quirin bank AG

Berlin

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

Lagebericht zum 31. Dezember 2014

1. Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung des Jahres 2014 stellte für die quirin bank AG (nachfolgend kurz „quirin bank“ oder „Bank“) und ihre Kunden einen weit überwiegend positiven Rahmen dar.

So konnte in Deutschland das reale Wirtschaftswachstum 2014 gemäß den vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes um 1,5 Prozent zulegen. Weiterhin zeigt sich ein neuer Rekord in der Beschäftigtenanzahl von 43,1 Mio. Erwerbstätigen. Die derzeit ausgesprochen günstigen gesamtwirt-schaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland haben die Konsumausgaben trotz der geopolitischen Ereignisse (wie der Ukraine-Krise) kräftig steigen lassen. Unterstützt wird dies auch durch die geringeren Rohstoffpreise, insbesondere für Rohöl.

Grundlegend positiv, wenn auch mitunter schwankungsanfällig zeigten sich die für den Privatanleger relevanten Kapitalmärkte. Hierzu hat nicht zuletzt auch eine noch expansivere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) beigetragen. So startete etwa der deutsche Aktienindex DAX mit knapp 9.600 Punkten ins Jahr 2014, stieg im Juni und Juli auf historische Hochs jenseits der 10.000 Punkte und stürzte im Oktober wieder auf um die 8.500 Zähler. Ein ähnlicher Verlauf ließ sich bei dem europäischen EURO STOXX Index und dem MSCI World Index beobachten. Trotz der Erholung bis zum Jahresende 2014 dürfte aber auch weiterhin die nicht abschließend ausgeräumte Krise des Euroraums ein Thema an den Anlagemärkten sein. Die zu Beginn des Jahres 2015 von der EZB angekündigte Politik der Geldmengenerweiterung durch umfangreiche Käufe von Staatsanleihen, die letztlich weniger eine Zinssenkungspolitik, sondern eine Wechselkurspolitik zur Schwächung des Euro darstellt, stützt die Exportwirtschaft in Europa und damit die positive Entwicklung der Aktienmärkte.

Das Niedrigzinsumfeld beflügelt weiterhin Unternehmen, ihren Kapitalbedarf über Anleihemärkte zu decken. Die Rendite für Anleger sinkt und kann nur durch ein Investment in risikoreichere Anlagen kompensiert werden. So beträgt die Rendite von 10-jährigen Bundesanleihen zum Jahresende 2014 rund 0,5 Prozent.

Für die Bank positive Rahmenbedingungen schafft das am 1. August 2014 in Kraft getretene neue Gesetz zur Förderung und Regulierung einer Honorarberatung über Finanzinstrumente („Honoraranlageberatungsgesetz“). Die quirin bank war eines der ersten Institute, die mit Inkrafttreten der entsprechenden Novelle des Wertpapierhandelsgesetzes in das entsprechende Register, das bei der Bankenaufsicht BaFin geführt wird, eingetragen wurden.

In Bezug auf die sich ständig weiterentwickelnden regulatorischen Anforderungen war die Bank im Berichtszeitraum insbesondere mit der Umsetzung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen aus der Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über die Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen vom 26. Juni 2013 beschäftigt.

2. Positionierung der Bank

Neben derHonorarberatung (Private Banking) betreibt die Bank als weiteren Geschäftsbereich das Investmentbankgeschäft für den Mittelstand (Unternehmerbank).

Die quirin bank AG verfolgt die folgenden übergeordneten strategischen Ziele:

- nachhaltige Steigerung des Wertes der Bank durch konsequenten Ausbau der betriebenen Geschäftssegmente „Unternehmerbank“ und „Private Banking“,

- Verbesserung der Profitabilität des Geschäftsfeldes „Private Banking“ durch Steigerung der „Asset under Management (AuM)“-Volumina sowie ein aktives Kosten-Management,

- langfristige Etablierung als begehrteste Marke für Private Banking in Deutschland sowie Erhalt der führenden Rolle in der Honorarberatung.

Im Jahr 2013 hat die Bank das BPO-Geschäftsfeld (Geschäftsabwicklung von Kunden-Wertpapier-Transaktionen und damit verbundene Tätigkeiten – auch für vier Partnerbanken) in eine eigene Gesellschaft übertragen und die Mehrheit der Anteile an die Schweizer Avaloq Group AG verkauft. Im Laufe des Jahres 2014 bzw. Anfang 2015 haben die Partnerbanken (Mandanten) mit dem Joint Venture [Avaloq Sourcing (Deutschland) AG] neue Dienstleistungsverträge geschlossen. Damit ist die quirin bank nur noch insoweit in das BPO-Geschäft eingebunden, als sie für Avaloq Sourcing als Bankpartner für solche Dienstleistungen fungiert, die einer Banklizenz bedürfen (z. B. Lagerung von Wertpapieren bei Wertpapiersammelstellen). Die Bank beabsichtigt, diese Rolle als „Street Side Partner“ zum Ende des Jahres 2015 an ein drittes Kreditinstitut abzugeben.

Mit der Übertragung des BPO-Geschäftsfeldes wurde auch die Entscheidung für den Wechsel auf das IT-System Avaloq beschlossen. Damit wird die Zukunftsfähigkeit der Bank auch systemseitig sichergestellt. Zudem partizipiert die quirin bank am künftigen Wachstum der neuen Gesellschaft. Sie sieht in dem Zielsegment der Privat- und der Auslandsbanken interessante Wachstumspotenziale, da diese aufgrund von Margendruck, Problemen mit ihren heutigen IT-Plattformen und der Notwendigkeit einer vernünftigen Individualisierung ein starkes Interesse an einer Auslagerung ihrer Prozesse haben werden. Risiken bestehen für die Bank in einer verlängerten Migrationsdauer und den daraus folgenden Kostensteigerungen.

Um die Risiken aus der Geschäftsprozessauslagerung zu überwachen und zu reduzieren, hat die Bank eine entsprechende Organisationseinheit aufgebaut. Die Aufgaben aus der Geschäftsbesorgung sind durch einen Rahmenvertrag und Geschäftsbesorgungsverträge zwischen der Bank und der A-Source geregelt.

Geschäftsbereich Private Banking

Der Geschäftsbereich Private Banking umfasst die Honorarberatung, die Internetplattform quirion und das Privatkundengeschäft der Niederlassung Berliner Effektenbank. Die strategische Ausrichtung der Bank konzentriert sich auch weiterhin auf die Honorarberatung und setzt unverändert auf Wachstum.

Der strategischen Konzentration auf die Honorarberatungsmarke „quirin bank“ entspricht auch die Entscheidung, das Private-Banking-Geschäft der Niederlassung „Berliner Effektenbank“ an die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank zu verkaufen. Der entsprechende Vertrag vom November 2014 sieht vor, dass die Kundenbeziehungen und die Mitarbeiter der Niederlassung einen Monat nach Migration auf das neue IT-System im Jahr 2015 durch den Käufer übernommen werden.

Die Bank hat ihre Standorte von bisher 14 auf 12 Standorte im Berichtszeitraum reduziert und ist damit weiterhin deutschlandweit vertreten. Das Geschäftsmodell ist nach wie vor einzigartig. Bisher hat in Deutschland keine weitere Bank die Honorarberatung so konsequent umgesetzt wie die quirin bank.

Im Berichtszeitraum wurde in der Honorarberatung die Umstellung der Vermögensverwaltung auf das neue Anlagekonzept „Markt – Meinung – Wissen“ (MMW) vorangetrieben. So sind seit Jahresanfang bereits rund 50 Prozent der Multi-Asset-Strategien umgestellt worden. Der Baustein „Markt“ bildet dabei idealerweise die Grundlage des Kunden-Portfolios. Grundlage des Ansatzes ist die Erkenntnis, dass es beim Investieren – im Gegensatz zum Spekulieren – darum geht, langfristiges Eigentum an Substanzwerten zu erwerben, um so dauerhaft eine faire „Marktrendite“ zu erwirtschaften. Der Baustein „Meinung“ liefert dagegen eine Rendite, die auf einer subjektiven Einschätzung beruht: der Erwartung, wie sich Wirtschaft, Politik und Kapitalmärkte künftig entwickeln werden. Im Baustein „Wissen“ nutzt unsere Vermögensverwaltung schließlich in einzelnen Marktsegmenten oder bestimmten Marktphasen temporäre Wissensvorsprünge, um mit Hilfe intelligenter Anlagevehikel eine kontinuierliche Rendite zu erwirtschaften. Der Vorteil des Konzepts liegt in der Kombination unterschiedlicher, klar voneinander abgegrenzter Renditequellen, die mit jeweils unterschiedlichen, dem Anleger transparent vermittelten Risiken einhergehen.

Die Umstellung der bisherigen Multi-Asset-Strategien auf die Markt-, Meinungs- und Wissens- Vermögensverwaltungen soll planmäßig bis Mitte 2015 abgeschlossen werden.

Unter der Marke „quirion“ bietet die Bank als erste Online-Plattform Deutschlands Vermögens-verwaltung analog dem Marktbaustein der Honorarberatung an. Schon ab 10.000 Euro können Anleger von den Vorteilen der wissenschaftlich basierten Vermögensverwaltung profitieren.

Im zweiten Halbjahr 2014 wurden die Erkenntnisse der ersten Testmonate mit einer Überarbeitung der Plattform abgeschlossen. Erste Erkenntnisse zeigen, dass bei quirion bisher vor allem Selbstentscheider, für die Technik und Transparenz wichtig sind, investieren.

Geschäftsbereich Unternehmerbank

Viele Unternehmen sehen sich einer schwieriger gewordenen Finanzierung über den klassischen Weg des Bankkredites gegenüber. Mit der Einführung von Basel III wurden Kredite tendenziell noch knapper und teurer, müssen mit mehr Sicherheiten unterlegt sein und werden oft nur projektbezogen vergeben. Daraus leitet sich für die Unternehmen ab, sich unabhängiger von der Finanzierung durch (Haus-)Banken zu machen und den Kapitalmarkt für ihre Finanzierungen in Anspruch zu nehmen.

Für die Unternehmerbank steht die kompetente Beratung des Kunden als fairer Partner im Mittelpunkt.

Der Bereich „Institutional Sales“, in dem Aktien und Anleihen für institutionelle Kunden gehandelt werden, wurde personell weiter verstärkt und konnte eine Reihe von Kapitalmarkttransaktionen erfolgreich unterstützen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Bereich den bereits im Vorjahr erzielten Erfolgsbeitrag noch einmal steigern.

Der Ausbau des Research-Teams entwickelte sich ebenso erfreulich. Hier konnte die Anzahl der analysierten Unternehmen (Coverage) ausgeweitet werden. Außerdem wurden Kapitalmarkttransaktionen des Bereichs Corporate Finance durch diverse Research-Ausarbeitungen erfolgreich unterstützt und begleitet und somit die Wertschöpfungskette abgerundet.

Der Bereich Corporate Finance mit seinem auf mittelständische Unternehmen zugeschnittenen Angebot konnte als erster Ansprechpartner der Unternehmen erneut zahlreiche Mandate für Kapitalmarkttransaktionen gewinnen und diese erfolgreich gemeinsam mit dem Bereich Institutional Sales umsetzen. Der Bereich trug somit maßgeblich zum guten Gesamtergebnis des Geschäftsbereiches bei.

3. Geschäftliche Entwicklung

Überblick

Die Bank konnte 2014 ein positives Ergebnis nach Steuern in Höhe von 2,9 Mio. € erreichen und somit den Gewinn im Vergleich zur Planung und zum Vorjahr deutlich steigern. An dieser Entwicklung waren alle 3 Geschäftssegmente – wenn auch in unterschiedlichem Umfang – beteiligt. Vor Steuern wurde eine Eigenkapitalrendite von 8,9 Prozent erzielt.

Vor allem der Geschäftsbereich Unternehmerbank konnte den Provisionsüberschuss dank einer Reihe von erfolgreichen Emissionsprojekten um 44 Prozent deutlich steigern. Die Cost-Income-Ratio (CIR) liegt im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der mit dem Ausbau der Abteilungen Research und Institutional Sales verbundenen Kosten nahezu unverändert bei 58 Prozent. Die CIR ist definiert als Relation der ordentlichen Aufwendungen zu den ordentlichen Erträgen.

Das BPO-Geschäft erzielte durch die Übertragung des Mandantengeschäftes Einmalerträge sowie durch die Ausübung der Rolle als „Street Side Partner“ laufende Erträge, denen aufgrund der deutlich gestiegenen Mandanten-Geschäftsvolumina gestiegene Liquiditäts- und Transaktionskosten gegenüberstanden.

