Baader Bank Aktiengesellschaft

Unterschleißheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1 Grundlagen des Baader Bank Konzerns

1.1 Organisatorische und rechtliche Struktur

Die Baader Bank Aktiengesellschaft (Baader Bank oder Baader Bank AG) ist ein mehrheitlich in Familienbesitz befindliches, börsengelistetes Kreditinstitut (HRB 121537). Sie verfügt über eine Vollbanklizenz, ist Mitglied im Bundesverband deutscher Banken e.V. und gehört dessen Einlagensicherungseinrichtung an.

Zum Baader Bank Konzern (nachfolgend Baader Bank Konzern) gehörten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 neben der Baader Bank AG als Konzernmutter sechs Gesellschaften, davon drei Tochter- und drei Enkelunternehmen. Die Baader Bank wird gemeinsam mit ihren Tochter- bzw. Enkelgesellschaften nachfolgend als "Baader Bank Gruppe" bezeichnet. Die Konzernzentrale befindet sich in Unterschleißheim bei München. Weitere nationale Standorte der Baader Bank sind Frankfurt am Main und Stuttgart.

Die 100 %-ige, in der Schweiz ansässige Tochtergesellschaft der Baader Bank, die Baader Helvea AG, hat ihren Hauptsitz in Zürich. Die Baader Helvea AG ist jeweils zu 100 % an der Baader Helvea Ltd. mit Sitz in London / Großbritannien und der Baader Helvea Inc. mit Sitz in New York / USA beteiligt. Gemeinsam mit der Baader Helvea AG bilden diese Gesellschaften die "Baader Helvea Gruppe".

Die Baader Bank ist zu 100 % an der Selan Holding GmbH mit Sitz in Unterschleißheim beteiligt. Dieses Unternehmen hält alle Anteile an der kroatischen Windparkbetreiberin Selan d.o.o. in Senj / Kroatien, die gemeinsam mit der Selan Holding GmbH die Selan Gruppe bilden.

Die Tochtergesellschaft Baader & Heins Capital Management AG (Baader & Heins AG), an der die Baader Bank mit 75 % beteiligt ist, hat ihren Sitz im Gebäude der Konzernzentrale in Unterschleißheim.

Die Baader Bank ist seit dem Jahr 2019 strategisch an dem französischen Research-Anbieter AlphaValue S.A. in Paris / Frankreich (AlphaValue) beteiligt. Der Anteil der Baader Bank wurde durch die Ausübung von Gratisaktien zugunsten der Geschäftsführer der AlphaValue leicht verwässert und sank zum 23.02.2024 von 13,30 % auf 12,74 %. AlphaValue ist der Exklusivpartner bei der Marktaufstellung des Research-Angebots des Baader Bank Konzerns.

Die Baader Bank ist mit 19,90 % an der LeanVal Asset Management AG in Frankfurt a.M. / Deutschland (LeanVal AG oder LeanVal) beteiligt.

Zum Jahresende 2024 waren insgesamt 631 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Baader Bank Konzern und 596 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Baader Bank AG beschäftigt (in Mitarbeiterkapazitäten gerechnet).

Zur Erweiterung des Management-Teams der Baader Bank ist Herr Kai Göhring bereits mit Wirkung zum 01. November 2023 zum Generalbevollmächtigten ernannt worden. Um perspektivisch das CFO-Ressort aufzubauen, unterliegen seiner Verantwortung die Bereiche Group Legal, Credit, Backoffice, Special Execution, Group Accounting, Group Controlling & Data Analytics sowie Group Legal & Corporate Finance Office, die ab dem 01. November 2024 explizit als Ressort definiert worden sind.

Der Aufsichtsrat der Baader Bank hat im Geschäftsjahr 2024 keine Änderungen erfahren.

Die Aktien der Baader Bank sind im Freiverkehr der Börse München und dort im Marktsegment m:access sowie an weiteren deutschen Börsen und Handelsplätzen handelbar.

Die Baader Beteiligungs GmbH, München, hält 66,34 % der Anteile an der Baader Bank, 5,44 % hält die Ubtrend GmbH & Co. KG und die weiteren 28,22 % der Anteile befinden sich im Streubesitz.

1.2 Geschäftsmodell des Baader Bank Konzerns

Die Baader Bank agiert mit ihren Wertpapier- und Banking-Dienstleistungen am internationalen Kapitalmarkt als Partner für Unternehmen, Börsen und Handelspartner (u.a. Direktbanken, institutionelle Investoren, Unternehmen, (Online-) Vermögensverwalter, Neobroker, FinTechs, Kapitalsammelstellen und Portfoliomanager). Operativ setzt die Baader Bank ihre Strategie in fünf Geschäftsfeldern - Market Making, Capital Markets, Brokerage, Account Services und Fund Services - um. Im Zuge des alljährlichen Strategieprozesses wurde zum Geschäftsjahr 2024 der Beschluss gefasst, dass das bisherige Geschäftsfeld Research Services künftig in das Geschäftsfeld Capital Markets integriert wird. Mit diesem Schritt sollen die Cross-Selling-Potenziale und Synergien der beiden Bereiche noch besser genutzt werden. Die Geschäftsfelder Account Services und Fund Services ergänzen das Dienstleistungsspektrum um komplementäre Services für die Kundengruppen im Market Making und Brokerage sowie im Geschäftsfeld Capital Markets. Die Basis des Geschäftsmodells ist die hauseigene IT-Plattform, die als System-, Prozess- und Anbindungsinfrastruktur funktioniert, sie verknüpft alle Geschäftsbereiche der Baader Bank.

Im B2B2C-Geschäft agiert die Baader Bank als Bank hinter Handelspartnern und somit indirekt im Endkundengeschäft. Über an die Baader Bank angebundene Partner können Endkunden über die Baader Bank an verschiedenen Ausführungsplätzen handeln - insbesondere im Direkthandel (OTC) als auch an der gettex. Zudem haben Endkunden, wenn sie einen Partner der Baader Bank für ihre private Geldanlage nutzen, ihr Konto und Depot bei der Baader Bank. Seit dem Jahr 2024 hat sich die Baader Bank dazu entschieden, ihren Außenauftritt Schritt für Schritt in Richtung Endkunden auszurichten. Hierfür wurde die neue Marke 'Baader Trading' initiiert.

1.2.1 Geschäftsfelder

1.2.1.1 Geschäftsfeld Market Making

Als Market Maker übernimmt die Baader Bank Intermediärsaktivitäten an regulierten Börsen und auf außerbörslichen Handelsplattformen sowie im bilateralen Direkthandel in Deutschland und Österreich. Sie agiert als Komplettanbieter für die Quotierung von Börsenkursen und die Ausführung von Orders und setzt auf eine Diversität hinsichtlich Börsenplätzen und Kooperationsmodellen.

Das Market Making umfasst jene Geschäftsaktivitäten, die gemäß dem Handelsmodell am jeweiligen Börsenplatz als Skontroführer, Specialist- bzw. Quality-Liquidity-Provider oder als Spezialist definiert werden. Ausgeführt wird das Market Making von der Baader Bank an insgesamt sechs regulierten Börsen in Deutschland (Börse Berlin, Frankfurter Wertpapierbörse inkl. Zertifikate, Börse Stuttgart, Börse München und gettex). Die Baader Bank übernimmt in Abhängigkeit des jeweiligen Marktmodells die Preisstellung und Orderausführung für börsengehandelte inländische und ausländische Aktien, Anleihen, Fonds, Genussscheine, Exchange Traded Products (ETPs) und verbriefte Derivate. Die Dienstleistungserbringung orientiert sich dabei sowohl an einheitlichen internen Standards als auch an börsen- und aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Es ist das erklärte Ziel der Baader Bank, mit konstant hohem Qualitätsanspruch auch bei steigender Nachfrage kontinuierliche Liquidität an allen Handelsplätzen und in allen betreuten Wertpapiergattungen zu gewährleisten.

Im außerbörslichen Wertpapierhandel kooperiert die Baader Bank mit Partnerbanken, meist Direktbanken oder Onlinebrokern, quotiert in ihrer Funktion als Market Maker zu den jeweiligen Handelszeiten die Preise auf außerbörslichen Handelsplattformen und tritt in bilateralen Handelsverhältnissen als Gegenpartei ein. Die Endkunden der Handelspartner, hauptsächlich Privatanleger, generieren Handelsumsätze in Aktien, Anleihen, Fonds und ETPs.

1.2.1.2 Geschäftsfeld Capital Markets

Im Bereich Capital Markets betreut die Baader Bank Unternehmenskunden im Primär- und Sekundärmarkt, die als Kapitalnachfrager bzw. Emittenten agieren. Das Dienstleistungsangebot umfasst die unabhängige Beratung bei Kapitalmarkttransaktionen, sowie die Durchführung und Strukturierung von Eigenkapitaltransaktionen oder hybriden Finanzierungsvarianten.

Die Beratungsfunktion im Transaktionsprozess wird ergänzt durch Platzierungs- und Strukturierungskompetenzen. Zudem bestehen Cross-Selling-Potenziale mit dem Angebot von Unternehmens- und Sektor-Research sowie aus Dienstleistungen für Unternehmenskunden im Corporate Brokerage als auch bei der wertpapiertechnischen Abwicklung von Kapitalmarkttransaktionen im Bereich Special Execution.

Dem Geschäftsfeld Capital Markets ist seit dem 01. Januar 2024 auch der Bereich Research Services zugehörig. Für diesen Dienstleistungsbereich kooperiert die Baader Bank mit dem französischen Research-Anbieter AlphaValue. Das gemeinsame Angebot umfasst unabhängiges, paneuropäisches Aktien- und Sektor-Research, sowie Research zu ausgewählten Unternehmen und Branchen aus der DACH-Region. Zielgruppe sind kapitalsuchende Unternehmenskunden sowie Investoren, die ihrerseits nach Investmentideen suchen. Entsprechend bildet das Research-Angebot eine Schnittstelle zwischen zwei für die Baader Bank besonders relevanten Kundengruppen - die größtenteils aus der DACH-Region stammenden Unternehmenskunden sowie internationale institutionelle Investoren, die aus den Analysen ihre Investmentideen generieren und Anlageentscheidungen ableiten.

Baader Bank organisiert turnusmäßig Konferenzen, die dem Dialog zwischen internationalen Investoren und Unternehmen, die sich dort präsentieren, dienen bzw. diesen fördern. Im Rahmen von Einzelgesprächen oder Diskussionsrunden werden Unternehmenseinblicke gegeben und Investmentideen entwickelt. Die Baader Investment Conference findet jährlich in München statt und die Swiss Equities Conference - in Zusammenarbeit mit der Tochtergesellschaft Baader Helvea - in Bad Ragaz (Schweiz). Dort treffen sich jeweils Index-zugehörige und sonstige gelistete Unternehmen mit Investoren aus der DACH-Region, Europa, Großbritannien und Nordamerika.

1.2.1.3 Geschäftsfeld Brokerage

Das Geschäftsfeld Brokerage umfasst sämtliche für Kunden auf dem Sekundärmarkt zu erbringenden Dienstleistungen sowie den Vertrieb von Primär- und Sekundärmarkttransaktionen. Zu den wesentlichen Leistungen der Baader Bank zählen in diesem Bereich das Low-Touch-Trading für Kunden an nationalen und internationalen Börsenplätzen und Handelsplattformen, an die die Baader Bank angeschlossen ist. Dies umfasst die automatisierte Auftragsausführung in Aktien, Anleihen, ETPs und verbrieften Derivaten sowie Krypto-Assets. Darüber hinaus wird das sogenannte High-Touch-Trading und Sales Trading als direkte individuelle Betreuung und Orderausführung für institutionelle Kunden angeboten.

Die Vertriebsaktivitäten in diesem Geschäftsfeld schließen die aktive Ansprache von institutionellen Endkunden sowie den Vertrieb von Research-Produkten und -Ideen ein. Als eigenständig angebotenes Dienstleistungspaket erbringt die Baader Bank aktives Designated Sponsoring in Form einer Mandatierung auf der Börsenplattform Xetra (Frankfurter Wertpapierbörse) sowie der Wiener Börse und in der Schweiz.

1.2.1.4 Geschäftsfeld Account Services

Unter dem Geschäftsfeld Account Services subsumiert die Baader Bank das Einlagen- und Depotgeschäft. Alle originären Bankfunktionen und Dienstleistungen werden ausschließlich im Rahmen von B2B2C-Kooperationen mit Neobrokern, Online- und klassischen Vermögensverwaltern, FinTechs und Kapitalsammelstellen erbracht. Dabei profitieren die Kooperationspartner von den globalen Handelsanbindungen und der IT-Infrastruktur der Baader Bank. Als Vollbank und Plattformanbieter verfolgt die Baader Bank einen Schnittstellenansatz und agiert als B2B2C- und B2B-Partner bei der Konto- und Depotführung, sowie bei der systemtechnischen Abbildung sämtlicher Order Management- und Reporting-Prozesse unter Einhaltung der MiFID II-Vorgaben und der Anbindung an ein breites internationales Handelsnetzwerk.

In diesem Geschäftsfeld generierte Kundeneinlagen bilden die Basis für das zinstragende Geschäft der Baader Bank. Komplementär ergänzt wird das Geschäft durch ein Dispodepotkredit-Angebot für Endkunden im B2B2C-Geschäft.

1.2.1.5 Geschäftsfeld Fund Services

Im Geschäftsfeld Fund Services erbringt die Baader Bank Dienstleistungen im Bereich der Finanzportfolioverwaltung im aufsichtsrechtlichen Sinne. Als Outsourcing-Partner für Kapitalverwaltungsgesellschaften unterstützt sie das Portfoliomanagement von Fondsprodukten wie UCITS-Fonds, Spezialfonds, Offshore Fonds und Derivate-Overlay-Mandaten. Darüber hinaus bietet die Baader Bank für Anlageberater, Vermögensverwalter und Versicherungen umfassende Unterstützung bei der Realisierung von Fondsmandaten. Ferner übernimmt die Baader Bank die Buy Side Trading Desk-Funktion, zahlreiche Services im Order Management sowie in administrativen Pre- und Post-Trade-Prozessen. Die Baader Bank profitiert dabei von ihrem umfangreichen Handels-Know-How und dem breiten Spektrum an Handelsanbindungen.

1.2.2 Geschäftsfelder der Tochtergesellschaften

Abgerundet wird das Angebot der Baader Bank durch das Produkt- und Leistungsspektrum der Tochtergesellschaften. Dieses umfasst im Wesentlichen die Research- und Brokerage-Aktivitäten mit institutionellen Investoren durch die Baader Helvea Gruppe und die Vermittlung von Schuldscheindarlehen, Namenstiteln und Geldmarktanlagen an deutsche institutionelle Anleger (wie z.B. Versorgungswerke, Kommunen und Versicherungen) durch die Baader & Heins AG.

Die Selan Gruppe generiert Erträge aus dem Verkauf von Strom durch den Betrieb der in Kroatien ansässigen Windkraftanlagen der Selan d.o.o. und entwickelt Konzepte für den Ausbau und die Weiterentwicklung des Standortes Vrataruša/Senj zur Nutzung von Wind- und Solarenergie.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld im Geschäftsjahr 2024

Im Jahr 2024 betrug das Wachstum der Weltwirtschaft laut IWF (Internationaler Währungsfonds) rund 3,2 %, nachdem es im Jahr 2023 noch 3,3 % erreicht hatte. Somit schwächte sich das globale BIP-Wachstum das dritte Jahr in Folge ab, konnte aber die Erwartungen dennoch leicht übertreffen, da der IWF im Januar 2024 einen Anstieg um lediglich 3,1 % in Aussicht gestellt hatte. Das globale Wachstum lag zudem nur leicht unter dem Durchschnitt der letzten 20 Jahre und blieb somit weitgehend robust.

In einer regionalen Betrachtung hat das Wachstum in den USA mit 2,8 % erneut positiv überrascht, was insbesondere auf eine weiterhin starke Binnennachfrage zurückzuführen war. Demgegenüber lag das Wachstum in der Eurozone mit 0,7 % unter den Erwartungen. Dies war auch auf das anhaltend schlechte Abschneiden Deutschlands zurückzuführen, dessen Wirtschaftsleistung in 2024 das zweite Jahr in Folge zurückging: Das reale BIP schrumpfte um 0,2 %, obwohl zu Jahresbeginn noch ein Anstieg von 0,5 % erwartet worden war. In China erreichte das Wachstum mit 5,0 % exakt das Wachstumsziel der Regierung. Auch wenn während des Jahres in einigen Ländern ein leichter Anstieg der Arbeitslosenquote zu verzeichnen war, gingen von den Konsumausgaben dennoch positive Wachstumsimpulse aus, da deutlich steigende Löhne und Gehälter sowie ein gleichzeitig weiter nachlassender Inflationsdruck die Kaufkraft der privaten Haushalte positiv beeinflussten.

Nachdem die meisten Notenbanken aufgrund einer nachlassenden Abwärtsdynamik in den Inflationsraten im ersten Halbjahr noch abwartend reagiert hatten, stieg die Bereitschaft für Leitzinssenkungen ab dem Sommer zusehends. Die EZB senkte den für die EUR-Geldmarktzinsen maßgeblichen Einlagensatz ab Juni in insgesamt vier Schritten von je 25 Basispunkten und somit um einen vollen Prozentsatz von 4 % auf 3 %. Demgegenüber senkte die US-Notenbank ihren Leitzins erstmals im September, dafür aber um 50 Basispunkte. Im vierten Quartal folgten dann noch zwei weitere Lockerungsschritte um jeweils 25 Basispunkte. Die Zielspanne für die Fed Funds ermäßigte sich damit im Jahr 2024 ebenfalls um einen vollen Prozentpunkt, und zwar von 5,25 bis 5,50 % auf 4,25 bis 4,50 %.

Unter dem Eindruck der später als erwartet beginnenden Zinssenkungen der Notenbanken kam es an den Anleihemärkten zunächst zu einem moderaten Renditeanstieg, der seinen Höhepunkt jedoch bereits im zweiten Quartal erreichte. Die wieder zunehmende Perspektive auf einen bevorstehenden Lockerungszyklus der Notenbanken bewirkte dann in den Sommer hinein einen neuerlichen Renditerückgang. 10-jährige Bundesanleihen erreichten mit rund 2 % erneut das Renditeniveau von Jahresanfang, während 10-jährige US-Staatsanleihen bis zum Ende des dritten Quartals sogar deutlich stärker zurückgingen, nachdem enttäuschende Arbeitsmarktdaten zwischenzeitlich Sorgen um eine signifikanter ausfallende Wachstumsabschwächung in den USA ausgelöst hatten. Nachdem sich die damit verbundenen Zinssenkungshoffnungen aufgrund stark bleibender Wirtschaftszahlen im vierten Quartal wieder zurückbildeten, kam es am US-Anleihemarkt erneut zu steigenden Renditen. Dabei spielte auch der Sieg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen eine Rolle, da dessen Politik als inflationssteigernd angesehen wird. Demgegenüber hielten unter den Erwartungen ausfallende Konjunkturzahlen in der Eurozone die Perspektive auf weitere Zinssenkungen durch die EZB intakt, weshalb es in der Eurozone im vierten Quartal nur zu einem moderaten Renditeanstieg kam.

An den Aktienmärkten sorgte die Kombination aus einem weitgehend robust bleibenden Wachstum der Weltwirtschaft sowie im Trend rückläufige Inflationsraten für eine positive Grundstimmung. Vor diesem Hintergrund zeigten sie sich relativ unbeeindruckt von den schwankenden Aussichten hinsichtlich des Beginns und des Umfangs möglicher Leitzinssenkungen. Lediglich im Sommer kam es aufgrund zwischenzeitlicher Sorgen vor einer deutlicheren Abschwächung des US-Arbeitsmarktes zu einem stärkeren Kursrückgang, der aber bereits nach einigen Wochen wieder aufgeholt werden konnte. Dazu trug auch die Hoffnung auf wachstumssteigernde Maßnahmen in Folge der Wiederwahl Donald Trumps bei. Der DAX-Kursindex konnte im Jahr 2024 um 15,4 % zulegen (DAX-Performanceindex inklusive Dividenden: 18,8 %), während der Euro STOXX 50 um 8,3 % stieg.

Abermals profitierten zudem Technologieunternehmen von der Perspektive auf ein starkes Wachstum im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Dies bescherte dem amerikanischen Aktienmarkt noch stärkere Kursgewinne. Der S&P 500 gewann 23,3 % und der NASDAQ 100 sogar 24,9 %. Generell blieb die Entwicklung an den Aktienmärkten jedoch sehr selektiv. Die starke Entwicklung des US-Aktienmarktes war maßgeblich von einigen wenigen Mega-Caps getragen, während sowohl in den USA als auch in Europa viele geringer kapitalisierte Werte abermals deutlich schwächer als der Gesamtmarkt abschnitten. Zyklische Aktien verzeichneten im Gesamtjahr eine deutliche Outperformance gegenüber Defensivtiteln, was auch auf die anhaltend starke Entwicklung von Bankaktien zurückzuführen war, die von einer steiler werdenden Zinskurve profitierten. Lediglich im Zuge der wachsenden Konjunktursorgen während der Sommermonate kam es zu einer temporären Underperformance.

2.1.2 Branche, Marktstellung und Veränderung der Wettbewerbsposition

Die im Jahresverlauf 2024 im Vergleich zum Vorjahr positivere Grundstimmung im Börsenumfeld wirkte sich verschiedenartig auf das Wertpapierhandelsgeschäft im zurückliegenden Geschäftsjahr aus. Das Kapitalmarktjahr war geprägt von schrittweisen Zinssenkungen in der zweiten Jahreshälfte, einer gestiegenen Inflation sowie gleichzeitig einer Vielzahl von Aktienindizes, die im Jahresverlauf neue Allzeithöchststände erreichten. Mit Blick auf die Volatilität, gab es vor allem in der zweiten Jahreshälfte deutliche Ausschläge nach oben, gemessen am CBOE Volatility Index. Die Anzahl der Trades und die Umsätze an den deutschen Börsen sind in 2024 gegenüber dem Vorjahr mit Blick auf alle Asset Klassen summiert gestiegen und entwickelten sich auf einem im Zehnjahresvergleich gleichbleibenden Niveau. An den für die Baader Bank relevanten Börsen (Frankfurt, Stuttgart, München, Berlin und gettex) sind die Anzahl der Trades und die Umsätze für alle Assetklassen zusammengefasst gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen (und erreichen einen Höchstwert seit über zehn Jahren) - mit gettex als ein wesentlicher Treiber. Entsprechend ist die Marktpartizipation der für die Baader Bank relevanten Börsen, d.h. der prozentuale Anteil an den Umsätzen und der Anzahl der Trades, sowie der Marktanteil der Baader Bank selbst, im Geschäftsjahr 2024 für alle Assetklassen zusammengenommen das dritte Jahr in Folge gestiegen.

Die Assetklasse Renten verzeichnete durch das Umfeld sinkender Notenbankzinsen im zweiten Halbjahr 2024 leicht rückläufige Umsätze an deutschen Börsen insgesamt gegenüber dem Vorjahr. Während der Umsatz leicht zurückging, hat sich die Anzahl Trades an den deutschen Börsen hinsichtlich der Assetklasse Renten kontant entwickelt.

Im Jahr 2024 hat sich der Wettbewerb der Market Maker weiter verstärkt. Zum Jahresende ist öffentlich berichtet worden, dass das Fintech Scalable Capital sein Dienstleistungsangebot erweitert und gemeinsam mit der Börse Hannover die sogenannte European Investor Exchange (EIX) als neuen Handelsplatz für Privatanleger betreibt.

Die Verlagerung der Umsatzvolumina - weg von den klassischen Börsen mit Entgeltmodellen, hin zu entgeltfreien Handelsplätzen - hat sich auch im Jahr 2024 weiter fortgesetzt. Gebührenoptimierte Best Execution-Plattformen gewinnen insbesondere seit den Ausnahmejahren 2020 und 2021 weiterhin verstärkt Marktanteile von klassischen deutschen Regionalbörsen. Die elektronische Handelsplattform gettex verzeichnet über die Gattungen Aktien, Anleihen, ETPs, Fonds und Zertifikate hinweg bei den Orderbuchumsätzen Steigerungen von über 50 % in Summe und bei der Anzahl der Orders ebenfalls um über 50 %.

Der Wettbewerb für orderbuchführende Market Maker im deutschsprachigen Raum bleibt in einem weiterhin fragmentierten Marktumfeld intensiv. Durch die international fortschreitende Etablierung sogenannter Multi Market Maker-Modelle entsteht im internationalen Wettbewerb eine offene Konkurrenzsituation zwischen mehreren preisstellenden Market Makern, die permanent hinsichtlich Schnelligkeit und möglichst enger Spreads in der Preisstellung im Wettbewerb miteinander stehen. Hinzukommt ein Wettbewerb hinsichtlich der angebotenen Handelszeiten. So besteht eine Initiative der NYSE, den US-Aktienhandel auf 22 Stunden am Tag und fünf Tage die Woche auszudehnen.

Auch das Brokerage-Geschäft der Baader Bank als Handelspartner, insbesondere für Cash Equity-Produkte im DACH-Raum, findet in einem sich konsolidierenden Markt statt. Das Marktumfeld entwickelte sich im Berichtszeitraum herausfordernd in einem weiterhin ausgeprägten Wettbewerb.

Mit divergenten Auswirkungen im Markt für Kapitalmarktdienstleistungen kennzeichneten die weltpolitische Lage, bedeutende Wahlen in großen Ländern und Zinssenkungen das Jahr 2024. In Deutschland gab es insgesamt vier Börsengänge im deutschen Prime Standard, sodass gegenüber dem Vorjahr kaum eine positive Entwicklung zu verzeichnen ist.

Im Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit Online-Brokern, (Online-) Vermögensverwaltern, Family Offices und FinTechs sieht die Baader Bank weiterhin ein hohes Potenzial, sowohl mit neuen als auch bestehenden Kooperationspartnern. Diese Ausrichtung hat trotz beschlossener Restriktionen im Bereich Payment for Orderflow (PFOF) bestand. Das PFOF ist in der EU seit Ende März 2024 verboten. Für Kunden mit Sitz in Deutschland gilt eine Ausnahmeregelung bis zum 30. Juni 2026, wodurch sich die Wettbewerbssituation zusätzlich verändert. Die Baader Bank geht davon aus, dass die weiteren regulatorischen Entwicklungen in diesem Bereich zusätzlich zu einer Veränderung der Wettbewerbssituation beitragen.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist das steigende Interesse und die Nachfrage an Krypto-Anlageprodukten. Hierdurch wird das Spektrum von Angebot und Nachfrage erweitert und zusätzliche, Krypto-spezifische Anbieter kommen auf den Markt, sodass sich auch neue Geschäfsmodelle auftun. Gleichzeitig gibt es mit MiCAR (Markets in Crypto-Assets Regulation) erstmals eine ganzheitliche europäische Regulierung für Kryptowerte (in Kraft seit Juni 2023), die auch für die Baader Bank seit dem 30. Dezember 2024 volle Anwendung findet.

Ergänzend zu dem nationalen Geschäft treiben verstärkt im europäischen Ausland agierende Wettbewerber das weitere Marktwachstum voran. Mit einer umfangreichen IT-Infrastruktur und einem vollumfänglichen Bankdienstleistungsangebot von Konto- und Depotgeschäften bis zu Handelsanbindungen, Ordermanagement und Reporting, steht die Baader Bank nicht in Konkurrenz, sondern ergänzt das Leistungsspektrum der Online-Broker, Vermögensverwalter, Family Offices und FinTechs. Die Zahl der Personen, die in Deutschland im Jahr 2024 in Aktien, Aktienfonds oder aktienbasierte ETFs investiert haben, beträgt 12,1 Mio. und liegt nahezu auf Vorjahresniveau. Das Potenzial und der Wettbewerb um diese und zusätzliche Anleger sind weiterhin hoch. Unterstützend können politische Impulse wie zum Beispiel die Idee eines möglichen Altersvorsorgedepots wirken.

Im Equity Research-Geschäft befindet sich die Baader Bank nach wie vor in einem stark preisgetriebenen Wettbewerbsumfeld mit verstärkter Nachfrage nach LargeCap-Research. Das Produktangebot und die Preismodelle müssen den Anforderungen der Kunden entsprechen, wettbewerbsfähig gegenüber anderen Anbietern sein und den regulatorischen Anforderungen gerecht werden.

Hinsichtlich umfassender Dienstleistungen im Bereich von Asset Management-Funktionen und Trading Desk-Services, wirkt sich der fortschreitende Trend steigender regulatorischer Anforderungen unterstützend auf die Neuauflage von Fondsprodukten und somit auf die Nachfrage nach den gebotenen Dienstleistungen der Baader Bank in diesem Bereich aus. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerb zu.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Entwicklung der wesentlichen finanziellen Leistungs- und Ergebnistreiber

Den substanziellen Anteil am Gesamtbankergebnis des Baader Bank Konzerns (sowie für die Baader Bank) machen als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren und Ergebnistreiber das Ergebnis aus Handels- und das Ergebnis aus Provisionsgeschäft aus - sowie aufgrund der Zinsentwicklung zudem das Ergebnis aus Zinsgeschäft.

Abweichend von der HGB-Struktur, wird die Gewinn- und Verlustrechnung des Baader Bank Konzerns in der sogenannten Management-Account-Struktur dargestellt. Dabei beinhaltet das Ergebnis aus Zinsgeschäft neben dem Zinsergebnis auch die zinsinduzierten Provisionsaufwendungen. Das Ergebnis aus dem Handelsgeschäft beinhaltet das Handelsergebnis, das Courtage- und Transaktionsergebnis und handelsinduzierte Provisionsaufwendungen inkl. Börsen- und Abwicklungsgebühren. Die laufenden Erträge werden unter den sonstigen Erträgen ausgewiesen. Der Vorsorgeaufwand enthält neben der allgemeinen Risikovorsorge die Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Die Treiber unterliegen sowohl den beschriebenen exogenen Entwicklungen an relevanten Märkten, also den dort herrschenden Stimmungsbildern und Volatilitäten, als auch der internen Prozessoptimierung und Preismodellen. Für das Jahr 2024 lieferte abermals das Ergebnis aus Zinsgeschäft einen deutlich positiven Anteil am Gesamtergebnis.

