhin von den niedrigen Zinsen beeinträchtigt. Anleger suchen weiterhin nach interessanteren Asset-Klassen. Folglich ist in diesem Bereich auch 2014 eine Steigerung des Ergebnisses nicht sehr wahrscheinlich.

Die Fokussierung des Hauses auf die Rolle als Broker für die D/A/CH-Region bietet die Chance, dass die Bank noch stärker als erwartet von Unternehmen und institutionellen Investoren für den Handel von Kapitalmarktinstrumenten genutzt werden kann. Besonders attraktiv wären Mandate für Börsengänge oder Fremdkapitalemissionen, die sich in höheren Provisionseinnahmen niederschlagen würden.

Eine weiterhin positive Entwicklung erwartet die Bank bei der Tochtergesellschaft Baader & Heins Capital Management AG. Das Produktangebot wird sukzessive um die Vermittlung von Unternehmens-Schuldscheinen ausgeweitet, um damit entsprechende Anlagepräferenzen von institutionellen Investoren zu bedienen. Einen spürbaren Mittelzufluss erwartet die Bank bei der Skalis AG und bei der Conservative Concept Portfolio Management AG, die ebenfalls neue Fonds auflegen wird.

Bei der Gulf Baader Capital Markets wird eine Stabilisierung der Ergebnislage auf hohem Niveau erwartet.

Eine Bereicherung des Leistungsspektrums der Baader Bank stellt die Beteiligung an der Ophirum ETP GmbH dar. Sie ist ein Emissionsvehikel, das besicherte Inhaberschuldverschreibungen auf Edelmetalle in Form von Exchange Traded Products emittieren soll. Der Start ist für das erste Halbjahr 2014 geplant.

Vor dem Hintergrund anhaltend fordernder Rahmenbedingungen wird die Baader Bank Gruppe auch 2014 spürbar in die Qualifikation der Mitarbeiter investieren und erhebliche Investitionen zur Sicherstellung der Technologieführerschaft tätigen. Das erwartete positive Markt- und Börsenklima sollte sich vor allem in einem deutlichen Anstieg des Handelsergebnisses niederschlagen. Dazu wird überwiegend der zunehmende Handelsumsatz mit deutschen und internationalen Aktien beitragen. Ein leicht über dem Vorjahresergebnis liegender Beitrag wird für das Provisionsergebnis prognostiziert. Wenig verändert dürfte das Zinsergebnis ausfallen. Hierfür sprechen die Fortsetzung der Niedrigzinsphase und der getätigte Abbau von Länderrisiken durch den Verkauf von ausländischen Staatsanleihen. Ein steigender Ergebnisbeitrag ist von den Tochtergesellschaften zu erwarten. Das Ergebnis der Gruppe wird 2014 noch durch die Kosten für die Umsetzung der zahlreichen aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie die Integration der Helvea belastet. Gleichwohl ist im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr mit einem geringfügigen Anstieg des Ergebnisses nach Steuern zu rechnen. Nach den derzeitigen Erwartungen - und unter der Voraussetzung, dass keine außerordentlichen und derzeit nicht vorhersehbaren Ereignisse zu einer Beeinträchtigung der Ertragskraft führen - wird für das Geschäftsjahr 2015 eine spürbare Ergebnissteigerung möglich sein.

 

Unterschleißheim, den 12. März 2014

Baader Bank AG

Der Vorstand

Uto Baader

Nico Baader

Dieter Brichmann

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Baader Bank AG und des Konzerns unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstands überwacht und begleitet. Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. Abweichungen des Geschäftsverlaufs und der Ergebnisentwicklung von den Plänen und Zielen wurden im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat geprüft. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden.

Die strategische Ausrichtung mit dem Ziel zusätzliche Erträge zu generieren, die Neustrukturierung von bestehenden Geschäftsfeldern und die Aufnahme neuer Aktivitäten wurden vom Aufsichtsrat intensiv begleitet. Zudem unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat in seinen monatlichen Berichten fortlaufend über die wichtigsten Kennzahlen zur finanziellen Entwicklung und der Risikosituation der Baader Bank AG und des Konzerns. Gegenstand regelmäßiger Beratungen waren die Unternehmenszahlen, die Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns einschließlich der Tochterunternehmen, sowie die Entwicklung sämtlicher Geschäftsbereiche. Soweit auf Grund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen.

Im Berichtsjahr haben fünf Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden. Schwerpunkte der Beratungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten vor allem die Entwicklung des neuen Geschäftsbereiches Investment Banking, die Risiken im Treasury-Bestand sowie das Eingehen von strategischen Beteiligungen. Der Aufsichtsrat wurde intensiv in den Erwerbsprozess der Schweizer Firma Helvea eingebunden; er hat sich darüber hinaus auch laufend über deren Entwicklung und den Fortgang des Integrierungsprozesses der Helvea informieren lassen. Weitere Themen waren das Notfallmanagement, die Kredit- und Limitkompetenz und Vergütungssysteme für Vorstand und Mitarbeiter. Darüber hinaus waren die Positionierung der Baader Bank AG, ihre finanzielle Entwicklung und die ihrer Tochterunternehmen, wichtige Geschäftsereignisse sowie die aktuellen Veränderungen im Börsenumfeld insbesondere an der Frankfurter Wertpapierbörse Gegenstand der Beratungen. Der Compliance- Beauftragte legte dem Aufsichtsratsvorsitzenden halbjährlich seinen ausführlichen Bericht vor.

In der Sitzung am 13. Dezember 2013 wurde eingehend über die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Unternehmensplanung der Baader Bank beraten.

Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben informiert, die von besonderer Bedeutung waren. Sofern erforderlich, wurden Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Ihm wurden die Protokolle der Vorstandssitzungen zeitnah zur Verfügung gestellt.

Die von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer Clostermann & Jasper Partnerschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, haben den Jahresabschluss und den Lagebericht der Baader Bank AG zum 31. Dezember 2013 sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2013 nach HGB-Grundsätzen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, zuletzt geändert durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ("BilMoG"), sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute ("RechKredV") aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner heutigen Bilanzsitzung des Aufsichtsrats den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Baader Bank AG sowie den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht und den Abhängigkeitsbericht unter Einbeziehung des Prüfungsberichts intensiv geprüft. Die Prüfungsberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der heutigen Bilanzsitzung des Aufsichtsrats in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der Baader Bank AG und des Konzerns sowie das Risikomanagementsystem erläutert. Der Abschlussprüfer stellte Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung dar und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung sowie darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems vorlägen. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Die Abschlussprüfer Clostermann & Jasper Partnerschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, haben den Abhängigkeitsbericht des Vorstands entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2013 in seiner heutigen Sitzung gebilligt. Der Jahresabschluss 2013 ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 0,01 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2013 die Vorstandsbestellung von Herrn Uto Baader für weitere drei Jahre beschlossen. Herr Dieter Silmen ist in gegenseitigem Einvernehmen zum 31. Dezember 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Unterschleißheim, den 21. März 2014

Der Aufsichtsrat

Dr. Horst Schiessl, Vorsitzender

Konzern-Jahresabschluss

Konzern-Bilanz zum 31.12.2013

Aktiva

in €   31.12.2013 31.12.2012
1. Barreserve          
a) Kassenbestand   312,50   1.787,68  
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken   11.152.426,18 11.152.738,68 1.370.740,47 1.372.528,15
darunter:          
bei der Deutschen Bundesbank € 11.152.426,18          
2. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig   70.109.125,29   51.634.423,63  
b) andere Forderungen   13.214.964,87 83.324.090,16 9.126.063,70 60.760.487,33
3. Forderungen an Kunden     34.665.120,27   34.949.761,92
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert € 0,00          
Kommunalkredite € 0,00          
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Anleihen und Schuldverschreibungen          
aa) von öffentlichen Emittenten   24.892.519,84   23.855.157,55  
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 20.038.254,26          
ab) von anderen Emittenten   263.956.065,99 288.848.585,83 221.322.149,09 245.177.306,64
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 147.773.535,50          
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere     33.641.399,76   11.109.010,65
5a. Handelsbestand     51.707.689,46   59.749.677,63
6. Beteiligungen     2.057.970,13   1.440.083,31
darunter:          
an Kreditinstituten € 0,00          
an Finanzdienstleistungsinstituten € 0,00          
7. Anteile an assoziierten Unternehmen     8.184.741,54   4.268.743,53
darunter:          
an Kreditinstituten € 0,00          
an Finanzdienstleistungsinstituten € 0,00          
8. Immaterielle Anlagewerte          
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   22.726.012,60   24.048.025,96  
b) Geschäfts- oder Firmenwert   11.705.343,09   11.695.018,00  
c) geleistete Anzahlungen   847.150,94 35.278.506,63 1.607.044,13 37.350.088,09
9. Sachanlagen     47.691.658,43   45.847.040,11
10. Sonstige Vermögensgegenstände     10.864.021,36   8.882.541,17
11. Rechnungsabgrenzungsposten     2.347.537,31   1.121.439,54
12. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung     8.101.086,15   4.108.204,37
Summe Aktiva     617.865.145,71   516.136.912,44

Passiva

         

in €
31.12.2013 31.12.2012
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig   18.042.846,46   7.265.670,92  
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   91.533.324,77 109.576.171,23 57.928.406,80 65.194.077,72
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) andere Verbindlichkeiten          
aa) täglich fällig   127.729.394,09   100.625.967,99  
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   224.923.189,96 352.652.584,05 196.444.709,34 297.070.677,33
3. Handelsbestand     4.754.137,28   1.619.373,58
4. Sonstige Verbindlichkeiten     5.480.786,83   3.919.208,36
5. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   1.284.049,33   859.976,08  
b) Steuerrückstellungen   682.477,83   441.210,89  
c) andere Rückstellungen   8.051.627,08 10.018.154,24 8.108.250,99 9.409.437,96
6. Fonds für allgemeine Bankrisiken     25.170.000,00   27.300.000,00
7. Eigenkapital          
a) ausgegebenes Kapital          
aa) gezeichnetes Kapital 45.908.682,00     45.908.682,00  
ab) Nennbetrag eigener Aktien - 276.996,00 45.631.686,00   - 859.658,00  
b) Kapitalrücklage   31.431.265,61   31.431.265,61  
c) Gewinnrücklagen          
ca) andere Gewinnrücklagen 30.015.103,03     24.657.870,87  
cb) Rücklage aus Währungsumrechnung - 122.585,83 29.892.517,20   197.371,13  
d) Anteile Minderheitsgesellschafter   2.141.498,59   1.850.031,30  
e) Bilanzgewinn   1.116.344,68 110.213.312,08 8.438.574,58 111.624.137,49
Summe Passiva     617.865.145,71   516.136.912,44
Eventualverbindlichkeiten          
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen     7.583,00   7.583,00
Andere Verpflichtungen          
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen     1.747.488,89   866.587,96