Im Private Banking konnte der Provisionsüberschuss, der im Wesentlichen die vereinnahmten Beratungshonorare widerspiegelt, um 8 % gesteigert werden. Auf dieser Basis hat sich der auch im Vorjahr bereits positive Deckungsbeitrag nochmals verbessert. Verantwortlich für diese Entwicklung war einerseits ein bei stabilen Margen erfreuliches Wachstum der verwalteten Vermögenswerte um 20 Prozent auf € 3,2 Mrd., wovon € 2,5 Mrd. auf die Honorarberatung entfallen. Andererseits hat die Bank die Strukturverschiebung von der klassischen Depotberatung hin zur Vermögensverwaltung vorangetrieben, die nicht nur für den Kunden eine diversifiziertere und weniger zeitaufwendige Vermögensanlage bedeutet, sondern auch für die Bank mit höheren Skaleneffekten auf der Kostenseite verbunden ist. Insgesamt stieg das Volumen in der Vermögensverwaltung innerhalb der Honorarberatung um 29 Prozent auf rund € 1,3 Mrd. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung und der Maßnahmen konnte die CIR im Private Banking von 94 Prozent auf 82 Prozent verbessert werden.

Ertragslage

Die Ertragslage der Bank ist im Wesentlichen durch den Provisionsüberschuss bestimmt, der gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf € 30,7 Mio. gesteigert werden konnte. Basis für die positive Entwicklung ist einerseits die Steigerung der betreuten Assets in der Honorarberatung um 12 Prozent auf rund € 2,5 Mrd. bei gleichzeitig verbesserter CIR sowie andererseits der deutlich gestiegene Provisionsüberschuss der Unternehmerbank aus der erfolgreichen Begleitung und Durchführung von Emissionsprojekten.

Der Zinsüberschuss beträgt aufgrund des weiterhin geringen Zinsniveaus nahezu unverändert € 2,4 Mio.

Das Handelsergebnis, in dem sich vor allem die Geschäftstätigkeit der Abteilung Institutional Sales der Unternehmerbank widerspiegelt, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um € 0,9 Mio. auf € 2,1 Mio. verbessert. Sowohl der Handel mit Aktien und Anleihen als auch das Bewertungsergebnis haben zur Ergebnisverbesserung beigetragen, wenngleich das Geschäft mit Anleihen in einem Umfeld niedriger Zinsen und enger Spreads herausfordernd geblieben ist. Enthalten ist hier ebenfalls ein Aufwand von € 0,2 Mio. (Vorjahr € 0,1 Mio.) für die Bildung des Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340e Abs. 4 HGB.

Das sonstige betriebliche Ergebnis hat sich im laufenden Geschäftsjahr um 9 Prozent auf € 4,5 Mio. verringert. Die Reduktion ist vor allem auf geringere Erträge aus der Erstattung von durchgeleiteten fremden Kosten sowie aus der Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen. Verbessert haben sich die Bewertungseffekte aus der Währungsumrechnung.

Die Verwaltungsaufwendungen sind im Berichtsjahr um 4 Prozent auf € 36 Mio. gestiegen. Der leichte Anstieg ist gleichermaßen auf etwas höhere Personalkosten und andere Verwaltungsaufwendungen zurückzuführen. In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind die Kosten des Projektes zur Migration auf die neue Kernbankensoftware enthalten.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um € 0,3 Mio. auf € 0,7 Mio. verringert. Sowohl im Berichtsjahr als auch im vorangegangenen Geschäftsjahr waren hier außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte in Höhe von € 0,1 Mio. bzw. € 0,4 Mio. enthalten.

Aus der Risikovorsorge im Kreditgeschäft und für Wertpapiere der Liquiditätsreserve ergibt sich für das Geschäftsjahr 2014 ein positiver Saldo von € 0,1 Mio. (Vorjahr € -0,3 Mio.).

Das Ergebnis aus Finanzanlagen beläuft sich auf € 1,0 Mio. (Vorjahr € 2,6 Mio.). Das Ergebnis beinhaltet wie im Vorjahr positive Sondereffekte aus der Einbringung des BPO-Geschäftes in die Avaloq Sourcing. Ferner sind Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten.

Insgesamt weist die Bank zum 31. Dezember 2014 ein im Vergleich zum Vorjahr um 80 Prozent verbessertes Ergebnis von € 2,9 Mio. aus.

Im Jahresdurchschnitt 2014 waren neben vier Vorstandsmitgliedern 196 Mitarbeiter (Vorjahr 186) und zum Bilanzstichtag 195 Mitarbeiter (Vorjahr 186) angestellt.

Finanzlage

Zum Berichtsstichtag besteht mit einer Frist bis zum 12. Juni 2019 nicht ausgenutztes genehmigtes Kapital gegen Bar- und/oder Sacheinlagen in Höhe von 21.553 T€ („Genehmigtes Kapital 2014“).

Darüber hinaus besteht in Höhe von bis zu 17.000 T€ nicht ausgenutztes bedingtes Kapital zur Bedienung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (oder Kombinationen dieser Instrumente), die bis zum 12. Juni 2019 mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 45.000 T€ ausgegeben werden können und die den Inhabern bzw. Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf insgesamt bis zu 17.000 T€ auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 17.000 T€ gewähren („Bedingtes Kapital 2014“).

Ferner bestehen bedingte Kapitalien in Höhe von insgesamt 4.311 T€ zur Bedienung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Mitarbeiter und Organe im Rahmen der Aktienoptions-programme 2008 und 2011.

Das Grundkapital verteilt sich zum Bilanzstichtag auf folgende Gesellschafter:

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Gesellschafter Anteil in Prozent am Grundkapital
RHJ International SA, Brüssel 27,8
Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin 25,5
Riedel Gruppe 14,5
Vorstand quirin bank AG 8,1
Free Float 24,1

Die Bank ist im Teilsegment Entry Standard des Open Market an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Neben dem Eigenkapital refinanziert sich die Bank insbesondere über täglich fällige Kundeneinlagen, deren Verzinsung sich an der Einlagenfazilität der EZB orientiert.

Die Zahlungsfähigkeit der Bank war im Berichtszeitraum zu jeder Zeit gegeben.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Berichtsstichtag € 484 Mio. und ist im Vergleich zum Vorjahr (€ 511 Mio.) leicht gesunken. Die Aktivseite ist im Wesentlichen durch die Anlage liquider Mittel aus Kundeneinlagen geprägt. Dies erfolgt einerseits in Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, deren Bestand sich geringfügig um 2 Prozent auf € 213 Mio. erhöht hat. Andererseits werden liquide Mittel bei anderen Kreditinstituten (€ 148 Mio.) sowie der Deutschen Bundesbank (Barreserve € 87 Mio.) vorgehalten. Die Barreserve hat sich im Berichtsjahr um € 75 Mio. reduziert, während sich die Forderungen an Kreditinstitute um € 49 Mio. erhöht haben. Die Verschiebung wurde aufgrund der Negativverzinsung auf Guthaben bei der Deutschen Bundesbank vorgenommen. Das Kundenkreditvolumen hat sich um 4 Prozent auf € 16 Mio. reduziert. Die Beteiligungen betragen € 8 Mio.

Die Struktur der Passivseite hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht verändert. Der wesentliche Posten sind mit € 335 Mio. die Kundeneinlagen, die im Vergleich zum Vorjahr (€ 342 Mio.) nahezu unverändert sind. Die geringfügige Reduktion der Bilanzsumme spiegelt sich überwiegend in dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um € 25 Mio. auf € 91 Mio. wider. Die Rückstellungen haben sich um € 2 Mio. auf € 10 Mio. erhöht, während die sonstigen Verbindlichkeiten (€ 6 Mio.) sowie der Fonds für allgemeine Bankrisiken (€ 2 Mio.) faktisch unverändert sind.

Das Eigenkapital erhöht sich durch den Jahresüberschuss von € 3 Mio. auf € 41 Mio. Aufsichtsrechtlich ergibt sich zum Bilanzstichtag (vor Feststellung des Jahresüberschusses) weiterhin eine komfortable Kernkapitalquote von 21,6 Prozent (Vorjahr 19,5 Prozent), die seit dem 01.01.2014 nach den Vorschriften der CRR ermittelt wird. Das Kapital der Bank umfasst ausschließlich Kernkapital (Tier 1 bzw. Common Equity Tier 1 [CET 1]).

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Bank konnte im Berichtszeitraum ihr Wachstum fortsetzen. Zwar wurde das positive Ergebnis der Bank erneut auch durch Einmaleffekte, die im Ergebnis aus Finanzanlagen enthalten sind, begünstigt, aber auch ohne diese Sondereffekte wurden in den Kerngeschäftsfeldern positive Deckungsbeiträge erwirtschaftet. So hat sich die CIR im Private Banking von 94 Prozent auf 82 Prozent verbessert, während sie im Geschäftsfeld Unternehmerbank mit 58 Prozent auf gutem Niveau nahezu unverändert geblieben ist.

Mit ihrem neuen Anlagekonzept „Markt – Meinung – Wissen“ im Private Banking kann die Bank dem andauernden niedrigen Zinsniveau begegnen und ihren Kunden attraktive Lösungen anbieten. Der Geschäftsbereich Unternehmerbank profitiert einerseits weiterhin von der Zurückhaltung der Kreditwirtschaft im Angebot von Finanzierungen für den Mittelstand und andererseits von dem erweiterten Leistungsumfang im Institutional Sales und Research.

Organbezüge

Die im Geschäftsjahr tätigen Vorstandsmitglieder erhielten Bezüge in Höhe von T€ 1.518. An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von T€ 48 gezahlt.

Angabe der gewährten Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse

Zum Jahresende bestehen für Vorstandsmitglieder keine und für Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von T€ 186 zu marktüblichen Konditionen gewährte Kredite, welche vollständig durch Verpfändung von Sicherheiten unterlegt sind.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht vorhanden.

4. Risikobericht

Für die Sicherung des Vermögens und die langfristige Ertragssicherung ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen eingehbaren Risiken und Ertragspotenzial notwendig. Hierzu hat die Bank ein Risikomanagementsystem etabliert. Das System umfasst die Identifizierung und Messung der Risiken und deren Dokumentation in einer Risikolandkarte. Die Risiken und ihre Messverfahren sind in einem Risikohandbuch festgelegt und definiert. Der Vorstand ist verantwortlich für alle Risiken und hat aufbauend auf der Geschäftsstrategie und unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit eine Risikostrategie erlassen, die den Handlungsrahmen verbindlich festlegt. Bankspezifische Risikoindikatoren sind definiert und in die regelmäßige Berichterstattung eingebunden.

Durch die eingerichteten Risikosteuerungs- und -controllingprozesse stellt die Bank sicher, dass die wesentlichen, in das Risikotragfähigkeitskonzept einbezogenen Risiken zu jedem Zeitpunkt durch die zur Verfügung stehende Risikodeckungsmasse abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit gegeben ist.

Es besteht ein Risiko- und ein Prüfungsausschuss aus den Mitgliedern des Aufsichtsrates, der regelmäßig tagt und in den regulären Aufsichtsratssitzungen berichtet. Die Belange der Institutsvergütungsverordnung werden durch den Präsidialausschuss, bestehend aus drei Mitgliedern des Aufsichtsrates, wahrgenommen.

Das Risikomanagement wird von verschiedenen Bereichen ausgeübt. Dabei werden Risikoinformationen in strategische und operative Entscheidungen einbezogen, um ein optimales Risiko-Ertrags-Profil für den jeweiligen Geschäftsbereich zu erreichen.

Im Risikomanagement wird in Makro- und Mikroebene unterschieden. Die Makroebene bezeichnet das Risikomanagement auf übergeordneter Bank- bzw. Bereichsebene, während sich die Mikroebene mit dem Risikomanagement auf der Ebene einzelner Geschäfte oder Sachverhalte beschäftigt.

Makroebene

Der Vorstand legt die Strategie fest, die sowohl die Risikobereitschaft als auch das angestrebte Risikoertragsverhältnis berücksichtigt. Die Strategie findet Niederschlag in der Risikotragfähigkeitsberechnung und der Limitstruktur. Daneben ist die Bestimmung der Unternehmensziele, die in der Strategie verankert sind, wesentliche Aufgabe des Vorstands. Neben grundsätzlichen Zielen werden auch Zielstrukturen der Geschäftsbereiche unter Risikoaspekten dargestellt und damit eine Basis für die Geschäftssteuerung anhand von (Risiko-)Kennzahlen und entsprechender Kommunikation gelegt.

