Baader Bank AktiengesellschaftUnterschleißheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen des Baader Bank Konzerns1.1 Organisatorische und rechtliche StrukturDie Baader Bank Aktiengesellschaft (Baader Bank oder Baader Bank AG) ist ein mehrheitlich in Familienbesitz befindliches, börsengelistetes Kreditinstitut. Sie verfügt über eine Vollbanklizenz, ist Mitglied im Bundesverband deutscher Banken e.V. und gehört dessen Einlagensicherungseinrichtung an. Zum Baader Bank Konzern (nachfolgend Baader Bank Konzern) gehörten zum Bilanzstichtag 31.12.2023 neben der Baader Bank AG als Konzernmutter sieben Gesellschaften, davon drei Tochter- und vier Enkelunternehmen. Die Baader Bank wird gemeinsam mit ihren Tochter- bzw. Enkelgesellschaften nachfolgend als "Baader Bank Gruppe" bezeichnet. Die Konzernzentrale befindet sich in Unterschleißheim bei München. Weitere nationale Standorte der Baader Bank sind Frankfurt am Main und Stuttgart. Die 100 %-ige, in der Schweiz ansässige Tochtergesellschaft der Baader Bank, die Baader Helvea AG, hat ihren Hauptsitz in Zürich. Die Baader Helvea AG ist jeweils zu 100 % an der Baader Helvea Ltd. mit Sitz in London / Großbritannien und der Baader Helvea Inc. mit Sitz in New York / USA beteiligt. Gemeinsam mit der Baader Helvea AG bilden diese Gesellschaften die Baader Helvea Gruppe. Die Baader Bank ist zu 100 % an der Selan Holding GmbH mit Sitz in Unterschleißheim beteiligt. Dieses Unternehmen hält alle Anteile an der kroatischen Windparkbetreiberin Selan d.o.o. in Senj / Kroatien sowie an der Vjetropark Vrataruša d.o.o. in Vrataruša / Kroatien, die gemeinsam mit der Selan Holding GmbH die Selan Gruppe bilden. Wegen fehlender Geschäftsaktivitäten wurde die Liquidation der Vjetropark Vratarusa d.o.o. beschlossen und es erfolgt weiterhin keine Einbeziehung dieser Gesellschaft in den Konzernabschluss. Die Tochtergesellschaft Baader & Heins Capital Management AG (Baader & Heins AG), an der die Baader Bank mit 75 % beteiligt ist, hat ihren Sitz im Gebäude der Konzernzentrale in Unterschleißheim. Die Baader Bank ist seit dem Jahr 2019 strategisch an dem französischen Research-Anbieter AlphaValue S.A. in Paris / Frankreich (AlphaValue) beteiligt. Bereits seit dem Jahr 2021 liegt der Anteil der Baader Bank unverändert bei 13,30 %. AlphaValue ist der Exklusivpartner bei der Marktaufstellung des Research-Angebots des Baader Bank Konzerns. Die Baader Bank ist mit 19,90 % an der LeanVal Asset Management AG in Frankfurt a.M. / Deutschland (LeanVal AG oder LeanVal) beteiligt. Zum Jahresende 2023 waren insgesamt 560 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Baader Bank Konzern und 525 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Baader Bank AG beschäftigt (in Mitarbeiterkapazitäten gerechnet). Im Berichtszeitraum hat der Aufsichtsrat das Vorstandsmandat von Herrn Oliver Riedel um weitere fünf Jahre verlängert. Mit Wirkung ab dem 01.04.2023 wurde Herr Oliver Riedel als Mitglied des Vorstandes und damit einhergehend auch als stellvertretender Vorstandsvorsitzender für die Dauer von fünf Jahren bestellt. Im Rahmen der Hauptversammlung der Baader Bank AG am 06.07.2023 hat turnusmäßig die Wahl des Aufsichtsrats stattgefunden. Mit der Durchführung der ordentlichen virtuellen Hauptversammlung der Baader Bank wurden die bisherigen Mitglieder des Aufsichtsrats, Herr Helmut Schreyer, Herr Prof. Dr. Georg Heni und Herr Christoph B. Mast, von den Aktionärinnen und Aktionären für eine weitere Amtszeit in den Aufsichtsrat der Baader Bank entsendet. Zudem wurde Herr Dr. Louis Hagen von der Hauptversammlung als neues Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt. Zuvor haben am 17.04.2023 die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen der Baader Bank Herrn Michael Frank und Herrn Timon Hauser nach den Bestimmungen des Drittelbeteiligungsgesetzes als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat gewählt. Mit Wirkung zum Ablauf des 12.07.2023 hat Herr Dietmar von Blücher als Mitglied des Vorstands das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Der Aufsichtsrat ist seinem Wunsch nach einem vorzeitigen Austritt nachgekommen, so dass Herr Dietmar von Blücher sein Vorstandsmandat entsprechend niedergelegt hat. Herr Dietmar von Blücher war seit 2021 Finanzvorstand der Baader Bank und hat die Bereiche Revision, Group Corporate Security, Compliance, Risikomanagement, Kredit, Accounting, Controlling und Backoffice verantwortet. Die Vorstandsressorts sind im Zuge dieser Änderung gemäß den regulatorischen Vorgaben in Markt- und Marktfolgebereiche neu aufgeteilt worden. Die Verantwortung für die Marktfolgebereiche hat Herr Nico Baader als Vorstandsvorsitzender übernommen. Die Marktbereiche werden seither durch Herr Oliver Riedel als stellvertretender Vorstandsvorsitzender verantwortet. Zur Erweiterung des Management-Teams der Baader Bank ist Herr Kai Göhring mit Wirkung zum 01.11.2023 zum Generalbevollmächtigten ernannt worden. Herr Kai Göhring gehört seit mehreren Jahren zur ersten Führungsebene der Bank und verantwortet als Bereichsleiter Group Legal & Corporate Finance wesentliche operative und strategische Themen innerhalb des Hauses. Daneben agiert Herr Kai Göhring als Aufsichtsrat in mehreren Tochtergesellschaften der Baader Bank Gruppe. Die Aktien der Baader Bank sind im Freiverkehr der Börse München und dort im Marktsegment m:access sowie an weiteren deutschen Börsen und Handelsplätzen handelbar. Die Baader Beteiligungs GmbH, München, hält 66,34 % der Anteile an der Baader Bank, 5,40 % hält die Ubtrend GmbH & Co. KG und die weiteren 28,26 % der Anteile befinden sich im Streubesitz. 1.2 Geschäftsmodell des Baader Bank KonzernsDie Baader Bank agiert mit ihren Wertpapier- und Banking-Dienstleistungen am internationalen Kapitalmarkt als Partner für Unternehmen, Börsen und Handelspartner (u.a. Direktbanken, institutionelle Investoren, Unternehmen, Vermögensverwalter, FinTechs, Kapitalsammelstellen und Portfoliomanager). Das Kerngeschäft der Baader Bank basiert u.a. auf der profitablen Abwicklung von Trades und umfasst die Erbringung von Dienstleistungen insbesondere in den Bereichen Market Making, Capital Markets und Brokerage. Operativ setzt die Baader Bank ihre Strategie in sechs Geschäftsfeldern um. Die Geschäftsfelder Account Services, Fund Services und Research Services ergänzen das Dienstleistungsspektrum um komplementäre Services für die Kundengruppen im Market Making und Brokerage sowie im Geschäftsfeld Capital Markets. Die Grundstruktur aus sechs kunden- und marktfokussierten Geschäftsfeldern wurde in strukturell unveränderter Form im Geschäftsjahr 2023 fortgeführt. Im Zuge des alljährlichen Strategieprozesses wurde zum laufenden Geschäftsjahr (2024) der Beschluss gefasst, dass das bisherige Geschäftsfeld Research Services künftig in das Geschäftsfeld Capital Markets integriert wird. Das Geschäftsmodell der Baader Bank wird somit seit dem 01.01.2024 in fünf Geschäftsfeldern umgesetzt. Mit diesem Schritt sollen die Cross-Selling-Potenziale und Synergien der beiden Bereiche noch besser genutzt werden. Durch die engere Zusammenarbeit können zusätzlich auch Kosten optimiert und die Einnahmen gesteigert werden. Die Basis des Geschäftsmodells ist die hauseigene IT-Plattform, die als System-, Prozess- und Anbindungsinfrastruktur funktioniert, sie verknüpft alle Geschäftsbereiche der Baader Bank. 1.2.1 Geschäftsfelder
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| Baader Bank Konzern | 2021 | 2022 | 2023 | Veränderung zum Vorjahr | |
| - Ertragslage - | absolut | relativ | |||
| in TEUR | |||||
| Ergebnis aus Zinsgeschäft | -2.267 | 4.906 | 35.792 | 30.887 | 630% |
| Ergebnis aus Provisionsgeschäft | 63.116 | 73.610 | 79.492 | 5.881 | 8% |
| Ergebnis aus Handelsgeschäft | 134.804 | 53.231 | 37.423 | -15.808 | -30% |
| Umsatzerlöse | 11.048 | 21.343 | 11.396 | -9.947 | -47% |
| Sonstige Erträge | 8.775 | 6.535 | 6.721 | 186 | 3% |
| Gesamterträge | 215.476 | 159.625 | 170.823 | 11.199 | 7% |
| Personalaufwand | 73.491 | 64.993 | 72.572 | 7.579 | 12% |
| Sachaufwand | 65.037 | 75.623 | 90.610 | 14.987 | 20% |
| Vorsorgeaufwand | 19.505 | 6.827 | 3.683 | -3.144 | -46% |
| Gesamtaufwendungen | 158.033 | 147.443 | 166.865 | 19.422 | 13% |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 57.444 | 12.181 | 3.958 | -8.223 | -68% |
| Steuern | 10.646 | 3.298 | 1.130 | -2.168 | -66% |
| Minderheiten | 243 | 193 | 38 | -155 | -80% |
| Konzernjahresergebnis | 46.554 | 8.690 | 2.791 | -5.899 | -68% |
| Gewinn- und Verlustvortrag des Mutterunternehmens | -535 | -87 | -228 | -141 | 163% |
| Einstellungen in /Entnahmen aus Gewinnrücklagen | 25.662 | 4.610 | 2.829 | -1.781 | -39% |
| Konzernbilanzgewinn | 21.427 | 4.167 | 190 | -3.977 | -95% |
Tabelle 1: Indikatoren zur Ertragslage des Baader Bank Konzerns
| Baader Bank AG | 2021 | 2022 | 2023 | Veränderung zum Vorjahr | |
| - Ertragslage - | absolut | relativ | |||
| in TEUR | |||||
| Ergebnis aus Zinsgeschäft | -1.557 | 5.376 | 35.865 | 30.489 | 567% |
| Ergebnis aus Provisionsgeschäft | 50.986 | 61.135 | 69.306 | 8.171 | 13% |
| Ergebnis aus Handelsgeschäft | 133.875 | 52.180 | 35.304 | -16.876 | -32% |
| Sonstige Erträge | 10.593 | 14.254 | 7.017 | -7.238 | -51% |
| Gesamterträge | 193.897 | 132.945 | 147.492 | 14.547 | 11% |
| Personalaufwand | 66.527 | 57.601 | 66.519 | 8.918 | 15% |
| Sachaufwand | 55.566 | 63.620 | 76.673 | 13.053 | 21% |
| Vorsorgeaufwand | 19.477 | 6.807 | 3.669 | -3.137 | -46% |
| Gesamtaufwendungen | 141.569 | 128.027 | 146.861 | 18.834 | 15% |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 52.328 | 4.918 | 631 | -4.286 | -87% |
| Steuern | 10.036 | 837 | 669 | -168 | -20% |
| Jahresüberschuss /-fehlbetrag | 42.292 | 4.081 | -38 | -4.118 | -101% |
| Gewinn- und Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -535 | -87 | -228 | -141 | 163% |
| Einstellungen in /Entnahmen aus Gewinnrücklagen | 21.400 | 0 | 0 | 0 | n.m. |
| Bilanzgewinn | 21.427 | 4.167 | 190 | -3.977 | -95% |
Tabelle 2: Indikatoren zur Ertragslage der Baader Bank AG
Das Ergebnis aus Zinsgeschäft liegt mit insgesamt TEUR 35.792 im Konzern (Baader Bank AG: TEUR 35.865) aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus und des höheren Einlagevolumens um TEUR 30.887 (Baader Bank AG: um TEUR 30.489) über dem Vorjahr. Geprägt war das Zinsergebnis durch erhaltene Zinsen aufgrund von Tagesgeldeinlagen bei der Deutschen Bundesbank (TEUR 87.837). Daneben wurden Zinserträge aus Beständen in festzverzinslichen Wertpapieren in Höhe von TEUR 11.097 generiert. Demgegenüber stehen zinsinduzierte Provisionsaufwendungen an Kooperationspartner.
Mit TEUR 79.492 (Baader Bank AG: TEUR 69.306) liefert das Ergebnis aus Provisionsgeschäft den größten Beitrag zu den Gesamterträgen und ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.881, bzw. 8 % erneut angestiegen (Baader Bank AG: Anstieg um TEUR 8.171 bzw. 13 %). Der Anstieg stammt im Wesentlichen aus dem Orderrouting- und Kundenkommissionsgeschäft, getrieben durch einen deutlichen Anstieg beim Handelsvolumen im Vergleich zum Vorjahr.
Das Ergebnis aus Handelsgeschäft auf Konzernebene ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 15.808 auf TEUR 37.423 im Vergleich zum Vorjahr erneut zurückgegangen (Baader Bank AG: um TEUR 16.876 auf TEUR 35.304). Der Rückgang ist im Wesentlichen getrieben durch einen Anstieg der handelsinduzierten Provisionsaufwendungen und ein geringeres Handelsergebnis im Vergleich zum Vorjahr.
Die durch die Selan Gruppe ausgewiesene Position Umsatzerlöse entfällt in voller Höhe auf die durch den Windpark generierte Einspeisevergütung für Strom. Diese waren im abgelaufenen Geschäftsjahr rückläufig um -47 % bzw. TEUR 9.947 auf TEUR 11.396.
Die sonstigen Erträge im Konzern waren stabil mit einem leichten Anstieg um TEUR 186 auf TEUR 6.721. In der Baader Bank AG weisen die sonstigen Erträge mit TEUR 7.017 einen deutlichen Rückgang von TEUR -7.238 auf, im Wesentlichen aufgrund der Vorabausschüttung von der Selan Gruppe im Vorjahreszeitraum.
Der Gesamtaufwand ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 19.422 mit TEUR 166.865 deutlich gestiegen. (Baader Bank AG: Anstieg um TEUR 18.834 auf TEUR 146.861).
Die Personalaufwendungen sind auf Konzernebene im Wesentlichen aufgrund einer höheren Mitarbeiteranzahl (+ 11 %) mit insgesamt TEUR 72.572 um 12 % bzw. TEUR 7.579 angestiegen (Baader Bank AG um 15 % bzw. TEUR 8.918 auf TEUR 66.519).
Der Sachaufwand ist im abgelaufenen Geschäftsjahr mit insgesamt TEUR 90.610 um + 20 %, bzw. TEUR 14.987 deutlich angestiegen (Baader Bank AG: um TEUR 13.053, bzw. + 21 % auf TEUR 76.673). Haupttreiber hierfür sind gestiegene EDV-Kosten, aufgrund von Investitionen in die IT-Infrastruktur.
Der Vorsorgeaufwand, bestehend aus der allgemeinen Risikovorsorge und Zuführung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken, sinkt im Geschäftsjahr 2023 deutlich um 46 % auf TEUR 3.683 (Baader Bank AG: um 46 % auf TEUR 3.669). Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde dabei in Übereinstimmung mit § 340e Absatz 4 HGB im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 6.810 (Vorjahr: TEUR 8.310) zugeführt. Die allgemeine Risikovorsorge fällt aufgrund von Bewertungseffekten mit TEUR -3.127 um TEUR -1.644 deutlich niedriger als im Vorjahr aus (Baader Bank AG: TEUR -3.141 um TEUR -1.637).
Der Steueraufwand im Konzernabschluss von insgesamt TEUR 1.130 resultiert mehrheitlich aus der Baader Bank AG mit TEUR 669 und der Helvea Gruppe mit TEUR 264.
Infolge der beschriebenen Faktoren war das Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 3.958 (Vorjahr TEUR 12.181) als auch das Konzernjahresergebnis mit TEUR 2.791 positiv (Vorjahr TEUR 8.690). In der Baader Bank AG wird ein Jahresfehlbetrag von TEUR -38 (Vorjahr TEUR 4.081) ausgewiesen.
Die Bilanzsumme beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 3.938.078 und ist mit einem Anstieg um TEUR 1.562.466 deutlich im Vorjahresvergleich gestiegen (Baader Bank AG: um TEUR 1.555.839 auf TEUR 3.920.106). Die Bilanzstruktur des Baader Bank Konzerns hat dabei sowohl auf der Aktiv- als auch der Passivseite Veränderungen erfahren. Die Veränderungen der Aktiva resultieren im Wesentlichen aus einem Anstieg der Forderungen an Kreditinstitute um TEUR 1.825.054 auf TEUR 3.221.478 (Baader Bank AG: um TEUR 1.826.801 auf TEUR 3.207.437) durch die Anlage von Guthaben bei der Deutschen Bundesbank. Gleichzeitig ist die Barreserve um TEUR 129.259 auf TEUR 30.751 (Baader Bank AG: um TEUR 129.260 auf TEUR 30.750) gesunken. Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren ist mit einem Rückgang um TEUR 198.136 auf TEUR 339.429 (Baader Bank AG: um TEUR 198.136 auf TEUR 339.429) deutlich abgebaut worden. Korrespondierend sind auf der Passivseite die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aufgrund höherer Sichteinlagen deutlich um TEUR 1.551.949 auf TEUR 3.546.133 (Baader Bank AG: um TEUR 1.546.123 auf TEUR 3.551.433) gestiegen. Im Einzelnen stellen sich die Vermögenslage und die Veränderungen der Bilanzposten des Baader Bank Konzerns sowie der Baader Bank AG zum Abschlussstichtag wie folgt dar:
| Baader Bank Konzern | 2021 | 2022 | 2023 | Veränderung zum Vorjahr | |
| - Finanz- und Vermögenslage - | absolut | relativ | |||
| in TEUR | |||||
| Kurzfristiges Vermögen | 1.716.566 | 2.270.441 | 3.826.807 | 1.556.366 | 69% |
| Barreserve | 1.372.123 | 160.010 | 30.751 | -129.259 | -81% |
| Forderungen an Kreditinstitute | 149.256 | 1.396.425 | 3.221.478 | 1.825.054 | 131% |
| Forderungen an Kunden | 99.314 | 90.565 | 132.026 | 41.460 | 46% |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 47.474 | 537.564 | 339.429 | -198.136 | -37% |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 849 | 8.780 | 8.232 | -548 | -6% |
| Handelsbestand Aktiva | 41.754 | 57.525 | 66.521 | 8.997 | 16% |
| Sonstige Aktiva und Rechnungsabgrenzungsposten | 5.796 | 19.572 | 28.370 | 8.798 | 45% |
| Langfristiges Vermögen | 103.117 | 105.170 | 111.271 | 6.100 | 6% |
| Beteiligungen und Anteile an assoziierten Unternehmen | 9.690 | 11.090 | 12.626 | 1.537 | 14% |
| Immaterielle Anlagewerte | 11.580 | 14.663 | 20.486 | 5.824 | 40% |
| Sachanlagen | 74.577 | 71.151 | 68.059 | -3.092 | -4% |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 7.270 | 8.266 | 10.099 | 1.832 | 22% |
| Bilanzsumme | 1.819.682 | 2.375.611 | 3.938.078 | 1.562.466 | 66% |
| Fremdfinanzierung | 1.557.568 | 2.127.193 | 3.670.058 | 1.542.865 | 73% |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 46.840 | 117.645 | 75.635 | -42.010 | -36% |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1.497.533 | 1.994.184 | 3.546.133 | 1.551.949 | 78% |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 13.195 | 15.365 | 48.291 | 32.926 | 214% |
| Sonstige Refinanzierungsmittel | 97.651 | 83.478 | 102.506 | 19.028 | 23% |
| Handelsbestand Passiva | 2.701 | 3.195 | 11.356 | 8.161 | 255% |
| Rechnungsabgrenzungsposten Passiva | 243 | 250 | 199 | -51 | -20% |
| Rückstellungen | 47.746 | 24.763 | 28.870 | 4.107 | 17% |
| Fonds für allgemeine Bankrisiken | 46.961 | 55.271 | 62.081 | 6.810 | 12% |
| Bilanzielles Eigenkapital | 164.463 | 164.939 | 165.513 | 574 | 0% |
| Gezeichnetes Kapital | 46.688 | 48.797 | 48.797 | 0 | 0% |
| Kapitalrücklage | 37.645 | 43.445 | 43.445 | 0 | 0% |
| Gewinnrücklagen | 57.759 | 67.630 | 69.502 | 1.872 | 3% |
| Anteile anderer Gesellschafter | 944 | 899 | 750 | -150 | -17% |
| Bilanzgewinn / - Verlust | 21.427 | 4.167 | 3.019 | -1.149 | -28% |
| Außerbilanzielle Verpflichtungen | 6.607 | 10.127 | 11.183 | 1.056 | 10% |
| Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 8 | 8 | 3 | -5 | -59% |
| Verpflichtungen aus Kreditzusagen | 6.599 | 10.119 | 11.180 | 1.061 | 10% |
Tabelle 3: Indikatoren zur Finanz- und Vermögenslage des Baader Bank Konzerns
| Baader Bank AG | 2021 | 2022 | 2023 | Veränderung zum Vorjahr | |
| - Finanz- und Vermögenslage - | absolut | relativ | |||
| in TEUR | |||||
| Kurzfristiges Vermögen | 1.715.446 | 2.263.837 | 3.811.404 | 1.547.567 | 68% |
| Barreserve | 1.372.122 | 160.010 | 30.750 | -129.260 | -81% |
| Forderungen an Kreditinstitute | 135.876 | 1.380.636 | 3.207.437 | 1.826.801 | 132% |
| Forderungen an Kunden | 113.806 | 101.223 | 133.799 | 32.575 | 32% |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 47.474 | 537.564 | 339.429 | -198.136 | -37% |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 849 | 8.780 | 8.232 | -548 | -6% |
| Handelsbestand Aktiva | 41.754 | 57.525 | 66.521 | 8.997 | 16% |
| Sonstige Aktiva und Rechnungsabgrenzungsposten | 3.564 | 18.098 | 25.236 | 7.138 | 39% |
| Langfristiges Vermögen | 94.776 | 100.430 | 108.702 | 8.272 | 8% |
| Beteiligungen und Anteile an assoziierten Unternehmen | 36.643 | 38.043 | 39.580 | 1.537 | 4% |
| Immaterielle Anlagewerte | 10.075 | 13.758 | 19.831 | 6.073 | 44% |
| Sachanlagen | 40.787 | 40.363 | 39.192 | -1.170 | -3% |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 7.270 | 8.266 | 10.099 | 1.832 | 22% |
| Bilanzsumme | 1.810.222 | 2.364.267 | 3.920.106 | 1.555.839 | 66% |
| Fremdfinanzierung | 1.561.148 | 2.135.716 | 3.673.265 | 1.537.549 | 72% |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 46.840 | 117.645 | 75.635 | -42.010 | -36% |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1.503.156 | 2.005.310 | 3.551.433 | 1.546.123 | 77% |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 11.152 | 12.762 | 46.197 | 33.436 | 262% |
| Sonstige Refinanzierungsmittel | 94.301 | 78.128 | 98.895 | 20.768 | 27% |
| Handelsbestand Passiva | 2.701 | 3.195 | 11.356 | 8.161 | 255% |
| Rechnungsabgrenzungsposten Passiva | 243 | 250 | 199 | -51 | -20% |
| Rückstellungen | 44.396 | 19.412 | 25.259 | 5.847 | 30% |
| Fonds für allgemeine Bankrisiken | 46.961 | 55.271 | 62.081 | 6.810 | 12% |
| Bilanzielles Eigenkapital | 154.773 | 150.423 | 147.946 | -2.477 | -2% |
| Gezeichnetes Kapital | 46.688 | 48.797 | 48.797 | 0 | 0% |
| Kapitalrücklage | 37.645 | 43.445 | 43.445 | 0 | 0% |
| Gewinnrücklagen | 49.013 | 54.013 | 55.513 | 1.500 | 3% |
| Anteile anderer Gesellschafter | 0 | 0 | 0 | 0 | n.m. |
| Bilanzgewinn / - Verlust | 21.427 | 4.167 | 190 | -3.977 | -95% |
| Außerbilanzielle Verpflichtungen | 6.607 | 10.127 | 11.183 | 1.056 | 10% |
| Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 8 | 8 | 3 | -5 | -59% |
| Verpflichtungen aus Kreditzusagen | 6.599 | 10.119 | 11.180 | 1.061 | 10% |
Tabelle 4: Indikatoren zur Finanz- und Vermögenslage der Baader Bank AG
Die Barreserve ist um TEUR 129.259 auf TEUR 30.751 (Baader Bank AG: um TEUR 129.260 auf TEUR 30.750) zurückgegangen, während die Forderungen an Kreditinstitute mit TEUR 1.825.054 auf TEUR 3.221.478 (Baader Bank AG: um TEUR 1.826.801 auf TEUR 3.207.437) durch die Anlage von Guthaben bei der Deutschen Bundesbank im Rahmen der Einlagefazilität angestiegen sind. Die Forderungen an Kunden sind ebenfalls um TEUR 41.460 auf TEUR 132.026 (Baader Bank AG: um TEUR 32.575 auf TEUR 133.799) angestiegen. Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren hingegen ist insgesamt um TEUR 198.136 auf TEUR 339.429 gesunken. Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren bei öffentlichen Emittenten ist auf TEUR 295.280 und der Bestand an anderen Emittenten um TEUR 4.707 auf TEUR 44.149 zurückgegangen. Im Berichtsjahr sind die neu erworbenen Bestände an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren der Liquiditätsreserve zugeordnet worden. Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere enthalten wie Anlagevermögen bewertete Gattungen in Höhe von TEUR 275.272. Der Handelsbestand ist stichtagsbedingt um TEUR 8.997 bzw. 16 % auf TEUR 66.521 angestiegen.
