Baader Bank Aktiengesellschaft

Unterschleißheim

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014

Kennzahlenübersicht

    2014 2013 Veränderung
in %
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung        
Zinsergebnis und laufende Erträge Mio. € 3,23 6,20 - 47,9
Provisionsergebnis Mio. € 52,40 49,54 5,8
Handelsergebnis Mio. € 43,70 42,61 2,6
Verwaltungsaufwand Mio. € - 112,04 - 105,37 6,3
Jahresergebnis Mio. € - 1,52 - 0,18 > 100,0
Konzern-Bilanz        
Eigenmittel Mio. € 132,00 135,30 - 2,4
Bilanzsumme Mio. € 663,29 617,87 7,4
Kennzahlen des Geschäfts        
Mitarbeiter (zum 31.12.)   480 473 1,5
Orderbücher (zum 31.12.) Stück 730.532 702.015 4,1
Baader Bank Aktienkurs        
Eröffnungskurs (02.01.) 2,45 1,97 24,4
Höchster Kurs 2,96 2,55 16,2
Niedrigster Kurs 2,26 1,75 29,0
Schlusskurs (30.12.) 2,37 2,45 - 3,4
Marktkapitalisierung (30.12.) Mio. € 121,70 112,48 8,2
Aktienumsatz (Tagesdurchschnitt) Stück 10.966 17.159 - 36,1

Aktionärsstruktur der Baader Bank Aktiengesellschaft

Konzern-Lagebericht

1 GRUNDLAGEN DER BAADER BANK GRUPPE

Der Abschluss der Baader Bank Gruppe umfasst im Geschäftsjahr 2014 neben der Konzernmutter Baader Bank AG sieben konsolidierte Tochterunternehmen. Die Konzernzentrale der unabhängigen und inhabergeführten Institutsgruppe befindet sich in Unterschleißheim bei München. Zum Jahresende 2014 waren insgesamt 480 Mitarbeiter in der Baader Bank Gruppe beschäftigt. Die Geschäftsentwicklung wird im Wesentlichen durch die Baader Bank bestimmt. Sie verfügt über eine Vollbanklizenz und ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.

Die Baader Bank Gruppe definiert für sich zwei Kerngeschäftsfelder, das Market Making sowie das Investment Banking:

Im Market Making bietet die Gruppe langjährige Expertise und höchste Qualität bei der Preisstellung, dem Handel und der Abwicklung von Finanzinstrumenten auf den Kapitalmärkten der Welt. Mit ihrer innovativen Technologie betreut sie den Handel von über 700.000 Wertpapieren im börslichen und außerbörslichen Bereich und ist damit einer der führenden Wertpapierspezialisten in Deutschland.

Im Investment Banking spezialisiert sich die Gruppe auf Aktien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie stellt institutionellen Anlegern eine leistungsstarke Handels- und Vertriebseinheit mit den Bereichen Aktien sowie Futures & Options zur Verfügung. Ein Team erfahrener Senior-Analysten bewertet Unternehmen aus der DACH-Region.

Für den kapitalmarktaktiven Mittelstand dieser Region entwickelt die Baader Bank Gruppe unabhängige Lösungen über das gesamte Spektrum der Unternehmensfinanzierung hinweg. Sie begleitet Unternehmen bei Eigen- und Fremdkapitalmarkttransaktionen wie Börsengängen, Kapitalmaßnahmen, der Emission von Anleihen und der Strukturierung und Platzierung von Schuldscheindarlehen. Darüber hinaus stellt die Baader Bank Gruppe als Corporate Broker ein umfassendes Dienstleistungspaket zur Intensivierung des Investorendialogs und zur Verbesserung der Sekundärmarktliquidität bereit.

Abgerundet wird das Angebot der Baader Bank Gruppe durch das Produkt- und Leistungsspektrum der Tochtergesellschaften. Dies umfasst die Vermittlung von Schuldscheindarlehen und Geldmarktanlagen sowie die Verwaltung von Kundengeldern in Mischfonds und Absolute-Return-Strategien.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Kapitalmärkte 2014 - Die Geldpolitik wurde zur Konjunktur-Politik Im abgelaufenen Jahr zeigte sich die Weltkonjunktur asymmetrisch. Die US-Wirtschaft präsentierte sich robust, für die Eurozone fielen die Wirtschaftsdaten zunehmend verhaltener aus. Hintergrund war die reformunwillige Wirtschaftspolitik in den meisten Euro-Ländern und die Wirtschaftsmisere in Russland. Vor allem Deutschland als Konjunkturlokomotive der Eurozone war davon betroffen.

Die Volkswirtschaften Asiens und der Schwellenländer litten unter dem steigenden US-Dollar, der den Schuldendienst der teilweise in US-Dollar verschuldeten Schwellenländer erheblich verteuerte. Der deutlich gefallene Ölpreis erhöhte zwar die Kaufkraft der Konsumenten und Margen der Unternehmen in den westlichen Industrieländern, setzte jedoch die rohstoffexportierenden Staaten unter Druck.

Entspannend für die Finanzmärkte wirkten die geldpolitischen Lockerungsschritte in der Eurozone und in Japan. Nach der Leitzinssenkung auf 0,05 % richtete die EZB ihren geldpolitischen Fokus ab dem dritten Quartal auf Aufkaufprogramme für kreditbesicherte Wertpapiere und Pfandbriefe aus, um die rückläufige Kreditvergabe im Euroraum zu beleben. Angesichts einer sinkenden Inflationsrate, die zum Jahresende hin sogar Deflationsniveau erreichte, begann die EZB zusätzlich mit der verbalen Weichenstellung für ein ausgedehntes Aufkaufprogramm von Staatsanleihen.

Diese freizügige Geldpolitik führte zu einer markanten Abwertung des Euro gegenüber wichtigen Konkurrenzwährungen und Anleiherenditen auf Rekordtief. Das kam den Aktienmärkten der Eurozone zugute. Für eine deutliche Kursfestigung fehlten jedoch bessere fundamentale Daten.

Vor diesem Hintergrund und wegen Bedenken vor einem Austritt Griechenlands aus dem Euro konnten Aktien aus dem Währungsraum (Euro Stoxx 50 Index) nur leicht um 1,2 % zulegen. Eher schwach entwickelten sich auch die schwerpunktmäßig konjunktur- und exportsensitiven deutschen Aktienindices DAX und MDAX mit leichten Kursgewinnen von 2,7 bzw. 2,2 %.

Auf Branchenebene hatten Versorger weiterhin unter den Folgen der Energiewende und Banken unter den Befürchtungen eines griechischen Schuldenschnitts zu leiden. Die konjunktursensitiven Branchen Industrie und Technologie gerieten unter Druck, was sich in den ab Frühjahr rückläufigen ifo Geschäftserwartungen widerspiegelte. Aufgrund des deutlich gesunkenen Ölpreises sowie der Abschwächung des Euro kam es zum Jahresende hin jedoch zu einer Trendwende.

Gestützt von der robusten US-Konjunktur war der US-Aktienindex S&P 500 - auf Euro-Basis gerechnet - mit 26,9 % Kursgewinn der Outperformer unter den bedeutenden Aktienmärkten. Durch die Abwertung des Euro zeigten auch die Schwellenländer eine robuste Wertentwicklung. Japanische Aktien profitierten trotz Yen-Schwäche von der exportstützenden Offensive der Bank of Japan.

Deutsche Staatsanleihen avancierten zu Nutznießern der Spekulationen über Aufkäufe von Staatsanleihen durch die EZB. Rohstoffe und insbesondere Rohöl der Sorte Brent zeigten sich von einer weltweiten Überversorgung und einer strukturellen Angebotserweiterung des Öl- und Gas-Frackings belastet. Rohöl der Sorte Brent gab auf Euro-Basis um rund 38 % nach. Von der Euro-Schwäche konnte auch der Goldpreis mit einer Wertentwicklung von ca. 12 % profitieren.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Marktposition der Baader Bank Gruppe

Geschäftsfeld Market Making

An den Börsenplätzen Bern, Düsseldorf, Frankfurt am Main und München konnte die Baader Bank ihre führende Position als Market Maker im Geschäftsjahr 2014 weiter behaupten. Die Bank wurde im Jahr 2014 von der österreichischen BUWOG, dem Bauzulieferer Braas Monier, dem Automobilzulieferer Stabilus, der TLG IMMOBILIEN sowie den beiden Börsenneulingen Zalando und Rocket Internet als Spezialist für den Handel ihrer Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse mandatiert. Mit CA Immo und Rosenbauer wurde die Baader Bank erstmals mit Spezialisten-Mandaten an der Wiener Börse beauftragt.

Die Skontroführerschaft für die an der Düsseldorfer Börse gehandelten Renten ist zum Ende des Jahres 2014 ausgelaufen. Dies hat auf die Anzahl der Anleihen und das Handelsvolumen nur einen sehr geringen Einfluss, da lediglich die ausschließlich in Düsseldorf notierten und wenig liquiden Kassamarktpapiere nicht mehr von der Baader Bank gehandelt werden. Die Skontroführung Renten wird weiterhin von den Teams in Düsseldorf, Frankfurt und München betreut.

Der Vertrag für das Market Making an der Börse Stuttgart konnte hingegen um weitere fünf Jahre bis Ende 2020 verlängert werden. Zudem erhielt die Baader Bank den Auftrag, als Market Maker für den Börsenplatz gettex tätig zu werden. Die neue Handelsplattform der Börse München ist im Januar 2015 gestartet.

Trotz leicht gesunkener Aktienumsätze an den deutschen Regionalbörsen konnte das Handelsergebnis gesteigert werden. Besonders erfreulich war die Entwicklung im Teilsegment Auslandsaktien an der Börse Stuttgart. Hier konnte der Rekordumsatz des Vorjahrs nochmals um 10,8 % übertroffen werden.

Das Market Making von festverzinslichen Wertpapieren litt unter dem niedrigen Zinsniveau, konnte aber von der wachsenden Nachfrage nach Fremdwährungsanleihen profitieren. Trotz steigender Volumina wurde das Vorjahresergebnis allerdings nicht ganz erreicht.

2014 war für den Bereich verbriefte Derivate ein schweres Jahr. Geprägt durch eine langanhaltende Phase niedriger Volatilität, blieben die Umsätze in etwa auf dem Vorjahresniveau. Dennoch konnte die Bank ihre führende Marktposition in Frankfurt behaupten. Zum Jahresende zog die Volatilität deutlich an, was sich positiv auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt hat.

Im Bereich Market Making Fonds / ETFs lag im Geschäftsjahr 2014 der Orderbuchumsatz im börslichen Handel mit Publikumsfonds auf dem Vorjahresniveau. Das Wachstum dieses Geschäftsbereichs wurde insbesondere durch die Etablierung vieler angeschlossener Partnerbanken im außerbörslichen Bereich getragen.

Der übrige außerbörsliche Handel entwickelte sich im Jahr 2014 ebenfalls positiv. Hier ist die Baader Bank inzwischen in allen Anlageklassen gut vertreten. Zu den bestehenden Mandaten konnten drei weitere Online-Banken als Partner gewonnen werden. Darüber hinaus wurde eine bereits bestehende Handelspartnerschaft um den Bereich Fonds und eine weitere um die Bereiche Aktien und Fonds erweitert. Insgesamt konnten die Umsätze in diesem Bereich gegenüber 2013 um knapp 79 % gesteigert werden.

Geschäftsfeld Investment Banking

Das Aktiengeschäft der Baader Bank konnte nicht zuletzt aufgrund der erfolgreichen Integration der schweizerischen Helvea-Gruppe 2014 weiter zulegen. Im Derivate-Bereich gelang es, die Kundenbasis zu verbreitern. Das Baader-Helvea Equity Research Team besteht aus über 20 erfahrenen Senior-Analysten für die Einzeltitel- und Sektoranalyse, technische Markteinschätzungen und die globale Anlagestrategie. Das Strategie-Team formuliert im Rahmen eines fundamentalen, technischen und quantitativen Top-Down-Ansatzes Indexziele, analysiert relevante Makro-Themen, definiert volkswirtschaftliche Szenarien und trifft Aussagen zum Market Timing sowie zu europäischen Sektortrends. Bei den Einzelwerten liegt der Fokus auf der Analyse von Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Anzahl der beobachteten Werte lag zum Jahresende bei 202 Unternehmen. Innerhalb der Baader Bank konnte der Bereich Corporates & Markets das Provisionsergebnis deutlich steigern.

Die Leistungen im Investment Banking wurden von den Investoren in der von Thomson Reuters durchgeführten Extel-Studie gewürdigt. Bei dieser Umfrage belegte die Baader Bank Platz 1 für den Handel von deutschen Small & Mid Caps, Rang 1 für Research zu österreichischen Aktien sowie die Helvea Platz 3 für Sales und Research schweizerischer Aktien. Beim Starmine-Award erzielten die Analysten der Baader Bank die meisten Auszeichnungen und damit den ersten Platz für deutsche Aktien.

Im Kapitalmarktfinanzierungsgeschäft fungierte die Bank unter anderem als Joint Global Coordinator bei der Kapitalerhöhung der Westgrund AG in Höhe von € 140 Mio. Zudem platzierte die Baader Bank für Westgrund eine Pflichtwandelanleihe. Für Rhön-Klinikum wurde im Oktober 2014 ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu € 1,6 Mrd. aufgelegt. Die Bank fungierte als Sole Advisor und Sole Buy Back Agent der Gesellschaft. Erstmalig in Deutschland erfolgte der Rückkauf mittels börsennotierter handelbarer Andienungsrechte. Das innovative Aktienrückkaufprogramm konnte mit einer Andienungsquote von 98,4 % des Rückkaufvolumens erfolgreich abgeschlossen werden. Zudem konnte die Baader Bank als Co-Financial Advisor und Listing Agent die erfolgreiche Abspaltung der Wohnimmobiliengesellschaft BUWOG von der Immofinanz begleiten. Als Co-Lead Manager wirkte die Bank beim Pre-Placement der Kapitalerhöhung der österreichischen Baufirma Porr mit. Die Kapitalerhöhung der Medigene begleitete die Baader Bank als Sole Bookrunner und bewies damit ihre Expertise im Biotech-Sektor. Im Dezember betreute die Bank die Pflichtwandelanleihe der VIB Vermögen AG über € 33,2 Mio. als Joint Lead Manager und Joint Bookrunner. Von der WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-AG wurde die Baader Bank Ende 2014 mit der Durchführung einer Barkapitalerhöhung in Kombination mit einer Sachkapitalerhöhung beauftragt.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr für 24 Unternehmen aus der DACH-Region Eigenkapitaltransaktionen durchgeführt. Die Baader Bank erzielte damit den ersten Platz nach Anzahl der Transaktionen. Daneben wurde für drei Gesellschaften ein Scrip-Dividend-Konzept (Dividendenwahlrecht) erfolgreich umgesetzt.

Die Bank konnte weitere vier Mandate im Designated Sponsoring gewinnen und steigerte damit die Gesamtzahl auf 15.

Im Januar 2014 fand die zehnte Helvea Swiss Equities Conference statt. Mit über 300 Vertretern schweizerischer Unternehmen sowie institutionellen Investoren aus 14 Ländern konnte die Tradition dieser Konferenz erstmals gemeinsam mit der Baader Bank erfolgreich fortgesetzt werden. Auch mit der dritten Baader Investment Conference, die im September 2014 in München stattfand, konnte die Bank die Erfolge der beiden vorherigen Konferenzen nochmals übertreffen.

Grundlagengeschäftsfeld Asset Management & Services

Weiter erfolgreich entwickelt sich der Bereich Asset Management & Services. Die Assets under Management konnten im Jahresverlauf 2014 um 29,4 % auf € 2,2 Mrd. und die Zahl der Mandate um 13 auf 49 gesteigert werden. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um ein Overlay-Mandat, diverse UCITS- und Spezialfonds, bei denen das Portfoliomanagement an die Baader Bank ausgelagert wurde.

Rückblick Geschäftsentwicklung

Aus dem Vermittlungsgeschäft Renten zog sich die Baader Bank zurück. Das entsprechende Profit Center wurde zum 30. September 2014 komplett geschlossen.

Mit dieser Entscheidung trägt die Bank der Marktentwicklung im Interbanken-Telephone-Broking Rechnung.

Das Handelsergebnis konnte leicht gesteigert werden, was insbesondere auf die Bereiche Market Making Aktien und Fonds/ETFs zurückzuführen ist. Beim Provisionsergebnis konnte der Bereich Corporates & Markets deutlich zulegen, während die anderen Bereiche überwiegend rückläufige Beträge zu verzeichnen hatten, was in Summe aber zu einem Anstieg führte.

Insgesamt wurde ein negatives Ergebnis nach Steuern erzielt, welches unter der im Geschäftsbericht 2013 getroffenen Prognose liegt. Dies ist bei der Baader Bank AG vor allem auf die rückläufigen Erträge im Vermittlungsgeschäft Renten zurückzuführen, welches aus diesem Grund geschlossen wurde. Die Kosten für die Schließung dieses Bereiches haben das Ergebnis spürbar belastet.

Unter den Tochtergesellschaften konnte die Baader & Heins Capital Management AG ihre Marktposition als großbankenunabhängiger Vermittler von variablen und festverzinslichen Wertpapieren, Namenstiteln sowie Schuldscheindarlehen im Geschäftsjahr 2014 ausbauen und ihr Produktportfolio durch die Beteiligung (100 %) an der Skalis Asset Management AG weiter diversifizieren. Baader & Heins konnte ein Provisionsergebnis in etwa auf Vorjahresniveau erzielen und den Jahresüberschuss gegenüber dem Rekordjahr 2013 sogar nahezu verdoppeln. Die auf Mischfonds fokussierte Skalis Asset Management AG hat sich in einem herausfordernden Umfeld gut positioniert. Die verwalteten Sondervermögen erzielten im Jahresverlauf eine erfreuliche Wertentwicklung.

Durch die Übernahme der schweizerischen Helvea S.A. ist die Baader Bank Gruppe zu einem der größten regionalen Broker in deutschen, österreichischen und Schweizer Aktien aufgestiegen und hat ihre Marktposition in dieser Region deutlich ausgebaut. Helvea konnte 2014 an verschiedenen Platzierungen der Baader Bank mitwirken und hierdurch bereits Zusatzumsätze generieren. Die Integration von Helvea verlief operativ erfreulich, hat jedoch zu planmäßigen Anlaufverlusten und somit zu einem negativen Jahresergebnis des Tochterunternehmens im Geschäftsjahr 2014 geführt.

Die Conservative Concept Portfolio Management AG (CCPM), ein hochspezialisierter Anbieter von Absolute-Return-Produkten, konnte die Assets under Management im Geschäftsjahr 2014 deutlich steigern. CCPM konnte im Berichtsjahr neue Fonds-Produkte entwickeln und hat eines davon bereits auf den Markt gebracht. Aufgrund eines rückläufigen Provisionsergebnisses wurde ein sehr geringer Jahresfehlbetrag erzielt.

2.3 Lage

2.3.1 ERTRAGSLAGE

Die Ertragslage (einschließlich deren Ergebniskomponenten / finanzieller Leistungsindikatoren) der Baader Bank Gruppe stellt sich im Geschäftsjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: → TABELLE 1

TABELLE 1 ERTRAGSLAGE

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Zinsergebnis 1.318 4.515 - 3.197 - 70,81
Laufende Erträge 1.909 1.680 229 13,63
Provisionsergebnis 52.402 49.536 2.866 5,79
Nettoertrag des Handelsbestands 43.760 42.613 1.147 2,69
Verwaltungsaufwand - 112.038 - 105.371 - 6.667 6,33
Sonstige Aufwendungen (-) und Erträge (+) (inklusive Risikovorsorge) 10.964 6.384 4.580 71,74
Ertrag aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.920 2.130 - 210 - 9,86
Betriebsergebnis 235 1.487 - 1.252 - 84,20
Steuerergebnis - 1.400 - 1.269 - 131 10,32
Ergebnisanteil Dritter - 354 - 400 46 - 11,50
Konzernjahresergebnis - 1.519 - 182 -1.337 > 100,00

Das Zinsergebnis ist im Wesentlichen geprägt durch Zinserträge aus der Anlage liquider Mittel in festverzinsliche Wertpapiere und Geldmarktprodukte (T€ 10.550) und korrespondierenden Zinsaufwendungen aus der Ausgabe eigener Schuldscheindarlehen (T€ 8.351) und der Refinanzierung der Konzernzentrale am Standort Unterschleißheim (T€ 1.003). Das Zinsergebnis liegt um 71 % bzw. T€ 3.197 deutlich unter Vorjahresniveau. Das aktuelle Zinsumfeld und die Begrenzung von Risiken sind dafür im Wesentlichen verantwortlich. Darüber hinaus führen die Vorgaben von Basel III zu Portfolioumstrukturierungen hin zu hochliquiden, dafür aber renditeschwächeren Papieren.

Die laufenden Erträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 229. Hauptsächlich ergibt sich diese Steigerung durch höhere Dividendenausschüttungen für den Bestand an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren.

Das Provisionsergebnis konnte im Berichtsjahr um T€ 2.866 bzw. 6 % gesteigert werden. Die Baader Bank AG verzeichnete dabei die größte Ergebnisverbesserung um T€ 4.238 oder 18 %, was hauptsächlich den Ergebnisbeiträgen aus Kapitalmarktdienstleistungen und dem Kundenkommissionsgeschäft zuzusprechen ist.

Im Vergleich zum Vorjahr ist im Nettoertrag des Handelsbestands eine leichte Steigerung um T€ 1.147 bzw. 3 % zu verzeichnen.

Der Verwaltungsaufwand, der im Vergleich zum Vorjahr um T€ 6.667 bzw. 6 % stieg, setzt sich aus den Personalaufwendungen, den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sowie den Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen zusammen.

Der Personalaufwand erfuhr eine Steigerung von T€ 5.753. Für die Aufgabe des Geschäftsfeldes Institutioneller Rentenhandel sowie weitere Umstrukturierungsmaßnahmen in den Verwaltungsbereichen wurden Rückstellungen i.H.v. T€ 2.029 gebildet. Darüber hinaus ergab sich ein Anstieg der variablen Vergütungsbestandteile sowie bei den Sozialabgaben (T€ + 2.719).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen konnten mit einer Steigerung von T€ 971 oder 2 % nahezu konstant gehalten werden.

Die Abschreibungen sanken um T€ 56 oder 1 % und betreffen neben den Abschreibungen auf das Verwaltungsgebäude im Wesentlichen Abschreibungen auf erworbene Skontren, auf die Geschäfts- und Firmenwerte sowie Abschreibungen auf Software.

Der Anstieg des sonstigen Ergebnisses (inkl. Risikovorsorge) gegenüber dem Vorjahr (um T€ 4.580) auf T€ 10.964 resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Ergebnisbeiträgen der Finanzanlagen und den Veräußerungsgewinnen bei den Wertpapieren der Liquiditätsreserve.

Zudem beinhaltet der Posten Erträge aus Auflösung von Rückstellungen (T€ 930), Sachbezüge auf Firmenwagen (T€ 417) sowie periodenfremde Erträge und Aufwendungen (T€ 163).

Aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde im Geschäftsjahr 2014 in Übereinstimmung mit § 340e Absatz 4 Nr. 4 HGB eine Auflösung von T€ 1.920 vorgenommen.

Das Steuerergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von T€ 1.400.

Zum 31. Dezember 2014 wird insgesamt ein Konzernjahresergebnis in Höhe von T€ - 1.519 ausgewiesen.

2.3.2 FINANZLAGE

Zum Bilanzstichtag stehen Barreserven und kurzfristige Forderungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden in Höhe von T€ 119.122 und veräußerbare börsenfähige Wertpapiere in Höhe von T€ 295.430 kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Kunden in Höhe von T€ 174.233 gegenüber. Saldiert ergibt sich ein bilanzieller Liquiditätsüberschuss von T€ 240.319 (Vorjahr: T€ 314.056).

Die Liquiditätskennziffer der Baader Bank AG zum 31. Dezember 2014 beträgt 2,53. Die Liquiditätskennziffer gemäß der Liquiditätsverordnung stellt das Verhältnis der Zahlungsmittel zu den Zahlungsverpflichtungen dar, die einer Fälligkeit bis zu einem Monat unterliegen. Dabei dürfen die Zahlungsverpflichtungen der Baader Bank AG die Zahlungsmittel der Höhe nach nicht überschreiten. Dies impliziert, dass die Liquiditätskennziffer nicht unter 1,0 sinken darf.

Zum Bilanzstichtag bestehen nicht genutzte Kreditrahmenvereinbarungen bei einer deutschen Bank in Höhe von T€ 75.161. Besondere Kreditauflagen bestehen nicht.

Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum jederzeit gewährleistet und ist auch zukünftig durch die Risikoüberwachung sichergestellt.

2.3.3 VERMÖGENSLAGE

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Baader Bank Gruppe ergibt sich zum 31. Dezember 2014 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt: → TABELLE 2

TABELLE 2 VERMÖGENSLAGE

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Aktiva        
Liquide Mittel 207.004 94.477 112.527 > 100,00
Forderungen an Kunden 37.148 34.665 2.483 7,16
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 205.483 288.849 - 83.366 - 28,86
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 29.507 33.641 - 4.134 - 12,29
Handelsbestand 75.989 51.708 24.281 46,96
Beteiligungen und Anteile an assoziierten Unternehmen 10.048 10.243 - 195 - 1,9
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 77.499 82.970 - 5.471 - 6,59
Sonstige Vermögensgegenstände 11.046 10.864 182 1,68
Rechnungsabgrenzungsposten 3.118 2.347 771 32,85
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 6.451 8.101 - 1.650 - 20,37
Bilanzsumme 663.293 617.865 45.428 7,35
Passiva        
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 87.568 109.576 - 22.008 - 20,08
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 416.754 352.653 64.101 18,18
Handelsbestand 8.684 4.754 3.930 82,67
Sonstige Verbindlichkeiten 7.009 5.481 1.528 27,88
Rechnungsabgrenzungsposten 8 0 8 100,00
Rückstellungen 11.272 10.018 1.254 12,52
Fonds für allgemeine Bankrisiken 23.250 25.170 - 1.920 - 7,63
Eigenkapital 108.748 110.213 - 1.465 - 1,33
Bilanzsumme 663.293 617.865 45.428 7,35

Die Bilanzsumme der Baader Bank Gruppe belief sich am 31. Dezember 2014 auf T€ 663.293 und lag damit um T€ 45.428 (7,35 %) über dem Vorjahr.

Liquide Mittel

Der Anstieg der liquiden Mittel um T€ 112.527 ergibt sich im Wesentlichen aus der Mittelvergabe an die Eurex Clearing AG (GC Pooling).

Wertpapiere

Die unter den Wertpapieren ausgewiesenen Bestände verzeichnen einen Rückgang um insgesamt T€ 63.219. → TABELLE 3

TABELLE 3 WERTPAPIERE

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 205.483 288.849 - 83.366 - 28,86
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 29.507 33.641 - 4.134 - 12,29
Handelsbestand 75.989 51.708 24.281 46,96
Wertpapierbestand 310.979 374.198 - 63.219 - 16,89

Der Rückgang des Bestandes an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren ist im Wesentlichen auf die Veräußerung von Anleihen zurückzuführen. Die Zuordnung der neu erworbenen Bestände erfolgte ausschließlich zur Liquiditätsreserve.

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesene Position von Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren reduzierte sich um T€ 4.134. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Zuordnung von neu erworbenen Beständen zu den Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von T€ 1.313.

Der stichtagsbezogene Anstieg des Handelsbestands um T€ 24.281 ist hauptsächlich auf veränderte Marktbewertungen sowie einer Ausweitung der Handelsaktivitäten zurückzuführen.

Der Wertpapierbestand enthält zum 31. Dezember 2014 Anleihen und Schuldverschreibungen (Marktwerte) von in den sogenannten GIIPS Staaten (Griechenland, Italien, Irland, Portugal, Spanien) ansässigen Emittenten in folgendem Umfang: → TABELLE 4

TABELLE 4 ANLEIHEN UND SCHULDVERSCHREIBUNGEN VON EMITTENTEN IN GIIPS-STAATEN IN T€

  sonstige Emittenten öffentliche Emittenten
Griechenland 0 7
Italien 0 0
Irland 3.201 0
Portugal 0 0
Spanien 86 0
GIIPS Staaten 31.12.2014 3.287 7

Beteiligungen und Anteile an assoziierten Unternehmen

Der Buchwert der Beteiligungen sowie der Anteile an assoziierten Unternehmen reduzierte sich im Geschäftsjahr 2014 um T€ 195 auf T€ 10.048. Die Veränderungen resultieren aus Zugängen in Höhe von T€ 3.699, Abgänge in Höhe von T€ 716 sowie Abschreibungen in Höhe von T€ 3.236.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Der Rückgang der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen um T€ 5.471 auf T€ 77.499 basiert im Wesentlichen auf den im Geschäftsjahr 2014 gebuchten Abschreibungen (T€ 9.920), denen Investitionen in Höhe von T€ 4.470 gegenüber stehen.

Investitionen in immaterielle Anlagewerte entfallen im Wesentlichen auf EDV-Software (T€ 1.483) sowie Geschäfts- und Firmenwerte (T€ 732). Die Investitionen in Sachanlagen betreffen hauptsächlich den Erweiterungsbau der Konzernzentrale (T€ 471) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen (T€ 1.202). Die Abschreibungen entfallen mit T€ 2.770 auf Sachanlagen und mit T€ 7.150 auf immaterielle Anlagewerte (Geschäfts- und Firmenwerte T€ 2.515, Skontren T€ 2.594, Software T€ 1.826).

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um T€ 182 auf T€ 11.046 gestiegen. Dies ist hauptsächlich auf die Steigerung der sonstigen Steuerforderungen (T€ + 1.029) sowie der sonstigen Forderungen (T€ + 933) zurückzuführen. Insgesamt stellen sich die sonstigen Vermögensgegenstände zum 31. Dezember 2014 wie folgt dar: → TABELLE 5

TABELLE 5 SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Körperschaftsteuerguthaben (abgezinst) 4.415 5.814 - 1.399 - 24,06
Forderungen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht 1.346 1.346 0 0,00
Forderungen aus Courtagen und Kursdifferenzen 1.186 1.157 29 2,51
Sonstige Steuerforderungen 2.175 1.146 1.029 89,79
Umsatzsteuerforderungen 16 427 - 411 - 96,25
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 19 18 1 5,56
Sonstige Forderungen 1.889 956 933 97,59
Sonstige Vermögensgegenstände 11.046 10.864 182 1,68

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.650 auf T€ 6.451 gesunken. → TABELLE 6

TABELLE 6 AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Pensionsverpflichtungen - 11.909 - 10.857 - 1.052 9,69
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) 17.133 17.791 - 658 - 3,70
Pensionsrückstellungen 1.227 1.167 60 5,14
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 6.451 8.101 - 1.650 - 20,37

Der Rückgang begründet sich im Wesentlichen in dem auf T€ 17.133 reduzierten Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert), welches sich zum 31. Dezember 2014 wie folgt zusammensetzt: → TABELLE 7

TABELLE 7 DECKUNGSVERMÖGEN

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Forderungen an Kreditinstitute sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 14.500 15.396 - 896 - 5,82
Rückdeckungswerte aus Versicherungen 2.633 2.395 238 9,94
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) 17.133 17.791 - 658 - 3,70

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sind im Geschäftsjahr 2014 um 9,11 % auf insgesamt T€ 504.323 gestiegen. Dies entspricht einer absoluten Steigerung von T€ 42.094. Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar: → TABELLE 8

TABELLE 8 VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN UND KUNDEN

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Täglich fällige Verbindlichkeiten 159.853 145.772 14.081 9,66
Mittelaufnahme bei der Eurex Clearing AG (GC Pooling) 25.046 51.030 - 25.984 - 50,92
Schuldscheindarlehen / Bankdarlehen 250.881 256.631 - 5.750 - 2,24
Sonstige Verbindlichkeiten 68.543 8.796 59.747 > 100,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden 504.323 462.229 42.094 9,11

Handelspassiva

Die Handelspassiva haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.930 auf T€ 8.684 erhöht. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf Marktwertveränderungen zinsbezogener derivativer Finanzinstrumente zurückzuführen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben im Vergleich zum Vorjahr stichtagsbedingt um T€ 1.528 zugenommen. Die Position stellt sich wie folgt dar: → TABELLE 9

TABELLE 9 SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.925 2.372 553 23,31
Steuerverbindlichkeiten 1.902 1.383 519 37,53
Sonstige Verbindlichkeiten 2.182 1.726 456 26,42
Sonstige Verbindlichkeiten 7.009 5.481 1.528 27,88

Fonds für allgemeine Bankrisiken und Eigenkapital

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beinhaltet Beiträge, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Deckung besonderer Risiken notwendig sind. Unabhängig davon erfolgt gemäß § 340e Absatz 4 HGB eine Dotierung aus den Nettoerträgen des Handelsbestands. Zum 31. Dezember 2014 verfügt die Baader Bank Gruppe über Rücklagen in diesem Sinne in Höhe von T€ 23.250, die ausschließlich aus den Nettoerträgen des Handelsbestands dotiert sind. Im Geschäftsjahr 2014 wurde in Übereinstimmung mit § 340e Absatz 4 Nr. 4 HGB eine Auflösung in Höhe von T€ 1.920 vorgenommen.

Die Veränderungen des Eigenkapitals der Baader Bank Gruppe stellen sich wie folgt dar: → TABELLE 10

TABELLE 10 VERÄNDERUNGEN DES EIGENKAPITALS

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Ausgegebenes Kapital 45.632 45.632 0 0
Kapital- und Gewinnrücklage 59.746 61.323 - 1.577 - 2,57
Bilanzgewinn 1.374 1.116 258 23,12
Minderheitsgesellschafter 1.996 2.142 - 146 - 6,82
Eigenkapital 108.748 110.213 - 1.465 - 1,33

Die Veränderung des Eigenkapitals um T€ - 1.465 ist bedingt durch das Konzernergebnis vor Anteilen anderer Gesellschafter (T€ - 1.165), Veränderungen der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung (T€ 657) sowie Dividendenausschüttungen (T€ - 956).

Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Baader Bank AG stellt sich wie folgt dar: → TABELLE 11

TABELLE 11 EIGENKAPITALQUOTE IN %

  2014 2013
Eigenkapitalquote 16,40 17,84
Modifizierte Eigenkapitalquote (inkl. Fonds für allgemeine Bankrisiken) 19,90 21,91

Der Anstieg der Forderungen an Kreditinstitute und des Handelsbestands auf der Aktivseite sowie die gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden begründen im Wesentlichen die Steigerung der Bilanzsumme um 7,35 % auf T€ 663.293. Insgesamt ist die Vermögenslage der Baader Bank Gruppe weiterhin geordnet.

2.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 MITARBEITER

Im Berichtsjahr ist die Anzahl der Mitarbeiter in der Baader Bank Gruppe zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr von 473 auf 480 Beschäftigte gestiegen. Die Konzern-Belegschaft setzt sich aus 129 Arbeitnehmerinnen und 351 Arbeitnehmern zusammen, die aus 19 Nationen stammen.

Die Baader Bank Gruppe legt besonderen Wert auf die hohe Qualifikation und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Dabei bildete auch im Jahr 2014 die Förderung von Fach- und Nachwuchsführungskräften sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie einen Schwerpunkt der Personalarbeit.

Das Angebot an zusätzlichen sozialen Leistungen für die Belegschaft steigert die Attraktivität der Baader Bank als Arbeitgeber. So gewährt die Baader Bank AG und die Helvea-Gruppe allen Mitarbeitern bei der Geburt eines eigenen Kindes eine freiwillige finanzielle Unterstützung in Höhe von € 10.000,-- bzw. CHF 10.000,--. Im Jahr 2014 wurden insgesamt € 150.000,-- und CHF 10.000,-- ausgezahlt.

Mit einer eigenen Unterstützungskasse, der Baader Unterstützungskasse e.V., besteht eine eigenständige soziale Einrichtung, um Versorgungsleistungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gewähren zu können.

Die Geschäftsleitung dankt allen Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz und die bewiesene Loyalität im abgelaufenen Geschäftsjahr.

2.4.2 UMWELTBERICHT

Die Dienstleistungen der Baader Bank und ihrer Tochterunternehmen haben keinerlei nennenswerte umweltbelastende Eigenschaften. Unternehmensintern wird größter Wert auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Produktions- (Kopierer, Drucker und andere Geräte der Büroausstattung) und Verbrauchsmitteln gelegt. Die Konzernzentrale in Unterschleißheim wurde nach neuesten ökologischen Erkenntnissen insbesondere in den Bereichen Wasser, Wärme und Klimatisierung errichtet und wird entsprechend bewirtschaftet.

3 NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Bankgeschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

4 RISIKOBERICHT

4.1 Das Risikomanagementsystem der Baader Bank Gruppe

Die Geschäftsaktivitäten der Baader Bank Gruppe sind ihrem Wesen nach mit Risiken behaftet. Demzufolge hat die Konzernleitung ein umfassendes Risikomanagementsystem installiert. Dieses orientiert sich einerseits an dem vorgegebenen aufsichtsrechtlichen Rahmen gemäß einschlägiger Verlautbarungen der nationalen und internationalen Aufsichtsbehörden sowie internen wirtschaftlichen Erfordernissen.

4.1.1 ZIELE DES RISIKOMANAGEMENTS

Das übergeordnete Ziel des Risikomanagements der Baader Bank Gruppe ist die permanente Sicherstellung der Risikotragfähigkeit und damit die Sicherung des Unternehmensfortbestandes. Demzufolge stellen das bewusste Eingehen, das aktive Management und die laufende Überwachung von Risiken die Kernelemente der Geschäfts- und Risikosteuerung der Baader Bank Gruppe dar. Im Zuge unserer Geschäftsaktivitäten werden die Risiken identifiziert, beurteilt und überwacht. Nur so ist es möglich, die Geschäftstätigkeit risikobewusst zu steuern, d. h. kalkulierbare Risiken unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit wohlüberlegt einzugehen und existenzgefährdende Risiken kategorisch auszuschließen.

Um diesem Grundsatz gerecht zu werden, verschafft sich die Konzernleitung im Rahmen einer umfassenden Risikoberichterstattung täglich einen Überblick über die Ausprägung aller wesentlichen Risiken und die Risikotragfähigkeit der Baader Bank Gruppe. Die Risikotragfähigkeit findet damit insbesondere auch im Rahmen der Festlegung der Geschäfts- und Risikostrategie Berücksichtigung.

4.1.2 RISIKOTRAGFÄHIGKEIT

Die Risikotragfähigkeit wird vom Risikocontrolling des übergeordneten Instituts, der Baader Bank AG, die für das Risikocontrolling auf Konzernebene zuständig ist, regelmäßig überprüft. Dabei wird das verfügbare Risikodeckungspotenzial (RDP) dem Risikokapitalbedarf gegenübergestellt. Hierbei wird zur Steuerung der Risikotragfähigkeit ein periodenorientierter Fortführungsansatz (Going Concern) zur Herleitung des Risikodeckungspotenzials verwendet. Die im Bankenaufsichtsrecht vorgegebenen Eigenkapitalanforderungen gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) / Capital Requirements Directive (CRD IV) - Verordnung (EU) Nr. 575/2013 und Richtlinie 2013/36/EU vom 26. Juni 2013 dürfen in diesem Ansatz nicht zur Risikoabdeckung herangezogen werden. Ziel des Going-Concern-Ansatzes ist somit die Fortführung der Geschäftstätigkeit unter der Nebenbedingung, dass die Erfüllung der Mindestkapitalanforderungen dauerhaft gewährleistet ist, auch wenn sich die betrachteten Risiken realisieren würden.

Das primäre und sekundäre Risikodeckungspotenzial der Baader Bank Gruppe setzt sich aus Plangewinn (primäres RDP) und bilanziellen Eigenkapitalbestandteilen (sekundäres RDP) zusammen. Man spricht daher von einer GuV- / bilanzorientierten Ableitung. Der Plangewinn (erwarteter Vorsteuer-Gewinn bzw. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) stellt hierbei den Betrag dar, der für das kommende Geschäftsjahr im Rahmen der Planungsrechnung unter der Berücksichtigung des erwarteten Marktumfeldes prognostiziert wird. Hierbei wird zwischen dem erwarteten Vorsteuer-Gewinn im Normal Case (gemäß der Planprämissen im Normal Case) und im Worst Case (gemäß der Planprämissen im Worst Case) unterschieden. Zwar ist der Plangewinn grundsätzlich eine unsichere Zukunftsgröße, dennoch wird zu Beginn eines Geschäftsjahres der Normal Case als Ausgangsbasis herangezogen. Unter Berücksichtigung des laufenden Geschäftsjahres (Ist-Zahlen) entscheidet dann die Konzernleitung ggf. auf die Worst-Case-Planzahlen umzustellen, sofern die aktuelle Geschäftsentwicklung einen solchen Schritt erforderlich macht. Dies führt zu einer außerordentlichen Überprüfung der Risikotragfähigkeit.

Das verfügbare Risikodeckungspotenzial wird den potenziellen Risiken (Risikopotenzial) gegenüber gestellt. Da bei den Plangewinnen erwartete Verluste bereits Berücksichtigung finden, werden bei der Ermittlung des Risikopotenzials ausschließlich unerwartete Verluste quantifiziert.

Das Gesamtrisiko der Baader Bank Gruppe wird durch das verfügbare Risikodeckungspotenzial begrenzt. Grundsätzlich stellt zur dauerhaften Sicherstellung der Risikotragfähigkeit die Konzernleitung nur einen Teil des Risikodeckungspotenzials als sogenanntes Risikokapital zur Verfügung. Dieses wird "top down" auf die einzelnen Risikoarten bzw. die jeweiligen Geschäftsbereiche verteilt und hat als Risikolimit eine begrenzende Funktion. So werden auftretende Verluste durch ein System von Risikolimiten konsequent beschränkt. Das Risikodeckungspotenzial, das Risikopotenzial und das Risikokapital werden mindestens quartalsweise überprüft, um GuV-Veränderungen zwischen den Plan- und den tatsächlichen Ist-Zahlen einzubeziehen. Darüber hinaus werden eingetretene gravierende Verluste zeitnah im Rahmen einer außerordentlichen Anpassung berücksichtigt.

Nachfolgende Grafik stellt die Risikotragfähigkeit der Baader Bank Gruppe per 31. Dezember 2014 dar: → GRAFIK 1

GRAFIK 1 RISIKOTRAGFÄHIGKEIT DER BAADER BANK GRUPPE ZUM 31.12.2014 IN T€

Die Risikotragfähigkeitsberechnung ist in der Baader Bank Gruppe darauf ausgelegt, dass selbst in hypothetischen Krisenzeiten (Stressszenarien) das gebundene Kapital (tertiäres Risikodeckungspotenzial) nicht in Anspruch genommen werden muss. Demzufolge stellt das Risikocontrolling die größten Verluste aus den durchgeführten Stressszenarien für alle relevanten Risikoarten, die sogenannten Worst-Case-Verluste, dem verfügbaren Risikodeckungspotenzial gegenüber. Im Gegensatz zur Normal-Case-Betrachtung wird im Stressfall für die primäre Risikodeckungsmasse der erwartete Vorsteuer-Gewinn im Worst Case angesetzt.

Für die sekundäre Risikodeckungsmasse wird im Gegensatz zum Normal Case der Fonds für allgemeine Bankrisiken als Risikodeckungspotenzial berücksichtigt. Gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) AT 4.1 müssen die Ergebnisse der Stresstests "nicht automatisch in eine Unterlegung mit Risikodeckungspotenzial münden"; sie sind jedoch kritisch zu reflektieren und ein erforderlicher Handlungsbedarf ist abzuleiten. Per 31.12.2014 war die Risikotragfähigkeit für die Baader Bank Gruppe selbst im Stressfall gegeben.

Neben dem Going-Concern-Ansatz ist die Baader Bank Gruppe auch verpflichtet den sogenannten Liquidationsansatz (Gone Concern) zu berechnen. Beim Liquidationsansatz können im Gegensatz zum Going-Concern-Ansatz auch die im Bankenaufsichtsrecht vorgegebenen Eigenkapitalanforderungen als Risikodeckungspotenzial eingesetzt werden. Dabei steht im fiktiven Liquidationsfall der Schutz der Gläubiger im Vordergrund. Zielsetzung ist es auch im Falle der Realisierung der Risiken noch ausreichend Vermögenswerte vorzuhalten, um die Gläubiger befriedigen zu können.

Zusammenfassend kann für das Geschäftsjahr 2014 festgestellt werden, dass die Risikotragfähigkeit der Baader Bank Gruppe zu keiner Zeit gefährdet war. Per 31.12.2014 ist selbst im Falle des Eintretens des Stressszenarios mit dem größten finanziellen Schaden der Unternehmensfortbestand des Konzerns weiterhin gegeben.

4.1.3 RISIKOINVENTUR UND -STRATEGIE

Im Rahmen der jährlich stattfindenden Strategiesitzung der Konzernleitung werden die Geschäftsstrategie sowie die Ziele für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Baader Bank Gruppe definiert. Dabei werden externe Einflussfaktoren, die ihnen zugrunde liegenden Annahmen und interne Einflussfaktoren wie die Risikotragfähigkeit, die Ertragslage, die Liquidität etc. in die strategischen Überlegungen miteinbezogen.

