quirin bank AG

Berlin

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Lagebericht zum 31. Dezember 2011

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes

Die Entwicklung des für die quirin bank AG maßgeblichen Referenzmarktes Deutschland verlief im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 aus gesamtwirtschaftlicher Sicht, trotz der sich zuspitzenden Staatsschuldenkrise der Euro-Zone, erneut sehr erfreulich. So belief sich das reale Wirtschaftswachstum auf Jahressicht den vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts zufolge auf 3 Prozent. Damit hat die deutsche Volkswirtschaft das Niveau ihres Bruttoinlandsproduktes vor Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise zum Jahresende bereits wieder erreicht.

Hierzu trug die dynamische Entwicklung des Arbeitsmarktes bei. Die Bundesagentur für Arbeit weist für 2011 mit einer Arbeitslosenzahl von unter 3 Millionen bei einer Arbeitslosenquote von 7,1 Prozent den jeweils niedrigsten Stand seit 20 Jahren aus. Dementsprechend angestiegen sind die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Deutschland.

Für den Unternehmenssektor war das Jahr 2011 eher von der Normalisierung als von einer übertrieben optimistischen Sicht, wie sie zuvor als Reaktion auf die rasche Erholung nach der Wirtschaftskrise vorherrschte, geprägt. So sank der ifo-Geschäftsklimaindex bis ins vierte Quartal 2011 hinein und konnte sich erst in den letzten beiden Monaten des Jahres wieder stabilisieren.

Stark von der europäischen und weltweiten Banken- und Schuldenkrise in Mitleidenschaft gezogen wurde hingegen der deutsche Aktienmarkt. So brach der Aktienindex DAX in den Sommermonaten um etwa 2.000 Punkte ein und konnte bis zum Jahresende nur knapp die Hälfte dieses Verlustes wieder wettmachen. Er notiert zum Jahresende bei 5.898,35 Punkten. Zudem blieben die Kursbewegungen im Berichtsjahr sehr volatil. Dies zeigt sich besonders deutlich an der Entwicklung des DAX-Volatilitätsindex, der als Messgröße für die Schwankungsbreite des Aktienindex DAX ab August deutlich höhere Werte (in Spitzen bis 45 Prozent) aufwies.

Trotz der Schuldenkrise hat sich die Nachfrage auf den Anleihemärkten, insbesondere bei den Unternehmensanleihen, weiter stabilisiert. Zunehmend zeigen sich die Anleger wieder risikofreudiger. Die Unternehmen nutzen – unterstützt durch das geringe Zinsniveau – die Anleihemärkte für die Kapitalaufnahme. Auf dem Markt für Aktienemissionen im klassischen Small-Mid-Cap-Segment hat sich die Belebung noch nicht durchgesetzt.

Das geschäftliche Umfeld 2011 wurde auch durch die neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen geprägt. Für die quirin bank AG waren umfangreiche Anpassungen, insbesondere durch die Änderungen der Großkreditregelungen für Interbankenforderungen (Anforderungen aus dem Ausschuss für Bankenaufsicht), die Umsetzung der Produktinformation und die Anforderungen aus dem OGAW-IV-Umsetzungsgesetz (Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie 2009/65/EG zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften betreffend bestimmte Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren), notwendig.

Die quirin bank AG (nachfolgend kurz „Bank“ oder „quirin bank“) konnte sich in dem wirtschaftlichen Umfeld in allen drei Geschäftsfeldern gut entwickeln und ihren Wachstumskurs fortsetzen. Bedingt durch die Naturkatastrophe in Japan und die anhaltend volatilen Kapitalmärkte, wurde die Zielrendite in der Vermögensverwaltung jedoch nicht erreicht – mit entsprechenden Auswirkungen auf das Ergebnis im Geschäftsjahr 2011.

Unternehmen und Strategie

Neben der Honorarberatung (Private Banking) betreibt die Bank als weitere Geschäftsbereiche das Investmentbankgeschäft für den Mittelstand (Unternehmerbank) und das Mandantengeschäft für Finanzdienstleister (Business Process Outsourcing).

Geschäftsbereich Private Banking

Die Bank verfolgt unverändert das strategische Ziel, den Geschäftsbereich Private Banking durch den unabhängigen Beratungsansatz gegen Honorar (Honorarberatung) weiter auszubauen und sich als Alternative zum provisionsgesteuerten Geschäftsmodell herkömmlicher Banken im deutschen Markt zu positionieren. Hierzu hat sie u. a. ihre Vertriebsaktivitäten verstärkt und eine weitere Niederlassung mit einem hochqualifizierten Beraterteam im bevölkerungsstarken Bundesland Nordrhein-Westfalen eröffnet. Damit ist die Bank nunmehr mit 14 Beratungsstützpunkten an allen wichtigen Wirtschaftsstandorten deutschlandweit vertreten.

Die Honorarberatung der Bank setzt unverändert auf komplette Kostentransparenz, die Unabhängigkeit in der Beratung und die Rückerstattung aller Provisionen. Dabei versteht sich die quirin bank als Anwalt des Kunden (Customer Advocate Bank). Das Geschäftsmodell stößt sowohl in der Politik als auch in Medien seit Jahren auf große Zustimmung, da es nach wie vor keine überzeugenden verbraucherfreundlichen Ansätze in der Finanzberatung gibt.

Die Rahmenbedingungen für das Private Banking waren im vergangenen Jahr gleichwohl schwierig. Mit der unvorhersehbaren Naturkatastrophe in Japan wurden die Finanzmärkte schon zu Beginn des Jahres 2011 stark verunsichert. Die Schuldenkrise insbesondere der europäischen Länder beunruhigten die Märkte zusätzlich, so dass Markttrends schwer ableitbar wurden. In diesem schwierigen Marktumfeld konnte sich die im Assetvolumen gewachsene Vermögensverwaltung gut behaupten. Sie hat sich im Vergleich zu anderen Vermögensverwaltungen einen der ersten Plätze in Deutschland erobert. Allerdings konnte auch sie sich dem schwierigen Finanzmarktumfeld nicht entziehen und daher im vergangenen Jahr nicht den geplanten Ergebnisbeitrag erbringen. Hierdurch ist das Gesamtergebnis des Private Bankings und damit der Bank entsprechend negativ. Der Provisionsüberschuss sank um € 3,4 Mio. auf € 10,7 Mio. Die Cost-Income-Ratio (CIR) als Relation der ordentlichen Aufwendungen zu den ordentlichen Erträgen (Summe der Verwaltungsaufwendungen, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zur Summe aus Zins- und Provisionsüberschuss, Handelsergebnis und sonstigen betrieblichen Erträgen) zeigt folglich einen Wert von 143 Prozent (Vorjahr 119 Prozent).

Den Geschäftsbereich haben auch die neuen regulatorischen Anforderungen spürbar belastet. Das Beratungsprotokoll sowie das Produktinformationsblatt fordern einen kosten- und zeitintensiveren Beratungsansatz. Die quirin bank stellt sich diesen Anforderungen und hält bewusst an der persönlichen und individuellen Beratung in den Niederlassungen vor Ort fest.

Erfreulich ist das fortgesetzte Wachstum in der Honorarberatung. So konnte das betreute Vermögen der Kunden um € 0,3 Mrd. auf € 2,3 Mrd. zum Bilanzstichtag gesteigert werden. Dabei entfallen auf die Vermögensverwaltung rd. 37 Prozent (Vorjahr 38 Prozent) des Vermögens. Die Kundenanzahl stieg zum Jahresende auf 8.419 Kunden (Vorjahr 7.487 Kunden).

Im Geschäftsjahr 2011 hat die quirin bank mit Mandanten und Interessenten Anlegerakademien an allen Niederlassungsstandorten durchgeführt. Dabei wurden zwischen Vorstand und Teilnehmern aktuelle Fragen rund um die Entwicklung der Finanzmärkte diskutiert und durch Fachvorträge ausgesuchter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ergänzt. Für die Leitung der Diskussionsforen konnte die Akademie für Sozialethik und Öffentliche Kultur in Bonn gewonnen werden. Gerade in Zeiten des massiven Vertrauensverlusts in das klassische Banksystem erwies sich die direkte Ansprache von Anlegern und Interessenten in hohem Maße als glaubwürdig und vertrauensbildend. Die Bank wird daher auch in den kommenden Jahren ihre Kommunikation verstärkt auf die direkte Ansprache interessierter Anlegerinnen und Anleger richten.

Auf der Suche nach den besten Anlageberatern Deutschlands haben Focus Money und n-tv bundesweit 29 Banken getestet. Nur 14 Institute überzeugten beim Test ihrer Vermögensverwaltungen durch herausragende Leistungen. Den Sonderpreis für das beste „Absolute Return Management“ erhielt die quirin bank. Absolut-Return-Konzepte verfolgen das Ziel, in jeder Marktlage absolute Gewinne zu erwirtschaften. Dagegen messen sich klassische Fonds lediglich mit einer Benchmark und gelten auch dann als erfolgreich, wenn sie weniger Verluste als der Vergleichsindex aufweisen. Das Institut für Vermögensaufbau lobt den unorthodoxen Ansatz der quirin bank: „Bemerkenswert, wie kundenorientiert und kosteneffizient der Bankberater die komplexe Strategie umsetzt.“

Geschäftsbereich Investment Banking (Unternehmerbank)

Das Leistungsspektrum des Geschäftsbereiches umfasst die gesamte Bandbreite der Betreuung mittelständischer Kunden. Unsere Dienstleistung erstreckt sich von der Durchführung aller Formen von Unternehmenskäufen und -verkäufen über die außerbörsliche Einwerbung von Eigen- und Mezzaninekapital bis zur Begleitung von Kapitalmarkttransaktionen aller Art (Börsengänge, Sekundärplatzierungen gelisteter Unternehmen, Emission von Wandel- und Optionsanleihen sowie Genussrechten). Darüber hinaus werden institutionelle Kunden im Wertpapiergeschäft betreut. Der Geschäftsbereich ist in die Sparten Corporate Finance und Institutional Sales unterteilt.

Der Bereich Corporate Finance wurde weiter ausgebaut und war im vergangenen Geschäftsjahr sehr erfolgreich bei dem Einwerben von Mandanten bei mittelständischen Unternehmen. Er hat einen über den Erwartungen liegenden wirtschaftlichen Ergebnisbeitrag geliefert.

Auch das Institutional Sales konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen erfreulichen wirtschaftlichen Beitrag leisten. Insbesondere bei den erfolgreichen Platzierungen im Rahmen des Kapitalmarktgeschäfts, in erster Linie bei Mittelstandsanleihen.

Obgleich sich der Markt für Aktienemissionen im klassischen Small-Mid-Cap-Segment in Deutschland und Europa noch nicht erholt hat und die Märkte durch deutliche Verunsicherung geprägt waren, konnte das Ergebnis durch erfolgreiche Projektabschlüsse und Umsätze auf ein erfreuliches Niveau gesteigert werden.

Bei der Begleitung von Mittelstandsanleihen nimmt die quirin bank eine führende Marktstellung in Deutschland ein.

Das Provisionsergebnis und das Ergebnis mit institutionellen Kunden stieg im Vergleich zum Vorjahr um € 0,5 Mio. auf € 10,7 Mio. leicht an; die CIR beträgt 54 Prozent (Vorjahr 51 Prozent).

Geschäftsbereich Business Process Outsourcing

Im Geschäftsbereich Business Process Outsourcing bietet sich die Bank als leistungsfähiger und individueller Outsourcing-Partner für Finanzdienstleister, Privat- und Auslandsbanken mit dem Schwerpunkt im Wertpapiergeschäft an. Das Leistungs- und Produktportfolio ist fokussiert auf hochwertige Bankdienstleistungen, bei denen Individualität und Kundennähe statt „Standards“ und Skaleneffekte im Vordergrund stehen. Damit positioniert sich die Bank im Geschäftsbereich Business Process Outsourcing als Full-Service-Anbieter mit einer originär für den deutschen Markt konzipierten Lösung.

Die quirin bank hebt sich mit individuellen Lösungsangeboten sowie einer sehr weitgehenden Fertigungstiefe für Bankdienstleistungen gegenüber ihren Wettbewerbern ab. Mit unserem einzigartigen Angebot an wertvollen Bankdienstleistungen sind wir erster Ansprechpartner für Privat- und Auslandsbanken, wenn es um maßgeschneiderte Outsourcing-Lösungen geht.

Das abgelaufene Geschäftsjahr ist geprägt durch die notwendigen Weiterentwicklungen zur Sicherstellung von Wachstum und Qualität, insbesondere den erfolgreichen Wechsel des Rechenzentrumsproviders.

Der Provisionsüberschuss im Outsourcing ist um € 0,3 Mio. auf € 6,2 Mio. und die sonstigen betrieblichen Erträge um € 0,2 Mio. auf € 4,2 Mio. gestiegen. Die Cost-Income-Ratio beträgt 81 % (Vorjahr 71 %). Kostentreiber waren hier die EDV-Aufwendungen sowie Kurs- und Datenbezüge.

2. Geschäftliche Entwicklung

Ertragslage

Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2011 ist im Wesentlichen durch den Provisionsüberschuss bestimmt, der sich gegenüber dem Vorjahr um € 1,3 Mio. auf € 24,2 Mio. leicht verringert hat. Maßgeblicher Grund hierfür sind geringere Erträge aus der erfolgsabhängigen Vermögensverwaltung von € 5,2 Mio.

Das niedrige Marktzinsniveau und die risikoaverse Geldanlage der Bank spiegeln sich trotz unverändert hoher Liquiditätsüberschüsse in einem geringen Zinsüberschuss (€ 0,7 Mio.; Vorjahr € 0,6 Mio.) wieder.