Die Gesamterträge des Baader Bank Konzerns belaufen sich auf EUR 247,7 Mio. (Vorjahr: EUR 170,8 Mio.) und konnten im Kontext einer selektiven Entwicklung an den Kapitalmärkten und weiterem Kundenwachstum gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 45 % gesteigert werden.

Das Ergebnis aus Handelsgeschäft ist maßgeblich beeinflusst durch die Handelsvolumina und die herrschende Volatilität. Im Gesamtjahr sind die Umsätze und die Anzahl Trades an den für die Baader Bank relevanten Märkten gegenüber dem Vorjahr insgesamt gestiegen. Entsprechend verzeichnete das Ergebnis aus Handelsgeschäft einen Anstieg um 78 % und liegt für das vergangene Geschäftsjahr bei EUR 66,7 Mio. (Vorjahr: EUR 37,4 Mio.).

Auf das Ergebnis aus Provisionsgeschäft entfallen EUR 102,3 Mio. (Vorjahr: EUR 79,5 Mio.), welches trotz eines starken Wettbewerbs um 29 % durch den Ausbau des B2B2C-Geschäfts gesteigert werden konnte

Das Ergebnis aus Zinsgeschäft liegt bei EUR 48,5 Mio. (Vorjahr: EUR 35,8 Mio.) und ist aufgrund erhöhter Kundeneinlagen und trotz leicht rückläufigem Zinsniveau weiter gestiegen.

Die Ergebnisse der drei Tochtergesellschaften des Baader Bank Konzerns, die schweizerische Baader Helvea Gruppe, die Baader & Heins Capital Management AG sowie die Selan Gruppe, haben jeweils positiv zum Jahresergebnis des Konzerns beigetragen.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von EUR 40,2 Mio. liegt im Baader Bank Konzern deutlich über dem Ergebnis aus dem Vorjahr (2023: EUR 4,0 Mio.) und übertrifft auch die im dritten Quartal nach oben angepasste Jahresprognose, die von einem Ergebnis vor Steuern in einer Bandbreite von EUR 25 bis 32 Mio. ausgegangen ist.

Die Gesamtaufwendungen sind für das abgeschlossene Geschäftsjahr auf EUR 207,5 Mio. gestiegen (Vorjahr: EUR 166,9 Mio.). Aufgrund von Investitionen in die IT-Infrastruktur zur Optimierung der Plattformfunktionalitäten liegt der Sachaufwand bei EUR 97,5 Mio. (Vorjahr: EUR 90,6 Mio.). Der Anstieg im Personalaufwand auf EUR 92,2 Mio. (Vorjahr: EUR 72,6 Mio.) ist durch das wachsende Personalgerüst sowie den variablen Vergütungsbestandteil begründet. Der Vorsorgeaufwand ist einhergehend mit dem gestiegenen Ergebnis aus Handelsgeschäft durch die verpflichtende Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken entsprechend auf EUR 17,8 Mio. (Vorjahr: EUR 3,7 Mio.) angestiegen.

Die Bilanzsumme des Baader Bank Konzerns verzeichnet zum 31. Dezember 2024 im Vergleich zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres einen Anstieg um rund 23 % und hat sich auf EUR 4,8 Mrd. ausgeweitet (Vorjahr: EUR 3,9 Mrd.). Das Eigenkapital des Baader Bank Konzerns ist auf EUR 189,4 Mio. angestiegen (Vorjahr: EUR 165,5 Mio.) und die Gesamtkapitalquote liegt für das zurückliegende Geschäftsjahr bei 23,6 % (Vorjahr: 23,0 %). Zusätzlich ist die Eigenkapitelseite durch den Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. Mit dieser Basis verfügt die Baader Bank über ausreichend Kapazitäten für weiteres Wachstum und Investitionen.

Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren des Baader Bank Konzerns werden im gesonderten nichtfinanzeillen Bericht dargestellt.

2.2.2 Geschäftsverlauf Geschäftsfelder

2.2.2.1 Geschäftsfeld Market Making

Die anhaltende Verlagerung von Umsatzvolumina - weg von den klassischen Börsen mit Entgeltmodellen, hin zu entgeltfreien Handelsplätzen - ist auch im Jahr 2024 weiter vorangeschritten. Mit einer positiveren Grundstimmung im Börsenumfeld und den verschiedenartigen positiven Auswirkungen auf das Wertpapierhandelsgeschäft im zurückliegenden Geschäftsjahr konnte vor allem die Börse gettex ihren Marktanteil weiter erhöhen. In den Gattungen Aktien, Anleihen, ETPs, Fonds und Zertifikate verzeichnet gettex bei den Orderbuchumsätzen und bei der Anzahl der Orders Steigerungen von über 50 % in Summe.

Neben der allgemein positiven Entwicklung verschiedener Assetklassen, bzw. Höchstständen bei Indizes, profitiert die Börse gettex auch vom (Neukunden-) Wachstum der Baader Bank im Kooperationspartner- bzw. Depotgeschäft, wodurch zusätzliches Handelsvolumen an den für die Baader Bank relevanten Märkten entsteht. Ergänzt um zahlreiche OTC- Direktanbindungen ist die Baader Bank im Wertpapierhandel mit Retailkunden sehr gut positioniert. Das starke Umsatzwachstum dieser beiden Handelsplätze hat dazu beigetragen, dass die Bank ihren Marktanteil auch im Jahr 2024 an allen (relevanten) Börsen ausbauen konnte. Die Zinsentwicklung in 2024 bewirkte einen leichten Umsatzrückgang in der Assetklasse Renten bei allen deutschen Börsen zusammengenommen.

Im außerbörslichen Handel bewegten sich die Umsätze in 2024 auf einem moderat höheren Gesamtniveau als im Vorjahr. Vor allem die Assetklasse der ETFs und der ausländischen Aktien verzeichnete einen vergleichsweise höheren Umsatzanteil, während der Anteil der Assetklasse inländische Aktien zurückging. Die Baader Bank profitiert von dieser Entwicklung als Liquiditätsspender an OTC-Handelsplätzen.

Im Berichtszeitraum hat die Baader Bank ihr Handelsangebot erweitert und die Handelszeiten im außerbörslichen Handel für Aktien, Fonds, ETPs und Anleihen verlängert. Während der Handel bisher von 08:00 bis 22:00 Uhr möglich war, gilt die um 1,5 Stunden verlängerte Handelszeit seit dem 18. Oktober 2024 von 07:30 bis 23:00 Uhr im außerbörslichen Handel der Baader Bank. Die Baader Bank begegnet damit der steigenden Nachfrage ihrer Kooperationspartner und von Privatkunden sowie von institutionellen Kunden im Wertpapierhandel und festigt mit diesem Schritt ihre Marktposition als Market Maker in Deutschland.

Das Orderflow-Potenzial aus bestehenden und neu gewonnenen Kooperationen mit Online- und Direktbanken, die an den Quote-, Handels- und Abwicklungssystemen der Baader Bank partizipieren, ist weiterhin auf einem soliden Niveau. Der Ausbau der OTC-Aktivitäten und die Ausweitung der Handelszeiten stellt für die Baader Bank nach wie vor ein kurz- bis mittelfristig Ziel dar, gebündelt mit dem gesamten Handelsangebot der Baader Bank unter einem einheitlichen Auftritt unter der neuen Marke "Baader Trading".

Wie auch in den vergangenen Jahren konnte die Baader Bank abermals neue Orderbücher gewinnen. Sie wurde im Berichtszeitraum vier Mal als Spezialist an der Frankfurter Wertpapierbörse mandatiert. Sie übernahm entsprechend bei allen vier Börsengängen des letzten Jahres im Prime Standard in Deutschland die Orderbuchführung für die RENK Group AG, BigRep SE, SMT Scharf AG und die Springer Nature AG & Co. KGaA.

2.2.2.2 Geschäftsfeld Capital Markets

Nach einem bereits stark eingetrübten Vorjahr war das Geschäft mit Kapitalmarktdienstleistungen in 2024 mit insgesamt vier Börsengängen in Deutschland im Prime Standard weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Das Gesamtemissionsvolumen lag bei EUR 1,5 Milliarden (Vorjahr: EUR 1,9 Milliarden). Während der Aktienmarkt sich im Berichtszeitraum mit neuen Höchstständen deutlich positiv entwickelt hat, wirkten die Zinsentwicklung, politische Unsicherheiten und eine schwächelnde Gesamtwirtschaft als Dämpfer für das IPO-Geschäft.

Im Kapitalmarktgeschäft begleitete die Baader Bank im dritten Quartal als Listing Agent den De-SPAC der BigRep SE. Die SMG Technology Acceleration SE wurde im Oktober 2023 als Special Purpose Acquisition Company (SPAC) an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Nach Zusammenschluss mit der BigRep GmbH und anschließender Umfirmierung werden die Aktien des Unternehmens unter der BigRep SE im Regulierten Markt (General Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.

Im deutschsprachigen Raum wurden in den letzten Jahren vier De-SPAC-Transaktionen abgeschlossen, wobei nun drei der vier Transaktionen von der Baader Bank begleitet worden sind. Dies unterstreicht die Kompetenz der Baader Bank in der Begleitung von komplexen und innovativen Transaktionsstrukturen. Trotz insgesamt geringem Transaktionsvorkommen konnte sich die Baader Bank weiter am Markt für Kapitalmarkdienstleistungen behaupten und sich für das laufende Börsenjahr perspektivenreich positionieren. So konnte die IPO-schwache Phase genutzt werden, für 2025 anvisierte Transaktionen vorzubereiten. Zudem hat die Baader Bank im Berichtszeitraum eine Kooperation im Kapitalmarkt- und Handelsgeschäft mit der Erste Group gestartet. Die Zusammenarbeit fokussiert sich auf Aktivitäten im Equity Capital Markets-Geschäft (ECM), den Primärmarktvertrieb und Deal Execution Services in Europa und Nordamerika, sowie das Research-Angebot für institutionelle Kunden. Ziel der Kooperation ist es, das Dienstleistungsangebot für die Kunden beider Unternehmen zu erweitern, sodass institutionelle und private Kunden von den sich ergänzenden Angeboten profitieren.

Hinsichtlich der Veranstaltungsformate war die Nachfrage seitens Unternehmensvertretern und Investoren, gemessen an den Teilnehmerzahlen, im Vergleich zu den Vorjahren um fast zehn Prozent höher. Zwar haben virtuelle Konzepte weiterhin ihre Berechtigung, doch die physische Teilnahme wird nach wie vor mehrheitlich präferiert. Insgesamt hat die Baader Bank im abgeschlossenen Geschäftsjahr 73 Roadshows für gecoverte Unternehmen begleitet - im Vorjahr waren es 100.

Aufgrund der im Jahresverlauf im Vergleich zum Vorjahr positiveren Grundstimmung im Börsenumfeld im Jahr 2024, hat die Nachfrage für Research stabil entwickelt. In dem beschriebenen (Aktienmarkt-) Umfeld haben sich die Anforderungen an das angebotene Research insofern verändert, als dass Investoren weniger Interesse an Small- und MidCap- als an LargeCap-Research hatten, u.a. getrieben durch den starken Fokus der US-Tech-Werte.

Die Nachfrage hinsichtlich der Wertpapiertechnik-Dienstleistungen der Baader Bank im Bereich Special Execution war auch in 2024 leicht rückläufig. Der Ertrag fällt entsprechend einer geringeren Anzahl an begleiteten Transaktionen im Vergleich zum Vorjahr leicht schwächer aus, gleichzeitig konnten aber auch Kosten eingespart werden. Der Markteintritt in die Schweiz im Vorjahr wurde wesentlich vorangetrieben, wobei in der Schweiz im Jahr 2024 auch Mandate gewonnen werden konnten. Die Baader Bank kann somit alle Wertpapiere in der DACH-Region (DE-ISIN, AT-ISIN sowie CH-ISIN) wertpapiertechnisch betreuen.

Im Bereich Corporate Brokerage begleitet die Baader Bank börsennotierte Unternehmen mit Kapitalmarktdienstleistungen, wie bspw. Designated Sponsoring. Das Team fungiert dabei auch als strategisches Bindeglied zur längerfristigen Anbahnung von Sell-Side-Kontakten, wovon auch der Bereich Capital Markets profitiert. Es konnten Neumandate aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gewonnen werden, während Abgänge überwiegend durch Delistings erfolgten.

2.2.2.3 Geschäftsfeld Brokerage

Das Brokerage-Geschäft der Baader Bank hat sich im Zuge des wechselhaften Kapitalmarktumfeldes in 2024 gegenüber dem Vorjahr sehr gut entwickelt, wodurch sich die eigene Wettbewerbsposition verbessert hat, u.a. auch unterstützt durch die erweiterten Handelszeiten. Die Börsenumsätze insgesamt sind gestiegen - vor allem an den Hauptmärkten wie bspw. XETRA - während die Steigerungen an den für die Baader Bank relevanten Märkten höher ausgefallen sind. Auch das Handelsvolumen im Brokeragegeschäft der Baader Bank ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Der zunehmende Wettbewerb ist getrieben durch verlängerte Handelszeiten und das wachsende Produktangebot. Weitere Einflussfaktoren sind neben regulatorischen Askepkten (MiCAR und DORA) auch Entwicklungen rund um das Thema PFOF.

Im vergangenen Geschäftsjahr wurde der Kryptohandel im B2B-Geschäft als Ergänzung zu dem bestehenden B2B2C-Angebot (im Account Services) weiterentwickelt bzw. vorbereitet (siehe Kapitel 3.2.2.3). Die Baader Bank verfügt über ein SetUp, das sich derzeit vor allem an Neobroker, Vermögensverwalter, Family Offices, Asset Manager und Kapitalverwaltungsgesellschaften richtet.

Nach wie vor ist das Umfeld geprägt durch spürbaren Wettbewerb und Konsolidierung. Trotz herausforderndem Umfeld konnten weitere Kunden gewonnen werden. Voraussetzung hierfür war und ist auch der permanente Ausbau mit Blick auf die Märkte und die Automatisierung der Handelsinfrastruktur mithilfe neuer Technologien.

In Bezug auf die regionale Fokussierung versteht sich die Baader Bank weiterhin sowohl als lokaler Broker für die deutschsprachige Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) als auch für globale institutionelle Investoren.

2.2.2.4 Geschäftsfeld Account Services

Die Baader Bank fungiert in diesem Geschäftsbereich als Geschäftspartner und Plattformanbieter für die jeweiligen Kundengruppen (u.a. Neobroker, Online- und klassische Vermögensverwalter, Fintechs). Das B2B2C-Geschäft erfuhr im Zuge der Aktienmarkt- und Zinsentwicklung im Jahr 2024 eine Zunahme der Handelsaktivitäten in den Assetklassen (ausländische) Aktien und ETFs. Unter anderem getrieben durch die positive Entwicklung vieler Aktienmärkte, ist das Geschäft der Neo-Broker und Online-Vermögensverwalter weiter gewachsen.

Das Konto- und Depotgeschäft der Baader Bank ist im Gesamtjahr 2024 in Hinblick auf die Anzahl der im Konzern geführten Depots um rund 34 % auf 1.708.000 Depots (31.12.2023: 1.277.000) gewachsen und weist somit eine deutliche Neukundengewinnung auf. Dabei verzeichnet das Einlagevolumen einen Anstieg um 23 % bzw. EUR 0,8 Mrd. im Gesamtjahr 2024 auf EUR 4,3 Mrd. Das Depotvolumen konnte seit Jahresbeginn 2024 um EUR 14,1 Mrd. auf insgesamt EUR 42,3 Mrd. gesteigert werden. Das Wachstum begründet sich vor allem im Neukundenwachstum bzw. dem Ausbau bestehender B2B2C-Kooperationspartnerschaften und teilweise durch Zinsangebote. Zudem konnten weitere Vermögensverwalter und Family Offices als Kunden gewonnen werden. sowie ein weiterer Kunde im Endkunden-Broker-Segment.

Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Baader Bank ihre diversifizierte Partnerbasis durch Vertragsverlängerungen langfristig gestärkt und entsprechende Ertragspotential gesichert. Mit Partnern wie u.a. Smartbroker+, Finanzen.net ZERO, Traders Place und Sino vefügt die Baader Bank über eine vielfältige Basis an langfristigen Kooperationen im Neobroker-Segment mit einem diversifizierten Produktangebot und breiter Endkundenbasis. Die Baader Bank treibt diese Diversifikation ihrer B2B2C-Kooperationspartnerschaften über Onboarding neuer sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften konsequent voran. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern erweitert die Baader Bank stetig das Produktportfolio, um den Kunden innovative und marktgerechte Lösungen zu bieten, wie zum Beispiel den 24/7-Krypto-Handel, den Anleihe-Handel, die Nutzung von Zins- und Währungskonten und die Verlängerung von Handelszeiten. Zudem ist der Handel von Schweizer Aktien im außerbörslichen Handel über die Baader Bank möglich.

Im Dezember vergangenen Jahres ist öffentlich bekannt geworden, dass der noch bestehende Kooperationspartner der Baader Bank, namentlich Scalable Capital, künftig mit einem neuen bzw. erweiterten Geschäftsmodell am Markt agieren wird. Mit diesem Schritt entsteht für die Baader Bank eine neue Wettbewerbssituation, da infolgedessen regulatorisch zur Baader Bank vergleichbare Dienstleistungen erbracht werden können. Ungeachtet dessen erwartet der Vorstand er Baader Bank, dass sich der grundsätzlich positive Entwicklungstrend im Kooperationspartnergeschäft der Baader Bank weiter fortsetzt.

Im Zuge des Strategieprogramms High Performance Banking setzt die Baader Bank weiterhin verstärkt auf die Sicherstellung der technischen und prozessualen Leistungs- und Lieferfähigkeit gegenüber Kooperationspartnern und Endkunden. Damit einhergehend werden Prozessoptimierungen bis hin zur Vollautomatisierung vorangetrieben, u.a. um die Internationalisierung, bzw. Europäisierung der eigenen Geschäfte mit den Kooperationspartnern erfolgreich umzusetzen.

2.2.2.5 Geschäftsfeld Fund Services

Im Geschäftsverlauf 2024 entwickelte sich das bei den als Finanzportfolioverwalter für Kapitalverwaltungsgesellschaften betreute Vermögen im Bereich der Fund Services nahezu konstant und liegt zum Stichtag bei EUR 6,3 Mrd. (Gesamtvolumen zum 31.12.2023: EUR 6,03 Mrd.). Die Zahl der Fondsmandate beläuft sich zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres auf 56 (Vorjahr: 51). Die Entwicklung der betreuten Vermögen wurde dabei u.a. unterstützt durch die neu gewonnenen Mandate und die Renditeentwicklung der Kapitalmärkte. Nach wie vor wirken sich steigenden regulatorischen Anforderungen positiv auf die Nachfrage nach den gebotenen Dienstleistungen der Baader Bank im Bereich Fund Services aus.

2.2.2.6 Geschäftsverlauf der Tochtergesellschaften

Zentraler Bestandteil des Baader Bank Konzerns ist die schweizerische Baader Helvea Gruppe. Zusammen mit dem Brokerage der Baader Bank konnte hier ein relevanter, lokaler Broker in deutschen, österreichischen und schweizerischen Aktien erfolgreich am Markt etabliert werden. Seit über zwanzig Jahren bietet die Baader Helvea Brokerage und Research für institutionelle Anleger weltweit an, mit einem Fokus auf Investoren in Großbritannien, der Schweiz, den USA und Kanada.

Im Jahr 2024 setzte sich der Aufwärtstrend der Baader Helvea trotz herausfordernder Märkte fort. Der Kundenstamm wurde an allen Standorten ausgebaut und das Cross-Selling von Produkten und Dienstleistungen an den internationalen Standorten verstärkt. Bestehende Kooperationen wie das SIX Stage-Programm mit der schweizerischen Börse wurden erfolgreich ausgebaut und die Position der Baader Helvea als führender Anbieter in der Schweiz gefestigt. Zusammen mit dem französischen Research-Kooperationspartner AlphaValue wird eine vollumfängliche Research-Plattform angeboten. Das Angebot erstreckt sich auf über 600 pan-europäische Analysetitel.

Haupttreiber des Baader Helvea-Ergebnisses sind Provisionseinnahmen aus Sales- und Research-Aktivitäten. In 2024 ist der Anteil der Einnahmen aus dem reinen Ausführungsgeschäft ('Execution Only') gestiegen. Der Markterfolg der Baader Helvea Gruppe in 2024 spiegelt sich in einem deutlich positiven Ergebnisbeitrag zum Baader Bank Konzern für das Geschäftsjahr 2024 wider und knüpft damit an die Entwicklung aus dem Vorjahr an. Dafür sind die fortgesetzte Kosten- und Prozessoptimierung sowie die Adjustierung der Dienstleistungs- und Produktpalette nach den Bedürfnissen und Potenzialen der einzelnen Kundengruppen ursächlich.

Ergebnistreiber der Selan Gruppe sind die von der Windparkbetreiberin Selan d.o.o. erzielten Erlöse aus der Produktion und Vermarktung von Windstrom. Maßgeblich wird diese Erlösquelle von den Windverhältnissen an der kroatischen Küste und den Strompreisen am kroatischen Strommarkt beeinflusst.

Nach dem sprunghaften Anstieg in 2022 aufgrund des Ukrainekrieges haben sich nach nunmehr drei Jahren die Großhandelspreise für Strom auf einem niedrigeren Niveau stabilisiert, wenngleich sie aber noch immer über dem Niveau vor Beginn des Krieges liegen. Die Selan d.o.o. konnte von dieser außergewöhnlichen Marktsituation im Jahr 2022 insoweit profitieren, als sie mit einem nationalen Stromvermarkter eine Dreijahresfestpreisvereinbarung beginnend ab 01.01.2023 abschließen konnte, der ein Strompreis deutlich oberhalb des Marktniveaus zugrundeliegt. Das von der Selan Gruppe im Jahr 2024 erzielte Ergebnis ist somit maßgeblich von den Windverhältnissen am Standort Senj und von der technischen Verfügbarkeit, der durch die Windparkbetreiberin Selan d.o.o. betriebenen Windkraftanlagen als auch dem Festpreisniveau beeinflusst.

Niedrige Windgeschwindigkeiten im Frühjahr wurden durch eine lange stabile Sommerperiode mit durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten abgelöst. Erst zum Jahresende erhöhten sich die Durchschnittsgeschwindigkeiten erkennbar und endeten in einer Starkwindphase im Dezember. Der Gesamtwindertrag übertraf so nur leicht das Ertragsniveau des Vorjahres.

Wegen fehlender Geschäftsaktivitäten wurde die Liquidation der Vjetropark Vratarusa d.o.o., die bis dahin der Selan Gruppe zugehörte, beschlossen und sie wurde im November 2024 liquidiert.

Die Baader & Heins Capital Management AG ist ein Wertpapierinstitut, das auf die Vermittlung vorwiegend illiquider, verzinslicher Finanzprodukte zwischen Emittenten und institutionellen Investoren spezialisiert ist. Zum Kundenkreis gehören institutionelle Großanleger aus dem Versicherungsbereich, dem öffentlichen Sektor sowie dem Bankenbereich im In- und Ausland. Die Geschäftsentwicklung der Baader & Heins wird im Wesentlichen vom Provisionsergebnis bzw. von der zugrundeliegenden Vermittlungsprovision, der Anzahl der Geschäftsabschlüsse sowie dem vermittelten Volumen bestimmt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sorgten weiterhin der Ukraine-Krieg, der Nahost-Konflikt, der Konsolidierungsdruck bei wichtigen Marktakteuren im Zuge von Fusionen und Übernahmen sowie die Nachwirkungen der Insolvenz der Bremer Greensill Bank für Gegenwind in der Branche.

In diesem, insgesamt anhaltend erneut sehr schwierigen Umfeld, konnte sich die Baader & Heins AG im Markt für illiquide Zinsprodukte behaupten. Die etablierte Marktstellung der Baader & Heins AG spiegelte sich im Berichtsjahr auch darin wider, dass sowohl Bestands- wie auch vereinzelt neue Kunden weiterhin aktiv den Kontakt zur Baader & Heins AG gesucht haben. Im Gegensatz zum anhaltenden Personalabbau bzw. den Schließungen von Geschäftsfeldern im Rentenmarkt bei Banken und anderen Mitbewerbern, hielt die Gesellschaft weiterhin an dem Dienstleistungsbereich der Vermittlung illiquider Zinsprodukte mit dem Schwerpunkt Schuldscheindarlehen bzw. Namensschuldverschreibungen fest und konnte so ihre Position in diesem Markt weiter festigen. Dies hat dazu geführt, dass die Baader & Heins AG im Geschäftsjahr 2024 trotz der sehr anspruchsvollen Rahmenbedingungen erneut ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen konnte.

2.2.2.7 Vergleich der tatsächlichen Geschäftsentwicklung in 2024 mit den im Vorjahr abgegebenen Prognosen

Der Vorstand der Baader Bank hat für das Geschäftsjahr 2024 unter der Annahme sich normalisierender aber tendenziell leicht höherer Marktvolatilität und weiterem Geschäftswachstum anfänglich eine Prognose ausgegeben, mit einem Ergebnis vor Steuern auf dem Vorjahresniveau (EBT 2023: EUR 4,0 Mio.) und einer Eigenkapitalrendite nach Steuern auf leicht erhöhtem Niveau zum Vorjahr (EK-Rendite nach Steuern in 2023: in Höhe von 1,7 %). Diese Erwartung begründete sich bereits in der Annahme einer nachlassenden Unterstützung durch exogene Einflussfaktoren gegenüber dem Vorjahr sowie den strategischen Investitionsaufwendungen der Baader Bank im Geschäftsjahr 2024. Die Baader Bank hat ihre Prognose am 19. September 2024 auf ein erwartetes Konzernjahresergebnis vor Steuern für das Gesamtjahr 2024 in einer Bandbreite von EUR 25 bis 32 Mio. angepasst (dies gilt sowohl für die AG als auch für den Konzern).

Das Ergebnis vor Steuern entwickelte sich aufgrund der Entwicklung der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren (Ergebnis aus Handelsgeschäft, Ergebnis aus Provisionsgeschäft und Ergebnis aus Zingeschäft) und Ergebnistreiber im Gesamtjahr mit insgesamt EUR 40,2 Mio. im Baader Bank Konzern, getrieben durch ein positiveres Ergebnis der Baader Bank AG, deutlich höher als zunächst prognostiziert. Entsprechend liegt die Eigenkapitalrendite nach Steuern bei 14,2 % für das abgeschlossene Geschäftsjahr.

Für das Ergebnis aus Handelsgeschäft wurde zu Jahresbeginn eine Prognose von moderat steigenden Erträgen ausgesprochen - sowohl für den Baader Bank Konzern als auch die Baader Bank AG. Aufgrund sinkender Zinsen und hoher Aktienmarktindizes bzw. Renditen, ist die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten maßgeblich positiv beeinflusst worden. Die Anzahl der Trades und die Umsätze an den deutschen Börsen sind im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr mit Blick auf alle Assetklassen gestiegen. Mit Abschluss des Geschäftsjahres beläuft sich das Ergebnis aus Handelsgeschäft für den Baader Bank Konzern, insbesondere beeinflusst durch das Ergebnis aus Handelsgeschäft der Baader Bank AG, auf EUR 66,7 Mio. und liegt somit deutlich über dem Vorjahresergebnis und fällt ebenso deutlich höher aus als die anfänglich getroffene Prognose.

Für das Ergebnis aus Zins- und Provisionsgeschäft lag die anfängliche Prognose für den Baader Bank Konzern als auch für die Baader Bank AG auf einem Niveau leicht unter dem Vorjahr. Die tatsächliche Entwicklung beläuft sich auf EUR 48,5 Mio. bzw. EUR 102,3 Mio. im abgeschlossenen Geschäftsjahr - insbesondere begründet durch die Zinsentwicklung, die gestiegenen Kundeneinlagen und das B2B2C-Kundengeschäft. Damit fällt das Ergebnis aus dem Zins- und Provisionsgeschäft deutlich höher aus als die urpsürnglich getroffene Prognose (sowohl für den Konzern als auch die AG).

Im Wesentlichen sind für die Geschäftsentwicklung des Baader Bank Konzerns als auch der Baader Bank AG im Jahr 2024 die folgenden Effekte mitverantwortlich:

Die Ertrags- und Kosteneffekte aus der fortgesetzten Strategieadjustierung und den weiteren Investitionen in Wachstumsbereiche der Baader Bank sowie die Cross-Selling-Effekte aufgrund der Diversifikation des Geschäftsmodells tragen zu der positiven Gesamtentwicklung in einem wettbewerbsreichen Marktumfeldes bei. Auch die Gewinnung von Marktanteilen unterstützt die positive Entwicklung der Ergebnisbestandteile wesentlich. Die sich fortgesetzten Marktentwicklungen im Wertpapierhandel haben das Ergebnis entscheidend positiv beeinflusst. Entsprechend konnte das Wachstum im Konto- und Depotgeschäft der Baader Bank fortgesetzt werden. Bei den Account Services, knüpft die Baader Bank weiterhin an die Wachstumsraten der Vorjahre an - dies wird in dem erneut deutlichen Anstieg der Depotanzahl im Jahr 2024 sichtbar.

