Baader Bank Aktiengesellschaft

Unterschleißheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht

1 Grundlagen der Baader Bank AG

Die Baader Bank AG versteht sich als eine der führenden Investment-Banken in Deutschland und als Marktführer im Handel mit Finanzinstrumenten. Die Zentrale der unabhängigen und inhabergeführten Institutsgruppe befindet sich in Unterschleißheim bei München. Zum Geschäftsjahresende 2014 waren insgesamt 416 Mitarbeiter bei der Baader Bank AG beschäftigt. Sie verfügt über eine Vollbanklizenz und ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.

Die Baader Bank AG definiert für sich zwei Kerngeschäftsfelder, das Market Making sowie das Investment Banking:

Im Market Making bietet die Bank langjährige Expertise und höchste Qualität bei der Preisstellung, dem Handel und der Abwicklung von Finanzinstrumenten auf den Kapitalmärkten der Welt. Mit ihrer innovativen Technologie betreut sie den Handel von über 700.000 Wertpapieren im börslichen und außerbörslichen Bereich und ist damit einer der führenden Wertpapierspezialisten in Deutschland.

Im Investment Banking spezialisiert sich die Bank auf Aktien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie stellt institutionellen Anlegern eine leistungsstarke Handels- und Vertriebseinheit mit den Bereichen Aktien sowie Futures & Options zur Verfügung. Ein Team erfahrener Senior-Analysten bewertet Unternehmen aus der DACH-Region.

Für den kapitalmarktaktiven Mittelstand dieser Region entwickelt die Baader Bank unabhängige Lösungen über das gesamte Spektrum der Unternehmensfinanzierung hinweg. Sie begleitet Unternehmen bei Eigen- und Fremdkapitalmarkttransaktionen wie Börsengängen, Kapitalmaßnahmen, der Emission von Anleihen und der Strukturierung und Platzierung von Schuldscheindarlehen. Darüber hinaus stellt die Baader Bank als Corporate Broker ein umfassendes Dienstleistungspaket zur Intensivierung des Investorendialogs und zur Verbesserung der Sekundärmarktliquidität bereit.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Kapitalmärkte 2014 - Die Geldpolitik wurde zur Konjunktur-Politik Im abgelaufenen Jahr zeigte sich die Weltkonjunktur asymmetrisch. Die US-Wirtschaft präsentierte sich robust, für die Eurozone fielen die Wirtschaftsdaten zunehmend verhaltener aus. Hintergrund war die reformunwillige Wirtschaftspolitik in den meisten Euro-Ländern und die Wirtschaftsmisere in Russland. Vor allem Deutschland als Konjunkturlokomotive der Eurozone war davon betroffen. Die Volkswirtschaften Asiens und der Schwellenländer litten unter dem steigenden US-Dollar, der den Schuldendienst der teilweise in US-Dollar verschuldeten Schwellenländer erheblich verteuerte. Der deutlich gefallene Ölpreis erhöhte zwar die Kaufkraft der Konsumenten und Margen der Unternehmen in den westlichen Industrieländern, setzte jedoch die rohstoffexportierenden Staaten unter Druck.

Entspannend für die Finanzmärkte wirkten die geldpolitischen Lockerungsschritte in der Eurozone und in Japan. Nach der Leitzinssenkung auf 0,05 % richtete die EZB ihren geldpolitischen Fokus ab dem dritten Quartal auf Aufkaufprogramme für kreditbesicherte Wertpapiere und Pfandbriefe aus, um die rückläufige Kreditvergabe im Euroraum zu beleben. Angesichts einer sinkenden Inflationsrate, die zum Jahresende hin sogar Deflationsniveau erreichte, begann die EZB zusätzlich mit der verbalen Weichenstellung für ein ausgedehntes Aufkaufprogramm von Staatsanleihen.

Diese freizügige Geldpolitik führte zu einer markanten Abwertung des Euro gegenüber wichtigen Konkurrenzwährungen und Anleiherenditen auf Rekordtief. Das kam den Aktienmärkten der Eurozone zugute. Für eine deutliche Kursfestigung fehlten jedoch bessere fundamentale Daten.

Vor diesem Hintergrund und wegen Bedenken vor einem Austritt Griechenlands aus dem Euro konnten Aktien aus dem Währungsraum (Euro Stoxx 50 Index) nur leicht um 1,2 % zulegen. Eher schwach entwickelten sich auch die schwerpunktmäßig konjunktur- und exportsensitiven deutschen Aktienindices DAX und MDAX mit leichten Kursgewinnen von 2,7 bzw. 2,2 %.

Auf Branchenebene hatten Versorger weiterhin unter den Folgen der Energiewende und Banken unter den Befürchtungen eines griechischen Schuldenschnitts zu leiden. Die konjunktursensitiven Branchen Industrie und Technologie gerieten unter Druck, was sich in den ab Frühjahr rückläufigen ifo Geschäftserwartungen widerspiegelte. Aufgrund des deutlich gesunkenen Ölpreises sowie der Abschwächung des Euro kam es zum Jahresende hin jedoch zu einer Trendwende.

Gestützt von der robusten US-Konjunktur war der US-Aktienindex S&P 500 - auf Euro-Basis gerechnet - mit 26,9 % Kursgewinn der Outperformer unter den bedeutenden Aktienmärkten. Durch die Abwertung des Euro zeigten auch die Schwellenländer eine robuste Wertentwicklung. Japanische Aktien profitierten trotz Yen-Schwäche von der exportstützenden Offensive der Bank of Japan.

Deutsche Staatsanleihen avancierten zu Nutznießern der Spekulationen über Aufkäufe von Staatsanleihen durch die EZB. Rohstoffe und insbesondere Rohöl der Sorte Brent zeigten sich von einer weltweiten Überversorgung und einer strukturellen Angebotserweiterung des Öl- und Gas-Frackings belastet. Rohöl der Sorte Brent gab auf Euro-Basis um rund 38 % nach. Von der Euro-Schwäche konnte auch der Goldpreis mit einer Wertentwicklung von ca. 12 % profitieren.

2.2 Geschäftsverlauf

DIE MARKTPOSITION DER BAADER BANK AG

Geschäftsfeld Market Making

An den Börsenplätzen Bern, Düsseldorf, Frankfurt am Main und München konnte die Baader Bank ihre führende Position als Market Maker im Geschäftsjahr 2014 weiter behaupten. Die Bank wurde im Jahr 2014 von der österreichischen BUWOG, dem Bauzulieferer Braas Monier, dem Automobilzulieferer Stabilus, der TLG IMMOBILIEN sowie den beiden Börsenneulingen Zalando und Rocket Internet als Spezialist für den Handel ihrer Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse mandatiert. Mit CA Immo und Rosenbauer wurde die Baader Bank erstmals mit Spezialisten-Mandaten an der Wiener Börse beauftragt.

Die Skontroführerschaft für die an der Düsseldorfer Börse gehandelten Renten ist zum Ende des Jahres 2014 ausgelaufen. Dies hat auf die Anzahl der Anleihen und das Handelsvolumen nur einen sehr geringen Einfluss, da lediglich die ausschließlich in Düsseldorf notierten und wenig liquiden Kassamarktpapiere nicht mehr von der Baader Bank gehandelt werden. Die Skontroführung Renten wird weiterhin von den Teams in Düsseldorf, Frankfurt und München betreut.

Der Vertrag für das Market Making an der Börse Stuttgart konnte hingegen um weitere fünf Jahre bis Ende 2020 verlängert werden. Zudem erhielt die Baader Bank den Auftrag, als Market Maker für den Börsenplatz gettex tätig zu werden. Die neue Handelsplattform der Börse München ist im Januar 2015 gestartet.

Trotz leicht gesunkener Aktienumsätze an den deutschen Regionalbörsen konnte das Handelsergebnis gesteigert werden. Besonders erfreulich war die Entwicklung im Teilsegment Auslandsaktien an der Börse Stuttgart. Hier konnte der Rekordumsatz des Vorjahrs nochmals um 10,8 % übertroffen werden.

Das Market Making von festverzinslichen Wertpapieren litt unter dem niedrigen Zinsniveau, konnte aber von der wachsenden Nachfrage nach Fremdwährungsanleihen profitieren. Trotz steigender Volumina wurde das Vorjahresergebnis allerdings nicht ganz erreicht.

2014 war für den Bereich verbriefte Derivate ein schweres Jahr. Geprägt durch eine langanhaltende Phase niedriger Volatilität, blieben die Umsätze in etwa auf dem Vorjahresniveau. Dennoch konnte die Bank ihre führende Marktposition in Frankfurt behaupten. Zum Jahresende zog die Volatilität deutlich an, was sich positiv auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt hat.

Im Bereich Market Making Fonds / ETFs lag im Geschäftsjahr 2014 der Orderbuchumsatz im börslichen Handel mit Publikumsfonds auf dem Vorjahresniveau. Das Wachstum dieses Geschäftsbereichs wurde insbesondere durch die Etablierung vieler angeschlossener Partnerbanken im außerbörslichen Bereich getragen.

Der übrige außerbörsliche Handel entwickelte sich im Jahr 2014 ebenfalls positiv. Hier ist die Baader Bank inzwischen in allen Anlageklassen gut vertreten. Zu den bestehenden Mandaten konnten drei weitere Online-Banken als Partner gewonnen werden. Darüber hinaus wurde eine bereits bestehende Handelspartnerschaft um den Bereich Fonds und eine weitere um die Bereiche Aktien und Fonds erweitert. Insgesamt konnten die Umsätze in diesem Bereich gegenüber 2013 um knapp 79 % gesteigert werden.

Geschäftsfeld Investment Banking

Das Aktiengeschäft der Baader Bank konnte nicht zuletzt aufgrund der erfolgreichen Integration der schweizerischen Helvea-Gruppe 2014 weiter zulegen. Im Derivate-Bereich gelang es, die Kundenbasis zu verbreitern. Das Baader-Helvea Equity Research Team besteht aus über 20 erfahrenen Senior-Analysten für die Einzeltitel- und Sektoranalyse, technische Markteinschätzungen und die globale Anlagestrategie. Das Strategie-Team formuliert im Rahmen eines fundamentalen, technischen und quantitativen Top-Down-Ansatzes Indexziele, analysiert relevante Makro-Themen, definiert volkswirtschaftliche Szenarien und trifft Aussagen zum Market Timing sowie zu europäischen Sektortrends. Bei den Einzelwerten liegt der Fokus auf der Analyse von Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Anzahl der beobachteten Werte lag zum Jahresende bei 202 Unternehmen. Innerhalb der Baader Bank konnte der Bereich Corporates & Markets das Provisionsergebnis deutlich steigern.

Die Leistungen im Investment Banking wurden von den Investoren in der von Thomson Reuters durchgeführten Extel-Studie gewürdigt. Bei dieser Umfrage belegte die Baader Bank Platz 1 für den Handel von deutschen Small & Mid Caps, Rang 1 für Research zu österreichischen Aktien sowie die Helvea Platz 3 für Sales und Research schweizerischer Aktien. Beim Starmine-Award erzielten die Analysten der Baader Bank die meisten Auszeichnungen und damit den ersten Platz für deutsche Aktien.

Im Kapitalmarktfinanzierungsgeschäft fungierte die Bank unter anderem als Joint Global Coordinator bei der Kapitalerhöhung der Westgrund AG in Höhe von 140 Millionen Euro. Zudem platzierte die Baader Bank für Westgrund eine Pflichtwandelanleihe. Für Rhön-Klinikum wurde im Oktober 2014 ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 1,6 Mrd. € aufgelegt. Die Bank fungierte als Sole Advisor und Sole Buy Back Agent der Gesellschaft. Erstmalig in Deutschland erfolgte der Rückkauf mittels börsennotierter handelbarer Andienungsrechte. Das innovative Aktienrückkaufprogramm konnte mit einer Andienungsquote von 98,4 % des Rückkaufvolumens erfolgreich abgeschlossen werden. Zudem konnte die Baader Bank als Co-Financial Advisor und Listing Agent die erfolgreiche Abspaltung der Wohnimmobiliengesellschaft BUWOG von der Immofinanz begleiten. Als Co-Lead Manager wirkte die Bank beim Pre-Placement der Kapitalerhöhung der österreichischen Baufirma Porr mit. Die Kapitalerhöhung der Medigene begleitete die Baader Bank als Sole Bookrunner und bewies damit ihre Expertise im Biotech-Sektor. Im Dezember betreute die Bank die Pflichtwandelanleihe der VIB Vermögen AG über 33,2 Mio. € als Joint Lead Manager und Joint Bookrunner. Von der WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-AG wurde die Baader Bank Ende 2014 mit der Durchführung einer Barkapitalerhöhung in Kombination mit einer Sachkapitalerhöhung beauftragt.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr für 24 Unternehmen aus der DACH-Region Eigenkapitaltransaktionen durchgeführt. Die Baader Bank erzielte damit den ersten Platz nach Anzahl der Transaktionen. Daneben wurde für drei Gesellschaften ein Scrip-Dividend-Konzept (Dividendenwahlrecht) erfolgreich umgesetzt.

Die Bank konnte weitere vier Mandate im Designated Sponsoring gewinnen und steigerte damit die Gesamtzahl auf 15.

Im Januar 2014 fand die zehnte Helvea Swiss Equities Conference statt. Mit über 300 Vertretern schweizerischer Unternehmen sowie institutionellen Investoren aus 14 Ländern konnte die Tradition dieser Konferenz erstmals gemeinsam mit der Baader Bank erfolgreich fortgesetzt werden. Auch mit der dritten Baader Investment Conference, die im September 2014 in München stattfand, konnte die Bank die Erfolge der beiden vorherigen Konferenzen nochmals übertreffen.

Grundlagengeschäftsfeld Asset Management & Services

Weiter erfolgreich entwickelt sich der Bereich Asset Management & Services. Die Assets under Management konnten im Jahresverlauf 2014 um 29,4 % auf 2,2 Mrd. Euro und die Zahl der Mandate um 13 auf 49 gesteigert werden. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um ein Overlay-Mandat, diverse UCITS- und Spezialfonds, bei denen das Portfoliomanagement an die Baader Bank AG ausgelagert wurde.

Rückblick Geschäftsentwicklung

Aus dem Vermittlungsgeschäft Renten zog sich die Baader Bank zurück. Das entsprechende Profit Center wurde zum 30. September 2014 komplett geschlossen. Mit dieser Entscheidung trägt die Bank der Marktentwicklung im Interbanken-Telephone-Broking Rechnung.

Das Handelsergebnis konnte leicht gesteigert werden, was insbesondere auf die Bereiche Market Making Aktien und Fonds/ETFs zurückzuführen ist. Beim Provisionsergebnis konnte der Bereich Corporates & Markets deutlich zulegen, während die anderen Bereiche überwiegend rückläufige Beträge zu verzeichnen hatten, was in Summe aber zu einem Anstieg führte.

Insgesamt wurde ein positives Ergebnis nach Steuern auf Vorjahresniveau erzielt, welches jedoch unter der im Geschäftsbericht 2013 getroffenen Prognose liegt. Dies ist vor allem auf die rückläufigen Erträge im Vermittlungsgeschäft Renten zurückzuführen, welches aus diesem Grund geschlossen wurde. Die Kosten für die Schließung dieses Bereiches haben das Ergebnis spürbar belastet.

2.3 Lage

2.3.1 ERTRAGSLAGE

Die Ertragslage (einschließlich deren Ergebniskomponenten / finanzieller Leistungsindikatoren) der Baader Bank AG stellt sich im Geschäftsjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: → TABELLE 1

Das Zinsergebnis ist im Wesentlichen geprägt durch Zinserträge aus der Anlage liquider Mittel in festverzinsliche Wertpapiere und Geldmarktprodukte (T€ 10.369) und korrespondierenden Zinsaufwendungen aus der Ausgabe eigener Schuldscheindarlehen (T€ 8.351) und der Refinanzierung der Konzernzentrale am Standort Unterschleißheim (T€ 1.003). Das Zinsergebnis liegt um 70 % bzw. T€ 3.167 deutlich unter Vorjahresniveau. Das aktuelle Zinsumfeld und die Begrenzung von Risiken sind dafür im Wesentlichen verantwortlich. Darüber hinaus führen die Vorgaben von Basel III zu Portfolioumstrukturierungen hin zu hochliquiden, dafür aber renditeschwächeren Papieren.

Die laufenden Erträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.501. Hauptsächlich ergibt sich diese Steigerung durch höhere Dividendenausschüttungen verbundener Unternehmen.

Das Provisionsergebnis konnte einen Ergebniszuwachs von T€ 4.238 bzw. 18 % verzeichnen. Die steigenden Ergebnisbeiträge aus dem Kundenkommissionsgeschäft (T€ + 1.039), den Kapitalmarktdienstleistungen (T€ + 3.685), sowie dem Ergebnis aus Vermittlungsprovisionen (T€ + 1.273) konnten die niedrigeren Erträge aus Courtage- und Transaktionsergebnis (T€ - 979) sowie die höheren Aufwendungen aus Abwicklungsgebühren (T€ - 677) mehr als kompensieren.

Im Vergleich zum Vorjahr ist im Nettoertrag des Handelsbestands eine Steigerung um T€ 1.078 zu verzeichnen. Der Bereich Market Making (T€ + 2.336) konnte eine Steigerung aufweisen, wohingegen der Bereich Investment Banking (T€ - 330) einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zeigte.

TABELLE 1 ERTRAGSLAGE

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Zinsergebnis 1.345 4.512 - 3.167 - 70,19
Laufende Erträge 3.380 1.879 1.501 79,88
Provisionsergebnis 28.334 24.096 4.238 17,59
Nettoertrag des Handelsbestands 43.802 42.724 1.078 2,52
Verwaltungsaufwand - 91.305 - 81.711 - 9.594 11,74
Sonstige Aufwendungen (-) und Erträge (+) (inklusive Risikovorsorge) 13.596 6.966 6.630 95,18
Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.800 2.050 - 250 - 12,20
Betriebsergebnis 952 516 436 84,50
Steuerergebnis - 238 - 57 - 181 >100
Jahresüberschuss 714 459 255 55,56

Der Verwaltungsaufwand, der im Vergleich zum Vorjahr um T€ 9.594 bzw. 12 % stieg, setzt sich aus den Personalaufwendungen, den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sowie den Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen zusammen.

Der Personalaufwand stieg um T€ 5.507 bzw. 13 %. Für die Aufgabe des Geschäftsfeldes Institutioneller Rentenhandel sowie weitere Umstrukturierungsmaßnahmen in den Verwaltungsbereichen wurden Rückstellungen i. H. v. T€ 2.029 gebildet. Darüber hinaus ergab sich ein Anstieg der variablen Vergütungsbestandteile sowie bei den Sozialabgaben (T€ + 2.779).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr von T€ 31.326 um T€ 4.250 bzw. 14 % auf T€ 35.576 erhöht. Hauptsächlich ist dies durch die von Helvea S.A. erbrachten Research-Leistungen begründet, die im Rahmen des Transferpricings ihren Niederschlag im Verwaltungsaufwand der Baader Bank AG finden. Die Outsourcingaufwendungen stiegen hierdurch um T€ 3.312. Im Gegenzug dazu berechnet wiederum die Baader Bank AG erbrachte Leistungen an die Tochtergesellschaften. Diese werden mit T€ 3.357 unter der Position sonstige Erträge ausgewiesen. Die um die Research-Leistungen bereinigte Erhöhung i. H. v. T€ 938 bzw. 3 % ist durch geringe Kostensteigerungen in mehreren Kostenarten zu erklären.

Die Abschreibungen blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant und verringerten sich um T€ 163 oder 2 %.

Die Steigerung des sonstigen Ergebnisses (inkl. Risikovorsorge) gegenüber dem Vorjahr (um T€ 6.630) auf T€ 13.596 resultiert im Wesentlichen aus den bereits erwähnten Erträgen aus Outsourcing an Tochtergesellschaften sowie den gestiegenen Ergebnisbeiträgen der Finanzanlagen und den Veräußerungsgewinnen bei den Wertpapieren der Liquiditätsreserve (T€ + 3.512).

Aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde im Geschäftsjahr 2014 in Übereinstimmung mit § 340e Absatz 4 Nr. 4 HGB eine Auflösung von T€ 1.800 vorgenommen.

Das Betriebsergebnis kann einen Zuwachs von 85 % auf T€ 952 verzeichnen.

Das Steuerergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Aufwendungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer.

Zum 31. Dezember 2014 wird insgesamt ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 714 ausgewiesen.

2.3.2 FINANZLAGE

Zum Bilanzstichtag stehen Barreserven und kurzfristige Forderungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden in Höhe von T€ 110.369 und veräußerbare börsenfähige Wertpapiere in Höhe von T€ 294.182 kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Kunden in Höhe von T€ 176.737 gegenüber. Saldiert ergibt sich ein bilanzieller Liquiditätsüberschuss von T€ 227.814 (Vorjahr: T€ 300.440).