Im Nettoertrag des Handelsbestandes konnte die Bank aus Geschäften mit institutionellen Kunden trotz sinkender Zinsspannen (Spreads) ein erfreuliches Ergebnis erzielen (€ 3,9 Mio.; Vorjahr € 4,7 Mio.). Darin enthalten ist der Aufwand von € 0,4 Mio. für die fortgesetzte Bildung des Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340e Abs. 4 HGB.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind bei einer Veränderung um € -0,1 Mio. auf € 6,3 Mio. nahezu unverändert.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen um € 2,7 Mio. auf € 37,9 Mio. Deren Erhöhung zeigt sich in den Personalaufwendungen (Steigerung um € 1,1 Mio. auf € 19,6 Mio.) und den anderen Verwaltungsaufwendungen (Steigerung um € 1,6 Mio. auf € 18,3 Mio.). Der Zuwachs der anderen Verwaltungsaufwendungen resultiert insbesondere aus EDV-Aufwendungen (Steigerung um € 1,1 Mio. auf € 6,6 Mio.).

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um € 0,1 Mio. auf € 1,3 Mio.

Auf Gesamtbankebene verschlechterte sich die CIR von 101 Prozent im Vorjahr auf 115 Prozent.

Das Ergebnis aus der Risikovorsorge beträgt € +0,1 Mio. (Vorjahr € 0,6 Mio.). Im Finanzanlageergebnis ist ein Ertrag von € 0,1 Mio. aus dem Verkauf einer Beteiligung enthalten (Vorjahr € 0,0 Mio.).

Zum 31. Dezember 2011 wird ein Jahresfehlbetrag von € -4,9 Mio. (Vorjahr € 0,5 Mio.) ausgewiesen.

Im Jahresdurchschnitt 2011 waren neben den fünf Vorstandsmitgliedern 243 Mitarbeiter (Vorjahr 229) und zum Bilanzstichtag 247 Mitarbeiter (Vorjahr 227) angestellt.

Finanzlage

Um den Spielraum für die Fortsetzung des Wachstums der Bank zu gewährleisten, besteht ein nicht ausgenutztes genehmigtes Kapital in Höhe von € 21,6 Mio., das sich zur Erhöhung des Grundkapitals gegen Bareinlage von € 15,6 Mio. bzw. zur Erhöhung des Grundkapitals gegen Bar- und/oder Sacheinlagen von € 6 Mio. unterteilt. Weiterhin bestehen Ermächtigungen der Hauptversammlung an den Vorstand zur Erhöhung des bedingten Kapitals (im Rahmen von Aktienoptionsprogrammen) von insgesamt € 4,3 Mio.

Ergänzend ermächtigte die Hauptversammlung den Vorstand zum Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage aus dem genehmigten Kapital 2009/II durch Aufnahme von Sacheinlagen in Form von Forderungen gegen die Gesellschaft in Höhe von maximal 2 Prozent des Grundkapitals.

In Höhe von bis zu € 17 Mio. besteht ein nicht ausgenutztes bedingtes Kapital 2010/I zur Bedienung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuld-verschreibungen (oder Kombinationen daraus), die bis zum 17. Juni 2015 mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu € 55 Mio. ausgegeben werden können und die den Inhabern bzw. Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf insgesamt bis zu 17.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu € 17 Mio. gewähren.

Das Grundkapital verteilt sich zum Bilanzstichtag auf folgende Gesellschafter:

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Gesellschafter Anteil in Prozent am Grundkapital
RHJ International SA, Brüssel 27,8
Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin 25,5
Riedel Gruppe 12,8
Vorstand und Management quirin bank AG 12,2
Free Float 21,7

Die Bank ist im Teilsegment Entry Standard des Open Market an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Neben dem Eigenkapital refinanziert sich die Bank über die Kundeneinlagen. Die Liquidität wird anhand der zu erwartenden Zahlungsein- und -ausgänge überwacht. Die Disposition der Liquidität erfolgt durch den Bereich Handel/Treasury.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um € 122 Mio. auf € 526 Mio. gestiegen. Dies ist auf der Aktivseite im Wesentlichen durch die Erhöhung der zinstragenden Wertpapiere um € 33 Mio. auf € 197 Mio. und der Forderungen an Kreditinstitute um € 67 Mio. auf € 275 Mio. begründet. Leicht gesunken sind die Forderungen an Kunden (€ 13 Mio.; 31.12.2010 € 14 Mio.). Der aktive Handelsbestand ist um € 7 Mio. auf € 11 Mio. gestiegen. Aufgrund von Zugängen sind die immateriellen Anlagewerte um € 1 Mio. auf € 4 Mio. angewachsen. Die Barreserve bei der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag beträgt € 20 Mio. (31.12.2010 € 5 Mio.).

Auf der Passivseite resultiert die Steigerung der Bilanzsumme insbesondere aus den Erhöhungen der Position: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um € 30 Mio. auf € 62 Mio. sowie aus dem Zuwachs der Geschäftsabwicklung und der Kundeneinlagen um € 102 Mio. auf € 416 Mio. Der Anstieg der Kundeneinlagen ist durch die neu gewonnenen Mittelzuflüsse und das jeweilige Anlageverhalten der Kunden geprägt.

Die Rückstellungen betragen € 7 Mio. (31.12.2010 € 8 Mio.) und die sonstigen Passiva haben sich um € 4 Mio. auf € 3 Mio. verringert. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken summiert sich auf rd. € 0,9 Mio. (31.12.2010 € 0,5 Mio.).

Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresfehlbetrag um € 4,9 Mio. auf € 37 Mio. verringert. Zum 31.12.2011 beträgt die Risk Weighted Asset Ratio 29,7 Prozent (31.12.2010: 45,4 Prozent). Dabei sind die risikogewichteten Aktiva nach dem Kreditrisiko-Standardansatz (KSA) gem. Solvabilitätsverordnung ermittelt und in das Verhältnis zu dem Kernkapital (Tier I) gesetzt.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Trotz der massiven Verunsicherung der Anleger aufgrund der unsicheren und volatilen Finanzmärkte konnte die Bank ihre Wachstumsstory fortsetzen. Das negative Jahresergebnis ist im Wesentlichen durch den geringeren Ergebnisbeitrag aus der Vermögensverwaltung geprägt. Die Entwicklung der Kapitalmärkte und daraus abgeleitet die Prognose von Markttrends sind auch für das Jahr 2012 von elementarer Bedeutung. Dabei sind gerade die politischen Einflussfaktoren auf das Marktgeschehen auch in Zukunft aller Voraussicht nach nur schwer einschätzbar. Um sich von dem Marktumfeld unabhängiger zu machen, hat die Bank zügig reagiert und bereits in 2011 Maßnahmen zur Stabilisierung der Ertragssituation getroffen. In diesem Zusammenhang wurde das Preismodell angepasst und die Erfolgsabhängigkeit in der Honorarstruktur verringert.

Organbezüge

Die im Geschäftsjahr tätigen Vorstandsmitglieder erhielten Bezüge in Höhe von T€ 1.606. An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von T€ 43 gezahlt. An den Vorstand wurden im Berichtsjahr im Rahmen des Aktienoptionsprogramms für Mitarbeiter und Organe 400 Tausend Optionsrechte zum Bezug von Aktien der Gesellschaft ausgegeben. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionen lag bei null, da der innere Wert negativ war. Spätere Wertveränderungen, die auf einer Änderung der Ausübungsbedingungen beruhen, liegen nicht vor.

Angabe der gewährten Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse

Zum Jahresende bestehen für Vorstandsmitglieder in Höhe von T€ 287 und für Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von T€ 123 zu marktüblichen Konditionen gewährte Kredite, welche voll durch Verpfändung von Sicherheiten unterlegt sind.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht vorhanden.

3. Risikobericht

Für die Sicherung des Vermögens und die langfristige Ertragssicherung ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen eingehbaren Risiken und Ertragspotenzial notwendig. Hierzu ist die Identifizierung und Messung der Risiken notwendig; diese sind in einer Risikolandkarte erfasst. Die Risiken und deren Messverfahren sind in einem Risikohandbuch festgelegt und definiert. Der Vorstand ist verantwortlich für alle Risiken und hat aufbauend auf der Geschäftsstrategie und unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit eine Risikostrategie erlassen, die den Handlungsrahmen verbindlich festlegt. Der Handlungsrahmen wird durch die Maßgabe des risikoaversen Handelns bestimmt. Die Geschäftsstrategie ist seit 2011 erstmals durch eine Balanced Scorecard unterlegt. Dadurch ist nunmehr ein Konzept zur Messung, Dokumentation und Steuerung von Aktivitäten der Bank verfügbar, das mit den verabschiedeten strategischen Maßnahmen verknüpft wird.

Mit der Umsetzung der Institutsvergütungsverordnung wurde ein Personalausschuss aus den Mitgliedern des Aufsichtsrates gebildet.

Das Risikomanagement wird von verschiedenen Bereichen ausgeübt. Dabei werden Risikoinformationen in strategische und operative Entscheidungen in den Geschäftsbereichen einbezogen, um ein optimales Risiko-Ertrags-Profil für den jeweiligen Geschäftsbereich zu erreichen.

Das Risikomanagement wird unterschieden in Makro- und Mikroebene:

Makroebene: Risikomanagement auf übergeordneter Basis (Bank und Bereichsebene)

Mikroebene: Risikomanagement auf Ebene einzelner Geschäfte oder Sachverhalte

Makroebene

Der Vorstand legt die Strategie fest, die sowohl die Risikobereitschaft als auch das angestrebte Risikoertragsverhältnis berücksichtigt. Die Strategie findet Niederschlag in der Risikotragfähigkeitsberechnung und der Limitstruktur. Daneben ist die Bestimmung der Unternehmensziele wesentliche Aufgabe des Vorstands, die in der Strategie verankert sind. Neben grundsätzlichen Zielen werden auch Zielstrukturen der Geschäftsbereiche unter Risikoaspekten dargestellt und damit eine Basis für die Geschäftssteuerung anhand von (Risiko-)Kennzahlen und entsprechender Kommunikation gelegt.

Der Vorstand überwacht und begrenzt die Gesamtrisikoposition innerhalb von Globallimits und der Risikotragfähigkeit. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden die Risiken der für die Bank wesentlichen Risikokategorien der Deckungsmasse gegenübergestellt.

Die Gesamtrisikoposition wird neben einer Einzelgeschäftssteuerung durch die Messung und Limitierung im Risiko gesteuert.

Das Risikomanagement umfasst alle Maßnahmen mit der Zielsetzung einer wertsteigernden Gestaltung der Risikopositionen und die Sicherung des Fortbestandes der Gesellschaft. Die Steuerung der einzelnen Risiken ist dezentral verteilt. Das Risikocontrolling umfasst die Identifizierung, Analyse, Limitierung und Überwachung sowie die regelmäßige Berichterstattung der Risiken an den Vorstand. Die Umsetzung der Risikostrategie (operative Steuerung) durch die Übernahme oder die Reduzierung von Risiken erfolgt in den dezentralen risikotragenden Bereichen. Für das betriebswirtschaftliche Controlling, die Überwachung der Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken und operationellen Risiken ist der Bereich Finanzmanagement zuständig. Die Steuerung der Liquidität erfolgt im Handel.

Als prozessunabhängige Überwachungsstelle dient die Interne Revision. Sie überwacht die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements und berichtet dem Vorstand regelmäßig über ihre Prüfungsergebnisse, Empfehlungen und Bewertungen.

Mikroebene

Die quirin bank unterscheidet folgende Risikokategorien:

Adressenausfallrisiko

Marktpreisrisiko

Operationelles Risiko

Geschäftsrisiko

Kennzahlen Limitstruktur und Auslastung:

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  31. Dezember 2011 Januar bis Dezember 2011
  Limit* Auslastung Durchschnittliche Auslastung
  T€ T€ in Prozent Min.
in Prozent
Max.
in Prozent
Standardszenario          
Adressenausfallrisiko 1.500 572 38 23 38
Marktpreisrisiko 4.000 2.221 56 15 56
Operationelles Risiko 5.000 5.000 100 100 100
Beteiligungsrisiko 360 360 100 100 100
Gesamtrisiko 10.860 8.153 75 59 75
Worst-Case-Szenario          
Adressenausfallrisiko 3.500 1.254 36 22 50
Marktpreisrisiko 8.000 4.630 58 29 84
Operationelles Risiko 5.000 5.000 100 100 100
Beteiligungsrisiko 360 360 100 100 100
Gesamtrisiko 16.860 11.244 67 57 78

* Die Limitstruktur wurde zum 1. Juli 2011 angepasst.

Die Kennzahl für die Zinsrisiken im Anlagebuch gemäß dem Rundschreiben 11/2011 (BA) der BaFin vom 9. November 2011 beträgt zum 31. Dezember 2011 3,5 Prozent.

Um die Verlustanfälligkeit zu überprüfen, werden vierteljährlich Stress-Situationen für die wesentlichsten Risiken der Bank durchgeführt und an die Organe der Bank berichtet. Die Ergebnisse der Stress-Szenarien werden in der Reihenfolge den einzelnen Limiten (Standard und nachfolgend dem Worst-Case-Szenario) gegenübergestellt.

In den Berechnungen der Stress-Szenarien 2011 wurde das festgesetzte Limit für die Worst-Case-Szenarien stets eingehalten. Maßgebliche Gründe hierfür sind geringe Risikobestände bzw. bei Kundenkreditrisiken ausreichende Sicherheitenbestände.

