Baader Bank Aktiengesellschaft

Unterschleißheim

Jahresabschluss 2017 der Baader Bank Aktiengesellschaft

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

1 Grundlagen des Baader Bank Konzerns

1.1 Organisatorische und rechtliche Struktur

Die Baader Bank Aktiengesellschaft (Baader Bank oder Baader Bank AG) ist eine der führenden familiengeführten Investmentbanken im deutschsprachigen Raum. Die Baader Bank verfügt über eine Vollbanklizenz, ist Mitglied des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. und gehört dessen Einlagensicherungseinrichtung an.

Zum Baader Bank Konzern (nachfolgend Baader Bank Konzern) gehörten zum Bilanzstichtag neben der Konzernmutter acht vollkonsolidierte Gesellschaften, davon vier Tochter- und vier Enkelunternehmen. Die Konzernzentrale der Institutsgruppe befindet sich in Unterschleißheim bei München. Weitere deutsche Standorte der Baader Bank sind Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf.

Die Tochtergesellschaft Baader &Heins Capital Management AG (Baader &Heins AG), an der die Baader Bank mit 75 % beteiligt ist, sowie deren 100 %-Beteiligung SKALIS Asset Management AG (SKALIS AG) haben beide ihren Sitz im Gebäude der Konzernzentrale in Unterschleißheim. Die Conservative Concept Portfolio Management AG (CCPM AG), an der die Baader Bank 66,07 % der Anteile hält, hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die 100 %-ige schweizerische Tochtergesellschaft der Baader Bank, die Baader Helvea AG, hat ihren Hauptsitz in Zürich. Die Baader Helvea AG ist jeweils zu 100 % an der Baader Helvea Ltd. mit Sitz in London und der Baader Helvea Inc. mit Sitz in New York und weiteren Büros in Montreal und Boston beteiligt. Gemeinsam mit der Baader Bank bilden diese Gesellschaften die Baader Helvea Gruppe.

Die Baader Bank ist ferner zu 100 % an der Selan Holding GmbH mit Sitz in Unterschleißheim beteiligt. Das Unternehmen hält Anteile an der kroatischen Windparkbetreiberin Selan d.o.o. sowie an der Vjetropark Vratarusa d.o.o. Aufgrund der zwischenzeitlich nicht mehr weiter verfolgten Absicht zur Veräußerung der Selan d.o.o. wird diese seit dem 01. Januar 2017 als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Baader Bank Konzernabschluss einbezogen und bildet gemeinsam mit der Selan Holding GmbH die Selan Gruppe. Für die Anteile an der Vjetropark Vratarusa d.o.o. besteht die Weiterveräußerungsabsicht unverändert fort und es erfolgt kein Einbezug in den Konzernabschluss.

Daneben verfügt die Baader Bank über weitere Beteiligungen an der Gulf Baader Capital Markets S.A.O.C., Muskat/Oman, und an der Ophirum ETP GmbH, Frankfurt am Main. Im Hinblick auf diese Beteiligungen ergaben sich in 2017 keine gesellschaftsrechtlichen Veränderungen.

Zum Jahresende 2017 waren insgesamt 447 Mitarbeiter im Baader Bank Konzern und 393 Mitarbeiter in der Baader Bank beschäftigt.

Die Besetzung des Vorstandes der Baader Bank sowie die Ressortverteilung blieben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 unverändert. Vorsitzender des Vorstands ist Nico Baader, die weiteren Mitglieder im Vorstand sind der stellvertretende Vorsitzende des Vorstands Dieter Brichmann sowie Christian Bacherl und OIiver Riedel. Der Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Nico Baader wurde im Frühjahr 2017 bis 2022 verlängert. Die Bestellung der weiteren Vorstandsmitglieder bis in das Jahr 2022, erfolgte zum Jahresende 2017.

Die Aktien der Baader Bank sind im Freiverkehr der Börse München und dort im Marktsegment m:access sowie im Freiverkehr der Börsenplätze Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover und Stuttgart handelbar.

Die Baader Beteiligungs GmbH, München, hält 62,98 % der Anteile an der Baader Bank, 5,43 % hält die Baader Immobilienverwaltungs GmbH &Co. KG, 0,30 % sind im unmittelbaren Besitz des Unternehmensgründers und ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Uto Baader, die weiteren 31,29 % der Anteile befinden sich im Streubesitz.

1.2 Geschäftsmodell des Baader Bank Konzerns

Das Kerngeschäft der Baader Bank umfasst die Erbringung qualitativ hochwertiger Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern Market Making, Capital Markets und Multi Asset Brokerage. Diese Kerngeschäftsfelder werden durch die Grundlagengeschäftsfelder Banking Services, Asset Management Services und Research ergänzt, welche der komplementären Aufgabenerfüllung und Bedienung der Kundengruppen aus den jeweiligen Kerngeschäftsfeldern dienen. Diese Grundstruktur aus sechs kunden- und produktfokussierten Geschäftsfeldern ist das Ergebnis eines zum Jahresende 2016 durchgeführten Re-Designs aller marktorientierten Ertragsquellen mit strukturell unveränderter Fortführung im Geschäftsjahresverlauf 2017.

1.2.1 Kerngeschäftsfelder

1.2.1.1 Geschäftsfeld Market Making

Als Market Maker übernimmt die Baader Bank Intermediärsaktivitäten an regulierten Börsen, auf außerbörslichen Handelsplattformen sowie im außerbörslichen Wertpapierhandel.

Gemessen an der Anzahl von über 800.000 betreuten Orderbüchern an deutschen und ausländischen Börsenplätzen ist die Baader Bank einer der führenden Market Maker im deutschsprachigen Raum. Market Making umfasst hierbei die Geschäftsaktivitäten, die je nach Ausgestaltung und Benennung des jeweiligen Börsenplatzes als Skontroführer, Spezialist, Specialist- oder Quality-Liquidity-Provider benannt werden. Ausgeführt wird diese Tätigkeit an regulierten Börsen in Deutschland (Börse Berlin, Frankfurter Wertpapierbörse, Börse Stuttgart, Börse München und Gettex sowie Börse Frankfurt Zertifikate), der Schweiz (Börse Bern) und Österreich (Börse Wien). Die Baader Bank übernimmt in Abhängigkeit des jeweiligen Marktmodells die Preisstellung und Orderausführung für börsengehandelte inländische und ausländische Aktien, Anleihen, Fonds, Genussscheine, Exchange Traded Products (ETPs) und verbriefte Derivate. Die Dienstleistungserbringung orientiert sich dabei sowohl an internen und einheitlichen Standards als auch an börsen- und aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Es ist das erklärte Ziel der Baader Bank, eine grundsätzlich gleichartige Aufgabenerfüllung mit konstant hohem Qualitätsanspruch an allen Handelsplätzen und in allen betreuten Wertpapiergattungen zu gewährleisten.

Im außerbörslichen Wertpapierhandel kooperiert die Baader Bank mit Partnerbanken, meist Direktbanken oder Onlinebrokern, quotiert in ihrer Funktion als Market Maker zu den jeweiligen Handelszeiten Preise auf außerbörslichen Handelsplattformen und tritt in bilateralen Handelsverhältnissen als Gegenpartei ein. Endkunden der Handelspartner, hauptsächlich Privatanleger, generieren Handelsumsätze in Aktien, Anleihen, Fonds und ETPs.

1.2.1.2 Geschäftsfeld Capital Markets

Das Dienstleistungsportfolio von Capital Markets umfasst im Einzelnen eine unabhängige Beratung bei Kapitalmarkttransaktionen, die Strukturierung und Durchführung von Eigen- oder Fremdkapitaltransaktionen sowie hybriden Finanzierungsvarianten. Das eigenständig angebotene Dienstleistungspaket Corporate Brokerage umfasst die fortlaufende Begleitung des Kapitalmarktauftritts börsennotierter Unternehmen sowie deren Betreuung im Rahmen des Designated Sponsoring. Zu den im Rahmen der Wertpapiertechnik angebotenen Leistungen gehören die Durchführung von Kapitalmaßnahmen, Kapitalerhöhungen und -herabsetzungen, die Begleitung von freiwilligen Übernahmeangeboten, von Pflichtangeboten im Hinblick auf börsennotierte Unternehmen sowie von Squeeze-Out-Verfahren ebenso wie die Übernahme der Zahlstellenfunktion.

Der Bereich Capital Markets erbringt sämtliche für Kunden im Sekundärmarkt relevante Dienstleistungen mit Fokus auf Aktien aus der DACH-Region. Ferner agiert der Bereich für Emittenten und Aktionäre bei der Platzierung von Primärmarkt-Transaktionen.

1.2.1.3 Geschäftsfeld Multi Asset Brokerage

Zu einer der Kernleistungen der Baader Bank in diesem Bereich zählen der Vertrieb und Handel für institutionelle Investoren. Im Einzelnen betrifft dies das Brokerage, d.h. die Auftragsausführung in Aktien, Anleihen, ETPs sowie Derivaten für Kunden an nationalen und internationalen Börsenplätzen und außerbörslichen Handelsplattformen, an die die Baader Bank direkt oder über Partnerinstitute angeschlossen ist. Im Rahmen der Salestätigkeit erfolgen die aktive Ansprache von institutionellen Endkunden sowie der Vertrieb von Research-Produkten und Trading-Ideen. Ziel ist die Generierung von Kundenorders in Finanzinstrumenten sowie die Platzierung im Zuge von Primärmarkt-Transaktionen. Das Sales Trading beinhaltet die Entgegennahme von Kundenaufträgen, die Betreuung und Beratung beispielsweise im Portfolio-Trading und das Erbringen weiterer handelsnaher Dienstleistungen wie Clearing-Services und die in 2017 in Anbetracht des bevorstehenden Inkrafttretens von MiFID II eingeführte Verwaltung von Research Payment Accounts (RPA).

1.2.2 Grundlagengeschäftsfelder

1.2.2.1 Geschäftsfeld Banking Services

Unter Banking Services subsumiert die Baader Bank das Einlagen-, Depot- und Kreditgeschäft, wobei alle originären Bankfunktionen und Dienstleistungen ausschließlich im Rahmen von B2B2C-Kooperationen mit klassischen Vermögensverwalterkunden oder FinTechs erbracht werden.

Vermögensverwalter profitieren von der Handelsanbindung, der modernen Infrastruktur und der gänzlichen Abbildung von Asset Management-Prozessen unter Einbeziehung regulatorischer Expertise und bankrechtlicher Gesichtspunkte.

Die Baader Bank als Vollbank und Komplettanbieter verfolgt einen Schnittstellenansatz und agiert als Partner der Vermögensverwalter für Konto- und Depotführung, die systemtechnische Abbildung sämtlicher Order Management- und Reporting-Prozesse unter Einhaltung der MiFID II-Vorgaben sowie die Anbindung an ein breites internationales Handelsnetzwerk.

1.2.2.2 Geschäftsfeld Asset Management Services

Im Geschäftsfeld Asset Management Services erbringt die Baader Bank Dienstleistungen in der Finanzportfolioverwaltung im aufsichtsrechtlichen Sinne sowie weitere Services für Kapitalsammelstellen im White-Labeling und damit nicht unter eigener Marke. Als Bank-Partner für Kapitalverwaltungsgesellschaften unterstützt sie das Portfoliomanagement von Fondsprodukten wie UCITIS-Fonds, Spezialfonds, Offshore Funds und Derivate-Overlay Mandaten. Ferner übernimmt die Baader Bank die Buy Side-Trading Desk-Funktion, zahlreiche Services im Ordermanagement sowie in administrativen Pre- und Post-Trade-Prozessen.

1.2.2.3 Geschäftsfeld Research

Im Rahmen eines fundamentalen, technischen und quantitativen Top Down-Ansatzes entwickelt das Equity Research-Team der Baader Bank, bestehend aus ca. 20 Analysten und Aktienstrategen, Indexziele, analysiert relevante Makrothemen, definiert volkswirtschaftliche Szenarien, trifft Aussagen zum Market Timing (Strategy Research) und zu europäischen Sektortrends.

Auf Einzelwertebene erstellen Sektor-Spezialisten regelmäßig ausführliche Studien für Investoren und liefern Meinungen und Empfehlungen zu Sektoren und Einzeltiteln.

Der Fokus liegt auf der Analyse von Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Coverage wurde seit der Übernahme des schweizerischen Brokers Helvea in 2013 unter der Marke Baader Helvea sukzessive auf ca. 200 Unternehmen und 12 Sektoren ausgebaut.

Ergänzend zum Aktien-Research unterstützt das ETF-Researchprodukt der Baader Bank institutionelle Investoren bei Entscheidungen zur Asset Allokation und der Umsetzung aktiver Anlagestrategien.

Das Research-Angebot bildet die Schnittstelle zwischen den beiden relevanten Kundengruppen der Baader Bank, den größtenteils aus der DACH-Region stammenden Unternehmenskunden und internationalen institutionellen Investoren, die aus Analysen Investment-Ideen generieren und Anlageentscheidungen ableiten.

1.2.3 Geschäftsfelder der Tochtergesellschaften und Beteiligungen

Abgerundet wird das Angebot des Baader Bank Konzerns durch das Produkt- und Leistungsspektrum der Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Dieses umfasst im Wesentlichen die Research- und Brokerage-Aktivitäten in Produkten aus dem deutschsprachigen Kapitalmarkt für deutschsprachige und angelsächsische Investoren, die Vermittlung von Schuldscheindarlehen, Namenstiteln und Geldmarktanlagen sowie die Verwaltung von Kundengeldern in klassischen Mischfonds und Absolute-Return-Strategien. Die genannten Dienstleistungen werden durch die in Kapitel 1.1 aufgeführten inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften erbracht. Zudem werden durch die Ophirum ETP GmbH Inhaberschuldverschreibungen in Produktform von ETPs emittiert und vertrieben, bei denen die Edelmetalle physisch hinterlegt sind. Die Selan Gruppe generiert Erträge aus dem Einspeisen von Windenergie durch den Betrieb der in Kroatien ansässigen Windkraftanlagen der Selan d.o.o.

1.3 Weiterentwicklung der Geschäftsfelder

Die Strategieentwicklung des Jahres 2017 der Baader Bank stand im Zeichen einer bereits zum Jahresende 2016 begonnenen Neuformulierung sowie einem strukturellen Re-Design der Geschäftsfelder. Die Grundstruktur, bestehend aus sechs Geschäftsfeldern (drei Kern- und drei Grundlagengeschäftsfeldern), die als eindeutig marktorientierte Ertragsquellen gelten, wird fortan unter Berücksichtigung der jeweiligen Märkte und Rahmenbedingungen für angebotene Produkte und Dienstleistungen sukzessive weiterentwickelt. Strategische und organisatorische Maßnahmen können damit klar zugeordnet und deren Umsetzung in den jeweiligen Einheiten besser gesteuert und kontrolliert werden. Teil des Strategieentwicklungsprozesses der Baader Bank sind übergreifende Teilstrategien, wie die Risiko-, IT-, Personal-, Vergütungs- und Beteiligungsstrategie, die wiederum mit der Gesamtgeschäftsstrategie korrespondieren.

Insgesamt weist die Geschäftsstrategie der Baader Bank eine überwiegend kunden- und produktfokussierte Prägung auf, die zugleich der Administration einen hohen geschäftsstrategischen Stellenwert einräumt.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld im Geschäftsjahr 2017

Die im zweiten Halbjahr 2016 begonnene Wachstumsbeschleunigung der Weltwirtschaft erfuhr im Jahresverlauf von 2017 eine zunehmende Verbreiterung. Dabei zeigte sich die Euroland-Konjunktur unverändert robust, während sich das Wachstum in den USA ab dem Frühjahr 2017 deutlich belebte. Auch China verzeichnete nach mehreren Jahren mit rückläufigen Wachstumsraten erstmals wieder einen leichten Anstieg des BIP-Wachstums. Die britische Wirtschaft blieb auch in 2017 trotz des holprigen Verlaufs der Brexit-Verhandlungen mit der EU insgesamt robust. Darüber hinaus kam es in vielen Ländern, die zuvor aufgrund struktureller Probleme (Italien) oder in Folge des in den Vorjahren zu verzeichnenden Rückgangs in den Rohstoffpreisen (Brasilien, Russland) zu einer allmählichen Erholung. In Summe überwogen in 2017 somit klar die positiven Entwicklungen in den Wirtschaftsdaten.

Dazu trug auch bei, dass sich die am Anfang des Jahres diskutierten politischen Risiken nicht wie befürchtet materialisierten. Nachdem in 2016 eine Reihe von unerwarteten politischen Ereignissen für Verunsicherung gesorgt hatte (u.a. erfolgreiches Brexit-Referendum, Wahlausgang in den USA), gingen von den in 2017 abgehaltenen Wahlen keine vergleichbaren Überraschungen aus.

Per Saldo schlugen sich die günstigen makroökonomischen Rahmenbedingungen in einem nachhaltigen Anstieg der Rohstoffpreise nieder. Rohöl verteuerte sich dabei im Vorjahresvergleich deutlich, wozu auch die im Vorjahr von OPEC und Russland beschlossenen Förderbeschränkungen beitrugen. Diese Entwicklung führte zu einem deutlichen Anstieg der Inflation in vielen Ländern. In der Eurozone erreichte die Teuerungsrate sogar temporär das von der EZB angestrebte Niveau von 2 %.

Vor diesem Hintergrund setzten die Notenbanken den Pfad der graduellen Normalisierung ihrer Geldpolitik fort. Nachdem die EZB im Dezember 2016 eine Verlängerung ihres Anleihekaufprogramms auf reduziertem Niveau vollzogen hatte (EUR 60 Mrd. monatlich von April 2017 bis Dezember 2017), kündigte sie im Oktober 2017 eine weitere Senkung des Volumens an (auf EUR 30 Mrd. monatlich ab Januar 2018 bis September 2018). In den USA erhöhte die Federal Reserve ihren Leitzins drei Mal um je 0,25 % und begann zudem im Oktober mit der schrittweisen Rückführung des von ihr gehaltenen Anleihebestands. In Großbritannien kam es im November ebenfalls zu einer Zinsanhebung durch die Bank von England.

Trotz zunehmender Konjunktur- und Inflationsdynamik sowie der erfolgten Stimulus-Reduktion der Notenbanken entwickelten sich die Renditen langlaufender Staatsanleihen sowohl in der Eurozone als auch in den USA über weite Strecken seitwärts. Auf der Währungsseite kam es jedoch zu einem deutlichen Umschwung. Währungen, die in den Vorjahren unter Druck standen, konnten sich deutlich gegenüber dem US-Dollar erholen. Dies galt sowohl für den Euro, als auch für die Währungen einer Vielzahl von Schwellenländern. Der Schweizer Franken konnte als klassische Safe-Haven Währung jedoch nicht an diesem Trend teilhaben, weshalb er sich gegenüber dem Euro merklich abschwächte. Demgegenüber konnte der Goldpreis von den graduell ansteigenden Inflationserwartungen profitieren.

Die weltweiten Aktienmärkte konnten in 2017 deutliche Kursgewinne verzeichnen. Aufgrund vielfach zweistellig wachsender Unternehmensgewinne sowie der Hoffnung auf zusätzliche Impulse durch die erwartete Steuerreform in den USA konnten die Aktienindizes den Aufwärtstrend der Vorjahre fortsetzen. Dem DAX gelang der sechste jährliche Anstieg in Folge und er konnte sogar sein bisheriges Allzeithoch aus dem Jahr 2015 überwinden. Zwar verzeichneten einige andere Aktienmärkte wie etwa die USA, Japan oder die Schweiz noch stärkere Zugewinne als die 12,5 % des DAX. In Euro gerechnet relativierte sich dieses Bild jedoch meist und lediglich Aktien aus Schwellenländern erzielten in dieser Betrachtung eine nochmals deutlich höhere Performance.

In Europa entwickelten sich insbesondere Aktien mit einer hohen Konjunktursensitivität überdurchschnittlich. Auf Sektorebene erzielten Technologie, Grundstoffe, Finanzdienstleister, Industriewerte, Automobile, Touristik und Chemie die beste Entwicklung, während Telekommunikation, Handel, Medien und Ölwerte leicht nachgaben. Der Trend zu einer deutlichen Überrendite von geringer kapitalisierten Unternehmen der zweiten Reihe setzte sich jedoch fort.

Aus den genannten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen an deutschen wie internationalen Märkten lassen sich jene exogenen Einflussfaktoren ableiten, die mit Blick auf die jeweiligen Geschäftsfelder der Baader Bank in unterschiedlicher Ausprägung den Erfolg einer Geschäftsperiode mitbestimmen. So erweisen sich positive Konjunkturdaten und ein steigendes Wirtschaftswachstum grundsätzlich als aufhellende Stimmungsindikatoren in der Wahrnehmung jener Marktteilnehmer, deren Anlageverhalten und Investitionsbereitschaft die Ertragspotentiale sowohl im Wertpapierhandel als auch im Brokerage- und Kapitalmarktgeschäft heben können. Prosperierende Aktienmärkte, anhaltend niedrige Zinsen, geopolitische Veränderungen und Unabwägbarkeiten sowie die daraus resultierende oder ausbleibende Marktvolatilität haben sich in Betrachtung jeweiliger Geschäftsfelder unterschiedlich ausgewirkt und deren Ertragskomponenten mehr oder weniger wesentlich beeinflusst. Details zur Relevanz gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für die Leistungs- und Ergebnistreiber der Baader Bank sind in Kapitel 2.2. ausgeführt.

2.1.2 Branche, Marktstellung und Veränderung der Wettbewerbsposition

Orderbuchführende Market Maker im deutschsprachigen Raum, zu denen die Baader Bank zählt, agieren in einem wettbewerbsintensiven und zunehmend fragmentierten Marktumfeld. Neben den an deutschen Präsenzbörsen betriebenen Marktmodellen geschlossener Orderbücher, in denen nur jeweils ein Spezialist für die Quotierung der Wertpapierorders zuständig ist, treten zunehmend so genannte Multi Market Maker-Modelle auf. Letztere schaffen innerhalb der Betreuung eines Orderbuches eine offene Konkurrenzsituation zwischen mehreren preisstellenden Kursmaklern, die permanent hinsichtlich Schnelligkeit und möglichst enger Spreads in der Preisstellung bewertet werden.

Im Bereich der Kapitalmarktdienstleistungen hält dieselbe Wettbewerbssituation wie in den vergangenen Jahren an. Ein preis- und servicegetriebener Wettbewerb um Kapitalmarktmandate, der Einfluss auf die Margen hat, prägt das Marktbild. Dabei ergeben sich jedoch keine wesentlichen Änderungen der Wettbewerberzahlen und -häuser. Die Baader Bank wird die erarbeitete Marktposition durch ihre effiziente Aufstellung und ihr Kunden- und Produkt-Know-how weiter festigen können.

In der Intensivierung der Geschäftsbeziehungen mit Vermögensverwaltern, Family Offices und FinTechs erkennt die Baader Bank hohes Potential. Mit ihrer hohen IT-Affinität und ihrem vollumfänglichen Bankdienstleistungsangebot, von Konto- und Depotgeschäften über Handelsanbindungen, Ordermanagement und Reporting, steht die Baader Bank nicht in Konkurrenz, sondern ergänzt das Leistungsspektrum der Vermögensverwalter, Family Offices und FinTechs, einer Kundengruppe mit deutlichem Marktwachstumspotential.

Kapitalverwaltungsgesellschaften entscheiden sich aufgrund der zunehmenden regulatorischen Anforderungen und des steigenden Kostendrucks immer häufiger für die Auslagerung von Asset Management-Funktionen und Trading Desk-Services. Die Baader Bank kann als einer der wenigen Komplettanbieter von dieser Marktentwicklung ebenfalls profitieren und erkennt darin einen klaren Wettbewerbsvorteil.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Entwicklung der wesentlichen Leistungs- und Ergebnistreiber

Die wesentlichen Leistungs- und Ergebnistreiber der Baader Bank sind das Handels- und Provisionsergebnis, die den überwiegenden Teil des Gesamtbankergebnisses ausmachen. Diese sind bestimmt durch die im Folgenden beschriebenen exogenen Entwicklungen an den relevanten Märkten, deren Stimmungsbilder und Volatilitäten.

Im ersten Halbjahr 2017 zeichnete sich ein moderater Anstieg der Wertpapierumsätze an deutschen Börsenplätzen, an denen die Baader Bank aktiv ist, ab. In den Sommermonaten im Vorfeld der Bundestagswahlen zeigte sich eine spürbare Zurückhaltung im Markt. Analog zum DAX-Verlauf in dieser Phase verharrten auch die Handelsumsätze der Baader Bank auf einem konstanten Niveau ohne nennenswerte volatile Bewegungen. Erst im vierten Quartal deutete sich eine Marktbelebung mit Aufwärtstrend speziell im Handel mit Aktien an, sodass sich das Handelsergebnis in diesem Bereich positiv entwickelt hat. Aus der Vermittlung verbriefter Derivate konnten über den gesamten Berichtszeitraum hinweg kaum steigende Umsätze erzielt werden, was auf die niedrige Volatilität zurückzuführen ist. Innerhalb der europäischen Zinspolitik trat in 2017 noch keine Kehrtwende ein, sodass eine Marktbelebung im Rentenhandel erneut ausblieb.

Die Ertragskomponenten des Provisionsergebnisses entwickelten sich insgesamt ebenfalls positiv. Speziell im ersten Halbjahr 2017 kam es zu einer spürbaren Auftragsbelebung bei Kapitalmarkttransaktionen. Gerade im Multi Asset Brokerage konnte eine Ertragssteigerung erzielt werden, die nicht zuletzt auf die positive Marktresonanz der erweiterten handelsnahen Dienstleistungen und Sales Only-Aktivitäten zurückzuführen ist.

2.2.2 Geschäftsverlauf der Kerngeschäftsfelder

2.2.2.1 Geschäftsfeld Market Making

Die Baader Bank wurde in 2017 bei insgesamt sechs Börsengängen im Prime Standard der Börse Frankfurt als Spezialist mandatiert. Sie übernahm die Orderbuchführung bei der Vapiano SE, Delivery Hero AG, Jost Werke AG, VARTA AG, BEFESA SE sowie der HelloFresh SE. Genannte IPOs fielen zeitlich überwiegend in das zweite Halbjahr 2017.

Eine für den Geschäftsbetrieb der Baader Bank im Wertpapierhandel wesentliche Veränderung stellte die Umstellung der Handelsplattform Xetra auf die neue Systemumgebung T7 zur Jahresmitte 2017 dar. Damit einher gingen systemtechnische und prozessuale Anpassungen, die jedoch reibungslos und ohne nennenswerte Beeinträchtigung der Handelsgeschäfte vollzogen werden konnten. In ihrem Bestreben, auch auf Handelsplätzen außerhalb Deutschlands Marktanteile für sich zu behaupten, nahm die Baader Bank im zweiten Quartal 2017 den Handel in deutschen und US-Aktien im neuen "global market"-Segment der Wiener Börse auf. Im Zuge dieser österreichischen Handelspartnerschaft wurden bereits entscheidende Weichen für den Übergang auf den Handel in offenen Orderbüchern gestellt.

Im außerbörslichen Handel konnte die Baader Bank in 2017 kein erkennbares Wachstum innerhalb Deutschlands verzeichnen, jedoch ihre bestehenden Kooperationen mit Partnerinstituten positiv fortführen. Die Aktivitäten in Kooperation mit Online- und Direktbanken, die an den Quote-, Handels- und Abwicklungssystemen der Baader Bank partizipieren, sollen sich künftig auch auf nicht-deutsche Märkte erstrecken und für konstante Orderflow-Erträge sorgen.

2.2.2.2 Geschäftsfeld Capital Markets

Im ersten Halbjahr 2017 konnte die Baader Bank von einer allgemeinen Belebung der Auftragslage im Kapitalmarktgeschäft profitieren. Erwartungsgemäß zeigten sich im Vergleich zum Vorjahr günstigere Voraussetzungen im Marktumfeld und schlugen sich sowohl in der Anzahl als auch im Gesamtvolumen der begleiteten Transaktionen nieder. Insgesamt begleitete die Baader Bank im Geschäftsjahr 2017 13 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von ca. EUR 1,93 Mrd.

Der Börsengang des Berner Pharma-Konzerns Galenica Sante AG im April 2017 war gemessen am Transaktionsvolumen von über CHF 1,5 Mrd. die bislang größte von der Baader Bank begleitete Kapitalmaßnahme und zugleich ihre erste Transaktion in der Schweiz, die sie erfolgreich als Co-Lead Manager begleitete. Ferner übernahm die Baader Bank unter anderem die Rolle des Sole Bookrunners bei der Umplatzierung der All for One Steeb AG sowie bei den Kapitalerhöhungen der Allgeier SE und der Heidelberg Pharma AG. Als Joint Bookrunner fungierte sie bei der Umplatzierung in Aktien der Brain AG und bei den Kapitalerhöhungen der Corestate Group und der Medigene AG. Die kombinierte Bar- und Sachkapitalerhöhung der AlzChem Softmatic AG begleitete die Baader Bank als Sole Financial Advisor und Sole Process Agent.

In den Equity League Tables 2017 belegte die Baader Bank in Deutschland gemessen am platzierten Volumen bis zu EUR 100 Mio. Platz 2. Bei Transaktionsvolumen bis zu EUR 250 Mio. rangierte das Institut auf Platz 3. Unter Einbeziehung der gesamten DACH-Region erreichte die Baader Bank in der Volumensbetrachtung bis EUR 100 Mio. Platz 6 (2016: Platz 7).

In der Wertpapiertechnik stellte die Baader Bank abermals ihre qualitative Stärke unter Beweis und konnte in 2017 in zahlreichen Mandatierungen ein breites Spektrum qualitativ hochwertiger Dienstleistungen abbilden. Nennenswerte wertpapiertechnische Mandate führte sie im ersten Halbjahr 2017 unter anderem für Msg life AG, die Evotec AG, die Biotest AG oder die Syngis AG durch. Im zweiten Halbjahr folgte eine Reihe weiterer Mandate, darunter die WCM AG, die Softship AG, die IVG Immobilien AG, die Meyer Burger Technology AG sowie die EQS Group. So konnte bei den durchgeführten Wertpapiertechnik-Maßnahmen mit einer jeweiligen Größenordnung zwischen EUR 0,5 Mio. und EUR 1 Mrd. über das Gesamtjahr betrachtet ein neuer Rekordumsatz erzielt werden.