Der Vorstand überwacht und begrenzt die Gesamtrisikoposition innerhalb von Globallimiten und der Risikotragfähigkeit.

Die Gesamtrisikoposition wird neben einer Einzelgeschäftssteuerung durch die Messung und Limitierung im Risiko gesteuert.

Das Risikomanagement umfasst alle Maßnahmen mit der Zielsetzung einer wertsteigernden Gestaltung der Risikopositionen und der Sicherung des Fortbestandes der Gesellschaft. Die Steuerung der einzelnen Risiken ist dezentral verteilt. Das Risikocontrolling umfasst die Identifizierung, Analyse, Limitierung und Überwachung sowie die regelmäßige Berichterstattung der Risiken an den Vorstand. Die Umsetzung der Risikostrategie (operative Steuerung) durch die Übernahme oder die Reduzierung von Risiken erfolgt in den dezentralen risikotragenden Bereichen. Für die Überwachung der Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken und operationellen Risiken ist die Abteilung Finanzmanagement zuständig. Die Steuerung der Liquidität erfolgt im Handel.

Als prozessunabhängige Überwachungsstelle dient die Interne Revision. Sie überwacht die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements und berichtet dem Vorstand regelmäßig über ihre Prüfungsergebnisse, Empfehlungen und Bewertungen.

Die Compliance-Funktion ist für die Identifizierung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben sowie der Risiken, die sich aus der Nichteinhaltung zu einer Gefährdung des Vermögens des Instituts ergeben können, unter Berücksichtigung von Risikogesichtspunkten zuständig.

Mikroebene

Die quirin bank unterscheidet folgende relevante Risikokategorien:

• Adressenausfallrisiko

• Marktpreisrisiko

• operationelles Risiko

• Liquiditätsrisiken

• Geschäftsrisiko

Kennzahlen Limitstruktur und Auslastung:

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  31. Dezember 2014
  Limit Auslastung
  T€ T€ in Prozent
Standardszenario      
Adressenausfallrisiko 4.400 1.689 38
Beteiligungsrisiko 1.500 1.317 88
Marktpreisrisiko 6.300 2.303 37
Operationelles Risiko 1.000 150 15
Gesamtrisiko 13.200 5.460 41

Das Gesamtlimit war im Berichtszeitraum stets eingehalten. Auf die Darstellung von Durchschnittsauslastungen für das Jahr 2014 wurde aufgrund von Limitanpassungen und der dadurch eingeschränkten Aussagekraft verzichtet.

Um die Verlustanfälligkeit zu überprüfen, werden vierteljährlich Stressrechnungen für die wesentlichsten Risiken der Bank durchgeführt und an die Organe der Bank berichtet. Ergebnisse der Stressszenarien werden in der Reihenfolge den einzelnen Limiten (Standard und nachfolgend dem Stressszenario) gegenübergestellt.

In der Risikotragfähigkeit wird das Risikodeckungspotenzial basierend auf Ist-Werten des Stichtags ermittelt. Dabei wird das Eigenkapital um den Fonds für allgemeine Bankrisiken ergänzt sowie um immaterielle Vermögenswerte und den Betrag aus den aufsichtsrechtlichen Anforderungen der Säule 1 gekürzt. Im Rahmen der Ermittlung der Risikoarten unterscheidet die Bank zwischen einem Standardszenario, das die Realisierung von Planungsannahmen unterstellt, und Stressrechnungen, welche die adverse Entwicklung der Risikopositionen abbilden. Das Stresslimit von 22,3 Mio. € war bei einer unterstellten einjährigen Haltedauer zum Risikoberichtsstichtag 31. Oktober 2014 mit 76,2 % ausgelastet. Bei der Risikoquantifizierung wird weiterhin ein Stressszenario mit einer kausalen Wirkungskette betrachtet. Die Bank geht dabei von einem schweren konjunkturellen Einbruch mit Auswirkungen auf den Kapitalmarkt analog den Jahren 2007/2008 unter Berücksichtigung des Geschäftsrisikos jeweils zu den Risikoberichtsstichtagen 31. Januar, 30. April, 31. Juli und 31. Oktober aus. Seit Mitte 2014 wendet die Bank zur Messung der Risikotragfähigkeit den Going-Concern-Ansatz an (Bestandsschutz des Instituts). Die entsprechenden Limite wurden zu den vorstehenden Risikoberichtsstichtagen in 2014 eingehalten.

Die Kennzahl für die Zinsrisiken im Anlagebuch gemäß dem Rundschreiben 11/2011 (BA) der BaFin vom 9. November 2011 beträgt zum 31. Dezember 2014 rund 11,50 Prozent (Vorjahr 10 Prozent).

Die Risikoaufnahme für die Gruppe entfällt mit der Liquidation der quirin eins GmbH i. L.

Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko umfasst Kredit- und Bonitätsrisiken, Kontrahentenrisiken, Emittentenrisiken sowie Strukturrisiken.

Kredit- und Bonitätsrisiken umfassen das Risiko, dass ein Kreditnehmer seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht termingerecht nachkommt. Das Adressenausfallrisiko beinhaltet negative Wertänderungen, die über das Maß der erwarteten Verluste hinausgehen.

Kontrahentenrisiken ergeben sich aus noch nicht vollständig abgewickelten Geschäften und dem Risiko des Ausfalls des Geschäftspartners. Dabei kann die Erfüllung selbst ausfallen, wenn die Bank mit ihrer Lieferung bereits in Vorleistung getreten ist.

Emittentenrisiken umfassen die Nichterbringung von Zins- und Tilgungsleistungen aus einer Emission.

Strukturrisiken ergeben sich aus der Zusammensetzung des Kreditportfolios und dabei in der Zusammenwirkung von Einzelrisiken (Größenstruktur/Klumpenrisiken, Branchenkonzentrationen, regionale Konzentrationen).

Kreditentscheidungen erfolgen im Rahmen der aktuell gültigen Entscheidungsordnung (EO) der Bank.

Für die Messung der Adressenausfallrisiken aus Kreditrisiken hat die Bank das Lower-Partial-Moment-Modell (LPM) festgelegt. Unter dem LPM versteht man Risikomaße, die sich als Downside-Risikomaß nur auf einen Teil der gesamten Wahrscheinlichkeitsdichte beziehen. Sie erfassen nur die negativen Abweichungen von einer Zielgröße, werten dabei aber die gesamten Informationen der Wahrscheinlichkeitsverteilung aus. Das Risiko wird folglich als Gefahr der Unterschreitung einer finanzwirtschaftlichen Zielgröße definiert.

Die Eingruppierung der Kreditnehmer in interne Ratinggruppen erfolgt mittels eines Punktwertmodells (= Scoring-Modell). Punktwertmodelle zerlegen komplexe Entscheidungssituationen in überschaubare Teilentscheidungen und aggregieren diese nachfolgend wieder zu einem Gesamtergebnis. Für die einzelnen Teilentscheidungen hat die Bank entsprechend der Risikostrategie unter Berücksichtigung des Umfanges sowie der Ausprägungen des Kreditgeschäftes die Kreditsicherheiten und die Überziehungen als Kriterien gewählt. Im Stressszenario wird eine Halbierung der Wertpapiersicherheiten unterstellt. Für die Gruppen 5 und 6 erfolgt bereits im Standardszenario eine vollständige Anrechnung der Inanspruchnahme nach Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen und Sicherheiten.

Branchenschwerpunkte bzw. Eingrenzungen sind durch die Bank nicht vorgesehen, da Kreditvergaben hauptsächlich in Form von durch Wertpapiere gesicherten Krediten (Lombardkrediten) an Privatpersonen und an Einzelunternehmen erfolgen. Das Kreditgeschäft ist vorrangig auf den regionalen und nationalen Markt ausgerichtet.

Bei den Ausfallrisiken von Handelsgeschäften erfolgt eine Differenzierung nach Kontrahenten- und Emittentenrisiken. Für den jeweiligen Kontrahenten wird eine Ausfallwahrscheinlichkeit ermittelt. Die Berechnung erfolgt auf der Basis der jeweiligen Ausfallwahrscheinlichkeit für das Rating des Emittenten (Quelle: Rating-Agentur Standard & Poor’s – S&P). Bei der Ermittlung der Kontrahentenrisiken werden alle Geschäfte mit Ausnahme der Börsengeschäfte und der Geschäfte, bei denen Zahlung und Lieferung Zug um Zug erfolgen, berücksichtigt. Grundsätzlich werden Vorleistungsrisiken durch die Vereinbarung von Zug-um-Zug-Geschäften vermieden.

Emittentenrisiken des Anlagebuchs mit einer KSA-Gewichtung ungleich null werden im Standardszenario auf der Basis der jeweiligen Ausfallwahrscheinlichkeit von S&P für das Rating des Emittenten und die jeweils ermittelte Restlaufzeit bemessen. Für Anlagen in Unternehmensanleihen ist grundsätzlich ein externes Rating der Anleihe BBB+ (gute Anlage) oder besser erforderlich. Sofern keine externen Ratings vorliegen, erfolgt der Ansatz für die Ausfallwahrscheinlichkeit entsprechend der Ratingstufe „B“ (hochspekulative Anlage). Darüber hinaus können Anlagen in Staatsanleihen von Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit einem Rating von mindestens „A“ (sichere Anlage) erfolgen.

Auf eine gesonderte Limitierung der Emittentenrisiken für Adressenausfallrisiken im Handelsbuch wird gemäß den MaRisk verzichtet. Die Risiken werden über das Marktpreisrisiko berücksichtigt.

Die unterstellten Ausfallwahrscheinlichkeiten werden regelmäßig in Bezug auf die getroffenen Annahmen überprüft.

Migrationsrisiken werden durch eine unterstellte erhöhte Ratingverschlechterung in den Stressrechnungen abgebildet.

Die Bank berücksichtigt Adressenausfallrisiken aus nicht börsengehandelten (OTC-)Derivaten nach der aufsichtsrechtlichen Methode (CVA Charge). Das Risikocontrolling übernimmt den errechneten Wert aus dem Meldewesen.

Die Ermittlung des Beteiligungsrisikos erfolgt halbjährlich auf Basis von extern vergebenen Ratings und den von Standard & Poor’s historisch ermittelten Ausfallquoten für die jeweilige Ratingeinstufung für eine unterstellte Haltedauer von 5 Jahren. Liegt für die Unternehmen, an denen die Bank beteiligt ist, kein Rating vor, wird ein Rating von „B“ (hochspekulative Anlage) gesetzt.

Darüber hinaus erfolgt eine Überprüfung anhand eines jährlichen Impairment-Tests sowie einer jährlichen Ergebnismeldung und ihrer Auswertung. Durch die Vertretung des Vorstands bzw. leitender Angestellter in den Aufsichtsorganen wird die Beteiligung laufend überwacht.

Für die Stressrechnungen wird seit dem Berichtsjahr die Gordy-Formel für Kontrahenten-, Emittenten- und Beteiligungsrisiken verwendet. Dabei werden die aktuellen historischen Ausfallquoten mit zwei Ratingstufen schlechter zum Standardszenario unterstellt. Es wird mindestens eine Ausfall-wahrscheinlichkeit von 0,03 Prozent unterstellt. Emittenten ohne Rating (gesetzte Ratingeinstufung B) werden um eine Ratingstufe schlechter gestellt.

Die Eigenkapitalquote nach CRR (Kapitaladäquanzverordnung und –richtlinie, vormals Solvabilitäts-verordnung [SolvV]) lag im Verlauf des Geschäftsjahres nicht unter 19,1 Prozent und beträgt zum Bilanzstichtag 21,6 Prozent.

Zum Bilanzstichtag hat die Bank Pauschalwertberichtigungen für Adressenausfallrisiken von T€ 118 (Vorjahr T€ 268) gebildet. Einzelwertberichtigungen bestehen in Höhe von T€ 702 (Vorjahr T€ 343).

Marktpreisrisiken

Die Bank fasst das Zinsänderungs-, Kurs- und Währungsrisiko unter den Marktpreisrisiken zusammen. Darüber hinaus werden Credit Spreads im Handelsbestand und im Anlagebuch unter den Marktpreisrisiken erfasst.

Ein Eigenhandel (Nostro-Handel) in Aktien, Derivaten oder Devisen mit dem Ziel der kurzfristigen Gewinnerzielung wird in der Bank grundsätzlich nicht betrieben. Weiterhin führt die Bank keine Geschäfte in Immobilien, Optionen und Rohwaren durch. Diese Geschäfte bleiben bei den Ausführungen zu den Marktrisiken entsprechend unberücksichtigt.