Abgeleitet aus der Geschäftsstrategie beschließt die Konzernleitung unter Berücksichtigung interner und externer Einflussfaktoren eine zur Geschäftsstrategie konsistente Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr. Hierfür ist es erforderlich, dass unter Berücksichtigung der Geschäftsstrategie eine Risikoinventur durchgeführt wird. Diese wird in der Baader Bank Gruppe mindestens jährlich durch das Risikocontrolling der Baader Bank AG durchgeführt. Darüber hinaus kann es z. B. aufgrund von Änderungen hinsichtlich der Wesentlichkeit von Risiken oder aufgrund der Aufnahme der Geschäftstätigkeit in neuen Produkten oder neuen Märkten zu einer außerordentlichen Überprüfung kommen. Um zu gewährleisten, dass das Risikocontrolling unverzüglich Kenntnis von solchen Änderungen erhält, ist das Risikocontrolling gemäß internem Weisungssystem in alle neuen Produkte, neue Märkte-Prozesse und Projekte einzubeziehen sowie über Änderungen der strategischen Ausrichtung der Bank, Beteiligungsstruktur, Markterwartungen etc. unverzüglich zu informieren. Identifizierte Änderungen im Risikoprofil werden zeitnah berücksichtigt und an die Konzernleitung berichtet. Als wesentliche Risiken wurden im vergangenen Geschäftsjahr die folgenden identifiziert: → GRAFIK 2

GRAFIK 2 ÜBERSICHT ZU DEN WESENTLICHEN RISIKOARTEN

* Quantifizierung aufgrund der Eigenart der Risikoart nicht sinnvoll. Hierbei steht das qualitative Management im Vordergrund.
** Die Quantifizierung erfolgt im Rahmen der Worst-Case-Geschäftsplanung. Demzufolge findet eine indirekte Berücksichtigung im Rahmen der RTF statt.

Die im Anschluss festgelegte Risikostrategie wird in Teilstrategien nach den wesentlichen Risikoarten aufgeteilt. Grundbestandteil der risikopolitischen Strategie ist, dass die Risikotragfähigkeit der Baader Bank Gruppe jederzeit gegeben ist. Demzufolge wird für alle wesentlichen Risikoarten von der Konzernleitung ein bestimmter Betrag an Risikokapital bereitgestellt, der als Limit für Verluste aus der jeweiligen Risikoart dient. Das von der Konzernleitung für 2014 bereitgestellte Risikokapital ist folgendermaßen auf die einzelnen Risikoarten allokiert: → GRAFIK 3

GRAFIK 3 ÜBERSICHT ZU DEN RISIKOARTEN

4.1.4 STRUKTUREN UND PROZESSE DES RISIKOMANAGEMENTS

Das Risikomanagementsystem der Baader Bank Gruppe beinhaltet gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (AT 4.3.2 Tz. 1) eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken. Diese Prozesse gestalten sich wie folgt:

Der Identifizierung von neuen Risiken wird dadurch Rechnung getragen, dass alle risikobehafteten Geschäfte bzw. daraus entstehende Positionen unverzüglich in den bestandsführenden Systemen erfasst werden. Darüber hinaus wird das Risikocontrolling im Rahmen des Prozesses "Aktivitäten in neuen Produkten oder auf neuen Märkten" über mögliche Änderungen im bestehenden Risikoprofil zeitnah informiert. Hierbei wird eine Prüfung der geplanten Aktivitäten durchgeführt und der entsprechende Risikogehalt identifiziert. Bestehende Aktivitäten werden einer laufenden Überprüfung unterzogen. Darüber hinaus findet mindestens jährlich eine Risikoinventur für die Baader Bank Gruppe und dessen Einzelinstitute durch das Risikocontrolling der Baader Bank AG statt.

Die Beurteilung der Risiken erfolgt anhand von detaillierten Analysen im Risikocontrolling, welches ein Konzept zur Steuerung und Überwachung dieser Risiken entwickelt und der Konzernleitung präsentiert. Die identifizierten Risiken werden grundsätzlich anhand eines Value-at-Risk-Konzepts quantifiziert und dem Risikokapital gegenübergestellt. Dabei wird immer ein rollierender 12-Monats-Horizont zugrunde gelegt. Die detaillierte Darstellung der Verfahren pro Risikoart ist im Kapitel zu den Risiken der Baader Bank Gruppe dargestellt.

Die Steuerung der Risiken erfolgt über ein System von Limiten zur Begrenzung der jeweiligen wesentlichen Risiken. Die Limite werden grundsätzlich quartalsweise auf Grundlage der Risikotragfähigkeit durch die Konzernleitung per Beschluss festgelegt. Unabhängig davon können diese Limite angepasst werden, wenn die Geschäftstätigkeit und / oder die Ertragslage der Baader Bank Gruppe dies erforderlich machen. Die Limite sind Verlust-Limite, d. h. das Limit wird bei etwaigen Verlusten um diese reduziert; Gewinne bleiben hingegen unberücksichtigt. Das Limitsystem grenzt somit potenzielle Verluste ein und legt damit auch die Verlustobergrenzen fest. Die Steuerung der jeweiligen Risikoart ist in der Baader Bank Gruppe folgendermaßen organisiert: → TABELLE 12

TABELLE 12 STEUERUNG DER RISIKOARTEN IN DER BAADER BANK GRUPPE

Risikoart Steuerungsverantwortlicher
Marktpreisrisiko Profit Center Leiter bzw. Positionsverantwortlicher
Adressenausfallrisiko Bereich Treasury
Operationelles Risiko Alle Bereiche
Liquiditätsrisiko Bereich Treasury, Vorstände Tochtergesellschaften

Durch die permanente Anrechnung der Risiken auf das vielschichtige Limitsystem wird dem Risikocontrolling eine adäquate Überwachung ermöglicht. Liegt eine Limitüberschreitung vor, so wird diese unmittelbar durch das Risikocontrolling erkannt und entsprechende Maßnahmenempfehlungen wie bspw. Positionsrückführung oder Limitleihe an den Positionsverantwortlichen kommuniziert. Dieser beschließt dann eine zu ergreifende Maßnahme und kommuniziert sie an den betroffenen Marktbereich sowie das Risikocontrolling. Das Risikocontrolling überwacht dann die beschlossene Maßnahme und leitet ggf. einen Eskalationsprozess ein, falls die Maßnahme nicht umgesetzt wurde. Ergänzend hat das Risikocontrolling zur Überwachung ein Risikofrüherkennungssystem installiert.

Die Konzernleitung ist für die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation und deren Weiterentwicklung verantwortlich. Diese Verantwortung umfasst u. a. alle wesentlichen Elemente des Risikomanagements inkl. der Festlegung der Risikopolitik. Damit die Konzernleitung dieser Verantwortung gerecht werden kann, existiert ein umfassendes Berichtswesen des Risikocontrollings, welches die gemäß MaRisk geforderte Kommunikation in Form täglicher Berichte und Ad Hoc-Limitüberschreitungsmeldungen an die Konzernleitung gewährleistet.

Darüber hinaus führt das Risikocontrolling mindestens quartalsweise Stresstests für alle wesentlichen Risikoarten durch. Im Rahmen der Stresstests definiert das Risikocontrolling verschiedene außergewöhnliche, aber plausibel mögliche Szenarien und überprüft deren Wirkung auf das bestehende Portfolio. Das Szenario mit dem größten Verlust wird als Worst-Case-Szenario bezeichnet. Die Ergebnisse der Stresstests werden im monatlichen MaRisk-Bericht der Konzernleitung dargelegt und gegebenenfalls mit dieser diskutiert. Ferner finden die Ergebnisse aus den Stresstests im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung. Per 31.12.2014 ergab sich ein Worst Case für die Baader Bank Gruppe in Höhe von 22,17 Mio. €.

Die dargelegten Prozesse stellen sicher, dass die wesentlichen Risiken frühzeitig erkannt, vollständig erfasst und in angemessener Weise gesteuert und überwacht werden. Weiterhin werden die Prozesse regelmäßig überprüft und zeitnah an sich ändernde Bedingungen angepasst. Ebenso findet für die angewandten Methoden und Verfahren regelmäßig eine Validierung statt, in der die Angemessenheit der Verfahren sowie die zugrunde liegenden Annahmen überprüft und ggf. Anpassungsbedarf identifiziert wird.

Die technische Ausstattung in Form von Risikoüberwachungs- und -steuerungssystemen ist im Hinblick auf das Risikomanagementsystem angemessen. Darüber hinaus wird für die Sicherung einer angemessenen Qualifikation des Personals permanent Sorge getragen. Die Prüfung des Risikomanagementprozesses erfolgt mindestens jährlich durch die Interne Revision.

4.1.5 WESENTLICHE ÄNDERUNGEN IM VERGLEICH ZUM VORJAHR

Im Vergleich zum Vorjahr wurde in 2014 insgesamt eine leichte Reduktion des Risikopotenzials über alle wesentlichen Risikoarten festgestellt. Dies ist unter anderem auf einzelne Verbesserungen in den Risikosteuerungs- und -controllingprozessen zurückzuführen, die nachfolgend dargestellt werden:

Konzentrationsrisiken

Seit dem 03.03.2014 werden Bankgarantien nicht mehr auf die Konzentrations-Strukturlimite für Branchen, Bonitätsklassen sowie Länder des Handelsgeschäftes angerechnet, sondern in einer separaten Kategorie "Konzentrationsrisiken aus dem Kreditgeschäft" als Klumpenrisiken überwacht.

Ratingverfahren

Im März 2014 wurde die Überarbeitung des internen Ratingmodells für Versicherungen abgeschlossen. Analog zum internen Ratingverfahren für Banken wird seitdem die Ausfallwahrscheinlichkeit mit Hilfe einer linearen Regression ermittelt. Als Grundlage für die Validierung des Verfahrens wurden Daten zu Ausfallereignissen von der externen Ratingagentur Standard & Poors herangezogen.

Im Juni 2014 wurde die Vergabe von Limiten für Adressenausfallrisiken angepasst. Mit Kreditnehmereinheiten der internen Bonitätsklasse 5 (entspricht einer Ratingspanne bei Standard & Poor's von B+ bis B-) und schlechter wird kein Neugeschäft getätigt. Limite für Kreditnehmereinheiten in dieser Bonitätsklasse existieren nur dann, wenn es bei bestehendem Exposure zu einer Bonitätsverschlechterung kam und dienen ausschließlich zur Begrenzung des Engagements.

Das interne Ratingverfahren für Unternehmen wurde im August 2014 überarbeitet. Bisher wurde ein Scoring-Modell für die Ermittlung der Bonitätsklasse verwendet. Dieses ist nun durch ein Regressionsverfahren ersetzt worden. Neben einer höheren Genauigkeit der ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeiten erhöht das neue Modell den Grad der Automatisierung, da nun Finanzdaten direkt aus einer Datenbank in die Ratinganwendung importiert werden können.

Limitierung

Im Dezember 2014 wurde mit Beschluss des Kreditausschusses die Risikopolitik der Baader Bank bezüglich der Einräumung von Adressenausfallrisiko-Limiten angepasst. Hierbei wurde eine Limitobergrenze in Abhängigkeit des bilanziellen Eigenkapitals der jeweiligen Kreditnehmereinheit eingeführt.

4.2 Die Risiken der Baader Bank Gruppe

Als wesentliche Risiken wurden im vergangenen Geschäftsjahr unverändert Marktpreisrisiken, Adressenausfallrisiken, operationelle Risiken und Liquiditätsrisiken identifiziert. Neu wurden Regulatorikrisiken und Geschäftsrisiken in die Betrachtung mit aufgenommen. Nachfolgend werden diese Risikoarten detailliert erläutert, beurteilt (Quantifizierung im Rahmen einer Nettobetrachtung unter Berücksichtigung risikoreduzierender Effekte) und die zur Risikobegrenzung eingesetzten Maßnahmen veranschaulicht.

4.2.1 MARKTPREISRISIKO

Allgemein versteht man unter Marktpreisrisiken alle Risiken, die aus der Veränderung des Marktpreises eines Finanzinstruments über eine bestimmte Zeitperiode resultieren. Dabei unterscheidet man je nach Einflussparameter das Aktienkursrisiko, Zinsänderungsrisiko und Währungsrisiko. Das Aktienkursrisiko bezeichnet das Risiko aus der Preisänderung von Aktien, das Zinsänderungsrisiko ist das Risiko einer durch Marktzinsänderungen induzierten Verringerung des Barwertes eines zinssensitiven Finanzinstruments und unter Wechselkursrisiko versteht man das Risiko eines Verlustes aufgrund sich negativ für die eigene Position entwickelnder Wechselkurse.

Die beschriebenen Marktpreisrisiken resultieren grundsätzlich nur aus dem Eigenhandel und nicht aus dem Vermittlungsgeschäft. Demzufolge sind hier die Bestände insbesondere der Einheiten Market Making, Vorstand und Treasury betroffen.

Zum Jahresende bestanden im Handelsbestand der Wertpapiere der Liquiditätsreserve folgende Risikopositionen in Mio. € Marktwert: → TABELLE 13

TABELLE 13 RISIKOPOSITIONEN IN MIO. € MARKTWERT

Kassamarkt

  2014 2013
Aktien 29,72 49,58
Renten 211,08 279,46
Verbriefte Derivate 1,13 1,17
Fonds, Index- und fondsähnliche Zertifikate 43,08 26,20

Terminmarkt

  2014 2013
Optionen 0,00 0,00
Futures - 25,86 - 7,42
Swaps 0,00 0,00

Die Kursänderungsrisiken werden durch ein Value-at-Risk (VaR)-Modell basierend auf Monte-Carlo-Simulationen im zentralen Handelssystem der Baader Bank Gruppe gemessen. Der VaR wird bei einem gewählten Konfidenzniveau von 99 % für die angesetzte Halteperiode bestimmt. Abweichend hierzu werden das Zinsänderungsrisiko des Bankbuchs und das Devisenkursänderungsrisiko auf Basis der Historischen Simulation ermittelt. Der VaR wird auch hier als 99 %-Quantil der sortierten Wertänderungen ermittelt. Per 31. Dezember 2014 betrug der Value-at-Risk für den Handelsbestand und die Wertpapiere der Liquiditätsreserve 6,91 Mio. € bei einer Limitauslastung in Höhe von 69,70 %.

Das Risikomodell zur Ermittlung des Value-at-Risk stellt eine Näherung an die Realität dar. In der Realität können extreme Ereignisse etwas häufiger zu beobachten sein als dies bei Annahme einer Normalverteilung zu erwarten wäre. Die Güte des VaR-Modells wird im Rahmen des Backtestings (Clean Backtesting) anhand des Verhältnisses zwischen den VaR-Werten und Marktwertveränderungen einer Position auf Grundlage tatsächlicher Kursänderungen permanent überprüft. In dem Fall, dass die Anzahl der sogenannten Ausreißer aus dem Backtesting über der als kritisch definierten Grenze liegt, werden entsprechende Anpassungen im VaR-Modell durch das Risikocontrolling vorgenommen. Hierdurch wird eine bessere Abbildung der tatsächlichen Verluste durch den Value-at-Risk erreicht und somit die Anzahl der Ausreißer im Zeitablauf wieder reduziert. Insgesamt kann das Value-at-Risk-Modell als angemessen eingestuft werden.

Zur Risikobegrenzung der Marktpreisrisiken wurde in der Baader Bank Gruppe ein umfassendes Limitsystem installiert. In diesem System werden permanent alle eingegangenen Positionen der Profit Center auf die jeweiligen Limite angerechnet. Die Verteilung des Limits innerhalb der Bereiche auf die einzelnen Profit Center obliegt dem hierfür zuständigen Handelsvorstand.

Im Falle von Limitüberschreitungen, die unmittelbar im Überwachungssystem angezeigt werden, erfolgt unverzüglich eine Meldung des Risikocontrollings an den verantwortlichen Vorstand und im Rahmen des täglichen Berichts an die Konzernleitung. Die einzuleitenden Maßnahmen werden dem Risikocontrolling mitgeteilt und deren Umsetzung entsprechend überwacht.

Im vergangenen Geschäftsjahr ergab sich ein deutlicher Rückgang des durchschnittlichen Marktpreisrisikos in der Baader Bank Gruppe. Dieser ist im Wesentlichen auf durchschnittlich geringere Bestände zurückzuführen. Das für Marktpreisrisiken bereitgestellte Risikokapital war jederzeit ausreichend, um potenzielle unerwartete Verluste zu decken. Demzufolge beurteilt das Risikocontrolling das aus Marktpreisrisiken resultierende Risikopotenzial als unkritisch.

4.2.2 ADRESSENAUSFALLRISIKO

Unter Adressenausfallrisiko versteht man allgemein die Gefahr, dass ein Kreditnehmer bzw. Kontrahent die geschuldete Leistung aufgrund des insolvenzbedingten Ausfalls nicht oder nicht vollständig erbringen kann. Hierunter wird auch das Migrationsrisiko, also das Risiko der Bonitätsverschlechterung des Schuldners, subsummiert.

Bei den Adressenausfallrisiken wird zur Risikobegrenzung sowohl das gesamte Adressenausfallrisiko anhand des von der Konzernleitung bereitgestellten Risikokapitals (Limit für das Adressenausfallrisiko) limitiert und überwacht, als auch das Exposure für eine einzelne Kreditnehmereinheit. Beabsichtigt der Marktbereich ein Adressenausfallrisiko bei einer noch unbekannten Kreditnehmereinheit einzugehen, so muss er dies beim Risikocontrolling schriftlich beantragen. Das Risikocontrolling ermittelt eine Bonitätsklasse anhand eines internen Ratingverfahrens, erstellt einen Beschlussvorlage und reicht diese beim zuständigen Handelsvorstand und beim Überwachungsvorstand ein. Zur Risikobegrenzung hinsichtlich des Klumpenrisikos bei einer Kreditnehmereinheit wird unter Berücksichtigung der internen Bonitätsklasse, der Forderungsklasse sowie der geltenden Großkreditgrenzen gemäß der Groß- und Millionenkreditverordnung ein entsprechendes Limit für den jeweiligen Kreditnehmer vergeben. Die Exposures aller kreditrisikorelevanten Geschäfte werden permanent im Überwachungssystem auf das Limit der Kreditnehmereinheit (KNE) angerechnet. Die Auslastung dieser Limite wird vom Risikocontrolling überwacht und einmal täglich an die Konzernleitung berichtet. Kommt es im Laufe eines Handelstages zu einer Limitüberschreitung (hier kann sowohl das Adressenausfallrisikolimit als auch ein einzelnes Limit für eine Kreditnehmereinheit betroffen sein), so erfolgt unverzüglich eine Meldung des Risikocontrollings an den verantwortlichen Marktvorstand und an den Überwachungsvorstand. Die einzuleitenden Maßnahmen werden dem Risikocontrolling mitgeteilt und deren Umsetzung entsprechend überwacht.

Jede interne Bonitätsklasse ist einer externen Ratingklasse und somit einer entsprechenden Ausfallwahrscheinlichkeit für erwartete Verluste (PD = probability of default) zugeordnet. In Anlehnung an den Internal Rating Based Approach (IRBA) der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Artikel 142 ff.) werden gemäß des bankeigenen Verfahrens für jede dieser Bonitätsklassen die sogenannten IRBA-Risikogewichte für unerwartete Verluste ermittelt. Auf Basis dieser Risikogewichte kann der unerwartete Verlust für jede KNE ermittelt werden, was mit einem Value-at-Risk zu vergleichen ist. Dabei wird immer von einer Verlustquote beim Ausfall der jeweiligen Kreditnehmereinheit (LGD = loss given default) von 100 % ausgegangen.

Das gesamte Risiko über alle KNE ergibt sich aus der Addition der Einzelrisiken. Korrelationen zwischen den KNE werden hierbei nicht berücksichtigt. Das sich ergebende Gesamtrisiko darf das von der Konzernleitung für Adressenausfallrisiken bereitgestellte Risikokapital nicht überschreiten. Dieses Gesamtrisikolimit für das Adressenausfallrisiko wird im Zuge des Beschlusses zur Festlegung der Risikolimite und Risikotragfähigkeit quartalsweise festgelegt.

Die Baader Bank Gruppe unterscheidet hinsichtlich der Adressenausfallrisiken zwischen Kredit-, Kontrahenten-, Emittenten- und Beteiligungsrisiken.

Im Rahmen des Kreditgeschäftes im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 2 KWG werden Privat- und Firmenkunden (unechte) Lombardkredite gegen Sicherheiten gewährt.

Bei diesen Sicherheiten handelt es sich i. d. R. um börsennotierte Wertpapiere, deren Beleihungswert nach einem konservativen Bewertungsverfahren ermittelt wird, oder um Bankgarantien.

Die folgende Tabelle zeigt das Kundenkreditgeschäft zum 31. Dezember 2014 in Mio. €: → TABELLE 14

TABELLE 14 KUNDENKREDITGESCHÄFT ZUM 31.12.2014 IN MIO. €

  Kreditengagements insgesamt Kreditinanspruchnahme Überziehung (unbesichert)
  2014 2013 2014 2013 2014 2013
Privatkunden 15,68 12,58 10,00 9,45 0,79 0,86
Firmenkunden 17,37 16,78 15,64 10,85 1,13 7,28
Banken 0 0 0 0,10 0 0
Summe 33,05 29,36 25,64 20,40 1,92 8,14
  Sicherheiten (bewertet) Risikovorsorge
  2014 2013 2014 2013
Privatkunden 9,29 7,22 1,10 1,87
Firmenkunden 17,25 13,75 0 0
Banken 0 0 0 0
Summe 26,54 20,97 1,10 1,87

Per 31. Dezember 2014 bestand für das Kreditgeschäft ein Risiko in Höhe von 0,07 Mio. €, welches aus den unbesicherten Überziehungen zum Stichtag resultiert.

Einzelwertberichtigungen werden für alle Kredite gebildet, die nach Bewertung der Rückzahlungsfähigkeit des Kunden als notleidend erachtet werden. Kredite gelten als notleidend, wenn es voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, sämtliche fälligen Zins- und Tilgungsleistungen gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen vom Kunden einzutreiben. Für alle Kundenkredite besteht zum Stichtag 31. Dezember 2014 eine Risikovorsorge in Höhe von insgesamt 1,10 Mio. €.

Des Weiteren werden im Rahmen des Kreditgeschäftes Geldmarktanlagen bei Kreditinstituten durch den Bereich Treasury getätigt. Insgesamt bestand per 31. Dezember 2014 für Forderungen gegenüber Kreditinstituten ein Risiko in Höhe von 2,27 Mio. €.

Bei der Abwicklung von Handelsgeschäften kann ein Kontrahentenrisiko dadurch entstehen, dass ein Handelspartner seine entstandenen Verpflichtungen nicht vollständig erfüllt. Hierbei zu unterscheiden ist einerseits das Wiedereindeckungsrisiko und andererseits das Vorleistungsrisiko. Das Wiedereindeckungsrisiko stellt das Risiko des Ausfalls der jeweiligen Gegenpartei dar, was eine Nichterfüllung der abgeschlossenen Geschäfte zur Folge hat. Gemäß MaRisk sind hier Börsengeschäfte sowie Kassageschäfte, bei denen der Gegenwert angeschafft wurde, bzw. Zug um Zug anzuschaffen ist, oder bei denen entsprechende Deckung besteht, ausgenommen. Demzufolge sind hier nur außerbörsliche Derivategeschäfte betroffen.

Die Baader Bank Gruppe handelt zwar Derivate ausschließlich über Derivatebörsen, da aber die Baader Bank kein Clearing Member an diesen Börsen ist, müssen die Geschäfte zwischen der Baader Bank und dem entsprechenden Clearing Member abgerechnet werden. Diese sind daher wie außerbörsliche Geschäfte einzustufen und aus dem Erfüllungsanspruch gegenüber dem Clearing Member entsteht dementsprechend ein Adressenausfallrisiko in Form eines Wiedereindeckungsrisikos. Per 31. Dezember 2014 bestand für das Wiedereindeckungsrisiko, sowohl aus Eigenbeständen in Derivaten zu Hedgingzwecken im Market Making als auch aus Kundenbeständen in Derivaten, ein Risiko in Höhe von 0,12 Mio. €.