2.2.2.3 Geschäftsfeld Multi Asset Brokerage

Beim Extel Survey 2017, Europas bedeutendstem externen Ranking institutioneller Aktienbroker, konnte Baader Helvea erneut Spitzenplatzierungen für Research-, Sales- und Trading/Execution-Leistungen erzielen. In den Kernregionen Deutschland und der Schweiz belegte Baader Helvea erste Plätze in den wichtigen Segmenten "Trading/Execution", "Small&Mid Cap Sales" und "Trading", sowie zweite und dritte Plätze als "Führender Broker 2017" sowie speziell für "Small&Mid Cap Research", "Small&Mid Cap Trading" und "Equity Sales". Eine hervorragende Zweitplatzierung erhielt die Baader Helvea als "Führender Broker/Country Research 2017" für Österreich.

In Vorbereitung auf die aus MiFID II erwachsenden regulatorischen Implikationen hat die Baader Bank in 2017 die Trennung von Research und Execution Services vorangetrieben. Zusätzlich konnte in 2017 das Produktspektrum, im Vorgriff auf die MiFiD II-Implementierung, um so genannte Research Payment Accounts (RPA), also Konten zur Administration von Research-Zahlungen für institutionelle Kunden, erweitert werden.

2.2.3 Geschäftsverlauf der Grundlagengeschäftsfelder

2.2.3.1 Geschäftsfeld Banking Services

Die bereits im Vorjahr beobachtete Zunahme digitaler Vermögensverwalter im deutschsprachigen Markt setzte sich in 2017 fort. Die Online-Angebote und attraktiven Preismodelle der FinTechs konkurrierten weiterhin mit herkömmlichen Bankberatungsmodellen, da sie auf eine breitere Schicht von Anlegern mit geringeren Investitionsvolumina abzielen und damit erhebliches Marktwachstumspotenzial aufweisen. Mit der Zunahme der Konto- und Depotkunden wuchs der Bedarf an zusätzlichen Services und Schnittstellenlösungen, die den gesamten Vermögensverwaltungsprozess abbilden.

Als Anbieter von Bankservices konnte die Baader Bank im vergangenen Geschäftsjahr von dieser Marktentwicklung profitieren und ihre Kooperationen mit Vermögensverwaltern, Family Offices und Kapitalsammelstellen deutlich ausbauen.

Die Anzahl der Kundendepots verzeichnete einen Anstieg auf rund 14.500 bei einem Depotvolumen von ca. EUR 2,5 Mrd. (plus 56 % im Vergleich zum Vorjahr).

2.2.3.2 Geschäftsfeld Asset Management Services

Nach der Verdoppelung des Volumens der als Finanzportfolioverwalter für Kapitalverwaltungsgesellschaften betreuten Vermögen der Asset Management Services zwischen 2015 und 2016 (Gesamtvolumen zum 31.12.2016: EUR 5,35 Mrd.) konnte im Geschäftsverlauf 2017 ein Anstieg um 14,02 % auf EUR 6,10 Mrd. verzeichnet werden. Die Zahl der Fondsmandate blieb mit 55 annähernd konstant (Fondsmandate zum 31.12.2016: 56).

Die Baader Bank bietet seit 2016 die Übernahme des Buy Side-Trading Desks an und hielt in diesem Bereich zum Bilanzstichtag 2017 159 Mandatierungen für Fonds, für die sie diesen Service erbringt. Dies entspricht einer deutlichen Steigerung um ca. 66 % im Vergleich zum Vorjahresstichtag (96 Fondsmandate).

2.2.3.3 Geschäftsfeld Research

Die Ergebnisse der Thomson Reuters Analyst Awards 2017 fielen für das Baader Helvea Equity Research-Team erfreulich aus. Die von Thomson Reuters erstellte globale Rangliste ist eine anerkannte Qualitätsauszeichnung und Gradmesser für die Leistung von Sell Side-Analysten. In der Gesamtkategorie "Top Brokers" erzielten die Baader Helvea-Analysten den zweiten Platz und landeten in der Sektorenauswahl siebenmal unter den besten Instituten.

Im Juni 2017 wurde die Baader Helvea Research-Partner des Stage Programms der SIX Swiss Exchange (SIX), was ihre führende Position in der Schweiz untermauert. Das Stage Programm wurde von SIX 2016 zur Erhöhung der Visibilität von kotierten Unternehmen im Kapitalmarkt lanciert.

Neben anderen Geschäftsfeldern der Baader Bank stand das abgelaufene Geschäftsjahr auch im Bereich Research unter den Vorzeichen struktureller Marktveränderungen mit Inkrafttreten von MiFID II, die aufgrund des "Unbundlings", der Loslösung von Research von anderen Brokerage-Leistungen, erhebliche Auswirkungen auf bestehende und potentielle Kundenbeziehungen der Baader Bank haben werden (siehe Kapitel 3.2.3.3).

Dahingehend in 2017 ergriffene Maßnahmen betrafen in erster Linie die Überarbeitung vertraglicher Rahmenbedingungen der Sales- und Sales Trading-Einheiten der Baader Bank. Im Hinblick auf das Sektoren- und Werteuniversum des Bereichs Research mit Fokus auf ca. 200 börsennotierte Firmen aus dem deutschsprachigen Raum ergaben sich in 2017 keine Veränderungen. Weiterhin wird ein fundamentaler, nach Sektoren ausgerichteter Ansatz verfolgt, der durch eine gezielte Selektion und die qualitative Analyse von Geschäftsmodellen einen hohen Spezialisierungsgrad aufweist.

2.2.4 Konferenzen und Events

Auf der 13. Baader Helvea Swiss Equities Conference in Bad Ragaz, die im Januar 2017 stattfand, waren 57 führende Schweizer Unternehmen und 270 institutionelle Investoren aus 20 Ländern zu Gast.

Die ebenfalls einmal jährlich und im vergangenen Jahr zum sechsten Mal in München durchgeführte Baader Investment Conference im September 2017 erstreckte sich diesmal über vier (bislang drei) Konferenztage. Mit rund 750 Investoren aus 33 Ländern und 175 börsennotierten Unternehmen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich wurde ein neuerlicher Teilnehmerrekord erzielt. Neben der Gelegenheit zur Präsentation und Vertiefung von Kontakten zwischen Unternehmen und internationalen Investoren innerhalb von ca. 3.000 Einzel- und Kleingruppengesprächen boten Panels und Foren eine Wissensplattform zu branchenrelevanten Regulierungsthemen, allen voran MiFID II.

Die strategisch wichtige Zielgruppe der Vermögensverwalter und Family Offices wurde im Juli 2017 in den Räumen der Baader Bank in Unterschleißheim empfangen. Das Event-Format wurde in 2016 ins Leben gerufen und stellt eine weitere Gelegenheit zur Netzwerkpflege und Intensivierung von Kundenbeziehungen dar.

2.2.5 Geschäftsverlauf der Tochtergesellschaften

Die Erträge des Finanzdienstleistungsinstituts CCPM AG werden im Rahmen des Portfoliomanagements im Wesentlichen von verwalteten Assets under Management (AuM), vereinbarten Managementgebühren (Management Fee) und der Höhe der Gewinnbeteiligungseinnahmen (Performance Fee) bestimmt.

Der Geschäftsverlauf der CCPM AG für das Geschäftsjahr 2017 zeigte sich insgesamt bei gegenüber zum Vorjahr leicht rückläufigen Einnahmen stagnierend, wobei sich eine Verringerung der verwalteten AuM zeigte, die für die CCPM AG die wichtigste Grundlage für Planungs- und Steuerungszwecke darstellen. Die für das vergangene Geschäftsjahr aufgestellten Ertragsprognosen aus der Management Fee konnten sowohl für den Athena- als auch für den TriStone-Fonds nicht oder nur teilweise erfüllt werden. Hinsichtlich der Performance Fee wurden die Ertragserwartungen deutlich verfehlt. Die AuM verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 5 % auf TEUR 387.721.

Mitursächlich für diese Entwicklung war der seit Beginn des Berichtsjahres nahezu ununterbrochen steigende US-Aktienmarkt mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Athena-Strategie. Aber auch die niedrigen Risikoprämien im zweiten gehandelten Markt, dem EuroStoxx50, sowie die niedrige Volatilität ergaben ein für die Handelsstrategien der CCPM AG unvorteilhaftes Marktumfeld, welches per Saldo zu Verlusten führte. Der Rückgang der Verwaltungsaufwendungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnte die Minderung der Provionserträge nicht kompensieren.

Die Baader &Heins AG ist ein Finanzdienstleistungsinstitut, das auf die Vermittlung vorwiegend illiquider, verzinslicher Finanzprodukte zwischen Emittenten und institutionellen Investoren spezialisiert ist. Zum Kundenkreis gehören institutionelle Großanleger aus dem Versicherungsbereich, dem öffentlichen Sektor sowie dem Bankenbereich im In- und Ausland. Das Geschäftsmodell dieser Tochtergesellschaft wird im Wesentlichen vom Provisionsergebnis bestimmt, welches von der Anzahl der Geschäftsabschlüsse und dem vermittelten Volumen abhängt.

Im Geschäftsjahr 2017 konnte das Provisionsergebnis gesteigert werden, was die Erwartungen aus der Ergebnisplanung für 2017 deutlich übertraf. Trotz der erneuten Abschreibung auf Anteile an der 100 %-igen Tochtergesellschaft SKALIS AG in Höhe von TEUR 2.375 konnte die Gesellschaft einen Ergebniszuwachs vor Steuern um rund 30 % verzeichnen.

Die SKALIS AG bietet als Finanzdienstleistungsinstitut ihren Kunden das Management von Mischfondskonzepten für Publikums- und Spezialfonds mit systematischer Risikobegrenzung im Rahmen eines eigenentwickelten Investmentansatzes an. Mischfonds sind Produkte, die mehr als zwei Anlageklassen enthalten, wie z.B. Aktien und Renten. Der Publikumsfonds SKALIS Evolution Defensive wurde mit zwei Tranchen aufgelegt, einer klassischen Retail Tranche und einer Tranche für institutionelle Investoren. Aufgrund einer deutlichen Verminderung der verwalteten AuM reduzierten sich die Einnahmen signifikant, sodass die Gesellschaft ein negatives Ergebnis ausweist.

Mit Anteilskaufvertrag vom 28. November 2017 hat die Baader &Heins AG 75,1 % ihrer Geschäftsanteile an der SKALIS AG an eine Gruppe von Erwerbern veräußert. Der Vollzug des Kaufvertrages ist von dem positiven Ausgang eines Inhaberkontrollverfahrens bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht abhängig. Sollte diese Bedingung nicht bis zum 31. März 2018 eingetreten sein, sind die Parteien zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt.

Die Baader Helvea Gruppe verfügt seit mehr als zehn Jahren über Geschäftsbeziehungen zu institutionellen Anlegern weltweit, wobei ein starker Fokus auf Großbritannien, der Schweiz und den USA liegt. Mit dem Erwerb der Baader Helvea Gruppe entwickelte sich die Baader Bank zu einem der größten lokalen Broker in deutschen, österreichischen und schweizerischen Aktien.

Die in 2017 erfolgte Benennung der Baader Helvea als Partner des SIX Stage-Programms stellt ein aus strategischer Sicht wertvolles Instrument zur Unterstützung von Unternehmenskunden dar, die von einer stärkeren Wahrnehmung und angemessenen Bewertung im Markt profitieren sollen.

Durch den Zugewinn neuer Kunden konnte die Baader Helvea im Unterschied zum Vorjahr wieder einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis in Höhe von TEUR 776 leisten.

Die wesentlichen Ergebnistreiber der Selan Gruppe sind die von der Windparkbetreiberin Selan d.o.o. erzielten Einspeisevergütungen für Windenergie, welche im starken Maße von den Windverhältnissen sowie der technischen Verfügbarkeit der Windkraftanlagen im Verlauf einer Geschäftsperiode abhängig sind.

Trotz eines unterdurchschnittlichen Windaufkommens konnte die operativ tätige Selan d.o.o. in 2017 insgesamt ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR 3.676 erzielen, das über den Prognosewerten der Windgutachten lag. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde am Standort des Windparks in Senj, Kroatien nur eine mittlere Windgeschwindigkeit von 8,2 m/s gemessen, die unter dem Durchschnittswert der vorangegangenen acht Jahre lag. Mit 116,5 Mio. kWh konnte trotzdem der zweithöchste Windertrag seit Inbetriebnahme des Windparks erzielt werden. Ursächlich hierfür war, dass die in 2017 vorgenommene Investitionstätigkeit eine kontinuierliche Verbesserung der technischen Verfügbarkeit sowie die Optimierung von Steuerungsmaßnahmen in der Abschaltregelung der Windkraftanlagen zur Folge hatte.

2.2.6 Vergleich der tatsächlichen Geschäftsentwicklung in 2017 mit den im Vorjahr abgegebenen Prognosen

Erwartungsgemäß kam es in 2017 zu einer deutlichen Belebung der internationalen Finanzmärkte, von denen die Baader Bank in Form von moderat anziehenden Wertpapierumsätzen profitieren konnte. Trotz der über mehrere Monate andauernden niedrigen Volatilität kam es zu einem Anstieg des Handelsergebnisses um 9 % auf TEUR 57.683, welches ausschließlich auf den entsprechenden Ergebnisbeitrag der Baader Bank AG zurückzuführen ist.

Die Vorjahresprognosen hinsichtlich einzelner Ertragskomponenten des Provisionsergebnisses wurden erfüllt, in Teilen sogar übertroffen, sodass insgesamt eine Steigerung um 14 % auf TEUR 46.539 auf Konzernebene (Baader Bank AG: Steigerung um 17 % auf TEUR 24.831) erzielt werden konnte. Deutlich höhere Umsätze und Transaktionsvolumina durch Mandatsgewinne im Bereich Capital Markets als im Jahr zuvor waren hierfür mit ausschlaggebend. Daneben zeigte sich ein signifikantes Wachstum innerhalb der Brokerage- und Cash Equity-Aktivitäten sowie in komplementären Bankdienstleistungen. Nach den Einbußen vom Vorjahr leistete auch die Tochtergesellschaft Baader Helvea wieder einen höheren Beitrag zum Provisionsergebnis des Baader Bank Konzerns.

Die prognostizierte Rohertragssteigerung um mindestens 10 % wurde mit einem Anstieg um 22 % auf TEUR 117.859 auf Konzernebene ebenfalls übertroffen. Ohne die Umsatzerlöse aus der Erstkonsolidierung der Selan Gruppe liegt der Anstieg bei 9,2 % (Baader Bank AG: Anstieg um 10 % auf TEUR 86.002).

Demgegenüber erhöhten sich die Aufwendungen wider den Erwartungen. Dies ist im Wesentlichen ebenfalls auf die Erstkonsolidierung der Selan Gruppe sowie nicht geplante Restrukturierungskosten im Market Making zurückzuführen und daher kein Indiz für eine sinkende Kosteneffizienz innerhalb des Bankbetriebs.

Insgesamt wurde entsprechend zur Vorjahresprognose ein positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit auf Konzernebene erzielt.

2.3 Wirtschaftliche Lage des Baader Bank Konzerns

2.3.1 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Baader Bank AG als Muttergesellschaft des Baader Bank Konzerns bestimmt maßgeblich die wirtschaftliche Gesamtentwicklung des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die für den Baader Bank Konzern getroffenen Aussagen lassen sich grundsätzlich auch auf die Baader Bank AG übertragen. Dementsprechend wurden der Lagebericht der Baader Bank AG und der des Baader Bank Konzerns gemäß § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Soweit sich wesentliche Abweichungen zwischen dem Jahresabschluss der Baader Bank AG und dem Konzernabschluss ergeben sowie ergänzende quantitative Angaben zu machen sind, werden diese in den sich anschließenden Berichtspassagen erläutert und dargestellt.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Baader Bank AG wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute ("RechKredV") sowie unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt und vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft. Die Bekanntmachung für das Geschäftsjahr 2017 erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.

2.3.2 Ertragslage

Die Ertragslage des Baader Bank Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr fällt mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 4.259 (Vorjahr TEUR - 2.133) deutlich positiv aus. Dies schlägt sich auch unmittelbar in den in den operativen Bereichen aufgezeigten Leistungs- und Ergebnistreibern nieder, wo das operative Ergebnis und damit die Leistungsfähigkeit des Konzerns deutlich gesteigert werden konnte. Im Einzelnen stellt sich die Ertragslage des Baader Bank Konzerns sowie der Baader Bank AG im Geschäftsjahr 2017, im Vergleich zu den Vorjahren 2015 und 2016, wie folgt dar:

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Baader Bank Konzern 2015 2016 2017 Veränderung zum Vorjahr
- Ertragslage - TEUR /% TEUR /% TEUR /% absolut
TEUR
relativ
%
Erträge 111.997 100.477 121.317 20.840 21%
davon Zinsergebnis1 und laufende Erträge 2.495 3.227 1.502 -1.725 -53%
darunter Zinsergebnis 579 2.087 -338 - -
darunter laufende Erträge 1.916 1.140 1.840 700 61%
Anteil an den Erträgen 2% 3% 1%
davon Provisionsergebnis1 50.147 40.747 46.539 5.792 14%
darunter Provisionserträge 74.500 61.896 71.907 10.011 16%
darunter Provisionsaufwendungen 24.353 21.149 25.368 4.219 20%
Anteil an den Erträgen 450 % 41% 38%
davon Handelsergebnis1 2 52.553 52.809 57.683 4.874 9%
Anteil an den Erträgen 47% 53% 48%0
davon Umsatzerlöse 0 0 12.135 12.135 100%
Anteil an den Erträgen 00 % 0% 10°%
davon Sonstige Erträge 6.802 3.694 3.458 -236 -6%
darunter sonstige betriebliche Erträge 5.088 2.328 3.458 1.130 49%
darunter Erträge aus Zuschreibungen3 sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0 1.366 0 -1.366 -100%
darunter Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.714 0 0 0 0%
Anteil an den Erträgen 6% 4% 3%0
Aufwendungen 119.590 102.610 117.058 14.448 14%
davon Personalaufwand 54.209 50.289 54.702 4.413 9%
Anteil an den Aufwendungen 45% 49% 47°%
davon Verwaltungsaufwand und sonstige betriebliche 42.242 41.344 42.586 1.242 3%
Aufwendungen
darunter andere Verwaltungsaufwendungen 39.943 38.329 41.386 3.057 8%
darunter sonstige betriebliche Aufwendungen 2.299 3.015 1.200 -1.815 -60%
Anteil an den Aufwendungen 35% 40% 36°%
davon Abschreibungen 20.579 9.943 18.344 8.401 84%
darunter Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 10.991 9.943 14.121 4.178 42%
darunter sonstige Abschreibungen und Wertberichtigungen4 sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 9.588 0 4.223 4.223 100%
Anteil an den Aufwendungen 17% 10% 16°%
davon Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 0 584 0 -584 -100%
Anteil an den Aufwendungen 0% 1% 0°%
davon Ergebnis aus Anteilen an assozziierten Unternehmen 2.560 450 1.426 976 > 100%
Anteil an den Aufwendungen 2% 0% 1°%
Ergebnis vor Steuern (EBT) -7.593 -2.133 4.259 - -
Steuern 803 1.486 1.977 491 33%
Steuerquote -11% -70% 46°%
Konzernergebnis vor Anteilen anderer Gesellschafter -8.396 -3.619 2.282 - -
Minderheitsgesellschaften zustehendes Ergebnis 19 137 120 -17 -12%
Konzernjahresergebnis -8.377 -3.482 2.402 - -
Gewinn- / Verlustvortrag des Mutterunternehmens 918 -6.546 -6.642 -96 -1%
Einstellungen in / Entnahmen aus Gewinnrücklagen 913 3.386 -6.796 - -
Konzernbilanzgewinn / -verlust -6.546 -6.642 -11.036 -4.394 -66%
Kennzahlen
Rohertrag (Umsatz)5 105.195 96.783 117.859 21.076 22%
Operatives Ergebnis6 52 -1.778 7.650 9.428 > 100%
Aufwand-Ertrag-Relation 107% 102% 96%
Personalintensität7 52% 52% 46%
Verwaltungsintensität8 38% 40% 35%
Eigenkapitalrendite vor Steuern9 -8% -2% 4%

1 Korrespondierende &träge und Aufwendungen sind saldiert ausgewiesen
2 Nettoertrag des Handelsbestands
3 Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie Beteiligungen und Wertpapieren des Anlagevermögens
4 Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Beteiligungen, Wertpapiere des AV
5 Entspricht dem Rohertrag, der sich aus den Posten Zinsergebnis und laufende Erträge, Provisionsergebnis, Handelsergebnis und Umsatzerlöse zusammensetzt
6 Rohertrag abzgl. Personal- und anderer Verwaltungsaufwand sowie Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
7 Personalaufwand in % vom Umsatz bzw. Rohertrag
8 Verwaltungsaufwand in % vom Umsatz bzw. Rohertrag
9 EBT in % vom Eigenkapital

Tabelle 1: Indikatoren zur Ertragslage des Baader Bank Konzerns

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Baader Bank AG 2015 2016 2017 Veränderung zum Vorjahr
- Ertragslage - TEUR /% TEUR /% TEUR /% absolut
TEUR
relativ
%
Erträge 92.253 85.152 92.199 7.047 8%
davon Zinsergebnis1 und laufende Erträge 4.168 4.201 3.488 -713 -17%
darunter Zinsergebnis 635 2.150 1.585 -565 -26%
darunter laufende Erträge 3.533 2.051 1.903 -148 -7%
Anteil an den Erträgen 5% 5% 4%
davon Provisionsergebnis1 25.064 21.287 24.831 3.544 17%
Anteil an den Erträgen 27% 25% 27%
davon Handelsergebnis1 2 52.553 52.809 57.683 4.874 9%
Anteil an den Erträgen 57% 62% 63%
davon Sonstige Erträge 10.468 6.855 6.197 -658 -10%
darunter sonstige betriebliche Erträge 8.827 5.489 6.197 708 13%
darunter Erträge aus Zuschreibungen3 sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0 1.366 0 -1.366 -100%
darunter Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.641 0 0 0 0%
Anteil an den Erträgen 11% 8% 7%
Aufwendungen 99.763 85.148 96.476 11.328 13%
davon Personalaufwand 40.110 37.721 43.188 5.467 14%
Anteil an den Aufwendungen 40% 44% 45%
davon Verwaltungsaufwand und sonstige betriebliche 37.533 38.049 36.146 -1.903 -5%
Aufwendungen
darunter andere Verwaltungsaufwendungen 35.640 35.055 35.039 -16 0%
darunter sonstige betriebliche Aufwendungen 1.893 2.994 1.107 -1.887 -63%
Anteil an den Aufwendungen 38% 45% 37%
davon Abschreibungen 22.120 8.752 17.142 8.390 96%
darunter Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 9.757 8.752 8.793 41 0%
darunter sonstige Abschreibungen und Wertberichtigungen4 sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 12.363 0 8.349 8.349 100%
Anteil an den Aufwendungen 22% 10% 18%
davon Sonstige Aufwendungen 0 626 0 -626 -100%
darunter Aufwendungen aus der Zuführung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 0 626 0 -626 -100%
Anteil an den Aufwendungen
Ergebnis vor Steuern (EBT) -7.510 4 -4.277 - -
Steuern -46 100 117 17 17%
Steuerquote -1% > 100% 3%
Jahresüberschuss (JÜ) / -fehlbetrag -7.464 -96 -4.394 -4.298 > - 100%
Gewinn- / Verlustvortrag aus dem Vorjahr 918 -6.546 -6.642 -96 -1%
Bilanzgewinn /-verlust -6.546 -6.642 -11.036 -4.394 -66%
Kennzahlen
Rohertrag (Umsatz)5 81.785 78.297 86.002 7.705 10%
Operatives Ergebnis6 -3.722 -3.231 -1.018 2.213 68%
Aufwand-Ertrag-Relation 108% 100% 105%
Personalintensität7 49% 48% 50%
Verwaltungsintensität8 44% 45% 41%
Eigenkapitalrendite vor Steuern9 -7% 0% -4%

1 Korrespondierende Erträge und Aufwendungen sind saldiert ausgewiesen
2 Nettoertrag des Handelsbestands
3 Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und Wertpapieren des Anlagevermögens
4 Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere des AV
5 Entspricht dem Rohertrag, der sich aus den Posten Zinsergebnis und laufende Erträge, Provisionsergebnis und Handelsergebnis zusammensetzt
6 Rohertrag abzgl. Personal- und anderer Verwaltungsaufwand sowie Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
7 Personalaufwand in % vom Umsatz bzw. Rohertrag
8 Verwaltungsaufwand in % vom Umsatz bzw. Rohertrag
9 EBT in % vom Eigenkapital

Tabelle 2: Indikatoren zur Ertragslage der Baader Bank AG

Während die laufenden Erträge aufgrund höherer Dividendenerträge im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 700 auf TEUR 1.840 höher ausgefallen sind (Baader Bank AG: Rückgang um TEUR 148 auf TEUR 1.903), fiel das Zinsergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr mit TEUR 338 negativ aus. Im Einzelabschluss der Baader Bank AG war das Zinsergebnis zwar ebenfalls um TEUR 565 rückläufig, jedoch insgesamt mit TEUR 1.585 positiv. Das Zinsergebnis war im Wesentlichen geprägt durch Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren (TEUR 7.313), denen korrespondierend Zinsaufwendungen aus der Begebung eigener Schuldscheindarlehen (TEUR 5.501) und der Refinanzierung der Konzernzentrale am Standort Unterschleißheim (Baader Bank AG: TEUR 815) gegenüberstanden. Neu hinzugekommen und ursächlich für den insgesamt im Konzern negativen Ergebnisbeitrag sind vor allem die Zinsaufwendungen aus der Fremdfinanzierung des Windparks bei der Selan d.o.o. in Höhe von TEUR 1.682. Mit einem Anteil an den Gesamterträgen von insgesamt 1 % (Baader Bank AG: 4 %) sind das Zinsergebnis und die laufenden Erträge - unverändert zum Vorjahr - für die Ertragslage des Konzerns und der Baader Bank AG von untergeordneter Bedeutung.

Mit TEUR 46.539 (Baader Bank AG: TEUR 24.831) leistet das Provisionsergebnis erneut einen wesentlichen Beitrag und stellt 38 % der Konzernerträge (Baader Bank AG: 27 %). Insgesamt fällt das Provisionsergebnis im Konzern um 14 % bzw. TEUR 5.792 höher aus als im Vorjahr (Baader Bank AG: um 17 % bzw. TEUR 3.544).Neben einem um TEUR 860 höheren Courtage- und Transaktionsergebnis von TEUR 11.503, haben gestiegene Platzierungsvolumen, eine Belebung des Marktumfeldes, eine Intensivierung der bestehenden Kundenbeziehungen sowie eine Steigerung der Anzahl international agierender Investoren zu dem deutlichen Anstieg geführt. Das Provisionsergebnis aus Kapitalmarktdienstleistungen erfuhr eine Steigerung um TEUR 2.229 auf TEUR 6.308 (Baader Bank AG: um TEUR 1.705 auf TEUR 5.313). Deutliche Ertragssteigerungen konnten auch im Cash Equity Geschäft erzielt werden. Das Provisionsergebnis aus Orderrouting- und Kommissionsgeschäft ist um TEUR 1.204 auf TEUR 26.601 gestiegen (Baader Bank AG: um TEUR 729 auf TEUR 19.357).

Positiv beeinflusst haben das Provisionsergebnis ferner das Ergebnis aus Vermittlungsprovisionen (+ TEUR 2.151) (Baader Bank AG: + TEUR 940), das sonstige Provisionsergebnis (+ TEUR 1.046) (Baader Bank AG: + TEUR 706) sowie das höher ausgefallene Ergebnis aus Management- und Performancefee (+ TEUR 217) (Baader Bank AG: + TEUR 515). Dagegen sind bedingt durch das höhere Handelsvolumen die Abwicklungs- und Börsengebühren nur unterproportional gestiegen (+ TEUR 1.912) (Baader Bank AG: + TEUR 1.913).

Das Handelsergebnis auf Konzernebene konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Anstieg um TEUR 4.874 auf TEUR 57.683 verzeichnen und resultiert vollständig aus der Baader Bank AG als Handelsbuchinstitut und leistet einen Ergebnisbeitrag an den Gesamterträgen des Konzerns mit 48 % (Baader Bank AG: 63 %). Hierzu hat analog dem Vorjahr wesentlich das Kerngeschäftsfeld Market Making beigetragen. Das abgelaufene Geschäftsjahr war dabei insgesamt geprägt von einem moderaten Anstieg der Wertpapierumsätze bei einer gleichzeitig generellen Zurückhaltung der Marktakteure im Vorfeld der Bundestagswahlen. Erst im vierten Quartal des Geschäftsjahres gab es positive Signale im Handel mit Aktien, die die Baader Bank AG für sich nutzen konnte.

Die durch den Einbezug der Selan Gruppe neu auszweisende Position Umsatzerlöse (TEUR 12.135) entfällt in voller Höhe auf die durch den Windpark generierte Einspeisevergütung für Strom. Die Höhe der Umsatzerlöse an den Gesamterträgen beträgt 10 %. Dagegen stehen die Betriebskosten für den Betrieb des Windparks (TEUR 2.606), Refinanzierungskosten (TEUR 1.682) sowie Abschreibungen auf diesen in Höhe von TEUR 3.496.

Die sonstigen Erträge weisen einen Rückgang um TEUR 236 auf TEUR 3.458 auf (Baader Bank AG: um TEUR 658 auf TEUR 6.197). Dabei sind die sonstigen betrieblichen Erträge aufgrund der Saldierung von Erträgen und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen sowie sonstiger laufender betrieblicher Erträge insgesamt um TEUR 1.130 gestiegen. Daneben waren im Vorjahr Bewertungsgewinne aus dem Anlagebuch der Baader Bank AG unter den sonstigen Erträgen ausgewiesen. Der Gesamtposten betrug TEUR 1.366.

Der Gesamtaufwand verzeichnete einen Anstieg um 14 % bzw. TEUR 14.448 auf insgesamt TEUR 117.058 (Baader Bank AG: um 13 % bzw. TEUR 11.328 auf TEUR 96.476). Sowohl die Personal-, Verwaltungs-, als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr höher ausgefallen. Dabei verzeichneten die Personalaufwendungen einen Anstieg um TEUR 4.413 auf TEUR 54.702 (Baader Bank AG: um TEUR 5.467 auf TEUR 43.188). Ursächlich hierfür waren neben Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen Veränderungen im Bereich der Vergütungssysteme im Zuge der Umsetzung der neuen Institutsvergütungsverordnung im Wesentlichen die Umstrukturierungskosten im Market Making.

