mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Gräfelfing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Geschäftsbericht

Auf einen Blick

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2016 2015 +/-
in %
Provisionsüberschuss TEUR 3.033 TEUR 2.587 +17
Handelsergebnis TEUR 12.130 TEUR 11.554 +5
Personalaufwand TEUR 4.917 TEUR 4.683 +5
Andere Verwaltungsaufwendungen TEUR 8.853 TEUR 8.506 +4
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" TEUR 3.532 TEUR 742 +376
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit TEUR 3.479 TEUR 718 +385
Jahresüberschuss TEUR 3.424 TEUR 726 +372
Bilanzsumme TEUR 19.628 TEUR 19.786 -1
Eigenkapital TEUR 11.991 TEUR 9.303 +29
Ergebnis je Aktie 0,47* 0,10* +370
Mitarbeiter 53 53 +/-0

* Ergebnis je Aktie vor der Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken"

Die Gesellschaft

mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Rottenbucher Straße 28

82166 Gräfelfing

Tel. +49 89 85852-0

Fax +49 89 85852-505

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Amtsgericht München HRB 123141

ISIN mwb fairtrade-Aktie: DE0006656101

Börsenzulassungen

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Mitglied im Bundesverband der Wertpapierfirmen e.V.

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

eine Verschnaufpause war den Finanzmarktakteuren auch 2016 nicht vergönnt. Das Jahr begann mit dem schlechtesten Börsenstart seit einem Vierteljahrhundert und endete mit dem Einzug eines politischen Quereinsteigers ins Weiße Haus in Washington D.C.. Dazwischen lagen Monate, in denen die Märkte eigentlich nie zur Ruhe kamen. Am 23. Juni entschieden die Einwohner von Großbritannien per Referendum, aus der Europäischen Union auszutreten. Ein Szenario, das noch am Vorabend von allen Analysten als unrealistisch eingestuft worden war. Kurze Zeit später wankte die Deutsche Bank aufgrund von horrenden Strafzahlungen und Entschädigungen an US-Anleger. Sorgen machte auch die chinesische Konjunktur - von einer Lokomotive für die Weltwirtschaft kann hier schon lange nicht mehr die Rede sein. Und schließlich sorgte die Wahl in den Niederlanden Anfang 2017 für Unruhe, wenn auch mit glimpflichem Ausgang. Auffallend war, dass alle Einbrüche an den Finanzmärkten nach einer kurzen Erholungszeit wieder ausgeglichen waren. Das heißt, an der grundsätzlichen Stabilität des Systems zweifelt derzeit niemand. Im Gegenteil: Trotz oder vielleicht wegen der überraschenden Wahl von Donald Trump setzte eine Jahresendrallye ein, die den DAX mit 9,6 Prozent voran brachte. Wer die Nerven behielt, konnte also selbst in diesem Achterbahnjahr ordentliche Erträge erwirtschaften.

Signifikant verbessertes Geschäftsergebnis

Zwar mag es für die mwb fairtrade keine Verschnaufpause gegeben haben, sehr wohl aber ein Durchatmen. Denn zum dritten Mal in Folge erzielte unsere Gesellschaft 2016 ein positives Jahresergebnis. Vor Zuführung zum Fonds für Allgemeine Bankrisiken lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bei TEUR 3.532. Einen großen Anteil daran hatte der Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf unserer Anteile an der XCOM AG in Höhe von TEUR 2.218. Zieht man diesen Betrag ab, so bleiben unter dem Strich immer noch TEUR 1.314 übrig. Das entspricht fast einer Verdoppelung des Vorjahresergebnisses von TEUR 742. Unsere Händler haben das Auf und Ab an den Märkten also vorbildlich genutzt und sehr gute Arbeit geleistet - und das, obwohl die Wertpapierumsätze aufs ganze Jahr gesehen um 15 Prozent zurückgingen.

Die starken Kursschwankungen im Jahresverlauf spiegelten sich deshalb im Provisions- und Handelsergebnis der mwb fairtrade wider. Das Provisionsergebnis stieg um 17 Prozent auf TEUR 3.033, während das Handelsergebnis um 5 Prozent auf TEUR 12.130 zulegte. Im Vergleich dazu blieb der Anstieg der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen moderat. Sie erhöhten sich nur um 4 Prozent auf TEUR 13.771 und fielen damit deutlich niedriger aus als erwartet.

Deutlich höhere Dividendenausschüttung

Höhere Erträge bei gleichzeitig kontrollierten Kosten - das war das Erfolgsgeheimnis des sehr guten Jahres 2016. Die Zuführung zum Fonds für Allgemeine Bankrisiken belastete die Gewinn- und Verlustrechnung lediglich mit TEUR 53, sodass am Ende ein Jahresüberschuss von TEUR 3.424 in den Büchern stand. Entsprechend erhöhte sich das Eigenkapital der mwb fairtrade auf knapp 12 Mio. Euro - eine Bestmarke der letzten fünf Jahre. Zum harten Kernkapital gehört zusätzlich der Fonds für Allgemeine Bankrisiken, der sich mittlerweile auf TEUR 4.978 beläuft. Die Fünf-Millionen-Grenze dürfte 2017 überschritten werden.

Das Liquiditätspolster der mwb fairtrade ist 2016 ebenfalls angewachsen, sodass auch längere Durststrecken zu überbrücken wären. Doch davon ist derzeit an den Finanzmärkten nichts zu spüren. Folgerichtig haben sich Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft entschieden, für das vergangene Jahr eine Dividende auszuschütten. Sie soll bei EUR 0,33 je dividendenberechtigter Aktie liegen und damit mindestens sechsmal so hoch ausfallen wie letztes Jahr. Dennoch bleiben wir, unserer Tradition entsprechend, bodenständig und schütten nur den Veräußerungsgewinn aus den Anteilen der XCOM AG aus. Damit beteiligen wir unsere Aktionäre an diesem einmaligen Liquiditätszufluss und honorieren die Geduld, die sie in den letzten dividendenlosen Jahren aufbringen mussten.

Verkauf der XCOM-Beteiligung

Anfang Juli 2016 hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ihre Minderheitsbeteiligung an der XCOM AG verkauft. Zuletzt hielten wir an dem IT-Spezialisten für Finanzsoftware einen Anteil von 9,4 Prozent. Obwohl wir dem Unternehmen seit vielen Jahren eng verbunden sind und dessen Trading-Software im eigenen Haus nutzen, war das Kaufangebot des neuen Mehrheitseigentümers FinTech Group AG zu attraktiv, um es nicht anzunehmen. Zudem bot die geringe Beteiligung von unter 10 Prozent nicht genug Einflussmöglichkeiten auf die Strategie des Unternehmens. Pro Aktie bot die in Frankfurt ansässige FinTech Group einen Kaufpreis von 87,50 EUR, was für uns einen Erlös von 4,65 Mio. EUR und einen Veräußerungsgewinn von 2,22 Mio. EUR ergab. Der Verkauf der Anteile hat auf die Geschäftsbeziehung zur XCOM AG aber keinen Einfluss. Die hochwertige Software und die Dienstleitungen des Unternehmens werden wir weiterhin nutzen.

mwb fairtrade-Aktie outperformt den DAX

Wie alle Börsenspezialisten sind wir extrem abhängig von den zyklischen Auf- und Abwärtsbewegungen der Aktienmärkte. Es scheint jedoch so, dass Anleger den hoch spezialisierten Skontroführern eher trauen als klassischen Geschäftsbanken. Denn während die Kurse der deutschen Banken 2016 zu den großen Verlierern gehörten, entwickelte sich unser Wertpapier sehr gut. Nach dem Höchststand im Juli 2016 notierte die mwb fairtrade-Aktie am 31.12.2016 bei EUR 1,52. Das bedeutete eine Jahresperformance von 13 Prozent und damit knapp 4 Prozent besser als der Deutsche Aktienindex. Was besonders erfreulich ist: Die gute Kursentwicklung setzte sich 2017 fort. Bei Redaktionsschluss dieses Geschäftsberichts (18. Mai) notierte unsere Aktie in Xetra bei EUR 2,14.

Entsprechend zuversichtlich blicken wir auf das Jahr 2017. Nach einem DAX-Start bei 11.500 Punkten wurde sehr schnell die 12.000-Punkte-Marke geknackt und bis in den April gehalten. Auch der Dow Jones bewegt sich seit Monaten in höheren Sphären. Da im Jahresverlauf zudem relativ gute Unternehmensergebnisse erwartet werden, dürfte 2017 insgesamt ein solides Börsenjahr werden. Das gilt natürlich nur dann, wenn keine völlig unvorhergesehenen Ereignisse das Weltgeschehen durcheinanderwirbeln. Nach den Erfahrungen der letzten Monate gehen wir aber davon aus, dass selbst unangenehme Überraschungen - zum Beispiel bei den Wahlen in Frankreich oder Deutschland - nur kurzfristig für Turbulenzen sorgen.

Geschäftsfeld Kapitalmarkt wird ausgebaut

Die positive Erwartungshaltung der mwb fairtrade steht auch unter dem Eindruck eines Revivals. Denn zur Jahresmitte 2016 haben wir unser zweites Geschäftsfeld "Kapitalmarkt" neu belebt. Bislang war es so, dass die niedrigmargigen Dienstleistungen im Bereich Emissionsberatung und Listings sowie Designated Sponsoring eher nebenher liefen und nur mit 1 Prozent zum Ergebnis beitrugen. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns entschieden, diesen Bereich nicht aufzugeben, sondern - im Gegenteil - angesichts der Börsenentwicklung zu reaktivieren. Mit Kai Jordan konnten wir dafür einen der anerkanntesten Fachmänner in Deutschland gewinnen. Er wird als Bereichsvorstand für das zukünftig "Corporates & Markets" genannte Geschäftsfeld tätig sein. Ziel ist es, das Kapitalmarktgeschäft neu zu strukturieren und die beiden Bereiche Equity Capital Market und Debt Capital Market voranzutreiben. Positiver Nebeneffekt: Durch die Stärkung des zweiten Standbeins werden wir wieder etwas unabhängiger vom zyklischen Wertpapierhandel und seinen schwankenden Umsätzen.

Von der Neuausrichtung versprechen wir uns nochmal einen Schub: Für die Bekanntheit der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank. Für die Außenwahrnehmung als führender Börsenspezialist. Und für die ohnehin schon hohe Motivation unserer Mitarbeiter. Diesen gebührt unser Dank für das vergangene erfolgreiche Geschäftsjahr, ebenso wie unseren treuen Aktionären und unserem Aufsichtsrat. Ihre Geduld hat sich gelohnt.

Mit besten Grüßen

Thomas Posovatz

Sprecher des Vorstands

v.l.n.r.:

Thomas Posovatz

Vorstand für Investor Relations, Kommunikation, Finanzen, Rechnungswesen und Wertpapierabwicklung

Franz Christian Kalischer

Vorstand für Wertpapierhandel, Personal, Organisation und IT

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war von Vertrauen geprägt. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat über die Unternehmensplanung, die Geschäftsentwicklung, die strategische Weiterentwicklung, das Risikomanagement sowie alle wichtigen Geschäftsvorfälle der Gesellschaft regelmäßig schriftlich und mündlich berichtet. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung sind mit dem Aufsichtsrat besprochen und ihm zur Zustimmung vorgelegt worden.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2016 fanden vier Präsenzaufsichtsratssitzungen am 3. März, 12. Mai, 22. September und 2. Dezember 2016 sowie eine Aufsichtsratssitzung im Wege einer Telefonkonferenz am 16. Februar 2016 statt. Zwei Aufsichtsratsbeschlüsse wurden im schriftlichen Umlaufverfahren am 1. Juni und 6. Juli 2016 gefasst.

Gegenstand jeder Präsenzaufsichtsratssitzung waren die aktuelle geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft und wichtige Geschäftsvorfälle. Soweit bei der Gesellschaft zustimmungsbedürftige Geschäfte anfielen, wurde der Aufsichtsrat hierüber vom Vorstand rechtzeitig in Kenntnis gesetzt und hat nach eigener Prüfung der Entscheidungsgrundlagen über die Zustimmung Beschluss gefasst.

Darüberhinaus war Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 3. März 2016 die Vorlage des vorläufigen Jahresabschlusses 2015 und die Vorlage und Erläuterung der Jahresplanung 2016 durch den Vorstand sowie die Erörterung des Sachstands in der Zusammenarbeit mit der XCOM AG. Des Weiteren wurde die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft in den Monaten Januar und Februar 2016 besprochen. Außerdem wurden der Risikobericht des Vorstands und der Quartalsbericht der Compliancestelle für das vierte Quartal 2015, der Geldwäschebericht 2015 sowie der Bericht der Internen Revision für das dritte Quartal 2015 vorgelegt und erörtert.