Die sonstigen Aktiva und Rechnungsabgrenzungsposten sind stichtagsbedingt sowie durch Anlage von Beständen in Edelmetallen um TEUR 8.798 auf TEUR 28.370 (Baader Bank AG: um TEUR 7.138 auf TEUR 25.236) gestiegen.
Der Buchwert der Beteiligungen sowie der Anteile an assoziierten Unternehmen liegt im Berichtsjahr im Konzern mit TEUR 12.626 insgesamt um TEUR 1.537 über Vorjahresniveau, bedingt durch zusätzliche Einzahlungen in die Beteiligung an den Earlybird Venture Capital Fonds (Earlybird DWES Fund VI GmbH & Co. KG und Earlybird DWES Fund VII GmbH & Co. KG).
Die immateriellen Anlagewerte sind im Berichtsjahr im Konzern insgesamt um TEUR 5.824 auf TEUR 20.486 angestiegen. Die Sachanlagen sind um TEUR 3.092 auf TEUR 68.059 leicht zurückgegangen.
Die Zugänge inkl. Umbuchungen bei den immateriellen Anlagewerten entfielen im Wesentlichen auf Investitionen in EDV-Software (TEUR 5.700), die nahezu vollständig in der Baader Bank AG getätigt wurden. Des Weiteren haben sich die immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen um planmäßig vorgenommene Abschreibungen reduziert.
In der Baader Bank AG sind die Sachanlagen und immateriellen Anlagewerte um TEUR 4.903 auf TEUR 59.023 angestiegen. Dies ist bedingt durch die im Geschäftsjahr vorgenommenen Investitionen in Höhe von TEUR 15.250, denen planmäßig vorgenommene Abschreibungen in Höhe TEUR 12.014 gegenüberstanden.
Weder zum Bilanzstichtag noch zum Zeitpunkt der Berichtserstellung waren weitere wesentliche Investitionen, die außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegen, geplant.
Einen leichten Anstieg verzeichnete der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung um TEUR 1.832 auf insgesamt TEUR 10.099. Ursächlich hierfür war mehrheitlich das auf TEUR 16.095 angestiegene Deckungsvermögen, welches zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird.
Die Fremdfinanzierungsmittel setzen sich aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie sonstigen Verbindlichkeiten zusammen. Insgesamt liegen die Fremdfinanzierungsmittel deutlich über Vorjahresniveau (Anstieg um TEUR 1.542.865) und betragen zum Bilanzstichtag TEUR 3.670.058 (Baader Bank AG: Anstieg um TEUR 1.537.549 auf TEUR 3.673.265) infolge des starken Kundenwachstums. Ursächlich für den starken Anstieg sind im Wesentlichen höhere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus Sichteinlagen um TEUR 1.565.270 auf TEUR 3.487.696 (Baader Bank AG: um TEUR 1.559.444 auf TEUR 3.492.995). Auch sind die sonstigen Verbindlichkeiten mit TEUR 32.926 auf TEUR 48.291 (Baader Bank AG: mit TEUR 33.436 auf TEUR 46.197) angestiegen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstiuten hingegen verzeichnen einen Rückgang in Höhe von TEUR 42.010 auf TEUR 75.635 (Baader Bank AG: um TEUR 42.010 auf TEUR 75.635).
Die sonstigen Refinanzierungsmittel sind im Berichtsjahr um TEUR 19.028 auf TEUR 102.506 (Baader Bank AG: TEUR 20.768 auf TEUR 98.895) angestiegen. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg des passiven Handelsbestandes um TEUR 8.161 auf TEUR 11.356 und der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken (TEUR 6.810 auf TEUR 62.081). Zusätzlich sind die Rückstellungen mit TEUR 28.870 um TEUR 4.107 (Baader Bank AG: um TEUR 5.847 auf TEUR 25.259) höher dotiert.
Im laufenden Geschäftsjahr 2023 ergaben sich keine Veränderungen des gezeichneten Kapitals und der Kapitalrücklagen. Der Anstieg des Eigenkapitals um TEUR 574 auf TEUR 165.513 ist im Wesentlichen bedingt durch das Konzernergebnis vor Anteilen anderer Gesellschafter (TEUR 2.829), Dividendenausschüttungen (TEUR -188) sowie Effekten aus der Währungsumrechnung (TEUR 543). In der Baader Bank AG sank das Eigenkapital um TEUR 2.477 auf TEUR 147.946. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt 4 % (Baader Bank AG: 4 %), die modifizierte Eigenkapitalquote unter Berücksichtigung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 6 % (Baader Bank AG: 5 %). Die aufsichtsrechtliche Gesamtkapitalquote beträgt 23,0 % (Baader Bank AG: 23,0 %).
Für die Angaben gem. § 315 Abs. 2 HGB i.V.m. § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird auf den Konzernanhang des Jahresabschlusses der Baader Bank AG als Mutterunternehmen für das Geschäftsjahr 2023 verwiesen.
Die außerbilanziellen Verpflichtungen resultierten zum Stichtag aus Eventualverbindlichkeiten (Bürgschaften) in Höhe von TEUR 3 sowie aus unwiderruflichen Kreditzusagen an Kunden in Höhe von TEUR 11.180.
Die Steuerung der täglichen Zahlungen, die Planung der erwarteten Zahlungsströme sowie die Lenkung der freien Liquidität im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements sichern die jederzeitige Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen des Baader Bank Konzerns.
Die schon in den Vorjahren solide Liquiditätsausstattung des Konzerns konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konstant hochgehalten werden.
Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) der Baader Bank AG betrug zum 31. Dezember 2023 436,9 % (Vorjahr: 326,0 %). Der LCR ist erfüllt, wenn das Institut stets über liquide Aktiva (Liquiditätspuffer) verfügt, deren Gesamtwert den Liquiditätsabflüssen abzüglich der Liquiditätszuflüsse innerhalb der nächsten 30 Tage unter Stressbedingungen mindestens entspricht. Dies impliziert eine LCR-Mindestquote von 100 %.
Zum Bilanzstichtag bestehen nicht genutzte Kreditrahmenvereinbarungen bei inländischen Kreditinstituten.
Die Baader Bank erstellt zu diesem Geschäftsjahr einen zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht, der unter www.baaderbank.de veröffentlicht wird.
Der Geschäftsverlauf des Baader Bank Konzerns in 2023 war geprägt von einer im Jahresverlauf verglichen zum Vorjahr leicht positiveren Grundstimmung im Börsenumfeld. Diese wirkte sich nur bedingt auf das Wertpapierhandelsgeschäft im zurückliegenden Geschäftsjahr aus. Das Jahr 2023 war geprägt von hohen Zinsen und einer hohen Inflation sowie einem teilweise seitwärts verlaufenden Kapitalmarkt. Die Anzahl der Trades und die Umsätze an den deutschen Börsen sind in 2023 gegenüber dem Vorjahr mit Blick auf alle Assetklassen zurückgegangen. An den für die Baader Bank relevanten Börsen (Frankfurt, Stuttgart, München, Berlin und gettex) sind die Anzahl der Trades und die Umsätze gegenüber dem Vorjahr jedoch leicht gestiegen.
Die Baader Bank fokussierte in diesem Umfeld weiterhin die strukturelle Weiterentwicklung von Partnerschaften und Kooperationsmodellen, insbesondere an entgeltfreien Handelsplätzen, im Bereich Market Making sowie im Bereich Account Services. Der Baader Konzern schließt das Geschäftsjahr 2023 trotz herausforderndem Umfeld und umfangreichen strategischen (IT-) Investitionen mit einem positiven Ergebnis ab.
Auch alle Tochtergesellschaften konnten einen positiven Konzernbeitrag leisten. Die zusammenfassende Ergebnisdarstellung der Tochtergesellschaften der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr 2023 ist dem Kapitel 2.2.3 zu entnehmen.
Die Vermögens- und Finanzverhältnisse des Baader Bank Konzerns sind für das Geschäftsjahr 2023 geordnet, wodurch die Zahlungsfähigkeit im Berichtszeitraum jederzeit gewährleistet war.
Im nachfolgenden Abschnitt wird die Risikolage der Baader Bank AG und des handelsrechtlichen Baader Bank Konzerns zum 31. Dezember 2023 dargestellt. Aufgrund der gegebenen Vergleichbarkeit der bestehenden Risiken beziehen sich die nachfolgenden Erläuterungen in erster Linie auf das Risikomanagement des Baader Bank Konzerns. Die Kennzahlen der Baader Bank AG werden immer ergänzend zu denen des Konzerns dargestellt. Im Fall von inhaltlichen Abweichungen bei den Verfahren und Prozessen wird jeweils gesondert darauf hingewiesen. Im Offenlegungsbericht werden davon abweichend die Kennzahlen der aufsichtsrechtlichen Institutsgruppe unter Berücksichtigung der Baader Finanzholding berichtet. Die Baader Finanzholding umfasst zusätzlich zum Konzern die Gesellschaften Baader Verwaltungs GmbH, Baader Beteiligungs GmbH sowie Ubtrend GmbH & Co KG. Die Finanzholdinggesellschaften sind als Finanzholding im Sinne der CRR eingeordnet. Die Hauptgeschäftstätigkeit besteht im direkten oder indirekten Halten von Beteiligungen und es handelt sich nicht um Institute im Sinne des KWG.
Die Geschäftsaktivitäten des Baader Bank Konzerns sind ihrem Wesen nach mit Risiken behaftet. Demzufolge hat der Baader Bank Konzern ein Risikomanagementsystem installiert, welches sich einerseits an den vorgegebenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen der nationalen und internationalen Aufsichtsbehörden sowie andererseits an internen wirtschaftlichen Erfordernissen orientiert.
Das übergeordnete Ziel des Risikomanagements des Baader Bank Konzerns ist die permanente Sicherstellung der Risikotragfähigkeit und damit die Fortführung des Instituts sowie der Schutz der Gläubiger. Demzufolge stellen die frühzeitige Identifikation, das aktive Management und die laufende Überwachung von Risiken die Kernelemente der Geschäfts- und Risikosteuerung des Baader Bank Konzerns dar. Hierdurch können kalkulierbare Risiken unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit wohlüberlegt eingegangen und existenzgefährdende Risiken soweit möglich vermieden werden.
Um diesem Grundsatz gerecht zu werden, verschafft sich der Vorstand im Rahmen einer Risikoberichterstattung täglich einen Überblick über die Ausprägung aller wesentlichen Risiken.
Die Risikotragfähigkeit wird regelmäßig überprüft. Die Berechnung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der normativen und der ökonomischen Perspektive. Hierbei sind beide Perspektiven gleichermaßen steuerungsrelevant.
Die normative Perspektive wird dabei als Gesamtheit der regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen verstanden. Um die Risikotragfähigkeit zu überprüfen, werden die zur Verfügung stehenden Eigenmittel den aufsichtsrechtlichen Anforderungen gegenübergestellt. In der aufsichtsrechtlichen normativen Perspektive wird ergänzend auch die Baader Finanzholding berichtet. Nachfolgend werden die Kapitalquoten per 31.12.2023 im Vergleich zum Vorjahr dargestellt:
| In TEUR | Baader Bank AG | Baader Bank Konzern | Baader Bank Finanzholding | |||
| 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | |
| Eigenmittel | 175.743 | 183.044 | 183.309 | 191.464 | 196.731 | 199.465 |
| RWA | 718.782 | 794.234 | 753.216 | 832.757 | 830.520 | 880.869 |
| Gesamtkapitalquote | 24,5% | 23,1% | 24,3% | 23,0% | 23,7% | 22,6% |
Tabelle 5: Übersicht Eigenmittel, risikogewichtete Aktiva (RWA) zum 31.12.2023
Der Anstieg der Eigenmittel resultiert aus dem Überschuss des Geschäftsjahrs 2022. Der Anstieg der RWAs resultiert inbesondere aus dem gestiegenen Eigenmittelbedarf für die Unterlegung der operationellen Risiken.
Die Kapitalplanung wird gemäß den Bestimmungen der Aufsicht für die Baader Bank sowie des Konzerns sowohl in einem Basis- als auch in einem adversen Szenario berechnet. Dabei wird kontinuierlich die Angemessenheit der Kapitalausstattung sowie die Einhaltung aller relevanten Kapitalquoten überprüft. Damit wird die Risikotragfähigkeit des Konzerns auf Basis der eigenen Substanz und Ertragskraft sichergestellt. Der Betrachtungszeitraum erstreckt sich über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren. Erwartete Veränderungen der eigenen Geschäftstätigkeit oder der strategischen Ziele, Veränderungen des Markt- und Wettbewerbsumfelds sowie bindende oder bereits beschlossene regulatorische Änderungen werden in der Planung berücksichtigt. Risiken aus der ökonomischen Perspektive, die Einfluss auf das in der normativen Perspektive zur Verfügung stehende Kapital haben, werden berücksichtigt.
Sowohl die Anforderungen an die CRR-Quote als auch alle anderen aufsichtsrechtlichen Kennziffern für die Baader Bank und den Konzern werden sowohl im Basis- als auch im adversen Szenario eingehalten.
Die ökonomische Perspektive dient dem Schutz der Gläubiger vor Verlusten aus wirtschaftlicher Sicht. Dabei wird das Ziel einer langfristigen Sicherung der Substanz des Instituts verfolgt. Das Risikodeckungspotenzial wird durch eine barwertnahe Berechnungsmethodik bestimmt. Diese bezieht sich auf bilanzielle Positionen, wobei jedoch bspw. stille Lasten negativ in der Berechnung berücksichtigt werden. Um die Risikotragfähigkeit zu überprüfen, wird das zur Verfügung stehende Risikodeckungspotenzial den unerwarteten Verlusten (Risikopotenzial), berechnet zu einem Konfidenzniveau von 99,9 %, gegenübergestellt.
| In TEUR | Baader Bank AG | Baader Bank Konzern | ||
| 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | |
| Risikodeckungspotenzial | 164.773 | 170.279 | 174.204 | 186.768 |
| Risikopotenzial | 70.340 | 52.675 | 63.674 | 48.252 |
Tabelle 6: Übersicht Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zum 31.12.2023
Im Vergleich zum Vorjahr steigt das Risikodeckungspotenzial durch die Eigenmittelzuführung des Vorjahres. Das Risikopotenzial sinkt dagegen. Der Rückgang resultiert durch gesunkene Adress- und Marktpreisrisiken.
Für die Steuerung und Limitierung sind sowohl normative als auch die ökonomische Sicht relevant. Für den normativen Ansatz wird im Baader Bank Konzern ein Ampelsystem eingesetzt, mit Hilfe dessen die Einhaltung der Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive überwacht wird.
In der ökonomischen als auch in der normativen Perspektive kommt ein Limitsystem zur Anwendung. Das Gesamtrisiko im Baader Bank Konzern wird hierbei durch die Risikodeckungsmasse begrenzt, welche anhand des Risikoappetits aus dem verfügbaren Risikodeckungspotenzial abgeleitet wird. Grundsätzlich stellt zur dauerhaften Sicherstellung der Risikotragfähigkeit der Vorstand nur einen Teil des Risikodeckungspotenzials als Risikodeckungsmasse zur Verfügung. Diese wird "top down" auf die einzelnen Risikoarten bzw. die jeweiligen Geschäftsbereiche verteilt und hat als Obergrenze für die Summe der Risikolimite eine begrenzende Funktion. Das Risikodeckungspotenzial, das Risikopotenzial und die Risikodeckungsmasse werden mindestens quartalsweise überprüft.
Um zu gewährleisten, dass selbst in hypothetischen Krisenzeiten (Stressszenarien) das Risikodeckungspotenzial ausreicht, um die eintretenden Verluste zu decken, werden die größten Verluste aus den durchgeführten Stressszenarien für alle relevanten Risikoarten dem verfügbaren Risikodeckungspotenzial bzw. der Risikodeckungsmasse gegenübergestellt.
Zusammenfassend kann für das Geschäftsjahr 2023 sowohl für die Baader Bank AG als auch für den Baader Bank Konzern, festgestellt werden, dass die Risikotragfähigkeit zu keiner Zeit gefährdet war.
Im Rahmen der jährlich stattfindenden Strategiesitzung des Vorstands wird die Geschäftsstrategie mit den Zielen für die wesentlichen Geschäftsfelder des Baader Bank Konzerns definiert. Dabei werden externe Einflussfaktoren, die ihnen zugrundeliegenden Annahmen sowie interne Größen wie die Risikotragfähigkeit, die Ertragslage, die Liquidität etc. in die strategischen Überlegungen miteinbezogen.
Aufbauend auf der Geschäftsstrategie beschließt der Vorstand unter Berücksichtigung von wesentlichen Einflussfaktoren eine zur Geschäftsstrategie konsistente Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr. Hierzu wird eine Risikoinventur vorgenommen, die relevante Aspekte aus der Geschäftsstrategie einbezieht. Diese wird im Baader Bank Konzern mindestens jährlich durchgeführt. Darüber hinaus kann es z.B. aufgrund von Änderungen hinsichtlich der Wesentlichkeit von Risiken oder durch die Aufnahme der Geschäftstätigkeit in neuen Produkten oder auf neuen Märkten zu einer außerordentlichen Überprüfung kommen. Identifizierte Änderungen im Risikoprofil werden zeitnah berücksichtigt und an den Vorstand berichtet. Die im Anschluss festgelegte Risikostrategie wird in Teilstrategien nach den wesentlichen Risikoarten dargestellt. Grundbestandteil der risikopolitischen Strategie ist, dass die Risikotragfähigkeit jederzeit gegeben ist. Demzufolge wird für alle wesentlichen Risikoarten vom Vorstand ein bestimmter Betrag an Risikokapital bereitgestellt, der als Limit für Verluste aus der jeweiligen Risikoart dient.
Das Risikomanagementsystem des Baader Bank Konzerns umfasst die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken. Diese Prozesse gestalten sich wie folgt:
Im Rahmen der Identifizierung von neuen Risiken werden alle risikobehafteten Geschäfte bzw. daraus entstehende Positionen in den bestandsführenden Systemen erfasst. Darüber hinaus wird das Risk Management im Rahmen des Prozesses "Aktivitäten in neuen Produkten oder auf neuen Märkten" über mögliche Änderungen im bestehenden Risikoprofil zeitnah informiert. Hierbei wird eine Prüfung der geplanten Aktivitäten durchgeführt und der entsprechende Risikogehalt identifiziert. Bestehende Aktivitäten werden einer laufenden Überprüfung unterzogen. Darüber hinaus findet mindestens jährlich eine Risikoinventur für den Baader Bank Konzern durch das Risk Management der Baader Bank AG statt.
Die Beurteilung der Risiken erfolgt anhand von detaillierten quantitativen Analysen bzw. Scoring Verfahren. Die identifizierten Risiken werden (soweit möglich) anhand eines Value at Risk-Konzepts quantifiziert und dem Risikokapital gegenübergestellt. Dabei wird immer ein rollierender 12-Monats-Horizont zugrunde gelegt.
Die operative Steuerung der Risiken im Baader Bank Konzern erfolgt unter anderem über ein Limit- und Frühwarnindikatorensystem zur Begrenzung der jeweiligen Risiken. Die Limite bzw. Frühwarnindikatoren werden mindestens jährlich auf Grundlage der Risikotragfähigkeit durch den Vorstand per Beschluss festgelegt.
Durch die Anrechnung der Risiken auf die Limite wird dem Risk Management eine adäquate Überwachung ermöglicht. Ergänzend hat das Risk Management zur Überwachung ein Risikofrüherkennungssystem installiert.
Es existiert ein umfassendes Berichtswesen des Risk Managements, welches die Kommunikation in Form täglicher, turnusmäßiger und - soweit erforderlich - Ad-Hoc-Berichte an den Vorstand vorsieht.
Darüber hinaus führt das Risk Management mindestens quartalsweise Stresstests für alle wesentlichen Risikoarten durch. Im Rahmen der Stresstests definiert das Risk Management verschiedene außergewöhnliche, aber plausibel mögliche Szenarien und überprüft deren Wirkung auf das bestehende Portfolio. Die Ergebnisse der Stresstests werden im Rahmen eines Stresstest-Berichts dem Vorstand dargelegt und gegebenenfalls mit diesem diskutiert. Ferner finden die Ergebnisse aus den Stresstests im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung. Per 31.12.2023 ergaben sich im jeweils schlechtesten Szenario folgende Verluste:
| In TEUR | Baader Bank AG | Baader Bank Konzern | ||
| Stresstestverluste | 2022 | 2023 | 2022 | 2023 |
| 82.047 | 62.874 | 70.309 | 56.157 | |
Tabelle 7: Ergebnisse der Stresstests zum 31.12.2023
Die dargelegten Prozesse sollen sicherstellen, dass die wesentlichen Risiken frühzeitig erkannt, vollständig erfasst und in angemessener Weise gesteuert und überwacht werden. Weiterhin werden die Prozesse regelmäßig überprüft und zeitnah an sich ändernde Bedingungen angepasst. Ebenso findet für die angewandten Methoden und Verfahren regelmäßig eine Validierung statt, in der die Angemessenheit der Verfahren sowie die zugrundeliegenden Annahmen überprüft und ggf. Anpassungsbedarf identifiziert wird. Die Ergebnisse der Validierungen werden dem Vorstand zur Kenntnis gebracht.
In 2023 wurden folgende wesentliche Änderungen in den im Risk Management eingesetzten Modellen vorgenommen:
In Bezug auf die Bemessung der Marktpreisrisiken in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit, im Speziellen des Zinsänderungs- und Credit Spread-Risikos des Treasurybuches, wurde der Umfang der berücksichtigten Positionen um Bestände des Anlagevermögens erweitert.
Für die Berechnung der Adressrisiken wurden keine wesentlichen Änderungen vorgenommen.
Im Dezember 2023 wurde das Berechnungsmodell für die operationellen Risiken überarbeitet und gemäß gängigen Standards umgebaut. Hierzu wurden die separaten Betrachtungen der Unterrisikoarten durch einen verallgemeinerten szenariobasierten Ansatz ersetzt. Sämtliche Szenarien werden nun durch ihre Eintrittswahrscheinlichkeit, ihre mittlere sowie schlimmstmögliche Schadenshöhe beschrieben. Das Ziel der Vereinheitlichung ist, das intuitive Verständnis des Modells zu verbessern als auch die Berechnung effizienter zu gestalten.
Im Bereich der Liquiditätsrisiken gab es keine wesentlichen Änderungen.
Als wesentliche Risiken wurden im vergangenen Geschäftsjahr unverändert das Marktpreisrisiko, das Adressenausfallrisiko, das operationelle Risiko, das Liquiditätsrisiko sowie das Kosten- und Ertragsrisiko identifiziert.
Nachfolgend werden diese Risikoarten detailliert erläutert, beurteilt (Quantifizierung im Rahmen einer Nettobetrachtung unter Berücksichtigung risikoreduzierender Effekte) und die zur Risikobegrenzung eingesetzten Maßnahmen veranschaulicht.
Allgemein versteht die Baader Bank unter Marktpreisrisiken alle Gefahren, die aus der Veränderung des Marktwertes oder anderer preisbildender Faktoren resultieren. Dabei unterscheidet die Bank je nach Einflussparameter unter anderem das Aktienrisiko, das Zinsänderungsrisiko, das Credit Spread Risiko und das Währungsrisiko.
Darüber hinaus wird durch die jeweils angenommenen Haltedauern im Modell das Marktliquiditätsrisiko im Marktpreisrisiko berücksichtigt.