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01.2013 bis 31.12.2013

in € 31.12.2013 31.12.2012
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 974.313,13     1.256.379,73  
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 14.288.279,12 15.262.592,25   13.909.461,14  
2. Zinsaufwendungen   - 10.747.475,92 4.515.116,33 - 10.231.746,88 4.934.093,99
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren   1.670.537,72   1.555.271,20  
b) Beteiligungen   9.639,00 1.680.176,72 14.458,50 1.569.729,70
4. Provisionserträge   71.044.975,53   54.825.614,20  
5. Provisionsaufwendungen   - 21.508.589,80 49.536.385,73 - 15.635.260,21 39.190.353,99
6. Nettoertrag des Handelsbestands     42.612.558,11   35.513.580,48
7. Sonstige betriebliche Erträge     1.922.887,26   1.420.373,74
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter - 50.152.202,24     - 44.668.743,34  
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 5.132.176,52 - 55.284.378,76   - 5.674.219,23  
darunter:          
für Altersversorgung € - 929.783,92          
b) andere Verwaltungsaufwendungen   - 40.110.558,41 - 95.394.937,17 - 34.696.855,78 - 85.039.818,35
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen     - 9.975.881,56   - 8.187.631,71
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen     - 1.218.591,94   - 870.427,32
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     5.712.542,20   20.029.721,95
Übertrag     - 609.744,32   8.559.976,47
12. Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken     2.130.000,00   2.800.000,00
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     0,00   - 119.602,76
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     9.999,00   0,00
15. Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen     - 43.264,38   - 105.405,17
16. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     1.486.990,30   11.134.968,54
17.: Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     - 1.035.076,67   - 1.744.371,66
18. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 18. ausgewiesen     - 233.649,93   - 107.291,48
19. Jahresüberschuss     218.263,70   9.283.305,40
20. Minderheitsgesellschaftern zustehender Jahresüberschuss     - 399.828,54   - 472.988,85
21. Gewinnvortrag     656.990,28   1.030.181,15
22. Entnahmen aus Gewinnrücklagen          
a) aus anderen Gewinnrücklagen   2.699.007,45 2.699.007,45 617.303,98 617.303,98
23. Einstellungen in Gewinnrücklagen          
a) in andere Gewinnrücklagen   - 2.058.088,21 - 2.058.088,21 - 2.019.227,10 - 2.019.227,10
24. Bilanzgewinn     1.116.344,68   8.438.574,58

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2012 und 31.12.2013

Geschäftsjahr 2012

  Mutterunternehmen
  Gezeichnetes Kapital   Erwirtschaftetes Konzernergebnis    
in T€ Stammaktien Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn Eigene Anteile Eigenkapital
Stand 1. Januar 2012 45.909 31.431 23.830 2.388 - 582 102.976
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0 0 0
Erwerb / Einziehung eigener Anteile 0 0 - 234 0 - 278 - 512
Gezahlte Dividenden 0 0 0 - 1.357 0 - 1.357
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 - 340 0 0 - 340
Konzernjahresergebnis 0 0 0 8.810 0 8.810
Übriges Konzernergebnis 0 0 0 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 0 8.810 0 8.810
Neutrale Ergebnisveränderungen 0 0 1.402 - 1.402 0 0
Stand 31. Dezember 2012 45.909 31.431 24.658 8.439 - 860 189.577
  Eigenkapitaldifferenz Minderheitsgesellschafter  
in T€ aus Währungsumrechnung Minderheitenkapital Konzerneigenkapital
Stand 1. Januar 2012 190 1.865 105.031
Ausgabe von Anteilen 0 0 0
Erwerb / Einziehung eigener Anteile 0 0 - 512
Gezahlte Dividenden 0 - 373 - 1.730
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 - 115 - 455
Konzernjahresergebnis 0 473 9.283
Übriges Konzernergebnis 7 0 7
Konzerngesamtergebnis 7 473 9.210
Neutrale Ergebnisveränderungen 0 0 0
Stand 31. Dezember 2012 197 1.850 111.624

Geschäftsjahr 2013

  Mutterunternehmen
  Gezeichnetes Kapital   Erwirtschaftetes Konzernergebnis    
in T€ Stammaktien Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn Eigene Anteile Eigenkapital
Stand 1. Januar 2013 45.909 31.431 24.658 8.439 - 860 109.577
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0 0 0
Erwerb / Einziehung eigener Anteile 0 0 555 0 583 1.138
Gezahlte Dividenden 0 0 0 - 2.282 0 - 2.282
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 - 58 0 0 - 58
Übrige Veränderungen 0 0 5.501 - 5.500 0 1
Konzernjahresergebnis 0 0 0 - 182 0 - 182
Übriges Konzernergebnis 0 0 0 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 0 - 182 0 - 182
Neutrale Ergebnisveränderungen 0 0 - 641 641 0 0
Stand 31. Dezember 2013 45.909 31.431 30.015 1.116 - 277 108.194
  Eigenkapitaldifferenz Minderheitsgesellschafter  
in T€ aus Währungsumrechnung Minderheitenkapital Konzerneigenkapital
Stand 1. Januar 2013 197 1.850 111.624
Ausgabe von Anteilen 0 0 0
Erwerb / Einziehung eigener Anteile 0 0 1.138
Gezahlte Dividenden 0 - 107 - 2.389
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 - 58
Übrige Veränderungen 0 - 1 0
Konzernjahresergebnis 0 400 218
Übriges Konzernergebnis - 320 0 - 320
Konzerngesamtergebnis - 320 400 - 102
Neutrale Ergebnisveränderungen 0 0 0
Stand 31. Dezember 2013 - 123 2.142 110.213

Konzern-Kapitalflussrechnung

in T€ 2013 2012
1. Periodenergebnis (inkl. Ergebnisanteilen von Minderheitengesellschaftern) 218 9.283
Im Periodenergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow der normalen Geschäftstätigkeit:    
2. Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Forderungen und Gegenstände des Anlagevermögens 9.511 10.353
3. Veränderung der Rückstellungen 375 558
4. andere zahlungsunwirksame Aufwendungen - 2.786 - 5.507
5. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Anlagevermögen 6 501
6. sonstige Anpassungen (Saldo) - 4.124 - 9.758
7. Zwischensumme 3.200 5.430
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit:    
8. Forderungen    
8a. an Kreditinstitute - 6.917 15.048
8b. an Kunden 5.426 - 14.759
9. Wertpapiere (soweit nicht Anlagevermögen) - 57.284 17.033
10. andere Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit - 6.447 2.268
11. Verbindlichkeiten    
11a. gegenüber Kreditinstituten 12.810 - 19.473
11b. gegenüber Kunden 22.309 - 21.021
12. Handelspassiva 3.135 - 290
13. andere Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit 506 274
14. erhaltene Zinsen und Dividenden 16.049 19.738
15. gezahlte Zinsen - 10.099 - 10.113
16. Ertragssteuerzahlungen - 1.826 133
17. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit - 19.138 - 5.732
18. Einzahlungen aus Abgängen des    
18a. Finanzanlagevermögens 10 55
18b. Sachanlagevermögens und immateriellen Anlagevermögens 0 0
19. Auszahlungen für Investitionen in das    
19a. Finanzanlagevermögen - 4.577 0
19b. Sachanlagevermögen und immaterielle Anlagevermögen - 7.019 - 20.842
20. Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten - 13.563 - 455
21. Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 25.149 - 21.242
22. Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter    
22a. Dividendenzahlungen - 2.389 - 1.730
22b. sonstige Zahlungen 1.138 - 512
23. Mittelveränderungen aus sonstigem Kapital (Saldo) 57.759 16.324
24. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 56.508 14.081
25. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe 17, 21 und 24) 12.221 - 12.893
26. wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 13.204 7
27. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 8.746 21.631
28. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 34.171 8.745

Konzern-Anhang

I. Grundlagen

Der Konzernabschluss der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr 2013 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute ("RechKredV") aufgestellt worden. Die Vorschriften des Aktiengesetzes wurden beachtet.

Der Konzernabschluss orientiert sich auch an den vom Deutschen Standardisierungsrat (DSR) verabschiedeten und vom Bundesministerium der Justiz (BMJ) gemäß § 342 Absatz 2 HGB bekannt gemachten Standards.

Neben der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und -verlustrechnung enthält der Konzernabschluss als weitere Komponenten einen Eigenkapitalspiegel, eine Kapitalflussrechnung sowie einen Konzernanhang. Das Wahlrecht gemäß § 297 Absatz 1 Satz 2 HGB wurde nicht in Anspruch genommen und auf eine Segmentberichterstattung verzichtet.

Zum Zweck der Übersichtlichkeit sind die Werte in Tausend € ausgewiesen.

Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2013. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Bei der Bewertung der im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden werden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze (§§ 252 ff. HGB), die besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie die für Kreditinstitute geltenden besonderen Bewertungsvorschriften (§§ 340a ff. HGB) beachtet.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit einzelne Posten in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst werden, erfolgt eine Aufgliederung im Anhang.

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Barreserve

Die Bestände der Barreserve sind zum Nennbetrag bewertet.

Forderungen

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind grundsätzlich mit dem Nominalbetrag oder den Anschaffungskosten ausgewiesen und werden um erforderliche Wertberichtigungen in ausreichendem Maße gekürzt.

Wertpapiere (ohne Handelsbestand)

Wertpapiere sind, sofern sie zu Handelszwecken gehalten werden, wie im separaten Abschnitt "Handelsbestand" beschrieben, bewertet.

Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, sind als Finanzanlagen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip entsprechend § 253 Absatz 1 und 3 HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung wird berücksichtigt.

Sofern erforderlich werden Zuschreibungen nach dem Wertaufholungsgebot (§ 253 Absatz 5 HGB) vorgenommen. Von der gemäß § 340c Absatz 2 HGB zulässigen Aufrechnung wird Gebrauch gemacht. Das Bewertungswahlrecht gemäß § 340e Absatz 1 Satz 3 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 3 Satz 4 HGB wird nicht in Anspruch genommen. Die Baader Bank AG hat zum Bilanzstichtag Wertpapiere des Anlagevermögens mit einem Buchwert in Höhe von T€ 23.595 im Bestand. Der Ausweis erfolgt unter den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie unter den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren.