Mit der weiterentwickelten strategischen Ausrichtung der Baader Bank als führender Partner für Wertpapier- und Banking-Dienstleistungen in Europa schreitet auch die Entwicklung und Durchführung von organisatorischen und prozessualen Verbesserungen, von IT-Investitionen sowie von Marktbearbeitungs- und Vertriebsoptimierungsmaßnahmen voran. Im Ergebnis zielen die Maßnahmen der langfristigen Strategieausrichtung auch auf eine entscheidende Kapital- und Finanzstärke ab. Weiterhin wurde und wird die interne Automatisierung und Digitalisierung vorangetrieben. Ebenso findet eine stänige Erweiterung und Verbesserung der Produktpalette bzw. des Handelsangebotes statt. Entsprechend profitiert die Baader Bank als unabhängiger Anbieter einer Handels-, Abwicklungs- und Bankinfrastruktur von den europaweiten Marktentwicklungen sowie der wachsenden Anlegerschaft im In- und Ausland durch ihr integriertes Geschäftsmodell.

Ergänzend haben auch alle drei Tochtergesellschaften des Baader Bank Konzerns, die schweizerische Baader Helvea Gruppe, die Baader & Heins Capital Management AG sowie die Selan Gruppe, mit positiven Ergebnissen zum Konzernergebnis beigetragen.

2.3 Wirtschaftliche Lage des Baader Bank Konzerns

2.3.1 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Baader Bank AG als Muttergesellschaft des Baader Bank Konzerns bestimmt maßgeblich die wirtschaftliche Gesamtentwicklung des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die für den Baader Bank Konzern getroffenen Aussagen lassen sich grundsätzlich auch auf die Baader Bank AG übertragen. Dementsprechend wird der Lagebericht der Baader Bank AG und der des Baader Bank Konzerns gemäß § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Soweit sich wesentliche Abweichungen zwischen dem Jahresabschluss der Baader Bank AG und dem Konzernabschluss ergeben sowie ergänzende quantitative Angaben zu machen sind, werden diese in den sich anschließenden Berichtspassagen erläutert und dargestellt.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Baader Bank wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches ("HGB") und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute ("RechKredV") sowie unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes ("AktG") aufgestellt und vom Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft. Die Bekanntmachung für das Geschäftsjahr 2024 erfolgt im Unternehmensregister.

2.3.2 Ertragslage

Die Ertragslage des Baader Bank Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich mit einem positiven Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 40.169 (Vorjahr TEUR 3.958) im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Ausführungen zu Neukunden im Geschäftsjahr 2024 sind dem Kapitel 2.2.2 (Geschäftsverlauf Geschäftsfelder) zu entnehmen. Im Einzelnen stellt sich die Ertragslage des Baader Bank Konzerns sowie der Baader Bank AG im Geschäftsjahr 2024, im Vergleich zu den Vorjahren 2022 und 2023, wie folgt dar:

Baader Bank Konzern 2022 2023 2024 Veränderung zum Vorjahr
- Ertragslage - absolut relativ
in TEUR
Ergebnis aus Zinsgeschäft 4.906 35.792 48.528 12.736 36%
Ergebnis aus Provisionsgeschäft 73.610 79.492 102.294 22.802 29%
Ergebnis aus Handelsgeschäft 53.231 37.423 66.721 29.298 78%
Umsatzerlöse 21.343 11.396 11.543 147 1%
Sonstige Erträge 6.535 6.721 18.576 11.856 176%
Gesamterträge 159.625 170.823 247.662 76.839 45%
Personalaufwand 64.993 72.572 92.178 19.606 27%
Sachaufwand 75.623 90.610 97.473 6.863 8%
Vorsorgeaufwand 6.827 3.683 17.842 14.160 384%
Gesamtaufwendungen 147.443 166.865 207.493 40.628 24%
Ergebnis vor Steuern (EBT) 12.181 3.958 40.169 36.211 915%
Steuern 3.298 1.130 16.638 15.508 1373%
Minderheiten 193 38 16 -22 -58%
Konzernjahresergebnis 8.690 2.791 23.515 20.724 743%
Gewinn- und Verlustvortrag des Mutterunternehmens -87 -228 -190 38 -17%
Einstellungen in /Entnahmen aus Gewinnrücklagen 4.610 2.829 13.860 11.031 390%
Konzernbilanzgewinn 4.167 190 9.846 9.656 5081%

Tabelle 1: Indikatoren zur Ertragslage des Baader Bank Konzerns

Baader Bank AG 2022 2023 2024 Veränderung zum Vorjahr
- Ertragslage - absolut relativ
in TEUR
Ergebnis aus Zinsgeschäft 5.376 35.865 48.239 12.374 35%
Ergebnis aus Provisionsgeschäft 61.135 69.306 90.187 20.881 30%
Ergebnis aus Handelsgeschäft 52.180 35.304 64.973 29.669 84%
Sonstige Erträge 14.254 7.017 14.731 7.714 110%
Gesamterträge 132.945 147.492 218.131 70.638 48%
Personalaufwand 57.601 66.519 84.760 18.241 27%
Sachaufwand 63.620 76.673 80.190 3.517 5%
Vorsorgeaufwand 6.807 3.669 17.875 14.206 387%
Gesamtaufwendungen 128.027 146.861 182.825 35.964 24%
Ergebnis vor Steuern (EBT) 4.918 631 35.305 34.674 5493%
Steuern 837 669 16.149 15.481 2315%
Jahresüberschuss /-fehlbetrag 4.081 -38 19.156 19.193 -51168%
Gewinn- und Verlustvortrag aus dem Vorjahr -87 -228 -190 38 -16%
Einstellungen in /Entnahmen aus Gewinnrücklagen 0 0 9.500 9.500 n.m.
Bilanzgewinn 4.167 190 9.846 9.656 5081%

Tabelle 2: Indikatoren zur Ertragslage der Baader Bank AG

Das Ergebnis aus Zinsgeschäft liegt mit insgesamt TEUR 48.528 im Konzern (Baader Bank AG: TEUR 48.239) aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus und des höheren Einlagevolumens um TEUR 12.736 (Baader Bank AG: um TEUR 12.374) über dem Vorjahr. Geprägt war das Zinsergebnis durch erhaltene Zinsen aufgrund von Tagesgeldeinlagen bei der Deutschen Bundesbank (TEUR 120.575). Daneben wurden Zinserträge aus Beständen in festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von TEUR 5.175 generiert. Demgegenüber stehen zinsinduzierte Provisionsaufwendungen an Kooperationspartner.

Mit TEUR 102.294 (Baader Bank AG: TEUR 90.187) liefert das Ergebnis aus Provisionsgeschäft den größten Beitrag zu den Gesamterträgen und ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 22.802 bzw. 29 % erneut angestiegen (Baader Bank AG: Anstieg um TEUR 20.881 bzw. 30 %). Der Anstieg stammt im Wesentlichen aus dem Orderrouting- und Kundenkommissionsgeschäft, getrieben durch einen deutlichen Anstieg beim Handelsvolumen im Vergleich zum Vorjahr.

Das Ergebnis aus Handelsgeschäft auf Konzernebene ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 29.298 auf TEUR 66.721 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (Baader Bank AG: um TEUR 29.669 auf TEUR 64.973). Der Anstieg ist im Wesentlichen getrieben durch ein höheres Handelsvolumen im Vergleich zum Vorjahr.

Die durch die Selan Gruppe ausgewiesene Position Umsatzerlöse entfällt in voller Höhe auf die durch den Windpark generierte Einspeisevergütung für Strom. Diese waren im abgelaufenen Geschäftsjahr mit TEUR 11.543 auf Vorjahresniveau (TEUR 11.396).

Die sonstigen Erträge im Konzern sind deutlich um TEUR 11.856 auf TEUR 18.576 gestiegen. In der Baader Bank AG weisen die sonstigen Erträge mit TEUR 14.731 einen deutlichen Anstieg von TEUR 7.714 auf, im Wesentlichen aufgrund des Verkaufs von Goldbestand aus dem Anlagevermögen.

Der Gesamtaufwand ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 40.628 mit TEUR 207.493 deutlich gestiegen. (Baader Bank AG: Anstieg um TEUR 35.964 auf TEUR 182.825).

Die Personalaufwendungen sind auf Konzernebene im Wesentlichen aufgrund einer höheren variablen Vergütung, sowie einer höheren Mitarbeiteranzahl (+ 12 %) mit insgesamt TEUR 92.178 um + 27 % bzw. TEUR 19.606 angestiegen (Baader Bank AG um + 27 % bzw. TEUR 18.241 auf TEUR 84.760).

Der Sachaufwand ist im abgelaufenen Geschäftsjahr mit insgesamt TEUR 97.473 um + 8 %, bzw. TEUR 6.863 angestiegen (Baader Bank AG: um TEUR 3.517, bzw. + 5 % auf TEUR 80.190). Haupttreiber hierfür sind gestiegene EDV-Kosten, aufgrund von Investitionen in die IT-Infrastruktur.

Der Vorsorgeaufwand, bestehend aus der allgemeinen Risikovorsorge und Zuführung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken, steigt im Geschäftsjahr 2024 um 14.160 auf TEUR 17.842 (Baader Bank AG: um 14.206 auf TEUR 17.875). Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde dabei in Übereinstimmung mit § 340e Absatz 4 HGB im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 11.780 (Vorjahr: TEUR 6.810) zugeführt. Die allgemeine Risikovorsorge fällt mit TEUR 6.062 um TEUR 9.190 deutlich höher als im Vorjahr aus (Baader Bank AG: TEUR 6.095 um TEUR 9.236).

Der Steueraufwand im Konzernabschluss von insgesamt TEUR 16.683 resultiert mehrheitlich aus der Baader Bank AG mit TEUR 16.149.

Infolge der beschriebenen Faktoren war das Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 40.169 (Vorjahr TEUR 3.958) als auch das Konzernjahresergebnis mit TEUR 23.515 deutlich über dem Vorjahr (Vorjahr TEUR 2.791). In der Baader Bank AG beträgt der Jahresüberschuss TEUR 19.156 (Vorjahr TEUR -38).

2.3.3 Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 4.824.709 und ist mit einem Anstieg um TEUR 886.632 im Vorjahresvergleich gestiegen (Baader Bank AG: um TEUR 883.511 auf TEUR 4.803.617). Die Bilanzstruktur des Baader Bank Konzerns hat dabei sowohl auf der Aktiv- als auch der Passivseite Veränderungen erfahren. Die Veränderungen der Aktiva resultieren im Wesentlichen aus einem Anstieg der Forderungen an Kreditinstitute um TEUR 741.976 auf TEUR 3.963.454 (Baader Bank AG: um TEUR 739.271 auf TEUR 3.946.708) durch die Anlage von Guthaben bei der Deutschen Bundesbank. Die Forderungen an Kunden sind ebenfalls um TEUR 105.188 auf TEUR 237.213 (Baader Bank AG: um TEUR 102.633 auf TEUR 236.431) gestiegen. Korrespondierend sind auf der Passivseite die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aufgrund höherer Sichteinlagen deutlich um TEUR 821.242 auf TEUR 4.367.375 (Baader Bank AG: um TEUR 823.223 auf TEUR 4.374.656) gestiegen. Im Einzelnen stellen sich die Vermögenslage und die Veränderungen der Bilanzposten des Baader Bank Konzerns sowie der Baader Bank AG zum Abschlussstichtag wie folgt dar:

Baader Bank Konzern 2022 2023 2024 Veränderung zum Vorjahr
- Finanz- und Vermögenslage
-
absolut relativ
in TEUR
Kurzfristiges Vermögen 2.270.441 3.826.807 4.703.707 876.900 23%
Barreserve 160.010 30.751 66.683 35.932 117%
Forderungen an Kreditinstitute 1.396.425 3.221.478 3.963.454 741.976 23%
Forderungen an Kunden 90.565 132.026 237.213 105.188 80%
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 537.564 339.429 328.880 -10.549 -3%
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 8.780 8.232 0 -8.232 -100%
Handelsbestand Aktiva 57.525 66.521 87.973 21.451 32%
Sonstige Aktiva und Rechnungsabgrenzungsposten 19.572 28.370 19.503 -8.866 -31%
Langfristiges Vermögen 105.170 111.271 121.002 9.732 9%
Beteiligungen 11.090 12.626 14.717 2.091 17%
Immaterielle Anlagewerte 14.663 20.486 23.292 2.806 14%
Sachanlagen 71.151 68.059 66.977 -1.082 -2%
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 8.266 10.099 16.016 5.917 59%
Bilanzsumme 2.375.611 3.938.078 4.824.709 886.632 23%
Refinanzierung 2.127.193 3.670.058 4.478.161 808.103 22%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 117.645 75.635 59.811 -15.823 -21%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.994.184 3.546.133 4.367.375 821.242 23%
Sonstige Verbindlichkeiten 15.365 48.291 50.975 2.685 6%
Sonstige Refinanzierungsmittel 83.478 102.506 157.160 54.654 53%
Handelsbestand Passiva 3.195 11.356 12.865 1.509 13%
Rechnungsabgrenzungsposten Passiva 250 199 141 -57 -29%
Rückstellungen 24.763 28.870 70.293 41.423 143%
Fonds für allgemeine Bankrisiken 55.271 62.081 73.861 11.780 19%
Bilanzielles Eigenkapital 164.939 165.513 189.387 23.874 14%
Gezeichnetes Kapital 48.797 48.797 48.797 0 0%
Kapitalrücklage 43.445 43.445 43.445 0 0%
Gewinnrücklagen 67.630 72.331 86.534 14.203 20%
Anteile anderer Gesellschafter 899 750 765 16 2%
Bilanzgewinn / - Verlust 4.167 190 9.846 9.656 5081%
Außerbilanzielle Verpflichtungen 10.127 11.183 1.051 -10.132 -91%
Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 8 3 560 557 16132%
Verpflichtungen aus Kreditzusagen 10.119 11.180 491 -10.688 -96%

Tabelle 3: Indikatoren zur Finanz- und Vermögenslage des Baader Bank Konzerns

Baader Bank AG 2022 2023 2024 Veränderung zum Vorjahr
- Finanz- und Vermögenslage
-
absolut relativ
in TEUR
Kurzfristiges Vermögen 2.263.837 3.811.404 4.682.153 870.749 23%
Barreserve 160.010 30.750 66.682 35.932 117%
Forderungen an Kreditinstitute 1.380.636 3.207.437 3.946.708 739.271 23%
Forderungen an Kunden 101.223 133.799 236.431 102.633 77%
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 537.564 339.429 328.880 -10.549 -3%
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 8.780 8.232 0 -8.232 -100%
Handelsbestand Aktiva 57.525 66.521 87.973 21.451 32%
Sonstige Aktiva und Rechnungsabgrenzungsposten 18.098 25.236 15.479 -9.757 -39%
Langfristiges Vermögen 100.430 108.702 121.464 12.762 12%
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen 38.043 39.580 41.671 2.091 5%
Immaterielle Anlagewerte 13.758 19.831 22.872 3.041 15%
Sachanlagen 40.363 39.192 40.905 1.713 4%
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 8.266 10.099 16.016 5.917 59%
Bilanzsumme 2.364.267 3.920.106 4.803.617 883.511 23%
Refinanzierung 2.135.716 3.673.265 4.482.833 809.568 22%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 117.645 75.635 60.209 -15.426 -20%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 2.005.310 3.551.433 4.374.656 823.223 23%
Sonstige Verbindlichkeiten 12.762 46.197 47.969 1.771 4%
Sonstige Refinanzierungsmittel 78.128 98.895 153.683 54.787 55%
Handelsbestand Passiva 3.195 11.356 12.865 1.509 13%
Rechnungsabgrenzungsposten Passiva 250 199 141 -57 -29%
Rückstellungen 19.412 25.259 66.815 41.556 165%
Fonds für allgemeine Bankrisiken 55.271 62.081 73.861 11.780 19%
Bilanzielles Eigenkapital 150.423 147.946 167.102 19.156 13%
Gezeichnetes Kapital 48.797 48.797 48.797 0 0%
Kapitalrücklage 43.445 43.445 43.445 0 0%
Gewinnrücklagen 54.013 55.513 65.013 9.500 17%
Anteile anderer Gesellschafter 0 0 0 0 n.m.
Bilanzgewinn / - Verlust 4.167 190 9.846 9.656 5081%
Außerbilanzielle Verpflichtungen 10.127 11.183 1.051 -10.132 -91%
Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 8 3 560 557 16132%
Verpflichtungen aus Kreditzusagen 10.119 11.180 491 -10.688 -96%

Tabelle 4: Indikatoren zur Finanz- und Vermögenslage der Baader Bank AG

2.3.3.1 Kurzfristiges Vermögen

Die Barreserve ist um TEUR 35.932 auf TEUR 66.683 (Baader Bank AG: um TEUR 35.932 auf TEUR 66.682) angestiegen. Die Forderungen an Kreditinstitute sind mit TEUR 741.976 auf TEUR 3.963.454 (Baader Bank AG: um TEUR 739.271 auf TEUR 3.946.708) angestiegen, bedingt durch den Anstieg der Anlage von Guthaben bei der Deutschen Bundesbank im Rahmen der Einlagefazilität. Die Forderungen an Kunden sind ebenfalls um TEUR 105.188 auf TEUR 237.213 (Baader Bank AG: um TEUR 102.633 auf TEUR 236.431) angestiegen. Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren hingegen ist insgesamt um TEUR 10.549 auf TEUR 328.880 leicht gesunken. Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren bei öffentlichen Emittenten ist auf TEUR 182.209 und der Bestand an anderen Emittenten um TEUR 102.522 auf TEUR 146.671 angestiegen. Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere enthalten wie Anlagevermögen bewertete Gattungen in Höhe von TEUR 149.639. Der Handelsbestand ist stichtagsbedingt um TEUR 21.451 bzw. 32 % auf TEUR 87.973 angestiegen.

Die sonstigen Aktiva und Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen durch den Verkauf von Goldbestand um TEUR 8.866 auf TEUR 19.503 (Baader Bank AG: um TEUR 9.757 auf TEUR 15.479) gesunken.

2.3.3.2 Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Der Buchwert der Beteiligungen sowie der Anteile an verbundenen Unternehmen liegt im Berichtsjahr im Konzern mit TEUR 14.717 insgesamt um TEUR 2.091 über Vorjahresniveau (Baader Bank AG: um TEUR 2.091 auf TEUR 41.671), im Wesentlichen bedingt durch zusätzliche Einzahlungen in die Beteiligung an den Earlybird Venture Capital Fonds (Earlybird DWES Fund VI GmbH & Co. KG und Earlybird DWES Fund VII GmbH & Co. KG).

2.3.3.3 Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die immateriellen Anlagewerte sind im Berichtsjahr im Konzern insgesamt um TEUR 2.806 auf TEUR 23.292 angestiegen. Die Sachanlagen sind um TEUR 1.082 auf TEUR 66.977 leicht zurückgegangen.

Die Zugänge inkl. Umbuchungen bei den immateriellen Anlagewerten entfielen im Wesentlichen auf Investitionen in EDV-Software (TEUR 9.698), die nahezu vollständig in der Baader Bank AG getätigt wurden. Des Weiteren haben sich die immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen um planmäßig vorgenommene Abschreibungen reduziert.

In der Baader Bank AG sind die Sachanlagen und immateriellen Anlagewerte um TEUR 4.754 auf TEUR 63.777 angestiegen. Dies ist bedingt durch die im Geschäftsjahr vorgenommenen Investitionen in Höhe von TEUR 14.341, denen planmäßig vorgenommene Abschreibungen in Höhe TEUR 12.489 gegenüberstanden.

Weder zum Bilanzstichtag noch zum Zeitpunkt der Berichtserstellung waren weitere wesentliche Investitionen, die außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegen, geplant.

2.3.3.4 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Einen leichten Anstieg verzeichnete der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung um TEUR 5.917 auf insgesamt TEUR 16.016. Ursächlich hierfür war mehrheitlich das auf TEUR 25.797 angestiegene Deckungsvermögen, welches zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird.

2.3.3.5 Refinanzierung

Die Refinanzierungsmittel setzen sich aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie sonstigen Verbindlichkeiten zusammen. Insgesamt liegen die Refinanzierungsmittel deutlich über Vorjahresniveau (Anstieg um TEUR 808.103) und betragen zum Bilanzstichtag TEUR 4.478.161 (Baader Bank AG: Anstieg um TEUR 809.568 auf TEUR 4.482.833) infolge des starken Kundenwachstums. Ursächlich für den starken Anstieg sind im Wesentlichen höhere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus Sichteinlagen um TEUR 821.242 auf TEUR 4.367.375 (Baader Bank AG: um TEUR 823.223 auf TEUR 4.374.656). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit TEUR 2.685 auf TEUR 50.975 (Baader Bank AG: mit TEUR 1.771 auf TEUR 47.969) leicht angestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hingegen verzeichnen einen Rückgang in Höhe von TEUR 15.823 auf TEUR 59.811 (Baader Bank AG: um TEUR 15.426 auf TEUR 60.209).

2.3.3.6 Sonstige Refinanzierungsmittel

Die sonstigen Refinanzierungsmittel sind im Berichtsjahr um TEUR 54.654 auf TEUR 157.160 (Baader Bank AG: TEUR 54.787 auf TEUR 153.683) angestiegen. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Rückstellungen um TEUR 41.423 auf TEUR 70.293 und der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken (TEUR 11.780 auf TEUR 73.861). Zusätzlich sind die Handelsbestände mit TEUR 12.865 um TEUR 1.509 (Baader Bank AG: um TEUR 1.509 auf TEUR 12.865) leicht angestiegen.

2.3.3.7 Bilanzielles Eigenkapital

Im laufenden Geschäftsjahr 2024 ergaben sich keine Veränderungen des gezeichneten Kapitals und der Kapitalrücklagen. Der Anstieg des Eigenkapitals um TEUR 23.874 auf TEUR 189.387 ist im Wesentlichen bedingt durch einen starken Anstieg der Gewinnrücklagen um TEUR 14.203 auf TEUR 86.534. Der Bilanzgewinn steigt ebenfalls um TEUR 9.656 auf TEUR 9.846 an. In der Baader Bank AG stieg das Eigenkapital um TEUR 19.156 auf TEUR 167.102. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt 4 % (Baader Bank AG: 3 %), die modifizierte Eigenkapitalquote unter Berücksichtigung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 5 % (Baader Bank AG: 5 %). Die aufsichtsrechtliche Gesamtkapitalquote beträgt 23,6 % (Baader Bank AG: 22,3 %).

Für die Angaben gem. § 315 Abs. 2 HGB i.V.m. § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird auf den Konzernanhang des Jahresabschlusses der Baader Bank AG als Mutterunternehmen für das Geschäftsjahr 2024 verwiesen.

2.3.3.8 Außerbilanzielle Verpflichtungen

Die außerbilanziellen Verpflichtungen resultierten zum Stichtag aus Eventualverbindlichkeiten (Bürgschaften) in Höhe von TEUR 560 sowie aus unwiderruflichen Kreditzusagen an Kunden in Höhe von TEUR 491.

2.3.3.9 Liquidität

Die Steuerung der täglichen Zahlungen, die Planung der erwarteten Zahlungsströme sowie die Lenkung der freien Liquidität im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements sichern die jederzeitige Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen des Baader Bank Konzerns.

Die schon in den Vorjahren solide Liquiditätsausstattung des Konzerns konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konstant hochgehalten werden.

Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) der Baader Bank AG betrug zum 31. Dezember 2024 436,1 % (Vorjahr: 436,9 %). Der LCR ist erfüllt, wenn das Institut stets über liquide Aktiva (Liquiditätspuffer) verfügt, deren Gesamtwert den Liquiditätsabflüssen abzüglich der Liquiditätszuflüsse innerhalb der nächsten 30 Tage unter Stressbedingungen mindestens entspricht. Dies impliziert eine LCR-Mindestquote von 100 %.

Zum Bilanzstichtag bestehen nicht genutzte Kreditrahmenvereinbarungen bei inländischen Kreditinstituten.

2.4 Nichtfinanzielle Berichterstattung

Die Baader Bank erstellt zu diesem Geschäftsjahr einen gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht, der unter www.baaderbank.de veröffentlicht wird.

2.5 Gesamtaussage zum Wirtschaftsbericht

Der Geschäftsverlauf des Baader Bank Konzerns sowie der Baader Bank im Jahr 2024 war geprägt von einer im Jahresverlauf verglichen zum Vorjahr teilweise deutlich positiveren Grundstimmung im Börsenumfeld. Diese wirkte sich entsprechend auf das Wertpapierhandelsgeschäft im zurückliegenden Geschäftsjahr aus. Das Jahr 2024 war geprägt von ersten Zinssenkungen, Höchstwerten an den Aktienmärkten, aber auch einer Vielzahl von Unsicherheiten. Die Anzahl der Trades und die Umsätze an den deutschen Börsen sind in 2024 gegenüber dem Vorjahr mit Blick auf alle Assetklassen leicht gestiegen. An den für die Baader Bank relevanten Börsen (Frankfurt, Stuttgart, München, Berlin und gettex) sind die Anzahl der Trades und die Umsätze gegenüber dem Vorjahr demgegenüber deutlich gestiegen, mit Ausnahme der Assetklasse der Renten.

Die Baader Bank fokussierte in diesem Umfeld weiterhin die strukturelle Weiterentwicklung von Partnerschaften und Kooperationsmodellen, insbesondere an entgeltfreien Handelsplätzen, im Bereich Market Making sowie im Bereich Account Services. Der Baader Konzern schließt das Geschäftsjahr 2024 trotz herausforderndem Umfeld und weiteren strategischen (IT-) Investitionen mit einem deutlich positiven Ergebnis ab.

Auch alle Tochtergesellschaften konnten einen positiven Konzernbeitrag leisten. Die zusammenfassende Ergebnisdarstellung der Tochtergesellschaften der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr 2024 ist dem Kapitel 2.2.3 zu entnehmen.

Die Vermögens- und Finanzverhältnisse des Baader Bank Konzerns sind für das Geschäftsjahr 2024 geordnet, wodurch die Zahlungsfähigkeit im Berichtszeitraum jederzeit gewährleistet war.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

Im nachfolgenden Abschnitt wird die Risikolage der Baader Bank AG und des handelsrechtlichen Baader Bank Konzerns zum 31. Dezember 2024 dargestellt. Aufgrund der gegebenen Vergleichbarkeit der bestehenden Risiken beziehen sich die nachfolgenden Erläuterungen in erster Linie auf das Risikomanagement des Baader Bank Konzerns. Die Kennzahlen der Baader Bank AG werden immer ergänzend zu denen des Konzerns dargestellt. Im Fall von inhaltlichen Abweichungen bei den Verfahren und Prozessen wird jeweils gesondert darauf hingewiesen. Im Offenlegungsbericht werden davon abweichend die Kennzahlen der aufsichtsrechtlichen Institutsgruppe unter Berücksichtigung der Baader Finanzholding berichtet. Die Baader Finanzholding umfasst zusätzlich zum Konzern die Gesellschaften Baader Verwaltungs GmbH, Baader Beteiligungs GmbH sowie Ubtrend GmbH & Co KG. Die Finanzholdinggesellschaften sind als Finanzholding im Sinne der CRR eingeordnet. Die Hauptgeschäftstätigkeit besteht im direkten oder indirekten Halten von Beteiligungen und es handelt sich nicht um Institute im Sinne des KWG.

3.1.1 Das Risikomanagementsystem des Baader Bank Konzerns

Die Geschäftsaktivitäten des Baader Bank Konzerns sind ihrem Wesen nach mit Risiken behaftet. Demzufolge hat der Baader Bank Konzern ein Risikomanagementsystem installiert, welches sich einerseits an den vorgegebenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen der nationalen und internationalen Aufsichtsbehörden sowie andererseits an internen wirtschaftlichen Erfordernissen orientiert.

3.1.2 Ziele des Risikomanagements

Das übergeordnete Ziel des Risikomanagements des Baader Bank Konzerns ist die permanente Sicherstellung der Risikotragfähigkeit und damit die Fortführung des Instituts sowie der Schutz der Gläubiger. Demzufolge stellen die frühzeitige Identifikation, das aktive Management und die laufende Überwachung von Risiken die Kernelemente der Geschäfts- und Risikosteuerung des Baader Bank Konzerns dar. Hierdurch können kalkulierbare Risiken unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit wohlüberlegt eingegangen und existenzgefährdende Risiken soweit möglich vermieden werden.

Um diesem Grundsatz gerecht zu werden, verschafft sich der Vorstand im Rahmen einer Risikoberichterstattung regelmäßig einen Überblick über die Ausprägung aller wesentlichen Risiken.

3.1.3 Risikotragfähigkeit

Die Risikotragfähigkeit wird regelmäßig überprüft. Die Berechnung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der normativen und der ökonomischen Perspektive. Hierbei sind beide Perspektiven gleichermaßen steuerungsrelevant.

Die normative Perspektive wird dabei als Gesamtheit der regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen verstanden. Um die Risikotragfähigkeit zu überprüfen, werden die zur Verfügung stehenden Eigenmittel den aufsichtsrechtlichen Anforderungen gegenübergestellt. In der aufsichtsrechtlichen normativen Perspektive wird ergänzend auch die Baader Finanzholding berichtet. Nachfolgend werden die Kapitalquoten per 31.Dezember 2024 im Vergleich zum Vorjahr dargestellt:

In TEUR Baader Bank AG Baader Bank Konzern
2023 2024 2023 2024
Eigenmittel 183.044 183.088 191.464 199.518
RWA 794.234 822.577 832.757 844.576
Gesamtkapitalquote 23,1% 22,3% 23,0% 23,6%

Tabelle 5: Übersicht Eigenmittel, risikogewichtete Aktiva (RWA) zum 31.12.2024

Die Kapitalplanung wird in einem Basis- sowie zwei adversen Szenarien berechnet. Dabei wird über den Zeitraum von mindestens drei Jahren die Angemessenheit der Kapitalausstattung sowie die Einhaltung aller relevanter CRR-Kennziffern überprüft. Damit wird die normative Risikotragfähigkeit des Baader Bank Konzerns auf Basis der eigenen Substanz und Ertragskraft sichergestellt. Erwartete Veränderungen der eigenen Geschäftstätigkeit oder der strategischen Ziele, Veränderungen des Markt- und Wettbewerbsumfelds sowie bindende oder bereits beschlossene regulatorische Änderungen werden in der Planung berücksichtigt. Risiken aus der ökonomischen Perspektive, die Einfluss auf das in der normativen Perspektive zur Verfügung stehende Kapital haben, werden berücksichtigt.