Die beschriebenen Marktpreisrisiken resultieren grundsätzlich nur aus dem Eigenhandel der Bank und nicht aus dem Vermittlungsgeschäft. Demzufolge sind hier die Bestände insbesondere aus dem Market Making und dem Anlagebuch betroffen. Zum Jahresende bestanden folgende Exposures (Marktwerte) an mit Marktpreisrisiko behafteten Positionen:
| In TEUR | Baader Bank AG | Baader Bank Konzern | ||
| 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | |
| Aktien | 24.466 | 35.532 | 24.466 | 35.532 |
| Renten | 216.404 | 271.916 | 216.404 | 271.916 |
| Fonds, Zertifikate, Verbriefte Derivate | 13.165 | 26.127 | 13.165 | 26.127 |
| Optionen | 0 | 114 | 0 | 114 |
| Futures | -5.346 | -16.631 | -5.346 | -16.631 |
Tabelle 8: Bestandsübersicht des Baader Bank Konzerns / der Baader Bank AG zum 31.12.2023
Der Anstieg der Bestände im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einer erhöhten Bestandsführung im Market Making sowie dem Erwerb von Anleihen für das Treasurybuch der Bank. Die negativen Marktwerte für Futures begründen sich aus Hedgepositionen.
Die Marktpreisrisiken werden durch ein Value at Risk (VaR)-Modell basierend auf Monte-Carlo-Simulationen im zentralen Handels- und Überwachungssystem der Baader Bank gemessen. Der VaR wird bei einem gewählten Konfidenzniveau von 99,9 % für die angesetzte Halteperiode bestimmt. Per 31.12.2023 stellte sich die Risikosituation wie folgt dar:
| In TEUR | Baader Bank AG | Baader Bank Konzern | ||
| 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | |
| Value at Risk | 26.870 | 11.557 | 26.870 | 11.557 |
| Limitauslastung | 53% | 21% | 53% | 21% |
Tabelle 9: Marktpreisrisiko zum 31.12.2023
Der deutliche Rückgang der Marktpreisrisiken ist unter anderem auf den Abbau von FX-Risiken im Anlagebuch der Bank, den Einsatz von Sicherungsgeschäften sowie einer leicht reduzierten Marktvolatilität zurückzuführen.
Die Güte des VaR-Modells wird im Rahmen des Backtestings anhand der Gegenüberstellung von VaR-Werten und tatsächlichen Marktwertveränderungen überprüft.
Unter dem Adressrisiko versteht die Baader Bank allgemein die Gefahr, dass ein Kreditnehmer bzw. Kontrahent die geschuldete Leistung aufgrund des Ausfalls nicht oder nicht vollständig erbringen kann. Die Adressrisiken werden jeweils auf die konzernhöchste Einheit (Muttergesellschaft) angerechnet. Dies beinhaltet neben den einzelnen Kreditnehmereinheiten auch die Anrechnung auf die Konzentrationsstrukturlimite. Beispielsweise wird der Sitz der Muttergesellschaft als Kriterium für die Anrechnung auf das jeweilige Konzentrationsstrukturlimit des Landes herangezogen.
Bei den Adressrisiken wird zur Risikobegrenzung das gesamte Risikopotenzial anhand des vom Vorstand bereitgestellten Risikokapitals limitiert und überwacht.
Mittels bankeigenen Verfahren werden Bonitätsklassen ermittelt. Dabei findet auch der sogenannte Herfindahl-Hirschman-Index, der die Granularität des Portfolios und somit Risikokonzentrationen misst, Berücksichtigung. Auf Basis dieser Risikogewichte wird der VaR für das Adressenausfallrisiko berechnet. Dieser umfasst sowohl die erwarteten als auch die unerwarteten Verluste. Dabei wird sowohl die Verlustquote (LGD = loss given default) beim Ausfall der jeweiligen KNE (Kreditnehmereinheit, nach KGW) als auch eine theoretische Restlaufzeit der Position von einem Jahr berücksichtigt. Das gesamte Risiko über alle KNE ergibt sich dann aus der Addition der Einzelrisiken.
Bei Wertpapieren entstehen darüber hinaus noch zusätzliche Migrationsrisiken. Für diese kommen somit - ergänzend zu dem oben beschriebenen Default-Risk-Modell - zusätzlich das Migrationsrisikomodell zur Risikoquantifizierung zur Anwendung.
Die einzeln ermittelten Risikowerte werden entsprechend zu einem Gesamtrisiko aggregiert. Der Baader Bank Konzern unterscheidet hinsichtlich der Adressrisiken unter anderem zwischen Kredit-, Kontrahenten-, Emittenten- und Beteiligungsrisiken.
Nachfolgend wird die Risikosituation im Adressenausfallrisiko per 31.12.2023 im Vergleich zum Vorjahr tabellarisch dargestellt:
| In TEUR | Baader Bank AG | Baader Bank Konzern | ||
| 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | |
| Kreditrisiko KU | 3.912 | 1.324 | 3.912 | 1.742 |
| Kreditrisiko KI | 2.898 | 1.452 | 2.898 | 1.389 |
| Kontrahentenrisiko | 698 | 3.305 | 698 | 3.187 |
| Emittentenrisiko | 11.321 | 8.263 | 11.321 | 3.785 |
| Beteiligungsrisiko | 16.047 | 5.645 | 8.613 | 5.414 |
| SUMME | 34.876 | 19.988 | 27.442 | 15.517 |
| Limitauslastung | 70% | 50% | 55% | 51% |
| Risikovorsorge für Kundenkredite | 156 | 781 | 156 | 781 |
Tabelle 10: Adressenausfallrisiko Baader Bank Konzern / der Baader Bank AG zum 31.12.2023
Zusätzlich wurden zur Vermeidung von Konzentrationsrisiken Strukturlimite u.a. bzgl. Einzeladressen, Bonitäten, Branchen und Ländern implementiert. Diese werden überwacht und im Rahmen der Risikoberichterstattung an den Vorstand gemeldet.
Im Jahr 2023 sank das Adressenausfallrisiko des Baader Bank Konzerns sowie der Baader Bank AG durch den Abbau Anleihenposition. Die Risikovorsorge stieg zum Jahresende aufgrund des gestiegenen Kreditportfolios.
Operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch den Eintritt von externen Ereignissen entstehen. Dies schließt u.a. auch Rechtsrisiken oder Risiken aus Kooperationen und Cyberrisiken mit ein.
Die Einschätzung des Risikopotenzials, d.h. die konzernweite Identifizierung und Bewertung von operationellen Risiken, wird im Rahmen der jährlich stattfindenen Risikoinventur identifiziert. Ergänzend besteht für die Bereiche auch jederzeit die Möglichkeit, umgehend Meldungen von neu identifiziertem Risikopotenzial vorzunehmen.
Eingetretene Schäden aus operationellen Risiken werden gemeldet und in der Schadensfalldatenbank dokumentiert. Hierfür steht eine Anwendung zur Verfügung. Ein Schaden ist dabei ein finanzieller Verlust, der unmittelbar mit dem operationellen Risiko verbunden ist. Bedeutende Schadensfälle werden unverzüglich hinsichtlich ihrer Ursachen analysiert.
Die Quantifizierung unerwarteter Verluste aus dem operationellen Risiko orientiert sich am Loss Distribution Approach, wonach die Parameter einer der Schadenshöhe sowie der Schadenshäufigkeit auf Basis statistischer Methoden geschätzt werden, um einen Gesamtverlust pro Jahr zu ermitteln. Dabei wird angenommen, dass die Schadenhöhe lognormalverteilt ist, die Schadenanzahl einem Poissonprozess folgt und die Schäden unabhängig und identisch verteilt sind. Die Gesamtschadenverteilung wird mit Hilfe einer Statistiksoftware auf Basis der Monte-Carlo-Simulation geschätzt. Zur Ermittlung des Betrages, der mit Risikokapital zu unterlegen ist, wird für den unerwarteten Verlust das 99,9 %-Quantil herangezogen.
Die Ermittlung der Datenbasis erfolgt quartalsweise anhand historisch beobachteter Schäden ergänzt um Szenarien, welche bisher noch nicht in der Schadensfalldatenbank berücksichtigte, jedoch plausibel mögliche Risiken im Baader Bank Konzern darstellen. Dies schließt unter anderem Risiken aus fehlerhaften Prozessen, aus Datenverarbeitungsrisiken, aus Personalrisiken und Elementarrisiken mit ein.
Per 31.12.2023 stellte sich die Risikosituation wie folgt dar:
| In TEUR | Baader Bank AG | Baader Bank Konzern | ||
| 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | |
| Value at Risk | 8.594 | 16.130 | 9.362 | 16.179 |
| Limitauslastung | 86% | 81% | 94% | 81% |
| Schadensumme pro Jahr | 1.114 | 1.002 | 1.114 | 1.002 |
Tabelle 11: Operationelles Risiko zum 31.12.2023
Zum Stichtag 31.12.2023 wurde das Verfahren für die Ermittlung des Value at Risk weiterentwickelt. Die Szenarien erhalten einen stärkeren Einfluss auf den Risikowert. Dadurch stieg der Value at Risk deutlich an. Die tatsächliche Schadenssumme aus operationellem Risiko im Jahr 2023 war dagegen im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht rückläufig.
Schäden aus Cyberrisiken aufgrund von Homeoffice-Tätigkeiten konnten keine verzeichnet werden. Im Hinblick darauf beurteilt der Vorstand das operationelle Risiko weiterhin als unkritisch. Darüber hinaus war das zur Verfügung gestellte Risikokapital zu jeder Zeit ausreichend. Die technische Ausstattung an Risikosystemen konnte im vergangenen Geschäftsjahr als angemessen bewertet werden.
Im Rahmen des Liquiditätsrisikos ist sicherzustellen, dass Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden können. Hierbei wird grundsätzlich zwischen dem dispositiven und dem strukturellen Liquiditätsrisiko unterschieden.
Das dispositive (kurzfristige) Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Kreditzusagen unerwartet in Anspruch genommen bzw. Einlagen unerwartet abgezogen werden (Abrufrisiko). Neben unerwarteten Abflüssen können zudem Verzögerungen bei Zahlungseingängen auftreten, was bedeutet, dass sich die Kapitalbindungsdauer von Aktivgeschäften unplanmäßig verlängert (Terminrisiko). Dies kann Auswirkungen auf die Erfüllung eigener Zahlungsverpflichtungen haben, z.B. in Form von Margin-Verpflichtungen an den Börsen aus der dortigen Handelstätigkeit der Baader Bank.
Die Sicherstellung der Zahlungsverpflichtungen obliegt dem Bereich Treasury. Zwischen den Marktbereichen, dem Bereich Treasury und der Abteilung Custody & Payment Services ist eine enge Abstimmung vorgesehen, um die täglichen Zahlungsströme aus diesen Bereichen zu koordinieren. Besondere Liquiditätsbelastungen aus anderen Bereichen sind Treasury und Custody & Payment Services unverzüglich anzuzeigen. Zur Sicherung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs des Baader Bank Konzerns bestehen Kreditlinien und die Teilnahme am GC-Pooling-Markt.
Zur Steuerung und Überwachung der LCR (Liquidity Coverage Ratio) -Kennziffer ist ein Limitsystem für die Marktbereiche eingerichtet, welches zum einen alle verrechneten Zu- und Abflüsse und zum anderen das gesamte gebundene Kapital je Valutatag und Profit Center limitiert. Diese Liquiditätslimite ermöglichen eine untertägige Steuerung der Liquidität und somit auch der LCR-Kennziffer durch den Bereich Treasury. Darüber hinaus wird täglich die Einhaltung der LCR-Kennziffer im Rahmen des Risikoreports an den Vorstand überwacht. Ergänzend erhält das Risk Management täglich vom Bereich Treasury einen Liquiditätsstatus mit der aktuellen Liquiditätssituation, der vom Risk Management entsprechend plausibilisiert und überprüft wird. Daneben erfolgt auf vierteljährlicher Basis die Ermittlung und Überwachung der NSFR (Net Stable Funding Ratio)-Kennziffer. Aufgrund der Art der Ausprägung des dispositiven Liquiditätsrisikos ist eine Begrenzung dieses Risikos durch Risikodeckungspotenzial nicht möglich und somit eine Quantifizierung nicht zielführend (MaRisk AT 4.1 Tz. 4).
Das strukturelle Liquiditätsrisiko (Refinanzierungsrisiko) beschreibt die Gefahr, dass sich die Refinanzierungskosten durch eine mögliche Verteuerung des institutsindividuellen Spreads erhöhen. Nach einer Bonitätsverschlechterung können Passivgeschäfte nur zu schlechteren Konditionen abgeschlossen werden. Zudem können marktbedingte Veränderungen einen großen Einfluss haben. Steigt der Marktzins, wird tendenziell die Refinanzierung teurer. Die dadurch gewonnenen liquiden Mittel werden im Wesentlichen in EZB-fähige Anleihen investiert, welche wiederum im Rahmen der Offenmarktpolitik bei der Deutschen Bundesbank als Refinanzierungsfazilitäten oder im GC-Pooling-Markt hinterlegt werden können.
Durch die Erstellung von Liquiditätsablaufbilanzen und die Ermittlung potenzieller Liquiditätsunterdeckungen wird ein möglicher Refinanzierungsschaden quantifiziert. Es wird quartalsweise die Refinanzierung zu aktuell gültigen Marktkonditionen der Refinanzierung im unerwarteten Fall gegenübergestellt. Hierbei fließen zum einen eine deutlich teurere Refinanzierung und zum anderen unerwartete Mittelabflüsse ein. Die Differenz stellt dann den entsprechenden Refinanzierungsschaden dar. Dieser wird im Zuge der Ermittlung der Risikotragfähigkeit für den Baader Bank Konzern berücksichtigt und ggf. mit Risikokapital unterlegt. Die Überprüfung, ob das zur Verfügung gestellte Risikokapital ausreicht, um unerwartete Verluste aus Liquiditätsrisiken zu decken, erfolgt täglich im Risk Management. Die Risikosituation stellte sich per 31.12.2023 wie folgt dar:
| In TEUR | Baader Bank AG | Baader Bank Konzern | ||
| 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | |
| Refinanzierungsschaden | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Limitauslastung | 0% | 0% | 0% | 0% |
Tabelle 12: Liquiditätsrisiko zum 31.12.2023
Im Geschäftsjahr 2023 bestand - wie auch schon in den Vorjahren - aufgrund fehlender Liquiditätslücken kein Risikopotenzial. Deshalb beurteilt das Risk Management das Liquiditätsrisiko als unkritisch.
Im Zuge des strukturellen Liquiditätsrisikos erstellt die Bank quartalsweise einen Refinanzierungsplan, sowohl für das Basis-Szenario, als auch für das adverse Szenario. Dieser spiegelt die Strategie, den Risikoappetit und das Geschäftsmodell der Bank wider und trägt möglichen Auswirkungen auf den Refinanzierungsbedarf durch Veränderungen in der Geschäftstätigkeit, den strategischen Zielen und im wirtschaftlichen Umfeld angemessen Rechnung.
Das dispositive und strukturelle Liquiditätsrisiko wiederum finden Eingang im ILAAP (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process). Der ILAAP ist definiert als das vom Institut eingerichtete Verfahren zur Identifizierung, Messung, Steuerung und Überwachung von Liquidität. Er umfasst somit sämtliche zur Untermauerung des Risikoappetits erforderlichen qualitativen und quantitativen Informationen, einschließlich einer Beschreibung der Systeme, Verfahren und Methoden zur Messung und Steuerung von Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken. Die Baader Bank legt jährlich eine Erklärung über die Angemessenheit ihrer Liquiditätsausstattung vor, extern über einen entsprechenden Meldebogen der Fina-RisikoV gegenüber der Aufsicht, intern im Rahmen eines LAS (Liquidity Adequacy Statement) gegenüber dem Vorstand.
Das Kosten- und Ertragsrisiko beziffert erhöhte Kosten bzw. zu geringe Erträge im Vergleich zur Planung in einem Zeitraum von bis zu einem Jahr. Diese Abweichungen können durch eine Veränderung von internen oder externen Faktoren verursacht werden. Dieses Risiko umfasst auch das Vertriebsrisiko.
Eine Quantifizierung erfolgt auf Basis einer Expertenschätzung des Bereichs Controlling.
Der Baader Bank Konzern steuert die wesentlichen Risiken durch einen Risikosteuerungs- und -controllingprozess sowie Risikomanagementtools. Der proaktive Ansatz zur Identifizierung und Folgenabschätzung der mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen dieser Risiken auf die finanziellen Ergebnisse sowie die langfristigen strategischen Ziele frühzeitig zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen abzuschwächen. Durch die zentrale Einheit Risk Management, in der alle im Baader Bank Konzern bestehenden Risiken bewertet und überwacht werden, ist sichergestellt, dass Interdependenzen zwischen den Risikoarten erkannt und Gegenmaßnahmen durch die Baader Bank eingeleitet werden können.
Im Rahmen der Risikostrategie wurde vom Vorstand der Baader Bank auch im Geschäftsjahr 2023 abgeleitet vom Risikoappetit nur ein Teil des verfügbaren Risikodeckungskapitals zur Deckung unerwarteter Verluste zur Verfügung gestellt. Die Aufteilung und deren unterjährige Reallokation auf die einzelnen Risikoarten berücksichtigt insbesondere das aktuell bestehende Risikopotenzial in den einzelnen Risikoarten, die Geschäftsstrategie für die folgenden Jahre sowie die Markterwartungen. Die Risikotragfähigkeit für die Baader Bank war im vergangenen Geschäftsjahr auch unter der Berücksichtigung der Stresstests in der ökonomischen Perspektive jederzeit gewährleistet. In der normativen Perspektive wurden die Vorgaben der Aufsicht hinsichtlich der Eigenmittelanforderungen eingehalten. Die Kapitalplanung der Baader Bank zeigt, dass die Sicherstellung der langfristigen Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen auch unter adversen Bedingungen sichergestellt ist.
Die hohe Inflation, das hohe Zinsniveau und die gesunkenen Wachstumserwartungen sowie mehrere geopolitische Konflikte bestimmten 2023 maßgeblich die Märkte. Die Baader Bank konnte ihre Wettbewerbsposition trotz des schwierigen Umfeldes weiter ausbauen und die Kundenanzahl weiter steigern. Erwartungsgemäß wird auch das kommende Geschäftsjahr von der geld- und geopolitischen Lage geprägt sein. Signifikante Kreditausfälle sind im Baader Bank Konzern nicht zu erwarten, da nahezu ausschließlich das ausreichend besicherte Lombardkreditgeschäft und kein klassisches Kreditgeschäft betrieben wird. Darüber hinaus besitzt das Anlagebuch eine gute Kreditqualität.
Die Frühindikatoren signalisieren Anfang 2024 ein uneinheitliches Bild für das konjunkturelle Umfeld. Während der globale Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im Januar erstmals seit 16 Monaten wieder ein Niveau von 50 Punkte erreichen konnte, deuten die jüngsten Umfragen zum ifo Geschäftsklima sowie dem GfK Konsumklima auf ein anhaltend schwieriges Wachstumsumfeld hin. Der IWF erwartet aktuellen Prognosen zu Folge, dass die Weltwirtschaft in 2024 um 3,1 % wachsen wird, was dem Niveau von 2023 entspricht. Die USA (2,1 %) und China (4,6 %) sollen laut dem IWF in diesem Jahr etwas schwächer wachsen als im letzten, während die Eurozone (0,9 %) und Deutschland (0,5 %) leicht zulegen dürften. Da die zugrundeliegende Entwicklung bei den Auftragseingängen in Deutschland jedoch zuletzt weiterhin eher schwach verlief, dürfte sich eine Wachstumsbelebung wahrscheinlich erst im zweiten Halbjahr 2024 materialisieren.
Insgesamt ist somit zu erwarten, dass das ökonomische Umfeld für viele Unternehmen zunächst herausfordernd bleiben wird. Dazu dürfte auch beitragen, dass die Notenbanken ihre Leitzinsen zunächst noch im restriktiven Bereich halten werden. So hatten sowohl die EZB als auch die Federal Reserve (FED) zuletzt Hoffnungen auf eine schnelle Senkung ihrer Leitzinsen gedämpft. Trotz der deutlich rückläufigen Teuerungsraten in der zweiten Jahreshälfte 2023 sehen beide Notenbanken ihr Inflationsziel aktuell noch nicht als erreicht an, weil sich insbesondere die Preissteigerungen für Dienstleistungen weiterhin nur sehr langsam zurückbilden. Somit dürften die Finanzierungskosten von Haushalten und Unternehmen zunächst hoch bleiben, was sich dämpfend auf die Nachfrage auswirken sollte.
Die Kombination aus niedrigem Wirtschaftswachstum und zunächst noch restriktiv bleibenden Notenbanken birgt die Gefahr, dass die Volatilität an den Finanzmärkten in den nächsten Monaten erneut ansteigen könnte. So könnte sich der Kursausblick an den Aktienmärkten im Verlauf des Frühjahres erneut eintrüben, insbesondere falls sich die erwartete Wachstumserholung erneut nach hinten verschieben sollte. Ein Risikofaktor geht in diesem Zusammenhang davon aus, dass die negativen konjunkturellen Folgewirkungen aufgrund der sehr straffen Geldpolitik erst verzögert bzw. abrupt sichtbar werden könnten. Auch andere Themen wie eine mögliche Eskalation geopolitischer Konflikte oder die Unsicherheit über den Ausgang der anstehenden Wahlen in Europa und den USA könnten die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten zumindest vorübergehend belasten.
Während die Perspektive auf eine allmähliche wirtschaftliche Erholung und die Aussicht auf Zinssenkungen seitens der EZB und FED im weiteren Jahresverlauf als mittelfristig positiv für die Entwicklung an den Aktienmärkten anzusehen ist, könnte sich eine Fortsetzung des in den ersten Wochen des Jahres erfolgten Renditeanstiegs an den Anleihemärkten zwischenzeitlich als belastend für die Bewertung von Aktien auswirken. Das gilt insbesondere deswegen, weil die starke Aktienmarktentwicklung im 4. Quartal 2023, gemessen am EURO Stoxx 50 Index, stark von der Antizipation eines Szenarios getrieben war, in dem eine Rezession vermieden werden kann und die Notenbanken dennoch die Zinsen schnell und deutlich senken werden. Solange jedoch die Bestätigung dafür noch ausbleibt, dürften einige Investoren zunächst eine abwartende Haltung einnehmen. Vor diesem Hintergrund sollte für die Entwicklung an den Aktienmärkten in 2024 auch entscheidend sein, wie sich die Erwartungen für die Unternehmensgewinne weiter entwickeln werden. Da die Unsicherheit über das künftige Wirtschaftswachstum und den Spielraum für weitere Preisanhebungen zunächst hoch bleiben dürfte, könnte die Unterstützung für die Aktienmärkte von dieser Seite zeitweise volatil verlaufen.
Da jedoch damit zu rechnen ist, dass sich - aus Sicht der EZB - die genannten Unsicherheitsfaktoren im Verlauf des Jahres 2024 allmählich zurückbilden, ist zu erwarten, dass sich die Performanceaussichten an den Aktienmärkten vor allem im 2. Halbjahr aufhellen werden. Vor diesem Hintergrund ist es zunächst wahrscheinlich, dass an den Aktienmärkten weiterhin eher mit kurzfristigen Rotationen bei Branchen und Investmentstilen zu rechnen ist. In Phasen erhöhter Volatilität dürften sich Qualitätstitel und Unternehmen mit defensiven Geschäftsmodellen besser als der Gesamtmarkt entwickeln, während spätzyklische Value-Aktien eher underperformen sollten. Demgegenüber dürften zyklische Sektoren insbesondere in den Phasen profitieren, in denen eine Wachstumsbelebung wahrscheinlicher wird. Solange sich eine klare wirtschaftliche Erholung - sichtbar durch das ifo Geschäftsklima und das GfK Konsumklima - jedoch noch nicht abzeichnet, dürften sie sich eher unterdurchschnittlich entwickeln. Sollte es dann im zweiten Halbjahr zu der erhofften Konjunkturbelebung kommen, sollten insbesondere geringer kapitalisierte Titel ihre mehrjährige Underperformance überwinden können.
Die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsfeldes Market Making wird in 2024 weiterhin maßgeblich vom Marktverlauf, den Handelsvolumina in den einzelnen Wertpapiergattungen und der Marktvolatilität bestimmt sein. Diese Ergebnistreiber unterliegen stets dem Einfluss von exogenen, nicht vom Institut beeinflussbaren geokonjunkturellen und geldpolitischen Rahmendaten, sodass Prognosen nur sehr eingeschränkt im Rahmen der erwarteten Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und deren Auswirkung auf die Handelserträge der Baader Bank abgegeben werden können.