Die Liquiditätskennziffer der Baader Bank AG zum 31. Dezember 2014 beträgt 2,53. Die Liquiditätskennziffer gemäß der Liquiditätsverordnung stellt das Verhältnis der Zahlungsmittel zu den Zahlungsverpflichtungen dar, die einer Fälligkeit bis zu einem Monat unterliegen. Dabei dürfen die Zahlungsverpflichtungen der Baader Bank AG die Zahlungsmittel der Höhe nach nicht überschreiten. Dies impliziert, dass die Liquiditätskennziffer nicht unter 1,0 sinken darf.

Zum Bilanzstichtag bestehen nicht genutzte Kreditrahmenvereinbarungen bei einer deutschen Bank in Höhe von T€ 75.161. Besondere Kreditauflagen bestehen nicht.

Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum jederzeit gewährleistet und ist auch zukünftig durch die Risikoüberwachung sichergestellt.

2.3.3 VERMÖGENSLAGE

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Baader Bank AG ergibt sich zum 31. Dezember 2014 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt: → TABELLE 2

Die Bilanzsumme der Baader Bank AG belief sich am 31. Dezember 2014 auf T€ 662.053 und lag damit um T€ 57.338 (9,48 %) über dem Vorjahr.

Liquide Mittel

Der Anstieg der liquiden Mittel um T€ 120.822 ergibt sich im Wesentlichen aus der Mittelvergabe an die Eurex Clearing AG (GC Pooling).

TABELLE 2 VERMÖGENSLAGE

  2014 2013 Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Liquide Mittel 192.515 71.693 120.822 > 100,00
Forderungen an Kunden 38.130 31.285 6.845 21,88
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 205.483 288.849 - 83.366 - 28,86
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 28.193 33.641 - 5.448 - 16,19
Handelsbestand 75.989 51.708 24.281 46,96
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen 30.148 29.843 305 1,02
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 71.891 77.874 - 5.983 - 7,68
Sonstige Vermögensgegenstände 10.708 10.420 288 2,76
Rechnungsabgrenzungsposten 2.545 1.301 1.244 95,62
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 6.451 8.101 - 1.650 - 20,37
Bilanzsumme 662.053 604.715 57.338 9,48
Passiva        
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 86.634 103.079 - 16.445 - 15,95
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 421.113 352.589 68.524 19,43
Handelsbestand 8.684 4.754 3.930 82,67
Sonstige Verbindlichkeiten 6.088 4.439 1.649 37,15
Rückstellungen 7.852 6.630 1.222 18,43
Fonds für allgemeine Bankrisiken 23.150 24.950 - 1.800 - 7,21
Eigenkapital 108.532 108.274 258 0,24
Bilanzsumme 662.053 604.715 57.338 9,48

TABELLE 3 WERTPAPIERE

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 205.483 288.849 - 83.366 - 28,86
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 28.193 33.641 - 5.448 - 16,19
Handelsbestand 75.989 51.708 24.281 46,96
Wertpapierbestand 309.665 374.198 - 64.533 - 17,25

Wertpapiere

Die unter den Wertpapieren ausgewiesenen Bestände verzeichnen einen Rückgang um insgesamt T€ 64.533. → TABELLE 3

Der Rückgang des Bestandes an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren ist im Wesentlichen auf die Veräußerung von Anleihen zurückzuführen. Die zum Bilanzstichtag ausgewiesene Position von Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren reduzierte sich um T€ 5.448.

Die Zuordnung der neu erworbenen Bestände an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren erfolgten im Berichtsjahr ausschließlich zur Liquiditätsreserve.

Der stichtagsbezogene Anstieg des Handelsbestands um T€ 24.281 ist hauptsächlich auf veränderte Marktbewertungen sowie einer Ausweitung der Handelsaktivitäten zurückzuführen.

Der Wertpapierbestand enthält zum 31. Dezember 2014 Anleihen und Schuldverschreibungen (Marktwerte) von in den sogenannten GIIPS Staaten (Griechenland, Italien, Irland, Portugal, Spanien) ansässigen Emittenten in folgendem Umfang: → TABELLE 4

TABELLE 4 ANLEIHEN UND SCHULDVERSCHREIBUNGEN VON EMITTENTEN IN GIIPS-STAATEN IN T€

  Sonstige Emittenten Öffentliche Emittenten
Griechenland 0 7
Italien 0 0
Irland 3.201 0
Portugal 0 0
Spanien 86 0
GIIPS Staaten 31.12.2014 3.287 7

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Der Buchwert der Beteiligungen sowie der Anteile an verbundenen Unternehmen stieg im Geschäftsjahr 2014 um T€ 305 auf T€ 30.148. Die Veränderungen resultieren aus Zugängen in Höhe von T€ 4.431, Veräußerungen in Höhe von T€ 618 sowie Abschreibungen im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von T€ 3.508.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Der Rückgang der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen um T€ 5.983 auf T€ 71.891 basiert hauptsächlich auf den im Geschäftsjahr 2014 gebuchten Abschreibungen (T€ 8.820), denen Investitionen in Höhe von T€ 2.849 gegenüberstehen.

Investitionen in immaterielle Anlagewerte entfallen im Wesentlichen auf durchgeführte Erweiterungen von implementierten Handelssystemen und genutzter Softwareprodukte (T€ 1.429). Die Investitionen in Sachanlagen betreffen hauptsächlich den Erweiterungsbau des Firmensitzes (T€ 471) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (T€ 387).

Die Abschreibungen entfallen mit T€ 2.453 auf Sachanlagen und mit T€ 6.367 auf immaterielle Anlagewerte (Geschäfts- und Firmenwerte T€ 2.256, Skontren T€ 2.145, Software T€ 1.807, Lizenzen und gewerbliche Schutzrechte T€ 159).

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um T€ 288 auf T€ 10.708 gestiegen. Dies ist hauptsächlich auf die Steigerung der sonstigen Steuerforderungen (T€ + 996) sowie der sonstigen Forderungen (T€ + 1.077) zurückzuführen. Insgesamt stellen sich die sonstigen Vermögensgegenstände zum 31. Dezember 2014 wie folgt dar: → TABELLE 5

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.650 auf T€ 6.451 gesunken. → TABELLE 6

TABELLE 5 SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Körperschaftsteuerguthaben (abgezinst) 4.413 5.811 - 1.398 - 24,06
Forderungen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht 1.346 1.346 0 0,00
Forderungen aus Courtagen, Kursdifferenzen und Transaktionsentgelten 1.173 1.152 21 1,82
Sonstige Steuerforderungen 2.021 1.025 996 97,17
Umsatzsteuerforderungen 0 409 - 409 - 100,00
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 19 18 1 5,56
Sonstige Forderungen 1.736 659 1.077 > 100,00
Sonstige Vermögensgegenstände 10.708 10.420 288 2,76

TABELLE 6 AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Pensionsverpflichtungen - 11.909 - 10.857 - 1.052 9,69
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) 17.133 17.791 - 658 - 3,70
Pensionsrückstellungen 1.227 1.167 60 5,14
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 6.451 8.101 - 1.650 - 20,37

Der Rückgang begründet sich im Wesentlichen in dem auf T€ 17.133 reduzierten Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert), welches sich zum 31. Dezember 2014 wie folgt zusammensetzt: → TABELLE 7

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sind im Geschäftsjahr 2014 um 11,4 % auf insgesamt T€ 507.747 gestiegen. Dies entspricht einer absoluten Steigerung von T€ 52.079. Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar: → TABELLE 8

Handelspassiva

Die Handelspassiva haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.930 auf T€ 8.684 erhöht. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf Marktwertveränderungen zinsbezogener derivativer Finanzinstrumente zurückzuführen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben im Vergleich zum Vorjahr stichtagsbedingt um T€ 1.649 zugenommen. Die Position stellt sich wie folgt dar: → TABELLE 9

Fonds für allgemeine Bankrisiken und Eigenkapital

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beinhaltet Beiträge, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Deckung besonderer Risiken notwendig sind. Unabhängig davon erfolgt gemäß § 340e Absatz 4 HGB eine Dotierung aus den Nettoerträgen des Handelsbestands. Zum 31. Dezember 2014 verfügt die Baader Bank AG über Rücklagen in diesem Sinne in Höhe von T€ 23.150, die ausschließlich aus den Nettoerträgen des Handelsbestands dotiert sind. Im Geschäftsjahr 2014 wurde in Übereinstimmung mit § 340e Absatz 4 Nr. 4 HGB eine Auflösung in Höhe von T€ 1.800 vorgenommen.

TABELLE 7 DECKUNGSVERMÖGEN (BEIZULEGENDER ZEITWERT)

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Forderungen an Kreditinstitute sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 14.500 15.396 - 896 - 5,82
Rückdeckungswerte aus Versicherungen 2.633 2.395 238 9,94
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) 17.133 17.791 - 658 - 3,70

TABELLE 8 VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN UND KUNDEN

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Täglich fällige Verbindlichkeiten 161.965 140.562 21.403 15,23
Mittelaufnahme bei der Eurex Clearing AG (GC Pooling) 25.046 51.030 - 25.984 - 50,92
Schuldscheindarlehen / Bankdarlehen 250.881 256.631 - 5.750 - 2,24
Sonstige Verbindlichkeiten 69.855 7.445 62.410 > 100,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden 507.747 455.668 52.079 11,43

TABELLE 9 SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.438 2.008 430 21,41
Steuerverbindlichkeiten 1.692 1.208 484 40,07
Sonstige Verbindlichkeiten 1.958 1.223 735 60,10
Sonstige Verbindlichkeiten 6.088 4.439 1.649 37,15

TABELLE 10 VERÄNDERUNGEN DES EIGENKAPITALS DER BAADER BANK AG

  2014 2013 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Gezeichnetes Kapital 45.632 45.632 0,00 0,00
Kapital- und Gewinnrücklage 61.526 61.526 0,00 0,00
Bilanzgewinn 1.374 1.116 258 23,12
Eigenkapital 108.532 108.274 258 0,24

Die Veränderungen des Eigenkapitals der Baader Bank AG stellen sich wie folgt dar: → TABELLE 10

Die Veränderung des Eigenkapitals um T€ 258 ist im Wesentlichen bedingt durch den höheren Jahresüberschuss 2014 (+T€ 255).

Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Baader Bank AG stellt sich wie folgt dar: → TABELLE 11

TABELLE 11 EIGENKAPITALQUOTE DER BAADER BANK AG IN %

  2014 2013
Eigenkapitalquote 16,39 17,90
Modifizierte Eigenkapitalquote (inkl. Fonds für allgemeine Bankrisiken) 19,89 22,03

Der Anstieg der Forderungen an Kreditinstitute und des Handelsbestands auf der Aktivseite sowie die gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden begründen im Wesentlichen die Steigerung der Bilanzsumme um 9,48 °% auf T€ 662.053.

Insgesamt ist die Vermögenslage der Baader Bank AG weiterhin geordnet.

2.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 Mitarbeiter

Im Berichtsjahr ist die Anzahl der Mitarbeiter der AG zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr von 403 auf 416 Beschäftigte gestiegen. Die Belegschaft setzt sich aus 116 Arbeitnehmerinnen und 300 Arbeitnehmern zusammen, die aus 19 Nationen stammen.

Die Baader Bank AG legt besonderen Wert auf die hohe Qualifikation und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Dabei bildete auch im Jahr 2014 die Förderung von Fach- und Nachwuchsführungskräften sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie einen Schwerpunkt der Personalarbeit.

Das Angebot an zusätzlichen sozialen Leistungen für die Belegschaft steigert die Attraktivität der Baader Bank AG als Arbeitgeber. So gewährt das Unternehmen allen Mitarbeitern bei der Geburt eines eigenen Kindes eine freiwillige finanzielle Unterstützung in Höhe von T€ 10. Im Jahr 2014 wurden insgesamt T€ 150 ausgezahlt.

Mit einer eigenen Unterstützungskasse, der Baader Unterstützungskasse e. V., besteht eine eigenständige soziale Einrichtung, um Versorgungsleistungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung allen Mitarbeitern gewähren zu können.

Die Geschäftsleitung dankt allen Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz und die bewiesene Loyalität im abgelaufenen Geschäftsjahr.

2.4.2 Umweltbericht

Die Dienstleistungen der Baader Bank AG haben keinerlei nennenswerte umweltbelastende Eigenschaften. Unternehmensintern wird größter Wert auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Produktions- (Kopierer, Drucker und andere Geräte der Büroausstattung) und Verbrauchsmitteln gelegt. Der Verwaltungsneubau in Unterschleißheim wurde nach neuesten ökologischen Erkenntnissen insbesondere in den Bereichen Wasser, Wärme und Klimatisierung errichtet und wird entsprechend bewirtschaftet.

3 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Bankgeschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

4 Risikobericht

4.1 Das Risikomanagementsystem der Baader Bank AG

Die Geschäftsaktivitäten der Baader Bank AG sind ihrem Wesen nach mit Risiken behaftet. Demzufolge hat die Baader Bank AG ein umfassendes Risikomanagementsystem installiert. Dieses orientiert sich einerseits an dem vorgegebenen aufsichtsrechtlichen Rahmen gemäß einschlägiger Verlautbarungen der nationalen und internationalen Aufsichtsbehörden sowie internen wirtschaftlichen Erfordernissen.

4.1.1 ZIELE DES RISIKOMANAGEMENTS

Das übergeordnete Ziel des Risikomanagements der Baader Bank AG ist die permanente Sicherstellung der Risikotragfähigkeit und damit die Sicherung des Unternehmensfortbestandes. Demzufolge stellen das bewusste Eingehen, das aktive Management und die laufende Überwachung von Risiken die Kernelemente der Geschäfts- und Risikosteuerung der Baader Bank AG dar. Im Zuge unserer Geschäftsaktivitäten werden die Risiken identifiziert, quantifiziert, beurteilt und überwacht. Nur so ist es möglich, die Geschäftstätigkeit der Bank risikobewusst zu steuern, d. h. kalkulierbare Risiken unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit wohlüberlegt einzugehen und existenzgefährdende Risiken kategorisch auszuschließen.

Um diesem Grundsatz gerecht zu werden, verschafft sich der Vorstand regelmäßig einen Überblick über die Ausprägung aller wesentlichen Risiken und die Risikotragfähigkeit der Bank. Die Risikotragfähigkeit findet damit insbesondere auch im Rahmen der Festlegung der Geschäfts- und Risikostrategie Berücksichtigung.

4.1.2 RISIKOTRAGFÄHIGKEIT

Die Risikotragfähigkeit wird vom Risikocontrolling der Baader Bank AG regelmäßig überprüft. Dabei wird das verfügbare Risikodeckungspotenzial (RDP) dem Risikokapitalbedarf gegenübergestellt. Hierbei wird zur Steuerung der Risikotragfähigkeit ein periodenorientierter Fortführungsansatz (Going Concern) zur Herleitung des Risikodeckungspotenzials verwendet. Die im Bankenaufsichtsrecht vorgegebenen Eigenkapitalanforderungen gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) / Capital Requirements Directive (CRD IV) - Verordnung (EU) Nr. 575/2013 und Richtlinie 2013/36/EU vom 26. Juni 2013 dürfen in diesem Ansatz nicht zur Risikoabdeckung herangezogen werden. Ziel des Going-Concern-Ansatzes ist somit die Fortführung der Geschäftstätigkeit unter der Nebenbedingung, dass die Erfüllung der Mindestkapitalanforderungen dauerhaft gewährleistet ist, auch wenn die betrachteten Risiken schlagend werden.

Das primäre und sekundäre Risikodeckungspotenzial der Baader Bank AG setzt sich aus Plangewinn (primäres RDP) und bilanziellen Eigenkapitalbestandteilen (sekundäres RDP) zusammen. Man spricht daher von einer GuV- / bilanzorientierten Ableitung. Der Plangewinn (erwarteter Vorsteuer-Gewinn bzw. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) stellt hierbei den Betrag dar, der für das kommende Geschäftsjahr im Rahmen der Planungsrechnung unter der Berücksichtigung des erwarteten Marktumfeldes prognostiziert wird. Hierbei wird zwischen dem erwarteten Vorsteuer-Gewinn im Normal Case (gemäß der Planprämissen im Normal Case) und im Worst Case (gemäß der Planprämissen im Worst Case) unterschieden. Der Plangewinn ist grundsätzlich eine unsichere Zukunftsgröße. Trotzdem wird zu Beginn eines Geschäftsjahres i. d. R. der Normal Case als Basis herangezogen. Unter Berücksichtigung des laufenden Geschäftsjahres (Ist-Zahlen) entscheidet dann der Vorstand ggf. auf die Worst-Case-Planzahlen umzustellen, sofern die aktuelle Geschäftsentwicklung einen solchen Schritt erforderlich macht. Dies findet dann entsprechend in einer außerordentlichen Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung.

Das verfügbare Risikodeckungspotenzial wird den bestehenden Risiken (Risikopotenzial) gegenüber gestellt. Bei den Plangewinnen findet entsprechend das Risikopotenzial für erwartete Verluste Berücksichtigung. Demzufolge werden als Risikopotenzial ausschließlich unerwartete Verluste herangezogen.

Das Gesamtrisiko der Bank wird durch das verfügbare Risikodeckungspotenzial begrenzt. Grundsätzlich stellt zur dauerhaften Sicherstellung der Risikotragfähigkeit der Vorstand nur einen Teil des Risikodeckungspotenzials als Risikokapital zur Verfügung. Dieses wird "top down" auf die einzelnen Risikoarten bzw. die jeweiligen Geschäftsbereiche/Profit Center verteilt und hat somit eine limitierende Funktion. So werden auftretende Verluste durch ein System von Risikolimiten konsequent begrenzt. Die Limitierung erfolgt dabei auf der Basis verlustverzehrender Limite für die unerwarteten Risiken. Das Risikodeckungspotenzial und das Risikopotenzial werden mindestens quartalsweise überprüft, um GuV-Veränderungen zwischen den Plan- und den tatsächlichen Ist-Zahlen einzubeziehen. Darüber hinaus werden eingetretene gravierende Verluste zeitnah im Rahmen einer außerordentlichen Anpassung berücksichtigt.

GRAFIK 1 RISIKOTRAGFÄHIGKEIT DER BAADER BANK AG ZUM 31.12.2014 IN T€

Nachfolgende Grafik stellt die Risikotragfähigkeit der Bank per 31. Dezember 2014 dar: → GRAFIK 1

Die Risikotragfähigkeitsberechnung ist bei der Baader Bank AG darauf ausgelegt, dass selbst in hypothetischen Krisenzeiten (Stressszenarien) das gebundene Kapital (tertiäres Risikodeckungspotenzial) nicht in Anspruch genommen werden muss. Demzufolge stellt das Risikocontrolling die größten Verluste aus den durchgeführten Stressszenarien für alle relevanten Risikoarten, die sogenannten Worst-Case-Verluste, dem verfügbaren Risikodeckungspotenzial gegenüber. Im Gegensatz zur Normal-Case-Betrachtung wird im Stressfall für die primäre Risikodeckungsmasse der erwartete Vorsteuer-Gewinn im Worst Case angesetzt. Für die sekundäre Risikodeckungsmasse wird im Gegensatz zum Normal Case der Fonds für allgemeine Bankrisiken als Risikodeckungspotenzial berücksichtigt. Gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) AT 4.1 müssen die Ergebnisse der Stresstests "nicht automatisch in eine Unterlegung mit Risikodeckungspotenzial münden"; sie sind jedoch kritisch zu reflektieren und ein etwaiger Handlungsbedarf ist abzuleiten. Per 31.12.2014 war die Risikotragfähigkeit für die Baader Bank AG selbst im Stressfall gegeben.

Neben dem Going-Concern-Ansatz ist die Baader Bank AG auch verpflichtet, den sogenannten Liquidationsansatz (Gone Concern) zu berechnen. Beim Liquidationsansatz können im Gegensatz zum Going-Concern-Ansatz auch die im Bankenaufsichtsrecht vorgegebenen Eigenkapitalanforderungen als Risikodeckungspotenzial eingesetzt werden. Dabei steht im fiktiven Liquidationsfall der Schutz der Gläubiger im Vordergrund. Zielsetzung ist es auch im Falle des Schlagendwerdens der Risiken noch ausreichend Vermögenswerte vorzuhalten, um die Gläubiger befriedigen zu können.

Zusammenfassend kann für das Geschäftsjahr 2014 festgestellt werden, dass die Risikotragfähigkeit der Baader Bank AG zu keiner Zeit gefährdet war. Per 31.12.2014 ist selbst im Falle des Eintretens des Stressszenarios mit dem größten finanziellen Schaden der Unternehmensfortbestand der Baader Bank AG weiterhin gegeben.