Der andere Verwaltungsaufwand ist auf Konzernebene ebenfalls um TEUR 3.057 auf TEUR 41.386 gestiegen (Baader Bank AG: Rückgang um TEUR 16 auf TEUR 35.039). Unter Berücksichtigung des erstmaligen Einbezugs der Betriebskosten für den Windpark der Selan Gruppe (TEUR 2.606) relativiert sich dieser Anstieg jedoch, so dass die Kosten aus Gesamtsicht auf relativ konstantem Niveau gehalten wurden.

Insgesamt verzeichnete der Rohertrag somit einen Anstieg um 22 % bzw. TEUR 21.076 auf TEUR 117.859 (Baader Bank AG: 10 % bzw. TEUR 7.705 auf TEUR 86.002). Demzufolge konnte das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Steuern sowohl auf Konzern- als auch Einzelabschlussebene um TEUR 9.428 bzw. TEUR 2.213 gesteigert werden.

Die Abschreibungen sind im Baader Bank Konzern insgesamt um TEUR 8.401 auf TEUR 18.344 gestiegen. Diese entfallen mit TEUR 14.121 auf Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sowie mit TEUR 4.223 auf Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere. Von den Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen entfallen TEUR 6.010 auf Sachanlagen (Grundstücke und Bauten TEUR 1.987, Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 3.922, Geringwertige Wirtschaftsgüter TEUR 101) und TEUR 8.111 auf immaterielle Anlagewerte (Geschäfts- und Firmenwerte TEUR 3.390, Skontren TEUR 2.689, Software TEUR 1.954, Lizenzen und gewerbliche Schutzrechte TEUR 78). Daneben entstanden Bewertungs- und Abgangsverluste im Anlagebuch, die sich mit TEUR 1.820 bzw. TEUR 2.569 in den Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere niederschlugen und somit saldiert zu dem Gesamtbeitrag in Höhe von TEUR 4.223 beitrugen.

In der Baader Bank AG sind die Abschreibungen insgesamt um TEUR 8.390 auf TEUR 17.142 gestiegen. Neben im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant gehaltenen Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen in Höhe von TEUR 8.793, resultiert der Anstieg mit TEUR 4.215 aus Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie mit TEUR 4.134 aus Abschreibungen auf Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen.

Der Steueraufwand im Konzernabschluss resultiert vor allem aus den positiven Ergebnisbeiträgen von Tochtergesellschaften, die steuerlich nicht mit negativen Ergebnissen saldiert werden können. Zudem macht der Konzern von dem Wahlrecht Gebrauch, Aktivüberhänge aus latenten Steuern nicht zu bilanzieren.

Infolge der beschriebenen Faktoren fiel das Konzernergebnis nach Steuern mit TEUR 2.402 positiv aus (Vorjahr TEUR - 3.482). In der Baader Bank AG wird ein Jahresfehlbetrag von TEUR - 4.394 ausgewiesen und liegt damit um TEUR 4.298 unter dem Vorjahresergebnis.

2.3.3 Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 764.844 und ist mit einem Anstieg um TEUR 186.308 deutlich höher als im Vorjahresvergleich (Baader Bank AG: um TEUR 142.465 auf TEUR 724.604). Die Bilanzstruktur des Baader Bank Konzerns hat dabei sowohl auf der Aktiv- als auch der Passivseite wesentliche Veränderungen erfahren. Die Veränderungen der Aktiva resultieren im Wesentlichen aus einem stichtagsbedingten Anstieg des Guthabens bei Zentralnotenbanken um TEUR 143.197 sowie einem Anstieg der Sachanlagen um insgesamt TEUR 44.399 durch die Erstkonsolidierung der Selan Gruppe. Korrespondierend sind auf der Passivseite die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Kreditinstituten aufgrund höherer Sichteinlagen, Darlehen im Zusammenhang mit der Refinanzierung des Windparks und Termingeldgeschäfte deutlich um TEUR 182.414 gestiegen. Die bilanzielle Eigenkapitalquote im Konzern als auch der Baader Bank AG liegt bei 13 %.

Im Einzelnen stellen sich die Vermögenslage und die Veränderungen der Bilanzposten des Baader Bank Konzerns sowie der Baader Bank AG zum Abschlussstichtag wie folgt dar:

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Baader Bank Konzern 2015 2016 2017 Veränderung zum Vorjahr
- Finanz- und Vermögenslage - TEUR /% TEUR /% TEUR /% absolut
TEUR
relativ
%
Kurzfristiges Vermögen 492.627 503.312 645.750 142.438 28%
Anteil des kfr. Vermögens an der Bilanzsumme 85% 87% 84%
davon Barreserve 14.593 74.311 217.508 143.197 > 100%
davon Forderungen an Kreditinstitute 117.067 95.166 90.251 -4.915 -5%
darunter täglich fällig 98.204 74.328 79.763 5.435 7%
darunter andere Forderungen 18.863 20.838 10.488 -10.350 -50%
davon Forderungen an Kunden 30.253 34.988 31.555 -3.433 -10%
davon Schulverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 225.003 204.902 225.730 20.828 10%
davon Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 27.124 23.534 19.017 -4.517 -19%
davon Handelsbestand 59.995 54.301 55.761 1.460 3%
davon sonstige Aktiva und Rechnungsabgrenzungsposten 18.592 16.110 5.928 -10.182 -63%
darunter sonstige Vermögensgegenstände 15.986 13.595 2.850 -10.745 -79%
darunter Rechnungsabgrenzungsposten 2.606 2.515 3.078 563 22%
Langfristiges Vermögen 83.703 75.224 119.094 43.870 58%
Anteil des lfr. Vermögens an der Bilanzsumme 15% 13% 16%
davon Beteiligungen und Anteile an assoziierten Unternehmen 5.968 5.518 4.092 -1.426 -26%
davon immaterielle Anlagewerte 27.006 21.002 21.292 290 1%
davon Sachanlagen 43.980 41.908 86.307 44.399 > 100%
davon aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 6.749 6.796 7.403 607 9%
darunter Pensionsverpflichtungen -7.158 -10.132 -10.542 410 4%
darunter beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens1 13.907 16.928 17.945 1.017 6%
Bilanzsumme 576.330 578.536 764.844 186.308 32%
Fremdfinanzierung 444.183 448.707 633.404 184.697 41%
Fremdfinanzierungsmittel in % der Bilanzsumme 77% 78% 83%
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 53.223 61.174 115.660 54.486 89%
darunter täglich fällig 21.214 15.524 30.490 14.966 96%
darunter mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 32.009 45.650 85.170 39.520 87%
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 386.031 382.874 510.802 127.928 33%
darunter täglich fällig 154.536 182.893 349.369 166.476 91%
darunter mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 231.495 199.981 161.433 -38.548 -19%
davon sonstige Verbindlichkeiten 4.929 4.659 6.942 2.283 49%
Sonstige Refinanzierungsmittel 31.992 33.814 33.984 170 1%
Sonstige Refinanzierungsquote 6% 6% 4%
davon Handelsbestand 1.686 2.116 2.898 782 37%
davon Rückstellungen 8.770 9.578 8.966 -612 -6%
davon Fonds für allgemeine Bankrisiken 21.536 22.120 22.120 0 0%
davon Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0 0 0%
Bilanzielles Eigenkapital 100.155 96.015 97.456 1.441 2%
Bilanzielle EK-Quote 17% 17% 13%
davon gezeichnetes Kapital 45.632 45.632 45.632 0 0%
davon Kapitalrücklage 31.431 31.431 31.431 0 0%
davon Gewinnrücklagen 28.230 24.565 30.568 6.003 24%
davon Anteile anderer Gesellschafter 1.408 1.029 861 -168 -16%
davon Bilanzgewinn/-verlust -6.546 -6.642 -11.036 -4.394 -66%
Außerbilanzielle Verpflichtungen 10.102 25.452 10.716 -14.736 -58%
davon Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 5 13.255 208 -13.047 -98%
davon Verpflichtungen aus Kreditzusagen 10.097 12.197 10.508 -1.689 -14%
Kennzahlen
Liquide Mittel2 112.797 148.639 297.271 148.632 100%
Bilanzieller Liquiditätsüberschuss3 257.202 247.037 224.610 -22.427 -9%
Modifizierte EK-Quote4 21% 20% 16%

1 Deckungsvermögen setzt sich aus beizulegendem Zeitwert folgender Bilanzpositionen zusammen: Forderungen an KI, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Rückdeckungswerte aus Versicherungen
2 Liquide Mittel setzen sich per Definition aus den Bilanzpositionen Barreserve und täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute zusammen
3 Bilanzieller Liquiditätsüberschuss entspricht der Summe kurzfristiger Forderungen, jederzeit veräußerbarer Wertpapiere sowie kurzfristiger Vebindlichkeiten
4 bilanzielle EK-Quote inklusive Fonds für allgemeine Bankrisiken

Tabelle 3: Indikatoren zur Finanz- und Vermögenslage des Baader Bank Konzerns

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Baader Bank AG 2015 2016 2017 Veränderung zum Vorjahr
- Finanz- und Vermögenslage - TEUR /% TEUR /% TEUR /% absolut
TEUR
relativ
%
Kurzfristiges Vermögen 479.184 489.612 633.726 144.114 29%
Anteil des kfr. Vermögens an der Bilanzsumme 83% 84% 87%
davon Barreserve 14.592 74.310 217.507 143.197 > 100%
davon Forderungen an Kreditinstitute 103.748 81.913 75.393 -6.520 -8%
darunter täglich fällig 87.473 63.644 67.122 3.478 5%
darunter andere Forderungen 16.275 18.269 8.271 -9.998 -55%
davon Forderungen an Kunden 32.392 37.231 37.722 491 1%
davon Schulverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 225.003 204.902 225.730 20.828 10%
davon Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 25.502 21.950 16.485 -5.465 -25%
davon Handelsbestand 59.995 54.301 55.761 1.460 3%
davon sonstige Aktiva und Rechnungsabgrenzungsposten 17.952 15.005 5.128 -9.877 -66%
darunter sonstige Vermögensgegenstände 15.796 13.395 2.800 -10.595 -79%
darunter Rechnungsabgrenzungsposten 2.156 1.610 2.328 718 45%
Langfristiges Vermögen 99.436 92.527 90.878 -1.649 -2%
Anteil des lfr. Vermögens an der Bilanzsumme 17% 16% 13%
davon Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen 26.745 26.876 31.588 4.712 18%
davon immaterielle Anlagewerte 22.436 17.257 12.358 -4.899 -28%
davon Sachanlagen 43.506 41.598 39.529 -2.069 -5%
davon aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 6.749 6.796 7.403 607 9%
darunter Pensionsverpflichtungen -7.158 -10.132 -10.542 410 4%
darunter beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens1 13.907 16.928 17.945 1.017 6%
Bilanzsumme 578.620 582.139 724.604 142.465 24%
Fremdfinanzierung 449.625 450.758 597.887 147.129 33%
Fremdfinanzierungsmittel in % der Bilanzsumme 78% 77% 83%
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 53.222 61.174 80.230 19.056 31%
darunter täglich fällig 21.213 15.524 30.490 14.966 96%
darunter mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 32.009 45.650 49.740 4.090 9%
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 392.221 385.585 512.872 127.287 33%
darunter täglich fällig 160.726 185.603 353.186 167.583 90%
darunter mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 231.495 199.982 159.686 -40.296 -20%
davon sonstige Verbindlichkeiten 4.182 3.999 4.785 786 20%
Sonstige Refinanzierungsmittel 28.383 30.865 30.595 -270 -1%
Sonstige Refinanzierungsquote 5% 5% 4%
davon Handelsbestand 1.686 2.116 2.898 782 37%
davon Rückstellungen 5.188 6.614 5.562 -1.052 -16%
davon Fonds für allgemeine Bankrisiken 21.509 22.135 22.135 0 0%
Bilanzielles Eigenkapital 100.612 100.516 96.122 -4.394 -4%
Bilanzielle EK-Quote 17% 17% 13%
davon gezeichnetes Kapital 45.632 45.632 45.632 0 0%
davon Kapitalrücklage 31.431 31.431 31.431 0 0%
davon Gewinnrücklagen 30.095 30.095 30.095 0 0%
davon Bilanzgewinn/-verlust -6.546 -6.642 -11.036 -4.394 -66%
Außerbilanzielle Verpflichtungen 10.102 25.452 10.716 -14.736 -58%
davon Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 5 13.255 208 -13.047 -98%
davon Verpflichtungen aus Kreditzusagen 10.097 12.197 10.508 -1.689 -14%
Kennzahlen
Liquide Mittel2 102.065 137.954 284.629 146.675 > 100%
Bilanzieller Liquiditätsüberschuss3 241.626 235.038 214.068 -20.970 -9%
Modifizierte EK-Quote4 21% 21% 16%

1 Deckungsvermögen setzt sich aus beizulegendem Zeitwert folgender Bilanzpositionen zusammen: Forderungen an KI, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Rückdeckungswerte aus Versicherungen
2 Liquide Mittel setzen sich per Definition aus den Bilanzpositionen Barreserve und täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute zusammen
3 Bilanzieller Liquiditätsüberschuss entspricht der Summe kurzfristiger Forderungen, jederzeit veräußerbarer Wertpapiere sowie kurzfristiger Vebindlichkeiten
4 bilanzielle EK-Quote inklusive Fonds für allgemeine Bankrisiken

Tabelle 4: Indikatoren zur Finanz- und Vermögenslage der Baader Bank AG

2.3.3.1 Kurzfristiges Vermögen

Die Buchwerte der Forderungen an Kreditinstitute reduzierten sich um TEUR 4.915 auf TEUR 90.251 (Baader Bank AG: um TEUR 6.520 auf TEUR 75.393) bei gleichzeitigem Anstieg der Guthaben bei Zentralnotenbanken um TEUR 143.197 auf TEUR 217.508. Die Erhöhung des Bestands an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren resultierte sowohl aus einem leichten Anstieg von Anleihen öffentlicher als auch anderer Emittenten um 11 % bzw. 10 %. Im Berichtsjahr sind die neu erworbenen Bestände an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren ausschließlich der Liquiditätsreserve zugeordnet worden. Der Gesamtbestand der Schuldverschreibungen von TEUR 225.730 bestand, wie schon in den Vorjahren, mit TEUR 166.496 zum überwiegenden Teil aus Unternehmensanleihen. Der Handelsbestand ist stichtagsbedingt um TEUR 1.460 bzw. 3 % auf TEUR 55.761 leicht gestiegen.

Nach deutlichem Abbau enthielt der Wertpapierbestand zum 31. Dezember 2017 in geringem Umfang Anleihen und Schuldverschreibungen (Marktwerte) von in den sogenannten GIIPS Staaten (Griechenland, Italien, Irland, Portugal, Spanien) ansässigen Emittenten. Im Wesentlichen entfallen diese mit TEUR 4.056 auf Irland (öffentliche Emittenten).

Die sonstigen Aktiva und Rechnungsabgrenzungsposten sind insgesamt um TEUR 10.182 auf TEUR 5.928 (Baader Bank AG: um TEUR 9.877 auf TEUR 5.128) gesunken. Dies ist hauptsächlich auf den Rückgang bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 10.745 (Baader Bank AG: TEUR 10.595) zurückzuführen. Neben der letzten Rückzahlung von Körperschaftsteuerguthaben resultiert die deutliche Veränderung aus der erstmaligen Einbeziehung der Selan Gruppe im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss. Die Baader Bank AG hatte die Anteile im Geschäftsjahr 2015 im Zuge einer Restrukturierung eines Kreditengagements aufgrund der Umwandlung einer Darlehensforderung erworben und diese im Vorjahr als zu Veräußerungszwecken gehaltene Unternehmensanteile innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände mit TEUR 8.829 ausgewiesen.

Einen Anstieg verzeichnete ebenfalls der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung um TEUR 607 auf insgesamt TEUR 7.403. Ursächlich hierfür war maßgeblich das auf TEUR 17.945 angestiegene Deckungsvermögen, welches zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Das Deckungsvermögen setzte sich mit TEUR 14.959 aus Forderungen an Kreditinstituten sowie mit TEUR 2.986 aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren zusammen.

2.3.3.2 Beteiligungen und Anteile an assoziierten/verbundenen Unternehmen

Der Buchwert der Beteiligungen sowie der Anteile an assoziierten Unternehmen reduzierte sich im Berichtsjahr um TEUR 1.426 auf TEUR 4.092. Dies ist auf die negative Ergebnisentwicklung der assoziierten Unternehmen zurückzuführen.

In der Baader Bank AG sind die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen insgesamt um TEUR 4.712 auf TEUR 31.588 gestiegen. Der mit Abstand größte Effekt in Höhe von TEUR 8.829 entfällt auf den geänderten Ausweis der Selan Gruppe, die im Vorjahr noch zu Veräußerungszwecken gehalten wurde und unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen war.

2.3.3.3 Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Als Folge der zum 01. Januar 2017 erfolgten Erstkonsolidierung der Selan Gruppe und dem damit verbundenen Einbezug des Windparks in den Konzernabschluss der Baader Bank AG, haben sich die Sachanlagen im Konzern insgesamt verdoppelt. Diese sind um TEUR 44.399 auf insgesamt TEUR 86.307 angestiegen. Die immateriellen Anlagewerte verblieben mit TEUR 21.292 nahezu auf Vorjahresniveau.

In der Baader Bank AG waren die Sachanlagen und immateriellen Anlagewerte um TEUR 6.968 auf TEUR 51.887 rückläufig. Dies ist bedingt durch die im Geschäftsjahr planmäßig vorgenommenen Abschreibungen in Höhe TEUR 8.793, denen Investitionen inkl. Umbuchungen aus geleisteten Anzahlungen in Höhe von TEUR 1.937 gegenüberstanden.

Die Zugänge bei den immateriellen Anlagewerten entfielen im Wesentlichen auf die Bereiche Geschäfts- oder Firmenwerte (TEUR 6.837) und EDV-Software (TEUR 1.345). Der mit Abstand größte Anteil in Höhe von TEUR 6.820 entfällt auf den Geschäfts- oder Firmenwert der Selan Gruppe. Im Bereich EDV-Software wurden größtenteils bestehende Anwendungen erweitert sowie neue Softwareprodukte angeschafft.

Weder zum Bilanzstichtag noch zum Zeitpunkt der Berichtserstellung waren weitere wesentliche Investitionen geplant. Unter dieser Maßgabe werden sich die immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen künftig um weitere planmäßige Abschreibungen reduzieren.

2.3.3.4 Fremdfinanzierung

Die Fremdfinanzierungsmittel setzten sich ausschließlich aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie sonstigen Verbindlichkeiten zusammen. Insgesamt liegen die Fremdfinanzierungsmittel über Vorjahresniveau (Anstieg um TEUR 184.696) und betragen zum Bilanzstichtag TEUR 633.403 (Baader Bank AG: Anstieg um TEUR 147.129 auf TEUR 597.887). Ursächlich für den starken Zuwachs sind im Wesentlichen ein Anstieg der täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um TEUR 166.476 (Baader Bank AG: TEUR 167.583) sowie die durch das Darlehen zur Refinanzierung des Windparks angestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit (Anstieg um TEUR 35.428), bei gleichzeitiger Rückzahlung eigener begebener Schuldscheindarlehen. Diese reduzierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 20.390 auf TEUR 157.286.

Stichtagsbedingt ergab sich bei den sonstigen Verbindlichkeiten ein Anstieg in Höhe von TEUR 2.283 auf TEUR 6.942 (Baader Bank AG: um TEUR 786 auf TEUR 4.785).

2.3.3.5 Sonstige Refinanzierungsmittel

Die sonstigen Refinanzierungsmittel sind im Berichtsjahr leicht um TEUR 170 auf TEUR 33.984 (Baader Bank AG: Rückgang um TEUR 270 auf TEUR 30.595) gestiegen. Der Anstieg resultiert mehrheitlich aus stichtagsbedingt höheren passiven Handelsbeständen der Baader Bank AG (Anstieg um TEUR 782) sowie geringer dotierten Rückstellungen (Rückgang um TEUR 612). Aufgrund geringerer Zuführungen zu den Rückstellungen für Verwaltungskosten und Provisionsaufwendungen sind diese in der Baader Bank AG um insgesamt TEUR 1.052 zurückgegangen. Der Sonderposten für den Fonds für allgemeine Bankrisiken beträgt zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr TEUR 22.120 (Baader Bank AG: TEUR 22.135).

2.3.3.6 Bilanzielles Eigenkapital

Im laufenden Geschäftsjahr 2017 ergaben sich keine Veränderungen des gezeichneten Kapitals und der Kapitalrücklagen. Der Anstieg des Eigenkapitals um TEUR 1.441 auf TEUR 97.456 ist im Wesentlichen bedingt durch das Konzernergebnis vor Anteilen anderer Gesellschafter (TEUR + 2.282), Dividendenausschüttungen (TEUR - 48) sowie Effekten aus der Währungsumrechnung (TEUR - 793). In der Baader Bank AG reduzierte sich das Eigenkapital um TEUR 4.394 auf TEUR 96.122 aufgrund des Jahresfehlbetrags. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt 13 % (Baader Bank AG: 13 %), die modifizierte Eigenkapitalquote unter Berücksichtigung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 16 % (Baader Bank AG: 16 %). Die aufsichtsrechtliche Gesamtkapitalquote der Baader Bank AG beträgt rund 17 % (Vorjahr 15 %).

Für die Angaben gem. § 315 Abs. 2 HGB i.V.m. § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird auf den Konzernanhang des Jahresabschlusses der Baader Bank für das Geschäftsjahr 2017 verwiesen.

2.3.3.7 Außerbilanzielle Verpflichtungen

Die außerbilanziellen Verpflichtungen resultierten zum Stichtag aus Eventualverbindlichkeiten (Bürgschaften) in Höhe von TEUR 208 sowie aus offenen unwiderruflichen Kreditzusagen an Kunden in Höhe von TEUR 10.508.

2.3.3.8 Liquidität

Die Steuerung der täglichen Zahlungen, die Planung der erwarteten Zahlungsströme sowie die Lenkung der freien Liquidität im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements sichern die jederzeitige Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen des Baader Bank Konzerns.

Die schon in den Vorjahren sehr solide Liquiditätsausstattung des Konzerns konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr auf hohem Niveau gehalten werden. Der bilanzielle Liquiditätsüberschuss zum Bilanzstichtag hat um 9 % bzw. TEUR 22.427 auf TEUR 224.610 abgenommen (Baader Bank AG: Abnahme um 9 % bzw. TEUR 20.970 auf TEUR 214.068).

Die aufsichtsrechtliche Liquiditätskennziffer der Baader Bank AG betrug zum 31. Dezember 2017 4,98 (Vorjahr 4,69). Die Liquiditätskennziffer gemäß der Liquiditätsverordnung stellt das Verhältnis der Zahlungsmittel zu den Zahlungsverpflichtungen dar, die einer Fälligkeit bis zu einem Monat unterliegen. Dabei dürfen die Zahlungsverpflichtungen der Baader Bank AG die Zahlungsmittel der Höhe nach nicht überschreiten. Dies impliziert, dass die Liquiditätskennziffer nicht unter 1,0 sinken darf.

Zum Bilanzstichtag bestehen nicht genutzte Kreditrahmenvereinbarungen bei inländischen Kreditinstituten.

2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 Mitarbeiter

Im Berichtsjahr ist die Anzahl der Mitarbeiter im Baader Bank Konzern zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr von 452 auf 447 Beschäftigte gesunken. Die Konzern-Belegschaft setzt sich aus 127 Arbeitnehmerinnen und 320 Arbeitnehmern zusammen, die aus 30 Nationen stammen.

In der Baader Bank AG blieb die Anzahl der Mitarbeiter zum 31. Dezember 2016 gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die 393 Mitarbeiter, davon 112 Arbeitnehmerinnen und 281 Arbeitnehmer, stammen aus 23 Nationen.

Der Baader Bank Konzern legt besonderen Wert auf die hohe Qualifikation und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Dabei bildeten auch im Jahr 2017 die Förderung von Fach- und Nachwuchsführungskräften sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie einen Schwerpunkt der Personalarbeit.

Mit einer eigenen Unterstützungskasse, der Baader Unterstützungskasse e.V., besteht eine eigenständige soziale Einrichtung, um Versorgungsleistungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gewähren zu können.

2.4.2 Umweltbericht

Die Baader Bank und ihre Tochterunternehmen betreiben keinerlei nennenswerte umweltbelastende Geschäftsaktivitäten. Unternehmensintern wird größter Wert auf einen Ressourcen-schonenden Umgang mit Produktions- (Kopierer, Drucker und andere Geräte der Büroausstattung) und Verbrauchsmitteln gelegt. Die Konzernzentrale in Unterschleißheim wurde nach neuesten ökologischen Erkenntnissen insbesondere in den Bereichen Wasser, Wärme und Klimatisierung errichtet und wird entsprechend bewirtschaftet.

2.5 Gesamtaussage zum Wirtschaftsbericht

Der Geschäftsverlauf des Baader Bank Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 zeigt sich insgesamt positiv. Aufgrund eines deutlich gestiegenen Rohertrags und somit eines im Vergleich zum Vorjahr positiven operativen Ergebnisses, ist ein deutlicher Ergebniszuwachs zu verzeichnen. Die im Verlauf des Geschäftsjahres getroffene Entscheidung, die Veräußerungsabsicht der Selan d.o.o. aufzugeben, hat sich positiv bestätigt. Die Selan Gruppe trägt wesentlich zum Gesamtergebnis des Konzerns bei.

Der Belebung des Marktumfeldes entsprechend konnte die Baader Bank AG sich erneut im Wettbewerb gut behaupten sowie ihre Stellung als Marktteilnehmer stetig ausbauen. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Restrukturierungskosten haben in der Baader Bank AG letztlich dazu geführt, dass das Ergebnis des Geschäftsjahres dennoch negativ ausgefallen ist.

Als zufriedenstellend lässt sich nach Einschätzung des Vorstands auch der Geschäftsverlauf der Baader &Heins AG beurteilen, die trotz hoher Abschreibungen auf die Anteile an der SKALIS AG, einen positiven, über dem Vorjahresniveau liegenden, Ergebnisbeitrag erwirtschaften konnte.

Der Geschäftsverlauf der CCPM AG zeigte sich insgesamt etwas verhaltener als im Vorjahr, konnte jedoch ebenfalls mit einem leicht positiven Gesamtbeitrag zum Konzern sein Geschäftsjahr abschließen.

Sowohl bei der SKALIS AG als auch der CCPM AG hängt die Geschäftsentwicklung stark von der Entwicklung der AuM und der bei der Verwaltung dieser Assets erzielten Wertentwicklung ab. Trotz des leichten Rückgangs der AuM zum Vorjahr, liegen diese bei der CCPM AG noch deutlich über dem durchschnittlichen Niveau des Geschäftsjahres 2015. Bei der SKALIS AG hingegen gab es teils deutliche Abflüsse bei den AuM, die zusammen mit der unterdurchschnittlichen Wertentwicklung der Fonds letztlich erneut zu einem Jahresfehlbetrag der Gesellschaft führten.

Die beschriebenen Faktoren (siehe Kapitel 2.2.1) im Geschäftsfeld Multi Asset Brokerage führten insbesondere auch bei der Baader Helvea Gruppe zu deutlich gestiegenen Geschäftsaktivitäten im Baader Bank Konzern und damit zu einem Anstieg des Provisionsergebnisses. Insgesamt konnte die Gruppe somit einen positiven Beitrag zum Gesamtergebnis des Konzerns leisten.

Rückblickend ist das Geschäftsjahr des Baader Bank Konzerns positiv verlaufen. Die sehr gute Positionierung am Markt, die internationale Ausrichtung und die Anerkennung, die vor allem im Kundenportfolio zum Ausdruck kommt sowie nicht zuletzt die Reorganisation der Geschäftsfelder stimmen den Vorstand für die kommenden Geschäftsjahre positiv.

Die soliden Vermögens- und Finanzverhältnisse des Baader Bank Konzerns sind seit Jahren geordnet, wodurch die Zahlungsfähigkeit im Berichtszeitraum jederzeit gewährleistet war.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

Im nachfolgenden Abschnitt wird die Risikolage des Baader Bank Konzerns sowie der Baader Bank AG zum 31. Dezember 2017 dargestellt. Da aus der Geschäftstätigkeit der Baader Bank AG bisher immer der größte und somit wesentliche Anteil am Risiko im Baader Bank Konzern resultierte, sind die Strukturen und Prozesse des Risikomanagements auf Ebene des Baader Bank Konzerns aufgesetzt. Um die Geeignetheit dieser Systematik nachzuweisen, wird mindestens jährlich eine Abweichungsanalyse zwischen dem Risikopotenzial der Baader Bank AG und des Baader Bank Konzerns durchgeführt. Per 31.12.2017 ergab die Analyse einen deutlichen Anstieg der Abweichung, welche nun als wesentlich einzustufen ist. Somit wird die Bank ein separates Limitsystem für die Baader Bank AG im ersten Quartal des neuen Jahres entwickeln sowie eine entsprechende Überwachung und das zugehörige Reporting implementieren.

Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich in erster Linie auf das Risikomanagement im Baader Bank Konzern. Die Kennzahlen der Baader Bank AG werden immer ergänzend - sofern abweichend -zu denen des Konzerns dargestellt. Im Falle von inhaltlichen Abweichungen bei den Verfahren und Prozessen wird jeweils gesondert darauf hingewiesen.

3.1.1 Das Risikomanagementsystem des Baader Bank Konzerns

Die Geschäftsaktivitäten des Baader Bank Konzerns sind ihrem Wesen nach mit Risiken behaftet. Demzufolge hat der Vorstand ein umfassendes Risikomanagementsystem installiert. Dieses orientiert sich einerseits an dem vorgegebenen aufsichtsrechtlichen Rahmen gemäß einschlägiger Verlautbarungen der nationalen und internationalen Aufsichtsbehörden sowie andererseits internen wirtschaftlichen Erfordernissen.