In der Aufsichtsratssitzung am 12. Mai 2016 wurde der geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31.Dezember 2015 vom Vorstand vorgelegt, erläutert und durch den Aufsichtsrat geprüft. Der Jahresabschluss 2015 wurde vom Aufsichtsrat gebilligt und war somit festgestellt. Des Weiteren wurden die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Quartal 2016 und im April 2016 sowie die Geschäftsstrategie der Gesellschaft eingehend besprochen. Außerdem wurde vom Vorstand der Prüfungsbericht der Frankfurt Finance Audit, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, über die Prüfung für den Bereich Geldwäsche gemäß § 44 Abs. 1 KWG im Jahr 2015 einschließlich des Schreibens der BaFin vom 31. März 2016 über die Mitteilung der Ergebnisse der durchgeführten Prüfung sowie der Bericht des Vorstands über das Inkrafttreten der Marktmissbrauchsverordnung am 3. Juli 2016 vorgelegt und erläutert. Weiterhin wurde der aktuelle Sachstand in der Zusammenarbeit mit der XCOM AG erörtert.

In der Aufsichtsratssitzung am 22. September 2016 berichtete der Vorstand über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft im ersten Halbjahr 2016 und den Monaten Juli und August 2016 sowie über den aktuellen Stand der Zusammenarbeit mit der XCOM AG. Außerdem erläuterte der Vorstand seine Maßnahmen zur strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft. Des Weiteren stellte der Vorstand Herrn Kai Jordan vor, der zum 1. August 2016 als Leiter des Bereiches Corporates & Markets angestellt wurde. Der Aufsichtsrat stimmte der Erteilung der Prokura für Herrn Jordan zu. Außerdem wurden der Risikobericht des Vorstands und der Quartalsbericht der Compliancestelle für das zweite Quartal 2016 besprochen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat gemäß Textzeichen 44 Abschnitt 4.6 des Rundschreibens 6/2013 der BaFin "Anforderungen an Systeme und Kontrollen für den Algorithmushandel von Instituten" über die grundsätzliche Strategie, Risiken, Limitsysteme, technische Aspekte sowie Funktionsweisen und Notfallpläne des Instituts in Bezug auf den Algorithmushandel.

In der Aufsichtsratssitzung am 2. Dezember 2016 berichtete der Vorstand über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft in den ersten neun Monaten 2016 sowie in den Monaten Oktober und November 2016. Des Weiteren erläuterte der Vorstand seine Maßnahmen zur strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft. Außerdem wurden der Risikobericht des Vorstands und der Quartalsbericht der Compliancestelle für das dritte Quartal 2016 besprochen. Schließlich legte der Vorstand den Validierungsbericht über den Algorithmushandel und die Bereitstellung von Marktzugängen vor.

Gegenstand der Telefonkonferenz am 16. Februar 2016 war die Unterrichtung des Aufsichtsrats über die Entscheidung des Vorstands, für 2015 eine Dividende ausschütten zu wollen.

Jahresabschluss

Im Geschäftsjahr 2016 beläuft sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken auf T€ 3.532 und konnte um T€ 2.790 gegenüber dem Vorjahresgewinn in Höhe von T€ 742 wesentlich gesteigert werden. Das Handelsergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5% auf T€ 12.130. Entgegen des Negativtrends in der Vergangenheit konnte auch 2016, wie bereits schon im Vorjahr, das Provisionsergebnis erhöht werden und zwar um 17% auf T€ 3.033. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung ist dennoch unverändert davon auszugehen, dass das Provisionsergebnis in den nächsten Jahren schrittweise an Bedeutung verlieren wird. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 2.422 beinhalten den Gewinn aus dem Verkauf der Beteiligung an der XCOM AG in Höhe von T€ 2.218. Das Geschäftsjahr 2016 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 3.424 und liegt damit um T€ 2.698 über dem Ergebnis des Vorjahres.

Der Fonds für allgemeine Fondsrisiken beläuft sich nach einer erforderlichen Zuführung um T€ 54 im Geschäftsjahr 2016 auf T€ 4.978. Damit ist der Fonds entsprechend den gesetzlichen Vorgaben ausreichend dotiert.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Beschlussvorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung an. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung der Gesellschaft am 19. Juli 2017 vorschlagen, an die Aktionäre eine Dividende von € 0,33 je dividendenberechtigte Stückaktie auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenvolumen von T€ 2.466.

Dem Aufsichtsrat wurden der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2016, der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 sowie der Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfer vorgelegt. Die vorgelegten Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat geprüft.

Die zum Abschlussprüfer gewählte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 unter Einbeziehung der Buchführung und unter Beachtung der entsprechenden gesetzlichen Vorschriften geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare offengelegt. Die Abschlussprüfer haben in der Bilanzaufsichtsratssitzung am 18. Mai 2017 persönlich dem Aufsichtsrat berichtet. Die Ergebnisse der Prüfungen hat der Aufsichtsrat in der Bilanzaufsichtsratssitzung zur Kenntnis genommen und keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für ihre erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr besonderen Dank und Anerkennung aus.

 

Gräfelfing, den 18. Mai 2017

Für den Aufsichtsrat

Michael Wilhelm, Vorsitzender des Aufsichtsrats

v.l.n.r.:

Dipl.Kfm. Michael Wilhelm (Vorsitzender),

Dr. Thomas Ledermann (stellvertretender Vorsitzender),

Thomas Mühlbauer

Lagebericht der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

1. Das wirtschaftliche und politische Umfeld im Geschäftsjahr 2016

Das Geschäftsjahr 2016 war durch eine Reihe stark marktbeeinflussender wirtschaftlicher und politischer Ereignisse geprägt. Es begann mit dem schwächsten Börsenstart seit Jahrzehnten, ausgelöst durch eine neuerliche Schwäche der chinesischen Wirtschaft, die den deutschen Leitindex Dax bis Mitte Februar 2016 auf einen Stand von 8.753 Punkten drückte. Ein Minus gegenüber dem Jahresschluss 2015 von fast 19%. Diese Bewegung wurde von kurzfristig deutlich steigenden Umsätzen in Aktien, Renten und Fonds in Deutschland begleitet, die aber insgesamt im vergangenen Jahr um 15% zurückgingen.

Ende Juni 2016 sorgte die Entscheidung der Briten, für ein Verlassen der Europäischen Union, mehrere Tage für Schockwellen an den Finanzmärkten und hatte starke Marktschwankungen zur Folge. Sorgen um die Deutsche Bank und Unsicherheit darüber, wann der nächste Zinsschritt der US-amerikanischen Notenbank Fed folgen würde beherrschten das restliche dritte Quartal. Ab Oktober war der Blick der Investoren dann mehrheitlich auf die Präsidentenwahl in den USA gerichtet, die für viele Beobachter überraschend den Sieger Donald Trump brachte. Der erwartete negative Effekt dieser Wahl blieb jedoch aus. Es begann eine Jahresendrally, die den Dax zum Jahresultimo 2016 bis auf 11.481 Punkte hob, ein Jahresplus von 6,9%.

Gewinner im Dax waren in 2016 Werte wie Adidas (+67%), Siemens (+30%) oder BASF (+24,9%), Verlierer eindeutig die Bankaktien, so die Commerzbank mit -24,3% und die Deutsche Bank mit -23,4%. Die Anleiherenditen stürzten in 2016 als Folge des anhaltenden Rückkaufprogramms der Europäischen Zentralbank weiter ab und landeten zum Jahresultimo 2016 bei rund 0,2%, nachdem sie zur Jahresmitte schon im negativen Bereich (-0,2%) lagen.

Die Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump, eine deutlich wirtschaftsfreundlichere aber auch protektionistische Politik umzusetzen, ließen die Aktienkurse insbesondere in den USA auch zu Beginn des Jahres 2017 weiter steigen und den US-Dollar erstarken.

Vom Jahr 2016 bleibt aber nicht nur der Eindruck, dass die Börse politische Ereignisse immer schneller verdaut (Brexit-Entscheidung 3 Tage, Trump-Wahl 3 Stunden, verlorenes italienisches Referendum wenige Minuten), sondern dass das Erstarken populistischer Politiker und Parteien, wie Marine Le Pen in Frankreich, Geert Wilders in den Niederlanden, Boris Johnson in Großbritannien oder die AfD in Deutschland, die alle das Ziel verfolgen aus der EU auszusteigen und den Euro abzuschaffen, das Regieren in den einzelnen Ländern immer schwieriger machen, weil den etablierten Parteien mittlerweile die eindeutigen Mehrheiten fehlen. Deshalb dürfte der Ausgang der Wahlen in Frankreich im 1. Halbjahr 2017 sehr große Bedeutung zukommen und richtungsweisend für die Zukunft der Europäischen Union sein.

2. Die rechtliche und organisatorische Struktur der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Die 1993 gegründete mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein Kreditinstitut im Sinne des KWG (Gesetz über das Kreditwesen). Neben der Erlaubnis für das Finanzkommissionsgeschäft sowie das Emissions- und Platzierungsgeschäft verfügt die Gesellschaft über die Erlaubnis zur Anlage- und Abschlussvermittlung, zur Anlageberatung und -verwaltung sowie zum Eigenhandel und Eigengeschäft. Sie kann ihre Geschäftstätigkeit auch auf finanzinstrumentähnliche Börsengüter und andere Geschäftsfelder erweitern, die von Wertpapierdienstleistungsunternehmen wahrgenommen werden, soweit keine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz erforderlich ist. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt der Aufsicht der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) sowie der Deutschen Bundesbank. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit Sitz in Gräfelfing (14 Mitarbeiter) hat vier unselbstständige Niederlassungen in Hamburg (22 Mitarbeiter), Hannover (4 Mitarbeiter), Frankfurt (5 Mitarbeiter) und Berlin (8 Mitarbeiter). Ihre Aktivitäten konzentrieren sich auf die beiden Geschäftsbereiche "Wertpapierhandel" und "Kapitalmarkt". Die Aktie der Gesellschaft wird im Freiverkehr der Börse München im Segment m:access gehandelt.

3. Wirtschaftsbericht

a) Der Geschäftsverlauf der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG sind das Provisions- und Handelsergebnis, die Personal- und Anderen Verwaltungsaufwendungen sowie das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. Diese werden laufend überwacht und unterliegen einer aktiven Steuerung.

Anders als in den vergangenen Jahren begann das 1. Quartal 2016 mit einem Schock für die Anleger. Schlechte Konjunkturnachrichten aus China und ein immer weiter nachgebender Ölpreis, der als Signal für eine Abkühlung der Weltkonjunktur gedeutet wurde, führten zu einem Kursrutsch an den Weltbörsen und hatten den schwächsten Jahresstart seit Jahrzehnten zur Folge. Im Rest des Jahres bestimmten dann überwiegend politische Nachrichten und Ereignisse das Geschehen an den Börsen, so die Entscheidung der Briten für einen Brexit, die Wahl Donald Trumps zum US Präsidenten und die zunehmende Sorge, dass populistische und nationalistische Strömungen in einigen Ländern der EU den Euro massiv bedrohen könnten. Dieses Umfeld führte insgesamt zu einer größeren Zurückhaltung der Anleger und ließ die Wertpapierumsätze in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 15% zurückgehen. Hohe Volatilitäten aber, verbunden mit temporär stark steigenden Umsätzen um diese Ereignisse herum, boten der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG gute Handelsmöglichkeiten, so dass die Gesellschaft ihr Provisions- und Handelsergebnis deutlich gegenüber dem Vorjahr verbessern konnte. So stieg das Provisionsergebnis im Geschäftsjahr 2016 um 17% auf TEUR 3.033 und das Handelsergebnis um 5% auf TEUR 12.130.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich dagegen dank strenger Kostendisziplin unterproportional um lediglich 4% auf TEUR 13.771.

Der Kurs der mwb-Aktie entwickelte sich über das gesamte Jahr gesehen leicht nach oben und hatte sein Hoch im Juli 2016 bei € 1,60. Er schloss am 30.12.2016 mit € 1,52 und erzielte damit eine Jahresperformance von knapp 13%. Gegenwärtig bewegt er sich auf einem Niveau von etwa € 1,70.

b) Die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG war im Jahr 2016 in zwei Geschäftsbereichen aktiv. Der erste Bereich "Wertpapierhandel" umfasst die Skontroführung in Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und offenen Investmentfonds, außerdem Sales & Execution für institutionelle Kunden sowie Orderausführung für Kreditinstitute. Mit dem Wertpapierhandel erwirtschaftete die Gesellschaft im vergangenen Jahr fast den kompletten Ertrag in Höhe von TEUR 14.778 gegenüber TEUR 13.729 im Vorjahr. Der Anteil des zweiten Geschäftsbereichs "Kapitalmarkt" war mit 1% noch verschwindend gering. Allerdings hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im abgelaufenen Jahr die Weichen für einen deutlichen Ausbau dieses Bereichs gestellt.