Die Risiken werden für alle relevanten Tochtergesellschaften analysiert, gemessen und überwacht. Eine Risikoaufnahme der einzelnen Gesellschaften erfolgt entsprechend der durch die Bank definierten Risikoarten in den einzelnen Gesellschaften und wird in einem zusammengefassten Risikoreporting an den Vorstand und den Aufsichtsrat berichtet. Die Bedeutung der in die Gruppe einbezogenen Tochtergesellschaften hat sich unwesentlich verändert.

Mit der quirin business support AG (qbs AG) hat die Bank einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die unerwarteten Risiken der qbs AG werden deshalb unmittelbar in der Risikotragfähigkeit der Bank entsprechend berücksichtigt. Die quirin eins GmbH hat ihre aktive Geschäftstätigkeit eingestellt; das Beteiligungsverhältnis mit der Fonds Advisory FA GmbH wurde im ersten Halbjahr 2011 beendet.

Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko umfasst Kredit- und Bonitätsrisiken, Kontrahentenrisiken, Emittentenrisiken sowie Strukturrisiken.

Kredit- und Bonitätsrisiken umfassen das Risiko, dass ein Kreditnehmer seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht termingerecht nachkommt. Das Bonitätsrisiko erfasst das Risiko einer allgemeinen Bonitätsverschlechterung des Kreditnehmers, ohne dass diese Verschlechterung zu einem Ausfall des Kredites führen muss. Das Adressenausfallrisiko beinhaltet hier negative Wertänderungen, die über das Maß der erwarteten Verluste hinausgehen.

Kontrahentenrisiken ergeben sich aus noch nicht vollständig abgewickelten Geschäften und dem Risiko des Ausfalls des Geschäftspartners. Dabei kann die Erfüllung selbst ausfallen, wenn die Bank mit ihrer Lieferung bereits in Vorleistung getreten ist.

Emittentenrisiken umfassen die Nichterbringung von Zins- und Tilgungsleistungen aus einer Emission.

Strukturrisiken ergeben sich aus der Zusammensetzung des Kreditportfolios und dabei in der Zusammenwirkung von Einzelrisiken (Größenstruktur/Klumpenrisiken; Branchenkonzentrationen; regionale Konzentrationen).

Kreditgeschäfte i.S.d. MaRisk sind grundsätzlich Geschäfte nach § 19 Abs. 1 KWG (Bilanzaktiva und außerbilanzielle Geschäfte mit Adressenausfallrisiken).

Kreditentscheidungen erfolgen im Rahmen der aktuell gültigen Entscheidungsordnung (EO) der Bank.

Das Zielportfolio der Kreditkunden wird durch die strategischen Ziele des Bereiches Private Banking bestimmt.

Für die Messung der Kundenausfallrisiken und die Ableitung der Ausfallwahrscheinlichkeiten hat die Bank das Lower Partial Moment-Modell (LPM) festgelegt. Unter dem LPM versteht man Risikomaße, die sich als Downside-Risikomaß nur auf einen Teil der gesamten Wahrscheinlichkeitsdichte beziehen. Sie erfassen nur die negativen Abweichungen von einer Zielgröße, werten dabei aber die gesamten Informationen der Wahrscheinlichkeitsverteilung aus. Das Risiko wird folglich als Gefahr der Unterschreitung einer finanzwirtschaftlichen Zielgröße definiert.

Die Eingruppierung der Kreditnehmer in interne Ratinggruppen erfolgt mittels eines Punktwertmodells (= Scoring-Modell). Punktwertmodelle zerlegen komplexe Entscheidungssituationen in überschaubare Teilentscheidungen und aggregieren diese nachfolgend wieder zu einem Gesamtergebnis. Für die einzelnen Teilentscheidungen hat die Bank entsprechend der Risikostrategie unter Berücksichtigung des Umfanges sowie der Ausprägungen des Kreditgeschäftes die Kreditsicherheiten und die Überziehungen als Kriterien gewählt. Der Risikobetrag errechnet sich aus dem Produkt des jeweiligen Ausfallrisikos mit der entsprechenden Inanspruchnahme je Ratinggruppe nach der Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen. Im Worst-Case-Szenario werden für die Gruppen 1 bis 4 die doppelten Werte des jeweils zu Grunde liegenden Ausfallrisikos im Standardverfahren angesetzt. Für die Gruppen 5 und 6 erfolgt bereits im Standardszenario eine vollständige Anrechnung der Inanspruchnahme nach Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen.

Für die Steuerung verwendet die Bank folgende Ratinggruppen für Kunden:

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1. Ratinggruppe ohne Risiko / vollständige Besicherung, keine Überziehungen
2. Ratinggruppe geringerer Blankoanteil oder vollständige Besicherung mit Überziehung
3. Ratinggruppe teilweise Besicherung / Blankoanteil
4. Ratinggruppe Blankokredit oder geringere Besicherung mit Überziehung
5. Ratinggruppe wertberichtigter Kredit / Ausfallrisiko
6. Ratinggruppe Ausfall

Darstellung des Kundenkreditrisikos zum 31. Dezember 2011:

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Ratinggruppe Anzahl der Kreditnehmer Inanspruchnahmen
in T€
Risikobetrag in T€ Standardszenario Risikobetrag in T€ Worst-Case-Szenario
Gruppe 1 302 12.010 120 240
Gruppe 2 8 1.226 37 74
Gruppe 3 9 101 7 14
Gruppe 4 16 601 78 156
Gruppe 5 0 0 0 0
Gruppe 6 3 281 3 3
Summe 338 14.219 245 487

Branchenschwerpunkte bzw. Eingrenzungen sind durch die Bank nicht vorgesehen, da Kreditvergaben hauptsächlich in Form von durch Wertpapiere gesicherten Krediten (Lombardkrediten) an Privatpersonen und an Einzelunternehmen erfolgen. Das Kreditgeschäft ist vorrangig auf den regionalen und nationalen Markt ausgerichtet.

Bei den Ausfallrisiken von Handelsgeschäften erfolgt eine Differenzierung nach Kontrahenten- und Emittentenrisiken. Die Ausfallwahrscheinlichkeit wird anhand der ermittelten historischen Ausfallquoten (Veröffentlichung S&P) ermittelt. Jedem Kontrahenten wird durch den Vorstand ein Adressenausfalllimit (Volumenlimit) unter Beachtung der neuen Obergrenze für Großkredite zugewiesen. Kassageschäfte, bei denen der Gegenwert angeschafft wurde, bzw. Zug-um-Zug-Geschäfte bleiben bei der Ermittlung unberücksichtigt. Für Emittentenrisiken aus Wertpapieren im Anlagebuch hat der Vorstand ein Gesamtlimit beschlossen. Auf eine gesonderte Limitierung der Emittentenrisiken für Adressenausfallrisiken im Handelsbestand wird entsprechend der MaRisk BTR 1 Nr. 4 verzichtet; die Risiken werden über das Marktpreisrisiko berücksichtigt.

Das Beteiligungsrisiko steuert die Bank, indem sie in den Organen der Beteiligung entsprechend durch einen Vorstand bzw. leitenden Angestellten vertreten ist. Weiterhin ist die Beteiligung in das Controlling der Bank eingebunden. In die Risikobetrachtung werden die Beteiligungsbuchwerte zu 100 Prozent einbezogen. Eine darüber hinausgehende Bewertung der Beteiligung erfolgt nicht.

Die Eigenkapitalquote nach Solvabilitätsverordnung (SolvV) lag im Verlauf des Geschäftsjahres nicht unter 24,29 Prozent und beträgt zum Bilanzstichtag 30,54 Prozent.

Zum Bilanzstichtag hat die Bank Pauschalwertberichtigungen für Adressenausfallrisiken von T€ 314 (Vorjahr T€ 246) gebildet; die Einzelwertberichtigungen von Forderungen sind durch Auflösungen um T€ 35 auf T€ 362 leicht gesunken.

Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken resultieren aus der Veränderung von Kursen für Aktien, Derivate oder Devisen und von Zinsen, die eine Veränderung des Wertes der im Bestand befindlichen Finanzinstrumente nach sich ziehen. Unter den Marktpreisrisiken sind Zinsänderungs-, Aktienkurs- und Währungsrisiken zusammengefasst.

Ein Eigenhandel in Aktien, Derivaten oder Devisen mit dem Ziel der Gewinnerzielung wird in der Bank grundsätzlich nicht betrieben. Weiterhin führt die Bank keine Geschäfte in Immobilien, Optionen und Rohwaren durch; diese bleiben bei den Ausführungen zu den Marktrisiken entsprechend unberücksichtigt.

Das bestehende Limitsystem für die Begrenzung und Überwachung der Marktpreisrisiken aus den Handelsgeschäften gibt Einzellimite für die jeweiligen Bestände vor. Als Abgrenzungskriterien werden dabei die Zuordnung der Wertpapiere zu Handels- und Anlagebestand sowie die unterschiedlichen Anlagearten (Renten, Tages- und Termingelder, Fonds, Aktien/Zertifikate und Devisen) herangezogen. Eine Überprüfung der Limite erfolgt regelmäßig.

Zur Steuerung und Überwachung der Marktpreisrisiken werden Portfolios für das institutionelle Geschäft geführt. Dabei orientiert sich die Struktur der einzelnen Portfolios an der Struktur der jeweiligen Salesbereiche. Auf Portfolioebene werden Limite gesetzt und überwacht.

Die im Rahmen der bilanziellen Bewertung gebildeten währungs-, betrags- und laufzeitkongruenten Bewertungseinheiten (Mikro Hedges) von Devisentermingeschäften werden im Risiko einzelgeschäftsbezogen und marktnah (Mark-to-Market) bewertet und in das Risiko vollständig einbezogen. Diese Geschäfte betreffen entsprechende Kunden- und deren Absicherungsgeschäfte.

Weitergehende Hedgingstrategien betreibt die Bank aufgrund ihres Geschäfts- und Risikoprofiles nicht.

Die Berechnung der Risikoauslastung erfolgt täglich auf Basis der Endbestände des Vortages. Limitüberschreitungen bedürfen der gesonderten Genehmigung des Vorstandes.

Im Berichtszeitraum kam es zu drei Genehmigungen für Limitüberschreitungen im Aktienkursrisiko und zu vier im Devisenrisiko.

Aktienkursrisiko

Das Aktienkursrisiko wird Mark-to-Market bewertet und bezieht sich auf alle Geschäfte im eigenen Namen und für eigene Rechnung. Die Risikoermittlung basiert auf den ermittelten, nicht realisierten Gewinnen/Verlusten sowie einem Overnight-Kursrisiko für das Standardszenario (pauschale Veränderung des Kurswertes um 10 Prozent) und für das Worst-Case-Szenario in Höhe des VDAX-New (DAX-Volatilitätenindex VDAX-NEW). Der Wert wird vierteljährlich durch das Risikocontrolling überprüft und bei einer negativen Abweichung von mehr als 10 Prozent des angesetzten Wertes in den Worst-Case-Szenarien entsprechend angepasst.

Das ermittelte Risiko wird dem Aktienkurslimit gegenübergestellt. Die Limitauslastung wird prozentual ausgewiesen.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko wird für das Handels- und das Anlagebuch nach der Base-Point-Value-Methode (Veränderung des Anleihepreises, wenn sich die Anleiherendite um einen Basispunkt verändert) unter Berücksichtigung von 100 Basispunkten (Worst-Case-Szenario von 200 Basispunkten) ermittelt.

Währungsrisiko

Das Währungsrisiko der Bank wird durch Absicherungsgeschäfte weitgehend gering gehalten. Eigene Overnight-Positionen zu Spekulationszwecken bestehen nicht. Das Risiko wird durch die Glattstellung der offenen Währungsposition in den jeweiligen Währungen ermittelt (Mark-to-Market-Bewertung) unter Berücksichtigung der nicht realisierten Ergebnisse. Weiterhin wird ein Overnight-Risiko berücksichtigt, in dem jeweils eine Marktpreisveränderung für Devisenkurse von 5 Prozent und im Worst-Case-Szenario von 10 Prozent unterstellt wird.

Operationelle Risiken

Die Bank definiert das operationelle Risiko als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse eintreten. Nicht erfasst von dieser Definition werden das strategische und das Reputationsrisiko.

Der Vorstand hat ein System zur systematischen, bankweiten und zeitnahen Identifikation der operationellen Risiken implementiert. In diesem Zusammenhang werden Methoden und Tools fortentwickelt, um ein effizienteres Messen und Steuern operationeller Risiken (opRisk) zu gewährleisten.

Folgende Grundsätze der Bank sind hierfür die Basis:

„Die quirin bank AG ist ein bewusst operationelle Risiken steuerndes Unternehmen. Operationelle Risiken als nicht vergütete Schadensrisiken sind grundsätzlich zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Auf die Durchführung von Aktivitäten, die mit häufig zu hohen Schäden führenden Risiken verbunden sind, ist zu verzichten. Risiken mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit der Schadensereignisse, jedoch hoher Auswirkung werden durch Versicherungen und versicherungsähnliche Instrumente transferiert. Bei Risiken mit häufig auftretenden, jedoch geringen Schäden sind geeignete organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um Häufigkeit und Ausmaß der Schäden so weit wie möglich zu reduzieren. Alle Maßnahmen und Instrumente sind unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten anzuwenden.“

Für die Erreichung der Ziele wurde eine strategische Umsetzung festgelegt. Danach hat die Bank organisatorische Rahmenbedingungen geschaffen und operationelle Risiken systematisch und bankweit erfasst. Schadensfälle werden in einer Schadensfalldatenbank nachgehalten und ausgewertet. Für die Messung der operationellen Risiken nutzt die Bank die Vorgaben des Basisindikatoransatzes. Im Rahmen des Self Assessments werden risikoreduzierende Maßnahmen der entsprechenden Bereiche eingefordert und nachgehalten.