Wertpapiere, die weder dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, noch dem Handelsbestand zugeordnet sind, werden als Umlaufvermögen nach dem strengen Niederstwertprinzip gemäß § 253 Absatz 1 und 4 HGB mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise mit den niedrigeren Börsenwerten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Der beizulegende Zeitwert gemäß § 255 Absatz 4 HGB entspricht grundsätzlich dem Marktpreis. Ist zum Bilanzstichtag kein Marktpreis feststellbar, leitet sich der beizulegende Zeitwert für Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere aus dem theoretischen Preis ab. Der theoretische Preis für Zinsprodukte wird nach der AIBD-ISMA-Methode ermittelt. Für Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden die Discounted-Cash-Flow-Methode und die Peer-Group-Analyse angewendet. Sofern für derivative Finanzinstrumente kein aktiver Markt vorliegt, erfolgt die Ermittlung des Zeitwerts mittels des Black-Scholes-Modells aus dem Marktpreis der einzelnen Bestandteile des Derivats. Sofern kein beizulegender Zeitwert ermittelbar ist, werden die Anschaffungskosten im Sinne des § 255 Absatz 4 Satz 4 HGB fortgeführt.

Handelsbestand

Die Bewertung der Finanzinstrumente des Handelsbestandes erfolgt bei Zugang mit den Anschaffungskosten. Die Folgebewertung geschieht entsprechend § 340e Absatz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bei finanziellen Vermögensgegenständen bzw. zuzüglich eines Risikozuschlags bei finanziellen Verpflichtungen. Hinsichtlich der Ableitung von Zeitwerten wird auf den separaten Abschnitt "Wertpapiere (ohne Handelsbestand)" verwiesen.

Ausgangspunkt für die Ermittlung des Risikoabschlags bzw. -zuschlags ist der Value-at-Risk ("VAR"). Der Value-at-Risk bezeichnet dabei ein Risikomaß, das angibt, welchen Wert der Verlust des betrachteten Portfolios mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit und in einem gegebenen Zeithorizont nicht überschreitet. Zur Ermittlung der Markpreisrisiko- ("VAR") -Werte verwendet die Baader Bank AG den Monte-Carlo-Simulations-Ansatz. Bei der Berechnung wird ein Konfidenzniveau von 99 % unterstellt und bis zu 100 Beobachtungstage berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2013 werden der Berechnung, aufgrund einer vierteljährlichen Überprüfung der Parametrisierung, bestandsindividuelle Haltedauern zwischen sechs Stunden und 16 Tagen zugrunde gelegt. Aus der Neuausrichtung der Parametrisierung ergab sich zum 31. Dezember 2013 keine wesentliche Veränderung des Risikoabschlags.

Der Value-at-Risk wird zu jedem Monatsultimo für alle Eigenhandelsbestände ermittelt. Zusätzlich zum Value-at-Risk wird der Risikoabschlag um Risikobeiträge im Zusammenhang mit Emissions- und Kundenhandelsbeständen ergänzt.

Umwidmung

Für die Zuordnung von Forderungen und Wertpapieren zum Handelsbestand, zur Liquiditätsreserve oder zu den wie Anlagevermögen bewerteten Vermögensgegenständen ist jeweils die Zweckbestimmung zum Erwerbszeitpunkt maßgebend (§ 247 Absatz 1 und 2 HGB).

Eine Umgliederung in den Handelsbestand ist ausgeschlossen und eine Umgliederung aus dem Handelsbestand erfolgt nur dann, wenn außergewöhnliche Umstände, insbesondere schwerwiegende Beeinträchtigungen der Handelbarkeit der Finanzinstrumente, zu einer Aufgabe der Handelsabsicht führen.

Eine Umwidmung zwischen den Kategorien Liquiditätsreserve und wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände wird vorgenommen, wenn sich die festgelegte Zweckbestimmung seit deren erstmaligem Ansatz geändert hat und dies dokumentiert ist. Die Umwidmung der Forderungen beziehungsweise Wertpapiere erfolgt zum Zeitpunkt der Änderung der Zweckbestimmung.

Der Baader Konzern hat im Geschäftsjahr 2013 für eine bislang im Handelsbestand gehaltene Aktie einen Test auf Vorliegen eines inaktiven Marktes durchgeführt. Zur Beurteilung wurden die folgenden Kriterien zu Grunde gelegt:

Hohe Geld-Brief Taxe,

geringes Handelsvolumen,

signifikant schwankende Marktpreise im Zeitablauf,

Höhe des Streubesitzes (Free Float) sowie

Anzahl der im Markt vorhandenen Käufer.

Als hochliquider Referenzmarkt wurde der DAX (Deutscher Aktienindex) herangezogen.

Der Konzernvorstand hat die Umwidmung des untersuchten Bestands vom Handelsbestand in den Anlagebestand (wie Anlagevermögen bewertete Wertpapiere) auf Basis der gesetzlichen Regelungen, der Verlautbarungen des IDW sowie der herrschenden Literaturmeinung wegen des Vorliegens eines inaktiven Marktes in Verbindung mit der Aufgabe der Handelsabsicht vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung des Bestands beschlossen.

Der Bestand wurde im historischen Zugangszeitpunkt nach § 340e Absatz 1 HGB i.V.m. § 255 Absatz 1 HGB mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgte gemäß § 340e Absatz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags. Der Risikoabschlag wurde auf Value-at-Risk-Basis ermittelt. Die Umwidmung des Bestands erfolgt zum beizulegenden Zeitwert im Umwidmungszeitpunkt. Bei der Umwidmung bleibt der Risikoabschlag unberücksichtigt. Maßgeblicher Zeitpunkt für die Umwidmung ist der 1. Januar 2013 0.00 Uhr (Eröffnungsbilanzbuchung 2013). Der beizulegende Zeitwert in Höhe von T€ 13.595 zum Umwidmungszeitpunkt gilt als Anschaffungskosten für die Folgebewertung. Dieses Vorgehen entspricht § 255 Abs. 4 Satz 4 HGB. Im Geschäftsjahr 2013 erfolgte eine unwesentliche Teilveräußerung des Bestandes in Höhe von T€ 245. Der Baader Konzern ist auf Grundlage seiner Liquiditätssituation im Stande, den Bestand auf unbestimmte Zeit zu halten.

Auswirkungen auf den Jahresüberschuss des Baader Konzerns haben sich durch die Umwidmung nicht ergeben.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzgeschäfte wurden wie folgt bilanziert und bewertet:

Gezahlte Optionsprämien aus dem Kauf von Kauf- bzw. Verkaufsoptionen werden als aktivischer Handelsbestand bilanziert und mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet.

Vereinnahmte Optionsprämien aus dem Verkauf von Kauf- bzw. Verkaufsoptionen werden als passivischer Handelsbestand bilanziert und mit dem beizulegenden Zeitwert zuzüglich eines Risikozuschlags bewertet.

Marginforderungen aus Futuregeschäften werden als sonstige Vermögensgegenstände bilanziert und zum Nennbetrag bewertet.

Marginverpflichtungen aus Futuregeschäften werden als sonstige Verbindlichkeiten bilanziert und zum Nennbetrag bewertet.

Beteiligungen und Anteile an assoziierten Unternehmen

Beteiligungen und Anteile an assoziierten Unternehmen sind gemäß den für das Anlagevermögen geltenden Regelungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe, die zu einer Abschreibung geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten. Darüber hinaus wird auf den separaten Abschnitt "Wertpapiere (ohne Handelsbestand)" verwiesen.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Der Baader Konzern weist seine EDV-Standard-Software unter den immateriellen Anlagewerten aus. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 150,00 (netto) werden sofort erfolgswirksam im Aufwand erfasst. Darüber hinaus werden geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 1.000,00 in einem jährlichen Sammelposten erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die tatsächliche Nutzungsdauer der im Sammelposten zusammengefassten geringwertigen Wirtschaftsgüter oder deren Abgänge bleiben unberücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sind mit dem Nominalbetrag ausgewiesen und werden gegebenenfalls um erforderliche Wertberichtigungen in ausreichendem Maße gekürzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag, vermindert um erforderliche Abschreibungen und Wertberichtigungen, angesetzt.

Verbindlichkeiten und Rückstellungen

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte mittels des ratierlich degressiven Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinses, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser beträgt gemäß der Festsetzung der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag 4,88 %.

Altersvorsorgeverpflichtungen, deren Höhe sich nach dem beizulegenden Zeitwert von Wertpapieren der Liquiditätsreserve bzw. dem Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, werden zum beizulegenden Zeitwert dieser Wertpapiere bzw. dem Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs angesetzt, sofern dieser einen garantierten Mindestbetrag übersteigt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich zur Erfüllung von Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, werden gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit diesen saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen, der sich in Übereinstimmung mit § 253 Absatz 1 HGB gemäß den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt. Sofern die voraussichtliche Restlaufzeit der jeweiligen Rückstellung länger als ein Jahr ist, erfolgt eine Abzinsung der Rückstellung mit dem jeweiligen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beinhaltet Beiträge, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Deckung besonderer Risiken notwendig sind. Unabhängig davon erfolgt gemäß § 340e Absatz 4 HGB eine Dotierung aus den Nettoerträgen des Handelsbestands. Zum Bilanzstichtag ist der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340e Absatz 4 Nr. 2 HGB in Höhe von 50 % des Durchschnitts der letzten fünfjährlichen Nettoerträge des Handelsbestands dotiert.

Latente Steuern

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so muss eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer in der Bilanz angesetzt werden. Eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung kann als latente Steuer aktiviert werden.

Ein entstandener Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts des § 306 HGB nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Erwerb eigener Anteile

Der rechnerische Wert von erworbenen eigenen Anteilen wird in der Vorspalte offen von dem Posten Gezeichnetes Kapital abgesetzt und ergibt das ausgegebene Kapital. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wird erfolgsneutral mit den frei verfügbaren Rücklagen (Gewinnrücklage) verrechnet.

Werden die eigenen Anteile wieder veräußert, entfällt der Abzug in der Vorspalte. Ein den rechnerischen Wert übersteigender Differenzbetrag aus dem Veräußerungserlös wird bis zur Höhe des mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechneten Betrags in die jeweiligen Rücklagen eingestellt. Ein darüber hinausgehender Differenzbetrag wird in die Kapitalrücklage eingestellt, wohingegen ein beim Verkauf entstehender Verlust die Gewinnrücklagen belastet.

Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung folgt den in §§ 256a und 340 h HGB vorgegebenen Grundsätzen.

Auf fremde Währungen lautende und wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände, die nicht in derselben Währung besonders gedeckt sind, werden zu historischen Anschaffungskosten angesetzt. Andere auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Schulden sowie noch nicht abgewickelte Kassageschäfte sind zum Kassamittelkurs des Bilanzstichtags umgerechnet, Devisentermingeschäfte zum Terminkurs am Bilanzstichtag.