Sobald Geschäfte nicht als Zahlungs-/Lieferungsgeschäfte "Zug um Zug" abgewickelt werden, entsteht ein Vorleistungsrisiko. Bei der Vermittlung von Schuldscheindarlehen, bei denen die Baader Bank im Rahmen des Kaufvertrages als Kontrahent eintritt, besteht ein Vorleistungsrisiko, da bei diesen Geschäften Zahlung und dingliche Übereignung der (Beweis-)Urkunde inkl. Abtretungserklärung zeitlich auseinander fallen. Dieses Risiko besteht nur gegenüber dem Verkäufer des Schuldscheindarlehens und es erstreckt sich über den Zeitraum zwischen Geldzahlung und dinglicher Übereignung der Urkunde. Per 31. Dezember 2014 bestand kein Vorleistungsrisiko für die Baader Bank Gruppe.

Unter dem Emittentenrisiko wird das Risiko der Bonitätsverschlechterung bzw. des Ausfalls eines Emittenten verstanden. Ein Verlust aus dem Emittentenrisiko realisiert sich in einer Wertminderung der Wertpapiere dieses Emittenten. Somit stellt die Bonität der jeweiligen Emittenten ein entsprechendes Adressenausfallrisiko dar. Per 31. Dezember 2014 bestand für das Emittentenrisiko insbesondere aus Treasurybeständen ein Risiko in Höhe von 5,89 Mio. €.

Unter Beteiligungen werden sowohl Beteiligungen nach § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7 KWG als auch Nr. 8 KWG (verbundene Unternehmen) verstanden. Beteiligungen sind typischerweise dem Anlagebuch zugeordnet. Das Adressenausfallrisiko bei Beteiligungen resultiert aus der dauerhaften Bonitätsverschlechterung bzw. des Ausfalls des jeweiligen Beteiligungsunternehmens, was sich in einer entsprechenden Wertminderung realisiert. Per 31. Dezember 2014 bestand für das Beteiligungsrisiko ein Risiko in Höhe von 0,36 Mio. €.

Es bestehen keine Adressenausfallrisiken aus nicht bilanzwirksamen Geschäften.

Zusätzlich erfolgt im Adressenausfallrisiko eine Überwachung von Konzentrationsrisiken bzgl. Bonitäts-, Branchen- und Länderrisiken, um mögliche Risikokonzentrationen (Klumpenrisiken) für die Baader Bank Gruppe identifizieren und überwachen zu können. Diese werden jedoch nicht gesondert mit Risikokapital unterlegt, um eine Mehrfachanrechnung zu vermeiden.

Nachfolgend werden die Positionen des Adressenausfallrisikos im Hinblick auf die genannten Konzentrationsrisiken per 31. Dezember 2014 im Vergleich zum Vorjahresultimo tabellarisch aufgeführt: → Tabelle 15

TABELLE 15 BESTÄNDE NACH BONITÄTSKLASSEN

  Marktwert 2014 Marktwert 2013
Bonitätsklassen Mio. € % Mio. € %
Bonitätsklasse 1 62,38 14,66 22,30 5,18
Bonitätsklasse 2 148,93 35,00 115,44 26,83
Bonitätsklasse 3 162,51 38,19 235,74 54,80
Bonitätsklasse 4 51,70 12,15 55,01 12,79
Bonitätsklasse 5 0,00 0,00 1,71 0,40

Per 31.12.2014 bestand kein Exposure in der Bonitätsklasse 5 und schlechter.

Wie bereits im Vorjahr resultiert der größte Anteil bei der Branchenverteilung aus der Branche "Banken, Sparkassen und Finanzinstitute" (57,70 %, Vorjahr: 41,36 %). Die Ursache hierfür liegt im Wesentlichen an der kurzfristigen Anlage freier Liquidität bei Kreditinstituten sowie der Sicherheitenhinterlegung für Derivategeschäfte bei dem jeweiligen Clearing Member. Darüber hinaus kam es im vergangenen Geschäftsjahr zu einer deutlichen Reduktion des Bestandes an Staatsanleihen (1,09 %; Vorjahr: 4,29 %). Nachfolgend wird die Aufteilung nach Ländern per 31.12.2014 dargestellt: → GRAFIK 4

GRAFIK 4 AUFTEILUNG NACH LÄNDERN PER 31.12.2014

Das Länderrisiko resultiert im Wesentlichen aus Anleihebeständen des Treasury-Portfolios und setzt sich zu großen Teilen aus deutschen Kreditnehmereinheiten zusammen. Hierbei ist das Sitzland der jeweiligen Konzernmutter maßgeblich.

Im Vergleich zum Vorjahr wurde insbesondere das Exposure in den GIIPS-Staaten nochmals deutlich von 6,52 % per 31.12.2013 auf 2,26 % reduziert.

Nachfolgend wird noch ergänzend die Entwicklung des Adressenausfallrisikos über das Geschäftsjahr 2014 dargestellt: → GRAFIK 5

GRAFIK 5 ENTWICKLUNG DES ADRESSENAUSFALLRISIKOS

Per 31. Dezember 2014 betrug der Value-at-Risk für das gesamte Adressenausfallrisiko 8,71 Mio. € bei einer Limitauslastung von 79,19 %.

Über das Jahr 2014 blieb das Adressenausfallrisiko der Baader Bank Gruppe auf einem sehr moderaten Niveau. Das Exposure in den GIIPS-Staaten wurde nochmals deutlich reduziert. Darüber hinaus konnte eine wesentliche Verbesserung in den Bonitäten der Kreditnehmer erreicht werden. Demzufolge beurteilt das Risikocontrolling das Adressenausfallrisiko derzeit als vertretbar.

4.2.3 OPERATIONELLES RISIKO

Operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch den Eintritt von externen Ereignissen entstehen. Hierzu gehören auch Rechtsrisiken.

Das Sicherheitskonzept der Baader Bank Gruppe (Baader-Bank-Sicherheitskonzept = BSK) basiert auf den drei Säulen Notfallmanagement, IT-Grundschutz sowie dem Regel- und Themenkreis "Operationelles Risiko". Der Sicherheitsausschuss des BSK dient als organisatorisches und thematisches Gremium für alle sicherheitsrelevanten Fragestellungen. In regelmäßigen Sitzungen beschäftigt und berät der Ausschuss über Themen aus dem OpRisk-Regelkreis, dem Notfallmanagement und dem IT-Grundschutz sowie allen weiteren sicherheitsrelevanten Themen.

Der Sicherheitsausschuss hat bei entscheidungsrelevanten Fragestellungen aus diesen Regelkreisen ein Vorschlags- und Empfehlungsrecht an die Konzernleitung. Die Mitglieder des BSK-Sicherheitsausschusses setzen sich aus dem Leiter des Gremiums, einem OpRisk-Beauftragten, einem IT-Sicherheitsbeauftragten, einem Notfallbeauftragten sowie den funktionsverantwortlichen Bereichsleiter Betriebsorganisation und Personal, Bereichsleiter Informationstechnologie, Bereichsleiter Backoffice und Bereichsleiter Risk & Regulatory Reporting zusammen.

Die Einschätzung des Risikopotenzials, d. h. die konzernweite Identifizierung und Bewertung von operationellen Risiken, wird anhand der jährlich von den OpRisk Managern auszufüllenden Fragebögen bzw. in Form spezieller Self Assessments durch das Risikocontrolling der Baader Bank AG vorgenommen. Die aus den Erhebungen resultierenden Ergebnisse werden dem Sicherheitsausschuss des BSK zur Diskussion vorgelegt. Der Sicherheitsausschuss prüft den vom Risikocontrolling vorgeschlagenen Handlungsbedarf hinsichtlich des Bedarfs und der Notwendigkeit an zusätzlichen Maßnahmen und unterbreitet der Konzernleitung einen entsprechenden Vorschlag. Diese entscheidet letztlich über dessen Umsetzung und gibt gegebenenfalls den Auftrag an den Sicherheitsausschuss. Im quartalsweisen MaRisk-Bericht werden die Ergebnisse aus den Fragebögen an die Konzernleitung und den Aufsichtsrat der Baader Bank AG berichtet.

Neben der Einbindung in die Erhebung des Risikopotenzials ist es Aufgabe der OpRisk Manager, eingetretene Schäden aus operationellen Risiken zu melden. Hierfür steht eine Anwendung zur Verfügung, in der eingetretene Schäden ab einer Schadenshöhe von € 1.000 zu erfassen sind. "Schaden" ist dabei folgendermaßen definiert: Ein Schaden ist ein finanzieller Verlust, der unmittelbar mit dem operationellen Risiko verbunden ist. Eingeschlossen sind hier auch unrealisierte Verluste.

Bedeutende Schadensfälle werden unverzüglich hinsichtlich ihrer Ursachen analysiert. Deshalb wurde das Risikocontrolling beauftragt, Schadensfälle an den Leiter des Sicherheitsausschusses weiterzuleiten, wenn diese eines der folgenden Kriterien erfüllen:

Schadensfälle, deren Schadenshöhe mindestens € 50.000 beträgt oder

Schadensfälle mit gleicher Ursache, die mindestens 10 Mal im Quartal aufgetreten sind oder

Schadensfälle mit gleicher Ursache, deren Gesamtschadenshöhe mindestens € 100.000 im Quartal beträgt.

Maßnahmen daraus werden ebenfalls quartalsweise im MaRisk-Bericht dargestellt. Im Geschäftsjahr 2014 wurden Schäden mit einer Gesamtsumme von 0,36 Mio. € gemeldet. Der größte Einzelschaden betrug hierbei 0,05 Mio. € und ist der Basel II-Kategorie "Ausführung, Lieferung und Prozessmanagement" zuzuordnen.

Darüber hinaus sind zum Jahresende drei nennenswerte Rechtsstreitigkeiten mit wesentlichen finanziellen Risiken bekannt. Selbst im Falle dessen, dass der Streitwert gänzlich zu Gunsten der Gegenpartei beschieden werden würde, wäre die finanzielle Auswirkung auf die Risikotragfähigkeit von nachrangiger Bedeutung.

Die Quantifizierung unerwarteter Verluste aus dem operationellen Risiko erfolgt quartalsweise auf Basis historisch beobachteter Schäden in der Baader Bank Gruppe. Das Vorgehen orientiert sich am Loss Distribution Approach, wonach die Parameter einer Höhenverteilung sowie einer Häufigkeitsverteilung nach dem Maximum-Likelihood-Verfahren geschätzt werden, um einen Gesamtverlust pro Jahr zu ermitteln. Hierbei gehen die Annahmen ein, dass die Schadenhöhe lognormalverteilt ist, die Schadenanzahl einem Poissonprozess folgt und die Schäden unabhängig und identisch verteilt sind. Die Gesamtschadenverteilung wird mit Hilfe einer Statistiksoftware auf Basis der Monte-Carlo-Simulation geschätzt. Zur Ermittlung des Betrages, der mit Risikokapital zu unterlegen ist, wird für den unerwarteten Verlust das 99 %-Quantil herangezogen. Per 31.12.2014 betrug der Value-at-Risk 1,09 Mio. € bei einer Limitauslastung von 72,60 %.

Zur Risikolimitierung der operationellen Risiken wird auch hierfür von der Konzernleitung ein bestimmter Betrag an Risikokapital zur Verfügung gestellt. Die Überprüfung, ob das zur Verfügung gestellte Risikokapital (maximales Verlust-Limit) ausreicht, um unerwartete Verluste aus operationellen Risiken zu decken, erfolgt täglich im Risikocontrolling und ist Bestandteil des täglichen Berichts an die Konzernleitung.

Für das operationelle Risiko werden darüber hinaus quartalsweise Stresstests durchgeführt. Die Quantifizierung der Verluste aus Stresstests erfolgt grundsätzlich analog zu dem Verfahren bei der Ermittlung unerwarteter Verluste. Im Stressfall wird ein 99,9 %-Quantil berücksichtigt. Das Ergebnis des Stresstests ist ebenfalls Bestanteil des MaRisk-Berichts und findet im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung.

Insgesamt beurteilt das Risikocontrolling das operationelle Risiko als unkritisch, da sich die Schadensumme 2014 weiterhin auf einem moderaten Niveau befindet und darüber hinaus kein erhöhtes Risikopotenzial identifiziert wurde. Das zur Verfügung gestellte Risikokapital war zu jeder Zeit ausreichend. Die technische Ausstattung an Risikosystemen konnte im vergangenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit als angemessen bewertet werden.

4.2.4 LIQUIDITÄTSRISIKO

Im Rahmen des Liquiditätsrisikos ist sicherzustellen, dass Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden können. Hierbei wird grundsätzlich zwischen dem Marktliquiditätsrisiko, dem dispositiven Liquiditätsrisiko und dem strukturellen Liquiditätsrisiko unterschieden.

Das dispositive (kurzfristige) Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Kreditzusagen unerwartet in Anspruch genommen werden bzw. Einlagen unerwartet abgezogen werden (Abrufrisiko). Neben unerwarteten Abflüssen können zudem Verzögerungen bei Zahlungseingängen auftreten, was bedeutet, dass sich die Kapitalbindungsdauer von Aktivgeschäften unplanmäßig verlängert (Terminrisiko). Dies kann Auswirkungen auf das Nachkommen eigener Zahlungsverpflichtungen haben.

Die operative Steuerung und Sicherstellung der Zahlungsverpflichtungen obliegt dem Bereich Treasury. Die enge Abstimmung der Marktbereiche mit dem Bereich Treasury und der Abteilung Payments sichert eine Koordination der täglichen Zahlungsströme aus diesen Bereichen. Besondere Liquiditätsbelastungen aus anderen Bereichen werden den Bereichen Treasury und Payments unverzüglich angezeigt. Im Rahmen des dispositiven Liquiditätsrisikos erstellt der Bereich Treasury täglich einen Liquiditätsstatus mit der aktuellen Liquiditätssituation, der dem Risikocontrolling zur Verfügung gestellt wird. Die Sicherung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs in der Baader Bank Gruppe ist durch diverse Kreditlinien die Teilnahme am GC-Pooling-Markt gewährleistet.

Für die Überwachung des dispositiven Liquiditätsrisikos in der Baader Bank Gruppe ist das Risikocontrolling verantwortlich. Um diese Aufgabe adäquat zu erfüllen und zeitnah Gegenmaßnahmen einzuleiten, wurden verschiedene Überwachungsmechanismen installiert. Das Risikocontrolling erhält täglich vom Bereich Treasury einen Liquiditätsstatus mit der aktuellen Liquiditätssituation, der vom Risikocontrolling entsprechend plausibilisiert und überprüft wird. Wird ein drohender Liquiditätsengpass identifiziert, so werden die verantwortlichen Entscheidungsträger umgehend informiert. Ergänzend hierzu erhält das Risikocontrolling täglich von der Abteilung Payments den aktuellen Stand zur Mindestreserveerfüllung, den morgendlichen Stand des Bundesbankkontos inklusive den untertags zu erwartenden Zahlungsströmen und die Refinanzierungsfazilitäten. Diese Informationen werden vom Risikocontrolling kontrolliert und im Hinblick auf eine als kritisch zu beurteilende Liquiditätssituation überwacht.

Im Rahmen der Umsetzung der Anforderungen aus der CRD IV (Capital Requirements Directive) überwacht das Risikocontrolling täglich die Einhaltung der LCR (Liquidity Coverage Ratio)-Kennziffer sowie die hierfür eingeführten Limite und berichtet diese im Rahmen des Konzernrisikoreports an den Vorstand. Dieses Limitsystem befindet sich derzeit in der Testphase. Bis zum Beginn der LCR-Einhaltung erfolgt die Überwachung der Liquiditäts-Kennzahl gem. § 11 KWG in Verbindung mit der Liquiditätsverordnung börsentäglich.

Aufgrund der Eigenart des dispositiven Liquiditätsrisikos ist eine Quantifizierung und somit Hinterlegung mit Risikokapital nicht sinnvoll. Es wird hier verstärkt auf die Qualität des Risikomanagements geachtet.

Das strukturelle Liquiditätsrisiko (Refinanzierungsrisiko) beschreibt die Gefahr, dass sich die (barwertigen) Refinanzierungskosten durch eine mögliche Verteuerung des institutsindividuellen Spreads erhöhen. Nach einer Bonitätsverschlechterung können Passivgeschäfte nur zu schlechteren Konditionen abgeschlossen werden. Zudem können marktbedingte Veränderungen einen großen Einfluss haben. Steigt der Marktzins, wird tendenziell die Refinanzierung teurer. Diese operative Passiv-Steuerung erfolgt durch die Begebung von Schuldscheindarlehen am Kapitalmarkt. Die somit gewonnene Liquidität wird im Wesentlichen in EZB-fähige Anleihen investiert, welche wiederum im Rahmen der Offenmarktpolitik bei der Deutschen Bundesbank als Refinanzierungsfazilitäten oder im GC-Pooling-Markt hinterlegt werden können.

Durch die Erstellung von Liquiditätsablaufbilanzen und die Ermittlung potenzieller Liquiditätsunterdeckungen wird ein möglicher Refinanzierungsschaden quantifiziert. Es wird quartalsweise eine Refinanzierung zu aktuell gültigen Marktkonditionen der Refinanzierung im unerwarteten Fall gegenübergestellt. Im unerwarteten Fall fließen zum einen eine deutlich teurere Refinanzierung und zum anderen unerwartete Mittelabflüsse ein. Die Differenz stellt dann den entsprechenden Refinanzierungsschaden im unerwarteten Fall dar; diese wird im Zuge der Ermittlung der Risikotragfähigkeit für die Baader Bank Gruppe berücksichtigt und ggf. mit Risikokapital unterlegt. Per 31. Dezember 2014 wurde für das strukturelle Liquiditätsrisiko ein Value-at-Risk in Höhe von 0,00 Mio. € ermittelt, da im Normal Case keine Unterdeckung bestand und somit eine Refinanzierung nicht erforderlich war.

Des Weiteren existieren Wertpapiere mit unterschiedlicher Marktliquidität, wobei sich dieses Liquiditätsrisiko bei wenig liquiden Werten konkretisiert. Eine geringe Marktliquidität in einzelnen Handelsprodukten führt dazu, dass Transaktionen in diesen Produkten sowohl zum Eingehen als auch zum Auflösen von Positionen aufgrund der geringen oder nicht vorhandenen Marktliquidität beeinträchtigt oder nicht möglich sind. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden vom Risikocontrolling in regelmäßigen Abständen Auswertungen erstellt und an den Marktvorstand kommuniziert. Auf Basis einer Expertenschätzung wird quartalsweise das Risikopotenzial für das Marktliquiditätsrisiko ermittelt und entsprechend mit Risikokapital unterlegt. Per 31. Dezember 2014 wurde ein Risiko aus unerwarteten Verlusten in Höhe von 1,30 Mio. € durch die jeweiligen Experten geschätzt. Neben diesem Risikobetrag wird auf das operative Management des Marktliquiditätsrisikos als wesentliche Risikokategorie durch weitere Risikosteuerungs- und -controllingprozesse wie bspw. Überwachung und Reporting von illiquiden Positionen eingewirkt.

Die Überprüfung, ob das zur Verfügung gestellte Risikokapital ausreicht, um unerwartete Verluste aus Liquiditätsrisiken zu decken, erfolgt quartalsweise im Risikocontrolling. Per 31. Dezember 2014 betrug die Limitauslastung für das gesamte Liquiditätsrisiko 66,31 %.

Für das Liquiditätsrisiko werden darüber hinaus quartalsweise Stresstests durchgeführt. Die Quantifizierung der Verluste aus Stresstests erfolgt analog zu dem Verfahren bei der Ermittlung unerwarteter Verluste. Das Ergebnis des Stresstests wird im monatlichen MaRisk-Bericht an die Konzernleitung berichtet und findet im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung.

Insgesamt wurde für das strukturelle Liquiditätsrisiko im unerwarteten Fall kein Schadenspotenzial ermittelt. Das Risikopotenzial für das Marktliquiditätsrisiko ist im Vergleich zur verfügbaren Risikodeckungsmasse zu vernachlässigen. Die Baader Bank Gruppe hat darüber hinaus nur unwesentliche Engagements in liquiditätsmäßig engen Märkten. Demzufolge beurteilt das Risikocontrolling das Liquiditätsrisiko als unkritisch.

4.2.5 REGULATORIKRISIKO

Das Regulatorikrisiko resultiert aus der Nichteinhaltung bzw. dem Nichterkennen von neuen regulatorischen Anforderungen. Das Eintreten eines solchen Risikos kann zu erhöhten internen Aufwänden durch eine engere aufsichtsrechtliche Überwachung, zu finanziellen Verlusten aufgrund von Strafzahlungen bis hin zur erzwungenen Schließung eines Geschäftsbereiches führen. In den vergangenen Jahren ist die Menge an aufsichtsrechtlichen Anforderungen enorm gestiegen. Das Erkennen und die Bewältigung des regulatorischen Risikos stellt eine große Herausforderung für die Institute dar und ist demzufolge als wesentlich einzustufen. Aufgrund der Besonderheit dieser Risikoart sind eine Quantifizierung dieses Risikos und eine Unterlegung mit Risikokapital nicht sinnvoll möglich. Vielmehr wird in diesem Zusammenhang das qualitative Management in den Vordergrund gestellt. In diesem Zusammenhang wurde 2014 eine Software lizensiert, die das Erkennen und die Überwachung von neuen Anforderungen unterstützt und so verhindert, dass neue Anforderungen nicht bearbeitet werden.

Die zur Steuerung des Regulatorikrisikos eingesetzten Instrumente werden vom Risikocontrolling im Hinblick auf die bestehenden und noch zu erwartenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen als ausreichend beurteilt.

4.2.6 GESCHÄFTSRISIKO

Das Geschäftsrisiko bezeichnet die Gefahr von unerwarteten Verlusten, die sich aus Managemententscheidungen zur geschäftspolitischen Positionierung der Baader Bank Gruppe ergeben. Die Risiken resultieren des Weiteren aus unerwarteten Veränderungen der Markt- und Umfeldbedingungen mit negativen Auswirkungen auf die Ertragslage. Demzufolge sind hier unerwartete Ergebnisrückgänge und negative Planabweichungen, die ihre Ursache nicht in anderen definierten Risikokategorien haben, zu betrachten. Da die Geschäftstätigkeit der Baader Bank Gruppe insbesondere von der Entwicklung des allgemeinen Börsenumfeldes abhängig ist, ist diese Risikoart als wesentlich einzustufen.