Wertpapierhandel

Skontroführung in Aktien

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führte zum 31. Dezember 2016 die Orderbücher von 6.135 Aktien an den Börsenplätzen Frankfurt, München, Hamburg, Hannover und Berlin. Damit ergibt sich ein Zuwachs von 251 Skontren gegenüber dem Vorjahresultimo.

Die Skontroführung in Aktien trug im Geschäftsjahr 2016 mit 56% zu den Umsatzerlösen der Gesellschaft bei. Das entspricht 44% des Gesamtprovisionsergebnisses und 59% des Gesamthandelsergebnisses. Damit hat die Skontroführung in Aktien ihre Bedeutung innerhalb des Wertpapierhandels der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bestätigt. In absoluten Zahlen ausgedrückt betrug der Anteil des Bereichs Skontroführung in Aktien TEUR 8.465 (i. Vj. TEUR 7.743).

Skontroführung in festverzinslichen Wertpapieren

Das mittlerweile schon dritte Jahr der Niedrigzinspolitik der EZB hat deutliche Spuren im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren hinterlassen. Insgesamt kann man deshalb sagen, dass 2016 nach 2015 erneut ein schwaches Rentenjahr war. Ebenso wie die Wertpapierumsätze insgesamt, gingen auch die Rentenhandelsumsätze zurück. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG betreute zum 31. Dezember 2016 die Orderbücher von 8.239 festverzinslichen Wertpapieren an den Börsen Berlin, Hamburg und Hannover gegenüber 6.872 im Vorjahr. Umsatzerlöse in diesem Bereich in Höhe von TEUR 2.067 (i. Vj. TEUR 1.687) entsprechen 14% der Gesamtumsatzerlöse und damit etwas mehr als im Vorjahr. Mit Rentenpapieren erzielte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG aber immerhin 35% ihres Provisionsergebnisses und 8% des Handelsergebnisses.

Skontroführung in offenen Investmentfonds

Die Entwicklung im Fondshandel bei der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG verlief im Geschäftsjahr 2016 im 1. Halbjahr 2016 etwas verhalten. Zum 31. Dezember 2016 betreute die Gesellschaft an den Börsen München, Hamburg, Hannover und der Tradegate Exchange die Orderbücher von 9.408 offenen Investmentfonds, was einer Steigerung um 3.004 Titel gegenüber dem Vorjahr entspricht. Darin enthalten sind 2.657 Titel, die die Schnigge Wertpapierhandelsbank SE in Hamburg bis September 2016 betreut hat und nunmehr bis auf weiteres von der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG geführt werden. Mit diesen Werten erwirtschaftete die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG Erträge in Höhe von TEUR 2.808 (i. Vj. TEUR 2.909) oder 19% der Gesamtumsatzerlöse. Dies entspricht absolut einem leichten Rückgang von TEUR 101 gegenüber 2015. Rund 8% des Gesamtprovisionsergebnisses und immerhin 21% des Gesamthandelsergebnisses wurden in diesem Bereich erzielt. Dies zeigt die wichtige Stellung innerhalb des Kerngeschäfts der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Sales und Orderausführung

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führt Aktien- und Rentenorders im Auftrag von institutionellen Kunden und Banken aus. Hierbei erzielte sie im Geschäftsjahr 2016 Erträge in Höhe von TEUR 1.437 (i. Vj. TEUR 1.390). Dies entspricht 9% der Gesamtumsatzerlöse des Unternehmens. Damit ging der Anteil an den Umsatzerlösen trotz der absoluten Erhöhung leicht zurück. Trotzdem betrachtet die Gesellschaft diesen Geschäftsbereich als sehr interessant und hat im Geschäftsjahr 2016 die Weichen für einen Ausbau des Sales und Orderausführungsbereichs gestellt. Insgesamt wurden im Bereich Sales und Orderausführung 15% des Gesamtprovisionsergebnisses und 8% des Gesamthandelsergebnisses erzielt. Die Aussagekraft dieser Zahlen ist jedoch zu relativieren, da im Geschäftsfeld Orderausführung von den Kunden mehr und mehr eine Nettoabrechnung gefordert wird. Die Provision für diese Dienstleistung fällt dann im Handelsergebnis an, obwohl sie rein formal zum Provisionsergebnis gezählt werden müsste.

Kapitalmarkt

Emissionsberatung und Listings

Im Jahr 2016 gab es an den deutschen Wertpapierbörsen lediglich 17 Aktien-IPO's oder -Listings nach 29 im Jahr zuvor, davon im regulierten Markt 9 IPO's mit einem Emissionsvolumen von rund 4,9 Mrd. Euro. Damit hielt die allgemeine Schwäche am Primärmarkt auch im Jahr 2016 an. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat sich innerhalb dieses Marktes wiederum auf risikoarme und deshalb niedrigmargigere Dienstleistungen wie Beratung und Listings spezialisiert. Deshalb trug dieses Geschäftsfeld nur zu knapp 1% oder TEUR 137 (i. Vj. TEUR 174) zu den Gesamtumsatzerlösen bei.

Designated Sponsoring

Im Geschäftsjahr 2016 hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bis zum 30. September 2016 ein Mandat im Kundenauftrag betreut. Daneben tritt die Gesellschaft für die eigene mwb fairtrade Aktie und 40 selbst ausgewählte, interessante, Auslandsaktien als Designated Sponsor auf. Die Erlöse daraus zeigen sich im Handelsergebnis und trugen im vergangenen Jahr zu einem knappen halben Prozent zu den Gesamtumsatzerlösen bei.

Ausbau des Bereiches Kapitalmarkt

Trotz der schwachen Situation des Primärmarktes in Deutschland spielt die Finanzierung und hier insbesondere die Kapitalmarktfinanzierung kleinerer und mittelständischer Unternehmen eine wichtige Rolle in Deutschland. Deshalb hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG die personelle Chance genutzt und im 3. Quartal 2016 mit Kai Jordan einen ausgewiesenen Kapitalmarktexperten gewinnen können. Kai Jordan, vormals Vorstand der Wolfgang Steubing Wertpapierhandelsbank AG, verantwortete dort u.a. die Bereiche Kapitalmarktgeschäft, Institutionelle Kundenbetreuung und Orderrouting. Bei der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist er als Bereichsvorstand für das Kapitalmarktgeschäft, das Geschäft mit kleineren und mittleren Unternehmen sowie für die Betreuung institutioneller Investoren verantwortlich. Sein Geschäftsbereich, der auch mit dem Bereich Sales und Orderausführung verknüpft ist, wird zukünftig unter dem Namen Corporates & Markets geführt und soll kontinuierlich ausgebaut werden. So hat sich die Gesellschaft noch im Geschäftsjahr 2016 mit einem weiteren erfahrenen Mitarbeiter verstärkt.

c) Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2016

Das Geschäftsjahr 2016 ist für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG trotz der teilweise schwierigen Marktbedingungen sehr erfreulich verlaufen. Dem Anstieg des Provisions- und Handelsergebnisses um 7% auf TEUR 15.163 stand ein sehr moderater Anstieg der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen von lediglich 4% auf TEUR 13.771 gegenüber. Deshalb erzielte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2016 ein positives Jahresergebnis. Zum 31.12.2016 lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken bei TEUR 3.532 im Vergleich zu TEUR 742 im Vorjahr. Dieses Ergebnis ist aber insbesondere geprägt vom Veräußerungsgewinn in Höhe von TEUR 2.218 aus dem Verkauf der Beteiligung an der XCOM AG im Juli 2016. Der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hatte unabhängig von diesem Verkauf generell in seiner Planung für 2016 ein niedrigeres Ergebnis prognostiziert, insbesondere wegen des dramatischen Starts in das Börsenjahr 2016 und der zum Zeitpunkt der Planung nicht vorhersehbaren Folgen.

Das Ergebnis je Aktie vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken erhöhte sich auf € 0,47 nach € 0,10 in 2015. Die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken belastete die Gewinn- und Verlustrechnung 2016 mit TEUR 53. Die Cost-Income-Ratio als Kennzahl der Effizienz des Unternehmens reduzierte sich von 93% in 2015 auf 91% in 2016.

Provisionsergebnis

Das Provisionsergebnis der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wurde in 2016 maßgeblich durch den temporären Anstieg der Wertpapierumsätze nach den beschriebenen politischen Ereignissen sowie die deutlich gestiegene Anzahl der betreuten Fonds beeinflusst. Insgesamt gingen die Wertpapierumsätze in Deutschland aber in 2016 zurück, nachdem sie 2015 erstmals seit mehreren Jahren wieder angestiegen waren. In den vergangenen Jahren hatte der Wettbewerb der Regionalbörsen um Marktanteile die Etablierung neuer Preismodelle zur Folge, in der die Courtage als Entgelt für die Dienstleistung des Skontroführers eine immer untergeordnetere Rolle spielt. So ist z.B. der Handel an der Berliner Tradegate Exchange ganz courtagefrei, in Hamburg wiederum sind bestimmte Ordergrößen bei bestimmten Wertpapieren courtagefrei. Seit 2011 gibt es in Frankfurt anstatt einer Maklercourtage eine performanceabhängige Vermittlungsgebühr für die Spezialisten, die von der Börse bezahlt wird. Trotz dieser Entwicklungen konnte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ihr Provisionsergebnis in 2016 um TEUR 446 oder 17% auf TEUR 3.033 (i. Vj. TEUR 2.587) steigern. Insgesamt dürfte das Provisionsergebnis in den nächsten Jahren trotzdem schrittweise weiter an Bedeutung verlieren. Im Geschäftsjahr 2017 erwartet der Vorstand ein rückläufiges Provisionsergebnis im Bereich Skontroführung, das durch erwartete Einnahmen aus dem Bereich Corporates & Markets überkompensiert wird.

Handelsergebnis

Das Börsenjahr 2016 war durch teilweise starke Marktschwankungen sowie dramatische Kursabschläge zu Beginn des Jahres gekennzeichnet. Sofern diese Volatilität beherrschbar ist, herrschen ideale Handelsbedingungen für Skontroführer. Allzu erratische Bewegungen, häufig ausgelöst durch unerwartete Nachrichten, verschlechtern diese Bedingungen jedoch und beeinflussen das Handelsergebnis negativ. Die Skontroführer der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG haben durch ihr umsichtiges und diszipliniertes Handeln im Jahr 2016 die Marktbedingungen überwiegend für sich nutzen können. Demzufolge konnte das Handelsergebnis um TEUR 576 oder 5% auf TEUR 12.130 (i. Vj. TEUR 11.554) gesteigert werden. Damit wurde die Prognose des Vorstands für das Jahr 2016 übertroffen. Im laufenden Geschäftsjahr 2017 geht der Vorstand aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Risiken von einem leicht rückläufigen Handelsergebnis aus. Die Relation von Handels- und Provisionsergebnis, die historisch meist bei 60% zu 40% gelegen hat, hat sich wie schon in den vergangenen Jahren deutlich zugunsten des Handelsergebnisses verschoben und lag in 2016 bei 80% zu 20%.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Eine zunehmende Geschäftstätigkeit mit gestiegenen Umsatzerlösen hat in der Regel einen Anstieg der umsatzbedingten Kosten zur Folge. Hierzu gehörten im Geschäftsjahr 2016 insbesondere die Aufwendungen für den Bezug von Wertpapierinformationsdiensten, die Kosten für eine verstärkte Nutzung der Börsen-/Handelssysteme und auch Boni für die Wertpapierhändler. Die Aufwendungen für die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte, normalerweise eine variable Kostenposition, ging dagegen leicht zurück. Der Wechsel der Abwicklungsbank machte sich damit in 2016 bezahlt. Insgesamt führte das im Geschäftsjahr 2016 zu einem sehr leichten Anstieg der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen. Sie erhöhten sich lediglich um 4% oder TEUR 582 auf TEUR 13.771 (i. Vj. TEUR 13.189). Damit lagen sie etwas über den Erwartungen des Vorstands, der aber auch mit geringeren Umsatzerlösen gerechnet hatte. Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet der Vorstand eher leicht steigende Aufwendungen, ohne aber von der praktizierten strikten Kostendisziplin abzuweichen.

Im Einzelnen erhöhten sich die Personalaufwendungen im Jahr 2016 um 5% oder TEUR 234 auf TEUR 4.917 (i. Vj. TEUR 4.683). Der Anteil der gemäß leistungsabhängigen Entlohnungsmodellen der Wertpapierhändler bezahlten Boni betrug dabei TEUR 885 (i. Vj. TEUR 749).

Die Anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 4% oder TEUR 347 auf TEUR 8.853 (i. Vj. TEUR 8.506). Hier schlugen insbesondere die umsatzabhängigen Kosten sowie die Ersatz -investitionen im Bereich IT zu Buche.