Da die Bank Wertpapieraufträge und Börsentermingeschäfte für Kunden grundsätzlich als Kommissionsgeschäfte durchführt, bleiben diese bei den Marktpreisrisiken unberücksichtigt.

Die Bank hat zur Stabilisierung des Zinsergebnisses ein begrenztes Zinsbuch aufgebaut.

Das bestehende Limitsystem für die Begrenzung und Überwachung der Marktpreisrisiken aus den Handelsgeschäften gibt Einzellimite für die jeweiligen Bestände vor. Als Abgrenzungskriterien werden dabei die Zuordnung der Wertpapiere zu Handels- und Anlagebestand sowie die unterschiedlichen Anlagearten (Renten, Tages- und Termingelder, Fonds, Aktien/Zertifikate und Devisen) herangezogen. Eine Überprüfung der Limite erfolgt regelmäßig.

Die im Rahmen der bilanziellen Bewertung gebildeten währungs-, betrags- und laufzeitkongruenten Bewertungseinheiten (Mikro-Hedges) von Devisentermingeschäften werden im Risiko einzelgeschäftsbezogen und marktnah (Mark-to-Market) bewertet und in das Risiko vollständig einbezogen. Diese Geschäfte betreffen entsprechende Kunden- und deren Absicherungsgeschäfte.

Weitergehende Hedgingstrategien betreibt die Bank aufgrund ihres Geschäfts- und Risikoprofiles nicht.

Die Berechnung der Risikoauslastung erfolgt täglich auf Basis der Endbestände des Vortages. Limitüberschreitungen bedürfen der gesonderten Genehmigung des Vorstandes.

Für die Messung der Marktpreisrisiken nutzt die Bank die Value-at-Risk-Methode (VaR). Der VaR ist definiert als der maximale Wertverlust einer Risikoposition, welcher über einem vorgegebenen Zeitraum mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird.

Methodisch basiert die Berechnung des VaR auf einem Varianz-Kovarianz-Ansatz (Delta-Normal-Ansatz). Für die Bank ist ein Konfidenzniveau von 99 Prozent und eine Haltedauer von 30 Tagen für den Handels- und Anlagebestand festgelegt. Zur Berechnung der Volatilitäten ist eine Historientiefe von 250 Tagen bestimmt. Im Einzelnen wird der VaR je Einzelposition, zerlegt nach den jeweiligen Risikopositionen (Kurs-, Zins und Währungsrisiko), berechnet und je Portfolio aggregiert. Auf jeder nächsthöheren Portfolioebene wird der VaR jeweils neu ermittelt.

Aufgrund der anstehenden Migration auf die neue Banksoftware wird der nicht diversifizierte VaR als Messmethode beibehalten. Für die Stressrechnung wird das Konfidenzniveau auf 99,99 Prozent erhöht.

Im Berichtszeitraum hat die Bank eine neue Methode für die Berechnung und Messung der Credit Spreads eingeführt. Dabei wird monatlich eine Berechnung auf Basis von Z-Spreads (bzw. Z-Discount Margin für Floater) als VaR im Rahmen einer historischen Simulation für festverzinsliche Wertpapiere und Floater durchgeführt. Das bedeutet, es wird zunächst ein theoretischer Barwert durch Diskontierung auf Basis der risikofreien Zinsstruktur berechnet, um dann diejenige Parallelverschiebung der Zinskurve zu suchen, mit der exakt der beobachtete Marktwert reproduziert wird. Die täglichen Spread-Änderungen aus der Historie werden auf die aktuelle Spread-Situation angewendet und entsprechend als Szenarien definiert. Korrelationen sind somit implizit berücksichtigt.

Die Stressermittlung erfolgt über eine Credit-Spread-Sensitivität von 50-100 Basispunkten. Die Sensitivität drückt die Wertveränderung einer Position gegenüber einer Änderung des Z-Spreads um einen Basispunkt aus.

Technisch bedingt werden Marktpreisrisiken am Folgetag ex post berechnet und den Limiten gegenübergestellt. Eine untertägige (intraday) Limitüberwachung erfolgt nicht.

Operationelle Risiken

Die Bank definiert das operationelle Risiko als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse eintreten. Nicht erfasst von dieser Definition werden das strategische und das Reputationsrisiko.

Der Vorstand hat ein System zur systematischen, bankweiten und zeitnahen Identifikation der operationellen Risiken implementiert. In diesem Zusammenhang werden Methoden und Tools fortentwickelt, um ein effizienteres Messen und Steuern operationeller Risiken (opRisk) zu gewährleisten.

Folgende „Grundsätze“ der Bank sind hierfür die Basis:

Die quirin bank AG ist ein bewusst operationelle Risiken steuerndes Unternehmen. Operationelle Risiken als nicht vergütete Schadensrisiken sind grundsätzlich zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Auf die Durchführung von Aktivitäten, die mit häufig zu hohen Schäden führenden Risiken verbunden sind, ist zu verzichten. Risiken mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit der Schadensereignisse, jedoch hoher Auswirkung werden durch Versicherungen und versicherungsähnliche Instrumente transferiert. Bei Risiken mit häufig auftretenden, jedoch geringen Schäden sind geeignete organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um Häufigkeit und Ausmaß der Schäden so weit wie möglich zu reduzieren. Alle Maßnahmen und Instrumente sind unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten anzuwenden.

Für die Erreichung der Ziele wurde eine strategische Umsetzung festgelegt. Danach hat die Bank organisatorische Rahmenbedingungen geschaffen und operationelle Risiken systematisch und bankweit erfasst. Schadensfälle werden in einer Schadensfalldatenbank nachgehalten und ausgewertet.

Im Berichtszeitraum hat die Bank die Methode für die Messung der operationellen Risiken für die Zwecke der Berechnung der Risikotragfähigkeit umgestellt. Es wird der Schadensfallhöchstbetrag (ohne Minderung durch Dritte [z. B. Versicherungszahlungen]) der letzten 5 Jahre angesetzt und für die Stressrechnung verdreifacht. Mittelfristig wird die Methodik weiter fortentwickelt und in ein umfassendes Steuerungskonzept für operationelle Risiken überführt (langfristiges Ziel).

Für die Risikoinventur verwendet die Bank ein analytisches Self-Assessment. Mit dieser Risikoinventur können Risikopotenziale erkannt werden. Diese Indikation für die bestehenden operationellen Risiken in der Bank soll die Veränderung zur Risikomessung des Vorjahres aufzeigen und neue Schwachstellen in der Organisation, in Prozessen und Systemen identifizieren. Im Rahmen des Self-Assessments werden risikoreduzierende Maßnahmen der entsprechenden Bereiche eingefordert und nachgehalten.

Flankiert werden diese Maßnahmen durch die konsequente Überprüfung und Fortentwicklung des internen Kontrollsystems (IKS) sowie durch Compliance-Regeln und entsprechendes Monitoring in den betroffenen Bereichen (wie z. B. Recht und Personal).

Weiterhin werden Risiken, insbesondere IT-Risiken, durch strategische Partnerschaften und Outsourcing von Aufgaben an kompetente Partner (z. B. Rechenzentrumsbetriebe) minimiert.

Vorstand und Führungskräfte haben insbesondere die Aufgabe, die gelebte Risikokultur im Umgang mit operationellen Risiken sicherzustellen.

Liquiditätsrisiken

Die Bank hat im Rahmen ihrer Strategie stets sicherzustellen, dass sie ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen kann. Wichtig ist dabei die Diversifizierung im Hinblick auf die Vermögens- und Kapitalstruktur.

Die Refinanzierung der Bank erfolgt zum einen über Kundeneinlagen und zum anderen über das Eigenkapital. Darüber hinaus kann die Bank die Spitzenrefinanzierungsfazilität beziehungsweise Offenmarktgeschäfte der EZB in Anspruch nehmen.

Abrufrisiken werden weitestgehend durch die fristenkongruenten Liquiditätsanlagen und die Anlagen in kurzfristige liquidierbare Vermögenswerte vermieden.

Terminrisiken trägt die Bank durch weitestgehend fristenkongruente Geschäfte Rechnung.

Grundsätzlich werden Vorleistungsrisiken durch die Vereinbarung von Zug-um-Zug-Geschäften vermieden.

Für die Bank besteht ein Notfallplan, um möglichen Liquiditätsengpässen zu begegnen.

Die jeweiligen Liquiditätskosten, -nutzen und -risiken sind in der Planung für das Jahr 2015 berücksichtigt und werden ab 2015 verursachungsgerecht intern verrechnet (internes Verrechnungspreissystem).

Für die operative Liquiditätssteuerung ist der Bereich Handel/Treasury zuständig. Grundlage seiner Entscheidung ist der zugemeldete Refinanzierungsbedarf für die unterschiedlichen Zeithorizonte.

Im Rahmen der Überwachung werden die liquiden Mittel entsprechend ihrer Fristigkeit als Zahlungsverpflichtungen und -forderungen gegenübergestellt.

Die Liquiditätslage der Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der hohen Passiveinlagen stabil. Die Kennziffer gemäß Liquiditätsverordnung betrug zum 31. Dezember 2014 5,25. Im gesamten Geschäftsjahr 2014 lag die Kennziffer zu den einzelnen Monatsstichtagen zwischen 2,68 und 5,64.

Für die Überwachung der Liquiditätsrisiken nutzt die Bank den Liquidity-at-Risk (LaR). Der LaR bezeichnet den Auszahlungsüberschuss, der während eines Geschäftstages mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird. Mit dem LaR lässt sich bestimmen, wie viel Liquidität die Bank zur Sicherstellung der täglichen Zahlungsbereitschaft vorhalten soll. Die Bank steuert bekannte Liquiditätsströme aus ihrer Liquiditätsanlage aus. Für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 beträgt die LaR-Kennzahl für ein 99-prozentiges Konfidenzniveau € 65 Mio., dem die Bank durch Übernachtgeldanlagen, maßgeblich bei der Deutschen Bundesbank, Rechnung trägt.

Geschäftsrisiken

Kosten-, Absatz-/Umsatzrisiken und strategische Risiken sind unter den Geschäftsrisiken zusammengefasst.

Kostenrisiken werden in der Abweichung der Ist-Kosten von den Plan-Kosten im Rahmen von Prozentauslastungen gemessen. Abweichungsanalysen erfolgen im Rahmen der Planung und regelmäßig bei Soll-Ist-Analysen.

Kostensteigerungen werden durch Budgetkontrollen und Budgetverantwortungen eingegrenzt. Im Rahmen der Soll-Ist-Analysen werden bei Budgetüberschreitungen Maßnahmen zur Kosteneindämmung zeitnah besprochen und verabschiedet.

Bei den Absatz-/Umsatzrisiken werden Ausfälle der Planumsätze bei Konstanz der Planaufwendungen angenommen. Absatz-/Umsatzeinbrüche werden analog den Kostenrisiken durch Ertragskontrollen und Ertragsverantwortliche eingegrenzt. Insbesondere durch die fortgesetzte Wachstumsphase der Honorarberatung ist das Absatz-/Umsatzrisiko bedeutend. Das strategische Risiko, Marktpotenziale und Trends zu verkennen, wird im Rahmen der Mittelfristplanung und ihrer regelmäßigen Überprüfung betrachtet.

Für die Bank bestehen Kennzahlen, die regelmäßig ermittelt und berichtet werden. Anhand der Kennzahlen kann der Erfolg und die Zielerreichung bemessen werden.

Das Risikoreporting umfasst die zeitnahe Information der risikorelevanten Informationen an die entsprechenden Entscheidungsträger unter Beachtung der Anforderungen der MaRisk. Neben einem täglichen Reporting über die Limitauslastungen der Marktpreisrisiken und Kontrahentenrisiken an den Handel, das Rechnungswesen, die Abwicklung und an den Vorstand erfolgt ein erweitertes Monatsreporting an die gleichen Adressaten sowie ein vierteljährliches Reporting an die Organe der Bank. Über die Geschäftsentwicklung wird monatlich an die Organe der Bank berichtet.

Die quirin bank ist dem Einlagensicherungsfonds (der Entschädigungseinrichtung) des Bundesverbandes deutscher Banken zugeordnet.

Zusammenfassung und Ausblick für das Risikomanagement

Der Vorstand hat die Risiken der Bank unter Berücksichtigung der Geschäftsstrategie und der Risikotragfähigkeit in der Risikostrategie festgelegt. Darauf aufbauend sind entsprechende Analysen, Methoden und Kennzahlen zur Messung und Überwachung der Risiken entwickelt und implementiert worden. Die Risiken werden regelmäßig erfasst und überwacht.