Die Anforderungen an die aufsichtsrechtlichen Kennziffern werden sowohl im Basis- als auch in den adversen Szenarien eingehalten.

Die ökonomische Perspektive dient dem Schutz der Gläubiger vor Verlusten aus wirtschaftlicher Sicht. Dabei wird das Ziel einer langfristigen Sicherung der Substanz des Instituts verfolgt. Das Risikodeckungspotenzial wird durch eine barwertnahe Berechnungsmethodik bestimmt. Diese bezieht sich auf bilanzielle Positionen, wobei jedoch bspw. stille Lasten negativ in der Berechnung berücksichtigt werden. Um die Risikotragfähigkeit zu überprüfen, wird die zur Verfügung stehende Risikodeckungsmasse dem Risikopotenzial, berechnet zu einem Konfidenzniveau von 99,9 %, gegenübergestellt. Die Risikodeckungsmasse ergibt sich durch die Reduktion des Risikodeckungspotenzials um einen Abzugsposten für unwesentliche Risiken sowie einen Management-Puffer.

In TEUR Baader Bank AG Baader Bank Konzern
2023 2024 2023 2024
Risikodeckungsmasse 136.223 158.679 149.414 175.735
Risikopotenzial 52.675 49.958 48.252 50.078

Tabelle 6: Übersicht Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zum 31.12.2024

Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Risikodeckungsmasse unter anderem wegen höherer Abzugspositionen im Vergleich zum Vorjahr. Das Risikopotenzial verändert sich hingegen nur marginal.

Für die Steuerung und Limitierung sind sowohl die normative als auch die ökonomische Perspektive relevant. Zur Operationalisierung des Risikomanagement- und Steuerungsprozesses wird grundsätzlich eine Ampellogik sowie ein Limit- und Frühwarnsystem eingesetzt. Das Gesamtrisiko in des Baader Bank Konzerns wird hierbei durch die Risikodeckungsmasse begrenzt, welche anhand des Risikoappetits aus dem verfügbaren Risikodeckungspotenzial abgeleitet wird. Grundsätzlich stellt zur dauerhaften Sicherstellung der Risikotragfähigkeit der Vorstand nur einen Teil des Risikodeckungspotenzials als Risikodeckungsmasse zur Verfügung. Diese wird "top down" auf die einzelnen Risikoarten bzw. die jeweiligen Geschäftsbereiche verteilt und hat als Obergrenze für die Summe der Risikolimite eine begrenzende Funktion. Das Risikodeckungspotenzial, das Risikopotenzial und die Risikodeckungsmasse werden mindestens quartalsweise überprüft.

Um zu gewährleisten, dass selbst in hypothetischen Krisenzeiten (Stressszenarien) das Risikodeckungspotenzial ausreicht, um eintretenden Verluste zu decken, werden die größten Verluste aus den durchgeführten Stressszenarien für alle relevanten Risikoarten dem verfügbaren Risikodeckungspotenzial bzw. der Risikodeckungsmasse gegenübergestellt.

Zusammenfassend kann für das Geschäftsjahr 2024 festgestellt werden, dass die Risikotragfähigkeit zu keiner Zeit gefährdet war.

3.1.4 Risikoinventur und -strategie

Im Rahmen der jährlich stattfindenden Strategiesitzung des Vorstands wird die Geschäftsstrategie mit den Zielen für die wesentlichen Geschäftsfelder des Baader Bank Konzerns definiert. Dabei werden externe Einflussfaktoren, die ihnen zugrundeliegenden Annahmen sowie interne Größen wie die Risikotragfähigkeit, die Ertragslage, die Liquidität etc. in die strategischen Überlegungen miteinbezogen.

Aufbauend auf der Geschäftsstrategie beschließt der Vorstand unter Berücksichtigung von wesentlichen Einflussfaktoren eine zur Geschäftsstrategie konsistente Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit der Risiken, wird im Rahmen einer Risikoinventur ein Gesamtrisikoprofil erstellt. Diese wird in dem Baader Bank Konzern mindestens jährlich durchgeführt. Darüber hinaus kann es z.B. aufgrund von Änderungen hinsichtlich der Wesentlichkeit von Risiken oder durch die Aufnahme der Geschäftstätigkeit in neuen Produkten oder auf neuen Märkten zu einer außerordentlichen Überprüfung kommen. Identifizierte Änderungen im Risikoprofil werden zeitnah berücksichtigt und an den Vorstand berichtet. Die darauf basierende Risikostrategie wird unter anderem in Teilstrategien nach den wesentlichen Risikoarten dargestellt. Grundbestandteil der risikopolitischen Strategie ist, dass die Risikotragfähigkeit jederzeit gegeben ist. Demzufolge wird für alle wesentlichen Risikoarten vom Vorstand ein Risikokapital bereitgestellt, das als Limit für Verluste der jeweiligen Risikoart dient.

3.1.5 Strukturen und Prozesse des Risikomanagements

Das Risikomanagementsystem des Baader Bank Konzerns umfasst die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken.

Zur Beurteilung der Wesentlichkeit der Risiken, ist im Rahmen einer Risikoinventur ein Gesamtrisikoprofil zu erstellen. Die Risiken werden dabei für das gesamte Institut, unabhängig von der verursachenden Organisationseinheit, im Rahmen eines systematischen Erhebungsprozesses betrachtet. Das Ergebnis der Risikoinventur ist eine Übersicht der Risiken mit einer Beurteilung der Wesentlichkeit. Die Beurteilung der Risiken erfolgt anhand von quantitativen und qualitativen Analysen bzw. einem Scoring-Verfahren basierend auf Expertenschätzungen. Die identifizierten Risiken werden (soweit möglich) anhand eines Value at Risk quantifiziert und dem Risikokapital gegenübergestellt. Dabei wird in der Regel ein rollierender 12-Monats-Risikohorizont zugrunde gelegt.

Die operative Steuerung der Risiken erfolgt unter anderem über ein Limit- und Frühwarnsystem zur Begrenzung der jeweiligen Risiken. Die Limite bzw. Frühwarnindikatoren werden mindestens jährlich auf Grundlage der Risikotragfähigkeit überprüft und durch den Vorstand per Beschluss bestätigt.

Es existiert eine umfassende Risikoberichtserstattung in der die Risiken des Baader Bank Konzerns dargestellt und kommentiert werden. Neben dem täglichen, gibt es monatliche sowie einen Quartalsrisikobericht. Soweit erforderlich werden auch Ad-Hoc-Risikoberichte an den Vorstand kommuniziert.

Darüber hinaus führt das Risk Management mindestens quartalsweise Stresstests für alle wesentlichen Risikoarten durch. Im Rahmen der Stresstests definiert das Risk Management verschiedene außergewöhnliche, aber plausibel mögliche Szenarien und überprüft deren Wirkung auf das bestehende Portfolio. Die Ergebnisse der Stresstests werden im Rahmen der Risikoberichtserstattung dem Vorstand dargelegt und gegebenenfalls mit diesem diskutiert. Ferner finden die Ergebnisse aus den Stresstests im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung. Per 31.12.2024 ergaben sich im jeweils schlechtesten Szenario folgende Verluste:

In TEUR Baader Bank AG Baader Bank Konzern
Stresstestverluste 2023 2024 2023 2024
62.874 108.533 56.157 108.533

Tabelle 7: Ergebnisse der Stresstests zum 31.12.2024

Die dargelegten Prozesse sollen sicherstellen, dass die wesentlichen Risiken frühzeitig erkannt, vollständig erfasst und in angemessener Weise gesteuert und überwacht werden. Weiterhin werden die Prozesse regelmäßig überprüft und zeitnah an sich ändernde Bedingungen angepasst. Ebenso findet für die angewandten Methoden und Verfahren gemäß MaRisk regelmäßig eine Validierung statt, in der die Angemessenheit der Verfahren sowie die zugrundeliegenden Annahmen überprüft und ggf. Anpassungsbedarf identifiziert wird. Die Ergebnisse der Validierungen werden dem Vorstand zur Kenntnis gebracht.

3.1.6 Wesentliche Änderungen im Vergleich zum Vorjahr

Im Jahr 2024 wurden folgende wesentliche Änderungen in den im Risk Management eingesetzten Modellen vorgenommen:

Marktpreisrisiko

Durch die 8. Novelle der MaRisk sowie die aktuellen regulatorischen Vorgaben der EBA wurden wesentlichen Änderungen in der Marktpreisrisikorechnung erforderlich. Diese betreffen insbesondere die Berücksichtigung von Zinsänderungsrisiken (Interest Rate Risk in the Banking Book - IRRBB) sowie die Kreditspreadrisiken (Credit Spread Risk in the Banking Book - CSRBB). Die wesentlichen Änderungen umfassen eine detaillierte Quantifizierung und Steuerung von IRRBB, insbesondere durch Stresstests und Szenarioanalysen. Die Kreditspreadrisiken wurden als eigenständige Risikokategorie eingeführt, wodurch eine gesonderte Risikoermittlung und Integration in die Risikotragfähigkeitsrechnung erforderlich wurde.

Adressrisiko

Für die Berechnung der Adressrisiken wurden keine wesentlichen Änderungen vorgenommen.

Operationelles Risiko

Für die Berechnung des operationellen Risikos wurden keine wesentlichen Änderungen vorgenommen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko wurde einer grundlegenden Überarbeitung unterzogen. Dabei wurden Stress-Szenarien (Normal-Case-, Institutseigenes-, Marktweites- sowie Kombiniertes Szenario) implementiert und die Granularität der Liquiditätsablaufbilanz erhöht. Die jeweiligen Parameter sind dem Geschäftsmodell des Baader Bank Konzerns angepasst und spiegeln somit die potenziellen Risiken wider. Die Limitierung des Liquiditätsrisikos erfolgt auf Basis des Überlebenshorizonts in dem für den Baader Bank Konzern konservativsten der o.g. Szenarien.

3.1.6.1 Die Risiken im Baader Bank Konzern

Als wesentliche Risiken wurden im vergangenen Geschäftsjahr unverändert das Marktpreisrisiko, das Adressrisiko, das operationelle Risiko und das Liquiditätsrisiko identifiziert.

Nachfolgend werden diese Risikoarten detailliert erläutert, beurteilt (Quantifizierung im Rahmen einer Nettobetrachtung unter Berücksichtigung risikoreduzierender Effekte) und die zur Risikobegrenzung eingesetzten Maßnahmen veranschaulicht.

3.1.6.2 Marktpreisrisiko

Allgemein versteht der Baader Bank Konzern unter Marktpreisrisiken alle Gefahren, die aus der Veränderung des Marktwertes oder anderer preisbildender Faktoren resultieren. Dabei unterscheidet die Bank je nach Einflussparameter unter anderem das Aktien-, das Rohwaren, das Zinsänderungs-, das Credit Spread- und das Währungsrisiko.

Darüber hinaus wird durch die jeweils angenommenen Haltedauern im Modell das Marktliquiditätsrisiko im Marktpreisrisiko berücksichtigt.

Die beschriebenen Marktpreisrisiken resultieren grundsätzlich nur aus dem Eigenhandel der Bank und nicht aus dem Vermittlungsgeschäft. Demzufolge sind hier die Bestände insbesondere aus dem Market Making und dem Anlagebuch betroffen. Zum Jahresende bestanden folgende Expositionen (Marktwerte) an mit Marktpreisrisiko behafteten Positionen:

In TEUR Baader Bank AG Baader Bank Konzern
2023 2024 2023 2024
Aktien 35.532 30.190 35.532 30.190
Renten 271.916 338.432 271.916 338.782
Fonds, Zertifikate, Verbriefte Derivate 26.127 26.866 26.127 26.866
Rohstoffe 21.631 21.631
Optionen 114 1 114 1
Futures -16.631 -3.956 -16.631 -3.956

Tabelle 8: Bestandsübersicht des Baader Bank Konzerns / der Baader Bank AG zum 31.12.2024

Die Marktpreisrisiken werden durch ein Value at Risk (VaR)-Modell basierend auf Monte-Carlo-Simulationen im zentralen Handels- und Überwachungssystem des Baader Bank Konzerns gemessen. Der VaR wird bei einem gewählten Konfidenzniveau von 99,9 % für die angesetzte Halteperiode bestimmt. Per 31.12.2024 stellte sich die Risikosituation wie folgt dar:

In TEUR Baader Bank AG Baader Bank Konzern
2023 2024 2023 2024
Value at Risk 11.557 16.270 11.557 16.270
Limitauslastung 25% 25% 21% 25%

Tabelle 9: Marktpreisrisiko zum 31.12.2024

Der Anstieg des Marktpreisrisikos ist primär auf die zusätzliche Rohstoffposition in der Risikobetrachtung zurückzuführen.

Die Güte des VaR-Modells wird im Rahmen des Backtestings anhand der Gegenüberstellung von VaR-Werten und tatsächlichen Marktwertveränderungen überprüft.

3.1.6.3 Adressrisiko

Unter dem Adressrisiko versteht der Baader Bank Konzern allgemein die Gefahr, dass gegenüber der BB bestehende Zahlungsverpflichtungen seitens der Kontrahenten ganz oder teilweise uneinbringlich (Ausfallrisiko) werden oder sich die Bonität des Kontrahenten verschlechtert (Migrationsrisiko).

Bei den Adressrisiken wird zur Risikobegrenzung das Risikopotenzial anhand des vom Vorstand bereitgestellten Risikokapitals limitiert und überwacht. Mittels interner Verfahren und externer Ratings werden Bonitätsklassen ermittelt. Zudem werden sowohl die Verlustquote als auch die zugehörige Exposition und weitere risikorelevante Parameter bestimmt, um auf dieser Basis den Credit-VaR zu bestimmen.

Der Baader Bank Konzern unterscheidet hinsichtlich der Adressrisiken unter anderem zwischen Kredit, Kontrahenten-, Besicherungs-, Emittenten- und Beteiligungsrisiken.

Nachfolgend wird die Risikosituation im Adressenausfallrisiko per 31.Dezember 2024 im Vergleich zum Vorjahr tabellarisch dargestellt:

In TEUR Baader Bank AG Baader Bank Konzern
2023 2024 2023 2024
Kreditrisiko 2.776 1.520 3.131 1.746
Kontrahentenrisiko 3.305 8.153 3.187 8.153
Emittentenrisiko 5.645 4.566 5.414 4.493
Beteiligungsrisiko 8.263 2.513 3.785 2.469
SUMME 19.988 16.752 15.517 16.860
Limitauslastung 50% 42% 39% 42%
Risikovorsorge für Kundenkredite 781 2.095 781 2.095

Tabelle 10: Adressenausfallrisiko Baader Bank Konzern / der Baader Bank AG zum 31.12.2024

Zusätzlich wurden zur Vermeidung von Konzentrationsrisiken so genannte Strukturlimite u.a. bzgl. Einzeladressen, Bonitäten, Branchen und Ländern überwacht und berichtet.

Im Jahr 2024 fiel das Adressrisiko der Baader Bank AG aufgrund eines Rückgangs im Emittentenrisiko, gleichzeitig ist das Kontrahentenrisiko gestiegen. Auf Konzernebene ist das Risiko insbesondere wegen des Kontrahtenrisikos leicht angestiegen. Die Risikovorsorge stieg ebenfalls insbesondere aufgrund des Wachstums des gestiegenen Kreditportfolios.

3.1.6.4 Operationelles Risiko

Das operationelle Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch den Eintritt von externen Ereignissen entstehen. Dies schließt u.a. auch Rechtsrisiken oder Risiken aus Kooperationen und Cyberrisiken mit ein.

Die Einschätzung des Risikopotenzials, d.h. die konzernweite Identifizierung und Bewertung von operationellen Risiken, wird ebenfalls im Rahmen der jährlich stattfindenden Risikoinventur identifiziert.

Eingetretene Schäden aus operationellen Risiken werden gemeldet und in einer Schadensfalldatenbank dokumentiert. Hierfür steht eine Anwendung zur Verfügung. Ein Schaden ist dabei ein finanzieller Verlust, der durch ein operationelles Risiko verursacht wurde. Schadensfälle werden grundsätzlich hinsichtlich ihrer Ursachen analysiert.

Die Quantifizierung des operationellen Risikos orientiert sich an einem Loss Distribution Approach, wonach die Parameter Schadenshöhe sowie Schadenshäufigkeit auf Basis statistischer Methoden geschätzt werden, um eine Verlustverteilung zu ermitteln. Dabei wird angenommen, dass die Schadenhöhe lognormalverteilt ist, die Schadenanzahl einem Poisson-Prozess folgt und die Schäden unabhängig und identisch verteilt sind. Die Gesamtschadenverteilung wird mit Hilfe einer Statistiksoftware auf Basis der Monte-Carlo-Simulation geschätzt. Zur Ermittlung des Betrages, der mit Risikokapital zu unterlegen ist, wird für den Verlust das 99,9 %-Quantil mit einem Risikohorizont von einem Jahr angenommen.

Die Ermittlung der Datenbasis erfolgt quartalsweise anhand historisch beobachteter Schäden ergänzt um Szenarien, welche bisher noch nicht in der Schadensfalldatenbank berücksichtigte, jedoch plausibel mögliche Risiken im Baader Bank Konzern darstellen. Dies schließt unter anderem Risiken aus fehlerhaften Prozessen, aus Datenverarbeitungsrisiken, aus Personalrisiken und Elementarrisiken mit ein.

Per 31.12.2024 stellte sich die Risikosituation wie folgt dar:

In TEUR Baader Bank AG Baader Bank Konzern
2023 2024 2023 2024
Value at Risk 16.130 16.936 16.179 16.948
Limitauslastung 81% 85% 81% 85%
Schadensumme pro Jahr 1.548 2.999 1.548 2.999

Tabelle 11: Operationelles Risiko zum 31.12.2024

Der VaR im operationellen Risiko ist leicht gestiegen wohingegen die tatsächlich eingetretene Schadenssumme deutlich gestiegen ist, was insbesondere durch einzelne Schadensfälle bedingt ist. Schäden aus Cyberrisiken aufgrund von Homeoffice-Tätigkeiten konnten bislang keine verzeichnet werden. Darüber hinaus war das zur Verfügung gestellte Risikokapital zu jeder Zeit ausreichend.

3.1.6.5 Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne definiert die Gefahr, dass nicht mehr alle Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt erfüllt werden können. Hierzu werden zukünftig zu erwartenden Cashflows (In- wie Outflow) in einer Liquiditätsablaufbilanz (LAB) dargestellt und dem Liquiditätsdeckungspotential (LDP) gegenübergestellt.

Die o.g. Gegenüberstellung erfolgt in vier unterschiedlichen Szenarien. Im Normal-Case-Szenario gelten die übergreifenden volkswirtschaftlichen Planprämissen und die Bank ist in der Lage ihre Liquidität planmäßig zu steuern. Das institutseigene Stressszenario bildet interne Krisen, welche in Summe bspw. zu stark erhöhten Liquiditätsabflüssen führen, ab. Das marktweite Stressszenario hingegen zeigt die Auswirkungen auf die Liquiditätssituation des Baader Bank Konzerns durch exogene Einflüsse. Die beiden genannten Stressszenarien bilden die Basis des kombinierten Szenarios, welches die jeweils schlechtesten Parameter für den Baader Bank Konzern kombiniert.

Die Limitierung des Liquiditätsrisikos des Baader Bank Konzerns erfolgt auf Basis des Überlebenshorizonts. Dieser beschreibt den Zeitraum, über den die Bank unter bestehenden Liquiditätsreserven ohne weitere Maßnahmen zahlungsfähig bleibt. Der Baader Bank Konzern limitiert den Überlebenshorizont auf Basis des für das Institut schlechtesten Szenarios, dem kombiniertem Stressszenario.

Die operative Sicherstellung der Zahlungsverpflichtungen obliegt dem Bereich Treasury. Zur Sicherung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs des Baader Bank Konzerns bestehen Kreditlinien, die Teilnahme am GC-Pooling-Markt sowie die Möglichkeit sich über die Europäische Zentralbank zu refinanzieren.

Zur Steuerung und Überwachung der Liquidity Coverage Ratio (LCR) ist ein Limitsystem für die Marktbereiche eingerichtet, welches zum einen alle verrechneten Zu- und Abflüsse und zum anderen das gesamte gebundene Kapital je Valutatag und Profit Center limitiert. Diese Liquiditätslimite ermöglichen eine untertägige Steuerung der Liquidität und somit auch der LCR-Kennziffer durch den Bereich Treasury. Darüber hinaus wird täglich die Einhaltung der LCR-Kennziffer im Rahmen des Risikoreports an den Vorstand überwacht. Des Weiteren erfolgt auf vierteljährlicher Basis die Ermittlung und Überwachung der Net Stable Funding Ratio (NSFR). Aufgrund der Art der Ausprägung des Liquiditätsrisikos ist eine Begrenzung dieses Risikos durch Risikodeckungspotenzial grundsätzlich nicht möglich und somit eine Quantifizierung nicht zielführend (MaRisk AT 4.1 Tz. 4).

Die Liquiditätsrisikosteuerung umfasst die Messung, die Analyse, das Reporting und die Steuerung von Liquiditätsrisiken, was unter dem Begriff Internal Liquidity Adequacy Assessment Process (ILA-AP) zusammengefasst wird. Ausgangspunkt für das ILAAP ist die Risikostrategie. Gemäß der Risikostrategie des Baader Bank Konzerns ist das übergeordnete Ziel der Liquiditätsrisikosteuerung, die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungs- und Refinanzierungsfähigkeit.

3.1.7 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage des Baader Bank Konzerns

Der Risikomanagement- und Steuerungsprozess ist eine Menge miteinander verbundener Prozesse, Verfahren, Maßnahmen und Modelle, die sicherstellen sollen, dass alle relevanten Risiken fortlaufend gedeckt sind und gleichzeitig die in der Risikostrategie festgelegten Prinzipien eingehalten werden.

Übergeordnetes Ziel, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung des Ansatzes und der damit verbundenen Steuerungssignale, ist es, die Risikotragfähigkeit jederzeit und somit auch das langfristige Fortführen der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eigenen Substanz und Ertragskraft sicherzustellen. Bei der Steuerung und Allokation des Kapitals werden sowohl die normative als auch die ökonomische Perspektive berücksichtigt. Das Risikokapital wird als eine knappe und mithin sorgfältig und effizient zu bewirtschaftende Ressource verstanden.

Im Rahmen der Risikostrategie wurde vom Vorstand der Baader Bank AG auch im Geschäftsjahr 2024 nur ein Teil des verfügbaren Risikodeckungskapitals zur Deckung von Risiken zur Verfügung gestellt. Die Aufteilung und deren unterjährige Reallokation auf die einzelnen Risikoarten berücksichtigt insbesondere das aktuell bestehende Risikopotenzial sowie die Charakteristika des jeweiligen Risikos. Die Risikotragfähigkeit für das Institut war im vergangenen Geschäftsjahr auch unter der Berücksichtigung der Stresstests in der ökonomischen Perspektive jederzeit gewährleistet. In der normativen Perspektive wurden sowohl die gesetzlichen als auch internen Eigenmittelanforderungen jederzeit eingehalten. Die Kapitalplanung der Baader Bank AG zeigt, dass die Sicherstellung der langfristigen Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen auch unter adversen Bedingungen sichergestellt ist. Die verbesserte Ertrags- und damit auch Vermögenslage wird sich ebenfalls positiv auf die Sicherstellung der erhöhten aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen gem. CRR III auswirken. Signifikante Kreditausfälle sind im Baader Bank Konzern aktuell nicht zu erwarten, da überwiegend besicherte Lombardkreditgeschäft und kein klassisches Kreditgeschäft betrieben wird.

3.2 Prognose- und Chancenbericht

3.2.1 Erwartete Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Die Frühindikatoren signalisieren Anfang 2025 ein moderat positives Bild für das konjunkturelle Umfeld. Der Einkaufsmanagerindex für das globale Verarbeitende Gewerbe hat sich nach einer Schwächephase im dritten Quartal 2024 zuletzt wieder auf ein Niveau von rund 50 Punkten erholt, was eine stabile Entwicklung signalisiert. Demgegenüber liegt der Index für den globalen Dienstleistungssektor weiterhin deutlich über der Expansionsschwelle von 50 Punkten. In Deutschland weisen die jüngsten Umfragen zum ifo Geschäftsklima sowie dem GfK Konsumklima unverändert auf ein verhaltenes Wachstumsumfeld hin. Der IWF erwartet aktuellen Prognosen zu Folge, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2025 um 3,3 % wachsen wird, was in etwa dem Niveau der letzten beiden Jahre entspricht. Die USA (2,7 %) und China (4,6 %) sollen laut dem IWF in diesem Jahr etwas schwächer wachsen als im letzten, während die Eurozone (1,0 %) und Deutschland (0,3 %) leicht zulegen dürften. Da sich die Auftragseingänge in Deutschland derzeit weiterhin nur seitwärts entwickeln, ist eine deutlichere Wachstumsbelebung aktuell jedoch noch nicht erkennbar.

Für den Verlauf von 2025 ist zu erwarten, dass sich das ökonomische Umfeld in Europa allmählich aufhellen wird. Dazu dürfte auch beitragen, dass die EZB die Leitzinsen in den nächsten Monaten auf ein neutrales Niveau reduzieren dürfte, auf dem das Wachstum dann nicht mehr gebremst wird. Somit dürften sich die Finanzierungsbedingungen von Haushalten und Unternehmen im ersten Halbjahr weiter verbessern, was sich in Form niedrigerer Kreditkosten stimulierend auf die Nachfrage auswirken sollte. Vor dem Hintergrund der bislang moderat gebliebenen Eintrübung an den Arbeitsmärkten sollte auch die im historischen Vergleich sehr hohe Sparquote unterstützen, zumal die Realeinkommen dank weiterhin über der Inflationsrate liegender Tarifabschlüsse noch ansteigen dürften.

Allerdings bestehen auch Risiken für das Szenario einer allmählichen Konjunkturerholung in Europa. So könnte sich der Prozess der Regierungsbildung in Deutschland zeitlich hinziehen und die Hoffnung auf wachstumsfördernde Reformen dämpfen. Auch würde die Androhung bzw. Einführung neuer Zölle und Gegenzölle durch die USA oder andere Länder Verunsicherung schaffen und möglicherweise negative Impulse auf die Lieferketten und Margenentwicklung von Unternehmen ausüben. Zudem besteht die Gefahr neuer geopolitischer Konflikte, deren Eskalation die Nachfrageentwicklung dämpfen würde. Als Folge einer oder mehrerer dieser Entwicklungen könnte sich die Konjunkturerwartungen so stark eintrüben, dass die Schätzungen für das Wachstum des BIP und der Unternehmensgewinne deutlicher nach unten angepasst werden müssen.

Zudem könnten Anzeichen für ein mögliches Auslaufen des Zinssenkungszyklus der Notenbanken die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten zumindest vorübergehend belasten. So könnte die erwartete Wachstumsbelebung schneller als erwartet zu einem erneuten Inflationsanstieg führen, was die Hoffnung auf weiter sinkende Leitzinsen dämpfen könnte. Die Wahrscheinlichkeit für ein solches Szenario dürfte insbesondere im zweiten Halbjahr ansteigen, da die Konjunkturerholung bis dahin schon weiter fortgeschritten sein dürfte und viele Notenbanken bis dahin schon einen Großteil der noch erhofften Zinssenkungen vorgenommen haben werden.

Eine Materialisierung dieser Risiken dürfte mit steigender Volatilität an den Finanzmärkten einhergehen. So könnte sich der Kursausblick an den Aktienmärkten insbesondere während der saisonal schwachen Phase im Spätsommer/Herbst erneut eintrüben. Mögliche Belastungen gehen in diesem Zusammenhang von den im historischen Vergleich inzwischen überdurchschnittlichen Bewertungsniveaus der Aktienmärkte sowie der hohen Gewichtung einiger weniger, hochkapitalisierten Aktien in manchen Indizes aus.

Falls es Jahresverlauf zu der erhofften Konjunkturbelebung kommen sollte, ist folglich davon auszugehen, dass die Performanceaussichten an den Aktienmärkten vor allem im ersten Halbjahr robust bleiben werden, bevor in den Herbst hinein eine Korrekturphase zunehmend wahrscheinlicher wird. Für die Aktienmärkten dürfte aufgrund der bislang sehr selektiven Indexentwicklung entscheidend sein, dass mögliche Belastungsfaktoren dann über Rotationen bei Branchen und Investmentstilen abgefedert werden können. Ein wichtiger Faktor wird dabei sein, ob es insbesondere geringer kapitalisierten Titeln gelingen wird, ihre mehrjährige Underperformance zu überwinden. Generell dürften zyklische Sektoren vor allem in den Phasen weiter profitieren, in denen eine Wachstumsbelebung wahrscheinlich bleibt. Demgegenüber dürften sich Qualitätstitel und Unternehmen mit defensiven Geschäftsmodellen in Phasen erhöhter Volatilität besser als der Gesamtmarkt entwickeln, während spätzyklische Value-Aktien dann eher underperformen sollten.

3.2.2 Ausblick auf die Geschäftsfelder

3.2.2.1 Geschäftsfeld Market Making

Die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsfeldes Market Making wird in 2025 weiterhin maßgeblich vom Marktverlauf, den Handelsvolumina in den einzelnen Wertpapiergattungen und der Marktvolatilität bestimmt sein. Diese Ergebnistreiber unterliegen stets dem Einfluss von exogenen, nicht vom Institut beeinflussbaren geokonjunkturellen und geldpolitischen Rahmendaten, sodass Prognosen nur sehr eingeschränkt im Rahmen der erwarteten Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und deren Auswirkung auf die Handelserträge der Baader Bank abgegeben werden können.