Nach der Sammlung einer ausreichenden und aussagekräftigen Anzahl von Daten und Erfahrungen mit dem Controlling und Management operationeller Risiken können eine Reihe von Auswertungen durchgeführt werden. Diese Auswertungen stellen die Basis für die Entscheidung über eine eventuelle Weiterentwicklung der Methoden und der Tiefenanalyse dar (langfristiges Ziel).

Flankiert werden diese Maßnahmen durch die konsequente Überprüfung und Fortentwicklung des internen Kontrollsystems (IKS).

Weiterhin werden Risiken, insbesondere IT-Risiken, durch strategische Partnerschaften und Outsourcing von Aufgaben an kompetente Partner (z.B. Rechenzentrumsbetriebe) minimiert.

Vorstand und Führungskräfte haben insbesondere die Aufgabe, die gelebte Risikokultur im Umgang mit operationellen Risiken sicherzustellen.

Die operationellen Risiken (opRisk) sind im 2. Halbjahr 2011 im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Self Assessments für die Bank aufgenommen worden. Die Auswertung zeigt im Vergleich zum Vorjahr eine unveränderte Gesamtrisikokennzahl von 2,4 (Wert von 1 = vollständiger Absicherungsgrad gegen opRisk bis 5 = kein Absicherungsgrad gegen opRisk). Maßnahmen zur Reduzierung des Risikos werden insbesondere im Rahmen des von der Bank in Umsetzung befindlichen Projektportfolios realisiert. Sofern möglich, sind Risiken durch einen entsprechenden Versicherungsschutz abgedeckt.

Das Risiko für unerwartete operationelle Risiken ermittelt die Bank gemäß dem Basisindikatoransatz. Dabei werden in die Durchschnittsrechnung entsprechende Daten der vergangenen zwei Jahre und der Planansatz 2012 einbezogen.

Geschäftsrisiken

Liquiditätsrisiken, Absatz-/Umsatzrisiken und Kostenrisiken sind unter den Geschäftsrisiken zusammengefasst.

Liquiditätsrisiken

Die Bank hat im Rahmen ihrer Strategie stets sicherzustellen, dass sie ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen kann. Wichtig ist dabei die Diversifizierung im Hinblick auf die Vermögens- und Kapitalstruktur.

Das Refinanzierungsrisiko der Bank wird zum einen über Kundeneinlagen und zum anderen über das Eigenkapital begrenzt.

Abrufrisiken werden weitestgehend durch die fristenkongruenten Liquiditätsanlagen und die Anlagen in kurzfristige Geldhandelsgeschäfte vermieden. Die Anlagen sind sehr kurzfristig liquidierbar.

Terminrisiken trägt die Bank durch weitestgehend fristenkongruente Geschäfte Rechnung.

Grundsätzlich werden Vorleistungsrisiken durch die Vereinbarung von Zug-um-Zug-Geschäften vermieden. Geschäfte Lieferung-frei-von-Zahlung führt die Bank nicht durch.

Die Bank hat unter Beachtung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) einen Notfallplan erstellt, um möglichen Liquiditätsengpässen zu begegnen.

Für die operative Liquiditätssteuerung ist der Bereich Handel/Treasury zuständig; Grundlage seiner Entscheidung ist der zugemeldete Refinanzierungsbedarf für die unterschiedlichen Zeithorizonte. Die kurzfristige bis mittelfristige Liquidität ist aufgrund der Eigenkapitalausstattung und der zunehmenden Kundeneinlagen ausreichend gewährleistet.

Im Rahmen der Überwachung werden die liquiden Mittel entsprechend ihrer Fristigkeit als Zahlungsverpflichtungen und -forderungen gegenübergestellt.

Die Finanzlage der Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der hohen Passiveinlagen stabil; die Kennziffer nach Liquiditätsverordnung zum 31. Dezember 2011 beträgt 6,24. Im Jahr 2011 lag die Kennziffer zwischen 4,84 und 8,35.

Für die Überwachung der Liquiditätsrisiken hat die Bank den Liquidity-at-Risk (LaR) umgesetzt und zum Jahresende eingeführt. Der LaR bezeichnet den Auszahlungsüberschuss, der während eines Geschäftstages mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird. Mit dem LaR lässt sich bestimmen, wie viel Liquidität die Bank zur Sicherstellung der täglichen Zahlungsbereitschaft vorhalten soll. Die Bank steuert bekannte Liquiditätsströme aus ihrer Liquiditätsanlage aus. Für den Zeitraum vom 1. September bis zum 31. Dezember 2011 beträgt die LaR-Kennzahl für ein 99-prozentiges Konfidenzniveau rd. € 79 Mio., dem die Bank durch Übernachtgeldanlagen, maßgeblich bei der Deutschen Bundesbank, Rechnung trägt.

Absatz-/Umsatzrisiko

Bei den Absatz-/Umsatzrisiken werden Ausfälle der Planumsätze bei Konstanz der Planaufwendungen angenommen. Absatz-/Umsatzeinbrüche werden analog den Kostenrisiken durch Ertragskontrollen und Ertragsverantwortliche eingegrenzt. Insbesondere durch die fortgesetzte Wachstumsphase der Honorarberatung ist das Absatz-/Umsatzrisiko bedeutend. Das strategische Risiko, Marktpotenziale und Trends zu erkennen, wird im Rahmen der Mittelfristplanung und ihrer regelmäßigen Überprüfung betrachtet.

Kostenrisiken

Kostenrisiken werden in der Abweichung der Ist-Kosten von den Plan-Kosten im Rahmen von Prozent-Toleranzen gemessen. Abweichungsanalysen erfolgen im Rahmen der Planung und regelmäßig bei Soll-Ist-Analysen.

Kostensteigerungen werden durch Budgetkontrollen und Budgetverantwortungen eingegrenzt. Im Rahmen der Soll-Ist-Analysen werden bei Budgetüberschreitungen Maßnahmen zur Kosteneindämmung zeitnah besprochen und verabschiedet.

Das Risikoreporting umfasst die zeitnahe Information der risikorelevanten Informationen an die entsprechenden Entscheidungsträger unter Beachtung der Anforderungen der MaRisk. Neben einem täglichen Reporting über die Limitauslastungen der Marktpreisrisiken und Kontrahentenrisiken an den Handel, das Rechnungswesen, die Abwicklung und an den Vorstand erfolgt ein erweitertes Monatsreporting an die gleichen Adressaten sowie ein vierteljährliches Reporting an die Organe der Bank. Über die Geschäftsentwicklung wird monatlich an die Organe der Bank berichtet.

Die quirin bank ist dem Einlagensicherungsfonds (der Entschädigungseinrichtung) des Bundesverbandes deutscher Banken zugeordnet; Sonderbeiträge zu der Entschädigungseinrichtung können infolge der Finanzmarktkrise nicht ausgeschlossen werden.

Zusammenfassung und Ausblick für das Risikomanagement

Der Vorstand hat die Risiken der Bank unter Berücksichtigung der Geschäftsstrategie und der Risikotragfähigkeit in der Risikostrategie festgelegt. Darauf aufbauend sind entsprechende Analysen und Methoden zur Messung und Überwachung der Risiken entwickelt und implementiert worden. Die Risiken werden regelmäßig erfasst und überwacht.

Aufgrund ihrer konservativen Risikostrategie und Liquiditätssteuerung sowie durch die Eigenkapitalausstattung sind die wesentlichen Risiken der Bank durch das Risikodeckungspotenzial abgedeckt; die Risikotragfähigkeit der Bank ist gegeben.

Die Bank hat umfangreiche Projekte begonnen, die auch die Fortentwicklung der Analyse- und Messverfahren für die Risikosteuerung betreffen. So hat die Bank für die Messung der Liquiditätsrisiken den LaR eingeführt. Die geplante Einführung der Value-at-Risk-Methode für Marktpreisrisiken ist aufgrund des Rechenzentrumswechsels und der damit verbundenen Änderung in der Releaseplanung auf Mitte 2012 verlegt worden.

Die Geschäftsstrategie ist in 2011 durch eine Balanced Scorecard unterlegt worden. Das Zusammenspiel zwischen messbaren Zielen und die Verknüpfung mit entsprechenden strategischen Maßnahmen soll in den kommenden Jahren kontinuierlich verbessert und fortentwickelt werden.

4. Ausblick

Das Wirtschaftsklima hat sich in allen großen Wirtschafträumen verschlechtert. Die erhebliche Unsicherheit zeigt sich seit dem zweiten Halbjahr 2011 durch deutlich gestiegene Volatilitätsindizes auf den Finanzmärkten. Diese Unsicherheit dominiert auch den wirtschaftlichen Ausblick auf 2012 und wird als Belastungsfaktor für die konjunkturelle Entwicklung gesehen. Vor allem die Krise der Euro-Zone ist für die konjunkturellen Perspektiven entscheidend. Aber auch andere Unwägbarkeiten der weltwirtschaftlichen Entwicklung – etwa geopolitische Spannungen oder die relative wirtschaftliche Schwäche der USA oder Chinas – können die deutsche Konjunktur in 2012 deutlich eintrüben. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick für Deutschland ist damit bestenfalls verhalten.

In dem Jahreswirtschaftsbericht der Bunderegierung wird mit einem Wirtschaftswachstum von bis zu 0,7 Prozent für 2012 gerechnet, das sich gemäß der Einschätzung der OECD auf 1,9 Prozent in 2013 erhöhen könnte.

Die deutsche Wirtschaft ist mit einer verbesserten Stimmung in das Jahr 2012 gestartet. So ist der ifo-Geschäftsklimaindex nach einem schwachen Herbst im Januar 2012 den dritten Monat in Folge gestiegen und unterstützt, zumindest für Deutschland, eine leicht optimistische Einschätzung der künftigen Entwicklung. Für 2012 erwartet die Bank weiterhin ein niedriges Zinsniveau.

Aus der Prognose des gesamtwirtschaftlichen Umfelds leitet die Bank für sich eine verhalten positive Geschäftsentwicklung ab und plant unverändert die Fortsetzung ihres Wachstumskurses für die Honorarberatung. Durch die anhaltende Unsicherheit auf den Kapitalmärkten sieht sie für 2012 ein noch defizitäres und für 2013 ein positives Gesamtbankergebnis.

Für die Honorarberatung im Geschäftssegment Private Banking soll das Wachstum der verwalteten Mandantenvermögen das Niveau des Geschäftsjahres 2011 erreichen. Dieses Ziel erscheint auf Basis des bisher Erreichten und der andauernden positiven Resonanz auf die von der quirin bank angebotene Honorarberatung realistisch. Das Potenzial zur Neukundengewinnung ist durch die zunehmende öffentliche Kritik am provisionsgesteuerten Bankgeschäft unverändert als hoch anzusehen. Die Bank erwartet in den kommenden Jahren eine zunehmende Etablierung der Honorarberatung in Deutschland und dementsprechend einen deutlich steigenden Marktanteil.

Die zukünftige Kundengewinnung wird weiterhin durch individuelle Kundenveranstaltungen sowie durch fortgesetzte gezielte Kommunikations- und Marketingmaßnahmen begleitet. Auch in 2012 führt die Bank die erfolgreichen Anlegerakademien und viele dialogorientierte Veranstaltungsformate an den Niederlassungsstandorten und am Hauptsitz in Berlin durch.

Für das Geschäftsfeld Private Banking werden 2012 positive Ergebnisbeiträge (Deckungsbeitrag vor Gemeinkosten und Leistungsverrechnung) erwartet.

Die Risiken der künftigen Entwicklung liegen im fortgesetzten Wachstum des Geschäftsbereiches Private Banking und in der Generierung entsprechender Umsatzpotenziale (Gewinnung von Kunden und Assets). Dabei sind die zunehmenden regulatorischen Anforderungen für die Kundenberatung ein zunehmendes Risiko, das insbesondere den Kostendruck verstärkt und intelligenter Lösungen bedarf. Gleichfalls sieht die Bank darin aber vor allem eine Chance, die Honorarberatung als überlegenes Geschäftsmodell und als verbraucherfreundliche Alternative zum Provisionsbanking in Deutschland zu platzieren.

Die Umsatzziele im Investment Banking werden durch die fortgesetzte Unsicherheit der Kapitalmarktentwicklung für die nächsten zwei Jahre verhalten mit einem leicht positiven Ergebnisbeitrag geplant. Strategisch sieht sich die Bank als der maßgebliche Anbieter für Mittelstandsunternehmen. Zusätzlich wird auf die Ausweitung des Leistungsspektrums gesetzt. Risiken werden auch hier in den zunehmenden geschäftsbeschränkenden aufsichtsrechtlichen Regularien gesehen.

Im Geschäftsbereich Business Process Outsourcing (BPO) erwartet die Bank für die nächsten zwei Jahre im Bestandskundengeschäft ein verhaltenes Wachstum der Gesamterträge im Vergleich zu 2011. Ein Schwerpunkt wird in die fortgesetzte Prozessoptimierung gelegt, um weiteres Wachstum und hohe Qualität auch in Zukunft sicherstellen zu können. Zudem sieht sich die Bank in einem wieder zunehmend positiven Marktumfeld für Outsourcing-Dienstleistungen mit wachsender Dynamik gut aufgestellt.

Die Bank hat gezeigt, dass sie in einem schwierigen Marktumfeld in der Honorarberatung deutlich wachsen kann. Mit den beiden weiteren Geschäftsbereichen sieht sich die quirin bank unverändert gut aufgestellt.