Die wesentlichen Risiken der Bank sind durch das Risikodeckungspotenzial abgedeckt. Die Risikotragfähigkeit der Bank ist gegeben.

Mit der Migration auf das neue IT-System Avaloq werden auch die Methoden für die Messung der Marktpreisrisiken umgestellt. Weiterhin ist der Einsatz einer Standardsoftware für die Messung, Analyse und Steuerung der Risiken beschlossen. Deren Einführung ist für das kommende Jahr geplant.

5. Chancen- und Prognosebericht

In das Jahr 2015 startet die deutsche Konjunktur wieder mit etwas mehr Dynamik. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen auch aufgrund des dramatisch gesunkenen Ölpreises und des gesunkenen EUR-Wechselkurses mit einer konjunkturellen Belebung. Demnach dürfte der private Konsum, aber auch die Investitionstätigkeit zu einer leichten Beschleunigung des gesamtwirtschaftlichen Wachstums führen. Insbesondere die Entscheidung der EZB vom 22. Januar 2015, an der Niedrigzinspolitik festzuhalten und Anleihekäufe von bis zu € 1,1 Billionen Euro durchzuführen, unterstützt die derzeitige Euroschwäche und fördert so die europäische Exportwirtschaft und damit unmittelbar die Konjunktur im Euroraum.

Aus den Prognosen des gesamtwirtschaftlichen Umfelds, insbesondere für Deutschland, leitet die quirin bank für sich unverändert ein fortgesetztes Wachstum ab. Auch für 2015 rechnet die Bank mit einem unverändert niedrigen Zinsniveau und einem volatilen Kapitalmarkt auf hohem Niveau. Mit ihrem klaren Anlagekonzept in der Honorarberatung wird die Bank das Marktumfeld nutzen und weiterhin ihren Wachstumskurs fortsetzen können.

Im Rahmen der Planung für das Geschäftsjahr 2015 geht die Bank für die beiden Geschäftsbereiche Private Banking und Unternehmerbank von positiven Deckungsbeiträgen aus ihrer operativen Geschäftsaktivität aus. Darüber hinaus erwartet die Bank Einmalerträge aus dem BPO-Geschäft sowie dem geplanten Verkauf der Berliner Effektenbank. Für die Unternehmerbank ist eine Prognose aufgrund der Abhängigkeit vom Deal Flow sowie des Kapitalmarktumfeldes schwierig, weshalb die Bank für diesen Geschäftsbereich auf der Basis konservativer Planansätze von einem geringeren Ergebnis ausgeht. Insgesamt erwartet die Bank für 2015 ein positives Gesamtergebnis vor Steuern von wenigstens der Hälfte der Vergleichsgröße 2014.

Im Private Banking wird das Ergebnis 2015 vom Verkauf der Niederlassung „Berliner Effektenbank“ beeinflusst werden. Dem einmaligen Verkaufserlös stehen verringerte Provisionserträge und Verwaltungskosten durch den Übergang der Niederlassung gegenüber. Gleichzeitig verringert sich der Komplexitätsgrad.

Im Honorarbanking gehen wir von kontinuierlich steigenden AuM bei einer stabilen Marge und damit von steigenden Provisionserträgen aus. Auch im kommenden Jahr wird die Bank durch gezielte Aktionen die Gewinnung von Kunden und Assets unterstützen. Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollen die AuM um gut 16 Prozent auf € 2,8 Mrd. gesteigert werden. Gleichzeitig wurde durch die Schließung von zwei defizitären Niederlassungen im Herbst 2014 und einer Korrektur des Gehaltsgefüges die Kostenstruktur verbessert, die zum 1. Januar 2015 wirksam wird.

Der in der Bank bislang schwach ausgeprägte Zinsüberschuss soll durch einen systematischen Ausbau des Lombardkreditgeschäfts sukzessive verbessert werden. Gegenläufig bestehen Risiken aus einem zunehmend volatilen Kapitalmarktumfeld und der Konkurrenzlage. Für die Steuerung des Zinsergebnisses und der Eigenanlagen baut die Bank den Bereich Treasury aus, der nun erfolgsseitig gemessen wird.

In den kommenden Jahren sollen die durch quirion verwalteten Assets überproportional wachsen. Dieses Ziel hält die Bank für realistisch, da sie über ihre Plattform quirion auch Kunden mit kleineren Vermögen eine professionelle Vermögensverwaltung mit Produkten, die sonst nur Großinvestoren offenstehen, zu einem attraktiven Preis anbieten kann. Risiken bestehen in dem Nichterreichen der Wachstumsziele aufgrund einer unzureichenden Akzeptanz des neu konzipierten Internet-Angebotes für die Vermögensverwaltung.

Für den Geschäftsbereich Unternehmerbank wird das Angebot für institutionelle Kunden und Unternehmen des klassischen Mittelstands weiter ausgeweitet. Hierzu sollen der Bekanntheitsgrad der Bank gesteigert und neue Kunden über gezielte Veranstaltungen gewonnen werden. Für das Research steht der Ausbau und die Optimierung der Coverage List von Small- und Mid-Cap-Unternehmen im Mittelpunkt der Aktivitäten mit dem Ziel, eine höhere Marktdurchdringung und Unterstützung bei der Mandatsakquise zu erreichen.

Die Bank erwartet weiterhin eine eingeschränkte Kreditvergabe der Banken aufgrund der aufsichtsrechtlichen Vorgaben und sieht unverändert den Kapitalmarkt als wichtige Finanzierungsquelle für mittelständische Unternehmen.

Als Ziel möchte die Bank ihre führende Marktstellung bei mittelständischen Unternehmen für Unternehmensanleihen weiter ausbauen. Sie sieht sich als die bekannte Größe, die der Kunde bei seiner Auswahl der transaktionsbegleitenden Bank immer in Betracht ziehen sollte.

Risiken bestehen für den Geschäftsbereich darin, dass die erwarteten Wachstumsziele durch eine unvorhersehbare Verschlechterung der Gesamtwirtschaftslage sowie der Kapitalmärkte nicht erreicht werden können.

Für die quirin bank wird die IT-Migration von ihrer derzeitigen Software ITREXS auf die Avaloq Banking Suite (ABS) unseres Kooperationspartners Avaloq von zentraler Bedeutung sein. Dieser Systemwechsel bietet der quirin bank vielfältige Chancen in ihrer weiteren Entwicklung, da die neue Software einen höheren Kundenkomfort bietet sowie eine erweiterte Produktpalette ermöglicht.

Unter Federführung der Avaloq werden neben der quirin bank selbst auch alle anderen BPO-Mandanten im Laufe des Geschäftsjahres 2015 auf die neue Systemwelt migriert. Projektverantwortlich ist die Avaloq Sourcing. Ursprünglich war der Systemwechsel für den Jahreswechsel 2014/2015 vorgesehen. Risiken für die Bank bestehen in einer verlängerten Migrationsdauer und den daraus folgenden Kostensteigerungen. Weiterhin bestehen in der Übergangsphase erhöhte Prozess- und operationelle Risiken.

Die Entwicklung des regulatorischen Umfeldes wird grundsätzlich für alle Banken zunehmend ein wesentlicher Einflussfaktor für die erfolgreiche Umsetzung ihrer Geschäftsmodelle. Dieser Entwicklung kann sich auch die quirin bank nicht entziehen. Neue bereits in Kraft getretene als auch absehbare regulatorische Anforderungen wirken auf die Bank zunehmend kostentreibend und komplexitätserhöhend sowie geschäftsbeschränkend. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt die Bank, die Eigenkapitalallokation mittelfristig auf eine Risk-Return-Steuerung umzustellen.

Die Bank sieht sich unverändert gut aufgestellt, um ihre Ziele, begehrteste Marke für das Private Banking in Deutschland zu werden, ihre führende Rolle in der Honorarberatung zu erhalten sowie den Wert der Bank nachhaltig zu steigern, zu erreichen.

 

Berlin, 26. Februar 2015

quirin bank AG

Der Vorstand

Karl Matthäus Schmidt

Johannes Eismann

Dr. Marcel Morschbach

Stefan Spannagl

Bilanz zum 31. Dezember 2014

der quirin bank AG

Aktivseite

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  Euro Euro Euro 31.12.2013
Euro
1. Barreserve        
a) Kassenbestand   231.199,20   271.073,34
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken   86.559.878,06   162.061.931,60
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 86.559.878,06 Euro       162.061.931,60
      86.791.077,26 162.333.004,94
3. Forderungen an Kreditinstitute        
a) täglich fällig   117.292.366,80   98.156.276,06
b) andere Forderungen   30.460.549,99   460.018,78
      147.752.916,79 98.616.294,84
4. Forderungen an Kunden     15.542.699,46 16.179.556,62
5. Schuldverschreibungen und andere fest- verzinsliche Wertpapiere        
b) Anleihen und Schuldverschreibungen        
ba) von öffentlichen Emittenten 150.161.351,03     172.038.427,02
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 149.420.855,00 Euro       171.405.805,00
bb) von anderen Emittenten 63.212.033,67     36.885.058,63
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 50.898.287,50 Euro       26.960.037,50
    213.373.384,70   208.923.485,65
      213.373.384,70 208.923.485,65
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche     5.269.537,86 4.540.878,26
Wertpapiere        
6a. Handelsbestand     1.569.996,47 10.162.856,14
7. Beteiligungen     7.907.901,00 5.949.915,50
8. Anteile an verbundenen Unternehmen     257.513,98 257.513,98
11. Immaterielle Anlagewerte        
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   918.657,00   850.902,00
d) Geleistete Anzahlungen   211.203,81   186.228,61
      1.129.860,81 1.037.130,61
12. Sachanlagen     796.195,65 1.073.351,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände     1.797.287,47 1.585.194,54
15. Rechnungsabgrenzungsposten     2.146.101,27 279.354,09
Summe der Aktiva     484.334.472,72 510.938.536,17

Passivseite

       
 
Euro

Euro

Euro
31.12.2013
Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten        
a) täglich fällig   89.038.517,55   113.725.065,27
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   2.070.146,63   2.070.983,25
      91.108.664,18 115.796.048,52
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden        
b) andere Verbindlichkeiten        
ba) täglich fällig 318.831.745,61     323.235.061,28
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 16.221.918,64     18.685.815,92
    335.053.664,25   341.920.877,20
      335.053.664,25 341.920.877,20
3a. Handelsbestand     24.022,79 16.582,91
5. Sonstige Verbindlichkeiten     6.035.673,85 6.381.271,20
6. Rechnungsabgrenzungsposten     17.081,92 7.779,20
7. Rückstellungen        
b) Steuerrückstellungen   326.900,00   0,00
c) andere Rückstellungen   9.257.964,26   7.446.334,88
      9.584.864,26 7.446.334,88
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken     1.654.729,82 1.425.425,74
12. Eigenkapital        
a) gezeichnetes Kapital   43.106.485,00   43.106.485,00
b) Kapitalrücklage   100.000,00   100.000,00
c) Gewinnrücklagen        
ca) gesetzliche Rücklage 0,00     0,00
    0,00   0,00
d) Bilanzverlust/Bilanzgewinn   -2.350.713,35   -5.262.268,48
      40.855.771,65 37.944.216,52
Summe der Passiva     484.334.472,72 510.938.536,17
1. Eventualverbindlichkeiten        
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleitsungsverträgen 397.416,50 397.416,50   599.115,81