Die Verlagerung der Wertpapiervolumina auf alternative Handelsplattformen ist weiterhin zu beobachten. Im Berichtszeitraum hat die Baader Bank ihre strukturellen und vertriebsstrategischen Maßnahmen fortgesetzt und wird sich ihre verhältnismäßig hohen Marktanteile als Market Maker an deutschen Präsenzbörsen zu Nutze machen und bestehende sowie neue Kooperationen mit Betreibern von börslichen und außerbörslichen Handelsplattformen weiterhin in den Fokus rücken, da aus Sicht des Vorstands der Baader Bank die Kooperationsmodelle in der Konstellation mit Neo-Brokern und Gratisbörsen weiterhin attraktiv bleiben. Mit der Vermarktungsinitiative 'Baader Trading' ist die schrittweise Ausweitung der Marktabdeckung anvisiert, um die Diversifikation in neuen Märkten weiter voranzubringen. Die Realisierung von und die Partizipation an längerfristigem Kundenzuwachs, Produkterweiterungen, steigenden Orderflow-Volumina und konstant erhöhende Umsätze sind auch an in Europa zu erschließenden Wertpapiermärkten wesentliches Ziel. Die Baader Bank geht gemeinsam mit ihren Geschäftspartnern einen entscheidenden Schritt, um die angebotenen Plattformdienstleistungen künftig auch im Ausland anzubieten.

Ein wesentlicher Schritt ist hierbei insgesamt auch die Mitgestaltung des Wettbewerbs bei entscheidenden Themenfeldern. So hat die Baader Bank gemeinsam mit der Bayerischen Börse ihr Handelsangebot erweitert und die Handelszeit auf gettex zum 20. Januar 2025 erweitert. Während der Handel bisher von 08:00 bis 22:00 Uhr möglich war, gilt die verlängerte Handelszeit von 07:30 bis 23:00 Uhr - analog zur Verlängerung im Oktober 2024 im OTC-Handel der Baader Bank. Konnte zunächst ein eingeschränktes Aktienuniversum, das einen großen Anteil des aktuellen Umsatzes ausmacht, über die Baader Bank als Market Maker gehandelt werden, werden seit März 2025 alle Wertpapiere ohne Einschränkungen zu den verlängerten Handelszeiten angeboten. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand ein sich fortsetzenden Trend zur Ausweitung der Handelszeiten, mit einer Tendenz zum 24/7-Trading, sowie andererseits einen anhaltenden Kostendruck durch Regulierung und Settlement.

Entsprechend befinden sich Market Maker angesichts steigender technischer und regulatorischer Anforderungen innerhalb der deutschen Börsenlandschaft weiterhin in einer Konsolidierungsphase, die zu einem anhaltenden Wettbewerb führen könnte und das Fortbestehen kleinerer, weniger kapitalstarker Marktteilnehmer gefährdet. Gleichwohl hält die Baader Bank an ihrem mittel- und längerfristigen strategischen Ziel des Geschäftsfeldes Market Making fest, die aktuelle Marktposition auszuweiten. Weiterhin gilt es Internationalisierungsopportunitäten auszuloten und zu nutzen, sowie Chancen für anorganisches Wachstum umzusetzen wie bspw. die Übernahme von Orderbüchern. Dabei bleibt insbesondere zu beobachten, wie sich neue Wettbewerber am Markt entwickeln werden, wie etwa die Euopean Investor Exchange (EIX).

Die Baader Bank zielt darauf ab, weitere Marktanteile zu gewinnen, insbesondere im Verbund mit gettex und dem OTC-Handel. Insgesamt ist die Baader Bank serviceseitig bestrebt, die Qualität weiter zu verbessern. Im Wettbewerb nehmen der Margendruck und das Kostenniveau weiterhin zu und das Geschäft ist weiterhin stark durch Verrechnungspreise, größere Player und Börsenplatzbetreiber (z.B. Börse Stuttgart, Börse Frankfurt, Börse München) getrieben. Zusätzlich etablieren sich neue Wettbewerber (Fintechs) am Markt.

Die Baader Bank entwickelt mit 'Baader Trading' ihr Produkt- und Handelsangebot weiter, um ihren Kunden Alleinstellungsmerkmale zu bieten und schafft dadurch einen Mehrwert für ihre Kunden bzw. alle Kundengruppen. Gleichzeitig fokussiert sie sich mit ihrem Handelsangebot auch zunehmend auf die Zielgruppe der Endkunden. Die Voraussetzung dafür ist u.a. geboten, da die Attraktivität von Wertpapieren weiter anhält, u.a. begründet in der Thematik der privaten Altersvorsorge, dem einfachen mobilen Zugang, sowie kostengünstigen passiven Produkten.

Einhergehend mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr erwartet der Vorstand der Baader Bank in 2025 ein Gesamtmarktwachstum mit einem vereinzelt volatilen Marktumfeld. Es ist davon auszugehen, dass die Beliebtheit der Aktie als Anlageform und der mobile Zugang zu den Märkten seitens der Anleger weiterhin das Geschäft der Baader Bank stützen werden, auch über den deutschsprachigen Raum hinaus. Das daraus resultierende sich weiter fortsetzende Wachstum hinsichtlich Kunden, Marktvolumina und Produkten wird sich voraussichtlich in einem vergleichbaren Umfeld wie in 2024, d.h. mit einer ähnlichen Anzahl der Wertpapiertransaktionen und wieder leicht zunehmenden Umsatzvolumina, entwickeln.

3.2.2.2 Geschäftsfeld Capital Markets

Maßgeblicher Treiber der Auftragslage im Kapitalmarktbereich sind der allgemeine Aktienmarktverlauf mit seinen Wertpapierumsätzen sowie die vorherrschende Volatilität an den Sekundärmärkten in Verbindung mit der allgemeinen Wettbewerbssituation und dem globalen Zinsniveau.

Für das angefangene Jahr 2025 erwartet der Vorstand der Baader Bank eine weiterhin zurückhaltende Marktentwicklung, allerdings mit perspektivisch mehr Börsengängen als im Vorjahr (insbesondere im 2. Halbjahr 2025) und einem sich langsam wiederbelebenden Geschäft mit Kapitalmarktdienstleistungen. Nach wie vor besteht international, v.a. in den angelsächsischen Märkten, im Capital Markets-Geschäft eine Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem Zinsniveau bzw. den erwarteten zinsschritten der Notenbanken. Für den weiteren Verlauf in 2025 sind bereits potenzielle Transaktionen geplant.

Perspektivisch wird eine moderate Steigerung des Transaktionsvolumens für das laufende Jahr auf ein leicht höheres Niveau als im abgeschlossenen Geschäftsjahr angestrebt. Zudem soll eine weitere Erhöhung der Sichtbarkeit im Kapitalmarktgeschäft fokussiert werden, unterstützt durch die Handelskompetenz (Designated Sponsoring, Market Making) und Wertpapiertechnik als strategische Angelpunkte, sodass in diesen Bereichen die Cross-Selling-Effekte des Geschäftsmodells wirken, einhergehend mit dem Ausbau der Volumina dieser Services. In diesem Kontext wird auch das Geschäft im Schweizer Markt sowohl im ECM-Geschäfts als auch im Wertpapiertechnik-Bereich vorangetrieben.

Entsprechend soll mittel- bis langfristig die Anzahl der Mandatierungen der Baader Bank wieder moderate steigen - stets unter Berücksichtigung der globalen Zinsentwicklung, wobei ein steigendes Zinsniveau als geschäftshemmend einzustufen ist. Auch die steigende Bedeutung von ESG-Themen ist in die Handhabung der Kapitalmaßnahmen zunehmend miteinzubeziehen. Insgesamt erwartet der Vorstand der Baader Bank für das Jahr 2025 ein leichtes Gesamtwachstum im deutschen Markt gegenüber dem Vorjahr.

Im Researchgeschäft erwartet die Baader Bank für das Jahr 2025 ein zurückhaltendes bis ausbleibendes Gesamtmarktwachstum. Perspektivisch beeinflussen ein stagnierender Markt sowie steigender Margendruck das Geschäft.

Die sehr hohe Anzahl der Transaktionen und Dienstleistungsmandate in 2024 für den Bereich Wertpapiertechnik soll perspektivisch auf diesem Niveau bleiben. Die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in die Schweiz soll in 2025 entscheidend vorangebracht werden.

3.2.2.3 Geschäftsfeld Brokerage

In weitgehender Übereinstimmung mit den Geschäftsbereichen Market Making und Capital Markets sind die volkswirtschaftliche Grundstimmung, der allgemeine Aktienmarktverlauf sowie die Volatilität an den Sekundärmärkten maßgebliche Ergebnistreiber des Geschäftsfeldes Brokerage.

Perspektivisch erwartet der Vorstand der Baader Bank im Brokerage-Geschäft ein moderates Wachstum des Gesamtmarkts im Jahr 2025. Insgesamt sollten die Handelsaktivitäten der internationalen institutionellen Investoren weiter zunehmen und durch die benannten Trends weiter unterstützt werden. In diesem Umfeld positioniert die Baader Bank ihr Brokerage als globales bzw. paneuropäisches Produkt in 2025 ebenfalls unter dem Überbegriff "Baader Trading". Dabei besteht die klare Absicht, sich mit einer kostengünstigen und effektiven Herangehensweise gegenüber dem Margendruck zu positionieren. So stellen nach wie vor auch in 2025 die preissensiblen Mechanismen innerhalb des MiFID II-Regimes potenziell hemmende Faktoren dar. Das Ziel, neue Marktanteile im Brokerage hinzuzugewinnen, hat weiterhin Bestand. Wichtige Faktoren sind perspektivisch die Nutzung von Cross-Selling-Effekten bei bestehenden Kunden, der Ausbau des Kryptoangebots für weitere Kunden, die Optimierung der Time-to-market bei neuen Produkten oder deren Ausweitung und insgesamt der Ausbau bestehender Kooperationspartnerschaften sowie das Onboarding und die Akquise neuer Kooperationspartner.

Für 2025 wird eine konstante bis leicht rückläufige Entwicklung des Handelsvolumens gegenüber 2024 erwartet.

3.2.2.4 Geschäftsfeld Account Services

Der Vorstand der Baader Bank erwartet für das Jahr 2025 ein insgesamt steigendes Gesamtmarktwachstum - abhängig vom Anlegerverhalten und den makroökonomischen Entwicklungen im angefangenen Jahr, aber unter Umständen auch getrieben durch die Entwicklung in Bezug auf das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot.

Für die weitere Gewinnung von Marktanteilen wirken u.a. eine steigende Anzahl an Aktiensparenden (in Deutschland) sowie die Ausweitung der Geschäfte von Retail-Brokern u.a. in das europäische Ausland unterstützend. Auch neue Produktwelten und die Weiterentwicklung, u.a. für das Krypto-Angebot, Zinskonten sowie Tages- und Festgeldkonten, das Altersvorsorgedepot, die Digitalisierung von Privat-Equity-Produkten und der Ausbau im Geschäft mit klassischen Vermögensverwaltern als auch die Ausweitung der Handelszeiten werden die Geschäftsentwicklung künftig beeinflussen. In diesem Umfeld ist die Baader Bank bestrebt, ihre Marktposition dank ihres integrierten Geschäftsmodells weiterhin zu behaupten und auszubauen. Mittelfristig wird sich die neue Wettbewerbssituation aufgrund des neuen Geschäftsmodells von Scalable Capital auch auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Der Vorstand der Baader Bank geht jedoch davon aus, dass etwaige negative Effekte sich mittelfristig durch das Wachstum mit den anderen Partnern ausgleichen wird.

Im aktuellen Umfeld schreitet auch die Internationalisierung im Markt der Neo-Broker und Robo-Advisor voran. Die Baader Bank hält an ihrem Wachstumskurs im Bereich Account Services, der sich in seiner Cross Selling-Funktion mit ertragssteigernder Wirkung in den Handelseinheiten etabliert hat, weiterhin fest. Mit dem Ausbau der Kooperationen mit qualitativen Geschäftspartnern und deren hauptsächlich digitalen Kooperationsmodellen will die Baader Bank die Anzahl an Konten und Depots weiter steigern, einhergehend mit einem Wachstum des Depotvolumens sowie des Einlagenvolumens.

Die Baader Bank fokussiert sich darauf ihre Marktführerschaft als Plattform für Neobroker und Online-Vermögensverwalter zu behaupten und auch die Marktposition im Geschäft mit Vermögensverwaltern in Deutschland weiter auszubauen. Ebenso ist angestrebt die Kooperationen mit Vertriebsplattformen (z.B. Maklerpools, Finanzvertriebe) zu erweitern.

3.2.2.5 Geschäftsfeld Fund Services

Hinsichtlich der Geschäftsaktivitäten im Bereich Fund Services bestehen für die Baader Bank aufgrund ihres diversifizierten Geschäftsmodells entscheidende Wettbewerbsvorteile. Diese liegen unter anderem in der Schnelligkeit und Qualität des Handels sowie im Spektrum der Ausführungsplätze und der handelbaren Assetklassen und Produkte. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet der Vorstand der Baader Bank, unter Einbezug tendenziell geringerer Marktschwankungen, ein geringes bzw. moderates Gesamtmarktwachstum. Mit der gelegentlichen Konsolidierung von Einzelfonds muss durchaus gerechnet werden. Nichtsdestotrotz ist weiterhin von einer aus Sicht der Baader Bank günstigen Bedarfssituation auf Kundenseite auszugehen, da die Regulierung des Finanzsektors zu erhöhtem Kostendruck und anhaltenden Auslagerungstendenzen innerhalb der Kapitalverwaltungsgesellschaften führt. Zusätzlich getrieben wird diese Entwicklung auch von der enormen Bedeutung und dem Umsetzungsdruck hinsichtlich neuer aufsichtsrechtlicher ESG-Regularien. Entsprechend strebt die Baader Bank eine gleichbleibende bis leicht verbesserte Entwicklung hinsichtlich der Assets under Management und der Anzahl der Fondsmandate für das Jahr 2025 an.

Mit ihrer Expertise im Handel und der Regulatorik kommt die Baader Bank weiterhin ihrem Bestreben nach, über komplementäre Dienstleistungen im Bereich Asset Management einen nachhaltigen Mehrwert für Kunden zu schaffen und gleichzeitig für eine effiziente Auslastung der vorhandenen Infrastruktur in ihren Grundlagengeschäftsfeldern zu sorgen. Auch im laufenden Geschäftsjahr ist die Stabilisierung und Ausweitung der Marktposition mit weiterem Fokus auf Kunden in Europa und darüber hinaus (z.B. USA) geplant.

3.2.2.6 Ausblick auf die Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften

Als elementarer Bestandteil des Baader Bank Konzerns und in enger Verzahnung mit den Geschäftsfeldern Brokerage und Capital Markets (inklusive Research Services), ist die Baader Helvea Gruppe Ansprechpartner für internationale institutionelle Investoren und Unternehmenskunden. Dabei wird der Kundenfokus auf Großbritannien, der Schweiz und Nordamerika weiter bestehen bleiben. Die Gruppe liefert das organisatorische und vertriebliche Setup, um die relevanten Investoren- und Kundengruppen in den jeweiligen Destinationen bedienen zu können. Die Baader Helvea Gruppe wird deshalb auch in 2025 einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Betreuung des internationalen Kundenkreises im Baader Bank Konzern leisten. Im Zuge dessen ist davon auszugehen, dass sich mit der Vermarktung von 'Baader Trading' die handelsbezogenen Erträge in den internationalen Regionen erhöhen werden.

Die weiter voranzutreibende Optimierung des Research-Angebotes im gesamten Baader Bank Konzern, aber auch der Investitionsbedarf des Baader Helvea-Kundenstamms lassen für das Geschäftsjahr 2024 im schweizerischen Unternehmen einen konstanten Ergebnisbeitrag zum Gesamtergebnis des Baader Bank Konzerns erwarten. Das Unternehmen wird auch im Jahr 2025 weiterhin von den Standorten Zürich, London und New York aus operieren.

In der Gesamtsicht der Geschäftstätigkeiten der Selan Gruppe ist in den vergangenen Jahren die Abhängigkeit von den Strompreisschwankungen aufgrund der Festpreisvereinbarung mit einem nationalen Stromvermarkter fast vollständig gewichen. Die Gesellschaft ist daher bestrebt in 2025 bereits frühzeitig eine Folgevereinbarung ab 01. Januar 2026 auf einem attraktiven Preisniveau abzuschließen. Das Gesamtjahresergebnis der Selan Gruppe ist auch weiterhin in starkem Maße von den Windverhältnissen und den daraus zu erzielenden Winderträgen abhängig. Sollten die Wetterverhältnisse keine größeren Überraschungen bereithalten, so geht die Gesellschaft derzeit davon aus, dass die Windkraftanlagen weiterhin verlässlich und stabil laufen werden.

Der Prognostizierbarkeit der Winderträge sind erfahrungsgemäß Grenzen gesetzt. Dennoch ist das Management der Selan Gruppe davon überzeugt im laufenden Jahr das Ertragsniveau leicht steigern zu können.

Im Januar 2025 hat die Gesellschaft die Genehmigung des Umweltministeriums für die Erweiterung des Windparks um sieben Windkraftanalagen erhalten. Sollte planmäßig im Sommer 2025 mit dem Ausbau begonnen werden, so muss im Geschäftsjahr mit ersten aktivierungsfähigen Aufwendungen für die neu geschaffenen Bestandteile der geplanten Investition gerechnet werden.

Unverändertes Ziel der Baader & Heins Capital Management AG wird in 2025 in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld die Sicherung der starken Marktposition bei der Vermittlung von Schuldtiteln und im Geldmarkthandel sein.

Auf dieser Grundlage erwartet der Vorstand der Baader & Heins AG, dass auf Basis einer vorsichtigen Schätzung, der Annahme, dass die Inflationsbekämpfung der Notenbanken rund um den Globus noch andauern wird, sowie der anhaltenden wirtschaftlichen Unwägbarkeiten im Zuge des Ukraine-Krieges, des Nahost-Konfliktes sowie der bevorstehenden Wahlen in Deutschland, eine deutliche Reduzierung des vermittelten Volumens um etwa 45 % sowie des daraus resultierenden Provisionsergebnisses um etwa 30 % in 2025 wahrscheinlich ist. Durch aktives Kostenmanagement in Form von Kostenstrukturmaßnahmen, wie zum Beispiel die Steuerung des Vergütungsmodells insbesondere bezüglich der überwiegend vom Geschäftserfolg abhängigen variablen Vergütungen, sollen ggf. negative exogene Rahmenbedingungen so weitgehend wie möglich abgefedert werden.

3.2.3 Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung des Baader Bank Konzerns

Der Banken- und Börsenmarkt, in dem sich die Baader Bank als ihrem Hauptmarkt bewegt, ist in Deutschland sowie in Europa weiterhin im Wandel und von anhaltendem Wachstum geprägt. Gebührenoptimierte Best Execution-Plattformen, die für Endkunden kostenlose oder flexible Preisstrategien umsetzen, gewinnen seit dem Boom während der Ausnahmejahre 2020 und 2021 weiterhin Marktanteile gegenüber klassischen deutschen Regionalbörsen. Ein dadurch vereinfachter Zugang zum Wertpapierhandel auch für Privatanleger, lässt Anleger als aktive Selbstentscheider agieren, die über einen digitalen und oftmals mobilen Zugang zum Wertpapierhandel verfügen und diesen für ein kostenoptimiertes, aktives Trading sowie für langfristige Sparanlagen oder auch den Handel mit Kryptowährungen nutzen. Diese Entwicklung wird insbesondere durch Neo-Broker und Robo-Advisor getrieben und geschieht längst im Zuge einer Europäisierung der Angebote für Privatanleger, entweder durch über Ländergrenzen hinweg expandierende Marktakteure oder im europäischen Ausland ansässige Wettbewerber direkt.

Für die Baader Bank bedeutet dies perspektivisch eine steigende Tendenz hinsichtlich der Handelsvolumina bei den von ihr betreuten Orderbüchern im Market Making und weiteres Wachstum in Bezug auf die von ihr in Kooperationen geführten Konten und Depots auch im Jahr 2025.

Der Vorstand der Baader Bank erwartet, dass die Ertrags- und Ergebnisbeiträge aus dem Market Making und dem Brokerage inklusive der Cross-Selling-Effekte aus den Account Services bei einer teilweise moderat steigenden Wachstumskurve - ausgehend von den Entwicklungen in 2024 - in den Bereichen leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2024 liegen werden. Für den Bereich Capital Markets (inkl. Research Services) erwartet der Vorstand eine konstante Geschäftsentwicklung für 2025, wobei sich der Markt für Kapitalmarktdienstleistungen durchaus besser entwickeln sollte als im Jahr 2024.

Für die Gesamtaussage zur zukünftigen Entwicklung der Baader Bank sind im Einzelnen die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren und Ergebnistreiber wie folgt einzuordnen:

Für das kommende Geschäftsjahr 2025 wird im Base Case-Szenario der Baader Bank (gilt sowohl für die Baader Bank AG als auch den Baader Bank Konzern) erwartet, dass sich die Marktvolatilität im Vergleich zum Vorjahr tendenziell auf einem ähnlichen Niveau einpendelt. Aufgrund des sich weiter fortsetzenden Wachstums (seitens Kunden, Marktvolumina und Produkten), aber auch der veränderten Wettbewerbssituation, ist zu erwarten, dass die Anzahl der Wertpapiertransaktionen gegenüber dem Vorjahr moderat verringern wird. In Bezug auf das Umsatzvolumen für das Jahr 2025 geht der Vorstand der Baader Bank von einer ebenfalls moderaten Verringerung gegenüber dem Vorjahr aus. Neben der über die nationalen Ländergrenzen hinaus weiter steigenden Anzahl an Privatanlegern im Retailkundengeschäft, trägt auch das leicht steigende Geschäftsvolumen in allen Geschäftsfeldern zur langfristigen Stabilisierung der Stückzahlen und Volumina bei - wenn auch mit einer mittelfristig zunächst rückläufigen Entwicklung.

Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet der Vorstand sowohl für die Baader Bank AG als auch für den Baader Bank Konzern mit im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Gesamterträgen, beeinflusst durch die veränderte Wettbewerbssituation.

Innerhalb der Gesamterträge geht der Vorstand beim Handelsergebnis für das Geschäftsjahr 2025 - unter Berücksichtigung schwer prognostizierbarer Marktvolatilitäten sowie Handelsvolumina - von im Vergleich zum Vorjahr moderat steigenden Erträgen aus. Das Ergebnis aus Provisionsgeschäft wird auf Vorjahresniveau erwartet, wohingegen das Ergebnis aus Zinsgeschäft deutlich unter dem Vorjahr prognostiziert wird.

Auf der Aufwandsseite rechnet der Vorstand der Baader Bank für das Geschäftsjahr 2025 demgegenüber sowohl auf Ebene der Baader Bank AG also auch des Baader Bank Konzerns mit im Vergleich zum Vorjahr insgesamt leichtfallenden Gesamtaufwendungen. In den Gesamtaufwendungen sind die variablen, von Ergebnisbestandteilen abhängigen Aufwendungen für die variable Vergütung und die Dotierung für den Fonds für allgemeine Bankrisiken entsprechend berücksichtigt.

Auf Basis der vorstehend skizzierten Planungen erwartet der Vorstand für die Baader Bank AG als auch für den Baader Bank Konzern ein Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2025, das leicht unterhalb des Niveaus des Vorjahres liegt. Die damit einhergehende Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity) nach Steuern wird leicht unter Vorjahresniveau erwartet.

In Anbetracht von unabwägbaren, exogenen Einflussfaktoren können zuverlässige Prognosen zur Geschäftsentwicklung nach Einschätzung des Vorstands nur unter Einschränkungen erstellt werden. Die in diesem Lagebericht enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen, Erwartungen und Prognosen zur künftigen Entwicklung der Baader Bank beruhen daher auf den zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses im Unternehmen verfügbaren Informationen und Erkenntnissen.

4 Sonstige Angaben

4.1 Erklärung zur Unternehmensführung mit den Festlegungen und Angaben nach § 289f Abs. 2 Nr. 4, Abs. 4 Satz 1 HGB

Für den Vorstand ist eine Zielgröße für den Frauenanteil gern. § 111 Abs. 5 AktG in Höhe von 0 % festgelegt worden, die bis zum 30. Juni 2025 zu erreichen ist. Damit ist momentan die Zielgröße für den Vorstand erreicht. Die Zielgröße mit 0 % ist damit begründet, dass zum Zeitpunkt der Beschlussfassung sämtliche Vorstände männlich waren und ihre Vorstandsverträge über das Zieldatum vom 30. Juni 2025 hinausgingen Mit einem Frauenanteil von 0 % im Aufsichtsrat wird die Zielgröße von 16,67 % für den Aufsichtsrat hingegen momentan verfehlt. Grund hierfür ist, dass bei seiner Wahl im Jahr 2023 der Aufsichtsrat ausschließlich mit männlichen Mitgliedern besetzt wurde und sich seit dem Beginn der Amtszeit des Aufsichtsrats im Juli 2023 im Berichtszeitraum keine personellen Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats ergeben haben.

4.2 Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gem. § 312 AktG

Die Baader Bank Aktiengesellschaft (Baader Bank AG) ist ein abhängiges Unternehmen der Baader Beteiligungs GmbH, Unterschleißheim (Baader GmbH). Die Baader Beteiligungs GmbH ist mit 66,34 % an der Baader Bank AG beteiligt. Da kein Beherrschungsvertrag zwischen den Unternehmen besteht, hat der Vorstand der Baader Bank AG gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der mit folgender Erklärung schließt:

"Die Baader Bank AG hat nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte bzw. andere Maßnahmen vorgenommen oder unterlassen wurden, für diese Rechtsgeschäfte bzw. anderen Maßnahmen eine angemessene Gegenleistung erhalten. Sie wurde durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt. Alle berichtspflichtigen Vorgänge wurden vom Vorstand beschlossen, soweit nach der Satzung bzw. Geschäftsordnung der Baader Bank AG erforderlich auch vom Aufsichtsrat genehmigt und in diesem Abhängigkeitsbericht aufgestellt."

 

Unterschleißheim, den 12. März 2025

Baader Bank AG

Der Vorstand

Nico Baader

Oliver Riedel

Martin Zoller

Bericht des Aufsichtsrats 2024 für den Jahresabschluss und Geschäftsbericht 2024 der Baader Bank Aktiengesellschaft

Zur Arbeitskultur, Überwachungs- und Beratungstätigkeit des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Baader Bank hat im Geschäftsjahr 2024 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben sorgfältig und gewissenhaft wahrgenommen. Er hat dabei die Arbeit des Vorstands überwacht und begleitet. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden. Sofern aufgrund eines Gesetzes, der Satzung oder der Geschäftsordnung für einzelne Maßnahmen die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, wurde hierüber nach gründlicher Prüfung und Beratung Beschluss gefasst und ggf. der Prüfungsausschuss sowie der Vergütungskontrollausschuss miteinbezogen.

Der Aufsichtsrat der Baader Bank fasst Beschlüsse grundsätzlich in Sitzungen. Bei Bedarf werden auf Anordnung des Aufsichtsratsvorsitzenden Beschlüsse auch außerhalb von Sitzungen im Umlaufverfahren gefasst.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat stets und umfassend auf schriftlichem und mündlichem Wege über grundsätzliche Fragen des Instituts, der Geschäftspolitik und der Gesamtbankstrategie, der aktuellen und künftigen Geschäftsführung, der Geschäftsentwicklung sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle und wichtige Einzelvorkommnisse unterrichtet. Der Aufsichtsrat war demnach regelmäßig über die Lage des Gesamtkonzerns sowie der Konzerngesellschaften unterrichtet. Insbesondere wurde über die gesamtwirtschaftliche und politische Lage und die Auswirkungen auf die Branche, sowie die Wettbewerbssituation und die Entwicklung der Ertrags- und Ergebnissituation des Baader Bank Konzerns und der Einzelunternehmen, über die strategische Weiterentwicklung sowie über die Risikolage und das Risikomanagement eingehend diskutiert. Es wurden Lösungsansätze und Maßnahmen erörtert.

Der Aufsichtsratsvorsitzende und auch die weiteren Aufsichtsratsmitglieder wurden zudem in regelmäßigen Abständen in zahlreichen persönlichen Treffen durch den Vorstandsvorsitzenden und einzelner Vorstandsmitglieder informiert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats setzten sich auch wiederholt zu einem internen Austausch ohne die Teilnahme von Dritten insbesondere ohne den Vorstand zusammen, um die wichtigen Belange der Gesellschaft aus Sicht des Aufsichtsgremiums zu erörtern.

Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat fortlaufend und situationsbedingt über alle wesentlichen Kennzahlen zur finanziellen Entwicklung und der Risikosituation der Baader Bank Aktiengesellschaft und des Konzerns. Auch im Geschäftsjahr 2024 wurden die Aufsichtsrats-Reports weiter optimiert, um Steuerungs- und Überwachungsmöglichkeiten weiter zu verbessern. Die Abweichungen der Ergebnisentwicklung von den Finanzplanzahlen wurden umgehend im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat geprüft, so auch die ad hoc Prognose-Anpassung am 19. September 2024 im Vorfeld der Berichterstattung der Neunmonatszahlen 2024. Ebenso wurde der Sachverhalt zur veränderten Wettbewerbssituation der Baader Bank besprochen und dies im Kontext der ad hoc-Meldung am 10. Dezember 2024 diskutiert.

Gegenstand der regelmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats waren die Unternehmenszahlen, die Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns einschließlich der Tochterunternehmen und Beteiligungen, sowie die Entwicklung sämtlicher Geschäftsbereiche der Markt- sowie der Markfolge und die jeweilige Wettbewerbsentwicklung bzw. das Marktumfeld. Die weiteren Themen gestalteten sich anlassbezogen auf Basis der Aufgabenstellungen aus dem Markt- und Marktfolgeressort.