4.1.3 RISIKOINVENTUR UND -STRATEGIE

Im Rahmen der jährlich stattfindenden Strategiesitzung des Vorstands werden die Geschäftsstrategie sowie die Ziele für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Baader Bank AG definiert. Dabei werden externe Einflussfaktoren, die ihnen zugrunde liegenden Annahmen und interne Einflussfaktoren wie die Risikotragfähigkeit, die Ertragslage, die Liquidität etc. in die strategischen Überlegungen miteinbezogen.

Abgeleitet aus der Geschäftsstrategie beschließt der Vorstand unter Berücksichtigung interner und externer Einflussfaktoren eine zur Geschäftsstrategie konsistente Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr. Hierfür ist es erforderlich, dass unter Berücksichtigung der Geschäftsstrategie eine Risikoinventur durchgeführt wird. Diese wird bei der Baader Bank AG mindestens jährlich durch das Risikocontrolling durchgeführt. Darüber hinaus kann es z. B. aufgrund von Änderungen hinsichtlich der Wesentlichkeit oder aufgrund der Aufnahme der Geschäftstätigkeit in neuen Produkten oder neuen Märkten zu einer außerordentlichen Überprüfung kommen. Um zu gewährleisten, dass das Risikocontrolling unverzüglich Kenntnis von solchen wesentlichen Änderungen erhält, ist das Risikocontrolling gemäß internem Weisungssystem in alle "Neue Produkte, neue Märkte"-Prozesse und Projekte einzubeziehen sowie über Änderungen der strategischen Ausrichtung der Bank, Beteiligungsstruktur, Markterwartungen etc. unverzüglich zu informieren. Identifizierte Änderungen im Risikoprofil werden zeitnah berücksichtigt und an den Vorstand berichtet. Als wesentliche Risiken wurden im vergangenen Geschäftsjahr die folgenden identifiziert: → GRAFIK 2

Die im Anschluss festgelegte Risikostrategie wird in Teilstrategien nach den wesentlichen Risikoarten aufgeteilt. Grundbestandteil der risikopolitischen Strategie ist, dass die Risikotragfähigkeit der Bank jederzeit gegeben ist. Demzufolge wird für alle wesentlichen Risikoarten vom Vorstand ein bestimmter Betrag an Risikokapital bereitgestellt, der als Maximallimit für Verluste aus der jeweiligen Risikoart dient. Im Rahmen der turnusmäßigen Aufsichtsratssitzung wird die verabschiedete Geschäfts- und Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gebracht und mit diesem diskutiert.

4.1.4 STRUKTUREN UND PROZESSE DES RISIKOMANAGEMENTS

Das Risikomanagementsystem der Baader Bank AG beinhaltet gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (AT 4.3.2 Tz. 1) eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken. Diese Prozesse gestalten sich wie folgt:

Der Identifizierung von neuen Risiken wird dadurch Rechnung getragen, dass alle risikobehafteten Geschäfte bzw. daraus entstehende Positionen unverzüglich in den bestandsführenden Systemen der Bank erfasst werden. Darüber hinaus wird das Risikocontrolling im Rahmen des Prozesses "Aktivitäten in neuen Produkten oder auf neuen Märkten" über mögliche Änderungen im bestehenden Risikoprofil zeitnah informiert. Hierbei wird von den betroffenen Unternehmensbereichen eine Prüfung der geplanten Aktivitäten durchgeführt und der entsprechende Risikogehalt identifiziert. Bestehende Aktivitäten werden einer laufenden Überprüfung unterzogen. Darüber hinaus findet mindestens jährlich eine Risikoinventur für die Baader Bank AG durch das Risikocontrolling statt.

Die Beurteilung der Risiken erfolgt anhand von detaillierten Analysen im Risikocontrolling, welches ein Konzept zur Steuerung und Überwachung dieser Risiken entwickelt und dem Vorstand präsentiert. Die identifizierten Risiken werden grundsätzlich anhand eines Value-at-Risk-Konzepts quantifiziert und dem Risikokapital gegenübergestellt. Dabei wird immer ein rollierender 12-Monats-Horizont zugrunde gelegt. Die detaillierte Darstellung der Verfahren pro Risikoart ist im Kapitel zu den Risiken der Baader Bank AG dargestellt.

Die Steuerung der Risiken erfolgt über ein System von Limiten zur Begrenzung der jeweiligen wesentlichen Risiken. Die Limite werden grundsätzlich quartalsweise auf Grundlage der Risikotragfähigkeit durch den Gesamtvorstand per Vorstandsbeschluss festgelegt. Unabhängig davon können diese Limite angepasst werden, wenn die Geschäftstätigkeit und / oder die Ertragslage der Bank dies erforderlich machen. Die Limite sind Verlust-Limite, d. h. das Limit wird bei etwaigen Verlusten um diese reduziert; Gewinne bleiben hingegen unberücksichtigt. Das Limitsystem grenzt somit potenzielle Verluste ein und legt damit auch die Verlustobergrenzen fest. Die Steuerung der jeweiligen Risikoart ist in der Baader Bank AG folgendermaßen organisiert: → TABELLE 12

TABELLE 12 STEUERUNG DER RISIKOARTEN IN DER BAADER BANK AG

Risikoart Steuerungsverantwortlicher
Marktpreisrisiko Profit Center Leiter bzw. Positionsverantwortlicher
Adressenausfallrisiko Bereich Treasury
Operationelles Risiko Alle Unternehmenseinheiten
Liquiditätsrisiko Bereich Treasury

GRAFIK 2 ÜBERSICHT ZU DEN WESENTLICHEN RISIKOARTEN

* Quantifizierung aufgrund der Eigenart der Risikoart nicht sinnvoll. Hierbei steht das qualitative Management im Vordergrund.
** Die Quantifizierung erfolgt im Rahmen der Worst-Case-Geschäftsplanung. Demzufolge findet eine indirekte Berücksichtigung im Rahmen der RTF statt.

Durch die permanente Anrechnung der Risiken auf das vielschichtige Limitsystem wird dem Risikocontrolling eine adäquate Überwachung ermöglicht. Liegt eine Limitüberschreitung vor, so wird dies unmittelbar durch das Risikocontrolling erkannt und entsprechende Maßnahmenempfehlungen wie bspw. Positionsrückführung oder Limitleihe an den verantwortlichen Marktvorstand bzw. dessen Vertreter kommuniziert. Dieser beschließt dann eine zu ergreifende Maßnahme und kommuniziert sie an den betroffenen Marktbereich sowie das Risikocontrolling. Das Risikocontrolling überwacht dann die beschlossene Maßnahme und leitet ggf. einen Eskalationsprozess ein, falls die Maßnahme nicht umgesetzt wurde. Ergänzend hat das Risikocontrolling zur Überwachung ein Risikofrüherkennungssystem installiert.

Der Vorstand ist für die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation und deren Weiterentwicklung verantwortlich. Diese Verantwortung umfasst u. a. alle wesentlichen Elemente des Risikomanagements inkl. der Festlegung der Risikopolitik. Damit der Vorstand dieser Verantwortung gerecht werden kann, existiert ein umfassendes Reporting des Risikocontrollings, welches die gemäß MaRisk geforderte Kommunikation in Form täglicher Berichte und Ad Hoc-Limitüberschreitungsmeldungen an den Vorstand gewährleistet.

Darüber hinaus führt das Risikocontrolling mindestens quartalsweise Stresstests für alle wesentlichen Risikoarten durch. Im Rahmen der Stresstests definiert das Risikocontrolling verschiedene außergewöhnliche, aber plausibel mögliche Szenarien und überprüft deren Wirkung auf das bestehende Portfolio. Das Szenario mit dem größten Verlust wird als Worst-Case-Szenario bezeichnet. Die Ergebnisse der Stresstests werden im MaRisk-Bericht dem Vorstand dargelegt und gegebenenfalls mit diesem diskutiert. Ferner finden die Ergebnisse aus den Stresstests im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung. Per 31.12.2014 ergab sich ein Worst Case für die Baader Bank AG in Höhe von 21,15 Mio. €.

Die dargelegten Prozesse stellen sicher, dass die wesentlichen Risiken frühzeitig erkannt, vollständig erfasst und in angemessener Weise gesteuert und überwacht werden. Weiterhin werden die Prozesse regelmäßig überprüft und zeitnah an sich ändernde Bedingungen angepasst. Ebenso findet für die angewandten Methoden und Verfahren regelmäßig eine Validierung statt, in der die Angemessenheit der Verfahren sowie die zugrunde liegenden Annahmen überprüft und ggf. Anpassungsbedarf identifiziert wird.

Die technische Ausstattung in Form von Risikoüberwachungs- und -steuerungssystemen ist im Hinblick auf das Risikomanagementsystem angemessen. Darüber hinaus wird für die Sicherung einer angemessenen Qualifikation des Personals permanent Sorge getragen. Die Prüfung des Risikomanagementprozesses erfolgt mindestens jährlich durch die Interne Revision.

4.1.5 WESENTLICHE ÄNDERUNGEN IM VERGLEICH ZUM VORJAHR

Im Vergleich zum Vorjahr wurde 2014 insgesamt eine leichte Reduktion des Risikopotenzials über alle wesentlichen Risikoarten festgestellt. Dies ist unter anderem auf einzelne Verbesserungen in den Risikosteuerungs- und -controllingprozessen zurückzuführen, die nachfolgend dargestellt werden:

Konzentrationsrisiken

Seit dem 03.03.2014 werden Bankgarantien nicht mehr auf die Konzentrations-Strukturlimite für Branchen, Bonitätsklassen sowie Länder des Handelsgeschäftes angerechnet. Hintergrund ist, dass sich Konzentrationsrisiken primär auf das Adressrisiko beziehen, nicht aber auf deren Sicherheiten. Stattdessen werden in einer separaten Kategorie "Konzentrationsrisiken aus dem Kreditgeschäft" Klumpenrisiken aus akzeptierten Bankgarantien vom Risikocontrolling überwacht und im täglichen Vorstandsbericht ausgewiesen.

Ratingverfahren

Im März 2014 wurde die Überarbeitung des internen Ratingmodells für Versicherungen abgeschlossen. Analog zum internen Ratingverfahren für Banken wird seitdem die Ausfallwahrscheinlichkeit mit Hilfe einer linearen Regression ermittelt. Als Grundlage für die Validierung des Verfahrens wurden Daten zu Ausfallereignissen von der externen Ratingagentur Standard & Poors herangezogen.

Im Juni 2014 wurde die Vergabe von Limiten für Adressenausfallrisiken angepasst. Mit Kreditnehmereinheiten der Bonitätsklasse 5 und schlechter wird kein Neugeschäft getätigt. Limite für Kreditnehmereinheiten in dieser Bonitätsklasse existieren nur dann, wenn es bei bestehendem Exposure zu einer Bonitätsverschlechterung kam und dienen ausschließlich zur Begrenzung des Engagements.

Das interne Ratingverfahren für Unternehmen wurde im August 2014 überarbeitet. Bisher wurde ein Scoring-Modell für die Ermittlung der Bonitätsklasse verwendet. Dieses ist nun durch ein Regressionsverfahren ersetzt worden. Neben einer höheren Genauigkeit der ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeiten erhöht das neue Modell den Grad der Automatisierung, da nun Finanzdaten direkt aus einer Datenbank in die Ratinganwendung importiert werden können.

Limitierung

Im Dezember 2014 wurde mit Beschluss des Kreditausschusses die Risikopolitik der Baader Bank AG bezüglich der Einräumung von Adressenausfallrisiko-Limiten angepasst. Hierbei wurde eine Limitobergrenze in Abhängigkeit des bilanziellen Eigenkapitals der jeweiligen Kreditnehmereinheit eingeführt.

4.2 Die Risiken der Baader Bank AG

Als wesentliche Risiken wurden im vergangenen Geschäftsjahr unverändert Marktpreisrisiken, Adressenausfallrisiken, operationelle Risiken und Liquiditätsrisiken identifiziert. Neu wurden Regulatorikrisiken und Geschäftsrisiken in die Betrachtung mit aufgenommen. Nachfolgend werden diese Risikoarten detailliert erläutert, beurteilt (Quantifizierung im Rahmen einer Nettobetrachtung unter Berücksichtigung risikoreduzierender Effekte) und die zur Risikobegrenzung eingesetzten Maßnahmen veranschaulicht.

4.2.1 MARKTPREISRISIKO

Allgemein versteht man unter Marktpreisrisiken alle Risiken, die aus der Veränderung des Marktpreises eines Finanzinstruments über eine bestimmte Zeitperiode resultieren. Dabei unterscheidet man je nach Einflussparameter das Aktienkursrisiko, Zinsänderungsrisiko und Währungsrisiko. Das Aktienkursrisiko bezeichnet das Risiko aus der Preisänderung von Aktien, das Zinsänderungsrisiko ist das Risiko einer durch Marktzinsänderungen induzierten Verringerung des Barwertes eines zinssensitiven Finanzinstruments und unter Wechselkursrisiko versteht man das Risiko eines Verlustes aufgrund sich negativ für eigene Position entwickelnder Wechselkurse.

Die beschriebenen Marktpreisrisiken resultieren grundsätzlich nur aus dem Eigenhandel und nicht aus dem Vermittlungsgeschäft, demzufolge sind hier insbesondere die Bereiche Market Making, Eigenhandel Vorstand und Treasury betroffen. Zum Jahresende bestanden im Handelsbestand der Wertpapiere der Liquiditätsreserve folgende Risikopositionen in Mio. € Marktwert: → TABELLE 13

TABELLE 13 RISIKOPOSITIONEN IN MIO. € MARKTWERT

KASSAMARKT

  2014 2013
Aktien 29,72 49,58
Renten 211,08 279,46
Verbriefte Derivate 1,13 1,17
Fonds, Index- und fondsähnliche Zertifikate 42,04 26,20

TERMINMARKT

  2014 2013
Optionen 0,00 0,00
Futures - 25,86 - 7,42
Swaps 0,00 0,00

Die Kursänderungsrisiken werden durch ein Value-at-Risk (VaR)- Modell basierend auf Monte-Carlo-Simulationen im zentralen Handelssystem der Baader Bank AG gemessen. Der VaR wird bei einem gewählten Konfidenzniveau von 99 % für die angesetzte Halteperiode bestimmt. Abweichend hierzu werden das Zinsänderungsrisiko des Bankbuchs und das Devisenkursänderungsrisiko der Baader Bank AG auf Basis der Historischen Simulation in gesonderten Systemen ermittelt. Der VaR wird auch hier als 99 %-Quantil der sortierten Wertänderungen ermittelt. Per 31. Dezember 2014 betrug der Value-at-Risk für den Handelsbestand und die Wertpapiere der Liquiditätsreserve 6,82 Mio. €.

Das Risikomodell zur Ermittlung des Value-at-Risk stellt eine Näherung an die Realität dar. In der Realität können extreme Ereignisse etwas häufiger zu beobachten sein als dies bei Annahme einer Normalverteilung zu erwarten wäre. Die Güte des VaR-Modells wird im Rahmen des Backtestings (Clean Backtesting) anhand des Verhältnisses zwischen den VaR-Werten und Marktwertveränderungen einer Position auf Grundlage tatsächlicher Kursänderungen permanent überprüft. In dem Fall, dass die Anzahl der sogenannten Ausreißer aus dem Backtesting über der als kritisch definierten Grenze liegt, werden entsprechende Anpassungen im VaR-Modell durch das Risikocontrolling vorgenommen. Hierdurch wird eine bessere Abbildung der tatsächlichen Verluste durch den Value-at-Risk erreicht und somit die Anzahl der Ausreißer im Zeitablauf wieder reduziert. Demzufolge kann das Value-at-Risk-Modell als angemessen eingestuft werden.

Zur Risikobegrenzung der Marktpreisrisiken wurde in der Baader Bank AG ein umfassendes Limitsystem im Frontofficesystem installiert. In diesem System werden permanent alle eingegangenen Positionen der Profit Center auf die jeweiligen Limite angerechnet. Die Verteilung des Limits innerhalb der Bereiche auf die einzelnen Profit Center obliegt dem hierfür zuständigen Handelsvorstand.

Im Falle von Limitüberschreitungen, die unmittelbar im Überwachungssystem angezeigt werden, erfolgt unverzüglich eine Meldung des Risikocontrollings an den verantwortlichen Vorstand und im Rahmen des täglichen Berichts an den gesamten Vorstand. Die einzuleitenden Maßnahmen werden dem Risikocontrolling mitgeteilt und deren Umsetzung entsprechend überwacht.

Im vergangenen Geschäftsjahr ergab sich ein deutlicher Rückgang des durchschnittlichen Marktpreisrisikos der Baader Bank AG. Dieser ist im Wesentlichen auf durchschnittlich deutlich geringere Bestände zurückzuführen. Das für Marktpreisrisiken bereitgestellte Risikokapital war jederzeit ausreichend, um potenzielle unerwartete Verluste aus Marktpreisrisiken zu decken. Demzufolge beurteilt das Risikocontrolling das aus Marktpreisrisiken resultierende Risikopotenzial als unkritisch.

4.2.2 ADRESSENAUSFALLRISIKO

Unter Adressenausfallrisiko versteht man allgemein die Gefahr, dass ein Kreditnehmer bzw. Kontrahent die geschuldete Leistung aufgrund des insolvenzbedingten Ausfalls nicht oder nicht vollständig erbringen kann. Hierbei wird auch das Migrationsrisiko, also das Risiko der Bonitätsverschlechterung des Schuldners, berücksichtigt.

Bei den Adressenausfallrisiken wird zur Risikobegrenzung sowohl das gesamte Adressenausfallrisiko anhand des vom Vorstand bereitgestellten Risikokapitals (Limit für das Adressenausfallrisiko) limitiert und überwacht, als auch das Exposure für eine einzelne Kreditnehmereinheit. Beabsichtigt der Marktbereich ein Adressenausfallrisiko bei einer noch unbekannten Kreditnehmereinheit einzugehen, so muss er dies beim Risikocontrolling schriftlich beantragen. Das Risikocontrolling ermittelt eine Bonitätsklasse anhand eines internen Ratingverfahrens, erstellt einen Vorstandsbeschluss und reicht diesen beim Handelsvorstand und beim Überwachungsvorstand ein. Zur Risikobegrenzung hinsichtlich des Klumpenrisikos bei einer Kreditnehmereinheit wird unter Berücksichtigung der internen Bonitätsklasse, der Forderungsklasse sowie der geltenden Großkreditgrenzen gemäß der Groß- und Millionenkreditverordnung ein entsprechendes Limit für den jeweiligen Kreditnehmer vergeben. Die Exposures aller Kreditrisikogeschäfte werden permanent im Überwachungssystem auf das Limit der Kreditnehmereinheit (KNE) angerechnet. Die Auslastung dieser Limite wird vom Risikocontrolling überwacht und einmal täglich an den Vorstand berichtet. Kommt es im Laufe eines Handelstages zu einer Limitüberschreitung (hier kann sowohl das Adressenausfallrisikolimit als auch ein einzelnes Limit für eine Kreditnehmereinheit betroffen sein), so erfolgt unverzüglich eine Meldung des Risikocontrollings an den verantwortlichen Marktvorstand und den Überwachungsvorstand. Die einzuleitenden Maßnahmen werden dem Risikocontrolling mitgeteilt und deren Umsetzung entsprechend überwacht.

Jede interne Bonitätsklasse ist einer externen Ratingklasse und somit einer entsprechenden Ausfallwahrscheinlichkeit für erwartete Verluste (PD = probability of default) zugeordnet. In Anlehnung an den Internal Rating Based Approach (IRBA) der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Artikel 142 ff.) werden gemäß des bankeigenen Verfahrens für jede dieser Bonitätsklassen die sogenannten IRBA-Risikogewichte für unerwartete Verluste ermittelt. Auf Basis dieser Risikogewichte kann der unerwartete Verlust für jede KNE ermittelt werden, was mit einem Value-at-Risk zu vergleichen ist. Dabei wird immer von einer Verlustquote beim Ausfall der jeweiligen Kreditnehmereinheit (LGD = loss given default) von 100 % ausgegangen. Das gesamte Risiko über alle KNE ergibt sich aus der Addition der Einzelrisiken. Korrelationen zwischen den KNE werden hierbei nicht berücksichtigt. Das sich ergebende Gesamtrisiko darf das vom Vorstand für Adressenausfallrisiken bereitgestellte Risikokapital nicht überschreiten. Dieses Gesamtrisikolimit für das Adressenausfallrisiko wird im Zuge des Beschlusses zur Festlegung der Risikolimite und Risikotragfähigkeit quartalsweise festgelegt.