Abschreibungen auf Forderungen

Im Geschäftsjahr 2016 musste eine Forderung gegenüber einem Kunden des Bereichs Kapitalmarktgeschäft in Höhe von TEUR 5 abgeschrieben werden.

Einstellung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führte im Geschäftsjahr 2016 dem Fonds gemäß § 340e Abs. 4 HGB TEUR 233 zu, um im Fonds für allgemeine Bankrisiken 10% des durchschnittlichen Handelsergebnisses der letzten fünf Jahre zu erreichen. Die Zuführung setzt sich aus einer Umbuchung aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340 g HGB in Höhe von TEUR 180 und einer aufwandswirksamen Buchung in Höhe von TEUR 53 zusammen. Durch den Fonds für allgemeine Bankrisiken bleibt die Kapitalbasis gestärkt und die Gesellschaft ist zukünftig vor dem Hintergrund der unsicheren geopolitischen und konjunkturellen Entwicklung stärker abgesichert. Aus Gründen der Transparenz und Vergleichbarkeit wird in diesem Geschäftsbericht das Ergebnis vor und nach Zuführung ausgewiesen.

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit

Ein gestiegenes Provisions- und Handelsergebnis bei gleichzeitig unterproportional gestiegenen Verwaltungsaufwendungen erbrachten im Geschäftsjahr 2016 eine erfreuliche Verbesserung des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit. Hinzu kam der Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der Beteiligung an der XCOM AG. Vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken erreichte die Gesellschaft ein positives Ergebnis in Höhe von TEUR 3.532 gegenüber TEUR 742 im Vorjahr, ein Zuwachs um TEUR 2.790 oder 376%. Nach Zuführung ergibt sich ein Ergebnis von TEUR 3.479 (i. Vj. TEUR 718). Damit wurden die Erwartungen der Geschäftsleitung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG deutlich übertroffen. Der Vorstand hatte in seiner Planung für 2016 insbesondere die Ertragsseite vorsichtiger eingeschätzt. Der Verkauf der XCOM Beteiligung war nicht geplant. Mit diesem Ergebnis verfolgt die Gesellschaft ihren eingeschlagenen Weg weiter, die Qualität des Ergebnisses durch Handelsdisziplin einerseits und Kostendisziplin andererseits kontinuierlich zu verbessern.

Jahresüberschuss

Entsprechend dem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit verbesserte sich der Jahresüberschuss ebenso deutlich von TEUR 726 im Jahr 2015 auf TEUR 3.424 im Geschäftsjahr 2016.

d) Die Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist geordnet. Dies wurde insbesondere durch die komfortable Eigenkapitalausstattung begünstigt.

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme reduzierte sich zwischen dem 31. Dezember 2015 und dem 31. Dezember 2016 leicht um TEUR 158 auf TEUR 19.628 (i. Vj. TEUR 19.786). Dies entspricht einer Reduzierung von 1%.

Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 16.099 bilden mit 82% den größten Posten auf der Aktivseite der Bilanz. Weitere nennenswerte Anteile an der Aktivseite der Bilanz haben die Handelsaktiva mit 10%. Auf der Passivseite hat der Posten Eigenkapital einen Anteil an der Bilanzsumme in Höhe von 61%, der Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 25% und die Rückstellungen einen Anteil in Höhe von 8%.

Liquidität

Der Saldo aus kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 8.992 auf TEUR 15.058 gestiegen. Die Liquiditätserhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss und dem Verkauf der Beteiligung an der XCOM AG. Die Liquiditätskennzahl nach § 11 des Kreditwesensgesetzes (Quotient aus Forderungen und Verbindlichkeiten) der Gesellschaft lag mit 11,08% entsprechend über dem Vorjahreswert von 3,42%. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG befindet sich in einer sehr guten Liquiditätssituation, die sich auch an dieser Liquiditätskennziffer ablesen lässt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr war jederzeit gegeben.

Wertpapierbestand

Der Handelsbestand blieb mit TEUR 1.978 fast annähernd auf Vorjahresniveau (im Vorjahr TEUR 1.975).

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2016 auf TEUR 11.991 (i. Vj. TEUR 9.304). Die Differenz von TEUR 2.687 gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Jahresüberschuss und der Erhöhung unseres Bestandes an eigenen Anteilen als gegenläufige Position. Die Eigenkapitalquote ist mit 61% (i. Vj. 47%) komfortabel, zumal der auf der Passivseite ausgewiesene Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von TEUR 4.978 nicht zum Eigenkapital, sehr wohl aber aufsichtsrechtlich zum harten Kernkapital zählt.

Verkauf der Beteiligung an der XCOM AG

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG war seit Dezember 1998 an der XCOM AG mit Sitz in Willich beteiligt. Das 1988 gegründete Unternehmen zählt zu den führenden Anbietern für E-Banking, E-Business und Handelsunterstützung im Wertpapierbereich. Nach erfolgter Kapitalerhöhung der XCOM AG im November 2015 betrug die Beteiligungshöhe der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG 9,4%. Am 4.11.2014 hatte die Fintech Group AG bekannt gegeben, dass sie sich vertraglich eine Option auf den Erwerb einer 54%igen Mehrheit an der XCOM AG gesichert hat. Die Fintech Group AG ist nach eigenen Angaben einer der Markt- und Innovationsführer im deutschen Online-Brokerage-Markt und hat das Ziel mittelfristig eines der führenden Financial Services Technologies-Unternehmen in Europa zu werden. Die XCOM AG soll hier der wichtigste strategische Partner werden. Mit Corporate News vom 24. März 2015 gab die Fintech Group AG bekannt, dass sie zum 20. März 2015 den Erwerb einer 51-prozentigen Beteiligung an der XCOM AG mit erfolgter Zustimmung der BaFin abgeschlossen hat. Der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG sah durch diesen Schritt eine Aufwertung ihrer Beteiligung an der XCOM AG. Zu den bisher schon vielfältigen Beziehungen zwischen der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG und der XCOM/biw-Gruppe sollten sich mit der Fintech Group AG eine Reihe von weiteren strategischen Anknüpfungsmöglichkeiten ergeben.

Trotzdem hat der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG die Möglichkeit genutzt, ihre Beteiligung an der XCOM AG im Juli 2016 zu verkaufen. Dies gab die Gesellschaft mit Adhoc-Mitteilung vom 6. Juli 2016 bekannt. Durch den Verkauf der 53.178 Aktien zu € 87,50 pro Aktie erzielte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG einen Veräußerungsgewinn von TEUR 2.218, der sich nachhaltig im Jahresergebnis 2016 niederschlug. Der Liquiditätszufluss betrug 4,65 Millionen Euro.

Aus Sicht des Vorstands war die Beteiligungsquote an der XCOM AG von 9,4% zu gering, um Einfluss auf strategische Entscheidungen nehmen zu können. Darüber hinaus wird die XCOM AG auch ohne die Beteiligung durch die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG der präferierte IT-Partner bleiben.

Beteiligung an der MWB GmbH

Die Tochtergesellschaft MWB Wertpapierhandelsbank AG wurde zum 16. Dezember 2009 in MWB GmbH umfirmiert. Die 100%-ige Beteiligung an der Gesellschaft, die schon seit Jahren keinen operativen Geschäftsbetrieb mehr unterhielt und die Erlaubnisse nach dem KWG zum Betreiben von Bankgeschäften zurückgegeben hatte, diente die letzten Jahre lediglich zur Erhaltung unserer strategischen Flexibilität. Mit Gesellschafterbeschluss vom 04.12.2013 wurde die MWB GmbH mit Ablauf des 31.12.2013 aufgelöst. Die Geschäftsführer Herr Thomas Posovatz und Herbert Schuster wurden abberufen und Herr Thomas Posovatz, der gleichzeitig ein Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist, zum alleinigen Liquidator bestellt. Der Aufsichtsrat der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat der Liquidation zugestimmt und Herrn Posovatz ermächtigt, sich selbst zum alleinigen und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Liquidator der MWB GmbH zu bestellen. Die Löschung der Gesellschaft im Handelsregister wird im Geschäftsjahr 2017 erfolgen.

Eigene Aktien

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hielt zum 31. Dezember 2016 einen Bestand in eigenen Aktien in Höhe von 325.000 (i. Vj. 15.000) Stück. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Bestand damit um 310.000 Stück erhöht.

e) Sonstige Angaben

Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist gemäß § 87 AktG für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes zuständig. Mit den Mitgliedern des Vorstandes wurden Dienstverträge geschlossen, darin sind das Grundgehalt und die variable Vergütung in Form einer erfolgsabhängigen jährlichen Bonuszahlung geregelt. Die Bonuszahlung beträgt 2,5% vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Einrechnung der Vorstandstantiemen für den einzelnen Vorstand und ist nach oben begrenzt auf 100% des Jahresfixgehaltes. Im Falle eines negativen Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfällt die Bonuszahlung.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält außer der Erstattung seiner Auslagen für jedes volle Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 12,5 zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält die doppelte Vergütung. Eine zusätzliche, variable Vergütung ist für den Aufsichtsrat nicht vorgesehen. Die Gesellschaft gewährt den Aufsichtsratsmitgliedern angemessenen Versicherungsschutz, insbesondere wurde die Gesellschaft dazu verpflichtet, zu Gunsten der Aufsichtsratsmitglieder eine Haftpflichtversicherung (sog. Directors & Officers Versicherung) abzuschließen, die die gesetzliche Haftpflicht aus der Aufsichtsratstätigkeit in angemessenem Umfang abdeckt.

Freiwillige Angaben gemäß §289 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht aus 7.473.700 nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von € 1,00 je Aktie. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

In der Hauptversammlung vom 08. Juli 2013 wurde die Aufhebung des bestehenden und die Schaffung eines neuen genehmigtes Kapital in Höhe von € 3.736.850 beschlossen.

Die BÖAG Börsen AG, Hamburg, hält zum Bilanzstichtag 1.878.251 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 25,13% am Grundkapital der Gesellschaft. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält zum Bilanzstichtag 1.482.890 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 19,84% am Grundkapital der Gesellschaft.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Juli 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz eigene Aktien bis zu fünf von hundert des Grundkapitals und gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz bis zu zehn von hundert des Grundkapitals bis zum 09. Juli 2019 zu erwerben. Die aufgrund der Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 und 8 Aktiengesetz erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, zehn von hundert des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

Kein Inhaber von Aktien besitzt Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse. Die Mitglieder des Vorstands der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden vom Aufsichtsrat der Gesellschaft ernannt und abberufen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Änderungen der Satzung erfordern eine Mehrheit von dreiviertel der abgegebenen Stimmen in der Hauptversammlung.

Der Aufsichtsrat der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 08. Juli 2013 aus drei Mitgliedern.

Es existieren keine Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Genauso wenig gibt es Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen sind.

4. Prognose-Chancen- und Risikobericht

Den im Folgenden getroffenen Einschätzungen liegen alle der Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen zugrunde und sind mit Prognoserisiken und Unsicherheiten behaftet. Damit können die tatsächlichen Ergebnisse von den in diesem Lagebericht getroffenen Aussagen abweichen. Alle Aussagen beziehen sich auf das Jahr 2017. Das gilt auch für die im Bericht über das interne Kontrollsystem und Risikomanagement System dargestellten Risiken.

Das Geschäftsjahr 2017 hat für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG gut begonnen. Die Jahresendrally 2016, ausgelöst durch die Erwartungen auf einen wirtschafts- und bankenfreundlichen Kurs der neuen US-Regierung, hat sich zu Beginn des Jahres 2017 mit moderaten Umsätzen fortgesetzt. Gleichzeitig mehren sich aber warnende Stimmen, dass es bei einem Ausbleiben der angekündigten Unternehmenssteuerreform zu einer deutlichen Korrektur an den US-Börsen kommen könnte. Von solch einer Entwicklung würden auch die Märkte in Europa in Mitleidenschaft gezogen.

Der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG sieht darüber hinaus noch eine Reihe ungelöster Problemfaktoren, die die Börsen im Jahr 2017 negativ beeinflussen können. Die angekündigte protektionistische Handelspolitik der USA, die anhaltenden populistischen und nationalistischen Tendenzen in einigen europäischen Ländern und das ungelöste Flüchtlingsproblem, das durch die politische Auseinandersetzung mit der Türkei wieder zunehmen könnte, dürften insgesamt zu politischen und volatilen Börsen führen. Somit hält die Situation der letzten Jahre auch in 2017 an und wird die Anleger zurückhaltend bleiben lassen. Die moderat erwarteten Börsenumsätze dürften insbesondere das Provisions- und Handelsergebnis in der Skontroführung beeinflussen. Hier wird vom Vorstand ein leichter Rückgang erwartet, der allerdings beim Provisionsergebnis durch erste Ergebnisbeiträge des Bereichs Corporates & Markets kompensiert wird. Auf der Aufwandsseite erwartet der Vorstand der Gesellschaft insbesondere wegen des Ausbaus des Bereiches Corporates & Markets einen moderaten Anstieg der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen. Deshalb rechnet der Vorstand unter Ausklammerung des Einmaleffekts durch den Verkauf der XCOM-Beteiligung mit einem absoluten Rückgang des Ergebnisses. Insgesamt soll es aber positiv ausfallen.