 

Berlin, 29. Februar 2012

quirin bank AG

Der Vorstand

Karl Matthäus Schmidt

Johannes Eismann

Klaus-Gerd Kleversaat

Stefan Spannagl

Christian Kreuser

Bilanz zum 31. Dezember 2011

der qurin bank AG

Aktivseite

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  Euro Euro Euro 31.12.2010
Euro
1. Barreserve        
a) Kassenbestand   95.755,25   193.764,04
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken   19.913.940,72   5.070.397,33
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 19.913.940,72 Euro       5.070.397,33
      20.009.695,97 5.264.161,37
3. Forderungen an Kreditinstitute        
a) täglich fällig   272.016.484,94   207.837.507,66
b) andere Forderungen   3.451.728,46   450.828,75
      275.468.213,40 208.288.336,41
4. Forderungen an Kunden     13.140.499,06 14.380.225,70
5. Schuldverschreibungen und andere fest- verzinsliche Wertpapiere        
b) Anleihen und Schuldverschreibungen        
ba) von öffentlichen Emittenten 186.605.159,94     158.357.423,34
darunter:        
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 186.147.990,87 Euro       158.060.590,87
bb) von anderen Emittenten 10.280.436,76     5.122.170,89
darunter:        
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 10.004.590,89 Euro       4.991.075,00
    196.885.596,70   163.479.594,23
      196.885.596,70 163.479.594,23
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere     370.042,42 449.527,50
6a. Handelsbestand     11.477.764,83 4.425.988,87
7. Beteiligungen     1.505,50 2,00
8. Anteile an verbundenen Unternehmen     357.513,98 377.513,98
darunter:        
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 Euro       20.000,00
11. Immaterielle Anlagewerte        
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   3.174.752,00   2.231.094,00
d) Geleistete Anzahlungen   1.195.837,00   674.707,88
      4.370.589,00 2.905.801,88
12. Sachanlagen     1.495.107,00 1.551.868,31
14. Sonstige Vermögensgegenstände     2.435.382,53 3.166.665,38
15. Rechnungsabgrenzungsposten     415.972,65 497.999,97
Summe der Aktiva     526.427.883,04 404.787.685,60

Passivseite

       
  Euro Euro Euro 31.12.2010
Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten        
a) täglich fällig   58.706.238,86   28.948.876,76
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   3.070.982,40   3.072.549,81
      61.777.221,26 32.021.426,57
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden        
b) andere Verbindlichkeiten        
ba) täglich fällig 397.629.055,55     300.136.617,38
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 17.891.321,58     13.822.311,34
    415.520.377,13   313.958.928,72
      415.520.377,13 313.958.928,72
3a. Handelsbestand     159.934,95 1.334.159,70
5. Sonstige Verbindlichkeiten     3.434.278,75 6.917.422,23
6. Rechnungsabgrenzungsposten     181.069,45 263.271,08
7. Rückstellungen        
c) andere Rückstellungen   7.196.335,03   7.622.124,05
      7.196.335,03 7.622.124,05
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken     949.056,77 517.649,22
12. Eigenkapital        
a) gezeichnetes Kapital   43.106.485,00   43.106.485,00
b) Kapitalrücklage   3.652.670,00   3.653.209,23
c) Gewinnrücklagen        
ca) gesetzliche Rücklage 657.439,27     657.439,27
    657.439,27   657.439,27
d) Bilanzverlust/Bilanzgewinn   -10.206.984,57   -5.264.429,47
      37.209.609,70 42.152.704,03
Summe der Passiva     526.427.883,04 404.787.685,60
1. Eventualverbindlichkeiten        
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleitsungsverträgen 252.507,51 252.507,51   271.490,23
2. Andere Verpflichtungen        
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 0,00 0,00   300.000,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

der quirin bank AG

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  Euro Euro Euro 01.01.-31.12.2010
Euro
1. Zinserträge aus        
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 2.134.860,25     927.095,35
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 2.556.813,23     1.527.591,87
    4.691.673,48   2.454.687,22
2. Zinsaufwendungen   3.960.731,55   1.886.832,28
      730.941,93 567.854,94
3. Laufende Erträge aus        
c) Anteile an verbundenen Unternehmen   15.674,82   0,00
      15.674,82 0,00
5. Provisionserträge   39.510.996,33   37.725.610,37
6. Provisionsaufwendungen   15.315.608,02   12.272.179,40
      24.195.388,31 25.453.430,97
7. Nettoertrag des Handelsbestands     3.883.578,40 4.658.922,19
darunter: Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken: -431.407,55 Euro       -517.649,22
8. Sonstige betriebliche Erträge     6.292.814,89 6.402.232,92
darunter: Erträge aus der Währungsumrechnung 611.819,56 Euro       234.712,44
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen        
a) Personalaufwand        
aa) Löhne und Gehälter 17.221.486,14     16.443.871,33
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.381.397,65     2.099.812,08
darunter:   19.602.883,79   18.543.683,41
für Altersversorgung 64.332,84 Euro       0,00
b) andere Verwaltungsaufwendungen   18.292.507,57   16.695.123,48
      37.895.391,36 35.238.806,89
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen     1.318.240,61 1.423.195,25
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen     1.031.079,10 674.531,23
darunter: Aufwand aus der Währungsumrechnung 32.464,07 Euro       595,64
Zinsaufwand aus Aufzinsung Rückstellungen mit Laufzeiten über 1 Jahr 3.421,10 Euro       3.638,94
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft   120.585,44   591.427,83
      120.585,44 591.427,83
16. Erträge aus der Zuschreibung zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere   86.299,00   0,00
      86.299,00 0,00
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme     28.346,87 30.279,81
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     -4.947.775,15 307.055,67
20. Außerordentliche Erträge   0,00   255.542,90
21. Außerordentliche Aufwendungen   0,00   21.919,06
22. Außerordentliches Ergebnis   0,00 0,00 233.623,84
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -8.205,05   -9.258,08
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen   2.985,00   2.770,00
      -5.220,05 -6.488,08
27. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag     -4.942.555,10 547.167,59
28. Verlustvortrag aus dem Vorjahr     -5.264.429,47 -32.713.629,61
      -10.206.984,57 -32.166.462,02
29. Entnahmen aus der Kapitalrücklage     0,00 26.902.032,55
34. Bilanzgewinn/Bilanzverlust     -10.206.984,57 -5.264.429,47

Anhang zum 31. Dezember 2011

A. Allgemeine Angaben zur Gliederung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2011 sowie zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aufstellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der quirin bank AG zum 31. Dezember 2011 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) und der letztmalig durch Artikel 2 der Verordnung vom 18. Dezember 2009 (BGBl. I S. 3934) geänderten Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach der RechKredV; für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierung und Bewertung entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres werden mit nachfolgender Ausnahme beibehalten. Entsprechend der erstmaligen Anwendung zum Halbjahresbericht 2011 werden im Rahmen der Währungsumrechnung bestehende ökonomische Sicherungsbeziehungen bei Währungsrisiken als Bewertungseinheiten nach § 254 HGB bilanziell berücksichtigt. Dadurch werden Pflichtangaben gemäß § 285 Nr. 23 HGB erforderlich. Die Bewertungseinheiten werden bilanziell nicht mehr in den Handelsbestand einbezogen.

Die Wertpapiergeschäfte werden am Handelstag mit entsprechender Valuta in das Buchwerk der Bank eingestellt. Schwebende Geschäfte gegenüber Banken werden bis zum Valutatag auf Zwischenkonten gebucht, die den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zugeordnet sind.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden zum Nennwert, Wertpapiere der Liquiditätsreserve zum Niederstwert und Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die zum Bilanzstichtag ermittelten anteiligen Zinsen werden bei den zugrunde liegenden Forderungen oder Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden die institutsintern festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand nicht geändert. Die Stellungnahme des IDW RS BFA 2 zur Bilanzierung des Handelsbestandes wird beachtet. Zum Berichtsstichtag werden alle Handelsbestände zum Risk Adjusted Fair Value bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird aus dem aktuellen Marktpreis am Berichtsstichtag ermittelt, da für alle Bestände aktive Märkte vorhanden sind. Regelmäßige Geschäfte in illiquiden Märkten werden nicht betrieben. Nach der Value-at-Risk-Methode festgestellte Risikoabschläge auf die Gewinne aus der Bewertung der Handelsbestände werden zurückbehalten.

Die Dotierung des Sonderpostens nach § 340e Abs. 4 HGB wird bezogen auf den gesamten Nettoertrag des Handelsbestands des Geschäftsjahres zu Lasten des Handelsergebnisses vorgenommen.

Die Übersichten im Anhang zu derivativen Finanzinstrumenten am Bilanzstichtag enthalten den nach der Marktbewertungsmethode festgestellten Zeitwert.

Die Finanzanlagen der Bank, welche Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und festverzinsliche Wertpapiere enthalten, werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt.

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen linearen steuerlichen Abschreibungen, bewertet. Die Bilanzierung der immateriellen Vermögenswerte erfolgt unter Beachtung der Stellungnahme des IDW RS HFA 11. Gemäß der Wahlmöglichkeit des § 6 Abs. 2 bzw. 2a des EStG werden Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert unter 150 EUR sofort aufwandswirksam abgeschrieben und mit einem Anschaffungswert zwischen 150 und unter 1.000 EUR in einen Sammelposten eingestellt und einheitlich linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Gegenstände, die nicht dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen sollen, werden als Umlaufvermögen unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Erkennbaren Risiken ist durch Wertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen und eine Pauschalwertberichtigung für das latente Kreditrisiko sind von den Buchbeständen abgesetzt.

Die Rückstellungen werden zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Im Rahmen der Anpassung und Neubildung länger laufender Rückstellungen werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Satz der Deutschen Bundesbank abgezinst. Vom Beibehaltungswahlrecht für aufzulösende Ansammlungsrückstellungen aus der Neubewertung nach den Vorschriften des BilMoG wird Gebrauch gemacht, wenn der Auflösungsbetrag bis spätestens zum 31. Dezember 2024 zuzuführen wäre.

Bei der Berechnung der Forderungen aus geleisteten Steuervorauszahlungen im Zusammenhang mit erhaltenen Dividenden werden die aktuellen Regelungen der Steuergesetzgebung berücksichtigt.

Entsprechend den Vorschriften des KStG in der Fassung des SEStEG ist das Körperschaftsteuerguthaben mit dem Barwert unter den sonstigen Vermögensgegenständen aktiviert. Die Erträge aus der Aufzinsung werden unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag vereinnahmt.

Der Körperschaftsteuererhöhungsbetrag nach § 38 Abs. 5 und 6 KStG aus EK 02 ist mit dem Barwert unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung werden unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag verauslagt.

Die sich aus Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen ergebende aktive latente Steuer wird in Ausübung des bestehenden Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

Im Rahmen der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft wird von der Möglichkeit der Verrechnung der Aufwendungen und Erträge gemäß § 340f Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Die Stellungnahme des Hauptfachausschusses des IDW RS HFA 36 zu den Anhangsangaben nach § 285 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar wird beachtet.

Bei der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs richtet sich die Bank nach dem Entwurf des Hauptfachausschusses des IDW ERS BFA 3. Als Methode wird die barwertige Betrachtungsweise angewendet. Über die Ergebnisse wird im Anhang unter Abschnitt D berichtet.

Währungsumrechnung – Bildung von Bewertungseinheiten

Im Rahmen der Währungsumrechnung werden alle auf konvertierbare Fremdwährungen lautenden Vermögensgegenstände und Schulden der Bilanz zu den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank sowie alle noch nicht abgewickelten Termingeschäfte zu entsprechenden Terminkursen des Bilanzstichtages umgerechnet. Für auf Fremdwährung lautende Bilanzposten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden die Bewertungsergebnisse ergebniswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen vereinnahmt.

Da die Devisengeschäfte nach den institutsinternen Kriterien dem Handelsbuch zugeordnet sind, werden die Bewertungsergebnisse der schwebenden Termingeschäfte und die Abgrenzung der Swapstellen aus gespaltenen Terminkursen der Devisenswapgeschäfte im Handelsergebnis ausgewiesen.

Noch nicht abgewickelte Devisentermingeschäfte, die aufgrund der vermittelnden Handelstätigkeit der Bank im Mandantengeschäft und der korrespondierenden Gegengeschäfte mit Kontrahenten ökonomische Sicherungsbeziehungen hinsichtlich der Währungsrisiken beinhalten, werden seit dem Halbjahresbericht 2011 aus dem Handelsbestand herausgelöst und in der handelsrechtlichen Bilanzierung über die Bildung von Bewertungseinheiten nach § 254 HGB dargestellt. In der Regel handelt es sich um gegeneinanderstehende Devisen-Outrightgeschäfte mit vollständiger bzw. sehr hoher negativer wirtschaftlicher Korrelation, die mit dem Ziel der Abbildung der Absicherung der Währungsrisiken zu Micro Hedges zusammengefasst werden. Die prospektive Beurteilung erfolgt infolge der Deckungsgleichheit der Parameter nach der Critical-Terms-Match-Methode, wonach ein gesonderter Nachweis der Effektivität über die gesamte Laufzeit nicht notwendig ist, da keine Veränderungen in der Effektivität zu erwarten sind. Die retrospektive rechnerische Ermittlung der Wirksamkeit der Bewertungseinheiten wird in der monatlichen Bewertung der Devisengeschäfte im Rechnungswesen nachgewiesen. Aus der Risikostrategie ergibt sich die erklärte Absicht der Bank, die Bewertungseinheiten bis zur tatsächlichen Beendigung der Sicherungsbeziehungen beizubehalten, weshalb sich die ausgleichende Wirkung der gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme bis zum Ende der Laufzeit der Geschäfte erstreckt. Im Rahmen der kompensatorischen Bewertung wird für Bewertungseinheiten mit Nullergebnis die Einfrierungsmethode angewendet. Gleichen sich Grund- und Sicherungsgeschäft aufgrund geringfügig abweichender Parameter nicht vollständig aus, werden für verbleibende Verlustüberhänge aus dem unwirksamen Teil der Bewertungseinheit Drohverlustrückstellungen unter den sonstigen Rückstellungen zulasten des sonstigen betrieblichen Aufwands gebildet.