Die Quantifizierung des Geschäftsrisikos erfolgt in der Baader Bank Gruppe im Rahmen der Worst-Case-Geschäftsplanung und wird demzufolge indirekt im Rahmen der Risikotragfähigkeit berücksichtigt. Darüber hinaus wird eine Quantifizierung des Geschäftsrisikos auf Basis mathematischer Modelle als nicht sinnvoll beurteilt. Auch hier liegt der Schwerpunkt im qualitativen Management dieser Risikoart. In diesem Zusammenhang wird mindestens jährlich im Rahmen einer Strategiesitzung der Baader Konzernleitung eine Geschäfts- und Risikostrategie für die Folgejahre entwickelt. Hierbei wird insbesondere auch auf Markterwartungen und deren Einfluss auf das Geschäftsmodell sowie die Ertragssituation der Baader Bank Gruppe eingegangen. Diese Strategie wird in regelmäßigen Abständen überprüft und - falls erforderlich - an neue Marktbedingungen etc. angepasst. Darüber hinaus wird im Controlling regelmäßig ein Abgleich zwischen der Planung und der tatsächlichen Geschäftsentwicklung vorgenommen.

In der Abteilung Risiko- und Investmentcontrolling wird täglich die Messung und Überwachung der Risiken und der Erträge durchgeführt. Die quartalsweise durchgeführten Stresstests analysieren weiterhin auch mögliche adverse Marktentwicklungen und deren Konsequenzen auf die finanzielle Situation der Baader Bank Gruppe.

Auf Basis der Erkenntnisse aus den Stresstests und unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie für 2015 ff. beurteilt das Risikocontrolling das für die Baader Bank Gruppe bestehende Geschäftsrisiko als akzeptabel.

4.3 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage der Baader Bank Gruppe

Die Baader Bank Gruppe steuert die wesentlichen Risiken durch einen präzisen Risikosteuerungs- und -controllingprozess sowie wirksame Risikomanagementtools. Unser proaktiver Ansatz zur Identifizierung und Folgenabschätzung der mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen dieser Risiken auf unsere finanziellen Ergebnisse sowie unsere langfristigen strategischen Ziele zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen abzuschwächen. Durch die zentrale Einheit Risikocontrolling, in der alle in der Baader Bank Gruppe bestehenden Risiken quantifiziert und überwacht werden, ist jederzeit sichergestellt, dass Interdependenzen zwischen den Risikoarten erkannt und unmittelbar Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

Im Jahr 2014 hielt der globale Trend zu mehr Regulierungen in der Finanzdienstleistungsbranche an, der sich in den nächsten Jahren wahrscheinlich fortsetzen wird. Um diesem Trend angemessen Rechnung zu tragen, hat die Baader Bank Gruppe einen umfassenden Überwachungsprozess installiert, der es ermöglicht, potenzielle aufsichtsrechtliche Änderungen zeitnah zu identifizieren, deren mögliche Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell und unsere Prozesse zu bewerten, den erforderlichen Handlungsbedarf zu bestimmen und entsprechend umzusetzen.

Im Rahmen unserer Risikostrategie wurde von der Konzernleitung auch im Geschäftsjahr 2014 nur ein Teil des verfügbaren Risikokapitals zur Deckung unerwarteter Verluste zur Verfügung gestellt. Die Aufteilung auf die einzelnen Risikoarten berücksichtigt insbesondere das aktuell bestehende Risikopotenzial in den einzelnen Risikoarten, die Geschäftsstrategie für die folgenden Jahre sowie die Markterwartungen. Es werden keine risikoreduzierenden Korrelationseffekte zwischen den Risikoarten angenommen, d. h. die Baader Bank Gruppe verfolgt auch hier einen konservativen Ansatz. Da unter diesen Voraussetzungen die Risikotragfähigkeit für die Baader Bank Gruppe jederzeit gewährleistet ist, trotz der Prämisse, dass die bankaufsichtlichen Mindestkapitalanforderungen gem. CRR nicht ins Risiko gestellt werden dürfen, beurteilt das Risikocontrolling die gesamte Risikosituation für die Baader Bank Gruppe als vertretbar.

5 PROGNOSEBERICHT

Ausblick auf den Markt für 2015 - Fundamentale Aufhellung in Sicht

Auf den ersten Blick sind die Risiken für das Kapitalmarktjahr 2015 vergleichsweise groß. Neben geopolitischen Krisenherden wie Russland und dem Nahen Osten kommen Unsicherheiten im Euroraum hinzu. Nach den griechischen Parlamentswahlen werden sich die Politiker der Europäischen Kommission und der Euro-Zone z. B. mit Verlängerungen der Schuldenlaufzeiten oder gelockerten Spar- und Reformforderungen kompromissbereit zeigen, damit Griechenland nicht zum ersten fallenden Stein in einer Dominokette werden könnte, an deren Ende der Zerfall der Eurozone stünde. Schließlich stehen auch in Spanien und Portugal im Herbst 2015 Wahlen an.

Auf den zweiten Blick wird die Geldpolitik in der Eurozone jedoch immer mehr zum Versuch der Wirtschaftsstimulierung in Form schuldenfinanzierter Konjunkturprogramme. Anfang März 2015 hat die EZB zur Bekämpfung von Deflationstendenzen mit unkonventionellen Aufkäufen von Staatsanleihen zur weiteren Renditesenkung und Liquiditätsausweitung begonnen, die als Nebenprodukt eine gewünschte Abschwächung des Euro zur Folge haben. Ebenso wird die Bank of Japan ihre Liquiditätsoffensive ausweiten. Selbst in den USA wird die zu erwartende Zinswende zur Schonung eines ansonsten weltweit beeinträchtigten Investitionsklimas und zur Vermeidung eines Kapitalabzugs aus den Schwellenländern moderat ausfallen. Ohnehin ist sich die US-Notenbank bewusst, dass eine zu strikte Zinserhöhungspolitik die globalen Anleiheblasen platzen lassen und so das Weltfinanzsystem schädigen könnte. Insgesamt spricht die Fortsetzung der internationalen Liquiditätshausse für ein aktienfreundliches Gegengewicht zu den vorhandenen Krisenfaktoren.

Neben der Geldpolitik kommt dem Aktienmarkt jedoch auch eine Aufhellung des Fundamentalszenarios zugute: Eine sich weiter abschwächende Exportwährung Euro, die stabile US-Konjunktur, weniger dynamisch, dafür aber nachhaltig wachsende Schwellenländer und sinkende Energiepreise sorgen für verbesserte Konjunktur- und Unternehmensdaten. Nicht zuletzt versprechen hohe Dividendenrenditen gegenüber weiter schwachen Zinsen und Anleiherenditen für eine Höhergewichtung von Substanzaktien auch bei großen institutionellen Anlegern.

Entwicklung der Geschäftsfelder der Baader Bank Gruppe

GESCHÄFTSFELD MARKET MAKING

Die Geschäftsentwicklung im Market Making hängt in erster Linie vom börslichen und außerbörslichen Handelsvolumen ab. Wesentlicher externer Treiber des Handelsvolumens ist die Volatilität an den Märkten. Auf diese hat die Bank keinen Einfluss, sie wird von den eingangs genannten Rahmenbedingungen bestimmt. Die geldpolitischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen werden nach Einschätzung der Baader Bank im Jahr 2015 zwar ein zunehmend volatiles, aber dennoch positives Umfeld für Investitionen am Kapitalmarkt schaffen.

Kreditinstitute und institutionelle Anleger werden weiterhin eine hohe Liquidität zur Verfügung haben. Basierend darauf erwartet die Baader Bank im Jahr 2015 für die Umsatzvolumina an den deutschen Börsen sowie im außerbörslichen Handel ein Marktwachstum. Die Anlageklassen Aktien, Fonds und ETFs sowie Derivate werden an Attraktivität weiter zunehmen. Die Nachfrage der in Euro gehandelten Rentenpapiere wird auch im Jahr 2015 aufgrund des historisch niedrigen Zinsniveaus gering sein. Im Handel mit Fremdwährungsanleihen wird jedoch mit einer deutlichen Belebung gerechnet.

Die Baader Bank ergreift alle Maßnahmen, um von dem erwarteten Szenario zu profitieren: Im börslichen Handel geht sie davon aus, dass sich die Konsolidierung im Bereich der Skontroführer / Spezialisten weiter fortsetzen und die Zahl der Market Maker an deutschen Handelsplätzen weiter abnehmen wird. Die Bank wird die sich daraus ergebenden Chancen nutzen und ihre führende Rolle unter den deutschen Wertpapierspezialisten sichern. Im außerbörslichen Bereich soll der Handel mit Partnerbanken ausgebaut werden. Zudem will die Bank zusätzliche Handelsplätze und -plattformen erschließen und die bereits begonnene Internationalisierung (Wien, Bern) weiter vorantreiben, um die Abhängigkeit vom deutschen Markt verringern zu können. Die Anzahl handelbarer Produkte in allen Anlageklassen soll weiter ausgebaut werden.

Generell besteht das Risiko, dass Ordervolumen an Handelsplätze verlagert wird, an denen die Bank keinen oder nur einen geringen Marktanteil hat. Durch sich verändernde Marktmodelle der Börsenbetreiber können auch neue Wettbewerber in den Markt eintreten. Weitere Risiken sind, dass eine Konsolidierung im börslichen Handel ohne Beteiligung der Baader Bank stattfindet und bestehende Kooperationen nicht verlängert werden. Im außerbörslichen Bereich könnte die Internationalisierung nicht im erwarteten Umfang realisierbar sein und damit bliebe die Abhängigkeit vom deutschen Markt bestehen.

GESCHÄFTSFELD INVESTMENT BANKING

Beim Investment Banking sind zwei Segmente zu unterscheiden: das Broker-Geschäft und die Kapitalmarkt-Finanzierung. In ihrer Tätigkeit als Broker für die DACH-Region agiert die Bank im Rahmen der eingangs genannten Bedingungen. Der Erfolg des Brokerage-Geschäfts mit institutionellen Kunden hängt, ähnlich wie das Market Making, vom Handelsvolumen ab. Stabilisierend wirken hier die breitere Basis der analysierten und gehandelten Werte sowie der verbesserte Zugang zu Investoren durch Vertriebseinheiten an wichtigen internationalen Finanzzentren durch die Integration von Helvea. Ein Risiko besteht darin, dass institutionelle Investoren ihre Provisions-Volumina und damit auch die Anzahl ihrer Broker verringern. Insbesondere können sich regulatorische Entwicklungen wie z. B. die FCA Initiative zum Thema Bezahlung für Services wie Research- und Corporate Access sowie die Implementierung von MiFID 2 negativ auf die verfügbaren Provisionen von Investoren in Großbritannien und der Euro-Zone auswirken.

Im Bereich der Kapitalmarkt-Finanzierung wird das Marktumfeld nach Einschätzung der Baader Bank im Jahr 2015 von zwei gegensätzlichen Faktoren geprägt werden. Auf Seite der Investoren ist nach wie vor großer Anlagebedarf erkennbar. Die Bank geht von einer moderaten bis erfreulichen Steigerung der Transaktionszahlen und Umsatzvolumina aus. Dabei wird eine Reihe von Börsengängen aus dem Private-Equity-Umfeld sowie IPOs innovativer Geschäftsmodelle zur Wachstumsfinanzierung erwartet. Kapitalmaßnahmen werden ebenfalls maßgeblich durch die Finanzierung weiteren organischen sowie akquisitorischen Wachstums geprägt sein. Die starke Stellung bei innovativen Produkten wie dem Dividendenwahlrecht und handelbaren Andienungsrechten wird die Bank weiter ausbauen.

Das Bilanzvolumen der Bank gibt bestimmte Limitierungen insbesondere bei Transaktionen mit Garantiekomponenten auf. Zudem bleibt der Wettbewerb um Mandate bei Eigenkapitaltransaktionen intensiv. Entsprechend besteht das Risiko, bei Transaktionen nicht zum Zuge zu kommen.

Bei den Tochtergesellschaften soll die Baader & Heins Capital Management AG ihre gute Marktstellung bei der Vermittlung von Schuldscheindarlehen und im Geldhandel weiter festigen. Die Baader Bank rechnet grundsätzlich mit einer weiterhin positiven Entwicklung dieses Geschäftsfelds. Aufgrund der Annahme, dass die Niedrigzinspolitik der EZB noch länger Bestand hat, rechnet der Vorstand für das Jahr 2015 jedoch mit rückläufigen Provisionserträgen und einem entsprechend rückläufigen Jahresergebnis. Die Skalis Asset Management AG arbeitet daran, ihr Fondsvolumen unter anderem durch die Einführung von neuen Produkten weiter zu erhöhen. Aufgrund der hohen Nachfrage nach defensiven Mischfondskonzepten mit Nachhaltigkeitskomponente hat die Skalis Asset Management AG zum 30. Dezember 2014 ihr Produktportfolio um einen weiteren Publikumsfonds erweitert.

Die Gesellschaft rechnet heuer mit einer deutlichen Steigerung der Assets under Management.

Die Beteiligung an der schweizerischen Helvea S.A. soll zu weiteren Synergieeffekten auf der Umsatzseite, aber auch Kosteneinsparungen in Overhead-Funktionen führen.

Auch bei der Conservative Concept Portfolio Management AG wird intensiv daran gearbeitet, die verwalteten Kundengelder deutlich zu erhöhen. Sowohl über die bestehenden Fonds als auch für neu aufzulegende Alternativprodukte sollen Mittelzuflüsse generiert werden.

Prognose Geschäftsentwicklung

Unter den genannten Rahmenbedingungen erwartet die Baader Bank Gruppe für 2015 durch wachsende Volatilität und anziehende Umsätze insbesondere in den Bereichen Aktien und Fonds/ETFs sowie Derivate ein deutlich steigendes Handelsergebnis. Für das Provisionsergebnis wird durch den wachsenden Anlagebedarf der Investoren und ausgehend von steigenden Transaktionszahlen mit einem weiteren Zuwachs gerechnet, der allerdings den Wegfall des Provisionsergebnisses aus dem im Jahr 2014 geschlossenen Bereichs Vermittlungsgeschäft Renten noch nicht vollständig kompensieren kann, so dass ein leicht unter dem Vorjahr liegendes Provisionsergebnis zu erwarten ist. Bei den Verwaltungsaufwendungen geht die Bank davon aus, dass diese nach der erfolgten Integration von Helvea und trotz steigender Belastungen durch aufsichtsrechtliche Anforderungen in etwa auf Vorjahresniveau liegen werden. Aufgrund der wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Baader Bank Gruppe, die wie beschrieben maßgeblich von externen Einflussfaktoren abhängig sind, ist die Ergebnisprognose mit erhöhten Unsicherheiten behaftet. Insgesamt geht die Gruppe davon aus, dass ein Ergebnis auf Vorjahreshöhe erzielt werden kann.

 

Unterschleißheim, den 18. März 2015

Baader Bank AG

Der Vorstand

Uto Baader

Nico Baader

Dieter Brichmann

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Baader Bank AG und des Konzerns unterrichten lassen und dabei die Arbeit des Vorstands überwacht und begleitet. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. Abweichungen des Geschäftsverlaufs und der Ergebnisentwicklung von den Plänen und Zielen wurden im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat geprüft. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden.

Die strategische Ausrichtung mit dem Ziel, zusätzliche Erträge zu generieren, die Neustrukturierung von bestehenden Geschäftsfeldern sowie die Aufnahme neuer Aktivitäten wurden vom Aufsichtsrat intensiv begleitet. Zudem unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat in seinen monatlichen Berichten fortlaufend über die wichtigsten Kennzahlen zur finanziellen Entwicklung und der Risikosituation der Baader Bank AG und des Konzerns. Gegenstand regelmäßiger Beratungen waren die Unternehmenszahlen, die Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns einschließlich der Tochterunternehmen, sowie die Entwicklung sämtlicher Geschäftsbereiche. Soweit auf Grund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen.

Im Berichtsjahr haben fünf Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden. Schwerpunkte der Beratungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten hierbei vor allem die Lage und Entwicklung der beiden Kerngeschäftsfelder Market Making und Investment Banking. Dabei standen Wirtschaftlichkeit, Ertragspotenzial und Kostenstruktur im Fokus. In diesem Zuge erfolgte auch die Schließung des Vermittlungsgeschäfts Renten am Standort Frankfurt/Main. Intensiv beschäftigte sich der Aufsichtsrat nach Vorschlag des Vorstandes auch mit der Schaffung einer neuen, optimierten Organisationsstruktur des Instituts, die die veränderten Rahmenbedingungen für einen Bankbetrieb effizienter und effektiver abbilden. Darüber hinaus waren wesentliche Projekte, einzelne Kreditengagements sowie die mittel- bis langfristigen Auswirkungen der sich ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen, z. B. durch die CRD-IV-Regularien oder Institutsvergütungsverordnung für Kreditinstitute in Europa, maßgebliche Diskussionspunkte der Erörterungen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand im Jahr 2014. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben informiert, die von besonderer Bedeutung waren. Sofern erforderlich, wurden Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.

Auf seiner Sitzung am 21.03.2014 hat der Aufsichtsrat die Verlängerung der Vorstandsbestellung von Herrn Dieter Brichmann für weitere fünf Jahre beschlossen. Im Rahmen der Sitzung am 19.12.2014 wurde eingehend über die künftige Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Unternehmensplanung der Baader Bank beraten. Der Compliance-Beauftragte legte dem Aufsichtsratsvorsitzenden jeweils zum Halbjahr seinen ausführlichen Bericht vor. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Ihm wurden die Protokolle der Vorstandssitzungen zeitnah zur Verfügung gestellt.

Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Baader Bank AG zum 31.12.2014 sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31.12.2014 nach HGB-Grundsätzen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, zuletzt geändert durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ("BilMoG"), sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute ("RechKredV") aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner heutigen Bilanzsitzung den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Baader Bank AG sowie den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht und den Abhängigkeitsbericht unter Einbeziehung des Prüfungsberichts intensiv geprüft. Die Prüfungsberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der heutigen Bilanzsitzung in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. In dieser Sitzung hat der Vorstand ausführlich die Abschlüsse der Baader Bank AG und des Konzerns erläutert. Der Abschlussprüfer stellte Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung dar und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung sowie darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems vorlägen. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2014 in seiner heutigen Sitzung gebilligt. Der Jahresabschluss 2014 ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 0,01 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Unterschleißheim, den 27. März 2015

Der Aufsichtsrat

Dr. Horst Schiessl, Vorsitzender

Konzern-Jahresabschluss

Konzern-Bilanz zum 31.12.2014

Aktiva

in €   31.12.2014 31.12.2013
1. Barreserve          
a) Kassenbestand   439,54   312,50  
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken   7.682.199,84 7.682.639,38 11.152.426,18 11.152.738,68
darunter:          
bei der Deutschen Bundesbank € 7.682.199,84 (Vorjahr: € 11.152.426,18)          
2. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig   76.291.458,11   70.109.125,29  
b) andere Forderungen   123.030.116,38 199.321.574,49 13.214.964,87 83.324.090,16
3. Forderungen an Kunden     37.147.839,30   34.665.120,27
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Anleihen und Schuldverschreibungen          
aa) von öffentlichen Emittenten   12.217.567,04   24.892.519,84  
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 7.497.028,09 (Vorjahr: € 20.038.254,26)          
ab) von anderen Emittenten   193.265.039,26 205.482.606,30 263.956.065,99 288.848.585,83
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 99.495.235,18 (Vorjahr: € 147.773.535,50)          
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere     29.506.650,03   33.641.399,76
5a. Handelsbestand     75.989.489,70   51.707.689,46
6. Beteiligungen     1.440.081,48   2.057.970,13
darunter:          
an Finanzdienstleistungsinstituten € 231.336,00 (Vorjahr: € 0,00)          
7. Anteile an assoziierten Unternehmen     8.607.909,61   8.184.741,54
8. Immaterielle Anlagewerte          
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   19.706.122,06   22.726.012,60  
b) Geschäfts- oder Firmenwert   9.921.837,06   11.705.343,09  
c) geleistete Anzahlungen   1.262.645,66 30.890.604,78 847.150,94 35.278.506,63
9. Sachanlagen     46.608.389,45   47.691.658,43
10. Sonstige Vermögensgegenstände     11.046.597,93   10.864.021,36
11. Rechnungsabgrenzungsposten     3.118.167,77   2.347.537,31
12. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung     6.450.502,51   8.101.086,15
Summe der Aktiva     663.293.052,73   617.865.145,71

Passiva

         
in € 31.12.2014 31.12.2013
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig   20.443.346,12   18.042.846,46  
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   67.125.091,66 87.568.437,78 91.533.324,77 109.576.171,23
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) andere Verbindlichkeiten          
aa) täglich fällig   139.409.677,88   127.729.394,09  
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   277.344.675,62 416.754.353,50 224.923.189,96 352.652.584,05
3. Handelsbestand     8.683.631,47   4.754.137,28
4. Sonstige Verbindlichkeiten     7.008.830,68   5.480.786,83
5. Rechnungsabgrenzungsposten     7.651,36   0,00
6. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   1.367.989,11   1.284.049,33  
b) Steuerrückstellungen   943.875,21   682.477,83  
c) andere Rückstellungen   8.959.916,23 11.271.780,55 8.051.627,08 10.018.154,24
7. Fonds für allgemeine Bankrisiken     23.250.000,00   25.170.000,00
8. Eigenkapital          
a) eingefordertes Kapital          
aa) gezeichnetes Kapital 45.908.682,00     45.908.682,00  
ab) abzgl. Nennbetrag eigener Aktien - 276.996,00 45.631.686,00   - 276.996,00  
b) Kapitalrücklage   31.431.265,61   31.431.265,61  
c) Gewinnrücklagen          
ca) andere Gewinnrücklagen 27.780.766,67     30.015.103,03  
cb) Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 534.117,07 28.314.883,74   - 122.585,83  
d) Anteile anderer Gesellschafter   1.996.026,18   2.141.498,59  
e) Konzernbilanzgewinn   1.374.505,86 108.748.367,39 1.116.344,68 110.213.312,08
Summe der Passiva     663.293.052,73   617.865.145,71
Eventualverbindlichkeiten          
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen     2.583,00   7.583,00
Andere Verpflichtungen          
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen     1.332.340,09   1.747.488,89

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01.2014 bis 31.12.2014

in € 31.12.2014 31.12.2013
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.160.882,13     974.313,13  
b) festverzinslichen Wert- papieren und Schuldbuchforderungen 10.511.554,30 11.672.436,43   14.288.279,12  
2. Zinsaufwendungen   - 10.354.862,58 1.317.573,85 - 10.747.475,92 4.515.116,33
davon:          
Aufwendungen aus der Abzinsung € - 409.152,06 (Vorjahr: € - 418.674,93)          
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren   1.898.992,42   1.670.537,72  
b) Beteiligungen   9.639,00 1.908.631,42 9.639,00 1.680.176,72
4. Provisionserträge   74.670.076,69   71.044.975,53  
5. Provisionsaufwendungen   - 22.267.834,40 52.402.242,29 - 21.508.589,80 49.536.385,73
6. Nettoertrag des Handelsbestands     43.760.655,84   42.612.558,11
7. Sonstige betriebliche Erträge     3.131.458,32   1.922.887,26
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter - 54.351.606,67     - 50.152.202,24  
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 6.685.450,57 - 61.037.057,24   - 5.132.176,52  
darunter:          
für Altersversorgung € - 836.418,60 (Vorjahr: € - 929.783,92)          
b) andere Verwaltungsaufwendungen   - 41.081.006,40 - 102.118.063,64 - 40.110.558,41 - 95.394.937,17
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen     - 9.920.302,00   - 9.975.881,56
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen     - 962.904,19   - 1.218.591,94
11. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     11.574.419,05   5.712.542,20
12. Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken     1.920.000,00   2.130.000,00
13. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     497.085,36   9.999,00
14. Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen     - 3.275.768,45   - 43.264,38
15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     235.027,85   1.486.990,30
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     - 1.263.476,67   - 1.035.076,67
17. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 18. ausgewiesen     - 136.881,91   - 233.649,93
18. Konzernergebnis vor Anteilen anderer Gesellschafter     - 1.165.330,73   218.263,70
19. Minderheitsgesellschaftern zustehendes Ergebnis     - 354.527,59   - 399.828,54
20. Gewinnvortrag des Mutterunternehmens     660.027,82   656.990,28
21. Entnahmen aus Gewinnrücklagen          
a) aus anderen Gewinnrücklagen     6.178.519,37   2.699.007,45
22. Einstellungen in Gewinnrücklagen          
a) in andere Gewinnrücklagen     - 3.944.183,01   - 2.058.088,21
23. Konzernbilanzgewinn     1.374.505,86   1.116.344,68