3.1.2 Ziele des Risikomanagements

Das übergeordnete Ziel des Risikomanagements des Baader Bank Konzerns ist die permanente Sicherstellung der Risikotragfähigkeit und damit der Schutz des Unternehmensfortbestands. Demzufolge stellen das bewusste Eingehen, das aktive Management und die laufende Überwachung von Risiken die Kernelemente der Geschäfts- und Risikosteuerung des Baader Bank Konzerns dar. Im Zuge der Geschäftsaktivitäten werden die Risiken identifiziert, beurteilt und überwacht. Nur so ist es möglich, die Geschäftstätigkeit risikobewusst zu steuern, d.h. kalkulierbare Risiken unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit wohlüberlegt einzugehen und existenzgefährdende Risiken kategorisch auszuschließen.

Um diesem Grundsatz gerecht zu werden, verschafft sich der Vorstand im Rahmen einer umfassenden Risikoberichtserstattung täglich einen Überblick über die Ausprägung aller wesentlichen Risiken und deren Limitauslastungen des Baader Bank Konzerns. Die Risikotragfähigkeit findet insbesondere auch im Rahmen der Festlegung der Geschäfts- und Risikostrategie Berücksichtigung.

3.1.3 Risikotragfähigkeit

Die Risikotragfähigkeit wird vom Risk Management des übergeordneten Instituts, der Baader Bank AG, das für das Risikomanagement auf Konzernebene zuständig ist, regelmäßig überprüft. Dabei wird das verfügbare Risikodeckungspotenzial (RDP) dem Risikopotenzial gegenübergestellt. Hierbei wird für die Steuerung der Risikotragfähigkeit ein periodenorientierter Fortführungsansatz (Going Concern) zur Herleitung des Risikodeckungspotenzials verwendet. Die im Bankenaufsichtsrecht vorgegebenen Eigenkapitalanforderungen gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) / Capital Requirements Directive (CRD IV) - Verordnung (EU) Nr. 575/2013 und Richtlinie 2013/36/EU vom 26. Juni 2013 dürfen in diesem Ansatz nicht zur Risikoabdeckung herangezogen werden. Die Eigenmittel sowie die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen per 31. Dezember 2017 werden in der folgenden Tabelle dargestellt:

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in TEUR Baader Bank AG Baader Bank Konzern
31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017
Eigenmittel 102.369 103.708 95.518 94.628
Risikoaktiva 676.282 629.282 671.178 625.728
Eigenmittelanforderung 58.329 59.782 57.889 59.444

Tabelle 5: Übersicht Eigenmittelanforderungen

Ziel des Going Concern-Ansatzes ist somit die Fortführung der Geschäftstätigkeit unter der Nebenbedingung, dass die Erfüllung der Mindesteigenkapitalanforderungen dauerhaft gewährleistet ist, auch wenn sich die betrachteten Risiken realisieren würden.

Das primäre und sekundäre Risikodeckungspotenzial des Baader Bank Konzerns setzt sich aus dem Plangewinn (primäres RDP) und bilanziellen Eigenkapitalbestandteilen (sekundäres RDP) zusammen. Man spricht daher von einer GuV- / bilanzorientierten Ableitung. Der Plangewinn (Jahresüberschuss vor konzernfremden Gesellschaftern) stellt hierbei den Betrag dar, der für die kommenden zwölf Monate im Rahmen der Planungsrechnung unter der Berücksichtigung des erwarteten Marktumfeldes prognostiziert wird. Hierbei wird zwischen dem Plangewinn im Normal, Middle und Worst Case differenziert. Diese unterscheiden sich hinsichtlich der ihnen zugrunde liegenden Planprämissen. Da der Plangewinn grundsätzlich eine unsichere Zukunftsgröße ist, wurde für die Ermittlung der Risikotragfähigkeit per 31. Dezember 2017 der Middle Case für die Primäre Risikodeckungsmasse zugrunde gelegt. In Abhängigkeit von der aktuellen Geschäftsentwicklung kann es im laufenden Geschäftsjahr zur Anpassung der zugrunde gelegten Planzahlen zum Normal oder Worst Case kommen. Dies führt immer zu einer außerordentlichen Überprüfung der Risikotragfähigkeit.

Bei der Überprüfung der Risikotragfähigkeit wird das verfügbare Risikodeckungspotenzial dem Risikopotenzial gegenüber gestellt. Hierbei wird immer ein rollierender 12-Monats-Horizont zugrunde gelegt. Da in den Plangewinnen erwartete Verluste bereits Berücksichtigung finden, werden bei der Ermittlung des Risikopotenzials ausschließlich unerwartete Verluste quantifiziert. Per 31. Dezember 2017 hatte der Vorstand eine Verlustobergrenze i.H.v. TEUR 15.636 festgelegt, die durch das Risikopotenzial wie folgt ausgelastet war:

Risikotragfähigkeit per 31.12.2017 Baader Bank Konzern

Abbildung 1: Risikotragfähigkeit im Baader Bank Konzern

Das Gesamtrisiko des Baader Bank Konzerns wird durch das verfügbare Risikodeckungspotenzial begrenzt. Grundsätzlich stellt zur dauerhaften Sicherstellung der Risikotragfähigkeit der Vorstand nur einen Teil des Risikodeckungspotenzials als sogenanntes Risikokapital zur Verfügung. Dieses wird "top down" auf die einzelnen Risikoarten bzw. die jeweiligen Geschäftsbereiche verteilt und hat als Risikolimit eine begrenzende Funktion. Ergänzend werden eingetretene Verluste täglich bei der verfügbaren Risikokapitalreserve zum Abzug gebracht. Hierdurch wird überprüft, ob die Risikokapitalreserve noch ausreicht und die Risikotragfähigkeit weiterhin gegeben ist. Das Risikodeckungspotenzial, das Risikopotenzial und das Risikokapital werden mindestens quartalsweise überprüft, um GuV-Veränderungen zwischen den Plan- und den tatsächlichen Ist-Zahlen einzubeziehen.

Um zu gewährleisten, dass selbst in hypothetischen Krisenzeiten (Stressszenarien) das gebundene Kapital (tertiäres Risikodeckungspotenzial) nicht in Anspruch genommen werden muss, stellt das Risk Management die größten Verluste aus den durchgeführten Stressszenarien für alle relevanten Risikoarten dem verfügbaren Risikodeckungspotenzial gegenüber. Im Stressfall wird für die primäre Risikodeckungsmasse der Plangewinn aus der Worst Case-Planung angesetzt und für die sekundäre Risikodeckungsmasse ergänzend der Fonds für allgemeine Bankrisiken berücksichtigt. Gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) AT 4.3.3 müssen die Ergebnisse der Stresstests "nicht automatisch in eine Unterlegung mit Risikodeckungspotenzial münden"; sie sind jedoch kritisch zu reflektieren und ein etwaiger Handlungsbedarf ist abzuleiten.

Neben dem Going Concern-Ansatz ist der Baader Bank Konzern auch verpflichtet, den sogenannten Liquidationsansatz (Gone Concern) zu berechnen. Beim Liquidationsansatz können im Gegensatz zum Going Concern-Ansatz auch die im Bankenaufsichtsrecht vorgegebenen Eigenkapitalanforderungen als Risikodeckungspotenzial eingesetzt werden. Planwerte kommen hingegen nicht zum Tragen. Dabei steht im fiktiven Liquidationsfall der Schutz der Gläubiger im Vordergrund. Zielsetzung ist es, auch im Falle der Realisierung der Risiken noch ausreichend Vermögenswerte vorzuhalten, um die Gläubiger befriedigen zu können.

Zusammenfassend kann für das Geschäftsjahr 2017 sowohl für den Baader Bank Konzern als auch die Baader Bank AG festgestellt werden, dass die Risikotragfähigkeit zu keiner Zeit gefährdet und selbst im Falle des Eintretens des schlechtesten Stressszenarios der Unternehmensfortbestand weiterhin gegeben war.

3.1.4 Risikoinventur und -Strategie

Im Rahmen der jährlich stattfindenden Strategiesitzung des Vorstands werden die Geschäftsstrategie sowie die Ziele für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten des Baader Bank Konzerns definiert. Dabei werden externe Einflussfaktoren, die ihnen zugrunde liegenden Annahmen und interne Einflussfaktoren wie die Risikotragfähigkeit, die Ertragslage, die Liquidität etc. in die strategischen Überlegungen miteinbezogen.

Abgeleitet aus der Geschäftsstrategie beschließt der Vorstand unter Berücksichtigung interner und externer Einflussfaktoren eine zur Geschäftsstrategie konsistente Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr. Hierfür ist es erforderlich, dass eine Risikoinventur für den Baader Bank Konzern vorgenommen wird, die neue Aspekte aus der Geschäftsstrategie einbezieht. Diese wird im Baader Bank Konzern mindestens jährlich durch das Risk Management der Baader Bank AG durchgeführt. Darüber hinaus kann es z.B. aufgrund von Änderungen hinsichtlich der Wesentlichkeit von Risiken oder durch die Aufnahme der Geschäftstätigkeit in neuen Produkten oder auf neuen Märkten zu einer außerordentlichen Überprüfung kommen. Um zu gewährleisten, dass das Risk Management unverzüglich Kenntnis von solchen Änderungen erhält, ist es in alle "Neue Produkte, neue Märkte"-Prozesse und Projekte einzubeziehen sowie über Änderungen der strategischen Ausrichtung, Beteiligungsstruktur, Markterwartungen etc. unverzüglich zu informieren. Identifizierte Änderungen im Risikoprofil werden zeitnah berücksichtigt und an den Vorstand berichtet. Als wesentliche Risiken wurden im vergangenen Geschäftsjahr die Folgenden identifiziert:

Abbildung 2: Übersicht Risiken der Baader Bank

Die im Anschluss festgelegte Risikostrategie wird in Teilstrategien nach den wesentlichen Risikoarten dargestellt. Grundbestandteil der risikopolitischen Strategie ist, dass die Risikotragfähigkeit der Bank jederzeit gegeben ist. Demzufolge wird für alle wesentlichen Risikoarten vom Vorstand ein bestimmter Betrag an Risikokapital bereitgestellt, der als Limit für Verluste aus der jeweiligen Risikoart dient. Ausgehend von einer Risikodeckungsmasse i.H.v. TEUR 92.069 (Baader Bank AG: TEUR 98.878) wurde vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 Risikokapital in Form einer Verlustobergrenze in Höhe von TEUR 12.786 bereitgestellt. Das Risikokapital für den Baader Bank Konzern ist folgendermaßen auf die einzelnen Risikoarten allokiert:

Aufteilung Risikokapital Baader Bank Konzern

Abbildung 3: Aufteilung des Risikokapitals des Baader Bank Konzerns

3.1.5 Strukturen und Prozesse des Risikomanagements

Das Risikomanagementsystem des Baader Bank Konzerns umfasst gemäß der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (AT 4.3.2 Tz. 1) eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken. Diese Prozesse gestalten sich wie folgt:

Der Identifizierung von neuen Risiken wird dadurch Rechnung getragen, dass alle risikobehafteten Geschäfte bzw. daraus entstehende Positionen unverzüglich in den bestandsführenden Systemen erfasst werden. Darüber hinaus wird das Risk Management im Rahmen des Prozesses "Aktivitäten in neuen Produkten oder auf neuen Märkten" über mögliche Änderungen im bestehenden Risikoprofil zeitnah informiert. Hierbei wird eine Prüfung der geplanten Aktivitäten durchgeführt und der entsprechende Risikogehalt identifiziert. Bestehende Aktivitäten werden einer laufenden Überprüfung unterzogen. Darüber hinaus findet mindestens jährlich eine Risikoinventur für den Baader Bank Konzern und dessen Einzelinstitute durch das Risk Management der Baader Bank AG statt.

Die Beurteilung der Risiken erfolgt anhand von detaillierten Analysen im Risk Management, welches ein Konzept zur Steuerung und Überwachung dieser Risiken entwickelt hat. Die identifizierten Risiken werden soweit möglich anhand eines Value at Risk-Konzepts quantifiziert und dem Risikokapital gegenübergestellt. Dabei wird immer ein rollierender 12-Monats-Horizont zugrunde gelegt. Die detaillierte Beschreibung der Verfahren ist im Kapitel zu den Risiken des Baader Bank Konzerns nachzulesen.

Die Steuerung der Risiken im Baader Bank Konzern erfolgt über ein System von Limiten zur Begrenzung der jeweiligen wesentlichen Risiken. Die Limite werden mindestens jährlich auf Grundlage der Risikotragfähigkeit durch den Vorstand per Beschluss festgelegt. Unabhängig davon können diese Limite angepasst werden, wenn die Geschäftstätigkeit und / oder die Ertragslage des Baader Bank Konzerns dies erforderlich machen.

Durch die permanente Anrechnung der Risiken auf die Limite wird dem Risk Management eine adäquate Überwachung ermöglicht. Liegt eine Limitüberschreitung vor, so wird diese unmittelbar durch das Risk Management erkannt und entsprechende Maßnahmenempfehlungen wie bspw. Positionsrückführung oder kurzfristige Limiterhöhung an den verantwortlichen Marktvorstand und den Überwachungsvorstand kommuniziert. Der Vorstand beschließt dann eine zu ergreifende Maßnahme und teilt diese dem betroffenen Marktbereich sowie dem Risk Management mit. Das Risk Management überwacht die Ausführung der beschlossenen Maßnahme und leitet ggf. einen Eskalationsprozess ein, falls die Maßnahme nicht umgesetzt wurde. Ergänzend hat das Risk Management zur Überwachung ein Risikofrüherkennungssystem installiert.

Der Vorstand ist für die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation und deren Weiterentwicklung verantwortlich. Diese Verantwortung umfasst u.a. alle wesentlichen Elemente des Risikomanagements inkl. der Festlegung der Risikopolitik. Damit der Vorstand dieser Verantwortung gerecht werden kann, existiert ein umfassendes Berichtswesen des Risk Managements, welches die gemäß MaRisk geforderte Kommunikation in Form täglicher und turnusmäßiger Berichte und soweit erforderlich durch Ad Hoc-Meldungen an den Vorstand gewährleistet.

Darüber hinaus führt das Risk Management mindestens quartalsweise Stresstests für alle wesentlichen Risikoarten durch. Im Rahmen der Stresstests definiert das Risk Management verschiedene außergewöhnliche, aber plausibel mögliche Szenarien und überprüft deren Wirkung auf das bestehende Portfolio. Das Szenario mit dem größten Verlust wird als Worst Case Szenario bezeichnet. Per 31. Dezember 2017 wurden ergänzende Zinsszenarien zur Berechnung der Zinssensitivitäten der Marktpreisrisikopositionen der Profit Center eingeführt. Die Ergebnisse der Stresstests werden im Rahmen eines Stresstest-Berichts dem Vorstand dargelegt und gegebenenfalls mit diesem diskutiert. Ferner finden die Ergebnisse aus den Stresstests im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung. Per 31. Dezember 2017 ergab sich im schlechtesten Szenario ein Verlust für den Baader Bank Konzern in Höhe von TEUR 36.162 (Vorjahr: TEUR 39.962).

Die dargelegten Prozesse stellen sicher, dass die wesentlichen Risiken frühzeitig erkannt, vollständig erfasst und in angemessener Weise gesteuert und überwacht werden. Weiterhin werden die Prozesse regelmäßig überprüft und zeitnah an sich ändernde Bedingungen angepasst. Ebenso findet für die angewandten Methoden und Verfahren regelmäßig eine Validierung statt, in der die Angemessenheit der Verfahren sowie die zugrunde liegenden Annahmen überprüft und ggf. Anpassungsbedarf identifiziert wird. Die Ergebnisse der Validierungen werden dem Vorstand in Form gesonderter Berichte zur Kenntnis gebracht.

Die technische Ausstattung der Risikoüberwachungs- und -steuerungssysteme ist im Hinblick auf das Risikomanagementsystem geeignet. Darüber hinaus wird für die Sicherung einer angemessenen Qualifikation des Personals permanent Sorge getragen. Die Prüfung des Risikomanagementprozesses erfolgt mindestens jährlich durch die Interne Revision.

3.1.6 Wesentliche Änderungen im Vergleich zum Vorjahr

In 2017 wurden folgende wesentliche Änderungen in den im Risk Management eingesetzten Modellen vorgenommen:

Adressenausfallrisiko

Bei der Credit Spread VaR Berechnung wurde die Methodik von einer quartalsweisen Risikomessung auf eine automatische, tägliche Monte-Carlo-Simulation in Decide verbessert. Das Modell wurde dabei von der historischen auf die Monte-Carlo Simulation verändert. Bei der Methodik wurde vom Duration auf den Full Valuation Approach umgestellt.

Ergänzend wurden im Rahmen der jährlichen Validierungen die Modelle der internen Ratingverfahren, welche zur Beurteilung des Adressenausfallrisikos genutzt werden, überprüft und mit Hilfe externer Bonitätseinstufungen (S&P-Ratings) und externer Ausfallwahrscheinlichkeiten kalibriert.

Marktpreisrisiko

Auch im Marktpreisrisiko wurden im vergangenen Geschäftsjahr diverse Modellvalidierungen durchgeführt. Basierend auf den Ergebnissen hat das Risk Management einzelne Korrekturfaktoren für die Marktpreisrisikoberechnung sowie die zugrunde liegende Zuordnung der Risikofaktoren zu den Einzelpositionen angepasst.

Operationelles Risiko

Seit dem vergangenen Geschäftsjahr werden das Reputationsrisiko sowie das Modellrisiko unter dem Operationellen Risiko subsumiert. Da die Ursache von Schäden aus diesen Risikoarten üblicherweise einer der sieben Risikokategorien des Operationellen Risikos zuzuordnen ist, ist dieses Vorgehen vertretbar und auch sinnvoll.

Liquiditätsrisiko

Im vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres wurde das Marktliquiditätsrisiko in das Marktpreisrisiko integriert. Auf eine gesonderte Quantifizierung des Risikos wird seit diesem Zeitpunkt verzichtet. Mit dieser Umstellung folgte das Risk Management der gängigen Marktpraxis (s. auch "Praxis des Liquiditätsrisikomanagements in ausgewählten deutschen Kreditinstituten" (BaFin 28.01 .2008)). Die Berücksichtigung des Marktliquiditätsrisikos im Marktpreisrisiko erfolgt dabei über die Steuerung der Haltedauerannahmen bei der Berechnung des Value-at-Risk, die sich an dem maximal zu erwartenden Zeitraum der Liquidierbarkeit orientieren.

3.1.7 Die Risiken des Baader Bank Konzerns

Als wesentliche Risiken wurden im vergangenen Geschäftsjahr unverändert das Marktpreisrisiko, das Adressenausfallrisiko, das Operationelle Risiko, das Liquiditätsrisiko und das Geschäftsrisiko identifiziert. Bestandsgefährdende Risiken bestehen hierbei nicht.

Nachfolgend werden diese Risikoarten detailliert erläutert, beurteilt (Quantifizierung im Rahmen einer Nettobetrachtung unter Berücksichtigung risikoreduzierender Effekte) und die zur Risikobegrenzung eingesetzten Maßnahmen veranschaulicht.

3.1.7.1 Marktpreisrisiko

Allgemein versteht man unter Marktpreisrisiken alle Risiken, die aus der Veränderung des Marktpreises eines Finanzinstruments über eine bestimmte Zeitperiode resultieren. Dabei unterscheidet man je nach Einflussparameter das Aktienkursrisiko, das Zinsänderungsrisiko und das Währungsrisiko. Das Aktienkursrisiko bezeichnet das Risiko aus der Preisänderung von Aktien. Das Zinsänderungsrisiko ist das Risiko einer durch Marktzinsänderungen induzierten Verringerung des Barwertes eines zinssensitiven Finanzinstruments. Unter dem Wechselkursrisiko versteht man das Risiko eines Verlustes aufgrund sich negativ für die eigene Position entwickelnder Wechselkurse.

Darüber hinaus wurde im vergangenen Geschäftsjahr das Marktliquiditätsrisiko in das Marktpreisrisiko integriert. Das Marktliquiditätsrisiko kann sich insbesondere bei wenig liquiden Wertpapieren konkretisieren. Eine geringe Marktliquidität in einzelnen Handelsprodukten führt dazu, dass Transaktionen in diesen Produkten beeinträchtigt sind. Diesem Risiko wird durch eine gegebenenfalls erhöhte Haltedauer bei der Berechnung des VaR für die betroffenen Portfolien Rechnung getragen.

Die beschriebenen Marktpreisrisiken resultieren grundsätzlich nur aus dem Eigenhandel und nicht aus dem Vermittlungsgeschäft. Demzufolge sind hier die Bestände insbesondere aus den Einheiten Market Making, Vorstand und Treasury betroffen. Zum Jahresende bestand folgendes Exposure an Marktpreisrisiko behafteten Positionen:

Marktpreisrisikopositionen (in TEUR)

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Baader Konzern Baader Bank AG
2017 2016 2017 2016
Aktien 20.440 13.621 20.440 13.621
Renten 225.122 203.844 225.122 203.844
Verbriefte Derivate 122 797 122 797
Fonds, Index- und fondsähnliche Zertifikate 22.671 52.265 20.108 50.700
Optionen 6 1 6 1
Futures -216 -31.748 -216 -31.748
Swaps 0 0 0 0

Tabelle 6: Bestandsübersicht des Baader Bank Konzerns / der Baader Bank AG zum 31. Dezember 2017

Die Unterschiede zwischen dem Baader Bank Konzern und der Baader Bank AG in der Position "Fonds, Index- und fondsähnliche Zertifikate" sind hierbei auf Eigenbestände der Tochterunternehmen zurückzuführen. In den Positionen Optionen und Futures sind ausschließlich zur Risikoreduktion eingesetzte Derivate der Profit Center im Bereich Market Making enthalten.

Die Kursänderungsrisiken werden durch ein Value at Risk (VaR)- Modell basierend auf Monte-Carlo-Simulationen im zentralen Handelssystem der Baader Bank AG gemessen. Der VaR wird bei einem gewählten Konfidenzniveau von 99 % für die angesetzte Halteperiode bestimmt. Abweichend hierzu werden das Zinsänderungsrisiko des Bankbuchs und das Devisenkursänderungsrisiko auf Basis der Historischen Simulation in einem gesonderten System ermittelt. Der VaR wird auch hier als 99 %-Quantil der sortierten Wertänderungen ermittelt. Per 31. Dezember 2017 betrug der Value at Risk für die mit Marktpreisrisiko behafteten Positionen TEUR 1.487, Vorjahr: 1.854 (Baader Bank AG: TEUR 1.471, Vorjahr: 1.837) bei einer Limitauslastung in Höhe von 36,40 % (Vorjahr: 37,81 %).

Das Risikomodell zur Ermittlung des Value at Risk stellt lediglich eine Näherung an die Realität dar. Tatsächlich können extreme Ereignisse etwas häufiger zu beobachten sein, als dies bei Annahme einer Normalverteilung zu erwarten wäre. Die Güte des VaR-Modells wird im Rahmen des Backtestings (Clean Backtesting) anhand des Verhältnisses zwischen den VaR-Werten und Marktwertveränderungen einer Position auf Grundlage tatsächlicher Kursänderungen permanent überprüft. In dem Fall, dass die Anzahl der sogenannten Ausreißer aus dem Backtesting über der als kritisch definierten Grenze liegt, werden, soweit erforderlich, entsprechende Anpassungen im VaR-Modell durch das Risk Management vorgenommen. Hierdurch wird eine bessere Abbildung der tatsächlichen Verluste durch den Value at Risk erreicht und somit die Anzahl der Ausreißer im Zeitablauf wieder reduziert. Insgesamt kann das Value at Risk Modell als angemessen eingestuft werden.

Zur Risikobegrenzung der Marktpreisrisiken wurde im Baader Bank Konzern ein umfassendes Limitsystem in der zentralen Handels- und Positionsmanagement Software installiert. In diesem System werden permanent alle Positionen der Profit Center auf die jeweiligen Limite angerechnet. Die Verteilung des Limits innerhalb der Bereiche auf die einzelnen Profit Center obliegt dem hierfür zuständigen Handelsvorstand.

Im Falle von Limitüberschreitungen, die unmittelbar im Überwachungssystem angezeigt werden, erfolgt unverzüglich eine Meldung des Risk Managements an den Marktbereichsverantwortlichen und im Rahmen des täglichen Berichts an den Vorstand. Die einzuleitenden Maßnahmen werden dem Risk Management mitgeteilt und deren Umsetzung entsprechend überwacht.

Im vergangenen Geschäftsjahr ergab sich ein deutlicher Rückgang des durchschnittlichen Marktpreisrisikos im Baader Bank Konzern. Dieser ist im Wesentlichen auf geringere Bestände sowie Optimierungen im Risikomodell zurückzuführen. Das für Marktpreisrisiken bereitgestellte Risikokapital war jederzeit ausreichend, um potenzielle unerwartete Verluste zu decken.

3.1.7.2 Adressenausfallrisiko

Unter dem Adressenausfallrisiko versteht man allgemein die Gefahr, dass ein Kreditnehmer bzw. Kontrahent die geschuldete Leistung aufgrund des Ausfalls nicht oder nicht vollständig erbringen kann. Hierunter wird auch das Risiko der Bonitätsverschlechterung des Schuldners in Form des Credit Spread Risikos subsummiert.

Bei den Adressenausfallrisiken wird zur Risikobegrenzung das gesamte Adressenausfallrisiko anhand des vom Vorstand bereitgestellten Risikokapitals limitiert und überwacht. Beabsichtigt der Marktbereich ein Adressenausfallrisiko bei einer noch unbekannten Kreditnehmereinheit (KNE) einzugehen, so muss er dies beim Risk Management schriftlich beantragen. Das Risk Management ermittelt dann eine Bonitätsklasse anhand eines internen Ratingverfahrens für die neue KNE. Kommt es für einen Handelstag zu einer Überschreitung des Limits für Adressenausfallrisiken, so erfolgt eine Meldung des Risk Managements an den verantwortlichen Marktvorstand und den Überwachungsvorstand mit einem entsprechenden Maßnahmenvorschlag. Der Vorstand beschließt daraufhin eine einzuleitende Maßnahme und informiert den Marktbereich und das Risk Management darüber. Das Risk Management überwacht dann die Umsetzung. Ergänzend werden Überschreitungen des Adressenausfallrisikolimits im Rahmen des Konzernreportings an den Vorstand berichtet.

Jede interne Bonitätsklasse ist einer externen Ratingklasse und somit einer entsprechenden Ausfallwahrscheinlichkeit für erwartete Verluste (PD = probability of default) zugeordnet. In Anlehnung an den Internal Rating Based Approach (IRBA) der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Artikel 142 ff.) werden gemäß des bankeigenen Verfahrens für jede dieser Bonitätsklassen die sogenannten IRBA-Risikogewichte für unerwartete Verluste ermittelt. Dabei findet auch der sogenannte Herfindahl-Hirschman Index, der die Granularität des Portfolios und somit Risikokonzentrationen misst, Berücksichtigung. Auf Basis dieser Risikogewichte kann der unerwartete Verlust für jede KNE berechnet werden, was mit einem Value at Risk zu vergleichen ist. Dabei wird sowohl die Verlustquote beim Ausfall der jeweiligen KNE (LGD = loss given default) als auch die tatsächliche Restlaufzeit der Position berücksichtigt. Das gesamte Risiko über alle KNE ergibt sich dann aus der Addition der Einzelrisiken. Das Gesamtrisiko darf das vom Vorstand für Adressenausfallrisiken bereitgestellte Risikokapital nicht überschreiten. Das Limit für das Adressenausfallrisiko wird im Zuge des Beschlusses zur Festlegung der Risikolimite und Risikotragfähigkeit mindestens jährlich festgelegt.

Der Baader Bank Konzern unterscheidet hinsichtlich der Adressenausfallrisiken zwischen Kredit-, Kontrahenten-, Emittenten- und Beteiligungsrisiken.

Im Rahmen des Kundenkreditgeschäftes im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 2 KWG werden Privat- und Firmenkunden (unechte) Lombardkredite gegen Sicherheiten gewährt. Bei diesen Sicherheiten handelt es sich i.d.R. um börsennotierte Wertpapiere, deren Beleihungswert nach einem konservativen Bewertungsverfahren ermittelt wird, oder um Bankgarantien.

Per 31. Dezember 2017 bestand für das Kundenkreditgeschäft ein Risiko in Höhe von TEUR 87, Vorjahr: TEUR 475 (Baader Bank AG: TEUR 285), welches aus unbesicherten Überziehungen bzw. unbesicherten Krediten zum Stichtag resultierte. Die Differenz zwischen der AG und dem Konzern ist mit Krediten der Baader Bank AG an zwei Tochterunternehmen zu begründen.

Einzelwertberichtigungen werden für Forderungen gegenüber Kunden gebildet, soweit der Kunde länger als 90 Tage im Verzug ist oder der Kredit als notleidend zu erachten wird. Kredite gelten als notleidend, wenn es unwahrscheinlich erscheint, dass der Schuldner seine Kreditverpflichtungen gegenüber der Bank in voller Höhe begleichen wird, ohne dass die Bank auf Maßnahmen zur Verwertung von Sicherheiten zurückgreift. Für alle Kundenkredite besteht zum Stichtag 31. Dezember 2017 eine Risikovorsorge in Höhe von insgesamt TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 132).

Des Weiteren werden im Rahmen des Kreditgeschäftes Geldmarktanlagen bei Kreditinstituten durch den Bereich Treasury getätigt. Insgesamt bestand per 31. Dezember 2017 für Forderungen gegenüber Kreditinstituten ein Risiko in Höhe von TEUR 1.797, Vorjahr: TEUR 1.269 (Baader Bank AG: TEUR 1.489). Die Abweichung auf Konzernebene resultiert aus den Geldmarktanlagen der Tochtergesellschaften.