Die absoluten Nominalbeträge der in die Bewertungseinheiten einbezogenen Grund- und Sicherungsgeschäfte und die abgesicherten Risiken haben folgenden Umfang:

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Geschäftsart Nominalbetrag umgerechnet abgesichertes Risiko
  zum Geschäftskurs zum Terminbewertungskurs  
Grundgeschäfte 46.059 TEUR 47.621 TEUR 1.879 TEUR
Sicherungsgeschäfte 46.061 TEUR 47.621 TEUR 1.506 TEUR
Gesamt 92.120 TEUR 95.242 TEUR 3.385 TEUR

B. Erläuterungen zur Bilanz

I. Aktiva

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Zum Berichtsstichtag werden unter dem Bilanzposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere die Wertpapiere der Liquiditätsreserve in Höhe von 116.263 TEUR und des Anlagevermögens in Höhe von 80.623 TEUR der quirin bank ausgewiesen. Beide Bestandsarten sind wertmäßig angewachsen, da das Volumen der Neuinvestitionen des Geschäftsjahres über dem der Endfälligkeiten lag.

Die Bestände der Liquiditätsreserve werden zum beizulegenden Zeitwert mit dem Marktpreis des Berichtsstichtages bewertet, sofern dieser die Anschaffungskosten nicht übersteigt. Abschreibungen werden vorgenommen, soweit diese sich aus dem Börsen- oder Marktpreis am Bewertungsstichtag ergeben.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit ihren Buchwerten ausgewiesen, da eine dauerhafte Wertminderung nicht anzunehmen ist.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

In die Position Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sind ausschließlich die zu Nichthandelszwecken gehaltenen Wertpapiere der Liquiditätsreserve einbezogen, die analog der Liquiditätsreserve der Anleihen und Schuldverschreibungen anhand von Marktpreisen des Bilanzstichtages nach dem Niederstwertprinzip bewertet werden.

Handelsbestand

Der aktive Posten Handelsbestand gliedert sich zum Stichtag und im Vergleich zum Vorjahr wie folgt auf:

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Finanzinstrumente   Stand per 31. Dezember 2011 Stand per 31. Dezember 2010
Derivate in Höhe von 11 TEUR 1.325 TEUR
Anleihen/Schuldverschreibungen in Höhe von 8.104 TEUR 230 TEUR
Aktien/Fonds in Höhe von 3.363 TEUR 2.871 TEUR

Zum Berichtsstichtag wurden alle Handelsbestände zum Risk Adjusted Fair Value bewertet. Der beizulegende Zeitwert wurde aus dem aktuellen Marktpreis am Berichtsstichtag ermittelt, da für alle Bestände aktive Märkte vorhanden waren. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass die Sicherheit der künftigen Zahlungsströme beeinträchtigt werden könnte.

Aus den Gewinnen der Wertpapierbewertung wurde ein nach der Value-at-Risk-Methode festgestellter Risikoabschlag in Höhe von rd. 75 TEUR zurückbehalten. Die Ermittlung erfolgte unter Zugrundelegung einer Haltedauer von 10 Tagen, eines Beobachtungszeitraumes von einem Jahr und eines Konfidenzniveaus von 99,0 Prozent. Gewinne der schwebenden Devisentermingeschäfte unterlagen nach gleicher Methode einem Risikoabschlag von rd. 10 TEUR.

Bei den Derivaten handelt es sich um vereinnahmte Gewinne aus der Bewertung schwebender Devisentermingeschäfte des Handelsbestandes zu Marktkursen. Der unter den Handelsaktiva auszuweisende vergleichbare Vorjahreswert nach Bereinigung um Sicherungsbeziehungen hätte 426 TEUR ergeben. Der Nominalbetrag der per 31.12.2011 unter den Handelsaktiva ausgewiesenen Geschäfte

zum Terminbewertungskurs des Bilanzstichtages entspricht 2.559 TEUR. Der Nominalbetrag der betreffenden Devisentermingeschäfte zum Ende des Vorjahres belief sich auf 39.110 TEUR, wobei eine Bildung von Bewertungseinheiten noch nicht erfolgt war. Bei Eliminierung von bestehenden Sicherungszusammenhängen (Micro Hedges) im Vorjahr wären vergleichbare Nominalbeträge in Höhe von 14.620 TEUR unter den aktiven Handelsbeständen ausgewiesen worden.

Im Rahmen der letztmals 2008 geänderten institutsspezifischen Handelsbuchkriterien hat die quirin bank für Handelsbestände eine Haltedauer von maximal einem halben Jahr definiert. Im Rahmen der täglichen Überwachung durch das Risikocontrolling werden sich eventuell anbahnende Fristüberschreitungen festgestellt und dem Handels- und dem Risikovorstand zur Entscheidung über die weitere Behandlung vorgelegt.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die im Folgejahr fällig werden

Unter den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind Wertpapiere in Höhe von nominal 58.000 TEUR von öffentlichen Emittenten enthalten, die im Folgejahr fällig werden.

Aufgliederung der börsenfähigen Wertpapiere

Der Bilanzposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere weist ausschließlich börsenfähige Wertpapiere in Höhe von 196.886 TEUR auf. Davon sind Wertpapiere in Höhe von 193.624 TEUR börsennotiert und in Höhe von 3.262 TEUR nicht börsennotiert. Die börsennotierten Wertpapiere beinhalten in hohem Maße Anleihen der Bundesländer bzw. öffentlichen Stellen mit hohem Investmentgrade sowie von Kreditinstituten, die durch die Bundesrepublik bzw. die SoFFin garantiert sind. Lediglich 2,4 Prozent der Schuldverschreibungen betreffen Unternehmensanleihen.

Der Posten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere setzt sich aus börsenfähigen Wertpapieren in Höhe von 18 TEUR, die auch börsennotiert sind, und aus nicht börsenfähigen Wertpapieren in Höhe von 352 TEUR zusammen.

Finanzanlagen

Beteiligungen

Die Beteiligungen umfassen zwei Anmeldungen in das Handelsregister für neu gegründete Vorratsgesellschaften aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Mit einem Betrag von 1,4 TEUR liegt eine Beteiligung an der KBGQ Beteiligungs-Verwaltungs GmbH, München, und mit 0,1 TEUR eine Beteiligung an der KBGQ Beteiligungs GmbH & Co. KG, München, vor.

Weiterhin sind die auf einen Erinnerungswert abgeschriebenen Anteile an der design.net AG, Frankfurt am Main, enthalten.

Der Erinnerungswert für die Free Zone Berlin Brandenburg International AG, Berlin, wurde im Geschäftsjahr 2011 ausgebucht, da die Gesellschaft aus dem Handelsregister gelöscht wurde.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden zwei Tochtergesellschaften mit den folgenden Angaben zum 31. Dezember 2011 ausgewiesen:

- die 2005 erworbene quirin business support AG, Leipzig, die bankbezogene Hilfsdienstleistungen erbringt. Die gehaltenen Aktien sind nicht börsenfähig. Mit der Gesellschaft besteht seit dem 25. Juni 2009 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Das Ergebnis der Gesellschaft für 2011 wird durch die Bank periodengleich vereinnahmt.

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Grundkapital: 100.000,00 EUR gehaltener Anteil: 100 %
Eigenkapital: 110.000,00 EUR Jahresüberschuss: 0,00 EUR

- die 2006 über eine Sachkapitalerhöhung eingebrachte quirin eins GmbH, Berlin (vormals quirin aktienberatung GmbH), die als Vorratsgesellschaft fortgeführt wird.

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Grundkapital: 290.000,00 EUR gehaltener Anteil: 100 %
Eigenkapital: 312.662,77 EUR Jahresüberschuss: 15.194,00 EUR

Die Anteile an der Fonds Advisory FA GmbH, Berlin, wurden im Geschäftsjahr 2011 veräußert.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Im Anlagebestand werden unter den festverzinslichen Wertpapieren vorrangig Floating Rate Notes der Bundesländer mit hohem Investmentgrade, die dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dienen sollen und für die Halteabsicht bis zur Endfälligkeit besteht, gehalten. Der Buchwert der Wertpapiere beträgt 80.235 TEUR.

Durch die Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips wurden Abschreibungen für nicht dauerhafte Wertminderungen in Höhe von insgesamt 177 TEUR vermieden, die 0,2 Prozent des Buchwertes betragen.

Immaterielle Anlagewerte

Die aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände haben sich aufgrund von Investitionen in die Betriebssoftware erhöht. Aus dem gleichen Grund sind die Anzahlungen angestiegen. Die Positionen beinhalten zum Stichtag nachfolgende Restbuchwerte:

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  31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Übrige immaterielle Anlagewerte 3.174,8 2.231,1
Anzahlungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter 1.195,8 674,7
Summe immaterielle Wirtschaftsgüter 4.370,6 2.905,8

Sachanlagen

Die Sachanlagenbeinhalten zum Stichtag folgende Restbuchwerte:

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  31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Bauten auf fremden Grundstücken 65,0 131,1
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.075,5 1.041,3
Anzahlungen auf Anlagen und Anlagen im Bau 0,0 10,6
Geringwertige Wirtschaftsgüter 354,6 368,9
Summe Sachanlagen 1.495,1 1.551,9

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen in den Hauptposten mit 673 TEUR offene Verrechnungen aus schwebenden Wertpapiergeschäften und Schecks, mit 641 TEUR Forderungen und antizipative Vermögensgegenstände aus Lieferungen und Leistungen und mit 1.080 TEUR Forderungen an das Finanzamt und das Bundesamt für Finanzen.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Abgrenzungen aus Lieferungen und Leistungen mit Laufzeiten von einem Jahr in Höhe von 213 TEUR und von zwei bis zu fünf Jahren in Höhe von 203 TEUR enthalten.

Aktive latente Steuern

Die quirin bank AG macht von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch und setzt den aktiven Überhang an latenten Steuern in Höhe von 33 TEUR in der Bilanz nicht an.

Dieser ergibt sich aus Buchwertdifferenzen zwischen der Handels- und der Steuerbilanz in der Position verbundene Unternehmen (passive latente Steuern in Höhe von 1,5 TEUR) sowie aus unterschiedlichen Zinssätzen bei der Abzinsung von Rückstellungen und einem steuerlich nicht anerkannten Teil einer Rückstellung (aktive latente Steuern in Höhe von 34,4 TEUR). Den Bewertungen liegt ein durchschnittlicher Steuersatz von 30,175 Prozent zu Grunde.

Anlagenspiegel

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  Wertpapiere des Anlagevermögens
TEUR
Beteiligungen
TEUR
Anteile an verbundenen Unternehmen
TEUR
Geschäfts- oder Firmenwerte
TEUR
Anschaffungskosten historisch 65.300,8 305,0 2.379,4 2.020,3
Zugänge Geschäftsjahr 26.920,6 1,5 0,0 0,0
Abgänge Geschäftsjahr 11.986,1 5,0 20,0 0,0
AfA/WB insgesamt 0,0 300,0 2.001,9 2.020,3
AfA/WB Geschäftsjahr 0,0 0,0 0,0 0,0
Restbuchwert 31.12.2011 80.235,3 1,5 357,5 0,0
Restbuchwert Vorjahr 65.300,8 0,0 377,5 0,0
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  Zwischensumme Übertrag
TEUR
Übrige immaterielle Anlagewerte
TEUR
Sachanlagen
TEUR
Gesamt
TEUR
Anschaffungskosten historisch 70.005,5 6.081,6 4.013,9 80.101,0
Zugänge Geschäftsjahr 26.922,1 2.359,3 367,0 29.648,4
Abgänge Geschäftsjahr 12.011,1 0,0 76,4 12.087,5
AfA/WB insgesamt 4.322,2 4.070,3 2.809,4 11.201,9
AfA/WB Geschäftsjahr 0,0 894,5 423,8 1.318,3
Restbuchwert 31.12.2011 80.594,3 4.370,6 1.495,1 86.460,0
Restbuchwert Vorjahr 65.678,3 2.905,8 1.551,9 70.136,0

Aufgrund von Abgängen wurden für Sachanlagen 76,4 TEUR und für Beteiligungen 5,0 TEUR aus der AfA aus Vorjahren gegen die Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgebucht.

Fremdwährung

Das Gesamtvolumen der Vermögensgegenstände, die auf Fremdwährung lauten, beträgt umgerechnet 31.429 TEUR.

II. Passiva

Verbundene Unternehmen

Aus der Anlage freier Mittel verbundener Unternehmen bestehen unverbriefte Verbindlichkeiten unter den anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 409 TEUR.

Handelsbestand

Der passive Posten Handelsbestand umfasst zum Stichtag und im Vergleich zum Vorjahr folgende Bestände:

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Finanzinstrumente   Stand per 31. Dezember 2011 Stand per 31. Dezember 2010
Derivate in Höhe von 160 TEUR 1.311 TEUR
Shortbestand WP in Höhe von 0 TEUR 23 TEUR

Für die Bewertung der passiven Bestände an Finanzinstrumenten gelten die unter dem aktiven Handelsbestand beschriebenen Prinzipien. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass die Sicherheit der künftigen Zahlungsströme beeinträchtigt werden könnte.