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

der quirin bank AG

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  Euro Euro Euro 01.01.-31.12.2013
Euro
1. Zinserträge aus        
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 349.272,00     369.865,81
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 2.408.315,54     2.573.567,45
    2.757.587,54   2.943.433,26
2. Zinsaufwendungen   353.820,70   592.816,18
      2.403.766,84 2.350.617,08
3.        
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren   49.673,00   0,00
      49.673,00 0,00
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen     0,00 99.300,00
5. Provisionserträge   49.845.235,68   46.506.573,59
6. Provisionsaufwendungen   19.096.730,45   19.848.053,01
      30.748.505,23 26.658.520,58
7. Nettoertrag des Handelsbestands     2.063.736,71 1.177.759,95
darunter: Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken: -229.304,08 Euro       -130.862,22
8. Sonstige betriebliche Erträge     7.120.929,32 8.221.875,02
darunter: Erträge aus der Währungsumrechnung 1.560.748,46 Euro       87.692,78
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen        
a) Personalaufwand        
aa) Löhne und Gehälter 17.109.739,14     16.566.659,49
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.184.684,16     2.039.071,52
darunter:   19.294.423,30   18.605.731,01
für Altersversorgung 74.131,69 Euro       57.872,91
b) andere Verwaltungsaufwendungen   16.796.491,56   16.155.485,24
      36.090.914,86 34.761.216,25
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen     666.304,49 1.003.271,55
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen     2.649.635,84 3.305.933,40
darunter: Aufwand aus der Währungsumrechnung 160.285,29 Euro       412.630,53
Zinsaufwand aus Aufzinsung Rückstellungen mit Laufzeiten über 1 Jahr 4.760,16 Euro       4.741,71
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft   0,00   278.970,11
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft   110.260,04   0,00
      110.260,04 -278.970,11
16. Erträge aus der Zuschreibung zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren   1.001.750,00   2.584.001,49
      1.001.750,00 2.584.001,49
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     4.091.765,95 1.742.682,81
21. Außerordentliche Aufwendungen   729.791,55   0,00
22. Außerordentliches Ergebnis   -729.791,55 -729.791,55 0,00
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   447.225,27   119.456,21
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen   3.194,00   2.839,00
      450.419,27 122.295,21
27. Jahresüberschuß     2.911.555,13 1.620.387,60
28. Verlustvortrag aus dem Vorjahr     -5.262.268,48 -6.882.656,08
      -2.350.713,35 -5.262.268,48
34. Bilanzgewinn/Bilanzverlust     -2.350.713,35 -5.262.268,48

Anhang zum 31. Dezember 2014

A. Allgemeine Angaben zur Gliederung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2014 sowie zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aufstellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der quirin bank AG zum 31. Dezember 2014 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach der RechKredV; für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierung und Bewertung entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

Die Wertpapiergeschäfte werden am Handelstag mit entsprechender Valuta bilanziell erfasst. Schwebende Wertpapiergeschäfte gegenüber Banken werden bis zum Valutatag auf Zwischenkonten gebucht, die den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zugeordnet sind.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden zum Nennwert, Wertpapiere der Liquiditätsreserve zum Niederstwert und Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die zum Bilanzstichtag ermittelten anteiligen Zinsen werden bei den zugrunde liegenden Forderungen oder Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Stellungnahme des IDW RS BFA 2 zur Bilanzierung des Handelsbestandes wird beachtet. Alle Handelsbestände werden zum Fair Value unter Berücksichtigung eines Risikoabschlages bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird aus dem aktuellen Marktpreis am Berichtsstichtag ermittelt. Der Risikoabschlag wird nach der Value-at-Risk-Methode festgestellt und von unrealisierten Bewertungs-gewinnen der Handelsbestände in Abzug gebracht. Dabei werden eine Haltedauer von 10 Tagen, ein Beobachtungszeitraum von einem Jahr sowie ein Konfidenzniveau von 99 Prozent zugrunde gelegt. Die institutsspezifischen Handelsbuchkriterien haben sich im Berichtsjahr nicht geändert.

Die Dotierung des Sonderpostens nach § 340e Abs. 4 HGB wird bezogen auf den Nettoertrag des Handelsbestands des Geschäftsjahres zu Lasten des Handelsergebnisses vorgenommen.

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden nach § 254 HGB als Bewertungseinheiten abgebildet. Die erforderlichen Pflichtangaben gemäß § 285 Nr. 23 HGB werden in einem gesonderten Abschnitt des Anhangs ausgewiesen.

Die Darstellung der derivativen Finanzinstrumente am Bilanzstichtag enthält den nach der Marktbewertungsmethode festgestellten Zeitwert dieser Geschäfte.

Die Finanzanlagen der Bank, welche Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und festverzinsliche Wertpapiere enthalten, werden zu Anschaffungskosten bilanziert, die bei voraussichtlich dauerhaftem Wertverlust um Abschreibungen vermindert werden.

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen linearen steuerlichen Abschreibungen, bewertet. Die Bilanzierung der immateriellen Vermögenswerte erfolgt unter Beachtung der Stellungnahme des IDW RS HFA 11. Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert unter 150 EUR werden sofort aufwandswirksam abgeschrieben und mit einem Anschaffungswert zwischen 150 und unter 1.000 EUR in einen Sammelposten eingestellt und einheitlich linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Sonstige Vermögenswerte, die nicht dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen, werden als Umlaufvermögen unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Erkennbaren Risiken wird durch Wertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen für das latente Kreditrisiko werden von den Buchwerten abgesetzt.

Die Rückstellungen werden zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Im Rahmen der Anpassung und Neubildung langfristiger Rückstellungen werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst. Vom Beibehaltungswahlrecht für aufzulösende Ansammlungsrückstellungen aus der Neubewertung nach den Vorschriften des BilMoG wird Gebrauch gemacht, wenn der Auflösungsbetrag bis spätestens zum 31. Dezember 2024 zuzuführen wäre.

Eine Rückstellung für eine Betriebsprüfung in Folgejahren wurde gemäß § 3 Betriebsprüfungsordnung 2000 (BpO 2000) gebildet.

Bei der Berechnung der Forderungen aus geleisteten Steuervorauszahlungen im Zusammenhang mit erhaltenen Dividenden werden die aktuellen Regelungen der Steuergesetzgebung berücksichtigt.

Entsprechend den Vorschriften des KStG in der Fassung des SEStEG ist das Körperschaftsteuerguthaben mit dem Barwert unter den sonstigen Vermögensgegenständen aktiviert. Die Erträge aus der Aufzinsung werden in der Position Steuern vom Einkommen und Ertrag vereinnahmt.

Der Körperschaftsteuererhöhungsbetrag nach § 38 Abs. 5 und 6 KStG aus EK 02 ist mit dem Barwert unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung werden ebenfalls in der Position Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen.

Die sich aus Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen ergebenden aktiven latenten Steuern werden in Ausübung des bestehenden Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

Im Rahmen der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft wird von der Möglichkeit der Verrechnung der Aufwendungen und Erträge gemäß § 340f Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar unter Abschnitt D berücksichtigen die Stellungnahme des Hauptfachausschusses des IDW RS HFA 36 zu den Anhangangaben nach § 285 Nr. 17 HGB.

Bei der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs richtet sich die Bank nach der Stellungnahme des Bankenfachausschusses des IDW RS BFA 3. Als Methode wird die barwertige Betrachtungsweise angewendet.

Die im Rahmen einer betrieblichen Altersversorgung zur Deckung der Ansprüche der berechtigten Mitarbeiter erworbenen Wertpapiere (Deckungsvermögen) werden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten verrechnet.

Währungsumrechnung

Im Rahmen der Währungsumrechnung werden alle auf konvertierbare Fremdwährungen lautenden Vermögensgegenstände und Schulden der Bilanz zu den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank sowie alle schwebenden Termingeschäfte zu entsprechenden Terminkursen des Bilanzstichtages umgerechnet. Für auf Fremdwährung lautende Bilanzposten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden die Bewertungsergebnisse ergebniswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen vereinnahmt.

Devisentermingeschäfte werden, sofern es sich nicht um Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB handelt, dem Handelsbuch zugeordnet. Die Bewertungsergebnisse der schwebenden Termingeschäfte werden im Handelsergebnis ausgewiesen. Für die Bewertung von Devisenswapgeschäften werden gespaltene Terminkurse verwendet, die Abgrenzung der Swapstellen wird ebenfalls im Handelsergebnis vereinnahmt.

Bildung von Bewertungseinheiten

Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB werden ausschließlich für schwebende Devisentermin-geschäfte gebildet, die die Bank im Rahmen des Kundengeschäfts abschließt und durch korrespondierende Gegengeschäfte hinsichtlich der enthaltenen Währungsrisiken absichert. Die Bewertungseinheiten werden auf Mikroebene gebildet, d. h., den Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko des Grundgeschäfts stehen einzelne Sicherungsinstrumente gegenüber. Der Nachweis des Ausgleichs der gegenläufigen Wertveränderungen aus dem Grund- und Sicherungsgeschäft erfolgt im Rahmen der Critical-Term-Match-Methode. Dabei wird dokumentiert, dass die wesentlichen Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen. Aus diesem Grund kann davon ausgegangen werden, dass sich die auf das abgesicherte Risiko bezogenen Wertveränderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft über die gesamte Laufzeit der Geschäfte vollständig ausgleichen werden. Der wirksame Teil einer Bewertungseinheit wird bilanziell entsprechend der Einfrierungsmethode abgebildet. Darüber hinaus bestehende Unwirksamkeiten, bezogen auf das nicht abgesicherte Risiko, werden nach den allgemeinen Bilanzierungsvorschriften behandelt.

Die Nominalbeträge der in die Bewertungseinheiten einbezogenen Grund- und Sicherungsgeschäfte und die abgesicherten Risiken haben per 31.12.2014 folgenden Umfang:

Bewertung zinsbezogener Geschäfte des Bankbuchs

Zur Sicherstellung einer verlustfreien Bewertung des Bankbuches werden in die Beurteilung, ob ein Verpflichtungsüberschuss besteht, die zukünftigen Zahlungsströme aller zinstragenden Geschäfte mit fester Zinsbindung einbezogen. Den zum Bilanzstichtag ermittelten Barwerten werden die entsprechenden Buchwerte gegenübergestellt. Darüber hinaus werden angemessene anteilige Risiko- und Verwaltungskosten berücksichtigt. Die IDW-Stellungnahme zur verlustfreien Bewertung von zinstragenden Geschäften des Bankbuchs (BFA 3) wird beachtet. Ein Verpflichtungsüberschuss besteht zum Stichtag nicht. Die Bildung einer Rückstellung ist folglich nicht erforderlich.

B. Erläuterungen zur Bilanz

I. Aktiva

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 478 T€ enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Zum Berichtsstichtag werden unter dem Bilanzposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere die Wertpapiere der Liquiditätsreserve in Höhe von 108.815 T€ und des Anlagevermögens in Höhe von 104.558 T€ ausgewiesen. In beiden Bestandsarten hat sich das Volumen im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht.

Die Bestände der Liquiditätsreserve werden zum beizulegenden Zeitwert mit dem Marktpreis des Berichtsstichtages bewertet, sofern dieser die Anschaffungskosten nicht übersteigt. Abschreibungen sowie Zuschreibungen bis zur Höhe des Einstandspreises werden vorgenommen, soweit diese sich aus dem Börsen- oder Marktpreis am Bewertungsstichtag ergeben.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten ausgewiesen, es sei denn, dass eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung anzunehmen ist. Gezahlte Agiobeträge werden abgegrenzt und zeitanteilig über die Laufzeit der Wertpapiere aufgelöst.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die in der Position Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere ausgewiesenen Wertpapiere sind ausschließlich der Liquiditätsreserve zugeordnet. Analog zu den Anleihen und Schuldverschreibungen der Liquiditätsreserve erfolgt die Bewertung auf Basis von Marktpreisen des Bilanzstichtages nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Bei den hier zum Stichtag ausgewiesenen Wertpapieren handelt es sich in Höhe von 4.500 T€ um Anteile von mehr als dem zehnten Teil an einem thesaurierenden Investmentvermögen (Marktwert 5.409 T€) mit mittlerem Anlagehorizont. Die Rückgabe der Anteile ist börsentäglich möglich.

Handelsaktiva

Die Handelsaktiva sowie die aus den unrealisierten Bewertungsvorteilen dieser Finanzinstrumente einbehaltenen Risikoabschläge lassen sich zum Stichtag wie folgt aufgliedern:

Bei den Derivaten handelt es sich um positive Marktwerte schwebender Devisentermingeschäfte, die dem Handelsbestand zugeordnet sind. Der Nominalbetrag dieser Devisentermingeschäfte beträgt, umgerechnet zum Terminkurs bei Geschäftsabschluss, zum Bilanzstichtag 3.101 T€ (Vorjahr 1.522 T€).

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die im Folgejahr fällig werden

Unter den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind Wertpapiere mit einem Buchwert von 16.225 T€ enthalten, die im Folgejahr fällig werden.

Aufgliederung der börsenfähigen Wertpapiere

Finanzanlagen

Beteiligungen

In den Beteiligungen wird im Wesentlichen der 49-prozentige Anteil an der Avaloq Sourcing (Deutschland) AG, Berlin ausgewiesen. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 4.750 T€, die Aktien sind nicht börsenfähig. Der Beteiligungsbuchwert der Gesellschaft hat sich aufgrund von Zuschreibungen im abgelaufenen Geschäftsjahr von 5.948 T€ auf 7.908 T€ erhöht. Die Zuschreibung erfolgte im Rahmen der Aufdeckung steuerrechtlicher Teilwerte, die aus der Einbringung von Vertragsverhältnissen in die Gesellschaft resultieren. Das Geschäftsjahr 2013 hat die Gesellschaft mit einem Jahresfehlbetrag von 1.240 T€ abgeschlossen.