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2013 und 31.12.2014

Geschäftsjahr 2013 Mutterunternehmen
  Gezeichnetes Kapital   Erwirtschaftetes Konzernergebnis    
in T€ Stammaktien Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn Eigene Anteile Eigenkapital
Stand 1. Januar 2013 45.909 31.431 24.658 8.439 - 860 109.577
Erwerb / Einziehung eigener Anteile 0 0 555 0 583 1.138
Gezahlte Dividenden 0 0 0 - 2.282 0 - 2.282
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 - 58 0 0 - 58
Übrige Veränderungen 0 0 5.501 - 5.500 0 1
Konzernjahresergebnis 0 0 0 - 182 0 - 182
Übriges Konzernergebnis 0 0 0 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 8 8 8 - 182 0 - 182
Einstellung Gewinnrücklagen 0 0 2.367 - 2.367 0 0
Entnahme Gewinnrücklagen 0 0 - 3.008 3.008 0 0
Neutrale Ergebnisveränderungen 8 8 - 641 641 0 0
Stand 31. Dezember 2013 45.909 31.431 30.015 1.116 - 277 108.194
Geschäftsjahr 2013 Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Minderheitsgesellschafter  
in T€   Minderheitenkapital Konzerneigenkapital
Stand 1. Januar 2013 197 1.850 111.624
Erwerb / Einziehung eigener Anteile 0 0 1.138
Gezahlte Dividenden 0 - 107 - 2.389
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 - 58
Übrige Veränderungen 0 - 1 0
Konzernjahresergebnis 0 400 218
Übriges Konzernergebnis - 320 0 - 320
Konzerngesamtergebnis - 320 400 - 102
Einstellung Gewinnrücklagen 0 0 0
Entnahme Gewinnrücklagen 0 0 0
Neutrale Ergebnisveränderungen 0 0 0
Stand 31. Dezember 2013 - 123 2.142 110.213
Geschäftsjahr 2014 Mutterunternehmen
  Gezeichnetes Kapital   Erwirtschaftetes Konzernergebnis    
in T€ Stammaktien Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn Eigene Anteile Eigenkapital
Stand 1. Januar 2014 45.909 31.431 30.015 1.116 - 277 108.194
Erwerb / Einziehung eigener Anteile 0 0 0 0 0 0
Gezahlte Dividenden 0 0 0 - 456 0 - 456
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 0 0 0
Konzernjahresergebnis 0 0 0 - 1.520 0 - 1.520
Übriges Konzernergebnis 0 0 0 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 0 - 1.520 0 - 1.520
Einstellung Gewinnrücklagen 0 0 6.586 - 6.586 0 0
Entnahme Gewinnrücklagen 0 0 - 8.820 8.820 0 0
Neutrale Ergebnisveränderungen 0 0 - 2.234 2.234 0 0
Stand 31. Dezember 2014 45.909 31.431 27.781 1.374 - 277 106.218
Geschäftsjahr 2014 Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Minderheitsgesellschafter  
in T€   Minderheitenkapital Konzerneigenkapital
Stand 1. Januar 2014 - 123 2.142 110.213
Erwerb / Einziehung eigener Anteile 0 0 0
Gezahlte Dividenden 0 - 500 - 956
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0
Konzernjahresergebnis 0 354 - 1.166
Übriges Konzernergebnis 657 0 657
Konzerngesamtergebnis 657 354 - 509
Einstellung Gewinnrücklagen 0 0 0
Entnahme Gewinnrücklagen 0 0 0
Neutrale Ergebnisveränderungen 0 0 0
Stand 31. Dezember 2014 534 1.996 108.748

Konzern-Kapitalflussrechnung

in T€ 2014 2013
1. Periodenergebnis (inkl. Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) - 1.165 218
Im Periodenergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow der normalen Geschäftstätigkeit:    
2. Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Forderungen und Gegenstände des Anlagevermögens 16.156 9.511
3. Veränderung der Rückstellungen 1.254 375
4. andere zahlungsunwirksame Aufwendungen 2.170 - 2.786
5. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Anlagevermögen - 489 6
6. sonstige Anpassungen (Saldo) - 4.152 - 4.124
7. Zwischensumme 13.774 3.200
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit:    
8. Forderungen    
8a. an Kreditinstitute - 127.135 - 6.917
8b. an Kunden - 2.844 5.426
9. Wertpapiere (soweit nicht Anlagevermögen) 48.296 - 57.284
10. andere Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit 677 - 6.447
11. Verbindlichkeiten    
11a. gegenüber Kreditinstituten - 22.186 12.810
11b. gegenüber Kunden 63.523 22.309
12. Handelspassiva 3.929 3.135
13. andere Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit 1.536 506
14. erhaltene Zinsen und Dividenden 16.915 16.049
15. gezahlte Zinsen - 10.703 - 10.099
16. Ertragssteuerzahlungen - 2.060 - 1.826
17. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit - 16.278 - 19.138
18. Einzahlungen aus Abgängen des    
18a. Finanzanlagevermögens 11.146 10
19. Auszahlungen für Investitionen in das    
19a. Finanzanlagevermögen - 4.712 - 4.577
19b. Sachanlagevermögen und immaterielle Anlagevermögen - 4.470 - 7.019
20. Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 0 - 13.563
21. Cashflow aus der Investitionstätigkeit 1.964 - 25.149
22. Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter    
22a. Dividendenzahlungen - 956 - 2.389
22b. sonstige Zahlungen 0 1.138
23. Mittelveränderungen aus sonstigem Kapital (Saldo) 01 57.759
24. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 956 56.588
25. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe 17, 21 und 24) - 15.270 12.221
26. wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 657 13.204
27. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 34.1712 8.746
28. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 19.558 34.171

1 Cashflow aus der Fremdkapitalaufnahme und der Tilgung von Bankverbindlichkeiten werden ab diesem Geschäftsjahr im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit gezeigt.
2 Sichteinlagen werden einbezogen, sofern sie dazu dienen kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Konzern-Anhang

I. GRUNDLAGEN

Der Konzernabschluss der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr 2014 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute ("RechKredV") aufgestellt worden. Die Vorschriften des Aktiengesetzes wurden beachtet.

Der Konzernabschluss orientiert sich auch an den vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) verabschiedeten und vom Bundesministerium der Justiz (BMJ) gemäß § 342 Absatz 2 HGB bekannt gemachten Standards.

Neben der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und -verlustrechnung enthält der Konzernabschluss als weitere Komponenten einen Eigenkapitalspiegel, eine Kapitalflussrechnung sowie einen Konzernanhang. Das Wahlrecht gemäß § 297 Absatz 1 Satz 2 HGB wurde nicht in Anspruch genommen und auf eine Segmentberichterstattung verzichtet.

Zum Zweck der Übersichtlichkeit sind die Werte in Tausend € ausgewiesen.

Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2014. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEISMETHODEN

Bei der Bewertung der im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden werden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze (§§ 252 ff. HGB), die besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie die ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340 ff. HGB) beachtet.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit einzelne Posten in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst werden, erfolgt eine Aufgliederung im Anhang.

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Barreserve

Die Bestände der Barreserve sind zum Nennbetrag bewertet.

Forderungen

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind grundsätzlich mit dem Nominalbetrag oder den Anschaffungskosten ausgewiesen und werden - soweit erforderlich - um Wertberichtigungen in ausreichendem Maße gekürzt. Von der gemäß § 340f Absatz 3 HGB zulässigen Verrechnung wird Gebrauch gemacht.

Wertpapiere (ohne Handelsbestand)

Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, sind als Finanzanlagen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip entsprechend § 253 Absatz 1 und 3 HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung wird berücksichtigt.

Sofern erforderlich, werden Zuschreibungen nach dem Wertaufholungsgebot (§ 253 Absatz 5 HGB) vorgenommen. Von der gemäß § 340c Absatz 2 HGB zulässigen Verrechnung wird Gebrauch gemacht. Das Bewertungswahlrecht gemäß § 340e Absatz 1 Satz 3 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 3 Satz 4 HGB wird nicht in Anspruch genommen.

Wertpapiere, die weder dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, noch dem Handelsbestand zugeordnet sind, werden als Umlaufvermögen nach dem strengen Niederstwertprinzip gemäß § 253 Absatz 1 und 4 HGB mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise mit den niedrigeren Börsenwerten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Der beizulegende Zeitwert gemäß § 255 Absatz 4 HGB entspricht grundsätzlich dem Marktpreis. Ist zum Bilanzstichtag kein Marktpreis feststellbar, leitet sich der beizulegende Zeitwert für Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere aus dem theoretischen Preis ab. Der theoretische Preis für Zinsprodukte wird nach der AIBD-ISMA-Methode ermittelt. Für Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden die Discounted-Cashflow-Methode und die Peer-Group-Analyse angewendet. Sofern für derivative Finanzinstrumente kein aktiver Markt vorliegt, erfolgt die Ermittlung des Zeitwerts mittels des Black-Scholes-Modells aus dem Marktpreis der einzelnen Bestandteile des Derivats. Sofern kein beizulegender Zeitwert ermittelbar ist, werden die Anschaffungskosten im Sinne des § 255 Absatz 4 Satz 4 HGB fortgeführt.

Handelsbestand

Die Bewertung der Finanzinstrumente des Handelsbestandes erfolgt bei Zugang mit den Anschaffungskosten. Die Folgebewertung erfolgt entsprechend § 340e Absatz 3 HGB i. V. m. IDW RS BFA 2 und 5 mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bei finanziellen Vermögensgegenständen bzw. zuzüglich eines Risikozuschlags bei finanziellen Verpflichtungen. Hinsichtlich der Ableitung von Zeitwerten wird auf den separaten Abschnitt "Wertpapiere (ohne Handelsbestand)" verwiesen.

Ausgangspunkt für die Ermittlung des Risikoabschlags bzw. -zuschlags ist der Value-at-Risk (VaR). Der Value-at-Risk bezeichnet dabei ein Risikomaß, das angibt, welchen Wert der Verlust des betrachteten Portfolios mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit und in einem gegebenen Zeithorizont nicht überschreitet.

Zur Ermittlung des VaR verwendet die Baader Bank AG den Monte-Carlo-Simulations-Ansatz. Bei der Berechnung wird ein Konfidenzniveau von 99 % unterstellt und bis zu 100 Beobachtungspunkte berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2014 werden der Berechnung, aufgrund einer vierteljährlichen Überprüfung der Parametrisierung, bestandsindividuelle Haltedauern zwischen 6 Stunden und 12 Tagen zugrunde gelegt.

Der Value-at-Risk wird zu jedem Monatsultimo für alle Eigenhandelsbestände ermittelt. Zusätzlich zum Value-at-Risk wird der Risikoabschlag um Risikobeiträge im Zusammenhang mit Emissions- und Kundenhandelsbeständen ergänzt.

Der Risikoabschlag wird für sämtliche Bestände des Handels - Aktiva und Passiva - ermittelt. Da es nicht möglich ist, diesen Betrag sachgerecht auf die aktiven bzw. passiven Handelsbestände aufzuteilen, erfolgt eine Berücksichtigung des Risikoabschlags beim größeren der jeweiligen Bestände. Im Regelfall ist dies in der Baader Bank Gruppe der aktive Handelsbestand.

Umwidmung

Für die Zuordnung von Forderungen und Wertpapieren zum Handelsbestand, zur Liquiditätsreserve oder zu den wie Anlagevermögen bewerteten Vermögensgegenständen ist jeweils die Zweckbestimmung zum Erwerbszeitpunkt maßgebend (§ 247 Absatz 1 und 2 HGB).

Eine Umgliederung in den Handelsbestand ist ausgeschlossen und eine Umgliederung aus dem Handelsbestand erfolgt nur dann, wenn außergewöhnliche Umstände, insbesondere schwerwiegende Beeinträchtigungen der Handelbarkeit der Finanzinstrumente, zu einer Aufgabe der Handelsabsicht führen.

Eine Umwidmung zwischen den Kategorien Liquiditätsreserve und wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände wird vorgenommen, wenn sich die festgelegte Zweckbestimmung seit deren erstmaligem Ansatz geändert hat und dies dokumentiert ist. Die Umwidmung der Forderungen beziehungsweise Wertpapiere erfolgt zum Zeitpunkt der Änderung der Zweckbestimmung.

Im Geschäftsjahr 2014 erfolgte keine Umwidmung.

Derivative Finanzinstrumente im Handelsbestand

Derivative Finanzgeschäfte werden wie folgt bilanziert und bewertet:

Gezahlte Optionsprämien aus dem Kauf von Kauf- bzw. Verkaufsoptionen werden als aktivischer Handelsbestand bilanziert und mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet.

Erhaltene Optionsprämien aus dem Verkauf von Kauf- bzw. Verkaufsoptionen werden als passivischer Handelsbestand bilanziert und mit dem beizulegenden Zeitwert zuzüglich eines Risikozuschlags bewertet.

Marginforderungen aus Futuregeschäften werden als sonstige Vermögensgegenstände bilanziert und zum Nennbetrag bewertet.

Marginverpflichtungen aus Futuregeschäften werden als sonstige Verbindlichkeiten bilanziert und zum Nennbetrag bewertet.

Verlustfreie Bewertung von zinsbezogenen Geschäften im Bankbuch

Der IDW RS BFA 3 regelt die Einzelfragen zur verlustfreien Bewertung des Bankbuchs nach HGB. Die Geschäftstätigkeit der Kreditinstitute im Rahmen des Bankbuchs lässt regelmäßig keine unmittelbare Zuordnung einzelner Finanzinstrumente zueinander zu. Die Steuerung erfolgt als Gesamtheit im Bankbuch. Für die zinsbezogenen bilanziellen Vermögensgegenstände und Schulden des Bankbuchs wird dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip dadurch Rechnung getragen, dass unter Berücksichtigung von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und Verwaltungskosten) für einen etwaigen Verpflichtungsüberschuss eine Rückstellung gemäß § 249 HGB zu bilden ist ("Drohverlustrückstellung"). Bei der Abgrenzung des Bankbuchs hat die Baader Bank von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die direkt zugeordnete Refinanzierung von nicht zinstragender Aktiva sowie die entsprechenden Vermögensgegenstände nicht in den Saldierungsbereich einzubeziehen. Die Baader Bank wendet zur Ermittlung einer Drohverlustrückstellung die periodische Methode an. Danach ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden, wenn die Summe der diskontierten zukünftigen Periodenergebnisse des Bankbuchs negativ ist. Die Risikokosten und Verwaltungskosten werden dabei als Abschlag von den Zahlungsströmen berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag besteht für die Baader Bank AG kein Verpflichtungsüberschuss. Die Notwendigkeit einer Drohverlustrückstellung aus der verlustfreien Bewertung ist somit nicht gegeben.

Beteiligungen und Anteile an assoziierten Unternehmen

Beteiligungen und Anteile an assoziierten Unternehmen sind gemäß den für das Anlagevermögen geltenden Regelungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe, die zu einer Abschreibung geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten. Zur Ermittlung des theoretischen Preises wird auf den separaten Abschnitt "Wertpapiere (ohne Handelsbestand)" verwiesen.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Baader Bank Gruppe weist seine EDV-Standard-Software unter den immateriellen Anlagewerten aus. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die aus Verschmelzungen stammenden Geschäftswerte sowie erworbene Skontren werden über eine Laufzeit von 10 Jahren linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Aufgrund der tatsächlichen Nutzungsdauern hat sich gezeigt, dass die Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 5 Jahren deutlich zu niedrig ist und deshalb die Annahme einer Nutzungsdauer von über 5 Jahren angemessen ist.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 150,00 (netto) werden sofort aufwandswirksam erfasst. Darüber hinaus werden geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 1.000,00 in einem jährlichen Sammelposten erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die tatsächlichen Nutzungsdauern der im Sammelposten zusammengefassten geringwertigen Wirtschaftsgüter oder deren Abgänge bleiben unberücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sind mit dem Nominalbetrag ausgewiesen und werden gegebenenfalls um erforderliche Wertberichtigungen in ausreichendem Maße gekürzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag, vermindert um erforderliche Abschreibungen und Wertberichtigungen, angesetzt.

Verbindlichkeiten und Rückstellungen

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte mittels des ratierlich degressiven Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinses, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser beträgt gemäß der Festsetzung der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag 4,53 %.

Altersvorsorgeverpflichtungen, deren Höhe sich nach dem beizulegenden Zeitwert von Wertpapieren der Liquiditätsreserve bzw. dem Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, werden zum beizulegenden Zeitwert dieser Wertpapiere bzw. dem Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs angesetzt, sofern dieser einen garantierten Mindestbetrag übersteigt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich zur Erfüllung von Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, werden gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit diesen saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen, der sich in Übereinstimmung mit § 253 Absatz 1 HGB gemäß den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt. Sofern die voraussichtliche Restlaufzeit der jeweiligen Rückstellung länger als ein Jahr ist, erfolgt eine Abzinsung der Rückstellung mit dem jeweiligen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz.

Deckungsvermögen

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen), werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit der jeweils zugrundeliegenden Verpflichtung in Übereinstimmung mit § 246 Abs. 2 HGB verrechnet.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beinhaltet Beiträge, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Sicherung gegen allgemeine Bankrisiken notwendig sind. Unabhängig davon erfolgt gemäß § 340e Absatz 4 HGB eine Dotierung aus den Nettoerträgen des Handelsbestands. Zum Bilanzstichtag ist der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340e Absatz 4 Nr. 4 HGB in Höhe von 50 % des Durchschnitts der letzten fünfjährlichen Nettoerträge des Handelsbestands dotiert.

Latente Steuern

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so muss eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer in der Bilanz angesetzt werden. Eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung kann als latente Steuer aktiviert werden.

Ein entstandener Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts des § 306 HGB nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Erwerb eigener Anteile

Der rechnerische Wert von erworbenen eigenen Anteilen wird in der Vorspalte offen von dem Posten Gezeichnetes Kapital abgesetzt und ergibt das ausgegebene Kapital. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wird erfolgsneutral mit den frei verfügbaren Rücklagen (Gewinnrücklage) verrechnet.

Werden die eigenen Anteile wieder veräußert, entfällt der Abzug in der Vorspalte. Ein den rechnerischen Wert übersteigender Differenzbetrag aus dem Veräußerungserlös wird bis zur Höhe des mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechneten Betrags in die jeweiligen Rücklagen eingestellt. Ein darüber hinausgehender Differenzbetrag wird in die Kapitalrücklage eingestellt, wohingegen ein beim Verkauf entstehender Verlust die Gewinnrücklagen belastet.

Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung folgt den in §§ 256a, 308a und 340 h HGB vorgegebenen Grundsätzen.

Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Schulden sowie noch nicht abgewickelte Kassageschäfte sind zum Kassamittelkurs des Bilanzstichtags umgerechnet, Devisentermingeschäfte zum Terminkurs am Bilanzstichtag.

Die Behandlung der Ergebnisse aus der Fremdwährungsumrechnung richtet sich danach, ob es sich um Fremdwährungsgeschäfte des Handelsbestands, um besonders gedeckte oder nicht besonders gedeckte Geschäfte handelt. Im Falle des Handelsbestands sowie bei Bestehen besonderer Deckung werden sowohl die Aufwendungen als auch die Erträge aus der Währungsumrechnung erfolgswirksam erfasst. Gleiches gilt für Fremdwährungsposten ohne besondere Deckung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Demgegenüber werden bei Fremdwährungsposten, die nicht besonders gedeckt sind und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, nur die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung dem Imparitätsprinzip entsprechend erfolgswirksam berücksichtigt.

III. ÄNDERUNGEN VON BEWERTUNGS-, BILANZIERUNGS- UND AUSWEISMETHODEN

Im Geschäftsjahr 2014 ergaben sich keine Änderungen von Bewertungs-, Bilanzierungs- und Ausweismethoden.

IV. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 sind neben der Baader Bank AG als Mutterunternehmen insgesamt sieben Tochterunternehmen (Vorjahr: acht Tochterunternehmen) einbezogen (Baader Bank Gruppe). An diesen Tochterunternehmen hält die Baader Bank AG direkt oder indirekt mehr als 50 % der Anteile oder übt einen beherrschenden Einfluss aus. Von diesen Unternehmen haben drei ihren Sitz im Inland und vier Unternehmen haben ihren Sitz im Ausland.

In den Konzernabschluss werden zum 31. Dezember 2014 folgende vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen: → TABELLE 16

TABELLE 16 VOLLKONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN IN T€

Name / Sitz Kapitalanteil
in %
Grundkapital Eigenkapital Bilanzsumme Jahresergebnis Erstkonsolidierung
Helvea SA, Genf (Schweiz)4 100,00 4.967 4.566 7.499 - 1.144 31. August 2013
Helvea Inc., New York (Vereinigte Staaten von Amerika)1,5 100,00 277 4.404 4.706 - 460 31. August 2013
Helvea Ltd., London (Vereinigtes Königreich)1,6 100,00 0 1.201 1.452 80 31. August 2013
Skalis Asset Management AG (vormals: Skalis AG), Unterschleißheim3 100,00 50 662 823 - 1.007 31. Dezember 2003
Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim 75,00 50 5.796 9.202 2.349 1. Januar 2005
Conservative Concept Portfolio Management AG, Bad Homburg 66,07 140 2.521 2.874 - 5 1. Oktober 2006
Conservative Concept AG, Zug (Schweiz)2,4 100,00 62 812 844 - 79 1. Oktober 2006

1 Die Anteile werden mittelbar über die Beteiligung an der Helvea SA, Genf (Schweiz), gehalten.
2 Die Anteile werden mittelbar über die Beteiligung an der Conservative Concept Portfolio Management AG, Bad Homburg, gehalten.
3 Die Anteile werden mittelbar über die Beteiligung an der die Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim, gehalten.
4 Die Zahlen des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2014 wurden umgerechnet (€/CHF 1,2024).
5 Die Zahlen des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2014 wurden umgerechnet (€/USD 1,2141).
6 Die Zahlen des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2014 wurden umgerechnet (€/GBP 0,7789).