Die unter den Derivaten enthaltenen Beträge decken Bewertungsverluste schwebender Devisentermingeschäfte zum beizulegenden Zeitwert entsprechend dem aktuellen Marktpreis des Berichtsstichtages. Die analoge Berechnung der unter den Handelspassiva des Vorjahrs auszuweisenden Derivate mit Eliminierung der Sicherungsbeziehungen hätte 410 TEUR ergeben. Der Nominalwert der Geschäfte zum Terminbewertungskurs beträgt 4.968 TEUR. Im Vorjahr betrugen die Nominalbeträge der Devisentermingeschäfte der Handelspassiva ohne die Bildung von Bewertungseinheiten 36.485 TEUR. Bei Eliminierung der im Vorjahr bestehenden Sicherungszusammenhänge im Rahmen von Bewertungseinheiten wären vergleichbare Nominalbeträge in Höhe von 11.995 TEUR unter dem passiven Handelsbestand ausgewiesen worden.

Unter den Wertpapieren zum Bilanzstichtag ist kein Shortbestand auszuweisen. Im Vorjahr handelte es sich um die Übernahme einer fehlerhaften Abrechnung einer Anleihe von einem Kundendepot.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind stichtagsbedingt als wesentliche Posten Verbindlichkeiten aus noch nicht verteilten Dotationsmitteln im Rahmen der Zahlstellenfunktion in Höhe von 1.203 TEUR und aus dem elektronischen Massenzahlungsverkehr in Höhe von 1.161 TEUR, Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt, Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern in Höhe von insgesamt 631 TEUR, Verbindlichkeiten aus noch nicht abgewickelten Fondsgeschäften in Höhe von 324 TEUR sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 100 TEUR enthalten.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten schließt Investitionszuschüsse der Mandanten mit Laufzeit von einem Jahr in Höhe von 2 TEUR und von bis zu 5 Jahren in Höhe von 179 EUR ein.

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen beinhalten mit 2.681 TEUR Aufwand für bereits erbrachte Lieferungen und Leistungen, mit 3.255 TEUR Aufwand für Mitarbeiter und Organe und mit 1.260 TEUR sonstige Risikorückstellungen, die schwebende Ansprüche, Rückbaukosten für Mietereinbauten und Archivierungskosten betreffen.

Zum Bilanzstichtag besteht noch ein Betrag aus der Neubewertung von Ansammlungsrückstellungen nach den Bewertungsvorschriften des HGB in der Fassung des BilMoG in Höhe von insgesamt 15 TEUR, für den vom Beibehaltungswahlrecht der Rückstellung Gebrauch gemacht wurde, da der Auflösungsbetrag bis spätestens zum 31. Dezember 2024 zuzuführen gewesen wäre.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340 g HGB in Höhe von 949 TEUR umfasst ausschließlich den nach § 340e Abs. 4 HGB kumulativ gebildeten Sonderposten zum Ausgleich des Risikos von künftigen Nettoaufwendungen des Handelsbestandes. Er beinhaltet eine Zuführung in Höhe von 431 TEUR zu Lasten des Nettoertrages des Handelsbestandes des Geschäftsjahres.

Eigenkapital

Grundkapital

Zum Berichtsstichtag besteht nicht ausgenutztes genehmigtes Kapital in Höhe von 21.553 TEUR in folgender Aufteilung:

- genehmigtes Kapital 2010/I mit Befristung bis zum 17. Juni 2015 zur Erhöhung des Grundkapitals gegen Bareinlage in Höhe von 15.553 TEUR,

- genehmigtes Kapital 2009/II mit Befristung bis zum 25. Juni 2014 zur Erhöhung des Grundkapitals gegen Bar- und/oder Sacheinlagen in Höhe von 6.000 TEUR.

Durch die Hauptversammlung vom 17. Juni 2011 wurde die Ermächtigung des Vorstands zum Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage aus dem genehmigten Kapital 2009/II durch Aufnahme von Sacheinlagen in Form von Forderungen gegen die Gesellschaft in Höhe von maximal 2 Prozent des Grundkapitals ergänzt.

Weiterhin hat die Hauptversammlung durch Aufhebung des noch nicht ausgenutzten Anteils in Höhe von rd. 892 TEUR die Begrenzung des bedingten Kapitals 2008/I auf die Höhe von rd. 2.064 TEUR beschlossen. Das bedingte Kapital 2008/I dient der Sicherung von bereits ausgegebenen Bezugsrechten aus Aktienoptionen im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2008. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur soweit durchgeführt, wie die Inhaber im Zeitraum vom 19. März 2013 bis zum 18. März 2016 von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen und zur Bedienung neue Aktien ausgegeben werden.

Daneben wurde durch die Hauptversammlung ein neues bedingtes Kapital 2011 in Höhe von rd. 2.246 TEUR zur Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Mitarbeiter und Organe geschaffen. In der genannten Höhe wurde der Vorstand durch die Hauptversammlung ermächtigt, im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2011 bis zum 16. Juni 2016 in Abhängigkeit von der Erreichung bestimmter Erfolgsziele in mehreren Tranchen Aktienoptionen an die Bezugsberechtigten auszugeben. Die Wartezeit für die Ausübung der Bezugsrechte beträgt vier Jahre.

In Höhe von bis zu 17.000 TEUR besteht nicht ausgenutztes bedingtes Kapital 2010/I zur Bedienung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (oder Kombinationen daraus), die bis zum 17. Juni 2015 mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 55.000.000,00 ausgegeben werden können und die den Inhabern bzw. Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf insgesamt bis zu 17.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu EUR 17.000.000,00 gewähren.

Kapitalrücklage

In Ausübung der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurden am 06.04.2011 10 Tausend Stück eigene Aktien mit einem Betrag am Grundkapital von 10 TEUR zum Kurs von 2,00 EUR erworben und am 23.06.2011 zum durchschnittlichen Kurs von 1,945 EUR wieder verkauft. Das Ergebnis von 550,63 EUR wurde mindernd in die Kapitalrücklage verrechnet. Im Dezember wurden 24.133 Stück eigene Aktien mit einem Betrag am Grundkapital von 24.133 EUR zum durchschnittlichen Kurs von 1,3725 gekauft und am 28.12.2011 zum Kurs von 1,373 wieder verkauft. Der Erlös von 11,40 EUR wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Die Gesamtzahl der im Geschäftsjahr 2011 erworbenen und wieder veräußerten Aktien von 34.133 entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,08 Prozent.

Fremdwährung

Auf Fremdwährung lautende Schulden bestehen im Gegenwert von 23.392 TEUR.

Restlaufzeitengliederung

Die Fristengliederung nach Restlaufzeiten stellt sich wie folgt dar:

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  31.12.2011
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute  
a) bis zu drei Monaten 3.451.728,46
b) mehr als drei Monate bis ein Jahr  
  3.451.728,46
Forderungen an Kunden  
a) bis zu drei Monaten b) mehr als drei Monate bis ein Jahr 1.288.591,58
  1.288.591,58
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  31.12.2011
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist  
a) bis zu drei Monaten 3.070.982,40
b) mehr als drei Monate bis ein Jahr  
  3.070.982,40
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist  
a) bis zu drei Monaten 14.044.773,81
b) mehr als drei Monate bis ein Jahr 3.846.547,77
  17.891.321,58

Forderungen an Kunden mit unbestimmter Laufzeit

Unter den Forderungen an Kunden werden Forderungen mit unbestimmter Laufzeit in Höhe von 11.851.907,48 EUR ausgewiesen.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung

Die Erträge aus der Depot- und Vermögensverwaltung betreffen rd. 10 Prozent der Provisionserträge.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis per 31. Dezember 2011 in Höhe von 3.884 TEUR beinhaltet den Festlegungen des BilMoG entsprechend neben den Erfolgsauswirkungen aus der Bewertung zum Risk Adjusted Fair Value auch die mit den Handelsbeständen korrespondierenden Provisions- und Zinsergebnisse sowie die reduzierend wirkende Zuführung zum Sonderposten nach § 340e HGB in Höhe von 431 TEUR.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit über 80 Prozent auf Erträge aus Geschäftsbesorgungsverträgen mit konzernexternen Unternehmen im Rahmen des Mandantengeschäftes und auf Erträge aus der Erstattung von Aufwendungen durch Mandanten, Kunden, Konzernunternehmen und Mitarbeiter sowie zu 5 Prozent auf die Auflösung anderer Rückstellungen zurückzuführen.

Risikovorsorge

Das positive Ergebnis der Risikovorsorge im Kreditgeschäft ist hauptsächlich durch Zuschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere der Liquiditätsreserve beeinflusst.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen vorrangig Aufwendungen für Erstattungen, Kulanz- und Abstandszahlungen sowie periodenfremde Aufwendungen für nicht zurückgestellten Verwaltungsaufwand des Vorjahres.

Aufwendungen aus Verlustübernahme

Die Aufwendungen beziehen sich auf den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der quirin business support AG, Leipzig.

Ertragsteuern

In den Ertragsteuern ist in der Hauptsache ein positiver Betrag von 8 TEUR aus der Aufzinsung des aktivierten abgezinsten Barwertes des letztmalig auf den 31. Dezember 2006 ermittelten Körperschaftsteuerguthabens sowie ein marginaler entgegengesetzter Betrag aus der Abzinsung des Körperschaftsteuererhöhungsbetrages enthalten.

Der berechnete aktive Überhang latenter Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts nicht angesetzt.

D. Sonstige Angaben

Termingeschäfte

Im Geschäftsjahr 2011 wurde im Rahmen der HGB-Bilanzierung eine Neuordnung der Termingeschäfte in fremden Währungen durch die Bildung von Bewertungseinheiten vorgenommen. Danach werden die aufgrund von Kunden- und Mandantenaufträgen und zur Risikoabsicherung abgeschlossenen Geschäfte zu Bewertungseinheiten zusammengefasst und nicht mehr in das Handelsbuch einbezogen. Lediglich ausschließlich zur Liquiditätssteuerung eingegangene Termingeschäfte bleiben bilanziell dem Handelsbuch zugeordnet.

Daneben werden im Anlagebuch Kontrakte mit sonstigen Preisrisiken (aktienkurs-, aktienindex- und vereinzelt zinsbezogene Geschäfte) im Kunden- sowie im Mandantenauftrag vereinbart, für die jeweils deckungsgleiche Gegengeschäfte mit Banken getätigt werden. Hierfür werden keine Bewertungseinheiten gebildet.

Im Rahmen von Eigenhandelstätigkeiten mit dem ausschließlichen Ziel der Gewinnerzielung traten Termingeschäfte nicht auf. Sämtliche Termingeschäfte unterlagen den für das Betreiben von Handelsgeschäften vorgeschriebenen täglichen Berechnungen und Kontrollen nach der Marktbewertungsmethode durch das Risikocontrolling. Die Kreditäquivalenzbeträge und die Marginauslastung im Kundengeschäft werden täglich überwacht. Alle Kontrakte im derivativen Geschäft wurden mit Banken abgeschlossen, deren Rating aktuell im Upper Medium Grade bzw. in einem Fall im Lower Medium Grade eingestuft wurde. Für alle Geschäfte besteht lediglich ein Erfüllungsrisiko. Ein Adressenausfallrisiko liegt nicht vor.

Der Anstieg der Volumina der Nominalwerte sowie die Ausweitung der Restlaufzeiten von über einem Jahr bis unter 5 Jahren gegenüber dem Vorjahr sind auf das Anwachsen des Mandantengeschäftes zurückzuführen.

Die Bewertungseinheiten aus Devisengeschäften und die nicht zusammengefassten Grund- und Sicherungsgeschäfte mit sonstigen Preisrisiken werden in den nachfolgenden Tabellen zur Aufgliederung der Volumina, Restlaufzeiten und Kontrahenten der Termingeschäfte brutto berücksichtigt. Die derivativen Geschäfte des Vorjahres, die dem Handelsbuch zugeordnet waren, wurden nicht an die aktuelle Verfahrensweise angepasst, so dass die Größenordnungen nicht vergleichbar sind.

Termingeschäfte in fremden Währungen

Die am Bilanzstichtag noch nicht fälligen Termingeschäfte in fremden Währungen betreffen Devisentermin- und schwebende Teile von Devisenswapgeschäften. Der überwiegende Teil dient zur Durchführung und liquiditätsseitigen Absicherung des Kunden- bzw. Mandantengeschäftes. Die Bewertungseinheiten sichern das Wechselkursrisiko ab. Dabei werden fast ausschließlich als Devisen-Outrightgeschäfte bestehende Grund- und Sicherungsgeschäfte zusammengefasst.

Termingeschäfte mit sonstigen Preisrisiken

Unter den Anlagebuchgeschäften mit sonstigen Preisrisiken werden am Bilanzstichtag im Kunden- und Mandantenauftrag abgeschlossene standardisierte Aktienoptionen, Aktienindexoptionen und vier Bund-Futures jeweils inklusive der Gegengeschäfte ausgewiesen.