Nachtragsbericht

Wesentliche Vorgänge nach dem 31. Dezember 2016 haben sich nicht ergeben.

5. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem

Unternehmensstrategie

Unternehmerisches Handeln bedeutet, sich ergebende Chancen im Interesse der Anteilseigner, der Mitarbeiter und der Gesellschaft bei gleichzeitiger bewusster Steuerung der Risiken wahrzunehmen. Alle Ressourcen und Aktivitäten unserer Gesellschaft sind auf eine nachhaltige Vermögens- und Erfolgssicherung ausgerichtet. Sämtliche geschäftspolitischen Entscheidungen der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden im Rahmen unserer gelebten Risikokultur stets unter strenger Beachtung der Ertrags-/Risikorelation getroffen. Die Geschäftsleitung legt besonders hohen Wert auf risikoangemessenes Verhalten, daher werden unternehmerische Risiken nur dann eingegangen, wenn die Ertragsaussichten die Risiken deutlich überwiegen. Durch unsere hohe Eigenkapitalquote, gelebte Marktnähe und unser ausgeprägtes Risikowissen können wir geschäftsfeldübergreifend flexibel auf die sich stellenden Risiken eingehen. Bei der strategischen Steuerung unserer Gesellschaft spielen neben den monetären Gesichtspunkten auch nichtfinanzielle Steuerungsgrößen wie Prozesseffizienz, Transparenzerhöhung, bestmögliche Kundenbetreuung, Mitarbeiterzufriedenheit und die Stärkung der Position der Wertpapierfirmen eine große Rolle. Besonderes Augenmerk wird auch auf die Förderung eines transparenten und offenen Dialogs zu risikorelevanten Fragen gelegt.

Risikostrategie

Das Ziel unserer Risikostrategie besteht in der Absicherung der Unternehmensziele gegen störende Ereignisse durch das Ergreifen geeigneter Maßnahmen. Die Gesellschaft hat hierzu im Rahmen ihres wertorientierten Firmenmanagements ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Aufdeckung von Risiken und der Optimierung von Risikopositionen etabliert. Das Risikocontrolling der Gesellschaft ist so angelegt, dass besonderes Augenmerk auf die Verhinderung von Risiken gelegt wird.

Dabei prüfen wir stets, ob unsere risikopolitischen Vorkehrungen ausreichen, um das Gefährdungspotential spürbar zu verringern. Bei Bedarf werden umgehend weitere Maßnahmen zur Risikoreduzierung ergriffen. Im Zuge der Umsetzung der sich aus den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ergebenden Anforderungen hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Rahmen ihrer Geschäftsstrategie ein Risikotragfähigkeitskonzept entwickelt, in dem neben der Definition der Risikodeckungsmasse, der gesamtbankbezogenen Verlustobergrenze und der Bestimmung des Risikopotentials eine Gegenüberstellung des aggregierten Risikopotentials mit der Verlustobergrenze erfolgt. Aufgrund der in den von der Gesellschaft betriebenen Geschäftsfeldern eingegangenen Risiken, verfolgt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bei der Ausgestaltung der Risikotragfähigkeit einen konservativen Ansatz. Die Gesellschaft hat deshalb festgelegt, dass die täglich zum Geschäftsschluss bestehende Verlustobergrenze 60% der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse betragen darf. Der verbleibende Rest steht als Risikopuffer zur Verfügung. Neben den Marktpreisrisiken aus Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, Investmentfonds und Optionsgeschäften hat die Gesellschaft die operationellen Risiken und das Adressenausfallrisiko in das Risikotragfähigkeitskonzept aufgenommen. Das für diese Risiken bestehende Risikopotential ermittelt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG täglich, wobei sich die Gesellschaft zur Ermittlung des operationellen Risikos des Basisindikatoransatzes nach den Art. 315, 316 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation - CRR) bedient. Nach den MaRsik hat die Berechnung der Risikotragfähigkeit sowohl den Schutz der Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (Gone-Concern-Ansatz), als auch das Ziel der Fortführung des Instituts (Going-Concern-Ansatz) zu verfolgen. Die mwb ermittelt daher die Risikotragfähigkeit nach beiden Verfahren. Zur Feststellung, ob die Risikotragfähigkeit gegeben ist, setzt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG in einer täglich durchzuführenden Berechnung das aggregierte Risikopotential in das Verhältnis zu der nach den beiden Ansätzen ermittelten Verlustobergrenze. Liegt das Ergebnis dieser Quotienten unter 100% ist die Risikotragfähigkeit gewährleistet. Im Geschäftsjahr 2016 kam es zu keiner Überschreitung der Verlustobergrenze. Zum Bilanzstichtag betrug die Auslastung nach dem Gone-Concern-Ansatz 44,93%, während sie nach dem Going-Concern-Ansatz 57,51% betrug.

Interne Revision

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat die Interne Revision seit dem Jahr 2011 an eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausgelagert.

Gegenstand der Prüfungshandlungen der Internen Revision sind vor allem die Bereiche Wertpapierhandel, Risikomanagement, Compliance, Liquiditätssteuerung, Rechnungswesen, Datenverarbeitung, Personal, Meldewesen und die Einhaltung der Vorschriften zur Vermeidung von Geldwäsche. Hierbei werden Betriebsabläufe, die einem besonderen Risiko unterliegen jährlich geprüft, andere Betriebsabläufe innerhalb eines Dreijahreszeitraumes.

Risikocontrolling

Ein wirksames Risikocontrolling setzt eine unabhängige, von den Handelsaktivitäten separierte Ermittlung der eingegangenen Risiken voraus.

Hierzu hat die Gesellschaft zwei vom Handel unabhängige Risikomanager bestellt, in deren Aufgabengebiete neben der Identifizierung, Analyse, Bewertung und Überwachung der Risiken auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Erkennung und Vermeidung von Risiken fallen. Die Grundlage für den permanenten und systematischen Umgang mit den Risiken bilden Vorgaben und Entscheidungen des Vorstands zur Risikotoleranz, die sich aus der Risikostrategie und Risikopolitik ableiten und sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung orientieren.

Ein effizientes Risikocontrolling muss sich bei der Vielzahl der von der Gesellschaft getätigten Geschäfte auf ein leistungsfähiges Computersystem verlassen können. Die Gesellschaft bedient sich hierzu innovativer Anwendungen des auf Finanzdienstleister und Banken spezialisierten Softwareunternehmens XCOM AG.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG überwacht laufend die Großkreditgrenzen sowie die Gesamt- und Einzelpositionen aus sämtlichen Wertpapiergeschäften und die damit verbundenen unrealisierten Gewinne und Verluste. Ein erfahrenes Mitarbeiterteam erfasst die verfügbaren Mittel täglich in einem Liquiditätsstatus und überwacht und koordiniert die zu bezahlenden Verbindlichkeiten.

Im Zuge der betriebswirtschaftlichen Überwachung kontrolliert der Vorstand täglich die Aufwendungen und Erträge aus dem Kerngeschäft der Gesellschaft. Nach der Plausibilisierung der Monatszahlen nimmt der Finanzvorstand zu der allgemeinen Entwicklung, ausgewählten GuV-Positionen und der Liquiditätssituation monatlich schriftlich Stellung. Die Erläuterungen zirkulieren im Vorstand und werden den Mitgliedern des Aufsichtsrates zur Kenntnisnahme vorgelegt.

Im Bereich der operationellen Risiken, die ihren Ursprung in Prozessen, Personen, Technologien oder externen Ereignissen haben können, werden bestehende Risiken konsequent mit einem vielfältigen, ursachenbezogenen Risikomanagement verringert.

Darstellung der Risiken

Strategische Risiken

Strategische Risiken entstehen dann, wenn unsere Strategie nicht mit den Anforderungen und Erwartungen des Marktes, unserer Kunden oder den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vereinbar ist, und dies von der Geschäftsführung nicht erkannt wird. Zur Vermeidung dieses Risikos durchleuchten wir sorgfältig die strategischen Risiken in kurzen Zeitabständen. Der Vorstand steht diesbezüglich in ständigem Kontakt mit dem Aufsichtsrat, der sich aktiv in die Festlegung der strategischen Ziele einbringt und den Risikogehalt der strategischen Planungsprozesse gemeinsam mit dem Vorstand der Gesellschaft im Auge behält.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist sich der Gefahr von außen eintretender - nicht von der Gesellschaft beeinflussbarer - Ereignisse und Veränderungen zu Lasten des Skontroführergeschäftes bewusst. Als besondere Risiken werden hierbei generell sinkende Wertpapierumsätze aufgrund einer nachhaltigen Veränderung des Anlegerverhaltens, eine weitere Verschärfung der Konkurrenzsituation bei Markt- und Preismodellen unter den Börsen in Deutschland, aber auch eine drastische Erhöhung der regulatorischen Anforderungen - z.B. nach weiteren Krisen - gesehen. Wir sind allerdings auch zuversichtlich, dass der computerunterstützte Skontroführerhandel in welcher Ausprägung auch immer weiterhin nicht vollständig von vollelektronischen Computersystemen verdrängt werden kann, da sonst weniger liquide Wertpapiere die die Mehrheit darstellen, nicht mehr im besten Kundeninteresse gehandelt werden könnten, was letztendlich zu einer Verarmung der Börsenlandschaft mit nur noch wenigen hochliquiden Werten führen würde.

Der Gefahr des Wegbrechens eines Geschäftsfeldes oder dem Abwandern von Kunden begegnet die Gesellschaft durch die Verteilung des Geschäftes auf mehrere voneinander unabhängige Standbeine und ständigen Bestrebungen, die Anzahl der Kunden zu erhöhen.

Einzelrisiken

Die identifizierten Einzelrisiken wurden schriftlich erfasst, werden laufend überwacht und in regelmäßigen Abständen überprüft. Daneben findet eine ständige Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems statt. Die Gesellschaft legt dabei besonderen Wert auf die Einbeziehung der einzelnen Mitarbeiter des Unternehmens, die angehalten werden, erkannte Risiken an die Risikomanager zu kommunizieren.

Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken werden in der Berechnung der Gesamtrisikoauslastung als wesentliche Risiken täglich berücksichtigt, während die Platzierungsrisiken nur nach einer Einzelfallprüfung einbezogen werden. Die Liquiditätsrisiken bleiben branchenüblich bei der Berechnung der Gesamtrisikoauslastung außer Betracht.

Im Folgenden werden die Einzelrisiken dargestellt. Nach einer allgemeinen Definition und Darstellung des jeweiligen Risikos erfolgt eine Beschreibung der ergriffenen Risikobegrenzungsmaßnahmen durch die Gesellschaft.

Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken verstehen wir mögliche Wertverluste, die durch den Ausfall oder durch Bonitätsverschlechterung von Geschäftspartnern entstehen können.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat in- und ausländische Handelspartner. Für Börsengeschäfte mit inländischen, börsenzugelassenen Handelspartnern spielen Adressenausfallrisiken nur eine untergeordnete Rolle. Für die ausländischen Handelspartner sind abhängig von deren Größe und Marktbedeutung sowie der Häufigkeit der Geschäfte Kontrahentenlimite pro Handelstag vergeben. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft Abschreibungen auf Kundenforderungen in Höhe von TEUR 5 vorgenommen.

Marktpreisrisiken

Das Marktpreisrisiko ist der potentielle Verlust, der durch die Veränderung von Preisen an Finanzmärkten für unsere Positionen entstehen kann.

Die Handelspositionen der Gesellschaft werden EDV-technisch unterstützt, täglich real-time zu Durchschnittskursen bewertet und mit den Marktpreisen verglichen. In den Marktpreisrisiken sind überschaubare Wechselkursrisiken enthalten. Das Risiko für die Gesamtrisikoauslastung wird mit einem Value at Risk-Ansatz ermittelt, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von einem Tag impliziert und ein Konfidenzniveau von 99% verwendet. Zum 31. Dezember 2016 ergibt sich ein VaR auf Marktpreisrisiken von TEUR 36.

Die Höhe der Handelspositionen wird durch Limite begrenzt, die im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes festgelegt worden sind. Zusätzlich findet eine Begrenzung der Limite durch die Arbeitsanweisungen für Wertpapierhändler statt.

Die Gesellschaft erreicht zudem eine Reduktion des Marktpreisrisikos durch die Verteilung der eingegangenen Positionen auf verschiedene Länder und Märkte.