Die Verlagerung der Wertpapiervolumina auf alternative Handelsplattformen ist weiterhin zu beobachten. Im Berichtszeitraum hat die Baader Bank ihre strukturellen und vertriebsstrategischen Maßnahmen fortgesetzt und wird sich ihre verhältnismäßig hohen Marktanteile als Market Maker an deutschen Präsenzbörsen zu Nutze machen und bestehende sowie neue Kooperationen mit Betreibern von börslichen und außerbörslichen Handelsplattformen weiterhin in den Fokus rücken, da aus Sicht des Vorstands der Baader Bank die Kooperationsmodelle in der Konstellation mit Neo-Brokern und Gratisbörsen weiterhin attraktiv bleiben. Im Sinne der High Performance Banking-Strategie ist hierbei auch die schrittweise Ausweitung ausgehend von der DACH-Region nach Europa anvisiert, um die Diversifikation in neuen Märkten weiter voranzubringen. Die Realisierung von und die Partizipation an längerfristigem Kundenzuwachs, Produkterweiterungen, steigenden Orderflow-Volumina und konstant erhöhende Umsätze sind auch an in Europa zu erschließenden Wertpapiermärkten wesentliches Ziel. Die Baader Bank geht gemeinsam mit ihren Geschäftspartnern einen entscheidenden Schritt, um die angebotenen Plattformdienstleistungen künftig auch im Ausland anzubieten.
Die Attraktivität von Wertpapieren als Anlage hält an, u.a. begründet in der Thematik der privaten Altersvorsorge, dem einfachen mobilen Zugang, sowie kostengünstigen passiven Produkten. Im aktuellen makroökonomischen Umfeld steigt hierbei auch die Bedeutung der Renten als Assetklasse weiter an. Dieser Trend wird sich im Jahr 2024 voraussichtlich abgeschwächt fortsetzen, da möglicherweise moderate Zinssenkungen die Entwicklung dämpfen.
Insgesamt ist die Baader Bank serviceseitig bestrebt, die Qualität weiter zu verbessern. Im Wettbewerb nimmt der Margendruck und das Kostenniveau weiterhin zu und es findet vereinzelt eine Verdrängung kleiner Wettbewerber statt. Das Geschäft ist weiterhin stark durch Verrechnungspreise, größere Player und Börsenplatzbetreiber (z.B. Börse Stuttgart, Börse Frankfurt, Börse München) getrieben. Zusätzlich etablieren sich neue Wettbewerber (Fintechs) am Markt.
Einhergehend mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr erwartet der Vorstand der Baader Bank in 2024 ein eher stagnierendes Gesamtmarktwachstum mit einem vereinzelt volatilen Marktumfeld. Es ist davon auszugehen, dass die Beliebtheit der Aktie als Anlageform und der mobile Zugang zu den Märkten seitens der Anleger weiterhin das Geschäft der Baader Bank stützen werden, insbesondere auch über den deutschsprachigen Raum hinaus. Das daraus resultierende sich weiter fortsetzende Wachstum hinsichtlich Kunden, Marktvolumina und Produkten wird sich voraussichtlich in einem vergleichbaren Umfeld wie in 2023, d.h. mit einer ähnlichen Anzahl der Wertpapiertransaktionen und wieder leicht zunehmenden Umsatzvolumina, entwickeln.
Nichtsdestotrotz befinden sich Market Maker angesichts steigender technischer und regulatorischer Anforderungen innerhalb der deutschen Börsenlandschaft weiterhin in einer Konsolidierungsphase, die zu einem anhaltenden Wettbewerb führen könnte und das Fortbestehen kleinerer, weniger kapitalstarker Marktteilnehmer gefährdet. Gleichwohl hält die Baader Bank an ihrem mittel- und längerfristigen strategischen Ziel des Geschäftsfeldes Market Making fest, die aktuelle Marktposition auszuweiten. Hierfür ist in 2024 u.a. eine Markt-Offensive geplant, welche das Handelsangebot der Baader Bank unter der Marke "Baader Trading" im Markt platzieren soll, um die Marktanteile gezielt zu erhöhen, u.a. im außerbörslichen aber auch im börslichen Handel und Brokerage. Weiterhin gilt es Internationalisierungsopportunitäten auszuloten und zu nutzen, sowie Chancen für anorganisches Wachstum umzusetzen wie bspw. die Übernahme von Orderbüchern.
Maßgeblicher Treiber der Auftragslage im Kapitalmarktbereich sind der allgemeine Aktienmarktverlauf mit seinen Wertpapierumsätzen sowie die vorherrschende Volatilität an den Sekundärmärkten in Verbindung mit der allgemeinen Wettbewerbssituation und dem globalen Zinsniveau.
Für das angefangene Jahr 2024 erwartet der Vorstand der Baader Bank eine weiterhin zurückhaltende Marktentwicklung, allerdings mit perspektivisch mehr Börsengängen in der zweiten Jahreshälfte und einem sich langsam wiederbelebenden Geschäft mit Kapitalmarktdienstleistungen. Nach wie vor besteht international, v.a. in den angelsächsischen Märkten, eine Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Capital Markets-Geschäft. Für den weiteren Verlauf in 2024 sind bereits Transaktionen in der Pipeline.
Anfang Februar 2024 hat der Panzergetriebe-Hersteller RENK seinen im Oktober abgesagten Börsengang auf dem Frankfurter Parkett nachgeholt. Die Baader Bank ist Spezialist am Handelsplatz Börse Frankfurt und Designated Sponsor auf XETRA.
Perspektivisch wird eine moderate Steigerung des Transaktionsvolumens für das laufende Jahr auf ein leicht höheres Niveau als im abgeschlossenen Geschäftsjahr angestrebt. Zudem soll eine weitere Erhöhung der Sichtbarkeit im Kapitalmarktgeschäft fokussiert werden, unterstützt durch die Handelskompetenz (Designated Sponsoring, Market Making) und Wertpapiertechnik als strategische Angelpunkte, sodass in diesen Bereichen die Cross-Selling-Effekte des Geschäftsmodells wirken, einhergehend mit dem Ausbau der Volumina dieser Services. In diesem Kontext wird auch die Expansion in den Schweizer Markt sowohl im ECM-Geschäfts als auch im Wertpapiertechnik-Bereich vorangetrieben.
Entsprechend soll mittel- bis langfristig die Anzahl der Mandatierungen der Baader Bank wieder moderate steigen - stets unter Berücksichtigung der globalen Zinsentwicklung, wobei ein steigendes Zinsniveau als geschäftshemmend einzustufen ist. Auch die steigende Bedeutung von ESG-Themen ist in die Handhabung der Kapitalmaßnahmen zunehmend miteinzubeziehen. Insgesamt erwartet der Vorstand der Baader Bank für das Jahr 2024 ein leichtes Gesamtwachstum im deutschen Markt gegenüber dem Vorjahr.
Seit dem 01. Januar 2024 wurde das bisherige Geschäftsfeld Research Services in das Geschäftsfeld Capital Markets integriert. Im Researchgeschäft erwartet die Baader Bank für das Jahr 2024 ein zurückhaltendes bis ausbleibendes Gesamtmarktwachstum. Perspektivisch beeinflussen ein stagnierender Markt sowie steigender Margendruck das Geschäft. Das aktuelle Nachfrageniveau hat jedoch weiterhin seine Berechtigung und kann bspw. durch Preisoptimierungen im Sinne der Verbesserung der eigenen Marktstellung erhöht werden. So können die Produkte in diesem Geschäftsfeld insbesondere auch als Anknüpfungspunkt für weitere Geschäftsaktivitäten in anderen Geschäftsfeldern der Baader Bank angesehen werden. Das Geschäftsfeld Research Services bleibt für die Baader Bank weiterhin wichtiges Bindeglied zwischen den deutschsprachigen Unternehmenskunden und internationalen Investoren. Die starke Präsenz auf internationalen Investorenkonferenzen soll beibehalten und durch weitere eigene Konferenzen in kleinerem Format ergänzt werden - z.B. Sektor- und SmallCap-Koferenzen. Entsprechend fungiert das Researchgeschäft der Baader Bank als Cross-Selling-Bereich mit anderen Geschäftsbereichen wie etwas das Kapitalmarkt- und das Brokerage-Geschäft.
Im Bereich der Wertpapiertechnik-Dienstleistungen agiert die Baader Bank weitgehend unabhängig von der volkswirtschaftlichen Grundstimmung und will dies auf konstant hohem Qualitäts- und Ertragsniveau fortsetzen. Die sehr hohe Anzahl der Transaktionen und Dienstleistungsmandate in 2023 soll perspektivisch auf diesem Niveau bleiben, wenngleich ein Rückgang mit eingeplant ist. Die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in die Schweiz erreichte im vierten Quartal 2023 einen wichtigen Meilenstein und soll in 2024 entscheidend vorangebracht werden.
In weitgehender Übereinstimmung mit den Geschäftsbereichen Market Making und Capital Markets sind die volkswirtschaftliche Grundstimmung, der allgemeine Aktienmarktverlauf sowie die Volatilität an den Sekundärmärkten maßgebliche Ergebnistreiber des Geschäftsfeldes Brokerage.
Perspektivisch erwartet der Vorstand der Baader Bank im Brokerage-Geschäft ein leichtes bis moderates Gesamtmarktwachstum in 2024. Insgesamt sollten die Handelsaktivitäten der internationalen institutionellen Investoren weiter zunehmen. In diesem Umfeld positioniert die Baader Bank ihr Brokerage als globales bzw. paneuropäisches Produkt in 2024 ebenfalls unter dem Überbegriff "Baader Trading". Dabei besteht die klare Absicht, sich mit einer kostengünstigen und effektiven Herangehensweise gegenüber dem Margendruck zu positionieren. So stellen nach wie vor auch in 2024 die preissensiblen Mechanismen innerhalb des MiFID II-Regimes potenziell hemmende Faktoren dar. Das Ziel, neue Marktanteile im Brokerage hinzuzugewinnen, hat weiterhin Bestand. Wichtige Faktoren sind perspektivisch die Nutzung von Cross-Selling-Effekten bei bestehenden Kunden, der Ausbau des Kryptoangebots für weitere Kunden, die Optimierung der Time-to-market bei neuen Produkten oder deren Ausweitung und insgesamt der Ausbau bestehender Kooperationspartnerschaften sowie das Onboarding und die Akquise neuer Kooperationspartner.
In 2024 ist eine weitere Steigerung des Handelsvolumens im niedrigen zweistelligen Prozentbereich anvisiert.
Der Vorstand der Baader Bank erwartet für das Jahr 2024 ein insgesamt zurückgehendes Gesamtmarktwachstum - abhängig vom Anlegerverhalten und den makroökonomischen Entwicklungen im angefangenen Jahr. Für die weitere Gewinnung von Marktanteilen wirken u.a. eine steigende Anzahl an Aktiensparenden (in Deutschland) sowie die Ausweitung der Geschäfte von Retail-Brokern u.a. in das europäische Ausland unterstützend. Auch neue Produktwelten, u.a. im Bereich Krypto, sowie der Ausbau im Geschäft mit klassischen Vermögensverwaltern werden die Geschäftsentwicklung künftig beeinflussen. Für das laufende Jahr soll der Krypto-Handel für weitere Kooperationspartner umgesetzt werden. Darüber hinaus ist die weitere Internationalisierung im Geschäft der Online-Vermögensverwalter und Neo-Broker zu erwarten, wodurch sich weitere vielversprechende Marktpotenziale ergeben. In diesem Umfeld ist die Baader Bank bestrebt, ihre Marktposition dank ihres integrierten Geschäftsmodells weiterhin zu behaupten und auszubauen.
Im aktuellen Umfeld schreitet auch die Internationalisierung im Markt der Neo-Broker und Robo-Advisor voran. Damit einhergehend hinterfragen die Akteure durchaus ihr Setup, um Optimierungspotenziale zu identifizieren. Die Baader Bank hält an ihrem Wachstumskurs im Bereich Account Services, der sich in seiner Cross Selling-Funktion mit ertragssteigernder Wirkung in den Handelseinheiten etabliert hat, weiterhin fest. Mit dem Ausbau der Kooperationen mit qualitativen Geschäftspartnern und deren hauptsächlich digitalen Kooperationsmodellen will die Baader Bank die Anzahl an Konten und Depots bis Ende des Jahres 2024 weiter steigern, einhergehend mit einem Wachstum des Depotvolumens sowie des Einlagenvolumens. Bei einem anhaltend hohen Zinsniveau wirkt diese Entwicklung unterstützend für das Gesamtergebnis der Bank.
Insgesamt befindet sich die Baader Bank als Komplettanbieter für Market Making und Konto-Depot-Dienstleistungen in einer komfortablen Ausgangsposition.
Hinsichtlich der Geschäftsaktivitäten im Bereich Fund Services bestehen für die Baader Bank aufgrund ihres diversifizierten Geschäftsmodells entscheidende Wettbewerbsvorteile. Diese liegen unter anderem in der Schnelligkeit und Qualität des Handels sowie im Spektrum der Ausführungsplätze und der handelbaren Assetklassen und Produkte. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der Vorstand der Baader Bank, unter Einbezug tendenziell geringerer Marktschwankungen, ein geringes bzw. moderates Gesamtmarktwachstum. Mit der gelegentlichen Konsolidierung von Einzelfonds muss durchaus gerechnet werden. Nichtsdestotrotz ist weiterhin von einer aus Sicht der Baader Bank günstigen Bedarfssituation auf Kundenseite auszugehen, da die Regulierung des Finanzsektors zu erhöhtem Kostendruck und anhaltenden Auslagerungstendenzen innerhalb der Kapitalverwaltungsgesellschaften führt. Zusätzlich getrieben wird diese Entwicklung auch von der enormen Bedeutung und dem Umsetzungsdruck hinsichtlich neuer aufsichtsrechtlicher ESG-Regularien. Entsprechend strebt die Baader Bank eine gleichbleibende bis leicht verbesserte Entwicklung hinsichtlich der Assets under Management und der Anzahl der Fondsmandate für das Jahr 2024 an.
Mit ihrer Expertise im Handel und der Regulatorik kommt die Baader Bank weiterhin ihrem Bestreben nach, über komplementäre Dienstleistungen im Bereich Asset Management einen nachhaltigen Mehrwert für Kunden zu schaffen und gleichzeitig für eine effiziente Auslastung der vorhandenen Infrastruktur in ihren Grundlagengeschäftsfeldern zu sorgen. Im Zuge der High Performance-Banking-Strategie beabsichtigt der Vorstand der Baader Bank die Stabilisierung und Ausweitung der Marktposition mit weiterem Fokus auf Kunden in Europa und darüber hinaus (z.B. USA).
Seit dem 01. Januar 2024 wurde das bisherige Geschäftsfeld Research Services in das Geschäftsfeld Capital Markets integriert. Das Geschäftsmodell der Baader Bank wird somit künftig in fünf Geschäftsfeldern umgesetzt. Mit diesem Schritt sollen die Cross-Selling-Potenziale und Synergien der beiden Bereiche noch besser genutzt werden. Durch die engere Zusammenarbeit können zusätzlich auch Kosten optimiert und die Einnahmen gesteigert werden. Dieser Schritt stellt keinen Bedeutungsverlust des Researchgeschäfts dar, sondern eine gestärkte Positionierung in einem weiterhin starken Wettbewerb.
Als elementarer Bestandteil des Baader Bank Konzerns und in enger Verzahnung mit den Geschäftsfeldern Brokerage und Capital Markets (inklusive Research Services), ist die Baader Helvea Gruppe Ansprechpartner für internationale institutionelle Investoren und Unternehmenskunden. Dabei wird der Kundenfokus auf Großbritannien, der Schweiz und Nordamerika weiter bestehen bleiben. Die Gruppe liefert das organisatorische und vertriebliche Setup, um die relevanten Investoren- und Kundengruppen in den jeweiligen Destinationen bedienen zu können. Die Baader Helvea Gruppe wird deshalb auch in 2024 einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Betreuung des internationalen Kundenkreises im Baader Bank Konzern leisten.
Die weiter voranzutreibende Optimierung des Research-Angebotes im gesamten Baader Bank Konzern, aber auch der Investitionsbedarf des Baader Helvea-Kundenstamms lassen für das Geschäftsjahr 2024 im schweizerischen Unternehmen einen konstanten Ergebnisbeitrag zum Gesamtergebnis des Baader Bank Konzerns erwarten. Das Unternehmen wird auch im Jahr 2024 weiterhin von den Standorten Zürich, London und New York aus operieren.
Im Kontext der Geschäftstätigkeiten der Selan Gruppe ist die Abhängigkeit von den Strompreisschwankungen in den kommenden zwei Jahren aufgrund der Festpreisvereinbarung mit dem Stromvermarkter fast vollständig gewichen. Das Gesamtjahresergebnis der Selan Gruppe ist daher in starkem Maße von den Windverhältnissen und den daraus zu erzielenden Winderträgen abhängig. Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, dass die Windkraftanlagen weiterhin verlässlich und stabil laufen und die Wetterverhältnisse keine größeren Überraschungen wie im letzten Jahr bereithalten.
Der Prognostizierbarkeit der Winderträge sind erfahrungsgemäß Grenzen gesetzt, jedoch glauben wir auch in diesem Jahr das durchschnittliche Ertragsniveau der Vorjahre erreichen zu können. Sonderbelastungen aus der europäischen Strompreis-Deckelung und den daraus resultierenden Zusatzabgaben werden nicht erwartet.
Noch immer steht die geplante Erweiterung des Windparks um bis zu 7 Windkraftanlagen im Fokus der Gesellschaft. Die Gesellschaft erwartet noch in der ersten Jahreshälfte eine abschließende Genehmigung durch das kroatische Umweltministerium. Sollte im Jahre 2024 mit dem Ausbau begonnen werden können, so werden im Geschäftsjahr erste aktivierungsfähige Aufwendungen für Bestandteile der geplanten Investition erwartet.
Unverändertes Ziel der Baader & Heins Capital Management AG wird in 2024 in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld die Sicherung der starken Marktposition bei der Vermittlung von Schuldtiteln und im Geldmarkthandel sein.
Auf dieser Grundlage ist der Vorstand der Baader & Heins AG der Meinung, dass eine Priorisierung der kürzeren Laufzeiten sowie eine Verlagerung der prozentualen Verteilung der Anlageprodukte hin zu Aktien, Fonds, weiteren alternativen Anlageformen und Investitionen in Immobilien bei den Investoren durchaus anhalten könnte. Insbesondere der Ukraine-Krieg, der Nahost-Konflikt, die bevorstehenden Wahlen in den USA sowie die immer noch erhöhte Inflation bilden für institutionelle Investoren hierbei weiterhin Unsicherheitsfaktoren. Trotz der damit verbundenen negativen Folgeerscheinungen geht der Vorstand der Baader & Heins AG davon aus, dass die Gesellschaft weiterhin stabile Erträge erzielen wird. Sowohl die Anzahl der Transaktionen als auch das vermittelte Volumen sollten hier auch in Zukunft ein solides Fundament darstellen.
Der Banken- und Börsenmarkt, in dem sich die Baader Bank als ihrem Hauptmarkt bewegt, ist in Deutschland sowie in Europa weiterhin im Wandel und von anhaltendem Wachstum geprägt. Gebührenoptimierte Best Execution-Plattformen, die für Endkunden kostenlose oder flexible Preisstrategien umsetzen, gewinnen seit dem Boom während der Ausnahmejahre 2020 und 2021 weiterhin Marktanteile gegenüber klassischen deutschen Regionalbörsen. Ein dadurch vereinfachter Zugang zum Wertpapierhandel auch für Privatanleger, lässt Anleger als aktive Selbstentscheider agieren, die über einen digitalen und oftmals mobilen Zugang zum Wertpapierhandel verfügen und diesen für ein kostenoptimiertes, aktives Trading sowie für langfristige Sparanlagen oder auch den Handel mit Kryptowährungen nutzen. Diese Entwicklung wird insbesondere durch Neo-Broker und Robo-Advisor getrieben und geschieht längst im Zuge einer Europäisierung der Angebote für Privatanleger, entweder durch über Ländergrenzen hinweg expandierende Marktakteure oder im europäischen Ausland ansässige Wettbewerber direkt.
Für die Baader Bank bedeutet dies perspektivisch eine steigende Tendenz hinsichtlich der Handelsvolumina bei den von ihr betreuten Orderbüchern im Market Making und weiteres Wachstum in Bezug auf die von ihr in Kooperationen geführten Konten und Depots auch im Jahr 2024.
Der Vorstand der Baader Bank erwartet, dass die Ertrags- und Ergebnisbeiträge aus dem Market Making und dem Brokerage inklusive der Cross-Selling-Effekte aus den Account Services bei einer moderat steigenden Wachstumskurve - ausgehend von den Entwicklungen in 2023 - in den Bereichen leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen werden. Für den Bereich Capital Markets (inkl. Research Services) erwartet der Vorstand ein vergleichsweise geringeres Steigerungspotenzial der Geschäftsentwicklung für 2024, wobei sich der Markt für Kapitalmarktdienstleistungen durchaus besser entwickeln sollte als in 2023.
Für die Gesamtaussage zur zukünftigen Entwicklung der Baader Bank sind im Einzelnen die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren und Ergebnistreiber wie folgt einzuordnen:
Für das kommende Geschäftsjahr 2024 wird im Base Case-Szenario der Baader Bank (gilt sowohl für die Baader Bank AG als auch den Baader Bank Konzern) erwartet, dass sich die Marktvolatilität im Vergleich zum Vorjahr tendenziell auf einem ähnlichen Niveau einpendelt. Aufgrund des sich weiter fortsetzenden Wachstums (seitens Kunden, Marktvolumina und Produkten) ist zu erwarten, dass die Anzahl der Wertpapiertransaktionen gegenüber dem Vorjahr leicht steigen wird. In Bezug auf das Umsatzvolumen für das Jahr 2024 geht der Vorstand der Baader Bank von einer moderaten Erhöhung gegenüber dem Vorjahr aus. Neben der über die nationalen Ländergrenzen hinaus weiter steigenden Anzahl an Privatanlegern im Retailkundengeschäft, trägt auch das erwartet leicht steigende Geschäftsvolumen in allen Geschäftsfeldern zur Stabilisierung der Stückzahlen und Volumina bei.
Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet der Vorstand auf Basis der Szenarioplanung sowohl für die Baader Bank AG als auch für den Baader Bank Konzern mit im Vergleich zum Vorjahr leicht steigenden Gesamterträgen.
Innerhalb der Gesamterträge geht der Vorstand beim Handelsergebnis für das Geschäftsjahr 2024 - unter Berücksichtigung schwer prognostizierbarer Marktvolatilitäten sowie Handelsvolumina - von im Vergleich zum Vorjahr moderat steigenden Erträgen aus. Die Umsatzerlöse werden im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr ebenfalls leicht erhöht erwartet. Diese erwarteten Ertragsbeiträge kompensieren ein leicht unter dem Vorjahresniveau prognostiziertes Ergebnis aus Zins- und Provisionsgeschäft.
Auf der Aufwandsseite rechnet der Vorstand der Baader Bank für das Geschäftsjahr 2024 demgegenüber sowohl auf Ebene der Baader Bank AG also auch des Baader Bank Konzerns mit im Vergleich zum Vorjahr insgesamt leicht fallenden Gesamtaufwendungen. In den Gesamtaufwendungen sind die variablen, von Ergebnisbestandteilen abhängigen Aufwendungen für die variable Vergütung und die Dotierung für den Fonds für allgemeine Bankrisiken entsprechend berücksichtigt.
Auf Basis der vorstehend skizzierten Planungen erwartet der Vorstand für die Baader Bank AG als auch für den Baader Bank Konzern ein Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2024, das leicht oberhalb des Niveaus des Vorjahres liegt. Die damit einhergehende Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity) nach Steuern wird ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht erwartet.
In Anbetracht von unabwägbaren, exogenen Einflussfaktoren können zuverlässige Prognosen zur Geschäftsentwicklung nach Einschätzung des Vorstands nur unter Einschränkungen erstellt werden. Die in diesem Lagebericht enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen, Erwartungen und Prognosen zur künftigen Entwicklung der Baader Bank beruhen daher auf den zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses im Unternehmen verfügbaren Informationen und Erkenntnissen.
Für den Vorstand ist eine Zielgröße für den Frauenanteil gern. § 111 Abs. 5 AktG in Höhe von 0 % festgelegt worden, die bis zum 30. Juni 2025 zu erreichen ist. Damit ist momentan die Zielgröße für den Vorstand erreicht. Die Zielgröße mit 0 % ist damit begründet, dass zum Zeitpunkt der Beschlussfassung sämtliche Vorstände männlich waren und ihre Vorstandsverträge über das Zieldatum vom 30. Juni 2025 hinausgingen. Die Abberufung des dritten Vorstands im Juli 2023 ändert daran nichts, da seitdem der Vorstand lediglich aus zwei Mitgliedern besteht, die männlich sind. Mit einem Frauenanteil von 0 % im Aufsichtsrat wird die Zielgröße von 16,67 % für den Aufsichtsrat hingegen momentan verfehlt. Grund hierfür ist, dass bei seiner Wahl im Jahr 2023 der Aufsichtsrat ausschließlich mit männlichen Mitgliedern besetzt wurde und sich seit dem Beginn der Amtszeit des Aufsichtsrats im Juli 2023 im Berichtszeitraum keine personellen Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats ergeben haben.