Die Baader Bank AG unterscheidet hinsichtlich der Adressenausfallrisiken zwischen Kredit-, Kontrahenten-, Emittenten- und Beteiligungsrisiken.

Im Rahmen des Kreditgeschäftes im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 2 KWG werden Privat- und Firmenkunden (unechte) Lombardkredite gegen Sicherheiten gewährt. Bei diesen Sicherheiten handelt es sich i. d. R. um börsennotierte Wertpapiere, deren Beleihungswert nach einem konservativen Bewertungsverfahren ermittelt wird, oder um Bankgarantien.

Die folgende Tabelle zeigt das Kundenkreditgeschäft zum 31. Dezember 2014 in Mio. €: → TABELLE 14

Per 31. Dezember 2014 bestand für das Kreditgeschäft ein Risiko in Höhe von 0,10 Mio. €, welches aus den unbesicherten Überziehungen zum Stichtag resultiert.

Einzelwertberichtigungen werden für alle Kredite gebildet, die nach Bewertung der Rückzahlungsfähigkeit des Kunden als notleidend erachtet werden. Kredite gelten als notleidend, wenn es voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, sämtliche fälligen Zins- und Tilgungsleistungen gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen vom Kunden einzutreiben. Für alle Kundenkredite besteht zum Stichtag 31. Dezember 2014 eine Risikovorsorge in Höhe von insgesamt 1,10 Mio. €.

Des Weiteren werden im Rahmen des Kreditgeschäftes Geldmarktanlagen bei Kreditinstituten durch den Bereich Treasury getätigt. Insgesamt bestand per 31. Dezember 2014 für Forderungen gegenüber Kreditinstituten ein Risiko in Höhe von 2,04 Mio. €.

Bei der Abwicklung von Handelsgeschäften kann ein Kontrahentenrisiko dadurch entstehen, dass ein Handelspartner seine entstandenen Verpflichtungen nicht vollständig erfüllt. Hierbei zu unterscheiden ist einerseits das Wiedereindeckungsrisiko und andererseits das Vorleistungsrisiko. Das Wiedereindeckungsrisiko stellt das Risiko des Ausfalls der jeweiligen Gegenpartei dar, was eine Nichterfüllung der abgeschlossenen Geschäfte zur Folge hat. Gemäß MaRisk sind hier Börsengeschäfte sowie Kassageschäfte, bei denen der Gegenwert angeschafft wurde bzw. Zug um Zug anzuschaffen ist oder bei denen entsprechende Deckung besteht ausgenommen. Demzufolge sind hier nur außerbörsliche Derivategeschäfte betroffen. Die Baader Bank AG handelt zwar Derivate ausschließlich über Derivatebörsen, da aber die Bank kein Clearing Member an diesen Börsen ist, müssen die Geschäfte zwischen der Baader Bank AG und dem entsprechenden Clearing Member abgerechnet werden. Diese sind daher wie außerbörsliche Geschäfte einzustufen und aus dem Erfüllungsanspruch gegenüber dem Clearing Member entsteht dementsprechend ein Adressenausfallrisiko in Form eines Wiedereindeckungsrisikos. Per 31. Dezember 2014 bestand für das Wiedereindeckungsrisiko, sowohl aus Eigenbeständen in Derivaten zu Hedgingzwecken im Market Making als auch aus Kundenbeständen in Derivaten, ein Risiko in Höhe von 0,12 Mio. €.

TABELLE 14 KUNDENKREDITGESCHÄFT ZUM 31.12.2014 IN MIO. €

  Kreditengagements insgesamt Kreditinanspruchnahme Überziehung (unbesichert)
  2014 2013 2014 2013 2014 2013
Privatkunden 15,68 12,58 10,00 9,45 0,79 0,86
Firmenkunden 19,44 16,78 17,02 10,85 2,51 7,28
Banken 0 0 0 0,10 0 0
Summe 35,12 29,36 27,02 20,40 3,30 8,14
  Sicherheiten (bewertet) Risikovorsorge
  2014 2013 2014 2013
Privatkunden 9,29 7,22 1,10 1,87
Firmenkunden 17,25 13,75 0 0
Banken 0 0 0 0
Summe 26,54 20,97 1,10 1,87

Sobald Geschäfte nicht als Zahlungs-/Lieferungsgeschäfte "Zug um Zug" abgewickelt werden, entsteht ein Vorleistungsrisiko. Bei der Vermittlung von Schuldscheindarlehen, bei denen die Bank im Rahmen des Kaufvertrages als Kontrahent eintritt, besteht ein Vorleistungsrisiko, da bei diesen Geschäften Zahlung und dingliche Übereignung der (Beweis-)Urkunde inkl. Abtretungserklärung zeitlich auseinander fallen. Dieses Risiko hat die Bank nur gegenüber dem Verkäufer des Schuldscheindarlehens und es erstreckt sich über den Zeitraum zwischen Geldzahlung und dinglicher Übereignung der Urkunde. Per 31. Dezember 2014 bestand kein Vorleistungsrisiko für die Baader Bank AG.

Unter dem Emittentenrisiko wird das Risiko der Bonitätsverschlechterung bzw. des Ausfalls eines Emittenten verstanden. Ein Verlust aus dem Emittentenrisiko realisiert sich in einer Wertminderung der Wertpapiere dieses Emittenten. Somit stellt die Bonität der jeweiligen Emittenten ein entsprechendes Adressenausfallrisiko dar. Per 31. Dezember 2014 bestand für das Emittentenrisiko insbesondere aus Treasurybeständen ein Risiko in Höhe von 5,89 Mio. €.

Unter Beteiligungen werden sowohl Beteiligungen nach § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7 KWG als auch Nr. 8 KWG (verbundene Unternehmen) verstanden. Beteiligungen sind bei der Baader Bank AG typischerweise dem Anlagebuch zugeordnet. Das Adressenausfallrisiko bei Beteiligungen resultiert aus der dauerhaften Bonitätsverschlechterung bzw. dem Ausfall des jeweiligen Beteiligungsunternehmens, was sich in einer entsprechenden Wertminderung realisiert. Per 31. Dezember 2014 bestand für das Beteiligungsrisiko ein Risiko in Höhe von 1,93 Mio. €.

Es bestehen keine Adressenausfallrisiken aus nicht bilanzwirksamen Geschäften.

Zusätzlich erfolgt im Adressenausfallrisiko eine Überwachung von Konzentrationsrisiken bzgl. Bonitäts-, Branchen- und Länderrisiken, um mögliche Risikokonzentrationen (Klumpenrisiken) in der Baader Bank AG identifizieren und überwachen zu können. Diese werden jedoch nicht gesondert mit Risikokapital unterlegt, um eine Mehrfachanrechnung zu vermeiden.

Nachfolgend werden die Positionen des Adressenausfallrisikos im Hinblick auf die genannten Konzentrationsrisiken per 31. Dezember 2014 im Vergleich zum Vorjahresultimo tabellarisch aufgeführt: → TABELLE 15

TABELLE 15 BESTÄNDE NACH BONITÄTSKLASSEN

  Marktwert 2014 Marktwert 2013
Bonitätsklassen Mio. € % Mio. € %
Bonitätsklasse 1 60,57 14,82 22,30 5,07
Bonitätsklasse 2 141,15 34,55 112,66 25,61
Bonitätsklasse 3 155,16 37,98 234,73 53,35
Bonitätsklasse 4 51,70 12,65 68,57 15,59
Bonitätsklasse 5 0,00 0,00 1,71 0,39

Per 31.12.2014 bestand kein Exposure in der Bonitätsklasse 5 und schlechter.

Wie bereits im Vorjahr resultiert der größte Anteil bei der Branchenverteilung aus der Branche "Banken, Sparkassen und Finanzinstitute" (55,95 %, Vorjahr: 42,66 %). Die Ursache hierfür liegt im Wesentlichen an der kurzfristigen Anlage freier Liquidität bei Kreditinstituten sowie der Sicherheitenhinterlegung für Derivategeschäfte bei dem jeweiligen Clearing Member. Darüber hinaus kam es im vergangenen Geschäftsjahr zu einer deutlichen Reduktion des Bestandes an Staatsanleihen (1,14 %; Vorjahr: 4,2 %).

Nachfolgend wird die Aufteilung nach Ländern per 31.12.2014 dargestellt: → GRAFIK 3

GRAFIK 3 BESTAND AN STAATSANLEIHEN NACH LÄNDERN

Das Länderrisiko resultiert im Wesentlichen aus Anleihebeständen des Treasury-Portfolios und setzt sich zu großen Teilen aus deutschen Kreditnehmereinheiten zusammen. Hierbei ist das Sitzland der jeweiligen Konzernmutter maßgeblich. Im Vergleich zum Vorjahr wurde insbesondere das Exposure in den GIIPS-Staaten nochmals deutlich von 6,17 % per 31.12.2013 auf 2,04 % reduziert.

Nachfolgend wird noch ergänzend die Entwicklung des Adressenausfallrisikos über das Geschäftsjahr 2014 dargestellt: → GRAFIK 4

Über das Jahr 2014 blieb das Adressenausfallrisiko der Baader Bank AG auf einem sehr moderaten Niveau. Das Exposure in den GIIPS-Staaten wurde nochmals deutlich reduziert. Darüber hinaus konnte eine wesentliche Verbesserung in den Bonitäten der Kreditnehmer erreicht werden. Demzufolge beurteilt das Risikocontrolling das Adressenausfallrisiko derzeit als vertretbar.

GRAFIK 4 ENTWICKLUNG DES ADRESSENAUSFAURISIKOS DER BAADER BANK

4.2.3 OPERATIONELLES RISIKO

Operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch den Eintritt von externen Ereignissen entstehen. Hierzu gehören auch Rechtsrisiken. Ausgenommen sind strategische und Reputationsrisiken.

Das Sicherheitskonzept der Baader Bank (Baader-Bank-Sicherheitskonzept = BSK) basiert auf den drei Säulen Notfallmanagement, IT-Grundschutz sowie dem Regel- und Themenkreis "Operationelles Risiko". Der Sicherheitsausschuss des BSK dient als organisatorisches und thematisches Gremium für alle sicherheitsrelevanten Fragestellungen der Baader Bank. In regelmäßigen Sitzungen beschäftigt und berät der Ausschuss über Themen aus dem OpRisk-Regelkreis, dem Notfallmanagement und dem IT-Grundschutz sowie allen weiteren sicherheitsrelevanten Themen. Der Sicherheitsausschuss hat bei entscheidungsrelevanten Fragestellungen aus diesen Regelkreisen ein Vorschlags- und Empfehlungsrecht an den Vorstand. Die Mitglieder des BSK-Sicherheitsausschusses setzen sich aus dem Leiter des Gremiums, einem OpRisk-Beauftragten, einem IT-Sicherheitsbeauftragten, einem Notfallbeauftragten sowie dem funktionsverantwortlichen Bereichsleiter Betriebsorganisation und Personal, Bereichsleiter Informationstechnologie, Bereichsleiter Backoffice und Bereichsleiter Risk & Regulatory Reporting zusammen.

Die Einschätzung des Risikopotenzials, d. h. die konzernweite Identifizierung und Bewertung von operationellen Risiken, wird anhand der jährlich von den OpRisk Managern auszufüllenden Fragebögen bzw. durch spezielle Self Assessments des Risikocontrollings vorgenommen. Die aus den Erhebungen resultierenden Ergebnisse werden dem Sicherheitsausschuss des BSK zur Diskussion vorgelegt. Der Sicherheitsausschuss prüft den vom Risikocontrolling vorgeschlagenen Handlungsbedarf hinsichtlich des Bedarfs und der Notwendigkeit an zusätzlichen Maßnahmen und unterbreitet dem Vorstand einen entsprechenden Vorschlag. Der Vorstand entscheidet letztlich über dessen Umsetzung und gibt gegebenenfalls den Auftrag an den Sicherheitsausschuss zur Umsetzung. Im quartalsweisen MaRisk-Bericht werden die Ergebnisse aus den Fragebögen an den Vorstand und den Aufsichtsrat berichtet.

Neben der Einbindung in die Erhebung des Risikopotenzials ist es Aufgabe der OpRisk Manager, eingetretene Schäden aus operationellen Risiken zu melden. Hierfür steht eine Anwendung zur Verfügung, in der eingetretene Schäden ab einer Schadenshöhe von € 1.000 zu erfassen sind. "Schaden" ist dabei folgendermaßen definiert: Ein Schaden ist ein finanzieller Verlust, der unmittelbar mit dem operationellen Risiko verbunden ist. Eingeschlossen sind hier auch unrealisierte Verluste.

Bedeutende Schadensfälle werden unverzüglich hinsichtlich ihrer Ursachen analysiert. Deshalb hat der Vorstand das Risikocontrolling beauftragt, Schadensfälle an den Leiter des Sicherheitsausschusses weiterzuleiten, wenn diese eines der folgenden Kriterien erfüllen:

Schadensfälle, deren Schadenshöhe mindestens € 50.000 beträgt oder

Schadensfälle mit gleicher Ursache, die mindestens 10 Mal im Quartal aufgetreten sind oder

Schadensfälle mit gleicher Ursache, deren Gesamtschadenshöhe mindestens € 100.000 im Quartal beträgt.

Maßnahmen daraus werden ebenfalls quartalsweise im MaRisk-Bericht dargestellt. Im Geschäftsjahr 2014 wurden Schäden mit einer Gesamtsumme von 0,36 Mio. € gemeldet. Der größte Einzelschaden betrug hierbei 0,05 Mio. € und ist der Basel II-Kategorie "Ausführung, Lieferung und Prozessmanagement" zuzuordnen.

Darüber hinaus sind zum Jahresende drei nennenswerte Rechtsstreitigkeiten mit wesentlichen finanziellen Risiken bekannt. Selbst im Falle dessen, dass der Streitwert gänzlich zu Gunsten der Gegenpartei beschieden werden würde, wäre die finanzielle Auswirkung auf die Risikotragfähigkeit der Bank von nachrangiger Bedeutung.

Die Quantifizierung unerwarteter Verluste aus dem operationellen Risiko erfolgt quartalsweise auf Basis historisch beobachteter Schäden in der Baader Bank AG. Das Vorgehen orientiert sich am Loss Distribution Approach, wonach die Parameter einer Höhenverteilung sowie einer Häufigkeitsverteilung nach dem Maximum-Likelihood-Verfahren geschätzt werden, um einen Gesamtverlust pro Jahr zu ermitteln. Hierbei gehen die Annahmen ein, dass die Schadenhöhe lognormalverteilt ist, die Schadenanzahl einem Poissonprozess folgt und die Schäden unabhängig und identisch verteilt sind. Die Gesamtschadenverteilung wird mit Hilfe einer Statistiksoftware auf Basis der Monte-Carlo-Simulation geschätzt. Zur Ermittlung des Betrages, der mit Risikokapital zu unterlegen ist, wird für den unerwarteten Verlust das 99%-Quantil herangezogen. Per 31.12.2014 betrug der Value-at-Risk 1,03 Mio. €.

Zur Risikolimitierung der operationellen Risiken in der Baader Bank AG wird auch hierfür vom Vorstand ein bestimmter Betrag an Risikokapital zur Verfügung gestellt. Die Überprüfung, ob das zur Verfügung gestellte Risikokapital (maximales Verlust-Limit) ausreicht, um unerwartete Verluste aus operationellen Risiken zu decken, erfolgt täglich im Risikocontrolling und ist Bestandteil des täglichen Berichts an den Vorstand.

Für das operationelle Risiko werden darüber hinaus quartalsweise Stresstests durchgeführt. Die Quantifizierung der Verluste aus Stresstests erfolgt grundsätzlich analog zu dem Verfahren bei der Ermittlung unerwarteter Verluste. Im Stressfall wird ein 99,9 %-Quantil berücksichtigt. Das Ergebnis des Stresstests wird im MaRisk-Bericht an den Vorstand berichtet und findet im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung.

Insgesamt beurteilt das Risikocontrolling das operationelle Risiko als unkritisch, da sich die Schadensumme 2014 weiterhin auf einem moderaten Niveau befindet und darüber hinaus kein erhöhtes Risikopotenzial identifiziert wurde. Das zur Verfügung gestellte Risikokapital war zu jeder Zeit ausreichend. Die technische Ausstattung an Risikosystemen konnte im vergangenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit als angemessen bewertet werden.

4.2.4 LIQUIDITÄTSRISIKO

Im Rahmen des Liquiditätsrisikos ist sicherzustellen, dass Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden können. Hierbei wird grundsätzlich zwischen dem Marktliquiditätsrisiko, dem dispositiven Liquiditätsrisiko und dem strukturellen Liquiditätsrisiko unterschieden.

Das dispositive (kurzfristige) Liquiditätsrisiko (Liquiditätsrisiko im engeren Sinne) beschreibt die Gefahr, dass Kreditzusagen unerwartet in Anspruch genommen werden bzw. Einlagen unerwartet abgezogen werden (Abrufrisiko). Neben unerwarteten Abflüssen können zudem Verzögerungen bei Zahlungseingängen auftreten, was bedeutet, dass sich die Kapitalbindungsdauer von Aktivgeschäften unplanmäßig verlängert (Terminrisiko). Dies kann Auswirkungen auf das Nachkommen eigener Zahlungsverpflichtungen haben.

Die operative Steuerung und Sicherstellung der Zahlungsverpflichtungen obliegt dem Bereich Treasury. Die enge Abstimmung des Handels mit dem Bereich Treasury und der Abteilung Payments sichert eine Koordination der täglichen Zahlungsströme aus diesen Bereichen. Besondere Liquiditätsbelastungen aus anderen Bereichen werden den Bereichen Treasury und Payments unverzüglich angezeigt. Im Rahmen des dispositiven Liquiditätsrisikos erstellt der Bereich Treasury täglich einen Liquiditätsstatus mit der aktuellen Liquiditätssituation, der unter anderem dem Risikocontrolling zur Verfügung gestellt wird. Die Sicherung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs bei der Baader Bank AG ist durch diverse Kreditlinien die Teilnahme am GC-Pooling-Markt gewährleistet.

Für die Überwachung des dispositiven Liquiditätsrisikos der Baader Bank AG ist das Risikocontrolling verantwortlich. Um diese Aufgabe adäquat zu erfüllen und zeitnah Gegenmaßnahmen einzuleiten, wurden verschiedene Überwachungsmechanismen installiert. Das Risikocontrolling erhält täglich vom Bereich Treasury einen Liquiditätsstatus mit der aktuellen Liquiditätssituation der Baader Bank AG, der vom Risikocontrolling entsprechend plausibilisiert und überprüft wird. Wird ein drohender Liquiditätsengpass identifiziert, so werden die verantwortlichen Entscheidungsträger umgehend informiert. Ergänzend hierzu erhält das Risikocontrolling täglich von der Abteilung Payments per Mail den aktuellen Stand zur Mindestreserveerfüllung, den morgendlichen Stand des Bundesbankkontos inklusive den untertags zu erwartenden Zahlungsströmen und die Refinanzierungsfazilitäten. Diese Informationen werden vom Risikocontrolling kontrolliert und im Hinblick auf eine als kritisch zu beurteilende Liquiditätssituation überwacht.

Im Rahmen der Umsetzung der Anforderungen aus der CRD IV (Capital Requirements Directive) überwacht das Risikocontrolling zukünftig täglich die Einhaltung der LCR (Liquidity Coverage Ratio)-Kennziffer sowie die hierfür eingeführten Limite und berichtet diese im Rahmen des Konzernrisikoreports an den Vorstand. Dieses Limitsystem befindet sich derzeit in der Testphase. Bis zum Beginn der LCR-Einhaltung erfolgt die Überwachung der Liquiditäts-Kennzahl gem. § 11 KWG in Verbindung mit der Liquiditätsverordnung börsentäglich durch das Meldewesen.

Aufgrund der Eigenart des dispositiven Liquiditätsrisikos ist eine Quantifizierung und somit Hinterlegung mit Risikokapital nicht sinnvoll. Es wird hier verstärkt auf die Qualität des Risikomanagements geachtet.

Das strukturelle Liquiditätsrisiko (Refinanzierungsrisiko) beschreibt die Gefahr, dass sich die (barwertigen) Refinanzierungskosten durch eine mögliche Verteuerung des institutsindividuellen Spreads erhöhen. Nach einer Bonitätsverschlechterung können Passivgeschäfte nur zu schlechteren Konditionen abgeschlossen werden. Zudem können marktbedingte Veränderungen einen großen Einfluss haben. Steigt der Marktzins, wird tendenziell die Refinanzierung teurer. Die operative Passiv-Steuerung erfolgt durch die Begebung von Schuldscheindarlehen am Kapitalmarkt. Die somit gewonnene Liquidität wird im Wesentlichen in EZB-fähige Anleihen investiert, welche wiederum im Rahmen der Offenmarktpolitik bei der Deutschen Bundesbank als Refinanzierungsfazilitäten oder im GC-Pooling-Markt hinterlegt werden können.