Zum Bilanzstichtag bestehen auf fremde Währung lautende und wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 5.280.

Die Behandlung der Ergebnisse aus der Fremdwährungsumrechnung richtet sich danach, ob es sich um Fremdwährungsgeschäfte des Handelsbestands, um besonders gedeckte oder nicht besonders gedeckte Geschäfte handelt. Im Falle des Handelsbestands sowie bei Bestehen besonderer Deckung werden sowohl die Aufwendungen als auch die Erträge aus der Währungsumrechnung erfolgswirksam erfasst. Gleiches gilt für Fremdwährungsposten ohne besondere Deckung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Demgegenüber werden bei Fremdwährungsposten, die nicht besonders gedeckt sind und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, nur die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung dem Imparitätsprinzip entsprechend erfolgswirksam berücksichtigt.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Fremdwährungsposten ohne besondere Deckung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

III. Änderungen von Bewertungs-, Bilanzierungs- und Ausweismethoden

Im Geschäftsjahr 2013 ergaben sich keine Änderungen von Bewertungs-, Bilanzierungs- und Ausweismethoden.

IV. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 sind neben der Baader Bank AG als Mutterunternehmen insgesamt acht Tochterunternehmen (Vorjahr: fünf Tochterunternehmen) einbezogen (Baader Konzern). An diesen Tochterunternehmen hält die Baader Bank AG direkt oder indirekt mehr als 50 % der Anteile oder übt einen beherrschenden Einfluss aus. Von diesen Unternehmen haben drei ihren Sitz im Inland und fünf Unternehmen haben ihren Sitz im Ausland.

In den Konzernabschluss werden zum 31. Dezember 2013 folgende vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen: → TABELLE 19

TABELLE 19 VOLLKONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN IN T€

Name / Sitz Kapitalanteil
in %
Grundkapital Eigenkapital Bilanzsumme Jahresergebnis Erstkonsolidierung
Helvea Holding SA, Genf (Schweiz)4 100,00 10.918 1.711 8.428 - 1.018 31. August 2013
Helvea SA, Genf (Schweiz)1,4 100,00 8.284 12.279 17.990 - 797 31. August 2013
Helvea Inc., New York (Vereinigte Staaten von Amerika)1,5 100,00 277 4.359 4.688 - 176 31. August 2013
Helvea Ltd., London (Vereinigtes Königreich)1,6 100,00 0 1.065 1.169 14 31. August 2013
Skalis AG, Unterschleißheim3 100,00 50 169 252 - 425 31. Dezember 2003
Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim 75,00 50 5.446 8.639 1.733 1. Januar 2005
Conservative Concept Portfolio Management AG, Bad Homburg 66,07 140 2.527 2.849 289 1. Oktober 2006
Conservative Concept AG, Zug (Schweiz)2,4 100,00 62 873 919 - 83 1. Oktober 2006

1 Die Anteile werden mittelbar über die Beteiligung an der Helvea Holding SA, Genf (Schweiz) gehalten.
2 Die Anteile werden mittelbar über die Beteiligung an der Conservative Concept Portfolio Management AG, Bad Homburg gehalten.
3 Die Anteile werden mittelbar über die Beteiligung an der die Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim gehalten.
4 Die Zahlen des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2013 wurden umgerechnet (€/CHF 1,2276).
5 Die Zahlen des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2013 wurden umgerechnet (€/USD 1,3791).
6 Die Zahlen des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2013 wurden umgerechnet (€/GBP 0,8337).

Die Baader Bank AG hat am 30. November 2012 mit dem Management und der Mehrheit der Aktionäre der Helvea Holding SA, Genf, die freundliche Übernahme der Gesellschaft vereinbart. Der Kaufvertrag stand unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden sowie sonstigen transaktionsüblichen Vorbehalten. Mit dem Vorliegen der aufsichtsbehördlichen Genehmigungen wurde der Vertrag am 2. August 2013 vollzogen und alle Gesellschaftsanteile (100,00 %) sind auf die Baader Bank AG übergegangen. Die Gesellschaft wird seit dem 31. August 2013 im Zuge der Vollkonsolidierung in den Abschluss des Baader Konzerns einbezogen.

Mit Kaufvertrag vom 6. August 2013 hat die Baader Bank AG alle Anteile an der Baader Management AG, Unterschleißheim, an die Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim, veräußert. Seit dem 25. November 2013 firmiert die Gesellschaft als Skalis AG, Unterschleißheim. Die Baader Bank AG war bis zum Übergang der Anteile unmittelbar zu 100,00 am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt.

Gemäß notariell beurkundetem Verschmelzungsvertrag vom 26. April 2013 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2013 die N.M. Fleischhacker AG, Unterschleißheim, auf die Baader Bank AG verschmolzen. Die Baader Bank AG war bis zum Zeitpunkt der Verschmelzung zu 100,00 % am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt. Die Verschmelzung auf die Muttergesellschaft erfolgt im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme (§§ 2 ff. UmwG in Verbindung §§ 46 ff. und 60 ff. UmwG). Die Verschmelzung wurde nach § 54 Absatz 1 Nr. 1 UmwG ohne Kapitalerhöhung durchgeführt. Die Vermögensgegenstände und Schulden der N.M. Fleischhacker AG wurden in die Bilanz der Baader Bank AG unter Fortführung der Buchwerte aufgenommen. Auf den Konzernabschluss ergeben sich keine Auswirkungen.

Mit der Baader Unterstützungskasse e.V., Unterschleißheim, unterhält die Baader Bank AG eine Zweckgesellschaft im Sinne des § 290 Absatz 2 Nr. 4 HGB, für die grundsätzlich eine Pflicht zur Einbeziehung in den Konzernabschluss besteht. Aus Gründen der Wesentlichkeit wurde zum 31. Dezember 2012 gemäß § 296 Absatz 2 Satz 1 HGB auf eine Konsolidierung verzichtet.

In den Konzernabschluss werden folgende assoziierte Unternehmen einbezogen: → TABELLE 20

TABELLE 20 ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN IN T€

Name / Sitz Kapitalanteil
in %
Buchwert der Anteile Eigenkapital Bilanzsumme Jahresergebnis Marktwert der Anteile
Gulf Baader Capital Markets, S.A.O.C., Muscat (Oman) 30,00 4.538 13.3701 17.8051 9161 n/a4
Ophirum ETP GmbH, Frankfurt am Main 25,00 1.872 5152 5202 - 102 n/a4
Clueda AG, München 10,00 1.775 - 1393 6953 - 189 3 n/a4

1 Die Werte basieren auf dem ungeprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013. Das Eigenkapital, die Bilanzsumme und das Ergebnis des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2013 wurden umgerechnet (€/OMR 0,5292).
2 Die Werte basieren auf dem ungeprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013.
3 Die Werte basieren auf dem geprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012.
4 Zum 31. Dezember 2013 ist kein öffentlicher Marktpreis vorhanden.

Die Baader Bank AG hat mit Kaufvertrag vom 19. August 2013 25,00 % der Geschäftsanteile der Ophirum ETP GmbH, Frankfurt am Main, erworben.

Am 4. Februar 2013 hat sich die Baader Bank AG mit Beteiligungsvertrag in Höhe von 10,00 % am Grundkapital der Clueda AG, München, beteiligt. In diesem Zusammenhang wurden der Baader Bank AG umfangreiche Rechte eingeräumt, die es erlauben einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik der Clueda AG auszuüben.

Die Baader Bank AG hält zum 31. Dezember 2013 weiterhin 21,93 % der Anteile an der Parsoli Corporation Ltd., Mumbai (Indien). Durch das Ausscheiden der Vertreter der Baader Bank AG im Geschäftsjahr 2009 aus dem Verwaltungsrat der Parsoli Corporation Ltd. kann von einem maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft weiterhin nicht ausgegangen werden. Der Ausweis der Anteile erfolgt daher unter dem Posten Beteiligungen.

V. Konsolidierungsmethoden

Der Konzernabschluss beinhaltet Finanzinformationen der Muttergesellschaft, Baader Bank AG sowie der Tochtergesellschaften und stellt die einzelnen Konzerngesellschaften als eine wirtschaftliche Einheit dar (Baader Konzern).

Tochtergesellschaften

Tochtergesellschaften des Baader Konzerns sind die von ihm beherrschten Einheiten. Der Baader Konzern verfügt über einen beherrschenden Einfluss auf Tochtergesellschaften, wenn er deren Finanz- und Geschäftspolitik bestimmen kann. Dies wird in der Regel bei einer direkten oder indirekten Kapitalbeteiligung von mehr als der Hälfte der Stimmrechte an den Unternehmen angenommen. Das Bestehen potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder wandelbar sind, wird bei der Prüfung, ob der Konzern ein anderes Unternehmen beherrscht, berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine potenziellen Stimmrechte.

Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt vollkonsolidiert, an dem der Baader Konzern einen beherrschenden Einfluss erlangt. Die Konsolidierung endet mit dem Zeitpunkt, zu dem keine beherrschende Einflussnahme mehr vorliegt.

Der Baader Konzern überprüft mindestens zu jedem Jahresabschluss die Angemessenheit zuvor getroffener Konsolidierungsentscheidungen. Entsprechend werden etwaige organisatorische Veränderungen unmittelbar berücksichtigt. Dazu gehören neben Änderungen der Eigentumsverhältnisse jegliche Änderungen von bestehenden oder mit einer Einheit neu abgeschlossenen vertraglichen Verpflichtungen des Konzerns.

Die Abschlüsse der in den Baader Konzern einbezogenen Gesellschaften sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Vollkonsolidierung von Tochterunternehmen folgt grundsätzlich den in §§ 300 ff. HGB vorgegebenen Grundsätzen.

Für die Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen (Erwerb vor dem 31. Dezember 2009) nach der Erwerbsmethode besteht gemäß Artikel 66 Absatz 3 Satz 4 EGHGB das Wahlrecht die Buchwertmethode fortzuführen. Darüber hinaus ist für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 gemäß § 301 Absatz 1 HGB zwingend die Neubewertungsmethode anzuwenden.

Der Baader Konzern macht von dem Wahlrecht Gebrauch und führt für alle bis zum 31. Dezember 2008 erworbenen Tochterunternehmen die Buchwertmethode fort. Für Tochterunternehmen die ab dem 1. Januar 2009 erworben wurden erfolgt die Anwendung der Neubewertungsmethode. Darüber hinaus haben seit dem 1. Januar 2010 keine weiteren Erwerbsvorgänge stattgefunden.