Die Baader Bank AG hat am 30. November 2012 mit dem Management und der Mehrheit der Aktionäre der Helvea Holding SA, Genf, die freundliche Übernahme der Gesellschaft vereinbart. Der Kaufvertrag stand unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden sowie sonstigen transaktionsüblichen Vorbehalten. Mit dem Vorliegen der aufsichtsbehördlichen Genehmigungen wurde der Vertrag am 2. August 2013 vollzogen, und alle Gesellschaftsanteile (100,00 %) sind auf die Baader Bank AG übergegangen. Die Gesellschaft wird seit dem 31. August 2013 im Zuge der Vollkonsolidierung in den Abschluss der Baader Bank Gruppe einbezogen. Im Wege einer Einzelrechtsnachfolge sind mit Eintragung in das Handelsregister am 2. Mai 2014 alle Vermögensgegenstände und Schulden auf die Helvea SA, Genf, als Rechtsnachfolgerin übergegangen.

Mit der Baader Unterstützungskasse e. V., Unterschleißheim, unterhält die Baader Bank AG eine Zweckgesellschaft im Sinne des § 290 Absatz 2 Nr. 4 HGB, für die grundsätzlich eine Pflicht zur Einbeziehung in den Konzernabschluss besteht. Aus Gründen der Wesentlichkeit wurde zum 31. Dezember 2014 gemäß § 296 Absatz 2 Satz 1 HGB auf eine Konsolidierung verzichtet.

In den Konzernabschluss werden folgende assoziierte Unternehmen einbezogen: → TABELLE 17

TABELLE 17 ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN IN T€

Name / Sitz Kapitalanteil
in %
Buchwert der Anteile Eigenkapital Bilanzsumme Jahresergebnis Marktwert der Anteile
Gulf Baader Capital Markets, S.A.O.C., Muscat (Oman) 30,00 4.752 13.3281 17.7631 8741 n/a4
Ophirum ETP GmbH, Frankfurt am Main 50,00 3.542 1162 1.3662 -3992 n/a4
Clueda AG, München 18,17 314 1.1093 1.7683 - 7523 n/a4

1 Die Werte basieren auf dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013. Das Eigenkapital, die Bilanzsumme und das Ergebnis
des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2013 wurden umgerechnet (€/OMR 0,5292).
2 Die Werte basieren auf dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014.
3 Die Werte basieren auf dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013.
4 Zum 31. Dezember 2014 ist kein öffentlicher Marktpreis vorhanden.

Die Baader Bank AG hat mit Kaufvertrag vom 19. August 2013 25,00% der Geschäftsanteile der Ophirum ETP GmbH, Frankfurt am Main, erworben. Im März 2014 hat die Baader Bank AG ihre Beteiligung an der Ophirum ETP GmbH auf 50,00 % der Geschäftsanteile erhöht.

Am 4. Februar 2013 hat sich die Baader Bank AG mit Beteiligungsvertrag in Höhe von 10,00 % am Grundkapital der Clueda AG, München, beteiligt. In diesem Zusammenhang wurden der Baader Bank AG umfangreiche Rechte eingeräumt, die es erlauben, einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik der Clueda AG auszuüben. Der Anteilsbesitz wurde durch den Bezug neuer Aktien im Laufe des Geschäftsjahres auf 18,2 % erhöht. Aufgrund der geschäftlichen Aussichten der Gesellschaft hat die Baader Bank AG vorsorglich den im Beteiligungsbuchwert enthaltenen Geschäftswert in Höhe von T€ 2.637 außerplanmäßig abgeschrieben.

Die Baader Bank AG hält zum 31. Dezember 2014 weiterhin 21,93 % der Anteile an der Parsoli Corporation Ltd., Mumbai (Indien). Mit Ausscheiden der Vertreter der Baader Bank AG im Geschäftsjahr 2009 aus dem Verwaltungsrat der Parsoli Corporation Ltd. kann von einem maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft weiterhin nicht ausgegangen werden. Der Ausweis der Anteile erfolgt daher mit einem Erinnerungswert von € 1,00 unter dem Posten Beteiligungen.

V. KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

Der Konzernabschluss beinhaltet Finanzinformationen der Muttergesellschaft, Baader Bank AG sowie der Tochtergesellschaften und stellt die einzelnen Konzerngesellschaften als eine wirtschaftliche Einheit dar (Baader Bank Gruppe).

Tochtergesellschaften

Tochtergesellschaften der Baader Bank Gruppe sind die von ihm beherrschten Einheiten. Die Baader Bank Gruppe verfügt über einen beherrschenden Einfluss auf Tochtergesellschaften, wenn er deren Finanz- und Geschäftspolitik bestimmen kann. Dies wird in der Regel bei einer direkten oder indirekten Kapitalbeteiligung von mehr als der Hälfte der Stimmrechte an den Unternehmen angenommen.

Das Bestehen potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder wandelbar sind, wird bei der Prüfung, ob der Konzern ein anderes Unternehmen beherrscht, berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine potenziellen Stimmrechte.

Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt vollkonsolidiert, an dem die Baader Bank Gruppe einen beherrschenden Einfluss erlangt. Die Konsolidierung endet mit dem Zeitpunkt, zu dem keine beherrschende Einflussnahme mehr vorliegt.

Die Baader Bank Gruppe überprüft mindestens zu jedem Jahresabschluss die Angemessenheit zuvor getroffener Konsolidierungsentscheidungen. Entsprechend werden etwaige organisatorische Veränderungen unmittelbar berücksichtigt. Dazu gehören neben Änderungen der Eigentumsverhältnisse jegliche Änderungen von bestehenden oder mit einer Einheit neu abgeschlossenen vertraglichen Verpflichtungen des Konzerns.

Die Abschlüsse der in die Baader Bank Gruppe einbezogenen Gesellschaften sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Vollkonsolidierung von Tochterunternehmen folgt grundsätzlich den in §§ 300 ff. HGB vorgegebenen Grundsätzen.

Für die Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen (Erwerb vor dem 31. Dezember 2009) nach der Erwerbsmethode besteht gemäß Artikel 66 Absatz 3 Satz 4 EGHGB das Wahlrecht, die Buchwertmethode fortzuführen. Darüber hinaus ist für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 gemäß § 301 Absatz 1 HGB zwingend die Neubewertungsmethode anzuwenden.

Die Baader Bank Gruppe macht von dem Wahlrecht Gebrauch und führt für alle bis zum 31. Dezember 2008 erworbenen Tochterunternehmen die Buchwertmethode fort. Für Tochterunternehmen, die ab dem 1. Januar 2009 erworben wurden, erfolgt die Anwendung der Neubewertungsmethode.

BUCHWERTMETHODE

Die Konsolidierung erfolgt auf Basis der in den jeweiligen Einzelabschlüssen ausgewiesenen Buchwerte. Das auf das zu konsolidierende Tochterunternehmen entfallende, anteilige Eigenkapital wird mit dem Beteiligungsbuchwert der Konzernunternehmen an dem Tochterunternehmen verrechnet. Hinsichtlich der Ermittlung des Beteiligungsbuchwerts wird auf den separaten Abschnitt "Beteiligungen" verwiesen.

Die Differenz zwischen anteiligem Eigenkapital und Beteiligungsbuchwert wird entsprechend der Beteiligungsquote auf die stillen Reserven und Lasten der Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens verteilt. Der verbleibende Unterschiedsbetrag stellt einen Geschäfts- oder Firmenwert bzw. negativen Unterschiedsbetrag dar. Die so entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden nach § 309 Absatz 1 Satz 3 HGB (alt) mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

NEUBEWERTUNGSMETHODE

Zum Erwerbszeitpunkt wird das Nettovermögen des Tochterunternehmens zu Zeitwerten neu bewertet. Neben der Ermittlung der Zeitwerte für bereits bilanzierte Vermögenswerte und Schulden werden dabei auch bislang nicht bilanzierte Vermögensgegenstände bzw. Schulden angesetzt. Die Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden führt zu einer Neubewertung des Eigenkapitals. Der auf die Konzernunternehmen entfallende Teil des Eigenkapitals wird mit den Anschaffungskosten verrechnet und die Differenz stellt den Geschäfts- oder Firmenwert ("Goodwill") bzw. den negativen Unterschiedsbetrag dar.

Die Abschreibung eines "Goodwill" erfolgt grundsätzlich über eine planmäßige Nutzungsdauer von 10 Jahren, da die historische Betrachtung gezeigt hat, dass eine Nutzungsdauer von 5 Jahren deutlich zu niedrig ist. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird sofort erfolgswirksam aufgelöst.

Erwirbt der Konzern einen beherrschenden Einfluss durch sukzessiven Anteilserwerb, erfolgt zu jedem Erwerbszeitpunkt eine Ermittlung des "Goodwills" bzw. des negativen Unterschiedsbetrags.

Erfolgt die Erstkonsolidierung eines Tochterunternehmens zum Bilanzstichtag werden die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung des Tochterunternehmens vollständig in die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns übernommen. Im Fall einer unterjährigen Erstkonsolidierung erfolgt eine anteilige Übernahme.

Die Baader Bank AG bilanziert Anteile an Tochterunternehmen, die wegen Geringfügigkeit bzw. beschränkter Ausübungsmöglichkeiten von Rechten nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten (§ 296 Absatz 1 und 2 HGB). Darüber hinaus wird auf den Abschnitt "Beteiligungen" verwiesen.

Zum Bilanzstichtag sind alle Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Mangels Wesentlichkeit wurde zum 31. Dezember 2014 auf die Konsolidierung einer Zweckgesellschaft verzichtet. Darüber hinaus wird auf den Abschnitt "Konsolidierungskreis" verwiesen.

Assoziierte Unternehmen

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt, aber keinen beherrschenden Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen besitzt. In der Regel wird ein maßgeblicher Einfluss vermutet, wenn der Konzern zwischen 20 % und 50 % der Stimmrechte hält. Bei der Beurteilung, ob der Konzern die Möglichkeit besitzt, einen maßgeblichen Einfluss auf ein anderes Unternehmen auszuüben, werden die Existenz sowie der Effekt potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder wandelbar sind, berücksichtigt.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine potenziellen Stimmrechte.

Weitere Faktoren, die zur Beurteilung eines maßgeblichen Einflusses herangezogen werden, sind beispielsweise die Vertretung in Leitungs- und Aufsichtsgremien des Beteiligungsunternehmens sowie wesentliche Geschäftsvorfälle mit dem Beteiligungsunternehmen. Liegen solche Faktoren vor, könnte auch dann ein assoziiertes Unternehmen vorliegen, wenn die Beteiligung des Konzerns weniger als 20 % der Stimmrechte umfasst.

Zum Bilanzstichtag wird ein Unternehmen als assoziiert berücksichtigt, bei dem der Konzern einen Stimmrechtsanteil von weniger als 20 % besitzt.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der sogenannten "Equity-Methode" gemäß § 311 Abs. 1 HGB bei erstmaliger Anwendung mit den Anschaffungskosten bilanziert. In den Folgejahren anfallende Gewinne und Verluste sowie sonstige Reinvermögensänderungen des betreffenden assoziierten Unternehmens erhöhen oder vermindern die Anschaffungskosten ("Equity-Wert").

Der Konzern überprüft mindestens zu jedem Jahresabschluss den "Equity-Wert" auf seine Werthaltigkeit. Sofern der "Equity-Wert" den beizulegenden Zeitwert übersteigt, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Eine Wertaufholung erfolgt, sofern der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen ist.

Die Abschreibung eines "Goodwill" erfolgt grundsätzlich über eine planmäßige Nutzungsdauer von 10 Jahren, da die historische Betrachtung gezeigt hat, dass eine Nutzungsdauer von 5 Jahren deutlich zu niedrig ist. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird sofort erfolgswirksam aufgelöst.

Zwischenergebnisse aus Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften und assoziierten Unternehmen werden gegebenenfalls entsprechend der bestehenden Beteiligungsquote eliminiert.

Veräußert der Konzern Anteile an einem assoziierten Unternehmen vollständig oder teilweise, erfolgt die Ermittlung des Veräußerungserfolgs durch Gegenüberstellung des erzielten Veräußerungserlöses und des auf den abgehenden Anteil entfallenden "Equity-Werts". Sofern der Konzern den maßgeblichen Einfluss auf ein assoziiertes Unternehmen ohne Veränderung der Beteiligungsquote verliert, erfolgt eine Fortführung des "Equity-Werts" nach der Anschaffungskostenmethode.

Die Beteiligungsverhältnisse des Konzerns an assoziierten Unternehmen haben sich im Geschäftsjahr 2014 verändert. In diesem Zusammenhang wird auf den Abschnitt "Konsolidierungskreis" verwiesen. Darüber hinaus hat der Konzern zum 31. Dezember 2014 weiterhin maßgeblichen Einfluss auf seine assoziierten Unternehmen.

VI. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Fremdwährungsvolumina

Am Bilanzstichtag bestehen Vermögensgegenstände in Fremdwährung in Höhe von umgerechnet T€ 97.138 (Vorjahr T€ 77.180). Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährung lauten, bestehen in Höhe von T€ 62.338 (Vorjahr T€ 60.334). Dabei handelt es sich um die folgenden Bilanzposten: → TABELLE 18

TABELLE 18 FREMDWÄHRUNGSVOLUMINA IN T€

Währung Forderungen (Kunden und Kreditinstitute) Wertpapiere, Beteiligungen und assoziierte Unternehmen Sonstige Aktiva Verbindlichkeiten (Kunden und Kreditinstitute) Sonstige Passiva
AUD 1 0 0 0 0
BRL 163 0 0 131 0
CAD 394 267 0 659 0
CHF 4.850 300 1.395 809 996
DKK 0 126 0 126 0
GBP 3.033 21 443 1.941 263
HKD 1.287 0 0 1.285 0
INR 18 0 0 0 0
JPY 1.837 294 0 2.124 4
MYR 2 0 0 0 0
NOK 0 0 0 0 0
OMR 2.942 4.731 0 0 0
PLN 1 0 0 0 0
SEK 0 0 0 0 0
SGD 1 0 0 0 0
TRY 0 0 0 0 0
USD 54.732 19.974 326 53.051 949
ZAR 0 0 0 0 0
  69.261 25.713 2.164 68.126 2.212

Die aus der Währungsumrechnung resultierenden saldierten Erträge betragen T€ 651 und sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute bestehen aus Bankguthaben in Höhe von T€ 40.835 und aus sonstigen Forderungen in Höhe von T€ 158.487. Sie beinhalten keine Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere belaufen sich auf insgesamt T€ 205.483 und beinhalten keine Forderungen an verbundene Unternehmen. → TABELLE 19

TABELLE 19 SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE IN T€

  31.12.2014 31.12.2013
Anleihen und Schuldverschreibungen 202.239 282.251
Stückzinsen 3.244 6.598
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 205.483 288.849

Im Folgejahr werden Anleihen und Schuldverschreibungen in Höhe von T€ 13.992 fällig.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die Baader Bank Gruppe weist zum 31. Dezember 2014 unter den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren Gattungen aus, die der Kategorie "wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände" zugeordnet sind. Für eine Gattung steht zum 31. Dezember 2014 aufgrund des Vorliegens eines inaktiven Marktes kein valider Börsenpreis zur Verfügung. Der theoretische Preis beträgt zum Stichtag T€ 17.282.

Die Bewertung des Gesamtpostens erfolgt gemäß § 253 Absatz 3 Satz 3 HGB mit den fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von T€ 14.608 (gemildertes Niederstwertprinzip). Anzeichen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung sind nicht gegeben.

Restlaufzeitengliederung

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten: → TABELLE 20

TABELLE 20 RESTLAUFZEITEN VON FORDERUNGEN UND VERBINDLICHKEITEN IN T€

  bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Andere Forderungen an Kreditinstitute 114.356 674 0 8.000
Forderungen an Kunden 36.222 406 482 38
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 43.892 0 0 23.233
Verbindlichkeiten ggü. Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 51.827 34.018 65.000 126.500

Aufgliederung der börsenfähigen Wertpapiere nach börsennotierten und nicht börsennotierten Wertpapieren: → TABELLE 21

TABELLE 21 AUFGLIEDERUNG DER BÖRSENFÄHIGEN WERTPAPIERE IN T€

  nicht börsenfähig börsenfähig nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
    börsennotiert nicht börsennotiert  
Anleihen und Schuldverschreibungen 0 205.483 0 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 29.507 0 0
Anteile an assoziierten Unternehmen 8.608 0 0 0

Anlagevermögen

Sämtliche im Anlagengitter ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude werden von der Baader Bank Gruppe im Rahmen ihrer Tätigkeit genutzt.

Es wurden keine selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert.

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens zeigt im Folgenden das Anlagengitter: → TABELLE 22

TABELLE 22 ANLAGENGITTER IN T€

  Anschaffungs- oder Herstellungskosten
  Stand 01.01.2014 Zugänge Änderungen Konsolidierungskreis anteiliges Ergebnis Umbuchungen Abgänge
A. Immaterielle Anlagewerte            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.488 1.612 0 0 4 - 235
2. Geschäfts- und Firmenwerte 25.078 732 0 0 0 0
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte 847 420 0 0 - 4 0
  87.413 2.764 0 0 0 - 235
B. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten 55.356 471 0 0 0 0
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.522 1.202 0 0 134 - 731
3. Geleistete Anzahlungen auf Sach- anlagen und Anlagen im Bau 104 33 0 0 - 134 0
  62.982 1.706 0 0 0 - 731
C. Finanzanlagen            
1. Beteiligungen 6.089 0 0 0 0 - 716
2. Assoziierte Unternehmen 8.414 3.699 0 - 39 0 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 23.595 1.013 0 0 0 - 10.000
  38.098 4.712 0 - 39 0 -10.716
  Abschreibungen und Wertberichtigungen Buchwerte
  kumuliert davon 2014 davon Abgänge Stand 31.12.2014 Stand 11.12.2013
A. Immaterielle Anlagewerte          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - 43.163 - 4.635 234 19.706 22.726
2. Geschäfts- und Firmenwerte - 15.888 - 2.515 0 9.922 11.705
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte 0 0 0 1.263 847
  - 59.051 - 7.150 234 30.891 35.278
B. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten - 12.488 - 1.885 0 43.339 44.753
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung - 4.861 - 885 711 3.266 2.835
3. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen im Bau 0 0 0 3 104
  - 17.349 - 2.770 711 46.608 47.692
C. Finanzanlagen          
1. Beteiligungen - 3.933 0 98 1.440 2.058
2. Assoziierte Unternehmen - 3.466 - 3.237 0 8.608 8.185
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 14.608 23.595
  - 7.399 - 3.237 98 24.656 33.838

Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz wird unter Ziffer X. dargestellt.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind enthalten: → TABELLE 23

TABELLE 23 SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE IN T€

  31.12.2014 31.12.2013
Körperschaftsteuerguthaben 4.415 5.814
Forderungen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht 1.346 1.346
Forderungen aus Courtagen und Kursdifferenzen 1.186 1.157
Sonstige Steuerforderungen 2.175 1.146
Umsatzsteuerforderungen 16 427
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 19 18
Sonstige Forderungen 1.889 956
Sonstige Vermögensgegenstände 11.046 10.864

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Forderungen gegen Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft in Höhe von T€ 85 die gemäß § 250 Absatz 3 HGB auf der Aktivseite ausgewiesenen Unterschiedsbeträge aus der Ausgabe von fünf Schuldscheindarlehen. Der Unterschiedsbetrag wird zeitanteilig linear über die Restlaufzeit aufgelöst.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen überwiegend zur Finanzierung des Geschäftsgebäudes in Unterschleißheim und zur Refinanzierung des Wertpapierhandelsgeschäftes.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Zum Bilanzstichtag bestanden täglich fällige Kundeneinlagen in Höhe von T€ 139.410 und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von T€ 277.344, die im Wesentlichen auf aufgenommene Schuldscheindarlehen entfallen.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten: → TABELLE 24

TABELLE 24 SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN IN T€

  31.12.2014 31.12.2013
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.925 2.372
Steuerverbindlichkeiten 1.902 1.383
Sonstige Verbindlichkeiten 2.182 1.726
Sonstige Verbindlichkeiten 7.009 5.481

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2014 betragen T€ 12.119 und werden nach dem im Abschnitt "Verbindlichkeiten und Rückstellungen" beschriebenen Verfahren ermittelt. Zur Rückdeckung der Verpflichtungen stehen Bankkonten, Wertpapierdepots sowie Rückdeckungsversicherungen zur Verfügung. Für das Geschäftsjahr 2014 wurde ein Zinsaufwand von T€ 395 gebucht. Den versicherungsmathematischen Berechnungen liegen folgende Parameter zugrunde: → TABELLE 25

TABELLE 25 VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE BERECHNUNGEN IN %

  31.12.2014 31.12.2013
Rechnungszins 4,53 4,88
Gehaltsentwicklung 2,00 bis 3,00 0,00 bis 3,00
Rentenanpassung 1,80 bis 2,00 2,00

Als Rechnungsgrundlagen wurden darüber hinaus sowohl für die Handels- als auch für die Steuerbilanz zum 31. Dezember 2014 die Klaus Heubeck "Richttafeln" 2005G verwendet.

Deckungsvermögen

→ TABELLE 26

TABELLE 26 DECKUNGSVERMÖGEN IN T€

  31.12.2014 31.12.2013
Anschaffungskosten 13.534 13.296
Beizulegender Zeitwert 17.201 17.853
Verrechnete Schulden 10.750 9.752

Die als Deckungsvermögen qualifizierenden Bankguthaben, die Rückdeckungsversicherungen sowie die Wertpapierdepots werden mit der Pensionsverpflichtung saldiert. Des Weiteren wird auf der Aktivseite ein Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 6.451 ausgewiesen. Dies führt im Saldo zu einem Bilanzausweis der Pensionsrückstellungen von T€ 1.368.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: → TABELLE 27

TABELLE 27 ANDERE RÜCKSTELLUNGEN IN T€

  31.12.2014 31.12.2013
Personalrückstellungen 5.984 4.956
Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten 421 592
Verwaltungsaufwendungen 1.700 999
Sonstige Rückstellungen 855 1.505
Andere Rückstellungen 8.960 8.052

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Gemäß § 340e Absatz 4 HGB haben Kreditinstitute einen Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" gemäß § 340g HGB zu bilden. Dem Sonderposten sind jährlich 10 % des aus dem Handelsbestand erzielten Nettoertrags zuzuführen, um den aus der Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten resultierenden besonderen Risiken Rechnung zu tragen. Der Sonderposten ist jährlich so lange mit mindestens 10 % des aus dem Handelsbestand erzielten Nettoertrags zu dotieren, bis mindestens 50 % des Durchschnitts der letzten fünf vor dem Berechnungsstichtag erzielten jährlichen Nettoerträgen aus dem Handelsbestand erreicht sind (Mindestbestand).

In Übereinstimmung mit § 340e Absatz 4 Nr. 4 HGB wurde der Sonderposten zum 31. Dezember 2014 in Höhe von T€ 1.920 aufgelöst. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken".