Die Baader Bank Aktiengesellschaft (Baader Bank AG) ist ein abhängiges Unternehmen der Baader Beteiligungs GmbH, Unterschleißheim (Baader GmbH). Die Baader Beteiligungs GmbH ist mit 66,34 % an der Baader Bank AG beteiligt. Da kein Beherrschungsvertrag zwischen den Unternehmen besteht, hat der Vorstand der Baader Bank AG gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der mit folgender Erklärung schließt:
"Die Baader Bank AG hat nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte bzw. andere Maßnahmen vorgenommen oder unterlassen wurden, für diese Rechtsgeschäfte bzw. anderen Maßnahmen eine angemessene Gegenleistung erhalten. Sie wurde durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt. Alle berichtspflichtigen Vorgänge wurden vom Vorstand beschlossen, soweit nach der Satzung bzw. Geschäftsordnung der Baader Bank AG erforderlich auch vom Aufsichtsrat genehmigt und in diesem Abhängigkeitsbericht aufgestellt."
Unterschleißheim, den 21. März 2024
Baader Bank AG
Der Vorstand
Nico Baader
Oliver Riedel
Der Aufsichtsrat der Baader Bank hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben sorgfältig und gewissenhaft wahrgenommen. Er hat dabei die Arbeit des Vorstands überwacht und begleitet. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden. Sofern aufgrund eines Gesetzes, der Satzung oder der Geschäftsordnung für einzelne Maßnahmen die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, wurde hierüber nach gründlicher Prüfung und Beratung Beschluss gefasst und ggf. der Prüfungsausschuss miteinbezogen.
Der Aufsichtsrat der Baader Bank fasst Beschlüsse grundsätzlich in Sitzungen. Bei Bedarf werden auf Anordnung des Aufsichtsratsvorsitzenden Beschlüsse auch außerhalb von Sitzungen im Umlaufverfahren gefasst.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat stets und umfassend auf schriftlichem und mündlichem Wege über grundsätzliche Fragen des Instituts, der Geschäftspolitik und der Gesamtbankstrategie, der aktuellen und künftigen Geschäftsführung, der Geschäftsentwicklung sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle und wichtige Einzelvorkommnisse unterrichtet. Der Aufsichtsrat war demnach regelmäßig über die Lage des Gesamtkonzerns sowie der Konzerngesellschaften unterrichtet. Insbesondere wurde über die gesamtwirtschaftliche und politische Lage und die Auswirkungen auf die Branche, die Entwicklung der Ertrags- und Ergebnissituation des Baader Bank Konzerns und der Einzelunternehmen, über die strategische Weiterentwicklung sowie über die Risikolage und das Risikomanagement eingehend diskutiert. Es wurden Lösungsansätze und Maßnahmen erörtert.
Der Aufsichtsratsvorsitzende und auch die weiteren Aufsichtsratsmitglieder wurden zudem in regelmäßigen Abständen durch Zurverfügungstellung der Protokolle der Vorstandssitzungen sowie in zahlreichen persönlichen Treffen durch den Vorstandsvorsitzenden und einzelner Aufsichtsratsmitglieder informiert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats setzten sich auch wiederholt zu einem internen Austausch ohne die Teilnahme von Dritten zusammen, um die wichtigen Belange der Gesellschaft aus Sicht des Aufsichtsgremiums zu erörtern.
Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat fortlaufend und situationsbedingt über alle wesentlichen Kennzahlen zur finanziellen Entwicklung und der Risikosituation der Baader Bank Aktiengesellschaft und des Konzerns. Auch im Geschäftsjahr 2023 wurden die Aufsichtsrats-Reports weiter optimiert, um Steuerungs- und Überwachungsmöglichkeiten weiter zu verbessern. Die Abweichungen der Ergebnisentwicklung von den Finanzplanzahlen wurden umgehend im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat geprüft, so auch die ad hoc Prognose-Anpassung am 18. Oktober 2023 im Vorfeld der Berichterstattung der Neunmonatszahlen 2023.
Gegenstand der regelmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats waren die Unternehmenszahlen, die Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns einschließlich der Tochterunternehmen und Beteiligungen, sowie die Entwicklung sämtlicher Geschäftsbereiche. Die weiteren Themen gestalteten sich anlassbezogen auf Basis der Aufgabenstellungen aus dem Markt- und Marktfolgeressort.
Der Compliance-Beauftragte, der Leiter des Risiko Managements sowie die Leiterin der Internen Revision legten dem Aufsichtsrat regelmäßig die jeweiligen Berichte vor. Allen Aufsichtsratsmitgliedern werden diese Berichte zur Verfügung gestellt.
Zudem traten Vorstand und Aufsichtsrat zusammen, um über die Gesamtbank- und Geschäftsfeldstrategien für die kommenden Jahre sowie die damit verbundene Finanzplanung zu beraten. Im Fokus stand die Langfristigkeit und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells im Sinne einer Wirtschaftlichkeit und einer angemessenen Profitabilität im Rahmen der weiterentwickelten strategischen Positionierung und den Marktpotenzialen. Das geltende Strategieprogramm "High Performance Banking" wurde in seinem Voranschreiten geprüft, die Teilstrategien sowie die Gesamtbankstrategie vom Vorstand einem jährlichen Review unterzogen und mit dem Aufsichtsrat erörtert und schließlich verabschiedet.
Herr Dietmar von Blücher hat mit Ablauf des 12.07.2023 sein Amt als Mitglied des Vorstands niedergelegt und ist mit diesem Datum aus dem Vorstand ausgeschieden. Herr von Blücher war seit 2021 Finanzvorstand der Baader Bank und hat die Bereiche Revision, Group Corporate Security, Compliance, Risikomanagement, Kredit, Accounting, Controlling und Backoffice verantwortet. Die Vorstandsressorts sind im Zuge dieser Änderung gemäß den regulatorischen Vorgaben in Markt- und Marktfolgebereiche neu aufgeteilt worden. Die Verantwortung für die Marktfolgebereiche hat Herr Nico Baader als Vorstandsvorsitzender übernommen. Die Marktbereiche werden seither durch Herrn Oliver Riedel als stellvertretender Vorstandsvorsitzender verantwortet.
Zur Erweiterung des Management-Teams der Baader Bank ist Herr Kai Göhring mit Wirkung zum 01.11.2023 zum Generalbevollmächtigten ernannt worden. Herr Kai Göhring gehört seit mehreren Jahren zur ersten Führungsebene der Bank und verantwortet als Bereichsleiter Group Legal & Corporate Finance wesentliche operative und strategische Themen innerhalb des Hauses. Daneben agiert Herr Kai Göhring als Aufsichtsrat in mehreren Tochtergesellschaften der Baader Bank Gruppe.
Für das Geschäftsjahr 2023 ist die Baader Bank erstmals verpflichtet, einen gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht zu erstellen. Die Bedeutung der damit einhergehenden ESG-Themen (ESG: Environmental, Social, Governance) spiegelt sich in strategischen und aufsichtsrechtlichen Aspekten wider. Um den steigenden Anforderungen der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu entsprechen, wurde seitens der Baader Bank ein ESG-Team gebildet.
Gemäß § 171 Abs. 1 Satz 4 AktG hat der Aufsichtsrat den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht zu prüfen. Zur Unterstützung dieser Prüfung hat der Aufsichtsrat eine betriebswirtschaftliche Prüfung durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ("KPMG") beauftragt. Die KPMG hat einen uneingeschränkten Vermerk über eine betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung der "Limited Assurance" erteilt. Der Bericht wird mit dem entsprechenden Vermerk des Wirtschaftsprüfers auf der Website der Baader Bank veröffentlicht.
Im Geschäftsjahr 2023 tagte der Aufsichtsrat der Baader Bank im Rahmen von fünf ordentlichen Sitzungen. Zudem schloss sich der Aufsichtsrat zu vertiefenden Telefonkonferenzen zusammen, um sich bei wichtigen Beschlussfassungen und Themen von größerer Tragweite für die Baader Bank intensiv informieren zu lassen und sich über Beschluss-/Sachverhalte allein, mit dem Vorstand und/oder mit Fachbereichsvertretern auszutauschen.
Auf der Agenda der Aufsichtsratstätigkeit standen die regel- und satzungsmäßigen Themen zum Jahresabschluss, zu den Jahresabschlussprüfungen und deren Ergebnisse sowie die Vorbereitung und (virtuelle) Durchführung der Hauptversammlung der Baader Bank.
Der Aufsichtsrat erörterte gemeinsam mit dem Vorstand auch Fragestellungen zu Strategie- und Finanzplanung der Baader Bank. Bei Fragestellungen zur operativen und personellen Entwicklung prüften Aufsichtsrat und Vorstand den Geschäftsverteilungsplan und die Aufbauorganisation des Kreditinstituts. Darüber hinaus waren wesentliche Projekte und einzelne Kreditengagements maßgebliche Punkte der Erörterungen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand im Geschäftsjahr 2023.
Sowohl im Aufsichtsrat als auch in den Sitzungen des Prüfungsausschusses war die im Geschäftsjahr 2022 durchgeführte bankaufsichtliche Sonderprüfung gemäß § 44 KWG der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ein weiteres wichtiges Thema. Im Rahmen dessen wurde regelmäßig über die Bearbeitung der aus der Prüfung resultierenden Feststellungen berichtet.
Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2023 insgesamt im Rahmen von sieben ordentlichen Sitzungen und einer außerordentlichen Sitzung. Er befasste sich intensiv mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss. Darüber hinaus überwachte er die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, insbesondere das der internen Kontrollsysteme und der Internen Revision.
Der seit Juli 2023 eingerichtete Vergütungskontrollausschuss tagte im Geschäftsjahr 2023 in einer Sitzung und befasste sich insbesondere mit der Angemessenheit der Vergütungssysteme für Geschäftsleiter und Mitarbeiter.
In dem Vergütungskontrollausschuss sind Herr Schreyer, Herr Prof. Dr. Heni, Herr Dr. Hagen und Herr Hauser als Mitglieder vertreten.
Der Vorstand der Baader Bank Aktiengesellschaft hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht jeweils für das Geschäftsjahr 2023 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute aufgestellt.
Der von der Hauptversammlung gewählte Abschluss- und Konzernabschlussprüfer, die KPMG, hat die Abschlüsse und den Lagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat dabei die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen.
Der Aufsichtsrat hat die vorstehenden Unterlagen eingehend geprüft.
Alle Abschlussunterlagen sowie die Prüfberichte des Abschlussprüfers lagen den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Die Abschlussunterlagen wurden vom Aufsichtsrat in Gegenwart des zuständigen Wirtschaftsprüfers ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Abschlussprüfer ging ferner auf den Umfang und die Prüfungsschwerpunkte der Abschlussprüfung ein.
Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Abschlussprüfung zustimmend Kenntnis genommen und nach Beendigung seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass auch seinerseits keine Einwände zu erheben sind.
Der vom Vorstand aufgestellte und vom Abschlussprüfer geprüfte Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Konzernlagebericht wurden vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 26. März 2024 gebilligt.
Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat schließt sich, unter Berücksichtigung insbesondere des Jahresergebnisses aus 2023, der Liquidität und der Finanzplanung der Gesellschaft, dem Vorschlag des Vorstands an, den Aktionären keine Dividende auszuschütten.
Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Der Abschlussprüfer KPMG hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen".
Der Aufsichtsrat hat vom Ergebnis der Prüfung des Abschlussberichts zustimmend Kenntnis genommen und nach seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass auch seinerseits keine Einwände zu erheben sind.
Im Rahmen der Hauptversammlung der Baader Bank AG am 06.07.2023 hat turnusmäßig die Wahl des Aufsichtsrats stattgefunden. Mit der Durchführung der ordentlichen virtuellen Hauptversammlung der Baader Bank wurden die bisherigen Mitglieder des Aufsichtsrats, Herr Helmut Schreyer, Herr Prof. Dr. Georg Heni und Herr Christoph B. Mast, von den Aktionärinnen und Aktionären für eine weitere Amtszeit in den Aufsichtsrat der Baader Bank entsendet. Zudem wurde Herr Dr. Louis Hagen von der Hauptversammlung als neues Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt. Zuvor haben am 17.04.2023 die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen der Baader Bank Herrn Michael Frank und Herrn Timon Hauser nach den Bestimmungen des Drittelbeteiligungsgesetzes als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat gewählt.
Im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats sind weiterhin Herr Prof. Dr. Georg Heni und Herr Christoph B. Mast sowie Herr Dr. Louis Hagen als neues Mitglied vertreten.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeitenden des gesamten Baader Bank Konzerns für ihr außerordentliches Engagement und die stets professionelle Leistung im schwierigen wirtschaftlichen und politischen Umfeld des Geschäftsjahres 2023, insbesondere vor dem Hintergrund des großen zu bewältigenden Geschäftsvolumens unter den vermehrten regulatorischen Auflagen, die aufgrund von geltenden Anforderungen einzuhalten waren.
Unterschleißheim, den 26. März 2024
Der Aufsichtsrat
Aktiva
| € |
31.12.2023
€ |
€ |
31.12.2022
€ |
||
| 1. Barreserve | |||||
| a) Kassenbestand | 1.103,33 | 0,00 | |||
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | 30.749.726,89 | 30.750.830,22 | 160.009.655,64 | 160.009.655,64 | |
| darunter: | |||||
| bei der Deutschen Bundesbank € 30.749.726,89 (Vorjahr: € 160.009.655,64) | |||||
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | |||||
| a) täglich fällig | 3.220.033.059,10 | 1.395.053.616,59 | |||
| b) andere Forderungen | 1.445.416,51 | 3.221.478.475,61 | 1.371.319,20 | 1.396.424.935,79 | |
| 3. Forderungen an Kunden | 132.025.518,82 | 90.565.378,31 | |||
| darunter: | |||||
| durch Grundpfandrechte gesichert € 0,00 (Vorjahr: € 0,00) | |||||
| 4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||||
| a) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||||
| aa) von öffentlichen Emittenten | 295.279.610,45 | 488.707.978,23 | |||
| darunter: | |||||
| beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 135.819.814,84 (Vorjahr: € 354.810.383,87) | |||||
| ab) von anderen Emittenten | 44.149.022,42 | 339.428.632,87 | 48.856.292,68 | 537.564.270,91 | |
| darunter: | |||||
| beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 0,00 (Vorjahr: € 11.007.166,92) | |||||
| 5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 8.232.246,70 | 8.780.010,87 | |||
| 5a. Handelsbestand | 66.521.472,36 | 57.524.743,18 | |||
| 6. Beteiligungen | 12.626.262,30 | 11.089.611,04 | |||
| darunter: | |||||
| an Finanzdienstleistungsinstituten € 464.052,88 (Vorjahr: € 464.052,88) | |||||
| 7. Immaterielle Anlagewerte | |||||
| a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 13.293.930,79 | 12.430.499,90 | |||
| b) Geschäfts- oder Firmenwert | 626.657,25 | 835.541,97 | |||
| c) geleistete Anzahlungen | 6.565.883,00 | 20.486.471,04 | 1.396.871,81 | 14.662.913,68 | |
| 8. Sachanlagen | 68.059.297,81 | 71.151.285,47 | |||
| 9. Sonstige Vermögensgegenstände | 19.798.281,47 | 15.320.237,59 | |||
| 10. Rechnungsabgrenzungsposten | 8.571.504,83 | 4.251.919,77 | |||
| 11. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 10.098.542,48 | 8.266.345,48 | |||
| Summe der Aktiva | 3.938.077.536,51 | 2.375.611.307,73 | |||
|
Passiva |
|||||
| € | € |
31.12.2023
€ |
€ |
31.12.2022
€ |
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||||
| a) täglich fällig | 73.046.307,99 | 111.266.273,08 | |||
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 2.588.337,20 | 75.634.645,19 | 6.378.260,59 | 117.644.533,67 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||||
| a) andere Verbindlichkeiten | |||||
| aa) täglich fällig | 3.487.695.725,66 | 1.922.425.575,25 | |||
| ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 58.437.449,60 | 3.546.133.175,26 | 71.758.378,10 | 1.994.183.953,35 | |
| 3. Handelsbestand | 11.356.118,38 | 3.194.707,18 | |||
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 48.290.602,39 | 15.364.976,73 | |||
| 5. Rechnungsabgrenzungsposten | 198.762,20 | 249.801,94 | |||
| 6. Rückstellungen | |||||
| a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 2.986.896,99 | 3.037.724,78 | |||
| b) Steuerrückstellungen | 1.869.694,26 | 2.491.562,69 | |||
| c) andere Rückstellungen | 24.013.608,28 | 28.870.199,53 | 19.233.586,09 | 24.762.873,56 | |
| 7. Fonds für allgemeine Bankrisiken | |||||
| darunter: | |||||
| Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB | 62.081.000,00 | 62.081.000,00 | 55.271.000,00 | 55.271.000,00 | |
| 8. Eigenkapital | |||||
| a) Eingefordertes Kapital | |||||
| Gezeichnetes Kapital | 48.797.311,00 | 48.797.311,00 | |||
| abzgl. Nennbetrag eigener Aktien | 0,00 | 48.797.311,00 | 0,00 | ||
| b) Kapitalrücklage | 43.445.358,77 | 43.445.358,77 | |||
| c) Gewinnrücklagen | |||||
| ca) andere Gewinnrücklagen | 70.331.807,58 | 66.174.215,78 | |||
| cb) Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | 1.999.007,79 | 72.330.815,37 | 1.455.852,24 | ||
| d) Nicht beherrschende Anteile | 749.506,58 | 899.304,14 | |||
| e) Konzernbilanzgewinn | 190.041,84 | 165.513.033,56 | 4.167.419,37 | 164.939.461,30 | |
| Summe der Passiva | 3.938.077.536,51 | 2.375.611.307,73 | |||
| 1. Eventualverbindlichkeiten | |||||
| a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 3.450,00 | 8.400,00 | |||
| 2. Andere Verpflichtungen | |||||
| a) Unwiderrufliche Kreditzusagen | 11.179.865,69 | 10.119.007,31 |
| € | € |
2023
€ |
€ |
2022
€ |
|
| 1. Zinserträge aus | |||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 100.127.532,22 | 3.801.446,08 | |||
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 11.096.717,42 | 111.224.249,64 | 2.399.349,92 | ||
| 2. Zinsaufwendungen | -12.951.968,73 | 98.272.280,91 | 262.685,76 | 6.463.481,76 | |
| 3. Laufende Erträge aus | |||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 982.483,18 | 651.518,01 | |||
| b) Beteiligungen | 58.506,00 | 1.040.989,18 | 160.195,00 | 811.713,01 | |
| 4. Provisionserträge | 112.680.596,06 | 107.515.813,02 | |||
| 5. Provisionsaufwendungen | -163.335.599,76 | -50.655.003,70 | -94.476.638,61 | 13.039.174,41 | |
| 6. Nettoertrag des Handelsbestands | 105.089.496,87 | 112.243.875,38 | |||
| 7. Umsatzerlöse | 11.396.082,95 | 21.343.319,61 | |||
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 5.679.591,01 | 5.723.045,00 | |||
| 9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||||
| a) Personalaufwand | |||||
| aa) Löhne und Gehälter | -62.967.158,21 | -56.796.774,95 | |||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -9.605.067,26 | -72.572.225,47 | -8.196.488,79 | ||
| darunter: | |||||
| für Altersversorgung € - 510.881,45 (Vorjahr: € - 546.635,84) | |||||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | -77.187.780,28 | -149.760.005,75 | -63.084.807,52 | -128.078.071,26 | |
| 10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | -12.013.128,32 | -11.133.327,92 | |||
| 11. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.409.010,58 | -1.405.251,85 | |||
| 12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 0,00 | 0,00 | |||
| 13. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft | 210.899,59 | 1.674.583,42 | |||
| 14. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 0,00 | -191.345,59 | |||
| 15. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 2.916.278,53 | 0,00 | |||
| 16. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken | -6.810.000,00 | -8.310.000,00 | |||
| davon: | |||||
| Zuführungen nach § 340e Abs. 4 HGB € - 6.810.000,00 (Vorjahr: € - 8.310.000,00) | |||||
| 17. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 3.958.470,69 | 12.181.195,97 | |||
| 18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.073.927,45 | -3.239.189,61 | |||
| 19. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 11 ausgewiesen | -55.818,18 | -58.913,24 | |||
| 20. Konzernergebnis | 2.828.725,06 | 8.883.093,12 | |||
| 21. Nicht beherrschende Anteile | -37.702,44 | -192.597,70 | |||
| 22. Gewinnvortrag des Mutterunternehmens | 227.553,82 | 86.566,69 | |||
| 23. Entnahmen aus Gewinnrücklagen | |||||
| a) aus anderen Gewinnrücklagen | 3.707.966,51 | 3.707.966,51 | 10.811.305,38 | 10.811.305,38 | |
| 24. Einstellungen in Gewinnrücklagen | |||||
| a) in andere Gewinnrücklagen | -6.536.501,11 | -6.536.501,11 | -15.420.948,12 | -15.420.948,12 | |
| 25. Konzernbilanzgewinn | 190.041,84 | 4.167.419,37 |
| Geschäftsjahr 2023 | Mutterunternehmen | |||||
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Erwirtschaftetes Konzernergebnis | Eigene Anteile | Eigenkapital | ||
|
Stammaktien
T€ |
T€ |
Gewinnrücklage
T€ |
Bilanzgewinn /-verlust
T€ |
T€ | T€ | |
| Stand 1. Januar 2023 | 48.797 | 43.446 | 66.174 | 4.167 | 0 | 162.584 |
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gezahlte Dividenden | 0 | 0 | 0 | -2.439 | 0 | -2.439 |
| Änderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | -171 | 0 | 0 | -171 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 0 | 2.791 | 0 | 2.791 |
| Übriges Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 2.791 | 0 | 2.791 |
| Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen | 0 | 0 | 4.329 | -4.329 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2023 | 48.797 | 43.446 | 70.332 | 190 | 0 | 162.765 |
| Geschäftsjahr 2023 |
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
T€ |
Nicht beherrschende Anteile
T€ |
Konzerneigenkapital
T€ |
| Stand 1. Januar 2023 | 1.456 | 899 | 164.939 |
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 |
| Gezahlte Dividenden | 0 | -188 | -2.627 |
| Änderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | -171 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 38 | 2.829 |
| Übriges Konzernergebnis | 543 | 0 | 543 |
| Konzerngesamtergebnis | 543 | 38 | 3.372 |
| Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2023 | 1.999 | 749 | 165.513 |
| Geschäftsjahr 2022 | Mutterunternehmen | |||||
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Erwirtschaftetes Konzernergebnis | Eigene Anteile | Eigenkapital | ||
|
Stammaktien
T€ |
T€ |
Gewinnrücklage
T€ |
Bilanzgewinn /-verlust
T€ |
T€ | T€ | |
| Stand 1. Januar 2022 | 46.688 | 37.645 | 56.565 | 21.427 | 0 | 162.325 |
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gezahlte Dividenden | 0 | 0 | 0 | -8.431 | 0 | -8.431 |
| Änderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 2.109 | 5.801 | 0 | -7.910 | 0 | 0 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 0 | 8.690 | 0 | 8.690 |
| Übriges Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 8.690 | 0 | 8.690 |
| Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen | 0 | 0 | 9.609 | -9.609 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 48.797 | 43.446 | 66.174 | 4.167 | 0 | 162.584 |
| Geschäftsjahr 2022 |
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
T€ |
Nicht beherrschende Anteile
T€ |
Konzerneigenkapital
T€ |
| Stand 1. Januar 2022 | 1.194 | 944 | 164.463 |
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 |
| Gezahlte Dividenden | 0 | -238 | -8.669 |
| Änderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 193 | 8.883 |
| Übriges Konzernergebnis | 262 | 0 | 262 |
| Konzerngesamtergebnis | 262 | 193 | 9.145 |
| Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 1.456 | 899 | 164.939 |
|
2023
T€ |
2022
T€ |
|
| 1. Periodenergebnis (inkl. Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) | 2.829 | 8.883 |
| Im Periodenergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow der normalen Geschäftstätigkeit: | ||
| 2. Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Forderungen und Gegenstände des Anlagevermögens | 7.359 | 11.033 |
| 3. Veränderung der Rückstellungen | 4.107 | -22.983 |
| 4. andere zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -2.274 | 2.860 |
| 5. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Anlagevermögen | 1.565 | 1.639 |
| 6. sonstige Anpassungen (Saldo) | -89.119 | 6.040 |
| 7. Zwischensumme | -75.533 | 7.472 |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit: | ||
| 8. Forderungen | ||
| 8a. an Kreditinstitute | -73.316 | 45.275 |
| 8b. an Kunden | -42.292 | 11.591 |
| 9. Wertpapiere (soweit nicht Anlagevermögen) | 206.696 | -248.633 |
| 10. andere Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit | -9.182 | -13.476 |
| 11. Verbindlichkeiten | ||
| 11a. gegenüber Kreditinstituten | -42.010 | 70.805 |
| 11b. gegenüber Kunden | 1.552.270 | 496.700 |
| 12. Handelspassiva | 8.161 | 494 |
| 13. andere Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit | 32.875 | 2.177 |
| 14. erhaltene Zinsen und Dividenden | 104.839 | 5.892 |
| 15. gezahlte Zinsen | -12.631 | 215 |
| 16. Ertragsteuerzahlungen | -3.260 | -12.147 |
| 17. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 1.646.617 | 366.365 |
| 18. Einzahlungen aus Abgängen des | ||
| 18a. Finanzanlagevermögens | 428.045 | 0 |
| 19. Auszahlungen für Investitionen in das | ||
| 19a. Finanzanlagevermögen | -436.028 | -266.854 |
| 19b. Sachanlagevermögen | -3.840 | -3.468 |
| 19c. Immaterielle Anlagevermögen | -10.869 | -7.427 |
| 20. Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | 0 | 0 |
| 21. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -22.692 | -277.749 |
| 22. Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter | ||
| 22a. Dividendenzahlungen | -2.627 | -8.668 |
| 22b. sonstige Zahlungen | 0 | 0 |
| 23. Mittelveränderungen aus sonstigem Fremdkapital (Saldo) | 0 | 0 |
| 24. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -2.627 | -8.668 |
| 25. zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe 17, 21 und 24) | 1.621.298 | 79.948 |
| 26. Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 470 | 359 |
| 27. Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 0 | 0 |
| 28. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 1.464.600 1 | 1.384.293 1 |
| 29. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 3.086.368 | 1.464.600 |
Der Konzernabschluss der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute ("RechKredV") für den übergeordneten Kreis von Unternehmen aufgestellt worden. Die Vorschriften des Aktiengesetzes wurden beachtet.