Darüber hinaus wird sowohl ein für den Handel zuständiger Vorstand, als auch ein vom Handel unabhängiger Vorstand zweimal täglich über die größten Handelspositionen und die größten unrealisierten Gewinne und Verluste aus diesen Geschäften informiert.

Wegen der großen Bedeutung der Marktpreisrisiken für die Gesellschaft führt die mwb fairtrade täglich zwei dokumentierte Szenarioanalysen durch, die eine Marktschwankung von +/-5% unterstellen. Ergibt dieser Test einen unrealisierten Verlust von über EUR 1 Mio., wird der Gesamtvorstand informiert. Dasselbe gilt für eine Überschreitung der EUR 2 Mio. Verlustgrenze bei der wöchentlich durchzuführenden Szenarioanalyse bei einer unterstellten Marktschwankung von +/-10%. Bei Erreichen beider Grenzen ist die Risikotragfähigkeit des Unternehmens immer noch gewährleistet.

Platzierungsrisiken

Unter Platzierungsrisiken verstehen wir Risiken, die sich im Rahmen unseres Emissionsgeschäftes ergeben können.

Bei der Auswahl der Unternehmen, die an die Börse gebracht werden wollen, ist die Beurteilung der Frage, ob der Emittent Börsenreife besitzt, für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG von tragender Bedeutung. Die Entscheidung darüber wird deshalb nur vom Gesamtvorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG gemeinsam getroffen. Als Entscheidungsgrundlage dient dabei bei einer Neuemission der Emissionsprospekt, bei einem Listing das Unternehmensexpose. Zusätzliche Sicherheit wird dadurch erreicht, dass die Erstellung beider Dokumente in der Regel von einer Legal Due Diligence begleitet wird. Frühzeitig wird seitens der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG das Gespräch mit potentiellen Investoren gesucht, um festzustellen, ob seitens dieser Gruppe Interesse an den Aktien des Emittenten besteht. Aus dem gewonnenen Gesamteindruck aus Gesprächen und schriftlichen Unterlagen wird dann die Entscheidung getroffen, ob wir die Platzierung der Aktien übernehmen.

Liquiditätsrisiken

Oberstes Ziel unseres Liquiditätsmanagements ist die Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft des Unternehmens. Die Disposition der täglichen Liquidität ist einem erfahrenen Mitarbeiterteam übertragen, das direkt dem zuständigen Vorstand unterstellt ist. Die Gesellschaft verfügt über eine sehr gute Liquiditätsausstattung. Aufgrund der hervorragenden Eigenkapitalausstattung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, benötigt die Gesellschaft für ihren Geschäftsbetrieb kein Fremdkapital.

Operationelle Risiken

Rechtliche Risiken

Zu den rechtlichen Risiken gehören Gefahren, die sich aus unserer großen Vielzahl an Handelsgeschäften und aus Verstößen gegen gesetzliche und interne Vorschriften durch Mitarbeiter ergeben können.

Handelsgeschäfte

Zur Absicherung allgemeiner und branchenspezifischer Risiken wurden neben den bereits bestehenden Versicherungen eine Directors and Officers Liability - Versicherung, eine Vertrauensschadenversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen.

Gesetzliche Vorschriften

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt umfangreichen Meldeverpflichtungen und anderen gesetzlichen Vorschriften, insbesondere aus dem Handelsgesetzbuch, dem Börsengesetz, dem Wertpapierhandelsgesetz und dem Kreditwesengesetz. Neben turnusmäßigen Meldungen sind eine Vielzahl von Ereignissen im Geschäftsleben meldepflichtig und andere gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Bei Nichtbeachtung dieser Meldepflichten drohen Geldbußen.

Die Überwachung dieser gesetzlichen Vorgaben erfolgt durch die zuständigen Mitarbeiter anhand eines Meldeplanes, der ständig auf dem Laufenden gehalten wird.

Personelle Risiken

Zu den Risiken personeller Art rechnen alle Risiken, die aus dem Einsatz und der Neueinstellung von Mitarbeitern resultieren.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wählt bei Neueinstellungen die Bewerber sorgfältig aus und achtet darauf, dass bei Urlaub, Krankheit oder Kündigung eines Mitarbeiters andere Mitarbeiter die Tätigkeiten des nicht zur Verfügung stehenden Mitarbeiters problemlos übernehmen können. Die Gesellschaft verfügt über ein umfangreiches Organisationshandbuch, in dem sowohl Funktionsbeschreibungen der einzelnen Arbeitsplätze, Detailbeschreibungen der wichtigsten Geschäftsvorgänge als auch das Compliance-Konzept und das Risikohandbuch integriert sind. Das Organisationshandbuch steht jedem Mitarbeiter in elektronischer Form uneingeschränkt zur Verfügung.

Mitarbeiter, die mit vertraulichen Informationen betraut sind, werden schriftlich über die rechtlichen Pflichten, die sich aus dem Zugang zu Insiderinformationen ergeben sowie über die Rechtsfolgen von Verstößen informiert. Im Handelsbereich ist ein mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitern durch Versicherungen abgedeckt. Die Gesellschaft hat Regelungen für Mitarbeitergeschäfte getroffen und vermeidet bereits durch Vereinbarungen im Arbeitsvertrag Kollisionen zwischen Mitarbeiter-, Bank- und Kundeninteressen. Durch die Vereinbarung eines angemessenen Vergütungsmodells wird das Risiko häufiger Mitarbeiterwechsel reduziert.

Operative Risiken

Zu den operativen Risiken zählen wir Einwirkungen auf unseren betrieblichen Ablauf, die nicht in unserer Hand liegen.

Zur Behandlung sonstiger betrieblicher Risiken hat die Gesellschaft ein Notfallkonzept erstellt, das jedem Mitarbeiter bekannt ist. Es stellt die zu ergreifenden Maßnahmen in den Fällen Stromausfall, Rechnerausfall, Systemengpässen und -störungen und Telefonausfall dar. Die wichtigsten IT-Systeme wurden von der Gesellschaft redundant aufgebaut, die Datenleitungen sind durch ein Back-Up-System abgesichert. Risiken aus dem Verlust von Daten wirkt die Gesellschaft durch Datensicherungen entgegen.

Durchführung von Stresstests

Die Gesellschaft hat durch risikoartenübergreifende Stresstests ermittelt, inwieweit sich äußerst extreme Marktsituationen auf die Risikotragfähigkeit auswirken. Dabei wurden verschiedene Szenarien mit einem Kursverfall von bis zu 50% simuliert, ein Kurssturz, wie er nur bei einem besonders schweren konjunkturellen Abschwung oder dem Zusammenbruch der Finanzmärkte vorstellbar wäre. Selbst bei einer Kumulation von Risiken wurde die Verlustobergrenze bei einem Kursverfall von 30% bei allen durchgeführten Tests noch eingehalten.

Inverser Stresstest

Nach AT 4.3.3 der MaRisk hat die Gesellschaft auch Inverse Stresstests durchzuführen. Der Inverse Stresstest stellt im Gegensatz zum regulären Stresstest die maximale Verlustobergrenze für das Risikokapital in den Mittelpunkt. Die Ausgestaltung und Durchführung der Inversen Stresstests ist abhängig von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten und kann qualitativ oder quantitativ erfolgen.

Qualitativer Stresstest

Die Gesellschaft hat erörtert, welche Ereignisse dazu führen könnten, die mwb fairtrade in eine existenzbedrohende Situation zu bringen. Neben einer Verlustsituation und einer weiteren massiven Verdrängung der Skontroführer/Spezialisten durch ausschließlich computergesteuerte Kursfeststellungssysteme - ein Prozess, der aber eher langfristig eintreten könnte - wird als existenzbedrohende Situation ein Zusammenbruch unserer Abwicklungsbank gesehen, der wir (zur Besicherung unserer Wertpapiertransaktionen) einen Großteil unseres Geldes anvertraut haben.

Quantitative Stresstests

Um besser abschätzen zu können, ab welcher Schwelle Risiken bedrohlich werden können, führt der Risikomanager im Bereich der Marktpreisrisiken quantitative Inverse Stresstests durch. Dabei wird ermittelt, bei welcher kurzfristigen Marktpreisschwankung das zur Verfügung stehende Verlustpotenzial für die Marktpreisrisiken jeweils gerade noch unterschritten ist und damit die Verlustobergrenze gerade noch eingehalten ist.

 

Gräfelfing, den 31. März 2017

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2016 und 31. Dezember 2015

Aktiva

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31.12. 2016
EURO
31.12. 2015
EURO
1. Barreserve    
a) Kassenbestand 1.494,02 3.070,42
2. Forderungen an Kreditinstitute    
a) täglich fällig 11.674.404,65 9.037.351,44
b) andere Forderungen 4.425.000,00 4.425.000,00
  16.099.404,65 13.462.351,44
3. Forderungen an Kunden 97.524,77 88.614,37
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 19.910,48 12.654,78
5. Handelsbestand 1.978.130,16 1.975.345,47
6. Beteiligungen 7.939,68 2.448.852,46
7. Anteile an verbundenen Unternehmen 88.619,88 88.619,88
8. Immaterielle Anlagewerte    
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 404.736,95 568.222,54
9. Sachanlagen    
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 162.424,85 239.726,28
  567.161,80 807.948,82
10. Sonstige Vermögensgegenstände 301.765,28 459.448,73
11. Rechnungsabgrenzungsposten 62.463,74 55.566,76
12. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 403.585,05 383.561,25
Summe der Aktiva 19.627.999,51 19.786.034,38

Passiva

   
  31.12. 2016
Euro
31.12. 2015
Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kredinstituten    
a) täglich fällig 151.216,39 3.202.592,75
2. Handelsbestand 513.394,61 736.137,18
3. Sonstige Verbindlichkeiten 475.614,62 624.343,65
4. Rückstellungen    
a) Rückstellungen für Pensionen nach Verrechnung des Deckungsvermögens 131.019,01 131.531,95
b) Steuerrückstellungen 57.819,44 0,00
c) andere Rückstellungen 1.330.822,33 863.485,10
  1.519.660,78 995.017,05
5. Fonds für allgemeine Bankrisiken 4.977.559,40 4.924.170,32
6. Eigenkapital    
a) gezeichnetes Kapital 7.473.700,00 7.473.700,00
Eigene Anteile -325.000,00 -15.000,00
  7.148.700,00 7.458.700,00
b) Kapitalrücklage 1.045.200,15 1.099.318,89
c) Bilanzgewinn 3.796.653,56 745.754,54
  11.990.553,71 9.303.773,43
Summe der Passiva 19.627.999,51 19.786.034,38

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

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01.01.16 - 31.12.16
EURO 2016 EURO
1. Zinserträge      
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 55,90 55,90  
2. Zinsaufwendungen   8.392,98 -8.337,08
3. Laufende Erträge aus      
a) Beteiligungen     3.190,68
4. Provisionserträge 4.256.199,27    
a) Courtageerträge EUR 3.870.104,22      
5. Provisionsaufwendungen 1.223.488,86   3.032.710,41
a) Courtageaufwendungen EUR 523.588,91      
6. Ertrag des Handelsbestandes      
a) Wertpapiere 18.895.666,56    
b) Futures 5.025,00    
c) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften 9.367.778,52   28.268.470,08
7. Aufwand des Handelsbestandes      
a) Wertpapiere 11.026.020,89    
b) Futures 7.425,00    
c) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften 5.105.513,68   16.138.959,57
8. sonstige betriebliche Erträge     2.422.060,66
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen      
a) Personalaufwand      
aa) Löhne und Gehälter 4.379.117,69    
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 538.193,14 4.917.310,83  
darunter: für Altersversorgung EUR 10.900,85      
b) Andere Verwaltungsaufwendungen   8.853.329,70 13.770.640,53
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immat. Anlagewerte und Sachanlagen     281.765,02
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     5.000,00
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     8.429,44
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     5.433,87
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     7.256,48
15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken     3.531.981,68
16. Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken     53.389,08
17. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     3.478.592,60
18. Außerordentliche Aufwendungen     0,00
19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     53.612,33
20. Sonstige Steuern     676,00
21. Jahresüberschuss     3.424.304,27
22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr     745.754,54
23. Dividendenausschüttung     373.405,25
24. Bilanzgewinn     3.796.653,56

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015

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01.01.15 - 31.12.15
EURO 2015 EURO
1. Zinserträge      
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften -70,67 -70,67  
2. Zinsaufwendungen   -5915,37 5.844,70
3. Laufende Erträge aus      
a) Beteiligungen     3.190,68
4. Provisionserträge 3.753.958,29    
a) Courtageerträge EUR 3.870.104,22      
5. Provisionsaufwendungen 1.166.936,61   2.587.021,68
a) Courtageaufwendungen EUR 523.588,91      
6. Ertrag des Handelsbestandes      
a) Wertpapiere 18.009.421,38    
b) Futures 0,00    
c) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften 9.476.055,48   27.485.476,86
7. Aufwand des Handelsbestandes      
a) Wertpapiere 10.379.411,56    
b) Futures 0,00    
c) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften 5.551.690,34   15.931.101,90
8. sonstige betriebliche Erträge     67.428,63
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen      
a) Personalaufwand      
aa) Löhne und Gehälter 4.013.816,70    
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 669.038,17 4.682.854,87  
darunter: für Altersversorgung EUR 140.237,53      
b) Andere Verwaltungsaufwendungen   8.506.104,50  
      13.188.959,37
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immat. Anlagewerte und Sachanlagen     276.817,65
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     15.000,00
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     3.977,96
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     8.772,00
15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken     741.877,67
16. Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken     23.932,51
17. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     717.945,16
18. Außerordentliche Aufwendungen     5.776,56
19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     -14.787,30
20. Sonstige Steuern     593,00
21. Jahresüberschuss     726.362,90
22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr     19.391,64
23. Dividendenausschüttung     0,00
24. Bilanzgewinn     745.754,54

Anhang

1. Allgemeines

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist hervorgegangen aus dem Zusammenschluss der mwb Wertpapierhandelsbank AG und der Fairtrade Finance AG. Das Grundkapital beträgt EUR 7.473.700,00 und ist in 7.473.7000 Stück Aktien verbrieft. Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Gräfelfing. Sie ist im Handelsregister der Stadt München unter der Nr. HRB 123 141 eingetragen.