Durch die Erstellung von Liquiditätsablaufbilanzen und die Ermittlung potenzieller Liquiditätsunterdeckungen wird ein möglicher Refinanzierungsschaden quantifiziert. Es wird quartalsweise eine Refinanzierung zu aktuell gültigen Marktkonditionen der Refinanzierung im unerwarteten Fall gegenübergestellt. Im unerwarteten Fall fließen zum einen eine deutlich teurere Refinanzierung und zum anderen unerwartete Mittelabflüsse ein. Die Differenz stellt dann den entsprechenden Refinanzierungsschaden im unerwarteten Fall dar; diese wird im Zuge der Ermittlung der Risikotragfähigkeit für die Baader Bank AG berücksichtigt und ggf. mit Risikokapital unterlegt. Per 31. Dezember 2014 ergab sich für das strukturelle Liquiditätsrisiko ein Value-at-Risk in Höhe von 0,00 Mio. €, da im Normal Case keine Unterdeckung bestand und somit eine Refinanzierung nicht erforderlich war.

Des Weiteren existieren Wertpapiere mit unterschiedlicher Marktliquidität, wobei sich das Liquiditätsrisiko bei wenig liquiden Werten konkretisiert. Eine geringe Marktliquidität in einzelnen Handelsprodukten führt dazu, dass Transaktionen in diesen Produkten sowohl zum Eingehen als auch zum Auflösen von Positionen aufgrund der geringen oder nicht vorhandenen Marktliquidität beeinträchtigt oder nicht möglich sind. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden vom Risikocontrolling in regelmäßigen Abständen Auswertungen erstellt und an den Marktvorstand kommuniziert. Auf Basis einer Expertenschätzung wird quartalsweise das Risikopotenzial für das Marktliquiditätsrisiko ermittelt und entsprechend mit Risikokapital unterlegt. Per 31. Dezember 2014 wurde ein Risiko aus unerwarteten Verlusten in Höhe von 1,30 Mio. € durch die jeweiligen Experten geschätzt. Neben diesem Risikobetrag wird auf das operative Management des Marktliquiditätsrisikos als wesentliche Risikokategorie durch diverse Risikosteuerungs- und -controllingprozesse wie bspw. Überwachung und Reporting von unveränderten Positionen eingewirkt.

Die Überprüfung, ob das zur Verfügung gestellte Risikokapital ausreicht, um unerwartete Verluste aus Liquiditätsrisiken zu decken, erfolgt quartalsweise im Risikocontrolling.

Für das Liquiditätsrisiko werden darüber hinaus quartalsweise Stresstests durchgeführt. Die Quantifizierung der Verluste aus Stresstests erfolgt analog zu dem Verfahren bei der Ermittlung unerwarteter Verluste. Das Ergebnis des Stresstests wird im MaRisk-Bericht an den Vorstand berichtet und findet im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung.

Insgesamt wurde für das strukturelle Liquiditätsrisiko im unerwarteten Fall kein Schadenspotenzial ermittelt. Das Risikopotenzial für das Marktliquiditätsrisiko ist im Vergleich zur verfügbaren Risikodeckungsmasse zu vernachlässigen. Die Baader Bank AG hat darüber hinaus nur unwesentliche Engagements in liquiditätsmäßig engen Märkten. Demzufolge beurteilt das Risikocontrolling das Liquiditätsrisiko der Baader Bank AG als unkritisch.

4.2.5 REGULATORIKRISIKO

Das Regulatorikrisiko resultiert aus der Nichteinhaltung bzw. dem Nichterkennen von neuen regulatorischen Anforderungen. Das Eintreten eines solchen Risikos kann zu erhöhten internen Aufwänden durch eine engere aufsichtsrechtliche Überwachung, zu finanziellen Verlusten aufgrund von Strafzahlungen bis hin zur erzwungenen Schließung eines Geschäftsbereiches führen. In den vergangenen Jahren ist die Menge an aufsichtsrechtlichen Anforderungen enorm gestiegen. Das Erkennen und die Bewältigung dieser stellt eine große Herausforderung für die Institute dar. Demzufolge ist das Regulatorikrisiko als wesentlich einzustufen. Aufgrund der Besonderheit dieser Risikoart sind eine Quantifizierung dieses Risikos und eine Unterlegung mit Risikokapital nicht sinnvoll. Vielmehr wird in diesem Zusammenhang das qualitative Management in den Vordergrund gestellt. In diesem Zusammenhang wurde 2014 eine Software lizensiert, die das Erkennen und die Überwachung von neuen Anforderungen unterstützt und so verhindert, dass neue Anforderungen nicht bearbeitet werden.

Die zur Steuerung des Regulatorikrisikos eingesetzten Instrumente werden vom Risikocontrolling im Hinblick auf die bestehenden und noch zu erwartenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen als ausreichend beurteilt. Demzufolge besteht derzeit kein weiterer Handlungsbedarf.

4.2.6 GESCHÄFTSRISIKO

Das Geschäftsrisiko bezeichnet die Gefahr von unerwarteten Verlusten, die sich aus Managemententscheidungen zur geschäftspolitischen Positionierung der Bank ergeben. Die Risiken resultieren des Weiteren aus unerwarteten Veränderungen der Markt- und Umfeldbedingungen mit negativen Auswirkungen auf die Ertragslage. Demzufolge sind hier unerwartete Ergebnisrückgänge und negative Planabweichungen, die ihre Ursache nicht in anderen definierten Risikokategorien haben, zu betrachten. Da die Geschäftstätigkeit der Baader Bank AG insbesondere von der Entwicklung des allgemeinen Börsenumfeldes abhängig ist, ist diese Risikoart als wesentlich einzustufen.

Die Quantifizierung des Geschäftsrisikos erfolgt bei der Baader Bank AG im Rahmen der Worst-Case-Geschäftsplanung und wird demzufolge indirekt im Rahmen der Risikotragfähigkeit berücksichtigt. Darüber hinaus wird eine Quantifizierung des Geschäftsrisikos auf Basis mathematischer Modelle als nicht sinnvoll beurteilt. Auch hier liegt der Schwerpunkt im qualitativen Management dieser Risikoart. In diesem Zusammenhang wird mindestens jährlich im Rahmen einer Strategiesitzung des Vorstands der Baader Bank AG eine Geschäfts- und Risikostrategie für die Folgejahre entwickelt. Hierbei wird insbesondere auch auf Markterwartungen und deren Einfluss auf das Geschäftsmodell sowie die Ertragssituation der Baader Bank AG eingegangen. Diese Strategie wird in regelmäßigen Abständen überprüft und - falls erforderlich - an neue Marktbedingungen etc. angepasst. Darüber hinaus wird im Controlling regelmäßig ein Abgleich zwischen der geplanten und der tatsächlichen Geschäftsentwicklung vorgenommen.

In der Abteilung Risiko- und Investmentcontrolling wird täglich die Messung und Überwachung der Risiken und der Erträge durchgeführt. Wesentliche Abweichungen werden an den Vorstand kommuniziert und ggf. Maßnahmen empfohlen. Die quartalsweise durchgeführten Stresstests im Risikocontrolling analysieren weiterhin auch mögliche adverse Marktentwicklungen und deren Konsequenzen auf die finanzielle Situation der Baader Bank AG.

Auf Basis der Erkenntnisse aus den Stresstests und unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie für 2015 ff. beurteilt das Risikocontrolling das für die Baader Bank AG bestehende Geschäftsrisiko als akzeptabel.

4.3 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage der Baader Bank AG

Die Baader Bank AG steuert die wesentlichen Risiken durch einen präzisen Risikosteuerungs- und -controllingprozess sowie wirksame Risikomanagementtools. Unser proaktiver Ansatz zur Identifizierung und Folgenabschätzung der mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen dieser Risiken auf unsere finanziellen Ergebnisse sowie unsere langfristigen strategischen Ziele zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen abzuschwächen. Durch die zentrale Einheit des Risikocontrolling, in der alle in der Baader Bank AG bestehenden Risiken quantifiziert und überwacht werden, ist jederzeit sichergestellt, dass Interdependenzen zwischen den Risikoarten erkannt und unmittelbar Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

Im Jahr 2014 hielt der globale Trend zu mehr Regulierungen in der Finanzdienstleistungsbranche an, der sich in den nächsten Jahren wahrscheinlich fortsetzen wird. Um diesem Trend entgegen zu treten, hat die Baader Bank AG einen umfassenden Überwachungsprozess installiert, der es ermöglicht, potenzielle aufsichtsrechtliche Änderungen zeitnah zu identifizieren, deren mögliche Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell und unsere Prozesse zu bewerten, den erforderlichen Handlungsbedarf zu bestimmen und entsprechend umzusetzen.

Im Rahmen unserer Risikostrategie wurde vom Vorstand auch im Geschäftsjahr 2014 nur ein Teil des verfügbaren Risikokapitals zur Deckung unerwarteter Verluste zur Verfügung gestellt. Die Aufteilung auf die einzelnen Risikoarten berücksichtigt insbesondere das aktuell bestehende Risikopotenzial in den einzelnen Risikoarten, die Geschäftsstrategie des Vorstands für die folgenden Jahre sowie die Markterwartungen. Es werden keine risikoreduzierenden Korrelationseffekte zwischen den Risikoarten angenommen, d. h. die Baader Bank AG verfolgt auch hier einen konservativen Ansatz. Da unter diesen Voraussetzungen die Risikotragfähigkeit für die Baader Bank AG trotz der Prämisse, dass die bankaufsichtlichen Mindestkapitalanforderungen gem. CRR nicht ins Risiko gestellt werden dürfen, jederzeit gewährleistet ist, beurteilt das Risikocontrolling die gesamte Risikosituation der Baader Bank AG als vertretbar.

5 Prognose- und Chancenbericht

Ausblick auf den Markt für 2015 - Fundamentale Aufhellung in Sicht

Auf den ersten Blick sind die Risiken für das Kapitalmarktjahr 2015 vergleichsweise groß. Neben geopolitischen Krisenherden wie Russland und dem Nahen Osten kommen Unsicherheiten im Euroraum hinzu. Nach den griechischen Parlamentswahlen werden sich die Politiker der Europäischen Kommission und der Euro-Zone z. B. mit Verlängerungen der Schuldenlaufzeiten oder gelockerten Spar- und Reformforderungen kompromissbereit zeigen, damit Griechenland nicht zum ersten fallenden Stein in einer Dominokette werden könnte, an deren Ende der Zerfall der Eurozone stünde. Schließlich stehen auch in Spanien und Portugal im Herbst 2015 Wahlen an.

Auf den zweiten Blick wird die Geldpolitik in der Eurozone jedoch immer mehr zum Versuch der Wirtschaftsstimulierung in Form schuldenfinanzierter Konjunkturprogramme. Anfang März 2015 hat die EZB zur Bekämpfung von Deflationstendenzen mit unkonventionellen Aufkäufen von Staatsanleihen zur weiteren Renditesenkung und Liquiditätsausweitung begonnen, die als Nebenprodukt eine gewünschte Abschwächung des Euro zur Folge haben. Ebenso wird die Bank of Japan ihre Liquiditätsoffensive ausweiten. Selbst in den USA wird die zu erwartende Zinswende zur Schonung eines ansonsten weltweit beeinträchtigten Investitionsklimas und zur Vermeidung eines Kapitalabzugs aus den Schwellenländern moderat ausfallen. Ohnehin ist sich die US-Notenbank bewusst, dass eine zu strikte Zinserhöhungspolitik die globalen Anleiheblasen platzen lassen und so das Weltfinanzsystem schädigen könnte. Insgesamt spricht die Fortsetzung der internationalen Liquiditätshausse für ein aktienfreundliches Gegengewicht zu den vorhandenen Krisenfaktoren.

Neben der Geldpolitik kommt dem Aktienmarkt jedoch auch eine Aufhellung des Fundamentalszenarios zugute: Eine sich weiter abschwächende Exportwährung Euro, die stabile US-Konjunktur, weniger dynamisch, dafür aber nachhaltig wachsende Schwellenländer und sinkende Energiepreise sorgen für verbesserte Konjunktur- und Unternehmensdaten. Nicht zuletzt versprechen hohe Dividendenrenditen gegenüber weiter schwachen Zinsen und Anleiherenditen für eine Höhergewichtung von Substanzaktien auch bei großen institutionellen Anlegern.

Entwicklung der Geschäftsfelder der Baader Bank AG

GESCHÄFTSFELD MARKET MAKING

Die Geschäftsentwicklung im Market Making hängt in erster Linie vom börslichen und außerbörslichen Handelsvolumen ab. Wesentlicher externer Treiber des Handelsvolumens ist die Volatilität an den Märkten. Auf diese hat die Bank keinen Einfluss, sie wird von den eingangs genannten Rahmenbedingungen bestimmt. Die geldpolitischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen werden nach Einschätzung der Baader Bank im Jahr 2015 zwar ein zunehmend volatiles, aber dennoch positives Umfeld für Investitionen am Kapitalmarkt schaffen.

Kreditinstitute und institutionelle Anleger werden weiterhin eine hohe Liquidität zur Verfügung haben. Basierend darauf erwartet die Baader Bank im Jahr 2015 für die Umsatzvolumina an den deutschen Börsen sowie im außerbörslichen Handel ein Marktwachstum. Die Anlageklassen Aktien, Fonds und ETFs sowie Derivate werden an Attraktivität weiter zunehmen. Die Nachfrage der in Euro gehandelten Rentenpapiere wird auch im Jahr 2015 aufgrund des historisch niedrigen Zinsniveaus gering sein. Im Handel mit Fremdwährungsanleihen wird jedoch mit einer deutlichen Belebung gerechnet.

Die Baader Bank ergreift alle Maßnahmen, um von dem erwarteten Szenario zu profitieren: Im börslichen Handel geht sie davon aus, dass sich die Konsolidierung im Bereich der Skontroführer / Spezialisten weiter fortsetzen und die Zahl der Market Maker an deutschen Handelsplätzen weiter abnehmen wird. Die Bank wird die sich daraus ergebenden Chancen nutzen und ihre führende Rolle unter den deutschen Wertpapierspezialisten sichern. Im außerbörslichen Bereich soll der Handel mit Partnerbanken ausgebaut werden. Zudem will die Bank zusätzliche Handelsplätze und -plattformen erschließen und die bereits begonnene Internationalisierung (Wien, Bern) weiter vorantreiben, um die Abhängigkeit vom deutschen Markt verringern zu können. Die Anzahl handelbarer Produkte in allen Anlageklassen soll weiter ausgebaut werden.

Generell besteht das Risiko, dass Ordervolumen an Handelsplätze verlagert wird, an denen die Bank keinen oder nur einen geringen Marktanteil hat. Durch sich verändernde Marktmodelle der Börsenbetreiber können auch neue Wettbewerber in den Markt eintreten. Weitere Risiken sind, dass eine Konsolidierung im börslichen Handel ohne Beteiligung der Baader Bank stattfindet und bestehende Kooperationen nicht verlängert werden. Im außerbörslichen Bereich könnte die Internationalisierung nicht im erwarteten Umfang realisierbar sein und damit bliebe die Abhängigkeit vom deutschen Markt bestehen.

GESCHÄFTSFELD INVESTMENT BANKING

Beim Investment Banking sind zwei Segmente zu unterscheiden: das Broker-Geschäft und die Kapitalmarkt-Finanzierung. In ihrer Tätigkeit als Broker für die DACH-Region agiert die Bank im Rahmen der eingangs genannten Bedingungen. Der Erfolg des Brokerage-Geschäfts mit institutionellen Kunden hängt, ähnlich wie das Market Making, vom Handelsvolumen ab. Stabilisierend wirken hier die breitere Basis der analysierten und gehandelten Werte sowie der verbesserte Zugang zu Investoren durch Vertriebseinheiten an wichtigen internationalen Finanzzentren durch die Integration von Helvea. Ein Risiko besteht darin, dass institutionelle Investoren ihre Provisions-Volumina und damit auch die Anzahl ihrer Broker verringern. Insbesondere können sich regulatorische Entwicklungen wie z. B. die FCA Initiative zum Thema Bezahlung für Services wie Research- und Corporate Access sowie die Implementierung von MiFID 2 negativ auf die verfügbaren Provisionen von Investoren in Großbritannien und der Euro-Zone auswirken.

Im Bereich der Kapitalmarkt-Finanzierung wird das Marktumfeld nach Einschätzung der Baader Bank im Jahr 2015 von zwei gegensätzlichen Faktoren geprägt werden. Auf Seite der Investoren ist nach wie vor großer Anlagebedarf erkennbar. Die Bank geht von einer moderaten bis erfreulichen Steigerung der Transaktionszahlen und Umsatzvolumina aus. Dabei wird eine Reihe von Börsengängen aus dem Private-Equity-Umfeld sowie IPOs innovativer Geschäftsmodelle zur Wachstumsfinanzierung erwartet. Kapitalmaßnahmen werden ebenfalls maßgeblich durch die Finanzierung weiteren organischen sowie akquisitorischen Wachstums geprägt sein. Die starke Stellung bei innovativen Produkten wie dem Dividendenwahlrecht und handelbaren Andienungsrechten wird die Bank weiter ausbauen.

Das Bilanzvolumen der Bank gibt bestimmte Limitierungen insbesondere bei Transaktionen mit Garantiekomponenten auf. Zudem bleibt der Wettbewerb um Mandate bei Eigenkapitaltransaktionen intensiv. Entsprechend besteht das Risiko, bei Transaktionen nicht zum Zuge zu kommen.

Prognose Geschäftsentwicklung

Unter den genannten Rahmenbedingungen erwartet die Baader Bank für 2015 durch wachsende Volatilität und anziehende Umsätze insbesondere in den Bereichen Aktien und Fonds/ETFs sowie Derivate ein deutlich steigendes Handelsergebnis. Für das Provisionsergebnis wird durch den wachsenden Anlagebedarf der Investoren und ausgehend von steigenden Transaktionszahlen mit einem weiteren Zuwachs gerechnet, der allerdings den Wegfall des Provisionsergebnisses aus dem im Jahr 2014 geschlossenen Bereichs Vermittlungsgeschäft Renten noch nicht vollständig kompensieren kann, so dass ein leicht unter dem Vorjahr liegendes Provisionsergebnis zu erwarten ist. Bei den Verwaltungsaufwendungen geht die Bank davon aus, dass diese nach der erfolgten Integration von Helvea und trotz steigender Belastungen durch aufsichtsrechtliche Anforderungen in etwa auf Vorjahresniveau liegen werden. Aufgrund der wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Baader Bank Gruppe, die wie beschrieben maßgeblich von externen Einflussfaktoren abhängig sind, ist die Ergebnisprognose mit erhöhten Unsicherheiten behaftet. Insgesamt geht die Bank davon aus, dass ein Ergebnis mindestens auf Vorjahreshöhe erzielt werden kann.

6 Sonstige Angaben

6.1 Zweigstellenbericht

Die Verwaltung der Baader Bank AG befindet sich in Unterschleißheim. Daneben führt die Gesellschaft Zweigniederlassungen in Düsseldorf, Frankfurt a. M. und Stuttgart.

6.2 Erklärung gemäß § 312 AktG

Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der mit folgender Erklärung abschließt:

"Die Baader Bank AG hat nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte bzw. andere Maßnahmen vorgenommen wurden, für diese Rechtsgeschäfte bzw. anderen Maßnahmen eine angemessene Gegenleistung erhalten. Sie wurde durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt. Alle berichtspflichtigen Vorgänge wurden vom Vorstand beschlossen, soweit nach der Satzung bzw. Geschäftsordnung der Baader Bank AG erforderlich auch vom Aufsichtsrat genehmigt und in diesem Abhängigkeitsbericht aufgestellt."

 

Unterschleißheim, den 18. März 2015

Baader Bank AG

Der Vorstand

Uto Baader

Nico Baader

Dieter Brichmann

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Baader Bank AG und des Konzerns unterrichten lassen und dabei die Arbeit des Vorstands überwacht und begleitet. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. Abweichungen des Geschäftsverlaufs und der Ergebnisentwicklung von den Plänen und Zielen wurden im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat geprüft. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden.

Die strategische Ausrichtung mit dem Ziel, zusätzliche Erträge zu generieren, die Neustrukturierung von bestehenden Geschäftsfeldern sowie die Aufnahme neuer Aktivitäten wurden vom Aufsichtsrat intensiv begleitet. Zudem unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat in seinen monatlichen Berichten fortlaufend über die wichtigsten Kennzahlen zur finanziellen Entwicklung und der Risikosituation der Baader Bank AG und des Konzerns. Gegenstand regelmäßiger Beratungen waren die Unternehmenszahlen, die Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns einschließlich der Tochterunternehmen, sowie die Entwicklung sämtlicher Geschäftsbereiche. Soweit auf Grund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen.