Der Konzernabschluss richtet sich auch nach den vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) verabschiedeten und vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) gemäß § 342 Abs. 2 HGB bekannt gemachten Standards.
Neben der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und -verlustrechnung enthält der Konzernabschluss als weitere Komponenten einen Eigenkapitalspiegel, eine Kapitalflussrechnung sowie einen Konzernanhang. Das Wahlrecht gemäß § 297 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde nicht in Anspruch genommen und auf eine Segmentberichterstattung verzichtet.
Zum Zweck der Übersichtlichkeit sind die Werte in Tausend € ausgewiesen. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit entstehen.
Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2023. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Baader Bank Aktiengesellschaft, mit Sitz in Unterschleißheim, wird beim Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 121537 geführt.
Bei der Bewertung der im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden werden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze (§§ 252 ff. HGB), die besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB), die ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340 ff. HGB) sowie die Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute ("RechKredV") beachtet.
Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit einzelne Posten in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst werden, erfolgt eine Aufgliederung im Anhang.
Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:
Die Bestände der Barreserve sind zum Nennbetrag ausgewiesen.
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind grundsätzlich mit dem Nominalbetrag oder den Anschaffungskosten ausgewiesen und werden soweit erforderlich um Wertberichtigungen in ausreichendem Maße gekürzt. Von der gemäß § 340f Abs. 3 HGB zulässigen Verrechnung wird Gebrauch gemacht. Um dem Vorsichtsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB Rechnung zu tragen, werden gemäß dem IDW RS BFA 7 Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Anzuwenden sind die Regelungen auf die Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute und Kunden (§§ 14, 15 RechKredV). Darüber hinaus fallen auch Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen (§§ 26, 27 RechKredV) in den sachlichen Anwendungsbereich. Aufgrund der Portfoliostruktur mit Fokus auf täglich fällige Bestände wurde als Risikomodell die 12-Monats-Expected Loss Berechnung gewählt. Demnach wird der Verlust auf Basis der Parameter Ausfallwahrscheinlichkeit (PD), Verlusthöhe (LGD) und dem erwarteten Kreditbetrag bei Ausfall (EAD) ermittelt. Eine Ausgeglichenheit zwischen Risikoprämien und Risikoerwartung zum Zeitpunkt der Kreditvergabe besteht und das Adressenausfallrisiko hat sich nicht nennenswert zum Bilanzstichtag erhöht. Im Ergebnis ergab sich im Geschäftsjahr keine deutliche Erhöhung des Ausfallrisikos und keine allgemeine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage mit nachweislicher Auswirkung auf das Kreditportfolio.
Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, sind als Finanzanlagen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip entsprechend § 253 Abs. 1 und 3 HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sofern erforderlich werden Zuschreibungen nach dem Wertaufholungsgebot (§ 253 Abs. 5 HGB) vorgenommen. Die Ermittlung des beizulegenden Wertes der wie Anlagevermögen zu bewerteten Wertpapieren erfolgt grundsätzlich anhand von Marktwerten. Im Falle des Nichtvorliegens eines aktiven Marktes erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Wertes anhand anerkannter Bewertungsmodelle. Von der gemäß § 340c Abs. 2 HGB zulässigen Verrechnung wird Gebrauch gemacht. Das Bewertungswahlrecht gemäß § 340e Abs. 1 Satz 3 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird nicht in Anspruch genommen.
Wertpapiere, die weder dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, noch dem Handelsbestand zugeordnet sind (Wertpapiere der Liquiditätsreserve), werden als Umlaufvermögen nach dem strengen Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 1 und 4 HGB mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise mit den niedrigeren Börsenwerten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.
Der beizulegende Zeitwert gemäß § 255 Abs. 4 HGB entspricht grundsätzlich dem Marktpreis. Ist zum Bilanzstichtag kein Marktpreis feststellbar, wird der beizulegende Zeitwert mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ermittelt. Sofern kein beizulegender Zeitwert ermittelbar ist, werden die Anschaffungskosten im Sinne des § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB fortgeführt.
Die Bewertung der Finanzinstrumente des Handelsbestandes erfolgt bei Zugang mit den Anschaffungskosten. Die Folgebewertung erfolgt entsprechend § 340e Abs. 3 HGB i.V.m. IDW RS BFA 2 und 5 mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bei finanziellen Vermögensgegenständen bzw. zuzüglich eines Risikozuschlags bei finanziellen Verpflichtungen. Sofern für derivative Finanzinstrumente keine tägliche Marktbewertung vorliegt, erfolgt die Ermittlung des Zeitwerts für Optionen mittels des Black-Scholes-Modells und für Futures mittels der arbitragefreien Bewertung. Die Baader Bank AG nimmt die Bewertung amerikanischer Optionen mithilfe der Approximation von Barone-Adesi/Whaley (1987) vor. Fremdwährungsoptionen werden mithilfe des Modells von Garman/Kohlhagen (1983) bewertet.
Ausgangspunkt für die Ermittlung des Risikoabschlags ist der Value at Risk (VaR). Der Value at Risk bezeichnet dabei ein Risikomaß, das angibt, welchen Wert der Verlust des betrachteten Portfolios mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit und in einem gegebenen Zeithorizont nicht überschreitet. Zur Ermittlung des Markpreisrisikos verwendet die Baader Bank AG die Monte-Carlo-Simulation. Bei der Berechnung wird ein Konfidenzniveau von 99,9 % unterstellt und die erforderlichen Parameter (insb. Volatilitäten, Korrelationen etc.) auf Basis von historischen Daten geschätzt. Dabei wird die Methode exponentieller Glättung verwendet, so dass bei dem gewählten Decay Factor von 0,97 die letzten ca. 98 Tage den größten Einfluss, unter kumulativer Betrachtung 95 %, auf die Parameter haben. Zum 31. Dezember 2023 werden zum Zwecke des Risikoabschlags die bestandsindividuelle (faktischen) Haltedauern zwischen 0,25 bis 3 Tagen zugrunde gelegt.
Der Risikoabschlag wird für sämtliche Bestände der Handelsaktiva und -passiva ermittelt. Da es bei einzelnen Gattungen nicht möglich ist, diesen Betrag sachgerecht auf die aktiven bzw. passiven Handelsbestände aufzuteilen, erfolgt die Berücksichtigung des Risikoabschlags generell beim größeren der jeweiligen Bestände. Zum 31. Dezember 2023 erfolgte die Zuordnung bei dem aktiven Handelsbestand.
Die Baader Bank AG als Mutterunternehmen kontrahiert Wertpapierleihegeschäfte nahezu ausschließlich zum Zweck der Erfüllung von Lieferverpflichtungen aus Geschäften im Rahmen des Market Making. Sie werden mit den Anschaffungskosten aktiviert, die sich aus dem mit dem Verleiher vereinbarten, Kurs ergeben. Die Wertpapiere werden dem Handelsbestand zugeordnet. In gleicher Höhe erfolgt die Passivierung einer Herausgabeverpflichtung.
Für die Zuordnung von Forderungen und Wertpapieren zum Handelsbestand, zur Liquiditätsreserve oder zu den wie Anlagevermögen bewerteten Vermögensgegenständen ist jeweils die Zweckbestimmung zum Erwerbszeitpunkt maßgebend (§ 247 Abs. 1 und 2 HGB).
Eine Umgliederung in den Handelsbestand ist ausgeschlossen und eine Umgliederung aus dem Handelsbestand erfolgt nur dann, wenn außergewöhnliche Umstände, insbesondere schwerwiegende Beeinträchtigungen der Handelbarkeit der Finanzinstrumente, zu einer Aufgabe der Handelsabsicht führen.
Eine Umwidmung zwischen den Kategorien Liquiditätsreserve und wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände wird vorgenommen, wenn sich die festgelegte Zweckbestimmung seit deren erstmaligem Ansatz geändert hat und dies dokumentiert ist. Die Umwidmung der Forderungen beziehungsweise Wertpapiere erfolgt zum Zeitpunkt der Änderung der Zweckbestimmung.
Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte keine Umwidmung sowie keine Änderung der institutsintern festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand.
Derivative Finanzgeschäfte werden wie folgt bilanziert und bewertet:
| ― |
Gezahlte Optionsprämien aus dem Kauf von Kauf- bzw. Verkaufsoptionen werden als aktivischer Handelsbestand bilanziert und mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet. |
| ― |
Erhaltene Optionsprämien aus dem Verkauf von Kauf- bzw. Verkaufsoptionen werden als passivischer Handelsbestand bilanziert und mit dem beizulegenden Zeitwert zuzüglich eines Risikozuschlags bewertet. |
| ― |
Marginforderungen aus Futuregeschäften werden als Sonstige Vermögensgegenstände mit dem Nennbetrag bilanziert. |
| ― |
Marginverpflichtungen aus Futuregeschäften werden als Sonstige Verbindlichkeiten mit dem Nennbetrag bilanziert. |
Der IDW RS BFA 3 n.F. regelt die Einzelfragen zur verlustfreien Bewertung des Bankbuchs nach HGB. Die Geschäftstätigkeit der Kreditinstitute im Rahmen des Bankbuchs lässt regelmäßig keine unmittelbare Zuordnung einzelner Finanzinstrumente zueinander zu. Die Steuerung erfolgt als Gesamtheit im Bankbuch. Für die zinsbezogenen bilanziellen Vermögensgegenstände und Schulden des Bankbuchs wird dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip dadurch Rechnung getragen, dass unter Berücksichtigung von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und Verwaltungskosten) für einen etwaigen Verpflichtungsüberschuss eine Rückstellung gemäß § 249 HGB zu bilden ist ("Drohverlustrückstellung"). Bei der Abgrenzung des Bankbuchs hat die Baader Bank AG von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die direkt zugeordnete Refinanzierung von nicht zinstragenden Aktiva sowie die entsprechenden Vermögensgegenstände nicht in den Saldierungsbereich einzubeziehen. Die Baader Bank AG wendet zur Ermittlung einer Drohverlustrückstellung die periodische Methode an. Danach ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden, wenn die Summe der diskontierten zukünftigen Periodenergebnisse des Bankbuchs negativ ist. Die Risikokosten und Verwaltungskosten werden dabei als Abschlag von den Zahlungsströmen berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag besteht für den Baader Bank Konzern kein Verpflichtungsüberschuss. Die Notwendigkeit einer Drohverlustrückstellung aus der verlustfreien Bewertung ist somit nicht gegeben.
Beteiligungen sind gemäß den für das Anlagevermögen geltenden Regelungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe, die zu einer Abschreibung geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten. Zur Ermittlung des beizulegenden Wertes wird auf den separaten Abschnitt "Wertpapiere (ohne Handelsbestand)" verwiesen. Auf eine konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung der assoziierten Unternehmen wird verzichtet, wenn die aus der unterlassenen Anpassung resultierenden Vermögens- und Ergebniseffekte unwesentlich sind.
Der Baader Bank Konzern weist seine EDV-Standard-Software unter den immateriellen Anlagewerten aus. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 250,00 (netto) werden sofort aufwandswirksam erfasst. Darüber hinaus werden geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 1.000,00 in einem jährlichen Sammelposten erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die tatsächlichen Nutzungsdauern der im Sammelposten zusammengefassten geringwertigen Wirtschaftsgüter oder deren Abgänge bleiben unberücksichtigt.
Für die Bestimmung der individuellen Nutzungsdauern werden grundsätzlich die steuerlichen AfA-Tabellen herangezogen und auf die technische Abnutzung abgestellt. In Einzelfällen und bei wirtschaftlicher Veranlassung wird eine längere Nutzungsdauer angesetzt.
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sind mit dem Nominalbetrag ausgewiesen und werden gegebenenfalls um erforderliche Wertberichtigungen in ausreichendem Maße gekürzt.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag, vermindert um erforderliche Abschreibungen und Wertberichtigungen, angesetzt.
In die aktive und passive Rechnungsabgrenzung werden transitorische Posten eingestellt. Die Auflösung wird zu dem Zeitpunkt vorgenommen, in dem der abgegrenzte Aufwand bzw. Ertrag wirtschaftlich entstanden ist.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt mittels des ratierlich degressiven Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinses, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (10-Jahresdurchschnitt) ergibt. Dieser beträgt gemäß der Festsetzung der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag 1,82 %. Der für die geforderten Anhangangaben verwendete Vergleichszinssatz (7-Jahresdurchschnitt) beträgt 1,74 % und wird ebenfalls von der Deutschen Bundesbank festgesetzt.
Vermögensgegenstände, die ausschließlich zur Erfüllung von Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen saldiert.
Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen, der sich in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 1 HGB gemäß den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt. Sofern die voraussichtliche Restlaufzeit der jeweiligen Rückstellung länger als ein Jahr ist, erfolgt eine Abzinsung der Rückstellung mit dem jeweiligen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz.
Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beinhaltet Beiträge, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Sicherung gegen allgemeine Bankrisiken notwendig sind.
Gemäß § 340e Abs. 4 HGB haben Kreditinstitute einen Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" gemäß § 340g HGB zu bilden. Dem Sonderposten sind jährlich mindestens 10 % der aus dem Handelsbestand erzielten Nettoerträge zuzuführen, um den aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultierenden besonderen Risiken Rechnung zu tragen. Der Sonderposten ist jährlich solange mit mindestens 10 % der aus dem Handelsbestand erzielten Nettoerträge zu dotieren, bis mindestens 50 % des Durchschnitts der letzten fünf vor dem Berechnungsstichtag erzielten jährlichen Nettoerträge aus dem Handelsbestand erreicht sind (Mindestbestand).
Gezeichnetes Kapital ist mit dem Nennbetrag anzusetzen. Als Kapitalrücklage werden Agien aus der Ausgabe von Aktien ausgewiesen. Ferner werden unter den Gewinnrücklagen Beträge ausgewiesen, die im Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr aus dem Ergebnis gebildet worden sind.
Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so muss eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer in der Bilanz angesetzt werden. Eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung kann als latente Steuer aktiviert werden.
Der zum 31. Dezember 2023 bestehende Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in der Bilanz angesetzt. Es haben sich ferner keine latenten Steuern im Rahmen von Konsolidierungsmaßnahmen in Übereinstimmung mit § 306 HGB ergeben.
Die Behandlung der Ergebnisse aus der Fremdwährungsumrechnung richtet sich grundsätzlich danach, ob die Fremdwährungsgeschäfte dem Handelsbestand zugeordnet oder besonders gedeckt sind. Eine besondere Deckung ist zum Bilanzstichtag nicht gegeben. Im Falle des Handelsbestands werden sowohl die Aufwendungen als auch die Erträge aus der Währungsumrechnung erfolgswirksam erfasst und im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen. Bei Fremdwährungsposten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt der Ausweis von Aufwendungen und Erträge brutto ebenfalls im sonstigen betrieblichen Ergebnis. Demgegenüber werden bei Fremdwährungsposten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr nur die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung dem Imparitätsprinzip entsprechend erfolgswirksam berücksichtigt und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Die Aktiv- und Passivposten einer auf fremde Währung lautenden Bilanz werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs auf monatlicher Basis in Euro umgerechnet. Eine sich ergebende Differenz aus der Umrechnung wird innerhalb des Konzerneigenkapitals als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Währungsumrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung bzw. Zwischenergebniseliminierung haben sich nicht ergeben.
Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind im Zinsertrag erfasst. Der Zinsertrag zeigt den aus dem Zinsgeschäft im Laufe des Geschäftsjahres realisierten Zinsertrag, der um negative Zinsen geschmälert wurde. Korrespondierend hierzu schmälern negative Zinsen aus Passivgeschäften den Zinsaufwand entsprechend.
Das Provisionsergebnis enthält Erträge und Aufwendungen, die zum Dienstleistungsgeschäft gehören. Hierzu zählen nach § 30 RechKredV u.a. der Zahlungsverkehr, das Außenhandelsgeschäft, das Wertpapierkommissionsgeschäft und das Depotgeschäft.
Daneben werden innerhalb des Provisionsergebnisses handelsinduzierte Provisionsaufwendungen ausgewiesen, die aus Vermittlungsentgelten von Orderflow-Provider resultieren.
Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich keine Änderungen von Bewertungs-, Bilanzierungs- und Ausweismethoden.
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 sind neben der Baader Bank AG als Mutterunternehmen insgesamt sechs Tochterunternehmen (Vorjahr: sechs Tochterunternehmen) einbezogen (Baader Bank Konzern). An diesen Tochterunternehmen hält die Baader Bank AG direkt oder indirekt mehr als 50 % der Anteile oder übt einen beherrschenden Einfluss aus. Von diesen Unternehmen haben zwei ihren Sitz im Inland und vier Unternehmen haben ihren Sitz im Ausland.
In den Konzernabschluss werden zum 31. Dezember 2023 folgende vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen:
| Name / Sitz |
Kapitalanteil
% |
Grundkapital
T€ |
Eigenkapital
T€ |
Bilanzsumme
T€ |
Jahresergebnis
T€ |
Erstkonsolidierung |
| Baader Helvea AG, Zürich (Schweiz) 2) | 100,00 | 5.428 | 9.813 | 10.425 | -584 | 31. August 2013 |
| Baader Helvea Inc., New York (Vereinigte Staaten von Amerika) 1, 3) | 100,00 | 1.597 | 3.198 | 3.475 | 965 | 31. August 2013 |
| Baader Helvea Ltd., London (Vereinigtes Königreich) 1, 4) | 100,00 | 943 | 4.066 | 4.530 | 788 | 31. August 2013 |
| Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim | 75,00 | 50 | 2.679 | 3.903 | 151 | 1. Januar 2005 |
| Selan Holding GmbH, Unterschleißheim | 100,00 | 25 | 8.634 | 8.634 | -463 | 1. Januar 2017 |
| Selan d.o.o., Senj (Kroatien) 5) | 100,00 | 2.145 | 27.463 | 33.514 | 2.795 | 1. Januar 2017 |
1) Die Anteile werden mittelbar über die
Beteiligung an der Baader Helvea AG, Zürich, gehalten.
2) Die Zahlen des Geschäftsjahres zum 31.
Dezember 2023 wurden umgerechnet (€/CHF 0,92600).
3) Die Zahlen des Geschäftsjahres zum 31.
Dezember 2023 wurden umgerechnet (€/USD 1,10500).
4) Die Zahlen des Geschäftsjahres zum 31.
Dezember 2023 wurden umgerechnet (€/GBP 0,86905).
5) Die Anteile werden mittelbar über die
Beteiligung an der Selan Holding GmbH,
Unterschleißheim, gehalten.
Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich keine Änderungen im Konsolidierungskreis.
Mit der Baader Unterstützungskasse e.V., Unterschleißheim, unterhält die Baader Bank AG eine Zweckgesellschaft im Sinne des § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB, für die grundsätzlich eine Pflicht zur Einbeziehung in den Konzernabschluss besteht. Aus Gründen der Wesentlichkeit wurde zum 31. Dezember 2023 gemäß § 296 Abs. 2 Satz 1 HGB auf eine Konsolidierung verzichtet.
In den Konzernabschluss werden zum Bilanzstichtag keine assoziierten Unternehmen einbezogen.
Der Konzernabschluss beinhaltet Finanzinformationen der Muttergesellschaft Baader Bank AG als Mutterunternehmen sowie der Tochterunternehmen und stellt die einzelnen Konzerngesellschaften als eine wirtschaftliche Einheit dar (Baader Bank Konzern).
Tochterunternehmen des Baader Bank Konzerns sind die von ihm beherrschten Einheiten. Der Baader Bank Konzern verfügt über einen beherrschenden Einfluss auf Tochterunternehmen, wenn er deren Finanz- und Geschäftspolitik bestimmen kann. Dies wird in der Regel bei einer direkten oder indirekten Kapitalbeteiligung von mehr als der Hälfte der Stimmrechte an den Unternehmen angenommen. Das Bestehen potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder wandelbar sind, wird bei der Prüfung, ob der Konzern ein anderes Unternehmen beherrscht, berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine potenziellen Stimmrechte.
Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt vollkonsolidiert, an dem der Baader Bank Konzern einen beherrschenden Einfluss erlangt. Die Konsolidierung endet mit dem Zeitpunkt, zu dem keine beherrschende Einflussnahme mehr vorliegt.
Der Baader Bank Konzern überprüft mindestens zu jedem Jahresabschluss die Angemessenheit zuvor getroffener Konsolidierungsentscheidungen. Entsprechend werden etwaige organisatorische Veränderungen unmittelbar berücksichtigt. Dazu gehören neben Änderungen der Eigentumsverhältnisse jegliche Änderungen von bestehenden oder mit einer Einheit neu abgeschlossenen vertraglichen Verpflichtungen des Konzerns.
Die Abschlüsse der in den Baader Bank Konzern einbezogenen Tochterunternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Die Vollkonsolidierung von Tochterunternehmen folgt grundsätzlich den in §§ 300 ff. HGB vorgegebenen Grundsätzen.
Für die Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen (Erwerb vor dem 31. Dezember 2009) nach der Erwerbsmethode besteht gemäß Artikel 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB das Wahlrecht, die Buchwertmethode fortzuführen. Darüber hinaus ist für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 gemäß § 301 Abs. 1 HGB zwingend die Neubewertungsmethode anzuwenden.
Der Baader Bank Konzern macht von dem Wahlrecht Gebrauch und führt für alle bis zum 31. Dezember 2008 erworbenen Tochterunternehmen die Buchwertmethode fort. Für Tochterunternehmen, die ab dem 1. Januar 2009 erworben wurden, erfolgt die Anwendung der Neubewertungsmethode.
Sofern erforderlich, werden die in den Konzernabschluss nach § 300 Abs. 2 HGB übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens anwendbaren Bewertungsmethoden einheitlich bewertet.
Die Konsolidierung erfolgt auf Basis der in den jeweiligen Einzelabschlüssen ausgewiesenen Buchwerte. Das auf das zu konsolidierende Tochterunternehmen entfallende anteilige Eigenkapital wird mit dem Beteiligungsbuchwert der Konzernunternehmen an dem Tochterunternehmen verrechnet. Hinsichtlich der Ermittlung des Beteiligungsbuchwerts wird auf den separaten Abschnitt "Beteiligungen" verwiesen.