Handelsbestand

Zum 31. Dezember 2014 gliedern sich Handelsaktiva sowie -passiva wie folgt: → TABELLE 28

TABELLE 28 HANDELSAKTIVA UND -PASSIVA IN T€

Handelsaktiva 31.12.2014 31.12.2013
Derivative Finanzinstrumente 28 37
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.974 1.747
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 72.837 50.702
Risikoabschlag - 850 - 778
Bilanzielle Handelsaktiva 75.989 51.708
Handelspassiva 31.12.2014 31.12.2013
Derivative Finanzinstrumente 356 58
Verbindlichkeiten 8.328 4.696
Bilanzielle Handelspassiva 8.684 4.754

Bewertungseinheiten

Es wurden im Geschäftsjahr 2014 keine Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet.

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 hält die Baader Bank Gruppe folgende Kategorien derivativer Finanzinstrumente im Handelsbestand:

Indexbezogene Geschäfte,-

Zinsbezogene Geschäfte.

Bei diesen Geschäften handelt es sich um Optionen und Futures.

Die Bilanzierung und Bewertung des aktiven bzw. passiven Handelsbestands erfolgt nach dem im Abschnitt "Handelsbestand" beschriebenen Verfahren.

Zum Bilanzstichtag wurden alle derivativen Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert, der dem Marktwert entspricht, bilanziert.

TERMINGESCHÄFTE

Am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte bestehen ausschließlich im Rahmen von Devisentermingeschäften im Sinne des § 36 Nr. 1 RechKredV. → TABELLE 29

TABELLE 29 TERMINGESCHÄFTE IN TCHF, THKD, TUSD

Laufzeit Währung Nominal
30. Dezember 2014 bis 5. Januar 2015 CHF - 748
30. Dezember 2014 bis 2. Januar 2015 HKD - 45
30. Dezember 2014 bis 2. Januar 2015 HKD 45
30. Dezember 2014 bis 2. Januar 2015 USD - 9
30. Dezember 2014 bis 2. Januar 2015 USD 4

Bei den dargestellten Geschäften handelt es sich ausschließlich um kundeninduzierte Termingeschäfte sowie um noch nicht zum Bilanzstichtag erfüllte kundeninduzierte Kassageschäfte.

Für mit dem beizulegenden Zeitwert (Marktwert) bewertete derivative Finanzinstrumente stellen sich Umfang und Art jeder Kategorie einschließlich der wesentlichen Bedingungen, welche die Höhe, den Zeitpunkt und die Sicherheit künftiger Zahlungsströme beeinflussen können wie folgt dar:

HANDELSAKTIVA

→ TABELLE 30

TABELLE 30 HANDELSAKTIVA IN €

Portfolio Bezeichnung Kategorie Fälligkeit Marktpreis Kontrakte Marktwert
Eurex FH HVB DAX® Optionen (ODAX) Aktienindex-Option der Eurex 16. Januar 2015 43,70 20 Stück 4.370,00
Eurex FB DAX® Future (FDAX) Aktienindex-Future der Eurex 20. März 2015 9.843,50 9 Stück 2.214.787,50
Eurex FB EURO STOXX 50® Index Future (FESX) Aktienindex-Future der Eurex 20. März 2015 3.133,00 70 Stück 2.193.100,00
Eurex FH HVB DAX® Future (FDAX) Aktienindex-Future der Eurex 20. März 2015 9.843,50 1 Stück 246.087,50
Eurex FH HVB EURO STOXX 50® Index Future (FESX) Aktienindex-Future der Eurex 20. März 2015 3.133,00 5 Stück 156.650,00
JPM USD FH E-Mini S&P 500 Stock Index Future Aktienindex- Future 20. März 2015 1.690,55 3 Stück 253.582,90
Portfolio Buchwert Risikofaktoren Zahlungsströme
Eurex FH HVB 4.411,00 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index DAX (5 Euro pro Indexpunkt) - täglich: Die Festlegung des täglichen Abrechnungspreises erfolgt durch die Eurex. Zur Ermittlung des täglichen Abrechnungspreises für Aktienindexoptionen (inklusive Weekly Options) wird das Black-76-Modell eingesetzt. Sofern erforderlich, werden dabei Dividendenerwartungen, aktuelle Zinssätze und sonstige Ausschüttungen berücksichtigt. - am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement)
Eurex FB 2.216.470,05 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index DAX (25 Euro pro Indexpunkt) - täglich: Differenzenausgleich - am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement)
Eurex FB 2.212.175,50 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index Euro Stoxx 50 (10 Euro pro Indexpunkt) - täglich: Differenzenausgleich - am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement)
Eurex FH HVB 245.286,95 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index DAX (25 Euro pro Indexpunkt) - täglich: Differenzenausgleich - am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement)
Eurex FH HVB 157.198,25 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index Euro Stoxx 50 (10 Euro pro Indexpunkt) - täglich: Differenzenausgleich - am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement)
JPM USD FH 257.100,27 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index S &P 500 (50 USD pro Indexpunkt) - täglich: Differenzenausgleich - am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement)

HANDELSPASSIVA

→ TABELLE 31

TABELLE 31 HANDELSPASSIVA IN €

Portfolio Bezeichnung Kategorie Fälligkeit Marktpreis Kontrakte Marktwert
Eurex SV Euro-Bund Future 10 Jahre (FGBL) Fixed Income Future 6. März 2015 155,87 100 Stück 15.587.000,00
Eurex SV Euro-Bobl Future 5 Jahre (FGBM) Fixed Income Future 6. März 2015 130,28 40 Stück 5.211.200,00
Portfolio Buchwert Risikofaktoren Zahlungsströme
Eurex SV 15.266.975,00 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung mittelfristiger Schuldverschreibungen der BRD (Multiplikator von 1.000) - täglich: Abrechnungspreis (volumengewichteter Durchschnitt aller Geschäfte um 17:14 Uhr, falls mehr als fünf Geschäfte getätigt wurden) - Erfüllung durch Lieferung
Eurex SV 5.175.590,00 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung mittelfristiger Schuldverschreibungen der BRD (Multiplikator von 1.000) - täglich: Abrechnungspreis (volumengewichteter Durchschnitt aller Geschäfte um 17:14 Uhr, falls mehr als fünf Geschäfte getätigt wurden) - Erfüllung durch Lieferung

Anteile an Investmentfonds

Die Baader Bank Gruppe ist zum 31. Dezember 2014 mit mehr als 10 % an folgenden inländischen Investmentvermögen im Sinn des § 1 des Investmentgesetzes oder vergleichbaren ausländischen Investmentanteilen im Sinn des § 2 Absatz 9 des Investmentgesetzes beteiligt: → TABELLE 32

TABELLE 32 ANTEILE AN INVESTMENTFONDS IN T€

Instrument Anlageziel Volumen Marktwert Buchwert Ausschüttung
SKALIS Evolution Flex AK S (A1W9A0)1 Mischfonds defensiv 128.300 Stück 13.230 12.986 0
SKALIS Evolution Flex AK R (A1W9AA)1 Mischfonds defensiv 10.042 Stück 1.032 1.004 0
SKALIS Evolution Flex AK I (A1W9AZ)1 Mischfonds defensiv 10.000 Stück 1.030 1.000 0
SKALIS Evolution Defensive AK R (A12BPG)1 Mischfonds defensiv 20.000 Stück 2.000 2.000 0
SKALIS Evolution Defensive AK I (A12BPH)1 Mischfonds defensiv 80.000 Stück 8.000 8.000 0
TRISTONE UI AK I (A1XDWV)1 Mischfonds 36.000 Stück 3.843 3.600 0

1 Investmentvermögen im Sinne der OGAW-Richtlinie gemäß §§ 192 ff. KAGB; Publikumsfonds

Die Zuordnung der Anteile an dem Investmentvermögen erfolgt in Höhe von T€ 19.131 zur Liquiditätsreserve. Hinsichtlich der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wird auf die Abschnitte "Wertpapiere (ohne Handelsbestand)" verwiesen.

Die Rückgabe der Investmentfondsanteile ist täglich möglich.

Als Sicherheiten übertragene Vermögensgegenstände

Für die nachfolgenden Verbindlichkeiten wurden zum 31. Dezember 2014 Vermögensgegenstände mit dem angegebenen Beleihungswert als Sicherheiten hinterlegt: → TABELLE 33

TABELLE 33 ALS SICHERHEITEN ÜBERTRAGENE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE IN T€

  Grundschulden Wertpapiere (Liquiditätsreserve) Bankguthaben
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.200 25.000 10.357

Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Wertunterschiede zwischen Handels- und Steuerrecht beim Ansatz von Verlustvorträgen, steuerlichen Geschäftswerten, Deckungsvermögen, aktivierten Skontren, der Pensionsrückstellungen, Drohverlustrückstellungen sowie bei der Abzinsung von anderen Rückstellungen. Der angewandte Steuersatz beträgt 29,19 %. Der entstandene Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Absatz 1 HGB nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Eigenkapital der Baader Bank Gruppe

GEZEICHNETES KAPITAL UND KAPITALRÜCKLAGE

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Baader Bank AG bestand am 31. Dezember 2014 in Höhe von T€ 45.909 aus 45.908.682 Stück Inhaber-Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).

1. Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2011 wurde der Beschluss vom 26. Juni 2007 aufgehoben (Genehmigtes Kapital 2007/I). Mit gleichem Beschluss vom 30. Juni 2011 wurde ein neues Genehmigtes Kapital 2011 geschaffen. Danach ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaberstückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt T€ 22.954 zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann jedoch der Vorstand:

a) Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht ausnehmen;

b) das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen, um die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Absatz 3 Satz 4 AktG), wobei der Bezugsrechtsausschluss nur Aktien erfassen darf, deren rechnerischer Wert 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt;

c) das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen, um die Aktien gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Vermögensgegenständen - auch durch Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen auszugeben (Genehmigtes Kapital 2011).

2. Bedingtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juni 2012 wurden die Beschlüsse vom 19. Juli 2006 (Bedingtes Kapital 2004) und 26. Juni 2007 (Bedingtes Kapital 2005) aufgehoben. Mit gleichem Beschluss vom 29. Juni 2012 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu T€ 20.754 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 20.754.431 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Bedingtes Kapital 2012).

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 01. Juli 2014 wurde die Ermächtigung des Vorstands vom 14. Juni 2004 aufgehoben, mit Zustimmung des Aufsichtsrats gemäß § 4 Abs. (2c) der Satzung, das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von bis zu 600.000 neuer Inhaberaktien mit Gewinnberechtigung aus dem Aktienoptionsplan 2004 zu erhöhen.

Das Bedingte Kapital dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen und/oder aus Optionsscheinen aus Teilschuldverschreibungen, die gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2011 bis zum 29. Juni 2016 von der Baader Bank AG oder durch eine Gesellschaft begeben werden, an der die Baader Bank AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist.

Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandel- bzw. Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses vom 29. Juni 2012 bis zum 28. Juni 2017 ausgegeben werden, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber der Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nichteigenen Aktien zur Bedienung dieser Rechte zur Verfügung gestellt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. von Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Bedingten Kapitals anzupassen. Dieser Beschluss der Hauptversammlung wurde vom Registergericht am 2. August 2012 in das Handelsregister eingetragen.

3. Rückkauf eigener Aktien

Durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 01. Juli 2014 wurde der Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juni 2010 zum Erwerb eigener Aktien mit einer Ermächtigung bis zum 28. Juni 2015 aufgehoben.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 01. Juli 2014 wird die Gesellschaft gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 7 und 8 AktG wie folgt ermächtigt:

a) Die Gesellschaft wird gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 AktG ermächtigt, bis zum 30. Juni 2019 zum Zwecke des Wertpapierhandels eigene Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse an den jeweils 3 vorangehenden Handelstagen nicht um mehr als 10% übersteigen oder unterschreiten, zu kaufen und zu verkaufen. Dabei darf der Bestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien fünf vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

b) Die Gesellschaft wird gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG dazu ermächtigt, Aktien der Gesellschaft zu erwerben, insbesondere um

sie Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen oder Vermögensgegenständen - auch durch Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen anbieten zu können,

Aktien den Berechtigten aus dem Aktienoptionsplan 2006 der Baader Bank AG gemäß der Ermächtigungen der Hauptversammlung vom 19. Juli 2006 zum Bezug anzubieten oder

sie einzuziehen.

Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu zehn vom Hundert beschränkt. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer der genannten Zwecke ausgeübt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 30. Juni 2019.

Der Erwerb erfolgt über die Börse. Der von der Baader Bank AG gezahlte Gegenwert je Aktie darf den Mittelwert der Schlusskurse für die Stückaktien der Baader Bank AG im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf (5) Handelstage vor dem Erwerb der Aktien (ohne Erwerbsnebenkosten) um nicht mehr als 5 % überschreiten.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Baader Bank AG, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, Dritten beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen oder Vermögensgegenständen - auch durch Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen anzubieten.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben wurden, im Rahmen des von der Hauptversammlung beschlossenen Aktienoptionsplans 2006 Inhabern von Optionen zum Erwerb anzubieten.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehend genannten Ermächtigungen verwandt werden.

Der Vorstand wird weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, eigene Aktien der Baader Bank AG einzuziehen, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

Zum Bilanzstichtag wurden 276.996 Stück eigene Aktien gehalten.

GEWINNRÜCKLAGEN

Die Veränderungen der Gewinnrücklagen sind im Eigenkapitalspiegel der Baader Bank Gruppe dargestellt der separater Bestandteil des Konzernabschlusses ist.

BILANZGEWINN

→ TABELLE 34

TABELLE 34 BILANZGEWINN IN T€

  31.12.2014 31.12.2013
Konzernergebnis vor Anteilen anderer Gesellschafter - 1.165 218
Minderheitsgesellschaftern zustehendes Ergebnis - 355 - 400
Konzernergebnis -1.520 - 182
Gewinnvortrag des Mutterunternehmens 660 657
Entnahme aus Gewinnrücklagen 6.178 2.699
Einstellung in Gewinnrücklagen - 3.944 - 2.058
Konzernbilanzgewinn 1.374 1.116

EIGENE AKTIEN

Im Berichtsjahr wurden keine eigenen Aktien von Berechtigten der Aktienoptionspläne der Baader Bank AG bezogen. Der Bestand an eigenen Aktien hat sich im Berichtszeitraum nicht geändert und entspricht zum 31. Dezember 2014 0,60 % des Grundkapitals. Der auf sie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt T€ 277.

Im Geschäftsjahr wurden durch einen Aktionär weder für Rechnung der Baader Bank AG noch für ein abhängiges oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen Aktien erworben. → TABELLE 35

TABELLE 35 EIGENE AKTIEN

Bestand 31.12.2013 Zugänge (Anzahl) Ø-Kurs
in €
Abgänge (Anzahl) Ø-Kurs
in €
Bestand 31.12.2014
276.996 0 0 0 0 276.996

Der durchschnittliche Kurs der zum Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Aktien beträgt € 2,40.

Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten resultieren aus Bürgschaften und bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 3.

Andere Verpflichtungen

Es bestehen offene unwiderrufliche Kreditzusagen an Kunden in Höhe von T€ 1.332.

Die Position enthält offene Kreditzusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands in Höhe von insgesamt T€ 300, die in Höhe von T€ 3 in Anspruch genommen wurden.

VII. NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTE

Angaben nach § 285 Nr. 3 HGB

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist die Baader Bank Gruppe finanzielle Verpflichtungen eingegangen, die über die in der Bilanz zum 31. Dezember 2014 ausgewiesenen Verbindlichkeiten hinausgehen und sich wie folgt darstellen: → TABELLE 36

TABELLE 36 FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN IN T€

  Restlaufzeit in Monaten Finanzielle Verpflichtung
Zukünftige Zahlungen aus Mietverträgen für Büroräume, Nutzflächen und Pkw-Stellplätze 1 bis 73 7.331
Zukünftige Zahlungen aus Kraftfahrzeugleasingverträgen sowie Leasingverträgen über Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 48 3.186
Zukünftige Zahlungen aus sonstigen Dienstleistungsverträgen 11 bis 36 2.060

Wesentliche Risiken aus den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, welche sich auf die Liquidität bzw. auf die Fähigkeit der Baader Bank Gruppe, in einem absehbaren Zeitraum die vorhandenen Verpflichtungen erfüllen zu können, negativ auswirken, sind nicht erkennbar.

Angaben nach § 285 Nr. 3a HGB

Sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind und nach §§ 251 oder 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, bestehen nicht.

VIII. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 3.131 (Vorjahr T€ 1.923) entfallen hauptsächlich auf periodenfremde Erträge (T€ 547), Erträge aus Sachbezügen (Firmenwagen) (T€ 417), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 930) und Erträge aus Internetwerbung (T€ 159).

Die periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen Beitragserstattungen der BaFin in Höhe von T€ 161 sowie Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 259.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 963 (Vorjahr T€ 1.219) enthalten im Wesentlichen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 383, Aufwendungen aus Vergleichszahlungen in Höhe von T€ 229 sowie Zuführungen zu Rückstellungen für Rechtsrisiken in Höhe von T€ 90.

Die periodenfremden Aufwendungen betreffen vor allem Aufwendungen für im Vorjahr bezogene Leistungen (T€ 350) sowie Korrekturen des Provisionsergebnisses in Höhe von T€ 33.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der im Geschäftsjahr 2014 ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von T€ 1.263 beinhaltet im Wesentlichen die Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von T€ 1.575 sowie Steuererstattungen aus Vorjahren in Höhe von T€ 172.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in Höhe von T€ 1.575 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

IX. ERGÄNZENDE ANGABEN

Mehrheitsbeteiligung

Die Baader Beteiligungs GmbH, Unterschleißheim, hält an der Baader Bank AG eine Mehrheitsbeteiligung gemäß § 16 Absatz 1 AktG. Eine Mitteilung gemäß § 20 Absatz 4 AktG liegt vor.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2014 wurden durchschnittlich 484 (Vorjahr 478) Angestellte beschäftigt. Davon waren 34 Mitarbeiter leitende Angestellte.

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Den Mitgliedern des Vorstandes wurden für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 1.455 gewährt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 168.

Honorare des Abschlussprüfers

Die nachfolgenden Angaben beziehen sich auf das Gesamthonorar der PricewaterhouseCoopers AG WPG für die an die Baader Bank AG und ihre vollkonsolidierten inländischen Tochterunternehmen erbrachten Leistungen.

Diese teilen sich für das Geschäftsjahr 2014 wie folgt auf: → TABELLE 37

TABELLE 37 HONORARE DER ABSCHLUSSPRÜFER FÜR DER BAADER BANK GRUPPE IN T€

Baader Bank Gruppe 31.12.2014
Abschlussprüfungsleistungen 370
Andere Bestätigungsleistungen 46
Steuerberatungsleistungen 98
Sonstige Leistungen 101
Gesamthonorare 615

Organe der Baader Bank Gruppe

Vorstand

Herr Uto Baader, München (Vorsitzender)

Beruf: Dipl. Volkswirt

Verantwortung: Grundsätze und Strategie, Operations/IT, Compliance, Kapitalmarktanalyse

Herr Nico Baader, Gräfelfing

Beruf: Bankkaufmann

Verantwortung: Investment Banking, Market Making, Asset Management & Services, Corporate Communications, Treasury

Herr Dieter Brichmann, Penzberg

Beruf: Dipl. Kaufmann

Verantwortung: Revision, Rechnungswesen, Controlling, Risikomanagement, Reporting, Kreditwesen, Personal und Betriebsorganisation

Aufsichtsrat

Herr Dr. Horst Schiessl, München (Vorsitzender)

Partner der SSP Schiessl Rechtsanwälte - Partnergesellschaft

Herr Dr. Christoph Niemann, Meerbusch (Stellvertretender Vorsitzender)

ehem. persönlich haftender Gesellschafter, HSBC Trinkhaus & Burkhard KGaA

Herr Karl-Ludwig Kamprath, München

ehem. Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg

Herr Helmut Schreyer, München

ehem. persönlich haftender Gesellschafter, Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA

Frau Theresia Weber, Emmering (Arbeitnehmervertreter)

Bankangestellte der Baader Bank AG im Bereich Clearing & Settlement

Herr Jan Vrbsky, Darmstadt (Arbeitnehmervertreter)

Stellv. Profitcenterleiter Skontroführung Aktien an den Börsen Frankfurt, Berlin und München der Baader Bank AG

Mandate nach § 340a Absatz 4 Nr. 1 HGB

Zum 31. Dezember 2014 bestehen folgende Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien großer in- und ausländischer Kapitalgesellschaften: → TABELLE 38

TABELLE 38 MANDATE NACH § 340A ABSATZ 4 NR. 1 HGB

Mandatsinhaber Mandatsfirma / -institution Mandat
Herr Uto Baader Bayerische Börse AG, München Mitglied des Aufsichtsrats
  Corona Equity Partner AG, Grünwald stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
  Clueda AG, München Mitglied des Aufsichtsrats
  Gulf Baader Capital Markets S.A.O.C., Muscat (Oman) stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats
  STEICO SE, Feldkirchen stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats
Herr Nico Baader Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim (seit 16. Dezember 2014) Mitglied des Aufsichtsrats
  Conservative Concept Portfolio Management AG, Bad Homburg Mitglied des Aufsichtsrats
  Gulf Baader Capital Markets S.A.O.C., Muscat (Oman) Mitglied des Verwaltungsrats
  Helvea Holding SA, Genf (Schweiz) (bis 11. Juni 2014) Vorsitzender des Verwaltungsrats
  Helvea SA, Genf (Schweiz) Vorsitzender des Verwaltungsrats
  U.C.A. AG, München Mitglied des Aufsichtsrats
Herr Dieter Brichmann Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim Vorsitzender des Aufsichtsrats
  Conservative Concept Portfolio Management AG, Bad Homburg Vorsitzender des Aufsichtsrats
  Skalis Asset Management AG, Unterschleißheim stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Frau Christine Schiedermaier Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim (bis 15. Dezember 2014) Mitglied des Aufsichtsrats
Herr Christian Bacherl Helvea Holding SA, Genf (Schweiz) (bis 11. Juni 2014) Mitglied des Verwaltungsrats
  Helvea SA, Genf (Schweiz) Mitglied des Verwaltungsrats

X. AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES DER BAADER BANK GRUPPE

Die Baader Bank Gruppe ist unmittelbar an folgenden Unternehmen mit mehr als 5 % beteiligt, die zum 31. Dezember 2014 nicht Tochterunternehmen oder assoziierte Unternehmen sind: → TABELLE 39

TABELLE 39 BETEILIGUNGEN AN UNTERNEHMEN MIT MEHR ALS 5 % IN T€

Name / Sitz Kapitalanteil
in %
Letzter Zwischen-/Jahresabschluss Eigenkapital (gesamt) Jahresergebnis
Parsoli Corporation Ltd., Mumbai (Indien) 21,93 Zum 31. Dezember 2014 stehen keine aktuellen Daten zur Verfügung.
U.C.A. AG, München 13,81 31. Dezember 2013 8.824 - 852
Trading Systems Portfolio Management AG, Bad Homburg 9,64 31. Dezember 2013 1.227 8

 

Unterschleißheim, den 18. März 2015

Baader Bank AG

Der Vorstand

Uto Baader

Nico Baader

Dieter Brichmann

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Baader Bank Aktiengesellschaft, Unterschleißheim, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 18. März 2015

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sven Hauke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Axel Menge, Wirtschaftsprüfer

Impressum

Herausgeber

Baader Bank Aktiengesellschaft

Weihenstephaner Straße 4

85716 Unterschleißheim

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