Darüber hinaus sind in den Beteiligungen die auf einen Erinnerungswert abgeschriebenen Anteile an der design.net AG, Frankfurt am Main enthalten.

Die beiden im Vorjahr noch mit einem Betrag von insgesamt 2,0 T€ enthaltenen Beteiligungen an der KBGQ Beteiligungs-Verwaltungs GmbH, München und KBGQ Beteiligungs GmbH & Co. KG, München wurden im Geschäftsjahr zum Buchwert verkauft.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen wird mit einem Buchwert von 258 T€ unverändert die quirin eins GmbH i. L., Berlin ausgewiesen. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 290 T€. Die quirin bank hält 100 Prozent der Anteile. Nachdem im September 2014 das Sperrjahr für die Liquidation der Gesellschaft abgelaufen ist, wurde die Schlussbilanz erstellt und die Löschung im Handelsregister beantragt.

Die Bank verzichtet gem. §§ 290 Abs. 5 i.V.m. 296 Abs. 2 Satz 1 HGB auf die Aufstellung eines handelsrechtlichen Konzernabschlusses, da das Tochterunternehmen aufgrund des Umfangs seiner Bilanzsumme, des Eigenkapitals und der Umsatzerlöse für ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank von untergeordneter Bedeutung ist.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Bei den dem Anlagevermögen zugeordneten Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um Anleihen überwiegend öffentlicher Emittenten mit sehr gutem Rating, die dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dienen und für die grundsätzlich eine Halteabsicht bis zur Endfälligkeit besteht. Der Buchwert der Wertpapiere beträgt 104.558 T€.

Für Wertpapiere mit einem Buchwert von 1.000 T€ wurde im Rahmen der Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips auf Abschreibungen in Höhe von 0,2 T€ auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert (1.000 T€) verzichtet, da die Wertminderungen als nicht dauerhaft eingeschätzt werden.

Immaterielle Anlagewerte

Im Geschäftsjahr wurde für immaterielle Anlagewerte eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 130 T€ vorgenommen.

Sachanlagen

Sonstige Vermögensgegenstände

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Abgrenzungen aus Lieferungen und Leistungen mit Laufzeiten von einem Jahr in Höhe von 355 T€ und von zwei bis zu fünf Jahren in Höhe von 1.792 T€ enthalten, die überwiegend auf die hier ausgewiesenen Agien für Wertpapiere des Anlagevermögens entfallen.

Aktive latente Steuern

Die quirin bank AG macht von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch und setzt den aktiven Überhang an latenten Steuern in Höhe von 635 T€ in der Bilanz nicht an.

Dieser ergibt sich im Wesentlichen aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden zwischen der Handels- und der Steuerbilanz in der Position Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (111 T€) sowie in der Position Rückstellungen (407 T€). Den ermittelten aktiven latenten Steuern liegt ein durchschnittlicher Steuersatz von 31,2 Prozent zugrunde.

Anlagenspiegel

Fremdwährung

Das Gesamtvolumen der Vermögensgegenstände, die auf Fremdwährung lauten, beträgt umgerechnet 63.058 T€.

II. Passiva

Beteiligungen

Zum Bilanzstichtag werden Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 580 T€ in den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ausgewiesen, die aus der Anlage freier Mittel sowie aus Lieferungen und Leistungen resultieren.

Verbundene Unternehmen

Aus der Anlage freier Mittel verbundener Unternehmen bestehen unverbriefte Verbindlichkeiten unter den anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 315 T€.

Handelspassiva

Die Handelspassiva enthalten zum Stichtag folgende Finanzinstrumente:

Bei den Derivaten handelt es sich um negative Marktwerte schwebender Devisentermingeschäfte, die dem Handelsbestand zugeordnet sind. Der Nominalbetrag dieser Devisentermingeschäfte beträgt, umgerechnet zum Terminkurs bei Geschäftsabschluss, zum Bilanzstichtag 1.826 T€ (Vorjahr 1.518 T€).

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus betrieblicher Altersversorgung wurden mit den zur Deckung dieser Verbindlichkeiten erworbenen Wertpapieren (Deckungsvermögen) gem. § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Dem Erfüllungsbetrag der verrechneten Verbindlichkeiten von T€ 127 stehen Wertpapiere mit einem Marktwert von T€ 95 (Anschaffungskosten T€ 94) gegenüber.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vorschüssig abgerechnete Dienstleistungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von 11 T€ sowie mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren in Höhe von 6 T€, die periodengerecht abgegrenzt und vereinnahmt werden.

Rückstellungen

Die Rückstellungen lassen sich zum Bilanzstichtag wie folgt aufgliedern:

Die Bildung von Restrukturierungsrückstellungen im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde durch die beschlossene Schließung von zwei Niederlassungen und damit verbundene Personalmaßnahmen notwendig. Sie beinhaltet notwendige Trennungskosten im Rahmen der Personalmaßnahmen sowie Kostenremanenzen aus der vorzeitigen Aufgabe von Standorten, für die längerfristige vertragliche Verpflichtungen bestehen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vorrangig schwebende Ansprüche, Rückbaukosten für Mietereinbauten und Archivierungskosten.

Pensionsrückstellungen für den Fall einer Unterdeckung des Deckungsvermögens im Vergleich zu den am Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber den Anspruchsberechtigten im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge waren nicht notwendig.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB beträgt 1.655 T€ und ergibt sich ausschließlich aus der verpflichtenden Dotierung gemäß § 340e Abs. 4 HGB zum Ausgleich des Risikos künftiger Nettoaufwendungen des Handelsbestandes. Im Berichtsjahr wurde ein Betrag von 229 T€ zu Lasten des Nettoertrages des Handelsbestandes zugeführt.

Eigenkapital

Zum Berichtsstichtag besteht mit einer Frist bis zum 12. Juni 2019 nicht ausgenutztes genehmigtes Kapital gegen Bar- und/oder Sacheinlagen in Höhe von 21.553 T€ („Genehmigtes Kapital 2014“).

Darüber hinaus besteht in Höhe von bis zu 17.000 T€ nicht ausgenutztes bedingtes Kapital zur Bedienung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (oder Kombinationen dieser Instrumente), die bis zum 12. Juni 2019 mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 45.000 T€ ausgegeben werden können und die den Inhabern bzw. Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf insgesamt bis zu 17.000 T€ auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 17.000 T€ gewähren („Bedingtes Kapital 2014“).

Ferner bestehen bedingte Kapitalien in Höhe von insgesamt 4.311 T€ zur Bedienung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Mitarbeiter und Organe im Rahmen der Aktienoptionsprogramme 2008 und 2011. In vier Tranchen wurden bislang Bezugsrechte auf ein anteiliges Grundkapital in Höhe von 4.165 T€ ausgegeben. Die bedingte Kapitalerhöhung wird jedoch nur insofern durchgeführt, als die Inhaber der Bezugsrechte innerhalb der Ausübungsfrist von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die Ausübungstermine sind nach Tranche gestaffelt. Der späteste Ausübungstermin ist der 20.03.2019.

Sowohl das genehmigte Kapital als auch die bedingten Kapitalien verbriefen ab dem Zeitpunkt ihrer möglichen Ausgabe die gleichen Stimm- und Gewinnrechte wie das bislang ausgegebene Grundkapital.

Fremdwährung

Auf Fremdwährung lautende Schulden bestehen im Gegenwert von 45.369 T€.

Restlaufzeitengliederung

Forderungen an Kunden mit unbestimmter Laufzeit

Unter den Forderungen an Kunden werden Forderungen mit unbestimmter Laufzeit in Höhe von 13.812.783,22 EUR ausgewiesen.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss wird im Wesentlichen durch die überwiegend in Wertpapieren angelegten liquiden Mittel generiert und liegt mit 2.404 T€ leicht über dem Vorjahreswert von 2.351 T€.

Provisionsergebnis

Das Provisionsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 4.090 auf 30.749 T€ erhöht. Zu der Verbesserung des Ergebnisses haben sowohl der Geschäftsbereich Private Banking mit der Honorarberatung als auch der Geschäftsbereich Unternehmerbank beigetragen. Im Provisions-ergebnis sind per saldo periodenfremde Aufwände in Höhe von 5 T€ enthalten.

Handelsergebnis

Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein Handelsergebnis von 2.064 T€ erwirtschaftet. Darin enthalten sind neben realisierten und unrealisierten Bewertungsergebnissen aus dem Geschäft mit institutionellen Kunden der Unternehmerbank auch die mit den Handelsbeständen korrespondierenden Provisions- und Zinsergebnisse sowie der Aufwand aus der Zuführung zum Sonderposten nach § 340e HGB in Höhe von 229 T€.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das sonstige betriebliche Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen folgende Sachverhalte:

Risikovorsorge

Das positive Ergebnis bei den Wertpapieren der Liquiditätsreserve geht überwiegend auf realisierte Veräußerungsgewinne zurück.

Ergebnis aus Finanzanlagen

Das Ergebnis aus Finanzanlagen beträgt 1.002 T€ (Vorjahr 2.584 T€). Das Ergebnis beinhaltet positive Effekte aus der Zuschreibung einer Beteiligung im Rahmen der Aufdeckung steuerrechtlicher Teilwerte sowie aus nachträglichen Kaufpreiszahlungen aus der Veräußerung von Anteilen an dieser Beteiligung im vorangegangenen Geschäftsjahr. Ferner sind hier außerplanmäßige Abschreibungen auf wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere in Höhe von 2.987 T€ enthalten.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen sind im Berichtsjahr um 4 Prozent auf 36.091 T€ gestiegen. Der leichte Anstieg ist gleichermaßen auf etwas höhere Personalkosten und andere Verwaltungsaufwendungen zurückzuführen. In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind periodenfremde Erstattungen von 50 T€ enthalten.

Außerordentliches Ergebnis

Die im Berichtsjahr angefallenen außerordentlichen Aufwendungen sind im Zusammenhang mit der Schließung von zwei Niederlassungen und den damit verbundenen Personalmaßnahmen entstanden. Sie beinhalten Kosten für notwendige Personalmaßnahmen, Sonderabschreibungen und Kosten für die vorzeitige Aufgabe von Standorten, für die längerfristige vertragliche Verpflichtungen bestehen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der ausgewiesene Ertragssteueraufwand in Höhe von 447 T€ hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des guten Ergebnisses nahezu verdreifacht. Er betrifft einerseits Steuervorauszahlungen auf Basis der Vorauszahlungsbescheide zur Körperschafts- und Gewerbesteuer sowie gebildete Steuerrückstellungen.

D. Sonstige Angaben

Derivative Geschäfte

Die derivativen Geschäfte betreffen zum Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte, Devisenswaps sowie Optionen und Futures. Derivate werden grundsätzlich nur im Kunden- bzw. Mandantenauftrag abgeschlossen. Die Risikopositionen werden durch Gegengeschäfte mit Kreditinstituten glattgestellt. Da die Absicherung dabei grundsätzlich auf Mikroebene erfolgt, werden die zu Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB zusammengefassten Grund- und Sicherungsgeschäfte überwiegend dem Anlagebuch zugeordnet.

Die angegebenen Marktwerte stellen den beizulegenden Zeitwert dar, wobei Transaktionskosten unberücksichtigt sind. Sich aus negativen Marktwerten ergebende Risiken sind durch entsprechende Rückstellungen abgedeckt, soweit dies handelsrechtlich erforderlich ist. Die dem Handelsbestand zugeordneten Derivate werden mit ihren positiven bzw. negativen Marktwerten in dem Bilanzposten Handelsaktiva bzw. Handelspassiva ausgewiesen. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme dieser Derivate hinsichtlich Höhe, Zeitpunkt und Sicherheit beeinträchtigt sind.