Für den Baader Bank Konzern tritt darüber hinaus bei der Abwicklung von Handelsgeschäften ein Kontrahentenrisiko in Form eines Wiedereindeckungsrisikos auf. Das Wiedereindeckungsrisiko stellt hierbei das Risiko des Ausfalls der jeweiligen Gegenpartei dar, der eine Nichterfüllung der abgeschlossenen Geschäfte zur Folge hat. Gemäß MaRisk sind hier Börsengeschäfte sowie Kassageschäfte, bei denen der Gegenwert angeschafft wurde, bzw. Zug um Zug anzuschaffen ist, oder bei denen entsprechende Deckung besteht, ausgenommen. Demzufolge sind für das Wiedereindeckungsrisiko nur außerbörsliche Derivategeschäfte relevant. Die Baader Bank handelt zwar Derivate ausschließlich über Derivatebörsen, da Baader aber kein Clearing Member an diesen Börsen ist, müssen die Geschäfte zwischen der Baader Bank und dem entsprechenden Clearing Member abgerechnet werden. Diese sind daher wie außerbörsliche Geschäfte einzustufen und aus dem Erfüllungsanspruch gegenüber dem Clearing Member entsteht dementsprechend ein Adressenausfallrisiko in Form eines Wiedereindeckungsrisikos. Per 31. Dezember 2017 bestand für das Wiedereindeckungsrisiko, sowohl aus Eigenbeständen in Derivaten zu Hedgingzwecken im Market Making als auch aus Kundenbeständen in Derivaten, ein Risiko in Höhe von TEUR 167 (Vorjahr: TEUR 142).

Unter dem Emittentenrisiko wird das Risiko der Bonitätsverschlechterung bzw. des Ausfalls eines Emittenten verstanden. Ein Verlust aus dem Emittentenrisiko realisiert sich in einer Wertminderung der Wertpapiere dieses Emittenten. Per 31. Dezember 2017 bestand für das Emittentenrisiko insbesondere aus Treasurybeständen ein Risiko in Höhe von TEUR 3.733 (Vorjahr: TEUR 5.492). Der Rückgang im Risikopotenzial ist insbesondere auf die bereits erläuterte Modellumstellung bei der Quantifizierung des Credit Spread VaR und die vorherige Überschätzung des Risikos zurückzuführen.

Unter Beteiligungen werden sowohl Beteiligungen nach § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7 KWG als auch Nr. 8 KWG (verbundene Unternehmen) verstanden. Das Adressenausfallrisiko bei Beteiligungen resultiert aus der dauerhaften Bonitätsverschlechterung bzw. dem Ausfall des jeweiligen Beteiligungsunternehmens, was sich in einer entsprechenden Wertminderung realisiert. Per 31. Dezember 2017 bestand für das Beteiligungsrisiko ein Risiko in Höhe von TEUR 460 (Vorjahr: TEUR 567). In der Baader Bank AG belief sich das Risiko auf TEUR 1.708 (Vorjahr: TEUR 1.591). Der Unterschied zwischen dem Baader Bank Konzern und der Baader Bank AG ist insbesondere auf die Tochtergesellschaften zurückzuführen, die im Rahmen einer Konzernbetrachtung nicht zu berücksichtigen sind. Nachfolgend werden die VaR-Werte per 31. Dezember 2017 im Vergleich zum Vorjahr tabellarisch dargestellt:

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Adresserausfallrisiko
in TEUR
Baader Bark AG 2017 Baader Bank AG 2016 Baader Bark Konzern 2017 Baader Bank Konzern 2016
Kreditrisiko KU 205 572 07 475
Kreditrisiko KI 1.459 1.100 1,797 1.269
Kontrahentenrisiko 167 142 167 142
Emittentenrisiko 3.733 5.492 3.733 5.492
Beteiligungsrisiko 1.700 1.591 460 507
Summe 7.302 0.905 6,244 7.945

Tabelle 7: Adressenausfallrisiko Baader Bank Konzern / der Baader Bank AG zum 31. Dezember 2017

Darüber hinaus bestehen keine Adressenausfallrisiken aus nicht bilanzwirksamen Geschäften.

Zusätzlich werden im Risikomanagement des Adressenausfallrisikos Konzentrationsrisiken bzgl. Einzeladressen-, Bonitäts-, Branchen- und Länderrisiken berücksichtigt, um mögliche Risikokonzentrationen im Baader Bank Konzern identifizieren, beschränken und überwachen zu können. Diese werden jedoch nicht gesondert mit Risikokapital unterlegt, um eine Mehrfachanrechnung zu vermeiden. Die Auslastung der Konzentrationslimite wird vom Risk Management überwacht und einmal täglich an den Vorstand berichtet. Kommt es im Laufe eines Handelstages zu einer Limitüberschreitung, so erfolgt unverzüglich eine Meldung des Risk Managements an den verantwortlichen Marktvorstand und den Überwachungsvorstand. Die einzuleitenden Maßnahmen werden dem Risk Management mitgeteilt und deren Umsetzung entsprechend überwacht.

Zur Risikobegrenzung hinsichtlich des Klumpenrisikos bei einer KNE (Einzeladressenrisiko) wird unter Berücksichtigung der internen Bonitätsklasse, der Forderungsklasse sowie der geltenden Großkreditgrenzen ein entsprechendes Limit für den jeweiligen Kreditnehmer vergeben. Das Exposure at Default (EaD) aller Kreditrisikogeschäfte wird permanent im Überwachungssystem auf das Limit der KNE angerechnet.

Im Rahmen des Bonitätsrisikos wird das Exposure der Kreditrisiken pro Bonitätsklasse limitiert. Für KNE der Bonitätsklasse 5 und schlechter wird grundsätzlich kein Limit vergeben und auch kein Neugeschäft getätigt. Limite für KNE in dieser Bonitätsklasse existieren nur dann, wenn es bei bestehendem Exposure zu einer Bonitätsverschlechterung der betroffenen KNE kam und dienen nur zur Begrenzung des Exposures. Nachfolgend werden die Positionen des Adressenausfallrisikos auf Basis des EaD per 31. Dezember 2017 im Vergleich zum Vorjahresultimo tabellarisch aufgeführt:

Bonitätsklassen

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Baader Konzern Baader Bank AG
2017 2016 2017
TEUR % TEUR % TEUR %
Bonitätsklasse 1 233.296 45,32% 131.981 32,61% 233.296 46.46%
Bonitätsklasse 2 80.453 15,63% 93.281 23,04% 73.717 14,68%
Bonitätsklasse 3 141.426 27.47% 124.577 30.78% 138.842 27.65%
Bonitätsklasse 4 58.254 11,32% 39.180 9.68% 55.002 10.95%
Bonitätsklasse 5 1.321 0,26% 15.757 3.89% 1.321 0,26%
SUMME 514.750 100.00% 404.776 100.00% 502.178 100,00%
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Baader Bank AG
2016
TEUR %
Bonitätsklasse 1 131.981 33,78%
Bonitätsklasse 2 85.981 22,00%
Bonitätsklasse 3 117.849 30,16%
Bonitätsklasse 4 39.180 10,03%
Bonitätsklasse 5 15.757 4,03%
SUMME 390.748 100,00%

Tabelle 8: Aufteilung des Exposures auf Bonitätsklassen zum 31. Dezember 2017

Beim Branchenrisiko wird das Kreditrisikoexposure für jede einzelne Branche limitiert, um eine vertretbare Diversifikation über die Branchen hinweg zu gewährleisten. Der größte Anteil bei der Branchenverteilung resultiert aus der Branche "Zentralbanken" (35,64%), in die nur Guthaben bei der Deutschen Bundesbank eingehen. Die Abweichungen zwischen dem Baader Bank Konzern und der Baader Bank AG resultieren u.a. aus den Geldmarktanlagen der Tochtergesellschaften und beschränken sich im Wesentlichen auf die Branche "Banken, Sparkassen und Finanzinstitute".

Im Rahmen des Länderrisikos erfolgt eine Limitierung von Ländern, um einerseits eine Streuung im Kreditportfolio zu gewährleisten und andererseits das Kreditexposure in als kritisch eingestuften Ländern zu begrenzen. Nachfolgend wird die Aufteilung des Adressenausfallrisikos nach Ländern per 31. Dezember 2017 dargestellt:

Baader Bank Konzern

Baader Bank AG

Abbildung 4: Übersicht Exposure nach Ländern im Baader Bank Konzern zum 31. Dezember 2016

Das Länderrisiko resultiert im Wesentlichen aus Anleihebeständen des Treasury-Portfolios. Hierbei ist das Sitzland der jeweiligen Konzernmutter maßgeblich.

Nachfolgend wird noch ergänzend die Entwicklung des Adressenausfallrisikos über das Geschäftsjahr 2017 dargestellt:

Adressenausfallrisiko

Abbildung 5: Entwicklung des Adressenausfallrisikos in 2017

Per 31. Dezember 2017 betrug der Value at Risk für das gesamte Adressenausfallrisiko TEUR 6.244 (Vorjahr: TEUR 7.944) bei einer Limitauslastung von 62,44 % (Vorjahr: TEUR 72,22 %). Die Abweichung zur Baader Bank AG resultiert auch hier aus den bereits unter den Einzelrisiken beschriebenen Komponenten (Adressenausfallrisiko per 31. Dezember 2017 für die Baader Bank AG: TEUR 7.382).

Über das Jahr 2017 ging das Adressenausfallrisiko des Baader Bank Konzerns trotz einer Ausweitung des Exposures zurück. Die Ursachen hierfür liegen zum einen in leichten Bonitätsverbesserungen im bestehenden Portfolio sowie in der bereits beschriebenen Steigerung der Genauigkeit des Quantifizierungsmodells. Auch im Rahmen der Risikostrategie des Vorstands ist weiterhin geplant, insbesondere die Bonitäten der Anleihen im Treasury-Portfolio kontinuierlich zu verbessern und somit das Adressenausfallrisiko weiter zu reduzieren.

3.1.7.3 Operationelles Risiko

Operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch den Eintritt von externen Ereignissen entstehen. Hierzu gehören auch Rechtsrisiken.

Das Sicherheitskonzept des Baader Bank Konzerns (BSK) basiert auf den drei Säulen Notfallmanagement, IT-Grundschutz sowie dem Regel- und Themenkreis "Operationelles Risiko". Der Sicherheitsausschuss des BSK dient als organisatorisches und thematisches Gremium für alle sicherheitsrelevanten Fragestellungen. In regelmäßigen Sitzungen beschäftigt sich der Ausschuss mit Themen aus dem OpRisk-Regelkreis, dem Notfallmanagement und der Informationssicherheit sowie allen weiteren sicherheitsrelevanten Themen. Der Sicherheitsausschuss hat bei entscheidungsrelevanten Fragestellungen aus diesen Regelkreisen ein Vorschlags- und Empfehlungsrecht an den Vorstand.

Die Einschätzung des Risikopotenzials, d.h. die konzernweite Identifizierung und Bewertung von Operationellen Risiken, wird anhand der jährlich von den OpRisk Managern auszufüllenden Fragebögen bzw. in Form spezieller Self Assessments durch das Risk Management der Baader Bank AG vorgenommen. Die aus den Erhebungen resultierenden Ergebnisse werden dem Sicherheitsausschuss des BSK zur Diskussion vorgelegt. Ergänzend besteht für die OpRisk Manager auch jederzeit die Möglichkeit, Ad Hoc-Meldungen für neu identifiziertes Risikopotenzial vorzunehmen.

Der Sicherheitsausschuss prüft den vom Risk Management vorgeschlagenen Handlungsbedarf hinsichtlich des Bedarfs und der Notwendigkeit an zusätzlichen Maßnahmen und unterbreitet dem Vorstand einen entsprechenden Vorschlag. Dieser entscheidet letztlich über dessen Umsetzung und gibt gegebenenfalls den Auftrag an den Sicherheitsausschuss. Im MaRisk-Bericht werden die Ergebnisse aus den Fragebögen an den Vorstand und den Aufsichtsrat der Baader Bank AG berichtet.

Neben der Einbindung in die Erhebung des Risikopotenzials ist es Aufgabe der OpRisk Manager, eingetretene Schäden aus operationellen Risiken zu melden. Hierfür steht eine Anwendung zur Verfügung, in der eingetretene Schäden ab einer Schadenhöhe von TEUR 1 zu erfassen sind. "Schaden" ist dabei folgendermaßen definiert: Ein Schaden ist ein finanzieller Verlust, der unmittelbar mit dem operationellen Risiko verbunden ist. Eingeschlossen sind hier auch unrealisierte Verluste.

Bedeutende Schadensfälle werden unverzüglich hinsichtlich ihrer Ursachen analysiert. Deshalb wurde das Risk Management beauftragt, Schadenfälle an den Leiter des Sicherheitsausschusses weiterzuleiten.

Darüber hinaus besteht zum Jahresende nur noch eine nennenswerte Rechtsstreitigkeit. Selbst im Falle dessen, dass der Streitwert gänzlich zu Gunsten der Gegenpartei beschieden werden würde, wäre die finanzielle Auswirkung auf die Risikotragfähigkeit von nachrangiger Bedeutung.

Die Quantifizierung unerwarteter Verluste aus dem Operationellen Risiko erfolgt quartalsweise auf Basis historisch beobachteter Schäden im Baader Bank Konzern. Das Vorgehen orientiert sich am Loss Distribution Approach, wonach die Parameter einer Höhenverteilung sowie einer Häufigkeitsverteilung nach dem Maximum-Likelihood-Verfahren geschätzt werden, um einen Gesamtverlust pro Jahr zu ermitteln. Hierbei gehen die Annahmen ein, dass die Schadenhöhe lognormalverteilt ist, die Schadenanzahl einem Poissonprozess folgt und die Schäden unabhängig und identisch verteilt sind. Die Gesamtschadenverteilung wird mit Hilfe einer Statistiksoftware auf Basis der Monte-Carlo-Simulation geschätzt. Zur Ermittlung des Betrages, der mit Risikokapital zu unterlegen ist, wird für den unerwarteten Verlust das 99 %-Quantil herangezogen. Per 31. Dezember 2017 betrug der Value at Risk TEUR 1.292, Vorjahr: TEUR 1.307 (Baader Bank AG: TEUR 1.151) bei einer Limitauslastung von 86,16 %.

Zur Risikolimitierung der Operationellen Risiken wird auch hierfür vom Vorstand ein bestimmter Betrag an Risikokapital zur Verfügung gestellt. Die Überprüfung, ob das zur Verfügung gestellte Risikokapital (maximales Verlust-Limit) ausreicht, um unerwartete Verluste aus operationellen Risiken zu decken, erfolgt täglich im Risk Management und ist Bestandteil des täglichen Berichts an der Vorstand.

Für das Operationelle Risiko werden darüber hinaus quartalsweise Stresstests durchgeführt. Die Quantifizierung der Verluste aus Stresstests erfolgt grundsätzlich analog zu dem Verfahren bei der Ermittlung unerwarteter Verluste. Im Stressfall wird ein 99,9 %-Quantil berücksichtigt. Die Ergebnisse der Stresstests sind ebenfalls Bestandteil des MaRisk-Berichts und finden im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Schäden mit einer Gesamtsumme von TEUR 811 gemeldet. Somit ist im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Anstieg zu verzeichnen (Vorjahr: TEUR 692), der insbesondere auf einen Schadenfall in der Kategorie "Ausführung, Lieferung und Prozessmanagement" zurückzuführen ist. Der Schadenfall wurde im Sicherheitsausschuss ausführlich diskutiert und die erforderlichen Maßnahmen zur Verhinderung solcher Schadenfälle in die Wege geleitet. Deshalb beurteilt das Risk Management das Operationelle Risiko als unkritisch. Darüber hinaus war das zur Verfügung gestellte Risikokapital zu jeder Zeit ausreichend. Die technische Ausstattung an Risikosystemen konnte im vergangenen Geschäftsjahr als angemessen bewertet werden.

3.1.7.4 Liquiditätsrisiko

Im Rahmen des Liquiditätsrisikos ist sicherzustellen, dass Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden können. Hierbei wird grundsätzlich zwischen dem dispositiven Liquiditätsrisiko und dem strukturellen Liquiditätsrisiko unterschieden.

Das dispositive (kurzfristige) Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Kreditzusagen unerwartet in Anspruch genommen werden bzw. Einlagen unerwartet abgezogen werden (Abrufrisiko). Neben unerwarteten Abflüssen können zudem Verzögerungen bei Zahlungseingängen auftreten, was bedeutet, dass sich die Kapitalbindungsdauer von Aktivgeschäften unplanmäßig verlängert (Terminrisiko). Dies kann Auswirkungen auf die Erfüllung eigener Zahlungsverpflichtungen haben.

Die Sicherstellung der Zahlungsverpflichtungen obliegt dem Bereich Treasury. Die enge Abstimmung der Marktbereiche mit dem Bereich Treasury und der Abteilung Payments sichert eine Koordination der täglichen Zahlungsströme aus diesen Bereichen. Besondere Liquiditätsbelastungen aus anderen Bereichen werden dem Bereich Treasury und Payments unverzüglich angezeigt. Die Sicherung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs im Baader Bank Konzern ist durch diverse Kreditlinien und die Teilnahme am GC-Pooling-Markt gewährleistet.

Für die Überwachung des dispositiven Liquiditätsrisikos im Baader Bank Konzern ist das Risk Management verantwortlich. Um diese Aufgabe adäquat zu erfüllen und zeitnah Gegenmaßnahmen einzuleiten, wurden verschiedene Überwachungsmechanismen installiert. Zur Steuerung und Überwachung der LCR (Liquidity Coverage Ratio)-Kennziffer (Anforderung aus der CRD IV) ist ein Limitsystem für die Marktbereiche eingerichtet, welches zum einen alle verrechneten Zu- und Abflüsse und zum anderen das gesamte gebundene Kapital je Valutatag und Profit-Center limitiert. Diese Liquiditätslimite ermöglichen eine untertägige Steuerung der Liquidität und somit auch der LCR-Kennziffer durch den Bereich Treasury. Darüber hinaus wird täglich die Einhaltung der LCR Kennziffer im Rahmen des Konzernrisikoreports an den Vorstand überwacht. Ergänzend erhält das Risk Management täglich vom Bereich Treasury einen Liquiditätsstatus mit der aktuellen Liquiditätssituation, der vom Risk Management entsprechend plausibilisiert und überprüft wird. Wird ein drohender Liquiditätsengpass identifiziert, so werden die verantwortlichen Entscheidungsträger umgehend informiert.

Aufgrund der Art der Ausprägung des dispositiven Liquiditätsrisikos ist eine Begrenzung dieses Risikos durch Risikodeckungspotenzial nicht möglich und somit eine Quantifizierung nicht zielführend (MaRisk AT 4.1 Tz. 4). Es wird hier verstärkt auf die Qualität des Risikomanagements geachtet.

Das Strukturelle Liquiditätsrisiko (Refinanzierungsrisiko) beschreibt die Gefahr, dass sich die Refinanzierungskosten durch eine mögliche Verteuerung des institutsindividuellen Spreads erhöhen. Nach einer Bonitätsverschlechterung können Passivgeschäfte nur zu schlechteren Konditionen abgeschlossen werden. Zudem können marktbedingte Veränderungen einen großen Einfluss haben. Steigt der Marktzins, wird tendenziell die Refinanzierung teurer. Diese operative Passiv-Steuerung erfolgt maßgeblich durch die Begebung von Schuldscheindarlehen am Kapitalmarkt. Die somit gewonnene Liquidität wird im Wesentlichen in EZB-fähige Anleihen investiert, welche wiederum im Rahmen der Offenmarktpolitik bei der Deutschen Bundesbank als Refinanzierungsfazilitäten oder im GC-Pooling-Markt hinterlegt werden können.

Durch die Erstellung von Liquiditätsablaufbilanzen und die Ermittlung potenzieller Liquiditätsunterdeckungen wird ein möglicher Refinanzierungsschaden quantifiziert. Es wird quartalsweise die Refinanzierung zu aktuell gültigen Marktkonditionen der Refinanzierung im unerwarteten Fall gegenübergestellt. Im unerwarteten Fall fließen zum einen eine deutlich teurere Refinanzierung und zum anderen unerwartete Mittelabflüsse ein. Die Differenz stellt dann den entsprechenden Refinanzierungsschaden im unerwarteten Fall dar; diese wird im Zuge der Ermittlung der Risikotragfähigkeit für den Baader Bank Konzern berücksichtigt und ggf. mit Risikokapital unterlegt. Per 31. Dezember 2017 wurde für das strukturelle Liquiditätsrisiko ein Value at Risk in Höhe von TEUR 0 ermittelt (Vorjahr: TEUR 0), da hierbei keine Liquiditätsunterdeckung bestand und somit eine Refinanzierung nicht erforderlich war.

Die Überprüfung, ob das zur Verfügung gestellte Risikokapital ausreicht, um unerwartete Verluste aus Liquiditätsrisiken zu decken, erfolgt täglich im Risk Management. Per 31. Dezember 2017 betrug die Limitauslastung für das Liquiditätsrisiko 0 % (Vorjahr: 68,64 %). Die gravierende Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ist wie bereits erläutert mit der Neuzuordnung des Marktliquiditätsrisikos zum Marktpreisrisiko zu begründen.

Für das Liquiditätsrisiko werden darüber hinaus quartalsweise Stresstests durchgeführt. Die Quantifizierung der Verluste aus Stresstests erfolgt anhand eines (Liquidity) Value at Risk Ansatzes unter gestressten Annahmen. Das Ergebnis des Stresstests wird im MaRisk-Bericht an den Vorstand berichtet und findet im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung.

3.1.7.5 Geschäftsrisiko

Das Geschäftsrisiko bezeichnet die Gefahr von unerwarteten Verlusten, die sich aus Managemententscheidungen zur geschäftspolitischen Positionierung des Baader Bank Konzerns ergeben. Die Risiken resultieren des Weiteren aus unerwarteten Veränderungen der Markt- und Umfeldbedingungen mit negativen Auswirkungen auf die Ertragslage. Demzufolge sind hier unerwartete Ergebnisrückgänge und negative Planabweichungen, die ihre Ursache nicht in anderen definierten Risikokategorien haben, zu betrachten. Da die Geschäftstätigkeit des Baader Bank Konzerns insbesondere von der Entwicklung des allgemeinen Börsenumfeldes abhängig ist, ist diese Risikoart als wesentlich einzustufen. Als bedeutende, das Börsenumfeld bestimmende Faktoren sind hier beispielsweise die Börsenumsätze zu nennen, aber auch die Entwicklung der Aktienindizes und deren Volatilitäten, der Zinsen und der Rohstoffpreise.

Eine Quantifizierung des Geschäftsrisikos auf Basis komplexer mathematischer Modelle ist hier jedoch nicht sinnvoll. Die Berücksichtigung des Geschäftsrisikos erfolgt im Rahmen der GuV-Planansätze für die primäre Risikodeckungsmasse. Hierbei wird in Abhängigkeit der jeweiligen Planprämissen zwischen dem erwarteten Jahresüberschuss im Normal und im Worst Case unterschieden. Der Worst Case wird hierbei als negative Abweichung von der erwarteten Ertragsentwicklung verstanden. Darüber hinaus wird zusätzlich ein Middle Case (Differenz zwischen Normal und Worst Case) gebildet. In die Planung fließen einerseits die Erfahrungswerte der vergangenen Jahre ein, andererseits aber auch die Markterwartungen und deren Einfluss auf das Geschäftsmodell und die Ertragssituation des Baader Bank Konzerns. Das Controlling überwacht regelmäßig die Abweichungen zwischen der Planung und der tatsächlichen Geschäftsentwicklung. Im Falle von signifikanten negativen Planabweichungen werden diese im Rahmen der Risikotragfähigkeit berücksichtigt. Darüber hinaus entscheidet der Vorstand ggf. auf die Middle bzw. Worst Case Planzahlen umzustellen, sofern die aktuelle Geschäftsentwicklung dies erforderlich macht.

Zur Validierung der Güte der verwendeten Planzahlen führt die Bank für die zurückliegenden Geschäftsjahre eine Plan-Ist-Abweichungsanalyse (Backtesting) durch. Auf Basis der Ergebnisse der letzten Analyse können die Planzahlen als valide betrachtet werden und tragen dem Geschäftsrisiko der Bank entsprechend Rechnung.

Die quartalsweise durchgeführten Stresstests analysieren weiterhin auch mögliche adverse Marktentwicklungen und deren Konsequenzen auf die finanzielle Situation des Baader Bank Konzerns. Darüber hinaus liegt hier der Schwerpunkt im qualitativen Management dieser Risikoart und der Einleitung von sinnvollen Steuerungsmaßnahmen.

Der Baader Bank Konzern strebt weiterhin eine stärkere Diversifizierung der Ertragsquellen an, um entsprechende Risikokonzentrationen der Ertragsseite zu vermeiden. Um dies zu erreichen, hat der Vorstand ein umfassendes Maßnahmenpaket im Rahmen seiner der Geschäfts- und Risikostrategie beschlossen.

3.1.8 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage des Baader Bank Konzerns

Der Baader Bank Konzern steuert die wesentlichen Risiken durch einen präzisen Risikosteuerungs- und -controllingprozess sowie wirksame Risikomanagementtools. Der proaktive Ansatz zur Identifizierung und Folgenabschätzung der mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen dieser Risiken auf die finanziellen Ergebnisse sowie die langfristigen strategischen Ziele frühzeitig zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen abzuschwächen. Durch die zentrale Einheit Risk Management, in der alle im Baader Bank Konzern bestehenden Risiken quantifiziert und überwacht werden, ist jederzeit sichergestellt, dass Interdependenzen zwischen den Risikoarten erkannt und unmittelbar Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

Im Rahmen der Risikostrategie wurde vom Vorstand der Baader Bank auch im Geschäftsjahr 2017 nur ein Teil des verfügbaren Risikokapitals zur Deckung unerwarteter Verluste zur Verfügung gestellt. Die Aufteilung und deren unterjährige Reallokation auf die einzelnen Risikoarten berücksichtigt insbesondere das aktuell bestehende Risikopotenzial in den einzelnen Risikoarten, die Geschäftsstrategie für die folgenden Jahre sowie die Markterwartungen. Die Risikotragfähigkeit für die Baader Bank war im vergangenen Geschäftsjahr trotz der Prämisse, dass die bankaufsichtlichen Mindestkapitalanforderungen gem. CRR nicht ins Risiko gestellt werden dürfen, sogar unter der Berücksichtigung des Worst Case Szenarios aus den Stresstests jederzeit gewährleistet. Im Rahmen des Kapitalplanungsprozesses wurde der Betrachtungshorizont der Risikotragfähigkeit darüber hinaus um drei Jahre bis 2020 erweitert. Auch hier zeichnet sich kein Engpass für die Risikotragfähigkeit des Baader Bank Konzerns ab. Folglich wird die gesamte Risikosituation der Baader Bank als angemessen eingestuft.

3.2 Prognose- und Chancenbericht

3.2.1 Erwartete Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Die Mitte 2016 begonnene Belebung des Weltwirtschaftswachstums sollte sich in 2018 zunächst fortsetzen. Da sich die meisten globalen Frühindikatoren allerdings bereits auf sehr hohen Niveaus befinden, dürften die konjunkturellen Impulse für die Finanzmärkte im Jahresverlauf jedoch durchwachsener werden. Auch wenn sich eine deutlichere Eintrübung der Weltkonjunktur derzeit nicht abzeichnet, ist durchaus davon auszugehen, dass sich die Wachstumsdynamik in 2018 einem zwischenzeitlichen Scheitelpunkt nähern wird. Mögliche Auslöser dafür könnten beispielsweise sein, dass sich die Wachstumsimpulse von Seiten der US-Steuerreform nicht wie erhofft materialisieren, oder dass es in China im Zuge der angestrebten Reformen beim Umweltschutz sowie im Kreditwesen zu einer abermaligen Wachstumsverlangsamung kommt. Diese Entwicklungen könnten die Geschäftserwartungen der Unternehmen eintrüben, was sich in einem Abbau von Lagerbeständen und einer nachlassenden Investitionsneigung ausdrücken könnte.

Auch regional könnte die global zuletzt sehr synchrone Entwicklung wieder selektiver werden. Unter dem Einfluss des wieder anziehenden Euro-Wechselkurses, einer Rückführung geldpolitischer Stimulierungsmaßnahmen durch die US Notenbank und die EZB sowie im Falle eines Aufkeimens neuer politischer Risiken, beispielsweise mit dem Ergebnis der Parlamentswahl in Italien im März 2018, könnte es in der Eurozone zumindest temporär zu einer vorsichtigeren Stimmung in der Wirtschaft kommen. Sorgen über China könnten sich in nachgebenden Rohstoffpreisen niederschlagen und vor allem anfälligere Schwellenländer über nachlassende Exportaussichten belasten. Auch wenn diese Entwicklungen moderat und selektiv bleiben sollten, besteht aufgrund der vergleichsweise hohen Wachstumserwartungen für 2018 ein Enttäuschungspotenzial.

Sollten diese Risiken im Verlauf von 2018 tatsächlich eintreten, könnte dies zumindest temporär wachsende Sorgen vor einer nachhaltigeren Wachstumsdelle auslösen. Als wahrscheinlicher ist es aus heutiger Sicht allerdings einzuschätzen, dass es nicht zu einem abrupten Trendwechsel in der Weltkonjunktur kommen wird. Ganzheitlich betrachtet sollte 2018 somit ein Übergangsjahr darstellen, in dem die Grenzen der erreichbaren Konjunkturdynamik zwar deutlich werden sollten, aber in dem die globalen Wachstumsraten trotz zwischenzeitlich aufkeimender Sorgen in etwa auf dem Niveau von 2017 liegen dürften.

Per Saldo dürften sich die Aufwärtstendenzen in den Aktienindizes noch bis in das Frühjahr 2018 hinein fortsetzen, wobei einige Länder und Regionen ihre im letzten Jahr erzielten Highs noch leicht übertreffen sollten. Ab dem Frühjahr ist dann eher eine Konsolidierung zu erwarten (seitwärts / leicht abwärts). Zudem dürften weitere geldpolitische Straffungen zu einem weniger expansiven monetären Umfeld führen. In Anbetracht leicht rückläufiger ökonomischer Frühindikatoren sollten folglich die Gewinn- und Wachstumserwartungen zunehmend angezweifelt werden. Ein unsicherer Ausblick für das chinesische Wachstum könnte im Zuge dessen erneut belasten. Im Herbst ist vor diesem Hintergrund abermals mit einem saisonal schwierigen Umfeld zu rechnen. Von den Jahreshochs ist ein Rückgang von 10 % durchaus realistisch, da auch der stärkere US-Dollar und sinkende Rohstoffpreise global zu Spannungen führen dürften, vor allem in den Schwellenländern. Der S&P 500 könnte erstmals seit Q1/2016 wieder um 10 % korrigieren, was negativ auf die globalen Aktienmärkte ausstrahlen dürfte. Eine in Q4 einsetzende Erholung dürfte die Jahresbilanz wieder aufbessern, aber viele Blue Chip Indizes werden das Gesamtjahr möglicherweise unverändert oder nur leicht im Plus beenden.