Der Jahresabschluss der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für das Geschäftsjahr 2016 ist nach den allgemeinen und den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG), des Kreditwesengesetzes (KWG) und der Rechnungslegungsverordnung für Kreditinstitute (RechKredV) erstellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind mit dem Nennwert ausgewiesen. Letztere sind abzüglich einer gegebenenfalls notwendigen Risikovorsorge bewertet.

Die Wertpapiere des Handelsbestands werden mit den Marktpreisen abzüglich eines Value at Risk-Abschlages, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von fünf Tagen impliziert und ein Konfidenzniveau von 99% verwendet, bewertet. Der absolute Betrag des Value at Risk-Abschlages beträgt TEUR 48. Der absolute Betrag des Value at Risk-Abschlages für die Aufgabegeschäfte zum 31.12.2016 beträgt TEUR 2. Auf ausländische Währung lautende Wertpapiere wurden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. In Bezug auf die Kriterien der Zuordnung zum Handelsbuch (Definition der Handelsabsicht) haben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen ergeben.

Die Beteiligungen und die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Diese werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren nach der linearen Methode berechnet.

Auf die Anlagenzugänge wird die Abschreibung zeitanteilig für den Monat der Anschaffung und die Folgemonate berechnet. Seit dem Jahr 2010 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter EUR 410 gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände sowie Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert bzw. zum Barwert bewertet.

Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet die Verrechnung des Aktivwerts aus der Rückdeckungsversicherung mit der Pensionsrückstellung und wurde entsprechend den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen durch die von den Versicherungen ermittelten beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden in handelsrechtlich zulässiger Höhe ausgewiesen.

Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode für die Pensionsrückstellungen wurde die "projected unit credit method" angewandt. Gemäß § 253 Abs. 2 S.2 HGB wurde das Wahlrecht in Anspruch genommen, ein für den Gesamtbestand durchschnittlichen Marktzinssatz auf eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren anzuwenden. Als weitere versicherungsmathematische Annahmen lagen die Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck, ein künftiger Einkommenstrend, ein künftiger Rententrend und eine Inflationsrate von 1,1% sowie ein Zinsfuß von 4,01% zugrunde. Es wurde pflichtgemäß der Durchschnittszins der letzten zehn (Vorjahr: sieben) Jahre angesetzt. Die Gesellschaft hat von ihrem Wertbeibehaltungswahlrecht gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Der Betrag der Unterdeckung aufgrund von BilMoG beträgt TEUR 87 und wird über 15 Jahre in gleichbleibenden Beträgen (TEUR 5,8) aufgelöst.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Durchschnittszinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Durchschnittszinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren betrug zum Bilanzstichtag TEUR 144.

Die Werte für Verbindlichkeiten entsprechen dem Erfüllungsbetrag.

Die anderen Rückstellungen wurden nach dem Grundsatz der vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung im Einzelfall gebildet. Sie sichern erkennbare Risiken in ausreichender Höhe ab.

Dividendenerträge aus Aufgabegeschäften und Eigenhandelsbeständen werden nicht wie Dividendenerträge aus Beteiligungen unter der Position Laufende Erträge, sondern in den Positionen Ertrag/Aufwand des Handelsbestandes ausgewiesen.

Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch gemacht und verzichtet auf den Ansatz aktiver latenter Steuern.

3. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten sowohl täglich fällige Guthaben bei inländischen Kreditinstituten (TEUR 11.327), inklusive Tages- und Monatsgelder, als auch Courtage-(TEUR 346). Darüber hinaus sind Forderungen aus Wertpapierverkäufen und Rückvergütungsansprüche aktiviert (TEUR 2).

In den anderen Forderungen sind Börsensicherheiten in Höhe von TEUR 4.425 als Termingelder hinterlegt.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Forderungen an Kunden

Es handelt sich um Forderungen aufgrund von Dienstleistungen im Rahmen der Kapitalmarktbetreuung.

Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die Position beinhaltet größtenteils vollständig abgeschriebene, nicht börsennotierte Wertpapiere des Anlagevermögens i.H.v. TEUR 19. In dieser Position ist ein Anteil von TEUR 14 an Fremdwährungen enthalten.

Die Entwicklung der Wertpapiere des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Handelsaktiva

Die Handelsaktiva beinhalten börsennotierte Wertpapiere in Höhe von TEUR 1.978. Der Betrag setzt sich zusammen aus Schuldverschreibungen (TEUR 174) sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (TEUR 1.804). Ferner sind unrealisierte Gewinne aus Aufgabegeschäften in Höhe von TEUR 0,5 dem Handelsbestand zugeordnet. Die zum 31.12.2016 gehaltenen Schuldverschreibungen laufen in verschiedenen Jahren bis zum Jahr 2030 aus. Der gesamte Bestand an Schuldverschreibungen ist börsennotiert.

In dieser Position ist ein Anteil von TEUR 410 an Fremdwährungen enthalten.

Beteiligungen

Die Gesellschaft hat Ihre Beteiligung an der nicht börsennotierten XCOM AG, Willich, im Geschäftsjahr verkauft.

Im Geschäftsjahr 2008 wurde eine Beteiligung an der nicht börsennotierten SRH AlsterResearch AG, Hamburg, erworben. Die Gesellschaft hält 37,5% der Stimmrechte. Das Eigenkapital der SRH AlsterResearch AG beträgt zum 31.12.2015 TEUR 21. Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2016 dieser Gesellschaft lag bei Aufstellung des Jahresabschlusses der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG noch nicht vor.

Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Es bestehen keine Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen.

Anhang

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Anschaffungskosten Vortrag 01.01.2016
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2016
Euro
I. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 517.390,72 0,00 508.060,83 9.329,89
II. Beteiligungen 2.457.978,91 0,00 2.435.478,91 22.500,00
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.166.928,25 0,00 0,00 8.166.928,25
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.951.596,72 135.923,41 123.977,80 1.963.542,33
V. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.179.147,89 29.031,88 0,00 2.208.179,77
  15.273.042,49 164.955,29 3.067.517,54 12.370.480,24
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Kummulierte Abschreibungen Vortrag 01.01.2016
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2016
Euro
I. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 517.838,76 0,51 512.391,65 5.447,62
II. Beteiligungen 25.904,60 5.433,87 0,00 31.338,47
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.137.141,17 0,00 0,00 8.137.141,17
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.383.374,18 175.431,20 0,00 1.558.805,38
V. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.939.421,61 106.333,31 0,00 2.045.754,92
  12.003.680,32 287.198,89 512.391,65 11.778.487,56
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Kummulierte Zuschreibungen Vortrag 01.01.2016
Euro
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2016
Euro
I. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 13.102,82 7.256,21 4.330,82 16.028,21
II. Beteiligungen 16.778,15 0,00 0,00 16.778,15
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 58.832,80 0,00 0,00 58.832,80
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
V. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00 0,00
  88.713,77 7.256,21 4.330,82 91.639,16
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Buchwerte 31.12.16
Euro
31.12.15
Euro
I. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 19.910,48 12.654,78
II. Beteiligungen 7.939,68 2.448.852,46
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 88.619,88 88.619,88
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 404.736,95 568.222,54
V. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 162.424,85 239.726,28
  683.631,84 3.358.075,94

Anteile an verbundenen Unternehmen

Es werden Anteile an der MWB GmbH, Gräfelfing, gehalten. Mit Gesellschafterbeschluss vom 04.12.2013 wurde die MWB GmbH mit Ablauf des 31.12.2013 aufgelöst. Die Geschäftsführer Herr Thomas Posovatz und Herr Herbert Schuster wurden abberufen und Herr Thomas Posovatz zum alleinigen Liquidator bestellt. Der Aufsichtsrat der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat der Liquidation zugestimmt und Herrn Posovatz ermächtigt, sich selbst zum alleinigen und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Liquidator der MWB GmbH zu bestellen. Die Liquidationsschlussbilanz wurde im Geschäftsjahr auf den 31.12.2015 erstellt. Die Auskehrung aller Vermögenswerte und die Löschung der Gesellschaft ist für das Jahr 2017 geplant.

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Verbundenes Unternehmen Anteil am Kapital
%
Höhe des Eigenkapitals
TEUR
MWB GmbH 100 89

Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagespiegel dargestellt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen das Körperschaftsteuerguthaben (TEUR 135) und den Aktivwert aus einer Rückdeckungsversicherung (TEUR 115). Darüber hinaus betreffen sie die Kautionen für die Büroräume in Gräfelfing und Hamburg, für Räume in Frankfurt und die Kaution für die Johannesburg Stock Exchange (TEUR 28). Der Effekt aus der Abzinsung des Körperschaftssteuerguthabens ist in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich im Wesentlichen um eine Vorauszahlung für die Neuzuweisung der Skontren, Versicherungsbeiträge, Umlagevorauszahlungen, abgegrenzte Aufwendungen für eine Börsenveranstaltung und für Repräsentation sowie um vorausbezahlte Kosten für Informationsdienste.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die Aktivwerte aus der Rückdeckungsversicherung (TEUR 943), die den beizulegenden Zeitwert darstellen, wurden mit den Pensionsrückstellungen (TEUR 539) verrechnet. Daraus ergibt sich ein aktivischer Überhang i.H.v. TEUR 403.

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31.12.2016
TEUR
21.12.2015
TEUR
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 943 910
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 539 551
Ausweis aktivischer Unterschiedsbetrag 403 359
Verrechnete Aufwendungen und Erträge 20 -58

Aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertungsgrundlagen wäre im Jahr 2010 eine Zuführung zur der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 87 erforderlich gewesen. Im Geschäftsjahr wurde jedoch wie im Vorjahr nur die Mindestansammlung von 1/15 des zuzuführenden Betrages als Aufwand (TEUR 4) erfasst.

Pflichtgemäß wurde der Durchschnittszins der letzten zehn (Vorjahr: sieben) Jahre angesetzt.

Bei einem Planvermögen unterschreitet der Gesamtwert des Deckungsvermögens den Buchwert der dazugehörigen Schulden. Der Ausweis erfolgt unter Pensionsrückstellungen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten vor allem Verbindlichkeiten aus der Börsengeschäftsabwicklung für den Monat Dezember (TEUR 114), Verbindlichkeiten aus Courtagen (TEUR 11), Kursdifferenzen (TEUR 17), Avalprovisionen (TEUR 8).

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Handelspassiva

Die Handelspassiva beinhalten börsennotierte Wertpapiere in Höhe von TEUR 511. Ferner sind unrealisierte Verluste aus Aufgabegeschäften i.H.v. TEUR 2 enthalten. In den Handelspassiva ist ein Anteil von TEUR 238 an Fremdwährungen enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 341) und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 60). Darüber hinaus beinhalten sie Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 60), Sozialversicherungsbeiträge für den Monat Dezember 2016 (TEUR 12) und Spesenabrechnungen von Mitarbeitern (TEUR 2).

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Pensionsrückstellungen

Die Passivwerte aus der Rückdeckungsversicherung (TEUR 370), die den beizulegenden Zeitwert darstellen, wurden mit den Pensionsrückstellungen (TEUR 501) verrechnet. Daraus ergibt sich ein passiver Überhang i.H.v. TEUR 131.