Die Differenz zwischen anteiligem Eigenkapital und Beteiligungsbuchwert wird entsprechend der Beteiligungsquote auf die stillen Reserven und Lasten der Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens verteilt. Der verbleibende Unterschiedsbetrag stellt einen Geschäfts- oder Firmenwert bzw. negativen Unterschiedsbetrag dar. Die so entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden nach § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB (alt) mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Zum Erwerbszeitpunkt wird das Nettovermögen des Tochterunternehmens zu Zeitwerten neu bewertet. Neben der Ermittlung der Zeitwerte für bereits bilanzierte Vermögenswerte und Schulden werden dabei auch bislang nicht bilanzierte Vermögensgegenstände bzw. Schulden angesetzt. Die Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden führt zu einer Neubewertung des Eigenkapitals. Der auf die Konzernunternehmen entfallende Teil des Eigenkapitals wird mit den Anschaffungskosten verrechnet und die Differenz stellt den Geschäfts- oder Firmenwert ("Goodwill") bzw. den negativen Unterschiedsbetrag dar.
Die Abschreibung eines "Goodwill" erfolgt grundsätzlich nach der individuellen Nutzungsdauer.
Erwirbt der Konzern einen beherrschenden Einfluss durch sukzessiven Anteilserwerb, erfolgt zu jedem Erwerbszeitpunkt eine Ermittlung des "Goodwills" bzw. des negativen Unterschiedsbetrags.
Erfolgt die Erstkonsolidierung eines Tochterunternehmens zum 1. Januar eines jeden Geschäftsjahres, werden die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung des Tochterunternehmens vollständig in die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns übernommen. Im Fall einer unterjährigen Erstkonsolidierung erfolgt eine anteilige Übernahme.
Die Baader Bank AG bilanziert Anteile an Tochterunternehmen, die wegen Geringfügigkeit bzw. beschränkter Ausübungsmöglichkeiten von Rechten nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden (§ 296 Abs. 1 und 2 HGB), grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Darüber hinaus wird auf den Abschnitt "Beteiligungen" verwiesen.
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt, aber keinen beherrschenden Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen besitzt. In der Regel wird ein maßgeblicher Einfluss vermutet, wenn der Konzern zwischen 20 % und 50 % der Stimmrechte hält. Bei der Beurteilung, ob der Konzern die Möglichkeit besitzt, einen maßgeblichen Einfluss auf ein anderes Unternehmen auszuüben, werden die Existenz sowie der Effekt potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder wandelbar sind, berücksichtigt.
Zum Bilanzstichtag bestehen keine potenziellen Stimmrechte.
Weitere Faktoren, die zur Beurteilung eines maßgeblichen Einflusses herangezogen werden, sind beispielsweise die Vertretung in Leitungs- und Aufsichtsgremien des Beteiligungsunternehmens sowie wesentliche Geschäftsvorfälle mit dem Beteiligungsunternehmen. Liegen solche Faktoren vor, könnte auch dann ein assoziiertes Unternehmen vorliegen, wenn die Beteiligung des Konzerns weniger als 20 % der Stimmrechte umfasst.
Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der sogenannten "Equity-Methode" gemäß § 311 Abs. 1 HGB bei erstmaliger Anwendung mit den Anschaffungskosten bilanziert. In den Folgejahren anfallende Gewinne und Verluste sowie sonstige Reinvermögensänderungen des betreffenden assoziierten Unternehmens erhöhen oder vermindern die Anschaffungskosten ("Equity-Wert").
Der Konzern überprüft mindestens zu jedem Jahresabschluss den "Equity-Wert" auf seine Werthaltigkeit. Sofern der "Equity-Wert" den beizulegenden Zeitwert übersteigt wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Eine Wertaufholung erfolgt, sofern der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen ist.
Die Abschreibung eines "Goodwill" erfolgt grundsätzlich nach der individuellen Nutzungsdauer. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird sofort erfolgswirksam aufgelöst.
Zwischenergebnisse aus Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften und assoziierten Unternehmen werden entsprechend der bestehenden Beteiligungsquote eliminiert.
Veräußert der Konzern Anteile an einem assoziierten Unternehmen vollständig oder teilweise, erfolgt die Ermittlung des Veräußerungserfolgs durch Gegenüberstellung des erzielten Veräußerungserlöses und des auf den abgehenden Anteil entfallenden "Equity-Werts". Sofern der Konzern den maßgeblichen Einfluss auf ein assoziiertes Unternehmen ohne Veränderung der Beteiligungsquote verliert, erfolgt eine Fortführung des "Equity-Werts" nach der Anschaffungskostenmethode.
Die Beteiligungsverhältnisse des Konzerns an assoziierten Unternehmen haben sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert. Diese betragen unverändert zum Vorjahr T€ 0.
Am Bilanzstichtag bestehen Vermögensgegenstände in Fremdwährung in Höhe von umgerechnet T€ 83.905 (Vorjahr: T€ 185.522). Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährung lauten, bestehen in Höhe von T€ 71.284 (Vorjahr: T€ 134.234). Dabei handelt es sich um die folgenden Bilanzposten:
| Währung |
Forderungen (Kunden und Kreditinstitute)
T€ |
Wertpapiere, Beteiligungen und assoziierte
Unternehmen
T€ |
Sonstige Aktiva
T€ |
Verbindlichkeiten (Kunden und Kreditinstitute)
T€ |
Sonstige Passiva
T€ |
| AUD | 566 | 159 | 19 | 790 | 4 |
| CAD | 1.233 | 1 | 0 | 1.234 | 0 |
| CHF | 17.471 | 15.537 | 1.733 | 13.685 | 786 |
| CZK | 111 | 0 | 0 | 110 | 0 |
| DKK | 108 | 10 | 0 | 54 | 0 |
| GBP | 2.271 | 398 | 68 | 3.556 | 376 |
| HKD | 646 | 0 | 16 | 681 | 0 |
| HUF | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| INR | 15 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| JPY | 129 | 1 | 0 | 127 | 0 |
| MXN | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| MYR | 2 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| NOK | 873 | 0 | 0 | 497 | 0 |
| NZD | 48 | 0 | 0 | 54 | 0 |
| OMR | 6 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| PLN | 3 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| SEK | 1 | 0 | 0 | 7 | 0 |
| SGD | 75 | 3 | 0 | 74 | 3 |
| THB | 117 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| USD | 14.457 | 27.498 | 326 | 48.257 | 983 |
| ZAR | 2 | 0 | 0 | 6 | 0 |
| 38.136 | 43.607 | 2.162 | 69.132 | 2.152 |
Aus der Währungsumrechnung resultieren Aufwendungen in Höhe von T€ 80 (Vorjahr: T€ 303), die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind, sowie Erträge in Höhe von T€ 1.488 (Vorjahr: T€ 2.074) mit einem Ausweis unter den sonstigen betrieblichen Erträgen.
Die Barreserve besteht aus Guthaben bei der Deutschen Bundesbank in Höhe von T€ 30.750 (Vorjahr: T€ 160.010).
Die Forderungen an Kreditinstitute bestehen aus täglich fälligen Bankguthaben in Höhe von T€ 3.115.554 (Vorjahr: T€ 1.351.312) und aus täglich fälligen sowie anderen Forderungen in Höhe von T€ 105.925 (Vorjahr: T€ 45.113). Es bestehen keine Forderungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr: T€ 0).
Die Forderungen an Kunden belaufen sich auf insgesamt T€ 132.026 (Vorjahr: T€ 90.565). Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 1) enthalten. Forderungen an Kunden mit unbestimmter Laufzeit bestehen nicht.
Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere belaufen sich auf insgesamt T€ 339.429 und beinhalten keine Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr: T€ 0).
Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere enthalten wie Anlagevermögen bewertete Gattungen in Höhe von T€ 275.272. Der beizulegende Wert für wie Anlagevermögen bewertete Gattungen, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, da eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB unterblieben ist, beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 112.968 (Buchwert: T€ 113.046). Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung liegen nicht vor, da es sich bei den betroffenen Gattungen ausschließlich um risikolose Staatsanleihen handelt, bei denen keine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Die weiteren Positionen sind der Liquiditätsreserve zugeordnet.
|
31.12.2023
T€ |
31.12.2022
T€ |
|
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 331.176 | 536.088 |
| Stückzinsen | 8.253 | 1.476 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 339.429 | 537.564 |
Im Folgejahr werden Anleihen und Schuldverschreibungen in Höhe von T€ 339.429 fällig.
Der Baader Bank Konzern weist zum 31. Dezember 2023 unter den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren keine Investmentanteile aus.
Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten:
|
bis 3 Monate
T€ |
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
T€ |
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
T€ |
mehr als 5 Jahre
T€ |
|
| Andere Forderungen an Kreditinstitute | 1.445 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen an Kunden | 129.396 | 24 | 2.606 | 0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 2.588 | 0 | 0 | 0 |
| Andere Verbindlichkeiten ggü. Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 458 | 17.979 | 15.000 | 25.000 |
| nicht börsenfähig | börsenfähig | ||
| T€ |
börsennotiert
T€ |
nicht börsennotiert
T€ |
|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 0 | 339.429 | 0 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 0 | 8.232 | 0 |
| Beteiligungen | 11.162 | 0 | 1.464 |
Die aktivierten Geschäfts- und Firmenwerte, die aus der Übernahme der Selan Holding GmbH, Unterschleißheim resultieren, haben gezeigt, dass die Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 5 Jahren deutlich zu niedrig ist. Unter Berücksichtigung von § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB erfolgt eine Abschreibung der aktivierten Geschäfts- und Firmenwerte über 10 Jahre. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vorjahr: T€ 0) vorgenommen.
Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens zeigt im Folgenden das Anlagengitter:
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||
|
Stand 01.01.2023
T€ |
Zugänge
T€ |
Umbuchungen
T€ |
Abgänge
T€ |
|
| Immaterielle Anlagewerte | 118.575 | 10.869 | 0 | -191 |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 83.767 | 5.632 | 68 | -191 |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 33.411 | 0 | 0 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen auf Immaterielle Anlagewerte | 1.397 | 5.237 | -68 | 0 |
| Sachanlagen | 147.779 | 4.381 | 0 | -719 |
| Grundstücke und Bauten | 57.229 | 121 | 1.180 | 0 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 85.650 | 4.260 | 0 | -179 |
| Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen im Bau | 4.900 | 0 | -1.180 | -540 |
| Finanzanlagen | 279.756 | 436.028 | 0 | -422.652 |
| Beteiligungen | 13.635 | 1.536 | 0 | 0 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 266.121 | 434.492 | 0 | -422.652 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen | Buchwert | |||||
|
Stand 01.01.2023
T€ |
davon 2023
T€ |
davon Abgänge
T€ |
Stand 31.12.2023
T€ |
Stand 31.12.2023
T€ |
Stand 31.12.2022
T€ |
|
| Immaterielle Anlagewerte | -103.913 | -5.019 | 165 | -108.766 | 20.486 | 14.663 |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | -71.338 | -4.810 | 165 | -75.982 | 13.293 | 12.430 |
| Geschäfts- und Firmenwerte | -32.575 | -209 | 0 | -32.784 | 627 | 836 |
| Geleistete Anzahlungen auf Immaterielle Anlagewerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 6.566 | 1.397 |
| Sachanlagen | -76.628 | -6.995 | 241 | -83.382 | 68.059 | 71.151 |
| Grundstücke und Bauten | -23.054 | -757 | 0 | -23.810 | 34.719 | 34.176 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | -53.574 | -6.238 | 241 | -59.572 | 30.160 | 32.075 |
| Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.180 | 4.900 |
| Finanzanlagen | -2.757 | 2.916 | -5.393 | -5.234 | 287.898 | 276.999 |
| Beteiligungen | -2.545 | 0 | 0 | -2.545 | 12.626 | 11.090 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | -212 | 2.916 | -5.393 | -2.689 | 275.272 | 265.909 |
In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind enthalten:
|
31.12.2023
T€ |
31.12.2022
T€ |
|
| Bestand physisches Gold | 13.139 | 13.139 |
| Sonstige Steuerforderungen | 6.189 | 1.758 |
| Sonstige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 406 | 362 |
| Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen | 64 | 61 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 19.798 | 15.320 |
Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft in Höhe von T€ 5 (Vorjahr: T€ 8) die gemäß § 250 Abs. 3 HGB auf der Aktivseite ausgewiesenen Unterschiedsbeträge aus der Ausgabe von Schuldscheindarlehen. Der Unterschiedsbetrag wird zeitanteilig linear über die Restlaufzeit aufgelöst. Darüber hinaus beruht der Gesamtposten auf vorab geleisteten Ausgaben für Leistungen künftiger Perioden.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen überwiegend zur Refinanzierung des Wertpapierhandelsgeschäftes. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr: T€ 0).
Zum Bilanzstichtag bestanden täglich fällige Kundeneinlagen in Höhe von T€ 3.487.696 (Vorjahr: T€ 1.922.426) und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist in Höhe von T€ 58.437 (Vorjahr: T€ 71.758), die im Wesentlichen auf aufgenommene Schuldscheindarlehen entfallen. Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr: T€ 0).
In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:
|
31.12.2023
T€ |
31.12.2022
T€ |
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 21.490 | 9.177 |
| Steuerverbindlichkeiten | 21.477 | 2.966 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.694 | 1.522 |
| Verbindlichkeiten aus Kapitalmarktdienstleistungen | 2.630 | 1.700 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 48.291 | 15.365 |
Die Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 betragen T€ 13.672 (Vorjahr: T€ 13.716) und werden nach dem im Abschnitt "Verbindlichkeiten und Rückstellungen" beschriebenen Verfahren ermittelt. Zur Rückdeckung der Verpflichtungen stehen Edelmetalle (physisches Gold) sowie Rückdeckungsversicherungen zur Verfügung.
Den versicherungsmathematischen Berechnungen liegen bei den Konzernunternehmen folgende Parameter zugrunde:
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
| Rechnungszins | 1,82 % | 1,78 % |
| Gehaltsentwicklung | 2,00 % bzw. 3,00 % | 2,00 % bzw. 3,00 % |
| Rentenanpassung | 2,00 % | 2,00 % |
In Übereinstimmung mit § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von T€ 76.
Als Rechnungsgrundlagen wurden darüber hinaus sowohl für die Handels- als auch für die Steuerbilanz zum 31. Dezember 2023 die Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" verwendet.
|
31.12.2023
T€ |
31.12.2022
T€ |
|
| Anschaffungskosten | 18.402 | 18.349 |
| Beizulegender Zeitwert | 20.784 | 18.927 |
| Verrechnete Schulden | 10.685 | 10.661 |
Die als Deckungsvermögen qualifizierten Rückdeckungsversicherungen sowie die Edelmetalle werden mit der Pensionsverpflichtung saldiert. Des Weiteren wird auf der Aktivseite ein Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 10.099 (Vorjahr: T€ 8.266) ausgewiesen. Dies führt im Saldo zu einem Bilanzausweis der Pensionsrückstellungen von T€ 2.987 (Vorjahr: T€ 3.038). Aufwendungen und Erträge aus dem verrechneten Vermögen werden in Höhe von T€ 1.426 saldiert und in Übereinstimmung mit § 246 Abs. 2 HGB unter dem Posten sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen. In Anwendung von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Erträge in Höhe von T€ 1.560 mit Aufwendungen in Höhe von T€ 134 verrechnet.
Die anderen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
|
31.12.2023
T€ |
31.12.2022
T€ |
|
| Verwaltungs- und Provisionsaufwendungen | 15.034 | 7.753 |
| Personalrückstellungen | 7.817 | 11.020 |
| Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten | 1.163 | 461 |
| Andere Rückstellungen | 24.014 | 19.234 |
Der Sonderposten ist aufgrund von Zuführungen in Höhe von T€ 6.810 zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 mit T€ 62.081 dotiert.
Zum 31. Dezember 2023 gliedern sich Handelsaktiva sowie -passiva wie folgt:
| Handelsaktiva |
31.12.2023
T€ |
31.12.2022
T€ |
| Derivative Finanzinstrumente | 190 | 105 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 59.890 | 18.969 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 7.127 | 39.007 |
| Risikoabschlag | -686 | -556 |
| bilanzielle Handelsaktiva | 66.521 | 57.525 |
| Handelspassiva |
31.12.2023
T€ |
31.12.2022
T€ |
| Derivative Finanzinstrumente | 43 | 6 |
| Verbindlichkeiten | 11.313 | 3.189 |
| bilanzielle Handelspassiva | 11.356 | 3.195 |
Es wurden im Geschäftsjahr 2023 keine Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet.
Die Baader Bank AG setzt derivative Finanzinstrumente insbesondere zur Sicherung im Rahmen der Aktiv-/Passivsteuerung und zur Steuerung der Fremdwährungsposition ein. Darüber hinaus sind geringe Volumina an derivativen Finanzgeschäften dem Handelsbestand zugeordnet.
Die Bilanzierung und Bewertung des aktiven bzw. passiven Handelsbestands erfolgt nach dem im separaten Abschnitt "Handelsbestand" beschriebenen Verfahren. Zum Bilanzstichtag wurden alle derivativen Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert, der dem Marktwert entspricht, bilanziert.
Die in der nachfolgenden Tabelle enthaltenen Angaben basieren auf den Anforderungen der § 285 Nr. 19 und 20 HGB i.V.m. § 36 RechKredV. Die ausgewiesenen Nominalwerte stellen das Bruttovolumen aller Käufe und Verkäufe dar. Bei dem Wert handelt es sich um eine Referenzgröße für die Ermittlung von gegenseitig vereinbarten Ausgleichszahlungen, jedoch nicht um bilanzierungsfähige Forderungen und Verbindlichkeiten.
Am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte bestehen ausschließlich im Rahmen von Devisentermingeschäften im Sinne des § 36 Nr. 1 RechKredV.
| Geschäftsart | Währung |
Nominal
T€ |
| Kasse Kauf | AUD | 14 |
| Kasse Kauf | CAD | 127 |
| Kasse Kauf | CHF | 1.707 |
| Kasse Kauf | DKK | 30 |
| Kasse Kauf | GBP | 98 |
| Kasse Kauf | JPY | 102 |
| Kasse Kauf | SEK | 14 |
| Kasse Kauf | USD | 1.321 |
| Termingeschäft Kauf | GBP | 5.177 |
| Termingeschäft Kauf | USD | 13.915 |
| Kasse Verkauf | CAD | -134 |
| Kasse Verkauf | CHF | -993 |
| Kasse Verkauf | DKK | -93 |
| Kasse Verkauf | GBP | -92 |
| Kasse Verkauf | JPY | -100 |
| Kasse Verkauf | NOK | -375 |
| Kasse Verkauf | USD | -5.095 |
Bei den dargestellten Geschäften handelt es sich ausschließlich um kundeninduzierte Termingeschäfte sowie um noch nicht zum Bilanzstichtag erfüllte Kassageschäfte.
Das Bewertungsergebnis für offene Termingeschäfte beträgt T€ 21 (Marktwertveränderung) und wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.
Für mit dem beizulegenden Zeitwert (Marktwert) bewertete derivative Finanzinstrumente stellen sich Umfang und Art jeder Kategorie einschließlich der wesentlichen Bedingungen, welche die Höhe, den Zeitpunkt und die Sicherheit künftiger Zahlungsströme beeinflussen können, wie folgt dar:
| Bezeichnung | Kategorie | Fälligkeit | Kontrakte Stück | Währung | Marktpreis | Marktwert |
| EUR/USD FX Future | Devisen-Future | Januar 2024 | 8 | USD | 1,1046 | 1.104.600,00 |
| EUR/USD FX Future | Devisen-Future | März 2024 | 39 | USD | 1,1075 | 5.399.062,50 |
| Volatility Index (VIX®) Future | Aktienindex-Future | Februar 2024 | 40 | USD | 15,30 | 612.000,00 |
| E-Mini S&P 500® Future (ESH4) | Aktienindex-Future | März 2024 | 25 | USD | 4.820,00 | 6.025.000,00 |
| E-Mini S&P 500® Future Option | Aktienindex-Option | März 2024 | 20 | USD | 63,50 | 63.500,00 |
| E-Mini NASDAQ 100® Future Option | Aktienindex-Option | März 2024 | 10 | USD | 310,25 | 62.050,00 |
| DAX® Future (FDAX) | Aktienindex-Future | März 2024 | 32 | EUR | 16.913,00 | 13.530.400,00 |
| Micro-DAX®- Futures (FDXS) | Aktienindex-Future | März 2024 | 17 | EUR | 16.913,00 | 287.521,00 |
| EURO STOXX 50® Index Future (FESX) | Aktienindex-Future | März 2024 | 78 | EUR | 4.543,00 | 3.543.540,00 |
| Bezeichnung | Einstandswert | Buchwert | Risikofaktoren | Zahlungsströme |
| EUR/USD FX Future | 1.096.365,60 | 8.234,40 (entspricht 7.451,95 EUR) | Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des FX-Kurses (125.000 USD pro Kontrakt) | • täglich: Differenzenausgleich |
| • Erfüllung durch Lieferung | ||||
| EUR/USD FX Future | 5.392.882,30 | 6.180,20 (entspricht 5.592,94 EUR) | Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des FX-Kurses (125.000 USD pro Kontrakt) | • täglich: Differenzenausgleich |
| • Erfüllung durch Lieferung | ||||
| Volatility Index (VIX®) Future | 610.575,20 | 1.424,80 (entspricht 1.289,41 EUR) | Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index S & P 500 | • täglich: Differenzenausgleich |
| (1.000 USD pro Kontrakt) | • Erfüllung durch Lieferung | |||
| E-Mini S&P 500® Future (ESH4) | 6.036.320,50 | 11.320,50 (entspricht 10.244,80 EUR) | Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index S & P 500 | • täglich: Differenzenausgleich |
| (50 USD pro Kontrakt) | • Erfüllung durch Lieferung | |||
| E-Mini S&P 500® Future Option | 85.518,00 | 63.500,00 (entspricht 57.466,06 EUR) | Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index S & P 500 | • täglich: Differenzenausgleich |
| (50 USD pro Kontrakt) | • am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement) | |||
| E-Mini NASDAQ 100® Future Option | 68.409,00 | 62.050,00 (entspricht 56.153,85 EUR) | Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index Nasdaq 100 | • täglich: Differenzenausgleich |
| (20 USD pro Kontrakt) | • am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch Barausgleich (Cash Settlement) | |||
| DAX® Future (FDAX) | 13.626.326,00 | 95.926,00 | Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index DAX (25 EUR pro Kontrakt) | • täglich: Differenzenausgleich |
| • Erfüllung durch Lieferung | ||||
| Micro-DAX®- Futures (FDXS) | 289.830,79 | 2.309,79 | Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index DAX, der Blue ChipIndex der Deutsche Börse AG (1 EUR pro Kontrakt) | • täglich: Differenzenausgleich |
| • Erfüllung durch Lieferung | ||||
| EURO STOXX 50® Index Future (FESX) | 3.555.061,14 | 11.521,14 | Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index Euro Stoxx 50 | • täglich: Differenzenausgleich |
| (10 EUR pro Kontrakt) | • Erfüllung durch Lieferung |
| Bezeichnung | Kategorie | Fälligkeit | Kontrakte Stück | Währung | Marktpreis | Marktwert |
| Hang Seng Index Futures (HSI) | Aktienindex-Future | März 2024 | 4 | HKD | 17.196,00 | 3.439.200,00 |
| ASX SPI 200TM Futures | Aktienindex-Future | März 2024 | 3 | AUD | 7.585,00 | 568.875,00 |
| Volatility Index (VIX®) Future | Aktienindex-Future | Januar 2024 | 10 | USD | 14,05 | 140.500,00 |
| Gold Future | Commodity-Future | Februar 2024 | 1 | USD | 2.071,80 | 207.180,00 |
| E-Mini NASDAQ 100® Future (NQH4) | Aktienindex-Future | März 2024 | 2 | USD | 17.023,50 | 680.940,00 |
| MSCI Emerging Markets Index-Future (FMEM) | Aktienindex-Future | März 2024 | 9 | USD | 538,70 | 484.830,00 |
| Bezeichnung | Einstandswert | Buchwert | Risikofaktoren | Zahlungsströme |
| Hang Seng Index Futures (HSI) | 3.301.445,84 | -137.754,16 (entspricht -15.959,65 EUR) | Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index Hang Seng (50 HKD pro Kontrakt) | • täglich: Differenzenausgleich |
| • Erfüllung durch Lieferung | ||||
| ASX SPI 200TM Futures | 540.745,35 | -28.129,65 (entspricht -17.296,72 EUR) | Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index S&P/ASX 200 | • täglich: Differenzenausgleich |
| (25 AUD pro Kontrakt) | • Erfüllung durch Lieferung | |||
| Volatility Index (VIX®) Future | 142.268,80 | -1.768,80 (entspricht -1.600,72 EUR) | Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index S & P 500 | • täglich: Differenzenausgleich |
| (1.000 USD pro Kontrakt) | • Erfüllung durch Lieferung | |||
| Gold Future | 209.401,90 | -2.221,90 (entspricht -2.010,77 EUR) | Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Rohstoffes Gold (100 USD pro Kontrakt) | • täglich: Differenzenausgleich |
| • Erfüllung durch Lieferung | ||||
| E-Mini NASDAQ 100® Future (NQH4) | 683.183,36 | -2.243,36 (entspricht -2.030,19 EUR) | Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index Nasdaq 100 | • täglich: Differenzenausgleich |
| • Erfüllung durch Lieferung | ||||
| (20 USD pro Kontrakt) | ||||
| MSCI Emerging Markets Index-Future (FMEM) | 479.935,72 | -4.894,28 (entspricht -4.429,21 EUR) | Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des MSCI Emerging Markets Index (100 USD pro Kontrakt) | • täglich: Differenzenausgleich |
| • Erfüllung durch Lieferung |
Der Baader Bank Konzern ist zum 31. Dezember 2023 nicht mit mehr als 10 % an Anteilen an Sondervermögen im Sinn des § 1 Abs. 10 des Kapitalanlagegesetzbuchs oder Anlageaktien an Investmentaktiengesellschaften mit veränderlichem Kapital im Sinn der §§ 108 bis 123 des Kapitalanlagegesetzbuchs oder vergleichbaren EU-Investmentvermögen oder vergleichbaren ausländischen Investmentvermögen beteiligt.