Der Compliance-Beauftragte, der Leiter des Risiko Managements sowie die Leiterin der Internen Revision legten dem Aufsichtsrat regelmäßig die jeweiligen Berichte vor. Allen Aufsichtsratsmitgliedern werden diese Berichte zur Verfügung gestellt.

Zudem traten Vorstand und Aufsichtsrat zusammen, um über die Gesamtbankstrategie für die kommenden Jahre sowie die damit verbundene Finanzplanung zu beraten. Im Fokus stand die Langfristigkeit und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells im Sinne einer Wirtschaftlichkeit und einer angemessenen Profitabilität im Rahmen der weiterentwickelten strategischen Positionierung und den Marktpotenzialen. Gleichermaßen war auch die Ausrichtung an eine sich stets verändernde Wettbewerbssituation ein wesentlicher Aspekt. Das geltende Strategieprogramm "High Performance Banking" wurde in seinem Voranschreiten geprüft, die Teilstrategien sowie die Gesamtbankstrategie vom Vorstand einem jährlichen Review unterzogen und mit dem Aufsichtsrat erörtert und schließlich zustimmend zur Kenntnis genommen.

Zu den Veränderungen im Vorstand bzw. der Geschäftsführung der Baader Bank Aktiengesellschaft

Zur Erweiterung des Management-Teams der Baader Bank ist Herr Kai Göhring bereits mit Wirkung zum 01.11.2023 zum Generalbevollmächtigten ernannt worden. Um perspektivisch das CFO-Ressort aufzubauen, unterliegen seiner Verantwortung die Bereiche Group Legal, Credit, Backoffice, Special Execution, Group Accounting, Group Controlling & Data Analytics sowie Group Legal & Corporate Finance Office.

Zur Nachhaltigkeitsberichterstattung und der Prüfung dieser

Für das Geschäftsjahr 2024 ist die Baader Bank verpflichtet, einen zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht zu erstellen. Die Bedeutung der damit einhergehenden ESG-Themen (ESG: Environmental, Social, Governance) spiegelt sich in strategischen und aufsichtsrechtlichen Aspekten wider. Um den steigenden Anforderungen der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu entsprechen, wurde seitens der Baader Bank bereits in 2023 ein ESG-Team gebildet.

Gemäß § 171 Abs. 1 Satz 4 AktG hat der Aufsichtsrat den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht zu prüfen. Zur Unterstützung dieser Prüfung hat der Aufsichtsrat eine betriebswirtschaftliche Prüfung durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ("KPMG") beauftragt. Die KPMG hat einen uneingeschränkten Vermerk über eine betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung der "Limited Assurance" erteilt. Der Bericht wird mit dem entsprechenden Vermerk des Wirtschaftsprüfers auf der Website der Baader Bank veröffentlicht.

Thematische Schwerpunkte der Beratung und Überwachung des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2024 tagte der Aufsichtsrat der Baader Bank im Rahmen von vier ordentlichen Sitzungen und zwei außerordentlichen Sitzungen. Zudem schloss sich der Aufsichtsrat zu vertiefenden Telefonkonferenzen zusammen, um sich bei wichtigen Beschlussfassungen und Themen von größerer Tragweite für die Baader Bank intensiv informieren zu lassen und sich über Beschluss-/Sachverhalte allein, mit dem Vorstand und/oder mit Fachbereichsvertretern auszutauschen.

Auf der Agenda der Aufsichtsratstätigkeit standen die regel- und satzungsmäßigen Themen zum Jahresabschluss, zu den Jahresabschlussprüfungen und deren Ergebnisse sowie die Vorbereitung und (virtuelle) Durchführung der Hauptversammlung der Baader Bank.

Der Aufsichtsrat erörterte gemeinsam mit dem Vorstand auch Fragestellungen zu Strategie- und Finanzplanung der Baader Bank. Bei Fragestellungen zur operativen und personellen Entwicklung hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Geschäftsverteilungsplan und die Aufbauorganisation des Kreditinstituts geprüft. Darüber hinaus waren wesentliche Projekte und einzelne Kreditengagements maßgebliche Punkte der Erörterungen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand im Geschäftsjahr 2024.

Sowohl im Aufsichtsrat als auch in den Sitzungen des Prüfungsausschusses war die im Geschäftsjahr 2022 durchgeführte bankaufsichtliche Sonderprüfung gemäß § 44 KWG der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und in diesem Zuge. die Abarbeitung der daraus resultierten Feststellungen, ein weiteres wichtiges Thema.

Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2024 insgesamt im Rahmen von sechs ordentlichen Sitzungen. Er befasste sich intensiv mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss. Darüber hinaus überwachte er die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, insbesondere das der internen Kontrollsysteme und der Internen Revision.

Der seit Juli 2023 eingerichtete Vergütungskontrollausschuss tagte im Geschäftsjahr 2024 in zwei Sitzungen und befasste sich insbesondere mit der Angemessenheit der Vergütungssysteme für Geschäftsleiter und Mitarbeiter.

Zur Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2024

Der Vorstand der Baader Bank Aktiengesellschaft hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht jeweils für das Geschäftsjahr 2024 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute aufgestellt.

Der von der Hauptversammlung gewählte Abschluss- und Konzernabschlussprüfer, die KPMG, hat die Abschlüsse und den Lagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat dabei die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen.

Der Aufsichtsrat hat die vorstehenden Unterlagen eingehend geprüft.

Alle Abschlussunterlagen sowie die Prüfberichte des Abschlussprüfers lagen den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Die Abschlussunterlagen wurden vom Aufsichtsrat in Gegenwart des zuständigen Wirtschaftsprüfers ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Abschlussprüfer ging ferner auf den Umfang und die Prüfungsschwerpunkte der Abschlussprüfung ein.

Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Abschlussprüfung zustimmend Kenntnis genommen und nach Beendigung seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass auch seinerseits keine Einwände zu erheben sind.

Der vom Vorstand aufgestellte und vom Abschlussprüfer geprüfte Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Konzernlagebericht wurden vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 27. März 2025 gebilligt.

Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Vorstand hat sich in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat nach dem Testatsdatum des Jahres- und Konzernabschlusses darauf verständigt, zur nachhaltigen Stärkung des Eigenkapitals der Baader Bank Aktiengesellschaft der Hauptversammlung einen angepassten Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2024 vorzulegen. Demnach soll abweichend von dem im testierten Jahresabschluss enthaltenen Ergebnisverwendungsvorschlag der Hauptversammlung vorgeschlagen werden, einen weiteren Betrag in Höhe von EUR 3.500.000,00 in die Gewinnrücklagen einzustellen, und im Gegenzug einen reduzierten Betrag an die Aktionäre als Bardividende auszuschütten bzw. auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat hat am 27. März 2025 einen entsprechenden Beschlussvorschlag an die Hauptversammlung zur Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2024 gefasst. Vor dem Hintergrund steigender Kapitalanforderungen an Kreditinstitute unter CRR III ab dem Jahr 2026 sehen Vorstand und Aufsichtsrat hierin eine geeignete Maßnahme zur unmittelbaren und planbaren Stärkung des Eigenkapitals. Zudem wäre die in dem ursprünglichen Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands enthaltene Möglichkeit der Aktiendividende mit Blick auf ihre Eigenkapitalwirksamkeit sowohl vom Annahmeverhalten der Aktionäre, wie auch vom erfolgreichen Abschluss zusätzlicher aufsichtsrechtlicher Genehmigungsverfahren abhängig.

Der Aufsichtsrat schließt sich, insbesondere unter Berücksichtigung des Jahresergebnisses aus 2024, der Liquidität und der Finanzplanung der Gesellschaft, dem Vorschlag des Vorstands an, den Aktionären eine Dividende auszuschütten.

Zum Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Der Abschlussprüfer KPMG hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen".

Der Aufsichtsrat hat vom Ergebnis der Prüfung des Abschlussberichts zustimmend Kenntnis genommen und nach seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass auch seinerseits keine Einwände zu erheben sind.

Zu den Veränderungen im Aufsichtsrat der Baader Bank Aktiengesellschaft

Der Aufsichtsrat der Baader Bank hat im Geschäftsjahr 2024 keine Änderungen erfahren. Zum laufenden Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat der Baader Bank in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 30.01.2025 einen Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats beschlossen. Um eine geordnete Nachfolge sicherzustellen, hat Herr Helmut Schreyer auf eigenen Wunsch das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden der Baader Bank abgegeben. Im Zuge dessen ist Herr Dr. Louis Hagen mit sofortiger Wirkung als neuer Aufsichtsratsvorsitzender gewählt worden. Herr Schreyer bleibt weiterhin Mitglied des Aufsichtsrats der Baader Bank.

Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des gesamten Baader Bank Konzerns für ihr außerordentliches Engagement und die stets professionelle Leistung im herausfordernden wirtschaftlichen und politischen Umfeld des Geschäftsjahres 2024. Dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund der weiter wachsenden Kundenbasis und dem damit einhergehenden Geschäftsvolumen sowie steigenden regulatorischen Anforderungen an Kreditinstitute.

 

Unterschleißheim, den 28. April 2025

Der Aufsichtsrat

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024 31.12.2023
1. Barreserve
a) Kassenbestand 447,41 1.103,33
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 66.682.149,08 66.682.596,49 30.749.726,89 30.750.830,22
darunter: bei der Deutschen Bundesbank € 66.682.149,08 (Vorjahr: € 160.009.655,64)
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 3.957.807.533,59 3.220.033.059,10
b) andere Forderungen 5.646.895,78 3.963.454.429,37 1.445.416,51 3.221.478.475,61
3. Forderungen an Kunden 237.213.288,86 132.025.518,82
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von öffentlichen Emittenten 182.209.133,75 295.279.610,45
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 96.952.602,41 (Vorjahr: € 354.810.383,87)
ab) von anderen Emittenten 146.670.992,26 328.880.126,01 44.149.022,42 339.428.632,87
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 143.240.250,82 (Vorjahr: € 11.007.166,92)
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 7,00 8.232.246,70
5a. Handelsbestand 87.972.898,16 66.521.472,36
6. Beteiligungen 14.717.160,32 12.626.262,30
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten € 464.052,88 (Vorjahr: € 464.052,88)
7. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.204.605,54 13.293.930,79
b) Geschäfts- oder Firmenwert 417.772,53 626.657,25
c) geleistete Anzahlungen 3.669.600,24 23.291.978,31 6.565.883,00 20.486.471,04
8. Sachanlagen 66.977.340,74 68.059.297,81
9. Sonstige Vermögensgegenstände 4.083.247,52 19.798.281,47
10. Rechnungsabgrenzungsposten 15.420.096,70 8.571.504,83
11. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 16.015.889,56 10.098.542,48
Summe der Aktiva 4.824.709.059,04 3.938.077.536,51

Passiva

31.12.2024 31.12.2023
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 51.071.200,21 73.046.307,99
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 8.740.063,26 59.811.263,47 2.588.337,20 75.634.645,19
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 4.324.186.422,06 3.487.695.725,66
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 43.188.513,31 4.367.374.935,37 58.437.449,60 3.546.133.175,26
3. Handelsbestand 12.865.075,52 11.356.118,38
4. Sonstige Verbindlichkeiten 50.975.110,53 48.290.602,39
5. Rechnungsabgrenzungsposten 141.307,79 198.762,20
6. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.838.052,40 2.986.896,99
b) Steuerrückstellungen 14.741.577,41 1.869.694,26
c) andere Rückstellungen 52.713.405,85 70.293.035,66 24.013.608,28 28.870.199,53
7. Fonds für allgemeine Bankrisiken
darunter:
Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 73.861.000,00 73.861.000,00 62.081.000,00 62.081.000,00
8. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 48.797.311,00 48.797.311,00
abzgl. Nennbetrag eigener Aktien 0,00 48.797.311,00 0,00
b) Kapitalrücklage 43.445.358,77 43.445.358,77
c) Gewinnrücklagen
ca) andere Gewinnrücklagen 84.191.328,25 70.331.807,58
cb) Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 2.342.345,63 86.533.673,88 1.999.007,79
d) Nicht beherrschende Anteile 765.197,03 749.506,58
e) Konzernbilanzgewinn 9.845.790,02 189.387.330,70 190.041,84 165.513.033,56
Summe der Passiva 4.824.709.059,04 3.938.077.536,51
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 560.000,00 3.450,00
2. Andere Verpflichtungen
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen 491.374,11 11.179.865,69

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024

2024 2023
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 141.173.666,12 100.127.532,22
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 5.174.168,69 146.347.834,81 11.096.717,42
2. Zinsaufwendungen -61.751.037,65 84.596.797,16 -12.951.968,73 98.272.280,91
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 977.217,48 982.483,18
b) Beteiligungen 44.576,00 1.021.793,48 58.506,00 1.040.989,18
4. Provisionserträge 202.634.030,81 112.680.596,06
5. Provisionsaufwendungen -237.342.814,40 -34.708.783,59 -163.335.599,76 -50.655.003,70
6. Nettoertrag des Handelsbestands 167.655.286,02 105.089.496,87
7. Umsatzerlöse 11.542.777,06 11.396.082,95
8. Sonstige betriebliche Erträge 17.554.606,63 5.679.591,01
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -82.581.528,50 -62.967.158,21
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -9.596.580,93 -92.178.109,43 -9.605.067,26
darunter:
für Altersversorgung € - 478.537,41 (Vorjahr: € - 510.881,45)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -83.260.611,75 -175.438.721,18 -77.187.780,28 -149.760.005,75
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -12.489.030,38 -12.013.128,32
11. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.723.302,72 -1.409.010,58
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -10.568.938,27 0,00
13. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 210.899,59
14. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 0,00
15. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 4.506.604,49 2.916.278,53
16. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken -11.780.000,00 -6.810.000,00
davon:
Zuführungen nach § 340e Abs. 4 HGB € - 11.780.000,00 (Vorjahr: € - 6.810.000,00)
17. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 40.169.088,70 3.958.470,69
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -16.562.913,89 -1.073.927,45
19. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 11 ausgewiesen -75.215,51 -55.818,18
20. Konzernergebnis 23.530.959,30 2.828.725,06
21. Nicht beherrschende Anteile -15.690,45 -37.702,44
22. Gewinnvortrag des Mutterunternehmens 190.041,84 227.553,82
23. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus anderen Gewinnrücklagen 3.848.099,59 3.848.099,59 3.707.966,51 3.707.966,51
24. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in andere Gewinnrücklagen -17.707.620,26 -17.707.620,26 -6.536.501,11 -6.536.501,11
25. Konzernbilanzgewinn 9.845.790,02 190.041,84

Eigenkapitalspiegel des Baader Konzerns

Geschäftsjahr 2024 Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Rücklagen Konzernbilanzge- Summe
Gezeichnetes Kapital Stammaktien
T€
Kapitalrücklage
T€
Gewinnrücklage Andere Gewinnrücklagen
T€
winn
T€
T€
Stand 1. Januar 2024 48.797 43.446 70.332 190 162.765
Ausschüttung 0 0 0 0 0
Einstellung/Entnahme Gewinnrücklagen 0 0 13.859 -13.859 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 23.515 23.515
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2024 48.797 43.446 84.191 9.846 186.280
Geschäftsjahr 2024 Konzern-
Nicht beherrschende Anteile
T€
Kumuliertes übriges Konzernergebnis Ausgleichsposten aus der Fremd- Währungsumrechnung
T€
Summe
T€
eigenkapital Summe
T€
Stand 1. Januar 2024 749 1.999 2.748 165.513
Ausschüttung 0 0 0 0
Einstellung/Entnahme Gewinnrücklagen 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 16 0 16 23.531
Währungsumrechnung 0 343 343 343
Stand 31. Dezember 2024 765 2.342 3.107 189.387
Geschäftsjahr 2023 Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Konzernergebnis Eigene Anteile Eigenkapital
Stammaktien
T€
T€ Gewinnrücklage
T€
Bilanzgewinn / -verlust
T€
T€ T€
Stand 1. Januar 2023 48.797 43.446 66.174 4.167 0 162.584
Erwerb / Einziehung eigener Anteile 0 0 0 0 0 0
Gezahlte Dividenden 0 0 0 -2.439 0 -2.439
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 -171 0 0 -171
Konzernjahresergebnis 0 0 0 2.791 0 2.791
Übriges Konzernergebnis 0 0 0 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 0 2.791 0 2.791
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 0 4.329 -4.329 0 0
Stand 31. Dezember 2023 48.797 43.446 70.332 190 0 162.765
Geschäftsjahr 2023 Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
T€
Nicht beherrschende Anteile
T€
Konzerneigenkapital
T€
Stand 1. Januar 2023 1.456 899 164.939
Erwerb / Einziehung eigener Anteile 0 0 0
Gezahlte Dividenden 0 -188 -2.627
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 -171
Konzernjahresergebnis 0 38 2.829
Übriges Konzernergebnis 543 0 543
Konzerngesamtergebnis 543 38 3.372
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 0 0
Stand 31. Dezember 2023 1.999 749 165.513

Kapitalflussrechnung des Baader Konzerns

2024
T€
2023
T€
1. Periodenergebnis 23.531 2.829
(inkl. Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern)
Im Periodenergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow der normalen Geschäftstätigkeit
2. Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Forderungen und Gegenstände des Anlagevermögens 9.911 7.359
3. Veränderung der Rückstellungen 41.423 4.107
4. andere zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 31.880 -2.274
5. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Anlagevermögen -1.526 1.565
6. sonstige Anpassungen (Saldo) -91.421 -89.119
7. Zwischensumme 13.798 -75.533
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit
8. Forderungen
8a. an Kreditinstitute 43.194 -73.316
8b. an Kunden -118.643 -42.292
9. Wertpapiere (soweit nicht Anlagevermögen) -132.509 206.696
10. andere Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit 1.068 -9.182
11. Verbindlichkeiten
11a. gegenüber Kreditinstituten -15.823 -42.010
11b. gegenüber Kunden 821.565 1.552.270
12. Handelspassiva 1.509 8.161
13. andere Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit 2.627 32.875
14. erhaltene Zinsen und Dividenden 155.209 104.839
15. gezahlte Zinsen -62.075 -12.631
16. Ertragsteuerzahlungen -1.713 -3.260
17. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 708.207 1.646.617
18. Einzahlungen aus Abgängen des
18a. Finanzanlagevermögens 296.813 428.045
19. Auszahlungen für Investitionen in das
19a. Finanzanlagevermögen -169.192 -436.028
19b. Sachanlagevermögen -7.537 -3.840
19c. Immaterielle Anlagevermögen -6.804 -10.869
20. Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 0 0
21. Cashflow aus der Investitionstätigkeit 113.280 -22.692
22. Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter
22a. Dividendenzahlungen 0 -2.627
22b. sonstige Zahlungen 0 0
23. Mittelveränderungen aus sonstigem Fremdkapital (Saldo) 0 0
24. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0 -2.627
25. zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe 17, 21 und 24) 821.487 1.621.298
26. Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 366 470
27. Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 0
28. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.086.3681 1.464.6001
29. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.908.221 3.086.368

1 Sichteinlagen werden einbezogen, sofern sie dazu dienen, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Konzernanhang 2024

I. Grundlagen

Der Konzernabschluss der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr 2024 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches ("HGB") sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute ("RechKredV") für den übergeordneten Kreis von Unternehmen aufgestellt worden. Die Vorschriften des Aktiengesetzes ("AktG") wurden beachtet.

Der Konzernabschluss richtet sich auch nach den vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) verabschiedeten und vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) gemäß § 342 Abs. 2 HGB bekannt gemachten Standards.

Neben der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und -verlustrechnung enthält der Konzernabschluss als weitere Komponenten einen Eigenkapitalspiegel, eine Kapitalflussrechnung sowie einen Konzernanhang. Das Wahlrecht gemäß § 297 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde nicht in Anspruch genommen und auf eine Segmentberichterstattung verzichtet.

Zum Zweck der Übersichtlichkeit sind die Werte in Tausend € ausgewiesen. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit entstehen.

Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2024. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Baader Bank Aktiengesellschaft, mit Sitz in Unterschleißheim, wird beim Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 121537 geführt.

II. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Bei der Bewertung der im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden werden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze (§§ 252 ff. HGB), die besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB), die ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340 ff. HGB) sowie die Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute ("RechKredV") beachtet.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit einzelne Posten in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst werden, erfolgt eine Aufgliederung im Anhang.

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Barreserve

Die Bestände der Barreserve sind zum Nennbetrag ausgewiesen.

Forderungen

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind grundsätzlich mit dem Nominalbetrag oder den Anschaffungskosten ausgewiesen und werden soweit erforderlich um Wertberichtigungen in ausreichendem Maße gemindert. Von der gemäß § 340f Abs. 3 HGB zulässigen Verrechnung wird Gebrauch gemacht. Um dem Vorsichtsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB Rechnung zu tragen, werden gemäß dem IDW RS BFA 7 Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Anzuwenden sind die Regelungen auf die Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden (§§ 14, 15 RechKredV). Darüber hinaus fallen auch Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen (§§ 26, 27 RechKredV) in den sachlichen Anwendungsbereich. Aufgrund der Portfoliostruktur mit Fokus auf täglich fällige Bestände wurde als Risikomodell die 12-Monats-Expected Loss Berechnung gewählt. Demnach wird der Verlust auf Basis der Parameter Ausfallwahrscheinlichkeit (PD), Verlusthöhe (LGD) und dem erwarteten Kreditbetrag bei Ausfall (EAD) ermittelt. Eine Ausgeglichenheit zwischen Risikoprämien und Risikoerwartung zum Zeitpunkt der Kreditvergabe besteht und das Adressenausfallrisiko hat sich nicht nennenswert zum Bilanzstichtag erhöht. Im Ergebnis ergab sich im Geschäftsjahr keine deutliche Erhöhung des Ausfallrisikos und keine allgemeine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage mit nachweislicher Auswirkung auf das Kreditportfolio.

Wertpapiere (ohne Handelsbestand)

Wertpapiere mit dauerhafter Halteabsicht sind als Finanzanlagen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip entsprechend § 253 Abs. 1 und 3 HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sofern erforderlich werden Zuschreibungen nach dem Wertaufholungsgebot (§ 253 Abs. 5 HGB) vorgenommen. Die Ermittlung des beizulegenden Wertes der wie Anlagevermögen zu bewerteten Wertpapieren erfolgt grundsätzlich anhand von Marktwerten. Im Falle des Nichtvorliegens eines aktiven Marktes erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Wertes anhand anerkannter Bewertungsmodelle. Von der gemäß § 340c Abs. 2 HGB zulässigen Verrechnung wird Gebrauch gemacht. Das Bewertungswahlrecht gemäß § 340e Abs. 1 Satz 3 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird nicht in Anspruch genommen.

Wertpapiere, die weder dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, noch dem Handelsbestand zugeordnet sind (Wertpapiere der Liquiditätsreserve), werden als Umlaufvermögen nach dem strengen Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 1 und 4 HGB mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise mit den niedrigeren Börsenwerten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Der beizulegende Zeitwert gemäß § 255 Abs. 4 HGB entspricht grundsätzlich dem Marktpreis. Ist zum Bilanzstichtag kein Marktpreis feststellbar, wird der beizulegende Zeitwert mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ermittelt. Sofern kein beizulegender Zeitwert ermittelbar ist, werden die Anschaffungskosten im Sinne des § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB fortgeführt.

Handelsbestand

Die Bewertung der Finanzinstrumente des Handelsbestandes erfolgt bei Zugang mit den Anschaffungskosten. Die Folgebewertung erfolgt entsprechend § 340e Abs. 3 HGB i.V.m. IDW RS BFA 2 und 5 mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bei finanziellen Vermögensgegenständen bzw. zuzüglich eines Risikozuschlags bei finanziellen Verpflichtungen. Sofern für derivative Finanzinstrumente keine tägliche Marktbewertung vorliegt, erfolgt die Ermittlung des Zeitwerts für Optionen mittels des Black-Scholes-Modells und für Futures mittels der arbitragefreien Bewertung. Die Baader Bank AG nimmt die Bewertung amerikanischer Optionen mithilfe der Approximation von Barone-Adesi/Whaley (1987) vor. Fremdwährungsoptionen werden mithilfe des Modells von Garman/Kohlhagen (1983) bewertet.

Ausgangspunkt für die Ermittlung des Risikoabschlags ist der Value at Risk (VaR). Der Value at Risk bezeichnet dabei ein Risikomaß, das angibt, welchen Wert der Verlust des betrachteten Portfolios mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit und in einem gegebenen Zeithorizont nicht überschreitet. Zur Ermittlung des Markpreisrisikos verwendet die Baader Bank AG die Monte-Carlo-Simulation. Bei der Berechnung wird ein Konfidenzniveau von 99,9 % unterstellt und die erforderlichen Parameter (insb. Volatilitäten, Korrelationen etc.) auf Basis von historischen Daten geschätzt. Dabei wird die Methode exponentieller Glättung verwendet, so dass bei dem gewählten Decay Factor von 0,97 die letzten ca. 98 Tage den größten Einfluss, unter kumulativer Betrachtung 95 %, auf die Parameter haben. Zum 31. Dezember 2024 werden zum Zwecke des Risikoabschlags die bestandsindividuelle (faktischen) Haltedauern zwischen 0,25 bis 3 Tagen zugrunde gelegt.

Der Risikoabschlag wird für sämtliche Bestände der Handelsaktiva und -passiva ermittelt. Da es bei einzelnen Gattungen nicht möglich ist, diesen Betrag sachgerecht auf die aktiven bzw. passiven Handelsbestände aufzuteilen, erfolgt die Berücksichtigung des Risikoabschlags generell beim größeren der jeweiligen Bestände. Zum 31. Dezember 2024 erfolgte die Zuordnung bei dem aktiven Handelsbestand.

Wertpapierleihe

Die Baader Bank AG als Mutterunternehmen kontrahiert Wertpapierleihegeschäfte nahezu ausschließlich zum Zweck der Erfüllung von Lieferverpflichtungen aus Geschäften im Rahmen des Market Making. Diese werden zu Anschaffungskosten aktiviert, die sich aus dem mit dem Verleiher vereinbarten, Kurs ergeben. Die Wertpapiere werden dem Handelsbestand zugeordnet. In gleicher Höhe erfolgt die Passivierung einer Herausgabeverpflichtung.

Umwidmung

Für die Zuordnung von Forderungen und Wertpapieren zum Handelsbestand, zur Liquiditätsreserve oder zu den wie Anlagevermögen bewerteten Vermögensgegenständen ist jeweils die Zweckbestimmung zum Erwerbszeitpunkt maßgebend (§ 247 Abs. 1 und 2 HGB).

Eine Umgliederung in den Handelsbestand ist ausgeschlossen und eine Umgliederung aus dem Handelsbestand erfolgt nur dann, wenn außergewöhnliche Umstände, insbesondere schwerwiegende Beeinträchtigungen der Handelbarkeit der Finanzinstrumente, zu einer Aufgabe der Handelsabsicht führen.

Eine Umwidmung zwischen den Kategorien Liquiditätsreserve und wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände wird vorgenommen, wenn sich die festgelegte Zweckbestimmung seit deren erstmaligem Ansatz geändert hat und dies dokumentiert ist. Die Umwidmung der Forderungen beziehungsweise Wertpapiere erfolgt zum Zeitpunkt der Änderung der Zweckbestimmung.

Im Geschäftsjahr 2024 erfolgte keine Umwidmung sowie keine Änderung der institutsintern festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand.

Derivative Finanzinstrumente im Handelsbestand

Derivative Finanzgeschäfte werden wie folgt bilanziert und bewertet:

Gezahlte Optionsprämien aus dem Kauf von Kauf- bzw. Verkaufsoptionen werden als aktivischer Handelsbestand bilanziert und mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet.

Erhaltene Optionsprämien aus dem Verkauf von Kauf- bzw. Verkaufsoptionen werden als passivischer Handelsbestand bilanziert und mit dem beizulegenden Zeitwert zuzüglich eines Risikozuschlags bewertet.

Marginforderungen aus Futuregeschäften werden als Sonstige Vermögensgegenstände mit dem Nennbetrag bilanziert.

Marginverpflichtungen aus Futuregeschäften werden als Sonstige Verbindlichkeiten mit dem Nennbetrag bilanziert.

Verlustfreie Bewertung von zinsbezogenen Geschäften im Bankbuch

Der IDW RS BFA 3 n.F. regelt die Einzelfragen zur verlustfreien Bewertung des Bankbuchs nach HGB. Die Geschäftstätigkeit der Kreditinstitute im Rahmen des Bankbuchs lässt regelmäßig keine unmittelbare Zuordnung einzelner Finanzinstrumente zueinander zu. Die Steuerung erfolgt als Gesamtheit im Bankbuch. Für die zinsbezogenen bilanziellen Vermögensgegenstände und Schulden des Bankbuchs wird dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip dadurch Rechnung getragen, dass unter Berücksichtigung von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und Verwaltungskosten) für einen etwaigen Verpflichtungsüberschuss eine Rückstellung gemäß § 249 HGB zu bilden ist ("Drohverlustrückstellung"). Bei der Abgrenzung des Bankbuchs hat die Baader Bank AG von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die direkt zugeordnete Refinanzierung von nicht zinstragenden Aktiva sowie die entsprechenden Vermögensgegenstände nicht in den Saldierungsbereich einzubeziehen. Die Baader Bank AG wendet zur Ermittlung einer Drohverlustrückstellung die periodische Methode an. Danach ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden, wenn die Summe der diskontierten zukünftigen Periodenergebnisse des Bankbuchs negativ ist. Die Risikokosten und Verwaltungskosten werden dabei als Abschlag von den Zahlungsströmen berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag besteht für den Baader Bank Konzern kein Verpflichtungsüberschuss. Die Notwendigkeit einer Drohverlustrückstellung aus der verlustfreien Bewertung ist somit nicht gegeben.