BUCHWERTMETHODE

Die Konsolidierung erfolgt auf Basis der in den jeweiligen Einzelabschlüssen ausgewiesenen Buchwerte. Das auf das zu konsolidierende Tochterunternehmen entfallende, anteilige Eigenkapital wird mit dem Beteiligungsbuchwert der Konzernunternehmen an dem Tochterunternehmen verrechnet. Hinsichtlich der Ermittlung des Beteiligungsbuchwerts wird auf den separaten Abschnitt "Beteiligungen" verwiesen.

Die Differenz zwischen anteiligem Eigenkapital und Beteiligungsbuchwert wird entsprechend der Beteiligungsquote auf die stillen Reserven und Lasten der Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens verteilt. Der verbleibende Unterschiedsbetrag stellt einen Geschäfts- oder Firmenwert bzw. negativen Unterschiedsbetrag dar. Die so entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden nach § 309 Absatz 1 Satz 3 HGB (alt) mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

NEUBEWERTUNGSMETHODE

Zum Erwerbszeitpunkt wird das Nettovermögen des Tochterunternehmens zu Zeitwerten neu bewertet. Neben der Ermittlung der Zeitwerte für bereits bilanzierte Vermögenswerte und Schulden werden dabei auch bislang nicht bilanzierte Vermögensgegenstände bzw. Schulden angesetzt. Die Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden führt zu einer Neubewertung des Eigenkapitals. Der auf die Konzernunternehmen entfallende Teil des Eigenkapitals wird mit den Anschaffungskosten verrechnet und die Differenz stellt den Geschäfts- oder Firmenwert ("Goodwill") bzw. den negativen Unterschiedsbetrag dar.

Die Abschreibung eines "Goodwill" erfolgt grundsätzlich über eine planmäßige Nutzungsdauer von 10 Jahren, da die historische Betrachtung gezeigt hat, dass eine Nutzungsdauer von 5 Jahren deutlich zu niedrig ist. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird sofort erfolgswirksam aufgelöst.

Erwirbt der Konzern einen beherrschenden Einfluss durch sukzessiven Anteilserwerb, erfolgt zu jedem Erwerbszeitpunkt eine Ermittlung des "Goodwills" bzw. des negativen Unterschiedsbetrags.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung von Tochterunternehmen.

Erfolgt die Erstkonsolidierung eines Tochterunternehmens zum Bilanzstichtag, werden die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung des Tochterunternehmens vollständig in die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns übernommen. Im Fall einer unterjährigen Erstkonsolidierung erfolgt eine anteilige Übernahme.

Die Baader Bank AG bilanziert Anteile an Tochterunternehmen, die wegen Geringfügigkeit bzw. beschränkter Ausübungsmöglichkeiten von Rechten nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten (§ 296 Absatz 1 und 2 HGB). Darüber hinaus wird auf den separaten Abschnitt "Beteiligungen" verwiesen.

Die Beteiligungsverhältnisse des Konzerns an Tochterunternehmen haben sich im Geschäftsjahr 2013 verändert. Zum Bilanzstichtag sind alle Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Aus Gründen der Wesentlichkeit wurde zum 31. Dezember 2013 auf die Konsolidierung einer Zweckgesellschaft verzichtet. Darüber hinaus wird auf den separaten Abschnitt "Konsolidierungskreis" verwiesen.

Assoziierte Unternehmen

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt, aber keinen beherrschenden Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen besitzt. In der Regel wird ein maßgeblicher Einfluss vermutet, wenn der Konzern zwischen 20 % und 50 % der Stimmrechte hält. Bei der Beurteilung, ob der Konzern die Möglichkeit besitzt, einen maßgeblichen Einfluss auf ein anderes Unternehmen auszuüben, werden die Existenz sowie der Effekt potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder wandelbar sind, berücksichtigt.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine potenziellen Stimmrechte.

Weitere Faktoren, die zur Beurteilung eines maßgeblichen Einflusses herangezogen werden, sind beispielsweise die Vertretung in Leitungs- und Aufsichtsgremien des Beteiligungsunternehmens sowie wesentliche Geschäftsvorfälle mit dem Beteiligungsunternehmen. Liegen solche Faktoren vor, könnte auch dann ein assoziiertes Unternehmen vorliegen, wenn die Beteiligung des Konzerns weniger als 20 % der Stimmrechte umfasst.

Zum Bilanzstichtag wird ein Unternehmen als assoziiert berücksichtigt, bei dem der Konzern einen Stimmrechtsanteil von weniger als 20 % besitzt.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der sogenannten "Equity-Methode" gemäß § 315a HGB bei erstmaliger Anwendung mit den Anschaffungskosten bilanziert. In den Folgejahren anfallende Gewinne und Verluste sowie sonstige Reinvermögensänderungen des betreffenden assoziierten Unternehmens erhöhen oder vermindern die Anschaffungskosten ("Equity-Wert").

Der Konzern überprüft mindestens zu jedem Jahresabschluss den "Equity-Wert" auf seine Werthaltigkeit. Sofern der "Equity-Wert" den beizulegenden Zeitwert übersteigt wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Eine Wertaufholung erfolgt, sofern der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen ist.

Zum Bilanzstichtag waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich.

Zwischenergebnisse aus Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften und assoziierten Unternehmen werden gegebenenfalls entsprechend der bestehenden Beteiligungsquote eliminiert.

Veräußert der Konzern Anteile an einem assoziierten Unternehmen vollständig oder teilweise, erfolgt die Ermittlung des Veräußerungserfolgs durch Gegenüberstellung des erzielten Veräußerungserlöses und des auf den abgehenden Anteil entfallenden "Equity-Werts". Sofern der Konzern den maßgeblichen Einfluss auf ein assoziiertes Unternehmen ohne Veränderung der Beteiligungsquote verliert, erfolgt eine Fortführung des "Equity-Werts" nach der Anschaffungskostenmethode.

Die Beteiligungsverhältnisse des Konzerns an assoziierten Unternehmen haben sich im Geschäftsjahr 2013 verändert. In diesem Zusammenhang wird auf den separaten Abschnitt "Konsolidierungskreis" verwiesen. Darüber hinaus hat der Konzern zum 31. Dezember 2013 weiterhin maßgeblichen Einfluss auf seine assoziierten Unternehmen.

VI. Erläuterungen zur Bilanz

Fremdwährungsvolumina

Am Bilanzstichtag bestehen Vermögensgegenstände in Fremdwährung in Höhe von umgerechnet T€ 77.180 (Vorjahr T€ 54.416). Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährung lauten, bestehen in Höhe von T€ 60.334 (Vorjahr T€ 38.231). Dabei handelt es sich um die folgenden Bilanzpositionen: → TABELLE 21

TABELLE 21 FREMDWÄHRUNGSVOLUMINA IN T€

Währung Forderungen (Kunden und Kreditinstitute) Wertpapiere, Beteiligungen und assoziierte Unternehmen Sonstige Aktiva Verbindlichkeiten (Kunden und Kreditinstitute) Sonstige Passiva
AUD 66 0 0 74 0
BRL 72 0 0 67 0
CAD 164 0 0 186 0
CHF 7.890 627 1.229 1.778 789
DKK 12 0 0 0 0
GBP 1.920 0 125 1.057 103
HKD 1.678 0 0 1.677 0
INR 16 0 0 0 0
JPY 1.292 295 0 1.586 1
MYR 64 0 0 62 0
NOK 147 0 0 146 0
OMR 18 6.733 0 0 0
PLN 41 0 0 41 0
SEK 105 165 0 261 0
SGD 67 0 0 67 0
TRY 34 0 0 34 0
USD 53.696 0 654 51.792 543
ZAR 70 0 0 70 0
  67.352 7.820 2.008 58.898 1.436

Die aus der Währungsumrechnung resultierenden saldierten Erträge betragen T€ 106 und sind unter dem Nettoertrag des Handelsbestands ausgewiesen.

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute bestehen aus Bankguthaben in Höhe von T€ 31.902 und aus sonstigen Forderungen in Höhe von T€ 51.422. Sie beinhalten keine Forderungen gegenüber Unternehmen zu denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere belaufen sich auf insgesamt T€ 288.849 und beinhalten keine Forderungen an verbundene Unternehmen. → TABELLE 22

TABELLE 22 SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE IN T€

  31.12.2013 31.12.2012
Anleihen und Schuldverschreibungen 282.251 239.458
Stückzinsen 6.598 5.719
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 288.849 245.177

Der Baader Konzern weist zum 31. Dezember 2013 unter den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren eine Anleihe aus, die der Kategorie "wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände" zugeordnet ist. Ein Marktpreis steht zum 31. Dezember 2013 nicht zur Verfügung. Der theoretische Preis beträgt zum Stichtag T€ 11.374. Die Bewertung erfolgt gemäß § 253 Absatz 3 Satz 3 HGB mit den Anschaffungskosten in Höhe von T€ 10.000 (gemildertes Niederstwertprinzip). Eine voraussichtlich dauernde Wertminderung ist aufgrund der Bonität des Emittenten sowie der Halteabsicht bis zur Endfälligkeit nicht anzunehmen. Die Bestände wurden in einem Portfolio technisch, von mit dem strengen Niederstwert bewerteten börsenfähigen Wertpapieren, separiert.

Im Folgejahr werden Anleihen und Schuldverschreibungen in Höhe von T€ 41.784 fällig.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Der Baader Konzern weist zum 31. Dezember 2013 unter den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren eine Aktie aus, die der Kategorie "wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände" zugeordnet ist. Ein valider Börsenpreis steht zum 31. Dezember 2013 aufgrund des Vorliegens eines inaktiven Marktes nicht zur Verfügung. Der theoretische Preis beträgt zum Stichtag T€ 15.867. Die Bewertung erfolgt gemäß § 253 Absatz 3 Satz 3 HGB mit den fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von T€ 13.595 (gemildertes Niederstwertprinzip). Eine voraussichtlich dauernde Wertminderung ist aufgrund der Bonität sowie der Bewertung des Emittenten nicht gegeben. Die Bestände wurden in einem Portfolio technisch, von mit dem strengen Niederstwert bewerteten börsenfähigen Wertpapieren, separiert.