Für die nachfolgenden Verbindlichkeiten wurden zum 31. Dezember 2023 Vermögensgegenstände mit dem angegebenen Beleihungswert als Sicherheiten hinterlegt:
|
Grundschulden
T€ |
Wertpapiere (Liquiditätsreserve)
T€ |
Bankguthaben
T€ |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 97.104 |
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Wertunterschiede zwischen Handels- und Steuerrecht, die im Wesentlichen aus dem Ansatz von Pensionsrückstellungen und dem Fonds für allgemeine Bankrisiken (aktive latente Steuern) sowie der Nutzungsdauer des Geschäftsgebäudes, Windkraftanlagen und Risikovorsorgen (passive latente Steuern) resultieren. Der angewandte Steuersatz beträgt 28,15 %. Der entstandene Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in der Bilanz ausgewiesen.
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 2023 T€ 48.797 (Vorjahr: T€ 48.797). Es ist eingeteilt in 48.797.311 (Vorjahr: 48.797.311) auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien) zu einem rechnerischen Nennwert von je € 1,00.
Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat durch Beschluss vom 1. Juli 2021 ein Genehmigtes Kapital 2021 mit folgendem Inhalt geschaffen:
Der Vorstand wird ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 20.065.712 neuen auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage um bis zu insgesamt EUR 20.065.712 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Bei der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2021 ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,
a) um Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;
b) wenn die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, der den Börsenpreis der bereits im m:access börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich im Sinne des § 186 Abs. 3 S. 4 AktG unterschreitet, und soweit die insgesamt seit der Ermächtigung gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung oder - falls dieser Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung 10 % des Grundkapitals nicht übersteigen und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung noch - falls dieser Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung. Auf diese 10 %-Grenze sind diejenigen Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt der Ausübung der jeweiligen Ermächtigung in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben oder veräußert wurden. Ebenfalls anzurechnen sind diejenigen Aktien, die von der Gesellschaft aufgrund von zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der Ermächtigung ausgegebenen Wandel-/Optionsschuldverschreibungen ausgegeben wurden beziehungsweise noch ausgegeben werden können, sofern die Wandel-/Optionsschuldverschreibungen nach dem Wirksamwerden dieser Ermächtigung in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre durch die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften ausgegeben wurden;
c) um die Aktien gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Vermögensgegenständen, insbesondere Dividendenansprüche, - auch durch Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen auszugeben.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2021 festzusetzen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, nach Ausnutzung des Genehmigten Kapitals oder Ablauf der Frist für die Ausnutzung des Genehmigten Kapitals die Fassung der Satzung entsprechend anzupassen.
Der Beschluss zur Schaffung des Genehmigten Kapitals 2021 wurde am 1. Juli 2021 zur Eintragung in das Handelsregister angemeldet. Die Eintragung erfolgte am 15. Juli 2021.
Das Genehmigte Kapital 2021 wurde im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 2.109.309 durch Ausgabe von 2.109.309 auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Sacheinlage im Rahmen der Wahldividende 2022 in Anspruch genommen. Als Sacheinlage für die neuen Aktien wurden durch den Gewinnverwendungsbeschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2022 entstandene Dividendenansprüche derjenigen Aktionäre eingebracht, die sich im Rahmen der Wahldividende für den Bezug von Aktien entschieden haben.
Das verbleibende Genehmigte Kapital betrug am 31. Dezember 2023 noch bis zu insgesamt EUR 20.065.712, welches mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 20.065.712 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien ausgenutzt werden kann.
Es bestand im Geschäftsjahr 2023 kein sonstiges genehmigtes Kapital.
Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat durch Beschluss vom 11. August 2020 ein Bedingtes Kapital 2020 mit folgendem Inhalt geschaffen:
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu T€ 22.954 eingeteilt in bis zu 22.954.341 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2020). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und anderen hybriden Schuldverschreibungen (mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrecht bzw. -pflicht), die von der Baader Bank Aktiengesellschaft oder unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Baader Bank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen i.S.v. § 18 Absatz 1 AktG) auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 11. August 2020 (Ermächtigung 2020) bis zum 10. August 2025 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder ihren entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflichten nachkommen oder die Gesellschaft von einer Ersetzungsbefugnis Gebrauch macht und nicht andere Erfüllungsformen gewählt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der Ermächtigung 2020 jeweils zu bestimmenden Options- und Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. durch Erfüllung entsprechender Wandlungs- oder Optionspflichten entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von § 60 Absatz 2 AktG, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Es bestand im Geschäftsjahr 2023 kein sonstiges ausnutzbares bedingtes Kapital.
Die durch die Hauptversammlung am 1. Juli 2019 erteilte und bis zum 30. Juni 2024 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 1. Juli 2021 durch eine neue, bis zum 30. Juni 2026 laufende Ermächtigung ersetzt worden.
Die Hauptversammlung der Gesellschaft am 1. Juli 2021 folgenden Beschluss gefasst:
a) Die derzeit bestehende, durch die Hauptversammlung am 1. Juli 2019 unter Tagesordnungspunkt 7 erteilte und bis zum 30. Juni 2024 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG wird aufgehoben.
b) Der Vorstand wird ermächtigt, bis zum 30. Juni 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft bis zur Höhe von 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Zusammen mit den ggf. auch aus anderen Gründen erworbenen eigenen Aktien, die sich jeweils im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zu keinem Zeitpunkt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen.
Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erfolgen.
Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien (ohne Erwerbsnebenkosten) darf bei einem Erwerb über die Börse den Mittelwert der Aktienkurse an der Frankfurter Wertpapierbörse (Schlusskurs im Xetra-Handel bzw. einem das Xetra-System ersetzenden vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsenhandelstagen vor der Verpflichtung zum Erwerb nicht um mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten. Bei einem öffentlichen Kaufangebot oder einer an die Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann die Gesellschaft entweder einen Preis oder eine Preisspanne festlegen, zu dem sie bereit ist, die Aktien zu erwerben. Der Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) darf jedoch - vorbehaltlich einer Anpassung während der Angebotsfrist - den Mittelwert der Aktienkurse an der Frankfurter Wertpapierbörse (Schlusskurs im Xetra-Handel bzw. einem das Xetra-System ersetzenden vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Erwerbsangebots um nicht mehr als 20 % unter- bzw. überschreiten.
Ergeben sich nach der Veröffentlichung des formellen Kaufangebots bzw. der formellen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Schlusskurs an der Frankfurter Wertpapierbörse (im Xetra-Handel bzw. einem das Xetra-System ersetzenden vergleichbaren Nachfolgesystem) am dritten Börsenhandelstag vor der öffentlichen Ankündigung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Sollte das Volumen der angebotenen Aktien das vorgesehene Rückkaufvolumen überschreiten, kann die Annahme im Verhältnis der jeweils angebotenen Aktien oder nach Quoten (ggf. unter Schaffung übertragbarer Andienungsrechte) erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme kleiner Offerten oder kleiner Teile von Offerten bis zu 50 Stück kann vorgesehen werden.
c) Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, eigene Aktien, die aufgrund dieser Ermächtigung oder aufgrund vorangegangener Hauptversammlungsermächtigungen nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden bzw. wurden, - in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre - unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre als (Teil-) Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder anderen Wirtschaftsgütern zu verwenden, an Dritte gegen Barzahlung zu veräußern, soweit die Veräußerung zu einem Preis erfolgt, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet, oder Personen zum Erwerb anzubieten oder zu übertragen, die in einem Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen.
d) Darüber hinaus wird der Vorstand ermächtigt, vorbezeichnete Aktien einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Aktien können mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch in der Weise eingezogen werden, dass sich das Grundkapital nicht verändert, sondern durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht wird (vereinfachtes Einziehungsverfahren gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG). Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Einziehungsverfahren, ist der Aufsichtsrat zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.
e) Zudem wird der Vorstand ermächtigt, die Aktien, die aufgrund dieser Ermächtigung oder aufgrund vorangegangener Hauptversammlungsermächtigungen nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden bzw. wurden, allen Aktionären anzubieten, damit diese gegen (auch teilweise) Abtretung ihres mit dem Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung entstandenen Anspruchs auf Auszahlung der Dividende eigene Aktien beziehen können (Aktiendividende). Werden die Aktien zu dem vorgenannten Zweck der Aktiendividende verwendet, ist der Vorstand ermächtigt, das Bezugsrecht auszuschließen.
f) Die Ermächtigungen können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, aber auch durch Konzernunternehmen oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder der Konzernunternehmen ausgeübt werden.
Die Gesellschaft hielt zum 31. Dezember 2023 keine eigenen Aktien. Das entspricht 0% des Grundkapitals. Der auf sie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt € 0,00.
Die Kapitalrücklagen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf unverändert T€ 43.445 (Vorjahr: T€ 43.445). Die Veränderungen der Gewinnrücklagen sind im Eigenkapitalspiegel des Baader Bank Konzerns dargestellt, der separater Bestandteil des Konzernabschlusses ist.
|
31.12.2023
T€ |
31.12.2022
T€ |
|
| Konzernergebnis | 2.829 | 8.883 |
| Nicht beherrschende Anteile | -38 | -193 |
| Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen | 2.791 | 8.690 |
| Gewinn-/Verlustvortrag des Mutterunternehmens | 228 | 87 |
| Entnahme aus Gewinnrücklagen | 3.708 | 10.811 |
| Einstellung in Gewinnrücklagen | -6.537 | -15.421 |
| Konzernbilanzgewinn | 190 | 4.167 |
Das Jahresergebnis der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr 2023 beträgt T€ -38. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages aus Vorjahren in Höhe von T€ 228 ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von T€ 190. Der Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Die Eventualverbindlichkeiten resultieren aus Bürgschaften gegenüber Mitarbeitern in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 8). Es bestehen keine Bürgschaften gegenüber Mitgliedern des Vorstands (Vorjahr: T€ 0).
Darüber hinaus bestehen keine widerruflichen Kreditzusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands (Vorjahr: T€ 0).
Es bestehen offene unwiderrufliche Kreditzusagen an Kunden in Höhe von T€ 11.180 (Vorjahr: T€ 10.119).
Wesentliche Risiken aus den Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen sind nicht erkennbar. Die Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme leitet sich aus dem Risikomanagement ab. Der überwiegende Teil der Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen beinhaltet Kreditrisiken von Kreditnehmern mit guter Bonität. Akuten und latenten Bonitätsrisiken wird bilanziell gegebenenfalls durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen.
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist der Baader Bank Konzern finanzielle Verpflichtungen eingegangen, die über die in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Verbindlichkeiten hinausgehen und sich wie folgt darstellen:
| Restlaufzeit Monate |
finanzielle Verpflichtung
T€ |
|
| Zukünftige Zahlungen aus Mietverträgen für Büroräume, Nutzflächen und Pkw-Stellplätze | 1 bis 58 | 4.470 |
| Zukünftige Zahlungen aus Kraftfahrzeugleasingverträgen sowie Leasingverträgen über Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 bis 48 | 1.605 |
| Zukünftige Zahlungen aus sonstigen Dienstleistungsverträgen | 3 bis 84 | 20.770 |
Wesentliche Risiken aus den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, welche sich auf die Liquidität bzw. auf die Fähigkeit des Baader Bank Konzerns, in einem absehbaren Zeitraum die vorhandenen Verpflichtungen erfüllen zu können, negativ auswirken, sind nicht erkennbar.
Sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind und nach § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB anzugeben sind, bestehen im Zusammenhang mit der bisher nicht vollständigen Inanspruchnahme von Kapitalzusagen (T€ 3.878) für Beteiligungen.
In dem Posten "Zinserträge" aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sind keine negativen Zinsen auf Guthaben aus laufenden Konten (Vorjahr: T€ 4.395) sowie aus Termin- und Kundengeldern (Vorjahr: T€ 3) enthalten.
Negative Zinsen in Höhe von T€ 131 (Vorjahr: T€ 3.976), die aus Kundengeldanlagen resultieren, sind unter dem Posten "Zinsaufwendungen" ausgewiesen.
Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 11.396 (Vorjahr: T€ 21.343) entfallen in voller Höhe auf die durch den Windpark in Kroatien generierte Einspeisevergütung für Strom.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 5.680 (Vorjahr: T€ 5.723) entfallen auf Aufwendungen und Erträge aus dem saldierten Deckungsvermögen in Übereinstimmung mit § 246 Abs. 2 HGB (T€ 1.426), Erträge aus Sachbezügen (Firmenwagen) in Höhe von T€ 547, sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 121).
Ferner enthalten sind sonstige Erträge in Höhe von insgesamt T€ 2.031, die im Wesentlichen aus weiterzubelastenden Projektkosten, welche vorwiegend im Rahmen der Betreuung von Kapitalmarktdienstleistungen anfallen, resultieren, sowie sonstige Kostenerstattungen im Zusammenhang mit dem Betrieb des Windparks in Kroatien (T€ 845).
Periodenfremde Erträge entfallen im Wesentlichen auf Erstattungen für im Vorjahr bezogene Leistungen.
Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von T€ 77.188 enthalten Aufwendungen für den Betrieb und Aufrechterhaltung des Windparks in Höhe von T€ 3.293.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 1.409 (Vorjahr: T€ 1.405) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen des Windparks (T€ 629) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe T€ 90.
Die periodenfremden Aufwendungen betreffen vor allem Aufwendungen für im Vorjahr bezogene Leistungen.
Der im Geschäftsjahr 2023 ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von T€ 1.074 beinhaltet im Wesentlichen die Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von T€ 1.502 sowie Steuererstattungen aus Vorjahren in Höhe von T€ 429.
Die Baader Beteiligungs GmbH, Unterschleißheim, hält an der Baader Bank AG eine Mehrheitsbeteiligung gemäß § 16 Abs. 1 AktG. Eine Mitteilung gemäß § 20 Abs. 4 AktG liegt vor.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 588 (Vorjahr: 524) Angestellte beschäftigt. Davon waren 59 Mitarbeiter leitende Angestellte.
Den Mitgliedern des Vorstandes wurden für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 3.647 (Vorjahr: T€ 3.279) gewährt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 301 (Vorjahr: T€ 268).
Die nachfolgenden Angaben beziehen sich für das Geschäftsjahr 2023 auf das Gesamthonorar der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie für das Vorjahr auf das Gesamthonorar der PricewaterhouseCoopers GmbH WPG für die an die Baader Bank AG und ihre vollkonsolidierten inländischen Tochterunternehmen erbrachten Leistungen.
Diese teilen sich für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt auf:
| Baader Bank Konzern |
2023
T€ |
2022
T€ |
| Abschlussprüfungsleistungen | 773 | 555 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 427 | 334 |
| Sonstige Leistungen | 0 | 0 |
| Gesamthonorare | 1.200 | 889 |
Die vom Abschlussprüfer zusätzlich zur Jahresabschlussprüfung erbrachten Leistungen umfassen die Prüfung nach § 89 Abs. 1 WpHG für den Zeitraum 1. Mai 2022 bis 30. April 2023.
| ― |
Herr Nico Baader, Gräfelfing (Vorsitzender) Beruf: Bankkaufmann Verantwortung: Group Strategy & Management, Group Legal & Corporate Finance, Human Resources & Corporate Services, Information Technology, Backoffice, Treasury, Riskmanagement & Regulatory Reporting, Compliance, Internal Audit |
| ― |
Herr Oliver Riedel, Lauf (stellvertretender Vorsitzender) Beruf: Bankkaufmann Verantwortung: Distribution, Production / Markets Operation, Capital Markets, Business Management Clients & Markets, Market Making Stuttgart, Market Making Fonds / ETFs / Equities FFM, Verbriefte Derivate, Market Making Bonds, Client Service Group, Business Management Administration, Fund Services |
| ― |
Herr Dietmar von Blücher, Viernheim (bis 12. Juli 2023) Beruf: Dipl.-Betriebswirt (BA) Verantwortung: Group Compliance / Geldwäschebeauftragter, Internal Audit, Group Corporate Security, Riskmanagement & Regulatory Reporting, Backoffice, Group Accounting, Group Controlling, Credit |
| ― |
Herr Helmut Schreyer, München (Vorsitzender) ehem. persönlich haftender Gesellschafter der ehemaligen Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA |
| ― |
Herr Prof. Dr. Georg Heni, Freudenstadt (stellvertretender Vorsitzender) Selbständiger Berater, Wirtschaftsprüfer |
| ― |
Herr Christoph Mast, Bad Nauheim Selbständiger Berater, Rechtsanwalt |
| ― |
Herr Dr. Louis Hagen, Starnberg (seit 06. Juli 2023) Rechtsanwalt |
| ― |
Herr Ali Cavli, Frankfurt am Main (Arbeitnehmervertreter) (bis 06. Juli 2023) Wertpapierhändler im Bereich Market Making Fonds der Baader Bank AG |
| ― |
Herr Thomas Leidel, Bad Aibling (Arbeitnehmervertreter) (bis 06. Juli 2023) Leiter Data & Risk Management der Baader Bank AG |
| ― |
Herr Michael Frank, Bietigheim-Bissingen (Arbeitnehmervertreter) (seit 06. Juli 2023) Wertpapierhändler im Bereich Market Making Equities Stuttgart der Baader Bank AG |
| ― |
Herr Timon Hauser, Haimhausen (Arbeitnehmervertreter) (seit 06. Juli 2023) Stellv. Leiter des Bereichs Group Accounting der Baader Bank AG |
Zum 31. Dezember 2023 wurden Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften wahrgenommen. Diese sowie weitere nennenswerte Mandate werden im Folgenden aufgeführt:
| Mandatsinhaber | Mandatsfirma / -institution | Mandat |
| Herr Nico Baader | Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim | stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| Herr Oliver Riedel | Baader Helvea AG, Zürich (Schweiz) Baader Helvea Limited, London (UK) Baader Helvea Inc., New York (USA) | Vorsitzender des Verwaltungsrats Member of the Supervisory Board of Directors Member of the Supervisory Board of Directors |
| Herr Kai Göhring | Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim LeanVal Asset Management AG, Frankfurt am Main (seit 26. April 2023) Selan d.o.o., Senj (Kroatien) (seit 20. September 2023) | Mitglied des Aufsichtsrats Mitglied des Aufsichtsrats Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| Herr Florian Koller | Selan d.o.o., Senj (Kroatien) (seit 20. September 2023) | Mitglied des Aufsichtsrats |
| Herr Jens Schumann | Selan d.o.o., Senj (Kroatien) (seit 20. September 2023) | stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| Herr Lukas Burkart | Baader Helvea Limited, London (UK) | Member of the Supervisory Board of Directors |
| Herr Sebastian Niedermayer | Baader Helvea Inc., New York (USA) | Member of the Supervisory Board of Directors |
Der Baader Bank Konzern ist unmittelbar an folgenden Unternehmen mit mehr als 5 % beteiligt, die zum 31. Dezember 2023 weder als Tochterunternehmen einbezogen noch assoziierte Unternehmen sind:
| Name / Sitz |
Kapitalanteil
% |
Letzter Zwischen-/Jahresabschluss |
Eigenkapital (gesamt)
T€ |
Jahresergebnis
T€ |
| Vjetropark Vrataruša d.o.o., Senj (Kroatien) 1) | 100,00 | 31. Dezember 2022 | 5 | -441 |
| Parsoli Corporation Ltd., Mumbai (Indien) | 27,36 | Zum 31. Dezember 2023 stehen keine aktuellen Daten zur Verfügung. | ||
| LeanVal Asset Management AG (vormals: Conservative Concept Portfolio Management AG), Frankfurt am Main | 19,90 | 31. Dezember 2021 | 1.932 | 806 |
| AlphaValue SA, Paris (Frankreich) | 13,30 | 31. Dezember 2022 | 879 | 162 |
Unterschleißheim, den 21. März 2024
Baader Bank AG
Der Vorstand
Nico Baader
Oliver Riedel
An die Baader Bank AG, Unterschleißheim
Wir haben den Konzernabschluss der Baader Bank AG, Unterschleißheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und |
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vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernanhang Ziffer II sowie den zusammengefassten Lagebericht Ziffer 1.2 sowie 2.
Für das Geschäftsjahr 2023 weist die Baader Bank Gruppe insgesamt einen Nettoertrag des Handelsbestands in Höhe von EUR 105,1 Mio aus. Dieser stellt eine wesentliche Ertragsposition der Gewinn- und Verlustrechnung der Baader Bank Gruppe dar.
Die Nettoerträge des Handelsbestands umfassen im Wesentlichen Erträge und Aufwendungen aus dem Handel mit Aktien, Fonds bzw. ETFs und Rentenpapieren und basieren weit überwiegend auf realisierten Erfolgsbeiträgen im Rahmen der Tätigkeit der Baader Bank als Market Maker an verschiedenen Börsenplätzen und Plattformen.
Das Risiko für den Abschluss besteht insbesondere darin, dass die Nettoerträge aus dem Handelsbestand nicht existieren oder aufgrund einer fehlerhaften Ermittlung Nettoerträge in unrichtiger Höhe berücksichtigt werden. Aufgrund der hohen Anzahl der Transaktionen, die insgesamt zum Nettoertrag aus Handelsgeschäften führen, hat die Baader Bank hochautomatisierte systemgestützte Prozesse eingerichtet. Für unsere Prüfung war es daher von besonderer Bedeutung, dass die Prozesse und Verfahren, einschließlich der eingerichteten manuellen und IT-anwendungsbezogenen automatischen Kontrollen, geeignet sind, die Existenz und Ermittlung der Nettoerträge des Handelsbestands in zutreffender Höhe sicherzustellen.
Basierend auf unserer Risikoeinschätzung und der Beurteilung der Fehlerrisiken haben wir unser Prüfungsurteil insbesondere auf kontrollbasierte Prüfungshandlungen gestützt. Demzufolge haben wir unter anderem die folgenden Prüfungshandlungen durchgeführt:
Im Rahmen von kontrollbasierten Prüfungshandlungen haben wir die Angemessenheit, Implementierung und Wirksamkeit von manuellen und IT-anwendungsbezogenen Kontrollen beurteilt, die die Baader Bank zur Sicherstellung der Existenz und einer sachgerechten Ermittlung im Handelsgeschäft eingerichtet hat.
Dabei haben wir insbesondere die Angemessenheit der implementierten Kontrollen zur Abwicklung von Handelsgeschäften, insbesondere der Kontrollen zur Bestätigung und Gegenbestätigung der Handelsgeschäfte, beurteilt und deren Wirksamkeit getestet. Zudem umfassten unsere Prüfungshandlungen u. a. auch den rechnerischen Nachvollzug der automatischen Ermittlung der Nettoerträge des Handelsbestands. Für die zum Einsatz kommenden IT-Systeme haben wir im Vorfeld die Wirksamkeit der Regelungen und Verfahrensweisen, die sich auf die IT-Anwendungen beziehen und die Wirksamkeit von Anwendungskontrollen unterstützen, unter Einbindung unserer IT-Spezialisten überprüft.
Die Prozesse und Verfahren, einschließlich der eingerichteten manuellen und IT-anwendungsbezogenen Kontrollen, sind geeignet, die Existenz der Nettoerträge aus dem Handelsbestand in zutreffender Höhe sicherzustellen, sodass die Erfassung der Nettoerträge aus dem Handelsbestand sachgerecht erfolgt.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts:
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den uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung zu stellenden gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht der Gesellschaft und des Konzerns, auf den im zusammengefassten Lagebericht Bezug genommen wird, und |
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die zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung der Gesellschaft und des Konzerns, die in Abschnitt 4.1 des zusammengefassten Lageberichts enthalten ist. |
Die sonstigen Informationen umfassen zudem den uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellten Geschäftsbericht. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Konzernabschluss, die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 6. Juli 2023 als Konzernabschlussprüfer gewählt.
Wir wurden am 24. November 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2023 als Konzernabschlussprüfer der Baader Bank AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Franz Haider.
München, den 25. März 2024
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Haider, Wirtschaftsprüfer
Ruoff, Wirtschaftsprüfer