Im Berichtsjahr haben fünf Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden. Schwerpunkte der Beratungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten hierbei vor allem die Lage und Entwicklung der beiden Kerngeschäftsfelder Market Making und Investment Banking. Dabei standen Wirtschaftlichkeit, Ertragspotenzial und Kostenstruktur im Fokus. In diesem Zuge erfolgte auch die Schließung des Vermittlungsgeschäfts Renten am Standort Frankfurt/Main. Intensiv beschäftigte sich der Aufsichtsrat nach Vorschlag des Vorstandes auch mit der Schaffung einer neuen, optimierten Organisationsstruktur des Instituts, die die veränderten Rahmenbedingungen für einen Bankbetrieb effizienter und effektiver abbilden. Darüber hinaus waren wesentliche Projekte, einzelne Kreditengagements sowie die mittel-bis langfristigen Auswirkungen der sich ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen, z. B. durch die CRD-IV-Regularien oder Institutsvergütungsverordnung für Kreditinstitute in Europa, maßgebliche Diskussionspunkte der Erörterungen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand im Jahr 2014. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben informiert, die von besonderer Bedeutung waren. Sofern erforderlich, wurden Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.

Auf seiner Sitzung am 21.03.2014 hat der Aufsichtsrat die Verlängerung der Vorstandsbestellung von Herrn Dieter Brichmann für weitere fünf Jahre beschlossen. Im Rahmen der Sitzung am 19.12.2014 wurde eingehend über die künftige Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Unternehmensplanung der Baader Bank beraten. Der Compliance-Beauftragte legte dem Aufsichtsratsvorsitzenden jeweils zum Halbjahr seinen ausführlichen Bericht vor. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Ihm wurden die Protokolle der Vorstandssitzungen zeitnah zur Verfügung gestellt.

Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Baader Bank AG zum 31.12.2014 sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31.12.2014 nach HGB-Grundsätzen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, zuletzt geändert durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ("BilMoG"), sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute ("RechKredV") aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner heutigen Bilanzsitzung den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Baader Bank AG sowie den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht und den Abhängigkeitsbericht unter Einbeziehung des Prüfungsberichts intensiv geprüft. Die Prüfungsberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der heutigen Bilanzsitzung in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. In dieser Sitzung hat der Vorstand ausführlich die Abschlüsse der Baader Bank AG und des Konzerns erläutert. Der Abschlussprüfer stellte Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung dar und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung sowie darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems vorlägen. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2014 in seiner heutigen Sitzung gebilligt. Der Jahresabschluss 2014 ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 0,01 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die verantwortungs-bewusste und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Unterschleißheim, den 27. März 2015

Der Aufsichtsrat

Dr. Horst Schiessl, Vorsitzender

Jahresabschluss

Bilanz zum 31.12.2014

Aktiva

in €   31.12.2014 31.12.2013
1. Barreserve          
a) Guthaben bei Zentralnotenbanken   7.682.199,84 7.682.199,84 11.152.426,18 11.152.426,18
darunter:          
bei der Deutschen Bundesbank € 7.682.199,84 (Vorjahr: € 11.152.426,18)          
2. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig   64.557.058,36   52.269.501,30  
b) andere Forderungen   120.275.543,43 184.832.601,79 8.270.963,29 60.540.464,59
3. Forderungen an Kunden     38.130.029,06   31.285.448,91
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Anleihen und Schuldverschreibungen          
aa) von öffentlichen Emittenten   12.217.567,04   24.892.519,84  
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 7.497.028,09 (Vorjahr: € 20.038.254,26)          
ab) von anderen Emittenten   193.265.039,26 205.482.606,38 263.956.065,99 288.848.585,83
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 99.495.235,18 (Vorjahr: € 147.773.535,50)          
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere     28.193.500,03   33.641.399,76
5a. Handelsbestand     75.989.489,70   51.707.689,46
6. Beteiligungen     9.576.731,50   10.003.880,74
7. Anteile an verbundenen Unternehmen     20.570.833,91   19.838.964,32
darunter:          
an Finanzdienstleistungsinstituten € 20.570.833,91 (Vorjahr: € 6.275.705,29)          
8. Immaterielle Anlagewerte          
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   17.619.843,06   20.187.013,60  
b) Geschäfts- oder Firmenwert   7.182.988,00   9.439.003,00  
c) geleistete Anzahlungen   1.262.645,66 26.065.476,72 847.150,94 30.473.167,54
9. Sachanlagen     45.825.328,85   47.400.389,92
10. Sonstige Vermögensgegenstände     10.708.190,99   10.420.403,54
11. Rechnungsabgrenzungsposten     2.545.526,34   1.301.301,91
12. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung     6.450.502,51   8.101.086,15
Summe der Aktiva     662.053.017,54   604.715.208,85

Passiva

         
in € 31.12.2014 31.12.2013  
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig   20.197.203,57   12.896.452,64  
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   66.436.901,37 86.634.104,94 90.183.145,56 103.079.598,20
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) andere Verbindlichkeiten          
aa) täglich fällig   141.768.413,71   127.665.637,50  
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   279.344.936,73 421.113.350,44 224.923.189,96 352.588.827,46
3. Handelsbestand     8.683.631,47   4.754.137,28
4. Sonstige Verbindlichkeiten     6.087.767,01   4.438.723,05
5. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   1.227.242,11   1.167.346,33  
b) Steuerrückstellungen   69.000,00   194.813,62  
c) andere Rückstellungen   6.555.858,43 7.852.100,54 5.267.860,95 6.630.020,90
6. Fonds für allgemeine Bankrisiken     23.150.000,00   24.950.000,00
7. Eigenkapital          
a) eingefordertes Kapital          
aa) gezeichnetes Kapital 45.908.682,00     45.908.682,00  
ab) abzgl. Nennbetrag eigener Aktien - 276.996,00 45.631.686,00   - 276.996,00  
b) Kapitalrücklage   31.431.265,61   31.431.265,61  
c) Gewinnrücklagen          
ca) andere Gewinnrücklagen 30.094.605,67 30.094.605,67   30.094.605,67  
d) Bilanzgewinn   1.374.505,86 108.532.063,14 1.116.344,68 108.273.901,96
Summe der Passiva     662.053.017,54   604.715.208,85
Eventualverbindlichkeiten          
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen     2.583,00   7.583,00
Andere Verpflichtungen          
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen     1.332.340,09   1.747.488,89

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01.2014 bis 31.12.2014

in € 31.12.2014 31.12.2013  
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.177.269,23     956.846,30  
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 10.511.554,30 11.688.823,53   14.286.916,79  
2. Zinsaufwendungen   -10.343.998,90 1.344.824,63 -10.731.473,35 4.512.289,74
davon:          
Aufwendungen aus der Abzinsung € - 395.514,41 (Vorjahr: € - 411.519,00)          
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren   1.880.062,42   1.670.507,72  
b) Anteilen an verbundenen Unternehmen   1.500.000,00 3.380.062,42 208.125,00 1.878.632,72
4. Provisionserträge   56.375.749,89   50.757.032,00  
5. Provisionsaufwendungen   -28.041.859,08 28.333.890,81 -26.660.781,21 24.096.250,79
6. Nettoertrag des Handelsbestands     43.802.325,86   42.724.377,11
7. Sonstige betriebliche Erträge     6.381.839,53   1.473.209,09
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter -41.598.824,15     -37.637.728,08  
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.310.881,93 -46.909.706,08   -3.765.233,79  
darunter:          
für Altersversorgung € - 643.129,99 (Vorjahr: € - 767.093,05)          
b) andere Verwaltungsaufwendungen   -35.575.915,42 -82.485.621,50 -31.326.244,61 -72.729.206,48
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen     -8.819.419,31   -8.982.152,56
10. Sonstige betrieb- liche Aufwendungen     -1.349.172,60   - 237.569,55
11. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     11.574.419,05   5.720.163,09
12. Erträge aus der Auflösung des Fonds für allge- meine Bankrisiken     1.800.000,00   2.050.000,00
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     -3.011.112,56   0,00
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     0,00   9.999,00
15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     952.036,33   515.992,95
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     -208.964,25   -24.170,67
17. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 18. ausgewiesen     -28.594,04   -32.467,88
18. Jahresüberschuss     714.478,04   459.354,40
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr     660.027,82   656.990,28
20. Bilanzgewinn     1.374.505,86   1.116.344,68

Anhang

I. Grundlagen

Der Jahresabschluss der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr 2014 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute ("RechKredV") aufgestellt worden. Die Vorschriften des Aktiengesetzes wurden beachtet.

Die Baader Bank AG erstellt als Muttergesellschaft zum 31. Dezember 2014 für die Baader Bank Gruppe einen Konzernabschluss, der beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht wird.

Zum Zweck der Übersichtlichkeit sind die Werte in Tausend € ausgewiesen.

Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2014. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden werden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze (§§ 252 ff. HGB), die besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie die ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340 ff. HGB) beachtet.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit einzelne Posten in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst werden, erfolgt eine Aufgliederung im Anhang.

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Barreserve

Die Bestände der Barreserve sind zum Nennbetrag bewertet.

Forderungen

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind grundsätzlich mit dem Nominalbetrag oder den Anschaffungskosten ausgewiesen und werden, soweit erforderlich, um Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße gekürzt. Von der gemäß § 340f Absatz 3 HGB zulässigen Verrechnung wird Gebrauch gemacht.

Wertpapiere (ohne Handelsbestand)

Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, sind als Finanzanlagen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip entsprechend § 253 Absatz 1 und 3 HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung wird berücksichtigt.

Sofern erforderlich, werden Zuschreibungen nach dem Wertaufholungsgebot (§ 253 Absatz 5 HGB) vorgenommen. Von der gemäß § 340c Absatz 2 HGB zulässigen Verrechnung wird Gebrauch gemacht. Das Bewertungswahlrecht gemäß § 340e Absatz 1 Satz 3 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 3 Satz 4 HGB wird nicht in Anspruch genommen.

Wertpapiere, die weder dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, noch dem Handelsbestand zugeordnet sind, werden als Umlaufvermögen nach dem strengen Niederstwertprinzip gemäß § 253 Absatz 1 und 4 HGB mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise mit den niedrigeren Börsenwerten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Der beizulegende Zeitwert gemäß § 255 Absatz 4 HGB entspricht grundsätzlich dem Marktpreis. Ist zum Bilanzstichtag kein Marktpreis feststellbar, leitet sich der beizulegende Zeitwert für Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere aus dem theoretischen Preis ab. Der theoretische Preis für Zinsprodukte wird nach der AIBD-ISMA-Methode ermittelt. Für Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden die Discounted-Cashflow-Methode und die Peer-Group-Analyse angewendet. Sofern für derivative Finanzinstrumente kein aktiver Markt vorliegt, erfolgt die Ermittlung des Zeitwerts mittels des Black-Scholes-Modells aus dem Marktpreis der einzelnen Bestandteile des Derivats. Sofern kein beizulegender Zeitwert ermittelbar ist, werden die Anschaffungskosten im Sinne des § 255 Absatz 4 Satz 4 HGB fortgeführt.

Handelsbestand

Die Bewertung der Finanzinstrumente des Handelsbestandes erfolgt bei Zugang mit den Anschaffungskosten. Die Folgebewertung erfolgt entsprechend § 340e Absatz 3 HGB i. V. m. IDW RS BFA 2 und 5 mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bei finanziellen Vermögensgegenständen bzw. zuzüglich eines Risikozuschlags bei finanziellen Verpflichtungen. Hinsichtlich der Ableitung von Zeitwerten wird auf den Abschnitt "Wertpapiere (ohne Handelsbestand)" verwiesen.

Ausgangspunkt für die Ermittlung des Risikoabschlags bzw. -zuschlags ist der Value-at-Risk ("VaR"). Der Value-at-Risk bezeichnet dabei ein Risikomaß, das angibt, welchen Wert der Verlust des betrachteten Portfolios mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit und in einem gegebenen Zeithorizont nicht überschreitet. Zur Ermittlung des VaR verwendet die Baader Bank AG den Monte-Carlo-Simulations-Ansatz. Bei der Berechnung wird ein Konfidenzniveau von 99 % unterstellt und bis zu 100 Beobachtungspunkte berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2014 werden der Berechnung, aufgrund einer vierteljährlichen Überprüfung der Parametrisierung, bestandsindividuelle Haltedauern zwischen 6 Stunden und 12 Tagen zugrunde gelegt.

Der Value-at-Risk wird zu jedem Monatsultimo für alle Eigenhandelsbestände ermittelt. Zusätzlich zum Value-at-Risk wird der Risikoabschlag um Risikobeiträge im Zusammenhang mit Emissions- und Kundenhandelsbeständen ergänzt.

Der Risikoabschlag wird für sämtliche Bestände des Handels - Aktiva und Passiva - ermittelt. Da es nicht möglich ist, diesen Betrag sachgerecht auf die aktiven bzw. passiven Handelsbestände aufzuteilen, erfolgt eine Berücksichtigung des Risikoabschlags beim größeren der jeweiligen Bestände. Im Regelfall ist dies bei der Baader Bank der aktive Handelsbestand.

Umwidmung

Für die Zuordnung von Forderungen und Wertpapieren zum Handelsbestand, zur Liquiditätsreserve oder zu den wie Anlagevermögen bewerteten Vermögensgegenständen ist jeweils die Zweckbestimmung zum Erwerbszeitpunkt maßgebend (§ 247 Absatz 1 und 2 HGB).

Eine Umgliederung in den Handelsbestand ist ausgeschlossen und eine Umgliederung aus dem Handelsbestand erfolgt nur dann, wenn außergewöhnliche Umstände, insbesondere schwerwiegende Beeinträchtigungen der Handelbarkeit der Finanzinstrumente, zu einer Aufgabe der Handelsabsicht führen.

Eine Umwidmung zwischen den Kategorien Liquiditätsreserve und wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände wird vorgenommen, wenn sich die festgelegte Zweckbestimmung seit deren erstmaligem Ansatz geändert hat und dies dokumentiert ist. Die Umwidmung der Forderungen beziehungsweise Wertpapiere erfolgt zum Zeitpunkt der Änderung der Zweckbestimmung.

Im Geschäftsjahr 2014 erfolgte keine Umwidmung.

Derivative Finanzinstrumente im Handelsbestand

Derivative Finanzgeschäfte werden wie folgt bilanziert und bewertet:

Gezahlte Optionsprämien aus dem Kauf von Kauf- bzw. Verkaufsoptionen werden als aktivischer Handelsbestand bilanziert und mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet.

Erhaltene Optionsprämien aus dem Verkauf von Kauf- bzw. Verkaufsoptionen werden als passivischer Handelsbestand bilanziert und mit dem beizulegenden Zeitwert zuzüglich eines Risikozuschlags bewertet.

Marginforderungen aus Futuregeschäften werden als sonstige Vermögensgegenstände bilanziert und zum Nennbetrag bewertet.

Marginverpflichtungen aus Futuregeschäften werden als sonstige Verbindlichkeiten bilanziert und zum Nennbetrag bewertet.

Verlustfreie Bewertung von zinsbezogenen Geschäften im Bankbuch

Der IDW RS BFA 3 regelt die Einzelfragen zur verlustfreien Bewertung des Bankbuchs nach HGB. Die Geschäftstätigkeit der Kreditinstitute im Rahmen des Bankbuchs lässt regelmäßig keine unmittelbare Zuordnung einzelner Finanzinstrumente zueinander zu. Die Steuerung erfolgt als Gesamtheit im Bankbuch. Für die zinsbezogenen bilanziellen Vermögensgegenstände und Schulden des Bankbuchs wird dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip dadurch Rechnung getragen, dass unter Berücksichtigung von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und Verwaltungskosten) für einen etwaigen Verpflichtungsüberschuss eine Rückstellung gemäß § 249 HGB zu bilden ist ("Drohverlustrückstellung"). Bei der Abgrenzung des Bankbuchs hat die Baader Bank von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die direkt zugeordnete Refinanzierung von nicht zinstragender Aktiva sowie die entsprechenden Vermögensgegenstände nicht in den Saldierungsbereich einzubeziehen. Die Baader Bank wendet zur Ermittlung einer Drohverlustrückstellung die periodische Methode an. Danach ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden, wenn die Summe der diskontierten zukünftigen Periodenergebnisse des Bankbuchs negativ ist. Die Risikokosten und Verwaltungskosten werden dabei als Abschlag von den Zahlungsströmen berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag besteht für die Baader Bank AG kein Verpflichtungsüberschuss. Die Notwendigkeit einer Drohverlustrückstellung aus der verlustfreien Bewertung ist somit nicht gegeben.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind gemäß den für das Anlagevermögen geltenden Regelungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe, die zu einer Abschreibung geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten. Zur Ermittlung des theoretischen Preises wird auf den separaten Abschnitt "Wertpapiere (ohne Handelsbestand)" verwiesen.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Baader Bank AG weist ihre EDV-Standard-Software unter den immateriellen Anlagewerten aus. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die aus Verschmelzungen stammenden Geschäftswerte sowie erworbene Skontren werden über eine Laufzeit von 10 Jahren linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Aufgrund der tatsächlichen Nutzungsdauern hat sich gezeigt, dass die Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 5 Jahren deutlich zu niedrig ist und deshalb die Annahme einer Nutzungsdauer von über 5 Jahren angemessen ist.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 150,00 (netto) werden sofort aufwandswirksam erfasst. Darüber hinaus werden geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 1.000,00 in einem jährlichen Sammelposten erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die tatsächlichen Nutzungsdauern der im Sammelposten zusammengefassten geringwertigen Wirtschaftsgüter oder deren Abgänge bleiben unberücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sind mit dem Nominalbetrag ausgewiesen und werden gegebenenfalls um erforderliche Wertberichtigungen in ausreichendem Maße gekürzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag, vermindert um erforderliche Abschreibungen und Wertberichtigungen, angesetzt.

Verbindlichkeiten und Rückstellungen

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte mittels des ratierlich degressiven Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinses, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser beträgt gemäß der Festsetzung der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag 4,53 %.

Altersvorsorgeverpflichtungen, deren Höhe sich nach dem beizulegenden Zeitwert von Wertpapieren der Liquiditätsreserve bzw. dem Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, werden zum beizulegenden Zeitwert dieser Wertpapiere bzw. dem Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs angesetzt, sofern dieser einen garantierten Mindestbetrag übersteigt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich zur Erfüllung von Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, werden gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit diesen saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen, der sich in Übereinstimmung mit § 253 Absatz 1 HGB gemäß den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt. Sofern die voraussichtliche Restlaufzeit der jeweiligen Rückstellung länger als ein Jahr ist, erfolgt eine Abzinsung der Rückstellung mit dem jeweiligen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz.

Deckungsvermögen

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen), werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit der jeweils zugrundeliegenden Verpflichtung in Übereinstimmung mit § 246 Abs. 2 HGB verrechnet.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beinhaltet Beiträge, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Sicherung gegen allgemeine Bankrisiken notwendig sind. Unabhängig davon erfolgt gemäß § 340e Absatz 4 HGB eine Dotierung aus den Nettoerträgen des Handelsbestands. Zum Bilanzstichtag ist der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340e Absatz 4 Nr. 4 HGB in Höhe von mindestens 50 % des Durchschnitts der letzten fünfjährlichen Nettoerträge des Handelsbestands dotiert.

Latente Steuern

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so muss eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer in der Bilanz angesetzt werden. Eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung kann als latente Steuer aktiviert werden.

Ein entstandener Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Absatz 1 HGB nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Erwerb eigener Anteile

Der rechnerische Wert von erworbenen eigenen Anteilen wird in der Vorspalte offen von dem Posten Gezeichnetes Kapital abgesetzt und ergibt das ausgegebene Kapital. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wird erfolgsneutral mit den frei verfügbaren Rücklagen (Gewinnrücklage) verrechnet.

Werden die eigenen Anteile wieder veräußert, entfällt der Abzug in der Vorspalte. Ein den rechnerischen Wert übersteigender Differenzbetrag aus dem Veräußerungserlös wird bis zur Höhe des mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechneten Betrags in die jeweiligen Rücklagen eingestellt. Ein darüber hinausgehender Differenzbetrag wird in die Kapitalrücklage eingestellt, wohingegen ein beim Verkauf entstehender Verlust die Gewinnrücklagen belastet.

Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung folgt den in §§ 256a und 340 h HGB vorgegebenen Grundsätzen.

Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Schulden sowie noch nicht abgewickelte Kassageschäfte sind zum Kassamittelkurs des Bilanzstichtags umgerechnet, Devisentermingeschäfte zum Terminkurs am Bilanzstichtag.

Die Behandlung der Ergebnisse aus der Fremdwährungsumrechnung richtet sich danach, ob es sich um Fremdwährungsgeschäfte des Handelsbestands, um besonders gedeckte oder nicht besonders gedeckte Geschäfte handelt. Im Falle des Handelsbestands sowie bei Bestehen besonderer Deckung werden sowohl die Aufwendungen als auch die Erträge aus der Währungsumrechnung erfolgswirksam erfasst. Gleiches gilt für Fremdwährungsposten ohne besondere Deckung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Demgegenüber werden bei Fremdwährungsposten, die nicht besonders gedeckt sind und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, nur die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung dem Imparitätsprinzip entsprechend erfolgswirksam berücksichtigt.

TABELLE 16 VERMÖGENSGEGENSTÄNDE IN FREMDWÄHRUNG IN T€

Währung Forderungen (Kunden und Kreditinstitute) Wertpapiere, Beteiligungen und verbundene Unternehmen Verbindlichkeiten (Kunden und Kreditinstitute) Sonstige Verbindlichkeiten
AUD 2 0 0 0
BRL 163 0 131 0
CAD 393 266 658 0
CHF 1.662 14.295 860 345
DKK 0 126 126 0
GBP 2.259 21 2.174 11
HKD 1.287 0 1.286 0
INR 18 0 0 0
JPY 1.836 294 2.124 4
MYR 2 0 0 0
NOK 0 0 0 0
OMR 2.942 -20 0 0
PLN 1 0 0 0
SEK 0 0 0 0
SGD 1 0 0 0
TRY 0 0 0 0
USD 50.384 19.974 53.265 858
ZAR 0 0 0 0
  60.950 34.956 60.624 1.218

III. Änderungen von Bewertungs-, Bilanzierungs- und Ausweismethoden

Im Geschäftsjahr 2014 ergaben sich keine Änderungen von Bewertungs-, Bilanzierungs- und Ausweismethoden.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Fremdwährungsvolumina

Am Bilanzstichtag bestehen Vermögensgegenstände in Fremdwährung in Höhe von umgerechnet T€ 95.906 (Vorjahr: T€ 74.519). Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährung lauten, bestehen in Höhe von T€ 61.842 (Vorjahr: T€ 57.779). Dabei handelt es sich um die folgenden Bilanzposten: → TABELLE 16

Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Erträge betragen T€ 641 (Vorjahr: T€ 110) und sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute bestehen aus Bankguthaben in Höhe von T€ 30.166 und aus sonstigen Forderungen in Höhe von T€ 34.391. Sie beinhalten keine Forderungen gegen verbundene Unternehmen oder Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden belaufen sich auf insgesamt T€ 38.130. In der Gesamtposition sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1.593 (davon nachrangig: T€ 1.381) und Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von T€ 2 enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere belaufen sich auf insgesamt T€ 205.483 und beinhalten keine Forderungen an verbundene Unternehmen. → TABELLE 17

TABELLE 17 SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE IN T€

  31.12.2014 31.12.2013
Anleihen und Schuldverschreibungen 202.239 282.251
Stückzinsen 3.244 6.598
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 205.483 288.849

Im Folgejahr werden Anleihen und Schuldverschreibungen in Höhe von T€ 13.992 fällig.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die Baader Bank AG weist zum 31. Dezember 2014 unter den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren eine Gattung aus, die der Kategorie "wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände" zugeordnet ist. Ein valider Börsenpreis steht zum 31. Dezember 2014 aufgrund des Vorliegens eines inaktiven Marktes nicht zur Verfügung. Der theoretische Preis beträgt zum Stichtag T€ 17.282. Die Bewertung erfolgt gemäß § 253 Absatz 3 Satz 3 HGB mit den fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von T€ 13.595 (gemildertes Niederstwertprinzip). Anzeichen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung sind nicht gegeben.

Restlaufzeitengliederung

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten: → TABELLE 18

TABELLE 18 RESTLAUFZEITEN VON FORDERUNGEN UND VERBINDLICHKEITEN IN T€

  bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Andere Forderungen an Kreditinstitute 112.002 274 0 8.000
Forderungen an Kunden 35.823 406 482 1.419
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 43.892 0 0 22.545
Verbindlichkeiten ggü. Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 53.827 34.018 65.000 126.500

TABELLE 19 AUFGLIEDERUNG DER BÖRSENFÄHIGEN WERTPAPIERE IN T€

  nicht börsenfähig börsenfähig nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
    börsennotiert nicht börsennotiert  
Anleihen und Schuldverschreibungen 0 205.483 0 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 28.194 0 0
Beteiligungen 8.371 1.206 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 20.571 0

Aufgliederung der börsenfähigen Wertpapiere nach börsennotierten und nicht börsennotierten Wertpapieren: → TABELLE 19

Anlagevermögen

Sämtliche im Anlagengitter ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude werden von der Baader Bank AG im Rahmen ihrer eigenen Tätigkeit genutzt.

Es wurden keine selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert.

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens zeigt im Folgenden das Anlagengitter: → TABELLE 20

Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz wird unter Ziffer VIII dargestellt.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind enthalten: → TABELLE 21

TABELLE 21 SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE IN T€

  31.12.2014 31.12.2013
Körperschaftsteuerguthaben 4.413 5.811
Forderungen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht 1.346 1.346
Forderungen aus Courtagen, Kursdifferenzen und Transaktionsentgelten 1.173 1.152
Sonstige Steuerforderungen 2.021 1.025
Umsatzsteuerforderungen 0 409
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 19 18
Sonstige Forderungen 1.736 659
Sonstige Vermögensgegenstände 10.708 10.420

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft in Höhe von T€ 85 die gemäß § 250 Absatz 3 HGB auf der Aktivseite ausgewiesenen Unterschiedsbeträge aus der Ausgabe von fünf Schuldscheindarlehen. Der Unterschiedsbetrag wird zeitanteilig linear über die Restlaufzeit aufgelöst.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen überwiegend zur Finanzierung des Geschäftsgebäudes in Unterschleißheim und zur Refinanzierung des Wertpapierhandelsgeschäftes.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Zum Bilanzstichtag bestanden täglich fällige Kundeneinlagen in Höhe von T€ 141.768 und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus aufgenommenen Schuldscheindarlehen und Termingeldern in Höhe von T€ 279.345. Es sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 2.852 enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten: → TABELLE 22

TABELLE 22 SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN IN T€

  31.12.2014 31.12.2013
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.438 2.008
Steuerverbindlichkeiten 1.692 1.208
Sonstige Verbindlichkeiten 1.958 1.223
Sonstige Verbindlichkeiten 6.088 4.439

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

TABELLE 20 ANLAGENGITTER IN T€

  Anschaffungs- oder Herstellungskosten
  Stand 01.01.2014 Zugänge Umbuchungen Abgänge
A. Immaterielle Anlagewerte        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.311 1.543 0 - 202
2. Geschäfts- oder Firmenwert 22.560 0 0 0
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte 847 416 0 0
  79.718 1.959 0 - 202
B. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 55.356 471 0 0
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.775 387 133 - 690
3. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen im Bau 104 32 - 133 0
  62.235 890 0 - 690
C. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 15.501 3.699 0 - 618
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.839 732 0 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 23.595 0 0 - 10.000
  58.935 4.431 0 - 10.618
  Aufgelaufene Abschreibungen
  kumuliert davon 2014 davon Abgänge
A. Immaterielle Anlagewerte      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - 40.033 - 4.111 202
2. Geschäfts- oder Firmenwert - 15.377 - 2.256 0
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte 0 0 0
  - 55.410 - 6.367 202
B. Sachanlagen      
1. Grundstücke und Bauten - 12.488 - 1.885 0
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung - 4.122 - 568 678
3. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen im Bau 0 0 0
  -16.610 - 2.453 678
C. Finanzanlagen      
1. Beteiligungen - 9.005 - 3.508 0
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0
  - 9.005 - 3.508 0
  Buchwerte
  Stand 31.12.2014 Stand 31.12.2013
A. Immaterielle Anlagewerte    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.619 20.187
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.183 9.439
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte 1.263 847
  26.065 30.473
B. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 43.339 44.753
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.483 2.543
3. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen im Bau 3 104
  45.825 47.400
C. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 9.577 10.003
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.571 19.839
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 13.595 23.595
  43.743 53.437

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2014 betragen T€ 11.910 und werden nach dem im Abschnitt "Verbindlichkeiten und Rückstellungen" beschriebenen Verfahren ermittelt. Zur Rückdeckung der Verpflichtungen stehen Bankkonten, Wertpapierdepots sowie Rückdeckungsversicherungen zur Verfügung. Für das Geschäftsjahr 2014 wurde ein Zinsaufwand von T€ 386 gebucht. Den versicherungsmathematischen Berechnungen liegen folgende Parameter zugrunde: → TABELLE 23

TABELLE 23 PARAMETER DER VERSICHERUNGSMATHEMATISCHEN BERECHNUNGEN IN %

  31.12.2014 31.12.2013
Rechnungszins 4,53 4,88
Gehaltsentwicklung 3,00 0,00 bzw. 3,00
Rentenanpassung 1,80 2,00

Als Rechnungsgrundlagen wurden darüber hinaus sowohl für die Handels- als auch für die Steuerbilanz zum 31. Dezember 2014 die Klaus Heubeck "Richttafeln" 2005G verwendet.

Deckungsvermögen → TABELLE 24

TABELLE 24 DECKUNGSVERMÖGEN IN T€

  31.12.2014 31.12.2013
Anschaffungskosten 13.534 13.296
Beizulegender Zeitwert 17.133 17.791
Verrechnete Schulden 10.682 9.690

Die als Deckungsvermögen qualifizierenden Bankguthaben, die Rückdeckungsversicherungen sowie die Wertpapierdepots werden mit der Pensionsverpflichtung saldiert. Des Weiteren wird auf der Aktivseite ein Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 6.451 ausgewiesen. Dies führt im Saldo zu einem Bilanzausweis der Pensionsrückstellungen von T€ 1.227.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: → TABELLE 25

TABELLE 25 ANDERE RÜCKSTELLUNGEN IN T€

  31.12.2014 31.12.2013
Personalrückstellungen 3.796 3.075
Verwaltungsaufwendungen 1.444 802
Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten 313 483
Beiträge 163 158
Sonstige Rückstellungen 840 750
Andere Rückstellungen 6.556 5.268

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Gemäß § 340e Absatz 4 HGB haben Kreditinstitute einen Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" gemäß § 340g HGB zu bilden. Dem Sonderposten sind jährlich 10 % des aus dem Handelsbestand erzielten Nettoertrags zuzuführen, um den aus der Bewertung, zu beizulegenden Zeitwerten, resultierenden besonderen Risiken Rechnung zu tragen. Der Sonderposten ist jährlich so lange mit mindestens 10 % des aus dem Handelsbestand erzielten Nettoertrags zu dotieren, bis mindestens 50 % des Durchschnitts der letzten fünf vor dem Berechnungsstichtag erzielten jährlichen Nettoerträgen aus dem Handelsbestand erreicht sind (Mindestbestand).

Der Sonderposten wurde in Übereinstimmung mit § 340e Abs. 4 Nr. 4 HGB zum 31. Dezember 2014 in Höhe von T€ 1.800 aufgelöst. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken".

Handelsbestand

Zum 31. Dezember 2014 gliedern sich Handelsaktiva sowie -passiva wie folgt: → TABELLE 26

TABELLE 26 HANDELSAKTIVA UND -PASSIVA IN T€

Handelsaktiva 31.12.2014 31.12.2013
Derivative Finanzinstrumente 28 37
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.974 1.747
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 72.837 50.702
Risikoabschlag - 850 - 778
Bilanzielle Handelsaktiva 75.989 51.708
Handelspassiva 31.12.2014 31.12.2013
Derivative Finanzinstrumente 356 58
Verbindlichkeiten 8.328 4.696
Bilanzielle Handelspassiva 8.684 4.754

Bewertungseinheiten

Es wurden im Geschäftsjahr 2014 keine Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet.

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 hält die Baader Bank AG folgende Kategorien derivativer Finanzinstrumente im Handelsbestand:

Indexbezogene Geschäfte,

Zinsbezogene Geschäfte.

Bei diesen Geschäften handelt es sich um Optionen und Futures.

Die Bilanzierung und Bewertung des aktiven bzw. passiven Handelsbestands erfolgt nach dem im separaten Abschnitt "Handelsbestand" beschriebenen Verfahren. Zum Bilanzstichtag wurden alle derivativen Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert, der dem Marktwert entspricht, bilanziert.

TERMINGESCHÄFTE

Am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte bestehen ausschließlich im Rahmen von Devisentermingeschäften im Sinne des § 36 Nr. 1 RechKredV. → TABELLE 27

TABELLE 27 TERMINGESCHÄFTE IN TCHF, THKD, TUSD

Laufzeit Währung Betrag
30. Dezember 2014 bis 5. Januar 2015 CHF - 748
30. Dezember 2014 bis 2. Januar 2015 HKD - 45
30. Dezember 2014 bis 2. Januar 2015 HKD 45
30. Dezember 2014 bis 2. Januar 2015 USD - 9
30. Dezember 2014 bis 2. Januar 2015 USD 4

Bei den dargestellten Geschäften handelt es sich ausschließlich um kundeninduzierte Termingeschäfte sowie um noch nicht zum Bilanzstichtag erfüllte kundeninduzierte Kassageschäfte.

Für mit dem beizulegenden Zeitwert (Marktwert) bewertete derivative Finanzinstrumente stellen sich Umfang und Art jeder Kategorie einschließlich der wesentlichen Bedingungen, welche die Höhe, den Zeitpunkt und die Sicherheit künftiger Zahlungsströme beeinflussen können, wie folgt dar:

HANDELSAKTIVA → TABELLE 28

HANDELSPASSIVA → TABELLE 29

TABELLE 28 HANDELSAKTIVA IN €

Portfolio Bezeichnung Kategorie Fälligkeit Marktpreis Kontrakte Marktwert
Eurex FH HVB DAX® Optionen (ODAX) Aktienindex-Option der Eurex 16. Januar 2015 43,70 20 Stück 4.370,00
Eurex FB DAX® Future (FDAX) Aktienindex-Future der Eurex 20. März 2015 9.843,50 9 Stück 2.214.787,50
Eurex FB EUROSTOXX 50® Index Future (FESX) Aktienindex-Future der Eurex 20. März 2015 3.133,00 70 Stück 2.193.100,00
Eurex FH HVB DAX® Future (FDAX) Aktienindex-Future der Eurex 20. März 2015 9.843,50 1 Stück 246.087,50
Eurex FH HVB EUROSTOXX 50® Index Future (FESX) Aktienindex-Future der Eurex 20. März 2015 3.133,00 5 Stück 156.650,00
JPM USD FH E-Mini S&P 500 Stock Index Future Aktienindex-Future 20. März 2015 1.690,55 3 Stück 253.582,90
Portfolio Buchwert Risikofaktoren Zahlungsströme
Eurex FH HVB 4.411,00 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index DAX (5 Euro pro Indexpunkt) - täglich: Die Festlegung des täglichen Abrechnungspreises erfolgt durch die Eurex. Zur Ermittlung des täglichen Abrechnungspreises für Aktienindexoptionen (inklusive Weekly Options) wird das Black-76-Modell eingesetzt. Sofern erforderlich, werden dabei Dividendenerwartungen, aktuelle Zinssätze und sonstige Ausschüttungen berücksichtigt. - am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement)
Eurex FB 2.216.470,05 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index DAX (25 Euro pro Indexpunkt) - täglich: Differenzenausgleich - am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement)
Eurex FB 2.212.175,50 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index Euro Stoxx 50 (10 Euro pro Indexpunkt) - täglich: Differenzenausgleich - am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement)
Eurex FH HVB 245.286,95 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index DAX (25 Euro pro Indexpunkt) - täglich: Differenzenausgleich - am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement)
Eurex FH HVB 157.198,25 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index Euro Stoxx 50 (10 Euro pro Indexpunkt) - täglich: Differenzenausgleich - am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement)
JPM USD FH 257.100,27 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index S & P 500 (50 USD pro Indexpunkt) - täglich: Differenzenausgleich - am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement)

TABELLE 29 HANDELSPASSIVA IN €

Portfolio Bezeichnung Kategorie Fälligkeit Marktpreis Kontrakte Marktwert
Eurex SV Euro-Bund Future 10 Jahre (FGBL) Fixed Income Future 6. März 2015 155,87 100 Stück 15.587.000,00
Eurex SV Euro-Bobl Future 5 Jahre (FGBM) Fixed Income Future 6. März 2015 130,28 40 Stück 5.211.200,00
Portfolio Buchwert Risikofaktoren Zahlungsströme
Eurex SV 15.266.975,00 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung mittelfristiger Schuldverschreibungen der BRD (Multiplikator von 1.000) - täglich: Abrechnungspreis (volumengewichteter Durchschnitt aller Geschäfte um 17:14 Uhr, falls mehr als fünf Geschäfte getätigt wurden) - Erfüllung durch Lieferung
Eurex SV 5.175.590,00 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung mittelfristiger Schuldverschreibungen der BRD (Multiplikator von 1.000) - täglich: Abrechnungspreis (volumengewichteter Durchschnitt aller Geschäfte um 17:14 Uhr, falls mehr als fünf Geschäfte getätigt wurden) - Erfüllung durch Lieferung

TABELLE 30 ANTEILE AN INVESTMENTFONDS IN T€

Instrument Anlageziel Volumen Marktwert Buchwert Ausschüttung
SKALIS Evolution Flex AK S (A1W9A0)1 Mischfonds defensiv 128.300 Stück 13.230 12.986 0
SKALIS Evolution Flex AK R (A1W9AA)1 Mischfonds defensiv 10.042 Stück 1.032 1.004 0
SKALIS Evolution Flex AK I (A1W9AZ)1 Mischfonds defensiv 10.000 Stück 1.030 1.000 0
SKALIS Evolution Defensive AK R (A12BPG)1 Mischfonds defensiv 20.000 Stück 2.000 2.000 0
SKALIS Evolution Defensive AK I (A12BPH)1 Mischfonds defensiv 80.000 Stück 8.000 8.000 0
TRISTONE UI AK I (A1XDWV)1 Mischfonds 36.000 Stück 3.843 3.600 0

1 Investmentvermögen im Sinne der OGAW-Richtlinie gemäß §§ 192 ff. KAGB; Publikumsfonds

Anteile an Investmentfonds

Die Baader Bank AG ist zum 31. Dezember 2014 mit mehr als 10 % an folgenden inländischen Investmentvermögen im Sinn des § 1 des Investmentgesetzes oder vergleichbaren ausländischen Investmentanteilen im Sinn des § 2 Absatz 9 des Investmentgesetzes beteiligt: → TABELLE 30

Die Zuordnung der Anteile an dem Investmentvermögen erfolgt in Höhe von T€ 19.131 zur Liquiditätsreserve. Hinsichtlich der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wird auf die separaten Abschnitte "Wertpapiere (ohne Handelsbestand)" verwiesen.

Die Rückgabe der Investmentfondsanteile ist täglich möglich.

Als Sicherheiten übertragene Vermögensgegenstände

Für die nachfolgenden Verbindlichkeiten wurden zum 31. Dezember 2014 Vermögensgegenstände mit dem angegebenen Beleihungswert als Sicherheiten hinterlegt: → TABELLE 31

TABELLE 31 ALS SICHERHEITEN ÜBERTRAGENE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE IN T€

  Grundschulden Wertpapiere (Liquiditätsreserve) Bankguthaben
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.200 25.000 10.357

Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Wertunterschiede zwischen Handels- und Steuerrecht beim Ansatz von Verlustvorträgen, steuerlichen Geschäftswerten, Deckungsvermögen, aktivierten Skontren, der Pensionsrückstellungen, Drohverlustrückstellungen sowie bei der Abzinsung von anderen Rückstellungen. Der angewandte Steuersatz beträgt 29,19 %. Der entstandene Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Absatz 1 HGB nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Eigenkapital

GEZEICHNETES KAPITAL UND KAPITALRÜCKLAGE

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) bestand am 31. Dezember 2014 in Höhe von T€ 45.909 aus 45.908.682 Stück Inhaber-Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).

1. Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2011 wurde der Beschluss vom 26. Juni 2007 aufgehoben (Genehmigtes Kapital 2007/I). Mit gleichem Beschluss vom 30. Juni 2011 wurde ein neues Genehmigtes Kapital 2011 geschaffen. Danach ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaberstückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt T€ 22.954 zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann jedoch der Vorstand:

a) Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht ausnehmen;

b) das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen, um die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Absatz 3 Satz 4 AktG), wobei der Bezugsrechtsausschluss nur Aktien erfassen darf, deren rechnerischer Wert 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt;

c) das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen, um die Aktien gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Vermögensgegenständen - auch durch Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen auszugeben (Genehmigtes Kapital 2011).

2. Bedingtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juni 2012 wurden die Beschlüsse vom 19. Juli 2006 (Bedingtes Kapital 2004) und 26. Juni 2007 (Bedingtes Kapital 2005) aufgehoben. Mit gleichem Beschluss vom 29. Juni 2012 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu T€ 20.754 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 20.754.431 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Bedingtes Kapital 2012).

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 01. Juli 2014 wurde die Ermächtigung des Vorstands vom 14. Juni 2004 aufgehoben, mit Zustimmung des Aufsichtsrats gemäß § 4 Abs. (2c) der Satzung, das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von bis zu 600.000 neuer Inhaberaktien mit Gewinnberechtigung aus dem Aktienoptionsplan 2004 zu erhöhen.

Das Bedingte Kapital dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen und/oder aus Optionsscheinen aus Teilschuldverschreibungen, die gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2011 bis zum 29. Juni 2016 von der Baader Bank AG oder durch eine Gesellschaft begeben werden, an der die Baader Bank AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist.

Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandel- bzw. Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses vom 29. Juni 2012 bis zum 28. Juni 2017 ausgegeben werden, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber der Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht eigene Aktien zur Bedienung dieser Rechte zur Verfügung gestellt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. von Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des bedingten Kapitals anzupassen. Dieser Beschluss der Hauptversammlung wurde vom Registergericht am 2. August 2012 in das Handelsregister eingetragen.

3. Rückkauf eigener Aktien

Durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 01. Juli 2014 wurde der Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juni 2010 zum Erwerb eigener Aktien mit einer Ermächtigung bis zum 28. Juni 2015 aufgehoben.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 01. Juli 2014 wird die Gesellschaft gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 7 und 8 AktG wie folgt ermächtigt:

a) Die Gesellschaft wird gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 AktG ermächtigt, bis zum 30. Juni 2019 zum Zwecke des Wertpapierhandels eigene Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse an den jeweils 3 vorangehenden Handelstagen nicht um mehr als 10 % übersteigen oder unterschreiten, zu kaufen und zu verkaufen. Dabei darf der Bestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien fünf vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

b) Die Gesellschaft wird gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG dazu ermächtigt, Aktien der Gesellschaft zu erwerben, insbesondere um

sie Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen oder Vermögensgegenständen - auch durch Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen anbieten zu können,

Aktien den Berechtigten aus dem Aktienoptionsplan 2006 der Baader Bank AG gemäß der Ermächtigungen der Hauptversammlung vom 19. Juli 2006 zum Bezug anzubieten oder

sie einzuziehen.

Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu zehn vom Hundert beschränkt. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer der genannten Zwecke ausgeübt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 30. Juni 2019.

Der Erwerb erfolgt über die Börse. Der von der Baader Bank AG gezahlte Gegenwert je Aktie darf den Mittelwert der Schlusskurse für die Stückaktien der Baader Bank AG im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf (5) Handelstage vor dem Erwerb der Aktien (ohne Erwerbsnebenkosten) um nicht mehr als 5 % überschreiten.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Baader Bank AG, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, Dritten beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen oder Vermögensgegenständen - auch durch Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen anzubieten.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben wurden, im Rahmen des von der Hauptversammlung beschlossenen Aktienoptionsplans 2006 Inhabern von Optionen zum Erwerb anzubieten.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehend genannten Ermächtigungen verwandt werden.

Der Vorstand wird weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, eigene Aktien der Baader Bank AG einzuziehen, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

Zum Bilanzstichtag wurden 276.996 Stück eigene Aktien gehalten.

EIGENE AKTIEN

Im Berichtsjahr wurden keine eigenen Aktien von Berechtigten der Aktienoptionspläne der Baader Bank AG bezogen. Der Bestand an eigenen Aktien hat sich im Berichtszeitraum nicht geändert und entspricht zum 31. Dezember 2014 0,60 % des Grundkapitals. Der auf sie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt T€ 277.

Im Geschäftsjahr wurden durch einen Aktionär weder für Rechnung der Baader Bank AG noch für ein abhängiges oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen Aktien erworben. → TABELLE 32

TABELLE 32 EIGENE AKTIEN

Bestand 31.12.2013 Zugänge (Anzahl) ø- Kurs
in €
Abgänge (Anzahl) ø- Kurs
in €
Bestand 31.12.2014
276.996 0 0 0 0 276.996

Der durchschnittliche Kurs der zum Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Aktien beträgt € 2,40.

GEWINNRÜCKLAGEN → TABELLE 33

TABELLE 33 GEWINNRÜCKLAGEN IN T€

Bestand 31.12.2813 Zugänge Abgänge Bestand 31.12.2014
30.095 0 0 30.095

BILANZGEWINN → TABELLE 34

TABELLE 34 BILANZGEWINN IN T€

  31.12.2014 31.12.2013
Jahresüberschuss 714 459
Gewinnvortrag 660 657
Bilanzgewinn 1.374 1.116

Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten resultieren aus Bürgschaften und bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 3.

Andere Verpflichtungen

Es bestehen offene unwiderrufliche Kreditzusagen an Kunden in Höhe von T€ 1.332.

Die Position enthält offene Kreditzusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands in Höhe von insgesamt T€ 300, die in Höhe von T€ 3 in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus bestehen offene Kreditzusagen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 688.

V. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Angaben nach § 285 Nr. 3 HGB

Im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist die Baader Bank finanzielle Verpflichtungen eingegangen, die über die in der Bilanz zum 31. Dezember 2014 ausgewiesenen Verbindlichkeiten hinausgehen und sich wie folgt darstellen: → TABELLE 35

TABELLE 35 FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN IN T€

  Restlaufzeit in Monaten finanzielle Verpflichtung
Zukünftige Zahlungen aus Mietverträgen für Büroräume, Nutzflächen und Pkw-Stellplätze 12 bis 73 5.166
Zukünftige Zahlungen aus Kraftfahrzeugleasingverträgen sowie Leasingverträgen über Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 48 3.094
Zukünftige Zahlungen aus sonstigen Dienstleistungsverträgen 12 bis 36 2.056

Wesentliche Risiken aus den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, welche sich auf die Liquidität bzw. auf die Fähigkeit der Baader Bank AG, in einem absehbaren Zeitraum die vorhandenen Verpflichtungen erfüllen zu können, negativ auswirken, sind nicht erkennbar.

Angaben nach § 285 Nr. 3a HGB

Sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind und nach §§ 251 oder 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, bestehen nicht.

VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und -aufwendungen

Aufwendungen in Höhe von T€ 396 aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und anderen Rückstellungen werden unter der Position "Zinsaufwendungen" ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Erträge → TABELLE 36

TABELLE 36 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE IN T€

  31.12.2014 31.12.2013
Periodenfremde Erträge 518 441
Erträge aus Sachbezügen (Firmenwagen) 346 379
Erträge aus Outsourcing von Unternehmensfunktionen 3.909 136
Werbeeinnahmen 159 102
Auflösung von Rückstellungen 276 88
Mieterträge 132 43
Sonstige Erträge 1.042 284
Sonstige betriebliche Erträge 6.382 1.473

Die periodenfremden Erträge betreffen Beitragserstattungen der BaFin in Höhe von T€ 161 sowie Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 259.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

In den Abschreibungen sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten (Vorjahr T€ 0). Für die Zusammensetzung der Abschreibungen wird auf das Anlagengitter verwiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Ausgleichszahlungen an verbundene Unternehmen (T€ 665) sowie periodenfremde Aufwendungen für im Vorjahr bezogene Leistungen (T€ 354).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die im Geschäftsjahr 2014 ausgewiesenen Steuern beinhalten die Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von T€ 414, Erträge aus der Aufzinsung des Körperschaftsteuerguthabens in Höhe von T€ 70 sowie Steuererstattungen aus Vorjahren in Höhe von T€ 135.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Aufgrund des § 268 Abs. 8 HGB ergibt sich im Geschäftsjahr für die Baader Bank AG ein ausschüttungsgesperrter Gesamtbetrag in Höhe von T€ 75. Dieser resultiert aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen (gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB) zum beizulegenden Zeitwert.

VII. Ergänzende Angaben

Mehrheitsbeteiligung

Die Baader Beteiligungs GmbH, Unterschleißheim, hält an der Baader Bank AG eine Mehrheitsbeteiligung gemäß § 16 Absatz 1 AktG. Eine Mitteilung gemäß § 20 Absatz 4 AktG liegt vor.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2014 wurden durchschnittlich 419 (Vorjahr 405) Angestellte beschäftigt. Davon waren 29 Mitarbeiter leitende Angestellte.

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Den Mitgliedern des Vorstands wurden für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 1.455 gewährt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 168.

Honorare des Abschlussprüfers

Gemäß § 285 Nr. 17 HGB entfällt diese Angabe, soweit die Angaben in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sind. Die Baader Bank AG als Muttergesellschaft erstellt einen Konzernabschluss. Dort werden die geforderten Angaben zu den Honoraren der Abschlussprüfer gemacht.

Organe der Baader Bank AG

Vorstand

Herr Uto Baader, München (Vorsitzender)

Beruf: Dipl. Volkswirt

Verantwortung: Grundsätze und Strategie, Operations/IT, Compliance, Kapitalmarktanalyse

Herr Nico Baader, Gräfelfing

Beruf: Bankkaufmann

Verantwortung: Investment Banking, Market Making, Asset Management & Services, Corporate Communications, Treasury

Herr Dieter Brichmann, Penzberg

Beruf: Dipl. Kaufmann

Verantwortung: Revision, Rechnungswesen, Controlling, Risikomanagement, Reporting, Kreditwesen, Personal und Betriebsorganisation

Aufsichtsrat

Herr Dr. Horst Schiessl, München (Vorsitzender)

Partner der SSP Schiessl Rechtsanwälte - Partnergesellschaft

Herr Dr. Christoph Niemann, Meerbusch (Stellvertretender Vorsitzender)

ehem. persönlich haftender Gesellschafter, HSBC Trinkhaus & Burkhard KGaA

Herr Karl-Ludwig Kamprath, München

ehem. Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg

Herr Helmut Schreyer, München

ehem. persönlich haftender Gesellschafter, Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA

Frau Theresia Weber, Emmering (Arbeitnehmervertreter)

Bankangestellte der Baader Bank AG im Bereich Clearing & Settlement

Herr Jan Vrbsky, Darmstadt (Arbeitnehmervertreter)

Stellv. Profitcenterleiter Skontroführung Aktien an den Börsen Frankfurt, Berlin und München der Baader Bank AG

Mandate nach § 340a Absatz 4 Nr. 1 HGB

Zum 31. Dezember 2014 bestehen folgende Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien großer in- und ausländischer Kapitalgesellschaften: → TABELLE 37

TABELLE 37 MANDATE NACH § 340A ABSATZ 4 NR. 1 HGB

Mandatsinhaber Mandatsfirma / -Institution Mandat
Herr Uto Baader Bayerische Börse AG, München Mitglied des Aufsichtsrats
  Corona Equity Partner AG, Grünwald stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
  Clueda AG, München Mitglied des Aufsichtsrats
  Gulf Baader Capital Markets S.A.O.C., Muscat (Oman) stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats
  STEICO SE, Feldkirchen stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats
Herr Nico Baader Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim (seit 16. Dezember 2014) Mitglied des Aufsichtsrats
  Conservative Concept Portfolio Management AG, Bad Homburg Mitglied des Aufsichtsrats
  Gulf Baader Capital Markets S.A.O.C., Muscat (Oman) Mitglied des Verwaltungsrats
  Helvea Holding SA, Genf (Schweiz) (bis 11. Juni 2014) Vorsitzender des Verwaltungsrats
  Helvea SA, Genf (Schweiz) Vorsitzender des Verwaltungsrats
  U.C.A. AG, München Mitglied des Aufsichtsrats
Herr Dieter Brichmann Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim Vorsitzender des Aufsichtsrats
  Conservative Concept Portfolio Management AG, Bad Homburg Vorsitzender des Aufsichtsrats
  Skalis Asset Management AG, Unterschleißheim stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Frau Christine Schiedermaier Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim (bis 15. Dezember 2014) Mitglied des Aufsichtsrats
Herr Christian Bacherl Helvea Holding SA, Genf (Schweiz) (bis 11. Juni 2014) Mitglied des Verwaltungsrats
  Helvea SA, Genf (Schweiz) Mitglied des Verwaltungsrats

TABELLE 38 BETEILIGUNGEN AN UNTERNEHMEN MIT MEHR ALS 5 % IN T€

Name / Sitz Kapitalanteil
in %
Letzter Zwischen-/Jahresabschluss Eigenkapital (gesamt) Jahresergebnis
Helvea Holding SA, Genf (Schweiz)1 100,00 31. Dezember 2014 4.566 - 1.144
Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim 75,00 31. Dezember 2014 5.796 2.349
Conservative Concept Portfolio Management AG, Bad Homburg 66,07 31. Dezember 2014 2.522 - 5
Gulf Baader Capital Markets S.A.O.C., Muscat (Oman)2 30,00 31. Dezember 2013 13.328 874
Ophirum ETP GmbH, Frankfurt am Main 50,00 31. Dezember 2014 116 - 399
Parsoli Corporation Ltd., Mumbai (Indien) 21,93 Zum 31. Dezember 2014 stehen keine aktuellen Daten zur Verfügung.    
U.C.A. AG, München 13,81 31. Dezember 2013 8.824 - 852
Clueda AG, München 18,17 31. Dezember 2013 1.109 - 752

1 Das Eigenkapital und das Ergebnis des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2014 wurden umgerechnet (€/CHF 1,2024).
2 Das Eigenkapital und das Ergebnis des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2013 wurden umgerechnet (€/OMR 0,5292).

TABELLE 39 MITTELBARE BETEILIGUNGEN AN UNTERNEHMEN MEHR ALS 5 % IN T€

Name / Sitz Kapitalanteil
in %
Letzter Zwischen-/Jahresabschluss Eigenkapital (gesamt) Jahresergebnis
Helvea Inc., New York (Vereinigte Staaten von Amerika)1 100,00 31. Dezember 2014 4.404 - 460
Helvea Ltd., London (Vereinigtes Königreich)2 100,00 31. Dezember 2014 1.201 80
Skalis Asset Management AG (vormals: Skalis AG), Unterschleißheim 100,00 31. Dezember 2014 662 - 1.007
Conservative Concept AG, Zug (Schweiz)1 100,00 31. Dezember 2014 812 - 79
Trading Systems Portfolio Management AG, Bad Homburg 9,64 31. Dezember 2013 1.227 8

1 Das Eigenkapital und das Ergebnis des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2014 wurden umgerechnet (€/USD 1,2141).
2 Das Eigenkapital und das Ergebnis des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2014 wurden umgerechnet (€/GBP 0,7789).

VIII. Aufstellung des Anteilsbesitzes der Baader Bank AG

Die Baader Bank AG ist unmittelbar an folgenden Unternehmen beteiligt: → TABELLE 38

Im Geschäftsjahr 2014 haben sich innerhalb des Anteilsbesitzes der Baader Bank AG folgende Änderungen ergeben:

VERBUNDENE UNTERNEHMEN

Die Baader Bank AG hat am 30. November 2012 mit dem Management und der Mehrheit der Aktionäre der Helvea Holding SA, Genf, die freundliche Übernahme der Gesellschaft vereinbart. Der Kaufvertrag stand unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden sowie sonstigen transaktionsüblichen Vorbehalten. Mit dem Vorliegen der aufsichtsbehördlichen Genehmigungen wurde der Vertrag am 2. August 2013 vollzogen und alle Gesellschaftsanteile (100,00%) sind auf die Baader Bank AG übergegangen. Im Wege einer Einzelrechtsnachfolge sind mit Eintragung in das Handelsregister am 2. Mai 2014 alle Vermögensgegenstände und Schulden auf die Helvea SA, Genf, als Rechtsnachfolgerin übergegangen. Die Baader Bank AG ist unmittelbar mit 100,00 % der Geschäftsanteile an der Gesellschaft beteiligt. Des Weiteren kam es im Geschäftsjahr 2014 aufgrund vertraglicher Nebenabreden zu einer Aktivierung nachträglicher Anschaffungskosten.

BETEILIGUNGEN

Die Baader Bank AG hat mit Kaufvertrag vom 19. August 2013 25,00 % der Geschäftsanteile der Ophirum ETP GmbH, Frankfurt am Main, erworben. Im März 2014 hat die Baader Bank AG ihre Beteiligung an der Ophirum ETP GmbH auf 50,00 % der Geschäftsanteile erhöht.

Im Juni 2014 hat sich die Baader Bank AG durch Optionsausübung von allen Anteilen an der FiveT Capital Holding AG, Ferienbach (Schweiz), getrennt. Die Baader Bank AG war bis zu der Veräußerung mit insgesamt 24,93 % am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt.

Am 4. Februar 2013 hat sich die Baader Bank AG mit Beteiligungsvertrag in Höhe von 10,00 % am Grundkapital der Clueda AG, München, beteiligt. Der Anteilsbesitz wurde durch den Bezug neuer Aktien im Laufe des Geschäftsjahres auf 18,2 % erhöht. Aufgrund der geschäftlichen Aussichten der Gesellschaft hat die Baader Bank AG vorsorglich den im Beteiligungsbuchwert in Höhe von T€ 3.508 außerplanmäßig abgeschrieben.

Zusätzlich ist die Baader Bank AG über die Helvea SA, Genf (Schweiz), die Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim, sowie die Conservative Concept Portfolio Management AG, Bad Homburg, mittelbar an folgenden Gesellschaften beteiligt: → TABELLE 39

 

Unterschleißheim, den 18. März 2015

Baader Bank AG

Der Vorstand

Uto Baader

Nico Baader

Dieter Brichmann

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Baader Bank Aktiengesellschaft, Unterschleißheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

München, den 18. März 2015

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sven Hauke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Axel Menge, Wirtschaftsprüfer

Impressum

Herausgeber

Baader Bank Aktiengesellschaft

Weihenstephaner Straße 4

85716 Unterschleißheim

Deutschland

T + 49 89 5150 0

F + 49 89 5150 1111

www.baaderbank.de

info@baaderbank.de

Baader Bank Aktiengesellschaft

Weihenstephaner Straße 4

85716 Unterschleißheim

Deutschland

T +49 89 5150 0

F +49 89 5150 1111

www.baaderbank.de

info@baaderbank.de

Anlage zu TOP 4 der Vorstandssitzung vom 18.03.15 (Bilanzsitzung)

Beschluss des Vorstands

der Baader Bank AG

Gewinnverwendungsbeschluss für das Geschäftsjahr 2014

Das Jahresergebnis der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr 2014 beträgt € 714.478,04. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages aus Vorjahren ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von € 1.374.505,86.

Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Baader Bank AG eine Dividende von 0,01 € pro Stückaktie auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Unterschleißheim, den 18.03.2015

Der Vorstand

Uto Baader

Nico Baader

Dieter Brichmann

Beschluss des Aufsichtsrats

der Baader Bank AG

Gewinnverwendungsbeschluss für das Geschäftsjahr 2014

Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn der Baader Bank AG in Höhe von € 1.374.505,86 eine Dividende von 0,01 € pro Stückaktie auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Unterschleißheim, 27.03.2015

Baader Bank Aktiengesellschaft Unterschleißheim

Dr. Horst Schiessl Vorsitzender

Dr. Christoph Niemann Stellvertretender Vorsitzender

Karl-Ludwig Kamprath

Helmut Schreyer

Theresia Weber

Jan Vrbsky

- WKN 508 810 - - ISIN DE0005088108 -

Dividendenbekanntmachung

Die ordentliche Hauptversammlung unserer Gesellschaft hat am 22. Juni 2015 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2014 in Höhe von EUR 1.374.505,86 eine Dividende von EUR 0,01 je gewinnberechtigte Stückaktie zu bezahlen.

Da die Dividende in vollem Umfang aus dem steuerlichen Einlagekonto im Sinne des § 27 KStG geleistet wird, erfolgt die Auszahlung ab dem 23. Juni 2015 ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag. Bei inländischen Aktionären unterliegt die Dividende nicht der Besteuerung. Eine Steuererstattungs- oder Steueranrechnungsmöglichkeit ist mit der Dividende nicht verbunden.

Zahlstelle ist die Caceis Bank Deutschland GmbH, München.

 

Unterschleißheim, 23. Juni 2015

Der Vorstand