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Derivategeschäfte – Darstellung der Volumina
  Nominalwerte positive negative
- in TEUR - 31.12.2011 31.12.2010 Marktwerte 31.12.2011 Marktwerte 31.12.2011
Währungsrisiken 102.769 75.595 3.544 3.407
Sonstige Preisrisiken 17.223 31.235 430 430
insgesamt 119.992 106.830 3.974 3.837
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Derivategeschäfte – Fristengliederung nach Restlaufzeiten – (Risiken nach Kontrakt)
Nominalwerte Aktien- und sonstige Preisrisiken Währungsrisiken
- in TEUR - 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
- bis 1 Jahr 11.661 27.476 82.032 75.595
- bis 5 Jahre - - 20.737 -
insgesamt 11.661 27.476 102.769 75.595
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Derivategeschäfte – Fristengliederung nach Restlaufzeiten – (Zinsrisiken nach Underlying)    
Nominalwerte Zinsrisiken
- in TEUR - 31.12.2011 31.12.2010
- über 5 Jahre 5.562 3.759
insgesamt 5.562 3.759
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Derivategeschäfte – Kontrahentengliederung
  Nominalwerte positive Marktwerte negative Marktwerte
- in TEUR - 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2011  
OECD-Banken 111.736 99.034 3.591 3.796  
Banken außerhalb OECD - - - -  
Kunden 8.256 7.796 383 41  
Öffentliche Stellen - - - -  
insgesamt 119.992 106.830 3.974 3.837  
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Derivategeschäfte – Handelsgeschäfte
  Nominalwerte positive Marktwerte negative Marktwerte
- in TEUR - 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2011  
Zinskontrakte - - - -  
Währungskontrakte 7.527 75.595 159 20  
Aktienkontrakte - - - -  
insgesamt 7.527 75.595 159 20  

Bewertung zinsbezogener Geschäfte des Bankbuchs

Per 31. Dezember 2011 wendet die Bank bei der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuches den Entwurf der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung ERS BFA 3 „Einzelfragen der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs)“ mit Stand vom 09. Dezember 2011 an. In die Bewertung werden die zukünftigen Zahlungsströme aller zinstragenden Geschäfte mit einer Festzinslaufzeit einbezogen. Dabei werden diese unter Verwendung der Zerokuponzinskurve des Bewertungsstichtages 30. Dezember auf den Barwert diskontiert. Die anteiligen Risiko- und Verwaltungskosten werden als Korrekturposten auf den ermittelten Wert berücksichtigt. Das Gesamtergebnis ist deutlich positiv, so dass die Bildung einer Drohverlustrückstellung nicht erforderlich wird.

Mitglieder des Vorstandes mit Angabe aller Mandate

Als Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr tätig:

Karl Matthäus Schmidt

Ausgeübte Tätigkeit: Vorstandssprecher

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Mandate: Geschäftsleiter KM.s Consulting GmbH & Co. KG, Mainleus
  Geschäftsleiter KM.s Verwaltungs GmbH, Mainleus
  Aufsichtsratsvorsitzender Flatex AG, Kulmbach

Johannes Eismann

Ausgeübte Tätigkeit: Vorstand für Investment Banking und Finanzen

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Mandate: Aufsichtsratsmitglied quirin business support AG, Leipzig
  Aufsichtsratsmitglied AGO AG Energie + Anlagen, Kulmbach
  Aufsichtsratsmitglied Die Skonto AG, Iserlohn

Klaus-Gerd Kleversaat

Ausgeübte Tätigkeit: Handelsvorstand/Vorstand Private Banking Niederlassung Berliner Effektenbank

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Mandate: Vorstandsmitglied Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, Berlin
  Aufsichtsratsvorsitzender IVU Traffic Technologies AG, Berlin
  Aufsichtsratsmitglied Stream Films AG, Berlin
  Aufsichtsratsmitglied Orbit Software AG, Berlin

Christian Maria Kreuser

Ausgeübte Tätigkeit: Vorstand für Private Banking und Asset Management (ab 01. Juli 2011)

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Mandate: Geschäftsführer Canisius-Stiftung zum Unterhalt alter und kranker
    Ordensleute GmbH, München
  Geschäftsführer KKL Leasing GmbH, München

Stefan Spannagl

Ausgeübte Tätigkeit: Vorstand für Mandantengeschäft und Bankbetrieb

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Mandate: Aufsichtsratsmitglied quirin business support AG, Leipzig

Mitglieder des Aufsichtsrates

Dem Aufsichtsrat gehörten während des Geschäftsjahres an:

Holger Timm (Vorsitzender)

Ausgeübte Tätigkeiten: Vorstandsvorsitzender der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, Berlin, Vorstandssprecher der Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin

Dr. Andor Koritz (Stellvertretender Vorsitzender)

Ausgeübte Tätigkeit: Rechtsanwalt, Berlin

Heinrich Karl Linz

Ausgeübte Tätigkeit: Managing Director RHJ International S. A., Brüssel

Dr. Christian Rödl

Ausgeübte Tätigkeit: Rechtsanwalt, Steuerberater, Rödl & Partner, Nürnberg

Dr. Andreas Neuner

Ausgeübte Tätigkeit: Mitglied der Geschäftsführung der Riedel Holding GmbH & Co. KG, Nürnberg

Wolfgang Hermanni (bis 17. Juni 2011)

Ausgeübte Tätigkeit: Kaufmann, Berlin

Matthias Baller (ab 17. Juni 2011)

Ausgeübte Tätigkeit: Syndikusanwalt der Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin

Organbezüge

Die im Geschäftsjahr tätigen Vorstandsmitglieder erhielten von der quirin bank AG Bezüge in Höhe von 1.606 TEUR. An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von 46 TEUR gezahlt.

An die Vorstandsmitglieder wurden im Geschäftsjahr 2011 im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2008 für Mitarbeiter und Organe 400 Tausend Optionsrechte zum Bezug von Aktien der Gesellschaft ausgegeben. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt Gewährung der Optionen lag bei null, da der innere Wert negativ war. Spätere Wertveränderungen, die auf einer Änderung der Ausübungsbedingungen beruhen, liegen nicht vor.

Angabe der gewährten Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse nach § 34 Abs. 2 Nr. 2 RechKredV

Zum Jahresende bestehen für Vorstandsmitglieder in Höhe von 287 TEUR und für Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von 123 TEUR zu marktüblichen Konditionen gewährte Kredite, welche voll durch Verpfändung von Sicherheiten unterlegt sind.

Angabe nach § 34 Abs. 2 Nr. 4 RechKredV

Es liegen keine Gründe vor, die zu der Annahme führen, dass ein Risiko für die Inanspruchnahme der Bank aus den unter der Bilanz ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften besteht.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter entwickelte sich wie folgt:

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  weiblich männlich gesamt
a) im Jahresdurchschnitt      
Vorstandsmitglieder - 5 5
Arbeitnehmer 97 146 243
gesamt 97 151 248
b) zum 31.12.2011      
Vorstandsmitglieder - 5 5
Arbeitnehmer 99 148 247
gesamt 99 153 252

Honorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB

Im Geschäftsjahr 2011 ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem anderen Verwaltungsaufwand ein Gesamtbetrag für das Honorar des Abschlussprüfers, der PricewaterhouseCoopers AG WPG, in Höhe von 279 TEUR enthalten. Davon entfallen auf:

a) Abschlussprüfungsleistungen 108 TEUR,

b) andere Bestätigungsleistungen 51 TEUR,

c) Steuerberatungsleistungen 51 TEUR,

d) sonstige Leistungen 69 TEUR.

E. Weitere Angaben

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Per 31.12.2011 bestehen nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von rd. 7.817 TEUR aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen sowie aus für die Bank übernommenen Avalen.

Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögensgegenstände

Am Bilanzstichtag sind Sicherheiten zur Abwicklung der Geldverrechnung der Wertpapiergeschäfte, der Devisenhandelsgeschäfte und der Marginverpflichtungen aus Kunden- und Mandantengeschäften in Höhe von rd. 101.574 TEUR an Kreditinstitute übertragen, die mit 628 TEUR durch entsprechende Verbindlichkeiten gegenüber diesen Instituten ausgelastet sind. Die Sicherheiten betreffen mit 88.000 TEUR Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere und mit 10.530 TEUR täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute.

Für Avale, die für die Bank übernommen wurden, sind zusätzlich Festgelder in Höhe von 450 TEUR verpfändet.

Sonstige Haftungsverhältnisse

Aufgrund ihrer Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken besteht für die quirin bank AG gemäß § 5, Nr. 12 des Statuts des Einlagensicherungsfonds eine Nachschussverpflichtung zum Ersatz aller erbrachten Aufwendungen des Fonds für Maßnahmen zur Hilfeleistung bei bestehenden finanziellen Schwierigkeiten der Bank. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt.

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 3 AktG

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 43.106.485,00 EUR. Es ist in 43.106.485 Stückaktien mit Gewinnberechtigung aufgeteilt, die auf den Inhaber lauten.

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 4 AktG

Der Vorstand ist gemäß Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft durch die ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen Stückaktien aus dem genehmigten Kapital I bis zum 17. Juni 2015 um insgesamt bis zu 15.553 TEUR gegen Bareinlage sowie aus dem genehmigten Kapital II bis zum 25. Juni 2014 um insgesamt bis zu 6.000 TEUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären ist das Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist unter bestimmten Bedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrates berechtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Für die Durchführung der Kapitalerhöhungen durch den Vorstand ist die Zustimmung des Aufsichtsrates erforderlich.

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 5 AktG

Vom bestehenden bedingten Kapital 2008/I zur Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Mitarbeiter und Organe in Höhe von 2.064 TEUR wurden im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2008 in den Geschäftsjahren 2010 rd. 1.015 Tausend und 2011 rd. 1.049 Tausend Rechte zum Bezug von Aktien ausgereicht. Die Ausübung der Optionen ist nach Maßgabe geltender Bedingungen und einer dreijährigen Wartefrist möglich.

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Als Hauptanteilseigener sind die Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin, mit 25,5 Prozent und die RHJ International S.A., Brüssel, mit 27,8 Prozent am Grundkapital der quirin bank AG beteiligt.

KWG-Grundsätze

Die quirin bank AG hat die Grundsätze gemäß den §§ 10 und 11 KWG über das Eigenkapital und die Liquidität der Kreditinstitute im Verlauf des Geschäftsjahres eingehalten.

 

Berlin, 29. Februar 2012

quirin bank AG

Der Vorstand

Karl Matthäus Schmidt

Johannes Eismann

Klaus-Gerd Kleversaat

Stefan Spannagl

Christian Maria Kreuser

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der quirin bank AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft.

Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer ODW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung in den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, den 1. März 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peter Kleinschmidt, Wirtschaftsprüfer

Mark Maternus, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Auch im Geschäftsjahr 2011 hat der Aufsichtsrat den Vorstand der quirin bank AG bei der Leitung der Bank regelmäßig beraten und überwacht. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend in schriftlicher oder mündlicher Form über die wesentlichen Entwicklungen in der Bank.

Der Aufsichtsrat hat sich regelmäßig über die Geschäftslage und die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsbereiche Investment Banking, Business Process Outsourcing und Private Banking, die Unternehmensplanung sowie die strategische Ausrichtung der Bank informieren lassen und den Vorstand hierzu beraten. Auch zwischen den ordentlichen Aufsichtsratsitzungen hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats vom Vorstand fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentlichen Geschäftsvorfälle unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Bank eingebunden und hat, soweit erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung seine Zustimmung erteilt.

Im Berichtsjahr fanden planmäßig vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen in den Monaten März, Juni, September und Dezember sowie zwei außerplanmäßige Sitzungen am 4. Juli 2011 (telefonisch) und am 24. November 2011 statt. An den Sitzungen des Aufsichtsrats hat auch der Vorstand teilgenommen. Außerhalb der in den Sitzungen gefällten Beschlüsse wurden zwei weitere Beschlüsse im Umlaufverfahren getroffen. In der Sitzung im Dezember des Berichtsjahres wurde ein Sonderausschuss Personal bestehend aus den Herren Linz, Dr. Neuner und Timm gebildet.

Zentrale Themen des Aufsichtsrats waren die Planung des folgenden Geschäftsjahres und die Neugestaltung des Preismodells der Honorarberatung im Jahr 2012, die Ausrichtung der weiteren Geschäftsfelder, der Providerwechsel des Rechenzentrums der Bank sowie verschiedene Personalfragen

Nach Vorlage der Bedingungen für ein Aktienoptionsprogamm teilte der Aufsichtsrat die auf den Vorstand entfallenden Optionen zu.

Im Zusammenhang mit der Umsetzung der Anforderungen aus den „Mindestanforderungen an das Risikomanagement“ (MaRisk) wurden die Geschäfts- und Risikostrategie der Bank für das Geschäftsjahr 2011 überarbeitet und in der Sitzung vom 28. September 2011 mit dem Aufsichtsrat erörtert.

Der Aufsichtsrat hat sich in jeder Sitzung vom Vorstand ausführlich über die Feststellungen der Internen Revision sowie über die jeweils aktuelle Risikoposition der Bank informieren lassen.

Die Prüfung nach § 36 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz für das Geschäftsjahr 2011 wurde durch die beauftragte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, vorgenommen. Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrates übermittelt.

Jahresabschluss

Der vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 ist unter Einbeziehung von Buchführung und Lagebericht durch die in der Hauptversammlung vom 17. Juni 2011 gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt versehen worden:

„Wiedergabe des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers:

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 01. März 2012 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und Lagebericht der quirin bank AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag zum Vortrag des Bilanzverlustes intensiv diskutiert und geprüft. Hierzu standen dem Aufsichtsrat die notwendigen Unterlagen rechtzeitig zur Verfügung.

In seiner Sitzung am 20. März 2012 hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der quirin bank AG mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer eingehend erörtert. Auch nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen und billigt den Jahresabschluss 2011, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.

Im Berichtsjahr wurde mit Wirkung vom 4. Juli 2011 Herr Christian Kreuser zum Vorstand bestellt. Mit Wirkung vom 17. Juni 2011 schied Herr Wolfgang Hermanni aus dem Aufsichtsrat aus. Mit gleichem Datum wurde Herr Matthias Baller von der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat gewählt.

In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurden Herr Holger Timm als Vorsitzender des Aufsichtsrates und Herr Heinrich Linz als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates gewählt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den großen persönlichen Einsatz und die im Jahr 2011 geleistete Arbeit.

 

Berlin, 20. März 2012

Holger Timm, Aufsichtsratsvorsitzender