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2016
TEUR
2015
TEUR
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 370 3444
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 501 475
Ausweis Pensionsrückstellungen 131 131
Verrechnete Aufwendungen und Erträge 1 -70

Aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertungsgrundlagen wäre im Jahr 2010 eine Zuführung zur der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 87 erforderlich gewesen. Im Geschäftsjahr wurde jedoch wie im Vorjahr nur die Mindestansammlung von 1/15 des zuzuführenden Betrages als Aufwand (TEUR 2) erfasst.

Steuerrückstellungen

Die Verlustvorträge aus den Vorjahren dürfen gemäß § 10 d Abs. 2 Satz 1 ESTG sowie dem § 10 a GewStG nicht in vollem Umfang angesetzt werden. Die Berechnung ergab somit einen Steueraufwand für Ertragsteuern in Höhe von TEUR 58.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen von TEUR 1.331 beinhalten Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 80), Boni (TEUR 838) und Kosten für den Geschäftsbericht (TEUR 12). Darüber hinaus sind Rückstellungen für ausstehenden Urlaub (TEUR 85), die Rückstellung aufgrund von Aufbewahrungspflichten von Geschäftsunterlagen (TEUR 6), Beiträge zur Berufsgenossenschaft (TEUR 12), Anteil Sozialversicherung für Boni (TEUR 10), Mietnebenkostennachzahlung für das Jahr 2016 (TEUR 20), Sondervergütung Vorstände (TEUR 183), Rechtsanwaltsgebühren (TEUR 26) sowie ausstehende Rechnungen und sonstige Posten (TEUR 59) enthalten.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führte im Geschäftsjahr 2016 dem Fonds gemäß § 340e Abs. 4 HGB TEUR 233 zu, um im Fonds für allgemeine Bankrisiken 10% des durchschnittlichen Handelsergebnisses der letzten fünf Jahre zu erreichen. Die Zuführung setzt sich aus einer Umbuchung aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340 g HGB in Höhe von TEUR 180 und einer aufwandswirksamen Buchung in Höhe von TEUR 53 zusammen.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 7.473.700,00 ist eingeteilt in 7.473.700 nennwertlose Aktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00. Sämtliche Aktien sind Inhaberaktien.

Am Bilanzstichtag befanden sich 325.000 eigene Aktien im Depot. Der Nennwert der eigenen Aktien wurde vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Eigene Aktien

Am Bilanzstichtag befanden sich 325.000 eigene Aktien im Depot. Insgesamt wurden im Jahr 2016 366.000 Aktien gekauft und 56.000 Aktien verkauft. Der durchschnittliche Erwerbskurs belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf EUR 1,23 und der durchschnittliche Verkaufskurs auf EUR 1,48.

Die Käufe und Verkäufe wurden während des Geschäftsjahres wie folgt getätigt:

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Kauf Stück Verkauf Stück
Januar 0 500
Februar 0 0
März 0 0
April 0 0
Mai 0 6.209
Juni 0 0
Juli 366.000 12.291
August 0 4.500
September 0 1.100
Oktober 0 3.000
November 0 0
Dezember 0 28.400
  366.000 56.000

Der Bestand an eigenen Aktien entspricht einem Nennwert von EUR 325.000. Dies wiederum entspricht 4,35% am Grundkapital.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wurde in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2014 ermächtigt, bis zum 9. Juli 2019 eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels mit der Maßgabe zu erwerben, dass der Handelsbestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien 5% des Grundkapitals am Ende eines jeden Tages nicht übersteigen darf.

Im Geschäftsjahr machte die Gesellschaft von ihrer Ermächtigung zum Erwerb eigener Anteile zum Zwecke des Wertpapierhandels Gebrauch.

Kapitalrücklage

Es ergibt sich eine Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2016 i.H.v. TEUR 1.045. Die Veränderung um TEUR 54 ergab sich im Berichtsjahr durch Kursgewinne i.H.v. TEUR 28 sowie verrechneten Kursverlusten i.H.v. TEUR 82.

Bilanzunwirksame Geschäfte

Zum Bilanzstichtag ging die Gesellschaft schwebende Geschäfte in Form von Aufgabegeschäften für Kaufpositionen und Verkaufspositionen ein. Die Handelsvolumen belaufen sich auf TEUR 313 für Kauf- und TEUR 78 für Verkaufspositionen. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus diesen Positionen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Berücksichtigung eines Value at Risk-Abschlages im Ergebnis des Handelsbestands erfasst.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Zinsaufwand sind verrechnete Aufwendungen und Erträge gemäß § 285 Abs. 25 HGB in Höhe von TEUR 7,2 enthalten. Diese ergeben sich aus Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung von TEUR 34 und Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung von TEUR 41,2.

Die Provisionserträge beinhalten im Wesentlichen Courtageerträge (TEUR 3.870), Provisionserträge Brokerage Services (TEUR 13), Provisionen aus Aktienlistings (TEUR 165) und Provisionen aus Geschäften mit institutionellen Kunden (TEUR 208).

Im Handelsergebnis (Differenz aus Ertrag und Aufwand des Handelsbestandes) sind sowohl das Ergebnis aus den Geschäften, die über unsere Handelsdepots (TEUR 7.867) abgewickelt werden, als auch die Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften (TEUR 4.262) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus sonstigen Weiterbelastungen (TEUR 144), Sachbezüge (TEUR 13) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 47) sowie Erträge aus dem Verkauf der Beteiligung an der XCOM AG in Höhe von TEUR 2.218.

Die Personalaufwendungen i.H.v. TEUR 4.917 beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Löhne und Gehälter, Boni und Prämien, gesetzlichem sozialen Aufwand sowie Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 11.

Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Börsen-/ Bankenabwicklungsgebühren (TEUR 3.256), Kosten für Wertpapier-Informationsdienste (TEUR 1.340), EDV-Kosten (TEUR 1.552), XETRA-Gebühren (TEUR 511), Kosten für das Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystem (TEUR 232), Kosten für das Handelssystem Max-One (TEUR 154), Internet- und Leitungskosten (TEUR 297), Raumkosten (TEUR 283), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 248), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 98), Kosten für Börsenzulassungen (TEUR 198), Kosten für Investor Relations und Werbung (TEUR 70), Buchführungskosten (TEUR 101) und Aktieneinführungsgebühren (TEUR 41).

Die Abschreibungen wurden linear nach den allgemein gültigen Afa-Tabellen vorgenommen und betragen im Berichtszeitraum TEUR 287.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen mit TEUR 4 auf das erfolgswirksam vereinnahmte Körperschaftsteuerguthaben sowie mit TEUR 58 auf das zu versteuernde Einkommen nach Verrechnung von Verlustvorträgen aus Vorjahren.

5. Sonstige Angaben

Organe

Zu Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:

Herr Thomas Posovatz, München, Börsenmakler, Sprecher des Vorstands

Herr Franz Christian Kalischer, Hamburg, Börsenmakler

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 559 und setzen sich wie folgt zusammen:

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Herr Thomas Posovatz TEUR 267
Herr Franz Christian Kalischer TEUR 292

Hierin sind geldwerte Vorteile z.B. für Dienstwagen in Höhe von TEUR 12 enthalten.

Herr Thomas Posovatz ist Mitglied des Aufsichtsrats der Bayerische Börse AG, München.

Herr Franz Christian Kalischer ist Mitglied des Aufsichtsrats der SRH AlsterResearch AG, Hamburg.

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten zum 31.12.2016 folgende Personen an:

Herr Michael Wilhelm, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Vorsitzender

Herr Dr. Thomas Ledermann, Rechtsanwalt, stellvertretender Vorsitzender

Herr Thomas Mühlbauer, Bankkaufmann

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen TEUR 60.

Herr Dr. Thomas Ledermann ist Mitglied des Aufsichtsrats der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, Hamburg, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutsche Zweitmarkt AG, Hamburg, und Mitglied des Beirates der HCV Hanseatische Capital Verwaltung GmbH & Co. KG, Hamburg.

Dienstleistungen von nahestehenden Personen

Von der XCOM AG, Willich, wurden Dienstleistungen im Bereich des Rechnungswesens, der Geld- und Stückebuchhaltung, der § 9 WpHG Meldungen und des Betriebs und der Wartung der Systeme GsBuha, Buchhaltungskosten und Tradix erbracht. Es wurde ein Honorar in marktüblicher Höhe von TEUR 590 bis zum Verkauf der Anteile im Juli bezahlt.

An die BÖAG AG, Hamburg, wurde ein marktübliches Honorar für Dienstleistungen in Höhe von TEUR 158 bezahlt.

Von der SRH Alster Research, Hamburg, wurden Dienstleistungen für Wertpapieranalysen sowie Unternehmensbewertung erbracht. Das marktübliche Honorar belief sich auf TEUR 14.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist in der Hauptversammlung vom 08.07.2013 ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 07. Juli 2018, einmal oder mehrmals um bis zu TEUR 3.737 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit Gewinnberechtigung ab Beginn des im Zeitpunkt der Ausgabe laufenden Geschäftsjahres zu erhöhen.

Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrates hierfür das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre gemäß den gesetzliehen Bestimmungen ausschließen. Dies gilt insbesondere, sofern die Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an anderen Unternehmen erfolgt.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter - ohne Vorstandsmitglieder - beträgt:

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Büro Hamburg 22
Büro Gräfelfing 13
Büro Berlin 8
Büro Frankfurt 5
Büro Hannover 4

Zum 31.12.2016 beschäftigte die Gesellschaft insgesamt 53 Mitarbeiter.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Die mwb fairtrade AG hat ihre Beteiligung i.H.v. 9,4% an der XCOM AG mit Sitz in Willich im Berichtsjahr verkauft.

Die Gesellschaft besaß am Bilanzstichtag 100% der Anteile an der MWB GmbH mit Sitz in Gräfelfing. Deren Kapital beträgt TEUR 88. Die MWB GmbH befindet sich seit 31.12.2013 in Liquidation.

Die Beteiligung an der SRH Alster Research AG mit Sitz in Hamburg betrug zum Bilanzstichtag 37,5%. Das Eigenkapital der SRH Alster Research AG beträgt TEUR 21 zum Stichtag 31.12.2016.

Angabe von Beteiligungen

Die BÖAG Börsen AG, Hamburg, ist zu 25,1% an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG beteiligt. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält 19,8% der Anteile.

Die Posovatz Verwaltungs GbR, an der Herr Posovatz zu 50% beteiligt ist, hält unmittelbar 6,4% der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Herr Kalischer hält 7,43% und Herr Mühlbauer 4,63% der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Die übrigen Gründungsmitglieder der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG halten zwischen 5% und 10% der Anteile.

Herr Wilhelm und Herr Dr. Ledermann halten zum 31. Dezember 2016 keine Aktien der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen, aus Verträgen mit Wertpapierinformationsdiensten, aus Verträgen bezüglich des Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystems, aus Verträgen über Werbekampagnen und Leitungsnetzen in folgender Höhe und Fälligkeit:

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fällig 2017 TEUR 2.930
  TUSD 288
fällig 2018 TEUR 844
  TUSD 148
fällig 2019 TEUR 646
  TUSD 13

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr fallen als Honorar für die Abschlussprüfung TEUR 80 an. Die mwb fairtrade ist nur in sehr geringem Umfang vorsteuerabzugsberechtigt, daher wurde das Honorar als Bruttobetrag inklusive Mehrwertsteuer angegeben.

Auslagerung von Dienstleistungen

Die Finanzbuchhaltung ist an die Firma XCOM AG, Willich ausgelagert.

Die Firma XCOM AG erbringt neben der Finanzbuchhaltung Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Erstellung von Meldungen gemäß KWG und WpHG sowie der Geld- und Stückebuchhaltung.

Die Interne Revision wurde ausgeführt von der GHP Großmann, Holst & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg.

Die Gesellschaft hat Auslagerungsverträge bezüglich der Erbringung der Anlagevermittlung mit folgenden gebundenen Vermittlern im Geschäftsjahr unterhalten:

First Berlin Securities Brokerage GmbH, Berlin

Solventis Wertpapierhandelsgesellschaft mbH, Mainz

Christian Gerdes, München

Markus von Götz, Hamburg

6. Gewinnverwendung

Der Vorstand schlägt vor, aus dem zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 3.797 eine Dividende zwischen 0,30 Euro und 0,35 Euro je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten. Dies entspricht für den Fall, dass alle 7.473.700 Aktien ausstehend sind, einem Ausschüttungsbetrag zwischen TEUR 2.242 und TEUR 2.616. Der verbleibende Rest soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Gräfelfing, den 31. März 2017

Thomas Posovatz

Franz Christian Kalischer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Gräfelfing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, 5. Mai 2017

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Schmidt, Wirtschaftsprüfer

gez. Schmiederer, Wirtschaftsprüfer

mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Rottenbucher Straße 28

82166 Gräfelfing

Postfach 1644 821 58

Gräfelfing

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