Beteiligungen

Beteiligungen sind gemäß den für das Anlagevermögen geltenden Regelungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe, die zu einer Abschreibung geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten. Zur Ermittlung des beizulegenden Wertes wird auf den separaten Abschnitt "Wertpapiere (ohne Handelsbestand)" verwiesen. Auf eine konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung der assoziierten Unternehmen wird verzichtet, wenn die aus der unterlassenen Anpassung resultierenden Vermögens- und Ergebniseffekte unwesentlich sind.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Der Baader Bank Konzern weist seine EDV-Standard-Software unter den immateriellen Anlagewerten aus. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 250,00 (netto) werden sofort aufwandswirksam erfasst. Darüber hinaus werden geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 1.000,00 in einem jährlichen Sammelposten erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die tatsächlichen Nutzungsdauern der im Sammelposten zusammengefassten geringwertigen Wirtschaftsgüter oder deren Abgänge bleiben unberücksichtigt.

Für die Bestimmung der individuellen Nutzungsdauern werden grundsätzlich die steuerlichen AfA-Tabellen herangezogen und auf die technische Abnutzung abgestellt. In Einzelfällen und bei wirtschaftlicher Veranlassung wird eine längere Nutzungsdauer angesetzt.

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sind mit dem Nominalbetrag ausgewiesen und werden gegebenenfalls um erforderliche Wertberichtigungen in ausreichendem Maße gekürzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag, vermindert um erforderliche Abschreibungen und Wertberichtigungen, angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

In die aktive und passive Rechnungsabgrenzung werden transitorische Posten eingestellt. Die Auflösung wird zu dem Zeitpunkt vorgenommen, in dem der abgegrenzte Aufwand bzw. Ertrag wirtschaftlich entstanden ist.

Verbindlichkeiten und Rückstellungen

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt mittels des ratierlich degressiven Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinses, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (10-Jahresdurchschnitt) ergibt. Dieser beträgt gemäß der Festsetzung der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag 1,90 %. Der für die geforderten Anhangangaben verwendete Vergleichszinssatz (7-Jahresdurchschnitt) beträgt 1,96 % und wird ebenfalls von der Deutschen Bundesbank festgesetzt.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich zur Erfüllung von Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen, der sich in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 1 HGB gemäß den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt. Sofern die voraussichtliche Restlaufzeit der jeweiligen Rückstellung länger als ein Jahr ist, erfolgt eine Abzinsung der Rückstellung mit dem jeweiligen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beinhaltet Beiträge, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Sicherung gegen allgemeine Bankrisiken notwendig sind.

Gemäß § 340e Abs. 4 HGB haben Kreditinstitute einen Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" gemäß § 340g HGB zu bilden. Dem Sonderposten sind jährlich mindestens 10 % der aus dem Handelsbestand erzielten Nettoerträge zuzuführen, um den aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultierenden besonderen Risiken Rechnung zu tragen. Der Sonderposten ist jährlich solange mit mindestens 10 % der aus dem Handelsbestand erzielten Nettoerträge zu dotieren, bis mindestens 50 % des Durchschnitts der letzten fünf vor dem Berechnungsstichtag erzielten jährlichen Nettoerträge aus dem Handelsbestand erreicht sind (Mindestbestand).

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital ist mit dem Nennbetrag anzusetzen. Als Kapitalrücklage werden Agien aus der Ausgabe von Aktien ausgewiesen. Ferner werden unter den Gewinnrücklagen Beträge ausgewiesen, die im Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr aus dem Ergebnis gebildet worden sind.

Latente Steuern

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so muss eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer in der Bilanz angesetzt werden. Eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung kann als latente Steuer aktiviert werden.

Der zum 31. Dezember 2024 bestehende Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in der Bilanz angesetzt. Es haben sich ferner keine latenten Steuern im Rahmen von Konsolidierungsmaßnahmen in Übereinstimmung mit § 306 HGB ergeben.

Währungsumrechnung

Die Behandlung der Ergebnisse aus der Fremdwährungsumrechnung richtet sich grundsätzlich danach, ob die Fremdwährungsgeschäfte dem Handelsbestand zugeordnet oder besonders gedeckt sind. Eine besondere Deckung ist zum Bilanzstichtag nicht gegeben. Im Falle des Handelsbestands werden sowohl die Aufwendungen als auch die Erträge aus der Währungsumrechnung erfolgswirksam erfasst und im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen. Bei Fremdwährungsposten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt der Ausweis von Aufwendungen und Erträge brutto ebenfalls im sonstigen betrieblichen Ergebnis. Demgegenüber werden bei Fremdwährungsposten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr nur die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung dem Imparitätsprinzip entsprechend erfolgswirksam berücksichtigt und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Aktiv- und Passivposten einer auf fremde Währung lautenden Bilanz werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs auf monatlicher Basis in Euro umgerechnet. Eine sich ergebende Differenz aus der Umrechnung wird innerhalb des Konzerneigenkapitals als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Währungsumrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung bzw. Zwischenergebniseliminierung haben sich nicht ergeben.

Provisionsergebnis

Das Provisionsergebnis enthält Erträge und Aufwendungen, die zum Dienstleistungsgeschäft gehören. Hierzu zählen nach § 30 RechKredV u.a. der Zahlungsverkehr, das Außenhandelsgeschäft, das Wertpapierkommissionsgeschäft und das Depotgeschäft.

Daneben werden innerhalb des Provisionsergebnisses handelsinduzierte Provisionsaufwendungen ausgewiesen, die aus Vermittlungsentgelten von Orderflow-Provider resultieren.

III. Änderungen von Bewertungs-, Bilanzierungs- und Ausweismethoden

Im Geschäftsjahr 2024 ergaben sich keine Änderungen von Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden. Jedoch ergab sich eine Änderung bei den Ausweismethoden.

In Abweichung zum Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine Ausweisänderung in Höhe von EUR 43 Mio. von vertraglich vereinbarten Kompensationszahlungen, die bisher im Zinsergebnis (Neutralisierung des Zinsaufwands) ausgewiesen wurden und ab dem Geschäftsjahr 2024 im Provisionsergebnis (Provisionserträge) gezeigt werden. Hintergrund der Änderung ist der Provisionscharakter der Zahlung, die in eindeutigem Zusammenhang mit der Erbringung von Bankdienstleistungen steht. Da es sich um eine Ausweisänderung in der Gewinn- und Verlustrechnung handelt, ergeben sich insgesamt keine ergebniswirksamen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Vergleichbarkeit des Zinsergebnisses (Zinsaufwand) und des Provisionsergebnisses (Provisionsertrag) im Vergleich zum Vorjahr ist nur eingeschränkt gegeben.

IV. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 sind neben der Baader Bank AG als Mutterunternehmen insgesamt sechs Tochterunternehmen (Vorjahr: sechs Tochterunternehmen) einbezogen (Baader Bank Konzern). An diesen Tochterunternehmen hält die Baader Bank AG direkt oder indirekt mehr als 50 % der Anteile oder übt einen beherrschenden Einfluss aus. Von diesen Unternehmen haben zwei ihren Sitz im Inland und vier Unternehmen haben ihren Sitz im Ausland.

In den Konzernabschluss werden zum 31. Dezember 2024 folgende vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen:

Name / Sitz Kapitalanteil
%
Grundkapi- tal
T€
Eigenkapital
T€
Bilanzsumme
T€
Jahresergebnis
T€
Erstkonsoli- dierung
Baader Helvea AG, Zürich (Schweiz)2) 100,00 5.428 8.938 10.010 -764 31. August 2013
Baader Helvea Inc., New York (Vereinigte Staaten von Amerika)1, 3) 100,00 1.597 4.353 4.743 934 31. August 2013
Baader Helvea Ltd., London (Vereinigtes Königreich)1, 4) 100,00 943 5.483 6.085 1.185 31. August 2013
Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim 75,00 50 2.742 3.578 63 1. Januar 2005
Selan Holding GmbH, Unterschleißheim 100,00 25 8.623 8.625 -11 1. Januar 2017
Selan d.o.o., Senj (Kroatien)5) 100,00 2.145 30.598 34.528 3.136 1. Januar 2017

1) Die Anteile werden mittelbar über die Beteiligung an der Baader Helvea AG, Zürich, gehalten.
2) Die Zahlen des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2024 wurden umgerechnet (€/CHF 0,94120).
3) Die Zahlen des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2024 wurden umgerechnet (€/USD 1,03890).
4) Die Zahlen des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2024 wurden umgerechnet (€/GBP 0,82918).
5) Die Anteile werden mittelbar über die Beteiligung an der Selan Holding GmbH, Unterschleißheim, gehalten.

Im Geschäftsjahr 2024 ergaben sich keine Änderungen im Konsolidierungskreis.

Mit der Baader Unterstützungskasse e.V., Unterschleißheim, unterhält die Baader Bank AG eine Zweckgesellschaft im Sinne des § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB, für die grundsätzlich eine Pflicht zur Einbeziehung in den Konzernabschluss besteht. Aus Gründen der Wesentlichkeit wurde zum 31. Dezember 2024 gemäß § 296 Abs. 2 Satz 1 HGB auf eine Konsolidierung verzichtet.

In den Konzernabschluss werden zum Bilanzstichtag keine assoziierten Unternehmen einbezogen.

V. Konsolidierungsmethoden

Der Konzernabschluss beinhaltet Finanzinformationen der Muttergesellschaft Baader Bank AG als Mutterunternehmen sowie der Tochterunternehmen und stellt die einzelnen Konzerngesellschaften als eine wirtschaftliche Einheit dar (Baader Bank Konzern).

Tochterunternehmen

Tochterunternehmen des Baader Bank Konzerns sind die von ihm beherrschten Einheiten. Der Baader Bank Konzern verfügt über einen beherrschenden Einfluss auf Tochterunternehmen, wenn er deren Finanz- und Geschäftspolitik bestimmen kann. Dies wird in der Regel bei einer direkten oder indirekten Kapitalbeteiligung von mehr als der Hälfte der Stimmrechte an den Unternehmen angenommen. Das Bestehen potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder wandelbar sind, wird bei der Prüfung, ob der Konzern ein anderes Unternehmen beherrscht, berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine potenziellen Stimmrechte.

Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt vollkonsolidiert, an dem der Baader Bank Konzern einen beherrschenden Einfluss erlangt. Die Konsolidierung endet mit dem Zeitpunkt, zu dem keine beherrschende Einflussnahme mehr vorliegt.

Der Baader Bank Konzern überprüft mindestens zu jedem Konzernabschluss die Angemessenheit zuvor getroffener Konsolidierungsentscheidungen. Entsprechend werden etwaige organisatorische Veränderungen unmittelbar berücksichtigt. Dazu gehören neben Änderungen der Eigentumsverhältnisse jegliche Änderungen von bestehenden oder mit einer Einheit neu abgeschlossenen vertraglichen Verpflichtungen des Konzerns.

Die Abschlüsse der in den Baader Bank Konzern einbezogenen Tochterunternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Vollkonsolidierung von Tochterunternehmen folgt grundsätzlich den in §§ 300 ff. HGB vorgegebenen Grundsätzen.

Für die Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen (Erwerb vor dem 31. Dezember 2009) nach der Erwerbsmethode besteht gemäß Artikel 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB das Wahlrecht, die Buchwertmethode fortzuführen. Darüber hinaus ist für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 gemäß § 301 Abs. 1 HGB zwingend die Neubewertungsmethode anzuwenden.

Der Baader Bank Konzern macht von dem Wahlrecht Gebrauch und führt für alle bis zum 31. Dezember 2008 erworbenen Tochterunternehmen die Buchwertmethode fort. Für Tochterunternehmen, die ab dem 1. Januar 2009 erworben wurden, erfolgt die Anwendung der Neubewertungsmethode.

Sofern erforderlich, werden die in den Konzernabschluss nach § 300 Abs. 2 HGB übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens anwendbaren Bewertungsmethoden einheitlich bewertet.

Buchwertmethode

Die Konsolidierung erfolgt auf Basis der in den jeweiligen Einzelabschlüssen ausgewiesenen Buchwerte. Das auf das zu konsolidierende Tochterunternehmen entfallende anteilige Eigenkapital wird mit dem Beteiligungsbuchwert der Konzernunternehmen an dem Tochterunternehmen verrechnet. Hinsichtlich der Ermittlung des Beteiligungsbuchwerts wird auf den separaten Abschnitt "Beteiligungen" verwiesen.

Die Differenz zwischen anteiligem Eigenkapital und Beteiligungsbuchwert wird entsprechend der Beteiligungsquote auf die stillen Reserven und Lasten der Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens verteilt. Der verbleibende Unterschiedsbetrag stellt einen Geschäfts- oder Firmenwert bzw. negativen Unterschiedsbetrag dar. Die so entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden nach § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB (alt) mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Neubewertungsmethode

Zum Erwerbszeitpunkt wird das Nettovermögen des Tochterunternehmens zu Zeitwerten neu bewertet. Neben der Ermittlung der Zeitwerte für bereits bilanzierte Vermögenswerte und Schulden werden dabei auch bislang nicht bilanzierte Vermögensgegenstände bzw. Schulden angesetzt. Die Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden führt zu einer Neubewertung des Eigenkapitals. Der auf die Konzernunternehmen entfallende Teil des Eigenkapitals wird mit den Anschaffungskosten verrechnet und die Differenz stellt den Geschäfts- oder Firmenwert ("Goodwill") bzw. den negativen Unterschiedsbetrag dar.

Die Abschreibung eines "Goodwill" erfolgt grundsätzlich nach der individuellen Nutzungsdauer.

Erwirbt der Konzern einen beherrschenden Einfluss durch sukzessiven Anteilserwerb, erfolgt zu jedem Erwerbszeitpunkt eine Ermittlung des "Goodwills" bzw. des negativen Unterschiedsbetrags.

Erfolgt die Erstkonsolidierung eines Tochterunternehmens zum 1. Januar eines jeden Geschäftsjahres, werden die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung des Tochterunternehmens vollständig in die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns übernommen. Im Fall einer unterjährigen Erstkonsolidierung erfolgt eine anteilige Übernahme.

Die Baader Bank AG bilanziert Anteile an Tochterunternehmen, die wegen Geringfügigkeit bzw. beschränkter Ausübungsmöglichkeiten von Rechten nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden (§ 296 Abs. 1 und 2 HGB), grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Darüber hinaus wird auf den Abschnitt "Beteiligungen" verwiesen.

Assoziierte Unternehmen

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt, aber keinen beherrschenden Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen besitzt. In der Regel wird ein maßgeblicher Einfluss vermutet, wenn der Konzern zwischen 20 % und 50 % der Stimmrechte hält. Bei der Beurteilung, ob der Konzern die Möglichkeit besitzt, einen maßgeblichen Einfluss auf ein anderes Unternehmen auszuüben, werden die Existenz sowie der Effekt potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder wandelbar sind, berücksichtigt.

Weitere Faktoren, die zur Beurteilung eines maßgeblichen Einflusses herangezogen werden, sind beispielsweise die Vertretung in Leitungs- und Aufsichtsgremien des Beteiligungsunternehmens sowie wesentliche Geschäftsvorfälle mit dem Beteiligungsunternehmen. Liegen solche Faktoren vor, könnte auch dann ein assoziiertes Unternehmen vorliegen, wenn die Beteiligung des Konzerns weniger als 20 % der Stimmrechte umfasst.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine potenziellen Stimmrechte.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der sogenannten "Equity-Methode" gemäß § 311 Abs. 1 HGB bei erstmaliger Anwendung mit den Anschaffungskosten bilanziert. In den Folgejahren anfallende Gewinne und Verluste sowie sonstige Reinvermögensänderungen des betreffenden assoziierten Unternehmens erhöhen oder vermindern die Anschaffungskosten ("Equity-Wert").

Der Konzern überprüft mindestens zu jedem Konzernabschluss den "Equity-Wert" auf seine Werthaltigkeit. Sofern der "Equity-Wert" den beizulegenden Zeitwert übersteigt wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Eine Wertaufholung erfolgt, sofern der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen ist.

Die Abschreibung eines "Goodwill" erfolgt grundsätzlich nach der individuellen Nutzungsdauer. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird sofort erfolgswirksam aufgelöst.

Zwischenergebnisse aus Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften und assoziierten Unternehmen werden entsprechend der bestehenden Beteiligungsquote eliminiert.

Veräußert der Konzern Anteile an einem assoziierten Unternehmen vollständig oder teilweise, erfolgt die Ermittlung des Veräußerungserfolgs durch Gegenüberstellung des erzielten Veräußerungserlöses und des auf den abgehenden Anteil entfallenden "Equity-Werts". Sofern der Konzern den maßgeblichen Einfluss auf ein assoziiertes Unternehmen ohne Veränderung der Beteiligungsquote verliert, erfolgt eine Fortführung des "Equity-Werts" nach der Anschaffungskostenmethode.

Die Beteiligungsverhältnisse des Konzerns an assoziierten Unternehmen haben sich im Geschäftsjahr 2024 nicht verändert. Diese betragen unverändert zum Vorjahr T€ 0.

VI. Erläuterungen zur Bilanz

Fremdwährungsvolumina

Am Bilanzstichtag bestehen Vermögensgegenstände in Fremdwährung in Höhe von umgerechnet T€ 86.234 (Vorjahr: T€ 83.905). Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährung lauten, bestehen in Höhe von T€ 122.317 (Vorjahr: T€ 71.284). Dabei handelt es sich um die folgenden Bilanzposten:

Währung Forderungen (Kunden und Kreditinstitute)
T€
Wertpapiere, Beteiligungen und assoziierte Unternehmen
T€
Sonstige Aktiva
T€
Verbindlichkeiten (Kunden und Kreditinstitute)
T€
Sonstige Passiva
T€
ARS 14 0 0 14 0
AUD 348 12 2 10.518 32
CAD 1.185 0 0 1.244 0
CHF 16.157 15.768 1.795 19.871 986
CZK 121 0 0 121 0
DKK 1.358 0 0 959 0
GBP 3.110 203 445 5.198 646
HKD 636 10 16 619 10
IDR 2 0 0 0 0
INR 15 0 0 0 0
JPY 502 0 0 527 0
MXN 3 0 0 1 0
MYR 2 0 0 0 0
NOK 591 0 5 560 0
NZD 142 0 0 136 0
OMR 7 0 0 0 0
PLN 6 0 0 3 0
SEK 86 0 0 38 0
SGD 35 0 0 27 0
THB 137 0 0 0 0
TRY 7 0 0 0 0
USD 23.873 19.277 361 79.594 1.212
ZAR 2 0 0 1 0
48.339 35.271 2.624 119.431 2.886

Aus der Währungsumrechnung resultieren Aufwendungen in Höhe von T€ 31 (Vorjahr: T€ 80), die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind, sowie Erträge in Höhe von T€ 2.681(Vorjahr: T€ 1.488) mit einem Ausweis unter den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Barreserve

Die Barreserve besteht aus Guthaben bei der Deutschen Bundesbank in Höhe von T€ 66.683 (Vorjahr: T€ 30.750).

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute bestehen aus täglich fälligen Bankguthaben in Höhe von T€ 3.912.948 (Vorjahr: T€ 3.115.554) und aus täglich fälligen sowie anderen Forderungen in Höhe von T€ 44.860 (Vorjahr: T€ 105.925). Es bestehen keine Forderungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr: T€ 0).

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden belaufen sich auf insgesamt T€ 237.213 (Vorjahr: T€ 132.026). Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 1) enthalten. Forderungen an Kunden mit unbestimmter Laufzeit bestehen nicht.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere belaufen sich auf insgesamt T€ 328.880 und beinhalten keine Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr: T€ 0).

Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere enthalten wie Anlagevermögen bewertete Gattungen in Höhe von T€ 149.639. Der beizulegende Wert für wie Anlagevermögen bewertete Gattungen, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, da eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB unterblieben ist, beträgt zum 31. Dezember 2024 T€ 53.728 (Buchwert: T€ 53.916). Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung liegen nicht vor, da es sich bei den betroffenen Gattungen ausschließlich um risikolose Staatsanleihen handelt, bei denen keine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Die weiteren Positionen sind der Liquiditätsreserve zugeordnet.

31.12.2024
T€
31.12.2023
T€
Anleihen und Schuldverschreibungen 327.878 331.176
Stückzinsen 1.002 8.253
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 328.880 339.429

Im Folgejahr werden Anleihen und Schuldverschreibungen in Höhe von T€ 189.138 fällig.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Der Baader Bank Konzern weist zum 31. Dezember 2024 unter den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren keine Investmentanteile aus.

Restlaufzeitengliederung

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
T€
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
T€
mehr als 5 Jahre
T€
Andere Forderungen an Kreditinstitute 5.647 0 0 0
Forderungen an Kunden 233.704 3.509 0 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 8.740 0 0 0
Andere Verbindlichkeiten ggü. Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.533 10.655 5.000 25.000

Aufgliederung der börsenfähigen Wertpapiere nach börsennotierten und nicht börsennotierten Wertpapieren:

börsenfähig
nicht börsenfähig
T€
börsennotiert
T€
nicht börsennotiert
T€
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0 328.880 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 0 0
Beteiligungen 13.253 0 1.464

Anlagevermögen

Die aktivierten Geschäfts- und Firmenwerte, die aus der Übernahme der Selan Holding GmbH, Unterschleißheim resultieren, haben gezeigt, dass die Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 5 Jahren deutlich zu niedrig ist. Unter Berücksichtigung von § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB erfolgt eine Abschreibung der aktivierten Geschäfts- und Firmenwerte über 10 Jahre. Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vorjahr: T€ 0) vorgenommen.

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens zeigt im Folgenden das Anlagengitter:

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2024
T€
Zugänge
T€
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
Stand 31.12.2024
T€
Immaterielle Anlagewerte 129.252 6.804 1 -466 135.591
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 89.276 4.788 4.914 -466 98.962
Geschäfts- und Firmenwerte 33.410 0 0 0 33.410
Geleistete Anzahlungen 6.566 2.016 -4.913 0 3.669
Sachanlagen 151.441 5.537 -702 -579 155.697
Grundstücke und Bauten 58.529 84 0 0 58.613
Betriebs- und Geschäftsausstattung 89.732 6.419 -368 -474 95.309
Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen im Bau 3.180 1.034 -334 -105 3.775
Finanzanlagen 293.132 169.192 0 -296.813 165.511
Beteiligungen 15.171 2.091 0 0 17.262
Wertpapiere des Anlagevermögens 277.961 167.101 0 -296.813 148.249
Aufgelaufene Abschreibungen
Stand 01.01.2024
T€
davon 2024
T€
davon Abgänge
T€
Stand 31.12.2024
T€
Immaterielle Anlagewerte -108.766 -4.001 466 -112.299
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -75.982 -3.792 466 -79.307
Geschäfts- und Firmenwerte -32.784 -209 0 -32.992
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
Sachanlagen -83.382 -8.488 473 -90.701
Grundstücke und Bauten -23.810 -760 0 -24.569
Betriebs- und Geschäftsausstattung -59.572 -7.728 473 -66.132
Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
Finanzanlagen -5.233 4.483 -404 -1.154
Beteiligungen -2.544 0 0 -2.544
Wertpapiere des Anlagevermögens -2.689 4.483 -404 1.390
Buchwert
Stand 31.12.2024
T€
Stand 31.12.2023
T€
Immaterielle Anlagewerte 23.292 20.486
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.204 13.293
Geschäfts- und Firmenwerte 418 627
Geleistete Anzahlungen 3.670 6.566
Sachanlagen 66.977 68.059
Grundstücke und Bauten 34.043 34.719
Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.159 30.160
Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen im Bau 3.775 3.180
Finanzanlagen 164.356 287.898
Beteiligungen 14.717 12.626
Wertpapiere des Anlagevermögens 149.639 275.272

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind enthalten:

31.12.2024
T€
31.12.2023
T€
Bestand physisches Gold 0 13.139
Sonstige Steuerforderungen 2.329 6.189
Sonstige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.686 406
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 68 64
Sonstige Vermögensgegenstände 4.083 19.798

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: T€ 5) die gemäß § 250 Abs. 3 HGB auf der Aktivseite ausgewiesenen Unterschiedsbeträge aus der Ausgabe von Schuldscheindarlehen. Der Unterschiedsbetrag wird zeitanteilig linear über die Restlaufzeit aufgelöst. Darüber hinaus beruht der Gesamtposten auf vorab geleisteten Ausgaben für Leistungen künftiger Perioden.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen überwiegend zur Refinanzierung des Wertpapierhandelsgeschäftes. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr: T€ 0).

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Zum Bilanzstichtag bestanden täglich fällige Kundeneinlagen in Höhe von T€ 4.324.186 (Vorjahr: T€ 3.487.696) und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist in Höhe von T€ 43.189 (Vorjahr: T€ 58.437), die im Wesentlichen auf aufgenommene Schuldscheindarlehen entfallen. Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr: T€ 0).

Sonstige Verbindlichkeiten

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:

31.12.2024
T€
31.12.2023
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.602 21.490
Steuerverbindlichkeiten 34.694 21.477
Sonstige Verbindlichkeiten 9.189 2.694
Verbindlichkeiten aus Kapitalmarktdienstleistungen 490 2.630
Sonstige Verbindlichkeiten 50.975 48.291

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2024 betragen T€ 12.769 (Vorjahr: T€ 13.672) und werden nach dem im Abschnitt "Verbindlichkeiten und Rückstellungen" beschriebenen Verfahren ermittelt. Zur Rückdeckung der Verpflichtungen stehen Edelmetalle (physisches Gold) sowie Rückdeckungsversicherungen zur Verfügung.

Den versicherungsmathematischen Berechnungen liegen bei den Konzernunternehmen folgende Parameter zugrunde:

31.12.2024 31.12.2023
Rechnungszins 1,90 % 1,82 %
Gehaltsentwicklung 2,00 % bzw. 3,00 % 2,00 % bzw. 3,00 %
Rentenanpassung 2,00 % 2,00 %

In Übereinstimmung mit § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von T€ -50.

Als Rechnungsgrundlagen wurden darüber hinaus sowohl für die Handels- als auch für die Steuerbilanz zum 31. Dezember 2024 die Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" verwendet.

Deckungsvermögen

31.12.2024
T€
31.12.2023
T€
Anschaffungskosten 18.265 18.402
Beizulegender Zeitwert 25.946 20.784
Verrechnete Schulden 9.930 10.685

Die als Deckungsvermögen qualifizierten Rückdeckungsversicherungen sowie die Edelmetalle werden mit der Pensionsverpflichtung saldiert. Des Weiteren wird auf der Aktivseite ein Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 16.016 (Vorjahr: T€ 10.099) ausgewiesen. Dies führt im Saldo zu einem Bilanzausweis der Pensionsrückstellungen von T€ 2.838 (Vorjahr: T€ 2.987). Aufwendungen und Erträge aus dem verrechneten Vermögen werden in Höhe von T€ 5.088 saldiert und in Übereinstimmung mit § 246 Abs. 2 HGB unter dem Posten sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen. In Anwendung von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Erträge in Höhe von T€ 5.540 mit Aufwendungen in Höhe von T€ 452 verrechnet.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2024
T€
31.12.2023
T€
Verwaltungs- und Provisionsaufwendungen 29.378 15.034
Personalrückstellungen 22.224 7.817
Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten 1.111 1.163
Andere Rückstellungen 52.713 24.014

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Der Sonderposten ist aufgrund von Zuführungen in Höhe von T€ 11.780 zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 mit T€ 73.861 dotiert.

Handelsbestand

Zum 31. Dezember 2024 gliedern sich Handelsaktiva sowie -passiva wie folgt:

Handelsaktiva 31.12.2024
T€
31.12.2023
T€
Derivative Finanzinstrumente 62 190
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 16.615 59.890
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 72.012 7.127
Risikoabschlag -716 -686
bilanzielle Handelsaktiva 87.973 66.521
Handelspassiva 31.12.2024
T€
31.12.2023
T€
Derivative Finanzinstrumente 44 43
Verbindlichkeiten 12.821 11.313
bilanzielle Handelspassiva 12.865 11.356

Bewertungseinheiten

Es wurden im Geschäftsjahr 2024 keine Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet.

Derivative Finanzinstrumente

Die Baader Bank AG setzt derivative Finanzinstrumente insbesondere zur Sicherung im Rahmen der Aktiv-/Passivsteuerung und zur Steuerung der Fremdwährungsposition ein. Darüber hinaus sind geringe Volumina an derivativen Finanzgeschäften dem Handelsbestand zugeordnet.

Die Bilanzierung und Bewertung des aktiven bzw. passiven Handelsbestands erfolgt nach dem im separaten Abschnitt "Handelsbestand" beschriebenen Verfahren. Zum Bilanzstichtag wurden alle derivativen Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert, der dem Marktwert entspricht, bilanziert.

Die in der nachfolgenden Tabelle enthaltenen Angaben basieren auf den Anforderungen der § 285 Nr. 19 und 20 HGB i.V.m. § 36 RechKredV. Die ausgewiesenen Nominalwerte stellen das Bruttovolumen aller Käufe und Verkäufe dar. Bei dem Wert handelt es sich um eine Referenzgröße für die Ermittlung von gegenseitig vereinbarten Ausgleichszahlungen, jedoch nicht um bilanzierungsfähige Forderungen und Verbindlichkeiten.

Termingeschäfte

Am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte bestehen ausschließlich im Rahmen von Devisentermingeschäften im Sinne des § 36 Nr. 1 RechKredV.

Geschäftsart Währung Nominal
T€
Kasse Kauf AUD 403
Kasse Kauf CAD 84
Kasse Kauf CHF 167
Kasse Kauf DKK 584
Kasse Kauf GBP 44
Kasse Kauf JPY 78
Kasse Kauf NOK 36
Kasse Kauf PLN 20
Kasse Kauf SEK 20
Kasse Kauf USD 276
Termingeschäft Kauf AUD 10.173
Termingeschäft Kauf CHF 7.439
Termingeschäft Kauf GBP 7.238
Termingeschäft Kauf USD 49.875
Kasse Verkauf AUD -403
Kasse Verkauf CAD -48
Kasse Verkauf CHF -21
Kasse Verkauf DKK -987
Kasse Verkauf GBP 0
Kasse Verkauf JPY -51
Kasse Verkauf NOK -46
Kasse Verkauf PLN -23
Kasse Verkauf SEK -74
Kasse Verkauf USD -9.030

Bei den dargestellten Geschäften handelt es sich ausschließlich um kundeninduzierte Termingeschäfte sowie um noch nicht zum Bilanzstichtag erfüllte Kassageschäfte.