Mitglieder des Vorstands

Karl Matthäus Schmidt

(Vorsitzender)

Zuständigkeiten

• Private Banking und Vermögensverwaltung

• Personal, Recht, Revision

• Unternehmenskommunikation und Marketing

• Geschäftsprozesse, Outsourcingüberwachung

• Niederlassung Berliner Effektenbank

Mandate in anderen Kontrollgremien

• AR-Mitglied der Avaloq Sourcing (Deutschland) AG, Berlin

Johannes Eismann

Zuständigkeiten

• Unternehmerbank

• Kredit

• GWG/Fraud

• Compliance

Dr. Marcel Morschbach

(seit 01.03.2014)

Zuständigkeiten

• Finanzen

• Risikomanagement

• Treasury

Mandate in anderen Kontrollgremien

• AR-Mitglied der DSC Deutsche SachCapital GmbH, Hamburg

Stefan Spannagl

Vorstand der Avaloq Sourcing (Deutschland) AG, Berlin

Zuständigkeit im quirin bank AG Vorstand

• BPO-Geschäft

• IT

• Organisation

Klaus-Gerd Kleversaat

(bis 31.05.2014)

Zuständigkeiten

• Treasury

• Niederlassung Berliner Effektenbank

Mandate in anderen Kontrollgremien

• AR-Mitglied der Stream Films AG, Berlin

Mitglieder des Aufsichtsrates

Holger Timm

(Vorsitzender)

Vorstandsvorsitzender der Tradegate AG

Wertpapierhandelsbank, Berlin

Vorstandssprecher der Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin

Heinrich Karl Linz

(stellvertretender Vorsitzender)

Vorsitzender des Risikokomitees der Kleinwort Benson Group Limited, London

Mitglied des Boards der Kleinwort Benson Bank Limited

Mandate in anderen Kontrollgremien

• stellvertretender AR-Vorsitzender BHF-Bank AG, Frankfurt

• AR-Vorsitzender Arecon AG, Zürich

• Mitglied des Boards Kleinwort Benson Investors Limited, Dublin

• Vorsitzender des Risikokomitees Kleinwort Benson Group Limited, London

Klaus-Gerd Kleversaat

(seit 13.06.2014)

Vorstandsmitglied Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, Berlin

Mandate in anderen Kontrollgremien

• AR-Mitglied Stream Films AG, Berlin

Dr. Andor Koritz

(bis 13.06.2014)

Rechtsanwalt, Berlin

Matthias Baller

Syndikusanwalt der Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin

Mandate in anderen Kontrollgremien

• stellvertretender AR-Vorsitzender Ventegis Capital AG, Berlin

• AR-Vorsitzender Euro Change Wechselstuben AG, Berlin

Prof. Dr. Christian Rödl

Geschäftsführender Gesellschafter Rödl & Partner GbR, Nürnberg

Mandate in anderen Kontrollgremien

• AR-Mitglied Bayern LB, München

• AR-Mitglied Bayern LB Holding, München

• Herrenknecht AG, Schwanau

Dr. Andreas Neuner

Geschäftsführer Beteiligungen und Immobilien der Riedel Holding GmbH & Co. KG, Nürnberg

Organbezüge

Die im Geschäftsjahr tätigen Vorstandsmitglieder erhielten von der quirin bank AG Bezüge in Höhe von 1.518 T€. An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von 48 T€ gezahlt.

Angabe der gewährten Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse nach § 34 Abs. 2 Nr. 2 RechKredV

Zum Jahresende bestehen für Vorstandsmitglieder keine und für Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von 186 T€ zu marktüblichen Konditionen gewährte Kredite, welche vollständig durch Verpfändung von Sicherheiten unterlegt sind.

Angabe nach § 34 Abs. 2 Nr. 4 RechKredV

Es besteht zum Bilanzstichtag kein Grund zur Annahme, dass die Bank aus Eventualverbindlichkeiten oder übernommenen Bürgschaften in Anspruch genommen wird.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Arbeitnehmer setzt sich wie folgt zusammen:

Honorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB

E. Weitere Angaben

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Aus Miet-, Leasing- sowie Geschäftsbesorgungs- und Wartungsverträgen ergeben sich über die Restlaufzeit der wesentlichen Einzelverträge künftige Belastungen von insgesamt 17.926 T€. Darüber hinaus bestehen zum 31.12.2014 für die Bank übernommene Mietavale in Höhe von 455 T€.

Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögensgegenstände

Am Bilanzstichtag sind Sicherheiten im Rahmen der Abwicklung von Wertpapier- und Devisen(termin)geschäften sowie für Marginverpflichtungen aus Kunden- und Mandantengeschäften in Höhe von 151.486 T€ an Kreditinstitute einschließlich der Deutschen Bundesbank übertragen. Den übertragenen Vermögenswerten stehen zum Stichtag Verbindlichkeiten in Höhe von 689 T€ bei diesen Instituten gegenüber, sodass der überwiegende Teil der übertragenden Sicherheiten zum Bilanzstichtag unbelastet ist. Die Sicherheiten betreffen mit 148.500 T€ Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere und mit 2.526 T€ täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute (Barsicherheiten). Für Avale, die überwiegend für die Bank und in geringem Umfang für Dritte zu Lasten der Bank übernommen wurden, sind Termingelder in Höhe von 460 T€ verpfändet.

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 3 AktG

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 43.106.485 €. Es ist in 43.106.485 Stückaktien mit Gewinnberechtigung aufgeteilt, die auf den Inhaber lauten.

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 4 AktG

Der Vorstand ist gemäß Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft durch die ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen Stückaktien aus dem genehmigten Kapital 2014 bis zum 12. Juni 2019 um insgesamt bis zu 21.553 T€ gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären ist das Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist unter bestimmten Bedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrates berechtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Für die Durchführung der Kapitalerhöhungen durch den Vorstand ist die Zustimmung des Aufsichtsrates erforderlich.

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 5 AktG

Vom bestehenden bedingten Kapital 2008 zur Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Mitarbeiter und Organe in Höhe von 2.064 T€ wurden im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2008 in den Geschäftsjahren 2010 1.015 Tsd. und 2011 1.034 Tsd. Rechte zum Bezug von Aktien ausgereicht. Die Ausübung der Optionen ist nach Maßgabe geltender Bedingungen und einer dreijährigen Wartefrist möglich.

Im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2011 wurden aus dem bedingten Kapital 2011 zur Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Mitarbeiter und Organe im Geschäftsjahr 2012 1.061 Tsd. und in 2013 1.040 Tsd. Aktienoptionen an die Bezugsberechtigten ausgegeben. Die Wartezeit für die Ausübung der Bezugsrechte beträgt vier Jahre.

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Als Hauptanteilseigner sind die Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin mit 25,5 Prozent und die RHJ International S.A., Brüssel mit 27,8 Prozent am Grundkapital der quirin bank AG beteiligt.

KWG-Grundsätze

Die quirin bank AG hat die Grundsätze gemäß den §§ 10 und 11 KWG über das Eigenkapital und die Liquidität der Kreditinstitute im Verlauf des Geschäftsjahres eingehalten.

 

Berlin, 26. Februar 2015

quirin bank AG

Der Vorstand

Karl Matthäus Schmidt

Johannes Eismann

Dr. Marcel Morschbach

Stefan Spannagl

Bestätigungsvermerk

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 2. März 2015 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der quirin bank AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Berlin, den 2. März 2015

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peter Kleinschmidt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ursel von Randow, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2014 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der quirin bank AG bei der Leitung der Bank beraten und überwacht. Er wurde vom Vorstand der Bank zeitnah und umfassend in schriftlicher oder mündlicher Form über die wesentlichen Entwicklungen in der Gesellschaft unterrichtet.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig über die Geschäftslage und die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsbereiche Investment Banking, Business Process Outsourcing und Private Banking, die Unternehmensplanung, die Risikolage sowie die strategische Ausrichtung der Bank informiert. Über grundsätzliche Fragen der Geschäftsführung und die wirtschaftliche Lage sowie bedeutsame Geschäftsvorgänge fanden enge Beratungen zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand der Gesellschaft statt. Auch außerhalb der ordentlichen und außerordentlichen Aufsichtsratssitzungen haben sich der Aufsichtsratsvorsitzende und seine beiden Stellvertreter vom Vorstand über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Bank eingebunden und hat, soweit nach gesetzlichen oder satzungsmäßigen Vorschriften erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Vorfällen erteilt.

Im Berichtsjahr fanden planmäßig vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen am 20. März, 13. Juni, 23. September und 9. Dezember sowie zwei Beschlussfassungen im Umlaufverfahren am 17. Januar und am 3. September (Stimmabgabe jeweils per Telefax) statt. An den Sitzungen des Aufsichtsrats hat auch der Vorstand teilgenommen. Der Präsidialausschuss, bestehend aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Timm und seinen beiden Stellvertretern, den Herren Dr. Neuner und Linz, und der Risikoausschuss, bestehend aus den Herren Linz (Vorsitzender), Dr. Neuner und Timm haben ihre Aufgaben in regelmäßigen Sitzungen vor Aufsichtsratssitzungen wahrgenommen. Der Prüfungsausschuss, bestehend aus den Herren Prof. Dr. Rödl (Vorsitzender), Linz und Timm tagte im Berichtsjahr zweimal. An den Sitzungen des Risikoausschusses und des Prüfungsausschusses haben Fachvorstände und Mitarbeiter aus den Bereichen Rechnungswesen, Controlling sowie Compliance nach Bedarf teilgenommen.

Zentrales Thema des Aufsichtsrats war die Ausrichtung der Gesellschaft mit dem Ziel, Restrukturierungsmaßnahmen zu implementieren, um die Ertrag- und Kostenrelation stabilisieren zu können. Die Gestaltung der Vermögensverwaltungsansätze und die Implementierung der quirion-Plattform waren ebenfalls Schwerpunkte der Beratung. Das mit der Avaloq Group AG, Schweiz, eingegangene Joint Venture war ebenso Thema der regelmäßigen Beratungen wie das in diesem Zusammenhang stehende Projekt zur Implementierung der Avaloq-Software als neues Banksystem der quirin bank.

Weitere Schwerpunkte der Beratungen bildeten der Verkauf der Marke und des Teilgeschäftes der Berliner Effektenbank sowie die Ausgestaltung des Vergütungssystems.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Risikotragfähigkeit der Bank wurden in der Sitzung vom 13. Juni 2014 mit dem Aufsichtsrat erörtert.

Der Compliance Bericht, der Bericht der MaRisk Compliance-Funktion sowie der Bericht der zentralen Stelle gemäß §25h Abs. 4 i.V.m. §25h Abs. 1 KWG („Fraud“) wurden dem Aufsichtsrat vom Compliance-Beauftragten in der Sitzung vom 20. März 2014 vorgelegt und erläutert.

Der Aufsichtsrat hat sich in jeder Sitzung vom Vorstand ausführlich über die Feststellungen der Internen Revision sowie über die jeweils aktuelle Risikoposition der Bank informieren lassen.

Die Prüfung nach § 36 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz für das Geschäftsjahr 2014 wurde durch die beauftragte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, vorgenommen. Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats übermittelt.

Jahresabschluss

Der vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 ist unter Einbeziehung von Buchführung und Lagebericht durch die in der Hauptversammlung vom 21. Juni 2013 gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden:

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

„Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 19. März 2015 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der quirin bank AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag zum Vortrag des Bilanzverlustes intensiv diskutiert und geprüft. Hierzu standen dem Aufsichtsrat die notwendigen Unterlagen rechtzeitig zur Verfügung.

In seiner Sitzung am 19. März 2015 hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der quirin bank AG mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer eingehend erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen und billigt den Jahresabschluss 2014, der damit festgestellt ist. Den Vorschlägen des Vorstands zum Vortrag des Bilanzverlustes in Höhe von EUR 2.350.713,35 schließt sich der Aufsichtsrat an.

Das Vorstandsmitglied Klaus-Gerd Kleversaat ist mit Ablauf des 30. Mai 2014 aus der Gesellschaft ausgeschieden. Für seinen langjährigen Einsatz dankt der Aufsichtsrat Herrn Kleversaat aufrichtig. Mit Beschluss vom 17. Januar hat der Aufsichtsrat entschieden, Herrn Dr. Marcel Morschbach zum Mitglied des Vorstands für das Resort Rechnungs-/Meldewesen, Finanzmanagement und Treasury zu bestellen.

Mit Wirkung zur Hauptversammlung am 13. Juni 2014 hatte Herr Dr. Andor Koritz aus gesundheitlichen Gründen sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt und die Mandatszeit von Herrn Heinrich Karl Linz endete turnusgemäß. Für Herrn Dr. Andor Koritz hat die Hauptversammlung Herrn Klaus Gerd Kleversaat, der zuvor langjährig dem Vorstand der Gesellschaft angehörte, neu in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Heinrich Karl Linz hat erneut für den Aufsichtsrat kandidiert und wurde von der Hauptversammlung für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den großen persönlichen Einsatz und die im Jahr 2014 geleistete Arbeit. Besonderer Dank gilt dem ausgeschiedenen Aufsichtsrat, Herrn Dr. Andor Koritz, der die Gesellschaft seit Gründung stets mit kompetentem Rat und Tat als Aufsichtsrat begleitet hat.

 

Berlin, 19. März 2015

Holger Timm, Aufsichtsratsvorsitzender