Saisonal begünstigt dürften die Aktienkurse der Mid &Small Caps zu Jahresanfang noch outperformen können, aber ein im Verlauf von 2018 volatiler werdendes Börsenumfeld sowie eine zunehmende Selektivität sprechen gegen eine weiter nachhaltige relative Stärke. Ab dem Frühjahr 2018 ist somit nur noch eine neutrale Performance zu erwarten, während im zweiten Halbjahr eher mit einer Underperformance zu rechnen ist. Aufgrund einer selektiver werdenden Indexentwicklung und steigender Rückschlags-Gefahren steigt die Volatilität wieder in Richtung langfristiger Durchschnittsniveaus an, wobei temporäre Spitzen jedoch wieder höhere Niveaus erreichen als zuletzt. Insbesondere in diesem Umfeld sollten Qualitätstitel mit stabilen Erträgen und hohen Eigenkapitalrenditen dann erneut von ihren defensiven Qualitäten profitieren können, während zyklische Sektoren eher underperformen sollten.

Der Kapitalmarkt sollte in 2018 während der saisonal üblichen Fenster generell aufnahmefähig bleiben. Insbesondere gilt das bis in das zweite Quartal hinein, wenn es an den Aktienmärkten wie erwartet zu dem Anlauf neuer Highs kommt. Ab dem Frühjahr bleibt das Fenster prinzipiell offen, allerdings könnte es hier für speziellere Titel mit niedriger Handelsliquidität, einem volatileren Geschäftsmodell oder einer außergewöhnlicheren Equity Story bereits etwas schwieriger werden. Aufgrund der erwarteten Korrekturphase ist das Transaktionsumfeld dann in Q3 deutlich schwieriger, was aber saisonal ohnehin üblich ist. In Q4 ist dann eine Aufhellung zu erwarten, was insbesondere für klar definierte und defensive Geschäftsmodelle gelten sollte (z.B. Real Estate). Generell dürften im Jahresverlauf zunehmend Unternehmen gefragt sein, die von niedrig bleibenden Kapitalmarktzinsen profitieren (defensive bzw. Wachstumsunternehmen), während stärker vom Konjunkturzyklus abhängige Werte bzw. sehr kleine und marktenge Werte zunehmend skeptischer gesehen werden dürften.

3.2.2 Ausblick auf die Kerngeschäftsfelder

3.2.2.1 Geschäftsfeld Market Making

Die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsfeldes Market Making wird in 2018 überwiegend vom Marktverlauf, den Handelsvolumina in den einzelnen Wertpapiergattungen und der Marktvolatilität bestimmt sein. Die Baader Bank geht zumindest kurz- und mittelfristig von steigenden Wertpapierumsätzen im börslichen und außerbörslichen Handel aus. Im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr ist in 2018 mit höheren volatilen Schwankungen im Wertpapierhandel zu rechnen. Diese Einflussfaktoren werden sich demnach mit hoher Wahrscheinlichkeit positiv auf das Handelsergebnis der Baader Bank auswirken. Dabei ist zu betonen, dass diese Ergebnistreiber im Wesentlichen durch exogene, nicht vom Institut beeinflussbare geo-konjunkturelle und geldpolitische Rahmendaten getrieben werden, sodass Prognosen nur sehr eingeschränkt im Rahmen der erwarteten Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und deren Auswirkung auf diese Handelserträge abgegeben werden können.

Angesichts von steigenden technischen und regulatorischen Anforderungen befinden sich Market Maker innerhalb der deutschen Börsenlandschaft weiterhin in einer Konsolidierungsphase, die zu einer neuen Wettbewerberkonstellation führen könnte und das Fortbestehen kleinerer, weniger kapitalstarker Marktteilnehmer gefährdet.

Die Umstellung von der klassischen Preisfeststellung in geschlossenen Orderbüchern auf differenzierte Preismodelle in Multi Market Maker- und Quote Request-Verfahren geht mit der Verlagerung der Wertpapierumsätze auf Plattformen, die diese Market Maker-Modelle betreiben, einher. Nachdem die Umstellung des Xetra-Handelssystems auf die neue Systemumgebung T7 in 2017 erfolgte, sind aus Sicht der Baader Bank wesentliche infrastrukturelle Rahmenbedingungen zum Handel in offenen Orderbüchern gelegt. Die Kooperation mit der Wiener Börse gilt dahingehend als richtungsweisend, zumal sie eine erste Bewährungsprobe bei Quotierung in offenen Orderbüchern darstellt und die Baader Bank ihre neu aufgebaute Expertise unter Beweis stellen kann. Auch am heimischen Markt soll auf Basis von T7 sukzessive auf das neue Handelsverfahren in unterschiedlichen Assetklassen übergegangen werden.

Daneben gilt es, die zunehmenden regulatorischen Auflagen im Zuge der Einführung von MiFID II und daran geknüpfte Bedingungen zur Ausgestaltung von Marktmodellen, Dokumentations- und Transparenzkriterien zu erfüllen. Mittel- und längerfristige strategische Ziele des Geschäftsfeldes Market Making sind die Sicherung der aktuellen Marktposition an deutschsprachigen Börsenplätzen sowie die Ausweitung ihrer Präsenz an außerbörslichen Handelsplätzen.

Als Risiken zu betrachten sind die mögliche Verlagerung von Ordervolumina an Handelsplätze, an denen die Baader Bank keine oder nur geringe Marktanteile hält, sowie der Eintritt neuer Wettbewerber, die aus der veränderten Marktkonstellation der Börsenbetreiber einen Nutzen ziehen. Zudem bestehen Abhängigkeiten aus Kooperationen, deren Nicht-Verlängerung für die Baader Bank einen negativen Effekt der beschriebenen Konsolidierungstendenz im börslichen Handel darstellen würde.

Im außerbörslichen Bereich könnte eine weitere Ausdehnung außerhalb Deutschlands nicht im erwarteten Umfang realisierbar sein. Damit bliebe die Abhängigkeit vom deutschen Markt bestehen.

Weiterhin ist mit dem für September 2018 in Aussicht gestellten Ende des EZB-Anleihekaufprogramms und den in 2017 vorausgehenden Leitzinserhöhungen in den USA und in Großbritannien lediglich von einer zeitverzögerten Einwirkung auf die seit Jahren anhaltende Niedrigzinsphase in der Eurozone auszugehen, weshalb eine kurzfristige Marktbelebung im Rentenhandel nicht in Aussicht gestellt werden kann.

3.2.2.2 Geschäftsfeld Capital Markets

Maßgeblicher Treiber der Auftragslage im Kapitalmarktbereich sind der allgemeine Aktienmarktverlauf mit seinen Wertpapierumsätzen sowie die vorherrschende Volatilität an den Sekundärmärkten. Den durchaus positiven Prognosen hinsichtlich eines aufnahmefähigen Kapitalmarkts in 2018 zufolge, kann von einer Fortsetzung der belebten Auftragslage bei Equity Capital Markets-Transaktionen ausgegangen werden.

Als Maßstab für eine solide Positionierung im Wettbewerbsumfeld gilt die Rangfolge marktdominierender Institute in den Equity League Tables. Weiterhin erstrebenswert und realistisch erscheint die Zielsetzung, im deutschsprachigen Raum die führende Position bei Transaktionen bis zu EUR 150 Mio., eine Platzierung unter den Top drei bei Transaktionen bis zu EUR 250 Mio. und ein festes Standing unter den zehn besten Kapitalmarktdienstleistern bei Transaktionen bis zu EUR 500 Mio. einzunehmen. Ihre derzeit gefestigte Stellung als Anbieter qualitativ hochwertiger und von der volkswirtschaftlichen Grundstimmung weitgehend unabhängiger Wertpapiertechnik-Dienstleistungen will die Baader Bank erhalten.

Einen limitierenden Faktor der Marktchancen im Bereich Equity Capital Markets stellt, insbesondere bei großvolumigen Transaktionen mit Garantiekomponenten, das in Relation zu größeren Häusern geringere Bilanzvolumen der Baader Bank dar. Dementsprechend wird der Wettbewerb um Mandate bei klassischen Eigenkapitaltransaktionen auch in 2018 intensiv bleiben. Dessen ungeachtet verfolgt der Vorstand der Baader Bank auch in 2018 weiter das Ziel, kontinuierlich Mandate hinzuzugewinnen und stetig wachsende Umsatz- und Ertragsvolumina zu generieren.

3.2.2.3 Geschäftsfeld Multi Asset Brokerage

In weitgehender Übereinstimmung mit den Geschäftsbereichen Market Making und Capital Markets sind die volkswirtschaftliche Grundstimmung, der allgemeine Aktienmarktverlauf sowie volatile Bewegungen an den Sekundärmärkten maßgebliche Ergebnistreiber des Geschäftsfeldes Multi Asset Brokerage.

Weiterhin erkennt die Baader Bank nach Einführung von MiFID II und damit einhergehenden Umwälzungen im vertraglichen Setting für institutionelle Kunden sowohl Chancen als auch Risiken. Innerhalb ihrer Brokerage-Aktivitäten könnte sich das so genannte "Unbundling" der getrennt von der Orderausführung zu bepreisenden Research-Leistungen negativ in Form einer Kunden- und Auftragsreduzierung niederschlagen. Die Baader Bank will dem mit einer international angelegten Verstärkung ihrer Akquise-Tätigkeit entgegenwirken, die Gesamtzahl an Brokerage-Kunden erhöhen und neu entstandene Potenziale im Execution-Bereich, ihren Orderrouting- und Trading Services, gezielt nutzen. In Anbetracht des voraussichtlich weiter steigenden Wettbewerbsdrucks im Research sollen die Dienstleistungserweiterung um Research Payment Accounts sowie der gezielte Vertrieb in diesem Bereich positiv zur Kundengewinnung und -bindung beitragen.

Insgesamt ist im Multi Asset Brokerage von zusätzlichen Marktanteilsgewinnen bei gleichzeitiger Verlangsamung der Wachstumsgeschwindigkeit auszugehen. Neben ihren bewährten Brokerage-Aktivitäten in Electronic Trading, Sales und Sales Trading / Execution wird die Baader Bank in 2018 verstärkt auf das Angebot komplementärer Dienstleistungen wie Clearing Services, speziell Derivate Clearing setzen.

In Bezug auf die regionale Fokussierung versteht sich die Baader Bank als lokaler Broker für die deutschsprachige Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) für weltweite Kunden. Ein pan-europäischer Ansatz der Marktbearbeitung wurde dabei weder in der Vergangenheit verfolgt, noch soll dies in absehbarer Zukunft geschehen. Der Ausbau des Geschäfts bis hin zur Marktführerschaft als führender Broker in der DACH-Region in den spezifizierten Produktgruppen und Dienstleistungen bleibt somit auch weiterhin oberstes strategisches Ziel dieses Geschäftsfelds.

3.2.3 Ausblick auf die Grundlagengeschäftsfelder

3.2.3.1 Geschäftsfeld Banking Services

Die Baader Bank erhofft sich durch den weiteren Ausbau der Kooperationen mit klassischen und digitalen Vermögensverwaltern hohe Marktchancen, speziell im Angebot von Bank- und Handelsdienstleistungen für Online-Vermögensverwalter und deren Endkunden im Bereich der Konto- und Depotführung. Über eine kontinuierlich frequentierte Marktschnittstelle soll auch in 2018 ein steigender Anteil des Ordervolumens generiert werden, wobei sich der Zugewinn von Neukunden schwerpunktmäßig auf die im deutschsprachigen Raum angesiedelten Vermögensverwalter konzentrieren wird, und die Banking Services der Baader Bank unter Beibehaltung der B2B2C-Konstellation erbracht werden.

3.2.3.2 Geschäftsfeld Asset Management Services

Für die Geschäftsaktivitäten im Bereich Asset Management Services bestehen für die Baader Bank entscheidende Wettbewerbsvorteile. Diese liegen unter anderem in der Schnelligkeit und Qualität des Handels sowie in der Diversität der Ausführungsplätze und der handelbaren Werte. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Baader Bank ein deutliches Wachstum über alle Assetklassen und erkennt in der zunehmenden Regulierung und dem dadurch erhöhten Kostendruck auf Seiten der Kapitalverwaltungsgesellschaften einen erhöhten Auslagerungsbedarf auf Kundenseite. Neben ihrer Handels- und Regulatorik-Expertise kommt die Baader Bank mit der Übernahme des Buy Side-Trading Desks weiterhin ihrem Bestreben nach, über komplementäre Bankservices einen Mehrwert für Kunden zu schaffen und gleichzeitig für eine effiziente Auslastung der vorhandenen Infrastruktur in ihren Grundlagengeschäftsfeldern zu sorgen.

3.2.3.3 Geschäftsfeld Research

Das Equity Research der Baader Bank wird in 2018 durch die Folgewirkungen nach Einführung von MiFID II zum Jahresbeginn eine deutliche Beeinträchtigung erfahren. Durch das Exklusiv-Angebot von Research und die Loslösung von weiteren Brokerage-Dienstleistungen könnte sich ein empfindlicher Preiskampf zwischen einzelnen Analyse-Anbietern ergeben. Noch nicht gänzlich absehbar sind die Auswirkungen dieser einschneidenden Regulatorik-Reform auf die Bedürfnisse der Kunden verbunden mit der angemessenen Ausgestaltung des Produktangebotes.

Die neue Marktsituation, in der sich Research zu einer eigenständigen Ertragsquelle formiert, birgt aus Sicht der Baader Bank auch ein erhebliches Chancenpotential. Positive Effekte der Strukturveränderungen wurden rechtzeitig erkannt und können sich nun durch eine marktgerechte Preisgestaltung und angepasste Vermarktungsaktivitäten als nützlich erweisen. Die Baader Bank kann damit weiterhin ihren hohen Qualitätsanspruch verteidigen und sieht sich auf Basis des bestehenden Sektoren- und Werte-Setups mit ca. 200 betreuten Titeln und ihrem Fokus auf die DACH-Region in einer wettbewerbsfähigen Ausgangsposition. Demzufolge wird es keine Änderung des fundamentalen Ansatzes und der Coverage-Ausrichtung geben, sehr wohl jedoch eine Verstärkung der Vermarktungsaktivitäten bei gleichzeitiger Anpassung von strukturellen Rahmenbedingungen wie der Bereitstellung eines digitalen Content-Systems und adäquaten Research-Controlling-Instrumenten.

Weiterhin bleibt das Equity Research der Baader Bank ein wichtiges Bindeglied zwischen den deutschsprachigen Unternehmenskunden und internationalen Investoren. Die starke Präsenz auf internationalen Investorenkonferenzen soll beibehalten und durch die Einrichtung von Research Payment Accounts als zusätzlichen Dienst für die reibungslose Abwicklung des Bezahlvorgangs ein Mehrwert für Kunden geschaffen werden.

3.2.4 Ausblick auf die Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften

Die Geschäftsführung der CCPM AG geht davon aus, dass auch in 2018 die bestehenden Einnahmequellen, Managementgebühr (Management Fee) und Gewinnbeteiligungen (Performance Fee), wesentlich von der Entwicklung der Assets under Management (AuM) abhängen, welche wiederum weitgehend von der Wertentwicklung der verwalteten Fonds geprägt sein werden. Der für 2018 prognostizierte Anstieg der Volatilität könnte bei entsprechender Umsetzung durch das Portfoliomanagement der CCPM AG zu einer günstigen Wertentwicklung der Fonds und dadurch konstanten AuM im Geschäftsjahr 2018 führen. Abhängigkeiten bestehen weiterhin durch einen hohen Anteil verwalteter AuM verteilt auf eine verhältnismäßig geringe Anzahl großer Kunden.

Die Geschäftsleitung der CCPM AG hält an dem Ziel, ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau zu erreichen, fest.

Ziel der Baader &Heins AG wird in 2018 in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld die Sicherung der starken Marktposition bei der Vermittlung von Schuldtiteln und im Geldmarkthandel sein. Hierbei soll die Ertragsstärke der Gesellschaft erhalten bleiben. Sollte die EZB ihre Niedrigzinspolitik wie zu erwarten in 2018 unverändert fortsetzen, ist mit keinen ausschlaggebenden Effekten auf das Anlageverhalten der Investoren, deren Schwerpunkte sich in den vergangenen Geschäftsperioden verstärkt zu Aktien, Fonds und Investitionen in Immobilien verlagerten, zu rechnen. Dementsprechend kann ein Rückgang der Transaktionen bzw. Geschäftsabschlüsse und des vermittelten Volumens nicht ausgeschlossen werden. Obwohl die Provisionserträge in 2017 wiederholt zum Vorjahresniveau gesteigert werden konnten, werden die Vermittlungsprovisionen sowie die daraus resultierenden Provisionserträge für 2018 auf Basis einer weiterhin vorsichtigeren Einschätzung der Geschäftsmöglichkeiten um ca. 45 % niedriger angesetzt.

Durch aktives Kostenmanagement sollen mögliche negative, exogene Rahmenbedingungen jedoch so weitgehend wie möglich abgefedert werden. Ziel ist es, im neuen Geschäftsjahr 2018 einen soliden Gewinnausweis zu erzielen.

Die Anteile an der SKALIS AG wurden mit Anteilskaufvertrag vom 28. November 2017 mehrheitlich veräußert. Die weitere Geschäftsentwicklung nach der Veräußerung ist derzeit noch nicht absehbar. Sollte der Anteilskaufvertrag aufgrund fehlender regulatorischer Genehmigungen nicht vollzogen werden können, ist der Fortbestand der Gesellschaft derzeit noch ungewiss.

Die Baader Helvea Gruppe wird auch in 2018 einen wesentlichen Beitrag für die erfolgreiche Betreuung des internationalen Kundenkreises leisten und stellt somit einen wichtigen Baustein der konzernweiten, konsolidierten DACH-Strategie der Baader Bank dar.

Die Baader Helvea Standorte in Zürich, London und Nordamerika werden weiterhin die Investment Banking-Aktivitäten der Baader Bank, die vollständig in die Geschäftsfelder Multi Asset Brokerage, Capital Marktets und Research integriert sind, durch ihren breiten Investorenzugang an internationalen Kernmärkten verstärken. Als wertvoll erweist sich diese Vernetzung sowohl hinsichtlich der Mandatsgewinnung für Kapitalmarkttransaktionen als auch zur Generierung von Ordervolumina über internationale Marktzugänge. Dies stellt einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil der Baader Helvea dar, die speziell nach Einführung von MiFID II ihr Standing als attraktiver Handelspartner untermauern möchte, der den gestiegenen Marktregulierungsanforderungen gerecht wird.

In 2017 konnte die Selan Gruppe mit ihrer Windparkbetreiberin Selan d.o.o. einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis leisten. Künftig sind bei stabilen Windverhältnissen und aufgrund der vorgenommenen technischen Verbesserungen gleichbleibende bis leicht höhere Windernten zu erwarten.

Da diese Leistungen durch vertraglich indizierte Einspeisepreise relativ konstant vergütet werden, rechnet die Geschäftsleitung mit einer entsprechenden moderaten Ertragssteigerung im Geschäftsjahr 2018.

3.2.5 Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung des Baader Bank Konzerns

Im Geschäftsjahr 2018 wird sich weiterhin ein Konsolidierungstrend innerhalb der wertpapierhandelnden Institute zeigen. Das Inkrafttreten von MiFID II zum Jahresbeginn hat unmittelbaren Einfluss auf die Rahmenbedingungen jener Märkte, in denen die Baader Bank aktiv ist. Aufgrund der steigenden Kosten für regulatorische Maßnahmen und die Einführung neuer Technologien sind vor allem kleinere Anbieter im Marktumfeld der Baader Bank einem steigenden Verdrängungswettbewerb ausgesetzt.

Auf Basis der bestehenden Kern- und Grundlagengeschäftsfelder wird die Baader Bank weiterhin in der Lage sein, Marktschwankungen auf Basis von diversifizierten Ertragsquellen zu kompensieren. Handelsnahe Dienstleistungen aus Grundlagengeschäftsfeldern, die das Produktspektrum abrunden, sind auf die veränderten Kundenbedürfnisse aus regulatorischen Gesichtspunkten ausgerichtet und werden fortlaufend hinsichtlich ihrer Rentabilität überwacht.

Der fortschreitenden Digitalisierung im Finanzsektor trägt die Baader Bank mit einer gezielten Weiterentwicklung der Prozesse in Produktion und Administration Rechnung und sorgt für eine kontinuierliche Effizienzsteigerung in der Vernetzung ihrer operativen Kernsysteme.

Mit Blick auf die kommende Geschäftsperiode gilt aus Sicht des Vorstands eine weiterhin positive Entwicklung der Umsatz- und Transaktionsvolumina bei Eintritt der prognostizieren Rahmenbedingungen an den internationalen Finanzmärkten in 2018 als realistisch.

Für die einzelnen Ergebniskomponenten würde dies einen moderaten Anstieg des Provisionsergebnisses als auch eine leichte Steigerung des Handelsergebnisses bedeuten.

Nachdem der Rohertrag in 2017 erwartungsgemäß gesteigert werden konnte, ist für 2018 von einer neuerlichen Verbesserung des Rohertrags um mindestens 7 % auszugehen.

In Relation dazu sollten die Verwaltungsaufwendungen nur geringfügig steigen, sodass insgesamt für das Geschäftsjahr 2018 für den Baader Bank Konzern mit einem nennenswert höheren positiven Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit gerechnet wird. Für die Baader Bank AG wird wieder mit dem Erreichen der Gewinnschwelle gerechnet.

In Anbetracht von unabwägbaren, exogenen Einflussfaktoren können zuverlässige Prognosen zur Geschäftsentwicklung nach Einschätzung des Vorstands nur unter Einschränkungen erstellt werden. Die in diesem Lagebericht enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen, Erwartungen und Prognosen zur künftigen Entwicklung der Baader Bank beruhen daher auf den zum Stichtag im Unternehmen verfügbaren Informationen und Erkenntnissen.

4 Sonstige Angaben

4.1 Erklärung zur Unternehmensführung mit den Festlegungen und Angaben nach § 289f Abs. 2 Nr. 4, Abs. 4 Satz 1 HGB

Der Vorstand hat am 28. September 2015 einen Beschluss zur Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands gem. § 76 Abs. 4 AktG gefasst. Demzufolge sollten bis zum 30. Juni 2017 in der ersten Führungsebene mit der Funktionsbezeichnung "Managing Director" ein Frauenanteil von 3,6 % und in der zweiten Führungsebene ("Executive Director") von 12 % erreicht werden.

Mit einem Frauenanteil von 9,5 % in der ersten Führungsebene im Juni 2017 wurde die erstgenannte Zielgröße erreicht bzw. übertroffen. Der Frauenanteil der zweiten Führungsebene lag zum selben Zeitpunkt bei 8 % und damit unterhalb der festgelegten Zielgröße. Hauptursächlich dafür war der Wechsel von weiblichen Führungskräften von der zweiten in die erste Führungsebene.

Geschilderte Umstände veranlassten den Vorstand zur neuerlichen Beschlussfassung über Zielgrößen der jeweiligen Frauenanteile auf der ersten und zweiten Führungsebene. Für die erste Führungsebene wurde die Zielgröße auf 12 % angehoben, für die zweite Führungsebene wurde die Zielgröße bei 12 % belassen. Als Erreichungszeitpunkt für die beiden Zielgrößen wurde der 30. Juni 2022 festgelegt.

Der Aufsichtsrat hat am 28. September 2015 einen Beschluss zur Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und im Aufsichtsrat gem. § 111 Abs. 5 AktG gefasst, der die Zielgrößen von 0 % für den Frauenanteil im Vorstand und von 16,67 % im Aufsichtsrat der Baader Bank beinhaltete. Zum Zeitpunkt der vorgesehenen Erreichung bis zum 30. Juni 2017 waren beide Zielgrößen erreicht. Der Aufsichtsrat konnte im Juni 2017 einen Frauenanteil von 16,67 % aufweisen.

4.2 Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gem. § 312 AktG

Die Baader Bank Aktiengesellschaft (Baader Bank AG) ist ein abhängiges Unternehmen der Baader Beteiligungs GmbH, Unterschleißheim (Baader GmbH). Die Baader GmbH ist mit 62,88 % an der Baader Bank AG beteiligt. Da kein Beherrschungsvertrag zwischen den Unternehmen besteht, hat der Vorstand der Baader Bank AG gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der mit folgender Erklärung schließt:

"Die Baader Bank AG hat nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte bzw. andere Maßnahmen vorgenommen oder unterlassen wurden, für diese Rechtsgeschäfte bzw. anderen Maßnahmen eine angemessene Gegenleistung erhalten. Sie wurde durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt. Alle berichtspflichtigen Vorgänge wurden vom Vorstand beschlossen, soweit nach der Satzung bzw. Geschäftsordnung der Baader Bank AG erforderlich auch vom Aufsichtsrat genehmigt und in diesem Abhängigkeitsbericht aufgestellt."

 

Unterschleißheim, den 21. März 2018

Baader Bank AG

Der Vorstand

Nico Baader

Dieter Brichmann

Christian Bacherl

Oliver Riedel

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2017

der Baader Bank Aktiengesellschaft

Allgemeines

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2017 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Baader Bank Aktiengesellschaft und des Konzerns unterrichten lassen und dabei die Arbeit des Vorstands überwacht und begleitet.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle und wichtige Einzelvorkommnisse unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. Abweichungen des Geschäftsverlaufs und der Ergebnisentwicklung von den Plänen und Zielen wurden umgehend im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat geprüft. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden.

Wesentliche Themen und Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Jahr 2017 tagte der Aufsichtsrat der Baader Bank im Rahmen von fünf Sitzungen.

Das Aufsichtsgremium befasste sich eingehend mit der Entwicklung einer Zukunftsvision des Instituts und der damit verbunden strategischen Schwerpunkte in den kommenden Jahren. Marktpotenziale, strategische Konzepte, Geschäftsfelder und Geschäftsmodelle der Baader Bank wurden hierbei intensiv mit dem Vorstand erörtert.

Zudem wurden die Auswirkungen wichtiger regulatorischer und gesetzlicher Vorhaben für die Bankenbranche in Europa auf ihre Wirkung auf die Baader Bank hin geprüft. Schwerpunkte in 2017 bildeten auch die Diskussionen zur Entwicklung der operativen Ertragslage und des Kostenniveaus der Konzerneinzelgesellschaften und des Konzerns selbst. Darüber hinaus waren wesentliche Projekte und einzelne Kreditengagements maßgebliche Punkte der Erörterungen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand im Jahr 2017. Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde in regelmäßigen Abständen durch Übersendung der Protokolle der Vorstandssitzungen sowie in persönlichen Treffen durch den Vorstandsvorsitzenden über den allgemeinen Verlauf des Unternehmens und Vorgänge von besonderer Bedeutung informiert.

Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in seinen monatlichen Berichten fortlaufend über die wichtigsten Kennzahlen zur finanziellen Entwicklung und der Risikosituation der Baader Bank Aktiengesellschaft und des Konzerns. Gegenstand regelmäßiger Beratungen waren die Unternehmenszahlen, die Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns einschließlich der Tochterunternehmen und Beteiligungen, sowie die Entwicklung sämtlicher Geschäftsbereiche.

Sofern auf Grund eines Gesetzes, der Satzung oder der Geschäftsordnung für einzelne Maßnahmen die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, wurde hierüber nach gründlicher Prüfung und Beratung Beschluss gefasst. Der Aufsichtsrat fasst Beschlüsse grundsätzlich in Sitzungen. Bei Bedarf werden auf Anordnung des Aufsichtsratsvorsitzenden Beschlüsse auch außerhalb von Sitzungen im Umlaufverfahren gefasst.

Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am 20. Dezember 2017 wurde unter der Teilnahme der Bereichsverantwortlichen eingehend über die künftige Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Unternehmensplanung der Baader Bank beraten.

Der Compliance-Beauftragte legte dem Aufsichtsratsvorsitzenden jeweils zum Halbjahr seine ausführlichen Berichte, der Leiter der Internen Revision seinen ausführlichen Gesamtjahresbericht vor. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Ihm wurden jeweils die Protokolle der Vorstandssitzungen zeitnah zur Verfügung gestellt.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Vorstand der Baader Bank Aktiengesellschaft hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht jeweils für das Geschäftsjahr 2017 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs, des Aktiengesetzes sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute aufgestellt.

Der von der Hauptversammlung gewählte Abschluss- und Konzernabschlussprüfer, die PriceWaterhouseCoopers Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, hat die Abschlüsse und den Lagebericht geprüft. Der Abschlussprüfer hat dabei die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen.

Der Aufsichtsrat hat die vorstehenden Unterlagen eingehend geprüft. Alle Abschlussunterlagen sowie die Prüfberichte des Abschlussprüfers lagen den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Die Abschlussunterlagen wurden vom Aufsichtsrat in Gegenwart des zuständigen Wirtschaftsprüfers ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Abschlussprüfer ging ferner auf den Umfang und die Prüfungsschwerpunkte der Abschlussprüfung ein.

Der Aufsichtsrat hat vom Ergebnis der Abschlussprüfung zustimmend Kenntnis genommen und nach Beendigung seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass auch seinerseits keine Einwände zu erheben sind. Der vom Vorstand aufgestellte und vom Abschlussprüfer geprüfte Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Konzernlagebericht wurden vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 10. April 2017 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat schließt sich, unter Berücksichtigung insbesondere des Jahresergebnisses, der Liquidität und der Finanzplanung der Gesellschaft, dem Vorschlag des Vorstandes an, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen".

Der Aufsichtsrat hat vom Ergebnis der Prüfung des Abschlussberichts zustimmend Kenntnis genommen und nach seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass auch seinerseits keine Einwände zu erheben sind.

Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft

Der Aufsichtsrat der Baader Bank hat in 2017 alle Vorstandsmitglieder der Gesellschaft bis in das Jahr 2022 bestellt. Herr Jan Vrbsky hat den Aufsichtsrat durch sein Ausscheiden aus der Baader Bank zum 30.09.2017 verlassen. Eine Nachbesetzung erfolgt durch die turnusmäßig anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat im Jahr 2018.