Das Bewertungsergebnis für offene Termingeschäfte beträgt T€ 148 (Marktwertveränderung) und wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Für mit dem beizulegenden Zeitwert (Marktwert) bewertete derivative Finanzinstrumente stellen sich Umfang und Art jeder Kategorie einschließlich der wesentlichen Bedingungen, welche die Höhe, den Zeitpunkt und die Sicherheit künftiger Zahlungsströme beeinflussen können, wie folgt dar:

Handelsaktiva

Bezeichnung Kategorie Fälligkeit Kontrakte Stück Währung Marktpreis Marktwert
ASX SPI 200TM Futures Aktienindex-Future März 2025 4 AUD 8.148,00 814.800,00
EURO STOXX 50® Index Future (FESX) Aktienindex-Future März 2025 45 EUR 4.881,00 2.196.450,00
Hang Seng Index Futures (HSI) Aktienindex-Future März 2025 7 HKD 20.141,00 7.049.350,00
E-Mini S&P 500® Future (ESLH5) Aktienindex-Future März 2025 11 USD 5.935,75 3.264.662,50
Volatility Index (VIX®) Future Aktienindex-Future Januar 2025 15 USD 17,5177 262.765,50
Bezeichnung Einstandswert Buchwert Risikofaktoren Zahlungsströme
ASX SPI 200TM Futures 834.293,80 19.493,80 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index S&P/ASX 200 • täglich: Differenzenausgleich
(entspricht (25 AUD pro Kontrakt) • Erfüllung durch Lieferung
11.622,82 EUR)
EURO STOXX 50® Index Future (FESX) 2.198.333,35 1.883,35 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index Euro Stoxx 50 • täglich: Differenzenausgleich
(10 EUR pro Kontrakt) • Erfüllung durch Lieferung
Hang Seng Index Futures (HSI) 7.130.455,22 81.105,22 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index Hang Seng (50 HKD pro Kontrakt) • täglich: Differenzenausgleich
(entspricht • Erfüllung durch Lieferung
10.051,96 EUR)
E-Mini S&P 500® Future (ESLH5) 3.294.156,52 29.494,02 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index S & P 500 • täglich: Differenzenausgleich
(entspricht (50 USD pro Kontrakt) • Erfüllung durch Lieferung
28.389,66 EUR)
Volatility Index (VIX®) Future 252.028,20 -10.737,30 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index S & P 500 • täglich: Differenzenausgleich
(entspricht (1.000 USD pro Kontrakt) • Erfüllung durch Lieferung
-10.335,26 EUR)

Handelspassiva

Bezeichnung Kategorie Fälligkeit Kontrakte Stück Währung Marktpreis Marktwert
EURO STOXX 50® Index Future (FESX) Aktienindex-Future März 2025 10 EUR 4.881,00 488.100,00
DAX® Future (FDAX) Aktienindex-Future März 2025 2 EUR 20.052,00 1.002.600,00
EUR/USD FX Future Devisen-Future März 2025 20 USD 1,03885 2.597.125,00
E-Mini NASDAQ 100® Future (NQLH5) Aktienindex-Future März 2025 3 USD 21.226,50 1.273.590,00
Gold Future Commodity-Future Februar 2025 1 USD 2.641,00 264.100,00
Bezeichnung Einstandswert Buchwert Risikofaktoren Zahlungsströme
EURO STOXX 50® Index Future (FESX) 484.296,30 3.803,70 Zahlungsstromschwankungen ergeben • täglich: Differenzenausgleich
sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index Euro Stoxx 50 • Erfüllung durch Lieferung
(10 EUR pro Kontrakt)
DAX® Future (FDAX) 1.002.498,50 101,50 Zahlungsstromschwankungen ergeben • täglich: Differenzenausgleich
sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index DAX • Erfüllung durch Lieferung
(25 EUR pro Kontrakt)
EUR/USD FX Future 2.613.039,00 -15.914,00 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des FX-Kurses (125.000 USD pro Kontrakt) • täglich: Differenzenausgleich
(entspricht • Erfüllung durch Lieferung
-15.318,12 EUR)
E-Mini NASDAQ 100® Future (NQLH5) 1.296.920,04 -23.330,04 Zahlungsstromschwankungen ergeben • täglich: Differenzenausgleich
(entspricht sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Index Nasdaq 100 • Erfüllung durch Lieferung
-22.456,48 EUR) (20 USD pro Kontrakt)
Gold Future 266.121,90 -2.021,90 Zahlungsstromschwankungen ergeben sich hauptsächlich aus der Wertänderung des Rohstoffes Gold (100 USD pro Kontrakt) • täglich: Differenzenausgleich
(entspricht • Erfüllung durch Lieferung
-1.946,19 EUR)

Anteile an Investmentfonds

Der Baader Bank Konzern ist zum 31. Dezember 2024 nicht mit mehr als 10 % an Anteilen an Sondervermögen im Sinn des § 1 Abs. 10 des Kapitalanlagegesetzbuchs oder Anlageaktien an Investmentaktiengesellschaften mit veränderlichem Kapital im Sinn der §§ 108 bis 123 des Kapitalanlagegesetzbuchs oder vergleichbaren EU-Investmentvermögen oder vergleichbaren ausländischen Investmentvermögen beteiligt.

Als Sicherheiten übertragene Vermögensgegenstände

Für die nachfolgenden Verbindlichkeiten wurden zum 31. Dezember 2024 Vermögensgegenstände mit dem angegebenen Beleihungswert als Sicherheiten hinterlegt:

Grundschulden
T€
Wertpapiere (Liquiditätsreserve)
T€
Bankguthaben
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 28.626

Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Wertunterschiede zwischen Handels- und Steuerrecht, die im Wesentlichen aus dem Ansatz von Pensionsrückstellungen und dem Fonds für allgemeine Bankrisiken (aktive latente Steuern) sowie der Nutzungsdauer des Geschäftsgebäudes und Risikovorsorgen (passive latente Steuern) resultieren. Der angewandte Steuersatz beträgt 28,22 %. Der entstandene Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Eigenkapital

1. Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 2024 T€ 48.797 (Vorjahr: T€ 48.797). Es ist eingeteilt in 48.797.311 (Vorjahr: 48.797.311) auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien) zu einem rechnerischen Nennwert von je € 1,00.

2. Genehmigtes Kapital

a) Genehmigtes Kapital 2021

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat durch Beschluss vom 1. Juli 2021 ein Genehmigtes Kapital 2021 mit folgendem Inhalt geschaffen:

Der Vorstand wird ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 20.065.712 neuen auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage um bis zu insgesamt EUR 20.065.712 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Bei der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2021 ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

a) um Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;

b) wenn die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, der den Börsenpreis der bereits im m:access börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich im Sinne des § 186 Abs. 3 S. 4 AktG unterschreitet, und soweit die insgesamt seit der Ermächtigung gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung oder - falls dieser Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung 10 % des Grundkapitals nicht übersteigen und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung noch - falls dieser Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung. Auf diese 10 %-Grenze sind diejenigen Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt der Ausübung der jeweiligen Ermächtigung in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben oder veräußert wurden. Ebenfalls anzurechnen sind diejenigen Aktien, die von der Gesellschaft aufgrund von zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der Ermächtigung ausgegebenen Wandel-/Optionsschuldverschreibungen ausgegeben wurden beziehungsweise noch ausgegeben werden können, sofern die Wandel-/Optionsschuldverschreibungen nach dem Wirksamwerden dieser Ermächtigung in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre durch die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften ausgegeben wurden;

c) um die Aktien gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Vermögensgegenständen, insbesondere Dividendenansprüche, - auch durch Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen auszugeben.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2021 festzusetzen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, nach Ausnutzung des Genehmigten Kapitals oder Ablauf der Frist für die Ausnutzung des Genehmigten Kapitals die Fassung der Satzung entsprechend anzupassen.

Der Beschluss zur Schaffung des Genehmigten Kapitals 2021 wurde am 1. Juli 2021 zur Eintragung in das Handelsregister angemeldet. Die Eintragung erfolgte am 15. Juli 2021.

Das Genehmigte Kapital 2021 wurde im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 2.109.309 durch Ausgabe von 2.109.309 auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Sacheinlage im Rahmen der Wahldividende 2023 in Anspruch genommen. Als Sacheinlage für die neuen Aktien wurden durch den Gewinnverwendungsbeschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2023 entstandene Dividendenansprüche derjenigen Aktionäre eingebracht, die sich im Rahmen der Wahldividende für den Bezug von Aktien entschieden haben.

Das verbleibende Genehmigte Kapital betrug am 31. Dezember 2024 noch bis zu insgesamt EUR 20.065.712, welches mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 20.065.712 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien ausgenutzt werden kann.

b) Sonstiges genehmigtes Kapital

Es bestand im Geschäftsjahr 2024 kein sonstiges genehmigtes Kapital.

3. Bedingtes Kapital

a) Bedingtes Kapital 2020

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat durch Beschluss vom 11. August 2020 ein Bedingtes Kapital 2020 mit folgendem Inhalt geschaffen:

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu T€ 22.954 eingeteilt in bis zu 22.954.341 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2020). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und anderen hybriden Schuldverschreibungen (mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrecht bzw. -pflicht), die von der Baader Bank Aktiengesellschaft oder unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Baader Bank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen i.S.v. § 18 Absatz 1 AktG) auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 11. August 2020 (Ermächtigung 2020) bis zum 10. August 2025 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder ihren entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflichten nachkommen oder die Gesellschaft von einer Ersetzungsbefugnis Gebrauch macht und nicht andere Erfüllungsformen gewählt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der Ermächtigung 2020 jeweils zu bestimmenden Options- und Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. durch Erfüllung entsprechender Wandlungs- oder Optionspflichten entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von § 60 Absatz 2 AktG, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

b) Sonstiges bedingtes Kapital

Es bestand im Geschäftsjahr 2024 kein sonstiges ausnutzbares bedingtes Kapital.

4. Eigene Aktien

a) Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien

Die durch die Hauptversammlung am 1. Juli 2019 erteilte und bis zum 30. Juni 2024 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 1. Juli 2021 durch eine neue, bis zum 30. Juni 2026 laufende Ermächtigung ersetzt worden.

Die Hauptversammlung der Gesellschaft am 1. Juli 2021 folgenden Beschluss gefasst:

a) Die derzeit bestehende, durch die Hauptversammlung am 1. Juli 2019 unter Tagesordnungspunkt 7 erteilte und bis zum 30. Juni 2024 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG wird aufgehoben.

b) Der Vorstand wird ermächtigt, bis zum 30. Juni 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft bis zur Höhe von 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Zusammen mit den ggf. auch aus anderen Gründen erworbenen eigenen Aktien, die sich jeweils im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zu keinem Zeitpunkt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen.

Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erfolgen.

Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien (ohne Erwerbsnebenkosten) darf bei einem Erwerb über die Börse den Mittelwert der Aktienkurse an der Frankfurter Wertpapierbörse (Schlusskurs im Xetra-Handel bzw. einem das Xetra-System ersetzenden vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsenhandelstagen vor der Verpflichtung zum Erwerb nicht um mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten. Bei einem öffentlichen Kaufangebot oder einer an die Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann die Gesellschaft entweder einen Preis oder eine Preisspanne festlegen, zu dem sie bereit ist, die Aktien zu erwerben. Der Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) darf jedoch - vorbehaltlich einer Anpassung während der Angebotsfrist - den Mittelwert der Aktienkurse an der Frankfurter Wertpapierbörse (Schlusskurs im Xetra-Handel bzw. einem das Xetra-System ersetzenden vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Erwerbsangebots um nicht mehr als 20 % unter- bzw. überschreiten.

Ergeben sich nach der Veröffentlichung des formellen Kaufangebots bzw. der formellen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Schlusskurs an der Frankfurter Wertpapierbörse (im Xetra-Handel bzw. einem das Xetra-System ersetzenden vergleichbaren Nachfolgesystem) am dritten Börsenhandelstag vor der öffentlichen Ankündigung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Sollte das Volumen der angebotenen Aktien das vorgesehene Rückkaufvolumen überschreiten, kann die Annahme im Verhältnis der jeweils angebotenen Aktien oder nach Quoten (ggf. unter Schaffung übertragbarer Andienungsrechte) erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme kleiner Offerten oder kleiner Teile von Offerten bis zu 50 Stück kann vorgesehen werden.

c) Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, eigene Aktien, die aufgrund dieser Ermächtigung oder aufgrund vorangegangener Hauptversammlungsermächtigungen nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden bzw. wurden, - in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre - unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre als (Teil-) Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder anderen Wirtschaftsgütern zu verwenden, an Dritte gegen Barzahlung zu veräußern, soweit die Veräußerung zu einem Preis erfolgt, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet, oder Personen zum Erwerb anzubieten oder zu übertragen, die in einem Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen.

d) Darüber hinaus wird der Vorstand ermächtigt, vorbezeichnete Aktien einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Aktien können mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch in der Weise eingezogen werden, dass sich das Grundkapital nicht verändert, sondern durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht wird (vereinfachtes Einziehungsverfahren gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG). Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Einziehungsverfahren, ist der Aufsichtsrat zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.

e) Zudem wird der Vorstand ermächtigt, die Aktien, die aufgrund dieser Ermächtigung oder aufgrund vorangegangener Hauptversammlungsermächtigungen nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden bzw. wurden, allen Aktionären anzubieten, damit diese gegen (auch teilweise) Abtretung ihres mit dem Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung entstandenen Anspruchs auf Auszahlung der Dividende eigene Aktien beziehen können (Aktiendividende). Werden die Aktien zu dem vorgenannten Zweck der Aktiendividende verwendet, ist der Vorstand ermächtigt, das Bezugsrecht auszuschließen.

f) Die Ermächtigungen können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, aber auch durch Konzernunternehmen oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder der Konzernunternehmen ausgeübt werden.

b) Anzahl eigener Aktien

Die Gesellschaft hielt zum 31. Dezember 2024 keine eigenen Aktien. Das entspricht 0% des Grundkapitals. Der auf sie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt € 0,00.

Kapital- und Gewinnrücklagen

Die Kapitalrücklagen belaufen sich zum 31. Dezember 2024 auf unverändert T€ 43.445 (Vorjahr: T€ 43.445). Die Veränderungen der Gewinnrücklagen sind im Eigenkapitalspiegel des Baader Bank Konzerns dargestellt, der separater Bestandteil des Konzernabschlusses ist.

Konzernbilanzgewinn

31.12.2024
T€
31.12.2023
T€
Konzernergebnis 23.531 2.829
Nicht beherrschende Anteile -16 -38
Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen 23.515 2.791
Gewinn-/Verlustvortrag des Mutterunternehmens 190 228
Entnahme aus Gewinnrücklagen 3.848 3.708
Einstellung in Gewinnrücklagen -17.708 -6.537
Konzernbilanzgewinn 9.846 190

Das Jahresergebnis der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr 2024 beträgt T€ 19.156. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages aus Vorjahren in Höhe von T€ 190 sowie der Einstellung in Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 9.500 in Übereinstimmung mit § 268 Abs. 1 HGB ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von T€ 9.846. Die Einstellung in andere Gewinnrücklagen in Höhe von € 9.500.000,00 erfolgte nach § 58 Abs. 2 AktG.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung von € 0,20 je dividendenberechtigter Stückaktie vor, insgesamt € 9.759.462,20. Den Aktionären soll dabei ein Wahlrecht zwischen einer Dividendenausschüttung in bar ("Bardividende) oder in Form von Aktien ("Aktiendividende") eingeräumt werden.

Darüber hinaus schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, einen verbleibenden Restbetrag des Bilanzgewinns auf neue Rechnung vorzutragen.

Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten resultieren aus Bürgschaften gegenüber Mitarbeitern in Höhe von T€ 560 (Vorjahr: T€ 4). Es bestehen keine Bürgschaften gegenüber Mitgliedern des Vorstands (Vorjahr: T€ 0).

Darüber hinaus bestehen keine widerruflichen Kreditzusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands (Vorjahr: T€ 0).

Andere Verpflichtungen

Es bestehen offene unwiderrufliche Kreditzusagen an Kunden in Höhe von T€ 491 (Vorjahr: T€ 11.180).

Wesentliche Risiken aus den Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen sind nicht erkennbar. Die Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme leitet sich aus dem Risikomanagement ab. Der überwiegende Teil der Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen beinhaltet Kreditrisiken von Kreditnehmern mit guter Bonität. Akuten und latenten Bonitätsrisiken wird bilanziell gegebenenfalls durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen.

VII. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist der Baader Bank Konzern finanzielle Verpflichtungen eingegangen, die über die in der Bilanz zum 31. Dezember 2024 ausgewiesenen Verbindlichkeiten hinausgehen und sich wie folgt darstellen:

Restlaufzeit Monate finanzielle Verpflichtung
T€
Zukünftige Zahlungen aus Mietverträgen für Büroräume, Nutzflächen und Pkw-Stellplätze 1 bis 108 5.230
Zukünftige Zahlungen aus Kraftfahrzeugleasingverträgen sowie Leasingverträgen über Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 50 1.616
Zukünftige Zahlungen aus sonstigen Dienstleistungsverträgen 3 bis 84 21.889

Wesentliche Risiken aus den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, welche sich auf die Liquidität bzw. auf die Fähigkeit des Baader Bank Konzerns, in einem absehbaren Zeitraum die vorhandenen Verpflichtungen erfüllen zu können, negativ auswirken, sind nicht erkennbar.

Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB

Sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind und nach § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB anzugeben sind, bestehen im Zusammenhang mit der bisher nicht vollständigen Inanspruchnahme von Kapitalzusagen (T€ 1.896) für Beteiligungen.

VIII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 11.543 (Vorjahr: T€ 11.396) entfallen in voller Höhe auf die durch den Windpark in Kroatien generierte Einspeisevergütung für Strom.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 17.555 (Vorjahr: T€ 5.680) entfallen auf Aufwendungen und Erträge aus dem saldierten Deckungsvermögen in Übereinstimmung mit § 246 Abs. 2 HGB (T€ 5.087), Erträge aus Sachbezügen (Firmenwagen) in Höhe von T€ 647, sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 31).

Ferner enthalten sind sonstige Erträge in Höhe von insgesamt T€ 1.962, die im Wesentlichen aus weiterbelastbaren Projektkosten resultieren, welche vorwiegend im Rahmen der Betreuung von Kapitalmarktdienstleistungen anfallen, sowie sonstige Kostenerstattungen im Zusammenhang mit dem Betrieb des Windparks in Kroatien (T€ 525).

Periodenfremde Erträge entfallen im Wesentlichen auf Erstattungen für im Vorjahr bezogene Leistungen.

Andere Verwaltungsaufwendungen

Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von T€ 83.261 enthalten Aufwendungen für den Betrieb und Aufrechterhaltung des Windparks in Höhe von T€ 4.234.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 1.723 (Vorjahr: T€ 1.409) enthalten im Wesentlichen Sonderaufwendungen aus einer Geschäftsbeziehung in Höhe von T€ 830 sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe T€ 190.

Die periodenfremden Aufwendungen betreffen vor allem Aufwendungen für im Vorjahr bezogene Leistungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der im Geschäftsjahr 2024 ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von T€ 16.563 beinhaltet im Wesentlichen die Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von T€ 14.270, Steuererstattungen aus Vorjahren in Höhe von T€ 231 sowie Steuernachzahlungen aus Vorjahren in Höhe von T€ 2.532.

IX. Ergänzende Angaben

Mehrheitsbeteiligung

Die Baader Beteiligungs GmbH, Unterschleißheim, hält an der Baader Bank AG eine Mehrheitsbeteiligung gemäß § 16 Abs. 1 AktG. Eine Mitteilung gemäß § 20 Abs. 4 AktG liegt vor.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2024 wurden durchschnittlich 655 (Vorjahr: 588) Angestellte beschäftigt. Davon waren 30 (Vorjahr: 59) Mitarbeiter leitende Angestellte.

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Den Mitgliedern des Vorstandes wurden für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 2.979 (Vorjahr: T€ 3.647) gewährt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 350 (Vorjahr: T€ 301).

Honorare des Abschlussprüfers

Die nachfolgenden Angaben beziehen sich für das Geschäftsjahr 2024 sowie für das Vorjahr auf das Gesamthonorar der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für die an die Baader Bank AG und ihre vollkonsolidierten inländischen Tochterunternehmen erbrachten Leistungen.

Diese teilen sich für das Geschäftsjahr 2024 wie folgt auf:

Baader Bank Konzern 2024
T€
2023
T€
Abschlussprüfungsleistungen 1.184 773
Andere Bestätigungsleistungen 575 427
Sonstige Leistungen 0 0
Gesamthonorare 1.758 1.200

Die vom Abschlussprüfer zusätzlich zur Jahresabschlussprüfung erbrachten Leistungen umfassen im Wesentlichen die Prüfung nach § 89 Abs. 1 WpHG für den Zeitraum 1. Mai 2023 bis 30. April 2024.

Organe des Baader Bank Konzerns bzw. der Baader Bank AG

Vorstand

Herr Nico Baader, Gräfelfing (Vorsitzender)

Beruf: Bankkaufmann

Verantwortung: Group Strategy & Management, Group Legal, Special Execution, Credit, Group Accounting, Backoffice, Group Controlling, Human Resources & Corporate Services, Information Technology, Treasury, Compliance, Internal Audit

Herr Oliver Riedel, Lauf (stellvertretender Vorsitzender)

Beruf: Bankkaufmann

Verantwortung: Distribution, Production / Markets Operation, Capital Markets, Business Management Clients & Markets, Market Making Stuttgart, Market Making Fonds / ETFs / Equities FFM, Verbriefte Derivate/Bonds, Client Service Group, Business Management Administration, Fund Services

Herr Martin Zoller (seit 01. März 2025)

Beruf: Master of Science in Accounting & Finance

Verantwortung: Riskmanagement & Regulatory Reporting

Aufsichtsrat

Herr Helmut Schreyer, München (Vorsitzender bis 30. Januar 2025)

ehem. persönlich haftender Gesellschafter der ehemaligen Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA

Herr Prof. Dr. Georg Heni, Freudenstadt (stellvertretender Vorsitzender)

Selbständiger Berater, Wirtschaftsprüfer

Herr Christoph Mast, Bad Nauheim

Selbständiger Berater, Rechtsanwalt

Herr Dr. Louis Hagen, Starnberg (Vorsitzender seit 30. Januar 2025)

Rechtsanwalt

Herr Michael Frank, Bietigheim-Bissingen (Arbeitnehmervertreter)

Wertpapierhändler im Bereich Market Making Equities Stuttgart der Baader Bank AG

Herr Timon Hauser, Haimhausen (Arbeitnehmervertreter)

Stellv. Leiter des Bereichs Group Accounting der Baader Bank AG

Mandate nach § 340a Abs. 4 Nr. 1 HGB

Zum 31. Dezember 2024 wurden Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften wahrgenommen. Diese sowie weitere nennenswerte Mandate werden im Folgenden aufgeführt:

Mandatsinhaber Mandatsfirma / -institution Mandat
Herr Nico Baader Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Herr Oliver Riedel Baader Helvea AG, Zürich (Schweiz) Vorsitzender des Verwaltungsrats
Baader Helvea Limited, London (UK) Member of the Supervisory
Baader Helvea Inc., New York (USA) Board of Directors
Member of the Supervisory
Board of Directors
Herr Kai Göhring Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim Vorsitzender des Aufsichtsrats
LeanVal Asset Management AG, Frankfurt am Main Mitglied des Aufsichtsrats
Herr Lukas Burkart Baader Helvea Limited, London (UK) Member of the Supervisory Board of Directors
Herr Sebastian Niedermayer Baader Helvea Inc., New York (USA) Member of the Supervisory Board of Directors
Herr Timon Hauser Baader Helvea AG, Zürich (Schweiz) (seit 1. April 2024) Member of the Management Board
Baader Helvea Limited, London (UK) (seit 1. April 2024) Member of the Supervisory
Baader Helvea Inc., Board of Directors
New York (USA) (seit 1. April 2024) Member of the Supervisory Board of Directors

Aufstellung des Anteilsbesitzes des Baader Bank Konzerns

Der Baader Bank Konzern ist unmittelbar an folgenden Unternehmen mit mehr als 5 % beteiligt, die zum 31. Dezember 2024 weder als Tochterunternehmen einbezogen noch assoziierte Unternehmen sind:

Name / Sitz Kapitalanteil
%
Letzter Zwischen-/Jahresabschluss Eigenkapital (gesamt)
T€
Jahresergebnis
T€
Parsoli Corporation Ltd., Mumbai (Indien) 27,36 Zum 31. Dezember 2024 stehen keine aktuellen Daten zur Verfügung.
LeanVal Asset Management AG (vormals: Conservative Concept Portfolio Management AG), 19,90 31. Dezember 2023 1.354 225
Frankfurt am Main
AlphaValue SA, Paris (Frankreich) 12,74 31. Dezember 2023 895 16

 

Unterschleißheim, den 12.März2025

Baader Bank AG

Der Vorstand

Nico Baader

Oliver Riedel

Martin Zoller

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Baader Bank AG, Unterschleißheim

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Baader Bank AG, Unterschleißheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Existenz und Ermittlung der Nettoerträge aus dem Handelsbestand

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernanhang Ziffer II sowie den zusammengefassten Lagebericht Ziffer 1.2 sowie 2.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Für das Geschäftsjahr 2024 weist die Baader Bank AG insgesamt einen Nettoertrag des Handelsbestands in Höhe von EUR 167,7 Mio aus. Dieser stellt eine wesentliche Ertragsposition der Gewinn- und Verlustrechnung der Baader Bank AG dar.

Die Nettoerträge des Handelsbestands umfassen im Wesentlichen Erträge und Aufwendungen aus dem Handel mit Aktien, Fonds bzw. Exchange Traded Funds (ETF) und Rentenpapieren und basieren weit überwiegend auf realisierten Erfolgsbeiträgen im Rahmen der Tätigkeit der Baader Bank AG als Market Maker an verschiedenen Börsenplätzen und Plattformen.

Das Risiko für den Abschluss besteht insbesondere darin, dass die Nettoerträge aus dem Handelsbestand nicht existieren oder aufgrund einer fehlerhaften Ermittlung Nettoerträge in unrichtiger Höhe berücksichtigt werden. Aufgrund der hohen Anzahl der Transaktionen, die insgesamt zum Nettoertrag aus Handelsgeschäften führen, hat die Baader Bank AG hochautomatisierte systemgestützte Prozesse eingerichtet. Für unsere Prüfung war es daher von besonderer Bedeutung, dass die Prozesse und Verfahren, einschließlich der eingerichteten manuellen und IT-anwendungsbezogenen automatischen Kontrollen, geeignet sind, die Existenz und Ermittlung der Nettoerträge des Handelsbestands in zutreffender Höhe sicherzustellen.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Basierend auf unserer Risikoeinschätzung und der Beurteilung der Fehlerrisiken haben wir unser Prüfungsurteil insbesondere auf kontrollbasierte Prüfungshandlungen gestützt. Demzufolge haben wir unter anderem die folgenden Prüfungshandlungen durchgeführt:

Im Rahmen von kontrollbasierten Prüfungshandlungen haben wir die Angemessenheit, Implementierung und Wirksamkeit von manuellen und IT-anwendungsbezogenen Kontrollen beurteilt, die die Baader Bank AG zur Sicherstellung der Existenz und einer sachgerechten Ermittlung im Handelsgeschäft eingerichtet hat.

Dabei haben wir insbesondere die Angemessenheit der implementierten Kontrollen zur Abwicklung von Handelsgeschäften beurteilt und deren Wirksamkeit getestet. Zudem umfassten unsere Prüfungshandlungen u. a. auch den rechnerischen Nachvollzug der automatischen Ermittlung der Nettoerträge des Handelsbestands. Für die zum Einsatz kommenden IT-Systeme haben wir im Vorfeld die Wirksamkeit der Regelungen und Verfahrensweisen, die sich auf die IT-Anwendungen beziehen und die Wirksamkeit von Anwendungskontrollen unterstützen, unter Einbindung unserer IT-Spezialisten überprüft.

Darüber hinaus haben wir auf Basis einer stichprobenbasierten Prüfung einzelner Handelsgeschäfte anhand geeigneter Nachweise die Existenz nachvollzogen und die Richtigkeit der Nettoerträge des Handelsbestandes nachberechnet.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die Prozesse und Verfahren, einschließlich der eingerichteten manuellen und IT-anwendungsbezogenen Kontrollen, sind geeignet, die Existenz und Ermittlung der Nettoerträge aus dem Handelsbestand in zutreffender Höhe sicherzustellen.

Sonstige Informationen

Der Vorstand bzw. der Aufsichtsrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts:

den uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung zu stellenden gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht der Gesellschaft und des Konzerns, auf den im zusammengefassten Lagebericht Bezug genommen wird, und

die Erklärung zur Unternehmensführung, die in Abschnitt 4.1 des zusammengefassten Lageberichts enthalten ist.

Die sonstigen Informationen umfassen zudem den uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellten Geschäftsbericht. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Konzernabschluss, die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

planen wir die Konzernabschlussprüfung und führen sie durch, um ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns einzuholen als Grundlage für die Bildung der Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht der für Zwecke der Konzernabschlussprüfung durchgeführten Prüfungstätgkeiten. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 4. Juli 2024 als Abschlussprüfer des Konzernabschlusses gewählt. Wir wurden am 23. September 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2023 als Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der Baader Bank AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Franz Haider.

 

München, den 14. März 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Haider, Wirtschaftsprüfer

Ruoff, Wirtschaftsprüfer