Restlaufzeitengliederung

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten: → TABELLE 23

TABELLE 23 RESTLAUFZEITEN VON FORDERUNGEN UND VERBINDLICHKEITEN IN T€

  bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Andere Forderungen an Kreditinstitute 3.944 1.271 0 8.000
Forderungen an Kunden 32.782 434 748 701
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 9.475 14.365 41.350 26.343
Verbindlichkeiten ggü. Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 18.344 34.080 72.000 100.500

Aufgliederung der börsenfähigen Wertpapiere nach börsennotierten und nicht börsennotierten Wertpapieren: → TABELLE 24

TABELLE 24 AUFGLIEDERUNG DER BÖRSENFÄHIGEN WERTPAPIERE IN T€

  nicht börsenfähig börsenfähig nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
    börsennotiert nicht börsennotiert  
Anleihen und Schuldverschreibungen 0 278.691 10.158 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 33.641 0 0
Anteile an assoziierten Unternehmen 8.185 0 0 0

Anlagevermögen

Die aktivierten Geschäftswerte aus den verschmolzenen Gesellschaften DBM Deutsche Börsenmakler GmbH und Baader Service Bank GmbH werden über 10 Jahre linear abgeschrieben.

Aufgrund der tatsächlichen Nutzungsdauern von in der Vergangenheit erworbenen Geschäftswerten, hat sich gezeigt, dass die Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 5 Jahren deutlich zu niedrig ist und deshalb die Annahme einer Nutzungsdauer von über 5 Jahren angemessen ist.

Sämtliche im Anlagengitter ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude werden vom Baader Konzern im Rahmen seiner Tätigkeit genutzt. Es wurden keine selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert.

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens zeigt im Folgenden das Anlagengitter: → TABELLE 25

TABELLE 25 ANLAGENGITTER IN T€

  Anschaffungs- oder Herstellungskosten
  Stand 01.01.2013 Zugänge Änderungen Konsolidierungskreis anteiliges Ergebnis Umbuchungen Abgänge
A. Immaterielle Anlagewerte            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.542 2.669 0 0 760 - 483
2. Geschäfts- und Firmenwerte 22.560 0 2.518 0 0 0
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte 1.607 0 0 0 - 760 0
  82.709 2.669 2.518 0 0 - 483
B. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten 23.874 2.897 0 0 28.630 - 45
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.271 1.452 228 0 44 - 472
3. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen im Bau 28.778 0 0 0 - 28.674 0
  58.923 4.349 228 0 0 - 517
C. Finanzanlagen            
1. Beteiligungen 5.592 618 0 0 0 - 120
2. Assoziierte Unternehmen 4.747 3.959 0 186 0 - 478
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 10.000 0 0 0 13.595 0
  20.338 4.577 0 186 13.595 - 598
  Abschreibungen und Wertberichtigungen
  kumuliert davon 2013 davon Abgänge
A. Immaterielle Anlagewerte      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - 38.762 - 4.752 483
2. Geschäfts- und Firmenwerte - 13.373 - 2.508 0
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte 0 0 0
  - 52.135 - 7.260 483
B. Sachanlagen      
1. Grundstücke und Bauten - 10.603 - 1.871 45
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung - 4.688 - 845 457
3. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen im Bau 0 0 0
  - 15.291 - 2.716 502
C. Finanzanlagen      
1. Beteiligungen - 4.032 0 120
2. Assoziierte Unternehmen - 229 - 229 478
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0
  - 4.261 - 229 598
  Buchwerte
  Stand 31.12.2013 Stand 31.12.2012
A. Immaterielle Anlagewerte    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.726 24.048
2. Geschäfts- und Firmenwerte 11.705 11.695
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte 847 1.607
  35.278 37.350
B. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 44.753 15.097
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.835 1.972
3. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen im Bau 104 28.778
  47.692 45.847
C. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 2.058 1.440
2. Assoziierte Unternehmen 8.185 4.269
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 23.595 10.000
  33.838 15.709

Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz wird unter Ziffer X. dargestellt.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind enthalten: → TABELLE 26

TABELLE 26 SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE IN T€

  31.12.2013 31.12.2012
Körperschaftsteuerguthaben (abgezinst) 5.814 7.307
Forderungen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht 1.346 0
Forderungen aus Courtagen und Kursdifferenzen 1.157 239
Sonstige Steuerforderungen 1.146 157
Umsatzsteuerforderungen 427 424
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 18 18
Sonstige Forderungen 956 738
Sonstige Vermögensgegenstände 10.864 8.883

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Forderungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft in Höhe von T€ 38 die gemäß § 250 Absatz 3 HGB auf der Aktivseite ausgewiesenen Unterschiedsbeträge aus der Ausgabe von zwei Schuldscheindarlehen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen überwiegend zur Finanzierung des Geschäftsgebäudes in Unterschleißheim und zur Refinanzierung des Wertpapierhandelsgeschäftes.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Zum Bilanzstichtag bestanden täglich fällige Kundeneinlagen in Höhe von T€ 127.729 und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus aufgenommenen Schuldscheindarlehen in Höhe von T€ 224.923.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten: → TABELLE 27

TABELLE 27 SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN IN T€

  31.12.2013 31.12.2012
Verbindlichkeiten aus    
Lieferungen und Leistungen 2.372 1.491
Steuerverbindlichkeiten 1.383 979
Sonstige Verbindlichkeiten 1.726 1.449
Sonstige Verbindlichkeiten 5.481 3.919

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2013 betragen T€ 11.036 und werden nach dem im Abschnitt "Verbindlichkeiten und Rückstellungen" beschriebenen Verfahren ermittelt. Zur Rückdeckung der Verpflichtungen stehen Bankkonten, Wertpapierdepots sowie Rückdeckungsversicherungen zur Verfügung. Für das Geschäftsjahr 2013 wurde ein Zinsaufwand von T€ 419 gebucht. Den versicherungsmathematischen Berechnungen liegen folgende Parameter zugrunde: → TABELLE 28

TABELLE 28 VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE BERECHNUNGEN IN %

  31.12.2013 31.12.2012
Rechnungszins 4,88 5,04 bzw. 5,07
Gehaltsentwicklung 0,00 bis 3,00 0,00 bis 3,00
Rentenanpassung 2,00 2,00

Als Rechnungsgrundlagen wurden darüber hinaus sowohl für die Handels- als auch für die Steuerbilanz zum 31. Dezember 2013 die Klaus Heubeck "Richttafeln" 2005G verwendet.

Deckungsvermögen

→ TABELLE 29

TABELLE 29 DECKUNGSVERMÖGEN IN T€

  31.12.2013 31.12.2012
Anschaffungskosten 13.296 12.694
Beizulegender Zeitwert 17.853 14.779
Verrechnete Schulden 9.752 10.671

Die als Deckungsvermögen qualifizierenden Bankguthaben, die Rückdeckungsversicherungen sowie die Wertpapierdepots werden mit der Pensionsverpflichtung saldiert. Des Weiteren wird auf der Aktivseite ein Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 8.101 ausgewiesen. Dies führt im Saldo zu einem Bilanzausweis der Pensionsrückstellungen von T€ 1.284.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: → TABELLE 30

TABELLE 30 ANDERE RÜCKSTELLUNGEN IN T€

  31.12.2013 31.12.2012
Personalrückstellungen 4.956 5.699
Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten 592 584
Verwaltungsaufwendungen 999 888
Sonstige Rückstellungen 1.505 770
Andere Rückstellungen 8.052 8.108

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Gemäß § 340e Absatz 4 HGB haben Kreditinstitute einen Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" gemäß § 340g HGB zu bilden. Dem Sonderposten sind jährlich 10 % des aus dem Handelsbestand erzielten Nettoertrags zuzuführen, um den aus der Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten resultierenden besonderen Risiken Rechnung zu tragen. Der Sonderposten ist jährlich solange mit mindestens 10 % des aus dem Handelsbestand erzielten Nettoertrags zu dotieren bis mindestens 50 % des Durchschnitts der letzten fünf vor dem Berechnungsstichtag erzielten jährlichen Nettoerträge aus dem Handelsbestand erreicht sind (Mindestbestand).

In Übereinstimmung mit § 340e Absatz 4 Nr. 2 HGB wurde der Sonderposten zum 31. Dezember 2013 in Höhe von T€ 2.130 aufgelöst. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken".

Handelsbestand

Zum 31. Dezember 2013 gliedern sich Handelsaktiva sowie -passiva wie folgt: → TABELLE 31

TABELLE 31 HANDELSAKTIVA UND -PASSIVA IN T€

Handelsaktiva 31.12.2013 31.12.2012
Derivative Finanzinstrumente 37 5
Forderungen 0 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.747 1.383
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 50.702 58.976
Sonstige Vermögensgegenstände 0 0
Risikoabschlag - 778 - 614
Bilanzielle Handelsaktiva 51.708 59.750
Handelspassiva 31.12.2013 31.12.2012
Derivative Finanzinstrumente 58 68
Verbindlichkeiten 4.696 1.548
Risikozuschlag 0 3
Bilanzielle Handelspassiva 4.754 1.619

Bewertungseinheiten

Es wurden im Geschäftsjahr 2013 keine Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet.

Derivative Finanzinstrumente

FUTURES

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 hält der Baader Konzern folgende Kategorien derivativer Finanzinstrumente im Handelsbestand:

Indexbezogene Geschäfte,

Zinsbezogene Geschäfte.

Bei diesen Geschäften handelt es sich um Futures.

Die Bilanzierung und Bewertung des aktiven bzw. passiven Handelsbestands erfolgt nach dem im separaten Abschnitt "Handelsbestand" beschriebenen Verfahren. Zum Bilanzstichtag wurden alle derivativen Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert, der dem Marktwert entspricht, bilanziert.

TERMINGESCHÄFTE

Am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte bestehen ausschließlich im Rahmen von einem Devisentermingeschäft im Sinne des § 36 Nr. 1 Rech-KredV. → Tabelle 32

TABELLE 32 TERMINGESCHÄFTE IN TBRL, TCHF, TUSD

Laufzeit Währung Betrag
30. Dezember 2013 bis 2. Januar 2014 BRL - 6
3. Dezember 2013 bis 6. Januar 2014 CHF - 285
10. Dezember 2013 bis 6. Januar 2014 CHF - 41
16. Dezember 2013 bis 6. Januar 2014 CHF - 82
30. Dezember 2013 bis 2. Januar 2014 USD - 6
30. Dezember 2013 bis 2. Januar 2014 USD 6

Bei dem dargestellten Geschäft handelt es sich ausschließlich um ein kundeninduziertes Termingeschäft.