Dank an den Vorstand und die Mitarbeiter der Baader Bank

Der Aufsichtsrat der Baader Bank dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Gesellschaft ausdrücklich für die stets motivierte, konstruktive und verantwortungsbewusste Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Unterschleißheim, den 10. April 2018

Der Aufsichtsrat

Dr. Horst Schiessl, Vorsitzender

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

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31.12.2017 31.12.2016
1. Barreserve
a) Guthaben bei Zentralnotenbanken 217.506.694,63 217.506.694,63 74.310.403,40 74.310.403,40
darunter:
bei der Deutschen Bundesbank € 217.506.694,63 (Vorjahr: € 74.310.403,40)
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 67.122.118,69 63.643.407,78
b) andere Forderungen 8.270.963,29 75.393.081,98 18.269.346,62 81.912.754,40
3. Forderungen an Kunden 37.721.622,20 37.231.367,15
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von öffentlichen Emittenten 59.233.500,28 53.192.518,87
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 59.233.500,28 (Vorjahr: € 53.192.518,87)
ab) von anderen Emittenten 166.496.106,40 225.729.606,68 151.709.728,15 204.902.247,02
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 92.024.575,74 (Vorjahr: € 79.757.298,45)
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 16.484.836,50 21.950.270,50
5a. Handelsbestand 55.761.129,80 54.301.142,86
6. Beteiligungen 4.053.845,91 5.541.820,34
7. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.533.775,29 21.333.574,68
darunter:
an Finanzdienstleistungsinstituten € 18.704.514,66 (Vorjahr: € 21.333.574,68)
8. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.667.856,04 14.276.875,04
b) Geschäfts- oder Firmenwert 414.949,00 2.670.958,00
c) geleistete Anzahlungen 275.477,96 12.358.283,00 308.657,58 17.256.490,62
9. Sachanlagen 39.529.443,83 41.598.123,83
10. Sonstige Vermögensgegenstände 2.800.025,28 13.395.323,88
11. Rechnungsabgrenzungsposten 2.328.460,67 1.609.716,51
12. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 7.403.439,32 6.795.656,92
Summe der Aktiva 724.604.245,09 582.138.892,11

Passiva

31.12.2017 31.12.2016
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 30.489.672,72 15.523.736,98
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 49.739.970,27 80.229.642,99 45.650.324,87 61.174.061,85
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 353.186.423,71 185.603.697,00
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 159.686.134,16 512.872.557,87 199.981.665,11 385.585.362,11
3. Handelsbestand 2.898.169,31 2.115.622,75
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.785.284,29 3.999.461,51
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.517.240,34 1.407.897,35
b) Steuerrückstellungen 192.706,19 54.472,26
c) andere Rückstellungen 3.852.013,63 5.561.960,16 5.151.662,09 6.614.031,70
6. Fonds für allgemeine Bankrisiken
darunter:
Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 22.135.000,00 22.135.000,00 22.135.000,00 22.135.000,00
7. Eigenkapital
a) eingefordertes Kapital gezeichnetes Kapital 45.908.682,00 45.908.682,00
abzgl. Nennbetrag eigener Aktien -276.996,00 45.631.686,00 -276.996,00
b) Kapitalrücklage 31.431.265,61 31.431.265,61
c) Gewinnrücklagen
ca) andere Gewinnrücklagen 30.094.605,67 30.094.605,67 30.094.605,67
d) Bilanzverlust -11.035.926,81 96.121.630,47 -6.642.205,09 100.515.352,19
Summe der Passiva 724.604.245,09 582.138.892,11
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 208.070,00 13.255.293,85
2. Andere Verpflichtungen
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen 10.508.242,30 12.197.309,65

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017

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2017 2016
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 261.660,05 497.129,89
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 7.313.407,50 7.575.067,55 8.604.546,07
2. Zinsaufwendungen -5.990.006,07 1.585.061,48 -6.951.582,26 2.150.093,70
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.810.609,68 1.113.181,54
b) Anteilen an verbundenen Unternehmen 92.500,00 1.903.109,68 937.500,00 2.050.681,54
4. Provisionserträge 58.039.720,84 49.294.271,59
5. Provisionsaufwendungen -33.209.280,56 24.830.440,28 -28.007.097,07 21.287.174,52
6. Nettoertrag des Handelsbestands 57.682.687,02 52.808.369,72
7. Sonstige betriebliche Erträge 6.197.180,24 5.489.003,39
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -37.651.842,99 -34.343.810,88
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.535.889,59 -43.187.732,58 -3.377.416,26
darunter:
für Altersversorgung € - 1.059.084,89 (Vorjahr: € 962.216,01)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -35.038.293,22 -78.226.025,80 -35.055.465,49 -72.776.692,63
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -8.792.672,40 -8.751.558,83
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.106.920,28 -2.993.717,09
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -4.215.023,45 0,00
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 1.366.624,12
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -4.134.337,43 0,00
14. Aufwendungen aus der Zuführung des Fonds für allgemeine Bankrisiken davon: Zuführungen nach § 340e Abs. 4 HGB € 0,00 (Vorjahr: € - 626.000,00) 0,00 -626.000,00
15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -4.276.500,66 3.978,44
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -68.931,69 -21.503,97
17. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 10 ausgewiesen -48.289,37 -78.339,35
18. Jahresfehlbetrag -4.393.721,72 -95.864,88
19. Verlustvortrag / Gewinnvortrag aus dem Vorjahr -6.642.205,09 -6.546.340,21
20. Bilanzverlust -11.035.926,81 -6.642.205,09

Anhang 2017

I. Grundlagen

Der Jahresabschluss der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr 2017 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute ("RechKredV") aufgestellt worden. Die Vorschriften des Aktiengesetzes wurden beachtet.

Die Baader Bank AG erstellt als Muttergesellschaft zum 31. Dezember 2017 für den Baader Konzern einen Konzernabschluss, der beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht wird.

Zum Zweck der Übersichtlichkeit sind die Werte in Tausend € ausgewiesen. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit entstehen.

Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2017. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Baader Bank Aktiengesellschaft, mit Sitz in Unterschleißheim, wird beim Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 121537 geführt.

II. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden werden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze (§§ 252 ff. HGB), die besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie die ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340 ff. HGB) beachtet.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit einzelne Posten in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst werden, erfolgt eine Aufgliederung im Anhang.

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Barreserve

Die Bestände der Barreserve sind zum Nennbetrag ausgewiesen.

Forderungen

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind grundsätzlich mit dem Nominalbetrag oder den Anschaffungskosten ausgewiesen und werden soweit erforderlich um Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße gekürzt. Von der gemäß § 340f Absatz 3 HGB zulässigen Verrechnung wird Gebrauch gemacht.

Wertpapiere (ohne Handelsbestand)

Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, sind als Finanzanlagen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip entsprechend § 253 Absatz 1 und 3 HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung wird berücksichtigt. Sofern erforderlich werden Zuschreibungen nach dem Wertaufholungsgebot (§ 253 Absatz 5 HGB) vorgenommen. Von der gemäß § 340c Absatz 2 HGB zulässigen Verrechnung wird Gebrauch gemacht. Das Bewertungswahlrecht gemäß § 340e Absatz 1 Satz 3 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 3 Satz 6 HGB wird nicht in Anspruch genommen.

Wertpapiere, die weder dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, noch dem Handelsbestand zugeordnet sind, werden als Umlaufvermögen nach dem strengen Niederstwertprinzip gemäß § 253 Absatz 1 und 4 HGB mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise mit den niedrigeren Börsenwerten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Der beizulegende Zeitwert gemäß § 255 Absatz 4 HGB entspricht grundsätzlich dem Marktpreis. Ist zum Bilanzstichtag kein Marktpreis feststellbar, wird der beizulegende Zeitwert nach bekannten Bewertungsmodellen ermittelt. Sofern kein beizulegender Zeitwert ermittelbar ist, werden die Anschaffungskosten im Sinne des § 255 Absatz 4 Satz 3 HGB fortgeführt.

Handelsbestand

Die Bewertung der Finanzinstrumente des Handelsbestandes erfolgt bei Zugang mit den Anschaffungskosten. Die Folgebewertung erfolgt entsprechend § 340e Absatz 3 HGB i.V.m. IDW RS BFA 2 und 5 mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bei finanziellen Vermögensgegenständen bzw. zuzüglich eines Risikozuschlags bei finanziellen Verpflichtungen. Sofern für derivative Finanzinstrumente keine tägliche Marktbewertung vorliegt, erfolgt die Ermittlung des Zeitwerts für Optionen mittels des Black-Scholes-Modells und für Futures mittels der arbitragefreien Bewertung. Die Baader Bank AG nimmt die Bewertung amerikanischer Optionen mithilfe der Approximation von Barone-Adesi/Whaley (1987) vor. Fremdwährungsoptionen werden mithilfe des Modells von Garman/Kohlhagen (1983) bewertet.

Ausgangspunkt für die Ermittlung des Risikoabschlags ist der Value at Risk (VaR). Der Value at Risk bezeichnet dabei ein Risikomaß, das angibt, welchen Wert der Verlust des betrachteten Portfolios mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit und in einem gegebenen Zeithorizont nicht überschreitet. Zur Ermittlung des Markpreisrisikos verwendet die Baader Bank AG die Monte-Carlo-Simulation. Bei der Berechnung wird ein Konfidenzniveau von 99 % unterstellt und die erforderlichen Parameter (insb. Volatilitäten, Korrelationen etc.) auf Basis von historischen Daten geschätzt. Zum 31. Dezember 2017 werden der Berechnung bestandsindividuelle Haltedauern zwischen 1 bis 10 Tagen zugrunde gelegt. Die Ermittlung der Haltedauer wird im Quartalsrhythmus aktualisiert.

Der Value at Risk wird zu jedem Monatsultimo für alle Eigenhandelsbestände ermittelt.

Der Risikoabschlag wurde für sämtliche Bestände der Handelsaktiva und -passiva ermittelt. Da es bei einzelnen Gattungen nicht möglich ist, diesen Betrag sachgerecht auf die aktiven bzw. passiven Handelsbestände aufzuteilen, erfolgt die Berücksichtigung des Risikoabschlags generell beim größeren der jeweiligen Bestände. Zum 31. Dezember 2017 erfolgte die Zuordnung bei dem aktiven Handelsbestand.

Im Geschäftsjahr 2017 ergaben sich keine Änderungen der institutsintern festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand.

Umwidmung

Für die Zuordnung von Forderungen und Wertpapieren zum Handelsbestand, zur Liquiditätsreserve oder zu den wie Anlagevermögen bewerteten Vermögensgegenständen ist jeweils die Zweckbestimmung zum Erwerbszeitpunkt maßgebend (§ 247 Absatz 1 und 2 HGB).

Eine Umgliederung in den Handelsbestand ist ausgeschlossen und eine Umgliederung aus dem Handelsbestand erfolgt nur dann, wenn außergewöhnliche Umstände, insbesondere schwerwiegende Beeinträchtigungen der Handelbarkeit der Finanzinstrumente, zu einer Aufgabe der Handelsabsicht führen. Eine Umwidmung zwischen den Kategorien Liquiditätsreserve und wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände wird vorgenommen, wenn sich die festgelegte Zweckbestimmung seit deren erstmaligem Ansatz geändert hat und dies dokumentiert ist. Die Umwidmung der Forderungen beziehungsweise Wertpapiere erfolgt zum Zeitpunkt der Änderung der Zweckbestimmung.

Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte keine Umwidmung.

Derivative Finanzinstrumente im Handelsbestand

Derivative Finanzgeschäfte werden wie folgt bilanziert und bewertet:

Gezahlte Optionsprämien aus dem Kauf von Kauf- bzw. Verkaufsoptionen werden als aktivischer Handelsbestand bilanziert und mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet.

Erhaltene Optionsprämien aus dem Verkauf von Kauf- bzw. Verkaufsoptionen werden als passivischer Handelsbestand bilanziert und mit dem beizulegenden Zeitwert zuzüglich eines Risikozuschlags bewertet.

Marginforderungen aus Futuregeschäften werden als Sonstige Vermögensgegenstände mit dem Nennbetrag bilanziert.

Marginverpflichtungen aus Futuregeschäften werden als Sonstige Verbindlichkeiten mit dem Nennbetrag bilanziert.

Verlustfreie Bewertung von zinsbezogenen Geschäften im Bankbuch

Der IDW RS BFA 3 regelt die Einzelfragen zur verlustfreien Bewertung des Bankbuchs nach HGB. Die Geschäftstätigkeit der Kreditinstitute im Rahmen des Bankbuchs lässt regelmäßig keine unmittelbare Zuordnung einzelner Finanzinstrumente zueinander zu. Die Steuerung erfolgt als Gesamtheit im Bankbuch. Für die zinsbezogenen bilanziellen Vermögensgegenstände und Schulden des Bankbuchs wird dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip dadurch Rechnung getragen, dass unter Berücksichtigung von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und Verwaltungskosten) für einen etwaigen Verpflichtungsüberschuss eine Rückstellung gemäß § 249 HGB zu bilden ist ("Drohverlustrückstellung"). Bei der Abgrenzung des Bankbuchs hat die Baader Bank von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die direkt zugeordnete Refinanzierung von nicht zinstragenden Aktiva sowie die entsprechenden Vermögensgegenstände nicht in den Saldierungsbereich einzubeziehen. Die Baader Bank wendet zur Ermittlung einer Drohverlustrückstellung die periodische Methode an. Danach ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden, wenn die Summe der diskontierten zukünftigen Periodenergebnisse des Bankbuchs negativ ist. Die Risikokosten und Verwaltungskosten werden dabei als Abschlag von den Zahlungsströmen berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag besteht für die Baader Bank AG kein Verpflichtungsüberschuss. Die Notwendigkeit einer Drohverlustrückstellung aus der verlustfreien Bewertung ist somit nicht gegeben.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind gemäß den für das Anlagevermögen geltenden Regelungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe, die zu einer Abschreibung geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten. Zur Ermittlung des theoretischen Preises wird auf den separaten Abschnitt "Wertpapiere (ohne Handelsbestand)" verwiesen.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Baader Bank AG weist ihre EDV-Standard-Software unter den Immateriellen Anlagewerten aus. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die aus Verschmelzungen stammenden Geschäfts- und Firmenwerte sowie erworbene Skontren werden grundsätzlich nach der individuellen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 150,00 (netto) werden sofort aufwandswirksam erfasst. Darüber hinaus werden geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 1.000,00 in einem jährlichen Sammelposten erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die tatsächlichen Nutzungsdauern der im Sammelposten zusammengefassten geringwertigen Wirtschaftsgüter oder deren Abgänge bleiben unberücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sind mit dem Nominalbetrag ausgewiesen und werden gegebenenfalls um erforderliche Wertberichtigungen in ausreichendem Maße gekürzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag, vermindert um erforderliche Abschreibungen und Wertberichtigungen, angesetzt.

Verbindlichkeiten und Rückstellungen

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt mittels des ratierlich degressiven Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinses, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (10-Jahresdurchschnitt) ergibt. Dieser beträgt gemäß der Festsetzung der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag 3,68 %. Der für die geforderten Anhangangaben verwendete Vergleichszinssatz (7-Jahresdurchschnitt) beträgt 2,80 % und wird ebenfalls von der Deutschen Bundesbank festgesetzt.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich zur Erfüllung von Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, werden gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit diesen saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen, der sich in Übereinstimmung mit § 253 Absatz 1 HGB gemäß den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt. Sofern die voraussichtliche Restlaufzeit der jeweiligen Rückstellung länger als ein Jahr ist, erfolgt eine Abzinsung der Rückstellung mit dem jeweiligen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beinhaltet Beiträge, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Sicherung gegen allgemeine Bankrisiken notwendig sind. Unabhängig davon erfolgt gemäß § 340e Absatz 4 HGB eine Dotierung aus den Nettoerträgen des Handelsbestands.

Latente Steuern

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so muss eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer in der Bilanz angesetzt werden. Eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung kann als latente Steuer aktiviert werden.

Ein entstandener Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Erwerb eigener Anteile

Der Nennwert von erworbenen eigenen Anteilen wird in der Vorspalte offen von dem Posten Gezeichnetes Kapital abgesetzt und ergibt das ausgegebene Kapital. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wird erfolgsneutral mit den frei verfügbaren Rücklagen (Gewinnrücklagen) verrechnet.

Werden die eigenen Anteile wieder veräußert, entfällt der Abzug in der Vorspalte. Ein den rechnerischen Wert übersteigender Differenzbetrag aus dem Veräußerungserlös wird bis zur Höhe des mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechneten Betrags in die jeweiligen Rücklagen eingestellt. Ein darüber hinausgehender Differenzbetrag wird in die Kapitalrücklage eingestellt, wohingegen ein beim Verkauf entstehender Verlust die Gewinnrücklagen belastet.

Währungsumrechnung

Die Behandlung der Ergebnisse aus der Fremdwährungsumrechnung richtet sich danach, ob die Fremdwährungsgeschäfte dem Handelsbestand zugeordnet oder besonders gedeckt sind. Eine besondere Deckung ist zum Bilanzstichtag nicht gegeben. Im Falle des Handelsbestands werden sowohl die Aufwendungen als auch die Erträge aus der Währungsumrechnung erfolgswirksam erfasst und im Handelsergebnis ausgewiesen. Demgegenüber werden bei Fremdwährungsposten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr nur die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung dem Imparitätsprinzip entsprechend erfolgswirksam berücksichtigt und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Bei Fremdwährungsposten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt der Ausweis von Aufwendungen und Erträge brutto im sonstigen betrieblichen Ergebnis.

Zinsergebnis

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind im Zinsertrag erfasst. Der Zinsertrag zeigt den aus dem Zinsgeschäft im Laufe des Geschäftsjahres realisierten Zinsertrag, der um negative Zinsen geschmälert wurde. Korrespondierend hierzu schmälern negative Zinsen aus Passivgeschäften den Zinsaufwand entsprechend.

III. Änderungen von Bewertungs-, Bilanzierungs- und Ausweismethoden

Im Geschäftsjahr 2017 ergaben sich keine Änderungen der Bewertungs-, Bilanzierungs- und Ausweismethoden

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Fremdwährungsvolumina

Am Bilanzstichtag bestehen Vermögensgegenstände in Fremdwährung in Höhe von umgerechnet T€ 71.666 (Vorjahr: T€ 87.271). Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährung lauten, bestehen in Höhe von T€ 54.832 (Vorjahr: T€ 63.547). Dabei handelt es sich um die folgenden Bilanzposten:

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Währung Forderungen (Kunden und Kreditinstitute)
T€
Wertpapiere, Beteiligungen und verbundene Unternehmen
T€
Sonstige Vermögensgegenstände
T€
Verbindlichkeiten (Kunden und Kreditinstitute)
T€
Sonstige Verbindlichkeiten
T€
AUD 25 410 0 436 0
BRL 174 0 0 183 0
CAD 630 642 0 1.250 0
CHF 2.858 15.075 0 2.977 285
DKK 1 186 0 187 0
GBP 1.452 59 20 1.639 26
HKD 353 0 0 345 5
INR 18 0 0 0 0
JPY 930 0 0 941 5
MYR 2 0 0 0 0
NOK 38 306 0 555 0
NZD 42 0 11 53 0
OMR 16 0 0 25 0
PLN 18 0 0 20 0
SEK 33 0 0 395 0
THB 6 0 0 6 0
TRY 1 0 0 0 0
USD 30.639 17.452 41 45.071 200
ZAR 0 228 0 228 0
37.236 34.358 72 54.311 521

Die aus der Währungsumrechnung der Positionen des Anlagebestands mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr resultierenden Aufwendungen betragen T€ 41 (Vorjahr: T€ 25) und sind unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung des Handelsbestands in Höhe von T€ 70 sind unter dem Nettoertrag des Handelsbestands ausgewiesen.

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute bestehen aus täglich fälligen Bankguthaben in Höhe von T€ 62.884 (Vorjahr: T€ 34.009) und aus täglich fälligen sowie anderen Forderungen in Höhe von T€ 12.509 (Vorjahr: T€ 47.904). Sie beinhalten keine Forderungen gegen verbundene Unternehmen oder Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Täglich fällige Forderungen werden seit dem Geschäftsjahr 2017 mit täglich fälligen, keinerlei Bindungen unterliegende Verbindlichkeiten gegenüber demselben Kontrahenten verrechnet.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden belaufen sich auf insgesamt T€ 37.722 (Vorjahr: T€ 37.231). In der Gesamtposition sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 2.335 (Vorjahr: T€ 2.539) enthalten; davon sind Forderungen in Höhe von T€ 2.126 (Vorjahr: T€ 2.316) nachrangig. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in Höhe von T€ 19 (Vorjahr: T€ 22) enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere belaufen sich auf insgesamt T€ 225.730 und beinhalten keine Forderungen an verbundene Unternehmen.

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31.12.2017
T€
31.12.2016
T€
Anleihen und Schuldverschreibungen 222.730 201.339
Stückzinsen 3.000 3.563
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 225.730 204.902

Im Folgejahr werden Anleihen und Schuldverschreibungen in Höhe von T€ 40.138 fällig.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die Baader Bank AG weist zum 31. Dezember 2017 unter den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von T€ 11.237 eine Gattung aus, die der Kategorie "wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände" zugeordnet ist. Ein Marktpreis von einem aktiven Markt steht zum 31. Dezember 2017 nicht zur Verfügung. Die Baader Bank AG hat den beizulegenden Zeitwert gemäß § 255 Abs. 4 HGB anhand eines DCF-Modells zum Bilanzstichtag ermittelt. Anzeichen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung sind nicht gegeben.

Restlaufzeitengliederung

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten:

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bis 3 Monate
T€
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
T€
mehr als 5 Jahre
T€
Andere Forderungen an Kreditinstitute 0 271 0 8.000
Forderungen an Kunden 27.421 713 361 9.227
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 21.185 9.997 0 18.558
Verbindlichkeiten ggü. Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.487 18.699 68.500 70.000

Aufgliederung der börsenfähigen Wertpapiere nach börsennotierten und nicht börsennotierten Wertpapieren:

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börsenfähig nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
nicht börsenfähig
T€
börsennotiert
T€
nicht börsennotiert
T€
T€
Anleihen und Schuldverschreibungen 0 225.730 0 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 16.485 0 0
Beteiligungen 4.054 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 27.534

Anlagevermögen

Die aktivierten Geschäftswerte aus den verschmolzenen Gesellschaften DBM Deutsche Börsenmakler GmbH und Baader Service Bank GmbH werden über 10 Jahre linear abgeschrieben.

Resultierend aus dem tatsächlichen Nutzen des jeweils erworbenen und im Wege der Verschmelzung auf die Baader Bank AG übergangenen Kundengeschäfts sowie aufgrund der tatsächlichen Nutzungsdauern von in der Vergangenheit erworbenen Geschäftswerten, hat sich gezeigt, dass die Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 5 Jahren deutlich zu niedrig ist.

Sämtliche im Anlagengitter ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude werden von der Baader Bank AG im Rahmen ihrer eigenen Tätigkeit genutzt. Es wurden keine selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert.

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens zeigt im Folgenden das Anlagengitter:

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Anschaffungs- oder Herstellungskosten Aufgelaufene Abschreibungen
Stand 01.01.2017
T€
Zugänge
T€
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
Stand 01.01.2017
T€
Zugänge
T€
Immaterielle Anlagewerte 84.799 1.563 0 -175 -67.543 -6.461
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.930 1.526 71 -175 -47.654 -4.205
Geschäfts- oder Firmenwert 22.560 0 0 0 -19.889 -2.256
Geleistete Anzahlungen auf Immaterielle Anlagewerte 309 37 -71 0 0 0
Sachanlagen 62.408 298 0 -215 -20.810 -2.332
Grundstücke und Bauten 56.258 215 0 0 -16.280 -1.987
Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.150 78 5 -215 -4.530 -345
Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen im Bau 0 5 -5 0 0 0
Finanzanlagen 47.493 18 8.829 0 -9.381 -4.134
Beteiligungen 12.149 0 0 0 -6.607 -1.488
Anteile an verbundenen Unternehmen 21.333 18 8.829 0 0 -2.646
Wertpapiere des Anlagevermögens 14.011 0 0 0 -2.774 0
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Aufgelaufene Abschreibungen Buchwert
Abgänge
T€
Stand 31.12.2017
T€
Stand 31.12.2017
T€
Stand 31.12.2016
T€
Immaterielle Anlagewerte 175 -73.829 12.358 17.256
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 175 -51.684 11.668 14.276
Geschäfts- oder Firmenwert 0 -22.145 415 2.671
Geleistete Anzahlungen auf Immaterielle Anlagewerte 0 0 275 309
Sachanlagen 180 -22.962 39.529 41.598
Grundstücke und Bauten 0 -18.267 38.206 39.978
Betriebs- und Geschäftsausstattung 180 -4.695 1.323 1.620
Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
Finanzanlagen 0 -13.515 42.825 38.112
Beteiligungen 0 -8.095 4.054 5.542
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 -2.646 27.534 21.333
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 -2.774 11.237 11.237

Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz wird unter Ziffer VIII dargestellt.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind enthalten:

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31.12.2017
T€
31.12.2016
T€
Sonstige Steuerforderungen 2.546 2.557
Forderungen aus Courtagen, Kursdifferenzen und Transaktionsentgelten 107 195
Sonstige Forderungen 100 293
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 47 43
Körperschaftsteuerguthaben 0 1.478
Unternehmensanteile 0 8.829
Sonstige Vermögensgegenstände 2.800 13.395

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen nicht.

Die im Vorjahr noch als zur Veräußerung gehaltenen Unternehmensanteile mit einem Ausweis unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden in die Anteile an verbundenen Unternehmen umgegliedert.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft in Höhe von T€ 52 (Vorjahr: T€ 63) die gemäß § 250 Absatz 3 HGB auf der Aktivseite ausgewiesenen Unterschiedsbeträge aus der Ausgabe von Schuldscheindarlehen. Der Unterschiedsbetrag wird zeitanteilig linear über die Restlaufzeit aufgelöst.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen überwiegend zur Finanzierung des Geschäftsgebäudes in Unterschleißheim und zur Refinanzierung des Wertpapierhandelsgeschäftes.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Zum Bilanzstichtag bestanden täglich fällige Kundeneinlagen in Höhe von T€ 353.186 (Vorjahr: T€ 185.604) und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus aufgenommenen Schuldscheindarlehen und Termingeldern in Höhe von T€ 159.686 (Vorjahr: T€ 199.982). Es sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 4.135 (Vorjahr: T€ 2.858) enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:

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31.12.2017
T€
31.12.2016
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.876 1.487
Steuerverbindlichkeiten 1.143 1.684
Sonstige Verbindlichkeiten 766 828
Sonstige Verbindlichkeiten 4.785 3.999

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2017 betragen T€ 14.817 (Vorjahr: T€ 14.061) und werden nach dem im Abschnitt "Verbindlichkeiten und Rückstellungen" beschriebenen Verfahren ermittelt. Zur Rückdeckung der Verpflichtungen stehen Bankkonten, Wertpapierdepots sowie Rückdeckungsversicherungen zur Verfügung.

Den versicherungsmathematischen Berechnungen liegen folgende Parameter zugrunde:

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31.12.2017 31.12.2016
Rechnungszins 3,68 % 4,01 %
Gehaltsentwicklung 3,00 % 3,00 %
Rentenanpassung 1,80 % 1,80 %

In Übereinstimmung mit § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von T€ 974. Als Rechnungsgrundlagen wurden darüber hinaus sowohl für die Handels- als auch für die Steuerbilanz zum 31. Dezember 2017 die Klaus Heubeck "Richttafeln 2005 G" verwendet.

Deckungsvermögen

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31.12.2017
T€
31.12.2016
T€
Anschaffungskosten 20.139 19.902
Beizulegender Zeitwert 20.703 19.449
Verrechnete Schulden 13.300 12.653

Die als Deckungsvermögen qualifizierten Bankguthaben, die Rückdeckungsversicherungen sowie die Wertpapierdepots werden mit der Pensionsverpflichtung saldiert. Des Weiteren wird auf der Aktivseite ein Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 7.403 (Vorjahr: T€ 6.796) ausgewiesen. Dies führt im Saldo zu einem Bilanzausweis der Pensionsrückstellungen von T€ 1.517 (Vorjahr: T€ 1.408). Aufwendungen und Erträge aus dem verrechneten Vermögen werden in Höhe von T€ 482 saldiert in Übereinstimmung mit § 246 Abs. 2 HGB unter dem Posten sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen. In Anwendung von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Erträge in Höhe von T€ 1.079 mit Aufwendungen in Höhe von T€ 597 verrechnet.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2017
T€
31.12.2016
T€
Personalrückstellungen 1.685 1.754
Verwaltungs- und Provisionsaufwendungen 1.257 2.335
Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten 260 413
Beiträge 150 150
Sonstige Rückstellungen 500 500
Andere Rückstellungen 3.852 5.152

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Gemäß § 340e Absatz 4 HGB haben Kreditinstitute einen Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" gemäß § 340g HGB zu bilden. Dem Sonderposten sind jährlich 10 % der aus dem Handelsbestand erzielten Nettoerträge zuzuführen, um den aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultierenden besonderen Risiken Rechnung zu tragen. Der Sonderposten ist jährlich solange mit mindestens 10 % der aus dem Handelsbestand erzielten Nettoerträge zu dotieren, bis mindestens 50 % des Durchschnitts der letzten fünf vor dem Berechnungsstichtag erzielten jährlichen Nettoerträge aus dem Handelsbestand erreicht sind (Mindestbestand).

Der Sonderposten ist zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr mit T€ 22.135 dotiert.

Handelsbestand

Zum 31. Dezember 2017 gliedern sich Handelsaktiva sowie -passiva wie folgt:

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Handelsaktiva 31.12.2017
T€
31.12.2016
T€
Derivative Finanzinstrumente 17 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.254 1.045
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 55.321 53.915
Risikoabschlag -831 -659
bilanzielle Handelsaktiva 55.761 54.301
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Handelspassiva 31.12.2017
T€
31.12.2016
T€
Derivative Finanzinstrumente 50 279
Verbindlichkeiten 2.848 1.837
bilanzielle Handelspassiva 2.898 2.116

Bewertungseinheiten

Es wurden im Geschäftsjahr 2017 keine Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet.

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 hält die Baader Bank AG indexbezogene derivative Finanzinstrumente im Handelsbestand. Bei diesen Geschäften handelt es sich um Optionen und Futures.

Die Bilanzierung und Bewertung des aktiven bzw. passiven Handelsbestands erfolgt nach dem im separaten Abschnitt "Handelsbestand" beschriebenen Verfahren. Zum Bilanzstichtag wurden alle derivativen Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert, der dem Marktwert entspricht, bilanziert.

Termingeschäfte

Am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte bestehen ausschließlich im Rahmen von Devisentermingeschäften im Sinne des § 36 Nr. 1 RechKredV.

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Laufzeit Währung Nominal
T€
28. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 CAD 487
28. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 CAD -488
28. Dezember 2017 bis 3. Januar 2018 CHF -9
28. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 DKK 1
28. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 GBP -11
29. Dezember 2017 bis 5. Januar 2018 JPY 16
28. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 NOK 211
28. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 SEK 362
28. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 USD 109
29. Dezember 2017 bis 3. Januar 2018 USD 49
29. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 USD 0
29. Dezember 2017 bis 3. Januar 2018 USD -17
29. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 USD -57
28. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 USD -106
29. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 USD -3.314

Bei den dargestellten Geschäften handelt es sich ausschließlich um kundeninduzierte Termingeschäfte sowie um noch nicht zum Bilanzstichtag erfüllte Kassageschäfte.

Für mit dem beizulegenden Zeitwert (Marktwert) bewertete derivative Finanzinstrumente stellen sich Umfang und Art jeder Kategorie einschließlich der wesentlichen Bedingungen, welche die Höhe, den Zeitpunkt und die Sicherheit künftiger Zahlungsströme beeinflussen können, wie folgt dar:

Handelsaktiva

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Portfolio Bezeichnung Kategorie Fälligkeit Kontrakte Stück Währung Marktpreis
Eurex FH FW DAX(r) Optionen (ODAX) Aktienindex-Option der Eurex Januar 2018 50 EUR 24,4
JPM USD FH Light Sweet Crude Oil Future Rohstoff Future März 2018 2 USD 60,14
JPM USD FH EUR/USD FX Future Devisen Future März 2018 7 USD 1,2076
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Portfolio Marktwert Buchwert Risikofaktoren Zahlungsströme
Eurex FH FW 6.100,00 6.627,50 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index DAX (5 Euro pro Indexpunkt) • täglich: Differenzenausgleich • am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement)
JPM USD FH 120.820,00 120.083,64 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Rohölpreises (Multiplikator von 1.000) • täglich: Differenzausgleich • Erfüllung durch Lieferung
JPM USD FH 1.056.606,25 1.043.938,79 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des FX-Kurses • täglich: Differenzausgleich • Erfüllung durch Lieferung

Handelspassiva

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Portfolio Bezeichnung Kategorie Fälligkeit Kontrakte Stück Währung Marktpreis
JPM USD FH Gold 995 Future CME Rohstoff Future Februar 2018 11 USD 1.305,10
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Portfolio Marktwert Buchwert Risikofaktoren Zahlungsströme
JPM USD FH 1.435.610,00 1.375.819,43 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Goldpreises • täglich: Differenzenausgleich • Erfüllung durch Lieferung

Anteile an Investmentfonds

Die Baader Bank AG ist zum 31. Dezember 2017 mit mehr als 10 % an folgenden inländischen Investmentvermögen im Sinn des § 1 des Investmentgesetzes oder vergleichbaren ausländischen Investmentanteilen im Sinn des § 2 Absatz 9 des Investmentgesetzes beteiligt:

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Instrument Anlageziel Volumen Stück Marktwert
T€
Buchwert
T€
Ausschüttung 2017
T€
TRISTONE UI AK I1) (ISIN: DE000A1XDWV2) Mischfonds 25.000 2.084 2.500 0
ATHENA UI AK I1) (ISIN: DE000A0Q2SF3) Derivativ 21.000 2.168 2.244 0
SWISS HEDGE TWINTRADE AK D-EUR1) (ISIN: LU0700553844) Mischfonds defensiv 10.775 1.039 997 0

1) Investmentvermögen im Sinne der OGAV-Richtlinie gemäß §§ 192 ff. KAGB; Publikumsfonds

Die Zuordnung der Anteile an den Investmentvermögen erfolgt in voller Höhe (T€ 5.291) zur Liquiditätsreserve.

Die Rückgabe der Investmentfondsanteile ist täglich möglich.

Als Sicherheiten übertragene Vermögensgegenstände

Für die nachfolgenden Verbindlichkeiten wurden zum 31. Dezember 2017 Vermögensgegenstände mit dem angegebenen Beleihungswert als Sicherheiten hinterlegt:

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Grundschulden
T€
Wertpapiere (Liquiditätsreserve)
T€
Bankguthaben
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.200 0 23.968

Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Wertunterschiede zwischen Handels- und Steuerrecht beim Ansatz von Pensionsrückstellungen (aktive latente Steuern) sowie steuerlichen Geschäftswerten, Deckungsvermögen, aktivierten Skontren und bei der Abzinsung von anderen Rückstellungen (passive latente Steuern). Der angewandte Steuersatz beträgt 28,32 %. Der entstandene Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Eigenkapital

1. Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 2017 T€ 45.909. Es ist eingeteilt in 45.908.682 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien).

2. Genehmigtes Kapital

a) Genehmigtes Kapital 2016

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat durch Beschluss vom 22. Juni 2016 ein Genehmigtes Kapital 2016 mit folgendem Inhalt geschaffen:

Der Vorstand wird ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 21. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt T€ 22.954 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Bei der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2016 ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

a) um Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;

b) wenn die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich im Sinne des § 186 Abs. 3 S. 4 AktG unterschreitet, und soweit die insgesamt seit der Ermächtigung gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung oder - falls dieser Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung 10 % des Grundkapitals nicht übersteigen. Auf diese 10 %-Grenze sind diejenigen Aktien anzurechnen, die während der Wirksamkeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt der Ausübung der jeweiligen Ermächtigung in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben oder veräußert wurden. Ebenfalls anzurechnen sind diejenigen Aktien, die von der Gesellschaft aufgrund von zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der Ermächtigung ausgegebenen Wandel-/Optionsschuldverschreibungen ausgegeben wurden beziehungsweise noch ausgegeben werden können, sofern die Wandel- /Optionsschuldverschreibungen nach dem Wirksamwerden dieser Ermächtigung in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre durch die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften ausgegeben wurden;

c) um die Aktien gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Vermögensgegenständen - auch durch Aktientausch -sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen auszugeben.

Der Beschluss zur Schaffung des Genehmigten Kapitals 2016 wurde am 29. August 2016 zur Eintragung in das Handelsregister angemeldet. Die Eintragung erfolgte am 19. Dezember 2016.

Das Genehmigte Kapital 2016 wurde im Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen.

b) Sonstiges genehmigtes Kapital

Es bestand im Geschäftsjahr 2017 kein sonstiges genehmigtes Kapital.

3. Bedingtes Kapital

a) Bedingtes Kapital 2007

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat durch Beschluss vom 26. Juni 2007 ein Bedingtes Kapital 2007 mit folgendem Inhalt geschaffen:

Das Grundkapital ist um bis zu nominal T€ 1.600 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur durch Ausgabe von bis zu 1.600.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe und nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Optionen, die im Rahmen des Aktienoptionsplans 2006 der Baader Wertpapierhandelsbank AG aufgrund der am 19. Juli 2006 erteilten Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Optionen Gebrauch machen.

b) Bedingtes Kapital 2012

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat durch Beschluss vom 29. Juni 2012 ein Bedingtes Kapital 2012 mit folgendem Inhalt geschaffen:

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu T€ 20.754 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 20.754.341 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Bedingtes Kapital 2012). Das Bedingte Kapital dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen und/oder aus Optionsscheinen aus Teilschuldverschreibungen, die gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juni 2012 bis zum 28. Juni 2017 von der Baader Bank AG oder durch eine Gesellschaft begeben werden, an der die Baader Bank AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist. Das Bedingte Kapital dient nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen auch der Ausgabe von Aktien an Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die mit Wandlungspflichten ausgestattet sind. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem in Übereinstimmung mit dem Ermächtigungsbeschluss jeweils festzulegenden Wandlungs- bzw. Optionspreis.

Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses vom 29. Juni 2012 bis zum 28. Juni 2017 ausgegeben werden, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber der Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht eigene Aktien zur Bedienung dieser Rechte zur Verfügung gestellt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. von Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Die Beschlüsse zum bedingten Kapital wurden im Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen und sind am 28. Juni 2017 ausgelaufen.

c) Sonstiges bedingtes Kapital

Es bestand im Geschäftsjahr 2017 kein sonstiges bedingtes Kapital.

4. Eigene Aktien

a) Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat durch Beschluss vom 1. Juli 2014 folgenden Beschluss gefasst:

a) Die Gesellschaft wird gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 AktG ermächtigt, bis zum 30. Juni 2019 zum Zwecke des Wertpapierhandels eigene Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse an den jeweils 3 vorangehenden Handelstagen um nicht mehr als 10 % übersteigen oder unterschreiten, zu kaufen und zu verkaufen. Dabei darf der Bestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien fünf vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

b) Die Gesellschaft wird gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG dazu ermächtigt, Aktien der Gesellschaft zu erwerben, insbesondere um

sie Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen oder Vermögensgegenständen - auch durch Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen anbieten zu können,

Aktien den Berechtigten aus dem Aktienoptionsplan 2006 der Baader Bank AG gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 19. Juli 2006 zum Bezug anzubieten oder

sie einzuziehen.

Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu zehn vom Hundert beschränkt. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer der genannten Zwecke ausgeübt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 30. Juni 2019.

Der Erwerb erfolgt über die Börse. Der von der Baader Bank AG gezahlte Gegenwert je Aktie darf den Mittelwert der Schlusskurse für die Stückaktien der Baader Bank AG im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten 5 Handelstage vor dem Erwerb der Aktien (ohne Erwerbsnebenkosten) um nicht mehr als 5 % überschreiten.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Baader Bank AG, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, Dritten beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen oder Vermögensgegenständen - auch durch Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen anzubieten.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben wurden, im Rahmen des von der Hauptversammlung beschlossenen Aktienoptionsplans 2006 Inhabern von Optionen zum Erwerb anzubieten.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehend genannten Ermächtigungen verwandt werden.

Der Vorstand wird weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Baader Bank AG einzuziehen, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

b) Anzahl eigener Aktien

Im Berichtsjahr wurden keine eigenen Aktien von Berechtigten der Aktienoptionspläne der Baader Bank AG bezogen. Die Gesellschaft hielt zum 31. Dezember 2017 eine Anzahl von 276.996 eigenen Aktien.

Der Bestand an eigenen Aktien hat sich im Berichtszeitraum nicht geändert und entspricht 0,60 % des Grundkapitals. Der auf sie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt T€ 277.

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Bestand 31.12.2016 Zugänge
Anzahl
Durchschnittl. Kurs
Abgänge
Anzahl
Durchschnittl. Kurs
Bestand 31.12.2017
276.996 0 0 0 0 276.996

Der durchschnittliche Kurs der zum Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Aktien beträgt € 2,40.

Bilanzgewinn /- verlust

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31.12.2017
T€
31.12.2016
T€
Jahresergebnis -4.394 -96
Verlustvortrag -6.642 -6.546
Bilanzverlust -11.036 -6.642

Das Jahresergebnis der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr 2017 beträgt minus T€ 4.394. Unter Berücksichtigung des Verlustvortrages aus Vorjahren ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von T€ 11.036.

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten resultieren aus Bürgschaften gegenüber Mitgliedern des Vorstands und bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 203 (Vorjahr: T€ 203) sowie gegenüber einem Mitarbeiter in Höhe von T€ 5 (Vorjahr: T€ 0). Die aus der Übernahme einer Vertragserfüllungsgarantie in Höhe von T€ 13.052 resultierende Eventualverbindlichkeit, aus der aufgrund der Unterlegung mit Guthaben in gleicher Höhe keine finanziellen Risiken im Geschäftsjahr 2016 resultierten, besteht zum Bilanzstichtag nicht mehr.

Andere Verpflichtungen

Es bestehen offene unwiderrufliche Kreditzusagen an Kunden in Höhe von T€ 10.508 (Vorjahr: T€ 12.197).

Die Position enthält offene Kreditzusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands in Höhe von insgesamt T€ 398 (Vorjahr: T€ 398), die in Höhe von T€ 203 (Vorjahr: T€ 203) in Anspruch genommen wurden. Es bestehen keine offenen Kreditzusagen gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr: T€ 0).

V. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Angaben nach § 285 Nr. 3a HGB

Im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist die Baader Bank finanzielle Verpflichtungen eingegangen, die über die in der Bilanz zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Verbindlichkeiten hinausgehen und sich wie folgt darstellen:

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Restlaufzeit Monate finanzielle Verpflichtung
T€
Zukünftige Zahlungen aus Mietverträgen für Büroräume, Nutzflächen und Pkw-Stellplätze 12 bis 37 2.705
Zukünftige Zahlungen aus Kraftfahrzeugleasingverträgen sowie Leasingverträgen über Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 48 3.416
Zukünftige Zahlungen aus sonstigen Dienstleistungsverträgen 12 906

Wesentliche Risiken aus den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, welche sich auf die Liquidität bzw. auf die Fähigkeit der Baader Bank AG, in einem absehbaren Zeitraum die vorhandenen Verpflichtungen erfüllen zu können, negativ auswirken, sind nicht erkennbar.

Angaben nach § 285 Nr. 3 HGB

Sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind und nach § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, bestehen nicht.

VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und -aufwendungen

In dem Posten "Zinserträge" aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sind negative Zinsen auf Guthaben aus laufenden Konten in Höhe von T€ 348 (Vorjahr: T€ 162) sowie aus Termin- und Kundengeldern in Höhe von T€ 30 (Vorjahr: T€ 17) enthalten.

Negative Zinsen in Höhe von T€ 507 (Vorjahr: T€ 114), die aus Kundengeld- und Termingeldanlagen resultieren, sind ebenso wie Aufwendungen in Höhe von T€ 10 (Vorjahr: T€ 9) aus der Aufzinsung von anderen Rückstellungen unter dem Posten "Zinsaufwendungen" ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Erträge

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2017
T€
2016
T€
Erträge aus Dienstleistungen an Tochterunternehmen/Beteiligungen 2.941 3.121
Sonstige Erträge 2.319 1.392
Erträge aus Sachbezügen (Firmenwagen) 413 377
Auflösung von Rückstellungen 314 395
Mieterträge 176 136
Periodenfremde Erträge 18 47
Werbeeinnahmen 16 21
Sonstige betriebliche Erträge 6.197 5.489

Die sonstigen Erträge in Höhe von T€ 2.319 enthalten im Wesentlichen verrechnete Aufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen mit den Aufwendungen und Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Übereinstimmung mit § 246 Abs. 2 HGB (T€ 482) sowie Gebührenrückerstattungen (T€ 458).

Periodenfremde Erträge betreffen im Wesentlichen Erstattungen eines Energieversorgers aus Vorjahresüberzahlungen in Höhe von T€ 5.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

In den Abschreibungen sind außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von T€ 69 enthalten (Vorjahr: T€ 0). Für die Zusammensetzung der Abschreibungen wird auf das Anlagengitter verwiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 1.107 (Vorjahr: T€ 2.994) enthalten im Wesentlichen periodenfremde Aufwendungen für im Vorjahr bezogene Leistungen (T€ 613), Auslagen für Projektkosten (T€ 417) sowie Devisenergebnisse des Anlagebuchs (T€ 41).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die im Geschäftsjahr 2017 ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Steuererstattungen aus Vorjahren in Höhe von T€ 148 sowie Erträge aus der Aufzinsung des Körperschaftsteuerguthabens in Höhe von T€ 9.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Im Geschäftsjahr 2017 ergibt sich für die Baader Bank AG ein ausschüttungsgesperrter Gesamtbetrag in Höhe von T€ 974 (Vorjahr: T€ 852). Der Gesamtbetrag resultiert gemäß § 253 Abs. 6 HGB aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren.

VII. Ergänzende Angaben

Mehrheitsbeteiligung

Die Baader Beteiligungs GmbH, Unterschleißheim, hält an der Baader Bank AG eine Mehrheitsbeteiligung gemäß § 16 Absatz 1 AktG. Eine Mitteilung gemäß § 20 Absatz 4 AktG liegt vor.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2017 wurden durchschnittlich 393 (Vorjahr: 395) Angestellte beschäftigt. Davon waren 41 Mitarbeiter leitende Angestellte.

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Den Mitgliedern des Vorstandes wurden für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 1.671 gewährt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 203.

Honorare des Abschlussprüfers

Gemäß § 285 Nr. 17 HGB entfällt diese Angabe, soweit die Angaben in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sind. Die Baader Bank AG als Muttergesellschaft erstellt einen Konzernabschluss. Dort werden die geforderten Angaben zu den Honoraren der Abschlussprüfer gemacht.

Die vom Abschlussprüfer zusätzlich zur Abschlussprüfung erbrachten Leistungen umfassen im Wesentlichen die Prüfung nach § 36 Abs. 1 Satz 1 WpHG und die Depotprüfung für den Zeitraum 1. Mai 2016 bis 30. April 2017, projektbezogene Unterstützungsleistungen im Rahmen von MiFID II, die Unterstützung bei Steuerprüfungen sowie Steuerberatungsleistungen.

Organe der Baader Bank AG

Vorstand

Herr Nico Baader, Gräfelfing (Vorsitzender)

Beruf: Bankkaufmann

Verantwortung: Group Strategy &Development, Vorstandsreferat Market Making, Legal &Corporate Finance Execution, Kapitalmarktanalyse, Market Making Equities Stuttgart, Market Making Equities Frankfurt / Berlin / München / OTC, Market Making Fonds / ETFs, Market Making Verbriefte Derivate, Market Making Bonds, Treasury

Herr Dieter Brichmann, Penzberg (stellv. Vorsitzender)

Beruf: Dipl. Kaufmann

Verantwortung: Riskmanagement &Regulatory Reporting, Compliance / Geldwäschebeauftragter, Revision, Datenschutzbeauftragter, Operations, Kredit, Accounting &Corporate Taxes / Controlling, Betriebsorganisation / Personal, Informationssicherheitsbeauftragter

Herr Christian Bacherl, Baldham

Beruf: Dipl. Betriebswirt; B.Sc. (Computer Sciences) (JMU)

Verantwortung: Capital Markets, Equity Strategy, Equity Research, Publications Office

Herr Oliver Riedel, Lauf

Beruf: Bankkaufmann

Verantwortung: Equities &Derivatives Sales, Salestrading / Execution, Designated Sponsoring / Trading, Produktmanagement / Asset Management &Services, Middle-Office Client Service Group, Roadshows &Events Business Management

Aufsichtsrat

Herr Dr. Horst Schiessl, München (Vorsitzender)

Partner der SSP Schiessl Rechtsanwälte - Partnergesellschaft

Herr Dr. Christoph Niemann, Meerbusch (stellv. Vorsitzender)

ehem. persönlich haftender Gesellschafter, HSBC Trinkaus &Burkhardt KGaA

Herr Karl-Ludwig Kamprath, München

ehem. Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg

Herr Helmut Schreyer, München

ehem. persönlich haftender Gesellschafter, Hauck &Aufhäuser Privatbankiers KGaA

Frau Theresia Weber, Emmering (Arbeitnehmervertreter)

Bankangestellte im Bereich Clearing &Settlement der Baader Bank AG

Herr Jan Vrbsky, Darmstadt (Arbeitnehmervertreter) (bis 30. September 2017)

Stellv. Profitcenterleiter Market Making Aktien Frankfurt/Berlin/München der Baader Bank AG

Mandate nach § 340a Absatz 4 Nr. 1 HGB

Zum 31. Dezember 2017 wurden Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften wahrgenommen. Diese sowie weitere nennenswerte Mandate werden im Folgenden aufgeführt:

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Mandatsinhaber Mandatsfirma / -institution Mandat
Herr Nico Baader Baader &Heins Capital Management AG, Unterschleißheim stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Conservative Concept Portfolio Management AG, Frankfurt am Main Mitglied des Aufsichtsrats
U.C.A. AG, München (bis 31. Dezember 2017) Mitglied des Aufsichtsrats
Herr Dieter Brichmann Baader &Heins Capital Management AG, Unterschleißheim Vorsitzender des Aufsichtsrats
Conservative Concept Portfolio Management AG, Frankfurt am Main Vorsitzender des Aufsichtsrats
SKALIS Asset Management AG, Unterschleißheim stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Ophirum ETP GmbH, Frankfurt am Main Vorsitzender des Prüfungsausschusses
Herr Christian Bacherl Baader Helvea AG, Zürich (Schweiz) Mitglied des Verwaltungsrats
Baader &Heins Capital Management AG, Unterschleißheim (seit 14. März 2017) Mitglied des Aufsichtsrats
Herr Oliver Riedel Baader Helvea AG, Zürich (Schweiz) Vorsitzender des Verwaltungsrats
Baader Helvea Limited, London (UK) Member of the Supervisory Board of Directors
Baader Helvea Inc., New York (USA) Member of the Supervisory Board of Directors
Gulf Baader Capital Markets, S.A.O.C., Muscat (Oman) Mitglied des Verwaltungsrats
Herr Lukas Burkart Baader Helvea Limited, London (UK) Member of the Supervisory Board of Directors
Herr Sebastian Niedermayer Baader Helvea Inc., New York (USA) Member of the Supervisory Board of Directors

VIII. Aufstellung des Anteilsbesitzes der Baader Bank AG

Die Baader Bank AG ist unmittelbar an folgenden Unternehmen beteiligt:

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Name / Sitz Kapitalanteil
%
Letzter Zwischen-/Jahresabschluss Eigenkapital (gesamt)
T€
Jahresergebnis
T€
Baader Helvea AG, Zürich (Schweiz)1) 100,00 31. Dezember 2017 7.569 1.522
Selan Holding GmbH, Unterschleißheim2) 100,00 31. Dezember 2017 8.514 -5
Baader &Heins Capital Management AG, Unterschleißheim 75,00 31. Dezember 2017 4.258 260
Conservative Concept Portfolio Management AG, Frankfurt am Main 66,07 31. Dezember 2017 2.321 12
Gulf Baader Capital Markets S.A.O.C., Muscat (Oman)3) 30,00 31. Dezember 2017 12.996 -1.403
Ophirum ETP GmbH, Frankfurt am Main 50,00 31. Dezember 2017 255 -128
Parsoli Corporation Ltd., Mumbai (Indien) 21,93 Zum 31. Dezember 2017 stehen keine aktuellen Daten zur Verfügung.

1) Das Eigenkapital und das Ergebnis des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2017 wurden umgerechnet (€/CHF 1,1702).
2) Das Eigenkapital und das Ergebnis des Geschäftsjahres wurden auf Basis eines untestierten Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2017 angegeben.
3) Das Eigenkapital und das Ergebnis des Geschäftsjahres wurden auf Basis eines untestierten Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2017 umgerechnet (€/OMR 0,4619).

Im Geschäftsjahr 2017 haben sich innerhalb des Anteilsbesitzes der Baader Bank AG folgende Änderungen ergeben:

Verbundene Unternehmen

Die Baader Bank AG hat im Februar 2015 alle Anteile ihrer ehemaligen Kreditnehmerin Senj Beteiligungs GmbH, Klipphausen, gegen Zahlung eines einmaligen Kaufpreises an ihrer kroatischen Tochtergesellschaft und Windparkbetreiberin Selan d.o.o., Senj, übernommen. Für die Übernahme wurde die deutsche Beteiligungsgesellschaft Selan Holding GmbH, Unterschleißheim, gegründet. Die Übernahme der 100%-igen Beteiligung an der Windparkbetreiberin Selan d.o.o., Senj, erfolgte in der Absicht der wirtschaftlichen Sanierung und der späteren Weiterveräußerung an einen institutionellen Investor. Aus diesem Grund hat die Baader Bank AG zunächst die Beteiligung in ihrer Bilanz dem Umlaufvermögen innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände zugeordnet. Der Vorstand der Baader Bank AG hat am 29. Juni 2017 die Aufgabe der Verkaufsabsichten an der Selan Holding GmbH, Unterschleißheim, beschlossen. Im Zuge dessen erfolgte im Geschäftsjahr 2017 die Umgliederung in die Anteile an verbundenen Unternehmen.

Die Baader Bank AG hält zum Bilanzstichtag unverändert 66,07 % der Anteile an der Conservative Concept Portfolio Management AG, Frankfurt am Main. Zum 31. Dezember 2017 wurde eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Die Höhe der Abschreibung beträgt T€ 2.646.

Beteiligungen

Die Baader Bank AG hält zum Bilanzstichtag unverändert 50% der Geschäftsanteile an der Ophirum ETP GmbH, Frankfurt am Main. Aufgrund der aktuellen Marktgegebenheiten und einer hieraus resultierenden Anpassung des Businessplans der Gesellschaft hat die Baader Bank AG eine weitere außerplanmäßige Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert vorgenommen. Die Höhe der Abschreibung beträgt T€ 1.000.

Gleiches gilt für die Beteiligung an der Gulf Baader Capital Markets S.A.O.C., Muscat (Oman), die die Baader Bank AG mit 30% der Geschäftsanteile zum Bilanzstichtag hält. Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Beteiligung hat die Baader Bank AG eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert vorgenommen. Die Höhe der Abschreibung beträgt T€ 488.

Zusätzlich ist die Baader Bank AG über die Baader Helvea AG, Zürich (Schweiz), Selan Holding GmbH, Unterschleißheim, Baader &Heins Capital Management AG, Unterschleißheim, sowie Conservative Concept Portfolio Management AG, Frankfurt am Main, mittelbar an folgenden Gesellschaften beteiligt:

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Name / Sitz Kapitalanteil
%
Letzter Zwischen-/Jahresabschluss Eigenkapital (gesamt)
T€
Jahresergebnis
T€
Baader Helvea Inc., New York (Vereinigte Staaten von Amerika)1) 100,00 31. Dezember 2017 2.205 -1.042
Baader Helvea Ltd., London (Vereinigtes Königreich)2) 100,00 31. Dezember 2017 736 160
Selan d.o.o., Senj (Kroatien)3) 100,00 31. Dezember 2017 5.031 3.009
SKALIS Asset Management AG, Unterschleißheim 100,00 31. Dezember 2017 327 -770
Trading Systems Portfolio Management AG, Bad Homburg 9,64 31. Dezember 2016 978 137
Vjetropark Vrataruša d.o.o. Senj (Kroatien)3) 100,00 31. Dezember 2017 -4 -3

1) Das Eigenkapital und das Ergebnis des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2017 wurden umgerechnet (€/USD 1,1993).
2) Das Eigenkapital und das Ergebnis des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2017 wurden umgerechnet (€/GBP 0,88723).
3) Das Eigenkapital und das Ergebnis des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2017 wurden umgerechnet (€/HRK 7,4400).

 

Unterschleißheim, den 21. März 2018

Baader Bank AG

Der Vorstand

Nico Baader

Dieter Brichmann

Christian Bacherl

Oliver Riedel

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Baader Bank Aktiengesellschaft, Unterschleißheim

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Baader Bank Aktiengesellschaft, Unterschleißheim, -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Baader Bank Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB und § 315d HGB (Angabe zur Frauenquote) des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

1 Bewertung der Anteile an Unternehmen und der Finanzanlagen

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

1 Sachverhalt und Problemstellung

2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3 Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

1 Bewertung der Anteile an Unternehmen und der Finanzanlagen

1 Im Jahresabschluss der Baader Bank Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2017 werden unter den Bilanzposten "Beteiligungen", "Anteile an verbundenen Unternehmen" sowie "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" Unternehmensanteile in Höhe von € 42,8 Mio (5,9 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung dieser Bilanzposten richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Da zur Ermittlung des beizulegenden Werts kein Marktpreis der jeweiligen Finanzanlage herangezogen werden kann, werden die beizulegenden Werte als Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern der Beteiligungsunternehmen erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt. In einem Fall wurde der Liquidationswert herangezogen. Bei der Bewertung werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Auf Basis der ermittelten Werte ergab sich für das Geschäftsjahr ein Abwertungsbedarf von insgesamt € 4,1 Mio. Das Ergebnis der Bewertungen ist in hohem Maße abhängig von den erwarteten Zahlungsströmen, den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst die Angemessenheit des für die Bewertung relevanten internen Kontrollsystems beurteilt. Dabei haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte der Unternehmensanteile sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Modellen unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Darüber hinaus haben wir die der Bewertung zugrunde liegenden Geschäftsplanungen einer Plausibilitätsbeurteilung unterzogen und die Verlässlichkeit der verwendeten Bewertungsunterlagen gewürdigt. Dabei haben wir uns gem. IDW S 1 i. V. m. IDW RS HFA 10 ein Verständnis von der sachgerechten Ableitung der finanziellen Überschüsse und deren Kapitalisierung, unter anderem vor dem Hintergrund von Risikogehalt, Branche, Unternehmenswachstum und Steuerbelastung verschafft, die Ergebnisse kritisch gewürdigt und beurteilt, ob sie innerhalb einer vertretbaren Bandbreite liegen und dem Bewertungszweck Rechnung tragen. Dabei haben wir uns auch auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentliehen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung sachgerecht vorzunehmen.

3 Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung sowie zur Bildung von Wertberichtigungen/Abschreibungen sind im Abschnitt II "Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden", die Angaben zur Höhe der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen und die zum Bilanzstichtag vorgenommenen Abschreibungen sind im Abschnitt VIII "Aufstellung des Anteilsbesitzes der Baader Bank AG" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die von uns vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB und § 315d HGB (Angabe zur Frauenquote). Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 26. Juni 2017 als Jahresabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 13. November 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2014 als Jahresabschlussprüfer der Baader Bank Aktiengesellschaft, Unterschleißheim, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem "zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss" nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Sven Hauke.

Beschluss des Vorstands

der Baader Bank AG

Der Jahresfehlbetrag der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr 2017 beträgt € 4.393.721,72. Unter Berücksichtigung des Verlustvortrages aus Vorjahren ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von € 11.035.926,81.

Der Vorstand beschließt, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Unterschleißheim, den 21.03.2018

Der Vorstand

Nico Baader, Vorsitzender des Vorstands

Dieter Brichmann, Stv. Vorsitzender des Vorstands

Christian Bacherl, Mitglied des Vorstands

Oliver Riedel, Mitglied des Vorstands

Beschluss des Aufsichtsrats

der Baader Bank AG

Der Aufsichtsrat beschließt, den Bilanzverlust in Höhe von € 11.035.926,81 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Unterschleißheim, 10.04.2018

Dr. Horst Schiessl, Vorsitzender

Dr. Christoph Niemann, Stellvertretender Vorsitzender

Karl-Ludwig Kamprath

Helmut Schreyer

Theresia Weber