Für mit dem beizulegenden Zeitwert (Marktwert) bewertete derivative Finanzinstrumente stellen sich Umfang und Art jeder Kategorie einschließlich der wesentlichen Bedingungen, welche die Höhe, den Zeitpunkt und die Sicherheit künftiger Zahlungsströme beeinflussen können, wie folgt dar: → TABELLE 33

TABELLE 33 HANDELSPASSIVA IN €

Portfolio Bezeichnung Kategorie Fälligkeit Marktpreis Kontrakte
Eurex FB DAX® Future (FDAX) Aktienindex-Future der Eurex 1. März 2014 9.605,50 5 Stück
Eurex FB EURO STOXX 50® Index Future (FESX) Aktienindex-Future der Eurex 1. März 2014 3.108,00 40 Stück
Eurex SV Euro-Bobl Future 5 Jahre (FGBM) Fixed Income Future 1. März 2014 124,43 40 Stück
Portfolio Marktwert Buchwert Risikofaktoren Zahlungsströme
Eurex FB 1.200.687,50 1.172.684,75 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index DAX (25 Euro pro Indexpunkt) -täglich: Differenzenausgleich -am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement)
Eurex FB 1.243.200,00 1.213.586,00 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index Euro Stoxx 50 (10 Euro pro Indexpunkt) -täglich: Differenzenausgleich -am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement)
Eurex SV 4.977.200,00 5.015.190,00 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung mittelfristiger Schuldverschreibungen der BRD (Multiplikator von 1.000) - täglich: Abrechnungspreis (volumengewichteter Durchschnitt aller Geschäfte um 17:14 Uhr, falls mehr als fünf Geschäfte getätigt wurden) - Erfüllung durch Lieferung

Anteile an Investmentfonds

Der Baader Konzern ist zum 31. Dezember 2013 mit mehr als 10 % an folgenden inländischen Investmentvermögen im Sinn des § 1 des Investmentgesetzes oder vergleichbaren ausländischen Investmentanteilen im Sinn des § 2 Absatz 9 des Investmentgesetzes beteiligt: → TABELLE 34

TABELLE 34 ANTEILE AN INVESTMENTFONDS IN T€

Instrument Anlageziel (für alle Investmentanteile geltend) Volumen Marktwert Buchwert Ausschüttung
SKALIS Evolution Flex AK S1 (A1W9A0) Durch die Kombination unterschiedlicher Anlageklassen und Anlagemärkte soll ein langfristig stabiler Wertzuwachs erzielt werden. Der überwiegende Teil des Fonds setzt sich aus verzinslichen Wert- 80.000 Stück 8.000 8.000 0
SKALIS Evolution Flex AK R1 (A1W9AA) papieren europäischer Emittenten zusammen. Dabei wird in die unterschiedlichsten Rentenklassen investiert, Schuldtitel öffentlicher Aussteller (u.a. Staatsanleihen und Kommunalanleihen), Pfandbrie- 10.000 Stück 1.000 1.000 0
SKALIS Evolution Flex AK I1 (A1W9AZ) fe und Unternehmensanleihen werden hierbei bevorzugt. Der Aktienanteil des Fonds soll überwiegend zwischen 20 bis 30 % liegen und dynamisch über derivative Instrumente gesteuert werden. 10.000 Stück 1.000 1.000 0

1 Investmentvermögen im Sinne der OGAV-Richtlinie gemäß §§ 192 ff. KAGB; Publikumsfonds

Die Zuordnung der Anteile an dem Investmentvermögen erfolgt in Höhe von T€ 10.000 zur Liquiditätsreserve. Die Buchwerte entsprechen den Marktwerten der Anteile. Hinsichtlich der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wird auf die separaten Abschnitte "Wertpapiere (ohne Handelsbestand)" verwiesen.

Die Rückgabe der Investmentfondsanteile ist täglich möglich.

Als Sicherheiten übertragene Vermögensgegenstände

Für die nachfolgenden Verbindlichkeiten wurden zum 31. Dezember 2013 Vermögensgegenstände mit dem angegebenen Beleihungswert als Sicherheiten hinterlegt: → TABELLE 35

TABELLE 35 ALS SICHERHEITEN ÜBERTRAGENE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE IN T€

  Grundschulden Wertpapiere (Liquiditätsreserve) Bankguthaben
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.200 51.000 20

Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Wertunterschiede zwischen Handels- und Steuerrecht beim Ansatz von Verlustvorträgen, steuerlichen Geschäftswerten, Deckungsvermögen, aktivierten Skontren, der Pensionsrückstellungen, Drohverlustrückstellungen sowie bei der Abzinsung von anderen Rückstellungen. Der angewandte Steuersatz beträgt 29,22 %. Der entstandene Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Absatz 1 HGB nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Eigenkapital des Baader Konzerns

GEZEICHNETES KAPITAL UND KAPITALRÜCKLAGE

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Baader Bank AG bestand am 31. Dezember 2013 in Höhe von T€ 45.909 aus 45.908.682 Stück Inhaber-Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).

1. Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2011 wurde der Beschluss vom 26. Juni 2007 aufgehoben (Genehmigtes Kapital 2007/I). Mit gleichem Beschluss vom 30. Juni 2011 wurde ein neues Genehmigtes Kapital 2011 geschaffen. Danach ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29.Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaberstückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt T€ 22.954 zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann jedoch der Vorstand:

a) Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht ausnehmen;

b) das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen, um die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Absatz 3 Satz 4 AktG), wobei der Bezugsrechtsausschluss nur Aktien erfassen darf, deren rechnerischer Wert 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt;

c) das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen, um die Aktien gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Vermögensgegenständen - auch durch Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen auszugeben (Genehmigtes Kapital 2011).

2. Bedingtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juni 2012 wurden die Beschlüsse vom 19. Juli 2006 (Bedingtes Kapital 2004) und 26. Juni 2007 (Bedingtes Kapital 2005) aufgehoben. Mit gleichem Beschluss vom 29. Juni 2012 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu T€ 20.754 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 20.754.431 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Bedingtes Kapital 2012). Das Bedingte Kapital dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen und/oder aus Optionsscheinen aus Teilschuldverschreibungen, die gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30.Juni 2011 bis zum 29. Juni 2016 von der Baader Bank AG oder durch eine Gesellschaft begeben werden, an der die Baader Bank AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist.

Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandel- bzw. Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses vom 29. Juni 2012 bis zum 28. Juni 2017 ausgegeben werden, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber der Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht eigene Aktien zur Bedienung dieser Rechte zur Verfügung gestellt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs-bzw. von Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Bedingten Kapitals anzupassen. Dieser Beschluss der Hauptversammlung wurde vom Registergericht am 2. August 2012 in das Handelsregister eingetragen.

3. Rückkauf eigener Aktien

Durch Beschluss der Hauptversammlung am 29. Juni 2010 wurden die Beschlüsse gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 7 und Nr. 8 AktG vom 3. Juli 2009 aufgehoben und die Ermächtigungen gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 7 und Nr. 8 AktG bis zum 28. Juni 2015 wie folgt erteilt:

a) Ermächtigung, zum Zwecke des Wertpapierhandels eigene Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse an den jeweils drei vorangehenden Börsentagen nicht um mehr als 10 % übersteigen oder unterschreiten, zu kaufen und zu verkaufen. Dabei darf der Bestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien fünf vom Hundert des Grundkapitals der Baader Bank AG nicht übersteigen.

b) Ermächtigung, Aktien der Baader Bank AG zu erwerben, insbesondere um sie Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen oder Vermögensgegenständen - auch durch Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen anbieten zu können.

c) Ermächtigung, Aktien den Berechtigten aus den Aktienoptionsplänen 1999, 2004 und 2006 der Baader Bank AG gemäß den Ermächtigungen der Hauptversammlungen vom 18. Juni 1999, 14. Juli 2004 und 19. Juli 2006 zum Bezug anzubieten oder sie einzuziehen.

Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu zehn vom Hundert beschränkt. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer der genannten Zwecke ausgeübt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 28. Juni 2015. Der Erwerb erfolgt über die Börse. Der von der Baader Bank AG gezahlte Gegenwert je Aktie darf den Mittelwert der Schlusskurse für die Stückaktien der Baader Bank AG im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb der Aktien (ohne Erwerbsnebenkosten) um nicht mehr als 5 % überschreiten. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Baader Bank AG, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, Dritten beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen oder Vermögensgegenständen - auch durch Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen anzubieten. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben wurden, im Rahmen der von der Hauptversammlung beschlossenen Aktienoptionspläne 1999, 2004 und 2006 Inhabern von Optionen zum Erwerb anzubieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehend genannten Ermächtigungen verwandt werden. Der Vorstand wird weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Baader Bank AG einzuziehen, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

Zum Bilanzstichtag wurden 276.996 Stück eigene Aktien gehalten.

GEWINNRÜCKLAGEN

Die Veränderungen der Gewinnrücklagen sind im Eigenkapitalspiegel des Baader Konzerns dargestellt der separater Bestandteil des Konzernabschlusses ist.

BILANZGEWINN

→ TABELLE 36

TABELLE 36 BILANZGEWINN IN T€

  31.12.2013 31.12.2012
Jahresüberschuss vor Minderheitsgesellschafter 218 9.283
Minderheitsgesellschaftern zustehender Jahresüberschuss - 400 - 473
Konzerngesamtergebnis - 182 8.810
Gewinnvortrag Vorjahr 657 1.030
Entnahme aus Gewinnrücklagen 2.699 618
Einstellung in Gewinnrücklagen - 2.058 - 2.019
Bilanzgewinn 1.116 8.439

EIGENE AKTIEN

Im Berichtsjahr wurden keine eigenen Aktien von Berechtigten der Aktienoptionspläne der Baader Bank AG bezogen. Der Bestand an eigenen Aktien wurde im Berichtszeitraum um 582.662 Stück reduziert und entspricht zum 31. Dezember 2013 0,60 % des Grundkapitals. Der auf sie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt T€ 277.

Im Geschäftsjahr wurden durch einen Aktionär weder für Rechnung der Baader Bank AG noch für ein abhängiges oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen Aktien erworben. → TABELLE 37

TABELLE 37 EIGENE AKTIEN

Bestand 31.12.2012 Zugänge (Anzahl) ø-Kurs
in €
Abgänge (Anzahl) ø-Kurs
in €
Bestand 31.12.2013
859.658 11.338 1,80 594.000 1,95 276.996

Der durchschnittliche Kurs der zum Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Aktien beträgt € 2,40.

Der Erwerb von eigenen Aktien erfolgte zu dem Zweck, diese Aktien den Berechtigten aus den Aktienoptionsplänen 1999, 2004 und 2006 der Baader Bank AG gemäß der Ermächtigungen der Hauptversammlungen vom 18. Juni 1999, 14. Juli 2004 und 19. Juli 2006 zum Bezug anzubieten oder sie einzuziehen.

Eventualverbindlichkeiten

Der Baader Konzern übernimmt regelmäßig Kredithaftungen. Im Rahmen dieser Verträge ist es für den Baader Konzern erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen gemäß Vertrag nicht erfüllt. Für diese Haftungsverhältnisse ist der Bank im Einzelnen nicht bekannt, ob, wann und in welcher Höhe eine Inanspruchnahme erfolgen wird.

Zum Bilanzstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von T€ 8.

Andere Verpflichtungen

Des Weiteren bestehen offene unwiderrufliche Kreditzusagen an Kunden in Höhe von T€ 1.747. Die Position enthält offene Kreditzusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands. Die offenen Kreditzusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands belaufen sich auf T€ 300, die in Höhe von T€ 3 in Anspruch genommen wurden.

VII. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Angaben nach § 285 Nr. 3 HGB

Zum 31. Dezember 2013 bestehen die folgenden finanziellen Verpflichtungen aus: → TABELLE 38

TABELLE 38 FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN IN T€

  Restlaufzeit in Monaten Finanzielle Verpflichtung
Mietverträge für Büroräume, Nutzflächen und Pkw-Stellplätze 3 bis 85 6.720
Kraftfahrzeugleasingverträge sowie Leasingverträge über Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 51 4.947
Sonstige Dienstleistungsverträge 3 bis 44 255

Wesentlicher Zweck und angestrebter Vorteil dieser Geschäfte ist die Liquiditätsschonende Refinanzierung von Anschaffungen. Wesentliche Risiken aus den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, welche sich auf die Liquidität bzw. auf die Fähigkeit des Baader Konzerns, in einem absehbaren Zeitraum die vorhandenen Verpflichtungen erfüllen zu können, negativ auswirken, sind nicht erkennbar.

Operating-Leasing Verträge schonen grundsätzlich die Kapitaldecke und erhöhen die finanzielle Flexibilität.

Zum 31. Dezember 2013 besteht kein wesentliches Bestellobligo.

Risiken bestehen bei derzeitiger Art und dem Umfang der Geschäfte nicht.

Angaben nach § 285 Nr. 3a HGB

Sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind und nicht nach §§ 251 oder 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, bestehen nicht.

VIII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge (T€ 450), Erträge aus Sachbezügen (Firmenwagen) (T€ 440), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 115) und Erträge aus Internetwerbung (T€ 102).

Die periodenfremden Erträge betreffen vor allem Beitragserstattungen der BaFin in Höhe von T€ 332.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Zuführungen zu Rückstellungen für Rechtsrisiken in Höhe von T€ 750 sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe T€ 245.

Die periodenfremden Aufwendungen betreffen vor allem Zinsaufwendungen (T€ 70), Vergleichszahlungen (T€ 53) sowie weitere dem Verwaltungsaufwand zuzurechnende Aufwendungen (T€ 122).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die im Geschäftsjahr 2013 ausgewiesenen Steuern beinhalten die Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von T€ 1.011 sowie Aufwendungen aus der Abzinsung des Körperschaftsteuerguthabens von T€ 24. Die sich daraus ergebende Steuer vom Einkommen und vom Ertrag beläuft sich auf T€ 1.035.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in Höhe von T€ 1.011 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

IX. Ergänzende Angaben

Mehrheitsbeteiligung

Die Baader Beteiligungs GmbH, Unterschleißheim, hält an der Baader Bank AG eine Mehrheitsbeteiligung gemäß § 16 Absatz 1 AktG. Eine Mitteilung gemäß § 20 Absatz 4 AktG liegt vor.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2013 wurden durchschnittlich 478 (Vorjahr 426) Angestellte beschäftigt. Davon waren 39 Mitarbeiter leitende Angestellte.

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Den Mitgliedern des Vorstands wurden für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 1.798 gewährt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 277.

Honorare des Abschlussprüfers

Der Baader Konzern sowie alle prüfungspflichtigen deutschen Tochtergesellschaften wurden von der Clostermann & Jasper Prüfungsgesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, geprüft. Darüber hinaus wurde eine schweizerische Tochtergesellschaft der sogenannten eingeschränkten Revision durch die AUDITCO AG, Zug, unterzogen. Die Prüfung des Helvea Teilkonzerns erfolgte jeweils durch die lokalen Prüfungsgesellschaften von PricewaterhouseCoopers.

Die Honorare der Abschlussprüfer schlüsseln sich für das Geschäftsjahr 2013 wie folgt auf: → TABELLE 39 und 40

TABELLE 39 HONORARE DER ABSCHLUSSPRÜFER FÜR DEN BAADER KONZERN IN T€

  31.12.2013 31.12.2012
Leistungen netto brutto netto brutto
Abschlussprüfungsleistungen 423 5111 471 558
Andere Bestätigungsleistungen 50 60 69 83
Steuerberatungsleistungen 57 68 84 100
Sonstige Leistungen 5 6 38 45
Gesamthonorare 535 645 662 786

1 Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von T€ 22 betreffen das Geschäftsjahr 2012. Darüber hinaus betreffen Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von T€ 8 nicht den Konzernabschlussprüfer.

TABELLE 40 HONORARE DER ABSCHLUSSPRÜFER FÜR DEN HELVEA TEILKONZERN IN T€

Leistungen 31.12.2013
Abschlussprüfungsleistungen 301
Andere Bestätigungsleistungen 10
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 55
Gesamthonorare 366

Die Honorare der lokalen Gesellschaften von PricewaterhouseCoopers wurden mit dem jeweiligen Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank zum 31. Dezember 2013 umgerechnet.

Organe des Baader Konzerns

Vorstand

Herr Uto Baader, München

Beruf: Dipl. Volkswirt, Vorsitzender des Vorstands der Baader Bank AG

Herr Nico Baader, Gräfelfing

Beruf: Bankkaufmann, Mitglied des Vorstands der Baader Bank AG

Herr Dieter Brichmann, Penzberg

Beruf: Dipl. Kaufmann, Mitglied des Vorstands der Baader Bank AG

Herr Dieter Silmen, Baldham (bis 31. Dezember 2013)

Beruf: Bankkaufmann, Mitglied des Vorstands der Baader Bank AG

Aufsichtsrat

Herr Dr. Horst Schiessl, München (Vorsitzender)

Beruf: Rechtsanwalt

Herr Dr. Christoph Niemann, Meerbusch (Stellvertretender Vorsitzender)

Beruf: Bankier

Herr Karl-Ludwig Kamprath, München

Beruf: Sparkassendirektor i.R.

Herr Helmut Schreyer, München

Beruf: Bankier

Frau Theresia Weber, Emmering (Arbeitnehmervertreter)

Beruf: Bankangestellte

Herr Jan Vrbsky, Darmstadt (Arbeitnehmervertreter)

Beruf: Bankangestellter

Mandate nach § 340a Absatz 4 Nr. 1 HGB

Zum 31. Dezember 2013 bestehen folgende Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien großer in- und ausländischer Kapitalgesellschaften: → TABELLE 41

TABELLE 41 MANDATE NACH § 340A ABSATZ 4 NR. 1 HGB

Mandatsinhaber Mandatsfirma / -institution Mandat
Herr Uto Baader Bayerische Börse AG, München Mitglied des Aufsichtsrats
  Corona Equity Partner AG, Grünwald stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
  Clueda AG, München (seit 23. April 2013) Mitglied des Aufsichtsrats
  Gulf Baader Capital Markets S.A.O.C., Muscat (Oman) stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats
  STEICO SE, Feldkirchen stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats
Herr Nico Baader Conservative Concept Portfolio Management AG, Bad Homburg Mitglied des Aufsichtsrats
  Gulf Baader Capital Markets S.A.O.C., Muscat (Oman) Mitglied des Verwaltungsrats
  Helvea Holding SA, Genf (Schweiz) (seit 7. Oktober 2013) Vorsitzender des Verwaltungsrats
  Helvea SA, Genf (Schweiz) (seit 12. Dezember 2013) Vorsitzender des Verwaltungsrats
  U.C.A. AG, München (seit 4. Juli 2013) Mitglied des Aufsichtsrats
Herr Dieter Brichmann Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim Vorsitzender des Aufsichtsrats
  Conservative Concept Portfolio Management AG, Bad Homburg Vorsitzender des Aufsichtsrats
  Baader Management AG, Unterschleißheim (bis 12. September 2013) Vorsitzender des Aufsichtsrats
  Skalis AG, Unterschleißheim (seit 12. September 2013) stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Herr Dieter Silmen Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
  Baader Management AG, Unterschleißheim (bis 12. September 2013) Mitglied des Aufsichtsrats
Frau Christine Schiedermaier Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim Mitglied des Aufsichtsrats
Herr Christian Bacherl Helvea Holding SA, Genf (Schweiz) (seit 7. Oktober 2013) Mitglied des Verwaltungsrats
  Helvea SA, Genf (Schweiz) (seit 12. Dezember 2013) Mitglied des Verwaltungsrats

X. Aufstellung des Anteilsbesitzes des Baader Konzerns

Der Baader Konzern ist unmittelbar an folgenden Unternehmen mit mehr als 5 % beteiligt, die zum 31. Dezember 2013 nicht Tochterunternehmen oder assoziierte Unternehmen sind: → TABELLE 42

TABELLE 42 BETEILIGUNGEN AN UNTERNEHMEN MIT MEHR ALS 5 % IN T€

Name / Sitz Kapitalanteil
in %
Letzter Zwischen-/ Jahresabschluss Eigenkapital (gesamt) Jahresergebnis
Parsoli Corporation Ltd., Mumbai (Indien) 21,93 Zum 31. Dezember 2013 stehen keine aktuellen Daten zur Verfügung.
U.C.A. AG, München 13,81 31. Dezember 2012 9.789 - 2.529
Trading Systems Portfolio Management AG, Bad Homburg1 9,64 31. Dezember 2012 1.318 4

1 Vormals Fonds Direkt AG, Bad Homburg.

Im Dezember 2013 hat die Baader Bank AG alle Anteile an der Conquest Investment Advisory AG, Feldkirchen, veräußert. Die Baader Bank AG war bis zu der Veräußerung mit insgesamt 13,30 % am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt.

 

Unterschleißheim, den 12. März 2014

Baader Bank AG

Der Vorstand

Uto Baader

Nico Baader

Dieter Brichmann

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Baader Bank Aktiengesellschaft, Unterschleißheim, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel-sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften, liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bremen, den 12. März 2014

Clostermann & Jasper Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Jasper), Wirtschaftsprüfer

Clostermann), Wirtschaftsprüfer

Impressum

Herausgeber

Baader Bank Aktiengesellschaft

Weihenstephaner Straße 4

85716 Unterschleißheim

Deutschland

T + 49 89 5150 0

F + 49 89 5150 1111

www.baaderbank.de

info@baaderbank.de

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